«t 55. trj«J «q .,*i"«-.cünr.g«IHnnt Dttt Aal fllll int zwar Jjicnüapt, iJ I'»snerflaai n- eannofctitM Äireb« 1, 4U>raii«acrN» tncl-»ringerlodn olfttei M» tfliSS5* ptännrananbo'7>/,Sar.. mo- -iM!» �' i S»r.. einzeln Stommctr • lf. i,®!5*! bei dc» DoSämtcrn in PrenK«? a ü�J bei den anberdrenß. Po?In> MM nd qleichiall» l« Ez» r wdd. WWe.) Verlin, Mittwoch, den 13 Mai 1874. 4. Jahrgang. fftentt in Deutschland( '<■<»eenzer s" Siäfll-Draokrdt Eigruthnm des Allgemeine« dentsche» Arbeiter-Vereins «edaltion u.«xpeditinQ Beel«». »reldeuerkrnße Ztr. tu Seslellnogen werden unetnärt««ei aUet Softaratetn, in Le liu in der Srped,. tinn, sowie bei jed im Sreditenr, ent. zegenaeuommeu. ünletate(in der Expedition auszngeveo - werden pro dreigespaltene Beiit-Zeili M ider deren Raum mrl t Sgr berechnei Zlrbeiter-Lnuonceu die dreispaltige -teile oder deren Rrnm Z Sgr b.-i«? Des Himmelfahrtstages halber fällt die Knminalgerichte den Vorwurf allzu große ?"ii.gs».m».e a.s. De. S.-ni-,--..-- «kr wird eine Beilage zngegebe« werden. Hungertyphus und Denunziant. , Was eine ärgere Geißel der Menschheit ist, der Hungertyphus oder der falsche Denunziant, Vt vermöchte das zu sagen! Wenn jene entsktzlickc 'Pikyeit eie Wohnstätte deS arbeitenden VollcS ver- 0it, wenn stch dieser tückische Feind einschleicht in llniÄ"S trauliche Heim deS Arbeiters uns den Ernährer �«lr ein theur-s Glied der Familie hiuwegrafst, dann '3ai? und die Verwünschungen der Armen ruh Elenden treffen mit Recht di se von der Massen. slmvth erzevg'e Geißel unserer Gesellschnft. Aber R ein falscher Devnnziont eine geringere Pist? Ist 'k Sctmke weniger gifährlich, welcher einen ehren- Mir» Arbeiter, der, um daS künftige Wohl feiner �uder besorgt, durch den SocialiemuS Elend vn» !?gerechtigkeit auS der Welt verbannen möchte, �schlich hrnunzirt, er reize zu Haß und Ber- "lang gegen die besitzende Klasse auf und wolle Gielde auf gewaltsamem Wege um ihre Güter �bgen? Pest ist Pest: mag daS Leben und die H�Midheit des Arbeiters von der Kranhcit zerstört oser mag er um seine Fr-iheit uns sein $4, ouft Nl' ahnll veo zU» Inge- cut- 5C( llz. [eiT DiX ®rot ljtrö»urch di-. Tücke eines BerltumderS gedrachi j�.�bl'lav, stellen wir daher diele beiden schreck- ? 11 die physische uod die moroli» che, sn at-l-ec Linie und»huen wir das Uos-re, fie 'lit der Wurzel auszurotten. ES sind kaum zwei Monate verflossen, da wuroe tlich k»nstatirt, daß die.Arbciterkrankbcit�, eiche man gewöhnlich seit der schlesischen Weberroth " angertyphus" nannte, und welche mau heutzn. e etwaS fchöntlingender als„Flecktyphus" be- �tmet, in Berlin ihren Einzug gehalten habe. >s furchtbare Gefahr kündigte stch somit an, denn � Vn dichtbewohnten und entsetzlich ungesunden Ar. 'LA deutschen Rcichehauptfladt und unter '•V kl®t''aartn der lange arbeitslosen und daber � g�ährten Arbeiter, da kann diese Krankheit � aar fürchterliche Ernte einheimsen. a, Wir»Halen nur uns re Pflicht, indem wir in dem Artikel unseres Blattes vom 8. März den mah- J�en Ruf erschallen ließen: Arbeiter, beherzigt bittere Lehre; bleibt nicht beim Andl ck de» � dgeriyphus matt und lau!— und indem wir Dinglich mahnten: daS arbeitende Volt möge sich «-rnstlich angelegen sein loss n, die Grund- deS schrecklichen NothstandcS duräi AI J S"1 den, bombastischen Lärm und G-scdwätz der 'üesprcsse blieben die Ohren deS sogenannten �iiiums taub; man wüi scht die Schrecken der 'itvwart hinweg, und daS genügt, um stch Ohr-n Augen zu verstopfen. Nur Einer regte sich, war der Deuunziaut! Z �ie„BolkSzeitung" deS FortschrittlerS Franz �»cker, das Organ der„Demagogenhctze", impfte stch die Sporen; ihr war es vorbehalten, 1�'inem gehäistgen, von Verdrehungen strotzindin jt 5 jo�ilel gegen uns die Anklage zu erheben: wir &'U die Boltsklaffen gegeneinander zu Gewalt- aufg-reizt. Die ernsten ruhigen Mah. >.�l,�StN unseres BlatteS wurden in tückischer Weise 1 Zusammenhang gerissen, mit falschen AuS- �®9tn gewürzt und alsdann deuunzirt. Es war „�llnftstückchen, würdig eiveS römischen Deia. wür ig jencS Auswurfes der Menschheit, ,) � � haltloseste Beschuldigung hin unt-r in � tt vnrschast der römischen Kaiser jeden Ehrcnmaun 'tteuuiden und zu vernichten trachtete. "Seit eioigen Wochen gereicht eS den ZeitingS- � 01 Zur besonderen Geuugthuung, daß sich die �Aistaltung der heutigen ProduklionSw-ise zu be- pe» i| �och natürlich waren wir, wie immer, eS allein, � h,i&'e ntliche Meinung zu bekehren suchten. urtheil und Strafmaß ihrer Pflicht oblie gen", so beginnt jener scandalöse Denunzianten artikel der„VolkSzeitnng" vom 12. März. Und nach einim langen Gefalboder über die„Brutalität °er Sitten", da kommt nebst böswillig aus dem Za sammenhang gerissenen Stellen die folgende Denun ziation:„Vis zu w-lch m Grade diese Kunst der Aufreizung gediehen ist, da« mag der uachstehende Ari-kel des„Neuen Social-Demokrat" vom 8. dss darthvn, der Schreckbilder heraufbeschwört, um die sen Haß zu steigern. Der Artikel, anschließeud an eine Betauntmachuvg deS Polizeipräsidenten üb r Abwehr und Schutzmittel gegen ciue durch einige Fälle stch anküudig-nde FlecktyphuSepidemie und auS gehend vou d-r Behauptung, eS handle sich nicht um Fleck-, sondern um Hungertyphus, verkündet den Einmarsch der letzteren in Berlin." Heuchlerisches Fortschrittlergcsindel, ver- worfeueS D enunziauten gelichter, wir drücken Dir das Brandmaal auf die Stiru hier mit Dei- ucu eigenen Worten! Natürlich, eine solche Denunziation öffentlich in der Presse und gar in der angeblich opposilio nellen Prines Untergebenen g-gen die betreffenden Borgesetzren eingeleitet worden ist, und zwar gegen fünf Personen, nämlich: 1) ge- gm dm Premierlieuteuant Georg Fürthmaier, 2) den Secovdelteutmant Freiherrn o. Geuden, n. Rabensteiner, 3) den Bicewachtmeister Har- ung, 4) uud 5) die Unteroffiziere Müller und Ireunig, sämmtlich dem 1. Chevaulegerregimente gehörend. Die Saebe wird vor dem Militär-Be- irke Würzburg zur öffentlichen Verhandlung kommm.— Ob diese öffentliche Verhandlung eines Militärgerichtes mit den Vorgängen im Reichs- tage in Verbindung zu bringen ist? D-r Blutdurst der Btlsailler Henker ist noch MMfaaMMdiWi daS, sobald eS Measchniblat kostet, gierig nach„voch mehr" lechzt. Bor eimgm Tagen wurde nämlich wieder ein Communekämpfer verhaftet, einer der Offiziere von Cluseret; derselbe hatte fich als Koch in einem der Kaffeehäuser der ChampS-Elys&S aufgehalten, um sich den Verfolgungen der„OrdnungS- banditen" zu entziehen. D-S fortwährende TranS- Portiren von verhafteten Communekämpfern nach Neu-Caledonien dauert noch immer fort. Einerlei, ob die Unglücklichen durch'S Blei einen kurzen Tod finden, oder ob sie der unerbittliche Sensenmann in Neu-Caledonien durch Krankh'it früh oder später hinrafft. «m 6. Mai kam im englischen Parlament ein wichtige» Ardcitergesetz zur Verhandlung, nämlich die Abkürzung des für Frauen und junge Leute einge- führten NormalarbeilStageS auf neun Stunden. Die Sitzung wurde fast ausschließlich durch die De- hatte über diese Vorlage in Anspruch genommen. Der Entwurf lag zur zweiten Lesung vor. Sitzung»- saal wie Tribünen waren ungewöhnlich voll. Mun- della motivirte die Vorlage in beinahe zweistündiger fließender Rede. Der Redner wünschte fich zu der veränderten Haltung des Hause» gegenüber seinem Entwürfe Glück, denn die liberale Regierung hatte fich demselben wiederholt widersetzt! Die jetzige konservative Regierung hat die Vorlage stet» unterstützt and der Premierminister hat in Glas- gow Worte gesprochen, die seine Zustimmung beinahe ficker erscheinen lassen. Mundella rekapitu- lirte sodann die bisher in England stattgehabte Fa- brikgesetzgebung, welche stch im Allgemeinen trefflich bewährt hat. Der Beginn wurde 1802 gemawt. DaS letzte hierauf bezügliche Gesetz wurde 1872 veröffentlicht. DaS Gesetz vom Jahre 1847 be- schränkt die Zahl der Arbeitsstunden in der Woche für Frauen, Kinder und Halberwachsene auf 58. Im Allgemeinen hat stch in England in den l'tzten Jahren die Neigung geltend gemacht, die Arbeitszeit der jün- geren Arbeiter und Frauen zu verkürzen, und eS ist die weitere Verkürzung auf neun Stunden schon recht verbreitet. Wo sie nicht stattgefunden hat, da thut sie dring-nd Roth. Zur Bestätigung seiner B'haup- lung führte Mundella die Aussprüche angesehener Aerzte und Faktoreiiuspektoren an. In Salford und an anderen Orten, wo Baumwolle- un» Flachsspin- uerei betrieben wird, hat die Sterblichkeit unter Kindern sehr bedenkliche Dimensionen er-, reicht. Muudella'S Antrag beschränkt fich in der Anwendung allein auf die Textilindustrie, Spionerei, Weberei u. f. w. Er verbietet überhaupt die Ver- Wendung von Kindern unter zehn Jahren, jetzt ist das Minimalalter 8, sowie die Verwendung für die volle Arbeitszeit von Kindern unter elf Jahren, es fei denn, daß sie eine mäßige Schulreife nachweisen können. Er hebt ferner die Ausnahmestellung auf, welche Seideuzwiroer bisher genossen. Er beschränkt halbe Arbeitszeit auf 30 Stunden, die volle auf 54 Stunden in der Woche. Der Redner bestritt die Befürchtung, eine Verkürzung der Arbeitszeit würde England die Konkurrenz mit dem Auslände erschweren, «elcher Ansicht sich übrigens auch der Minister des Innern Croß anschloß. Unmittelbar nach dem An- tragsteller erhob sich Sir Th- Bezley, um die Ver- werfuug des Antrages in Gestalt eines Amendements — anzuempfehlen. Er bezeichnete daS Gebiet, wel- che» die Vorlage berührte, als ein so weites und umfassendes, daß weitere Nachforschung Roth thue, ehe man definitiv ein Gesetz gebe; überdies fei die Aenderung so wieblig, daß die Regierung einzig und allein sie in die Hand nehmen dürfe. Mehrere Redner schlössen sich dieser Ansicht an. Der Minister deS Jonern, Croß, forderte den Antragsteller auf, die Vorlage zu Gunsten einer anderen zurückzuziehen, welche die Regierung bereits in der Ausarbeitung habe. Er erkannte zwar die Wichtigkeit, ja die Roth- wendigkeit der vorgeschlagenen Gesetzgebung an und hielt dieselbe für so dringlich, daß ein weiterer Ver- zug behufS Untersuchung der Sachlage nicht ange- messen erscheine. WaS ausgewachsene Männer betrifft, so wollte Croß nicht für sie einen Normalarbeitstag, unr sollten Frauen und Kinder den Schutz der Gesetze genießen. Croß beabficht sein Gesetz auf die gc. sammtc Fabrikindustrie auszudehnen. Die Arbeitszeit hat von sechs Uhr früh b s sechs Udr Abends statt- zufhnden, oder aber von fi-beu big st-ben. Niemals soll länger als 4>/z Stunden ohne Pause gearbeitet werden. Au gewöhnlichen Wochentagen soll die Ar beitSzeil nicht über 10 Stunden, am Sonnabend nicht über 6 Stauden betragen(im Ganzen also 56 Standen in der Woche). Dabei ist aber am Sonn- abend eine halbe Stand« zum Reinigen und Aufi räumen einbegriffen. Die halbe Arbeitszeit destimmt Croß auf 32>/z Stunde in der Woche. Bon 1876 ab sollen die Kinder unter zehn Jahren überhaupt nicht in Fabrikm verwendet werden; vom Jahre 1875, al« Uebergang, nicht unter 9. Förster machte der Einfachheit wegen den Borschlag, die Regierung solle im jetzigen Stadium an Stelle Muntella's eintrete» und die geringen Aenderongen, die sie mit dem Eni- würfe vorzunehmen wünschte, in der Spezialberathung einfügen. Fawcett, der dem Gesetz abhold ist, weil eS seiner Ansicht nach die weiblichen Arbeiter benach- theilige, die na» Annohme desselben weniger lange arbeiten dürften, als ihr- männlichen Konkurrenten, salbaderte lange in dieser kindischen Weise und ver- langte Theilung der Vorlage in zwei Hälften, die eine auf Kinder Bezug nehmend, die andere auf Er- wachsene. Auf Antrag RoebuckS wurde die Debatte vertagt. So viel steht jedoch fest, daß man au» Furcht vor der Arbeiterbewegung eine Ver- besserung der Gesetze eintreten lassen wird. Die inneren Verhältnisse Italiens nehmen einen immer bedrohlicheren Charakter an. In Mantua haben nämlich, wie schon in den bedeutendsten Städ- tcn Ober- und Unteritaliens, unruhige Auftritte statt- g-funden. Eine große Anzahl Arbeiter hatte da- selbst, da sie für den geringen Lohn, den die Fadri- kanten boten, nicht mehr arbeiten wollte, die Arbeit eingestellt. Natürlich konnte man von Seiten der Regierung wiederum mit keinem besseren Mittel die Sache schlichten, als mit Militärrequifitionen. Das taktlose Vorgehen deS Miliiairs gegen die aufgeregten Volksmassen, rief in Mantua einen blutigen Konflikt zwischen Volk und Militär hervor, der mit Verwun- düngen auf beiden S.lten endigte. Verschiedene Ar- beiler sind verhaftet und sämmtliche öffentliche Plätze stark mit Truppen besetzt. In allen Volksschichten herrscht natürlicherweise die furchtbarste Erbitterung über ein solches Vorgehen der Regierung._ Bsre»i»s-The»5. An die Mitglieder des Allgem. deutscheu Arbeiter-VcreinS. Mit der Delrgirtcnwahl zur Generalversammlung ersuche ich die Mitglieder, nicht allzu lange zu zö- gern und sofort nach der Wahl Anzeige hiervon beim Sekretariat zu machen, damit die Anzahl der Delegirten festgestellt und für ein Unterkommen in Hannover für dieselben gesorgt werden kann. Die Vollmachten zur Generalversammlung sind nach folgendem Formulare abzufassen und den ge. wählten Delegirten einzuhändigen, damit dieselben fich auf der Generalversammlung legiumiren können: Vollmacht. Die zu..... wohnhaften zahlenden Mitglieder de« Allg. dcutich.»rb.-Vewin«, wie die Listen auswcifen,..... an Zahl, haben in ihrer Versammlung am.. ten den..... zum Delegirten für die diesjährige Generalversammlung er wählt. Derselbe hat demgemäh Bollmacht, in allen Ange- lcgenhciten, welche ans der General ersammlung vorkommen, die genannten Mitglieder vollständig zu vertreten. (Ort und Dat m.) (Unterschrift des Bevollmächtigten und Schriftführers) Wo die Mitglieder auS irgend einem Grunde nicht in der Lage find, selbst einen Delegirten zu schicken, ist es gm, wenn fie daS Mandat einem anderen VereinSmitgliede, von dem sie wissen, daß eS auf der Generalversammlung anwesend sein wird, übertragen. In solchem Falle ist die Vollmacht an den Betreffenden einzuschickev. Die Abrechnungen werden spätestens vierzehn Tage vor der Gencralvetsammlung den Bevollmäch- tigten zugesandt werden. Näheres über die Generalversammlung wird durch da« VireiaSorgan zur geeigneten Zeit noch mit- getheilt werden. Berlin, den 11. Mai 1874. Mit focial-demokratifchem Gruß Der Präsident des Allg. deutsch. Arb.-Vereins: Hasenclever. Unser Parteigenosse C. Becker ist am 8. Mai vom Kreiögericht zu Alt-LandSberg wegen einer Rede, gehalten am 22. Februar zu Bcrgbrück bei RüderS- dorf, zu 9 Monaten Gcfängniß vcrurtheilt worden. Der Staatsanwalt beantragte 1' Jahr 6 Monate Gefängniß und sofortige Verhaftung. Parteigenosse Szimmath ist am 8. Mai von der dritten Deputation deS hiesigen KriminalgerichtS zn 2 Monaten Gefängniß oerurtheilt. Grund dieser Verurtheilung soll eine Beleidigung der 7. Kriminal- deputation de» hiesigen Stadtgerichts fein. Stcinbach 3. Mai.(Volksversammlung.) Heute hielten wir hier eine Volksversammlung mit der Tagcsord« nung:„Die heutige Gesetzgebung" ab. Herr Diener refc- rirtc über selbige in eingehendster Weise. Bei der demnächst von uns in Angriss zu nehmenden Agitation im hiesigen Wahlkreise ersuchen wir die Parteigenossen, uns dabei rege Unterstützung angedeihen zu lassen. Mit social-demokratischem � Joh. Kranshaar. Verdauös- TheU. ich, nicht zu Jägern und sofort nach der Wahl Anzeige hier»» r' mit S beim Setretaiiot zu machen, damit rechtze'tlg die Anzahl d« r»'» Gr Delegirten sistgeflelli werden kann. Wdnrch Die Bollmachten z« Generalversommlung find nach f»!'? gcndcm Formulare abzufesseu und den gewählten Delegirtr» M aus einzuhändigen, damit dieselben sich auf der GeneralveisaMH'?? berfol� lung legitimiren tänueu:: 7 Bean Vollmacht. iigkeit Die zu.... wohnhaften zahlenden Mitglieder be» Allß.;«»sitze d-uisch. Ärb.'Uvtcrftützung«-Ver bände», wie die Listen aui)»»che Z weisen,.... an Zohl, haben in ihrer Bersammlunr at» Wung t ... t-n den..... zum Delegirten füe die dieejädril« Est General-Versammlung erwählt. Deis-lbe hat den gemäß Boll' � ang>l macht, in allen Avgelegevhe ten, welche aus der General»»»' Kre! lammlung vorkommen, die genannten Mitglieder vollstäuW? von zu vertreten. Mh de» (Ort und Datum) �chultdc Unterschrift des Bevollmächtigt n und Schriftführers.) stallst Wo die Mitglieder nicht in der Lage find, s-ldst eine»®'ii von Delegirten zu schicken, ist es gut, wenn si- das Manda» eine» 7* hätte a deren Verbandsmitgliede, von dem fie wissen, daß eS ov Wen, d der Generalversammlung anwesend sein wird, übertragen. 2»'• sonder (oldlem Falle ist die Vollmacht an den Betreffenden eiaz»' bedin schicken.>daß es Nähere« über d 1 Generalversammlung wird durch dfli''»n Sto Vereineorgan zur geeign-ten Zeit noch mitgetheilt werden. Z'M-sse Berlin. 11. Mai 1871«d to(nn Mit social-demokraiischcm Gruß Für das Präsidium: Hasenclever. Berlin, 11. Mai.(Allgemeiner Metallarbei«»»' Verband.) Den Delegirten, sowie sämmrlichen Eisen- uei Metallarbeitern zur Nachricht, daß nunmehr da« Verschiä» der Statuten und Peototolle geschehen kam, und ich ersoi"' Alle, welche sich dem Allgem. Metallarb-iterverband schließen wollen, ihre B stellnngen an St'tuien und Pr» »ollen an unterzeichnete Adiesse einzuschicken; auch habe' die Ort-stemp-l in Aibeit gegeben. CS muß aber ein j'> Ort seine Bestellung machen, weil dem Bevoll„ächtigte« stempel der Ort beiaefllgt«erden muß. Die Verzog»»! der Statuten und Prolokolle ist durch die Krankheit Drucker»-ntstan eu, und man möge daeaof Rü sicht nehm»»! Möge jetzt ein Jeder seine Schuldigkeit thun, dann wcrdckj! wir das Versäumte nachholen lönnin. Ferner mache ich. kannt, daß die Kontrol ommission in Chemnitz ihren®1' hat, und man wende sich an Richard Wolf, Alte Dresden»» straße 513, 1 Treppe. Mit social demo ratischcm Gruß Albert Bäthke, erster Vorsitzender, Berlin 80., Drc deuerstr. 5, 4. Etage... Hamburg, 10. Mai.(Generalversammlung'Lpcin' j>ne Allg cmeincu Bottchervcrelns.) Den Delegirten. zu dir am 24.. 25. uni 26. Mai in Hambnra stallfindeNsM, Generalversammlung des Allg. Bö tcher-(Küpcr-) BereNftlich�» geschickt werden zur Nachricht daß siv dieselbcn bei Hss?» Et»«,««,, Gastwirth Kroll gr. Bmstah 38 zu melden haben, damit sie die niithigcn Quartiere bestellt werden können. Diejcni�h»!� dl n Mitglie.schallen, welche keinen Delegirten entsenden,»»>?!. tIn ich die Vormacht de« Mandat«, nebst genauer Angabc»»«M �euea M lglicderzahl, mir cinzaseuden.. ?. A.: H. Denkmamn, Kampstr. 49, St. PavUroa» g,ri1 Altona, 7. Mai.(An die Schuhmacher Deuts fB/e'gc lands.f Kollegen allerorts! In der Dienstag, den b* H h.st ?'>«ahrt l !?b und Mchen 1 "tn En ..�ocialp ig erre n befi hatte, rt g äffe ...—beul) ■r der Jim cn ve, n wir »i!8 aus iJJ doch; �brn, u )dsges tzt L'9 da ?chtnollei abgehaltenen Versammlung wurbe� beschlossen, ch mit� � "«m atz p u, screr Lage bet-mit zu machen. Montag, de» 20. April,...»- tcn wir eine Versammlung auf unserer Herberge a-, mit»°»ttlo Tagesordnung;„Der Ansang unseres SirikeS" Als � idnelle F- cin Geielle des Herrn Ravelter, Herr Heilmann, d'*£ Ivattn die selten desselben aufforderte, ihre Namen und Adressen aV 5�, � j geben, um gemeinschaft ich vorzugehen, erilSitc der g.� wachende Beamte, daß er die Versammlung schließen wenn wir solche Reden führten und überhaupt Namen n»� ten. Die Versammlung tagt« weiter. Als ein Redner«'' trat und bemeikte, daß der Beamte die Berechtigung hätte, die Versammlung auS dem Grunde zu schließen, wir ja Koalitionsfreiheil hätten? und die Versammlung�- auf mit Bravo antwortete, schloß der Beamte die Versal?[ lung. Gegen Herrn Heitmann ist eine Untersuchung»J leitet worden. Donnerstag, den 30. April, wurde ein? mitemitglied von St. Pauli verhaftet. Auch Soon«& den 2 Mai, ist unser Vorsitzender, Herr Stöcker, sowi�. Gcaßhof und Herr Heitmann verhallet. Letzterer wurde? ArtifS«mrfrtffftt.»i lnte Vol itte und 1, d. I ändeu> Ä™ l > 2 L»inze iioliii) j. Parle Me jed Sonntag Nachmittag wieder aus seiner Hast entlassen..' Grund aber. Wesweaen diele üerren verbaftet sind, ii)i?sB«,„. 0» Grund aber, weswegen diese Herren verhaftet sind, wir nicht mittheilen. Deshalb, Kollegen, haltet den Ä von A!tona, St. Pauli und Hamburg noch fern, so viel, e» in Euren Kräften steht, da wir beschlossen haben, Strike so lange fortzuführen, bis unsere Forderung bei»'' ist. Denjenigen, welche dennoch hier zureisen sollte», wir bck«nt, daß sich unsere Herberge, so wie unser Ar! nachwcisebnreau, große Roseustr. 6, im Ritter St. Georg, findet. Mit social-dcmolratischem Gruß I. Anftc.: E. Schreiber, Schrlftsühr� Haunover, l0. Mai.(Schuhmacherstrike.)■ bringen allen Kollegen zur Kcantniß, daß der Stru» Schuhmacher In Hannover fortdauett, indem von Scited Meister bis jetzt noch ke n Schritt zu einer gütlichen einiejung geschehen ist. Etwaige Unterstützimgen wolle senden an den Kas sirer T. Busse. Briefe sind zu send»" den Schriftführer W. Dormauu.... Im Auftrage: H. Kna� Die sociale Frage und der preußische Sta� in. (Fortsetzung.) Professor Schmoller fährt nun fort, indem er deh«' daß nur die sociale Politik der preußischen Könige eine sociale Revolution von Deutschland jerngehatteu habe.. Politik schildert er, wie folgt:.j l.'"»l Gruadeigenthnm verliehe», das Glrichtspraxi« und v' ck Ji; es" er 11 "'''''limt hatte, sie hat ihn endlich v»"�»rl Frohnen befreit; �zwei� Zahr� ��rirend men ihm bereits aberkannt drückenden Lasten und„. tang hat di- Staatsgewalt um di fe großen Ziele w''� höh-ren Klass-n zu ringen gehabt;— uaiürlich daß sie die Besttzenden vielfach schädigen, ihnen durch.z! spruch nehmen- mußte, auf wa» sie em gu-e» Recht ,, i ss», 3« glaubten;— ich erinnere B. nur an die Bestimmung � mi Edikte» vom September 18l1, daß kein Bauer nick B-fitzrecht bei der Butschädizung seine» Gutsherrn »iithsi wenn des Gl Ä»rkSv �bst wei '' Man 1'« Noch »nn irg 8 kamen V da« a, ' Ziagen �'»n die '"."gilchi >«'. de »Z'N war' ??hrer de- �»inzelni � nur �d»n eine � diel w. tt. �thun Vewerb J'thon z vchf", d daß c STJ _ zu »Mirbef fltn lit; d>ichie Ken. Zerlasse wlt Schulden belastet«erben und mehr al» ein Drit- > Grundbisitze« abtreten dürfe. Aber daS Könizthum »»durch den a sammten»Innen Grnndbesitz gerettet, und Wahrscheinlich unsere ganze sociale Zukunft.(?) � aus dem Gebiete des städtischen und gewerbliche» verfolgte das Aönigthum und da» ihm zur Seite Beamtenthum ähnliche Ziele. Auch hier ist feine Klaff enherrfchaft Eintreten für gleiche» Recht eiche Besteneinng, für Beseitigung aller Privilegien, „ der kleinen Leute. Für sie wurden Häuser ge- ai>d Schulen errichtet; sie wurden zu besserem technischen 'd angeleitet; dem Spinner und Weber verschaffte man Ige hl« lnzahl da nach f»l' DelegirW Vers« r�gkeit ein Kampf gegen die de» AlljeH �esitzendtu, ein kühnes Eintre ten au» ilun, al leejäbi naß Bo� eneralvel ollftändh >rer«.) ldst eine» dar eintfl de» hätten. E» waren Maßregeln, die im Detail wohl ß e« olil Wen, die''"tM' ageu. N*' sondern -n-inz»' lever. rbeieel is-n Zerschb ch ers -and d Prr habe cm j ächtigt-l rzögerui kh-it» t nehnrea Kredit und Absatz. Millionen und aber Millionen . von der Zeit des großen Kurfürsten bi« zum Tode ich de» Großen in einer W-ise ausgegeben, welche ge- �chultbcorien der Gegenwart so gut wie manche» Andere '(ialistisch bezeichnen müßten, wenn sie überhaup' eine ?>§ von der historischen Entwicklung de» preußischen Wen, die in der Hauptsache aber nicht nur berechtigt J| sondern die Kraft und Gesundheit de» Preußischen "S dedingten. Die Masse de» Bolkc», die untere Klasse, aß t» seine Sache sei, die da» Königlhum führe, daß urch d«s ton Staate in der That R-ich und Arm mit gleichem urden.' �Messen, daß das snurn euique zur Wahrheit werde. � wenn in der ersten Hälfte diese» Jahrhundert» lange heftiger polieischer Kämp'e der sociale Frieden bei �lvahrt blieb,— bewahrt blieb zu einer Zeit, da in und Frankreich schon die h-fligst'N socialen Kämpfe 'Lochen waren, so ist daran— neben der spätern in- •N Entwicklurg unsere» Vaterlandes, ebenfalls jene �ocialpolitik schuld, die ihre Ziele rwar entfernt nicht �ig erreicht, aber in zw'i hundcrtjäh rig em K amp fe n besitzenden Klassen doch zahllofe Mißbräuche hatte, die in Frankreich und England bi» in'» 19. ' lr> gewuchert. äl-ere preußische Sorialpolitik schloß mit der deuberg'schen Baucrnemanzipation, mit den ersten der preußischen Fabritgesctzzebung in der Haupt- Immer süüchtcrner wich sie zurück. Neue Zeit- >r.»dea"' � Sruß■- nder, Slage.. ung � en, we»r tfindeul ) Bert ici H damit viejro« ' K'ttn verdrängten sie." ? l>!' � diese Lobgesänge dr-n©Ui!Üla"f bess-n sociale Pi »ü tt slh doch leicht s-nonpn o ..e auf das preußische königsha.» .ug auf dessen sociale Politik �ür übertrieben hielten, so doch nicht leugnen, daß in Preußen da» absolute welche» den Einflüssen der liberalen Bourgeoisie �ges tzt war, für die unteren Klassen mehr eingetreten konstitutionelle Königt um thut und kann ogar von socialistischen Tendenzen und j°>n Kampfe, welchen da» damalige Königthum gegen , � Ü � I kn k,» w k«4»«v Sov f» h p n S«» w firthr MrnoUfr »stenherrschaft der Besitzenden geführt habe. Mag er da» mit seinen tobten Sprößlingen selbst Sen. chut ist nur für dieselben, daß zu jener Zeil der �aisanwalt Tefscildorf noch nicht gelebt hat. nun Schmoller die Entwicklung des absoluten sen der cn w. neu ne«?. tdner'I zung 1,1 ließen, ilung L «ersaH rng n 1 1 i Ctfc* iinem tanstiintionellen berührt,'ährt er fort: n'gabe k'dnizt Zeven politischen ui d wirthschafllichen Theorien, nn- 'ije��echtigt in ihrem Ursprung, unbedingt übertrieben �rinären Konsequenzen, fchicncn diesem Umschwung s'gcl aufzudrücken. t'�t,,� politiia e Theorie ging dahin, illr das.Volk— tnüfl'Utinm� 5"r R�g'cnlng, die man sich als möglichst un- pril, d. e v; Und unverständig vorstellte, die weitgehendsten 'f mit'' Ci, o erlangen; da» Volk erschien als da» ideale Wesen, Als utd v Elon UStrlofftn, da« Rechlc stet« finde und thuc. die ly Welle Frerheiisrcchte, Parlamen arismu», Selbfivcrwal Notaren die Ziele, um die man und mit Rcebt kämp'tc. rihum lag nur darin, daß man annahm, die, Welte e Ziele ampsien, welche sich de» Siege» mehr und «freuten, köonteil nicht irren. Man übersah daß das nie Volk, da» für die großeu politischen Fragen sich rte und begeisterte, ein kleiner Vruchthcil der n, d. h. ausschließlich die Gebildeten und tendeu waren; daß die Gefahr nahe lag und stets iWMtN polttischen Zuständen nahe gelegen hat, das "tirthschastsintcresse der Besitzenden einzelnen Momenten oder dauernd das Uebergewicht bolitischen Verstand und die idealen Zwecke der Ge- u j, Parlamentarismus und Selbstverwaltung sind die lurde\A' seöls freien Volke»; sie haben aber im Lause der steN. �or»sr nach kurzer Blllthe zu einer Klassen« d köLK'sr der Besitzenden geführt. '' wirthschafilichc Ideal der neuen Zeit glaubte man lvenn man formale Rechts- und Steucrglcichhci', des Grund und Bodens, de» Erwerb» und der Nie- ."Z eriärnpst habe. Man erwartete nun lönne sich �bst weiter helfen. Wo sich noch Ucbelständc zeigten, 1* Man sie darauf zurück, daß diele winh chaslllch-n en noch nicht breit und energisch genug durchgeführt l-enn irgendwo Tausende von Proletariern in unruhige ß kamen, so beschloß man, da» Schornsteinfeger, da» da» Apothetcrgewcrbc'ei noch nicht frei genug. Die � Klagen, die au» dein socialen Mißbehagen emspran- Ven die rein politischen Führer der Bewegung durch vergischcrcs Verlangen einer Autdehnung des Wahl- (>»»«, de« BersammlungSrechles zu beschwichtigen. Und 5» waren zunächst zufrieden. Die meisten der politi- hrer des Liberalismus waren dabei im besten Glau- einzelnen mochte aber schon die Einsicht erwacht sein, " nur durch diesen politischen Kamps die un eren einem Wege ableite, dessen Beschreitung ken Bc- diel weniger bequem sei, als die Ausdehnung des Zf! oiel, »en > vie! aben j bc»'1 n, M" r Arb' Georg, stführ' e.) Strlkl Seit-� liche« ivolle selld-» Kn°ä>ihs' Stasl- beh eine abe. D sl; Trrthum der wirtschaftlich politischen Partei, welche � Eewerbefteihrit glaub', alles Nöihige für die unteren H�Klhau zu laben, ist dem Zrnhum eines Siallmeistcr« Aschen, der'o'ehr für eine neue größere Rennbahn (f �• daß er irwor et, auch seine lahmen und zu Schan- rnstor(' hj'»cn Pferde würden in der neuen größeren Renn- Schob' H ,'dft zu lauter- ortrefflicht» Rennern. Unsere ganze st t,>-rb.gcsetzgibung hat nur die Rennbahn dir Kon- Id H'�s 1;?*i er und größer gemach'. Sie hat aber nicht, wie lh od" � ordentlichen Rennen geschieht, dafür gesorgt, daß ahrhö,( i-�drirenden Rennpferde einigermaßen unter gleichen e a" liefen; sie ha' die naiürltchc Ungleichheit uicht n>«�(h"dichte auszugleichen gesuch', wie auf der Renn- irch hfl! M Ii zu Jlsiz. Ue Zeit Hai nothlcidende, verkümmerte, seit Jahr- nM0d?t � cn mißhandelte«lassen mit übernommen. u crd�|j i(Btm»lötzlich sich selbst und dem Kampf der Kon die besser Siwirtcn, die Gebildeteren und Besitzenden schneller vorwärts kamen. Der kleine Gewerbebetrieb erlag dem großen. Die moderne Technik war nur dem großen Kapital zugänglich. Der ungeheure Aufschwung der Produk ilon, de» Handels, kam den verschiedenen Gesellschaftsklassen n cht gleichmäßig er kam überwiegend nur einer bevor- zugten Minderheit zu Gute. Bis vor einigen Jahren blieb der Lohn In Deutsch! md hin, er der allgemeinen Preis bcwegung in bedenklicher Weile zurück. D'e Rückw rkung der Großinduftr'e auf die Wohnungs-, Bildung«-, Famck enoer- häl, nisse war ohnedies zunächst eine vorderr chend ungünstige. Die Handelskrisen halte der Arbci> erstand, zu Tausenden plötzlich entlassen, am empfindlichsten zu tragen. Der'elbe Arbeiter, dem man täglich neue poli tiiche Rechte gab, dem man von allen Seiten in die Arena des po itischen Kampfes hereinrief, den inan täglich»cisider e, er sei das eigentliche Bock— er sah sich bis vor nicht allzu langer Zeit zu einem großen Theil täglich in kümmer- licherer Lage. Es mußte unausbleiblich der Mome t kom men, in dem er sich iag e: also im politischen Leben, im Dienst für da« Vaterland, überall soll ch soviel gelten, al» der Vornehmste, der Reichste— aber m wir h'chafilichen und socialen Leben, da soll nicht nur die Kluft forida�ern, da soll sie sich gar noch erweitern. Au» diesen Prämissen ist die heutige sociale Frage erwach sca, mußte sie erwachsen. Ein soci.les Klassenbewußi ein mußte mit dem Moment eu'stehen in"em eine einz ge Sri--mc nachdrücklich und deutl ch daran erinnerte, daß der besitzt>se Arbeiterstand andere Jn'ercssen habe, al« der radikalste Thci des Uulernebmerstmdes. Die vornedme Abweisung aller Klagen des vierten Stande» mit der Phra e. daß die neue Ge etzgebung Alles, was möglich, für ihn getha ,, d ß Jeder, der jetzt niche vorwärts komme, perönlich d ran schuld sei, muß c um>o ra cher dle Erbitterung steigern, je klarer ein bedenklicher Material smus und ein engherziger Egoismus in den Kreisen der Besitzen»« um sich griff, je deu sicher d„S Durchschnittsmaß von Scrupulosität in der Anwendung zwei- felhaster Mittel zu schnellem Vermögenserweib herabging Das Rech sgcfühl der Masse veriheidigt jeoc besteh nde Eigen- lhumsordnung, die dcrie den auch nur ganz ung>sähr u it den Tagenden, den Kenntnissen und Leistungen der Einzelnen wie der verschiedenen Klassen im Eint ang zu'ein schein'. Um- gekehrt aber ist jede Besitz- und Ein'ommensordnung, h vie »eren die We t schon gekann', mir»er Zeit gefallen wenn sie nicht mehr auf die c Ucberzcugnng sich stüscn konn'e. Der Nagel zum S-rg jeder besteh nden Eigcnihu soerihe ung ist »er um sich greifende Glaube, daß morali ch verwerfliche Er- wcrbsarten zu ungehindert fi» beeil machen, daß mehr»er unehrliche als der ehrliche Erwerb die großen Ver- mögen schaffe, baß zwi chen den ver chiedenen Leistungen »er Einzelnen un» ihren wirthschaftlichen Resultaten— ihrem Einkommen eine zu große, zu ungerechte Disharmo le>ei. Ein solcher Glaube kann irren, kann übertreiben; aber im Großen und Ganzen und in der Regel ruht er aus c ner r ch- ligcn Empfin'ung und Würdigung der Thatsachen. Wie ste.t es damir heut zu Tage? Wenn wir ehrlich sein wollen, so müssen wir zugeben, daß die Verstimmung eine nichi b os in den Arbeitcrkrclien, sondern auch fast über den ganzen Mit el- stand verbrcitc-e ist daß der Glaube, die beste enden wir h 'chait ichen Einrichtungen seien a solut gerechie, nichi zu°er> bessern- e, die Verschiedenheit des Eill'ommcns tri nur-er Lohn größerer persönlicher cküch igkeil- n> Leist u gS ähigkeii ein lief crschütter'er ist. Und wie wäre das auch-n er« zu erwarten, vollends wenn der SyaiSmvS E nzc ner eusp audcrt, »a« Taufende wissen, aber vcrlchwci'gc», wie c» z. B da» unlängst ausgc prochcnc Wort eines Milgliede» der Wiener haute finance rhat, da» be'anntltch lauter: man erwirbt heute die Millionen nicht, ohne etwas mit dem Aermel am Zuchthaus zu strei-en. Mag man behaupten, das sei ein vereinzelter Ausspruch, der nichts bemei'c. Ich will darüber hier nichi rechten; denn es kommt mir hier nur darauf an, zu tonst--iren, d ß de Glaube an die Vortrefflich'eit und die Gerechttgkeu der be- stehenden voikswirthsch.fl ichen Organi-at on ein erschütierter ist, daß er in viel weiteren Kresien erschüttert-st al» zunächst an der socialen Bewegung Thei nehmen. Eine loci lc Be -egung von Tausenden ist nnr möglich wenn bereit» Taasmd mal Tau ende zwei-eln. Nur die nehmen zunächst direkten Theil, die am meisten Nv'h leiden, und och dabei Jniercsse und THeilna'-ime für die allgemeine Eu wickuvg der Dinge bewahrt haben." Diese Schiloerung der gegenwärtigen Eigenthums- und Erwerbsverhälinisse ist ganz vorzüglich, und daß sie von einem Preußischen Professor in dem Saale der Berliner Singakade- mir vor dem preußischen Hose, der Diplomaiie und den Spitzen der Finanzwelt gemacht wurde, erhöht nur ihren Werth.— Wir werden den Bortrag in den nächsten Num mern zu Ende führen, in der Uedcrzcugung, daß unsere Leser die Ausführungen mit Interesse lesen, da in denselben wenig stens von keiner einsciiigcn Erbitterung gegen die Sa cial-Demokralie, wie sie jetzt in hohen Kreisen herrscht, zu merken ist. Ganz besonders aber kann au« der Rede Herr Staatsanwalt Teffcndorf Vieles lernen, dem wir dieselbe deshalb zum Sludiren empfehlen. lForssipiult folgt.) Für Berliu. Mgemewer deutscher Arbeiter-Berei». Oekkeatl'che Versammlung eu Dienstag, den 12 Mai, AdeabS ssj Uhr» Rlldersdorscrstraße 45. Bortrag des Herrn Böttcher. Dienstag, den 12. Mai, Ab. 81 Uhr, Krcuzberg 1. Vortrag de« Herrn Korn. Soaua end, de» 16 Mai, Abend» 8� Übe. n"m Äratweil'lchen Lokale, Kommandant enstr. 77— 79. Bortrag de« Herrn Bäthke Soaaaveab,»m 16 Mai, Abend» 8i Uhr, Manteuffelstraße 90. Vortrag. Geschl. Mitgliederversammlung Donnerstag, de» 14 Mlli, Vorm. 9 Uhr, Lothkingerstratze 12. TageSordn.: Abrechnung. Fortsetzung der Be- rathuag der gedruckten Anträge. ____ Der Bevollmächtigte. Große Generalversammlung fämmtlicher Maurer Berlins und Umgegend Donnerstag, den 14. Mat, Vorm. Ivt llhr, Tophi enstraßc Ib. Tagesoob».: 1) Die Ucsachea der Bankrisen. Referent: Hi>r Rktch«laq»a'>gc»r-'l'etcr Reimer.— 2) Dl' Beftre- n gea»t« Allg. deutsch Maurer und Stet-haa-roerein« g'gc ü'e» dem Bu d der Bau- Maurer u. Zlmmermelster. 3) vtsku'fion in Betreff der AtbettSzeit und die gegenwärti« ge» LohnverdSlt-aisse._ Seriwer Attordtriiger- und Vauardeiter-Berei». Generalversammlung der Mitglieder Mittwoch, den 13«a,, Aoeub» 8 llbr, Im Lolal' de» Herrn Lindemaua, Ma teuffelstr. SV. Ta,ieSo>dn.: I inere BereluSangelegeoheitcr.— Verschiedenes— Fragekaste!!. Die Milgti-der müssen znr Stelle sein. __ Wilhelm Wißmann. Für Berlin. Geueralvers ammlung der Mitglieder de« Maschinenbau- und Metaklarbeiter-BerciuS Doniierst ia. den 14.«ai. Vorm. ckdr. IN Nicrmann's Salon, Ackcrstr. 63. TageSordn: Vollständige Regelung der Angelegenheit« in Betreff des Anschlusses an d-ll Verband.— Berschiedene« nud Fragckast-n. Buch legitimirt. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung erwarten wir, daß Alle am Platze sind. ___ Der Vorstand. I. A.: Meyer. B r i e f> a st r n. Für Unterbarmcn: Die Adresse der Frau Schneider in Belli» ist Dresdenerstr. 31. Ith[IUJ Uli(7 UCUl JUIUIVI Uli«VWU' �"«lassen, noihweudig um'» viel jnrückbleiben, al« Aunoacen. Für Berlin. Generalversammlung sämmtlicher Zimmerleute Mittwoch, bca 13. lvtai Aveads Uhr. Dresdeae str. 55(Theätre americaiuj. Tageiotdu.: Bortrog des Herrn Ott» Kap.ll üb r die Ba stehang"eS v erten Standes. Die Kame-ad-n w.rdea aafg-s»:dert, recht zahl« ch ja e schiiaiv.___ Der Bcoollmächt gte. Da« Vergnüguvgscomitö der Berliner Zimmerer wird aufgefordert, i Stunde vor Ansang der Versammlung, also um S Uh', im Lo'ale DreSdcnerslr. 55, zu erscheinen, um die Arrangemeni« zu dem am Sonntag, deu 17. ds«., In de, Saphlenstraßt 15 statlfindenden Kränzchen zum Besten des Gemaßregeltenfond« zu tr-ffeu. Eltzholz. Für Berlin. Deutscher Tabakarbeiter-Bereiu. Geschlossene Mitgliederversammlung » illwuch.»en 13. Mai. Abrnd»« Nur >m„Demichea Kaller". Lot erste. 12(srllb'r Wollanckost�). Tagesordn.: Vortrag. Anträge zur Generalversamm- lung. Wahl eine« Ortslassirers. Verschiedenes und Frage- kästen. Der Ortsvorstand: ____ Im Auftrage: R. Erk. Kür SÖrni». Ärdeiter-Frauen miö M äd chen-Bers ammlu ng Dttvstag, ocn 12. Mai, Aliend« 8-j llvr, m Lokal d-a Herrn Lieb. r. E lasse.,.raße 12. Tagesordn.: Vortrag des Herrn M. Schlesinger.— Verichicdene« und Fragelasten. Da die Tagesordnung eine wichtige ist, bitten wir um zahlreiche« Erscheinen. Der Vorstand. Für Charlottenburg. Allssemeiner deutscher A>beiter-Berein. Geschlossene M i l„ l i e b er s a m m l u n g Frntug, den 15 Mai, Adenas"1 llhr, im Lokale der WIttwc Ullrich. Berlinerstraße 89. TageSoconung: Wahl eines a elegirten zur General»«- ammlung. Anträge zur Gcncralvcrsamminog. VnjchiedroeS un» Fragekasten. Neue Milglieder Werder aufgenommen. Dietzmann ist anwes nd. _ Der Bevollmächtigte Heacke. Für Rummelsburg. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene Mttattederversammlang Tonversttp. dea 14 Mai, Ad. 8 z ltb-, be! Herrn Schiebel. Tagesordn.: Anträge zu der Generalversammlung. Um zahlreiche« Erscheinen«sucht A. Wolfs. Geschlossene Versammlung Sonnaarnd. dea 16. Mai,«veas« 8t Ubr. Im Lokale b-s H«ru Wulff in Fri-»ich«d«a. Tagesordn.: Wahl eines Delcgirtea zur Generalvnfamm« lung._ Den Parteigenossen zur Nachricht, baß am Z-'nnlag, dea 17. Mai. Bolw. 10 Uhr, eine öfftAtliche Ardetterversamml««g, im Lokale de« Herrn Wulfs in Friedrichsberg. stattfindet, wozu die Arbeit« und Bürger«on Rummelsburg, �ricdrichSselde»nd der Umgegend eingeladen««den. Um Verbreitung wird gebeten. Da« Näh«e durch das Plakat. ~ Wolfs. Ein tüchtisser Korvmachergeselle wird sofort aus GcSellarbelt gesucht von Z. Winzer, Kordmach« in Reodsburg. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschl ssra,"-r- z-etta», den 15 Mai, WeuM S ahe. in Tülgi's Salon, Valentinskamv 41. lagtsordn.: Diekusslou der Anträge und Deleglrtcnwahl Je»«« muß aoi Platze sein Der Bivollmächtigte: Bater. Mgem. deutsch. Ard.-Unterß.-Verbaud. beschlösse«? Mitgliede'versammlnng Mittwoch, den 13. Mai. AoeadS 9 Uhr, in Tttta e'o Salon, Lalentinskarno 41. Tagc?ordn.: Abrechnung.— Anträge zur Generalver sommlung. Ich ersuche um zahlreiche Petheilixung. Der Bevollm. B-t-r. Kür Hambu g. vefieutliche Maurerversamml«-« Mittwoch, den>3. Mai,«bcads Ubc, tm Enzlitwco T-soli, KirÄcnallee 41, Sl. Beor> Tagcsordn. i Die Generalversammlung. Zur Organisation. HL. Die Donnerstagsversammlung fällt wegen deSHim- melfahrtslage« aus. Der Borstand. Für Hamburg Allgem. deutsch. Maurer-Bereiu. «tri«i»ne>>! Mtli,lite.es.Bertuwuii''o> Donnerstag, de» i4. Mai, Adead? H-, Uhr, ra Cfltpe'S Salon. BatennnStamo 41. Tagcsordn.; Anträge zur Generalversammlung.—_ Zur Organisation. Militz. Mr HsutburK. O-sfentliche Tischlerversamralung Mittwoch, de»-3 Mai,«d. tii llhr, im Eng Richen Tivoli, Ki'chcn- Allee 41, St. Geoee. T gcsordn.: Die französtsSc Revolution von 1789 bis 1792. Res.: Brcuel. W. Härder. Für Hamburg-Altona. Allgememer deutscher Gipserverem. O cssenllich c Mitglieder-Geueralvsrfammluug sirettag, de» 15. Mai, AdeudS 81 lldr, im Salon zum Roland. 1. Aatodllr. 19. Tagcsor u.: Bortrag. Das Berhalten de« Herrn Genzel seinen tlrdeitern gegenüber. «ein Mitglied darf fehlen. Alle Arbeiter Genzel's sind hiermit eingeladen. H. Götz. Für Hamburg. Arbeiter-Frauen- und Mävcheuverew. Ocssentltchr«ersammlung Mittwoch, dra 13. Mai, Abends 8t Uhr, w Tütge'S Salon, Balentw-kamv 41. Tagcsordn.: Borttag des Herrn Rothermund. Der Vorstand. NE. Wegen des Himmel fahrtstages muß die Versamm- lung Mittwoch stattfinden. D. O. Sonnabend, 16 Mai, Abend« 7t USn, im Engl'sorc.' Garten, Wolksverf Tagesordnung: Berichterstattung über die Thätigkeil des GeichSmgS. Ref.: Der Abgeordnete für den achten Schlcs- »ig-Holstcin chen Wah kreis Herr W. Haienclever. Für Altona. LorlSufige Anzeige. Dienstag, den 26. Mai(3. Pfiugstfcirrtag), im ffina'.ilöen Gart'v: Arbeiterfest und Bali. «atten 4 4 Sch ll. süc einen Herrn nebst Damen, sind «» de» belanntcn Verkaufsstellen, in allen Ver ammluugen und bei den Kolporteuren des Parteiorgans zu h-beu. Es lader irgebmst ciu______ Das Comite. Mittwoch, den 13 Mai, A». 7j Uhr. ÄW-WIMI* in Hcinsodn's Salon B e r s o m l n n g der Adouneuteu d-s„Neueu Social-Z emokrat". Tagesordnung: Die Gcaeralversamanuag des Allgem. deutsch. Ard. Vereins und Wahl eines Vertreters der hicstg:r Wonncnlc». NE. Die Abonnenten müssen zahlr.ich und rechtzeitig «scheinen. Für Ottensen. Pattelven'smmrnng Fnitag, drv 15. Mai, Ibeods 8j Uhr,' in„Torlsrnhe". Tagcsordn.: Die gedruckten Anträge zur Generalversamm- lung u. s. w. Die Parteigenossen werden ersucht, recht zahlreich zu er- scheinen._____ F. Heerhold. Für Wandsbeck. Große Volksversammlung Mittwoch, den 13 Mai, Aoends 7j uqr, in Schworzenbahren. Die Partelgeuoffrn«erden gebeten, so viel wie möglich für Berbreitvug zu sorgen, da wir wegen der dänischen Sab- bathordnung schon um 10 Uhr die Versammlung schließe» müssen. Der Abgeordnete sür den 8 Schleswig-Holsteinschen Wahlkreis, Herr Hasenclevcr, wird anwesend lein. __ I. RehderS. Für Wandsbeck. Atzemtimr Tischler-(Schreimr-) Verem. Geschlossene Mitgliederversammlung zreitag, de» 15. Mai, Abend» 8 Uhr. im Lokale des Herr» Lagemau». TazeSordn.: Innere Vtreiusangelegeuheiten.— Berschie. "*" Siebe,«. Für Harburg Allgemeiner deutscher Arbeiter-Bereiu. Stistungs-Fest, verbunden mit FestZUg durch die Stadt, iu Dithmer'S Tivoli zu Wilstorf. Abmarsch 3is Uhr vom Bereiaslokale de« Herrn Geßler, 1. Bergstraße. Der Bevollm. Für Harburg. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene Mitgliederversammlung Doonerftag, de»>1. Mai, im Lokale>>eS Herrn Gcißlcr, l. Bergstr. Tagcsordn.: 1) Fortsetzung der Diskussion der Anträge zur Generalversammlung. 2) D-Pgirtenwahl. Die Mitglieder müssen alle am Platze sein. Neue Mit- glieder können aufgenommen werden. Anfang 2 Uhr Nichmittags. Der Beoollm. Für Harburg. MBZksverstöMmlunG «onimfcffd, de» 16. N-tt, Abends 8 Uhr, im Lokale d« Frau Wittwe Holtermann. TageSordn.: 1) Kapital und Arbeit. 2) Die Unwahr- heilen des Abgeordneten des 17. Hannoverschen Wahlkreises. Ein Redner au« Hamburg wird anwesend sein. Der Bevollmächtigte. Für Winterhude und Umgegend. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene Mitgliedervers amml»» g Freitag, den 15 Mai, beim Gostwirth B ru h n S. Tageöor u.: Berathung der gedruckten Anträge. Dw Barmbecker und Eimciüticler Mitglieder wer ca«- ncht, zu erscheinen. H. Riecher«. u? Oidestoe und Umgegend. Volksversammlung Freitag, dra 15. M»i, iVscnäP 8 Uhr, b.-tm G-stnir h Mau, ASnigstr. TageSordn.: Berichterstattung des Rcichstazsabgeordntt-n für d-n 8. Schlcsw.-Holst. Wahlk ei«, Herrn W. Hasen- clever. Mittwoch, den>3. Mai, im Lokal des Herrn Hops. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Mitgliederversammlung. Tagcsordn.: Die«»träge zur Generalversammlung und Wahl eines Bcitragsammlers._ I. H. U n v e r f c h r t. Kür Bremru. Allgemeiner deutscher Ardeiter-Verein. Mittwoch, den 13. d. M, findet die auf Donnerstag au gesagte Mitftlicdttvrrsammlnug stalt. Alle Mitglieder müssen am Platze sein. Der Bevollm. Am Himmelfahristage: Partie bei Jürgen Dreier, Schwüchhause». Für Preetz und Umgegend. Svamag,«m 17 Mai, Nachmittags 5 lldr. findet zur Geburtstagsfeier Fetdiuand Lassalle'S im Saale ecs Herrn Sclck ein Arbeiterfest statt, bestehend in Concett und Festrede, letzte» gehalten von K. W. Hartmavn aus H-mdrrrg. Darauf Tanz. Bellet« für Her»n ll 4 Sgr., sur Damen a 1j Sgr., uid im g-n-nnten Lokal an der Kasse zu haben K�ss-> ösivu-a 4 Uvr._ Das Festcomits Für Lüneburg. Allgemeiner deutscher Ärbeiter-Verew. e'cklolienr der- ve-nl. �.-'-«5, Mi twoch, de» 13 Mai Abends 8z Uhr, im Ve«-iNSlvka:. Tagcsordn.: Wohl eines neuen Bevollmächtigten. Wahl eines Delegirten zur Gcneraloersammlung. Um das Erscheinen aller Mitglieder ersticht Der Bcvollmächtiglc. Für B»rmen. Mgeraeiner deutscher Arbeiter-Beiein. Gcichl-sscneMllaliederoerlaminiuao Montag, de» 18. Mai, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Berger, Obcrdörncr- und Rödigcr- straßen-Ecke. Tagrsordn.: 1) Wahl eines Delegirten zur Generalver« sammluug 2) Diskussion über die Anträge zur Generalver. sammln ig und Abrechnung. Die Kasseubcamtcn findm sich Tonnerstag(am Himmel- sahttslagr), Morgen« 9 Uhr, im obigen Lokale, zur Abrech- nung ein. Nachmittag« 3 Uhr, im s-lbigen Lokale: ZeitwigSkommissiolls- Sitzung. Diejenigen, welche im Besitz von Büchern zur Einziehung der Abonnementsgelder sind, müssen ebeniall« anwesend sein. Der Bevollm. Mann. Zur Glberfeld. Allgememer deutscher Aibeiter-Berrio. Äeschlollenc Miigilederve-sammlung Dounersta?, de» 14. Mai, Al:. 8j Uha, im Lo'ale de« Herrn Hunschetdt. TageSordn.: Wahl eines Delegirten zur bevorstehr-idca General versammluna.— SerichirdcaeS. Alle Manu am Platze. Der B vollwächtlgte Emil Andercya. Die Mitglieder ves F. st- ComUe'S werden ersucht, um 7 Uhr am Pi tz zu sein. Fräulein Sophie Schar-r in Carlsruhe zu ihrem Na< meusscstc am 15. d. M. die herzlichsten Glückwünsche. ranksart a. M., im Mai 1874. E. D.... r. Für Osnabrück. Mgemeiu-r deutscher Arbeiter-Bereiu. r-eitglteorroertan'Mi'-a, Doanerftag, oeu>4. Mai, Borm. l«z Uhr, im Kudlmannsschen Saale, Ale Münze 2l. TageSordn.: Wichtige B«elnsangelegcnheitcn. Die Mitglieder werden ersucht, alle zu crlcheiac». jenigen, welche noch rückständige Beiträge abzuliefern wollen dieS in obcnbcregter Versammlung jedenfalls tdi die Z dl der zahlenoeu Mttgli d:r vur ans der Öst1 versumwlllng veilrne» werde, lann. Fr. Kl«� �chränku Für Osnabrück.— Allgemeiner deutscher Arb.-Ullterst.-BerbiB° Mtrglicdcrveiian m ung tl Cfr„iv Mittwoch Jen 13 Mai, Abend» xz ilo lrch im Kuhlmann'schen Saal(Alte Münze).»h»,. � TageSordn.: Delegirtenwahl zu d-r diesjährigen ö» hllch,,, Versammlung deS Allg. deullch. Arb.-Un erst. Bcrbandii Alle Mitglieder müssen unbedingt erscheinen. Was i ___ Der Bevollm. L. Himmerw«! ll sgx Für Bi-lefe-d. 1! Allgememer deutscher A-deiter-Berrin. q',� 9> ,. t j dcoseisamminaz Donnerstag, de» 14. vtai. Abends Ö Uhr,; s 4 m »""l Tage? ordn.: Diskussion über die Anträge zür � g, j�lnigre.t Versammlung. Alle M tglicdcr müssen am P atze ieln. Der Bcvollml Tie sür nächsten Mittwoch in Au ficht gcnonim Versammlung kuun bestimmter Umstände Haider n! finden. en« Für Dvetwu d. Allgem deutsch. Ardeiter-Berem. Gesch.»sscve M-eglte e? ,1 3 Donar- stag. aeu 14 Mai, Svends 6 vdr im Lokale de» Herrn Bospolh, Lülge>-B>, ckü TageSordn.: Die Anträge zur Scneralversammb Dele irtcnw.hl. Zlltrit! nur gegen Vorzeigung der Kaneu. Der Bcoollmil Für Hörde. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein Geschlossene Mitglieder- Versamwl' esawSlllg, aeu Ib. Mai, Aden« 8z o- im Lokale de« Herrn Töngcs am Klarciibcr� Tag'sordnung: Anträge zur Gcncraloersammlu»� Dclezittenwahl. Die Kotten sind vorzuzeigen. Der Bevollmäs Für Cassel Mgemeiuer drulscher Aibeiter-Ver, Wescht-ilrnr O«>»> liebe»» t» m ,w . Svnnavrod, den 1«. Mai,»bei,»«» U iu veiu cte u' Lo u,. Ta�sord-: Fo il tz aa»er D!:t ssi-n von v-r sammluug.— BerschiedeneS. Di- H«>co.-r, z' crs» n>. eil btt T __>" v'iwsZ f0:l be�i Für Stuttgart., iLn8 M,' Allgemeiner deutscher Arbeiter- Verein � b ß G.? "'»b-n sk rs u ''itunj *• 0>et ,'0ffete i Jims br s» Hon �Usgeno Ä'U de, !hn Li "«"ltel, , fftntlid >-> O fHont yl Z fe'S te müsse a norutze�t wall I>. Fahnenweihe Sonntag, cen 17. Ma>, N chmittag« 3 in bcn Räumen des Aklien�artens. Festzug durch die Stadt mit W wozu die Parteigenossen von nah und fern mit ihr» cingclabcn stnb. Die Feier besteht in Prolog, Fchrede, Musik, Gesang ut Italienischer Nacbt. _ Das Fcstcomile: Karl Für PeterSwaldn«. Stiftungsfest, bestehend in Concert, qeztrcde, Gcfu> deklamatorischen Borträ�eu, Sounlvh,-> tll 24 Mai,, im Roth ig Aschen Saale.— Anfang Nachmittag Entrsc sür Herren incl. einer Dame 2j �gk' allein 1 Sgr. Hierzu werden auch die Parteigenossen von seeundlichst eingeladen.__ I. A.: Aug. Spi� Danksagung. Dem Parteigenossen JutiuS Duda u»° ster statten wir hiermit für die uns zu Th�' dene Anerkennung den innigsten Dank ab. Elberfeld. Carl Slcßmann und Uns-ier Baei.swrlhn Frau Becke: zu ihr� d. Mts. wiederkeh enden Wegcnse-ie die haz ias. wü ischc. Möge dieselbe im Kreise Ihr« betretene Bah> mit vnS noch viele Jahre wandelt 1 Frankfurt a M., im Mai 1874. jJ Pr. Fr. Sch. Fi. PstJl» 2 Schiasstellen find logleich oder zum 15. M i, F halten p an Pattcigenosseu, zu vermicihen bei Werner, O-rti, g,, Snaxe 8, nahe an der Fischerür._ Ost«, f, Durch die Geburt einer gesunden Tochter>» f Sfl erfreut E Klein i Carlsruhe, de» 2. Mai 1874._____\ht Eine Schneiderin wünscht Beschäftigung in.' �'fl zw.j c dem Hause. E. Münstaedt, Ralhhausmarkt' Zwnck von«. Jdring Rachsolg«(Adolf»aavl/, Berautwottiick für die R-datlion: C. B-cker Veeiaz von vi. Gngw.l in Be-iiN- >e ihren 9. Vl schrif!; ung de 3 ttgel Vo »z?«USsch , 0d l0. z �rist, da,, gs Kachlin, fltitilc 7» Bi .11- T 'christi M-iiten lw-b-n 3 K« auf 'r Abb, �genbc! ."'-r. vn! ."s'lben .'!«.l,efch> lt Auf» «en R .l2. 3li debchö «8 ein fiudei deschr w"«»- Di "»chnng Hierzu ewe n. n, 21. Beilage zu Nr. 55 des„Neuen Social-Demokwt". Mittwocb, den Ig. Mai 1�74. an- rin t st» S 1. cbö� -lli Gesetz über die Presse. (Für da» deutsche Reich) I. Einleitende Be stimmungen. .. Die Fr-iheit der Pr sse unterliegt nur denjenigen Kränkungen,«eiche durch da» gegenwärtige Gesetz vorge- � den oder zugelassen sind. . � 2. Da» gegenwärtige Gesetz findet Anwendung aus �« Erzeugnisse der Buchdruckerpresse, sowie o»s alle anderen, ° Mechanische oder cheniische Mittel bewirkten, zur Bcr- ä» � bestinlmtcn Vervielfältigungen von Schrlsteu und " 7�, �chen Darstellungen mit oder ohne Schrift, und von an'""'iMittt mit Text oder Erläuterungen. , �Was im ffolg-nden von„Druckschriften" verordnet ist, rw?.» silr alle vorstehe d bezcichn ten Erzeugnisse. .§ 3. Al» VcrbreitUl'g c>ner Driick!ch ist im Sinne diese« Metzes gilt auch da« Anschlagen, AuSstellcu oder Auslegen «Wdtu an Orten, wo sie der Keuntnißuahme durch da« ,""stnm zugänglich ist. ''» 4. Eine Entziehung der B-fngniß zum selbstständigen m irgmd eine» Preßgewerb S oder sonst zur oeraus- � Und zum Vertriebe von Druckschriften kann weder im �diisigroliven, noch im richterlichen Wege stattfinde». Uebrigen sind für den B.trieb der Pwsigiwerbe die 'limunaen der Gewerdeo d uvg maßgebend. b. Die nichtgewerdSmäßiac Lfsemltchc Verbreitung von Driften kann durch die O�tSpolizeibehörde denjenigen n verboten weiden, welchen nach Z k>7 der Gewerbe- g ein LeaitimatlonSschcin versagt werden darf. �twid ihondlniigen gegen ein lolch-S Verbot werden nach * der Gcweibeordnung bestraft. . II. Ordnung der Presse. cktl � u � GclilingSb-reich die'eS Gesetze« er- .ggl>d u Druckschrift muß der Name und Wohnort de» r« und, wenn sie fttr den Buchhandel oder sonst zur '"'iiunz best mmt ist, der Name und Wohnort des Bcr» , jjt, vTr— beim Silbstb-tticbe der Druckschrist— de« — � Essels oder Herausgeber« genannt sein. An Sttlle de« de« Dnicker« oder Verleger« genügt die Angabe der reist- HaudelSregister eingetragenen Firma. nlltsti ,�U§g."' de« G werbe« und Verkehrs, de« häuslichen und nberj- ,0,1� LetenS dienenden Druckschriften, al«: Formulare. msulls t-i'"1!. Vsit cnta-ten und dergleichen, sowie Siimmzcttel °isentt!che Wahlen, sofern sie nicht« weiter als Zweck, llinSl ier n iü, Ort der Wahl und die Bezeichnung der zu wählen- f�sorietr cnhallin. «ist Zeiti-ngen und Zellschristen, welch« in monatlichen «Uv.,4H sonen en-hallen. Zeitungen un! � ren, wenn auch unregelmäßigen Fristen erscheinen � Druckschrift'» im Sinne di.se? Gesetz,?), mstss-n �iu,n �'"f jtder Nummer, jedem Stücke oder Hefte ... u i»w>. rtv KIM*,, w.y„*4. ([,„ Wohnort deS verantwoitliche« Redakteur» den ent. .. Benennung mehrerer Personen all Verantwortliche ,e I ,",r zulässig, wenn au« Farm und Inhalt «■,«cnennu, g mit Beftimmih-it zu ersehen Ist, fllr welchen '>1 der Druckschrift jede der benannten Personen die Re- lUil«®!,-, besorgt. 8. Bei antwortliche Redakteure periodischer Druck- islen dürfen nur Personen sein, welche versügungssähig. Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind und im deulschcn ihren Wodnsitz oder gewöhulichcn Aufenthalt haben. S. Bon jeder Nummer(Heft, Glück) einer periodischen schrift tnuB der Verleger, sobald die AuSthcilung oder ldung beginnt, ein Exemplar gegen eine ihm sofort zu de Bescheinigung an die Polizeibehörde de» Ausgabe- lutgelllich abliefern. �se VoriSrist findet keine Anwendung aus Druckschriften, 1 �»Ausschließlich Zwecken dir Wissenschast, der Kunst, deS I �«S oder der Industrie dienen. Der verantwortliche Reeakteur einer perlodifcheu 'chrift, welche Anzeigen aufnimmt, ist verpflichtet, die 'du öffentlichen Behörden mitgetheilten amilichen Be- schlingen auf deren Verlangen gegen Zahlung der üb- �ivrilck.ingSgebühren in eine der beiden nächsten Num- °r» Blatte« aufzunehmen. Der veramwortliche Redakteur einer periodischen chrift ist verpflichtet, eine Berichtigung der in letzterer seilten Thalsachen aus Verlangen einer belheitigten uchin Behörde oder Privatperson ohne Einschallung>n N'glassungen auszunehmen, sofern die Berichlizuug von , �iafender n'ftirzeichnet ist, keinen strafbaren Inhalt hat aus thatsächlichl Angaben beschränkt. Abdruck muß in der nach Empfang dir Einsindung Agenden, für den Druck nicht bereit« abgeschlossenen "ler, und zwar in demselben Theile der Druckschrift und „'Melben Schi ist, wie der Addruck de« zu berichtigenden j"', geschehe». Aufnahme erfolgt kostenfrei, soweit nicht die Entgcg- den Raum dir zu berichtigendr-t Mittheilung über- Äfür nie über dlesr» Maß hinanSgehendeu Zeilen sind eu periodischen Mittheilaogen(lilhographirtc, auto- st«, metallographirte, darchschriebene Korrespondenzen) sofern sie ausschließlich an Redaktioneu verbreitet „ den in diesem Gesetz« für periodische Drockschrifteu jTOien Bestimmungen nicht. ". 4 Ist gegen ca: Nummer(Stück. Heft) einer im erscheinendc., periodischen Druckschrift binoen Iah- it« ?gr- U", lshc'l' i.i er, � Ott»' B 4..,,..... zZ.,> 7 lw,i Mal eine Berurthiiluug aus Grund der ßß 4l �|iJ. be, Strafgesetzbuches erfolgt, f« kann der Reich». i>- �.�"»halb zwei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft : h istn Erkeuulniffe» da» Berbot der ferneren Verbreitung "h5l°ck'christ bi» auf zwei Jahre durch össentliche Be- ächung aussprechen. Die in den einzelnen Bnndesftaaten auf Gru-id der La--« desgesetzgebung bisher erlasse»'» Verbote ausländischer perio- discher Druckschriften tret-n a ßer Wirklamleit. § 15. In Zeiten der Krieg«g,sahe oder d-S Kri-g S können Viröffcnilichunge?. über Troppenbew gung-n»der Per- ihei'IgungSmitiel durch"(n Reichskanzler mittelst öffentlicher Bekanntmachunz verboten werden. s 16. Oeffentliche Auffo dcrungeu mittelst der Prisse zur Ausbringung der wegen einer strasbaren Ha> diu g erkan ten Geldstrcfen und Kosten, sowie öffentliche B-sw-itigungen mittelst der Press- über d-n Empfang der zu solchen Zwecken gezahlten Beiträge sind vkrboten. Da« zufolge solcher Aufsordcruugeu Empfangene oder der Werth dissildiN ist»er Arm-nkasse de« Ort« dir Sammlung fllr verfallen zu irkläreu. § 17. Die Anllageschrift«der andere amtliche Schrift- stücke>ine« Strasprozess s dürfen durch die Pr-sse nicht eher veröffentticht werden, al« bi« diis Iben in öffentlicher V-r Handlung kund gegeben worden sind oder da» Verfahren fein Ende erreicht hat. § 18 Mi' Geldstrafe bi« zu Eintausend Mark oder mit Ha>t oder mit G-sängniß bi« zu srck« Monaten werden bestraft 1) Zuwiderhoi dlungen g,gen die in den K§ 14, 15, 16 und 17 enthalt nen Veibote: 2) Zuwide'handüingeu geg-n die Bestimmungen der sß 6. 7 un-> 3, welche durch falsche Angabeu mit Klnmniß der Unrichtigkeil begangen wctden. Dieselbe Strafe trifft den Verligrr einer periodischei- Druckschrift auch dann, wenn er wissentlich geschehen läßt, daß aus derielben eine P.rson fälschlich als Redakt-ur benannt wird K IS. Mit Geldstrafe bis zu Einhundert und fünfzig Mark oder mit Haf. werden bestraft: 1) Zuwise da: dlungen g-gen die ßß 6, 7 und 8, welche nicht durch§ 18, Ziffer 2 gelroff-n sind; 2) Zuwtdri Handlungen gegen den«i 9; 3) Zuwid rhandiungen gegen die ßß 10 und 11. In d n Fällen d.r Ziffer 3 tritt die Verfolgung nur auf Antrag ein. und ha- das Slrafuriheil zugleich die Aufnahme de« eingesandten Artikel« In die nächstfolgende Nummer an- zuordnen. Ist die unberechtigte Berwelglrung im guten Glauben gisch.hcn, so ist unter Freisprechung von Strafe und Kosten lediglich die uachlrägl che Aufnahme anzuordnen. (Schluß folgt.) Berlmer Kapital und Schwindel. ii. Treten wir vom Vorsaal in den eigentlichen Spiclsaal ein, so ist der Eindruck aus einen Uneingeweihten belaubend. Hunderte von Kehlen schreien au» Leibeskräften durcheinander, ebenso viele erhobene Arme dmchkreuzcn die Lust und cS ge- hört eine geraume Zeit dazu, ehe mau sich mit den Irrwege» diese« WeSP-nnestes vertraut gemacht hat und inne wird, wie in dem lcheinbaren Wirrwarr Alle« geordnet und praktisch cingetheilt ist. U-berall bilden sich Gruppen, und jede dieser Gruppen repräscntirt eine besondere Gauung der verschiedenartigsien Werthpapiere. Je nach der Wichtigkeit de« zu haudclndcn Papier« drängt und schiebt mau sich In geschäftiger Hast hm und her. bis man in die Mitte de« Saales, an den ei ein- lichcn Brennpunkt, angelangt ist. Hier werden die HauptspikulationSgcschäftc abgeschlossen. Ja diesem Haufen sind während der ganzen Börsinzeit alle Lungen und Bleifedeiu in unausgesetzter Tsängkeit. Der Uneingeweihte ist ganz verblüfft, wem er lufen hört:.Ich gebe Franzosen"—„von ihn,» 1000"— trllllt ein Zweiter, „ich nehme Credit und gebe Lombarden" schreil ein Driuir, und so geht e» in e nem fort von 12 bis 3 Udr, eiu unaus- g'f'tzte« Hazardozi. Länger als drei Wochen hielt triu Be- amt-r vei d r Gesellschaft au«, weh grundsätzlich kein Schal l g zohlc wurde, und da» Pu tlikum hielt sich gleichfalls fern, od- woht die von Dr. Gültucr versaßicn und sälichlich mildem Namcu achtbarer Männer uuterichticveu!» hochtönenden Prospettc zu Hunderttauienden verbreitet wurd n. Da« einzige G-ichäst der Gescllschait bestand im KautionSfchwindel, wovon drei Fälle unter Anklage gestellt sind. Miitel« ZettuugSaunsnceu wurden Kassin-vtea und Kassircr gesucht. Die Rlfleliant-u erhieltca ein Schreiben, an dessen Kopf der Stempel„Dcnrsch- land« Baubcsördeiungsvereiu, Akticngcscllschasl, Güllldkapilat 6.253,000 Thalcr" abgedruckt war, de« Inhalt«, dast si- von all.» nudeecn iö-werb-rn devo zugr seieo, und die Stell- sofort auticteii könniin. aber in Anbetracht per durch ihre Hände g-henden größeren Summen, bedculende Kautionen fiel- ien müßten. Der Kaffenbole Wii.ike stellte 1000 Thaler Kauiion in vlir Berlin r Slaelobligorioncn,»orsarglichcrwcije aber ohne Koupon« und Talons, lies-ne jedoch auch letztere aus, als ihm Lindner eröffne'«, d r Ansstchisralh«olle die bloßen O-ligationc.i'ich: acccpiirc». Die Papiere lollte» veradreheieimaßen bei der könig ichen Hauptbank depomrt wird-u. Träger hinie.l-gtc da-eldst auch ein vitflegelle« Pack e mit weeihioien Papieren und lombardir e die Obliga- lionen bei dem„Banli'r" der Gcsillschast dem Trödler Gold- berg, voii dem Waltke sie bei seinem AuSsch ideu einllageu mustle. Ganz ebenso erging es dem Klaffeubolen Meute,»er 1000 Thaler in Nardbahnaktieu hint-:l-gle. Schlechter kam dir a!« Kassirer evgagi tc Commi» Bnrrme-ster davon, der 2000 Thaler in Märkisch-Poftncr«lummatlien himerlegte u i» dihns» Lösung seines Kontra t« 500 Thaler davon ganz aufgab, die übrig n 1500 Thaler dagegen dem Träger«l» Dnrlehn überlassen mußte, weiche« er»eule noch nicht zurück- erhalten Hot.— Am 29 Juli 1872 trat Träger nochmal« mit dem Premierlieutenant Loui« Alexander». Berge, dem Maurermeister Heinrich Riemer, den Maurer- und Zimmer- m-ister Mertig, Liuduer und seinem Bruder Adolf Trager zur GrÜidung einer Aktiengesellschaft„Deutschland» Bau- drfördrrnn z»-Bcreiu" mir einem Srandtapilal von 400,000 Thaler znsonimiu. die am selben Tage aus Grund einer vom Iustizrath Slcvogt anszcnommenen noiariclleu Urkunde, In- hol s diren Träger 320,000 Th!r. de« Grundkapital«, die übrig«» Grlln»-r dm Rest gezeichn.i»nd 10 pTr. de» Aktienkapital» daar eingezahlt harren, in da» Handelsregister ewgelrageN wurde. v. Berge, Riemer und Mertig sun girren al» Auf- sichtsrath. Träger al« Direktor. In Wahrheit ist aber nie- mal« von irgmd einem der G'üvder ein Pflonig eingezahlt »«rden. Im G'plember 1872 legten die Aufsichl rciihc ihr >mt nieder, machten jedoch dem Handelsregister Meu Anzeige davon.— E« sind in Folge dessen angeklagt:?rög-r wegen Wiederholten Betruges und Vergehens g-g-n Art. 249 Nr. 1 nnd 2 des Attlengisetzes vom 11. Juli 1870, Li dn r wegen wiederholten Betruges, Ni-mer,». Berge und Mertig weden Vergehens gegen«it. 249 Nr. 2 de» Akliengeseye».— Trä ger gab bei seiner Bernchmung an, er sei zur Gistndung der ersten Gesellschaft nur durch Dr. Süttner veranlaßt worden. DI- Kautionen lombardirt zu haben, giebt der Angeklagte zu. Bei der zweiten Gründung sei e» ganz reell zugegangen; die Zeichnungen seien in Richtigkeit gewesen und die Einzahlung Hab- er für die Mitg ünder verauslagt, da ihm zu diesem B-Huse von Verwandten lO.OOO Thaler zur DiSvosition gc- stellt wurden. Den Beweis darüber wolle er. sich aber bis zur zweiten Instanz aussparen. In direktem WId-rsoruch steht damit, daß Tiäger im Juni 1872 sein eigenes Bermbgen ge- richtlich auf 200 Thaler deklarirte.— Lindncr behauptet, der nnschuldigstc, reellste Mann von der Welt zu sein u: d über- reicht zur Bekräftigung seiner Behauptung ein L-umundsailest, welches seine volle Glaudwürd'g'eit koustatirt. Gr sei von Dr. Güttner dem Präsidenten Träger zugifü-rt, von diesem mit 25 Thalern Monatsgehalt als Privatsekretär engagirt und heute noch von unbediugt-m Vertrauen zu seinem Ch-s erfüllt.— Die drei übrigen Angetlagten entschuldigten sich Mit Untenntniß der einschlägigen Gesetzgebung.— Die Bc- «c!> ausnähme erhärtete die Behauptungen der Anklage durch- Weg uno stellte die Schwlndelhaftlgkeit der Gründungen in's hellste Licht. Ei zuziehen gab's überhaupt kein Geld. Die llante Verhond ung endete mit der Ver- cher Auge'lagten. Träger erhielt achtzehn und 2 Jahre Ehroerlust, Linduer neun und 1 Jahr Eäroerlust, v. Berge, Riemer Thaler G ldbuß-, event. eine Woche Gc- säug iß.— Träger entzog sich seiner sosorligcu Berhastuiig durch die Flucht auS dem Gericht' gebäude. Sprechsaal. Kiel, 1. Mai. Eine Musterfabrlkordnung. Beklagt Euch nicht über Gcsängnißordnungen zu Plötzen- see, Rummelsburg und Hameln, Ihr Freunde; in Schleswig- Holstein giebt es Fabilk-rdnnngen, bei denen ewem Menschen od ihrer Humanität die Haare zu B rge stehen. Schulze- Delitzich findet da eine Parodie aus sei.c Woit«:„Die Ar- heiter sind vollsteiidig frei." Man lese nachfolgende Fabrik- 9 dnung. „Alle Arbeiter, welch« bei der Flensburger Schifssbau- z-s-llschafl in Aibeil treten, unterwerfen sich den Bestim- , rungen des auf der Werit angeschlagenen Reglements, da- en-n nechst-h nd ein AuS.ng folgt. „Lufang und Ende der f-stzesetzten Arbeitszeiten wird durch 1 Minute langes Läuten kundgegeben. Nach dem Auf- hö en des Läuten- zum Beginn der Arbelt wird die Pforte „ nverzüglich" geschlossen. Di« Arbeiter können Morgens 15, M liulrn und zur Frühstücks- und Mittagszeit je 10 Mi- r.ut-n nach dem Läuten zur Arbeit zugelassen werden, doch haben sie sich in diesem Falle aus dein Kon'rolcawtoir zu nie! en, wo die Zeit, die sie zu spät kommen, notiit wir. Für jede 5 Minuten und Bruebtheil von S Minuten wird j Stunde beim Ende der Woche von der AibeitSzeit gettirz'. werden. Die Werftuhr ist für die Zeitangade maß- gebend, und haben die Arbeiter sich nur nach diifer zu richten. „Die Konrrolbrickin werden vor und v äheend des Läu- tens durch das im Kontrolcomtcir für die bezügliche Arbelt teuichnre Finster ausgegeben. Kein Arbeiter darf m t der A de t ansangen, ohne vorher seine Kontrolbrlcke empfangen zu h bcn, bei Verlust sein-S Guthaben?.' „Nach Beendigung dir Arbeitszeit bat eiu jeder Arbeiter feil- Kontroldricke mit deuilicher Bleifederschrift, enth. d sien Name, wie viele Stunden gcarbeiiet, sammt Nummer deS Schiffes, resp. Nummer der Maschine nebst Angabe deS Mo- ichin-ulheils, odir Angabe der Werkstatt, wofür gearbeitet, im Kmitiolcomtoir abzuliefern. Mitarbeiter bei eine: Ak- kordarbeit baden nur die Nummer ihr-S Vorarbeiters und ihre Sluudenzahl anzugeben. Außerhalb der W-rst b-schäf- ligte Arbeltir haben ihre Arbeitszeit von ihrem Meister oder Altoedübeinihmcr b. scheinigen zu lassen und dem Comtvir, kenn möglich, jeden Abend einzuliefern. „Nach dem Frühstück werden keine Kontrolbricken mehr auSgezeden, außer mit fp zieller Erlaubniß deS belriffenden Barmanne». „W-r seine Kontrolbricke durch einen Andere» beschreiben läßi, ist selbst für etwaige Fehler verantwortlich. Kein Ar- Keiler darf seine Kontrolbricke durch einen Zweiten empfangen oder abgeben lasseK. „Die Kontrolbricken werden durch da» dazu Im Kontrol« comtoir bestimmte Fenster ausgegeben und abgeliefert. Diese Fenver find ezeichnet mit: Maschinen� au: Tagelohn und ..kk»rd, Schlss» au: Tagelohn und Akkord. „Engagement und Entlassung. Kündigung der Arbeit muß 7 Tage vor Ab. ang durch einfache Anzeige von je- tcc Sei e flatifinden, wenn nicht hicrüeer eine andere Ber- einba.uiig getroffen. , Wideiseylichkeit und schlechte Aussiihrung' crechtigt die Arbcitgc-er zur sofortigen Entlassung. Wer sich wäh- und der Arbeitszeit ohne Erlaubniß seines direkten Vorge- fetzlci! von der Arbeil emseriu, hat sofortige Entlassung zu gewärtigen. Arbeiter, weiche einen oder mehrere Tage von der Ar e t auSdlci cn, ohne sich hierüber genügend ausweisen zu können, können gleichfalls sofort entlassen wcrden nnd find außerdem ihre» Guthabens»erlustig, nach Ermessen der Vorgesetzten. „Die Lohnauszahlung findet wöchentlich, Sonnabends, nach Beendigung der Arbeit statt. Die Woche wird von Freitag-Morgen bis Donnerstag-A'cnd gerechnet, es tlei'en also für Freilag und Sonnabend zwei Tagelöhne rück- ständig. Da» erhaltene Geld ist so.leich nachzizzädlen und etwaige Differenzeu noch deuselben Abend au der Kasse zu melden. ..Mitarbeiter bei einer Akkordarbeit Werder von dem be> treffenden Akkoidübervehmer rvgcnommen und hoben kerne Zahlung von der Gesellschaft zu beanspruchen, doch müssen sie sich den W-rstrcglements fügen. „Strafen und Strafgelder. 1. Ein Arbeiter, welcher eine größere Stundenzahl an- giebt, als«irklich gearbeitet, wird sofort enllasseu und der rückständige Lohn ihm entzogen. 2. Ein Arbeiter, welcher obne Erlaubniß V'M Co--"vir Fremde mit auf die Wust brin t. zahlt I5Sg,.Sirafe 3. Da? Rauchen während der Aibeil wird mit 7j S g. bestraft. 4. Das Rauchen in der Tischlerwerkschait, und wo fol- etcs durch Anschlagzittel ausdrücklich verböte«, wird mit 15 Sgr. bestrnft. 6. Wer sich die Hände mit Oel reinigt ober an- dereS Wcrfmaterial unnütz verwendet, zahlt 7h Sgr. Straie. 6. Jeder Arbeiter hat die erhaltenen Werkzenge an Den- jcnigen und nach dessen Ordre a zuliefern, von dem er lotche empfangen, im Nichrachlungsfalle muß er deu vollen Werth ersetzen. 7. Das Betreten und Bei lassen der Werste Ist nur durch die Hauptpsvrte gestaltet Wer die Werft ohne besondere Erlaubn ß von der Walsecseitc oder auf anderen Wegen de- tritt oder verläßt, verfällt in 1 Tdaler Strafe. 8. Ein Aroeitcr, welcher die Kontrrl ricke eine« Anderen mit emp ängt odrr ablief-rt, zahlt 10 Sgr. Strafe. 9. Ein A> bester, welcher zn Störungen während der Ar- keit Anlaß gttbt und sich deu Aaord un en seine» Borgesetz- ten nicht fügt, oder sich während dir Arbeit betrinkt, ver- fällt in 10 Sgr. bis 1 Thaler Strafe, nach dem Er- messen der Besiegten. 10 Arbeiter, welche vor Beendigung der festgesetzten Ar- beitsze t sich zum Weggehen anschicken, werden mit 7h Sgr. bestraft. 11. Da» Mitnehmen von gefüllten Säcken, Holz oder überhaupt Werstelgenthum ist nur gegen Vorzeigung eines Erlaubnißicheines vom Eontoir gestaltet; Uesertretungen werden mit 15 Sgr.»estrast. 12. Wer Stützen von den Schiffen entfernt oder der- gleichen Schaden anrichtet, zahlt 15 Sgr. Straie. 13. Aueiter, welche die on ihnen ubroilchte Maschine oder ihren Arbeitsplatz zu reinigen versäumen auch, wenn nöthig, nach Beendigung der Arbeitszeit, haben 7H Sgr. Stra c zu zahlen. 14. Ein Nictenheizer, welcher Nieten verbrennt oder eichgültia hinwirlt, zahtt 3 Sgr. Strafe. 15. Wer seine Kontrolb.icke durch ein verkehrtes Fenster abgiebt oder cinwir't. zahlt 7h Sgr. Stra c. 16. Wer die Werft Abend» verläßt, ohi e leine Kontrol« brickc abingebeu, hat 15 Sgr. Stra e u zahlen. 17. Wer an den Lochmaschinen und Sckeerm stärkere Platten nnd Winkileiscn bcnrbei et, als vorgeschrieben, zahlt 1 Thaler Strafe oder wird sofort entlassen, nach dem Cr- messen der Vorgesetzten. 18. Alkordübernchmer, welche die ihnen bei der Lohn- auSzahlung eingehäudigien Geldbeutel nicht innerhalb Ler Tage nach der Zahlung im Eemtolr ablie e n, haben 2H Sgr. Strafe zu entrichten. 19. Wer seine Kontrolbricke verliert oder durch eine andere zu ersetzen suat, zahlt 3 Sgr. „Sämmtlichc Strang ld r fließen, fall? sie nicht zum Ersatz angerichteter Schäden verwendet werden' in die Krankenkasse. „Die Weikühier und Worarbiilec, sowie Kontrolauischer und Portier hoben varauf zu ach en, daß die vorsteheudeu Regeln strengltcns bcachect werden." Einen famoseren Strafkodex haben wir noch nie g-sehen, und damit diese Sira en auch richiig i e'gelr eben iversen behält man einen Theil des Lohne» als sog-uaiiut.s Guthaben ein. Wie immer, hat man sich denu auch die so- lortige Entlassung des Arb ileis bei sozenonnter„Wid-rfitz- lich keit" und„schlechter An! ührimg" vor' ehal e r, ohne daß der Arbeitir selbst bei„schl chler Aullührung seiner Borge- setzten" da» R-cht hat, zu gehen. Das ist da» Laos des „sreien Manne«". Einige Arbeiter. Kiel, 28. April. Ein bedauernSwerther Unalücksfall. der leicht hätte vcim'eden werden könneü, erciguett sich zu Ende der vorigen W-che auf d-r ka's-rllch n W rst zu Ellcr deck. Der Arbeiter Lemberg an» Schl-llm war an ber großen Eiseustauze beschäftigt und gerie h hierbei mit rimm ande-u Arbeit r i» Wortwechsel, in Folge dessen Erster» von L tz e- rem cin-n sö unglücklichen Sioß erhielt, daß er dem, au? beiden Seiten der Stanze h?-ter hcrw.rug nden Trietra» in nahe kam, weiches ihn«r aßtc und ihm beide B-in- vom Rumple lre nie. Se u Tab eriolgte kur e Ze t daraus Im hilstgeu Kearkenharse. Eigteie S-uld, Unrorsichtigk it der Strbe tc* sind die Bc.eianuu» salchrr Ungiiickssälle Sr teut der liberalen Pr-ffe; wie aber»sc die Sparsamkrt der Fa- br'kmten LoisichlZma�regeln, die verhälti ismüßig wce.lg Geldkosten verursachen, außer Acht läßt, so hier dir Staat. De« Brnunen wir» erst zugedeckt nachdem. emaie» hineingefallen. Eine einfache B echü erdeckuag des Triebrad«. wie si- sich in verschiedenen Fabiiten vorfi-dit, hätte so viel Schutz geroten, daß man 20 Mal an dasselbe grst-ßcu wer- den konnte ohne nenuevsm-rldc Verletze» g. D? ka serliche Werft hätte um so unhr Anlaß zu M-fi» Borstel ismaßr gel gehabt, als aus vir rorbdeutsch-r- Ker-t vor u-che zu langer 5< Zeit sich eia äh- licher Unfall erelxnete. U-Id die K-sten d'e s-r Vorrichtung? 5 Thaler, gegen ein Menschorl, der,? Jll ein Arbeiter aus so viel Werth, in der heueige, Gesellichaj!? Ich habe einmal von ewem gew sseu Lassalle gelesen, vi ltd-r sareibt:.Die Arbei.-er weiden veimewt, wie Still'pfe, nn« v-rtilgt, wie Ungeziefer, in der h-vti�eu kao tal still. ea Gesellschastl-' M, Stöhr. Vermischtes. s»«« « sträl scheu Pulverlab ik bei Mal bend-n cxvlodlrt. arg ä'id« ,rli t n Beichä�I u gca E'" Ardeieer geiö t, sie üdr'g u ret- ten sich'iirch schleunizüc F uchl *(Doch nicht praktisch genug.) Au» d-r Pn langte vor eialgen Tag-n per Eis-nbahn ein junger aus dem Görlitzer Bahnhofe hiers-l- st an, um in B rlin best zu suchen. Der junge Mann war„prakt sch", w! sager, hatte sich für die erste Z it, bi» naß er die g-wü Arbeit gefunden, mit den nölhigeu Geldm tt-ln versehen, auch früher schon einmal in Berlin gcw'i n, hatte veisä a d-re g ößere Städle. wie Liegnitz, Glogau, Görlitz, lau rc. besucht, und kannte den„großstädtischen Schn durch und durch. Er wunderte sich nur, wie e« in noch so viel„Dumme' g-ben könne, die auf den sog-n „Bauernsängerzops" and tun, nachdem in allen Zeil wi derholeotlich vor derartigen Schwiudcleiin gewarnt rol Di se prak Ischen Kundgebungen wurden nach Anku st � Zug-« in der Bahnhuss-Restauration gemacht und andeil daukbares Echo in der Brust eine» anderen jungen Mall der ebenfalls mit dem Zuge angetommen war. aber zum>> Mal Gelegenheit hatte, die Kaiserst-rdt Berlin in ilzrer p licheeit und Pracht zu schauen. Di- M» n gleichgesial jungen Leute matten sich auf den W-g nach d.-r SwI 1 b sa- den sich, ehe sie c» ahnten, von ein r rorhen Latern« � gelockt, in-inem RistauratlouSkeller bei einem-chäinil �venu Sridel Bairrich. Sir machten gegenieitig ihre B-m-rka'"v zg« über die im Lotal anweseud-n Gäste, als zwei Herren 1 IJtgfef traten und an ihrcm Tische Platz nahmen.„Das siu' I> paar Bauernfänger", raunrc der. Protei che" junge Man» nem Genossen zu,„'ehcn Sie sich vor!" D r l ich s� Freund aner harte diese Warnu g bald Berg sseu und Ij sich in Kurzem mit den beiden Ankö i mlinzen in der' lichstcn Kümmelblänchen-Urrterhaltn g, Ha i« auch derer! d r wicdcrhslien Mahnungen des„Pcakii ten" ein rrkl Sümmchen hin ingcichoben, als die drei Spieler plö! Worrwcchscl gerieih n, der sich bald zn den unangew Ihätlichteilcn einwickelte, bei«elcher Gelegenheit auch „prakriicher" junger Mann durch einen Stoß von ü Sruhlsitzc auf dcn Fuß öden bisördert wurde. Al»" wieder erhoben, hatten sich die drei S.r-irer bereit» 9! ilig zum L-ckal hinausgeworfen und kamen uichi J1' Der Provinz'ate dachte: ,» ist gut, daß Du dab-i«>' rh iligt warst, wollte seine Z-ch- b, zahlen und sich ede' en fernen. Da mer'te er erst, daß man ihm während .UmfallS" da» Partemanuaic mit einem Fünfzig Hais au» der Ta che eSkamoürt halte. Sein„noch nie in gewesener" Rcisrgenosse haue hier augeu-chci lieh den.,--.» p-r"-gespi lt; und rratzdrm der Bestahlcr-e s�a prallii� Ptn �(Zur V-lisschullehre»- Noth) Mt der Dorf- g-meinde von V.-Iteu(Kreis Osthaveliand) wurde letzt» n«iri Veranlassong«er Regierung«ea-u Anfbisscrung de» G hall» für den zweiten Lehren verha. dilt, welcher neben der f eleu Woh'nng ein G.-Hait v»! nur 130 Thlru. jährlich de-ieht D'e Rer-ierirng beantragte, öasse be wenizsten» a- f IkO>\t 180 Th'r. jähr-iw zu erhöhen, ab-r selbst dazn ko nte sich die woblhabeude Gemeinde nicht ent'chließen. Dieselbe meinte vielmehr, die Schulkasse könne die«rford-rliche Zulage ge- v-ädren, nnd obwohl d-n Se perlr-tende t erkiärte, daß m de» Sch'.rlkasse se'u re-iher Heller vorhanden sel, blieb sie hei diw Bei« vsse, fieZu'aje i» lange auSzusi tzrir, biS'i Regierung de! Nachme S e cführt Hab', laß dieSchnlkasse zu u bemittet s'i Jlarwsst-N w rd»er L-Hree bei seinem Gehalt v»> 10 T;-l-rn 25 Sgr. pr. Mo at hun-erv. *(Explosion) ES ist am 28 v. M. ftllh um 7j Uhr, da Ttockinhau» nebst �wel Mühlen der rheinssch- weien war, sich auch die Nummer d.s be refferrden s rgfäliig zu nv iren, ward ih.-n do v dic Wah hcir dcö ch-s klar:„Wer praltiich ist, fällt auch mal'rein!' *(Hos-ängergage.) WaS bei eiiiein Tenorist� gesungene Syibc kostet, beweist die Wi-.ner..Theater-E9 ii dem sie sich> ringst als Beispiel d n Herrn Lorenl wähl-, weleb r jüngst von d-r komischen Op.-r Absch' Nammen. Das Blan orgumeniir- also: Wenn HeN jäh-lich 24,000 fl. verdimt, ungefähr 80 Mol au 90 Par ien a 1ÜOO N ten od r Silben singt, 10 vi mir i«der Sylbe, dlc-r von sich giedt, 0 Ix., alsi wie so iranrm"(1fl 20 kr.),„«ch, wie so traut"(1 -der:„Hall, Hallo, wie schön war so. der Post! Lönjumrau!(4 fl. 80 kr,). Ein talentvoller Sch« d.r Provinz dagegen bezieht 1200 fl. Gage(hochg»»' Dassir muß er mindefl-uS 210 Mal spielen, und zwar von 12 und 13 Bogen, od r«. Roll- 5000 SylveN. taler toorie Schauspieler wird demnach 15 Syuen j müssen, bevor er 1 kr. v rdicnt hat.„Sein oder Rick das ist die Frage: Ob c» sei edler im(1 kr.) G-was duldea die Pfeile u-rd Schleudero«lllhendeu Geichick» —„Gicb Deinen treuen LiebcSschwur für meiaen. gab ihn Dir"(1 kr.). Daraus ist zu ersehen, wie der Tcrorist dasteht!" *(Zur Austernkons-'Mtion in Paris.) Qua tnäi'U Avsteru die Parlier Sch cmme« vertilge� deweisen die Snmmin, w-lch- man demnächst a Zuknnst z-r erheoinden Nüst rnfteuer zu-ieh-n h S'.ad« Pari» hat uänrli« besch affen, die in ih.el zu verzehrend-u Austern mit etrer Steuer zu de-.-g- jährlich über 200,000 Feaucs aoorersea wird. De-! wird natürlich e-.ue s hr geringe sein, da ja»'e Anw die vornehmen Schlemme» eia irairlr Iche» B-durl-N, Ab-r welche M-ll-»nen ron Auste-rr»erd-n in Champagner un» anderen Weinen von d,n fe nsch»' Kehlen h rnnter gespült werden mllien, um soll' rn« zu eZmögllchen. Wie ti dcrnach scheint, muß � -ählige Bnstera und ädnl che Delikateffen im U-belst sitzen. Warum aber st r»ea doq> och so viele P' IN dleser stolzen Stadl vor Hunger? *(Ans Amerika.) Die New-Iorker Zf'"','. halten spaltenlange Berichte über die irrrchtbaren v' gen, welche die Fluih n im ganzen Distrikt, durch Mississippi und se ne Nebenflüsse fließen, vermsack� Während dicseS JahrhuudertS, sagen die Blätter,> Derartiges vorgekommen, und der bereits angericht»' muß die Verheerungen der Brä-.che von EHIcogo mindestens zehnmal üdrrslcigcn. Hunderte von deS ftnchlbarst.n und am besten kiiltivirtm Landes � wi d durch rapide Strömungen weggeschwemmt; New Orleans und Nashville, und viele kleinere Sl" t mehr als halb ii.iler Wasser; Bi-H ist zu Hundert» len, viele Häuser und Furmcn sind weggejchwcw«� rind den Dämmen des Miisissippi ist immenser � gefügt wordeir. Besonders herrscht In Folge dessen arbeiteuden Klasseu surchlbarc Noch. *(Merkwürdige Grabschrift.) Auf cinelst Thüringens befind« sich folgende originelle Grobsch" „Hier ruht Aurora Sidonia Kühling, Geboren im Frühling, Gestorben im März, Sie war unser ganzes Herz.— Nun weilt sie im Himmelsgarten,$ Während unten Bater, Mutter, BräuW und Kinder warten. Ihr ganze» Leben war ein Traum— Denn 24 Jahre war sie kaum." Änt M wo »i r'Mck W 'efex l Ober t ihm! Uamlich anu ha Aug d« en Ge genüge » einer Ein � g« �itthr �i-s- l i�mploi M fc ••'"ir1 •"«öurch »it* lEitnmi Criideu "««te. rechte � glau tzst'"® -'! der i friede 1teurä Ffchöp (jj And selb Ä N° Wi 'frj'f» "t'r" »ei») Druck von T. Ihr-ng Nachsolger(Adolf �cr- Berautw-rtlich für die Rrda-tior.: i. Secker ul Verlan von W. Srüwel in B-rlin de 16 ll,et ,Di. „ dmd «Vit fi '".Dru