59. Berlin, Sonntag, den 24. Mai 1874. 4. Jahrgang. iesa< Rener ! Üctamg crföemt drei Kol lich neb»war: Dien�aatt. 'ag» n. SnnnoSenM EBcafä Deren -ßtq rivk Wtoimtnnitg'VMM Htm tncl Wringerlohn viertel-' i pränumerando' T1', Sgr>, ma« ®8t., einjeln Nummern > de! den Poilämtern in Preußen r-, bei den anßerdrenß. Pokam. > Deutiltland gleilbialls 1« Gor. («»reu, er südd. Währ.» «edaktion u. Erpeditio» Berti». »re»di» erkraß e Nr- 15. Bestellungen werden auswärt» bei alle» Postämtern, in Be-in in der Expedi« tton, sowie bei ied-m Sveditenr, ent» aegenaenommen. gnserate(in der�oedinon aui,uz«»e» werden»ro drelgeipaitene Petit.z-il, »der deren Riuni mit i Sgr berechnet Urb eiter- Annonce» die dreispaltig,! Zeile oder deren Raum 5 vgri -Bcri crcii Eige»th«m des Allgemeine« deutsche« Arbeiter-Bereins. WM Des Pfingftfestes halber fällt eine ende« hl hi mer des Blattes aus und eS er- em»e»l � somit am Donnerst ,g. ttagd xov>! Für den Monat Juni kann jetzt aus- �rtS bei sämmtlichen Post-Anstalten � den »»Netten Soeinl-Demokrat" nnirt werden. Auch für Berlin beginnt ein natSabonnement, und nehmen alle Spedi- ie und die Expedition des Blattes Bestellun- entgegen.— Wir ersuchen daher die teigenossen, diese Gelegenheit zu einem lichst zahlreichen Abonnement zu benutzen um Jrrthümer der Postbeamten zu vermeid ,£1,. ausdrücklich den„Neuen Social-Demo- in Berlin zu bestellen. Die Redaktion. Nieder mit den aufrührerischen Reifeaposteln! '»schallt da» Wuthgeschrn jetzt durch ganz Deutsch ��ie verführen das Volt zur Rebellion! Sie zu Haß und Verachtung auf! Sie find San Faullenzer! . w______„ Also fort in den Kerker, hiu die Verbannung mit de» Social-Demo ottai te<�L brauchen wahrlich nicht erst eine Blumen- t rifnl � Oft Iii Ci*ff m CA«. t �- CMf__________ iek! (Ol I. st«' agt 04 §'! «ich m»! anzustellen, um Belege für solche Aeußeruogen Wuth au« der für«u« feindliche« Press« zu nneln; zu Hunderten bieten sich uns auf den ersten lck die Beweise dar. Und was an Flllchea und men Wünschen der Preßbandit verschweigt, daS fährt sicherlich dem nationale» und liberalen Allster auf der Bierbank. Die Demagogeuhetz in schönster Blüthe! Ein klägliches und widerliches Schauspiel ist das •lich, und selbst dann, wenn nicht unsere Partei Ire, welche unter den schmachvollen Ausbrüchen lfter Wuth zu leiden hat, selbst wenn uicht die !e Entrüstung uns erregen würde, wenn wir wie mit raffi.irter Bosveit die Soeialisteu- 'e fo mancher Arbciterfamilie das Brod rauben selbst dann wüßte uuS der tiefste Ekel beschiel- ob de» Egoismus und der hinterlistigen Nieder- Ü, welche vackl in die O-ffentlichkeit treten. Mai schmücken sich Felder und Wälder mit Mchem Grün; die erwachte Natur lacht den �chen an und bietet ihm bereitwillig ihre Gaben Und der Mensch selbst? Verkommen in er. 'licher Mißgunst, herabgewürdigt zur KoechtSseele verderbte Sitte», unsauberen Leibenschafleu sich . gebend— sucht der Eine nur d'n Auderu auS- 'Uten, will jeder M-nsch nur für sich leben (stuießen; verhöhnt et die edle Idee, daß sein Fetisch daS unveräußerliche Recht auf seine etliche Liebe besitzt. lud Webe einem Jeden, welcher von diesem Koth Menschlichen Geist reinigen will, welcher die cheit und Brüderlichkeit erstrebt,«elcher iu der freie» Natur auch eine s-> öoe, freie Mensch- üll, die daS Gemeine abstreifend, edelen Zielen � W Wehe Jedem, d-r so denkt und seiner s Zeugung gemäß bandelt! Der Haß aller Derer iz®» gewiß, die Knechte ihrer Leidenschof.eu sind; �Ulhigen, welcher kühn für neue Ideen ein- � wuß der Sclave des Alten, der Knecht [ �»viSmuS baffen; wer mit offenem Herzen und Hand sich dem Mitmenschen nabt, muß der Demjeuigen ein Gräuel sein, deffin einzige z° tfl'st. au« fremder Haut Riemen '�den! �" Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch (r Zukommt mit seiner Qual— diese Worte Stoßen Dichters fassen so recht den heiligen Zorn in sich, welcher den frei Denkenden und edel Füvlenden durchglüht, wenn er ein fittenloses Znt- alter voll Unterdrückung und Erbärmlichkeit durchschaut. Wer dann schwach ist, der möchte in die Ein- samkett stiehen, sich in philosophischer Arbeit vergra- den, oder still als ein Unbeachteter und Ungehaßier leben. Allein wer als Mann handeln will, der darf nur einen Entschluß fassen; er muß kräftig Hand au'S Werk legen, er muß die Axt gegen den faulen Baum erheben; er muß in die Stürme des ParteikampfeS sich hineinstürzen; er muß leben rnn leiden für das Heil der Menschheit und er muß als einzige Belohnung das Gefühl betrachten, seine Pflicht gethan zu habe»! Wer so denkt und so handelt, freilich über den werden die Wogen deS HaffeS zusammenschlagen Man wird den„Apostel" verlachen oder verfluchen wenn er geächtet ist und durbcn muß, dann höhnt man ihn auS, er f-i arbeitsscheu; wenn er in den Kerker wandert, dann geschieht eS dem Aufrührer recht!— Wahrlich, Nichts bleibt dem Geächteten, welcher eine Besserung deS moralischen und physischen Elendes der Menschheit will, als sein gutes i wissen und die Liebe seiner spärlichen Mit kämpfet. Doch wahrlich, das ist auch genug! Wer an dere Jatereffen v-rfolgt, als ideale, der bleibe fern unserem Bruderbünde; wer Schätze sammeln, wer Ehrenposten erjagen will, der gehe htn zu den Mam monsknechteu und den eitlen Gecken, aber verunreinige nicht mit seiner uusaubereu Person die Rühen der Socialisteo. Als der große Saint-Simou auf dem Sterbe bette lag, da rief er seinen Schülern zu: Bedenket »och ein 9; nur mit Begeisterung kann Großes vollbracht werden!— So ist es, nur mit einer Begeisterung, die allen HaffeS und aller Verfolgungen spottet, nur mit einer Begeisterung, die, den Koth oer Welt verachtend, sich allein dem erhabenen Ziele weiht, werden wir den SocialiSmuS und die Men- schenrechte uns erringen töouen. Die Ideen, welche verfolgt und verspottet wur den und deren Vorkämpfer dennoch unerschütterlich ihre Begeisterung bewahrten, die haben noch immer gesiegt. Feiern Hunderte von Millionen Menschen nicht am morgenden Tage das Pfingst fest? WaS ist die« Psiagstfest denn anders, als das Lchtniß an„Reiseapostel", die verhöbnt und verfolgt, eingekerk-rt und ermordet worden siad! Höhn ten nicht die Phansäer j-oe Apost-l auS:„Sie sind süßen WeineS voll!" Bedrohte sie nicht der Beherrscher von Jerusalem: daß sie nicht wagen sollten, die socia liftische Lehre deS UrchristenthumS zu verkünden!— Und doch beugen sich Hunderte von Millionen heute ihrer Lehre nur deshalb, weil sie, obschon von gleiß aerischen Auslegern schmachvoll verfälscht, noch die Bruderliebe verküadel! AuS diesem geschichtlichen Ereigniß mag der enige, w'lcher heut zu Tage als„Rciseapostel" dem WuthauSbruch feiner Feinde preisgegeben ist, eine «enugthuung schöpfen. Mögen unsere modernen Pharisäer toben und fluchen, wir feiern mit festem Benraueu auf den Sieg der guten Sache unser socialtstische« Pfingsten! politische Aeberficht. Berlin, 23. Mai. Die gegenwärtige Handels, und Arbeit«- krife, die auch in Deutschland schon ein Jahr lang heftigen Druck auf die Bevölkerung ausübt, nimmt einen stabilen Evarakler an. Eatstanseu ist dieselbe haupisächlick durch die planlose Produktion«- weise. ES ist deshalb Pflickt aller Socia>istea, gerade in der jetzigen Z'it die Bedeutaug d-S Nor- malarbeitStageS klar zu legen, um dem Volke die Wichtigkeit desselben immer näher zu führen. Der lleberprodoktion, welche die Krisen hauptsächlich veranlaßt, wird durch den NormalarbeitSta» vielfach hie Spitze abgebrochen werden. Wie mau iu söge» nannten höheren Kreisen über die Bedeutung der jetzigen KrifiS denkt, mag der Ausspruch de« preußi- scheu Handelsministers bekunden, der im Abgeordneten- hause sagte, daß wir erst am Anfange und nicht am Ende der KrisiS uns befänden.— Solchen Krisen aber kann man durch eine gute Ge- setzgebung vielfach vorbeugen; dieselben lassen sich allerdings nicht dadurch heben, wenn mack Männer, welche die Ursachen unerbittlich bloßlegen und die Wege zur Abänderung zeigen, in'S Gcfängniß wirft. Je länger übrigens solche Krisen dauern, desto mehr Klarheit kommt in die sociale Frage, leider aber auch nur durch den intensiven Hunger des arbeitenden Volke». Verems-Theil. Die Abrechnungen für den Allg. deutsch. Arb-Bcrein sind an dle Borstandsmitglieder und lämmtliche Be« vollmächtigte abgcgaagm. Bei Nichteintreffen bitte ich svfon unter Angabc der ganz genauen Adresse bei mir zu reklamlren. Grllwel. Als Delcgirte zur Generalversammlung sind ferner angemeldet: O. Leber für Essen; H Keller für Gö-litz, Bautzen und Zittau; G. Heinzel für Ki-l; Th. Rothermuad, für Barmbeck, Eppendorf Hamm- Horn; Hanwich für Cassel und Helmarshausen; D. Steffen» für Harburg; K P. Rein« der« fü' Breslau; Böttcher für Lün-burg; A. Häbl für Mann- Helm; C. Seclig für Dortmund und Hörde; C. Meyer für Finße' walde; T ürohme und E. Fleischmann für Frankfurt am Main; Th. Schwarz für Lübeck. Neue Mandate haben erhalten: Dohne für Delitzsch, W'nter für Pinneberg, Uetersen, Glllckstadt, Barmstedt und Alveslohe. Der Delegirte für Brandenburg heißt nicht Weigel, sondern Werlitz._ Hai-an, 22. Mal.(Für die Abonnenten de« „Renen Ooclal-Dcmoktar.) Unseren Parteigenoffea in Hanau und Umgegend hiermit zur Kcnmnlß, dost da» Partei- organ, der„Nene Saclal-Demokrat", bei folgenden Gast- nn» Schaukwlrthru auflleqi: Herren Schmidt„RcichSkro>»". Bauer,„Schwedischen Krone". Hann,„Stadl Fran furt". Kieinböhl,„Zum goldenen Rad". Welßmantel'S Bierbrauerei. Müller, am Mainkanal. Satterdamm, im„Deutschen Kaller". Kohn. Schomaun, Jlldengaffe. Schien, in der irühereu Stück'schen Wirthschaft„Zur Schanz". MIldcnberqrr'S Braurrei. Währ,„Hessischer Hof". Parteigenossen, berück- sichtigt diese Wirthlcha ten, indem ihr'ort verkchit. ES liegt im Jmeresse der Sache, denn dadurch erhält des Partei latt immer weitere Verbreitung. Mehrere Part-igenoffen. Bcrdbll'g. 19. Mai.(An die Partelqenossen.) Parteigee offen! Auch hier find die Wirthe beeinflußt worden, -n« die Lokale zu verweigern. Unser bisherige« Ber omm- Inngslotol ist uns auch jetzt entzo.en worden Thue also Jeder doppelt seine Schu digkeit. Vor All-m aber mögea die Partelgc. offen für die weiteste Bcrbreitung de«„Neuen So« c ai-Demokrüt" Sorge tragen. Carl Reinwarth. Kiel, 19. Mai.(Bolls Versammlung) Am 26. d. fand hi-rlelbst Im Englischen Garicn eine BolkSvetsammiung statt, worin die Herren Hörig und Matthaey über dle Ber- folgnnfccn der Soclal-Demokratie und die Generalversamm- lung de» Allg. deutsch. Arb.-BereiuS referirten. Mit social« dcmokratlsch-m Gruß I. Pöhls-n. Hannover, 21. Mal.(Schuhmacheriirike) Wir ersuche» sämmtliche Kollegen Deullchland», da der Sirike hier unvrrändert sortdaue«. den Zujua von Hannover streng ern z« halten und uo»»ach K Lfiill zu unterstittzes. Unterstützungen wolle man senden an Carl Busse, Neuestr 22. Briefe und Aufcaaca an Wilhelm D-rm-nn, Neu-st>aßr 22. Da« Stci ecomitö. Aus de« gesegueteu Holstein. Seit der Wahlbeweguug, wo unsere Gegner so recht bie Macht unserer Partei und die zunehmende Erkeonlniß de« Arbeiterstandes über seine Klassen- läge erkaout haben, find wir Social- Demokraten -aran gewöhnt, zn hören, wie allerlei sociale Quacksalber sich marktschreiend auswerfen, um mit thron Giftpilleu und Pflasteru die bedenklich erschei- »eudeu Symptome der socialen Krankheit zn vertreiben. Trauriger Weise find dieS oft Leute, welche ge- rade am meiste» am Hungertuche nagen, wie z. B. einige der Elementar- und Volksschullehrer. Ob dieses daher kommt, daß jene Herren durch ihre ge- lllchaftSrettendeu Sockfprüage, wem, uicht eioeu klingenden Dank, so doch ein etwaS reichlicheres M.t- tagSmahl von ihren Gönnern zu erlaugeu hoffen, oder ob eS die Ausbrüche der ihm» innewohnenden Bedievtmfeele find, die der Abgeordnete Teutsch im Reichstag als eine leider noch nicht ganz verschwundene deutsche Eizenihümlichkeit bezeichnete, wollen wir nicht weiter untersuche». Einer dieser Herren veröffentlicht nun in den „Jtzehoer Nachrichten" vom 28. April dss. I. ein so komisches Rezept, die sociale Bewegung zu verbannen, daß wir, obwohl unS derartige Ergüsse sonst gleichgültig, nicht unterlasse� können, dirS einem größeren Leserkreis zu unterbreiten. Ueberschricben ist der Artikel:„Im Kleinen daS Große"— und eS fördert der Scribeat, nachdem er vorausgeschickt, daß bereits am gesunden Sinn der schleSwig-hob steinischen Bevölkerung die Reden und Phrasm der social-demokratischen Reiseapostel zn Schanden wür- deu, folgende Weisheit zu Tage: Im Süden Deutschlands fei die focial-demokrati- sche Bewegung sehr stark gewesen, jetzt aber ganz erloschen, dahingegen stehe noch der Norden in hel» len Flammen; mau müsse also die Ursache hiervon zu ergründen suchen und dasselbe Mittel, welches im Süden geholfen, auch im Norden anwende». Und welches ist nun dies Rccept? so werden unsere Leser fragen. Die Zucht der Obstbäume, antwortet unser Mann. Man staune und höre ihn daher selbst: Woher kommt es, dag im südlichen Deutschland, wo die sociale Frage zuerst schreckenerregend glimmte, jetzt, nach einigen Jahren, die Glnth größtentheils gedämpft ist, während dieselbe hier in hellen Flammen steht? Die Leute hade« sich überzeugt, daß durch Phrasen und Schreien nicht« an ihrer Lage sich ändern läßt, sie sind zu- rückgekehrt zu den natürlichen Erwerbsquellen, welche sich neben jedem Geschäft betreibeu lassen und»st reichen Segen verleihen. Ich rechne hierzu ganz besonder« auf einen Erwerbszweig, den der Arbeiier jeden Stande« nebenbei betreiben kann, der zum Nachdenken anregt, sittlich veredelnd wirken muß und oft eine reiche Nebeneiunahme sichert. Ich meine die Obst- baumzucht. Aus Vorstehendem erräth man sofort den Dorf- schulmcister, der sich wohl um seiue Landkarte, aber sonst nicht um die Welt und was in ihr vor- geht kümmert, sonst müßte er ja wissen, daß die social- demokratische Bewegung im Süden Deutsch- landS ebenso stark Wurzel gefaßt, wie im Norden, und wenn fie im Süden auf der einen oder anderen Stelle augenblicklich nicht so stark hervortritt, wie im Norden, so ist eS wohl der sich stark aufblähende Konflikt der Regierung mit den katholischen Priestern und deren Agitation, welche gegenwärtig den Süden beunruhigen und daS Volk zu feinem Nachtheil von seine« eigenen Interessen ablenken. Die Sache selbst ist an und für sich so lächerlich, daß ein jeder Arbeiter mit fünf gesunden Sinnen, auch ohne Social-Demokrat zu sein, den Schulmeister eines Besseren belehren kann. Haben denn vor Tau- senden von Jahren die Arbeiter nicht schon Bäume gepflanzt und Korn gesäet, Häuser gebaut u. f. w., kurz Alles, was die Natur bietet, in Werthsachen verwandelt, und ist nicht trotz alledem einigen Wenigen dieses Alles in die Tasche geflossen? Wohin sollte übrigens wohl der besitzlose Arbeiter feinen Baum pflanzen, etwa in einen Blumentopf? Und waS wird gar sein Hauswirth zu solchen Experimenten sagen! Lächerlicher Quacksalber des socialen Leidens! Wem gehört der Grund und Bodm heut zu Tage? Schaut hin in's sächsische Erzgebirge; dort findet ihr jede Chaussee und jeden Platz mit Obstbäumen bepflanzt. Und doch müssen jährlich Massen fleißiger Ardeiter am indirekten Hungertode, daS heißt, durch Roth und Krankheit geschwächt, allzufrüh iu'S GraS beißen. Weiter heißt es nun in dem Rezept: In den meisten Ocrtern Süd- und Mitteldeutschland« wird selten ein Kind getauft, ohne daß am Taustage ciu BSumchen gepflanzt wird; es wird keine Trauung vollzogen, ohne daß zwei BSumchen gepflanzt werdeu, und sobald ein wichtige« Familienereigniß eintritt, denkt mau daran, da« An denken durch Pflanzung eines Obfibäumchens zu erhalten. Somit geht dem Menschen eine edle und veredelnde Hand lung, so zu iagen, in Fleiich und Blut über, da« Kind hält eine heilige Scheu ab, einem Bäumchen ein Leid zuzufügen »der Obst zu stehlen, denn es war detei, als bei der Geburt de« Bruder« ein Bäumchen gepflanzt wurde; e« gewinnt ein große« Interesse-u der Obstdaumzucht. Schöne Phrasen das! Im vorigrti Jahrhundert haben verschiedene Fürsten bereits eine derartige Ber ordnung erlassen. Wo sind nun trotzdem viele der kleinen selbststävdigen Bauern geblieben, deren Vorfahren fleißig Bäume angepflanzt? Sie sind zu- nächst den Wucherern in die Hände gefallen und dann „ausgeschlachtet". Ihre kleinen Grundstücke bil- den jetzt ein großes Gut, auf dem sie, die Söhne der Banmpflanzer, Tagelöhner sind. Und diese Entwicklung wird namentlich in einigen Jahren noch mehr hervortreten, wenn die Parzellirung der Ge- weindeländereien erst durchgeführt und somit daS letzte Stück Gemeiudeeigenthum verschwunden ist. Angenommen, man führte die Obstkultur in gro- ßem Maßstabe ein. Der Vortheil würde alsdann, soweit Gemeindeland vorhanden wäre, allerdings der Gemeinde zufallen. Aber weil jetzt nur die Reicheveu die Vertreter der Gemeinde find, so würden sie dies als neuen Vortheil für sich ausnutzen; die Arbeiter würden zu kurz kommen. Ja gerade solche Umstände würden die Arbeiter. immer mehr antreiben, aus socialen Gründen die politische Frage hoch zu halte», um das allgemeine, lflciche und direkte Wahlrecht für daS Gemeindewesen zu erringen zu suchen. Es würde ihnen grade die Zweckmäßigkeit der social- demokratischen Prinzipien um so mehr einleuchten. Welche Gefühle bei einem Kinde erwachen, welches ein Bäumchc» hegt und pflegt und später, wenn die Früchte gereift find, ficht, daß fie des reichen Mannes Tafel ziereu— das brauchen wir wobl nicht beson- derS hervorzuheben. Jedermann ia Stadt und Lssd kann sich davon überzeugen, daß die Kinder der Pro- letarier schon ein Verstäudniß für die sociale Frage zeigen. Unsere gesammten heutigen Einrichtnngen bewirken das ebensowohl, wie der Umstand, daß au vielen Stellen die Lehrer durch fortgesetztes unge- schicktes Schimpfen auf die Social-Demokrateu Anstoß erregen. Also pflanzt nur immerzu Bäumchen; die heutigen Zustände, beherrscht von der Manchesterlehre, lassen dem arbeitenden Volke gleichwohl nur so viel zukom- men, als zu seiner nothdürftigsten Erhaltung nöthig ist, und daher werden schließlich alle Arbeiter be- greifen, daß eine gerechte Vertheilung der von ihnen geschaffenen Werthe nur durch den auf social-demo- kratischer Grundlage basirteu Staat erfolgen kann. Und diese Aufklärung schließt den Sieg unseres Priu- zips in sich; deshalb sind wir auch unbekümmert um alle Maßregelungen und Verfolgungen und bleiben mit Leib und Seele Social-Demokraten. Die sociale Frage uvd der preußische Staat. IV. (Schluß.) Herr Schmoller fähri fori: „Auch die Siellung der leitenden parlamentarischen und Regierungskreise gegenüber der socialen Frage wäre dann wohl schon eine andere. Und da« halte ich allerdings für sehr wlluschenSwerth. Gewiß kann da« Königthum heute im parlamentarischen Staate, mit fteier Presse, freiem Bereiu«- und Versamm« lnngsrccht nicht, wie im vorigen Jahrhundert, direkt die Führung der unteren Klassen gegenüber(!) de» Besitzen« den übernehmen. Die Regierung muß eine neutrale St I- lung einnehmen; aber sie muß dann auch wirklich neutral über den wirthschaftlichen Klassen sich hal- ten; sie darf nicht jede Forderung de« Arbeiterstande«, nicht die ganz innerhalb der heutigen Gesetzgebung sich bewegenden Ziele desselben, welche den Befitzenden unangenehm sind, als gegen sie selbst, gegen die öffentliche Ordnung gerichtet be- trachten und mit mißgünstigen Augen verfolgen, wie da« wenigsten« ab und zu dm Anschein nimmt, wie da« un- streitig einzelne Staatsorgane thun.(Hören Sie e«, Herr Tesseudorfl) Sic giebt alle Traditionen der preußischen Politik auf, wenn sie nur mit den Augen der Besitzenden, mit den Augen der großen Unternehmer die sociale Frage betrachtet, wenn sie bei Enqusten nur die Handelskammern, die naturgemäß ein einseitig egoistische« Ja- tercffe vertreten, ftagt, wenn sie bei der Gesetzgebung nicht auf das Energischste gegen den übergroßen Einfluß sich stemmt, den in allen Vertretungskörpern wie in einer vielfach korrup- len Presse heute die großen Privalbahnen, die großen Ban- ken und Aktieugefell'chasten, die großen Jndustrieen mft ihren bezahltiv, wmilgeschulten Agenten ausüben. Dieser letztere Punkt ist um so wichtiger, als fast die ganze Gesetzgebung über sociale Dinge noch der Zutun t oder wenigstens der Kontroverse angehört._ Da wird gestrittm über Koalitionen, Gewerkvereine, Arbeiterlaffen, Arbe'tSein- stellung, Kontra ktdruch, Fabrikordnungm, Fabrilinspektoren, sirouen- und Kinderarbeit, LehrlingSweseu, Arbeitszeit, Ge- snndheitSvorrichtungen in Fabriten uvd Bergwerken, Hast- pflitt der Unternehmer bei Unglückssälleu, gewerbliche Schiede« girichte, Auswanderung und noch manches Andere. Die Zukunft unseres Arbeilerstonde« ist nicht allein, aber doch wesintlich mit davon abhängig, wie da« Arbeitsrecht der Zukunft sich gestallet. Da« Wichtigere bleibt natürlich stet« die Umbildung der sittlichen Anschauungen, der Sitten und Gewohnheiten in Bezug auf diese Ding?. Die Gesetzgebung aber ist der prägnanteste Ausdruck für die Um- bildung der Ideen und zugleich gar oft der kräftigste An- haltSPunit, um geläuterten Boist-llungen Vollend« ganz zum Siege zn verHelsen. Ohne daher irgendwie daS Machtlose einer Gesetzgebung, die ftemd und unvermittelt einem Volke oder einer Zeit oktroyirt wird, zu verstehen, kann man doch behanpten, die Gesetzgebung über sociale Dinge sei gerade in der Gegenwart von der höchsten Bedeutung; e» hänge von ihr fast so viel ab, als seiner Zeit von der Landtagsgesetz- gebung über die bäuerlichen Verhältnisse. ES wird sich fta- gen, ob eS, wie damals, den Einflüssen der Besitzenden ge- lingt, die Ansprüche einer abwägenden, über den Parteien stehenden gerechten Auffassung zurückzudrängen. Und eine gewisse Gefahr in dieser Beziehung ist varhan- den. Sie liegt nicht In einzelnen Personen. Unser Beamten- thum ist freilich nicht mehr da« alte; aber e« hat noch Eharaktcr und Gerechtigkeitsgefühl genug, um, wenn die Verhältnisse es ihm erlauben, wieder, wie in früherer Zeit, für da« Wahre und Rechte mit Mulh und Selbstverleugnung einzutreten. Auch unsere besitzenden Klassen sind nicht schlim- mer, als dieselben in anderen ähnlich gestalteten Epochen waren. Sie stehen gewiß über der Gruudaristolratie de« 17. Jahrhunderts. Es ist auch in Ihnen noch viel gesunder deutscher Idealismus. Wer könnte das verleugnen, der die Verhandlungen unserer Kammern mit Unbefangenheit verfolgt. Und noch weniger kann Ich zugeben, daß der heutige deutsche Arbeiterstand schlimmer sei, als der ftauzöfische und englische vor 40—50 Jahren, d. h. in der Zeit war, die etwa 4an Lissoti fl1! unserer gegenwärtigen wirthschaftlichen und socialen Eatwi» Räch, lung entspricht. Ader da» hebt die Gefahr nicht auf. Sb tej In liegt einfach in dem furchtbaren moralischen Konflikt, de« oben freie politilche Institutionen und ein tiefgehender social« von Klassenkampf jederzeit erzeugm. Zai A Hat man nicht»st behauptet, die Stein-HardenbergW»zen i Gesetzgebung wäre wegen des Widerspruch« der Besitze»»« unmöglich gewesen in einem konstitutionellen Staate? N»i Bol nicht da« Ergebukß der Gneist'schen Untersuchungen, daß V p-— ParlameutariSmus nur dann schöne Früchte zettige, we< schwere sociale Kämpfe nicht zugleich dem StaatSlebeu liegen. Klären uns nicht die Sleuerdebatteu in jeder 1 v erordn etenver famm lung und in jedem Parlament dart auf, daß durch alle Reden über politische und sonstige rien die wirthschaftlichen Interessen der gesell'chaftlichm seit immer wieder durchbrechen und zuletzt den Ani'j schlag geben. Wir mögen also noch so hoch von unser« freien Verfassungsleben, von Selbstverwaltung und Konsti» tionalismus denken. Wir dürfen dabei doch nicht vergesftpl daß der Einzelne wie ganze Klassen die Probe des Char«!� ter« nur nach dem Maße alle« Meuichlicheu bestehen, in der tüchtigsten Partei neben reinen edeln Charakl Streber, Gründer und vor allem jene Art»snDurchschn menschen find, die viel zu wenig AbstraktionSgabe haben,! nicht überzeugt zu sein, daS StaalSinteresse gehe a»� schließlich in ihrem Grundbesitzer-, Fabrikante»' oder Baukinteresse auf. Die Wucht fest organisill� wirthschaftlicher Interessen greift mit ihr-m Polhpcnar« i* 1 alles politische Leben ein und sucht innerhalb jeder poii«j scheu Partei das ideale Element und die rationale Erwä zu ersticken. Die Gefahr also ist vorhanden; nur der blinde D«I nar kann sie leugnen;— aber sie soll uns darum> schrecken. Je gefährlicher der Weg, desto lohnender da«! desto glänzender der Sieg. Am weuigsteu wird sie uiwl anlassen können, unsere besten politischen Errungcnsches die Selbstverwaltung und das konstitutionelle Leben Bord zu werfen. Sie wird un« aber veranlassen, uns A» über klar zu werden, wie wir diese Güter uns trotz der V i fahr bewahren können. Ein Theil des fortgeschrittenen Liberalismus, wie größte Theil des Arbeiterstande« erblickt in der weiteren» dicalisirnng unserer politischen Institutionen da» einziges mittel. Der Gedanke, der dieser Tendenz zu Grunde li« ist nicht ganz unricht'g. Da« allgemeine Stimmrecht? und ist ein nothwendige» Korrektiv gegen den überwieget Einfluß der Besitzenden auf da« StaatSlebeu. Eine" Presse, ein liberale» Verein»- und Vers»! luugsrecht ist doppelt nöthig iu einer Zeit w? senden Einflüsse» der höheren geselljchast Klassen, verminderten Einflusses de« BeamtenthumS den Staat und die Gesetzgebung.(Bielsach haben die i" teu durch ihr Kokettiren mit den höheren Kiasseu selbst< daran.) ES mag auch dies und jene» nach dieser R! noch zn thun sein. Aber niemals wir» der sociale Kl« kampt durch Veränderung der rein Politischen Formen� re« BerfassungSlebenS beschwichtigt. Je fteier die Ichast al» solche sich im Staate bewegt, desto Spielraum hat auch der Egoismus der wirthschaftlich« sen. Nicht in Monarchleen, sondern in Republiken schnödeste Klassenhcrrschast sich tu, Laufe der Geschäfte f (Nun, wir haben doch In England und anderen Staads denen die Klassenherrschaft sich immer mehr befestigt, Republik.) Und jedenfalls können die Schritte, die wl in nächster Zeit nach dieser Richtung noch machen I* uns nicht wesentlich helfen. Solleu wir da« Wahlrecht! weiter ausdehmn? Sollen wir etwa noch jüngere Leute � Frauen zulassen? Sollen wir in der Gemeinde da«/ meine gleiche und direkte Stimmrecht einführen? wir die Staat»- und Gemeindebeamten von BolkSwahle« i hängig machen, um einem Heer unfähiger Sieller.jäge� in Amerika, die Staatflgeschäfte in die Hand zu geben. ras wären Experimente, die un« noch heftigeren ft' Kämpfen und ungewissen Wechfelfällen entgegenstihrttN. zeitweise Klassenherrschaft des Arbeiterstande« wäre beklagen und würde rasch zu einer Reattion nach cll gesetzler Seile führen. Die Folge würde dieselbe wir in Frankreich sehen: eine Klaffe folgt der andere; polittschen Herrschaft und keine ist fähig, dauernde zu Ichaffen.(Die UebcrgangSkämpfe eisscheinen un wendig.) Nein, den Gelahren der socialen Zukunft kann nnt' ein Mittel die Spitze abgebrochen werden: dadurch, König- und Beamlenthum, daß diese berufensten S der StaatSgcdanken, diese einzig neutralen Elemente l cialen Klassenkamps versöhnt mit dem Gedanken de« lW Staate«, ergänzt durch die besten Elemente des Pari»" rismu«, euischlossen und sicher, die Initiative zu einer l socialen Reformgesetzgebung ergreifen und an diesem' ken ein oder zwei Menschenalter hindurch unverrückt 1 ten.(Schmoller's Wunsch wird darum schon nicht werden, weil nach feinen eigenen Geständnissen die Jl de« Kapitattömus in unseren modernen Staaten n"1 sind, al« Königthum und Beamtenthum.) Wenn e« wahr ist, daß ein Staat, nur durch F der Gedanken, die ihn groß gemacht, auch feine Gr� halten kann, so liegt in dieser Richtung die eigentlich»? der inneren preußischen Politik. Wie e» dem 0' gelang, in zweihuudertjährigem Kampfe deu dritte»' da» Bürger- und Bauernchum, zu retten, zu heben �, den vorh-r allein berechtigten Klassen zu versöhnen,"J e» im 19. Jahrhundert den Streit de« vierten Sto-.» den übrigen Klaffen schlichten, den viertm Stand W'&j monisch in den Staat«- und GesellschaftSorganiSM«� gen. Das Köulgihum wird dabei im Einzelnen Mittel der älteren preußischen Socialpolitik anwen» neu; die gehören einer vergangenen Zeit, einer Epoche de« StaatSlebens an. Aber e« wird auf eines freien, im blsten Sinne demokrattscheu Sta die social politischen Aufgaben herantreten müssen selben Geiste hochherziger idealer Auffessung der mit demselben Geiste versöhnlicher Gere« und sympathischer Theilnahme für die Klassen, tungskraft, zeichnet." j Hiermit schließt Schmoller. Er hat die Lösuvö j cialen Frage im Allgemeinen nur sehr oberflächw�ü und die Schlußdemerkung ist äußerst billig.' aus die Ausgabe de» Köuigthums hat keine Bede« dem Äönigthum die Macht fehlt, jene Aufgaben i" P UllflJUßCL-Ctytliuuyuit-|MV U l c- mit demselben Geiste selbstvcrtraueuder ßsi — welcher die ältere preußische SoclalP»'" V�e ßSu "ts-ssei -rgM fti]«!? im» iattsj»' Nacht, die sociale Reform darchzusühren, liegt uur im k in seinen Bestrebungen. Untre stittzmiß braucht daff.lb? »den nicht, aber es ist auch jede Behinderung vcrwerf- d°n welcher Seite sie kom' en möge. IA Allgemeinen aber hat Schmoller sich frei und un- jien über die gesellschaftlichen Zustände und die Herr chen- «lassen ausgesprochen, wuS ihn jeden'alls über alle an« > Bolkswirthschastler seiner Stellung erhebt. Der 25. Mai des Jahres 1871.*) ge noch werde Ich mich wohl d iese« Freitags, der jus trüb und kalt war, erinnern. Seit früh 10 Uhr , mfhörlich ein feiner cistger Regen. Ich hatte aus dem 11 äs 1» Iiaj)4s einen Zufluchtsort anfgefunden; aber nach dlntizni Ried-rlage an der Austcrlitzbrücke war dieses nicht« weniger als sicher. Verdächtige Gestalten schlichen end um daS Haus herum, und ich glaubte daher, daß heuer wäre, anderswo eine Herberge w suchen, wenn Sdarch � gefährlich war, da« Haus zu oerlassen. Ich ging n Mi>tzdem aus. «»der wohin sollte ich mich nun begeben? Noch immer � van den Höhen de»?ers-I,aLt>aiss Kanonendonner wo der heiße, unerbittlich- Kampf ohne Unterbrechung »Uerte. Soll:- ich in die Nähe des Kampfplatzes mich Dieser Gedanke durchkreuzte einen Augenblick mein Aber es fragte sich, wie ich dahin gelangen sollte. �i»g also vorwärts enso cqnischm wie gut konservativm Schimofworten. Veit ich sehen konnte, befanden sich dort eine Masse von und Kindesleichen. Es erscholl gerade, als ich kam, i von der einen Seite der Rue Saint Martin her. Ich mich um und sah eine Gruppe von fünf Personen kommen; eine ungefähr 60 Jahre alte Frau, ganz in gebadet, zwei Kinder, von denen da« ältere nicht zehn Jahre zu zählen schien, und zwei Soldaten. ist eine Petroleuse— eine Commnnarde— die kennt .anzen Stadtviertel— die ist gut zum Füsiliren— JJ» die Mauer mit dieser Canaille l »s» war da« einstimmige Geschrei, da« mich entietzte. »> Menge folgte dicftr Gruppe, welche sich in der Rich- �»ch der Kaserne Lobau hinn älzte. "> ist au« dieser Frau und den beiden kleinen Kindern °? >g in die rue Croix des Petits-Charnps ein. ig,— J in der Blou'e, ernst und finster, schritt. zwischen Soldaten zum Tode. Ich sah ihn in der Cour des »»nes erschießen. Vn ber Ferne krachten noch immer die Kanonen und »ialven. Üe uns nicht der Zufall Unrecht gegeben, wären wir »w« nicht der Zeit vorangeeilt?— Solche Gedanken Ii, wir, als ich im Regen und Straßenloth mir ein slUihle. Schon hatte ich an mehrere Thüren geklopft, '»» hatte mir nicht giöffnet. Sei e«, daß die Freunde , j»* waren, oder nicht wagten, mich einzulassen. Ich �"wn Weg«titer'ort. °tr rus Coczuiliiers fand ich ein Cafe offen; ich Mn. An einem Tische, nicht weit von mir, saßen .Personen und plauderten über den noch immer nicht � Kampf. Ich nahm eine Zeitung zur Hand; es !"fäib werkschastlicher Bezt.hmia. Der Prit«»: Heinrich Schulz Kltona. Souuadend, 39 M>.i, Aden» 7� U»i, im Englischen Gatten, Volksversammlung. liB. Mitiwoch, den 27. Mai, findet keine Vcrsamml. statt. Für Altona. Brahe vfieutliche Schuhmocherversammluug Dieuna«, d'» 2K. M�i, Malge s 9t Ud- in der Schuhmacherherberge Gr. Rosenstrafie 9. Tagesordn.: 1) Bortr g. 2; Berschi dcnes. Da die Tagesordnung wichtig, wird Jeder ersacht, am Platze zu sein. Für Altonn. Dien'taa, de» 28. Mai(3. Pfingstfeiertags, Arbeiterfest und Bau, verbunden mit Tbcoter. Vorstellung und dellamatorischcn Voilräg,«. jkatten. a 4 Schill,'ftc einen Herrn nebst Damen, find an den bekannten Berkan'Sstellen, in allen Ber-amminngen und bei den Kolpotteurcn des Parteiorgans zu haben. Uaflevprei« 6 Schill. Es ladet ergebeust ein Das Eomitö. Für Altona und Umhegend. Oeffrnttiche Versammlung der Maurer Ärb'iisleute und Erdarbeiter Frei tun, de» 29. Mai. Anrnd« 8t Uye, in Heinsohn'S Salon. Tagesordn.: Die Organisati»» der Gewerkschaften. ___ I A.: H. Weiße. Für Altona. Oeffentl. Schneiderversammlung Mittwoch,•(» 27 Mai Abends 8i Uhr. in gBiitmood'e»alon. Tagesordn.: 1) Die Or�anl atign der Ge«kr'schaftSbe> wegung— 2) Der Lohnabzug von?t pEt. in verschiedeuen Werkstätten.____ Im Aullrage: Ludwig. Ottensrner lyesangvereiu. Lusttour nack, Wedel auf dem D-Nipischiff„Finte nwerver", Sonntag, de 24. Rai, Bu winaa» 9, Übe. Abfahrt von der Altoi aer Damp sch ffsbritde.— Herren- satte a 1 M. 4 Sch., Damenkarle 12 ich. Das Eomttd. Kst» H.rbora. Ball der Lieae tafel„Laffallia� Rani>n«» 25. Mat. Nachm. 4 Übt, im Lokale der Frau Witlwe Holtermann. Das Eomitö. Herzlichen Glllckwunich»nicrm braven Patteigenossen uud Frnmv, Gott lieb Fitzner, zu seinem 35 Gr mnstage. Karl Scholz mbst Frau o. Kind. Für RotbenburgSort. Allgemeiner deutscher Aroeiter- verein. Veffeutliche Mitglieder-Versammlung Donarrsl m. de» 2� Mai. Av. 8 udr, im neuen Salon der Gebrüder Dionysius. Tagesordn: Das Arbeiterprogramm Verschiedenes. _ Der Beovllm. H. Gadow. Für Bremen und Umgegend. Mgemeiner deutscher Arbetter-Verein. Stiftungsfest, bestehet d in Concert, Theater, Festrede uud Ball, Tieustao, dt« 26. Mai. in der Tonhalle. Anfang des Eoncetts 5 Uhr. Kaikeuöffnung 4 Uhr Rachm. Kossenpreis 75 Pf. Kalten vorher 60 Pf. Hierz i ladet ei»__ Da« Festcomits. Für Kannover. Allgemeiner Schuhmacher Berein. Geschlossene Mitgliederversammlung Minwoch. den 27 Mai Ad. 8 Uhr, im Saale der Ballhofe«. Tagesordn.: Berathung der Anwäge zur Generalver- samm uug. Delegittevwahl. Da« Ersch-inen sämmilicher Mitglieder ist nothweudig. ___ H. Knoche, B vollm. Für Barmen. Mgemeiner deutscher«rbeiter- Verein. Oeffentliche Versammlung Montun o» 25 Mm. Nachm. 5s Uhr, im Loka'c des verrn Goos zu Wichlingdauftn. Für Barme«. Gemütblicde Abend-Unterhaltung mit Tanzvergnügen Wonton, m 25 Mal Ittuchm. 5V Ml, im Berelnslokal bei H-rin Berger, Oderdöruer- uud Rö- digcrstraßen Ecke. Entree ä Person 2 Sgr. Herren, welche am Tanz Theil nehmen, zahlen 3 Sgr. nach. Um zahlreiche« Erscheinen er mbt _ Der Bevollm. F. E. Mann. Fi», Mrandenburp a. d K. Allgemeiner dcntscher Arb.-Unterst.-Bkrbalid. Geschlossene Mitglieder-Versammluug Mittwoch, den 27. Moi, Aoeo s 8� Uhr, im Lokale de« Harn Keruey. Um zahlreiche B theiligung ersucht A. Mischte. Für Frankfurt a. M. Alle Parteigenossen Frankiur S und der Umgegend, welche schnlpfllchtige o�er schulsähiac Kinder Knabe» wl' Mädweo, haben,»erb n ersucht, zur Besprechung einer wichtigen An- gelegenhett am Sonntag, den 24 Mai(I.Pstnnfttan), Nachmittags 3 Uhr, im BereinSlokal, Zeil 47, zu erscheinen._ I. A: Der Bevollmächtigte. Für Fechenheim Unser BereinSlokal b-fiodet sich nach wie vor bei Herrn Fr. Gerk, Gostwinh zur Stadt Offendach. Der„Reue Social- Dcmowat" liegt außer bei Herrn Gerk aus im „Lindcnbaum- b r He rn Graß und im.Engel' bei Herrn Heidenhöfer, wcsdalb wir genannte Witthschaften allen Bereinsaluossiu empfehlen. Im Austrage: Fr. Melchke. Für Rödklhttm. Waemeiver d-Mschcr Aideiter-Bereis. Stiftungsfest« bestehen» IN Concert und Ball, de« 2. Pfiagsifeienag. im Lokale de» Herrn Bruchhänse, zu Rödelheim An'ang 4 Uhr Nachm— Ernrse zum Concert 6 Kr. Hierzu»erden alle Freunde und Patt-Ig, nassen von Rah und Fern eingeladen. Der Bevollm.: Wilhelm Döllmann. Bei günstiger Wittwu g am Pfingndieiiftan Geselliges Zusammensein, im Zednmo�genwäldchen bei Rödelheim, wo unsere au« Parteigenossen d-stcheude Kapelle uns unter. halten wird Um z> hwciche Bttheiiignug ersucht D. O. «ereis deutsche' Töpftt Oelterrrichs und der Schwei). Sä-nmtlich n Mi, glled'chasten diene biermil znr Nachritt, daß der Swike in Rürndrrg durch ststes Zvsammenhalten der Kollegen zu ihr.m Gunsten sich cutschieden und»«"der ist. Schmeiß er. Für Cassel«ad Umgrgeud. Zur getälligeu Beachtung Hiermit di- ergebene Anzeige, daß am 25. d. M., Morgen» von 6 Uhr an Großes Concert stattfindet Nachmittags von 3 Uhr«»: T"»z, wozn erge« venst einladet Hein- ich Besper, Bierl»k l am Mülettoeg zu Rothenditmold bei Cassel. Beacht- liswcrth sür Partkigeuoffeu! Allen Freundest die ergebene Anzeige, daß von h-ntc an mein Lagn ro er T otic nach dem Rödwgsmarkl Rr. 34, parterre, verlegt ist. Hamburq. S. Friedheim. Hamburg. G> sffnet jeden Tag di 9 Uhr Abends. Ich emps hie: Scedleaf, Komingo, Brastl, Pa'myra I». turin, Cuba, Havanna, Java u. dgl. m. z» den billigste» Preiftn. Also: RiHrnttmarkt 34 porterre. S. Friedheim. Fami'.ien-Kaffee, g-braum und g- ahlen, vro Pf'. 11 Sgr., 131. Orani-nstraße 181. im„ w.iten" Hose bei Reumark. Eine Stlafstelle an Pincig-nossen. Pttiizcsfiuneustr. 31, voru, 3 Tr., bei Fischer. Cabinet zum Barbieren»ub Haarschneiden empfiehlt dem geehrten Publikum M. Scheurer,, Neust. Neustraße 30, Ecke d. Brettergals Bon ausgekämmten Haaren werden alle arbetten verfertigt. e. 60 Für Hamburg. Allen Parteigenossen zur Nachritt, daß ich seit» 1. Mai die Schankwirth chaft der Wittwe Bode, Breites unter Nr. 4, üb.rnommen habe. F. Breithaupt, M» lass Allen Parteigenossen empi-hle ich meine, Mehl- und Brodhandlung. NB. K>ügcreien und Wiedervcrkäufern Rabatt _ A. I. H. Heyden, Altstädler Fuhteatwickt� Fiir Breslau., Den Parteigenossen zur Nachricht, daß es u»« um» Arbeit fehlt. k Wir eriuchen daher, un« Arbeit zukommen zu laff» i K P. ReiudcrS, Photogeaph. I. Kabu«, Schneid Beide wohnen Stockgasse 15. NB Während der Dauer der Gene alvcrsamml vom 26' di« 1. Inn, finden die«ufn. v.�2— 2 Uyr tägl statt. Für Altona und Umgesstad. Hlermtt ewofehle-ch allen Partc-geuoff.» mein Magazin fertiger Her enkleids B st-llunae» noch Maaß werden schnell uod dillft 1 geführt. I St. Heil) riet, Mttpl.>. Allz. d. Arb.-Bel Verein kür Lrsts » Niiedste-si». IZ. 1 Bin warmes Bai --—----------"rn. Seife n. Hani" tnch Sgr. Auch rnedicinische Bäder naeb Vorschrift. Der Vorstand. I|j Verein für VOLKSBiEDER] Englisch Lederanzüge verschickt gegen Nach ahme(zollfrei): Hose», pttma 3 Thlr. 15 Sgr., weiß 3 Thlr. 10 Hose», 2. Sötte 3- 8- d». 3 Weste, pr. 1. 12. d». 1 Jaauct«, beste Sötte, 6 Thlr. Hamburg, Pferdemurkt 6«mwl W, s1 i an«) '«t" in 19 Für Hamburg-Altoma. 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Berlin, im Mai 1874. u, Berspätet. Todes-Änzei Hinte starb nach langen, ichweren Leiden. Man... I. H. C. A. Windler im blühenden«*1" 26 Jahren 10 Monaten. Die tiefnelrüble Wittwe..>, A tona, 18 Mai 1874. A. S. Windler, geb�stk � Gratulation. Unserm lieben Bru-er und Schwager Gottl. � zn seinem 34. Gedurlstagr am 25. Mai die d�. Glückwünsche._ F. Sch. Ch. Sch�, Meinem Manne A. Müiler zum W cgenseste � die eerzlichsteo Glückwün'che. H rburg Deine Frau und Ume em Parteigenossen D. Pasch zn teinem die besten Glückwünsche. Mehrere Pattei Schneidergesellen finden stet» dauernde und lohnende Beschäftigung Queen ftreet. M. f. d. G. Finsbury Druck von C. verantwortlich «erlag von W. Grüwel in Berlin. Fr Swlatft mit iep. Eing zn»etm. an f*" h. Fchrbelllnerftr. 88, vorn 3 Tr. bei K-tneman»-�� � Jhring Nachfolger(Adolf Berein) it.' n, » für dl. Redaktion: C. B-cker '«»bU,