: 60. Bn!::?, Fr-it-z, Den 29'Nai 1374. 4. Jahrgang. Neuer fdtj reitq m lg- ittftj li Nlid AftsutR iriitetP.t otei Bioi 5®�«nd j»cr;'Siientazi. 'aal s.€rnaat?u53 3"5enr.2 SSsnt;5aEcn{*«S.-rfi «Ii incl Vriagerlodn viertel- > VrÄ-m-ravd»'.?><, Sgr-, so E»., einzelv Nmnmen: 1 1W den PoLämters in Lreußid »l, bei den ankerprcnß, PoffZw. «»nitsSlaud nleiitraK« IC Hg, Srtu»« fiitb. SSäJr.) «iil-Demknit EigeuthuB des ÄÜgemeiuxa deutsche» Arbeiter-Bereius. eiednkti�'a u. Exped.,.»� «erit». IrebdenerSrnß c Re. e». jOi»ervro nuSwärls bei aPw etn, i;i Be iln in der Sxpedi, uzn. sowie bei jed�n Sveoitenr, ent- zegeugenommen. ?a?eratetin derirspedinonnnszunedec . v.roen pro dreigeipallene l-etli-Zeil! � ider deren Llanr, mit i Sgr bercchn.! Lrdetter-Annoncen die dreisvaitige Zeile oder deren Rarun i Hzr M den Monar Juni kann jetzt aus !US bei sammtlichen Bost-Ansta!ten den >,Neusu Soeial-Demokrat" werden. Auch für Berlin beginnt eii� '.r�swatsabonn emettt. und nehmen alle Spedi- und die Expedition des Blattes Bestellun- entgegen.— Wir ersuchen daher die iigenossen, diese Gelegenheit zu einem st zahlreichen Abonnement zu benutzen um Jrrthümer der Postbeamten zu vermei- ausdrücklich den„NeuenSocial-Demo- "in Berlin zu bestellen. Die Redaktion. Allgemeine deutfclie Arbeiter- ver-in und fein- diesjährige Generalversammlung. �Das elfte Jahr seiner Wilksamkeit hat der AtL deutsche Arbetteroerein jetzt hinter si-v. eine unendliche Reihe von Kämpftzerhetzen, zu denen W � Psoffen aofst ichelten, haben sich erreut in »sh»" sie treffen jetzt die Social steu. "jMMt Parteien sind ja einig in ihr-r Woth gegen welche den Egoismus und die Nicdcitracht auö� "> wollen und eine Menschheit erstreben, in wcl. Äl'ichbeit und Brüd-rlichkeit nicht mehr Lüge sind. �'e Reaktion rat ihre Socialisienhetze von Johr "ahr gesteigert, sc>t der Allgemeine deutsche Ar »chel, brst ht; im gegenwärtigen Augenblicke sie keine Grenzen der Scham mehr; wies doch Solschen Reichstage der Baron von Minnigerode, rzreaklionär, offen auf den Bürgerkrieg hin; . er doch mit Flintensaloen uod Gronatenschüssen. � in den Straften vielleicht bald krachen würden I "�uwalle und Polizei haben sich noch nie so -ich cher für die Prinzipien deS SocialiSmuS frei und offen eintritt, welcher das VolkSelend und die U.ifr-i- h-it auS d-r Welt schaffen will;..eine schmerzende Geißel wird gegen ihn geschwungen, er wird brotlos gemacht, von HauS und Hof getrieben und nur zu oft dem bittersten Elende preisgegeben. Und dennoch wanken die Reihen der Kämpfer nicht, trotz alle dem schrecken die begeisterten Scküler Lassalle'S nicht ab, von der Verkündigung der Wahrheit. Uns um so größer ist dieser Erfolg, da viele Hunderttausen-'e von Arbeitern, wie die letzten Wah- len beweiien, hinter dem Allgemeinen deutschen Ar- deitervereia stehen, und da er stch wiederum auch im gisetzzcbenden Körper einen Piatz erkämpft hat, so daß die Stimme des arbeitenden Volkes nichr mund- todt gemacht werden kann. Dies R sultat nach elfjährigem Ringen gegen alle Mächic der Gegenwart bietet uns trotz der neuen Verfolgungen, w lche uns nahe bevorstehen, die siwere Bürgswofl dafür, daß wir a-S jc.iem neuen Kawpft auch neu gekräftigt hervorgehen werdeo. Denn immerdar wird die reine selbstlose Begeisterung für un- ser hobeS Ziel und die feste, aber demokratische Cen- trolisa'.ion, welche Lassallc den deutschen Arbeitern gegeben hat, die Feuerprobe sicurlich bestehen. Vereint mit N-akli0ll und Liberalismus hetzt auch das Pfaffenthum. Von den Kanzeln herab donnert es gegen die Irrlehre des SocialiSmuS. Dock sollte daS einen überzeugten Social- Demokraten schrecken, welcher fick ouf die Wifienschaft und nicht auf fabel- haste T>adit onen stützt? Sicherlich nicht, auch hier wird da» Licht die Nawt verj gen. So erk-nu«» wir denn,»»£ die voll allen Par tcien angestrengte Socialistenverfolgung ohne j-dc Wirkung g-b-ieben ist; sie hat nur dazu gedient, die Kämpfer für Freiheit und Reckt fester im C aruktcr zu machen, ste hat sogar großen BolkSm. ss n die Augen geöffaet, denn„viel Feind, viel Ehr", sagt mit Reckt daS Sprückwort. Die diesjäorige Generaiversammlung sindet daher auch d'N Verein in Stärk- vor, wie er ste noch ni-- malS besaß. Trotz oller Verfolgung n, trotz drr aller orts ihm theilS trovenden, therls schon erfolgten Ans lösung, trotz allgemeiner Arbeitslosigkeit und Notd, ist di- Zahl seiner Miiglicdcr bed utend gcwachs n im letzten Jabre; trotzdem viele der rührigsten Parier- genossen im Kerker schmachten, sind circa siebzig Dclcgirte erschienen, welche über zwenzigtans-nd Mit- glieder verirrten. Die Arbeiterklasse besitzt in Deutschland die best» Organisation, daS bcw ist der Bllg. deutsche Arb.. Verein. Welche Partei hätte ähnliwen Anfeind- ngeu widerstehen können um ohne im Besitz von Amt ru oder von Rcict'hümrrn zu sein, eine ähnliche Wwer- staudskraft enifaltcn können? Wir können erklären: Nicht eine Ein«ige. |'flfrtlieb d-S Bllg meinen deutschen Arbeit-rvcr» �g-vommen: seine Mitglieder werden verhaftet, "'rsommluogcn w'rden aufgelöst und verboten, . Fahnen werten konfiScirt und Arbeiterlieder -l>t, kurz und gut, k-ine Handhabe wird außer t-assen. Und dennoch stehen die im Vereine firien Arbeiicr uncrschülterlich da, trotz aller Maßnohmeu. �'t Liberalismus hat von Anbeginn unserer �»"g an mit wahnsinniger Wuih di-selbe ver- � J/ Schon be m ersten Auftreten F rdinavd Las- ». die gekämmte liberale Pr ss- einen R-gen uno Göll« üb-r ihn auS; ihre Spalten -55�- k � � Berläumduuxen und Den, uz-aiiorieu , ist es geblieben, bis auf den heutiger- Tag; �lir. inößige Bolksoergiftung durch Lüge und ) Vj Gunter, kunst ist in dieser Hexenküche in's Werl i» S wie die Prrsse die Arbeiterbewegung >1, und Schmutz verfolgt, so greifen die Libe- zu vicht minder schlechicn Mitteln. W de ,f'ldst �_____ U_____________________» "Glichen Tagelöhner oder Fabrikarbeiter, wkl Haß und Veracbtung gegen die bcitzenden Klassen, gegen olle Jnstitu- tionen des SiaaeiS, rufen uns-rc Gegner ein- iimmig aus, prcd'g-n j tzt M'hr denn je die„ver- ruchtev" Svcioi-Demvkialeu. Ja, seh t nur hin, so reden sie ihren G-äubigen vor, euigeht eS denn Euch noch>mm«r, wie gerade geg-vwänig..gewisse, lose' Agitatoren den Klassenkaupf mit weit leidenschaft- licherem Eifer, als fiüd>r, schüren, wie ste m-t ge- waudter Rednergabe den socialen Riß zwischen Ar beit und kopiial tagiäglich vergröß-rn. So ung säbr tönt eS uns wir w'N'g Variationen auS den verichicdcu-n größeren oder kleiner.» Schmutz blättern der geguerifchen Presse, wie aus dem Munde ihrer wehr oder minder eifrigen Anhänger, unuvter. Krochen entgegen. Ja, H-ß uvd Verachtung gegen die heute be stehende„Or nung", gegen die moderne Gesellschaft 'st ouck Nack dem weiSheiiSvollc» Ausspruche ein S j den Staatsanwaltes die Lehre der Social- Demo» traten. Wahihaftig, wie verwiirend solche Busfälle gegen die Social- Demokratie zu wirken im Stande sind, ist sattsam bekannt. Gehen wir darum auch heute nicht näher auf dieselben ein, sondern suchen uns einmal kurz darüber klar zu werden, von welcher S-iie aus eigentlich am lautesten Haß und Ver- achlang gegen eine oder verschiedene Klassen der Ge» scllschaft gepredigt wird. Abgesehen von der be» sonderen Theilnahme, womit uaS seit einiger Zeit die Staats mwalte beglücken, haben unsere Gegner seit den letzten Reichstags wählen, wo die Stärke der Social» Demokratie in so imposantem Maaße sich zeigte, uns eine größere Aufmerksamkeit, als dreS srüycr der Fall war, geschenkt. Wenn sie natürlich auch nur höchst oberflächlich von dem SocialiSmuS Kenntniß genommen haben, so ist es ihnen doch uicht nobekanut geblieben, daß gerade der Weg, auf dem wir unser Ziel zu emicheu suchen, ein rein ges tz. lichcr und vollständig erlaudt-r ist. Dres-S natürlich einzugrstehru, fällt dtefea Herren nicht im Geiiugltcn ein. Gerade weil wir ohne„Blut und Eisen" eine Verwirklichung unserer Joeen herbeiführen wollen, darum toben die Gegner um so heftiger. Mau nehme nur einmal ein beliebiges liberales oder koa- s.rvativeS ZeitungSblatt her. Was für Geschiwtchen werden da nimt unnulerbrochen dem Leser über den ÄrKeilerstand aufgetischt. Durch die niederträchtigsten Verleumdungen uod Versrehur-gen wird darin gegen den Arbeiter gehetzt. UnglaublichrS wird daselbst von s-inen„anmaßenden" Forderungeu, von seinem NicktSthun und was dergleichen kmd.scheS Zeug mepr ist, einfach nur darum bericktet, um in die nicht arbeitenden Klassen in der gehäsfigsten Weise die Feindschaft ge.cn den vierten Stand zu säen und idm noch die wenigen Pf nnige, die ihn kaum daS rSgleche Brot genießen lossen, zu verkürzen. W-a für einen Sturm erhebt nicht immer die gegnerische Presse, wenn einmal eine sociaiistische Z i» tuug in weittin AnSsühruvg für den NormalarbeitS» tag einmtt. Doch um ein Beispiel vorzusührca, bis zu welcher Schamlofigkeit gewisse Blätter jn ihrem Haß- un» Verachtungpredigcn gegen den SociatiS- muS gehen, wollen wir einwal die fromme„Kreuz- zeitnng" betrachten. In einer seiner ersten Numm-rn di-ses MonntS schreibt dieses Blatt, worin es dea g- steigerten Branntwcinkonsum in Großdritanniell be- pricht,„diese Erscheinung �nämlich der gesteigerte Bra, ntweivkonsum) hat ihren Grund nur in der plvtzl'chen Erböhung der Löhne d-r arbeilenden Klassen und in der gleichzeitigen Verkürzung der Ar- b:it«,rit. Nicht gewöhnt an edlere Unterhaltung wurde die-order vicht geoosser-e Mvße im WirlhS- banse verbracht, wozu ja der erhöhte Lohn die Mittel gab." Pfui, wie weit hat eS schon dieses christliche Blatt in seiner Gehäsfigkeit gegen dm Ardriterstand gebracht! Die„Krmzzntung" we>ß aber auch selbst sehr wobl, daß ste damit eine Unrichtigkeit sagt, da ste nur wenige Zeilen weiter oben in dcrs-lbcn Nummer über die s-con seit Langem anhaltenden StrikeS der verschiedenen Gewcrtschaften gesprochen hat und eS >dr ebenfalls nickt unbekannt sein kann, daß eine 12-, ja nicht selten l3stä»dige Arbeitszeit in England, so gut wie auf dem Kontinente, an der Tagesordnung ist. Aer lediglich nur deßdald, um Gort weiß,«aS Alles für Krautjunker anzutreiben, hren Ardeiteru noch m-hr, wie bisher, die Löhne zu reduzirm, kann sie sich zu solchen unrichtigen Be- meikangcn v-rsteigen. Dock unbeirrt durch Lüge und Verleumdung wird der SocialiSmuS seineu Weg verfolgen und zum Ziele g>l ngen. Er wird alS daS höchste Prinflp der Humanität Liebe ausüben gegen alles Gute und' Eile, er wird feine Grauer stets offen und mir den reinsten Wcffcn ickämpsen, aber er mrß>m Jnter- -sie und zum W- hle der gesa» mtcn Menschheit, und nicht bioS einer einz-lueo Klaffe, gegen All-S Ver- denlicke, gegen Löge, Nlideriracht und Berratb, möqe» dieseiden in ein-M Gewände erscheinen, wie sie wollen, auch haben Haß und Verachtung! Politische Aeberficht. Berlin, 28. Mai. Der große„Krach" fordert noch immer seine Opfer. Ein ehemals sehr reiebcr, in Berlin ansäßiger HanSeigenthümer und Rittergutsbesitzer, wel- cher durch sogenannte„glückliche Spekulationen" sich in kurzer Zeit ein enormcS Vermögen erworben hatte, machte vor einigen Tagen den Versuch, sich in seiner Wohnung durch Erhängen das Leben zu nehmen. Sein Vorhaben wurde jedoch bemerkt, es wurde noch rechtzeitig seine Rettung bewirkt. Wenn auch diese SelbstentleibungSversuche der durch den Börsenkrach Ruinirteu immer vereinzelt auftreten, so haben sie doch noch nicht ihren Abschluß gefunden. Könnte man einmal die Zahl derer feststellen, welche seit dem großen„Krach" ihrem L-bcn ein Ende gemacht ha- bcn, eS würde eine entsetzliche sein. Wenn wir aber nun noch ob-ndreia von den zerrütteten Familieuver- hältnisseo, welche eine nothwendige Folge jenes ersten Unglücks fiad, unS ein Bild vergegenwärtigen könn- ten, waS würde unS da nicht AlleS noch begegnen. Uud doch sind es immer nur die kleineu Diebe, welche man gehängt hat, oder besser, die sich selbst gehängt haben; die großen laufen noch immer stolz herum. Der bekannte Führer der Ultramoutanen, voll Mallinckrodt, ist am 26. Mai in Berlin in Folge einer Lungenentzündung verstorben. Eine heftige Erkältung, welche er schon während der letzten Reichs- tagSsession sich zugezogen, hatte neben seiner auf- regenden parlamentarischen Thätigkeit die Krankheit hervorgerufen. ES ist vor wenig Tagen wiederum ein ehe- maliges Mitglied der Pariser Commune vernrtheilt worden. Mercier, welcher bekanntlich in der Polizeitommisston deS 12. ArrondissementS der Com- mune als Sekretär fungirte, wurde am 16. Mai zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilt. Daß er während des Kampfes mit den Bersaillcr Truppen einige der Spionage dringend verdächtige Pfaffen als Geißeln behalten, jedoch ohne denselben irgend Welch' schimpfliche Behandlung angedeihea zu lassen, war der Grand zu dieser schweren Bernrtheilaug. Am 21. Mai ist Rochefort nebst seinen Beglei- tern in San Francisco eingetroffen. Er wird wahrsebeinlich sich schon in nächster Zeit über New- Kork»ach England begeben. Der Aer„er der fran- zöstschea R-gierung über Rochcfort's kühne und glück liche Flucht ist selbstredend da nicht geringer. Die Eisenarbeiter in verschiedenen Theilen Eng- landS, welche wegen einer Lohnreduzirung seit eimgeu Wochen strikcn, harren kotz aller Verlockungen der Fabrikanten wack-r aus. Auch hinsichtlich der Ar- beilSciustellung der Kohlenarbeiter von Südst.fford- ihire ist die Lage unverändert geblieben, da sich bi? jetzt die B-rgwerksbesitzer zu einer Lohnerhöhung noch nicht haben bcstiramcn lassen. Hoffen wir, daß nicht noch zuletzt die Arbeiter nach langem Kampfe betrogen werden, sondern baldigst die Früchte eines großen Sieges für immer erlangea. Auch in Palästina herrscht gegenwärtig eine nicht geringe HungcrSaolh. Besonders wird die ärmer; Bevölkerung Jerusalems stark davon heimgesucht.' Ansteckende Seuchen, welche meist ein nothweatizeS Pendant von HungerSnvth zu sein pflegen, haben fich auch innerhalb der Mauern Jerusalems ciagistellt. Die türkische Rezieruuz hat natürlicherweise kein« Zeit und nach ihrer Auffassung auch keiae Verpflich- tung, solchem Uebekstandc Abhülfe zu schaffen. In Palästina selbst haben gleichfalls die Unglücklichen auf keine Unterstützung zu hoffeu. Es steht also für die Armen die schrecklichste Roth auf längere Züt hinaus in Aussicht.___ * Unter welch' drückenden, ja elenden Verhält- nisscn drr preußische Lkhrerstand noch immer seufzt, beweist folgender Lorfall. In dem kleinen West- preußischen Städtchen Lautenburg erschien bei dem dortigen Lehrer Lange ein 13jähriger LehrerSsohn und überreichte demselben den nachstehenden Brief seines Baters:„B., den 15. Mai 1874. Lieber Kollege! Erbarme Dich und rette mich vom Hun- gertode. Seit drei Tagen haben wir nur halbe Por- tionen genossen; gestern, als am Freitage, nur eine. 4ein Geld, kein Brot, keine Kartoffeln. Ist'S Dir daher möglich, mir aus Deiner Kasse bis zum 1. k. M. 4 Thlr. vorzuschießen, um so besser; wo nicht, to borge doch dieselben auf Deinen Namen und schicke sie mir durch Ucberbrivger dieses, meinen Sohn. Zu Deiner Sicherheit will ich Dir bis zum künftigen Monat meine Uhr als Pfand schicken. Um'S Himmels willen schlage mir meine Bitte nicht ab. Herzlich grüßt Dein betrübter Frennd N. N."— Marat. Marat war am 24. Mai 1743 in Baudry, unweit Neufchatel, in der Schweiz geboren worden. Sem Bater str-bte nur darnach, einen Gelehrten aus ihm zu machen; er verdankte feiner Mutter einen leidenschaftlichen Hang nach Ruhm und Hag gegen Ungerechtigkeit. Im füllsteu Jahre fÄ'te er schon Schulmeister sein mögen, im fünfzehnten Pro« essor und Im achtzehnten Schriftsteller. Nach einer ungc./ rechten Züchtigung, die er in einem Alter erlitt, wo ein hrf-' tlgcr Eindruck zuweilen ans da« ganze Leben einen entfchei- denden Einfluß ausübt, verweigerte er zwei Tage lang jede Nahrung: in ein Gemach eingeschlossen, öffnet« er da« Fenster, stürzte sich auf das Pflaster herab und erhielt dabei eine Wunde, von welcher die Narbe ihm blieb. Die zweite Wunde, die des Herzens, vernarbte nie. Kaum hatte ir die Würde eines Doktors der Medizin erla-gt, so widmete er sich mit äußerster Anstrengung den Studien. Seine glühende Wißbegierde umfaßte Alles, Me> dizin, Philosophie, Physik, Phystologie, Politik. Und warum? Um Alles in Revolution zu bringen, um die Götzenbilder zu stürzen. Seit 1775 hatte er als Widerlegung des berühmteu Weites von HelvetiuS ein Buch herausgegeben, in welchem er Locke, Tonbillac, Malibranche und endlich Voltaire, den siegreichen Voltaire, mit bitterer Verachtung behandelte, und worin er sich vor dem armen, klagenden Rousseau beugte, der schon dem Giabe sich zuneigte, an dessen Rande er in seinem Ruhme mit dem Tode rang. Als Gelehrter setzte Marat se'nen Komps mit den Männern von Ruf fort. Cr griff, durch verschiedene Erfahrungen unterstützt, Newton'« Grundsätze der Optik au; er beschizldlgte L-voisier, sich die Ideen des Savendish angeeignet zu haben! er kündigte über da« Feuer und die Elektrizität Entdeckungen an, welche das System Newton'« umstießen; er schien den Entschluß gefaßt zu haben, alle sterblichen Götter auszurotten, mit Ausnahme der verkannten oder der leidenden. So fieberhaft seine Existenz auch zu werden anfing, so hatte er zu dieser Zeit dennoch Stunden der Ruhe, und er genoß mir Vergnügen„diese friedlichen Augenblicke, wo der von der Außenwelt abgezogene nnb in sich gekehrte Geist sich ruhig selbst onzubören, mit der Waage de« Glück« die Eitel- Kit menschlicher Größen abzuwägen, den Menschen jenseits de« Grabes zu suchen und eine unruhige Neugierde über seine ewigen Schicksale zu verrathen scheint.- Aber die trüben, finstirnTagc zogen schnell für Ihn heran. Anfangs versuchte man, ihn unter der Last de« Stillschweigen« zu erdrückin. Man stellte fich, als wenn man seine Ersahrongiu über de« Licht, welche Franklin nicht umhin lonnte, zu bewundern, nicht kenne. Die Pdysisir begnügten sich nicht damit, Da«, was leine Arbelten Nene« boten, zu verleugnen; sie kamen uitter sich«bereit� nie seinen Namen zu nenneu. Al« der Akade« wiker Leroi einen Bericht abzustatten hatte, welcher in ver« schiedenen Punkten für ihn günstig war, so ward dieser Be« richt unterdrückt. Von allen Seiten umgoh ihn Unterdrückung. Der Krieg, welchen man ihm»klärte, war so ungereckt, so grau'am, so erbittert, daß man denselben in Brissot'« Me> mairen, die lange nachher geschrieben wurden, als Brissot sich an d.r Spitze von Marat'« Feinden defand, ganz ener- gif* gebrandmarkt findet. So, wie die Politik, hat avch die Wissen chaft ihre Könige, welche man nicht ohne Gefahr her« anssordert! Auf diese Weise wurde Marat schon srühzeitig für seine Rolle gebildet. Sein Stolz, welcher erst kühn war, ward nun wild. Dessen ungeachtet ward er gellebt, und zwar mit wahrer Liebe; Die Marquis« von Laubepine, eine anmnthige und sich aufopfernde Frau, welche er von einer fast tödtlichen Krankheit gerettet hatte, faßte eine edle Zuneigung zu ihm, vielleicht weniger aus Dankbarkelt als d-Swegen, weil er un> glücklich war. Aber der Einfluß ihrer Zärtlichkeit auf Ma- rat vermochte nicht« gegen die Beschlüsse der geheimnißvollen Macht, welcher ohne Zweifel diese« entsetzliche Geschick ver« fallen war. Sonderbare Verkettung de? SchlcksalSl Marat war Stallarzt de« Grafen von Artoi«, als ihn die Revolution in die Schranken rief. Ein Werk, welches den Titel führte, Tdo okaivs ok Linver�(Die Ketten der Sclaverei), und das er im Jahre 1775 in Edinburg in englischer Sprache heran«« gegiben hatte, zeigte stinen Weg deutlich ginug au; er ging nach der Richtung, wo e« Ketten zu brechen gab. Er hatte fich auch um diu von der ökonomischen Gesellschaft In Bern gestellten Preis, über die Frage einer Reform der Kriminal« gesetze, bewarben, und die Kühnheit, mit welchir er diese ge- fürchteten Probleme behandelte, machte die Erwartungen von ihm rege, daß er der Berlheidiger der neue.» geistigen Rich« tung werden würde. Allein,«a« in Marat« Abhandlung über die Strafaesetzgebung hervorgehoben zu werden verdient, da» ist der darin vorherifchendc Eharakter. Es ist eine nachsichtige und tiefe Philosophie durin enthalten; eS wird daselbst behoiiptet, daß die menschliche Gesellschaft au dem größten Theile der durch fie so streng bestraften Verbrechen Schuld ist; und Alles, wa« der Verfasser in dieser Schrift von jenen Unglücklichen sagt, welche ihr böser Gcniu« schon an der Wiege erwartet, von diesen armen Geschöpfen, welche da« Elend zur verläustichen Liebe zwingt, hat Bezug auf die rÜH- rrndsten Eingebungen de« Gewissen«. Aber aus diese« sanfte Licht waren ieildem sehr grauenvolle, schauerliche Strahlen gelolgtl Der Marat, welcher die Feder ergriff, um den Bolksfreund zu schreiben, war derselbe, den die Ungerechtigkeit unversöhnlich gemacht hatte, welcher e« fich geschworen hatte, künftig eben so hak gegen Andere zu sein, al» er«S gegen sich selbst war; es war der Marat, welcher, von Hefligen Leibschmerzen befallen, einen Thirurgu« hatte zwingen wollen, ihm den Bauch aufzuschneiden. Marat war eine intiressante Erscheinung. Die Stirne gleichsam strahlend und unter einem r°h geknüpften Tuche, dem ichmutzlgen Diademe diese« hochmüthigen Kopfe« zurück« tretend. Der obere Theil des Gesichte« ist wahrhaft schön der untere Theil hingegen abstoßend. Der König der Hunnen mußte diese plattgedrückte Nale gehabt haben. Der nach oben gerichtete, sich begeisternde Blick ist dir eine» Propheten. Wa« drückt dieser lächelnde Zug au«, durch welche» seine Physiognomie belebt wird? Mit den Worten:„Ich werde tie Schurken angreifen, ich werde die Heuchler entlarven, ich werde die Vcrrärhcr anzeigen, ich werde die habst'chtigen Menschen und die Nie« derttächtigen von de» StaatSgeschästen evtseruen!" trat Marat in die Revolution. Marat verstand e«, auf die Schuldigen durch die Menge der Unichuldlgeu gerade loszugehen. Da» war seine Rolle. Wa« wollte er? In seiner Verfassung, die er im Jahre 1.789 herausgab, zeigte er sich al« Royalist, und er stellt die Gütergime'.uschost als da« Ziel anl, nach welchem man stre« bcn müsse. Aber darin lag seine Mission nichtt„Werni ihr Wenn vielleicht auch auS duigeu Privatkceise»,> Illyytlii anderer Seite her wird man wohl von solchen( fällen keine Notiz nehmen, einige wenige Thaler I fo>ti,öf sammcngebettelt wer eu, so wird das nur dW l»i§ Kj einen Falle, und auch selbst dann nur auf kurze j1 pktall, Abhülfe schaffen können, während Hunderte ähn' Sccneu unbeachtet bleiben«erden. So sorgt also für jene Männer, welche Bildung und Äu! rung am ersten in unser Volk bringen sollen. dingS ick ja der Unoersiemd der Massen noch b saS beste Bollwerk gegen den Social, SmuS, und her läßt stch wohl diese eigenthümliche Spars» erklären, mit der dem Volke feine Bildung zugü sen wird._ * Zu der Angelegenheit des durch mehr! Mißhandlungen nm'S Leben gekommeneu Sold Pftttttier, in welcher bis jetzt noch kein Urtheil fällt ist, hat sich in jüngster Zeit eia Seitenstä� fanden, das feines Gleichen suchen dürfte. Chevauxlegers- Premieelieutenaat Schnipp, wü sipon wegen verschiedener Mißhaadlaugen seiner � tergebenen bekannt war, verübte wieder ähnlich«� wallstreiche, in Folge welcher erst jüngst eia längere Zeit im Spital lag. Sein offen auSzejk chencr Grundsatz war,„man muß die Kerle aast Kopf hauen, dann merken fie sich'S besser." dem er ober neuerdings die Soldaten gar als weiße Hunde" titulirt hatte, ist er jetzt vor Militärgericht verwiesen worden. Wie lauge es noch dauern und auch im lieben Baierlaudc man, um den Soldaten noch mehr„Bildung" Disziplin einzuimpfen, die Sitte des Nasenbrea vermittelst Cigarren in Anwendung bringen. Ä scheinlich glaubt man dadurch deu Patriotismus Gott, König und Baterland" mehr anzufachen und nip zu können. Vielleicht findet sogar dieses B-ilff auch in anderen Staaten Nachahmung. Es wirli jetzt AlleS möglich gemacht. * Die schon, wie sich unsere Leser noch erw werden, mehrfach mißlungene und daher zu»>>' holten Malen umgegossene Kaisergloffe in Eol», auch diesmal beim letzten Gaß in keiner Bezitff als gelungen zu bezcichueu. Es find daher' Verhandlungen bereits wieder angeknüpft, uixj nochmaliges Gießen in Angriff zu nehmen. m Ab», l jetzt kelue» KriegStribun ernennet, sag'e er, uud wenn für etwas Anderes»wählt, als euch die Köpfe zu die abgeichlagen werden müssen, so ist euer Untergang meidlich." Ein demokratischer Tarqniniu», welcher auf seinen die im Wege stehenden Köpfe fallen läßt und für fie» wortlich ist. die« war seine Lehre. Nicht, al» wenn sein Herz zu Stein geworden wäre- seinem Journale giebt e« neben Seiten, bei denen man bin sollte, daß et'eine Feder in Blut getaucht habe, andere, wo die Menschenliebe in herben Zärtlichkcilie' überströmt, e« giebt diren, in welchen man seiae Thränen gerührte Grmü'hsstimmung empfindet. Acra der Kämgse vorüber? Und ist die zu rettende ihn al« Preis eine« ti-mpfc» nicht so viel we- zu erobernde Provinz, oder wie der mit einem geschmückte Schädel Irgend eine» schwachköpfigm Das war seine Logik. M, Damit man ihn nicht hindern könne, Jedermann sjl i sen und lange Zelt seine Streiche zu sühren, versteckt von Boten zu Boden, von Keller zu Keller. In diei�k ziehung hat» Furcht, die« ist gewiß; er hat Firw�' rühmt sich deren. Aber sobald fich die Gclegeuhttl" seinem Zweck entsprechend Muth anzuwenden, wird Richter de« Revolution«»«, mal» auf ihren Stühlen fordern od-r wohl auch von der Tribüne aus,„seine! i an da« Schamgefühl erinnernd", eine ganze wülhcnd! sammlung zwingen, durch seine Kühnheit in da« höcha, staunen gesetzt, plötzlich inne zu halten. Bis dahin>l> vorgebliche Feighrit die Klugheit der Schlange. � h Weiche Rtt cht besaß er aber auchl Er erläßt befehle, er verfügt über da« Forum, ohne daieldst zu neu, er entwirft nach Art der Sulla Proscriptiaa» Bon sich seibü redeud, sagt er: Ich bin d«< Auge de«*', Selbst die häuslichen Angelegenheiten»erden aus sew«� sichtbaren Tribunale v»n ihm gerichtet. Hier»n drr seine Frau mißhandelt, Wege ihm! Dort ein Ma»', eine Rückzahlung zu leisten hat; wenn er e« verwe'g' j! möge er zittern! Uus diese Tyrannei der WachsaMl»', Marat von der Tief« der unterirdischen Gewölbe an»'| scln kleiner und ermatteter Körper fich in der Mea? j Arbeiten erschöpft, wo er, eLe Feder In der Hand, spenst Meter Gespenstern herumschleicht. So war Marat � BdN dem glühendsten Hasse gegen alle Feinde d« beseelt und der Revolution leidenschaftlich fich hia» brachte er ihr seine G-'undhcit, seiae Existenz, f"n£t>.i Opfer. Maral lebte in deu dürsligsten Berhällnissell-�dz nate lang begnügte er sich mir Wasser und Brod..f' gelebt, so starb er auch. Bei seinem Tode saud a ein Ass.gnat von siinsuvdzwanzig Eon« bei ihm-, j haben de zahlte Schriftsteller seine Ridlichkeit In Z»s"„? hen und ihn der Habsucht zeihen wollen. So enlbia* ein gewisser Gianier de Eassagnac nicht, zu Ichrr>°..� Marat einmal vom Minifierium di< Innern fün,,'1) I Franks Verlangl habe; er hat aber-erg'ssen hwzuzut°ö.id sie zum Druck von nützlich'» Büchern, deren»» Marat«insandte, gefordert wurden.„,tl»� Marat wurde 44 Jahre alt. Die Revolution' tt f ihm einen der mibefleckiesten und Iresslichficn Eh»»»' vor allem einen ihrer leidenschaftlichsten»nd trc« Hänger. mit llachei Aich. ''Jpntlid) ist die Masie, auS der die Kaiserglocke be- ' Mi, auS verschildenea im letzten Kriege erbeuteten � I �an,ösischkn Kanonen gewonnen. E« ist daher � ge- � biß rin eigenthümlicheS Beginnen, wenn man da» «toll, daS einst dazu gedient, Tod und Vernichtung schaffen, jetzt dazu zwingen will, die Menschen zur tgung in Liebe und Brüderlichkeit zu rufen, u man sonst noch einen christlichen Gottesdienst neuuen will. Doch ja, Kirchenglockm und Konen sind doch schon in Einem identisch, warum fllte man sie nicht auch in der Form vereinigen können. hr old eil :ad I Ivel er h- S-« an ik de' g" reo £ jnäl B-ist wir« Die„arbeiterfreondliche"„Colltordia", welche autlich so gern die Social-Demokrateu dcnunzirt bd gegen sie hetzt, schreibt, indem sie wörtlich ohne 'Znid welche Auslastung den Text der Audorf'schen Marseillaise abdruckt,„dem Urtheil unseres Korre- Andeuten vom Mitlclrhein, daß das Lied nicht ohne 'ischen Werth sei, wir» mau gewiß beipflichten ?isen; dasselbe dürfte überhaupt zu dem Besten gc- 'ren, waS die soeial.demokratische Tendenzpo�sie bis hervorgebracht hat. Auch daS wird man zuge- b>, daß eS keine Spur eines strafrechtlichen Tatbestandes enthält; das neuerliche Borgehen 'im dessen Absingen wird daher nicht sowohl im «blick auf seineu Inhalt, alS darauf erfolgt sein. ' eS zum offiziellen KricgS- und Schlavtlied der leaner geworden ist, daS sie z. B. beim Spreu- von Versammlungen anderer Parteien anzustim- pflegten. Allein ein gesetzlicher Grund, Lied mit dem Interdikt zu belegen, kann hierin ht wohl gefunden werden, es handelt sich vielmehr eine Maßregel im Geschmack des Polizeistaats, fln die guten alten vormärzlichen Zeiten erinnert." 'Jisehen davon,� daß die„Coucordia" ohne irgend he Anfechtung von Seiten des Herrn Tcssendorf Audorf'sche Marseillaise abdruckt, ist es doch ?�thümlich, daß gerade ein solches Blatt keine j�»r eines strafrechtlichen Thatbestandes in Marseillaise entdecken kann, und sogar in dem der Marseillaise eine Maßregel findet, welche Geschmack deS PolizeistaateS aus vor- �fljchtr Zxjt erinnert. Darin aber, daß die «y�urdia" daS Lied als ein Schlachtlied der Las- »w � bezeichnet, welches beim Sprengen von Ver- �«ngen anderer Parteien angestimmt zu werden ?' sich dieselbe doch gewaltig, da daS„Spreu- i'gnerischer Versammlungen bei deu Lastallea- Mcht Mode ist, dieselben vielmehr eine» paila- arischen Takt an den Tag zu legen gewohnt, sind r denen der ihrer Gegner weit zurücksteht. Es ja zur Genüge bekannt, daß so oft die Versamm- eu unserer Partei lediglich auS dem Grunde von Polizei aufgelöst worden sind, Weil gewisse Her- die Prinzipien und Ideen der Social-D-mo!ratie mit Trampeln der Füße und ähnlichem Spes achen zu widerlege» versuchten. .Welchem haarsträubenden Elende in Südamerika .■Jjf am Bord der„Polixcna" in Bremen r deutschen Auswanderer ausgesetzt w-....., «m ihrx Erzählungen. Die Unglücklichen, theils �"ßen, theilS Deutsch Oesterriicher, waren be- 'ch durch gewissenlose Agenten zur Auswande- verlockt. Sie waren theilwcise, nachdem sie ihre im Habseligkeiten in der Heimath verkauft, über und Antwerpen befördert worden. Bevor t®tt sich einschifften, wurden ihnen schäudlicher- bic gedruckten Kontraktformularc, worin man dvldeue Berge versprochen hatte, wieder abge- ' indem man ihnen begreiflich machte, die »i* f0®ttn ihnen nach Bahia nachgeschickt wer- a�as Passag geld, welches den Leuten am Ein- »«orte abgenommen wurde, war merkwürdig J®5n und scheiut nach dem jeweiligen Lermögtn � siMden toxirt worden zu sein, das sie auS dem J ihrer Habseligkeiten erlöst hatten. Während ® einzelne Familien nur S Thlr. für die Reise Ozean zu bezahlen brauchte», wurden andere um 20, 40, 60, ja bis zu 110 Thalcr 'id geprellt. Für daS Blechg'fchirr wurde tr Thaler und darüber abgenommen. Nach tu Bahia dirigirte man die armen l�claveu nach zwei sogenannten Kolonien; die ' tä\ gekommeuenen wurden der Kolonie � von Hamburg eingetroffenen der Kolonie lii>>>!-» r«!!, f�idina überwiesen. Wie das liebe Vieh � it»ach Moniz bestimmten Unglücklichen in �»geladen, Männer, Weiber und Kinder bunt �"der, in große» Schuppe», wo sie mehrere ,i>l»',FMn,�ileu mußten, untergebracht. Dann ging's den Comaadantubafluß hinauf bis nach »i Deiche» Namens, wo sie in Zelten kam- �°n dort wurde die Hälfte der Leute theilS 'dir! i �'n""nen Kähnen nach der Kolonie M Familien zusammen legerhütten untergebracht wurden. Dir .e« inj1 tl t) tn� eist' öd«" iifi id !(««' 4 gdv' jenigen, welche noch einen Rest ihreS Vermögens be valteu hatten, nahmen ihre Wohnung in dem eine halbe Meile vou Moniz entfernten Komaudantuba, von wo auS sie dann täglich zu ihrer Arbeitsstelle h-n- auswandern mußten. DaS traurigste LooS aber hat- ten doch die uach St. Lcvpoldiaa verratheueu Leute; sie mosten ihre Reise von Hamburg nach Victoria und von dort direkt nach Lcopoldina. Ja Victoria wurden sämmtliche Famili n unter einem vou vier nackten Pfählen geiragcuen Laubdach eingepfercht und waren so allen Unbilden der Witterung preisgegeben. Selbstredend mußten bei ciuer so empörenden Be Handlung viele Erkrankungen vorkommen, und so kam eS denn auch, daß bald von 250 der unglücklichen Kolonisten 130 verstarben. Bon Doktor und Apo- th-ker natürlich keine Spur. Fast Alle sind mehr oder minder heftig erkrankt. A>ßcr den klimatisch n Einwiikungeu war es daS abscheuliche Ungeziefer und unter ihm namentlich der sogenannte Saa tope(Sand- floh), von dem sie unablässig geplagt wurden. DaS Td-er, etwa von der Größe eines FiagergliedeS, bohrt sich trichinenartig ia'S Fleisch und ist weder durch Bäder noch sonstige Mittel wegzubringen. Frauen und Kinder wurden am meisten davon behelligt, die letzteren starben sogar an der Qual deS zudringlichen Schmarotzers, der sich am liebsten zwischen den Fuß. zeheu und unter den Fingernägeln eianistet. Auch von Reptilien und großen Affen hatten die armen Leute Vieles auszustehen. Später schickte man sie von Leopoldina in den Urwald, wo man ihre Arbeits- kraft zu Chausseeanlogen ausbeutete. Dort wurden die Armen in sogenannten Laubhütten, zu je sechs Familien eingepfercht, wo natürlich wieder neue Krank- heiten entstanden. Die Männer gingen Montags zur Arbelt und kehrten erst Sonnabend? in ihre Hütten zurück. Das Schlimmste war der stete Was- sermangel; nur nach der Regenzeit war stinkiges, schlammiges Waffer zu haben, welches die Berschm-ich- tenden oft erst noch stundenweit herbeiholen mußten. AlS Nahrung hatten sie nichts als Bohnen, etwas getrocknetes Fleisch und wenige Kartoffeln, waS aber AlleS so theuer war, daß es nur in winzigen Portionen gekaust werden konnte. Ein Pfund Mehl kostete 5 Sgr.; eS konnten aber des kl-inen BorrathS wegen in 4 Wochen nur 14 Pfund Mehl verkauft werden. Kartoffeln kosteten 3—4 Sgr. das Pfand, sie waren aber kaum zu genießen, an Brod nicht zu denken. Sämmtliche Lebensmittel mußten in Ltopol> diua, zwei Tagereisen von der ArbeitSstation, gekauft und von den Leuten selbst nach dort befördert wer« den. Als so viele der Unglücklichen starben, gestattete mau die Beerdigung der Leichen in Leopvldiaa nicht mehr und mußten nunmehr die Tobten in Urwalde eingescharrt werden. Daß bei solchem Hundeleben Alle wieder von bannen wollten, läßt sich denken, aber nur Wenigen, die noch einen Rest ihre? Ver mögenS hatten, und sich von den Leopoldina'scken Sclavenzüchteru um 60—80 Thaler pro Kopf loS kaufen konnten, war die Abreise von jenem Orte deS Jammers gestattet. Sie machten den deutschen Kon- svln in Bahia und Rio Anzeige von dem Elend ihrer Landslcute und durch deren Vermittelung wurde der Schandwirthschaft wenigstens so weit ein Ziel gesteckt, als die Kolonisten von Moniz und Levpol- dina wieder heimreisen konnten. Welches Jammer- bild die Armen nach solchen Erlebnissen gewähren, läßt sich denken. Ein Gefühl zorniger Aufwallung aber überkommt Einen, wen» man jener nichtSwür- digen Schurken gedenkt, die jene Armen um Haus und Hof gebracht und in die elendeste Sclaverei ver- riethen, wo der Tod al« alleinige Erlösung winkte. Schon dreimal sind jene Urwälder mit deutschen Ar- beitern bevölkert worden, die znm großen Theile ge- storben und verdorben sind. Wir haben somit hier einen der abscheu- lichsten Menschenhandel vor Augen, der ungestraft noch in unseren„cioilisirten" Staaten vor sich geht. Unbegreiflich bleibt eS aber doch, wie noch nie von Seiten irgend einer Regierung gegen solche Schänd- lichkeiten eingeschritten worden ist, da doch diese Leute, wenn sie auch nicht zu den �gebildeten" und besitzenden Klassen gehören, doch wohl noch Menschen sind und als solche behandelt zu werden Anspruch haben, oder sollten auch darüber die Unsitten noch verschie- den sein? ES scheint uns wirklich in Hinblick ans diese Zustände bald so, daß darüber die Auffassungen getheilt wären. Vereins-Theil. sprachen. Die Verhandlungen begannen Moatag Morgen und es flu» circa 70 Delegirte aus alle« Theilen Deutschlands als Beclreter von mehr als 20,000 Mitgliedern anwesend. Unser Parteigenosse Meyer wurde am 22. Mai bei einer in Gaben asgchaltcneu Versammlung, weicht selbst polizeilich aufgelöst wurde, verhaftet. Unser Parteigenosse A. Kapell ist am 27. ds». wegen Kranthe t seiner Frau nach Stellung einer Kaution von 500 Tyalern vorläufig auS seiner Haft entlassen._ tztiwgait» 26. Mai.(Allgemeiner Bericht.) Äm» auch hier in der schwabenrcsigcn, die Bewegung der So- cial- Demokratie noch nicht so zu sa�cn, In hohM Wogen geht, so können wir doch mitcheilen, daß seit kurzer Zeir, na- meiitllch durch die Agitation des Herrn Dreesbach, b-deu- tendc Fortschritte gemacht worden sind. Durch die epolksver- sammlungen, wc.chc wir abzie ten und die zum Dheil recht gut besucht waren, wurden viele Freunde für unsere Bcwe« gung gewonnen. B-richeedeuc Festlichkeit«», welche hier elbft im Juleresse der Partei veranstalt.t wurden haben nnö auch noch neue Anhä gcr zugeführt Dienst Cottou-, 21. Mai.(Volksversammlung) Heute fand heersclbst eine BolkSversommlung stail, in d-r C Meyer trefflich über„die Arbeiter und die Ausgab- deS SlameS" referirte._ Gustav Hohlfeld. Verbailds-Theil. Zur Beachtung. Dil Generaloersammlung zu Hannover beginnt nunmehr schon am 1. Juni(nicht, wie früher bekannt gemacht war, am 3. Juni), Vormittags 10 Uyr, im Saale de» BallhofcS in o«r Ballhofstraße. Die an- kommenden Delegirtea können sich nach dem Empfangs« lokal von MattheS, Neucstraßc 45, begeben, wo ihnen LogiS angewiesen wird. Die Delegirtea für die Generalversammlung deS Deutschen ZimmereronndeS müsstn ebenfalls zum 1. Juni in Hannover eintreffen, um den Verhand» langen der VerdansS-Generalversammlnng mit bei- wohnen zu könmn. An die Generaloersammlung deS Verbandes schließt sich sofort die deS Deutschen ZimmererbnadeS. Für beide Prästoia: Otto Kapell. Die Generalversammlung deS Allg. deutsch. Arb.-VereinS hat begonnen. ES ging derselben, wie üblich, am Montag Abend eine Empfangsfeier, welche von den Mitgliedern Hannovers veranstaltet war, voraus; der BereinSP'äfident und verschiedene Delegirte hielten dabei dem Ernste der Sache gemäße feurige An- OSnabrnck 25. Mll.(Volksversammlung.) Da die hieflgc Mitgliedschaft de? Allg. deutsch Arb.-Ve eins Poll- zcilich aus elöst est, hielteu wir heule eine B-rl mmuing ab welche zahlreich besucht war. Heer Klule referirte über die TageSordniMj,: Unwirksame Mittel gegen die Social Demo- kralle". Die Bcr'ammluiig war zahlieicher den» je».sucht. Mit social-demokralisch m Gruß Wilhelm Dulcher, Schriftführer. Hannover, 24. Mai zSchuhmacherstrik-) Äol- legen I Daß wir hier mit uns-rn Aebeirgeber> be reffs emcr Lohnaufbesserung in Kovflik- gerarhen, ist Such bereits zur Kenntnis gekommen. JSber eS ist auch nun für uns au der Zeit, Euch über den Stand un eceS StrikeS zu unterrichieu. Die Einigkeit unter den stri'enden Kollegen ist bi« heute eine vortreffliche zu nennen Andererseits sind a�er auch die hi-figen Meister unter sich einig geworden, den ihnen vor uns unteibreiltten Tar>f aaznl hncn und uns einen von ihrer Seite ausgearbeiteten Normal öynlarif zuzuschicken, mit dem Bemerken, lobald der Tarif nicht v>ii uns angenommen würde, dag dan-i sämmtliche Gesell n hier in fo,g nb-r Weise ge- maßregelt werden sollen: Jeder Meister, weicher LogiogescUen bei sich zu wohnen ha', muß dieielben an die Luft setzen, und »er Meister, der solches zuerst lhut, erhält vou einen gewissen Großmeister eine Prämie von 2 Th-lcrn. Da nuu aber dieser Tarif keine Ausoessemng, sondern vielmehr in verschie- denen Theilen eine Verminderung des Lohne» dielet, sind wir fest entschlossen, den Kampf auf da« Energischste durchzusühren. Kollegen, da doch dieses so gut wie uuscre Eure Sache ist, lo ersuchen wir Euch uns mit allen Kräften beizustehen, allen Zuzng von hier fern zu halten und u.iS mir allen möglichen Mitteln zu unterstützen; denn unser Sieg ist ja der Sieg Aller. Gcld'cn�nngrn wolle man an den Kassirer L. Busse, Brief- und sonstige Ant äge an den Schriftführer W. Dor- mann, Strikedurcau, Ncurstr. 22, adresfiren W. Dormann. AbonnemeutS-Berzeichniß. Berlin 3268, Al ona. St.-Pauli. Ottensen 2630, Hamburg 2358, Hannover 790, Barmen 465, Frankfurr a. M. 4 0, Bremen 327, Kiel 299, Essen 275, Offenbach a. M. 245, Elb» eld 213, Harburg 196 Itzehoe 176, Wanssbcck 171, Dortmund 151, Hanau 148 Neumünster 136, Stettin 124, Äöthen 116, Brandenburg 106, FlenS urg 102. Zwilchen 100-80. Breslau 91, Mannheim 84, Bockenheim 83. Zw schen 80—60. Eassel, Oldesloe und Osnabrück 77, Leipzig 68, Wilhelms- Häven 66, Bielefeld, Verden je 65, Achim 64. Cal«c a. S. 61. Zwischen 60—40. Görlitz 59, Elmshorn 58, Heide. Rendsburg je 57, Dresden 56, Lübeck 55 Gelienkirchen, Iserlohn je 52, Eitti« 48, Duisburg, Glückssadt, Ohligs je 46, Schleswig 44, Köln, Friedrlchstadt, Oldenburg i. H., Stuttgart je 43, Artendurg, Bernburg, Finsterwalde je 42, Earlsruhe i. B., Frankfurt«. O. je 41, Wüste-GicrSdorf 40. Zwischen 40—20. Düsseldorf 38, EoSwig, Neustadt i. H. je 37, Ploeu, Preetz je 34, Chemnitz Rostock je 33, Pinneberg, Ruhrort je 31, Relchenbach i. Schl, Speyer je 29, Zittau 27, Hage» 26, Erllc, Dessau, Mühlhcim a. Ruhr je 25, Kcllinghu-e», Wermelskirchen je 24, Husum, Lüneburg je 23. B-rmyedt, Eilenburg, Zeitz jr 22, Schwerin i. M., Tönning je 21, Ähren bürg, Gre z je 20 Zwischen 20— 10. Braunschwelg, Cappeln, Halle' a. S., Meißen, Memel, Sarau, Uetersen je 19, Bautzen, Bochum, Buckau, Delitzsch, Forst, Meiderich, Nanmd ig a. S, Sachscnhausen' Wesi'lburcu 17, LlidwigShasen Nemschnd, Ncgclack je 16, '>).-Wilmcredorf Egcln iiöpc�ick, Neviges, Rödelheim je 15. teckernfördc, ivreilurg i S., Giistro v Liegni;, Miihlheim la>ten- bürg Delwenh>rst, Frirdrichshagni, Glauchau, Gr Flottdcck, Neurodt,«teglitz, Wauleudors je 12, Creiupe, Gr. Sicin- heim, Halbcrhadt. Hamelu, Mlinchen je 11, AscherZ clicu, Freienwalde a.£>., Haan Hörde je 1V Zuisckca 10—5. Aken, Allenwcddingen. Bcraau, Giünhof, Melle, Rüders- darf, Sollngen Suhl, U l-en, Weiden je 9, Augs mrg, SSai gteljeib■, Claustvai, Hoest, Hück.swagcn. Lesum, Nord- hausen, SehiveWi», Schweidnitz. S ra�burg f. E T-'ll.-w Zeulenroda je 8; Carlsdafea, De-etz, Düren Guben, Hann.- Münden, Ilirchhaiei N.- L., La genbilau, Schö dcrg v. M. Wismar, Wolf-nbültel, Worms je 7; Apeurade. Bieudorf Blanken ie, Boii.euburg, Eiabeck, Fricdrlchnnio, Geest. münde, G ra, Göttin�c», Grelfenhagen, Medltdcuer, OberhaiNcn, Rcinseld i. H., ie aga d a. R S eele. Tessin, Boorde, Zcrbst je 6; Aachen, Br m-rhaf n. Cleve, Coeslin, Cresetd, H-,Ich- beig i Schi, Höch», Löoau, Nürndera, O>?" hausen, Offen- bürg, Rastadl, Roslau, Seete», Scifhennersdorf, Tcnchera, Zschopau je 5. Unter 5. Ahrcnsböck, Alfeld, Altdamm. Altena, Altcnessen, Alt- Lande Heeg. A Iwasser, Andernach. Anna nirg, Ap Ida, Arnsberg. Arnswnlde. Aschvfsmbnrg, A igustjehn. Bär'»alde NM., Bal- lenstcdl, BenSdcrg Beraen a. R. B.-Gladb ich. B rlillchen, Bcu'Ken, Bico.ich, Birnbaum BiSmark, B ttcifc d, Blanken- berg. Nobitz, Bockenem, Bojanowo. Bonn, Bordesholm Brakel, B-aunsberg s�rieg. Blomberg. Bruchsal, Buchholt i. S., Bllckeburg. Bützow, BunUan. Burastädt, Buiwow. Bergen a. D, Brake, Calau, Calci!, Tammin, Camp, Char- lonenbu g. Chodües n, Tool uz, Colberg. Colmar, Conbu», Crimniitz-cha-, Crivly, Cronenberg, Zahlen i. S., Donnen- berg, Dauzig, i ärmst-dt, D'nS akcn, Dirlcha, Dittersbach, Doberan, il ob itng', D rmagen, Drieleu, Dürrenberg. Ener. Eifenverg, Eisleb-n, Elvi g, Zmmerich. Erfurt Erftcin, Eystrup, El-ingerode. Freiberg i. S, Friedderg i. H, F ic dederg NM., Fricdrichsfclde,!?conhausrn, Frose, Fllhncn, Gary a O., Garz a. R., Gelbem, Gelndauseo, Genthin, Giitelde, Gnad nsrei, Goldbcrg I. S.. Go zow, G Slrr, Gut« tesbe g, Graudenz,«---rceffenberg, Groningen, Grvßbccren, Groß-Breitenbach, Großenhain, G oß- Schönau, Gülecstoo, GunterShu'lten, Glescheudori, Hadcrsie en, H g.now, Hamm i. W., Halpc, Havel der, Haynnu, He dclverg, H rboru, Her- ford, Herne, H.rstcll, H rz-crg a. H., Herzogcaralh, o ldeS heim, Hof, Hnlzmlnden, Homberg, Honnek, Hc-zfrlne, Jbbcn bür-n, Jena. Jr-mtz, I Grafennaocn, Kaldenkirchen, jtatto- Witz, K-ttwig, Klein. n, Königsberg i Br., Kon-glee, Krögis, Lauge, Labes, La'-Iau, Larcnvorf, LandSberg a. W., Laugen, Langenberg, Langen'alza, La.rgenweddii-gen L urndurg a. E, Lauterbcrg, Lengenlcld Lcngrrich, Letickin, Licht rf l c. L-ebcn- st.in, Liepe Lim- ack i. S., Lrmbnra a. L hn, Limburg a. Lcnue, Lindow, Lipvstadt. Lorsch, Lnckenwald, Lu'wigstust. Lübtekc, Lübz,- Lüdenscheid, Lüttringhanscn. Magdeburg, Main,. Malchin. Marie bürg, Markr.-msrä-t, Meeraue, Mecraolz, M-tz. Miwcl stadr, Milioe, rlbirow. Miiweida, Mahlten Mölln l. L, Mols heim i. Elsaß, Ma z w Mülhausen i. E., Mrrstau, M.timanrr, Nridenburg. Neiße, Nrtzlchkau, Ncndamm, Nc-riretsl-t, Neu markt b. B, Neustadt a. D.. Nerrstadt-Ebw. Neuslodl b M, Ncutomysl, N nwegersler en, Nenwi d, N'ederwlcs-!, Nienburg a.W., Nie« y, Na. den. Nordrnburg, Nordem y, Norf, Norlo f, Nossen, Nancndars Oberirrsel, Olden uig i. Gr., Opladen, Oppr-n, OschrrSleden, O. Scha-mbeck, Oste-ode a. H., O.« Ohrstedt, Osterwick, Osthofen, Ottweiler, Pankow, Para-im, Palcwalt. Peitz, Pjorz reim, P a», Pia'en, Posen, Pot'sch ppel, Preuztau, Pr. Otd Udorf, Pertzic, Qued-lnburg, Radeberg, Rastede, Rathenow, Ralingen, Rani z, iR gensburg Regen Walde, Rernbeck, Rhede i W Richtcobrrg Roivsch, Ronneburg, R dolstadt, Saarbrücken. Sachkennirrg, Sagau. Salz- gstt-r, Schierst itt, Schmiedederg Schncldewllhl. r. chöndirg t. M., Schönebeck. Schönederg b Berlin Schöasce, Schön Walde, Schrioim, Schrodo, Schwa.n, Schwaria», S-twed', Schwe-m, Schwerte Siegmar Soldin Sond-rburg, Spr m berg Stade Slargard i P. Stovenhagel». Sio-p i P Stralsund, Stra rßf rrt, St-ehl n, St-iegan. St-rmsdors, Salt-u i H.. Tannhanfen Temp hör Templio, Teursch»» thol. Thale Thorn. Ditsit. Tonde n Treuen. Tricbel, Tür- tiSmühtc, Um, Uslar, Ba cl Vechelde, B-ll-ngen, Vlotho Vohwinkl Vifse'höordc Waldenbriig i Sch!, Wa'dk-chri- i. S. Wanne. Wcwa, Weißen! e W ls Werdohl Wiesbaden Wiestnb rg, Sffiir'rn, Witten Wi tenderg Wigenhaus-n Wol gast, Wollm I P., Wri tzcn, Wr st Wllrzd rrg. W Walt-r-- dorf, Würzen Zabrzr, Zahna, Zehdcnick, Zehlendors. Zer Itz, Züüich u, Züsto«. Außerdem o-rrden noch 75 Excmp'are per Kr nzband nach England, Amerika u s. w veriandt und 32 Epempl re a.i die Kolporteure verschiedener größerer Städte gratis Per andt G-sammisiimme der Abonnmien 18, 93. B r t e f a ft-- m Herr Wendland in Hamburg D-legirter des Eikcnarbei- terionzr>ss-s zu Hannooer, wild ausgefordert, den Gammel- bogen 85 m.t den betreffen»!» G-ldern vei iflügge adzutie- lielcrn. Louis Boi'e. Der Bevollmächtigte de« Allg. deutsch.-ro.-B.rei-!« für Cottbus wird c-sucht. mir ein Adresse zu übersenden. Ca l RöSler, Pr isltingen 2k, S ntigaet. Meine Adresse ist: Jakob Gaßner, b im Melallwoaren- fabrikanlen Schmidt, Pferdemarki Nordhaufcn. Fu? fbannoiter Allgemeiner deutscher Ardeiter-Verein. Oeffentliche Aersammkung Saniiao-nb, arn-9 Mut,«d- n« g Udr, im Saale de, B.lldos s Ballho-straßc Tagesoron.: 1) Kavital und Arveie 2- De- Untergang des Miilelstandc« 3) Die-Är-titersrage und die G-sctzge- Smlg. Die D l-girten zur Generalversammlung werden anwesen» sein. Ze-urmann hvt'rKen Zu tick. Um zah eich Be heiliqu-a ersucht Der Prästde ck» s Allg. dentich. Arb-Vereins. M'Incm lieben Manne zu seinem Wiegenteste am 27. dsS. die hrzüchst-n Gill wünsche. Fraa Bardiz. 1 se. Schläfst(s.p. E.)>. 1. Sparseld. Orai-Icnstr. 8, I V. Ein« Schlafstelle. Prinzesstnuenpr. 31, v., 3 Tr. Fischer. FL? Nsr!'K. Äl-üemeincr deatschcr Ärl:?ite?-Zt?eiN Geschloneue Mitglieder- Versammlung Don tri, Oh, den 21".--eui. SncudS 4!>hr, Lolhritigerstr. 12(früher Woll ncksstr) TazeSardn: Rechuuvgslegnng Über die RcichStagSwahl. Verschiedenes. Oeffentliche Versammlungen Sonn-dtn-i. ci- nO Mal. Ave-«» Dr. 1) im Gralwctl'schen Lokal(ob-rer Saal), Kommandanten- straßc 77—79. Vortrag de« Herrn Renz. 2> i i. Lokale de« Herrn Linde mann, Rantenffclstraßc 90. Vortrag des Herrn Winnen. 3) im Cas-> MLilcr, Thurmstraße 40(Moabit). Vortrag de» Herrn Dietzmann. U.berall we dcu uiu- Mitglieder aufgenommen. Zu zahlreichem Erscheinen ladet ergebenst ein _ I V: H. Renz. Für Berti«. öligem. deatsSci Mittlrer.>md SietuhauN-Vettis. Mitglieder-Geatralv-rsammlnvg Soi-ntag. den 3l. Mai. Vor u. 9� Udr, im Lola-e d ö Herrn HeinSdors Dresden-rstr 55. Tageso dn.e 1) Kassenadrech-inngeu und Wahl eines OrtS< ka sircrs. 2) D-skussio über Anträge zur Gcneraiversao-m- lunz. Wahl der D legirt u 3) W.chtige Augclegnihcitcn. Mitglieder-Versamminngen Wont'g. den i Itt i,» cadS i-\ Uhr, Elsafferstr. 12. Vor-rag, Verschied es und Fragek stcu. Pttlwoch d-t 3. Jnut Rlldcrsdorfcrstraße 45 Vortrag, Brrschiedeues und Feagekasteu ___ Der plvvis. Bevollmächtigte. und Bauardriter-Bereiv. -erlmer Aiknrdtrager- Oeffentliche Versammlung Soaul. ft, de» 3l. Mol. Vorm. 9 br, im„Dculichen Kaiser", Lotheingerstr. 12 Tagcsordn.: Vortrag. Verschiedene« und Fragekastcn. _ Wilh. Wißmau». Generalversammlung der Mllg icocr aco Maschinenbau und Mtlallarbeiter-Vereiils Souut-g,"rn 31 Mai. Vormlll'gs>9 Uor, in Nicrmann's Salon, Ack-rstr. 63. TaaeSo n: Vortrag des Reichslagsabgeoidneteu Herrn Has"clever. Abrechnung Vcrichiedeaes und Fraget est n. Mitglieder weiche bi'. dahin ihre rcstlrend u Beiträge bis iucl. Ap il nichl ezah t Hab u, können dem Verbände niv t übcrgcsüh t- erden. Es können die Veit äge au» beim «assirer Richter, Skaliv rflr 62, Ecke und Eingang der Lüb> ben rstr., 2 Tr.. vo» Mittag« 12-1 Uhr und Abend« von 6 Udr ab, bczah t w-rd-n. Neue M laiicdrr zum Allgemeinen Metallarbeiier-Berband werden aufgenommen. Der Bot stand. ftür Bc-Iin. Allgemriuer Tiseuicr. iZckireiner) Bereiu. Geschlossene Mitgliederversammlung onntUii,-tN 3. Mai Borw. 9� Ulil, im Sa->-c des Herrn Ostheereu, Sophienstr. 15. Tag-sordn: Bericht drr Delcgirtcn von d r General- Ber'ammlu-'g. Neu- Mit lieber weiden ausgenommen. A. Herold. Sämmtliche Böttchergesellen Berlins werden eingeladen zu einer Generalversammlung ««nntag. den Z. Mai Bo m. 9 Uhr. im Heise'sibe Saale, Land bcrgerstr 15. Tag-sordn.: Bcrichtcrstati-'Ng der Deleziiten von der Generatver'amm ung und V.rswicdenes. Um zahl eiche« Er'ch inen bi-tet__ Der Vorstand. .«Ür öer in. Lkdekterfeauen- u«d ll)tltdgekasten. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Die g oßc össeniliche Versammlung kann am Freitag nicht stal finden.__ Für Fricsrichshagku. Allaem einer deiiticber Nrt'eiter-Verein. Geschlossene Mitglieder- Versammlung s-ounnnr- d, de- 39 M t, Abends»z Ni.r im Lo alc des Herrn Braatz, F icdrichsstr. III. Bortrag, Kassenbericht, Vetichicdcnes. �W. Thieme. Für Weißenscc und UiNsstgruv. Wgem einer deutscher Ardeiter- Verein. Mitglieder-Qersamminng Soona e.i, he» 59. Mai, Ab-uts Uhr im Lola c de« Herrn Kahl. Eoar one burgcrslraße 45. Tagcsordn s: Borirag und V r'chicdcneS. diij Bon jetzt ab findet olle Sonnabend eine Mit- gliederverjammlung sta t. A Schackow. �j»r HamÄurg. Gener«kverf«mmlung sämmtlicher Zimmerer Sonnaneud. de» 39 Mal.«bn-ti 8z Ihr. im englischen Dwoli, Kirche aller 41 St. Georg. Tagesorbu.: Die Emwicktlung der Arbeiterbcwrgung Im Allgem-ia-n. Um zahlreiche Bctheilignnq«sucht I. Austr: L. Pfeiffer. Kür Havtvurzi. Allgemrinrr Me allakbeilervt baud. Mitgliedecvrrsammlung frVUn■ K 29 ckt-e-i!> z khr, im Salon zum Roland, 1. Jakobstr. 19. Tagrsordn.: 1) BorüanZswahl. 2) Agitation». Der provisorische Bevollmächtigte. Fü? Howbnrg. Große VolksversamMlung Arritag, den 29. Mai Ak-cadS 3t Uhr, in Tütge'S E'abllsscment.' Tagesordn.: Der von vr. Gcsson in der Bürger'ch«" grstell e Antrag. Der Herr Do'tvr wird zu dieser Versammlung ewss laden, um dem Volke begreiflich zu machen, wozu es solth! Vormundschaft bedarf. Es ist Pflicht cineS J-den, am Platze zu sein. "C. H.«otkamp- r- 61 F«r Hamdvrg Geschlossene Mitglieder- Versammlung deS Velbaudes der Mempner uua verwaudteü Berussiienossell. Sguvabevd de- S>1. Mai,«beod» 8z Uhr, bei Herrn Eckhardt, Sch-ppeuste l 22. � Tagesordn.: 1) N-uwagl de« Orisvorstande». 2> Kke des BcrwaitungSralh«. L. Stoffel. Bevoll» Für«Ilona mitT Ottensen. Allgem devliwer Maurer- ard Slklnhaoer- Ado, yfiiia ? ttont la.1 f-, bei I fe; Geschlossene Mitglieder-Versammlung Fiatufl, aei» 2# i"ai.«veuns 8t Uhr, im Saal der Maurcrh-rberge Tagesordn: FoNsetznng der Tiskusfiou. BereinSav? genheiten. Verschiedene« und Fraackasten. Der Bcvollm. Kläsche»� Für Ottens««- PaneiverlaMMliwg Mltnkog. d-n i Juni AbevdZ 8z Uhr, in Carl« Ruhe. M- TageSordn.: Berichtcrsta tung von dir Gencralverso� � lung.___ F. H eer ho" Für Kirchspiel Nienstedten und Umgegend Deolsider Zimmrrerduud. Geschlossene Mitgliederversammlung Tslmabend. aeo-st'. Dl t, Ao-u-'« 7z Uhr, bei C. Marten« in Nievstädt'N TageSordn.: Die Wahl cintS Delegirtcu zur Geuert sammluog. _ Um zahlreiche Bckheiligung ersucht_ ur �Ibe frid m lnirt inte lgen ichst um ausd t" in Allgemeiner deutscher Atbeiter-Bereiu. Geschlossene Mitglieder-Versammlung SawSiug,"en 39. Mal Aben s 84-b: in der Restauration Hunlchcidt. Fritdrichsstraße. Tagesordn: Abrechnung. Berchied-ve«. D-r Bivollm Emil Anderes d. N Für Do tw-u Montag früh 5 t» versammeln sich die hiefigen LassaUeancr zu einem gck schaftlichin Ausflug b;l Hirrn B o»pot h Der Bevollmächi�« Für Wald. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Mitglieder-Versammlung Vsiwttltz.> v 3l rnai. N- chault g- b Übe, im Lokale des Winde« Rod. Beien. TageSordn.: Die Zeiinngslommission.__ Der Bevoll Für Frai'Isnrt a. AI. und Umgearod- Allgc«-ciur M»taUa> beitcrve samw� Sawstnq, hc 39 Mai AdeaSS»z Uvt, im Lokale des Herrn Becker, ZcU 47 und Holzgra� Tag-So du.: Verabreichung der Pioto'olle d-S»V a-beilirkongr-firS in Hannover, sowie t-cr Statuten te�I Melallatdctler-VerbandcS und E-nzrichniing In d nselv _____ I A.: H. Mat�' Für Dresden. M gen: einer i> rtscher Arbeitek-Berei Mitgliederversammlsug Eonnade-!.', öev 39 Mut. Abend» v Uhr» iz in der C'nvrisation. ,, � �üe " Sl»� � Und WW�W Mittwoch ctu 3 Juni, Um zahlreiches Erscheinen er ucht Geschloffene Mtgliedervcrsamml««» l Herren-Garderobe-Magaziil Gebrüder Goria, Lothringrrstroßc 21(früher Wollancksstroßc), Mitg ild-r de Allgemeinen demlchcu Arbcitcr-Berm Lager vo AtbcliSvnzügcn, gr. Aosw. v. Tut u. Bv» Bestellungen nach Moaß weiden in kü zester Zch angü Mit dem heutigen Tage übernahm ich die bish� Herr» Joh. Hahn geführte Schenkwirthschaft, verbunden mit schöstcm Saal nebst Pi«� Letzteren empi hie ich besonders für Hochz-Ileu und. Festlichleiten Für gute Sp i>cn und Getränke best tragend, zeichnet Hochachtung- oll Louis Käßrer, Elbeiftld, � Ludwig- un»(Keorg-tistiasteo-Eckc, NB. Billard neurster Konstruktion.__ Geschästsauzkifte. g- Hierdmch bitte ich die Parieige,»ssen Hamburgs. mich hlercklbst et blirt bade, mich mit allen vorlot» Schn-machrra.bcilen bee'i'kN z»«ollen. Hamburg, im Mai 1874. C F. St-inhänfer, Lang- Mührea 46 (*» �nbi| Druck von t. Jhrtug Nachfolger(Adolk Bereiu) �-«ncn Verantwortlich für die Redaktlou: C. vecker dt � � �isse Berlag von W. Gcüwrl in Berlin. l °b-s