zcr'chG r. 61. Berlin, Sonntag, den 31� Mai 1874. 4. Jahrgang. Re«er ieuvzg-rschsni erzl Ma! ülld zwar: Diea»az», ll Ii. S'lla abend» Wendg� Kennen»«,, r«-Vr«i? incl. Nrillgerlohn viertel» «umerando 17", Sgr., mo. 63t., einzeln Nummern «ei den PostSmteru in Preußen »ei den außervrenß. Poftam- »«utschlan! aleichfall» 1« Ear. l Lrenzer swd. Währ-! Zmlll-Dcmoknt EigevthitA drS Allgemeiue« deutsche« Rrbeiter-Bereius. «cboitüm u. lirvediteo» Berlin, DreSd-llerSraß e Nr- SS. S-steiillllgell»erben auswärts bei alle» Lsstamterll, w Ve-in in der Sxpedi» iion, sowie bei jedem Eveditenr, ent« zegeimeuommen. Zllserat«(in der Expedition aufzureden , � werden pro dreigespalteue Petit-Zeil, M'der deren Raum mit 4 Sgl berechu« Arbeiter-Annoncen die breispaltiz» Zelle oder deren Raum 7 Sgr: �ür den Monat Juni kann jetzt aus- . W � bei sämmtlichen Post-Anstalten den enen Soeial-Demokrat" nirt werden. Auch für Berlin beginnt ein tsabonnement, und nehmen alle Spedi- nd die Expedition deö Blattes Bestellun- 'entgegen.— Wir ersuchen daher die igenossen, diese Gelegenheit zu einem lachst zahlreichen Abonnement zu benutzen ' um Jrrthümer der Postbeamten zu vermei- , ausdrücklich den„Neuen Social-Demo- in Berlin zu bestellen. Die Redaktion. ich-5. >tts ud- :ntt«i SB. »g Ein neuer Triumph de-? heutigen Produktionsweife. aße. lauter Jubelschrei läuft jetzt durch fast glicht deutsche Zeitungen über ein neues„prak- IllSfEtT Vorgehen verschiedener Fabrikanten gegen »h�beiter, welches auf mehreren Gruben in uud stit einiger Zeit in Anwendung ge- r und einem gewissen Generaldirektor Mül- � Entstehen verdankt. » 0. schreibt beispitlSweise das„Frankfurter Jour» ''Bbtia es auf die vielfachen ArbeitSentlassan- raelche in Folge der GeschäftSkrise auf den mei- Gruben WestphalenS stattgefunden, hinweist, endcS: lue Ausnahm', jedoch davon bilden mehrere Dortmunder en. Dar- hat man nämlich die meisten der leistungS- -a und tüchtigen Arbeiter auf den früheren Lohnsätzen ollster ArbcitSihäiigkeit belassen, dagegen eine Ersparniß eintreten lassen, daß man elle Arbeiter, welche nicht uforderungen entsprachen, entließ Wir können kon- daß die Leistungsfähigkeit des Werkes hieidurch nicht acht wurde, indem der gesunde Kern der Arbeiter trc angestrengtere Thätigkeit den Ausfall der eniger " Aibeitcr vollständig ersetzt hat. Insofern dar »such, der Herrn Generaldirektor Müller seine Ent verdankt, als ein glücklicher bezeichnet werden. " muß doch bei einer solchen Nachricht so � der Herren Fabrikanten das Herz im Leibe haben. Schade nur, daß bis jetzt noch nicht "ine Verfahren vom Staate zum Gesetz er- �Und in allen Fabriken obligatorisch eingeführt ' h>er ist wenigstens einmal die Moral unserer en Gesellschaft nackt und unverhüllt ausgespro- So lange im Arbeiter die männliche Kraft schänden, mag eS wohl gehen. Aber wehe �nn durch die übermenschliche Anstrengung �äfte etwas zu erschlaffen anfangen, dann s brod- und arbeitslos auf der Straße. Der besten Fabrik er im Schweiße seines Ange- und Nacht gearbeitet, kennt ihn nicht Daun heißt es:„Der Mohr hat seine .Weit gethan, der Mohr kann gehen!" � unmenschlich und grausam ist eS uicht, wenn 'e in Dortmund, alle die Arbeiter, welche Wt dem größten Aufgebot ihrer Kräfte gear- "üd nun vielleicht nicht mehr im Stande sind, � schwere Arbeit, wie vor 5 oder 10 Jahren, 1 3«, Invaliden sind sie ja noch nicht ein- �hlich auf das Straßenpflaster wirft und J'ch verhungern läßt! Denn, daß durch die J�histe heutige Produktionsweise so und so f lirer besten Arbeiter brodlos gemacht werden, $>«6 m bekannt. 1 J ober unsere heutige prostituirte Presse eine boi�'ü /�bofigkeit befitzt, dieses nichtswürdige Ver- > O�reisen und als nachahmungswürdig hin- ij''st doch unerhört. Wie viel mögen wohl ®eJ,fflen �ohuschreiber, diese Menschen ohne Ehre >3 Wn empfangen haben, um ein solches Ver« Ä-isen. t i8 Hot schon die heouge Produktionsweise �»�usbeutun Man blicke nur jetzt aus unfern Arbeiterstand hin, wie hat ihn nicht leider der Druck der Groß- Produktion in vielen Gegenden unseres Vaterlandes fast unter das Thür erniesrigt. Wie haben in kür- zestcr Zeit nicht unsere heutigen Fabriken in so vie- len Arbeitern jeden Trieb nach geistiger Ausbildung, jedes Verlangen nach höheren und edcleren Genüssen fast gänzlich erstickt. In der That ist ein nicht geringer Theil der deutschen Arbeitcrbevölkerung durch den fluchwürdigen Druck der heutigen Produktionsweise nicht mehr zu einem vollständigen Verständniß deS SocialismnS befähigt und wirft sich in Folge dessen nicht selten in seiner Verzweiflung gerade seinen größten Feinden in die Arme, von wo er fälschlich eine Besserung seiner Lage zu erwarten glaubt. Doch mag auch die heutige Gesellschaft, mag unsere jetzige Produktionsweise noch so sehr dahin arbeiten, alle Arbeiter zu Sclaven, zu willenlosen Lastthieren zu machen, es wird dieses Beginuen ein vergebliches sein. Ucber lang oder kurz, wer kann eS sagen, und an der felsenfesten Mauer vou-�assalle's Arbeiter bataillonen wird und muß die heutige ProduktiouS weise zerschellen. St«� lafl jdJ uf c)r Zere« av.i' liehet (3t� ind [»•' ld, Ein Stück Leibeigenschaft. Es beklagen sich die läi dlichcn Arbeiter jetzt immer mehr über ihre Lage; sie finden kaum einen Unterschied zu ihrem Gunsten, wenn sie sich mit den Leibeigenen früherer Zeiten vergleichen. Recht häßlich klingt freilich dieses den Liberalen iu die Ohren; eS mahnt sie daran, daß der Arbeiter weiß, welche Stellung ihm in der Welt zukommt, und selbst die christliche Religion den hartherzigen Mammonsknecht verdammt, und daß er ficht, wie dennoch viele feiner Brüder leiden und dulden müssen, nur weil sie eintreten für das Cvan- gelium dir Freiheit und Brüderlichkeit. Zu gera nur möchten die Liberalen den Arbeitern einreden, daß sie freie Männer seien. Die Presse und die liberalen Wortführer geben sich hierbei die größte Mühe; so hörte man vor kurzer Zeit im Reichstage von Herrn Schulzc-Delitzsch die hoch klingenden Worte:„Wo man den Arbeitern daS all gemcme gleiche Wahlrecht in die Hand gegeben, ist es lächerlich, von Sclavcrei der Arbeiter zu reden. Nun, das Wahlrecht haben freilich die Arbeiter erhalten, wenn sie aber nicht so wählen, wie ihre Arbeitgeber eS wünschen, dann ist es zu Ende mit ihrer Freiheit. Beweise dafür haben wir in jeder Stadt, wo die Industrie blüht und wo eS liberale Fabrikanten gicbt, aber nirgends tritt uns die Maß- regclung fleißiger, tüchtiger Arbeiter wegen ihrer Ge- sinnung iu einer brutaleren Weise entgegen, als in den ländlichen Kreisen. So z. B. im neunten schleswig-holsteinischen Wahlkreise, wo der Cigarren arbeiter Reimer gewählt wurde. Vor der Wahl erklärte ein gewisser Baron von Boje, wohnhaft in der Nähe von Eutin, welcher die oberste Verwaltung der großherzoglich oldenburgischen Fideikommisgüter hat, mehreren seiner Arbeiter: Wenn Ihr Euch untersteht, den Reimer zu wählen, werden Euch sofort Eure Wohnuuge» ge- kündigt. Die socialistischen Arbeiter wählten; nirgends wurden von ihnen die Schranken des Gesetzes über- treten; aber nach der Wahl habe» die Gegner Wort gehalten. Zu Oldenburg in Holstein fand eine Konferenz der Pächter, Grundbesitzer, Jnfpek- torcn u. s. w. statt, und hier wurden alle Diejenigen bezeichnet, welche Stimmzettel und Flugblätter ver- breitet, oder am Tage der Wahl an der Wahlurne die Wahlhandlung überwacht hatten. Und hierauf wurde allein iu den Fide.kommißgütern des Groß- Herzogs fünfzig Familienvätern die Wohnung gekündigt; eS wurde ihnen das Recht der freien Lrzt ichen Behandlung genommen und die Holz., Torf die Zahl sämmtlicher Geächteten auf etwa zwei- hundert beläuft. Um diese Maßregelungen recht würdigen zu kön- neu, muß man die dortigen Verhältnisse speziell ken- neu. Wird einem Manne die Wohnung gekündigt, so wird er dadurch vollständig obdachlos, denn alle Wohnungen sind Eigenthum der Gutsherren und diese verbieten jedem anderen Einwohner, den Ausgesetzten aufzunehmen. Auf den ersten Blick mag man dicS für übertrieben halten, aber eS giebt Bei- spiele genug, daß Gutsbesitzer durch königlichen, refp. großherzoglichen Befehl gezwungen werden mußten, ihren Leuten Wohnungen zu geben. Jetzt ist wieder ein solcher Fall vorgekommen. Ein Arbeiter wurde durch den Besitzer von Nixdorf und Bürau, Herrn v. Buchwald, ausgesetzt, aber da dem Gutsherrn die Pflicht obliegt, für ein Unter- kommen feiner Leute zu sorgen, so wurde jenem Ar- beiter in Oldenburg eine Wohnung gemiethet. Aber was für einel Ein feuchtes Loch, etwa 12 Fuß lang und 9 Fuß breit, nebst einem Kochplatz von kaum 5 Fuß im Quadrat; seine wenigen Habseligkeiten, Koffer, Kisten, Schränke und sonstiges Mobiliar, kann er nicht einmal darin aufstellen, noch viel weniger seine Lebensbedürfnisse, und so stehen erstere seit dem 25. April auf freier Dorfstraße und vermodern. Freilich, eS hat der Gcmaßregelte auch einen Arbeiter in den Reichstag gewählt. Derselbe Mann hatte im Jahre 1870 schon ein- mal das Unglück, in einem erbärmlichen stallartige» Raum mit noch zwei Familien und sieben Kindern ein Vierteljahr eingepökelt zu werden; auch damals standen die Sachen sämmtlicher Leute die ganze Zeit auf freier Straße, und der Raum war so klein, daß «ine Bettstelle nicht aufgeschlagen werden konnte. Durch daS Schlafen auf feuchter Erde zog sich die Ehefrau des Arbeiters ein schweres chronisches Augen- übel zu, und muß sie heute in die feuchte Höhle hinein, so steht eine gänzliche Erblindung zu erwar- ten. Doch was war damals seine Schuld? Der Mann hatte sich au'S Ministerium gewendet, um den Nachweis zu erhalten, ob der Gutsherr die durch alte Legate vermachten Gelder zum Besten der Armen verwende.— Der Nachweis ist heute noch nicht ge- liefert.— Heimlich, wie ein verfolgter Verbrecher, hat dieser Arbeiter sich NachtS bei seinem Sohne, der auf demselben Gute wohnt, aufhalten müssen, in steter Angst, entdeckt zu werden, wodurch auch der Sohn nebst Familie ausgetrieben worden wäre. Das sind Thatsachen, Herr Schulze. Doch hören wir welter: Andere Unglückliche, deren Kontrakte noch nicht beendet find, erhalten keinen Arzt mehr. Niemand darf ihnen Brennholz u. s. w. fahren, selbst wenn sie daS Doppelte au Geld bezahlen, waS üblich ist. klagte uns neulich ein Man», mit Thronen im Auge: Mit todtlicher Angst sehe er der baldigen Niederkunft seiner Frau entgegen, da er ohne Fuhr- werk sei, weit von der Stadt wohne und im Ncth- falle schwerlich einen Arzt beschaffen könne. Sind das nicht herrliche Zustände, Herr Schulze? Wo ist der freie Arbeiter? Wenn der Sclave sich gegen seinen Herrn ver- ging, mußte er die Peitsche fühlen— das nennt man schrecklich und meuschenuuwürdig. Diese Leute nun, die fleißig uud redlich die Güter ihres Herrn vermehren, werden wegen ihrer Gesinnung, die sie doch uicht in den Kauf gegeben haben, wohl noch chlimmer behandelt, denn wer ein Herz im Leibe hat, iberwindet selbst die größten Schmerzen lieber und teht Peitscheuhiebc lieber aus, als daß er seine un- chuldigen Kinder oder sei« Weib, ohne ihnen helfen zu könne», leiden oder gar sterben sieht. Weuu trotz alledem in jenen Gauen die Arbeiter von der social-demokratischen Idee nicht ablassen, noch ich auf ungesetzliche Bahnen begeben, dann muß man zewiß die Größe der sittlichen Idee des SocialismnS anerkennen, zugleich aber auch die Gemeinheit und Korruption derjenigen Presse, welche solche Schänd- politische Wekrstcht. Berlin, 30. Mai. Wie traurig eS noch immer im„Kulturstaate" Preußen mit der Volksbildung beschaffen ist, das ist ja hinlänglich bekannt und die Zeit dürfte daher gewiß nicht mehr fern sein, wo diese Vernachlässigung der Volksbildung in unserem Vaterlande zum Sprüchworte werden könnte. Nicht nur, daß Taufende und aber Taufende von Schullehrerstellen Wochen uad Monate lang unbesetzt bleiben und man fich allmählich an solche„gesegneten" Zustände gewöhnen muß, sondern daß man cS sogar nicht mehr für nothwendig hält, Schullokalc zu bauen, scheint jetzt auch noch auf die Tagesordnung zu kommen. Der Kreis Lennep wenigstens illnstrirt Letzteres zur Genüge. Vor Kur- zem sind ca. 50 Kinder der Gemeinde Lüttringhausen, welche wegen Ueberfüllung ihres Schullokals daselbst „ausgewiesen" waren, und in Folge dessen am Schul- Unterricht in der Nachbargemeinde RonSdnrf Theil genommen hatten, auch von dort„ausgewiesen". Die Kinder entbehren folglich vor der Hand jedes Schul- Unterrichtes, da auch in den umliegenden Gemeinden theilweise die Lehrerstellen vakant sind. Die Zahl nämlich der im Kreise Lennep unbesetzten Volksschul- lehrerstellen, beträgt 33. So lange allerdings noch ein Unteroffizier eine höhere Gage als ein Lehrer, der 10, 20, ja nicht selten 30 Jahre im Amte ist, bezieht, wird sich dieser Uebelstand wohl schwerlich beseitigen lassen. Oder man müßte denn, wer weiß woher, sich Kräfte verschreiben, dieselben vielleicht drei Jahre, oder überhaupt nach Bedürfniß, gehörig„dril- len" und ihnen dann einen solch traurigen Posteu aufzwingen. Was wäre denn nicht Alles im„Rechts- staatc" Preußen möglich? Die jetzigen LandtagSverhandlungen im Großher- zogthum Baden, zeigen wieder einmal recht deutlich, wie viel den nationalliberalen Phrasenhelden am Wohle dcS Volkes gelegen ist. Die badische Regie- ruvg hatte nämlich der Kammer in der jetzigen Sef- fion einen Gesetzentwurf über die Einführung einer Einkommensteuer vorgelegt, worin alle Diejenigen, welche ein jährliche» Einkommen unter 500 Thaler besitzen, von dieser Steuer ausgeschlossen sind. Dieser GesetzeSentwurf stieß bei sämmtlichen liberalen und natio- nalliberalen Abgeordneten auf die heftigste Opposition. ES wird demnach, wahrscheinlich vor der Hand wenig- stenS, auch diese geringe Steuererleichterung dem Volke nicht gewährt werden. Der Grund, weswegen die Nationalliberaleu diesem Entwürfe so heftig ent- gcgengetreten sind, ist allein darin zu suchen, daß bei Einführung dieser neuen Einkommensteuer dieselbe in progressiven Beträgen erhoben wird. Ueber ein sol- cheS Aufgeben aller VolkSrcchte, über einen solchen Berrath am Volke haben wir kein Wort hinzuzufügen. Ein derartiges Vergehen wird sich selbst richte». In ganz Großbritannien scheint augenblicklich unter dm Fabrikanten die Verabredung getroffen worden zu sein, ihren Arbeitern mehr oder minder größere Lohnabzüge zu machen. In den Gruben von Fife und Chackmannan in Schottland, den be- dmtendsten dieses Königreichs, sind den Kohlenarbei- lern Lohnherabsetzungen von einem Shilling per Tag gemacht worden. Natürlich hat infolgedessen ein großer Theil der Arbeiter bei den schon ohnehin niedrig ge- stellten Löhnen die Arbeit eingestellt. Die noch Arbeitenden werden sich auch bald ihren firikendeu Kollegen anschließen. Wenn in England der Ueber- muth der Fabrikanten in dem Maße fortschreitet, wie er eS in den letzten Monaten gethan, dann könnten leicht noch vor Ablauf dieses Jahres fast sämmtlichc Fabriken feiern müssen. Bekanntlich striken in Kopenhagen die Schuhmachergesellen in Folge verweigerter Lohnerhöhungen seit geraumer Zeit. DaS in Kopenhagen erscheinende „Morgenbladet", welches noch jüngst fich in den ge- meiosten Verläumdungen und Verdächtigungen gegen die strikenden Schuhmachergesellen erging, schreibt plötzlich, wie umgewandelt, in einer seiner letzten Nummern über den Strike der Schuhmacher:„Der Strike der Schuhmachergcsellen dauert fort. Wir leugnen nicht, daß uns dieses insofem wundert, als wir zu Anfang desselben bei den Gesellen nicht diese Energie und Aufopferung voraussetzten. Jedoch scheint eS diesmal, daß die Gesellen wirkliche nen- nenswerthe Bortheilc erlangen werden, da ihre Hal- tung als eine in jeder Beziehung musterhafte und ihre Forderungen als höchst billige zu bezeichnen sind. Es wäre um so mehr ein Sieg der Gesellen zu wünschen, da ihre Lage keineswegs als menfchenwür- dig hivgestellt werden kann. Es wird aber ein lan- ger uüd beschwerlicher Weg für sie werden, und je weiter sie vorwärts kommen, desto beschwerlicher wird er werden/ Wenn also selbst ein arbeiterfeindliches Blatt in d!cskr Weise zu Gunsten der Strikenden Xav»»»--«v«< � t.X. gedrückte gewesen sein. Hoffentlich wird daher auch der Sieg der Strikenden, der bei ihrer Energie nicht ausbleiben kann, ein um so größerer sein. In New-Vork hatten am 29. Mai die dortigen Socialistm zu Ehre» Rvchefort's, der an diesem Tage daselbst von San-FranciSco eingetroffen war, eiae großartige Demonstration veranstaltet. Rochefort selbst wird sich nur kurze Zeit in New-Aork aafhal- ten und dürfte daher schon in den nächsten Tagen seine Einschiffung nach London zu erwarten sein. Bekanntlich waren nach der Einnahme von Car- lhageua die spanischen SvClalisten auf französischem Boden gelandet. Jetzt hat die Pariser Regierung einen Theil dieser Flüchtlinge, an Zahl 900, der spanischen Regierung ausgeliefert. Ueber die andern noch auf französischem Grund und Boden sich be- findlichen Socialisten sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Jedoch wird dieselben ein glei- ches Schicksal treffen. WaS wäre auch von der Re- gicrung eines Mac-Mahon Anderes zu erwarteu. Die HungerSnoth in Ostindien fordert noch un- unterbrochen neue Opfer. Besonders haben die in letzter Zeit so heftig auftretenden ansteckenden Seuchen unzählige Menschenleben dahin gerafft. Es ist wirk- lich unverzeihlich, mit welcher Frivolität die englische Regierung diesem Nothstand begegnet. Nachdem schon Tausende und aber Tausende dem Hunger oder den schrecklichen Epidemien erlegen, geruht man end- lich durch einen Arzt die mit der HungerSnoth ver- knüpften Krankheiten einer Untersuchung unterziehen zu lassen. Es wird vielleicht dann noch das ärzt- liche Gutachten im günstigsten Falle einer Spezial- kommission Bericht erstatten und die Sache ist voll- ständig erledigt. Der Proletarier, der Kleinbauer und Handwerker mag weiter hungern und mit Weib und Kind elend dahin sterben, er wird ja doch bald wieder ersetzt. * Das nach Schluß der ReichStagSsession auS- gegebene Sprechregister der Neichstagsabgeordneten giebt zu verschiedenen interessanten Betrachtungen An laß. Am meisten von den Reichsboten hat Windt- Horst gesprochen. Derselbe hat nicht weniger als 78 Mal daS Wort ergriffen. LaSker kommt dies- mal erst an zweiter Stelle. Derselbe hat nur 64 Mal sein Rednertalent gezeigt. Jedoch übertreffen, was wenigstens die Quantität seiner Reden anbe- trifft, dieselben die Wiodhorst'S um ein Bedeutendes. Nächst diesen kommen Marquardsen, Mallinck- rodt, und Miquel welche durchschnittlich 30—40 Mal gesprochen Haben. Die übrigen Reichsboten find, mit wenigen Ausnahmen, nicht über 10 Mal als Redner angeführt. Ein großer Theil hat sich sogar nicht ein einziges Mal zum Worte gemeldet. So wäre also LaSker, der Anzahl der Reden nach, diesmal nicht der Erste. Sicher wird er daher in der nächsten ReichStagSsession schon dafür sorgen, daß ihn Keiner, auch der Anzahl der gehaltenen Reden nach, wieder überflügele. Welches Glück nur, daß er nicht noch Mitglied des Herrenhauses ist. WaS müßten wir da nicht noch AlleS zu hören bekommen. * Wie schwer und drückend die jetzige Geschäftskrise auf dem arbeitenden Volke liegt, und welche schreck- liche Opfer sie noch unausgesetzt von ihm fordert, beweist folgender Vorfall: Vor einiger Zeit war in Folge längerer Arbeitslosigkeit der ArbeitSmann Wilhelm Haß auS Prenzlau nach Berlin übergc- fiedelt. Aber auch hier traf ihn ein gleiches Schick- sal. Nachdem er wenige Wochen für einen Hunger- lohn gearbeitet, sah er fich wieder außer Arbeit. Trotz aller angewandten Mühe wollte es ihm nicht gelingen, Arbeit zu bekommen, und so gerieth er denn, nachdem seine geringen Ersparnisse aufge- zehrt, die entbehrlichen Sachen in'S Leihhaus gewandert, in Schulden. In der letzten Zeit stellte sich auch noch Kränklichkeit ein, und als nun gar der Schlafwirth ihm der rückständigen Miethe und des VerpflegungSgeldcS wegen die Schlafstelle kündigte, packte den Armen Verzweiflung und Lebensüberdruß, und so faßte er den Entschluß, seinem Leben ein Ende zu machen. Zu diesem Zwecke verschaffte er fich eine Quantität Scheidewasser und trank dieselbe am Donnerstag gegen Morgen auS. Als kurze Zeit darauf die Frau feines WirtheS mit dem Kaffee in'S Zimmer kam, empfing er sie mit den Worten:„Ich habe mich vergiftet, ich muß sterben." Wirklich er- folgte sein Tod auch kurze Zeit darauf. Und trotz dieses Vorfalles, der eine furchtbare Wahrheit in sich enthält, der über die heutige Produktionsweise das TodeSurtheil fällt, ist die alte Lüge v»n dem Faul- lenzm und Schlemmen der Arbeiter noch tagtäglich in den Zeitungen zu finden, und solche Bvrfälle wer- den natürlich todtgeschwiegen. Gleichviel, daS arbeitende Volk wird solche Vorfälle nicht vergesseu und sie fich ein Sporn zum großen Kampfe sein lassen, der nur mit dem vollständigen Siege des vierten Uerems-Theil. Die Generalversammlung deS Allg. deut Arb.-VereiuS schreitet mit der Erledigung l, circa » der Z lberali ar . war ihrer Geschäfte rii�lln. z fort. Wir geben nachstehend die Namen der aa> l"ch sei senden Delegirten; es sind: Araold(Fiosterwalt J'1"" väthke, Fritzfche, Reimer und Schlesinger(Berld ber.j Bauer(Offeubach), Bohle(Bielefeld), Böttcher(Lii blsse d bürg), Dohne(AscherSleben), Deuchert(Kl.-Ste% B- hcim), Domcier(Minden), Dreesbach(ttarlscah Daßbach und Jodry(Hanau), Dietzmann(Berli � � Ehmann(Dietesheim), Finn(RummelSburg),!'likra! Frick(Bremen), Fr. Frick(Barmen), Funk(Gr«>- Herr Auheim), Frohme und Fleischmann(Frankfurt a. M,"""l Gruhl(Lundea), Hartmann, Vater und Math! � g|j (Hamburg), Heerhold(Ottensen), Hcinecke(Uelz Härtung�(Flensburg), Hemel(Vegesack), Haß(Nl stadt), Hesch(Celle), Hähl(Mannheim), Haff (Stuttgart), Heintzel(Kiel), Hartwich(Cassel), Kb (Elberfeld), Kamigann(Köthen), Keller(Görli Klute(Osnabrück), Knollmann und Meister(Ha nover), Kloth(Wandsbcck), Lingner(Achim), Letl (Essen), Luchtenberg(Solingen), Moldenhauer(Deffa� Marten(Delmenhorst), Ohlig(Heusenstamm), thermund(Hamburg), Rackow und Winter(Alto! Rönnekamp(Lraunschweig), Reitze(Hagen), derS(Breslau), Stuhr(Dresden), Scelig(Dl mund), Schäfer(Glauchau), Steffens(Harbu! Spielmann(Peterswaldau), Schwartz(Lüb Strecker(Göltingen), Täckel(Iserlohn), Trilli (Wilhelmshaven), Wode(Verden), Werlitz(Lrl denburg)._ fra." M». Aaftu 'Mac , Staate "t Hi der91 dersrl "ifptl ig de ;ibij le hiei ifltän r bei ial-t» Ibm ■SL ig toi nfalli « 3t / dar. Ottensen, 22. Mal.(Abrechnung für die ReW tagZwahl im 5. n 6. Schleswig-H olst. Wahlkrei! Einnahme: Von P. Nies in Ottensen I.—.—. Von Tis lern in Hamburg durch Härder 40.—.—. Von Mitgb d-rn des Allg. deutsch. Arb.-Berein» in Hamburg 40.—.'? R. ff Bon der Hauplkasse in Berlin 350.—.—. Von Pard �-Boß, genossen in Altona 100.—.—. Summa 531.—.'— Allsgaben: An Hecrhold in Ottensen 100.—.—. An Bei Auf j mann in Tellingstedt 3.—.—. Für Agitailon aa Wb«'herein für Nooember In Itzehoe 3 22.—. An Diäten fibr 4' 7. 15.—. An Porto für November—.15.—."" ;n ynr* � ■. Laut P« j W Konferenz II men« � Wto, 2 Der< jird hie, phrzohl die indei abe| I mit .«In. schein Unterstützung gesandt nach den von der Heide bestimmten Orten 85.—.—. An(Siemens. in Heide 2.—.—. An Fahrgeld und Agitation für (Novbr. u. Dezbr.) 12.—.—. An Will In Wilster(W 2.—.—. An denselben laut Postschein 15.—.—.> Stüven in Kellinghulen 10.—.—. An den Wahlvereio Itzehoe 50.—.—. An Fahrgeld und Diäten für W' 3. 28.—. An Porto 4. 18. 6. An Druckkosten(« Wahlgang) 95,—.—. An Schreckenbach 10.—.—. SieverS nach Wörden 5.—.—. An Carsten« nach Büs( 10.—.—. An Stüven in Kellinghusen(engere V 10.—.—. An Depeschen, Porto u f. to. 4.—.—. Druckkosten laut Belag(engere Wahl) 88.—.—. SM 521. 8 6. Rekapitnlatlou: Einnahme 531.—.—. A gäbe: 521. 8. 6. ES bleiben also in denn zwei dieser Scribenten, Stadrian und Stütz, tt«� auf, um gegen den Referenten zn sprechen. Es waren w- nur entstellte Thatsachen, die fic zu Ihrer Bertheidigung �"5H)| vorbrachten. Als DreeSbach daS Wort wieder ergre»'! wollte, um diesen Leutchen etwas heimzuleuchten, wurde � den In nicht geringer Zahl anwesenden Freunden dieser! raten durch einen solchen Höllenlärm unterbrochen, daß«■ iwitii vurcy einen(wia�c« �yuciuwv«» �. Versammlung geschlossen werden mußte. Bei weiteren i sammlongen, wozu diese Herren eingeladen waren, sie nicht, unter Angabe haltloser Borwände. Am feierten wir hier unser diesjähriges Stiftungsfest, das l'Jfr"'. eines zahlreichen Besuches erfteute. Kämpfen wir als». L,.8 der vielen Feinde ruhig weiter. Der Sieg kann on» da-' nicht fehlen. Mit social-demokratischem Gruß„ 1/. A. Schnier, B-volliM � ienbach. 30. Antit. 'chni 'Ä»- ES 1 > circa 2000 Personen besu!' i�mlung statt. >> d» Tagisvkdnuug stand:„iai Larzchea der Ratio- utD�alen im Reichstage und die Auflösung der Ford Mtspartli. Volksvertreter und Klassenvertreter." Rcfe> ?�«ar der ReichStagsadgcordnete Herr Haffelmann aus ruWn. Derselbe entledigte stch in einer zweistündigen Rede an! Mch seiner Aufgabe unter der spannendüe» Aufmerksam- seiner Zuhörer. Hauptsächlich beleuchtete derselbe da« daktbruch-, da« Militärinvaliden- und dr« Preßgesetz in •fj derständlichcr Weise. Folgende Resolution wurde am sLlll«sse der Versammlung einstimmig angenommen:.�Die ItS"Zr Volksversammlung erkennt da» Vorgehen der social« kcai �tischen Abgeordneten im Reichstage vollständig als im die des ausgebeuteten, seiner socialen und politischen Frei- er« vi beraubten Volkes an, und beschließt gegen den natio- >, �'liberalen Abgeordneten de« Wahlkreises Offenbach-Die- Gr«>> Herrn Friedrich Dernburg, ein Mißtrauensvotum. cgz Anwesende verpflichten sich bei der nächsteu Reichstags- ' l nur einem sccial demokratischen Kandidaten ihre Stim« / J" Seben, so wie auch mit allen Kräften sllr denselben ielzei birken." Mit social-demokratischem Gruße (Nt.. Ferd. Bischosf. iiass> 23. Mai.(BersammlungSauflösuug und 1\ Haftung.) Freitag, den 22. Mai, hielten wir eine .'dersamnilung ab mit der Tagesorduung:„Die Aufgabe iorU> die Verfolgungen der Social- Demokraten", sHafttr Herr Meyer rcferirte. Nachdem derselbe 1j Swn- � größten Zufriedenheit der Anweseudeu den ersten der Tagesordnung erledigt hatte und zum zweiten derselben überging, wurde er von dem überwachenden slnspektor Bunzel mit folgenden Worten unterbrochen: den Redner hier unterbrechen Sie haben so eben idigung gegen Beamte d-s Staates ausgesprochen. 'e hiermit die Versammlung auf und muß Sie verhaf- :r Meyer bat in Folge dessen um ein paar Worte fklärung. DieS wurde ihm jedoch von dem Polizei� k verweigert, der ihm seinen BerhaftSbefehl vorzeigte. ial-demokratischem Gruße Philipp. tSburg, 28. Mai.(An die Abonnenten de« Morgans.) Die ZeitungSkommisston des„Reuen 'Demokrat" in Flensburg ersucht die Abonnenten, so «8 wie möglich ihre noch restirendeu Gelder zu zahlen ReiWWallS für Monat Juni die Bestellungen zu machen, krei�.M Irrung vorzubeugen. Zugleich werden die Partei- an Ti s? darauf aufmerksam gemacht, daß bei folgenden Wir- Mitg" � Flensburg der„Reue Social-Demokrat" ausliegt: i � Fahr, I. Lund, H. P. Zimmermann, F. Brüg, i Paw�Boß, Albrecht, Reichhard. Die ZeitungSkommisston. l* der Geueralversammlung dcS Allg. deutsch. ? 4N �reius hatte sich ein Herr Wirth mit dem autP> Eöln eingefunden. Da von verschie« lferellZ � �tten(Dortmund, Remscheid zc.) die Anklage >{ dorlag, daß er sich unmoralischer Hand- gtmitcht habe, so wurde die Angele- � Seiten« der Generalversammlung untersucht >rth auf Grund de« s 5 au« dem Allgem. . Arb.-Verein ausgeschlossen. DaS Mandat ist fig Herro Luchtenberg(Solingen) übertragen h Bül« e W« lin, 26. Mai.(Allgemeiner Schuhmacher» er- Der SIrikc in Finsterwalde ist siegreich durchgeführt ird hiermit als beendet erklärt. In Rostock haben schon fhrzahl der Meister unsere Forderungen bewilligt, so die Uebrigen sich bald geuöthigt sehen werden, nach- indem eS sich die schon in Artelt getretenen Kollegen >de gemocht haben, die noch Feiernden so lange that- unterstützen, bis der Sieg ein vollständiger gewor- Da aber in Folge des StrikeS ein ArbcitSauSschluß '(kjsh steht, werden die Kollegen ersucht, den Zuzug einstweilen fern zu halten, denn nur so wird es '{J'rn, den Sieg als vollständig errungen zu erklären. di?«ver und Bremerhafen dauert der Kampf aber noch fort, indem sich bis jetzt die Meister zu keinerlei Dissen Herbellassen wollen; desgleichen auch in Dessau. 'tsuche Ich die Kollegen allerorts, in Hinsicht der ffffl für die drei letztgenavnten Städte Ihre volle l2"t zu thun, damit auch dort ein günstiges Resultat Einer für Alle und Alle für Einen, sei unser l°U. Rur dann werden wir zum Ziele gelangen. H. Deter, Borsitzeuder. 25. Mai.(Allgemeiner deutsch. Töpfer- Zu der am 6., 7. und 8. Juni stattfindenden . Sammlung sind nachstehende Anttäge eingesandt s>?s>d aus die Tagesordnung ge'ctzt, welche ich den ge- •lgliedfch asten zur Kenntnißnahme und Borberathung ' Anträge: Dresden: 1) Gründung einer Kranken- �bnißkaffc. 2) Aufhebung der Brüderschaft. 3) Be ."vigung sämmtlichcr Gewerkschaften den Anschluß , stverkschastSuuIon. Hamburg: I) Ein Vorstands- Vereins soll kein Vorstandsamt in der Produk- �lchaft bekleiden. 2) Der Vorort Ist von Dresden Meißen: 1) Acnderung de» Statuts, daß die tetelseunterstützung nicht braucht wieder retour ge- �1, auch bei erhaltener Arbeit. 2) Beschlußfassung, lldrehcr, sowie Steingutarbeiter in den Bcrem j>n werden. Chemnitz: 1) Gründung einer Ljvl) Begräbnißkasse. 2) Abänderung de»§ 5 der yy�nung, dahin, daß der Beitragsammler nur viertel- 1'chuung dem Borort gegenüber ablegen muß. T. Schmeißer. mg df. �ttvachsell der Wehrkraft der europäischen Staaten seit 1859. f« � Essay über das Anwachsen der Staatsschulden »aß* l v Baxter unterscheidet derselbe drei verschiedene en ih 1,03 die erste die Jahre von 1830 bis 1848, die tWfjSe kI 1«« bt« 1859 und die dritte, noch nicht ab l-S lso � ,S d-- ollui. z bie von 1869 bis zur Gegenwart umfaßt. Cr k.ü der Anfang jeder dieser Perloden sich an große )ttgnlsse knüpfe, daß sie aber trotzdem hinsichtlich d ihrer Dauer kontrahirten Schuldenhöhe da? ihrer Zeit tragen. Hierzu gehört auch die der Wehrkraft der Rationen zu Wasser und zu Schutze gegen äußere wie„innere". Da« unlängst ausgegebene 3. und 4. Doppelheft de§ 13. Jahrgangs(1873) der Zeitschrist des königlich preußischen statistischen Bureaus weist, gleichsam zur Illustration der Baxterychen Mittheilungen, in einem Aussatze die seit 1359 vor sich gegangene Umgestaltung tabellarisch und graphisch nach. ES werden die Zahlen der 1873— 74 verfügbaren Kombattanten nach Waffengattungen, sowie der zur Führung, Verwaltung und Erhaltung erforderlichen Stäbe und Train« und der gesammten Verpflcgungsstärke, mitgethellt, die Rela- tiozahlcn für die waffenweise Zusammensetzung der Heere ge- geben und mit den analogen Zahlen aus dem Jahre 1859 verglichen. Nach Art und Zeit der Verwendbarkeit der or« ganisationsmäßig in beiden Zeltabschnitten überhaupt vorge« sehenen Formationen werden die Truppen dann weiter in Fcldtruppeu, Reservetruppen, BesatzungStruppen und Landes- vertheidigung unterschieden, die Summe aller vier Kategorien al»„Militärische Gesammtleistung", die der Feld- und Re- servetruppen al«„Offenstvarmee" bezeichnet und endlich alles dies iu zwei graphischen Tafeln auch dem sinnlichen Auge höchst anschaulich vorgeführt. Die in den Hauptstaaten während der letzten 15 Jahre eingetretenen Veränderungen sind folgende: Gesammt Oesterreich Ungarn... Europäi'che« Rußland und Kaukasus..... Asiatisches Rußland... Italien, bez.(1859) Sardinien mit den kleineren italienischen Staaten Deutsches Reich, bezw.(1859) Preußen nebst den kleine- reu deutschen Staaten des Bundes...... Frankreich mit Algerien Belgien Niederlande Großbritannini Dänemark Schweden und Norwegen Jahr 1859 1374 1859 1874 1359 1874 1859 1874 1859 1874 1859 1874 1859 1874 1859 1874 1859 1874 1859 1874 1859 1874 lcistung 634,400 856,980 -j- 222, 580 1,134,200 1,401,510 +267,310 89,950 118,300 +28,350 317,650 605,200 +287,550 836,800 1,261,160 +424,360 Offensiv armer 413,800 452,450 +8,650 604100 665,810 +61,710 75,650 87,550 +11,900 156,450 322,000 +165,550 483,700 710,130 +226,430 438,000 525,700 +87,700 53,800 59,140 +5,340 42,200 32,430 —9,770 77,300 71,860 -5,440 38,450 30,500 —7,950 46,300 54,910 +8,610 ganz be 640,500 977,600 +337,100 80,250 93,590 +13,340 58,500 64 320 +5,770 245,800 478,820 +233,020 57,550 48,700 —8,850 134,900 204,510 +69,610 Fast in allen ausschlaggebenden Staaten eine deutende Vermehrung nicht bloS der Defensiv-, sondern auch der Offensivkräfte, deren Erhaltung allerdings den betreffen- den Staaten große Ausgaben verursacht und ihre Finanzen, wie die Steuerkraft der Völker hart in Anspruch nimmt. „..Wenn die militärische Gesammtleistung Frankreichs mit 977,600, dessen Offenstvarmee mit 525,700 Kombattanten berechnet ist, so gelten diese Zahlen nur für da» laufende Jahr. Denn in Folge de« neuesten ftanzösischen Wehrgesetzc« werden jetzt jährlich 12,000 einjährig Freiwillige und 85,000 Ersatzrckruten in das stehende Heer eingestellt, während frü- her das Jahreskontingent, mit Ausschluß der Stellvertreter, nur 47,000 Mann betragen hat. Es wird also für die nächstfolgenden Jahre die französische Osseusivarmce noch um jährlich 50,000 Kombattanten wachsen und im Sommer 1877 ihr Maximum mit 150.000 Mann über den oben angegcbe- ncn Stand erreichen, d. h. sie wird dann auf 675,000 Kom- battanten angewachsen sein. Bon 1877 bi» einschließlich 1881 findet eine Abnahme der Angriffsmaebt Frankreich» statt, weil während dieser Periode stärkere Kontingente, welche während deS Krieges 1870— 71 eingestellt wurden, zur Territorial- armer übertreten, als unter normalen Verhältnissen im Frie- den zur Einstellung gelangen. Ueber da» relative Stärkeverhältniß der Waffengattungen theilt die angeführte Quelle� u. A. Folgendes! mit: Es sind durchschnittlich auf je 100 Kombattanten der Infanterie, bczw. Jäger bei der Offensivarmee folgender Staaten vor- Händen: Reiter. 193 Feld- Ge'chütze. 4,. Genie- truppen. 39 Oesterrcich-Ungarn Europäisches Rußland und Kaukasus 178 4,, 27 Asiatisches Rußland 910 3,.? 5 Italien 57 3,» 23 Deutsches Reich 117 3.« 23 Frankreich 119 5,, 33 Belgien 120 3,z 30 Niederlande 97 4„ 35 Großbritannien 133 4,- 25 Dänemark 77 3,7 38 Auf je 1000 Mann der Friedensstärke stellt sich, bei Uebergang auf den Kriegsfuß, die BerpflegungSstärke, ein- schließlich der Stäbe und Train», wie folgt: Gesammtleistung. Offensivarmee. Oesterrcich-Ungarn 3648 2055 Europäisches Rußland und Kaukasus 2027 Italien 3143 Deutsches Reich 3482 Frankreich und Algerien 2504 Belgien 2466 Niederlande 2728 Großbritannien 7667 Dänemark 4521 1011 1771 2005 1403 1578 1404 1399 2938 Die relative Stärke der Gesammtleistung Großbrttanniens rührt von der großen Zahl dir Miliz, Yeomanrx und jede Million Einwohner zum Heere, einschließlich der Stäbe und Train«, folgende Anzahl Männer ,i, stellen: Gesammtleistung. Offenstvarmee. Oesterreich-Ungaru 27,821 15,674 Europäische« Rußland mit Kaukasus 20,086 10,021 Italien 25,175 13.863 Deutsches Reich 35,815 20,624 Frankreich und Algerien 28,059 16,290 Belgien 20,333 13,013 Niederlande 19 230 9,894 Großbritannien 16,088 2,935 Dänemark 30,392 19 748 Schweiz 77,624 40,251 Serbien 103,913 69,977 Rumänien 30.196 10,029 Nächst den reinen Milizheereu der Schweiz und Serbien», die blas einen geringen Theil de» Jahre« unter Waffen sind, Ist hiernach die allgemeine Wehrpflicht iu keinem Staate in fo hohem Grade zur Wahrheit geworden, al».im Deutschen Reiche Da aber reine Mili.armeen für Angriffskriege ihrer Organisation nach nicht wohl zu verwenden sind, so ist die hohe Ziffer der von der schweizerischen und serbischen Be» Völkerling aufzustellenden Offcnsivormcen ohne solchen Eizfluß, wie die anderer Staaten, z. B. de« deutscheu Reiche». Da- gegen folgt in Bezug auf die relative Heranziehung der Be- völkerung für die außerhalb de« eigenen Staatsgebiete» ver« wendbarcn Streitkräfte auf da« deutsche Reich zunächst Däne- mark, dann Frankreich, Oesterrcich-Ungarn und Italien Selbst vereint ist deren gcsammte Offenfivkraft nicht viel größer, als die Defensivkraft des deutschen Reiche». Man sieht also hieraus» welche Liebe zum Frieden der deutschen Regierung inne wohnen muß. Vermischtes. *(Lrbeiterunglück.) Ein schreckliche« Unglück bat sich iu dem der Gemeinde Neu-Gersdorf gehörigen Stein- bruch zugetragen. Fünf Arbeiter saßen eben bei der Vesper, al» der eine mit dem Rufe:„Jetzt kommt die Wand her» unter!" die ruhig Dasitzenden zur schleunigsten Flucht veran- laßtc. Doch schon war cS zu spät; drei Arbeiter wurden total verschüttet, während zwei andere mit minder schweren Verletzungen durch die herabfallende Steinmasse davon kamen. Zwei der ersteren find als todt zu beklagen. *(Der Jahrestag(9. Mai) de« Wiener Krach») hat verschiedenen Wiener Zeltungen Stoff zu längeren Ar- tikeln gegeben. Wir geben hier eine Bergleichnug der Kurse, wie solche vom 9. bi» 8. Mai eintraten: Kurse vom Kurse vom 9. Mai 1373. 8. Mai 1874. Kreditaktien 315 217 Anglobank 262 134 Unionbank 227 102 Wiener Bankver+l 330 71 Ocsterreichische allgemeine Bank 26? 51 ESkompte. Bank 1155 860 Fraaco-dstcrreichlschc Bank 122 33 Länderbanken-vcrcln 148 45 Handelsbank 250 68 Maklerbank 180 Null Wiener Wcchslerbank 230 Null Kommisfionsbank 165 Null Borschußkasscn-Vcrein 240 1 Real-Kreditbank 245 90 Bereinsbank 132 11 BerkehrSbank 200 90 Jndustrialbank 88 Null Effektenbank 200 14 Report- und Kreditbank 193 42 Kommerzialbank 125 19 Wcchselstuben-Gesellschaft 150 68 Lombard-Berein 220 55 Depositenbank 105 28 Börsenbank 165 Null Arbitrage-Maklerbank 220 Null Auglo-Baubank 199 64 Brigittenauer 100 17 Parzellirungs- u. Baugescllschaft 105 24 Wiener Bauvereln 80 32 Janerberger 315 188 Handelsgesellschaft für den Reali- tätenverkchr 70 5 Jndustrial-Baugesellschaft 85 2 Uuion-Baubank 122 36 Union-Baumaterialien-Gesellsch. 65 11 Bergbahn 135 25 Tramway 325 140 Omnibus-Gesellschaft 105 18 *(Demonstrative Gürtel.) Viele Arbeiter in Frank- reich tragin einen Gurt um den Leib, eine Gewohnheit, welche sich seit der Eroberung Algiers in allen Theileu deS Landes eingebürgert hat. Besonders zog man aber die rothen Tücher vor, welche dann in Gemeinschaft mit dem Weißen Hemde iu der blauen Blouse die Nationalfarbcn bildeten. In letz- terir Zeit ist diese Mode vielfach al» radikale Demonüratton benutzt worden. In Folge dessen hat der Maire von Avlgnon sich nun veranlaßt gefühlt, sämmtllchen für städtische Rech- nung arbeitenden Leuten das Tragen dieser„demonstrativen" Gürtel zu verbitten. Briefkaste». Annoncengebühren für Monat April in Silbergroschen berechnet: Altona: Volts« resp. Parteivers.(195|). Urb.-Unterst- Verb.(100). Zimmerer(16j). Tischler(36). Schuhmacher (18). Formerbund(lOt). Festcomitö(28j). Krankenkasse de» Arb.-Untcrst.-Vcrb.(32). Maurer(20). Parlaments« wahlkasse(32). Geburtstagsfeier Lassalle'«(156). Rackow (36). Jfaac« u. Co.(64). Heinson(48). Heinrici(26). Köhnkc(8).«retchen Jette Gratl.(4lj). H. Feddern(6). Teichstraße 20, Kartoffelhaudel(6). Aken a. E.: Allgem. deutsch. Arb.-Verein(3). Berlin:(Allgem. deutsch. Arb.« Berel»(536j). Arb. Unterst-Verb.(55£). Zimmcrerbuud (311). Akkordträger(92). Putzerklub(72). Tischler(104). Tischlermatiuöe(314). Maschinenbauer(124). Eisen« und Metallarbeiter(22). Maurer(166). Böttcher(60). Arb.» Frauen- und MSdchenvcrein(36). Etuhlarbeiter(42). Sttikevercin der Schneider(84). Schuh""""" nt. (12). Marianntvstr. 19, 2 Tr.(6). Hayn(3). Renz(14). Dwillat(24).— Bremen: Allg. deutsch. Zrb.-Berein(k>2) Schuhmacher(35). Geburtstagsfeier Lafsallc's(28). Stcm- dach(29). Heß(29).— Barmen: Allgem. deutsch. Berein(112�. Arbeiter-Frauen- und Mädchen-Berein(14). Mann(13j).— Bielefeld: Allg. d. Arb.-Berein(18). — Barmbeck:(44).— Brandenburg a. H.: Allgem. deutsch. Arb.-Berein(28). Arb.-lluterst.-Berb.(33). G-bnrte- tagsfeier Laffalle'S(39). Ard.-Frauen- und MäSchenverein (32).— Breslau: Allg deutsch. Arb.-Berein(13�.— Buntenthorsteinwcg: Allgem. deutsch. Arb.-Berein(18). — Bochum: Allg. deutsch. Arb.-Berein(32).— Bockenheim(24).— Töthen: Arbeiterfestcomito(18). Schiedewitz(15). Gratl.(22).— Cöln: Allgem. deutscher Arb.- Berein(44j).— Coswig: Allgem. deutsch. Arb.-Berein (12).— Cassel: Steinmetzen(29).— Charlottenburg: Maureevereill(22).— Dortmund: Allgem. deutsch. Arb.- Verein(16). Gratl.v.G.A.anBaßniann(4).— Düsseldorf: Allgem. deutsch. Arb.-Berein(39). Joseph Münk(6).— Dresden: Allg. deutsch. Arb.-Berein(69). Geburtstagsfeier Lassalle's(29).— Dörningheim: Stiftungsfest de« Allg. deutsch. Arb.-Berein«(36).— Delitzsch: Allgem. deutsch. Arb.-Berein, Fest(39).— Eimsbüttel: BolkS- Versammlung �6). Concert und Ball(89).— Elberfeld: Allg. d. Arb.-B.(48). Kongreß d. Maurer u. Steiuh.(79). Eutin: Bolksvirs.(34)— Essen: Todesanzeige von Kre- mer(16).— Frankfurt a. M.: Allg. deutsch. Arb.-Ber.in (99). Geburtstagsfeier Lassalle's(38). Abenduutrrhaltung (l9j). Chr. Hoffwann(24). P:inz, Mittagstisch(4�). H. Groß(6). Stillgebauer(16).—Flensburg: Wahloerein(31). — Frankfurt a. O.: Allg. deut'ch. Arb.-Berein(34). Tischler (14).— G elseukircheu: Allgem. deutsch. Arb.-Berein(99).— Großborstel: Allg. deutsch. Arb.-Berein(29).— Geesthacht: Allg. deutsch. Arb.-Berein(8).— Genthiu: Bött- chcrverein(13-1). Hamburg: Allgem. deutsch. Arb.-Berein (136). Zimmirerbund(299�). Maurer u. St-inhauer(38i). Tischler(124�). Schuhuiacher(37). Schuhmacher in St. Pauli(199). Frauenverein(14). Cigarrenarb.(69). Eisen- und Metallarbeiter(72). Maler(56). Sattler(21). Klempner(21). Korbmacher(48) Gipser(32) Schiffszimmerer (16). Bautischler(32). Straßenbauarb.(42). Kranken- u. Unterst.-Berband(18). Bildhauer(18). Bau- und Erdarb. (86). Böttcher(18). Krankenkasse der Schuhmacher(28). Frauenverein(14). Gratl. von L. an Roberl Müller(6). Töpfer(39). Segelmacher(32). Schlosser und Maschinen« bauer(24). Ewersührer(29). Marmorarbeiter(16). Las- salle-Tombola(28) Formerbund(16). Müller(14). Maß, Stockfleth, Gratl.(6). A. C. Damm(12). Plauthaber(34). Quick(16). Friedheim(59). Tiegen(69). Funke(74). Heine(12). C. Becker(19).— Harburg: Allg. deutsch. Arb-Verein(15). Geburtstagsfeier Lassalle's(119).— Han- nover: Allg. deutsch. Arb.-Berein(49). Schneider(49). Fraue, verein(36). Concert und Ball(91). Klempner(37). Tischler(29). Zimmererbund(16). Maurer(24). Abend- Unterhaltung(4b). Arnold Kiefert(36). Richter(14). Ad. MaltheS(29). Heunicke in Linden b Hannover(16). D. Ehlers in Hannover(4). T. Lüdicke(6).— Hagen: Geburtstagsfeier Lassalle's(49).— Hanau: Allg. deutsch. Arb.- Verein(16).— Itzehoe: Arbeiterfest(29). Sängerbund „Unverzagt"(16).— Kiel: Versammlung(16). Tischler (19fi). Äib.-Sängerbund(68). Geburtstagsfeier Lassalle's (16).— Leipzig: Steinmetzen(24).— München: Allg. deutsch. Arb.-Berein(14).— Siew-Dort: Lorenz Saal(12). — Neumünster: Volks» ersamml. 24.— Neuengamme: Volksvers.(16).— Nienstedten: Zimmcrerbund(18).— Osnabrück: Volksvers.(82). Bcrband(26).— Ottensen: Parteivers.(38�) Concert und Fest(76|). Gesangverein(16). Annoncenexpedition(6)— Oldesloe: Volks- verf.(12).— Potsdam: Allg. deutsch. Arb.-Berein(29).— Ploen i. H.(28).— Pinneberg: H. Fahl(32).— Rummelsburg: Allgem. deutsch. Arb.-Berein(71). Ge- burtStagSseier Lassalle's(29). Woisf(29).— Rödelheim: Concert(134).— Rothenburgsort: Allgem deutsch. Arb-Verein(56).— Stettin: Schneider(14). Arbeits- Nachweisungsbureau der Schneider(36).— Schmargen- darf: Allgem. deutsch. Arb.-Berein(16).— Segeberg: Volksversammlung(12).— Uetersen: Volksversammlung (16).— Winterhude: Versammlung(18). H. Riechers (7-s).— Wald: Allgemeiner deutsch. Arb.-Verein(55).— Wandsbeck: BoikSversammlung(39). Maurer u. Stein- Hauer(35). Tischler(16). Zimmerer(29).—Wilhelms- Häven: Massenversammlung(29).— Weißensee: Allgem. deutsch. Arb.-Berein(32). Privatannoucen. Gratl. an den Bevollmächtigten I. Knöper(6). Gratl. an Chr. Stägel v. Mitgliedern(6). Gratl. von A. Stolten- berg(6). Gratl. von Frau Behnke(3). Rh-tor Hermann Weber(52). Direktion des Alhambratheater«(32). Club Brüderlichkeit(28). Den Bevollmächtigten des Allg. Metallarb eiterverbande« zur Nachricht, daß meine Adresse ist: Prinzenstr. 96, 4 Tr. F. Werthmann, Hauptkassirer. Die Parteigenossen, denen der jetzige Aufenthaltsort deZ Schneidergeselleu Eduard Krug bekannt sein sollte, werden er- sucht, denselben mir mitzutheilen. Wilhelm Huth in Meerholz. Herrn Grimm In Hamburg. Betreffende Annonce war zu spät eingelaufen. Für Berlin. Deutscher Zimmcrerbund. Mitgliederversammlung Mittwoch, tu 3. Juni MevdS 8* Uhr, im Theater Americain, DreSdenerstr. 55. TageSordn: Borlage des Akkordlohntarifs. Verschiedenes und Fragekasten. Zahlreiche Betheiliguug ist dringend nothwendig. 3- A: Alb. Marzian. Berliner Putzer-Club. Geschlossene Mitglieder-Versammlung Mittwoch, deo 3. Juiii, S'eudS 8 ii,r. Prinzenstr. 72. TageSordn.: Vortrag. Regelung wichtiger Clubange- legenheiten. Verschiedenes und Fragekastcn. _ Um zahlreiche« Erscheinen ersucht Sievert. Ein, freundliche Stube mit separatem Eingang ist sögl-ich Für Berlin. Allgemeiner Tischler-(Schreiner-) Verein Geschlossene Mitgliederversammlung »ouotag, tun 3!. Mai, Borw. 9� ltdr, im Saale de« Herrn Ostheeren, Sophieuftr. 15. TageSordn: Bericht der Delegirten von d-r General- Versammlung. Neue Mitglieder werden aufgenommen. A. Herold. Für Berlin. Allg. Böttcher- Wpcr-) Verein. Geschlossene Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 2. Ju?i, im Heise' scheu Saale, Landsbergerstr. 15. TageSordn.: Wahl sämnitlicher Borstandsmitglieder sllr den Centtal- und den Lokalvereio. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheine» bittet Der Borstand. Für B-rttn. Allgemeiner Achuhmacher-Vereiu. Geschlossene Mitgliederversammlnng Moutag, aen 1. Jaul, Abends 8 llhr, im Gratweil'schcn Lokale, Kommandantenstr. 77—79. TageSordn.: 1) Abrechnung. 2) Diskussion der eingelau- f-nen Anträge zur Generalversammlung. 3) Wahl des Dele- girten. H. Deter. Th-ater-Gefellfchaft„Epunoiiv". Theater-Vorstellung und Tanz Sonnabend, den 6. Juni Abends 8 Uhr, _ Lothringer flr. 12(früher Wollancksstr).__ Für Rixdotf. Oeffeutliche Ardeiterversammluug Sonntag, den 31. Mai, Vormittags 11 Udr, im Lakale de« Herrn Ruppertsberg, Dorffir. 1. Referent: Herr Dietzmann an« Berlin. Um recht zahlreiche« Erscheinen bittet A. Bersümer. Für Gesundbrunnen. Oeffeutliche Arbt!terveksamml«»g Moatag, den 1. Juni, AbendS 8ii Udr, im Lokale des Herrn Hcmpel, Badiir. 65—66. TvgeSordn.: Bortrag de« Herrn A. Schlesinger.— BerschiedeneS und Frage'asten. __ Zu zahlreich-m Erscheinen ladet ein Das Eomitö. Füe Hamburg. Oeffentl. Arbeiterversammlung Dienstag, den 2. Juni, Abends 8i Uhr, in Tütge's Salon, BalentlnSlamP 41. Tagesotdn.: Lassalle's Franlfutter Rede. Refir.: Herr Breul.__ C. H. Kotkamp. Für Hamburg. Mitglieder-GeueralverfammZuug des Straßelldanarbeiter-Vereills Montag, den l. Juni, Abends 7 Uhr, im Lokale des Herrn Ohl, Spitalerstraße 18. Tagesordnung: Wahl der Delegirten zur Generalver- sammlnng Aller Erscheinen ist nothwendig. Die MittwochSversammiunz fällt deshalb aus. H. Schwemm, Bevollm. Für Hamburg. öffentliche Schnhmacherversammlung Montag, den l. Juni, Abend» 9 Uhr, in Tütge'S Etablissement. TageSordn.: Die Generalversammlung des Allg. Schuh macher-BereinS und unser Verhalten zu derselben Alle Schuhmacher müssen in dieser Versammlung erscheinen. A Bartels. Für Hamburg. Allgemeiner Bau- und Erdarbeiter- Berein. Geschlossene Mitglieder- Versammlung Dienstag, gen 2. Jnni, Abends 8j Uhr, im Salon zum Roland, 1. Jakobstr. 19. TageSordn.: 1) Abrechnung für Monat Mal. 2) Vereins- augelegeuhelten. "Es" ist" Pflicht eines jeden MItg iedeS. zu erscheinen. Der Präses: Heinrich Schulz. Für Hamburg-Ättona. Versammlung der Marmorarbeiter Dienstag, den 2. Juni Abends 8t Uhr, TageSordn.: 1) Wie organisiren wir uns gegen den Melsterbund. 2> BcrichiedeocS�_ Der Vorstand. Für Ottensen. PsrtewesfftMmltmg Montag, den 1. Juni. Abeads 8t llhr. in Carls-Rnhe. TageSordn.: Berichterstaltung von der Generalversamm- lung.__ F. Heerhold. ffanttSahrtrf Mittwoch, den 3. Jnni, Ab.«t Uhr, ig. Lokale des Herrn Lagemann, Parteiversammlung. TageSordn.: Berichterstattung de« Herrn Ktoth über die Generalversammlung. Die Parteigenossen werden gebeten, zahlreich zu erscheinen.__ I. RehberS. Für Frankfurt a. M. J llaemnner Tisch irr-( Schreiner-) verein. Geschlossene Mitglieder-Versammlung Dienstag, den 2. Jnni. Abends 8t Uhr. im Lokale de» Herrn Becker, Zeil 47. ' TageSordn: Berichterstattung der Delegirten über die Generalversammlung. Alle Mitglieder werden crlucht, zu erscheinen. Der Bevollm: H. Beyer. Allen Freunden und Parteigenossen empfehle ich meine Wirthschltft in der Bnrgstraße 6, im Sonterrain. Auch ist ein kleiner Saal mit Pianin» zu Für Nrandenbur« a. d. H. Arbeiter-Frauen- und Mädchttiverem. beschlossene Mitgliederversammlung Mittwoch, den 3. Juni, AdrndS 8� Uhr, im Lokale de« Herrn Kerney. Der Vorstand. Für Fechenheim. Unser BercinSlokal befindet sich nach wie vor bei H Fr. Gcrk, Gastwmh zur Stadt Offenbach. Der Social-Demokrat" liegt außer bei Herrrn Gcrk au» „Lindenbaum" b.i Heirn Graß und im„Engel" bei Herck Heideuhöfer, weshalb wir genannte Wirthschaflen alle» Bereinsgenossen empfehlen. __ Im Austrage: Fr. Meschke. N Social-politische Blätter. Die 4. und 5. Lieferung der Social-Politischen Blattet (Doppelnummer) Ist am 29. Mai erschienen. Die Nnmwb trägt dnrch ein Versehen den 29. Mai als Tag der AnSg»� häH Der Inhalt dieser Doppellieferuug Ist:' 1. Die Ausbeutung.— 2. Groß- und Klcinkapital." �1 Oi 3. Das Recht der Arbeit.— 4. Thomas Münzer I." 5. Die Schäden des Klosterlcbens vom socialen Standpw� aus.— 6. Ueber Leichenverbrennung.— 7. Die Thl weihe von Halberstadt.— 8. Vom Harze.— 9. Mr durch eine heiße, dürre Wüste.— 19. Die Mormonen — 11. Social-politische Parteien.(Fottsetzung.)— 12. Organisation der arbeitenden Klassen.(Fortsetzung.)— Professor Bock.— 14. Album der Poesie.— 15. Dcr.Gf"� besitz und die moderne Gesellschaft.— 16. Die Thurm' von Halberstadt.(Fottsetzung.)— 17. Die Organisation arbeitenden Klassen.(Forssetzung.)— 18. Zur Geschichte_ Toilette— 19. Thomas Münzer II.— 29. Welches ist j* beste Frau?— 21. Ein Umkehren.— 22. Ein ReiseatA teuer, t— 23. Nach Sibirien.— 24. Die Bastille.— Zur Charakteristik deusscher Literaten.— 26. Ein Bild unserer Zeit.— 27. Betrüger und Narren.— 28. Spitzb� und Scharfrichter.— 29. Große und kleine Ohren.—. Natur und Kunst.— 31. Ein guter Einfall.— 32. Unr-- teiische Gelehrsamkeit.— 33. Der verhangnißvolle Knopfs 34. Eine interessante Wette.— 35. Die Könige— � Wissenschaft.— 36. Philiph Melanchton als Astrolog� Bäcker und Farmer.— 38. Album der Poesie.— 39. kästen. undj Sr* Herren-Garderobe-Magazin Gebrüder Goris, Lothringerflraße 24(früher Wollaucksstraße), Mitglieder de« Allgemeinen deutschen Arbeitcr-Vereiv� Lager von ArbeltSonzügen, gr. Busw. v. Tuch u. Buck" �ginn �eberi did »! Ä ragcr von Aivellsanzugen, gr.»usw. o. Ä.ua> n. ouu--� viflori Bestellungen nach Maaß werden in kürzester Zeit ongesA � am. V_____ o-___ Jit.____ tx. kl." k'nü.r'' Mit dem heutigen Tage übernahm ich die bisher', Herrn Joh. Hahn gefithrte öo-'" Schenkwirthschaft,@0�, verbunden mit schönem Saal nebst Pioni#«« P Letzteren empfehle ich besonder« für Hochzeiten und Festlichkeiten. Für gute Spessen und Getränke besten» � tragend, zeichnet hochachtungsvoll Louis Kästner, Elb-erfeld, Ludwig- und Gcorgenstraßcn-Ecke, Nr. Billard neuester Konstruktion. Für die Herren Banhaudwerkrt' 26. Mühlendamm 26. I. A. Höllner's Hamburger Lade empfiehlt ächte Hamb. 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