ocrdl». elche nde» Nr. 72. Berlin, Freitag, den 26. Juni!374. 4. Jahrgang. o. :rss» f;» i N ,» er Biifi SeUung tisch««»! drei Rai »yrutlich nnb joat: Dien»«!?, iiZnerst««» B.«rnnabend» SsfenH. aioiuwai(nt«/,Egr., mo- H©gt-, einzeln Nunimern bei den PoSämter» in Vrenße? «uS. Pofti dfilll» i« WSHr) ZßM-DcWknt «etcktisn n.«xvedittli» B«il i». SreDdenerftraS« Nr. M. ?ekeauvgen werden nustvätl« bei a3» Lostäin'ern, in Be>>» in der Expcd!» Hob, sowie dei leben Epeditenr,«Bt- gcgengenoinnien. Inserat«(in derErpedition«nszngcee!: . werden pro dreigespsitene Pekit-Aetli �:der deren Rauni mit �©gr berechnÄ Arbeiter-Lnnonee» die dreispaltig« Zeile oder deren Raum%®jt: Eigeuth»« der Lassalleaner Partsigeuoffen! Bei den jetzigen Verfolgungen ist es Eure Pflicht, für die Verbreitung der Parteiblättcr auf das Regste zu agitiren. Obschon der„Neue Social-De«okr«t" ln bedeutend größerem Formate als er mit dem neuen Quartale erscheinen dird, so findet doch keine Erhöhung des Abon- »cmentspreises statt. Der Preis beträgt wie er auswärts bei den Postanstalten l6 Sgr., in Berlin bei der Expedition, Dres- denerstr. 63, 1 Tr., und bei allen Zeitnngs- pediteuren monatlich 6V- Sgr. und viertel- jährlich I9V2 Sgr., bei den Berliner Post- Speditionen vierteljährlich beim Abholen da- selbst lg Sgr., durch den Postboten frei in's �aus geliefert I8V2 Sgr. Außerdem werden die„ Social-dslitischen vlätter" durch Beschluß der Generalversamm- Jjug vom 1 Juli ab Eigenthum der Partei. Bon da ab erscheinen sie wöchentlich jjunial, und zwar einen ganze n Bogen stark. �er Abonnementspreiö beträgt für nächstes Quartal auf der Post 10 Sgr., durch Colpor- A monatlich 4 Sgr. Auf das laufende Quartal der„Social-politischen Blätter"(drei leferungcn 9 Bogen) kann noch iinrrer zum von 7 72 Sgr. abonnirt werden. m Parteigenossen, sorgt energisch für Ausbrei- lly->ing unserer Presse, die das beste Agitations- s- i» »ittel ist. ms. in». Die Abonnements auf das nächste Quartal Flüssen aber bis zum 28. Juni spätesten« A ur,, et der Post gemacht werden, da schon vom lb. Juni an ein Postaufschlag von 1 Sgr. Vit verknüpft ist. Die Redaktion. ih- }«V tfl 4«, i [et itiV tffl'v haH .ff« sc!-5 K-x rB ili ttl»- Ii«. ur �„Gewalt" oder„Recht"? T. DaS gesammte reaktionäre Literatenthum, von f. V* t'1 berliner„Volkszeitung" bis hirab zum„Preu- ild'fchen Volksblatt", tanzt in der Presse einen wahren Distanz aus wahnsinniger Freude über das jüngste . Rathen der Berliner Kriminalpolizei gegen den �"8- deutsch. Arb. Verein, ohne aurl nur eine Ahnung zu haben, welche hohe Bedeutung dieses Vor- JJen in rechtlicher und politischer Beziehung, wnders in Betreff der„B olksrechte" hat, welche � deutschen Nation ohnehin so spärlich zugemessen >d.__ Aber freilich—„Volksrechte";— sie sind c die deutschen, sammt und sonders in's reaktionäre �er übergelaufenen Mittelparteien und deren Preß- .jchte schon längst nichts Anderes mehr, als.,böh- Dörfer", und wenn wir hier den Sachverhalt ' stellen, dann geschieht es keineswegs, um dem fchen Preßgeschmeiß, wie Lassalle sich bezeichnend drückte:„ eine Stalllaterne in die dunkelen Jiäbtl zu hängen", sondern um vor der ge- "»ten politischen Welt öffentlich Protest zu erheben � jede Vergewaltigung der uns gesetzlich zustehen- fechte.— Wir wollen dadurch weiter beweisen, in Deutschland von den sogenannten„libe- Parteien und ihrer Presse jede politische � längst„zu den Hunden entflohen" ist.— ,Vr Allg. deutsch. Arb.-Berein besteht in Deutsch- � seit dem Jahre 1863, bis zum Jahre 1868 �em Sitze(Domizil) in Leipzig, von da ab bis Juni 1874 mit dem Sitze in Berlin. �er§ 2 deS Bereinsstatuts bestimmt auSdrück- '°oß oer Verein keine Zweigvereine haben kann, n nt! 0'e'mt�r°lle Mitglieder, ohve Rücksicht auf Wohnort, unmittelbar angehören. Diese Bestimmung entspricht genau dem Centra- lisationsprinzip des Vereins, ohne welches er nim- mermehr im Stande sein würde, den mit allen Machtmitteln ausgerüsteten Gegnern deS Vereins irgend welche Vortheile abzuringen. Die strengste Centralisation, welche jede lokale Organisation und — außer der persönlichen Agitation— jede selbstständige VercinSthätigkeit der Mitglieder an den ein- zelnen Orten vollständig ausschließt,— bildet den eigentlichen Lebensnerv des Vereins;— auf jener Centralisation beruht seine gesammte Organisation und Wirksamkeit. Am deutlichsten tritt dies in einem Beschlüsse der diesjährigen Generalversammlung deS Ver-iuS hervor, nach welchem alle Beschlüsse der Generalversammlun- gen, welche sich auf daS Programm nnd die Organisation deS Vereins beziehen, der Urabstimmung aller BereinSmitglieder unterliegen, so daß also jene Beschlüsse erst dann Gültigkeit erlangen, wenn sie durch die Majorität sämmtlicher Mit- glieder in ganz Deutschland genehmigt werden; — ferner in der Wahl deS Veriinsprästdenten durch fämmtliche BereinSmitglieder. In allen diesen Fällen wird daS Resultat der Abstimmungen durch die VereinSleituug fistgestellt, wobei die Stimmen für oder gegen irgend einen Vorschlag durch ganz Deutschland gezählt wer- den, um dm Beschluß der Majorität sämmt- licher Vereinsmitglieder zu ermitteln.— Mit anderen Worten: das demokratische Prinzip, nach welchem die Minorität sich dm Beschlüssen der Ma- jorität zu fügen hat, findet in allen Angelegenheiten deS Vereins niemals auf die Mitglieder an den einzelnen Orten Anwendung, sondern stets nur auf die Mitglieder des ganzen Vereins.— Können hiernach die Mitglieder an den einzelnen Orten� in Vercinsaugilegeliheiten niemals selbst- ständige Beschlüsse fassen, dann ist eS geradezu unbegreiflich, sie als lokale Zweigvereiue oder gar als selbstständige p olitische Vereine bezeichnen zu wollen, selbst wen» sie an den einzelnen Orten �auf Grund des Versammlungsrechtes zum Zweck der Berathung von VereinSangelegenheiten zusammentreten.— Demgemäß hat denn auch die diesjährige Gene- iralversammlnng des Vereins, veranlnßt durch die � entgegenstehende Ansicht einiger Provinzialbehörden, einstimmig die nachstehende Resolution beschlossen: „Die Generalversammlung erklärt: Die Ansicht einzelner Staats- und Gemeindebehörden in Deutsch- land, nach welcher die außerhalb des Domizils deS Allg. deutsch. Arb.-VereinS(Berlin) wohnenden Mit- glieder wegen ihrer Beziehungen zum Vereine und unter sich als gesetzlich unerlaubte lokale Zweigver- eine oder als felbflständige politische Vereine betrach- tet werden, beruht auf einer offenbar unrich- tigen Auffassung der thatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse und steht mit der gesammten Organisation des Vereins im grellsten Widerspruche." Bei der Beurtheilung der Frage, ob der Allgem. deutsche Arb.-Virein mit seiner Organisation gegen den § 8 des preußischen Vereinsgesetzes vom 11. Mäcz 1850 verstoße, kommen noch folgende, sehr wesent- liche Umstände in Betracht: Seit Oktober 1868 hatte der Verein seinen Sitz in Berlin; er stand also unter dem preußischen Vereins- gefetze. Diesem Gesetze gemäß find die Verzeichnisse aller Vereinsmitglicder dem Polizeipräsidium in Berlin regelmäßig eingereicht worden, so daß diese Behörde ununterbrochen Kenntniß davon hatte, an welchen Orten, wie viele und welche Mit- glieder der Verein besaß. Weil dieselbe Behörde der Anficht war, daß die Einreichung der Listen nicht prompt erfolgt sei, regnete es bekanntlich vor einiger Zeit massenhafte„Strafmandate".— DaS Vereinsorgan brachte fortwährend Berichte über Versammlungen der Vereinsmitglieder aus den verschiedensten Orten Deutschlands. Von sämmtlichen alljährlich zusammentretenden Generalversammlungen deS Vereins haben zehn in Städten der preußischen Monarchie, also unter der Ueberwachuug der preußischen Polizei, — vier sogar in Berlin selbst— stattgefunden, zu welchen zahlreiche Delegirte der Vereinsmitglieder aus allen Theilen Deutschlands erschienen waren.— Wie, und erst jetzt will man die Entdeckung gemacht haben, daß der„Berliner" Allg. deutsche Arb.-Berein mit anderen„politischen Vereinen" in den Provinzen in Verbindung stehe;— jetzt erst wollte man durch Haussuchungen Material, Leweisstücke, dafür herbeischaffen, daß der Allgem. deutsche Arb.-Verei» außerhalb Berlins Mit- glieder hat. Kann eS überhaupt in einem geordneten Staate denkbar sein, daß man an einem öffentlichen Zu- stände, den man elf Jahre hindurch unangefochten hat bestehen lassen, erst im zwölften Jahre die Entdeckung macht, daß er mit den LandeSgesetzen nicht im Einklänge stehe?!— Einer solchen unerhörten Absurdität, eineS solchen h andgreiflich en Nachweises der ärgsten Rechtsunsicherheit im Staate halten wir die preußischen Behörden nicht für fähig.— Bielleicht haben demnach diese Behörden sich nur überzeugen wollen— nicht, ob die VereioS-Lei- tung mit den VereinS-Mitgliedern in Verbindung stehe, waS selbstverständlich und längst er- wiesen ist,— sondern, ob der Allg. deutsch. Arb.- Veieiu mit anderen, wirklich existirenden„po- litischen Bereinen', z. B. mit dem„Preußischen Volksvereine", mit der„Jnt-rnationalen Arbeiter- Assoziation", oder mit dem„Mainzer Katholikenver- ein", in Verbindung getreten sei.— In dieser Beziehung sind wir durchaus unbesorgt. Der Allg. deutsche Arb.-Verein hat mit außer ihm stehenden Bereinen u. s. w. gar keine Gemeinschaft; er kann, darf und wird sich nimmermehr mit Elementen einlassen, mit welchen er meistens sogar fortwährend auf der Mensur steht. Wozu auch? WaS könnte ihn zu dieser Thor- heit jemals verleiten? Der Allg. deutsche Arb.-Verein verläßt sich vollständig auf sich selbst; er bedarf der Bei« hülfe und Unterstützung außer ihm stehender Elemente in keiner Weise. Wer den Zweck des Vereins— die unablässige Agitation auf friedlichem und gesctz- lich-m Wege behufs einseitiger Einführung und vcr- nünftigcn Gebrauchs des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts—„unterstützen" oder„befördern" wollte, der müßte einfach Mitglied des Vereins werden. Auf eine andere„Berbin- dung kann und wird der Verein seinem ganze» Wesen nach nie und nimmer eingehen, ganz ab- gesehen von dem gesetzlichen Verbote. AuS alledem ergiebt sich, daß die Existenz des Vereins aus dessen Verhältniß zu Z 8 deS preußi- schen VereinSgesetzeS unmöglich bedroht fein kann, wenn man sich dem Vereine gegenüber nicht eineS offenbaren RechtSbrucheS schuldig machen will. Wenn es nun unzweifelhaft feststeht, daß eS selbst dem gestrengen Herrn Tessendorf nimmer- mehr gelingen kann und wird,„Indizien"(von Beweisen kann erst recht keine Rede sein!) dafür beizubringen, daß der Verein etwa andere Tenden- zen verfolgt, als sein Statut besagt, oder daß er gar „staatSgefährlichen" Bestrebungen huldigt,— welcher Beweggrund bleibt dann schließlich für daS„Ereig- niß" noch übrig?— Wohl wird eS sich auch darum gehandelt haben, „schätzbares Material" herbeizuschaffen als Grund, läge für ein erzreaktionäres neues deutsches Vereins- gesetz; indeß ist daS hier nur von weniger großer Bedeutung. Wir wollen also den Hauptgrund deS krlml- nal-polizeilichen„Fischzuges" vom 8. Juni nachstehend angeben, auf die Gefahr hin, daß wir uns selbst „denunziren".— Die Grandlage des Allg. deutsch. Arb.-LereiuS ist da» demokratische Prinzip der BolkS- zuveränität. Dieses findet auch lei der alljahr« lichen Wahl der BereinSbeamten, namentlich des Prä- sidentcn, Anwendung. Dieses Selbstbestim- mungsrecht des Volkes, dieser Inbegriff aller politischen„Freiheit",— d as ist eS nach meiner Meinung, allein, was zu der Maßregel vom 8. Juni Veranlassung gegeben hat. — Die„demokratische" Organisation deS Vereins, welche auf der diesjährigen Generalver- sammlung eine noch„breitere Grundlage" erhielt, in Verbindung mit dem ech t-dcmokratischeu Geist, welcher alle VereinSmitglieder beseelt,— sie ist den reaktionären Elemente ein Dorn im Auge;— diese „demokratische" Organisation fürchten fie mehr, als fünfzig„social- demokratische" Abgeordnete im Reichstage!— Man betrachtet den bereits über 25,000 Mitglieder zählenden Verein als einen„demokrati- schen" Staat im„reaktionären" Staate;— man erblickt in der praktischen Anwendung des Prinzips der Bolkssouveränität und in seiner stetig fortschreitenden Ausbreitung in der deut- schen Nation eine künftige Gefahr für daS Herr- scheude System des Scheinkonstituti ooa- liSmus.— Man befürchtet, daß durch die fernere Thätigkeit deS Vereins die Grundsätze der Demokratie endlich so sehr in das Fleisch und Blut deS deutschen Vol- keS übergehen werden, daß dieses dereinst die Aewen- dung derselben Grundsätze auf daS gesammtc StaatSleben anstreben werde.— Deshalb allein— höre eS, vertrauenSdufe- liger„Michel Deutschlands", der du jetzt vom„sieg- reichen Liberalismus" träumst und faselst!— deshalb allein sucht man nach plaufibeluVor- wänden, um den Verein— diese„demokratische" Vorschule für das deutsche Volk— bei Zeiten beseitigen zu können,— nicht aber— wir wiederholen eS— wegen etwaiger„staatSgefährlicher" Ten- denze», Bestrebungen oder Verbindungen des Vereins, die nur in der Phantasie unwissender oder böSwilli- ger Zeitungsschreiber existircn.— Man fürchtet den demokratischen Geist und glaubt, ihn mit der Form, welche ihn birgt, ver- Nichten zu können.— ThörichteS Hoffen! Vergebliche« Mühen! Der Allg. deutsche Arb.-Verein hat nach alledem einen Tendeuzprozeß vom reinsten Wasser zu erwarten, und wir werden dann Gelegenheit haben, zu beurtheilcn, mit wie viel„Geschick" und mit welchem B cweiSmaterial man versuchen wird, die Anklage zu„begründen".— „Absolutismus" oder„Demokratie"— daS wird auch in diesem Prozesse die einzige Streit- frage sein. Mag sie von der„zuständigen Gerechtigkeit" bis in die höchsten Instanzen hinauf entschieden werden, wie sie will,— um ihre schließliche Lösung zu Gunstendes VolkeS�nd wir nicht besorgt. * Wir siad mit den Ansichten, welche hier ent- wickelt werden, wohl einverstanden, doch möchten wir betonen, daß, wenn in Preußen einmal ein Verein aufgelöst werden oder eine Partei verfolgt werden soll, juristische Scrupel am allerwenigsten hindernd in den Weg treten. Die Redaktian. Noch einmal Rochefort. Die verschiedenen Details über Rochefsrt'« Flucht beschif- tigen noch immer die gesammte Presse; so schreibt das Pa- riser„Evenement" über RotefoN's Flucht und die seiner Sefährten Paskal, Grousset, Jourde, Balliere, Bastian Arant- Hille und Oiioier und Pain Folgende«: Die Barbereitungen begannen bereit« im Februar. Jaurdc, der frühere Finanzminister der Eommune,»er nur zu ein- sacher Deportation Berurthcilte, war von einem Kolonisten in Numea in Dienst genommen»orden. Er besuchte auf der Insel Duro» seine drei Freunde Aochefort, Pain und Orous- set, und diese machten ih« Mittheilung über ihre Entwürfe eine« Fluchtversuch«. Bon Numea au« war der Fluchwersuch möglich, von der Halbinsel au« aber mit furchtbaren Schmie- rigkeiten verbünden. Man kam überein, daß man fich mit dem Kapitän eine« englischen Schiffe» in Berbindung letzte und diesem, wenn er auf die Sache eingehe, sofort eine kleine Summe einhändige, da die Deportirten nur über eine geringe Summe»erfügen konnten, um ihm nach der Landung in Australien den Rest au«zuzablen. Vierzehn Tage später kam Jourde nach der Halbinsel Duco« zurück und theilte Roche- fort und Genossen mit, daß der engliche Schlffskapitäu Law scch» Flüchtlinge für die Summe von 10,000 Franks, von denen sofort 2000 gezahlt werden müßten, an Bord nehmen wollc. Rochefort und Genossen nahmen die Bedingungen sofort an. Für die drei Deportirten Bastian Gramhille, BailliSre und Jourde, die Numea bewohnten, war e« leicht, nach dem engwchen Schiffe zu entkommen. Da« Nämliche war aber nicht der Fall, in so fern die« Rotefort, Grousset und Olioier Pain betraf, die auf der Halbinsel interuirt waren. Dieselben würden, wenn sie nach dem englischen Schiffe hätten schwimmen wolleu, drei Stunden gebraucht uud sich durch die Karallenklippeu, die dort zahlreich sind, hindurchschwimmen müss n. Man kam daher überein, daß Jourde und die beiden Anderen Ihnen in einem Boote ent- Politische Weberficht. Berlin, 25 Juni. Der BundeSrath deutschen Reiches hat in Be- treff eineS ReichS-CivilehegesctzeS Folgendes beschlossen:„1) dem vom R-ichStage beschlosseneu Entwurf- die Zustimmung nicht zu ertheilen; 2) den Reichskanzler zu ersuchen, unter Betheiligung der Bundesregierungen einen Gesetzentwurf über die Einführung der obligatorischen Civilehe und die Be- urkundung deS Personenstandes aufstellen zu lassen und denselben baldthunlichst dem Bundesrathe zur Beschlußnahme vorzulegen." Für diesen Beschluß stimmten Preußen, Bayer:?, Württemberg, Baden, Hessen, Sachsen- Meiningen, Sachsen- Altenburg, Sachsen-Coburg-Gotha, Anhalt, Waldeck, Reuß j. L., Lübeck und Bremen. Die Liebesmühe der liberalen Reicheboten war also bislang umsonst. Unsere Leser werden sich entsinnen, daß, als Hafsclmann während der letzten ReichstagSsession eine Rede über die Behandlung der deutschen S»l- baten hielt, er auch den haarsträubenden Fall deS zu Tode gemarterten Soldaten Plattner vorbrachte. Seitdem sind wiederholt Mittheilnngen über dies Er- eigniß in die Oeffentlichk-.it gedrungen, und jetzt ver« lautet endlich, daß die Schuldigen demnächst vor Ge- richt zu erscheinen haben. Nürnberger Blätter be- lichten über das Ergebniß der Untersuchung. Cha« rakteristisch— so heißt eS in dem bezüglichen Bericht des„Nürnberger Anzeiger"— ist eS, daß die in der Voruntersuchung vernommenen Zeugen, insbe- sondere die damaligen Kameraden deS Plattncr, den- selben durchweg als einen zum Dienst unfähigen, kranken und gebrochenen Menschen schilderten und ihre Meinung dahin ging, daß ein solcher nicht zum Militärdienst gehöre und, wie sie fich ausdrückten, „eine Schande für die ganze Eskadron sei". Nur der Fachmann, Assistenzarzt Dr. Ferber und die Herren Offiziere konnten demselben nichts von einer Krankheit anscheu und erklärten den Plattncr fort- während für einen Simulanten. Die gepflogenen Erhebungen haben ergeben, Premierlientenant Fürth- meier schimpfte den Gemeinen Lorenz Plattner bei Uebungen auf dem Ex-rzierplatze, weil er vom Pferde gefallen war, Saukerl, Sauvieh, Bauerukerl und dergleichen und mißhandelte denselben zu verschiedeneu Zeiten vorsätzlich körperlich; er versetzte demselben wegen Dienstnachlässtgkcit einmal mit der flachen Hand mehrere Schläge auf den Kopf, gab ihm im Stalle wegen Nachlässigkeit eine so derbe Ohrfeige, daß man den Schlag im Nebenstalle hörte; er ver- folgte ihn auf dem Exerzierplätze, als er beim Setzen über die Barriere gefallen war und das fortlaufende Pferd wieder einzuholen versuchte, 25 Schritt weit und versetzte ihm bei jedem Schritt einen Schlag mit seinem Rcitstocke; er gab ihm im Kasernenhof bei Einbiegung der Knieübungen, weil er stets zu Boden fiel, mit dem Rcitstocke einen solchen Hieb, daß er aus Schmerz mit der Hand nach der ge- troffenen Stelle fuhr, er faßte ihn im Stalle, weil bei einer Visitation sein Sattelzeug schmutzig war, vorne an den Haaren und schlug ihn mit einem Reitstocke sechs bis acht Mal derartig auf den Rücken, daß er vor Schmerz laut weinte; er ertheilte ihm nach einer Pferdeschwemme, weil er nicht auf sein Pferd hinaufkommen konnte, mit seinem Rcitstocke auf den Rücken und Hintern mehrere Schläge, packte ihn aegcafahren sollten, so daß sie eine kurze Strecke zu durch« schwimmen hoben würden. Man mußte sich nur da« Boot »erichaffeo. Diele« war aber leicht. Bastian Sranitzillc war in Numea bei einem Kaufmann angestellt, der jeden Tag Lcben«mitt,l nach der Halbinsel Ducv« schickte, wo er ein kleine« WirthShau« errichtet hatte, und Bastian brachte j-den Tag den Bedarf desselben in einem Bote nach der Halbinsel. Diese« Boot war e« natürlich, auf welche« die Deportirten ihr Auge geworfen hatten. Am Tage, wo Jourde Rochefort und feine beiden Gefährten benachrittigt hotte, daß der Flucht- versuch in der nächsten Nacht stattfinden werde, kam der Kauf- mann— er nennt sich Dussert— auf die Idee, Bastian nach der Halbinlel zu begleiten, um mit Rochefort, Grousset und Pain zu frühstücken. Glücklicher Weise wurde da« Wetter gegen Abend 5 Uhr schlecht, und Dussert kehrte früher, al« er gewollt, nach Numea zurück, so daß der Fluchtversuch— da« englische Schiff sollte am nächsten Morgen in See gehen — durch diesen Zwi chensall nicht verhindert wurde. Gegen 8 Uhr legten Rochefort und seine Gefährten ihre Kleider ab und zogen Schwimmhosen an. Ihre Wohnung lag 250 Meter Pom Meere entfernt; die Nacht war rabenschwarz; e» regnete uud der Himmel war mit schwarzen Wolken bedeckt. Die Deportirten sprangen in« Wasser, ohne daß man fie bemerkte. Sie waren einige Schritte vom Gefingniß, wo sich eine Schildwache befand. Dieselbe sah ste aber nicht. Ein wenig weiter befand sich auf dem Wege eine Patrouille »on drei Mann; die Schwimmer hielten einen Augenblick an, bl» dieselbe vorbei war, und kamen dann glücklich noch dem Ort, wo Ihnen Jourde da« Stelldichein gegeben. Grousset uud Pain hatten sich au den Korollen die Arme und die Brust zerrissen. Rochefort hatte eine ziemlich tiefe Wunde aus der Seite. Sie setzten sich aus Felsen. Nach einem jstündigeu Warten nah-e endlich ein Boot. E» war da« mit Jourde und seinen Gefährten. In einem Augenblick waren die drei Flüchelinge au vor» desselben, kleideten sich schnell an und man fuhr nach dem Peace Comfort Ease, wie der im Stalle bei den Ohren und schüttelte ihn so. Aaßer diesen körperlichen, eigenhändigen Mißhandlungen hat Premierlicutcoant Fürthmcier den Gemeinen Plattuer bei verschiedenen Gelegenheiten vorschriftS widrig be- handelt, indem er beim Rückmarsch bei einer Feld- dicnstübuug, als derselbe vom Pferde gefallen und mit seinem Faße hl Stn�ügel hängen gebliebeo war, die Abtheilung nicht halten, sondern es geschehe» ließ, daß Plattner in dieser Lage eine Strecke weit fortgeschleift wurde uud dann Hülflos ans dem Platzt zurückblieb; dann bei einer Fclddienstübung, al« Plattner in einen Graben gefallen war, rief er der Mannschaft aus allen Kräften zu,„über den Kerl wegzufltzen, es sei nicht schade um den Hund, e« schade nicht«, wenn er auch hin fei", hierdurch wur- den die nachfolgenden Züge verarlaßt, über ihn weg- zusetzen, und dabei lobte er einen Mann, dessen Pferd ihn etwa« gestreift hatte, mit den Worten,„der habe seine Sache gut gemacht"; bei der Rückkehr von einem Reisemarsche lhß er Plattner vor einem in Trab ge« setzten Zug herlaufen, bis er vor Mattigkeit zufam- mensank, ihn dann liegen und zu Fuß nach Hause gehen. Plattaer wurde die Nacht über häufig in die Strafstube gesperrt. Es ist ferner festgestellt, daß der Secondelieutenant Georg Freiherr v. Geuder, ge- nannt Rabensteiner, den Plattner vorsätzlich körpen lich mißhandelte und ihm Mißhandlungen zufügch ließ, indem er den Befehl ertheilte, den Plattaerj Weiler nicht aufden Voltigirbock hinauf kam, auf de» Bock hinaufzuziehen und, damit er„lebhafter" werde, in den Hinteren zu zwicken; durch diesen Befehl be- stimmte er den Unteroffizier Johann Brennig, sowie zwei Kameraden des Plattner, denselben gewaltsam auf den Bock zu stoßen, während der Unteroffizier Brennig ihn auf eine empfindliche Weise mehrmal« in den Hintern zwickte; ferner gab er bei einer ander» Turnübung dem Plattner mit gezogenem Säbel mehrere Hiebe mit solcher Gewalt, daß er vor Schmerz zusammenzuckte; auch duldete er, daß Platt- ner von dem Unteroffizier Breunig mit dem blaukeü Säbel geschlagen wurde. Vom Vicewachtmeisser Isidor Hartmann ist konstatirt, daß er dem Plattner oft i" verschiedenen Zeiten vorsätzlich verschiedene körperlichs Mißhandlunge» zugefügt, indem er demselben«>> Stallvisitationen wegen Dienstnachlässigkeit öfters � der flachen Hand Schläge auf den Kopf versetzt, ih« beim Reiten wegen Unaufmerksamkeit mit einem stocke schlug, ihm bei einem Anfalle seiner KraallP' den er wahrend deS Marsche« auf dem Pferde tr- kam, mit einer Spitzgerte etwa sechs Hiebe über dr» Kopf gab, so daß er am Ohr blutete, ihn, wenn in Folge eines Anfalles hülfloS am Boden lag, der Säbelscheide auf den Rücken und Hintern stieß, um ihn dadurch zum Aufstehen zu bewegen; Plattner bei der Pferdeschwemme in Folge eineS A»' falleS in'S Waffer sank, ließ er denselben von S".' baten tüchtig am Ohre schütteln und unter dem LW „Stoßt ihn noch ein paar Mal hinein!" drei r «icr Mal mit dem Kopf in das Wasser tauchen; dem Exerzierplatz, al« Plattner beim Setzen über ti» Barriere gestürzt war und nicht sofort wieder,�' stand, hieb er öfter mit einer Reitgerte auf ih»!\ und versetzte ihm wiederholt Schläge, als er$ die Barriere hinüber seinem Pferde nachwollte. � folgt noch eine lange Reihe von Mißhandlung�' welche Plattner erduldete, bis ihn endlich der 2-? von seinen Peinigern befreite.— Wir brauchen selben beer niebt näher aufzuführen. Berlanae»'j* r=aai Ii■— i■,, 8er v °g ei, Name de« englischen Sch ffe««ar. Zehn Meter von Schiff entfern:, stießen die Flüchtlinge auf ein FalUl'-* Es befanden sich aus demselben Saldaten, die wahrscheim. unerlaubter Weise die Kaserne verlassen hatten, da mehr angetiunken zu sein schienen. Die Gefahr war groß,«„ Rachefort beschwor ste; er steuerte auf da« Fahrzeug Saldaten, die wahrscheinlich befürchteten, daß sich ihre»d't an Bord de« Schiffe« besäuden, machten sich davon, ß*»' legte man am Peace Tomfort Ease an und die sechs linge stiegen die Leiter hinauf. Der Stevard, der cirn» Mann an Bard, der noch nicht schlief, war beim Erscheh der sechs L-ute sehr überrascht. Die Flüchtlinge Verlan« den Kapitän zu sprechen. Derselbe war aber auf dew � und wurde erst um II Uhr zurückerwartet. Die Fliichlpjj, erklärten nun, daß sie denselben erwarten wollten. D«#, tön Law kam endlich an, reichte einem Jeden die Hav'�p warf einen farschenden Blick auf Alle. Derselbe erl�- Rochefort nach einem Bild, da« sich in seiner Kajüte bi>- und fragte dann, ab auch Gambetta da sei. Die Flllchl' ,, erwiderten lachend:„Nein!" Man übergab nun, wie macht, dem Kapitän die ersten 2000 Fr«., die derselbe-g zuerst nicht annehmen wollte. Die Flüchtlinge begäbe» � dann auf da« Deck, um Luft zu schöpfen, wobei ihne»� der Kapitän anrieth, sich ruhig zu verhalten und kein französisch zu sprechen, da sich in der Nähe ein Krieg«»»»' L« befinde, der um 4 Uhr nach der Pinleoinsel abgehe- � war da« einzige Schiff, da« sich aus der Rhede befand- � Thef war mit dem Gouverneur von Ncucn ct> Tauala abgegangen. Da« Baot, auf dem die Flüchll'»«�,* gekommen, wurde in« M-er versenkt. B,r Tag�» wurden die Flüchtlinge»ersteckt, da man den Lootsen er��»- um da« Schiff auf die offene See zu bringen. D«»«ld- i stille eingetreten war, konnte da« Schiff, das an d-r � Insel Duca« vorbeifahren mußte, erst gegen 11 Uhr d �itt Zbfiicheu Gewässer»erlassen Nachdem der Lootse da» jjiS- «erlassen,«rschieueu Rochefort und Genossen aul d 9" cpel» ügl» tacr, f dt« erde, [ be» owie tfa» s ld-ra -Sb-l vor !latt- mk-- ftd°l 'l Z" b-> !° uaö aber, ob and wie die Bestrafang dieser eat- glichen Grausamkeiten erfolgen wird. In München sind, wie das„Frankfurter Joar- «dl* schreibt, am 17. Jnni 14 Soldaten des in Ingolstadt garnisonirenden 13. bayerischen Jnfan- terieregiments gefänglich eingebracht worden. Die- Iflben hatten vor einiger Zeit einer social-demokra- tischen Versammlnng angewohnt und darauf ihre Gewehre unter der Erklärung weggeworfen, daß ssr nicht länger als zwei Jahre präsent bleiben sollten. An dem zu Ehren Rochefort's in London auf �en 22, Juni angesetzten Bankete hat derselbe seine �»Wesenheit mit dem Bemerken versagt, das zu sol- �en Zwecken bestimmte Geld solle lieber den franzö- oschen Exilirten gegeben werden. In spätestens zwei drei Tagen wird Rochefort London verlassen und wie bis jetzt verlautet, nach Rotterdam begeben, »M dort einen längeren Aufenthalt zu nehmen. Vorige Woche fand wiederum in den englischen Kupferbergwerken ein Sinke von ungefähr 2000 Arbitern auf Uorke Peninsula statt. Ja diesem rei- jbn Kupferdistrikte sind gegen 17,000 Menschen zu- s'Mmengedrängt, welche, direkt und indirekt, ihren bbcnSunterhalt aus diesen Minen gewinnen. Die «koonta- und Wallaroomine, auf denen der Strik« vsbrach, gehören zu den bedeutendsten Minen. Die fache des Strike war eine Lohnherabsetzung von Schilling pro Woche. In Folge dessen beriefen e Strikendcn verschiedene Versammlungen, in denen heftig gegen das Verfahren der Fabrikanten pro- «1* dieselben die Lohnreduktion ganz rucknahmen und den alten Lohn ohne irgend welche erkürzung wieder auszahlten. Beweisaufnahme. Der Kriminalsenat des Kammer- gcrichtS erkannte jedoch der Rede des VcitheidigerS, Rechtsanwalt Munkel, und der Auffassung deS ersten Richters gemäß, ebenfalls auf Freisprechung, in- dem er noch ausführte, daß hier nur eine Urtheils- oder Meinungsäußerung vorliege und daß eüe solche nach der Verfaffung nicht strafvar sei. Vereins-Theil. Unser Parteigenosse Hörig ist am 17. d. MtS. cgen Beleidigung deS Bürgermeisters zu Friedrichs- W>t und wegen einer Rede in Schleswig, welche ue Beleidigung der Regierung ausgesprochen haben 3 zu 5 Thaler Geldbuße und Tragung der ge- Etlichen Kosten verurtheilt. Der Staatsanwalt e 3 Monate Gefängniß beantragt. Außerdem noch Hörig in Altona wegen Beleidigung des 'SkanzlerS zu 4 Wochen Gefängniß und Tragung btte br gerichtlichen Kosten verurtheilt. Eine intercssante Freisprechung eines Partei- Jossen ist durch das Berliner Kammergericht erfolgt. 'arteigenoffe Dietzmann sollte laut Anklage in mem von ihm am 21. Oktober v. I. im Lokale ÜderSdorferstraß: 45 gehaltenen Vortrage die Aeuße- >ng gethan haben:„Das stehende Heer ist über- ässtg und nur dazu da, um Uebcrgriffe der egierung gegen das Volk zu schützen." E> urÄe deshalb die Anklage wegen öffentlicher Belei jjung der Armee gegen Dietzmann erhoben, doch annte daS hiesige Stadtgericht auf Freisprechung, m eS annahm, daß der Angeklagte weder mit ußtsein, nach überhaupt eine unwahre �-atsachc behauptet habe. Die Staatsanwalt- M appellirte hiergegen, und die Oberstaatsanwalt- |™it beantragte, indem ste auf das durch Behaup- 'l eines thatsächlich nicht vorhandenen Zustandes �gebende Bewußtsein der Beleidigung hinwies, ' Gefängnißstrafe von 9 Monaten, event., da �dwann die angebliche Aeußcrung bestritt, weitere spielte den Erstaunten und schrieb dann die toni mr Allchtünge ein, die sich natürlich alle falsche bei o.a.- �gkn gelangte man nach Newcastle. er nach, wat Rochefart in dem New- "V.nuer uver die jetzige Lage In Frankreich schreibt. i» nämlich in dem betreffenden Attikel wie folgt: >«�••tSpierre hat dem Eonvent znaerufen:„Ich werde immer gegen den Krieg sein, weil ein Sieg die It'I" in die Hände eine« glücklichen General» giben kann jf.'il ich die Freiheit dem»tuhme varziehe." Me wähl h. mit Recht beunruhigte Pattiatismu» de» grajen '4, � b-ransseheu können, wa» heute geschieht, d. h. daß »5,? �eg, sondern die schmachdolle Niederlage sich an � Mhe der Natian steleo kannte. Der unglückliche Mac ' der rnhmdoll Berwundete, dessen Ruhm»der Wun« »„"n jedach nie hat auffinden können, hat nicht einmal aiiM, wie viel Glutlge» selbst in dem Titel»er Regie- ihnL* Kampfe», mit welchem man seine PrästdeMschast Q ex enthalten ist. Gegen Preußen, nicht gegen Jn kämpfen war feine Anfgabc, allein die Land- '.«ssemblöc, welche e» mit der Unterzeichnung de« Fric- VJ?.eilig hatte, scheint denjenigen, der die Kapitulation m ch machte, durch da» höchste Amt entschädigen zu «« genügte, nur feau Widerstand zu träumen, um Sic Berlin, 24. Juni. sParteivcrsammlung.) Jn der gestrigen geschlossenen Versammlung standen die drei Punkte: 1) Vortrag de» Präsidenten des Allg. deu sch. Arb.- Verein», 2) innere Parteiangelegenheiten, 3) Vertrieb des Parteiorgans, auf der Tagesordnung. Den ersten Punkt er- ledigte der Präsident durch einen Vortrag über da» Thema: „Was soll in unseren Volksschulen gelehrt werden?" Der Redner zeigte in treffender Weise, was die heutigen Bildungs- Institute für da» Volt sind und wie sie in einem social'stilchen Staate-ingerichtet werden müssen; der Vortrag fand allgc- meine Anerkennung Der Bevollmächtigte Reimer besprach alsdann einige lokale Einrichtungen, ehe e» jedoch hierüber zur Diskussion kam, nahm Herr M.Schlesinger da« Wort und bemerkte, daß durch den in voriger Versammlung, bei seiner Nichtanwesenheit, erfolgten Vor chlag eines Bcvollmäch- tigtcn der Schein entstehen könne, als wenn die Mitglieder etwaige Unregelmäßigkeiten ihm zur Last legten»nd er wegen Nachlässigkeit abge etzt worden wäre. Redner beantrage des- halb folgende Erklärung:„Auf Wunsch des bisherigen Be- »ollmächiigten Schlesinger, erklären die Berliner Mitglieder, daß der Borschlag eine» anderen Bevollmächtigten nicht de»- halb erfolgt ist, weil der Erstere seine Schuldigkeit nicht ge- than hat, sondern daß derselbe noch das Vertrauen der Mit- glieder besitze." Diese Resolution wurde angenommen. Um aber jede Mißdeukuug fern zu halten, sei hier erklärt, daß Reimer in der»orlgcn äußerst zahlreichen Parteiveriammlung mit allen gegen 2 bis 3 Stimmen als Bevollmächtigter vor- geschlagen worden ist, und zwar ausdrücklichlich au« dem Gmnde, daß er, da er daz allgemeine Vertrauen besitze, die verschiedenen Strömungen unter den Berliner Mitglie- der» wieder zufammenlcitc und so behülflich sei, daß der Kampf mit verdoppelter Kraft gegen unsere Gegner, besan- ders in Hinsicht auf die schweren Berfalgungen, wieder auf- genommen«erde. Hierauf referirte Rackow Über eine einzu- richtende Organisation der Verbreitung de» Parteiorgans, wies sehr treffend die Schäden der heutigen Einrichtung nach und ersuchte, da zu einer«eiteren Diskussion die Zeit zu weit vorgeschritten war, die Parteigenossen, sich die Sache gründ- lich zu überlegen und zur nächsten geschlossenen Versammlung die bezüglichen VerbcsserungSanträge und Vorschläge zu stellen. Flensburg. 21. Juni.(An die Abonnenten de» „Neuen Social- Demokrat" und Mitglieder de» Arbeiter-Wahlvereins.) Wir ersuchen die Abonnenten von Flensburg und Umgegend, sich rechtzeitig für das neue Quartal zu melden. Jetzige Abonnenten, welche da« Blatt nicht abbestellen, werden al« weiter abonnireud betrachtet. Außerdem ersuchen wir um pünktliche Zahlung der Abonne- mentsgebühren und wo möglich noch im Laufe dieser Woche. Unsere Abonnentenzahl beträgt 90; sie muß aber im neuen Quartal auf 150 steigen. Die ZeitungSkommisston. Eimsdtittel, 22. Juni.(Au die Parreig«n»sscn.) Mit dem 1. Juli beginnt-in neues Abonnement auf den „Neuen Social- Demokrat". Da die hiesige Mitglieder des Allg. deutsch. Arb.-Bcreins sich auf 100 Mann belaufen, so ersuche Ich dieselben dringend, das Parteiorgan auf das Weiteste zu verbreiten. Bor allen Dingen aber Ist e« nöthig, daß ein jeder Parteigenosse im Besitz unseres Parteiorgan» ist, denn nur dadurch wird ein jeder Arbeiter am besten den Weg zur Verbesserung des gesammten Arbeitcrstandes erken- neu können, und andere Schmutz- und Schandblätter, welche die Bestrebungen der Arbeiter bekämpfen, müssen für immer au« den Arbeilerkreisen verdrängt werden. Thue daher ein Jeder seine Schuldigkeit. Bei folgenden Wirthen liegt da« Parteiorgan aus: C. M.». Sprcchelscn, Lübber's Salon, Eimsbütteler Spitze;Fr«hnhcim; H. Ribbc, SanSsanci; Rohr. Die Parteigenossen bitte ich, nur da zu verkehren. F. Hollmann, Btvollm. Mannheim, 22. Juni.(An die Abonnenten de« „Neuen Social. Demokrat") Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Quartal auf das Parteiorgan. Für die größt- möglichste Verbreitung de»„Neuen Social.Demokrat" zu sorgen, ist jetzt die doppelte Pflicht eine« jeden Arbeiter«, zu- mal derselbe in größerem Format und für den alten Preis erscheint. Ich ersuche daher diejenigen Abonnenten, welche stens Sonntag, den 28. Jnni, zu entrichten, da am 29. abon- nirt sein muß und nur Diejenigen, welche da» alte Quartal bezahlt haben, das Organ neu zugestellt bckommln können. Der Colportcur und die Zeitungskommission nehmen Sonn- taa, den 23. dss., von 1 bis 3 Übr Nachmittags, im Gam» brlnuskeller die Gelder entgege.!. Ferner fordere Ich auf. daß die Mitglieder nur In den Wirthschaften verkehren, wo da« Parteiorgan aufliegt. Für die Zcimngskommission: Hein.- rich Schwab, H. 1, Nr. 7. Barnhtiw, 16. Juni.(An die Abonnenten des „Neuen Social-Demokrat".) Im Laufe dieser und nächster Woche wird das Mitglied Herr Gcrlach zur Ent- gegennahme der AbonnemeutSgelder für daS neu beginnende Quartal herumgehen und für Diejenigen abonnireu, welche nicht selbst ans der Post bestellen wollen. Im Uebrigen wird mit dem kommenden Quartal da« Blatt direkt durch die Post zugestellt werden, so daß Jeder Vormittag im Besitz desselben ist. Es werden fortwährend Bestellungen angenommen in der Wohnung des Herrn Gcrlach, Gclnhäuserstr. 120, sowie in jeder Versammlung. Parteigenossen, zeigt in noch erhöh- terem Maße Eure Agitationskraft, treibt Eure Mitarbeiter an, mehr und mehr auf das Parteiorgan zu abonniren, lhuct voll und ganz Eure Schuldigkeit. Der Sieg wird nicht ausbleiben. S. Thomas, Bevollm. Berlin, 23. Juni.(Allgem. Böttcher- sKüper-j Verein.) Der Strike in Brandenburg a. d. H. dauert hartnäckig fort. In Ermangelung von Arbeitskräften nch- nun die Arbeitgeber die Kräfte au« dem Militär. Unsere Kollege» in Brandenburg bitten daher in jeder Hinsicht um kräftige Unterstützung. Die Adresse für Brandenburg ist: Fr. Linke, Klosterstr. 33. I. A.: Seehau». Itzehoe, 20. Juni.(Allgem. Böttcher- sKüpcr-Z Verein.) Der Strike der Sägcrdorfcr Böttcher dauert unverändert fort. Es wird gebeten, den Zuzug strenge fern Zu halten. Der Bebollm. Brieflnstk«. Annoncengebühren für den Monat Mai in Silbergroscheu berechnet: Altona: Partei- und Bolksvers.(128). Zimmerer(20). Maurer(48). Tischler(54). Schuhmacher(62). Arbeiter- Unterst.-Berb.(62). Krankenkasse d. Arb.-Unterst.-Verb.(53). Abendunterhaltung(38). Justrumcntcnmacher und H.iartuch- weber(32). Schneider(16). Liedertafel Viktoria(22). Ar- beitersest(70). Cigarre-.arb-itcr(20). Wilhöft Logis(2). Heinricl(36). Jsaac« u. Comp.(66). Heia an(66). Kap- Pen(14). Schümann(12). Ziburts(6). Münstedt(10). C. Windler(12). C. Kirschner(8). Dcseuer(6).— Ahrensburg: Versammlung(14).— Berlin: Versammlungen(846). Maurer(286). Akkordträger(158). Zim-- mererbund(106). Zimmerer-Verg-ügungscoacktö(52) Arb.- Unterst.-Verb. der Zimmererleutc(38). Strikekassc der Zim« mcrer(20). Tischler(138). Arocuer Unterst.-Berb.(140). Putzerclub(80). Schuhmacher(164). Böttcher(82). Stuhl- arbciter(34). Epimone(60). Geselliges Beisammensein(42). Thierstein(78). GoriS(16). Sparfeld(2). Hcinsolp t8). Merkel(8). H. K. W. N.(6). Maschinenbauer(26). O. Dwillat(6).— Brandenburg: Veriammlung(26). Arb.« Unterst.-Berb.(28). Arb.-Unterst.-Verb. der Maurer(42). Fraucnvcrein(88). Wehnclt(14)— Bremen: Versammlungen(68).— Barmen: Verf.(104).— Barmstedt: (14).— Braunschwelg(16).— Bielefeld(28).— Bockenheim(34).- BuntenthorSsteinwcg(20).— Barmbeck(22).— Blunk(14).— Bornheim(13).— Breslau(18).— Calbe o, d S.(18).— Cöln(24).— Cassel(44). Gratul. Meise(10). Toncert Vesper(18). — Charlottenburg(24).— Dortmund: Vers.(72). Geburtstagsfeier Lassalle'»(32).— Dresden: Vers.(68). Töpfer(30).— Düsseldorf(36).— Elberfeld: Vers. (102). Stahmann(14).— Essen: Vers.(16).— Eutin: Arb.-Unterst.-Verb.(14).— Eimsbüttel: Vers.(24).— Frankfurt: Vers.(158). Tischler(62). Metallarbeiter(18). Kern(46).«ratl. Sophie Schaier(6). Müller(6).— Fechenheim: Meschke(48).- Flensburg: Arb.-Wahl. verein(-24).- Fuhlsbüttel(12).- Gaarden b. Kielr Fr. Mlladlern(14).— Großbirstel(16).—«elsen- kirchen(14).— Göttingcn: Fahnenweihe(24).— Gesundbrunnen bei Berlin(16).— Hamburg: Volk«- und Parteivers.(166). Zimmerer(100). Tischler(108). Tischler-Liedertefel(22). Maurer(116). Schiffs, immer« (14). Schlosser und Maschinenbauer(34). Eisen- und Me- tallarbeiter(30). Bauarbeiter(72). dieser Beförderer der Invasion zu werden. 'fw U' �ambctta, Weil er gekämpft hat! Nachdem sie welcher Metz zn retten suchte, füsilirt hatten, gaben lu,?. �haßten Bazainc, weil er sie übergeben hatte, eine >1,° vnd dustige Villa unter dem schönsten Himmel d« r haben In unseren Leiden jene» Uebcrmaß de» 1(ei« fahren, Indem wir un« beständig einem Soldaten, �»errathen, gegenüber befinden. Ladmiranlt, Jta m �liiert, und da«« erwürgt hat, war in Metz; Vi„)£in' tu beiden Mörder de« Depntirten Millierc, Merlin, der Präsident des KnegSrathS, n«apitain Rossel zum Tode veruriheilte, war in Metz. Binoy, der FlourenS und Duval lödtete, war in Paris. allein die Art, wie er diese«»erlheidigte, glcdt einen Begriff von den Wunderdingen, welche er sonst««richtet hätte. Erst, wenn diese Leute zu sehr entehrt waren, um al« Soldaten fortjv dienen, verttaute man ihnen die Rollen van Henkern an. So sind unsere Herren, über denen das zerdrochene Schwert»cS Marschall« Mac Mahvn schwebt und glänzt. Welchen gordischen Knaten hat diis« Säbel bis jetzt durch- hauen? Welches Problem hat er gelöst? Welche Formel hat er erfunden? Der erste Alt dieser WIcdcrherstellcr ist ein verschämt-r Handel gewesen, welchen sie der Presse vorschlu- gen, und als dieses Komplott an den Tag kam, haben sie Gesetze gegen dieselbe»erlangt,»evn die Presse über die Unfähigkeit der Herren schweigt, werden sie darum intelligen- t«? Sie greifen zu den alten polltischen Mitteln zurück, welche die erste Restauration nicht wollte und an denen die zweite zu Grunde ging. Mac Mahvn glaubt Präsident einer Republik zu sein, in Wirklichkeit aber ist er nur simpler Kommandant eine« Be- lagerungszustandes. Eine seiner glänzendsten Hcldenthaten ist gewesen, daß er am 26. Mal, b. h. zwei Tage nach seiner Erhebung, dem Gouverneur der Citadelle vvn St. Martin de RS den B-fehl übersandte, in dem Sprechzimmer ein Gitt« austichten zu lassen, um mich ,u verhind-rn, meine Kinder, mit denen Ich fast Zwei Jahre frei verkehrt hatte, zu umarmen. Sie sehen, dieser Marschall von Frankreich wird noch Übertrossen von dem Befehlshaber der Scnsd'armeric. Und wen hat da« Votum einer sterbenden Ass-mblöe dem nervösen, empfindlichen Frankreich zum Haupte gegeben? Einen alten Soldaten von Afrika, der von unserem Lande nur wußte, wa» er in den algierischen Hütten, In denen er 40 Jahre gedient, gelernt hat; ein Führer der Beduinen, der bei uns in'einem aradischcn Bureau zu sein glaubt und un- iere aehdliaten Freiheiten, unsere unvcrjährbaren Rechte be- handelt, al« wenn die Regierung Frankreichs eine Expedition „ach Kabylien wäre. Und dieser antike Schnurrbart, dir die ..--------------, Schuhmacher(42). OCU criuoie oaa«»uztu.a-.i«„uunvu«»,, Stepp« und Vorricht«(36). St Pauli, Schuhmach«(42). noch mit der Bezahlung rückständig stnd, dieselbe bis ipSte- Slraßenbauarbeiter(76). Klempner(18). Böttcher(38). Prätenfivn hegt, un« sieben Jahre unter seinrn Degen zu hat- ten, dieses exsiischc Produkt glaubt er etwas Andere« zu sein,. als der für den Augenblick nutzbare Schild gegen die Auflü- sung? Glücklicherweise Ist der Schild im Begriff, zu sinken, und die Auflösung, d. h. die Repudlik, Ist nahe. Di- Prie, st« und die Päpstlichen Zuaven haben gut aus der F-rae den weißen Federbusch Heinrich IV. zu zeigen, allein Hein- rich V. wäre der Erste, der sich weigern würde, sich unt« denselben zu stellen, da er so viel länger Kandidat für jene Krone bleiben wird, al« er nach Vorwindcn sucht, sich die- selte vom Haupte zu nehmen. Ich vermuthc, daß dies« Monarch in partibua ein viel richtigere« Verständniß für die Lage hat, al« seine Räthc; ich habe Grund, zu glauben, und ich beglückwünsche ihn dcshal»,»aß er da« Königlhum dem Namen nach, dessen er sich seit lange erfreut, dem wirklichen Königthum vvrzicht, welche«« sehr schnell wieder verliere» würde, wenn er den Fehl« beginge,-« auznnehmen. Jn d« Sicherheit, welche ihm die Revvlutivnen geschaffen, erinnert er stch seine« Großvnkel« auf dem Schaffst, seine» Groß- »aters auf der Flucht, seines Vetter», der au« dem Palai« in einen Fiaker stürzt; er kann nach Londou gehen und stch »vr den Kerzen knicend niederlassen, welche die Exkaiserin für den Eifolg der Boulvgner Expedition, die un« Napoleon IV. noch vorbehält, verdr-nutn läßt. Er sieht die Prinzen in d« Flucht, die Tuilttieen in Asche, und er sagt sich»ahrschelu- lich, nachdem er 52 Jahre darauf»«wandt, auf den Thron zu steigen, daß nicht drei Monate vergehen würden, eh-« Wied« herabstiege. Au« all' diesen Unmöglichkeiten setzt sich die Nothwcndigtcit der Republik zusammen und der Wille der Nation wirb ste definitiv Jenen ausdrücken, welche sich die Männer der„Ordnung" nennen. TSpf-r(14). Gipser(54). Maler(16). Frau-noer.Iü(36) Laffalle Tombola(22). Korbmacher(16) Cigarrcnarbeiler (18). Arb>Uiilerst..Virb.(48;. Arar.kmkassillversamml(22). Liedertafel Lassallia(78). Mitlleroerlammlung(16). Friedheim(54). Funke(6). T-aeu(40). Ouick(14), Hart- mau n(20). Hamann(8;. Th. Wolfs(22). Depp«(44). Luckow(16). Hammersteiudamm. Logis(4). Rhetor Her- mann Weber(58). KottkamPf(14). Dallach(8) Eekelson (20). Hvsselbusch(8). Steinhäuser(16). Breithaupt(26). Heyden(20). Planthaber(20). G.atl. Köhne(10).«kigar- renarbeiter(14). Müller(8). Wille(10). Marmararbeiter (12).— Hannover: Scrs.(222). Zimm-rerbund(34). Schuhmacher(18). Schuhmacherstrikecomitö(28). Frauen- verein(64) Rudolph(6). Richter(10).— Hanau(16). Abendunterholtunz(24).— Harburg(58). Liederiafel (16).- Horn(16).— Hörde(16).— Halber- stadt: Gratulatiou Wilhelm Smlc(6)— Heinrichs- berg bei Blankenese: Tarl Haast(6).— Itzehoe: Sängerbund Unverzagt(42).— Kiel: Vers.(32). Aibciter- Ball(56).— Lütjenburg: Arb-Unterst.-Berb.(16).— Lüneburg: Vers.(32).— Lübeck: Vers.(20).— London: Düstmonn(12).— Mcerholz bei Hanau: Glück- wünsch(6).— Nienstädteu: Zimmererbund(18).— Offenbach-Dleburg(30)— Ottensen: Parteivers. (84). Gesangverein(12).— Osnabrück(68). Sänger« Hund(48). Ärb.-Unterst-Verb.(13) Küster(8).— Preetz (56). Arbeiterfest(28).— Peterswaldau: StiftungSs-st (24).— Rnmnielsburg(64)— Rothenburgsort(30). — Rendsburg: Winzer(12) Heß(4).— Rödelheim (76).— Ripdorf(14).— Stuttgart(52).— Uetersen (44).- Verden(18).— WandSbeck(58). Tischler(12). Zimmerer(18).— Weißensec(64).— Wald(46).— Willterhude(18). Privatannoncen: M. Sch aurer, Geschäftsempfchlllng(16). Gratulation von Liebau an Frau Sommer(6). Gratl. von Schönebeck au Bergcr in Brandenburg a. d. H(6). Gratl. von I. R- an A. Müller(6). Gratl. von D. Pasch(4). Hamburg. Die verschieden, n Annoncen waren lür die Dienstagsnummer zu spät eingegangen. Eimsbüttel. D.sglcichen. WandSbeck. Desgleichen. BurkhardSdorf. Betreffs der Reise nach Scharfenflein den Zschopauer Parteigenossen zvr Nachricht, daß wir uns Sonn- tag, den 28. dsS., Mittags 12 Uhr, in Scharfenstcin treffen wollen. I. A.: Gustav Görner. Der Auftraggeber in Duisburg wird gebeten, nochmals seine Adresse elnzns enden an Lüdecke In Hamburg. Die Beiträge jur die„Social-po!i- tischen Blätter" find späiestens bis znm 1. Jnli einzusenden, da dann die Blätter in den Besitz des ASg. deutsch. Arb-Ber- ein« übergehen- Berlin, drn 25. Jnni 1874. W. Hasenelever. W. Haffrlmann. Kür Berlik. Oeffeutliche Arbeiterversammlunge« Donne-ltug, öes 25. 3nni, Ab.'Ihr, Im Saale zum„Deutschen Kaiser", Lothrinacrstr. 12. Vortrag de« Hirrn Hefselmann: Wie haben wir uns da» Entstehen der Produkuvassoiiationen und die Anbahnung de« Soclalismus vorzustellen? jonnadtud, hta 27. oaai Ab. Uhr, im Gratwcil'fchen Lokal(oberer Saal), Kommandanten- straßc 77-7S. Bortrag über Thomas Münzer. im Lokale de« Herrn Lehmann, Manteuffelstr. 90. Bortrag de» Unterzeichnete:!. im Lokale des Herrn Hemprt7 Badsir. 65—66.(Gesundbrunnen) Vortrag deS Herrn Dictzmann.__ O. Reimer Bil« Beriin. Fititsg, bca Lti. Juni, Nachm. 5 Ildr, im Lokale des Herrn Osthceren, Sophlensir. 15, Kaffee-Kränzchen, arrangirt vom Aldeiler-FraLxll- uns Mädchmvereis. Die Tasse Kaffee kostet 1$ Sgr. Entree für Herreu 2� Sgr., für Damen 1� Sgr.— Billets sind in den Männcrvcrfammlungrn und an der Kasse zu haben. Der Neberschuß ist für die Familien Gemäß- regelter bestimmt. Wir bitten die geehrten Mitglieder und alle Parteigenossen, um recht rege Betheillgung. Gäste können mit eingeführt werden. Vorstand. Für Moabit Das Große Sommernachts-Fest, welche» acht Tage hat müssen aufgeschoben werden wegen plötzlichen Berkaufs des Lokale«, findet, wie schon angekündigt ist, �UNl Sonnabend, den 27. Juni, Im Lokale de« Hrn. Zimmermann,(vorm Tafo Müller, Thurmstraßc 40(Moabit), statt. Da durch das Ausschiebeu es doppelte Unkosten ver« urfacht hat und der U bcrfchuß für die Gcmaßrcgelten be« stimmt, so werden die Parteigenossen ersucht, sich recht zahl- reich daran zu betheiligen.— BilletS nebst Programms sind in allen Versammlungen, sowie bei Herrn Stahl, Neue KönigSstraßc 51, zu haben. Preis vorher 2 Sgr., an der Kasse 3 Sgr. Die alten Billets behalten ihre Gültigkeit. I A.: W. Neumann. Für Rixdorf. Deffentliche ArbeiterVersoimmlung Jerniitafl, ben 28. Juni, Vormittags 10 Utr, im Lokale de« Herrn Ruppersberg, Dorfstr. l. Referent: Herr Dietzmann au« Berlin. Um zahlreiche» Erschtlnen ersucht A. Bersümcr. KüL Kambus Z. Allgemeiner deutsKer Aröeiter-Verein. Geschlossene Mitglieder-Versammlung Freitag, den 26. Juni, AdcadS 9 Uhr, In Tütgc'S Eiablisscment, ValentinSlamp 41. TageSordn.: Die W sseufchaft und die Arbeit. Abrech- nung. Referenten: Herren Hörig und Breuel. Bater. Für»Haniburg. Allgemeiner Eiseu- und Metallaideitcr- Verband. Mitglieder-Versammlung Sonnabend, cen 27. Juei, vltends Uhr. im Salon znm Rolan), 1. Jakobsstraße 19. Tagesordnung: 1) Anträge zur Gencrolverfammlung.— 2) Wahl der Revisoren. Neu: Mitglieder weiden aufgenommen. Der Bevollmächtigte. Für Hanrbury-Altona. Stepper und Vornchtcr- Verein. Stiftungsfest und Ball Sonntag, den 28. Jv»!. Nr.chm. 8 Uhr, In Bellcvne in Eimsbüttel. Karten ä 6 Schill beim Comitö. Parteigenossm find freundlichst eingeladen Das Eomits. Achturg! Alle Briefe und Bestellunzen für die Hamburger und Altonaer Parteileitung sind von jetzt an zu richten an folgend: Adresse: l. Ghrichstr. 5, 3. Et. Der Parteileiter für Hamburg: C. L. Vater. --- Altona: G. Winter. Für AlwAa- -Oeffentliche Versammlung sämmtlicher Maurer Altona'S unv Ottensens Freitag, brn 26, Juni A cnds 8; Uhr, im Saal: der Maurerhirberge Tagesordn.: Vortrag. Berschiedeces. A Neuwann. Bevollm. Kur Miel. Sonntag, den 28. Juni, im Lokale dcs Herru I. BrnuSwig: Uxdsitsr-BaU. Ertröe für Herren 4 Schill., für Damm 2 Schill. Ansang 4 Uhr Nichmittao.S. Garten und Kegelbahn stehen uns zur Verfügung. Auf der Kegelbahn wird eine silberne Uhr ausgekegelt. Da dieses Fest zum Besten des Kolporteur» de»„Neuen Social-� emolrat" arrangirt ist, fordere ich alle Parteige- nassen auf, zahlreich zu erscheinen, damit der Bote auch einen Ueberschuß erhält._ Matthaey. Für Osnabrück. Allgemeiner deutscher Arb.-Unterst.-Berdaud. Mitgliederversammlung kountag, den 2< Juni, Vorm. Ivsi Uhr, Im Kuhlmanu'scheu Saale, Alte Münze 21. TageSordu.: 1) Präsidentenwahl.— 2) Wahl der Ber- bandskommifsion.— 3) Wahl eines KaffirerS und Revisoren- — 4) Abrechnung. Alle Mitglieder müssen unbedingt erscheinet!. _ W. Dölcher, Commenderlestr. 52 A._ Für Elberfeld. Stiftungsfest, bestehend in Concert, Festrede und Gesang. Zum Schluß: Ball. Sonntag, de» 28. Juni, Nachmittags 4 Uhr, bei Herrn Keuter auf der Kluse. Nähere« die Plakate. Parteigenossen von nah und sern sind bester.» eingeladen Das Touiitö. Für Wald. Allgemeiner deutscher Arbeiter-Berein. Oeffentliche Mitglieder-Versammluug BLAimg, den 24. Jnni. Abeads 6 Uhr, im Lokale de» Herrn Beien TageSordn.: Vortrag, Verschiedene« und Fragekaflm Der Bevollw- Massenversammlung Montilg, den 29. Jnni, AbecdS 7 U?r, bei H. Maurer. Fortsetzung der Tagesordnung von der aufgelösten Bolti' Versammlung. D.&■ ra tHr, •sanr •er* Für Offenbach. Mgemeiner deutscher Arbeiter-Berein. Oeffentliche Mitgliederversammlung Sam tag»cu 27. Juni, AbendS 8i Uhr, im Gasthaus zum grünen Baum., Die Mitglieder werden ersucht, die Versammlung so vi»' wie möglich bekannt ju machen. I. A: M Reitze Für Winterhude und Umgegend. Oeffentliche Frauen und Madchcuverjammluns Dienstag, iicn 36. Juni, AbeadS 84 Uhr, beim Aostwirth B r u h n s. Taget oidnung: Vortrag. Es werden die Hamburger Mitglieder zu dieser Bersamm- lung frmiidl'.chst eiiigeladcll. �_ Für Äroßborstel und Umgcgcud. riür Hornau und Umgegend. Große öffentliche Bersa«ml»ug der Mitglieder de» Allgemeinen deutschen Arbelter-Bereilik vonotag, de« 28 Juni, Nachmittags 4 Uhr, im Saale der„RrichSkrone". TageSordu: Berichterstattung der Delcglrtcu über#i! Keueralvcrsammlung. Die letzten Sonntag fiatlgcsunNn habendee Mitglieder»� sammlung wurde polrieilich ausgelöst Bitte von allen Orten zahlreich zu erscheinen. _ M. Daßb« ch>- T fem trotz Matc raun austr in s straff fpcdi jährli expcd selbst Haut Für die Parteiaca-ssca Hamburg« und Umgrarnt. Am 1 Juli erofsne ich ein° H Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein. Geschlossene Mitglieder-Versammtung Krntag, der: 26 Juni, Adeiib« 84 Uhr, bei I. H. Langloh. TageSordu.: Abrechnung und VereinSaugelegenheiten. E« ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Reue Mitglieder werden aufgenommen. Der Bcv. H. Riecher». Cigarren- Geschäft. Kl. Drchbahu, unter Sicherung reeller Bedienung, empfehle mieh allen hiesigen und auswärtigen Pnrteigeeiofss»- Sani. Philipp.. La Preis Zeile, liche( S es ül sionce Bossel halb »once fen l. '«Ich Se'tr �aar Seite ff Größe iit€ lir 1 4 S Für Leezen und Umgegend. Vo ksversammlung Sonntag, den 28. Juni, Nachmittags 4 Uhr, im Loyale de» Herrn Tode, Gastwielh und Müller zu Hastcnholm, 6. Hoisteinscher Wahl reis. TageSordu.: Das eherne ökonomische Lohngesetz. Referent: der Unterzeichnete._ Fr. Harm, Leezen. Für Hamvurg und Umgegend. Den Parteigenossen empfehle ich mein Lokal mit Bill� und Ausschank von echtem BorSdorfer Apfelwein Im Fr«»l' furter Keller, Paulstr. 40. Der„Neue S-teial. Dernoltf' j chtaei und sämmiliche Schriften Lassalle'S liegen zum Lesen Auch habe ich ein Comitezimmer zu jeder Zeit disponibel- ___ I. Eskelsoa> teil Hb N Für Eimsbüttel. Da« Btreinslokal�dee Mitglieder de» Allg. deutsch Bereiu«, C. M v. Sprechelscn, empfehle ich allen Parte/ uossen zur Abhaltung von Festlichkeiten unter coulanten* dingungeu. F. Hollman»� j»'# .«rp arte/>A wich Für H«n»vv4-r° Große Arbeiterversammlung Sonnabend, dlv 27. Juni, Sbtvdb 8 Ndr im„Goldenen Löwen", Vahrenwalderstraße. _ Rudolph. Kur Hannover und Linden. Großes Sommernachtsfest und Ball, ar.aiigirt vom Klcmpnervcrein, unter gefälliger Mitwirkung mehrer Liedertafeln, Soauabenl', den 27. Jniii, Abends 8 Uhr, im Lokale de«„S-'warzen Bären" in Linden. Karten find vorher, i 74 Sgr.. bei den Herren Matthe», Neuestr. 45, Müller, Knochenhauerstr. 47, Richter. Ballhosstr-, Roge, Fernroderstr. 37, zu haben. An der Kasse 10 Sgr. Der Ueberschuß ist für die Gemaßregeltcu bestimmt. Um zahlreiche Belheiligung wird freundlichst gebetm. Das Eomitö. Den Parteigenossen Berlin« empfehle ich im Schuhmachcrfach vorkommenden Arbelten. _ Margillirdt, Schuhm, Plan-User 6&, gilt' Kiel., Den Abonnenlen des„Neuen Soclal-Demolrat" � Nachricht, daß, wer im nächsten Quartal fein Blatt re($"ättci mäßig beziehen will, bis zum 23. dss. abonnirt haben Wj Sorgen wir dafür, daß in diesem Quartal die Abonnenten e zahl 400 übersteigt. Für die Zcitungskomuilsfion: i'vax� Matthaey._> �ls9 Allen Parteigenassen die Nachricht, daß der Sigarrenarl ter H. Miersen am 20. Juni plötzlich verstorben ist. Hamburg, den 20. Juni 1874. Seine Freunde: H. Klotz. C. Klotz. A. K-lling Meinem Freunde Fritz Röver am 25. ds». die besten Glückwünsche. Berlin, 25 Juni 1874. zu seinem GcbiirtSläs �1 j ■»Cjlj I. Müller; »°gen ?/2.(S billig 0. I Verspätet.. Meinem Freunde und Parteigenossen L. PyaS die beß" Glückwünsche zu seinem Geburtslage. Dein Freund T. r-' Für Osnabrück. Volksversammlung Souatag, dt« 28. Juni, Nachm. 4 Utzr, auf dem Lustgarten TageSordu.: 1) Die sociale Frage. 2) Kommt der So- cialismu« zur Berwiiklichung. Um zahlreiche« Erscheinen ersucht F. Klüt e. Gedurts-Anzcige. Durch die Geburt eines gesunden Knaben wurden ei Louis Bosse und Fv Hamburg, dei�23. Juni 1874,__u; 1 Schlafstelle zum 1. Juli zu vermicthen Brunnen?" Ztr. 129, Hos links parterre bei Berndt. � Für Coswig. Sonnabend, den 27. Juni, Abends 84 Uhr, TageSordn.: Bortrag des Herrn R. Sperling. Die Partelgenosseu müssen für Verbreitung sorgen. _ H. Moldenhauer. :. z. v. d. T. Wedekind, Longestr. 74, H. 1 Tr. S Schläfst, gef. bei einem Partei� Nossen in der Dresdenerstraste.. Frankirte Offerten sind in der �Expedition dir!" BlatteS abzugeben. � 1 Schläfst ist zu verm. bei Marquardt, Plan-Ufer��> '(Exemplaren der heutigen Jim Flugblatt des Vereins der Sup» i> ii h> � o»;*4.�1 t»-: o Den Berliner( mer liegt ein Flugblatt_______.. liner Buchdrucker und Schriftgießer bei. Druck u. Verlag von T. Jhring Nachf.(A. Verein) in Verl'"' Verantwortlich für die Redaktion: L. Pfeiffer in Berst"-