Nr. 75. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Gonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der. Poft BeitungsPreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zetle oder deren Raum 40 Pfg., für Beretns- und Versammlungs- Anzeigen, forte Arbettsmartt 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bts 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Rußlands Erfolge in Offafien. Mittwoch, den 30. März 1898. Expedition: SW. 19, 23enth- Straße 3. den Stillen Dcean zu gelangen, sehr begreiflich. Die neuen Ausbeutung fremder Arbeitskräfte erfüllt und so der Lohn der Eriverbungen am Gelben Meere dürften für die Zukunft des beimischen Arbeiter heruntergedrückt wird. russischen Weltreiches von großer Bedeutung werden. Aber Wie der Abg. Szmula im Interesse der Agrarier, so vers auch nur für die russische Zukunft, nicht für die anderen von seiner Uebereinkunft mit China Mittheilung Bölfer. Denn das monopolistische, schutzöllnerische, halbasiatische des Westens Aufhebung oder Milderung der Bestimmungen über gemacht. Es wird dadurch endgiltig bestätigt, was bisher hermeldet wurde. Nur in einer Beziehung weicht das russische Communiqué ab von den bisherigen Nachrichten und zwar in einer sehr wichtigen Angelegenheit, aus welcher leicht weitere edcutsame Komplikationen entstehen könnten. Dies ist die Thatsache, daß Port Arthur nicht als offener Hafen erklärt wird. Reich wird trog aller schönen Versicherungen, die es jetzt giebt, Ausnahmebestimmungen für bestimmte Induſtriezweige. So offen Arbeiter. Zum mindesten forderte er die Handelsentwickelung der rivalisirenden Staaten nicht fördern wie heute ist das Evangelium der Ausbeutung fremder Arbeiter wollen. Die Eperrung Port Arthur's, welcher den Zugang in selbst von diesem Typus eines tapitalistischen Unternehmers noch den Golf von Betschili und zur Hauptstadt Peking beherrscht, niemals gepredigt worden. bildet den Anfang der weitgehenden Gastfreundschaft" Rußlands. Das Herrenhaus nahm heute nach furzer Debatte den Gesetz und die Morgen steht der Reft des Etats in dritter Befung und die Vorlage betr. Erhöhung der Gehälter der evangelischen und tathos Rußland erhält Port Arthur und Talienwan. Schon ist Erregung sich in ernste Thaten umsetzen sollte. Das englische Trotzdem hat es nicht den Anschein, als ob Englands lischen Geistlichen in erster Lesung auf der Tagesordnung. die russische Flagge neben der chinesischen in Port Arthur auf Kabinet wird sich, wie ungern und grollend auch immer, auch entwurf betreffend Erhöhung des Grundkapitals ber diesen neuesten Schlag Rußlands gefallen lassen. noch bedeutet, zeigt der bereits erfolgte Abzug aller chinesischen wird sich vielleicht, wie seit längerer Zeit vermuthet wird, durch wandte sich sodann zu der Berathung der Vorlage betreffend Ver. Truppen aus der Hafenfestung. Russische Truppen find an Besetzung des Tschusan- Archipels, welcher Shanghai und die Ein- Bolen. Hierbei richteten die Polen v. Koscielski und Fürst doppelung des Ansiedelungsfonds gegen Die beren Stelle getreten; Kanonen, Kohlen, Munition werden fahrt in den Yangtse beherrscht, zu entschädigen suchen. Wenn Radziwill heftige Angriffe gegen die von der Regierung ausgeladen; Nenderungen der Befestigungen werden vorbereitet. dazu die französischen Forderungen in Südchina bewilligt geübte Polenpolitit, die nur dazu diene, die Gemüther zu Außer Port Arthur und Talienwan sind auch die aus werden, so würde die Auftheilung des Reiches der Mitte" in erbittern, anliegenden Gebiete" Rußland zur„ Nuznießung" abgetreten Interessensphären" der europäischen Staaten noch schneller nichten, worden. Welchen Umfang diese anliegenden Gebiete haben, vor sich gehen, als je erwartet werden konnte. wird nicht mitgetheilt, ist auch einigermaßen nebensächlich, da es außer Zweifel steht, daß Rußland nicht nur jene beiden Häfen, sondern thatsächlich ganz Nord- China beherrschen wird. Wird doch auch die Gewährung des Baues einer Eisenbahnlinie von Port Arthur bis zum Anschluß an die große trans fibirisch- mandschurische Bahn endgiltig bestätigt. Das Communiqué des Ministers des Auswärtigen, Murawjew, an die russischen Vertreter im Auslande schließt also: Sie fönnen gleichzeitig den Minister der auswärtigen Angelegenheiten davon unterrichten, daß der Hafen von Zalien wan für den fremden Handel offen fein wird und daß die Schiffe aller befreundeten Nationen daselbst die weitgehendste Gastfreundschaft finden werden." Wenn der Hafen von Talienwan ausdrücklich als offener Hafen bezeichnet wird, so liegt in dieser Mittheilung eingefchloffen, daß Port Arthur nicht offen sein soll. Mit der Schließung Port Arthur's für nicht- russische Schiffe schlägt aber Rußland aller bisherigen Handelspolitit der europäischen Mächte in China ins Gesicht. Wohl hat Port Arthur, wenn die benachbarte Vai von Talienwan geöffnet ist, feine besondere Wichtigkeit für den Handelsverkehr, aber die Sperrung erscheint aus prinzipiellen Gründen von großer Tragweite. England verwand nur mühsam den Schmerz über den Anheimfall des chinesischen Nordens unter die russische Oberhoheit und suchte sich bisher auf die Linie der Offenen Thore" zurückzuziehen. Die Forderung der„ Offenen Thore" ist das A und O der oftasiatischen Politik Englands. Verlegt jetzt die russische Regierung diese Grundlage des bisherigen europäischen Vorgehens in China, so heißt das nichts anderes, als England den Fehdehandschuh hinwerfen. " Dieses Abkommen ist eine direkte und natürliche Folge der " Politische Nebersicht. Berlin, 29. März. Aus dem Reichstage. Die Majorität der Abgeordneten hat bereits die Osterferien angetreten, so daß nur vor den paar Plazhaltern die dritte Lesung des Etats begann. Dieselbe setzte sofort mit der Detailberathung ein. nicht die polnische Nationalität vers sondern höchstens den preußischen Staat gefährden könne. Dr. v. Miquel, der im Abgeordnetenhause in letzter Zeit so wüthend gegen die Polen gewettert hatte, war heute auss nahmsweise zurückhaltend. Bemerkt sei, daß Herr v. Koscielski, mit dem Beinamen Admiralski, ausdrücklich die Stellung seiner Freunde im Reichstage zu der Marinevorlage mißbilligte. Der Entwurf wurde selbstredend mit großer Mehrheit angenommen und die Dentschrift betr. die Förderung der deutschen Ansiedlungen in Weftpreußen und Bofen durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt. Das Haus tritt erst am 26. April zur Berathung des Etats wieder zusammen. Der Kaiser freut sich offenbar sehr über die Annahme des Flottengefezes. Bum Dank hat er den Staatssekretär Tirpitz zum preußischen Staatsminister ernannt und mehreren anderen Offizieren des Reichs- Marineamtes, welche an der Durchführung des Flottengesetzes betheiligt waren, Ordenss auszeichnungen zu theil werden laffen. Der sächsische Militärbevollmächtigte am Bundesrath glaubte die Angriffe auf das sächsische Kriegsministerium zurück weisen zu müssen, die in der zweiten Lesung, wegen Nichtbeachtung der Wünsche der Militärarbeiter( Sattler) von dem Abgeordneten Bebel vorgebracht worden sind. Der Abg. Mer ba ch fühlte sich ebenfalls berufen, die sächsischen Militärfabrikanten zu vertheidigen. Be bel antwortete beiden Herren, Wir müssen uns wundern, daß nicht die Herren Dr. Lieber, während Kunert aufündigte, daß er beim Etat des Kriegs- Gröber 2c. mit Orden und Ehrenzeichen bedacht worden sind, ministes auf den Fall zurückkommen werde. Das Zentrum denn deren Verdienft um das Flottengesez ist doch wahrlich hatte einen Antrag eingebracht, wonach die Geschäftsordnungsgrößer als dasjenige des Staatssekretärs Tirpitz und seiner Rommission beauftragt wird, die Frage zu prüfen, ob bei der Offiziere. Nun, wir zweifeln nicht, die Belohnungen für die Behandlung der Petitionen die Unterzeichner der letzteren nicht Zentrums- Admiralstis werden noch kommen und werden mehr als bisher zu schützen sind. Dr. Lieber begründete werthvoller sein als ein Orden und eine Rangerhöhung. den Antrag mit dem Hinweis auf die Bestrafung der reichsländischen Eisenbahn- Beamten, weil sie in ihren Eingaben ein Allgemeine Zeitung" den 28. März 1898, weil an ihm das Einen denkwürdigen Tag nennt die Norddeutsche paar harte Wendungen gebrauchten. Graf von Roon und Herr von Stumm waren Flottengeset angenommen worden ist. Auch uns erscheint dieser natürlich gegen den Antrag. Denn beim Wahl- und Petitions- Zag als ein„ denkwürdiger", das heißt als ein solcher, an recht schwärmen diese Herren für weitgehendste Deffentlichkeit, den das deutsche Volk noch lange und noch oft zu denken die sie bei der Steuerdeklaration und im Militärprozeß aufs haben wird. tiefste verwünschen. Mit diesen Reaktionären war Graf Tönen der Ueberschwenglichkeit. Der deutsche Steuerzahler Das offiziöse Blatt feiert den Sieg der Regierung in allen von Posadowsty natürlich ein Herz und eine Seele. Für wird aber von diesem„ denkwürdigen Tage" her seine weitere den Antrag sprachen noch Singer und Rickert, worauf er Beschwerung mit den lastendsten Steuern datiren. angenommen wurde. deutsche Volk wird von diesem Tage an die weitere Bes schränkung der spärlichen Rechte seiner obersten Vertretungstörperschaft rechnen müssen. das Boraumarschiren Deutschlands in den maritimen Wett Und endlich wird von diesem denkwürdigen Tage" an rüstungen der Kulturuationen" verzeichnet werden. Beim Etat des Reichsamts des Jitnern wurden die Verhandlungen auf morgen 12 Uhr vertagt. Das fertig gestellt sein werden, werden die guten Nachbarn Ehe noch die neu bewilligten Panzerschiffe in Deutschland das Stärkeverhältniß genau das gleiche sein wird wie jetzt. mindestens um so viele auch ihre Seemacht vermehrt haben, daß Dann wird die Nordd. Allg. 8tg." dem jezigen„ dent würdigen Tage" weitere denkwürdige, weit noch denkwürdigere, weit noch höhere Kriegsschiffsbewilligungen bringende Tage an reihen können. Ob die britische Regierung diesen Fehdehandschuh auf nehmen wird? Ohne Zweifel wird die Erregung der englischen Presse weiter wachsen. Und der schneidende Hohn, mit dem An die Geschäftsordnungs- Kommission verwiesen wurde Rußland die Mittheilung seiner Erfolge in China im amt der Antrag unserer Fraktion bezüglich der Berichtigung der lichen Regierungsboten" begleitet, dürfte die englische Erbitte- Gewerbe- Ordnung durch den„ Reichs- Anzeiger". rung auf den Siedepunkt treiben. Diese Art, wie Rußland Stadthagen begründete den Antrag, zu dem Herr die übrige Welt auffordert, sich mit seiner rücksichtslosen Er v. Stumm den Gegenantrag stellte:" Der Reichstag möge oberungs und Vergewaltigungs Politik abzufinden, ist auch unter Ablehnung des Antrages Auer und Genossen nachwirklich ein Winsterstück diplomatischer Heuchelei. Der" Re- träglich seine Zustimmung zu der im Reichs- Gesezblatt" von Tirpiz- Gesetz zur See gewonnen zu haben glauben, wirken? Wie lange wird der„ Vorsprung", den wir mit dem gierungsbote" schreibt nach Aufzählung der chinesischen Be- 1898, Nr. 7, G. 33 veröffentlichten Richtigstellung des letzten Rußland, Frankreich, England rüsten doppelt und dreifach. willigungen: Absages des Artikels 188 a der Gewerbe Ordnung ertheilen." Selbst aus Desterreich- Ungarn kommt jetzt schon die zwischen den beiden großen Reichen, deren Bestrebungen zum Selbstherrschers war aber der Reichstag nicht zu haben, ländisch als Deutschland, einen großen Kredit von den Dele Für dieses summarische Verfahren des Neunkirchener Nachricht, daß auch dieser Staat, der noch mehr binnenbesten ihrer Völker darauf gerichtet sein müssen, auf der ganzen ungeheuren Strecke ihrer Grenzbesitzungen die Ruhe auf- sondern er verwies die Angelegenheit fast einstimmig an die gationen fordern will, damit die österreichisch- ungarische rechtzuerhalten, bestehenden freundschaftlichen Be Rommission. ziehungen. Die Thatsache, daß Häfen und Ländereien eines Im weiteren Verlauf der Verhandlungen brachte der Ver- Kriegsmarine mit den Flotten der anderen Großmächte an nähernd gleichen Schritt halte". Das sind die nächsten befreundeten Staates von russischen Streitkräften friedlich treter für Frankfurt a. M., Genosse Schmidt, noch eine Wirkungen des" denkwürdigen Tages". besetzt werden, beweist in evidentester Weise, daß die chinesische Beschwerde über den Generalkonsul in Sofia vor, der sich beim Regierung die wahre Tragweite diefes Abkommens wohl 3 Bahnbau in Bulgarien verunglückter deutscher Arbeiter nicht würdigen gewußt hat. Unter Wahrung der Integrität in genügender Weise angenommen hat. der Souveränetätsrechte China's und in Befriedigung der unerläßlichen Bedürfnisse Rußlands als Grenzmacht berührt dieses Abkommen die Interessen feines Staates, sondern giebt im Gegentheil allen Völkern der Erde die Das preußische Abgeordnetenhaus hat heute die dritte Möglichkeit, in naher Zukunft mit den Küstengegenden des Gelben Etatsberathung fortgesetzt und alle Etats mit Ausnahme des Kultus Meeres, die ihnen bisher verschlossen waren, in Verbindung zu etats erledigt. Eine längere Debatte entspann sich nur bei den treten. Die Eröffnung des Hafens von Talienwan Etats des Minifteriums des Innern und der landwirthschaftlichen für die Handelsschiffe aller Nationen wird für den Handel und Verwaltung, die den Abg. Szmula( 3.) Gelegenheit au heftigen Die Revision des sächsischen Vereinsgesetzes. In die Industrie einen neuen, sehr ausgebreiteten Markt im äußersten Vorwürfen gegen die Regierung gaben, weil diese die bereits vor Sachsen ist es durch die Einführung des Dreiklassen- WahlDiten schaffen dank der großen transsibirischen Eisenbahnlinie, die Wochen eingebrachte Interpellation des Zentrums über die ländliche systems dahin gekommen, daß die konservative Partei die uninfolge des zwischen Rußland und China getroffenen Ueberein Arbeitea- und Gesindenoth immer noch nicht beantwortet hat. Be eingeschränkte Alleinherrschaft führen kann. In der ersten Tommens berufen sein wird, in Zukunft die äußersten Punkte der tanntlich hat die Regierung damals erklärt, fie müsse erst weitere Kammer des Landtags saßen schon früher fast ausschließlich beiden Kontinente der alten Welt zu verbinden. Das in Peting Berichte einholen und könne erst, wenn diese vorliegen, zu der Frage tonservative Leute. Jetzt hat auch in der zweiten Kammer unterzeichnete Uebereinkommen hat also für Rußland einen hohen Stellung nehmen. Inzwifchen sind nun die Berichte wohl ein: die tonservative Partei die absolute Mehrheit. Die National historischen Werth und muß für alle die, welchen die Wohlthaten gegangen, denn der Minifter erklärte sich am ersten Tage nach den liberalen, welche die Zerstörung des besseren Wahlrechts mits des Friedens und die Entwickelung der guten Beziehungen unter Osterferien, am 19. April, zur Beantwortung der Interpellation bereit. den Völkern am Herzen liegen, als ein glückliches ErDas genügt aber dem Zentrumsagrarier Szmula nicht, ihm scheint gemacht hatten, find völlig an die Wand gedrückt. Und selbst eigniß aufgenommen werden." jede Stunde, in der er an der Ausbeutung der Landarbeiter die Regierung ist vollständig den Diktaten der Mehnert und Eitel Friedlichkeit und Bölkerliebe sind danach die Motive gehindert wird, eine verlorene zu sein, und er drängt deshalb die Opitz unterworfen. Was die Konservativen nicht wollen, Rußlands. Der chinesischen Regierung kann man so etwas Regierung zu schleunigen Maßnahmen in der von ihm gewünschten kann die Regierung nicht durchführen. Selbst an der Ers wohl bieten; in völliger Ohnmacht muß sie zum Schaden den Richtung. Recht erbaulich war es, mit anzuhören, wie er der Re- füllung ihrer früher gegebenen Bersprechungen wird sic ce Spott fügen laffen. Aber die westeuropäischen Bölter wiffen, gierung vor Augen hielt, daß sie den Landwirthen, die gestern im hindert. daß dieses glückliche Ereigniß" eine sehr bedenkliche Zukunfts- Reichstage die die Landwirthschaft schädigende Marinevorlage angenommen haben, zu Dant verpflichtet sei und ihnen deshalb mehr gefahr in sich schließt. Die riesige Mehrung seiner Macht, als bisher entgegenkommen müffe. Die Kosten für dieses„ Entgegen welche Rußland im fernen Often gewinnt, fann gar leicht auf fommen" baben natürlich die Arbeiter zu tragen, sei es, daß die die Kultur Westeuropa's höchst schädlich zurückwirken. Bom nothwendigsten Lebensmittel den Agrariern zu liebe noch mehr ver: russisch- nationalen Standpunkt aus ist das Verlangen. an theuert werden, sei es, daß der Wunsch der Agrarier auf möglichste So beharren die Konservativen auf ihrer Absicht, die Aufhebung des Koalitionsverbots der Vereine nicht ohne Kompensationen" zulassen zu wollen. In dem jetzt erschienene. Bericht der betreffenden Deputation beantragt die nationalliberale Minderheit, die Regierungsvorlage unverändert au " 1 U " werden aus zunehmen. Die konservative Mehrheit jedoch beantragt folgen- außerdem doch nur an die jämmerliche Haltung dieser Partei in der I tönnen, daß die Vorlage einem wirklichen Bedürfnisse" ents man fich gegen bie Er Angelegenheit der Aufhebung des Koalitionsverbots der Vereine zu spricht. Hauptsächlich stemmt den neuen§ 5a: Ober- Verwaltungsgerichtes, an welchem aber Personen weiblichen Geschlechte und Minder erinnern, und wenn das Gedächtniß der Kölnischen Voltszeitung" richtung eines die Regierung, da gerade dieses die Grundlage ihrer fährigen ist die Theilnahme an Versammlungen, in denen schwach geworden ist, an ihre jezige Haltung zum Flottengesetz. politische Angelegenheiten erörtert werden sollen, verboten. Dieses Die Kölnische Volkszeitung" ganz im speziellen sollte recht vor Vorlage bildet, festhalten will. Eine Minderheit der Kammer, unter Verbot bezieht sich hinsichtlich der volljährigen Personen weibfichtig mit dem Wort fein. Sie, die vor kurzem noch dem Führung des Oberbürgermeisters Beutler in Dresden hat nun lichen Geschlechts nicht auf solche Versammlungen, die lediglich Tirpit'schen Flottengeset gar keinen Geschmack abgewinnen fonnte, andererseits beantragt, die Regierung soll unter Berücksichtigung be= für die Erörterung der besonderen Berufs- und Standesinteressen bat fich jetzt schon völlig über dieses Attentat auf die Voltsrechte stimmter vorgeschlagener Gesichtspunkte dem nächsten Landtage der Frauen bestimmt sind. Vor dem Beginn einer jeden und den Volkssäckel beruhigt und thut, als ob nichts ge- eine neue Borlage machen. solchen Versammlung der unter Absatz 1 und 2 gedachten Arten schehen wäre. So erleben wir denn in Sachsen das schöne Schauspiel, daß die find deren Veranstalter oder Leiter gehalten, eine entsprechende Endlich schließt die Kölnische Volkszeitung" ihre Abwehr mit wichtigsten Regierungsvorlagen( zu den obigen kommt die Vereins. Aufforderung sich zu entfernen, an die etwa anwesenden Personen den Worten:" Am allerwenigften wird es der Sozialdemokratie ge- gefeß- Borlage) an dem Widerstand hauptsächlich der konservativen zu richten, denen die Theilnahme an der betreffenden Versammlung lingen, das Zentrum aus dem Sattel zu beben. Das Blatt Mehrheit des Landtages scheitern. ht nicht gestattet ist. Das Gleiche bat, und zwar spätestens auf Ver mag den Seinen und sich selbst in solcher Weise Muth zuzusprechen Dresden, 28. März.( Eig. Ber.) Landtag. Die zweite langen der Abgeordneten der Polizeibehörde zu geschehen, wenn versuchen. Wir wissen nur zu gut, daß thatsächlich die Furcht vor Kammer berieth heute u. a. über den Etat der beiden Regierungseine zu einem anderen Zweck einberufene Versammlung den den Wahlen und vor der Sozialdemokratie in den Zentrumstreifen blätter Leipziger Zeitung" und" Dresdener Journal". Die„ Leipz. Charakter einer solchen annimmt, an der die in Absatz 1 be- sehr groß ist. Zeitung" weist eine Mindereinnahme von 20 000 m. auf, die durch zeichneten Personen nicht theilnehmen dürfen." Der Rißim Zentrum. Aus Köln wird telegraphirt: die Konkurrenz der billigen Blätter verursacht sein soll; sie weist Dieser Antrag erfüllt nicht einmal die nöthige redaktionelle Die Köln. Voltsztg." veröffentlicht, Die Köln. Voltsztg." veröffentlicht, nach der„ Amberger Bolts nur noch 3830 M. Ueberschuß auf. Das Dresdener Journal" weist Klarheit. Im ersten Sage sollen Frauen und Minderjährige geitung" ein von einem Reichstags- Abgeordneten an letzteres Blatt einen Zuschuß von 60 C00 M. auf. Die Finanzdeputation will trotz aus politischen Versammlungen fernbleiben; im zweiten gerichtetes Schreiben, laut welchem demnächst in München eine Be- diefer ungünstigen Ergebnisse von einer Verschmelzung beider Blätter Auf Sage wird den Frauen, aber nicht den Minderjährigen, die sprechung der bayerischen Zentrums Abgeordneten abfeben. obiebe berathen. Goldstein erwartet einen efte Erörterung von Berufs- und Standesinteressen gestattet. Wie des Landtages und des Reichstages stattfinden soll, um die Frage beibe Gtats gemeinsam berathen. weiteren Rückgang der Leipziger Zeitung", nicht ist es da bei solchen Erörterungen mit den Minderjährigen? um Ausdruck zu bringen, ob die bayerischen Zentrumsmitglieder noch fernerhin noch dem Zentrum augehören sollen. nur aus Gründen der Konkurrenz, sondern auch Welch' offenbarer Widerspruch! -Der nationalliberale allgemeine" Dele Gründen der Polemit gegen Andersdenkende. Die Leipziger Der nationalliberale allgemeine" girtentag ist nun zum dritten Male verschoben worden. Er Beitung" fei nicht, wie sie es sein solle, ein parteiloses Regierungssoll nun am 1. Mai stattfinden. Wird eine recht traurige Maifeier blatt, sondern ein positives Parteiblatt, das sogar das allwerden. gemeine, gleiche Wahlrecht des Reichstages angegriffen habe. die - Ein Sieg der Sammlung 3politiker würde auch Gegen Arbeiterbewegung fie überaus gehäffig. Sammlungspolitiker das Bestehen unserer Goldwährung und damit den äußeren Sozialdemokratische Reichstagsreden würden parteiisch gekürzt. und inneren Kredit des Deutschen Reiches bedrohen. Dies sieht man oder ganz unterschlagen. Und dazu müsse das Land noch das Geld aus einer gegen die Nordd. Allg. 3tg." gerichteten Notiz der hergeben. Er wolle der Regierung das Recht nicht bestreiten, ein Rons. Korr. Das offiziöse Blatt hatte das gründliche Buch Blatt zu halten, das ihr zu Bekanntmachungen und Erklärungen zur Dr. Helfferich's: Die Reform des deutschen Geldwesens" eingehend Verfügung stehe, aber es müsse objektiv gehalten sein. Mehnert in einer Nummer besprochen. Baß entrüftet schreibt dazu die( Touf.) polemisirt in längeren Ausführungen gegen Goldstein. Die Sozialdemokraten sollten sich bezüglich des Zeitungstons Rons. Rorr.": Wir wollen aber gern annehmen, daß der bezügliche Artikel an ihrer eigenen Nafe zupfen. Daß die 2. 3." fozialdemokratische den Anschauungen der Regierungstreise, denen wir die unmittel- Parlamentsberichte unterschlage, sei dankbar zu begrüßen. Sie treibe bare Leitung der Reichsbant boch wohl nicht zurechnen dürfen, voll. nicht Parteis sondern allgemeine staatserhaltende Politit. Das Blatt Tommen fern steht. Wäre diefe Annahme nicht zutreffend, so läge fönne nicht immer mit Glacéhandschuhen angreifen. Der Leckert in der zitirten Behandlung der Währungsfrage allerdings eine Lügow- Prozeß habe erwiesen, wie nothwendig ein Regierungsorgan eigenartige Politik der Sammlung". Den leitenden wie die. 3." sei.( Fronisches Bravo der Sozialdemo Regierungstreifen ist es zweifellos nicht un traten). Georgi( natt.) spricht für Erhaltung der 2. 3.". bekannt, daß die gesammten fonfervativen Parteien, sowie Sie fei nicht parteilos, stehe aber über den Parteien; sie sei berech eine erhebliche Mehrheit des Zentrums, also diejenigen ligt, das Reichstags- Wahlrecht zu bekämpfen, wenn dies nicht auf staatserhaltenden Parteien, welche berufen sind, verfassungswidrigem Wege geschehen solle. in den wirthschaftlichen Fragen ein entscheiden des Wort zu sprechen, auf dem Boden der bimetallifti. fchen Bestrebungen stehen, gleichviel, ob die Lösung der Währungsfrage der allernächsten oder einer späteren Zukunft an gehört." Ueber den urreaktionären Charakter des konservativen Antrages ist kein Wort mehr nöthig. Es fragt sich nur, ob die fächsische Regierung jetzt die ganze Vorlage fallen läßt oder wirklich vor den konservativen Abenteurern völlig abzudanken bereit sein wird. Will sie dies, so sollte der sächsische König sein demnächstiges Regierungsjubiläum doch dadurch verschönern, daß er allsorglich den Herrn Opis zum Justiz minister und den Hofrath Mehnert an die Stelle des Herrn v. Metsch ernennt.Die Spannung zwischen den Bereinigten Staaten und Spanien hat sich nun gemindert. Das spanische Ministerium ist jetzt, wo die Deputirtenwahlen verüber sind und blos noch die minder gefürchteten Senatswahlen, die am 10. April stattfinden, ausstehen, zu größeren Zugeständnissen an die Knbaner und die Vereinigten Staaten bereit, und auch in der Union scheint die Stimmung sich zu beruhigen. Es liegen die folgenden Meldungen vor: Der Bericht der Untersuchungskommission über den Maine" Unfall wurde gestern den beiden Häusern des Kongresses vorgelegt. Zugleich ging dem Kongreß eine Botschaft des Präsidenten Mac Sinley zu. Diese wirft zunächst einen Rückblick auf den Verlauf der Angelegenheit und den freundschaftlichen Meinungsaustausch, der zu dem Befuche der„ Maine" in Havana und der„ Viscaya" in New York führten und weist auf die gute Wirkung hin, welche diese Wiederaufnahme des Austausches freundschaftlicher Besuche gehabt hatte. Die Botschaft bespricht sodann die mit der Maine" Explosion im Zusammenhang stehenden Einzelheiten; sie erwähnt die übermäßige Aufregung, die in den Bereinigten Staaten hervorgerufen worden sei, die indessen bald dem Entschluffe Blaz gemacht habe, in Ruhe Beweis abzuwarten, ehe man über die Angelegenheit aburtheile. Die Untersuchungskommission habe 1 " 21 " Nach einigen Replifen zwischen Goldstein und Georgi erklärt Minister des Innern v. Metsch: Er wolle sich von den Sozialdemokraten nicht vorschreiben lassen, wie die Regierung ihre Blätter zu leiten habe und wie sie die verfaffungsmäßigen Rechte zu schützen habe. Volle Objektivität sei für ein Blatt unmöglich. Die 2. 3." Je offener die Sammlungspolitiker find, desto leichter wird dem sei ein Regierungsorgan( es sei aber in der Redaktion ein deutschen Volke die Entscheidung bei den Wahlen werden. Regierungskommissar mit 7200 M. Gehalt angestellt.) Die Regienun endlich geplant. Die Berl. Bol. Nachr." schreiben: -Eine dringende Reform der Bergpolizei wird rung lege großen Werth darauf, die 2. 3." zu erhalten, und zwar in Leipzig, das die Metropole des Handels fei. Nach weiteren Ausführungen von Niethammer( natl.), Die Staatsregierung ist seit einiger Zeit der Frage näher Goldstein( Soz.), Opis( f.) wurde dem Abg. Fräßdorf( Soz.) getreten, ob nicht der Verfuch zu machen sei, diejenigen Privat durch Schlußantrag das Wort abgeschnitten. Die beiden Statregalberechtigten, welche zur Zeit noch selbständig die Bergpolizei durch eigene Angestellte ausüben, zum Verzicht auf diesen Theil tapitel werden gegen die Stimmen der Sozialdemokraten bewilligt. ihrer auf dem Bergregal beruhenden Befugnisse zu bewegen. Die Stuttgart, 29. März. Die Rammer der Abgeord Verhandlungen find noch in der Schwebe." neten hat heute bei Berathung der Verfassungsreform die Abschaffung der Stichwahl mit 54 gegen 30 Stimmen angenommen, nachdem der Ministerpräsident erklärt hatte, daß die Staats. regierung unter allen Umständen auf ihrer Forderung beharre und wenn sie abgelehnt würde, den ganzen Verfassungsentwurf zurückziehen würde. ihre Nachforschungen mit großer Sorgfalt angestellt. Die Botschaft giebt sodann den Bericht im Auszuge wieder; darin heißt es, die ,, Maine" fei durch einen regelrechten RegierungsTootsen zu ihrer Boje im Hafen von Havana geleitet worden; Unsere Leser werden sich erinnern, daß wir wegen Beleidigung ferner werden die entstandenen Schäden beschrieben, die lediglich des damaligen Handelsministers v. Berlepsch, des Schwiegerfohues einer Minenexplosion zugeschrieben werden könnten. Sodann zählt des reichfien preußischen Bergwerksbesitzers Thiele Winkler, wegen die Botschaft die bereits gemeldeten Schlußfolgerungen des Kom- Kritik dieser eines modernen Staatswesens unwürdigen Berhältnisse missionsberichtes auf und fährt danach fort: Ich habe Anzu einer ganz erheblichen Geldstrafe verurtheilt wurden. weisungen ertheilt, daß der Wahrspruch der Untersuchungs. Der preußische Justisminister hat auf die Bortommission und die Anschauungen der Regierung der Regierung Ihrer Majestät der Königin Regentin mitgetheilt stellung einer Handelskammer die Veröffentlichung der Ich gestatte mir nicht, daran zu zweifeln, daß Namen von solchen Personen, welche den Offen der Gerechtigkeitsfinn der spanischen Nation den durch die barungseid geleistet haben, abgelehnt, dahingegen sich damit Ehre und die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Regie- einverstanden erklärt, daß dem hervorgetretenen Bedürfnisse dadurch rungen empfohlenen Weg des Vorgehens bezeichnen wird. Das Rechnung getragen werde, daß bei den betreffenden Gerichten eine Ergebniß wird dem Kongresse mitgetheilt werden. Inzwischen Liste der Manifestanten geführt und gegebenenfalls Auskunft über fordere ich den Kongreß zu besonnener Beschlußfassung auf. So- dieselben ertheilt werde. wohl vom Senate als vom Repräsentantenhause wurden die Botschaft und der Kommissionsbericht ohne Debatte an den Ausschuß für die auswärtigen Angelegenheiten verwiesen. In Washington wird versichert, daß Spanien zu erheblichen Bugeständnissen bereit sei und selbst einer 8urückziehung seiner Truppen aus Ruba zustimmen würde, unter Bedingungen, die, felbst wenn auch für die Vereinigten Staaten nicht gänzlich zu friedenstellend, doch liberaler und versöhnlicher als die bisher in Borschlag gebrachten seien und dem Wunsche nach Abwendung des Krieges offenen Ausdruck verliehen. Frankreich. Chronit ber Majestätsbeleidigungs- Prozeffe Wegen Majestätsbeleidigung, begangen durch Nichtaufstehen bei einem Kaiserhoch, wurde Genosse Göcke, Groß- Ottersleben, zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. ed abb Ein tonservativer Wih. In der heutigen Kreuz. Beitung" finden wir eine Pariser Korrespondenz, deren für uns nicht -Chronik der Eisenbahnunfälle. Aus Glückstadt unintereffanter Anfang wie folgt lautet: Paris, 26. März. Bei den allgemeinen Wahlen wird amtlich gemeldet: Heute Morgen gegen 9 Uhr sind bei der Einfahrt des gemischten Zuges 602 von Brift in den Bahnhof werden die Sozialisten, worauf ich hier schon mehrfach hingehoe zwei Berfonenwagen entgleist und nicht unerheblich be: gewiefen habe, ungeheure Anstrengungen machen und in nicht schädigt worden, wobei einer Dame die rechte Hand abgequetscht weniger als 305 Wahlkreisen Kandidaten aufstellen. Jaurès, ihr wurde. Weitere Personen haben nennenswerthe Berlegungen nicht Führer, entwickelt hente in der Lanterne" ihr Programm mit erlitten. Die Ursache des bedauerlichen Unfalls ist mit Sicherheit den üblichen Ausfällen gegen das Dogma und den Säbel", deren Vertreter, die mastirten Monarchisten", Klerikale noch nicht festgestellt. und Bäsarianer, mit den Opportunisten fich verbündet - Ein verhauener, Brüsewig". Aus Bernburg hätten. Es handelt sich nach Jaurès für die Sozialisten um den wird uns geschrieben: Ein Aufsehen erregender Fall hat sich am Kampf des organisirten Proletariats zur Eroberung der Gewalt", Montag früh 34 Uhr hier zugetragen. Die Bewohner des Hauses um die Umwandlung des Eigenthums"( Umwandlung für AufThurmweg 2 wurden häufig des Nachts im Schlafe durch beftiges hebung ist ein Euphemismus, dazu bestimmt, die kleinen Bauern zu Klopfen an der Thür gestört. Es wurden schon die Fensterscheiben täuschen), und um die Beseitigung der Lohnarbeit durch die Vereingedrückt und die Laden ausgehoben. Ursache hierzu allgemeinerung des tapitalistischen Eigenthums". Auch die Begab der Umstand, daß bis Dor Jahresfrist in dem zeichnung tapitalistisches Eigenthum" ist flng berechnet, denn sie Haufe eine Prostituirte wohnte, die aber verzogen ist, was foll den Glauben erwecken, als gäbe es zweierlei Eigenthum, ein vielen von den sie Besuchenden unbekannt sein mußte. In den tapitalistisches und ein nicht fapitalistisches, als hätten es die meisten Fällen entfernten sich dieselben unter Entschuldigungen, fo Stollettivisten nur auf die Großkapitalisten und Großgrundbefizer abbald sie von den Bewohnern des Hauses auf die veränderten Ber- gesehen, während sie dem Handwerker, dem Bauern nicht nur ibe hältnisse aufmerksam gemacht wurden. Anders lag die Sache in Sandwerkzeug und ihre Scholle, sondern auch das kleine Kapital dem vorliegenden Falle. Als die jetzt dort wohnende Frau, durch laffen, das er zu seinem Betriebe braucht und das die Frucht seiner das heftige Klopfen bewogen, mit der Lampe in der Hand die Thür Hände Arbeit ist. Dem ist aber nicht so. Die französischen AnChina. Außer den im Leitartikel verzeichneten Mittheilungen öffnete, ftand ein Offizier in der Thür. Die Frau frug, was er hänger von Mary erstreben so gut wie die deutschen die völlige über den Gang der Dinge in China liegen noch die beiden nach hier in der Nacht wolle, worauf der Jünger des Mars ihr mit Beseitigung des Privateigenthums, was denn auch das Geld als folgenden Meldungen vor: Der Pariser" Politique Coloniale" au nicht mißzuverstehender Weise seine Absicht fundgab. Als die Frau Tauschmittel überflüssig machen würde, und ihre Zugeständnisse befolge erhielt Admiral Beaumont, Kommandant des ostasiatischen ihm angesichts der oft vorkommenden nächtlichen Störungen stehen lediglich darin, daß sie zuerst den Großgrund= Geschwaders, besondere Instruktionen betreffend die Jufel Hainan. in etwas berber Weise feine Handlungsweise vorwarf, befizer und erst dann den Bauern abschlachten Daily Chronicle" glaubt Grund zu der Annahme zu haben, daß schlug der Offizier der Frau mit der Faust ins Gesicht wollen, dem sie dann wohl auch die Wahl der eine private Gebietsüberlassung von vermuthlich ansehnlichem Werthe Die Frau rief nach ihrem Mann; dieser, ein Arbeiter, sprang Sauce, in der er verspeist werden will, gnädigst seitens der chinesischen Regierung an englische Rapitaliften erfolgt barfuß, nur mit Hemd und Hose bekleidet, heraus und stellte den lassen werden." Nach einer Depesche der„ Pall- Mall- Gazette" aus New- York nimmt Spanien die Borschläge Mac Kinley's, nämlich die Her beiführung eines Waffenstillstandes auf Kuba bis Oftober an. Inzwischen werden die Vereinigten Staaten an die„ Reconcentrados" Unterstüßungen vertheilen. Der Bericht über die Katastrophe der Maine" wird auf unbestimmte Zeit in den Händen des Kongreß- Ausschusses für die auswärtigen Anngelegenheiten verbleiben. Der spanische Gesandte hat den Präsidenten der Bereinigten Staaten gebeten, teine Entscheidung zu treffen, bis die Vorschläge Spaniens zu einer endgiltigen Lösung der tubanischen Frage ihm unterbreitet worden seien. " Deutsches Reich. Der G3 ist ein tons sei. Die Konzession foll 10 000 Quadratmeilen umfassen, die in der Offizier zur Rede, wie er sich unterstehen könnte, seine Frau zu Der letzte Satz soll ein Wit sein. Provinz Schauft liegen. Die Provinz Schanft umfaßt das Gebirgs. mißhandeln. Die Antwort darauf war ein wuchtiger Schlag ins fervativer Wig. Aber ein Schelm giebt mehr als er hat, und Hochland östlich der Proving Petschili und ist in ihren südöst- Gesicht. Nunmehr entspann sich in der Dunkelheit ein ernftes und da dieser fonservative Wit aus dem tiefsten Grunde des lichen Strichen überaus reich an Kohlen- und Erzlagern. Ringen. Der Offizier suchte den Degen zu ziehen. Mit Mühe ge- fonservativen Geistes und der tonservativen Weltanschauung lang es dem Arbeiter, den ihm an Körperkräften bedeutend über- gefloffen ist, so bildet er eine Art intellektuellen Barometers. In legenen Gegner zu Fall zu bringen. Auch am Boden im tiefen gewöhnliche Brosa übersetzt, heißt der Wig": Die Sozialdemokraten - Der Kölnischen Boltszeitung" paßt es nicht, Schmutz dauerte das Ringen fort, bis es dem Arbeiter gelang, wollen erft mit Hilfe der fünf Millionen Kleinbauern die GroßOffizier vollständig tampfunfähig zu machen, grundbesizer abschlachten, und dann werden die fünf Millionen daß wir die Gefahren, welche dem deutschen Wolfe von einer den Herrschaft der Zentrumspartei drohen, in unserem Leitartikel vom Arbeiter begab sich hierauf, den Degen des Offiziers mit leinbauern abgeschlachtet". Die Frage ist nur: wer soll diese in seine Wohnung, schickte aber den Degen fünf Millionen auern abschlachten? Die Antwort auf diese Frage Sonntag eindringlich geschildert haben. Es sei unwahr, so ant- nehmend wortet uns das rheinische Blatt, daß das Zentrum das fofort wieder hinaus, als er fab, daß ihm eine Gefahr seitens des ift das Geheimniß der Herren Konservativen. Und wird es Scheitern des Umsturzgefeßes am meisten bat". Offiziers nicht mehr drohte. Der Offizier wurde ungefähr eine bleiben. 161 beklagt Soll dies Wortlauberei sein? Oder will die„ Kölnische Stunde später in einer Drofchte in das Kreis- Krankenhaus über- Beiläufig ist dieser Wit nur ein Brichtheit des Leitfates so Boltszeitung" ernsthaft. ernsthaft die klägliche Haltung ihrer Partei führt. Wie verlautet, soll er sich beim Ringen einen Beinbruch zu ziemlich aller kapitalistisch- polizeilichen Angriffe auf die Sozialbei jenem Versuch, jegliche Freiheit in Schrift und Wort zugezogen haben. Silfslos auf der Straße liegend, fließ er den Ruf bemokratie nämlich des Leithayes, daß sie bie Masse des Volles unterdrücken, ableugnen? Woute fie dies, so wäre es ein gutes aus: Lieber hätten sie mich können todtschlagen, dann wäre mir vergewaltigen und die Diktatur des Proletariats proflamiren wolle. Der Arbeiter, sowie sämmtliche Beiläufig ist der Pariser Korrespondent des Junker- Moniteurs Zeugniß dafür, daß es ihr an Scham nicht fehlt. Aber die That- die Schmach erspart geblieben. fachen muß fie trotzdem stehen lassen; gegen unser charakteristisches Bewohner des Hauses find polizeilich vernommen worden. Der noch einer der gescheidtesten seiner Sippe. Zitat der Bochumer Rebe des Herrn Dr. Lieber kann sie auch fein Offizier ift der frühere Bernburger Bataillonsadjutant Lieutenant doch Wagener, der beste Kopf, den die preußischen Ronservativen Wort anführen. Unseren Hinweis auf die höchft gefährlichen Oppeln v. Prawkowsky, welcher jetzt in Dessau in fattivem Dienst ist. jemals hervorgebracht haben? Die Junker find entweder geborene Dresden, 28. März.( Eig. Ber.) Die Reform der direkten Ochsen, oder zu Ochsen erzogen." Wir würden uns gescheut haben, Absichten der Zentrums Dunkelmänner in der Schulfrage sucht ferner die„ Köln. Volkszeitung" mit der sehr wenig glücklichen Gegen Steuern, wie sie die Regierung vorschlägt, dürfte am Widerstand der das Wort selber zu schreiben, allein wir zitiren es ja nur und wir bemerkung zu entfräften, ob eine Schule beffer sei, in der der konservativen Partei endgiltig scheitern, welche sich mit einer einiger itiren es gegen Leute, die dem fraglichen Thier eine übrigens Atheismus einen obligatorischen Unterrichtsgegenstand bildet". Mit maßen scharfen Vermögenssteuer nicht befreunden will. Scheitert wohlverdiente besondere Hochachtung darbringen, es unter ihren folcher Abgefchmadtheit sollte ein Blatt wie die„ Köln. Boltsztg." aber die Reform, dann würden die Mehrbedürfnisse bis auf weiteres väterlichen Schuß gestellt haben, und auf ihre Liebe zu den väternicht aufwarten; es beweist damit nur seine Verlegenheit gegenüber durch Buschläge zur Einkommensteuer gedeckt werden lichen Ochsen" ebenfalls verbientermaßen stolz sind. den seiner Partei gemachten berechtigten Borwürfe. Schließlich singt müffen. Dann haben die Geldjacksparteien erreicht, daß auch die Stalien. die Köln. Boltsztg." noch ein Loblied auf die Arbeiterfreundlichkeit kleinsten steuerbaren Einkommen bis zu 500 m. hinab durch die wünscht, ihm in Hülle und Fülle die Gelegenheiten, welche das Zentrum Die Errichtung eines Verwaltung 3- Gerichts verpaßt hat, und die Fälle, wo es sich bei Fragen des Arbeiterschuheshofes, wie ihn die Regierung wünscht, ist ebenfalls in Frage gein ganz ungenügender Weise verhalten hat, aufzuweisen. Wir brauchen stellt. Die Majorität der Ersten Kammer hat sich nicht überzeugen Aber was fagte des Zentrums, es wäre ein leichtes, wenn es bas Zentrumsblatt Mehrbelaffung getroffen werden. 316 Nom, 29. März. In Avellino herrscht Hungersnoth. 3 finb 1 große Unruhen ausgebrochen. Die Menge fiimite das Rathbans Wilitär zerstreute die und versuchte, es in Brand zu stecken. Menge. Spanien. Madrid, 29. März. Nach den letzten über die Wahl vorTiegenden Ziffernt find gewählt: 192 Ministerielle, 46 Konservative, 7 Anhänger Romero Robledo's, 15 Republifaner und 3 Karlisten. In Havana find 4 Autonomisten und 2 Konservative gewählt. Aus den übrigen Wahlbezirken Kuba's liegen noch keine Ziffern vor. 1. Den Magistrat zu ersuchen, au erwägen, wie die Ueber=[ Auch die Etats für Hochbau, Straßen und Brückenfüllung der oberen Klassen der Ober- Real- bau paffiren ohne jede Debatte. schulen zu beseitigen ist. Bum Etat der Personalbesoldungen hat Stadtv. H. 2. Den Magistrat zu ersuchen, schleunigst für Erbauung und Ein Sachs eine Resolution vorgeschlagen, welche eine Verbesserung der richtung einer 8entralbibliothet Sorge tragen zu wollen. Einkommensverhältnisse der Ranglisten im Auge hat. Der Der Etat wird genehmigt, desgleichen diejenigen für die Real- Magistrat soll aufgefordert werden, im nächsten Jahre eine schulen, die höheren Mädchenschulen, für die Turnhallen, Spielplätze Vorlage in dieser Beziehung zu machen. Die Aufbefferung von 35 und das Tuinwesen im allgemeinen. Zum Etat Verschiedene Ein- auf 38 Pf. pro Bogen genüge nicht. Die Stadt müsse doch minrichtungen für die höheren Lehranstalten und die höheren Mädchens destens soviel zahlen wie die Gerichtsbehörden. Die große" Grschulen erneuert die Versammlung auf Antrag des Ausschusses die höhung um 3 Pf. pro Bogen ergebe ca. 8 Pf. pro Seite, die Gerichte aber zahlten 9 und sogar 10 Pf. vom Magistrat wiederholt abgelehnte Resolution: " " Ohne weitere Erörterung wird die Resolution Sachs an= genommen, der Etat genehmigt. Ueber den Spezialetat Verschiedene Einnahmen und Ausgaben" referirt Stadtv. Borgmann. In diesem Etat figurirt auch der Ueberschuß aus dem Etatsjahre 1896/97 mit noch 6 189 415 M. Einen Beitrag für die Berliner Rettungsgesell fchaft in den Etat aufzunehmen, hat der Ausschuß abgelehnt, weil der Magift at noch mit der Erwägung der Frage befaßt set; man war aber allseitig über die Nothwendigkeit der Subvention einig. Von der spanischen Kriegsflotte. Ueber die Stärke derfelben in diesem Augenblicke, wo die Gefahr eines kriegerischen Zusammenstoßes zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten nicht ganz von der Hand zu weifen ist, etwas zu erfahren, dürfte nicht unwillkommen sein. Die Köln. Boltsztg." giebt die folgende Zusammenstellung: Spanien will in der Lage sein, sofort zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unter15 Kreuzer und Panzerschiffe auf Kriegsfuß zu bringen, sodann vier richts ähnlich wie beim neusprachlichen Unterricht 4000 M. in den nächstjährigen Etat einzustellen. Torpedobootszerstörer; sowie fünf Hochsee- Torpedoboote. Die beiden neuen Torpedozerstörer Andaz und Osado find bekanntlich schon auf Beim Etat der Gemeindeschulen bringt der Fahrt nach Ruba begriffen. Trotz dieser stattlichen Flotte dürfte Stadtv. Rosenow zur Sprache, daß ein häufig als SchulSpanien zur See, wenigstens was die Zahl und Stärke seiner Schiffe prämie zur Vertheilung gelangendes Buch Raiser Wilhelm I. von betrifft, den Bereinigten Staaten doch nicht gewachsen sein; man er- star Meding unerhörte Beschimpfungen der Zentrums- und Fortwäge nur, daß lettere unter den Seemächten die vierte Stelle ein- fchrittspartei sowie der Sozialdemokraten enthalte, wie fie gewiß nehmen, Spanien dagegen erst die achte. Allerdings ist die spanische nicht im Sinne der Versammlung lägen. Er wünscht zu wissen, Flotte hinsichtlich der Tüchtigkeit der Bemannung der jungen ameri- wer jetzt über die Auswohl der Prämien zu befinden habe. tanischen weit überlegen. Doch soll der Zustand der spanischen Stadtschulrath Bertram: Die erste Entscheidung haben jetzt Kriegsschiffe ein überaus trauriger, der der Vereinigten Staaten die Rektoren; erst wenn sich ein Anstand in irgend einer Beziehung Stadtv. Singer spricht in letzterer Beziehung sein volles Einübrigens auch kein musterhafter sein. ergiebt, soll die Schuldeputation ihr Votum abgeben. verständniß aus. Da der Magistrat aber noch mit Erwägungen Stadtv. Preuß bemängelt die ungleichmäßige Höhe der Neben in der Frage befaßt sei, tönne zur Zeit noch keine Summe in den einnahmen der Schuldiener, die eine Neuordnung der Verhältnisse Etat eingesetzt werden. Den Antrag Dinse, schon heute dieser Kategorie sehr erschweren, und ersucht den Magistrat um 3000 M. zu bewilligen, bekämpft Redner auch deshalb, weil ihm der Reformvorschläge. Bezüglich der Frage der Anstellung jüdischer Betrag viel zu niedrig erscheint. Mit der Einrichtung der RettungsLehrerinnen an den Gemeindeschulen sei auch immer noch kein Fort- gefellschaft werde für die Stadt eine segensreiche und höchst schritt zu verzeichnen. Vielleicht interpretire der Magistrat die nothwendige Juftitution geschaffen. Jetzt sei es möglich, Verunglückte träfte etwas zu firift. Es sollte periodisch Mittheilung über die bringen. Die Berunglückten brauchten bei Inanspruchnahme der ministeriellen Boraussetzungen der Anstellungsfähigkeit jüdischer Lehr- unmittelbar nach dem Unfall in geordnete ärztliche Behandlung zu Anstellungen gemacht werden. Hilfe der Zentrale nicht mehr die Pein doppelter Behandlung letzten 8 Jahren sechs entlassen worden. Die weit überwiegende beabsichtige, durch ihre Verbindung mit den städtischen KrankenBürgermeister Kirschner: Von 143 Schuldienern find in den und doppelten Verbindens durchzumachen. Die Gesellschaft Mehrzahl genießt die vollste Zufriedenheit der Verwaltung. Die häusern nicht etwa ein Monopol für die Krankenhäuser Frage, ob fie als Gemeindebeamte qualifizirt werden follen, unter in bezug auf Beschaffung klinischen Materials zu schaffen; jeder liegt der Erwägung. Nebeneinnahmen beziehen 35 und zwar an Kranke werde vielmehr dahin gebracht, wohin er gebracht zu den Schulen, wo Fortbildungsanstalten u. f. w. vorhanden sind. werden wünscht. Hoffentlich bringe der Magistrat baldigst eine In der Frage der Austellung jüdischer Lehrerinnen ist der Vorlage an die Versammlung. Magiftrat gegenüber den Anordnungen des Kultusministers beziehungsweise des Provinzial Schulkollegiums leider machtlos; zu eng interpretirt er dieselben nicht. Rußland. In Odessa sind in der Nacht vom 22.( 10.) auf den 23. ( 11.) März 32 Personen aus politischen Gründen verhaftet worden. Serbien. Belgrad, 28. März. Die Gemeindewahlen haben im gauzen Lande das in Serbien übliche für die Regierung günstige Ergebniß gehabt. Die gemäßigten Liberalen und die ehemaligen Fortschrittler erlangten überall die Mehrheit. Die Neuwahlen für die Stupschtina werden in etwa 1 Monat stattfinden. Parlamentarisches. " Stadtv. Dinse empfiehlt feinen Antrag, damit nicht noch ein Jahr mit der Subventionirung dieser segensreichen Einrichtung gewartet zu werden brauche. Vorläufig brauche nicht mehr gegeben zu werden. wenn Kämmerer Maaß: Von einer Entwürdigung der Versammlung fann gar keine Rede sein. Die Städte- Ordnung besagt& B. nach dem Kommentar von Dertel dasselbe, was ich ausgeführt habe. mal zeigen, was sie leisten könne. Stadtv. Dinse meint, die Rettungsgesellschaft müsse erst ein Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Sitzung der Vorlage, betreffend die Erhöhung des Gehalts von Postunterbeamten( der Beschluß ist unter den Depeschen unserer letzten Nummer schon mit getheilt), die Zustimmung ertheilt und über die Ertheilung der Erlaubniß zur Beförderung von Auswanderern an eine Reihe von Gesellschaften und Personen Beschluß gefaßt. Die Vorlage, betreffend Der Etat wird bewilligt, ebenso ohne Debatte die Etats der den Entwurf von Abänderungen und Ergänzungen des amtlichen Zaub stummenschule, der Blindenanstalt( nebst Betrieb Stadtv. Heilmann: Die Rettungsgesellschaft hat erft eine Waarenverzeichnisses zum Bolltarife sowie von Vorschriften für der Beschäftigungsaustalt), der Waisen pflege im engeren Sinne, Station geschaffen. Was sie leistet, leiften zur Zeit auch die Unfalldie Bollabfertigung von Mineralölen wurde den zuständigen sowie Fürsorge für eingefegnete Waifen, der Etat für die Unter- stationen. Der Antrag des Magistrats ist abzuwarten. Ausschüssen überwiesen und die Mittheilung des Präst- bringung verwahrloster Kinder, die Etats der Stadtv. Spinola tritt für die Subventionirung der Rettungsdenten des Reichstags über den Beschluß des Bundesraths, Irren und Idiotenanstalt in Dalldorf, der Frren gesellschaft ein und befürwortet die Annahme des Antrages Dinse. betreffend die Aufnahme der Anlagen zur Herstellung von Gußstablanstalt erzberge bei Lichtenberg und der Anstalt für Kämmerer Maaß bemerkt, daß die Versammlung nicht selb= fitgeln mittels Rugelschrotmühlen( Kugelfraisemaschinen) in das Ver- Epileptische Wuhlgarten" bei Biesdorf. ständig ohne Mitwirkung des Magistrats Ausgaben in den Etat einzeichniß der genehmigungspflichtigen Gewerbe- Anlagen zur Kenntniß In dem Etat der Gehälter der Magistrat3mitstellen kann. genommen. Schließlich wurde über eine Reihe von Eingaben Be glieder hat der Ausschuß eine Veränderung dahin vorgenommen, Stadtv. Dinfe ändert darauf seinen Antrag dahin, daß die schluß gefaßt. daß das Anfangsgehalt von 7000 auf 8000, das Maximalgehalt Versammlung 3000 m. bewilligt und den Magistrat ersucht, diesem Saccharinkommiffion. Die mit der Vorberathung beauftragte von 11 000 auf 12 000 m. erhöht werden soll. Zulagen von je Beschluffe beizutreten. 1000 m. würden danach erhalten die Stadträthe Boigt, Friedel, Stadtv. Singer amenbirt diesen Antrag dahin, daß die Kommission des Reichstages hat heute das vom Abg. Meubrint, Weise, Tourbié, Mugdan, Bohn, Namslau, Hirsekorn, Eubvention 6000 m. betragen soll. Für das, was die Retttungs. Dr. Paasche vorgeschlagene Gefeß, betreffend den Ver gesellschaft bedeute, sei auch das doch nur ein Trinkgeld. tehr mit künstlichen Süßstoffen, in folgender mehrfach Wilde, Stadtschulrath Fürstenau und Kämmerer Maaß. abgeänderter Form angenommen:§ 1. Künstliche Süßstoffe im Referent Ryllmann: Die Gebälter unserer Magiftrats. Energisch müsse er gegen die Auffassung des Kämmerers protestiren. Sinne dieses Gesetzes sind alle auf fünftlichem Wege gewonnenen alle überrascht, daß in der allgemeinen Besoldungsverbesserung sie es sich um das Geldbewilligungsrecht der Versammlung handle. mitglieder find mäßig und bedürfen der Erhöhung. Wir waren Stets höre man in diesem Punkte dieselbe Melodie, Stoffe, welche als Süßmittel dienen tönnen, eine höhere Süßkraft allein übergangen waren. als raffinirter Rohr- oder Rübenzucker, aber nicht entsprechenden Wie könne man von Selbstverwaltung reden, wenn die Versammlung Nährwerth besitzen.§ 2. Die Verwendung tünstlicher Süßstoffe bei Stadtv. Singer: Wir sind nicht überrascht davon gewefen, den Etat nicht feststellen dürfe, wie sie es für richtig halte? Dieser der gewerbsmäßigen Herstellung von Nahrungs- und Genußmitteln daß unter den Beamten, welche mit Zulage bedacht werden sollten, Auffaffung müffe im Interesse der Würde der Stadtverwaltung ist als Verfälschung im Sinne des§ 10 des Gesetzes über den die Magistratsmitglieder nicht aufgeführt waren. Es müssen auch schon endlich einmal entschieden gegenüber getreten werden. Verkehr mit Nahrungs- und Genußmitteln anzusehen. Die unter recht hohe Staats- und Reichsbeamte sein, die solche Gehälter beziehen, Verwendung von fünftlichen Süßstoffen hergestellten Nahrungs- und wie sie jetzt die Magistratsmitglieder enthalten. Der Ausschuß hat nicht Genußmittel dürfen nur unter einer dieser Verwendung er gut daran gethan, in einem Augenblick, wo er es ablehnt, in die Erfenubar machenden Bezeichnung verkauft oder feilgeboten werden. Den höchsten Beamten eine Ausnahme zu machen. Gerade jetzt, wo §3. Es ist verboten: 1. Künstliche Süßstoffe bei der Stadtv. Direktor Goldschmidt empfiehlt den Antrag Herstellung von Bier, Wein oder weinähnlichen Getränken, von die Frage der Besoldungserhöhung für alle Beamten im Fluß ist, Dinse; sollte die Versammlung indessen den Antrag Singer an Fruchtsäften, Konserven und Lifören, sowie von fünftlich erzeugten sollte die Versammlung den Antrag des Ausschusses ablehnen. Stadtv. H. Sa ch 3 beantragt, die Berathung des Ausschuß- nehmen, so müßte ein gleicher Betrag von 6000 M. auch den UnfallZucker: oder Stärkezucker- Syrupen zu verwenden. 2. Die unter 1 ge- autrages bis zur Berathung über die Besoldungserhöhungen über- stationen zugebilligt werden, die sich ganz außerordentlich bewährt nannten Stoffe, welchen künstliche Süßstoffe zugesetzt sind, zu ver kaufen oder feilzuhalten. Zuwiderhandlungen unterliegen der im baupt zu vertagen, im übrigen einstweilen den Etat unverändert zu hätten.( Widerspruch.) Stadtv. 2. Sa ch 3 entgegnet, daß die Unfallstationen eine § 10 oder, soweit die vorstehend unter Biffer 2 bezeichnete Handlung genehmigen. Dadurch binde sich niemand, und später könne die Gründung der Berufsgenossenschaften, ein rein geschäftliches Unteraus Fahrlässigkeit begangen worden ist, der im§ 11 des Gesetzes fachliche Erörterung im Zusammenhang aufgenommen werden. vom 14. Mai 1879 vorgeschriebenen Strafe. Die§§ 15 bis 17 da Vorsteher Dr. Langerhans rechtfertigt formell das Bor- nehmen feien( Buftimmung), das übrigens ohne die Hilfe der Den Unfall felbft finden Anwendung.§ 4. Der Bundesrath ist ermächtigt, die gehen des Etats. Ausschusses, hat aber gegen den Antrag Sachs Sanitätswachen gar nicht hätte entstehen können. nichts einzuwenden. habe man diese sofort zur Verfügung geftellt, zur Ausführung dieses Gesetzes erforderlichen Ausführungseinmal Was der Stadtv. Sachs will, fann auch die Rettungsgesellschaft aber solle erst ein Stadtv. Singer: halbes beftimmungen zu treffen. Schließlich gelangte noch eine von den Abgg. Paasche und Wurm beantragte Resolution zur Annahme, die geschehen, ohne daß sein Antrag angenommen wird. Thatsächlich Jahr warten und sich erst bewähren". Das sei eine kommt der Antrag Sachs zu demselben Effekt wie der meinige. gerechte Behandlung. Eine Unfallstation habe in einem Falle verbündeten Regierungen zu ersuchen, auf wirksamere Kontrolle und Geschäftsordnungsmäßig bleibt gar fein anderer Weg als heute die für die Behandlung eines Kindes, das den Fuß gebrochen hatte, Durchführung des Nahrungsmittelgesezes Bedacht zu nehmen. 15 M. Koften liquidirt( hört, hört!), es handele sich also um fein Zum Berichterstatter für das Plenum ist Abg. Dr. Paasche bestellt. Der Antrag Sachs wird angenommen. Für den Stadthaurath Wohlthätigteits- Juftitut. Die Staatsschulden- Kommiffion trat heute zusammen und Krause wird eine Umzugstoften- Entschädigung von 1000 m. be- Stadtv. Singer: Die Auffaffung des Stadtv. Dinse iſt wählte die bisherigen Vorsitzenden aufs neue, nämlich das Mitglied willigt. falsch. Es handelt sich garnicht darum, daß die Rettungsgesellschaft des Herrenhauses, Staatsminister v. Schelling, und zu seinem Stell Zum Etat der Gasanstalten wird von den Stadtvv. Preuß erft beweisen soll, was sie fann, sondern es fragt sich, ob wir vertreter den Landtags- Abgeordneten Lückhoff. Außer den Genannten und Genossen der Antrag eingebracht, den Einnahmeposten, Gasvon vornherein bereit sind, ein so fegensreiches Institut gehören der Kommission noch an die Mitglieder des Herrenhauses messermiethe" mit 443 000 m. zu streichen. von Stadtwegen zu unterstützen. Das dürfen die Berliner Graf v. Hutten- Czapsti und Graf v. Redern, sowie die Mitglieder Stadtrath Nam 3l au verweist auf die großen Schwierigkeiten, Aerzte verlangen. Die Unfallstationen sind nichts anderes des Abgeordnetenhauses Dr. Langerhaus und Meßling. Nach der welche der Durchführung eines solchen Antrages entgegenstehen. In als ein kapitalistisches Unternehmen der Berufsgenossenschaften. In Wahl wurde heute der den beiden Häusern des Landtages zu er- awei Zagen solle der Etat fertiggestellt sein, in dieser Zeit ließen dem Aufruf zur Gründung ist gesagt, daß es sich darum handle, die stattende Jahresbericht über die Verwaltung des Staatsschulden- fich die Konsequenzen eines solchen Beschlusses nicht ziehen. Die Kosten für die Unfall- Beruisgenossenschaften zu verringern. Man vergesse wesens im Rechnungsjahr 1896/97 festgestellt. Einführung der Gasmessermiethe beruhe nicht blos auf einem Ge- auch nicht, daß die Unfallstationen den Berliner Aerzten als Polikliniken ganz ungerechtfertigte Stonkurrens machen. Privatunternehmungen haben wir nicht zu unterstützen. Wenn der Magistrat will, fann er ja allerdings unsere Beschlüsse ablehnen. Verwahren will ich mich nur gegen die Auffassung, daß wir tein Recht hätten, Summen in den Etat einzufegen. Summe abzusetzen. Dem Herrenhaus ist ein Gefeßentwurf zur Ergänzung des meindebeschluß, der erst aufgehoben werden müßte, sondern auch auf Gesetzes vom 3. Juni 1876, betr. die evangelische Kirchenverfassung einem Vertrag mit der englischen Gasgesellschaft.( Hört!) Für den in den acht älteren Provinzen, sowie ein Gefeßentwurf, betr. die Ausfall von fast einer halben Million sei zunächst kein Erfaz da. Bildung von Parochialverbänden in der Provinz Schleswig- Holstein, Die ganze Frage müßte in einem Ausschuß oder einer gemischten Deputation gründlich berathen werden. Eher wäre einer Ermäßigung der Gaspreise zuzustimmen., zugegangen. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. V Stadtv. Preuß ist durchaus kein Gegner der Gasmessermiethe, aber die Streichung der Wassermeffermiethe' müsse gerechterweise die Streichung auch der Gasmeffermiethe nach sich ziehen. Auch komme die Abschaffung der Gasmeffermiethe einem viel größeren Kreise von Konsumenten zu gute. Mit der englischen Gasgesellschaft würde durch Verhandlung eine Abänderung des Vertrages zu ermög11.( außerordentliche) Sigung vom Dienstag, 29. März, nachmittags 5 Uhr. Vor der Tagesordnung spricht Vorsteher Dr. Langerhans dem Journalisten Ostar Thiele, der am 1. April d. J. lichen sein. 25 Jahre des Amtes als Berichterstatter über die Verhandlungen der Verfammlung gewaltet hat, namens der Versammlung Dant und Glückwünsch aus.( Beifall.) " stationen 1011= Stadtv. Lad ewig spricht für die Bewilligung von 6000 m. Voriteher Dr. Langerhans empfiehlt dringend, dem Ausschußantrage zuzustimmen. Es wird nach dem Ausschußantrag beschlossen, nachdem die Anträge, 6000 beziv. 3000. zu bewilligen, in der Minderheit ges blieben sind. In diesem Etat befindet sich auch eineẞosition von 3000 m. als Beitrag Berlins für ein bei Leipzig zu errichtendes Völkerschlacht- Dentinal. Stadtv. UIIst ein beantragt die Streichung dieser Forderung. War die Niederlegung eines Kranzes auf dem Friedhof der März gefallenen feine fommunale Angelegenheit, wie viel weniger sei es ein Denkmal, welches außerhalb der Grenzen Berlins und sogar der Grenzen Preußens errichtet werden soll! Stadtrath Nam 3l au verweist darauf, daß 1863 Magiftrat und Stadtverordneten- Bersammlung von Berlin sich zur Feier der 50jährigen Wiederkehr der Völkerschlacht bei Leipzig dorthin begaben, dort sei unter Vorantritt der beiden Berliner Körperschaften die Errichtung des Dentmals beschlossen, Der geforderte Beitrag jei Stadtv. Max Schulz wünscht zu wissen, ob Stadtrath Namslau bei seiner letzten Bemerkung auch wohl die Mehrheit des Magistrats hinter sich habe. Er wünscht ferner zu wissen, wie der Oberbürgermeister Belle hat an die Bersammlung folgendes Magiftrat fich zu der Frage der Anstellung der Buchhalter auf den Anschreiben gerichtet: Der geehrten Versammlung theile Gaswerken stelle. ich ganz ergebenst mit, daß ich am 1. Oftober d. J. von meinem Stadtv. Mommsen bedauert, daß so wichtige Fragen, wie Amte zurückzutreten gebente. Ich werde dann das 70. Lebensjahr die Aufhebung der Gasmeffermiethe, so leichthin im legten Augenerreicht haben und empfinde seit einiger Zeit, wie dieses vorgeschrittene blick ins Plenum geworfen würden. Für die Zukunft sollten Alter mehr und mehr hindernd auf meine Arbeitskraft einwirkt. derartige Fragen erst im Etats- Ausschusse vorgebracht werden. Diese Mittheilung mache ich schon jetzt, damit der geehrten Versammlung Stadtv. Singer: Herr Preuß hat seinen Antrag ziemlich Zeit zur Vorbereitung und Vornahme der Neuwahl gegeben wird. deutlich als Produkt der Bosheit bezeichnet: die Gasmesser sehr mäßig. Ich möchte auch schon bei dieser Gelegenheit meinem wärmsten und miethe müsse aufgehoben werden, weil die Wassermessermiethe Stadtv. La dewig tritt dem Antrage Udstein bei. Herr berzlichsten Danke für das mir in meinem Amte von allen Seiten aufgehoben sei. Dazu ist die Frage aber zu ernst, und Oberbüegermeister Zelle sei zivar nicht hier, es könnte aber plöglich bezeugte Wohlwollen Ausdruck geben." am meisten muß es befremden, daß sie so in allerlegter Stunde wie damals bei der Berathung über die Widmung des Kranzes für Borsteher Dr. Langerhans: Wir sind wohl alle überrascht, in die Versammlung geworfen wird. Jedenfalls hätten die die Märzgefallenen, ein Magistratsvertreter aufstehen und den eben -das heißt, ich nicht daß Herr Zelle zurücktritt, und wir bedauern Antragsteller fofort mittheilen müssen, welche Deckungsmittel gefaßten Beschluß inhibiren.( Große Heiterfeit.) das gewiß recht tief. Mir hat Belle allerdings schon vor Jahr und sie vorschlagen wollen, um die Balance im Etat wiederherzustellen. Stadtv. Schwalbe weist darauf hin, daß es sich bei dem Zag ich glaube, es ist beinahe zwei Jahre her- gesagt, Aus dem Handgelenk heraus fann die Frage nicht entschieden Denkmal um den Ausdruck der Erinnerung an die Abschüttelung daß er mehr und mehr seine Kräfte abnehmen fühle, daß er nicht werden. Am besten thäten die Antragsteller, wenn sie ihren Antrag der Fremdherrschaft handle; er bittet deshalb, die geforderte Summe mehr die Energie hätte, um entsprechendenfalls so einzutreten, wie es zurückzögen. zu bewilligen. ibm eigentlich ums Herz wäre, und deswegen ginge er mit dem Ge- Stadtv. Walla ch: Er habe nichts gegen die Aufhebung der danken um, sein Amt niederzulegen. Er sagte damals zu mir: Gasmessermiethe, fönne fich aber heute nicht dafür entscheiden. Nicht wahr, Langerhans, nach zwei Jahren gehen wir wohl weg". Der Antrag Preuß wird zurückgezogen. Stadtv. Mar Schulz: Am 18. März hat die Berliner Bes Er ist gegangen, ich bleibe noch.( Beifall und Heiterkeit.) Stadtrath Nam 31 au bemerkt, daß die Frage der Ermäßigung völkerung ihre Theilnahme für das Andenken der Märzgefallenen Die Berathung des Stadthaushalts Etats wird fort der Gaspreise im Magiftrat noch nicht verhandelt worden ist. Eine in würdigster und ruhigfter Weise durch Niederlegung von Vorlage über die Anstellung der Buchhalter bis zum 31. März fei Kränzen bekundet. Was ist mit diesen Kränzen geschehen? gesetzt. Der Spezial- Etat für die Kapital- und Schuldenverwaltung in der bezüglichen Resolution der Versammlung garnicht verlangt Nach 8 Zagen find fie entfernt und verbrannt worden( Hört, hört!); am letzten Sonntag ist der Friedhof geschlossen worden! Hat die wird ohne Debatte genehmigt. Zum Etat der Gymnasien, worden. Realg gymnasien und Ober- Realschulen werden folgende Der Etat der Gaswerke wird bewilligt, ebenso ohne Debatte Straßenreinigungs- oder die Part und Gartendeputation die vom Ausschuß empfohlene Resolutionen angenommen; der Etat für die Kanalisationswerte und Wieselfeld er. Kränze auch von der Invalidensäule entfernt oder diejenigen, Die Mehrheit entscheidet sich für die Bewilligung. Bu demselben Etat bemertt " Der bie einige Tage später, am 22. März, an dem Raiser Wilhelm- Jaber das fogenannte Tanzbuch mit dem Bermerk zurück: Da eine der Begründung, daß ein Schußmann ihn an fprechen wünsche. R. Denkmal niedergelegt worden sind? Niemand hätte gewagt, Hand Versammlung stattfindet, wird die öffentliche Tanzmusit nicht ge- fleidete sich nothdürftig an und begab sich ins Gaftzimmer, wo er daran zu legen. Sicher hat der Magistrat niemandem beauftragt, uehmigt." Das, Bolfsblatt für Harburg" bemerkt hierzu: Ju den den ihm unbekannten Angeklagten traf. Dieser erzählte ihm, jene Kränze fo pietätlos zu entfernen und zu vernichten; wir legten Jahren haben verschiedentlich an Sonntagen Versammlungen daß er in der verflossenen Nacht Straßendienst gehabt habe. Er tranen ihm manches zu, aber das denn doch nicht! stattgefunden und die Wirthe haben nach der Versammlung ihre sei hinzugekommen, als R. in seine Hausthür getreten sei. Welcher Beamte ist es, der aus persönlichen Neigungen gegen Tanzmusik abgehalten. Aber jetzt, wo es zur Reichstagswahl Droschkentutscher habe dann ihm, dem Schuhmann gegenüber, feinen über einem Majoritätsbeschluß dieser Versammlung so eigenmächtig geht, wird man den Wirthen gegenüber schwierig." gehandelt hat? Auf keinem anderen Begräbnißplaze dürfte etwas derartiges vorgehen, ohne allgemeine Entrüftung über einen derartigen Aft der Brutalität hervorzurufen! Bom Magiftratstische erfolgt feine Antwort. Stadtv. 3ylicz: Der Inspektor des Friedrichshains hat die Kränze entfernt. Er thut dies, wie er fagt, feit zwanzig Jahren, weil er den Friedhof bis zum 1. April in Ordnung bringen muß. Es habe Rasen dagelegen und das Publikum habe ihm diesen Rasen gertreten.( Gelächter.) Auch waren die Kränze verwelft.( 3wischens rnf: Auch die Schleifen?!) Von den Schleifen hat er nicht gesprochen. Kämmerer Ma a ß: Der Dezernent des Magistrats ist nicht hier. Er wird jedenfalls auf Ersuchen Auskunft geben. Borsteher Dr. Langerhans: Wir lassen uns nicht gefallen, daß beliebige Leute von den Gräbern unserer Angehörigen die Kränze wegnehmen; wir werden die Sache verfolgen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Infolge einer gütlichen Einigung mit den Fabrikanten haben sämmtliche Arbeiter der Bautischlerei von A. Barschall, NeuWeißenfee, Streuftr. 4, die Arbeit wieder aufgenommen. In der Maurerversammlung in Rigdorf wurde nicht, wie irrthümlich berichtet, Wittig, sondern Maurer Grodetzki als Delegirter zur Brandenburger Konferenz gewählt. Unmuth ausgesprochen, daß der Fahrgast verlangt habe, daß das Geld am andern Morgen in seinem Lotal gezahlt werden solle. Da habe er, der Angeflagte, geglaubt, dem K. dadurch eine Gefälligkeit zu erweisen, daß er das Fahrgeld mit 2,50 M. für ihn ausgelegt habe. K., der noch etwas verfatert und schlaftrunken war, beeilte sich, fein Portemonnaie zu ziehen. In diesem Augenblick erklärte der Angeklagte:„ Ich habe mich versprochen, es waren nicht 2,50 M., sondern 3,50 M." K. nahm ohne weiteres 4 M. aus seinem Portemonnaie und händigte sie dem Angeflagten ein, der sich dankend entfernte. Später erst fam es dem K. zum Bewußtsein, daß die Aufmerksamkeit seitens eines unbekannten Schuhmannes doch äußerst merkwürdig sei, ferner Die Forderungen der Möbeltransport- Arbeiter sind von hielt er es für wenig glaublich, daß er den Kutscher nicht bezahlt den Firmen Kaufmann, Uebel und Meyer zum theil ganz, haben sollte, da er doch Geld genug in jeder Münzsorte bei sich Geschäftsleiter der Firma Meyer sah sich zur Bewilligung der Forde höchstens zwei Mark ausmachte. zum theil mit geringfügigen Einschränkungen bewilligt worden. Der führte und schließlich wußte er doch auch, daß die Fahrt Er kam zu der Ueberrungen genöthigt, obgleich er dieselben als Vorstandsmitglied des zeugung, daß er das Opfer eines verschmitten Betrügers war. Als die Sache zur Kenntniß der Be Unternehmerverbandes für unberechtigt erklärt hatte. Bei der Firma geworden Schäfer, welcher den Tarif nicht anerkennen wollte, hörde gelangte, fam auch der versuchte Betrug zur Sprache. erfolgte deshalb am Dienstag früh die Arbeitsniederlegung. In demselben Hause, in welchem sich das Polizeibureau beAuf Veranlassung des Unternehmers wurde sofort die Polizei herbei findet, bei dem der Angeklagte angestellt ist, betreibt der gerufen, die aber natürlich feine Veranlaffung fand, gegen die Restaurateur W. eine Schantwirthschaft. Auch W. war in einer Arbeiter einzuschreiten. Nach dreistündiger Dauer des Ausstandes Nacht angetrunken nach Hause gekommen und zwar sollte es ziem Im übrigen wird dieser Etat nach den Ausschußanträgen feft: bewilligte die Firma ebenfalls den Tarif. Bei Knauer ist der lich arg gewesen sein. Am folgenden Tage verlangte der Angeklagte geftelt, ebenso ohne Debatte die Etats der Gemeinde- Grund- selbe bekanntlich schon früher zur Durchführung gekommen, so daß von W. 7 M., die er in der Nacht vorher für Zeche und Droschke für stener, Gewerbesteuer, Betriebssteuer, Einkommen- nunmehr alle größeren Möbeltransport- Frmen mit Ausnahme einer ihn ausgelegt habe. W. bestritt mit aller Entschiedenheit, daß er sich steuer, Hundesteuer, Braumalasteuer- Buschlag, einzigen, die Forderungen bewilligt haben. Da auch ein Theil der in der Gesellschaft des Angeklagten befunden habe und dieser ging Wanderlager. Steuer und Umfassteuer. Damit ist die kleineren Geschäfte den Tarif anerkannt haben, so liegt teine Ursache schließlich fort, ohne das Geld erhalten zu haben. Im gestrigen Etatsberathung erledigt. Der Etat balancirt in Einnahme und Aus- zu einem allgemeinen Streit der Möbeltransport- Arbeiter vor. Die Termine behauptete der Angeklagte, gegen den auch bereits das gabe mit 98 034 542. unter den neuen Bedingungen Arbeitenden zahlen wöchentlich 50 Pf., Disziplinarverfahren eingeleitet ist, daß er sich im legteren Falle nur damit Kollegen, die aus Aulaß der Bewegung gemaßregelt werden einen Scherz habe leiften wollen. Im ersteren Falle habe er that sächlich dem Droschkentutscher 3,50 M. gezahlt. Leider sei es ihm sollten, unterstützt werden können. bisher nicht möglich gewesen, denselben zu ermitteln; wenn der Ge richtshof ihm aber noch einen Monat Frist geben wolle, werde er sich dieserhalb noch einmal bemühen. Stadtv. Max Schulz: Ich habe dem Dezernenten, Stadtrath Kochhann, vorher Mittheilung von meiner Absicht gemacht, ( Hört, hört!) Ich beantrage nunmehr formell, meine Interpellation auf die nächste Tagesordnung zu setzen. Damit schließt diese Erörterung. Der Einkommensteuererfag beträgt 100 pet. Die sonstigen Vorlagen sind ohne allgemeineres Interesse. Schluß nach 9 Uhr. Wahlbewegung. Deutsches Reich. Zum Streit der Bauhandwerker. In Nordhausen legten am 26. März fast sämmtliche Bauarbeiter die Arbeit nieder Für den zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis sollen die und zwangen so die Maurer, gleichfalls die Arbeit einzustellen. Freisiunigen die Kandidatur des Stadtraths Wöllmer in Aussicht Innehaltung des Tarifs entstanden, die zur Sperre mehrerer Bauten lagte Sicherheitsbeamter sei, besonders schwer und er beantrage deshalb In Neumünster sind mit einer Firma Differenzen wegen genommen haben. Dr. Benecke, Oberlehrer am Friedrich- Werder'schen Gymnasium, wird jetzt als Kandidat der freifinnigen Volkspartei im Wahlkreise Potsdam Osthavelland genannt. Früher wurde bereits Dr. Wiemer als Kandidat der freisinnigen Volkspartei bezeichnet. Partei- Nachrichten. führten. jede Unterhandlung über die Lohnfäße ablehnten. In Naumburg dauert der Streit fort, da die Meister schroff jede Unterhandlung über die Lohnfäße ablehnten. die Staatsanwalt Vollmann hielt nur den vollendeten Betrug für erwiesen, aber der Fall liege mit Rücksicht darauf, daß der AngeDer Ver gegen ihn eine Gefängnißstrafe von drei Monaten. theidiger, Rechtsanwalt Wronker, verkannte nicht, daß der Angeklagte start belastet sei, er hielt es aber immerhin für möglich, daß der Angeklagte den sonderbaren Aufmerksamkeitsdienst erwiesen und den Der Konflikt in Jena ist schnell beigelegt worden. Eine ge: Rutscher bezahlt habe. Es sei deshalb doch erforderlich, daß der meinsame Berathung der vereinigten Lohnkommissionen der Der Gerichtshof war der Ansicht, Zimmerer, Maurer, Bau, Erd- und Hilfsarbeiter, sowie der letztere noch erforscht werde. Arbeitgeber Vertreter hatte nach vierstündiger Berathung das Re- daß der Angeklagte die Sache nur verschleppen wolle. Er habe ein Der Wahlverein in Rathenow beschloß noch einem Vortrage wurde. So wurde grundsätzlich eine 10stündige Arbeitszeit festgefeßt, in beiden Fällen schuldig sei. Er habe des Königs Rod" be sultat, daß über die ftrittigen Hauptforderungen eine Einigung erzielt ganzes Jahr Zeit gehabt, denselben zu ermitteln. Aus der Gleichartigkeit der beiden Fälle sei zu schließen, daß der Angeklagte auch des Redakteurs Huth aus Brandenburg, eine Petition in Umlauf für letzte Viertelstunde gewähren die Unternehmer schmußt, eine Gefängnißstrafe von drei Monaten sei durchaus anzu sehen, worin die Beseitigung des Bürgerrechts- jedoch eine viertelstündige Vesperpause. Sodann wurde geldes verlangt wird. Die Parteigenossen in Brandenburg a. H. noch eine durchgängige Lohnerhöhung für Zimmerer und und gemessen. haben mit dem gleichartigen Vorgehen bekanntlich Erfolg gehabt. Maurer bewilligt. ,, Die Polizeibehörde hat kein Recht, zu verlangen, daß die Im weiteren sollen die freiwilligen In dem pommerschen Dorfe Jaquick bei Basewalk wurde Ueberstunden gänzlich beseitigt und eine geregelte Entschädigung für Besucher einer Versammlung bei Auflösung dieser Bersammlung der dritte Parteigenosse in den Gemeinderath gewählt. Ueberstunden und Spezialarbeit festgesetzt werden. Am Sonnabend plößlich aus dem Saale herausfliegen." Diefen an fich ja eigentlich Der Volksfreund" in Offenburg erscheint vom 1. April an Nachmittag genehmigte sodann eine allgemeine Zimmererversamm- selbstverständlichen Grundsatz hat der Vorsitzende der vierten Strafs im Verlage der badischen Partei. Die Geschäftsführung des Ver- lung die Abmachungen, welchen die Unternehmer bereits unterschriftlich fammer am Landgericht II in einem freisprechenden Urtheil bekannt Tags übernimmt Eugen Ged; derfelbe zeichnet für die im ihre Zustimmung gegeben, unter der Voraussetzung, daß keine Maß gegeben. In Köpenick hatte die Polizei es für angebracht Handelsregister eingetragene Firma. Leitender Redakteur wird regelung stattfinde und der durch die Aussperrung herbeigeführte gefunden, gegen vier unserer Parteigenossen einzuschreiten, weil Nach einer diese sich nach der persönlichen Meinung des Ueberwachenden nicht A. Fendrich, der das Blatt auch, wie bisher, verantwortlich Lohnausfall seitens der Arbeitgeber getragen werde. zeichnet. Drucker bleibt Adolf Gect, der auch ständig in der Mittheilung des Vorsitzenden des Arbeitgeber bundes soll demnächst schnell genug aus einer von ihm aufgelöften Versammlung entfernt Redaktion mitwirken wird, soweit ihm dies seine sonstigen Berufs- mit Vertretern der organisirten Gehilfenschaft eine einheitliche batten. Bereits vom Schöffengericht war auf Freisprechung erkannt worden; da der Staatsanwalt jedoch Berufung eingelegt hatte, geschäfte und seine parlamentarische Thätigkeit gestatten. Um den Arbeits- Ordnung ausgearbeitet werden. Parteigenossen von Karlsruhe, Durlach und Pforzheim Ju Lieguit befinden sich die Wagen führer Wagenführer der mußte das Landgericht den Freispruch unter der anfangs mitentgegenzufommen, wird den Bedürfnissen der genannten Städte in elettrischen Straßenbahn im Ausstand. Den Streifenden getheilten Begründung bestätigen. In der Berhandlung wurden die Beziehung auf die Ausstattung des lokalen Theils soviel wie möglich war vor einiger Zeit bereits die geforderte Lohnerhöhung von 60 als Belastungszeugen vernommenen Polizeibeamten auf bedenkliche Hechnung getragen werden. auf 70 M. monatlich zugebilligt, die aber jetzt wieder rückgängig Widersprüche in ihren Aussagen aufmerksam gemacht./ gemacht wurde. Jufolge dessen kam es zum Ausstand. Ter Borstand der badischen Landesorganisation und Verlag und Redaktion des„ Volksfreund" theilen dies in einem Aufrufe den Parteigenossen mit, den sie mit folgenden, auch uns aus dem Herzen gesprochenen Worten schließen: " „ Wir erfüllen ein Gebot der Dankbarkeit, wenn wir bei der Uebernahme des Verlags daran erinnern, daß der bisherige Verleger, Genoffe Adolf Ged, genau vor 17 Jahren den Volksfreund" als fleines Blättchen gründete und dasselbe durch die schlimmen Zeiten des Sozialisten Gesetzes und troh den wiederholten Unterdrückungsmaßregeln unter dem Rasina'schen Regiment der Partei zu erhalten wußte. Genosse Geck hat sich seinen Wider fachern troß schwerer Opfer gewachsen gezeigt, er trat im Volts freund" immer unentwegt für die Rechte des Volkes und für die Forderungen unserer Partei ein, so daß sich das Blatt aus fleinen Anfängen heraus zu einem heute weit verbreiteten Arbeiterblatt entwickelt hat. Mögen die Parteigenossen dieses Werk dadurch frönen helfen, daß sie auch in Zukunft den„ Boltsfreund" nach Kräften weiter unterstützen." " Ueber die Ausstände in München ist zu berichten, daß nun mehr die Tischlermeister ihre Drohung zur Ausführung gebracht haben und am 26. März ihre Betriebe schlossen. Dadurch find 1000 Tischler arbeitslos geworden und der Kampf durch das rücksichts: lofe Vorgehen der Unternehmer mit um so größerer Heftigkeit ent: brannt. Die Zimmerer haben in einer gut besuchten Versammlung den Beschluß gefaßt, während des Streiks teine Tischlerarbeiten an zufertigen. Am Streit der Tapezirer sind nur noch 50 Gehilfen betheiligt, während jetzt 157 Gehilfen in 39 Geschäften zu den neuen Bedingungen arbeiten. Soziales. denken. Depeschen und lehte Nachrichten. Hamburg, 29. März.( B. H.) Heute früh hat der 51 Jahre alte frühere Gutsbefizer Biffering seine 50 jährige Ehefrau durch 18 Messerstiche lebensgefährlich verlegt und sich dann selbst mittels eines Dolchftoßes entleibt. Biffering war mit seiner Frau in zweiter Ehe drei Jahre verheirathet; seine erste Ghe hatte 27 Jahre ge dauert. Morgen sollte eine Tochter Bifferings fonfirmirt werden. Wien, 29. März.( W. T. B.) Das Appellgericht hob das Urtheil des Bezirksgerichts, wonach der Wachmann Glas wegen fahrlässiger Körperverlegung des Reichsraths- Abgeordneten Cingr in der Parlamentssigung vom 26. November v. J. zu 14tägigem Arrest verurtheilt war, auf und sprach den Angeklagten frei. " Wien, 29. März.( W. T. B.) Das Duell zwischen dem Abgeordneten Dr. Steinwender und dem Redakteur des Grazer Tageblattes" Dr. Streinz fand in einer Privatwohnung im Innern Wiens statt. Die Bedingung lautete auf Säbel bis zur Kampfunfähigkeit. Steinwender wurde an der linken Schläfe leicht verletzt, während Dr. Streing an der rechten Schläfe schwer verwundet wurde. = Arbeiterrifiko. Auf der Grube Altenwald im Saar: revier geriethen drei Bergleute, die mit der elektrischen Bohr: maschine auf der fünften Tiefbansohle arbeiteten, mit dem Bohrer Todtenliste der Partei. Gestern starb in Königsberg i. P. im in eine bei einer frühren Sprengung stecken gebliebene Patrone. Alter von über 70 Jahren der frühere Baumeister Conrad Die Patrone explodirte. Die Wirkung war furchtbar. Der eine Wien, 29. März.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Abgeordneter als Bergmann blieb sofort todt, die beiden anderen erlitten schwere Ver- Daszynski erklärt namens der Sozialdemokraten, diefelben hätten Schmidt. Er hatte juris prudenz studirt und nwar Referendar dem Kreise Johann Jacoby nahe getreten. Mit legungen. Be Raum glaublich flingt die Nachricht, daß auf Zeche„ Holkein besonderes Vertrauen zum Grafen Thun, sowie sie überhaupt Begeisterung schloß er sich 1848 der revolutionären Die Sozialdemokraten seien die einzige staatserhaltende Partei, weil wegung an; als die Reaktion fiech ihr Haupt erhob, wandte land" Schacht III in Wattenscheib nicht genügend Wetter- nie große Hoffnungen an irgend eine Regierung geknüpft hätten. er sich nach Ungarn, wo er im Revolutionsbeere gegen die Russen lampen für die Bergleute vorhanden seien. Es sollen, sofie im ftande gewesen seien, Klaffengegensäge und Nationalitätenund Desterreicher kämpfte. Nach der Waffenstreckung bei Vilagos wird Bochumer Blättern gemeldet, etwa achtzig Stück fehlen. kehrte er in die Heimath zurück. Seine Staatstarriere war ab. Die letzten Leute der Morgenschicht hätten zu warten und dann zwist zu unterdrücken. Redner wiederholt die Forderungen be heimen den den Wahlrechtes für Reichsrath, Landtag geschnitten, Mittel besaß er nicht; da entschloß sich der körperlich frische, würden die Lampen der Nachmittagsschicht oder Nachtschicht mit Deltreffend Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und ges und die Gemeinden. Abgeordneter Scheicher führt aus, die energische, vor nichts zurückschreckende Mann, Maurer zu werden; und gefüllt. Wie es dann mit der Reinigung aussehe, sei leicht zu Partei werde in chriftlich soziale nationaler Beziehung er der frühere preußische Beamte, wurde Maurerlehrling und machte alle Auch soll es dadurch vorkommen, daß nicht immer jeder seine eigene an der Gemeinsamkeit mit den anderen deutschen Parteien festhalten. Bitternisse diefer Lehrlingszeit durch. Später gestalteten sich seine Lampe erhalte. wirthschaftlichen Verhältnisse günstiger, so daß er einen sorgenlosen leber gesetzwidrigen Bergbetrieb in Schlesien wird uns ge- Er erkennt ferner die Ausgleichsvorlage mit Ungarn als Staats. Lebensabend hatte. Seinen politischen Jdealen blieb er stets schrieben: nothwendigkeit an. Die Verhandlung wird abgebrochen. Der treu, und wie Johann Jacoby ist er zur Sozialdemokratie Daß in Oberschlesien die meisten Gruben den Abbau gesetz- Präsident schlägt vor, die Dringlichkeitsanträge in Nothstandsgekommen.. Wenn auch in den letzten Jahren förperlich widrig betreiben, ist ein offenes Geheimniß. Die Bergbautreibenden angelegenheiten morgen als ersten Gegenstand auf die Tagesordnung leidend, so war er stets bereit, mit Rath und That die schaden aber dadurch nicht blos den über den Gruben liegenden zu setzen. Der Vorschlag wird angenommen. Nächste Sigung Partei zu unterstützen. Im Jahre 1893 fandidirte er auch in einem Dörfern und Feldern, sondern gelegentlich einander selbst. So hat morgen. Zwischen den Abgeordneten Wolf und Lueger tam es zu ostpreußischen Wahlkreise. In der freireligiösen Bewegung hatte er die auf Bogutschützer Terrain liegende Ferdinandgrube( Eigen beleidigenden Ausfällen. eine führende Stellung. thümerin Rattowiger Aktiengesellschaft für Berg- und Hüttenbetrieb, Bozen, 29. März.( B. H.) Auf dem Waldberge bei Hohenems Die Königsberger Sozialdemokratie beklagt den Tod eines Generaldirektor Wittiger), ohne auf die Vorschriften über die stehen in Voralberg hat sich ein unbekannter, elegant gekleideter Herr ihrer wackersten Mitglieder! zu lassenden Grenzpfeiler zu achten, so nahe an die Waterloogrube erschossen. In seinen Taschen fand man eine Hotelrechnung und ein In Leipzig ist der Holzschneider Theodor D. Burck( Eigenthümerin: eine Gewerkschaft, Hauptgewerke Kardinal Kopp) Pferdebahnbillet der Wiesbadener Pferdebahn. hardt, ein alter Parteigenoffe, gestorben. Er war in Leipzig ge- berangebaut, daß das Wasser durchdrückte und der Betrieb auf boren und trat als Eisenacher" in das politische Leben ein. An- Waterloo eingestellt werden mußte. Jetzt kommt es zwischen Gruben fangs der 70er Jahre fam er nach Stuttgart, wo er propagan- zum Prozeß; die Waterloogrube verlangt einen Schadenersatz von distisch mit großem Erfolg thätig war. So viel uns bekannt ist, 600 000 M. Sie selbst wurde letthin zu vielen Laufenden Schaden war er der erste sozialistische Reichstags- Kandidat in Württemberg. ersatz an Haus- und Feldbefizer verurtheilt. Freiwillig zahlen Auch in Sachsen kandidirte er. In Leipzig, wo er mit be- nämlich die Grubenherren für die offenbar durch ihre Betriebe versonderem Eifer für den Sozialismus wirkte, traf ihn 1881 die Aus- ursachten Schäden nie. weisung, die aber wieder zurückgenommen wurde. Die letzten Jahre feines Lebens wurden ihm durch ein schmerzhaftes Augenleiden verbittert, das ihm in der Ausübung seiner Kunst, in der er Hervor ragendes leistete, hinderlich war und ihn auch wirthschaftlich arg schädigte. Mit Burckhardt ist ein Künstler und ein ganzer Mann von uns geschieden. Ehre seinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " = = Brest, 29. März.( W. T. B.) Der Kreuzer Friant" überrannte heute Nacht in der Nähe der Bai von L'Aber- Brach das HochseeTorpedoboot" Ariel", welches bald darauf sant. Die Besatzung des Bootes ist gerettet. London, 29. März.( W. T. B.) Nach einer amtlichen mit egyptischen Truppen am Meldung griffen Kanonenboote 26. d. M. Schendi an, zerstörten die Befestigungen, nahmen GetreideEin Genesungsheim für die Angehörigen sämmtlicher vorräthe, Vich und Munition weg und befreiten 600 Sflaven, die fächsischen Orts Krantentassen wud am 1. April unter zum größten Theil dem Stamm der Jaalins angehören. dem Namen Augustusbad bei Dresden" unweit Radeberg in Derwische verloren 160 Mann, die egyptischen Truppen hatten keinen schöner, gesunder Gegend errichtet. Es wurde von dem Vorsitzenden Verlust. der Leipziger Orts Krankenkasse, Kommerzienrath Dr. Willmar Schwabe, angekauft und die Leitung der Verwaltung der Orts: Krankenkasse Leipzig übertragen. Das Heim besteht aus 14 Wohngebäuden mit etwa 260 Bimmern. Auch werden selbstzahlende Per fonen aufgenommen gegen 3,20 M. Entschädigung pro Tag. Gerichts- Beitung. Die Brüffel, 29. März.( B. H.) In Ressaie( Hennegau) ist zwischen wallonischen und vlämischen Grubenarbeitern ein Streit auss gebrochen, wobei ein Wallone und zwei Vlämen getödtet wurden. Nom, 29. März.( B. H.) Zwecks Antauis älterer Kriegsschiffe sind hier einige amerikanische Marine- Offiziere eingetroffen. Diefelben werden auch deutsche und englische Schiffswerften be suchen. Wegen Beleidigung des Magdeburger Landgerichts wurde ber verantwortliche Redakteur der dortigen Boltsstimme", Genoffe August Müller, zu 150 M. Geldstrafe oder 15 Tagen Haft verurtheilt. Die Revision des früheren verantwortlichen Redakteurs Baumüller, der wegen Beleidigung der Magde Schwindeleien bedenklicher Art führten gestern den Schuh burger Stadtverwaltung zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt ist, mann Franz Miedza unter der Anklage des vollendeten und wurde vom Reichsgericht verworfen. Ein Wirth in Wilhelmsburg bei Harburg an der Glbe, versuchten Betruges vor die 134. Abtheilung des Schöffengerichts. in dessen Lokal am letzten Sonntag der Sozialdemokratische Verein An einem April- Abende des vorigen Jahres hatte der Restaurateur R. eine Mitgliederversammlung abhielt, hatte nach der Versammlung eine Bierreise gemacht. Er ließ sich in einer Droschke nach Hause feine fonntägliche Tanzmusik abhalten wollen. Er bekam fabren. In der Frühe des nächsten Morgens wurde R. geweckt mit Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. New York, 29. März.( W. T. B.) Musikdirektor Anton Seidler, der bekannie Wagnerdirigent, ist an einer Blutvergiftung, die er sich durch Fischgennß angezogen hatte, gestorben. Washington, 29. März.( W. T. B.) Senat. Rawling ( Demokrat) brachte eine Resolution ein, nach welcher die Unabund Spanien der Krieg erklärt hängigkeit Kuba's anerkannt werden soll. r. 75. 15. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 72. Sigung. Dienstag, 29. März 1898, 12 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Posadowsty. Frhr v. Thiel mann, v. Goßler. Mittwoch, 30. März 1898. Menschen zu erziehen. Aber man muß von ihnen auch den Muth rechtes einen Konflikt mit dem Reichstage heraufzubefchwören, wohlan, verlangen, ihren Namen zu nennen. Beschwerdeführende Beamte sind so mögen sie es versuchen. Wir werden ja sehen, wer dabei den feine Korporation und es erscheint mir bedenklich, wenn die Kürzeren zieht. Für den Präsidenten fann es jedenfalls nur er Geschäftsordnungs- Kommiffion zu einer solchen Anschauung sich bewünscht sein, in dieser wichtigen fonftitutionellen Frage ein Botum tennen sollte. In diesem Falle wird sich die Regierung volle Frei- des Reichstages zu erhalten. Warten wir dann ab, was die Reheit ihrer Handlungsweise vorbehalten. gierungen thun werden. Abg. Dr. Hammacher( natl.): Ich habe vielfach beobachtet, Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.): Ich habe durchaus keinen daß die Behörden die Ausübung des Petitionsrechtes seitens der Wunsch ausgesprochen, wie fich die Regierung zu einem solchen Beamten als eine Verlegung der Disziplin betrachten. In bezug Beschluß des Reichstags stellen solle. Das ist durchaus ihre auf den Werth der Verhandlungen ist lediglich der Inhalt der Sache. Ich habe nur gemeint, daß ein Regierungskommissar zu einer Petition maßgebend, nicht die Person des Petenten. Ein Reichstag, Petition, die ihm unvollständig mitgetheilt wird, nicht Stellung der seine Prärogative behaupten will, muß darauf dringen, daß von nehmen kann. vornherein die Geschäftsordnungs Kommission die Petitionen in der Vorschrift nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Reichstags den Behörden vorlegen darf.( Bravo!) Die Diskussion wird geschlossen und der Antrag Gröber( 3) gegen die Stimmen der Konservativen und Freikonservativen an Beim Etat des Reichstanzlers und der Reichs genommen. Der Etat des Reichstags wird unverändert genehmigt. fanzlei" liegt folgende Resolution Auer vor: Der Reichstag wolle beschließen: " 2. Der Reichstag ersucht deshalb den Herrn Reichskanzler, dafür Sorge zu tragen, daß die in Nr. 7 des Reichs Gesetzblattes von 1898 als Berichtigung" bezeichnete Veröffentlichung als rechtsungillig im Reichs- Gefeßblatt bezeichnet werde. " Zunächst werden einige Rechnungsfachen debattelos erledigt. Es folgt die dritte Lesung des Etats. Sächsischer Bundesbevollmächtigter Graf v. Vinthum- Eckstädt: Ich babe leider seinerzeit auf die Angriffe des Herrn Abg. Bebel auf die fächsische Militärverwaltung in bezug auf die Lieferung von Sattlerarbeiten nicht antworten können. Ich habe zu erklären, daß das sächsische Kriegsministerium genau nach den Grundfäßen verfährt, die der preußische Kriegsminister in der zweiten Lesung dargethan hat und es liegt ihr durchaus fern, in das Erwerbsleben der Unternehmer ein zugreifen. Der Vorwurf, daß die sächsische Militärverwaltung Lohndrückerei treibe, ist vollkommen unberechtigt. Abg. Singer( Soz.): Ich hätte eigentlich geglaubt, daß solch ein Antrag ganz überflüssig sei. Ich hätte es als selbstverständlich Abg. Merbach( Rp.): Man tann über die Beschäftigung erachtet, daß das Reichstagspräsidium ganz einfach eine Verfügung fremder Arbeiter denken, wie man will, jedenfalls erlassen hätte des Inhalts, daß die Unterschriften der Petitionen der 1. Die im Reichs- Geseyblatt von 1898 Nr. 7 S. 33 ohne. nimunt sich ein solcher Vorwurf aus dem Munde des Herrn Regierung nicht mehr ausgehändigt werden. Ich muß nunmehr vor Namensunterschrift erfolgte Veröffentlichung folgenden Wortlauts: Bebel fehr sonderbar aus. Das ist ja der Standpunkt allem gegen die Auffassung Verwahrung einlegen, als ob aus der Berichtigung. In dem in Nr. 18 des Reichs- Gesezblattes für eines ehrbaren Spießers, aber nicht der eines zielbewußten Ver- Thatsache, daß dieser Antrag hier berathen wird, irgendwie ein 1891"( S. 261 ff.) abgedruckten Gefeße betreffend Abänderung der treters der internationalen Sozialdemokratie. Wenn wir einen Recht der Regierung hergeleitet wird, über die Petitionen Gewerbe- Ordnung vom 1. Juni 1891 find Seite 283 im letzten chinesischen Arbeiter aus Kiautschou herführen wollten, so irgendwie zu verfügen.( Sehr richtig!) Absage des§ 138 a infolge eines Versehens die Worte: sollte sie Herr Bebel jerade mit dem Bruderkuß empfangen. Oder Graf Posadowsky meinte, er fei gegenüber scharfen Ausdrücken 3iffer 2 und 3" an stelle der Worte: Biffer 3 und 4" flimt Herr Bebel in das Hoch auf die internationale Sozialdemokratie, von seiten der Beschwerdeführer nicht nervös; ich hätte gewünscht, gesetzt werden. Der letzte Absatz des§ 138 a hat richtig das Herr Singer am Schluß eines jeden Parteitages ertönen läßt, nur ganz daß die Reichs- Eisenbahnverwaltung in dieser Hinsicht sich ihn zum wie folgt zu lauten: Die untere Verwaltungsbehörde kann Teise ein? In seinen weiteren Ausführungen bestreitet Redner, daß in Muster genommen hätte. die Beschäftigung von Arbeiterinnen über sechszehn Jahre, welche dem vorliegenden Fall Lohndrückerei getrieben worden sei, und Wir haben selbstverständlich nicht die Meinung, daß die Namen tein Hauswefen zu besorgen haben und eine Fortbildungsschule nicht konstatirt, daß es die Pflicht eines jeden Volksvertreters sei, von der petitionirenden Beamten nun immer verschwiegen werden besuchen, bei den im§ 105c Absah 1 unter Biffer 3 und 4 beder Tribüne herab stets die Wahrheit zu sagen.( Sehr gut!) müßten. Es entspricht durchaus nicht dem verfaffungsmäßigen zeichneten Arbeiten an Sonnabenden und Vorabenden von Festtagen Abg. Jskrant( Antis.): Die parlamentarische Bertretung foftet Petitionsrecht, daß diejenigen, die von ihm Gebrauch machen, nachmittags nach 51/2 Uhr, jedoch nicht über 82 Uhr abends hinaus, das deutsche Volt jährlich nahezu 700 000 Mart. Es ist sehr die nun ängstlich darauf bedacht sein müssen, daß das ja nicht herausgestatten. Die Erlaubniß ist schriftlich zu ertheilen und vom ArbeitFrage, ob das deutsche Volk von seiner Vertretung für diese tommt. Es ist eben ein Mißbrauch des petitionsrechtes geber zu verwahren", 700 000 M. ein genügendes equivalent erhält. Jedenfalls dürfen wenn aus seiner Ausübung dem Petenten Nachtheile entstehen. Und steht im Widerspruch mit dem nach erfolgter Zuftimmung feitens nicht noch weitere Kosten hinzukommen. Aus diesem Grunde bin das kann uns nicht trösten, daß die Betenten nicht wegen der des Bundesraths in Nr. 18 des Reichs- Gefeßbl." für 1891( S. 261 ff.) ver ich durchaus gegen den Bau des Präsidialgebäudes. Petition, fondern wegen ihrer Ausdrucksweise bestraft werden. Sie öffentlichen Beschluß des Reichstags vom 8. Mai 1891 und entbehrt Angesichts der sozialen Gedanken, die durch das Bolt gehen, muß soll gegen die vorgefeßte Behörde nicht ehrerbietig genug gewesen der Rechtsgiltigkeit, da die verfaffungsmäßig erforderliche Zuich erklären, daß es im Bolte nicht verstanden werden wird, wenn sein. Aber die Petition war ja nicht an die Reichs- Eisenbahn- ftimmung des Reichstages zu der durch diese Veröffentlichung ver das Gehalt des Reichskanzlers noch erhöht werden sollte. verwaltung gerichtet, sondern an den Reichstag; daher kann von suchten Aenderung des vom Reichstag und Bundesrath beschlossenen, Abg. Bebel( Soz.): Der Abg. Merbach hätte sich seine Ent- cinem unebrerbietigen Ton gegen irgend eine Behörde hier gar nicht im Reiche- Gesetzblatt von 1891( 6. 261 ff.) veröffentlichten Ge rüftung vorhin ersparen können, wenn er die Verhandlungen vom die Rede sein. Diese hat sich vielmehr in Dinge gemischt, die nicht feges fehlt. 21. Februar gelesen hätte. Ich meine, forrefter hätte ich damals ihres Amtes sind.( Sehr richtig! links.) gar nicht verfahren können. Mein Gewährsmann May Bär schrieb Daß sich die Herren von der Rechten gegen den Antrag erklären mir im Auftrage bes Sattlerverbandes und bat würden, daran haben wir nicht gezweifelt. Diese Herren geben im mich dringend, nachdem die Untersuchungen der Saltler: Prinzip das Petitionsrecht zu, aber sie möchten daneben schreiben: tommission abgeschloffen feien, das Material im Reichs Das Petitionsrecht wird gewährleistet, die Ausführung wird be- Abg. Stadthagen( Soz.): Es wird in der anonymen Berich tag vorzubringen. Wenu in dieser Weise an einen straft".( Große Heiterkeit.) Die Ausführungen des Herrn Grafen tigung des Reichs- Anzeigers" versucht, ohne die Zustimmung des Abgeordneten herangetreten wird, von dem Bertreter einer Klaffe, Roon bestätigen nur, daß er das Petitionsrecht als ein der Autorität Reichstages ein neues Gesetz zu schaffen. Offenbar wird dadurch die er in erster Linie hier zu schüßen hat, so ist es seine verdammte fehr unbequemes Gegengewicht betrachtet. Wenn aber im Reichs Artikel II und VII der Verfassung verlegt. Abänderungen an einem Pflicht und Schuldigkeit so zu handeln, wie ich gehandelt habe. tag folche Anschauungen geäußert werden, so darf man sich Gesetz sind nur nach Zustimmung aller gesetzgebenden Faktoren Wenn die Angaben des Herrn Max Bär sich nachher nicht nach darüber nicht wundern, daß fast allgemein der Glaube herrscht, möglich. Der Reichstag war zu einer solchen Berichtigung niemals allen Richtungen als wahr erwiesen haben, so bedaure ich die Angestellten müßten, weil sie ihre Arbeitskraft in berechtigt. Wir gerathen damit auf eine schiefe Ebene. Auch bei das. Der Mann hat ja auch seine Strafe dafür erhalten. Ich den Dienst der Verwaltung stellen, auch in ihren politischen An- einem Druck oder Schreibfehler kann es sich um bedeutende habe im vollsten Glauben gehandelt und werde mich in schauungen sich nach ihren Vorgesetzten richten( Sehr richtig! links), Dinge handeln. Gestern sind zum Beispiel hier über 117 Millionen ähnlichen Fällen stets so verhalten. Was nun die Löhne da darf man sich nicht darüber wundern, daß die Militär- und bewilligt worden; es tönnte 111111 pafsiren, daß der der Sattlerarbeiter anbetrifft, so steht es fest, daß die Marineverwaltung verfügt, die Beamten dürfen überhaupt nicht nicht genannte Verfasser dieses Reichs- Gesetzblattes irrthümlich Arbeiten für die Militärverwaltung von Stecher einem fleinen mehr in ihrer Gesammtheit Beschwerde führen, sondern nur noch das Komma einige Stellen nach links rückte. Das würde ebenso Meifter im fächsischen Erzgebirge übergeben worden sind. Dieser einzeln.( Sehr richtig! lints.) Meine Herren, die Dinge verfassungswidrig sein, wie der vorliegende Fall. Nun gebe ich zu, Mann hätte die Arbeit nicht bekommen, wenn Stecher nicht davon spißen sich allenthalben derartig zu denken Sie nur daß die Regierung durch die Berichtigung dem Sinne entgegen besonderen Profit gehabt hätte. Von dem Zwischenmeister nun habe an den Grlaß des Grafen v. Posadomsky- daß der Kampf fommen wollte, den die Mehrheit des Reichstages seinerzeit selbst ich ein Schreiben an einen Arbeiter an der Hand, in dem diesem um das Petitionsrecht im Jutereffe einer geordneten durch die bekannte Verböserungskommission Gutfleisch- Stumm ver eine Arbeit für 1,20 übertragen wird, die nach den An- und vernünftigen Staatsverwaltung geführt werden muß. Was trat. Es ist richtig, daß§ 105c der Gewerbe Ordnung in gaben des Herrn Bigthum v. Eckstädt mit 1,50 bezahlt bisher als selbstverständlich erschien, das wird jetzt in einer Weise der zweiten Lesung eine andere Normirung gehabt hat, wird. Ebenso wie die Parteigenoffen des Herrn Merbach eingeschränkt, die geradezu unerhört ist. Es ist wahr: die Petition als in der dritten, und daß dementsprechend der Ginn, verlangen, daß der Bauer fein Rorn direkt verkauft braucht nicht mit einer Geldstrafe belegt zu werden; aber man kann den die Herren Gutfleisch bis Stumm mit den voit und nicht erft burch Zwischenhändler, so verlangen wir, den Leuten so viele Hindernisse in den Weg legen, daß sie schon uns grundfäßlich bekämpften Ausnahmen des§ 138a verbunden daß die Militärverwaltung ihre Arbeiten an Leute vergiebt, merken: diese Dinge geschehen deswegen, weil wir petitionirt haben. wiffen wollten, abgeändert worden ist.§ 105c hatte in dem die fie auch selbst herstellen, damit die Löhne der Arbeiter nicht Herr Graf Roon hat nun den traurigen Muth befeffen, der Res Regierungsentwurf die jetzige Nummer 2 nicht enthalten. Im durch den Verdienst von Zwischenmeistern geschmälert werden. gierung den Rath zu geben, daß fie alle Petitionen, die ihr ohne§ 105c find die Ausnahmen von der Sonntagsruhe angeführt, und Ferner hat Herr Merbach gemeint, unser Verlangen, daß Nennung der Unterzeichner vom Reichstag zur Berücksichtigung es war das Bestreben jener Herren, möglichst viele Ausnahmen böhmische Arbeiter dort nicht beschäftigt würden, stehe im Wider überwiesen werden, einfach als anonyme Buschriften behandelt, hineinzubringen. Schon in der Kommission war es gelungen, als spruch mit unserer internationalen Gesinnung. Wir haben jedoch d. h. fie in den Papierforb wirft. Er hat wohl vergessen, Str. 1a als Ausnahme auch diejenigen Arbeiten hineinzubeziehen, die nicht verlangt, daß böhmische Arbeiter überhaupt nicht in Deutsch- daß diese Petitionen dann die Unterschrift des Reich zur Durchführung einer gefeßlich vorgeschriebenen Inventur erforderland beschäftigt würden dies haben die Parteigenossen des Herrn tags tragen.( Sehr richtig! Bravo!) Und dann will ich dem lich sind. In der zweiten Lesung wurde das auch so Merbach in Sachsen durchzusehen versucht aber wenn Herrn Grafen Roon noch eines fagen: Die Herren von der beschlossen, der damalige Wortlaut des§ 138a aber war geblieben. Arbeiten vom Reich vergeben werden und man hierzu aus- fonservativen Partei haben keinen Anlaß, gerade von dem Ton der Es würden dementsprechend die Bedingungen, unter denen wärtige Arbeiter heranzieht, um dieselben gegen die deutschen Beschwerdeführer zu reden. Man braucht nur an das Verhalten Arbeiterinnen an Sonnabenden und Vorabenden von Feiertagen bis Arbeiter und das ist der Kardinalpunkt als Lohnbrücker der Herren in den Parlamenten, man braucht nur die Ausdrücke der in die Nacht hinein beschäftigt werden dürften, sich bezogen haben: und Arbeiterorganisations 3erstörer zu gebrauchen, fonfervativen Presse sich zu vergegenwärtigen, um zu merken, daß 1. auf die Bewachung von Betriebsanlagen, 2. auf Arbeiten, die dann treten diese Arbeiter, bewußt oder unbewußt, in feindlichen die Herren, wenn es sich um ihre eigenen Interessen handelt, auch zur Verhütung von Verderben von Rohstoffen oder des Mißlingens Gegensatz zu den deutschen Arbeitern, und aus diesem Gesichtspunkte den scharfen Ton zu finden wissen, den sie den Beamten verbieten begonnener Arbeiten erforderlich sind, sofern nicht diese heraus haben wir das größte Jntereffe, ein derartiges Vorgehen zu wollen.( Sehr richtig! links.) Ich hoffe, daß der Reichstag wegen Arbeit an Werktagen vorgenommen werden kann. Bei der mißbilligen. Das steht in feinem Widerspruch mit unserem Bestreben, der traurigen Erfahrungen, die er gemacht hat, für die Zukunft Busammenstellung aber sind den Herren Unklarheiten in die soziale Lage der Arbeiter aller Länder zu heben. Herr Mer darauf verzichten wird, die Namen der Petententen irgendwie bekannt der Redaktion unterlaufen. Ich kann Ihnen wenigstens fünf bach begann damit, er müsse die Arbeitgeber gegen ehrenrührige Ber: zu geben.( Bravo! links.) Fälle nennen, in denen von unserer Seite darauf hingewiesen dächtigungen unsererseits schüßen. Wenn ein Arbeitgeber niedrige Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ich kann zwar den wurde, der Gesehentwurf zeige eine unklare Sprache und eine UnLöhne zahlt, so halten wir das zwar für unrecht, aber nicht für Zusammenhang von Petitionsrecht und Koalitionsrecht nicht recht klarheit des Gedankens, und die Anträge zeigten dasselbe. Die ehrlos, denn in der kapitalistischen Wirthschafts Ordnung" ist der verstehen, muß aber den Herren Sozialdemokraten in bezug auf Herren wollten eben so thun, als wenn sie Arbeiterschuh gäben, Unternehmer gezwungen, so zu handeln. Herr Merbach braucht also meine Erlaffe zugeben, daß sie diese Rub so gründlich wie nur irgend während fie Arbeitertruh lieferten. Sie übersahen auch, die Ehre diefer Leute nicht zu vertheidigen. möglich abgemolten haben. Zur Sache will ich nur bemerken, daß daß sie, wenn sie ihre Ansicht durchdrücken wollten, hätten be Sächsischer Bundesbevollmächtigter v. Winthum Eckstädt be: es stets Brauch ist, daß sobald Beschwerde über eine Behörde er antragen müssen, im§ 138a die Nummer 2 durch 3 und 3 durch 4 richtigt einen fattiſchen Irrthum, den der Abg. Bebel begangen. hoben wird, diese Behörde auch erfährt, wer sich beschwert. Daß zu ersetzen. Wir haben uns damals sehr darüber gefreut, da jetzt Nicht Bär sei bestraft worden, sondern der Redakteur Saffenbach die Petitionen Eigenthum des Reichstages find, habe ich nie be- eine ganze Reihe von Arbeiterinnen, die sonst am Sonnabend bis stritten. nach 1/26 Uhr hätten arbeiten müffen, nun nicht länger beschäftigt Abg. Rickert( frf. Bg.): Auch ich bin diefer Meinung des Herrn werden tönnen. Dieses Versehen der damals reaktionären Mehrheit Staatssekretärs und halte daher dafür, daß die ganze Sache eine ist sehr bald von den Kommentatoren bemerkt worden, und es ent innere Angelegenheit des Reichstages ist, das Präsidium also die stand eine juristische Kontroverse darüber, ob der Richter auszu= Entscheidung darüber hat. legen hätte, daß als Biffer 2 3iffer 3 gefeßt werde und für Ziffer 3 Ziffer 4. Diese rein juristische Kontroverse geht uns hier nichts an. Tas steht aber fest: nimmer hat der Bundesrath bas Recht, ein Die Geschäftsordnungs Kommission mit der Prüfung der Verfehen, das der reaktionären Mehrheit passirt ist, nach sieben Frage zu beauftragen, ob und bejahendenfalls in welcher Weise Jahren durch eine Berichtigung zu verbessern. Das ist verfassungsdie Unterschriften der bei dem Reichstag eingelaufenen widrig und würde uns auf eine böse schiefe Ebene führen. Nun ist Petitionen gegen Bekanntgabe an Personen, welche dem darauf hingewiesen worden, daß schon beim Militär- Strafgesetzbuc) Reichstage nicht angehören, sichergestellt werden sollen." der§ 95 in ähnlicher Weise durch eine Berichtigung geändert worden Abg. Lieber( 3) begründet diesen Antrag unter Hinweis auf Abg. Graf v. Roon( t.): Wenn die Namen der Petenten der ist; das Bureau hatte bei der Zusammenstellung eine Zeile den Vorfall, der neulich bei der Berathung des Nachtragsetats des Regierung nicht mitgetheilt werden, so fann ja der Reichstag fort- ausgelaffen. Der Reichstag hat aber noch nie erklärt, daß jene Eifenbahnamts vom Abg. Bebel zur Sprache gebracht ist. Bei einer während dupirt werden von unberufenen Querulanten. Im übrigen Berichtigung im Reichs Gefeßblatt" zutreffend ift. Nicht durch Petition der Eisenbahn- Betriebssekretäre an den Reichstag find die bin ich auch der Meinung, daß die Betitionen Eigenthum des Reichs Bufall steht in unserer Geschäftsordnung die Beftiminung, daß vur Unterschriften ber Eisenbahn Verwaltung bekannt gegeben tags find. Es soll nur die ungehörige und freche Art der Aus der Gesammtabstimmung in dritter Berathung, wenn eine Vers worden und diese hat die Betenten wegen des ungebühr führung des Petitionsrechtes getroffen werden. Sonst soll immer änderung stattgefunden hat, erst die Zusammenstellung erfolgen muß, lichen Zones der Petition bestraft. Durch eine solche Praxis öffentlich verbandelt werden und hier sprechen Sie für Geheimniß- und die Abstimmung nicht unmittelbar vorgenommen werden kann, tann unter Umständen das verfassungsmäßige Petitionsrecht schwer thuerei. Die Angriffe des Herrn Singer auf die konservative Partei wenn nicht volle Uebereinstimmung aller Anwesenden herrscht. Dadurch geschädigt werden. Freilich muß ich zugeben, daß Fälle denkbar weise ich als vollkommen unwahr mit aller Entschiedenheit zurück. sollen Bersehen verhütet werden. Was aber beschlossen ist. bleibt find, in denen völlige Deffentlichfeit erwünscht ist. Aeltere, erfahrene Abg. Dr. Lieber( 3): Daß mein Antrag eine so hochgradige Gesez. Wir wissen ja garnicht, ob es uns nicht gelungen wäre, beu Barlamentarier haben stets die Gepflogenheit gebabt, Petitionen nur Erregung hervorgerufen hat, beweist, wie nothwendig es war, die Versuch, die Ziffern 3 und 4 in den§ 138 hineinzuziehen, zu vor abschriftlich, ohne die Unterschriften, zur Einsicht herauszugeben, Sache zur Sprache zu bringen. Die beiden Herren von der Rechten, hindern. Wir haben einen Vorgang, der ganz ähnlich liegt, wie die andere, harmlosere Gemüther, haben diese Vorsicht nicht geübt, die sich gegen meinen Antrag aussprachen, haben der Ne Sache, die uns hier beschäftigt. Er bezieht sich auf§ 124 Nr. 5 der sondern die Urschrift selbst ausgeliefert. Ich denke, die Behörden gierung den denkbar schlechtesten Dienft geleistet. Wenn sie die Gewerbe- Ordnung. Darin wird dem Arbeiter das Recht gegeben, haben nur ein Interesse daran, zu erfahren, worüber Beschwerde Meinung aussprachen, die Regierungen werden tein Gewicht ohne Kündigung aus der Arbeit auszutreten, wenn so heißt c geführt wird, nicht, wer fie führt. auf die Petitionen legen, wenn ihnen die Namen der Petenten nicht wörtlich: wenu bei Fortsetzung der Arbeit das Leben oder die Gesund Abg. Graf Roon( f.): Wir stehen auf einem anderen Stand: ausgeliefert werden, so ift das eine sehr traurige Ansicht, die sie von heit der Arbeiter einer erweislichen Gefahr ausgefeht sein würde, puntt, als die Antragsteller; wir achten die Autorität der Re- der Regierung haben. Ich glaube, die Regierung wird nach ihrer welche bei Eingehung des Arbeitsvertrages nicht zu erkennen war." gierung höher, und auch für den Fall, daß Petenten Pflicht alles objektiv beurtheilen, was ihr vom Reichstag zur Be- Das ist eine Bestimmung, die auf den ersten Blick so brutal erscheint, wegen ihrer Ungehörigkeit bestraft werden. Durch den rücksichtigung überwiesen wird. Ift denn der Reichstag eine solche das man genöthigt ist, an denken: liegt denn hier nicht ein offen Antrag wird nur ein nicht ersprießlicher Gegensatz zwischen quantité négligeable? Was tommt es denn auf die Nanten bei einer bares Versehen vor? Und nm ein solches bandelt es sich aus. Regierung und Volksvertretung geschaffen, blos, um ein paar un- Betition an? Nur der fachliche Jubalt darf entscheiden. Ich Ausweislich der amtlichen Protokolle hatte der Reichstag eine Fassung artige Beamte vor der verdienten Bestrafung zu schüßen. alus habe den Verdacht, Herr v. Stumm will nur Ver beschlossen, in der der wichtige Zwischensah enthalten war: einer in Berlin. = Abg. Kunert( Soz.): Ich verzichte darauf, dem fächsischen Bevollmächtigten an dieser Stelle zu erwidern; ich werde dies bei der Berathung des Militäretats, Titel„ Kriegsminister", nachholen. Damit schließt die Generaldiskussion; das Haus tritt in die Spezialdiskussion ein. Beim Spezialetat, Reichstag" liegt ein Antrag Gröber u. Gen.( 3) vor: 1 Abg. Frhr. v. Stumm( p.) schließt sich den Ausführungen des Abg. v. Roon an. Es tommt oft vor, daß Arbeiter sich ganz zu unrecht beschweren, ja ihre Vorgesetzten geradezu verleumden. Wollen Sie diese Leute noch protegiren? Die Namen der Petenten muß man auch zur Beurtheilung der Petition kennen. Es ist doch nicht gleichgiltig, ob die Petition von 16jährigen Jungen oder von ehren werthen Männern stammt. Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich kann von Beschwerde: steckensspiel mit uns bei der Ablehnung unseres ernstgemeinten erweislichen nicht nothwendig mit dem Gewerbe. führern eine sehr starke Dosis von Ausdrücken vertragen; ich würde Antrags treiben. Das Petitionsrecht der Beamten muß unbeschränkt betriebe verbundenen" Gefahr. Diese Stelle ist in der Zu folche Leute nicht bestrafen, sondern versuchen, sie zu manirlichen gesichert werden. Haben die Regierungen Luft, wegen des Betitions- fammenstellung zwischen der zweiten und dritten Lesung durch einen = Bufall ausgefallen, weil sie gerade eine Reihe bilbete. In dritter richtig halten. Die Gerichte ftehen ber Berichtigung völlig frei bestehe. Angeklagte Polen werden ohne Beweise verurtheilt; | Lesung ist so beschlossen worden, wie jetzt der Paragraph in der gegenüber, sie würden ebenso frei dem Beschluffe der Geschäfts was man im Zola Prozesse mit recht be- und verurtheilt, das geschehe in Polen alle Zage!( Oho! und Unruhe.) Gewerbe- Ordnung lautet. Der Fortfall jener Worte ist vom Reichs- ordnungs- Kommission des Reichstages gegenüberstehen. die gegen feien übertrieben tage nicht gewollt worden. 1891 machten wir hier darauf auf merksam, daß diese brutale Bestimmung, die den Arbeiter Abg. Stadthagen über die Betheiligung der Rommission Stumm- und ohne thatfächliche Unterlagen, die großpolnische Agitation sei nöthigt, Leben und Gesundheit aufs Spiel zu sehen nur Gutfleisch war unwahr. Die Kommission hatte mit der Redaktion eine Seeschlange( Heiterkeit!), die bei jedem neuen Polengesetz aufdes Gewinns der Unternehmer wegen, auf einem re- des Gesetzes gar nichts zu thun. taucht. Diese Gesetze können Erbitterung schaffen, aber unsere daktionellen Versehen beruhe. Trotzdem hat damals der Abg. Spahn( 3): Wir hoffen, die Geschäftsordnungs- Kommission Nationalität nicht vernichten. Terrorismus und Fanatismus verGraf Posadowsky hat zugegeben, Reichstag erklärt: es ist richtig, dieses Bersehen ist passirt, wird eine Form finden, auf grund deren eine Verständigung mit der breitet der Hakatisten- Verein. wir find aber für die jetzige arbeiterungünstige Fassung. Da Regierung erfolgt. Vorsichtigster Gebrauch bei solchen Berichtigungen haben Sie einen ganz ähnlichen Fall. Der Regierung ist es nicht ist vor allem am Platze. eingefallen, in diesem Fall das. Bersehen zu berichtigen. Sie würde Abg. v. Bennigsen: Ich kann wohl das Ergebniß der Er. auch dann gegen die Verfassung verstoßen haben. Ein solcher Verörterung dahin resumiren, dem Reichstag liegt daran, daß er an stoß liegt jetzt vor. Für uns gilt es: principiis obsta( den An- der Abänderung formell doch gesetzmäßig publizirter Gefeßentwürfe fängen stelle dich entgegen!). Gerade jetzt sucht man die Rechte mitwirkt. Sache der Kommission wird es sein, für diesen Wunsch des Reichstags zu beschneiden. Da müssen wir besonders vor die richtige Form zu finden.( Beifall.) fichtig sein. " Da, glaube ich, wird es nicht längerer Debatte bedürfen, um sie zur Annahme unserer Resolution zu bringen. Ohne daß man weiter in das Materielle der Frage, inwieweit der§ 138 zu gunsten oder ungunsten der Arbeiter wirkt, näher einzugehen braucht, muß man, aus rein staatsrechtlichen Gesichtspunkten heraus, fordern, daß jene Berichtigung" zurückgenommen wird. Sie schlägt dem Rechte des Reichstages ins Gesicht und auch dem Rechte des jeweiligen deutschen Monarchen. Wie kommt der nicht genannte Berichtiger dazu, das, was der Kaiser auf grund seiner Pflicht in Artikel 17 der Verfassung veröffentlicht hat, als falsch zu er tlären? Ich weiß wohl, der Anlaß zu dieser angeblichen Berichtigung ist die Bundesraths- Verordnung über die Konservenfabriken gewesen, die auf grund dieser verfassungswidrigen Berichtigung auch wieder ungiltig ist. Man kann, wenn man juristisch spintifiren will, Des jene Anweisung Bundesraths daß wir Polen anders behandelt werden, obwohl alle Preußen vor dem Gesetz gleich sein sollen. Graf Stolberg: Man hat den Polen zu weitgehende Kongeffionen gemacht. Zur Verhütung der Polonisirung muß viel mehr geschehen. Fürst Radziwill: Man soll nicht mit bureaukratischen Mitteln gegen die göttliche Ordnung fämpfen, wonach alle Bölter bei einander Die Anträge Auer und v. Stumm werden durch ein wohnen. stimmigen Beschluß der Geschäftsordnungs- Kommission Minister v. Miquel: Wir haben weder polnische Sitte noch überwiesen. poluische Sprache bekämpft, aber wer trieb polnische Agitation in dem nichtpolnischen Schlesien? Wer will einen Staat im Staate bilden? Wir sind in der Abwehr! Die Polen im Angriff! Nach einigen furzen weiteren Bemerkungen des Grafen Schlieben wird die Vorlage angenommen. Nächste Sigung am 26. April: Etat. Es erfolgt die Berathung des Etats des Auswärtigen Amt 3. Auf eine Anfrage des Abg. Richter( frf. Bp.) erwidert Ministerialdirektor Reichardt, daß über einen neuen Handels. vertrag mit England zur Zeit noch Verhandlungen schwebten. Eine längere Erklärung ist fürzlich von England eingetroffen, unterliegt aber noch der Prüfung; sein Inhalt kann daher selbstverständlich noch nicht öffentlich bekannt gegeben werden. Staatssekretär v. Bülow erwidert auf den zweiten Theil jener Anfrage: Der Vertrag zwischen Deutschland und China ist am 6. d. Mts. zu Peking unterzeichnet worden. Ueber seinen Inhalt tann ich teine weiteren Mittheilungen machen, als diejenigen, die ich dem hohen Hause bereits im Dezember unterbreitet habe. Der Vertrag ist vorgestern mit dem Dampfer des Norddeutschen Lloyd Bayern" von Tientsin nach Deutschland abgesandt. " Lokales. Dr. Kourad Schmidt kann wegen eines Todesfalles in seiner Familie in dieser Woche seine Vorlesungen nicht abhalten. B Am Freitag, den 1. April, ist ein Jahr verflossen, ſeildem unser Parteigenosse Karl Schulze, der Reichstags Abgeordnete für Königsaerg, gestorben ist. Zur Erinnerung an unseren unvergeßlichen Genoffen hat die Sozialdemokratie von Königsberg den Beschluß gefaßt, am Todestage an seinem Grabstein einen Kranz niederlegen zu lassen. Die Grabstätte befindet sich bekanntlich auf dem Friedhof der hiesigen Freireligiösen Gemeinde. Der jetzige Reichstags- Abgeordnete für Königsberg, Genosse Haase, wird an Freitag, nachmittags 3 Uhr, den ehrenvollen Auftrag der Kranzniederlegung ausführen. an die Polizeibehörden als eine öffentliche Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Gesetze bezeichnen( Heiterkeit). Wenn Abg. Schmidt- Frankfurt( Soz.) bringt die Angelegenheit eines irgend ein Druckfehler in einem Gesetz ist, so ist er durch die im Auslande lebenden Deutschen, der dort verletzt worden ist, zur Gesammtabstimmung mitbeschlossen, und es wird dann Sache der Sprache. richterlichen Auslegung sein, festzustellen, was der Wille des Gesetz- Es handelt sich um einen Unglücksfall, den zwei deutsche Ar gebers gewesen ist. Auf keinen Fall ist aber jemand, sei es der Herr beiter namens Loch und Geis in Bulgarien erlitten haben. Sie Reichskanzler oder ein Unbekannter, dem das Reichs- Gefeßblatt waren in Diensten der Maschinenbau- Anstalt Nürnberg, die in Bul wunderbarerweise zur Verfügung steht, berechtigt, eine Berichtigung garien eine Filiale besitzt und dort einen Brückenbau zu fertigen hatte. Toszulaffen, durch die er thatsächlich die Absichten des Gesetzes ändert. Loch wurde getödtet bei einem Bahuunfall. Geis kam als Verlegter in das Die letzten Stunden find für den Straßenhandel gekommen, Ich bitte Sie daher, unserer Resolution möglichst einhellig zuzu Spital von Wrazza. Der Polizeipräfekt ließ sämmtliche Sachen der der fein Wesen in der Umgebung unserer Markthallen treibt. Wer stimmen.( Lebhafter Beifall links.) Beiden mit Beschlag belegen. Geis, wie der ebenfalls dort be. Ein Antrag Stumm( Rp.) und Genoffen lautet: Der Reichs- schäftigte Bruder des Loch bemühten sich, die Sachen wieder zu be. vom 1. April ab die Markthallen verläßt, wird nicht mehr die tag wolle beschließen, unter Ablehnung des Antrages Auer nach- tommen, aber ohne Erfolg. Geis begab sich zum Generalkonsul von durcheinanderschwirrenden Zurufe:"' n Froschen drei Zitronen!" ' n Sechser die Appelsine!", hören. Jedenfalls wird durch die träglich die Zustimmung zur Abänderung des§ 138 der Gewerbe Sofia, von Voigts- Rhez, aber dieser entließ ihn, nachdem er ihn Bolizeiverordnung das bekannte Straßenleben vor den Markthallen Ordnung, wie sie durch die Berichtigung des Reichs- Gesetzblatt ver- batte lange warten laffen, mit dem Bescheid, er möge sich an ein wesentlich anderes werden. Der Fremde, den oft erst die Anöffentlicht ist, zu geben. das Vizekonsulat in Ruftschuk wenden, in dessen Bezirk Wrazza Staatssekretär Nieberding: Die Frage ist rein staatsrechtlicher liege. Geiß war außer stande, nach diesem über 100 Kilometer preifungen der Straßenhändler darauf aufmerksam machen, daß er vor einer Markthalle ist, wird jetzt achtlos an diesen groß Natur, deshalb gestatten Sie mir die Frage, die der Vorredner hier entfernten Ort in feinem abgerissenen Zustande zu gehen, städtischen Errungenschaften vorübergehen, die schon so viel angeschnitten hat, zu beantworten. Die Berichtigung im Reichs er wandte sich nochmals an den Polizei Präsidenten und böses Blut gemacht haben. Die Straßenhändler fragen sich mit Anzeiger" ist durch den Herrn Staatssekretär des Reichsamt des erhielt schließlich die Sachen im Juli- das Unglück Innern veranlaßt worden. Die Meinung des Reichstags in der in war im Mai geschehen zurück, doch waren die Sachen, Kleider, recht, ob der heutzutage maßgebende Standpunkt der freien Rede stehenden Frage kann nach den Verhandlungen gar nicht Stiefel, Wäsche total verfault, vermodert und verdorben. Die An- Konkurrenz durch das Berbot das Straßenhandels verlegt wird. Man wird zugeben müssen, daß fie ebensoviel Existenzberechtigung zweifelhaft sein. Materiell bestand gar tein Zweifel, nur bei der gehörigen des Loch wandten sich ebenfalls an den Generalkonsul und hatten, wie somanche andere Erscheinung im wirthschaftlichen Leben. Was Redaktion der materiell gefaßten Beschlüsse ist ein Versehen vor erhielten im November den Bescheid, daß die einen Werth von ca. dem einen Recht ist, darf für den andern kein Unrecht werden. Das gekommen. Der Bundesrath hat zugestimmt und die Publikation 200 m. repräsentirenden Sachen des Loch für 17,90 Frs. von der eine ist nicht zu bestreiten, daß nämlich der Magiftrat mit den hohen ist, ehe das Bersehen bemerkt wurde, erfolgt. Anfangs ist die Be- Polizei verkauft worden seien. Die auch verlangte Sterbeurkunde Standgeldern für Martiballenpläge, die ihm jährlich mehrere richtigung unterlassen worden, später wurde sie für wünschenswerth des Loch haben die Angehörigen heute noch nicht in Händen. Im hunderttausend Mart Ueberschuß einbringen, den Straßenhandel gehalten und der Staatssekretär des Innern wandte fich an das Januar d. J. erhielten sie den Bescheid, daß es noch eine zeitlang Direkt gezüchtet hat. Das hohe Standgelb fonnte nicht jeder beReichs- Justizamt. Wir im Reichs- Justizamt haben die Berichtigung dauern würde. Ich bitte den Staatssekretär, die Angelegenheit zu zahlen, so wurde mancher auf die Straße getrieben, der ganz gern für unbedenklich gehalten. Gleichwohl hat sich Graf Posadowsky untersuchen und sich der Deutschen im Auslande mehr anzunehmen. Den Schutz der Markthalle vor der Unbill der Witterung genoffen noch an den Präsidenten v. Buol gewendet. Dieser Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Herr v. Richthofen hätte. Zu denen, die vom wirthschaftlichen" Muß" zum Straßenhat sich an den damaligen Referenten der Kommission, an den erklärt sich außer Stande, über den ihm unbekannten Fall etwas zu handel genöthigt wurden, gefellten sich mit der Zeit auch bald andere, Abg. Hige gewendet und dieser hat dem Präsidenten feinen Zweifel fagen, fagt aber Untersuchung des Falles zu. die bemerkten, daß der Straßenhandel möglicherweise einträglich fei, wenn gelassen, daß die Dinge fich materiell so zugetragen haben, wie die Auf eine Anfrage des Abg. Pauli( Rp.) erwidert Unterstaatsman die Sache geschickt anfange. Sie erweiterten das Feld des Berichtigung angiebt. Darauf hin ift die Berichtigung erfolgt. Es sekretär Frhr. v. Richthofen, daß die Gebrüder Dennhard durch Straßenhandels vor den Markthallen beträchtlich. Bald gab es exiftirt bereits ein Präzedenzfall, es ist der vom Borredner schon die Abtretung von Witu an England geschädigt worden sind, aber nicht nur Zitronen und Vanilleftangen zu kaufen, zu allen mögnicht nur Zitronen und Vanilleftangen zu kaufen, zu allen mögerwähnte Fall bei der Militär- Strafprozeßordnung, wo in einem die Verhandlungen über die Entschädigung seien noch nicht zum Ab- lichen Obstsorten gefelte fich Gemüsse und anderes. Auch wurden Paragraphen die Limitirung der Strafe durch ein Versehen schluß gekommen. Die Ansichten über die Höhe der Entschädigungen die feilgehaltenen Mengen bedeutend größer. Bom fleinen Handtorb weggeblieben war. Aber auch damals ist erst mit dem feien auch in der Betitionskommission sehr auseinander gegangen, weil Präsidenten Simson Rücksprache genommen. Herr Simson, man es hier mit kaufmännischen Spekulationsgeschäften zu thun habe. tam man zu dem manchmal recht umfangreichen Handwagen, neben eine parlamentarische wie juristische Autorität, hat die damalige Abg. Werner( Reform- P.) nimmt sich der Gebr. Dennhard denen sich sogar Pferdefuhrwerke zeigten. handel nahm Umfang und Formen an, bie fich in Berichtigung im Jahre 1873 für unbedenklich gehalten. an, die ein Opfer der Caprivi'schen Kolonialpolitik geworden seien. manchen Gegenden recht unangenehm bemerkbar machten. Der Werth der Berichtigung wird durch das Fehlen der Unter- Die Abtretung von Wilu hätten alle patriotischen Männer ebenso Im Grünen Weg fuhr zum Beispiel zu den Marktstunden schrift nicht beeinträchtigt. Das ganze Blatt erscheint unter der wie den Eintausch von Helgoland bedauert. Berantwortlichkeit der Regierung, es fommt gegen den Willen der Abg. Dr. Lieber( 3): Wir rechnen uns auch zu den alltäglich an der Bordschwelle eine regelrechte Wagenburg an. Regierung nichts hinein. Auch beim Depotgefes mußte eine nach- patriotischen Männern, haben aber den Eintausch von Helgoland manche Streitigkeiten zwischen den einzelnen Besigern der Wagen Natürlich kamen beim Auffahren dieser ambulanten Markthalle trägliche Rorrektur eintreten. Sie ist Gegenstand gerichtlicher jederzeit mit Freuden begrüßt.( Heiterkeit.) vor. Nun soll das Kind wieder mit dem Bade ausgeschüttet werden; Prüfung geworden. Das Reichsgericht hat die Berechtigung an Damit sind der Etat des Auswärtigen Amtes und der Kolonial- bie alten Frauen, die sich nicht gut auf eine andere Weise als durch erkannt. Wir glauben also vollständig Rechtens gehandelt zu haben Etat erledigt. Handel ernähren tönnen, müssen mit den anderen Händlern den Ort und bitten Sie, den Antrag Auer abzulehnen. Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Mittwoch 12 Uhr.( Dritte Lefung des ihrer langjährigen Thätigkeit und ihres Verdienstes verlassen. Die Standinhaber der Markthallen wollen für ihr Standgeld vor Kon Etats.) furrenz geschützt fein. Die Stimmung der Straßenhändlerinnen Schluß 5 Uhr. color marinarioäußert sich in solchen, die nach echt Berliner Art halb nörgelig. halb optimistisch find:", darum legen wir uns noch lange teenen Strick um den Hals!" as mus Herrenhaus 9. Sigung vom 29. März. 12 Uhr. 730 Der Straßen. Gegen das von der Stadtverordneten Versammlung ge Abg. Frhr. v. Stumm( Rp.): Die Sache ist von Herrn Stadthagen start aufgebauscht worden. Materiell besteht wirklich kein Zweifel über die Richtigkeit der Berichtigung. Abg. Stadthagen hat eine falfche Darstellung der Sachlage gegeben insofern, als die Rommission Gutfleisch- Stumm mit der ganzen Sache nichts zu thun hatte, sondern der betreffende Paffus befand sich schon in der Bor lage. Trotzdem halte ich es für richtig, wenn die Regierung eine solche Gesetzesänderung vornimmt, sie sich des Einverständnisses des In einmaliger Schlußberathung werden die Gesezentwürfe nehmigte veränderte Regulativ für die Untersuchung des von Reichstages vergewiffert. Deshalb empfehle ich Ihnen meinen Antrag. betreffend die evangelische Kirchenverfaffung in den außerhalb nach Berlin eingeführten frischen Fleisches hat der Abg. Dr. Spahn( 3.): Die Berichtigung ist materiell richtig. a cht älteren Provinzen der Monarchie und betreffend Magiftrat von Landsberg a. W., welche Stadt den großen Fleisch Ich kann dem Abg. Stadthagen den Borwurf nicht ersparen, daß er, die Bildung von Parochialverbänden in der export nach Berlin hat, Einspruch erhoben, weil das neue Regulativ wenn er den Fehler schon vor der damaligen britten Lesung Provinz Schleswig- Holstein angenommen. geeignet fei, den Fleischhandel Landsbergs aufs höchste zu erschweren, gemerkt hat, uns hätte darauf aufmerksam machen follen.( Stadt Es folgt alsdann der Bericht der Finanzkommission ja ihn gänzlich zu unterbinden. In einem an den hiesigen Magiftrat hagen: I wo!) Ich habe in ähnlichen Fällen das ftets so gemacht. über den Gefeßentwurf betreffend die Erhöhung und an den Polizeipräsidenten gerichteten, ferner durch den LandtagsBei dem andern Fall aus der Gewerbe- Ordnung lag die des Grundlapitals der Preußischen Bentral Abgeordneten Ebert der Landwirthschaftskammer wie auch dem Dezer Sache anders, da war das Versehen schon vor dem Genossenschaftstaffe. Die Kommission( Berichterstatter nenten der Thierärztlichen Hochschule Dr. Ostertag überreichten Schreiben wird darauf hingewiesen, daß es unmöglich sei, die Mils im Zusammens Beschlusse in zweiter Lesung erfolgt. Andererseits bin v. Graß) beantragt unveränderte Annahme. ich der Meinung, daß auch der Reichstag in solchen In der Diskussion hierüber empfiehlt auch Reichsbankpräsident bange mit dem Fleische zu transportiren, wie in dem Regulativ Fällen gehört werden muß, ebenso gut wie der Bundesrath gehört Dr. Koch warm die Annahme der Vorlage. Er verfolge die Ent- gefordert werde, daß infolge deffen jede Fleischausfuhr von Landss worden ist. Ich beantrage, die Anträge der Geschäftsordnungs- widelung der Kaffe mit Intereffe und Sympathie und freue sich, berg nach Berlin unmöglich gemacht würde, und daß die scharfe Rommission zu überweisen. daß sich die Kaffe viele Einrichtungen der Reichsbank zum Muster Ueberwachung des Landsberger Schlachthauses jeden wünschens Abg. v. Bennigfen( natl.): Wir wünschen, daß der Reichstag genommen habe. Die Reichsbank werde fortfahren, der Genossen werthen Schutz biete. In der gleichen Angelegenheit ist auch der in folchen Gesetzesberichtigungsfragen gehört wird, ich kann nicht schaftstaffe mit allem Jntereffe entgegenzukommen, sie werde aber Regierungspräsident zu Frankfurt a. D. um feine Vermittelung an Dieser theilt die Bedenken des Landsberger zugeben, daß in solchen Fragen der Präsident den Reichstag vertreten auch fortfahren, ihre soliden Verwaltungsgrundfäße hochzuhalten. gegangen worden. tann. Ich schließe mich bem Antrag Spahn an. Der Antrag Auer Minister v. Miquel ist dankbar für das Wohlwollen der Reichs. Magistrats und hat dem Oberpräsidenten darüber Vortrag gehalten. ist nicht glücklich. Abgesehen davon, daß ich das Verhalten der bant, verweist aber darauf, daß die Existenz der Kaffe die Reichs Der Berliner Magistrat hat sich dem Einspruche gegenüber indeffen Regierungen nicht verfassungswidrig nennen möchte, ist durch An- bant von vielen läftigen Anforderungen befreit habe. Die Raffe ablehnend verhalten. Er erkennt zwar an, daß das Landsberger nahme des Antrages der an fich anerkannte Jerthum nicht einmal müsse sich in der Hauptsache auf ihre Mittel ftüßen. Es sei un- Schlachthaus zur Zeit volle Genüge für genaue Untersuchung zu beseitigt. Ich halte es auch nicht für zulässig, daß solche Berichti- zweifelhaft, die Raffe habe sich für den Mittelstand in Stadt und bieten vermöge, erklärt aber außer ftande au sein, einem einzelnen gungen ohne Unterschrift publizirt werden. Es tann ja einmal eine anb als eine wahre Wohlthat erwiesen.( Zustimmung.) Von Schlachthause gegenüber Ausnahmen gestatten zu fönnen. Auch der materiell wie redaktionell falsche Berichtigung, die den Wünschen Klagen über zu engherzige Verwaltung der Kasse dürfe man sich Polizeipräsident nimmt einen ablehnenden Standpunkt ein. der Mehrheit gar nicht entspricht, erlassen werden, dann fehlt die nicht beeinflussen laffen, man müsse darauf halten, daß das man müsse darauf halten, daß das Gedenket beim Umzuge der Briefträger! Diese Mahnung Unterschrift und man weiß nicht, an wen man sich zu halten hat. Geld des Staates nicht leichtfertig hingegeben werde, zum möchten wir bei dem unmittelbar bevorstehenden Umzugstermine Die Kommission wird aussprechen müssen, daß solche Berichtigungen Beispiel nicht an Gesellschaften, die zwar einen schönen unsern Lesern zurufen. Wenn die ihre Wohnung wechselnden ohne Mitwirkung des Reichstages nicht erlaffen werden dürfen. Namen haben, in Wahrheit aber Pumpgenossenschaften seien. Miether, wenigstens die häufiger forrespondirenden, die kleine Mühe Abg. Stadthagen( Soz.): Ich proteftire gegen die Ansicht des( Seiterkeit.) Aufgabe der Raffe fei Stärkung des Personalfredits nicht scheuten, vor dem Auszuge ihrem Briefträger die neue Herr Spahn, daß wir eine Werpflichtung gehabt hätten, auf den und er hoffe, daß man bei gedeihlicher Entwickelung derselben zu Wohnung genau anzugeben oder dem Poftamt, in dessen Bezirk die Frrthum aufmerksam zu machen. Die Verschlechterungstommiffion einer erheblichen Einschränkung des Realkredits und der er- alte Wohnung liegt, Mittheilung zu machen, so würden sie sich alle Stumm- Gutfleisch hat doch damit zu thun gehabt, ste hat die Tragwünschten Entschuldung des Grundbesizes gelangen werde.( Beifall.) Betheiligten zu Dank verpflichten, aber auch ihre Postfachen auf weite der von ihr beschlossenen Aenderung nicht übersehen können Nach weiteren turgen Bemerkungen zwischen Herrn v. Kliging, dem schnellsten Bege erhalten und somit im eigensten Interesse und den einen Punkt au ändern unterlassen. Wie fann Minifter v. Miquel und Bankdirektor Koch über die Verwaltungs handeln. der Präsident dieses Reichstage entscheiben, was ein früherer grundfäße wird der Gefeßentwurf angenommen. Die Vereinigung mecklenburgischer Landwirthe zum Abfah Reichstag gewollt hat. Ja, hätten Sie die Berichtigung Ge folgt alsdann der Bericht der XI. Rommission ihrer Gutserzeugnisse, G. m. b. H., die hier drei Fleische und Wurstgleich gemacht, dann hätten Sie im vorigen Reichstag wohl über die Novelle zum Ansiedlungsgeseh. Die Rom gefchäfte in der Potsdamer, Zinden und Neuen Friedrichstraße eine Mehrheit dafür bekommen. In diefem Reichstag hoffe ich, mission( Berichterstatter Dr. Delbrüd) beantragt unveränderte betrieb, hat ihren Konkurs anmelden müssen. Der Gesellschaft ges würde die Verschlechterung des§ 188, wie fie die Berichtigung dar Annahme der Vorlage, welche die Erhöhung des für Ansiedlungs. hörten 58 mecklenburgische Gutsbesitzer mit 57 Rittergütern an; stellt, teine Mehrheit finden. Den Antrag Stumm halte ich für zivecke zur Verfügung gestellten Fonds von 100 auf 200 Millionen Gegenstand des Unternehmens follte die gemeinschaftliche Ver geschäftsordnungswidrig( Abg. v. Stumm schüttelt mit dem Kopf), beantragt. mad bjes sa werthung der landwirthschaftlichen Erzeugnisse der Mitglieder der. daß Herr v. Stumm anderer Meinung ist, ist selbstverständlich, ich Graf Hohenthal tritt für die Vorlage ein. galigiblGenossenschaft sein. texted habe noch nie gehört, daß Herr v. Stumm eine zutreffende Ansicht Herr v. Koscielski: Obwohl er mit seinen politischen Freunden Der Rathhausthuri fann in diefem Jahre schon von Montag, geäußert hat. Ist denn diese Berichtigung für die Gerichte bindend? im Reichstage bezüglich der Marinefrage nicht einverstanden sei den 4. April, ab bestiegen werden. In der Regel ist die Besteigung, Bielleicht beantwortet uns der Staatssekretär bie Frage. Dem( Buruf: Admiralšti!), stimme er doch mit allen feinen Landsleuten wie die Rathhaus- Verwaltung bekannt macht, täglich von 10 Ubr Antrag Spahn widersetze ich mich nicht, obwohl ich ihn für über darin überein, daß das Gesetz zu verwerfen fei, weil vormittags bis 8 Uhr nachmittags gegen Erlegung von 20 Pf. für flüssig halte. es die Polen als Phylorera behandelt. Das habe ihn genöthigt, aus die Person gestattet. Eintrittskarten, welche nur für den Tag der Staatssekretär Nieberding: Ich konstatire, baß alle Parteien der Referve herauszutreten und sich offen dahin auszusprechen, daß Lösung gelten, sind bei dem Portier im Rathhause, Portal Königmit Ausnahme der äußersten Linken die Berichtigung für materiell zwischen der Regierung und den Polen ein großes Mißverständniß straße, zu haben, Versammlungen. Nach eingeholter Genehmigung der städtischen Schul- 1haben. Jm 3entral Theater hat die Soubrette Fräulein Göhrs, Deputation des Magistrats von Berlin veranstaltet der Verein zur die in der nächsten Saison im Hamburger Thalia Theater auftritt, ihr Beförderung der Sprech fertigkeit Stotternber"(" Heureka") Benefiz. Gegeben wird„ Die Tugendfalle". in der 51. Gemeindeschule, Niederwallstr. 6/7, vom 1. April ab tum bleiben die Bilder aus dem Berliner Nachtleben" noch eine Woche Minimal- Stundenlohnes von 45 Pf. hat am Montag begonnen. Jm Passage: Panopti Der Ausstand der Kupferschmiede zur Erringung eines einen fechswöchigen Kursus für stotternde Männer von 14 Jahren auf dem Repertoire. In der„ Urania", Invalidenstraße, wurde von Herrn Direktor gestern im Hotel Alexanderplatz tagte, mitgetheilt wurde, auf ihr an. Die Betheiligung an dem Kursus ist unentgeltlich; zur Deckung Der Lohukommission gingen, wie in der Versammlung, die vor der Unkosten hat jedoch jeder Theilnehmer bei der Anmeldung 2,50 m. Dr. Spicß in einem intereffanten Vortrage das Wesen der farbigen undfchreiben an die Meister mehrere schriftliche Antworten zu, in zu entrichten. Persönliche Anmeldungen nimmt wochentäglich von Photographie erläutert. Auf diesem Gebiete suchen bekanntlich eine welchen sich die betreffenden Unternehmer mit dieser Forderung ein5-6 Uhr entgegen: Zahnarzt Albert Werkenthin, Friedrich Anzahl Fachmänner auf verschiedenen Wegen zum Ziel zu gelangen. verstanden erklärten. Nach den Berichten aus den einzelnen Werkftraße 105 B II. Von einer praktischen Brauchbarkeit irgend eines der bisher an- ftätten haben am Montag nur 46 Kupferfchmiede die Arbeit einZum Fall Grünenthal. Die in Sachen Grünenthal gestern Sinne die Rede sein, doch ist wohl bestimmt zu erwarten, daß der in einer größeren Anzahl von Betrieben, die Arbeitsniederlegung gewandten Verfahren fann wenigstens vorläufig nur im beschränkten gestellt, während entgegen dem Beschlusse der vorigen Versammlung von einem Lokalblatt gebrachte, ihm angeblich von zuständiger" Menschengeist vielleicht in Anknüpfung an das bisher Entdeckte, vielleicht nicht erfolgt ist. Von den bedeutendsten in betracht kommenden Seite gewordene Mittheilung, daß von der Reichsbank Taufend auch auf ganz neuem Boden, das intereffante Problem endgiltiger Firmen für diese Branche, wie Pest, Krafft und Neumann und Hundertmarkscheine mit Doppelnummern angehalten worden sind, Lösung entgegenführt. Herr Dr. Spieß machte das Publikum durch ist nur eine geringe Minorität an der Lohnbewegung betheiligt und bestätigt sich nicht. Der Reichsbank sind lediglich, wie schon früher Experimente mit den neuerdings bekannt gewordenen Verfahren der bei der Firma e cf mann find ca. die Hälfte der Arbeiter in den mitgetheilt worden ist, von dem Untersuchungsrichter Reichsbank Herren Neuhaus, Joly und Benker bekannt; die auf die weiße Ausstand getreten. Die verhältnißmäßig geringe Betheiligung an noten" aus dem Funde auf dem Kirchhofe, die wahrscheinlich aus Projektionswand gezauberten Bilder waren zum theil von prächtiger der Lohnbewegung ist wohl zum theil darauf zurückzuführen, daß einem Diebstahl bei der Reichsdruckerei herrühren, vorgelegt worden, Wirkung. Freilich hat es wohl noch gute Weile bis zu der Stunde, die große Mehrzahl der Kupferschmiede den geforderten Stundenlohn unter denen sich indeß nur vier Paar Noten mit Doppelnummern wo man sich und seine Umgebung bei einem beliebigen Photographen bereits erzielt hat und es vielfach sich nur um einige Arbeiter befanden. Die Reichsbank löft die von Grünenthal vermuthlich in farbig abfonterfeien lassen fann. den Verkehr gebrachten Scheine ohne weiteres ein. Eine Beunruhigung handelt, für die diese Forderung in den einzelnen Werkstellen von des Publikums kann unter diesen Umständen und weil die Reichs Fenerbericht. Montag nachmittag 6 Uhr verursachte eine Belang ist. Außerdem wurde auch behauptet, daß die Lohnbewegung bank eine Nummernkontrolle der Scheine nicht ausübt, taum plat umgefallene Petroleumlampe Ritter str. 53 einen Zimmerbrand, nicht genügend vorbereitet war und deshalb die nicht be greifen. Die Untersuchung über den Fund jener 44 000 m. ist, der der aber abgelöscht werden konnte, bevor erheblicher Schaden ent- fonders günstige Situation entstanden ist. Der Borschlag, Boff. 3tg." zufolge, noch nicht abgefchloffen, und da die Scheine stand. Um 7 Uhr erfolgte Alarm nach Bülow ftr. 63 und die Bewegung auf eine spätere Zeit zu vertagen, wurde von der ohne Zweifel in der Reichsdruckerei hergestellt sind, so liegt für die restow str. 21. Im ersten Falle brannten Gardinen und Möbel, Mehrzahl der Tedner bekämpft. Nach mehrstündiger Debatte gelangte Reichsbant gar kein Grund vor, die Scheine, die von echten sich im andern Falle Hutformen in einer Hutfabrik. Kurz nach 9 Uhr eine Resolution zur Annahme, nach der die Forderung des Minimaldurch nichts unterscheiden, anzuhalten. Nur in dem Fall, daß einmal gingen Dessauerstr. 32 verschiedene Einrichtungs- Gegenstände Stundenlohnes von 45 Pf. aufrecht erhalten werden soll und bei zwei Scheine mit gleichen Nummern an der Kasse der Reichsbank in einer Badestube in Flammen auf. Dienstag früh 9 Uhr hatte Nichtbewilligung die Arbeit niederzulegen ist. Nach einer zweiten vorgezeigt würden, tönnten die beiden Scheine bis zur Aufklärung die Wehr Dragoner str. 10 in der Kellerwohnung ein Schaden Resolution, die die Zustimmung der Versammlung fand, wurde den vorgezeigt würden, könnten die beiden Scheine bis zur Aufklärung feuer zu beseitigen, das Teppiche, Betten und Möbel einäscherte. Ausständigen die moralische und finanzielle Unterstützung zugesichert von dem Kassirer zurückbehalten werden. Eine Nummernkontrolle ist bei dem großem Verkehr der Reichsbank gänzlich undenkbar. Die Sine Stunde später erfolgte Neue Kön g str. 92 ein Schornstein- und beschlossen, daß weitere Arbeitseinstellungen nur in solchen Reichsbaut hat seit 26 Jahren Millionen von Kaffenscheinen aus- brand. Nachmittags 6 Uhr war Prinzen str. 22 Petroleum in Betrieben erfolgen sollen, in welchen sich drei Viertel der daselbst gegeben, fann also numöglich jeden einzelnen Schein auf seine Brand gerathen, der das Haus beträchtlich beschädigte. 91 Nummer prüfen. Nur in dem Falle, daß eine große Anzahl wohlgelungener falscher Scheine in den Verkehr gebracht worden sind, wird die Reichsbank eine oder die andere Serie der Scheine zur Einlöfung aufrufen. Falsche Reichsbankscheine werden alljährlich der Bank vorgezeigt. In den meisten Fällen löst, dem genannten Blatte zufolge, die Bant auch diese Scheine ein, nur solche, die auch von Laien sofort als unecht erkannt werden, hält sie an. Wie das fenfationsbungrige Lotalblatt, deffen falscher Nachricht wir anfangs erwähnten, erfahren haben will, soll Grünenthal ein Geständniß abgelegt haben. nov Aus den Nachbarorten. Der Magiftrat der neuen Stadt Schöneberg hat die Tgl. Betätigung erhalten. Der frühere Gemeindevorsteher Schmock soll mit 70 000 m. abgefunden werden. Treptow- Baumschulenweg. Die Genoffen werden auf die am Sonntag, den 3. April, nachmittags 41, Uhr, im Lotal des Herrn Schulz, Baumschulenweg 89, stattfindende öffentliche Wer fammlung aufmerksam gemacht, in welcher Reichstags- Abgeordneter Friß Zubeil über lufere politische Lage und die Reichstagswahl" sprechen wird. Der Vertrauensmann. Sieben Selbstmorde und Selbstmord Versuche sind im Laufe des gestrigen Tages vorgekommen. Vormittags wurde der 78 Jahre alte, seit Jahren unheilbar franke Buchhalter Hermann R. Die auf der Südseite der Straße ,, Hafenhaide" neuerbauten in seiner Wohnung in der Simeonstraße todt aufgefunden. Er hat Häuser, welche bereits außerhalb des Berliner Weichbildes liegen, feinem Leben mit Cyankali ein Ende gemacht. Im Urbanhafen werden nunmehr an die Rixdorfer Kanalisation angeschlossen, nach. wurde vormittags die Leiche des 52jährigen Tischlers Julius B. dem die über diefen Punkt mit dem Fiskus geführten Berhand. angeschwemmt und nach dem Schauhause gebracht. Anscheinend lungen jetzt endlich zu einem günftigen Abschluß gelangt sind. Man liegt Selbstmord vor. In seiner Wohnung in der Morig- bofft nun auch, daß endlich der Turnplatz an der Hafenhaide regulirt straße versuchte mittags der 61 alte Schneider Robert B. sich durch werde. einen Schuß in die Schläfe zu tödten. Er wurde noch lebend in die Charitee geschafft. Nachmittags wurde der dem Trunke ergebene Arbeiter Wilhelm P. in seiner Wohnung in der Marheinickestraße und abends der Drechsler Karl H. in seiner Wohnung in der Gubenerstraße erhängt aufgefunden. Aus Eifersucht brachte sich gestern Nacht der Tischler Reinhold 2. in seiner Wohnung in der Usedomstraße einen Stich in die Brust bei. Nach Anlegung eines Verbandes erfolgte seine Ueberführung in die Charitee. Von der Jungfernbrüde sprang die 29jährige Näherin Anna S. in den Spreefanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Ansgerückt mit Hinterlassung von mehr als einer Viertelmillion Mart Schulden ist einem hiesigen Blalte zufolge der Buchhändler Hugo Storm, beffen Berlagsbuchhandel sich in der Kochftr. 78 befindet. " beschäftigten Kupferschmiede dafür erklären. Das Bureau der neu gewählten Streiffommission befindet sich bei Feind, Wein straße 11, und sind nach dorthin alle Vorkommnisse, die Lohnbewegung betreffend, zu berichten. Die Verwaltung des Arbeitsnachweises wurde für die Dauer der Bewegung der Lohnkommission übertragen. Die Ausständigen sollen, außer der Streifunterstützung von der Organisation, aus dem Dispositionsfonds pro Woche vor läufig 6 M. und für jedes Kind 1 M. extra erhalten. Die arbeitenden Kollegen wurden verpflichtet, für die Dauer der Bewegung pro Woche 1 M. an den Fonds abzuführen. tation 16. " = " " Am Donnerstag, den 31. März, wird sich in den Arminhallen eine von dem Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter einberufene öffentliche Versammlung der Klempner, Rohrleger und der Monteure von Heizungsanlagen mit der Lohnbewegung der Kupferschmiede beschäftigen. Lese: und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby", Liezke, Schwedterstr. 33.„ Gleichheit", abds. 81% Uhr, Stramm, Ritterftr 123. " Heine", Nixdorf, abds. 8 Uhr, Prinz Handjerystr. 60.„ Einigkeit", abds. 8 Uhr, Beige, Triftstr. 1.-" Morgenroth", abbs. 9 Uhr. Diete, Lothringerstr. 67.. Sozialdemokr. Agitationsklub Osten", abbs. 81 Uhr, Janer, Fruchtstr. 52." Freigeist Artona", abds. 8 Uhr, Wesener, ArkonaDie Eintheilung der nenen Schöneberger Polizeireviere, play 3.- Friedrich Engels Norden", 9 Uhr abds., Aeißen, Voltastr. 34. die vom 1. April in traft tritt, wurde gestern befannt gemacht. Bum Abtheilungsführer" der Schußmannschaft ist Polizeilieutenant Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Kubon ernannt, der gleichzeitig die Leitung des 2. Reviers, dessen sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Mittwoch. Bureau fich Hauptstr. 139 befindet, übernimmt. ( Bureau in der Neuen Winterfeldtstr. 20) ist dem Polizeilieutenant Nebelin, Langeftr. 108. Das 1. Revier Uebungsstunde abds. 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. ,, Liedesfreiheit I", „ Norddeutsche Schleife", Lübble, Melchiorstr. 15. Schulz, das 3. Revier( Bureau in der Hedwigstr. 11) dem Polizeis „ Lorbeer" Freya I"( Gemischter Chor), Schiller, Rosenthalerstr. 57. lieutenant Welzel und das 4. Revier( Bureau in der Sedanstr. 53) franz", Späth, Weinstr. 28.„ Liederlust", Roll, Adalbertstr. 21.„ Spans dem Polizeilieutenant Woffidlo unterstellt. Für besondere Dienst dau", in Spandau, Radtke, Deutsche Eiche I", Gold, leistungen wurde der Abtheilung der Polizeilieutenant Sancke zu Gr. Frankfurterstr. 133.. Echo I", Bantow, Clemens, Wollantstr. 122. „ Treue", Mariannen: Ufer 2 im Lurhof. getheilt. Der Kriminalkommissar für Schöneberg ist noch nicht traße 141. Allegro", Grube, Wrangel' Freiheit I", Richter, Bülowstraße Nr. 65." Freier, Die Untersuchungsfache gegen den am Sonnabend verhafteten ernannt. Männerchor Nord West", Pfarr, Buttligstr. 10.„ Kupferschmiede", Raufmann Max Böhme foll sich, wie wir erfahren, auch auf Aus Nieder Schöneweide wird uns geschrieben: In unserm Feind, Weinstraße 11. Gleichheit I", Blischte, Danzigerstr. 95. das Berbrechen des Meineides erstrecken. Böhme hatte im Jahre 1891 Ort mit seinen 2000, vorwiegend aus Arbeitern bestehenden Ein-" Freiheitsgruß", Neumann, Brunnenſtr. 150. Schneeglöckchen I", Rirvom Rentier 2. Hartmann die in den Kreisen der Lederhändler sehr wohnern ist der großen Mehrzahl der Bevölkerung das kommunale Dorf, Stöpke, Hermann- und Karlsgartenstr.- Gee.-" Hoffnung Into Dom bekannte Silberplattirwaaren- Fabrit aufgekauft. Von dem Kauf Selbstbestimmungsrecht durch folgende Blüthe der Klassenwahl Bürgerstr. 4. burg a. H., Wilhelmsdorferstr. 25. Arbeitergesangv." Briz" in Briz, Dóm, preis von 52 300 M. waren nur 25 000 m. baar bezahlt worden; Gesetzgebung illuforisch gemacht worden: Der ersten Wählerklasse Frohsium II", Friedrichsberg, Lange, Wartenbergstr. 67. Seeger'scher Männerchor", Göbel, Landsberger Allee 156. Arion III", der Reft der Kauffumme follte mit 5 pet. p. a. poftnumerando ver gehören gange drei Wähler an, der zweiten Wählerklaffe zwölf und Nixdorf, Geschuhn, Hermann und Herrfurthstr.- Ecke. ,, Maiengruß II", ainst werden und am 1. April 1899 fällig sein. Nach der dritten endlich 340. Von den zwölf Mitgliedern der Gemeinde- Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a, Nr. I." Heimathflänge", Köpenick, dem Tode des alten Herrn Hartmann im Mai 1892 vertretung sind auf grund dieses Wahlrechts fünf Fabrikbesitzer, und Meyer, Rosenfir. 101.-„ Wacht auf I", Lambed, Danzigerſir. 71.-„ Borfam es bei der Erbschaftsregulirung zu einem Prozeß, zwei Angestellte bei diesen. Zu der am 11. März stattgefundenen wärts X", Nauen, Hobuſch, Marktstr. 16. Schneeglöckchen II", Potsdam, in welchem Böhme angeblich wiffentlich falsch beschwor, die Zinsen Neuwahl für die Gemeindevertretung wurden die Erben des verGlaser, Brandenb. Rommunit. 16.- Treu und Fest", Lohmann, Koppenstr. 17. nicht postnumerando sondern pränumerando bezahlt zu haben. storbenen Fabrikbesitzers Dr. Kunbeim, der sehr viele Millionen Stugelweg im Lokal. -Bruderbund", Fickinger, Usedomstr. 22." Sängerlust", Werder a./H., Später fand der Sozius des Berhafteten, ein Herr Eugen Bfchische, hinterlassen hat, derart in die Wählerliste eingereiht, daß die Wittwe Alexanderstr. 27c. Rienzi", Schulze, Laufizer Platz 2.- Osten", Metall„ Ost- und Westpreußen", Englischer Garten, Quittungen, welche über postnumerando erfolgte Zahlungen aus in die erste Klasse tam; zwei Töchter und ein Sohn tamen in die arbeiter, Pippfe, Grüner Weg 13. Rosalie", Blaen, Königsbergerstr. 34. geftellt waren. Eine zeitlang darauf wußte Herr Böhme die Erben zweite Klaffe und eine Tochter sowie zwei Söhne in die dritte Klasse, Keramit", Charlottenburg, Prestel, Kepplerstr. 8aget nicht", Stegliz, um einen wesentlichen Theil des von ihm noch für den Geschäfts- trotzdem sie insgesammt nur ein Grundstück besitzen und mithin nach Schwarzer Adler, Albrechtstr. 125. Froh- Hoffnung", Faller, Pallastauf zu sablenden Restbetrages zu beschwindeln. Er brachte es der Landgemeinde- Ordnung durch einen Vertreter aus ihrer Mitte straße 16. Liedeslust II", Potsdam, Glaser, Brandenburger Kommuninämlich durch ein unlauteres Manöver dahin, daß ihm statt der auch nur eine Stimme abgeben dürfen. Trotz erhobenen Widerspruchs Bachgänger, Swinemünderstr. 96. Weltenruf", Schiller, Rosenthalerstr. 57. ,, Enterbten", noch schuldigen 27 300 M. nur die Zahlung von 15 000. auf- haben aber alle fieben Personen gewählt und die Partei der Fabrik Melodia", Rixdorf, Thomas, Bergstr. 162. " Frohe Stunde", Scholz, Naunynstr. 6.erlegt wurde. In dem sehr weitschichtigen Material, das sich gegen befizer um eine Stimme vermehrt. Gewählt wurde nur vormittags Böhme angehäuft hat, soll die Angelegenheit der Hartmann'schen von 9 bis 11 Uhr; ein Lokal, in welchem sich unsere Parteigenossen Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch: Statklub Erben eine beträchtliche Rolle spielen. Gesell. Verein Hoffnung", Dieseler, hätten besprechen fönnen, wagte tein Wirth herzugeben. Wegen der Rebuserstr. 14. Artistenv.„ Bereinte Kraft", Bepfe, Plan- Ufer 92a, Mitts fieben Kunheim'schen Stimmen ist Protest gegen die Wahl erhoben woch abends und Sonntag vormittags. Athletenv.„ Atlas", Daje, worden; denn wenn diese Herrschaften nur eine Stimme gehabt Brunnenstr. 152. Gefell. Verein Türkische Pfeife", Hansen, Danzigerbätten, fo hätte zwischen dem als gewählt bezeichneten Kandidaten Gonnabends.hachtl.„ Norden", Wandel, Geestr. 20.- Musitperein straße 93. Tambourd. Froh- Frei", Bolz, Wiesenstr. 27, Mittwochs und und dem Arbeiterkandidaten eine Stichwahl stattfinden müssen. naatsch", Steffens, Stolbergerstr. 2. Pfropfenv.„ Nord- Ost", Vogel, Der Former Meinhardt, deffen Selbstmord wir in Nr. 73 Der Umbau der Potsdamer Provinzial Chaussee von Gingerstr. 9. Rauchfl. Schmoke's Werte", Segener, Krautstr. 39. meldeten, war in fapitalinischen Blättern als Opfer des Aus: Schöneberg bis Steglit wird nun endlich zur Ausführung fommen, Gesango. Sangestreue", Spreeterrasse an der Jannowizbrücke. Gesangv. standes" hingestellt worden, ein Umstand, der uns veranlaßte, darauf und zwar nach dem sogenannten Kleemann'schen Projekt mit der Lerche",. Gerber, Schönhauser- Allee. Vereinigung der Turnfreunde", Turnb.„ Osten", Männerabth., hinzuweisen, daß der Arbeiter von den Metallindustriellen durch elektrischen Bahn auf erhöhten Perrons an jeder Seite neben den Demminerftr. 56/57, 8-10 Uhr abds. Blumenstr. 63a, 82-10 Uhr abds. Tambourv.„ Ruf", Dresdenerstr. 58, fyftematisches Aushungern in den Tod getrieben wurde. So schwer Bürgersteigen und einem 15 Meter breiten Asphalt- Fahrdamm. Mittwochs und Sonnabends.. Musikv. ,, Vorwärts", Nebelin, Langestr. 108. die Schuld auch ist, die in vielen Fällen das rachfüchtige UnterBitherfl. ,, Alpenglöckchen- Edelweiß", Gipsstr. 11. Theaterv. Proletariat", nehmerthum trifft; diesmal ist es, wie wir fonstatiren müssen, Pritsch, Staligerstr. 30. Stattt. Pique Bube", Jost, Adalbertstr. 99. an dem Tode des Arbeiters unschuldig. Die Preffe war von einem Artistenkt. Freiheit", Schulz, Dunderstr. 90, Mittwochs und Sonnabends. Reporter falsch unterrichtet worden. Bon kompetenter Seite wird Statfl. Naturftod", Wittwer, Marfusstr. 31, Mittwochs und Sonnabends. uns gemeldet, daß Meinhardt vom 22. Januar bis 22. März d. J. Fabrikbetrieb oder Handwerksbetrieb? Um diese Frage Statfl. Namenlos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Theaterv. ,, Freier bei der Firma Salinger, Luisenufer 44, als Former in Arbeit ge- handelte es sich bei einer Auflage wegen Vergehens gegen die Geille", Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. standen hat; feit 1891 bat er den Arbeitsnachweis des Verbandes werbe- Ordnung, die den Kaufmann Otto Defer vor das hiesige Arbeiter Turnerbund. Mittwoch: Turnb.„ Fichte", Berlin, abds. 3. Männer- Abth. Böckhder Metallindustriellen regelmäßig aufgesucht und von dort im Schöffengericht führte. Der Angeklagte wurde beschuldigt, an einem von 8-10 Uhr: 1. Männer Abth. Friedenstr. 37. ganzen 19 Nachweisscheine bekommen; Schwierigkeiten hat er bei Sonnabend eine Arbeiterin noch nach 52 Uhr beschäftigt zu haben. Straße 21. 2. Lehrlings- Abth. Stalizerſtr. 55/56. 4. Lehrlings- Abth. Stephan" Freie Turnerschaft Nirdorf- Brig", 2. Schüler- Abth. von 6% Erlangung dieser Scheine nicht gehabt und eine Maßregelung in- Da der Angeklagte die Herstellung von Knallbonbons in großem bis 82, 2. Männer- und Lehrlings- Abth. von 81%-10% Uhr abds., Bethge folge des Formerstreits von 1897, an welchem M. theilgenommen Maßstabe betreibt, so hatte der Staatsanwalt keinen Zweifel daran, in Brig, Chauffeeftr. 39. Schülerinnen- Abth. von 61/ 2-81/ 2, Frauen- Abth. hat, ift ebensowenig erfolgt. Es berührt uns um so peinlicher, in daß ein Fabritbetrieb im Sinne des§ 137 der Gewerbe von 8-10% Uhr abbs., Wiersing, Senesebeckstr. 113." Freie Turnerschaft diesem Falle einer falschen Unterstellung Raum gegeben zu haben, Ordnung zu erblicken sei und er beantragte daher 20 Mart Johannisthat, abbs. 8-10 Uhr, Senftleben. ,, Arbeiter Turno. Adlershof", als das Sündenregister der Metallindustriellen der unwiderlegbaren Geldstrafe. Rechtsanwalt Dr. Haase bestritt dagegen, daß üebungsst. von 8-10 Uhr abbs., Herrguth, Oppenstr.„ Turnerschaft Vergehen so viele enthält, daß es wahrlich keiner unzutreffenden die betreffende Arbeiterin als Fabritarbeiterin beschäftigt gewesen d. 2. Nereus", Behrlings- Abth. von 8-10 Uhr, Reichenbergerstr. 131/132. Meldungen bedarf. sei und machte in dieser Beziehung folgende Ausführungen: Die Arbeiter- Nancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Firma beschäftige fich nebenher während der Ballsaison auch mit Vereinskalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstr. 80, Auf dem Kutscherbock vom Schlage gerührt wurde gestern, der Herstellung von Kotillonartikeln, wie Wügen, Kotillon- 2. Sof. Mittwoch: Artona", Bannewitz, Stalizerstr. 41. „ Sumatra Dienstag, morgens um 712 Uhr, der Kremserkutscher Hermann SteinWaldesgrün", Kunze, Forsterbach aus der Gartenstr. 16, der bei dem Fuhrherrn Eickermann in touren u. f. w. Solche Artikel würden lediglich auf Bestellung für Süd- Ost", Manegold, Liegnigerfir. 18. " Virginia", Schnieber, Admiralstr. 21. Frei Weg", Schönes der Chauffeeftr. 102 beschäftigt war. Der etwa 50 Jahre alte Mann irgend einen Privatkunden zu einem bestimmten Fest und einem bestraße 36. berg, Muchel, Grunewaldstr. 129." Fidele Raucher", Ruppel, Böchstr. 49. wollte eine Anzahl Studenten der Technischen Hochschule zu Ver. Es würden also keine Maffenartikel, teine Lagerfachen angefertigt, Forsterstr. 40. stimmten Zweck nach den Joeen, die der Kunde angebe, hergestellt. " Intelligenz", Schmidt, Kottbuser Damm 101. Granate", Tujuntte, meffungsübungen eines Geländes hinausfahren, als er vor dem Hause Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Lohje, Lutsenstr. 20. Berlinerstr. 32 auf dem Bock lautlos zusammenbrach. Als man mit ſondern die einzelnen gewünschten Kopfbedeckungen nach dem Wunsche Morgenroth", Rolland, Landsberger Allee 44. Frohsinns- Heimath", " Deutscher Michel", Pankow, Griffel, Kaiser Friedrichihm auf der Unfallstation anfam, war er schon todt. Seine Leiche des einzelnen Bestellers in bestimmter Form mit der Hand hergestellt Blink, Stromstr. 28. und mit Bändern und Sierrath betlebt. Die Besteller tommen ge- straße 15. Kairo", Löhrich, Pantstr. 32d.„ Ohlauer", Rirdorf, Elias, wurde in das Schauhaus gebracht. Abguß I", Gorn, Markusstr. 23. wöhnlich erft furz vor dem geplanten Ballfest mit ihren Wünschen, Berlinerstr. 14. Die Dampfenden". Theater. Sudermann's" Johannes" erfährt am Sonnabend im fie behalten sich oft noch die Angabe der Anzahl der eigenen Sachen Jeratsch, Reichenbergerſtr. 160. Weiße Nette", Dierberg, Forsterftr. 17. Deutschen Theater bereits seine 50. Aufführung. Die Première war Sufriedenheit", Rixdorf, Rheben, Mühlenstr. 5. Apfelblüthe", Schmidt, " Fliederbuft", Schmidt, Friedenstr. 74. am 15. Januar, so daß das Wert, deſſen Anziehungstraft ganz ungemindert vor, weil sie selbst nicht wissen, wie viele Theilnehmer ihr Fest haben en Weichselduft", Zibell, fortdauert, dieſe ſtattliche Bahl der Aufführungen in tnappen 80 Tagen werde. Wenn dann an einem Sonnabend so ein Verein noch einige Bappel- lee 44. Alter Huffit", Simmer, Jasmunderstr. 4.„ Kein Ton", erfuhr. Hirschfeld's" Agnes Jordan" gelangt am nächsten Sonntag zum Exemplare von einer Kopfbedeckung oder noch irgend eine Aenderung Redel, Ryfeftr. 13. Rothe Fahne", Stevert, Görlizerstr. 50.„ Korn: ersten Male an einem Nachmittage zur Aufführung; Louise Dumont spielt wünsche, dann müsse dies nothgedrungen noch fertig gestellt werden. blume", Menzel, Gneisenauftr. 71." Veilchenblau", Dimte, Marienburgerbie Titelrolle. Else Lehmann hat jezt die Rolle der Frau Elvstedt in Bon einem Fabrikbetriebe könne bei dieser Sachlage feine Rede sein. Straße 22. Ginigkeit II", Beukert, Köpnickerstr. 38. Guter Bug", " Hedda Gabler" übernommen. Eine Liliencron Wattnée zum Das Schöffengericht hielt dagegen die Merkmale des Fabritbetriebes Brell, Oberbergerstraße 36. Kräftiger Bug", Fürstenau, ReichenbergerBesten des Dichters Detlev Freiherrn v. Liliencron veranstaltet Sonntag, für vorliegend und erkannte auf gauze zehn Mart Geldstrafe. Ob straße 39 b. ben 3. April, mittags 12 Uhr, in den Räumen des Schiller- Theater der Angeklagte fortan von gefezwidriger Ausnutzung seiner Ar- Mittwoch: Klub„ Nord" Friedrichstr. 102. Uebungsft. abends 7% Uhr. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratke, Schulstr. 24. beiterinnen abgehalten wird? Theaterverein Helgoland". Sizung heute Abend 9 Uhr Ackerstraße 144. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 812 Uhr German- Amerikan Klub ,, Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock Gerichts- Beifung. die Direktion dieser Bühne. Freiherr v. Liliencron ist erst vor kurzem in Breslau mit so außerordentlichem Glück als Vortragender seiner eigenen Dichtungen aufgetreten, daß er es nun auch wagen will, in Berlin der Die vor dem Schwurgericht geführte Berhandlung der AnInterpret feiner Lyrik zu werden. Außer dem Dichter nehmen an der flage wegen betrügerischen Bankrotts gegen den Großschlächter Matinée mehrere Mitglieder des Schiller- Theaters theil und die Gesangsmeiſterin Frau Selma Niklaß- Stempner, bie eine große Auswahl von kom: 28 iese und Genoffen ist nach längerer Dauer der Vertagung verpositionen Liliencron'scher Dichtungen vortragen wird. Eintrittstarten find fallen, weil die Vertheidiger noch die Ladung einiger Entlastungsschon jetzt in allen Buchhandlungen der Leipziger- und Friedrichstraße au zeugen für nothwendig hielten. Straße 3. 1 Versammlung in G. Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstr. 75. " 1p. m. Wallstrasse 57. Ladies and Gentlemen welcome. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dittwoch, den 30. März. Opernhaus. Bar und Zimmermann. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Königskinder. An: fang 72 Uhr. Deutsches. Der Biberpelz. Anfang 72 Uhr. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 72 Uhr. Berliner. Romeo und Julia. An: fang 7 Uhr. Goethe. Die Kinder der Excellenz. Anfang 72 Uhr. Schiller. Doppelfelbstmord. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Neues. Spiritismus. Anf. 71% Uhr. Residenz. Sein Trid. Anfang 8 11hr. Thalia. Verwirktes Glüd. Anfang 72 11hr. Central. Die Tugendfalle. Anfang 7½ 11hr. Ostend. Unter der Polarsonne. An: fang 8 Uhr. Belle Alliance. Kaiser und Galiläer. Anfang 8 Uhr. Luisen. Die Stüße der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. B Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr bormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Paisage Panoptikum. Berliner Nachtleben. American. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. An: fang 7 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 72 Uhr. Feen- Palast. Ethnographische Aus: stellung. Bchiller- Theater ( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Doppel: selbstmord. Donnerstag, abends 8 Uhr: Brand. Freitag, abends 8 Uhr: Doppel: selbstmord. Sonntag, 3 April, mittags 12 Uhr: Liliencron- Matinee. Central- Theater Alte Jakobsir. 30. Direktion Richard Schultz. Mittwoch, den 30. März 1898: Emil Thomas a. G. Bunt 70. Male: Die Tugendfalle. Burleske Ausstattungspoffe m. Gesang und Tanz in 4 Bildern unter Benutzung eines französischen Sujets von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Musik von Jul. Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Die Stüße der Hausfrau. Sonnabend, den 2. April 1898: 1. Gaftspiel von Oskar Gimnig vom t. t. Hofburg Theater in Wien. Bum 1. Male: Eine Partie Piquet. Nach dem Französischen von A. Bahn. Stocheferrier: Oskar Gimnig. Hierauf: Zum 1. Male: Die Nachbarinnen. Schwant in 3 Aften nach dem Französischen des Raymond u. Gastyne von Hans Ritter. Fürst Bibinoff: Ostar Gimnig. i Urania Volks- Theater Tanbenstr. 48/49. im Welt- Restaurant Achtung, Maurer! 97. Dresdener: Straße 7. Freitag, den 1. April, abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37: Große öffentliche Maurer- Versammlung. Naturkundliche Ausstellung. Täglich Ein toller Streich. geöffnet von -W ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Vorletzte Woche! Berliner Nachtleben Komödie in 12 pantomimischen Szenen mit Gesang und Tanz. Vorher: Theater Variété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. -Q Posse mit Gesang in 2 Bildern. Hauptrollen: Rudolf Schauss. Ella Richter. Robert Dill. Klara Hayn. Arthur Böwer. Otto Wendt. Vorher: Gift. Lustspiel in 1 Att von R. Jonas. Jm vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Freitag, den 1. April: Benefiz Rudolf Schauss. Anfang: Bochentags 7½ uhr. 7% 6 Uhr. Feen- Palast Burgstrasse 22. Wiener Zoologisch. Garten Aschanti- Dorf Javaner- Dorf Geöffnet von 11-10 Uhr. Vorstellungen allstündlich 2-9. Kinder und Militär 50 Pf. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City: Passage) Direktion: Richard Winkler. Sensationelles Riesen- Programm. Miss Ada Risson, schönste Tauben Königin. Mr. Alexander Selino, der Mann mit der eisernen Hand. Das größte Wunder der Welt! Theodor Silling, Barforce- Turner am festen Rec. Nen! Neu! Ostend- Theater. Die Regimentsnummer Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiss. Zum 51. Male: Unter der Polarsonne. Attuelles Ausstattungsstück mit Ges. von E. Sonderinann i. Chr. Bischoff. Gesangsterte von J. Dill. Musik von C. Schüler. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel vor und nach der Vor: stellung: Frei Konzert. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittag: Manuela Ferani. Schauspiel von Kneifel. ReichshallenTheater. Leipzigerstrasse No. 77. Ohne Zweifel das beste SpezialitätenProgramm, welches in Berlin geboten wird. Nur Kunstkräfte. Lola, Juanita u. Fuesanta Bernal, Spanien's schönste Sängerinnen und Tänzerinnen. Susi Suzette, eine reizende Kostüm- Soubrette. Rossini- Trio, das musikalischexcentrische Dreigestirn. Harry Allister, der grosse Mimiker. Die Herkulesse der Neuzeit Bros. Paxton. Karl Wilhelm, ein zweiter Reutter- Maxstädt. Anfang 3/8 Uhr. Entree 50 Pf. Reichshallen- Tunnel: Täglich: Doppel- Konzert und Soirée. Mittwoch: Bockbierfest. Budapester Possen- und Operetten- Theater Kaufmann's Variété Direktion: Gebr. Herrnfeld. Heute und folgende Tage: Das Sensationellste der Komik Von Dreien der Glücklichste von Donat u. Anton Herrnfeld. Ausserdem: Billet- Borverlauf für alle 7 Bor: Gr. Spezialitätenkongress stellungen von Mittwoch), den 30 d. ab an der Theaterfasse und im In: validendant, Unter den Linden 24 ohne Aufgeld. Preise der Plätze: Prosceniums: Toge 6 M., Orchesterloge 5 M., Bar: quetloge 5 W., Orchester- Fauteuil 4 M., Barquet- Faut. 3 W., 1. Parquet 2 M., 2 Parquet 1,50 M.. Mittelrang- Faut. 3 M., 1. Rang Sperrsiz 2 M., Mittel: rang 1,50 M., 1. Rang- Faut. 2 M., 1. Rang Balfon 1 M., Tribüne 1 M Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Ida Heath. Signor Salerno * Bonhaire Troupe Tischer& Wacker Emilia Persico etc. etc. etc. Kasseneröffnung 62, Anf. 71/2 Uhr. Am 1. April 1898. Debut: Eugenie Fougère und Lona Barrison. Neu! ,, Samarowa" Neu! Russische Gesangs- und Tanz- Truppe Original Wienecke's, Professor Roberts, Fritz Fischer, Gebr. Forré, Elsa Ancion. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Anfang: W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Boffe mit Gesang v. M. Reichardt. Das Neueste vom Neuen. Lebende Photographien Anfang: Wochentags 8 Uhr. . Sonntags 612 Uhr. Entree 30 Pf. Die für den Feen- Palast ausgegebenen Ehren: u. Freifarten haben Giltigkeit. Neues OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse Sport Jockey- Flach- Reiten. Preisringkampf zw. d. amerik. Preisringer Mr. Jam. Cooper und dem Schlossermstr.Hr.E.Freitag aus Berlin. Damen- Tauziehen Deutschland geg. England jeden Abend bis zur Entscheidung in Bolossy Kiralfy's Konstantinopel The jolly british girls und das neue MärzSpezialitäten- Programm. Anfang 8 Uhr. Beginn d. Rennen 83/4 Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Bekanntmachung! Der Mord am Alexanderplat und König Heinrich zwei neue zwerchfellerschütternde Possen erzielen täglich in Quarg's Vandeville Theater Grand Hotel Alexanderplatz einen großartigen Lach- Erfolg! Anfang 8 Uhr. Entree 15 Bf. Schluss der Saison 6. April Circus Busch ( Bahnhof Börse). Mittwoch, den 30. März 1898, abends 7/2 Uhr: Soirée equestre. Amateur- Konkurrenz- Reiten. Wer dreimal stehend zu Pferde die Bahn umreitet, erhält eine Prämie von 50 M. Kavallerie zu Fuß, höchst tom. Intermezzo. Schulquadrille à la Musketier, ger von 6 Damen und 6 Herren. Außerdem: Die vorzügl. Freiheitsdress. d. Dir. Busch. treten d. beliebten Schulreiters Herrn Foottit- Burghardt, sowie aller neu eng. Reitfünstlerinnen u. Künstler Zaragoza, Original Manège: Schauftück des Circus Busch. Gr. Extra- Theatervorstellung orgen 7 br: Elite- Abend. Lenore oder: Die Macht der Liebe. Schauspiel mit Gefang in 5 Aufzügen von Holtei Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Sattlergeschäft, AufSonnabend, 2. April: Benefiz f. d. beliebt. Schulreiter Hrn. Foottit: Burghardt u. d. vorzügl. Schulreiterin Mome. Maria Doré. Auf vieli. an mich ergang. Gesuche habe ich mich nochmals entichlossen, am Sonntag, den 3 April, nachm. 4 Uhr, grünen dem brennenden Centojie nus der Pantoum de Zaragoza zu geben. Hüte * gutgehend, mit großer, treuer Kund- für Herren von M. 1.00-3.50, schaft, frankheitshalber sofort zu Knaben von 75. bis 1,50. verkanfen. von 50 au. " Tages Ordnung: Stellungnahme zu der am 3. Osterfeiertage stattfindenden Konferenz der Maurer der Provinz Brandenburg, eventuell Wahl von Delegirten zu derselben." NB. Da uns als Berliner Maurer die Hebung der wirthschaftlichen Lage unserer Kollegen in der Provinz sehr am Herzen liegt, da durch dieselbe nur allein der Zuzug von hier ferngehalten werden fann und wir hierdurch bessere Positionen in unserem Kamipfe erzielen können, so fordern wir alle Kollegen, welche ein Interesse an der Bewegung haben, auf, diese Versammlung zu besuchen. Der Vertrauensmann der Berliner Maurer( zentraler Richtung): J. A.: Karl Panser. Oeffentliche Versammlung der Klempner, Rohrleger, sowie der Monteure von Heizungs- Anlagen Donnerstag, den 31. März, abends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstrasse 20. Tages- Ordnung: Die Lohnbewegung der Berliner Kupferschmiede und unsere Stellung hierzu. Verschiedenes. Die Kollegen besonders der Firmen D. Grove, Schäffer& Walker, Angrick, Körting, Rietschel& Henneberg 2c. find ganz besonders eingeladen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Achtung! Holzarbeiter! Achtung! Mittwoch, den 30. März, abends 8 Uhr, im Lokal von Louis Keller, Koppenstrasse 29: Gr. öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Vertrauensmannes und Wahl desselben. 2. Wahl von drei Kontrolleuren. 3. Berichterstattung der Gewerkschafts: Delegirten und Wahl derselben. 4. Stellungnahme zum 1. Mat. Der Vertrauensmann: Otto Klinger. 79/4 Achtung, Bantischler! Sieben öffentliche Bautischler- Versammlungen am Donnerstag, den 31. März, abends 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Westen und Schöneberg: bei Obst, Grunewaldstr. 110. Südosten, Südwesten, Süden und Nixdorf: bei Bickel, Hasenhaide 52/53. Friedrichsberg, Nummelsburg, Often u. Nordosten: bei Wittwe Röll, Straußbergerstr. 3. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt, Moabit und Wedding: im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Charlottenburg: bei Lehder, Bismardstr. 74. Steglitz und Lichterfelde: bei Pagel( früher Bisnac), Chauffee: straße in Groß- Lichterfelde. Weißensee: Prälaten", König- Chauffee, Ede Hederstraße. Für die vielen beweise herzlicher Theilnahme und zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben, unvergesslichen Frau Elise Stolle sage ich allen Kollegen, Freunden und Bekannten, insbesondere dem Vorstande des Berliner KrankenUnterstützungs- und BegräbnissVereins für Frauen und Mädchen, dem Vorstande des Vereins Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser, sowie dem Gesangverein Typographia für seine Mitwirkung meinen innigsten Dank. Franz Stolle, im Namen der Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders, des 2689b Tischlers Paul Boffelt sagen wir Verwandten, Freunden und Bekannten, auch seinen Kollegen und dem Meister Herrn Schröder unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Jeder Bautischler ist verpflichtet, in einer dieser Versammlungen zu große Theilnahme bei der Beerdigung erscheinen. Die Einberufer. Achtung! Achtung! Gürtler und Drücker! Donnerstag, den 31. März, abends 8 Uhr, bei Rautenberg, Oranienstr. 180; Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 115/7 1. Vortrag des Kollegen Paul Litfin.( Thema wird in der Ver: fammlung bekannt gegeben.) 2. Diskussion. 3. Bericht des bisherigen und Wahl eines neuen Vertrauensmannes der Gürtler. 4. Verschiedenes. Die Kollegen werden aufgefordert, diese Versammlung recht zahlreich zu besuchen. Die Vertrauensmänner beider Branchen. Achtung! Velvet- Arbeiter. Mittwoch, den 30. März, abends 82 Uhr, in Graumann's Lokal, Naunynstr. 27: Danksagung. 26986 Allen Freunden und Bekannten, sowie den Bereinen jage ich für die meines Mannes herzlichen Dant. Anna Henkel, geb. Fischer. Donnerstag, den 7. April 1898, abends 82 Uhr, findet bei Buske, Grenadierftr. 33, General- Versammlung der Vertreter derkaffenmitglieder u. Arbeitgeber der Orts- Kranken kaffe des Maurergewerbes ſtatt. Tages- Ordnung: 26976* 1. Borlegung des Verwaltungsberichts und Rechnungsabschlusses für das Jahr 1897. 2. Bericht des Ausschusses über die vollzogene Rechnungsprüfung und Beschlußfassung über die Abnahme der Jahresrechnung. 3. Antrag auf Bewilligung einer Ents schädigung für die Kaffenmitglieder des Rechnungsausschusses. Defftl. Versammlung der Velvet- Arbeiter u. Arbeiterinnen. 4. Antrag der Aufsichtsbehörde auf 1. Die Maßregelung bei der Firma Menger's Söhne, Köpniderstraße. Tages: Ordnung: 2. Disfussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. F. Kopte, NO., Marienburgerstr. 31. Prüfet Alles und behaltet das Beste! Trotz aller Anpreisungen anderer Produkte bleibt das echte Dr. Thompson's Seifenpulver doch immer das bevorzugtefte Wasch: und Bleichmittel. Zur Herstellung des echten Dr. Thompson's Seifenpulvers wird nur allerbestes, garantirt unschäd liches Material verarbeitet. Große Ersparniß an Mühe, Zeit und Geld. Nur echt mit Schußmarte Schwan". Zu haben in den meisten Seifen, Droguen und Colonialwaarenhandlungen. 어 Tre 197/9 Regulatoren, Gewichtzug mit Schlagwerk, nur 20 Mk. verkauft unter Garantie ältestes Uhren- Geschäft besteht seit Berlin S. besteht seit 1860. Abänderung des§ 55 Abs. 3 des Rassenstatuts, Berlin, 18. März 1898. Der Vorstand. A. Daehne, Borsitzender. A. Kelpin, Schriftführer. Bin von Botsdamerstr. 83e nach Potsdamerstr. 82d verzogen. Dr. Nast, prakt. Arzt. Spezialarzt f. Hals, Najen-, Ohrenleid. ** Zähne v. 2 Mart event. Theil. Dr. Simmel Hans v.Aschinger zahlung. Olga Jacobson, Jnvalidenst. 145. 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März 1898, 12 Uhr. Am Ministertische die verschiedenen Ressortminister abwechselnd. Die dritte Etatsberathung wird mit dem Justiz- Etat fortgesetzt. Abg. Willebrand( 3) interpretirt den Ministerial- Erlaß betreffend die Anstellung der Kanzleigehilfen dahin, daß diefen Hilfsbeamten nach Ablauf einer gewissen Dienstzeit nur aus sogenannten zwingenden Gründen ihre Stellung gekündigt oder eine weniger lohnende Beschäftigung zugewiesen werden kann. Minister Schönstedt bestätigt, daß diese Auffassung die richtige ist und nach derselben auch verfahren werde. Abg. Plek( 8.) wünscht, dahin zu wirken, daß durch die Beschäf= tigung der Gefangenen den freien Arbeitern und namentlich den Handwerker n möglichst wenig Konkurrenz bereitet werde. Abg. Szmula( 3.) erörtert namentlich die Nothwendig teit der Zulassung auswärtiger Arbeiter für die Landwirthschaft.- Präsident v. Kröcher erklärt, er werde die hierauf bezügliche Interpellation für die erste Sigung nach den Ferien auf die Tagesordnung segen. Der Redner hält trotzdem eine längere Rede, worin er der Staatsregierung vorwirft, sie erkenne den Ernst der Lage der Landwirthschaft nicht an. Minister v. d. Recke und Minister Frhr. v. Hammerstein legen gegen die lettere Behauptung nachdrücklich Verwahrung ein und behalten sich das nähere Eingehen auf die Sache bis zur Besprechung der Interpellation vor. Abg. Knebel( natl.) wünscht ein schleuniges Einfuhrverbot gegen amerikanische Aepfeleinfuhr, die heimischen Obstproduzenten und die Gelee- Fabrikanten stimmen in diesem Wunsche überein. Die Abgg. Jansen( 3.). Graf Limburg( f.), Dr. Sattler( natl.) und Szmula( 3) erörtern nochmals die" ländliche Arbeiterfrage". Der Landwirthschafts- Etat wird genehmigt. Weiterberathung morgen( Mittwoch) 11 Uhr; außerdem Pfarrers Gehälter.( Es steht noch aus der Kultus- Etat.) Schluß 434 Uhr. Macht. Eingelaufene Druckschriften. Aus Bur 27. Heft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das Nachtlänge zur Märzfeier.- Lohn, Preis und Profit. Vortrag, gehalten Beim Etat für Handel und Gewerbe wünscht im Generalrath der Internationale" am 26. Juni 1865 von Karl Mary. Abg. Dr. Kelch( ft.) die Errichtung einer Handelskammer in Uebersetzt von E. R. Bernstein. Kiaotschaut. Von K. Kautsky. Potsdam. Die Stadt Brandenburg bemühe sich darum, den Siz Abg. Graf Limburg( t.) wünscht, daß die Radfahrordnung die der Revolutionschronit von 1848. Wirthschaftliche Rundschau. der Handelskammer nach ihrer Stadt zu bekommen. Redner hält Radfahrer als Fußgänger behandle, die sehr schnell vorwärts sich Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen dieses Bestreben für unzweckmäßig. Beharre die Stadt Branden bewegen und deshalb für alle verursachten Unfälle verantwortlich( Stuttgart, Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 7 des 8. Jahrgangs zu burg jedoch auf ihrer Forderung, so möge man in beiden Städten sind. Eine Radfahrsteuer könne von den Provinzen erhoben werden. gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Macht gegen Und doch! Von Klara Zetkin. Aus der Bewegung. Abg. Hansen- Oldenburg( frt.) hält diese Qualifizirung der Rad- Lage der technischen Lehrerinnen an den Berliner Gemeinde- Mädchenschulen. Handelskammern errichten; die Vorbedingungen dazu feien vorhanden. fahrer für bedenklich; diese selber betrachten sich gewöhnlich als Reiter. Bon M. Kt. Feuilleton: Ein gutes Gewiffen. Von Alexander Kielland. Auf eine Anfrage des Abg. Euler( 3.) wegen Erhaltung der Bei dem Etat der Landwirthschaftsverwaltung( Fortsetzung.) Notizentheil von Lily Braun und Klara Zetkin: Soziale Tischlerfachschule in Magdeburg erwidert Minifter Brefeld, daß theilt der Gesetzgebung. Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Gewerkschafts Frauenbewegung. Sittlichkeitsfrage. eine höhere Unterstützung dieser Schule aus Staatsmitteln nicht Minister Frhr. v. Hammerstein mit, daß der Abg. Dünkel- liche Arbeiterinnen- Organisation. möglich sei; wegen Errichtung einer gleichartigen Schule in Berlin berg infolge von Beschwerden, die er bei der zweiten Statlesung vor Witterungsübersicht vom 29. März 1898, morgens 8 the. fei er mit den hiesigen Gemeindebehörden in Verbindung ge- gebracht, von der Generalfommiffion um Mittheilung des Thatsachenmaterials in höflicher Form ersucht worden sei. Er habe darauf mit Beim Etat des Ministeriums des dez Junern fragt einer nicht unterschriebenen Karte unter Hinweis auf seine UnAbg. Möller( nail.), ob der Minister nicht geneigt sei, für verleglichkeit wegen Ausführungen, die er im Hause mache, gestationen. ausländische Arbeiter im Interesse gewisser antwortet und auf den letzten Jahrgang der Köln. 3tg." bezug ge= Industrien eine ausnahmsweise längere aufentnommen. Der Minifter bezeichnet solches Verfahren als ungehörig. haltsdauer zu gestatten. Präsident v. Kröcher: Ohne die Frage zu erörtern, inwieweit Minister v. d. Recke antwortet ablehnend; er habe Mitglieder der Regierung der Disziplin des Präsidenten dieses allgemeine Anordnung getroffen, daß möglichst Rüdsicht auf Sauses unterstehen, habe ich zu erklären, daß, wenn ein Mitglied die obwaltenden Verhältnisse genommen werde, aber dieses Hauses diese Aeußerung gethan hätte, ich dieselbe nicht ungenerelle Bestimmungen im Interesse einzelner Jndustrien tönne gerügt hingehen lassen würde." er nicht in Aussicht nehmen. Auf eine Anregung des Abg. Mooren( 3) wird vom Regierungstische her erwidert, daß eine Fahrrad Ordnung im Ministerium entworfen und gegenwärtig den Oberpräsidenten zur Aeußerung mitgetheilt sei. trelen. Auf eine Anregung des Abg. Schlabis( frt.) erwidert der Minister, daß die Erhöhung der Grundsteuer sich als wirksames Mittel erwiesen habe, die Tollwuthanfälle zu vermindern. In Schlesien liegen die Verhältnisse ungünstiger, weil die aus Desterreich tommenden vagirenden Hunde dort sehr zahlreich sind und in Defterreich keine Schutzmaßregeln bestehen. Die Sache solle im Auge beAbg. v. Pappenheim( f.) bittet den Minister, dem Hause in der nächsten Session ein Gefeß betr. die Errichtung von Verhalten werden. pflegungsstätten für wandernde Arbeiter vorzulegen. Minister v. d. Recke ist dazu bereit und dankt für die Anregung. Er hofft auch, daß viele Bedeuten, die man früher gegen die Vorlage hatte, sich jetzt leicht werden überwinden lassen. Abg. v. Riepenhausen Crangen( t.) führt eine Reihe von Wünschen der Fischerei treibenden Küstenbevölkerung vor bezüglich der Anlegung von Zufluchtshäfen; auch der Teichfischerei fönnte man fich in Pommern und anderen Küstengegenden zuwenden, wenn die Regierung für die nöthige Anleitung bierzu sorgte. Swinemünde Hamburg Berlin Wiesbaden München Wien Haparanda. Petersburg Cort Aberdeen. Baris. • SGD Barometer stand in mm, rebuairt auf d. Meeressp. Bindrichtung Windstärke Fol|| ANINN( Stala 1-12) Wetter wolfenlos Temperatur BARITON wonach Celfus ( 50.4° R.) 753 4 60 wolfenlos 3 Still heiter 3 NW wolkenlos woltig 0 Still Nebel 750 • • NND 3 heiter 748 S 1 wolfig 750 . NND 1 bedeckt • Wetter- Prognose für Mittwoch, 30. März 1898. Vielfach heiter, zeitweise wolkig, am Tage warm mit etwas Regen und schwachen füblichen Winden. Berliner Wetterbureau. MAX ARON 1 eröffnet in Rixdorf, Bergstrasse 9, Ecke Prinz Handjerystrasse ein Warenhaus für Damen- und Herren- Konfektion, Kleiderstoffe, Kostüme, Blusen, Sammet, Seidenwaren, Leinen, Baumwollwaren, Betten, Bettfedern, Teppiche, Gardinen, Möbelstoffe, Tischdecken. Wäsche- Ausstattungs- Magazin Putz-, Kurz-, Weiss-, Wollwaren, Sport- Artikel. Sämtliche Artikel zur Damen- und Herren- Schneiderei. Spezial- Abteilung: Glas-, Porzellan-, Haus- u. Küchengeräte. 45 vereinte Geschäfte in den größten Städten Deutschlands. 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