SRr. 14. Bcrlin, Sonntag, den 31- Januar 1875. 5. Jahrgang. Diese Zeitung erscheint dreima wBchentlich, und jwar: Dienstags, Donnerstags und Sonnabends Wwds. Astsuuemeilts»?reis: Für Berlin üicl. Bringerlohn«ieNcljährüch prae- numeraudo 1 Rm. 95 Pf., monatlich 65 Pf., einzelne Nummern 10 Pf.; bei den Postamtern in Deutschland incl. Berlin 1 Rm. 60 Pf., frei in'S Hau« 2 Mark. Lreajband Abonnements pro Quartal u. Eremplar: Für Deutschland und Oesterreich 3 Rm.— Ps. - sttiederlande und Belgien. 3- 60- - England und Frankreich. 4« 50« - Amerika(Äerein. Staaten) 5- 50« Bestellungen aus Areuzband-ÄbounementS find nur bei der Eppeditiou aufzugeben und müssen prao- uumeraudo gezahlt werden. Melier Ned'aKtlo« und CiptMtlta: Merlin, Oranienstraßc Nr. 8, 80. Bestellungen werden bei allen Postämtern, in Berlin bei der Expedition, sowie bei jedem Spedi teur entgegengenommen. Eigenthnm der Laffalleaner. Inserate (nur in der Expedition aufzugeben) werde» pro fünsgespaltene Petitzcile mit 50 Pf. berechnet. BersammlungSannoncen die 5'gespaltene Petitzeile»der deren Raum 20 Ps. Sogenannte ReName-Anzeigen werden nicht ausgenommen. nnfexe Abouueuwu und Leser. Der erste Monat des neuen Quartals neigt sich sei- � um Ende, und ersuchen wir daher Diejenigen, �ie auf■ ine noch kommenden zwei Monate des Quartals abon- Nireu wollen,� dies schleunigst zu thun. Jede Postanstalt in Deutschland, sowie olle Spe- diteure uilseres Blattes, nehmen Bestellungen entgegen. Preis pro 2 Monat bei der Post 1,07 Mark, oder 1 Mark 7 Pf. Die Redaktion und Expedition. . Inhalt. Ganbaldi in Nvm. Nsiitisilic Neberfickt: Dertschrr Reichstag.— Osstjicrshildeu-' ttr-.t. Guribaldl'o Empfang.— Der RnchStagSabgrorduetc Most. �— Schulze. D:llh'sche Hammilsprsug.— L�deuSverl-ihLiig an DSring.v- Zirr Ltonm litchen Harmonielehre.— Soldaten, Po'.i.e! uad Kaseinen. Die h-utige Produktionsweise. K orrpHpvnde«�« r Breslau.— iScefibacht.— Fmflerwal!'-.— Die Klage» der Armen.(Gedicht) ThvmaS Münzer.(Forts-tzung.) Vermischtes. Feuilleton: Hohenheim. Gahibaldk in Rom. Garibaldi, drr Kronenverschrnker, der siibj&ose H:ld, der vo» Pfafseu und Fürsten gehaßte hochherzige Manri� wird gegiuwärtig durch setu Volt gefeiert iu ciucr großartig, stürmischen Weise, «ie ähnlich die Geschichte wohl kaum ein Beispiel aofznwciseu hat. Em Repubiikar.tr ßolzesttr, edelster Art, kämpfte er als Frei- schaarellführer mit bei den BefrcilMgSkriege» der sstdamerikaoifchen Staaten. Und wer?wnt nicht die glorreiche Vertheidizung Roms im Jaliu 1849; wer erinnert sich nicht seiner Heldeuthatm im Jahre 1859 im österreichisch. ktalieuischen Kriege, und wer schaut vicht mit Bewunderung auf den H'ldev, als er im Jahre 1860 mit.in« Hondnoll Freiwilligen den stolzen bourbouischen Thron beider Sicilien»iederwarf und dann— ta er den Wunsch der Natioa achtete— mit der KönigSkronr von Neapel de» neuen KLoig von Italien, V>ktvr Ewanuel, beschenkte. Cr selbst aber zog sich, ein moderner CiucinatuS, nach den gewonnenen Schlachten, nach Per Befreiung seines Volkes von den Bourbonen, nach der Erringnng der Einheit Italiens zurück ans die einsame Insel Caprera, wo er in den bescheidensten Ver- hältnissea sein kleines Landgut bestellte und selbst schwere Arbeit ' nicht scheute. Wer kennt nicht sein gewaltiges Ankämpfe» gegen das Papstthum, wohingegen das Ringen unserer deutscheu„Kultur- kämpfer" sehr kleinlich erscheint.— Mit stürmender Hand wollte .er Rom nehmen, und es wäre ihm gelungen, wenn nicht die Tiapoleonischm KriegSknechte den Papst beschützt hätten und mit großer Ueberzahl bei Mentona über ihn hergefallen-wären, um ihre neuen Chofsepots an den«tvlieuischen Freiwilligen zu er- proben. Der von ihm eigentlich zum Könige von Italien gemachte Victor Emanuel, der dem geeinten Lande auch die Freiheit ver- sprach, dies Wort aber nicht gehalten hat, vergalt bei Aspro- Monte die Thaten des großen MauneS mit dim schnödesten Uu- dank, so pag derselbe gar, von einer italienischen Kugel verwun- det, hinsank. __ Das Parlament, zu dessen Mitglied er gewählt ist, wollte Hohenheim. Wie im Reiche der Natur AlleS mit Allem verbunden ist, und wirkt, sobald die rechte Bermittelung der Elemente da ist; wie„ein Schlag tausend Verbindungen schlägt", und Wirkaugru oft ba hervortreten, wo der Unkundige sie am wenigst«: erwartet, 1° ist es auch im geistigen Leben der Müjschen. Nichts wird umsonst erkannt, erfunden, entdeckt; anS dem Unscheinbarsten ging ost daS BedenlaugSvollste hervor; und je heller die Sonne der «rkeuntniß aufgeht, desto mehr flieht Nacht und Nebel des »brrglanbenS vor ihrem Glaoze. Diese Erfahrung und Ueberzeoguvg tritt uns recht klar in das Newußtsei», wenn wir Leben und That eines ManueS be- trachten, der selbst noch im Zwielicht zwischen Nacht und Morgen Mht, aber wie Einer jener nordischen Götter— wolkevführcnd, sturmgrbietevd, die winterlich rauhe Barbarei dem kläreude», tvarmenden, leuchtenden, besrnchtenden FrühüsgSlichte der Bildung zuführen hilft, und dadurch zum Provhete» der neuen Zeit wird: Hohenheim. Philippus AureoluS TheophrastuS Paracelfos BombastuS oon Hohenheim war 1493 zu Einfiedelu iu der Schweiz geboren. Noch jetzt ist er am bekanntesten outer dem Namen PsracelfuS,— d" griechisch-lateinischen Uebersetzung seiueS«izeatlicheu Familien- namens von Hohenheiw. Er stammte an« der altschwäbischrn SuriUe der Bombafie�vvn Hohenheim,»od fein Vater war Arzt und Astrolog in Tinstedelo, später zu Billach, wo er 1534 als "n geachteter Mann starb. Ei» Kind der Alpen, aufwachsend on der Hand eines liebenden Vater», der als Arzt tiefer als «ndere in die Natur blickte, mußte der junge Hohenheim ja wohl seine Neigungen iu dieser Richtung auf die Natur entwickeln. Die flroße Lieb» und Verehrung, mit der er von seinem Bater noch ihm bekanntlich vor Kurzem in seiner Noth eine Dotation ge- währen, die er aber ausschlug, weil er von dieser Regieranz, die er als eine veeräth'.rische bezeichnete, nicht einen Deut annehmen wolle. Da trat das Volt für seinen Liedling ein, und schon jetzt siad viele Taufende von Fcanken für eine BoikSdotatioa gezeichnet. Doch die größte Ehre sollte ihm zu Theil werden, als er, um seinen Parlamentssitz einzunehmen, seinen Einzug in Rom hielt.— Wir verweisen unsere Leser noch auf den Bericht in der Rundschau. Kein König, kein Kaiser hat in diesem Jahrhundert einen ähnlichen Empfang gehabt, und selbst die SiegeSeinzüze in Berlin 1866 und 1871, sie erscheinen, ganz abgesehen von ihrer Ten- denz, iu einem kleinlichen Lichte vo» derartiger Begeisterung, wie jetzt in Rom, keine Spur, und Ordnaug herrscht jetzt in dem heißblütigen Rom mehr als damals im fischblütigen Berlin, wo au der Schloßfreiheit— durch wissen Schuld?!— eine große Anzahl Menschen erdrückt wurden. Uud der alte Held, wie bescheiden er auftrat, als das Volk die Pferde ausspannen uud ihn im Jabel selbst zu seinem Hütel hinfahren wollte— er verbat sich energisch diese Ovation; ihm war eS genug, daß das Volk ihn nur liebte. Und in einfachen schönen Worten gab er seinem Dankgefühl, seiner Liebe zum Volke Ausdruck. Wie lächerlich klingen nun alle Verspottungen, der deutschen und franzöfischen nationalwüthigea Preßknechte, die jenem Edlen entgegengeschleudert worden sind schon seit Jahren. Wir aber freuen uns noch ganz besonders über deu großen Einfluß, den Garibaldi auf das italienische Boll ausübt, da der- selbe von den social-demokcatischcn Ideen beseelt ist. Wie jeder tüchtige Demokrat natargemäß zum SocialiSmuS gedrängt wird, so auch Garibaldi, der soweit, wie cS feine ganze LebenSerzithnng und fein vorgerücktes Alter gestatteten, sich der großen Partei der Social-Dewokcatic angeschlossen hat. Die„verkommene" italienische Nqtion ist somit auf dem besten Wege, die„hochgebildeten" Deutschen in den Fragen der Humanität und deS wahren MtnscheathumS weit zu überflügeln. Daß das italienische Volk aber seinen ersten und edelste» Bürger so begeistert ehrt, ist auch ein guteS Zeichen für dasselbe, da es sich selbst dadurch erhebt uad Ehre erweiset. Italic» aber kann auch mit Recht stolzer sein auf seinen Garibaldi, als irgend ein andere» Land auf irgecd einen anderen Mann.— Politische kleberficht. Berlin, 30. Januar. Für die nächste Session des deutsche« Reichstages steht also doch ein AdäoderunzSgtsetz in Bezug ans die Gewerbeordnung bevor. Der Reichskanzler hat nämlich dem Bundesrath den Entwarf eines Gesetzes, betreffend die Abänderung des Titel VIII. der Gewerbeordnung und eiaeS Gesetze» über die gegenseitigen HülfSkassea vergelegt. Di« Entwülfe find bestimmt, den in H 141 der Gewerbeordnung beruhenden, die gewerblichen Hülfskasscn be- treffende» Vorbehalt zu erledige».— Wenn der Entwurf bekannt wird, werden wir unsere Anficht darüber äußern. Folgende groß« Heldeuthat, die wiederum so recht zeigt, daß die preußische Offiziersehre höher steht, wie die Ehre des „gomeiuen" Solsaten, wir der Herr Hauptmann Plötz sei uer Zeit so pathetisch«klärte, wird uns von den„KöoigSberger Nachrichten" mitgetheilt:„Sonntag, den 17. dsS., AbeudS, gab lange nach dessen Tode spricht, sind ein Zeichen, wie groß der Ein.mß der väterlichen Erziehung gewesen. Nachdem er mehrere Schulen ond Hochschulen besucht hatte, wo er tie medizinische Wissenschaft trieb, ging er auf Reisen. Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Niederland, Dänemaik, Stwedeu, Rußland, da? Morgenland, Ungarn durch- zog er zehn Jahre lang, 1515—25.„Denn," sagt er,„die Natur wird durch Reifen erforscht, die Länder find die Blätter ihre» Buchs." Als Geuie von den Großen gesucht, wußte er sich doch unabhängig zu erhalten nach dem Motto, das er unter sein Bildaig gesetzt: Alfcerius ne sit, qui suus esse poteat, d.h.: „Eines Andern Knecht soll Niemand sein, der für sich selbst kann bleiben aLein." Er forschte bei Gelehrten, er stodirte die Me- talle iu de» scaudioavischeu Bergwerken, er praktizirte bei der Belagerung der schwedischen Hauptstadt; er sagte:„ich bin der Kunst nachgegangen mit Gefahr meine» Lebens und habe mich nicht geschämt, von Laudfahrern, Nachrichtern uud Scheereru z» lernen; meine Lehre ward«probt, schärfer denn daS Silber, in Armnth, Aengfien, Kriegen und Nöthen." Weil ein Genie auf Reifen ging, kam ein alle feines Giei- che» weit überragender Mann wieder heim. Hatte er schon vor seiner Reise die damaligen Anstalten und Leute der sogenannten Wissenschaft verachtet und verhöhnt, so brach er nun alles Ernstes mit der Berzangeuheit. In«sterer Beziehung geißelt Hohenheim die Aerzte seiner Zeit, nnd zwar wegen ihrer Unwissenheit, Roh« helt, Geldgier, Dünkelhaftigkeit, mag selber nicht nuter diesen „heillosen Lotterbuben" zählen; nud diese Berderbniß sei bis in die Universitäten hinein herrschend, denn„dort sitzen die Potente», in denen keine Wahrheit, keine Weisheit, keine Frömmigkeit, son- der» nur Falschheit, Hoffarth und Schalkheit ist." Ja der zwei- ten Beziehung gab er selbst seiner Stellung zur alte« Medizin die Gumbinner Liedertafel im Saale der Ressource ein Coucert. Unter den anwesenden Zuhörern befaud sich auch ein Licuteuaut Kuobbe, der Sohn deö Pfarrer» aus Tolmigkehmen. Die ästhe- tische Bildung diese» Herrn charakterifirr der Umstand, daß er, während dir größte Elite(!?) der Sladt den wohl ausgeführten Gesängeu lauscht», im Concerlsaale selbst C?ampaguer zechte, seine gesellschaftliche und stlttltche zugleich der Umstaud, daß er mit eiuem im Kreist seiner Familie sttzendeu höhereu RegicrungSbeamten Händel anfing, und als dieser den Unartigen zurückwies, ihn iu- jultirtr. Nach dem Covcnt siel der Herr Lieutenant, iu dem der Wein böse Gelüste erregt haben mochte, eine junge Frau auf der Slraße an. Als dir Mauv, ein hier aosässtg« Arbeiter, seiner bebrohteu Galtiu zu Hülfe kam und dem Herrn sein Beu-hmen verwies, schlug er ihn niedir und trat dem sich Anfraffeuden mit gezücktem Säbel entgegen. Darauf riß daS Ehepaar anS und stellte stch unter deu Schutz des Nachtwächters, der die Leute bis uach Hanse begleitete, wo ste die Thüren hinter stch verschlossen: Der Lientenant folgte, rief im Borbeizeheu an der Wache eine Patrouille heraus, ließ stch vom Nachtwächter Namen und Wchu» hauS deS Arbeiters bezeichnen, befahl seinen Truppen, die Thüren, drei an der Zahl, eine nach der andern mit dem Kolben«rozu- schlagen, und holte daS zitternde Opfer sciuer brutalen Rachewuth, den Manu, auS dem Bette, mißhandelt« ihn mit einem Faust- schlage gegen den widersprechende» Mund und führte ihn im Triumph, als feinen Arrestanten, nach der Wache, wo er natür- lich noch tu dersilbea Nacht durch den Offizier cin jour entlasse» wurde. Diese Heldenthaten verrichtet: im Jahre deS Heils 1875, j im kovstitutionellen Rechtsstaat Preußen, ein Offizier, also ein - Mann jener Klasse, die gerne mit einer vorzüglichen gesellschaft» ' liehen Erziehung brüstet. Traurig ist eS, daß am andern Tage ' der Arbeiter mach Empfang von Geld von wiiterer Berfolzung der Sache abstand. Aufgabe der Presse ist e», den Borfall in weitesten Kreisen bekannt zu machen-, da er schwerlich weitere Fol- gen für den Attentäter habe» wird.— Wenn(tgen ihn nur tiesetbe Strafe wie gegen Cioiltsten, die stch solcher Rohheit schal- � dig machten, verhängt würde; mehr verlangen wir nicht!"— Wir glauben nicht, daß der„hochgeehrte" Herr Lieutenant für seine Rohheit wie eiu Cioilist bestraft wird; wo sollte denn auch die OffiMSehre h«k»wm:u? Für deS Herrn Harkort' S Roh- hritsstatlstik ist der Fall sehr geeignet; Harkort braucht nur die Aagelegenheit zu vttdrehen und zu schreiben, daß ein social-demo- kratischer Arbeiter in trunkenem Zustande eisen Ofstzier ange» - falleu habe, von diesem aber glücklicher Wtise zur Raisou ge- bracht worden sei. Garibaldi iu Rom!— Silöst die diesem Manne ftlad« lichr Pnsse kann nicht umhin, die wehrhaft großartige Demon- stration, welch« das italienische Volk dem ersten BolkSheldeu deS Jahrhunderts bereitet, einzugestehen. Der Empfang ro.r Kaisern uud Königen, w:e er manchmal stattfindet, sieht dieser Demon- stration gegenüber auS wie-in winziges Spiel. Die„Franks. Ztg." dringt vom 21. dse. an» Rom folgendes inieressanU Schr-iben:„Von ein Uhr au war ganz Rom in Bewegung, um de« geliebten BolkSheldeu zu empfangen. Obgleich man ihn uach deu letzten Nachricht«» später erwartet hatte, eilten doch rechtzeitig ciae uach der andern alle Gesellschaften und Assoziationen mit Fahnen uud Musik, die Garibaldihymne spielend und singend, nach dem Bahnhof. Di« BolkSmruge ist nicht zu zählen, die Wageurcihcu waren fünf neben einander auf der Piazza bei Ter- mim; die Fenster, sie Balkons, die Terrassen und sogar die Da- cher waren mit Mcuschrn besäet. Di- Assoziationen mit ihren Fahnen konnten sich kaum Platz machen, um bi» zum Bahnhof zu gelangen. ÄiS der General erschien, wehten die Tücher, spielte einen symbolischen Ausdruck. Als er üämlich uach feiner Rück- kehr soglflkh einen Ruf an die Universität Bafel erhielt, trat er 1526 fein Amt als Professor der Naturgeschichte und Medizin dort damit an, daß, wie Luther eiae päpstliche Bannbulle, so er die medizioischeu Werke deS Griechen Galen und deS Araber» Aviceuna, die als Eoangelinm galten, öffentlich verbrannte, und dabei im Styl feiner Zeit v«fich«t, seine Schohriemka wüßten mehr als sie, und fein Bart habe mehr Erfahrenheit, als die hohen Schule».„Mir nach", ruft er aus,„ich nicht Euch, Aoicevna, RhafeS, Galen, Mefur. Mir nach, uud ich nicht Ench, Ihr von Paris, von Montpellier, von Schwaben, von Meißen, von Köln, von Wien und was au der Donau und dem Rheinstrom liegt, Ihr Inseln jm Meer, Du Italien, Du Dalmatien, Da Athea, Du Grieche, Du Araber, Du Israeli:, Mir uach und ich nicht Each. Mein ist die Monarchie." Und„ob mir die hohe» Schulen folgen wollen oder nicht, wa» kümmert'» mich? Sie werden noch niedrig genug werden, and mehr will ich richten«ach meinem Tode gegen ste, al» bei meinem Leben, wo sie mich ver- achten, daß ich allein bin, daß ich neu bin, daß ich deutsch bin!" Nur ein HeroS an Geist konnte diese Stufe erklimmen, die- sen Gegensatz bilden, diesen Kampf beginnen, diesen weiffageaden Blick in die Zakuuft thun. Wa» gab ihm diese Kraft? Da» war sein eigener Geoin», der ihn bei seinem Forschen der Natur zuführte, und, von dieser gekräftigt, erleuchtet uud be- flügelt, gegen die Unnatur, namentlich auf dem Felde seiuer Wis- senschast cntäwpfen ließ. Dies,» Feld war in der Naturwlssen« schaft vorzüglich Chemie und Medizin. DI« Chemie, oder die Knust, Stoffe durch Scheidung zu er- kennen und darzustellen, exiflirte im heutigen Sinne des Worte» «och nicht. E» gab nur Alchemi«. Dies ist freilich dasselbe Wort, nur mit vorgesetztem arabischen Artikel al. Aber die Geschichte U Musik, tSntea bkgelsttrt« ViSatruf«, flatterten Ue Fahnen. ver Augenblick war ergreifend, undeschreittich, D.r General mhm sein blaues Äarret von dem weißen Haupte. Er trug die otbe Bloufe und den w-ißen Mantel. Sein Gefichr war ge. .Zthet, aber in seinen edlen Zage» la» man den Ausdruck tiefer Zeiden, die ihn vor der Zeit altera ließen. Als er in des Wa- zeu stieg, wollte da« Boll ihm mit Gewalt die Pferde auSfpan» aen, und eS war feine gan,e Autorität nolhwendig, vm dies zu verdinderu. D-c Volksmenge war so dicht, daß der Wagen nur langsam vorwar' S konnte, und die Beifallsrufe waren fo stark, daß Garibalsi, der aufrecht stand, kaum wußte, wie er erwidern sollte. Man hörte bestandig die Rufe:„Er ist unser Bater! Nuser Alter ist angrlangtl Wie fchZn und ehrwürdig ist erl" Die P zza bei Termini bot einen prachtvollen Anblick dar. Caradiniert und O eästurini fehlten natürlich auch hier nicht, als vothwendigcS U'del von den B Hörden gesandt. Im Bahn- hos wurde Garibaldi vom Syndikus Benturi und von der Mu- niz'paljunta empfangen, die ihn ihre Wagen anboten. Am Hotel Constanzi mußte mau stillhalten, weil die Menge es unmöglich macht«, weiter zu kommen. Dort«hob sich Garibaldi uad machte el� Zeichen m t d r Hand, um Stille biittnd. Er sprach die folgenden Worte, welche der Abgeordnete Cavallotti, der ihm zur Seite stand, getreulich ausgezeichnet hat:„Der Empfang, den Ihr mir bereitet habt, g'ht weit über mein Beriienst. Rom ist iminer daS Joeal meines LcbevS genesen, und ich fühle mich glücklich, endlich in dieser Stadt zn sein, die allen Italienern, aber mir besovdlrS thmer ist. Ich bin in tiefster Seele bewegt von Eurem Empfang, und werde ewig die Erluueruvg daran bewahrcu. Ja,-ich füh'e wich stolz, inmitten dieses Volkes zn weilen, an das ich mich gebunden fühle durch so viele ruhmvolle Ereignisse und durch so viel Unglück Mein Herz schlägt voll Freude bei dkm Andevk-n an die glorreiche Vertheieiguug von 1849.(Begeisterter Beifall) Ich empf-hle Euch an, diesen Frcudentaz durch keine Unordnung zu verdittern. Ich rrchne dar- auf, daß diese Bevöikeruig immer gleich scia wird in ihrer Festig- kcit und Würde; sie wird immer daS Volk von 1849 fein. Und ich vertraue darauf, daß keine Nuhestörung stattfindet." DaS Volk rief:„Wir werden AlleS thno, waS Sie wollen!" Gari- baldi erwiderte:„Ich bin gerührt bis in'S innerste Herz." Er konvte in der That vor Bewegung nicht weiter reden. Dann bat er die Menge, sich zu zerstreuen. Mau setzte ihn in eiven Lehnsessel und trug ihn die Tr«ppen deS Hotel Constanzi hinasf. Mit ihm im Wag.sammlm>zSaiif!Zmagcn berichtk», rnbgtn dlrsrlbnl clnbetnfcn sein, von«NN sie«ollen, oder da» Bureau jus-mmeagesetzt still selbst vou Persollen, die niemal« Mitglieder»es iilj. d-uisch. Arb.» Bereluo ober irgmd ein.'« sosstigcu' creiu« gewesell st d, gleichviel, ausge- löst wird, sobald nur die bei der Polizei anrüchig ge orderen hiefigen, ehemaligen Mitglieder de« Allg. dentsch. Ard.-BerernS ovt ch das Wort er- greifen. So war ans den 13. Januar eine Bolk>aersammluiig in daS Scholz'sche Lokal-illberufen. Die Versammlung wä.lte solche Personen in'» Bureau, welche vor den strengen Äuzen der H.rr-ll Poiizeibramte» Suade fanden, denn zu aller Verwunderung b-stleg der Re'er-ur, Herr jfreifer. die Tri Lne und konnte leinen gediegenen Vortrag über den Nor- malarbeitstag unbeanstandet zu Ende führen. New laichen Erfolgen an eine Aeuderung der Polizei glaube? d, bekam den» auch ich To. trage, meldete mich zum Wort, uud setzte vorstchtig eisen Fuß aus di lt rllile, um nicht sofort mit beiden wicde heraMpr igen zu brauche?. Aber Alles blieb still, und so- ußte Ich de» andern Faß auch ans die Bühne bliieg-u und meinen Vortrag beginnen. Man denke sich da« Erstaunen der Auwcseaden, al« Minute sich an Minute reihte, ohne daß ein gestrenge«„Haiten Sie ein" erfolgte. Je länger ich sprechen durste, um so mehr wachs mein Muld. bis ich mich selber für einen große» Feldherrn hielt, der eine Pastt'on räch der andern uimmt Od der Herr Polizelkammissar mir b-s»rb:rs hold war, oder ob er mich nicht mehr kannte, sei dahingestellt, gen ig'ch brachte mei- nen Bortrag glücklich zu Ende. Einem dritten Redner glückte e« auch, ohne auf Wi- erstand ,u stoßen, in den Hafen de« Endes seine« Vortrages»inzn« laufen. J'tzt hielt es unsern Frenud Rcinders such u'cht länger, die Bühne zu betreten. Stumm faßeu die Wäch>ir des Gesetze» di Doch, o Schick- fall O unglücklicher Traum von Ridefteiheit! Kaum hat Redner Ig Mi- rutttl gesprochen, da öffnete sich der stamme Mund de« Gcsetz'swächter», und bis hierher und nicht weiter,„die Bersammlunz ist«afzelöst" gellt es Allen in die Ohren.— Aus Mittwoch, den 2g. Jaunar, dcrief ich in selb!- ge« Lokal eine Volksversammlung ein. Aus schönen roihen Pl.kateu peangte die Tage»orduung,„da» heilige Eigeatham in der heniig-n Gesell'chaft". Der U-berwacher der Versammlung war der Herr Kommiffar, mit welchem Ich am 16. d. hier im Stadtgericht das Aencontre halte, da» mit meiner Freisprechung endete. Mit den zärtlichsten LiebeSbllcken wurde ich gerade nicht gemaftert, al» ich die Versammlung eröffnete. Da» Barean wurde an« Personen zusammeugesetzl. die nie Mitglieder gewesen und mir völlig unbekannt waren. Nachdem mir da« Wort zum Referat crtheikt und ich vielleicht drei Minuten gesprochen, wurde die Versammln ig aufgelöst Auf meine Frage, weshalb die Versammln ez ausgelöst wurde, gab mir der Herr Kommissar zu? Autwott,„daß ich diese« schon wissen würde, wenn nicht, sollte ich den Richter fragen.- Da ich nun nicht zu den Allwissenden gehöre, auch wen'g aus Karieoleg-rlllnen gebe, stehe ich da, wie Herkules am Scheide- Wege. Für denselben Abend war eine zweite BolkSoersammlung von Herrn Heil einberufen. Doch hatte derselbe noch weniger Glück, denn sofort nach E.öff ung wurde dieselbe schon aufgelöst. Carl Klein. Vreelau. 26. Janaar.(BeriammlungSanflösung.) Auf Man tag, den 25. Jan, war in da« Scholz'sche Lokal eine Volksversammlung einberufen mit der Tagelordnnng: Die heutige Terlch!»verhandlnnz. Trotz- dem in dem Urlheil vom Gerichtshofe bestimmt ausgesp-ochen war, daß die Bersammluagen von Oktober 1374 an nicht al« Fortsetzung des Allgem: dentsch Arb.«Vereins anzusehen seien, löste der überwachende Polizeikommissar sder zugleich Zeuge in der GcrlchtSverhaudlnng gewesen) sofort nach der Bureauwahl die BolkSversammlnng aus. C Klein. Bresliu, 26. Jan. stMonstre-Prozesse.) Ans den 25 Januar waren die Herren Rcinder«, Fisch-r, Friedrich, Glöckner, Zimmer, Florian und Ulsan vor da« hlestge Stadtgericht geladen. Nach IDündiger Verhandlung wurden die Aageklagten Rcinder«, Fischer und Friedrich al« Orb« ner, Leiter de» Mg. d. Arb.-Berein« zu Breslau??? erflcrer mit Gifänguiß- strafe von 14 Tagen, Fischer zu 20 und Friedrich zn 30 Thlrn. bestraft; außerdem auf die Schließung de« Verelu» erkannt. Die übrigen vier An« geklagten wnrd-.u freigesprochen.— Von Abend» 6 bl« 8 Uhr warde über den Tsschlerverein verhandelt. Die Augeklagten waren Rcinder«, Fischer und Floeian. Da» Erkenniniß lautete auf Frelsprechiing. Näherer Bericht folgt. C. Klein. Breslau, 27. Jan. �Freisprechung) Bor dem hi-fig-n Appel- latlouSgerichte standen hcvt- Morgen dir Herren Gebauer, Dülken, Wolke, Schm dt, Naywald und Schcil, lämmtlich Schuhmacher. Angeklagt waren dieselben, dem Allg. deutsch. Schuhmachcrvcreiu al» Ordner uud Leiter vor- gestanden zn haben und mit anderen politischen Bereillen in Verbindung ge- ireteu zu sei». Gegen da« freisprechrnde Erkcnntniß erster Instanz hatte die Staatkanwallschaft Berufung ciugelegt und die Schließung beantragt. Im heutigen Termine«nrde da« RechlscrligungSschreiben der StaatSan- waltschaft verlesen und wurde als politifchi Tenderz de« Schuhmacherver- e ns besonders betaut: daß der Verein Sirike«»rganifire und derselbe, da diese der Groxproduklion hinderlich, somit öffentliche Altgelegenhiiten be- treibe und d«halb al« politisch auzusehen sei. Der Oberstaatsanwalt Greif führte dem gegeullber au«, baß ein Organifiren von Strikc», selbst wenn e« der Großprodnkllo»,»der den Großhändlern empfindlichen Schaden be- reite, kein: öffeukliche Angelegenheit, souocrn nur gewerkschasilicher Natur sei, und in keiner Beziehung al» politisch betrachtet werden könne. Au« dem Statut gehe deutlich hervor, daß die Bestrebungen de» Verein« nur gcwcrkschastlichc seien, und beantragte der Oberstaatsanwalt Verwerfung der Appellation und Freliprechung der Angeklagten. Nach kurzer B-rathuug de» Apprllatioushofes entschied dieser nach dem Autrage de» Oberstaatsanwalt». E Klein. Geesthacht, 24. Jan.(Versammlung) Heute fand im Lokale des Herrn Meyer eine gut besuchte BolkSoersammlung statt. Die Tagesordnung laMete: Da« Landsturmgesetz und Kapital und Arbeit. A. Heincke an» Hamburg referirte zu allgemeiner Zufriedenheit. Die Bereinigung der beut- schen Social-Demokratcn wurde freudig begrüßt. E. Burmeister, Schriftführer. Fiustelwalde, 15. Jan.(Volksversammlung.) Am heutigenTage hielten wir eine Versammlung ab, in welcher der RcichStagSabgeorbnele Herr Otto Reimer über die Tagesordnung: Die Social-Demokratic und die heulige Gesetzgebung, zu Aller Zufriedenheit riferlrte. Den 13. hielten wir wieder eine Volksversammlung ab mit der Tagesordnung: Die Ent- Wickelung des Soclall»mu» und die Bereinigung der deulschen Social De« mokralic. Herr Ott» Kapell au» Berlin reserirtc über dielen Punkt. Auch «mde zum Schluß von Unterzeichn-tcm eine kurze Ansprache an die Ver« sammelten gerichtet, behnfs Konstituirnng eine» Wahlverein», wozu fich auch sofort, bei der difialtiven Konstituirnng, 30 Mann zum Beitritt meldeten. I. Zirkel. wenn eS nicht noch schlimmer sei. Die wahre Alchemie bestehe darin, Arzneien darzustellen. W'.nu nun Kopp sagt, daß in dieser Hinficht seine Verdienste gar nicht genug zu würdigen seien, na- mentlich verdanke man ihm die Einführung mineralischer Präpa« rate; wenn Hohenheim ferner gegenüber der mechanisch-roheu Ans- fassang de« Mensche», wonach Krankheiten wie selbststäudige Schmarotzerwesen, oder gar al« böse Geister den Menschen be- fitzen, die Krankheiten aus einer falschen Mischung der Stoffe er- klärte, und durch Herstellung des richtigen Gleichgewichts dieselben zu heilen suchte: ist da nicht klar, daß er auf diesem Gebiete eine völlige Revolatlon hervorrufm mußte, daß er aus der Sphäre alchcmistischer Mirakel und medizinischer Charlatauerie heraus auf den Bodeu der natürlichen Chemie uud Medizin getreten? Stellt man freiwillig neben Hohenheim einen BerzeliuS oder Liebig au« ferer Tage, vergleicht man die Standpunkte und Resultate der Chemie von damals und von heute, so mögen fie fich wohl ver« halten wie taS vermoderte Laub im HumuS zu der darauf üppig wuchernden Pflanzenwelt, oder wir die Kenntniß der Alten von der Anziehungskraft des Bernsteins, zur heutigen Kenntniß uud Anwendung der Elektrijität. Aber wer hat den verdienteren Ruhm, dem die erste AaSfaat gelnnze», oder der davon die späte Ernte thut? Der die Bahn bricht in ein neues Reich, oder der in demselben fich dann friedlich und schön anbauet? Mich dünkt, die Ersteren werden über die Letzteren naverdieotermaßeu um so leichter vergessen, als ihr Bild und Verdienst unter den feind- licheu Einflüssen ihrer Zeit sehr verdunkelt zu werden pflegt, wo- für gerade Hohenheim der schlagendste Beweis ist. Hohenheim'S Schriften find voll heftiger Ausfälle gegen diese Berderbniß der sogenannten Aerzte. Ein Spiegel, in welchem ebenso Hohenheim'« Charakter, als seine Zeit wiederscheint, ist RlNdibUkg. 27. 5an.(KtrlsmmluugSberlcht.) Am Montag. tm 25. dst., hlkltku»k im, Tolosseum'«tue SalkSversammlmiz ab, die v»n circa 500 Piisozen besucht»ar Ueber die TageSardnuag: Das Schul- und Uiitiuich-.ZwMB, uftihte Herr R-deuhauten aus Altana. Rech- dem»erleibe seuien Lourcg beendet, sorterle der BaistHeude zur Iaterpel- laliou auf; es meldete(ich jedoch Keiner, obgleich die Lehrer Rendsburg» in der Berlammlung vertrel-u waren. Folgende Resolution wurde einstimmig angevomuim: Die heute hier togende Versammlung erllärr fich mit dem Bortragi de» Herru Referenten, behufs de» Schul- und UnterrichtSwesens, rluverstaudeu. uud weist jedes Pollimiamiitel, als da find: BildungSvereine u. f. w.> lutschiedeu jurtick Nackt eiuer Pause vou zehn Minuten referirte Herr Radeuhaosen noch über die ThSligkelt deS Reich« tagS In seiner letzten Sefstou. Fr. R-hweder, Schriflsührer. GlriZ, 23. Jan.(BalkSversammluug.) Heute hielten wir eine Arbeirervt! sammlung im Reußischeu Hof bei Greiz ab mit der TageSord- nuug: Die jetzige Ärbeitsstockung und deren Ursache. Wenn auch das Lokal ziemlich eine halbe Stunde vou der Stadt entfernt ist, f» hatte» fich doch die Arbeiter von Stadt uud Land sehr zahlreich eingefunden. Herr August Zviebler au« Alten bürg übernahm da» Referat und erledigte das- selbe zu Aller Zuftiedenheit.— Außerdem fordere ich alle Parteigenossen uud Leser deS«Reuen Social-Drmokrat" von Greiz und Umgegend, welche am Jahresschluß das Abonnement v rläirmt haben, auf, jetzt wieder auf die Monate Februar und März zu abouniren. Hermann Bischofs. Die Klagen der Ärmeu. (Nach Rob. South-Y) «Und warum klagt da» arme Boll?" Frug mich der reiche Mann. «Komm/' sprach ich,«geh hluauS mit mir, „Daß Ich'» dir sagen kann!" 'S war Adend, und im Schueetuch lag Der Straßen öd' Revier; Wir hatten Rock uud Mautel an Und dennoch srarcu wir. EI» alter Manu trat anf uns zu; Sein Haa: war dünn und weiß. Warum er jetzt roch draußen sei, Frug ich dtnsrlbm Greis. Er sprach, tS wäre freilich kalt, Doch Feuer Hütt' er nicht; So dir' er denn um Gaben noch Bei Frost und Sterneulicht. Wir sah'n ein juag barfüßig Kind � In schlechter, dllrst'ger Tracht; Ich scug, waium e« draußru sei In solcher Winternachr. ES sprach:„Mein Bater ist zu Hau»; »Krauk lieg, er auf dcu Tod; „D'rum hat man mich hinauSgeschickt, «Zu betteln noch um Brotl" Aus einer Frauen bleich Gesicht Fiel der Laterne Schein; Ein Kind im Korb, eins an der Brnst— So saß sie auf dem Stein. Ich frug, wo» sie verzöge nnr Im eif'gcn Abendwiud: Umschauend, hieß fit stille sein Im Tragikorb das Kind. Danach:«Mein Mann ist ein Soldat, „Schlägt In dem Kriege fich; „Nach meinem fernen Kirchspiel d'rum „Hcimb-tteln muß ich mich." Aesuitl'nen Auge?, leicht geschürz! Sah'n wir ein Mädchen dann; Mit frechem Blick der Buhlerin Trat sie die Wandler an. Ich ftug:„Wo« Süße» hat die Schuld, „Das»Ich zu spätem Harm, «Da» dich zu Schmach und Siechthum lockt?"— Sie sagte:„Ich bin arm!" D'rauf zu dem Reichen waudt' ich mich: Da flau» er sprachlos schier; „Du frugst: Was klagt da» arme Boll? „Und diese sagte»'« Dir!" Thomas Mäuzer. (Fortsetzung.) Ja'S Elsaß waren die ersten Funken durch Thomas Müuzer getragen worden; er ging den Elsassern als Opfer für das, was er gewollt, voran. Miinzer wollte sich nicht ubereilell; er wollte de» rechten Augenblick erwarten, warten, bis der Aufstand durch die Zeit und Gewohnheit Stärke gewävne und eine vollkommenere Orgauisa- tion; big die waffeugeübten handfesten Bergknappen aus dem Harz bei ihm wären, die Oberschwaben und andere Haufen die ersten Schlachtfiege über die Fürsten gewonnen hätten. Er wollte sie alle zum Rückhalt haben, und dann erst von seimm Mühlhansen aus fich erheben. Er kannte ihn wohl, den größeren Theil seiner Thüringer: das waren keine Schwaben, die von Jugend au der Fahne gefolgt, im Kriege heraufgewachsen waren; kein» Frauken, wie Herrn Florian's schwarze Schaar; keiae Schützen, wie die in den Alpen und im Elsasserlan«: der Erdscholle mühsam kümmer- lich den Uaterhalt abzuringen, war ihr Tagewerk, Hacke und Spa« ttu die einzigen ihnen gewohnten Waffen. Auch waren um ihn her nicht, wie auderSwo, gute Geschütze aus de» Schlöfferu zu d» Eid, dm er einst fich selbst geleistet, uud den ich deshalb hier wiederholen will.„Das gelob' ich," sagt er,„meine«rzenei zu vollfertige» und uit von der zu weichen, so laug mir Gott daS Amt vergönnt, und zu Widerreden aller falschen Arznei und Leh- reu, keine Hoffnung in hohe Schulen zu setzen, itsm der Barette (Doktorhnt) uit nachzustellen, itow, demselbigen nicht Glauben zu ichrukm; dann, die Kranken zu lieben, einen jeglichen mehr, als wmn es meinen Leib beträfe, den Augen uit zu verlassen(d. h. dem Augenschein nicht zu vertrauen), sondern zu urtheilen nach den Anzeigen; auch keine Arznei geben ohne Berstand, noch Geld ohne Gewunnen(Berdieust) annehmen; keinem Apotheker zu vertrauen, kein Kind dem Gewalt(Kloster) befehlen; nicht wähnen, sondern wissen, desgleichen keinen Fürsten arztueien, ich Hab denn den Ge» winn im Scckel,*) keinen Edelmann auf seinem Schloß, keinen Mönch, keine Nonne in ihrem Gewalt(Kloster); in Franken und Böheim nichts arztueien, und wo ein Arzt krank liegt, am theuer- sten zu behandeln für das. so mich einmal Einer ließ nimmer (im Spital) annehmen; in der Ehe, wo Untreu bemerkt wird, es sti Frau wider Mann, oder er wider st», mit der Arztuei sie nicht zu übernehmen, Geistlichen in ihrer Krankheit nichts zu verhän- Ü»n(vervrduen), wo Klage ist, Alles(mir zu Bezahlend«) fahren lassm. Wo die Natur versagt, oit weiter zu versuchen; wer mir dm Lidlon(Lohn) vorhält, mein nicht würdig zu sein, erkennen; �') Fitesten und«eiche ließen fich nämlich zw««an Ihm wege» selau «'rilhunhett behandeln, bezahlte» Ihn aber aft nicht, de»» einem.Ketze» ">: che, t» lehrte ja die»ttche,»I'N.tud ,» ha»'».»«»«»e, sprach'». holen; und um Pulver zu bekommen, mußte er erst einen Schwei- zer mit 000 Gulden nach Näcader,, dem großen Puloermarkt für Freund und Feind, abschicken. Rettung, Hälse für sein V I? sah er noch immer einzig durch daS Schwert, nur auf der Schä- delstätte der alten Welt die Möglichkeit einer neuen, besseren, nur im Untergang der Tempel und«brer Priester die Besreiang deS Geistes, nur im Ense der Aristokratie und ihrer Frohnen die Erlösung des LeibeS und d-S Lebens erreichbar. Noch immer zweifelte er nicht am Siege, wenn nur all« Haufen ewig wären und fich nicht einzeln abfangen, betrügen ließen. Er kannte da« Volk, das dem, der es hundertmal getäuscht, B-rtraueu und Herz doch immer wieder schenkt. Ihm erschienen die Herren, je ge- fälliger sie sich zeigen, desto gefährlicher; nicht ihre Waffen, aber ihre Falschheit, ihre FriedcnSrönke und Liste fürchtete er. Und seiac Furcht wurde für den ganzen BoikSkamps wahr. Pfeiffer zwang Münzer, viel zu frühe loszuschlagen. � Pfeiff-r glaubte, Miinz'r'S Zögern versäume die beste Gelegenheit. Er achtete nicht, daß Münzer ihm nachwies, wie sie noch lange nicht stark genug, die benachbarten Bauern noch nicht alle rege wären. ES trieb, eö riß ihn htuauS in'S Feld. Um nicht seinen Einfluß zu verlierra, mußte Münzer jetzt persönlich auch ausziehen. Ein in Laugeufalz» auSgebrochtnen Tumult gab ihm die nächste Gelegenheit. Am 26. April erhob er stch, seinen Brüdern dort zu Hälfe, mit seiner Leidwache vor 400 meist fremden Bewaffaeien, und seinem Feldzeichen, einer weißen Fahne, darin ein Regenbrgrn stand. Ja Langensalza stegte die Bewegung, und die Bauern von UrlelKn wollten Erich Volkwar, den Erstgebornen Sittichs von Berlepsch, zum Fmster hinauswerfen: nur die Amme, die, wie zu Castell, hoch und theuer ihn für ihr Kind' ausgab, rettete ihn. Münzer'S Schaar wurde vor dem Thorr reichlich bewirthet, und er zog weiter bis nach Tüngeda und machte gute Beute. Da kam ein Schwärm EichS- felder zu ihm mit neun Wagen voll geistlichem und weltl'.ch'm Herreugut: Lebensmitteln, HanSrath, Gefchmetd und Kirchenglockea. Wüozer empfing sie sehr wohl, hielt ihnen eine Predigt vom Pferde herab uud theilte die Beute unter sie auS. Die Angc- kommeues bat er. ihn, sie weiter in'S EichSfeld zu führen; er zog mit ihnen auf Heiligenstadt, wo er eium Siez erfocht, und wo alle Bürger zum Bunde schworen; von da welter nach Duder» stadt. Auch hier machten die Bürger einen Bund mit ihm, und er zog wieder ab, nachdem er hier wie dort die Güter„Baals und NimrodS", der geistlichen und weltlichen Herren, eingefordert hatte. Zu gleicher Z-it war Pfeiffer nach der aaderen Seite ge- zogen, hatte manchen edlen Herrn von Hau? und Hof getrieben, und die Schlöss-r Schlotheim, Bissiagen, Almenhausen, Stebach, Arnsberg und andere gebrochen. Im Schlosse zu Schlotheim hat- ten die Bauern nach der Erstürmung die Edelfrau, welche Sechs- Wöchnerin war, aus dem Bette geworfen und Bett uud Tücher hinweggefchleppt. S-it diesen glücklichen Erfolgen waren die Bauern aller Orten umher gar freudigen MutheS.„Daß sie Glück hatten, das machte sie bei.)ig." Zu Keula ließen sie sich eine ganze Braupfanne voll Fische sieden, die sie aus dem Teiche langten, um sich auch einmal satt Fische zu essen. Bom 30. April biS zum 12. Mai wurden alle Klöster vom Fuße deS Harzes bis zur Eiomüuduug der Unsirut in die Saale, vou der Grafschaft Grobenhagen, Hohenstein und Stolverg bis Fceiburg, durch die ganze goldene Aue hindurch, eingenommen uud die Klostervorräthe und Gelder„für die Zwecke des helligen Krieges zu Händen ge- bracht": zu Walkenried, Ilfeld, Volkerode, Balleustedt, Nordhau- feo, Sangerhausen, KUbro, Michelfiein, Jlsenbnrg, Himmelpforte, Trubigk, Wafferleer, Schowen, Langelen; einzelne, wie das Klo- ster Henfeburg, gingen in Flammen anf. In der Grafschaft ManSfeld wurden namentlich die Klöster Sitticheabach, Rhode, Wimmelburg und das zu Eisleben heimgesucht, Holzzelle ver- bräunt. Der einundzwauzigjährige Landgraf versammelte zu Alsfeld feine LeheuSleate und die Fähnlein feiner Städte und sprach ihnen an daS Herz. Am Schluß fordete er ein Zeichen, wessen er sich zu ihnen zn versehen habe, und alle reckten mit freudiger Bewegung die Schwmfiuger empor uud riefen, zu ihm Leib, Gut und Leben setzen zu wollen. Da zog er mit Math gegen seine Bauern. Auf dem Marsch traf er auf eiaen Herold der Bürger von HerSfeld, der um Geleit für vier Rathsherren zur Unter- Handlung vachsuchte. Der Landgraf schlug eS ab, und die Stadt ergab sich und huldigte. Die Bauer» hatten fich vor ihm auf Fulda zurückgezogen. Aber auch sie schickte» Daniel von Fisch- dorn mit anderen Abgeordneten zu gütlicher Handlung an ihn, welche der Bauern Unternehmen rechtfertigen sollte». Philipp a»twort«tt kurz, sie haben keine Gnade zu hoffen, wofern sie nicht von ihren Anfcuhrm abließen uud Sicherheit ihre? Gehör- samS gäbe». Die Versammlung in der Buchen war damit wenig vergnügt und sachte sich zu verstärken. Der oberste Hanptmaou Dolhopt, der Uhrmacher, musterte den Haufen, bei dem die Mann- schaften aller verbündeten Städte und viele buchonische Ritter waren. Herr, wie gefällt Euch mein KriegSheer? rief er vorbeireitend dem Coadjntor Johannes zu. Der Landgraf nahm schnell Roßdorf uud Hüafeld mit zwei keinen(meiner) Apostaten, aber all« Sekten sonst anzunehmen; bei den Aerzteu nichts zu übersehen; Frauen Hülfe selber zu er- zeigeu; den Martialischen, Saturuinischen, Melancholischen Rath zu ettheilen u. s. w. DaS AlleS bei dem, so mich geschaffen hat, zu halten, gelob ich." Hohenheim war ein Original. Darum galt er vielen um so mehr für absurd. Er ist ein Edelstein, den die Unwissenden mißachteten, und der um so heller glänzt, je mehr die Kritik nuserer Zeit ihn geschliffen hat. Auf den vier Säulen baute der wackire Mann seinen neuen Tempel der Medizin auf, und un- vergänglich steht auf der Schwellt sein Name geschrieben, über den hiuwegschreiteu Alle, die in den Tempel der wahren Medizin eintreten, sei»S zu lernen, sei eS weiter zu bauen. Sei» Name trennt alte und neue Medizin, alte uud neue Wissenschaft der Natur. Aber nicht die Säulen nur, auch deS Tempels Kuppel hat dieser alte Meister in seinem Geist entworfen, die Idee der Welt» einheit, und daher die Einheit der Wissenschaft. Hohenheim faßte die Welt anf als ein unendliches, einheit« licheS Ganze; sofern eine lebendige Kraft,«in AllseiendeS(All- weseu) uud AllwirkendeS ist, nennt er eS Gott, sofern eS sich in der Äefammtheit alles dessen, was ist, offenbaret, nennt er eS Natur. Die Natur ist die Offenbarung Gottes. AlleS Einzelne ist feinem Wesen nach göttlich. AlleS ist organisch belebt. AlleS Werden ist ei» NothwendigeS, auch daS Sterben ist nur»in Wer- den, eine Verwandlung der Form des Daseins. Di« Weisheit besteht darin, dies göttliche Werden und Wesen aller Dinge zu großen HeereSbaufen, deren einen er selbst, den anderen Konrad H sie. der Schul heiß von Marburg, führte. Zu Hüllftld traf »er Coadjuior JoyanueS mit ihm zusommeu, sich selbst zu eut- schuldigen uno für die Landschaft in der Buchen Fürsprache ein- zul-geo. Er hatte ohne Auftrag, auf eigene Hand den Ritt ge« ehaa. AlS die Bauern feine Abweseohetl wahruahmeu, schriee» ». über Flucht u»d V-rrath Johanne« hatte seinen zwölfjährigen Bruder, den Grafen Poppo im Schlosse zu Faid« zurückzelassm. Die Bauern übe! fielen uud plünderten daS Schloß uud suchten und fragten na» d-m jungen Grafen, um ihn zum Schloß hin- auszuhängen. Aber«in treuer Kellner hatte ihn im Keller uatcr Fässer so w-'hl v rborgen, daß st, ihn nicht fanden. Auf daS Ge>ücht, d r C>adj,tor habe stch nach Kassel geflüchtet zum Land- grasen, ibr«m in Anzug begossenen Feind, rasten die Bauern auf's Neue. Sie svchien allenthalben umher nach dem zwölf- jahrig-n G ofev, mit dem G-schrei:„Wo ist daS Herrlein? wo ist das Herrlein? bättm wir'S, wir wollten gewiß Friede» machen." Aber drei Tage blieb dasselbe uustchtdar unter den Fässern, und jetzt, am 3. Mai, stand Philipp vor dem Frauen. bcrg. D-r Coadj-tor,' der sich selbst einen Theilnehmer deS Auf« ruhrS schelten hören mußte, hatte von dem Laudgrafeu nicht« er« langt, als die Eitiärunz, daß er sich mit ihm verständige» wolle, wenn-r seine Unterth-ueo, statt sie zu entschuldigen, zur Nieder- legung der Waffen bewege, 12,000 Goldstücke, welche der ver- mittelnde Graf von SolmS bot, hatten ihn so weit besänftigt. Während sie so miteinander verhandelnd auf Fulda reiten, erblickt der Landgraf daS Lager der Bauern vor Fulda auf dem Frauen- bcrg, er entbrennt und bricht trotzig alle Uuterhaadluug ab. Leib und Gut der Suführer, ruft er, wolle er haben. Die Baamt hatten den zerstörten Frauenberg in der Schnelle, fo gut eS ging, befestigt; sie hatten Schloß und Stadt iuue, aber sie hatte« wenige, der Landgraf viele G-schütze. Durch das Feuer der letzteren und den ersten Angriff nahmen die Laudgräflicheu den Berg, uud die Bauern zogen sich in die Stadt hinab und in'S Stift. Bon der Stadt auS vertheidigtm sie fich mnthig; als aber sie hessischen Feuerschlünde eine Zeitlang vom Fraueuberg herab die Häuser beschossen hatten, öffneten die Bürger die Thore; der größere Theil der Bauern zerstreute sich, 1500 flohen in den Schloßgrabeo. Hier ließ sie der Landgraf einschließen, drei Tage allen Qualen des HuvgerS uud Durste» preis, ohae ihre Ergebung anzuuehm-n. Am Abend deS dritten Tages ließ er sie heraus. Die Unglückiichen raaften sich um daS Gespült au der Schloß- küche.„Mau warf ihnen da« Brot vor, gleich unvernüllftigen Thieren, fie mußten fich mit höhnischen Worten schmähen und sagen laffen: Wo ist nun ein schwarzer Bauer und evangelischer Gott, der Euch jetzt Hülfe und Beistand thue?" uud die gefangc- nen Hmptleute: Hau« Dolhopt, Henne Wille, Johann Kugel und HanS vou Rom, auch de» Feldprediger der Bauern, ließ der Landgeaf vor dem Schloß enthaupten und ihre Köpfe über den Thoren anf Spieße stecken; die andern ließ er halb verschmachtet fich heimwärts schleppen. Deu Coadjator strafte der Landgraf dadurch, daß Abt und Konvent zu Fulda, die Ritterschaft und daS ganze Land fortan ewig mit Leh-nSpsticht dem Landgrafen von Hessen unterthänig zu sein geloben mußten, während die Landgrafen bisher LehevSlente der Ab ei waren. Dazu wurden ihnen 4000 Golsstäcke für die Beutelöfavg, 15,000 für KrirgSkostea angesetzt, vou den Fuldaer Uaterthanc» schwere Geldbußen und ihr Vieh genommen. Alle Geschütze der Fuldaer nahm der Landgraf mit, eilte ans Bach und Friedewald, unterwarf Schmalkalden,' überall zogen fich die Bauern eilig vor ihm zurück, und er stand jetzt siegreich zwischen inne, zwischen Frauken und Thüringen. Die Engherzigkeit der Oberftaukcn, welche daS Bündniß mit denen auf der Fulda zurückgewiesen, und welche soeben diese ihre Brüder im Stich gelassen hatten, sollte stch an ihnen selbst nur zu bald röchen. Der Mangel an Gemewstnn, Deutschland« altes Unglück, war auch hier daS Verderben: sie fühlten fich nur al« Schwaben, Franken, Thüringer, und nicht einmal diese«, sondern als Ober- und. Niederfchwaben und Ober- und Niederfraukeu, und die Einen sahen die Andern mit Augen an, als wären sie Fremde. Da» vereinigte Heer de« Landgrafen, de« BrannfchweigerS und Herzogs Georg von Sachsen zählte 2600 Reifige uud 6000 zu Fuß, uud überaus viel treffliches Geschütz. Der neue Chur- fürst vou Sachsen, Johann, war mit 800 Reisigen und 2400 zu Fuß im Anzug. Am 15. Mai zeigten fich die drei Erster«» vor Frankenhausen.<59 kam sogleich, doch ohne sonderlichen Schaden, mit deu Bauern zu einem kleinen Gefecht. Der Landgraf hatte ohne Verzug angreifen wollen; dann, aber seine Leute, weil sie zu erschöpft waren, in ei» Lager zurückgeführt, um sich zu er- quicken. Münzer, als er die« sah, hielt eS für Furcht und ließ eine Falkonetkugel unter die rückziehende» Reiter abschießen, wo» durch ein junger Edelmann, Matern von GeHofen, eines alten Mannes einziger Sohn, todtgefchossen wurde. Münzer hatte sich an der Anhöhe über Frankenhausen ge- lagert, die noch jetzt der Schlachtberg heißt, eine stark» Wagen- erforschen, zu erkennen, nach ihm sich selbst bewußt zu verhalten. Auf diesem Standpunkte mußte Hohenheim freilich auch ein gefährlicher Gegner der Kirche werdtn. Er ward eS. Er eifert« gegen die Kirche, ihre leeren Ceremonieu, Heilig,»- und Reliquien- dienste, mit denen die Geistlichen daS Volk betrogen, denn„Gott allein da« Herz haben will, nit die Ceremonien". Er eiferte struer gegen da« Priefierthum überhaupt; Priester sind mehr deoa überflüssig, denn„ein jeglicher Mensch ist ihm selbst der Nächste bei Gott", da« heißt sein eigener Priester. Er war daher auch kein Kirchgänger; er verachtete, wa» er in der Kirche geschehen sah. Mit solchen uud ähnlichen Grundsätze» hatte Hohenheim natürlich aufgehört, ein Katholik zu sein, aber er blieb eS äußer- lich, denn der Protestantismus war für feinen sreleo Geist ein viel zu engeS, auS alten und neuen Vorurtheilen gemauertes Bollwerk, in das er sich nicht schicken konnte. Natürlich! LntherS Weltanschauungen und christliche Grundlehren gehörten der alten Welt noch an, waren„katholisch", wie er selbst mit Eifer nach- wie«: Hohevheim'S Geist war dieser Feffelu ledig, er that einen freien Blick in die Natur der Dinge und ward dadurch ein prinzipieller Prophet der neuen Welt. In speziell religiöser Hin» stcht geht durch seine Schriften eine tiefe Frömmigkeit, aber ste gehörte einer Gemeinde au, die erst in der Zukunft geboren wer» den sollte,„denn", sagte er,„von alle» Sekten, die jetzt blühen, besitzt keine die wahre Religion; man muß daher den Text der heiligen Schrift ohne alle subjektive Auslegung lesen, bis einst i-e einer künftigen Zeit die wahre Religion«rschtineo wird." Shlaj s»!»!.) barg um sich geschloss-a uad iineu Traben g«zog!N, daß man so leicht, brsoadirS zu Roß, nicht an ihn kommen mochte. Aber sein Haufen zählte gar viele Zazhaste unter flch, ktiveu kriegS- kuudigen Führer, vud war im Ganzen nicht 8000 Mann stark; Wollten die Einen schlagen, so wollten die Andern nur nnterhan« deln und Frieden fachen. Durch die FriedeaSanträze der Gez- «er wurde Münjer'S Lage vollends höchst bedenklich. Der Land- gras sandte»ach Enlunft deS Herzogs Georz eine Botschaft an dir Bauern, wmn sie ihre Hauptlente ausliefern, wolle er ihuen bei ihren Herren Gnade verschaffen. Durch einen Kürfchaer schrieben die Bauern zurück: Sie dekenurs Jesum Christ, sie seien nicht hier, Blutverzi�ßen zu stiften, sondern die göttliche Gerech» tigkett zu erhalten. Seien die Fürsten auch so gestimmt, so wollen sie nichts Feindliches gegm fie thun. Münzer's Stellung wurde durch die Paar Tdelleate, die, zum Haufen genöthigt, da waren, noch schwieriger. Die Herren und Ritter machten, so scheint eS, die Führer u d Sprecher der FriedeuSpaltei im Lager. Als diese sah, daß die Feiude ihr Ge- schütz auf ollen Seiten um fie rückten und fie umringten, sandte fie den Grafen Wolfgang von Stolberg, Caepar von Rüslebtu und Hans von Werthern zu einer zweiten Uaterhaudlaug an dir Fürsten. Die Fürsten bewilligten drei Stunden Stillstand zur Bedenkzeit und verlaogten Ergebung auf Gnade und Ungnade, mit dem Versprechen, daß fie dennoch nach Gelegenheit der Sache Gnade finden sollen, wenn fie ihren falschen Propheten Thomas Müuzer fammt seinem Anhang ihnen lebend überantworten. Die Bauern schickten die drei Gesandten abermals an die Fürsten, um für Alle, anch für Münzer, Gnade nachzusuchen. Die Fürsten behirltra den Stolberg und den Rüxleben zurück, und ließen durch Wertheru i»'S Lager entbieten, fie wollen weiter mit ihnen deS Münzer'S halben nicht diSputiren, sondern wenn fie ihn nicht auS- liefern und ihre Wehr ablegen, werden fie gegen sie vornehmen, kraft ihres obrigkeitlichen Amts, was fich gegen fie gebühre. Die Uneinigkeit, das Schwanken stieg im Bauernlazer, und cS scheint, ei» Edelmann und ein Priester zettelten im Lager Berrath an. Müuzer, umgeb-n von seiner Leibwache, und immer noch von einem starken Anhang, ließ auf Urtheil des HaufeuS den Edel- man«,„der zwar zuvor manchen armen M-nn um das Evangelium verfolgt hatte," und den Priester im Ring«uthaup'.en; dann bot er alle Macht seiner Beredtsamkeit auf und sprach zu dem schwaukeudeu, zagen ea Volk in der Sprache eines Prophe- ten. Die, w:lcht stets um ihn gewesen waren, hatte er wohl mit seinem Geiste zu durchdringen vermocht, und er und fie mußten jetzt schon aus Verzweiflung fechten, wären fie auch nicht von wilder Begeisterung getraaen worden. (Fort'ctzuvg folgt) vermischtes. *(Ei» geplantes Attentat auf Bismarck.) Der Tiaarrenfa- brikont K., f» schreibt das„Wupperth. BoltSbl.", ein„Liberaler" von untadelhafte, Visiiinnngrtüchtigkell, welche nur»as Unglück Hit, einen ähu- llch klmgendeit Name», wie der AtteniSter ck�l-na n, zu führen,«urde in einer Wirthscha t von de» Seamtea Kr gcf-azt, ob er vielleicht c'n B-r- «andtrr des Kiistnger Piftoleahelden fei. Ua;tc T�aerenfabrikant war ltoer diese JzterpeZatioii höchst entrllstee, d cht-«der, dag de? Frage die Ant- wort nttsprechea«llsse, u-d revUzirte sch-rzcnd:„Ja der ist m-in Be.ter, und wenn t r nicht gcickoff-n hätte, so Ivlirve ich>S blsorat haben." Diese vielleicht nicht ganz vorsttllge Senßeruag ist nun der Polizelbehdrde hin. terbracht und K. wegen Beleidigung Bismarcks denmizlrt worden. Dem Bernihmen nach wurde der„Mlffelhätci." bereit« p»lizcillch vernommen.— Daß in dem Ausspruch eine Beletvigung Bismarcks liegen soll, ist un? ganz«averstänMlch. *(Ein Entsetzlicher Unglücksfall) wird aus Bremen gemeldet. Unterhalb der Stadt, bei d-r R-varatarixerkslätte deS norddeatschen Lloyd, sollten am Nachmittag deS 22. d. zwei große neue Kessel, welche süc den transatlantischen Dampfer„Baltimore" bestimmt waren, p.obirt werden Dieselben befanden sich an Bord elneS ihrer Schlepplähiic, welche den AaarenlranSport zwischen Bremcrhaoen und Bremen«ermitteln. Es si ch dies sehr breite, flach gehende Fahring-, welche von Dampfern heraufge» schleppt werden. Die besagten Kessel wurden nun vom User auS verziie telst einer Spritze mit Wasser g'süllt, nm ans diese Weise die nöthlge Druckprobe vorzunehmen. Fast wsr die Arbelt grthan, da verlor plötzlich da« Fahrzeug da? Gleichgewicht»«d im Nu lag es gekentert auf dem Strome. Bon den am Bord deS Schisse' befindlichen achtzehn Personen er- rächten elf, welche gerade oben aas Deck gewesen waren, das Ufer; die adrigen sieben schienen verloren zu sei». Die am Lande stehenden Arbeiter hatten so viel V-istrSgegenwart, ungesäumt zwei große Löcher In den Rumpf de? Schisse« einzuschlagen und aus diese Weise«och zwei Berunglllltte zu retten; die anders fünf konuteu, trotzdem beherzte Männer Alle« aufboten, nicht aufgefnudm werden. Dag hier eiue uuvcrantwortliche Fahrlässtglelt vorlieg', kann wohl nicht bestritten werde». Jeder maßte sich sagen, daß die hoch au« dem Schiffe heroorrazenden Kessel, sobald die schweren Wasser- uiassen hineingelassen würden, bat Umschlagen herdeisühren mußten Die Todtm sind hiesige Familienväter. Tie Ustersnchung wird da« Weitere sestzustellen haben. �(Auger Dienst.) Der Oberpoßmelster zu N. halt- seinen Be- amtea da» Tragen der Schunrbärte streng»erboten. Einer dieser Beamten stand jedoch so in Gnaden bei ihm, dag er e« wagen konnte, um dl- Er- landnlß, einen mäßigen Bart tragen zu dürfen,-irzuloimnen. Der Ober- postmelster schrieb auf die brtresicude Eingabe: Bewilligt, aber nur angir Dienst. *(Znr Harkort'schen Rohheitsstatistlk.) Die„Bmmer Zei« teng" schreibt an« Essen: Gleich nach Schluß der hiesigen Gemeinde- «ths schling am 14. ds«. kam e» zwischen dem Bürgermeister und einem AnSschußmitgliedc zu einem derarligen Wortwechsel, dkg Ersterer dem Letzte« ren ilae derdc Ohrfeige versetzte, welche dir Andire sofort erwiderte. Zur Beachtung. Durch wiederhottr Nichtbeachtung scheu wir uuS veranlaßt, nochmals daraus tziaznweiseu, daß wir Annoncen ohne Beisendung deS Geldes nicht aufnehmen können. Um die JnsertionSkostca berechnen zu köuucv, beachte man Folgendes: Bei gewöhnlicher Petitschrift machen 10 bis 11 Silben eine Z ilr. Alles waS fett oder groß gedruckt«erden soll, muß je eine Silbe für 2 oder 3. Silben(Petii) gerechnet verde«. Der Betrag kann in Briefmarken eingesandt werden, doch bitte» wir, Beträge über 3 Mark nicht in Marken zu senden. EveufallS bittea wir, uns mVichst aaßer 10-Ps..Markta auch«t- und A Pfeamg-Marten; s-ndeu. Auch ueym.n wir Depot fü' Zlanoacea entgegen, jedoch müssen mindesteuS 6 Mark drpou'rt und immer reeh�eitiz erneuert werden. Wr Hamburg nimmt H, Kttstrr, Neust, �uhlen- twtte Platz 70, Haus l, X links: Für Altona St. Pauli Herr Drogand Spizlbudenp ltz Aauoncm enrgegen. Die Exp-z.tion. Berichtigung. In„Thomas Münzer", Nr. 13 unseres Blattes, muß es zu Anfang des AnikelS heißen: Nach seiuer Verweisung aus Nürnberg, wohin sich Münzer vott Müdl- hausen aus auf kurze Zeit begeben hatte, waren ihm zc. Akt Briefe ia Angelegenheiten deS Alls meine» deutsche» Arbetter-Bereins si.ü vom I. Fmaar ab an meine Adresse: F-se«seld!0, bei Hess, zu richte». Bremen, de« 25. Jaunar 1875. C. Derossi, Vereinssek etär. Briefkaste«. Baimeu. Anuonce kos süe die Fr-itagSoumm-r ,n spät ciu. Gsdo«, Nolh-nburgSort. Ihre A-iuoi-ce hätten wir wohl in vorige Nummer brlugeu tZuu-u, doch war dieselbe ja unnütz, da die darin äuge- zeigte Versammlung scholl am 2S. d. Ml-, stattfind-n sollte, kchirud diese Nummer erst am 29. in Hamburg elntr ffr. .» Ami-Jmpfveriin Hamborg. Die Aunouce in Nc. 11 uasere« Blatte«. lost-t nicht 13 Mark soudern nur S Marl 20 Pf. Freund K. F..... bedaure sehr, habe keiueu Brief erhetten. „. Dein M. Id Eßbach. Uuterzeichueter bittet um die Ndresse de« Heiru E. A v. Richter. 0,,,, � M. Daßbam. Hanau. Pcler, Hamburg. Nnvonce zu spät, heute imuiitz, G-lb r--rvlrt. Bremen, Unginauut Zu weichem Ziveck sind die glsandtei 20 Mark? Reihmiye», Uetersen. Zu welchem Zweck find die gefaudt�i 6 Mark? Meise, K-ssel. Am 9. flud hier 10 Mark elugegange«. Deu 24. o. in Plön zur Agitation erhal-lN 2 Rai. 60 P..— Den 25. Jau. iu Eutin zum selben Zweck>2 Rm. H. Waith er',«ltoua. Briefe siud von jetzt au unter folgerd.r Adresse an mich zu senden: Berlin, Waßmauusstraße 6, im EigarreMadeu. Gustav Dt- tzmanck. Julis« Hoppe, Eigarrcuardeiter, g bü.lig au« G.aiow iu Meckl.nburz, wird all'gefordcrt, dem Unterzelchseteu feine Ädcesse zukommea zu lassen. Sollte ein Paiteigenoss« dieselbe keu»en, so wird er ebenfalls gib.teii, sie mir mltzuthelle». Theodor Wallerlinx. Amaudestraße 73, St. Pauli, Hamburg.■ Folgrude Anaosceu-Dep»!« find ersaöpst: Barmen. Hamb.rg. Pfeiffer, Zimmerer. Bremen, Rohwcr. Berlin, Accordlräger. Die Expedition. « o» e e Berlin. Oessentliche VerfaMMlssgeu: VüMlÄieud, den 3». Jan., Lb. sz Atzr.l im Dratwell' scheu Lokale, Kommandanten- slrage 77—79.(Oberer Saal.) Ref.: F. W. Fritzsche. Dieustaa, den 2. Fe.r., Äbends 84 Uhr. '' hei«oiee.'..�"«»sstraße Lb. Ref.: Herr Wiime». Jedermann hat freien Zutritt. Für zahlreichen Besuch der Bersammluugeu muß gesorgt verbell.(2,60) BerNutr Maurer-B«»d. Generalversammlung Dienstag, den 2. Febr., Mevd» 8 Uhr, bei Bogel, Alexauderstragc 3l. Tagedordn.: Prozesse und Berurtheilungen. Referent: Fr. Hurlemauu.— Beschlüsse über «ichllge Bundesangelegenheitvi.— Berschle- den««. Die MÜgliedtkarten müssen vorgezeigt «erden.__ Oeffentliche Versammlung Montag, den l. Feirnar,»bends 8 Uhr, bei Hrn. Lieber, Elsafferftr. 14/15. TageSordn.: Vortrag, Verschiedene?, Frage- kästen. s4.00s Ans, Kameraden I Jeder sei auf seinem Posten. Keiner fehle. Wilh. Lauge. Berlin. Den Mitgliedern dex Tadakarbeiterinnen- Kranken- u. Sterbekasse zur Nachricht, dag vom I. Februar der Ren- dänt, Herr Bvgemchl, Zionskirchstr. Nr. SS, au den Wochentagen, mit Aus- schlug de« Montag«, Abend« von 7j bis 9 Uhr, an Sonntagen Bormittags von 9 bis II Uhr, Beiträge in Empfang nimmt Ä. Mote,.(2,80i Berlin.'"""K-Ä-'K""' bei Herrn Bogel, Alexauderfir. 31, Geschlossene Mitglieder-Ge«eralbersammltt»g des Puyer-ClllbS. T.-O.: Anschlug an den deutschen Mau- rerbund. Die Vidliolhek. Verschiedene?. Die Mitglieder w-rden ersucht, am Platze zu feilt.___(2,201 �BCrltN. Sonaabeilh, dm 13. Febr., Im„Deutschen Kaiser", Lothringer str. 37, des VerUner �tztt-C!uds. Grosser Dakl. Festrede, gehalten von Herrn Schrdder. Billet« sind zu haben bri Bluuck, Joachim- siroße 8; Abram, Brunneustr. 139, b. Wünsch- mann; Mangler, Brunneustr. IIS»; Walter, Poppelallee 10; Ulrich, kl. Mexanderstr. 7a. Alle Parteigenossen»erden fteundlichst «Ingelade«.(3,00) Hamburg. In Stadli'S, früher Tütge'« Salon, Concert und Ball, verbunden mit Theatervorstellung, «r�ug'iri vom Ard.-�raven- uns Ätadchea-Bettiu. Karten, a 4 Schill., find zu haben bei Plump, Valeutinsksmp 36; Philipp, kleine Drehbahn 39 zEigarrenladea); Eskelssn, Paulsir. unter 40; Zeugner, Neuer Stein- weg unter 41; Warncke, Allst. Fuhlentwiete 31 (Elgarrenladeu); bei den Comltemilgliedern und ia allen Bcrsalltmlungen. Da? Comitö.(3,40) Moatag. den I. Febr., �amvurg. Ndend? 8z llh,, in Tütge'« �.alon, ValenttsSkamp 41, iM£ O IJI£ Volksversammlung. T.>S.: Lorttaa d-S Herrn Hörig.(IF� Köster. Hamburg."NÄi Z K'" in der Herberge, Marktstraße II. St. Pauli. Zimmererversammlung. T.-O.: Wichtige Anzelegenheiten. Um zahlreiche Bcthciligung ersucht L. Pfeiffer.[IM fiVftrtthitrrt DleuN-g. deu 2. Fror., «gaulOUTg, autud« 8 Uhr. bei Herrn Ohl, Spitalerstraße 13, Versammlung des Mg. Böttcher-(Küper-) Berenis. T.-O.: Die Hamburger Schiedsgerichte und die Bestrafung des Kontraktbrnch». Ref.: Hr. Hartmani!. H. II Per, Bcvollm.(1,60] Hamburg. Wä�" Im Lokal zur Stadt KI:?, Hohe Bleichen 30, Mitgliederversammlung der Malergehülfen. T.-O.: Wahl de« Vorstandes und die Vor- laze de« ArbeitSbureau«. K Karten find vorzuzeigen. Lcvin. 1.60] AnrnllttVer Dieastag, 2. Ftvr.. Hamourg. AtendS 8z Uhr. In Sberhan'S Klublokal, ZmghauSmartt 31, Generalversammlung der Stepper und Vorrichter. T.-O.� Abrechnung. Beschluhsafsusg über den Schnor'lchen Antrag. Köhler. s1,60] Verskmmlu»g des Berliser ZimNererbttndss. Montag, dea I. Fedruir, LbeadS 8 Uhr, im Lokale de« Hrn. L ozel, Alexanderstr. 31. Vortrag deS Herrn A. Kapell. Tieustag, deu 2. Febr., Aßeads 8 Nhr, bei CariuS, Prinzenstr. 72(oberer Saal). Vortrag des Herrn Max Slöhr. Um zahlreiches Erscheinen ersucht ______ O. Kapell.[�,20] Ä7»m h 1 1 vn Krankcli-und Sterbe- $}UUluUlg. kafse 38t. Freie Genossenschaft der Maurer. Vom 1. Februar an werden die Baten« ««schäfte von dem neuen Boten I. E. Urbach, Niedernstr.»S IRR., vesorgt. Es werden also die Jrteressrnten darauf hingewiesen, genau ans dessen Abrisse zu achten; besonder? w-td-n die zilrelsenden Dianrer auf obige Adresse aufmekksam gemacht. Der Vorstand der freien Genoss nschaft der Maurik zu Hambifg._____[2,60] Hamburg. �Ä4, R""' im Lotale des Herrn Ohl, Spitalerstr. 18, Geschlosseue Mitgliederversamml. des Allg. d. Bau- und Erdarbeiter- Vereins. T.-O.: Abrechnung. Verschiedene?. F. Hein?.[1,80] Hamburg."ÄViS"""' im Salon zum Roland, 1. Jakobstr. 19, Mitgliederversammlung des Allgem. deutschen Gypser-Vereins. T-'O.: Bk:t!ll?angelegenhtiteu. Abr.ch- unng. H Götz.(1,40] Touaekst-?, 4. Februar, NuWöMg. Abends 8z att, im Lokale de» Herrn Thomsen(Orpheum), Neust. Neustrage 25, Oeffentliche Eigarrektarbeittr- Bersammlnug. T.-O.: Die Hausindustrie und ihre Fol- gen. Ref.: He:r Hartman». Es ist drinzend vöthlz, dag jeder Hans- arbeit ir am Platze Ist. I. I. Richter.(3,40] Hamburg. ÄU-& bei Herrn Petersen, Gr. Neumarkt 41, Geschlossene Versammlung der Hamdnrg-Altvllaer Bautischler (Anschläger). T.-O.: Monatliche Abrechnung. Arbeit?- desprechnng. H. Heine.(1,80] Zum Hamb. Lade»,(2,00] Boyenstr.