Nr. 18. Berlin, Mittwoch, den 10. Februar 1875. 5. Jahrgang. Diese Zeitung erscheint breima Wöchentlich, und zwar: Dienstags, Donnerstag» und Sonnabends Wende. AV Mtnemeuis■?reis: gär Berlin incl. Bringerlohn vierteljährlich prae- irnmerando 1 Rm. 95 Ps., monatlich 65 Pf., einzelne Nummern 10 Pf.; bei den Postämtern in Deutschland incl. Berlin 1 Am. 60 Pf, frei in'» Hau» 2 Mark. Srenzband Wonnements pro Quartal n. Eremplar: Für Deutschland und Oesterreich 3 Am.— Ps. - Niederlande und Belgien. 3- 60- » England und Frankreich. 4- 50- - Amerika(Berein. Staaten) 5« 50- Bestellungen auf Kreuzband-WonnementS find nur bei der Expedition aufzugeben und müssen prss- anmetmio gezahlt werden. Nener ELgenthum der Laffalleauer. Nrdaktlo» und«rpedltiou: Aerkia, Oranienstraße Nr. 3, SO. Bestellungen werden bei'allen PostZmiern, in Berlin bei cher Expedition, sowie bei jedem Spedl teur entgegengenommen. 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Vermischtes. Feuilleton r Die Assoziation der Pariser Schneider Im Jahre 1843 Der Sclave soll frei sein!— so ist ein Wort erklu' gen gar oftmals im Berlauft vieler Jahr- tanseude; es war ein erhabenes, ein heiliges Wort, und doch wie oft ist dasselbe nicht verhöhnt und gelästert worden; wie oft find nicht jene, welche es aussprachen, geschmäht nnd verfolgt, rrschla- gen und gekreuzigt worden. Ader stets ertönte immer wieder der Ruf:„Der Sclav« soll frei sein!" Und endlich drang er durch mit filzender Gewalt, kein Ohr konnte stch ihm mehr ver- schließen; das Rechtsgefühl war in der Menschen Brust endlich erweckt worden, und eS wollte nicht mehr dulden, daß der eine Theil der Menschheit gleich dem uuvervünttigen Vieh das recht- lose Eigeuthnm deS anderen Thüles sei, daß Leben und Gesund- heit, Körper und Geist der großen Mmge der Menschheit den Lüsten und der Habgier einer kleinen Anzahl von Bevorrechteteu „von Rechts wegen" preisgegeben seien. WaS Philosophen und Gelehrte geleugnet, was Staatsmänner nnd Feldherr«» niebor' geschlagen hatten, WaS Jahrtausende hindorch ein schöne? Trug- btld zu sein schieu, zu dessen Berwirklichnng die Menschheit nimmer fich aufschwingen könnte, das ist jetzt doch zur Wahrheit zewor« den nach unermeßlichem Kämpfen und Ringen, nach unendlichen Opfern und riesenhafter Geistesarbeit— die Sclaverei, sie ist gefallen, und kein Gewaltiger darf eS mehr wagen, stch als ein erworbenes Recht es anzumaßen, den Mitmenschen W'S Sclaven- joch zu preffm. Die Gegenwart hat uns einen anderen Freiheitsdrang gebracht, der nicht weniger vrrfo'gt und dessen nicht minder gespottet wird, nämlich daS Streben des arbeitenden BolkeS nach Erlösung von d e u Fesseln, welch« die heutige Produktionsweise ihm angelegt hat durch daS eherne Lohngefetz, die Allmacht des Kapitals und die Ohnmacht d,S besttzlosea Proletariats. Wir, die wir, hingerissen von diesem FrüheitSdrange die Lästerungen und Angüsse der Feinde über uns ergehen lassen; wir können über all' dieses Un- gemach lächrlnd hinweggehen, wenn wir den Blick auf deu Herr- lichen Sieg werfen, den der Menschengeist über da» hart- näckigste aller Borurtheile, über daS Recht des Sclavenherrn, errangen hat. Die A oeiatio» der Pariser Schneider im Jahre 1848.*) Die Idee, die Lösung des socialen Problems durch die In- tervention de» Staates herbüzvführeu, gehört LooiS Blanc an. Wenn man ihm einwandte, daß eine Gesellschaft nicht durch De-. trete verändert werden könne, so erwiderte er, daß die feudale Gesellschaft gleichfalls durch die Beschlüsse der ersten französischen Nationalversammlung umgestoßen worden sei. Außer LouiS Blanc erwarteten noch die Commnnistea und ferner die Mitglieder der Montagne, welche die Traditionen des ConveutS fortpflanzten, alles Heil von Dekreten oder sogar von einer revolutionären Diktatur. ES war der größte Schritt zur männlichen Reife, als die Arbeiter-Assoziationen alle Ansprüche auf die Hülfe des Staates aufgaben(??) und jene soziale Reform als radical betrachteten, welche von dem Volke gezeugt, geboren sei und sich organisch und unwillkürlich entwickelt habe. Die Nationalversammlung selbst war anfänglich der Ansicht, daß der Staat das Problem des Proletariats anfnehmen müsse. AuS diesem Grunde ist es passend, Alles, was auf die Intervention deS Staates in die Angelegenheiten der Arbeiter-Assoziationen Bezug hat, schon hier abzumachen, und hierzu gehört namentlich die von LouiS Blanc begründete Schneider-Assoziation, welche von allen Assoziationen am meisten die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich gelenkt haj. Die Schneider hatten schon vor der Februar-Nevolutiou am lautesten die Stimme erhoben und Reformen verlangt. Arbeiter und Meister waren in diesem Gewerbe auf gleiche Weise unzu- frieden. Kein Gewerbe in Paris zählt so viele Arbeiter als daS *) Au»: Geschickt« der französisch-u Arbelter-Association von Sigmund Eugkänder. War nicht der tlebermuth der Sclav enherren, welche allein den Staat lenkten, welche allein die Waffen führten, welch« allein die Bilduag für fich anSuotztm, welche stet» in wohl- geschlosseueu Reihe r dastanden und bereit waren, Alles für ihre Klassenherrschaft einzusetzen, eine anscheinend unüberwindliche Maoer?— Und war nicht dieS noch vielmehr der Fall mit der Feigheit der Sclaven, welchen die Furcht vor der Peitsche de» Herrn von Jagend auf eingeprägt war, welche im Staate recht- los, in deu Waffen ungeübt, jeder Bildung bar waren und bei jedem Versuche, i!r Joch abzuschütteln, uneinS und schwau- keud den oft schon gesicherten Sieg aus der Hand gaben?— Wahrlich, wenn e» eine ewige Wahrheit und ein Naturgesetz wäre, daß Kiaffenherrschaft und Ungleichheit unter den Menschen existiren müßten, wie dies so oft von gelehrt sein wollenden Schwätzern behauptet wird, die Sclaverei wäre alsdann ganz ge- wiß das unerschütterliche Bollwerk gewesen, au dem alle Freihüts- und GleichheitSbestrebougen hätten scheitern müssen. Eine wie mächug. E-Hebung der verzweifelten Sclaven- schaaren waren die Sclavenküege des römischen AlterthumS ge- Wesen; wie leuchtend steht nicht der Name SpartacuS in der Weltgeschichte da, und doch siegte die Gewalt und die Sclaverei! — Aufrichtig hatte das Urchristeothum au den Fesseln der Scla- ven gerüttelt, trotz Kreuzigung und Scheiterhaufen, und dennoch erstarkt! die Knechtung des Menschen gerade wieder unter den Fittichen der Priesterhierarchie!— Wie die Freiheitskämpfe der Neuzeit entbrannten, und jenseits deS OcearS die amerikauischea Ansiedler gegenüber den alten Mächten Lnropa'S Republik und Menschenrechte erstritten, selbst da ward der Negersclave ia Ketten geschlagen!—• Wahrlich, die Ketten d:r Sclaverei konnte mau für unver- gänzlich halten, und doch find sie gebrochen; und selbst der Schandfleck der Neuzeit, die Negersclaverei, ist als ihr letztes Bollwerk endlich dem Ansturm des siegreichen Freiheitsgeistes er- legen. Die Jahrtausende alte Form des Vorrechts der herrfchea- deo Klaffe ist jetzt für die Aultarvölker vollständig gebrochen.— Der Sclave ist frei! Ist das aicht eiue eindringliche Lehrt für die Gegenwart und ihren socialen Freiheitsdrang?— Aach wir haben ein Boll- werk eiazureißen, ein Bollwerk von Vorurtheileu und HerrschaftS- gelüsten, welche? die heutige Produktionsweise aufrecht erhält. Wir können, da dieS Bollwerk weit weniger fest ist, als jene», welches die Sclaverei umschirwte, daher mit Siegeszuversicht handeln. Der Mann der Arbeit ist kein Sclave mehr, aber er ist Proletarier! Der Proletarier wird nicht von einem Herrn dem anderen verkauft und mit der Peitsche zur Arbeit gezwungen, aber er muß sich selbst, das heißt, feine ArbütZkrafr füldietw and für Lohn verkanfen, und die A rmu th zwingt ihn, zu arbeiten, rastlos zu arbeiten für einen Lohn, der nur im Durchschnitt auS- reicht, der Prvletan-rfawilie das Leben zo erhalten. Wenn der Sclave durch eirnn oubarmherzigeu Herrn zu Tode gemartert werden kouote, dann stehen dem sogenannten freien Arbeiter, dem Proletaüer, nicht weniger unbarmherzige wirthschaftliche Ver« hältnisse und Küsea gegenüber, welche seioe Familie zerstören und auf seinen Körper und Geist in verhäagnißvoller Weise aufreibend einwirken. Der materielle Nothstand der heutigen Gesellschaft ist demzufolge uicht geringer, als iu den Zeiten der Sclaverei, und wenn damals das Wort gesprochen ward,„der Sclave soll frei sein", bann rasen wir jetzt:„Proletarier, Dn sollst frei sein!— Aber der geistig» Nothstand, er ist w dnc Gesellschaft Schneiderhandwerk. ES gab schon im Jahre 1848 gegen 18,0(X) Schneidergesellen in der Hauptstadt, die Lehrlinge uicht gerechnet. Außerdem ergab sich aus der offiziellen, industriellen Untersuchung, die im Jahre 1348 stattfand, daß beinahe 6000 Arbeiterinnen in diesem Gewerbe Beschäftigung fanden. ES handelte sich daher um üp Zwanzigstel der Pariser Bevölkerung, wenn man diese Profession berücksichtigte. In der That, wenn man nur zwei Personen für jeden Haushalt annimmt, sowohl für die 2017 Schneidermeister als für die Gesellen, so findet mau, wie Cochct(dem wir die meisten Detail» über diese Affo- ziation Verdauken) berechnet, daß mindestens 50,000 Personen in Paris von der Verfertigung und dem Berkauf von Kleidungs- stücken leben. Die Februar-Revolution fand diese Handwerker ia einer sehr traurigen Lage, und es ist nothwendig, ein paar Worte über die Ursachen derselben hier einzuschalten. Noch unter der Nestau- ratioo gab eS in Paris keine großen Kleidcrmagazine, iu denen man fertige Kleider kaufen konnte. Die Kunden kauften das Tuch, daS sie einem Schneider übergaben, der aus demselben das verlangte Kleidungsstück anfertigte. Unter der Herrschaft LouiS Philipp'« entstanden jedoch die großen Dlaisons de confection, welche noch jetzt in Pari» bestehen, und welche schlechteres Tuch verwenden, geringeren Arbeitslohn zahlen, nur Baar-Verkäufe machen, auf diese Weise S0pCt. billiger verkaufen können, als gewöhnliche Schneider, und dessenungeachtet einen hohen Gewion realisiren. Zwei Drittel der Pariser Schneidergesellen arbeiteten für diese Zduisons de, confection, als die Februar-Revolution ausbrach. Dies hatte die Folge, daß die Schneidermeister von Paris mit Ausnahme von einigen wenigen Schneidern von Re- nommde keine Werkstätten hatten, und selbst die Letzteren hatten{ bloS einen Zuschneider und einen oder zwei Gesellen. Aber die! große Majorität der Arbeiter dieses Gewerbes ffrbkitete zu Haufe, I bereits gibroch eu; unsere Arbeiter tragm keiu» Sclaveuherzei in der Brust; sie deoken als freie Menschen, und wollen al Staatsbürger Freiheit and sociale Erlösung; sie legen selbst Hm an'S Werk zu ihrer socialen Befreiung. Schon hat das allge- meine Wahlrecht deu VolkSmasseu gewährt werden müssen; mau hat dadurch anerkanot, daß fie, die für deu Staat die Waffen führen, die alle Klassen der Gesellschaft durch ihre Arbeit erhalten, im Staate gleich find dem Reichste» und dem Gewaltigsten. Die sociale Befreiung der Arbeiterklasse wird dahir einfach daS Resultat davon sein, daß sie dies« ihre schon theilweise auer. kannte Gleichheit und Berechtigung zur Leukuug des Gemeinwohl» konsequent durchführen. Und daß auch der ärmste Prole- tarier dies thun wird, dafür bürgt uns der frische Geist deS arbeitenden Volke». Ja, Proletarier, Du wirst frei fein! Politische Aebersicht. Berlin, S. Februar. Die„SchleSwig-Holsteiusche LandeSzeituug" vom 4. Februar bringt unter der Aufschrist: Einiges über die Zu- stände im IS. Jahrhundert an Bord Sr. Majestät Kasernenschiff „Gefion" eine Schilderung der Behandlutig preußischer Marine- soldatcn, die, wenn sie fich iu ihrem ganzen Umfange bestätigen sollte, ein trübe» Bild ans unsere„kaltorstaatlicheu" Verhältnisse werfen würde. Die„SchleSwig-Holsteinsche LandeSztg." schreibt wörtlich: „Obgleich wir mit Schaudern auf jene Zeit zurückblicken, in welcher die Jnquisitiou und mit ihr im Vereine Folter und Tor- tur die Menschheit in Schrecken setzte, unS zugleich der Segnungen der jetziges kulturzustände freuend, so kommen doch auch noch in unserer Zeit Strafen vor, welche dem gezwungenen Zu- schauer.daS Herz von Mitleid erweichen und ihm zugleich einen schlageoden Beweis für die schon manuichfach gerügte Behaudlung des gemeinen Soldaten au die Hand gebe». So wurden am 14. v. M. an Bord des kaferneufchiffcS „Gefion" zwei Matrosen wegen vorgekommener kleiner Unrein« lichkeit von einem Offizier dazu verurtheilt, so gewaschen zu wer« den,„daß eS zn sehen sei." Sofort Warden die nvthigeu Vor- kehrnKgen getroffen: iu einen Eimer heißeS Wasser that man Kochsalz und Soda, und mit dieser Mischung, der noch zur Würze ein tüchtiges Quautam scharfen Scheuersandes beigegeben war, wurden diese beiden Menschen auf dem läugSseit des Käser- nenschiffeS liegenden Flosse bei einer Temperatur von höchstens -1-4° Reanmur und bei entblößtem Oberkörper von je zweien ihrer eigenen Kameraden, denen im Weigerungsfälle unter An- drohuvg der Arreststrafe dieses„Amt" übertragen war, mittelst Bürsten und Ziezelsteiueu in einer Weis» hergerichtet, daß sie möglicher Welse für lange Zeit verunziert umherzugehen gezwun- geu sind. Da half keiu Weiuen, ja kein Brüllen unter den fürch- terlicheu Schmerzen: die Haut mußte von Geficht«ud Oberkör« per gescheuert werden, so daß daS roh« Fleisch zu Tag« trat. So zugerichtet, blieb ihnen nichts übrig, als die wunden Stellen auf Gesicht, Brust und Rücken mit Tüchern zu verbinden nnd am andern Morgen die Hülfe des Arztes in Anspruch zu nehmen. Doch auch dieS wurde ihnen verwehrt, und so mußten sie fich denn ohne Linderung und in Erwartung der Folgen dieses befohleneu „Reinigungsmittels" an Bord de» KaserneufchiffcS unter ihren Kameradca bewegen.— theilweise für die Schneidermeister, theilweise für die Eonfectio- neurS. Die Elfteren fanden ungefähr sechs Monate des Jahres Beschäftigung, von März bis Juni und von October bis Deaem- der. Während dieser sechs Monate erhielten die besten Arbeiter höchstens 5 Francs deS TageS, und da sie während der übrigen Monate nur ausnahmsweise Arbeit fanden, so kann man berech- neu, daß sie im Durchschnitt 2 FrcS. 50 Centime» des TageS verdienten. Die Lage der Arbeiter, welcke für die Maisons de confection arbeiten, ist noch viel trauriger. Dieselben finden daS ganze Jahr hindurch Beschäftigung, eS geht aber aus einer Denkschrift, welche die Schneidermeister im Jahre 1849 an den Handelsminister richteten, hervor, daß fie 1 FrcS. bis 1 FrcS. 50 Cent, per Tag verdienen, wobei fie 12 Stunden unausgesetzt arbeiten müssen. Somit ergab sich, daß ein Zustand in diesem Gewerbe eingetreten war, in dem die Arbeiter kaum so viel ver- dienten, daß fie ihr Leben fristen konnten und daß die Mehrzahl der Meister gleichfalls dem Ruin nahe gebracht wurde, weil eine Konkurrenz gegen die Confcctloneurs kaum möglich war. DaS war die Lage der Schneider in Paris, als die Fe- bruar-Revolutiou ausbrach. Es war die» gerade die morte saison, während der die Arbeiter keine Arbeit finden, und dieje- uigen, welche am meisten litten, drängten die Uebrigen zu einer Demonstration gegen die Mißbränche der alten Gesellschaft. Es bildeten sich Gruppen in dcn Straße», und man hörte einzelne Redner gegen den s�Ieckltchen MinotauruS der industriellen Feu- dalität spreche� welcher bereits seine Opfer in Fleisch und Blut forderte; man schrie, daß die Verehrung der Materie nicht mehr weiter getrieben werden könne, daß man zn d»n Zeiten der alten Rölner zurückkehre, welche Sklaven in ihre Teidhe warfen, um ihre Moränen zu mästen. Man drängte die hungernde Menge zu verzweifelten Thaten, zur Zerstörung alles Bestehenden, weil i! bl-S aus dem allgemeinen Ruin ei» neue» Leben erwachen könne. Ist?S anter solchen Umstanden zu verwundern, daß der Soldat z�aohnt wird, seine Dienstzeit als Plage anzusehen und fich häufig derselben durch Desertion zu entziehen sacht?— Schaff-, tan bessere Behandlung auch des gemeinen Soldaten und sorg: mau bei seinen Borgesetzten dafür, daß dieselben ihn als„Menschen", und nicht als„willenlose Maschine", betrachten lernen, so wird Deutschland»och lange mit Stolz auf seine Ma- rine uns fein Heer herabblicken können und in ihnen die kräftig» ste« Stützen des Vaterlandes finden." Soweit die„LavdeSzeitung". Wir enthalten an? vorläufig noch jeden Kommentars zu dieser Assaire, indem wir doch»och den Glauben haben, daß die Sache fich etwas anders verhält, obwohl sir uns auf der andern Seite auch nicht sanguinischen Hoffnunzea hivgeben. Friedliche Aussichten!— Die Zeitungen schreiben: „Bei Belsort wird ans der den ganzen Umkreis der Stadt be- herrschenden, 674 m. über der Meeresfläche liegenden Höhe des „Salbert" ein großes Fort erbaut. Eine neue, dahinführende Straße ist bereits fertig. Man nimmt an, daß das neue Fort der Schlüssel deS ganzen Belforter Festungsgürtels werden wird. Auch ein: Eisenbahn zu dieser Höhe wird angelegt." /Z 399 Der Wiener„Presse" wird geschrieben:„Die wirthschaft- liche Lqge in Käruthen(Oesterreich) bietet ein trauriges Bild, Welches täglich düsterer wird; das Wort„Bauernkrach" schwebt auf allen Lippen und die Arbeiterentlassungea bei unseren Montanwerk-», welche ftüher mehr als ein Zehntel der Gesammtbe- völkerung Arbeit und Verdienst gaben, nehmen immer größere Dimenstomn an. Insbesondere bedrohlich ist die Lage unseres Bauernstandes; die kleineren Besitzer sind schon 1873 durch die Mißernle an den Rand des RuinS gebracht worden, Heuer müssen sie auf sie spärliche Roggenerute darauf zahlen und für die laud- wirthschaftlichen Produkte finden fich trotz der niedrigsten Preise keine Käufer. Das Vieh, früher durch großartigen Export nach Deutschland, die einzige sichere Quelle der Einnahmen des Bauers, steht als fressendes Kapital im Stalle und es melden fich kein» Käufer." Diese Schilderung zeigt unS, daß der Scheidungsprozeß zwischen Besitzenden und Proletariern auch beim Ackerbau begon- neu hat. Die kleinen Grundbesitzer vermögen sich nicht mehr zu erhalten, verkaufen nach und nach so viel von iiftem Grund- eigenthum, daß es sie nicht mehr ernährt— sie werden Proletarier und bilden das zweite Aufgebot der socialistischeu Armee. D r Klassenkampf in England nimmt immer gewaltigere Dimensionen an. Ja der„Eaglischen CorreSpondenz" lesen wir: „London, 1. Februar. Traurig, sehr traurig sieht es von heute Morgen an in Wales aus. Die so lange gefürchtete und vorherg'sagte Katasteophe ist wirklich eingetroffen; die Eigenthü- mer aller Kohlenbergwerke und aller Eigenthümer haben fämmt« liche Arbeiter entlassen, und in Monmouthshire, sowie in Gla- Morgan wird kein Pfand Kohle mehr geschürft und kein Loth Erz mehr in den Ofen geworfen. In diesen beiden Grafschaften befiadeu sich 450 Kohlenmineu, welche an 70,000 Arbeiter be- schäftig.n, und 150 Eisenhämmer mit nahezu 30,000 Arbeitern. Die erfieren fordern jede Woche 350,000 Tonnen Kohlen zu Tage und verdienen dabei im Durchschnitte 100,000 Sstr., wab- read der Lohn der letzteren an 40,000 Lstr. ausmacht. Hierzu kommen noch die Arbeiter in den Erzminen, welche auch an 10,000 Lstr. per Woche verdienen. Uebcr 110,000 Arbeiter feiern daher in dieser Gegend und 150,000 Lstr. werden wöcheut- lich weniger daselbst verdient. Ein Theil der Leute erklärte fich mit der beabsichtigten Herabsetzung de» Lohnes nicht eiaverstauden und orgauifirte einen Strikez die Meister erklärten, wenn jene nicht wieder zu ihrer Arbeit zarückkehrteu, so würden ste eine allgemeine Ausschließung eintreten lassen, und da die Kohlenarbeiter bei ihrem Strike verharrten, so wurde auch die Drohung wirklich anSgeführt. Wie es gewöhnlich im Leben vorkommt, fo müssen auch hier die Unschuldigen mit den Schuldigen leide», und die Eifeuarbelter, welche gerne bei ihren Werken geblieben wären, sehen sich nun im Winter ihrer ganzen EinnahmSqaelle beraubt. Die Handlungsweise der Eigenthümer ist eine nicht zu rechtferti- gendc; wären sie in eine Zwangslage versetzt worden und hätten sie ihre Oefen ausblasen müssen, weil die Kohlenarbeiter ihre Thätizkeit eingestellt hatten, so würde gewiß die allgemeine Sym- pathie fich ihnen zugewandt haben, allein da bloS ein Theil der Kohleuwerke nicht arbeiten, für die Hochöfen jedoch genug Kohle Produzirt wurde, so kann mau die HandluvgSwiife der„Herreu" nicht anders, als einen grausamen Zwang gegen die Arbeiter nennen. Sie wollen durch den Druck, de» sie jetzt ausüben, im Kein Theil der französischen Arbeiter hat so viel über die focia- len Uebel gegrübelt, hat so viele, viele Stunden in den schwin- delnden Abgrund geblickt, als die Schneider, welche von jeher in Frankreich dem SocialiSmuS geneigt waren. Es gelang den be- sonnenen Arbeitern, ihre Kameraden von jeder Demonstration, die zu Unruhen führen mußte, abzuhalten, und es wurde beschlossen, eine allgemeine Versammlung aller Schneider von Paris zu» sammcn zu berufen. Diese Versammlung fand in einem Saale in einer der Vorstädte von Paris statt, und ungefähr 10,000 Schneider waren in derselben gegenwärtig. ES charakterifirt den französischen Arbeiterstand, daß man nicht etwa die Beschwerden der Profession, sondern die Leiden der Arbeiter im Allgemeine» diScutirte. Man beschäftigte sich in mehreren Sitzungen mit der Theorie deS Elends, man unterzuchte, wie die Arbeit, die jetzt am niedrigsten in der Gesellschaft steht, die höchste Stufe erreichen und der König und Meister der Welt werden könne, und es war nur eine Antwort darauf: durch die Assoziation. Man diSkutirte hierauf alle Theorien. So viele Taufende' von Arbeitern begriffe», daß ihre Einigung Resultate erzielen müsse, und daß ein Wider- stand gegen das assoziirte Elend unmöglich sei. Glücklicherweise theilten auch die Meister in diesem Augenblicke die Leiden der Arbeiter, und auch ste hatten sich versammelt, um zu berathen, auf welche Art die Krifis beschworen werh-n könne. Noch mehr, die Fabrikanten der vorzüglichsten Städte in der Provinz hatten Abgeordnete nach Paris gesandt, um die provisorische Regierung zu bestimmen, eS ihnen möglich zu machen, den Arbeitern Be- sckäftigung zu geben, weil die Arbeit in ganz Frankreich stille stand, was gerade so vi� war, als ob der Blutlauf in einem Körper stocken würde. Durch die Meister und Fabrikanten ge- preßt, erließ die provisorische Regierung das Dekret vom 9. März 1848, durch welches den Gemeinden die Verpflichtung auferlegt wurde, die Kosten der Kleidung der Nationalgarden zu tragen. Die Stadt Paris erhielt demnach die Verpflichtung, die Unifor- Stande sein, ein für alle Mal zu zeigen, daß fit Herrea der Situation find und daß das Verlangen der Arbeiter, ihre Ansprüche von einem Schiedsgericht» entscheiden zu lasse», niemals bewilligt werden könne. DaS unsagbare Elend, welches durch dies« Handlungsweise hervorgerufen werden wird, kommt hierbei gar nicht in Betracht. ES find nicht allein die Hauderttausende von Familu» der Arbeiter, die durch daS Vorgehen der Arbeit- gebet brodloS werden, sondern der ganz» kleine Gewerbestand jener Gegend wird rnimrt. Die Bäck-r, Fleischer und Krämer, deren einzige Knuden die Arbeiter find, könne» ihre Geschäft; schließen und sehen dem Bankerotte entgegen, wen» die Arbeits- riusielluaz einige Zeit andauert. Wie lang« die Arbeiter auSzu. halten im Stande sein werden, läßt sich schwer vorhersehen; ihre Ersparnisse find nicht sehr bedeutend und aaS der VereivSk�sse kommen sie nichts erhalten, da der Strike o'jne Genehmigung des CeutralaaSschasseS angeordnet w.rde; zudem wäre eS eine reine Unmöglichkeit, diese Hunderttanscade von Arbeitern anS der Kasse zu erhalten. Eine ankere Fr.ge ist eS wieder, wie lange die Arbeitgeber in der Lage bleiben werdnt, ihre Werke feiers zu lassen; auch bei ihnen stehe» große Kapitalien und wichtige Ja- teressea auf dem Spiel», nur spüren sie nicht, wie die Arbeiter, persönlich die traurigen Folgen. Auf den Kohleumarkt dürfte der Abgang von 250,000 Tonnen wöchentlich einen nicht unbedenten- den Einfluß ausüben und werden auch wir in London in dem erhöhte» Preise für Kohlen von dem Zwiste in Wales zu leiden haben. Die Stimmung der Arbeiter ist eine gedrückte, aber voll- ständig ruhige; vorläufig ist auch nicht die geringst; Spur von Aafregung fichtbar; allein wen» einmal die Roth in den Hänsern sich drückend bemerkbar machen wird, wenn der Hanger mit star- ker Hand an die Thüren der Arbeiter zu pochen beginnen wird, dann dürsten vielleicht jene industriweicheo, dichtbevölkerten zwei Grafschaften der Schauplatz trauriger Vorkommnisse werden. Der CeutralauSschuß der vereinigten BerzwerkSarbeiter hielt gestern eine geheime Sitzung in Mavchester, ans welcher bloS bekannt wurde, daß die Lage in Wales ans daS Wärmste der iuSividnellen Sympathie aller anderen Arbeiter in England empfohlen wird." * Dir Leitarlikrlfchreiber der„VolksZtitUNg", der Exleih- Bibliothekar Bernstein, verübt wieder einmal ein gräßliches Attentat an der deutschen Sprach:. Derselbe beginnt seinen Leit- artikel in der Sonnabeud-Numwer der„BolkSzeitung" mit fol- genden grammatikalische» und stilistischen Uagrheuerlichteitev. Herr Berastein faselt, wie folgt:„Die arme, arme Wissenschaft! Sie sucht immer und immer nach Wahrheit und geht doch, wie der neueste Fasten- brief deS Herr» Bischofs von Mainz sonnenklar beweist, mit völ- lig verschlossenen Angeu dem alleinigen Qaell vorüber, obwohl er so mächtig sprudelt, daß, da die große Klerisei darin wie in einem gewaltigen Badebasfin wohlig gleich de» Fischlein herum- schwimmt und so gewaltig die Stimme erhebt, daß alle Kirchen« thüren davon dröhnen und alle Glocken eS nachtönen, daß da die wirkliche wahre Wahrheit, d-S Alpha und Omega sei und außer ihr bloS Zweifel walte, der zur Berzweiflnug fährt!"— Herr Bernstein, wahrhaftig, die Ferienarbeiten, die ei» Ihnen gewiß b:kannter Uoterqaartaner im„Kladderadatsch" zeitweilig veröffentlicht, sind stilistische und grammatikalische Mnsterstücke gegen solches Geschreibsel! Ja der That, Lassall» hatte nur zu gut Recht, als er fie mit folgenden Worten charakterifirte: Wer aber sollte sich z. B. dazu itberwludeu, die zugleich widerlichste und komischste Ersch:iuung unserer Tage, die Berliner„BolkSzeitung" und ihren Redakteur, Herrn Bernstein, zu charakterifiren, einen g wcsenen Leih- bibllothekar, der in seluem Geschäfte die Lektüre seiner Leihbibliothek prost- lirt hat und damit die Bildung erlaugt zu haben glaub», die erforderlich ist. um eiu großes Boll zu führen? Tin Manu, der täglich über Gott und die Weit und noch vieles Andere Leitartikel schreibt und die» nur deshalb kann, weil er lu seiner glücklicheu Unwissenheit gar nicht ahnt, wie ihm auf jedem Schritt und Tritt alle Slement: fehlen. Ein Mann, der nicht einn al deutsch zu schreibe» vermag, sondern durch ein eigernhüm- liche? Kauderwelsch, da? er seineu Leser» eluaiebt, da» sogenannte Jüdisch- deutsch— kein Satz ohne grammatikalische Fehler— dem Volke laugsam nud sicher sogar noch seine Sprache und deren Geulu» verdirbt. So schrieb schon Lassalle. A'-er gleichwohl glauben wir, daß der Leitartikel nusereS ExbibliothekarS in Nr. 31 der„BoUSzeitung" nnübtttroffeu da« steht. Herr Bernstein, wenn ein Schüler einer Volksschule in seinem deutschen Aufsatz» Derartiges schrieb, der Lehrer würde ihm daS Heft um die Ohren schlage». Was soll ma» aber mit Ihnen anfange»? Oder sollte vielleicht die Witterung der letzten Tage anl ihr Gehirn störend eingewirkt haben? * Wir stehe» am Abgrund! Selbst die„Augsdurgtk Allg. Zeitung", die sonst unstreu wirthschaftlich«» Verhältnissen nichts Schwankendes und Unhaltbares sab, sondern stri» mit rofiger Laune in die Zukauft blickt», schreibt bezüglich des Schwindel- Ofeuheim ja Wien:_ men für 100,000 Nationalgarden zu besorgen, und 300,000 Me- ter Tuch wurden sofort bei den Fabrikanten von Sedan, Abbe- ville, Louvrier», Limoux und Elbens bestellt, Schneidergesellen, welche hiervon unterrichtet wurden, richteten hierauf folgende Pc- tition an die provisorische Regierung: „Die Schueiderarbeiter forder« von der Regierung, mit der Verfertigung der Uniformen und Beinkleider für die National- gard» beauftragt zu werden. Wenn fie wünschen, diese Bestellung zu erhalten, so geschieht dies, um allen ihren Brüdern, welche ohne Arbeit find, zu Hälfe zu kommeo, ohne daß hierbei irgend ein Mißbrauch möglich wäre. Di« Abgeordneten der Korporation verpflichten fich, die Arbeitsprodukte gleich und brüderlich mit ihren Kameraden zu theilm, and fie würden Ihnen, falls Sie eS wünschen sollten, alle Auskunft geben, welche Ihnen erforderlich scheinen sollte." Währeud die Meister, welche die kalte Hand deS Elends nicht so schrecklich fühlten, wie die Arbeiter, die provi- forische Regierung aujammerteu und förmlich bettelte», lag in dieser Zuschrift der Arbeiter eine Würde und Einfachheit, welche dem Ernst« deS Augenblicks angemessen war, und fie sprachen weniger von fich, als von ihren Kameradeo, die ohne Arbeit waren. Die provisorische Regierung bewilligte ihre Forderung, nud durch die Vermtltelnng der Regierung schloß die Muuizipali- tat von Paris»inen Bertrag mit den Schneider» ab, dem zu Folge die Letzteren sich verpflichteten, 100,000 Uniformen, je 400 des Tage», zum Preise von 10 Francs per Uniform und 3 FravcS per Beinkleid zu verfertige». Ei» zweiter Bertrag zu denselben Vedingnugen wurde mit dem Minister deS Juuern ab- geschlossen, dem zu Folge die Schneider fich verpflichteten, 10,180 Uniformen und Beinkleider für dir Mobilgarde zu liefern. Einige Tage nach Abschluß dieses Vertrages wurde das Schuldgefängniß der Ru« de Elichy, welches nach der Aufhebung des Schulden- arresteS'durch die provisorisch» Regierung leer stand, der neuen Arbeiterassozialio» zur Berfüguvg gestellt, und binnen Kurzem „Es geht hier eiu Ereigniß vor fich, welches I» Ju-ahrhei schickfalverkündend genannt werden kann. Der berühmte„iv- dustrielle Aufschwang" Oesterreichs fleht vor Gericht, und wi dem Verdikt, das ihn trifft, wird auch das Urtheil über daS, wa- Moral heißt, abgegde» werden. Die Sache ist von iinem furch!' baren Emst und eS thvt uoth, die unabhängige Meianug in'ij Ausland zn flächten, da die hiesige Presse längst mehr oder ntiil'j de? verdeckt Partei ergriffen ha», und nvr der„Figaro" seiner blumenumwundeue» Hammer auf den Kopf der Nägel nieder' fallen läßt.(?) Viktor von Ofeuheim, Ritter von Povt-Eoxia, der schon i' seinem Titel eiu ganzes Decenninm österreichischer Geschichte dar- stellt, hat«S richtig dahin gebracht, mehr als eine aufgeblasenst! Person zu sein, nämlich ein Prinzip. Wird dieses Prinzip„ua' fchnldig" erfan'-eo, so ist der„iudastrielle Aufschwang" in seimr ganzen AaSdehaung bis in daS k-um defiairbare Extrem freigesprochen. Wird eS verurtheilt, so gesellt fich zu den 238 Wiener Bankerotten deS JahreS 1874 der 2S9ste, der moralische, ei» Bekeantniß in Sack und Asche. DaS ist der durchschlagend' TheilullgSgrand in der Lffentlichea Meinung; die Miaderheit. welche den größten Lärm erhebt, will nicht mit verdammt, Gegenthril mit rehabilitirt sein, Ofeuheim ist ihr Held, Märtyrer und TypttS; die große Masse hat kein Urthei als daS des Eindrucks von Tag zu Tage und daS der Presse, und nur die Minderheit oder Mehrheit verhüllt ihr Haupt, nach« denklich und traurig. In der einen oder der andern Form uahl ein dies irae(Tag der Rache). DaS Musterbild eines solchen„bethciligten" besseren Kopfei trat unS in Sr. Excelleaz dem Geh. Rath Dr. Karl GiSkra entgegen, der den Augenblick seines Erscheinens vor Gericht srhv's lichst herbeigewünscht hatte, um fich nach oben, uach der Mitt', und nach uattn zugleich zu rächm und— In den Augen aller ehrlich«! Leute— für immer zu raiaire». Der gewesene Mi' nister GiSkra wußte längst, daß er nach oben hin für alle Ze-t unmöglich geworden, daß ihn eine gewisse höchste Rechtschaffenhei!! gründlich haßt— und er perhorrescirt dag Miulstersein in der verächtlichsten Weis»! Herr Dr. GiSkra hatte bei Einleitung de.' Untersuchung mehrere schlaflose Nächte gehabt, da der Leumund von der Solidarität der BerwaltunzSräthe mit dem General- direktor munkelte und von möglichen Anträgen des UatersuchungS' richterS sprach. Als Herr Dr. GiSkra aufalhmete, sah man ih» in den Korridoren des AbgeordnetenhausiS, Hand in Hand mit Reportern zweiter und dritter Klaffe, Beschlag auf die Meinung� fabrik legen». Generalversammlungen waren ihm nichts, die will' kürlichstin Verfügungen Über die bedeutendsten Summen nichts. „DaS geht nicht anders in dem industriellen Aufschwünge, de» meine Reziernng inangurirte! Ob Ofeuheim„Provifion" geuommen hat?— seltsam! Frage! Jeder Kellner nimmt ein„Trinkgeld", jedes Dimfimäd' che», jeder Advokat und Minister, folglich auch jeder General- direktor. DaS ist österreichische LasdeSfitte, besonders seitdem „meine" Regierung den„industriellen Anffchwung" in Sceae fetzte. Und dabei kokettirt die Excellenz mit Präfidinm, Ge- schworen«!, ja mit der GallerU, gleichsam ein N-roaischeS nuno plaudite, cives(Jetzt klatscht. Bürger, mir Beifall zu) hervor- stoßend. ES war der Freigelassene, der den römischen Bürger komodirte. Der Bertheidigrr beging ein wahrhaftes ä propos, als et diesen Zeuge», einen nahen Verwandten deS Angeklagten, eine» star!„Betheiligten" unter den„Gründern", um ein Sitten- zeagniß über Ofenheim anging, welches Zengniß dann auch dem Bielverfchmähteu die Ehrevkrone der Rechtf-rtizunz auffetzte! So wird denn hier eis Spiel getrieben mit Allem, was bis jetzt noch Ehrlichkeit, Rechlschaffeuheit und Moral genannt wurde, ein Spiel, das je nach seinem Ausgange zum Mark- oder Leicheu- stein österreichischer Eotwickelang werden kann und muß. Nicht um daS Jodivldnum Ofenheim handelt eS sich,-S handelt fich uw ein Prinzip, am daS Blut in den Adern deS VolkSkörperS, uw Anffrifchung oder gänzliche Zerstörung dessen, was einzig einer staatlichen T:sellfchaft die Existenz verbürgt. Kein Staat vermag ohne sanktiouirte Sittlichkeit, ohne feststehende Grundsätze deS gc- meinsamen Lebens zu bestehen. � Doch eS wird„fortgegründet" und„fortgeschwindelt". iLprös nous le deluge— Noch unS die Süadfinth, lautet dir Parole der heutigen Gesellschaft. * Folgendes lesen wir in dem soeben herausgegebenen 3. Heft deS zu London erscheinenden russischen socialistischen Organs„Vor- wärt?"(Wpered): „Phillppens(ein bekanntes thätigeS Mitglied des rufst- scheu höchsten Polizei- und Spionage-Jnstitutes, der HI. Abthei- lung deS Kaisers von Rußland eigner Kanzlei), als Philippeus, ---------------------------------1------ r------------------ hatten fich 1500 Arbeiter in demselben festgesetzt, und mehr alS 2000 Familien wurden uou der Assoziation außerhalb dieser gro- ßen Werkstätte beschäftigt. „Jastiuktmäßige und mysteriöse Poefie der Revolution!" ruft Andd Cochet, der daS Material zur Geschichte dieser Assoziation geliefert hat.„Dieser arbeitsame Bienenstock in den traurigen Zellen eines SchuldgefäuguisseS wollte daS nicht sagen: AuS- lösuug deS TleudS durch die Arbeit?" Die Arbeiterassoziation war eismal in'S Leben getreten, sie war von der Regierung an- erkannt, fie stand da, als eine mächtige Thatsache, als eine fchla« gende, plötzliche Widerlegung aller Einwürfe gegen die Möglich- keit der Arbeiterassoziationen, als eine Festung, von der aus de» Kampf für die Emanzipation des ArbdterstandeS beginnen sollte. Die Schneidermeister von Paris waren durchaus nicht feindlich gegen diese Assoziation gestimmt. Sie wußten sehr wohl, daß, wenn die Bistellung auf dem gewöhnlichen Wege von der Regie- rang ausgeschrieben worden wäre, dieselbe ohne Zweifel in die Hände der maisons de confection gefallen wäre, und daß sie selbst von derselben keinen Ratzen gezogen hätten. Die Meister boten daher der Assoziation ihren Kredit, ja ihr T'.ld an, uw dieselbe zu unterstützet?. Die Arbeiter hatten wohl die LieferuugS- kontrakte und das Lokal, aber nicht die Geldmittel, uw die Ar- beitev beginnen zu können.. Die Schneidermeister fubscribirte» 11,600 Francs, welche st: der Assoziation als Geschenk antrogev- Die Assoziation nahm diese Summe jedoch bloS als ein Darleho na, und fie hat dieselbe später gewissenhaft zurückb-zahlt. Die Schueideraffoziation war das erste große Beispiel der Arb-ttervereinigungeu. Allein eS wäre ungerecht, die erste Forru derselben, wie fie in der Rae de Elichy auftrat, alS ein Modell der Assoziation hinstellen zu wollen, und erst die spätere Reorga- uisatlon der Schueideraffoziation machte den Anspruch, als ein Experiment einer neuen Theorie zu gelten. Die Assoziation der Rue de Elichy war unr»ine Assoziation lu dem Sinn», in wel' der bekanntlich in der Aktienfälschungsafsaire des Spions Kols» sow verwickelt,«ud dabei kompromittirt war, verbreitet jetzt das Gerücht, dc l er seine Stellung bei der HL Abtheilung aufgiebt oab nach d a Auslände geht, um sich dort mit ZeitnngSheraus- gäbe zu beschäftigen." „Nock evor PhilippeuS seine Stellung verließ— berichtet weiter das erwähnte Organ— wurde uns mitgetheilt, daß der- selbe in's Ausland geschickt wird zum Zwecke der Beobachtung der Entwickelung und Verbreitung der russischen Emigrantcnpresse." Nun erinnern wir uns aber, im Annoneentheil des, Kladde- radatsch",! d. 22. November 1874, folgende Ankündigung gelesen zu haben: „Handels und Jadustrie.Anzeiger für Rußland. Im Laufe des Dezember d. I. beginnt die Herausgabe eines Wochen- blatteS, welches ausschließlich Annoncen enthalten wird. Die für das Blatt bestimmten Inserate auS verschiedenen Ländern werden in'S Russische übersetzt und das Blatt, in Berlin gedruckt, wird in Rußland in Form einer Beilage zu den bedeutendsten russischen Zeitungen verbreitet k." Weiter heißt eS: t „Laut Vertrag mit der Handlung des Herrn Rudolf Masse in Berlin hat dieselbe überaommen und ist ihr das aus- schließliche Recht übergeben, für das besagte Annoncen- Blatt Inserate entgegenzunehmen in den Grenzen, des deutschen Reiches, der österreichischen Staaten und der Schweiz.— Berlin, Im November 1874. Der Herausgeber: C. v. Phi- lippeus, Bendlerstraße 8." Der, Volksstaat" bemerkt hierzu:«LM Ob dies wohl derselbe Herr PhilippeuS sein mag?— Ohne diese Frage heute weiter erörtern zu wollen, warnen wir hiermit Jedermann vor dem, durch daS Organ„Vorwärts" gekennzeich- ueteu, offenbar höchst gefährlichen Individuum, welches jedenfalls zu keinem anderen Zwecke sich in Deutschland herumtreibt, als zur Ausspionirang der des SocialiSmuS verdächtigen russischen„Unter- thanen". Wir können uns übrigens erinnern, noch andere höchst „pikante" Einzelheiten über diese Person in den früheren Heften desselben ruifischeu Organs gelesen zu haben, und werden wir ge- legentlich darauf zurückkommen. * Wie viel Millionäre, einfache und mehrfache, jetzt hier in Berlin ortSangehörig sind, geht aus einer Millioueu-Statistik einer „ berliner Zeitschrift" hervor. Dieselbe schreibt: Wenn man nach der Eiukommenstenir-Einschätzung von 1874 das eingeschätzte Einkommen mit 20 kapitalifirt, so erhält man fol- gende Anzahl von Millionären. Mit je einer Million Thaler Vermögen 49, wovom 23 in Berlin; mit 1,300,000 Thaler 37, davon 10 iu Berlin; mit 1,600,000 Thaler 24, davon 10 in Berlin; mit 2,000,000 Thaler 14, davon 5 in Berlin; mit 2,400,000 Thlr. 13, davon 7 in Berlin; mit 2,800,000 Thlr. 3, davon 2 in Berlin; mit 3,200,000 Thlr. 3, davon 2 in Berlin; mit 3.600,000 Thlr. 4, davon 2 in Berlin; mit 4,000,000 Thaler 2 in Berlin; mit 4,800,000 Thaler 10, davon 1 in Berlin; mit 5,200.000 Thlr. 2; mit 6,000,000 Thlr. 1 in Berlin; mit 7,600.000 1 in«erlin; mit 9,600,000 Thlr. 1 in Berlin; mit 10,000,000 Thlr. 1 in Oppeln; mit 12,000.000 Thlr. 2, 1 iu Berlin, 1 im Regie- ruvgSbezirk Wiesbaden; mit 14,000,000 Thaler 1 in Frankfurt a. M.; mit 33,600,000 Thaler 1 im Re-ierungSbezirk Düsseldorf. Die letzten Beiden sind wohl Rotbschild und Krupp. Boa den oufgezählten 169 Millionären wohne- also 68 in Berlin und 101 in den Provinzen. Finstcrwalde, 7. Jau.(Berurthellung.) Am 5. Januar standen an» Kirchhain vier Parteigenassen vor»er Krimwalabth-iiung dlS llinig- licheu Kreisgerichl» z» Lucka», angeklagt, Vorsteher, Ordner und Leiter eines palirischen ZiveigvereinS deS Allg. deutsch. Arb.-Beniu» gewescu zu sein. Der Staatsanwalt beantragte gegen Jeden 3 Wachen Gefäugniß, der Ge< richtshaf redusirte und erkannte ans 30 Mark Geldstrafe, im UnvennSgeuS- falle anf eine lOtSglzc Haft. Darauf fallt- in demselben Termin noch gegen die Mitglieder deS Allg. deutsch. Arb.-Berein« in Dobrilngk, Emrich und Arnold, verhandelt werden. Emrich war jedoch nicht erschienen und s» wurde auf Antrag de« Staatsanwalts dle Verhandlung vertagt bis Emrich ausfindig gewacht sei. Außerdem wurde sogleich wegen der FIn- strrwalder Mitglieder des Allgem. deutsch. A b.-Bereins Freund Arnold ans die Anklagebank gestellt. Der„NIedcrlaufitzer Anzeiger" schreibt darüber Folgendes:„In der öffentlichen Sitzung der Krimlualabtheilnug de« hie- fizrn KrelSgertchtS am 5. ds». wurde gegen den Social-Demokraten Tigar- renmacher Arnold verhandelt. Arnold war angeklagt, gegen da» Vereins- gefetz verstoßen zu haben. E« handelte fich dämm, ob der Arbeiterverein In Flnsterwalde, in welchem Arnold Borlefnng ans Lassalle'« Schriften u. f.«. gehalten hatte, al« ein s-ldstständiger Verein zu betrachten sei, oder ob die Mitglieder in Finstirwalde dem Aug. deutsch. Arb.-Berein, zur Zeit in Bremen, angehören. Angeklagter, welche« mit großer Hast und vielem Eifer der Vorlesaug der Anklageklagefchrist folgte, fnchte in längerer Rede chem die Mannschaft eines Schiffes, das seineu Kapitän verloren hat und iu der Gefahr auf eigene Faust hin zu steuern anfängt, eine Assoziation genannt werden kann. Mau hatte nicht die Zeit, an die Abfassung eines Vntra-cS zu denken, oder irgend ein anderes Prinzist z« realistrev, als daß der Brüderlichkeit. In dem großen Saale deS Gefängnisses war ein Reglement von zehn Artikel» angeschlagen, in welchem be- stimmt wurde, daß die Arbeit gemeinschaftlich und unter der Auf- stcht von selbst gewählten ChefS der verschiedenen Abtheilunge» stattfinden solle, daß man zehn Stunden deS TazeS arbeiten müsse, daß alle Arbeiter, was auch immer ihre Beschästigong sei, den- selben ArbntSlohn und denselben Anthcil au dem Gewinne haben sollen, daß der Arbeitslohn 2 FrcS. per Tag betrag», daß der Gewinn später unter die Assoziirten vertheilt werden, und endlich, daß 2 pCt. von dem Gesammterttage zur Begründung eineS Ka- PitakS für spätere Operationen zurückgehalten werden sollen. Bei Begründung dieser Assoziation wurde keiner der Grundsätze in Anwendung gebracht, die spätere Assoziationen beobachtet haben. Alle Arbeiter, die fich meldete», wurden zugelassen, selbst wenn sie krank, arkeitSoofähig, träge oder ungeschickt waren, eS genügte, im Elend zu fem, um aufgenommen zu werden. Mehrere Tau- sende von Arbeitern, von denen die Einen nicht den Andern kann- ti«, fanden sich hier zusammen, und wenn die geschickten Arbeiter darein willigten, daß all« Mitglieder der Assoziation denselben Arbeitslohn erhalten sollten,.so geschah dieS L. Blaue zu Liebe, der den Arbeitern geholfen hatte, und der im Loxembourg die Gleichheit des Arbeitslohnes als ein Evangelium verkündigte. Außer den öffentliche Sitzungen im Laxemboarg, denen L. Blanc als Präsident der Arbeiterkommisflou beiwohnte, fanden noch ver« trauliche Zusammwkünste der eivflaßreichsteu Arbeiter mit LouiS Blanc statt, in welchen L. Blanc den Arbeitern vorschrieb, wie sie fich zu benehmen hatten. Cr erwarb fich auf diese Art einen große» Efostnß ans die zahlreichst» und intelligenteste Klasse der das Letztere zu beweisen. Die königliche StaaiSauwaltschast plaidirte für da« Segenthell un» beanttagte dl« Brstrafmig de« Angeklagten rnK vier Wochen Gefävgniß. Der Gerichtshof schloß ßch der AnSführnng de« StaatSanwaltschafl an und vernethellte den Angeklagten zu 14 Tagen Ge- sänznlß; erkannte auch Schließung de« Arbeitervereins in Finsterwalde. Wir bemerken hierzu, daß Arnold gegen da? Srkenntniß appellirt hat."— Zum Schluß wurde noch gegen den hiesigen Schuhmacherverein, welcher ebenfalls in Berbiudnug mit politischen Vereinen gestanden haben soll, ver- handelt. Es stsrden Unterzeichneter und Freund Fckler ans der Ballage- dank, jedoch erfolgte ganzliche Freisdrechnng, well der Schuhmachetverein rar reia korporative Zwecke verfolge. Tarl Hoffwann. Bmkhaedßdorf, 5. Februar.(Bericht.) Sonntag, den 31. Januar, fand hierselbst eine Volksversammlung statt, welche von vielen auswärtigen Freunden besucht war. Vorsitzender war Oswald Roscher von hier. Herr Wiemer ans Magdeburg sprach al« R-streut über den ersten Pnnkt der TageSordiwug,„die Interessen de» Belkes und sewe Vertreter", und er- ledigte denselben n.tcr dem größten Beifall der Bersammlnug. Herr St.cgler an« Themnitz, welcher an Stelle Ptt'chmaen's erschienen war, re- fcrirtc über den zweiten Pnnlt,„die Bereinigung der beiden Parteien". Nachdem derselbe unter allgemeinem Beifall der Anwesenden die großen Vorthejle dargestellt hatte, welche diese Bcreinignnz in fich trage, und Herr Wiemw, so vie die hiesige» Parteigenossen Oswald Roscher und Friedrich Göeuer einige bcherzigenswerthe Worie au die Gesinnungsgerossen gerichtet hatten, wurde folgende, von dem Letztgenannten eingebrachte Resolution ein- stimmig genommen und allen Parteigenossen zur gefälligen Beipfllchtnng empfohlen:„Di- heu.-ige Volksversammlung beschließt: in Anbetracht der politischen und socialen Mißstände dahin wirken zn wollen, daß die Bereini- guag der beiden social. demokratischen Fraktionen auf centrallstischeu Grund- sätzcn baldmöglichst herbeigeführt werde. Gustav Görner. Barme», 7. Februar.(Warnung.) Ich warne hiermit sämmtliche Parteigenossen, bei dem Anhänger deS BikdungSvereins Fritz Moll in Arbeit zu treten. Besagter Herr hat eine Ardeltcrkrankenkaffe gegründet, in die jeder Arbeiter außer den Eins hreibegebühren von 10 Szr. monatlich 7$ Sgr. bezahlen muß. Wird jedoch cia Arbeiter arbritSuaföhlg, so erfolgt sofort seine Entlassung. Gießler. Liaden, 8. Januar.(Splnnerstrike) Weg«« Lohndlffcrnzen er- suchen UnUrzeichmtf, den Zuzug streng fern zu halte.: Die Splvuer der Baumwollensplllllerei. Hamburg, im Januar.(Völlige Aufklärung in Betreff der Angelegentjeit de« Herrn Weigel) Im Oktober und November IL« fand ein Strikc der Tigarrenarbeiter in Holland, rcsp. Rotterdam sta't. Die Herren Tohn aus London und F. W. Feltzsche aus Berlin reif.cn in dieser Angelegenheit In Norddentschland nmher, um Propaganda für die Sache zu machen. Unter dieser Anregung bildet« fich hier in Ham« bürg ein Strikccomits, welches Gelder lm Betrage von ca. 20 Thalern einsammelte, und wurde mit der Versendung derselben C. Weigel beauf- tragt. Seit Ende November 1873 wartm die Tigarcenarbeiter Hamburgs und Umgezend, welche zu diesem Strike Gelser beigeßcnerl, um Aufklärung oder B-weiSmittel, ob Herr Weigel das Gelb abgeliefert habe oder nicht. Herr Weigel wurde von den damaligen Sttlkecomltsmltgllederu Hoffmann, Pbillpp und Herzig mehrfach anfgefordert, ihnen die Önittung über die abgesandten Gelder zn zeigen; er verweiarrte es Ihnen, indem er sagte, er hätte den Postschein ulebt bei fich. Da nun Weigel eS den Comltsmitglie. der» und cinzeluen Personen versagte, Rechenschaft zu geben, so wurde er in süiis aufeinander folgenden Eigarrenarbeiterversammlnngcn aufgefordert, Ausschlnß zu bringen. Er fehlte jedoch beständig in jeder Versammlung. Ja der drmm Versammlung wurde eine Äommlifiov, au« 8 Personen de- stehend, ernannt, welche beaufttagt war, stch die Quittung von Weigel zel- gen zu lassen. Die Kommisston begab sich am andern Morgen zwischen 8 und 9 Uhr in die Privatwohnung desselben, und theilte ihm den Zweck ihres Kommen« mit; derselbe fühlte sich nicht gemüßigt, das Bett zn ver- lassen, sondern wurde grob und meint«, so könnte ein Jeder kommen, der- wie« den Herren, weil sie mit solcher Antwort nicht zufrieden waren, da» Zimmer. Ja der vierten Versammlung schickte der Herr, statt selber zu kommen, den Boten Herrn Schreckcnbach, welcher der Versammlung die frohe Kunde brachte, daß Herr Weigel den Postscheiu verloren habe. Es wurde nun iu dieser Versammlung daS Bureau, aus drei Personen beste- hend, ermächtigt, Ermittelungen bei den Postanslaltc!-. einzuziehen, ob da- mal« Gelder bei denselben direkt eingezahlt seien, wie die Augabe de« Herrn Weigel lautete. Da» Ergcbniß war fruchtlos, weil un» der Naw- de» Adressaten fehlte. Wir begaben uuS nun zu Herr» Weigel, und eröffnete uns derselbe anumchr, daß er das Geld ln einen rekomwaudirteu Brief gelegt habe, er wüßte aber den Namen, sowie Wohnort de« Adressaten nicht mehr, Hieraus erhielten wir von Herrn Philipp die Adresse deS damaligen Strikekaffirer» Herrn Hartenste'n, Opdikstraßc, Rotterdam, welche wir der Oberpostdirektion übergaben, um die Hauptbücher nachschlag u zu lassen. Da« Ergebniß war wiederum fruchtlos, da in der Zeit, iu welcher Herr Weigel den Geldbries abgesandt haben will, kein derartiger Name in den Postbüchcrn anfzufindeu ist. Diese» Resultat wurde der Tigarreuarbeiter- Versammlung vom 9. Januar mitzctheilt, und wurden wir von der Ber- sammlong beauftragt, vorstehende Erläuterungen einzuschicken, uud ward sodann nachstehende Resolution einstimmig angenommen:„Die öffentliche Cigarreuarbeiterversammlung am 9. Januar erklärt, daß Herr Weigel iu fünf aufeinander folgenden Versammlungen aufgefordert und nicht»rschieuen ist, und fordert dieselbe ihn auf, innerhalb 4 Wochen das BcweiSmaterial herbeizuschaffen, daß da» Geld zu seiner richtigen Bestimmung gelaugt sei, widrigenfalls die Sache der Oessentlichkeit als Unterschleis preisgegeben wird." H. Kottkamp. G. Bartels. I. Betters. Arbeiter, die Schneider, die schon im Jahr» 1831 eine» ersten Versuch dn Assoziation in Nantes gemacht hatt-n, der jedoch wegen schlichter Aufführung ihreS Garant mißglückt war. Die Assoziation der Schneider kann als sein Werk betrachtet werden, sowie er auch später half, die Assoziationen der Sattelmacher und der Spinner zu begründe». Die Schneider mußten daher den Tränmen L. Blanc'S nachgeben und die Gleichheit deS Arbeits- lohn» annehme». Die Bourgeoisie wurde jedoch dadurch vom Beginne au g». gen die Assoziatkonen eingenommen, weil dieselben in einer com- munistischeu Form auftraten, und weil mau wußte, daß sie unter dem Einfluß L. Blanc'S standen, der öffentlich im Loxembourg die Ko-karrevz als das Nebel der Gesellschaft hinstellte and die Liquidation aller Jadustrieo durch den Staat und die Gleichheit deS Arbeitslohns durch Dekrete proklamirm wollte. Die Arbei- terassoziatiooe« habe» fich später dem Einflnsse L. Blanc'S ent- zogen, uud man kann daher diese erste Assoziation der Schneider nicht als eine Probe der Lehre von der Assoziation betrachten. Keine der Assoziationen ist so sehr angefeindet worden, als die Assoziation dir Schneider der Rae de Clichy. Nach der Juni- revolution war es»einer der ersten Schritte der Reaktion, die Verträge, welche der Staat und die Stadt Paris mit dieser Asso- ziatiou abgeschlossen hatten, zu kündigen und die Assoziation auf- zulösen. Der Minister deS Innern schickte den Polizeikommissär Loynevx nach dem Hütel de Rue de Clichy, um eine Untersuchung darüber anzustellen, ob die Schneider an der Insurrektion Theil genommen hatten. Der Bericht der UntersuchungSkommisfio», welche die Nationalversammlung ernannt hatte, um die Ursachen d:r Juuirevolutiou aufzufinden, uud der i drei starken Bänden veröffentlicht worden ist, enthält auch die Berichte diese» Polizei- kommissärS und deS PolizeikommissärS Bosset. Obschon dies« Kommissäre alle Mitglieder der Assoziation befragte» und alle anderen ähnlichen Verhöre vollständig abgedruckt find, so fehft b.ch Die Most'sche Petition. (Schluß.) Die ia vorstehendem Bescheide anaezognien§§ 37 und 89 der» königlichen Justizministerium etlaffcneu„Provisoriicheu Dienst- und H orbuuug für das Stcafgep.ngntß bei Berlin" vom 19. Mär, 1872 la: _§ 37. „Me Gefängsißsträfllnge sollen ans eine ihre» Fählgk und Berhältnissen entsprechende Weise beschäftigt werden. Den Gefängftitziirüfliugen in der Einzelhaft, welchen uachge wird, sich selbst zu beköstigen, kaan der Direktor die Wah. Beschäftigung überlassen, auch die Aufcrtiguug wissenschas Arbeiten gestatten, insoweit die Borschriste» de« Z 25 uicht gegenstehen." § 29. „Die Beköstigung ist für alle gesunden Gefangene» sow. nach der Menge al»«ach der Beschaffenheit durch die Beiös , gnngSorduung In gleicher Weise geregelt. Bei der Bereit» de, Kost für jüdische Gefangene solle» Jugredieuze» tnw deu werden, bereu Genuß ihre» Religion«- Grmtdsätzeu wider ist. Gegen Vorausbezahlung von monatlich 15 Thaler« l die zur Haft Berurlheilten eine für sie besonder» zubereitete fere Kost aus der Anstaltsküche beziehen. Eine gleiche Bergüa gung kann der Borsteher den Gefängnißsträflingen gewähr. welche fich km Besitz der Ehrenrechte befinden. Weiu wird' fich in solcher Weise beköstigenden Gefangenen nm ans Borsch des Arztes verabreicht." Diese Bestimmungen find indessen nicht mehr Ihrem vollen Umfang nach In Uebnvg. Während nämlich nrsgrünglich Im Strafgefänguiß a, Vlötzevsee, wie in anderen Strafanstalten, snr zweierlei Kost— sie ge» liche Gefangenen- und die Krankenkost— verabreicht wurde, ist da später noch die sogenannte MlUelkost eingeführ worden. Die Einrich entsprang der Erwägung, daß gerade da« Gesänguiß am Plötz-usre o.e.r Jvfaffen berge, denen nach ihrer Körperbcschaffenhell und Gewöhnung die gute, aber schwere Gefavgenkost uicht ohne Schädigiwg ihrer Gesundheit auk die Dauer geboten werden könne, welche aber von der Selbstbeköstigung aus Mangel au Mitteln oder anderen Gründen ausgeschlossen seien. Dem sollte die Verabreichung einer ander« zubereiteten, leichteren sogenannten Mittelkost abhelfe«, welche— je nach dem ärztlichen Gutachten— in mehrfachen Ab> ftufrmgen gewährt wird uud fich so bewährt bat, daß seit ihrer Cfinffllr"" die Selbstbeköstigung überhaupt uicht zugelasscu wird. Dieser Sachl entsprechend ist kinrrieitS dem Beschwerdeführer die Selbstbeköstigung ver sagt, andererseits aber auch sein Antrag auf G-staitung der sreleu Waht seiner Beschäftigung nicht, wie die Petition angiebt, deshalb,«eil er fich nicht selbst verpflege, sondern unabhängig davon ans den oben mitgetheiitei. Gründen abzelehui worden. Herr Most erfährt hiernach jede zulässige Berückfichtiguug: eS find Ihm alle möglichen Verbcsserungen der Kost zugewendet; er hat eine Extraftei- stunde; eS Ist Ihm Schreibmaterial zur Bcrsügutig gestellt uud erlaubt, st mit Stenographie, Geschichtsstudien und sonstigen wissenschaftlichen Arbeit zu beschästtgen, die Bossische Zeitung zu lesen; ihm ist nachgelassen, nl während der ganzen gewöhnlichen Arbeitszeit gewerbliche(Taitonnage-) fe. bclten zu verrichte», sondern nur ein einfaches Pensum täglich zu leisten; ee trägt seine eigenen Kleider und befindet sich nach seinem Wunsche in Einzel. hast; es wurde ihm crlandt, binnen i Wochen 6 Briefe und 8 Eingabe, zu schreiben, 2 Besuche von seiner Frau und 3 Besuche von Parteigenosse? zu empfangen. Der Beschwerdeführer hat devu auch in einem an seiue Familie g richteten Briefe selbst anerkannt, daß er fich, abgesehen von dem Berlus. seiner Freiheit, in d-r Anstalt leiblich und geistig ganz wohl und soga' wohler defiadet, als dies selten im Zustande der Freiheit der Fall Wesen sei." Der RegierungSlommlssar hielt dafür, daß nach diesen thetsächlich Aufklärungen de« Petition eine weitere Folge nicht zu geben sei. Ein A? spruch anf Eutbiridnng von jeder Zwangsarbeit und freie Wahl der Be- schäftigung und Lektüre stehe gemäß K 17 des Strafgesetzbuchs nur deu in Festungshaft Befiadllchcn, und auch diesen nur unter Bcausfichtignng zu, während die zur Gefängnißstrafe Berurtheilteu sich i ach§ 16 a. a. O ihren Fähigkeiten uud Verhältnissen augemesseae Arbeiten gefallen laff' müssen und nach der Dienst- uud Hausordnung am Plötzcusee, sowie na. deu allgemeine» preußischen Gesängnißorduungen der Regel nach hierzu an- gehalten werden sollen.(Jastruktlou für dle gerichtlichen Gefangenanstalten vom 24. Oktober 1873,§ 23. Instruktion des Ministers de» Innern vom 1. November 1851 zn bc.— Jast.-MIu.-Bl. 1839®. 270 ff. Just.-MI-,.- Bl. 1851 S. 366)— Als unangemessen lasse sich die dem Petenten zuge- wicsene Beschäftigung nicht bezeichnen. Der königlich preußische Herr Justizmiulster, gegen welchen fich der Beschwerde zunächst richte, sei übrigen» bisher schon deshalb nicht in der Lage gewesen, eine materielle Entscheidung tu der Angelegenheit zu tref o, weil er mit Uebergehung des königliche» Kammergericht», al» der nüch.n Beschwerdeinflanz über Verfügungen der Gefäugnißausfichtskommisfion,.-l- gerusen worden, mithin der Jnstanzeuzug nicht erschöpft gewesen sei. Dahingestellt möge endlich bleiben, ob eS sich empfehle, die Beh'.ttd- lung de» Gefangenen von der Kategorie deS Beschwerdeführers durch sondere Bestimmungen allgemein zu regeln; der vorliegende Fall erschl jedenfalls uicht geeignet, die Nothweudigkeit oder gar Dringlichkeit dm ger Vorschriften zu erweisen.— Anlangend nun zunächst die Borftage, ob der Jnstanzcnzug zu wa gewesen, bzw. thatsächlich gewahrt fei, wurde in der Kommission mehrs geltend gemacht, daß, insoweit die Petition Schilde» de» öffentlichen R zur Sprach- bringe, es der Beobachtung eines Jnstauzenzug» überall bedürfe, daß aber auch der Jnstanzenzug als gewahrt anzusehen sei, da tent seine Beschwerden dem preußische« Justizministerium vorgetragen, fem also veranlossuug gegeben habe, etwa für begründet erachteten Be schwerden abzuhelfen. Diese Auffassung fand iu der Kommisfion V.n Widerspruch. Zur Sache selbst führten zunächst dle Herren Uebemicher der Pe au», daß die Petition jedenfalls insofern ernstlicher Erwägung und B..—. fichtiguna Werth sei, als sie dem Verlangen nach einem Gesetz über ds Sirafvollziehuog Ausdruck gebe. Daß ein solche« Gesetz, als nothwendig Ergänzung des Strafgesetzbuch», recht bald zu Stande komme, werde w»> in diesem Archive deS HasseS gegen deu SocialiSmuS, ia d> all» Angebereieu und Verleumdungeo eingezeichnet wurden, d. MIttheiluug dieser Verhöre,«eil die Polizeikommissäre nicht dn leisesten Zweifel über die Nichttheilnahme der Arbeiter an der Insurrektion hatten. Der Bericht der Polizeikommissäre bafin sich daher auf avdrre Gründe, um die Auflösung der Assoziativ» zu beautragen. ES wird derselben als Verbrechen augerechnet, daß sie unter dem Einflasse L. Blanc'S gestanden,— daß b: Mitglieder der Assoziation der Anficht waren, die Assoziation dürfe keinen Chef, sondern bloS Abgeordnet« für jeden Zweig der Verwaltung haben, welche keine Autorität über andere Asso- ci6S haben und keine besondere Bezahlung erhalten sollen— daß „jedes Mitglied, was immer seine Fähigkeit sei, ob eS „auch eine Familie habe und deshalb mit größerer Euer- „gie arbeite, doch nicht einen höhereu Lohn erhalten „dürfe, als ein träger oder blödsinniger Junggeselle, „uud daß sie der Anficht seien, daß zwei Francs „Beachtung dieser Grundsätze mehr Werth seien, a. „sechs Francs, die man unter einem Meister mit Auf- „opferung seiner Würde als freier Bürger verdiene.'- Diese ironische Kritik der Assoziation im Mande eine? Po- lizeikommissärS klingt schrecklich. ES sieht gerade so aaS, als wenn ein wissenschaftlicher Rei- seuder in die Hände von Kanibale» fiele, die ihn betasten und untersuchen, bevor sie ihn verzehren, und seine Instrumente be- sichtigen uud nicht begreifen können. Ebenso steht dieser Poli»»' kommissär vor der Assoziation, in der geschickte Arbeiter auv hohen Gefühle der Brüderlichkeit freiwillig ihren"" loh» erniedrigen, nm nicht mehr zu genießen, n* Arbeiter. FortsSuug% auf alles Seiten deZ HauseS gewünscht, und der bereits zur B-rihclluug gelangte Antrag von Telltampf und Genossen erstrebe diese« Ziel, dessen Erreichung freilich bei»er Schwierigkeit der zu lösenden Fragen schwerlich so bald erwartet werden lönue, als e« im Hinblick auf die offenbaren Hebel- stäube des dermaligen Znstande« erwünscht wäre. ES erscheine jedoch nicht unwahrscheinlich, daß die vom Reichstag zur Prüfung der Jnstizgesetze tu den nächsten Tagen zu wählende Kommission bei B-rathung der Strafpro« zeßordnung, insbesondere de« Kapitel« über Bollziehunz der Urthelle auch die hier fragliche Materie in den Kreis ihrer ErSrternngiu ziehen werde, wehhslb sie der Erwägung der Kommission anheimstellen, ob e? sich nicht empfehle, den hierauf bezüglichen Theil der Petition an die Iusiizkommis- fion abzngib n. Auf die spezi-llen Beschwerden, welche Petent bezüglich der ihm wider» fahreneu Behandlung erhoben habe, überall einzugehen, seien sie außer Staude, well ihnen die geeignete Jaformation über die mitgetheilten Thab fachen fehle. T« ergebe sich jedoch an« den Mitthellungcu de» Regiernng«- kommiffarZ, daß die vor Erlaß de» deutschen Strafgesetzbuch» tu Preußen gegebenen Instruktionen noch heute in Kraft seien, während da« neue Gesetz vou völlig veränderten Grundsätzen ausgehe, und e« daher erforderlich gr Wesen wäre, in diesem Geiste auch die Instruktionen und Tefängnlßordnun gen einer Revision zu unterziehen, und zwar erscheine diese« nicht nur in Preußen, sondern in allen deutschen Staaten, wo sie noch nicht erfolgt sei, geboten. Die vorliegende P-titi«u möge dem Reichstage Veranlassung ge- ben, darauf hinzuwirken, daß die erwähnte Revision baldigst vorgenommen werde. Der Referent, welcher sich(zu 1. der Petition) mit Ueberweifung der- selben an die Justizkommisston einverstanden erklärte, konstalirte zu II. der Petition zunächst, daß die Angaben de« Petenten über den Ihm bei seiner Ueberführung nach Plötzensee dort gewordenen Empfang und über den In- halt der ihm aus seine Beschwerden ertheilteu Bescheide durch die Mitthel- lunzeu de» Herrn Regicrungskommissar« widerlegt, bzw. berichtigt seien. Bei Prüfaug der Bcschwerdchunkte glaube er davon ausgehen zu Müs- sen, daß e« nur darauf ankomme, die Rechtsfrage zu untersuchen, ob die dem Petenten zu Theil gewordene Behandlung und die zur Auwendung ge- brachten Instruktionen dem Reichsgesetz, dem Strafgesetzbuch entsprechen; insoweit dagegen da« Gesetz dem pflichtmäßigen Ermessen der Verwaltung freien Spielraum lasse, halte er es für bedenklich, da« Verfahren der Bcr- waltung und die Angemessenheit der einzelnen Verfügungen hier einer Nach- Prüfung zu unterziehen. Vom Standpunkt de« Gesetzes aus seien nun zunächst die Klagen des Petenten darüber, daß feinen Eigenschaften als politischer Gefangener und als RelchStagSabgeordneter feiten» der AnstaltSverwalrung nicht gehörig Rechnung getragen fei, durchaus ungerechtfertigt. Da« Strafgesetzbuch, in«- besondere iu den hier speziell in Betracht kommenden Artikeln 1?, 13«, l3S, kenne keinen Unterschied zwischen polltischen und anderen Vergehen, und uir- fcnd« sei dem RcichStagSabgeordneten als solchem bezüglich der Behandlung ei Berbüßung der ihm»uerlanutcn Strafen ein Vorrecht eingeräumt. Wa» sodann die Beschwerden de« Petenten über Bcrsagung de« Gelbst- beköstigungsrecht« und Einschränkung in der Wahl seiner Lektüre betreff-, so enthalte das Str.-G-B. keine einschlagenden Vorschriften. Was in dir« fen Beziehungen den Sträflingen zu gestatten»der zu verbieten fei, bleibe den zuständigen Verwaltungsbehörden anzuordnen überlassen, und es sei da« her auf diese Befchwerdepunkte hier nicht näher einzugehen. Ander» verhalte e« sich mit der gegen die Belastung mit Zwangsarbeit gerichteten Beschwerde, der insofern die Begründung nicht abzusprechen sei, als diejenigen allgemeinen Erlasse, auf Grund deren Petent zur Leistung von Handarbeit angehalten worden sei, m!t dem Strafzesetzbnch allerdings nicht im Einklang stehen. U« ergebe sich da» au» Folgendem: Dir 8 16 de» St«.-G.-B laute im Absatz 2: Die zur Gesänguißstrafe Berurtheiltrn können in einer Gefangenanstalt auf eine ihren Fähigkeiten und Verhältnissen angemessene Welse beschäftigt werden; auf ihr Verlangen sind � sie lu dieser Weise zu beschäftigen. Diese Fassung sei iu dritt-r Lesung de« Gesetzes auf Antrag von Las- ker und Genossen aufgenommen worden, während der Entwurf(8 14) ge« lautet habe: Die zur Äefängnlßstrafc Bernrtheilten sind In der Gefangen- anstatt auf eine ihren Fähigkeiten und Berhättnissen angemessene Weise zu beschästigen. Vergleiche man diese beiden Fassungen d-S Gesetze» miteinander, sowie mit dem vorhergehenden, die Beschäftigung der ZuchthauSstrSflingc betref- fcnd eil Artikel, so werde nicht wohl zu bezweifeln sein, daß der Entwurf auch bei Sefäugnißsträflinge» die Zwangsarbeit wollte, und nur die Art und Weife der zwangsweisen Beschästignug von den Fähigkeiten und Ber« HSllllissen de? Bernrtheilten abhängig machte, daß jedoch da» Gesetz in seiner in dritter Lesnng angenommenen Fassung nicht nur die Frage, wie, sondern auch die Frage, ob überhaupt der Berurlhellte zwangsweise zu beschäftigen sei, von den Fähigkeiten und Verhältnissen desselben abhängig machen wollte. Der Gefällgllißsträsiing stehe also bezüglich der ZwangSardeit insofern güu- stizer, als der ZnchthauSsträfling, als dieser unter allen Umständen zu den in der Strafanstalt eingeführten Arbeiten angehalten werde, jener aber nur, wenn und insoweit solche Arbeit seiner Individualität entspreche. Wenn uuu nach dem oben mitgetheilten 8 37 der Hausordnung vom 19. März 1872 Iu Uebrrelnglmmnnz mit den allgemeinen Vorschriften in 8 23 der Instruktion für die gerichtlichen Gesaugenaustalttu vom 24. Ok- tober 1837. der pos. 5 c. der Instruktion de» Minister« des Innern vom 1. November lööl nur den Gefängnißsträflluaen, welchen nachgelassen »erde, sich selbst zn verköstigen, die Wahl der Beschästigung überlasse» werden dürfe, so werde hiedurch die ganze Kategorie derjenigen Sträf- linge, welche ArmuthShalber»der an? saustigeo Gründen außer Stand seien, sich selbst zu verköstigen» der milderen Bestimmung de« 8 16«it. entzogen und in derselben Weis- dem ArbeiiSzwang nutitworfill, wie e« ge scheheu müßte, wenn der obligatorisch gefaßte 8 14 de? ersten Entwurfs nicht durch den nur fakultativ gefaßten§ 16 des Str.-G.-B. ersetzt war den wäre. Di- erwähnten Bestimmungen, welche für�die preußischen G-fäugniffc Geltung haben, seien hiernach mit dem Wortlaut und dem humane» Geiß de» ReichSstrafgesetzbuche? nicht im Einklang, und e» sei Ausgabe de« Reichs- tage», dahin zu wirken, daß dieselben baloigst.'außer Kraft gesetzt würden. Referent beantragte, die Petition zu I. an die Justizkammission zu Überwelsen, zu II. den Herrn Reichskanzler anfzufordern, bei ber preußischen Regle- ruug dahin zu wirken, daß die eben erwähnten Bestimmungen, al» mit dem Z 16 Absatz 2 de« Str.- G.- B. im Widerspruch stehend, beseitigt würden. Der Korreferent widersprach diesem Antrag. Er führte au», der § 16 Abs. 2 Str.-G.«B stelle nur ein allgemeine» Prinzip auf, lasse aber für Anwendung und Ausführung des Prinzip» den einzelnen Verwaltungen völlig fteien Spielraum, s» daß ein Widerspruch der erwähnten admiuistra- tiveu Anordnungen mit dem Gesetz nicht nachweisbar fei. Und wenn er auch mit Rücksicht auf dl- Eigenschaft de» Petenten al« eine« Reichstags- abgeordneten nicht abgeneigt fei, in eine Prüfung der Frage einzutreten, ob die demselben widerfahrene Behandlung etwa al» unangemessen erscheine, so vermöge er doch auch von diesem Standpunkt an« eine begründete Beschwerde des Petenten nirgend» zu erblicken; iuSbesander« vermöge er eS nicht für absolut uuangemesseu zu halten, wenn Petent, welcher die Buch- bindere! erlernt habe, in der Anstalt mit Buchblnderarbeit beschäftigt war- den sei. Er beantrage daher: in Erwägung, daß iu der Petition eine Verletzung der derzeft in dm Reich»« gesctzeu über den Vollzog der Gesängnißstrafeu getroffene» Be- Kimmungen des 8 16 Str.-G.-B. nicht dargetha» iß, daß im Uebrigen die Frage de» Erlasse» einer Gefänguißord- vnog für das gefammte Reich am geeignetsten bei Berathung des Entwurf» der Jnstizgesetze zur Erörterung komm-, die Petition für nicht geeignet zur Erörterung im Plenum za er« klären. Von Seiten eines Mitgliedes der Kommission wurde hierauf, unter Be- zugnahme auf die Anßführungen de» Abg. Dr. LaSker, der Antrag gestellt: zn I. der Petition dieselbe durch Bermittelung de« Herrn Präst- dentea an die Justizkommisstau zu übcrweiscu; zu II. dieselbe dem H-rrn Reichskanzler mit der Aufforderung zn überweisen, dahin zn wirken, daß in denjenigen Bundesstaaten, in welchin die Strafvollstreckung und da« Gefänznlßwefen bislang nicht durch das Gesetz geregelt ist, Insbesondere im Königreich Preu- ßen, vou den BundcSregieruug-u schleunigst der Strafvollzug und das GefSugnißwefen in einer Weife geordnet wird,»aß dadurch der Bollzug der Strafen, namentlich der Geiängnißstrafen, Im Sinne de» Strafgefetzbnchs, insbesondere de» 8 16 dcffilben, sscher gestellt «erde. In der DiSkusflon über diese Anträge wurde von einem Mitglied der Kommisfiou hcrvorgchoblll, daß nach Mittheiluna de» RegierungSkommissarS einerseits dem Petenten die fteie Wahl der Beschäftigung unter Bezugnahme auf den 8 37 der HauSordunng,«elcher die Bedingung der Selbstbekösti- gung aufstelle, versagt worden sei, während andererseits in der fraglichen Strafanstalt die Seibstbcköstignng überhaupt nicht mehr zugelassen werde. Thatfächlich fei hierdurch der Petent— von der Gestattung, seine eigenen Kleider zu tragen, abgesehen— nahezu derselben Behandlung untcrworfm, wie ein ZuchthauSsträslwg. Jedenfalls sei cS nicht zu billigen, daß Petent zur Berbüßung seiner Strafe einer Anstalt zugewiesen worden sei, in«el- cher die Selbstbeköstigung rechtlich und thatsächllch ausgeschlossen sei. Diesen Ausführungen widersprach der Herr Regicrungskommissar. Daß der§. 37 der Hausordnung, insoweit er die Wahl der Beschäftigung vou der Selbstbeköstigung abhängig mache, nicht mehr iu Uebnng stehe, sei be- reit» oben von ihm dargelegt. AnderersrilS sei die Behandlung, wie sie der Petent erfahre, sicher nicht die eines Zuch'.hauk gefangenen. Die Letzteren würden stet« zu den in der Anstalt-Ingeführteu Arbeiten angehalten, g'clch- wohl ob dicselbtN der früheren Lebensstellung und Beschäftigung des Sträf- ling» entsprächen oder nicht; während die Sefängnißsträfllng« nur auf angemessene Beschäftigung Anspruch habe». Diese Bestimmung sei dem Pe- tcuten gegenüber nicht verletzt, wie Ihm außerdem auch alle mit der Hau»« vidnung verträgliche Erleichterimg zugewendet sei. Nachdem noch ein Mitglied der Kommission zu Gunsten des vom Kor- referenten gestellten Antrags gesprochen, und namentlich Im Näheren an«- geführt hatte, daß nach den Erläuterungen de» Herrn RegieriiqgSkommIffarS dem Petenten die Ihm zu Theil gewordene Bebandlung In keiner Hinsicht znr Beschwerde gereiche,«ur-e zur Abstimmung geschritten. Nachdem bezüglich des allgemeinen Theil» der Petition beschlossen war, dieselbe durch Bermittelung de» Herrn Präsidenten an die Jnstizkommisfion zu überweisen, wurde zu II de, Petttiou der Antrag de» Korreferenten ab- gelehnt, dagegen beschlossen, zn beantragen: Der Reichstag wolle beschließen, die Petition dem Herrn Reichskanzler mit der Aufforderung zu Überwelsen, dahin zn wirken, daß in denjenigen Bundesstaaten, in welchin die Strafvollstreckung bislang nicht durch das Gesetz geregelt Ist, insbcsanderc im Königreich Preußen, von den Bun- deSregierungen schleunigst der Strafoollzng und da» Gifängnlß- Wesen In einer Weise geordnet wird, daß dadurch der Vollzug der Strafen, namentlich der Sefängnißstrafen, im Sinne de« Strafgesetzbuches, insbesondere de» 8 16 desselben, flchergcstcllt wird; den Herrn Reichskanzler ferner zu ersuchen, bei der königlich preußischen Regiernüg dahsn ZN wirken, daß bei! ß 23 der In- sirnktion vom 24. Oklolcr 1837, der Justizministerialerlasi vom 24. November 1851(5 c.) und Z 37 der Hausordnung für dal Straigefänaniß bei Berlin als mit dem 8 16 AI 2 des Straf gefctzbuchs In Widersprach stehend beseitigt werden Der alte Schwindler cn seineu Sohn. »Ueb' immer Treu und Redlichkeit!" Dabei kommt nichts heran», Doch schwindet' tüchtig jederzeit, Daun lachst du Alls an». Dann kamist du dir Paläste bau'a Und Villen, wunderschön, Dann kannst Du ohne Furcht und Sran'n Zum Börsentempel geh'n. Dann hältst du Diener nud Lakai'n Und edle Rosse viel, Daun streichst du Millionen ein, Al» wir'» ein Kinderspiel. Dem Biedermann wird Alle« schwer, Er thue, wa» er thu', Die Lasse bleibt Ihm immer leer, Und stets drückt ihn der Schuh. D'ntm fort m't Treu' und Redlichkeit I Dabei kommt nichts heraus, Treib' fleißig Humbug jederzeit, So lachst du Alle aus! Durch die Expedition d»s„Neuen Social- Demokrat" find folgeude Broschüren zu bezieh«»: Lassalle: Lassalle: Der Prozeß wider Ferdinand Lassalle vou der korrektiouellen Appellkammer zu Dussel- dorf am 27. Juni 1864... lO„ Fremdwörterbuch des„BolkSstaat": gebunden.... 60„ brofchirt.... 45„ Bauernkriege von Fr. Engels.... 45„ A.-B.-E. des Wissens vou Dr. Douay.. 13„ Unsere Ziele vou Bebel..... 23„ Grand- und Bodenfrage vou W. Liebknecht. 50„ Kalender pro 1875 des„Reuen Social-Demo- krat", pr. Stück..... 40„ Marseillaise von I. Andorf, pr. 100 Stück. 1 Mark. Bei Abnahme von 50 Exemplaren tritt bei den Kalender« 33'/, pCt. Rabatt ein. Die hier nottrtea Preise find nur bei Abnahme von größere Qnantis von jeder Sorte. Bei einzelne» Exemplare» tritt eine verhältaißmäßpge Preis» rrhöhuug ein. Bestellungen auf einzelne Exemplare der hier uotirteu Brs» schüren, versenden wir nur gegen Einsendung des Kreuzbandports'S. Wir machen noch besonders darauf aufmerksam, daß nach d«r neuesten Postverordnung Drucksachen bis zum Kilogramm (2 Pfund) Gewicht unter Kreuzband versandt werden können. SS empfiehlt sich also, bei kleisereu Bestellungen unter 2 Pfund 30 Pf. Porto beizufügen für die Fraakimug unter Kreuzband. B r i e f k a st e u. Auouymr Einsendungen, Anfragen u. f.». können nicht be» rückstchtigt werden. In der Annonce von Nr. 16 von Frau Maria Breuer muß eS nicht heißen Sathariuenpforte 48, sondern Kathorluenstraße 48. Annoncen. Berlin. Oe?e»tliche Bersammlunge»: Dienstag dm 9. Febr., Abend» 88 Uhr, bei Göttel, AndreaSstraße 26. Referent: A. Küster. Donnerstag, dm U. Febr., Niend» 88 Uhr, im Lokal de« Hrn. Lieder, Elsasserstr. 14/15. Ref.: A. Kapell. Jedermann hat fteien Zutritt. gür zahlreichen Besuch de, Versammlungen muß gesorgt werden.____ 12,46s »erlin.«-"S-S' im Lokale deSHru. Bazel,-Aleranderstr. 31, M i tglieder-Vers«««lit»g des Putzer-Clubs. Tagesordn.: Bortrag. Verschiedene». 11,26) Verlin. Sonuabeil». dm 13. Febr. Deutschen Kaiser", Lothriuaerstr. 37, im „Deutschen Kaiser", Lothriuaerstr. Stistunaßfest des Berliner Putzer-Clubs. Putzer Großer Ball. Festrede, gehalten von Herrn Schröder. Billet« sind zn haben bei Bluuck, Joachim- straße 8; Abram, Brunnenstr. 13S, b. Wünsch- mann; Mangler, Brunnenstr. 118a.; Walter, Pappelallee 16; Ulrich, kl. Alexanderstr. 7a., sowie auch an der Kasse. Billet» für einen Herrn nebst Damen 78 Sgr.; einzelne Dameubillet» 28 Sgl. Alle Parteigenossen»crden ftenudlichst eingeladen._[3,66] Hamburg. in Stadl!'«, früher Tütge'« Salon, Giweinschastllchc >«eschloss«ne Mitgliederversamml. Allg. deutschen Arb.-VereiuS > nud Social-demokv. Arb.-Vereins. . yii-"--nigungsftage. •j«e»erden. 2,20] Berlin. Sonnabend den 13. Februar, im Woltersdorff Theater-Restaur., Ehausseestraß« 26, Gr. Fastnachts- BaU, veranstaltet vou den Mitgliedern der ttrankett-Unter- stütznugSkaffe der Maschinenbauer. Sröffnnng Abends 3 Uhr. Anfang 9 Uhr. Ende Morgens 4 Uhr. Billtt» für Herren 78, Damen Sgr. Von 12 bi, 1 Uhr: Pause, welche durch Gesang der beliebtten Walter»- darss-Sänger ansgefüllt wird. Nach der Pause: Großer Triumphzng mit Schlußtableau bei boogalischer Beleuchtung und Volksgesang. (Arrangirt von E. Schee».) Hierzu ladet alle Kollegen und Freunde«Iu und ein schöne» Amüsement»erspricht Da» TomItS.[5,00] ndofTiti Donnerstag, dm 11. Februar, -Oeulll. Abendö 8 Uhr. Sophicnstraße 15, «eschl. Mitglieder-Versammlung d. Allg. Tischler-(Schreiner-) Vereins. Tagesordn.: Abrechnung vom Januar.— Der Antrag Herold'« gegen Meißner und E. Richter. Verschiedenes. Schütt.(1,66] AAtnflitrrt Sonnabend, 13, Febr., VtlMvUrg. Abend« 88 Uhr. im Salon zum Roland, 1. Jakobsstraße 19, Geschlossen« Mitglieder» ersamm lung des Korbmachcr-Bundes Hamburg-Altona-Ottensen. H. Möller. dlö. Ich ersuche die Barstandowitglieder, Donerstag, dm II. Febr., Abe»dS88 Uhr, im Galan zran Roland, 1. Jakobstr. 19, zu erscheinen. D. O. 12, 66] Hamburg. S";S«Sf-' beim Gastwftth Meier, Steinst». 64, Geschlossene Versammlung des' BerbaudeS der Maurer, Bau- Akkord-ArbeitSleute. Tagesordn.: Innere Vereinsangelegenheiten. I. Schütt.[1,80] Hamburg. In Tütge'» Salon, VolenttnSkamp 41, Geschl. Mitgliederversammlung d. Arb.-Frauen- u. Mädchen-Beieins. Tagesordn.: Monatliche Abrechnung und Verschiedene». Frau Jaland.[2,66] Die BergnügnugScomitömitglieder werden ersucht, Mittwach, Abend« 7 Uhr, bei Frau Fuchs, Breitergang 1b, 2. Etage, zn erlchewen. OTUrtttA Montag, dm 15. Febr., TUIOIXU. Abends präcist 8 Uhr, im Eoalischen Garten, Großes Concert und Ball,„ unter Mitwirkung mehrerer Liedertafeln verbunden mit deklamatorischen Vorträgen. Saalöffnung 7 Uhr. Karten, für Herr und Dame,» 4 Schill., find an allen bekannten Verkaufsstellen zu haben.— Die Kotten an der Kaffe kosten 6 Schill. Zn einer regen Bcthciligung ladet ein Das Camitö.[3,46] «tona-Ottolm.»®, in der Manrerherberge in Altona, «eschl. Mttglteder-Versammluug des Attgem. deutsch. Maurer» und Tteinhauer-BoudrS. T.-O: BereinSangelcgenheiten. Vit Mitglieder, welch« in der letzten Ber- fammlimg in Ottensen waren,»erden aus- gefordert, zu erscheinen. A. Neuwaun.[2,20] O+fonfoti Mittwoch, den 10. Febr., ajneujen. Ai-end» 88 Uhr, in Burmeister'S Salon, Große Volksversammlung. T.-O,: Vortrag de» Herrn Hörig an« Hamburg. Berschicd-ne». H. Diedrich.[1,80] Barmbeck, Inf bI bei Herrn Schultz in Barmbeck am Markt, Volksversammlung. Referent und Tagesordnung in nächster Annonce._ E. SImat.[1,40] «XVdaSem Sonnabend, 13. Febr., �resoeu. Ahmds 8 übe, In der Eonverfation am See 35, Oefftl. Mitaliederversammluug des Allg. deutsch. Arbeiter- LereiuS. Tagesordn.: Die Menschheit und die Ge- schichte.— Referent: Herr Diener. Die Patteizeuossen mögen für die größte Berbrelmug Sorge tragen. B. Ncumauu.[2,66] Ja unserem Verlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen, sowie durch die Expe- dition der Patteiblätter zu beziehen: Die Forderungen des Socialismus an Zukunft«. Gegenwart. Eine Schrift zur Bertheidigung und zum Angriff von Kruiio Geiser, Redakteur de«„Zeitgeist". 64 Seiten Ottav. Preis 8 Mark oder 18 Kr Wiedcrverkäufer erhalten entsprechenden Rabatt und auf je ü« festbestellte Sxem- plan ei» Freiexemplar. UP, 00] München. Rottma««er». Co Bnchhandl. Brrlag d.„Zeitgeist". Ne»»ter Schleswig-Ko!stei«scher Wahltreis. Sonnadend,>3. Febr., AbeudS 8 Uhr, Groß« Volksversammlung in Neustadt. Sonntag, dm 14. Febr., Nachm. 5 Uhr, Große Volksvers ammluuA in Oldenburg e im Gastwftth Flohr(Bellevuc). Montag, dm 15. Februar, Abends 8 Uhr, Oeffentl. Versammlung in Heiligenhafen im Lokale de« Gastwftth« Gerber. T.-O.: Berichterstattung über di-Thitig' keit de« Reichstages vom RcichStagSabgeord' neten Reimer. 15,00] GmSbütteI-»«.'KM Im Lakale de« Herrn Fromheln, EimSbütteler Chaussee 32, «eschloffe»« Mitglieder-Versamurl- des Mg. deutsch. Arbeiter- BereinS- T.-O.: Fortsetzung de« Offenen Ant' wortichrcibenS. Abrechnung. _ Th. W-lkerliug.[1,80] Itzehoe."'"Ä im Lokale des Herrn W. EggerS, Versammlung des Social-dcmokrat. Ortsvereius- T-O: Statutcnberathnug und Bor' standswahl. Nene Mitglieder werde» aufgenommen. Srenzverg. Brnck und Verlag von C. Jhrtug Kfgi. <9. Benin) in Berlin. Verantwortlich für die Redaktion: A. Küster tn Berlin.