Nr. 76. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BettungsPreisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwirts 隊 Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel selle ober deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Bmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Spanien und feine Kolonialpolitik. Wieder ist eine internationale Frage brennend geworden! Während im äußersten Osten das chinesische Problem die schärfste Zuspigung erfahren hat, Rußland seinen märchenhaften Erfolgen in Ostasien bald seinen Triumph in der kretenfischen Frage aureihen dürfte, ist die tubanische Angelegenheit auch zur Entscheidung gereift. Donnerstag, den 31. März 1898. 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: tommende Geschlechter freier Weise wurden die herrlichsten und der Philippinen tann selbst ein optimistischer Spanier Kolonien ausgesaugt und ausgebeutet. Was die Zivilverwaltung nicht mehr glauben. Sind auch diese entrissen, so bleibt von noch schonte, das zerstörte die unduldsame, verfolgungssüchtige dem Weltreiche, in dem die Sonne nie unterging, faft werthkatholische Geistlichkeit; alle Reime fortgeschrittener Kultur der loses Landgebiet, einige Inselgruppen in Asien, wie die Caroeinheimischen Bevölkerung wurden mit Stumpf und Stiel linen und Mariannen und einige kleine Inseln und Länderausgerottet. fetchen in Afrika, deren Erhaltung oder Verlust für Spaniens Einnahmen und Weltstellung fast ganz gleichgiltig ist. Die Vertheidigung des Kolonialbesizes hat Spanien in den letzten Jahren faft völlig entkräftet. Die Kosten Spaniens für die kubanischen Wirren belaufen sich heute auf 32 Millionen Mark monatlich. Die Zahlungsrückstände aller Art auf Ruba belaufen sich zur Stunde in Aber auch dem Mutterlande brachten die ungeheuren Gebiete nicht den erhofften Segen. Spanien suchte bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts jene Kolonien voll Die nächsten Tage müssen Klarheit schaffen, ob Spanien ständig von der Außenivelt zu isoliren. Erst im Jahre 1765 den Rubanern und den Politikern in den Vereinigten Staaten, wurde der Verkehr mit Westindien, der bis dahin nur die die Selbständigkeit Kuba's fordern, Bugeständnisse der von Cadiz( früher von Sevilla) vermittelt worden war, Art machen wird, daß das Ende des Aufstandes abgesehen den zwölf vornehmlichsten Häfen des Mutterlandes gegen runder Summe auf 240 Millionen. Der Krieg hat heute werden kann und den Interessenten an der Unabhängigkeit eine Abgabe von 6 pCt. freigegeben. Später wurde diese bereits Spanien über hundert Millionen, oder menn Kuba's der Anlaß zu einem Eingreifen genommen werden Maßregel auf andere Kolonien ausgedehnt, auch durften die man die Zahlungsrückstände hinzunimmt, weit mehr als tann. Nur durch Gewährung völliger Unabhängigkeit, die Kolonien erst seit 1776 unter einander Handel treiben. Obwohl 1200 Millionen Mark gekostet. Das Heer ist auf wenig blos durch eine eine formelle Souveränität des Mutter diese Reformen die Leistungsfähigkeit und Entwickelung der mehr als die Hälfte seines Sollbestandes zusammengeschrumpft. Landes über Kuba eingeschränkt sein dürfte, kann vielleicht Kolonien förderten, so vermochten sie doch infolge der ihnen Die Gefallenen und die an Wunden und Krankheiten seit noch die Annexion durch die Vereinigten Staaten verschoben anhaftenden Halbheit nicht mehr, die in den Kolonien längst Ausbruch der Erhebung Gestorbenen sollen 52 000 Mann be werden. Freilich, ob die spanische Regierung im eigenen Lande gährende Unzufriedenheit zu heben. Es fehlte nur noch ein tragen. Nicht weniger als 47 000 Mann sind als felddienststart genug ist, dem übertriebenen Nationalstolze nach den äußerer Anstoß, um die auf Unabhängigkeit gerichteten untauglich nach Spanien heimgesandt worden. Die Zahl der unerhörten Opfern an Gut und Blut einen solchen Verzicht Wünsche zur That reifen zu lassen. in den Lazarethen liegenden und sonst dienstuntauglichen zuzumuthen, steht noch dahin. Aber auch über die EntMannschaften auf der Insel wird auf 42 000 Mann an schließungen der Vereinigten Staaten läßt sich nichts bestimmtes gegeben. voraussehen; sollte man selbst den Friedensbetheuerungen Mac Kinley's und seiner Staatssekretäre Glauben schenken wollen was nicht jedermanns Sache ist, so scheint die Majorität der parlamentarischen Körperschaften, gedrängt durch die Boltsstimmung und noch mehr beeinflußt durch großtapitalistische Juteressenten, wie z. B. den Zuckertrust, die Ent scheidung herbeiführen zu wollen. Das erste Viertel des 19. Jahrhunderts war eine Zeit ununterbrochener Gährung in den spanischen Kolonien, die mit der Unabhängigkeit Merito's, Mexiko's, der der Zeutral- Hierzu kommen noch die immensen Menschenverluste und und südamerikanischen Republiken endete. Aber auch die Be- Kosten für den verunglückten Versuch, den Aufstand auf den freinng brachte den ehemaligen spanischen Besitzungen fein Heil. Philippinen niederzuschlagen. Käme es selbst zu keiner Ent Die Bevölkerung war geistig und körperlich degenerirt. Die scheidung über die fubanische Angelegenheit, müßte Spanien Mischung der Bevölkerung durch unzählige Krenzungen zwischen an den Kolonialaufständen verbluten. Nur unter den schwierigsten weißer, schwarzer und rother Rasse, der geistige Tiefstand, Verhältnissen hat das Mutterland zu den Kolonialkriegen das eine Folge der Macht der Klerisei, die ökonomische Zurück Geld aufbringen können, alle Börsen der Welt sind Spanien Wir stehen vor der Entscheidung; wie fie aber ausfällt, gebliebenheit, verursacht durch die engherzige spanische verschlossen, die ganze Verwaltung liegt darnieder, Rechnungen bemerden erst die nächsten Tage lehren. Wir verzichten, Ver- Verwaltung, der Hochmuth der herrschenden Klassen, zahlt der Staat nicht, die Beamtenbesoldungen bleibt er schuldig. muthungen auszusprechen und begnügen uns, die Vorgeschichte der ein Erbtheil der spanischen Eroberer, all' dies haben im Spanien hat sich nirgends die nothwendigen Mittel verschaffen. gegenwärtigen Berwickelungen mit einigen Strichen zu zeichnen. Vereine mit anderen minder ausschlaggebenden Ursachen können und sie nur in einer verhängnißvollen Zunahme des Als England, Frankreich und Holland noch keine Kolonien Zustände gezeitigt, wie wir sie in den trostlosen Zuständen, den Notenumlaufes gefunden. Nach ihrem Statut war die Bank von besaßen, hatte Spanien schon ein Kolonialreich von unermeß- ungeordneten, verwahrloften Verhältnissen der meisten zentral- Spanien berechtigt, Noten im Betrage von 750 Millionen licher Größe. Faft ganz Westindien, Zentral- und Süd- und südamerikanischen Republiken kennen. Besetas( 100 Besetas ca. 80 Reichsmart) auszugeben. Der amerika, Länder mit den größten Bodenschäßen, theils Das Elend der Kolonien hatte aber nicht einmal für das Staat war genöthigt, diese äußerste Grenze der Emission schon auch mit hochentwickelter, uralter Kultur, fielen den aussaugende und ausbeutende ausbeutende Mutterland irgendwelchen im Jahre 1891 bis auf 1500 Mill. auszudehnen. Am Schlufse blutgierigen Ronquistadoren und den ihnen folgenden dauernden Nugen. Trotz der kolossalen Einfuhr der Edel- des Jahres 1897 hatte die Bank von dieser Berechtigung schon, Priestern der heiligen" Inquisition fast mühelos zu. Wer den metalle und der Naturprodukte aus den Kolonien einen so ausgedehnten Gebrauch gemacht, daß der Notenumlauf heutigen Maßstab des Kulturmenschen, wozu wir die Peters, ging Spaniens Macht und Ansehen seit Philipp II. auf mehr als 1200 Millionen Pesetas gestiegen war und gleich Wehlan, Echröder und Genossen freilich nicht zählen, an die Regierung immer mehr zurück; damals die erste zeitig das Disagio des Papiergeldes sich derart erhöhte, daß Thaten der Spanier des 16. und 17. Jahr Großmacht Europa's, verlor es unter den Nachfolgern des gegenwärtig der effektive Werth des spanischen Geldes sich hunderts anlegt, tann es gar nicht faffen, wie Entels Karl V., von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer mehr an auf beiläufig zwei Drittel seines Nominalwerthes verminderte. die friedliche und harmlose Ürbevölkerung der ohne Einfluß in Europa; eine seiner Besizungen verlor es nach der Die spanische Bank hatte dem Staate, wie sich aus diesen jeden ernsten Widerstand eroberten Gebiete fast veranderen, fein Volkswohlstand ging zurück, weite Kreise der Ziffern ergiebt, ungefähr 450 Millionen Pesetas vorgestreckt. nichtet, uralte Kultur, so die der Azteken und Inkas, zerstört Bevölkerung verarmten, weite Landstriche verödeten und die Der auswärtige Kredit Spaniens ist vollständig ruinirt. wurde. Es war kein Fortschritt, den die Spanier jenen herrschenden Klassen, denen der ganze Gewinn der Rolonien 1898 hat Spanien nach Berücksichtigung der schwebenden AnGegenden brachten. Wohl entwickelte sich der Bergbau und große zu gute fam, entnervten in Ueppigkeit, Lurus, körperlicher leihen eine Schuldenlast von mehr als 61/3 Milliard. Reichsmit. Silberflotten führten Reichthümer aus der neuen Welt nachSpanien. und geistiger Trägheit. So hat Spanien nur ungünstige Die meisten Einnahmen sind verpfändet, der Tabak an Aber weder die Kolonien noch das Mutterland hatten Rückwirkungen aus seiner mit so glänzenden Erfolgen begonnenen eine Tabak- Gesellschaft, die berühmten Quecksilberminen. dauernden Gewinn von dem neuen Zustande. In den Kolonien Kolonialpolitik zu verzeichnen. Sein ungeheuerer Kolonial von Almaden und andere Gefälle. Was verwerthbar ist, ist herrschte rücksichtslosester Raubbau mit dem Boden und besitz ist bis auf unbedeutende Reste zusammengeschrumpft, an die bereits herangezogen worden, um den Abgrund im Budget, den Einwohnern; in gierigster, von jeder Rücksicht auf nach Erhaltung der werthvolleren Kolonien, Kuba's, Portorico's auszufüllen, aber nachdem bei einem Einnahmebudget und das Leben jener Tage:„ Es zog wie ein warmer Regenschauer über rühmten Brüder Grimm, den Turnvater Jahn, den gemaßregelten Das erste deutsche Parlament. uns hin, wenn die Schaaren neuer Jugend, die Kolonnen von Turnern, Professor Welcker, den Dichter Berthold Auerbach und viele, die Kolonnen von Arbeitern halb luftig, balb drohend aus den viele andere, die in den langen Reaktionsjahren oder auch in den. Ein neuer Erinnerungstag der 1848er Revolutionsgeschichte! Quergaffen hervoiquollen und neue Lieder singend die Beil entlang legten bewegten Wochen dem größeren Bublifum bekannt geworden Heute vor fünfzig Jahren, am 31. März 1848, trat in Frantzogen, trogigen Schrittes; wenn die Flüchtlinge aus aller Herren waren. furt a. M. das erste deutsche Parlament, das sogenannte Vor- Länder auftauchten an den Straßenecken oder in offenen Fiakern, Die Gallerien der Paulskirche waren von einer begeisterten Zus parlament, zu seinen allerdings nur vier Tage währenden die angehalten wurden vom Andrängen und Zuruf einstiger hörerschaft befeßt, und auch die Abgeordneten waren wohl jeder in Sigungen zusammen. Ein deutsches Parlament! Das schien ja Kameraden von Hambach und der Nonstablerwache. Werden es noch seiner Art von Freude und Hoffnung erfüllt. Aber lange sollte die den Deutschen die lange erfehnte Einheit, vielleicht sogar die Kameraden sein, wenn der Firniß des Wiedersehens abfällt? Sie schöne Harmonie nicht anhalten. Nach einigen allgemeinen ein Freiheit zu bringen. Und so war denn die Freude und die Be- tommen aus England, aus Frankreich, aus der Schweiz, fie find leitenden Reden wurde das Programm des von der Heidelberger geisterung in Deutschland groß, als von einer am 5. März in Heidel- unter den verschiedenartigsten Eindrücken Männer geworden; wird Versammlung eingesetzten Siebener- Ausschusses auf die Tages berg zusammengetretenen Bersammlung die Anregung zu dem Vor- das aber ohne große Noth ein Ganzes werden, was jetzt so bunt ordnung gebracht. Und damit war denn der Konflikt parlament gegeben worden war. und hoffnungsvoll auf dem Frankfurter Boulevard, auf der Beil, geschaffen. Die fünftige Verfassung Deutschlands sollte nach diesem Programm den lockeren deutschen Staatenbund in einen festen Bundesstaat verwandeln, an dessen Spize ein Fürst als Bundesoberhaupt mit verantwortlichen Ministern stehen sollte. Die Nation sollte ihre tonftitutionellen Rechte mittels eines in zwei Rammern getrennten Parlaments ausüben. Die Aufgabe des Vorparlaments follte es sein, auf diesen Grundlagen die Einberufung einer tonftituirenden Nationalversammlung zu veranlassen. Einberufung selbst sollte jedoch durch den Bundestag geschehen. Sofort trat nach Darlegung dieses konftitutionellen Programms der Republikaner Struve in die Schranken und entwickelte in einem formulirten Antrage die Forderungen der Demokratie, die darauf hinaus liefen, die bisherige halbe Revolution zu einer ganzen zu machen, die Monarchie abzuschaffen und Deutschland zu einer Re publit zu machen nach dem Wuster der nordamerikanischen Frei staaten. Außerdem sollte das Vorparlament in Frankfurt beisammen bleiben, bis ein frei gewähltes Parlament die Geschicke Deutschlands leiten würde. " Die Echon damals hätten freilich Weiterblickende erkennen können, hin und wiederwogt. Die Frühlingssonne schien luftig darein, es daß von dieser Veranstaltung keine grundstürzenden Thaten zu er war ein glückseliger Anblick um die Mittagsstunde, denn alles liebte warten seien und daß die Bestrebungen der eigentlichen Demokraten sich in dem Getümmel, die Losungsworte waren noch allgemein, also und Republikaner in diesem Parlament feine Stüße finden würden. gemeinschaftlich, die Stich- und Scheideworte waren noch nicht ent: Die in Heidelberg Bersammelten hatten unter anderem deckt, wenigstens noch nicht ausgesprochen, des Vaterlandes große beschlossen, ihre ihre Regierungen aufzufordern, so bald wie Zukunft umschlang noch alle." möglich das gesammte deutsche Vaterland und die Throne" Die Zusammensetzung des Vorparlaments war ziemlich bunt mit dem träftigen Schuywall einer durch das Bolt und willkürlich. Aus Preußen waren 141, aus Desterreich nur zwei gewählten Nationalversammlung zu umgeben. Und einige Tage Bertreter erschienen; Hessen- Darmstadt batte 84, Baden 72, Württem später wurden alle früheren und gegenwärtigen Ständemitglieder berg 52 Vertreter nach Frankfurt gesandt, das Königreich Hannover und Theilnehmer an gesetzgebenden Versammlungen in allen deutschen wiederum nur 9, und was der theils gewollten, theils zufälligen Landen eingeladen, sich am 31. März zu einem Vorparlament Absonderlichkeiten der Zusammenfeßung des wilden Barlaments" in Frankfurt zusammenzufinden, um die Wahl eines deutschen mehr waren. Im ganzen hatten sich nicht viel weniger als 600 VerParlaments zu betreiben. Daß von den liberalen deutschen Bieder- treter in Frankfurt eingefunden. männern, denen es gelungen war, durch die Nege reaktionärster Die erste Sigung fand am frühen Morgen des 31. im Raisersaal Wahlgefeße in die vormärzlichen Ständekammern zu schlüpfen, des Römers statt. Es wurde dort der liberale Heidelberger Profeffor feine thronstürzende Thätigkeit erwartet werden konnte, war Mittermaier zum Vorsitzenden gewählt, der nachher das seine dazu tlar. Und auch die preußischen Stadtverordneten, die zum beigetragen hat, die Konfusion bei den Verhandlungen des Vor- Sicherlich lag Sinn und Verftand in diesem Antrag und er Borparlament nach Frankfurt zogen, da die preußischen Stände parlaments zu vergrößern, und der seine Sache wohl noch schlechter hatte die geschichtliche Logit für sich. Denn wie wollte man damals mitglieder durch den am 2. April erfolgenden Zusammentritt des gemacht haben würde, wenn ihm nicht gelegentlich Robert Blum aus den von drei Dutzend eifersüchtig über ihre Rechte wachenden preußischen vereinigten Landtages am Erscheinen verhindert waren, Leipzig hilfreich unter die Arme gegriffen hätte. Potentaten und Potentätchen regierten Deutschen die heiß ersehnte erwiesen sich als äußerst zahm und waren sicherlich mehr für die Einheit verschaffen ohne die sofortige Proklamirung der " Ordnung" als für die Freiheit begeistert. Allerdings konnten durch die Reihen der präsentirenden Bürgerwehr, unter Glockenläuten Republit, folange eben die Revolution noch Kraft und bei diesem aus der Revolution geborenen Parlament und und Kanonendonner und dem herzlichen Jubel der Frankfurter Be- Schwung all haben schien? Alber ebenso folgerichtig. in der bewegten Strömung der Zeit die bekannteren völkerung in die reich mit schwarz- roth- goldenen Fahnen geschmückte wie der Antrag war, so hoffnungslos war er auch in dieser Vers Demokraten und Republikaner nicht übergangen werden, und so er- Paulskirche, die der Versammlung von der Stadt Frankfurt zur fammlung, in der die echten und rechten deutschen Spießbürger die hielten auch diese ebenso wie eine große Reihe auderer durch das Verfügung gestellt worden war, und deren Inneres man schnell in große Mehrheit befaßen. Diese rühmten sich ja, daß die Stevolution Vertrauen des deutschen Boltes ausgezeichnete Männer" besondere einen Parlamentssaal verwandelt hatte. Tausende bildeten auf den ehrfurchtsvoll vor den Thronen stehen geblieben war. Einladungen zu dem Borparlament. Straßen Spalier, und man zeigte sich mit lebhaftem Antheil die be- Die Radikalen waren sich wohl bewußt, mit welcherlei Gles So strömten denn in den letzten Tagen des März die Theil- tannteren Theilnehmer des Zuges, die Radikalen Hecker und Struve, menten sie in der Paulskirche zu thun haben würden, aber sie hofften, nehmer dieses Stegreifparlaments massenhaft in der alten freien Reichs- die Demokraten Ihstein, Blum, Jacoby, die Märzminister" Gagern die Versammlung inmitten Des revolutionären Schwunges fladt zusammen. Sehr hübsch schildert Heinrich Laube die Stimmung und Römer, den furhessischen Märtyrer Sylvester Jordan, die be- mit sich fortreißen zu können. Einer der wenigen Republikaner, die Um 10 Uhr vormittags zog die ganze Versammlung vom Römer " von 760 Millionen Pesetas fast zwei Drittel auf die Staatsschuld allein verwendet werden müssen, so ist ein Auskommen undenkbar. Es ist ja bezeichnend, daß die Bank von Spanien unter ihrem Reingewinne für sämmtliche Operationen mit dem Staatsschaße ein gesammtes Brutto- Einkommen der Aktionäre von nicht weniger als 46% Millionen Pesetas aufführt. Der Bant allein zahlt fonach der Staat nicht weniger als 46% Millionen Besetas jährlich! Meine lieben Freunde, laßt Euch durch Verstimmungen im drücklichsten Weise von denjenigen Mitteln Gebrauch gemacht eigenen Lager sowie durch Schmeicheleien der Gegner rechts und werde, welche die zur Zeit geltenden Bestimmungen an die Heßereien der Gegner links nicht auseinander bringen; denn Ihr Hand geben." müßt ausammenbleiben, wenn nicht die Euch anver Nach dem Auswanderungsgeseh vom vorigen trauten vitalen Intereffen den schwersten Schaden leiden sollen." Jahre hat der Bundesrath Vorschriften zu erlassen über Die Augsb. Poftztg." hält den bayerischen Zentrums: die Beschaffenheit, Einrichtung, Ausrüstung und Verproviantirung Abgeordneten vor, welche Gefahren für das bayerische Volk der Auswanderungsschiffe, über die amtliche Besichtigung und KonAusscheiden aus der Bentrums- Fraktion bringen würde: Eine gesonderte bayerische Partei, ob sie bündlerisch ist oder nicht, bedeutet für die Reichspolitit nichts, wegen ihrer Zusammen fegung aus lauter Personen des Mittelstandes, die in Berlin bauernd nicht anwesend fein tönnen, und wegen des Verlustes der Hilfe des Zentrums in föderalistischen und anderen Fragen, welche ihr " trolle dieser Schiffe, ferner über die ärztliche Untersuchung der Reisenden und der Schiffsbesaßung vor der Einschiffung, über die Die Geschichte und die jetzige Lage der spanischen Finanzen Ausschließung franter Personen, über das Verfahren bei Ein find so traurig, daß an eine starke Widerstandskraft nicht zu schiffung und über den Schutz der Auswanderer in gesundheitlicher glauben ist. Spanien hat nicht die Mittel, zu rüften, und und sittlicher Hinsicht. Fachleute behaupten, daß sowohl seine Armee als auch seine Renntnißnahme vorgelegt worden. Wie zu erwarten war, schließen Die sehr eingehenden Vorschriften sind jetzt dem Reichstag zur Schiffe sich in einem fläglichen Zustande befinden sollen. die Interessen Bayerns berühren." Auch wirthschaftlich ist Spanien ein ist Spanien ein verarmtes und Andererseits werden die Gegner der Flottenvorlage im sie sich meist an das Hamburgische Gesetz von 1887/96 an. Die Schiffe müssen im allgemeinen erfitlaffige( nach den zurückgebliebenes Land. Der gesammte Import stellt sich auf Bentrum die Art, wie die Lieber u. Komp. in dieser Angelegen unterscheidungen des Germanischen Lloyd) sein, sie haben den Borrund 800 Millionen Besetas und der gesammte Export auf heit verfahren sind, nicht so leicht verschmerzen können. Und schriften der See Berufsgenossenschaft über wasserdichte Schotten zu etwa 924 Millionen Pesetas. Spanien ist ein dürftiges Land, wenn sie sich doch zum Verbleiben im Fraktionsverbande schriften der See Berufsgenossenschaft über wasserdichte Schotten zu entsprechen. Die Untersuchung auf ihre Seetüchtigkeit erfolgt schon und es wird ihm sehr schwer fallen, es mit einem so robusten, entschließen, so wissen sie auch, wie lächerlich alsdann ihre im Dock oder auf der Helling und ist jährlich mindestens einmal zu reichen und thatkräftigen Gegner, wie es die Vereinigten ganze Oppofition gegen das Gesetz im Volte erscheinen wird. wiederholen. Uns soll es gewiß lieb sein, wenn die Einigkeit des Die zulässige Personenzahl wird von den Besichtigern 391 Bentrums gerade[ nach dem Verlauf der Verhandlungen über je nach den Raumverhältnissen festgefeßt. Für diese Festsetzung das Flottengesetz erhalten bleibt. Dadurch wird es uns ziehen die Bundesrathsvorschriften bestimmte Grenzen durch AnordIn einem folgenden Artikel werden wir die Entwickelung leichter, die Wolksfeindlichkeit des Zentrums, seine nung eines Mindeſtluftraums( 2,85 Rubikmeter) pro Person im Deck, der Lubanischen Frage und die Interessen der Vereinigten leichtfertige Breisgabe der tonftitutionellen Grundrechte und eines Benutzungsraumes auf einstehende Frauen und seine ebenso unverantwortliche Haltung in der Stenerfrage vor aller Welt zu brandmarken. Gtaaten find, aufgrunehmen, die es bie Bereinigten Staaten an ihr behandeln. Politische Nebersicht.d dr Berlin, 30. März. Der Reichstag hielt heute eine achtstündige Sigung ab. Die langen Debatten, an denen sich von unserer Partei die Abgg. Bebel, Kunert, Lütgenau, Moltenbuhr, Peus, Stadthagen, Wurm, Zubeil und andere betheiligten, drehten sich im wesent lichen um das Reichsamt des Junern und den Militäretat. Die einzelnen Reden hier zu charakterisiren, würde zu weit führen, wir müssen auf den Bericht verweisen und nur das rüpelhafte Benehmen einiger Abgeordneten von der Rechten, insbesondere das bes Abg. Rardorff hier erwähnen. Man hofft in der morgigen Sizung, die wieder um 12 Uhr beginnt, die dritte Lesung des Etats zu beendigen und dann in die Ferien gehen zu können. Das preußische Abgeordnetenhaus beendete heute die dritte von dieser schönen Seele erfahren. Tie internationale Buceonferenz foll doch noch zu stande Tommen. Im englischen Unterhause erklärte wenigstens der Staatsfetretär Gurzon, England habe die Einladung Belgiens zur Theilahme an der Zuckerkonferens angenommen; man glaube, daß gleiche Antworten von anderen Regierungen eingegangen feien; von welchen, sei ihm nicht bekannt. Barlaments Intersekretär des Aeußeren, Curzon, mit, ber Regie. China. Im britischen Unterbause theilte der rung fet durch den russischen Botschafter die neue Uebereinkunft Rußlands mit China notifigirt worden, doch seien die Einzelheiten noch nicht bekannt. Deck. Männer sind besonderen Abtheilungen zugewiesen. Weitere Vorschriften betreffen die Beschaffenheit des Auswandererdecks, die Zugänge, die Luftzuführung und Erneuerung, die Heizung, die Zahl der Tische und Bänke zur Mahlzeit, die Wasch und Badevorrichtungen, die Schlaftojen, die Abtritte und Krankenräume. Die Betöftigung darf den Auswanderern nicht überlassen bleiben. Die mitzunehmenden Mengen von Proviant und Waffer pro Ropf find genau detaillirt. Jedes Schiff muß einen approbirten, aur unentgeltlichen Be= Der Krankenlifte und Tagebuch führen und sofort nach der Rückkehr handlung der Auswanderer verpflichteten rat an Bord haben, dem Untersuchungsarzt vorlegen muß. Auch für Aufwärter, Krantenpfleger, Arzneimittel ist im voraus zu sorgen. hor Für jede zu befördernde Person muß ein Rettungsgürtel ( Schwimmweste, Rortjacke) vorhanden sein, ferner ebensoviel Rettungsbojen( Rettungsringe) wie Boote. Die Zahl dieser Boote ist genau nach dem Brutto- Raumgehalt des Schiffes bemessen. Zur Bemannung müssen für jedes Klappboot mindestens 2, für jedes ge= wöhnliche feste Boot mindestens 3 und für jedes Rettungsboot mindestens 4 erwachsene Personen der Schiffs befahung, welche des Ruderns kundig sind, vorhanden sein. Sämmtliche Personen Handhabung der Boote und im Rudern zu üben. Bahl, Art, Beit der Schiffsbesatzung sind bei jeder sich bietenden Gelegenheit in der und Ort der abgehaltenen Uebungen sind im Schiffstagebuche zu vermerken. Nach dem" Standard" besteht bei der Regierung die Absicht, weitere Maßregeln zum Schuße der britischen Intereffen zu ergreifen und eine neue Flottenbasis im mittleren oder nördlichen China zu gewinnen." Dazu wird gemeldet, daß wiederum zwei englische Kreuzer von Hongkong nach Norden abgegangen find. Die Besetzung der Tschufan- Inseln scheint nahe bevorzustehen. Lesung des Etats. Erwähnenswerth ist nur, daß Abgeordneter Jedenfalls ist jetzt schon sicher, daß England nichts gegen & amp( ft.) beim Rultusetat die Gelegenheit ergriff, sich wiederum die russischen Erfolge unternehmen ruffifchen Erfolge unternehmen wird. Die Resignation an dem früheren Unterstaatssekretär Rottenburg zu reiben, dessen der maßgebenden englischen Kreise bezüglich des russischen Bor Antwort auf seine in der zweiten Lesung gegen ihn erhobenen Au- marsches in Ostasien spricht aus einer Rede, die am Montag Abend griffe Herrn Gamp in Harnisch gebracht haben. In seiner Wuth Lord Selbourne, Parlamentssekretär des Kolenialamtes, im Klub über die ihm von Herrn Rottenburg zu theil gewordene Abfertigung der Unionisten hielt. Er meinte, es sei vollkommen sicher, daß feine merkte der Abgeordnete Gamp garnicht, wie thöricht es von ihm menschliche Macht Rußland aufhalten könne, die Mandschurei zu suchen, die Reisenden durch einen Arzt der Auswanderungsbehörde. Reifende wie Besagung sind vor der Reise ärztlich zu unters war, sich bei diefer Gelegenheit auch warm für die Gewährung von befeßen. Es sei für England ebensowenig demüthigend, daß es Besonders Personen mit ansteckender Krankheit sind zurückzuweisen. Diäten an Abgeordnete ins Zeug zu legen und auf die großen Rußland hiervon nicht abhalte, als es für Rußland bemüthigend Besonders Personen mit ansteckender Krankheit sind zurückzuweisen. Ausgaben hinzuweisen, die ihm durch seinen Aufenthalt in Berlin wäre, daß es England nicht daran hindern könne, jest oder später Regelung der Aufsicht und Kontrolle. Der Unternehmer hat Das wesentliche bei allen solchen Vorschriften ist natürlich die erwachsen. Freilich für einen durch eine gute Partie" steinreich einmal Khartum zu besetzen. gewordenen Agrarier find Diäten unbedingt nöthig, aber die Ber- legung der englischen Rechte in China zum casus belli machen. von staatlich angestellten Besichtigern sowie vom Untersuchungsarzle Die Regierung müßte eine Ber- jebe Fahrt anzuzeigen. Vor jeder Reise sind die Schiffe alsdann treter der Arbeiter tönnen von ihren eigenen Ersparnissen die Kosten England habe in China nichts verloren, was hätte festgehalten der Auswanderungsbehörde einer Inspektion zu unterziehen. Ein des Aufenthalts in der Hauptstadt bestreiten. Leider schnitt der werden müffen. Die Politit der offenen Thür" sei unverlegt und Protokoll über die Erfüllung aller wesentlichen Vorschriften ist dann Bräsident v. Kröcher bem vielgeschwäßigen Herrn Gamp, als er England babe bereits werthvolle Kompenfationen erlangt, welche, aufzunehmen und von den Inspektionsbeamten, dem Schiffsführer fich über den Antrag Kanig zu verbreiten anfing, der mit dem wenn nöthig, vermehrt werden könnten. Kultusetat doch nur in sehr lofem Bufaminenhang steht, das Wort Die russische Breffe schwelgt in den Erfolgen ihres und dem Proviantverwalter zu unterzeichnen. Mindestens drei Tage Presse ab, wohl hätten wir vielleicht noch manches wertvolle Bekenntniß Landes. Die Nowoje Bremja" betont die große geschichtliche Bevor der Abreise steht das Schiff unter der unumschränkten Kontrolle deutung der neuen Uebereinkunft. Die Nowosti" erflärt, Rußland der Besichtiger; die Einschiffung der Auswanderer darf erst er. betr. das Diensteintommen der evangelifchen Geift das reichste Land. Hierauf begann das Haus die erfte Lesung des Gefeßentwurfs, werbe das Bentrum der internationalen Handelsbeziehungen und folgen, nachdem diese Beamten hierzu die Genehmigung ertheilt Petersburgstija Wjedomosti" leistet fich lichen und betr. das Diensteinkommen der katholischen die Liebliche Behauptung, Rusland nehme China in feinen Bundesrathsvorschriften nicht entspricht, geht hervor aus den zahl fich Daß ein großer Theil der bisher benutzten Schiffe den neuen Geistlichen. Nach einer phrafenreichen Einleitungsrede des Schutz; eine weitere Ausnügung und Bedrängung China's reichen Ausnahmebestimmungen für Schiffe, welche vor dem 1. Juli Kultusministers Dr. Bosse erklärte sich Abg. v. Köller( f.) für durch andere Mächte würde eine Beleidigung auch Rußlands sein." 1897 in Bau gegeben worden sind". Bis zum 1. April 1899 fann einen fleinen Theil seiner Freunde gegen das Gefeß, während Die Petersburger Beitung" verkündet stolz. Rußland sei Herr des die Auswanderungsbehörde sogar von dem Nachweise der Unternamens der Mehrheit der Konservativen Abg. v. Heyde brand Golfes von Petschili geworden. Alle diese Blätter höhnen England fuchung des Schiffes auf Seetüchtigkeit absehen und gestatten, für dasselbe eintrat. Die Debatte, an der sich noch die Abgeordneten und bringen es im Ueberschwang des Chauvinismus fertig, Rußland baß eine geringere Bahl von ruderfundigen Personen Dr. Sattler( natl.) und Dr. Porsch( 3.) betheiligten, wird als den Hort der christlichen Kultur, der Zivilisation, der vorhanden ist! Diese Erleichterung" des Rhederkapitals auf morgen fortgefeßt. Humanität, der Gerechtigkeit, der Menschenrechte in Aften zu feiern. Kosten des Lebens anderer ist uns ein vollständiges Räthsel geblieben. Das Zentrum nach Annahme des Flottengesetzes. Bemerkenswerther als diese Tiraden ist eine Auslaffung des Maßregelung von Steuerbeamten. Der VorDie Köln. Volkszeitung" giebt zu, daß der Verlauf der Petersburger" Herold"; dieses Blatt bezeichnet den Verzicht auf eine Flottenangelegenheit zweifellos viel Mißstimmung in den Beeinflussung der Geschicke Korea's als eine nur vorläufige". Landtag eine Petition um Verbesserung der Lage der genannten Wählerkreisen des Zentrums hervorgerufen habe. Und eine Beamten gerichtet, die von sämmtlichen Vorstandsmitgliedern unter. Deutsches Reich. Anzahl linksstehender Zentrumsblätter fahren fort, scharfe zeichnet war. Jezt sind der erste Vorsitzende und der Schrifts Gegen bie fortdauernden Mißstände im Verbandes, die Steueraufseher v. Ludwig und führer des Pfeile gegen die Mehrheit der Fraktion zu entsenden. Bestellen vermittelungs und namentlich im Gefindev. Grufalla vom 1. April cr. ab im Interesse des Dienstes von sonders wird es auf die Haltung der Bayern ankommen. vermittelungswesen werden jest, weniger aus sozial- Berlin nach Krossen a. D. resp. nach Nauen versetzt worden. Es wird nun eifrig daran gearbeitet, den entstandenen politischen Rücksichten als aus Liebedienerei den Agrariern gegen Wie die Reveille" mittheilt, hat v. Zudwig eine 32jährige Riß wieder zu übertleistern. Das genannte Blatt zitivt die über, von der Regierung gefeßliche Maßregeln vorbereitet. Dienstzeit hinter sich und war feit 101/2 Jahren in Berlin Manen Windthorst's, der in der jeßigen Situation folgendes Juzwischen aber werden die Orts- Polizeibehörden durch angestellt, v. Grufulla ist ebenfalls 30 Jahre im Dienst. Die Verfagen würde: einen von den Miniftern des Junern und für Handel und sehung der beiden Beamten erfolgt zwar in gleicher Dienſt Gewerbe an sämmtliche Regierungs Präsidenten gerichteten eigenschaft", thatsächlich bedeutet sie für dieselben eine sehr fühlbare Runderlaß angewiesen, für die Folge die Stellenvermittler Berschlechterung, da sie den leichteren Bureaudienst mit dem und Gefindevermiether auf 3 fchärfte zu kontrolliren. schweren Außendienst eines Steuerauffehers vertauschen müssen. Der Ministerialerlaß fagt darüber folgendes: Zweifellos handelt es sich hier um Strafverfegungen, was auch schon " = haben. " ftand des Berbandes der Grenz- und Steuerauffeher hatte an den sich nicht in dem allgemeinen Bhrafenbrei hatten ersticken lassen, hatte zu Hecker, den Mannheimer Advokaten und Führer der süddeutschen Radikalen, gesagt, was er von einer Versammlung erwarte, deren" Bu einem Theile erklären sich jene Mißstände auch daraus, daraus hervorgeht, daß den beiden Beamten von vorgesetzten Ber= Mehrzahl aus Hofräthen, Professoren, Mandarinen und Bonzen zu daß die zuständigen Behörden es an der ersonen wiederholt der wohlgemeinte Rath" ertheilt worden ist, ihre fammengesetzt sei, was er von solchen Leuten denn manhaftes, von forderlichen Aufsicht über den bezeichneten Gewerbe- Aemter im Verbande der Grenz- und Steueraufseher niederzus folchen Philistern revolutionäres erwarten könne? Und Hecker hatte betrieb vielfach ha ben fehlen lassen. Nach den legen. darauf ftola erwidert: Ich werde sie terroristren! Erhebungen waren von 5216 ermitteltelten Gefindevermiethern und- Aus dem Handelsregister des t. Amtsgerichts I su Das erwies sich jedoch als unmöglich. Die Mehrheit war fofort Stellenvermittlern 632, alfo 12,1 pt., wegen Verbrechen oder Ver Berlin: gefchloffen gegen alle republikanischen Pläne, und der liberale gehen be straft. Unter diesen 632 Personen befaffen sich 587 auch In unser Gesellschaftsregister ift eingetragen: Spalte 1.: Lauts heffische Märzminister v. Gagern sprach wohl der Versammlung mit der Stellenvermittelung für weibliches Gesinde. Bon diesen fende Nr.: 17 868. Spalte 2.: Firma der Gesellschaft: Schriftenaus der Seele, wenn er meinte, daß die Struve'schen Pläne unmög find 19 wegen Ruppelei, 8 wegen Meineides, 128 wegen vertriebsanstalt Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Spalte 3.: lich zur Wiederhebung des Kredits" beitragen fönnten. Der Schluß Betruges, Hehlerei oder Urkundenfälschung vorfeiner mit größtem Beifall aufgenommenen Rede lautete: Sprechen bestraft, aber nur gegen 5 ist die Klage auf unter: Siz der Gesellschaft: Berlin. Spalte 4.: Rechtsverhältnisse der Ge Sie es aus, daß wir an der Monarchie festhalten, daß es sich beim fagung des Gewerbebetriebes angestrengt worden. Schon hierausfellschaft: Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschaftsvertrag datirt vom 10. Februar 1898. Gegenstand Struve'schen Antrag nur um die Vorschläge einer Minderheit handelt, ist zu entnehmen, daß die zuständigen Behörden von den Mitteln des Unternehmens ist: 1. Herausgabe und Vertrieb von christlichen die nach Problemen hascht und unerreichbare Dinge anstrebt!" zur Ausschließung unlauterer und unzuverlässiger Elemente Boltskalendern, Voltsbüchern, Boltonovellen und Volksromanen, Endlich schloß sich die Versammlung der Ansicht eines Redners von diesem Gewerbebetriebe nicht in dem erforderlichen Maße Kinderbüchern und Jugendschriften für die weitesten Boltskreise. an, der ausgeführt hatte, daß man die Frage, ob Republik oder Gebrauch gemacht haben. Bet den Behörden scheint ferner die Auf 2. Herausgabe patriotischer Literatur in Büchern, Broschüren, FlugMonarchie dem zu berufenden Nationalparlament überlassen müsse. fassung zu bestehen, daß die Untersagung des Gewerbebetriebes nur blättern. Ferner wurde in der ersten Sigung des Borparlaments noch bes suläffig sei, wenn den Gewerbetreibenben strafbare Hand. Das Stammkapital beträgt 20 000 M. Geschäftsführer ist der Ichloffen, daß je 50 000 Deutsche einen Vertreter in das zu gründende ungen zur Last fallen, die ihre Unzuverläffigteit bar Brebiger Ernst Rudolf Hülle zu Berlin. Nationalparlament entfenden sollten. thun, und daß auch solche strafbaren Handlungen, um als Grund- Man sieht hieraus, mit wie viel öffentlichen und anderen In einer späteren Sigung fam es zwischen den zaghaften Sibe- lage für die Untersuchung dienen zu können, in direkter Beziehung zu Geldern Herr P. Sülle sein großes Geschäft betreiben muß. ralen und den Radikalen au folchen Differenzen, baß die letteren dem Gewerbebetriebe stehen müssen. Beides ist irrig. Es fönnen 20 000 m. find bei seinen vielen und großen Druckaufträgen, troyden Parlamentsfaal mit einigen 70 Mann verließen. Andere nicht blos strafbare handlungen, sondern auch andere That Demokraten, die noch nicht alles für verloren hielten, waren jedoch fachen zur Einleitung des Verfahrens auf Untersagung des Gewerbe- bem er nicht tarifmäßige Löhne bezahlt, in wenigen Wochen geblieben, so Jacoby, der alte Jbstein und Robert Blum, der auch betriebes Anlaß geben. Insbesondere aber ist zu beachten, daß auch solche Weit mehr als das Rapital ist die hohe und höchste Protektion in diefen Sigungen des Borparlamentes sein eminentes Talent strafbaren Handlungen, die vor dem Beginne des Gewerbebetriebes des geschäftskundigen Pastors werth. bewies, große erregte Menschenmassen durch Hervorkehrung der von begangen sind, zur Untersagung des Gewerbebetriebes ausreichen, allen vertretenen Ideen zum gemeinsamen Handeln zurückzuführen. Sierans erwächst für die zuständigen Polizeibehörden die Berbie taiserliche Berordnung in fraft, nach welcher die Abschnitte der Zur Handwertsorganisation. Am 1. April tritt Die Aufgabe des Borparlaments, das Zustandebringen der Wabl pflichtung, nach jeder Anzeige von der Eröffnung einer deutschen Nationalversammlung, ist ja nachdem noch zur eines der bezeichneten Gewerbebetriebe eine genaue Prüfung Gewerbe- Ordnungsnovelle vom 26. Juli 1897 über die freien und Weiterführung dieser Angelegenheit ein Fünfziger Ausschuß vom der Frage vorzunehmen, ob nicht bereits strafbare Hand: Zwangsinnungen, über die Innungsausschüsse und Junungsverbände Borparlament eingesetzt worden war- erfüllt worden. Bom lungen des Anmeldenden oder andere Thatsachen vor sowie die allgemeinen Vorschriften über die Lehrlingsverhältnisse 18. Mai ab hat die Nationalversammlung viele Monate liegen, die feine Unzuverlässigkeit in Beziehung auf den an Geltung erlangen. in Frankfurt gefessen, eine deutsche Berfaffung zu gemeldeten Gewerbebetrieb darthun. Dieselbe Prüfung wird nach- Die Nordd. Allg. 3tg." ift mit Profeffor Adolph ftande zu bringen. Das ift natürlich nicht gelungen. Beginn des Gewerbebetriebes, auch ohne daß ein besonderer Wagner sehr unzufrieden, weil derfelbe in einem Artikel in der Die Kraft der Revolution war verpufft. Die Bourgeoisie fonnte sich Anlaß dazu gegeben wäre, von Zeit zu Zeit zu wieder: Kosmopolis", dessen wir schon Erwähnung thaten, wieder einmal nicht entschließen, auch den Arbeitern, die doch der Revolution den holen wenn jebem Falle, die Annahme der den Sozialismus als Wissenschaft" zu glimpflich behandelt habe. eigentlichen Rückhalt geboten hatten, von den Früchten der Um- Unzuverläfigkeit durch Thatsachen hinlänglich begründet er: Das Blatt fühlt sich zwar selbst zu schwach, um ein sachliches Wort wälzung etwas zu gute tommen zu lassen. Gie gitterte scheint, Das Berfahren wegen Untersagung des in den interessanten Meinungswechsel zwischen Sozialdemokraten für Ordnung und Eigenthum und die Regierungen, die Gewerbebetriebes einzuleiten und nöthigenfalls bis zur und ihren fathedersozialistischen und individualistischen Gegnern ein diesen schwachen Punkt der Revolution bald herausgefunden letzten Instanz durchzuführen sein. Da nicht bestimmt darauf zuwerfen und wagt es vernünftigerweise auch nicht, die wissenschaft. hatten, fauden teinen machtvollen Widerstand mehr, als fie gerechnet werden kann, daß die Abänderungen und Ergänzungen lichen Beistungen der sozialistischen Meister anzutaften. Aber bei mit neuer Reaktion einsetzten und die Errungenschaften der März der gefeßlichen Bestimmungen, auf deren Herbeiführung Bedacht revolution estamotirten. Daß dies so kominen konnte, baran genommen wird, auch wirklich erreicht werden, namentlich trägt das Verhalten des liberalen" Bürgerthums im Borparlament aber ungewiß ist, wann fie eintreten werden, so legen nicht die geringste Schuld. wir( bie Minister) Berth darauf, daß einstweilen in der nach und in verbraucht. " " der Thatsache einer ruhigen und anständigen Diskussion mit den Bertretern des Sozialismus wird dem Regierungsblatt so graulich, daß es vor den praktischen Folgen warnen zu müssen glaubt. Es sagt: " 2110 " Rußland. der erfte Delegirtentag der russischen Studentenschaft, vor kurzem Bon ber studentischen Bewegung. 1893 tagte beschickt und hat u. a. die folgenden Resolutionen gefaßt: der dritte. Er war von den Studenten der meisten Universitäten Wenn ein hervorragender Fachmann dem wissenschaft-| Berücksichtigung aller Umstände hielt es das Gericht für angemessen, von der legitimen Regierung eine Entschädigung, die ihr auch lichen Gegner eine solche Bedeutung und solche Vorzüge zuerkennt, nicht über das gefehlich niedrigste Strafmaß hinauszugehen. Wenn gewährt wurde. Ob auch jezt Deutschland die spanischen Schwierigso wird sich vom rein wissenschaftlichen Standpunkt die vorstehende Mittheilung richtig ist, so ging das braunschweigische feiten durch ein ähnliches Vorgehen vermehren wird, bleibt abzuaus gegen ein solches Urtheil wenig einwenden laffen. Aber Gericht erheblich unter das niedrigfte Strafmaß. warten. indem die Anerkennung und Würdigung des Ver Wegen Majestätsbeleidigung wurde Montag vor der ersten dienstes, das Karl Marx und seine unmittelbaren Schüler Straftammer Herzogl. Landgerichts Braunschweig verhandelt wider Imparcial" aus Manilla zugegangenen Privattelegramme Laffen - Der Aufstand auf den Philippinen. Die dem und Mitarbeiter sich um die kritische und spekulative Bearbeitung den Arbeiter und Aufseher Wilhelm Volk von hier. Die in nicht ein sehr bedenkliches Anwachsen des Aufstandes erkennen. In. eines Theils der Gesellschaftslehre erworben haben mögen, nicht öffentlicher Sigung geführte Verhandlung endete mit der Freisprechung Manilla selbst war ein Sandstreich gegen die spanische Besagung omit hinlänglicher Deutlichkeit und Schärfe auf die rein wissen des Angeklagten. schaftliche Leistung eingeschränkt wurde, ergab sich der Anlaß Freigesprochen von der Anklage der Majestätsbeleidigung wurde nahmt worden, und die Zahl der Verhafteten beläuft sich auf 600. vorbereitet; es sind bedeutende Mengen von Sprengstoffen beschlagzu den zahlreichen Mißverständnissen, welche noch heute das Urtheil von der Brandenburger Straffammer der Redakteur über volkswirthschaftliche und sozialpolitische Richtungen der Gegen- Brandenburger Beitung" Genoffe Theodor Huth. Es handelte schiffe von auswärts große Mengen von Waffen und Schießbedarf der Es steht fest, daß während der letzten Wochen durch Freibeuter wart in so bedauerlicher Weise verwirren." sich um den Bericht der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, in eingeführt wurden. Und am Ende ihres mit nebulofer Philosophisteret getränkten welchem der Anklage nach die Beleidigung enthalten sein sollte. Der Ergusses meint die„ Norddeutsche" in dieser Hinsicht deutlich genug: Staatsanwalt hatte wegen Majestätsbeleidigung in awei Fällen „ Die Ergebnisse des spekulativen Denkens gehören in das Buch fieben Monate Gefängniß und Aberkennung des Stadtverordneten und in den Hörsaal, nicht in das Parlament und in die Bolts Mandats beantragt. versammlung." In Erfurt und Magdeburg, find die Redakteure unserer Partei Eine offenherzigere Proflamation des blödesten Banaufenthums blätter wegen des genau gleichen Delikts zu Gefängniß verurtheilt ift nicht gut denkbar. Die Wissenschaft werde in ein stilles Kämmer- worden. Der Delegirtentag lehnt ab: 1. Petitionen, 2. Unruhen und lein gesperrt und wehe ihren Priestern, wenn sie sich damit hinaus. 3. Straßendemonstrationen als Rampfesmittel zur Erreichung der wagen ins Gedränge des wirklichen Lebens. Herr Profeffor Der Biberalismus" der ungarischen Regie studentischen Zustände zu benutzen und empfiehlt statt deffen: Verbesserung der russischen Zustände überhaupt, wie der allgemeinen Wagner mag über Marg und Engels denken, was er will, rung wurde auf der Generalversammlung der Budapester Advokaten 1. Berbreitung der Proklamationen in der Gesellschaft, sowie in der er mag fie felbft loben, aber nicht hinaus damit fammer von Dr. Wilhelm Vázsonyi folgendermaßen beleuchtet: in die Oeffentlichkeit, in die Parlamente, wo nur Herrn Bosse's Studentenschaft, 2. Silfe a) für Politisch- Verschickte, b) für Politisch„ Ministerium des Geistes" und des Grafen Posadowsky naive die Bresse, beide aus ein und demselben Gesichtspunkte. Die Macht Man verfolge nunmehr bei uns die Advokatie gerade so wie Berbannte und c) für Streifende. Umsturzreden walten sollen, oder gar in die Zeitschriften und Ver- bulde eben nicht die Bertheidiger bes Rechtes und der Freiheit und Arbeiterparteien sympathifirt und da beständige lebhafte Beziehungen Da die russische Studentenschaft mit den russischen revolutionären sammlungen, deren Leser und Besucher an der Allweisheit der auch nicht die Männer der Publizität. Nur so tonnte es geschehen, der Studentenschaft in corpore mit denselben unmöglich find, so heutigen Regierungsleute zweifelhaft werden könnten. recht und die Preßfreiheit konfiszirt, die Sammlung zu politischen möglichst zahlreiches Uebergehen einzelner in die Reihen der revolu daß mittels ministerieller Verordnungen jüngst das Versammlungsempfiehlt der Delegirtentag regelmäßige materielle Unterstützung und Zwecken verboten und die Schmach des zwangsweisen Photographirens tionären Arbeiterparteien. bei uns eingeführt wurde. Dann erging sich Redner in heftigen persönlichen Ausfällen gegen den Justizminister, von dem er fagte, daß er die großen Schöpfungen über den Haufen stürze. Auf diefe Worte folgte ein minutenlanger frenetischer Applaus, worauf Dr. Bászfonni bemerkte, der Beifall gelte nicht ihm, sondern der Verurtheilung des herrschenden Systems." 416 Die Wissenschaft ist frei. Wehe ihr, wenn sie von ihrer Freiheit Gebrauch macht und ihr Resultat dem profanen Volte offenbar werden läßt. 1 11 Zuzug von Verliebten nach Plauen bei Dresden ist streng feruaubalten, wenn folgende Geschichte wahr ist, die von der Sächs. Arbeiter- 8tg." mitgetheilt wird. Bei dem Biegeleibefiber B. arbeitete ein Arbeiter M., der von Hause aus fiber einiges Geld verfügt. Diefer hatte sich in den Kopf gefetzt, die ca. 30 Jahre alte Tochter B.'s zu beirathen. Eine Anfrage wurde mehr scherzhaft aufgefaßt, M. wollte nicht verstehen und die Idee der Heirath in die B.'fche Familie befestigte sich immer mehr bei ihm. Schließlich wurde B. die Sache unangenehm, so daß er M. Ende des vorigen Jahres entließ. Dieser ließ sich aber da durch nicht abhalten, immer noch in der Biegelei zu verkehren. Da fam die Zeit, wo die Tochter B.'s sich mit einem Berliner Arzt verbeirathen wollte. Man befürchtete, daß M. die Hochzeitsfeierlichkeiten in irgend einer Weise stören könnte, und so forderte B. seinen Kantinen wirth auf, mit M. eine Vergnügungsreise nach Meißen zu unternehmen, es fönne fosten, was es wolle. Der Plan mißlang; M. erklärte, keine Zeit zu haben. Der Gemeindevorstand Großmann soll nun M. auf das Gemeindeamt bestellt und bewirkt haben, daß derselbe für einen Tag im Siechenhaus internirt wurde! Der Gemeindevorstand Großmann, der auf so einfache, inbeffen wohl auch nach sächsischer Rechtsauffaffung nicht ganz einwandsfreie Weise einem Brautvater aus der Klemme geholfen haben foll, ist Mitglied des sächsischen Landtags. " endige Ungarn. Frankreich. nationalem Boden und betont die Allgemeinheit der Intereffen der Der Delegirtentag verurtheilt entschiedenst jede Feindlichkeit auf ganzen Studentenschaft in den höheren Lehranstalten Rußlands. Türkei. Konftantinopel, 30. März. Die Berhandlungen zwischen Rußland und der Türkei, betreffend eine Anzahlung auf die Kriegs. entschädigungs- Rückstände, sind wieder aufgenommen worden. Paris, 80. März. Bei einer Aufführung des Jbsen'schen Boltsfeinb" tam es zu lebhaften Rundgebungen zu gunsten untersuchungskommission die Absetzung des bulgarischen Bischofs Die Pforte verlangt auf grund eines Berichtes der betreffenden ola's. Bei verschiedenen Szenen, die die Erinnerung an den Ginestus in Uestüb. Das Exarchat hat diese Forderung bisher als jüngsten Prozeß wachriefen, wurden Hochrufe auf Bola laut. Im unbegründet abgelehnt. Theater- Foyer wurde eine Adresse an Ibsen unterzeichnet. griechische Anleihe gestern von dem Minister des Auswärtigen Banotaur, sowie von dem englischen und russischen Botschafter unterzeichnet. England. Dem Vernehmen nach wurde das Uebereinkommen betr. die " Afien. Go nimmt die angesehenfte technische Wochenschrift Englands, die Ueber die Arbeiterbewegung in Japan ent Engineering", einem Berichte des japanischen Refforts für Ackerbau und Handel folgendes: Die Ringe und Syndikate der Unternehmer London, 29. März. Unterhaus. Vicery Gibbs beantragt ber find in Japan im letzten Jahre rapid gewachsen, und manche haben Arbeiter Lage ihrer aur Berathung des Standes der Währung in Ostindien schenkt, daß sich die öffentliche Meinung gegen sie erhoben so wenig Aufmerksamkeit ge eine Rommiffion einzusehen. Dieselbe folle die Wirkung der hat und man allgemein nach einem Fabrikgesetz verlangt. Schließung der Münzen für die Silberprägung auf die verschiedenen Es bestehen auch Vereinigungen unter den Arbeitern, diese haben: davon berührten Bevölkerungsklassen und Intereffen erwägen sowie aber noch zu wenig Zusammenhang und infolge dessen auch zu über die angeregte Einführung der Goldwährung berichten und Vor- wenig Kraft, um der Willkür und Ungerechtigkeit der Ringe und schläge machen. Redner behauptet, die Schließung der Münzen Synditate erfolgreichen Widerstand leisten zu können. Die Streits In Sachsen- Altenburg finden die Landtagswahlen minderte den Werth der Ersparnisse der Bauern um 371/2 pet. gebniß flimmt meistens mit der Lage des Werkes überein, verfette der Produktionsfähigkeit des Landes einen Schlag und ver- find daher in der Regel von ziemlich kurzer Dauer, und ihr Er am 16. April statt. Unsere Parteigenossen betheiligen sich mit Eifer Würde die Goldwährung eingeführt, könnte Indien dieselbe in dem an der Vorbereitung der Wahl. fte stattfinden. Der wachsende Mangel an ge doch nicht beibehalten. Maclean unterstützt den Antrag. schickten Arbeitern zwingt die Unternehmer häufig dazu, Saalfeld a. d. S., 30. März.( Privattelegramm.) Bei der Wylie bringt ein Amendement ein, nach welchem das Haus die Forderungen der Arbeiter zu bewilligen, während andererseits, heutigen Gemeindewahl errang unsere Partei einen großen moralischen seine Befriedigung darüber ausspricht, daß die indische Re- wenn dieser Mangel nicht besteht, die Streifenden in einer etwas Sieg, indem auf die von uns ausgegebene Parole 60 pet. der gierung dem Zustande der Währung gehörige Erwägung widmet" drastischen" Art und Weise behandelt und die Führer oft summarisch Wähler der Wahlurne fernblieben. Dieser Weg wurde ein- und erklärt, weitere Mittheilungen der indischen Regierung abzu entlassen werden. Der Neu- Unionismus hat gleichwohl in Japan geschlagen, weil fonft jeder Erfolg bei dem bestehenden Plural- warten, ehe er Schritte in diefer Angelegenheit unternehme. Der Wurzel gefaßt und eine Ausdehnung der Streits bewirkt. Wahlsystem, das eingeborenen Wählern bis 10 Stimmen giebt, Staatssekretär für Indien Lord Hamilton erklärt, daß bringt der Bericht folgende typische Fälle. In der Jokohama gänzlich ausgeschloffen wäre. Jeßt muß ein neuer Wahltermin an- vor einer Veränderung des indischen Währungssystems selbstverständlich Werft legten über 400 Bimmerer die Arbeit nieder, um eine beraumt werden. Diese Vorgänge bilden ein ausgezeichnetes Bor- eine forgfältige Untersuchung nöthig sei; er glaube, unter den ob- Erhöhung der Löhne zu erlangen, und schon nach 14 Tagen wurden zeichen für die Reichstagswahl. waltenden Berhältnissen sei die Schließung der indischen Münaftätten der ihre Forderungen bewilligt. Die Schienenleger der Nippon- EisenAus Elsaß- Lothringen, 29. März.( Eig. Ber.) Unser reichs die produktive wirthschaftliche Entwickelung Indiens teine Grenze. genügte, um die Bewilligung ihrer Forderungen durchzusehen. Die Aus Elsaß- Lothringen, 29. März.( Eig. Ber.) Unser reichs. richtige Schritt gewefen; bei einem stabilen Wechselkurs bestehe für bahn demonstrirten für Erhöhung der Löhne und dieses allein ländisches Partei- Organ macht heute auf den schreienden Widerspruch Seiner Ansicht nach, setzte Hamilton hinzu, wäre der Bimetallismus Schiffszimmerer in Tokushima aufmerksam, der zwischen den Aeußerungen des Vertreters der elsaß die beste Methode, diese Stabilität zu sichern; leider aber sei die nach einem Streit von wenigen Tagen die Lohnerhöhung, die fie über 71 an der Zahl- erlangten Lothringischen Regierung im Reichstage, Ober- Regierungsrath übrige Welt nicht dieser Ansicht, und mit diesen Thatsachen forderten. Auch die Steinmaurer setzten nach kurzem Kampfe ihre Halley, und denjenigen des badischen Ministers Eisenlohr müsse gerechnet besteht in Beziehung auf die Behandlung der Straßburger Verwerden; es gebe gegenwärtig nur zwei Forderungen durch. Die Folge hiervon ist natürlich ein fammlungen unseres Genossen Bebel. Während ersterer im Reichs Wie die Dinge gegenwärtig liegen, glaube Länder, die am Silber als Währungsmetall festhalten. sehr rasches Steigen der Preise der Fabrikerzeugnisse sowohl tage die Erklärung abgab, dem Abgeordneten Bebel sei er nicht als auch der Lebensbedürfnisse, und das Verschwinden in Straßburg noch niemals eine Versammlung bimetallistischen Abkommens, weil ein solches Abkommen, einer Spinnerei traten 120 Arbeiter und Arbeiterinnen in einen an die Möglichkeit eines internationalen des Vortheils, den Japan bisher in dieser Beziehung hatte. In verboten worden, führte der badische Minister Des Junern in der Landtags Sigung vom 23. d. Mis. aus, reich aber erkläre, daß es fein niedrigeres Werthverhältniß als Entlassung ihrer Führer und nachdem sie für ihre Handlung ab das diesen Namen verdiente, Frankreich mit umfassen müßte. Frank Streit für Erhöhung der Löhne ein, waren aber froh, als fie nach die Neumühler Versammlung vom 4. Oftober 1896, bie hauptsächlich von Straßburg aus hätte besucht werden sollen, Redner erklärt sich gegen' den Antrag Wylie, weil dieser die im nehmen konnten. In einer Seidenspinnerei dagegen, wo mehr Ges 151/2 zu 1 annehmen könne; dieser Satz aber sei nicht zu sichern. gebeten hatten, die Arbeit zu den alten Bedingungen wieder auf fei vorher von der reichsländischen Polizeibehörde Jahre 1893 aufgestellte Politit umstürze, er febe aber gerade der schicklichkeit erforderlich ist, zu Straßburg verboten worden, weshalb auch die Berwirklichung dieser Politit entgegen; daher beantrage er ein die Rädelsführer in entließen die Unternehmer zwar badische Regierung die Pflicht gehabt habe, die Erwägungen der einem Streit, waren aber zufrieden, in Amendement, Nachbarregierung zu respektiren und nicht in Baden zu erlauben, untersuchung über das Währungssystem Indien 3 Bergwerken scheint es auch beträchtliche Schwierigkeiten gegeben zu erklärt wird, daß eine weitere ihre Arbeiter zu höheren Löhnen wieder zurückzuerhalten. In den was man in den Reichslanden für schädlich halte. Die Ausführungen der beiden Regierungsvertreter laffen sich also nicht miteinander vergierung, die Goldwährung in Indien einzu- Frieden aufrechterhalten, sondern ist auch in eine Diskussion der und über die Vorschläge der indischen Rehaben, und hat dort die Polizei in einzelnen Fällen nicht nur den einigen; einer von beiden muß sich mit den Thatsachen in Widerspruch führen, erwünscht sei. Der Staatssekretär fügt noch hinzu, Thatsachen eingetreten und gesetzt haben. hat einen Ausgleich zu stande, Wieder ein Beitrag zur Halley'schen Theorie vom Schlagwort". sächlich die Befugnisse einer königlichen Kommission haben. Harcourt während die Bergleute auf seiner Wiedereinstellung bestanden, und half der von der Regierung hierfür zu ernennende Ausschuß werde that gebracht. So war in einem Falle ein Aufseher entlassen worden, Der Bezirkspräsident Unterelsaß hat die erforderliche polizei fpricht sich für den Antrag Lord Hamilton's aus, der hierauf an hierbei die Polizei die Sache zu arrangiren. In einem anderen liche Erlaubniß zuründung eines sozialdemokratischen Arbeiter Wat ereins für Straßburg ohne Angabe Falle hatte ein Verwalter einen unkorrekten Bericht abgefaßt, worauf von Gründen ver eigert. Die Arbeiterschaft Straßburgs wird London, 30. März. Unterhaus. Sir Charles Dilfe fündigt an, die Arbeiter streiften, und auch hier überredete sie die Polizei, die es wie bisher verstehen, auch ohne einen Wahlverein sozialistische er werde am Schluß der heutigen Sigung an die Regierung die Arbeit wieder aufzunehmen. Wahlen zu machen. Frage richten, ob sie es nicht als im öffentlichen Interesse liegend Schon diese furzen Angaben des Engineering" zeigen uns, daß Ans Elfah Lothringen, 28. März.( Eig. Ber.) Die Abstimmt: Die Führung der Auswärtigen Angelegenheiten während Bon der Eröffnung China's für den Handel wird zunächst Japans erachte, daß das Haus folgenden Antrag erörtert und darüber ab es sich auch unter dem Proletariat im fernen Osten mächtig regt.; neigung, welche in den flerifalen Kreifen der Reichslande gegen die des letzten Jahres hat gezeigt, daß es nicht im Intereffe des Landes Industrie den größten Aufschwung nehmen und hiermit zugleich auch preußische Mehrheit der Zentrumsfraktion von jeher vor- liegt, wenn das Amt des Premierministers und des die japanische Arbeiterbewegung. handen war, ist durch die Haltung der lekteren gegenüber der Flotten. Ministers des Auswärtigen in einer Person ver vorlage noch verstärkt worden. So läßt sich heute der Abbé einigt ist. winnen.' % " genommen wird. dem Dänemark. Italien. $ = Amerika. Schiffsantäufe der Vereinigten Staaten. Partei- Nachrichten.' Die Adresse des Genossen H. Meister, des Vorsitzenden ber. Rontrollkommiffion, ist von jest ab: Heinrich Meister, Wetterlé, Redakteur des flerifalen Journal de Colmar", einer der streitbarsten Vertreter der katholischen Landespartei, in einer Dem Staatssekretär der englischen Kolonie Kanada für die Marine Kopenhagen, 29. März. Bei den heute stattgehabten Wahlen Polemit gegen die Kölnische Boltszeitung" alfo vernehmen: Möge die Kölnische Volkszeitung" doch versuchen, die pon 7 Mitgliedern der hiesigen Stadtverordneten Berist seitens der Vereinigten Staaten ein Angebot für den Ankauf eines füddeutschen Mitglieder des Zentrums zu ihrer Marinepolitik zutischen Kandidaten mit einer Mehrheit von 3100 Stimmen. fammlung fiegten die radikal- sozialdemokra- Kriegsschiffes gemacht worden. befehren! Wahrlich, der Augenblick ist schlecht Die radikal- sozialistische Partei bildet somit nunmehr die Mehrheit gewählt, um dieser Partei neue Anhänger zu ge- in der Versammlung, da sie 21 von den gesammten 36 Plägen inne Bekanntlich haben von den Reichstags- Abgeordneten Elsaß- bat. Diese Mehrheit besteht aus 12 Liberalen und 9 Sozialisten. Lothringens nur drei( Dr. Bostetter, natl., Dr. Höffel, Rp., und von Bulach, t.) für das Flottengefeh votirt, während alle Benedig, 80. März. Nach einer Meldung der Gazetta bi übrigen Abgeordneten, darunter die sämmtlichen anwesenden An- Veneza" beschleunigt die italienische Regierung die Bildung eines gehörigen der Elsässer- Gruppe, mit Nein stimmten. Geschwaders zur Entsendung nach den nordamerikanischen GeDie dem Tagner Felix Forfner aus Germingen burch Urtheil wässern. Nach derselben Quelle wird in Piemont die Bildung einer des Straßburger Schwurgerichts vom 23. Oktober v. J. wegen Er- Freiwilligen- Legion von 8000 Mann betrieben, um den Rubanern zu mordung seiner Geliebten auferlegte Todesstrafe ist vom Hilfe zu eilen. Kaiser im Gnadenwege in lebenslängliche Buchthausstrafe umgewandelt worden. Ebenso ist der Einjährig- Freiwillige Keil aus Weißenburg, der wegen Rörperverlegung eines Beamten der Sicher heitspolizei durch das Kriegsgericht in Straßburg zu 5 Monaten Festung verurtheilt worden war, nach Verbüßung von 2 Monaten begnadigt worden. -WO Spanien. Hannover, Langestraße 1.) in der Weise zu begehen, daß am Vormittag des 1. Mai eine BoltsDie Parteigenossen in Breslau beschlossen, die Maifeier versammlung und Nachmittag ein großes Boltsfest abgehalten wird. Von dem üblichen Ausflug ist Abstand genommen worden, weil der frühere Ausflugsort Oswitz- Schwedenschanze infolge des bekannten Cofel fich zu dem Feste nicht eignet. Berhaltens der Wirthe nicht mehr in betracht kommt und der Ort Ruba. Die Rölnische Zeitung" meldet aus Havana: Eine der Angriffe auf deutsches Befigthum auf jüngsten Thaten der Aufständischen ist die gänzliche Zerstörung der großen schönen Zuckerfabrik Cannamaba der deutschen Firma Rayser die Augen für immer schloß. Wie alljährlich, so schmückte Zehn Jahre waren am 29. März verflossen, seitdem Mar Schmidt u. Fischer bei Trinidad in der Provinz Santa Clara an - Chronik der Majestätsbeleidigungsprozesse. der Seekfifte. Am 18. Februar, nachts 11 Uhr, brach ein Haufe auch diesmal die Breslauer Arbeiterschaft in pietätvoller Aus, Wegen Majestätsbeleidigung wurde am Sonnabend vor der zweiten Auffländischer ein und konnte, troß der aus 25 Soldaten und hänglichkeit das Grab des theuren Borkämpfers. Straffammer des Braunschweiger Landgerichts der Dekonom Niens 17 Schußleuten des Gutes bestehenden Besayung, das Zuckerhaus Bei der Gemeindevertreterwahl in Altwaffer in Schlesien in Börßum zu 1(!?? Red.) Monat Festungshaft verurtheilt. Die mit Petroleum begießen und in Brand stecken. Die Aufständischen hätten die drei Kandidaten unserer Partei der Zahl ihrer Stimmen Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Das plünderten das wohlgefüllte Lager, raubten 2500 Pesos in Silber, nach in die Stichwahl kommen müssen. Nun hatten sich aber, wie Urtheil begründete der Gerichtsvorsitzende in folgender Weise: Jm welche zur Lohnauszahlung bereit lagen, tödtelen 4 der Vertheidiger, der Proletarier" mittheilt, 24 stimmberechtigte Wittwen durch November vorigen Jahres fand im Sonnemann'schen Kruge in verwundeten 10 und entfernten sich, ohne daß die in der Nähe be- Gemeindeglieder vertreten lassen, ohne die von ihnen ausgestellten Börßum eine Wahlversammlung zum braunschweigischen Landtage findlichen großen Truppenabtheilungen, welche zu spät zur Vollmachten amtlich beglaubigen au laffen. Der Wahlvorstand era statt. Die Gäfte gaben sich reichlichem Biergenusse hin und Hilfe gekommen waren, dem Rückzug der Aufständischen namhaft flärte dieserhalb die Bollmachten und die im Namen der Aussoll letteres besonders auf N. zutreffen. Im Laufe des Abends Einhalt thun fonnten. stellerinnen abgegebenen Stimmen für ungiltig. Nach Abzug dieser wurde auch das Welfenhaus im Gegensatz zum Hohenzollernhause A13 im letzten Karliften- Aufstande ein deutscher Hauptmann a. D., Stimmen hatte die eine gegnerische Partei die absolute Mehrheit, gebracht und hierbei hat N. eine Aeußerung über den Prinzen der Korrespondent der Neuen Freien Presse" war, von den Auf- weshalb die Stichwahl unterblieb. Unsere Parteigenossen werden) Albrecht gethan, in der das Gericht die Beleidigung erblickte. Unter ständischen getödtet worden, verlangte das Deutsche Reich gegen die Wahl Protest einlegen. Boziales. Eine Parteifonferenz für den Reichstags: Wahlkreis In Gotha beabsichtigen die Dachdecker, am tünftigen Sonns Offenbach- Dieburg tagte am 27. März in Bieber. Anwesend abend in den Streit einzutreten, falls die Unternehmer nicht bis waren der Kreisvorstand, der Vertrauensmann und 35 stimmberech dahin die Lohndifferenzen beseitigt haben. Die deutschen Berufsgenossenschaften hielten am Dienstag tigte Delegirte sämmtlicher 28 politischer Vereine des Kreises. Der In Georgenthal befinden sich seit Montag fämmtliche in Berlin ihren 12. ordentlichen BerufsgenossenschaftsVertrauensmann Orb berichtete über 68 Parteiverfammlungen, die von Zimmerer im Ausstand. Tag ab. An stelle des Herrn Rösicke, der sein Amt niederAnfang März 1897 bis Ende Februar 1898 im Kreise abgehalten wurden. Der Streit der Zimmerer und Maurer in ber3walbe ist gelegt hat, wurde Architekt Gerhardt zum ersten Vorsitzenden des Die Einnahme betrug 236,91 M.; 200 M. wurden an den Partei- beendet. Jn gütlicher Vereinbarung mit den Meistern haben diese Verbandes der Berufsgenossenschaften gewählt und Herr Rösicke vorstand abgeliefert. Getadelt wurde die Geringfügigkeit der frei- jetzt einen Stundenlohn von 37 Bfg. bewilligt, außerdem ist die zum Ehrenmitgliede des Verbandes ernannt. willigen Beiträge. Der Kreiskassirer Heilmann hatte im Jahre Mittagspause um eine halbe Stunde verlängert und die tägliche Dem geschäftsführenden Ausschuß wurde folgende, vom Direktor 1897 bei 3205,32 M. Einnahmen 1935,62 M. Ueberschuß. Die großen Arbeitszeit auf 91/2 Stunden festgesetzt. Bei Wasserarbeiten tritt Schlesinger beantragte Resolution zur Berücksichtigung überStreits des Vorjahres brachten auch hier einen Rückgang der Ein eine weitere Erhöhung des Stundenlohnes um 5 Pfennige ein. wiesen:" Der Verband hält die Gewährung von Ausgaben für nahmen( um 170 t.). Als Vertrauensmann wurde Genosse Die Arbeit ist seit Montag früh auf allen Bauten wieder im Porto, Papier, Tabat, Nasiren und dergleichen Bedürfnisse an die Drb( Offenbach, Große Hafenbachstr. 12 part.) wiedergewählt, Gange. in stationärer Behandlung befindlichen Unfallverlegten gedesgleichen als Kreisvorstand Genosse Ulrich. Vorsitzender des erscheint zweckmäßig, Die Schneider in Elmshorn haben durch gütliche Ber- gebenenfalls für empfehlenswerth; den Anstaltsleiter mit der Zahlung dieser Zuschüsse aut Beschlossen wurde u. a., die Landstags- Fraktion zu ersuchen, die die 11stündige Arbeitszeit in 12 Geschäften erzielt. Ablehnend verletzteren zu sichern, ferner aber auch, 3entral. Wahlfomite en ersuchen, the bandlungen mit den Prinzipalen die Einführung eines Tarifs und betrauen, einmal um eine angemessene Verwendung der Landtags- Debatten in Broschüren- oder Flugblattform für die hielten sich nur 6 Firmen mit 6 Gehilfen. um möglichste GleichAgitation nugbar zu machen. Das Reichstags Mandat wurde als mäßigkeit in den Beiträgen der einzelnen betheiligten Berufsgenossen= absolut sicher bezeichnet; man hofft, diesmal schon im ersten Wahl- Die Stendaler Steinfeger bitten um Fernhaltung des Buschaften herbeizuführen." Die Sten gang zu fiegen. zuges, da sie sich mit den Meistern wegen der Lohnfrage in Diffe Weiter wurde verhandelt über die Frage, ob und welchen Einrenzen befinden. Desgleichen ist zuzug fernzuhalten von Bremen fluß das Patentgesez auf die Unfallverhütungs. und Nordhausen. Bestrebungen, beziehentlich auf die Einführung von In Tyffa bei Tetschen in Böhmen siegten bei der Gemeinde. raths Wahl die sozialdemokratischen Kandidaten in allen drei Wahlkörpern. Todtenlifte der Partei. In Leipzig starb im Alter von faft 74 Jahren der Schmied Karl Friedrich Julius Luscher, Mitbegründer des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Er war 47 Jahre lang in der Werkstätte der Bayerischen Bahn thätig und mußte sich in den letzten Jahren auf Veranlassung der Verwaltung von der öffentlichen Propaganda zurückziehen. Seit 6 Jahren wohnte er im Johannishospital einem Versorgungshause für alte Leute wo er der einzige Abonnent unseres Leipziger Parteiorgans war. In einer Klinik zu Jena, wo er Heilung von einem schmerz haften Leiden suchte, ist der Tischlermeister Hermann Naupold aus Gera im Alter von 60 Jahren gestorben. Er war feit 30 Jahren fast in jeder Versammlung zugegen und nahm an der Parteibewegung auch sonst den lebhaftesten Antheil. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In der Redaktion der Bergischen Arbeiter ftimme" in Solingen sowie in der Wohnung des Redakteurs Franzen wurde nach dem Manuskript einer Notiz über die Beerdigung unseres verstorbenen Parteigenossen Krewintel in Aachen gehaussucht. Die Haussuchung war natürlich vergeblich; interessant ist, daß sie vorgenommen wurde, obwohl Franzen sich als Verfasser der Notiz bekannte. Durch die Notiz soll die Aachener Polizei beleidigt sein. In Herne bei Bochum wurde die erste polnischfozialdemokratische Versammlung, die bort an gemeldet worden war, aufgelöst, als nach dem deutschen Vortrage des Reichstags Kandidaten Lehmann der Redakteur Morawski von der Berliner„ Gazeta Robotnicza" einen polni schen Vortrag begann. Der überwachende Beamte erklärte, er fei von höherer Seite beauftragt, polnisch nicht sprechen zu lassen. Nach den Entscheidungen des Ober- Berwaltungsgerichts( Band I, G. 347) ist der Gebrauch einer anderen als der deutschen Sprache aber kein Grund zur Auflösung. Durch eine Brieftasten- Notiz follte Redakteur Stücklen von der„ Oberfräntischen Volkszeitung" in Hof groben Unfug begangen haben. Die Anklagebehörde hatte aber fein Glück; das Schöffengericht erkannte auf Freisprechung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Au die Maurer der Provinz Brandenburg! Werthe Rollegen! Am 2. Osterfeiertage( 11. April) findet in Charlotten burg im Lokal Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39, vormittags 9 Uhr, eine Konferenz der Maurer der Provinz Brandenburg statt. Die Tagesordnung, vorbehältlich der Zustimmung der Konferens, lautet: 1. Bericht der Agitationskommission. 2. Die wirthschaftliche Lage und wie sieht es mit dem gesetzlichen Schutz für Leben und Gesundheit auf den Bauten aits. 3. Agitation. 4. Streits, Lohn bewegung und ihre Vorbedingungen. 5. Anträge und Neuwahl der Agitationskommission. Kollegen! Wir haben ein Jahr reich an Kämpfen aller Art vor uns, es ist darum auch unter uns eine gemeinschaftliche Aussprache erforderlich. Gehet ungefäumt an die Wahl der Delegirten, denn fein Ort darf unvertreten sein. Die Delegirten werden am Stadtbahnhofe Charlottenburg von Kollegen empfangen werden, er tenntlich sind dieselben durch eine weiße Schleife am Rock. Alle weiteren Anfragen sind zu richten an H. Silberschmidt, Berlin W., Frankenftr. 83,§. III. Die städtischen Wasserwerks Arbeiter beschlossen in einer kürzlich stattgefundenen Zusammenkunft, sich gewerkschaftlich zu organisiren und zwar wollen sie dem Verbande der Arbeiter in Gas anstalten und in allen anderen städtischen Betrieben beitreten. Ein Theil derselben ist diesem Beschlusse bereits nachgekommen. T bestreiten. es Chriftliche Bergarbeiter im Ausstand. Wie bekannt, besteht Sch vorrichtungen hat. Der Referent, Direktor Wenzel in Piusberge, einem Ort in der Nähe von Osnabrück, in dem Stein- aus Berlin, schlug eine Resolution vor, worin der Reichskanzler fohlenbergwerke und Steinbrüche in Betrieb sind, feit langem eine ersucht wird, den Berufsgenossenschaften die Befugniß zu ertheilen, Differenz zwischen der Bergverwaltung und den Arbeitern, weil die im Interesse der öffentlichen Wohlfahrt Patente auf Borrichtungen Bergwerksdirektion an fieben katholischen Feiertagen nicht mehr die zum Schuße von Leben und Gesundheit der Arbeiter von dem Arbeit ruhen lassen will. Wie die Germania" berichtet, haben nun Patentinhaber zu erwerben gegen eine angemessene Vergütung, die am Feste Mariä Verkündigung die Arbeiter die Parole ausgegeben, nöthigenfalls im Rechtswege festzusetzen ist. an diesem Tage nicht zur Schicht zu fahren. Von 872 Arbeitern In Beziehung auf die Beschickung der Pariser Weltsind dann über 400 nicht angefahren, Das Wert hat ausstellung im Jahre 1900 wurde beschlossen, die Vorarbeiten diefen als Antwort darauf gekündigt. Der Vorsitzende des in Verbindung mit dem Reichs- Versicherungsamt vorzunehmen und Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter, Brust Alteneffen, eilte die antheiligen Kosten hierfür aus den Mitteln des Verbandes zu fofort hierher, um die Grubenarbeiter in dem Konflikt zu sammenzuhalten. In einer großen Versammlung erklärte er, man Direktor Wenzel sprach sodann über die Ueberweisung eines wolle der Verwaltung die Antwort nicht schuldig bleiben. Es sei Theils des Reservefonds beim Uebergang einzelner mit nothwendig, daß jezt alle Arbeiter, auch die Steinbruchsarbeiter der Unfallentschädigungen belasteter Betriebe. Auf Der Verband Bergwerksverwaltung fündigten. Er mahnte zur Ruhe und Kalt seinen Antrag wurde folgender Beschluß gefaßt: blütigkeit. Im Laufe dieser Woche, und zwar Mittwoch nachmittags wolle den ihm angehörenden Genossenschaften empfehlen, durch überund Donnerstag morgens finden noch zwei Versammlungen statt, in einstimmenden Beschluß der Genossenschafts- Versammlungen sich welchen die ganze Belegschaft durch Unterschrift einer Erklärung die dahin zu einigen, daß sie beim Uebergang einzelner mit Gutschädi gungsansprüchen belasteter Betriebe feinen Anspruch auf UeberArbeit fündigen soll. weisung eines Theiles des Refervefonds und des sonstigen Ver mögens der überweisenden Genossenschaft gemäß§ 32 des UnfallVersicherungsgesetzes erheben wollen, sofern die letztere sich verpflichtet hat, gegebenenfalls nach demselben Grundsatze zu ver fahren." Der Chriftliche Bergarbeiter- Berband zählt am Ort 700 Mitglieder und man darf auf den Ausgang des Konflikts gespannt sein. Der Streit der Wagenführer der elektrischen Straßenbahn in Biegnig ist zu ungunsten der Ausständigen beendet. Am Ausstand der Schneider in Leipzig find noch 420 Mann betheiligt. Bewilligt haben bis jetzt 67 Firmen mit 510 Arbeitern. " Die Bestimmung über Ort und Zeit des nächsten ordentlichen Berufsgenossenschaftstages wurde dem Vorftande überlassen und hierauf die Tagung geschlossen. Dem Verbande gehören zur Zeit 46 Berufsgenossenschaften an. Bur Krisis in der Textilindustrie Aachens wird mitgetheilt, daß innerhalb drei Monaten vier Tuch fabriken den Betrieb Die Leipziger Buchbinder verurtheilten in einer gut besuchten Bersammlung sehr entschieden den Versuch der Buchbindermeister, die im Tarif eingegangenen Verpflichtungen zu umgehen, ebenso prachen sie sich gegen die von einigen Prinzipalen gewünschte eingestellt haben. in fleineren Betrieben die Einführung des Tarifs zu verlangen. Revision aus. Dagegen werden die Arbeiter bestrebt sein, auch In der Porzellanfabrik von Kunsch in Potschappel befinden sich 90 Dreher, Blumenmacher und Maler im Ausstand. Ueber die Ursache des Streits schreibt unser Dresdener ParteiOrgan: man Daß ein Streit um so selbstverständliche Dinge, wie sie hier in Frage stehen, ausbrechen konnte, ist in der That außerordentlich kennzeichnend. Die Forderungen sind: Herausgabe der Lohnbücher Man vor der Lohnzahlung und Aufstellung eines Lohntarifs. sollte, und doch, wenn sollte meinen, daß ein Streit um solche Dinge unmöglich sein die Verhältnisse genauer fennt, begreift man es sehr wohl. Denn mit der Erfüllung dieser Forderung fäme Ordnung in die Bezahlung, die Arbeiter hätten als Organifation einen Einfluß auf die Festsetzung der Akkordpreise und der einzelne Arbeiter wüßte im voraus, was er verdient hat und könnte prüfen, ob ihm seine Arbeit richtig berechnet ist. Damit fiele eine wesentliche Quelle der Bereicherung für den Unternehmer fort und deshalb der Widerstand. Der Zuzug ist streng fern zu halten. Alle Sendungen sind zu richten au Hugo Wüst, Porzellaninaler, Bauckeroda bei Botschappel. " Arbeiter- Risiko. Auf der westfälischen Zeche Graf Biz. mard", Schacht II, fand der Schachthauer Jakob Pawlick durch Sturz in den Schacht seinen Tod. Schon der Bruder des Verunglückten ist in demselben Schacht ums Leben gekommen. In der bei Hu glfing in Oberbayern gelegenen, dem Sägereibesitzer Anton Fischer gehörigen Moosmühle tam der Dienstfnecht Georg Heiß aus Diessen in die Transmission und wurde vollständig zermalmt. Schaffung eines Gewerbegerichts für den Bandkreis 3 widau wünschen die Arbeiter daselbst. Eine Boltsversammlung in Haara sette eine Kommission ein, die der Amtshauptmannschaft ein dahin gehendes Gesuch zu unterbreiten hat. Seltene Generofität. Wie unser Leipziger Partei- Organ mit. theilt, hat der Aufsichtsrath der Leipziger Elektrischen Straßenbahn die ihm für das Geschäftsjahr 1897 zukommende antième in Höhe von 12 000 Mart schenkungsweise der Gesell schaft zur Gründung eines Unterstügungsfonds für die Angestellten und Arbeiter überwiesen. Der Ansstand bei der Firma Unger u. Sohn, Blechemballage- Schifffahrts- Kommission vorgenommen werden, um feftfabrik in Braunschweig, ist durch Vergleich beendet. Ju Nürnberg befinden sich 100 Hafner im Ausstand. Sie verlangen neunstündige Arbeitszeit, 11/4 Stunde Mittags-, 1/2 Stunde Frühstücks- und 14 Stunde Vesperpause, einen Minimallohn von 40 und einen Maximallohn von 60 Pf. pro Stunde. Bei der Firma Gödde haben die Portefeuiller und Buchbinder die Arbeit eingestellt. Die Schneider haben durch ihre Lohnkommission um die Einführung des Tarifs vom Jahre 1894 Verhandlungen mit einer Anzahl Geschäfte eingeleitet, die zum größten Theil von Erfolg be: gleitet gewesen sind. In der Schuhfabrik von Nahm in Mannheim haben am Die städtischen Gasanstalts- Arbeiter sind in eine Bewegung Montag fämmtliche Affordarbeiter, Vorrichter, Auspußer und zur Beseitigung der 18stündigen Wechselschicht während der Sommer- 3wicker- 27 an der Zahl die Arbeit niedergelegt. monate eingetreten. In der II. und IV. Anstalt wird schon In Langenbielau dauert der Streit der Weber und Weberinnen ſeit zwei Jahren bei dem Schichtwechsel vom 1. April bis zum der Firma Julius Neugebauer unverändert sort. Die Drohung des 1. Oftober nur 12 Stunden gearbeitet, dagegen arbeitete man in der I., III. und V. Anstalt bisher noch 18 Stunden. Von den Arbeitern Fabrikanten, daß, wer am Montag die Arbeit nicht autrete, entder I. und III. Anstalt ist nun beschlossen worden, zukünftig auch lassen werden solle, hat ihre Wirkung verfehlt. Keiner der Streifenden ist abtrünnig geworden. Am Sonnabend Abend erklärte nur noch 12 Stunden zu arbeiten; die V. Anstalt wird diesem sich in Langenbielau eine, trok des strömenden Regens sehr start Beispiel wahrscheinlich folgen. besuchte Volksversamml ng nach einem Referat des Genossen FeldDeutsches Reich. mann mit den Streifenden solidarisch. Einen guten Erfolg hatte eine Versammlung der Metall- Die Lohnbewegungen in München. Der Streit der arbeiter in Mückenberg( Prov. Brandenburg), in der Nät her Tischler dehnt sich auf 120 Werkstätten aus. Die Modell. Berlin am Sonntag referirte. Der Andrang zu dieser Versamm- schreinermeister haben die Forderungen der Arbeiter bewilligt. Die in den Ausstand eingetretenen a pezirergehilfen lung, die vornehmlich von auf dem Eisenwerk Lauchhammer beschäftigten Arbeitern besucht war, war ein derartiger, daß sind, soweit sie nicht abgereift, zum größten Theil zu den neuen der zirka 600 Personen fassende Saal eine halbe Stunde Bedingungen wieder beschäftigt. Jm ganzen haben bewilligt vor Gröffnung der Versammlung polizeilich abgesperrt wurde. 43 Prinzipale mit 170 Gehilfen. Ausständig sind noch die Gehilfen Das vorzügliche Referat Näther's wurde wiederholt von lebhaftem der Möbelfabriken. Beifall unterbrochen, besonders als es der Referent unternahm, die den Unternehmer- Derbände. Nuvermuthete Schifferevifionen sollen, wie der Mainzer Volkszeitung" aus Kastel gemeldet wurde, von der Rheinzustellen, ob die gesetzlich vorgeschriebene Mannschaft auf den Schiffen vorhanden ist. Die Zuwiderhandlungen würden gerichtlich bestraft werden. Diese Schiffsrevisionen sind eine Folge der Beschwerde, die unser Parteigenosse Haas in der hessischen Kammer vorgebracht hatte. Konzentration des Kapitals in der Seeschifffahrt. Wie aus Samburg gemeldet wird, beschloß die Generalversammlung der Ringsin- Linie mit 2400 gegen 300 Stimmen die Verschmelzung mit der Hamburg Amerika Linie. Die Kingsin- Linie dient dem Verkehr Hamburgs mit den oftastatischen Handelsplätzen und hat eine Flotte von 15 Seedampfern( wovon zwei im Bau); ihr Kapital veträgt 3 750 000 M. Die Hamburg- Amerika- Linie ver mittelt den Verkehr Deutschlands und Italiens mit Amerika. Die Bahl ihrer Seedampfer beträgt 69( wovon einige noch im Bau sind); ihr Rapital beläuft sich auf 60 Millionen Mart. Die Hamburg Amerika- Linie übertraf( an Rau minhalt ihrer Schiffe) schon bisher selbst die größte englische Gesellschaft. Ein Delegirtentag der schweizerischen Wirthschafts. Genossenschaften, der in 3ürich tagte und von 174 Genossenschaften, die 128 000 Mitglieder haben, besucht war, beschloß einen Protest gegen die steuerpolitische Gleichstellung der Genossenschaften mit den Aktiengesellschaften und die Gründung eines schweizerischen Genossenschaftsbundes. Depeschen und lehte Nachrichten. Banffy beantwortet die Interpellation Kossuth's, auf welche RechtsBudapest, 30. März.( W. T. B.) Der Ministerpräsident Baron grundlage die Regierung ihre Angriffe gegen die Preßfreiheit, die Ber haupt in Abrede stellt, das die Regierung etwas derartiges unternehme. sammlungsfreiheit und die persönliche Freiheit stüße, indem er es überEr begründet sodann eingehend die Verfügungen, welche die Regierung Ausland. Arbeitern durch Einführung eines neuen Knappschaftsstatuts er- Die Wirker der Firma Plan 1. Ro. in Wien befinden sich die Preßfrage betreffe, so werde jetzt nur eine präzise Durchführung in der jüngsten Zeit in dieser Frage getroffen habe. Was zunächst u. wachsenen Nachtheile flarzulegen. In der Diskussion ver- im Ausstande und bitten um Fernhalten des Zuzugs. des in dem Gefeße vom Jahre 1848 angeordneten Verfahrens anfuchte der Polizeibeamte von Lauchhammer, Theesmann, dem Schweizerische Arbeiterpresse. Zum provisorischen Redakteur gestrebt. Es gebe kein schwarzes Kabinet, wohl aber würden Steferenten in bezug auf die über das Knappschaftswesen ge- und Nachfolger Seidel's an der in ein Gewerkschaftsblatt um Postpackete und Kreuzbandsendungen überwacht, damit etwaige machten Ausführungen entgegenzutreten, er war jedoch über diesen Gegenstand so wenig informirt, daß er unter allgemeiner Seiterkeit Suwandelnden Arbeiterftimme" ist Heinrich Scheu in 3 ürich aufreizende Druckschriften mit Beschlag belegt werden tönnten. gewählt worden. Die gegen die Vereine und Versammlungen erlassenen Verordnungen der Versammlung abtrat. Welchen Eindruck die Ausführungen des feien nöthig geworden, weil die bisherigen Verfügungen der Referenten bei der Versammlung hinterlassen haben, geht wohl am Sanktion entbehrten. Wenn die Regierung ferner im Interesse der besten daraus hervor, daß sich der größte Theil der Anwesenden Sicherheit der Person und des Vermögens, sowie der offentlichen sofort dem Metallarbeiter- Verbande anschlossen, so daß von den Lauchhammer Arbeitern jetzt annähernd 500 Mann dem Verbande Gewerbe soll, so wird berichtet, ein Schugverband gegen das Vor- Die Opposition begleitete die Ausführungen des Ministerpräsidenten Der Arbeitgeber Bund für das Maurer und Zimmerer- Ruhe Verordnungen erlasse babe, so habe sie nur ihre Pflicht erfüllt. angehören. gehen der Arbeiter- Organisationen sein. Um zu verhindern, daß die mit lärmenden Zwischenrufen, in welchen sich begeisterte Eljenrufe Der Streit der Metallarbeiter in Torgelow ist am Arbeiter einzelne Baugeschäfte boykottiren, sind in einem solchen Falle der liberalen Partei mischten. Dienstag Abend in einer Volksversammlung aufgehoben. Es sind alle Mitglieder verpflichtet, sofort sämmtliche Arbeiter zu entlassen Christiania, 30. März.( W. Z. B.) Dem„ Dagbladet" zunoch zirka 20 Mann ohne Arbeit, daher ist der Zuzug nach wie und nicht früher wieder einzustellen, bis die Sperre über den be- folge ist der schwedisch- norwegische Konsul in New- York, Woxen, seit vor fernzuhalten. treffenden Bau aufgehoben ist. Jedes Mitglied des Bundes hat vorigem Mittwoch spurlos verschwunden. Man vermuthet, daß das Lohukämpfe der Bauhandwerker. In Burg haben einen Wechsel in der Höhe des zehnfachen Jahresbeitrages hinter- Verschwinden mit Unterschleifen in Zusammenhang steht. Der fämmtliche Maurer ihre Kündigung eingereicht und treten nach legt. Der lettere wird nach der Summe der Lohnzahlungen während schwedisch- norwegische Gesandte in Washington, Grip, hat den Bes Ostern in Streit. Sie fordern zehnstündige Arbeitszeit und des letzten Jahres bestimmt. Der Wechsel wird eingezogen, wenn ein fehl erhalten, sich nach New- York zu begeben und die Angelegenheit 35 Pfennig Stundenlohn, für Ueberstunden 10, für Ueberstunden 10, für Nacht Mitglied den übernommenen Verpflichtungen nicht nachkommt. Wie zu untersuchen. Die amerikanischen Behörden sind telegraphisch er arbeit und Sonntagsarbeit 20 Pfennig Lohnaufschlag per Stunde, verlautet, haben die Bundesmitglieder nichts gegen die diesjährigen sucht worden, Wogen zu verhaften. Errichtung von verschließbaren und für die Wintermonate Forderungen der Arbeiter( 60 Pf. Stundenlohn bei neunstündiger Paris, 30. März.( W. T. B.) Auf der Gürtelbahn fließen heizbaren Baubuden, den sanitären Anforderungen entsprechende Arbeitszeit) einzuwenden. Es sei ihnen jedoch zu Ohren gekommen, heute bei den Bagtignolles infolge Nebels zwei Züge zusammen; Aborte und Aushängung der Unfallvorschriften. daß die Organisationen der Maurer und Zimmerer beabsichtigten, vier Personen wurden leicht verwundet. Ju Kassel haben die Zimmerer beschlossen, am ersten April den achtstündigen Arbeitstag und einen Stundenlohn von 70 Pf. Washington, 30. März.( W. T. B.) Der Ausschuß des in den Streit einzutreten. Die Bauherren haben die Lohnerhöhung für das nächste Jahr zu fordern. Hiergegen würde der Arbeitgeber Senates für die auswärtigen Angelegenheiten gelangte heute nicht zu auf 40 Pj. pro Stunde abgelehnt. Die Maurer, die 45 Pf. Bund sich wehren. Uns ist von einer höheren Forderung nichts einer Einigung betreffend die zu der tubanischen Frage eingebrachten Stundenlohn verlangen, haben die Durchführung dieser Forderung bekannt. Die Arbeiter wollen nur darauf dringen, daß ihre Resolutionen. Dieselben wurden vielmehr sämmtlich einem Untervorläufig vertagt. Forderungen in allen Geschäften durchgeführt werden. ausschuß überwiesen. Der Ausschuß vertagte sich sodann. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. de 90 m do blond( ube Nr. 76. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerdag, 31. Mär 1898. sinn sinz@ ul spidid drud i dan dili giduals 910 Abg. Wurm( Soz.): In dem Bericht ist nur vom Bezirk Hildes: aber sie werden, weil sie au theuer find, von den Grubenbesitzern Reichstag.ddheim die Rebe, ob ich Stadt Hildesheim gesagt habe, weiß ich heute nicht eingeführt. Für heute will ich mich auf diese wenigen Be1978. Signng, Mittwoch, 30. März 1898, 12 Uhr. 1100 Am Bundesrathstische: v. Posadowsky. nicht mehr. Ich möchte aber noch darauf aufmerksam machen, daß merkungen beschränken. bie auffällige Begründung nur mündlich war und im schriftlichen Abg. Freiherr v. Stumm( Np.): Ich bin unmittelbarer Nachbar. Urtheil dann weggelassen worden ist, weil dem Richter ingivischen eines preußischen Vergreviers. Ich kann nur sagen, es wird für zum Bewußtsein gekommen sein mag, daß solche Aeußerungen über die Grubeninspektion viel gethan. Herr Brefeld hat bewiesen, daß Staatsbeamte in einem Gerichtsurtheil nicht am Plage sind. nder energisch eingreifen will. B B V ganzen Reich.an Damit schließt die Diskussion. Der Titel wird bewilligt. Beim Titel„ Allgemeine Fonds" bringt Abg. Pens( Soz.) die Erhebung über die gewerbliche Be schäftigung von Kindern zur Sprache, die jetzt verauftaltet wird. Leider ist die Guquete nicht auf die Beschäftigung von Kindern in der Landwirthschaft ausgedehnt. In der Landwirthschaft sind 135 000 Kinder thätig. noth Auf der Tagesordnung steht die dritte Berathung des Reichshaushalts- Etats, die mit dem Etat des Reichs amts des Innern fortgefeßt wird. Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Lütgenau( Soz.): Am 8. Dezember 1896 wurde vom Abg. Dr. Lütgenan( Soz.) wiederholt noch einmal, für die Reichstag eine Petition, die aus München kam und in der mit Bergleute fommt alles darauf an, daß die Hilfsinspektoren durch Staatssekretär Graf Posadowsky, daß zwischen den Rhein Rücksicht auf die vielen schweren Unfälle im Baugewerbe die Heran- fie und aus ihrer Mitte gewählt werden. Die Berglente glauben Rhein- Rücksicht Staaten vorläufige Abmachungen getroffen sind zur Einführung ein- siehung von Arbeitern zu Unfallverhütungs Kommissionen ge- so lange nicht an eine ernstliche Reform, als sie nicht selber heitlicher Schifferpatente bei der Rheinschifffahrt. Die Führung der fordert wurde, dem Reichskanzler zur Erwägung überiviesen und durch die Wahl von Inspektoren aus ihrer Mitte Einfluß auf die Dampfschiffe foll von einer Prüfung abhängig gemacht werden, zwar auf Antrag des Abg. Bebel, der auf die günstigen Er Dinge gewinnen. Abg. Rettich( f.) spricht über die Ausführungsbestimmungen fahrungen, die in Zürich und Mülhausen i. Elsaß mit solchen Ueber- Abg. Hammacher( natt.): Bei der Wahl folcher Hilfsinspektoren des Margarinegefeßes, welche das ganze Gesez zu einer halben Maßwachungskommissionen gemacht worden find, hinwies. Will die müssen vor allem die technischen Qualitäten berücksichtigt werden. regel herabdrücken. Regierung den vom Reichstage empfohlenen Weg beschreiten? Vor Die Hauptsache sind einheitliche Bestimmungen für die Bergwerke Staatssekretär Graf Posadowsky: Auf allgemeinen Wunsch allemt ist im Bergbau die Heranziehung von Arbeitern zur Betriebs- im ist vom Bundesrath der Begriff der getrennten Verkaufsräume feft- inspektion erforderlich. Redner erinnert an das furchtbare Unglück gelegt worden. Natürlich fann man dadurch betrügerische Manipulationen auf Karolinenglück. Die einmüthige Forderung aller Bergarbeiter nuehrlicher Händler nicht verhindern; man fann aber durch sie den ist ihre Betheiligung an der Kontrolle. Wenn wirklich Reformen Beweis einer betrügerischen Manipulation erleichtern. Ob das Gesetz im Bergbau stattfinden sollen, ist dies die erste Voraussetzung. Meine wirksam sein wird, hängt davon ab, ob in den Einzelstaaten genügend Bartei verlangt ein Reichs- Berggeset. Wie stellt sich die Regierung durchgebildete chemische Revisoren vorhanden sind. Die Polizei hat nur dazu? Hier wird immer soviel vom Schutz der nationalen Arbeit" gein der Vorstellung naiver Leute Argusaugen und Polypenarme. Sie sprochen. Hier handelt es sich darum, das Leben deutscher Bergarbeiter zu tann thatsächlich aber so komplizirte Aufgaben, wie sie die Nahrungs- schüßen, und hier wäre ein ganz besonderer Anlaß zur Bethätigung mittel Untersuchung stellt, nicht erfüllen. Das können nur wissen des Schußes nationaler Arbeit". Die Unfallgefahr bei der Verivendung von landwirthschaftlichen schaftlich vorgebildete Fachleute. Ohne eine solche Kontrolle machen Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Ueber die Ausdehnung Maschinen ist natürlich bei Kindern besonders groß; in Desterreich derartige Gesetze nur Lärm, haben aber einen positiven Erfolg nicht. des Schußes der Bauhandwerker ist innerhalb der Regierungen in gilt daher die Bestimmung, daß Kinder an landwirthschaftlichen Abg. Rickert( frs. Vg.): Wenn die Agrarier ein Gefeß machen, zustimmendem Sinne Beschluß gefaßt worden. Dagegen fann über Maschinen nicht beschäftigt werden dürfen. Ich will hier, da ich daß ihnen nichts nüßt, sondern schadet, dann machen sie nachher die Heranziehung von Arbeitern zu Unfallverhütungs Kommiffionen besonders darum ersucht bin, den Fall eines 14jährigen Mädchens der Regierung Vorwürfe; diese soll dann mit ihren Ausführungs- das Reich nicht Stellung nehmen, das ist Landessache. Die Ein- anführen, das sich bei einer Säckfelmaschine den Arm gebrochen hat. bestimmungen Schuld an dem Mißlingen sein. Das haben wir oft führung eines Reichs Berggesetzes ist ein Novum, zu dem der Es ist also klar, daß nur eine gesetzliche Regelung der Kinderarbeit erlebt, und das ist auch hier der Fall. Ich hoffe, daß die Regie Bundesrath noch nicht Stellung genommen. se nimenian Maschinen allein Wandel schaffen kann. Bezeichnend ist, daß die rung sich aber nicht beirren lassen wird, und ferner, daß mein Än- Abg. Dr. Hammacher( natt.) weist auf die Verhandlungen im ländlichen Unternehmer jetzt im Aufhebung der Verordnung petitiotrag auf Aushebung der Bestimmung über die Trennung der preußischen Abgeordnetenhaufe hin. Wenn Preußen wollte, würde niren, die für Kinder eine Maximalarbeitszeit von 12 Stunden Verkaufsräume von Margarine und Butter bald Gesez werden die Frage allseitig befriedigend gelöst werden können. vorschreibt! Werden doch nun sogar Kinder unter acht: wird. on 201 led Abg. Dr. Hitze( 3.): Das eigentliche Forum für die Berg- Jahren beschäftigt. Das geht doch Das geht doch über die Hutschnur. Redner bringt sodann im Auftrage der Firma A. u. E. Dreyer gefeßfrage sei das preußische Abgeordnetenhaus. Hoffentlich werde Die allereinfachsten Bedingungen werden von den ländlichen Untereine Berichtigung der in der zweiten Etatsberathung vom Abgeord- fich die preußische Regierung die Frage ernstlich angelegen fein nehmern nicht erfüllt. Und wenn dann Verordnungen erlassen neten Wurm über ihre angebliche Berlegung der Gewerbe- Ordnung laffen, so daß schon in der nächsten Session pofitive Maßregeln er werden, die wenigstens das allerärgfte beseitigen wollen, so ver gemachten Mittheilung vor. Es sei durchaus nicht der Fall gegriffen werden. In der Bauhandwerkerfrage ist es höchste Beit, das fangen die Unternehmer, wie lehthin eine Tagung unter Führung wesen, daß die Polizei am Charfreitag in ihrer Fabrik Arbeiterinnen etwas geschehe. des Dekonomieraths Haas, die Aufhebung dieser Bestimmungen. überrascht habe, die bei der ersten Inspektion auf dem Boden Staatssekretär Graf Posadowsky kommt nochmals auf den Vom Abg. v. Kardorff ist mir entgeguet worden, die Arbeit versteckt gewesen seien. Die Firma habe vielmehr jene Arbeiterinnen Fall Dreyer zurück und bestätigt die Rickert'schen Angaben. Die für die Kinder fei im Intereffe der Erziehung in vollster Deffentlichkeit am Charfreitag arbeiten lassen, und zwar Firma A. n. G. Dreyer sei im Juli 1897 wegen Sonntagearbeit wendig. Nun, warum laffen denn die Agravier nicht nach vorher erfolgter Mittheilung an die Polizei, auf grund der angezeigt, aber im Hinblick auf den Bundesrathserlaß freigesprochen auch ihre eigenen Kinder mitarbeiten, damit auch diese Bestimmung, daß bei Färbereien 2c. im Jahre 6 Sonne bezw. Feier worden, der die Sonntagsarbeit in der chemischen Industrie an der Erziehung theilhaftig werden?( Sehr richtig! links.) Bon tage für die Arbeit freigegeben werden. sechs Sonn- oder Feiertagen gestattet. den Lehrern wird mit recht geltend gemacht, daß fie die von langer Abg. Wurm( Soz.): Herr Rickert hat ein ganz anderes Akten Abg. Stadthagen( Soz.): Wenn man uns in der Bergarbeiter Feldarbeit übermüdeten Kinder natürlich nicht mit Erfolg unter. flück vorgelegt, als das was ich damals verlesen habe. Ich mache frage auf die Landesgesetzgebung vertröstet, dann werden noch viele richten können. Das nennen die Herren Agrarier Erziehung!!! ihn darauf aufmerksam, daß die Sache in der„ Hannoverschen Bolts- Leichen zu beklagen sein. Die Hinzuziehung der Arbeiter für die Die geradezu skandalösen Verhältnisse, die in den Ziegeleien flimme" seinerzeit dargestellt ist. Die Firma hat dann eine Be- Unfallverhütungskommission ist unbedingt nöthig. Auch die christ- herrschen, habe ich bereits in der zweiten Berathung des Stats zur richtigung eingesandt, doch ist der Sachverhalt der„ Volksstimme" lichen Arbeitervereine verlangen das. In einem Jahre sind über Genüge fargelegt. Von der Regierung ist eine Untersuchung an vollkommen aufrecht erhalten worden. Allerdings war ein kleiner 7000 Arbeiter getödtet, fiber 46 000 Arbeiter so schwer ver- gekündigt worden; hoffentlich läßt sie damit nicht zu lange auf sich Irrthum vorgekommen, insofern die Sache nicht am Charfreitag wundet worden, daß sie dauernd erwerbsunfähig sind. In warten. Sonst wird der folgende Reichstag, der in einer ganz: vaffirt ist. Das Blatt ist auch nicht verurtheilt worden, wohl aber die wenigen Jahren ist die Verluftziffer erreicht, die unfere Armee anderen Zusammenfeßung sein wird, ein kräftiges Wort dazu reden. Firma zu 5 M. Geldstrafe. Sie hat Berufung eingelegt, diese ist im Kriege 1870/71 erlitten hat. Die Regelung der Frage Preußen( Beifall bei den Sozialdemokraten.) jedoch verworfen worden; es steht also fest, daß ein Bergehen gegen überlassen, heißt die Unglücksfälle nicht vermindern, sondern ver Staatssekretär Graf Posadowsky: Ueber die Zusammensetzung die Gewerbe- Ordnung seitens der Firma vorliegt. mehren. Das Reich muß eingreifen und die Arbeiter müssen zur des folgenden Reichstages habe ich teine so flare Vorstellung, 790 Abg. Prinz zu Schönaich Carolath: In Wiesbaden Kontrollaufsicht herangezogen werden. Das Reich ist umsomehr zum wie der Abg. Peus( Heiterkeit). Ich halte es nicht für angebracht, ist vor zwei Jahren eine Resolution der Fischereivereine Bergarbeiterschut verpflichtet, als das Unfallversicherungs- Gefeß den bie Enquete über die gewerbliche Beschäftigung von Kindern zu ver arfaßt, dahingehend, daß der Vertrag mit Holland revidirt Hinterbliebenen dieser Berunglückten nicht gerecht wird. Kollege quicken mit einer Enquete über die Verwendung der Kinder in der Ich will hier nur die Hoffnung aussprechen, daß Lütgenau hatte gauz recht: hier ist eine nationale That zu Landwirthschaft. Letztere ist durchaus nicht erzieherisch schädlich, wie die Regierung sich dieser Resolution annehmen und die Intereffen vollbringen. Die konservativen Parteien scheinen sich national erstere. Budem führt eine solche Verquickung fiets dazu, die ganze der Fischer besser schüßen möge als bisher. zu nennen, weil sie alles von der Nation haben wollen, Enquete oberflächlich, also werthlos zu machen. Ich bitte also Herrn hou Staatssekretär Graf Posadowekfy erklärt im allgemeinen, daß wir nennen national, was für die Nation förderlich ist. Peus, erst die Enquete abzuwarten. er nicht in der Lage sei, alle unrichtigen Angaben aus seinem Reffort Die Verunglückten waren Deutsche, nicht nur Preußen, fie fönnen aus der ersten und zweiten Lesung widerlegen zu können. Nur zwei vom Reich Schutz verlangen. Ich frage die Staatsregierung, warum Fälle. Der Abg. Lenzmann hat behauptet, die Versammlung zu die Untersuchung noch nicht zum Abschluß gelangt ist wegen des gunften der Flottenvorlage am 18. Januar d. J. im Kaiserhof sei Unglücs in Karolinenglück. Es ist nothwendig, daß die Urheber nicht angemeldet worden. Nach den Erklärungen des Herrn des gräßlichen Unglücks streng bestraft werden. Polizeipräsidenten von Berlin ist diese Angabe vollständig unrichtig. Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Wir prüfen die Frage Ebenso sirrthümlich ist eine Angabe, die der Abg. Wurm in der zweiten Lefung gemacht hat. Er hat mitgetheilt, daß eine Konserven fabrik in Hildesheim wegen einer schweren Gewerbefontravention nur zu 5 Mart Geldstrafe verurtheilt worden sei. In dem Erkennt niß des Gerichts habe es geheißen, die Strafe sei deshalb so gering Abg. Freiherr von Stumm( Rp.): Die Frage ist in einem fehr bemessen, weil ja" nur" der Gewerbe- Inspektor die Anzeige gemacht ungeeigneten Moment aufgeworfen worden, jetzt, wo wir alle schon habe. Ich habe mich daraufhin an den Präsidenten des Gewerbe- unsere Koffer gepackt haben. Wir haben das Vertrauen, daß sich gerichts in Hildesheim gewandt und dieser hat mir mit die Regierung auch den Bergarbeiterschuß angelegen fein laffen wird. getheilt, daß eine Konfervenfabrik in Hildesheim überhaupt In Schutz nehmen möchte ich die Besitzer der Gruben, die für die nicht bestehe.( Sört! hört! rechts.) Gemeint sein könne eine Wetterunglücke doch nichts können. Ich warne aber vor einer Präservenfabrik. Nach Ausweis der Atten seien aber die beiden Ueberlastung des Reichs, es wäre garnicht gut, wenn aus dem Juhaber derfelben seit Jahren wegen Gewerbefontravention nicht Bundesstaat ein Einheitsstaat würde. bestraft worden.( Hört! hört! rechts.) Was die getrennten Verkaufs. Abg. Dr. Lütgenan( Soz.): Herr von Stumm hat eine Enthändler bei mir angefragt, ob die sogenannten Margarine- Pavillons ich verweise ihn auf die Verhandlungen in preußischen Abgeordneten- Abg. Dr. Müller Sagan( fef. Vp.) tritt für seinen abwesenden als getrennte Verkaufsräume gelten würden. Ich habe geglaubt, haufe. Ich touftative mit Vergnügen, daß gegen unfere Anregung Kollegen Lenzmann ein, der zu viel begründetes Material bei mit" nein" antworten zu müssen, und möchte den Herren nicht eines Reichs- Berggesetzes von feiner Seite prinzipielle, verfassungsgebracht babe, als daß man sagen könne, er sei ungerecht in seinen rathen, von dieser Einrichtung Gebrauch zu machen.( Beifall rechts.) rechtliche Bedenken geltend gemacht worden sind. Herr von Stumm Vorwürfen gewesen. Aber auch Herrn Lenzmann habe es fernDen Prinzen Schönaich- Carolath erwidere ich nur, daß wir in der versucht nur praktische Gründe dagegen ins Feld zu führen. Aber gelegen, den Stand der Jrrenärzte im allgemeinen anzugreifen. beregten Sache sehr vorsichtig vorgehen müssen, da ein vertragslofer gerade aus praktischen Gründen müssen wir auf dem Ein- Abg. Dr. Förster( Antis.): In unserer Frrengesetzgebung und Zustand der rheinischen Lachsfischerei nur schaden kann. d greifen des Reichs bestehen. Macht sich doch gegen die Berg im Entmündigungsverfahren bestehen schwere Weißstände. Es ist Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheint( natl.) schließt sich den Aus: gesetz- Reformen, die die preußische Regierung anfirebt, bereits jetzt der festgestellt, daß in Berlin ein Arzt einen Mann, über den er in führungen des Prinzen Schönaich Garolath in bezug auf den Lachs Widerstand der Großindustriellen bemerkbar, und diese Herren einem Entmündigungsverfahren ein Gutachten zu ertheilen hatte, fang an. Er beschwert sich insbesondere über die Verunreinigung haben im preußischen Abgeordnetenhaufe viel entscheidenderen Ein- gar nicht persönlich gesehen hat. des Rheines durch die Petroleum- Tantschiffe. Jud fluß als bier im Reichstage.( Sehr richtig! bei den Sozial- Abg. Dr. Langerhans( frs. Vp.) bestreitet, daß sich Mißständer dsStaatssekretär Graf Posadowsky erwidert, fene Verunreinigung demokraten.) o herausgestellt hätten. Ju feinem Falle hätten sich die Erzählungen entstehe nicht durch die Tankschiffe an sich, sondern dadurch, daß sie Abg. Hammacher( natl.): Im Gegensatz zu Herrn v. Stumm der Zeitungen über Irrthümer der Frrenärzte bestätigt. Nur die im Rhein selbst gereinigt werben. Im übrigen feien gegen die muß ich mich mit aller Entschiedenheit für die Einführung eines Aufsicht in Privatanstalten muß und wird gebeffert werden. Verunreinigungen des Rheins bereits Maßregeln erwogen, doch noch allgemeinen deutschen Berggesetzes aussprechen. Ein solches Abg. Ahlwardt( Antif.) mit Heiterfeit empfangen geht nicht zum Abschluß gelangt. Gesetz ist dringend nothwendig und im höchsten Maße nützlich auf den Fall Rothenburg ein. Mutter und Sohn feien jahrelang Redner kann aber der Kritik nicht beistimmen, die Abg. Stadthagen in Irrenanstalten festgehalten worden. Der Sohn sei früher, an das Unglück auf Karolinenglück geknüpft hat. Gerade die Direk die Mutter erst auf Betreiben der Presse in jüngster Zeit toren und Aufsichtsräthe des Bezirks, in denen das Unglückt paffirt freigelassen worden. Bezüglich der Internirung von Personen in ist, erfreuen sich des Nufes höchster Ehrenhaftigkeit. Die Ausführung Jrrenanstalten gehen Dinge vor, die dem gewöhnlichen Menschender Aufsicht im Bergbau muß immer in den Händen von Beamten verstande schwer begreiflich seien.( Heiterkeit.) Im Falle Rothens. bleiben. Dagegen ist der Gedanke, Vertrauenspersonen der burg sei der Frisinn der Mutter u. a. auch dadurch bewiesen worden, Bergleute als Hilfskräfte dieser Beamten zu ver- daß man gesagt habe, fie babe beim Fortgehen von Haufe eine Lampe wenden, sehr glücklich. Von einein Widerstand der Groß- brennen laffen.( Heiterfeit.) Gang ähnlich liegen die Dinge im Falle industriellen gegen Bergbau- Reformen ist mir nichts bekannt. Sie Paasch.( Großes Halloh auf der Rechten. Der Präsident macht den Redner strauben fich nur dagegen, daß die Silfskräfte von den darauf aufmerksam, daß die Erörterung von einzelnen Fällen nicht Arbeitern gewählt werden sollen. Sie fürchten nämlich, hierher gehört.) Hoffentlich haben meine Ausführungen dazu beis, daß bei einer Wahl nicht fachliche, sondern agitatorische Momente getragen, daß sich im Haufe die Ueberzeugung Bahn bricht, die maßgebend sein würden. Mißstände im Frrenwesen müssen gründlich beseitigt werden.. ( Seiterkeit.) werde. der Unfallverhütung in Bergwerken eifrig, aber ruhig. Ich speziell bringe der Frage das regfte Interesse entgegen. Aber ich meine, es ist nicht erwiesen, daß die Einzelstaaten zur Lösung dieser Frage ungeeigneter sind, als das Reich. Abg. v. Kardorff( lp.): Der Abg. Peus hat meinen Namen, mehrfach genannt. Ich werde ihm nicht antworten, denn ich will nicht schuld sein, wenn der Etat nicht rechtzeitig fertiggestellt wird. Der Abg. Pens weiß wohl garnicht, was das für Folgen hat. Abg. Pens( Soz.): Ich wollte nur nachweisen, daß in der Landwirthschaft die Ausbeutung der Kinder nicht fleiner ist als im Gewerbe. In Anhalt haben die Agrarier gegen den auf 12 Stunden festgesetzten Arbeitstag für Kinder gemurrt und ich glaube, wie in Anhalt wird es auch bei den preußischen Agrariern fein. Wir glauben, die Enquete in den Landwirthschaft wird ben Agrariern zu Liebe nicht angestellt. Abg. Dr. Kruse( natl.) weist die bei der zweiten Lesung vom Abg. Lenzmann erhobenen Vorwürfe gegen die Frrenärzte zurück. Staatssekretär Graf v. Posadowsky erklärt namens der Res gierung, daß fie sich dem Standpunkt des Dr. Kruse durchaus anschließe. Der Stand der Frrenärzte verdiene keine Vorwürfe, sondern im Gegentheil höchste Anerkennung. Kleine Uebelstände in Frrenanstalten feien unvermeidlich. Er könne aus eigener Erfahrung bestätigen, daß die Frrenärzte von der humanften Gesinnungen Abg. Wurm( Soz.) Der Herr Staatssekretär hat mir vorgeworfen, ich hätte ein Urtheil des Hildesheimer Gerichts mitgetheilt, welches überhaupt nicht existirt. Das, was ich gesagt habe, findet sich wörtlich in dem Bericht der Gewerbe Inspektoren für Bildes heim, Jahr 1896.( Hört! Hört!) Dafelbft heißt es, daß ein Unternehmer wegen Beschäftigung von Arbeiterinnen am Sonntag zu 5 m. verurtheilt worden sei. Als strafmildernd ist ausdrücklich der Umstand angefehen worden, daß die Anzeige durch die Gewerbe- Juspek. toren erfolgt fei.( Hört! Hört!) Also genau das, was ich behauptet habe. Was der Herr Staatssekretär gegen den Abg. Lenzmann über die bekannte Flottenversammlung gesagt hat, verschlimmert die Sache nur. Jene Vereine dürfen sich ja eben nicht mit Politik beschäftigen, da die Aufhebung des Koalitionsverbots nicht erfolgt ist. Jene Herren dürfen sich aber darüber hinwegsehen.( Sehr richtig! links.) Abg. Dr. Site( 3.) tonftatirt, daß der Reichstag fich Staatssekretär Graf Posadowsky hält seine Behauptung bes bereits in einer Resolution beim bürgerlichen Gesetzbuch für die Abg. Dr. Langerhaus( frf. Bp.): Frau Rothenburg ist schwer: züglich Hildesheims aufrecht; jenes Urtheil mag in dem Begirt reichsgefegliche Regelung des Bergwefens aus frant; sie ist fo unleidlich, daß fie nirgends in Privatpflege Hildesheim ergangen sein, in der Stadt Hildesheim jedenfalls gesprochen habe, so daß die Sozialdemokraten nur frühere Reichs- untergebracht werden konnte. Auch der Sohn ist nur entlassen nicht. Ich werde noch eine nähere Untersuchung darüber anstellen, tagsbeschlüsse wiederholten. Das Zentrum sei ebenfalls für eine worden, weil er nicht gemeingefährlich ist. Wie tann der Ahlwardt nicht. werde und eine nähere unterhung befe unter Regentumfile fisting worden, weit er ist, wie fanit der Was die Flottenversammlung anlangt, so fiel diese nicht unter reichsgefeßliche Regelung; vorläufig sei aber die Berggefeßgebung gegen die Gutachten von Sachverständigen solche Behauptungen auf, den§ 8 des Vereinsgesetzes.( Buruf links: Das glauben wir! noch Baudessache. ftellen! Heiterfeit.) Es handelt sich da nicht um ein Inverbindungtreten Abg. Möller- Waldenburg( Soz.): Die Bergarbeiter sind einig Abg. Ahlwardt( Antis.): Der junge Rothenburg ist nie geistess von Vereinen, sondern um eine Zusammenkunft von einzelnen Per darin, daß sie ihre Vertrauenspersonen für die Grubeninspektion frant gewesen; das geht schon daraus hervor, daß er sich jetzt zum fonen behufs Besprechung öffentlicher Angelegenheiten.( Große direkt und geheim wählen wollen; gerade im Interesse Affefforexamen vorbereitet.( Große Heiterfeit.) Die Personen, die Heiterkeit.) cording einer guten ständigen Kontrolle muß man Leute aussuchen, die die Frau Rothenburg nicht aufnehmen wollten, waren nur feindliche Abg. Prinz Schönaich Carolath bittet den Staatssekretär, Gepflogenheiten der Bergarbeiter kennen und die auch den Muth Verwandte. Die Frau war stundenlang bei mir; ich habe nicht ge=' sein Augenmerk darauf zu richten, wie rücksichtslos die Holländer finden, jede Uebertretung festzustellen. Bis jetzt haben die Einzel- funden, daß sie unteidlich ist.( Große Seiterfeit.) von ihren Vertragsrechten Gebrauch machen. 1 staaten, speziell Preußen, noch gar nichts gethan. Bei den Streiks Abg. Nöficke( wildliberal) polemifirt beim Kapitel Reichs- Bera Abg. Richter( frf. Bp.): Ich konstatire, daß zu der Flotten sind die Behörden nur den Arbeitern in den Rücken gefallen. Die ficherungsamt gegen die Behauptung des Abg. Moltenbuhr, daß die: versammlung ausdrücklich die Handelstammern eingeladen waren. legten Unglücke heischen die Reform. Alljährlich werden Hekatomben Zahl der Vollrenten fortgesetzt im Rückgang begriffen ist, und nimmt Der Polizeipräsident von Berlin scheint teine Zeitungen zu lesen. von Bergleuten geopfert. Es sind gute Lampen fonstruirt worden, die Berufsgenossenschaften gegen Vorwürfe in Schutz.( Rufe: : Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Der vom Vorredner erwähnte Fall liegt so, daß dem Mann eine Entschädigung angeboten worden ist, die er aber als ungenügend bisher zurück gewiesen hat. " " Schluß!) Redner spricht aber unter großer Unruhe des Hauses fort. Jein Soldat namens Schulfat gezwungen worden, im schmutzigen anders. Er spricht von fonzentrirtem Sumpfgeftant und behauptet, ( Erneute Schlußrufe rechts.) Rafernenhofe Uebungen vorzunehmen, so daß er über und über mit dort das Malariafieber bekommen zu haben. Die Wasserspülung Abg. Molkenbuhr( Soz.) hält an der Hand statistischen Roth bedeckt war. Am nächsten Tage wurde der Vorgang wieder soll, wie ich höre, außerordentlich schlecht sein. In seinen weiteren Materials die Behauptung aufrecht, daß die Bollrenten in den legten holt, mit der Verschärfung, daß er noch im Tornister üben mußte. Ausführungen wird der Redner durch beständige Schlußrufe unterJahren fortgesetzt zurückgegangen find, nur die kleineren Renten Nachdem er 20 Minuten das habe thun müssen, habe er in Ver- brochen, so daß seine Ausführungen auf der Tribüne unverständlich feien gestiegen. Auch aus persönlicher Erfahrung fenne er zweiflung fein Seitengewehr gezogen und sich in dasselbe stürzen bleiben. viele Fälle, in denen Vollrente am Blaze gewesen wäre, aber doch wollen; hieran sei er durch den Unteroffizier verhindert worden, der Die Sonntagsruhe wird den Soldaten beständig gestört, auch in nur eine fleinere Rente gewährt worden sei. ihn in das Lazareth abführte. Ich hoffe, daß der Herr Kriegs- Berlin; hier in der Kaserne in der Juvalidenstraße hat man Gelegen Abg. Legien( Soz.) befürwortet bei Kapitel„ Ranalamt" eine minister alles aufbieten wird, um eine Vertuschung dieses Falles zu beit zu sehen, wie Sonntags Appelle über Appelle abgehalten werden. beffere Fürsorge für die fleinen Schiffer, die von den großen verhindern. Meine Angaben, die ich in der zweiten Berathung machte, sind von Rhedereien benachtheiligt werden. Die fleineren Schiffer müssen im Was die Saarbrüder Typhus geschichte anlangt, so freue ich feiner Seite widerlegt worden. Kanal oft längere Zeit liegen bleiben, als es ihr Geschäft verträgt. mich darüber, daß der Herr Kriegsminister sie zur Sprache gebracht Kriegsminister v. Goßler: Die Ausführungen des Herrn Vore Bei Verkehrsstörungen müßte das Kanalamt Entschädigungen zahlen, hat. Sonst hätte ich es gethan. Der Herr Kriegsminister redners find zum theil so ungenügend begründet, seine Anschauungen er fenne einen Fall, wo diese Entschädigung ungerechtfertigter Weise stellt die Sache so bar, als ob an sich dort die Lebensverhältnisse sind so mangelhaft, daß ich auf eine Widerlegung verzichte.( Bravo! verweigert worden sei. der Mannschaften sanitär vortrefflich gewesen seien. Nach der rechts.) Meinung der Aerzte ist es aber unmöglich, daß eine Epidemie von Sächsischer Bundesbevollmächtigter Bistum b. Eckstädt: Ich solch explosiver Gewalt entsteht, ohne daß ein Boden für sie vor- halte den Angriffen des Abg. Kunert gegenüber meine Ausführungen handen. Thatsächlich ist auch manches Bedentliche bekannt ge- in der zweiten Berathung aufrecht. worden. Es sollen da z. B. nicht genügend Kohlen vorhanden Abg. Merbach( Rp.): Mein Zwischenruf enthielt das Wort Der Etat des Reichsamts des Innern wird hierauf erledigt, gewesen sein, so daß die Kleider nicht völlig getrocknet Lüge. Ich wollte damit natürlich nicht den Abg. Kunert benachdem Staatssekretär v. Posadowsky erklärt hat, daß der werden konnten. Die Soldaten haben nach startem Regen oft zichtigen, daß er lige, sondern sagen, daß die Mittheilungen, die Bundesrath der Resolution des Reichstages auf Bildung einer ge- noch am nächsten Tage in nassen Kleidern exerzieren müffen. ihm geworden sind, lügenhaft find. Ich habe das Material, das mischten Kommission für die Weiterausschmückung des Reichstages Dadurch foll eine größere Disposition für die Krankheit gefchaffen die Beweise hierfür enthält, dem Abg. Bebel übergeben. beigetreten ist. werden. Ist dem Kriegsminister bekannt geworden, daß die Ursache Abg. Weber Heidelberg( natl.): Der Abg. Bebel hätte mir Es folgt der Militär- Etat. der Krankheit vom Generalstabsarzt Coler darin gefunden worden vorher Mittheilung machen können, daß er den Fall aus Heidelberg Kriegsminister v. Goßler: Jch habe über die beiden in der sein soll, daß ein Soldat zum Kartoffelschälen fommandirt wurde, vortragen will. Dann hätte ich authentische Erkundigungen aus zweiten Befung erwähnten Todesfälle beim Militär Auskunft zu der vorher beim Kloakenreinigen beschäftigt war und sich meinem Wahlkreise einziehen können. In der nordbadischen Presse, geben. Der eine betrifft einen Soldaten vom Garde- Kürassier- die Hände nicht genügend gereinigt habe.( Rufe rechts: Die ich genau verfolge, habe ich nichts von der Sache gelesen. Ich Regiment. Derfelbe fiel durch seinen apathischen Zustand auf. Als Schluß! Schluß.) Es ist traurig, traurig, daß eine Sache, der kenne den Hauptmann, den die Verantwortung für die Mißhandlung er in das Lazareth fam, wurde bei ihm ein Nierenleiden tonftatirt so viel Menschenleben zum Opfer gefallen sind, in Ihnen nur treffen soll, persönlich; ich traue ihm eine solche Handlungsweise und daran ist er gestorben. Während er schon start fieberte, die Empfindung der Ungeduld weckt! Der Soldat, der beim Kloaten nicht zu. Die Angaben scheinen mir zum mindesten übertrieben hat er Angaben über Mißhandlungen gemacht. Die Unter- reinigen verwandt war( Abg. v. Kardorff: 3ur Sache!) Herr zu sein. suchung wurde fofort eingeleitet; sämmtliche Stuben- v. Kardorff, hätten Sie lieber dafür gesorgt, daß die Budget- Abg. Zubeil( Soz.) bringt Beschwerden fleiner Anlieger des Kameraden und auch Unteroffiziere wurden vernommen und alle tommiffion den Etat rascher fertig gestellt hätte, dann hätten wir Artillerie Schießplages in Kummersdorf zur Sprache, die eine Wiese, haben unter ihrem Eide erklärt, daß der Verstorbene rücksichtsvoll jetzt drei Tage mehr zur Verfügung!( Sehr richtig! links) weil sie durch die Schießübungen gefährdet ist, nicht benugen fönnen, und gut behandelt worden sei. Er selbst hatte von vier Fällen also dieser Soldat hätte nicht sofort zu Arbeiten in der aber gleichwohl feine Entschädigung erhalten. Auch ein Ansuchen, Mittheilung gemacht. Der eine betraf einen Stoß an den Schrank, Küche verwandt werden follen. Ich bitte um Aufklärung. ihnen die Wiese abzukaufen, ist abgelehnt worden. Der andere einen Tritt mit dem Stiefel u. s. w. Die Thatsachen Mun noch ein paar Worte über eine andere Angelegenheit. Der Herr Generalmajor v. d. Boeckh: Die Benutzung der Wiese ist tönnen an fich richtig sein, eine fchwere Mißhandlung ftellen fie Kriegsminister hat als oberste Vertretung der Armee mit recht die durch Verträge geregelt, die Anlieger des Schießplayes werden entjedenfalls nicht dar. Der Unteroffizier hat erklärt, daß er ihn Auffassung, daß er jede Beleidigung der Armee ahnden müffe. Ich schädigt. manchmal gerüttelt habe, um ihn aus seiner Apathie heraus- frage ihn, ob es ihm bekannt ist, daß in der oftpreußischen Land- Abg. Bebel( Soz.): Herr Weber sagt, er lieft die badische Presse zubringen. Der Abg. Bebel hat mir Briefe übergeben in denen wirthschaftskammer ein sehr hoher Herr, Graf Dohna Wund- mehr wie ich. Ich lese sie gar nicht, sie ist mir aber zugeschickt worden. auch von Mißhandlungen die Rede ist. Ich habe sie zur Fortsetzung lafen, fich in fehr beleidigender Weise über die Armee geäußert Sier habe ich eine Nummer des Neuen Heidelberger Tageblatt", der Untersuchung weitergegeben. hat. Er wünschte, daß nicht mehr von der Armeeverwaltung, fozial- in der der Mißhandlungsfall schon zum dritten Male und zwar in Der zweite Fall betrifft den Musketier Bechthold aus Rehl. Hier demokratisches Gesindel" nach Ostpreußen verschickt werden solle. Gs einer Polemit gegen den Mannheimer General- Anzeiger" erwähnt liegt Selbstmord vor, und zwar ist der Tod durch Erhängen erfolgt. giebt also nach seiner Meinung in der Armee Leute, die als Gesindel" zu wird. Herr Weber scheint sich sehr wenig um feine badischen Die Untersuchung ist schon eingeleitet worden, ehe hier im Reiche bezeichnen sind! Ich spreche nicht von der Ungeheuerlichkeit, die darin Beitungen zu fümmern.( Heiterfeit.) Ich weiß ja nicht, ob alles tage von dem Falle die Rede war. Es wurde auch eine Wunde an liegt, daß man Leute wegen ihrer Gesinnung so beschimpft. Ich spreche wahr ist, was in den Zeitungen steht; aber das steht fest, wenn der Stirn der Leiche entdeckt, diese ist aber darauf zurückzuführen, nur von der Beleidigung der Armee, die in dieser Aeußerung liegt. etwas nicht wahr ist, was die Zeitung so bestimmt versichert, daß daß sich der Soldat an einem eisernen Gitter erhängt und sich dabei Ich nehme als selbstverständlich an, daß in der Armee überhaupt es dann dem„ Tageblatt" sehr schlecht gehen wird. Wir werden ja an diesem Gitter verlegt hat. Als Grund für den Selbstmord muß fein Gesindel steht, weder sozialdemokratisches, noch fonservatives! vom Kriegsminister näheres hören. unglückliche Geistesdisposition angesehen werden. Am Selbstmord selber Ich hoffe, der Kriegsminister wird untersuchen, ob der Bericht über Was den Fall des Grafen Dohna anlangt, so bin ich besteht aber kein Zweifel. Strafen hat der Mann so gut wie garnicht die Worte des Grafen richtig ist und wenn ja für Remedur sorgen der Meinung, daß es eigentlich Sache des Kriegsministers wäre, erlitten, nur einmal hat er nachererzieren müssen, weil er sich beim wird.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) gegen den Grafen Dohna im Jutereffe der Armee einzuschreiten. Gewehrpugen ungebührlich benommen hatte. Kriegsminister v. Goßler: Wenn im ersten Falle dem Vater Ob Graf Dohna gegen den Vorwärts" vorgehen wird, bezweifle. Noch einen dritten Fall möchte ich hier zur Sprache bringen, teine Mittheilung geworden ist, so bedauere ich das. Er hätte ich. Die Mittheilung des Vorwärts" beruht auf Wahrheit. Die feiner Ungewöhnlichkeit und Schwere wegen. Es handelt sich um sich beim Generalfommando beschweren sollen, so wäre sofort Ab- Versicherung gebe ich Ihnen, im nächsten Jahre werden wir diese Sache die beim Regiment Nr. 70 ausgebrochene Typhusepidemie, die so hilfe eingetreten. Im Falle Bechtold ist mir ganz unbekannt, daß von neuem erörtern.( Beifall bei den Sozialdemokraten. Abg. Weber viele Opfer gefordert hat, wie seit Jahren feine. 250 Mann find erkrankt, bei Bechtold Schwachsinn festgestellt worden ist. Die Untersuchung läßt sich vom Abg. Bebel die Zeitung reichen. Große Heiterkeit.) davon find 31 geftorben, 219 liegen noch im Krankenhaus, einer wird ist bei uns so sorgfältig, wie in feiner andren Armee. Schwachsinnige Abg. Kunert( Soz.): Ich habe den Reden des Kriegsministers. kaum am Leben erhalten bleiben die andern befinden sich auf dem Wege, Leute sollen nicht eingestellt werden. Es werden im Jahre nur nie eine andere Bedeutung zugemeffen, als er den meinen.( Dho: der Genesung. Als die Kunde von der Zyphusepidemie hier einlangte, 3,4 Lente pro Armeekorps entlassen, deren Ausbildung wegen Schwach rechts. Herr Merbach hat so unter aller Stritit gesprochen, daß ich schlug ich fofort S. Majestät vor, eine Immediatkommission nach finn unmöglich ist. Das ist ein sehr geringer Prozentsaz. Der ihm nicht zu erwidern brauche Saarbrücken zu senden; ich bat auch Herrn Professor Gerhardt, sich Heidelberger Fall ist mirunbekannt; ich werde ihn aber untersuchen lassen. Präsident v. Buol: Der Reder sagt, daß ein Mitglied unter der Rommission anzuschließen. Die Typhusepidemie wurde auch von Die Typhustkrankheit ist über sämmtliche Kompagnien gleichmäßig aller Kritit sei, ich rufe ihn dafür zur Ordnung. der Nomission fonflatirt. Man hatte die Kranten fo gut es ging, vertheilt gewesen. Der Verdacht, daß ein Mann mit schmutzigen Abg. Kunert: Meine Angaben über die Zustände in der untergebracht; der Stadt Saarbrücken gebührt herzlicher Dank dafür, Händen die Kartoffeln geschält hat, ist auf eine Verwechselung Dresdener Festung halte ich vollkommen aufrecht. Graf Bißthum daß sie sich ihrer Garnison auss wärmfie angenommen hat. Die zurückzuführen. Im Jahre 1894 ist ein solcher Fall vorgekommen. von Eckstädt hat auch die Retirade schon angetreten.( Unruhe rechts.) Kaserne wurde von der Kommission als gefund liegend, das Wasser Die Angaben über den Grafen Dohna habe ich bisher nur im Es ist dort an zahlreichen Sonntagen gearbeitet worden. Redner als feimfrei befunden. Um einen Anhalt für die Entstehung der Vorwärts" gelesen. Ich meine, Graf Dohna hätte nun Ver- schildert die Zustände in der Dresdener Festung, um den Nachweis Epidemie zu finden, wurden die Kranken von der Kommission examinirt. anlaffung, gegen den Vorwärts" wegen Beleidigung zu tlagen. zu führen, daß der Kommandeur der Festung sich die schwersten Alle waren mit der Verpflegung zufrieden, alle aber sagten aus, Präsident v. Buol: Ohne Abendfizung würden wir heut nicht Verstöße hat zu schulden kommen lassen. Der Mann ist aber nach daß der Salat und die Wurst schlecht gewesen seien, die sie bei fertig werden können. Ich schlage Ihnen deshalb vor, heute nur wie vor im Dienft. Graf Vigthum von Eckstädt hat eine unrichtige Staisers Geburtstag erhalten hätten. Es wurde nun festgestellt, daß noch den Militär- und Marine Etat zu erledigen und morgen um Darstellung der Sachlage gegeben. der Salat am 26. hergerichtet worden war und einen Tag lang in 12 Uhr noch eine Sigung zu halten. Das hat den Bortheil, daß einem großen Bottich gestanden hatte. Die Infektion mußte vom wir morgen noch vor der Plenarsigung die Kommission für die AusSalat kommen, und der Salat fonnte nur während der Zeit, wo er schmückung des Reichstagsgebäudes wählen tönnen. im Botlich war, infizirt worden sein. Wie die Typhusbazillen hineingekommen sind, ist schwer zu erklären. Einmal ist eine Uebertragung Durch Menschen möglich. In der Umgebung von Saarbrücken, in Abg. v. Kardorff( Rp.): Ich weise den Vorwurf zurück, daß den Dörfern, sind in den letzten Jahren wiederholt Typhusfälle vor der Etat von der Budgetkommission zu spät an das Haus gelangt gekommen, und die Bazillen können durch Frauen aus diesen Dörfern, ist. Aber eine solche dritte Lesung ist mir noch nicht vorgekommen. die in der Kaserne beschäftigt waren, eingeschleppt worden Abg. Knnert( Soz.): Wir werden uns durch Herrn v. Kardorff fein. E3 tann auch einer der Soldaten, Die zum nicht abhalten lassen, die Beschwerden, welche wir für begründet Abg. Bebel( Soz.): Ich verwahre mich entschieden dagegen, Rartoffelschälen kommandirt waren, furz bevor er ins halten, hier vorzubringen. Die Erklärung des Grafen Vißthum, die daß ich den Fall in Saarbrücken in epischer Breite dargestellt habe, Sagareth gekommen ist, typhustrant gewesen fein und Militärverwaltung wolle nicht in das bürgerliche Erwerbsleben ein- ich habe mich beschränkt auf das, was ich unbedingt für nöthig Die Infektion verursacht haben. Die zweite Möglichkeit besteht greifen, diese Erklärung ist nicht neu.( Lachen rechts.) Wir halten bielt. Umso weniger war das Lachen des Herrn Friedberg und darin, daß die Bacillen in den Kartoffeln selbst gewesen sind. Ge- die Militärverwaltung aber für verpflichtet, dafür zu sorgen, daß seiner Freunde am Blaze. Wenn ich darin eine gewisse Gefühlsrade Kartoffeln sind gute Träger für die Typhusbacillen. Nach der bei den Militärlieferungen die Preise nicht gedrückt werden und die rohheit erblickt habe, braucht sich Herr Friedberg nicht zu wundern. ganzen Untersuchung kann man sagen, daß ein Verschulden eigentlich Arbeiter Hungerlöhne erhalten. Die Angriffe auf den Fabrikanten Abg. Dr. Friedberg( nail.): Herr Bebel hat meine letzte Beniemanden trifft. Morih Stechert sind durchaus berechtigt. Dieser Herr ist ein merkung wieder verdreht.( Dho! links.) Wir haben nicht über die Abg. Bebel( 501.): Ich habe zu den beiden vom Herrn Gemüthsmensch, er treibt Lohndrückerei.( Abg. Merbach: Das vom Abg. Bebel angeführte Thatsache gelacht, sondern darüber, daß Kriegsminister behandelten Fällen folgendes zu bemerken. Was ist eine Lüge. Herr Bebel hat die Beweise dafür in Händen.) sich bei einigen unserer Nachbarn bei dieser Erzählung ein Zeichen den in Herrn Bebel's MitRaffel anlangt, so schrieb der Mißhandelte Das ist durchaus teine Lüge. Ich überlasse es dem Herrn Präsidenten, einer gewiffen Schwäche bemerkbar machte. am 18. Dezember nach Hause, daß er seit dem 13. Dezember einen so ungehörigen Ausdruck zurückzuweisen. theilungen waren ja übrigens so unwahr, wie alle seine Mitin Lazareth liege und an Gelentrheumatismus leide, daß Präsident v. Buol: Es steht Ihnen nicht das Recht zu, die theilungen. er von einem Unteroffizier mißhandelt worden sei. Nach seinem Mitglieder des Reichstages zu rügen. Tode nun erging an die Lazarethverwaltung die Aufrage, wie es denn komme, daß der Mann gestorben sei. Es tam die Antwort des Chefarztes Dr. Jahn, daß dienstlich hierüber nichts bekannt fei, daß aber der Verdacht einer Mißhandlung vorliege. Das war Die Meldung des Chefarztes. Damit steht im Widerspruch die Antwort, die der Vater des Todten auf seine Anfrage erhielt, und die Präsident v. Buol: Bei dem Lärm war nicht alles zit vers aussagte, daß die Anzeige von anderen Kranten ausge In der Artilleriewerkstatt zu Danzig follte ein Arbeits- stehen. Sollte Herr Friedberg Recht haben, rufe ich den Abg. Bebel gungen sei. Indessen läßt sich in der ganzen Sache jetzt nichts ausschuß gewählt werden. Die Wahl kam nicht zu stande, weil von zur Ordnung. mehr feststellen, da die Kameraden jetzt jede Auskunft verweigern. der Verwaltung eine Siste von 50 Arbeitern aufgestellt wurde, Beim Kapitel Naturalverpflegung erklärt Wichtig ist nur jener Widerspruch und dann, daß der Vater die fünf Jahre bereits in der Fabrit gearbeitet hatten. Diese Abg. Jskrant( Antis): Die Erklärung des Abg. Haase über auf seine Frage nach der Todesursache die Antwort erhielt, daß Bedingung war unerfüllbar. Der Schutz der Gesundheit der Ar die Königsberger Vichhändler und ihre Einwirkung auf die hohen eine Abschrift aus den Dienstatten nicht statthaft sei, und hätte beiter in den Pulverfabriken in Spandau steht zum guten Theile Fleischpreise in Königsberg ist unrichtig und von der jüdisch.liberalen ich hier im Reichstage den Fall nicht zur Sprache gebracht, auf dem Papier. Wenn sich immer noch Arbeiter für die schwere und jüdisch- sozialdemokratischen Presse gegen mich ausgebeutet worden. So wäre der Vater noch heute im Untiaren darüber, woran sein Arbeit in den Säurefabriken finden, so liegt das an der Reserve- Ich habe nicht von fünf Monopolfirmen, sondern von fünf und sechs Sohn gestorben ist. Das zeugt doch von unhaltbaren Zuständen; Armee: die Hungerpeitsche treibt die Arbeiter hinein. Auch besteht und von fünf und acht Firmen gesprochen. Ich habe die Namen es sind jüdische Namen. Die Behauptung, es muß eine generelle Anordnung getroffen werden, daß den Eltern die Bestimmung, daß die Arbeiter der anderen Abtheilungen dieser Firmen hier; Arbeit in unter allen Umständen über den Tod des Sohnes genaue Auskunft die der Säurefabrit bei Strafe der Ent: daß der Abg. Haase in gesellschaftlichen Beziehungen zu den Inertheilt wird. Dadurch, daß die Eltern ihre Kinder dem Militär lassung wenn ablehnen dürfen, der Arzt erklärt, habern der Firmen slebe, nehme ich zurück. Ich glaubte aber, da daß ihr es übergeben, verlieren sie doch noch nicht jedes Anrecht auf sie. ihr Gesundheitszustand geftatte. den Zu Wiiß die Juden immer eng zusammenhängen, daß es auch hier der Nun zum Fall Bechthold. Es handelt sich auch in ihm um ständen in Spandau gehört auch das Kassenwesen. Die Kassen Fall sei. einen geislesschwachen Menfchen. Er hatte die englische Krankheit sind alle aus Strafgeldern zu flande gekommen. Auch in der Abg. Bebel( Soz.): Ich konstatire, daß Abg. Haase nicht andurchgemacht, war ohrenleidend, geisteskraut und wurde doch ein- Invalidentasse ist nicht alles fo in Ordnung, wie es wünschenswerth wesend ist und daher Herrn Jstraut nicht sofort erwidern tann. gezogen. Bei der Obduktion soll sich herausgestellt haben, daß er Wasser wäre. Entlaffene Arbeiter haben ihre Beiträge nicht zurückerhalten. Von uns tennt niemand die Königsberger Verhältnisse so genau, um im Hirn gehabt hat. Er wäre zweifellos heute noch am Leben, wenn Maßregelungen wegen politischer Anschauungen werden ja zugegeben, er, wie es sich gehörte, nicht zum Militär eingezogen worden wäre. aber die Fälle, die wir im Auge haben, sind solche, wo die Leute Abg. Ahlwardt( Antis.): Ich denke nicht daran, die ArmeeDem Bater wurde mitgetheilt, sein Sohn sei todt anf dem Kasernen wegen rein gewerkschaftlicher Bethätigung gemaßregelt worden sind. verwaltung und das Heer anzugreifen, habe es auch nicht gewollt, hofe aufgefunden worden; vermuthlich habe ihn ein Schlaganfall ge- Der Arbeiter verkauft seine Arbeitskraft, aber nicht seine Gesinnung. als ich meine Judenflinten Broschüre schrieb. Ich habe die Kriege troffen. Erst im Bad. Anzeiger" liest der Bater zu seinem größten In Spandau werden bei überlanger Arbeitszeit schlechte Löhne ge von 1866 und 1870 freiwillig mitgemacht( Heiterkeit), habe mich auch Schrecken, daß sein Sohn sich aufgehängt habe. Die gerichtsärztliche zahlt. gemeldet, als die Boulanger Gefahr einen Krieg mit Frankreich zu Obduktion hat dann die Richtigkeit dieser Angabe bestätigt. Die Redner geht schließlich auf die ungefeßliche Sonntagsarbeit in bringen drohte.( Große Heiterfeit.) Ich will die Militärverwaltung Nameraden Des Verstorbenen haben dem Vater dann sächsischen Gefängnissen näher ein und weist dem sächsischen Bevoll nicht angreifen, sondern schüßen.( Heiterkeit.) Sie wird immer ges erzählt, daß sein verstorbener Sohn mißhandelt worden mächtigten nach, daß er über diese Vorgänge unrichtig berichtet schädigt, wenn sie sich mit jüdischen Großlieferanten einläßt. Da Tei; er habe sich aus Das worden ist.( Rufe: Schluß!) Es dauert so lange wie es dauert. Es war ein Lieferant Cronheim, der den Staat um Millionen betrog; Verzweiflung aufgehängt. Gouvernementsgericht in Met theilt jetzt in einer öffentlichen bat sogar Nachtarbeit in den Gefängnissen gegeben. Dem Grafen er erhängte sich im Gefängniß; sein Sohn, der sich Thalheim nennt, Erklärung mit, daß die Angaben, der Verstorbene fei mißhandelt Bißthum sind unwahrheiten gröblichster Natur unterlaufen.( Rufe: ist jetzt Kommerzienrath( Heiterfeit); seine Töchter überreichten als worden, bisher nicht erwiesen seien. Das ist gewiß sehr eigen- 3ur Ordnung.) Ehrenjungfrauen dem Kaiser Wilhelm I. einen Kranz.( Heiterkeit.) thümlich. Jedenfalls muß bei der Aushebung größere Vorsicht an- Präsident v. Buol: Ich nehme an, daß der Herr Redner den Die Strafe im Judenflintenprozeß habe ich auf mich genommen, weil ich die Namen bestimmter hoher Offiziere nicht nennen gewandt werden. Schwachsinnige müssen ausgeschloffen werden. Unser Ausdruck nur in objektivem Sinne gebraucht hat. militärärztliches Personal steht offenbar nicht auf der Höhe, die ver In den Festungen Graudenz und Weichselmünde steht nicht wollte. Herr von Langen hier kennt diese Namen auch, er langt werden kann. alles zum besten, Herr General Biebahn hat alles rofig geschildert. fennt auch das Material. In dem Prozeß ist mir der Nachweis Herr Dr. Förster, der dort eine Strafe verbüßt hat, urtheilt ganz vollkommen gelungen, daß die Flinten fehlerhaft waren. Ich konnte Noch ein Fall, der sich in Heidelberg zugetragen hat. Hier ist Die Abgg. Hng( 3), Bürklin( natl.) und Werner( Antis.) befürworten Besserstellung der Militär- Kapellmeister. Redner verlieft Tabellen, aus denen hervorgeht, daß bei Stechert Löhne gezahlt werden, die kaum die Hälfte so hoch sind, wie die sonst üblichen; er wird dabei durch Lärm auf der Rechten beständig unterbrochen. Das Kriegsministerium sollte die Organisations bestrebungen der Arbeiter nicht hindern, dann werden sie nicht mit Petitionen fommen, sondern sich selber helfen. nicht Graf Witthum von Eckstädt: Unter den vorliegenden Um ftänden verzichte ich auf jede Erwiderung.( Bravo! rechts.) Die Diskussion wird geschlossen. Persönlich bemerkt Abg. Friedberg( natl.), daß das Lachen seiner Freunde bei der Darstellung des Saarbrücker Falles nicht einer Gefühlsrohheit entsprungen sei, sondern der Thatsache, daß Abg. Bebel in epischer Breite einen ekelhaften Borgang so geschildert habe, daß einigen Herren in seiner Nähe übel geworden sei. Abg. Bebel( Soz.): Es ist eine Unverschämtheit, hier gegen mich so zu polemistren. Ich habe gar keine Unwahrheit gesagt. ( ufe bei den Sozialdemokraten: Frechheit.) Abg. Dr. Friedberg: Ich bitte den Präsidenten, mich gegen die unglaublichen Beschimpfungen der Sozialdemokraten zu schützen. Mir ist Unverschämtheit und Frechheit vorgeworfen worden. ihn zu ersetzen. " Man nicht nachweisen, daß die Inhaber der Firma von den Fehlern| Bündler ausfallen. Sie werden ihre Freunde, die Nationalliberalen I tannten Institute im Westen und dem Zentrum der Stadt, muß ja Renntniß hatten. In einem Hotel Unter den Linden saßen die nur mit ins Verderben reißen. Firmeninhaber mit einem Offizier und einem englischen Lieferanten die Zukunft lehren. Daß die Waarenpaläste eine einfache Ronund führten ein Gespräch, das ein Graf Hohenthal hörte und beim Kriegsminister anzeigte Präsident v. Buol: Einzelheiten aus dem Prozeß gehören aber nicht hierher. Abg. Ahlwardt( fortfahrend): Dort wurde von den Herren verabredet, minderwerthiges Metall aus England zu beziehen. Graf Hohenthal hat dies gehört und Anzeige beim Kriegsministerium ge macht. Es find also schlimme Dinge bei den Gewehren vorgekommen, wenn sie trotzdem brauchbar sind, ändert das nichts an der ersten Thatsache. Hoffentlich wird die Armeeverwaltung in Zufunft bei jüdischen Lieferanten vorsichtiger sein. Nun zu dem Vorfall in Hörde. Ich habe neulich eine Voltsversammlung abgehalten.( Oluf Tints: Gegen 20 Pfennig Entree. Heiterkeit.) Ja für 20 Pfennig Entree. Wenn Sie mit Ihrer Judenklique mir jeden Erwerb unmöglich machen, bin ich darauf angewiesen.( Präsident v. Buol ersucht den Redner, in passenden Ausdrücken zu reden.) Ja, es ist doch taktlos, mir das geringe Entree, für das ich spreche, zum Vor wurf zu machen.( Große Heiterkeit.) In einer Voltsversammlung find die Leute anständiger, wie die Herren hier auf der linken Seite.( Heiterkeit.) Präsident v. Buol entschieden zur Ordnung.) Ich saß hause und es tamen Arbeiter zu mir, die mir erzählten, daß Gewehrtheile in Hörde zum Einschmelzen angelangt find. Ich fragte die Arbeiter aus und sie erzählten mir Einzelheiten und er bolen sich als Zeugen. Ich habe in den Versammlungen nicht be hauptet, daß Löwe'sche Gewehre mit darunter waren, obwohl thatfächlich einzelne Löwe'sche Gewehre darunter waren. Ich habe nur in gutem Glauben gehandelt und stets nach bestem Wissen die Wahr heit gesagt, abgesehen von meiner frühesten Jugendzeit, wo ich viel: leicht ein paar Mal gelogen habe.( Große anhaltende Heiterkeit.) Die Bemerkungen, die Herr Richter hieran knüpft, muß ich entschieden zurückweisen. Danten wir Gott, wenn wir die Judenflinten los find. Die Armeeverwaltung thäte am besten, wenn sie mit den jüdischen Lieferanten bräche.( Lachen.) " " Für den Wahlkreis Potsdam Osthavelland hat, wie sequenz der Kapitalsattumulation sind und namentlich im Leben wir bereits meldeten, am Sonntag eine liberale Vertrauensmänner der Weltstadt ein nothwendiges Produkt der ökonomischen Ents Versammlung den Oberlehrer am Friedrich- Werder'schen Gymnasium wickelung bilden, weiß heutzutage jeder voltewirthschaftliche ABC.. in Berlin, Dr. Benece, als Reichstags- Kandidaten aufgestellt. Sier- Schüße; fein Gejammer vernichteter Existenzen und feine über sind die gemäßigten Freisimms" mannen Rickert'scher Observanz rückschrittlichen Gefeßesmaßnahmen werden in helle Entrüstung gerathen, da Dr. Benccke sich zur freifinnigen hemmen können. diese Entwickelung Volkspartei bekennt. Der Anz. f. d. Havelland" erklärt denn auch Kleinhändler menschliches Mitgefühl spenden, aber aufhalten mag dem Verzweiflungskampf der rundweg, er fei nicht in der Lage, diese von vornherein aussichtslose läßt sich ihre Aufsaugung durch das Großkapital nicht, und in Kandidatur auch nur mit einer Zeile zu unterstützen." Das Blatt Interesse der sozialen Entwickelung fann man nur wünschen, daß fetzt noch bezeichnenderweise hinzu, die Herren in Berlin möchten sich dieser Aufsaugungsprozeß möglichst beschleunige. Als Freilig ihren Kandidaten allein durchzubringen suchen", der unserige rath vor 50 Jahren sein bekanntes Gedicht„ Bon unten auf" schrieb, ist Dr. Benede nicht.". Ein Herr Bürger Breslau ent- ließ er den Leiter der so prächtig geschilderten Rheinfahrt, den wickelt jetzt in unserm Wahlkreise für den Bauernverein Nordoft" Maschinisten, ausrufen: Hei, wie man immer doch für künftige eine rege Agitation; in einer Versammlung in Staaten ergriff auch Ruinen forgt." Dieser Ausspruch hatte einen Sinn, als es galt, unser Parteigenoffe 2. das Wort und führte den Referenten gründ die Trümmer feudaler Verfaffung hinwegzuräumen. Der Sozialis lich ab; hierüber geriethen einige anwesende Bauern in solche Wuth, mus ist in angenehmerer Lage, als dereinst das seiner Schranken daß der überwachende Gendarm wegen des entstandenen Lärms die entledigte Bürgerthum. Ihm bleiben wenig Ruinen. Versammlung auflöſte. In die tommende Gesellschaftsordnung reift die heutige, Ordnung" fo deutDer Mischmaschkandidat Pauli präsentirte sich am Montag lich hinein, daß man sie wachsen sehen kann. Ihre Todten, die den Wählern in Barnim und hielt dort seine bekannte einstudirte vernichteten kleinen und mittleren Existenzen, muß die bürgerliche ruft den Redner Rede". Unserem Kandidaten, Genossen Schröer, war es Welt selber beseitigen. in einem Wirths: ein leichtes, den Herrn so glänzend heimzuschicken und in zahlreichen Bunkten festzunageln, daß die zahlreich Versammelten lang. Statistischen Amtes war im Januar 1898( bezw. 1897, 1896, Berliner Brotpreise. Nach den Ermittelungen des Berliner anhaltenden Beifall bekundeten. Herr Pauli war völlig aus dem Konzept gekommen und hierdurch 1895) der Durchschnittspreis pro 1 Kilogramm Roggenbrot nur die nöthige Sammlung zu einer drei Minuten langen Ent brot 401/10( 365/10, 344/10, 348/10) Pfennig, d. b. man bekam für fand schließlich rund 237/10( 217/10, 205/10, 20) Pfennig; pro 1 Kilogramm 28eizen= gegnung". Kandidatur Pauli, der fich bekanntlich als Antisemit entpuppt hat,( 1371, 1453, 1457) Gramm Weizenbrot. Das Gerücht verdichtet sich, daß die Konservativen die 50 Pfennig 2111( 2305, 2443, 2504) Gramm Roggenbrot, 1246 fallen lassen und einen anderen Kandidaten aufstellen wollen. Jm 9. hannov. Wahlkreis hat der Bund der Landwirthe Unterbringung fittlich verwahrlofter Kinder. Fünfzehn beschlossen, den Landtags- Abgeordneten Gutspächter Meinecke in Berliner Vereine haben der Frauenforrespondenz" zufolge auf AnDunau als Reichstags- Kandidaten aufzustellen und die national regung von Berliner Vorstandsmitgliedern des Bundes deutscher liberale Partei des Wahlkreises aufzufordern, den von ihr nominirten Frauenvereine dem Justizminister eine Petition eingereicht, welche Kandidaten, Reichstags- und Landtags- Abgeordneten Hische fallen auf grund des Strafgesetzbuches die Unterbringung fittlich zu lassen Hische ist selbst Mitglied des Bundes der Landwirthe. verwahrloster Kinder in Befferungsanstalten General v. d. Böckh: Die Armeeverwaltung hat nichts zu In Sagan Sprottau wird die freifinnige Bolkspartei verlangt und im wesentlichen das folgende enthält: Es war auf verbergen, wie Abg. Ahlwardt fagte. Er hat behauptet, daß eine wiederum Dr. Müller die Kandidatur übertragen, während die dem Polizeipräsidium von dem Herrn Grafen Bückler der Frau große Anzahl Gewehre modernster Konstruktion mit dem Konservativen unterstützt vom Bund der Landwirthe den Landrath Schulrath Cauer in Gegenwart von Frl. Dr. jur. A. Augspurg und Stempel Löwe unbrauchbar geworden und eingeschmolzen feien. v. Rliging aufgestellt haben. Frl. Dr. phil. A. Gebser berichtet worden, daß eine Altersgrenze Jm vorigen Herbst hat nur ein Austausch sämmtlicher Gewehre, nicht blos der Löwe'schen, stattgefunden; sie werden ausgebeffert und Volkspartei Dr. med. Holstein. In Rothenburg( Niederlaufit) kandidirt von der freisinnigen für die Unterstellung unter Sittenkontrolle nicht existire, und daß weibliche Personen zwischen 11½ und 60 Jahren ihr unterworfen kommen zu den Lagerbeständen. Herr Ahlwardt hat mir gegenüber Die Parteigenossen in Meißen Cölln haben die Absicht, seien. Der Herr Präsident hat nunmehr erklärt, daß weibliche persönlich behauptet, er hätte Theile folcher Löwe schen Flinten im für die Wahlagitation vom Beginn des nächsten Monats an im Personen von 11% Jahren der sittenpolizeilichen Kontrolle nicht Besitz. Ich habe ihn gebeten, diese Theile dem Kriegs- 7. sächsischen Meichstags- Wahlkreis regelmäßig ein Flugblatt heraus: unterstellt seien. Dieselbe werde erst über Mädchen von 14 Jahren ministerium vorzulegen. Herr Ahlwardt hat das nicht ge- gegeben, in dem besonders die Verhältnisse im Kreise behandelt verhängt. Der Herr Präsident hat aber selbst in einem Schreiben than.( Hört! hört!) Wir haben uns nun die Gewehrtheile aus werden sollen. an Frau Lina Morgenstern vom 21. Februar 1898 angegeben, Hörde verschafft. Es find Schlößchen von alten Zündnadelgewehren, Kammern und Visire vom Modell 81, Hülsen von französischen Partei des Reichstags= Wahlkreises Ottweiler St. Wendel Die Vertrauensmänner der nationalliberalen und konservativen daß der Sittenpolizei Mädchen von 12 Jahren, fogar 0 0 11 11 Jahren zugeführt würden, die Chaffepotgewehren. Darunter befindet sich noch ein Gewehrtheil, beschlossen, Frhrn. v. Stumm wieder um die Annahme der Kan- gewerbsmäßige Unzucht trieben. Es ist weiter ber noch in der Armee benutzt wird. Ich muß also die Behauptung didatur zu ersuchen. uns authentisch berichtet worden, daß eine ganze Reibe entschieden zurückweisen, daß Gewehre neuester Konstruktion zer: In Solingen kandidirt vom Zentrum Dr. Muhr. von Kindern unter 14 Jahren der Polizei als der gewerbs fchlagen worden sind. Die Gewehre von 1888 die sogenannten Der fonfervative Wahlverein hat gestern einstimmig beschlossen, auch nach dem Einbringen der Untersuchung unterworfen find. Es lichen Unzucht ergeben, bekannt sind, oft verwarnt worden, Judenflinten find überhaupt noch nicht zerlegt worden. Unter den Hedakteur der Pomm. Reichspost", Herrn Gustav Maltewiß, fcheint also nur insofern ein Unterschied zu sein, daß die Polizei den Scheint also nur insofern ein Unterschied zu sein, daß die Polizei en Theilen, die in Hörde eingeschmolzen worden sind, befindet sich als Reichstagskandidaten für den Wahlkreis Stettin aufzustellen. Diese Kinder unter 14 Jahren nicht in die Lifte einträgt. Nach dem nicht ein Theil der von der Firma Löwe gelieferten Waffe.( Beifall.) Die feindlichen Brüder. Aus Sangerhausen wird vom Abg. Ahlwardt: Ich hatte dem Generalmajor v. d. Boecks Sonntag berichtet: Heute Nachmittag fand eine Vertrauensmänner Strafgesetz ist nun das Vornehmen unzüchtiger Handlungen mit Perallerdings zugefagt, Löwe'sche Gewehrtheile hierher zu schaffen, aber Versammlung der freisinnigen Volkspartei statt, welche Herrn v. Reib- fonen unter 14 Jahren mit Zuchthaus bedroht. Hiermit ist es meine Zeugen weigern sich, die Theile auszuliefern.( Heiterkeit.) niß zum Randidaten für die Reichstagswahlen aufstellte. In der nicht in Einklang zu bringen, daß mit Wissen der Polizei Ich werde jetzt die Behauptung, daß einzelne Löwe'sche Gewehre in gut besuchten Abendversammlung wandte sich Pastor a. D. Kößschte Kinder ein Gewerbe betreiben, das den anderen Theil, falls Hörde eingeliefert worden sind, außerhalb des Hauses wiederholen, gegen die Kandidatur des Kandidaten von der Volkspartei, er zur Anzeige gebracht wird, ins Buchthaus bringt. In dem oben und sehe einer Anklage entgegen. Dann werde ich meine Zeugen die nichts erreicht habe, da sie fich in nationalen Fragen stets abgedachten Bescheide des Herrn Polizeipräsidenten vom 21. Februar zwingen, vor Gericht auszusagen. Abg. Richter( frf. Vp.) konstatirt unter Heiterkeit des Hauses, freisinnigen Vereinigung. Herr Wiemer und Herr v. Reibnitz waren angsweise Unterbringung in Befferungsanstalten bestehen, doch lehnend verhalten habe". Er habe Fühlung mit den Führern der weist derselbe darauf hin, daß gefeßliche Vorschriften über die was Ahlwardt in den Versammlungen alles für unwahrheiten aber wenig erfreut über dieses Bekenntniß und hieben auf die weib: scheinen dieselben für die filtlich gefährdeten Kinder nicht in Anüber die Löwe'schen Gewehre erzählt hat. Die Löwe'schen Gewehre liche Linie ihrer Partei derb ein. In den nächsten Tagen wird wendung zu kommen. Auch für die Jugendlichen zwischen 14 und feien aus der Armee zurückgezogen worden, ganze Wagen- Herr Nickert in Sangerhausen eintreffen und wahrscheinlich den 18 Jahren wäre es den Petenten zufolge geeigneter, fic Indungen seien in Hörde eingeliefert worden u. s. w. Es sei Spieß umdrehen. in Befferungsanstalten unterzubringen, anstalt fie unter hier diefelbe Geschichte wie bei seinen ungeheuerlichen Anschuldi Die vereinigten Ronservativen, Bündler und Antisemiten im fittenpolizeiliche Kontrolle 311 stellen. Die Vereine bitten gungen gegen den Invalidenfonds. Es treffe wieder zu, was der Wahlkreise haben auf grund des Programms des Bundes der Land- deshalb, daß Polizei und Schule zur Anzeige bei den Referent der damaligen Kommission Herr Porsch über ihn gesagt wirthe Fabrikbefizer Weyerbusch in Elberfeld als Reichstage- Kandidaten Vormundschaftsgerichten verpflichtet werden: 1. Wenn durch die babe: Wenn Ahlwardt noch einen Funken von Ehrgefühl habe, müsse für Gotha aufgestellt. Verhältnisse des Elternhauses Kinder in Gefahr stehen, auf die Bahn er die Anschuldigungen zurücknehmen. Die Firma Löwe habe sich um die Wehrkraft Deutschlands verdient gemacht. des Lafters zu gerathen; 2. wenn den Kindern gewerbliche Unzucht nachgewiesen werden kann. In beiden Fällen ist es nöthig: 1. daß den Eltern das Erziehungsrecht abgesprochen; 2. daß diefe Kinder in geeignete Familienerziehung oder Erziehungs-, beziehungsweise Befferungsanstalten gegeben werden. Bulegt wird gebeten, der Polizei zu untersagen, die filtlich verwahrloften Jugends " = Im oberpfälzischen Wahlkreise Neustadt Weiden wurde Genosse Stückten- Hof als Kandidat nominirt. Kommunales. mit den Abg. Ahlwardt: Die Löwe'schen Gewehre sind längst in Hörde eingeschmolzen.( Große Heiterkeit.) Die hier liegenden Theile stammen von den letzten Wagenladungen. Daß bei den Judenflinten viele Schlößchen gesprungen sind, steht in amt In seiner geftrigen Situng hat das Magistratskollegium lichen Aktenstücken. Herr Richter fürchtet mich als feinen unter Hinzuziehung des Stadtelektrikers Dr. Kallmann und des lichen bis zum achtzehnten Jabre unter Kontrolle zu stellen, Gegner bei der Wahl in Hagen, Deshalb sucht er Magistratsaffeffors Alberti nach mehrstündiger Generaldebatte den sondern daß diefe vielmehr dem Richter vorgeführt werden, damit mir etwas anzuhängen. Der Kampf wird in Ermangelung von in feinen Grundzügen bereits mitgetheilten neuen Vertrag der sie gemäß des§ 56 des Strafgesetzbuches in Befferungsanstalten ges Gründen nicht so sehr gegen die von mir vertretene Sache, sondern Stadtgemeinde Elettrizitätswerten bracht werden. Unterzeichnet sind der Berliner Frauenverein, Ber gegen meine Berfon geführt. Dieser Kampf ist undeutsch, das( bis 1915) genehmigt; der Magistrat wird eine diesbezügliche liner Lehrerinnenverein, Berliner Voltsschullehrerinnen- Verein, Sudengeld steckt dahinter. Ich meine nicht Herrn Richter, der be: Vorlage der Stadtverordneten- Versammlung zur Genehmigung unter- Berein aur Erziehung schulentlassener Mädchen, Berein Bienenkorb, fämpft mich offener und anständiger, wie mancher andere.( Große breiten. Wegen der vorgerückten Zeit sind die zur Berathung auf Verein Frauenstudium, Verein Frauenwohl, Berliner HausfrauenHeiterkeit.) der Tagesordnung noch stehenden wichtigen Gegenstände, wie die verein, Lette Verein, Neuer Volksschullehrerinnen- Verein, Verein Der Rest des Militäretats wie der Marine- Etat werden hierauf Projekte der Unterpflasterbahnen, die Verträge wegen der elektrischen Preußischer Volksschullehrerinnen, Verein zur Reform der Jugenddebattelos erledigt. Straßenbahnen von der Tagesordnung abgesetzt worden und für die literatur, Hilfsverein für weibliche kaufmännische Angestellte, Verein Nächste Sigung: Donnerstag 12 Uhr( 3. Lesung des Etats). nächste Sigung des Magistratskollegiums vorbehalten worden. Jugendschutz, Gesellschaft für Ethische Kultur." Schluß 73/4 Uhr. Parlamentarisches. Lokales. M Lona Barrison wehrt sich. Infolge des bekannten Beschlusses der Petitions Kommission des Abgeordnetenhauses, den Minister des Innern zu ersuchen, der Petition des Lic. Weber zu entsprechen Botschafter der Vereinigten Staaten, deren Bürgerin sie ist, gewendet und Lona Barrison auszuweisen, hat sich die Dame an den hiesigen und um Schuß gebeten. Der Sekretär der Botschaft wurde gestern von dem Minister des Innern Herrn von der Recke in dieser An gelegenheit empfangen. Der Sekretär stellte dem Minister vor, daß ihres Berufes beeinträchtigt würde. Herr von der Recke versicherte, feine Mitbürgerin durch eine derartige Maßregel in der Ausübung daß Lona Barrison nicht ausgewiesen würde, solange ihre Vors Moltke Denkmal. Im Reichstags- Gebäude trat heute unter Eine Lokallifte, die speziell für Versammlungseinberufer und dem Vorsitz des Präsidenten eine Reihe von Abgeordneten aus allen Vereinsvorstände bestimmt ist, wird am Freitag, den 1. April, von politischen Parteien, mit Ausnahme der Sozialdemokratie, zusammen, der Lokalkommission herausgegeben. Diese besondere Liste unterum über die Errichtung eines Moltke- Denkmals in Berlin zu be rathen. Das Ergebniß war, daß man die Anregung allseitig scheidet sich von den früheren Veröffentlichungen dadurch, daß auf begrüßte und es für erwünscht hielt, bis zum 26. Oktober 1900, dem ihr von jedem uns zur Verfügung stehenden Versammlungslokal 100jährigen Geburtstage Moltte's, wenigstens den Grundstein zum die Personenzahl angegeben ist, welche das Lotal faßt. Den Denkmal legen zu können. Nach Ostern sollen die Vorbereitungen Versammlungseinberufern steht mithin eine übersichtliche Tabelle stellungen nicht gegen die Vorschriften der Polizei verstoßen würden. und Sammlungen in die Hand genommen werden. zur Verfügung, welche ihnen bei der Suche nach geeigneten Lokalen Auf ihre Fenerficherheit werden jetzt in verschiedenen Stadtunnige Wege ersparen wird. Die Lisle wird an die in betracht theilen die Schaufenster- Einrichtungen der Geschäftsläden kontrollirt. tommenden Parteigenossen versandt werden und kann auch von Es handelt sich namentlich um die vorschriftsmäßige Entfernung mit, daß in ungefähr 150 Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt sind, Mable, Ritterfir. 3, vorn 3 Tr., unentgeltlich in Empfang genommen damer Bahnhofe ausgeführt. Es ist im Fernverkehr ein Uebelstand, In ihren Wahlbetrachtungen theilt die Deutsche Tageszeitung" folchen Interessenten, welche etwa übersehen sein sollten, bei Oskar der Gasflammen von der Decke und den ausgestellten Gegenständen, Eine zweckmäßige Neuerung wird jetzt hier auf dem Pots. die entweder die Forderungen des Bundes der Landwirthe ohne weiteres anerkannt oder doch so befriedigende Erklärungen abgegeben werden. daß die Postfachen sämmtlich vom Haupteingange des Bahnhofes her mit Sandwagen über den Bahnsteig an die Poftwagen der Züge berangeschafft werden müffen. Das bedeutet, namentlich in Zeiten mit starkem Verkehr, eine große Belästigung des Publikums. Jezt baut man einen Tunnel unter dem Steig und führt so die Karren bis an den Poftwagen heran, um sie dann mit einem Fahrstuhl nach oben zu befördern. Wahlbewegung. " " oftheater a. G.; Mielchen: Gertrud Müller vom Berliner Theater. Die Vorstellung für die 4. Abtheilung ist am Sonntag im LeffingTheater: Abu Said" und" Cyprienne".( Siehe heutiges Inferat.) Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. haben, daß sie als vom Bund der Landwirthe unterstützte Freie Volksbühne. Die Weber" Aufführung für die Kandidaten gelten können. Dabei kommt aber in betracht, daß 1. Abtheilung findet am 3. April, nachmittags 23/4 Uhr, im Friedrichin zirka zwanzig Kreisen zwei Freunde des Bundes der Wilhelmstädtischen Theater unter Regie des Direktors May Samft Landwirthe zugleich um das Mandat werben und so erwartet denn statt. Als Gäste wirken mit u. a.: Der alte Baumert: Paul Pauly; das Bündlerorgan, daß einer von den Bewerbern zurücktreten werde. seine Töchter: Elfe und Martha Bauly; der alte Ansorge: Leon Schwerlich dürfte sich aber überall, trotz der famosen Sammelpolitit, hardt Ottomeyer; der alte Hilfe: May Bennemann vom Münchener der sehnlichst gehegte Wunsch erfüllen. In weiteren 50 Kreisen sind nach Meinung des Bündlerorgans Randidaten aufgestellt, die ein getheilt, daß der verhaftete Oberfaftor ein Geständniß abgelegt In der Angelegenheit Grünenthal wird jetzt amtlich mits gewisses Verständniß für die Fragen der nationalen Wirth hat, in dem er zugab, Reichsbanknoten aus der Reichsdruckerei ge schaftspolitik haben, so daß die Mitglieder des Bundes ftohlen zu haben. Am Dienstag find noch zwei Kirchhofsdepots sich gegen diese nicht zu wenden brauchen. Verständ Grünenthal's abgehoben worden. Nachmittags nach 4 Uhr erschienen niß für nationale Wirthschaftspolitik heißt natürlich Fort Vom Zeitalter der Waarenpaläste wird man demnächst der Landgerichtsrath Brandt und mehrere Gerichtsbeamte mit dem fehung der Liebesgaben- Politit und Einlenken in das Fahr reben können. Wo in lebhafter Berkehrsgegend eine Häuferreihe Oberfaktor Grünenthal auf dem alten Kirchhof der Jakobi. wasser einer ftrengen Schutzzoll- Politik. Für diese nationale niedergeriffen wird, kann man sicher sein, daß dort in den nächsten gemeinde in Nixdorf am Rollkrug. In Begleitung des Kirchhof Beutepolitik werden wohl die nationalliberalen Kandidaturen be- Monaten ein wunderliches, über und über mit großen Spiegel Inspektors und einiger Arbeiter begaben sich alle Personen, sonders in betracht kommen. Wie ja überhaupt die nationalliberalen fenstern bedenktes Gebäude entsteht. Entweder dient es einer An- Grünenthal voran, nach einem im Osten des Kirchhofs an Kandidaturen ohne Zustimmung der Bundesgewaltigen gar nicht zahl von Großkaufleuten als Miethshaus oder es wird nach dem der Umfaffungsmauer liegenden Grabhügel, den Grünenthal, zu ernannt werden. In den übrigen Kreisen, wo die Wahl- Muster der Werthheim'schen Häuser mit tausenden Gegenständen dem Untersuchungsrichter gewandt, mit dem Worte: Bitte" vorbereitungen noch nicht beendet find, glauben die für den Detailhandel ausgestattet. Ein solcher Palast ist gestern als die Stelle bezeichnete, wo er noch Werthpapiere versteckt habe. Herren Bündler auch noch ihren Einfluß in die Wagschale auf dem Stiftsgrundstück an der Ecke der Belle- Alliancestraße und Unter einer Porzellanbibel, die einer der Beamten in die Höhe hob, werfen zu können, so daß sie triumphirend ausrufen, daß des Tempelhofer Ufers von der Firma A. Jandorf u. Co. fand man ein umfangreiches Packet mit Werthpapieren, die der in mindestens 250 Kreisen der Bund unterstützt und auch ausschlag. eröffnet worden. கு 3 enthält nicht weniger als 32 Waaren intersuchungsrichter an sich nahut. Nach einem Turzen Gespräch gebend Stellung nehmen wird. Man sieht, die Herren nehmen den Abtheilungen, in welchen alle möglichen Dinge and noch mit dem Inspektor des Kirchhofes und nachdem sich der Unter Mund ziemlich voll, denn so blüht ihr Weizen nicht, daß sie die etliche feilgeboten werden. Das neue Haus hat infolge seiner fuchungsrichter noch erkundigt hatte, ob vielleicht auf dem Kirchhof Ernte einbringen tönnten, die sie sich in ihrer Phantasie ausmalen. günftigen Lage den Vorzug, daß es von allen Seiten hell durch noch ein ähnlicher Fund gemacht worden sei, was verneint wurde, Die Gefahr, die in wirthschaftlicher und politischer Beziehung von Tageslicht beleuchtet wird; ob es durch Preiswürdigkeit seiner fuhr die Gerichtskommission mit Grünenthal in awei Droschten jener Seite der Bevölkerung droht, ist gerade in letzter Zeit so offen Waaren und angenehme Raufgelegenheit im proletarischen Südwesten wieder davon. Vorher hatte die Kommission auch dem alten au tage getreten, daß die Wahlaussichten recht kläglich für die ebenso vernichtend auf den Kleinhandel wirken wird, wie die be- Jerufalemer Kirchhof an der Baruther Straße einen Besuch ab. wurde = gestattet und auch dort ein Depot des Grünenthal gehoben. Glends bot sich vorgestern den Passanten der Knesebeckstraße dar. Termin mußte vertagt werden, weil der Angelingle einen Weiter wird berichtet, daß Grünenthal durch die belastende Wegen rückständiger Miethe hatte ein Hausbesiger die Familie des Schiffskollegen, den früheren Matrosen Delt, der That Aussage des Reichdruckerei- Beamten T. zum Gefiändniß gebracht Tischlers H. einfach auf die Straße feßen Iaffen, wo dieselbe bis verdächtigte. Delt ist mit der Schiffstasse durchgebrannt, worden ist. Der erwähnte Beamte befann sich darauf, daß dem zum Abend haufen mußte, da sie fein Unterkommen finden konnte. wieder ergriffen und vom Militärgericht zu mehrjähriger Feftungs Grünenthal im Januar vorigen Jahres eines Abends der Schlüffel Schließlich nahm die Polizei die wenigen Habseligkeiten in Ver- ftrafe verurtheilt worden. Er war zum geftrigen Termine von zum Trefor überantwortet worden sei, und Grünenthal soll sich wahrung, während die Familie bei Verwandten Unterkunft fand. Köln hierher gebracht worden. Es zeigte sich, daß die Verdächtigung ftrafeer gebracht daraufhin zu dem Geständniß bequemt haben, daß er an jenem Ein in der Prinz Handjernstraße wohnhafter Maler wollte sich Stimmel's unbegründet war, der letztere wurde durch die BeweisAbend einen tiefen Griff" in den Tresor gethan und sich gestern mit seiner bisherigen Wirthschafterin verheirathen und waren aufnahme so sehr belastet, daß Staatsanwalt Ranzow 9 Monate von den zur Vernichtung bestimmten Scheinen einen größeren Betrag alle Vorbereitungen hierzu getroffen. Am Hochzeitstage fehlte aber Gefängniß und zweijährigen Ehrverluft gegen ihn beantragte. Jezt angeeignet habe. die Braut, welche unter Mitnahme eines Geldbetrages ihres verlangte Stimmel, vom Militärgericht abgeurtheilt zu werden. Einige Verehrer des Fürsten Bismarck haben für seinen Freiers spurlos verschwunden war und daher jetzt polizeilich ge- Der Gerichtshof verurtheilte ihn zu einer Gefängnißstrafe von 83. Geburtstag ein eigenartiges Gescheut geplant, nämlich eine Aus- sucht wird. 9 Monaten und 2jährigen Ehrverlust. wahl von allen Zigarren, die unter der Marke„ Bismarck" in den Die Die Schöneberger Stadtverordneten Versammlung vom Unter der Auflage der Beleidigung und der Freiheits Handel gebracht werden. Es werden Bigarren unter dieser Marte 29. März beschäftigte sich u. a. mit dem vom bisherigen Gemeinde- beraubung stand gestern der Schneider Max Kühling vor der im ganzen von 48 Fabriken hergestellt, und an diese wurde die vorstand gestellten Antrag: Die Einführung des obligatori- britten Strafkammer des Landgerichts 1. An einem Spätabende Aufforderung gerichtet, sich an dem Geschent zu betheiligen. Aber schen Fortbildungs- Schulunterrichts." Dieser Antrag wurde von des Februar befand sich der Angeklagte auf dem Heimwege. Es obgleich die Betheiligung den betreffenden Firmen sehr leicht gemacht verschiedenen Stadtverordneten als für die Handwerksmeister und fam ihm ein junges Mädchen entgegen, welches er ansprach. Es es wurde nur von jeder ein Kistchen mit zehn Stück Gewerbetreibenden schwer schädigend hingestellt und als un verfuchte, an ihm vorüber zu kommen, wobei sie das Verlangen Bigarren verlangt haben doch elf Fabrikanten feine Veranlassung annehmbar bezeichnet. Genosse Obst trat in energischer aussprach, nicht behelligt zu werden. Nun zog der Angeklagte gefunden, sich au der Gabe zu betheiligen. Hoffentlich befindet sich Weise für Einführung Einführung des obligatorischen Schulunterrichts andere Saiten auf. In barschem Zone erklärte er, daß er Kriminal unter den als Geburtstagsgeschenk( bestimmten Zigarren nicht auch ein mit der besonderen Befürwortung, die Stunden des beamiter fei, er erkenne in ihr eine Person wieder, die ihn vor längerer die bekannte Sorte, die auf den Namen Bismarck getauft ist, weil Unterrichtes event. auf den Nachmittag zu verlegen. Schließlich Beit bestohlen habe, sie müsse ihm zur Wache folgen. In diesem Augenman beim Aufmachen- drei Haare in ihrem Innern verborgen wurde dieser Antrag einer Kommission von 12 Mann überwiesen. blicke kam der Militäranwärter Müller hinzu, der das geängstigte findet. Des weiteren ersuchte die Versammlung den Magistrat, bis spätestens Mädchen durch das Versprechen beruhigte, daß er ihm zur Wache Das Polizeipräsidium theilt mit: Berlin, 30. März. Wie 1. April 1899 eine Vorlage zwecks Erbauung einer Schule auf dem folgen wolle, Alle drei Personen machten sich auf den Weg. Kurz die Erfahrung mehrfach erwiesen hat, beherzigt das Publikum die der Gemeinde gehörigen, an der Rubensstraße belegenen Grundstücke vor der Mache erklärte der Angeklagte, daß er sich einen Spaß habe Thatsache immer noch nicht genügend, daß selbst dann, wenn eine zu machen." Diefer einstimmig gefaßte Beschluß erscheint umso leisten wollen, das Mädchen solle nur nach Hause gehen. Nun gut organisirte und zuverlässige Fleischschau am Wohnort für alle ge- nothwendiger, als die jetzigen Zustände in den Miethsräumen, in wurde der Spieß umgedreht und der Pseudo- Kriminalbeamte zur schlachteten Schweine besteht, doch theils aus Orten, in welchen die Fleisch- denen die Schule bisher untergebracht war, als traurige zu be Wache gebracht. Im gestrigen Termin entschuldigte sich der Anschau zwar eingeführt, aber nicht für alle geschlachteten Schweine vor zeichnen sind. aralin getlagte mit Truntenheit und bat den Gerichtshof, ihm seine That geschrieben ist, theils aus Orten ohne jede Fleischschau, theils endlich Die Charlottenburger Stadtverordneten Versammlung nicht fo schwer anzurechnen. Der Staatsanwalt beantragte eine mit Umgebung der bestehenden Bestimmungen, gar nicht oder hat nunmehr die Gehälter der Mitglieder des Magistrats nach Gefängnißstrafe von 14 Tagen, der Gerichtshof beließ es bei einer mangelhaft untersuchtes Schweinefleisch in den Verkehr gelangen dem Antrage des Rechnungs- Ausschusses in geheimer Sigung erhöht. Geldstrafe von 30 M. und große Gefahren für Leben und Gefundheit der Konsumenten Es erhält der( zweite) Bürgermeister 10 000 statt 9000 m., der Ein empfehlenswerther Dienstherr scheint der Schankwirth herbeiführen kann. Es wird daher vor dem Genuß jeglichen Stadtfyndikus 7250 ftatt 6500 M., die zwei befoldeten Stadträthe Kerst en in Briß zu sein, welcher sich gestern wegen gröblicher rohen Schweinefleisches ernstlich gewarnt und ferner darauf hingewiesen, daß lediglich ein vollkommenes 6500 und 6200 M., die beiden Stadtbauräthe je 8250 M.Mißhandlung seines Dienstmädchens, der unverehelichten Fahrenholz, Gartochen( Durchbraten) der Fleischstücke, wie fämmt. Die Besehung der Stelle des ersten Bürgermeisters vor dem Rigdorfer Schöffengericht zu verantworten hatte. Der licher Zubereitungen aus Schweinefleisch( Fleisch), Blut, von Charlottenburg beschäftigte gestern Abend zum ersten Male schlagfertige Dienstherr wurde zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. Wegen Handfriedensbruchs, Bedrohung und versuchter Leberwürfte, Klöße, Sülzen u. f. w.) im ftande ist, die die dortige Stadtverordneten- Bersammlung in öffentlicher( außeretwa vorhandenen Trichinen zu tödten und dadurch jede ordentlicher) Sigung. Es wurde beschlossen, die Stelle auszu- Nöthigung hatten sich die Maurer Albert und Ferdinand Bur Schüler, sowie der Maurer Albert Giese vor der ersten Gefahr einer Gesundheitsschädigung auszuschließen. Um das Gar- schreiben und als Anfangsgehalt 16 500 m. festzusetzen. tochen, Durchbraten größerer dickerer Stücke( Schinken, Genick Vorbereitung der Wahl wurde ein Ausschuß von neun Mitgliedern Straffammer am Landgericht II zu verantworten. Die drei Aus getlagten arbeiteten im Juni vorigen Jahres auf einem Neubau in braten u. f. 1.) 31 ermöglichen, ist es nothwendig, fiefe, etwa acht gewählt. Zentimeter von einander entfernte Einschnitte in die betreffenden In unserm Bericht über die letzte Stadtverordneten- Ver- Lichtenberg neben dem Bau der neuen Schule. Am 29. Juni ließ Bolier Der der Stücke zu machen, damit auf diesem Wege die Siedehize auch auf fammlung in Spandau war ein Frrthum enthalten. Schmidt am Schulhausbau noch nach Feierdie tiefftgelegenen Fleischstücke hinreichend einzuwirken vermag. Hebamme, welche 25 Jahre in der Stadt gewirkt hat, sind zu diesem abend einen Bogenschluß mauern, damit am nächsten Morgen Ein Schuhmann sah vorgestern Abend in der Oranienstraße den Jubiläum 100 M. von den Stadtverordneten bewilligt worden, eine der Fortsetzung der Arbeit kein Hinderniß im Wege stehen Die Maurer Gehrke und Klocke waren allein Arbeiter Julius Lawrenz, der steckbrieflich verfolgt wurde, bei einem Summe, welche auch bereits vom Magistrat in Ansah gebracht solle. Umzug beschäftigt. Lawrenz hat mit den Strafbehörden noch mehrere worden war. Es handelte sich nicht um die Bewilligung von hierbei beschäftigt. Ferdinand Schüler und Giefe begaben sich auf Rechnungen zu begleichen, u. a. auch wegen Widerstands gegen die 25 M., sondern um die Mehrbewilligung dieser Summe. das Schulhausgrundstück und forderten Gehrke und Klocke auf, Staatsgewalt. Einen Beamten desselben( 43.) Reviers hatte er bei Als ein Hochstapler der schlimmsten Sorte hat sich der Feierabend", zu machen, und als diese sich nicht daran kehrten, einer früheren Festnahme ohne weiteres angegriffen, war aber von Naturarzt Dr." Webling entpuppt, der vor einiger Zeit von Breslau drohten sie, jenen die Knochen im Leibe taput zu schlagen. Der diefem, einem ehemaligen Matrosen, niedergebort worden. Der nach Zehlendorf kam und die Leitung eines Kurhauses übernahm. Polier Schmidt wies fie vom Bau, bald tamen fie aber in Gefell Schuhmann, der ihn vorgestern Abend fab, tannte ihn genaujund wußte Die Besitzerin deffelben, eine Frau Hufe, war von den feinen schaft des Albert Schüler zurück, und nun brohten sie, die Leitern daher, daß er einen gefährlichen Burschen vor sich hatte. Wie er Manieren des Herrn Doktor" so eingenommen, daß sie ihm volles herauszusteigen und die arbeitenden Maurer herunterzuholen, sie erwartet hatte, griff Lawrenz denn auch, als er festgenommen wurde, Bertrauen schenkte, zumal derselbe mit seinem Vermögen prahlte, 80gen aber ab, als sie den Gendarm tommen faben, nach welchem sofort zum Messer. Aber bevor er davon Gebrauch machen konnte, zahlreiche Empfehlungen vorwies, einen auf 60 000 m. lautenden, wie der Polier geschickt hatte. Albert Schüler konnte als Theilnehmer zog der Beamte, ein früherer Dragoner, feinen Säbel und machte eine Lebensversicherungs- Polize aussehenden Bogen bei sich hatte und nicht ausreichend refognosziet werden, er wurde daher freigesprochen, Lawrenz durch mehrere Hiebe über den Kopf kampfunfähig. Der viel von seiner reichen Braut in Breslau erzählte. Der Leiter des dagegen wurden Ferdinand Schüler und Giese im Sinne der Anklage gebändigte Uebelthäter wurde nunmehr zunächst nach der Revier- Kurhauses wollte nun gleich Befther werden, und Frau Bufe war hoch- 3u je sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. wache und von hier nach Anlegung eines Nothverbandes in ein erfreut, ihr Grundstück und Geschäft so glänzend verkaufen zu können. Darf ein Fahrrad auf einem Fußwege geschoben werden? Krankenhaus gebracht, wo er als Polizeigefangener gehalten wird. Der Kaufvertrag wurde in Höhe von 94 000 m. bei einem Rechts- Eine radelnde Dame, namens Lewinsohn, erhielt ein Strafmandat Vor einer Bande von Betrügern, welche planmäßig seit anwalt abgeschlossen und Frau Hufe legte vorläufig die Kosten und wegen Bergehens gegen die§§ 2 und 12 der Oberpräsidialordnung Jahren Personen zu schädigen suchen, die mit einer Tasche voll den 970 M. betragenden Stempel aus, da der reiche Doktor" das vom 28. März 1893, wonach das Fahren mit Fahrrädern auf den Geld in der Hoffnung, billig zu faufen, Auttionen aufsuchen, wird Geld bei seinem Münchener Bankhause nicht gleich flüssig machen Fußwegen der Proving Brandenburg verboten ist. Die Dame hatte von dem Polizeipräsidium eindringlichst gewarnt. In allen Fällen fonnte. Die erste Anzahlung follte seine Braut in Breslau und ihr Rad auf einem Fußwege neben der Spandau- Charlottenburger tommt es den Betrügern nur darauf an, Pfandscheine über minder baldige Frau in Höhe von 10 000 m. leiften. Auf die Ehrlichkeit Chauffee geschoben, da die Chauffee infolge eines Regenguffes werthige Sachen es sind meistens goldene ühren für einen des Doktor" Wehling felfenfest bauend, unterstützte Frau Hufe den für Radler unbefahrbar war. Das Schöffengericht und das Land Preis an den Mann zu bringen, der mit dem thatsächlichen Werthe selben noch weiter mit Baargeld, so daß sie mit obiger Summe gericht bestätigten die Strafverfügung der Polizei. Sie nahmen des Scheines in in gar feinem Verhältniß steht. Nachträglich gegen 4000 m. los wurde. Endlich gingen der leichtgläubigen Frau an, daß das Führen eines Fahrrades hier gleichbedeutend entdeckt dann erst der Betrogene, wenn er den Pfandschein die Augen auf; von der Auskunftei W. Schimmelpfeng erfuhr sie, sei mit dem Fahren auf einem solchen erworben, und sowohl der Verkäufer wie auch die Bieter auf daß W. in München verheirathet sei, Kinder, aber nicht das ge- daß auch ein Mothstand nicht vorgelegen habe, der die Nimmerwiedersehen verschwunden sind, daß er den Pfandschein weit ringste Vermögen befize. Der Schwindler machte sich schleunigft Angeklagte entschuldigen könnte. In der Begründung ihrer Revision über den Werth gekauft hat. Bei Einlösung des Pfandscheines er- aus dem Staube und wird jetzt auf Requisition der Staatsanwalt weist sich dann auch die Minderwerthigkeit des Pfandobjekts. Erst schaft verfolgt. mehrere derartige Betrüger zu empfindlichen Strafen verurtheilt, indessen scheinen Genossen derselben das Treiben mit ungeschwächten Kräften fortzusetzen. Es wäre zu wünschen, daß keiner der Geschädigten versäumte, Anzeige zu erstatten. 0) n Topets und machte der Anwalt der Angeklagten geltend, der Begriff„ Fahren mit einem Fahrrade" begreise nicht das Führen des Rades in sich, Aus Velten wird uns vom März berichtet: Bei der heute die Ober- Präsidialordnung sei schon deshalb nicht anwendbar. Es sei aber auch ein Nothstand anzunehmen. Die dem entgegenstehende ftattgehabten Wahl zur Gemeindevertretung wurden unsere Ansicht des Borderrichters sei rechtsirrthümlich. Das Kammergericht Genossen mit großer Mehrheit gewählt. G3 erhielten Genosse wies jedoch die Revision zurück, indem es sich den Vorinstangen int Paris 208 Stimmen, Genosse Gericke 204 Stimmen; die Gegner wesentlichen anschloß. Der Präsident bemerkte noch, durch die an brachten es auf 23 und 29 Stimmen. Die gefochtene Auslegung der Ober- Präfidialordnung fei deren Zweck bid s 70) bestimmung erfüllt, da auch das Führen des Rades auf einem Fußwege den Fußgängerverkehr belästige. Und dem behaupteten zur Rückkehr die Eisenbahn zur Verfügung gestanden. von founded Ein Straßenbild. Um Rock, Hut und Stock ist vorgestern spät am Abend ein Student bei einer Rempelei gekommen. Der Gerichts- Beifung. junge Mann, in deffen Begleitung fich ein junges Mädchen befand, um die fehlerhafte Verkündigung eines Gefeßes im Reichs. Nothstande habe die Dame selber abhelfen können, habe ihr doch wollte am Halteplatz in der Linkstraße eine Droschte zur Heimfahrt nehmen. Da er aber über den Durst getrunken hatte, so verweigerte Gefeyblatt handelte es sich bei einem Zivilstreit, der von dem Reichs ihm der Kutscher die Fahrt. Das Mädchen lief davon, wurde jedoch gericht entschieden worden ist. In Frage stand das sogenannte von dem Studenten wieder eingeholt und zur Droschte zurück. Depotgesetz vom 5. Juli 1896, welches in Nr. 19 des Reichs- Geseztal Briefkasten der Redaktion. gebracht. Als er dann diese abermals besteigen wollte, wies ihn blattes von 1896 verkündet worden ist. Die Giltigkeit dieses Gesetzes Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und der Kutscher zurück. Auf das gegenseitige Geschimpfe, in das wurde von dem Kläger deshalb bezweifelt, weil in der Nr. 20 des fich auch andere Kutscher einmischten, tamen einige Arbeiter herbei, Reichs- Gesetzblattes eine die Richtigstellungen des Gesetztertes ent- Sonnabend von 6 bis 7 1hr abends statt. Frankfurt a. O. Seine, Rathenowerstr. 1, Herzfeldt, Markgrafenstr. 62. die sich auf Seite der Kutscher stellten. Nun band der Student mit haltende, aber feine Unterschrift aufweisende Berichtigung" erschienen im. B. S. 8. Benden Sie ſich an A. Neumann, Brunnenſtr. 150. den Arbeitern an, erhielt aber bald von einem von ihnen auf die ist. Das Reichsgericht hat diesen Angriff für verfehlt erachtet und 52. Ton auf der letzten Silbe. Bezeichnung Kuli" eine Ohrfeige, daß er gegen das eiserne Gitter nach der Juristischen Wochenschrift" folgendes ausgeführt: Die Ein Kutscher. Wenden Sie sich an die städtische Desinfektionsanstalt, feiner am Durchgang der Wannseebahn flog. Um sich zu rächen, entledigte brei Richtigstellungen dieser Berichtigung find Reichenbergerstr. 66." Die erste bringt etwas zum Ausdruck, er sich seines Rockes und Hutes und legte sie mit dem zierlichen fachlichen Bedeutung. N. P. 30. 1. Weibliche Deutsche bedürfen bis zu zurückgelegtem 24., von selbst verstehen würde, die zweite männliche bis zum zurückgelegten 25. Lebensjahre väterlicher Genehmigung Ebenholzstocke, der sich zum Kampfmittel nicht eignete, auf den was sich ohnehin H. D. Volkswohl. Bürgersteig. Während der nun folgenden Schlägerei, die aller Augen nimmt eine lediglich sprachliche Alenderung vor und die dritte be zur Eheschließung. 2. Nur freie Uebereinkunft. auf sich lenkte, muß sich ein Strolch herangeschlichen und sich der richtigt einen offenbaren Schreib- und Druckfehler. Wenn nun auch 1. Nein. 2. Nur in Höhe der Beitragspflicht. 3. Ja. 4. Ja. 5. An das Behrens. Sie fönnen mit Erfolg reflamiren. Reklamiren Kleidungsstücke und des Stockes bemächtigt haben. Der Student ausweislich der Drucksachen des Reichstages 9. Legislaturperiode Amtsgericht. B. 4. 1. Erfolgte der Vorfall 1891, mußte in Hemdsärmeln und ohne Kopfbedeckung den Heimweg an- des Reichstages gefunden hat, in den drei von der„ Berichtigung" tönnen noch jetzt die Kosten gefordert werden. 2. 25 Kilogramm. IV. Seffion 1895/96 allerdings der Gefeßestert, der die Zustimmung Sie nicht, so erfolgt Pfändung. so sind die Kosten verjährt, erfolgte er 1897( Jhre Angabe ist ungenau), fo er 500. Standesamt jederzeit gegen Auffindung einer Kindesleiche. Bei der Reparatur der GasLeitung in einem dunklen Winkel auf dem Flur des Hauses König straße 34/36 ist die Leiche eines etwa zwei Tage alten Kindes weib lichen Geschlechts aufgefunden worden. Die Leiche war in weiße Tücher eingewickelt, um den Hals war eine Schnur von starkem Zwirn fest zusammengezogen. Nase und Mund zeigten Verlegungen. Nach der Mutter sind Ermittelungen im Gange. Bei dem starten Verkehr, der in dem Hause herrscht, ist die Person, welche die Leiche im Flur niedergelegt hat, nicht aufgefallen. treten. Arbeiterrifiko. Beim Abbruch eines einstöckigen Stallgebäudes auf dem Grundstück Rüdersdorferstr. 45 brachen nachmittags die mit dem Abbrechen der Dachsparren beschäftigten Arbeiter Emil Schmidt und Franz Pigors mit der morschen Schaldecke ein und stürzten in das Junere des Gebäudes. Hierbei erlitt Schmidt eine Verftauchung des Rückgrats und Pigors innere Verlegungen. boll, find fewer fuch a lantern en er nach der Berichtigung lauten( 6. d. 1. Mein. 2. 34. Sie fönnen, von anzunehmen ist, daß ein so lautender Gesetzes: 50 Bf. Gebühr einen Todtenschein erhalten. M. R. 1. Sie haben text auch die Zustimmung und Sanktion des Bundesraths erhalten inlage zu einem Herzfehler. 2. Nein. F. 1000 ft aussichtslos. hat, so steht danach doch fest, daß im wesentlichen das Gefek so 100. Lohn ist in der Krankheitszeit in Ihrem Falle nicht zu zahlen. Die P. St. Ffir den verkündet ist, wie es von den gesetzgebenden Organen beschlossen vereinbarte sündigungsfrist steht dent Mädchen zu. worden war. Seine Giltigkeit kann daher mit Grund nicht in Fall einer Klage würden Sie unterliegen. Es wird in Berlin feder Besuch Zweifel gezogen werden. der Hebamme mit 1 bis 2 Mart, die Gebühr für Beistand bei der Ents bindung mit 6 bis 15 Mart für ungemeffen erachtet. H. J. 36. Beider P. W. 1. Mein. 2. Es ist polizeiliche Erlaubniß( feitens des Reviers) erforderlich. nein... 1. Rein. 21. 5. 603. Nicht Sie, aber Ihre Frau ist vers A. S. N. Die Schulbehörde ist nach dem Gesetz an Recht. pflichtet. ut witterungsübersicht vom 30. März 1898, morgens 8 thr. sid Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windfärke Gerichtschemiler Dr. Jeferich erfundene photographische Verfahren Zur Ermittelung einer Urkundenfälschung spielte das vom wiederum eine Hauptrolle. Gestern wurde der Monteur Heinrich Stimmel der achten Strafkammer des Landgerichts I aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Er war der Urkundenfälschung und der Unterschlagung beschuldigt. Im Jahre 1896 diente der Angeflagte als Obermatrose bei der zweiten Torpedodivision in Kiel. Er war Bursche des Bahlmeisters Koslik und mit dem Abholen der o Postfachen für die Mannschaften des betreffenden Torpedoboots beauf- Stationen. Von einem schen gewordenen Reitpferde ist gestern Vortragt. Die Eingänge wurden von dem Postbeamten in das Postbuch einmittag in der Nähe des großen Sterns eine Dame derart unglück getragen. Als Zahlmeister Roslit eines Tages das Postbuch durchfab, ent viliton lich abgestürzt, daß sie bewußtlos liegen blieb und mit anscheinend deckte er, daß die eine Seite desselben durch einen großen Tinten gebrochenen Gliedmaßen in ein Krankenhaus geschafft werden mußte. flex verunziert war. Er machte dem Angeklagten Borbaltungen, Swinemünde. Hamburg Feuerbericht. Ein Kellerbrand rief die Feuerwehr Dienstag derselbe entschuldigte sich damit, daß ihm das Tintefaß umgestürzt Abend 8 Uhr nach Grüner Weg 24. Es wurden verschiedene sei. Im Juni 1896 wurde Stimmel entlassen. Bald nachher stellte Berlin Verschläge mit Inhalt eingeäschert. Mitt voch früh 2 Uhr erfolgte sich heraus, daß eine Postanweisung in Höhe von 20 Mart, die am Alarm nach Neu- Cölln 24, doch handelte es sich um Mißbrauch 16. Juni in Riel eingelaufen und für einen Matrofen auf dem des Melders. Der verfolgte Thäter enttam. Nachmittags 4 Uhr Torpedoboot, auf welchem Stimmel bedienstet gewesen war, Bien Von dem wurden die Bewohner des Hauses Kanonierstraße 35 durch bestimmt war, ihre Adresse nicht erreicht hatte. Die herbeigeeilte Wehr Poftamt zu Kiel war die die Anweisung ausgehändigt worden. Petersburg einen intensiven Gasgeruch beunruhigt. tonftatirte einen Defekt in der Leitung und beseitigte die Gefahr. Der Verdacht lag nahe, daß fich die Eintragung des Bostbeamten Bur selben Zeit erfolgte Roppenstraße 80 noch ein Schornstein- unter dem erwähnten Kleg befand. Das Buch wurde dem Dr. Jeferich brand. bo paur Untersuchung zugesandt und diefer ftellte auch mit Hilfe ſeiner Baris. Aus den Nachbarorten.de photographischen Methode fest, daß die Eintragung des Bofibeamten erft geändert, dann durchstrichen und dann nicht einmal, fondern Aus Rigdorf. Mit dem 1. April scheidet die Gemeinde Britsweimal mit Zinte übergoffen war. Dr. Jeserich zeigte dem Gerichtsaus unserem Amtsbezirk aus; sie wird hinfort mit der Gemeinde hofe die von ihm angefertigten vergrößerten Photographien. südlichen Winden. Buckow einen neuen Amtsbezirk bilden. Gin trauriges Bild des Stimmel war inzwischen zur Haft gebracht worden. Ein früherer Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin. Wiesbaden, München ( Staia 1-12) 3212512 431 Wetter 1309 Temperatur nach Gelfius ( 50 G. 4° R.) 751 OND 3 1749 OND bedeckt bedeckt 210748 bedeckt 748 748 NW 28 bedeckt 6 195 749 Regen bedeckt 7:00 Haparanda 754 S 20 Schnee 5 750 NNW 4 752 28 750 NO woltig halb bedeckt d woltenlos 14 Cort 1 Wetter- Prognose für Donnerstag, 31. März 1898. Mild, jedoch vorwiegend trübe und regnerisch bei schwachen Berliner Wetterbureau. 9001 5 Br. 76. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerdag, 31. Mär 1898, Abgeordnetenhaus. sollen Diener sein am Wort. Aber die Schwarmgeister, die Grundmann und Kleinlein, zum Vertrauensmann wird mit dem Kopf voll Idealen und Ideen kommen, wie Naumann, Göhre und Brandt gewählt. Beim Punkt Gewerkschaftliches warnt Grund wie sie alle heißen, würden bald von ihren Ideen abkommen, wenn mann vor den Beschlüssen des Unternehmerringes, der gern alle isie auf dem Lande dieselbe Arbeit verrichteten wie der Bauer. beim letzten Streit Betheiligten von der Arbeit ausschließen möchte; Wenn dieser sieht, daß seinen Pfarrer die Sonne ebenso brennt und er ermahnt deshalb zum festen Anschluß an die Organisation. der Regen ebenso naß macht wie ihn felber, so wird das nur Sense und Fisch verweisen gleichfalls auf das Herauskommen ebenfarten.( Gehr richtig!) Besonders einer neuen schwarzen Liste. 59. Sigung vom 30. März 1898, 11 Uhr. Am Ministertische: Bosse und Kommissarien. Die dritte Etatsberathung wird beim Kultus.Etat fort gesetzt. Abg. Möller( natl.) fragt, ob die Verhandlungen über die Regelung der Funktionszulagen für Lehrer der höheren Lehranstalten bereits beendet seien. Regierungtommiffar Geh. Rath Althoff erwidert, daß die Ber Handlungen wegen der besonderen Schwierigkeiten, welche sich namentlich an den Anstalten herausstellen, die unter gemeinsamer staatlicher und gemeindlicher Verwaltung stehen, noch nicht beendet werden konnten. Abg. Wetekamp( frs. Bp.) wünscht, daß für die Erhaltung unserer Fauna und Flora Aufwendungen gemacht werden. Es empfehle fich die Refervirung größerer Flächen, wie sie von dem Graſen Renard im Herrenhause bezüglich des Grunewaldes beantragt worden ist und wie sie in Amerita in großem Umfange bestehen. Regierungskommissar Geh. Rath Althoff erwidert, daß die An regung sehr beachtenswerth fei; nur finde er es etwas hartherzig, die Erörterung einer so bedeutsamen Frage bei der dritten Etats. lefung vornehmen zu wollen. Außerdem gehöre die Angelegenheit auch nicht zum Kultus- Reffort. Abg. Szmula( 3) wünscht Wiederherstellung der von den Bren en im vorigen Jahrhundert zerstörten Hedwigskirche und des Schlosses in Brieg. das au " " " " " gefährlich erscheint die Bestimmung, daß bei einem Streit über den Werth von Pfarrländereien das Konfiftorium nach Anhörung der Lefe und Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Beit", Gießhoit, Synode entscheiden soll. Dadurch würden höchft traurige Verhältnisse Boyenstr. 40.„ Süd- Ost", Toltsdorf, Sorauer: und Görlizerstraßen- Ecke. in einzelnen Gemeinden geschaffen werden. Man werfe damit den Klub der Freunde", Burghause, Puttbuserstr. 32. Sozialist. Lese- und ,, August Geib", Streit, Naunynſtr. 87. Apfel der Zwietracht in die Gemeinden.( Beifall rechts.) Wenn die Diskutirkt.", Reichenbergerstr. 157. Ost", Schillinger, Tilsiterstr. 40( jeden Donnerstag vor dem 1. und 15.). Entwürfe noch einmal an die Kirchenbehörden zurückgingen, würden Morgenroth", Wilke, Liebenwalderstr. 43( jeden Donnerstag nach dem 1. sie wohl besser ausfallen. Wie die Vorlagen sind, müsse er beide und 15.). Brüderlichkeit", Haseloff, Landsbergerstr. 8( jeden Donnerstag ablehnen. Die Regierung möge, um den Pfarrern zu helfen, mittels nach dem 1. und 15.)." Friedrich Engels II", Thäder, Görlizerstr. 40. Nachtragsetats die erforderliche Summe verlangen, dann tommen die Gleiches Recht" Pfarrer schon in diesem Jahre in den Genuß der Gehaltszulagen. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Bors.: Ad. NeuAlle Aenderungen im Vereinskalender sind zu Abg. v. Heydebrand( t.) kann dem Vorredner nicht beiſlimmen, mann, Bu prebrich Die Mehrzahl seiner politischen Freunde stimmie den Grundzügen richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. der Borlagen zu, die allerdings noch einer gründlichen Vorberathung St. Urban", Broz, Annenstr. 9. ,, Summer'scher Gesango.", Beyer, bedürfen. Den Geistlichen zum Bauern zu machen, habe doch auch Fruchtstr. 54. ,, Vorwärts II", Wernau, Schwedterstr. 24.„ Süd- Ost I", große Bedenken. Daß man der evangelischen Kirchengemeinde in Becker, Köpnickerstr. 191. Frühlingsluft", Berner, Bülowstr. 59. Der Vorlage eine gewiffe wirthschaftliche Selbständigkeit giebt, Morgenroth I", Rummelsburg, Schröter, Mozartſtr. 7. „ Boray", Wiedemann, ist durchaus folgerecht und entspricht der Stellung, die man Scholz, Naunynstr. 6. Flöter'scher Gesangv.", Gesangv. ihr in früheren Jahren geben wollte. Friedenstr. 67. Berliner Kürschner", Feindt, WeinPyrit II", Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a Nr. 1Abg. Dr. Porsch( 3): Seine Freunde gehen mit einiger ftraße 11. Ginigfeit III", Gr.:Lichterfelde, Anhalter Platz.- Liedeslust I", FürstenResignation an die Berathung der Vorlage, wollen dieselbe aber walde a. d. Spree, Schloß felleret. Morgenroth IV", Köpenic, Schulz, nicht ablehnen. Dem Minister gebühre Anerkennung und Schönerlinderstr. 9." Bufunft III", Velten i. d. M., Grunow, WilhelmDank dafür, daß er sich der Zustimmung der katholischen straße 19. Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7.- ,, Vineta", Kirchenbehörden versichert hat. Den Mindestsaz von 1500 M. für Augustin, Kastanien- Allee 11. Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60. " Sangesluft I", Reimann, Buttbufer: katholische Geistliche will er anerkennen, obwohl für evangelische Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 22. unverheirathete Geiftliche der Mindestfatz auf 1800 m. festgesetzt ist. straße 30. Maiengruß III", Friedrichshagen, Friedrichstr. 134." Deutsche FreiEine genaue Definition des Begriffes der Leistungsunfähigkeit der Eiche II", Brandenburg a. S., Winkel's Salon, Hauptstraße. heit III", Neu- Weißensee, Königchauffee 38." Loreley", Hemmerling, Gemeinden wäre sehr nöthig. Grünthalerstr. 3-4. Jugendlust"( gein. Chor), Hoffmann, AlexanderAbg. Dr. Sattler( natl): Bezüglich des katholischen Gefeßes ftraße 27c. Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberstr. 3. Avg. v. Strombeck( 3.) befürwortet folgenden von ihm geist Redner der Meinung, daß die fatholischen Geistlichen gegenüber Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Sängerhort", Liebehenschel, ftellten Antrag: Die Staatsregierung zu ersuchen, von der Aus den evangelischen bevorzugt werden.( Lachen im Zentrum.) Es Mariannenstr. 48.„ Liedes: Echo", Drathschmidt, Staligerstr. 102. scheidung derjenigen Fonds, deren Beträge fünftig durch den Etat laufen wird zu prüfen sein, ob nicht den katholischen Kirchenbehörden in der Oberon", Helfer, Oranienſtr. 51. Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. werden aus der Nachweisung, die dem Kultusetat beigegeben ist, Vertheilung der Staatsmittel ein zu großer Spielraum gelassen ist. Morgengrauen", Röllig, Rosenthalerstr. 11-12( nachnt. 3-6 Uhr). Süd- Ost II", Ludwig, Wrangelstr. 93. Steinnelfe", Bergmann, BaseAbstand zu nehmen. Die Ueberweisung bestimmter Summen an die Diözesen trägt zu walferstr. 3. Möbelpolirer", Scheere, Blumenstr. 38. Fortschritt", fehr den Charakter der Dotation. In der Kommission werden wir Peufert, Köpniderstr. 38. Vereinigte Sänger", Wilmersdorf, Bolfsgarten, uns bemühen, die Mindestgehälter von 1800. für evangelische Berlinerstr. 40. Gerstenähre", Sommer, Grünstr. 21. Waldkapelle", und von 1500 für katholische Geistliche auf 2400 und refp. 2100 M. Krüger, Seydelstr. 30. zu erhöhen. Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Darauf vertagt das Haus die Weiterberathung auf morgen im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: ( Donnerstag) 12 Uhr. Straße.80, 2. Hof. Donnerstag: Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßburgstraße 66. Weiße Asche", Schulze, Görlizerstr. 69. Pfeifendeckel", Schluß 834 Uhr. Ohne Schnell, Langestr. 73. Columbus", Lübcke, Kamphausenstr. 4. Furcht", Schmidt, Wienerstr. 44. Glühlicht II", Burmann, Liebenwalderstraße 27. „ Tabakblüthe", Schulz, Bernauerstr. 91. Gemüthlichkeit II", Grazig, Wrangelstr. 21. Savanna I", Rirdorf, Pflug, Juliusstr. 59. „ Kornblume II", Charlottenburg, Tegeler- Alpen", Frante, Schulstr. 21. Gembries, Wallstr. 99. Morgengrauen", Brinkmann, Elbingerstr. 17. Wahrer Jakob", Flid, Simeonstr. 23. Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßburgjir. 56. ,, Kamerun", Kupfer, Borndorferstr. 2.„ Glühlicht I", Edelweiß" Charlottenburg, Neu- Weißensee, Stegemann, Streuſtr. 3. Ruhlmey, Kaiser Friedrichstr. 50 a. Felsenfeft", Schmidt, Wrangelstr. 25. Abg. Gamp( frt.) kommt auf seine Angriffe, die er gegen den Bonner Universitätsturator v. Rottenburg bei der zweiten Lesung erhoben, zurück und versucht diejenigen Angriffe zu widerlegen, die gegen den Redner aus Anlaß jener Angriffe erhoben worden sind. Herr v. Rottenburg habe das Streben der Agrarier und die Staats. unterstügung für diefelben nachträglich als berechtigt anerkannt, wie er da seine erste Nede balten konnte, sei unverständlich. Regierungskommissar Geb. Rath Lehnardt hält den Antrag für wenig bedeutsam; wird er angenommen, so wird die Regierung eme andere Form der Rechnungslegung über diese Fonds finden müssen. Abg. Jrmer( t.) findet den Antrag ebenfalls harmlos und wird beshalb mit seinen Freunden dafür stimmen. Nachdem noch die Abgg. Riesch( ft.), Caheneth( 3.) und b. Hagen( 3.) lokale Wünsche vorgetragen, wird die Debatte ge schlossen und der Kultusetat, sowie der Antrag v. Strombeck angenommen. Die übrigen Etatstheile, sowie das Etatsgesetz werden ohne weitere Debatte genehmigt, und wird sodann der Etat in der Gesammtabstimmung definitiv angenommen. # das aus an Versammlungen. " " " " " " n Stattlub Die Kürschner hielten am Montag eine öffentliche Versamm: lung im Schüßenhause ab. Der Referent Peters plädirte für den Es folgt die erste Berathung der Gefeßentwürfe betr. das Anschluß aller in der Kürschnerbranche thätigen Arbeiter und Arbeiteri albie Desulfation, bent bie enge ver. Berufs: Diensteinkommen der evangelischen und der katholischen Pfarrer. Minister Dr. Boffe schildert die großen Schwierigkeiten, mit angehörigen sei gegenwärtig eine so ungünstige, daß eine Aufdenen die Regierung bei der Fertigstellung des Entwurfes zu befferung derselben dringend nothwendig sei. Die im Jahre 1893 „ Südwest", Nize, Simeonstr. 13. tämpfen hatte. Es galt, sechs von einander durchaus unab: durchgesetzten Forderungen feien zum großen Theil wieder zurückGesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Geselliger Orchesterverein Allegro", hängige Synoden unter einen Hut zu bringen, was anfangs gegangen, und man müsse jetzt ernstlich daran denken, die Verein unter Uns", Fischer, Beuffelstr. 66. wieder Zur allgemeinen Anerkennung zu unmöglich erschien. Nicht minder schwierig war die Feststellung selben bringen, Richter, Dresdenerstr. 116. Rauchfl.„ Süd- West", Michaelis, Simeon Raucht. Kernspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. des Pfründen- Einkommens, auf ganz straße 13. dem Einkommen von namentlich müsse das Bestreben der Arbeiter Affordarbeit Abschaffung der gerichtet Grundstücken, Gebühren, Zinsen und Steuern bestand. Dankbar an- liche Um fein. " Unter Uns", Bauer, Eisenbahnstr. 7. Orchesterchor Vorwärts", Rirdorf, Gesangverein Stattl. Süd", Krebs, Boechstr. 21. geeigneter Beit ein auerkennen fei das bereitwillige Entgegenkommen der Finanz- Ver- u in dieser Vorgehen Richtung Bergstr. 151--152. Stattl. Gemütht. Ramsch", Jonas, waltung, sobald diese sich überzeugte, daß die eingeschlagenen Wege zu ermöglichen, sollen in nächster Zeit Besprechungen der Kollegen Sängerfreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichteftr. 29. Ruderv. " Vorwärts", Stabernad, Inselstr. 10. gangbar feien. Die Kultus Verwaltung hat sich zunächst mit den der einzelnen Werkstellen stattfinden und Werkstatt- Vertrauensleute Statfl. Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr. 47. Blumenstr. 21a. evangelischen Kirchenbehörden in Verbindung Rauchklub„ Ohne gefeßt, deren gewählt werden, die mit dem Vertrauensmann der Branche Fühlung Gefangv.„ Eintracht", Mauß, Schönhauser Allee 139. Gesangv. Ritterhof", Zubeil, LindenMeinungen gehört, darüber die vorgelegte Dentschrift ausgearbeitet zu nehmen haben. In gleichem Sinne sprachen sich mehrere Dis forge", Münsberg, Louisenufer 52. Pflanzerv. Veilchen". Rirdorf. Jeden Donnerstag nach dem und diese fodann den katholischen Oberen zur Aeußerung fuffionsredner aus. Dann berichtete Wittich über seine Thätigkeit straße 106. Tanzfl.„ Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Berle mitgetheilt; auch von diesen wurden die Vorschläge der Regierung als Delegirter zur Gewerkschaftskommission. Er wurde aufs neue 15. Elfenſtr. 73. Musikv. Harmonie", Brizerstr. 19. Schachtt.„ Nordstern", gebilligt und es ist zu hoffen, daß sie ihre Mitwirkung bei der in diesem Amte bestätigt. Ferner beschloß die Versammlung, daß bergerstr. 23. Ausführung des Gesetzes nicht versagen werden. Von einer die Kürschner im Sinne des Beschlusses der Gewerkschaftskommission Gennstr. 3.- Musikv.„ Kosack'scher Bläserchor", Nölte, Liesenstr. 16. Stattl... Staro Sieben", Kürsten, Koppenstr. 28. Gesangv. Hoffnung", Friedrichsberg, Dotation sollte abgesehen werden. Nur eine Subvention für die nicht die Maifeier begehen und an der Versammlung der Bekleidungs. Frey, Friedrich- Karlstr. 34. Theaterv.„ Edelweiß", Altmann, Neue HochLeistungsfähigen war in Aussicht genommen. Die Vorlage gewähre industrie theilnehmen. Als Berichterstatter für das internationale traße 49. Arbeiter: Turnerbund. Donnerstag: Turnb. Fichte", Berlin, thatsächlich höhere Gehälter, als die General- Synode im Jahre 1893/94 Sekretariat wurde Wittich gewählt. fte gewünscht. Vor dem 1. April t. J. werde das Inkrafttreten der abds. von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. DamenBorlage nicht zu ermöglichen sein. Im allgemeinen tönne man Abtheilung, Ackerſtr. 67. Arbeiter Radfahrerverein Berlin. Monatsversammlungen:„ Bes fagen, daß in evangelischen Pfarrerfamilien größere Noth herrsche zirk I", jeden 1. Donnerstag, Wilfe, Andreasstr. 26.„ Bezirk II", jeden als bei fatholischen Geistlichen.( Sehr richtig.) Hoffentlich gelangen 2. Donnerstag, Raabe, Kolbergerstr. 23. Bezirt III", jeben 3. Donnerstag, die Vorlagen mit recht großer Mehrheit zur Annahme. Nicht blos Ewald, Schönleinstr. 6. Hauptversammlung", jeden 4. Donnerstag, Wilte, die Geistlichen, sondern auch beide Kirchen werden es Ihnen aufs Andreasstr. 26. wärmfte danken.( Bravo.) 3 " Die Musikinstrumenten Arbeiter hielten am Dienstag im Graumann'schen Lofal in der Naunynstraße eine öffentliche Verfammlung ab, in welcher Regierungs- Baumeister Genosse Reßler über gewertschaftliche Bewegungen mit besonderer Berücksichtigung der Lokalorganisation rreferirte. Eine Diskussion über den bei fällig aufgenommenen Vortrag fand nicht statt. Bei der Stellung nahme zum Rongreß der lokalorganisirten Gewerkschaften vertritt Le Cercle de Conversation Française s'assemble touts les jeudis Abg. v. Köller( f.) bat ernste Bedenken gegen die Vorlage. Kleinlein den Standpunkt, daß ganz entschieden mehr im Sinne soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Française: Jeudi Séance à 9 h. dans son local Rest. Richtig sei, daß mit 1800 M. der Pfarrer auf dem Lande, wo er der auf dem Kongreß gefaßten Beschlüffe gearbeitet werden müsse. Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les gerade vieles theurer bezahlen müsse als in der Stadt, nicht leben An der Debatte über diesen Bunft betheiligen fich ferner Geit, bien- venus. Aber zweifelhaft sei, ob die Vorlage den rechten Böttcher, Rüdiger, Thiemer und Grundmann. Verband deutscher Barbiers, Friseur. und Perrückenmacher. Weg zur Befferung einschlage. Danach werde der Pfarrer quasi Sämmtliche Redner sprachen sich lebhaft für eine strenge Befolgung Gehilfen. Heute Abend 10% Uhr bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Ber Staatsbeamter und das könne man nicht wünschen. Geistliche aller Rongreßbeschlüsse aus. Zu Delegirten zum Rongreß werden sammlung. Gäste willkommen. tönne. Achtung, Maurer! Sattler! Freitag, den 1. April, abends 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Allte Jakobstr. 37: Sonnabend, den 2. April 1898, abends 8% Uhr, Großze öffentliche Maurer- Versammlung. Tages- Ordnung: Stellungnahme zu der am 3. Osterfeiertage stattfindenden Konferenz der Maurer ber Provinz Brandenburg, eventuell Wahl von Delegirten zu derselben." NB. Da uns als Berliner Maurer die Hebung der wirthschaftlichen Lage unserer Kollegen in der Provinz fehr am Herzen liegt, da durch dieselbe nur allein der Zuzug von hier ferngehalten werden kann und wir hierdurch beffere Positionen in unserem Kampfe erzielen können, so fordern wir alle Stollegen, welche ein Intereffe an der Bewegung haben, auf, diese Versammlung zu besuchen. Der Vertrauensmann der Berliner Maurer( zentraler Richtung): J. A.: Karl Panser. Oeffentliche Versammlung in den Armin- Hallen, Rommandantenstraße 20: Combinirte Versammlung der Mitglieder der Orts Krantentaffe der Sattler und verwandter Gewerbe zu Berlin und der Zentral- Kranken- u. Begräbnißkaffe der Sattler u. Verufsgen. Deutschlands Hoffnung"( H. H. 64 zu Berlin). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Ratkowski über die Lungenschwindsucht und die Voltsheilstätten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bitten Die Beauftragten: Gustav Akmann, Prinzessinnenstr. 31, II. Hermann Huhnfleisch, Barnimstr. 2. 2710b der Klempner, Rohrleger, sowie der Monteure Freie Volksbühne. von Heizungs- Anlagen Donnerstag, den 31. März, abends 8%, Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstrasse 20. I. Abtheilung: Sonntag, den 3. April, 2 Uhr, im FriedrichWilhelmstädtischen Theater:" ,, Die Weber". Tages- Ordnung: Die Lohnbewegung der Die Lohnbewegung der Berliner Kupferschmiede karte muss ausser der Beitragsmarke eine Zuschlagsmarke enthalten. und unsere Stellung hierzu. Verschiedenes. Die Kollegen besonders der Firmen D. Grove, Schäffer& Walker, Angrick, Körting, Rietschel& Henneberg zc. find ganz besonders eingeladen. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Damen u. Herren, Werkstatts- Bekleidung kauft gut und billig bei( 4648Lfür jedes Gewerk Adolf Wecker, Molkenmarkt 3, Blusenfabrik für alle Gewerke. Feuerstein's Festsäle Empfehle allen Freunden u. Bekannten Der Aprilbeitrag beträgt 70 Pf. Die Rubrik I der MitgliedsIV. Abtheilung: Sonntag, den 8. April, im Lessing- Theater: Abu Said und Cyprienne. 229/1 Der Vorstand. I A.: G. Winkler, Rixdorf, Kirchhofstr. 46, II. PROMPT DURCH ERICH PETERS.CIV.JNGENIEUR BERLIN SW 29.MITTENWALDERSTR.24 Die Behauptung gegen den Maler Krause halte ich für unwahr. 27146 Stormer, Charlottenstr. 66. atente ir 36 Mark billigſte Thellzahlung welche gewillt sind, einem gemischten Künstl. Zähne gegen bequemite Chor beizutreten, Uebung jeden Frei: tag, abends von 9-11 Uhr, fönnen sich Empfehle allen Freunden u. Bekannten billigſte Theilzahlung. Schmerzlose mein Weiss-, Bairischbier Bahnoperationen. Elsafferstr. 92 melden Große Frankfurterstr. 74 bei und gr. Speisegeschäft. Reich( Rosenth. Th.) Sprechstd. Werktags Scholz, im Garten. Nach der Stunde Alte Jakobstrasse 75. haltiges Frühstück von 30 Pf., Mittag 9-12, 3-5 Zahnateller Heród, ehem. Fidelitas. mit Bier 50 Bf. fowie Abendtisch à la Affiftent in Wien, Berlin, Stuttgart 2. Billig! Refter z. Anzügen! Knaben Juh. 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Liebig, Michael 3 Tr. bei Pawled 18/1 firchstraße 34. 27236 Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Donnerstag, den 31. März. Opernhaus. Odysseus' Heimkehr. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Der G'wissens: wurm. Anfang 7½ Uhr. Urania Taubenstr. 48/49. Volks- Theater im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Neu! Neu! Neu! Naturkundliche Ausstellung. Täglich Ein toller Streich. geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge, Näheres die Tagesanschläge. Dentiches. Hedda Gabler. infang Passage- Panopticum. 72 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 712 Uhr. Berliner. Faust( 1. Theil). Anfang 7 Uhr. Goethe. Die Kinder der Ercellenz. Anfang 72 Uhr. Schiller. Brand. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 7 Uhr. Meues. Spiritismus. Anf. 71% Uhr. Residenz. Sein Trick. Anfang 8 11hr. Thalia. 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Dr. Conrad Montag Schmidt Schriftsteller Richard Calwer Dr. B. Borchardt. Mittwoch Freitag RedeUebung NaturErkenntniss. Referate und Diskussion über gewerkschaftliche Fragen. Entwicklung der Idee über Entstehung und Zusammenhang des Weltgebäudes. Der Unterricht beginnt in National Oekonomie Montag, den 18. April; Rede- Uebung Mittwoch, den 20. April; NaturErkenntniss Freitag, den 22. April. Jeder Kursus erstreckt sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsam zweiten Abend zu zahlen. Die Regimentsnummer geld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens Posse mit Gesang. v. M. Reichardt. Das Neueste vom Neuen. Lebende Photographien Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. Entree 30 Pf. Die für den Feen- Palast ausgegebenen Im Tunnel vor und nach der Vor: Ehren- u. 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