Nr. 33. Diese Zeitung erscheint breima wöchentlich, und zwar: Dienstags, Donnerstag und Sonnabends Abends. Abonnements- Preis: Für Berlin incl. Bringerlohn vierteljährlich praenumerando 1 m. 95 Pf., monatlich 65 Pf., einzelne Nummern 10 Bf.; bei den Postämtern in Deutschland incl. Berlin 1 m. 60 Pf., frei in's Haus 2 Mart. Kreuzband- bonnements pro Quartal u. Eremplar: Für Deutschland und Desterreich 3 Rm. Bf. Niederlande und Belgien 3" 60 England und Frankreich 4 Amerita( Verein. Staaten) 5 5050Bestellungen auf Kreuzband- Abonnements find nur bei der Expedition aufzugeben und müffen praenumerando gezahlt werben. Berlin, Mittwoch, den 17. März 1875. Neuer Social- Demokrat. Eigenthum der Lassalleaner. 5. Jahrgang. Redaktion und Expedition: Berlin, Oranienstraße Nr. 8, SO. Bestellungen werden bei allen Bostämtern, in Berlin bei der Erpebition, sowie bei jedem Spebi teur entgegengenommen. Juferate ( nur in ber Expedition aufzugeben) werben pro fitnfgespaltene Petitzeile mit 50 Pf. berechnet. Bersammlungsannoncen die 5- gespaltene Betitzeile oder beren Raum 20 Pf. Sogenannte Neklame- Anzeigen werben nicht aufgenommen. An unfere Abonnenten und Lefer. Wir stehen am Ende des ersten Quartals und können stolz und mit Genugthuung auf unsere Thätigkeit im verflosfenen Quartal zurückblicken. Doch allein haben wir dies Refultat nicht erzielt, sondern alle Leser und Abonnenten des Neuen Social- Demokrat" haben durch Opferwilligkeit, Ausdauer und zahlreiches Abonnement mit zu diesem günstigen Resultat beigetragen. Wir rechnen Euch Parteigenossen dies um so höher an, weil wir wissen, welchen Druck der große Krach" gerade auf Euch, auf unseren Leserkreis, ausübt. Es ist ja bekannt, wie gerade der Arbeiter die Sünden der heutigen Gesellschaft büßen muß, und deshalb gerade wird Euer Opfermuth bei alle Denen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, für Eure Rechte, für die Rechte des vierten Standes, zu kämpfen, um so mehr Hochachtung und Anerkennung finden. Es wird für uns ein neuer Sporn sein, im kommenden Duartal mit erneutem Muth an die Arbeit, in den Rampf zu gehen, und hoffen wir dann von Euch, daß ihr uns auch ferner mit Opferfreudigkeit entgegenkommt; dies aber könnt Ihr nicht beffer bethätigen, als durch ferneres zahlreiches Abonnement auf den Neuen Social- Demokrat" und die„ Socialpolitischen Blätter". Die Presse, wie sehr sie auch noch beschränkt ist, ist doch unsere gewaltigste Waffe. Darum von Neuem zum neuen Quartal frisch auf zum Abonnement! Alle Postanstalten nehmen Bestellungen entgegen auf den Neuen Social- Demokrat", pro Quartal für 1,60 M.( 16 Sgr.), in Berlin alle Zeitungsspediteure pro Quartal 1,95 M. ( 19% Sgr.), pro Monat 65 Pf.( 6% Sgr.) Die" Socialpolitischen Blätter" kosten pro Quartal bei der Post 1 Mart ( 10 Sgr.). Fabrikantenspiegel. Die Redaktion und Expedition. Inhalt. Eate Politische Uebersicht: Aus dem preußischen Abgeordnetenhause. -Es dämmert in den Gewerkvereinen. Aus Frankreich.- Englisches. Der Abgeordnete Klöppel. Nationalmiserable ,, ritftung". Der Kaiser von Defterreich und Herr von Rothschild." Eine anfregende Scene. Aus Italien. Deutscher Kulturkampfkalender. Korrespondenzen: Berlin. Schiebelbein. Dggersheim. Forst und Berge. Waid.- Frankfurt a. D.- Schneeberg. Altona. Barmen. Flensburg. Bockenheim. Abrechnung. Entwurf eines Gefeßes über gegenseitige Hülfskaffen. ( Schluß.) Ein interessanter Brief von Dr. Lindwurm. Vermischtes. Feuilleton: Das Jahreseinkommen der ländlichen Arbeiter. Das Jahreseinkommen der ländlichen Arbeiter lautet ein Artikel der" Concordia" in ihrer Nummer vom 13. März, worin Herr v. d. Golz auf Grund der in der Enquete gemachten speziellen Angaben eine Uebersicht über das Jahreseintommen der ländlichen Arbeiter zusammen ftellt. Obschon nun diese Zusammenstellungen fast sämmtlich gefärbt stad, d. h. das Jahreseinkommen zu hoch angeschlagen ist, so läßt sich doch, trotz aller Mängel und Unzuverlässigkeiten, ans diesem Artikel ersehen, wie meufchenunwürdig" das Dasein dieser ländlichen Arbeiter in der That ift. Herr v. d. Gols schreibt: " Fabrikantenspiegel. ( idmung.) Hochgeehrter Herr Harkort! 11 Nach der erbaulichen Lektüre Ihres Arbeiterspiegels" ließen mich Ihre Lorbeeren nicht ruhen. Eines Mannes Rede ist keine Rede; man foll fle hören alle Beede" so dachte is und beschloß, an den Fabrikanten das gleiche Liebeswert zu verrichten, welches 3hr„ arbeiterfreundliches Gemüth den Männern mit schwieligen Fäuften und leerem Magen zu Theil werden ließ. Da Sie, ein Großfabrikant, vermeinen, dieserhalb in die Seele der Arbeiter bis auf den Grund bliden zu können, und von felbigen erwarten, daß sie sich Ihrem Katechifiren unterthänig beugen, so gebe ich, ein Proletarier, mich der Hoffnung hin, meinerseits den Augiasftall der Fabrikantenseelen gründlich durchfödern zu können, und denke, daß die hochmögenden Herren der rauchenden Schlote nach einem Blid in meinen Spiegel wohl thun werden, ia Sad and Asche Buße zu thun, ehe denn es zu Spät ift. Eine Hand wäscht die andere, und da Sie, Herr Harkort, der intellektuelle Urheber meines Fabrikantenspiegels" find, so bitte ich Sie, die Widmung desselben gütigft annehmen zu wollen. Mit vorzüglicher Hochachtung ( Vorwort.) Gracchus. Die letzten Jahre, die Gründungsepoche und die Handelstrifte, die ungeheure durch Arbeit erzeugte Schazanhäufung und der ebenso riesige Rothstand des arbeitenden Bolles bieten ein buntes, verworrenes Bild. Der Glüdliche ist nur zu sehr geBankte zu lenten, deren Betrachtung ihm selbst angenehm ist. neigt, dasselbe rostg zu beleuchten und fein Auge nur auf jene Es giebt Lügenspiegel, welche verfchwommene Trugbilder er zeugen, und diese Lügenspiegel sind um so gefährlicher, als fle ihre verkehrten Bilder für Wahrheit ausgeben. Fort mit folthen Gauteleien, welche nur Dammheit und Knechtsfinn in der Menschheit erzeugen: wir wollen die ganze Wahrheit, und daß dies keine Phrase ist, dafür bürgt der Haß der in ihrer scheußli, en Blöße geschilderten Lasterhaften, welche sich wider die Social- Demokratie feit jeher verschworen haben. Arbeit ist der Tugenden Mutter" so spricht Herr Harkort. Gewiß, die Arbeit ist nicht nur aller Tugenden, sondern auch alles Werthes und eller Kultur Schöpferin. Stien wir also logisch; ziehen wir die nothwendige Schlußfolgerung: daß die Arbeit auch Herrin der von ihr geschaffenen Werthe Stia muß! Sagen wir es offen: daß die Ausbeutung, der faule Erwerb, Mutter aller Lafter und Unkultur ist. bittere Wahrheit; aber wer, wie wir, das Lafter ausrotten will, Das ist Wahrheit, wenn auch freilich für gar Manchen eine der muß es mit der Wurzel ausrotten und darf sich nicht scheuen, wenn auch die ganze Ausbeutersippschaft in Wuth darüber ausbricht, daß der Spiegel ihr wahres Bild zurückwirft. Es geht nichts über die Berbohrtheit dieses modernen Phartfäerthums Müden felget Ihr aus der Milch, Kameele aber 17 mit 209,3 Thlr. Jahreseinkommen; an vierter die freien Tagelöhner ohne Grundbefiz im südlichen Deutschland mit 203,8 Thlr. Jahreseinkommen; an fünfter endlich die freien Tagelöhner ohne Grundbesitz im nördlichen Deutschland mit 187,7 Thlr. Jahreseinkommen. In wie weit die mitgetheilten Zahlen als richtig zu betrachten find, werde ich später zu erörtern Gelegenbeit haben. Jest will ich nur feststellen, daß nach allen Angaben der Euq iete und nach meiner fonftigen Kenntniß der Verhältnisse die obige Reihenfolge der einzelnen ländlichen Arbeiterklassen in Bezug auf die Höhe des durchschnittlichen Jahreseinkommens eine vollständig zutreffende ift. Im Durchschnitt von ganz Deutschland stellt sich das Jah- Kürzlich stellte eine Korrespondenz aus Schlesien in der reseinkommen einer freien Tagelöhnerfamilie mit Grundbefts auf Concordia"( Nr. 6 pro 1875) die Behauptung auf, die von 240,4 Th'r., einer eben solchen ohne Grundbests auf 203 Thlr., mir bereits früher auf Grund der Enquete- Resultate in diesem einer fontraktlich gebundenen Tagelöhnerfamilie auf 230,7 Thlr. Blatte mitgetheilte Zusammenstellung der Lohnfäße für ländliche Hiernach befinden sich die freien grundbefßenden Tagelögner Arbeiter fei nicht richtig, die Lohnfäße seien zu niedrig gegriffen. ( Häusler, Kleinstellenbefizer u. f. w.) in der besten Lage, dann Begründet wurde diese Behauptung mit dem Hinweis auf das folgen die kontraktlich gebundenen( Outstagelöhner, Jaftleute ic.); preußische Klaffensteuergesetz vom 25. Mai 1873, welches die am schlecht sten stehen die freien Tagelöhner ohne Grundbests Perfonen, resp. Familien mit 140 Thlr. und weniger Jahresein( Einlieger). Dieselbe Reihenfolge gilt jedoch nicht für alle Theile kommen steuerfrei läät; in Folge deffen sollen die Arbeitgeber Deutschlands. Durch die Enquete ift eine von mir und auch geneigt sein, das Einkommen der Arbeiter möglichst niedrig, d. h. wohl von anderen schon früher aufgestellte Behauptung zahlen- atindestens so niedrig anzugeben, daß die Arbeiter nicht zur Steuer mäßig als richtig fonstatirt worden, nämlich daß die freien grund- herangezogen werden können. Ich glaube nun in der Lage zu sein, befizenden Arbeiter im südlichen Deutschland in verhältnißmäßig den Beweis liefeen zu können, daß wenigstens bei den für die befferer Lage sich befinden, als dieselbe Arbeiterklasse im nördlichen Enquete gemachten Angaben nicht die Tendenz abgewaltet hat, Deutschland. Berechnet man das Jahreseinkommen der ländlichen den Lohn, refp. das Einkommen der Arbeiter so niedrig zu norArbeiter im nördlichen und namentlich nordöstlichen Dentseland, miren, daß daraus ein Recht auf Freilaffung von der Steuer wo die freien grundbefigenden Tagelöhner spärlich, dagegen die begründet werden könne. Nach der in der Enquete publizirten Gutstagelöhner zahlreich vertreten find, gesondert von dem Jah- Zusammenstellung kommt blos zwei Mal der Fall vor, daß in reseinkommen der ländlichen Arbeiter im südlichen und füdwest- einem preußischen Regierungsbezirk das durchschnittliche Jahreslichen Deutschland, wo die freien grundbesitzenden Tagelöhner einkommen der ländlichen Arbeiter auf weniger als 140 Thaler aber sich fast gar nicht fladen, so gelangt man zu nachfolgender fich beziffert; diese beiden Fälle betreffen aber gar nicht die ProRangordnung. An erster Stelle kommen die grundbefizenden vinz Schlesien, sondern die Provinz Preußen. Im RegierungsTagelöhner im füdlichen Deutschland mit 260,6 Thlr. Jahres- bezirk Gumbinnen beläuft sich das Jahreseinkommen der freien einkommen; an zweiter die kontraktlich gebundenen Tagelöhner im Tagelöhner ohne Grundbefiz auf 129 Thlr., im Regierungsbezir! nördlichen Deutschland mit 221,4 Thlr. Jahreseinkommen; an Rönigsberg das der freien Tagelögner mit Grundbefis auf 135 dritter die grundbefizenden Tagelöhner im nördlichen Deutschland! Thlr. Demnächst weisen die niedrigsten Angaben auf der Reverschlucket Ihr"- ist heute ebenso wahr, wie vor zwei Jahrtausenden. Was lärmen diese Bharifäer nicht beispielsweise gegen die Staatshilfe, sobald Arbeiter fie fordern. Da soll die Staatehülfe für Arbeiterproduktivgenossenschaften deshalb un möglich sein, weil die franzöfifchen Nationalwerkstätten im Jahre 1848 unfruchtbar waren, aber das wird dabei verheimlicht, daß, um jene Nationalwerkstätten böswillig zu rainiren, in ihnen keine nußbringende Arbeit verrichtet wurde und der Lohn der Arbeiter also nur ein Staatsalmosen war. Aber fein Kapitalist ver schmäht die Staatshülfe, welche ihm selbst der heutige Staat in Fülle ausftreut, darch Bankgeseze, Eisenbahnsinsgarantieen und Lieferungsverträge; folche Staatshilfe fließt ja in den Bentel der Reichen, und ist also ganz zulässig! D, Ihr Pharifäer! 3hr lärmt stets über die Communisten, welche„ theilen" wollen; fie wollen gewiß nicht theilen. Aber daß durch den tollen Konkurrenzkampf, durch Washer, durch Aktienschwindel, durch Lug, Trug und Schliche aller Art der Mittelstand in's Proletariat gedrängt wird, das ist allerdings kein Theilen", denn das siegende Großkapital annektirt ja alles, zuerst das kleine Kapital, Geld und Gat und schließlich den Menschen selbst, die Arbeitskraft, die Gesundheit, das Leben des Proletariers! Wer da hat, dem wird gegeben, und wer da nicht hat, dem wird auch noch genommen, was er hat." " In diesem wüßten Getümmel, in diesem Kampf Aller gegen Alle, wo der Sieger auf den Naden des Besiegten tritt, umringt von Verläumdern und Berfolgern, da wollen wir, die verhaßten Social- Demokraten, die grächteten Agitatoren, die Facel der Wahrheit anzünden, damit die Maffe der Enterbten den Weg finde aus allem diesem Oräuel. Politische Uebersicht. " Berlin, den 16. März. Im preußischen Abgeordnetenhause kam bei Gelegenheit einer Debatte über den Alttatholicismus und seine Stellung zum Staate ein höchft interessanter Zwischenfall vor. Den Klerikalen wurde wieder einmal revolutionäres Treiben vorgeworfen, worauf der klerikale Abgeordnete von Schorlemer bemerkte, daß er gerade im Jahre 1849 die Revolution, welche die Herren auf der linken Seite angezettelt, habe unterdrücken helfen. Abgeordneter Windthorst( Bielefeld), Neffe des Abg. Windthorst( Meppen), obwohl Katholik, doch ein eifciger Kulturkämpfer und Gegner der Ultramontanen, dabei Bismarcker und vor Loyalität ersterbend für den Kaiser von Deutschland, erhält nun das Wort; nach einigen einleitenden Bemerkungen fagt er: 3 wollte nur in wenigen gegen mich erhobene Verdächtigung abweisen, als ob ich der ReWorten von vornherein von mir die vom Abg. v. Schorlemer gierung jemals zu inquifitorischen Maßregeln gegenüber ihren Beamten gerathen hätte; ich habe von der Tribüne herab Mißbräuche hier zur Sprache gebracht, und wäre der Abg. v. Schorlemer ein ganzer Mann, so würde er mich dabei unterstüßen. Eine solche Unterstüßung erwarte ich allerdings heute. nicht mehr von ihm, gierungsbezirk Oppeln mit 148 Thlr. für freie Tagelöhner mit und 144,5 Thlr. für freie Tagelöhner ohne Grundbefiz; außer dem ist noch im Regierungsbezin! Arnsberg das Einkommen der freien Tagelöhner ohne Grundbesitz mit 142,5 Thlr. aufgeführt. Speziell im Regierungsbezirk Liegni, auf welchen der erwähnte Korrespondent der Concordia" fich beruft, normirt die Enquete das durchschnittliche Jahreseinkommen der freien Tagelöhner mit Grundbefiz auf 211,2 Tolr., der ohne Grundbesitz auf 170 Thir., der Gutstagelöhner auf 201,5 Thlr. Nach diesen Mittheilungen ist es wohl klar, daß bei den für die Caquete gemachten Angaben im Großen und Ganzen nicht die Tendenz ob gewaltet haben kann, die Annahme zu verbreitev, als ob das Jahreseinkommen einer ländlichen Engelöhnerfamilie 140 Thlr. oder weniger betrage. Ja sehr vielen einzelnen Angaben wird das Jahreseinkommen auf eine Zahl normirt, welche zwischen 140 und 150 Telr. liegt; hätten die betreffenden Arbeitgeber dabei an das Klassensteuergeses gedacht, so würden sie ihre Angaben nm 5 bis 10 Thlr. erniedrigt haben. Die von dem betreffenden Korrespondenten gemachte Unterstellang erscheint um so unwahrscheinlicher, ale die mit Datum verfeheuen Unterschriften unter den eingelaufenen beantworteten Fragebogen nachweisen, daß die Angaben für die Enquete faft sämmtlich schon in den Monaten Februar bis Mitte Mai 1873 gemacht wurden, also zu einer Beit, als das Klaffensteuergesetz noch gar nicht publizirt, geschweige denn in Wirksamkeit war. Es tommt hinzu, daß wenn das preußische Klaffensteuergeses auf die Angaben in der Enq iete einen Einfluß nach der bezeichneten Richtung gehabt hätte, eine auffallende, durch die Natur der Verhältnisse nicht begründete Differenz in den Mittheilungen aus den preußischen und aus den außerpreußischen Theilen Deutschlands zu Tage treten müßte. Eine solche waltet aber feineswegs ob. Bon derjenigen Tagelöhnerklass, welche in den 8 nördlichen Provinzen Preußens die vorherrschende ist, nämlich von den Gutstagelöhnern, wird blos in einem einzigen Regierungsbezirk das Jahreseinkommen auf weniger als 170 Thlr., nämlich auf 169,3 Thlr. angegeben, im Durchschnitt dieser Provinzen dagegen auf 220 Thlr. beziffert. Auf der anderen Seite weisen die aus Süddeutschland gemachten nachdem er sich selbst gerühmt, daß er 1849 der Reaktion Schergendienste geleistet...( Große Unruhe im Zentrum.)" Präsident v. Bennigsen ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung. Windhorst spricht nun zur Sache. von Schorlemer( persönlich):„ Der Präsident hat bereits die Bemerkung des Abgeordneten für Bielefeld, ich hätte im Dienste der Reaktion Schergendienste geleistet, gerügt. Ich bemerke, daß ich damals unter der Führung des Prinzen von Preußen, d. h. Sr. Maj stät des Kaisers und Königs, als Offizier in Baden meine Pflicht und Schuldigken hat. Das nennt der Abg. Windthorst( Bielefeld) Schergendienste!"( Beifall im Zentrum). Wenn Windthorst( Bielefeld) ein wirklicher Demokrat wäre, so würde er sich aus der Zurechtweisung nichts machen, da er aber ein Verehrer der preußischen Pickelhaube ist, so wird er wohl seine Voreiligkeit schmerzlich bereut haben. durchweg in febr verständiger Art das arbeitende Boll wendet, ben auf fumpfigem Boden, der tödtliche Gase ause ein socialistischer Abgeordneter gewählt ist. hauchte! PT gestützt auf behördliche Untersuchungen. Deutsche Pharifäer und Das sagt ein englischer Minister im englischen Parlament, Sarmonieapostel mögen sich trösten mit dem Gedanken, die erwähnten Baflände feien bios in England so hansträubend, ste belügen fis ſelöſßt und ſéließen Augen und Rafea, wenn sie an den Kellerwohnungen Berlins, Wiens oder selost kleiner beatscher Städte vorübergehen. Ueber die französische Regierunge frise schreibt die Frankfurter Zeitung" einen längeren A titel, der mit folgenden Worten fließt: Tüchtig arbeiten, wenig reben und nicht an vergangene ober tünftige Gloire denken- hiefür sollte die Zeit in Frank- selbst reich nun gekommen sein. Eine dauerhafte& publik geſchoffen zu haben, wäre Ruhm genug und für alle Welt ein Seger." Wir können uns für die republikanische Form durchaus nicht begeistern, da das Wesen der heutigen Republiken vollständig undemokratisch ist. Ob ein Königthum oder eine auf Klaffenherrschaft gestützte Republik das Boll im Lande lettet, und meist gegen seinen Willen geleitet. fann für das Bolt ganz gleichgültig feines wird eben ohne In der französischen Nationalversammlung wurde, wie man aus Versailles meldet, das Gerücht verbreitet, daß der kaiserliche In Abgeordnetenfreisen hat der erste Jahresbericht des Ber- Prinz Napoleon sich im Juli d. 3. mit der jüngsten Tochter der Zuvor werde er eine liner Fabrikinspektors von Stülpnagel an den Minister des Reise nach der Schweiz und vielleicht auch an die Höfe von Athen Innern um so mehr Beachtung gefunden, als über den genann- und Kopenhagen unternehmen. Der König von Dänemark later ten Mann, beiläufig einen älteren Beamten des Berliner Polizei essere si besonders für das eben erwähnte Heirathsprojekt. präsidiums, allerlei unliebsame Bemerkungen verbreitet waren. Aus dem Berichte get hervor, daß die Inspektion auf etwa Die Pariser Polizei ist wieber ein: m ehemaligen Mitgliede 2000 Fabriten mit ca. 64,000 Arbeitern ausgedehnt ist, überall der Commune auf die Spur( gekommen, das unter fremdem durch Belehrung vermittelnd und begütigend(!) eingewirkt hat. Der Namen nach Paris zurüdgekehrt war und hier fein altes e Bericht konstatirt, daß während des ganzen Jahres vom Fabrik- merbe eines Korbflechters wieder aufgenommen hatte. Joseph inspektor nicht ein einziger Strafantrag gestellt worden ist. Ob Clodwig Dupont diente während der Belagerung in der Nationales ein gutes Zeichen ist, wenn der Herr Fabrikinspektor feinen garde, wurde dann in das revolutionäre Centralcomité und von einzigen Strafantrag in 3a resfrist gestellt hat, das wollen wir dem dritten Arrondissement mit 5661 Stimmen in die Commune dahingestellt sein lassen, daß aber der Wirkungsfreis eines gewählt. Er spielte in derselben eine untergeordnete Rolle, Mannes viel zu groß ist, das möchte denn doch wohl einleuch stimmte aber immer, wie die Parifer Blätter berichten, mit der tend sein. raftirtesten Partei, so in Bezug auf die Geißelnahme, auf die infegung des Sicherheitsausschusses u. f. w. Nach der Befom- wältigung des Aufstandes entkam er glücklich in's Ausland und wurde von den Kriegsgerichten in contumaciam zum Tode der urtheilt. Bor einiger Zeit schlich er fich wieder in Paris ein und arbeitete unter dem Namen Hardouin bei einem Korbflechter in der Rue de la Goutte- d'Or; dort wurde er dieser Tage verhaftet. Ja einer vor einigen Tagen in Berlin abgehaltenen tom. binirten Bersammlung der Hirs- Dander'jchen Ortsvereine fam es gelegentlich der Wahl der Deputirten zu dem während der Osterfeiertage in Leipzig statifladenden Verbandstage der Hirsch Dunder'schen Gewertvereine zu einer sehr heftigen Auseinanderseßung zwischen dem der social demokratischen Richtung zuneigenden Ortsverein der Goldarbeiter und ben übrigen Ortsvereinen. Die Goldarbeiter sagten fich öffentlich von den HirschDancer'schen los, weil sie ausschließlich in der Social- Demotratie eine nahaltige Sebung der Arbeiterverhältnisse fladen tönnten, und verließen das Lokal. Die„ Nationalzeitung" gab neulich einer ,, polnischen Stimme" Wir bemerkten schon neulich, daß die englische Regierung dem Unterhause ein Geses zur Berbesserung der Wohann gen der arbeitenden Klassen vorgelegt habe; heute sind wir im Stande, unsera Lefern aus der Debatte, die sich an diese Borlage nüpfte, die Rede des Finanzminifters Croß über diesen Bault im Auszuge mitzutheilen: Ueber die Arbeltersperre in Süd- Wales und Lord Aberdare's offeres Sendschreiben, dessen wir schon in voriger Nammer Erwähnung thaten, schreibt der Hamburgische Correspondent": Das Ende der Arbeitssperre in Süd- Wales scheint weiter entfernt als is zu sein. Wean hatte sich der Hoffnung hingegeben, daß Lord Aberdare's offenes Sendschreiben an die Arbeiter dieselben zur Nachgiebigkeit bewegen würde, aber Mr. Halliday, einer der Führer der Arbeiterbewegung, antwortete darauf mit dem Rufe:" Reine Uebergabe", und in einer gestern in Aberdare stattgefundenen Massenversammlung gilangte eine Re folution zur Annahme, welche die Arbeiter aufforderte, den Kampf fortzufeßen, bis die Meister zu einem Vergleich geneigt oder er. schöpft find. Gleichzeitig wurde ein Appell an die Arbeiter tu ganzen Laude um Unterfügung erlassen. Der Verband der Hochofenarbeiter bat beschlossen, wohentlich 100 Ltel. zu dem StrifeSämmtliche Eisenwerke fonds in Süd- Wales beiz fteuern. find nun geschloffsen und das Feuer in den Hochöfen ist ausgelöscht. 12 us Italien meldet man, daß der Kaiser von Defterreich einen Besuch dem Könige machen werde. Haben solche Besuche politische Bedeutung, so möchte derselbe Herrn von Bismard fetneswegs angenehm sein, da sich überhaupt in Italien schon eine bedenkliche Schwankung in der Freundschaft zu Deutsgland gezeigt hat. deutschen Reichstag und in das preußische Abgeordnetenhaus, ist * Herr Abg. Klöppel, gewählt für Solingen in den aus der Fortschrittspartei ausgetreten und arbeitet für die„ National- Zeitung". Seine Wähler, die ihn auf das Programm der Fortschrittspartei bin gewählt haben und denen er auch verSprach, der Fraction dieser Partei angehören zu wollen, fordern nun die Mandateniederlegung. Einer Seiner Wähler schreibt unter Anderem der„ Bolkszeitung":" Eine der Zusagen, worauf hin die Fortschrittsfraktion eintrete, hätte er uns gesagt, daß er nach einem Jahre ausscheiden würde, so würde er nimmerhin gewählt worden sein. Er sagt nun zwar, daß er nicht aus der Freuden" nashsagte, daß dieselben, wenn auch im Plenum wenig in die genauen Einzelnheiten eingehen, welche die Sterblichkeits. folge welcher er Mit- Redakteur bei der National- Zeitunge" ge Croß sagte n. A., er wolle bei Behandlung der Frage nicht Partei getreten sei; aber find denn die Zeitungsnachrichten, zuhervortretend, do eine fleißige Theilnahme an den Kommiffiones rate betreffen. Da jedoch leztere in England 22/2, dagegen in worden ist, unwahr? oder ist es möglich, daß ein der Fortschrittsarbeiten" bethätigen; dies sei teine laute und dankbare Arbeit", London 241/2 und in vielen großen Städten mehr per Taufend partei angehöriger Abgeordneter Redakteur einer nationalliberalen betrage, halte er es für geboten, nach der Ursache des Unterfchiedes zu forschen und zu versuchen, diefelbe aufzuheben. durchschnittliche Sterblichkeitsrate während zehn Jahren war in Manchester 30, in Liverpool 38 und in Sunderland 37 per Taufend und diese Thatsachen zeigten, daß in den genannten Städten irgend etwas nist in Ordnung sein müffe. Gehör, welche den Abgeordneten polnischer Nationalität mit " " " P Die In einem kleinen Bezirk in Manchester sei die Sterblich feitsziffer 67 per Taufend, während sie in einem anderen dessen Säuser nun glücklicherweise" weggeschwemmt feten gar 70 per Tausend betrng. " " P 10 aber wer wollte läugnen, daß sie nothwendig fei. Zu der ganzen Ausführung bemerkte die Nationalzeitung":" Das Alles scheint uns zunächst noch viel zu vernünftig zu sein, um an seinen Ernst und seine Dauer zu glauben." Das ist aber auch unmöglich, wenn man das Gegentheil weiß! Und Jedermann ist in der Lage, fich von der„ fleißigen Theilnahme der Polen an den Kommissionsarbeiten" zu überzeugen. Nehmen wir an, daß jedes Mitglied einer Kommiffion, was freilich nicht zutrifft, sich eifrig an den Arbeiten derfelben betheiligt. Jedenfalls erstreckt sich dieses Fleißzeugniß nur auf solche Abgeordnete, die in Kommissionen gewählt find. Ja der gegenwärtigen Seffion des Hauses der Abgeordneten gehören dazu vier Polen, die vielleicht eine er- In der Nachbarschaft des Hydeparks und einiger Squares freuliche Theilnahme an den Tag legen; in der am 29. Januar des Westens( turz im eleganten Stadttheile Londons, der jedoch d. 3. geschlossenen Seffion des Reichstage war fein Pole in eine auch von Armenvierteln durchzogen ist), sei die Zahl der PersoKommission gewählt. Danac bemißt fi der polnischen Abgeordnen, welche ein Alter von 30 bis 40 Jahren erreichen, unter neten gerühmte fleißige Theilnahme an den Kommissionsarbeiten." den höheren" Klaffen verhältnißmäßig zweimal so Jene polnische Stimme hätte daher wohl beffer gethan, zu schwet groß als unter der arbeitenden Bevölkerung. In St. gen." So äußert sich die offiziöse Norddeutsche Allge- Biles feien nicht weniger als 70 Gaffen ohne offene Durchfahrmeine Zeitung", ein zur Zeit herzlich schlecht rebigirtes Rep. tea und kein Hanch frischer Luft könne dieselben durchziehen. Der til. Die Polen arbeiten eben so viel im Barlament, als sie einzige Weg in der Behandlung solcher Bezirke sei, eine Straße fönnen. Das offiziöse Reptil wird den Social- Demokraten auch durch die Häuser zu brechen, am frische Luft einzulaffen. Die am Ende noch den Vorwarf machen, daß sie in den Kommifflonen Manern dieser Häuser feien ganz von Krankheitsstoffen gefättigt, des Reichstage nicht arbeiten dazu gehört aber jedenfalls und um teine Samme Geldes tönnten diefelben gefund gemacht zuerst, daß man hineingewählt wird. Wir halten es geradezu werden. Das einzige praktische Mittel set, fie niederzureißen. für einen Frevel an dem Bolte, wenn der Reichstag nicht einmal Er habe Häuser gesehen, in denen Famille um Famille vom in die Petitionskommission, an welche sich vorzugsweise und gastrischen Fieber ergriffen worden sei; einige derselben ftanAngaben für die freien Tagelöhner ohne Grundbest blos ein Betrieb des Arbeiters, der Mehrverdienst bei Accordarbeit im Jahreseinkommen von 203,8 Thlr. nach. Bergleich zur Tagelohaarbeit. Das Einkommen der meisten ländlichen Arbeiter fließt nicht nur aus sehr verschiedenen Quellen, sondern diese Quellen zeigen auch bei den verschiedenen Familien und in den verschiedenen Jahren eine sehr abweichende Ergiebig felt. Daber fonnte es nicht ausbleiben, daß bei der Enquete das Jahreseintommen der ländlichen Arbeiter, selbst bei gleich hohen Tagelöhnen, von den verschiedenen Antwortgebern verfchies den hoch geschätzt wurde. In dem Enquetewert felbft habe ich versucht, die Materialien an die Hand zu geben, welche eine rich tige Abschätzung des Jahreseinkommene ermöglichen. Hierauf ist näher einzugehen, scheint mir nicht am Blaze. So viel will ich nur im Allgemeinen sagen, daß nach meiner und der Korreferenten Anfight die in der Enquete gemasten Angaben über das Jahreseinkommen der ländlichen Arbeiter im Durchschnitt etwas zu niedrig find. Daß dies nicht in dem preußischen Klassensteuergesetz seinen Grund haben kann, ist bereits oben erwähnt worden; die zu niedrige Abschätzung trifft auch eben so wohl die außerpreußischen, wie die preußischen Theile des deutschen Reiches. Man muß vielmehr des Grund zu der stattgehabten Art der Beranschlagung des Jahreseinkommens darin erblicken, daß oft die von den Arbeitern erzeugten oder denselben als Deputat gewähr ten Naturalien unter dem wirklichen Geldwerth eingeschäßt, oder daß für die Erträguiffe aus dem eigenen landwirthschaftlichen Betrieb Minimalfäße angenommen wurden, oder daß der Erwerb der Frauen und Kinderarbeit, sowie der Mehrverdienst bei Accordarbeit außer Ansatz blieb. Bei vielen in der Enquete gemachten Angaben über das Jahreseinkommen läßt es fich deutlich nachweisen, daß der eine oder der andere jener genannten Fehler begangen wurde. Die Enquete enthält eine Reihe genan speziftzirter Einnahmebudgets von ländlichen Arbeiterfamilien; diese er geben in allen Fällen höhere Gesammtzahlen, als die summartfchen Angaben über das Jahreseinkommen der Arbeiter in den selben Bezirkev. Daraus und aus anderen Umständen ist der Schluß zu ziehen, daß die summarifchen Angaben im Durchschnitt sich unter den wirklichen Sägen bewegen. Hätte der betreffende Korrespondent aus Schlesien die Angaben der E quete über das Jahreseinkommen der ländlichen Arbeiter getannt, so würde er voraussichtlich seine Zweifel an der Richtigkeit der mitgetheilten Zahlen nicht durch den Hinweis auf das Klaffenfleuergesetz begründet haben. Demselben lagen damals blos die von mir in der, Concordia" veröffentlichten durchschnitt lichen Tagelohnfäße vor, deren Niedrigkeit er speziell für Schlesien bemängelt. Daß die Tagelohnfäße nicht mit Rüdsicht auf das Klaffenftenergeses abfichtlich zu gering veranschlagt sein können, geht son daraus hervor, daß es dieselben Männer gewesen find, welche auf ein und denselben Fragebogen einerseits jene Lohnsize, andererseits die eben mitgetheilten Zahlen über das Jahrescintommen angegeben haben. Nicht blos ich, sondern auch die beiden Korreferenten für die Enquete, Generalsekretär ven Langedorff und Profeffor Richter, haben die wohlbegründete Ueberzen gung, daß die in der Enquete aufgeführten Lohnfäge im Wesent. lichen mit den thatfächlich gezahlten Löhnen durchaus überciuftimmen. Wenn die Provinz Shlesien in Deutschland die niedrigsten Löhne aufweist, so ist dies eine für den Kenner der Verhältnisse keineswegs neue Thatsache. Geheimrath Jacobi giebt für Niederschleften im Jahre 1868 als den durchschnittlichen Mannes tagelohn bei dauernder Beschäftigung und bei gewöhnlichen Arbeiten 8 Sgr. an. Die Enquete weißt für den Regierungsbezirk Liegniß einen durchschnittlichen Mannestagelohn von 9,1 Sgr., für den Regierungsbezirk Breslan von 8,6 Sgr. nach. Die Angaben der Erquete über das Jahreseinkommen der ländlichen Arbeiter find allerdings weniger zuverläffig, als dieje nigen über die Lohnfäße. Lestere find für jeden Arbeitgeber leicht und sicher festzustellen; denn es handelt sich bei ihnen um ganz bestimmte Zahlen, welche einer witürlichen, fubjektiven Schäßung fo gut wie gar keinen Spielraum laffen. Bei dem Jahreseintommen dagegen kommen sehr verschiedenartige, in festen Zahlen oft schwer beftimmbare Fattoren in Betracht: die durchschnittliche Bahl der Arbeitstage im Jahre, der Ertrag aus der Arbeit der Ehefrau und der Kinder, der Ertrag aus dem eigenen ländlichen An einer früheren Stelle erwähnte ich, daß die Enquete nur treten 11 Zeitung werden kann? Wir würden Ihnen sehr dankbar sein, wenn sie uns Aufklärung darüber geben wollten". Die Boltszeitung bemerkt, daß sie den Druck verdienen können, da auch die Situation nicht flar werden will: Aus der Fraktion scheiden, aber bei der Partei bleiben das mag noch allenfalle gehen; aber auch noch in den Presdienst einer anderen Bartei diese Strahlenbrechung ist auch uns zu start, als daß wir noch den ursprünglichen Standpunkt zu erkennen vermöchten." Wenngleich das Verfahren des Herrn Klöppel nicht richtig ist, wenn gleich er als ehrlicher Mann sein Mandat sofort niederlegen müßte, so möchten sich die Wähler und auch die Volkszeitung" doch trösten mit dem Gedanken, daß zwischen der national- liberalen und der Fortschrittspartei gegenwärtig fein größerer Unterschied ist, als etwa zwischen einem Maulthier und einem Maulesel. 11 * Ein entrüftetes nationalliberales Reptil die„ Magbeburgische Zeitung" schreibt: 19 Elutge von den Londoner Schwindlern, welche seit vielen Monaten die berüchtigten Tun fannoncen in deutschen, italienischen und anderen ausländischen Zeitungen haben erscheinen laffen und dadurch viele leichtgläubige Thoren betrogen haben, stad endlich vor den Stuhl der Gerechtigkeit zitirt worden, wo ihnen der verd ate Lohn höchst wahrscheinlich zu Thell werden wird. Borläufig find die Verhandlungen, die am Sonnabend anflagen, vertagt worden, und der Lord Mayor hat verweigert, für die Anin zwei preußischen Regierungsbezirken das durchschnittliche Jahresein lommen einer ländlichen Arbeiterfamilie auf weniger als 140 Thlr. beziffert, und zwar in beiden Fällen für freie Tagelöhner, während in denselben Bezirken die kontrakdich gebundenen Tagelöhner überwiegen. Hieraus und aus dem Umstande, daß das Jahreseinkommen der ländlichen Arbeiter im Ganzen etwas zu niedrig toritt wurde, ergiebt sis die Folgerung, daß, wenige Bezirke ausgenommen, im ganzen preußischen Staate die länd lichen Arbeiter ein Jahreseinkommen von mehr als 140 Thalern befizen.(?) Wenn das Klaffensteuergesetz vom 25. Mai 1873 wirklich die Tendenz verfolgte, die mit dem geringsten Jahreseintommen dotirte Boltsklasse, nämlich die einfachen Handarbeiter, fteuerfrei zu lassen, so konnte laum ein unpassenderes Einkom men, von welchem an die Besteuerung beginnen sollte, als 140 Thlr. gewählt werden. Mit Ausnahme einiger Distrikte in den Provinzen Breußen, Bofen und Schlesien, haben die verheirathe tin ländlichen Arbeiter überall ein höheres Jahreseinkommen als 140 Thlr. Bei dieser Sachlage ist es nicht zu verwundern, daß die Handhabung jener Bestimmung des Klaffensteuergesetzes zu großer Verwirrung und zu den mannigfaltigsten Neklamationen, sowohl Seitens der Gutsbefizer, wie Seitens der ländlichen Arbeiter, Beranlaffung gegeben hat. Im Wege der Verwaltung ist allerdings der Versuch gemacht worden, ein nach einheitlichen Grandfägen geleitetes Verfahren bei Einschätzung der ländlichen Arbeiter zur Steuer herbeizuführen. Manche Ungleichheit und Ungerechtigkeit mag dadurch vielleicht beseitigt werden, aber den hauptsächlichsten, in dem Geseze selbst liegenden Uebelstand vermag die Verwaltung nicht zu heben. Es maß als ein Widers spruch in sich selbst bezeichnet werden, wenn man einerseits das Brinzip aufstellt, die mit dem geringsten Einkommen versehenen Bolteklassen von der Steuer frei zu lassen, und wenn man andererseits dennoch das fteuerfreie Einkommea so niedrig normirt, daß man bet ftrikter Handhabe des Gesetzes auch die ärmste Boltsklasse zur Steuer heranzuziehen in die Lage, gefeßt wird. geklagten Bürgschaft anzunehmen. Es exiftirten drei, vier solcher Berlin, 7. März.( Berurtheilung und Freisprechung). Amber ,, Nene Social Demokrat" ausliegt, find folgende: Albrech, auf deur Sewindelfirmes, die, wie der Kronanwalt nachweisen za tönnen. März wir der Vorstand des Allgemeinen Schuhmacherver eins vor die Bloukemay; Reichhard, große Johannesstraße; Bolgt und Zimmermann, erklärt, mit einander in Verbindung standen und auf einander und 16 des Vereinsgefeges verstoßen zu haben. Der Staatsanwalt bean7. Deputation des Kriminalgerichts geladen, angetiagt, gegen die§§ 8 rothe Straße; Boß, heiliger Geißgang. referirten. Die Antecedentien der beiden vorläufig Angeklagten, tragte Schließung des Vereins und gegen, jeden der Angeklagten fece des William Walters und Edward Murray, find, wie sich den Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf Schließung des Vereins ten läßt, nicht die saubersten, und es wird der Anklage wohl und gegen den Vorsitzenden Deter und Beifizer Alber, weil fie als Ordner und Leiter in der Berliner Mitgliedschaft fungirt hatten, auf fe laum schwer fallen, die Schuld der Betrüger, zu deren Opfern 90 Mart oder 15 Tage Gefängniß; die anderen brel Angeklagten, Sätling, auch viele Deutsche gehören, nachzum isen. Wollly und Unterzeichneter, wurden freigesprochen. F. Koglin. Was so ein Reptil nicht moralis fein tann! Schade nur, daß unsere alte Base, die Magdeburgerin, früher selbst diese Annoncen in ihrem Annoncentheile gebracht und die fetten Jasertionsgebühren dafür eingestrichen hat. Die Moral steht nicht auf unserer Tagesordnung." Das ist auch die Devise unferer edelen Magdeburgeria. P * Der Kaiser von Defterreich hat dem Chef des Bankhauses von Rothschild in Frankfurt a. M., Freiherrn Karl von Rothschild, in halovoller Anerkennung der von demselben geleisteten großen Dienste zur Hebung und Förderung des unga rischen Staatsfrebite", das Großtcenz des Franz- Joseph- Ordens berliehen. # " " Schivelbein, 14. März.( Berurtheilung.) Am 9. November standen unsere Barteigenoffen A. Kehl, W. Schwenger, N. Dudwig vor den Schrauten des Kreisgerichte zu Dramburg, ongeklagt, gegen die§§ 8 und 16 des Vereinegeſetzes verlloßen zu haben und Ordner und Leiter eines 14 Tage Gefängniß, Tragung der Kosten und Schließung des Bereins, politischen Zweigvereins gewesen zu sein. Der Staatsanwalt beantragte worauf die Appellation eingereicht wurde. Im Tremine vom 28. Januar ( zweite Jaftanz) wurde das erfte Urtheil bestätigt und unsere Parteigenoffen zu der oben genannten Strafe verurtheilt. Dieselben haben am heutigen Tage ihre Haft angetreten. W. Barz. Abend tagte hier eine gut besuchte Bolle versammlung. Ale Unterzeichneter Dggersheim, 14. März( Bolizeischwierig leiten.) Gestern das Referat:" Die Spekulation anf den hungrigen Magen des Boltes", erledigt hatte, erhob sich der überwachende Beamte, Kommiffar Schaebler, und sprach: Auf Grund der§§ 8 und 9 des Vereinsgesetzes und§§ 130 des Strafgesetzbuches des deutschen Reiches, erkläre ich die Bersammlung achter des Gesetzes bei seinem Ausspruch. Ce scheint, daß das Vorgehen für aufgelößt." Trop alles Proteftes gegen diese Auflösung, blieb der des Frankenthaler Bezirksamtmannes hier nachgeahmt werden soll. Aug. Dreesbach. Gustav Schulze uns wieder einmal gelungen, ein Lokal zu bekommen, in welchem Sonntag, Wald, 10. März.( Bersammlung.) Selt längerer Zeit war es den 27. v. M., eine gut besuchte Boltsversammlung stattfand. Die Tagesordnung lautete: Die Berhandlungen im preußischen Abgeordnetenhause und die angebliche Staatsgefährlichkeit des Socialismus.". Referent wer Herr Schuhmacher aus Köln. G. Luchtenberg. * Eine aufregende Scene der peinlichsten Art, die ein eigen thümliches Licht auf gewisse Gesellschaftstreife wirft, ereignete fich n dem Weinrestaurant des Herrn D. Unter den Linden iaBerlin. An einem Tische saßen der Lieutenant eines hiesigen Garde Forst und Berge i. 2., 11. März.( Berurtheilung.) Am 9. d. Am 9. d. Kavallerieregimente v. S. und fein Bruder, welch Lesterer hier m fand über die Barteigenoffen Roll, Keller, Tienel, Johannes Herzog, Cameralia studirt. Inzwischen trat eine hier namentlich in car- Charcholla, Bu le, Zollweger, Mudrat und Unterzeichneten zu Frankfurt nevalistischen Kreifen sehr bekannte Persönlichkeit, Herr B., Roll zu 50 Mart, event 10 Tagen Gefängniß, Reiles an 40 Mart, event. a. D. vor dem Appellationsgericht ein Termin statt. In demselben wurde ein. Der Herr Lieutenant, der mit dem Eingetretenen näher be 8 Tagen Gefängniß, Unterzeichneter zu 30 Mart, event. 6 Tagen Gefängtannt war, begrüßte ihn mit den Worten: Ei guten Abend, niß und die Uebrigen je z 15 Mart, event. 3 Tagen Gefängniß wegen wollen Sie nicht bei uns Blaz nehmen?" Herr B. und ein Verstoßes gegen die$ 5 8 und 16 des Bere'ne gefeges verurtheilt Das §§ Bere'nsgefeßes in seiner Begleitung befindlicher Kaufmann nahmen die Einladung Erlenntniß erfter Instanz lantete gegen Noll auf 3 Wochen, gegen Keller auf 14 Tage und gegen Unterzeichneten auf 10 Tage, gegen die Anderen an und die Herren tranken eine Flasche Sett zusammen. Der auf je 8 Tage Gefängniß. Dee Staatsanwalt hatte in erster Instanz nur Herr Studiofus erhob fein Glas mit den Worten: Nun wol Gefängniß beantragt. Mit social- demokratischem Gruß len wir einmal auf Se. Heiligkeit anstoßen!" Herr B. erwiderte trenish: Das fönnen wir than, dann wollen wir aber auch die Louise Lateau und Majunte gleich mit einschließen." Als nach einer Welle Herr B. sagte:„ Jest wollen wir auch einmal auf die Gesundheit des Fürsten Bismard anfteßen!" nahm der Studiofus fein gefülltes Glas und warf es zur Erde. Auf die Frage, was das zu bedeuten habe, erwiderte er, daß er auf einen solchen der die katholische Kirche unterbrüde, nist anstoßen wirde, worauf Herr B. ihm bemerkte, er foane feinem Schöpfer danken, daß er in Gesellschaft seines Bruders, ben er hoch achte, fich befinde, indem er ihm sonst etwas Anderes zeigen er würde. Hierauf wandte sich Herr B. an den Lieutenant mit den Worten: Sie werden es mir wohl nicht versagen, mit mir herzlich auf das Wohl des Fürsten anzustoßen," und als dies geschah, schleuderte der Fanatiker ein zweit& Champagnerglas gegen Herrn B., so daß dasselbe deffen Kopf traf und ihn zwei Wunden beibrachte. Herr 8. stand auf und gab dem Studiofus eine derbe Ohrfeige, worauf ihn der Lieutenant zurief: Aber das ist ja mein Bruder!" Der anwesende Restaurateur ver hütete eine weitere Scene, und als der Geohrfeigte von Herrn 8. Satisfattion verlangte, gab diefer ihm zur Antwort, daß er für ihn gar nicht fatisfattionsfähig sei. Der Herr Lieutenant und sein Bruder verließen hierauf das Lokal. So erzählen Berliner Blätter; wir haben dem Ganzen nur zwei Bemerlangen hinzuzufügen: erstens kann es für Herrn von Bismard sehr schmeigelhaft sein, wenn er in dem„ Kulturkampf" von carnebalistischen Größen unterstützt wird, und zweitens fieht man auch aus dieser Eczählung, die wahrscheinlich noch zu Gunsten der carnevalistischen Größe" gefärbt ist, daß der Kulturkampf nachgerade in allen Klassen der Bevölkerang eine Erregth it bewirkt, die für einen unbefangenen Beobachter auch schließlich ekelerregend wird. " * " 1 " " clal- Demotrat eit dem 1. April beginnt wieder ein neues Quartal. Bockenheim, 6. März.( n die Abonnenten) des Neuen Co3 mache deshalb jetzt schon darauf aufmerksam, weil ich weiß, wie schwer das Buch bei sich, wo jeber Abonnent Sonntags etwas eintragen kann, baes hält, das Geld auf einmal hinzulegen. Meine Kinder führen jetzt schon mit es ihm am 1. april nicht so schwer fällt. Ferner mache ich auch nech barauf aufmerffam, doß wöhentliche Bestellungen auf den Renten Social Demokrat" angenommen werden. Es fann dies bei meinen Kindern, sowie bet den Kommiffionsmitgliedern Stube, Andreas und bei Schuth im Laden gefchehen. Auch bemerke ich nos, daß diejenigen, welche Kalender von mir entnommen haben, doch baldigt dafür den Betrag entrichten wollen, damit is mit der Expedition in Berlin die Sache erledigen tann. 8. Mulles Abrechnung der eingegangenen Gelder im Februar für politisch Gemaßregelte. Brlin: Saulmann 17,00 Nm., Zimmermann 1,50., Schulze, gef. haufer Allee) gef. 3,18. Bornheim, durch Philipp Borth, 2,00. von einigen Steinbrüdern, 18,00., A. Berein 18,00., bei Frahm( Schönhude, durch S. Weber, 2,48. Bremen, durch Beß, 14,40. Banten, durch F. Poriche, 2,22. Barmbeck, durch Hartlieb, 2,00. Celle, durch Wichtenbabt, 6,00 Carlsruhe, durch Laemle, 9,39. Altona, von den Korbmachern, 2,50. Groß- Achim, durch Alois Lenz, 6,00. Delmenhorst, durch iuß der Boltsversammlung am 31. Január, 6,00. Elmshorn, von den F. Friedrichs, 4,40. Dresden, durch Schoßmann, 5,74. Eppendorf, UeberBartelgenoffen, 24,00. Hansen, durch J. Dobert, 2,00 Hannover, auf Kellermann's Geburtstag gesammelt, 3,00. Sanan, durch C. Weber, 19,00. Hamburg: Tellersammlung auf dem Frauenball 30,00., von den Mautern 12,00, Tellerfammi eluer Buchbinderversammlung 4,00, Tischlerwerkstelle bet Bartfeld, untheilbares Attordsgeld, 10,95., Frankel's Cigarrenfabrit von Paul 3,75., Tellersammlung der Korbmacher 4.50. Kleintroßenburg, gef. in einer Boltsversammlung. 4,60. Leipzig, durch Peter Krebs, 3,40. Minden, durch G. Stepert, 15,00. Neu- Isenburg, durch Peter Kuhn, 3,00. Stuttgart, durch J. Hafner, 16,51. Uelzen, burch R. Schneeweiß, 4,70. Zeit, durch H. Müller, 3,00. Gesammteinnahme 284,17 Rm. Ausgabe 383,00 m. An die Partelgenossen! In Anbetracht der starken Ansprüche, die jetzt an den Gemaßregeltenfonds gemacht werden, ersuche ich, die Saminlungen für denselben energis fortzusetzen. Etwatge Reklamationen ersuche ich, balbigft an mich gelangen zu lassen. Hamburg, im März 1875. C. L. Vater, Hinter den Hütten 35, I. Entwurf eines Gesetzes über die gegenseitigen Hülfskaffen. ( Schluß.) § 18. Zur Ueberwachung der Verwaltung kann dem Borstande ein Ausschuß zur Seite gesetzt werden. Er ist durch die Generalversammlung zu wählen. Schweigen sehen wir uns veranlaßt, den Barteigenossen Deutschlands zu Frankfurt a. b. D., 14. März.( Bersammlung.) Rach langem zeigen, daß wir noch nicht erlahmt find. Am 16. Jannar hielten wir eine zahlreich besuchte Bolksversammlung ab, in welcher Herr Otto Kapell über die Entwickelung des Socialismus und die Bereinigung der Social Demo § 19, In der Generalversammlung hat jedes Mitglied, welches im fraten Deutschlands 31 Aller Zufriedenheit referirte. Auch wurde eine hier- Befiße der bürgerlichen Ehrenrechte und mit den Beiträgen nicht im Rüdiſt, eine Stimme. Arbeitgebern, welche Zuschüsse zu den Kaffen auf bezügliche Reſolution angenommen. Zum Schluß wuroe nog ein Au- leißten, feht eine, dem Verhältnisse ihrer Zuschüsse entsprechende, jedoch trag eingebracht, betreffs Gründung eines social- demokratis hen wahlvereine, und wurden sleben Mann zur Berathung eines Statuts gewählt. Am 30. die Hälfte der übrigen Stimmen nicht überschreitende Anzahl von StimJanuas fand wieder eine Boltsversammlung statt, in welcher das von der Rommiffion vorgelegte Statut angenommen wurde und sich der Wahlverein as, in welcher Herr Heiland aus Berlin über die Entwidelung der modertonftituirte. Am Februar hielten wir abermals eine Bolksversammlung nen Produktionsverhältnisse referirte. Der Borirag fand allgemeinen Anlang und ließen sich wieder 26 Mann in den Wahlverein einzeichnen. Den 18. März werden wir durch einen geselligen Abend feleru. C. Lehmann. men zu. gehalten werden. Bei der Berufung ist der Gegenstand der Berathung anzugeben. § 20. Gen ralversammlungen können nur am Size der Kaffe abBird von dem Ausschuß oder von dem zehnten Theile der fimmbe rechtigten Mitglieder, oder von dreißig derselben, die Berufung der Generalbersammlung beantragt, so muß der Borstand dieselbe berufen, sofern der Gegenstand der Berathung in den Geschäftskreis der Kaffe fällt. § 21. Dem Ausschusse fönnen Befugniffe, welche über die im§ 18 Schneeberg, 28. Febr.( Volksversammlung.) Heute hielten wie angegebene Bestimmung hinausgehen, nicht übertragen werden. versammlung ab. Als Referent war der Herr Reichstagsabgeordnete Satlärung Truittelungen anstellen zu laffen, an Dritte ihre Befugnisse nidt im Saale zur grünen Laube eine v 900 bis 1000 Wtann besuchte Bolts- Die Generalversammlung fann, unbeschadet des Rechts, zu ihrer Auffenelev er dazu erschienen. Derselbe erstattete zunächt Bericht über die übertragen. leßte Reichstagsfession und beleuchtete dabei das Landstarmgefeß. Dann sprach der Referent in ausführlicher Weise über die Bereinigung der deuten Social Demokratie. Nachdem sich von den Gegnern, die flart vertreten waren, trotz Aufforderung keiner zum Wort meldete, wurden folgende Refolutionen angenommen:„ Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem Berhalten der social- demokratischen Abgeordneten im Reichstage einverstanden und verpflichtet sich, bel einer nächsten Wahl nur diesen ihre Stimme wieder zu geben. Auch erklärt sich die Bersammlung für die Vereinigung aller deutschen Social- Demokraten mit Freuden einverstanden." G. 5. " Altona, 14. März.( Die Abonnenten) des„ Neuen Social- Demotrat" zu Altona werden ersucht, ihre etwaigen Rückstände bis zum 21. d. an die Kolporteure zu entrichten, da das Geld zum Abonnement benutzt werden muß. H. Brasch. * Die, Kreuzzeitung", welche in letter Belt zahlreiche Rorres pondenzen aus dem Königreich Sachsen bringt, schreibt über die vorstehende Bersammlung, wie folgt: Schneeberg( Sachsen), 3. März.( SocialFolgende Kulturereignisse" aus dem Monat März( 1.- 10) haben demokratisches.) Am vergangenen Sonntage fand hier im Saale der wir unsern Lesern wiederum mitzutheilen: Grünen Laube" eine social- demokratische Boltsversammlung flatt, die Thorn. Nenn Personen, die Exzesse bet Verhaftung des Bitar en sehr zahlrei auch von anderen Parteigenoffen besucht war. In der mann im September v. J. begangen haben, wurden zu verschiedenen Frel- selben hielt der Reichstagsabgeordnete Hasenclever einen zweißtündigen beltoftrafen( von 3 Tagen bis 9 Monat verurtheilt. Düsseldorf. Bei Vortrag, den er mit einem Gruß von dem Reichstagsabgeordneten Lieb einem Rentner wird Haussuchung auf Exemplare der Ergebenheitsadresse an necht begann, deffen Besucher zum April in Aussicht stellte. Dann den Papst gehalten, aber nichts gefunden. Trier. Kaplan Anheier wurde folgten Klagen darüber, daß im Reichstage alle Bartelen darin einig wären, vorgestern, nachdem er eine dreimonatliche Gefängnißßrafe verbüßt, per die social- demokratische Partei zu unterdrücken, sowie eine entschiedene AbGensd'arm über die Grenze transportirt.- München. Eine protestantische wehr der Zusammenstellung der Social- Demokraten mit den Ultramontanen. Wirthefrau, welche die zum Katholizismus übergegangene Königin Mutter An das Landfturmgesetz, sowie die übrigen vom Reichstage beschlossenen beleidigt haben sollte, wurde freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte 45 Gefeße unterwarf er einer nicht günftigen Kritik und versuchte in bekannter Lage Gefängniß beantragt. Kulm. Vilar von Laszewski wird zu 100 Weise darzuthun, daß die Erfolge des Krieges 1870 und 1871 sehr probleMart oder 1 Monat Gefängniß, Bilar Ruzel zu 300 Mart oder 3 Monat matischer Natur seien, indem in Dentssland troß des Militarden Gefängniß verurtheilt. Bosens Der Bropft Stazzuczynsky aus Wohnik regens erst der Schwindel und dann der Krach gekommen hat eine 6monatliche Gefängnißhaft im Kreisgerichtsgefängniß zu Koſten an feien, während in Frankreich durch das Aufblühen von Han. getreten, zu welcher er als Redakteur des( eingegangenen) Tygodnit tato bel und Gewerbe dle schweren Kriegslaften weniger empfunlici" wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt worden ist. Wegen verwel- den wurden. Shließlich trug er noch das Programm des in diesem Jahre abzuhaltenden Arbelterkongreffes vor. Die Versammlung verlief ohue Den Bett 24 Delane 39), anot le den sich zur Zeit 24 Delane( die Gesammtzahl beträgt 39), und war je Störung." 12 aus den Diözesen Gnesen und Posen, sowie 3 Dombilaren ane Gnesen, frühere Konfiftorialbeamte, in Haft. Augsburg. Der Redakteur der Algemeinen Zeitung" wird wegen vorzeitiger Beröffentlichung der Anklage forift gegen Kullmann zu 3 Mart verurtheilt. Breslau. Der Redat teur der Neuen Bresluuer Morgenzeitung", E. Westerburg, wird von der Anklage auf Majeftätsbeleidigung freigesprochen, aber wegen Beleidigung des Fürften zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt. Berlin. 5 Ausschuß mitglieder des Allgem. Schuhmachervereins werden verurtheilt, der Berein definitiv geschloffen. Kulm. 12 Lehrer find zu je 15 Mart( oder Thaler?) verurtheilt worden, weil sie den Religionsunterricht in polnischer Sprache ertheilt haben. Landshut( Bayern). Der Stadtmagiftrat hat den social- demokratischen Wahlverein aufgelöst. Stuttgart. Schlör, der Redakteur der Wahrheit", ist verhaftet worden. Köln. Ans mehreren Drten Rheinlands und Westfalens wird gemeldet, daß die zur Unterzeich nung zirkulirenden Abreffen an den Bapst und die Bischöfe tonfiszirt wur den. Chemnitz. Der Sparverein Brudergruß" hat ein social- demokratisches Mitglied wegen politischer Bergehen"( derfelbe hatte für politische Inhaftirte lat Vereinslokal gesammelt) ausgestoßen, der Ausgestoßene darf au das Vereinslokal nie wieder betreten. Bofen. Der Detan Tafel: ti vou Kröben, der des geheimen Delegaten wegen schon 6 Wochen Haft genoffen, ist auf weitere 6 Monate in's Gefängniß abgeführt worden. Menettin. Wegen Bergehen wider die Maigesetze wurde Offizial Friske bom Kreisgericht zu 1 Jahr Gefängniß und 300 Mart verurtheilt. Det Staatsanwalt hatte 3 Monat und 300 Mark beantragt. Berlin. Herr Roftolet, Redakteur der„ Germania", follte sich am 9. März auf 26 ntlagepunkte, darunter 5 Bismarckbeleidigungen, 1 Falftränkung, verschiedene Schmähungen der Kirchengesetze und Aufforderung zu ihrer Nichtbefolgung, vor Gericht stellen. Der Angeklagte war nicht erschienen. Der Staatsan walt beantragt 3 Jahre Gefängniß und sofortige Berhaftung. Hannover. Das Obergericht verurtheilte den Seilergesellen Schlinemann aus Salzdet fuath wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten Gefängniß. Fürth. Der Social Demotrat Grillenberger wurde wegen Beleidigung des Nürnberger Bezirksgerichts zu 3 Monat Gefängniß verurtheilt. Barmen, 15. März.( An die Parteigenossen und Abonnen ten) des Nenen Social Demokrat". Da wir jetzt am Ende des Dnartale stehen, so werden sämmtliche restirende Abonnenten aufgefordert, das Abonnementegelb sofort zu bezahlen, på stens avez b bis Sonntag, den 21. d. M. Auch wird gebeten, daß Diejenigen, die das Gelo im Voraus bezahlen können, bles thun. Ebenso werden Diejenigen ersucht, die mit ihren Büchern nicht Donnerstag in die Beltungsfommiffion tommen tön neu, Sonntag, den 21, und Sonntag, den 28. d. M., bei Herrn Berger, Rödigerstraße, Abends 6 Uhr, fich einzufinden. Thue ein Jeder in den lezten Tagen dieses Monats feine Pflicht, und wir werden durch Einigkeit und Ausdauer im Kampfe schließlich als Sieger hervorgehen. Für die Zeitungstommission: 3.. " Wald, 10. März.( An die Abonnenten des„ Neuen Social. Demokrat") Wenige Tage nur stehen wir noch vor einem Quartalswechfel. Abonnenten von Wald und Umgegend, The wißt, wie es in lokaler Sinsight steht. Unfere größte Aufgabe muß darauf gerichtet sein, den Neven Social- Demokrat", die Social- politischen Blätter" und den jetzt erscheinenden ,, Agitator" in immer weiteren Kreisen zu verbreiten, damit die Idee des Socialismus in immer neue Herzen Eingang findet. Ich erfuche beshalb, bis zum 25. d. M. auf das neue Quartal zu abonniren. Unterzeichneter, sowie Freund Wilhelm, find gerne bereit, die Bestellungen bei der Post zu besorgen. G. Luchtenberg. Flensburg, 14. März.( An die Abonnenten des„ Neuen Social Demotrat Die mit dem Abonnementsbetrage im Rüdftande befindlichen Abonnenten werden hierdurch aufgefordert, spätestens bis zum 22. dss. ihre Schuld zu entrichten, widrigenfalls fte des Abonnements verluftig geben. Wer nicht vor dem 20 die fich als bonuent abmeldet, wird als bleibender Abonnent angesehen. Die Birthe Flensburg, bei denen $ 22 Die Einnahmen und Ausgaben zur Unterstützung auf den Krankheitsfall find von den Einnahmen und Ausgaben zur Unterstützung auf den Sterbefall, und die einen wie die andern von den Einnahmen und Ausgaben fouftiger Anstalten oder Vereine getrennt festzustellen, zu verrech uen oder zu verwalten. Verfügbare Gelder dürfen nur ebenso wie die Gelder Bevormundeter angelegt werden. § 23. I febem fünften Jahre hat die Kaffe über die wahrscheinliche Höhe ihrer Berpflichtungen und der ihnen gegenüberstehenden Einnahmen durch einen Sachverständigen, welcher bei der Berwaltung der Kaffe nicht bethell'gt ist, eine Bilanz aufnehmen und das Ergebniß nach dem von der höheren Verwaltungsbehörde vorgeschriebenen Formulare in dem im§ 4 bezeichneten Blatte veröffentlichen zu lassen. § 24 Kaffen, deren Errichtung auf Vereinbarung der Mitglieder beruht, können durch Beschluß der Generalversammlung unter Zustim mung von mindestens drei Viertheilen sämmtlicher Stimmberechtigten aufgelöst werden. Die Auflösung anderer Kaffen setzt außerdem die Genehmigung der Aufsichtsbehörde voraus. § 25. Die Schließung einer Kaffe kann durch die höhere Verwaltungsbehörde erfolgen: 1) wenn mehr als ein Bertheil der Mitglieder mit der Einzahlung der Beiträge im Rückstande ist; 2) wenn die Kasse mit der Zahlung fälliger Unterstützungen vier Wochen im Rückstande ist; 3) wenn die Generalversammlung einer gefezwidrigen Verwendung aus dem Vermög n der Kaffe ihre Zustimmung ertheilt hat; 4) wenn die veröffentlichte Bilanz die Besorgniß begründet, daß die Kaffe zur nachhalt gen füllung ihrer Verpflichtungen unvermögend ift. § 26. Die Eröffnung des Konkursverfahrens über eine Kaffe hat die Schließung kraft Gesetzes zur Folge. § 27. Die Auflösung einer Kaffe ist der höheren Berwaltungsbehörde anzuzeigen. Die genannte Behörde hat le Auflösung und die Schließung einer Kaffe in dem im§ 4 bezeichneten Blatte bekannt zu machen. 28. Bei der Auflösung wird die Abwickelung der Geschäfte, sofern die Generalversammlung darüber nicht anderweit beschließt, durch den Vor fland vollzogen. Genligt dieser seiner Verpflichtung nicht, oder wird die Kaffe geschlossen, so hat die Aufsichtsbehörde die Abwickelung der Geschäfte geeigneten Bersonen zu übertragen, und deren Namen in dem im§ 4 bezeichneten Blatte bekannt zu machen. § 29. Von dem Zeitpunkte der Auflösung oder Echließung einer Rasse ab, bleiben die Mitglieder noch für diejenigen Zahlungen verhaftet; zu welchen fie ds Statut für den Fall ihres Austrittes aus der Kaffe verpflichtete. Das Vermögen der Kaffen ist nach der Auflösung oder Schließung zunächst zur Deckung der vor dem Zeitpunkte der Auflösung oder Schließung bereits eingetretenen Unterstützungsverpflichtungen in verwenden. § 30. Bis zum Ablauf eines Jahres nach Auflösung oder Schließung einer Kaffe, kann einer für die g'eigen Zwede und für denselben Mitglie derkreis oder füle einen Thell desselben neu errichteten Kaffe die Anerkennung bersagt werden. § 31. Die Aufsicht über die Kaffe wird durch die von den Landesregierungen zu bestimmenden Behörden geführt. Die Aufsichtsbehörde fann jeder Zeit die Bücher der Kasse einsehen, ihre Berwaltung untersuchen und über die einzelnen Geschäfte Auskunft erfordern. von ihren gegen die Verwaltung gezogenen Erinnerungen ist der Generalversammlung Mittheilung zu machen. der Zusammensetzung des Vorstandes und jeder Veränderung darin ist ihr Das Statut und jede Abänderung deffelben ist ihr einzureichen. Bon Mittheilung zu machen. nigt, hat sie die Generalversammlung zu berufen. Falls der Borstand der durch§ 20 begründeten Verpflichtung nicht ge§ 32. Aljährlich ist in den ersten dref Monaten für das verflossene Jahr unter Anwendung der von der höheren Verwaltungsbehörde vorge schriebenen Formulare eine Uebersicht über die Erkrankungen und Sterbefälle, eine Uebersicht über die verrechneten Beitrags- und Unterfiligungstage, cla Rechnungsabschluß, welcher das Berhältnis der Einnahmen und Ausgaben des verflossenen Jahres ergiebt, und die in dem verflossenen Jahre etwa ver öffentlichte Bilanz der höheren Verwaltungsbehörde, sowie der Aufsichtsbe hörde einzusenden. Der Aufsichtsbehörde ist zugleich eine Nachweisung die Bestandes und der Anlegung des Bermöges zu übergeben. § 33. Die Aufsichtsbehörde hat die ihr nach 32 mitgetheilten Schrift ftüde zu Jedermanns Einsicht berelt zu halten. Sie kann die Mitglieder des Borfland 8 und die im Falle der Auflösung oder Schließung einer Kaffe mit der Abwickelung der Gefchäfte betrauten Personen zur Erfüllung der durch$$ 81, 32 für fte begrfladeten Pflichten, durch Ordnungsstrafen bis zu 100 Mart anhalten. § 34. Mitglieder des Borstandes oder des Ausschusses, welche den durch das Gesetz ihnen auferlegten Verpflichtungen nicht nachkommen, wer den mit eines Strafe bis zu fünfhundert Mark bestraft. Saben sie über Bermögensßde der Kaffen abfichtlich zum Nachtheile derfelben verfügt, so unterliegen fie der Bestrafung nach§ 266 des Strafgesetzbuchs. $ 35. Eine Bereinigung mehrerer Raffen zu einem Berbande behufe gegenseitiger Aushilfe fann nur unter der Baftimmung ber General verfammlungen der einzelnen Kaffen und auf Grund eines schriftlichen Sta tuts erfolgen. Für die nicht durch Vereinbarung der Mitglieder errichteten Kaffen bedarf es dazu der Genehmigung der höheren Berwaltungsbehörde. Der Verband in durch einen aus der Wahl der Borstände der bethei ligten Raffen hervorgegangenen Borstand zu verwalten. Selne Pflichten and Befugniffe bestimmt das Statut. Sein Siz barf unr an einem Orte fein, wo eine der bethelligten Raffen ihren Siz hat. 19 freifinnigen Heuchelei sehr gefährlich war.(???) Sablish hat man mir nie etwas zu widerlegen vermocht. 3 bin in der schonendsten Form in meinen Borträgen, in meinen früheren Schriften( cfr. Metapiyfische Wurzel der chriftlichen Ethit more geometrico and rafter Philosophie, Berlin, 1872) der Geistlichteit entgegengetreten; i lebte noch dem findlichen Glauben, daß auch die Gefftlichen prüfen und das Beste behalten" wür den. Und was hat es genügt? Da man in offener Debatte nichts gegen mich ausrichten konnte, so ging man geheim gegen mich vor. Es ist mir nie eine Antiagesdrift mitgetheilt worden, no hat man mich jemals zur eigenen Vertheidigung zugelassen; bei der Aburtheilung über meine Philosophie warde sogar ein Antrag auf mine Borladung abgelehnt; das Privilegium des mir, dem ersten Wanderlehrer der Gesellschaft, nicht za. Hals gemeinsten Sträflings, fich vertheivigen zu dürfen, gestand man über Kopf wurde ich abzethan, als ob Gefahr im Berzage wäre. Als ich im Sommer 1873 durch so deutliche Anzeichen, wie das Berbot philosophischer Borträge, die Ueberzeugung gewinnen mußte, daß der Centralausschuß der Gesellschaft dem Programm der Bollsaufklärung, der zu Liebe ich Frau and Kinder verlassen, um ale Wanderlehrer zu wirken, antren wurde, und daß die„ freie" Bollsbildung, welche das Gesellschaftsorgan, der Bildungsverein als Aufschrift trägt, zu einer nationalliberal- tonzeffionirten herabgewürdigt wurde, da richtete ich mich in leidenschaftlichem Borne(?) wider Diejenigen, welche das Ideal zerflört hatten, das mir bis dahin in der Gesellschaft für Ber breitung von Bollebildung vorgeschwebt hatte. Also auch die war auf Läge, auf selbstbewußte, heuchlerische Lüge gegründet! Ein interessanter Brief von Dr. Lindwarm. wo denn endlich wird die Wahrheit in der Forscherfreiheit eine Schon oft haben wir erklärt, daß die von der Bourgeoisle Stätte finden? so frug ich mich,(?) und da will man sich entgepflegten fogenannten Boltsbildungsvereine nur die Berbildung feßen, daß in der Antwort, die ich darauf ertheilte, in meiner des Boltes bezw: den. Nicht Bollsaufklärung ist das Ziel, son Philosophie, die nicht glimpflicher behandelt habe, als Jefas von dern dis Boltsverdammung, die erreicht werden soll durch eine Nazareth feiner Zeit die Pharifäer! Es wundert mich nicht, daß Art herumreisendes Pfaffenthum, genannt Wanderlehrer. Ein das Muderihum wüthend ist über meine Grobheit. Alle jene früherer Wanderlehrer, der be- fannte Dr. Lindwurm, plaudert Halbmenschen, welche die Auftlärung als drittes Bort im Munde nun, nachdem ihm der Laufpaß gegeben, aus der Schule und führen, aber zur Freiheit nicht den Muth befizen, haben einen bestätigt Allee das, was die Social- Demokratie früher schon betonventionellen Schuß des geistigen Mordes eingeführt. Dieser hauptete. Schuß ift die schonend: Form". Unter dieser Firma wuchern Der Berband unterliegt nach Maßgabe des§ 31 der Aufsicht der höheren Verwaltungsbehörde desjenigen Bezirks, in welchem der Vorstand feinen Siz hat. Auf die Mitglieder des Borstandes und die sonstigen Organe des Berbandes finden die Befiimmungen der§ 33, 34 Anwendung. $ 36. Die Berfaffung und die Rechte der bestehenden, auf Grund Landesgefchlicher Borschriften errichteten Sülfelassen werden durch dieses Gesetz nicht berührt. Su Ansehung der Kaffen dr Knappschaftsvereine verbleibt es bei den bafür maßgebenden besonderen Bestimmungen. Die„ Neue Breslauer Morgenzeitung" veröffentlicht nämlich Folgendes aus einer Zuschrift des Dr. Lindwurm: " 1 Er erklärt zunächst, seine Grobheit sei nur der Vorwand feiner Beseitigung aus seiner Wanderlehrerstellung gewesen,„ der eigentliche Grund lag darin, daß ich mit der Aufklärung des Bolks, welche bei der Majorität im Centralausschusse bloßes Aushängeschild ist," Ernst(?) machte. Bereits im Jahre 1873 wurde ein Reßergericht über mich abgehalten. Ich hatte in Zittau und Schleiz philofophifche Borträge gehalten, in denen ich in populärer Weise meine Weltanschauung vorgelegt und offenbar das Intereffe beider Vereinsversammlungen erregt hatte, da alles bis zum Schluffe gespannt zuhörte. Die Geiflichkeit hatte ich in feiner Weise angegriffez, was dieselbe aber durchaus nicht ab. hielt, mich im Centralausschusse der Gesellschaft anzuklagen, und das Berbot an mich durchzufezen, fernerhin teine religiösen The mata" zu behandeln. Man gab mir deutlich genug zu verstehen, i sei nur dazu da, bie Social- Demokraten zu betriegen. Liegt nun, meiner Auffaffung nach, schon darin ein Verbrechen gegen die menschliche Gesellschaft, daß man sich überhaupt der geistigen Eatwidiung widersetzt, so wird dieses Verbrechen zu einem schwereren, wenn man die Maske der Freiheit annimmt und verftohlen and hinterräds den Fortschritt hintertreibt. Der mit offenem Bistr gegen die Raltur, gegen die Geiftesfreiheit sich auflehnende Ultramontanismus, über den heute Des herfällt, ist in meinen Augen deshalb nicht entfernt so gefährlich, wie die proteftantische Scheinheiligkeit, welche öffentlich die Kultur auf den Lippen hat und fte im Geheimen verräth. Als ich seiner Zeit im Januar 1873 meine Wanderschaft antrat, erhielt ich keinen Buchstaben Instruktion mit; man sagte mir, es sei das Wanderlehrerthum auf dem Gebiete der allgemeinen Boltsbildung etwas durchaus Neues; ich müsse mich als den Pionier- betrachten; man wolle von mir lernen. Als ich aber in meinem naiven Glauben, daß das Programm der Gesellschaft aufrichtig gemeint fel, mich mit Begeisterung der Durchführung desselben widmete, da war der Eine noch flüger als der Andere; man sah, daß es mit dem Wanderlehrerthume ging,(?) aber man sah auch, daß ich der Lug und Trug ungehindert weiter, wird der Fortschritt au die Finger geklopft, wo er sich sehen läßt, wird alles todtgeschwiegen, was fich heimtückisch nicht umbringen läßt. Zu jener konventio nellen Schußgenossenschaft des geistigen Mordes gehöre ich nicht. Ich habe mir meine Leute angefehen und bin so mit ihnen um gegangen, wie es ihrer Natur angemeffen war; und ich meine, aß die guten Leuten durch ihre Betreibung meiner Absezung in einer Weise das Zutreffen meiner Ausdrudsweise eingeftanden haben, welche Humor erweden fönnte, wenn die Sache nicht gar so craft wäre. Sie verpflichten mich sehr durch den Abdruck dieser Mittheilungen. Mit 2c. Dr. Arnold Lindwurm." Herr Lindwurm war Mitschuldiger, da er mit half, das Bolt zu verdammen. Jest, nachdem er heraus geworfen wurde, plaubert er die Geheimniffe aus. Es freut uns dies, weil fo die Wahrheit an den Tag kommt. nochmals darauf hinzuweisen, daß wir Annoncen ohne Beisendung Durch wiederholte Nichtbeachtung fehen wir uns veranlaßt, des Geldes nicht aufnehmen können. Um die Insertionstoften berechnen zu können, beachte man Folgendes: Bei gewöhnlicher Petitschrift machen 10 bis 11 Silben eine Bile. Alles was fett oder groß gedruckt werden soll, muß je eine Silbe für 2 oder 3 Silben( Petit) gerechnet werden. Der Betrag fann in Briefmarken eingesandt werden, doch bitten wir, Beträge über 3 Mart nicht in Marken zu senden. Ebenfalls bitten wir, uns möglichst außer 10- Bf.- Marken auch 3. und 5.Pfennig- Marken zu senden. Auch nehmen wir Depot für Annoncen entgegen, jedoch müssen mindestens 6 Mark deponirt und immer rechtzeitig erneuert werden. Für Hamburg nimmt Herr Köster, Neust. Fuhlen: twite Plak 70, Haus 1, I. links; Für AltonaSt. Pauli Herr Drogand, Spielbudenplay 12, Annoncen entgegen. Die Expedition. Durch die Expedition des Neuen Social Demokrat" find folgende Broschüren zu beziehen: ( Reichswährung.) 6 f. Lassalle: Offenes Antwortschreiben Arbeiter- Lesebuch 20 13 體 " 10 Arbeiter- Programm 8 SP 82 Ronsdorfer Nede 8 19 Bastiat- Schulze 45 " Wiffenfaft und Arbeiter 10 P 10 " 20 " 23 W 5 65 " Laffalle: Feste und Breffe Kleinere Auffäße " 糖 19 Jadirekte Steuern O Arbeiter Berling Julian Samidt Der Prozeß wider Ferdinand Laffalle von der forrett'onellen Appelltammer za Düffeldorf am 27. Juni 1864 Zur Arbeiterfrage"( Leipziger Rede) Fremdwörterbuch des Boltsstaat": " gebunden broschirt Bauernkriege von Fr. Engels .- B.- C. des Wiffens von Dr. Douay Unsere Ziele von Bebel • Grund- und Bodenfrage von W. Liebknecht Ralender pro 1875 des Reuen Social- Demofrat", pr. Stüd 10 10 " " 60" 45 45 " 19 2 2 2 2 2 2 19 13 23 . 50 40 • " 1 Mark. Marseillaise von 3. Andorf, pr. 100 Stüd Bei Abnahme von 50 Exemplaren tritt bei den Kalenders 33, pet. Rabatt ein. Die hier notirten Preise sind nur bei Abnahme von größeren Quantis von jeder Sorte. Bei einzelnen Exemplaren tritt eine verhältnißmäßige Preiserhöhung ein. Bestellungen auf einzelne Exemplare ber hier notirten Bro schüren, versenden wir nur gegen Einsendung des Kreuzbandporto's. ständige Exemplare des Jahrgangs 1874 und 300 vollständige Wir machen darauf aufmerksam, daß noch circa 1200 bollExemplare des Jahrgangs 1873 ber I Social- politischen Blätter" tomplet auf Lager find, und haben wir uns entschloffen, dieselben zu herabgefesten Preisen abzugeben und zwar, wie folgt: Jahrgang 1873 à 2,00 Mart, 1874 à 2,50 " Bet Abnahme von mindestens 10 Exemplaren tritt ein Ra batt von 20 pet. ein. Jedoch gilt diese Preisermäßigung nur für den Monat März nach dem 31. März tritt wieder der alte Brets pro Jahrgang 1873 à 3,00 Mart, 1874 à 3,50 Die Expedition des Neuen Social- Demokrat" und der Social- politischen Blätter". 19 Brieftast eu. 19 ein. 19 Anonyme Einsendungen, Anfragen u. f. w. können nicht bes rücksichtigt werden. Im Briefkasten können nur derartige Angelegenheiten er ledigt werden, die entweder von Parteis oder öffentlichem In tereffe find. Berichtigung. In der Abrechnung der Gemaßregeltengelder pro Dezbr. heißt es: Chr. Stard in Kiel 6,00.; foll heißen: Chr. Stard in Kiel durch Arp in Neumühlen bei Kiel 6,00. E. D. Haffe in Mähltroff. Brief mit Inhalt angekommen. Bilster Sächst, J. Adam Frankfurt a. M., E. Ringel Ernsdorf, Fr. Porsche Bautzen. Gelder angekommen. Bater. Barmstedt. Briefe find zu richten an Karl Drews, Schuhmacher, bek 3. Arps in Basmstedt. Fr. Harm, Elberfeld. Meine Adresse Ist: Zabel, Berlin, Meinbergoweg 4, N. Berlin. Donnerstag 18. März, Hamburg. Freitag, 19. März, Abends 8 Uhr, im Saale Sophienstr. 15, Große 8 Annoncen. in Tütge's Salon, Balentinstamp 41, Gefchloffene Mitglieder Versamml. des Allg. deutschen Arb.- Vereins. T.- D.: Fortlegung der Diskussion über den Antrag von Heier. Die nächste GeneralTD.: Der 18. März und seine Be- versammlung nnd der Kongreß. Abrechnung. deutung. Refer.: Der Reichstagsabgeordnete Die Mitglieder müffen am Blaze sein. Volksversammlung. W. Hasenclever. Jedermann hat freien Zutritt. A. Bäthte.[ 2,40] Berlin. Deffentliche Bersammlung: Dienstag, den 16. März, Abends 8 Uhr, bet Göttel, Andreasstraße 26. Referent: Max Stöhr. [ 2,00] Jedermann dat freien Zutritt. Neue Mitglieder für den Berliner Arbei ter- Wahlverein werden anfgenommen. Albert Baethke. Berlin. Zur Feier des 18. März findet Donnerstag, den 18. d. in Fiebig's Salon, Große Franfurterstr. 27/28, elue Busam In Bertretung: Bater.( 2,00] Hamburg. Donnerstag, 18. März, Abends 8 Uhr, in Stabli's, früher# tge's Salon, Mitglieder- Versammlung des Allgem. deutschen Maurer- und Steinhauer- Bundes. wenden. Hamburg. Bekanntmachung. Donnerstag, 18. Hamburg. ler, die auf Ereppen arSämmtliche Tisch Rothenburgsort. 2. Bara Bier- Commers Freitag, den 19. März, Bücher aus unserer Bibliothet haben, resp. Jch ersuche diejenigen Mitglieder, welche beiten, werden zu einem freundschaftlichen wünschen, sich betreffs deffen an mich zu F. Bolli, Bibliothekar.[ 1,40] Theilfeld 25, Bude 2. Donnerstag, 18. März, Abenes 8 Uhr, in Tütge's Salon, Balentinstamp 41, Große Hamburg. Some Oeffentl. Versammlung der Malergehülfen Hamburgs und Umgegend. 2.- D.: Unsere Geschäftslage für 1875 und die Bestrebung des Vereins der Prinzi. W. Schröder.[ 1,80] pale uns gegenüber. Also, Alle auf dem Platz. L.- D.: Wichtige Angelegenheiten. Hamburg. Donnerstag, 18. März, Abends 8 Uhr, bel Hrn. Ohl, Spitalerstr. 18, Mitgliederversammlung des Allg. Böttcher( Küper-) Bereins. T.- D.: Borirag. Referent: Herr Breuel. Bu zahlreichem Besuch labet Wichtige Angelegenhelten.$. Jiper.[ 1,40] Das Comité.[ 1,40] menkunft mit Damen statt. Näh. das Programm. ein Oeffentliche Versammlung des Berliner Schneider Vereins Hamburg. Dauerfag, 18. März. Dienstag, den 16. März, Arends 8 Nor, im Rheinischen Garten, Wallstr. 3 u. 4. Abends Uhr, in der Herberge, Tagesordn.: Die Bereinigung der Berliner Delegirtenversammlung Schneider. A. Stoller.[ 1,60] NB. Es ist Pflicht sämmtlicher Mitglle der, zu erscheinen. Hierb. erkl., baß ich den Maurer Hrn. A. Richter nur als einen ehrent. Manu tenne. Maurer Böhmer, Manteuffelstr. 47.[ 1,50] Alle Tischler werden aufgefordert, von jeder Bertelle, Bau oder Fatril Delegirte zu dieser Bersammlung zu entfenden. Levin.[ 2,80] bei Herrn Hübner, Gr. Rosenstr. 37, eingeladen. [ 2,00] Altona. Mittwoch, ben 17. März, Abends 8 Uhr, in Heinson's Salon, Gählersplay, Große [ 1,80] Volksversammlung. Tagesordnung: Berichterstattung über die Sachen Radenhaufen nnd Braasch. Statut und Programm der deutschen Arbeiterpartei. Hamburg. Doug 18. Ottensen. Mittwoch, 17. März. bends Uhr, im Lokale des Hrn. Hübner, Gr. Rosenstr. 37, Oeffentl. Töpferversammlung. Tagesordn.: Bortrag über die Gewerk Der Bevollm.[ 1,40] faftebewegung. Donnerstag, 18. März, Abends Hamburg. benbur d: in Tütge's Salon, Balentinstamp 41, Gefchl. Mitgliederversammlung Arb.- Frauen- u. Mädchen Vereins. Tagesordn.: Abrechnung und Beschluß über die Gelder des legten Balles. Der Vorftand.[ 1,60] Der Frau unseres Freundes und Barteigenoffen 5. Sramm zu ihrem 26. Wie genfefte de herzlichste Gratulation.[ 2,00] [ 2,20] Samburg. Mehrere Freunde. T.O.: Die jetzige Lage in unserem Geschäfte hier am Drte. 5. C. Doose. Abende 8 Uhr, in Burmeister's Salu, Große Volksversammlung. Tagesordn.: Bortrag des Herrn Aner aus Hamburg. Hamburg. Berschiedenes. 5. Diedrich.[ 1,80] Dresden Sonnabend 20. März, Abends 8 Uhr, in der Conversation am See 35, Oeffentl, Mitgliederversammlung des Allg. deutsch. Arbeiter- Vereins. Tagesordn.: Das Heiligthum der heutigen Gesellschaft. Referent: K. Diener. Ich ersuche die Parteigenoffen, pünktlich zu erscheinen. B. Neumann.[ 1,80]| Abends 8 Uhr, Im neuen Salon des Hen. W. Dionysius Gescht. Mitglieder- Versammlung des Allg. deutsch. Arbeiter Bereins. 2.- D.: Die Bereinigung der beiden focial- demokratischen Parteien. Sämmtliche in ber Umgegend wohnende Mitglieder der social- demokratischen Rehelterpartei( Eisenacher Brogramm) find eingeTaben. Der Bevollm.[ 2,40] Abends 8 Uhr, Itzehoe, Donnerstag, 18. März, Generalversammlung des Social- demokrat, Ortsvereins. 2.D.: Berschiedenes. Sonnabend, 21. März, Abends 8 Uhr, im Lotale des Herrn B. Eggere. T.- O.: Prof. Schmoller. Ref.: Hr. Walther aus Altona. E. Krenzberg.[ 2,20] Donnerstag, 18. März, Harburg. Abends 8 Uhr, im totale des Herrn Geisler,[ 1,20] Volksversammlung. Tagesordn.: Der 18. März. Den Parteigenoffen empfehle echt Hambur ger Leder Anzüge: Jaquet mit Tuch gef. 5 Thlr. 20 Sgr., Beinfleld 3 Thlr. 7 Sgr., Wefte 1 Thlr. 10 gr. Emil Goris, Linienftr. 235, Ede der Bartelstr.( 2,50] Drud und Berlag von T. Thring Nfar. ( A. Berein) in Berlin. Besantwortlich für die Redaktion: A. Küster in Berlin.