Mr. 36. 5. Jahrgang. t Diese Zeitung erscheint dreima wöchentlich, «nd zwar! Dienstags. Donnerstags und Sonnabends Abends. Kstsuuemeuts- Treis t Für Berlin mcl. Bringerlohn vierteljährlich pnw- llnroorsnao 1 Rm. 95 Pf., monatlich 65 Pf.,«in« »eine Nummer» 10 Pf.; bei den Postämtern in Deutschland incl. Zerliu 1 Rm. 60 Pf., frei io'I Hans 2 Mark. Sremband-Abollnemems pro Quartal n. Ereruplar: Fnr Deutschland und Oesterreich 3 Rm.— Pf. - Rioderlande und Belgien.3- 60» - England und Frankreich. 4' 50- - Lmerika(Berein. Staate») 5- 50« Bestellung ev aus Kreuzband-Nbonnement« find am bei der Expedition aufzngeben und müsse» pr«- numsrsnäo gezahlt werden. Rever Eigesthum der Laffalleauer. »ebattt»« und Erpeiltl»»! Zlerki», Oranienstraße Nr. 8, LS. Bestellungen werde» bei alle» Postämtern, in verlin bei der Expedition, sowie bei jedem Spebi« tenr entgegengenommen. Zuserate (nnr in der Expedition aufzugeben) «erden pro fänfgespalteue Petitzeile mit 50 Pf. berechnet. Bersammlungsaunoncen die b«gespalte»e Petitzeile»der deren Raum 20 Pf. Sogenannte Rcklame-Auzeige»«erden nicht ansgenommen. j An uufere Abonnenten und Leser. Wir stehen am Ende des ersten Quartals und können fiolz und mit Genugthuung auf unsere Thätigkeit im verflog senen Quartal zurückblicken. Doch allein haben wir dies Re- sultat nicht erzielt, sondern alle Leser und Abonnenten des „Neuen Social- Demokrat" haben durch Opferwilligkeit, Aus- dauer und zahlreiches Abonnement mit zu diesem günstigen Resultat beigetragen. Wir rechnen Euch Parteigenossen dies um so höher au, weil wir wissen, welchen Druck der.große Krach" gerade auf Euch, auf unseren Leserkreis, ausübt. Es ist ja bekannt, wie gerade der Arbeiter die Sünde« der heutigen Gesellschaft büßen muß, und deshalb gerade wird Euer Qpfermuth bei alle Denen, die es sich zur Aufgabe ge- macht haben, für Enre Rechte, für die Rechte des vierte» Standes, zu kämpfen, um so mehr Hochachtung und Anerken- nung finden. Es wird für unz ein neuer Sporn sei«, im kommenden Quartal mit erneutem Muth an die Arbeit, in den Kampf zu gehen, und hoffen wir dann von-Euch, daß ihr uns auch fer- ner mit Opferfreudigkeit entgegenkommt; dies aber könnt Ihr nicht besser bethätigen, als durch ferneres zahlreiches Abonne- ment auf den„Reuen Social-Demokrat" und die„Social- politischen Blätter". Die Presse, wie sehr sie auch noch be- schränkt ist, ist doch unsere gewaltigste Waffe. Darum von Neuem zum neuen Quartal frisch auf zum Abonnement; Alle Postanstalten nehmen Bestellungen entgegen auf dm „Neuen Social-Demokrat", pro Quartal für 1,60 M.(16Sgr.), in Berlin alle Zeitungsfpediteure pro Quartal 1,95 M. (19'/- Sgr.), pro Monat 65 Pf.(6'/« Sgr.) Die„Social- Politifchen Blätter" koste« pro Quartal bei der Post 1 Mark (10 Sgr.). Die Redaktion«nd Expedition. I n o a l t. Fabrisantenspiegel.(Fortsetzung). Politische Ueber ficht:»n« dem preußischen Abgeordnctenhanse. — Ardcitercleud.— FadrikontenhnwanilSt.— Zur«orruptiou in Oester- «Ich.— Die„Berliner Bürgerz-itilug.— Biamarckomanle Die„Lastalle'fche Weftentaschen-Zeitnng" sei« Verein. (Fortsetzun«.) Korresp»«denzeu: WanbSbeck.— Ottensen.— Franksnrt a. M. — Bremen.— Mtth'.pelm a. M-— SchmBllu.— Uetersen.— Grefeu- berg.— Eöln.— Flensburg..— Mtckstadt.— Hamborg.— Siel.— Eotlbus.— Gelsenkircheu.— TSiheu.— Wilhelmshaven.— Altona. Ei« Dbertribunalsbefchlnß. Vermischte«. Feuilleton: Zar Srüudawlrthschaft. Fabrikantenfpiegel. Iii. (Arseitslohn und weiße N!gger.Z „Meine Nigger sin!» gottverdammt lustig"—«ine «mtzerr Antwort hat wohl niemals ein Mensch von einem ameri- kavischen Plantagevbesttzer bekommen, wenn derselbe nach der Lag» seiner Sclaoen gefragt«uror. Und wen« die Schwarzen Abends nach vollbrachter Arbeit a« Herrenhanfe vorbei»ach ihrm Hütten getrieben wurden, dann fanden fie allerdings die lustigsten Lie- der, und hatten dazn de» besten Graad, denn»er nicht mit« saug nnd eine mürrische Miene zog, machte ganz bestimmt mit der Hetzpeitsche Bekanntschaft; weshalb sollte er da nicht lustig sein! Nicht wahr, Ihr Herren Fabrikanten? —„Ja, daS waren Negnsclaven; was gehen die uu« an; wir beschäftigen freie, glückliche Arbeiter von weißer Haut« färbe"— wir wisse» schon, so wird die Antwort lauten; aber hakt, gerade b»S ist dir Redensart, welche der wahrhafte Fabri« kautenspiegel wiederspirgeln soll. Ein Fabrikant, der über seine Arbeiter ei« anderes Urtheil fallt, als daß eS ihnin beispiellos gut geht, daß fie bei mäßiger Arbeitszeit die höchstmögli« cheu völlig auskömmlichen Löhne beziehen, daß fie jederzeit sparen können, daß eS nnr au ihrer Trägheit und Lieder» lichkcit liegt, wenn sie in Roth geratheu— ein solcher Fabri- kaat ist auS der Art geschlagen, er ist ein weißer Rabe.— „Gottverdammt lustig," müssen die Kerle sein, und wenn fie eS nicht find, nun dann halben nnr die„social-drmokrattfchesa Hetzer" die Schuld. Nun, Ihr Fabrikanten, was die Lag« Eurer Arbeiter be- trifft, da spiegelt fie zunächst nur einmal direkt gegenüber den materiellen Berhälwtff» jener einstmals so viel bejammerten Neger- sclaven. Und wir wollen hier die Aussagen riaiger GewährS« mänaer vorführen, welche selbst in Scleveusteatea aufgewachsen find, doch aus moralische« Gründen die Sclaverei verdammen. Herr HtlS, Sohn eiaeS PlaataxenbesitzerS im Staate Georgien, gtebt folgende Thatfacheu an: Die Negerfclaveu der Baamwoll-vplautagrn find in der verhältuißmäßig schlechtesten Lage, fie erhalten nichts destoweniger«erst jeden Tag. in der Zeit der Baumwolleuernte, Fleischkost; ihre täglich« Arbeitszeit dauert für gewöhnlich steben Stuadeu, nur in der Erntezeit elf Stauden täglich. Herr Lethe, Sohu eine» deutschen ArzteS in Brasilien und Direktor einer Geschützgießerei in Rio de Äaaeiro, theilt mit: Die Neger bekommen täglich drei Mahlzeiten und jedesmal Fleisch, meist fteilich geirockarteS; die Arbeitszeit ist Morgens vier bis fünf und AbendS drei Stoadea täglich; vor Auf- und nach Untergang der Sonne wird geruht. Was sagt Ihr zu solchen Zaständen, Ihr Herreu Fabri» kauten? Ob Eure weißen Arbeiter wohl solche Arbeitszeit und täglich kräftig« Fletschkost habe», wie die.Nigger"? Natürlich, ein« ganze Floth von Schilderungen der Schwelge- rei unserer dentscheu Arbeiter müssen wir als Autwort böre». Da sagt Ihr:„Die Berliner Steinträger verdienen 6 Thaler tägeich und Irinken Champagner anS Weißbiergläseru"— da zitirt Ihr Euren Harkort. der keck behauptet,„ein Düsseldorfer Maurer- gesell habe beim ÄeburtstagSschmanse 10 Flaschen RüdeSheimer und 6 Flaschen Champagner verpraßt"—»ud nun meint Ihr, mit solchen elenden Zeitung»- und Kalenderwitzeu hättet 3hr be» wiesen, der deutsche Arbeiter, lebe herrlich und in Freuden,„der weiß« Nigger sei gottverdammt lustig." Nun, wir führen andere Beweismittel in das Feld: Der preußisch» Finanzmiuister von Camphausen hat erklärt, auf Grand amtlicher statistischer Erhebungen, daß sechs und ein« halbe Million klassensteaerpflichtiger Preußen weniger als 140 Thaler an jährlichem Eiakommea hat. Die Autoritäten der medizioischiu Wissenschaft haben konsta. Zur Gcthiderwirthschaft. Mittwoch, d-u 17. Febrnar, AteodS 8 Uhr, war von einem Herrn Fechner eine Bersammlnng der Akiionäre der Wöh» lert'schen Maschinenbau- Aktiengesellschaft im CafS Humboldt in Berlin berufen, um augeblich Enihüllungen zu machen über die Art und Weise dies«„Gründung", resp. der gegenwärtigen Ber« »altvng des Etablissements. Di« Enthüllungen bestanden nun im Wesmtlicheu in folgen« .den drei Punkten: Fechner behauptet«: I. Die Gründer hätten den Namen des Äastizrath und ReichStagSabgeocdm tea Dr. Braun ohne dessen Zustim« wnng unter de» feiner Zeit erschienene» Prospekt gefetzt; da» fei also NamenSfälschnug; welche Behauptung Fech» ner durch 2 Briefe von der Hand d«S Dr. Braun zu beweisen versuchte. In dem ersten dieser Briefe behaup tete Dr. Braun, er sei niemals au genanntcr Gründung betheiligt gewesen; im zweiten sagt« er, er habe sich nach Darchficht der Akten überzeugt, daß er zwar LufaagS daran betheiligt gewesen, aber bald znrückgrtreten sei, weil Ihm ein Prospekt in den Zeitungen zu Teficht ge« kommen, worunter fein Name gestanden hätte.(Merk- würdig!) IL Der Generaldirektor der Fabrik, Herr Müller, sei Ber« waltnngSrath and Mitglied vieler anderer Aktiengefell» schasten, so nuter anderen einer, die der Wöhlert'scheu Gesellschaft die Feilen liefere.(Gate Geschäfte!) Aoßer- dem sei genannter Direktor im Prospekt ihnen angeprie- sen alS derjenige, der schon seit 23 Jahren die technische Lettuvg der Fabrik habe; dies sei ebenfalls eine Lüge gewesen, denn eS könne nachgewiesen werden, daß dieS noch vor ca. 10 Jahno ein Anderer gewesen sei. IH. Im vorigen Jahre habe man 500,000 Thaler Hypothe- keu aufgeaommell seitens der Direktion; und von diesen seikn in der That die Dividenden gezahlt worden; in Wirklichkeit sei gar lein Geld zur Bertheiluug von Di- videndeo vorhanden gewesen. Von einem Horrv, dessen Name unS entfallen, warte nun dagegen ekrgewendet, daß man, so weit eS die Betheilignag deS Dr. Braun anlange, sich davon überzeugen könne, da� dieser wirk- lich betheiligt gewesen fei. Mau brauche nur zum Handelsrichter zu gehen und würde finden, daß Dr. Bra»n'S Unterschrift dort wirklich in de» Akten vorhandeo, nnd zwar nicht allein in dem BerkaufSiustrumeot, sondern auch in dem Prospekt, der damals verö-ffeutlicht sei; bei letzterem fehlt jedoch die Legalifimug. Im Uebrigen fei eS ja leicht möglich, daß Dr. Braun bei der Vielseitigkeit seiner Thätigk:it auch bei Grüadungen vergessen babe, daß er auch bei dieser Gründung betheiligt gewesen. (Originell.) Die Handlung deS EiuberuferS ber beutigea Versammlang verliere aber wesentlich an Werth, wenn man wisse, wie dieser schon seit langer Zeit versucht habe, eine Presfion auszuüben auf den Dirlktor Müller, resp. au'' den alten Herrn Wöhlert, ihm seine Aktien(Siefelben stehen jetzt auf 40) sl pari retour zu kaufen; alS ihm dies aber nicht gelangen, als man ihm im Ge. j geuthell nur 70 geboten habe und schließlich die Berhandlnngen j ganz abgebrochen wurden, habe er diese Bersammluag einberufen,; wodurch er jedenfalls nicht sich nur, sondern alle» Aktionären und dem gauzeo Unteruehmea schade; deuu die heutige Versammlung iönne leicht Ursache werden, daß morgen die Aktien ans 30 fielen, während fie heute noch 40 ständen und hoffentlich wieder höher ieigea würden, sobald man nur der Fabrik nicht daS Bertraoen} entzöge. Er kennt nur ein Mittel, daS Unternehmen sofort zu s heben,»nd H9 sei kein anderes, als daß die Herren Aktisaäre j tirt, daß die bei Weitem große Mehrzahl der Krankheiten und Sterbefille, durch die Mangelhaftigkeit der Wohunugea und der Körperpflege, durch schlechte Nahrung bei gefährlicher, allzu- früher und allzakauger Arbeit erzeugt wird, Alles Folge de» Noth- stand eS, und daß daher im Darchschoitt, wie neuerdiugS die> euglische Statistik erwiesea hat, nur halb so viel Meuschrn au» der Arbeiterklasse als von den Wohlhabenden da» dreißigste Le» bevSjahr erreichen. Wer wagt«», die BeweiSktaft solcher Thatfacheu zu er- schültero? DaS Arbeiterleben nimmt, kurz gesagt, diesen Verlauf: Auf Stroh geboren, von kränklicher Matterdrust gesäugt oder als Haltekiud aufgepäppelt, entrinnt das Proletari: rkiu b kaum dem Bethlehemitischeu Kiudermord der heutigen Gesellschaft. — DaS Proletarierkiad, dem Hanger und Kummer die früheste»? Lebensjahre schon verpesten, lernt im besten Fall mit knapp» Roth lesen und schreiben und um so mehr Bibelsprüche, vielleicht auch durch die Lehrmeisteri» Roth Betteln und Stehleu.— Sobald da» Kind die Hände regen kann, da heißt e», fort in die Fabrik oder hinan« aus'» Feld, da wird geklöppelt, ober eS werden Aehrrn gelesen, aber da« frische Jugeadlebm wirb gemordet, um einiger armseligen Pfennige wegen.— Der Knabe reift zam Jüngling und zum Manu; wenn'» Arbeit giebt� so wird sich für das nackt« Leben geplagt, baß die Kraft bald ausgemergelt wird;«enn's einen Börsenkrach giebt, da giebt'S auch keine Arbeit,»S wird gehungert; und bei alledem heißt«S: „Fürchte den Herrn, der Gewalt über Dich hat".— DaS Mädchen reift zur Jungfrau; weun'S Glück Ihr günstig ist, dau» arbeitet fie augestreugt gleich dem Manne, nur um noch kargere« Lohn; wenn nicht, dann mag fie ihren Leib für'S Brvd v-rkan- fen, sich Wüstlingen preisgeben, au denen eS nicht fehlt.— Die Arbeiterfamilie wird gegründet, schönes Familienleben da», wen» Mann, Wlib und Kinder fich kaum sehen, in Fabriken ar- beiten müssen und bei jeder Krankheit, bei jedem Unfall daS letzt» Hab und Tat m'S PfaudhauS wandert.— Und hat dem Prolr- tarier im Laufe der Zeit nicht eine Arbeiterkrankheit oder ein Ar- beiterauglück rasch und schrecklich den LebenSfadeu» zerschnitten, dann winkt dem Treis am Lebensabend, nachdem die Spar- Pfennige verzehrt find, da» gastliche ArmenhanS. Zeigt mir, wenn Ihr eS könnt, daß da» Proletarierloo« ein anderes ist! Doch Ihr müßt verstummen! Auf die Hautfarbe kommt eS nicht an, um„Nigger" za sein! politische Aeberficht- Berlin, dm 23. März. " Die Sitzung des preußischen Abgeorduetevh ause» vom 18. März, auf deren Tagesordnung die zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Eiustrllang der Leistungen auS Staatsmitteln für die römisch-katholischen BISthümer und Geist- lichen stand, war auf jeden Fall eine der iunteressantesten der bisherigen Sesfioo. Abgesehen davon, daß wir in ihr wieder»i« Stückchen„Kulturkampf" zwischen Staat und Kirche erblicken, fand auch wieder einmal eine Citation de«„rothen Gespenstes" statt, die, wie e» scheint, im Abgeorduetenhanse von den vtrschie» denen Parteien zum„Graulichmacheu" der Gegenparteien nun- mehr öfter angewandt werden soll. Im Uebrigen erregte die fich dazu bequemteu— eS würde Jhneo zwar schwer fallen, eS sei aber da« einzige— je zwei Aktien zu einer zusammeuzn- schmelzen, da« heißt, daS Aktienkapital auf die Hälfte zu redozi- reu, dann würde man nächste« Jahr mindestens 8 pCt. Dividende erhalten. Durch solche Bersammlangeu, wie heute, und durch solches Vorgehen, wie das deS Herrn Fechner,«erde dir Sache nicht gefördert sondern nur derselben geschadet. Zum Beweise feiner Behauptungen, daß Herr Fechner nicht daS Joteresse der gefammteu Aktionäre wahr««ud nie habe woh- rm wollen, verlas er einen Brief, dm derselbe an Herrn Wahlert geschrieben, und worin derselbe fich erbot, über Alle«, wa« er zum Nachtheile de« Unternehmens wisse, zu schweigen, so bald man ihm für seine Aktien in Summa noch 160 Thaler mehr zahle, wie man ihm geboten habe. Hieraus gehe jedenfalls zur Erwidemng hervor, daß Herr Fechner nur stet« für steh gesorgt habe, und er hätte gewiß dies» Bersammlung nicht«ivberufeu, auch Keinem«in Wort von seinem Mißtrauen gesagt, hätte er nur daS geforderte Geld bekommeo; cZ se» deshalb jedenfalls seitens der Versammlung rathsam, nicht auf die Verdächtigung«» de» Herrn weiter eiuznzehm, denn da- durch würden ste nnr ihr eigenes Interesse schaden; man möge, da Herr Fechner nur so wenig Juteresse für die Gemeinsamkeit gezeigt, auch ferner ihn für fich selbst sorgen lassen, und fich nicht von demselben als Werkzeug seiner Pläne brauchen lasse». Der zweite Paukt in Betreff de» Generaldirektors wurde zugegeben, aber nicht als wesentlich hingestellt; wenn derselbe :uch nicht gerade seit 23 Jahren technischer Leiter der Fabrik, so sei es doch erwiesen, daß derselbe seit seiner Lehrzeit, die er im Etablissement beendet, dir sogenannt« recht« Hand de» alten Herrn Wahlert sei, was jedenfalls beweif«, daß er ein bedeutendes Ber« trauen genießt. Der dritte Paukt, betreff» Aufnahme von Hypotheken und Drdatte»ach deswegen besonderes Jateress«, da sie unS wieder zeigt, wie auch die katholische Kirche daS Kapitel der„Magen« frage" nicht gern ans ihrer Tagesordnung fehlen läßt. Wir laffeo hier die interessante Rede deS Abg. Wludthorst folgen, die fich auf den hier in Betracht kommenden Paragraphen bezieht, der da besagt: Ja den Erzdiözesen Köln, Gaeseu und Posen, den D'özeftn Kalm, Ermland, Breslau, HildeSheiw, Osnabrück, Paderborn, Trier, Fulda, Limburg, den Delrgatarbezirken dieser Diözesen, sowie in den preußischen Autheileu der Erzdiözese» Prag, Olmütz, Freiburg und der Diözese Mainz»erden vom Tage der Verkündigung dieses Gesetzes ab simmtliche, für dir BiSthümer, die zu deufelbeu gehörigen Institute und die Geist« ..»che» bestimmte Leistungen ans Staatsmitteln eingestellt. Der parlamentarische Bericht(intet: Abg. Windthorst(Meppen): Dieser§ 2 ist der Kern deS Gesetzes,>r enthält dessen Ziel und Zweck, und rS ist be« zeichnend, daß wir darüber gerade heute, am 18. März, debat. tireu.(Unrohe links.) ES ist daS ein deukwürdizer Tag, der in der Geschichte viel geschmäht, dessen Grundsätze energisch be« kämpft worden find. Aber die Gmndsätze des 18. März find reaktionär im Berhältniß zu denen deS§ 2.(Heiterkeit links) Wenn der Staat omnipotent ist und unbedingt Iefetze erlassen kann, so kommt eS nur darauf an, wer deS Heft in Händen hat, um die Gesetze zu diktiren. Heute regiert in Preußen und Deutschland der Fürst Bismarck, künftig vielleicht Herr Hasenclever.(Heiterkeit links.) Zweifellos hat Hafenclever mehr Chancen, als dir Geheimraths frak« »i on der National- Liberalen.(Heiterkeit.) Ja diesem Ge« fetze kehren wir zu den Grundsätzen der frauzöfischeu Revolution zurück, und Sie, meine Herren(nach links), werden die Revolu- tion nicht aufhalten, sondern fördern. Wenn die Geistlichen fich ' nicht verpflichten, den Staats gesetzen Gehorsam zn leisten, so er- halten fi« nichts mehr ans dem StaatSsäckil. 1869 würde man eine solche Forderung harmlos gefuudeo haben, heot: kann kein freier Mann einen solchen Satz unterschreiben, denn er bedeutet, man muß den Gesetzen ohae Ausnahm« gehorchen.(Ruf lintS: DaS war niemals anders!) Dann verkennen Sie die Geschichte. WaS beißt denn Befolgen der Gesetze? Der preußische Krön,' syndiknS, Professor Schulze in Breslau, erklärt in eiuer Schrift, daß der Staat mit seiner Gesetzgebung über die durch die Ver« unnft gebotenen Grenzen nicht hinausgehen, nicht die Sitte, die Gewissen verletzen darf. Diesen Grundsatz unterschreibe ich mit. Sobald jene Grenze überschritten wird, leiste ich passiven Wider- stand und hätte a'S Staatsbeamter mein Gewissen zu fragen, ob ich die Gesetze noch handhaben oder mein Amt niederlegen muß. Wenn Sie von nnS nur Gehorsam forderten, so weit Professor Schulze ihn billigt, so ließe fich über die Sache reden. Aber Sie wollen den omnipotenten StaatSgott, den echten Extrakt der Hegrl'fchen Philosophie— weShalb die Italiener unS bereits die Hegelianer an der Spree nennen. Es ist an fieb schon horrende, daß mau diese Anforderung an die angestellten Geistlichen stellt, dem Gesetze also rückwirkende Kraft verleiht, aber man verlangt auck von den zukünftigen Geistlichen gewissermaßen einen pro- mlssorischen Eid, während die Mißlichkeit solcher Eide allgemein anerkannt wird, und man besser thäte, die politischers Eide abzn- schaffen, als neu« zn kovstrniren. Der Mivistcrpiäsident sagt: Die Maigesetze find ganz unverfänglich; fie gehen lange nicht so weit, als das preußische Lar.drecht. DaS ist eine Erklärung, mit der er vor der graßeu Examinationökommisstoa schwer- ltch bestehen würde.(Hci'.irkeit.) Aber, wer ein Land wie Preußen regiert, sollte fiq nicht bloS auf das allgemeine Land- recht berufen, sondern sich auch erinnern, daß dasselbe in viele« LandeStheilrv nicht gilt. Dann hat der Kultusminister hervorge- hoben, daß ganz Shulichr Gesetze, wie die Maigesetze, in Oester. reich bestehen. Diese Aeußerung vernehmen wir sehr oft. Nun gebe ich zu, daß einzelne Bestimmungen der Maizefttze wieder- kehren, die Gegeoliande find aber doch anderS geordnet.(Wider- fpruch links. Abgeordneter W'hrevpfevnig: Beweis!) Den Beweis werde ich gleich bringen, ob ich meine, ein Mann, der fich fa auf>aS KultuSminiftcrinm präpariit, müßte daS Gesetz kennen.(Große Heiterkeit.) Z 10 deS österreichischen Gesetzes vom 20. Mai 1874 verlougt zwar von den Seelsorgern eine ollgemeine Bildung, aber nirgends ist ein Staatsexamen vorge- schrieben, in dem Hegel'sche Philosophie geftagt wird. Es findet sich dann im Gesetze die Anzeige der Anstellung. Diese Anzeige ist au fich prinzipiell uozuläsfig, denn die Apostel haben daS Lehramt ohne Einschränkung und ohne Erlanbniß deS römischen Kaiser« erhalten. Inzwischen ist von Seiten deS katholischen KirchevregiwentS durch das Konkordat der östemichischrn Regie- Zahlung der Dividende, wurde unseres Wissens gar nicht er- örtert. CS wurden nun folgende zwei Anträge eingebracht: a. Vom Civiliogevievr Mcyer, ameodirt durch Dr. Horn: „Die heutige Versammlung erklärt: daß fie vor wie nach als Aktionär« der„Wöhlert'scheu Mafchineaban-Attirngefchast" derselben ihr Bertranen schenkt, und erklärt den niedrigen Stand der Aktien an« der allgemeinen Börsevpanik; ersucht jrdoeb die Ver- waltung, die nächste Generalversammlung so bald wie möglich «inzubervfcv, um da« hent hier Vorgebrachte zum AuStrag zu bringen." b. Bon Herrn Jtzig:„Die Briefe von Dr. Braun, die in Händen de» Herrn Fechner, möge mau bei einem Rechtanwalt deponireo, um seiner Zeit Gebrauch davon machen zn könne»." Der Antrag a. wurde angenommen und Herr Dr. Horn damit beauftragt, denselben der Direktion zn übermitteln, refp. die Beröffentlichuvg in de» statntevwäßigm Zeitnoge» zu ver- anlassen. Der Antrag b. erledigte fich dadurch, daß der Herr Fechner vor der Abstimmung erklärte, die Briefe nicht onS Händen geben zn wollen, worauf die Versammlung vom Vorfitzenden Dr. Horn, der inzwischen zn diesem Posten gewählt war, geschlossen wurde. Für unS würde nun die ganze Sache wenig Interesse haben, wenn nicht doch einzelne Punkt« Anfichten und Thatsachen, die dort zum Borschein kamen, uns anf'S Nene Beweise für die Rich- kigkeit deS SocialiSmuS geliefert hätten. Einschalten wollen wir h'er noch, daß wir persönlich Theil nahmen an dicftr Verhandlung nvd ziemlich aufmerksam derselben folgten. Erstens that«S uns sehr leid, daß der Herr Fechner fich weigerte, die Brief« bei norm Rechtsanwalt« zu depouiren, denn »nr dadurch allein hätte vielleicht seiner Zeit Klarheit über daS Berhältniß geschafft«erden können, in welchem„Unser Brau»" z» diese»»od andere» Gründungen steht.— Für»uS steht aber schon so viel fest ans dm Lerhandlnogeu, daß erstens:„Unser rnag eine Mitwirkung bei der Anstelluuz zugesichert worden. Zwar hat die österreichische Regierung daS Konkordat anfgehobeu, aber diese einseitige Aufhebung war«in Gewaltakt, den daS Kir- cheorezimmt nicht anerkannt hat, und eS macht deshalb die Aa- zeige auf Grund des Konkordats, und hat auf Grund des Kou- kordatS den Bischof von Linz angewiesen, die Anzeige zu machen. ES fehlt aber in dem österreichischen Gesetz der ganze Apparat der Strafandrohaugen, eS fehlt vor Allem der ominöse, söge- nannte kirchliche Gerichtshof, der fich anmaßt, Bischöfe und Geist- liche abzufetzen. Endlich befiadet«an fich w Oesterreich eiuer wohlwollenden Regierung gegenüber und erfüllt auch uugezwungeo gern Wünsche derselben, die man einer anderen nicht zugesteht, welche den Kampf gegen Rom auf ihre Fahnen geschrieben hat, den Papst für-inen einfachen Einwohner Rom» erklärt und von»er italieuischrn Regierung verlangt, fie falle ihn in Schranken halten. Ich denke also, jene Behanotnug de« Kultusministers ist vollkommm irrig. Der Abgeordnete Gneist, der gern nach mir spricht(Hetterkeit), wird mich wahrscheinlich auf die Motive de« österreichischen Gesetzes verweisen(Abg. Gneist macht eine zustimmende Bewegung, Heiterkeit)— in den Motiven stehen allerdings einige kulturkämpferische Floskeln, aber die würden wir Ihnen scheffelweise gönnen, wenn Sie unS mit den Gesetzen in Rahe ließe».(Heiterkeit.)— Man will hier die Erklärung de« unbedingten Gehorsams durch Grldrntziehungrn enwiagen, die Festung also durch den Hunger nehmeu. Der Ministerprästdent hat zwar gemeint, daS Gesetz werde nicht recht wirksam sein, denn der Papst und die Jesuiten hätten unendlich viel Geld. Woher Hut er daS? Ich habe bisher nicht gewußt, daß er der Fiuanzminister deS Papstes und der Jesaitea ist. (Hriterkeit. Ras: Au!) Aber er hat leider Unrecht. Weder der Papst, noch die Jesuiten find reich genug, um zu ersetzen, waS der Kirche hier genommen wird. Mau depossedirt in Rom keine Fürsten, verträgt fich dann mit ihnen und nimmt ihnen hinterher daS vermögen. Die LanbeSnnterthauiu werden dm Ausfall aufbringen müssen, denn da« katholische Boll wird sciae Geist- liche» nicht uaShuagero lassen. Aber wenn dieses Gesetz wirkungslos ist, wie will dör Miuisterpräfiveut rechtftrtizen, baß eS erlassen wird?(Heiterkeit links.) Zu den Lei« stuugea, welche heute der Kirche entzogen werden solleu, ist der Staat rechtlich verpflichtet, unterbleiben fie, so liegt ein BertragSbruch vor.(Wftsrsprnch links.) Freilich weiß ich, daß die Ci'kumscriptionSbullen keine Konkordate find; diese be- handeln sämmtliche Beziehungen deS Staate? zur Kurie, jene nur einzelne Bestimmungen, insbesondere die uns Grund deS ReichS- dcpntationShauptschluss-S und der Wiener Verhandlungen der Kirche zu leistenden Dotationen. Es liegt aber bei beiden ein vollständiges Bertragsoerhältniß vor, und ich meine, rS entspricht dem Begriffe der Majestät, übernommene Geldverpflichtungen voll und ohne Anstand zu leisten, kann eS deshalb nicht«in MajestätS- recht fein, fie nicht zu erfüllen.(Schr gut! im Cmtrum.) Wir wären zufrieden, wenn der Kultusminister die Fortzahlung der Diäten von dem Aussprache der Gerichte abhängig machen wollte, denn ich bin nicht zweifelhaft, wie die Gerichte entscheiden wer« den, soweit fie noch nicht vom Kulturkampf angefressen find. Wm« Sie die Geistlichen durch Mittel, wie fie dieses Gefetz vor- schlägt, zwingen wollen, so beleidige, Sie damit Recht und Mo- ral. Ehe Sie diesen Weg wandeln, überlegen Sie sich die Sache »och einmal. Sie könnm Frieden haben, sobald Sie fich mit den gegebenen Autoritäten verst'.ndigm(Aha! links), wir werden eine'solche Verständigung«ach Kräften fördern. Wollen Sie den Frieden nicht, so bleibt nnS nichts übrig, als mit Geduld zn er- warten, bis man fich an der höchsten Stelle erinnert, daß eS auch katholische Untertbanen giebt. Auf der Danziger kaiserlichen Werft ist»en über 60 Jahre altm Arbeitern zum 1. k. M. die Arbeit gekündigt worden. Wie verlautet, haben die von der Maßregel Betroffenen, zum Theil Leute, die schon an die zwanzig Jahre auf der Werft ununter- brachen beschäftigt sind, an den Mariueminister v. Stosch ein« Petition abgeschickt, in welcher fie aas die lange Zeit, welch« ste dem Staate ihre Dienste gewidmet, so wie darauf hinweisen, daß eS ihnen bei ihren Jahren doch unmöglich sein dürfte, anderweitig Arbeit zu finden. Sie ersuchen, fie entweder in ihren jetzigen Stellungen zu belassen, oder aber ihre Zukanft in anderer, ge« eigneter Weise stcher zu stellen. Wird da« dm unglücklichen Greisen aber helfen? ünus pro multis, zu Deutsch: Eiuer für Biel«.— Die „Staatsbilrger-Ztg." schreibt: Wie inhuman einzelne mit GlückSgü-ern reich gcfeznet« Men- Brann" an vielen Gründungen betheiligt ist, eS wurden dort sechs bis sieben aufgezählt; wenn ihm aber diese Vielheit Beran- laffnng giebt, zn vergessen, daß er an dieser betheiligt war, so begreifen wir eben nicht, wie ein Mann, der an solcher Bergeß« lichkeit leidet, BolkSvertreter sein kann; er vergißt ja bestimmt dann von einer Sesfion zur andern, welcher Fraktion rr im Hause angehört, und ganz gewiß hat er längst vergessen,«aS er seinen Wählern im Reichstage zu thun versprach, auf Grund dessen fit ihn wählten. Ferner scheint mtS die Thatsache zu denken zu geben, die doch unter alle» Umständen feststeht, nach feinen eigenen Briefen, daß der Herr in einigen Tagen zurücktrat, dieS bringt unS denn doch wohl mit Recht auf den Gedanken, daß eS nur den Grün- der» darauf ankam, dm Nmtcn als Lockspeise zu gebranchm, und weiter, daß die» geschehen konnte nur mit Einwilligung de« Dr. Braun, den» sonst müßte ja NamenSfälschnug vorliegen, and endlich liegt dann gewiß der Verdacht nahe, der auch selbst in der Versammlung AaSdrvck fand, daß diese Einwilligung nicht umsonst gegeben sei. Hält mau hiermit zusammen, daß ein Aktionär als einziges Mittel, die Fabrik wieder in Flor zn bringen, angab, man müsse daS Aktienkapital auf die Hä-fte redozireu, waS doch weiter nichts heißt, als daß die Fabrik von dm Aktionären annähernd um'S Doppelt« ihreS WertheS zu h'ch bezahlt ist, so kann man fich nicht der Ueberzengung verschließen, daß bedeutende Summen in die Taschen der Gründer gewandert find, vielleicht bloS dafür, d.ß fie ihren Namen hergaben. Ferner waren wir ganz erstaunt, in diesen Aktionären,«aS nebenbei gesagt, alle» behäbig« Geldmäaner zn sein schienen, eut- s-biedene Socialisten zn finden, die auch dem Grundsatz« huldigten, „Einer für Alle und Alle für Einen". Die« fiel unS nämlich bei der Gelegenheit ans, als«wer der Herrm mit fo sittlichem Pathos, in welchen fast Alle ein- stimmten, rügt», daß der Fechner erst Alles Mögliche versucht scheu zuweilm denken, Vavou gab neulich«in Ausschußmitglied, welche« im B-sttze von ca. 400,000 Thlr. Aktien der Berlin- PutSdum-Magdebnrger Bahn ist, dm Beweis dadurch, daß e» allen EmsteS dm Autrag stellt«,„die Gehälter der niedere» Beamten am 20 pCt. zn erniedrigen, um dadurch die Dividend« zu erhöhen. Bor einem solchen Schritt schrak selbst da» Direktorium zurück und wleS, Wohl in Anbetracht der an sich schon gedrückten Lage der betreffmdm Beamten, den An- trag mit allen Stimmen ab. Wir hegen für den dividmdeu- «üthigm Millionär weiter keinen Wunsch, als duß er in die Lag« käme, nur einige Jahre da» Amt eines Weich-nstellerS zu versehen, vielleicht würde er d-nn von der Dioideude ganz absehen und lieber eine Erhöi-uag deS HuugergehaltS beantragen." Ob die Aktionäre and Direktoren noch lange zög-rn werde», des unterm Eisenbahnbeamtea die Gehälter nicht um 20 pCt. herabzusetzen?— Wohl schwerlich! Sicher wird eS nicht lauge mehr währen, bi« vereint einig« Herren Millionäre dm Autrag ihre« Kollegen wieder aufnehmen werden. Wie in ihren Fabri- ken, so werdm fie auch hier in nicht langer Zeit„weise Spar- samkeit" walten lassen, der„heiligen Ordnung" halber. De» Minister Camphausen'S Worte tragen eben Früchte. Ein treffendes Nrtheil. Lebte JnninS(der berühmte englisch; Publizist) im heutigen Oesterreich, er würde sich Jere- miaS nennen, schreibt ein Wiener Korrespondent der„Frankferr- tcr Ztg." Man hat eS hier nicht mit der Schlechtigkeit einzelner Jadividum zn thun, das ganze Staatswesen ist durch und durch morsch, und, wo» da» Schlimmste dabei ist, jeder Ge- bildete fühlt»S instinktiv, und doch will keiner den Finger rüh- reo, um die fatal« Situation zu ändern. Nicht, als ob es in Oesterreich keinen Patriotismus gäbe, man täusche fich darüber draußen im Reiche gar nicht. Käme eS noch einmal zu einem unglückseligen Bruderkriege, so würde man die unteren Schichten de« Volke» sich mit einer wahren Ber- serkerwath erheben und all' dm künstlichen Fir- »iß mit gewaltiger Faust zerstören sehen, dm Wohlvienerei, Ge- wtnnsucht und vermeintlich: Unfehlbarkeit über da« Aeußerstc nn- sere» G-meinwefenS gebreitet haben. Wir leben aber in einem scheinbar konstirntionellm Staate und unser Parlament ist trotz Wahlreform»och immer die Bertretuug wenig homogener(qleich- urtiger) Interessen, wie der engherzige Schmerling fie geschaffen hat. Die oberen Stände sind allein darin repräseu- tirt, und diese sind entweder durch und durch torrum- pirt oder durch und durch blasict, abgestumpft für Alle«, gleichgültig. Es fehlen die Männer und es fehlen noch mehr die Ideen, nu> dennoch haben wir den gewaltigsten GahraugSprozeß, mit nur je ein solcher die größten Männer und die größten Ideen gezeitigt hat.>— Alle» bankerott l Moralisch banlerott, ökonomisch bankerott und geistig bankerott. Apres nous le döluge!„Nach unS die Süniflathl * Die„verlmer Bürgnzeitung" beginnt«wen Leitartikel folgendermaßen:„Kleider machen Leute l Man denke fich den altersschwachen, hinfällis-n, kaum noch zurechnungSfähigru Greis im Beticau uns«mm Posten versetzt, der mehr seinen Fähigkei- tm entspricht, vaheza unbekannt würde die Existenz diese» Mau» ueS bleiben, du« Fluchen würde als Gasseujungeamanier allerdings vernrth-.ilt, aber nicht weiter beachtet werden. Mit dm HochverruthS- und Anfruhroersnchm hätte sich der Staatsanwalt in gleicher Weise zu beschäftigm, wie ihm von Zeil zu Zeit ein Bruder Miericke oder ein nach MajestätSdeleidi- gung lüsterner alkoholisirter Social-Demokrat in dir Hände fällt, daS große Publikum würde dm Jammermmschm bemitleiden, daS wäre aber auch AlleS. Jadeß Kleider machen Leute, PinS IX trägt die dreifache päpstliche Krone, in Folge seiner Kostümirung als Stellvertreter Christi auf Erden flacht er im Ramm Gottes, hinter ihm steht die staatSge,'ährliche Sek» der Jesuiten, ihm blind ergeben gehorcht eine zahlreiche Schaar geistlicher Würdenträger in allen zivilefirtm Ländern deS Erdm- rnndS." Die„Germania" sagt dazu:„WaS sagt man zu solcher Schamlosigkeit? Es wir» Zeit, daß dir Kcihollkm selber fich mit derartigen Produkten der„liberalen" TagcSliteratnr etwas eingehender und in zweckentsprechender Weise befassen, da eine Behörde, welche gegen Berhöhnnnzen und B-runglimpfunzm des- sen, waS Millionm preußischer Staatsbürger verehrangSwürdig erscheint, nccht vorhanden ist."— Wir aber bemerken:„Der Herr Staatsanwalt Tesfendorf spricht däufiz von„Hrtz- artikeln', welche fich im„Neuen Social-Dimokrat" befänden; wenn er stch aber in Wirklichkeit einmal einen gcweiueu Hetzhube, um persönlich durch Retourverkuuf seiner Attrm an Herrn Wöhlert wieder zu seinem Gebe zu kommen und, im Falle ihm dieS gclungen, er zu schweigen gelobt habe über Alle», waS er wisse. Nun, auch wir halten diese Handlungsweise deS Herr» Fechner durchaus für verkehrt, ja wir verabschen-n sogar von on- serm Stavppunkt auS solches Thun; aber wie kommm denn diese Herren dazu, einen Stein aas den zu werfen, der a!S armer Mann, wie er fich ausdrückte, AlleS versucht hat, um sein eigenes Jatrressc zn wahren, selbst für den Preis deS SchweigmS über Alles? Wir find wahrhaftig nicht davon überzeugt, daß diese Herreu daS Gegeutdeil gethan hätten, zumal ja Eiuer erklärte u> Zn- stimmuug fand, daß fie ihr Geld Alle nicht gegeben hätten, um die Industrie zn heben, sondern möglichst hohe Pcozeute damit zn verdienen; wir meinen, hier ist wieder einmal recht das Sprüchwort vom Balken und Splitter am Pbtz«, und glauben fest, die Herren waren nur deshalb entrüstet über daS Vorgehen des Herrn Fechner, weil fie dadurch den ConrS der Aktien gefährdet sahen. Daß man auf den Punkt der Aufnahme von Hypotheken zur Verthcilnng von Dioidmdeu nicht einging, hat uns fihr ge- wundert. ' Wir wollen unS nun nicht mehr auf«eitere Erörterungen einlassen; nur eins noch wollen wir koustatireu: daß durch diese Bersammlnug anf'S Neue die Korruption der heutigen Gesellschaft bestätigt worden ist; anf'S Nene find grelle Schlaglichter aas daS Gründertham geworfen. Nun, wu» kümmert'« uaS; gründet nur immer zu und streitet Euch um den ConrS der Aktien; wir stehen von Weitem und schauen ruhig zn, wie Ihr Euch im Kampfe selbst uufteibt tu Eurer Dummheit und Gehässigkeit gegen den SocialiSmuS, wissend, daß, wen» Ihr fertig seid, waS nicht allzu lang« mehr dauern wird, wir in Aktiva treten und mit uns der SocialiSmuS.__ 3- R- artikel" au�hta»10, so li«jt«r ihm so d«n Produkte der ltberalm„Bärzerzeitaag" vor. Sicher aber ist«tu„alkoholistr. ter Social- Demokrat" eis ehrlicherer, austaudizerer Stil, auch toten er eint MajestitS beleidigunz beginge, als»in regle- rnngSrSlhlicheS,«einschlemmendes Pregreptil. * Zar Bismarckomauie. An den Fürsten Bismarck ist von Weilbnrg ans folgende telegraphische Adreffe gerichtet worden: „Ihren gestrigen mächtigen Worten im Abgeordnetenhanse zu dem jetzigen großen GeisteSkampfe:„Mit Gott für König und Bater- landl" spricht die wärmste, jubelnde Znstimmnng anS die hente hier tagende freie Konferenz eoangeltscher Geistlichen nnd Laien m Ober-Lahnkreise." Die„Lasialle'sche Weste»tasches-Zeit««g" kei« Berei«. (Forlsetzuag statt Schluß) In dem Termin vor der VII. Deputation des Stadtgerichts war StaatSa«alt Tessendorf, der Berfasser der An- klageschrift, nicht Ankläger, sondern der Staatsanwalt Simon von Zastrow. Nachdem die Anklage verlesen worden, richtete der Prästdent Reich znoächst an Rackow die Anffordernng, selbige zu beantworten. Rackow erwidert: er habe nach Schließung deS Allg. deutsch. Arb.-BlreinS keine weitere strafbare BereiuSthätigkeit ausgeübt, werde jedoch mit feinem BewetSmaterial zarückhaltea, bis er im Plaidoyer die AnSführnngen d-S Staatsanwalts gehört; er wolle im Uebrizen bemerken, daß er zur Zeit, wo er nach der Anklage die Kaffe des Allgem. deutsch. Aro.-BereinS geführt haben solle, nicht in Berlin, sondern in Hamburg wohnhaft gewesen sei, und in ersterer Stadt fich nur besuchsweise aufgehalten habe; nach er- folgter Schließung sei er nach Hamburg gereist, und habe, nach der Wiederkanst nur die Expedition des„Neaen Social Demokrat" übernommen. WaS die„Lasialle'sche Westentaschenzeitung" be- trifft, so bemerkte der Prästdent dem Staatsanwalt gegenüber, ob derselbe diesen Antlag'pankt fallen lassen wolle, nnd in der That verzichtet derselbe von vorn herein auf den Versuch seines Kollegen Tess-ndorf, aus der„Wcstentaschen-Zeiwng"«ine Fortsetzung deS Allg. deutsch. Ard.-BereinS zu folgern. Der Prästdent führte dagegen an, daß bei den Akten eine Zahlungsanweisung an Rackow, als Kasfirer deS Allgem deutsch. Ard.-BereinS, sich befinde, und zwar vom 10. Juli datirt, also lange nach der Schließung. Rackow bestreitet jedoch, von jener Anweisung Keuniniß zu haben, da er in jener Zeit gar nicht in Berlin gewesen sei. Weiler wird der Brief Bater'S anS Hamburg vorgelesen, wonach Hasenclever em anderem Kasfirer, an Stelle Rackow'S, in Borschlag gebracht wird. Hierzu bemerkt'Rackow, daß dieser Brief durchaus nicht belastend für ihn fei, weil demselben ja eine Qaittirung sciacS AmteS als Kasfirer hohe»oranS gehen Müssen. Al« BelastnngSpunkt wird sodann angeführt, daß Kassen. bücher vorlägen, iu welche noch im Inli vom Angeklagten Eintragungen vorgenommen worden feien. Rackow findet dieS im Allgemeinen richtig, bemerkt jedoch, die Eintragungen darin, die nach der Schließung erfolgt wäreo, feien sämmtltch Nachtragnn- gen und privat: Notizen, welche theilweise iu einem Tag» von Anfzeichnungeu abgeschrieben seien, der Gehülfe Jacobs während Rackow'S Abwesenheit«emachr habe, damit Letzterer einerseits über die ihm übersendeten Geldir fich hätte rechtfertigen können, anderer- seitS auch hätte ermitteln können, wie viel Geld Jacobs wahrend feiner Abwesenheit für den„Neuen Social-Demokrat"«ingenom- wen habe. Eine verzeichnete Zahlung von 40 Thalern wird von Rackow als ein Thetl feines GehalteS als Erpedient bezeichnet. Dei dieser Gelegenheit weist der Staatsanwalt darauf hin, daß dir Aafschriften der blauen Umschläge der Geschäftsbücher auf den Allg. deutsch. Arb.-Berein hinwiesen. Rackow erwlderte jedoch, daß er diese Umschläge in der Expedition vorgefunden und für s.ine Privatnotizen beibehalten habe. D-r Präfl'-cm fragt an, wann Rackow die Kasse abgegeben, worauf Letzterer erwidert: am 1. Juli, nnd fich dabei ans da« Zevgniß Bater'S in Hamburg, als seines Nachfolgers im Kassen- Wesen deS Allg. deutsch. Arb.-BereiuS, beruft. Der Prästdent wendet fich hierauf zu Derossi, uud fragt, wauu dieser nach Bremen verzogen sei, worauf derselbe antwortet: am 10. August; in der Zeit vom 28. Jani bis 10. August habe in Berlin ein Verein nicht mehr bestanden, mithin habe er dort auch keine Thätigkeit ausüben können; ebenso sei eS dem SeaatS- anmalt nicht möglich, aus den 30 dei der Haussuchung konfis- zirten Briefen ihm eine solche Thätigkeit nachzuweisen. Hinfichtlich der Behauptung der Anklage, daß Hasenclever die Präfideutenwahl zum 10. Jali ausgeschrieben und Derossi als Sekretär benannt habe, erklärt dieser, auf jene Zeitungsnotiz kein Gewicht legen zu können; er verlange vom Staatsanwalt den Beweis� daß er bei dieser Wahl wirklich thätig gewesen sei. ES erfolgt darauf das Zeagenv-rhör von Hasenclever und Stahl. Ersterer erklärt, bei der Aussage interesfirt zu fein, da sie Möglicherweise ihn selbst betreffen könne. Derselbe wird daher nicht beeidigt. Stahl sagt aaS, daß er, als Berliner Beitragsammler, von Nack»« nud Reiiper Mitte Juni 18.71(also zur Zeit der Ber- legnvg deS Allg.'devtsch. Alb.-BereinS nach Bremen) die Mit- glledökarterz zurückerhalten habe. Hasenclever sogt auS: Mit Bestimmtheit wisse er nicht, eS fei möglich, daß Deroffi noch Arbeiten als Sekretär nach der Schließung des Allg. deutsch. Arb.-BrreioS gemacht habe, vou Rackow köuue er uichtS sagen,»eil derselbe nach Hamburg abge- reist sei. Darauf sei zuerst Garbe vou Bater zum Kasfirer vor- geschlagen nnd später Bater selbst vom Zeugen als Kasfirer er- nannt worden. Ans die Frage, ob Zenge zugebe, daß Rackow die uöthigen Arbeiten zu: Uebeiführnng der Geschäfte an Bater in Hamburg gemacht und ob Bater am 1. Juli sein Amt ange- treten, erwidert Hasenclever, er könne dies nicht genau sagen. Derossi bestreitet, daß er SekretariatSarbeiten gemacht; e» fei dieS nur eine Bermuthnng von Hafenclever. Hasenclever antwortet: mit Bestimmtheit könne er. die Thä- tigkeit Derosfi'S nicht behavpten, er habe diese nur vermutbet. Den Anfrvf zur Präfldeatevwahl habe er wohl erlassen, ob Derossi der Aufforderung aber nachgekommen sei, wisse er nicht. Die Anweisung an ZielowSki sei von Derossi, nicht von Rackow geschrieben, wie auch der Brief Bater'S beweise, daß Rackow keine Thätigkeit als Kasfirer ausgeübt Hab». Der Staatsanwalt begründet feine Anklage damit, daß der§ IL Alinea 2 deS BereiuSgesetzeS vom 11. März 1850 Von den Angeklagten übertreten sei und die« namentlich scharf bei hervorrageodeu Mitgliedern des Benin« gestraft«erden müsse. Beweise seien dasüc da, daß die Gesetze nicht von den Social- Demokraten respektirt würden; eS bedürfe deshalb bei so hervor- ragenden Personen deS BereinS nicht der thatfächlichen Beweise, sondern nm� der Indizienbeweise. Als Grundlage für eine ander» Verhandlung gegen Hasenclever sei bereits angenommen, daß die Lerlegung de« Vereins nach Bremen nur eine Umze» hung deS Gesetzes gewesen sei, indem dieselbe, wie bereits anerkannt fei, nichts an der Sachlage geändert habe. Der Staatsanwalt führt dann weiter aus, daß Deroffi ein- geräumt habe, am 11. Aagust in Bremen die BereinSgefchäfte übernommen zu haben; selbstverständlich gehöre zu einem solchen Posten eine genaue TefchäftSkenutuiß, uud eS könne durchaus nicht angenommen werden, daß in dem Zwischenranm vom 28. Jnni bis 11. August eine mit den Geschäften gänzlich unbekannte Person mit Führung derfelbea betraut worden sei. Hasenclever gestehe dieS zum Thril selbst zu, und er müsse doch wissen, wer seine rechte Hand in dir BereinSleitung gewesen sei. Daß Derossi diese Person fei, dafür spreche anch die Bekanntmachung der Präfideutenwahl, denn eS werde darin gesagt, daß Derossi eine Thätigkeit ausüben werd-; er sei mithin Sekretär gewesen. WaS Rackow aobelauge, so liege die Sache anders, und hier fei nur erwiesen, daß derselbe nach Schließung d»S Vereins fein Amt niedergel»!.t habe; eS bleibe aber immer noch eis Zwischen- räum vou mehreren Tagen, und für die Thätigkeit während dieser müsse eine Strafe festgestellt werden. Am 11. Jnni seien von Deroffi die Borstandsmitglieder des Allgem. deutschen Arb.- BereinS, und unter denselben nach Rackow, in Bremen angemeldet «orten. Elfterer müsse mithin gewußt haben, daß Rackow noch Kasfirer gewesen sei; daß Rackow in Hambnrg gewesen, sei ganz unerheblich, denn eS komme nicht darauf an, wo er für den Verein thätig sei, sondern ob er überhaupt für denselben eine Thälizkeit aaSgeüdt habe.(Angeklagter Rackow: Oho!) ES komme ferner nicht darauf an, ob R ckow zu dem Zeugen Stahl gesagt habe, er wolle kein Mitglied deS Vereins s« n, sondern ob er dieS auch wirklich ausgeführt habe. Er halte dies für ein ab. fichtliches Mauöver. Ttatfächlich habe R ckow die Kassragefchäfte versehen, und ob ihn'die nächsten Parteigestossen nun als Kasfirer angesehen hätten oder nicht, daS könne gleich sein. Der Brief von Bater anS Hambnrg liefert den Beweis, daß sein Rücktritt in der That nicht erfolgt gewesen fei, sonst würde der ganz- Brief, welcher für einen etwaigen Rücktritt eine andere Person in Vorschlag bringt, hinfällig sein. ES bleiben schließlich noch dt- Eintragnngcn in die Kladde übrig. Wenn vom Aageklagten gesagt werde, eS seien die« nur seine Prioatnotizen gewesen, so sei zu bemerken, daß-r sich doch immer noch für verpflichtet gehalten, für den Allg. deutsch. Arb.- Verein diese Aafzeichvungen zu machen, bis er sein Amt niedergelegt haben würde; er hätte stch immerhin so lange, als sein» Stelle noch kein Anderer vertrat, strafbar gemacht. Hierauf erfolgt der Strafuntrag von 14 Tagen G-fängniß gegen Rackow und von 6 Wochen Gekängniß gegen Derossi. Rackow äußert fich nun in seiner Bertheidigung, wie folgt: Wenn auch bei nuS, wie der Staatsanwalt ausführte,»s nicht«af sehr schwer wi-gmde Beweise ankommen mag, sondern der Staatsanwalt Indizienbeweise für genügend hält, so müssen aber doch überhaupt Beweise da sein, nnd ich glaube, behaupten zu können, daß selbst die Jndiiienbew is« nicht als erbracht anzn- sehen find. Ich behaupte, nach Schließung des BereinS durchaus keine strafbare Thätigkeit mehr ausgeübt zn haben. Ich kann mein Alibi für Berlin nöthigenfallS nachweisen, und später ha»e ich in Berlin nur als Expedient frmgirt. Als Derosst vor der Schließung deS Allg. deutsch. Arb.- V relvS mich in Bremen als Kasstrer anmeldete, geschah dieS am 11. Jani, also zn einer Zeit, wo eS mir roch nicht verboten war, Kasfirer deS Allg. deutsch. Arb.-BereinS zu sein. Ich habe ferner erst im Oktober meinen Wohnsitz nach Ber- liu verlegt. Ferner hat während der Tag», wo ich nicht in Ber- lin war, der ExpeditionSgehüif« Jacobs mein Geschäft geführt, und für dessen Thätigkeit bin ich nicht verantwortlich. Der Staatsanwalt hat schon die Anklage belresss- der „Westentaschen. Zeitung" fallen lassen und ich wundere mich sehr darüber, da ich geglanbr, eS handele fich namentlich um die- selb» bei dieser Anklage. Es hat sogar geschienen, als wolle der Staatsanwalt auch aus meiner Thätigkeit als Expedient deS „Neuen Social-Demokrat" eine Fortsetzung de« Allgem. deutsch. Arb.-BereinS folgern. Die„Westenlaschea-Zeitung" ist, wie der „R-ue Social- Demokrat" und die„Social-Politischeu Blätter" aber juristisch Eigenthum de« Herrn Hasenclever, und ich wollt» den sehen, d,r ihm über die Verwendung der hierdurch erzielten Gelder Borfchriften machen könnte. Wenn auch unsere Partei im Stande ist, auf Hasencle- ver einen starken moralischen Druck auszuüben, iu Folge des- sen er einen großen Theil deS Einkommens für AgitationSzwecke verwendet, so ändert daS nichts an dem persönlichen Eigen- thnmSrecht deS Herrn Hasenclever. Der Allg. deutsche Arb.- Bereiu hat in den 11 Jahren seines Bestehens nie Korpora- tionSrechte gehabt, also auch kein Eigenthnm erwerben können.— Wenn der Staatsanwalt anch die Anklage in Betreff der„Westentafchenzeitung" hat fallen lassen, so fühl»-ich mich dennoch erst recht veranlaßt, diesen Punkt scharf in'S recht» Licht zu stellen. In Betreff dieses hatte ich dreimal Bornntersuchuog; zweimal warte ich als Zenge gegen Hasenclever veroommen und vereidigt. Aber wenn Sie da« zusammenstillen,«aS ich bei diesen drei B-rhören ausgesagt habe, so werden Sie zu kei- nem anderen Resultat kommen, als daß eS bei der„Westen- taschenzeitung" nur auf die Beschaffung von Geldmitteln ankam, um dadurch Defizits, die fich bei andere» Einnahmen herausstell- ten, zu decke». Wenn aber auch die genannte Zeiturg nur anS- schließlich deu Zweck gehabt hätte, die Beiträge de» Allg. deut- scheu Arb.-BereinS zu ersetzen, so wäre«S immer noch keine Fortsetzung deS Allg. deutsch. Arb.-BereinS. Wäre diese Zeitung»ine Fortsetzung des Allg. deutsch. Arb.-BereinS, so müßten ersten«: ihre Abonnenten einen politischen Berein bilden; zweitens: müßte dieser Verein als Fortsetzung d»S Allg. deutsch. Arb.-Berein« juristisch er- keuubar seiu. E» besagt uo« der ObertribuualSbeschluß vom 7. Oktober 1873 wörtlich: »dag,»um da« Berein», esetz den ,esitzllchen Begriff eine» Poll- tischen Berel»» auch nicht nähe»»esinlrt hat, darunter dach ein» jede Mehrzahl baa P-rsaaeu verstanden»erden muß, welche vermöge eine« Uebereinkammea, stch unter einer Lellnnz für lön- »der kürzere Zeit zur Einwirkung auf öffentliche An- gelegenheiteu vereinigt haben, „daß eine jede hiernach als Bereiu anzuerkennende V rdHonng. wenn sie politische Gegenstände in Versammlungen erör- tert, de« B-rd»lc de,§ S de» SeriinSgefetzcS uutertt ge" Die„WestentascheozeitnngS"-Abonueuteu haben weder durch ein Uebereiukommeu fich vereinigt, noch stehen fie unter einer Leitnug, noch haben fie jemals auf öffentliche Äagelegen- heilen einwirken können; fie sind unter einander fich ganz fremd und abonuireu nur auf der Post»der bei deu Kolporteuren, folglich fehlt jedes Moment eines polltischen BereinS.— Außerdem ist r« selbst Mitgliedern»ine« gefchloffrurn BereinS unbenommen, irgend einem anderen Berein«lS Mttglleder an- zugehören, nur dürfen beide Berein» nicht identisch sein. DaS Charakteristische deS Allg. deutsch. Arb.-BereinS war aber, daß seine Mitglieder in Berfammlnngen politische Aagelegen- heiten erörterten. Noch niemals haben aber die Abonnenten der „Wei«utoschenzeitung" derartige Versammlungen abgehalten; selbst wenn sie also einen Berein bildeten, wäre«S eine andere Art Berein, als der Allgem. deutsche Arb.-Berein; er stände nicht unter% 8b. deS BeremSgefetze« und könnte also nicht Fortfetznnz dtsselbeu sein. Schluß folgt.) Wands eck 12 März(Prozesse.) Ja den letzter Tagen spielten sich vor dem KeeiSgericht zu Altona zwei Prozesse ab. In dem ersten«a- reu 6 hiesige Maurer we�eu Uebertretnng de» BereinSgesetzc»(§ 16 al 2) angeklagt. Im zweiten Prozesse waren 2 hiesige Tischler wegen desselben Bergchcuo angeklagt. Di- Tischler SIevcr» und H-Huke wurden kostenko» freigesprochen. D!e Publlketiou de« UrthellS im ersten Proz-sse gegen die Maurer wurde ausgesetzt. DaS Juteressante bei diesem Prozesse ist, daß einer der B-laüuugSzeugeu vom GtaatSauwatt de« MeiuebeS angeklagt werden soll, wäheeud der andere BelaünugSzevge vou deu Angeklagten selbst al« meineidig dennnzirt Ist. Richter. DUrnfea, 18. März.(LersammlnngSauflösnng) Dienstag, den 16. März, fand hicrselöst in Burmelfter'S Salon eine öffentliche Tl. garrenarbeiterversammlang statt. Herr Schreckenbach reserirle über de» NormalarbcitStag mit festem Tagelohn. Während d.s Bortrages war von Herrn Lorl ein Antrag elngerelchr, eine Tellersamwlnng zur Deckung der Kosten zu veranstalten; ai« der Antrag vom Borfitzendcn verlesen war und derselbe fragte, ob einer der Anwesenden da» Wort zu diesem Antrag wünschte, erklärte der überwacheadc Offiziarit, ,S sei nicht gestattet, eine Tellersammlnng abzutzalien. Hieraus meldete fich einer der Anwesende» zum Wort um erklärte dag die Berfammlung kompetent sei, hierüber ab- zustimmen, worauf die Berfammlung pollzelli» geschsossen wurde. O. E. Gütscho«. Franlsurt a. M., 18. März.(Wahlverein.) Der definitive Bor- stand dl«, hiesigen„Soeial-d mokratischen WahlvcreinS" besteht ans folgen- den Personen: H. Bit) er, erstem Vorsitzenden; Fr. Ellner, zweitem Bor- fitzenden; S. Kuhn uv» Jnl. Schade, Schriftführern; I. Adam, Kasfirer Prinz und E. Müller, Ersatzmännern. Bremen, 16. März.(Allgemeiner Bericht.) Am 2. Mär, hielten wir eine öffentliche Arbeiterverlammlung im westlichen Stadtviertel od, und zwar im Lokale der Tonhalle, wo am selben Abend ein Senator in den unterm Räumen einen BolkSbildungSoortrag hielt. Nebenbei gesagt» wirb die BolkSbildung hier von Pastoren und Doktoren und anderen ge- bildet fein wollenden, hochstehenden Perfonen an« purer„Menschenliebe" beliieben. Bon welcher Art dle Bildung Ist, mag folgeubes B.ispiel lehren: Ein BildnugSapostel sagte Im Lause seine« BortragiS, baz jetzt weil größere Sehälter K. gezahlt würben, als zu Luther',! Zeilen un- dergleichen Unsinn mehr. Trotz der niarUschreicrischcn Plakate der Bolksbildner zogen e« die Arbeiter doch vor, lirb-r in unsere Versammlung zu gehen, und war es bei uns auch gedräagt»oll, während e» im BolkSdiloungSverein leer blieb. Herr Frick hielt einen klar und leicht verständlichen Bortrag über:„Unsere Schulen im Dienste gegen die Freiheit." Alle Anwesenden zollten dem Red- ner ihren Beifall und traten 14 Mann unserem Beeelne bei, um mit uns gemeinsam für die wahre Bildung des BollcS zn lämpsen. Herr Fleisch- mann knüpfte hieran noch einige Wone. Denselben Bor-rag hielt Herr Frick unter großem Beifall oller Anwesenden in einer Versammlung im östlichen Stadttheile. Ebenfalls hatten wir am 15. wieder eine Bersamm- lung Im erstgenannten Lokale, wo Herr Frick über sogenannte Gelehrte, jetzige Patrioten und frühere Betteldricsschreiber au Napol su III. clneu Bortrag hielt. Redner verlas dadei verschiedene Briefe von jetzigen„Pa- trloten", welche selbige an Napoleon III. geschrieben haben, und geißelt scharf ihie unpatrioltsche HandiungSart. Redner sprach fich entrüstet über eine solche Handlungsweise deutscher„Mäuurr" an« uud gab die zahlreiche Versammlung dem Rcsuer ungltheilten Beisall. Auch wurde noch ein An- trag, für die G maßregelte» eine Tellersammlnng vorzunehmen, angenom- men. Mit Gruß und Handschlag E. Lochte. Mlihlheim a. M., 14. März.(Versammlung) Heine hielten wir eine zahlreich besuchte BolkSverjammlang ab. wobei NuS der hicstge Gesangverein„Sonn agSvereiu" durch Gcsangevorträge erfreute. Ueder die Tagesordnung:„Die Bereinigung der dcnt chcn Social- Lemokratte", refe- ritte kreislich Herr Ulrich an« Brau schweig. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen:„In Erwägung, daß nur durch das vereinte Zn- sammenftrhen der Arbeiter DiMschlaiidS die Bewegung gefördert werben kann, erklärt die heutige Versammlung, mit allen gesetzlichen Mitteln sür die Bcre'.utgnng aller Arbeiter zu wirken." lieber den zweiten Punkt der Tagesordnung:„DaS Kontrartdruchgesetz", sprach Herr Bin« an» Offen- dach. Eine Tellersammlnng für Gemaßrcgelle ergab 1 fl. 45 kr. Unter dem Gesänge der Marseillaise trennte stch die Bersammliulg. I. H. Winkel. Ichmölln, 13. März.(BolkSversawmlnng.) Heu- t-gle im Saale de» Schußhansc» eine BolkSvcrsammlnng. in w-lcher Herr Zwiebler au« Alte. bürg über das Programm und die Bereinigung de, deutschen Ar- belter rcserlttc. Redner schUdene trefflich unsere heutigen Staat»- und G>s-llschsfl»eln»lchimigin. Al« Eadziil bezeichnete derselbe die Produktiv- gcnossenschasten, welche dem Kapital dle Macht entreißen, den allgemeinen Volkswohlstand herstellen nnd überhaupt an Stelle ber hcmlgeu Unordnung die wirkliche Ordnung setz«. Zur Prizisiinug de» nationalen und Inter- nationalen Standpunkte«»er deutschen Arbeiterpartei, erklärte Redner, die- selbe«erde national sein im gesetzlichen Kampfe gegen die vesteheubin reak- tianärcn Elemente und ungerechten GescllschastSelnrlchtungen; International werbe fie sein in dem Bewußtsein, überall, w» re nur Kalturoölker giebt, denselben Kampf gegen die Unterdrücker zu lühren, und wir daher mit ihnen sympath sicen müssen, unbekümmert darum, welche Grenzen und welche politischen Umstände uns vou ihnen trennen; international werde die Part-i ferner sein in ber Ueberzeugung, daß schließlich nur eine allgemeine Bblkeiocrbrüdernng allen Böllern zum Wohle gereichen könne. Ueder die Organisation der deutschen Arbeiterpartei konnte Redner der vorgerückten Z.it halber diesmal nicht sprechen und vertcgtc daher diesen Punkt bis zu einer nächsten Bersemmlnng und schloß mV deu Motten:„Wer seiner Zelt genug gel hau, dir Hot gelebt für alle Zeiten!" Da sich kelu Segne, zum Wort meldete, wurde fügende Resolutien angenommen:„Die heutige Berfammlung begrüßt mit Freuden die Bereinigung der soclal-d.-mokratt- scheu deutschen Arbeiter, uud giebt zu d-m Programm der dcatschen Arbei- tirpartei ihr volles Einvcrständniß." Hierauf ergreift der Vorsitzende da» Wott zur Krilifimng be« hiesigen Wrchenblaltc«. Anch Herr Zwiebler be- sprach zum Schluß»le gesa mir liberale Presse und forderte dir Arbeiter aas, nur die Arbeiterblitter zu lesen. H. Bei er. Uetersen, 15 März.(Volksversammlung.) Sonntag, den 14. d. hielten wir ein« gut besuchte Volksversammlung ab, In ber Herr Richter das Referat übernahm: Die TageSortnnng war: Wie steht ber Arbeiter ans dem Gebiete der Politik und»er Dekonomlc. Herr Richter verstand e« vortrefflich, seine Zuhörer zu fesseln. Auf Polizeifchwierigkeiten wurde diesmal«elter nicht gestoßen. Als eher«in Antrag' vou Seite» ber Ber- fammlung angenommen wurde, zur Deckung»er Kosten zwei Teller am Ausgang aufzustellen, erhob fich der Iberwncheitde Beamte von feinem Sitz mit den Worten:„Eine Tellirsamw.üng ist nicht erlaubt." S» trat dann eine Pause von t Stunde ein. Ruch Schluß der Paase sprach noch Her» RIchi-r zur Ergänzung seine« Vortrage«. In gehobener Stimmung schloß die Versammlung unter dem Gesäuge de» Arbeitcrmarsetllalsc. Fr. Rethmeye». Hrafesberg 6ff Hüffeldatf, 17. Biitrj.(Sin Opstt der Aapttat- m»cht.) Montau, de» 13. ds«., TbrudS nach 6 Uhr, verunglückte ln dir hiesigen Fabr-k der?.Nenge1ellschzft für LoZ-w-iwenbau„Sahenj-ll-rn" ei» Ichvu längere Aeit in der Fabril beschästigtir ISjähriger Sntbe, Tob» eioer»tmea Wü.ave, dadurch,»«ß er in der Dreherei der Schmirgelscheide ,u nahe kam, von den Näuera ersaßt und taial zermalmt wurde. Der Tod tr-t sofort ein. Schuld an d-m Unglück ist, wie von Allgilljengln versichert wir», Mangel»» Schutzvorrichtungen. Slattrlich wird man«der wieder sagen, e« sei eigen« Unvorsichtigkeit des Berunglückteu gewesen. CÖIn, 14. Mär-.(Bersammlungabericht.) Heute fand im Lokale de« Her,» Borberg an Hof eine.gut besuchte Bcrsammlung der hiesigen Social. Demokraten statt. Herr Rlttinghauseu referirte als erster R-dner üb-r politische Begebenheiten in sehr anosührlicher Welse. Redner wie« Lücken ia der hentlgen Gesetzgebung nach und ging dann zu dem Reichstag über Desgleichen unterzog er auch den preußischen Landtag, auch die„große Eile", mit der dort gearbeitet wird, eiuer eingehenden ftritik. Sodann deleuchtete Herr Rittinghaulen noch in seinem weiteren Bortrage die S-iitzgebung de« Alterthum? und de« Mittelalter«. Zum weiteren Paukt de, Tagemdimng sprach Herr Schuhmacher über da» Arbeiterpiogramm In gediegeuer Weise. Eine von Herrn Wytzka,»er sich den All«sühruugen der beiden Reserenteu anschloß, eingebrachte Resolution wurde von der Bersawwlung angenommen, wonach die Versammlung den Programm entwurs zur Gründung eiuer elubeitlicheu Arbeiterpartei mit Freuden begrüßte und ferner die Ueberzeugnug aussprach, daß der Kongreß ein Programm ausarbeiten»erde zur vollständigen Zujriedeuheit der deut schen Socialdemotratle. Fleusdltrg. 18 März.(Au die Adonllenten) de»»Neuen Social- DtMikea»"). Die mit dem Abonnemcnrobeitrage im Rückstände befindlichen Abonuenteu werden hierdurch aufgefordert, ungesäumt ihre Schuld zu ent- richten,»idrigenf ll« sie ihre« Abonnement«»erluftig gehen. Wer iich bi« Dato n cht ai« Abonuenent abgemeldet hat, wird als bleibender Abonnent angesehen. Die Warthe Flensburg«, bei denen der„Neue Social-Demo» kcal' ausliegt, sind folgende: Albrecht, auf dem Plantewoq; Blitzard, Große Johaaneistraß»; Voigt und Zimmermann, rothe Straße; voß, Heiligergeistgang; Peter Lassen und Glitsch, bei her dlaisch-n Kirche; I. Lnnd und Fuhr, Norderßraße; Peter Lassen, Neustadt. Diese Wir'he halten gute« Bler und find den Parteigenossen besten« empfohlen. E. F. Leidiug, Plankemopstr. 361. Gluckftakt, 18. März.(An die Abonnenteu de« Parteiorgan«.) Wie in jedem Quartal, so werden auch in dem svlgeuden e» sich die Mit- glteder der ZellangS'owmIsfioll, sowie jeder Abonnent, mit aller Kraft an- gelegen lein lassen, für die weiteste Verbreitung de«»Neuen Social-Demo- kral", der»Social- politischen Blätter" und de«»Agitator" Sorge zn tra« gen. Immer mehr muß e» die Aufgabe jede« Eillzelurn fein, in jeder Arbeiterwohnung unserer Parteipresse Eingang zu verschaffen und die heutige, den gesunden Sinn de« Volke« verwirrende Klatsch- uu» Berläamduog«- presse au« dem Felde zu schlagen Abonnement; bei wöchentlicher Zahlung, fowie Monat«- un» Blerteljahrs-Abonnemeut», in«oranszahlung, uehmeu A. DoutinS und F. Bücking entgegen. Die Rückstände müssen unbedingt bis zum 23 dss. entrichtet«erdeu, und wird ersucht, in dem nächsten Quartal regelmäßige Zahlungen zu leisten, damit keine Unregelmäßigkeiten vorkommen. Mit soeial-demokratischem Gruß Für die Zeitungskommissiso: AlohS D out ins. Hamborg 18. März.(An die Abonnenteu) de«„Neuen Social- Demokrat" M t dem 1. April beginnt ein neue« Quarlalsabonnemeut auf unser Parteiorgan. Jeder ron Euch wird wissen, wie nothwendlg e» ist. daß wir danach streben müssen, in Immer mehr Arbeiterwohunngen mit unserem Blatte hinein, ndringeo; denn womit könaeu wir ell' den Bersol- gungen gegenüber besser antworten, al« wenn wir von Tag zu Tag suchen, mit neuen Keäfien für un'er Parteiorgan zu wlrkcu, und wir mit Stolz unfern v'isolgern-ntg-geurufcn lönneu: Da» Gcgentheil vou dem, wa» Ihr gewollt, habt Ihr geschaffen; Ihr glaubtet un« zu uuterdrückcn, Ihr habt un« aber nur stark gemacht. Der beste Beweis dafür ist, daß trotz de« harte» Winter» und der großen Arbeitslosigkeit unsere Adonnenteuzahl bereit« bl« auf Dreitausend gestiegen Ist Wie leicht wird e» nun sein, jetzt, wo der Winter vorbci und dre Geschäfte doch etwa« besser zu gehen ansangen, wenn da ein Jeder seine Schuldigkeit ihut, daß diese Zahl noch Witt überschritten wird. Deshalb am, Ihr Arbeiter Hamburg«, mit frischem Muth, entfaltet Eure ganze Kraft und agltirt für unser Parteiorgan, den „Neuen Social- Demokrat". Eine Bitte habe Ich uoch an Euch zu»ichteu, w-un keine Unregelmäßigkeiten beim Quartals» echs-.l eintreten sollen, daß Jeder zur rechten Zett wieder uen abonnirt, denn spätesten« bi« zum 27. März muß ans der Post abonniit werden. Auch möchte ich dlejenizen, welche mit ihren AbonnementSgelderu für da« verflossene Quartal im Rück- stände sind, bckteo, diese Schuld so schnell wie möglich zu entrichten, weil Herr Meier, der bish rige Fitlalvericger für Hamburg, die Expedition ab- glcbt und ans mich überträgt. Auch diejenigen, welche e« irgend möglich machen«iinnen, für da« ganze nächste Quartal im Btrau« Zu bei»hlcu, möchte ich auffordern, die« zn thun. Deshalb auf und thne Jeder sein. Schuldigkeit Mtt Gruß K öfter. ßsCl, 17. März(Au die tttonnenteu) de«„R-lllN Saclal-De- mokrat". Zum Qnarlaliwtchsel mache ich die Partelgeuassen uud Abou- neuten auf Folgendes aufmerksam: B»m 1. April ab wird uicht mehr der Bote Wereln da« Austragen de« Part.Iorgan« besorgen, sonderll e« ist Herr Starck van der ZrftungSkominIsfiou mit dem Austr. gen des Blatte« beauftragt. Es hat also dl- Eruenerung nur gegen Quittung bei fclgenden Herreu zu geschehen: Bei dem neuen Boteu Starck, Riudstr. 75; H. Dick- wann, gr. Kuhberg 1(T'garrenladeu); Pöhlsen, Knapperweg 47; F. Ren- manu, Bierträgergang und heim Unterzeichneten. Parteigenossen, thne Jeder seine Schuldigkeit, um die Abounentruzahl im nächst m Quartal zu verdoppeln. In allen Versammlungen werden Aosanemeut« eutgegeugenomme«. Mit social-demakratischem Gruß Für die Kommission: St. Heinzel, Borstadt 17. Cottbus, 18. März.(An die Abonnenten) de»„Neuen Social- Demokrat" und de»„Agitator". Parteigenossen, jetzt gilt e« van N ncm, -auf uusere Parteib ätter zn abvuniren. Thut Eure Pflichr und Schuldigkeit und suche ein Jede, neue Abonnenten zu gewinnen. Die Parteigenossen, welche noch gar uichl adaoulrt haben, sordere ich auf, je 2 oder- Mann zilsammenzulreteli. Uusere Blätter müssen mehr verbreitet werden, und die« gerade Hierjim Orte.— Meine Adresse ist jetzt: Neostädterstr. 416, In Ar- beit beim Schuhmacher Nitschke. Briefe und sonstige Sendungen in Par- telangelegenhettm sind dahin zn senden. H. Teich ert. Gelsenlirchc», 21. März(An die Abonnenten und Leser) de« „Neuen Socla'-Demokrat Parteigenossen, da wir wieder am Ende eine« Quartals stehen, so fordere ich Euch auf, recht zahlreich ans da« ueue Quartal zu abonniren. Da unsere Parlelbiätter die einzigen Waffen sind, womit wir hier am Orte neue Siege sür die Arbeftersachc erkämpfen kön- neu, so ist ti eine« Jede, Pflicht, für deren weiteste Verbreitung zu sorgen. Abonner�ents werden bi» Sonntag Morgen, von 10 bi» 12 Uhr, im Dre- sen'schkN Lokal auf dem Wie Hägen, sowie jederzeit von den Kommi'fionZ- witglledern entgegen genommen. P. Reichhart. Cökhe», 17. März.(An die Parteigenossen Cithen«»nd Umgegend.) Innerhalb einer kurzer Frist steht wieder ein Quartal«« ech« sel bevnr, wo c« nusere, Thätlgkeft zninschreiben ist, wenn wir wieder eine Anzahl von Abanueuteu gewinnen. Zwar weiß ich, daß e« bei vielen eine, ernsten Mahnung nicht bedarf, aber die« hält mich nicht zurück, dem wenig Säumigen eine Anregung zu geben. Mehr denn je Iß e» jetztJnusere Pflicht, für die Verbreitung de«„Neaeu Social B-makrat" zu sorg-n. Wir haben in der Umgegend von Töthen Orte, wo da» Abdaltcn von Bersammlnugeu häufig durch Beeinflussungen unmöglich gemacht Ist. Da, wo als» uicht durch Wort der Siunosteiu der socialistischeu Idee gelegt werdeu kau«, d« soll uud muß unser Partelorgan eine Bresche schießen. Doch nicht außer- halb allein, urtu, ln Eörhcu selbst bedarf e« uoch größerer Anstrengungen, um alle Arbeiter zn S-cialist-n zu machen. Deshalb mache e« sich Jever zur Pflicht, welligsten« eine» neuen Abonnenten zu gewinnen. Blicken wir zurück auf da« vergangene Quartal, lo finden wir, trotz aller Arbett»- lasigkeft und geringen Verdienste», daß die Zahl der Adonnruten»au 80 auf 103 gestiegen ist, und jetzt,«Ii un« der Frühling entgegen lacht uud schau verschiedene wider arbeiten, die sonst keine Arbeit halten, muß e» un« ei» Kleine« sein, wenigsten« im nächsten Quartal die Z» l ans 150 zu bringen. So gewirkt, werden wir Große» cirrichen. Ueberzeugt von der Wahrheft, Wersen alle Arbeiter den hentigcn Preßlitcraten und volksbetrü- ger den Rücken kehren, die Verfolger werden ihre Ohnmacht fühlen, wen» sie merken, daß wir ihrer BerfoigungSlnst um Verachtung entzegentragen und mit verdoppelter Thatkraft für die Verbreitung de«»Reaeu Social« Demokrat» wirken, Stellrn wir un» auf d.» Stuadpanft der.«rstw Chrtst-n, welche im Kampfe für ihre Prinzipien nicht» scheuten. Darum, Arbeiter, Hand an'« Werk, im Kampfe zeig' sich erst der Mann; dann werdeu wir auch siegreich den Kampf sstr»ie Menschenrechte durchführen. Hauptsächlich mächte ich e« den Gribziger und Esderitzer Parteigenossen au« Herz legen, daß fie für eine bedeutende Anzahl Abonnenten Sorge tragen. Im Austrage der Zeftnugskommlsfion: F. Klotz. Wilb-lmshaveu, 14. März. lAll die deutschen Zimmerlentek) Unseren Kameraden und Partelgeuossrn Deutschland», welche un« in dem jetzt schon 17wöcheatlich!ll Strikc so getreu znr Gelte gestanden haben, sprechen wir»orläufiz unfern herzlichsten Dank dafür au« und bringen hiermit ,»r allgemeinen K-untniß, baß wir trotz aller verbindnugeu der Arbeitgeber nicht müde werden, den Kampf zum Wohle de« gesammten Zimmerergewerbe« Deutschland« zu Ende zu führen, odschon die Gegner un« zu dlamire» versuchen, indem sie sagen, baß eine Masse voll«»» sah- uenflüchtlg geworden sei. Wir erklären jedoch hiermft, daß nur Wenige unter nn» die Fahne verlassen habe». Die große Masse aber steht noch fest; um aber zam Siege zu gelangen, ersuchen wir alle Kameraden Deutsch- laud«, un« auch fernerhin hauptsächlich darin beizustehen, daß der Zuzog vou hier sir» gehalten wird. Nach einmal: Wir thun da« Unsrige, thnt Ihr auch fernerhin da» Enrlge, denn unsere Sache ist anch die Snrtge. Zugleich ersuchen wir alle Kollcgeo, welche unsere Bcstrebangen noch uicht kennen, sich jeden Dienstag Abend in unserem Bereinslokale bei Herrn Lnth in Reubeppen» einzufiadea, den» unsere Lamng ist, Eintracht macht starkl Im Namen der strlkeudeu Zimmcilcnte zu WilhelmSh-ven: Da« Eomftb. Alt»»«, 14. März.(Eigarreuarbeiterversammlong.) Di« ans den 2. März angesetzte, aber uicht stattgehabte Versammlung fiabet den 6. April statt. DI- TazeSordaung lautet: Die Hausindustrie uud ihre Folgen; Abrechnung der gesammelte» Gelder für die anSgksperrten Braun- schwelger Kollegen. O. E. Gütschow. Wir empfehlen unseren Parteifreunden auf daS Dringendste den„Agitator" und fordern fie, in Hinweis auf die von Herrn Eck« erlassene Annonce in der heutigen Nummer unseres Blattes, zu zahlreichem Abonnement auf. Die Redaktion des„Neuen Social- Demotrat". * Die„Ger.-Ztg." enthält folgenden Bericht über eine für die verhält- nisse der Arbeiter nicht unwichtige gerichtliche Entscheidung: Eine Fläche bei Köpenick belegenen Laude« sollte abgekarrt werden. Zu dem Behuse war elue Anzahl Erdarbeiter auaeuammeu worden. Mit denselben war ein bestimmter Akkord geschlossen. Am 10. September v. I. fiel t« einem Theil dieser Arbefter ein, saß die Arbeit zu gering bezahlt sei. Sie ver« laugten mehr Lohn und stellten, al» darauf nicht elnaegangkn wurde, die Arbeit cln. Ein anderer Thell arbeitete weiter. Diesen bedrohte der stri- keude Arbeiter WiulewSi mehrmal» mit einem Knüppel, indem er dabei er- klärte, er werde seinen arbeitenden Sollegin G-walt authuu, wenn fie weiter arbeiten würden. Heber diese Bedrohung beschwerten sich die dem Sttike sich nicht anschli-ßenden Arbeiter. WinIewSki wurde sofort verhaftet und ans Grund de«§ 153 der ÄetrerdeordunUg unter Anklage gestellt. Der genannte Paragraph bisagt, daß derjenige, der Andere durch Drohungen zn bestimmen versucht, sich an einer verabredeten Arbeitseinstellung zu betheili- gen, mit Gefängniß bis zu 3 Monate» bestrast werden soll. Der Angeklagte leugnete sein« Thnt nicht. Dessen ungeachtet wurde er vom Kr-iSg-richt srelgesprocheo, well ß 153 I. c. auf bloße Erdarbeiter keine Anwendung fiade, dereu kö-perllche«rast allein durch Abkarren de« Sande« ausgenntzr s werde. Zn diesen Arbeitern gehöre d«r Angeklagte und lö�ne daher nicht zn den Gewerbitreidenden, Gehülfen, S-fell-t. und F-drikarbeltera gezähtt «erden. E« fehle für seine Handlungsweise an einer Strafbestimmung. Auf die Appellation de» Staatsanwalt« kam die Sache am M tlwoch vor dem Kammergericht znr Verhandlung. Der Staatsauwalt führte an«, daß such solche Personen unter§ 153 fielen, die lediglich� Ihre Körperkraft ver- dingen, und von denen eine b-stimmtc technische Thätlgkeft nicht verlangt werde. Derjenige, welche, stch zur AllSsührung bestimmter E-darbeiten verpflichte, sei S-werbetreibender. Die Personen, welch« er seiueiseit« an- nehme, um ihm die übernommenen Arbeiten ausführen zn helfen, feien so- mit Gewerbegehülfeu. Die Gewerbeordnung mache einen Unterschied zwischen Personen, deren körperliche Kraft nur ausgenutzt weide, und solchen, denen eine gewisse g-iüige Thätigkelt obliege, nicht. E« wurde gegen den Angeklagten eine einwonatliche Gefänguißstrafe beantragt, vom Kammerger cht jedoch da« erste Erkenvtniß bestätigt. Att die Parteigenassen! Diejeoigm Orte, welche nicht allzu weit von Berlin liege» und zur Agitation in BolkSorrsammlnagen Redner euS Berti» »änschen, Haien fich von jetzt ab aar allein(jedoch rechtzeitig) au die Adresse von Ott, Kapell, Berlin, Waldemarst.r. 56, zu»enden. Durch die Expedition des»Neaeo Social» Demokrat" stutz folgende Broschüren zn beziehen:(Reichswährnng.) Lassall»: Offenes Aatwortschreibeu.. 6 Pf. , Arbeittr-Lefebnch.... 13„ „ Arbeiter-Programm... 8„ , RouSdorfer Rede.... 8, , Bastiat-Schulze.... 45 , Wissenschaft and Arbeiter.. 10„ , Feste and Presse.... 10„ „ Kleinere Aufsätze.. 20 » Indirekte Steuern.... , Arbeiter Berlin«.... » Julian Schmidt.... Der Prozeß wider Ferdinand Laffall» von der korrektionrlleu Appellkammer zn Düffel- dorf am 27. Juni 1864 „Zar Arbeiterfrage"(Leipziger Rede) Fremdwörterbuch de«.LoliSstaat": grduudm.... broschtrt.... Bauernkriege vou F,. Engels.... A.-B.-C. deS Wissens von Dr. Douah. Unser» Ziele von Bebel..... Grand- and Bodev frage von W. Liebknecht Kalender�) pro 1875 deS„Neaea Social-De» mokrat", pr. Stück..... Marseillaise vou I. Andorf, pr. 100 Stück. 1 Mark. Bei Abnahme von 50 Exemplaren tritt bei den Kalendern 25 pEt. Rabatt»in. Die hier uottrten Preis» find nur bei Abnahme von größere» QuantiS von jeder Sorte. Bei«inzclueu Exemplaren tritt ein« verhöltnißmäßige Preis» «rhöhnug ei». Einzelne Exemplare der hier ootirten Broschüren versenden wir nur gegen Einsendung des Kreuzbandporto'«. *) Um mit dem kleinen Rest der Kalender zn räumen, haben wir auch hier den Preis heruntergesetzt. 23 5 65 10 10 60 45 45 13 23 50 20 1 .Social-polittsche Blätter" zn herabgesetzten Preisen, und zwar, wie folgt: Jahrgang 1873 ä 2,00 Mark, 1874 ä 2,50„ Bei Abnahme vou mindestens 10 Exemplaren tritt ein Ra« batt von 20 pCt. ein. Die Expedition deS„Neaeu Social-Demokrat" und der, Social-Politifchen Blätter". Bri«f?agen. Anonyme Einsendungen, Anfragen«. f.«. können uicht be« rückfichttgt«erden. Im Briefkasten können nur derartige Augelegenheiteu er- ledigt»erden, die entweder von Partei- oder öffentlichem In- teresse find. Zur Beachtung! AuS folgenden Orten find wegen BerzuzS oder Todesfalles der Adressaten Brieffenduvgen retour gekommen: Freiburg i. B-, GoSlar, Spremberg, Perleberg, Lüneburg, Steinbach bei Fraukfart a. M., Giesendorf bei Teltow. Ich ersuche daher die Part-izeuvssen an obigen Orten, mir neue sichere Adressen mitzutheileu, uud zwar so bald wie möglich. Mit soc.-dem. Gruß Bremen, 21. März 1875. Derossi, Am Fehsevfeld 10. „Einer Sociol-Dcmokratin" ln Hambarg. Da« von Ihnen gewünschte Gedicht würde dem Verfasser und un» die liebeoolle Fürsorge de» Herr» Tessendorf zuwenden, uud da wir in unserer Lescheidenheit et gerne vermeiden, d-m Bielbeichästizten aufdringlich zn erscheinen, so bitten wir fie freundlichst, von ihrem Wunsche derzeit»och Abstand nehmen zu wollin. Wie wir vernehmen, soll da« Gedicht„An die Frauen" mtt uoch anderen gleichartigen demnächst in der Schweiz in Druck erscheinen. Die R-dattlon. » Da die Nummer unseres Blattes nach den Feier- tage«(Mittwoch) auflfäüt, so ersuche» wir die Ein- sender von Auuoueeu, uns dieselbe» schon znr Sonn- tagSnnmmer(28. März) zugehen zu lassen. Annoncen. Berlin. Oeffeattiche Bersammlnng: Dienstag, den 23. März, Abend, H Uhr. bei Göltet. Andreasstraße 26. Referent: H. Köh ler. Diunerftag, de« 25. März,«den»« 8t Uhr. im Lokal de« Hrn. Lie der. Elsofferstr. 14/15. Jtverwanr' aflt frei, w Zutritt.[2,40] «tut Mitglieder ffl i den Berliner Arbei- ter-Wahlverein«erben aufgenommen. Ulbert Boethk«. N?TlfN Sonntag i» den 28.«arz, -Cktlllll. Borm ittags II Ubr, im Louisenstidtischen T heai-r, Dresdener- straße'2. (Trosse N ratin6e, unter Mftwft ckung des Henneberg'schen Operncorps, «pecu fängerin Fi rau M...... »e« Klavirrvirtuoseu...... deS KomrkerS Herrn F Hfdjbatl), der Kapelle deS �»anses und anderer geschätzter Kräft, i �tr 4®Är'" der Kiffe SP«. „ L* ist zu einem wohstp/ Zweck« bestimmt. 21. Baet.hke. jg� Ausschußfitzung der Monrergesellen Kranken und Steihekasse Donnerstag, den 25. März, Abend« 8 Uhr, bei Boberl'S. Kraulstr. 5l u Der Vorstand.[0,80] Altona. Soontsg. 28. März Nachm. 4 Uhr, Im Englischen Garten, Grones Boeal- uud Zufirnmeutaleoncert, verbunden mtt deklamatorischen Vorträgen und unter Mitwirkung namhafter Lieder- tafeln. Karten, ä 4 Schill., sind an allen bekaun- Uu BerkausSstelleu zu haben. Kassenpre!« 6 Schill. Damenkaricn 2 Sch. Da« Eomftö.[2,80] Hamburg."SK) Zs K» �starktstr. 11, aus der Herberge(St. Pauli), �immererversammlung. rr ,q; �rgaoisationSsragen.[1,80] WtflWtriä« Betheiiiguog ladet ein � v L. Pfeiffer. Hannover. Ä- bei Hrn. Nartev, zur Geburtstagsfeier Serd. Lassalle'S: Cvncert, nach 8 Uhr !all.—«arten, zum Eoncert 30 Pf, zum «all 75 Pf., un» zum ganzen Feste 1 M