Nr. 37. tefc Zetdmg«scheint teefana wichentÜch, »od zwar: Diensia««, D«n«rüag» und Sannabnid« Lbcod«. A5v»«««ei»t»-?rei<' Kür Balm inel. Bringerlohu vierteljährlich?«*- aumerando 1 Rm. 95 Pf., mtnatlich S6 Pf., eis» ufnt Nummer« 10 Pf.; bei dea Postämter» in Veutfchlaud wcl.»erlin 1 Rm. SO Pf., frei tu', Ha«» 2 Mark. krembaud-Ubomlement» pro Quartal o. Tremplar: Kür Dmtfchland»ud Oesterreich 3 Rm.— Pf. - Niederlande Mld Belgien. 3» SO« - England und Frankreich. 4» 50- . Lmerila(vereiil. Staate») 5• 60 ♦ Bestelluuaeu auf ldreuzbaud-Ab ouuement« find uur bei der Expedition anfzngebe» und wüsten pra»- noaerando gezahlt werde». Berlw, Freitag, den 26 März 1875. Ste«er. 5. Jahrgang. Eigenth»» der Lasiallea»«. Redattl««»«»«rxeditteu l »rrtt«, Oranieustraße Nr. 8, 80. Bestellungen««de» bei alle» Postämt«», in Berlin bei d« Expedition, sowie bei jedem Tpedi- tenr«ttgegeugenomme». I«ser»t« (mrr in der Expedition aufzllgebea) werden pro sünfgchpalteue Petitzeile Aft 50 Pf. berechaet. Sersammlunataunonce» die b-gefpalt«»« PetitWle»der deren Raum 20 Pf. Sogenannt« Revame-Auzetgen werden nicht aufgeoommen. Au«ufere Abouueuten uud Leser. Wir stehe« am Ende des ersten Quartals und können stolz und mit Genugthuung auf unsere Thätigkeit im verflossenen Quartal zurückblicken. Doch allein haben wir dies Re- sultat nicht erzielt, sondern alle Leser und Abonnenten des „Reuen Social-Demokrat" haben durch Qpferwilligkrit, Ausdauer und zahlreiches Abonnement mit zu diesem günstigm Resultat beigetragen. Wir rechnen Euch Parteigenossen dies um so höher an, weil wir wissen, welchen Druck der„große Krach" gerade auf Euch, auf unseren Leserkreis, ausübt. Es ist ja bekannt, wie gerade der Arbeiter die Sünden der beutigen Gesellschaft büßen muß, und deshalb gerade wird Euer Opfermuth bei alle Denen, die es sich zur Aufgabe ge- macht haben, für Eure Rechte, für die Rechte des vierten Standes, zu kämpfen, um so mehr Hochachtung und Anerken- mmg finden. Es wird für uns ein neuer Sporn sein, im kommenden Quartal mit erneutem Muth au die Arbeit, in dm Kampf zu gehen, und hoffen wir dann von Euch, daß ihr uns auch fer- ner mit Opferfreudigkett entgegenkommt; dies aber könnt Ihr nicht besser bethätigen,.als durch ferneres zahlreiches Abonne- «ent auf dm„Reuen Social-Demokrat" und die„Social- politischen Blätter". Die Presse, wie sehr sie auch noch be- schränkt ist, ist doch unsere gewalttgste Waffe. Damm von Neuem zum neuen Quartal frisch aus zum Abonnemmt! Alle Postanstalten nehme» Bestellungm entgegen auf dm „Nmm Social-Demokrat", pro Quartal für 1,60 M.(16Sgr.), in Berlin alle Zeitungsspediteure pro Quartal 1,95 M. (19'/, Sgr.), pro Monat 65 Pf.(6'/- Sgr.) Die„Social- politischen Blätter" kosten pro Quartal bei der Post 1 Mark (10 Sgr.). Die Redaktton und Expeditton. Anhalt. Fabrikanttaspiegel.(Fortsctzmiz). Politische Uederficht i»«ntfch-«»Iwaaba«.— Zur Herab- setzung der ArbeiidlShsc.— Englische».— An» Jralien.— Anr„«ophei». statlstik- der Arbeiter.—»Kaiserpoete»".— Z»m deutsche» �rttelpatriate»« th»m. Deutscher Kalturkampfkalender. Prozeß gegen den Berliner Arbeltersrauen» und Mäv- chenverei«. Die ,�!assallr'sche Westentascheu-Zeiinng" kein Verein. (Schluß) Uorrespondenze»: Elmshorn.— Lesuep.— CoUbu».— Deffan. Alto»«.— Vornheim.— Oelfeukirches.— Osnabrück.— Hamburg. Coswig. Der«ang um Mitternacht.(Sedlcht.) Vermischtes. Aeuilleton: Pcrfische Zufiäad«. Fabrikantenspiegel. IV. (sterupaukte de» sociale» Uebel». Die Ueberproduktiou) Wenn wir u»S fragea, waS überhaupt die Kalkar uad da» Wohlergehen der Menschheit erzeugt, so kano eS nur eine richtige Antwort gebe», nämlich: die gemeinschaftliche menschliche Thätigkeit, welch« als Endziel den gemeinsamen Rotzen im Aug» hat; und fragen wir uaS weiter, waS diese Kultorent- Wickelung am schwersten schädigt, so ist zu erwidern: die eigen« Perfische Zustände. Di« AuSburger„Allgemeine Zeitung" bringt ia ihrer Nam. «er vom 22. März folgende entsetzliche Schilderung der gegen- wärtigea persischen Zastände, der wir Folgendes entnehmen: Der moralische und materilllt Beifall PerfieuS hat seinen Gipfelpunkt erreicht, und nichts als»ine radikal« llmwälznng und Veränderung der Regierang könnte das Land retten und einer besseren Zukunft«ntgegeuführeo. Di« jetzige Regierung muntert da» Volk nicht nur znm Betrüge und zur BestechungSsucht auf, foudera sie erzieht dasselbe förmlich systematisch dazu. DaS uo- heilvolle System der Berpachtoog der Provinzea ist die Urqaell« diese« furchtbaren Elend«. Da« Einkommen von ganz Persse« belinft sich auf fieben b!» acht Millionen Taman; d. i. beiläufig 22,000,000 Thaler. Die Ausgaben betragen 5,000,000 Taman, die nngeheareu Ausgaben de« Schah und seiueS zahlreichen Harem« mit inbegriffen. Eine bestimmte fixe Summe maß jährlich in der Schatzkammer oder vielmehr in einem rieflgea Gewölbt uiedergelegt werden, wo feit der Zeit der frühereu Könige Mit- lioneo and Millionen als todter Schatz aufgehäuft liegen. So «ollen e« die alten Gesetze der Meder und Perser. In diesem G'wilbe müssen Fässer ans Fasser, mit Gold gefüllt, depoairt werden, um nie wieder an'« Tageslicht zu kommen,«od so wird allmählich der Reichthnm de» Lande» ausgesogen, und«S veralmt immer«ehr und mehr. Dir Oou?»rne»rstelle» der verschitdeuen Provinzen werden vom Schah im allgemeine« an seine zahlreichen verwandten ver- l oützigen Bestrebungen der Menschen, um Soaderoor- thril» vor ihren Mitmenschen voran» zu haben. Dies» unsere Ansicht steht freilich mit dem Geschwätz der ModevolkSwirthschaftler ia scharfe« Widerspruch, denn diese be- hanpten nur, her Kampf nm'S Dasei»«ll«r gegen All», ein an» Eigennutz hervorgehender Kouknrrenzkampf, entwickle die Fähigkeiten deS Menschen. Richt» läßt sich aber leichter wider- legen. Rar einige einfach» Fragen beantworte man sich: Wann steht«» nm ein Volk besser? Wenn dasselbe ein geordnetes Staatswesen besitzt, in welchem die von der Gesammt- hett anerkannten Gesetze nnbengsa» herrschen nnd Person und Erwerb eine», jeden Staatsbürger« gleichmäßig gegen fremden Eingriff gesichert ist? Oder wenn der Staat ohnmächtig ist ge» genüber dem Eiazelinteresse, wen» der Starke mittelst de« Faust- rechts den Schwachen ungeahndet unterdrücken, aaSrauben, zum Sclaven uad Leibeigene» machen oder gar«rmordeu darf?— Ueber die Antwort wird kein Mensch heute wehr zweifelhaft sein, uud doch gab e« i» Europa noch vor»euigen Jahrhunderten und gießt«S heute noch in zahlreichen«uzivilifirteu Ländern Men- scheu genug, welche die gewaltsame Ausbeutung als«in rit» terliches Vorrecht und«ine männlich« Tagend betrachten. Dt» Ranbritter verhielten fich einst zum Bürger, welcher den Land- frieden forderte, genau so, wie die Freihändler fich zn den So» cialisten verhalten, welche die Organisation der Arbeit verlangw. Ein Blick auf die heuttge Gesellschaft zeigt nun, daß die gemeinsame menschliche Thätigkeit, welche vor Jahrhunderten das Fanstrecht au« dem Staate verbannte uud dem StaatSgefttz» Macht schaffte, eben so uothwmdig ist, um da« Faastrecht au» dem geftSschaftlichea Verkehr za beseitigen und dem Gemeinwohl die Herrschast z« fichern. Betrachten wir diesen Berkehr, so«nß un» sofort die an. geheuerste Vergeudung von menschlicher Arbeitskraft uud von WerthgegenfiSadeu in die Aagen fallen. Und der einzige Grund ist, daß die Produzenten nicht einander in die Hände«r- besten, sondern fich feindlich konkurrireud gegenüberstehen. Beispielsweise, wie steht eS mit de» Erfiadoogen auf in- dustriellem Gebiet, mit der Einführnog neuer Erzeugnisse de« GewerbfleißeS, mit der Berbefferung der Verkehrsmittel au«? Köou tru die Meos�en vernunftgemäß handeln, so würden sämmt- liche Produzenten jede neu« Erfiadong sofort für den ganzen Industriezweig einführen und dadurch die riesigsten Ersparnisse an ArbestSmühe und Werth«« erzielen. Statt dessen werden dir Er« fiudoogeu durch Patent« oder Fabrikgeheimuisse zum Monopol gemacht, and indem jeder Produzent irgend etoea besonderen Bor theil ausnutzt, steht die Fabrikation iaSgesammt weit unter dem Ktaodpuust, den ste den Fortschritten der Wissenschaft entsprechend einnehmen müßte. Dasselbe stellt stch bei der Einführung neuer Industrirerzenguiss« heran«. Während endlich die Verbesserung der Verkehrsmittel, der Eisenbahnen, Kanäle o. f. w., gar nicht darauf abzielt, möglichst ökonomisch die Arbeit und die Natur- Produkt« der Länder zu verwertheo, sondern uur in Betracht zieht, daß ein Gewinn für die Unternehmer solcher Bauten abfällt. AlleS dies steht mit de« Gemeinwohl im schärfsten Widerspruch. Noch weit schlimmer aber, als diese Vergeudung, find die au« der planlosen nnd zerrütteten Produktion hervorgehenden G e- schüft« stockuogen. Oder gäbe e» etwa einen Menschm, wel- cher eS gut heißen wollte, daß in allen Ländern Schaareu tüch- tiger, fleißig« Arbiter zum Feiern nnd Hangern gezwungen find, und daß vieler Milliarden Werth nutzlos vergeadet ist? Wir be- ziehen znm Beweis uaS auf die im österreichischen ReichSrathe über dea Wiener Börsenkrach zn Tag« gebrachten amtlichen Er- Hebungen. Der vom Abgeordneten Neuwirth verfaßte Bericht enthüllt bislang unerhörte Uiberproduktion auf dem Gebiete de« AktienweseaS uad ein gänzlich planlose» vorgehe». Mau denke uur, daß in dem Zeitraum vom 1. Januar 1867 bi« End« Dezember 1873 von der Regierung ein Tausend und fünf Konzessionen zur Gründung von Aktteauuteraehmimgm ausgegeben wurden! So leicht e» auch war, damals Gesellschaft«« zu„gründen", f» kannten doch all« diese Koazesfioneu nicht»er- »erthet werden. ES konnten nur 682 Noteruehmaogeu in'« Leben treten, darunter 143 Banken, 385 Industrieoaternehmun» gen, 62 Baugesellschasten, 29 Eiftubahnuuteruehmuoge», 28 ver- ficheraogSgeftllschaften, 18 Bergbaunnternehmnugea, 4 SchifffahrtS» nnd 12 Hotelnnternehmaogeo. Da» RamenSverzeichuiß der Kouzesfloaäre umfaßt uahezn siebentausend Personen uud der Kapitalbetrag(Nominale) beträgt 4000 Millionen Gnldeu. Im Jahre 1872 allein kouzrs- stooirte die Regierung 376 Aktieugesellschaften mit einem Xooei- nalkapital« von 1783 Millionen Sutten, uud I» den ersten vier Monaten de« Jahre« 1873 wurden 154 Attiengesellschastt« mit einem Kapital von 1003 Millionen Gulden kouzesstonirt l Die« waren sämmtlich nur Sammea, welche von neuen Astieagesellfchvsten ans dea Markt geworfen, wurden; außerdem vermehrten die alten Gesellschaften nnd die Privatnuter- nehmet natürlich ganz entsprechend ihre bisherigen tlntermh- muogeo. Der Bericht erörtert denn auch, wie die»ettrsteu Kreise von dem Börsenspiele erfaßt Warden, wie alle Kapitalien der Spekulation zugeführt wurden»c. Auf der anderen Seite aber enthält der Bericht auch den schamlosesten Schwindel, z. B., daß die Einzahlungen häufig in einem„vachauSzug der GründougSbauk" bestanden, da« heißt, daß nur fiagirte Einzahlungen geleistet wurden. Der sogenannte kleine Mann, der eine oder zehn oder zwanzig Aktien kaufte, maßte fie bezahlen, die Bevölkerung gab also da« Geld her, aber die Gesellschaften leistete« die Einzahlungen mit einem„Buch- auSzuge der GründnngSbank", oder mtt auderea Worten, r« ward lediglich mit Täuschungen„gegründet". An da« Kapital über die Bilanzen und die Divideodw der Akttengesellschasten, deren einige in diesen Jahren de« UeberschasstS 60, 70 und 80 pEt. an Dividenden vertheilteo, reiht fich eine Anzahl von Datm über die Tanttemen der BerwaltnogSräthe. Au« dem lehrreichen Material über diesen Gegenstand fei nur eine Ziffer, freilich«ine für fich selbst sprechende Ziffer herausgehoben: Im Jahre 1872 bezogen die BerwalwngSräthe der esterreichischm Aktteo- Gesellschaften Tantiemen in der Höhe von fast. 6 Million« Gulden l Die Folgen, da« heißt der Krach, konnten nicht ausbleiben. Diejenigen Gesellschaften, welch» anzeigte», daß„die Hälft» ihre« Kapitals verloren ging", bilden eine stattliche Reihe. Nicht min- der zahlreich find die Liquidationen. Eine Thatsache ist hierbei, daß von den eingeleiteten Liquidationen„fast alle" noch„im Zuge befindlich, d. i. noch immer nicht abgewickelt find, so daß derzeit „noch»in Kapital von rund 300 Millionen in der Schwebe" ist." von den 4000 Million« GründnngSkapital ist dir Hälfte, wo nicht zwei Drittel, für die Aktionär« verloren, uud daß de« Volke noch unermeßlich viel mehr au« der Tasche gelockt wurde, mögt die Thatsache lehr«, daß dir Regierung einer Bank die Kon- zesfion ertheilte, nach welcher die Bank bei einem Aktienkapital von drei Millionen Gatt« den doppelten Betrag in Kassen» scheinen uud EinlagSbücheru und außerdem noch den fünffach« Betrag ia Pfandbrief« ausgeben durfte, so, daß jene Gesellschaft thatfächltch die Befugoiß hatte, bei einem Kapital von drei Million«, Gelder in der Höh» von eiuandzwauzig Mit. lioueu der Bevölkerung«aS der Tasche zu lock«. DaS find österreichische Echwiudelzusiäad«, wird vielleicht Jemand liaweude»; aber ftlche Einwürfe find gänzlich hinfällig, da in anderen Ländern, so auch im deatschrn Reiche, der„Krach" gerade so ungeheuerlich gewrftn ist, wie in Oesterreich. Wir haben die Zustande jene« Lande» nur deshalb vorgeführt, weil geben, die auf hohe Ehreuposteo gestellt werden müssen. Die meisten dieser Gouverneure befitzen leiae Kenntnisse und find aller moralischen, politisch« uad iutellektnelleu Fähigkeiten bar. E« find Männer dir nur dem siaalichen Genüsse leb« und fich nicht im Miabestea um taS Wohlergeheu ihrer Schutzbefohleaeu küm- mern. Die Gouverneure halten eine gewisse Anzahl Soldatm und steuern eine bestimmt« Summe zu d« Bedürfnissen de« Schah, wie auch zur Füllung deS alten Gewölbe« bei. Sie wissen nie, wie lang« fi« auf ihrem Posten verbleiben und ihre rrspekttve» Provinzen verwaltea werden. Ihr« Anstellang« häng« nicht von ihren Verdienst« oder von ihrer Befähigoog ab, sondern nur von der Summe, die fie in den königliche« Schatz abliefern. Ja der That, ihre Amtsführung ist so»ugewiß, daß zu jeder Zeit andere müßige, aber reiche Männer eine größere Summe bieten uud stch dadurch die Stelle verschaff« köuntv. Auf diese Weift machen die Goaverumre„Heu, so lauge die Soovr scheint," uud«rpresseu ovo ihren Bauern, mit all« möglicheu guten und schlechten Mittel», so viel Gel», als fie köuuen. Sie müssen stch Geld verschaff«, um den Betrag deS Kontrakt« mit dem Schah zu»rlegeu; fi« müssen Geld genug haben, um die verschiedenen Beamtm und Günstliug« deS Schah zu bestechen, damit st« ,in gute« Wort für ste einlegen uad ver- hindera, daß Rädere fie au« dem Sattel heb« und fie auS ihren behaglich« Posten dräng«; fie müssen eudlich für fich settst etwa« bei Seit« legen, da fi« nie mehr«ine ähnliche Chance haben dürften. Ob da« Jahr«in Äahr de» Ueberflaffe« oder deS Mangel« ist— der ganze Betrag muß erhob« werden. Die Be» drückaugen, welch« die arm« Bauern zn erdulden Hab«, lassen fich eher denk«, al« beschreiben, besonders wenn die Ernte nicht gut anSgefallea ist. Ibrr Häuser nnd ihr Befitz werden konfiS» zirt und verkauft, ihre Felder bleib« anbebaut, und fie ziehe» als Landstrricher umber, oder wandern in fremde Länder auS— oder aber,«aS das Schrecklichste ist, fi« gehen vor Hnager uud Kälte zu Grund«. Währ«» der großen HnngerSooth starb« viel mehr Leute in Folg, der Bedrückung« der Gouverneure und ihrer Be- amten, al» auS irgend einer andern Ursache. Der Goaverneur von Räscht bildet« ein« Ausnahme. Er übersandte dem Schuh ein Bittgesuch, den Bauern die Steuern nach zusehen, da fie keine Mittel hätten, fie zu bezahlen. Der Schah willfahrte dieser Bitte. Bald darauf erkrankte er, und ein geldgieriger und gewissen- loser Mann gab ihm den Rath, die gewöhnlichen Stenern ein- treiben zn laff«, indem er ihm vorspiegelte, die Bevölkerung von Räscht sei ganz gut im Staude, fie za entrichten. Der Monarch kam von seiner früher« Entscheidung turück, setzte den Gouver- nrat ab und verlieh die Provinz dem Blutsauger, der ihm jcnea Rath ertheilt hatte. Der uear Gouverneur ging mit vollste« Ernste an'« Werk und besaß ia kurzer Zeit die ganz» Provinz für stch allein, denn die Bevölkerung zog zu Hundert« über dir Grenz« auf russische» Gebiet. Die Russen gaben Jedem freien Grund uud Bob«, Samea für die Aussaat uud Borräthe ge» uug, um bis zur nächsten Emt« Leib und Seele beisammen za halten. ES lag nicht in der Macht des GeuverueurS, dies» That« VN aufkchtbare amtlich« Erhebungen vsrliegea, während man im deutschen Reich« gleich dem Bogel Strauß den Kopf in den Sand steckt. Bringt eine solche Produktionsweise uon aber nicht die Böller an den Bettelstab, ist fit nicht ebenso unsinnig, wie gemeingefährlich. Antwortet uns doch, Ihr Fabrikanten. politische Neberficht.|" Berlin, den 25. März. Ueber die Folgen des SeeleuverkaafS, der au fchen verübt wird, die zur Auswanderung nach Brafilien.yerlvckt «erden, finden wir in Berliner Zeituugeu folgende Notiz: „Zwanzig vor zwei Jahren«ach Brafilieu ausgewanderte preußi- /che Uuterthauen kehrten heute früh auf der Berliu- Hamburger Bahn hierher zurück, unter ihnen zwei junge Waisen, deren Elter« dort verstorben find. Sämmtliche Personen wurden, da fie mit« telloS und mehrere krank waren, vorläufig hier im Arbeits- Hanfe untergebracht, bis fie die Weiterreise nach ihrer früheren Heimath(Westpreußen) antreten könueu."— Die scheußliche Wirthfchaft in Bräfilien haben wir schon oft genug gegeißelt, aber die Maßregel, ehrenhafte, zum Theil sogar kranke iln« glückliche iu's Arbeitshaus zu sperren, finden wir auch— recht brasilianisch gehandelt. E-ne nette Bertheidiguag der HtrabsetzllUg der-Arbeits- löhne giebt dir Berliner.National'Zeitang" und mit ihr eine Anzahl anderer„arbeiterfreundlicher" Blätter. Die„National« Zeitung"- schreibt nämlich zu der von ihr mit Freuden begrüßten Herabsetzvng der Arbeitslöhne: „Ein parlamentarischer Bericht deS Abgeordneten Hammacher für die Bndgetkommisstou des Preußischen AbgeordnetmhaaseS über den fiSkalifcheu- Bergwerks« und Hütteobetrieb pro 1873 liefert uns hierzu«ine beachtenSWerthe Erläuterung. Danach find die Gelbsttosten pro Ceuwer Steinkohle von 1370 bis 1873 um ein gutes Biertel gestiegen und zwar großentheils deshalb, «eil die Produktion per Kopf deS Arbeiters beträchtlich abnahm. Bei einer der großen ia Privatbefitz befindlichen Steinkohlengrn- den Westfalens berechmte sich der Durchschnittslohn sämmilicher Arbeiter pro Schicht 1872 aas 32.8 Sgr., 1873 aas 37,2 Sgr., 1874 auf 35,4 Sgr., der ProduktionSeffekl dagegeu per Kopf des Arbeiters 1872 auf 21.2 Ceutaer, 1873 auf 19,8 Centuer, 1874 auf 18.5 Ceawer Steinkohle». Man sieht, es kommt«e. »iger auf Herabsetzung der Sö>ne, als auf Ste-gerung der Leistungen au, und die gasze Sechlage ist derartig, daß«S der Energie der Arbeiter anheimgeftellt ist, die Produktiv» selbst so zu heben, daß ihre eigene Stellung dabei gesichert und gebef« sert bleibe.(?) Aehnlich erklärte auch vorgestern der preußische HaadelSminister zur Frage der Eifenbahatarif«, daß die Berlegea« heit der Eisenbahnen mit den noch kaum geminderten Arbeitslöh- mn und noch gar nicht erhöhteu ArSettSleistaugm zusammenhänge und größteutheitS auf dies« znrÜckzufShreu sei."(??) Dt« Bchauptuug, daß die Arbeitsleistung der Bergleute plötzlich so gering geworden sei, kommt uuS gar sonderbar vor. Ist sie wahr, so kann es nur zwei Gründe geben. Entweder hat man dieselben eben früher so übermäßig sich quälen lasse», daß jetzt die Gesundheit und demnach die Arbeitskraft derselben gäuz- lich uotergrabe» ist. Oder eS find in Westfalen jetzt einfach nicht so ergiebig« Kohleulager m Arbeit, wie vor wenigen Jahren, in Folge dessen natürlich bei derselben Arbeitsleistung«eni- ger Kohlen gefördert werden. Daß ferner dir Eifenbahuarbei- ter, trotz der Herreu em grünen Tisch, nicht plötzlich mehr arbei- ten, weil fie nicht mehr arbeiten köoneu, ohu« ihre Gesundheit zu schäbigen, finde» wir sogar lobenSwerth. Was wir aaßer- dem betonen müssen, ist jene Gehässigkeit, mit welcher die„Na- tioualzeitung" die ohnehin schon so niedrig bezifferten Arbeits« löhne herabzudrücken offen auffordert. Die bisherige Roth der Arbeiter scheint ihr noch nicht genügend.' Die zehn« bis zwölf- stündige Arbeitszeit soll wohl auf ein-! vierzehn- bis fünfzehn« stündize erhöht werden. Daß diese Borschläge unter dm Fabri- kanten Anklang finden, ist selbstverständlich. ES geht doch nun einmal nichts über die„Humanität" uns-rer liberalen BolkS- deglücker. r Die„Hungerkor", weich« die B-rzlente Englands im gegenwärtigen Augenblick zu erdulden habe», zeugt von der bei« fpiellosen Barbarei, welche fich unter dem Firniß der Kultur der jetzigen Gefellschaft versteckt. Nicht genug damit, daß zwanzig- tausend Arbeiter ohne Weiteres brodloS gemacht wurden, ist jetzt eiae neu« Press« für st« g-funden worden. Die brodlvsru Arbeiter empfingen nämlich, wie«S ja selbstverständlich ist, von dm Gemeinden Armmunterstütz arg, die freilich karg genug anS« siel und wofür sie Steine klopfen und sonstige Arbeit verrichte» wußte». Nio hat aber ein Jurist, ein gewisser Doyle, im Ar« wengesitz gefunden, daß die Unterstützung bedürftiger Leute kei- fache zu verheimlichen, daß die Bevölkerung die Prooinz verlassen habe. Die Kunde davon verbreitete fich bald über das ganze Land: fie kam dem Schah zu Ohren, und er gerieth außer fich darüber. Er rief den Gonvernenr zurück, ließ ihn hinrichten und setzte seinen Borgäuzer wieder an seme Stelle— allein eS war zu spät. Die Provinz war eutvöllert, nur die Blinden, Lahmeu und Alten warm zurückgeblieben und die Felder in Wüsteueim verwandelt. Dies« einst so blühende Provinz hat fich von jenem Schlage noch nicht erholt. Sie war und ist heute noch— die reichste Provinz von ganz Pirsim; die einzige, welche große Quantitäten Seide, Getreide und Baumwolle uach Rußland zu exportirm Pflegte. Aber seit jenem furchtbarm Jahr, in welche« «lle Seideuwürmer zu Grunde ging«», hat die Ausfuhr gaoz aufgehört und das Land hat einen ungeheuren Verlost erlitten. Allein der Schah ist weder durch die Gewalt der Umstände, noch durch die Beispiele, die er in Europa sah, zu bewegen, jenes alte Gewölbe zu LfsZen und»inen Theil deS Geldes für die Berbesse» ruug deS Landes, durch den Bau von Eisenbahnen und Kanälen, Herstellung von Gräben, Eröffnung von Bergwerken und dergl., zu verwende», au welchen Dingen diese» liehliche und fruchtbare Land zia so großes Bedürfniß hat. Er hängt an der Tradition, daß jeder Köllig alle Jahre so uud so viel zu dem Schatze legm muß, uud daß kei» König, selbst nicht in Zeiten des Krieges und der HungerSroth, diesen Schatz aatasteu darf. Solchen Zufällig« Zeilen soll durch Exirasteuem begegnet werden. NZmu der Schah eiuep Palast zu bauen oder Kanonen z» gießen wünscht, so hat er kein Geld dafür, sondern es müssen erst neue Steuer« anSgeschriebeu«erden, obwohl im Gewölbe Schätze mSwtgS unbedingte Pflicht der Gemeinden ist. Die Gemeinden müssen die Leute nur Vau« üoterstützeu, wenn fie schlechterdings keine Arbeit zu fiadea vermögen. Wird ihnen iadesseu Arbeit zu einem Lohne angebolm, der zum Unterhalte, wenn auch nur zu Wasser und Brod, ausreicht(aach ArmeuhauSbegriffm etwa zwei Sgr. täglich), so fällt für arbeitsfähige Leute, das Recht auf Ge- meiudeuuterfiützaug weg. Dies« TnSweg soll nun versucht wer- dm. Die Armeubehörde in Merthyr hat die benachbarten gro- ßm Grusteobesttzer befragt, ob fie dm arbeitslose» Arbeitern ge- uügende grschäftigunz zu geben bereit find, um dm Anspruch«Ks Arminimterfiützullg hiofäfi�jir- machen. ES wird eiae bejaheude Antwort erwartet. Dfan ist die- Gememoe die arbeitsfähigen Leute los. Entweder fie.müssen bei den Grabenbefitzer» für eisige-Iroschen pro Tag widerwärtige Arbeit seirichteu, oder sie müssen hungern. Dringen die Behörde» mit dieser AuSltguuj deS Gesetzes in Merthhr durch, so wird fie natürlich auch ander- wärts angewandt«erde». Wie mit dem Lebeu der Matrosen gespielt wird, zeigt eine neue, von Plimsoll den Londoner Z-itaugm übersaudtr Zusam« meustelluug von Schiffen, die seit Neojihr„vermißt" werden, also vermuthlich wegen Seeuntüchngkeit mit sämmtliche» Mann- schaftm uutergegaogm find. ES find dies ia 21/s Monaten 28 Schiffe mit 343 Weufchea. Die große Socialiftenhttze in Jtltlitv scheint für die Hochverrath schnüffelnde Regierung«inen-recht kläglichen AuSgang zu nehmen.— Bou de» Arbeitern, welche der Jnteruationale angehören uud die wegen Verdachts, einen Aufstand versuch! zu habeu, verhaftet warm, fiud 36 durch Beschloß de» Appellhofes vöu Florenz freigesprochen, 34 dagegm vor ein anderes Gericht verwiesen worden. Letztere werden nächstens in dieser Stadt ab- geurtheilt und wahrscheinlich gleichfalls freigefprochm»erden. Im Uebrizm hat der König von Italien durch fein Liebäugeln mit dem Kaiser vou Oesterreich, mit dem er in Venedig sioe Zasammmkauft veranstaltet, das ganze Volk aufge« bracht. Ja Veuedig ist nämlich die Nationalfeier der Enthüllung des Denkmals des»erbaustm Patrioten Daniel ManiuS in groß- artigster Wesse begangen worden. Uud mau wagte, wie mau hört, die Zusammenkunft Victor Emanuel'S mit dem Kaiser Frauz Joses au dieser Stätte auzusetzeu. Die Familie vou drei Vme- J lauern, die tu Mantua von den Oesterreichern aufgehängt wur- m und aereu Leichname im Jahre 1867 als politische Reliquien uach Venedig übergeführt wurde», hat z. B. öffentlich dagegen protestirt, daß mau ihre Söhne und Brüder am 22. März als Märtyrer feiern«olle, um am 5. April dem Manne entgegeazu« janchzm, der fie hmrichteu ließ. Da«„Tempo" hat den Protest abgedruckt und die italieassch« Regierung dadurch in nicht geringe Verlegenheit gesetzt. Schließlich griff fie zu dem bekannten uud in solchen Fällen nicht mehr ungewöhnlichen Mittel der KonfiS« katio» und hat dadurch nun erst recht Oel in'S Feuer gegossen. * Die Schamlofizkeit, mit welcher die Soldschreibr? dm Arbeitern Rohheit vorwerfen, ist schon groß genug. Aber wenn der Fcevelmath gewisser Sabj-kte so weit geht, daß sie dm arbeitslosen hungernden Arbeiter verhöhnen und form« lich planmäßig zu Exzessen anreizen, dann fehlen uuS diese Worte, um diese Erbärmlichkeit richtig zu bezeichnen. Ein Schaud. büße ließ am vorige» Freitag Plakate an die Berliner Anschlags- säuleu heftm, wonach 1000 Erdarbeiter sogleich uach außerhalb gesucht wurden; eS war die Adresse eiueS Einwohners der Kro- nmstraße angegeben worden. Derselbe wurde am Freitag Vormit- tag natürlich vou Hunderten von Erdarbeitern aufgesucht, welche jeder mit einem Spaten, wie es in drr Annonce hieß, zur Em- pfaugvahme des ReisegeloeS gekommen waren. Di« Leute warm aber hiuter'S Licht geführt, dmu die Annonce war gefälscht, und zwar augenscheinlich zu dem Zweck, einen Krawall za pro- voziren; fie war planmäßig darauf angelegt, die Arbeiter, welche vielleicht fich Kosten anferlegt und um ei im Arbeitstag gebracht hatten, auf's Höchste zu erbittern. AtS ihnen ein ab- schläglicher Bescheid wurde, äußerten die Arbeiter natürlich mau- cheS derbe Wort. Der lrtuffeude Einwohner holte Polizei uud der Eingang des HarseS wurde von drei Schutzmäumra besetzt. Erst Nachmittags ließ der Andrang etwas nach. Trotz alledem ließ fich aber keiner der Arbeiter za einem Exzesse hinreiß-o, was doch wahrlich die Bildung des arme» Mannes weit höher stellt, als die seiner Verhohner. An demselbm Tage gab es au der Börse aber Ohrfeige» und Rippenstöße, auSgitheilt vou sogenannten„Gebildeten". * Beim ueulichm GrburtStage de» deutsche« Kaisers bat die Zeitungsschreibersippe in ihrer LoyalitätStollhett sich echt chiuestsch aufgeführt und i» Prosa, sowie Reimen, dm tollstm Unsinn, oder aui, ästhetische„MosistätSbeleidigunzm" zu Tage gefördert. Wir wollm einige PrLbcheu bringen. Der VolkSzeituugSheld Frauz Duncker, respektive aufgehäuft liegeo, welche, wenn fie ausgenützt würden, da» Laud iu ein Paradies verwandeln köuutm. Wenn mau dir Diamautm, R-lbtuen uud andere Edelsteine betrachtet, welche der Schah und feine zahlreichen Weiber befitzm, so ist der perfische Monarch per- söulich der reichste Souverän der Welt. Aber sein Land ist, un- geachtet aller natürlich«» uud physischen Vorzüge, die«S besitzt, daS ärmste ans dem ganzen Erdball— und versinkt täglich immer mehr in Roth und Elend. Eine audere Ursach« di'.seS UebelstandrS ist der Umstand, daß kiia fremdes Gtld in'S Land kommt. ES führt nichts anS — oder kaum etwas,«aS erwähnt zu«erdm verdimte, deua e« giebt weder Straßen noch andere BtrkehrSmittel, welch« dl« Aus- fuhr erleichtern. Die Provinz Räfcht war die einzige, die, wir wir oben erwähnt habeu, Seide und andere Erzeugnisse iu be« deutender Menge ausführt«. Aber diese Ausfuhr hat iu den letz- ten vier bis fünf Jahren aufgehört, während andererseits das Gold und Silber des Landes stetig und massenhaft durch folgende Kanäle ausfließt. Für'S erste wandern jährlich etwa 30,000 Pilger uach Arabieu, Karbela uud Mekka. Berechnet mau die durchschnittlichen MiuimalanSgsbm jedes Pilgers auf 300 Rs« pien, so belänft sich der Gesammtbetrag der ans diesem Weg anS dem Laude geht, jährlich auf 9 Millionen Rapie». Da ferner Perstm keine Güter besitzt, die eS gegen sine, die eS anS England und Rußland bezieht, in Tausch gebe» könnte, so bezahlt eS fie ia baarem Geld«, wsö zuletzt den zaazeu Reichthum deS Landes erschöpfen muß. DaS Gold ist beinah« schon verschwaudm. Und so v erstickt das Land immer mehr und mehr in Armuth und Elend, wahrend dessen Bedrücker fich mit seinen Reichthümer» sein Beküsteia, beginnt uam uuteithäuizstm Leitartikel mit folgender Phrase: Am 22. März 1875. Ja einem Aeiche,»a die Wünsche des BolkeS im Elsklanz stehen mit dem Walten de» Regenten, ist ein wahrer Glückwunsch an Freuden- und Fest-Stagen>cm Fürsten dargebracht nur-ia Kaadwerdea dessen, was das Boll sich sesiber wünscht; da wird'die Erfüllung Uwe der Einklang, der das WohlgefAhl Aller erhöht. Ja diesem Geiste nahen auch wir gern am h-utig-u Festtage dem kai- serlicheu Thrill unseres dcntsch-n BaterüMdeS mit einem tief empfände- neu Glückwunsch de» Bolte«. Erbausiche Kriecheni! Großer Duncker, meinst Du wirk« lich im Namen SeS Volkes zum Throne zu«andern, rnur, warum beriefst Du deuu keine Volksversammlung eia, um von ihr die Glückwünsche Lcschließeu zu lassen? Ja der„Post" hat eia gewisser Poetaster HanS Koester ein Attentat ans den Kaiser verübt, welches wir hiermit Pflicht- schnlsigst denunziren. Wir wollen nur eiatge Berse deS höheren BlödfiuuS voll citiren: Da« Reich zrrfall'n, sein Ruhm verblaßt— Fügt'ft Da den R-ifen, daß er paßt— Dem Feind zu diu'rer Lehre, Dem deutschen Volk zur Wehrt, Unsterblichkeit der Ehre Auf de» Ersiegers Schläfen I Und nach dem Sieg vom Kronenast Der Feeiheir Banner hoch am Mast! Bon dem Kysshänscr Berge Die Ra-en und die Zwerge, Daß FinsteruiZ sie berge, Flieh'» vor de- jkeriscrfonne! Dem Aug' zu schau'n ein Wunder fast— Als stock' der Jahre öde Hast, Noch Deinem Ruhm zu mehren, Sah'n wir von Friedrichs Ehren Da» Sternbild sich»erklären Im Scheitel Kaisir Wilhelm»? Die Porten sollen mitunter toll werden; dem guten Hnnck Koester ist da« bestimmt widerfahren. U:brigeoS steht der gute Mann nicht allein da; die„Kreuz- zeitunz" leistet folgende famose Berse: Wer ist die wahre Wacht am Rhein, Ist eS ein Weib— oder ist eS ein Stein r Lieb Diplomaten gar?— Nein doch, o nein, Hoch Wilhelm Eins— der Kaisir allein, Er ist die«irkliche Wacht uns am Rbeiu. Liebend ergeben und treu seinem Land, Marschirte Er schnell über rheinischeu Sand. RUtcrlich für Dich zu sterben bereit, Hörst Du ganz Deutschland in einem Bereiu, Einig und glücklich noch obendrein, Ihr graMliren— der Wacht am Rhein— Nimm eS nur hl»— denn eS ist 2) ein. Neulich wurde vou einem überschwenglichen„ReichStreuen" auspofauut, daS ueue deutsche Reich gleiche durch die Pflege von Knust uud W!ss euschaft dem der Medizä«r, Nun, die Poettu fiud weuizsteuS, wie der Berliner sagt:„nette Innren". { Wy''s''i— r sij"«.•«.' * Ein« lange Reihe vou deutsche» Bettklpütkioteo, unter ihnea unsere„Freunde" Schulze-Delitzsch, Franz Duucker uud audere H-ldeu Lhulicheu Schlages, veröffeutlicheu in der „Gartenlaube" eiae großartige Bettelei für den Herrn Ar« nold Rnge in London. Di«„Gartenlaube" kann srlbstverstäod- lich bei dieser Bettelei Dicht unterlassen, Rüge, dessen national- liberale Servilität vou Jahr zu Jahr augeuscheiulicher geworden, folgendermaßen zu titalireu:„den muthigsteu Bahnbrecher und wirksamsten Entzünder j-ner reformatorischeu BerjüngnugSkrast, die endlich stark uu» unwiderstehlich geworden in dem Schwerte, das im Jahre 1870 unsere Geftdicke enffchieden hat." Ohne nun auf Herrn Rage näher einznzehm, der jetzt den national» miserablen Caacan wie Einer tanzt, wollen wir nnS einmal die Herten auftheu, die zu dem„Ehrengeschenk" oereit» beigesteuert haben.„Unser" Schulze trägt hierbei den SiegeöpceiS dabo», denn er hat nich' weniger als zehn ganze Rfichsth aler„ab- geladen", gewiß für einen Manu, der fünfzig Tausend Thal« geschnappt hat, eine gewaltige Summ«. Laskerlebe», der leider noch immer keine Reden„reden" kann, hat fich ebenfalls sehr nobel gemacht uud nicht mehr und nicht weniger als 25 Thaler dem„großen" Roge geopfert. Luch d« Herren Löwe-Calbe, v. Unruh und Andere haben sich in gleicher Wesse„nobel" gemacht und ihr Scherflein vou 3— 25 Thaler zu de'-'„Ehrengeschenk" beigetragen. Heiter bleibt eS auf jeden Fall, daß, trotz dem Rage vor Roth und Eetbehrunz, wie die„-Aortenlaabe'' ausdrücklich betont, geschützt ist, man doch eine solche Kollekte in Scene setzt. Ob dieselbe wohl mit hoher polizeilicher Geuehm'guug erfolgt? * Zum deutschen Kulturkampf- Kalender tragen wir v»m IU bis 19. März wieder folgende Kolturerelgniffc nach:, Limburg. Da? dem Bifch-f Blum abgepfändetr goldeue Brnsttteuz wurde vou dem Pfarre« Münzenberger au» Fraukfurt a. M für 456 Tblr. U-- �' Ii Ii- mästen— und wenn keine Umwälzung stattfindet— oder wenn nicht irgend eine fremde Macht ihm zur Hülfe kommt, so maß«S eines natürlichen Tode» verkommen. Di« HaugerSnoth hat vor vier Jahren«in Drittel der Bevölkerung hingerafft. Ein: andere Plage, wie eS die furchtbare HangerSnoth war, wird daS Land in eiae Wüste verwandeln. ES wäre höchste Zeit, daß die Regierer des Lande« dieser schsecklichw Wirklichkeit ihre Augen öffnen und Maßregeln treffen, u« einer Wiederholung einer solchen Kalamität durch Herstellung von Straß«, Eisen» bahnen, Kanälen und dergl. vorzubeugen. Da« Waffer ist im Laude nicht gleichmäßig vertheilt. An einigen Orte» wird eS in> großen Mengen verschwendet. Es strömt, dirrch felstZe Gebirgs» pässe oder fließt»ubenützt dm Flüssen und zuletzt»em Meer» zu. Ei» Damm hier— eia Kanal dort— würden leicht Haa% derte von Meile» dürren and durstigen Boden» bewässern und ihn. in fruchtreiche Gärten und debante Felder verwandeln. Die einzig« Eiukommevqaelle, die das Laad befitzt,-ist der Telegraph. Er gehört gänzlich den Persern n»d läuft in derselben Richtung mit jenem, der den Eogläadera gehört. Di« per- fisch« Regierung beschwert jede Depesche von 20 Wörtern, die durch da« Land uach Europa befördert wftd, mit zwei Tum:». Die durchschnittliche Depeschmzahl soll fich täglich auf 150 be» lanfeu. Manche Depeschen bestehe»' aach an» mehr als zwauzig Wörtern. Die» trägt der Regierung täglich ungefähr 1500 Ra- pien, also jährlich etwa 5'/, Lakh,«in— allein waS ist diese Summ« im Vergleich mit den ungeheuren Summen Gilde», die «ms dem Land««anders? tijUnben noi fofprt dem Vlschss»über verehrt.— Mesiily. Lehrer TumidaM In ASHme, der gegen Probst Kiek wShle» soll, ist«bgesetzt»or- de»— Posen. Der Redakcar de«„Ore»r»nik�»ird»egen MajestätS- beleidlgnng zu 4 Monaten Gefängniß»ermthellt.— F emksmrt«. M. Da? AppellalionSgerlcht bestätigt ein den„Frankfurter Beobachtet frei- sprechende? Erkenntniß, wegen einer BiSmarcko-Beleidigung. Der Staatsanwalt hatte 4 Wochen Gefängniß beantragt.— München. In der Teseralversammlang der cSeuofsenschofiSdruckerei erschienen zwei Polizei« kommissäce und»eriangten die«uSliefernng de« Protokoll bnchiä der Se« »»ffenschast, und als dies verweigert wird, verhaften fie den Borsitzendeu und lassen ihn durch zwei'Gen'darmen abführen.— Oggersheim. Eine von Social-Demokraten einbemfene Lolksvrrsammlnng wird aufgelöst.— Berlin. Aostoleb, der Redakteur der �Germania wird ja zwei Jahren TefSnguIß»erurtheilt und dessen sofortige Verhaftung angeordnet. Der Lerurlheiite ist j-doch seit dem 7. März verschwunden.— Leobschütz. Die Exmission des Pfaträdmiaifirator» Sterz in Soppau erfolgte in aller Ruhe. Zu» Exmission des Pfarradmlniskators Ullmann in Kceuz-udorf requi riete der Landrath ein Kommando Husaren.— DreSXn. Pctzold, der frühere Rcdasreur des„Dresdener Bolksbotcu", wird nach Zwickau in das Gefängniß befördert, ollwo er 6 Mcn.tc behalten, wird— Franfurt am Main. Der A-dakteur de«„Frantfu ter Lolksfreuad" wird wegen eines Artikels„Die Armen»nd die Elenden" zu 14 Tagen Gefängniß vervrtheilt.— Habelfchwerdt. Dem Wellpriester Wagcuer wird der Aas« enthalt In 14 schlefischen LandrathSkreisen und in der Stadt Breslau ver« boten.— Wesel. Wegen MajestätSbeleidigung erhält Postsekretar und Landwehrlieutenaut P epcr Z Monate Festung.— Essen. Auch dem De- chanten in Rellinghausen und tleichzei-l, deu Haupilehrem daselbst ist die Berfü-ung zugeichtckl Wördens worin die Ertheilung des Religionsunterrichts in deu Schullokalen den Geistlichen verboten wird. Nur der Kom- wunionauterricht darf noch mir E>uwilligung der Gemeindevertretung nach Anhörung des SchulvorstaudcS im Schulzimmer stattfiadeu.— Cleve. Der Bischof von Paderborn, beschuldigt, durch mehrere Predigten der Firmuogs- reise gegen den Aanzelparazraph'U verstoßen zu haben,- wird vom Appell« gerichl sreigesprocheu. Waldenburg i. Schl. Die Kaplan» Zwirner und Sinke find von der Theilaahme an der Scelsorge der hiestgcn Gifongeueo ausgeschlossen worden.— Branulchweig Kokoely, der Redakteur des ,,Br. Bolksfreund", tritt heute seine 3 Wochen Hast an.— LudwigShafen. Eine von Social-Demokraten ekuberufenr Volksversammlung wlrd aufgelöst.— München. Da» vom Pfarrer M hr eingereichte Gnadengesuch um Um- Wandlung der ihnz vom Schwurgericht zuerkanuteu achrmoualigeu Gesäng- »Ißstrasr in Festnogshaft, eventuell Verminderung der Dauer der Gesang- «ißstrafe, Ist abschlägig beschlcdeü worden.— Breslau. Ans Verlangen de» StaalSanwaltS in M-serltz wi d Fürst Bischof Dr. Förster in Sachen de» Probst:» Kick In Lähme vom Stadtgericht vernommen.— Berk n Vor dem Kriminalgericht haben die Äerhaudlungtu gegen die Vorstände de« Lllg. deutsch. Arb.-Vereins, de» Aüg deutsch. Maurer- und Steinhauer« Bereiu», de« D»ulsch-n Zimmeeerbunde?, de« Berliner Putzerclubs und des Allg. deutsch. Arb.« Uat.- Verbände« wegen Verstoße» gegen ZZ 8, 16 und 22 de» VeieinSgesetzeS vegonnen. Das Verfahren bezweckt hauptsächlich die definitive Schiießang dir bereits polizeilich flstirten Vereine— Birnbaum. In KSHme haben während. des Jahrmarktes tuwnltuarischc Auf- trittc gegen den vom Staate angestellten Probst Kick, stattgefunden, welche erst durch ernstliche» Einschreiten von Seiten der Gen'darnierie uuterdiücke wurden.— Chemnitz. Der frühere Redakteur»er„Chemo, freien Presse", F. W. Metz er, ist wegen Bismarck- Beleidigung zu 1 Monat Gefängniß venr.theilt worden.— Münster. Bischof Dr. Brinkmann wir» verhaftet (7 Uhr früh) und m einer üOkägigca Srrashaft nach Wareudors abgeführt. — Leipzig Der Redakteur de»„Boltsstact", Seiffert, ist zu 4 Monaten Gefäzzgniß v-rnrthiilr worden.— Münster. Der verantwortliche Red.klenr de«„Merkur". Fuih-rr v. W.-ndt, ist vom Sreisgericht wegen Veröffent- lichunZ der päpstlichen Encyklika zu 1 Jahr Gefängniß verurlheilt und so- fort verhaftet worden. Der Staatsanwalt hatte zwei Jahre beantragt. * Am 13. April, Morgens 10 Uhr, beginnt, wie uns mit« getheilt wird, itt Prozeßverhundlung gegen den Berliner Ar- beiter-Fraveu- und Mädcheu-Verein vor dem hiefizen Stadtgericht, Deputation VII., Mvlkrumarkc Nr. 3. Angeklagt find neun Fraueo, nämlich: F'r-au Stägemanu, Frau Harn, Frau Grund mauu, Frau Beck. Frau Ottilie Goris, Frau Caroline Müller, Frau Paaline.Mühler, Frau Schackow, Frau N-tze. Das Stadtgericht»ird also Gelegenheit haben, gegen die f.Brliner Petroleusen" zu vrrhandelri. Elmshiru, 22. März.(Polizeischwierigkeiteu und Volk«- dersammlnug) Am 16. dss. ging unser Parteigenosse H. Mar'chmaua Zum hiesigen Bürgermeister, um zu Sanntag. den 21., eine Bolksversamm- lung anzumelden. Aber der Mensch denkt, und die hohe Polizei lenkt, denn die Versammlung wurde nicht gestattet. Al« Grund g«b der Bürgermeister vor, er kenne die Persönlichkeit Morschmavn'S nicht. Al» derselbe sich jedoch mit einer Beschwerde per Telegraph an die Regierung zu Schleswig wandte, wurde ihm die Erlauboiß zu Theil. Es faud darauf gestern die Bersamm- lung stall, In wefcher der Reichstag- abgeordnete Hasenclever referlrte Die Versammlung war ausserordentlich stark besucht, denn c» waren 15- bi» 1660 Personen anwesend, welche Hvseuclever mit einem dreimaligen dvii- »ernden Hoch bei seinem Eintritt begrüßten Derselbe nahm diesen Gruß aus, indem er betonte, daß er ibn nicht seiner Person, sondern nur der Sache,»!e er virtretc, gelten lasse. Haseuclevcr wurde Zinn ersten, Marsch- manntzum zweiten Borfitzendcn und Unterzeichneter zum Schriftführer ge- wählt. Di- Tagesordnung lautete: De sociale Frage, die Herr Haseu- clever in eihem Ijstttndlgeii Vortrage zur großen Zufriedenheit der Anwe- senden erledigte. folgende Resolution wurde zum Schluß der Bersamm- lung einstimmig angenommen:„Die heutige B-rsammluug erklärt sich ganz «nd völlig mit den AuSsühmnzeu des Herrn Hasenclever einverstanden, und verpfllchtrl stch, bei d r nächsten ReichStagSwah! nur-inen solch:« Kandl- baten zu wählen, der für die Rechte der gesammten Arbiilcr eintritt. Ein- Telletsammlunz ergab die Summe von 12 Thlrn. 19 Sgr. 6 Pf. C. H. Hamer. LepNrp, 23.. März.(BersammlungSbericht.) Sonntag, den 21. dss., faud im Lokaie de» Herrn Neveling eine Volksversammlung statt. Dir Tagesordnung lautete: Der SocialiSmus und scs»- Gegner. Referent waren hie.Herren Luchtenberg cvS Solingen und Herr Stuhr suS Dresden. Linc Tlellerfammlunz für die Eemaßregelt u ergab die Summe von 2,85 Mark. Borfitzeuder war Herr Kreb» an« Remscheid, Unterzeichneter Schrift- führen Fritz Lindemaun. CZttdns, 22. März.(Versammlungsbericht.) Sonntag, den LI. dss., hielt ea wir eine stark besuchte Arbeiterversammlnng im Lokale des Herrn W�gcradl(Wachsbleiche) mit der Tag-Sordnung:„Die Thätigkeit b«r focial-demskratsschen Abgeordueten im Reichstag und Gründung eines ArbtiierwablvereiuS" ah. Der Referent Max Stöhr referlrte zur Zn- fricdenbeit aller Anwesenden unter großem Bei-all. Nach dem Bortrage trat Hßtr Morstz Stammet, nationailibernler Maschinenfabrikant und Di-! tekfor der Niederlaufitz.r Maschinenfabrik, zur Interpellation auf. Er brachte, jedoch rylz hje albernsten Fasel- len zu Tage. Freund Henschel griss m dct�Debaitc, behufs Gründung des Wahlvereins tüchtig an 25 Mann ließen sich in. den Verein einzeichnen. H. Teichert. Meine Adresse ist: Nenstädterstr. 416 bei NNschke, Schuhmacher.— Größtrc Sendungen ersuche ich, nach dem Berliner Platz, bei Hrn. ElSner, in sende».,... D-r Obige. Jefit», 22. März.(.V oskSverspmmlung.) Am 20. dss. färb hier eine- gut belacht: Volksversammlung statt, In«elcher Herr Baethke an» Berlin über den ersten Punkt der Tagesordnung:„Programm und Or« ganlsvtiou der deichen Alhxitcrpartsi- referirtr.' Sein Bortrag wurde von den' Anwesende»', mit großer Begeisterung aufgekommen. Über den' iweltkn PNokt der TageSbrdnvnz:„Der 18. NSfz? referlrte»er Borfitzende � Herr Mob.'«Sandmann von tzjer unter großer Zufriedenheit. Auch wurde' von ihm eine Resolution eingebracht, die die Lcrümemlung elnlstimmig an-' »ahm. Dieselbe lautet:„In der am 20: Mkfrz abgehaltmea Volksversammlung erklikde» stch sistumtliche Anwesende mit dem Progrämm und der Organisalion drr deutschen Arbeiterpartei einverstouben. Ferner erkennen fämmtliche Auwesenhk an, daß nur auf dem Wege der Sesetzzebaug die llebelstänbe, wekHc in der heutigen Gesellschdst exlstiren, b-seiiigi werden können, und bersprechen, dah!» zn wirken, daß bei der nächsten Wahl für den Reichstag nur ein Arbeiterabgeirdneter gewählt werde." Alttaa, 22. März.(Au die Parteigenosse».)«inwohner Al- tona's und Freunde der social-demokratischen Idee»! Wiederum stehen wir bor einem Qnartalwechsel unserer Zeitung, den» Ausgabe e» ist, da» Klas- sendewußtseln Such tiuter den Arbeitern Altona'« ,» wecken; wiederum «ahnt uns jetzt die hctllze Pflicht, die Idee b:r Social- Demok.atie durch unser Parteiorgan, den„Neues Social-Demokra.'"» 1» verbreiten, welches wir zuerst nur eben dadurch fördern können, wenu W�k dafür eintreten, daß da» Abonnemeat auf deu ,,N. S.-D." auch in diesem neuen Quartal ein recht lebhaste» verde.— Altona, der Stolz der Arbeiterb.'w'guvg im Nor- den zeigt durch jede? Quartal gewiß eine große Verbreitnrlg seine« Par- teiorgau»; doch nicht zufrieden mit diesem schönen Resultat, farbern wir immer und immer wieder alle Elnwahaer Altona'» auf, mehr und mehr für die Verbreitung des„R. S.-D." zu sorg u, damit derselbe stch bei allzn Einwohnern unserer Stadt einbürgere, um somit fördernd für die Verwirklichung der Idee Ferdinand Saffalle'« eivzuireten. Die geistige Nabrung, die ja leider allen Arbeitern so spärlich m ihrer Schulzeit zugemessen ist, finden wir wieder gerade in diesem unseren Parteiorgan, dem „R. S.-D.", und reihen stch an diesen gleich gut und unserer Idee ent- sprechend dir„Socia! politischen Blätter" und der„Agitator" au. Alle diese Blätter haben stch nur ein Ziel gestellt, und zwar da», dem Menschen w-eder zu seinen Menschenrechten zu verhelfen.— Auf denn, Einwohner Alt«na'S, auf zum Abonnement! Besutz: die" Such ge oteue geistige Nah- ruüg. um somit schon eine Vorarbeitnng, und zwar eine bedeutende, zur nächsten ReichStagSwahl zurückgeliKt zu haben. H. Braasch. Boenheim, �0. März.(An die A boauenteu) des„Reuen Social- Deniokrat".) Parteigcsoffenl Es iß wieder au der Zeit, das Ab» mement auf deu„Neuen Socia! Demokrat" und die„Social- politische!! Blätter" zu erneuern. Darum frisch an'» Werk, denn nur dadurch, daß die Massen aufälklärt wer.cn, können wir zum Siege g-'angen. Suche ein Jeder, einen nene» Abonnenten zu gewinne», dann bat er vorerst seine Schuldigkeit ge- thaa. Wer die Zeit nicht Hot, zar Post zu gehen, der wende fiÄ nur an die ZeituegSkommisfisn. Dann bemerke ich noch, daß nur bei dem WIrthe Herrn Scholl, PreuiigeSheimerstr. g, unser Parteiorgan anstiegt! Kcliier der anderen cBIrthe hält unser Blatt, darum geht nur zu Scholl and trinkt dort Euer Glas Bier. Also thue ein Jeder seine Schuldigkeit. . Für die Zeitung- kowmission! Ca»! Gerlach. GtlsevlirchtN, 22. März.(Au die Parlitgenossen und Leser) deS„Reueu Social-Demokrat" und der„Social-politischen Blätter'. Bald Iii das erste Quartal dieses Jahres vorbei und das zweite rückt-heran. Ich' hoffe, daß-s sich Jeder zur Pflicht machen wird daß gerade in dieser verhängnißvolleu Zeit die Abouniutcn verdoppelt werden. Um n»» die Abonnements frühzeitig zusammen zu haben, werde ich am Cbarfriilag, den ersten»nd zweiten Ost-rrag dafür Sorge trage-, daß von Morsen« 10 bi» 1 Uhr Mittag« und ebenso Nachmittag« von 4 Uhr an bei Herr« Casvar Dressen auf dem Wiehagen abo.iuirt werden kann. Nun, Parteigenossen, thuet Eure Pflicht; ich werde auf. dem Posten sein. P. Reichart. Osnabrück, 23. März.(An d>e Parteigenossen.) Da wir wie- dernm vor.Sch.nß eine« Quartal« stehen, fordere ich Euch auf, eine reze Thätigkeit für die Verbreitung de»„Neuen Sociol-Demakret" zu entfalten. Gerade in den jetzigen Zeiten, wo unser« Gegner wnthschuoubci-.d gegen deu Soeiallsmu« ankämpfen, Ist e« geboten, zu zeigen, daß wir trotz ihres Wilthgehenl« über da«„Treiben" der Socialist-n nicht zum„Rückgang" blasen. Ebenso furchtlo« und kühn müssen wir den Polizeimaßregela und sonstigen Verfolgungen entgegentreten. Je mehr mau uns zu hindern sucht, für die Idee des Toeializm'.s Zu wirken, desto tapferer wollen wir kä- pfen. bis wir'die heutigen traurige« Zustände beseitigt haben. Als»-auf! mit neuem Äiuth und Sieg: vertrau, n»elter gekämpft., Mit bestem Graß F. H. Klute. Dessau, 22. März.(As die Lasfalleaucr Dessau'« und der Umgegend.) E«(flu jetzt, vor Allem für ein größere» Abonnement auf unser Parteiorgan„N-ner Social-Demok at" Propaganda zu machen. Es ist unsere Aufgabe, trotz der Gleichgültigkeit und des Stumpfstnms, welche die Massen hier behc rsch.m, trotz der Zweifel, w.lche uns entgegen gehauen find, unser Werk hier weiter vorwärts ,n bringe». Auch müssen die Ver- fammkungeu regtlmäßiger besucht werden. Jedes einzelne Mitglied muß dahin wirken, daß neue Abonnenten und Parteigenossen gewonnen werden, denn gemeinsam müssen wir!ür.unsere gerechte Sache weiter kämpfen. UederaU, wo wir un» bcfindcn, wird unser Wahlspruch derselbe bleiben: „Gerechtigkeit und Brot für da« arbeitende Volk." In diesem Ruf laßt uns vereinigt weiter wirken, und mögen unsere gemeinsamen Feinde daran erkennen, daß wir fest entschlossen- stnd, mit unbeugsamem Muthe unsere Lehre weiter in die Herzen der Arbeiter zu tragen, damit fie endlich er- wachen au» dem langen Schlafe. Ihr, Männer der Arbeit, möchtet Ihr doch alle so recht und ganz vor. dem Geiste der gemeinsamen Sache erfüllt seinl Möchtet Ihr, Arbeiter allerw'cirt«, vergessen der kleinen Zwistlgkclten und gleichgültigen Nebendinge und fest Tuch aneinander schließen zum brü- derlichen Bunde; bona wird der Tag nicht mehr fern sein, wo die große Frage ihre Lösung finden wird. Ais» vorwärts aus der ganzen Linie»er Lassalleanerl Rod. Sandmann Ham'mrg, 18 März.(Allg. deutsch. Schlfk» Zimmerer» er: In.) Kameraden, der Frühling ist dal Vier Monate send verflossen, seiedem unsere Mrmeler Kollegen stch im Kampfe befinden; vi« Monate find e« bereit», daß fie m t Weib und Kind diesen so strengen Winter im Kampfe gegenüber der Kapitalmacht feststanden, und wanchcr brave Mann während der Zelt mit seiner Familie Stunden verlebte, die mit zu den erbärmlichsttn seine» Lebenz gerechnet werden können. Aber trotz alledem halten sie das Haupt stolz empor,»ertrauen auf ihre gerechte Sache und ihre dealscheu Kameraden, und sehen jetzt Mit Freuden dem Frühling entgegen, indem d>S Fahrwasser offen und die Schissfahrt in Mewel wieder begonnen hat. Es gehen jetzt eine Masse unserer Memeler Kamerad-n zur See und d e Herren Meister werden wohl bald zu her Einsicht g-l-ugen, daß eine Lohnreduziroug wie auch Klasfifiz rung In Mewel nicht einzuführen ist, also die Paragraphen des Meisterbnudes für Memek nicht angebracht find. Auf einen Meister In Mcmel Namen« Eggert, einen besonderen Arbelterdeglücker, wollen wie hier aufmerksam mache». Derselbe ttat am 15. Januar ungeladen auf die Herberge unserer Kollegen und bot ihnen den alten Lahn von 4� Sgr. pro Stunde an, er wollte somit von jedem in Arbeit ßehesdeu Mann die Woche , 1 Thaler einbehaltcn, auf welchen Kontrakt unsere Kollegen mit NameuZ- unterschrsft sich verpflichten sollten. Unsere Kamerad« r„verpflichteten" sich aber andere, indem sie dem Herrn Meister die Herberge so schnell wie mög- lich verwiesen, wo» jedenfalls eine unerwartete und unangenehme Unter- fchrist für unseren so beglückenden Arbelterfreund war. Jetzt läuft derselbe Herr umher ucd sucht Leute für 1 Thlr 8 Sgr. und 20 Sgr. Kaution, die er jede Woche von dem Wochenloha elnbehalten will, anzuwnchcu. Er Ist also mit seiner Kaution etwaig zurückgegangen. Ob dl-se» auch wohl ein Beschluß de« Meistcrbonbc« ist,»aß man dem Arbeiter von seinem Wochen- lohn eine gewisse Sememe abziehen will, um sie al» Kantion in den Hän- den der Arbeitgeber zu lassen? Oder ob cS blo« eine persönliche An- schauung de« Meisters Eggert Ist, daß er da» Geld nicht allein für sich al« Kaution einziehen will, sondern auch zn gleicher Zeit Im J.ltereffe seiner Arbeiter zu handeln stch einbildet, indem die Arbeiter, wenn fie einen sol- chen Konttakt bei dem Bau eine» neuen Schiffe« eingehen, nach Beendigung desselben eine für den Arbeiter ziemlich großc Summe erhalten, und die« gewissermaßen eine Uebcrraschnng fein soll, daß der Arbeiter seinen Arbeit«- lohn auf einmal erhält, natür oh.ie ZinSvergütnvg. Für da» Letztere danken wir solche» Herren für ihren arbeitersrenndlichen Willen, und erklären, daß wir selbstständig find. Und wenu ja etwa« noch von dem kärglichen Wochenlohn übrig bleiben sollte, so wird ein jeder Arbeiter sich daS wohl selbst zurücklegen, und e« wird dann in seinen Händen ebensogut verwahrt sein, wie in den Händen der Meister. Wenn aber blo? ras Trüerc der Fall, daß der Arbeiter einen Theil seine« Wochenlohnes tinbüßen soll, um Ihn al« Kaution bei dem Meister zu hinterlegen, und dann, falls ei.»der der andere Arbeiter sich anderswo verbessern könnte, er also seine bisherige Arbeit verlasse» würde, um die für ihn bessere anzntteten, wie sollte er dann sein Geld zurückbekommen ohne die unangenehmsten Scheerereicn und Lau- fereleu. Hat doch erst wieder ein N'tar und Proknratnr Carl Friedrich Gustav Helmkampss in Cuxhaven masseuhaste Arbeiter, alleiust hende Frauen und Wsttwen, Dienstboten nnd kleine Handwe ker um ihre mühevoll ver- dl-uten Ersparnisse, die sie stch am Munde abgedarbt, bettogen. Indem dieselben ihre Habe diesem Manne auverttauten, glaubten fie natürlich, einem solchen Manne, der Notar und Rechtsanwalt sei, ihre Habe ruhig anver- trauen zu können, indem derselbe fie noch aufgefordert, baß ein Jeder sein Geld bei ihm gut verzinsen könne und in seinen HLudru es gut verwahrt sei» indem er besser, als ein Anderer, für gute hypothekarische Belegung sorgen könne. Das Cuxhavner„Tageblatt" schreibt aber über dliseu Schwindler,»aß»er Verlust der dortigen AmtSeinwohner, den Gerüchten nach, stch auf 300,000 Reichsmark belaufe. Die GcschästSmauipulation diese« Helmkampss sei folgende gewesen. Er suchte nämlich alle flüsstgeu Gelder au stch zn bringen, gab als Schuldscheine meisten» nur eine auf einem Lappen Postpapier geschriebene Empfangsbescheinigung, mit dem Ver- werk darauf, daß der Bettag in seinem Hauptbuche eingetragen sei. Diese Beschelnigung, schwatzte er den Leerten vor, genÄge vollständig und brauche nicht wie ein formeller Schuldschein gestempelt werden. Wie er nun stch wohl bewußt gewvrdeö, daß er so ziemlich tthalten habe, was über- Haupt zu echajchea war,«eiste er am 24 Fed."� ob, aber auf Nimmer- wieberfeben und ließ stch infowent erkläreu. Wefl wollen nur damit bewei« fett, daß wir Arbeiter wohl mit Recht ein M!Sttou*n Vß« können nnd daher auf solche Bedingungen, wie sie der Meister Eggfl� gestellt, niemals au« einlassen könneu und auch nicht clulaffen werden. rufen daher ganz einfach nnfereu Memeler Kollegen zu, fest zu halten,.ns» zwar so lauge, b!» fie ihr altes Recht wieder erlaugt haben. Anch Ihr, Kameraden Deutschland», dürfet nicht erlahmen, so lauge unsere Memeler Kollegen Noch einen Funkm Mith in sich fühlen, den Kampf weiter zu führen. Verlieren unsere Kamerad-u, haben wir Alle mit verloren, Ihr Sieg ifl unser Sieg. Darum vorwärts! Die Meister wollen mit un» kämpfe»; imn, zeigen wer den Herren deun, daß auch wir za kämpfen verstcheu. Darum seid stet» auf dem Posten. Di» Zuzug muß ein Jeder'«»» Mcmel wie Lübeck fern halten. Bon Lübeck folgt nächsten« ein Bericht. Mit social demokratischem Gruß. f i Cöswig in Anhalt, 23. März.(Die Zimmerleute Deutsch- tflNbe) werden vor Znpez»och hier gewarnt, da wegen Lohnabzügen eine Arbeitseinstellung in AuZstcht steht. ------- X-- y------ Die e,.assalle'sche Weste»tascht»-Aeit«»g" kein Berei«. (Schluß.) Rackow säh t in seiner BertheidiguugSredr, wir folgt, fort: Wevn Deroffi auf meinen Name» eine Anweifunz für Zie- lowSky geschrieben, so konnte er nicht wisse«, ob ich zurückgetreten sei oder nichtz eS kann mir LbrigeuS gleichgültig fein, wer dir Anweisung ausgefertigt hat, denn honorirt habe ich dieselbe nicht. Der Brief Vater'» beweist gewiß zur Eoideoz, daß ich in der erwähnte« Zeit da» Amt eines KaffirerS deS Allg. deutsch. Arb.- Vereins nicht ausübte. Sollten mir aber selbst späterhin bisweilen von außerhalb Gelder zugegangen fei«, welche zu Beiträgen für dm Ullgem. deutsch. Arb.-Vereiu bestimmt waren, so frage ich den Herrn Staatsanwalt, ob er vielleicht im Stande wäre, oe- u ihm, wie das bei meinem Posten der Fall ist. täglich von Postboten zahl« reiche Geldanw-isnugen gebracht wirde», ans deu ersten Blick z» wissen, od jede für den Allg. deutsch. Ar».. Verein bestimmt Ware, oder für die ExpidifionSkilffe. Erst durch später anlangcnde Briefe erfahre ich solches iu viele« Fällen, und ich bedaare nur, daß man den KriminalkommissariuS Zeruicky nicht als Zeugen vorgeladen hat, desn dieser Herr hat mit bei der Haussuchung am 17. Juli cq. 8—10 Coupons von Postanweisuugeu, sobald ich qaittirt hatte, anS der Hau» gcuommeu, und ich weiß heute noch nicht, von welchen Orten und zn welchen Zwecken daS Geld bestimmt ist. Selbstverständlich muß ich aber auf jeden Fall alle Gelder, welche auf solche Weise au mich gelangten, buchen, wollte ich mtine» gnten Namen als rechtschaffener Mann er- halt-n,, a Der Herr Staatsanwalt sagt endlich: Es käme darauf nicht an, ob ich weine Thätigkeit in Hamburg oder hier ausgeübt habe, daS sei dem Gesetze gegenüber gleichgültig und könne für die /veuwelle Bestrafung nicht in Betracht kommen. Solche Ausführungen hatte ich wahrhaftig vom Staatsanwalt nicht er- wart t. Glaubte die Rathskammer des hiesigen königl. Stadt- gerichts durch dag uc8 flnairte SchließunzSdekret den Allgem. deutsch. Arb.-Verein für ganz Deutschland zu schließen, so hätte sie dadurch die strenge Centrolisation deS Allg-m. deutsch. Arb.. Vereins ja asr.rkarrnt, der Allg. deutsch. Arb.-V-r in hatte keine Zweigvereiae, und eS wären alle meiae Fresude außerhalb Berlins, die augeklagt wurden, Ordner und Leiter von selbst- stSndig-n Vereine» zu sein, nuschaldig verurtheilt wordeu. Aber daS ibeabstcht!gte die NathSkammer auch gar«icht. DaS uaS zu» gestellte SchließungSötkret lautet wörtlich: Berlin, den 25. Juui 1874. Darch Beschluß der Rathskammer de» hiesigen königl. Stadtgericht» vom 23. d. MtS. ist die vorläufige Schließung de« Allg. deutsch. Arb.» Verein» HIesclbst ausgesprochen worden. Nach s 16 de» Verelnsgesetze« vom H März 1850 ist daher die fernere Betheiligung an dem qu. Verein strafbar. Königliche» Polizel-Präfidium. von Madai. Hiernach ist cS klar ersichtlich, daß die Rathskammer nur für Berlin den Allg. deutschen Ard.-Vereiu schließen wollt», und anders ko-mie sie auch nicht handeln. W'.nn eS dem StaatSanwa't einerlei ist, wo der Kusstrer deS Allg. drisch. Arb.-BereiuS fein» Thätigkeit entwickelt, dann«un- dert eS mich sehr, daß ich den jetzigen Kusstrer deS Allg. deutsch. Arb.-VeceinS, Vater, nicht hier auf der Auklagebaak sehe. Ader freilich, der ist auf Hamburgischem Bodeo, wo eS teia preußisches BereiuSgesetz giebt, geborgen. Zum Beweis- dafür, daß meine Ansicht iu dieser Hinsicht völlig richtig ist, erlaube. ich mir einen Oberlcibuua'Sbtschluß zu verlesen, denn der Obirtribnualsbeschluß vom 27. März 1373 begrenzt die politische VereinSthätigkeit ausdrücklich auf die Polizeibezirke;«S heißt dort: „Daß folgeweise dem Gesetz- gegenüblr auch nur die In dem „b etresseoden Polizeibezirk ans dem Gebiete beS Verein«- „leben« in die Erscheinung getretenen Thatsachcn in Bettacht „kommen, und daß zn entscheiden ist, ob nach diesen Thatfachen „die Gtlstung eine« poililschen Vereins für festgestellt erachtet „werben muß." Da«un leicht erweislich ist, daß nach Schließung des Allg. deutschen Arb.-VereiuS, in Berlin weder Versammlungen sei- uer Mitglieder, noch Beitragszahlung derselben dort erfolgt ist, ich für weine Person eaol ch iu Hamburg war, so kann ich unmöglich wegen einer BireiuSthätigkeil innerhalb des Berliner' PolizribezirkS verurtheilt werden. Was eudlich die Erwähnung meiner unbedeutenden Vorbe- strafaug bedeuten soll, begreife ich nicht recht; sollte ich etwa da- durch beim Gerichtshof angeschwärzt«erden? nun dann bin ich iu der Lage, durch eine Anzahl von Dokameateu zn beweisen, daß ich, obgleich Social-Demokrat, doch verstehe, mein-, Hand- lungen mit den Gesetzen in Einklang zu bringe.!(mau behauptet von Social-Demokraten ja so gern daS GegentheU). Um nur eins zu erwähnen: bin ich z. B. 2 Jahre Soldat gewesen, und zwar, wie ich ausdrücklich betone, mit Widerwillen; trotzdem hatte ich in diesen 2 Jahren nicht eine Stande Disziplinarstrafe, geschweige den« ander« Strafeo, erhalten«nd einen Abschied I. Klaffe erreicht. Der Staatsanwalt hat zwei Paukte der Anklage fallen las- sen; die anderen sechs Punkte glaube ich jetzt genügend, und zwar auf Grund schon vorhandener gerichtlicher Eatscheidungen, wider» legt zu habe»,«nd maß deshalb meine vollständige Freisprechung beantragen. D ero ssi nahm nun das Wort zu seiner BertheidignugSredt: Da dir dStaätSavwaltschaft darauf hingewiesen, als wenn wir so ewgefl'ischte GesetzeSüorrtceter seien, bei denen ein Jadi- zienbeweiS genüge und daS Strafmaß besonders hoch berechnet werden müsse— so muß ich zunächst einig» Wort» über meine Vorbestrafung in Brunen vorausschickt». Ich bin nämlich dabei »icht der.AttevtSter" tewese»;»« wvrd» von einem andere« vorstaudamitßlled»»ersiomt, mir dm st-ttg-habten Wechsel anza» melden, und s» war ich alcht in der Laze, die»esetzlich v»rz«. schrieden»«omeldan»»u machen, sondern konnte die»«st etai,e Tag« später thun. Da ich«der als VerewSfekretär dafür v«. «utwortlich war, so traf mich die Straf». Zur Sache selbst leg« ich wenizer Gewicht auf die Behaup- tua> der Staatsanwaltschaft, daß ich nach Schließung de« Set« ein« meine Thäti gleit al« BereinSfekretär in B«li» fortgeführt, als darauf, daß der Berew, welch« am 10. Juni»ach vremeu »erlegt wurde, am SS. Jual hätte geschlossen w«d«a löaaen. Al« am S. Juni die HauSsuchuag stattgcfandm, sagten wir uuS, daß e« sich dabei um Hnbeifchaffang von Material für riu« HochverratbSprozeß ü In Leipzig haudle. Die Organisation, da« ganze Weseu de« vereiu« war de» Behörde» so genau bekannt, daß zu einem Prozesse gegen den verein die ganzen großartigen HauSsuchuuge» nicht»öthig waren. Air tagten un« aber auch, daß, da die Spekulation auf «iu biScheu.Hochlerrath- gar uicht geliugeu konnte, da in diesem Genre nicht« aufzuspüren«ar, man sich auch mit einem «ag«»ren Bissen, de« vorgehen gegen den Mg. deutscheu Urb.» verein wegen vneinSübertretung, bezaügeu würde. Um dem znoor zu kommen, vnlegteu wir am 10. Juni dm Sitz de» B«- «in» nach Bremm, und zwar uicht angeblich, wie es in der Lnklage heißt, sondern faktisch; auch wußte die» die Berliner Behörde, indem fi« kurz darauf stch mit der Bremer Behörde tu B«btod«ng setzte und stch di, List« der Vorstandsmitglieder aoS» fertigen ließ. Der Staatsanwalt betonte, wir hätten damit da» Gesetz umgangen; ich verstehe da« uicht; wen»»an ein Gesetz umgeht, so oerletzt«au e« doch uicht— und die» ist doch er- forderlich,»eua»iu« Haudluog strafbar sein soll. Der StaatSauwalt Teffeudorf bemerkte iu dem Prozesse gegen Haseuclever, wir hätteu den vereiu auch nach.Honolulu' ver. legen köuueu; da« wäre ab« doch etwa«.in'« Fern« geschweift"; der Mg. deutsche Nrb.-Bemu»ar und ist ein echt»eutfcher B«iiu, und Bremm ist eine deutsche Stadt, urbmbei bemerkt sogar fehr reich« fteundlich;.Honolulu' haben wir aber noch nicht auurktirtl Der Staat Bremm hat ad« da« Glück gehabt, daß seine Bürger dm Fordemugeu dn Neuzeit Rechnung trogen und ein ziemlich freistunige« verein«, und BersammluugSgesetz gefchassm haben. Wir habe» nun einen sehr iutereffanteu Präzedenzfall für die dorliegeude Lngelegeaheit. D« Mg. deutsch« Arb.. verein wurde iu Leipzig 1863 gegründet und hatte dort seium Eitz bi« zum Jahre 1868. Während dieser Zeit«ar«au iu Berlin zweimal auf dm Gedanken gekommen, daß di« hiefigen Mitglieder «inen seldstständizea Berein bildeten, und löste fie ans. Niemals aber ist e« einem Staatsanwälte eingefalleo, damit dm ganzen verein al« geschlossen zn deirachteo, trotzdem damals(wie von Anfang an) die ganze Vereiusverwaltung(Präsident und Sekretär) stch in Berlin befand! Ja ganz Preuß«« (abgesehen von einigen Gegenden und Orten) blieben die Mit-' glieder de« vereiu« ziemlich unbehelligt. Da wurde der Allgem. deutsche Arb.'Berti» 1868 iu Leipzig geschloffen; mau munkelte damals, daß dt» preußisch« Regierung ihr» Hand dabei im Spiele gehabt, um den verein unter ihre Fittiche zu bekommen. That- fache ist, daß mau dem Berein in Berlin keine Hiuderoiffe in dm Weg legte, bi« 1873 der Tanz mit dm Strafmandatm, und nach dem mit dm HallSfnchuugm begann. Nach Verlegung de» BereiuSsttzeS nach Bremm warm w Berlin nur Mitglieder diese« iu Bremm domizilirteu verein», und e« wnrde All-« vermieden, wa« sie al« selbststäadigeu verein charakterisiien konnte. Ich selbst war direkte« Mitglied zu Bre- «eu, da ich mich iu der Lage befand, eioeu größeren Betrag ans einmal zu zahlen, wa» aber dm meisten Arbeitern unmöglich ist, und welche daher ihre Beiträge gemeinsam durch irg-ud eine ver- trauenSperson besorgen lassen müssen. D« Eitz de« verein« befand stch schon 14 Taae iu Vre- «eu, al« uu« da« SchließuugSdekret(am 2b. Juni) zugestellt wurde. Man hatte also, wie wir voran« wußte», nicht« Gra- virende« gefunden, und oor die fnokeluagelneue Entdeckung ge» macht, daß der Allg. deutsch« Lrb.-Bereiu, welcher vua 5 Jahr« iu Berlin domizilirte und an ca. 300 Orten Mitglieder hatte, nicht zu Recht bestand DI« Berliner Polizeibehörde, bei welch« der Sitz de» verein« abgemeldet worden»ar. fühlte wohl.. daß es ein Ding d« Unmöglichkeit«ar, diesen abgemeldeten Bireiu zu schließe«. Sie konnte nur die Berlin« Mitglied« de« zu Bremm bomiziltrtm Berein« al« felbststSudtgm Bttrin betrachten und diese vorläufig schließen; einen in Bremen domizilirte» Verein zu schließ», hielt fie für eine faktisch« Unmöglichkeit, und e« wäre»ach etat juristische Ungeheuerlichkeit, die« al« möglich annehmen zn wollen. Die B«liu« Behörde ging also uicht weit«, al« bei dm früherm Schließ»agen, und be- schränkt sich auf die Möglichkeit; fie sagt iu de« Dekret,«el- che« ich zu dm«ktm gegeben, daß durch Beschluß der Rath». kammer dt« vorläufig» Schließung be« Allg. dmtschm Arb.-v«- ein« hier selb st ausgesprochen worden sei. Der Staattuuwalt könnt« ja eiuwerf», daß wir ja schließ. lich doch nach Bremm ausgerückt seien; damit haben wir a«-r nicht die Richtigkeit de« Urthril« gegen, Haseuclever anerkannt, sooderu wir vnlegteu unser Domizil nur deshalb, um jeden vsrwand zu mtferum, de« Mg. deutsch. Nr».. vereiu wckere Hiuderuisse in dm Weg zu legm. vom Tag« der Schließung au«urdm iu Berlin keine Bei- träge«ehr entgegen genommen; e« wurde jede vneiuSthätigkeit an diesem Orte elugestellt. Der Staatsanwalt hat zwar ver- sacht, die öffentlichen Irbritervttsammlungm al« Fortsetzung de« Allg. deutsch. Arb.-Verriu« hinzustellen; die» ist ihm ab« uicht. gelungen, da« Gericht«ster Instanz ist fein« Anficht uicht bei- getretm. Aber»ma die« auch der Fall wir«, so müßten doch Beweise vorliegen, daß ich mit den betreffenden Personen iu vereinSthätiger Verbindung gestanden. Es liegt«b« nicht« vor, gar nicht«, selbst nicht einmal üb««eine etwaig« Thätig- keit al» Sekretär de« zu B emen domizilirteu Verein« mit ande- reu Orten. Nach Schließung be» Vereins hat«an ja»och einmal HanSfuchung gehalten, so auch bei mir auf dem Bureau und iu der Privatwohuaug; auf ersterem fand mau 37 vriefe, iu letzte- rer uicht». Auch weiß ich ganz k. stimmt, daß von aaßeu«affeu- Haft Brief« von mir an die hiesige Behörde eiagegaugm find. Wo stickt denn diese« umfangreiche Material? Dies« Briese müssen dmu doch wohl nicht« enthalt, x haben, wa» auf eine BereiuSthätigkeit mriu«seit» schließen lassen konnte— denn die Anklage enthält kein« Sylb« darüber— auch hat d« Staat«- auwaU in feinen AuSführuugeu nicht« darüber gesproch«. Die Anklage stützt stch lediglich auf eine Bekanntmachung im„Reuen Social- Demokrat", welche nicht»iamal mit meiner Unterschrift versehen war. Ich kann heut«, nach mehr wie«tue« halben Jahre, nicht mehr wissen, ob meiu damaliger Briefwechsel u. f.». eine B«eiu«thätigktit iavolvtrt«; e« können ja alle mög- lichm Augelegmheiteu grwesm sein, nur keine vereioSaagelegm- Helten. Es mangelt also hinüb« der Bewei«; denn d« von da Anklage angeführte ist kein«. Ich habe die Bekanatmachaog uicht uutaschriebeu; ich bin uicht dafür verantworllich, wa« Audere schreiben; Haseuclever konnte gor uicht wissea, ob ich wirkliche BereioSthiligkeit entwickelt habe, da« sich um die Ko-reSpou- denz nicht kümmerte; und darauf kommt e« doch au, und nicht auf den leerm Titel. Ob die Zusammenstellung der Resultat« d« Prästdeateuwahl (beiläufig ein« sehr ue,ati»« Thätigkeit!) von mir geschehe», weiß ich nicht eiamil mehr genau. E« käme mir übrigen« gar uicht sehr darauf au, eine da- malig» BereiuSthätigkeit zuzugeben; da aber die StaatSauwalt- schaft ein solche« Gewicht darauf legt, daß fie sechs Woche« Ge- fängoiß beantragt, so verlang« ich auch eine bessere BeweiSfüh- ruug von ihr. Der Gerichtshof sprach nach kurzer B«»thnng sowohl Racko« wie Derossi frei. Wir»«den die Motiviruug de« Urtheil« bringen, sobald der Wortlaut de« Erkruntniffe« iu uns«- reu Händen ist. Der GiUlg m Mitternacht Ich schreite mit dem Trist der Mtteruacht Die stillen Straßen ans und nieder— Wie hastig ward gewclut hier und gelacht vor einer Stunde noch!... Run ttäuuit ma» wieder. Die Lust ist, einer vlnm» gleich, verdorrt, Die tollsten Becher hdrten aus za schäumen, S» zog der ltmnmer ml» der«onne sor', Die Welt ist müde— laßt fie, laßt fie träume»! Wie all mein Haß und Sroll In Scherben brich», Wenn aadgernngen eine« Tages Wette», Der Mond ergießet sein»ersähueud Licht,. Und wZr'c auch über welke Rosenb Itter! Leicht wie ei» Ton,«nhärbar wie ein Stern, Klirgt meine Seele um in diesen Raenura; «le in sich selbst,»erfeukte sie stch gern Ja aller Menschen tlefgeheimste« Trinmenl Mein Schatte» schleicht wir nach wie ein Spion, Ich steh« still»»»«lue« ik-rker« Gitter. O S-t«taa», dein zu getreuer T�gn, Gr bllßte seine Liebe bitter, bitter; Gr schläft und fühle er,»a» man ih« geraubt? Trinmt er vielleicht von seinen Eichendinmen? Träumt et sich einen Glegerlranz am'« Haupt?— O Gott der Kreiheit, laß ihn weiter träumen I Da» Häuschen bort am Bach— ei» schmaler Stemm! Unschuld und Hunger lheilen d'rin da» Bette. Doch gab der Herr de« Landmann seinen Traum, Daß ihn der Tran» an« wachen Aeagsten rette; M t jedem Korn, da» Morph«« Hand entfällt, Sieht e» ein Gaatevlanb fich golden säumen, Die eng« Hütte weitet stch zur Welt— v Gott drr«rmuth, laß die lllrmen trinmenl Beim letzt« Hause ans der Bant von Stein Will ieger.stehend ich»och kurz verweil«; Treu lieb' ich dich, mein Kind, doch nicht allein, Du wirst mich ewig mit der Fcelheit theilen. Dich wiegt in gold'ner Luft et» Taubcnpaar, Ich sehe wilde Roffe nur sich dinmen; Da träumst von Schmetterlingen, ich vom>«»— O Gott da Liebe, laß meia Mäbchen ttiamel'I Du Stern, der, wie da» Glück, au» Wolke» brich»! Dn Nacht, mit deinem tiefen, still« Dianen, Laßt der erwachten Welt zu ftühe olcht Mich in da« gramlnistellte Antlitz schanml Auf Thron« fällt»er erste Svaneaftrahl, Die Kreidet» muß da? Feld de» Tage ränme», Di» Reaktioa schleift wieder dann den Stahl— O Gott der Träum, laß an» Alle ttiumeal An die Parteigenossen! Diejenigen Orte, welche von Berlin zur Agitation Redner wünschen, haben ihr« Briefe in der Zeit vom 2 6. März biS 3. April an Ott» Sapell, pr. Adr.: Herr» Rackow, Berlin, Orauieustr. 8, zu seube», da Herr O. Kapell«äh- «od dieser Zeit verreist ist. An» Beachtung. Wir machen darauf aufmerksam, daß da« Geld zur Er» Neuerung der Depot« stet« pränumerando eiugezahlt werden muß und uicht erst, nachdem schon eine ganze Anzahl von Au* uoucm rückständig ist. Die Expeditio». „Social-politische Blätter" zu herabgesetzten Preisen, und zwar, wie folgt: Jahrgang 1873 ch 2,00 Mark, 1874 i 2,50„ Bei Abnahme von mindestens 10 Exemplaren tritt ein Ra- batt von 20 pCt. riu. Die Expedition de«„Renen Social- Demokrat" un»»er„ Social-politischeu Blätter". DtelefSustzeu. Anonyme Einsendung«», Aufragen u. s.». können uicht be« rückfichtigt»erden. Im Briefkasten können nur derartig« Angelegenheiten erledigt werden, die entweder von Partei- oder öffentlichem In. teress» find. Herrn F. Koglin bitte ich, da« vcrsprochme Statut wir schleunigst zn- iasend«. G. Zielowok,. Oderwieck 54 in Stettin. Freund Meyer, warum leine Antwort auf meinen Brief. It> bitte um Deine Adresse, Indem ich Dir wichtige Rittheilangeu zn mach« h,«. ?d. Stetubach. Eimsbüttel: Annonce für die Miltwochanummcr zn spät. Annoncen. Berlin. veffe»tliche Bersam«l»»ss; Dsrnterstag, de» 25. März, Abend« 84 Uhr, im Lokal de« Hrn Lieber, Elsasserst». 14/15. Referent: H. Rackow. •■uueod,»eu 27 März«d. 84 lldr. Am Grotwell'schen Lokale, Kommoudantcn- straßr 77— 7S.(Oberer Saal.) Referent: Max Stöhr. Hedermaun dal ftlien Zutritt. s2.80j Reue Mitglieder für de» Berliner Ardei- ter-Wahlverein werden ansgenommm. __ Albert«aethke. Äottlin koaatag. de» 28.»ärz, ZverUN. vormittag« 11 Uhr, Im Loulsenftädtischeu Tbk«t>r, Dresdener- praß. 72. )(3*0886 Matinee, unter Mitwirkung de« Henneberg'schen OperacorvS, »er Vperusängerin Frau M...... Jve« Alaviervirtuose« Vlotho» de« �oiuirer« Herrn Fischbaeh, der«apelle de« Ha»se« und anderer geschätzter Kräfte. Billet« vorher 4 Sgr.. n der Kasse 5 Sgr. Bill-t« sind m' haben bei solgcab« Herren: Eck«, Alte Jawbsstr. 46, im Eigarrmlad«; Tht-rffei«! Keiier- und Schillivgstr.-Scke. im Mrwachniech'u? Dietzmauu, Waß. «annffr. 7, IM Eigamniad«; Vinnen, roltumstr. 22, 4 2t; Malkowltz, Borfig- strat«2, ITr.'� Zimmermann, Lothringer- straße S«MS;4 Baethk«, DreSbenerstr. 5, und OrpnHvßptzße 8, l T». zu einem«ohlthätlge» ».« aethke. s5M empfehle Ich offen Berlins lb Stiefel-Lager. C. Ludwig, Oraulenftr 71. Berliner Zi«»ererl>»»d. In der Osterwoch» fallen beide Bersawm- long« an« und findet die nächste erst wieder Montag, den 5. Ap'.Il, statt. O. Kapell.(1.20! Berlin. Cvucertsalll der Reichöhalleu. Montag, den»». MSrz(». Öfter- feiertag). Vorm. ü» Uhr, (31-0386 Natiiiö6, unter Mftwkkuv? b-deutender Kräfte. Der Reinerttag ist für kranke Tilwterge« seien bestimmt.— Enlrve st Person 7g Sgr. Logen 15 Sgr. Billet«.» 5> Sgr., Logen 10 Sgr., ffnd vorher bei den GewerkSkaiftreru, iowie ouf der Tsschlerkoulrole Kischerbeücke 22, Molkenstr. 1V und in d« bekannt« Elgarren lädm zn baden. Da» Tomitst.(2,80, Berlin. Montag, de» 2«. März. Bonn.»4 Ahr, LanbSbeegerstraße 15, Versammlung der Böttchergesellen. T-O.: Wie ist unser BerhaUeo«egevüber einer Lohnrednltloa?— Um zahlreiche» Erscheinen ersacht F. Gragert.(1,40s flNrhrtvf Sounadeod, 27. Mär,. ssNsoors. Übend« 3 Uhr. im Lokale de« Her« Zillbach an der Britzer Tdanssee, Gemüthl. Zusammensein Sämmtliche La ff all ean er von Rixdorf und Britz find eingeladen. Bersllmer. ll,60( Dem Putzer Hermann Günther zu seinem GebmtStazc di« herzlichsten Glückwüuiche. S. 8- I. M. K. v.(1,501 Mit dem 1. Aprü beginnt da» eiste Bier- teljahrS-Abonoemevt de»„Agitator".— Wir ersuchen Diejenigen,»elche abovnireu«ollen, »le» bei den Postanstalt-n b!» spätesten? zum 29. Mir, zu lhuu. da som 30. März ob ein Zuschlag von 10 Pf. seilenl der Po-t erfolgt. — Sleichzeltig bemerken wir, daß der„Agitator" unter der Nammer 26a. im Post- Kotalog eingetragen ist. Der Prei? beträgt bi« zum 29. März auswärts bei den Pastangalt« 90 Pf.; in Berlin bei der Expedition, Kleine Andreas- strafe 21 O, und bei all« ZeltangSspedi- tenren vierteljährlich 90 Pf.,«onattich 30 Pf. Uasere Parteigenossen«erden«sacht, lür eia recht zahlreiche« Abonnement zu iorgeu. B-i Bestellungen von mindesten? 10 Exew- plaren direkt bei der Exveditton tritt eine Preisermäßigung von SV auf 60 Pf. und von 30 aus 20 Pf. riu. Gleichzeitig diene Folgen»«», aus mehrere Anfragen, zur Ausklärnng: Sobald die gemeinsame Bestellung 10 Exemtzlare erreicht hat, find für jede« Exemplar 20, resp. 60 Ps. »inzuskaden. Da« Uebrige ist sür die Per- trcibung resp. weitere Verbreitung de« Blat- te« bestimmt. l5,80( Di« Redaktion und Expedition de«„Agitator". Hamburg.«Ä??»?." im Englllchen Tivoli, Ktrchenallee 41, « r o ss- Generalversammlung sämmtlicher Zimmerer. T.-O.: Da« KoalitiouSrecht»nd der Pro- zeß gegen den deutschen Zimmererbua». Ref.: O. Kapell au« Berlin. Um zahlreiche Bethelltgung ersuch- L Pfeiffer.(2M Bei der hiestge» Zimmergesellra-Krant«-, Sterbe-». Japalidenkafle ist die Stelle eine« GewerkSschretberson»«asstrer« vokaat. Be- Werber, welche aber Kaffeumltgl. lein miiffen, »oll«» stch melden im Kaffinlokal, Fischer- brücke 23, bi, späteste-» de- 3. April». I Daselbst find auch die Bedingungen einzu, sehen Der Borsten». f4«0j Rothenburgsort. ,/Ä«. Vorm. 11 Uhr, zu Marieuhof am Grstuendeich, Volksversammlung »geSordu.: Die Soclal-Dem.kratie T.� Ihre Gegner. «efer.: und Herr Aver.(1,60� Barmen."St bei Hrn Berget, Rädigerstr.. Versammlung(1,20] de« Arbeiter-Wsthl?!LereillS TageSordn: Bortrag de« Hr». Kühl. Mo»ag(2. Ostcrtas). Nachm. 4 Uhr, Gemitthliche« Zusammensein. Die Arbeiter werden darauf-nsmertsam oemacht, daß am Sonntag, den 4. April,>« Lokal« de« Herrn R'hle(Sibützer.halle) ein große« Rrbeiterfeft ftaufiadet. Karten, « 3 Sgr., find in jeder Versammlung, sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. Kassenpreis 5 Sgr. Der vorstand.(3,40] Frankfurt a. M. Meinen Freund« und Part igenoffeu zur Nachricht, daß ich ein Cigarren« u. Tabakgeschaft, verband« mit griftlgen Getrinke-, rtadl rt Hab». Bitte um geneigten Zuspruch. Z. Peter.(300] Barmbeck. Souataz 28. März, Morgen» 1t Mr. bei Herrn Schnitz in Barmbeck am Markt. Große[2,00] Volksversammlung. T-O: Die Parteien der tIegenwart med ihr: Stellung zur A.beitersrage. Referent: RclchStagSabgeordneter Hr. August Geib. E. Simon. Frankfurt a.M..«"-tUv.. (erste: Osterfelertag). Abend« 7 Uhr, im Lokale de« Hcnn Pfuhl. Zeil 47, Zur«edächtuißfeler de« t». Märzr Abend-Uni'' H. Beyer.(1,60] Höchst a. Im„Bären", Bromes Arbeiterfsst, bestehend iu Gcfang. Theater, ernsten und heiteren Borttägen.— Festrede über da« Thema:, Tod und Auserftehuugl" Eatröe ftir Herren 12, Dome» 6 Kreuzer. Do» Tomit?.(2,00] Brod- und Fettwaarenhandlung von v. Hein«, Sleenste. 25. St. Pauiy.(1,00] Den Parteigenoffen empfehle mein Tigar- reu«»nd Tadaksgeichäft Um geneigte» Anspruch bitte» Ph Schuck, Oranimstr. 190. Druck und Berlag von E. Zhriug Njgr. (> Berein) I« Berit». Berontwottlich sür dl« Redaktion! ». Süster In Berlin.