Nr. 77. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel getle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, forte Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bts 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Mmt 1, Mr. 1608. Zelegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bento- Straße 2. Freitag, den 1. April 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: heute von der Größe seiner Geschichte, von der Bedeutung des des langgestreckten Rontinents nicht für abgeschlossen erachten. Kuba und die Vereinigten Staaten. Spanischen Namens erfüllt, und doch hat zur Beit des fürchter Heißblütig sind freilich die verantwortlichen Vertreter der lichen peruanischen Aufstandes, der den nordamerikanischen Unab- auswärtigen Politit der Vereinigten Staaten nie gewesen, fie Denkt man an das Schicksal des spanischen Kolonial- hängigkeitskriege zeitlich folgte, der spanische Minister Graf tönnen warten, wissen sie doch, daß ihre Macht von selbst besitzes von der Nordgrenze von Texas bis fast zur von Aranda( 1783) sich bereit erklärt, in die Unabhängigkeit ununterbrochen wächst, daß ihnen das, was sie wünschen, Südspite des amerikanischen Kontinents, so ist es eigentlich eines großen Theiles des Kolonialbesiges zu willigen. Wenn zuletzt doch als reife Frucht in den Schoß fallen wird. verwunderlich, daß Kuba nicht schon lange seine Unabhängig Spanien vielleicht doch halsstarrig gegenüber den Forderungen Man wendet gegen die Absicht der Vereinigten Staaten, feit vom Mutterlande erzwungen hat. Und dies ist desto der Kubaner und ihres Rückhaltes, der Vereinigten Staaten, in der tubanischen Frage das entscheidende Wort zu sprechen, erstaunlicher, da Kuba schon in harten und langwierigen bleiben sollte, so ist die Hauptursache nicht in irgend welchen ein, daß die Staatsmänner der Union kein Interesse haben Kämpfen die Widerstandsfähigkeit Spaniens auf die weithergeholten Gründen zu suchen, sondern in dem Umstande, tönnen, ihre farbige Bevölkerung um eine halbe Million Brobe gestellt hat. Aber was Mexiko und den daß der Bestand der spanischen Monarchie aufs äußerste ge- Neger, viele Chinesen und um eine Million der südamerikanischen Besitzungen verhältnißmäßig leicht gelang, fährdet ist. Es giebt wohl fein Land Europa's, höchstens bei der anglosächsischen Rasse nicht beliebten und geachteten dazu brauchte Kuba langwieriger Kämpfe. mit Ausnahme der Türkei, 100 die Unzufriedenheit Creolen zu vermehren. Aber das Ergebniß der nordSchon im Jahre 1717 brachen gefährliche Aufstände aus mit der Regierung, ihrer Verwaltung und ihren obersten amerikanischen Intervention muß gar nicht die Aufnahme der wegen der beabsichtigten Einführung des Tabakmonopols. Von Repräsentanten so groß ist wie in Spanien. Die Königin Insel in den amerikanischen Staatsverband sein. Haiti hätte 1812 ab gab es zahlreiche zum theil sehr blutig verlaufene Regentin ist überaus unpopulär; dieser Frau ohne jebe höhere die große Republik längst verschlingen können, sie hat sich aber Aufstände der Negersklaven. Die Unabhängigkeitserklärung Begabung, mit der oberflächlichen Prinzessinnen- Erziehung, die mit einer nicht vertragsmäßigen Schutzherrschaft begnügt; so der südamerikanischen Republiken und ihr Streben, der blos auf sogenannte würdige Repräsentation gerichtet ist, die kann auch Kuba selbständig werden, und die Bereinigten spanischen Herrschaft auf amerikanischem Boden ein für allemal noch heute die Sprache ihres Adoptivvaterlandes nicht be- Staaten sich doch politischen und wirthschaftlichen Nutzen aus der ein Ende zu machen, zwang das Mutterland zu weitgehender herrscht, die in ihrer angeheiratheten Familie auf die größten Sicherung ihres Einflusses auf die Verwaltung der Insel ver Nachgiebigkeit den Wünschen der einheimischen Bevölkerung gegen Schwierigkeiten gestoßen ist, die wehrlos und allein einem von schaffen. über. Aber auch auf Kuba waren wirthschaftspolitische Gesichts- Intriguen ärgster Art beherrschten Hof gegenüber steht, dieser Dann wird der amerikanische Zuckertrust, der bei der punkte mächtiger als nationale Romantit und religiöses Band: Frau waren die schwersten und größten Aufgaben gestellt; ohne Frage der Einverleibung Hawaii's seine Finger im Spiele hat Die Rubaner gravitirten, seitdem bei ihnen der Gedanke, sich jede Popularität, besorgt um das für ihren noch im Kindes- und den Zuckerexport Kuba's monopolisirt hat, ebenso sicher unabhängig zu machen, erstarkt war, nach den Vereinigten alter stehenden Sohne verwaltete Erbe, mußte sie unfähig zu sein Schäflein scheeren, als wenn Kuba als neuer Stern in Staaten, die ihnen mächtigen Schutz, friedliche Entwicklung, jedem energischen Entschlusse sein. Die monarchischen Parteien, das Banner der Vereinigten Staaten aufgenommen würde, tapitalistische Förderung, ein weites Absatzgebiet und eine in ihrer Gesammtheit viel schwächer, als es den Anschein hat, sind und auch die Interessen der amerikanischen Besizer kubanischer billige Verwaltung sicher stellen konnten, während sie für die innerlich gespalten; sie warten gierig darauf, irgend welchen Fehler Tabakplantagen und der Zigarrenfabrikanten in den Vergroße amerikanische Republik der politische, militärische und oder nur eine unpopuläre Handlung der Machthaber auszunußen einigten Staaten wären gewahrt. tommerzielle Stüßpunkt für den weiten mexikanischen Golf, um die Herrschenden in Amit und Würden, äußerem Glanze und Spanien droht den Vereinigten Staaten mit der Inter das reiche Westindien und die Küsten Merito's und Beutral Machtbefugnissen abzulösen. Die Bevölkerung leidet tief unter vention europäischer Staaten und mit dem Kapern der amerikaniamerita's werden und eine Brücke nach Südamerika bilden dem schweren Steuerdruck und der rücksichtslosen Eintreibung schen Handelsschiffe. Beide Drohungen sind nicht ernst zu nehmen, fonnten. Für die Vereinigten Staaten galt es auch zu ver- der Stenern, zahllosen Familien haben die Kolonial die europäischen Regierungen werden sich um Kuba's willen hindern, daß ein mächtigeres Staatswesen als Spanien fich friege Trauer ins Haus gebracht, die Bourgeoisie kaum einen Finger verbrennen wollen und beim Kapern in den Besiz dieser hochwichtigen Insel sehe. Hatten doch ist unzufrieden, denn für die Entfaltung der wirth würden die Spanier mehr zu leiden haben als die amerikaschon 1762 bie Engländer sich auf Kuba einmal festgesetzt, fchaftlichen Kräfte des Landes geschieht nichts und die nischen Rheder. Die amerikanischen Kriegsschiffe sind moderner zu einer Beit, als die wirthschaftliche Bedeutung der Insel hohen Wechselkurse unterbinden die Handelsbeziehungen mit und schneller wie die Spaniens und das Geld zum Ausrüsten noch lange nicht so groß war, wie im 19. Jahrhundert. Den dem Auslande. Die niedere und mittlere Beamtenschaft wie von Raperschiffen ist in Amerika so leicht reichlich zu schaffen, Bolitikern der nordamerikanischen Union, die seit Jahrzehnten die Lehrer sind aufs äußerste unzufrieden, weil sie zum theil wie es in Spanien sehr schwer aufzutreiben ist. auf den Erwerb der kleinen dänischen Inseln in Westindien seit Jahren auf die Bezahlung der Gehälter warten. Die Geistlichfinnen, mußte der Gewinn Kuba's weit bedeutungsvoller er teit lauert auf den Augenblick, wo sie gegen die Regierung fcheinen. Deshalb haben alle Aufstände auf Kuba die prebigen und agitiren kann, denn sie ist im Herzen farlistisch engeres Verhältniß zu den Vereinigten Staaten jedenfalls weit mehr gefördert werden als durch ein Verbleiben der Insel in moralische und materielle Unterstügung der Vereinigten gesinnt. Die wohlorganisirten Karlisten und die weitStaaten, wenn auch nicht gerade direkt der Re- verbreitete, wenn auch weniger gut organisirte republikanische spanischer Verwaltung. gierung, so doch sehr einflußreicher und mächtiger Be Partei würden das Haupt erheben, wenn die Regierung ihnen völkerungskreise der nordamerikanischen Großmacht ge- einen starten Angriffspunkt bieten würde. Deshalb fehlt es bei funden. Und die Regierung, die zwar nicht Geld, Waffen, der Regierung an der Kraft zu einem energischen Entschlusse, Munition und Mannschaften direkt an die Aufständischen nicht blos in der kubanischen Frage. Man fürchtet, lieferte, hat diese Lieferungen nur hie und da und auch daß ein Funke ins Pulverfaß fliege und die spanische dann blos zum Schein zu verhindern gesucht, sie ließ fast Monarchie und die Herrlichkeit der gegenwärtigen Machthaber offen wirkende Gesandtschaften der Aufständischen auf ihrem im Nu wegfege! Gebiete residiren, hat ihren diplomatischen Einfluß zu gunsten So ist Spanien wegen der dem großen Theile der Beder Kubaner spielen lassen und hat des öfteren große Geld- völkerung gleichgiltigen Rücksichten auf die Erhaltung der angebote für die Abtretung der Insel gemacht, so beschloß Monarchie weit schwächer noch als es durch die Erschöpfung seiner 1845 der Senat der Vereinigten Staaten, die Insel abzu Hilfsmittel schon geworden ist. Für das Pyrenäenreich taufen, Eude 1854 wurde in dringendster Weise der spanischen entsteht die Frage, was es verlieren kann, wenn es wirklich Regierung fast eine halbe Milliarde Mart geboten, um zu einem Kriege mit den Vereinigten Staaten kommen würde. die Jusel hierfür annektiren zu dürfen. Auch während Leichtfertige Politiker könnten sagen, mehr als bankrott kann des zehnjährigen Aufstandes, der 1868 ausbrach und nur das Land nicht werden, mehr als seine Kolonien kann es nicht durch große Zugeständnisse an die Aufständischen beendigt verlieren. Sicherlich werden die europäischen Regierungen nicht wurde, fanden die Insurgenten mannigfache Förderung seitens zugestehen, daß die Vereinigten Staaten irgend welchen euroder Union. So groß auch die den Kubanern in den Jahren päischen Besitz erwerben; aber die völlige Zerrüttung der 1878 bis 1881 gemachten Zugeständnisse den Spaniern schienen, spanischen Wirthschaft, des Handels und der kulturellen Entso wenig konnten sie die Inselbewohner befriedigen. Die wicklung würden die Folgen eines Krieges mit den Vereinigten ebenso turzsichtige wie gierige Aussaugung der Insel zu Staaten sein. gunsten der nothleidenden Finanzen, die schwer auf Kuba Wohl ist die große transatlantische Republik für den lastenden Staatsschulden, die unerhörte Wirthschaft der Bureau- Augenblick nicht kriegsbereit gegen einen ernsthaften kratie, die Unduldsamkeit gegenüber jeder freien Regung und die Gegner, wohl ist es nicht ausgeschlossen, daß Spanien ungenügende Berücksichtigung der wirthschaftlichen Bedürfnisse nach der Kriegserklärung einige Erfolge erzielt, aber der Jusel führten 1895 zu einem neuen Aufstande, der trotz die ungeheuren Hilfsquellen des jungen Staatswesens gewaltiger Auftrengungen der Regierung, troß der Versuche, würden die Scharten bald bald auswegen lassen und Dr einmal mit äußerster Strenge, das andere Mal mit weit- ganisationen zur Führung des Krieges würden während des gehendstem Entgegenkommen der Bewegung Herr zu werden, Krieges geschaffen werden. Die Vereinigten Staaten können heute so unbesiegt dasteht wie je. Das liberale Ministerium einen jahrelangen Krieg mit dem absterbenden Spanien aushat es alt sehr weitgehenden Zugeständnissen in den halten, die Kraft Spaniens müßte nach wenigen Monaten Letzten Monaten nicht fehlen lassen; sicher wären diese selbst bei Begünstigung durch das Kriegsglück vollständig erfreudig Don den Aufständischen angenommen worden, schöpft sein. Die kapitalistische Entfaltung Ruba's würde durch ein Wir lassen die wichtigsten der heute eingetroffenen Meldungen über die Lage des spanisch- amerikanischen Konflikts hier folgen: Nach einer Meldung der Wiener Neuen Fr. Preffe" hätte die spanische Regierung die Intervention der Großmächte angerufen. Der französische Botschafter Cambon besuchte den stellvertretenden Staatssekretär Day und erklärte ihm, falls die Ver einigten Staaten irgend einmal glauben sollten, Frankreich tönne etwas dazu beitragen, eine schwere Krise zu verhindern und den Frieden zu erhalten, zweifle er nicht, daß Frankreich in einer Weise Vermittelungsdienste leisten werde, wie es für beide Mächte annehmbar sei. Die Londoner Daily Mail" meldet der Boff. 3tg." aufolge aus New- York unterm 30. d. M.: Wie verlautet, ließ Sagasta durch Woodford den Präsidenten fragen, ob die Unabhängigkeit Kuba's die Vorbedingung für eine friedliche Lösung des Streites bilde. Mac Kinley erwiderte unverzüglich ja; feine Verständigung sei ohne diese möglich. Spanien wurde eine Frist von 48 Stunden für die Antwort gegeben. Gestern tam ein Vorschlag Mac Kinley's, Spanien solle die Unabhängigkeit Ruba's anerkennen und die Jusel räumen gegen Zahlung einer Entschädigung von über achthundert Millionen Mart durch die Aufständischen; Spaniens Antwort wird heute ( Donnerstag) erwartet. Der Präsident bewog die Kongreßführer, inzwischen nicht übereilt zu handeln. Die fubanische Junta in New York will die Entschädigung auf 400 Millionen herab gemindert wiffen und hält auch diese Summe für übertrieben hoch. Das amerikanische Repräsentantenhaus stimmte Mittwoch mit 179 gegen 139 Stimmen der Entscheidung seines Präsidenten zu, daß der von Bailey eingebrachte Antrag, wonach Kuba als unab hängig und Spanien der Krieg zu erflären sei, unstatthaft sei. Es wurden noch mehrere ähnliche Anträge eingebracht; das Haus nahm aber zu demselben teine Stellung. Der Ausschuß des Senates der Union für die auswärtigen Angelegenheiten gelangte nicht zu einer Einigung, betreffend die in der tubanischen Frage eingebrachten Resolutionen. Sie wurden sämmtlich einem Unterausschusse überwiesen. Wie aus Washington gemeldet wird, beorderte General Miles, der Oberbefehlshaber der nordamerikanischen Armee, ein Negerregiment nach Tortugas und drei andere nach Key West. Das New York Journal" meldet aus Washington, dort verlaute, die amerikanische Regierung habe von Dänemark dessen westindische Besizungen und fünf große Schiffe für 15 Millionen Dollars angetauft. Dem Palermitaner Blatte Sicilia" zufolge soll die der Ges fellschaft Florio- Rubattino gehörige Yacht Aegufa" von den Ber einigten Staaten für 1/2 Millionen in Gold angetauft sein. Die Yacht soll zu einem Aviso umgebaut werden. wären sie nicht von der baldigen Erschöpfung der Machtmittel Man wendet gegen den Ernst nordamerikanischer Kriegsihrer Gegner überzeugt und rechneten sie nicht bestimmt auf die absichten ein, daß die Vereinigten Staaten keine Militärmacht Intervention der führenden amerikanischen Republik. seien. Das ungeheure Menschenaufgebot während des Die Frage entsteht, warum das ausgesogene, bankrotte, Sklavenbefreiungstrieges, die großen militärischen Leistungen wirthschaftlich und kulturell daniederliegende Spanien, nach des Offizierkorps, die Ausdauer der Soldaten in demselben dem es in seiner seit mehr als drei Jahrhunderten absteigenden wird auch von den Gegnern der Milizarmeen rückhaltlos Geschichte weit größere und folgenreichere Einbußen als den anerkannt. Und an dem Streben, fich auszudehnen, fehlt es drohenden Verlust der westindischen Besitzungen verschmerzen wahrlich den Vereinigten Staaten nicht. Was für ein Riesenmußte, nicht einen guten Ausweg sucht, um seiner über- ftaat ist aus den 13 englischen Kolonien geworden, die 1776 ihre seeischen Sorgen in anständiger Form los zu werden. Aus Unabhängigkeit proklamirten. Den 13 Staaten haben sich 31 andere, Kuba etwas für die spanischen Finanzen zu schöpfen, würde dann drei organisirte Territorien und brei weitere Gebiete an ihm selbst in dem fast unmöglich scheinenden Falle der Be- gegliedert. In den letzten 50 Jahren hat sich der Besitz der Vereinigten ruhigung der Insel nicht möglich sein. Ein großer Theil der Staaten fast verdoppelt. Wurde auch die friedliche Angliederung Kulturen, der Fabriken und Ortschaften ist durch den von stets bevorzugt, so hat die Republik auch triegerisches Einbeiden Seiten barbarisch geführten Kriege vernichtet, trotz der greifen, so gegen Merito, nicht verschmäht, um seinen Aus dem Reichstage. Die heutige Schlußberathung Gunst des tropischen Klima's wird die Insel eine Reihe von Besitz abzurunden. Mit gierigen Augen, lauernd aber des Etats verlief verhältnißmäßig ruhig. Bei dem Titel Fahren brauchen, um sich von den schweren Schlägen zu er auch vorsichtig zurückhaltend, wartet die Union darauf, Reichs- Justizamt kam es zu einer kleinen Auseinandersetzung holen. Auch der spanische Nationalstolz, von dem jeßt fo daß ihr Kanada und die übrigen Kolonien Englands zwischen dem Staatssekretär Nieberding und dem Abg. viel in den Blättern gesprochen wird, ist es nicht, der Spanien in Nordamerika zufallen. Die Betonung der Monroe- Dr. Lieber. Letterer beschwerte sich darüber, daß der den hoffnungslosen Kampf weiterführen ließ. Die Staatsmänner doktrin, die panamerikanische Agitation deuten wahrlich darauf preußische Justizminister im Abgeordnetenhause eine Dars des Pyrenäenreichs waren im vorigen Jahrhundert weit mehr als hin, daß die Vereinigten Staaten ihre Mission auch im Süden stellung der Behandlung des früheren Erzbischofs Melchers Politische Neberlicht. Berlin, 31. März. im Gefängniß gegeben habe, die den Thatsachen nicht cutfprydhe. Der Staatssekretär weiß von dem Vorgang, wie üblich, nichts, und ersuchte er Herrn Lieber, seine Beschwerden im Landtage vorzubringen. Deutsches Reich. M Für Beamte wird bekanntlich bei der kommunalen Besteuerung Gine große Organisation der Sammlung 3 das Dienſteinkommen nur zum halben Betrage veranlagt. Sodann dürfen politiker wird in der„ Konservativen Korrespondenz" vor von den Beamten an kommunalen Auflagen im Gesammtbetrage gefchlagen. Das offizielle Organ der Deutschkonservativen schreibt höchstens gefordert werden: Bei Besoldungen unter 750 M. 1 pt., Genosse Stadthagen berichtigte den preußischen Justizhierüber: bei Besoldungen von 750-1500 M. 11/2 pt., bei höheren Beminister dahin, daß bei der Eintragung des verstorbenen Erz- langung von Unterschriften, deren rasch viele tausende gewonnen insbesondere in eigentlichen It also das Rolportiren des Sammlungsaufrufes behufs Er- soldungen 2 pt. des gesammten Diensteinkommens. Das führt bifchofs als Rohrflechter" es sich nicht um ein Versehen werden könnten, im großen und ganzen zwecklos, so muß angesichts zur ungerechtesten Ueberbürdung der anderen Steuerzahler. So Behörden und Pensionärstädten eines untergeordneten Beamten handelte, sondern daß dieser der Nähe der Reichstagswahlen der Hauptwerth auf eine zweckmäßige lag foeben wieder dem Abgeordnetenhause eine Petition aus Sens nur reglementarische Vorschriften ausgeführt habe, die eben Organisation der Sammlung gelegt werden. Bis jetzt ist der Aufruf, burg vor, das unter 3600 Einwohnern 100 Beamte zählt, also viel eines Kulturstaates nicht würdig sind. der ein festes Programm darstellt, um welches sich die für den Schutz leicht 300-400 Angehörige derfelben dazu und das nicht weniger Schmidt Frankfurt brachte den in der Presse vielfach der nationalen Arbeit eintretenden Elemente zu sammeln vermögen, wie 350 pCt. zur Staatseinkommensteuer zuschlägt und zur Grunderörterten Fall zur Sprache, daß man einer Frau, die einen nur als eine Anregung einzelner Bolitiker betrachtet worden. Diefer wie zur Gebäudesteuer 250 pct., ohne die Beamtenfreife irgendwie 10 Wochen alten Säugling zu ernähren hatte, einen Straf- Anregung muß aber noch viel kräftiger als nur durch Darleihen der schärfer heranziehen zu können. Rigdorf schätzt den Ausfall an aufschub nicht gewähren wollte. Unterschrift Folge gegeben werden. Wir schlagen darum, um die Gemeindesteuern, den es durch seine ca. 650 Staatsbeamte und Sache in Fluß zu bringen, vor, daß sich zunächst in Berlin ein Lehrer erleidet, auf 13 000 Mark jährlich, und dieser Betrag wird die Hand nehmen könnte. Zentralausschuß bilde, welcher die nationale Sammlung praktisch in infolge des dauernden Zuzuges von Regierungsangestellten, die im Vorort billiger wohnen wollen, stetig steigen. Dem Zentralausschuß müßten selbstverständlich hervorragende Was man früher an Gründen für die Vorrechte der Beamten Mitglieder aus allen Erwerbsgruppen und aus allen der Sammlung anführte, ist mit der Zeit alles hinfällig geworden. Seit der Einfich geneigt zeigenben politischen Parteien und wirthschaftlichen Verführung der Einkommen- Deklarationspflicht weiß man auch einigungen oder Verbänden angehören. Schon durch das Zusammen von andern Staatsbürgern ziemlich genau, was sie jährlich beziehen. stehen dieser Faktoren würde die nationale Sammlung fräftig ge- Won der Nothwendigkeit, schlechte Gehälter durch Steuergeschenke zu fördert werden. Vor allen Dingen aber ist Werth darauf zu legen, ergänzen, tann zum mindesten für die Beamten in mittleren und daß im ganzen Reiche sich Sammlungsausschüsse bilden, welche auf höheren Stellen seit der allgemeinen Erhöhung der Beamtengrund des wirthschaftlichen Aufrufs die Sammlung für die nächsten besoldungen nicht mehr die Rede sein. Aber weder beim Wahlen vorbereiten. Beamtenbesoldungsentwurf noch beim Rommunalabgaben- Gesetz machte die Regierung Miene, das Versprechen zu erfüllen, das Fürst Bismarc fchon am 24. März 1878 im Reichstage gegeben hatte. Der Landtag begnügte sich mit Resolutionen; so beschloß er erst wieder im Vorjahre, am 24. Juni 1897: Beim Postetat tam es zu Auseinandersetzungen über das Briefgeheimniß, wozu Bebel sprach. Ginger rügte die Beeinträchtigung der Postbeamten in bezug auf ihre Verfammlungs und Vereinsfreiheit, worauf Podbielski das schon oft erörterte Thema vom Fernhalten sozialdemokratischer Einflüsse auf die Beamten noch einmal vortrug. Bei der Reichsdruckerei fam Dr. Hammacher wieder auf den Fall Grünenthal zu sprechen, er verlangte in Zukunft strengere Kontrolle. Müller( Sagan) unterstützte Von Jnteresse war die Mittheilung des Herrn General postmeisters, daß Grünenthal im Besitze von Privatvermögen sei, das den Betrag der gestohlenen Noten- 260 000 Mart weit überrage. den Vorreduer. Wo mag Grünenthal nur dieses Vermögen herhaben? Als Druckereifattor hat er es sicher nicht ersparen tönnen. Liegt die Erklärung vielleicht in der weiteren Mittheilung des Herrn Podbielski, daß in den legten 18 Jahren für 38 Milliarden Werthzeichen in der Reichsdruckerei hergestellt worden sind und hat sich vielleicht doch öfter die Gelegenheit geboten, ebenso wie am 14. Januar 1897, etliche Scheine von den 10 pCt. Materialüberschuß, die der Druckerei geliefert wurden, beiseite zu schaffen? Da scheint noch manches der Aufklärung zu bedürfen. Der Rest des Etats wurde fast ohne Debatte erledigt. Die Petitionen und Resolutionen zum Etat sollen nach den Ferien erörtert werden. Das Haus vertagte sich hierauf bis gum 26. April. Gemeinden herleiten läßt. Auch diese lokalen Ausschüsse, deren je einer in jedem Wahlfreise zu errichten sein würde, müßten Angehörige aller bafelbft ver tretenen Erwerbsgruppen und aller in Frage kommenden Parteien und Vereinigungen umfaffen. Sie dürften allerdings mit Rücksicht auf das Vereinsgefet weder mit dem Zentralausschusse noch mit Aufruf giebt ja ohnebies den Boden ab, auf welchem die Ueber anderen Vereinen in Verbindung treten; allein der wirthschaftliche einstimmung erfolgt. Eine zentralisirte Organisation dürfte sich in diesem Falle, wo der nationale Gedanke als oberster Ginigungsfaktor wirkt, erübrigen. " Die fönigliche Staatsregierung aufzufordern, dem Landtage thunlichst in der nächsten Session einen die Regelung der Kommunalsteuer- Pflicht der unmittelbaren und mittelbaren Staatsbeamten bezweckenden Gefehentwurf vorzulegen. Der Die nächste Seffion ist da; die Petitionen der überbürbeten und benachtheiligten Genreinden, die 1896 auch vom Allgemeinen Preußischen Wir halten dafür, daß mit einer praktischen Förderung ungefähr Stäbtetag unterstügt wurden, sind ebenfalls wiedergekehrt. Die auf der oben bezeichneten Grundlage nicht gezögert werden sollte. Rommission für das Gemeindewesen bat infolge dessen sich zum Die Gegner besitzen bereits Organisationen in Handelstammern, foundsovielften Male mit der Angelegenheit beschäftigt. faufmännischen Korporationen, Gewerbevereinen und Kommunal Regierungsvertreter erwiderte fehr fühl, daß aus Anlaß des vorvertretungen, welche für die Sammlung um die Fahne des Grafen jährigen Beschlusses des Hauses der Abgeordneten bei der föniglichen Aufruf lediglich durch sich selbst wirken, so dürfen wir auf einen dessen sind sie zu einem abschließenden Ergebniß noch nicht gelangt". von Caprivi fich lebhaft bemühen. Laffen wir den wirthschaftlichen Staatsregierung zwar Erwägungen bereits stattgefunden haben, inftarten Erfolg, wie er nothwendig ist, nicht rechnen. Also Aus den Petitionen vermöge er feinen Grund dafür herzuleiten, daß frisch Hand aus Wert! Ist die Organisation wenigstens in einigen die Beschleunigung der Angelegenheit besonders bringlich wäre. Anfängen geschaffen, so wird sie auch von selbst marschiren. Die Die Kommiffion fab wohl ein, daß der befte Augenblick verpast Das prenkische Abgeordnetenhaus überwies Heute nach speziellen Aufgaben des Zentralausschusses und der lokalen Aus- fei, fie begnügte sich daher damit, die Eingaben, allerdings unter fängerer Debatte die Gefeßentwürfe, betreffend das Dienstschüsse sind so fruchtbringende und schöne, daß wir hoffen, unfere Bezugnahme auf den vorjährigen Beschluß des Abgeordnetenhauses, einkommen der evangelischen und katholischen Anregung wird im ganzen Lande auf günftigen Boden fallen." der Regierung als Material zu überweisen. Pfarrer an eine Rommission von 21 Mitgliedern. Die Ver Heiter mag es fa in dem Ausschusse aussehen, fehlt doch der -Ueber den Erlaß von Schuhvorschriften au handlungen, in denen die Gegensäge zwischen der katholischen und Rons. Rorrefp." in der gleichen Nummer, in der sie die Organi gunsten der Arbeiter in Roßbaarspinnereien und der evangelischen Kirche einerseits, die Gegensätze zwischen den ver- fation der Ginigung empfiehlt, der Geschmack, die Antisemiten nicht in felfabriten haben am 29. März im Reichsamt des Innern schiedenen Strömungen innerhalb der evangelischen Kirche anderer- anzugreifen. Wie mag es da luftig erst hinter verschlossenen Thüren Berathungen stattgefunden. Wie die Berliner Politischen Nachr." feits deutlich zu tage traten, entbehrt bes allgemeinen Interesses. zugeben, wohl wie bei Richters und Rickerts! hören, hat es sich dabei herausgestellt, daß allerdings einige MaßCharakteristisch ist es nur, daß von den Freifinnigen fein Redner Die Nationalliberale Gorrefpondenz" weift mit Entschiedenheit nahmen zum Schuße der Arbeiter nothwendig sein werden." den Muth fand, gegen die Verwendung allgemeiner Staatsmittel den Gedanken eines Misch Masch Zentralwvahitomitees" als den - Die Frantf. 3tg." pole misirt gegen uns weiter. für bestimmte Religionsgemeinschaften zu protestiren. Den größten Intereffen after politischen Parteien zuwiderlaufend" entschteben und wir müssen reuig befennen, daß wir die letzte Polemit, bie Bebenken begegneten einige Bestimmungen der Vorlage, aus denen surfic. Was sollte auch ein solches Romitee? Die nicht dem Stande schon am 28. März veröffentlicht wurde, heute erst zu Geficht befich die Befürchtung einer zu großen Belastung leistungsunfähiger ber Landwirthe angehörigen Förderer der Sammlungspoliti tommen haben, und zwar deshalb, weil wir nicht Leser des- lofalen haben ja doch das Nachsehen. Die große agrarische Partei Theiles des Frankfurter Blattes find. Merkwürdigerweise spielt fich Auf der Tagesordnung von morgen, der letzten Sigung vor den fleht fast fie und fertig da, so daß diejenigen, welche nämlich diese Bolemit britter Güte im lokalen Theile des Blattes Osterferien, stehen nur Petitionen. in der Herren Plötz und Hahn Gefolge einzutreten nicht gewillt find, ab. Genirt sich die politische Redaktion des Demokraten- Blattes Die englische Politik in Ostasien. Unser Londoner als die Gerellten der Sammlungspolitik heute schon bedauert der unwürdigen Unterschiebungen und Unterstellungen und zwingt Korrespondent schreibt vom 29. März: Ohne jede Rücksicht auf freundnachbarliche Pflichten gegen die im lokalen Theile einen Unterschlupf zu suchen? Aber auch dem sie so den seltsamen Vertheidiger der Demofraten Großthat, Gestern ist Lord Salisbury nach Süd- Frankreich abgereist, anderen Sammlungspolitiker hat der Bund der Landwirthe feine Lokalredakteur müssen wir fondoliren, daß in seinem Reffort an wo er an der Riviera eine Billa besitzt. Er sah sehr an- Randidaten aufgestellt. gegriffen aus, doch wird sein Gang fals fräftig und elastisch Die Deutsche Tages- 8tg." theilt mit, daß bisher in ungefähr der bewußten Fälschung unserer Worte frampfhaft festgehalten wird. geschildert. 68 Jahre ist für einen Mann in seiner Lebenslage 150 Wahlkreisen Kandidaten für den Reichstag aufgestellt worden Da das Frankfurter Blatt viele Leser hat, die auch den„ Vorwärts" ja auch kein übermäßig hohes Alter. Es wird erklärt, daß feien, die entweder bie Forderungen des Bundes ver Landwirthe Geficht bekommen, wäre es flüger, in der Auspofaunung unserer der Premier nicht unter vier Wochen im Süden bleiben wird. flärungen abgegeben hätten, daß sie als vom Bunde der Landwirthe Demokraten waren zuerst sehr abgeneigt, das feltfame Bündniß einohne weiteres anerkannt oder doch wenigstens so befriedigende Er- angeblichen Verlegenheit doch etwas vorsichtiger zu sein. Nun noch ein Wort über die Frankfurter Sammlung. Die Seine Partei hat ihm keine sonderlich herzlichen Wünsche unterstützte Kandidaten gelten fönnen. In weiteren 50 Kreisen auf den Weg gegeben. Es herrscht eine, bei einem Theil feien Männer aufgestellt worden, die zwar den Forderungen des augehen, und als sie den Bund schloffen, hofften sie einen der Ihrigen schwach verhüllte, bei einem anderen aber offen Bundes nicht zugestimmt und auch den Wahlaufruf der nationalen der Vorgeschlagenen wurde abgelehnt und erst als der wadenals Randidaten nominirt zu sehen. Aber einer nach dem anderen fund gegebene rebellische Stimmung im konservativen Lager. Wirthschaftspolitiker" noch nicht unterschrieben haben, beren Daß Rußland nun doch seine Eisenbahnkonzessionen in der Kandidaturen der Bund aber doch anerkennen tönne. Leiber ſtrümpflerische Führer der Frautjurter Judenschußtruppe fandidirt wurde, fand sich die Einigung. Wenn die Lokalredaktion der Mandschurei und Schingking, und neben der Bucht von wären unter den 150 Kreifen, in denen Kandidaten auf" Frankfurter Beitung" auf diese Sammlung stolz ist und von ihr Talienwan auch Port Arthur erhält, was praktisch die gestellt worden sind, die auf dem Boden der Forderungen ben Sieg erhofft, überlaffen wir sie der Würdigung aller wirklichen Annexion der beiden Provinzen bedeutet, verursacht vielen des Bundes der Landwirthe stehen, etwa 20, in denen sich Tories, die noch an der alten antirussischen Tradition feft- n etwa 30 Kreifen ferner ständen sich zwei Kandidaten gegenüber zwei Kandidaten gegenüberständen, die beide bundesfreundlich sind. halten, arges Herzweh. Auch sind die maralischen die beide auf dem Boden des wirthschaftlichen Gammelaufrufs Sugeständnisse, die England dafür aufweisen kann, zweifel- stehen und nur jeder für sich eine andere Abtönung der An und fremben bewirtschaft haft genug, um selbst von den weniger sentimentalen fchauungen darftelt. Man mag hieraus ersehen, daß theilweise Mitgliedern der Partei als ungenügende Entschädigung be- eine Zersplitterung droht, die dem Einigungswerke jeden Boden ent trachtet zu werden. Sie verlangen, wie Oliver Twist, nach ziehen könnte. mehr. Die„ Times" gaben diesem Verlangen und der Miß- Bur Berhinderung der Stichwahlen trägt der Sammlungs, stimmung gestern einen geradezu brutalen Ausdruck, indem sie aufruf nicht viel bei. Bis zu den Wahlen dürfte die Entzweiung juft am Tage der Abreise Salisbury's das Berlangen ftellten, stärker als die Sammlung sein. " werden können, Demokraten. Abgeordnetenhause erhielten der deutsche Kandidat Rittergutsbefizer Pr. Stargard, 31. März. Bei der heutigen Erfahwahl zu Arndt- Gartschin( fet.) 289, Pfarrer v. Wolszlegier- Gilgenburg( Bole) 284 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. g Sold ind Dieser Kreis war bekanntlich im vorigen Sommer dem polnischen Kandidaten zugefallen, da einige deutsche Wahlmänner megen des Eintretens der Konfervativen für die lex Rede fich der Abstimmung enthielten. Defterreich. Die Denkschrift der Regierung über den vor -Aus dem Finanzerposé des jungczechischen Finanzderfelbe solle seine Stelle als Leiter der auswärtigen An- jährigen Weltpofttongreß in Washington bezeichnet als ministers Staist für das am 1. Januar 1898( 1) schon begonnene gelegenheiten niederlegen und sich mit der Premierstellung die wichtigsten erreichten Fortschritte: bie Anbahnung des An Etatsjahr ist zu erwähnen die Ankündigung neuer indirekter Steuern, begnügen. Der Wilde, der seinen Fetisch zerschmettert. Gerade schlusses der letzten noch außerhalb stehenden Kulturgebiete" die Aufhebung des Zeitungsstempels und der ärarischen Wegdie" Times" und ihr Anhang hatten vor drei Jahren am China, Rorea und Oranjefreistaat- an den Weltpoft mauthen. lautesten nach Salisbury geschrieen, dem himmlischen Minister verein, und die Umgestaltung des bisherigen Systems der Transit.-Bei den geftrigen Verhandlungen bes b. des Auswärtigen". Jegt entdecken sie, daß er zu viel Engel- ahlungen für die über andere Länder beförderten lofen Brief geordnetenhauses über die Nothstandsvorlagen wurden dies haftes an sich hat und verlangen nach einem, der den Teufel schaften oder geschloffenen Briefposten. Diefe Transitzahlungen felben charakteristischerweise mit teinem Sterbenswörtchen erwähnt. im Leibe hat. wurden bisher berechnet nach dem ermittelten Gewicht der beförderten Die ganze Debatte, an der sich blos bürgerliche Deutsche betheiligten, Ob ein solcher die Situation für England beffern würde? Tranfitforrespondenzen. Infolge der Ausdehnung des Vereins über drehte sich um die Stellung der deutschen bürgerlichen Abgeordneten alle Verkehrsländer der Erde, der fast unübersehbaren Vervielfältigung zu Herrn Schönerer! Wenn er dem Geschrei der Jingoe's nachgiebt, sicherlich nicht. ber internationalen Land- und Seeverbindungen, des gewaltigen Es ist eine der schneidendsten Ironien der Situation, Anwachsens der Korrespondenzmassen waren die Schwierigkeiten Statthalter von Galizien werden. Der deutschenfeindliche Graf Pininsti foll daß von allen Blättern die Pall Mall Gazette", fouft eine einer richtigen Ermittelung der Transitzahlungen auf grund des Statthalter von Galizien werden. der lautesten Schreierinnen, gestern Abend zur Ruhe und bisherigen umständlichen Verfahrens bis aufs äußerste gewachsen und Frankreich. Mäßigung mahnte. Wünschen die" Times", schreibt das Blatt erbeifchten bringend Abhilfe." Man hat daher als Borstufe zu der Paris, 80. März. Die Kammer erörterte den Bericht des des Herrn Astor, daß das Land zum Streit mit Frankreich, von Deutschland von jeher vertretenen unentgeltlichkeit wenigstens Abg. Biviani über die Haltung der Juftizbehörden in der mit Präsident Krüger( lies: Deutschland), mit Rußland treibt? des Landtranfits Pauschalvergütungen für Land- wie Seetranfit be. Panama Angelegenheit. Der Bericht schließt mit einem Dann sollte das City- Blatt es doch sagen. Fernier möchte es liegen. Sonst find für Postkarten, Briefe, Poftanweisungen, Poft Beaurepaire. Biviani begründete den Beschlußantrag des Berichts und doch den Kandidaten für das Auswärtige nennen, der auch nur pacete und Bostaufträge wie fast immer, mancherlei Grleichterungen erinnerte daran, daß Beaurepaire fich weigerte, vor der Parlamentsein Zehntel der Erfahrung Lord Salisbury's besigt, und schließlich im internationalen Verkehr getroffen: Erhöhungen des zulässigen tommission Zeugniß abzulegen und gewisse Beweisstücke zurückhielt. möchte es doch gefälligst angeben, was England in den Meistgewichtes, des Meistbetrages, Herabfegung einiger Taren, Gr. Viviani wirft sodann Beaurepaire vor, daß derselbe die in der chinesischen Gewässern anders thun tönne als das, was jeder leichterung von Nachfendungen. Die deutsche Regierung bezeichnet Banama- Affäre Angeklagten in die Lage gebracht habe, fich auf die mann begreife, nämlich Chusan besetzen. deshalb den Washingtoner Postkongreß als einen der bedeutungs. Verjährung zu berufen, daß er es ferner versäumt habe, die Etwas wie das letztere ist sicher im Wert. Nicht umsonst volften. Reinach'schen Papiere mit Beschlag belegen au lassen und daß er ist das chinesische Geschwader plöglich mobilifirt worden. Im Die Sozialpolitit" im Berwaltungswege schließlich die Justiz vor dem Andrängen der parlamentarischen übrigen hüllt sich die Regierung noch in Stillschweigen und hat tommt in Preußen immer mehr in Uebung. Jezt meldet die Berl. Korruption habe zurückweichen lassen.( Lebhafter Beifall.) Die Kammer beschloß mit 311 gegen 174 Stimmen den öffentlichen Anschlag der sich lediglich dazu verstanden, dem Parlament zu versprechen, daß sie ihm bis spätestens nächsten Dienstag Auskunft über ihre Zur Gewinnung eines Fonds zur Fürsorge für unfallverlegte Rede Viviani's. Nach einigen Bemerkungen des Justisministers Gefangene oder deren Hinterbliebene hat der Minister des Innern wurden die in dem Berichte Viviani's und dem Generalbericht Politit geben werde. Auch diese Zurückhaltung zeigt, wie sehr im Einverständnisse mit dem Finanzminister und dem Justizminifter Ballé's über die Panama Angelegenheit enthaltenen Anträge einEngland durch die Entwickelung der letzten Jahre und seine bestimmt, daß als Arbeitgeber zugelassene Privatunternehmer vom ftimmig angenommen. Politit des Buwartens ins Hintertreffen gerathen ist. 1. April d. J. ab bei Vertragsschlüssen oder sonstigen Vers Infolge des heutigen Zadelsvotums der Rammer wird der Früher hätte das Parlament sich allenfalls in einer einbarungen über Gefangenenbeschäftigung verpflichtet werden, als frübere Generalstaatsanwalt Quesnay de Beaurepaire entsprechend Frage der europäischen Politit, aber nimmermehr in einer Versicherungsgebühr einen Betrag von 0,5 Pf. für den Kopf und dem schon früher von ihm geftellten Erfuchen und den heutigen ErFrage Ostafiens ein solches Hinhalten gefallen lassen. Arbeitstag der von ihnen beschäftigten Gefangenen zu entrichten. flärungen des Juftigministers vor einem aus den höchsten richterlichen Die widersprechendsten Nachrichten durchschwirren die Luft. schwierigsten Streitfragen der Unfallversicherungs- Gesetzgebung er Paris, 31. März. Vor dem Raffationshof begann heute Mittag Damit wird in gentaler Weise mit einem Federstrich eine ber Beamten bestehenden Disziplinargericht erscheinen. Noch einem Bericht der Preß Association" gewinnt in parla ledigt. Unferes Erachtens ist eine Regelung der Unfallversicherung unter Borfis des Präsidenten Löw die Prüfung der Nichtigkeits. mentarischen Kreisen das Gerücht immer mehr Glauben, daß der Gefangenen Sache der Gesetzgebung. beschwerde 3ola's gegen das Urtheil des Schwurgerichts. längst zwischen der russischen und der englischen Regierung -Die längst versprochene Regelung der Rom. 8ola war nicht erschienen. Raffationsgerichtsrath Chambareaud ein geheimes Einvernehmen bestehe. Bestätigung für diese und munalbesteuerung ber Beamten rüct in Preußen nicht verlas den Bericht über das Gesuch, welches sich auf sieben ähnliche Meldungen bleibt natürlich abzuwarten. Inzwischen vom Flede, nachdem der Landtag die besten Gelegenheiten, feinen Beschwerdepunkte ftüßt. Der Bericht bewegt sich in ausschließlich wird in den Arsenalen fieberhafter als je gearbeitet. oft ausgesprochenen Willen durchzudrücken, immer wieder unent- juridischen Erörterungen und überläßt es dem Raffationshof, die fchloffen vorübergehen ließ. Erheblichkeit der Beschwerbepunkte abzufchägen. " Rorr.": 9 Spanien. : " Nicht er trage die Schuld. Demgegenüber bemerke ich, daß der Führer überwacht wurde. Darauf will ich jetzt nicht ein: Die Siege auf Kuba der letzten Monate lösen fich preußische Juftigminister jene Behauptung auf grund genauer Rennt gehen. Ich möchte nur den Herrn Staatssekretär bilten, sämmtlich in blauen Dunst auf. Wohl sind auch die amerikanischen niß der Sachlage aufgestellt hat. Und der Abg. Stadthagen kennt daß er seinem Vorfah, das Briefgeheimniß zu wahren, unter allen Berichte nicht ganz objektiv, aber im allgemeinen kommen sie der vielleicht die Verhältnisse in anderen Gefängnissen genau( Heiterkeit), Umständen treu bleibe und wenn einmal eine solche Aufforderung Wahrheit doch näher als die spanischen, die meistens einfach er nicht aber die des Gefängnisses in Köln. an ihn herantritt, er sie mit der sittlichen Entrüftung zurückweist, logen sind, um den Zusammenbruch der spanischen Macht zu Was der Abgeordneter Stadthagen über die Beschäftigung die ihm sonst auch zu Gebote steht. Der Herr Staatssekretär hat verdecken. Jetzt haben wir aber eine unparteiische Stimme der Redakteure in Gefängnissen gesprochen hat, fällt zusammen mit bei der zweiten Lesung versichert, daß er keine Märtyrer mehr unter aus dem Lager der tubanischen Insurgenten. Die Londoner Daily dem, was der Abg. Auer hier neulich vorgebracht hat. Es wird an den Beamten schaffen wolle. Ich möchte ihn nur auf einen Fall Chronicle", das Hauptorgan der englischen Radikalen, hat einen anderer Stelle darauf geantwortet werden, hier nur das eine, daß hinweisen, wie diese seine Ansicht von seinen nachgeordneten BeKorrespondenten nach Kuba geschickt. Dieser hat sich mit Gefahr jene Angaben den thatsächlichen Verhältnissen nicht entsprechen. hörden beachtet wird. In Hamburg fand am 25. Februar eine Verfeines Lebens zu den Aufständischen durchgeschlichen und jezt wird Abg. Dr. Spahn( 3.): Die Einbeziehung von Säuglingen in fammlung von Poftunterbeamten statt. Einige Unterbeamten begingen sein erster Bericht veröffentlicht. Wir ersehen aus demselben, Gefängnisse wird sich nicht immer vermeiden laffen. Ueber die Vor- nun das Verbrechen, daß sie Reden Beifall spendeten, in denen die Mißdaß die Aufständischen in in dem größten Theile der Insel behaltung der Briefe und die Behandlung, die dem Abg. Stadthagen stände ihres Berufs flargelegt wurden. Die Folge waren Maßregelungen. nicht blos das Regiment in der Hand haben, sondern auch wirklich zu theil geworden, bin ich überrascht; sie entspricht jedenfalls nicht So erhielten der Briefträger Cäsar und der Posthilfebote Lange die Regierung und Verwaltung ausüben, und daß die Aufständischen dem Gesetz. Echließlich will ich hervorheben, daß auf eine ihre Kündigung. Außerdem wurde den Unterbeamten eine Verin ihrem Gebiet von den Spaniern garnicht gestört werden, weil es Aeußerung, die hier im Hause gefallen ist, auch hier im Hause fügung der Ober- Postdirektion verlesen, worin ihnen der Vorwurf denselben an der nöthigen Truppenmacht fehlt. Der Korrespondent der geantwortet werden muß. gemacht wurde, daß sie die Versammlung, nachdem sie gemerkt, daß ,, Daily Chronicle" war auch Zeuge des famosen Ueberfalls der Spanier Staatssekretär Nieberding: Die zuständige Stelle zur Beant es eine sozialdemokratische sei, nicht sofort verlassen hätten. Sie auf die Hauptstadt der Kubaner, Agremonte. Hier wollen die Spanier einen wortung dieser Beschwerden bildet der preußische Justizminister; wurden ermahnt, weder sozialdemokratische Versammlungen zu be großen Sieg erfochten haben. Die Wahrheit ist sie drangen bis in wenn die Fälle mir vorher unterbreitet worden wären, hätte ich ihn, suchen, noch solchen Vereinen sich anzuschließen, und ausdie Stadt vor, weil die Kubaner anderweitig beschäftigt waren. Ein der zur Zeit im Abgeordnetenhause beschäftigt ist, gebeten, hier zu drücklich wurde ihnen verboten, fozialdemokratische Zeitungen Rebellenkorps tam aber noch rechtzeitig: die Spanier wurden aufs erscheinen. Das kann aber auch der hochverehrte Herr Abg. Spahn zu vertreiben. Ich weiß nicht, ob sich dieses Verbot Haupt geschlagen und mußten unter schweren Verlusten den Rückzug nicht verlangen, daß ich so unvorbereitet alle diese Dinge erörtere. auch auf die berufsmäßige Verbreitung solcher Zeitungen antreten, der bald zur Flucht wurde. Abg. Auer( Soz.): Es ist bedauerlich, daß der Staatssekretär jetzt durch die Post erstrecken soll.( Heiterkeit.) Von ben Genug: Kuba gehört schon heute der Spaniern nicht mehr. nicht Beit hat, auf die von mir gemachten Mittheilungen einzugehen. Amtsvorstehern wurden die Beamten noch darauf aufmerksam geSie besigen bles, was sie militärisch belegt haben. Ich bin auf eine Auseinandersetzung vorbereitet. Ich halte alle meine macht, daß zwischen ihnen und den nicht feftangestellten UnterEngland. Angaben aufrecht und warte darauf, was mir der Staatssekretär als beamten ein großer Unterschied bestände. Sie trügen eben des Unrichtigkeiten nachweist. London, 30. März. Unterhaus. Die dritte Lesung der Königs Rock und müßten sich dessen würdig erweisen. Andere griechischen Anleihe- Bill wird ohne Debatte angenommen. Balfour sehr wohl um das Privatleben der Beamten und werde mit den fozialAmtsvorsteher sagten wider, der Chef der Reichspost tümmere fich erklärt, er könne für den Antrag Dilke( auf Trennung des Amtes demokratischen furzen Prozeß machen.( Heiterkeit bei den Sozialdes Premierministers von dem Auswärtigen Amt) keinen Tag an beraumen, da die Erörterung deffelben ein direkter Angriff auf die demokraten.) Reine Behörde geht es etwas an, welcher politischen auswärtige Politik der Regierung wäre. Benn man dies wirklich Ueberzeugung die Beamten außerhalb ihrer Amtsthätigkeit beabsichtige, sei es doch bequemer, das durch ein Zadelsvotum zu huldigen, noch noch weniger darf sie ihre eigene politische thun. Am nächsten Dienstag würde eine nicht formelle und nicht Es folgt der Etat des Reich 3.Schahzamt 3. Auffassung den Beamten aufdrängen.( Sehr richtig! bei den Sozialentscheidende Debatte stattfinden, da keine Echriftstücke für dieselbe Gehalt des Staatssekretärs in Konsequenz der Streichung der entnehmen, die Verfügung der Ober- Postdirektion zu Hamburg als Abg. Lieber( 3) beantragt die Streichung von 6000 M. beim demokraten,) Herr v. Podbielski wird nun hoffentlich Gelegenheit vorlägen. Sobald der erforderliche Schrifiwechsel vorliege, und sprechenden Summen bei den Staatssekretären der Bost und des nicht in seinem Auftrag ergangen zu bezeichnen. Hinzufügen will ich Harcourt einen Tag zur Erörterung desselbu verlange, werde er Reichs- Juftizamts. Bei der zweiten Lesung sei versäumt worden, noch, daß die Verfaminlung in Hamburg gar keine sozialdemokratische solchen gewähren. Schiveden. den Reichs- Schatsekretär ebenso zu behandeln, wie feine eben ge war. Es sollte in ihr nur den Beamten Gelegenheit gegeben werden, nannten Kollegen. Er bitte um Annahme feines Antrages. ihre Lage zu besprechen. Ich hoffe, daß Herr v. Podbielski die ich halte die Streichung nur an sich für unberechtigt; einen Antrag hat, auch den Unterbeamten gegenüber gelten läßt. Es wäre sehr Abg. Frbr. v. Stumm( Rp.): Der Antrag ist ja tonfequent, Ansicht, die er dem Postassistenten- Verband gegenüber ausgesprochen auf Wiederherstellung der Position stelle ich seiner Aussichtslosigkeit erwünscht, wenn er in einer Generalverfügung die Sozialdemokratenjäger unter den Oberbeamten darauf aufmerksam machte, daß sie fich nicht darum zu bekümmern hätten, was die Unterbeamten außer halb ihrer Dienstzeit thun.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Staatssekretär v. Podbielsky: Ich habe einfach zu erwideru: Boftverwaltung an sozialdemokratischen Bestrebungen halte ich für Jede direkte oder indirekte Betheiligung eines Beamten der Reichsunvereinbar mit seinem Diensteid.( Bravo! rechts.) Aus diesem Grunde werde ich gegen jeden Beamten, der sich so etwas zu fchulden kommen läßt, unnachsichtlich vorgehen.( Bravo! rechts) und zwar auf dem Wege des Disziplinarverfahrens. Telephonverbindungen auf dem platten Lande an. Abg. v. Kardorff( Rp.) fragt wegen der Herstellung von Stockholm, 30. März. Der Reich 3 tig berieth heute die Regierungsvorlage betreffend den Bau einer Esenbahn von Gellivara nach der norwegischen Grenze. Der Staatsminister Boström sowie der Minister des Innern Krusenstjerna erklärta, sie würden, wenn die Vorlage nicht zur Annahme gelangte, ihre Demission ein reichen. Griechenland. Athen, 30. März. In der Deputirtenkommer wurde heute das Uebereinkommen, betreffend die Anleihe von 170 Millionen vorgelegt. 3aimis beantragte, den drei Garantiemächten einstimmig den Dank der Nation anszusprechen.( Beifall.) Diefer Antrag wurde von De Iyannis unterstüßt. Theo eti erflärte, Griechenland werde fich des Wohlwollens der Mädte dadurch würdig er weisen, daß es fein nationales Leben reformre und die begangenen Fehler in Zukunft vermeide. Garapano forach im Namen der theffalifchen Deputirten deren Dank dafür aus, das Vaterland befreit zu sehen. Der Antrag Zaimis wurde schlielich unter anhaltendem Beifall angenommen. Morgen beginnt der Prozeß gegen Rardzi. Afien. Bombay, 31. März. In vergangener Zoche sind 978 Personen an der Best gestorben, die Gesammtsterblickeit betrug 1988 oder 120,92 pro Tausend. Reichstag. einem loyalen Manne erwarten, daß ich den Fall Melchers hier zur Abg. Lieber( 8): Der Staatssekretär mußte von mir als Sprache bringen würde, nachdem der Justizminister im Abgeordneten baus die Sache zur Sprache gebracht hatte. weitere Debatte erledigt. Der Etat des Reichs Justiza mtes wird hierauf ohne wegen nicht. = Der Antrag Lieber wird mit großer Majorität an genommen, ebenso der Rest des Etats des Reichs. Schaamts. B angenommen, ebenso die Etats der Reichsschuld, des Rech Der Etat des Reich 3. Eisenbahn Amts wird debattelos nung 3hofes, bes allgemeinen Pensionsfonds und des Reich 3 Invalidenfonds, der 3 ölle und Verbrauchs steuern und der Reichs. Stempelabgaben. Beim Etat der Reichspost bringt Abg. Buddeberg( frf. Bp.) das Verhalten eines Poftdirektors zur Sprache, der das Ehrgefühl seiner Beamten durch die Aufforderung zur Denunziation ihrer Kollegen verlegt habe. Unterstaatssekretär Fritsch bedauert, feine Auskunft geben zu tönnen, da ihm der Fall unbekannt sei. Staatssekretär v. Podbielski: Die Ausdehnung des Telephon. wefens über das platte Land ift dringend nothwendig. Die Ausführung darf aber nicht überftürzt werden; in 8 Jahren hoffen wir fertig zu sein. In diesem Jahre sollen noch 4596 Fernsprechstellen auf dem Lande eröffnet werden. = zu Hur Staatssekretär v. Podbielski: Der Abg. Wurm hat in der zweiten Lesung das Urtheil eines Leipziger Gerichts vom 22. Februar 1878 erwähnt, wonach die Deffnung von Abg. Müller Sagan( frf. Bp.): Der Staatssekretär hat auf Briefen an Sozialdemokraten durch Post gerichtlich die Mittheilung der Hamburger Borgänge nicht geantwortet, sondern festgestellt sein soll. Die Thatsachen sind folgende: Der sich nur auf Allgemeinheiten beschränkt. Die Bersammlung war Redakteur des Leipziger, Voltsstaat" wurde 1872 wegen einer solchen teine fozialdemokratische. Jede Maßregelung ist zu verurtheilen. Behauptung in seinem Blatt au sechs Monaten Gefängniß ver Abg. Singer( Soz.): Die Antwort des Staatssekretärs war urtheilt, vom Bezirksgericht jedoch am 20. Februar 1878 frei var fehr schneidig, aber sie tontraftirte mit seiner Einführungsrede 74. Sigung. Donnerstag, 31. mara 1898, 12 Uhr. gesprochen. In der Begründung des Urtheils finden sich die vom in der zweiten Etatsberathung, in der er erklärte, daß er über den Am Bundesrathstische: Nieberding v. Goßler, Frhr Abg. Wurm angeführten Worte. Durch die Aussage der Beugen Parteien stehe. Heute hat er hier nicht als Verkehrsminifter, sondern v. Thielmann, Graf v. Bofabowst, v. Podbielsti. Bebel, Liebknecht und Frißsche ist eine Mehrheit von Fällen nach als politischer Minister gesprochen. Es find ihm wohl in der Die dritte Lefung des Etats ird fortgefeht. Beim gewiesen worden, in denen Briefe und Postkarten, die von aus Zwischenzeit Mittheilungen gemacht worden, die ihn veranlaßt haben, Etat der Reichs Justizverwaltung ommt wärtigen Führern der Sozialdemokratie an den„ Boltsstaat" gerichtet seine früheren schönen Versprechungen über Bord zu werfen. Die Abg. Lieber( 3) auf den Fall des Ezbischofs Melchers in waren, entweder gar nicht oder in so verlegtem Zustande an Antwort war auch materiell nicht erschöpfend, denn jene Köln zurück, der nach seinen( Lieber's) Angaen im Gefängniß mit die Adressaten gelangt sind, daß man merten fonnte, ste feien an der Hamburger Versammlung hatte mit der sozialdemokratischen Strohflechten beschäftigt worden war. Durch den Juftigminifter Seite aufgeschnitten und bann wieder zugeklebt worden. Der Abg. Partei nichts Thun. waren Die Postbeamten ift inzwischen die Sache dahin berigtigt worden, daß Wurm hat aber den folgenden Saß weggelaffen. Diefer lautet: zusammengekommen, um über ihre eigenen Intereffen zu sprechen; der Erzbischof nur aus Versehen in den sten der mit Stroh Durch diese Mehrheit von Fällen mag sich bei der sozialdemo- fie mag sich von einer ähnlichen Versammlung nur dadurch unterflechten beschäftigten Gefangenen geführt wurde. Wunderbar sei fratischen Partei allerdings die irrige Ansicht gebildet haben, schieden haben, daß kein Hoch auf den Staatssekretär ausgebracht nur, daß die Berichtigung so spät erfolgt fei. daß Briefschaften, die an sozialdemokratische Führer gerichtet sind, worden ist.( Heiterkeit.) Was heute der Herr Staatssekretär gesagt Staatssekretär Nieberding: Daß die Beichtigung so spät er bei der Post durch besondere Agenten geöffnet und gelesen werden." bat, das war nichts anderes, als was wir von der rechten Seite folgte, lag ganz einfach daran, daß dazu keine Beanlassung vorlag, Ich erwarte, daß Sie in Ihren Blättern nun auch den zweiten Saß des Hauses immer zu hören bekommen. Gestern mußten wir um bevor die Sache hier zur Sprache gebracht wurde. bringen werden, worin es ausdrücklich heißt, daß es eine irrige das Petitionsrecht der Beamten streiten, heute um das Ver Abg. Schmidt- Frankfurt( Soz.) bringt einen Fall aus Frank- Ansicht sei, daß die Post Briefe öffne.( Beifall.) fammlungsrecht. Nun, wir wiffen jetzt, woran wir mit dem Herrn furt vor. Eine Frau war zu einer Gefängnißtrafe verurtheilt, Abg. Dr. Müller- Sagan( frf. Bp.) befürwortet den Ausgleich Staatssekretär find. Wer geglaubt hat, in ihm einen unparteiischen gebar indeß inzwischen ein Kind und bat daher in Strafaufschub. von Ungleichheiten in der Besoldung einer Anzahl Kategorien von Mann gefunden zu haben, hat sich gründlich getäuscht. Er hat sich, Sie erhielt jedoch den Bescheid, fie möge nur ir Kind ins Ge- mittleren und unteren Pofibeamten und fragt, ob der Sonntag den wie seine übrigen Kollegen, in den Dienst der politischen Regierung fängniß mitbringen, die Verwaltung fei auf Mütte mit Säuglingen Beamten unter die dienstfreien Tage eingerechnet werde, was nicht gestellt.( Beifall links.) eingerichtet. Diesem standalösen Fall gegenüber weise ich nur wünschenswerth sei, auch mit den Bestimmungen über die Sonntagsdarauf hin, daß eine Bestimmung existirt, wonach der ruhe nicht im Einklang stebe. Strafaufschub eintreten kann, wenn ber förrliche Zustand Staatssekretär v. Podbielski erwidert, zur Zeit fei kein Bedarf des Verurtheilten den sofortigen Antritt de Strafe nicht an Postgehilfen vorhanden. Die Annahme neuer Gehilfen erfolgt rathfam erscheinen läßt. Böllig werden sich solche Fälle allerdings eben nur nach Bedarf. Gerade diese Kategorie von Beamten stehe erst nach Grlaß eines Strafvollzugs- Gesezes vermoen lassen, wie wir es seit langem wünschen. Staatssekretär Nieberding: Aus dem Vortige des Herrn Vorrebners entnehme ich, daß der Beschwerdeweg in im vorliegenden Fall noch nicht erschöpft ist. Ich habe daher keine Baanlassung, hier darauf einzugehen. Abg. Schmidt- Frankfurt( Soz.): Es war mir mehr um die Materie, als um den Fall zu thun, daher habe ic nicht alles erwähnt. Jeht will ich noch hinzufügen, daß nach mer Beröffent lichung der Frau thatsächlich noch ein längerer Aischub bewilligt worden ist. Das wäre nicht geschehen, wenn die Frau sich nicht an mich gewandt hätte. Ein von ihr früher eingerchtes Gnadengesuch ist abschlägig beschieden worden. An sich ifaber jene Bumuthung eine Ungeheuerlichkeit. fich beffer als die Beamten gleichen Ranges in irgend einem anderen Reffort. In kleinen Orten fei die Arbeitszeit länger, weil dort der Schalterdienst weniger anstrengend sei. Die Sorge für die Unterbeamten werde er sich angelegen sein lassen, sie sollen nicht über anftrengt werden. Auf Antrag der Abgeordneten Ridert, Nabbyl und Dr. Paasche( natt.) werden sämmtliche Petitionen und Resolutionen abgefeßt, sie sollen an einem Tage nach den Ferien verhandelt werden. Staatssekretär v. Podbielski: Ich will ben Streit nicht fort setzen, ob die Hamburger Bersammlung eine sozialdemokratische war oder nicht. Der Veranstalter war ein früherer Poftassistent Bieth, der, wie mir gesagt worden ist, längere Zeit in der Redaktion des Borwärts" war. Ich wollte nicht besonders schneidig sein, sondern es ist bei dieser Beanstandung nur der Grundsatz maßgebend gewesen, der für ein geregeltes Staatswesen maßgebend sein muß, nämlich daß der Diensteid der Beamten seine Bedeutung behält. Die Beamten werden ja zu dem Gide nicht gezwungen. Wer aber Beamter werden will, muß ihn leisten und sich klar darüber werden, daß sozialdemokratische Tendenzen damit unvereinbar find.( Beifall rechts.) Der Etat des Reichs- Postamts wird hierauf angenommen. Beim Etat der Reichsdruckerei bringt Abg. Dr. Hammacher( natl.) das Verbrechen des Oberfaktors Abg. Bebel( Soz.): Der Herr Staatssekretär hat meinem Freunde Grünenthal zur Sprache. Er soll gestanden haben, an einem bes Wurm den Vorwurf gemacht, daß er nur einen für sich günstigen Sah stimmten Tage und bei einer bestimmten Revision einmal eine An aus dem Gerichtserkenntniß zitirt habe, und hat dann selbst einen zahl Banknoten entwendet zu haben. Der entscheidende Punkt ist, uns weniger günftigen Satz zitirt, in dem es heißt, der Angeklagte daß die Reichsdruckerei 10 pet. Noten mehr druckt, sogenannter hätte wohl zu der irrigen Ansicht gelangen können, daß die Post Ausschuß, als bestellt sind. Das muß geändert werden. Im Intereffe Abg. Stadthagen( Soz.) geht auf den Fall Meldrs ein. Jene das Briefgeheimniß verlegt habe. Ich muß dem Herrn Staats- einer sicheren Kontrolle darf die Reichsdruckerei nicht mehr Noten Eintragung ist nicht durch die Schuld des Beamten eolgt, sondern sekretär den Vorhalt machen, daß auch er einen Satz zu zitiren drucken, als die Reichsbank bestellt. Die Reichsbank hat dann die auf grund der Instruktionen, die im Widerspruch mit em Geift des unterlassen hat; es heißt dort nämlich ausdrücklich weiter, daß diese Noten zu prüfen und die schadhaften aufzuhalten. Dann trägt sie § 16 des Strafgesetzbuches stehen. Nach diesem sol die Zwangs- Ansicht teine Widerlegung gefunden hat. Also: widerlegen hat man die Verantwortung und nicht die Reichsdruckerei. Nur so kann die beschäftigung die Ausnahme sein, während die Ftruktionen sie nicht können, daß die Partei den berechtigten Verdacht hatte. Der Reichsdruckerei gegen die Wiederkehr solcher Unterschlagungen sich thatsächlich zur Regel machen und die Befreiung vo ihr zu einer Angeklagte ist freigesprochen, die Kosten sind der Staatstaffe auf: schüßen. besonderen Vergünstigung stempeln. Das habe ich ach ganz türz- erlegt worden; der Staatssekretär hätte besser daran gethan, bei Staatssekretär v. Podbielski: Die Reichsbruckerei stellt voll lich an meinem eigenen Leibe erfahren. Als ich a 21. Januar diesem Ausgang des Prozesses den ganzen Fall nicht noch einmal werthige Noten nur in der bestellten Anzahl her. Es handelt sich in dem gaftlichen Heim in Plößensee aufgenommen wurde, anzuschneiden.( Beifall links.) um die Entwendung von Noten, die in Papier und Stich echt sind, wurde ich auch als Wollwirker eingetragen; thatsächlich Staatssekretär v. Podbielski: Ich weiß garnicht, wie die aber noch nicht Bollwerthigkeit besaßen. Nach Lage der Unters habe ich diese Funktion nicht geübt, sondern ine meinem Herren sich das vorstellen, daß ich oder mein Vorgänger eine solche suchung hat sich herausgestellt, daß eine Menge von Zufälligkeiten Beruf mehr entsprechende Beschäftigung. Aber is erst auf Verfügung erlaffen haben soll, und wie eine solche durch die Be- fich am 14. Januar 1897 vereinigen mußten, um dem Begrund eines besonderen Gesuchs. Es gilt, wie gesagt, ls besondere amten hätte durchgeführt werden sollen. Freilich fonnte sich eine amten die Entwendung zu ermöglichen; möglich, daß dieser Vergünstigung, wenn man dem Geseß entsprechend beandelt wird. folche irrige Ansicht bilden, und das lediglich fonnte nicht widerlegt Beamte schon seit Jahren auf diesen Moment ges Es war z. B. etwas besonderes, daß mir gestattet wurde, den werden. Mir liegt aber daran, meinen Vorgänger gegen die hier lauert Reichs- Anzeiger" zu lesen. Ganz unpolitische Drucksen sind mir erhobene Anschuldigung in Schutz zu nehmen. für 38 Milliarden Papiergeld hergestellt. Hier handelt es sich um vorenthalten worden, z. B. eine Schrift aftronomisen Inhalts. Abg. Bebel( Soz.): Thatsache ist, daß Briefe mit allen Zeichen eine relativ geringe Unterschlagung, um etwa 1/4 Million. Bon Ich erfahre gar nicht, daß sie angekommen sind. Es wider früherer Eröffnung angekommen sind. Daß aber Eröffnungen und 1000 Scheinen fehlen 160. Die Reichsbank hat die Bankstellen nicht spricht dem Geist des Strafgesezes, daß dem Inhaftirten infolge dessen Nichtbestellungen und Verzögerungen vorgekommen angewiesen, die von Grünenthal fertig gestellten Noten zu beBriefe und Drucksachen nicht ausgebändigt werden. I muß daber find, dafür bin ich selbst Zeuge. Zur Zeit des Sozialistengefeßes anstanden. Grünenthal's Vermögen ist viel höher, als seine Berdringend den Wunsch äußern, daß man endlich den§ des Straf- habe ich hier im Reichstage Fälle erwähnt, in denen Brieffendungen untreuungen ausmachen. Die Verwaltung der Reichsdruckerei wird also gefehbuches mehr beachten möge, dann find solche Fälle, und die sind einzelner meiner Parteigenoffen garnicht ausgeliefert wurden, weil tein materieller Schaden treffen. Die Presse hat die Sache sehr aufgerade bei Redakteuren und Schriftstellern nicht selten, infach aus- man in ihnen eine im Ausland hergestellte, in Deutschland verbotene gebauscht; eine ganze Anzahl Reporter waren hinterher und suchten geschlossen. Der Berurtheilte darf lediglich den Reichefezzen ent- Beitung vermuthete. Ich fügte hinzu, daß die Leipziger Poft an etwas aufzuschnappen. Im Einverständniß mit dem Reichsbanksprechend behandelt werden; und die Beurtheilung, ob es auch ge- ftändiger sei, denn ich bekäme diese Beitung regelmäßig, hatte mich präsidenten tann ich nochmals erklären, daß das Publikum teinen schiebt, fällt unter die Kompetenz des Reichstages. dem vom aber damit selbst denunzirt; denn von diesem Augenblick ab wurden Anlaß zu Beunruhigungen hat. Abg. Schmidt vorgebrachten Fall ist es z. B. noch seh die Frage, auch die an mich gerichteten Zeitung sendungen einbehalten.( Hört! Abg. Schmidt Sagan( frf. Bp.): Die Presse thut nur ihre ob das Gesetz ein Recht giebt, einen nicht verurtheilt Säugling hört! bei den Sozialdemokraten.) Pflicht, wenn sie Nachforschungen anftellt. Die 38 Milliarden ( Heiterkeit) ins Gefängniß zu bringen. Ich beschränke uh auf diese Abg. Singer( So.): Ich habe oft Gelegenheit gehabt, feft tönnen nicht mit der 14 Million Schaden verglichen werden, Anregungen.( Beifall.) zustellen, daß Briefe, die an mich gerichtet waren, vorher geöffnet fondern nur der Gewinn, ben bie Reichsdruckerei von worden sein mußten. Es ist ja ein betauntes Geheimniß, daß unter dem Druck der Banknoten bisher gehabt hat. Ich muß dem Sozialistengesetz der Briefverkehr bekannter sozialdemokratischer dem Kollegen Hammacher recht geben, die Kontrolle war Staatssekretär Nieberding: Der Abg. Stadthagen it mir den Vorwurf gemacht, einen Beamten zu unrecht beschuldig zu haben. hat. In achtzehn Jahren hat die Reichsdruckerei eine durchaus ungenügende und sie muß beiser werden. Die Vor: 1 schläge des Dr. Hammacher scheinen mir sehr beherzigensweb. Abg. Dr. Hammacher( mall): Ich fann nicht zugeben, daß die Presse irgend einen Vorwurf verdient. Im Gegentheil, die Presse verdient Dant. Gerade in solchen Dingen ist vollste Deffentlichkeit geboten. Der Etat wird hierauf bewilligt. Die Etats der Verwaltung der Eisenbahnen, des Bankwesens, sowie die Matrikularbeiträge, die außerordentlichen Deckungsmittel und die kleineren Etats werden debattelos genehmigt. Das Etatsgefeß und Anleihegesetz werden ebenfalls debattelos angenommen. In der Gesammtabstimmung wird darauf der Etat im ganzen angenommen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten. Auch das Gesetz über die Verwendung überschüssiger Reichs: einnahmen zur Schuldentilgung wird debattelos in dritter Lesung endgiltig angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sizung: Dienstag, 26. April, 1 Uhr.( 1. Lesung des Gesetzes betr. die elektrischen Maßeinheiten. lex Heinze. Wahlprüfungen.) Präsident v. Buol: Ehe ich die Sigung schließe, wünsche ich Ihnen eine recht angenehme Erholung und glückliche Reife.( Beifall.) Schluß 3/4 Uhr. Wahlbewegung. Achtung, Metallarbeiter! Vom 1. April ab wohnt der Ver- die schwarze Liste schwarze Liste angewendet angewendet werden. Die beschlossens trauensmann für den Osten, Alb. Lippich, Georgenfirchstr. 64; Lohnreduzirung ist am legten Sonnabend von acht Fabrikanten vor der Vertrauensmann der Mechaniker und Uhrmacher, Karl Schmidt, genommen worden. Darauf haben bis jetzt 110 Gehilfen die Arbeit Höchstesir. 8; der Vertrauensmann der Former, Karl Irgang, niedergelegt. Aller Voraussicht nach wird es nun zu einem langRottbuser Damm 72. wierigen Kampf kommen; für die Arbeiter handelt es sich jetzt unt die Aufrechterhaltung ihrer Organisation. Die Lohnkommission der Zimmerer und Maurer vou Kalfberge Rüdersdorf hat am 29. März mit den dortigen Meistern In Mödling und Hinterbrühl bei Wien haben am Montag eine mündliche Unterhandlung gepflogen. Die Arbeiter unterbreiteten 600 Maurer und deren Hilfsarbeiter die Arbeit niedergelegt, folgende Forderungen: Lohnerhöhung von 40 auf 421/2 Pf. pro weil die Meister auf ihre Forderung, den Beginn der Arbeitszeit auf Stunde, für Ueberstunden und Sonntagsarbeit pro Stunde 10 Pf. morgens 7 Uhr( bisher 6 Uhr) zu verlegen, ablehnten. Die Arbeitss Buschlag. Auf den Bauten ist für Baubuden und Klosets zu sorgen. seit wäre durch diese Maßnahme nur um 1/2 Stunde gekürzt worden, Von den 7 am Orte wohnenden Unternehmern waren nur 3 er- da die Arbeiter eventuell auf die Vesperpause verzichten wollten. Schienen. Eine Einigung fonnte nicht erzielt werden, da die Meister Der schweizerische Brauerei- Arbeiter- Verband beschloß auf nur 35 Pf. Mindestlohn boten und Ueberstunden auch nicht höher feiner legten Generalversammlung, die Arbeitslosen Unterstügung entlohnen wollten; nur Sonntagsarbeit wollten sie mit 10 Pf. Bu einzuführen. Es soll pro Tag 1 Frank und zwar bis zu 40 Frants wird, ersuchen wir die Maurer und Zimmerer auf dringlichste, schon Hannover erscheinende„ Deutsche Brauer- Zeitung." schlag bezahlen. Da es voraussichtlich zu einem Streit tommen gewährt werden. Das Verbandsorgan bleibt nach wie vor die in jezt den Zuzug nach hier zu meiden. Die Lohntommission. 3. A.: Wilhelm Christoph, Bergbrüd, Raltberge. Rüdersdorf. Deutsches Reich. " Muternehmer- Verbände. Ueber die Bildung gewerblicher Trusts wird uns aus Tüchtige Schmiedegesellen" werden durch ein Inferat im London geschrieben: Dem Trust der Nähgarnspinner, der 71/2 Mill. Lokal Anzeiger" auf der Berliner Innungsherberge verlangt. Bfd. Sterl. repräsentit, ist jetzt ein Trust von Spinnern der seinen Nun ist aber nach unserer Erfahrung hier durchaus fein Mangel an Stoffgarne gefolgt mit einem Rapital von 6 Millionen Pfund und Arbeitskräften; es scheint vielmehr das Juserat den Zweck zu haben, weiter ist ein Truft der feineren Leinengarne im Gange, der möglichst viel Schmiede nach Berlin zu loden, um ein Ueberangebot 7 Millionen Pfund Sterling repräsentiren soll, sowie eine Anzahl von Gesellen herbeizuführen. Wir ersuchen daher unsere Kollegen fleinerer Verbindungen, so daß bald gegen 700 Millionen Mark in der Provinz, dem Inserat teine Folge zu geben. Der Ver- Kapital der britischen Spinnerei- Industrie den Konkurrenzkampf nur trauensmann. noch als Organisation führen werden. Schwerer hält es, die Der konservative Verein in Hannover bat beschlossen, einen cigenen Kandidaten nicht aufzustellen, seinen politischen Freunden nber zu empfehlen, einem der Gegner der Sozialdemokratie ihre Die Gastwirthsgehilfen, die durch ihren Beruf verhindert Webereien zusammenzubringen, doch dürfte es in einigen Speziali Stimmen zu geben, jedenfalls aber bei der Stichwahl für den Gegner find, mit der übrigen Arbeiterschaft zusammen die Maifeier zu täten der Weberei wenigftens ebenfalls zu solchen Kombinationen" des Sozialdemokraten einzutreten. Für den Reichstags- Wahlkreis begehen, wollen, wie der„ Gastwirthsgehilfe" mittheilt, in diesem kommen. Die organisi ten Arbeiter fehen, wie aus Mawdsley's Briefen Lübeck haben der Verein der Bewohner des Landgebiets, der Jahre am 3. Mai, und zwar in allen Städten, wo es organisirte hervorgeht, diesen Verbindungen des Kapitals ziemlich ruhig, wenn Bund der Landwirthe" und die deutschsoziale Vereinigung Berufsgenossen giebt, die Feier stattfinden lassen. nicht sympathisch zu Dagegen hat es in Lancashire starke Er den Gutsbesitzer Lauenstein aus Schönbölen als Kandidaten für die Reichstagswahl aufgestellt. Lohukämpfe der Bauhandwerker. Die Maurer in Weißenbitterung hervorgeruen, daß sich der Schatzkanzler, Sir Michel Hicks Beach, neulch herausnahm, einer Deputation von fels haben in einer Vereinbarung mit den Meistern einen Stunden- Bertretern der Tetilarbeiter, die ihn wegen der Wäh lohn von 33 Pf. festgelegt. In Stargard befinden sich die Maurer im Ausstand; sierungsfrage interpeliren wollte, in beleidigender Weise den Stuhl vor die Tür zu sehen, weil Mitglieder derselben verlangen eine Erhöhung des Stundenlohnes um 5 Pf. ein gegen ihn und aidere Beamte gerichtetes Flugblatt unterzeichnet hatten. Es ist das ein in England bisher unerhörtes Verfahren und würde der Regirung theuer zu stehen kommen, wenn Lancashire eine Parlamentswahl vorzunehmen hätte.Im Wahlkreise Sondershausen hat die freifinnige Boltspartei den Rechtsanwalt Jaenecke aufgestellt, nachdem der früher aufgestellte Rechtsanwalt Marggraf von der Randidatur zurüc getreten ist. In Waldenburg i. Schl. wird vom Zentrum Rechtsanwalt Das Unternehmerorgan der Dachdecker fordert auf, alle ArbeitsBurczet aus Glaz kandidiren. suchenden nach Leipzig zu senden, da dort die Dachdecker sich im Bon der sozialdemokratischen Partei ist im Wahlkreise Frei- Streit befinden. Wir ersuchen deshalb die Arbeiter um so eifriger fing Redakteur Ed. Schmid aus München aufgestellt. darauf bedacht zu sein, daß dieser Wunsch der Unternehmer nicht in Erfüllung geht. Partei- Nachrichten. Der Streik der Former in Wolfenbüttel dauert fort, da die eingeleiteten Verhandlungen resultatlos verliefen. an 9 Boziales. Todtenliste der Partei. Ein alter Achtundvierziger, der auch Apotheker uns Krankenkassen. In Halle a. S. hatten In der Geschichte der Sozialdemokratie einen Platz hat, der Zivil In Oberroden in Heffen ist der Streit der Arbeiterinnen der sämmtliche Apotheker den Krankenkaffen bisher 25 pet. Rabatt zu ingenieur Oswald Dieß, ist am 9. März in Cincinnati V. Donner'schen Hafenhaarschneiderei für beendet erklärt worden. gestanden und auch nichts dagegen gehabt, daß Salbe, Watte und im Staate Ohio in Amerika, 76 Jahre alt, an einem Die Lohukürzung fonnte nicht verhindert werden; 20 Arbeiterinnen sonstige Handverkaufiartikel aus den Droguengeschäften bezogen Herzschlage gestorben. Geboren 1822 in Wiesbaden, nahm blieben gemaßregelt. wurden. Jetzt wollen sie nur noch 10 pCt. Rabatt gewähren und er, nachdem er sich in seinem Fach bereits eine gute verlangen dabei noch, daß fämmtliche Handverkaufsartikel nicht mehr bürgerliche Existenz geschaffen Der Verband der deutschen Barbiere und Berrückenmacher in den Droguerien, sondern in den Apotheken gekauft werden. Anderns hatte, an der Märzrevo: hielt am 28. und 29. März in Stuttgart einen füddeutschen Verbands falls wollen sie die Redikamente nur gegen baar liefern, ebenso lution theil, organisirte 1848 die Bauern und fämpfte 1849 in Baden und der Pfalz in den Reihen der geführt wurde, daß die Bestimmungen über die Innehaltung der sollten, den Bezug dr Medikamente auf einzelne Apotheken zu be des Westerwalds tag ab. Bei den Verhandlungen ist hervorzuheben, daß allgemein Klage in dem Falle, wenn die Krankenkassen etwa den Versuch machen Hanauer Turner. Der Sieg der Reaktion trieb ihn ins Exil. In London schloß Sonntagsruhe von den Behörden keineswegs strenge gehandhabt schränken. Die Apoteken haben fich, wie berichtet wird, gegen eine er sich den Kommunisten an verden. trat, als der Kommunistenbund" sich 1850 spaltete, beschloß die Versammlung, sich In der Stellungnahme zur Handwerks Organisation Ronventionalstrafe va 10 000 m. verpflichtet, von diesen Forderungen auf die Seite von Wittich und Schapper, deren Sekretär er die Gehilfen Vertreter zu entfenden allen Wahlen, wo nichts abzulaffen. wurde. Als folcher hatte er die Schriftstücke des Sonderbundes, das Die Anträge Barmen- Elberfeld und Eßlingen, die Zeitung monat haben, zu betheiligen. In Remsched waren die Apotheker in ähnlicher Weise Archiv" in Verwahrung. Dasselbe fiel aber, wie in der Marg'ichen lich zweimal erscheinen zu lassen, wurden abgelehnt. Der Antrag und so wird es wohl auch in Halle a. S. tommen, wenn die Kassen gegen die Krankentaßen vorgegangen; fie mußten aber nachgeben, Schrift über den Kommunistenprozeß und die Spaltung des Berlin, daß dem dortigen Zweigverein gestaltet sei, nur 25 pet. fest zusammenhalten. Bundes" dargestellt ist, dem Polizisten Stieber in die Hände, statt 50 pet. abzusenden, ein Unglück, das begreiflicher Weise zu Mißtrauen gegen Dieß Beiträge von 20 Pfennig auf 15 Pfennig herabzusehen, und sowie der Antrag Bielefeld, die Aulaẞ gab. Den Nennuhrdadenschluß führen am 1. April 62 Firmen in Dies war jedoch nicht gerechtfertigt, und Dietz wurde ferner die Anträge Barmen- Elberfeld und Bielefeld, die mit Spremberg ein. sehr bald von jedem Verdacht gereinigt. Von London wanderte er glieder, welche sechs Wochen Beiträge schulden, auszuschließen, gleichnach Amerita aus, wirfte dort namentlich unter den Turnern für falls abgelehnt. unsere Ideen und trat der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Amerika's Bahlstelle, aum nächsten Verbandstag Dagegen wurde ein Antrag der Berliner Amtshauptmannschaft Leipzig beschloß eine Wolks. Die Schaffung eines Gewerbegerichts für den Bezirk der einen Entwurf zur bei, sobald sie begründet ward. Bis zu seinem Ende ist er für sie Arbeitslosen- Unterstützung vorzulegen, angenommen. Zur Agitation versammlung in Sttterih zu fordern. thätig gewesen. Schreiber dieses traf Oswald Diez vor 10 Jahren sollen pro Mitglied an den Vertrauensmann 10 Pfennig abgeliefert in Cincinnati und hatte Gelegenheit, sich von dem begeisterlen werden. Opfermuth und dem agitatorischen Geschick, des eine zeitlang vertannien, braven Genossen zu überzeugen. Ehre ihm! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Streik der Weber und Weberinnen bei der Firma Julius Neugebauer in Langenbielau hat sich schon in etwas zu gunsten der Streifenden gewendet, indem der Fabrikant Der Parteigenosse Heinrich Schulz in Erfurt, Re- bereits Lohnzugeftändnisse gemacht hat. Da hiervon aber nur ein Drittel dakteur der„ Tribüne", hat am 30. März die zweimonatige Gefängniß der in der Fabrik hergestellten Waarengattungen betroffen werden, so ftrafe angetreten, die ihm wegen Majestätsbeleidigung auferlegt ist. beschlossen die Streifenden in geheimer Abstimmung einhellig, im Das Bergehen soll durch Abdruck des Berichts verübt fein, den die Streit zu verharren, bis Herr Neugebauer zu weiteren Lobuzulagen sozialdemokratische Reichstagsfraktion dem Hamburger Parteitag über bereit ist. Seine Drohung, daß, wer die Arbeit nicht aufnimmt, entibre Thätigkeit gegeben hat. Mit Ausnahme von Magdeburg, laffen werde, hat der Fabrikant in die Wirklichkeit umgesetzt; trotzdem Erfurt und Brandenburg haben nirgendwo die Staatsanwaltschaften ist keiner der Streifenden abtrünnig geworden. In bürgerlichen Anstoß an dem Bericht genommen, und die Brandenburger Anklage Blättern sucht der Fabrikant bereits Weber. Die sonst bei der hat vor dem Potsdamer Landgericht bekanntlich mit Freisprechung artigen Inseraten übliche Bemerkung bei hohen Löhnen" fehlt jedenfalls deshalb, weil Herr Neugebauer selbst einfieht, daß er Ginen erfreulicheren Ausgang als der eben erwähnte Prozeß äußerst niedrige Löhne zahlt. Hoffentlich findet sich fein Arbeiter, nahm ein anderer, den der Bürgermeister Knobloch aus Sanger der den Kampf der Streifenden um Verbesserung ihrer färglichen haufen gegen Schulz angestrengt hatte. Der Bürgermeister Knobloch Existenz erschwert, indem er bei der Firma Julius Neugebauer in hat seinerzeit eine Erklärung veröffentlicht, worin gesagt war, fein Arbeit tritt. Zuzug ist also streng feruzuhalten. Antrag auf der Synode, wonach Geistliche und Kirchenbeamte, gegen geendet. Der Normalrbeitstag in Rußland. Das Gesetz vom 2. Juni 1897, wourch in Rußland der 11/ 2stündige Normalarbeitstag eingefüht wurde, ist durch Erläuterungen", die in einem neuerdings vom Fianzminister an die Fabritinfpektoren erlaffenen Zirkular gegeben werden, verschlechtert worden. Die Arbeit in den Bäckereien, Brannweinbrennereien, bei einzelnen Prozessen in den Bierbrauereien, we auch bis zum 1. Juni 1899 die Arbeit in Mühlen und bis zum 1. Juli 1898 in Buderraffinerien, ist bezeichnet worden als Arbeit, die keine Unterbrechung duldet; infolge dessen darf bei diesen Abetskategorien der Arbeitstag statt 111/2 durchschnittlich 12 Stunden betagen, ungerechnet die Ueberstunden, bezüglich deren das neue Biruler gleichfalls Verschlechterungen gegenüber den früheren Bestiamangen bringt. Die Instruktion an die FabrikInspektoren vm 20. September v. J. enthielt nämlich die Bestim mung, daß auer der aus betriebstechnischen Gründen nothwendigen ueberarbeit d: Unternehmer mit den Arbeitern nicht mehr als 120 Ueberstunen im Jahre vereinbaren dürfen. Diese Beschränkung wird durch as neue Birkular aufgehoben für BuchdruckereiArbeiten bei erstellung der periodischen Presse sowie für solche, die erforderlh find infolge eines, feinen Aufschub duldenden Die ein Disziplinarverfahren eröffnet würde, vorläufig nicht nur Die Forderungen der Zimmerlente in Nürnberg wurden Staatsbedürfiffes, für einige Arbeitsprozesse in den Bierbrauereien aus dem Amte, sondern auch aus dem bisherigen Wohnort entfernt von der Meisterinnung zurückgewiesen. Wenn abermalige Unter- und für die läckereien. Für Arbeiter in den Bäckereien und einen werden sollten, habe mit dem Fall köhichte nichts zu thun. Die handlungen keinen Erfolg haben, so soll in den Streit eingetreten Theil der Bihdrucker und der Arbeiter in Bierbrauereien ist somit Tribüne" nahm gleich vielen anderen Tageszeitungen von dieser werden. Eine Versammlung beschloß, daß jeder organisirte Zimmerer der Normalareitstag abgeschafft, da sie, wenn es den Unternehmern Erklärung Kenntniß und knüpfte daran die Bemerkung: Wer's von jetzt ab 1 M. zum Streitfonds steuern foll, beim Ausbruch des beliebt, unbespränkte Zeit arbeiten müssen. alaubt, bezahlt einen Thaler". Der Bürgermeister stellte nun gegen Streits sollen die an demselben nicht betheiligten ledigen Arbeiter Schulz Strafantrag wegen Beleidigung, weil er der unwahrheit 1,50 M., die verheiratheten 1 M. wöchentlich bezahlen. Auch die bezichtigt sei. Das Landgericht in Erfurt lehnte jedoch Maler rüsten sich zu einer Bewegung, um den übrigen Bauhand- Depeshhen und lehte Nachrichten. die Eröffnung des Hauptverfahrens ab, weil feine Be- werkern in bezug auf Arbeitszeit und Lohnhöhe gleichgestellt au leidigung Berlin, 31. März.( W. T. B.) Als Nachfolger des mit dem vorliege, worauf der Staatsanwalt Beschwerde werden. 1. April d. in den Ruhestand tretenden Geh. Regierungsraths beim Oberlandesgericht in Naumburg erhob, das dann die Fort- Die Steinarbeiter in Straßburg i. E. haben in einer statt- Grafen Büder ist von dem Herrn Minister des Innern der bisher führung des Prozesses anordnete. Das Landgericht hat nun gehabten Versammlung den Beschluß gefaßt, daß jeder in der Stein- bei der I. Aheilung des Polizeipräsidiums beschäftigte Regierungsauf fostenlose Freisprechung unseres Genossen Schulz branche beschäftigte Arbeiter in der Zeit vom 1. April bis 1. Oktober rath Dietrici zum Dirigenten der IV. Abtheilung( Kriminal erkannt. Es trat der Ansicht des Vertheidigers bei, der dieses Jahres einen außerordentlichen Wochenbeitrag von 50 Pf. an polizei) ernant worden. ausgeführt hatte, der Bürgermeister werde durch die scherzhaften die Verbandskaffe zahlen soll. In den Vorjahren betrug der Beitrag inkriminirten Worte nicht der Lüge geziehen, sondern es sollte nur pro Mann und Woche 1 M., wurde aber nur von den Steinhauern gefagt sein, man könne über seine Auffassung, der Antrag auf der bezahlt. Synode stehe mit dem Fall Kößschke in feinerlei Beziehung, verschiedener Meinung sein. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. An die Gewerkschaften Berlins! " Ausland. über den Blaprozeß beantragte der Generalstaatsanwalt die Ber Paris, 31. März.( W. T. B.) In der Revisionsverhandlung werfung air Raffationsgründe. Der Raffationshof verschob die Fällung desllrtheils auf Sonnabend. Stockhlm, 81. März.( W. Z. B.) Beide Kammern des Reichstages haben die Regierungsvorlage, betreffend den Bau der Eisenbahn on Gellivara nach der norwegischen Grenze im Prinzip Der Streit der Wiener Handschuhmacher, der schon beinahe beendet war, hat von neuem an Ausdehnung zugenommen. Im Laufe der letzten sechs Wochen hatten nach und nach 25 Fabrikanten und Meifter die Forderungen der Gehilfen bewilligt und zwar angenommm. größtentheils im gütlichen Wege, nur bei einigen tam es zu kurzem Athe, 31. März.( W. T. B.) Der Prozeß gegen Kardizki Ausstand. Auch ist die Arbeitszeit in den meisten dieser und Geojis begann heute Vormittag unter großem Andrang Wie uns von verschiedenen Seiten mitgetheilt worden ist, wird Betriebe geregelt worden, indem statt der üblichen elfstündigen des Publius. Die Anklageschrift führt die Vorstrafen Kardizi's in Gewerkschaften und Versammlungen auf Listen, welche nicht eine zehnftündige Arbeitszeit eingeführt wurde. Die Arbeiter ver- an und rachtet Georgis als passives Werkzeug in den Händen mit dem Stempel der Gewerkschafts- Kommission versehen sind, für pflichteten sich auch, die Ueberzeitarbeit, nämlich das übliche Mit- Rardigi's Nachdem die Aussage der Prinzessin Marie verlesen die Schuhmacher gesammelt. Wir erinnern daran, daß dieses Vor: nehmen der Arbeit nach Hause, gänzlich abzuschaffen. Die war, wwe zum Verhör der Zeugen geschritten, welche über die gehen den Beschlüssen der Gewerkschafts- Kommission nicht Bewegung hatte also bis jetzt einen ruhigen und fried bereits Eannten Thatsachen aussagten. Einer von denselben, ein entspricht und ersuchen wir, alle solche Liften zurück lichen Berlauf genommen. Als aber die Handschuhmacher Beamter der Stadtverwaltung, fand am Tage vor dem Attentat Auweisen. Im weiteren ersuchen wir, die von der Gewert der Fabrik 3acharias die Forderungen ebenfalls über in einer von Kardiyi benutten Schraut im Rathhause eine schafts- Rommiffion zum Streif der Schuhmacher verausgabten reichten und infolge deren Ablehnung vorige Woche in den Dynamiombe.( Erregung im Saale.) Der verwundete Latai sagt Sammelliften unverzüglich abzurechnen. Wir erklären damit die Ausstand traten, veranlaßte Bacharias die anderen Fabrikanten aus, die weite Kugel habe seinen Hut getroffen. Einige Zeugen Sammlungen für die ftreifenden Schuhmacher für geschlossen. sich zu einer Gegenaktion zu vereinigen. Dem Minimallohn- versicheri Kardigi leide an Anfällen von Melancholie. Der Ausschuß Tarif der Gehilfen wurde ein Maximallohn- Tarif der Der Angeklagte Kardiyi erklärt, er sei zu dem Verbrechen der Berliner Gewerkschafts Rommission. Fabrikanten entgegengestellt, der nichts anderes bedeutet, durch d Presse und die öffentliche Meinung verleitet worden, Achtung, Vergolder Berlins! Die Firma Denecke in als die gänzliche oder theilweise Zurückziehung der be- welche di König und die Politiker für die Leiden des Vaterlandes vere Effen a. d. R. sucht gegenwärtig in Berliner Blättern nach reits feit mehreren Wochen bewilligten und durch Hand- antwortch machten. Hätte das erste Verbrechen Erfolg gehabt, so Arbeitskräften. Die Kollegen werden im eigenen Interesse ersucht, schlag, Ehrenwort und Unterschrift verbürgten Lohnerhöhung. Ja, hätte erdelyannis getödtet mit der Bombe, die am Plage der That auf der Hut zu sein und auf die Engagementsbedingungen ftreng bei einigen Firmen, die etwas besser bezahlen, bedeutet der gefunden wurde. Die Prinzessin Marie hätte er nicht getödtet. zu achten. Auf grund eines Monftrums" von Kontrakt übt diese Maximaltarif der Fabrikanten fogar eine Reduzirung der Er hab auf eigene Rechnung gehandelt und gehörte keiner Vereini Firma einen unheilvollen Terrorismus aus, welcher noch nach alten Löhne. Dieser Tarif enthält ferner in fetten Lettern gung an Georgis giebt an, er habe in die Luft geschossen. Der Lösung des Arbeitsverhältnisses für den Arbeiter von den nach die Bestimmung, daß die Arbeitszeit von 7 Uhr morgens bis Stantsevalt beantragt gegen beide Angeklagten die Todesstrafe. theiligsten Folgen sein tann. Außerdem versuchte es die Firma 7 Uhr abends zu dauern habe, daß also wieder elf Stunden gerackert Der theidiger beantragt, Rardigi für unzurechnungsfähig zu schon zu wiederholten Malen, die Attordpreife zu reduziren und wird. Die Fabrikanten bestimmten, daß jeder, der den Tarif erklären er sei durch die Presse zu seinem Verbrechen verleitet hatten wir daher schon oft Gelegenheit, die Kollegen vor einem überschreiten sollte, 50 Gulden Strafe zu zahlen hat. Ferner soll worden sein Chauvinismus sei franthaft. Der Gerichtshof Engagement nach dort zu warnen. Der Verbandsvorstand. von 1un au gegen streikende oder sonst mißliebige Arbeiter vertheilte beide Angeschuldigten zum Tode. Werantwortlicher Redakteur: Mugust Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Batia in Berlin. Hierzu I Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 77. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 60. Sigung vom 31. März 1898, 12 Uhr. Am Ministertische: Dr. Bosse. Die erste Berathung der Gefeßentwürfe betr. das Dienst eintommen der Geistlichen wird fortgesetzt. der Lokales. Freitag, 1. April 1898. Nationalitäten gab mehrfach Veranlaffung zu erbitterten Wortgefechten, die sich nach Beendigung des Sportkampfes in den Garderoben ab: Ueber eine delikate Angelegenheit wurde in der Monatsversammlung des Vereins der Schankwirthe Nord- Ost Berlin verhandelt. Es wurde nämlich von mehreren Vereinsmitgliedern der Antrag gestellt, Schritte gegen diejenigen Schantwirthe zu unternehmen, die ihren Bedarf an gefochtem Fleisch aus der bekannten Küche des städtischen Viehhofes beziehen. Das betreffende Fleisch, welches von perlfüchtigen und finnigen Thieren herstammt, wird bedeutend billiger abgegeben, als vollwerthiges gesundes Fleisch. Die Angelegenheit wurde dem Vereinsvorstande zu eingehender, Prüfung überwiesen und soll in der nächsten Monatsversammlung erledigt werden. Die Parteigenoffen des zweiten Berliner Wahlkreises spielten. An einigen Abenden der vorigen Woche nun soll Frau Soldato werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 3. April, aus Wuth darüber, daß die Engländerinnen von den deutschen Mädchen abends 61/2 Uhr, im Lokale von Friz 3ubeil, Lindenstr. 106, eine besiegt wurden, die als Zeichen des Sieges gehißte deutsche National Parteiversammlung stattfindet, in der Genosse Waldeck Manasse flagge zerrissen haben. Die Direktion entließ die Dame sofort und Abg. Dr. Dittrich( 3.): Dem Dr. Sattler wird es schwer wer- über:" Glauben und Denken" sprechen wird. Nach der Versamm Frau Soldato am geftrigen Morgen in ihrer Wohnung in der: auf die Denunciation einer der beleidigten Deutschen hin wurde den, aus der Vorlage eine Bevorzugung der katholischen Pfarrer lung geselliges Beisammensein. Albrechtstraße verhaftet. Der Gatte der Festgenommenen hat sich nachzuweisen. Seinen Bemühungen, diese Vorzüge wieder 311 beseitigen, sehen wir mit Ruhe entgegen. Mit dem Das Asphaltpflafter hat in den letzten zehn Jahren in Berlin noch im Laufe des Tages an den englischen Botschaffer gewandt, um die Freilassung zu erwirten. Das Polizeipräsidium hat jedoch Jukrafttreten der Vorlage wird der Paritätsstreit wenig eine beträchtliche Ausdehnung erlangt. Am 31. März 1897 waren das Tauziehen auf der Bühne des Olympia- Theaters foeben ver stens auf dem Gebiete der Gehaltsfrage verschwinden. hier 5 488 060 Quadratmeter gepflasterte Straßendammfläche vor: boten. Die Direktion des neuen Olympia- Riefentheaters beabsichtigt Bu überlegen wäre noch, ob es sich empfiehlt, der Regierung so all- handen, davon waren 1 338 460 Quadratmeter(= 24 pt.) mit gemein, wie es die Vorlage plant, die erforderlichen Mittel zur Ver: Asphalt befestigt. Dagegen waren z. B. im Jahre 1892 von nun, im Verwaltungsstreitverfahren gegen die Verfügung der Behörde vorstellig zu werden. fügung zu stellen, oder ob sich nicht eine Bindung dieser Ver- 5 070 341 Quadratmeter nur gepflasterter Straßendammfläche wendung empfiehlt. Der Vorschlag des Abg. v. Köller, die Bewilligung 866 368 Quadratmeter(= 17 pet.) und im Jahre 1887 von Kinderausbeutung in Berlin. Die Zählung der erwerbseinfach durch eine Etatsposition auszudrücken, erscheint uns nicht 4 529 535 Quadratmeter nur 412 471(= 9 pet.) asphaltirt. Die thätigen Rinder, die auf Beranlassung der städtischen Schuldeputation endgiltige Einführung des Asphalts als Pflasterungsmaterial für in höherem Auftrage an allen hiesigen Gemeindeschulen am empfehlenswerth. Abg. Haacke( frt.): Die Bedenken, welche dem Gesetz entgegen- Straßendämme erfolgte 1877. Damals wurde als erste Straßen. 28. Februar d. I. stattfand, hat folgendes Resultat ergeben: Es stehen und welche Herr v. Köller vorgetragen hat, theilen die strecke der zwischen Leipzigerstraße und Wilhelmsplay liegende Theil wurden überhaupt 25 394 Kinder und zwar 17 636 Knaben und Freunde des Redners, halten sie aber nicht so ichtig, daß sie die der Wilhelmstraße asphaltirt. Die ersten Versuche mit diesem 7758 Mädchen beschäftigt, davon mehr als drei Stunden täglich waren Ablehnung rechtfertigten. bereits 1869 ohne Es müssen drei Forderungen gestellt Pflasterungsmaterial Erfolg in 11 091 Kinder und zwar 8766 Knaben und 2325 Mädchen. In den und 1873 mit werden: Keine Mehrbelastung der Gemeinden, Befferstellung der der Oberwallstraße günftigem Erfolge in Angaben über die spezielle Art der Beschäftigung ist u. a. erwähnt, Geistlichen und Inkrafttreten schon vor dem 1. April t. J. Besonders Markgrafenstraße( zwischen der und Jägers der daß beim Regeln 415 Kinder und zwar 414 Ruaben und ein Mädchen Der gefährlich erscheint die Einrichtung, daß die im Aufsichtswege feft- Französischenstraße) gemacht worden. anfänglich vom erwerbsthätig sind. gefeßten Beiträge einfach durch Exekution beigetrieben werden( Sehr Publikum und auch von der Polizei der neuen Pflasterart entgegenrichtig!) Wir haben bei den Lehrergehältern erfahren, was das heißt. gebrachte Widerstand hat sich allmälig in das Gegentheil verwandelt. und wir möchten sogar glauben, daß einsichtige Geistliche lieber die Heute darf sich die städtische Bauverwaltung, indem sie bei der Neuheutigen traurigen Berhältnisse weiter ertragen, als ihre Gemeinden pflasterung der Straßen Asphalt bevorzugt, darauf berufen, daß aus. den Folgen dieser Bestimmung aussetzen.( Sehr richtig!) Die Vor allen Stadtgegenden zahlreiche Petitionen um Asphaltirung einlaufenlage macht neue Einnahmequellen offen, so daß dem Staate mehr Nur die Interessenten des Lastfuhrwesens, Arbeitgeber und Arbeit als 750-800 000 W. Ausgaben aus der Erhöhung der Mindest nehmer, stehen dem Asphalt auch heute noch wenig freundlich gegens gehälter nach der Vorlage erwachsen würden. Brauchen wir uns da über. Daß in der That das häufigere Stürzen der Pferde aut einen Augenblick befinnen angesichts der Finanzlage? Asphalt nicht, wie oft behauptet worden ist, auf bloße Nachlässigkei Minister v. Miquel: Die Bewilligung von Mitteln zu gleich der Kutscher zurückzuführen ist, das zeigen die bei der Feuerwehr mäßig wiederkehrenden Ausgaben, die den Staat und den Landtag damit gemachten Erfahrungen. Die Feuerwehr, die doch gewiß über gleichmäßig für längere Zeit binden, hat man ja oft genug an- gutes Pferdematerial und tüchtige Fahrer verfügt, hatte in den letzten Die Verbrennung der Kränze im Märzgefallenen- Friedhof gefochten. Aber solche Gesetze sind nicht zu vermeid. Der Vorschlag Jahren auf Asphaltstrecken ungefähr fünfmal so viel Unfälle als auf ist, wie ein hiesiges Blatt mittheilt, nicht von der städtischen Bartdes Herrn v. Köller, der einfach 100 pt. auf die Etatsposition der gleichen Strecke anderen Pflasters. deputation angeordnet, sondern von demjenigen städtischen Oberauffchlagen will, macht die heutigen vielbeklagten Zustände nur um Ueber die Nachfolgerschaft des Oberbürgermeifters Belle gärtner, dem der Friedrichshain unterftellt ist, aus eigener Macht 100 pt. beklagenswerther. Dadurch, daß wir die nicht leistungsfähigen zerbricht fich bie bürgerliche Preffe seit einigen Tagen den Kopf. vollkommenheit und ohne vorgängige Anfrage bei seiner vorgefeßten Gemeinden unterstützen bewirken wir, daß die Geistlichen nicht Man giebt sich Rombinationen hin, die vor der Hand recht müssig Behörde vorgenommen worden. Nach dem 18. März wird von dem Staatsbeamte werden. Vor dem 1. April 1899 wird das Gefeß find, und besonders ordnungsfreundliche Blätter treiben den Sport Obergärtner alljährlich der Märzgefallenen- Friedhof einen oder zwei nicht in traft treten tönnen. Bu gering ist das Gehalt von 1800. fogar so weit, daß sie damit drohen, die Regierung werde sofort Tage gefchloffen, um die Wege und Pflanzungen, welche regelmäßig nicht. Gymnasiallehrer und auch Affefforen stehen noch ungünstiger scharf machen, wenn etwa ein Mann in Vorschlag gebracht unter dem Besuche der Voltsmaffen leiden, wieder inftand zu fegen. bei ihren Anfangsbesoldungen und haben feize freie Dienst werden follte, der auch der Sozialdemokratie genehm sein Bei dieser Gelegenheit werden auch die verwellten Kränze fortwohnung. Will man die Gemeinden absolut nicht höher fönnte. Wie wir erfahren haben, ist die rechtsstehende Presse in genommen. Nach dieser herkömmlichen Schablone scheint der be belasten, so ist das ein gefährliches Prizzip, bas die diesem Falle allerdings nicht ganz auf falscher Fährte. Man soll treffende Beamte wieder verfahren zu sein. Hoffentlich wird dem Gemeinden und auch die Geistlichen später sehr bereuen im Ministerium des Innern in der That der Meinung sein, daß Manne bedeutet, daß er hinfort etwas gewissenhafter mit den Zeichen würden; denn dann würden diese wirklich Staatsbeamte ein Mann der schärferen Tonart am Blake ist in einer Kommunal der Pietät umzugehen hat. werden. Ohne Rongeffionen von den widerstrebenden Parteien fann vertretung, die, weit entfernt davon, dem Umfturz das Leben sauer In der Untersuchungsfache Grünenthal find jeht mehr als ein solches Gesetz nicht zu stande kommen. Behandeln Sie die Vor- zu machen, fogar verschämt mit der Revolution liebäugelt. Auch 200 000 M. in Werthpapieren, Kassenscheinen, Kupons und anderen lage mit Wohlwollen und bedenken Sie, daß Ihnen die Geistlichen macht sich von bestimmter Stelle aus ein Streben dahin Werthen herbeigeschafft. Sollte das Geständniß des Grünenthal, wenig dankbar sein würden, wenn die Vorlage scheiterte. geltend, daß die Stadt Berlin in den nächsten Jahren noch 250 000 m. in Kaffenfcheinen in der Reichsdruckerei entwendet zu Minister Dr. Boffe wendet sich gegen die gestrigen Aus- bei weitem mehr als jetzt zu Kirchenbauten herangezogen werden haben, der Wahrheit entsprechen, dann würde, wie die Boff. 3tg." führungen des Abg. v. Köller. Von einer Bermögenstonfistation müsse. Alle diese Erwägungen haben dahin geführt, daß unter der schreibt, unter Hinzurechnung der Zinsen und Kursgewinne an den der Pfarrgemeinden tönne teine Rede sein. Diese Gemeinden Hand in solchen tommunalen Kreisen, die man noch nicht völlig den gefundenen Werthpapieren der Verlust nur auf einen geringen Be haben oft genug dringend gebeten, von ihrer Berwaltungslaft frei deftruttiven Tendenzen verfallen glaubt, für eine Person Stimmung trag hinauslaufen. Aus diesem Grunde hat die Reichsbank amtlich zu sein, da sie das nicht zu verwirthschaften vermögen, was man von gemacht werde, welche schon bei früherer Gelegenheit gezeigt hat, noch nicht Stellung zu dem Diebstahl genommen. Die Mittheilung, ihnen fordert. Im Pfründenwesen ist nichts geändert, sie sollten er- wie sehr sie im stande ist, der Obstruktion in der Kommune fozusagen daß Grünenthal auch eingestanden haben sollte, eine Münzfälschung vorbalten werden und darum find auch die leistungsfähigen im Lapidarstil entgegenzutreten. Es ist dies der Baurath Schwechten genommen zu haben, entbehrt noch der Bestätigung. Auch hat bisher keiner Pfründen nicht herangezogen zu gunsten der weniger leistungsfähigen hierselbst. der Zeugen nach dieser Richtung hin etwas Belastendes für GrünenGemeinden. Gegen die Beschlüsse der Verwaltungsbehörden Der Ministerialerlak, der eine strengere Kontrolle der thal aussagen fönnen. Eine gestern vorgenommene Haussuchung an über die Leistungsfähigkeit der Gemeinden steht der Rechtsweg offen, Gesinde Vermiethungs- Bureaus anordnet, war wohl zwei verschiedenen Stellen hat neue belastende Umstände nicht erso daß über dies Verfahren wohl kein Mißvergnügen entstehen kann. besonders für die Bureaus nothwendig, die ländliche Arbeitskräfte geben. Seit einigen Tagen melden sich fortwährend Personen, die Abg. Hornig( t.) wünscht zwar auch das Zustandekommen der vermitteln und hier in der Nähe des Stettiners und Schlesischen über den Verkehr und die Verhältnisse Grünenthal's die ver Vorlage; wiederholt aber alle Bedenken des Herrn b. Köller. Bahnhofes wie Pilze aus der Erde geschossen find. Die Vermittler, fchiebenfien Angaben machen. Aus all' den Angaben geht hervor, Abg. v. Plettenberg( t.) erklärt sich namens der rheinisch- evangeli- die selbst und durch ihre Agenten die Leute vom Lande heranziehen, daß Grünenthal in seinen Kreisen sehr beliebt war, wozu ſeine Schuhmacher, Schneider, um fie dann weiter zu vermiethen, behalten sie, wenn es an Nach Freigebigkeit viel beigetragen habe. Abg. Dr. Wartenberg( Pole) theilt den Standpunkt der frage fehlt, nicht selten acht und vierzehn Tage hier und gewähren Friseur und die Kellner, die G. näher kannten, bekunden, daß es Zentrumsredner. ihnen, den Vorschriften zuwider, selbst Unterkunft und Kost. Wenn ihm auf ein Zehnmartstück mehr nicht antam, wenn er gut be Abg. Schall( t.) erkennt in der Vorlage das aufrichtige Be- auch für Männer und Frauen getrennte Räume vorhanden sind, so dient wurde. ftreben der Regierung, den kirchlichen Nothstand zu beeiligen. Leider lassen doch die Quartiere an Raum u. f. w. oft genug alles zu Die Eröffnung der Dampfschifffahrt für den Personensei das Gefeß überhaftet und bedürfe gründlicher Prüung. Die Vor- wünschen übrig; nicht selten giebt es unter diesen Umständen verkehr wird auf der Oberspree am Balmsonntag erfolgen. 201 theile des Gesetzes überwiegen jedenfalls weit seine Machtheile, wenn zwischen den Eingepferchten auch Raufereien und Messerstechereien. diefem Tage wird nachmittags um 1/22 Uhr die Spree- Havel diese auch ernst genug sind, um nicht übersehen werden. Die Dem allen wird man nun wohl ein Ende machen. Dampfschifffahrts- Gesellschaft Stern" ihren ersten Dampfer von der Kommiffion wird diese Bestimmungen jedenfalls geau prüfen und dafür sorgen, daß ausreichende Mittel vom Staate kwilligt werden. Jubiläum. Das Blatt ist so recht ein Kind der 1848er Märztage, Die National- Zeitung" begeht am 1. April ihr 50jähriges Jannowißbrücke nach Tabbert's Waldschlößchen ablaffen. Die Nachweisung der Droschken Haltepläge für das Nach einigen weiteren Auslassungen der bgg. Stöcker, der Erhebung des Bürgerthums gegen Junkerei und Absolutismus. Sommer Halbjahr 1898, welche vom Polizet- Präsidium soeben v. Köller, Jrmer und des Ministers Boffe wird die Vorlage an Bis in den Anfang der 60er Jahre hat die„ National- Zeitung" ausgegeben worden ist, enthält gegen das verflossene Wintereine 21er Kommission verwiesen. Freitag 11 Uhr Betitionen. Durch die Beröffentlichung der bedeutenden Arbeiten Lothar Halbjahr zunächst eine Bermehrung der Berliner Haltepläße für Bucher's über die erste Londoner Welt- Ausstellung u. f. w. fich Tarameter- Droschten 1. Klasse von 278 auf 295. In Charlotten als muthvolle Vertreterin ernsthaft fortschrittlicher Zeittendenzen burg und Schöneberg sind für diese Wagengattung außerdem je brei gezeigt. Dann hat das Blatt im Laufe der Jahrzehnte Bläße hinzugekommen. Auch Friedrichsberg hat endlich einen so manche Wandlung des Bürgerthums mitgemacht und aus Droschtenhalteplab befommen, und zwar in der Mainzer Straße, feiner Vertretung der bürgerlichen Freiheit ist mehr eine Ver- Ecke Frankfurter Allee. Ferner sind die bisher noch vorhandenen tretung des bürgerlichen Rapitalismus geworden. Immerhin haben 13 besonderen Haltepläge für Droschten 2. Klasse und Gepäckdie meisten Organe des Nationalliberalismus im Preisgeben der droschken mit Fahrpreisanzeiger sämmtlich aufgehoben worden. Die einstigen Ideale weit mehr geleistet als die" National- Beitung". In wenigen Weißen" zweiter Klaffe, die es noch giebt, haben vielmehr jedem Falle verkörpert sich in den 50 Jahresbänden dieser Zeitung von jetzt ab dieselben Haltepläße wie ihre schwarzfahrenden" ein wichtiges Stück Geschichte des deutschen Bürgerthums. Kollegen zu benußen. schen Gemeinden mit der Vorlage einverstanden. Schluß 44 Uhr. Parlamentarisches. In der heutigen Sigung des Bundesraths ahm derselbe von der Vorlage, betreffend die Denkschrift über die deutschen Niederlaffungen in Tientsin und Hantau, Kenntniß. Dem Gesez entwurf, betreffend die anderweite Festsetzung de Gesammt fontingents der Brennereien, dem Antrage des Abgordneten Dr. v. Levetzow und Genossen wegen Errichtung eines Etindbildes für Kaiser Friedrich, und dem Gesezentwurf, betreffent die deutsche Flotte, sowie schließlich dem Ausschußbericht, betreffen den Entwurf eines Gefeßes für Elsaß- Bothringen über die Breffe, burde die Zustimmung ertheilt. Die Vorlage, betreffend die Veleihung von Korporationsrechten an die Baugani- Gesellschaft zu erlin, wurde den zuständigen Ausschüssen überwiesen. " 3 Das Ausrufen von Waarenhäusern durch die Schaffner Zwei Unfälle durch Sturz vom Gerüft werden vom geftrigen der Straßenbahnen sollte nach einer wiederholt durch die Zeitungen Nachmittag gemeldet. Der 17 Jahre alte Maurer Paul Burkert aus gehenden Mittheilung von seiten der Direktionen verboten worden der Bergstr. 29 au Tempelhof fiel auf den Neubau von Hagus ein. Wie sich jedoch jedermann auf einer Fahrt durch die Leipziger- Erben, Zimmerstr. 29, beim Abrüften vom 4. Stock auf den driften straße überzeugen kann, findet das Ausrufen nach wie vor statt. herab und brach sich den linken Unterschenkel, sodaß er in ein Noch schlimmer er Die Schaffner erklären auf Anfrage, daß ihnen von einem derartigen Krankenhaus gebracht werden mußte. es dem 51 Jahre alten Schmiedegefellen Paul Berbote nichts bekannt sei. Sie handelten vielmehr nach der ihnen ging Duinger aus der Bosenerstr. 11, ber als Hilfsarbeiter gegebenen Weisung. auf dem Oftbahnhofe beschäftigt ist. Hier hatte er an einem Schlaf wagen Schilder zu wechseln und bediente sich dazu des üblichen beweglichen Leitergerüftes. Als er eben das eine Schild abgenommen fiel herab. Mit äußeren Verletzungen am Schädel und rechten Arm hatte, um das andere an seine Stelle zu hängen, rutschte er aus und und schweren inneren Verlegungen wurde der Berunglückte von zwei Arbeitsgenoffen zunächst in feine Wohnung und dann durch Bermittelung der Rettungswehr in der Insterburgerstraße mit einem zwei Arbeitsgenossen zunächst in seine Wohnung und dann durch Bermittelung der Rettungswehr in der Insterburgerstraße mit einem Lück'schen Wagen in ein Krantenhaus gebracht. Die neue Kommisfion des Reichstage, welee nach Auflösung der früheren Bautommiffion", die fernere Aussch müc ung des Gebäudes mit Bildern und Kunstwerken besorgen f, wird nach Die 4. städtische Fortbildungsschule für Jünglinge und Erdem jüngst gefaßten Beschlusse aus 7 Mitgliedern d Reichstags wachsene, Heinersdorferstr. 18, in der Nähe des Friedrichshainz, ist und zwei vom Bundesrath gewählten Vertretern beschen. Vom in stetem Wachsthum begriffen. Im verflossenen Semester ist sie Reichstage sind folgende Herren in die Kommission entsadt worden: von 800 Schülern vorzüglich aus dem Kaufmanns- und Hand v. Bennigsen, v. Heeremann, Dr. Lieber, v. Kardorff, Rettz, Schmidt werkerstande besucht worden. Sie gewährt Unterricht in Deutsch, Elberfeld und Singer. Der Bundesrath hat seine Betreter noch Rundschrift, Stenographie, Algebra, Mechanit, Chemie, Modelliren, nicht gewählt. Jufolge deffen fand heute nur eine voläufige Be Französisch und Englisch in Ober- und Unterkursen, in einfacher sprechung der Reichstagsvertreter statt. Die Kommissionwill sofort und doppelter Buchführung, Ornament. und Körper, Zirkel-, Pro: nach den Ferien zu weiterer Berathung zusammentreten jektions- und Aktzeichnen, Blumenmalen, Fachzeichnen für Graveure Der Kaufmann Mag Böhme, dessen Berhaftung wir gemeldet Tem Abgeordnetenhause ist der vom Herrenhause genommene und Lithographie. Mit der Anstalt ist ein städtischer Gewerbesaal Gefeßentwurf betr. die Vertretung der Propstei-( Kreis) Synodal. für Schloffer, Maschinenbauer, Mechaniker, und die Berliner haben, ist gegen eine Raution von 10 000 m. aus der Haft entlaffen verbände und des Gesammtsynodal- Verbandes der evangelisch- luthe- Tischlerschule für Tischler und Drechsler verbunden. Der Unterricht worden. Böhme hat, wie es heißt, gegen diejenige Perfou, auf rischen Kirche der Proving Schleswig- Holstein sowie der reissynodal beginnt am Donnerstag, den 14. April. Anmeldungen nimmt täg. deren Betreiben er seine Festnahme zurückführt, Strafantrag gestellt. Um nicht zu berhungern, hat sich gestern die 50 jährige, Verbände des Konsistorialbezirks Wiesbaden in vermögisrechtlichen lich an von 12-2 und von 7 Uhr abends ab der Leiter der Anstalt, Angelegenheiten zugegangen. Wittwe Hermine Hoffmann, geb. Heiland, in der Köslinerstr. 6 Herr Rektor Lußenberger, Heinersdorferstr. 18, Wegen Beschimpfung der deutschen Flagge ift am wohnhaft, durch Gift getödtet. Seit dem vor mehreren Jahren er Donnerstag Morgen die 22jährige Tänzerin des Neuen folgten Tode ihres Mannes erwarb die Frau für sich und ihre Kommunales. Olympia- Riesentheaters Mrs. Dell'Soldato geb. Abba Collicot plöglich 75 Jahre alte Mutter durch Strick- und Häkelarbeiten auf fümmerverhaftet worden. Bekanntlich finden in dem Ausstattungs- liche Weise ihr Brot. Eine langjährige Krankheit machte die Aermste Die Revision der Stadtgemeinde Berlin gege das ver- stück Constantinopel" und zwar im dritten Bilde Alt- Wien" große arbeitsunfähig und ließ sie an ihrem Schicksal verzweifeln. Sie urtheilende Kammergerichts- Erkenntniß in Sachen de früheren sportliche Veranstaltungen statt, während deren die Angehörigen der nahin Gift, das noch ihr Mann eines Tages aus der Werkstatt Bureau Hilfsarbeiters( Militäranwärters) Rorth jegen den verschiedenen Nationalitäten, wie Engländer, Franzosen, Spanier, mitgebracht hatte. Als Nachbarinnen hinzutamen, war es schon zu Berliner Magistrat wegen Zahlung des Gehltes von Italiener, Amerikaner, Deutsche mit einander kämpfen. Schon von An- spät. Die Kranke lag in den letzten Zügen und konnte vor ihrem 1600 M. aus dem Jahre 1891/92 wurde gestern vin Reichs- beginn der Sportkämpfe war es zwischen den einzelnen Völkerschaften, Tode nur noch mittheilen, weshalb sie sich vergiftet habe. Die alte, gericht verworfen. Korth wird nun sofort das Gehalt fü die Jahre ganz besonders aber unter den Damen zu Reibereien gekommen, die nach franke Mutter der Unglücklichen liegt jetzt allein und hilflos in der 1893/98 eintlagen, wodurch der Stadt in diesem einen alle eine und nach einen derartig heftigen Charakter annahmen, daß die Wohnung. Verschwunden ist seit dem verflossenen Sonntag der Schlossers Ausgabe von rund 10 000 m. erwächst. Bekannt ist, daßeine Reihe Direktion des Neuen Olympia- Theaters wiederholt vermittelnd einanderer Fälle ähnlich liegen, durch deren Erledigung der Stadtfäckel greifen, ja fogar einzelne heißblütige Italienerinnen und Spanerinnen gefelle Heinrich Riede aus Siebleben bei Gotha. Der vierzigjährige deshalb entlassen mußte. Ganz besonders aber trat der Raffenbaß Mann wohnt bei Frau Rauch in der Gerichtsstr. 31, 4 Treppen erheblich in Anspruch genommen werden wird. zwischen Engländern, Italiern und Deutschen hervor und das an hoch; man vermuthet, daß ihm ein Ungtück zugestoßen ist. Er trägt fänglich ganz harmlose Tauziehen zwischen Damen dieser einen schwarzen Bollbart und ist bekleidet mit einem braunen Anzug " und blauem Ueberzicher. machen. An der Ein betrübender Vorfall ereignete sich am Donnerstag Vormittag vor dem Hause Rathenowerstraße 44. Dort machte sich der zwölfjährige Sohn des Postschaffners Look mit einem Messer an einer Patrone zu schaffen, als plöglich ein Kuall und gleich darauf ein lauter Schmerzensschrei ertönte. Die Patrone hatte sich entzündet und dem Knaben vier Finger der linken und einen der rechten Hand zerschmettert. Der sofort herbeigeholte, im Hause wohnende Arzt Dr. Gädice legte den ersten Nothverband an, worauf die Ueberführung des Verlegten in das Moabiter Krankenhaus erfolgte. Auf welche Weise der für seine Unvorsichtigkeit so schwer gestrafte Knabe in den Besitz der Patrone gekommen ist, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Be " -W Wer etwas über den Verbleib des Riede dient. Das Schöffengericht sprach ihn jedoch frei, indem es annahm, gedehnte und lebhafte istussion, an der sich abwechselnd Thieme, weiß, wird gebeten, dem nächsten Polizeirevier Mittheilung zu er hätte sich auch jetzt noch Karl Graf Finck von Finckenstein nennen Krause, other, Kronfeld, John, Kaulich, Hilscher, dürfen, da er dem Adel nicht rechtswirksam entsagt Daudert, Hagen, Thiele, Pech, Hoffmann, David und Das Auerlicht foll billiger werden. Von nun an toftet in babe. Ein solcher Verzicht hätte ausdrücklich und vor Gericht erfolgen andere betheiligen. Thu e me erklärt, daß 333 M. ev. zur Verfügung Berlin und seinen Vororten eine vollständige Auerlicht- Einrichtung müssen. Das Landgericht verurtheilte den Angeklagten indeffen auf stehen; die Streitigkeiter auch unterblieben wären, wenn man die Gelder für eine Flamme( bestehend aus Brenner, Glühförper und Zylinder) die Berufung der Staatsanwaltschaft und führte aus, durch den Wunsch, an den Vertrauensmana abgeliefert hätte. Nach Schluß der Diskussion 3 M., ein Glühftrumpf 70 Pf., einschließlich der Anbringung. den Namen Stein hinfort zu führen, habe er auf seinen alten wird der oben erwähnte Antrag Kronfeld mit dem Zusatz:... DerUnglücksfälle im Straßenverkehr. Beim Besteigen eines Namen und auf sein Adelsprädikat verzichtet. Der Angeklagte felbe hat der nächsten Bersammlung Bericht zu erstatten, ob Geld Es folgt bestritt dies energisch und legte Revision ein, hatte damit aber abgeführt ist", mit großer Mehrheit angenommen. durch die Wienerstraße fahrenden Wagens der elektrischen Straßen feinen Erfolg. Das Rammergericht entschied gestern zu seinen Un- nunmehr eine kurze Auseinandersehung über die Bibliotheks bahn fiel nachmittags die 64 alte Wittwe Rosalie Deichmann geb. BeSchmot hin, wurde von dem angehängten Wagen eine Strecke weit gunsten. Es nahm ebenfalls an, der Angeklagte habe dadurch auf frage, sowie eine Reihe persönlicher Bemerkungen. mitgeschleift und an beiden Beinen, sowie am Unterleibe erheblich den Namen Finck v. Finckenstein und auf das Adelsprädikat vertreffs Stellungnahme zur Durchführung des Lohntarifs wird gequetscht. Sie wurde nach der Unfallstation I und von dort nach zichtet, daß er den Namen Karl Stein angenommen habe. Den nach längerer und lebhafter Diskussion beschlossen, es dem Veralten Namen dürfe er darum nicht mehr tragen. trauensmann zu überlassen, unter Hinzuziehung vertrauenswürdiger dem Krankenhause Am Urban gebracht. Ecke der Linien- und Artilleriestraße lief nachmittags die Wie ein Handlungsreifender zu einer Auflage kommen Personen mit der Meisterschaft zu verhandeln. Die Versammlung 86 Jabre alte Wittwe Wilhelmine Strehlau gegen einen fann. Der Reisende einer Fabrik war auf die Einladung des billigt ferner das Vorgehen des Vertrauensmannes der Berliner vorüberkommenden Möbelwagen, gerieth unter die Räder Schloffers D. nach Lorchhausen gekommen und hatte dort mehreren Töpfer, welcher der Organisation der hiesigen Töpfermeister den und zog sich einen schweren Knöchelbruch, sowie eine erheb. Personen Muster von Schlössern und Fensterbeschlägen vorgelegt, neu ausgearbeiteten Lohntarif überreicht hat, vollkommen. Nach liche Verletzung am Knie zu. Sie fand im jüdischen Krankenhause um dadurch Aufträge zu zu erzielen. Neben solchen Bauherren, die einer kurzen Diskussion und einer Reihe persönlicher Bemerkungen Aufnahme. Vor dem Hause Mansteinftr. 9 fiel nachmittags der der Schlosser D. zur Besichtigung der Muster veranlaßt hatte, erfolgte Schluß der Versammlung. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Diezgen", Schröder, WiesenKohlenhändler Johann Meiners beim Besteigen eines in der Fahrt fab sich auch ein zufällig hinzutretender Mann bie Karl Mary", Raumann, Blücherstr. 42. befindlichen Arbeitswagens hin und wurde überfahren. Mit einem schläge und Schlösser an. Der Reifende R. fragte thn, ob straße 39. Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Borsigender Bruch des linken Unterschenfels wurde er in das Elisabeth- Kranken- er nichts beftellen wolle. Die Folge hiervon war eine Auflage wegen Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender haus überführt. Auf dem Bellealliance- Platz wurde der Tischler- Bergehens gegen das preußische Gesetz über den Gewerbebetrieb im find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Freitag. meister Karl Schulze von einem Handwagen umgestoßen; er schlug Umberziehen von 1876. S. wurde vorgeworfen, an einem anderen uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Nord", Adolf mit dem Hinterkopf auf das Straßenpflaster und verlegte sich be: als dem Betriebsorte ohne vorherige Bestellung Waaren feilgeboten Staiser'scher Männerchor", Wernau, Schwedterfir. 23/24. denklich am Kopfe. zu haben, obgleich er nicht im Besiz des Wandergewerbescheines Neumann, Brunnenstr. 150. Unverzagt I", Lübbke, Melchiorstr. 15. „ Buchbinder gewesen sei, der nach dem genannten Gesetz gegen die vor Treu und Einigkeit", Nixdorf, Wuzler, Bergstr. 24. Vereinte Sangesbrüder Der Angeschuldigte wurde Männerchor", Schöning, Stöpniderfir. 68. geschriebene Steuer einzulösen ist. ,, Maiglödchen", Sachs, Lindowerstr. 26. Das Landgericht nahm Moabits", Pfarr, Buttligstr. 10. in zweiter Justanz freigesprochen. Das Gemüthlichkeit"( Buyer), Krüger, Seydelstr. 30. Morgenroth II", an, R. habe nicht gewußt, daß sich unter den Beschauern Charlottenburg, Krause, Bismarckstr. 74. Typographia", Cohn, Beuthber Muster jemand befand, der nicht zu den mit straße 20. Georgina", Schwalbe, Lansizer Platz 8. Vorwärts III", Rheingold", dem Schlosser D. verbundenen Bestellern im Sinne des Gesetzes Friedrichsfelde, Bube, Friedrichsfelder Prinzen- Allee 30. Rosenthaler Vorstadt", Swinemünderstr. 26. von 1876 gehörte. Die Staatsanwaltschaft focht das Urtheil mit Feind, Weinstr. 11. Männer- Gesangverein", Brandenburg a. H., Brüderschaft" ,, Liberté", Vogel, Wrangelstr. 78. der Revision an und machte geltend, ein Dolus fomme hier über-" Iris", Streit, Naunynſtr. 86. Freie Liedertafel", Mann, haupt nicht in Frage, es genüge die Feststellung, daß objektiv ein Mengert, Bergstr. 6. Steuervergehen vorliege. Das Kammergericht hob die Vorentscheidung( Sausbiener), Zimmermann, Marfiliusstr. 8. Strausbergerstr. 3. Nordwacht", Meißner, Chauffeestr. 72. Sängerfreis", Geselligkeit", Hennigs auf, jedoch nicht aus dem eben angeführten Grunde. Der Straffenat rügte Neu- Weißensee, Spedmann, König- Chauffee 55. vielmehr eine Verlegung des§ 59 Abs. II des Strafgesetzbuches. darf, Böhmert's Gasthaus. Eintracht III", Eberswalde, Hagewald, Hiernach sei bei der Bestrafung fahrlässiger Handlungen Eisenbahnstr. 66. Bölferfrühling"( Studateure), Greijer, Oranienstr. 109. Das Auftreten von Lona Barrison, das im Apollo- Theater die Unkenntniß sonst strafbarer Thatsachen nur dann ftraffrei, wenn Neue Zeit", Schmidt. Rammlerstr. 28. Liederkranz", Brandenheute stattfinden sollte, ist vom Minister des Junern verboten worden. Diese Unkenntniß selbst nicht durch Fahrlässigkeit verschuldet burg a. S., Bergfir. 6. Freiheitsgloden", Buchholz, Wörtherftr. 39. Der frühere Direktor der Urania, Dr. Wilhelm Meyer, sei. Die Angelegenheit wurde in die Vorinstanz zurückgewiesen, Stlingmüller'scher Männerchor", Weißensee, König Chauffee 38. Karthaus'scher hat vom nächsten Herbst ab für bestimmte Wochentage das neue damit das Landgericht nachprüfe, ob N. nicht seine Unkenntniß be- Treher'scher Gesangv.", Fialkowsky, Weidenweg 22. Gesangb.", Göbel, Landsberger Allee 156. Freie Sänger II", Spandauer tönigl. Opernhaus( Kroll) gepachtet, นา daselbst, wie der züglich der betreffenden Person selbst verschuldet habe. Brücke 13. Einheit", Rirdorf, Babeuschneider, Hermannstr. 197. Konfektionär" meldet, regelmäßig Borstellungen, wie solche bisher um den Unterschied der Begriffe fruchtlos" und" Treptow" in Treptow, Michler, Ernststraße. in der Urania stattfanden, zu veranstalten. resultatlos" handelte es sich bei einer Antiage wegen fahrlässigen Gesang, Turn und gesellige Vereine. Freitag. Athletenv. Tanzlehrerv., Solidarität", Stabernack, Theater. Bur Liliencron- Matiné, die Sonntag, den 3. April, mittags Meineides, die gestern die Arbeiterfrau Marie Weistuck vor die Felsenfest", Böttcher, Krautstr. 6. 12 Uhr, unter Mitwirtung des Dichters Freiherrn von Liliencron und Frau 9. Strafkammer des hiesigen Landgerichts I. führte. Gegen einen Professor Selma Nitlaß- Kempner im Schiller- Theater stattfindet, sind hiesigen Gerichtsvollzieher war eine Zivilflage angestrengt worden, Logen- und Barquetpläge an der Tageskaffe des Schiller- Theaters und in die darauf gegründet war, daß er den Auftrag, bei der Angeklagten den Buchhandlungen der Leipziger und Friedrichstraße, Billets für den II. Rang dagegen mtr an der Tageskaffe des Schiller- Theaters zu haben. eine Zwangsvollstreckung vorzunehmen, nicht rechtzeitig, beziehungsIn diesem Prozesse wurde die AnDas Luisen Theater bleibt wegen der Vorbereitungen zu dem weise garnicht erledigt hatte. morgen beginnenden Gastspiel des Herrn Ostar Gimnig aus Wien heute geklagte als Beugin vernommen und sagte vor der 12. Zivilkammer Abend geschlossen. Zur Erinnerung an das 25jährige Bestehen des unter ihrem Gide folgendes aus:„ Es ist richtig, daß ich völlig verPanoptikums in der Paffage hat die Direktion beschloffen, für den mögenslos bin und daß sowohl 1895 als auch 1896 Zwangs. heutigen 1. April den Eintrittspreis in das Passage- Panoptikum auf 25 Pf. vollstreckungen gegen mich fruchtlos versucht worden sind." u ermäßigen. Der Staatsanwalt erhob auf grund dieser Aussage wegen fahrlässigen Meineides gegen die Anklage, da er feststellen fonnte, daß im Jahre 1895 nur gegen ihren Mann, nicht aber gegen sie, fie, Zwangsvollstreckungen stattgefunden hatten, denen die gepfändeten Sachen auf ihre Intervention freigegeben werden mußten und daß 1896 die gegen sie stattgehabten Pfändungen nicht fruchtlos" waren, sondern nur resultatlos blieben, weil die Sachen später wieder freigegeben werden mußten. Nechts anwalt Dr. Schwindt führt dagegen aus, daß der nicht sehr geschäftskundigen Frau eine Fahrlässigkeit nicht vorzuwerfen sei. Sie sei der Meinung gewesen, daß fruchtlos" das passende Wort sei, da die Pfandstücke wieder freigegeben werden mußten. Sie habe unmöglich wissen können, daß fruchtlos" bedeuten solle, daß keine Siegel angelegt worden seien. Die Auffassung der Angeklagten erscheine auch gar nicht so unberechtigt, wenn man an folgende gerichtsnotorische Thatsache dente: Gegen einen Menschen, der den Offenbarungseid geleistet habe, müsse die Zwangsvollstreckung fruchtlos ausgefallen" sein. Zum Nachweise dieser Fruchtlosigkeit werde entweder ein Protokoll beigebracht, nach welchem feine oder, wenn gepfändbaren Gegenstände vorhanden waren, fiegelt worden, ein Freigabeschein. Bei den im Jahre 1895 stattgehabten Zwangsvollstreckungen habe die beschränkte Angeklagte geglaubt, da ihre Sachen gefiegelt waren, Gesuch müssen Der Konflikt in der Schöneberger Gemeindeverwaltung die Zwangsvollstreckung fei gegen fie gerichtet gewefen. fener Anstalt steg Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung hat mit allen Der Gerichtshof ließ es dahin gestellt, ob der Angeklagten die Be- Wohnung. Ne gegen acht Stimmen beschlossen, an den noch amtirenden Gemeindevorstand sofort die Anfrage zu richten, aus welchem Fonds deutung des Wortes" fruchtlos" im Zwangsvollstreckungs- Verfahren führen. Klagen der Ge ganz flar gewesen; sie erschien dem Gerichtsbof deshalb als strafbar, Derselbe die 70 000 0. zahlen will, die von weil sie bei genügender Anstrengung ihres Verstandes darüber hätte Witterungsülersicht meindevertretung jetzt dem Gemeindevorsteher Schmock altlar sein müssen, daß 1895 gegen sie gar teine Zwangsvollstreckung Abfindung zugesprochen worden sind. Die von dem stell vertretenden Stadtverordneten- Borsteher Dr. Richter als dringlicher Schwebte, da sie ja gerade die Intervenientin war. Sie wurde daher Antrag eingebrachte Anfrage wurde damit begründet, baß der erste zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. Gegen den Inspektor der hiesigen Omnibusgesellschaft städtische Etat infolge der bisherigen kommunalen Finanzwirthschaft mit einem Fehlbetrage von 300 000 m. abschließe, zu dessen Deckung Reform" hatte das Polizeipräsidium nach einander 6 Strafbefehle alle aus den früheren Jahren noch irgend restirenden Ueberschüsse von je 15 Mt. erlassen, weil in 6 Fällen die den Omnibus bevon zusammen nur 284 000 m. herangezogen werden müßten. Es gleitenden Kondukteure den nach dem Omnibus- Reglement vom sei also geradezu unmöglich, daß der Gemeindevorstand von den 3. Januar 1865 vorgeschriebenen polizeilichen Fahrschein nicht be- Swinemünde der Stadt zu überweisenden vorhandenen Gemeindemitteln eine saßen. Summe von 70 000 M. an den Gemeindevorsteher als Abfindung hoben. zable. V Aus den Nachbarorten. Für die Gemeindeftenern im neuen Rechnungsjahr hat die Stadtverordneten Versammlung von Charlottenburg endgiltig folgende Sätze festgefeßt. Es wird erhoben: die Einkommensteuer mit 97 p& t. der Staats- Einkommensteuer; die Gewerbesteuer für die drei nächsten Jahre in der Höhe des jeweiligen Zuschlages zu der Staats- Einkommensteuer; die Gemeindesteuer mit 2,14 pt. des gemeinen Werthes der bebauten und unbebauten Grundstücke; die Betriebssteuer mit 100 pet. der staatlich festgesetzten Betriebssteuer. Einkommen und Gewerbesteuer sollen zusammen nicht mehr als 145,5 pt. betragen. Personen mit einem Einkommen von weniger als 900 M. find von der Gemeinde- Einkommensteuer befreit. Die obligatorische Einführung der Fahrpreis- Anzeiger bei den öffentlichen Droschten steht in Charlottenburg bevot. Die dortige königliche Polizeidirektion wird in den nächsten Tagen eine Berfügung erlaffen, welche bestimmt, daß alle in Charlottenburg Tonzessionirten Droschtenbefizer nur Droschten mit Fahrpreis: Anzeiger verwenden dürfen. Die Verordnung wird schon am 1. Juni in fraft treten. Die Droschken fahren dann in Berlin und Charlottenburg zu denselben Preisen. Ein " nur vor wurde dem bei felf. 10, Musifv.„ Tusch", Nebelin, Langestr. 108. Raucht. Ohne Zwang", Spät, einstr. 28. Turnv. ,, Gesundbrunnen", abends von 81/2 bis 10% Uhr: 1. Mäännerabth., Bankstr. 9-10.- Turuv." Often", Blumenftraße 63a, 8-10 Uhr( Lehrlingsabth.); Krautstr. 49, von 8-9% Uhr Biherkt. Frohsinn", Zimmermann, Grüner Weg 29. ( Damenabth.). Musitv. Allegretto", Blücherstr. 38. Arbeiter- Tumerbund. Freitag. Turnv. Fichte", Berlin. Abds. 4. Männerabth.: von 8-10 Uhr: 2. Männerabth. Stalizerstr. 55-56. Stephanstr. 3. 5. Männerabth. Ackerstr. 67. 6. Männerabth. Stallschreiber straße 54. 1. Lehrlingsabth. Friedenstr. 37. 3. Lehrlingsabih. Boechstr. 21. 1. Damenabth. Mariannen Ufer la. Freie Turnerschaft", Rixdorf- Brik. 3. Schülerabth. von 61-81%, Uhr. 3." Männer und Lehrlingsabth. von 81%-10% 15 abds., Hoffmann, Bergstr. 151/152. Turnerschaft d. V. Nereus", Männerabth. von 8-10 Uhr abds., Reichenbergerstr. 131/132. Arbeiter: Stenographenverein Stolze, Zubeil, Lindenstr. 106. Uebungsstunde 8-11 Uhr abends. Unterrichtsstunde jederzeit. Gäste erwünscht. Arbeiterverein Vorwärts", Kopenhagen. Jeden Freitag im Verkehrslokal, Restaurant Heurition, Grönnegade 36: Bersammlung. Daselbst befindet sich auch die Bibliothek des Bereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen dies beachten. Allg. Krauten und Sterbefasse der Metallarbeiter( E. S. 29), Hamburg, Filiale Berlin 6. Sonntag, den 3. April, vormittags 102 Uhr: Außerordentliche Mitgliederversammlung bei Diefe, Aderstr. 123. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. Schäfte Aibeiter und Arbeiterinnen. Sonnabend, den 2. April, 82 Uhr abends, Schiller, Rosenthalerstr. 57: Bersammlung. Briefkasten der Redaktion. Die juristishe Sprechstunde findet am Montag, Dienstag und Sonnabend vo 16 bis 7 1hr abends statt. Lokalliste, trkner. Nicht aufnahmefähig. Wenden Sie fich event. an Oskar Mahle, tererstr. 3, v. 3 Tr. Tichepe. an Oftober 1878 bis Oftober 1890. M. 5. 14. Sie erhalten Auskunft bei E. Heckel, Oranienstr. 180 III. Th. D. find in Berlin unterstützungsberechtigt. Auf das betr. eine Antwort erhalten. Ein Recht der Aufnahme in Statione 1. Unter- Paris. aber niemand zu.-M. B. 9. Nein. F. R. auf Beseitigung der Mängel und auf Schadensersatz. Der Beweis der Unbrauchbarkeit ist sehr schwer zu vom 31. März 1898, morgens 8 Uhr. Barometer and in mm, reduzirt auf d. Meeressp. GWindrichtung Windstärke 22224| 2NWAN( Siala 1-12) Wetter halb bedeckt bedeckt Regen wolkenlos 749 SGD 753 NW 749 93 755 NW 755 23 heiter 756 Still bedeckt . 759 bedeckt 764 bedeckt 757 NND 3 heiter 757 heiter 753 NND 1 halb bedeckt Gegen Widerspruch diese Strasbefehle er: Hamburg der Berhandlung In Schöffengerichte Berlin ftellte der Rechtsanwalt Dr. Felix Lewy die Behauptung Wiesbaden Eine Blutthat ist möglicherweise an einem Manne verübt auf, daß die Gesellschaft Reform" für ihre einspännigen Wagen München überhaupt keine Kondukteure brauche, da§ 8 des Omnibus Wien worden, dessen Leiche auf Bichelswerder gefunden wurde. Reglements ausdrücklich sage: Mehr als einspännige Gefährte Haparanda Berliner, Dr. Arthur Meyer, bemerkte Sonntag Nachmittag auf müssen Kondukteure baben". Wenn die Wagen der Gesellschaft Petersburg einem Ausfluge den Todten am Ufer, das etwas unter Wasser stand. dennoch Begleiter mitführen, so tönnen für diese nicht die Bor Cork Auf seine Anzeige hat der zuständige Amtsvorsteher von Spandau schriften des Reglements in betracht kommen. Hierzu komme, Aberdeen. Land den Leichnam fortschaffen lassen, und die Staatsanwaltschaft daß das Reglement den Pflichten des von am Landgericht II Berlin ordnete die Obduktion an, die gestern im nehmers spreche, der Inspektor mithin nicht verantwortlich Beifein einer Kommission des Spandauer Amtsgerichts vorgenommen gemacht werden könne. Daraufhin beantragte der Amts wurde. Die beiden amtirenden Aerzte, die Kreisphyfici Dr. Jänecke anwalt selbst Freisprechung, auf welche das Gericht auch erkannte. Spandau und Reinecke- Nauen begutachteten, daß der Tod des Mannes durch eine schwere Verlegung am Hinterkopf herbeigeführt Die Staatsanwaltschaft legte aber dessen ungeachtet Berujung ein, die ohne erheblihe Niederschläge. worden ist; der Schädel ist, anscheinend durch einen Ayt- oder Säbel- fie wie folgt begründete: Die Reformgesellschaft müsse zwar nicht hieb, von einem Ohr bis zum anderen gespalten. Der Todte, der den besser fituirten Kreisen angehört hat, ist etwa 30 Jahre alt; Legitimationspapiere sind bei ihm nicht vorgefunden worden, dagegen eine filberne Bylinderuhr. Gerichts- Beitung. Temperatur nach Celfus 78544710446 ( 50 G. 4° R.) Water- Prognose für Freitag, 1. April 1898. Ruhig, eitweise nebelig, vielfach heiter, am Tage etwas wärmer Bein Quartalswechsel empfehlen sich folgende Partei- Speditionen: 1 Rondukteure haben, da sie nur einspännige Omnibusse im Betriebe habe; laffe sie jedoch Kondukteure mitfahren, so müssen diese auch Fahricheine haben. Ferner sei der Inspektor nach einer Mittheilung der Unternehmer an die Polizei für den äußeren Betrieb verantwortlich, folglich müsse ihn auch die strafrechtliche Verantwortung treffen. Der Vertheidiger wies wiederholt darauf hin, daß die Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Frucht Reformngesellschaft doch etwas nach dem Gesetz Ueberflüssiges thue, ftraße 30, f II.- SO.: Friz Thiel, Staligerstr. 35 v. part. wenn sie Begleiter auf ihren Wagen habe und daß für diese frei- Sechster Wahlkreis( Moabit): Start Anders, Salzwedeler: straße 8, pet. im Laden. Wedding und Oranienburger Der Graf Kar! Find willig gestellten Begleiter nicht die Bestimmungen für Kondukteure Vorstadt Gmil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. GesundAschgrau Mittelalterliches. von Findenstein ist das Schreckenstind seiner hochfeudalen gelten fönnten. Die 8. Straffammer schloß sich den Ausführungen brunnen Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64/65.- RosenTorstadt und Schönhauser Vorstadt: Karl Familie. Und warum? Es tam ihm das unerhörte Verbrechen in des Staatsanwalts an und verurtheilte den angeklagten Inspektor thaler Charlottenburg: Gustav den Sinn, nicht nach Stand und Vermögen, sondern nach seiner rein zu 90 M. Geldstrafe. Gegen das Urtheil meldete der Bertheidiger Mars, astanien Allee 95/96. Scharnbrg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmersmenschlichen Neigung zu beirathen. Er entfesselte damit unter sofort die Revision an. dorf: Fu Kübler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heinemann, feinen gräflichen Sippen und Magen einen Sturm tomischer Ent Sigmaringestr. 35.( Hier ist auch die Brandenburgische Volts- Beitung" zu rüftung und SchöneRixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. man suchte dort der eingebildeten Schande erhalten.) alle mögliche Weise vorzubeugen. Schließlich auf berg: Bäumter, Belzigerstr. 59, part. Dieser Die Töpfer hielten am Mittwoch eine nur mäßig besuchte Johannithal- Nieder digger- Schöneweide: Otto einer der Fincken von Finckenstein einen Ausweg. Edle, der, wenn wir recht unterrichtet sind, selber das nicht Versammlung ab, um die Fortsetzung der Tagesordnung der letzten John, Ser- Schöneweide, Siemensstraße 7, 8Bigarrengeschäft. Annahmein jeder Beziehung ritterliche Gewerbe eines Kreuzzeitungs"-Ber- Bersammlung zu erledigen. Zunächst wurde vom Vorsißenden der stellen: Niser- Schöneweide: Karl Weber, Zigarrengeschäft. Johannis Friedenau- Steglitz: v. legers betreibt, brang in den jungen Mann, daß er an den Schiedsspruch der Berliner Gewerkschafts- Kommission in Sachenthal: Se ftleben, Restaurateur. Kaiser die Bitte richte, hinfort den bürgerlichen Namen Karl der Töpfer Berlins" zur Verlesung gebracht, zu welchem ein bereits ernsee Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in ftraße 15a.- Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, MarienthalerStein tragen zu dürfen. Obgleich nun auf dies Gesuch, daß der früher geftellter Antrag Kronfeld vorlag, welcher lautete: Die Steglitz:. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schelthase, AhornKaiser den Ministern zur Erledigung übergab, dem Grafen Finden heutige öffentliche Bersammlung der Töpfer Berlins und Umgegend traße 18. Außerem ist sämmtliche Parteiliteratur, sowie alle wissenschaftlichen stein von der Provinzialregierung gestattet worden war, hinfort den beschließt: Da eine Lohnfommission nicht besteht, sondern alle öffent ehrlichen bürgerlichen Namen tragen zu dürfen, gebrauchte er doch lichen Angelegenheiten durch den Vertrauensmann erledigt werden, Werke dor zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" find die betr. 666,50 m. und 50,35 M., welche laut Urtheil des Schieds- entgegengenommen. noch seine frühere adelige Titulatur. Daraufhin erhielt er eine Anklage, unbefugt das Abels- gerichts die Geschäftskommission, vertreten durch H. Hoffmann, Un genaue Angabe der Adresse wird prädikat geführt zu haben. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, er noch in Händen hat, an den Vertrauensmann der Töpfer Berlins habe sich einem Beamten gegenüber eines falschen Namens be- und Umgegend abzuliefern." GB entspinnt sich hierauf eine sehr aus: dringend gebeten. fand " " Versammlungen. Echtes dalquadungsne thisis ph AUERLICHT Glühkörper: 70% Pfg. im Preise 106 1919818- ainoloi ¥ Saas- wox. 19169T polas pu Brenner mit Glühkörper und Cylinder: a'nster0 3 moilgonsT tadorbor dou ty Mk. thonite narobs@ signage 201 ermässigt! A 1100-1988VEL Telsed Ta'idesM 時 malood D- Tillich Deutsche Gasglühlicht Aktiengesellschaft Berlin C., Molkenmarkt 5. Mechaniker- Kittel und blaue Köper- Anzüge st Grüner Weg 80 billigst n der Fabrik C. Flach& Co., Köpnickerstr. 111, Hof part. Filz-, Seiden- und Strohhut- Großer Weiche Hüte von 1,50 an; steife Hüte v. 2 M. an; Mützen v. 50 Pf. an; Schirme, Stöcke, Kravatten; Radfahrmützen v. 1 M. an; Gamaschen, Westen u. Spangen; Chapeau claques. Grosse Auswahl. 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Vorher: Theater Variété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. eu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weift. Zur Geburtsfeier Sr. Durchlaucht des Fürsten Bismarc Prolog verfaßt von M. Rindlebent. Kurmärker u Pikarde. Genrebild mit Gesang von Schmidt. Bum Schluß: Bum 53. Male: Unter der Polarsonne. Großes Ausstattungsstück mit Gesang von E. Sondermann u. Chr. Bischoff. Weiß, Reporter Karl Weiß. Anfang 7 Uhr. Im Tunnel vor und nach der Vorstellung: Frei Konzert. Anfang 61/2 Uhr. Morgen: Unter der Polarfonne. Volks- Theater 2. Anzengraber. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der im Welt- Restaurant Tugendwächter. Lustspiel in 4 Auf- 97. Dresdener Straße 97. die zügen nach Love de Bega, füber Benefiz für Rudolf Schauß. Bühne bearbeitet von Eugen Babel. Hierauf: Das Versprechen hinter'm Herd. Singspiel aus den österreichischen Alpen in 1 Auf 3ng von Alexander Baumann. Sonntag, mittags 12 Uhr: Liliencron: Matinee. Central- Theater Alte Jakobstr. 30. Die Kunst geliebt zu werden Tiederspiel von Ferdinand Gumbert. Vorher: Das vierte Gebot. Zeitbild mit Gesang v. Banermeister. Jm vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. 6 Direktion Richard Schultz. Anfang: Wochentags 71, ihr. Freitag, den 1. April 1898: Emil Thomas a. G. Benefiz für Fräulein Thea Göhrs. Zum 72. Male: Die Tugendfalle. Burleste Ausstattungspoffe ut. Gesang und Tanz in 4 Bildern nach einem franz. Sujets von Jul. Freund und Wilh. Mannstädt. Mufit von Jul. Einödshofer. Anfang 28 11hr. Morgen und die folgenden Tage: Die Tugendfalle. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Heute: Generalprobe. Gefchloffen. Sonnabend, den 2. April 1898: 1. Gastspiel von Oskar Gimnig 1 bom t. t. Hofburg Theater in Wien. Zum 1. Male: Eine Partie Piquet. Rocheferrier: Ostar Gimnig. Sierauf: 8um 1. Male: Die Nachbarinnen. Fürst Bibinoff: Ostar Gimnig. 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Dressur mit seinen 12 Serpentin tanzenden Hunden. Neu! Philip Bradi, Neu! Walzer- u. Koupletsänger. Neu! Neu! Neu! Amanda Nordstern, der weibliche Komiker. Die ,, Original Wienecke's", Professor Roberts etc. etc. Voranzeige. Mittwoch, den 20. April 1898: Erstes Auftreten des unverwüstlichen Berliner Volkshumoristen Martin Bendix in dem neuesten Gebrüder Herrnfeld'schen Lustspiel ,, Die vierte Frau" als Vogelzüchter, Schuselich. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Di J. Glück. Heute, Debut: Eugenie Fougère Robert Steidl ferner: Täglich: Doppel- Konzert und Soirée. 20 hervorrag. Spezialitäten. Bekanntmachung! Der Mord am Alexanderplatz und König Heinrich zwei neue zwerchfellerschütternde Possen erzielen täglich in Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz einen großartigen Lach- Erfolg! Anfang 8 Uhr. Entree 15 Bf. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage) Direktion: Richard Winkler. Sensationelles Riesen- Programm. Miss Ada Risson, schönste Tauben: Königin. Mr. Alexander Selino, der Mann mit der eisernen Hand. Das größte Wunder der Welt! Theodor Silling, Parforce- Turner am festen Neck. Neu! Neu! Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse, Tapezirer Otto Bernhardt am 24. März im Alter von 24 Jahren verstorben ist. 240/10 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, Deutscher Holzarbeiter- Verband. Henie, Freitag, abends 814 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20/21: Sitzung der Ortsverwaltung. Sonntag, den 10. April( 1. Ofterfeiertag), nachmittags 4 Uhr, in der Urania, Taubenstraße: Vortrag: Vom Matterhorn zur Jungfrau. 79/6 Achtung! Puter. Achtung! Arminhallen, Kommandantenstr. 20: den 1. April, nachm. 5 Uhr, von der Am Sonntag, den 3. April, vormittags 11 Uhr, in den Leichenhalle des Schöneberger Kirchhofes in der Marstraße aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Am 28. b. M. verstarb nach kurzen, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, der Maurer Fritz Schaletzke. Die Beerdigung findet Freitag, den 1. April, nachm. 4 Uhr, vom Emmaus: 27366 Kirchhofe aus statt. F. Schaletke nebst Kindern. Mitglieder- Versammlung des Zentralverbandes deutscher Maurer( Filiale I Berlin). Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 1. Quartal 1898. 2. Besprechung über das diesjährige Stiftungsfest. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und recht pünktliches Erscheinen ersucht Die örtliche Verwaltung. 134/12 Tischler- Derein. Ich habe meine Wohnung nach Ritter: Sonnabend, den 2. April, abends 8½ Uhr, Melchiorstraße 15: straße 30a verlegt. Dr. Arthur Gottberg. Versammlung. [ 198/9] Empfehle meinen neuerbauten, über Tages- Ordnung: Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zum 1000 Berfonen fassenden Saal zu 1. Osterfeiertag. Bereinsfestlichkeiten und Versammlungen. Julius Mierke, Die Regimentsnummer 27375] Schönhauser Allee 102. Poffe mit Gesang v. M. Reichardt. Das Neueste vom Neuen. Lebende Photographien Aufang: Sonntags 61/2 Uhr. Wochentags 8 1hr. Entree 30 Pf. Die für den Feen- Palast ausgegebenen Ehren: u. Freifarten haben Giltigkeit. Feen- Palast Burgstrasse 22. Empfehle meinen Freunden u. Be tannten mein Weiß- und BairischBier- Lokal nebst Vereinszimmer bis 4521* 50 Personen fassend. S. Siejak, Spandauer Brücke 13. Wirthshausz.goldenen Stern. Der Vorstand. macher, Filiale V. Sonnabend, den 2. April 1898, abends 8½ Uhr, Schäftearbeiter und-Arbeiterinnen( Verein deutſcher Schuhim Lokal des Herrn Schiller, Rosenthalerstrasse 57: Versammlung. 169/18 Der Vorsitzende. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. General- Versammlung des Vereins der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend Herrn Buske, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: Empfehle allen Ausflüglern mein am Sonntag, den 3. April, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Restaurant, 15 Minuten von Adlershof und Grünauer Bahnhof. zur Verfügung. 46002* 4. Heinrich Sass, Alt- Glienicke, Grünauerstr. 19 a. Wiener Zoologisch. Garten Staffeetiche, zwei Regelbahnen stehen Aschanti- Dorf Javaner- Dori Geöffnet von 11-10 Uhr. Vorstellungen allstündlich 2-9. Kinder und Militär 50 Pf. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Täglich: Theater und Spezialitäten. Novitäten- Programm. Cousin u. Cousine. Schivank. Hanny Nelson, Original- Tyrolienne. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Neues E OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse Sport Jockey- Flach- Reiten etc. Preisringkampf zwisch. Mr. Charles de Barré und Herrn Oskar Schmidt aus Berlin in Bolossy Kiralfy's Konstantinopel Anfang 8 Uhr. Beginn d. Rennen 83/ Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Aufforderung! Heute, morgen und Sonntag ringe ich im Neuen OlympiaRiesentheater und fordere ich hierdurch die Berliner Preisringer zu einem Zweikampf Ich erkläre mich bereit, auch nach deutscher Art zu kämpfen und werde ich demjenigen, der mich regelrecht besiegt 300 Franks zahlen. Charles de Barré. Schluss der Saison 6.April. Circus Busch Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/ 11e. Heute, Freitag, den 1. April: Abschieds- Soirée der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pfennig.) W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Sonnabend, den 2. April: 33/7 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Antrag Jüling. 3. Die Maifeier. Verschiedenes und Fragetasten. Beiträge werden nur in der Zeit von 10-11 Uhr entgegengenommen. Die Kollegen O. Schenker und G. Bergau sind zu dieser Versamm lung geladen. Der Vorstand. Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Bahlstelle Hilfsarbeiter Deutschlands( Berlin) Am Sonntag, den 3. April, vormittags 10% Uhr, bei Stabernack, Inselstrasse 10: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers pro 1. Quartal 1898. 2. Beschlußfaffung über eingegangene Anträge. 3. Verbandsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 32/5 Die Ortsverwaltung. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Am Sonnabend, den 2. April, abends 8% Uhr, in den ,, Oranienhallen", Oranienstr. 51: General- Derlammlung Tages Ordnung: 1. Neuwahl des 1. Vorsitzenden. 2. Vorschläge des Borstandes betreffs Abänderung der Statuten. 3. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 141/14 Der Vorstand. Die Kollegen werden aufmerksam gemacht, daß vom 1. Mai ab die Beis träge wöchentlich auf 20 Pfennig erhöht werden. Zum Besten des Baufonds Gr. Extra- Theatervorstellung der Freireligiösen Gemeinde Der Sonnwendhof. Schauspiel in 5 Aften v. Mosenthal. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Concerthaus Leipzigerstr. No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. In Zossen. Fortsetzung von Alle 5 Barrisons. Wilmersdorf 5. Klingenberg's Volksgarten Berlinerstr. 40 und Gasteinerstr. Jeden Sonntag: Großer Ball bei starkbeseztem Orchester. Um vielen Wünschen nachzu fommen, ftelle ich meine ges. Lotalitäten: Gr. Garten, Tanz faal, Regelbahnen, Kaffeefüche 2c. in den Sommermonaten außer Sonnabends auch Sonntags den geehrten Vereinen z. Festlicht. z. Verf. u. nehme Bestell. Hierauf schon jetzt entgegen.[ 44292* Heinrich Klingenberg. ( Bahnhof Börse). Freitag, den 1. April 1898, abends 72 Uhr: Humorist. Vorstellung. Zum 1. Male: Bros. Taylor mit ihren musik. Brunnen. Zum 1. Male: Nipp& Tipp als Borer. Zum 1. Male: Der Klown Boganowski mit ſ. kleinen August. Außerdem: Amateur- Kon: paffend für Parteigenossen, gutgehend, kurrenz- Reiten. Wer dreimal stehend ist Strankheitshalber billig zu verkaufen. zu Pferde die Bahn umreitet, erhält täh. Germania- Ausschank, Fennstr. 61. eine Prämie von 50 M. Kavallerie Schankgeschäft W. Pahr zu Fuß, höchſt kout. Intermezzo. Die Arbeitsanzüge B12. vorzügl. Freiheitsdress. d. Dir. Busch. Herrn Foottit- Burghardt. Auftreten des beliebten Schulreiters Bücher ieber iffenſchaft, ganze Bibliotheken, Juwelen, Zaragoza, Original: Manège: Gold, Silber, Möbel, Pianos, Schauftück des Circus Busch. Cigarren, Waarenposten jeder Art Morgen, Sonnabend: Parade- Gala- auch Pfandscheine dar. kauft u. beleiht Vorstellung. Benefiz f. d. beliebten f. hoch Grünberg, Rosenthalerstr. 11/12 Schulreiter Hrn. Foottit- Burghardt u. d. vorzügl. Schulreiterin Mdme. Maria Engros. 46992* Export. Doré. Auf vielf, an mich ergang. Gesuche Schuhwaarenhabe ich mich nochmals entschlossen, am Sonntag, den 3. April, nachm. 4 Uhr, den grünen Aft mit dem brennenden Schlosse aus der Pantomime Zaragoza zu geben. Nieft's Fest- Säle berfir, 17, ca. 1000 Berf. faffb., Weberstr. Lager in sämmtlichen Artikeln. Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. Alexanderstr. 67a, I. Etage ( am Alexanderplatz). Sonnabend geöffnet bis 10 Uhr abends, Sonntags 8-10 Uhr vorm. Brautbett, prachtv. roth, 30 M., r. Dienstag, den 5. April, abends 82 Uhr, in Louis Keller's Festfälen, Koppenstraße Nr. 29: 2. Vortrag des Schriftstellers Ernst Friedrich über: ,, Spiritistischer Humbug"( mit neuen Grperimenten). Billets à 20 Pf. find in allen bekannten Billetstellen der Freireligiösen Gemeinde" und Dienstag Abend am Eingang zur Versammlung zu haben. 62/3 Die Baukommission. Rixdorf! 3/4 Frauen- und Mädchen- Bildungsverein. Montag, den 4. April, abends 8 Uhr: General- Versammlung bei Klein, Raiser Friedrichstr. 236. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des Borstandes. 3. Vortrag: Die Frau als Sflavin im modernen Zeitalter". Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. Zu dem Vortrag um 92 Uhr haben Gäste, burch Mitglieder eingeführt, Zutritt. Um das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ersucht M. Jeutze. VERBAND DEUTSCHER VDJ ILLUSTRATOREN Ausstellung in der Königlichen Akademie Geöffnet 10-6. 11-3. 1. April- 1. Mai. Sonntags Redakteur, selbständige leitende Kraft für ein täglich erscheinendes Parteiorgan zur Aushilfe auf drei Monate( bis 30. Juni) gesucht. Rednerische Gewandtheit erwünscht. Hohes Gehalt. Offerten unter Beifügung von Referenzen und Gehaltsansprüchen sofort unter Chiffre B. 3 an die Expedition des„ Vorwärts" erbeten. [ 46892* Für Charlottenburg befindet sich jetzt 99 [ 47052* die Spedition des Vorwärts" Schillerstr. 94, v. I. bei G. Scharnberg. Bade- Anstalt An der Stadtbahn 50, am Hackeschen Markt. Lohtannin-, Dampfkasten-, Schwefelbäder, Wannenund alle medizinischen Bäder. Annahme von Krantentassen: Scheinen. Geöffnet bis 10 Uhr abends. Sonntags bis 3 Uhr. 36, 4701L* 144501 fof. But bert, Ritterkt. 118th. 2. Briefmarken Cohn, Jerufalement. 1.| 30 12. fert. Busse, Charlottenſtr. 72, IV. Sonnabend: Bockbierfest. Kasseneröffnung 6/2, Anf. 71/2 Uhr. Balmsonntag frei. Werantwortlicher Diedakteur: Auguft Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.