Goldene und eiserne üetten. Erzählung auS schweren Tagen von C. Lübeck. (Fortsetzung.) „Die heiligsten Dinge zog er in den Staub und fand doch trotz alledem bei Fräulein von Rabenberg eine Aufnahme, die mich in tiefster Seele erschrecken ließ." „Weiter, Pfarrer, weiter. Heilige und heiligste Dinge aus dem Spiele lassen, gleichgiltig für mich. Reden Sie kurz und klar." Der Pfarrer stand wieder einen Augenblick zögernd.„Ich darf ja nicht sprechen," sagte er seufzend.„Könnte doch die Heirath nicht zu Stande kommen—" „Muß sie heirathen, Pfarrer, wäre sie auch anrüchig wie Babylon," erwiderte Graf Hugo.„Gebe Wort, daß ich sie heirathen werde. Erzählen Sie!" „Stundenlang konnte sie seine Gesellschaft ertragen," begann der Pfarrer wieder,„denken Erlaucht— stundenlang! Könnte nicht fünf Minuten mit diesem Menschen Zusammensein." „Weiter, Pfarrer," drängte Graf Hugo,„was ist an jenem Abende, an dem Blumenthal Rabenberg verließ, geschehen? Dar- auf kommt es mir allein an." „Ach, könnte ich das Schreckliche doch nur beschreiben," sagte der Pfarrer, seufzend und die Augen verdrehend.„Lassen mich Erlaucht kurz sein. Weiß auch nur soviel, daß die Geschichte zu sehr später Stunde spielte. Herr von Rabenberg kam von einem Ausstuge zurück, Gott hatte cS wunderbar gefügt. Er kam nicht ganz ungerufen— und eilte leise in's Zimmer seiner Tochter,— nun— in derselben Nacht noch mußte Herr Blumenthal, der �-ugendheld, das Schloß verlassen." „Könnte Millionenhund Hals umdrehen!" rief Graf Hugo wüthend aus.„Also das war es! Möchte ihn fordern, ist aber Zu schlecht für adlige Kugel." „Die christliche Gemeinschaft könnte nur gewinnen, wenn ein solcher Gottesleugner unschädlich gemacht würde," ermunterte ihn der Pfarrer.„Er wäre ja auch im Stande, sich der Vergangen- heit zu rühmen; und das war es, was mir keine Ruhe ließ und wich in die Einsamkeit trieb. O Erlaucht, welche schwere Ber- antwortlichkeit hätte ich auf mich geladen, wenn ich noch weiter geschwiegen, und wenn Alles später erst an den Tag gekommen wäre. Würden Erlaucht nicht angenommen haben, ich hätte das Furchtbare nur verheimlicht, um das Geld für das Zustande- kommen der Heirath auf alle Fälle zu verdienen? Wie fühle ich mich erleichtert, nun Alles heraus ist; aber werden meine ehrlichen Worte, die die reinste Treue mir eingegeben, nicht doch Unheil angerichtet haben? Wird nicht Alles rückwärts gehen? Was wird Erlaucht, Ihr Herr Vater, sagen, wenn er meinen Verrath erfährt— denn in seinen Augen werden meine Bekenntnisse ein Verrath sein." „Keine Sorge, Pfarrer, keine Sorge, muß sie ja heirathen! — Aber Millionenhund soll dran glauben. Doch wie ihm bei- kommen?" „Ein Duell mit einem solchen Menschen würde beflecken," sagte der Pfarrer, die Augen lauernd zusammenkneifend.„Er schießt auch nicht schlecht. Aber muß es denn ein Duell sein? Thut's eine gewöhnliche Flintenkugel nicht auch?" „Will mit dem Förster reden, der soll ihm eine Kugel in die Rippen jagen," rief Gras Hugo aufathmend. „Das wäre gefährlich, Erlaucht— der Förster darf davon nichts wissen." „Ist schade, sehr schade,— aber dann thue ich es selbst!" rief Graf Hugo.„Von meiner Hand muß Hund fallen— wird mir Ansehen bei Sidonie geben. Forschen Sie aus, Pfarrer, wo Kanaille anzutreffen, und je schneller um so besser. Habe ruhige Hand, scharfes Auge, werde nicht fehlen." „Ach, Erlaucht," sagte jetzt der Pfarrer,„es wäre doch besser, wenn Sie ihn verschonten ünd ihn nur aus der Gegend trieben. Das Herz erfüllt es mit Traurigkeit, wenn man ein so schweres Gericht über einen Sünder hereinbrechen sieht." „Keine Weichheit jetzt, Pfarrer— dem Manne geziemt, zu handeln.— Muß Alles fein angelegt werden, Pfarrer,— überlegen Sie sorgfältig. Millionenhund muß Züchtigung haben." „Ist Gottes Gericht nicht abzuwenden, dann will ich ihm auch kein Hinderniß in den Weg legen." „Helfen müssen Sie, Pfarrer. Helsen müssen Sie." „Was war das!" sagte der Pfarrer, plötzlich erschreckt stehen bleibend. Jllustrirtes Unterhaltungsblatt für das Volk. Erscheint wöchentlich.— Preis vierteljährlich 1 Mark 20 Pfennig.— In Heften ii 30 Pfennig. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postämter. i „Was gibt's, was gibt's?" rief Graf Hugo ängstlich und setzte schnell den Kneifer auf die Nase. „Es war mir, als hörte ich einen Schritt und ein Rascheln dicht hinter uns," antwortete der Pfarrer, sich nach allen Seiten umblickend. „Wird Reh gewesen sein— Courage, Pfarrer! Mann Gottes muß auch Muth haben." Sie standen noch eine Weile lauschend, dann gingen sie weiter, ohne Jörg wahrzunehmen, der hinter einem Gebüsch lauschend hervorblickte und ihnen nachschaute, bis sie verschwunden waren. Der nächste Nachmittag fand Blumenthal und Marie wieder auf der Raseubank. Unendlich viel hatten sie einander mitzu- theilen, doch Alles bewegte sich nur um einen Punkt, um ihre Liebe, um ihre Zukunft. Gar herrliche Pläne entwarfen sie hier in der traulichen Stille, die nur selten ein Wanderer störte. Mit den rosigen Wolken, die der sinkenden Sonne folgten, schweiften ihre Gedanken in die Ferne, mn ein Plätzchen zu erspähen, wo sie ihr Nest bauen konnten, und wo die Träume Leben annehmen sollten, die sie fast märchenhaft umschwebten. Die beiden Tanten sollten im Dorfe untergebracht werden, Frau Köhler und Mariens Schwester aber mit ihnen ziehen und immer bei ihnen bleiben. „Und Martha?" rief Marie.„Wie gern würde ich sie mit mir nehmen, ach! sie ist so lieb und gut." „Ich fürchte, sie wird uns nicht folgen," sagte Blumenthal. „Ich habe sie in diesen Tagen kennen gelernt und glaube, daß sie ihre Eltern nicht verlassen wird." „Ich hätte sie so gern glücklich gesehen, Alles hätte ich auf- geboten, um ihr das Leben angenehm zu machen." „Wenn ich nur den Waldvertrag entdecken könnte,— dann böte sich wohl eine Möglichkeit, daß sie uns folgte. Ich habe sie auch recht lieb gewonnen; wie du, so gehört auch sie zu den edleren des weiblichen Geschlechts." „Schmeichle nicht!" „Ich thu' es nicht. Berner hat mir erzählt, mit welcher Hingebung und mit welcher Kraft sie gegen das Leben ankämpfte, und wie sie es allein gewesen, welche lange Zeit hindurch, als ihr Bater krank lag, die ganze Last getragen. Und wie ver- ständig sie das Leben auffaßt, wie bescheiden und anspruchslos und ckvck�wie fesselnd zugleich ihr ganzes Wesen ist!" „Wie wahr—- wie wahr!" rief Marie.„Sie ist ein Kleinod, und oft schon ist sie mir mit ihrem Rathe zum Talisman ge- worden. Wenn du doch den Bertrag fändest." „Ich will noch weiter suchen, obgleich meine Hoffnung schon stark gesunken ist. Hätte sich der Graf nicht im Besitze des Ber- träges befunden, dann würde er schwerlich so kühn gewesen sein, das Forsthaus zu bauen." Sie waren an den Rand des Berges getreten und blickten in's Thal. ♦ „Wie wundersöyön das Bild doch ist," sagte Marie;„man sollte es fast für unmöglich halten, daß es so grenzenloses Elend umschließt." „Und umgekehrt, wie schön die Berge vom Thal aus sich ausnehmen," erwiderte Blumenthal.„Doch wo ist die Freiheit, mit der man sie so gern krönt? Wie schneidiger Hohn erscheinen die Burgen mit den Nachkommen der Wegelagerer." „Es ist doch seltsam, daß der Mensch aus dem harmonischen Zusammenhange der Natur sich löst und im ewigen Kampfe gegen seine Mitmenschen ein friedloses Dasein führt." „Die Farben der Natur täuschen, Marie," antwortete Blumenthal.„Wohin du auch blickst, zeigt sich dir überall der gleiche erbitterte Kampf um's Dasein, ein ewiges Jagen und Haschen, ein Zusammenbrechen und Berschlingen." „Damit wäre aber doch unser trauriges Loos gerechtfertigt, dann besäßen wir keine Ursache zur Klage, wenn unser Leben natürlich wäre." „Doch, Marie! Der Garten der Natur ist allen Menschen- lindern gleichmäßig geöffnet, da wird kein Unterschied zwischen Reich und Ann, Stark und Schwach gemacht; es ist an der Tafel der Natur so viel vorhanden, daß Alle satt werden können. Wir Menschen mit unserer überlegenen Vernunft sollten das ein- sehen und uns friedlich zu ernähren suchen. Aber wir stecken noch tief im Thierreich, wo die wenigen Stärkeren den Magen sich überladen und Millionen hungrig sterben. Aber wie schlimm ist es mit unserer Vernunft bestellt! Ist sie von Haus aus auch gesund, so wird sie früh schon mit allen Mitteln, welche den Drohnen zu Gebote stehen, vergiftet. Was unnatürlich und ver- brecherisch ist, wird als natürlich und sittlich dargestellt. Die Drohnen verstehen sich auf das Lügen, aber wer weiß, ob nicht einmal die Zeit kommt, in der die menschlichen Bienen von ihrem Naturstandpunkte aus auch natürlich handeln und die Drohnen tödten, wie die Bienen im Korbe es thun, wenn sie der faulen Mitesser überdrüssig werden." „Es muß doch schrecklich iu einer solchen Revolution sein," sagte Marie. „Wo der Hunger die treibende Kraft ist, da werden natürlich alle Dämme durchbrochen, und um so schrecklicher wird die Re- volution sich zeigen, je tiefer di? Kulturstufe ist, auf der sich ein Volk befindet. Aber ich hoffe zuversichtlich, daß die große geistige Strömung, welche in diesen Tagen die Menschheit durchfluthet, vermittelnd und besänftigend wirken und die Reichen zur Einkehr nöthigen wird; überall predigt man das Evangelium der Liebe, aus dieser Saat kann nur gute, segensreiche Frucht erwachsen." Ihr Gespräch wandte sich jetzt wieder den eigenen Angelegen- heiten zu, und diese beschäftigten sie bis der Abend hereinbrach. Sie gingen, da der Abend sehr schön wurde, noch eine Strecke auf dem Wege, der nach der österreichischen Grenze führt, immer träumend und plaudernd. Sie würden möglicherweise bis zur i Grenze selbst gelangt sein, wenn nicht plötzlich in einiger Ent- fernung von ihnen ein Haufen Nienschen erschienen wäre, der sich ihnen rasch näherte. Marie bat Blumenthal, umzukehren, und er willfahrte ihrem Wunsche. Als si? beinahe die Wegscheide erreicht hatten, bemerkten sie etwas abseits vom Dorfe einen andern Menschentrupp, der langsam und vorsichtig den Berg hinaufstieg. „Was bedeutet das?" fragte Blumenthal.„Wie ich sehe, gehen die Männer schwer beladen. Sie tragen Säcke auf dem Rücken." „Es werden Schmuggler sein, komm', lass' uns in's Gebüsch treten," drängte Marie.„Bemerkt man uns, dann laufen wir große Gefahr." Blumenthal willfahrte ihrem Wunsche und sie verbargen sich im Gebüsch. Es dauerte nicht lange, so kam der Haufen heran, der sie zur Umkehr gezwungen. Es waren meist kräftig gebaute Gestalten, fast Jeder von ihnen war bewaffnet. Auf dem Rücken trugen sie gpoße und anscheinend schwere Säcke. Trotzdem be- wegten sie sich schnell vorwärts. Sie bogen in den Weg ein, der zum Forsthause und zum Schlosse führte. Blumenthal erinnerte sich seines neulichen Abend-Erlebnisses im Walde. „Wäre ich allein, dann würde ich ihnen folgen," sagte er, als sie vorüber waren.„Da stehen wir vor einem Gcheimniß. Wer betreibt den Schmuggel, der Förster oder der Graf?— Sie haben vorzügliche Ungarweine auf der Falkenburg!" Jetzt kam auch der andere Trupp heran. Allen voran ein Mann, bei dessen Anblick Marie erschreckt Blumenthal's Arm ergriff.„DaS ist Jörg," flüsterte sie.„Das ist Niemand anders als Jörg." Sie hatte sich nicht getäuscht. Jörg war es, der den Zug der Schmuggler führte. Vorsichtig blieb er auf einem kleinen Platze stehen und spähte aufmerksam umher. Dann gab er seinen Genossen ein Zeichen und weiter bewegte sich der Zug; wie der von Oesterreich gekommene betrat auch er den Waldweg. „Wir wollen noch etwas warten, ehe wir uns auf den Heim- weg machen," sagte Blumenthal. Diese Vorsicht erwies sich als nützlich, denn unweit von ihnen erschien ein Mann, in dessen Händen sie eine Büchse sahen und der offenbar die Aufgabe hatte, den Weg zu überwachen. Es dauerte nicht lange, so ertönten wieder feste Tritte. Die Schmuggler 283 verließen den Wald in der Reihenfolge, wie sie hineinzetreten waren, und abermals mit Säcken belastet. Den Zug in's Thal führte wieder Jörg „Es scheint, sie haben die Waaren ausgetauscht," sagte Blumenthal.„Hinter dieses Gehcimniß muß ich kommen, es könnte für uns sehr werthvoll werden. Jörg lebt also nickt allein von der Jagd! Jetzt beginnt mir auch seine Verbindung mit dem Förster und die Nachsicht, die man gegen ihn übt, klar zu werden. Er ist ihnen nützlich, aber auch gefährlich." „Begib dich nur nicht in Gefahr," bat Marie. „Sei unbesorgt," beruhigte sie Blumcnthal.„Ich werde nicht ohne Vorsicht zu Werke gehen." Langsam traten sie den Rückweg an. Blumenthal blieb noch lange im Köhler'schen Hause. Sobald als möglich wollte er die Provinz verlassen-und nach dem Rhein, seiner Heimath, über- siedeln. Da gab es viel zu berathen, und es war ziemlich spät geworden, als er den Berg wieder eniporstieg. (Fortsetzung folgt.) Wilhelm Wolfs. Von Friedrich Engels. IV. Alles das war indcß nur noch Geplänkel. Um den Anfang 1849 kam bei den französischen Sozialdemokraten der schon früher gemachte Vorschlag mehr und mehr auf, man solle die im Jahre 1825 den aus der Emigration zurückgekehrten Adligen, als Ersatz für ihre in der großen Revolution verloreneu Güter, von Staatswegen geschenkte Milliarde Frauken zurückverlangen und im Interesse der arbeitenden Massen verwAidcn. Am l ti. März brachte die„Neue Rheinische Zeitung" einen Leitartikel über diese Frage, und am folgenden Tage schon brachte Wolfs eine Arbeit: Die preußische Milliarde. „Ritter Schnapphanski(Lichnowski) ist todt. Aber Schnapp- Hähne haben wir noch in großer Menge. Die Junker in Pommer- land und der Mark haben sich mit den übrigen preußischen Junkern vereinigt. Sie haben den heiligen Rock des biedern Bourgeois angezogen und nennen sich„Berein zum Schutz des Eigenthums in allen Bolksklassen", natürlich deS feudalen Eigenthums... Sie haben nichts Geringeres vor, als unter andern auch die Rheiuprovinz um etwa 29 Mill. Thlr. zu prellen und dies Geld in ihre Tasche zu stecken. Der Plan ist nicht übel. Die Rhein länder mögen es sich zur besondern Ehre anrechnen, daß die Junker von Thadden-Trieglasf in Hinterpommern, die v. Arnim und v. Manteusfel nebst einigen tausend Krautjunkern ihnen die Ehre anthun wollen, von rheinischem Gelde ihre Schulden zu bezahlen." Nämlich Herr v. Blllow-Cummerow, damals als Bülow- Kummervoll bekannt, hatte ein Plänchen ersonnen und von obi- gem Junkerverein, oder wie Wolfs ihn nannte: Junkerparlament annehmen und als Petition der Regierung und den Kammern zuschicken lassen— ein Plänchen zur Regulirung der Grund- Iteuer in Preußen. Einerseits klagten die bäuerlichen Grund- besitzer, besonders der Westprooinzen, daß sie zu viel Grund- steuer zu zahlen hätten; andererseits zahlten die adligen Großgrundbesitzer der Ostprovinzen gar keine Grundsteuer, obwohl schon das Gesetz vom 27. Oktober 1819 diese ihnen wie allen andern Grundbesitzern auflegt. DaS Junkerparlament hatte einen Weg gefunden, beiden Uebelständen abzuhelfen. Hören wir Wolfs: „Die Junker wollen„„Opfer bringen, um die jetzt herrschende Mißstimmung zu beseitigen."" DaS sagen sie. Wer hätte solche Großmuth von ihnen erwartet! Worin bestehen indessen die Opfer? Sie tragen daraus an, daß der Ertrag aller Grund- stücke durch eine ungefähre Schätzung festgestellt und sodann die Grundsteuer nach gleichem Prozentsatze des Ertrags im ganzen Ttaat vertheilt werde. Nun, dieser Edelmuth ist nicht groß, da sie jetzt nur das thun wollen, wozu sie gesetzlich schon seit 38 Iah- een verpflichtet waren. Aber weiter! Sie fordern, daß die Junker und Rittergutsbesitzer, welche sich bisher der Steuerzah- lung widerrechtlich entzogen haben— etwa die Stenern nach- zahlen?— nein: dafür, daß sie von jetzt die Gnade haben wollen, Steuern zu entrichten, durch ein entsprechendes Kapital entschädigt werden"— nämlich durch Auszahlung des 25fachen Betrags der künftig zu zahlenden Steuer.„Diejenigen dagegen, welchen man bisher ungcrechterweise zu. hohe Grund steuern abgenommen hatte, sollen— nicht etwa das zuviel Be befugt sei», den Mehrbetrag abzulösen," indem sie je nach Umständen sich durch einmalige Zahlung des 18— 29facheu Be trags loskaufen.—„Die höheren Steuern werden jetzt in den östlichen Provinzen von den Bauern und außerdem namentlich von der Rheinprovinz entrichtet. Die altländischen Bauern und die Rheinländer sollen also jetzt dafür auch»och Kapitalien her- auszahlen. Gar keine oder nur geringe Grundabgaben zahlten bisher die Rittergutsbesitzer in den östlichen Provinzen— Diese also erhalten das Geld, welches die Rheinländer und die Bauern aufbringen sollen." Folgt eine Uebersicht der von den verschiedenen Provinzen 1848 gezahlten Grundsteuer und ihrer Bodenfläche, woraus hervorgeht:„Das Rheinland entrichtet im Durchschnitt für jede Quadratmeile ungefähr fünf mal soviel Grundsteuer wie Preußen, Posen und Pommern, vier mal soviel als die Mark Brandenburg." Allerdings ist der Boden besser, indeß,„wenn wir es gering veranschlagen, so mag die Rheinprovinz jetzt etwa eine Million Thaler mehr an Grundsteuer zu bezahlen haben, als nach dem Durchschnittsanschlage auf sie kommen würde. Nach dem Gesetzesoorschlag deS Junkerparlaments müßten also die Rheinländer zur Strafe dafür»och 18 bis 22 Millionen Thaler baar bezahlen, die in die Taschen der Junker in den östlichen Provinzen fließen würden! Der Staat wäre dabei nur der Banquier. Das sind die großartigen Opfer, die die Herren Krautjunker und Mistvinken zu bringen geneigt sind, das ist der Schutz, den sie dem Eigenthum wollen angedeihen lassen. So schützt jeder Taschendieb das Eigenthum.... „Die Rheinländer, namentlich die rheinischen Bauern, nicht minder die westfälischen und schlesischen, mögen sich bei Zeiten umsehen, wo sie das Geld zur Bezahlung der Junker auftreiben können. Hundert Millionen Thaler sind in jetziger Zeit nicht so bald angeschafft. „Während also in Frankreich die Bauern eine Milliarde Francs vom Adel verlangen, verlangt in Preußen der Adel eine halbe Milliarde Francs von den Bauern! „Hoch, dreimal Hoch der Berliner Märzrevolution!" Indeß genügte diese bloße Abwehr nicht gegenüber der Un- Verschämtheit der preußischen Junker. Die„Nene Rheinische Zeitung" suchte und fand ih-'e Stärke im Angriff, und so cröff- nete Wolfs in der Nummer vom 22. März 1849 eine Reihe von Artikeln: Die schlesische Milliarde, worin er nachrechnete, welche Beträge in Geld, Geldeswerth und Grundbesitz allein der schlesische Adel seit Beginn der Frohnden-Ablösung den Bauern widerrechtlich entzogen. Wenige der vielen zündenden Artikel der „Neuen Rheinischen Zeitung�' hatten eine solche Wirkung wie diese acht, in der Zeit vom 22. Mär; bis 25. April erschienenen. Die Bestellungen auf die Zeitung aus Schlesien und den anderen Ostprovinzen nahmen reißend zu; man verlangte die einzelnen Nummern nach, und endlich, da die ausnahmsweise Preßfreiheit, die uns das rheinische Gesetz zusicherte, in den lkbrigen Provinzen fehlte und an einen Widerabdruck unter dem edlen Landrecht nicht zu denken war, kam man auf den Einfall, diese acht ganzen Nummern, dem Original in äußerer Ausstattung so ähirlich wie möglich, in Schlesien heimlich nachzudrucken und in Tausenden von Exemplaren zu verbreiten— ein Verfahren, wogegen natürlich Zahlte zurückerstattet erhalten— sondern im Gcgentheil, sie sollen Niemand weniger etwas einzuwenden hatte als die Redaktion. 284 Ein Autograph Robespierre's. , �/- Dedoc- cc& ccsci, mcLTLM a. vouj eju.<. jt, DeDcc. cc�<.(wCC/ vucltlm"die C(�lüi � cj tcc r J' ii ejt7 u. VoiV Jo�y, 'in- Pt CjtiXiVCr u/a�Jouj Du y/ll it VstauucD« a�ouybiuu-/ j/t/tid jiu. J nvuJ uVVnJ j r t//jyui*LCc~ et Pc Voy�teL.. tiv�wnc D werv- / Urbt'tffliung.„tSurfi widme ich diese Schrift, ilir Waiicn'deS Bürgers von Kens! Wenn sie berufen ist, das Licht der Weit zu erblicke», soll sie sich unter die Acgidc des beredtesten und tugendhastesten der Menschen stellen: heute mehr als semals'bedürsen wir der Beredtsamkcit und Tugend, du göttlicher Mensch!" (Es ist dies der Anfang einer im Nachlaß Robespierre's gefundenen Widmung, Der Bürger von Genf ist Jean Jacques Rousseau. Die reinliche, pedantische, langsame Handschrift Robesvicrre's entspricht dem Wesen des„Unbestechlichen" ebenso genau, wie die kräftige, vorwärts- stürmendc Handschrift Marat's(siehe Nr. 4) der revolutionären Nalur des„Bolksfreunds". Oie Uol'e. Von H»gv Sturm. (Fortsetzung.) Doch nicht nur bei dem jüdischen Volke wurde die Rose so verehrt, alle Völker des Biorgenlandes huldigten der Blumen- königin, wenngleich uns genauere Nachrichten über ihren Rosen- kultus nicht spezieller bekannt sind. Nur von den Chinesen wissen wir es genauer, daß bei ihnen der Rosenkultus schon seit uralten Zeiten ein ausgebreiteter gewesen. Viele unsrer schönsten Rosenarten stammen ja von dort her, wo sie schon seit dem höchsten Alterthum mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit gepflegt wurden. Die kaiserliche Bibliothek enthält unter 1800 Werken und Manuscripten über Botanik und Blumenkultur überhaupt 500 über ganz spe- zielle Pflege der Rosen. Sie dienen den Chinesen als Schutzmittel gegen die Anfechtungen böser Geister, ja, selbst die argen Ge- danken sollen vor dem Dufte der Rosen entweichen; auch gegen Krankheiten des Körpers schützen sie. Ueberall kennt man deshalb in China Riechkissen und Rosenbutter, durch welche aller störende Geisterspuk während der Nacht ferngehalten wird, so daß die bösen Geister, obwohl sie lüstern das Haus umschweben, den Bewohnern kein Leid zufügen können. Vom Orient aus verbreitete sich die Verehrung der Rosen zu den Griechen, die ja so häusig mit jenen Ländern in Berührung kamen. Auch ihnen erschien die Rose wie eine direkte Göttergabe, aucb sie stellten diese Blume mit ihren Gottheiten in innigste Beziehungen. Rosenkränze bildeten den frühesten Schmuck der Götterbilder, Opferaltäre, Priester und Opferthiere, ja selbst als Opfergabe wurde nicht selten eine Rose dargebracht. Ueberall, wo Freude und Liebe herrschen sollen, ist Rosenschmuck und Rosenkranz das Symbol. Mahlzeit, Opfer und Feste erhielten erst durch Rosen eine höhere Bedeutung. Durch das ganze öffentliche und private Leben der Griechen ist der würzige Duft der Rose zu verspüren. Sie ist die Blume der Liebesgöttin Aphrodite und ihrer Begleiterinnen, der Chari- tinnen, der Göttinnen der Anmuth und des Liebreizes. Grie- chische Dichter nennen sie den Hauch der Götter, andre die Freude der Sterblichen, die Zierde der Grazien, das Spielzeug der Liebenden, das Auge der Blumen, die Pracht der Auen, den Schmuck der Erde, den Stolz des Pflanzenreichs u. s. w. Nicht weniger als neun Göttinnen und sechs Götter führen in der griechischen und römischen Mythologie die Rose als Attribut, theils die ein'.. Blume theils auch diese zu Kränzen verbunden. Der edle Sä iger der alte Anakreon, besten Gesänge alle durchdch von dem Hauch der schönsten der Blumen, „der einzigen �.orge des Frühlings," wie er sie nennt, läßt sie aus dem Schaumtropfen entstehen, der in dem Augenblicke zur Erde fiel, als Venus Aphrodite sich den Wellen des Meeres entwand. Erwärmt von dem milden Glänze der Augen der Liebcsgöttin erwuchs der Rosenstrauch, trieb Blätter und schmückte sich mit Blüthen, um die erste Luft, welche die Göttin auf Erden einathmen sollte, mit ambrosischem Dufte zu würzen. Anfangs war zwar, so erzählt eine andre Mythe, die Rose geruchlos und weiß wie die Lilie, aber ihr Anblick entzückte die Götter dermaßen, daß sie den kostbaren Nektar darauf träufelten, wovon nun die Rose ewiglich ihren entzückenden Duft behalten. Sehr sinnig ist die Ueberlieferung, welche die Rose erröthcn läßt, als sie die Schönheit der schaumgeborenen Göttin erblickt, die fortan diese Farbe ihr verlieh. Eine andere Tradition läßt die rothe Rose entstehen, als Aphrodite ihrem getödtetcn Liebling Adonis zu Hilfe eilt, wobei sie ihren Fuß an einem Dorn ritzte, sodaß ein Tropfen ihres kostbaren Blutes auf die Rose siel und sie roth färbte. Hierauf bezieht sich das Lied eines unsrer ältern Dichter, Günther: „Die Rose trügt das Blut der Götter Und ist der Blumen Königin." Sie war die Blume des Eros(Amor), des Gottes der Liebe. „An der Rose, deren Genuß und Reiz sie aus dem Orient cm- psingen, malten die Künstler so treu die Freude, den Odem, die Süße, die Kraft der Liebe ab, daß endlich die Rose nicht mehr ein Bild, sondern als lebende Blume Würde und Zauber zuge- schrieben erhielt, von denen unser Herz weiß, daß sie Niemandem anders, als der Liebe selbst gehören," wie Or. I. I. S. May sich treffend ausdrückt. Rosenblätter dienten als Orakel der Liebe. Man legte sie auf die hohle Faust und zerschlug sie mit der flachen Hand; der größere oder geringere Knall der berstenden Blätter weissagte die Gunst oder Ungunst der Erwählten. So- gar magische Licbcstränke verstanden die thessalischen Zauberinnen aus den Rosenblättern zu bereiten, eine Anschauung, die auch noch in unserm Volksleben sich bis jetzt erhalten. Nach einem alten Sinngedichte gab die Liebe dem Gotte Harpokrates eine Rose als Symbol der Verschwiegenheit, denn der vertraute Umgang Verliebter verbirgt sich gern dem kritisirenden Auge der Welt, und die Liebe muß verschwiegen sein. Mit Rosen schmückte man das Hochzeitshaus, Rosen mischten sich unter die Myrten des Kranzes, der das Haupt der glücklichen Braut zierte. Aber die Rose war auch der erkorene Liebling des Frühlings- und Blumen- gotles Dionysos. Ihn läßt die Sage bald im Blumenlande Phyllis, bald in dem rosenreichen Pangäon oder auch in den bekannten Macedonischen Rosengärten wohnen. Als er sich mit der reizenden kretischen Königstochter Ariadne vermählte, flocht diese für den Geliebten einen Kranz von Rosen, der so schön war und die Götter so entzückte, daß sie ihm als Sternbild am Himmel einen ewigen Play anwiesen. Aber Dionysos ist nicht blos der Gott der Alles durchdringenden Triebkraft der Natur, obwohl dies seine alleinige symbolische Bedeutung aus der frühesten Zeit ist. Er ist nicht nur der Erzeuger der Freuden, die uns aus dem Umgange mit der Natur erwachsen, er ist auch der Geber der Herzensstimmung, die der Mensch aus dem Genüsse der edlen Frucht des Weinstocks empfängt. Als solcher wird er Bacchus genannt. Auch ihm trug man die Rose zu, ihr Duft durchwürzte die heitern und zemüthvollen Zechgelage. Ohne Rosen konnte man sich die Freuden des Weines kaum denken, wie schon der Lyriker Anakreon ermahnt:„Laßt uns die Rose der Liebesgötter mit dem Weine mischen." Seine weintrunkeneil Oden sind durchweht von dem bezaubernden Dufte der Rose. Es giebt kaum ein auf uns überkommenes anakreontisches Lied, das nicht die Liebe, den Wein, die Rose und den Gesang preist. Die Rose war dem glücklichen Sänger die einzige köstliche Blume der Freude, deren Duft seine Muse nickt enkrathen konnte, wie ein bekannter Schriftsteller so treffend sagt. Die Rose war auch ein Symbol der Verschwiegenheit, denn es gilt für nicht anständig, wenn man das ausplaudern wollte, was beim Wein die redselige Zunge spricht. Sie war ebenfalls das Sinnbild des Kampfes und Sieges. Triumphbogen wurden mit Rosen umwunden, Rosen spendete das dankbare Vaterland den heimkehrenden Streitern. Schon dem Göttervater Jupiter wurden nach einem uralten Mythos von den Göttinnen Rosen um die Schläfe gewunden, als er in dem gewaltigen Titanenkampfe die Himmelsstürmer besiegt hatte. Und auch der Sieger im Dithyrambus, welcher zu Ehren des Dionysos gesungen ward, wurde mit einem Rosenkranz geziert, woraus zu ersehen, daß nicht nur physische sondern auch geistige Kraft durch den Roseuschmuck ausgezeicknet wurde. Aber auch noch in anderer Beziehung waren die Rosen in das Leben des griechischen Volkes verflochten. Die Rose war auch ein Schmuck des Grabhügels, der den geliebten Tobten bedeckte. Schon Homer läßt den Leichnam des Hektar von der Aphrodite mit Rosenöl salben, und es ist ja bekannt, daß es im klassischen Alterthum Sitte war, am Geburtstage Verstorbener Myrten und Rosen auf ihren Grabeshügel zu pflanzen. Noch bekannter sind ja die Rosenfeste, die man zu Ebren der Dahingeschiedenen feierte. So sehen wir, daß es die Rose war, die sich in alle Lebens- lagen und Verhältnisse fügte und die bei dem hochgebildeten Volke der Griechen eine so bedeutende Stellung einnahm. Dieselben konnten sich karvu eine Festlichkeit, ein freudiges und bedeutungs- volles Ereigniß ohne Rosenduft denken. Selbst das von langer Seereise glücklich heimkehrende Schiff wurde mit diesen Blumen umwunden und erhielt erst dadurch rechte Bedeutung. Ohne Rosen ist das heitere Leben des Griechenvolkes alter Zeit gar nicht denkbar. Auch die Römer konnten den Rosenkultus nickt von sich weisen. Ja, man darf wohl behaupten, daß bei ihnen die Rosen- liebhaberei zu einer wahren Manie ausartete, so daß selbst der Anbau der Kulturgewächse darunter zu leiden hatte. Das Ge- treidefeld mußte der Rosenplantage weichen— der römische Mars gab sich seiner Siegerin Venus gefangen. Aber dennoch, so hoch scheinbar die Rose auch verehrt wurde, erscheint uns diese Ver- ehrung als eine— Erniedrigung. Die Römer hatten von den Griechen nur die Aeußerlichkeiten erobert, den poetischen Hauch, der in Hellas selbst die größte Festfreude noch immer durchwehte, konnten sie nicht entnehmen. Ihre schwelgerischen Gastmähler wollten die griechischen Zechgelage nachahmen, aber ohne daß sie es merkten, entschwand unter ihren rohen Händen der Geist der Poesie, der unter dem jonischen Himmel Alles durchathmete. Die lukullischen Schmausereien, die widerlich sinnlichen Trinkgelage der Cäsarenzeit konnten nur die poetische Blume erniedrigen und ent- würdigen. Die Zeit der scheinbar größten Verehrung war gerade die Zeit der tiefsten Mißachtung der Blume. Zwar kann nicht geleugnet werden, daß i» gewissen Lebenslagen auch die Rosen- liebhaberei der�Röuier etwas Sinniges an sich hatte. So war es gewiß eine schöne Sitte, daß Kinder und Mündel, wenn sie ihren Eltern und Vormündern ihre Liebe und Achtung beweisen wollten, Rosenstöcke für diese anpflanzen ließen; auch daß sich die Sieger mit Rosen schmückten, ist gewiß von poetischem Geiste - durchweht. Die Soldaten der achten Legion, die unter Scipio zuerst das karthaginienische Lager erstürmt und das Panier des feindlichen Heerführers erobert hatten, trugen bei dem Triumph- zuge in Rom Roseuzweige in den Händen und bemalten später zum Andenken hieran ihre Schilder mit Rosen. Auch der jüngere Scipio, der Zerstörer Karthagos, fuhr bei seinem Siegeseinzuge in Rom auf einem mit Rosen geschmückten Wagen, und die Legion, die zuerst die Mauern der Stadt erklommen, marschirte gleich hinter ihm her und hatte Schilder und Waffen mit dieser Blume geschmückt. Auch den Todten waren Rosen geweiht. So flehte Marcus Antonius, als er in den Armen Kleopatra's seinen Geist aushauchte, man möchte seinen Grabhügel alljährlich mit Rosen schmücken. Aber verschwindend sind diese Bilder einer würdigen Verehrung gegen die rafsinirte Verschwendung der Rosen im sonstigen Leben. Namentlich zur Winterszeit liebte das sinn- licher Ueppigkeit ergebene römische Volk die Rosen, und weil es diese in Italien zu dieser Zeit nicht immer haben konnte, so ließ es Schiffsladungen voll aus Egypten kommen. In Alexandrien waren eigne Rosenhändler, die den Transport leiteten und durchweg sehr bald zu großem Reichthum gelangten. Jene � berüchtigten römischen Wüstlinge, die aus Rafsinirung der Sinnen- genüffe ein förmliches Studium machten, hatten bald heraus- gefunden, daß cö sich angenehm auf mit Rosenblättern gefüllten Ruhekissen träume. Alsbald gehörte es zu den allgemeinen . Kennzeichen wahren Reichthums, daß Tischpolster und auch das Nachtlager mit süß duftenden Rosenblättern gepolstert waren. Autiochus schlief selbst im Winter auf Rosen, und Viele wollten nicht hinter ihm zurückbleiben. Ein Mann, der die Kunst erfunden, ! auch Rosen im Winter zur Blüthe zu bringen, wurde hierdurch so reich, daß er sich eines Tages— zur Zeit des Kaisers ' Domitian— die übermüthige Frage erlaubte, was ganz Rom koste— er wolle es kaufen. Noch widersinniger erscheint es uns, daß römische Wüstlinge zu ihrem Bade Rosenwasser ver- wandten. Heliogabal ließ sogar all seine Fischteiche mit Rosenwasser füllen, damit die Fische seinem leckern Gaumen wohl- schmeckender werden sollten! Dies hat ihm aber auch den Ruhm des großartigsten Verschwenders seiner Zeit eingebracht, worauf er sich gewiß nicht wenig zu gute thu» würde, wenn er das Urtheil der richtenden Nachwelt vernehmeu könnte. Doch welche Verschwendung war erst bei den römischen Trink- gelagen zu verspüren, fußhoch war der Fußboden mit Rosen bedeckt, ' in wilder Wollust wanden die Schwelger Rosenkränze um ihre Becher ' und auch um das eig'ne Haupt. Nach Winkelmann sollte dies ein Symbol der Verschwiegenheit sein und vor Plauderhaftigkeit warnen, wie wir dieser Deutung auch schon bei den gemülhvollen griechischen Festgelagen begegneten. Bei einem Bankett, welches Kleopatra ihrem Liebhaber Antonius gab, kosteten die Rosen- blätter, die 2 Fuß(cubitus) hoch auf den« Boden lagen und mit Netzen überspannt waren, über 300l) Mark, wie wir der„Sy- i nopsis" von Leunis entnehmen. Auch Kaiser Nero verschwendete bei einem berühmten Gastmahle allein 4 Biillion Sesterzien (a 15 Pfennige) für Rosen, die aus Asien herbeigeschafft wurden. Am weitesten trieb es hierin wieder der schon oben erwähnte Heliogabal, der auf seine Gäste eine solche Maffe von Rosen- blättern herabfallen ließ, daß manche von den Gästen, die sich nicht durchzuarbeiten vermochten,— erstickten. Nein, solche Ver- schwendung ist nimmermehr eine Verehrung, ist eine Berachtun> und Entwürdigung der Blumenkönigin, wie sie zu keiner Zeit 1 sonst stattgefunden. Ein mit Rosen bekränzter Mensch ward durch diese tolle Wirthschaft gleichbedeutend mit einem Trunkenbold, einem Gchwelger. Doch nur zur Zeit des Friedens durften sich die Alten mit Rosen schmücken. Nach Pliuius wurde ein Geldwechsler, der zur Zeit des zweiten punischen Krieges auf dem Vorsprunge seines Hauses mit einem Rosenkranz erschien, auf Befehl des Senats in's Gefängnis; geführt und erst nach erfolgtem Friedensschlüsse wieder entlassen. (Fortsetzung folgt.) 287- Major Davel. Eine biographische Skizze aus der Schweizergeschichte des vorigen Jahrhunderts. Von Robert Schwcichel. (Fortsetzung.) Keine Ahnung stieg in ihm auf, daß sein Plan gerade in dem Punkte scheitern sollte, auf den er verkaute; daß gerade die Demoralisation, aus der er seine!t'audslcutc retten wollte, die Stimme der Freiheit, an die er appellirte, erstickt hatte. Es bedurfte anderer, gewaltigerer Ereignisse, um den Sinn der Un- abhängigkcit aufzurütteln; erst dem Feuer der Französischen Revolution gelang es, die Schlacken der Entwürdigung auszu- brennen und die in Selbstsucht gesonderten Elemente in Eins zu schmelzen. Der offizielle Beschluß des Rathes bestätigte Davel in seiner hoffnungsvollen Sicherheit. Es ward ihm Alles versprochen; seine Leute sollten logirt werden, nichts ihnen mangeln. Vier Rathsherren waren ernannt, um mit ihm in Verbindung zu treten. Am folgenden Tage sollte von Erousaz über das Eon tingent von Lausaune Revue halten und die geeigneten Truppen zu einem weitern gemeinschaftlichcu Schritte mit ihm aussuchen. Für diesen Abend aber bot ihm und seinen Offizieren die Statt ein Festmahl an. Doch der geheime Beschluß der Zweihundert ging dahin, daß der Controleur von Erousaz alle militärischen und sonst erforderlichen Maßregeln ergreifen sollte, um die Re- bellion zu ersticken und daß der Rath von Severy augenblicklich mit der Botschaft Dessen, was sich in Lausanne zutrage, und der Ergebenheitsversicheruiig der Zweihundert nach Bern abreisen sollte. Für die Sache der Freiheit hatte sich keine Stimme im Rathe erhoben und Diejenigen, die in der Angelegenheit des Eon- sensus sich gerade am schärfsten gegen Bern ausgesprochen hatten, waren jept am eifrigsten,„ihr Entsetzen über diesen Rebellen und ihre Unterthänigkeit gegen Ihre Exccllenzen auszudrücken." Es waren eben die Doktrinäre der Freiheit, die stets als deren Vor boten auftauchen und die von der Bewegung unter die Füße geworfen werden. In aller Stille hatte der geheinie Beschluß der Zweihundert inzwischen seine Früchte getragen; Erousaz hatte seine verdienst- volle Thätigkeit begonnen und 30— 40 Mann unter dem Befehl eines Lieutenants in das Schloß geworfen, das sich hinter der Kathedrale auf derselben Höhe erhebt, und seine Boten durch- flogen die Dörfer seines Militärbezirks, um soviel Mannschaften als möglich zu versammeln und während der Wacht vor die Thore ber Stadt zu führen. Die Bewachung derselben ward den Bürgern anvertraut. Was aber eigentlich im Werke sei, wußte außer den Betheiligten Niemand. Davel's Truppen, die man im Einver- ständniß mit ihrem geliebten Führer fürchtete, wurden soviel als Möglich bei ihrer Einquarlirung zerstreut; ihren Offizieren wies Man in den entgegengesetzte» Vorstädten Wohnungen für die Nacht an. Bei dem Festmahl war man sehr heiter, mit Ausnahme Davel's, der seiner Gewohnheit gemäß sehr mäßig aß und trank. Utn 10 Uhr zog er sich mit seinem Wirthe, dem Eontroleur von Erousaz, in dessen Wohnung zurück, wo sie bis Mitternacht in e'ftigem Gespräche zusammenblieben. Davel ergänzte in dieser llnterredung, was noch über seinen Plan zu sagen war. Lausanne sollte das erforderliche Geld vorschießen und sich von der ersten Beute bezahlt machen. Schon im Schlosse hoffte er genug zu unden. Die Truppen sollten am folgenden Morgen einen dop- pelten Sold- erhalten und einige Detachcments abgeschickt werden, um die Steuerkassen und die Kassen der Salinen in Beschlag iu nehmen, während er mit Erousaz nach Moudon marschiren wollte, um es da wie in Lausaune zu machen. Von Guniineu aus sollte dann das Manifest und sein Sendschreiben an die Städte des Waadtlandes erlassen und ein Bevollmächtigter an ssreiburg, das er seinem Vorhaben nicht abgeneigt glaubte, ge- mudt werden, lieber die Form der neuen Regierung hatte er "Üft nachgedacht; dazu hoffte er noch Zeit zu finden. Vorläufig sollte ihm der Oberbefehl über sämmtliche Truppen übergeben werden und von Erousaz sein Lieutenant sein. Gegen diesen kehrte er auch in dieser Unterredung die materiellen Bortheile heraus, die ihm sich bieten würden und versprach, seinen Vater, der damals Bürgermeister von Lausanne war, zum General- Schatzmeister des Waadtlandes zu machen. Einigen Bedenken des Eontroleurs hielt er seine Popularität, seine Kriegserfahrungen und den Umstand entgegen, daß er die Leute lediglich von der Seite ihrer Interessen bei dem Unternehmen zu betheiligen suche. Die Abschaffung des Zehnten und anderer schwer drückenden Ab- gaben müßten sie ihm gewinnen. Erousaz gab Dem, was er später einen lächerlichen Plan nannte, seine Znstinimung und die Waffcnfreunde trennten sich für den Rest der Nacht. Eine Stunde später war bereits ein Brief des Eontroleurs nach Bern unterwegs, worin er ihren Excellenzen die Versicherung gab, sie dürften sich beruhige», Davel würde in einigen Stunden verhaftet, seine Truppen ent- waffnet sein. Die zitternde Handschrift desselben verräth die Auf regung des Schreibers. Die beorderten Milizen waren mittlerweile vor den Thoren von Lausanne angekommen. Um vier Uhr ließ von Erousaz sie herein und in Verbindung mit den Truppen der Stadt die wich- ligsten Plätze besetzen, während Davel's Soldaten, die ebenso wenig wie jene wußten, was alles Dieses zu bedeuten habe, sich auf ihre Posten vom vorigen Tage begaben. Zur selben Zeit traten die Herren Polier von Bottens und Gaudard von Vinci in Davel's Wohnung,„um die weitern Maßregeln zu berathen." Der Major, schon in voller Uniform, ließ sich gegen sie in glei- cher Weise wie gegen Erousaz aus. Er sprach dgvon, direkt auf Moudon zu marschiren und auf ihre Frage, was er dort beab- sichtige, antwortete er:„Dasselbe was in Lausanne: die Truppen aufbieten, und da Herr Tacheron, der Major jenes Militärbezirks, gegenwärtig in Morges sein muß, so will ich ihn auf der Stelle ersuchen, sich mit mir hier in Lausanne zu verbinden." Er ergriff die Feder und schrieb sofort. Kaum hatte er den Brief geschlossen und den. Rathsherren zur Beförderung übergeben, als die Meldung kam, daß die Truppen unter den Waffen ständen. Von den Rathsherren und seinen Hauptleuten gefolgt, eilte er hinab und schwang sich auf sein Pferd. In demselben Augenblicke trat ihm der Stadthauptmann, Major Descombeö, an der Spitze seiner Compagnie mit den Worten entgegen:„Herr Major, Sie sind mein Gefangener." „Sie sind im Jrrthum, mein Herr," antwortete Davel. Doch die Mienen der Rathsherren verriethen ihm das Gegentheil. „Wie, meine Herren," rief er,„hat der Rath seine Meinung seit gestern geändert?" Die Herren gaben eine ausweichende Antwort; noch jetzt suchten sie ihn zu täuschen.. Als man ihn aber darauf hinderte, mit seinen Hauptleuten zu sprechen, da erkannte er, wie die Sachen standen. „Ich sehe wohl," rief er,„ich werde das Opfer dieses Handels sein! Aber gleichviel, er wird meinem Vaterlande wenigstens einigen Vortheil bringen." Mit diesen Worten gab er seinen Degen ab und folgte der Wache, die ihn auf Umwegen nach dem Schlosse brachte. Gegen sieben Uhr Morgens langte er dort an. In seinen Mienen war keine Bewegung zu lesen und weder die wüthenden Vorwürfe, mit denen man ihn nun überhäufte, noch die Ketten, mit denen man ihm Hände und Füße beschwerte, noch daß man ihn zwang, seine reinliche Kleidung gegen Lumpen zu vertauschen, die man eben auf dem Trödelmarkr gekauft hatte, vermochten seine stoische Ruhe zu erschüttern. DaS Gefängniß, welches Davel angewiesen erhielt, war wohl vergittert. Zum Ueberfluß ward er noch mit einem Fuße an die Mauer gekettet und eine Wache von vier Mann mit gezogenen Degen mit ihm eingeschlosien, während ein gleich starker Posten vor der Thür aufgestellt wurde. Davel's Truppen wurden ohne Schwierigkeit aufgelöst und heimgeschickt. Die beiden Hauptleute, Männer von Muth, doch ohne Charakter und geistige Befähigung, erhielten vorläufig Stadtarrest. Später wurden sie gefänglich eingezogen, doch nach der Aburtheilung Davel's wieder entlassen, wie auch Tacheron, zu dessen Verhaftung Davel's Brief Veranlasiung gab. Uualaba. (Nach cincc Mitthcilung Livingstonc's.) Im Reich des Mittags, wo die Neger wohnen, Treibt der arab'sche Händler eine Schaar, Von Emgebornen durch die sand'gen Felder. Von ihrem Herd, an dem ein freies Leben Mit Weib und Kind sie führten, hat die List Des Händlers sie gelockt, und feile Schergen Bezwangen meuchlings der Geläuschlen Kraft. Gekoppelt gehen sie am schweren Zähmstock � Und dem gekrümmten Rücken droht die Peitsche. Da lagern auf der Flur zwei schöne Knaben. Es hat das Spiel von ihrer Eltern Hütten Sie weggeführt und einer Palme Schatten Gewährt den Müden stärkende Erquickung. „Geht hier der Weg zum Strome?" fragt die Knaben Der Händler.„Kommt und weiset mir die Richtung Zum breiten Strom, zum großen Lualaba." Und eine Perlenmuschel zeigt er ihnen: „Die werd' ich euch dafür zum Lohne geben." Die Knaben springen froh der Schaar voran, Dann weisen sie und deuten nach dem Wasser: „Nun gib uns die versprochne Perlenmuschel." Der Händler aber saßt sie treulos an Und wirft ein Joch auch über ihren Nacken. Im Uferschilfe nimmt ein Floß sie auf, Das bald des Stromes Rücken sich vertraut. Langsam gewinnt das Floß den fernen Strand Des breiten Stroms, des großen Lualaba. Der Händler ruft, wie sie das feste Land Betreten:„Nun, ihr Knechte, nehmt das Joch Vom Haupt der Schwarzen!" Und er lacht mit Hohn: „Den Schwimmer möchl' ich einmal kennen lernen, Der keck des Lualaba Breite mißt. Zum Scherze last' ich euch jetzt aufrecht gehn Wie freie Männer, Sklaven bleibt ihr doch." Da greift die Sehnsucht mächtig an das Herz Der Neger. Zitternd durch die Luft ertönt Der Knaben und der Männer Wehgeschrei. Nie werden sie die Heimath wiederjehn; Sie und ihr Same» dulden cw'ge Schmach. Mit der Verzweiflung Muth erhebt die Schaar Sjch gegen die Bedränger und zurück Zum Strome sucht ein Jeder zu entfliehn, Den Tod nicht achtend, uvo die Knechtschaft dräut Ein Theil entkommt und wirft sich in die Flnth Die Armen! In den endlos breiten Wellen Erlahmt die Sehne, ihre Leichen zieht Der Strcün gleichgiltig-grausam in die Tiefe. Die Andftil ringen mit dem Troß der Knechte- Und fülll�t bald auf's neu' des Zähmstocks Wucht: Gebeu�en Leibes setzen sie den Marsch, Den langen Trauermarsch zum Meere fort. Da fällt auf einmal Einer aus der Schaar Zur Erde nieder, neben ihm ein Zweiter, Bald liegen Alle seufzend, regungslos. Der Peitsche Hieb, der Knechte Faust versucht Umsonst, die Hingestreckten aufzutreiben. Entsetzt ist selbst der Händler ob dem Anblick. ,,O sagt, was ist euch!" ruft er bebend aus. Tsie Neger aber zeigen nach dem Herzen. Und auch der Knaben kleine Hand preßt noch Die Stelle, wo das junge Leben schlug. Starr wird die Hand, der Stern des Aug's nßschi Die Neger starben am gebroch'nen Herzen. Verantwortlicher Redatteur: W. Liebk»echt in Leipzig.— Die Nachricht von der Verhaftung Davel's und seinem Vor- haben durchflog mit Blitzesschnelle das Land, überall die größte Aufregung verbreitend. Aber überall trafen auch die Behörden sofort die sorgfältigsten militärischen Vorkehrungen, und als am Abend des 2. April der Schatzmeister von Watteville, jetzt zum Oberkommandanten des WaadtlandeS ernannt, von Bern in Lau- sänne eintraf, durfte er die Gefahr für beseitigt halten. (Fortsetzung folgt.) Die Vartholomäusnacht oder die Pariser Blnthochzeit. Den 18. August 1572 wurde in dem französischen Königspalast die Bermäh- lung der Schwester des Königs, Margarethe(Margot) von Valois, mit dem protestantischen Heinrich von Navarra gefeiert. Die Hochzcits-: k festlichkeitcn verhüllten die Vorbereitungen zum langgeplanten Massen- mord der Hugenotten(ftanzösischen Protestanten). Der 24. August war zur Ausführung bestimmt. Geleitet von seiner Mutter, der berüchtigten Katharina von Medici, gab der junge König Karl IX. selbst das Signal zur Metzelei, und feuerte, unter dem heiseren Ruf:'l'ue, tue! Drauf! Schlagt sie todt! mit eigner Hand aus dem Fenster des Louvre auf die stiehenden Hugenotten. Diesen Moment stellt unser Bild' (Seite 285) dar. Ter König hat grade gefeuert, noch dringt Pulverdampf aus seiner Mordwaffe; er sieht, ob er sein Opfer auch gut getroffen, � und wird im nächsten Augenblick die zweite, schußfertig dastehende I Muskete ergreifen. Das ältere Weib, welches mit befriedigtem Lächeln, I wenn auch etwas erschreckt, ihm zuschaut, ist seine Mutter, und das junge Weib auf dem Lehnsessel, das angstvoll die Hände ringt, seine sechs Tage vorher vermählte Schwester, veren Mann in einem anderen Zimmer gefangen gehalten und vor die Alternative gestellt wird: Die Messe oder der Tod! Er wählte bekanntlich die Messe. Das Gemetzel dauerte zwei Tage lang, und zwar nicht blos in Paris, sondern in allen Städten Frankreichs mit protestantischer Bevölkerung. Nach der niedersten Schätzung wurden damals 30,000 Hugenotten ermordet, nach anderen Angaben 70, ja 100,000. Die Wahrheit dürfte wohl in der Mitte liege),. Und dieses greuliche Verbrechen wurde verübt im Namen der monarchischen Staatsallmacht, im Namen Gottes, im Namen der Religion, der Religion der Liebe! * * Noch einmal der„Künstler der Gommnnc". Es war im. Frühsommcr 1870, als ich den Namen Courbel zum erstenmal hörte, und zwar gelegentlich der alljährlichen Ltunstausstellung im Industrie-? Palast in Paris. Daselbst errang Courbet durch seine Arbeit den ersten oder— ich weiß nicht mehr genau— einen der ersten Preise. Auf eine solche Auszeichnung war bisher stets von Seiten des Kaisers das Kreuz der Ehrenlegion erfolgt, und— wohl oder übel— man schloß Courbel nicht aus. Courbet hatte freilich keine andere Wahl, als das„rothe Bändchen" einfach zurückzuweisen. In den Journalen der Bourgeois-! demokralie fand diese Handlungsweise damals großen Beifall. Mit Courbel's Thätigkeit während der Commune war die„liberale" Bour- geoisie nicht so zufrieden.— War diese Handlungsweise Courbel's seiner politischen Gesinnung nach auch nur selbstverständlich, so bildet sie doch einen wohlthnenden Gegensatz zu dem Benehmen unserer „deutschen Bettelpatrioten" gegenüber Napoleon. X. Sprüche' aus dem Munde der Völker. ' Gesammelt von Z. 3. (Franzötisch.) Fol est tenuc en l'Kvaugile, qui a le clioix et prend le pire. Ein Narr, sagt's Evangelium, Ist, wer da wählt, und wählet dumm. Deeretales Sont la vraie pierre pliilosopbalo. t Der Macht Dekrete, liebes Kind, Der wahre Stein der Weisen sind. 1. allem- ne greve point, quand on y prend plaisir. Die Arbeit selbst ist keine Last, Wenn sie gefällt und wenn sie paßt. II n'est martyre que d'amour. Ob uns auch heilig bliebe, Wer für den Glauben lebt und stirbt? Den schönsten Heil'genkranz erwirbt Ein Märtyrer der Liebe. 'ruck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig.