Nr. 226. V Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs: Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. An die Parteigenossen! Sonntag, den 27. September 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. gesagt, die Einheit Deutschlands kreuzte diese Die russische Anleihe.uffischen Pläne, aber die kurzichtige Politik, die uns Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 11. SepNachdem seit Wochen die Gerüchte von einer neuen dauernd mit Frankreich überwarf und es bis heute tember, in der wir, im Anschlusse an die in Berliner Versamm russischen Anleihe in Höhe von 600 Millionen Franks durch nicht verstand, zwischen den beiden ersten Kulturnationen lungen erhobenen Anklagen gegen den Parteivorstand und die die Presse schwirrten, Gerüchte, die wesentlich die Grund- des europäischen Kontinents, die beide, nach dem Wortlaut Reichstags- Fraktion die Herren von der Opposition aufforderten: lage für die beunruhigenden Nachrichten bildeten, die seit der Thronrede des Königs Wilhelm anläßlich der außer dem sich förmlich überstürzten und Europa am Vorabende ordentlichen Reichstagssession im Juli 1870, zu einem heil " ihre Anschuldigungen genau zu formuliren und unter Bei- eines großen Kriegs erscheinen ließen, ist seit einigen Tagen ſameren Wettkampf berufen sind, als zu dem blutigen der fügung des nöthigen Beweismaterials dem Erfurter Partei- bekannt, daß diese Anleihe in Paris perfekt geworden ist. Waffen", ein dauernd freundschaftliches und friedliches tag zu unterbreiten," Die Bedingungen, unter welchen Rußland seitens der Verhältniß herbeizuführen, trieb Frankreich Rußland in haben mehrere Genossen, welche selbst nicht auf dem Boden der französischen Bourgeoisie seinen Pump erhält, sind verhält die Arme. Deutschland und Frankreich einig und verbündet und Opposition stehen, aber gerade um deswillen den Anhängern der nißmäßig sehr günstige, namentlich wenn man damit den Letzteren keinen Vorwand für die Behauptung bieten möchten, Stand der gleich hoch verzinslichen 3 prozentigen preußischen der Weltfriede ist gesichert, der Kulturfortschritt auf allen und deutschen Reichsanleihen vergleicht. Diese Thatsache Gebieten feiert seine höchsten Triumphe. Deutschland und als sei ihnen keine Gelegenheit geboten worden, alle ihre Anschuldigungen und die dafür vorhandenen Beweis- legten Jahren wesentlich seine Finanzen konsolidirte Unkultur und der Barbarei, bedeutet den permanenten ihre Anschuldigungen und die dafür vorhandenen Beweis- barf an sich nicht überraschen. Daß Rußland in den Frankreich uneinig und feindlich bedeutet den Triumph der stücke zur Kenntniß der Delegirten zu bringen, die Frage auf- und dadurch an Kredit gewann, ist nur eine der Kriegszustand, endend in der allgemeinen Menschenschlächterei Ursachen, die seinen finanziellen Erfolg in Paris ihm und dem Massenbankerott. Daß es so sein und werden mußte, sah Jeder ein, der Auf welchem Wege die Herren der Opposition ihre ficherten. Die andere und ausschlaggebendere ist, daß das Anschuldigungen vor den Parteitag bringen tönnen und latente Bündniß, das seit dem Schluß des deutsch- porurtheilsfrei zu denken vermochte. Das sahen nur die welches Organ zu ihrer Vertretung ihnen dort zur Ver- französischen Krieges in der Luft lag, jetzt zu einem öffent- ien igen nicht ein, die der giftige Haß gegen das Mutterlichen und thatsächlichen geworden ist, über das die Tage land der Revolution" geistig blind machte oder die von fügung stehe? von Kronstadt und die gleichzeitigen und nachfolgenden der Gloire auf den Schlachtfeldern Frankreichs geblendet russenfreundlichen Demonstrationen der französischen vergaßen, was sie einst selbst gelehrt, die deutschen Regierungsorgane, wie der französischen Bourgeoisie, auch reaktionären Staatslenker und die chauvinistisch gewordene deutsche Bourgeoisie. Diese beiden tragen in erster Linie bei dem Beschränkesten keinen Zweifel mehr lassen. die Verantwortung für das was geworden ist und was weiter die Zukunft bringt. geworfen: Auf diese Anfrage können wir nur erklären, daß den Herren von der Opposition genau dieselben Wege offen stehen, ihre Anträge, Wünsche und Beschwerden vor den Parteitag zu bringen, wie allen übrigen Genossen. Anträge an den Parteitag sind nach den Bestimmungen unferer Organisation bei der Parteileitung einzureichen oder direkt auf dem Parteitag zu stellen. Am Tage des Gerichts wird ihr Schuldkonto beglichen werden. Und das Gericht naht ganz anders, als sie sich träumen lassen. Es ist so gekommen, wie die deutsche Sozial1870 und 1871 voraus gesagt hat. demokratie aber es fam, wie es kommen mußte. Der Verlust von Elsaß Vielleicht kam es etwas später so als man erwartete, Lothringen war die Wunde, welche die französische Bourgeoisie Beschwerden über die Parteileitung oder deren Geschäfts- und der größte Theil des von ihr beeinflußten Volkes nicht stand Europas treibt in einer immer rapideren Weise der großen Der mit dem Frankfurter Friedensschluß inaugurirte Zu führung nimmt aber das Mitglied der Kontrolleure August vergessen konnte und in dieser Feindschaft gegen Deutschland stand Europas treibt in einer immer rapideren Weise der großen Jacobey, Berlin N., Hochstr. 33, Hof III, entgegen. fand Frankreich in Rußland einen natürlichen Bundes- Ratastrophe zu. Seit zwanzig Jahren arbeiten die Bölker, Es steht den Anhängern der Opposition also frei, ob sie genossen. Rußland sah von jeher in einem großen Deutsch- um zu rüsten, und rüsten sie um zu arbeiten, bis sie endlich ihre Beschwerden zc. an die Parteileitung, die Kontrolleure oder dehnung seiner Herrschaft über ganz Europa durchkreuzte. ihrer materiellen Mittel angekommen sind. Heere von einer ihre Beschwerden zc. an die Parteileitung, die Kontrolleure oder land seinen Gegner, der ihm seine Pläne auf die Aus- am Höhepunkt ihrer Rüstungen und an der Erschöpfung direkt an das Präsidium des Parteitages einsenden wollen. Der Rußland hat seit der Niederwerfung des ersten Napoleon Größe, wie sie die Welt nie gesehen, ausgerüstet mit MordParteitag selbst wird dann über die ihm geeignet erscheinende seinen ganzen Einfluß aufgeboten, die deutsche Zerrissenheit werkzeugen, wie sie die Welt nie für möglich gehalten, stehen Form der Prüfung zu bestimmen haben. aufrecht zu erhalten, ein Bestreben, in dem es nur zu lange sich gegenüber, harrend des Moments, die geschaffenen Für eine ihnen geeignet erscheinende persönliche Vertretung durch die Kurzsichtigkeit des preußischen Junkerthums, Berstörungsmittel zur Feuerprobe zu bringen. Insbesondere hat auch Rußland unter Aufbietung ihrer Anklagen und Beschwerden auf dem Parteitag zu sorgen, das in Rußland den Hort gegen den europäischen Liberalismus und die europäische Revolution fah, aller seiner physischen, materiellen und geistigen Kräfte ist natürlich Sache der Anhänger der Opposition selbst, was unterstützt wurde. Rußland arbeitet seit arbeitet seit Menschen zu dem letzten großen Schlag, mit dem der Kehraus Europas ihnen um so leichter wird, als mehrere Angehörige der Opposition altern systematisch und mit einer Ausdauer und Zähig beginnen soll, sich gerüstet, anfangs materiell und moralisch als Bertreter nach Erfurt gewählt worden sind. keit, die alle Anerkennung verdient, darauf hin seine unterstützt durch dasselbe Deutschland, gegen das es die Wir haben zu dem Parteitag die Zuversicht, daß auf dem Macht über ganz Europa auszudehnen. In erster Linie Waffen weßt. Es war wieder der bornirte junkerliche selben die erhobenen Anschuldigungen gründlich geprüft und die sucht es sich zum Herrn des Schwarzen und des Mittel- Geist, der Deutschland regierte und immer noch nicht be= Entscheidung ohne Ansehen der Person so gefällt wird, ländischen Meeres und der Ostsee aufzuwerfen, und im Besitz greifen konnte, welche Natter er am eigenen Busen nährte. wie es die Gerechtigkeit, die Ehre und das Interesse der Partei dieser Meere allmälig Europa zu umklammern und direkt Endlich zur Einsicht gekommen, als es längst zu spät war, oder indirekt sein Gebieter zu werden. Das sah schon schüttelte er die Natter ab, die nunmehr Frankreich begierig Napoleon I. voraus und darum seine ausdrückliche War- aufnahm und mit seinem Herzblut tränkt. nung vor Rußland, an die zu erinnern heute mehr als je am Plage ist. erfordern. Berlin, 26. September 1891. Der Parteivorstand. Feuilleton. Nachdrud verboten.) Er kehrt zurück! Driginalroman von Jean Mero3. [ 27 Zügen hob sich von dem weißen Häubchen vortheilhaft ab, und ungeberdig stahlen sich einzelne Flechten ihres goldblonden Haares unter der Hülle hervor. Für einen Augenblick schien es, als habe die Natur, selbst empört über das Schauspiel, das ihr die Menschen Augen vor Entrüstung flammten, mit ihrer durch den Blutverlust erschöpften aber erregten Stimme: Djamein Herr, ich bin Republikanerin, und Sie lag noch immer in Ohnmacht und nicht ein Athem- meine Freunde sind ehrliche Leute. Es ist schlecht von Ihnen, zug bewegte ihre Brust. Aber der geblendete Arzt war bald Herr Doktor, mir solche Dinge zu sagen, anstatt mich wieder Chirurg, seine Wißbegierde gewann die Oberhand. zu heilen. Gehen Sie und sehen Sie sich auf den Straßen Ohne ein Wort zu sagen, zog er die Decke zurück, ent- und auf den Barrikaden die blessirten Soldaten fernte vorsichtig den am vorhergehenden Tage angelegten an. Dann erst sagen Sie mir, ob die Republikaner einen einzigen derselben beleidigt haben... Es ist schlecht, es ist Verband und prüfte die Wunde. schlecht von Ihnen!... Er besaß Alles: Wissen, Ruf, Vermögen; aber er war Ehrgeizig und zwar von jenem kleinlichen und bemitleidensAls er die Ränder derselben, deren Aussehen nicht bewerthen Ehrgeiz, welcher die Schattenseite solcher bedeutenden denklich erschien, befühlen wollte, stieß Larirette einen tiefen Menschen ist. Für ein Ordenskreuz an den schon so wie so damit Seufzer aus und öffnete langsam ihre Augen, welche sie gut ausgestatteten Frack, für ein Lächeln, eine vertrauliche erstaunt über die große Schaar von assistirenden Schülern Aurede einer bedeutenden politischen Persönlichkeit hätte er schweifen ließ, die sich um ihr Bett drängten. Gemeinheiten begehen können. Und dieses unbeschreibliche Gefühl machte ihn zu einem geschworenen Feinde aller der jenigen, welche die menschliche Gesellschaft auf der Basis der Gleichheit begründen wollten. Dann bedeckte eine schwache Röthe ihre Wangen, als sie sich fast nackt vor diesen Menschen sah, vor diesen jungen Leuten, welche sie neugierig betrachteten. Sie wollte die Bettdecke wieder über ihren Busen Er zählte ungefähr 45 Jahre, war von mittlerer gut ziehen, aber der Chirurg hielt ihr die Hand zurück, indem gewachsener Figur, lebhaft, sein Gesicht noch jugendlich, er sprach: Laß das doch, Kleine, die Herren hier werden Dich während seine Haare bereits grau wurden infolge der gewaltigen geistigen Arbeit, der er sich unermüdlich widmete nicht verschlingen. Und in seinem rauhesten Tone setzte er theils aus Liebe zur Wissenschaft, theils aus Eitelkeit, denn hinzu: er wollte stets der unbestrittene und unbestreitbare Meister bleiben. Erschöpft war sie zurückgesunken, ein nervöses Bittern überlief ihren Körper. Der Chirurg war infolge der lebhaften Entgegnung, auf die er gar nicht gefaßt war, in Nachsininen versunken. Die Schwester war einen Schritt zurückgewichen und murmelte leise, während ihr Mund sich höhnisch verzog: -Kleine Natter! Der Chirurg hatte Lariretten's Bett verlassen, begleitet von seiner zahlreichen Schaar von Studenten, die sich unterhielten und in dem stillen Saal ein Geräusch machten wie ein Bienenschwarm. Die Besuchsstunde nahm ihren gewöhnlichen Gang, ein Bett nach dem anderen kam an die Reihe. Der Assistent war an dem Bett der kleinen BlumenNicht wahr, Du bist eine Republikanerin? Nun, händlerin geblieben und damit beschäftigt, die Wunde neu da siehst Du, was es heißt, sich unter diese Kanaillen zu zu verbinden. Er war etwas blaß und seine Hände zitterten An Larirettens Bett angekommen, blieb er stehen; die mischen, man gewinnt nichts dabei. ein wenig, während er unter großen Vorsichtsmaßregeln Schwester war respektvoll zur Seite getreten, um ihm Plaz Als Larirette ihre Freunde, ihre einzigen Freunde so be- und mit unendlicher Sanftmuth Sanftmuth die Schulter der zu machen. Nun schaute er sich die fleine Verwundete an. handeln hörte, als sie daran dachte, daß Mijoulet, den sie Kranken mit breiten Landwandstreifen umwickelte. Hinter Niemals hatte Larirette hübscher, reizender ausgesehen als so sehr liebte, durch diese Beleidigung mitgetroffen worden, ihm stand die Schwester, erfüllt von den bösen in diesem Augenblick. machte sie eine übermenschliche Anstrengung, die man von Gefühlen, welche in ihrem Herzen gährten, besonders aber Ihr lieblicher Körper zeichnete sich in den reinsten diesem Mädchen, das fast noch ein Kind war, nicht er von Eifersucht gegen dieses junge Mädchen, dessen Liebe Formen von unglaublicher Feinheit unter der Decke ab. wartet hätte. sie fannte, welche sie geliebt wußte. Sie hatte sich niederIhr niedliches Gesichtchen mit den ziemlich regelmäßigen| Sie richtete sich im Bette auf und rief, während die gesetzt und die Augen zu Boden geheftet starrte sie in unbeE e t. 1. 7, OL 18 ms P. I. boten, ihren Born an ihnen ausgelassen, indem sie mit| Nach unserer Ansicht verdiente ein Beamter, der in solcher die großen Massen der für Kriegsrüstungen benöthigten, an der Fülle ihrer Gaben fargte und fast ganz Europa, in Weise gegen Deutschlands Lebensinteressen handelte, wenn den Markt geworfenen Staatsanleihen zur Verdauung zu erster Linie Rußland mit einer Mißernte bedachte. Aber auch nur aus Kurzsichtigkeit, daß er binnen vierundzwanzig bringen, ladet man die russische Regierung zu Gast bei den in der Konstellation, unter der Europa sich befindet, liegt Stunden seinen Posten verläßt, für den er sich als un- deutschen Sparern ein. Ist diese Maßnahme schon in in der Mißernte nur ein Grund mehr, den großen Schlag brauchbar erwiesen. Beiten guter wirthschaftlicher Konjunkturen und übermäßiger zu beschleunigen. Die Mißernte und die damit verbundene Dies unsere Ansicht in Sachen der russischen Anleihe. Blethora des Geldmarktes angesichts des vom Nothstand Theuerung steigern die schon aus Duhend anderen Ursachen Damit man uns aber nun nicht bezichtigt, wir seien fast ruinirten Rußland unfaßlich, so muß sie Jedem ein vorhandene Gährung und Unzufriedenheit der großen Wassen. in dieser Frage ganz gegen unsere Gewohnheit Patrioten" Schütteln des Kopfes ablocken, der den Erlaß des Ministers Diese wachsende Gährung und Unzufriedenheit im Innern geworden und hätten uns gar von dem Appell der Kreuz des Innern unterm 8. d. M. betrachtet. durch einen großen Schlag nach Außen abzulenken, ist eines Beitung" an den„ Patriotismus" der Bresse fangen lassen, Die Verfügung betrifft die Einnahmen ausländischer der beliebtesten Mittel reaktionärer Regierungen. Und die wollen wir folgendes erklären: Versicherungs Gesellschaften und besagt, daß fortan die inneren Zustände Rußlands find allmälig auf einem Wir sind Deutsche so gut wie die Herren von der Re- in Breußen fonzessionirten ausländischen LebensversicherungsPunkte angekommen, 100 ein solcher Blizableiter gierung und die Angehörigen der herrschenden Klassen, die Gesellschaften die Hälfte ihrer aus dem preußischen Versich empfiehlt. Ein anderer Grund ist, daß die längere sich mit Vorliebe als Patrioten, bezeichnen. Der deutsche sicherungsgeschäft fließenden Prämieneinnahmen nebst den Dauer der Mißzustände im Innern die materielle Leistungs- Boden, das deutsche Baterland gehört uns, der Masse min- aus der Belegung erwachsenden Zinsen in preußischen Konfähigkeit des Reiches derart untergräbt, daß ein längeres destens so gut wie jenen, und es gehört uns mehr. Greift sols anzulegen haben. Warten einer Vertagung des auswärtigen Kampfes auf Rußland, der Hort der Grausamkeit und Barbarei, der Diese Beträge müssen zur Eintragung in das StaatsJahre gleichkommt und damit ungeheuere Opfer, die für Feind aller menschlichen Freiheit, Deutschland an, um es schuldbuch angemeldet werden. Den Gesellschaften steht eine die nächste Gegenwart gebracht wurden, muylos gebracht zu zerstückeln und zu vernichten, so sind wir so gut und Verfügung über diese Beträge ohne Genehmigung des würden: Das Alles drängt zum Losbruch. Ob dennoch mehr dabei interessirt wie Jene, die an der Spize Ministers nicht zu. Unter den Jahreseinnahmen sind die nicht trotz alledem andere Faktoren in den Vordergrund Deutschlands stehen und seine Leiter und Lenker sind. Ein der Gesellschaft gezahlten Bruttoprämien zu verstehen. Den fich drängen, die den Losbruch im letzten Augenblick Sieg Rußlands bedeutet nicht nur die Zerstückelung und hier domizilirenden Gesellschaften ist diese Verfügung durch verhindern, ist bei den ungeheuren Gefahren, die ein Unterjochung Deutschlands, er bedeutet die Vernichtung ein Schreiben des Polizeipräsidenten vom 19. d. M. zur europäischer Krieg für alle Betheiligten im Gefolge hat, seiner Kultur und eine Zurückdrängung der sozialistischen Kenntniß gegeben; dieselben sind zur strengen Innehaltung nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich. Aber dann heißt Ideen auf unabsehbare Zeit, für deren Verwirklichung wir der Verfügung aufgefordert worden. aufgeschoben nicht aufgehoben und die ganze Situation streben und kämpfen. Die Bekämpfung, ja Bernichtung Durch solche Manöver sucht man dem sinkenden Staatsspißt sich nur noch mehr zu. jenes grausamen, barbarischen und kulturfeindlichen offiziellen kredit auf die Strümpfe zu helfen. Man übt einfach auf Sicher ist, daß Rußland alles auf das Losschlagen vor- Rußlands ist also unsere heiligste Aufgabe, die wir im Inter- fremde, hier Geschäfte treibende Gesellschaften einen Zwang bereitet hat und daß die Anleihe, die jezt nach wochen- esse des unterdrückten und geknuteten russischen Volks selbst aus, indem man ihnen vorschreibt, daß sie ihre langen Verhandlungen mit den französischen Bankiers end- bis zum letzten Athemzuge erfüllen werden. Und kämpfen wir Anlagen in patriotischen Werthen zu machen haben. Solche lich zu Stande kam- ein Beweis, daß man auch dabei Seite an Seite mit jenen, die heute unsere Gegner Mittelchen waren bei uns bisher nicht beliebt. In Frankin Frankreich der Gefährlichkeit der Situation sich sind, nun so thuen wir es nicht um sie und ihre Staats- reich freilich schreibt der Minister schon sehr lange den bewußt ist nicht eine Nothstandsanleihe, sondern und Gesellschaftsordnung zu retten, sondern um Deutschland Sparkassen und Bostanstalten 2c. vor, welche Sorte von eine Kriegsanleihe ist, obgleich sie als Mothstands- überhaupt, das heißt uns selbst zu retten und um einen Staatsrenten sie zu poussiren haben. Bei uns war dies anleihe angelfindigt wurde und vielleicht wider Willen als Boden von einem Barbaren zu befreien, auf dem wir einst Prinzip noch fremd. Doch wie er sich räuspert und wie er Nothstandsanleihe benutzt werden muß. unser eigenes Gesellschaftsideal zu verwirklichen gedenken. spuckt, scheint Herr Miquel dem französischen Finanzminister Aber wie dem sei. Sicher ist, daß Deutschland nicht Von diesem Gesichtspunkte aus bekämpfen wir Ruß schon abgeguckt zu haben. Db's aber helfen wird? Das ist nur keine Ursache hat, eine russische Anleihe zu unterstüßen, land als unseren Todfeind und bekämpfen wir alle jene, die eine andere Frage. Und nicht bejahen möchten wir sie im daß es vielmehr alle Ursache hat, soweit dies ohne wie jene Berliner Bankhäuser, die Schamlosigkeit befizen, Angesicht der Kriecherei vor Rußland und der bevorstehenden Provozirung eines auswärtigen Konflittes möglich ist, das dem Todfeinde Deutschlands die Mittel zu seiner Vernichtung neuen Forderungen für die Senkgrube des Militarismus." Zustandekommen einer russischen Anleihe an die Hand zu geben, zu hintertreiben. Ob Kriegs- oder Nothstandsanleihe, in dem einen wie in dem anderen Falle ist die Anleihe darauf berechnet, den Todfeind Deutschlands, A, B. das grausame, barbarische und heuchlerische Dolitische Leberlichk. häuser, die sich zur Entgegennahme von Zeichnungen Berlin, den 26. September. Der kgl. preußische Ober- Konsistorialrath, Wir wissen nicht, mit welchem Rechte der Einsender der vorstehenden Mittheilung so bestimmt von dem„ geradezu aufdringlichen Angebot deutscher Gelder an das Barenreich" spricht. Meint er damit die zwei Berliner BankRußland, den gefährlichsten Feind der europäischen auf die neueste russische Anleihe herbeigelassen haben, so ist Kultur, zu stärken und zu stüßen. Und da betrachten wir sein Urtheil kaum gerechtfertigt. Daß ein solches Angebot es nicht nur als eine selbstverständliche Pflicht der deutschen aber gar offiziell begünstigt worden sein soll, halten wir Reichsregierung, zum mindesten nichts zu thun, was die der so entschieden gegen eine künstliche Vertheuerung der bis zur Beibringung des Beweises für nicht wahrscheinlich, Pläne Rußlands unterstützt, sondern auch als die erste Lebensmittel sich ausgesprochen und auch gegenüber dem würden es aber alsdann fiche unseren heutigen Leiter Pflicht eines jeden Deutschen, vor dem offiziellen Moskowiter- Regenten kein Blatt vor den Mund genommen hat( vgl. mit dem Einsender vorstehender Mittheilung auf das thum die Taschen zuzuhalten und die Betheiligung unseren Artikel in Nr. 222), ist nicht etwa, wie die Mucker Entschiedenste verurtheilen. an einer russischen Anleihe als eine mora und Feudalen gerne glauben machen möchten, eine legendäre Iisch ehrlose Handlung anzusehen. Was den zweiten Theil der Mittheilung betrifft, den Was wir hier sagen, sollte so selbstverständlich sein, zu zügeln, sei nun noch mitgetheilt, daß der Ober- ein wenig anders. Thatsache ist, daß eine Reihe solcher Gestalt. Um den zürnenden Eifer etwelcher Pastorenblätter Erlaß des Ministers des Innern, so beurtheilen wir diesen daß man kein Wort darüber zu verlieren nöthig hätte. Konsistorialrath, welcher ihre Galle so erregt, schon länger ausländischer Versicherungs- Gesellschaften, namentlich ameri Aber siehe da, was geschieht? Wie die Spazen von den als hundert Jahre unter dem Rasen liegt, und daß die tanische, in Deutschland riesige Geschäfte machen, ohne daß Dächern pfeifen, find es zwei Berliner Bankhäuser, das dem König Friedrich II. von Preußen gewidmete Schrift, die Sicherheit besteht, daß sie ihren Verpflichtungen unter Haus Mendelsson u. Comp. und Warschauer der wir jene Stelle entnahmen, bereits 1741 erschienen ist. allen Umständen nachkommen können. Wenn daher die Reu. Co., welche die Schamlosigkeit begehen wollen, Es ist das berühmte Werk Süßmilch's: Die göttliche gierung verlangt, daß zum Schuße der betheiligten deutschen die russische Anleihe auch in Deutschland zur Zeichnung auf Ordnung in den Veränderungen des menschlichen Geschlechts, Staatsangehörigen wenigstens die möglichste Sicherheit gezulegen. aus der Geburt, dem Tode und der Fortpflanzung er botex wird, kann man ihr das nicht zum Vorwurf machent. Wir wissen nicht, ob in irgend einem Lande Europas wiesen." In der vierten Ausgabe aus dem Jahre 1775 Sind dabei auch noch Nebenabsichten vorhanden, wie sie der ein paar Bourgeois eine solche Handlung begehen dürften, findet sich der anstößige Passus Band I, S. 152 und 153. Einsender hervorhebt, so thut die preußische Regierung ohne vor der Gefahr zu stehen, gelyucht zu werden. Die Lebte der Verfasser noch, dann hätten wir nicht mit lachen genau was die französische in viel höherem Grade thut. Deutschen sind höflicher und geduldiger und so werden sie dem Muthe sagen können, daß die Klerisei ihm nichts an- Es zeigt sich eben, daß sowohl in Frankreich wie in Deutschsich damit begnügen, die Zeichnungsbogen jener Bankfirma haben werde. Sie versteht es, weißen Raben die Schwung- land die Bourgeoisie sich zwar als den Erbpächter des unbeschrieben zu lassen. federn auszuraufen, mögen sie nun Göhre oder Johann Patriotismus gerirt, sich aber sehr hütet, ihrerseits durch " Aber es geschieht noch mehr. Jene Herren sagen Beter Süßmil ch heißen. Süßmilch, Süßmilch, ver- eventuelle Opfer diesen Patriotismus zu bethätigen, obgleich Jedermann, der es hören will, was sie zu thun beabsichtigen ehrter Reichsbote", sollte das nicht ein verkappter Jude gerade Niemand mehr wieder wie die Bourgeoisie an der finde die Billigung der Reichsregierung, speziell des Reichs- sein? Aufrechterhaltung des heutigen Staates interessirt ist. tanglers. Wir sind in Deutschland an starke Dinge ge " wöhnt, namentlich auch von offizieller Seite, wie die ,, Die krampfhaftesten Versuche, den auf der schiefen Ueber eine Unterredung mit einem preußischen Haltung der Reichsregierung in der Kornzollfrage beweist. Ebene befindlichen Staatskredit des Deutschen Reiches zu Staatsmanne, die ein hiesiger Schriftsteller gehabt haben Aber daß nach alledem, was in den letzten Jahren heben," so wird uns von sachverständiger Seite geschrieben, will, weiß die Bolts- 3tg." Näheres zu berichten. Das zwischen Rußland und Deutschland vorgefallen ist, fallen merkwürdiger Weise zusammen mit einer anderen Gespräch betraf natürlich zuerst das Verhältniß zu Frankund nachdem es ganz unzweifelhaft fest steht, daß die neueste Thatsache, nämlich dem vom national- wirthschaftlichen Ge- reich und Rußland und dann unsere Partei. Hierrussische Anleihe nur gegen Deutschland und gegen deutsche fichtspunkte aus geradezu unverständlichen aufdringlichen über soll der Staatsmann sich folgendermaßen geäußert Interessen Verwendung finden kann, ein Vertreter der Angebot deutscher Gelder an das Zarenreich. Während der haben: Reichsregierung zur Betheiligung an der russischen Anleihe Kurs unserer heimischen Anleihen immer weiter abwärts ermuntert, das halten wir denn doch für unmöglich. strebt, weil die Sparkraft des Volkes nicht im Stande ist, Wir verfolgen diefen Standpunkt( des Nichtnachlaufens und Nichtbrusquirens), so fuhr er fort, auch in der inneren stimmte Träumerei versunken ins Leere. Während der eine seiner Hände ergriffen hatte und sie fest brückend ihm seine Beit seinen medizinischen Studien zu widmen sich vor Assistenzarzt den Verband anlegte, brauchte er etwas, was mit den Worten dankte: genommen hatte. ihm nicht bei der Hand war, er wandte sich deshalb an die D, wie ich Ihnen danke, wie ich Ihnen danke! Das Leben, welches er führte, war hart. Er bewohnte Schwester, um sie darum zu bitten. Die Nonne war hinausgegangen, ohne zu antworten, ein kleines, dunkles Zimmerchen, bei der école de medicin; -Liebe Schwester, ich möchte um einige Nadeln aber sie nahm sich vor, sich dadurch zu rächen, daß sie der seine Mahlzeiten nahm er nicht in einer Pension ein, sonBlumenverkäuferin das Leben schwer machte. Sie wußte dern in den Weinidirthschaften in Gesellschaft der Arbeiter. bitten. Er war Die Schwester erhob sich und an's Bett herantretend, in der That, daß sie Herrin, unumschränkte Herrin in Unter ihnen fühlte er sich wohl, besonders wenn er ihre reichte sie dem Arzt ein Nadelkissen. Als dieser es ge- diefem Saale war, daß sie unterstützt werde durch den Klagen hörte, sich in die Geheimnisse ihres Elends ein nommen hatte und sich gerade umdrehen wollte, um die Almosenier, ben Direktor und die ganze Ver- weihte und ihr offenes Wesen dem gezierten oder lärmenden Binden zu befestigen, legte ihm die Schwester die Hand waltung. Sie überdachte in ihrem ihrem Innern die Treiben der lustigen Studenten des Quartier Latin vorzog. auf den Arm. Ohne die Augen aufzuschlagen, sprach sie tausenderlei Quälereien und Demüthigungen, die sie der Und so hatte er, obgleich gebildet, distinguirt und von einer mit der flanglosen Stimme von Leuten, deren Herz todt zufügen konnte, welche da lag und zwischen dem Morgen- großen Feinheit der Manieren und Sprache an dem Volk ist, weil es nie geliebt hat, leise flüsternd: und Abendbesuch ihr überliefert war, ohne Schuß, ohne Kon- festgehalten. Sie sind zu gütig, sich so viel Mühe zu geben mit trolle. Der Assistenzarzt hatte seine Hand sanft dem schwachen Bisweilen wunderte er sich, daß alle diese Leute der Ardiesem Mädchen, mit dieser Republikanerin; sie hat, was aber innigen Druck des jungen Mädchens entzogen. Jetzt beit ihre Knechtschaft geduldig ertrugen. sie verdient, und Gott hat sie für ihre Ruchlosigkeit betrachtete er sie mit seinen großen schwarzen Augen, welche Republikaner, weil er beobachtet und nachgedacht hatte, bestraft. ihre gewöhnliche Sanftmuth wieder angenommen hatten. und die Forderungen derer, welche arbeiteten, begriff. Und Der Assistenzarzt drehte sich heftig um und sprach, Er war entzückt von Larirettens köstlicher Anmuth, von dann fab er auch flar ein, daß er und seine Eltern, die indem er seine schwarzen Augen auf die Nonne richtete, ihrem lebhaften und geistvollen Lächeln, von ihren strahlenden arm waren und Alles nur ihrer eigenen Thatkraft ver mit leichtem Bittern in seiner Stimme: Augen, welche nur Güte und Aufrichtigkeit verriethen. Er dankten, Opfer derselben Vorurtheile, derselben Mißbräuche Wie, liebe Schwester, Sie sprechen so, Sie, die Sie kannte weder Haß noch Groll und keines von den Vor waren; er wußte, daß alle von den Reichen abhingen, von sich eine barmherzige Schwester nennen? urtheilen der Bourgeoisie, der er angehörte. Er war freilich denen, welche nichts thaten und trotzdem gut lebten. Das ist häßlich, wissen Sie! aufgewachsen in dem kleinen Bürgerstand. Seine Eltern, kleine Gutsbefizer im Süden des Landes, bearbeiteten ihr An dem Tage, an welchem er sich die Frage stellte: Gütchen selbst. bie, welche alles machen, haben nichts, diejenigen nichts machen, haben alles Die Noune hatte eine ärgerliche Bewegung gemacht und wieder nach ihrem Rosenkranz gegriffen, indem sie zugleich ein Gebet aufing. an dem Sie hatten nur dieses eine Kind und darbten so viel welche nichts - Ja, es ist schändlich, sehr schändlich! Es schmerzt als möglich, um ihn Medizin studiren zu lassen. Sie achteten Tage, an welchem er in einen Krantensaal ge schon genug, daß unser Meister soeben in derselben Weise nicht auf ihre Anstrengungen, in dem sie ohne Unterlaß treten war und durch seine Güte die Kranken gesprochen hat. Für ihn und für uns giebt es und soll es arbeiteten und ihr Stückchen Land mit Hypothekenschulden zur Mittheilsamkeit angeregt hatte, nachdem er die uns in diesem Saale nur Stranke geben, welche leiden und darum belasteten, denn ihr kleines Gut brachte wenig ein. ergründlichen Abgründe des Elends und der Verzweiflung Pflege und Troft bedürfen. Paul Philibert dies war der Name des Assistenten erforscht, faßte er seinen Entschluß und schlug sich zur Partei -Aber, mein Herr, nahm wieder die Schwester das-war nach Paris gekommen mit dem Entschluß zu arbeiten derjenigen, welche nichts besigen. Auch er hatte gearbeitet, Wort, kann man Feinde des Königs und der Religion und sich eine Stellung zu erobern, welche ihm zu leben er- gearbeitet ohne müde zu werden. Sein lebendiger, empfäng wie die übrigen Kranten behandeln? Sind das nicht Leute, laubte. Dann wollte er die Schulden, welche seine Familie licher und das Aufgefaßte festhaltender Geist hatte ihn welche die Kirchen schließen und verhindern wollen, daß zu für ihn gemacht hatte, bezahlen und seinen alten Eltern, glänzend die Eramina und die Konkurrenz überstehen lassen. Gott gebetet werde? welche ihn so sehr liebten, die verdiente Ruhe und einen Er war Anstaltsarzt seit einem Jahr und schon als ein Ach, liebe Schwester, was kümmern mich der König glücklichen Lebensabend bieten; er litt, wenn er an ihr mühe tüchtiger Kopf in der Gesellschaft der Studirenden bekannt, und die Religion? Hier sehe ich nur Kranke, die gepflegt eliges und arbeitsvolles Leben dachte. Das Koftgeld, daß man welche die ernſten Studenten von den glänzenden, aber ihm gab, war mager, er mußte mit der genauesten Spar- feichten so wohl zu unterscheiden weiß. samkeit leben. Stunden wollte er nicht geben, da er alle! ( Fortsetzung folgt.) werden müssen. Und er hatte sich zu Barirette gewandt, welche lächelnd n L Politik und wie es scheint nicht ohne Glück. Wenn man soll der Punkt: Verschiedenes" auf der Tagesordnung| Reichstagswahlkreises spricht der Parteifraktion wie auch dem uns auch nicht das geringste Verdienst gönnen mag, daß überhaupt nicht figuriren. Deffentliche Versammlungen Parteivorstand ihre volle Anerkennung für die Taktik in der biswir das Sozialistengeset haben fallen lassen, wird man an sollen der Agitation und Propaganda dienen, es soll aber berigen Thätigkeit aus; die Konferenz hat zu den bewährten erkennen müssen nach den Wirkungen, die die Maßregel zeitigt. unmöglich sein, die Versammlung mit Anträgen zu über- Führern das Vertrauen, daß dieselben auch fernerhin das InNicht etwa, daß wir der Meinung waren, die sozialdemofratische Partet werde an der Aushebung des Gesetzes oder an rumpeln, die mit den Verhandlungsgegenständen und dem tereffe der Partei hochhalten und unserer gerechten Sache zum Siege verhelfen werden. Die Konferenz mißbilligt die Angriffe dem Zant, Hader und Schmutz, der jetzt an die Oberfläche Zwecke der Versammlung nichts zu thun haben. Persön einer Anzahl von Genossen gegen die Parteileitung und erklärt, gelangt, zu Grunde gehen, nein, der Meinung sind wir nicht, liche Angelegenheiten und Differenzen gehören überhaupt daß dieselben das Maß einer fachlichen Kritik überschreiten. Sie Die Partei wird sich aber allmälig umbilden. nicht vor die Deffentlichkeit, diese sind innerhalb der Dr hofft von dem Parteitage in Erfurt, daß derselbe in dieser AnSie wird immer mehr von den himmelstürmenden ganisationen zu entscheiden. gelegenheit freie Bahn schafft, und beauftragt ihren Delegirten, Plänen zurückommen und fich praktischen Zielen eine gerechte und würdevolle Erledigung der Angelegenheit kräftig zuwenden nach Art der englischen Arbeiter. zu unterstützen." Das war die Meinung bei Aufhebung des Sozialistengesetzes und der Erfolg hat uns bisher wenigstens nicht Unrecht gegeben." " " Korrespondenzen und Zum Delegirten für den Parteitag wurde Ehrhart- Ludwigs hafen gewählt. Beim Punkt Agitation" bedauerte Huber, daß man an einzelne hervorragende Redner zu viele Anforderungen stelle; dieselben würden dadurch förmlich abgehezt und in der Agitation ermüdet. Die Genossen an den einzelnen Orten Parteinachrichten.ßten ſchon ſelbſt für rege Agitation stets Sorge tragen, um Aus dem Herzogthum Sachsen- Meiningen schreibt man uns unter dem 25. September: = den Gegnern alle Zeit gewachsen zu sein. Hierzu empfehle sich die Massenverbreitung von guter Literatur, Verbreitung der Boltsstimme" und Gründung resp. Unterstützung von Wahlvereinen. Die Drte Frankenthal, Speyer und Ludwigshafen möchten sich behufs zweckmäßigerer Agitation in die Wahlkreise theilen, damit um so mehr gearbeitet werden könne. Bei der Zerstreutheit der Dörfer des Meininger Landes und der infolgedessen naturgemäß schlechten Verbindung mit den Städten ist bis heute( d. 22. d. M. war Wahl) kein Endresultat der Landtagswahl in unsern Händen. Die Konferenz sprach sich darauf einstimmig dafür aus, daß Im Wahlkreise Saalfeld ist Genosse Greiner die Agitation mehr durch Diskussion innerhalb der Wahlvereine Sonneberg jedenfalls mit wenigen Stimmen und durch Anschaffung von leicht verständlicher Literatur betrieben dem Mischmasch- Kandidaten, Nähmaschinen- Fabrikanten noch werden möge. Die nächste Konferenz findet kurz nach dem Parteis Greiner 319. Ginige Dörfer stehen noch aus. Doch da in den Saalfeld, unterlegen. Gestern stand Knoch 328, tag in Oggersheim statt. Dörfern nur die Bauern wählen, die Arbeiter oft 2 Stunden weit Fernere Delegirtenwahlen für den Erfurter Parteitag. im Walde, auf Schieferbrüchen oder in den Fabriken arbeiten, fo Flensburg, Rückelhahn. 4, und 5. schleswig- Holsteinischer ist jedenfalls eine Aenderung am Resultat zu Gunsten unserer Wahlkreis, Klü ß- Elmshorn und hinsche Lägersdorf. SeifPartei nicht zu erwarten. Von Gräfenthal- Lebesten, hennersdorf, Karl Mönch in Bittau. Stettin, Storch. bo Greiner Sonneberg e'enfalls tandibirte, ist Gleiches Bremen, A. Kerr I. zu erwarten. Im Wahlkreise Pößneck( Stadt und * * = „ Es kommt aber doch ein gut Theil Korruption zu Tage", G3 warfen wir dazwischen. Das hat aber mit dem innern Kern der Sache wenig zu thun. Man solle nie vergessen, daß die ganze Bewegung auf festem Grunde ruht. Mit der fort schreitenden Bildung ist den Massen das Bewußtsein ihrer Lage gekommen. Dies Bewußtsein kann Niemand ertödten, weder eine sogenannte starte Regierung, noch die Korruption der Führer, noch sonst etwas. Man muß diesem Bewußtsein Raum geben sich zu bethätigen, und es wird allmälig eine reine Quelle der Kulturentwickelung wer den, wenn es geläutert und gezügelt durch die Deffentlichkeit, die Kritik und die Wirklichkeit sich praktisch zu bethätigen verfucht. Uebrigens follte man, wenn von Korruption die Rede ist, auch nicht vergessen, daß die Partei unter ihren Führern Leute hat wie Bebel, die über jeden Vorwurf erhaben sind." Wir sind nun allerdings der Meinung, der preußische Staatsmann", der hier allein in Frage kommen kann, habe sich in so ungeschickter Weise nicht ausgedrückt, wie ihn der Interviewer von der Korruption der Führer" sprechen läßt. Dieser preußische Staatsmann" ist ja gerade wegen seiner Klugheit bekannt, und bei seiner Vergangen Banfier Rich. Eberlein Pößned( Demokrat), welcher den der Beschlüffe des Parteitages, weiter einverstanden die Bartei26 Dörfer) findet Stich wahl zwischen den Abgeordneten Mit dem Programm- Entwurf erklärten sich, vorbehäftlich heit und seinen bekannten Beziehungen zu verschiedenen Wahlkreis feit 30 Jahren vertritt, und Rittergutspächter genoffen von Grefeld, Köln, Stettin( welches außer geringfügigen Gründungskonsortien würde er es gewiß vermeiden, von Reichenbacher- Herrschdorf( fonservativ nationalliberaler Abänderungen noch die Einschaltung verlangt:" Wahl der öffentKorruption" zu sprechen, und falls dies Thema berührt Bauernkandidat) statt. Es stehen noch zwei Dörfer aus, welche lichen Beamten durch das Volk"), Bremen, Hastedt. würde, sofort das Gespräch auf ein anderes Gebiet lenten. an dem Sesultat nichts ändern. Eberlein erhielt 395, NeichenAuch was der„ preußische Staatsmann" von der Ent bächer 316 und Genoffe P. Seige- Pößnec 239 Stimmen. Die Parteigenossen Bremens sprechen in einer Refolution, wicklung der Sozialdemokratie gesagt haben soll, ist zu obers Wäre der Gegenkandidat Eberlein nicht Demokrat und 30 Jahre welche in der am 22. September stattgehabten Versammlung geflächlich. In einem Augenblick, wo die englische Arbeiter Abgeordneter, so würde der Sieg auf Seiten Seige's gewesen faßt wurde, der Parteileitung und der Fraktion ihr volles Verschaft mit flingendem Spiel und fliegenden Fahnen auf den sein; so wollten viele Wähler in der Stadt dem 73 jährigen trauen aus, indem sie beide Körperschaften auffordern, in der Boden des Klassenkampfs und der Eroberung der politischen Manne nicht wehe thun. In Steinach fiegte der freisinnige bisher beobachteten Haltung auch ferner zu verharren. Dagegen Amtsrichter Hoßfeld gegen Genossen Luthardt Steinach. verurtheilen die Bremischen Parteigenossen, bei voller Anerkennung Macht zum Zwed, die Ausbeuterherrschaft zu stürzen, her Im Schaltauer Wahltreise behauptete der freifinnige Ab- der Berechtigung aller Genossen, Kritit zu üben, das weit über überkommt, der deutschen Sozialdemokratie nach geordnete Georgii Rauenstein( Fabrikant dortfelbft) dies- den Rahmen einer solchen berechtigten Kritit hinausgehende Brüssel die Rückwanderung auf den englischen Ge- mal noch das Mandat gegen Genossen Faber Effelder. Gebahren der Berliner Opposition, welches lediglich geeignet fei, werkschaftsboden zuzumuthen so naiv ist dieser In Judenbach- Neubaus rettete Fabrikant und Bergwerks die Intereffen der Partei zu schädigen. preußische Staatsmann" nicht, der auch seiner Vergangen besitzer v. Swaine( nati.) noch einmal fein Mandat, welches Die Versammlung nahm weiter einen Antrag an, worin der heit nach besser wie jeder Andere weiß, daß die himmel- ihm Gen. Wolfram, Barbier in Sonneberg, streitig machte. Parteitag aufgefordert wird, für die ländlichen Kreise, stürmenden Pläne" nie jenen Heugabelsinn eines Putt- Unsere Kandidaten unterlagen alle mit starter Minorität. Parteitag aufgefordert wird, für die ländlichen Kreife, kamers hatten und die deutsche Sozialdemokratie auch nie In Sonneberg findet Stich wahl zwischen Genossen P. soweit angängig, Diftritts- Organisatoren anzustellen, Ed. Wehder, Redakteur des„ Thür. Volksfreunde" in Sonne- denen eine noch näher zu bestimmende Entschädigung gezahlt wird, verhindert haben, sich praktischen Bielen zuzuwenden. Das bera, und dem feitherigen Vertreter Kommerzienrath Dressel und welche allmonatlich dem Parteivorstande über ihre Thätigkeit hat unsere Partei ja der Regierung so unangenehm gemacht. Sonneberg statt. Wehder verfügt über die höchste Stimmen: Bericht zu erstatten haben. Wo drei in meinem Namen versammelt find, da wehder's im ersten Wahlgange verhindert. Auch im 1. Meininger Boltsversammlung mit jeder Kritik, die der sozialdemokratischen zahl. Ein Bauernkandidat mit 56 Stimmen hat den Sieg Die Sozialdemokratie Stettins erklärte sich in der letzten bin Ich- nämlich die Polizei!- mitten unter ihnen! Reichstags- Wahlkreise( Meiningen, Eisfeld, Wasungen, Salzungen, Arbeiterpartei vortheilhaft und zu ihrer Weiterentwickelung nutDas kann man auch von gestrigen Anarchisten- Themar, Hildburghausen und im Hennebergischen) ist der Wahl- lich ist, vollständig einverstanden. Jedoch über die Stritit, welche nagprozeß wie vom fast allen seinen Vorgängern sagen. tampf erbitterter denn früher gewesen. In Meiningen Wir können uns auf eine Besprechung dieses Prozesses warf 3 e it( nationalliberal) den freisinnigen Abg. Ma a ser; in von Seiten der Opposition gegen die Fraktion geführt wird, nicht einlassen, er wurde hinter verschlossenen Thüren ab- Salzungen ein freisinniger Schuldirektor den Abg. Staats indem geschimpft und verleumdet worden ist, was nur dazu ane gehandelt, seine Einzelheiten sind uns nicht bekannt, aber was anwalt Höfling. In einem Kreise standen sich 4 Kandi- gethan ist, die Partei im In- und Auslande schwer zu schädigen Daten gegenüber. Die Wahlbetheiligung war im 1. Reichstags- und die Agitation auf dem Lande bedeutend zu erschweren", bekannt wurde, bestätigt obigen Spruch. Der Angeklagte Wahlkreise( Meiningen- Hildburghausen) schwach, im 2.( Sonne- prach die Bersammlung ihre Mißbilligung aus und hoffte, daß Brielmayer erklärte auf Befragen des Vorsitzenden: Er sei berg- Saalfeld) wählten 25, stellenweise 50 pet. der eingeschriebenen der Parteitag diesen Zustand ein für alle Mal beseitigen wird nicht Anarchist, gehöre überhaupt zu feiner politischen Wähler. Die Sozialdemokratie des Kreises kann und im Uebrigen die Bwiftigkeiten friedlich beigelegt werden. Partei, sondern er habe sich lediglich, da er ohne Arbeit mit diesem Anfang sehr zufrieden sein! Gegen die Berliner Opposition votirten ferner die Sosial und mittellos war, zum Vertrieb anarchistischer Schriften Noch 6 Jahre Agitation und 8 Abgeordnete hergegeben. Auf weiteres Befragen des Vorsitzenden gab werden aus den gemeinen Wahlen allein aus dem 2. Reichstags- demokraten von Köln, Jüterbogt, Elberfeld, Hastedt. Brielmayer zu, daß er sich, ehe er nach Wahlkreise Meiningens in den Meininger Landtag marEs werden schiren. 16 Abgeordnete aus den gemeinen Wenn in Sachsen Jemand bei seinen Eltern in Arbeit Konstanz ging, der Polizei als politischer Vigilant Wahlen, 4 von den Höchstbesteuerten( über 3000 Mt. Fin steht und wohnt, von diesen nicht wie ein anderer Arbeiter entangeboten habe. tommen) und 4 von den Grundbesitzern, welche 20 Thaler lohnt wird und seinerseits kein Roftgeld bezahlt, kung, wenn die Wie viel faule Elemente und welche weiter im Grundsteuer zahlen, zusammen 24 Abgeordnete, durch direfte ge- Familienglieder sozusagen noch ganz patriar Prozesse mitwirkten, ohne auf die Anklagebank zu kommen, heime Wahl mittelst Stimmzettel gewählt. Natürlich können chalisch mit einander leben, so hat der Sohn kein Recht, an bas steht geschrieben hinter geschlossenen Thüren. Bei blos Meininger Stansbürger wählen. Im 1. Reichstags- Wahl- den Landtagswahlen theilzunehmen, denn er entbehrt des allem Bedauern für die Opfer solcher Schufterei müssen treife liegt die Sozialdemokratie noch in den Kinderschuhen, weil selbständigen" Lebensunterhalts und wird als unter väterlicher Gewalt" stehend betrachtet. Ein Gablenzer wir doch sagen: wer sich mit einer Gesellschaft einläßt, die dort feine Fabrikindustrie existirt, sondern Kleinbauernthum vor Arbeiter ist von der Chemnitzer Amtshauptmannschaft auf seine herrscht die Reſidenzstädte Meiningen und überführt wurden, einem Beuckert Ehrenzeugnisse ausstellt, eine große Zahl Staatsbeamte beherbergen, welche Loblieder die gesegneten" und" geordneten" Zustände Deutschlands singen der hat die Folgen sich selbst zuzuschreiben. Doch auch dort beginnt es zu dämmern! Der Boykott ist im politischen wie gewerkschaftlichen Kampfe eine so zweischneidige Waffe, daß man nur in den seltensten und äußersten Fällen zu seiner Berhängung greifen soll. Leider wird dies in dem Kreise unserer Genossen noch nicht allseitig mit genügendem Ernst beherzigt. So lesen wir heute in der Frankfurter Zeitung":" Die hiesige sozialdemokratische Partei bontottirt den gegenwärtig hier befindlichen Zirkus Herzog, da der selbe es abgelehnt, im Volksblatte" au inseriren". " Wir trauten unseren Augen kaum, aber ein Blick auf unser Haller Partei Organ bestätigte diese Nachricht. In Fettbruck über die ganze Seite hin steht an der Spitze des Annoncentheils:„ Der Zirkus Herzog hat es ab gelehnt, in unserem Blatte zu inseriren. Die Arbeiter, welche zu uns stehen, ersuchen wir deshalb, den Zirkus zu meiden." M M Gelsenkirchen, 24. Geptember. In einer am Sonntag statt. gehabten gut besuchten Versammlung des Arbeiter Wahlvereins, in welcher Genosse Jeup über das Thema:" Presse und Gefegespflege" referirte, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: " " Der aufgereichte Beschwerde in diesem Stune abfällig beschieden worden und in Wahren( Leipzig- Land) hat man aus gleichem Grunde 23 volljährige Personen von Wahlrecht ausgeschlossen. Wähler" meint dazu, die Anregung zu diesem Berfahren scheine von höherer Seite ausgegangen zu sein, und fordert die Be treffenden auf, die Beschwerde bis zur letzten Instanz weiter zu führen. Die Parteigenossen werden ersucht, allerorts Rach forschungen darüber anzustellen, ob noch mehr solcher Jälle vors An den Herrn Minister des Innern, Berlin. getommen sind und zwar soll besonders darauf acht gegeben Die am 20. September 1891 im Saale des Births werden, ob die ledigen Söhne reicher Leute, welche bei ihren Herchenbach tagende öffentliche Versammlung des Arbeiter Eltern wohnen, gleichfalls vom Wahlrecht ausgeschlossen würden. Wahlvereins mißbilligt auf das Entschiedenste die Vor- Wenn das geschilderte Verfahren aufrecht erhalten wird, so führung des früheren Redakteur3 Emil würde das einfach dem Ideal der Konservativen, der Lusbrink von der hiesigen Arbeiter patriarchalifchen Familie, den Rest geben. Das 3eitung" aus der Strafanstalt zu Siegburg nach dem haben die Büreaukraten, welche das Verfahren anordneten, Landgericht zu Elberfeld( behufs Wahrnehmung eines zweifellos nicht bedacht. Termins) " in Gefängnißtleidung und mit Retten an beiden Händen gefesselt; die Die dreizehnte Auflage hat Albert Schmidt, der Redakteur Versammlung ersucht Se. Exzellenz den Herrn Minister der Burgstädter Boltsstimme", biefer Zage erhalten. Der des Innern um Auskunft darüber, ob die vorstehende Chemnitzer Staatsanwalt hat das von Schmidt als vechtswidrig Thatsache höheren Orts bekannt geworden ist, sowie, ob bezeichnete Verfahren noch nicht eingestellt, dagegen gab das Mitt Se. Exzellenz gesonnen find, Maßnahmen zu treffen, weidaer Amtsgericht der Reklamation Schmidt's, welcher sich auf welche geeignet sind, die Wiederkehr solcher, politischen seine Unverleglichkeit als Reichstags- Abgeordneter berief, ftatt Gefangenen gegenüber unangemessenen Behandlung un- indem es einen bereits angesetzten Zermin aushob. W möglich zu machen." Die Resolution ist dem Minister des Innern sofort tele: graphisch übermittelt worden. # Wir stehen nicht an, ein solches Vorgehen seitens der Genossen entschieden zu verurtheilen. Wir wollen die Frage der Durchführbarkeit hier als nebensächlich aus dem Spiele Eine von den Deutschfreifinnigen nach Maffenbach Tassen. Aber bedachten die Genossen gar nicht, zu welchen ( Sachsen) einberufene Volksversammlung, in welcher Heer Ronsequenzen ein solcher Beschluß führt? Juwiefern unter Direktor Schmidt aus Dresden die Wähler für die freisinnige schieden wir uns noch, falls wir einen Schritt weiter auf Gine sozialdemokratische Konferenz für den 1. pfälzischen Partei zu gewinnen suchte, nahm einen anderen Ausgang, als die Dieser Bahn gehen, von der gesinnungsverlumpten Börsen- Wahlkreis tagte am 20. September in der klerikalen Freisinnigen gewünscht hatten. Die Versammlung erklärte name und Revolverpresse? So sehr wir den Kampf der Genossen Domäne Schifferstadt. Auf derselben waren 19 Orte lich in einer Refolution, welche mit allen gegen vier Stimmen gegen die Mundtodtmachungs Versuche der Wirthe mittelst durch ca. 250 Parteigenoffen vertreten. Zum Programm- Ent angenommen wurde, folgendes: " In Erwägung, daß der heutige Referent, Herr Direktor der Saalverweigerung billigen und unterstützen, für den wurf beantragte Ehrhardt, den Passus:" Die sozialdemokratische Kampf um Inserate darf die Ehre der Partei nicht Partei hat nichts gemein mit dem sogenannten Staatsfozialis Schmidt, weder in politischer, noch viel weniger in wirthschaftmus 2c." zu streichen; ferner:" Der Parteitag wolle unsere licher Beziehung durch sein Referat genügend befriedigt hat, beverpfändet werden! Fraktion beauftragen, im Reichstag die Verstaatlichung des Ge- schließt die heutige Versammlung, init aller Entschiedenheit für Ein anderes Gesicht, wenn auch kein erfreulicheres, treibehandels zu beantragen", was einstimmig Annahme fand. die Wiederwahl des sozialdemokratischen Kandidaten, Herrn Friedr. gewinnt dieser Beschluß der Haller Genoffen, wenn wir eine längere Debatte entſpann sich über den Punkt 8, Ent- Geyer, eintreten zu wollen, und erblickt in der Kandidatur des seine Entstehungsgeschichte kennen. In einem Leseabend des scheidung über Krieg und Frieden. Der Agitationsverein Lud- Herrn Direktor Schmidt weniger eine Bekämpfung der konfer wigshafen beantragte, die Punkte 3 und 7 zusammenzufassen, vativen Kandidatur des Herrn Regierungsrathes Dr. Fischer, viel " Sozialdemokratischen Vereins" unter Verschiedenem" wozu 8 erblickte er das Licht der Welt. Wir haben auch hier in babin abanderag Schreiner- Sudwigshafen kam, den Punkt& mehr eine Bekämpfung des sozialdemokratischen Kandidaten Hewn abzuändern, daß der erste Theil desselben gestrichen wird; Geyer." Berlin schon wiederholt Gelegenheit gehabt, zu ersehen, in dieser Fassung fand der Punkt dann auch Annahme. Zum welch grober Unfug damit getrieben werden kann, daß Arbeiterschuß wurde beantragt, den Punkt: a) Festsetzung eines in irgend einer öffentlichen Versammlung jeder Beliebige böchstens 8 Stunden betragenden Normal- Arbeitstages" dahin unter Verschiedenem" jede mögliche Angelegenheit zur abzuändern, daß an Stelle des Ausdrucks„ Normal- Arbeitstag" Sprache" bringt, Behauptungen in die Welt setzt oder in Warimal- Arbeitstag" gesetzt wird, womit die Konferenz ebenfalls legter Minute von den wenigen Zurückgebliebenen Beschlüsse In einer einstimmig angenommenen Resolution nahm die faffen läßt, für welche die Partei keine Verantwortung Konferenz dann Stellung zu den Berliner Vorgängen. Die Reübernehmen tann und die sie trotzdem der Oeffentlichkeit folution hat folgenden Wortlaut: gegenüber tragen muß. Wir meinen, in den öffent lichen Bersammlungen, zu denen Jedermann Zutritt hat, " einverstanden war. Dortmund. Genosse Jeup von der sozialdemokratischen Boltsstimme" war s. 3. von der hiesigen Straffammer wegen Aufreizung zum Ungehorsam zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Das Reichsgericht verwarf auf die eingelegte Revision das Urtheil und Jeup wurde in der zweiten Berhandlung zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. # Todtenliste der Partei. In Wien starb am 12. SepDie am 20. September in Schifferstadt tagende Ronferenz tember der Bronze- Arbeiter Josef Schwarz, 26 Jahre von Barteiaenoffen der sozialdemokratischen Partei des 1. pfälzischen alt, an der Schwindsucht Theater. Sonntag, den 26. September. Opernhaus. Tristan und Isolde. Montag: Die Regimentstochter. Schauspielhans. Zriny. Montag: Don Carlos, Jufant von Spanien. Leffing- Theater. Der Präsident. Montag: Falsche Heilige. Berliner Theater. Söhne. Väter und Montag: Ein Tropfen Gift. Deutsches Theater. Die Stützen der Gesellschaft. Montag: Die Erzellenz. Neue Welt, Bergschloss- Brauerei Hasenhaide. 9 Uhr Heute, Sonntag, Nachm. 4 Uhr: Konzert. Die Thierbändiger Batty u. Prince. 1313L Bären- Mente. Bären- Ringkampf. Feuerwerk: Der Brand Roms zahlreichen Personals. unter Mitwirkung Im neuen Bal champêtre: Grosser Elite- Ball. Entree 25 Pf., im Vorverkauf 20 Pf. Volksbeluftigungen. Vorläufige Anzeige. endenz- Theater, Georgette, enz. Eröffnung von Präuscher's Museum Montag: Diefelbe Vorstellung. Wallner- Theater. Der Mann mit hundert Köpfen. Musikalischdeklamatorische Abendunterhaltung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Onkel Cyprian. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Mädchenschule! Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend Theater. Der Trompeter von Säffingen. Montag: Dorf und Stadt. Bellealliance- Theater. JungDeutschland zur See. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernit Theater. große Prophet. Der Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Montag: Dieselbe Vorstellung. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. 80/81. Kommandantenstraße 80/81, am Sonnabend, den 3. Oktober, Morgens 9 Uhr. Der Katalog enthält viele neue Nummern. Circus Renz. Carlftrahe. Sonntag, den 27. September 1891, Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland oder: [ 329M heater d. Reichshallen Neu! Neu! Deffentliche Versammlung der sozialdem. Parteigenossen des 3. Berl. Reichstags- Wahltr. am Dienstag, den 29. September 1891, Abends 8 Uhr. in der Berliner Ressource, Kommandantenstrasse 57. 330/7 Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Kommission zum Sammeln der Gelder behufs Deckung der Unkosten der Delegirten zum Parteitage. 4. Wahl zweier Mitglieder zur Lokalkommission. 5. Ersatzwahl eines Mitgliedes zur Preßkommission. 6. Wahl von Revisoren. 7. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 29. September, Abends 8 Uhr, im Lokale ,, Königsbank", Große Frankfurterstraße 117: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet Rosita, 887b die Riesin. Neu! Neu! Hunde- Orchester. 317M Anfang 7 Uhr. 12 erste Nummern. Ebbe und Fluth. Große hydrologische AusstattungsPantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c., Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., Kunstschwimmerinnen 3 Geschwister Johnson. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lumineuse, Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. [ 1319L] Spezialität.- Theater I. Ranges. Anf.: Wochentags 72 Uhr. Entree 50 Pf. Sonntags 61/2. Der Vorstand. Fünfter Wahlkreis. Montag, den 28. d. M., Abends 8½ Uhr, öffentliche jozialdemokratische Bersammlung im ,, Schützenhause", Linienstraße Nr. 5. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu dem in Erfurt stattfindenden sozialdemokratischen Parteifongreß. Referent Genosse Auerbach. 2. Diskussion. 3. Delegirtenwahl. 4. Verschiedenes. Gebrüder Richter's Variété. Spe- arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Anf.: Wochentags 72 Uhr. Entree 501- dieser Versammlung fernzubleiben, damit nicht nachträglich von der einen oder zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- in einer Höhe von mehr denn 80 Fuss stellung. SpeKonkordia- Palast- Theater. zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Eiskeller. Theater und Spezialitäten Vorstellung. ausstrahlend. Außerdem: Pascha, Othello, Satan, Nero, Mohr und Pipifax( Trakehner Rapphengite) in ganz neuem Genre, in Freiheit dressirt und vorgef. v. Herrn Franz Renz. Schulpferd Solon, ger. v. Frl. Clot. Hager. Alaskas( Chinesischer Ringkampf). Auftreten der Gratweil'sche amerit. Rünstlerinnen Sisters Lawrence am fl. Trapez. 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M. 0,60 à " " à W 99 " " Es ist Pflicht eines jeden Genossen des fünften Wahlkreises, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Zugleich ersuche ich die Genossen anderer Kreise, anderen Seite von einer Vergewaltigung gesprochen werden kann. Der Vertrauensmann. 332/4 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung am Mittwoch, den 30. September, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstr. 1. Zages Ordnung: Fragelasten. Bäfte haben Butritt. 1. Vortrag des Genossen Bruns. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und 1,20 Gleichzeitig werden die Mitglieder ersucht, bis Ende dieses Monats 0,10 ihre Beiträge zu entrichten. 2,-344/ 11 Liqueure, Rum, Kognat à Weinessig. Ungar- Wein vom Faß à liefern Brauer& Grützmann. Hauptgeschäft: 63, Andreas- Straße Nr. 63. Filialen: 1239L 37, Gr. Frankfurterstr., Ging. Weberstr. 17, Puttbuser- Strasse 17. 49, Emdener- Strasse 49. Hutfabrik C. 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September, Abends 81/2 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Tages Ordnung: 1. Bericht von der General- Versammlung. 2. Verschiedenes unb Der Vorstand. Fragetasten. Grosse öffentliche Schneider- und SchneiderinnenF Versammlung in bester Ansführung empfiehlt zu am Montag, den 28. September, Anfang präzise 8 Uhr, billigsten Preisen 1278b Aug. Küster, Reichenbergerstr. 15, Ecke Kottbuserstr. Roh- Tabake. zwischen Naunyn- u. Oranienstraße. Grösste Auswahl, billigste Preise von Den Genossen, Vorständen, sowie sämmtl. im Handel befindlichen Tabaken Vereinen bestens empfohlen. 1191L 1531a Sämmtl. Räume sind neu renovirt. Heinr. Frank, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tages Ordnung: Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. 1. Die Hausindustrie und ihre Wirkungen. Referent: ReichstagsAlle Maaß- u. Tagschneider, Militär- u. Beamten- Lieferungsschneider Herren- Konfettions- u. Damenschneider, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper u. 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Gahmann, Gesundbrunnen, " Auftreten der Troupe orientale des Meld. Adalbertstr. 3 u. b. Beg. d.Unterr. Ouled del Aadj.[ 327M Vereinszimmer 1309L Exerzierstr. 4. Schauspiel in 5 Akten von Henrik Ibsen, Für die I. Abtheilung am Sonntag, den 11. Oktober, " " II. III. " " 18. " " " 25. " Die Vorstellungen finden wie bisher Nachm. 2½½2 Uhr statt. Neue Mitglieder können in allen 3 Abtheilungen erst vom Sonntag, den 4. Oktober ab aufgenommen werden. Das Einschreibeseld beträgt 1 Mart, der monatliche Beitrag 50 f. Der Umtausch der Mitgliedskarten tann von heute ab und muß in taber stattfinden. Mitglieder, welche den Umtausch in diesem nochmals untenstehenden Zahlstellen bis spätestens am Sonnabend, den 3. Okverlängerten Termin nicht bewerkstelligen, werden als Neueintretende be mit Klavier Schuhe u. Stiefel mit tontroll- trachtet und haben als solche 1 Mark Einschreibegeld zu zahlen. 1739b Anf. 7 Uhr. Entree 15 Pf. intl. Progr. Staligerstr. 25, bei Schüler. 4 Regelb., 3 Billards, 3 Orchestrions. Vereinszimmer mit Piano, Grünstr. 25, F. Keiper. RIEDRICHSHAIN AktienBrauerei Friedrichshain marke, sowie Filzschuhe sämmtl. Art empfiehlt G. Zerbe, Ritterstr. 114, 1754b 1318L] nahe Fürstenstraße. Treptow [ 756L] Henze. Auch wird darauf aufmerksam gemacht, daß in den nachfolgenden Monaten laut Statut der Beitrag nur an der Zahlstelle gezahlt werden kann, wo die Umschreibung oder Neu- Aufnahme erfolgte. Zahlstellen: = H. Niekump, Zigarren- Handlung, Gräfestr. 93. Gottfried Schuly, Restaurant Karpfenteich. Bigarren- Handlung, Admiralstraße 40a. Ernst Arndt, Zigarren- Handlung, Stalizerstraße 108. Liefländer, Zigarren Handlung, Mariannenstraße 5. Jeden Sonntag: W. Börner, Zigarren- Handlung, Ritterstraße 108. A. Ods, Bigarren Freikonsert, Tanz, Kaffeekochen. An den Wochentagen für Vereine, Handlung, Lindenstraße 59. Faffarke, Zigarren- Handlung, Junkerstraße 1. Königsthor. Hochzeitgesellschaften 2c. jederzeit zur Verfügung. Zu recht zahlreichem Besuch Wilschke, Zigarren- Handlung, Ratzbachstraße 1. Otto Antrik, Zigarren Heute, Sonntag: ladet ergebenst ein Handlung, Steinmeßstraße 59. Frih Vok, Zigarren- Handlung, Lübecker InstrumentalJeden Sonntag Tanz in beiden Straße 8. A. Hinke, Zigarren- Handlung, Pantstraße 14a. Otto George, aller Art. Diedenhofenerstraße 3. Niemeyer, Bigarren- Handlung, Weberstraße 19. Erik Berndt, Zigarren- Handlung, Neue Schönhauserstraße 18. Paul Handlung, Ackerstraße 153. 5. Gumpel, Zigarren- Handlung, Barnimstr. 42. A. Kehr, Hutgeschäft, Köpenickerstraße 126. C. Engel, Buchbinderei, Chorinerstraße 9. A. Läge, Restauration, Fürbringerstraße 22.. ginski, Buchhandlung, Dresdenerstraße 52-58( City- Passage). Vogtherr, Werkzeug- Handlung, Landsbergerstr. 64. Brückner, Destillation, Lothringer Treptow. Sälen. Kaffeeküche. Kegelbahn. Volts- Bigarren- Handlung, Brunnenstraße 122. H. Mehnert, Zigarren- Handlung, Konzert Arnold. Bade's Volksgarten.orzügliches Weiß- u. Bairisch- Harsch, Bigarren- Handlung, Gipsstraße 5. Mas Winkelmann, Zigar 42. Anfang 4/2 Uhr. Eintritt 30 Pig. 1281L] Programm unentgeltlich. Allen Parteigenossen empfehlefmein Restaurant Rothen Meer." zum 1278L W. Haugk, Boechstr. 12. Parkstrasse. An der Bier. 758L Köpnicker Verbindungsbahn. Treptow. Landstrasse. Ausschank der Berliner Bock- Brauerei. ff. Lagerbier 0,4 Liter 15 Pf. Kaffeeküche. 6 Regelbahnen. W. Jacob. straße 67. M Jeden Donnerstag: Frei- Konzert. D [ 761L 1735b Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Der Vorstand. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 226. Abonnements- Einladung. „ Vorwärts" Berliner Volksblaff. Der bevorstehende Parteitag in Erfurt mit seiner wichtigen Tagesordnung macht es jedem zielbewußten Arbeiter zur dringenden Pflicht, sich genau und so schnell wie möglich über die Verhand lungen zu informiren. Wir haben Vorkehrungen getroffen, die Genossen allerorts so schnell und ausführlich wie möglich über Alles zu unterrichten, was für die Allgemeinheit wissenswerth ist. Wir werden in ausführlichen Originalberichten und Telegrammen täglich über die Verhandlungen referiren. Die Berichterstattung ist bewährten Händen anvertraut. Der Bezugspreis des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt mit dem Sonntagsblatt als Gratisbeilage beträgt 1 Mark 10 Pfennige monatlich frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 lk. für das Quartal entgegen. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Sonntag, den 27. September 1891. 8. Jahrg. Mit Es wird unterschieden zwischen Bestrafungsfällen und be- Diskontirens an sich gebracht und weitergegeben hat. straften Personen, weil manche Personen in einem Jahre zehn welcher Unverfrorenheit Beide zusammen arbeiteten, mag der und mehrere Male bestraft wurden. Die Bestrafungsfälle hatten nachstehende Vorfall beweisen. Ein Bantier in der Friedrichsich in der Zeit von 1880-1888 in Sachsen von 22 337 auf straße, Namens Oskar J., faufte vor längerer Zeit auf einer Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement 12 868 vermindert. Im Jahre 1889 zählte man 13 155 Auktion für einige tausend Mark Brillanten. Hiervon erhielt auf den und im Jahre 1890 13 586 Bestrafungsfälle. Die Zahl das Konsortium Dann- Fränkel Wind, und F. mußte sich an J. der bestraften Personen war in der Zeit von 1880 bis wenden, um ihm einen günstigen Verkauf der Edelsteine vor1888 von 14 066 auf 8458 gefallen. Im Jahre 1889 zuschlagen, indem er ihm vorschwindelte, die Familie Hager stieg sie wieder auf 8566. Für 1890 sind die bestraften Personen wolle die Pretiofen für 1500 M. über den Einkaufspreis erwerben. noch nicht ermittelt, aber es läßt sich wiederum eine Zunahme. war damit zufrieden, lieferte die Diamanten aus, zahlte F. annehmen, weil die Bestrafungsfälle gestiegen sind. In der Zeit eine Provision von 500 M. baar und erhielt dann einen ge= von 1880 bis 1889 hat die Abnahme der Bestrafungsfälle fälschten Wechsel der Frau Hager- Renz. Außerdem hat Daun 41 pet. und die Abnahme der bestraften Personen 39 pt. be- fast auf sämmtliche Wucherer Berlins Wechsel in größeren Betragen," trägen gefälscht. Sehr arg kompromittirt wird der hiesige Agent Diese prozentuale Abnahme der Bestrafungsfälle und be- B., der sich in die gewagtesten Unternehmungen mit Dann einstraften Personen rechnen sich die Arbeiterkolonien, Natural- gelassen haben soll. verpflegungsstationen und sonstigen Antibettelvereine als ihr VerSelbstmord in einem Stadtbahnzuge versuchte am dienst an, schreiben sie auf Rechnung ihrer segensreichen, den Bettlern und Vagabunden das Handwerk legenden" Wirksamkeit. Donnerstag Abend um 81,2 Uhr ein junger Mann. Als der Zug, Bugestanden, diese Institutionen sollen diese prozentuale Abnahme von Charlottenburg kommend, in Westend einlief, sah man aus der Bestrafungsfälle" und" bestraften Personen" bewirkt haben, dem Fenster eines Rupees 3. Klasse einen blutüberströmten männso haben sie sich immerhin nur das Verdienst zuzuschreiben, so lichen Oberkörper heraushängen. Man stürzte in den sonst und so viel arme Teufel vor einer Ungerechtigkeit der heutigen leeren Wagen hinein, fand den jungen Mann, welcher sich einen Gesellschaft, welche ihre Opfer erst wirthschaftlich und in Kon- Schuß in den Mund beigebracht hatte, noch lebend vor und sequenz davon auch moralisch ruinirt und dann oben- sorgte für dessen Ueberführung nach dem Charlottenburger drein noch bestraft, gerettet zu haben! Es ist das ja Krankenhaus. Aus Papieren, welche derselbe bei sich führte, hat immerhin auch ein Verdienst, entnommen werden können, daß es sich um den 21 Jahre alten jedenfalls aber ein ganz unbewußtes und unbeabsichtigtes, denn jene Vereine Raufmann Richard Engel, Hagelsbergerstr. 32 wohnhaft, handelt. glauben und bezwecken, ein Stückchen„ soziale Frage" zu lösen. Hinsichtlich der Motive zur That fehlt es bislang an jedem AnDies ist aber gänzlich verfehlt, denn wenn sie es auch zu Wege halt, da der Schwerverleyte noch nicht zum Bewußtsein zurückbringen, daß die Zahl der„ Bestrafungsfälle" und" bestraften gekehrt und daher noch nicht vernehmungsfähig war. Personen" abnimmt, so wird dadurch nur ein Krankheitssymptom be Polizeibericht. Am 25. d. M. Vormittags brach auf dem seitigt beziv. gemildert, nicht aber die Krankheit, das soziale Elend Neubau Brunnenstr. 17 der Maurerlehrling Keller im vierten selber. Die„ Bettler und Vagabunden" bleiben bestehen, wenn Stock des Quergebäudes auf dem frisch gemauerten Treppenlauf sie auch die Arbeiterkolonien, Naturalverpflegungsstationen u. f. w. ment rechtzeitig auszugeben, damit die regelmäßige Buſtellung des weise und die wirthschaftlichen Verhältnisse werden um keinen und den Müller mit in die Tiefe riß. Er erlitt hierbei eine so Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonne- bevölkern. Es sind dies die Opfer der heutigen Wirthscha te- infolge der vorzeitigen Beseitigung der Verschaalung durch, so daß die ganze Treppe bis zum Erdgeschoß in sich zusammenstürzte Blattes feine Unterbrechung erleidet. Deut besser durch obengenannte Vereine. Und wer unterstützt denn jene Vereine? Eben jene kapitalisten, welche sich auf Kosten bedeutende Verletzung am Kopfe, daß er nach dem St. HedwigsAm Kohlen- Ufer, gegenKrankenhause gebracht werden mußte. der Arbeiter bereichern und sie hilflos ihrem Schicksale überlassen. über der städtischen Gasanstalt, wurde zu derselben Zeit die Durch eine milde Gabe an solche Vereine glaubt man seine Leiche eines unbekannten etwa 45 Jahre alten Mannes aus dem Schuldigkeit gethan zu haben und wäscht sein Gewissen rein. Wenn man nun bedenkt, daß derartige Institutionen der Stroh- Landwehrkanal gezogen und nach dem Schauhause geschafft. halm sind, nach dem die Ertrinkenden greifen und lieber diese Nachmittags wurde eine Frau in ihrer Wohnung, in Alt- Moabit, frömmlerische Zuchtruthe auf sich nehmen, als sich wegen Arbeits- erhängt vorgefunden. Zu derselben Zeit versuchte ein Molkereibesitzer sich in seiner Wohnung, in der Koppenstraße, infolge losigkeit alias Vagabundage" und" Bettelei" von Rechts wegen eines unheilbaren Halsleidens durch einen Schuß in die linke bestrafen zu lassen, und sieht, daß, trotzdem diese Institutionen Schläfe das Leben zu nehmen. Er wurde schwer verletzt, jedoch im ganzen theuren Vaterlande verbreitet sind, sie nicht vermögen, Gegen Ein 18jähriger Handlungskommis brachte sich zu derselben vereins für Halle a. S. und Umgegend hatte die Vorsißende Beschränkteste bei einigem Nachdenken die Unhaltbarkeit der Zeit in seiner Wohnung, an der Friedrichsgracht, in selbstGegen die Auflösung des Frauen und Mädchen die Zahl der Bestrafungen hintenanzuhalten, dann muß auch der noch lebend nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. mörderischer Absicht mittels Revolvers einen Schuß in die rechte desselben beim Merseburger Regierungspräsidenten Beschwerde heutigen Verhältnisse erkennen! geführt. Die Beschwerde ist indessen zurückgewiesen worden, weil Ueber einen Brandschaden infolge Glühendwerdens des Schläfe bei, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. jener Verein„ offen die Bestrebung nach politischer Gleichberechti-„ Widerstandes" für eine elektrische Bogenlampe macht das Nachmittags wurde vor dem Hause Chausseestr. 20 eine etwa gung mit den Männern an den Tag gelegt" habe und außerdem Zentralbl d. Bauv." Mittheilung: Durch die elektrische Be- 60 Jahre alte Frau augenscheinlich krant auf dem Bürgersteige in den Vereinssihungen wiederholt politische Gegenstände leuchtungsanlage wurde am 10. d. M. eine Entzündung des Dach- liegend, aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Im erörtert" worden seien. Die polizeiliche Schließung des Vereins stuhls der sogen. Kolonnaden im Kroll'schen Garten hier an einer Laufe des Tages und am 26. d. M. früh fanden an fünf Stellen wäre daher auf Grund des§ 8 des Vereinsgefeßes zu Recht Stelle hervorgerufen, an welcher die Widerstände für die Bogen- fleine Feuer statt. erfolgt. lichtlampen des Gartens angebracht sind. Die Ursache der Entzündung ist darin zu suchen, daß ein Widerstand infolge des mehrmaligen Aussehens einer Bogenlichtlampe, an welcher die Kohlenstückchen zu weit übereinander geschoben waren, rothglühend Wegen Veranstaltung einer öffentlichen Kollekte ohne wurde. Die sämmtlichen Widerstände für die Bogenlichtlampen Genehmigung der Polizei soll der Parteigenosse Wiesemann des Gartens waren auf Porzellanrollen mit Zwischenlagern aus Im Thomas- Theater ging gestern vor vollbesetztem Hause aus Ammendorf nach Urtheil des Halleschen Schöffen Asbestpappe unmittelbar an dem hölzernen Dachstuhl befestigt. eine ins Deutsche modifizirte Posse über die Bretter. Der Vergerichts 10 M. bezahlen oder zwei Tage fizen, wird jedoch Die Bleisicherung für die in Betracht kommende Bogenlichtlampe fasser hat das möglichste geleistet, was an Uebermuth und tollen Berufung einlegen, da der Tischlermeister Langer aus Merseburg zeigte sich bei der Untersuchung fehlerlos und unversehrt. Zur Einfällen überhaupt zu leisten ist. Man darf kein ernsthafter in gleicher Sache am 9. September von der Berufungs- Verhütung ähnlicher Vorkommnisse werden die Widerstände für Philister sein, wenn man über eine derartige Posse sprechen will, instanz freigesprochen wurde. die Bogenlichtlampen fünftig an der massiven Rückwand der Halle und vor allen Dingen darf man sich durch die Harmlosigkeiten, befestigt werden. die der Franzose auf die Bretter bringt, nicht verletzt fühlen. Weil die Akten aus Wiesbaden erst am Vormittag des Alexander Bisson hat die modernen Emanzipationsbestre Der Zustand des Kommis Max Schweiter im Unter- bungen der Bourgeoisfrauen zum Gegenstand seines Spottes 24. September eingetroffen waren, deshalb wurde die in Mainz auf den 24. September angefeßt gewesene Schöffengerichts- suchungsgefängniß ist gegenwärtig ein nicht besorgnißloser. Hochgemacht, und man muß gestehen, daß ihm dieses nach allen verhandlung in Sachen einer Preß- Beleidigungsklage des Mainzer gradige Nervosität hat sich seiner bemächtigt, er zittert beständig Richtungen hin gelungen ist. Um ein winziges Bischen HandGouverneurs von Reibnitz gegen den Redakteur unseres Mainzer am ganzen Körper und weist den größten Theil der ihm ge- lung ranfen sich launige Einfälle, derb farrikirte Szenen und ein Bruderorgans und gegen den früheren Vertrauensmann unserer botenen Speisen zurück. Anders steht es mit seiner Schwester, unverwüstlicher Humor. Die Regie hatte es verstanden, ein Partei in Wiesbaden, Genosse Singe, abermals vertagt. der Frau Dr. Prager. Diese hat gestern nach Boudre de Riz Korps von blizsauberen Mädchen aufmarschiren zu lassen, die in Wer entschädigt nun eigentlich unseren Genossen Hinze für und Stickereiarbeit verlangt; beides ist ihr überreicht worden. ihren koketten Kostümen wahrhafte Beifallsstürme hervorriefen. Zeitversäumniß und Reisekosten, welche ihm durch dieses Vor-( Natürlich!) Selbst hinter den Mauern des Gefängnisses giebt Die Musik trat allerdings etwas zurück, sie war matt und hatte tommniß entstanden sind? Aus demselben Grunde ist die Ver- fie fich stundenlang der Phsucht hin und zeigt sich über ihre nur wenig Zündendes. Einzelne Rouplets dagegen waren aus handlung schon einmal vertagt worden. Bukunft nicht im Mindesten beunruhigt. Ein Geständniß über gezeichnet, so das Lied in der Schulszene:" Und dieses Beispiel die Urheberschaft beziehungsweise die Beihilfe zu der unseligen lehrt uns die Moral". That hat sie nach wie vor nicht abgelegt. Ihr Mitschuldiger, Das Publikum fargte der glücklichen Aufführung gegenüber an dem man die Spuren der Entbehrungen der letzten Tage ficht nicht mit seinem Beifall. Namentlich wurde Herr Wellhof als lich wahrnehmen kann, legte sich zuerst dem Untersuchungsrichter Professor Zeitgemäß ausgezeichnet; ihm standen die Herren gegenüber auf das Zeugnen, hat aber gestern Abend noch einge- Grünfeld, Peters und Guthery würdig zur Seite. Von den räumt, daß er der Thäter sei und nach reislicher Ueberlegung die Künstlerinnen seien die Damen Körnig und Schneider besonders Absicht gehabt habe, seinen Schwager zu tödten. Hiermit sind erwähnt. nun die Kriterien des Mordversuches festgestellt worden. Schweißer Die Regie befleißigte sich bei aller Freiheit und Koketterie sieht von den Beamten des Untersuchungs- Gefängnisses fortgesetzt der Kostüme doch einer großen Decenz. Erkundigungen über das Befinden seines Schwagers ein und legt mit besonderer Aengstlichkeit auf die Beantwortung seiner Frage Gewicht, ob die Verlegung Prager's zum Tode führen werde. In diesem Falle nämlich läge ein vollendeter Mord vor, und das schwurgerichtliche Urtheil müßte dementsprechend ausfallen, während sonst nur ein Versuch besteht. Ob er bei dem Zugeständnisse verbleiben wird, wenn er seiner Schwester gegenübersteht, erscheint fraglich, da er von dieser völlig beherrscht zu werden scheint und auf einen Blick von ihr Alles widerrufen würde. auch hat er gegen diefelbe bisher nichts Belastendes ausgesagt. Am 6. Oktober haben sich nun sämmtliche Vorstandsmitglieder dieser Sache halber vor dem Schöffengericht zu verantworten. * Wiesbaden. Pfarrer Auler in Dogheim erklärte bekannt lich den Bericht in der„ Mainzer Volkszeitung", wonach er in öffentlicher Versammlung gesagt hatte, er unterschreibe Bebel's Buch„ Die Frau und der Sozialismus" Saß für Saz und empfehle es jedem Chisten als ein Buch der Tugend, für plumpe Lüge und bodenlose Berdrehung. Die Mainzer Volkszeitung" gab hierauf die Gegenerklärung ab, daß ihr Bericht den That sachen entspreche, während das" Wiesbadener Tageblatt" auf Ersuchen des Genossen Biller, des Verfassers des Berichts, auf Grund des§ 11 des Preßgefeßes eine Berichtigung ausnehmen mußte, worin Genosse Biller seinen Bericht in allen feinen Theilen aufrecht hielt. Pfarrer Auler hat nun nichts Besseres zu thun gewußt, als gegen Genossen Biller wegen des angeblich verdrehten und verlogenen Berichts" Strafantrag wegen Beleidigung zu stellen. . " Adolf Geck, Redakteur des ffenburger Boltsfreundes", hat, nachdem sein Urlaub abgelaufen, nunmehr den Rest seiner Strafhaft angetreten. Vier von den sechs Monaten, auf welche das Gericht erkannte, sind verbüßt. Gegen das in Sachen des Boykotts ergangene Urtheil des Zeiger Schöffengerichts hat der Amtsanwalt Berufung eingelegt. Tokales. " Theater. Gerichts- Beitung. Der Eisenbahnunfall, welcher sich am 21. März auf dem Schlesischen Güterbahnhofe ereignete, beschäftigte gestern die VII. Straffamer hiesigen Landgerichts I in einer Anklage wegen fahrlässiger Tödtung gegen den Rangirmeister Wilhelm Die Schießaffäre, welche sich in der Nacht zum 21. d. M. Tauchmann und den Rangirer Max Röhl. An dem ge auf der Jannowißbrücke zutrug, scheint doch ernsterer Natur zu nannten Tage, Mittags 3/4 Uhr, wurde der Wagenputzer Wilsein, als der Urheber, der Maler Schwandtke, sie hinstellt. Der helm Burchardt auf dem Schlesischen Güterbahnhofe von einem felbe fit wegen versuchten Tootschlags in Untersuchungshaft und Eisenbahnwagen umgestoßen und an beiden Unterschenkeln überdie Bemühungen seines Vertheidigers, des R.-A. Hugo Sachs, fahren. Der Verunglückte ist bereits am nächsten Tage verstorben. seine Freilassung zu erwirken, sind bisher vergeblich gewesen. Die Schuld an diesem Unfall wurde den beiden Angeklagten zuDer Hauptbelastungszeuge, Gerichts- Aktuar W., schildert den geschoben. Der Rangirmeister Tauchmann war nämlich von 6 Uhr Vorfall so, daß ihm in der fraglichen Nacht auf der Jannowitz- Morgens bis 8 Uhr Nachmittags ununterbrochen im Dienst gebrücke ein Mann vorüberlief, der von Schwandtke verfolgt wurde. wesen und hatte alsdann eine kleine Pause gemacht, um MittagDer Erstere habe in ängstlichem Tone gerufen:„ er will mich brot zu essen. In der Zwischenzeit hatte er den zweiten Anschießen!" W. habe dem Verfolger mit dem Ellbogen einen Stoß geklagten beanftragt, eine bestimmte Rangirbewegung fortzusehen Die Auti- Bettelvereine, Natural- Verpflegungsstationen, versetzt, daß derselbe zu Falle tam. Am Boden liegend habe und drei Wagen eines Rangirzuges zurückzudrücken, um eine Arbeitertolonien, Der deutsche Verein für Schwandtte dann auf ihn geschossen, glücklicherweise ohne ihn zu Weiche frei zu machen. Nach den Behauptungen der Anflagebehörde hat nun Röhl die Wagen, anstatt sie zurückzudrücken, Armenpflege und Wohlthätigkeit und wie sie alle treffen. Der Beschuldigte schüßt sinnlose Trunkenheit vor. losgekoppelt und abgestoßen. Die drei abgestoßenen Wagen heißen mögen, die sich rühmen, im letzten Jahrzehnt nicht verDie Hinterlassenschaft des Selbstmörders Dann ge- liefen mit großer Schnelligkeit auf den Schlußwagen eines Buges, geblich daran gearbeitet" zu haben, den Bettlern und Vagawelchem Burchardt gerade die Pufferstange ölte: bunden" das„ Handwerk zu legen", auch sie müssen die schwere staltet sich trüber und trüber. Es ist jetzt festgestellt worden, daß an Noth der Zeit anerkennen, indem sie verzweifelnd zugestehen, daß derselbe von kleinen Beamten, welche Darlehne gegen 40 pet. der Schlußwagen war nicht gebremst, Burchhardt wurde durch den starken Anprall umgestoßen infolge der Noth und Arbeitslosigkeit die Zahl der Bettler und Zinsen von ihm erhielten, sich Blanto- Atzepte hat geben lassen, daher dem Schlußwagen und den nachfolgenden Wagen Bagabunden" in stetem Wachsthum begriffen ist und daß gegen die er dann in beliebiger Höhe ausfüllte und in Umlauf seßte. von Dem Rangirmeister Tauchmann wurde zum diese Hochfluth obige Vereine machtlos sind, eine zu schwache Die Inhaber dieser Wechsel werden voraussichtlich die Beträge überfahren. gemacht, daß er feine Vertretung während Wehr, um derselben Widerstand leisten zu können. Von Interesse einklagen und dadurch eine Menge von Beamtenfamilien an den Vorwurf nach dieser Richtung bin ist das unlängst erschienene„ Statistische Bettelstab bringen. Ferner hat es sich ergeben, daß Dann zu seiner Mittagspause einem dazu nicht befähigten Manne überJahrbuch für Sachsen", dieses ungemein industriereiche Land. dem Agenten Fränkel, welcher seit längerer Zeit flüchtig tragen habe, während dem Röhl zur Last gelegt wird, die ihm Dasselbe enthält u. A. auch Angaben über die Zahl der Be- ist, in den intimſten Beziehungen gestanden hat, und ge- gegebenen Weisungen nicht befolgt zu haben. Auf Grund des 180 bis 220 000 m. auf Sachverständigen- Gutachtens hielt der Staatsanwalt eine fahrfirajungen von Bettlern und Vagabunden" für die Zeit vom fälschte Wechsel im Betrage von die Frau Hager- Renz durch den Genannten im Wege des lässige Handlungsweise bei beiden Angeklagten für vorliegend Jahre 1880-1890 11 und und beantragte gegen Tauchmann die geringste zulässige Strafe von einem Tage Gefängniß, gegen Röhl vier Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof hielt jedoch mit dem Rechtsanwalt Dr. Bonk ein strafbares Verschulden beider Angeklagten nicht für nachgewiesen und erkannte deshalb auf Freisprechung. Boziale Uebersicht. Zur Aufklärung! Zur Lohnbewegung der Handschuhmacher in Friedrichshagen, Burg, Osterwiek, Lieguit und Hainan berichten wir, daß an allen betheiligten Orten der Kampf hartuäckig, wie er begonnen, fortgesetzt wird. lauer- Allee Nr. 232 bei Riedel.- ,, Gängerchor der Chirurgischen Branche", Alte Schönhauserstraße Nr. 42 bei Reimann.- Gesangverein ,, Morgenroth" 2, Charlottenburg, Rofinenstr. 3, bei Grischow.- Gefang verein Wahrheit", An der Apostelkirche 7b bei France. willkommen. Der Angeklagte In dem Bewußtsein, daß ein Nachgeben von unserer Seite die ganze Branche dem völligen Ruin preisgeben würde, die Arbeiter namenloser Unterdrückung, Noth und Entbehrung anheimfielen, stehen Alle einmüthig und ausnahmslos fest zusammen, um den Sieg zu erringen. Bund der geselligen Arbeitervereine Serlins und Umgegend. Sonntag: Vergnügungsverein„ Nord", Reinickendorfer- und Schulstr.- Ede. Bergnügungsverein ,, Amor", 3 Uhr, Nollendorferstr. 13, Maaßensir.- Ede. im Restaurant Reyer, Alte Jakobstr. 88, Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Privat Theatergesellschaft und Artistenklub Belle Alliance" Gäste willkommen. Vergnügungsverein ,, Carmen Sylva". Sigung im Restaurant Kraft, Waldemarstr. 17, 4 Uhr Nachm. Gäste, Herren und Damen, Montag: Theaterverein Hoffnung", bei Schneider, Adalbertstr. 8. Theaterverein ,, Gamilla", bei Schröder, Manteuffel ftraße 9.- Bergnügungsverein Alpenveilchen" erbittet Buschriften an F. Hochheim, Grüner Weg 44, zu senden. Rauchklub, Deutscher Michel" Koppenstr. 43c. Theater- u. Vergnügungsverein Borwärts", Nachm. 2 Uhr, in Schneider's Restaur., Adalbertstr.s, Sigung mitDamen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Geselliger Berein, Edelweiß", Prenz lauer Allee& bei Stüfter: Sigung am Montag, Abends 9 Uhr., Aufnahme Verein der Berliner Barbier- und Friseurgehilfen, alle 14 Tage, Abends 10 Uhr, neuer Mitglieder. Kollegienschaft Gemüthlich feit", Geselliger Seibelstr. 30. tommen. " 1 " " 1 Sprechsaal. 1 08,8 t Ein eigenthümlicher Rechtsfall lag der Anklage wegen Theilnahme am schweren Diebstahl und Hehlerei zu Grunde, welche gestern die 2. Strafkammer hiesigen Landgerichts I gegen den Kellner Dombrowski zu verhandeln hatte. wohnte bei einem Lithographen M., welcher vor zwei Jahren das Glück gehabt hat, ein Mädchen zu heirathen, welchem durch testamentarische Verfügung einer ehemaligen Dienstherrschaft die Summe von 20 000. zugefallen war. Das Schicksal dieser Summe Unterliegen wir in diesem Kampf, so ist an ein Wiederund der körperliche Zustand der glücklichen Erbin lassen ver- auskommen nicht zu denken, denn die Inhaber der anderen muthen, daß Herr M. mehr von dem Glanze des baaren Geldes, Fabriken, welche jetzt noch irgend konkurrenzfähig sind als von dem Liebreiz seiner Besitzerin bezaubert war, als er die und uns durch ihre Presse wie durch Einstellung lettere heimführte. Es gelang ihm, die ganze Summe von Arbeitslosen unterstützen, würden sehr bald Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein in sehr furzer Zeit durchzubringen und er hatte sich dabei von durch die Amerikaner auf dem Weltmarkt derartig in die Enge am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Berliner Turngenossenschaft" der Arbeit so entwöhnt, daß er nachher sich behaglich von seiner getrieben werden, daß es ihnen in Wirklichkeit nicht möglich sein 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im Frau ernähren ließ. Diese betrieb mit den legten Trümmern dürfte, die bis jetzt bestehenden fargen Löhne zu bezahlen. Lessing- Gyinnastum. Turnvereinsten", Behrlingsabtheilung, Montag ihres Vermögens einen sogenannten„ Lehnepump", d. h. fie von 8-10 Uhr Abends, Blumenftr. 63a. Der forporativen Zusammengehörigkeit in straffer OrganiRaucht lub Weiße Wolfe". Montag Abends von 9-11 Uhr, half gewissen Damen, welche neuer Kleider oder Wäschestücke be- fation und der sympathischen Unterstützung der gesammten Ar- Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Rauchtlub Deutscher Michel" dursten, gegen Entgelt aus der Verlegenheit. Ihr Ehemann wußte, beiterschaft Deutschlands ganz besonders werden wir es zu Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg," Grüner Weg Nr. 9. daß sie ihre Kaffe in einem Schreibtische bewahrte, und da er danken haben, wenn wir den Kampf siegreich zu Ende führen. Rauchtlub, Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttke, Friedrichsberger straße 4. gutwillig fein Geld mehr von seiner Ehefrau erhielt, beschloß er, Nauchtlub, Blaue Quaste", Abends 9 Uhr Pflugstraße 16 bet Zu diesem Zweck haben wir uns auch mit den Dresseuren Dudeck. Rauchtlub Brüderlichkeit jeden Montag von 9-11 Uhr bet dieselbe zu bestehlen. Bei diesem ehrsamen Werke war ihm der solidarisch erklärt, obgleich sie nicht organisirt sind; in nächster Willy Schmidt, Wrangelftr. 141: Sigung. Gäste willkommen. Angeklagte behilflich. Er wirkte bei der Deffnung des Schreib- Zeit wird ihnen jedoch auch hierzu von unserer Seite Gelegen- Sedwig, Rofenthalerftr. 45. Verein der Oberlausiger", Montag, Abends 9 Uhr im Restauran Friedrichs Verein", ehemtal. Schüler tisches, aus welchem der liebevolle Ehemann die Summe von 69 M. heit geboten werden. des Friedrichs= Waisenhauses," Montag, Oranienftr. 34. Berein ehem. stahl, thatfräftigst mit und da er 4 M. 50 Pf. als Belohnung er= Um Irrungen zu vermeiden, theilen wir mit, daß alle vor Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Stgung. halten, mußte er es sich gefallen lassen, wegen Beihilfe zum Dieb- genannten Orte, welche bis jetzt an der Lohnbewegung betheiligt Bringenstraße 106. Bergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Vergnügungsverein Fidel to", Montag Abends 9 Uhr stahl und Hehlerei angeklagt zu werden, während der eigentliche find, ihre Lohnkommission zur Empfangnahme eingehender Unter- m Restaurant„ Sum Reichsgarten", Drantenftr. 108. Damen und Herren als Dieb nicht bestraft werden konnte. Der Staatsanwalt beantragte tügungen eingerichtet haben, sämmtliche eingehende Gelder jedoch, Gäste willkommen. Vergnügungsflub Mephisto" Montag Abend gegen ihn ein Jahr Zuchthau 3. Der Vertheidiger, Rechts- mögen sie an einen der genannten Orte, mögen sie an unseren jeden wontag im Restaurant Reichsgarten, Oranienſtr. 108. 8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Bergnügungsverein, Edelweiß 2" Vergnügungsanwalt Dr. Bont, tam aber in interessanten Rechtsausführungen Verbandsvorstand in Arnstadt( E. Knösel) oder unseren Ver- werein, Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Bereinshaus, Wilhelmzu dem Schluß, daß auch der Angeklagte nicht bestraft werden bandsausschuß in Stuttgart( E. Sperka, Tannenstr. 12) gesandt straße 18. Damien und Herren willtontmen. Privat- Theatergesellschaft, off= könne, da es sich hier eben gar nicht um einen Diebstahl handele. werden, in die Bentraltasse unseres Verbandes in Arnstadt ung, Sonntag, Abends subt, bei stebs, Ohmgaffe 2. Säfte, Danten und Herren, willkommen. Privaitheater- Gesellschaft Nach dem Landrecht und dem Märkischen Rechte stehe dem Ghe- fließen, von wo aus um ein längeres und besseres Aushalten zu Sonntag 3 Uhr im Bittoria- Saat, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. gatten Nießbrauch und Verwaltung nicht nur des Eingebrachten erzielen, die Unterstützungen gleichmäßig und regel- Bollad Club" Eintracht" bei Bujiav Schulze, Wienerstr. 68. Gäfte will der Ehefrau, sondern auch Geldes desjenigen slub„ Gefeiligteit", Sigung Sonntags 6 Uhr bei Schmidt, 3u, mäßig vertheilt werden.. Wrangelftr. 141. Gefelliger Bergnügungsverein Nord" Sonntag Nach welches die Leitere in einem mit Genehmigung des Ehegatten Um die gesammte Arbeiterschaft über den Stand der Be- mittag 4 Uhr bei Stade, Müllerstr. 161. Gäste, berren und Damen, willvon ihr betriebenen Geschäfts erwirbt vorausgesetzt, daß nicht wegung regelmäßig auf dem Laufenden zu erhalten, werden fommen. Theater- und Pantomimenverein Fideler Geist" bei cebs, ein anderweitiger gerichtlicher Vertrag vorliegt. Hiernach könne wir die Berichte der an Ohmgaffe 2. Gelliger Klub Namenios". Jeben Montag nach dem derselben betheiligten einzelnen 1. und jeden Montag nach dem 15. bei Abraham, Straßburgerstr. 6. Genoffen von einem Diebstahle des Ehemannes gegen seine Ehefrau nicht Orte stets an unseren Verbandsvorstand gelangen lassen, auch Damen, als Mitglieder werden aufgenommen. die Rede sein und damit falle von selbst die Anklage wegen welcher durch Zusammenstellung derfelben alsdann im Stande Beihilfe. Der Gerichtshof schloß sich diesen rechtlichen Aus- fein wird, ein flares Bild der Bewegung und des Fortschrittes führungen an, und erkannte auf Freisprechung des Angeklagten. Derselben in den Arbeiterblättern zu geben. Obgleich ca. 36 Mann Der herzoglich fächsische Archivrath Dr. philos. Friedr. von hier bereits anderweitig Stellung erhalten haben, so sind am With. Ebeling stand gestern unter der Anklage des vollendeten Plate doch noch gegen 70 Handschuhmacher und Dresseure zu Betruges in fünf und des versuchten Betruges in zwei Fällen unterstützen. Wie hoch die Zahl der in den anderen Orten noch vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I. Der im zu Unterstützenden ist, werden die nächsten Berichte ergeben. In fiebenzigsten Lebensjahre Stehende, bis dahin unbescholtene An- dem wir bitten, uns auch ferner zur Seite zu stehen, erklären wir getlagte ist in Vermögensverfall gerathen und soll sich durch einmüthig und entschlossen, den Kampf bis zum Aeußersten durchfalsche Vorspiegelungen Darlehne verschafft haben. Er verkehrte führen zu wollen. Der Sieg wird und muß dann unser sein. eine Zeit lang in einem Restaurant in der Bülowstraße, zu dessen Mit brüderlichem Gruß Stamngästen besonders höhere Ministerialbeamte gehören. Der Die Ausgesperrten der Hopp'schen Handschuhfabrik Angeklagte machte sich mit denselben bekannt und auf Grund seines Titels und seines weltmännischen Auftretens fand er ein Für die Lohn- Kommission: Rob. Kander, Rahnsdorferstr. 31. freundliches Entgegenkommen. Im gestrigen Termine erschienen Geldsendungen an E. Zimmermann, Friedrichstr. 23/24. fünf Beugen, welche von dem Angeklagten geschädigt sein wollen. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Derselbe hatte in den meisten Fällen eine rührende Ge schichte erzählt, um sein Ersuchen um ein Darlehn zu be- soeben durch die Revierkommissäre Erhebungen über die LohnMainz, 25. September. Die hiesige Polizeibehörde läßt gründen. Er habe Unglück mit einem ungerathenen Sohne und Arbeitsverhältnisse der hiesigen Kellnerinnen anstellen. Hier fäßlich zuzulassen oder auszuschließen feien, ist auf dem Kongreß gehabt, den er nach England oder Amerika habe schaffen wie überall kommen dabei traurige Erscheinungen zu Tage. Bei überhaupt nicht gestellt, über einen solchen auch nicht abgestimmt müssen. Hierdurch seien seine gesammten Baarmittel erschöpft geringer Kost drei Mart Lohn pro Monat ist gar nichts seltenes, worden. Die Frage der Zulassung der Anarchisten beschäftigte worden. Er bitte um ein Darlehn von 30 bis 40 M., das er eine Anzahl feinerer Restaurants zahlt gar keinen Sohn. Nach den Kongreß vielmehr lediglich praktisch bei mehreren im Anfange des nächsten Monats von seiner Pension zurückzahlen Aussage vieler Mädchen verlangt man von einer„ tüchtigen" Mandatsprüfungen. Die Wandatsprüfung hat bekanntlich in der werde. Von diesen Angaben hat sich nur eine als wahr er- Kellnerin nicht nur das Animiren zum Champagnertrinken, sondern Weise stattgefunden, daß zunächst jede Nation ihr Urtheil über wiesen, nämlich daß der Angeklagte einen ungerathenen Sohn noch ganz andere Dinge. Die levierkommissäre sollen bis zum die Giltigkeit oder Ungiltigkeit der Mandate vortrug und daß besitzt, der aber keineswegs über See geschickt worden ist, sondern 1. Oftober ihre Erhebungen beendet haben und gleichzeitig Vor- dann der Kongreß einen endgiltigen Beschluß faßte. noch beim Vater lebt. Der Angeklagte hat allerdings die Berech schläge machen, wie die bestehenden Uebelstände beseitigt werden Anarchisten seien, entschied der Kongreß in drei Fällen. Ueber die Frage, ob Delegirte zuzulassen feten, obwohl fie tigung, den Titel Archivrath" zu führen, besitzt aber feinerlei fönnen. Beamtenqualität und bezieht weder Gehalt oder Pension. Jm Am 1. Tage( 16. August) erklärten die Belgier, daß- irre Termine bezeichnete der Angeschuldigte alle belastende Angaben Die Buchbinderei Arbeiter werden un Fernhaltung ich nicht waren es drei belgische Mandate für ungiltig zu der Zeugen als unwahr und erfunden. Er wies auf seine vor- des Zuzugs nach Krakau und Lemberg ersucht. Die dortigen erachten feien, weil die Delegirten anarchistische Vereine verträten. wurfsfreie Vergangenheit bin und bestritt mit Entschiedenheit, Arbeiter jener Branche befinden sich in einer Lohnbewegung; sie Der Rongreß entschied sich für die Nichtzulassung dieser daß er Jemanden habe schädigen wollen. Staatsanwalt verlangen Lohnerhöhung und auch bessere sonstige Arbeits- belgischen Anarchisten. Bei dieser Abstimmung haben mehrere Dr. Benedig hatte aus der Beweisaufnahme die Ueberzeugung bedingungen. deutsche Delegirte- u. A. auch ich für Bulassung der Degewonnen, daß der Angeklagte seine Bekannten in betrügerischer legirten gestimmt. Wenn Auerbach sich für seine gegentheilige Weise ausgebeutet habe, er beantragte gegen ihn 9 Monate Ge= Behauptung und die leichte Möglichkeit einer Kontrolle feiner fängniß, 300 M. Geldstrafe und dreijährigen Ehrverlust. seits darauf berust, daß der Tisch der Deutschen fich dicht bei Gerichtshof schied einige Fälle aus, erkannte aber immerhin auf dem Bureau befunden habe, worin er sich aufhielt, so vergißt sechs Monate Gefängniß und 1 Jahr Ehrverlust. Auerbach, daß im Maison du peuple, in dem die Sigung am In der laufenden Schwurgerichts- Periode des Land- Eine Monatsversammlung des Verbandes der Vor. 16. August stattfand, weder Tische für die Deutschen, gerichts I werden an die Leistungsfähigkeit der Geschworenen, zellanmaler und verw. Berufsgenossen Deutschlands, Zahlstelle vorhanden waren, daß vielmehr im bunten internationalen noch Tische für die Delegirten anderer Länder, wie des Richterkollegiums außerordentlich hohe Ansprüche gestellt, Berlin, fand am 19. September statt. Dieselbe wählte den vorhanden waren, daß vielmehr im bunten internationalen die sich während der Dauer der Verhandlungen in der Heinze'schen Kollegen Freiesleben zum Schriftführer, worauf der Vorsitzende Durcheinander die Delegirten der verschiedenen Länder sich beMordsache noch erhöhen dürften. Aus der ersten Woche sind be- die Mitglieder ersuchte, das Verbandsorgan„ Der Fachgenosse" wegten, die meisten Deutschen in der Mitte des Saales, reits drei Sigungstage zu verzeichnen, in welchem sich die Ver- recht fleißig zu lesen. Es folgten Aufnahmen von Mitgliedern nicht vornja daß Tische, mit Ausnahme der Bureauhandlungen weit über das Maß des achtstündigen Normal- und dann hielt Herr Wach einen Vortrag über die bürgerliche lebrigens erinnere ich mich, flüchtig an diesem oder am folgen. tische, sich im Saale überhaupt nicht befanden. Arbeitstages ausdehnten. Auch die Freitagsung dauerte bis Gesellschaft, welcher bei allen Anwesenden lebhaften Beifall fand. den Tage Auerbach darüber meine persönliche Ansicht ausgezum späten Abend. Auf der Anklagebant befand sich eine jener Unter Verschiedenem referirte Herr Springer gleichfalls unter Frauen, welche mit der Vernichtung feimenden Lebens ein Beifall in eingehender Weise über Verkürzung der Arbeitszeit, Anarchisten nicht für richtig erachte, weil ich der Ansicht bin, sprochen zu haben, daß ich den Ausschluß der belgischen schimpfliches Gewerbe treiben; neben ihr saßen 6 Frauen, an den Achtſtunden- Normalarbeitstag u. s. w., wonach die Herren Anarchisten nicht für richtig erachte, weil ich der Ansicht bin, welchen sie ihre verbrecherischen Künste ausgeübt hatte. Den Ge- Tischer und Renner den Nugen einer festen Organisation er daß für die Zulassung nur entscheidend sein sollte, ob die schworenen wurden nicht weniger als 40 Fragen zur Be- läuterten und die Kollegen aufforderten, nach Kräften dafür Delegirten von Arbeitergruppen gewählt seien und ob Seitens der einzelnen Länder erhebliche Gründe gegen die Persönlich antwortung unterbreitet. In Gemäßheit ihres Verdikts wurde zu agitiren, daß dieselbe zu Stande kommt. die Hauptangeklagte, Näherin Bellmer zu 3 Jahren Ein Antrag Springer, auf das österreichische Fachvereins feiten der Delegirten vorgebracht seien. Auerbach entgegnete, er 3uchthaus verurtheilt. Von den übrigen Frauen erhielt die Organ„ Die Solidarität zu abonniren, wurde angenommen. habe für die Zulassung der Anarchisten gestimmt. eine 2 Monate, die anderen je 3 Monate Gefängniß. Der Vorsitzende gab noch bekannt, daß sich die Bibliothek bats des italienischen Anarchisten( Merlino) Beschluß ge Am 17. Auguft( Montag) sollte über die Giltigkeit des Manbedeutend vergrößert habe, und ersuchte die Anwesenden umfaßt werden. Der Kongreß beschloß auf Antrag des Dr. Adler, recht fleißigen Besuch derselben. Der in Friedrichshagen. Versammlungen. Sonntag, den tritt fret. PorEinDie Redaktion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. In der Volls Tribüne" hält Genosse Auerbach seine bereits ch feine bereits von Genossen Zubeil in öffentlicher Versammlung zurückgewiesene Behauptung, auf dem Brüffeler Kongres hätte von den deutschen Delegirten nur er Auerbach- für Zulassung der Anarchisten gestimmt, aufrecht. Schon damit nicht in diesem Punkte ähnliche Unrichtigkeiten öffentlich verbreitet werden, wie bezüglich des Maiveschlusses auf dem Pariser Kongreß, erachte ich es für meine Pflicht, den Sachverhalt klarzustellen. Ein Antrag, darüber abzustimmen, ob Anarchisten grund. Der Arbeiter- Bildungsverein zn Zeit erfreut sich einer besonderen Fürsorge der Polizei. Der genannte Verein hat für die Mitglieder Kurse eingerichtet, in welchen Gesang, Rechnen, jeden dritten Sonnabend im Monat stattfinden. Weiter gelangte zur Mittheilung, daß die Versammlungen daß über die Zulassung dieses italienischen Delegirten die Jtaliener entscheiden sollten, die ja allein im Stande wären, zu er deutsche Sprachlehre betrieben wird. Die Polizei verlangte von den Vorstehern, daß diejenigen Versammlungen, in welchen der fitzenden Robert Gebauer, Wrangelstr. 140. Alle Anfragen und Gesuche sind zu richten an den Vor- messen, ob Merlino in der That Arbeitergruppen vertrete, und seiner Bulaffung geneigt zu fein schienen. Für diesen Antrag Gesangsunterricht betrieben wird, vorher ihr angezeigt würden; ficher als dieses nicht geschah, erhielt der Vorsteher des Vereins, Schuh- glieber jeden Montag Abend bei Norbert, Beuthstr. 22, im Bereinszimmer. auch ich gestimmt. Freie Vereinigung der Stanseute. Gesellige Zusammenkunft der mit haben meines Wissens die meisten oder alle Deutschen Daß der gesammte Kongreß späterhin macher Junghaus, der Obmann der Gesangsabtheilung Dietrich, Ausgabe der Bibliotheksbücher ebenda. beschloß, gegen die Ausweisung Merlino's seitens der belgischen und der Gesanglehrer Strczelwicz eine Anflage wegen Ueber: Bersammlung am Montag, den 28. September, Alte Jatobstr. 75.( Näheres Verein jur Wahrung der Intereffen der Schuhmacher. Mitglieder Polizeibehörde, aufzutreten, ist bekannt. tretung der§§ 1 und 12 des Vereinsgefezes und das Schöffengericht Annonze.) Am Dienstag, den 18. August, endlich prüfte der Kongreß die zu Zeiß verurtheilte dieselben auch zu je 15 M. Geldstrafe, indem das- Privat- Theatergesellschast und artistenklub Belle- Alliance." Wahl eines spanischen Anarchisten. Wiewohl derselbe erfelbe der Ansicht war, daß jede Bersammlung des Arbeiter- Bildungs- Bersammlung in Becker's Salon, Gartenfaal, Alte Jakobftraße 120. 27. September, Abends 6 Uhr: Außerordentliche General- flärte, daß er nicht als Anarchist komme, sondern als Vertreter vereins, welcher nach dem Geständnisse der Angeklagten politische einer Anzahl Arbeitersyndikate, bat der spanische Genoffe Iglesias, Zwecke verfolge, als eine Versammlung anzusehen sei, welche Verein der Stereotypeure und Galvanoplastiker Serlins und seinen Landsgenossen nicht zuzulassen, weil er von Anarchistenauf öffentliche Angelegenheiten einzuwirken bezwecke. Gegen das gegen Generalversammlung am Sonntag, den 27. September, Abends gruppen gewahlt sei, die sich in Spanien bemühten, die Be7 Uhr, Markgrafenftr. 8, bet Rufflepp. Urtheil legten die Angeklagten durch den Rechtsanwalt Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 27. September, Bormittags strebungen für eine Arbeiterschutz- Gesetzgebung, die Mai- Demons Freudenthal- Berlin Berufung ein. Der Staatsanwalt 10 uur: In den Feſträumen des Konzerthauses Leipzigerstr. 48: Feier der stration und die spanische Arbeiterpartei durch beantragte Verwerfung derselben mit der Begründung, daß die Jugendaufnahme.( Herr Wille.) Angeklagten wohl teine patriotischen Lieder in der Gesangs- Bersammlung, Diontag den 28. September, Abends 9 Uhr, Andreasstr. 26. Dungen zu bekämpfen. Die Zulassung des spanischen Verein der Kurbelfiepperinnen, Stepper... Große Mitglieder persönliche Berdächtigungen und Verläum abtheilung geübt hätten. 1. Bortrag des Fräulein Wabniz über: Die Sünder des' Wolfes. 2. Aus- Delegirten wurde vom Kongreß abgelehnt. Wie Auerbach und arbeitung eines Lohntarifs. fostalbemo trattiche Versammlung im Schüßenhause, intenstr. b. haben, weiß ich nicht; aus den von Iglesias angeführten 5. Wahlkreis. Montag, den 28. September, Abends sy Uhr, öffentliche die einzelnen deutschen Delegirten bei dieser Gelegenheit gestimmt Bortrag des Genossen Auerbach über die Bedeutung des Parteitages. Dele Gründen und wegen der unwahren Anführungen, die der girtenwahl. Lese- und Diskutirklubs. Lese- und Diskutirffub„ Marayfer" spanische Delegirte zu machen schien, habe ich gegen die ZuSonntag Vormittag 10% Uhr, im Restaurant zur„ Schneekoppe", Noitisir. 29, lassung dieses Anarchisten gestimmt. Vortrag des Herrn Roland über den Weltuntergang". Gäste willkommen. Soviel zur thatsächlichen Richtigstellung der Sachlage, Sozialdem. Lese- und Disfutivflub Spinoza". Rechtsanwalt Freudenthal plaidirte für Freisprechung. Er führte aus, es täme nicht darauf an, ob die Angeklagten patriotische oder unpatriotische Lieder geübt hätten, sondern wie es im§1 des Vereinsgefeßes heiße, ob sie beabsichtigt hätten, in der Gesangsabtheilung öffentliche Angelegenheiten zu erörtern oder zu berathen. Für eine derartige Absicht läge feine thatsächliche Grundlage vor. Wenn das Lied:" Wer hat dich, du schöner Gäste willkommen. Leſetlub Wissenschaft". Jeden Montag bet Schnite, Kirchbachstr. 7. die Auerbach vielleicht infolge der Ueberbürdung mit Berichten Wald, aufgebaut so hoch da droben", und Gesänge ähnlichen geben Montag, Abends 8% Uhr, Wrangelstr. 84. Gäfte, Damen und für bürgerliche Zeitungen falsch dargestellt hat. Mit der grunds Schlages geübt feien, so habe dieses mit öffentlichen Angelegen- Herren, willkommen. fäßlichen Frage, ob und wie weit Anarchisten und andere heiten nichts zu thun, sondern die Angeklagten hätten das Dichter- bangsjunce, Hufnagme neuer Wittgend. Montag, Abend Nichtsozialisten zu internationalen Arbeiterkongreffen zuzulassen Arbeiter- Sängerbund Umgegend. wort: Singe, wem Gesang gegeben", befolgt und feien demselben deutsche Schleife", Naunynftr. 86 bet Bubeil. Gesangverein Gsme seien, wird sich hoffentlich der nächste internationale Arbeiter gefolgt, ohne der Polizei von den Gesangsstunden Anzeige zu ralda", Stoppenſtr. 35 bet teller. Gefangverein iederlust", Fichte fongreß beschaftigen. machen, weil auch das Dichterwort dieses nicht verlange. Nach firaße 29 bet ftrofche.- Gesangverein Senefelder", Jüdenstraße 55 bet Trischmann. Liedertafel der Maler Kaiser- Franz- Grenadier- Play 7, Arthur Stadthagen. längerer Berathung schloß sich der Gerichtshof zu Naumburg dem bei Berg. Gefangverein, Hand in Hand", Reichenbergerstraße 27 bet Bertheidiger, Rechtsanwalt Freudenthal, an, daß die Vor- Schröder. Moabiter Liedertafel", Wilhelmshavenerstr. b. Brosch. aussetzung des§ 1 des Vereinsgesetzes nicht vorliege und sprach stüthe", Görligerfir, 68, bei Zoltsdorf. Gefangverein Harmonie", Meyerbeerstr. 9. Gesangverein, Ton Des Raumes halber und weil unseres Erachtens die lottenburg, Sojimenjivase a bet Grifeport.- B. Gesangvereinyra 2", Char persönliche Bemerkung den sachlichen Inhalt der Streitfrage nicht die Angeklagten frei, Friedländer nachstehende Schlußbemerkung weg; da Genosse F. Konfistation der zur Steuerdefraudation, mißbrauchten| Mannheim, 26. September. Bei den Wahlmännere indeß Werth auf diesen Schlußsat legt, so lassen wir ihn hiermit zehn Bottich erkannt. Wahlen zum badischen Landtag verloren die an dieser Stelle nachfolgen: Frankfurt a. M., 26. September. Die internationale Nationalliberalen 14 von ihren 28 zur Neuwahl stehenelektrotechnische Ausstellung wird am 19. Oktober, den Sigen und zwar 7 an die Ultramontanen, 3 an die DemoAbends 11 Uhr, geschlossen. traten, 3 an die Konservativen und 2 an die Sozialisten. Da gegen gewannen die Nationalliberalen ein bisher von einem Demofraten innegehabtes Mandat. Bern, 26. September. Der internationale Kongreß für " Don Endlich noch eine persönliche Bemerkung an Herrn H., die zum Theil auch auf den Verfasser eines meinen Namen nennen den Artikels der Neuen Zeit" Bezug hat. Von sich selbst sagt H.:„ Wir, wir wissenschaftliche Sozialisten", mich hingegen beOffenburg, 23. September. Der Landesbote" theilt ein zeichnet er als einen Mann, der auf dem Boden des wissen badischen bureaukratischen Einrichtungen fennzeichnet. Bei der Steuerturiosum aus dem Kinzigthale mit, das die schaftlichen Sozialismus zu stehen glaubt". Auch an anderen diesjährigen Steuereinschägung hatte ein Steuerpflichtiger unter Arbeiterunfälle wurde heute geschlossen. Der Kongreß nahm eine Stellen verfällt er in einen gleichsam väterlich und freundlich belehrenden Ton. Glaubt er vielleicht, daß die Leser des„ Vor- genauer Darlegung der Verhältnisse sein Einkommen auf 3120 M. Resolution einstimmig an, welche besagt, es sei gebieterische wärts" naiv genug sind, sich dadurch in ihrem Urtheil beein- angegeben und zugleich erklärt, daß er gegen eine höhere Ein- Pflicht, Betriebsunfälle und Berufskrankheiten durch geeignete flussen zu lassen? Gr mag doch bedenken, daß, wenn schätzung eventuell Berufung ergreifen werde, während der Vorbeugungsmaßregeln soviel wie möglich zu verhüten und deren ich an solcher Art der Diskussion Geschmack fände, Schäßungsrath unter Mitwirkung des Steuerkommissärs denselben ungünstige Folgen wieder gut zu machen. a) Was die Vorich den Spieß nur einfach umzudrehen brauchte. Oder besteht mit 3450 M., demnach mit 330 M. mehr, zur Steuer veranlagte. beugungsmaßregeln betreffe, so sei wünschenswerth, die Privatder wissenschaftliche" Sozialismus in einseitiger Vertretung Steuerbehörde als Die hiergegen erhobene Ginsprache erhobene Einsprache wurde nun der thätigkeit mit derjenigen der Genossenschaften und Staaten zu der Mary'schen Gedankenwendungen und Ignorirung andrer theilweise zutreffend erachtet verbinden; b) was die zu gewährenden Entschädigungen anlange; und was eine so sei zu deren unbedingter Sicherstellung nothwendig, daß sie wurden demgemäß 150 m. abgestrichen, hervorragender Sozialisten, wie z. B. Dühring's und Herzka's Minderung um des Steueranschlages 100 M. und totaler Verachtung der auch meiner Meinung nach einund auf dem Wege der Versicherung erfolgten, die in jedem Lande eine Ersparung an Einkommensteuer um 2,50 M. be nach dessen Eigenthümlichkeit einzurichten sei; c) es sei dabei auf feitigen, aber doch in vielen Beziehungen recht lehrreichen deutete. Für diese theilweise Anerkennung des ohne Verschulden die zweckmäßigkeit der Verbindung der Versicherung für leichte Schriften George's und Flürscheim's? Ist denn der wissen Schriften George's und Flürscheim's? Ist denn der wissen des Pflichtigen gemachten Mißgriffes der unteren Steuerorgane Unfälle( mit vorübergehender Erwerbsunfähigkeit) mit der allschaftliche" Sozialismus eine ein für alle mal feststehende hatte aber der Steuerpflichtige eine Sportelgebühr von gemeinen Krankenversicherung hinzuweisen; d) für Länder, welche Autorität? Ich sollte meinen, daß derjenige, welcher gesell 7,60 m. oder gleich rund den dreifachen Betrag der Invaliditäts- und Altersversicherung einzuführen gedächten, erschaftlichen Gemeinbesis an Boden und Produktionsmitteln ers strebt, Sozialist ist; und ist er außerdem Demokrat, so ist er nach gelaffenen Steuer zu bezahlen! Hätte nun der bescheine eine Verbindung derselben mit einer Versicherung für eben Sozialdemokrat. Sollte aber Helphond unter wissenschaft- treffende Steuerkommissär den Steuerpflichtigen darauf aufmerksam schwere Unfälle( mit dauernder Erwerbsunfähigkeit) und Berufslichem" Sozialismus wirklich frititlose und autoritäre Unter- gemacht, daß auch nur ein theilweises Mißlingen der Beschwerde frankheiten zweckmäßig. ordnung unter einzelne Personen oder bestimmte Bücher verstehen, mit den obigen unverhältnißmäßigen Kosten verbunden sein würde, so muß ich es mir allerdings gefallen lassen, von Helphond nicht unterblieben sein. G3 ergiebt sich daraus für den kleinen Mann so würde wohl aus rein praktischen Gründen eine Beschwerde unter die wissenschaftlichen" Sozialisten gerechnet zu werden. Ich würde das nöthigenfalls zu ertragen wissen. Bisher glaubte einer Besteuerungs- Kommission sich wehren zu können, indem ihm geradezu die Unmöglichkeit, selbst gegen den gröbsten Mißgriff ich, daß Autoritätsglauben und Einseitigkeit sich weder mit der die eingelegte Berufung, wenn sie nur in einem Punkte unstichWissenschaft, noch mit einer revolutionären Gesinnung im haltig ist, theuerer zu stehen fommt, als wenn er sich die mit Unedlen Sinne des Worts vertrügen. B. Friedländer. recht aufgebürdete Steuer gefallen läßt. Literarisches. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefich Briefkaffen der Redaktion. " " Antwort wird nicht ertheilt. Inserate( Annoncen) sind an die Expedition de 3 Vorwärts", Beuthstraße Nr. 3, zu adressiren; Antwerpen. Die hiesigen Armenärzte wollen streiken, da am 1. Oftober neue Bestimmungen der Armen- Buschriften dagegen, welche für den redaktionellen verwaltung in Kraft treten und der Stadtrath erklärt hat, an Theil bestimmt sind, bitten wir an die Redaktion dem den Armen eingeräumten Recht, ihren Arzt selbst zu des Vorwärts", Beuthstraße Nr. 2, zu richten wählen und sich homöopathisch behandeln zu lassen, festhalten zu Gramsch, Streligerstraße. Ihre Beschwerde kann nur Die lehte Nummer der Berliner Volks- Tribüne" hat müssen. dann Berücksichtigung finden, wenn Sie uns den Namen Ihres folgenden Inhalt: Politische Notizen. Soziales aus Dester London, 26. September. Die Heilsarmee ist fortgefeßten Spediteurs angeben, der auf der Abonnements Quittung verreich. Der Krieg und die Sozialdemokratie. Die Ent Angriffen in England ausgefeßt. Gestern stürzte in Ashford ein merkt ist. scheidung über Krieg und Frieden im Programm- Entwurf. II. Belt, unter welchem Gottesdienst gehalten wurde, durch ZerGedicht. Der neue Machthaber des 20. Jahrhunderts." schneiden der Seile seitens der Menge zusammen, wodurch mehrere Novelle. Trades- Unions für Frauen. Friedrich Nietzsche. I. Leute der Heilsarmee schwer verwundet wurden. -Arbeitsämter.- Verschiedenes. " Vermischkes. Breslan, 26. September.( Privattelegramm der" Post".) Aus Schwientochlowit wird gemeldet: Sämmtliche Gießhallen der Falvahütte sind in der Nacht niedergebrannt. Der Schaden ist sehr groß. Gibraltar, 26. September. Einer von Rap Djubi gestern Abend eingetroffenen Depesche zufolge ist unter den Mauren dafelbst ein Aufstand ausgebrochen. Das englische Kanonen Schrift nicht entziffern zu können. J. K., Birkenstraße. Wir bedauern, Ihre undeutliche C. K. 6. Zweite Steuerstufe. J. E., Greifswalderstraße. Die Kündigung kann am 15. auch nach 12 Uhr Mittags rechtsgiltig erfolgen. J. E. N. An welchem Oktobertage eine Wohnung geräumt nach der Zimmerzahl. boot„ Gooshawk" ist zur Hilfeleistung abgesandt. werden muß, richtet sich nicht nach dem Miethspreis, sondern Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) 90-15 A. H., Waßmannstraße. Wenn Sie den Sachverhalt so, wie Sie uns angeben, beweisen können, so erheben Sie gegen ein etwaiges Strafmandat Widerspruch. In Ihrem Verhalten liegt nichts Strafbares. Winter 50. Auch der schenkungsweise Erlaß einer Schuld Berlin, 26. September. Der Vertrag über die neue fann binnen 6 Monaten widerrufen werden. Sie brauchen aber Gera, 26. September. In dem Prozesse gegen den Bankdirektor Roßbach und Genossen wegen einfachen und Millionen Franks ist gestern unterzeichnet worden. Die Ihr Onkel habe es Ihnen mit der Maßgabe geliehen, Sie sollten russische 3 prozentige Anleihe im Betrage von 500 das Geld nur allmälig zu zahlen, sofern Sie nachweisen können, betrügerischen Bankerotts, sowie wegen Untreue, erkannte der Gerichtshof gegen Roßbach auf acht Jahre Zuchthaus Gmission erfolgt durch die aus zirka 20 Bankinstituten bestehende zahlen, wenn Sie können. Die 14 Mark müssen Sie 4 Wochen und 17 800 Marf Geldstrafe event. weitere 16 Monate Gruppe des Crédit foncier in Paris. Dabei betheiligt sind in nach Kündigung auf einmal zahlen. Zuchthaus, wobei 2 Monate der Untersuchungshaft auf die Deutschland: die Bankhäuser Mendelssohn und Warschauer in W. F. Wenn Jemand auf 1 Jahr fest engagirt ist, so ist Strafe in' Anrechnung gebracht werden, außerdem auf 10 Jahre Berlin; in England: Hambro and Sons in London; in Holland: vorzeitige Kündigung nur aus besonderen Gründen zulässig. Ob Ehrverlust. Wilhelm Zehner und A. A. Leibelt wurden frei- Hoper in Amsterdam; in Dänemart: Kopenhagener Bank in folche vorliegen, fönnen wir aus Ihren allgemein gehaltenen Kopenhagen. Der Emissionskurs steht noch nicht fest. Der Er- Angaben nicht entnehmen. trag der Anleihe ist nach dem darauf bezüglichen Utas für Oranienplatz. Die Hebeamme erhält für die Entbindung Posen. Zu 28 846 Mart 40 Pf. Geldstrafe verurtheilte Eisenbahnbauten und für öffentliche Arbeiten bestimmt. Von 6 M., für jeden sonstigen Besuch 1 M. Für Befuche, die sie uns die Straffammer in Posen den früheren Brennereiverwalter, russischer Seite gehören dem Anleihesyndikate die Wolga- Kama- aufgefordert macht, kann sie Bezahlung fordern, wenn die jezigen Gastwirth Karl Grundmann wegen Anstiftung zur Bant, die Internationale Bank, die Diskonto- Bank und die Patientin diese Besuche sich ohne Widerspruch hat gefallen Maisch steuer- Defraudation, Außerdem wurde auf russische St. Petersburger Bank an. gesprochen. ,, Berliner Bolts- Tribüne“ Die Sozialpolitisches Wochenblatt. Preis pro Monat 50 Pfennig frei in's Haus. Berliner Bolts- Tribüne" kann durch sämmtliche Postanstalten Deutschlands bezogen werden und kostet pro Quartal 1,50 M., durch den Briefträger frei ins Haus 1,65 M. Die Berliner Volks- Tribüne" ist in der Post- Zeitungspreise lifte unter Nr. 893 eingetragen. Inserate die 4 gespaltene Petitzeile toftet 20 Pf. und werden Inserate in der Expedition, ElisabethUfer 55, angenommen. 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Staligerstr. 38, 4 Tr. r. 1687b Möbl. Schlafstelle zu vermiethen bei 335M Renger, Barnimftr. 12, S. gr.[ 1691b Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Blech, Wagen- und Möbel- Ladirer am Montag, den 28. Septbr., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Scheffer, Insel- Strasse No. 10. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem im Januar 1892 in Frankfurt a. M. stattfindenden Kongreß der Maler, Lackirer, Anstreicher u. v. B. Deutschlands. 2. Wie stellen sich die Lackirer Berlins zur Einführung der neunstündigen Arbeitszeit im Frühjahr 1892. 3. Verschiedenes.- Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versamm 230/7 lung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Heinr. Rautenhaus, Fürstenstr. 6. Verein der Parquetbodenleger Berlins. General- Bersammlung am Montag, den 28. September ds. Js., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Weigt, Markgrafenstrasse 37. Tagesordnung: fucht 1. Jahres- Abrechnung. 2. Verschiedenes.- Um zahlreichen Besucher: Der Vorstand. 250/18 Dem Metalldreher Mag Düser, gen. Berein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Löpfer Büffel- Wilhelm, zu feinem morgigen Berlins und Umgegend. Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 29. September 1891, Abends 6 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Stellung des Vereins zur Fenster- Frage. 3. Verschiedene Vereins- Angelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen erwartet 319/6 Der Vorstand. NB. Da ein großer Theil unserer Mitglieder mit den Beiträgen im Rückstande ist, ersucht der Vorstand nochmals dringend, dieselben vor der Versammlung zu begleichen. Geburtstag ein donnerndes Hoch. 1738b Die Luft- Luden W. W. Unserm Freunde, Kollegen, Genossen, Sangesbruder und Notenwart Gottlieb Hampel, zu seinem heutigen Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche. 1314L Alte Bekannte. Allen Freunden und Verwandten hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Vater der Klempnermeister Römpler am 24. d. M., Abends Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter, fanit entſchlafen iſt.- Die Berlins und Umgegend. Grosse Versammlung Beerdigung findet Sonntag, den 27. d.M., 388/8 Nachmittags 4/2 Uhr, von der Leichenhalle des Werderschen Kirchhofes, Bergmannstraße, aus statt. H. Römpler. am Dienstag, den 29. September, Abends 8½ Uhr, in Renz' Salon, Naunynstr. 27. Tages- Ordnuug: 1. Vortrag des Herrn Franz Berndt. 2. Disfussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Adalbertitraße 16 bei Schensch, früher Werschte; für den Norden: Die Bibliotheken des Verbandes befinden sich für den Süden: Brunnenstraße 40 bei Schayer. Die Ausgabe der Bücher erfolgt Montags Der Vorstand. Verband aller in der Textilbranche beschäftigten Arbeiter und und Donnerstags, von 8-9 Uhr Abends. Arbeiterinnen Deutschlands. Gr. Versammlung der Filialen Berlins und Umgeg. am Montag, den 28. September, Abends 8 Uhr, im gr. Saale des Herrn Joel, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: 1. Bortrag:„ Die sozialen Zustände im Alterthum". Referent Herr Dr. Pinn. 2. Diskussion. 3. Regelung des Vertriebs des„ Textilarbeiter". 4. Stellungnahme betreffs eines Vergnügens zu Gunsten des Verbandes. 5. Berschiedenes.- Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, recht pünftlich und zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. 320/6 Der Zentralvorstand. J. A.: Petersdorf. NB. Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen, auch tönnen daselbst Beiträge entrichtet werden. Achtung! Möbelpolirer des Süd- Ostens! Achtung! Achtung! Achtung! Ortskrankenkasse der Allen Verwandten, Bekannten und Kollegen meines lieben die Mannes für Theilnahme am Grabe meinen herz lichsten Dank. 1750b Minna Schreiber, geb. Seidel. Erklärung. Ich nehme die angebliche Aeußerung, daß Grothmann eine Unterschlagung Zum Quartalswechsel bringe meine begangen hat, zurück, bin mir aber überBeitungs- Spedition Böttcher zu Berlin. in freundliche Grinnerung. Empfehle Die Beerdigung des Mitgliedes Wilh. Heinrich findet Sonntag, den 27. September, Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Nazareth- Kirchhofs, Dalldorfer Chauffee aus, statt. hat( altes Mitglied) und von der diesDa der Verstorbene keine Angehörigen feitigen Raffe beerdigt wird, bitte um zahlreiche Betheiligung. Der Vorstand. J. A.: A. Seemann. 135/2 mich zur pünktlichen Lieferung des haupt nicht bewußt, diefelbe gethan zu haben. Daehne. „ Vorwärts",„ Volfstribüne"," atob Kranzbinderei u. Blumenhdlg. „ Jakob", sowie der gesammten Arbeiter- Literatur. Ferd. Kleinert, Berlin W., Potsdamerstrasse 86a. Schuhwaaren Don J. Meyer, 532L Nur Berlin SO., Wienerstr. 1, wie bekannt. Guirlanden Meter von 15 Pf. Doppelbügel- Lorbeer von 50 Pf. an. Gr. 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Sämmtliche Möbelpolirer des Süd- Ostens müssen am Plaze sein. 232b Achtung! Der Vorstand. Achtung! Allg. Arbeiterinnen- Verein Berlins u. Umg.( Filiale Norden). Große Versammlung am Montag, den 28. September, Abends 8½ Uhr, im Saale des Herrn Wendt, Köslinerstraße 17( Gesellschaftshaus). Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Die Lage der Frau vor der Entstehung des Staates." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes.- Gäste haben Zutritt. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 102/34 Die Bevollmächtigte. Große öffentliche Versammlung der Steinseher Berlins und Umgeg. am Sonntag, den 27. Septbr., Vorm. 10% Uhr, im Lokale des Herrn Seefeldt, Grenadierstraße 33. Tages- Ordnung: 1. Bortrag über Regie- Arbeit. Referent Regierungs- Baumstr. Keßler. 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Streit- Kontrollkommission. 4. Wahl eines Vertrauensmannes. 5. Verschiedenes. Zur Deckung der UnToften findet eine Tellerfammlung statt. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. 1752b Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 27. September, Abends 6/2 Uhr, Grenadierfiraße 33 bei Seefeldt: Vortrag des Herrn Heinrich Peus über ,, Religion und Wissenschaft". Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Berlins und Arbeiter- Sängerbund Umgegend. 380/6 schiedenes und Fragekasten. empfiehlt C. Hübner, meister, Schuhmacher 13, Rosenthalerstr. 13, l. Laden Im Tuchgeschäft Referent und Thema wird in der Oranien- Str. 126. I. Versammlung bekannt gemacht. 293/1 Der Vorstand. Verein Berliner Hausdiener. Ausserordentliche General- Versammlung am Montag, 28. d. M., Abds. 9 Uhr, i. b. Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Mittheilungen und Bericht über das Frühlingsfest. 2. Aufnahme neuer Herren- u. KnabenAnzüge, Winter- Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 1316L. Allen Parteigenossen empfehle mein reichhaltiges Cigarrenlager in jeder Preislage, gleichzeitig empfehle mich Papageien an Hanf und Wasser gewöhnt, zu sprechen anfangend, von 20 M. an, Sprosser 6 M., Schwarzplättchen 8 M., Rothkehlchen 75 Pf., reelle Männchen. 1269L F. Schnelle, Staligerstr. 132 H. Guttmann ,! Stempel grannen- Straße 9. Geschäfts- Eröffnung. Zeige Freunden und Genossen an, daß ich vom 25. September, ein Restauration& D. in Schöneberg, Sedanstr. 10, eröffnet habe. 1811L H. Hoffmann, früher Berlin Kaiserstr. 4. laut§ 11 des Statuts. 4. Berschie fowie sämmtlichen Zeitschriften. Mitglieder. 3. Wahl des Vorstandes nur pünktlichen Lieferung von Zeitungen Bierdruck- Apparate soution. denes und Fragetasten. 1787b Fritz Voss, Lübeckerstr. 8. Reparat. billigft. W. P. C. Nönnecke, Weißensee, Gäblerstr. 63.[ 1657b Verein zur Wahrung der Interessen d. Schuhmacher. Montag, 28. d. M., Abend 81/2 Uhr, Versammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn cand. phil. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. VerschieDenes. Zahlreiches Erscheinen wird Der Vorstand. Ortskrankenkasse der Zigarrenmacher, Tabakspinner erwünscht. Gäste willkommen. 277/12 und Zigarrensortirer. 1820 Cigarrenladen. Spiegel und Möbel, Polsterwaaren. C. Tausendfreund Fehrbelliner- Strasse No. 87, nahe Weinbergsweg. 1220L Solide Arbeit. Billigste Preise. Hamburger Laden ( Spezialität: Arbeits- Anzüge) Roh- Tabak fämmtlicher Größte Auswahl, billigste Preise. G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. Empfehle allen Freunden und Be fannten mein käuflich übernommenes Kartoffel- u. Härings- Geschäft, und bitte eine werthe Nachbarschaft Lausitzerstr. 10, um gütige Unterſtügung. 1655b] Carl Laska. Rechts- Bureau des Königl. jekt: Linienstr. 225, Strasse 130. Gewissenh. Rath, Hilfe in Amtsrichters a. D., jest Alte JakobEde der Grenadierstraße, nahe dem allen Angelegenh. Unbemittelten unentg. Am 1. Oktober wird das Kassen- Schönhauser Thor( früher Brunnen- Sonntags bis 4 Uhr. lokal von der Brunnenstraße 18 nach u. Elsasserstr.- Ecke u. Weinbergsweg 2, der Neuen Schönhauser str. 14, am Rosenthaler Thor. Hof part. verlegt. 1742b Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung fämmtlicher in der Firmenschilderbeschäftigten Uebungsstunde Sonntag, d. 4. Oftbr., Borm. 10 Uhr. Branche beigten in Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Tages- Ordnung: Für den 1. Wahlkr.: Feen- Palast. Für den 2. Wahlkr.: Bock: am Dienstag, 29. Sept., Abds. 8 Uhr, Brauerei. Für den 3. Wahltr.: Tivoli. Für den 4. Wahlkr. Elysium. Für den 5. Wahlkr.: Neue Welt. Für den 6. Wahlkr.: Gisteller. Die Vereine werden ersucht, vollzählig in den ihnen zugetheilten Lokalen zu erscheinen.- Bundesmitgliedskarte legitimirt, Der Vorstand. NB. Bur allgemeinen Kenntniß, daß alle Anträge zur GeneralBersammlung, 1 he schriftlich eingesandt werden müssen, nur bis zum 18. Oftbr. berücksichtigt werden können. D. O. Fachverein der Tapezirer Berlins u. Umg. Versammlung E am Mont g, den 28. September, Abends 8½½ Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Friedmeyer über:" Die augenblickliche Lage unferes Gewerbes. 2. Diskussion. 3. Antrag des Kollegen Schwanz. 4. Berschiedenes und Fragekasten. NB. Alle Freunde und Gönner des Vereins machen wir auf das 1. Wahl eines Streit- Delegirten. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. 1733b] Das Agitationskomitee. Verein der Filzschuh- Arbeiter 1165L J. Leiser. An die Arbeiter Moabits! Schuhwaaren mit Kontrollmarke aus der deutsch. Schuhfabrik zu Erfurt. H. Bath, Waldstr. 37, Hof part. Achtung! Kein Laden. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. Nur eigene Fabritation, 25 Zigarren Garantie rein amerikanische H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. 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( Restaurant), Seidelstraße Ecke Grünstraße, und bei allen bekannten Kollegen. J. A.: Der Vorstand. 383/3 3. Berſchiedenes und Ausgabe der 2. Diskussion. Billets zum Stiftungsfest. Aufnahme allen Größen. Mädchenkleider neuester neuer Mitglieder. Mode zu bekannt billigen Preisen. M. Striem, Landsbergerstr. 100, am Büschingsplay. G. Superczynski, fünstliche Zähne, Invalidenstr. 105, II. Um zahlreiches Grſcheinen ersucht Der Vorstand. zu engagiren gesucht. 1817L Schriftliche Offerten werden unter 1578b der Adresse A. Z. a. d. Exped. d. 8tg. erb. Berantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2, m C 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 226. Versammlungen. Sonntag, den 27. September 1891. in S. Jahrg. des Geschichtsunterrichts Herrn 2ütgenau Veranlassung gab, Freien Vereinigung ber Kellner und Kellnerinnen zu entnehmen, hervorzuheben, wie weit von einander verschiedene Begriffe gelangte gleichfalls zur Annahme. Die Versammlung bewilligte dann der Verliner Streif- KonEine vorzüglich besuchte Versammlung der Arbeiter- materialistische Geschichtserklärung und freisinnige Kritik an den Persönlichkeiten Der Geschichte find. Der vorgeschlagene trollkommission 100 m. mit der Maßgabe, 50 M. den WeißBildungsschule fand am Donnerstag statt; ihr Zweck war, die Lehrplan wurde schließlich gutgeheißen, verschiedene Wünsche gebern und 50 M. den Handschuhmachern zu überweisen. Unterrichtstheilnehmer und anderen Vereinsmitglieder sich über dem Vorstand zur Erwägung überwiesen. Auch den= den neuen Lehrplan für das Winterhalbjahr äußern zu lassen. Der Verband der Möbelpolirer Berlins und Um Einige Menderungen sind, wie der Referent, Herr Ledebour, nicht Unterrichtstheilnehmer sind, wird jenigen Mitgliedern Mitgliedern der Arbeiter- Bildungsschule, welche gegend hielt am 21. September seine ordentliche Monatsdarlegte, nicht unwesentlich. Stenographie und Zeichnen sollen Maße Gelegenheit zur Belehrung und geistfördernden Unter- erfundene Hartglanz- Politur; es war aber aus der Diskussion, steigendem versammlung ab. Man sprach zunächst über eine in Dresden wegfallen, weil sie nur einem kleinen Theil der Arbeiter nüßen, haltung geboten werden, durch Ausflüge zum Zweck naturwissen wie aus den mit dieser Politur hergestellten Proben nicht zu auch der Zeichenunterricht nicht allen sehr verschiedenen schaftlicher Belehrung u. dergl. Vortragszyklen sind für das entnehmen, ob die Politur nennenswerthen Nußen für jene Anforderungen genügen kann, während für Stenographie Winterhalbjahr bisher folgende angekündigt: Liebknecht über Branche haben wird. Ein end giltiges Urtheil konnte deshalb billige Lerngelegenheit hinreichend in Berlin vorhanden ist. Die französische Revolution, Bölsche über Entwicklungsgeschichte, nicht gefällt werden und sollen nun Zwecks dessen noch mehrere Außerdem war für den Wegfall der beiden genannten Lehrfächer Dr. Lasker über Arbeiterhygiene und Rechtsanwalt Freuden- Probe- Arbeiten angefertigt werden, über welche eine viergliedrige noch bestimmend das Bedürfniß neuer Räume für den deutschenthal über Rechtskunde. Mit einem Hoch auf die Arbeiter Kommission zu befinden hat. Im Weiteren wurde auf Antrag Unterricht. Dieser wird künftig in drei Stufen ertheilt. Jeder Bildungsschule schloß der Vorsitzende Vogtherr nach Mitter- die Anschaffung eines Altoholometers beschlossen. Dieses Inſtru Lernende wird sich mit dem Lehrer verständigen und danach entnacht die Versammlung. weder der unteren und mittleren, oder der mittleren und oberen ment soll beim Arbeitsvermittler Herrn Hente, Blumenstr. 38, Stufe angehören können; er hat auch die Wahl, ob er in beiden Der Verein zur Wahrung der Juteressen der Gast- jedem Kollegen zur Verfügung stehen. Ein Unterstützungsgesuch oder nur in einer Stufe am Unterricht theilnimmt. Geschichte und Schankwirthe Berlins und Umgegend hielt am wurde dem Vorstand zur Anstellung weiterer Recherchen wird fortan nur einmal wöchentlich gelehrt, in zwei Schulen 18. September seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. überwiesen. Auf eine Bitte des Bibliothekars, Kollegen um Gewährung von Mitteln zur Erweiterung alte, in zweien mittlere und in den beiden letzten Schulen neuere Dieselbe bot einen Vortrag des Kollegen Zubeil über das Trunk- Reuter, Geschichte. In jeder Schule alle Theile der Geschichte zu lehren, fuchts- Gesetz. Der Referent legte in se inem Vortrage die Mängel der Bibliothek stellte man 15 Mark in Aussicht, jedoch ging aus räumlichen und pekuniären Gründen nicht an. Es ist des Entwurfs tlar und erntete für seine Ausführungen reichen sollen die anzuschaffenden Bücher der nächsten Versammlung zur aber auch nicht gerade nöthig, daß Jemand mit dem Alterthum Beifall. Nach weiterer Erörterung des Themas durch die Begutachtung vorgelegt werden. Hierauf gab Roll. Weber ein anfängt; der Unterricht in der neueren Geschichte wird darauf Kollegen Thierbach, Henke und Böhl, wurde nachfolgende, vom fleines Bild vom ehemaligen Darlehnsfonds. Es steht noch eine Rücksicht nehmen, daß einem Theile der Lernenden vielleicht die ältere Kollegen Ziemer eingebrachte Resolution angenommen: größere Summe Geldes aus und für den Fall, daß dieselbe nicht Geschichte nicht bekannt ist und daß ihnen deren für das Begreifen anders eingetrieben werden kann, ist der Koll. Weber ermächtigt, der Neuzeit nothwendige Elemente im geeigneten Zusammengegen die Restanten gerichtlich vorzugehen. Eine lange Debatte hange zu erklären sind. entspann sich über die Fachkommission und den Arbeitsnachweis; man beschloß, Regelung der Verhältnisse durch die nächste Generalversammlung eintreten zu lassen. Die Zusammenkunft endete mit einem Hinweis des Vorsitzenden auf die am Montag, den 28. September, im Südosten stattfindende Versammlung. Der Rechnenunterricht wird in zwei Stufen, Elementarrechnen( Unterstufe) und Geschäftsrechnen( Oberstufe) ertheilt und mit letzterem die Buchführung fünftig organisch verbunden. Von den Naturwissenschaften wird an drei Schulen die Physik und an dreien die Chemie gelehrt. Die Naturbeschreibung fällt fort. Dagegen wird an einer Schule in diesem Winter Physiologie des Menschen gelehrt werden. In zwei Schulen wird( versuchsweise) Mathematik unterrichtet. In der Nationalökonomie tritt feine wesentliche Aenderung ein. Das Referat wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. In der nachfolgenden, sehr regen Debatte wurden zwar von Interessenten manche Wünsche geltend gemacht, doch begriff man allfeitig, daß die Ausführbarkeit vom Stande der Schule bezw. des Vereins und anderen Bedingungen abhängig ist. Auch gewann man die Ueberzeugung, daß Lehrplan und Lehrmethode jetzt schon eine feste und dauernde Gestalt gewinnen. Ueber den Gang des naturwissenschaftlichen und mathematischen Unterrichts entspann sich eine besonders eingehende Erörterung, während eine Aeußerung über die Tendenz " Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend protestirt ganz entschieden gegen den von der Regierung veröffentlichten Gesetz- Entwurf gegen die Trunksucht. Da die kleinen Gastwirthe bei der jetzigen traurigen Geschäftslage kaum noch im Stande sind, ihre Gristenz zu behaupten, und andererseits die Polizei heute schon mit so außerordentlichen Befugnissen den Gastwirthen gegenüber betraut ist, der Entwurf aber mit seinen tendenziösen Paragraphen ein wahres Ausnahmegesetz sowohl gegen die allgemeine Arbeiterschaft, wie auch gegen die Gastwirthe zu werden verspricht, so richtet der oben genannte Verein an diejenigen Mit glieder des Reichstages, welche stets die Interessen der Arbeiter wahrnehmen, das Ersuchen, mit aller Entschiedenheit gegen den Entwurf Stellung zu nehmen." Weißensee. In der ziemlich gut besuchten Versammlung der wissenschaftlichen Gemeinde für Weißensee und Umgegend, welche am 21. September stattfand, hielt Herr Dr. Bruno Wille einen Vortrag über die Prügelstrafe in der Jugenderziehung, in dem er sich gegen die Prügelstrafe erklärte, durch welche die Kinder nur zur Lüge verleitet würden. Es sei Pflicht der Eltern und Lehrer, die Kleinen nur mit Liebe und Güte zu behandeln, Zur Aufnahme hatten sich gemeldet: Th. Blüher, Blumen- denn nur so könne man dieselben zu wirklich guten und braven ftraße 27 a; Emil Heinike, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11; Menschen erziehen. Von einer Diskussion wurde wegen der August Leschner, Grenzstr. 10; P. Drügemüller, Wienerstr. 31; Klarheit des Vortrages Abstand genommen. Unter Verschiedenem Adolf Fechner, Wienerstr. 50; Julius Wernau, Rosenstraße 30. sprachen die Herren Bergel und Kropp. Dann forderte Herr Da Niemand gegen die Aufnahme sprach, wurde dieselbe voll- Karon die Anwesenden zum Anschluß an unsere Gemeinde auf, zogen. denn je größer dieselbe werde, desto größer würde auch unsere Der Antrag des Vorstandes, Gastwirthsgehilfen nur von der Macht. Möbel- Magazin Otto& Slotawa. Tischlermeister. NW. 67. Bremerstr. 67. NW. Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. 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