Nr. 88. = Abonnements- Bedingungen: ter Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Rofonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für Beretns- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate tis für die nächste Rummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die gewerbliche Entwickelung Deutschlands. II. Die gewerbeftatistische Aufnahme ermöglicht nicht blos einen Einblick in die Entwickelung der Gewerbebetriebe und ihres Personals, sondern ganz besonders auch in die soziale Gliederung der Erwerbsthätigen. Von diesem Gesichtspunkte aus hat die Aufnahme vom Jahre 1895 nachstehende Haupt ergebniffe geliefert. Es wurden 1895 gezählt: Unternehmer.. Angestellte Arbeiter männlich zusammen 2 948 821 448 944 6 871 504 10 269 269 2 250 653 431 894 weiblich 698 168 17 550 5 247 897 1 628 607 · Summa 7 929 944 2 339 825 2197 820 711 856 2 909 676 · 200 113 3 433 689 Summa 5 881 622 792 363 1509 167 7 340 709 im Jahre 1882: da Unternehmer Angestellte Arbeiter 4.948 205 061 4 226 052 Sonnabend, den 16. April 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: -GOO Drittel hinter dem legteren zurückstand. Was die Vertretung der schaftlich keineswegs einwandfreier Schäßung die mechanische, beiden Geschlechter in der Hausindustrie anbelangt, so stehen nicht ermüdende Pferdestärke gleich der von 3 lebendigen Pferden fich 258 006 männliche und 202 079 weibliche Hausindustrielle und die Muskelkraft eines Pferdes gleich der von 8 Männern gegenüber; das Mehr an männlichen in der Hausindustrie setzt. Alsdann repräsentiren die 3,4 Millionen im deutschen arbeitenden Personen rührt davon her, daß in hausindustriellen Gewerbe verwendeten Pferdestärken die Arbeit von 82 108 656 Gehilfenbetrieben Männer erheblich zahlreicher find, als Frauen; Personen; rechnet man zu dieser Zahl noch die thatsächlich das Umgekehrte ist in den hausindustriellen Alleinbetrieben der im Gewerbe thätigen 10 269 269 Personen, so ergiebt Fall. Im Vergleich zum Jahre 1882 ist bei beiden Geschlechtern sich, daß, wenn das Gewerbe ausschließlich mit menschlicher hinsichtlich ihrer hausindustriellen Bethätigung in Alleinbetrieben Kraft betrieben werden könnte und sollte, nicht weniger als eine Abnahme, in Gehilfenbetrieben eine Zunahme zu kon- 92 377 925 arbeitsfähige Menschen hierzu erforderlich wären. ſtatiren. Die gewerbliche Verwendung motorischer Kraft ist fortwährend im Zunehmen begriffen. Wlan zählte: Motorenbetriebe Um ein Bild von der Entwickelung einiger spezieller Arten der Hausindustrie zu geben, seien diejenigen Gewerbearten mit den Zahlen der hansindustriellen Betriebe und der hausindustriellen Personen und den Vergleichszahlen vom Jahre 1882 angefügt, in denen mehr als 1000 hausindustrielle Betriebe vorkommen. Gewerbe- Arten Seit 1882 haben zu(+) od. ab genomm.(-) Personen +2638 +2903 4044 +1519 +1955 2922 haus industrielle Personen Betriebe Grobschmiede. 1 402 ·.. im Jahre 1895 2655 1 162 3 060 4496 1.005 7774 1541 2727 3 686 1242 1858 1432 1298 15428 18 905 19 767 27 871 24 572 26 378 27564 12 667 17 817 • 2 163 28.957 Leinenweberei Baumwollweberei Von rund 10 Millionen gewerbthätiger Personen des Schlosser Jahres 1895 find also fast 3 Millionen selbständige Unter- Beugschmiede, Scheerenschleifer, Feilenhauer. nehmer, etwas über 7 Millionen Hilfspersonal, darunter Stellmacher 1/2 Million Angestellte, 6,8 Millionen Arbeiter. Alle drei Musikinstrumente fozialen Klassen haben seit 1882 ihrer absoluten Zahl nach Seiden- und Shoddyspinnerei zugenommen, am wenigsten die Unternehmer, deren es nur Baumwollspinnerei 40 000 oder 1,3 pCt. mehr geworden sind, sehr erheblich das Seidenweberei. Verwaltungs- und Aufsichtspersonal um 240 000 oder Wollweberei 118,9 pCt. und die Arbeiter, deren Mehrung über 2 Millionen -62,6 pCt.- beträgt. Dieser absoluten gunahme entspricht aber eberei von gemischten Waaren nicht auch eine relative in allen drei Klassen. Vielmehr Gummi- und Haarflechterei ist der Antheil der Unternehmer am gesammten Betriebs- Strickerei und Wirferei personal, der im Jahre 1882 noch beinahe zwei Fünftel betrug, Sätelei und Stickerei bis fast auf ein Viertel, 28,7 pCt. gesunken. Um so mehr Spißenverfertigung und Weißstieg der Antheil des Hilfspersonals, er erhöhte sich bei den zeugstickerei. Angestellten von 2,8 auf 4,4 pCt., bei den Arbeitern von 57,6 Posamentenfabritation. auf 66,9 pet. Diese soziale Verschiebung ist eine naturSattlerei, einschl. Spielwaaren aus Leder gemäße Folge der oben festgestellten Tendenz des Gewerbes Berfertigung von groben Holzzur Großbetriebsbildung. Von den 6,8 Millionen Arbeitern find nicht weniger als 5,6 Millionen in der Tischlerei und Barkeltfabrikation Industrie. Ihre Zahl hat sich seit 1882 um 2 Millionen Korbmacherei vermehrt, wovon 1,6 Millionen auf männliche Industrie- Strohhutflechterei und Flechterei Arbeiter entfallen; prozentual bedeutet das eine Zunahme von 57,3 pCt. Noch größer ist die relative Mehrung im Handels- Dreh- und Schnißwaaren gewerbe, doch handelt es sich da um niedrigere absolute Bahlen; Tabatfabrikation. Die Zahl der Arbeiter stieg nämlich von etwas über eine halbe Schneiderei. Million auf 1 ganze Million. Ganz auffallend ist im Handels- Konfettion gewerbe die Zunahme der weiblichen Arbeitskräfte: im Jahre Bugmacherei, fünstliche Blumen 1882 stellten biese ungefähr ein Drittel zur Arbeiterschaft des Handschuhmacher, Handelsgewerbes, jetzt fast die Hälfte; thatsächlich haben denn auch fabrikation die weiblichen Arbeiter um 359 858, die männlichen nur um Berfertigung von Korsetts 194 688 zugenommen, ein Beweis, wie die weibliche Schuhmacher Wäscherei Arbeitskraft neben der männlichen immer mehr an Boden gewiunt, bezw. sich veranlaßt sieht, mit der männlichen in Konfurrenz zu treten. Im Hinblick auf die Arbeiterschutz- Gesetzgebung werden Gewerbeart Bäcker Schloffer Maurer Tabatfabrikation Bauunternehmung Fleischer Schneider Tischler .. auf. männl. weibl. 81 651 19 481 12 220 27 204 27 057 147 14,8 Schuhmacher 23 697 21 969 1728 16,0 22 981 21 694 1287 20 904 20 868 41 18,8 26,8 15 169 14 988 181 6,8 14 478 6 064 14 188 18 689 8409 11,6 444 4,1 18 820 13 156 664 15,7 18 672 13 670 18 574 11 771 12 790 10 562 2 1803 2 228 11 684 11 643 18,0 10,0 13,4 417,8 8 15,1 5 336 12,5 5 091 6,7 waaren von Stroh Näherinnen Kravattens 5 894 33 206 1841 27 760 5.901 3 645 34 381 +4072 + 14 667 19 089 4 895 889 12 768 549 + 684 +9338 +6007 9 882 13 784 14 372 12 560 +5560 2098 2017 8 148 +1673 2013 5 589 5 586 2159 13 583 8 379 2 233 3.531 2141 6744 9 730 35 731 42583 70 034 5 732 6 937 2 964 5154 1.403 21 693 3.648 15 343 38456 8 178 5429 2 886 +3 526 +6949 11 502 +30106 t 855 96 + 8 653 1 226 214 26 539 <+7765 4.930+ 2388 1875 d 1882 1895 25 132*) 106 889 146 353 Pferdeftärken 1 055 750 8 399 282 Naturgemäß ist in denjenigen Staaten und Landestheilen, in welchen die Industrie und speziell die Großindustrie am mächtigsten entwickelt ist, auch das Prozentverhältniß am größten, das die Arbeiterschaft gegenüber dem gesammten Gewerbepersonal einnimmt. Während durchschnittlich im Reich von 100 in Gehilfen betrieben beschäftigten Personen 80,3 der sozialen Klasse der Arbeiter angehören( 5,3 zu den Angestellten, 14,4 zu den Unternehmern zählen) beträgt dieser Prozentsaz in Rheinland 82,3, Westfalen 84,9, Schlesien 83,6, im Rönigreich Sachen 81,6, in Elsaß- Lothringen 83,6, in den beiden Reuß 84,8 und 85,3. Die Einzelheiten der Gewerbegeographie find späteren Veröffentlichungen vorbehalten. Die Hauptergebnisse für das Reich sind in großen Zügen mit den vorstehenden Angaben erschöpft. Politische Neberlicht. Berlin, 15. April. Intereffenpolitik im preußischen Abgeordnetenhause. Daß das Abgeordnetenhaus in seiner jezigen Zusammenſegung eine einseitige Interessenpolitik zu gunsten der Besitzenden und zum Echaden der Arbeiter verfolgt, ist allgemein bekannt. Nur felten beschäftigt sich das Haus mit der Arbeiterfrage. Geschieht dies aber doch einmal, so wird dem rein tapitalistischen Standpunkt des Unternehmers, der in dem Arbeiter lediglich ein. Ausbeutungsobjekt erblickt, so klar und deutlich Ausdruck verliehen, wie es selbst König Stumm im Reichstage faum wagen würde. Ja, dann wird selbst das nationale Gefühl", das diese: Herren gepachtet zu haben glauben, auf einige Zeit in den Hintergrund gedrängt. In den letzten Monaten war es namentlich die sogenannte polnische Frage, bei deren Erörterung das Haus sein nationales Gefühl in vollem Glanze erstrahlen laffen konnte, indem es den übertriebenen Schilderungen der, Herren v. Miquel und v. d. Recke über die Gefahr einer großpolnischen Agitation lebhaften Beifall zollte und die Befreiung des Oftens von diesen gefährlichen polnischen Agitatoren als eine rettende That pries. als eine rettende That pries. Aber wie steht es mit der Kehrseite der Medaille? Dieselben Leute, die schon in der bloßen Anwesenheit einiger Polen eine Gefahr für den preußis Weber die Zunahme der Betriebe noch die Vermehrung schen Staat erblicken, sind plöglich von der Harms der Arbeitskräfte genügen, um ein Bild der gewerblichen Entlosigkeit polnischer Arbeiter überzeugt, so lange sie wickelung zu geben. Die Gewerbekraft eines Industrielandes sich ihrer Arbeitskraft bedienen müssen. Allen voran die bei der Gewerbezählung diesmal für das Arbeiterpersonal wird heutzutage in erster Linie durch die Verwendung von ostelbischen Agrarier, denen die einschränkenden Bestimmungen einige besondere Nachweise über Alter und Familienstand er- Motoren mitbestimmt. 164 290 oder 4,5 pt. sämmtlicher in der Zulassung polnischer und galízischer Arbeiter ein Dorn hoben. Wir erfahren so, daß 586 801 jugendliche Arbeiter Betriebe arbeiten mit Motoren. Am zahlreichsten sind unter im Auge sind und deshalb im Interesse der Landwirthschaft ( darunter 127 798 weibliche) vorhanden waren. Namentlich den Motorenbetrieben diejenigen, die sich der Dampf- die Aufhebung dieser Bestimmungen verlangen, weil sie auf das Schneider, Tischler, Schuhmacher, Bäcker, Schloffers, fraft bedienen; es sind ihrer rund 58 000, und sie bilden diese Weise die ländliche Arbeiter und Gesindenoth zu bes Fleischer, Maurer- Gewerbe weisen hohe Bahlen von jugendlichen nahezu ein Drittel aller Motorenbetriebe. Demnächst seitigen hoffen. Bisher hat die Regierung sich diesem AnArbeitern auf. So find in folgenden Gewerbearten mehr als folgen die Betriebe mit Wasserkraft, die auch noch rund sinnen widersetzt, sie hat die Beantwortung der die 10 000 jugendliche Arbeiter beschäftigt: 54 000 Betriebe oder 30,57 pCt. ausmachen, sowie die Betriebe ländliche Arbeiter und Gesindenoth behandelnde JnterBon 100 Arbei mit Windmotoren( 10,35 pCt.) und die Betriebe mit Dampf pellation Szmula vertagt, weil die Berichte der be Jugendliche Arbeiter tern jeder Ge- und Segelschiffen( 10,29 pet.). Indessen ist zu beachten, daß theiligten Behörden noch nicht vorlagen, aber am 19. April, werbeart find die Fragestellung nur dahin ging, ob in dem betreffenden Be- in der ersten Sigung nach den Osterferien, wird sie den jugendlich trieb eine Umtriebs- oder Kraftmaschine, nicht auch, ob eine Agrariern Rede und Antwort stehen müssen, und dann wird 18,4 Arbeitsmaschine direkt durch eine der genannten Elementar es sich zeigen, wie weit es ihr, um mit Herrn v. d. Recke zu fräfte bewegt wird. Nun giebt es aber heutzutage, namentlich reden, gelungen ist, das nationale Jutereffe gegenüber den in den Großstädten, zahlreiche Gewerbetreibende, welche Elektrizität Bedürfnissen der Landwirthschaft richtig abzuwägen. Daß die von einer Zentralanlage beziehen und in ihrer Betriebsstätte ihren Regierung die Agrarier nicht vor den Kopf stoßen wird, Arbeitsmaschinen unmittelbar zuführen. Dergleichen Fälle läßt sich als ziemlich sicher annehmen, ob sie aber auch find offensichtlich in der Statistik nicht enthalten. Die hohe das nationale Intereffe, wenn mian unter national" Bedeutung der Dampf und der Wasserkraft für das Gewerbe nicht lediglich ein nichtsagendes Schlagwort versteht, tritt noch deutlicher hervor, wenn man ihren Stärkegrad ins genügend berücksichtigen wird, ift zweifelhaft, Auge faßt. Jusgesammt wurden als Kraftleistung der im dann würde es ihren agrarischen Lieblingen an den Gewerbe verwendeten Motoren, unter Annahme regelmäßigen Geldbeutel gehen. Dann müßten diese, nöthigenfalls durch Betriebes 3 421 194 Pferdeftärken( P. S.) festgestellt. Bon Gesez, dazu angehalten werden, bessere Arbeitsbedingungen zu diesen Betriebskräften liefert nicht weniger als 2715 078 P. S. fchaffen, die Arbeitszeit zu verkürzen, vor allem aber für oder 79,4 p& t. der Dampf, 629 065 P. S. ober 18,4 pet. das menschenwürdige Arbeiterwohnungen Sorge zu tragen. Da Wasser, so daß also Wasser- und Dampfkraft zusammen durch würde dem Zuge der ländlichen Arbeiter in die Stadt 97,8 pCt. aller Betriebskräfte unserer Fabriken liefern. Wenn Einhalt gethan, es würden sich genug heimische Kräfte zur man das gegenwärtige Zeitalter das Zeitalter des Dampfes Verrichtung der nothwendigen Arbeiten finden, und die Landnennt, so findet diese Bezeichnung in den eben mitgetheilten wirthe wären nicht auf die billigeren und bedürfnißloseren Zahlen ihre Bestätigung. Tabei ist aber noch zu berück polnischen Arbeiter, oder gar auf jugendliche Arbeiter und Das in der Hausindustrie beschäftigte Personal hat sichtigen, daß die Unzahl von Dampflokomotiven, die im selbst Schulkinder angewiesen. Aber dazu werden sich unsere, sich seit 1882 absolut vermindert. Damals waren 476 080 Eisenbahnbetrieb Verwendung finden, ebensowenig wie die in Agrarier schwerlich verstehen. Personen hansindustriell thätig, jetzt nur noch 460 085 oder der Landwirthschaft vielfach benutzten Dampfdreschmaschinen 3,4 pct. weniger. Die Minderung in der Zahl der haus- und Dampfpflüge, soweit dieselben nicht von gewerblichen Be industriellen Personen ist aber lediglich bei den Alleinmeistern trieben entlehnt sind, mit eingerechnet sind. In den 3,4 Millionen beiderlei Geschlechts erfolgt sie beträgt hier 18,7 pct., wäh- Pferdestärken tommt mir die motorische Kraft von rend sich das Personal in den Gehilfenbetrieben um 19,4 pct. folchen Betrieben zum Ausdruck, die in den Bereich der Gevergrößert hat. So kommt es auch, daß jetzt das Personal werbezählung fielen. Welch' immense Arbeitsleistung durch der hausindustriellen Gehilfenbetriebe dem der Alleinmeister die 3,4 Millionen P. S. verrichtet wird, läßt sich einiger ziemlich gleichkommt, wogegen es im Jahre 1882 noch um ein maßen ahnen, wenn man- freilich in etwas roher, wissenGrobfchmiede Biegelet Handel mit Rolonialwaaren Berfertigung von Maschinen Stubenmaler. . 11 429 11 421 Handel mit Schnittwaaren. 11 111 5 775 Beherbergung u. Erquicfung 10 423. 5 332 Verheirathete Frauen befinden sich unter den 6 474 727 Arbeitern 160 498 oder 2,5 pCt., von ihnen kommen allein auf die drei Gewerbegruppen Textil, Nahrungs- und Genußmittel Industrie sowie Handelsgewerbe 100 000. denn Und wie die Agrarier, so sind auch ihre Bundesgenossen in der Politik der Sammlung", die nationalliberalen Groß kapitalisten, von den Gelüften beseelt, ausländische Arbeiter zu beschäftigen, um den Lohn der industriellen Arbeiter zu drücken. Berlangte doch ihr Wortführer, der Abg. Möller, bei der dritten Etatsberathung ganz offen generelle Ausnahmen in der *) Zahl der Motorenbetriebe mit über fünf Gehilfen. Bulassung fremder Arbeiter zu gunsten bestimmter einzelner| hört, aber nicht das rechte. Freiherr von der Recke, der kein Wahl- noch keine Partei Einwendungen erhoben, um fo mehr gegen Industrien, da es beispielsweise bei den Lohnverhältnissen minister" ist, bleibt, und dennoch werden wir einen Wahlminister die agrarische Entstellung, als ob die Verseuchung nur vom Ausin manchen Spinnereien bei Bremen und Hamburg auf haben. Im Ministerium des Innern waltet nämlich still befliffen lande her" gefährlich sei. Auch auf die vielgeschmähte Caprivi'sche Herr von Bitter feines Amtes. Ihm ist die Wahlsache das Wort Handelsvertrags- Politik kommt das Bündlerblatt jetzt wohlweislich. preußischem Gebiet schwierig sei, Arbeiterinnen in genügender mit den entsprechenden Reime verschweigen wir aus Höflichkeit nicht zurück; müßte man sonst doch eingestehen, daß troh unserer. Bahl zu erlangen und man deshalb auf den Bezug" aus- übertragen. Er hat sich bereits mit einem in allen Sätteln der Zugeständnisse für die Vieh- und Fleischeinfuhr die Züchter und pärtiger Arbeiterinnen angewiesen sei. Und in einer dem Stimmungsfabrikation gerechten, altgedienten offiziösen Journalisten Mäster unter den Landwirthen ihren Besitstand vermehrt, aber nicht Abgeordnetenhause vorliegenden Petition des Verbandes der versehen und mit einem ganzen Redaktionsstabe umgeben, und die verringert haben. Das paßt jedoch wenig in die agrarische RadauBraunkohlenbergwerks- Interessenten in der Mark heißt es mit Früchte werden bald genug sichtbar werden. Agitation der Herren Klapper, Hahn und Dertel. einer Offenheit, die selbst der des Herrn Möller nichts nachgiebt: Wenn wir die polnischen Leute nicht mehr in unseren Braunkohlen Bergiverken beschäftigen dürfen, müssen wir natürlich höhere Löhne zahlen wir fönnen es ja allenfalls thun und der Landwirthschaft die wenigen Arbeiter wegnehmen." Säße im preußischen Abgeordnetenhause auch nur ein einziger Vertreter, der Verständniß für die wichtigste Frage der Gegenwart und den guten Willen hat, den berech tigten Interessen der Arbeiter zu dienen, so würde den Herren Szmula, Möller und Konsorten am 19. April die gebührende Antwort zu theil. So aber muß man sich leider darauf ge faßt machen, daß ihre Klagen und Wünsche als begründet an erkannt und ihre kapitalistischen Gelüste nicht unterdrückt, sondern gefördert werden. König Albert von Sachfen feiert am 23. d. M. feinen 70. Geburtstag und zugleich das 25jährige Jubiläum seiner Regierung, welche er im Oftober 1873 antrat. Am Dresdener Hofe werden die nächste Woche hindurch pomphafte Festlichteiten gefeiert werden. Schon seit Monaten schwelgt eine liebedienerische Presse in byzantinischen Orgien und die herrschenden Kreise des sächsischen Landes wollen den Geburts- und Jubiläumstag zur Auffrischung der monarchischen Idee" ansnuten, welche Idee ihnen als Stüße ihrer Herrschaft über das Volk gilt. Aber so groß auch der Lärm, den geschäftige Leute in Dresden und im ganzen Lande bis in die Dörfer des Erzgebirges vollführen, extann nicht über die Thatsacheshinwegtäuschen, daß die breite Masse des sächsischen Boltes teinen Antheil baran nehmen mag. König Albert ist ein stiller Landesherr, der politisch nicht besonders hervortrat und dem übel zu wollen darum fein Anlaß vorliegt. Aber das Regierungssystem, welches in Sachsen herrscht, das Regiment derer v. Nofiiz- Wallwig und v. Metsch, welche mit glängendem Erfolg den reaktionärsten Minister der fünfziger und sechziger Jahre, den Herrn von Benst, noch überbeustet haben, hat Groll und Erbitterung unter dem sächsischen Volke ausgestreut. Sachsen ist seit den Zeiten des Sozialistengesetzes der Hort der schamlosesten Reaktion. Durch fein Bruntfest fann der reaktionäre Klüngel die Bevölkerung darüber hinwegtäuschen. d siln = So wird einstweilen allen Theilen geholfen sein: das Minifterium- Die in der Vorbereitung begriffene reichs erscheint up ewig ungedeelt", der Wahlminister" ist gleichwohl be- gefegliche Regelung des Versicherungswesens beschafft, und das Simmelsammelfurium taun losgehen. Nach den ruht auf dem Grundfahe der Konzessionspflicht von VersicherungsUnternehmungen. Offiziös wird hierüber mitgetheilt: Dem Reiche Wahlen kommt das übrige nach." - Die Reich stommiffion für Arbeiterstatistit foll die Konzeffionirung und Aufsicht betreffs aller Versicherungsfoll im Anfang Juni zu einer Sigung zusammentreten, um die Er Gesellschaften zustehen, deren Geschäftsbetrieb sich auf mehrere Bundes hebungen über die Lage der im aft- und Schankwirth staaten erstreckt, während an der Zuständigkeit der leyteren und ihrer fchaftsgewerbe beschäftigten Personen fortzusehen, ferner Regierungen betreffs der lediglich auf das eigene Staatsgebiet beErhebungen über die Sonntagsarbeit im Binnenschiffschränkten Versicherungs Unternehmungen eine Aenderung nicht befahrts- und Flößereibetriebe einleiten und die absichtigt wird. Erhebungen über die Arbeitszeit der in Getreidemühlen bes Bur Durchführung einer wirksameren Aufsicht, wie sie im Interesse der soliden Versicherungs- Unternehmungen selbst liegt und schäftigten Personen zum Abschluß zu bringen. Ueber den letzten Gegenstand hat der Referent Dr. Wörishoffer von diesen auch gewünscht wird, reichen die vorhandenen Organe einen einen Entwurf zu dem an den Reichskanzler au erstattenden Bericht des Reiches nicht aus. Schon die Nothwendigkeit, zu dieser Aufsicht ausgearbeitet. In dem Entwurf sind die Ergebnisse der Erhebungen technische Sträfte in großer Bahl heranzuziehen, weist vielmehr auf zufammengestellt, mit denen sich die Kommission feit dem 3. Juni die Errichtung einer besonderen Behörde für 1892 beschäftigt hat. Der Referent tommt in seinem Bericht zu diesen Zweck hin, welche, ähnlich wie das Dleichs Bersicherungs„ Es ſeinente Rege aut und das Reichs- Gesundheitsamt dem Reichsamte des Janern folgendem Schluß: Es wird daher vorgeschlagen, für die Rege- amt und das Reichs- Gefundheitsamt dem Reichsamte des Funera lung der Arbeitszeit in den Getreidemühlen Vorschriften zu erlassen, zu unterstellen, aber mit selbständigen Befugnissen auszustatten wäre. die von den nachstehenden Gesichtspunkten ausgeben: 1. Jn den Waffermühlen mit einer Hilfsperfon muß dem Ge darauf, daß die Thätigkeit eines solchen Berfellen täglich eine zusammenhängende Nubezeit von sicherungsamtes den Versicherungs Unternehmungen felbst von acht Stunden gewährt werden. engin 600 86% großem Nutzen sein würde und insbesondere die in denselben 2. Ju Waffermühlen mit wenigflens swet Silfspersonen wird wirkenden Versicherungstechniker ihr Können und Wissen im die Höchst dauer ber täglichen Arbeitszeit auf Jntereffe dieser Unternehmungen zu verwerthen haben würden, 14 Stunden festgesetzt. aerscheint es nicht richtig, die Koften dieser Einrichtung von der Bei wöchentlichem Schichtwed feI zwischen Tags und Gesamtheit tragen zu laffen, es empfiehlt sich vielmehr, nach dem Nachtarbeit darf der den Tagdienst besorgende Gefelle 12 Stunden, Vorgange auderer Länder, u. a. der Schweis, dazu diejenigen herans der nachts beschäftigte Gefelle 16 zusammenhängende augieben, welche in erster Linie von der Einrichtung Nugen haben. Stunden täglich beschäftigt werden. Bei der Leiftungsfähigkeit der größeren Versicherungs8. Ausnahmen von vorstehenden Vorschriften find an unternehmungen erscheint eine solche Seranziehung 30 Tagen im Jahre mit der Maßgabe zulässig, daß dann derselben zu den Kosten der Aufsicht um so unbedenklicher, als jedem Gesellen täglich nur eine zusammenhängende Rubezeit von diese sich nach den anderweit gemachten Erfahrungen zweckmäßig und 8 Stunden gewährt werden muß. Die Wahl dieser 30 Tage bleibt in leichten, wenig läftigen Formen durchführen läßt. dem Meister überlassen. Er ist verpflichtet, sie auf einer Stalender tafel ersichtlich zu machen. Echi erforderlich ist. 4. Die Waffermühlen werden an den Sonntagen, an denen ihnen der Betrieb gestattet ist, von der Einhaltung der Vorschriften unter Biffer 2 insoweit befreit, als dies zur Bewirkung des Leute unter 16 Jahren dürfen in Wind. und Wassermühlen einschließlich der Pausen nur 12 Stunden täglich und nur in der Zeit zwischen 51/2 Uhr morgens und 81/2 Uhr abends beschäftigt werden. 5. " Mit " Gegen den Reichsbankpräsidenten Dr. Roch schlägt die gesammte agrarische und bimetallistische Presse wieder einmal Lärm, weil er vor etwa zwei Wochen", nach einer Herren haus- Nede zu urtheilen, an die längere Aufrechterhaltung tes Diskontes von 3 pet. glaubte, während der Diskontsag nunmehr doch wieder auf 4 pet. hinaufgesetzt werden mußte. Etwas mehr Voraussicht" verlangt das biedere Bündlerblatt. von einem Reichsbankpräsidenten. Diesmal ist die Anzapfung des verhaßten Goldwährungs- Anhängers doppelt unangebracht. Die Erschwerung der Goldentnahme beruht bei der Bank von England wie bei der 6. Auf Dampfmühlen finden die vorstehenden Vorschriften Deutschen Reichsbant ausschließlich auf der rafchen Wendung zum Es verlautet jetzt, der sächsische Landtag beabsichtige als Biffer 2, 3 und 5 ebenfalls Anwendung." Striege seitens der Vereinigten Staaten. Diese haben schon längere Bescheidener kann die Sozialpolitit wirklich nicht mehr fein. Beit soviel Gold aus Europa herangezogen, als in ihren Kräften Huldigungsgabe für den König eine größere Geldsumme auszusehen. Man spricht von 3 Millionen und es heißt, die 14 und 16ftündige Normalarbeitszeit also ein Biel, aufs innigfte zu land, bis schließlich die offene Kriegserklärung und damit die Wahrwünschen! Hieran zeigt sich der ganze Jammer unserer so vielgerühmten scheinlichkeit neuer, ganz außerordentlicher Goldbezüge von Europa zweite Kammer habe bereits einen solchen Beschluß in geheimer Arbeiterschuß- Gesetzgebung! Und troß der Kläglichkeit dieser Forderung vor der Thür stand. Wer will heute sagen, daß das sicher vorausSigung gefaßt. find wir überzeugt, daß die Presse der Schlotbarone wieder alle ansehen war? Ueber die Wahrscheinlichkeit des Krieges haben alle Ju geheimer Sizung?! Warum? Schent sich der Bebel in Bewegung fehen wird, um selbst diesen Eingriff Seunmalweisen der Welt in den letzten Wochen hin und her geLandtag, diese Angelegenheit öffentlich zu verhandeln? Fürchtet in das freie Arbeitsverhältniß zu hintertreiben. Und Graf Posa- rathen, warum soll nun gerade Dr. Koch der einzige Unfehlbare man den schrillen Wlißklang, wenn die sozialdemokratischen bowsty wird in seiner Gegnerschaft gegen die Polizei" wohl auch sein müssen? Wenn fein agrarischer Hahn danach frähte, daß Herr Abgeordneten Protest erheben gegen eine solche Aufwendung alles thun, um diese Anträge nicht zuin Gefeß bezw. zur Bundes- v. d. Nece bei ben fundamentalften Fragen die Stimmung feines aus dem Staatssäckel? raths Verordnung werden zu lassen, eigenen heimischen preußischen Landtages noch nicht einmal zu Ist man besorgt, daß das säuberlich vorbereitete est durch Die Ergebnisse der Viehzahlung vom ahnen verstand, dann darf man es Herrn Dr. Koch nicht verdenken, bie Buftimmung breitester Woltskreise an dem Berhallen der 1. Dezember 1897 sind fürzlich für Preußen ausführlicher ver- wenn er an den schließlichen Sieg des Friedens in einem überfeeifchen Barlament glaubt, das vor ein paar Wochen selber noch sozialdemokratischen Vertreter ein böses Fiasko machen kömite, öffentlicht worden. daß es offenbar werden könnte, wie nur die des Besizes und Sie zeigen sehr deutlich, daß man durchaus nicht allgemein von nicht wußte, was es wollte. einem Verfall der deutschen Landwirthschaft reden tann, sondern Herr Bosse scheint in allem, was er thut, zwei Seefen des Reichthums sich Erfreuenden dieser Feier nachgehen, nicht daß dem in Bedrängniß gerathenen Getreidebau andere, in starkem in seiner Bruft zu haben, so bei seinen Symmen auf die Arbeit der aber das Volk, die Handwerker, die Landlente, die Arbeiter? aber das Volk, die Handwerker, die Landleute, die Arbeiter? Aufschwung begriffene landwirthschaftliche Produktionszweige gegen- Boltsschullehrer, seinem Toast auf den freien Geist, seinem Lob auf Und allerdings würde es so sein; darum die Heimlichkeit überstehen. Die günstige Entwicklung der Wiehzucht ist nach den das Frauenstudium, denen die Bevormundung der Lehrer, die lex des Huldigungsbeschlusses. Der Landtag, der hervorgegangen statistischen Ziffern ganz unfengbar. Arons und nun das Berbot der Errichtung eines Mädchengymnasiums ist aus dem Dreiklassen Wahlsystem, das die herrschenden durch die Stadt Breslau und zwar ohne jede Angabe von Gründen Barteien dem Bolfe aufgezwungen haben, dieser Landtag mag gegenüberfteht. dem Könige Millionen verwilligen. Das Volk, dem sein altes Recht genommen, vergißt nimmermehr, daß unter König Alberts Regiem das allgemeine Wahlrecht beseitigt und das Dreiklaffenwahlgefeh eingeführt wurde. Dieselben konservativen Bolksbedrücker, welche alltäglich Ehrfurcht vor der Monarchie dem Bolke predigen und jetzt Feste um Feste zur Ver herrlichung des Königs Albert begehen, sie haben der Monarchie mehr denn irgend ein geschworener Feind dieser Regierungsform geschadet. Sie haben es erreicht, daß die Dresdener Feierlichkeiten der nächsten Woche nur eine höfifche Sache vorstellen, aber fein Fest des Boltes! Der Senat der Vereinigten Staaten fette am Donnerstag die Berathung über die Resolution der Kommission für auswärtige Angelegenheiten fort. • Es betrug die Gesammtzahl Pferde Rinder Schafe Echweine Ziegen Gänse 1878 2282 485 8 639 514 19 666 794 4 294 926 1481 461 1883 2 417 367 8 787 641 14 752 328 5 819 186 1'680 686 erst 1897 gezählt 1892 2 653 661 9.871.521 10 109 594 7 725 601 I 964 130 1897 2 808 419 10 552 672 7 850 096 9 390 281 2164 425 3 786 144 1 564 409 31 120 771 . Müller litt an Tobsucht er unter Ver Aus Köln - Chronik der Eisenbahn Unfälle. wird berichtet: Daß ein geistestranter Eisenbahn. beamter jahrelang seinen verantwortungsvollen Dienst verfah, ergab die Berhandlung gegen den Weichensteller Müller aus Buchheim vor der hiesigen Strastammer. Die gegen ihn erhobene Anflage lautete auf fahrlässige Tödtung eines Eisens Enten bahn- Arbeiters und auf fahrlässige Gefährdung eines Eisenbahn Hühner Transportes. Der Angeklagte war am 5. Mai vorigen Jahres Nur die Schafhaltung ist also eingeschränkt worden, seit 1878 als Saltestellen- Aufseher in Bilstein thätig und hatte als solcher allerdings um 60 pet., feit 1892 min 221/4 pet. Das Sinken der einen Weichensteller beauftragt, eine Weiche umzulegen, woWollpreise, aber auch die Verminderung der Weideflächen durch den durch ein Zusammenstoß verursacht und ein Arbeiter todtNach der Aussage des Sachverständigen allgemeinen ökonomischen Fortschrift haben diesen Rückgang bewirkt. gefahren wurde. Dagegen vermehrte fich der sonstige Wiebstand ganz beträchtlich: die Sanitätsraths Kreisphysilus Dr. Mörs leidet Müller an Schweine in der letzten Periode um über ein Fünftel, feit 1878 um epileptischem Irrfinn. Seit 1877 ist der Angeklagte in 1182/8 pt. die Rinder um 6,90 bezw. 22,14 pet. die Pferde Diensten der Eisenbahnverwaltung. 1182/8 pet.- die Rinder um 6,90 bezw. 22,14 pt. die Pferde Diensten der Eisenbahnverwaltung. Schon im Jahre 1895 zeigte Er verließ imt fich bei ihm periodisch auftretender Wahnsinn. ruhigeren Verlauf als gestern. gestern. Senator Hoar räth, alle um 5,88 bezw. 23,04 pet., die Biegen um 10,20 bezw. 46,10 pet. Dabei ist, wie die Statistische Korrespondenz" des Näheren in Dezember 1895 plöglich feinen Dienst und wurde in gänzlich vers Anstrengungen zu machen, um eine ehrenvolle Prozentziffern barstellt, von einer Zählungsperiode zur anderen wahrloftem Zustande im Park zu Brühl aufgefunden, worauf Lösung zu finden, bevor man sich in einen Krieg fürze, die Vermehrung bei allen diesen Thiergattungen rascher geworden. er ins Kölner Hospital und dann nach der Krankenanstalt und erwähnt die Bemühungen des Präsidenten Mac Kinley au gunsten des Frieden 3. Nach An- verhältnismäßig mehr hob als während der beiden vorangegangenen und wurde ungebeilt wieber entfaffen. Ein Bahnarzt Daß sich unsere Wiedhaltung auch während des letzten Jahrfünfts Bindenburg" geschafft wurde. sicht des Reduers fei der Krieg auch ießt noch nicht Jahrzehnte, ist eine um so bemerkenswerthere Thatsache, als be- hielt den Angeklagten zwar für dienstunfähig, aber feine unvermeidlich. Der Frantf. 8tg." wird aus New- York gemeldet: Der Senat fanntlich die durch die anhaltende Dürre des Jahres 1898 hervor probeweife weitere Berwendung für zulässig; als ein anderer den verantwortungsvollen Beruf eingestellt, wird heute über die Ruba Desolution abstimmen. Die Mehrheit gerufene Futternoth und der damalige Strohinangel in großem Bahnarzt ihn für völlig gefund erklärte, wurde er wieder er mehrfach bestraft wurde, ift für die Anerkennung der tubanischen Republit, Umfange zu Schlachtungen, besonders von Kälbern, Jungvieh, Rüben, in feinen sowie auch von Schweinen zwang, was eine bedeutende weiter verfah, trotzdem wegen falscher mit indessen wird Präsident Mac Kinley gegenüber einem folchen Verminderung der Bestände jener Thierarten zur Folge hatte. anderem Beichenstellung einem Beschluß sein Beto einlegen. Der Präsident verlangt über Zieht man diese Einbußen, welche inzwischen nicht nur weis und wegen Gefährdung eines Eisenbahn Transportes bies, es solle ihm bezüglich Einschreitens mit Waffengewalt freie Nach dem oben geschilderten Hand gelaffen werden, da er noch immer hofft, daß die Affäre an überwunden, sondern sogar in ihr vollständiges Gegen mit fünf Tagen Gefängniß. friedlich gelöst werden wird. Hier ist man jedoch vom Gegentheil heil verwandelt worden sind, mit in Berücksichtigung, so ift Unfall wurde Müller nach Mülheim am Rhein als Bahnsteig friedlich gelöst werden wird. Hier ist man jedoch vom Gegentheil das überaus gfiuftige Ergebnis um so erfreulicher." Das fimmt schaffner verseßt. Hier fiel fein verwirrtes Wesen so sehr überzeugt. Die Hollands- Linie offerirte faft alle ihre Dampfer mit den üblichen agrarischen Klagen um so schlechter überein, als auf, daß man ihn später nur zu Botendiensten verwandte. der Regierung; letztere kaufte das brasilianische Kriegsschiff ber Berkaufs werth des deutschen Wiehbestandes, sowohl wegen der Angeklagte gab an, daß er sich nicht erinnere, feinerzeit den " Notheroy", günftigen Fleischpreise wie wegen des steigenben Lebendgewichtes Auftrag zum Umfegen der Weiche gegeben zu haben. Der Sach In diplomatischen Kreifen ist die Rede von erneuerten ver- bei allem Schlachtvieh, wahrscheinlich eine noch viel beträchtlichere verftändige hielt diefes für sehr wahrscheinlich, da Müller sich an mitteluben Schritten der Wächte auf grund präziserer Grundlagen, Bunahme erfahren hat. Schon 1883 bis 1892 berechnete man für jenem Tage wohl in epileptischem Dämmerzustande befand. Das immerhin aber wird allgemein geglaubt, daß der Krieg den gesamten deutschen Biehbestand den jährlichen Werth. Gericht nahm nach dem Urtheile des Sachverständigen an, daß sich unvermeidlich sei. Aus Havana find in Madrid Berichte eingegangen, die zuwachs auf 80 Millionen Mark; die Ziffern der letzten Periode der Augetlagte nicht in einem Zustande der freien Willensbestimmung befunden habe und sprach ihn frei. darthun, daß der Aufstand seinem Ende entgegengehe. Die Auf werden also noch weit höher zu schäßen fein. Dagegen meint das preußische statistische Bureau, daß unsere Gin diplomirter Ehrenmann. Benguiffe und fländischen Regierung" sei geneigt, über den Frieden und umfang Geflügelzucht viel zu wünschen übrig laffe. Selbst wenn man szüge aus Anerkennungsschreiben für Theodor Reuß, die jent reiche Unterwerfungen zu verbandeln. Ferner wird gemeldet, daß beachte, daß sie em 1. Dezember, dem Zählungstage, nahezu benar Bersendung kommen, sind uns zu Händen gekommen. Wir verOberst Tejeda Holguin die Aufständischen schlug und ihnen einen tiefsten Stand im ganzen Jahre aufweife, feien auf 100 Köpfe de Berluft von 19 Todten beibrachte; auf spanischer Sette sollen Bevölkerung 11,61 Gänse, 4,80 Enten und 95,42 Hübner bedauerlich 25 Mann gefallen fein. Aus Barcelona wird heute telegraphirt: Gestern verenig; 1892-1896 hätten wir denn im Reiche durchschnittlich anstalteten über 3000 Perfonen eine Kundgebung vor dem jährlich für über 1051 Millionen Mark an Federvieh, Eiern und amerikanischen Ronfulat unter Pfeifen und Schreien und Hoch Bettfedern aus dem Auslande beziehen müffen. rufen auf Spanien. Der Konful fab hinter einem Fenster stehend zut. Die Ansammlung wurde schließlich zerstreut, ohne daß es au einem Zwischenfall gekommen wäre. An der Frankfurter Börse gingen heute die vierprozentigen Spanier noch weiter zurück und zwar von 45,50 auf 44,20. Tentsches Reich. WahIminister". Die Berliner Zeitung", die behauptet, daß die Necke und Boffe bald nach den Wahlen Wohnungsund dauernde Luftveränderung genehmigt erhalten werden, schreibt: Allerdings war davon die Rede, daß ein Wahlminister erscheinen follte, ein Minister, der Puttkamer'sche Wahlpraktiken für die bevorstehenden Wahlen zurechtmachen würde. Man hat etwas läuten ge Auch für das ganze Reich werden soeben einige Gesammt giffern mitgetheilt. Sie entsprechen durchaus den eingehenderen littheilungen über Breußen. Es wurden nämlich 1897 gezählt 4 038 485 Pferde, 18 490 872 Stück Rindvich, 10 866 772 Schafe und 14 274 557 Schweine. Bom 10. Januar 1878 bis zum 1. Dezember 1897 vermehrten sich die Pferde um 686 254, das Rindvieh um 2714 070, bie Schweine in mehr als das Doppelte, nämlich um 7 150 469 Stfid. Die Zahl der Schafe ist dagegen um 14 182 684 Stict zurückgegangen. Die Deutsche Tages Beitung" weiß zu diesen Biffern weiter nichts au fagen, als daß dieser werthvolle Theil des Bolts vermögens, den der deutsche Wiebbestand darstellt, gegen die Ber feuchung vom Auslande her mit allen nur möglichen Mitteln geschützt verden müffe." Gegen den Seuchenfchuh an sich hat unseres iffens öffentlichen sie hiermit: Der Reichs- Kommissar für die Welt- Ausstellung in Chicago, Der Wilhelmstraße 74. Berlin W., den 16. Juni 1894. Herrn Theodor Reuß in Berlin. Euer Wohlgeboren haben mich um eine Aeußerung über Ihre Thätigkeit im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Welt- Ausstellung in Chicago ersucht. Insoweit ich über diefe Wirksamkeit auf grund derjenigen Ihrer Publikationen, welche zu meiner Kenntniß gefommen sind, mir ein Urtheil zu bilden in der Lage war, bestätige ich Ihnen gerne, daß Ihre Berichte durch Schnelligkeit, Gewandtheit und Gründlichkeit sich hervorthaten. Hochachtungsvoll und ergebenft Bermuth, Rais. Geh. Ober- Neg.- Rath. Amtliches Bengniß des Magistrats der Stadt Augsburg. Augsburg, den 15. Januar 1896. Wir bezeugen hiermit, daß der am 28. Juni 1855 in Augsburg geborene Theodor Neuß, z. 3. Direktor des Berliner Bureau des Königliche Bayerische Gesandtschaft. Wachsner. Berlin, den 25. Februar 1898. amerikanischen Rabel- Juftituts" The United Press of New York", Wenn der Kaifer bisher sur Hirschjagb nach Rominten tam, diefen Streit, bei dem es sich um die Aufrechterhaltung religiöser Feiertage hier heimathberechtigt, unbescholten, als Kaufmann gut aus- Iwurden vom 38. und 59. Infanterie- Regiment zwei Rompagnien in handelt, mit derselben Unredlichkeit, die fte in ihren Besprechungen gebildet, überhaupt gründlich unterrichtet, mehrerer fremder Sprachen Jagdbude, Theerbude und Spittkehmen einquartirt, um Wacht des Hamburger Hafenarbeiterstreits und anderer Ausstände erkennen, tundig, fehr begabt und geschäfts gewandt ist. dienste zu verrichten. Vor einigen Tagen ist der läßt, als das Produkt eines angeblichen Herrschaftsgelüftes der ( Siegel) Der I. Bürgermeister: Fischer. Jägermeister Graf Dohna nach Rominten gereift, weil der Bau Arbeiter hinzustellen sucht. einer Kaserne neben dem Jagdschloffe in Erwägung gezogen Die Berglente des Wertes Piesberg hatten aus alter Zeit her worden ist, in der, wenn irgend möglich, schon in diesem Jahr die an teinem katholischen Feiertage zu arbeiten. Da aber Zeit: beiden Kompagnien einqartirt werden sollen. Wir können uns nicht für den Unternehmer Geld ift, so suchte die Bergwerts erinnern, daß der Reichstag schon die Mittel für den Bau bewilligt Berwaltung die Zahl der kirchlichen Feiertage zu beschränken. hat. Hoffentlich ist er überhaupt nicht dazu aut haben, denn an Ein Vorwand zn der Heranziehung der Arbeiter an Feiers Rafernen fehlt es schon jetzt in Ostpreußen nicht, da trotz aller tagen war schnell gefunden. Seit etwa 1/2 Jahren hat das Friedensversicherungen des deutschen und ruffischen Herrschers fast Wert mit Wasserfchwierigkeiten zu fämpfen. Um die hohen Wasserjeder fleine ofipreußische Ort wegen des lieben Nachbars im Osten haltungskosten, die auch an den vielen Feiertagen zu zahlen waren, eine flarte Garnison hat. ohne daß irgend ein Attivum an Förderung ihnen gegenüberftand, Defterreich. zu verminderit, sollten den Arbeitern einfach sieben Feier. Wien, 14. April. Die Neue Freie Preffe" melbet: Der Beschluß tage im Jahre gekürzt werden. Die Bergwerts Ber des niederösterreichischen Landtages, durch welchen die Landes waltung traute sich nun aber augenscheinlich nicht, auf zufchläge zur Steuer der Aktiengesellschaften weit höher bemeffen eigene Faust mit der Verwerktäglichung der sieben Feiertage vor werden follten, als die Bufchläge zur allgemeinen Erwerbssteuer, zugehen und holte darum vorher die Zustimmung des Osnabrücker wurde vom Raiser nicht fanttionirt. Bischofs ein. Die war sehr rafch zu erhalten freilich sollten die hatten, vorher Zeit und Gelegenheit erhalten, eine Meffe zu hören, Arbeiter an jenen Feiertagen, da sie fünftig in die Grube zu fahren wie es das Kirchengebot vorschreibe. Daß die Bergbehörde erst recht Die Feiertagsarbeit genehmigte, daran wird wohl nichts verwunder liches gefunden werden. Nachdem sich die Bergwerksverwaltung auf diese Weise versichert und rückversichert hatte, ordnete sie an, daß in Zukunft vorher auch die Arbeiter gefragt worden wären, ob sie mit der an den betreffenden Feiertagen gearbeitet werden müßte. Daß Alenderung einverstanden feien, das hielt man für überflüffig, nach dem selbst der Bischof feinen Segen gegeben hatte. Denn die guten frommen Seelen werden doch nicht gegen Kirche und hohe Obrigkeit einen eigenen Willen befunden wollen. Indessen Lieber Reuß! Unter Nückleitung der Beilagen beehre ich mich Ihnen zu er öffnen, daß Eeine Königliche Hoheit der Bring- Regent Allergnädigst fich bewogen gefunden haben, Ihnen die Bewilligung zur Annahme und zum Tragen der Ihnen von Seiner Majestät dem Sultan verliehenen, zur Erinnerung an den türkisch- griechischen Feldzug geftifteten ftlbernen Kriegsmedaille gebührenfrei zu er theilen. Der Königliche Gesandte: Herrn Theodor Reuß Graf von Lerchenfeld. Berlin. Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. Berlin, 1. November 1896 Ihre Artikel über die Kaisermanöver habe ich sehr interessant und nüglich gefunden. Ich habe verschiedenes aus denselben ersehen, wegen der geistlichen Konferenzen über die soziale Frage wieder Triest, 14. April. Die Ansammlungen vor der Antonius- Kirche was mir im Felde entgangen war. Sie haben ein vorzügholten sich heute. Ein Zwischenfall hat sich nicht ereignet. Der Ich werde Ihre Artikel meinem amtlichen Bericht als Appendix Berfuch, vor dem bischöflichen Palais zu demonstriren, wurde ver. beifügen. Tricft, 15. April. Gegen die Ueberlaffung der St. Antoning. firche zu Predigten mit politischer Tendenz hat der Gemeinderath in feiner geftrigen Sitzung Protest erhoben. Er beauftragte den Bürger: meister, bei der bischöflichen Kurie die zweiten angekündigten vier Predigten des Jesuitenpaters Papischitsch zu verhindern und gab die Erklärung ab, bei Fortdauer derfelben jede Berantwortung für die Folgen angesichts der hochgradigen Erregung der Bürgerschaft hatte diesmal ganz wider Erwarten die Rechnung ohne ablehnen zu müssen. liches Auge für taftische Situationen. Thr aufrichtiger Mein lieber Reuß! R. R. Evans, Hauptmann und Militär- Attaché. Berlin, 18. Februar 1896. Auf dem Subskriptionsball traf ich Herrn Meit, welcher einer der Direktoren des New- York- Herald ist. Er frug mich, ob ich ihm einen guten Berliner Korrespondenten empfehlen könnte. Ich dachte gleich an Sie, als den bestunterrichteten amerikanischen Kors respondenten hier. Herr Reit sagte, er möchte Sie morgen im Hotel Bristol sprechen. The Central Press, eitelt. Schiveiz. man dent Wirth gemacht. Man rechnete nicht darauf, daß eben auch die lammfrömmsten Arbeiter immer mehr moderne Bernt, 15. April. Der Nationalrath hat die Vorlage Menschen werden, die sich nicht wie Kinder gängeln lassen wollen. betreffend die Uebernahme der Garantie feitens des Bundes für die Als der erste Feiertag, an dem gearbeitet werden sollte, Mariä Anleihe von 60 Millionen Frants zum Bau des Simplon Verkündigung fam, ba blieben 830 Mann der Belegschaft am BiesTunnels einstimmig angenommen. Die Referenten fonftatirten, berge der Arbeit fern. Die tirchlichen und weltlichen Behörden daß auf feiten Jtaltens hinsichtlich der Zusichernng der vorgesehenen bekamen einen gelinden Schrect, als sie merkten, daß mit dieser Subventionen sowie der Genehmigung der Konzessionsübertragung Feiertagsentziehung ein großer Fehler gemacht war. Aber an den Bund alles in Ordnung set. auftatt ihn möglichst ungeschehen 1 Frankreich. Indem ich Ihnen beften Erfolg wünsche, verbleibe Ihr John B. Jackson, Eister Botschafts- Sekretär. 22 Barliament- Street, London SW., 16. Januar 1892, Lieber Herr Neuß! Ich muß wirklich anerkennen, daß Sie ein bewundern 3Paris, 15. April. Wie der Matin" wissen will, bemübe fich werthes Genie entwickeln im Sammeln von inter- das englische Kolonialamt neuerdings, eine Lösung der Nigerfrage effanten Nachrichten, bie( wie der Fall John Neve gezeigt zu verhindern und die Verhandlungen hinzuziehen. Es scheine, als hat. Red.) wenig andere zu erlangen scheinen. Ihr John Hawting 3. wolle England Beit gewinnen, um am Niger eine regelrechte kleine The United Press, Armee zu verfammeln und hierdurch die Verhandlungen zu beeinflussen. New York office, 27..2. 94. Lieber Herr Loper! Ich halte es nur für gerecht zu konstatiren, daß Reuß, in meiner Meinung, ganz ausgezeichnete Arbeit für uns gethan hat. Bei verfchiedenen Gelegenheiten hat er mit seinen Nachrichten den Welt Rekord geschlagen, und hat uns Juformationen gefandt, welche drei Wochen später von den Tageszeitungen in Deutschland aus unseren Berichten nachgedruckt wurden. Das Kleine Journal. Geo. W. Himan. Berlin, le 8. Avril 1897. Monsieur Théodore Reuss est le représentant de notre journal pour la Turquie et la Grèce et nous serons reconnaissants à toutes les personnes qui lui seront utiles. La redaction du, Kleines Journal". Victor Hahn. ( In deutscher Uebersehung: Herr Th. Neuß ist der Vertreter unferes Blattes für die Türkei und Griechenland. Wir werden allen Bersonen dankbar fein, die ihm bei seiner Thätigkeit behilflich sein werden.) Deutsche Beitung. Berlin, 16. März 1898. Sehr geehrter Herr! Nach den guten Diensten, welche Sie der Deutschen Zeitung" während der legten Raisermanöver geleistet haben, betraue ich Sie gerne mit der Berichterstattung aus Friedrichsruh zum Geburtstag des Fürsten Bismarc. Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. Friedrich ange. Der Bollständigkeit wegen müßte Herr Theodor Reuß sich auch noch um die folgenden Beugnisse bewerben: 1. Bon Herrn Peutert wegen des Unterrichts im Bomben fabriziren. 2. Bom Berliner Polizeipräsidium wegen seiner langjährigen eifrigen Dienste als agent provocateur. 3. Von den belgischen Polizeibehörden wegen der Auslieferung John Neve's an die deutsche Polizei. 4. Bon dem Adjutanten des früheren Reichskanzlers Caprivi, Herrn Ebmayer, wegen des berühmten Radieschenfamen Attentates. 5. Bom Berliner Amtsgericht wegen der durch Zurücknahme der Klage gegen den Vorwärts" bewiesenen Friedfertigteit. Paris, 15. April. Die Mitglieder des flageführenden Kriegs. gerichts haben beschloffen, in Bola- Prozeß nicht als Privatbetheiligte aufzutreten. Nur das Kriegsgericht als folches wird als privat betheiligte Partei erscheinen. Daffelbe wählte den Chef der Advokatenkammer, Ployer, zu feinem Anivalt. Algier, 15. April. Der Arrangeur der antisemitischen Straßenfrawalle, May Regis, ist gestern vom Gericht freigesprochen worden, da der Thatbestand der Anklage als nicht genügend aufgeklärt angesehen wurde. Drumont und seine Anhänger gaben bei der Urtheil@ verkündigung ihren Beifall kund und umarmten legis. Italien. Nom, 15. April. Die Deputirtentammer ertheilte die Ermächtigung zur gerichtlichen Verfolgung der Deputirten Macola, Tafsi, Fusinato und Donati wegen des Duells Cavallotti: Macola. Rußland. perfifcher Bläuberbanden in russisches Gebiet richtete, wie verlautet, Petersburg, 15. April. Jufolge der fortgesetzten Einfälle die russische Regierung eine scharfe Mote an die persische Regierung mit der Drohung, daß, falls Persien bie Sicherheit an der Grenze nicht zu wahren im stande fet, Ruß land ernste Vorkehrungen treffen werde. 3G 19 Zürkei. g machen, glaubte die Bergwerks Berwaltung mit schneidiger Strenge gegen die Streitenden vorgehen au follen. Es wurde diesen gekündigt; damit hoffte man auch die übrigen Arbeiter einzuschüchtern. Das Gegent dieser rücksichtslosen Weise unglücklich machen, sie erklärten sich mit theil trat aber ein. Die Arbeiter ließen ihre Kollegen nicht in ihnen solidarisch, der Streit nahm Dimenfionen an, an die man im Osnabrück'schen nicht geglaubt hätte. Selbst der ultramontanen Presse, die für die Streifenden bisher eintritt, wird ganz schwül bei diesem Ausstande, dessen weitere Entwickelung für die Unternehmer noch lehrreiche Einblicke in die Interessensolidarität der Arbeiter bringen kann. Denn darüber kann kein Zweifel bestehen, mögen die gewerkschaftlich anderweitig organisirten Arbeiter über die christlichen Organisationen und über den speziellen Anlaß des Streits denken, was sie wollen: die deutschen Arbeiter, die Bergleute Rheinlands und Westfalens werden trots aller souftigen Meinungsverschiedens heiten ihren streikenden Brüdern am Piesberge in ihrem Kampfe gegen das Kapital die erforderliche Hilfe nicht verweigern. Partei- Machrichten. " Die ,, Nordwacht", unser wöchentlich erscheinendes Banter Bruderorgan, feierte am 8. April das Jubiläum ihres zehnjährigen Bestehens. Ihre Gründung wurde veranlaßt durch das Berbot ber, boten". Weide waren im Berlage von J. H. W. Diez in Hamburg Rundschau", dem Ersatz für den gleichfalls verbotenen Sonntagserschienen und wurden viel gelesen, besonders der Sonntagsbote", zu deffen Verbreitungsbezirk nicht nur das nordwestliche ,. sondern auch ein Theil Mitteldeutschlands gehörte. Die' " Nordwacht" brachte während der 1890er Wahlbewegung ihren Abonnentenstand auf 20 000. Als nach dem Erlöschen des Sozialistens vollzogen, die hauptsächlich das Verdienst des britischen Stonfuls nur noch wenige Taufende von Lefern. Aber sie darf von sich fagen, Auf Kreta hat sich eine tleine Wendung zum Befferen tanben, verringerte sich selbstverständlich ihr Lesertreis, beute bat fie gesetzes in ben norddeutschen Juduftrie- Zentren eigene Blätter ents Sir A. Billiotti ist. Die Nat.- 8tg." berichtet hierüber:" Seit langer daß sie auch heute noch ihren Platz ausfüllt. Hat sie vor 10 Jahren Beit bemüht fich dieser Funktionär, die Beys und christlichen Führer die Marschbataillone gesammelt und begeistert, um fräftig mit gu auf neutralem Drte zusammenzubringen. Jetzt endlich ist es ihm helfen, den entscheidenden Schlag zu führen gegen das Gefeß, das, gelungen. Es winde außerhalb der Wannmeile der Stadt Candia ein Markt etablirt, und es wurden Christen und Muselmanen ein- die Arbeiterschaft außerhalb der Rechtsgleichheit ftellte, so fammelt, verbindet und und unterrichtet sie jetzt die zerstreuten Bosten geladen, denselben zu beschicken und zu besuchen. Im Anfange er in Städtchen Dörfern, Weilern und stärkt in diesen schienen wohl die Christen, aber die Muselmanen hielten fich fern. bas Bewußtsein der Bugehörigkeit zur großen Armee des Am Dienstag vor. acht Zagen geschah es zum ersten Male, daß auch mehrere unfelmanische Notabeln aus der Stadt auf dem Markte er. Schienen. Sie wurden von den Insurgenten aufs freundlichste empfangen. Im gegenseitigen Verkehre wurden beiderseits die leb haftesten Wünsche für die baldige Pacifitation der Insel zum Aus bruck gebracht. Also endlich ein Anfang friedlicher Verständigung zwischen der tretensischen Bevölkerung selbst!" Griechenland. Charakteristisch für die bürgerliche Presse ist es, daß Herr Reuß ihr noch immer nicht zu schlecht als Mitarbeiter ist. Herr Reuß Athen, 14. April. Die Meldung der„ Times" vom 8. d. M., geht jetzt nach Bulgarien und Makedonien, um über die bulgarisch ber König habe die Kandidatur des Prinzen Georg als eine voll türlischen Berwickelungen zu berichten. Die Presse, die Ehren- Rezogene Thatsache erklärt, ist unzutreffend. beschäftigt, ist ihres Helfershelfers werth. Ein Individuum beläftigte den Kronprinzen und die Kronprinzessin, als diese zu Wagen in das Schloß zurückkehrten; die Person wurde verhaftet und als geistes frant festgestellt. Kiel, 14. April.( Eig. Ber.) Steuerzahler, freue Dich! Die Wirkungen der Annahme der Marineforderungen machen sich schon bemerkbar. Durch eine faiserl. Rabinetsordre vom 12. April find ganz umfangreiche Beförderungen verfügt worden, und zwar find aus den nächst unteren Chargen ernannt worden: 2 Kapitäne zur See, 8 Korvettentapitäne, 15 Kapitänlieutenants und 29 Lieute nants zur See, im aktiven Offizierkorps. I Parlamentarisches. Wir ald and Der Streik am Piesberge. = um feine Befreiung fämpfenden Proletariats. Sie verbindet zahreiche Genossen im Ausland mit der Heimath, denen es ein Bedürfniß ist, fich fortwährend über die Entwickelung der politischen Zustände und der proletarischen Bewegung in Deutschland zu unterrichten. Um die Nordwacht" wie um das Aufblühen der sozialistischen Bewegung in der nordwestlichen Geke Deutschlands überhaupt hat fich der Parteigenoffe Paul Hug besonders beachtenswerthe Ber dienste erworben. freises effen, erscheint seit April in vergrößertem Format. Sobald ,, Der Weckruf", das Organ der Sozialdemokratie des Wahlwie möglich foll das Blatt, das jetzt in unbestimmten Zeiträumen, jedoch mindestens zweimal im Monat erscheint, wöchentlich herausgegeben werden. Die Cozialdemokratie des Herzogthums Roburg hält Sonntag, den 17. April, in Oelslau im Saale des Herrn Grofch eine allgemeine andestonferenz ab, wo die letzten Borbereitungen zur Reichstagswahl getroffen werden sollen. In Bunzlau beschloß eine Konferenz der Parteigenoffen des Wahlkreises Bunzlau 2üben nach einem Referat Stolpe's, fich nicht an den preußischen Landtagswahlen zu betheiligen, da die Betheiligung aussichtslos fei. Wahlbewegung. Im Reichstage bat der Abgeordnete Nintelen AbänderungsAnträge zur zweiten Berathung des von den Abgeordneten v. Salisch Vom Maschinen- und Torpedopersonal sind ernannt worden: und Genoffen eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes, betreffend 8 Dberingenieure, 7 Jugenieure und 10 Unteringenieure. einige Abänderungen und Ergänzungen der Strafprozeß- Ordnung vom Im Sanitätstorps find ernannt: 5 Ober- Stabsärzte 1. Rlaffe, 1. Februar 1877 und der Zivilprozeß- Ordnung vom 30. Januar 1877. 8 Ober- Stabsärzte 2. Kl., 6 Stabsärzte und 8 Assistenzärzte 1. Kl. sowie die Bestrafung wissentlich falscher un Matfeier. In Bremen hat der Senat die Genehmigung Bur Disposition find gestellt: 2 Rapitäne zur See und 2 Rorbeeideter Aussagen eingebracht. zum Festinge und zur Abhaltung von Bersammlungen auf dem vettenfapitäne; von ersteren ist einer zum Kontre- Admiral und von Das Mandat des Abgeordneten Dr. jur. Schnaubert, Ver- Grünenkamp verweigert. legteren einer zum Kapitän zur See befördert worden. treters von 2. Gumbinnen( Ragnit- Pilltallen) im preußischen Zu Düsseldorf beschloß der Sozialdemokratische Boltsverein, Aus Ostpreußen, 18. April.( Eig. Ber.) Durch das große Abgeordnetenhause, ist durch dessen Beförderung zum Ober die einzelnen Stadtverordneten der Neibe nach zu ersuchen, für die ostpreußische Jagdrevier des Kaisers, die Rominter Hatde, werden Regierungsrath zu Königsberg erloschen. Damit sind vier Aufhebung eines früheren Beschlusses des Stadtverordneten- Kollegiums die Steuerzahler in nicht unerheblicher Weise belastet. Im vorigen Mandate zum preußischen Abgeordnetenhaufe erledigt, nämlich, einzutreten, wonach den Arbeiter. Bereinigungen die Frühjahr waren eine Anzahl Pioniere wochenlang in dem ausges außer Magnit Pillfallen, durch die Beförderung des Gemeimraths städtische Tonhalle verweigert wird. dehnten Revier damit beschäftigt, über die die Forst durchkreuzenden Troit zu Solz zum Regierungspräsidenten 4. Kaffel( Marburg), fleinen Wasserläufe Brücken zu schlagen. In diesem Jahr ist nun durch den Tod des Landgerichtsralbs v. Unruh 4. Köslin und durch schon seit Monaten das in Königsberg garnisonirende Pionier den Tod des Abg. v. Schöning 4. Stettin( Pyrig- Sahig). bataillon in der Rominter Haide mit der Bertilgung Gin Parteigenosse fchreibt uns: Hier im Berliner der in der Forst massenhaft aufgetretenen Nonnen 5. Wahlkreise fangen die Freisinnigen an sich zu regen. Nach raupe beschäftigt. Vor einiger Zeit hieß es, daß die Soldaten bis dem der große Engen fünf lange Jahre in Berlin nichts von sich zum 15. d. M. in der Haide bleiben würden; jetzt ist die Frist bis Nicht sozialdemokratische, sondern unter dem direkten Einfluß hören ließ, steigt er am nächsten Montag wiederum zum Bolfe zum 1. Mai verlängert. In den vergangenen drei Monaten be chriftlicher Organisationen stehende Arbeiter find es, die seit dem herab und wird den biedern Kleinbürgern, so noch dem Freifinn stand die Thätigkeit der Pioniere in dem Absägen und Fortfchaffen 25. März auf dem Kohlenbergwerk Piesberg bei Osuab rück in Aus- anhängen, einen Kandidaten empfehlen. Dazu soll Schulrath Zwick des Unterholzes, jetzt sollen sie nur noch die Bäume mit stand getreten find. Diese Thatsache ist für den sozialdemokratischen auserfeben sein, eine Kandidatur, welche die Waldeck- Jünglinge schon seit Leimringen bestreichen, wodurch wodurch das Hinaufkriechen der Beobachter diefer Streitbewegung ein schlagender Beweis dafür, daß zwei Jahren, wie sie sich berühmen, für den 5. Wahlkreis in petto haben. Raupen verhindert werden soll. Daß große Anstrengungen alle Versuche, die Arbeiter niederhalten, sie der modernen Arbeiter- Wir sind wirklich neugierig, ob die Philister des Kreises dazu Ja gemacht werden, bie prächtigen ausgedehnten Rominter bewegung fernhalten zu wollen, schließlich an dem Interessengegensatz und Amen fagen und das Kukutset der Kandidatur des hier gänzlich Waldungen vor der Verwüstung oder gar Vernichtung scheitern, der zwischen dem Arbeiter und dem Unternehmer besteht. unbekannten Mannes fich ins Neft legen lassen werden. Nun, wir durch die Nonnenraupe zu schüßen, ist ganz in der Ordnung. Die Bergwerksverwaltung des Georgs- Marien- Vereins versandte stehen gerüstet und denken alle Gegner schon im ersten Treffen glatt Nur meinen wir, daß die mit den Stenergroschen des gegen die angeblich falfchen Darstellungen der Streitbewegung eine zu schlagen. Sollte es, was wir nicht glauben, zur Stichwahl Boltes unterhaltenen Solbaten nicht dazu da find, monatelang( an anderer Stelle unserer heutigen Nummer wiedergegebene) fommen, jo dürfte, wie schon früher einmal, der Herr Antisemit au Forstarbeiter zu spielen. Wir zweifeln nicht einen Augenblick daran, objektive" Schilderung an die Presse, die nur beweist, daß die Ar- folcher Ghre gelangen. Unfere Organisation flappt aber und wir daß man auch Arbeiter genug gefunden hätte, die gern die Arbeiten beiter trotz des rührenden Einverständnisses von Unternehmerthum, werden unser Eyerzitium, mit und ohne Stichwahl, bestehen. verrichtet hätten. Auffällig ist, daß man das Pionierbataillon so lange Kirche und Staat in Fragen des wirthschaftlichen Lebens einmal Zu der bereits mitgetheilten Mandatsablehnung des Reichstags= Beit mit Bäumefällen zc. beschäftigen konnte, da boch stets betont wird, daß von ihrem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch gemacht haben. Und Abgeordneten Dr. Stephan in Benthen wird uns von dort noch die Zeit, welche die Soldaten bet der Fahne verbringen, zur Ausbildung daß auch in christlichen Arbeiterkreisen endlich das Selbstgefühl des geschrieben: Parlaments müde ist nach seiner eigenen Witunbedingt nothwendig ist. Bon einer gehörigen Ausbildung ist aber Arbeiters erwacht, das ist ein großer gewerkschaftlicher Fortschritt. theilung an die Schles. Boltsztg." der oberschlesische Landtags- und bei den in der Rominter Haide befindlichen Mannschaften keine Es tennzeichnet die vor teiner Niedertracht zurückschreckende Reichstags- Abgeordnete Dr. Stephan aus Beuthen. Aus Familien Rede, da sie nur ganz turze Zeit jeden Tag excerziren. Arbeiterfreundlichkeit der Stumm'schen Presse, wenn die" Post" felbft| rücksichten, richtiger wohl wegen der offen zu tage tretenden Gegnerschaft " = •• 0 Teiner Wähler gegen feine Saltung in der Flottenfrage, will er ein| Das Vereinsvermögen hat sich in den brei legten Jahren, auf die aus dem Rreife der übrigen Arbeiter eine Waffenkündigung Einen durch den Mandat nicht mehr annehmen. Im Landtage vertrat Stephan den sich der Bericht erstreckt, bedeutend vermehrt. Während der Kaffen- erklären, der sich 439 Leute anschloffen. Industriebezirk( Beuthen- Tarnowiß- Rattowiß- Zabrze), im Reichstage bestand der Hauptkasse Eude Dezember 1894 die Summe von Landrath vorgeschlagenen Vergleich, wonach das Werk die Gr. Strehlik- Kosel. Die Neubesegung der Kandidaturen dieser Kreise 4487,94 m. betrug, war er Ende Dezember 1897 auf 10 021,90 M. Kündigung zurücknehmen sollte, wenn die Bergleute des Piesberges dürfte wohl nicht ganz glatt abgehen, da den Polen sehr viel darauf angewachsen. Die Einnahmen in dieser Zeit betrugen 57 858,45 m, fich so lange zur Feiertagsarbeit bereit erklärten, wie nach dem antommt, gerade im Industriebezirk einen Kandidaten ihrer Farbe die Ausgaben 47 831,55 M. Im Streiffonds waren Ende De- Urtheil der Bergbehörde die Nothlage dieses Bergwerks fordauere, zu erhalten. Mit Recht bemerkt der„ Katolik" zum Weg- zember 1894 555,22 M.; diese Summe mehrte sich auf 2286,93 m., hat der Vorstand des Georgs Marien Bereins ge= gange Stephan's, die daß Bahl der gern und tüchtig während die Ausgaben vom 1. Januar 1895 bis Ende Dezember 1897 nehmigt. Der als Führer des Ausstandes auftretende Bergmann arbeitenden Zentrumsparlamentarier immer geringer wird. 2087,95 m. betrugen, so daß ein Rassenbestand von 198,98 M. Bruft hat ihn jedoch mit der Erflärung abgelehnt, daß Im Wahlkreise Haynau Goldberg Biegnig ist als blieb. Hierbei sind die örtlichen Streitfonds nicht einbegriffen. er zu der Bergbehörde tein Vertrauen habe, Kompromißkandidat der Konservativen und des Bundes der Land- Letztere verfügen theilweise über sehr nennenswerthe Beträge, a. B. und daß er das Vorhandensein einer Nothlage überhaupt wirthe Gutsbesitzer Rudolph Hornig in Modelsdorf für den Reichs- Leipzig über 1000 M. Ein Antrag auf Anschluß an den Holzarbeiter nicht anerkennen tönne, da der Georgs- Marien- Verein an seine' für das letzte Jahr noch 8 pet. Dividende tag aufgestellt worden. Der Landgerichtsrath Neukirch in Breslau Verband wurde mit 4 gegen 15 Stimmen abgelehnt. Von verschie Attionäre ift als freisinniger Kandidat in dem posener Wahlkreise Lissa- denen Zahlstellen wurde eine Erhöhung des Wochenbeitrags gewünscht vertheilt habe, was allerdings nicht dem Piesberge zu danken ist. Fraustadt aufgestellt worden. und der Verbandstag beschloß denn auch nach gründlicher Aussprache Ein vom Gewerkverein an den Handelsminister gerichteter Antrag, In dem Wahlkreise Random Greifenhagen wurden mit 16 Stimmen, den Beitrag, der gegenwärtig 15 Pf. beträgt, auf dem Werke auf grund der hannoverschen Sabbathordnung von 1822 während der Osterfeiertage in den Orten Altdamu, Podejuch, 20 Bf. festzusetzen. die Feiertagsförderung zu untersagen, wurde als unzutreffend abschlägig beschieden. Finkenwalde, Friedensburg und Greifenhagen Volksversammlungen abgehalten, in welchen der Kandidat des Kreises, Genosse A. KörstenIn dieser Zuschrift wird dann noch behauptet, daß bei dem Die organifirten Müller Deutschlands hielten ihren VerbandsBerlin, über die bevorstehende Reichstagswahl referirte. Alle Ber- tag in Erfurt ab. Vertreten waren 29 Bahlstellen. Dem Vorstands Streite wahrscheinlich auch wahlpolitische Rücksichten eine Rolle spielten. fammlungen waren sehr gut besucht. In Altdamm mußten sich die bericht entnehmen wir das folgende: Dem Beschlusse des letzten Verbandstages entsprechend, hat die Der evangelische Pfarrer Lic. Weber in München- Gladbach Besucher mit einem fleinen Saal begnügen; der Bürgermeister hatte die Bersammlung in dem von den Arbeitern gemietheten Saal Hauptverwaltung für die Aufklärung der Mitglieder in Beziehung hat eine Erklärung veröffentlicht, worin er fagt, er halte es für verboten. Sicherem Vernehmen nach wird der bisherige Ber- auf die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Müller- feine Gewissenspflicht, als ältestes Ehrenrathsmitglied des Gewerktreter des Wahlkreises von der Often- Blumberg nicht mehr fan- gewerbe durch Wort und Schrift Gorge getragen. Ferner ist die vereins christlicher Bergarbeiter öffentlich zu fonstatiren, daß er sich didiren, an seiner Stelle ist der Landrath des Kreises von Manteuffel strafrechtliche Verfolgung aller der Hauptverwaltung zur Kenntniß mit dem jetzigen Auftreten des Herrn Brust im vollsten in Aussicht genommen. gekommenen Uebertretungen der Sonntagsruhe veranlaßt worden. Gegenfaz befinde, und daß ihm dasselbe im direkten Widerspruch Eine Besprechung der Vertrauensmänner der beiden freifinnigen Auf dem letzten Verbandstag war die Frage der Arbeitslosen mit dem einmüthigen Beschluß der Aktionsfommiffion und des Im Anschluß hieran erfolgte Ehrenraths und mit den Sagungen des Gewerkvereins zu stehen Parteien des Reichstags- Wahltreises Schwarzburg Sonders: Unterstüßung berathen worden. von 837 fteuerzahlenden scheine." Aber sogar bei der stramm evangelischen Deutschen Tageshausen wegen Aufstellung eines gemeinsamen Kandidaten führte eine Urabstimmung, Diese Arbeitslosen- Unterstüßung zeitung" hat Herr Weber nicht reüssirt. Das Blatt fagt zu seiner zu keinem Ergebniß, so daß jedenfalls von beiden Parteien je ein Kollegen nur 304 betheiligten. Kandidat aufgestellt werden wird. wurde abgelehnt. Mit Rücksicht auf das geringe Intereffe an der Erklärung:„ Demgegenüber müffen wir vorsichtigerweise unter Urtheil Im 4. sächsischen Wahlkreise Dresden- Neustadt Entscheidung einer so wichtigen Frage hielt es die Hauptverwaltung zurückhalten, bis genügenbe Rlärung geschaffen worden ist. Dabei hat das tonservative Wahlfomitee den früheren Gutsbesiger, jetzigen für rathscham, die Kosten für Aufnahme einer Berufsstatistit zu bleiben wir aber, daß die ernsteste Pflicht jedes Arbeitgebers fei, Privatmann Hönerbach in Niederlößnig als Kandidaten aufgestellt. erfparen. Dem Auftrage auf öftere Herausgabe der Fachzeitung dem Arbeiter seinen Feiertag zu lassen, wenn es nur irgend Bekanntlich ist hier von liberaler Seite der Geh. Regierungsrath fonnte aus finanziellen Gründen bisher noch nicht Folge gegeben menschenmöglich ist." Böhmert als Kandidat proklamirt worden. Dazu wird wahrschein werden. Nach dem letzten Gewerkschaftstongreß ist eine Verschmelzung Tas Bergarbeiter Fachblatt ,, Glück auf!" in 8 widau lich noch eine deutsch- soziale Kandidatur kommen. In Chemniß der beiden( nord- und süddeutschen) Müllerverbände gelungen, und in Sachsen hat 4300 Abonnenten, nicht 1300, wie in dem Bericht hat der gesammte Ordnungsbrei sich auf die Kandidatur des Justiz- zwar indem die deutschen Gewerkschaften das 1000. betragende über die Dortmunder Generalversammlung des Deutschen BergarbeiterDefizit übernahmen. Maßregelungen und Streits find in zehn verbandes angegeben war. raths Dr. Enzmann geeinigt. Städten vorgekommen. Die von der Hauptverwaltung fortgesetzt Generalversammlung des deutschen Holzarbeiter- Verbandes. Göttingen, den 14. April. an wollen. angestrebte Verschmelzung der Nahrungsmittel- Industrieverbände In der Tuchfabrik von J. F. Mayer in Eupen im ist nicht zur Vollendung gefommen. Eingenommen wurden Regierungsbezirf Aachen haben die Weber die Arbeit eingestellt, in den Jahren 1895-1897 insgesammt 4080,48 m., antsgegeben weil ein Kollege, der für ihre Interessen eingetreten war, entlassen 8547,98 M. Der Raffenbestand betrug sonach Anfang dieses Jahres worden ist. Die Vormittagsfißung wurde heute ausgesetzt, um den ver- 585,45 M. Für die Generalfommission der Gewerkschaften wurden Am Stuckateurstreik in Nürnberg find nahezu 400 Mann fchiedenen Rommiffionen Zeit zur Berathung zu lassen. In der während der Berichtszeit 386,78 m. eingenommen. betheiligt. Nachmittagssigung erstattete zunächst die Revisionskommission den Bei der Diskussion über die Frage der Arbeitslosen= In Göppingen in Württemberg stehen die Tischler im Bericht, sie beantragte Decharge für den Kassirer. Der zweite Vor- unterstüßung gingen die Ansichten der Delegirten sehr aus Streit, weil die Weister nur einen Theil der Forderungen bewilligen fizzende Leipert, der seine Kündigung eingereicht hatte, ist nach einander. Während einige Redner, so der Delegirte aus Breslau, Streit, weil die Meister nur einen Theil der Forderungen bewilligen Rücksprache mit der Kommission von seinem Vorhaben zurück- sich als prinzipielle Gegner dieses von der Hauptverwaltung befürworteten andere deshalb Ju Lambrecht in der Rheinpfalz streiken die Beamten im Bureau, da fich herausgestellt habe, baß die Beamten weget bie Arbeitslojen llnterfügung, weil te befürchten, ber ber Sie verlangen, wie die„ Biäld. Bop, mittheilt, für die Arbeitszeit im Bureau mit Arbeiten sehr überlastet sind. Die Gehälter band werde wegen der damit bedingten Beitragserhöhung an Mit- von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends 4,64 M. Tagelohn und für will die Kommiffion auf 160. für die ständigen Beamten und gliederzahl verlieren. Ein solch gut ausgebautes Raffenwesen, wie jede Ueberstunde 50 Pf. 140 M. pro Monat für die Hilfsarbeiter bemessen. Eine längere es die Buchdrucker haben, sei wohl sehr wünschenswerth, lasse sich Ueber den Schuhmacherstreit bei Nahm n. Kuhn in Mann Debatte entstand, als auf eine Anfrage an den Vorstand bestätigt aber bei den niedrigen Löhnen der im Mühlenberufe Beschäftigten heim berichtet die" Boltsstimme": Der Arbeiter, wegen dessen Maßwurde, daß die Zahlstelle Berlin einen höheren Antheil für Lokal nicht sogleich durchführen. Um das längst gesteckte Ziel einer regelung die Arbeit eingestellt worden war, hat sich jetzt eine neue verwaltungszwecke zurückbehalten hat, als die übrigen Zahlstellen. Arbeitslosen- Unterstügung zu erreichen, müsse man vorher ver. Existenz gegründet. Die Forderung seiner Wiedereinstellung und der Mehrfach wurde betont, daß für die Berliner Bahlstelle schiedene andere wichtige Fragen, wie Herbergswesen, Arbeitszeit, Streit selbst war dadurch gegenstandslos geworden. Der Vorstand des teine Ausnahmestellung geschaffen werden sollte, während die Ver- Lohnverhältnisse u. f. w. regeln. Die Arbeitslosen- Unterstützung wurde Gewerkschaftstartells begab sich nun zu Herrn Nahm, um auf der treter aus Berlin erklärten, daß die erhöhten Ansprüche für hierauf mit 18 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Grundlage der nengefchaffenen Situation mit ihm zu verhandeln. Der nächste Berathungsgegenstand betraf die Beitrag 3 Da erklärte Herr Nahm, daß er, nachdem die Dinge soweit gediehen, die Berliner Verwaltung fie zwingen, größere Ausgaben für Agitation und Verwaltungszwecke zu machen. Meusch Leipzig beantragt fest segung. Angenommen wurde der Antrag der Haupt- feien, die Rädelsführer" unter feinen Umständen wieder einstellen die angeblich zu unrecht erhobene Summe zurückzufordern. Dieser verwaltung, wonach vom 1. Juli ab das Eintrittsgeld 75 P. und werde. Er nannte die ihm mißliebigen Personen, und siehe da! Antrag wird später zurückgezogen und hierauf eine Resolution an der Monatsbeitrag 80 Pf.( bisher 60 Pf) betragen soll. Auf An- es war der Arbeiterausschuß der Fabrit. Der Streit wird genommen, in der das Berhalten der Berliner Zablstelle getadelt, trag Bremens erhielt der Verband den Namen: Verband der nun wegen Maßregelung des Arbeiterausschusses fortgesetzt. aber auf die Rückzahlung des Geldes Verzicht geleistet wurde. Müller und Mühlenarbeiter Deutschlands." Jm Glocke Berlin erklärte, daß die Berliner Delegirten dafür wirken weiteren wurde beschlossen, das Verbandsorgan„ Einigkeit" statt = = " M " Ausland. In Schaklar sind auf den Schächten der Westböhmischen " würden, 2000 M. dem Streiffonds in Stuttgart zu überweisen. wie bisher vierzehntägig, fünftig monatlich dreimal herauszugeben. Rohlenbergbau- Gesellschaft 900 Bergleute nicht eingefahren, weil Die Anträge der Revisionstommission wurden sodann mit Beim Punkt Regelung der Arbeitszeit und Gin großer Majorität angenommen. Beschlossen wurde, den Verbands- führung der Sonntagsruhe wurde eine Betition an den sechs Agitatoren" entlassen worden sind. beamten im Sommer eine Woche Ferien zu gewähren. Bundesrath beschlossen, worin die dem Bundesrath wiederholt vor- Zum Gießerftreit in Triest, der schon einige Wochen dauert, Zur Erledigung gelangten hierauf einige Streitgesuche, von denen getragenen Wünsche erneuert werden. Verlangt wird unter Vor- wird gemeldet: Alle, Gießer Venedigs haben angesichts des Umftandes, awei genehmigt und die übrigen theils abgelehnt, theils zur Berückweisung auf die Ergebnisse der im Jahre 1898 über die Arbeitszeit daß der Lloyd beim Etablissement Vianello einige Gießarbeiten bes fichtigung dem Vorstande überwiesen wurden. der Müller vorgenommenen amtlichen Erhebung: ftellte, beschlossen, mit den Triefter Kollegen solidarisch vorzugehen und die Arbeiten für Triester Rechnung zurückzuweisen. Die Kommission für die Berathung des Streikreglements. hat 1. Die Arbeitszeit in Getreidemühlen, welche bis zu brei gegenüber dem bisherigen Zustande eine Reihe von Aenderungen vor: Arbeiter beschäftigen, täglich auf 12 Stunden, in denen, welche mehr geschlagen. Die Diskussion über diesen Gegenstand dehnt sich bis als drei Arbeiter beschäftigen, täglich auf 10 Stunden( in beiden zum Schluß der Sigung aus. Fällen einschließlich einer Stunde Mittagspause) gefeßlich zu bein an Schränken. 2. Junge Leute unter 16 Jahren sollen täglich zwei Stunden weniger arbeiten. Nachtarbeit derselben ist verboten. 3. Die Sonntagsarbeit ist in den Mühlen, welche mehr als einen Arbeiter oder Lehrling beschäftigen, verboten. 4. Für Mühlen, welche nur einen Arbeiter oder Lehrling beschäftigen, soll die Sonntagsarbeit an 10 Sonntagen jährlich ers laubt sein. Nachdem noch die Ausgabe von Fragebogen über die Berhält nisse in den Mühlen beschlossen und einige andere Angelegenheiten erledigt worden waren, wurde der Verbandstag vom Vorsitzenden Bartels Lübeck mit einem Hoch auf den Verband beendet. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. And Kopenhagen wird der Frankf. 3tg." gemeldet: Ein allgemeiner Ausstand aller Bauhandwerter, Gisenarbeiter und Pflasterer, der 50 000 Mann umfaffen dürfte, steht un mittelbar bevor. Bing Cobria, Scutiges Belt, ett am Biesbergen " Siebente ordentliche General- Versammlung And Albi ist wiederum ein fozialistentödterifches. des Vereins deutscher Schuhmacher. Gerichtsurtheil zu melden. Der Gewerkschaftsverband der Mainz, 14. April. Departements Tarn, Aveyron und Hérault, die KohlengräberVormittag3.Sigung. Die Diskussion über den Bericht Gewerkschaft von Carmaux und die Metallarbeiter- Gewerkschaft von des Vorstandes und des Ausschusses wird fortgesetzt. Es nehmen Saint- Juéry d'Albi wurden aufgelöst wegen angeblicher politischer nach einander 39 Redner das Wort. Im allgemeinen ist man mit Bethätigung, was durch das Koalitionsgefeß verboten ist. Außerdem dem Bericht einverstanden. Viele Delegirte sprechen fich gegen die die Vorstandsmitglieder der Gewerkschaften, darunter. wurden großen Agitationstouren und für den Ausbau der AgitationsCalvignac, zu 16 Franken Buße und in die Gerichtskoften ver kommissionen aus. Hierauf wird der Antrag Kölle, die Mitglieder: urtheilt. Der beste Kommentar zu diesem Urtheil sind die Worte zahl, und zwar männliche des Generalanwalts von Albi in einem der vielen früheren Prozesse und weibliche gesondert, bei den Abrechnungen den Hauptvorstand anzugeben, Wiffet alle, an gegen die sozialistischen Vorkämpfer von Carmaux: genommen. Angenommen wird ferner der Antrag, wonach daß Ihr, so lange diefer unheilvolle Mensch( Jaurès) Euer Aba ber Unterstützungsfonds Zukunft Streiffonds genannt geordneter sein wird, unbarmherzig werdet bestraft werden!" werden Abrechnung gelegt vierteljährlich und foll. Den Die Lage im Rohlengebiete von Süd- Wales hat sich, nach Delegirten ist in Zukunft der Geschäftsbericht schon mit den Aus Osnabrück liegt über den Streit am Biesberge Mittheilungen, die der„ Voss. 3tg." aus London werden, insoweit Mandaten zusammen zuzustellen. Abgelehnt wird der Antrag Frant folgende Wolff'sche Depesche vom Freitag vor: Auf der Georg- gebeffert, als die vereinigten Grubenbesitzer sich unter ihrem Wortfurt, ein Darlehn von 250 M. zur Errichtung einer Zentralherberge Marienhütte ist der Betrieb größtentheils wieder aufgenommen führer W. T. Lewis bereit erklärt haben, mit den Abgeordneten zu gewähren. Annahme findet der Antrag, in den zukünftigen worden. Heute arbeiteten bereits über 700 Arbeiter. Es herrscht der Grubenarbeiter zu einer Besprechung zusammenzutreten, trotzdem Geschäftsberichten die Bestrafungen wegen Streifvergehen mit auf völlige Ruhe. diese teine Vollmacht befißen, mit den Eignern einen Vergleich abzuzunehmen. Ferner: Den Agitationstommissionen follen geeignete Der nationalliberale, Hannoversche Rurier" bringt eine offenbar fchließen. Obschon die Grubenbesizer zur Bekämpfung der Arbeiter Broschüren geliefert werden. Dem Borstand wird hierauf einstimmig von der Werksverwaltung ausgehende Darstellung der Streitursache, große Summen beiseite gelegt haben, fommt ihnen der Streit doch Decharge ertheilt. die neben dem durch die ultramontane Presse bereits bekannt ge äußerst ungelegen. Sie haben neuerdings einen Aufruf an die In der Nachmittagssigung wird nach einem Referate wordenen einiges Neue enthält: An den sieben fatholischen Grubenarbeiter erlassen, der in versöhnlichem Zone abgefaßt ist, Legiens und nachdem sich eine ganze Anzahl Redner, theils für, Feiertagen, um die es sich handle, werde in sämmtlichen übrigen werthvolle Bugeständnisse macht und Lohnerhöhung verheißt, theils gegen ausgesprochen, der schon mitgetheilte Beschluß mit 38 Betrieben des Georgs- Marien- Vereins, sowie überhaupt in allen allerdings nicht in der von den Arbeitern gewünschten Höhe. gegen 10 Stimmen gefaßt, sich wieder der Generalkommission an industriellen Werken der Gegend, deren Arbeiter fich aus beiden Einige der nicht zu dem von W. Z. Lewis geleiteten Berband auschließen. christlichen Konfessionen rekrutiren, seit Jahrzehnten gearbeitet. Nur gehörenden Grubenbefizer haben die von den Arbeitern verlangte Arbeitslosen Unterstüßung. Referent RBIIe: Seit Jahren wird über die Frage bebattirt, aber ohne feste Grund: am Piesberge war das noch aus der städtischen Zeit her nicht der Rohnerhöhung von 20 pet. gewährt. Im ganzen feiern über Da 1897 im Fürstenthum Wales 34 500 000 Kreislauf. Einmal gewinnen wir einige Zausend, dann verlieren egen Durchführung der Feiertagsarbeit verhandelt wurde, hat dazu Tonnen Steinkohle gefördert und zumeist ins Ausland geschickt Seit Bestehen bewegt sich unsere Organisation in einem Fall. Der Bischof von Osnabrüd, mit dem baher zunächst 100 000 aut. wir sie wieder. Wir müssen mehr bieten. In anderen Gewerk in einſichtiger Weise seine 8ustimmung gegeben und den katho- wurden, hat der Ausstand alle Geschäfte vollständig gelähmt. Da lischen Arbeitern gestattet, die von ihnen geforderte Werksarbeit im aber die Unternehmer fich einigermaßen entgegenkommend zeigen, ift schaften hat man mit der Arbeitslosen- Unterstützung Vortheile Bergbaubetriebe zu verrichten, nachdem sie zuvor dem Kirchen zu hoffen, daß der Kampf nicht allzu lange dauern wird. im Bei der Arbeitslosen Bählung 1895 Jahre ergab fich bei uns teine so toloffale Arbeitslosigkeit. gebot, das den Katholiken an allen Sonn- und Festtagen den Besuch des Gottesdienstes vorschreibt, Genüge gethan hätten. Die Werks Am 14. Juni 1895 gab es 186 440 Arbeiter der Schuhindustrie verwaltung hat dementsprechend angeordnet, daß die erste Schicht ( wovon viele nur im Nebenberuf), davon 2370 Arbeitslose( 1,27 pet.), erst um 9 Uhr vormittags beginnen sollte, damit die Leute vorher am 2. Dezember 8891( 2,09 pet.): im Durchschnitt 1,63 pet. Arbeitslose. den gewöhnlichen Frühgottesdienst besuchen könnten. Die SteinAus Oberschlesien wird uns geschrieben: Trotz der Thatsache, Borsicht ist bei diefen Bablen geboten, aber so folossal wie anderswo bruchs Arbeiter, die etwa ein Drittel der Belegschaft ausmachen, daß im Industriebezirk nicht wenige Gemaßregelte und Arbeitslose ift die Arbeitslosigkeit bei uns nicht. Das Jahr war freilich sollten im übrigen an den Feiertagen zur Arbeit nicht verpflichtet vorhanden sind, erlauben die Behörden in früher nie erreichtem günstig, die Termine für unser Gewerbe ebenfalls. Der wirkliche Die Bergbehörde, welche die Nothlage des Pies- Umfange die Beschäftigung von Galiziern, die natürlich bei Durchschnitt mag höher sein. Aber die Jahresklassen von 20-30, die für uns vornehmlich in betracht kommen, stehen besser. Esberger Betriebes aneifennt, hatte die Feiertagsarbeit eben den Unternehmern sehr beliebt sind. Es ist bereits zu Streitig würde 10-15 Pf. Beitrag per Woche erfordern, um 1 M. Unter- falls genehmigt. Anscheinend von geistlicher Seite feiten und Krawallen zwischen hiesigen und zugewanderten ausgehend wurde jedoch in der ein Arbeitern gekommen, die ernst genug sind, womöglich aber noch Arbeiterschaft stüßung per Tag zu gewähren. Widerstand gegen diese Verfügung hervorgerufen. Um ihn ernster werden, wenn die Beschäftigung der Galizier nicht auf das Trotz der alten Phrase, daß dadurch der Kampfescharakter gefährdet würde, haben die Organisationen, die die Unter- ruft aus Altessen, den Vorsitzenden des Gewerkvereing den Bergmann nothwendigste beschränkt wird. Unterwirksam zu organisiren, veranlaßte Die Verwaltung des Stadt- Armenhauses in Gotha gab ftügung eingeführt haben, damit ihre Stellung gestärkt. Wandernden werden unterstützt: warum der nicht, der am Drte ristlicher Bergarbeiter, herüber zu fkommen, und diesem einem augereisten Arbeiter, dem sie eine Woche lang Unterkunft bleibt, vielleicht gerade für die Erhaltung der Bahlstelle unentbehr- gelang es alsbald, nach verschiedenen in Osnabrück und Umgegend batte gewähren müffen, einen Entlassungsschein mit auf abgehaltenen Agitationsversammlungen, annäherud 1400 Berg und den Weg, worin es heißt: Als Stromer verpflegt und lich ist? Redner erläutert sodann die einzelnen Bestimmungen seines Büttenarbeiter des Georg- Marien- Vereins als Mitglieder zu seinem marschfähig entlaffen." In demselben Entlassungsschein ist das BeEntwurfs und schließt seine Ausführungen unter dem lebhaften Berein heranzuziehen. Im weiteren Verfolg seines Eingreifens tragen des betreffenden Arbeiters als gut bezeichnet. Es wäre Beifall der Versammlung. blieben sodann am 25. März, als am Tage Mariä Ver- interessant zu erfahren, ob das Stadt- Armenhaus in Gotha mit der 830 Mann der Belegschaft am Piesberge der Verwendung von Schimpfworten wie Stromer 2c. allein dasteht, Der Zentralverband der Glaser zc. hielt zu Ostern in fündigung, Würzburg seinen 8. Verbandstag ab. Nach dem Bericht des Arbeit fern, und als diesen, der von der Werksverwaltung oder ob auch andernorts die Entlassungsscheine derartige bureaus Hauptvorstandes hat der Verband in 53 Bahlstellen 1527 Mitglieder. ergangenen Warnung gemäß, gefündigt wurde, ließ Bruft fratische Ungehörigkeiten aufweisen. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, Iage. erzielt. # Die sein. man Soziales. " Hierzu 2 Beilagen. r. 88. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 16. april 1898. -VO Kommunales. Die A13 O, Grünenthal! Neue sondern schräg von ihm abstehend. Der Unterleib war entfehlich davon überzeugt habe, daß Frau Rothenburg vollständig geiftestrank verstümmelt und der Genitalien beraubt. Das Erdreich zu beiden sei, daß Herr Rothenburg geistig erkrankt sei und daß der Aufnahme Aus der Magistratsfizung am Freitag. Das Magistrats. Seiten der Leiche war mit den Fingern aufgefragt. Daß der in eine Frrenanstalt ein ärztliches Attest vorher zu gehen habe. Die follegium bat beschloffen, der Stadtverordneten- Versammlung die Mörder auf der Brust des Mädchens gekuiet hat, zeigen Spuren Befreiung der Frau Rothenburg sei erst auf Befehl des Oberpräsidenten Wiederwahl des Raths Maurermeisters Seegers zu seiner Stiefelspitzen im Erdreich. Die Kleider der Unglücklichen am 12. Februar 1897 gegen den Willen des Berliner Magistrats empfehlen. Sie erfolgt. Zur Verbreiterung des Spreewege 3, welcher von lagen zu den Füßen auf beiden Seiten der Leiche. der Lutherbrücke am Bellevue- Garten sich am Ufer der Spree hinsind wohl von oben nach unten abgeftreift worden. Der Der 5 Pfennig- Theilstrecken- Tarif wird auf den Linien der zieht, soll ein Landaustausch zwischen der Stadt und den fistalischen Kleiderrock lag im Unterrock, dieser so aufgerollt, daß die rothe Neuen Berliner Omnibus- Aktien- Gesellschaft nach ihrem jezt in traft Behörden stattfinden und zwar in der Weise, daß das städtische Gelände Farbe weithin sichtbar war. Die nach der Meldung zahlreich herbei tretenden Sommerfahrplan weiter durchgeführt, so auf der Linie am großen Stern gegen das fiskalische Gelände am Spreewege Spuren ab und fanden bis jetzt in der Nähe des Mordplates ein Linie ist auf 10 Pf. herabgesetzt. Die frühere Linie Schulstraße geeilten Polizeibeamten suchten die Umgebung des Thatortes nach Danzigerstraße- Anhalter Bahn, und der Fahrpreis für die ganze abgetreten wird. Die Zustimmung der Stadtverordneten- Versamm lung wird hierzu nachgesucht werden. Der Tarif für die blutgetränktes Taschentuch und ein ebenfalls mit Blut beflecktes Stück Spittelmarkt hat ihre Trace über den Spittelmarkt durch die Kom Benuzung des Hafens am Urban soll nach Magistrats: Papier. Gefahndet wird zunächst auf einen jungen Mann, der mandantenstraße, Morigplatz, Dranienplay, Heinrichsplatz verlängert beschluß dahin abgeändert werden, daß fernerhin erhoben werden worden sein soll. Er wird beschrieben als ein großer Mann mit Theilstrecken. Der Fahrpreis für die ganze Strecke beträgt 15 Pf., gestern früh unter verdächtigen Umständen in der Hasenhaide gesehen und lautet jetzt Nettelbeckplay- Heinrichsplay. Auch sie hat 5 Pfennigfollen: an Boblgeld( Anlegegebühr): bei Fahrzeugen bei einer Trag. fähigkeit bis 30 Tons und einer Liegezeit im Sommer von 3, im dunklem Haar, der einen sog. Offizierscheitel trug und den Eindruck Auf der bis nach Bahnhof Groß- Görschenstraße verlängerten Linie Winter von 4 Tagen 2,50 M., bei über 50 bis 150 Tons Trag eines Studenten machte. Bis jetzt fehlt von dem Mörder noch Thaerstraße- Bülowstraße sind unter Beibehaltung der bisherigen Winter von 4 Tagen 2,50 M., bei über 50 bis 150 Tons Trag jebe Die Linie Bad fähigkeit und einer Liegezeit von 4 bezw. 5 Tagen 5 M., bei einer lede Spur. Gegen Mittag gelang es, die Leiche zu refognosziren. 5 Pfennig- Theilstrecken einige weitere eingelegt. Die Vermuthung, daß die Ermordete ein Dienstmädchen sei, straße- Marheineckeplaz nimmt ihren Ausgangspunkt jetzt von der Tragfähigkeit über 150 Tons und 5 bezw. 6 Tagen Liege hat sich bestätigt. Kriminalbeamte besuchten alle Stellenvermittler. Brunnenstraße- Ecke Demminerstraße und ist der Fahrpreis für die zeit 8 Mart.( Bisher betrug ohne Rücksicht auf Tragfähigkeit die Gebühr der Fahrzeuge Frau Detering, die Inhaberin eines Vermiethungsbureaus in der ganze Strede auf 15 Pf. herabgefegt worden. Die auf fämmtlichen 5 Mart.) Bufchlag für Ueberliegende, d. h. für Fahrzeuge, die längere Liege Mädchen wieder, daß sie am Mittwoch an den Schantwirth Siede-& 10 Pf. fosten 2 M., 12 Billets à 10 Bf. toften 1 m.) sind im Kronenstraße, erkannte nach der Beschreibung in der Ermordeten ein Linien giltigen und übertragbaren Abonnementsbillets( 25 Billets zeit beanspruchen, soll für alle drei Klassen eine gleichmäßige Gebühr berg in der Potsdamerstraße 181 vermiethet hatte, die am Sommerfahrplan beibehalten worden. erhoben werden, und zwar für einen Tag 2 M., für zwei Tage 5. Dezember 1877 geborene Tochter Luise des Arbeiter Günther6 M., für drei Tage 12 M. und für jeden weiteren Tag 5 M. Schen Ehepaares aus der Fürbringerstraße 9. Frau Günther, Arbeiter werden nicht mehr angenommen! Diese auffällige Ins Ein Berichterstatter meldet: Eine diesbezügliche Borlage wird der Stadtverordneten- Versammlung deren Mann die Pförtnerstelle versieht und anderweitige Arschrift befindet sich zur Genehmigung zugehen. Der Schreibs und Zeichenlehrer Müsse beiten in einer Fabrit auf dem genannten Grundstück verrichtet, Ichrift befindet sich ant dem Eingang zu dem Begräbnißist vom Magistratskollegium zum Zeichenlehrer an der Friedrich- wurde an den Thatort geholt und erkannte in der Ermordeten mit platz der Friedrich- Werder- Gemeinde. Die Verwaltung hat sich Werderschen Realschule gewählt worden. Entfehen ihre Tochter. Quise war feit fünf Jahren als Arbeiterin gezwungen gesehen, dieses Plakat anzubringen, da eine wahre Auf dem städtischen Schlachthofe sind im Monat März ca. auf verschiedenen Stellen beschäftigt, aulegt in der Bisquit- und Hochfluth von schriftlichen und mündlichen Bewerbungen von Personen, 58 023 Schweine gegen 62 692 im März 1897- auf Trichinen Catesfabrik der Gebrüder Thiele in der Leipzigerstraße 34. Luise werden wollten, sich über das Verwaltungsgebäude ergoffen hat. die als Arbeiter auf dem Begräbnißplaß dieser Gemeinde angestellt untersucht worden. Davon find 3 Stück wegen Trichinen und Günther war Donnerstag bis 8 Uhr abends zu Hause und ging 20 Stück wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungeeignet dann aus, um, wie sie sagte, die Zeit bis zum Dienstantritt, der diese ungewöhnlich starke Nachfrage nach Arbeit ist erst seit dem zurückgewiesen worden. gestern erfolgen follte, noch zu benußen, sich etwas im Freien zu erthal'schen Depots auf dem genannten Begräbnißplatz bekannt wurde; Tage zu fonstatiren, an welchem die Auffindung des ersten GrünenDie Neue Berliner Pferdebahn- Gesellschaft hat dem Magi- geben. Sie versprach, vor 11 Uhr wieder zu Hause fein und man geht wohl faum fehl in der Annahme, daß die sämmtlichen zu strat den Entwurf zum zweigleifigen Ausbau der wollen, tam aber nicht. Ein Herr aus der Lehninerstraße, Arbeitsuchenden im Stillen sich der Hoffnung hingaben, im Falle Linie Lichtenberg- Dönhoffsplay in der Frankfurter Allee zwischen der der abends gegen 11 Uhr aus seiner benachbarten Vereinskneipe ihrer Anstellung ebenfalls Depoterheber werden zu können. Wenn Prostauerstraße und Verbindungsbahn zur Genehmigung unter- nach Hause ging, fah einen Mann und ein Mädchen vor den breitet. Die Legung der Gleise soll sofort bei Gelegenheit der in Grundstücken Lehninerstr. 6 und 7, diese Straße, die von der neuen die Geschichte auch nicht wahr ist, so ist sie doch gut erfunden. diesem Jahre stattfindenden definitiven Regulirung dieses Theiles der Garnisonkirche nach der Sibold und weiterhin nach der Kirchhof- leber eine von einem Unteroffizier verübte Rohheit Frankfurter Allee zur Ausführung kommen. straße führt, nach der Hafenhaide zu hinuntergehen. Es machte den schreibt die Berl. 3tg.": Ein sehr unangenehmes Renkontre hat der Eindruck, als ob der Mann auf das Mädchen, das mit ihm die Tischler N. in der Naunynstraße am dritten Osterfeiertag in der äußerste Straßenseite hielt, start einsprechen mußte, um es zum Frühe gegen 5 Uhr mit einem Sergeanten vom Pionier- Bataillon Mitgehen zu bewegen. Der Herr wurde an die Leiche geführt und gehabt. M. befand sich in einer kleinen Gesellschaft, welche von erkannte an dem Hute das Mädchen wieder, das er am einem Vergnügen heimkehrte. Als die Gruppe bei einem Bäckerladen Donnerstag Abend gesehen hatte. Es unterliegt wohl keinem in der Manteuffelstraße vorbeikam, hörten sie die Worte fallen wie: 3weifel, daß jener Begleiter der Mörder des Mädchens ist. Schmeißt doch den Kerl raus!" Diefe etwas merkwürdige AufDenn man Der Mann ist groß und stattlich und, wenn der Beobachter forderung beantwortete N. mit einem harmlofen: Ein vor dem Laden stehender Soldat griff diese richtig gesehen hat, bartlos. Die Farbe der Haare war aber nicht au." rief der Gesellschaft einige ungehört zu unterscheiden. Da die Schnitte mit einem sehr scharfen Messer Aeußerung auf und und kunstgerecht" geführt sind, so denkt man bei dem Thäter auch gebliebene Worte nach. N. drehte sich um und im selben an einen Schlächter. Augenblick war auch bereits sein neuer Zylinderhut ein Fünfter Wahlkreis. Am Sonntag, den 17. April, früh Frau Günther fand gestern Morgen, als sie die Sachen ihrer trauriges eingedrücktes Ueberbleibsel, das sich noch dazu lustig 7½ Uhr, findet eine Flugblatt- Vertheilung zu den bevorstehenden Tochter nachfah, einen Bettel mit dem Namen eines Mannes aus auf dem Fahrdamm herumtrieb. Gleichzeitig empfand N. einen Reichstags- Wahlen statt. Die Genossen wollen sich in folgenden der Jahnstraße. Sie hat den Bettel verbrannt, ohne auf den empfindlichen Schmerz auf dem Hinterkopf, während das Stück eines Lokalen rechtzeitig einfinden: 1. Greifswalderstr. 3 bei Namen weiter zu achten. Der Vorname lautete Franz, von dem Seitengewehrs flirrend zur Erde fiel. Das Seitengewehr war unter Eichhorn; 2. Mendelssohn str. 16, Ede Jostystraße bei Familiennamen wußte die Frau nur noch den Anfangs der Wucht des Hiebes, der ein vierzölliges Loch hinterlassen hatte, Kuhnow; 3. Hirtenstr. 10 bei Knößsch; 4. Kleine und Endbuchstaben, beide R. Ob diese Wahrnehmung und Ver- entzweigebrochen. Nur der etwas soliden Schädelbildung des N. iſt Hamburgerstr. 27, Ecke Elsasserstraße, bei Witt chow; nehmung des Baters und der Geschwister der Ermordeten weitere es zuzuschreiben, daß er nicht auf der Stelle eine Leiche war. Auf 5. Luisenstr. 5 bei Schmidt. Wir ersuchen nochmals die Anhaltspunkte liefern werden, werden hoffentlich die polizeilichen einer benachbarten Sanitätswache ließ sich der Schwerverletzte die Parteigenossen, fich thatkräftig an der Verbreitung betheiligen zu Ermittelungen bald ergeben. Kopfwunde verbinden und erstattete alsdann bei der vorgesetzten wollen. Gleichfalls sei darauf hingewiesen, daß am Montag, den Das Polizeipräsidium theilt in Uebereinstimmung mit vorstehen- Behörde seines Angreifers die nothwendige Anzeige. Der betreffende 18. April, in der" Tonhalle", Friedrichstr. 112, eine Bolts- den Meldungen amtlich mit: Die am Freitag Morgen in der Hafen- Sergeant ist ermittelt und wird voraussichtlich bestraft werden, bes verfammlung stattfindet, in welcher der Kandidat des Kreises, haide ermordet aufgefundene Frauensperson ist als das 25jährige zügliche Vernehmungen haben bereits stattgefunden. Infolge der Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt, über: politik oder Arbeiterpolitit" sprechen wird. Die Ver- retognoszirt worden. Beute Dienstmädchen Luise Günther, bisher wohnhaft Fürbringerstraße 8, Kopfwunde dürfte N. voraussichtlich mehrere Wochen arbeitsunfähig trauenspersonen. 中 Tokales. Achtung, vierter Wahlkreis( Often)! Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Nachricht, daß am Dienstag, den 19. April, unfere General- Versammlung bei Stechert, Andreasstr. 21, stattfindet. In dieser Versammlung wird Genosse Auer sprechen. Sorge ein jeder für regen Besuch! Mitglieder werden vor der Versammlung auf genommen. Siehe Juferat am Sonntag und Dienstag. Vorstand. Zur Lokalliste. Die Mitglieder der Lokalkommission für Berlin und Umgegend werden ersucht, alle Veränderungen der Lokalliste in ihren Orten resp. Kreisen bis zum Sonntag, den 17. April, an Ostar Mahle, Berlin S, Ritterstr. 3 III einzusenden. Die Mitglieder aus dem Kreise Teltow Beeskow senden alles an Otto John, Ober Schöneweide, Siemensstr. 7; aus dem Kreise Nieder Barnim an Paul Winkler, Weißensee, Lehderftraße 95 I. Die Gesangvereine Jbuna", Belvedere" u. a. m. veranstalten heute Abend in dem gesperrten Lokal Konkordia", Andreasstr. 64, ein Vergnügen; der Gesangverein Eintracht" am 18. d. M. in den ebenfalls gesperrten Dräfel's Festfälen, Neue Friedrichstr. 35, fein Stiftungsfeft. Die Genossen werden ersucht, diesen Vergnügungen fern zu bleiben. Das Lotal Röllig, Rosenthalerstr. 12, ift gesperrt, da der jezige Inhaber desselben die Hergabe der Räume zu Versammlungen verweigert. Die 2otaltommission. An den Anschlagfäulen giebt der Polizeipräsident die That bekannt und setzt eine Belohnung von 1000 m. auf die Entdeckung des Mörders aus. bleiben. " " Anscheinend in einem Anfall von Geiftesverwirrung hat sich der Kassirer des Töpfer- Verbandes F. Kaulich in der Jungfernhaide erschossen. Raulich, bei dem nach der bürgerlichen Preffe eine Die Hafenhaide war den ganzen Tag über zeitweilig von großen Postkarte vorgefunden wurde, in welcher er zur Rechtfertigung der Menschenmengen besucht. Zahlreiche berittene Schuhleute hatten zu unglückseligen That die verschiedensten Motive anführt, hat seinen thun, das Publikum von dem Thatorte fernzuhalten. Gegen 11 Uhr Posten verlassen, obne daß angenommen werden fönnte, er vormittags war der Zulauf so start, daß Abtheilungen Kürassiere habe in Eimangelung gewissenhafter Rassenführung feinen und Dragoner aufgeboten wurden, um den Wald zu säubern. Leben ein Ende bereitet. Bei seiner Auffindung wurden noch über Nachdem im Laufe des Tages schon verschiedene Vorführungen statt- 500 M. vorgefunden, eine Summe, die fast doppelt so hoch ist, als gefunden hatten, wird uns in später Stunde die Giftirung eins nach den Büchern in den Händen Kaulich's sein mußte. Auch seine Mannes aus der Urbanstraße gemeldet, auf den der von uns on Familienangehörigen kennen die Motive zur That nicht. erwähnte, von Frau Günther verbrannte Bettel hinwies. In dem Kindergarten für tanbstumme Kinder, Gipsstr. 16, " In der Urania, Juvalidenstraße, wird morgen Dr. med. Rront. ecker einen Vortrag über das südliche und mittlere Japan, ven Nagasaki bis Niffo, halten. Mit der Einführung des elektrischen Betriebes will jetzt tönnen, da kürzlich mehrere 3öglinge an die Zaubstummenschulen die Große Berliner" endlich auch auf ihren nach den Vororten abgegeben worden sind, wieder einige Kinder im Alter von 3 bis hinausführenden Linien beginnen, da die Klagen der Bewohner der 6 Jahren Aufnahme finden. Kindern unbemittelter Eltern können Ortschaften über die ganz unzulänglichen Verkehrsmittel nach den Freistellen gewährt werden. Anmeldungen werden vormittags von letzteren immer heftiger werden, eine weitere Ausdehnung des 9-1 Uhr im Kindergarten von den Lehrerinnen oder nachmittags Pferde betriebes aber bei der jegt im Werke befindlichen voll- von 4-5 Uhr von Herrn Dr. med. Theodor S. Flatau, Potsdamers Städtische höhere Schulen und Gemeindeschulen. Einen ständigen Umwandlung der gesammten Pferdebahnen nicht mehr ftraße 113, Billa 3, entgegengenommen. Tehrreichen Beitrag zu diesem oft und nach den verschiedensten weckmäßig erscheint. Mit am meisten trifft dies alles auf die Gesichtspunkten behandelten Thema liefert auch der legte Bericht nach Tempelhof und Mariendorf führende Linie zu, die der städtischen Grundeigenthums Deputation( pro 1896/97), in schon seit mehreren Jahren fortgesetzt Anlaß zu lebhaften Klagen welchem das Ergebniß der alle 5 Jahre wiederkehrenden Nenabschäßung gegeben hat, und auf welcher namentlich die Geleisanlage gleich dem der Kommunalgrundstücke mitgetheilt wird. Danach waren die 23 Grund- ganzen Fahrdamm fich nachgerade in einem Zustande befindet, der stücke der städtischen Gymnasien, Realgymnasien, Ober- Realschulen jeder Beschreibung spottet. und höheren Töchterschulen zusammen 109 629 Quadratmeter, die Ueber das Lucin, das neueste Spirituspräparat zu Be123 Grundstücke der Real- und Gemeindeschulen aber zusammen leuchtungszwecken, sprach der Erfinder Fabrikbefizer Guttmann im 516 747 Quadratmeter groß. Auf je 1 Grundstück der höheren Schulen Berein der Kolonialwaarenhändler. Wie eine Reihe von Versuchen tamen also im Durchschnitt 4766 Quadratmeter, auf je ein Grund- mit Lampen verschiedenartiger Konstruktion bewies, ist das Lucin stück der Real- und Gemeindeschulen im Durchschnitt nur 4201 nicht nur geeignet, mit dem Petroleum in Konkurrenz zu treten, Quadratmeter. Um diese Zahlen richtig beurtheilen zu können, muß sondern zeichnet sich vor diesem auch durch seine stärkere Leuchtkraft, man sich gegenwärtig halten, daß bei den höheren Schulen nur in seine Sauberkeit und seine Geruchlosigkeit beim Brennen aus. Troßvereinzelten Fällen auf einem Grundstück mehr als eine Anftalt unter dem soll es sich im Handel angeblich nicht theurer stellen wie Petroleum. gebracht ist, während bei den Gemeindeschulen die Doppelanstalt ziemlich Auf spezielle Anordnung des Staatssekretärs v. Podbielsti im Die Regel bildet. Im Jahre 1896/97 waren auf den 23 Grundstücken Reichspoňamte angestellte Verfuche sollen sehr gute Erfolge gehabt der höheren Schulen 26 Anstalten mit rund 16 500 Schülern und haben. Ebenso bat auch der Minister der öffentlichen Arbeiten ein Schülerinnen untergebracht, auf den 123 Grundstücken der Real- und gehende Untersuchungen über die Leuchtkraft, die Feuergefährlichkeit Gemeindeschulen, dagegen 212 Anstalten( die in Miethshäusern und die Verwendbarkeit des Lucins angeordnet. Sollten diese günstig untergebrachten find nicht mitgezählt) mit gegen 185 000 Schülern ausfallen, so wird es wahrscheinlich bald im Eisenbahndienste, bei eintrat, und Schülerinnen. Auf je 1 Schüler der höheren Schulen tamen im Hochfignalen und zur Beleuchtung der Bureauräume in Verwendung Durchschnitt etwas über 61/2 Quadratmeter, auf je 1 Schüler der kommen. Für den Vertrieb im Einzelhandel find Zehnliter- Kannen anderen Anstalten im Durchschnitt nur etwas über 23/4 Quadratmeter. in Aussicht genommen, deren Preis sich auf 4,40 m. intl. Ranne Dieses Ergebniß( das für die Gemeindeschulen noch ungünftiger aus- stellen dürfte. Es bleibt abzuwarten, ob das neue Leuchtpräparat fiele, wenn sie bei der obigen Berechnung von den Realschulen ge- die ihm nachgerühmten Vorzüge aufweisen wird. sondert werden könnten) erklärt sich in der Hauptsache daraus, daß Eine der Schwierigkeiten, welche der Fertigstellung der bei den niederen Schulen die Grundstücke sowohl hinsichtlich der Bebauung als auch hinsichtlich der Klassenbesegung viel intensiver ausgenugt werden, als bei den höheren Lehranstalten. Luftmord. Im südlichsten Theil der Hasenhaide, in der Nähe ber langen Schießstände und der neuen Militärarrest- Anstalt, ist in der Nacht zum Freitag ein Mädchenmord verübt worden. Gestern früh 6 Uhr wurde von Arbeitern aus Nixdorf, die sich nach Berlin begeben wollten, zwischen dem Militärarrest- Gebäude und der Kürassierkaserne in der Hafenhaide abseits vom Wege eine entfleidete weibliche Leiche aufgefunden, uuzweifelhaft das Opfer eines Verbrechens..pe Feuerbericht. Donnerstag Abend 8 Uhr entstand Friedrichs straße 113a ein größerer Zimmerbrand, bei dem Möbel und Thüren eingeäschert wurden und die Balkenlage erheblichen Schaden erlitt. Um dieselbe Zeit ging Gollnow str. 32 der Inhalt eines Schaufensters von einem Bosamentengeschäfte in Flammen auf. Freitag früh 6 Uhr brannte Neue Friedrichstr. 61 die Balkens lage. Kurz darauf war Alexandrinen str. 87 ein Küchenbrand zu beseitigen. Um 9 Uhr wurde die Wehr nach Alexandrinenstr. 15 gerufen, wo Fußboden, Schaldecke und Baltenlage vom Feuer beschädigt wurden. Nachmittags 3 Uhr erfolgte die Meldung Mittelfeuer" nach Friedrichstr. 19. Hier war in der BittoriaApotheke beim Kochen von Medikamenten im Laboratorium der ge= fammte Resselinhalt und daneben auch ein Poften Chemikalien und Terpentin in Brand gerathen. Mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit des Feuers war ein größeres Löschaufgebot zur Stelle, doch gelang es, den Brand rechtzeitig zu dämpfen, so daß großer Schaden nicht Aus den Nachbarorten. In Nixdorf hält der sozialdemokratische Verein„ Vorwärts" am Dienstag, den 19. April, abends 81/2 Uhr, in Lauckner's Salon, Bergftr. 151/52, seine Generalversammlung ab. Es findet Neuwahl des gesammten Vorstandes 2c. statt. Die Zahlstellen des Vereins find: Köpfe, Restaurant, Karlsgartenstr. 1; Reserau, Zigarrens geschäft, Hermannstr. 50; Klein, Restaurant, Kaiser Friedrich ftraße 236; Thoma 3, Restaurant, Bergstr. 162; Herrmann Bigarrengeschäft, Kirchhofstr. 1; Sy, Restaurant, Jägerstr. 69; Strüger, Rassirer, Prinz Handjernstraße. Die Bibliothek befindet sich bei orb 3, Biethenftr. 76. elektrischen Straßenbahnlinie Gesundbrunnen- Kreuzberg via Alexander plaz entgegenstanden, ist nunmehr behoben. Es handelte sich um Herstellung einer Drahtleitung über die Jannowißbrücke. Bekanntlich dürfen auf der Brücke Masten nicht aufgestellt werden. Die Lösung des Problems findet in ganz einfacher Weise statt. Sowohl auf der Seite der Brückenstraße wie an der Stadtbahn fiud je zwei 8 Meter hohe Masten zur Aufstellung gelangt, von deren Spigen aus Draht brücken über die Jannowigbrücke hinweggeführt werden. Von diesen In unbeschreiblich schlechtem Zustande befindet sich die Drahtbrücken aus, welche unter einander verbunden werden müſſen, durch den Grunewald nach Wannsee führende Chauffee, auf Die Herstellung dieser Leitungskonstruktion wird in der nächsten fahrer ausschließlich angewiefen find. Während die von Schildhorn wird die Hebung der Stromleitung durch Hängebrücken vollzogen. welche bis zur Fertigstellung der projektirten Fahrstraßen die Rads Woche erfolgen. am Havelufer entlang führende Chauffee selbst nach tagelangem Zum Fall Rothenburg. Der Reichstags Abgeordnete Dr. Regenwetter gut zu paffiren ist, starrt die eigentliche Grunewald. Die Leiche lag auf dem Rücken zwischen zwei hohen Riefern. Langerhans hatte in der Reichstags- Sigung vom 30. März den Fall straße schon bei unbedeutenden Niederschlägen derart von Moraft, Um den Hals lag festgefchnürt ein Frauenbeinkleid, mit dem der Rothenburg erwähnt und dabei eine Darstellung der Angelegenheit daß an eine Benuzung des Weges garnicht zu denken ist. Auch Mörder sein Opfer erdroffelt hatte. Beide Mundwinkel und die gegeben, die von dem Sohne der in betracht kommenden Dame, dem wenn man das Intereffe für die Radfahrer völlig außer acht laffen Wangen zeigten Male von Fingernägeln, ein Beweis, daß der Mörder Rammergerichts Referendar a. D. Rothenburg, in den wesentlichsten will, follte die Verwaltung des Grunewalds schon in Rücksicht auf dem Mädchen den Mund zugepreßt hatte. Beide Arme lagen flach Stücken für unrichtig erklärt wird. Unrichtig sind danach die Be- den lebhaften Wagenverkehr eine Aufbefferung der Chauffee verausgestre auf dem Erdboden, aber nicht an den Leib angeschloffen, hauptungen, daß der Kultusminister sich in der Anstalt Herzberge lanlassen. 3906 chun all sid 10 einer leisten, gefunden werden. 1 und dem Der Försteriveg hat zu bestehen aufgehört. Die vom Ende swarf ihm vor bie Verlegung der Regierungs- Bolizeiverordnung vom| von Streitigkeiten 2c., Bier au verschenten, auch ganze bes Kronpringendammes in Salenfee bis zum Bahnhof Grunewald 22. Mai 1890, einer der vielen Verordnungen im Preußenlande, die das äffer, dem Dienstberrn aber müsse man davon Mittheilung führende Straße wird jetzt in ihrer ganzen Ausdehnung Trabener Rollettenwefen regeln. Der§ 1 der Berordnung hat folgenden In machen. Das Gericht sprach den angeklagten Braumeifler frei, firaße genannt, während der Theil der Trabenerstraße, der, vom halt: Wer öffentliche Rolletten ohne die gefehliche Genehmigung da es annahm, er habe nicht das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit Ende des früheren Försterwegs abzweigend, auf ben Johannaplay veranstaltet, vermittelt oder ausführt, sowie wer darauf bezügliche gehabt. zuführte, jeht Erdenerstraße heißt. Da manche Ausflügler zu Fuß Bekanntmachungen veranlaßt, wird bestraft. Bable beantragte und zu Rad den Försterweg als Stelldichein zu wählen pflegten, fei richterliche Entscheidung und erzielte auch beint Schöffengericht seine Versammlungen. auf diese Aenderung aufmerksam gemacht. Freisprechung. Das Gericht war der Meinung, daß hier überhaupt Eine Parteiversammlung für den 2. Wahlkreis tagte am Eine Proteftversammlung Schöneberger Bürger entrüftete nicht von werden öffentlichen Kollette geredet fich am Donnerstag Abend über die erfolgte bfindung des früheren tönne, da nur die engeren Berufsgenoffen der Streifenden Donnerstag im Lotal von Goßmann, Kreuzbergstraße, in der Genoffe Gemeindevorstehers Schmock in Ausdrücken heftigster Empörung. in der Stadt Magdeburg bethefligt gewesen feien. Die Pfauntuch ilber:" Die Begehrlichkeit auf wirthschaftlichem und Die Versammlung faßte nach faft zweiftändiger Debatte mit allen Straftammer jedoch verurtheilte den Angeklagten auf politifchem Gebiet" referirte. Der Redner, der in feinem Vortrage gegen eine Stimme folgenden Beschluß: Die heute im Saale des die Berufung der Staatsanwaltschaft zu der ihm durch in interessanter Weise die Schäden der privatkapitalistischen Schwarzen Adler" veranstaltete öffentliche Versammlung giebt hier das Strafmandat auferlegten Geldstrafe. Es handle fich um eine Produktionsweise erläuterte, fennzeichnete recht treffend die Durch ihre lebhafte Entrüftung fund über den in der Sigung der öffentliche Kollekte; der Angeklagte hätte durch die Quittung in der bekannten Schlagworte von der Begehrlichkeit der Arbeiter" Muin der vaterländischen Industrie", die stets Gemeindevertretung vom 28. März cr. gefaßten Befchluß, dem Ges Beitung eine auf eine solche Stollette begligliche Bekanntmachung er meindevorsteher Schmock 70 000 Wt. Abfindung zu zahlen, und fle laffen. Wahle legte Nevifion ein und befiritt beides. Der Straf erhalten müssen, wenn die Arbeiter einige Pfennige Lohnersucht den hiesigen Magiftrat und die Stadtverordneten- Versamms fenat des Kammergerichts wies die Revision mit folgender Bes erhöhung fordern und sich beffere Arbeitsbedingungen zu erringen fuchen und die von Leuten angewandt werden, deren Begehrlichkeit Jung, alle möglichen Rechtsmittel zu ergreifen, um diesen gegen den gründung zurück: Willen der Bürgerschaft Schönebergs gefaßten Beschluß zu bekämpfen." Die betreffende Verordnung fet rechtsgiltig. Zum Begriff des überhaupt keine Grenzen fennt. Er verwies auf die ungeheuren - Herrn Schmock dürfte um seine 70 000. faum bange sein. Rollettirens fei nur erforderlich irgend ein Einfammeln freiwilliger Dividenden, die durch den von den Arbeitern erzeugten Mehrwerth Köpenick. Das Gewerkschaftskartell von Stöpenick theilt mit, Gaben und Beiträge zu bestimmten Zweden. Und öffentlich bei den industriellen Unternehmungen den nichtsthuenden Attionären daß Urania Billets noch an folgenden Stellen zu haben sind bei sei die Kollekte dann, wenn die Aufforderung zur Leistung der frei in den Schooß fallen, auf die bekannten Forderungen der Agrarier, 8. Rigau, Schloßstr. 9; 9t. Selb, Kiek Nr. 4; Schröber, willigen Beiträge an jedermann, oder doch an einen nicht die darauf hinaustaufen, eine kleine Anzahl Großgrundbefizer auf Stick Nr. 81; und Adolf Schulz, Schönerlinderstraße. Preis abgegrenzten Perfonentreis gerichtet werde. Die Ge Koffen des Boltes unhelos zu bereichern, und er beleuchtete sodann sa mi mtheit der Tischler Magdeburg 3 tönne mun, wie die Interessenvertretung der Kapitalisten auf politischem Gebiet und das einer Karte 60 ẞf. das Landgericht feststelle, bei ihrer großen Zahl nicht als ein Gebahren der verschiedenen Parteien, die arbeitende Klasse noch mehr wie Feffelung von Arbeitern. Den Bau von 50 Arbeiter folcher Personenkreis angesehen werden. Habe sich die Verfamme bisher zu entrechten und ihre wirthschaftliche und politische Bethätigung zu Wohnhäusern will die Borsig'sche Fabrit zu gleicher Zeit auf einem lung mit ihrem Beschluß auch nur an die Tischler gewandt, so hindern. Nachdem der Redner noch darauf hingewiefen hatte, daß von Dalldorfer Grundbesitzern erworbenen Gelände an der Tegeler fehle unter den obwaltenden Umständen( große Zahl der die Bestrebungen der Arbeiter, die barauf abzielen, alle Menschen Chaussee unternehmen, Angegangenen) die fefte Abgrenzung. Zur Veranstaltung, an den Kulturerzeugniffen theilnehmen zu laffen, im Gegenfalz au Die Verhaftung einer aus zwanzig Perfonen bestehenden Vermittelung und Ausführung diefer Stollette bätte es also der Begehrlichkeit der Kapitalisten, die nur für sich bedacht sind, von Diebesbande erregt das große Aufsehen in den westlichen Vororten. der behördlichen Erlaubniß, der des Oberpräsidenten bedurft. Bahle tief sittlich und moralischen Beweggründen geleitet werden, forderte Eine Diebes- und Hehlerbande, die feit geraumer Zeit den Schrecken fet strafbar, weil er die nichtgenehmigte öffentliche Stollette vet er zum Schluß auf, die bevorstehenden Wahlen auszuügen, der Bewohner bildete, ist von der Steglitzer Polizeibehörde dingfest mittelt und ausgeführt babe. Der Borderrichter habe daß die Macht der besitzenden Klaffe gebrochen und der gemacht worden. Schon seit geraumer Zeit häuften fich die mit auch den Begriff der Bekanntmachung im Sinne der Regierungs. Einfluß der Arbeiterschaft erhöht werde. Eine Diskussion großer Frechheit ausgeführten Einbrüche in Geschäftslotalitäten, ordning nicht verkannt. Allerdings möge die Verordnung in erster über das mit lebhaftem Beifall aufgenommene Referat wurde Bohnungen, Geflügelställe und dergleichen sowohl in Steglig wie Linie solche Bekanntmachungen im Auge gehabt haben, die bas nicht beliebt. Nach einer längeren Debatte, in der das Berhalten Friedenau, Zehlendorf und Schöneberg. Außerdem fand eine plans 8uftaubetom men einer Rollette beträfen. Indeffen falle au ch einiger Lokalinhaber, an die man sich bebuss Abhaltung der Maimäßige Beraubung der Transportwagen verschiedener Berliner die öffentliche Quittung über die eingenommenen Unter feier gewandt hatte, fritisirt worden war, wurde beschlossen, das Waschanstalten während der Fahrt statt. Eine hiesige Waschanstalt ftüßungsgelder unter den Begriff einer auf ble Rollette Lokal der Berliner Bock- Brauerei am Tempelhofer Berg zur Maivon Sanke hat allein in turger Beit Wäschestücke im Werthe von bezüglichen Bekanntmachung. Ja, es könne fogar in dem feier für den zweiten Wahlkreis unter den mit den Vertrauens zu 1000 m. eingebüßt, ebenso eine Stegliger Anstalt. öffentlichen Quittiren der Anteis, weitere Beiträge männern abgemachten Bedingungen zu miethen. Der Eintrittspreis wurde auf 25 Pf. festgesetzt und soll dafür die Maizeitung unentEs versteht sich wohl ganz von selber, daß die flaffenbewußte geltlich abgegeben werden. Mit den Arrangements der Feier wurde Kun und Wiffenfihaft. Arbeiterschaft sich durch vorstehend geschilderte Handhabung der Gerech- ein fiebengliederiges Romitee betraut. Hierauf erfolgte der Schluß Das Schiller- Theater brachte am Donnerstag als Novität die ligkeit nicht im mindesten in der Ausübung der Soli. der Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Eine Buchdrucker Versammlung, einberufen von seiten der Somödie eines Autors, der bereits seit mehreren Jahren todt ist. daritätspflicht stören lassen wird. Es haben sich bei Es handelt sich um das historische Lustspiel Das Nachtlager allen bisherigen Verfolgungen immer noch Mittel und Wege ge- Tarifgemeinschaftsgegner, tagle am Donnerstag in den Arminfute zurich in sample et ges an inchlag- bCorvins" von Franz Nissel. Niffel tönnte als Typus für unfruchtbar epigonenhafte Dichterei daran wird auch das neueste Urtheil des höchsten preußischen Gerichts geordneter Herbert Stettin hielt einen Vortrag über die Aufgaben einer Arbeiterorganisation. Er vertrat die Meinung, daß es gelten. Viele Jahre lief er in Wien als nicht anerkanntes Genie taum etwas ändern. herum und die aufdringliche lokalpatriotische Wienerei, die wider- Der forsche Amtsrichter. Bon allgemeinem Intereffe ift ein unparteiische Gewerkschaften ebenso wenig gebe, wie unparteiische wärtigste Abart von Lokalpatriotismus, jammerte in ibrer Prefferglich ergangenes Erkenntniß des Neichsgerichts, welches ein in- Beitungen. Wenn sich die Gewerkschaften nicht mit Politit befaffen, immer wieder: Unser Nissel! Er wird nicht aufgeführt!" forrettes Verfahren eines Amtsrichters beleuchtet. Ein Privat- so durchwehe sie doch in jedem Falle der Geist einer politischen So gefiel sich Nissel bald in der Rolle des Genies, das an der schreiber in Spremberg war wegen Uebertretung der Gewerbe- Richtung, entweder der sozialdemokratischen oder der reaktionären. Es Erdenpein schwer zu tragen habe, und blieb seinem Jambenversmaß Ordnung zu 150 M. Geldstrafe eventuell 4 Wochen Haft rechts- sei verkehrt, die Politik aus den Gewerkschaften verbannen zu treu. Vielleicht hätte er in irgend einem Fach, als Zeitungsschreiber, fräftig verurtheilt worden. Giner vom Amtsgericht er- wollen; im Gegentheil, fie müsse hinein. Die Opposition im als Lehrer, etwas Fruchtbares schaffen tönnen, aber das Genie laffenen Aufforderung Bahlung zur binnen 48 Stunden Buchdruckerverband richte sich nicht nur gegen die Tarifgemeinschaft; darf sich nicht prostituiren und so wurde Nissel, dank seinen elenden bei Vermeidung der Zwangsvollstrecking" tam der An sie gehe tiefer und sei die Opposition aller ehrlichen Sozialdemokraten Freunden in der Presse wie in seiner näheren Umgebung, eine tragi- geflagte nicht nach, die Zwangsvollstreckung fiet frucht gegen die Verfumpfung, die sich in der Leitung des Verbandes fomische Figur. Daran wurde nichts geändert, als er in seinem los aus und hierauf richtete das Amtsgericht an den Angeklagten geltend mache. Es sei daher Pflicht jedes sozialdemokratischen Buchspätern Leben für irgend ein Buchdrama den Schillerpreis erhielt. die Aufforderung, binnen 24 Stunden die substituirte vierwöchige druckers, sich der neuen Gewerkschaft anzuschließen, die auf dem Nun ist der Mann todt, und von seinen Werken ist auch heute Haftstrafe anzutreten. Qlls auch dies fruchtlos war, erließ das Boden der modernen Arbeiterbewegung stehe, den der Verband längst nichts zu verspüren. Die flägliche Geniefererei war Einbildung. Amtsgericht einen Haftbefeht und da der Angeklagte in Spremberg verlassen habe. Die Diskussion bewegte sich in demselben Sinne, Er schrieb schlecht und recht schulgerechte Dramen; fie fonnten auf nicht mehr anffindbar war, ein offenes Strafvollstreckungs- Ersuchen ferner wurde der Konflikt unter den Buchdruckern berührt und die geführt werden, wie so viele andere auch. Die deutsche Bühne hat im Amtsblatt. Der Angeklagte. hatte sich inzwischen beim zuständigen durch den Verbandsvorstand verfügten Ausschlüsse gemißbilligt. aber nichts verloren, wenn sie nicht aufgeführt wurden. Landgerichts- Präsidenten beschwert, weil ihm die nach§ 37 der Gine Nesolution, die sich init den Ausführungen des Neferenten deckt, Dem Schiller- Theater war es mit dem Nachtlager Corving" Preußischen Kasseninstruktion vom 15. Juli 1893 zustehende Zahlungs- wurde gegen 8 Stimmen angenommen. Hierauf berichtete Ostar Ewald über den während des Oster. auch nicht um eine Anerkennung Nissel's zu thun, sondern man be- frist von einer Woche nicht gewährt worden sei. Daraufhin wurde trachtete Niffel's romantisches Lustspiel bauernschlau wie eins dem Amtsrichter Gebhard unter Mißbilligung des von ihm feftes zur Halle abgehaltenen Kongreß der Tarifgemeinschaftsgegner. Der Berkleidungsstücke von Schönthan und paßte dem Slit des eingeschlagenen Verfahrens die Anweisung ertheilt, von Zwangs- Derfelbe jei von 20 Orten beschickt worden und habe befchloffen, Kostümstückes die ganze Art der Aufführung an. So ging noch das maßregeln gegen den Angeklagten Abstand zu nehmen und sich daß die Agitation gegen die Tarifgemeinschaft je nach den Berbischen Riffel'sche Flitterpoesie verloren; aber dem Publikum war's zunächst darauf zu beschränken, eine neue Zahlungsaufforderung hältnissen in den betreffenden Orten zu betreiben fei. Die Buchgerade recht fo. mit einwöchiger Frift an den Angeklagten zu richten, Amtsrichter Drucker- Wacht" folle in der bisherigen Weise und unter der bis Mit dem Verlauf des Niffel's Komödie felber ist auf einer Anekdote aufgebaut, die in Gebhard, der die betreffenden Verfügungen erlaffen hatte, berigen Redaktion weiter erscheinen. der Weltlitteratur mannigfach verwandt wurde. Ein Othello. dies- handelte aber nicht nach dieser Anweisung. Als er den Angeklagten Kongresses tönne man zufrieden sein, es sei nicht anzunehmen, daß der mal der ungarische Magnat Banffy, will fein schönes Weib ver zufällig auf der Straße zu Spremberg traf, forderte er ihn Vorstand die Delegirten wegen ihrer Theilnahme am Rongreß aus. bergen, da ihm der Besuch seines jungen Königs angefagt wird. Das auf, ihn nach dem Gerichte zu folgen, faßte ihn, da er Miene machte, schließen werde. Weiter wurde bemerkt, daß von den 21 KongreßWeib wird aber gerade in seinem Versteck und in feiner Verkleidung zu entfliehen, ins Genid und bei einem Arme und ver- Delegirten nur die beiden Berliner zu den Ausgeschlossenen gehören, ungarischen König Corvin aufgeftöbert; unb Othello fuchte ihn vor sich herzuschieben, weil er fich diesem Verfahren während die andern noch Verbandsmitglieder sind. Es set auch auf Banffy, der feine Schwägerin als fein Weib ausgab, muß für sein widersetzt hatte, ist er später außer wegen Beleidigung auch wegen dem Stongreß versichert worden, daß, wenn der Vorstand weitere Mißtrauen und feine eifersüchtige Wuth ein Weilchen zappeln und Widerstandes verurtheilt worden, und zwar auf grund der Fest. Ausschlüsse dekretiren sollte, viele Kollegen in Erfurt, München und büßen; fein und seiner Gattin Seelen heil erleidet teine ernste Ge- ftellung, daß er dem Amtsrichter Gebhard, einem zur Vollstreckung Hannover freiwillig aus dem Verband austreten würden. Die Berfährdung. Dies Geschichtchen ist in glatten Bersen umständlicher, der Urtheile der Berichte berufenen Beamten in der rechtmäßigen fammlung erklärte sich mit der Thätigkeit der Delegirten einals es zu fein brauchte, vorgetragen. Ausübung feines Amtes durch Gewalt Widerstand geleistet habe". verstanden. Aus Anlaß des Ausschlusses von drei Mitgliedern wegen UnterUm der Schönthan- Weise nabezukommen, mußte natürlich grell In der hiergegen eingelegten Revision bestritt Rechtsanwalt übertrieben werden; und Herr Froböse mit feinen fauchenden Freudenthal, daß eine rechtmäßige Amtsausübung vorliege, zeichnung eines Flugblattes wurde eine Mesolution angenommen, Naturtönen war ein förmlicher Operettten Othello. Noch weniger weil dem Amtsrichter in Amtsrichter in§ 489 Abfat 8 Straf- Prozeß welche befagt, die anwesenden Buchdrucker, soweit sie noch Verbands hielt sich Frl. Levermann zurück,( Banffy's Schwägerin), die ganz Ordnung nur das Recht, behufs Wollstreckung der Freiheitsmitglieder find, verurtheilen das rigorose Vorgehen des Vorstandes im Stil der„ munteren Theaternaiven" blieb; das trug ihr beim strafe einen Haftbefehl zu erlassen, übertragen, die Ausführung und versprechen, ganz energisch dagegen aufzutreten, eventuell aus Publikum des Schiller- Theaters, das an Löwenfeld'sche Voltskost" dieses Befehls aber dem Richter mit Rücksicht auf die dem Verbande auszufcheiden. VOHI " " " " MM gewöhnt ist, rauschenden Beifall auf offener Szene ein.--ff.16 Würde seines Amtes versagt und durch die Landesgesetz Eine öffentliche Versammlung der Einsetzer( Tischler) tagte k. Weihwasser als Vermittler von Jufektionskrankheiten. gebung anderen Kategorien von Beamten übertragen worden fei. am 12. April im Englischen Garten. Rusch te bielt einen beis Eine überraschende und prallisch wichtige Nachricht fommt aus Das Reichsgericht hat die Revision für begründet erachtet und den fällig aufgenommenen Vortrag über Streitbewegung und Organis Sardinien. Professor Vincenzi in Sassari, der nördlichen Haupt- Angeklagten unter Aufrechterhaltung der Strafe wegen Beleidigung fation. Er sprach für den Anschluß an den Holzarbeiter- Verband. Namentlich wurde ge= stadt Sardiniens, hat im Weihwasser aus dem Weihkessel einer von der Auflage des Widerstandes freigesprochen. In den Die Diskussion war eine recht rege. der besuchtesten Kirchen der Hauptstadt neben einer Anzahl anderer Gründen heißt es u. a.: Der preußische Amtsrichter, den durch An- rügt, daß die Gesellen verpflichtet sind, selbst die Nägel Gine Resolution, in Batterien von geringerer Bedeutung typische Diphthericbazillen ordnung der Landes Justizverwaltung für die zur Zuständigkeit der zu liefern und das Holz abzuladen. nachgewiesen. Es gelang ihm, fie rein zu güchten und die Schöffengerichte gehörigen Sachen gemäß§ 483 Abi. 8 Str.-Pr. D. der ausgesprochen ist, sich im gegebenen Falle mit den zu vereinigen, um Forderungen durchdrücken Anfleckungsfähigkeit der in dem Weihwasser enthaltenen Diphtherie- die Strafvollstreckung übertragen ist, tritt bei Betreibung derselben Bautischlern Angenommen wurde bazillen durch den Thierversuch zu beweisen. Meerschweinchen von als Organ der Bandes Justizverwaltung in Thätigkeit. In dieser zu tönnen, fand einstimmige Aunahme. über 400 Gramm Gewicht gingen nach Ginimpfung kleinster Wengen seiner Eigenschaft war der Amtsrichter G. bei der Strafvollstreckung feruer ein Antrag, eine Kommission zu wählen, welche öffentliche der aus den Diphtheriebazillen gewonnenen Kulturen rasch unter an die Instruktionen der Juftigverwaltung gebunden. Indem er Versammlungen einberufen soll und die Bewegung der Einsetzer zn Gewählt wurden Schönberg, Machayti und allen Zeichen der experimentellen Diphtherie zu Grunde. Daß sich über die Anweisung seines Vorgesetzten hinwegsetzte, von Zwangsleiten hat. Diphthericbazillen und andere Krankheitserreger in das Weihwaffer maßregeln gegen den Angeklagten nicht Abstand, sondern gegen den Misch. gelangen, ist bei den vielen im chirurgischen Sinne nicht fauberen felben gewaltsam vorging, überschritt er die Grenzen, die ihm für Zwei Wanderversammlungen des Vereins zur Wahrung die Fingern, mit ihm in fein bie Amtsausübung im vorliegenden Falle gefeht waren und handelte der Interessen der Maurer tagten am Donnerstag, den 7, April. Berührung fommen Wunder. Unter gewiffen inständen wird deshalb bas nicht in rechtmäßiger Ausübung seines Amtes.c Im Wedding Part hielt Blauroc einen Vortrag über den Weihwasser auch eine wichtige Rolle bei der Uebertragung von Fidele Polizeizustände. Aus( dem heiligen Köln, wo erft englischen Maschinenbauer Streit. In der zweiten Versammlung Jnfektionskrankheiten spielen können. So kann Weibwaffer, das türglich der Kriminalschuhmann Kiefer von der Auflage der Be in der Andreasstraße wurde vom Vortrag Abstand genommen. ansteckungstüchtige Diphtheriebazillen enthält, leicht die Diphtherie leidigung einer von ihm mißhandelten Bürgerstochter freigesprochen Allgemeine Kranten und Sterbefasse der Metallarbeiter. Filiale Berlin 3. Hente Abend 82 Uhr, Manteuffelstr. 47: Mitgliedervermitteln, zumal in einigen Ländern die Gewohnheit herrscht, die worden ist, berichtet die„ Rheinische Beitung": Der Braumeister des Bersammlung. – Filtale Berlin 6. Heute Abend 9 Uhr bei Koplin, mit dem Weihwasser benetzten Finger an die Lippen zu führen.„ Salzrümpchen" stand vor dem Schöffengericht, angeflagt der Lothringerftr. 68: Mitgliederversammlung. Zur Zeit, als Professor Vincenzi feine Untersuchungen anstellte, interschlagung von drei Faß Bier. Er habe das Bier Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 17. cr., vormittags 9 Uhr, wareu gerade vier Diphtherie- Erkrankungen bei der Behörde der faßweise an die chuylente Stockmeier, Breuer und den im großem Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Bers Stadt Saffari gemeldet, von denen eine tödtlich verlief. Wachtmeister Brückmann verschentt. Der Angeklagte fagt: sammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormt. ebeudaselbst. VorMontag, den „ Schuhmann St. hatte Namenstag, und da er Revierschuhmann war, trag des Herrn E. Bogtherr über: Die Faust- Idee. dachte ich dem Manne das zukommen lassen zu können. Schuhmann 28. 18. cr, abends 8 Uhr, ebendaselbst, Eingang Stallschreiberstr. 43. Behat zwei Fäffer bekommen, wenn er nicht kommt und es bezahlt, schließende Versammlung. Neuwahl des Vorstandes und der übrigen Beamten. muß ich die Worte meines verstorbenen Prinzipals, des Herrn Bildungsverein Mehr Licht!" Sonntag, den 17. b. M., vorm. Nenes vom preußischen Wesen der öffentlichen Kollekte". Werner, anwenden:" Bei einem Schuhmann muß man awei 12 Uhr: Besuch des Hygiene- Museums unter Führung des Herrn Abends 7 Uhr, Ein Theil der Tischler Magdeburgs befand sich im vorigen Sommer Augen zudrücken". Wachtmeister Brückmann sagte mir, daß Dr. Weyl. Treffpunkt vor dem Museum, Klosterstr. 35. im Lohnkampse. Die Beauftragten der Streifenden beriefen eine er sein zwanzigjähriges Dienstjubiläum feiere, da habe ich ihm ein Alexanderstraße 27e: Bersammlung. Vortrag des Herrn Dr. Weyl fiber: öffentliche Versammlung sämmtlicher Tischler Magdeburgs ein, Faß Bier gefchickt. Gelb habe ich dem Beamten feins abgefordert." Schulgesundheitspflege. Fachberein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. worin beschlossen wurde, daß die nichtstreikenden Berufsgenossen zur Der Vorsitzende fragt die als Zeugin geladene Juhaberin des Unterstübung ihrer ausständigen Kollegen allwöchentlich einen Beitrag Salzrümpchen", ob sich der Braumeister hätte berechtigt halten Sonntag, den 17. April, vormittags 10% Uhr, bei Wille, Andreassir. 26: Mitgliederversammlung. Der Tischler Wahle wirkte bei der Aus- dürfen, die Fässer Bier zu verschenken. Beugin:„ Das inußte fteuern sollten. Allgemeine Familien- Sterbekasse. Heute Zahltag: Ackerstr. 123 führung des Beschlusses insofern mit, als er die erforder- er mir doch fagen, wir hatten ja gar keine Kontrolle. Mein bei Diefe. ließ, sie unter lichen Sammellisten drucken den Kollegen Bater hat nie Bier an Schuhleute verschenkt. Wozu denn Tischler- Verein. Heute Abend 8½ Uhr, Melchiorstraße 15: Bers verbreitete und dann die eingegangenen Summen in Empfang das?" Augeklagter:" Jeder Schußmann, der in die Wirthschaft Zengin D nein, nahm und an die Rohnkommission ablieferte. Bable quittirte auch fommt, erhält auch ein Glas Bier umsonst." über die Einnahmen in der Magdeburger Boltsstimme", deren nur der Revierschuhmann. Wenn ein Schutzmann eine verantwortlicher Redakteur er zu jener Zeit war. Die Polizei be- Festlichkeit gehabt und der Braumeister hätte uns von dem dachte ihn für seine Thätigkeit bei der Ausführung jenes Ver- Bierverschenken gesagt, so hätten wir nichts dagegen gehabt." Ein Sammlungsbeschlusses und für die öffentliche Quittung in dem ge Braumeister und ein Brauereipächter befunden, daß es Brauch sei, Bunnten Parteiblatt mit einem Strafmandat über 20 M. Man lan Schuyleute, die sich gefällig gezeigt hätten bei Schlichtung Gerichts- Beitung. " " -YOO famming. Bentral- Kranten und Sterbekaffe der deutschen Wagenbaner. Berlin Bezirk 3. Sonntag, den 17. April, vormittags 92 Uhr, bei Herru Bergemann, Bafewalkerstr. 3: Mitgliederversammlung. Moabiter Naturheilverein. Sonntag, den 17. April, abends 6 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Vortrag des Herrn Rub. Geist, über: Magnetismus und Hypnotismus. Nachher: Familienabend. Gäste will tommen. 1 Vermischtes vom Tage." waren. 2. S. 25. Bielleicht ist es von Erfolg, wenn Sie Ihre Sache bem daß es keine echten Edelsteine, sondern werthlofe Nachahmungen Berein gegen Berarmung, Gendarmenmarkt im Deutschen Dom( 9-4 Uhr), in -Die Weichsel steigt rapide. Jufolge des mehrtägigen In einem Triester Borort band ein Bauernfohn feinen vortragen. St. Gegen Aprilscherze polemifirt man nicht. Man darf auch nicht Regens fand bei Pralkowiec( Galizien) ein großer Bergfturs schlafenden Vater, mit dem er in Unfrieden lebte, mit einem alles gleich tragisch nehmen, besonders wenn man den Gegnern damit nur statt. Strict an das Bett, besprengte dieses mit Petroleum und sündete Freude machen würde. y. Ein Hausmaller in Hamburg hat sich zugleich mit feiner es an. Der Vater konnte sich jedoch noch befreien und das Feuer Bz. Besuchen Ste uns. Frau mit Cyantali vergiftet. löschen. Gin Parifer Polizei Infpettor follte einen Jrr finnigen aus seiner Wohnung abholen. Er wollte ihm einreben, er sei sein Outel, der ihn zu einer Promenade abholen wolle. Der Ferfinnige zeigte sich zunächst freundlich, schrie aber dann plötzlich auf: Glender Verführer, für einen alten Ontel bist Du zu hübsch!" und erstach den Polizei- Infpettor mit einem Meffer. H -Das nach Philadelphia bestimmte Bremer Schiff Marie Siedenburg", welches am 12. März New- York paffirte, ist feitdem verschollen. Man befürchtet, das es mit seiner ganzen Mann schaft, 21 Mann, untergegangen ist. y. Ein Zimmermann fiel in einer Druckerei in Helmstedt bet Braunschweig von einer Leiter herab gerade in bas Getriebe einer Druckmaschine. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe getrennt. -Im Eisenwert Gröba( Königreich Sachfen) wurde eine bort noch nicht vorgekommene Arbeit beendigt, die Sprengung eines 160 Bentner fchweren Ambosses mittels Dynamits. Der Amboß hatte einen Durchmesser von 13/4 Meter und eine Tiefe von 21/2 Meter; zum Gießen des Koloffes hatte ein befonderer Ofen er baut werden müssen. Bei der Sprengung wurden durch jeden Schuß Stücke im Gewichte von 20 Zentnern abgesprengt.In Steinweg bei Regensburg wurde eine Prostituirte ermordet aufgefunden. Ein Tagelöhner wurde als der That verdächtig verhaftet. - Der Fürfterzbischof von Prag schenkte für die Pankrazer Strafanstalt ein Marienstandbild mit schönen, großen, funkelnden Edelsteinen. Bald darauf wurden die Edelsteine gestohlen, von einem Trödler, dem sie angeboten wurden, aber zurückgebracht. Als man fie nun schätzen ließ, stellte sich heraus, Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 16. April. Opernhaus. Bar und Zimmermann. Anfang 7/2 Uhr. Schauspielhaus. Königskinder. Anfang 8 Uhr. Deutsches. Johannes. Anfang " C. S., Koblenz. Wir haben schon oft erklärt, baß wir Warnungen vor Schnorrern nicht veröffentlichen. Die Partetgenoffen sollen sich vorsehen an wen sie geben, bas ist der beste Schutz. G. G. 17. Sie haben Muttererbtheil zu beansprüchen. Sollten Sie in Güte fich mit Ihren Geschwistern nicht auseinandersezen können, so wenden Sie fich an das Amtsgericht mit dem Antrag auf Nachlaßregulirung. . 2. 30. 1. Ja. 2. Die standesamtliche Urlunde genügt. Witterungsübersicht vom 15. April 1898, morgens 8 1hr. Bei den Uebungen der Beilsarmee in Bonts.be. martel wurde ein 80 jähriger Mann plöglich wahnsinnig.Auf dem Internationalen medizinischen Kongreß in Madrid hielt Dr. Pannwiz aus Berlin einen Vortrag über die Bes fämpfung der Schwindsucht und eine Statiftit des Reichs Stationen Versicherungsamtes, nach welcher jeder zweite Versicherte, der Invalide geworden, tuberkulos fei. - Von der Best. Ju der verflossenen Woche sind fit Bombay 562 Personen an der Best gestorben; die Gesammt. sterblichkeit belief sich auf 1808 oder 81,50 vom Tausend. Briefkasten der Redaktion. 100. Uns unbekannt.Steffen Sie die Frage noch einmal. Ludwig Nr. 2. Sie können die Bände gegen Einsendung von 1,30 m. von unserer Buchhandlung bezichen. Barometer fland mm Windrichtung Windstärke Wetter Swinemde. 770 050 3wolfent Hamburg 766 OSO 4woltent Berlin 768 DS0 3hlb. bed. Wiesbaden 762 O 35lb. bed. Winchen 764 O Wien 768 9 Temp. n. G. 5°-4°. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 3 Baparanda 780 G 6 Petersburg 780 ONO 1 moltenl 5 Cort 758 M 7 Aberdeen 4 woltent 4 Parts 1 wolfent 4 Temp. n. 6. 2 wolfent- 11 757 0 759 G 1 heiter 6 bedeckt 7 6 2 woltig 11 Wetter- Prognose für Sonnabend, 16. April 1898. Biemlich fühl, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit etwas Regen und frischen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Sozialdemokratischer Verein Urania Arbeiter- Bildungsschule. für Stralan- Rummelsburg und Umgeg. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf.. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: -Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Leifing. I'm weißen Nößt. Anfang Passage- Panopticum. 71 Uhr. Berliner. Die Mottenburger. An fang 712 Uhr. Goethe. Satisfaction. 7 Uhr. 8 Uhr. fang Schiller. Doppelselbstmord. Anfang Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 7 Uhr. Renes. Die Freuden der Häuslich feit. Anfang 71% 11hr. Residenz. Der Fall Corignan! An fang 8 hr. Thalia. Die Haberer. 71/2 Uhr. Anfang Central. Das alte lustige Hamburg. Anfang 7 Uhr. Ostend. Unter der Polarsonne. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. Kaiser und Galiläer. Anfang 8 Uhr. Luisen. Arme Mieze! 8 Uhr. Anfang Friedrich Wilhelmstädtisches. Die feinen Bagabunden. Anfang 8 1hr. Alexanderplatz. Hannemanns Aben: teuer. Der gefesselte Storch. An fang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Täglich: Berliner Nachtleben. Komödie in 12 pantomimisch. Szenen mit Gesang u. Tanz Vorher: TheaterVariété. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Neu!! Indischhindustanische Gaukler -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. W. Noack's Theater Invalidenstraße 57/62. Täglich Brunnen- Strasse 16. ( außer Sonntags und Mithvochs) Vorträge. Heute, Sonnabend, den 16. April: abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Gr. Extra- Theatervorstellung Paſſage Panoptikum. Theater Die schöne Kloster- Bänerin. Variété. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Apollo. Spezialitäten. Anf. 71/2 Uhr. Feen- Palast. Ethnographische Ausſtellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Abends 8 Uhr: Doppelfelbstmord. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Abends 8 Uhr. Ein Tropfen Gift. Montag: Ein gemachter Mann. Luisen- Theater 34. Neichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Arme Mieze! Boffe mit Gesang in 7 Bildern nach 0. F. Berg, frei bearbeitet von Max Schönau. Musik von Fritz Krause. Marie: Anna Müller- Lincke. Sonntag, nachm. 3 Uhr, zu fl. Preisen: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Arme Mieze. Neues OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse Bolossy Kiralfy's Konstantinopel. Sport. Ringkampf. Jockeyrennen. Anfang 8 Uhr. Sonntags 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City- Passage), Annenstr. 42/43. Direktion: Richard Winkler. Eine Berliner Grisette. Poffe mit Gesang in 1 Att v. Stolz. Familie Barfifow, Elite Afrobaten, Mik Frieda, Die Luftfee. Hans und Clara Sarno, Original: Duettisten. Mr. Arlon, Stunstpfeifer. Volksstück mit Gesang in 3 Alten von Prüller. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Gebr. Herrnfeld's I. Orig.Budapester Possen- und Operetten- Theater Kaufmann's Variété, Alexanderplatz. Auf vielseitiges Verlangen: Präcise 8 Uhr: Donat Herrnfeld's unverwüstliches Original- Lustspiel Die Welt geht unter. 9 Uhr: Spezialitäten- Kongress. Prof. Ricardo, Amanda Nordstern, Philip Bradi etc. ctc. 10 Uhr: Von Dreien der Glücklichste. Das beste Produkt der Gebrüder Herrnfeld'schen Muse. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. Mittwoch, den 20. April 1898: Erstes Auftreten des unverwüstlichen Volkshumoristen Martin Bendix in dem neuesten Gebrüder Herrnfeld'schen OriginalLustspiel Die vierte Fran. Hauptrollen: Martin Bendix und Donat Herrnfeld. Ausstellung am Kurfürstendamm. G. m. b. H. Carl Hagenbeck's sensationelle Special- Ausstellung INDIEN mit 200 Eingeborenen VorderIndiens u. d. Insel Ceylon wird Lebende Photographien. eröffnet 23. April Anfang 7 Uhr. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Entree 30 Pf. Neservirter Platz 50 Pf. Saisonkarten à 6 M. Kinder 2 M. Sonntag, den 17. April 1898, abends 6 Uhr, in Keller's grossem Saal, Koppenstr. 29: Vortrag des Herrn Dr. W. Meyer ( früher Direktor der Urania) moves and tiber 13 11911 Die Reise nach Spitzbergen. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein u. Tanz. Sonntag, den 17. April 1898, mittags 1 Uhr General- Derlammlung im Saale der Brauerei Stralan. Tagesordnung: 1. Bortrag( Thema und Referent werden hi der Versammlung Bekannt geutacht). ead. 2. Distufion. 3. Abrechtung vom 1. Quartal 1898. 4. Bericht zu erscheinen. genomment. Achtung! guide [ 8/3] 24/2 Eintritt 20 Pf. Garderobe 10 Pf. Eröffnung 5 Uhr, Beginn 6 Uhr. licht eines jeden Mitgliedes ist es, in dieser Versammlung pünktlich Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden aufDer Vorstand. Billetverkauf: Reul, Barnimstr. 42; Gleinert, Millerstr. 7a; Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; IN Achtung! Lock, Grüner Weg 46; Zabel, Frankfurter Allee 90; Baake, City- Passage; Tolksdorf, Sorauerstr. 58; Hoffmann, Blumenstrasse 14; Kothe, Koppenstrasse 90; Stabernack, Inselstr. 10 und an der Kasse. Ostend- Theater. Concerthaus Gr. Frankfurterfir. 132. Dir. G. Weiß. Leipzigerstr.No.48 Bum 67. Male: Unter der Polarsonne. Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel vor u. nach der Vorst. Gr. Frei- Konzert. Anfang 7 Uhr. Sonntag Nachmittag halbe Breife: Im Irrenhause. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. In Zossen. Volks- Theater Billet- Borverkauf von 12 bis 2 Uhr. im Welt- Restaurant 97. Dresdener Straße 97. Gift. Lustspiel in 1 Att von Jonas. Dann: Neu! Neu! Bäckerliebe. Boffe mit Gesang in einem Aufzug. Zum Schluß: Auf allgemeines Verlangen: Eine alltägliche Geschichte. Bild aus dem Berliner Leben. Jm vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Aschanti- Dorf und Javaner- Dorf int Feen- Palast " ( Bahnhof Börse") 137 Eingeborene. Eintritt 50 Bf. refp. 25 Pf. von 11 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends. ReichshallenTheater. Leipzigerstrasse No. 77. Das neue hochinteressante April- Programm! Karl Wilhelm, Original- Humorist. The Almasio! Christoffersen! Valentine Cadowa! Brüder Vasilescu! Fesche Geister! The Trapnell! 30 Kunstkräfte. Anfang 3/48 Uhr. Entree 50 Pf. Reichshallen- Tunnel: 2 vorzügliche Kapellen. Sonnabend: Bockbier- Fest etc. Apollo-Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Eugenie Fougère Sign. Salerno, Bonhair Troupe Robert Steidl hervorragende Spezialitäten. und 20 Kasseneröffnung 61/2, Anf. 7 Uhr. In Vorbereitung: Don Juan in der Hölle. Phantastische AusstattungsBurleske in 2 Bildern. Carl Strauss' Bier- Lokal m.Borgarten Stralaner. Bahlstellen bont pas Were vom Wahlverein und 27876 Metallarbeiterverband. Quarg's Vaudeville- Theater Grand Hotel Alexanderplatz Nur noch bis Sonntag: König Heinrich Poffen Burleste von Max Dann und Leonh. Haskel. Er ist's! Poffe, und Buchbinder! Verbandsmitglieder! Die ordentliche General- Versammlung der hiesigen Bahlstelle findet nicht am Montag, den 25. April, sondern schon ant Mittwoch, 20. Arvil, in Feuerstein's FestSälen, Alte Jakobstraße 75, statt. Alles Nähere stehe Inserat in der Dienstag- Nummer dieses Blattes. Der Bevollmächtigte. Rixdorf. Sozialdemokrat. Verein ,, Vorwärts" Dienstag, 19. April d. J., abends 8%, Uhr. in Lankner's Salon( früher Hoffmann), Bergstraße 151/152: General- Versammlung. Tages Ordnung: 232/5 1. Abrechnung des Kassirers. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Wahl des gefammten Vorstandes, der Beisitzer und Nevisoren. 4. Vereinsangelegen. heiten. 5. Fragefaften. Mitgliedsbuch legitimirt. 1060/ Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Stellmacher! Sonntag, den 17. April, nachmittags 2 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstrasse No. 20: Oeffentliche Versammlung. sämmtliche Spezialitäten. 28986 Anfang 8 1hr Entree 15 Pf. Maehr's Theater Oranien- Strasse 24. Theater und SpezialitätenVorstellung. Novitäten- Programm. Neu! Marietta Berndt, Neu! Kostümsoubrette. Im Schlafe. Neu!" Itimo. Schwant. Poffe. Wochentags 8 11hr. Anfang: Sons teftiags 6 Uhr. Avis! Aut 16. Mai: Eröffnung der Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Mohs über: Warum organisiren wir uns?" 2. Abrechnung und Bericht der Agitationskommission. 3. Unser Arbeitsnachweis. 4. Bericht des Gewerkschaftsdelegirtent. 5. Gewerkschaftliches. 11m zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitationskommission. Verband der Möbelpolirer. Heute Abend in den Zahlstellen Aufnahme von Mitgliedern und Auss gabe von„ Urania" Billets à 60 Pf. zu der Sondervorstellung aut 8. Mat, nachmittags 1 Uhr. Die Generalversammlung findet am 25. April, Koppen145/9 straße 29, statt. Kollegen! Erscheint zahlreich! Montag, 18. April, abends 8½ 1hr, bei Wilke, Andreasstr. 26: Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Wie feiern wir den ersten Mai? 2. Wie stellen sich die Kollegen zur Sommer: Saison. Gastspiel des be: Gründung eines Streiffonds? fannten Theater- Direttors Hrn. Eugen Bruhn mit feinem renommirten vor: Der Vorstand. zügt. Enſemble. Diese Vorſtellungen Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsfinden täglich im schönen, schattigen Garten und bei ungünstiger Witterung im Saale statt. Ton- Halle, Friedrichstraße 112. Jeden Donnerstag, Sonnabend und Sonntag: Gr. Ball. 47382* Arbeiter- Radfahrer- Verein genossen Berlins und Umgegend. Sonntag, den 17. b. M., nachmittags 5 Uhr, in Cohn's Festsälent, 138/7 Beuthstraße 19-20, General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bierteljährlicher Kaffenbericht. 2. Wahl eines Rendanten. 3. Antträge. 4. Beschluß der vorgeschlagenen Statutenänderung der Fünfer Stommiffion. 5. Bericht der Defegirten vom Berbandstag. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu Der Borstand. ,, Berlin". erfcheinen. Sonntag, den 17. April: Tour nach Baruth Achtung! Köpenid! Achtung! 57 Stilomtr. Abf. früh 7 Uhr Steuerhaus Tempelhoferfeld. Urania Billets E Empfehle meine drei Restaurants: à 60 Bf. zum Sonntag, den 17, April, nachmittags 1 Uhr, find noch zit Rübezahl, am Müggelsee, Teufelssee, Müggelberge, Marienlust, a. d. Dahme, zwischen Grünau und Friedrichshagen, bei Fußpartien über die Müggel berge. C. Streichhan, 47248* haben bei H. Nitzan, Schloßstr. 9, Bigarrengeschäft. M. Held, Kiez Nr. 4. Wolf Schulz. Restaurateur, Schönerlinderstr. 5. G. Schröder, Kiezz Nr. 31, Restaurateur. Vegetarier- Vereinigung.( Zentrale Berlin.) Oeffentliche Versammlung Befiher des Kaiserhofs Köpenick. Sonntag, den 17. April 1898, mittags 1 1hr, im großen Festsaale ber Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. 1. Vortrag des Redakteurs Herrn Schirrmeister über: Die beste Art, Kinder förperlich, geistig und seelisch zu erziehen. 2. Diss Zu Sommerfestlichkeiten. Stoßer Saat und Garten mit fusion.- Begetarisch lebende Kinder werden zahlreich anwesend sein. Theaterbühne, 2000 Personen fassend, Vereinszim., 2 Kegelbahnen, empfiehlt Julius Wernan, 48040 Schwedterstr. 23/24. Allen Freunden u. Genossen empfehle ich mein 48262* Weiss- u. Bayr.- Bier- Lokal. Vereinszimmer, 15-40 Perf. faff., m. Piano u. Billard, sowie zu Bahl stellen, stehen zur Verfügung. Ferdinand Schulz, Schöneberg, Bahnstraße 35. Carl Becker Mütter! Kommt und vergleicht diese Kinder mit den Eurigen.[ 29026 Eltern! Seid Ihr mit Euren Kindern zufrieden? Seid Ihr zufrieden mit ihrer förperlichen und geistigen Frische? Seid Ihr zufrieden mit der Gesundheit, der Charakterstärke, der Körperstärke Eurer Kinder? Befriedigt Euch ihre sittliche Entwickelung, ihre Herzensgüte? Dann Heil Euch, Ihr seid glücklich zu preisen! Oder seid Ihr nicht zufrieden mit Euren Kindern? Werden sie vielleicht öfter trant? Kommt Ihr mit ihnen gar nicht weg vom Arzte? Machen sie einen müden und welken Eindruck? Wollen sie in der Schule nicht recht vorwärts kommen? Habt Ihr wohl gar schon geschlechtliche Verirrungen an ihnen bemerkt? Habt Ihr sie beim Rauchen und Biertrinken abgefaßt? Seid Ihr mit der bleichen Gesichtsfarbe Eurer Lieblinge zufrieden, mit den bläulichen Augenlidern und den Ringen unt die Angen? Nehmt Ihr manchmal Mattigkeit wahr und unstäten Blick, Berdrießlichkeit und Unlust zu Spiel und Arbeit? Ist Euch ihr verschlossenes Gemüth aufgefallen? Ja, vielleicht gar noch tiefere Gemüths Cigarren, Cigarretten, Tabakerung und voltoumene Entarting? Euch, Ihr Eltern, fann geholfen werden! Wie? das erfahrt Ihr in Gerichtstr. 28, Bahneingang part. Idem angekündigten Vortrag. P Orts- Krankenkasse Orts Kraufenfasse Hinaus, hinaus! zur Pferdebucht! der Buchbinder etc. der Tabak- Fabritarbeiter. Coepenick 20 Min. Waldweg. Gr. Saal. Turngeräthe. Montag, den 25. April 1898, General Versammlung 4787L 80 Morgen Spielplätze empfiehlt abends 82 Uhr: am Sonntag, den 24. April cr., General- Versammlung abends 7 uhr, nach der Staffenauflage Grünau. Gustav Lindenhayn in Feuerstein's Nestaurant, Alte Jakobstraße 75( oberer Saal). Tagesordnung: 1. Verlesung der Protokolle. 2. Ab: nahme der Jahresrechnung u. Decharge: ertheilung an den Rendanten. 3. Ersatz: wahl des Vorstandes. 4. Antrag des Borstandes betr. Anstellung von Natur: heil Aerzten.( Referent: G. Bässler.) 5. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Der Vorstand. 2893b B. Angress, stellvertr. Vorsißender. Tages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Bor: standes und Antrag der Revisoren zur Decharge- Ertheilung für die Kaffa: Kaffeefüche. führung des Jahres 1897. 2. Wahl der 3 Revisoren. 3. Abänderung der§§ 2, 12, 18a, 19 u. 29 des Statuts nach Bestimmung des Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg. 19/4 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Stroh- Hüte Zentr.- Kranken- Sterbekasse für Damen fauft man zu Fabrik der Dachdecker Deutschlands Einigkeit"( E. S. Nr. 69) Sitz Berlin. Sonntag, den 17. April 1898, nachmittags 2 thr: -Versammlungim Lokale von Feind, Weinstr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Sternberg über Nervenkrankheiten. 2. Abrechnung vom 1. Duartal 1898. 3. Berschiebene Kassenangelegenheiten. 54/2 Der Vorstand. J. A.: Barenthin. preifen bei P. Brodala, aßz: mannstraße 21, 1. Etage, Ecke der Großen Frankfurterstraße. 2896b Für 36 Mart fertige feine Anzüge nach Maaß, für 30 M. ff. Sommerpaletots nach Maaß, für 8-12 M. feine Hofen nach Maaß. Riesenstoff lager Krausenstr. 14, 1, kein Laden. Empfehle allen Freunden und Bes fannten mein Orts- Krankenkaffe Weiß- u.Bairisch- Bier- Lokal, der Strumpfwirfer. 2 große Vereinszimmer zu 100 Perf. m. Pianino für Vereine, Kleine Ver: sammlungen u. Festlichkeiten. 46402* W. Lorenz, Voltastr. 43. Dienstag, den 26. April, Nonnenberg's Restaur., abends 8 Uhr, in Feind's Salon, Weinstr. 11: Ordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: Treptow, Parkstrasse. Großer Saal. Großer Garten. Jeden Sonntag: Ball. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten. 1. Kaffenbericht für 1897. 2. Bericht Gasthof zu den drei Linden. des Rechnungs- Prüfungs- Ausschusses und Dechargeertheilung. 3. Statuten: Köpenick, Grünauerstr. 16 änderung. 4. Verschiedenes Die Delegirten werden um zahl: reiches Erscheinen ersucht. 266/10 Garten. Kaffeeküche. 46648* Hermann Göricke Der Vorstand. Restaurant Linden- Garten. Restaurant zur Erholung. Köpenick, Kaulsdorferstrasse. Gr. Frühstückstisch. Abtheilung für Schuhwaaren. Ferd. Pole. Köpenick, Grünauerstr. 7. Gr. Saal. Garten. Kaffeeküche. Frühst: Mitt.: u. Abendtisch. C. Seidel. Telephon Amt IV 447. Arbeiter- Berkehrslokal. Bairisch 15 Pf. Große Weiße 20 Bf. Empfehle allen Genossen mein Lokal. Todes- Anzeige. Todes- Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Am 15. April früh verstarb nach Bekannten zur Nachricht, daß am tängerem Betben mein lieber Mann, Donnerstag, ben 14. b. M., mein lieber unser guter Sohn, der Schriftsetzer Mann, der Schriftsetzer( Juvalide) Grünau. Clemens Schilhan Magnus Hirschfelder im Alter von 30 Jahren an der nach 14 jähriger glüdlicher Ghe plötzlich Schwindsucht Dies allen Verwandten, Großer Garten. 2 perbedte Regelbahnen. Säle von 80-300 Personen. infolge herzleidens im 44. Lebensjahre Kollegen und Freunden hierdurch zur 47402* durch den Tod von meiner Seite ge: Nachricht mit der Bitte um stilles Bei: riffen wurde. Um stilles Beileid bittend leid Die trauernden Hinterbliebenen. 2900b zeigt dies tiefbetrübt an Wwe. Emma Schilhan. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. d. M., nachm 42 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Rirdorfer Kirch: hofes, Nudowerstraße, aus statt. Begründung des Geschäfts 1878. M. Schulmeister Schneidermeister, Dresdenerstr. 4, Kottbuser Thor. 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Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17 d M., nachm. 42 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Rigdorfer Kirchhofes, Rudowerstraße, aus statt Um recht rege und pünktliche Be 232/6 theiligung ersucht Der Vorstand. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme u. tostbaren Blumen spenden bei der Beerdigung unseres unvergeßlichen, so früh dahingeschiedenen Sohnes, des Steindruckers Paul Jüttner Gewerkschaft der Buchdrucker, Schriftgiesser und verwandter Berufsgenossen. Am 15 April früh verschied unser Mitglied, der aus dem Verbande aus: geschlossene Schriftjezer Magnus Hirschfelder im Alter von 30 Jahren an der Broletarierkrankheit. Die Beerdigung Trauerhause Swinemünderſtraße 121 findet Sonntag Nachmitttag 4 Uhr vom in Weißensee statt. aus nach dem Ratholischen Kirchhof Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann., noffen die traurige Nachricht, daß mein Allen Freunden, Bekannten u. Ge lieber Mann, der Buzer Hermann Hierse, im Alter von 42 Jahren am 13. d. M., morgens 3 Uhr verstorben ist. den 17 d M., vormittags 11 Uhr, von Die Beerdigung findet am Sonntag, der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 12895b Um rege Betheiligung bittet Die trauernde Wittive nebst Kindern. Todes- Anzeige. Der Buzer Hermann Hierse ist plötzlich verstorben. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17 April, vormittags 11 Uhr, auf dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde statt. Die Mitglieder des Gesangvereins " Gemüthlichkeit" werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Zahlstelle I der Putzer Berlins. fagen wir allen Verwandten, Freunden u. Bekannten, insbesondere dem Herrn Meister, sowie allen Kollegen u Mit: arbeiterinnen der Firma J Aberle u. So. unseren herzlichsten Dant( 2894b Vereinszimmer, Heinrich Jüttner, nebst Frau groß und freundlich, ist noch einige im Namen aller Hinterbliebenen Tage z. verg. Schönhauser Allee 30. Waarenhaus P. Rothenbergs ogous Moabit, Thurmstrasse 31, Ecke Wilhelmshavenerstrasse Zum Schulbeginn: Aufgabebücher à 3 u. 4 Pf. Diarien à 3, 5, 9 u. 16 Pf. Ordnungsmappen, gefüllt 59 Pf. Schreibmappen 49 u. 69 Pf. Grösse 1 2 3 Schneiderei- Artikel: Tricotagen, Handschuhe, Wäsche: 99 99 Schw. u. coul. Faconetfutter Meter 26 Pf. Diamantschwarze Kinderstrümpfe Paar 8 Pf. 11 Pf. 14 Pf. etc. Moiréefutter Zweiseitiges Taillenfutter Gestreift. Satinfutter, Neuheit 23 Pf. Damenhandschuhe à Paar 10, 18, 22, 34, 42, 54 Pf. etc. 35 Pf. Damen- Nacht- Jacken mit Stickerei. 1.87 29 Pf. Damen- Prisen- Hemd mit Spitze. 0,98 99 31 Pf. Damen- Hemd mit Languette 1,24 " 13 Pf. Patentstoss in allen Farben 99 12 Pf. Damen- Beinkleider mit Stickerei 1,26 5 Bogen Schreibpapier mit Couverts 3 Pf. Schw. u. coul. Alpaccas 25 99 99 99 Elegante Cartons mit Papier à 19 Pf., 30 Pf. etc. Rein seid. Merveilleux, schw. 95 Pf., coui. 1,60 Grosse Auswahl in Blousenhemden u. Gürteln. Manufactur- und Modewaaren. 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Die Polizei hat das Recht, Personen, welche der Syphilis über die Bekämpfung der Sexualfrankheiten. Allenfalls könnte außerdem noch angeführt werden, daß auch die verdächtig sind, oder besonders geeignet erscheinen, Syphilis zu verGesetzesbestimmungen in Fortfall kommen sollen, welche die Be- breiten z. B. Prostituirte, der zwangsweisen Untersuchung zuFlesch, Prof. Dr. Max: Prostitution und Frauenkrankheiten. berbergung von Prostituirten unter Umständen als Ruppelei" zuführen, falls diese nicht eine ärztliche Bescheinigung über ihren Hygienische und volkswirthschaftliche Betrachtungen. Frank strafbar erscheinen lassen, und somit den Prostituirten das Miethen Gesundheitszustand aufweisen können. furt a. M., Johannes Alt. 1898. 60. von Wohnungen erschweren; schon heute aber ist die Handhabung R. erläutert dann noch näher die Durchführung dieser Bestim Kromayer, Dr. Ernst: Zur Austilgung der Syphilis. Berlin, diefer Gesetzesbestimmungen unter dem Zwange der thatfächlichen mungen und führt dabei n. a. aus, daß unter diesen Umständen die Gebr. Bornträger. 1898. VIII und 105 S. 7 Kurventafeln. Verhältnisse eine überaus milde, und es liegt außerdem bereits ein polizeiliche Kontrolle der Prostituirten beschränkt werden könnte auf Preis 3,50. mit großer Mehrheit gefaßter Beschluß der lex Heinze- Kommission" womöglich täglich vorzunehmende- Revisionen der Gesundheitss Behrend, Prof. Dr. Gustav: Ueber die Gonorrhoebehandlung vor, welcher ausdrücklich die Anwendung des Kuppelei- Paragraphen atteste. Prostituirter. Vortrag, gehalten in der Berliner medizinischen in solchen Fällen ausschließt. Alles andere bliebe, Soweit die Ausführungen R.'s. Das beachtenswertheste an den Gesellschaft am 19. Januar 1898; nebst Diskussion.( Berliner auch wenn die Prostitution im Sinne von F. ehrlich ge- felben ist, daß unter ausschließlicher Berücksichtigung ärztlicher Klinische Wochenschrift" 1898, Nr. 6 u. ff.) macht worden wäre, so, wie es heute ist. Es bliebe Gründe die Abschaffung der Kontrolle bezüglich des Trippers geNeisser, Prof. Dr. A.: Ueber die Gonorrhoebehandlung Pro- die Zwangsuntersuchung, welche doch wohl kaum als besonders fordert wird. Von den Maßregeln, die K. zur Bekämpfung der stituirter.( Berliner Klinische Wochenschrift" 1898, Nr. 10.) ehrenvoll angesehen werden kann, wenigstens bleibt dann un- Syphilis vorschlägt, würde man wohl eine Herabminderung der. Blaschko, Dr. A.: Die Verbreitung und Bekämpfung der veneri- verständlich, warum beim Militär nur die Gemeinen, und nicht Erkrankungszahl erwarten können, ja man könnte vielleicht die Wirk schen Krankheiten mit besonderer Berücksichtigung Berlins. Bor- auch die Offiziere regelmäßigen Untersuchungen unterzogen werden famkeit derselben höher veranschlagen, als den Einfluß der bisherigen trag, gehalten in der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Ge- ja es bliebe auch nach F. den Behörden die Möglichkeit, provo- Kontrolle, welcher uns trotz der statistischen Darlegungen R.'3 noch sundheitspflege am 14. Februar 1898. fatorisches Auftreten der Prostituirten" zu verhindern, d. h. die Bes zweifelhaft ist. Eine Austilgung der Syphilis" ist jedoch auch von van Niessen, Dr. M.: Ein gefährlicher Feind des Menschen- wegungsfreiheit derselben durch Polizeiverordnungen zu beschränken. Diesen Maßregeln nicht zu erwarten. Einmal wäre die strenge geschlechts. Beitrag zur Syphilis- Hygiene. Hann. Münden, Die Beseitigung der Zwangsheilung" bedeutet aber für die Durchführung derselben unmöglich, so lange die Aerzte nicht vom Reinhold Werther. 1898. 23 S. Preis 0,50 m. Prostituirten keinen Vortheil, wenn an deren Stelle die Ent Staate besoldet, sondern auf den Erwerb aus ihrer Berufsthätigkeit Die Frage, welche Maßregeln gegen die Ausbreitung der Geziehung des Gewerbescheins und die Bestrafung im Falle der angewiesen find; häufig genug würde sich da ein Zwiespalt zwischen fchlechtstrankheiten getroffen werden können, hat gerade in letzter weiteren Ausübung des Gewerbes tritt." Denn da die er dem Privatinteresse des Arztes und den Geboten der öffentlichen Beit wieder in ärztlichen Kreisen ein reges Intereffe hervorgerufen. frankte Prostituirte in der übergroßen Mehrzahl der Fälle Gesundheitspflege ergeben, in welchem nicht immer die letzteren Vorträge und Diskussionen in ärztlichen Vereinen, Aufsäße in Fach- durch den Hunger gezwungen fein wird, ihren Beruf siegen würden. Aber auch die Kranken würden vielfach, z. B. durch zeitschriften und gemeinverständliche Broschüren legen Beugniß ab weiter auszuüben, so tritt eben einfach das Gefängniß Beilegung eines falschen Namens, die Bestimmungen umgehen von diesem Interesse, das vielleicht theilweise mit der Wieder an die Stelle des Krankenhauses, in welches bisher die können. Vor allem aber scheint uns keine Aussicht dafür zu sein, einbringung der lex Heinze in ursächlichem Zusammenhang steht. Prostituirte überführt wurde. Die Stellung der Prostituirten wird daß R.'s Vorschläge, oder etwas Gleichartiges, im heutigen Staat Wir geben in nachfolgendem eine furze Uebersicht der diesbezüglichen somit in keiner Weise gebessert, und es besteht daher auch keine wirklich Gesetz werden könnten. Es ist gänzlich ausgeschlossen, daß Literatur und beginnen diefelbe mit der Besprechung Aussicht, daß die von F. an seine Vorschläge geknüpften Erwartungen im Klaffenstaat und unter der Herrschaft des Männerrechts ein eines Vortrages, welchen der Frauenarzt Prof. Flesch im Berein in Erfüllung gehen werden. Die Ehrlichmachung" der Prostitution Geses angenommen wird, das alle Männer, welche mit Prostituirten für öffentliche Gesundheitspflege zu Frankfurt a. M. gehalten hat. im Sinne von F. würde zur Beseitigung der gesundheitlichen Schäden verkehren, wenn auch nur formell, diesem Auswurf der mensch F. geißelt in der Einleitung die Heuchelei, welche darin liegt, daß derselben ebenso wenig beitragen, wie etwa eine Hebung der wirth- lichen Gesellschaft" gleichstellt; ein Gesetz, welches der Polizei ernsthafte Erörterungen der Prostitutionsfrage in der Deffentlichkeit schaftlichen Lage des Aerztestandes dadurch bewirkt werden das Recht giebt, nicht nur von den Prostituirten, sondern 3. B. in den Tageszeitungen als verpönt angesehen werden, könnte, daß allen Aerzten gleich bei ihrer Niederlassung ein an all' den Orten, wo diese Erwerbsgelegenheit zu suchen obwohl gleichzeitig die Romane von Zola, Daudet und Maupassant schöner Titel, zum Beispiel Sanitätsrath", verliehen würde. pflegen, auch von den dort regelmäßig verkehrenden Männern fie allgemein gelesen werden, und obwohl man selbst junge Mädchen Zu wesentlich anderen Vorschlägen, die eine Grörterung mehr ver- feien edel oder unfrei- die Vorzeigung eines Gesundheitsattestes Vorstellungen von Sudermann's Ehre und Dumas' Cameliendame dienen, kommt der Hallenser Privatdozent für Dermatologie( Lehre zu verlangen. besuchen läßt. Dieses Vertuschungssystem" erklärt er, wohl nicht von den Hautkrankheiten) Kromayer in seinem Buche, das den Behrend's Vortrag und die Diskussion über denselben be mit Unrecht, aus dem geltenden Männerrecht". Der Mann foll Nebentitel trägt:„ Abolitionistische Betrachtungen über Prostitution, schäftigen sich überwiegend mit rein ärztlichen Fragen. Hier sei geschont werden, und darum unterbleiben Erörterungen der Geschlechtskrankheiten und Voltsgesundheit nebst Borschlägen zu daher nur folgendes erwähnt: Sowohl Behrend, der leitende Arzt Prostitutionsfrage, damit die Frau nicht sehen lerne, nicht erkenne, einem Syphilisgefeß."( Unter Abolitionismus" versteht man die der Station für Geschlechtstranke im hiesigen städtischen Obdach, welche Gefahren gerade ihr aus der verfehlten Gestaltung der Bestrebungen, welche darauf abzielen, die polizeiliche Aufsicht und als die an der Diskussion theilnehmenden Frauenärzte hoben hervor, geschlechtlichen Beziehungen erwachsen. ärztliche Kontrolle der Prostitution zu beseitigen.) R. entwirft zu daß einmal der Tripper bei der Frau überaus schwer, ja in febr Für die Frau bringt namentlich die häufigste Geschlechtstrant nächst eine gemeinverständliche Schilderung der Geschlechtstrant vielen Fällen gar nicht zu heilen sei, daß zweitens nur schwer und heit, der Tripper, mit dem Fachausdruck Gonorrhoe genannt, der heiten, und führt im Anschluß daran Angaben auf, welche bisher nur durch längere Beobachtung festgestellt werden könne, wann bei noch vor nicht allzu langer Zeit beim Manne auch hier mit über die Ausbreitung der Prostitution und die Verbreitung der Geschlechts- einer einmal am Tripper ertranften Frau die Heilung eingetreten, Unrecht als eine ziemlich harmlose Krankheit galt, ungeheure Ge- frankheiten gemacht wurden. Das vorhandene statistische Material und damit die Ansteckungsgefahr beseitigt sei. Als besonders fahren mit sich; diese Krankheit ist bei der Frau in vielen, fann nach Ansicht von K. nur mit großer Vorsicht zur Prüfung der schwierig, ja unmöglich wurde die Heilung der tripperkranten vielleicht den meisten Fällen unheilbar, sie befällt häufig auch Frage herangezogen werden, ob die bisherige ärztliche Kontrolle die Prostituirten bezeichnet, von denen überdies wohl keine auf die die inneren Geschlechtsorgane und bedingt dann Unfrucht Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten aufgehalten hat oder nicht. Dauer der Tripperansteckung entgeht. barkeit und dauerndes Siechthum, oder nöthigt die Kranten, sich an einer Reihe von Beispielen wird dargethan, welche Schwierig Die Schlußfolgerung, daß unter diesen Berhältnissen eine grund. Operationen zu unterziehen, welche auch heute noch nicht ungefährteiten sich hierbei ergeben. R. unterzieht dann die einzige Statistit, fägliche Aenderung der fittenpolizeilichen Kontrolle unumgänglich lich find. Darum müßte bei der Bekämpfung der Geschlechtskrank die vermittels ihres Umfanges, der langen Dauer, der exakten nothwendig sei, zog feiner der Redner. Und Neisser, der sich heiten auf die Gonorrhoe das Hauptaugenmert gerichtet sein, nicht,( genauen) Zahlen und besonders günstiger Verhältnisse zu sicheren in seinem Aufsatze gegen einen Theil der Ausführungen Behrend's wie heute, auf die Syphilis. Schlüssen führen kann", die Statistit des englischen Heeres, einer wendet, aber die Schwierigkeit der Gonorrhoe- Behandlung bei der Die Quelle der Geschlechtskrankheiten ist der außereheliche Ge- eingehenden Betrachtung. Die besonders günstigen Verhältnisfe" Frau anerkennt, lehnt es sogar ausdrücklich ab, sich unter diesen schlechtsverkehr; deffen Ursache wiederum sind die gesellschaftlichen bestehen darin, daß in einem Theil der englischen Garnisonstädte Umständen für gänzliche Abschaffung der Tripperuntersuchung und wirthschaftlichen Zustände, welche frühzeitige Heirathen er im ganzen 14 mit etwa 40 000 Mann Vesayung bei der fittenpolizeilichen Kontrolle zu erklären; er verlangt schweren, oder unmöglich machen. Für das Proletariat kommt da- auf grund der sogenannten contagious diseases act( Gesetz über die im Gegentheil eine möglichst gründliche Ausgestaltung dieser bei namentlich die Militärzeit in betracht, in welcher noch dazu die ansteckenden Krankheiten) eine Kontrolle der Prostituirten von Untersuchungen durch Zuhilfenahme des Mikroskops. N. äußert fittlichen Anschauungen der jungen Männer höchst ungünstig be 1866-1882 bestanden hat, während in den anderen Garnisonstädten sich aber darüber nicht, was mit der einflußt werden. dies nicht der Fall war. Die Sanitätsberichte der englischen Armee gelegt, ungeheuer großen Zahl der unheilbar tripperkranken Die Ueberwachung der Prostitution ist nun gegenwärtig das ermöglichen nun eine statistische Vergleichung der in beiden Gruppen Prostituirten zu geschehen habe; das zu entscheiden, sei Sache der einzige, was gegen die Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten unter- von Garnisonen vorgekommenen geschlechtlichen Erkrankungen, fo- Verwaltungsorgane. Und doch wäre es von diesem Standpunkte ftalt der fittenpolizeilichen, Rng boufe au bienie bei ung in She wont während des Beſtandes Bertoni gian statistischen aus folgerichtbaueruibe Ginsperrungfei es in einem StrantenKontrolle üblich ist, " " " höchst hebung im 1882.- Aus dem diesbezüglichen Kranken S. -O " wie oben dar mangelhaft bezeichnet werden, da einmal ein großer Theil der Material welches in Tabellen bez. Kurven angeordnet dem hause oder sonst irgendwo der fernere Geschlechtsverkehr un Prostituirten sich ohne Schwierigkeit derselben zu entziehen Buche beigefügt ist zieht. die bemerkenswerthen Schluß- möglich gemacht werde. Menn N. diefe Folgerung nicht zieht, findet vermag, zweitens das angewandte Untersuchungsverfahren gerade folgerungen, daß die ueberwachung der Prostitution dies wohl seine Erklärung darin, daß die Durchführung dieses VorTripperertrankungen mit Sicherheit nicht erkennen läßt. Troß auf die Zahl der Gonorrhoe- Grfrankungen ohne schlages schon allein wegen der ungeheueren in betracht kommenden dem hierin eine Gefahr liegt, infofern als gerade das Einfluß ist, daß dagegen eine Verminderung der Schanker- und Zahl von Prostituirten undenkbar ist. Vielleicht aber haben auch Bertrauen auf die bestehende Kontrolle zum Verkehr mit Prostituirten Syphiliserfrankungen erzielt wird. K. schätzt diese Verminderung politische Gründe N. der einer der Führer der freifinnigen Volks ermuthigen fann hält Verfasser die Nothwendigkeit einer auf etwa 25 pCt., das heißt er nimmt an, daß durch die Kontrolle partei Breslau's ist abgehalten, diese äußerste Schlußfolgerung zu " Zwangsuntersuchung" der Prostituirten durch die Erfahrungen, die der Prostitution von 100 Syphiliserkrankungen, die ohne sie erfolgen ziehen. man in England seit der Aufhebung derselben gemacht hat, für be- würden, 25 verhindert werden. Angesichts dessen, daß K. selbst diese leber Blaschlo's Bortrag hat der Vorwärts" schon am wiesen. Er verwirft dagegen die Zwangsheilung", d. h. die Wirkung der Kontrolle als eine nur mäßige bezeichnet, fann man 20. Februar einen Bericht gebracht. Es sei hier noch folgendes polizeiliche Ueberführung erkrankter Prostituirter in Krankenhäuser, davon absehen, Bedenten gegen die Verwerthung des statistischen nachgetragen. B. führt den Nachweis, daß bei den fittenpolizeilichen indem er darauf hinweist, daß der zur Rechtfertigung dieses Ver- Materials hier geltend zu machen. Nur auf eins sei hingewiesen. Untersuchungen in Berlin nur ein Biertel bis höchsten 3 fahrens gezogene Bergleich der Geschlechtskrankheiten mit Gelbem Die Schantererkrankungsziffern der nicht- reglementirten" Garnisonen, ein Drittel der tripperkranken Prostituirten Fieber, Pocken, Cholera u. f. w. nicht stichhaltig ist, und daß that- d. h. derjenigen, in welchen eine Kontrolle der Prostituirten nicht als solche erkannt und infolge dessen dem Krankenhause überwiesen sächlich in vielen Fällen eine wirkliche Heilung nicht zu erzielen stattfand, sind hauptsächlich deswegen so hohe, weil sich darunter die wird, während die übrigen, als gesund entlassen, ungestört ihrem ijt. F. führt dann noch auf grund eines juristischen sehr ungünstigen Zahlen der beiden großen Garnisonen London und Berufe weiter nachgehen fönnen. Wenn deshalb die Untersuchungen Gutachtens aus, daß die fittenpolizeiliche Kontrolle der Prostituirten Dublin befinden. Es ist nun wohl kein Zufall, daß troßdem diese auf Tripper überhaupt weiter geführt werden sollen, müssen sie im Sinne auch rechtlich auf schwachen Füßen steht. Die einzige gefeßliche Städte in den Wirkungsbereich der ,,, contagious diseases act" Meiffer's ausgestaltet werden. B. sagt aber, daß ihm gerade durch Grundlage bildet der§ 361 des Reichs- Strafgesehbuchs, der Weibs- nicht einbezogen wurden. Vielmehr kann man die Erklärung hierfür die Diskussion über Behrend's Vortrag in welcher er selbst noch personen, welche wegen gewerbsmäßiger Unzucht einer polizeilichen wohl darin suchen, daß auf eine wirksame Durchführung der im Sinne Neisser's gesprochen hatte die schwersten Bedenken Aufsicht unterstellt sind, mit Strafe bedroht, wenn sie den in dieser Kontrolle in Großstädten dieses Umfanges nicht gerechnet wurde. darüber aufgestiegen feien, ob bei den Prostituirten die Durchführung. Beziehung erlassenen Polizeivorschriften zuwiderhandeln. Thatsäch- Nach einer Erörterung der Gründe, welche die Unwirksamkeit der Untersuchung auf Tripper überhaupt nothwendig sei. Die lich aber stehen die erlassenen Polizeivorschriften, soweit sie zwangs der Kontrolle bezüglich des Trippers, die Wirksamkeit bezüglich der Gründe hierfür sind ähnlich teuen, welche Kromayer zu seiner weise vorgenommene förperliche Untersuchungen anordnen, mit den Syphilis bedingen, kommt S. zu seinen Vorschlägen. Er fordert Stellungnahme veranlassen. zum Schuße der persönlichen Freiheit erlassenen Gesezen nicht im zunächst, daß die nußlose und darum schädliche Kontrolle bezüglich Diese letterwähnte Bemerkung Blaschko's zeigt zugleich, worin Einklang. bes Trippers ganz fällt. Gerade weil sie fürchten, wegen Gonorrhoe das wesentlichste Ergebniß der vier zuletzt besprochenen Arbeiten bes F. bespricht dann eingehend die Gesichtspunkte, welche für die zwangsweise in das verhaßte Krankenhaus überführt zu werden, steht, und inwieweit dieselben geeignet erscheinen, die GesetzVerhütung der Geschlechtsfrankheiten in Frage kommen. Er fordert suchen die Prostituirten, sich der Kontrolle aut entziehen; gebung, bez. die Verwaltung zu beeinflussen. Die Forderung, daß die Aufklärung der Jugend über die Gefahren des außerehelichen Gewissen fie doch wohl, daß ihnen in dieser Beziehung fittenpolizeiliche Untersuchung der Prostituirten auf Tripper auf fchlechtsverkehrs, gesunde Volksunterhaltungen, um den Besuch der der Krankenhaus Aufenthalt nichts nüßen wird.. Das Begehoben werde, ergiebt sich als nothwendige Schlußfolgerung, wenn Kneipe und des Tanzbodens einzuschränken, u. f. w. Vor allem aber stehen der Kontrolle ruft außerdem im Publikum die allseitig anerkannt wird, daß der weitaus überwiegende Theil der bált er es für nothwendig, daß die Prostituirten ehrlich" gemacht irrige Meinung hervor, daß dadurch eine gewisse Bürgschaft Prostituirten tripperkraut ist, daß bei der Kontrolle immer nur bei werden; der Staat soll ihr Gewerbe als berechtigt anerkennen, er gegen Tripperansteckung gegeben sei, und befördert so unmittelbar einem kleinen Theil die Krankheit festgestellt wird, und daß von soll die heute im Interesse der Moral" auferlegten Beschränkungen die Ausbreitung der Geschlechtskrankheiten. diesen letzteren wiederum nur ein kleiner Bruchtheil geheilt wird, fallen lassen, und nur diejenigen aufrecht erhalten, die im gesundheitlichen Für die Bekämpfung der Syphilis ift einmal eine möglichst während alle übrigen ungeheilt und darum fähig, die Krankheit Interesse nothwendig sind. F. denkt sich dies in folgender Weise: gründliche Kontrolle der Prostituirten nöthig, welche darum nicht mit weiter zu verbreiten, ihr Gewerbe fortsetzen. Der Macht diejenigen Frauen, welche freiwillig ihr Gewerbe als Prostituirte Nebensachen- Untersuchung auf Kräße zc.- belastet werden darf. Es dieser Thatsachen werden auf die Dauer auch die heute anmelden, oder bei welchen die Ausübung dieses Gewerbes gerichtlich ist aber ferner nothwendig, auch die Prostituirten vor Syphilis bei uns maßgebenden Kreise nicht widerstehen können. festgestellt wird, erhalten einen„ Gewerbeschein", auf grund dessen fie infektion zu schützen und darum die Männerwelt, welche mit der Verzicht auf diesen Theil der Kontrolle würde allerdings das Ans dann ihr Gewerbe ohne weitere Beschränkungen so lange fortseßen Prostitution verkehrt, zu berücksichtigen. R. schlägt zu diesem Zwecke erkenntniß enthalten, daß der heutigen Gesellschaft im Kampfe gegen dürfen, als sie bei den regelmäßig vorgenommenen Untersuchungen den Erlaß eines Syphilisgesetzes vor, dessen wesentliche Bestimmungen diesen Feind der Bolksgesundheit, welcher namentlich den weiblichen gesund befunden werden. Im Falle der Erkrankung soll die Gnt folgende find: Niemand außer den staatlich approbirten Aerzten Theil der Bevölkerung mit schweren Gefahren bedroht,„ große ziehung des„ Gewerbescheins" stattfinden, und es soll die darf Syphilis behandeln. Jede Person, die eine Geschlechtskrankheit Mittet" nicht zur Verfügung stehen. Prostituirte, welche trotzdem ihr Gewerbe weiter ausübt, schon erwirbt, hat einen solchen Arzt zu Rathe zu ziehen; die Durch darum allein in Strafe verfallen, auch wenn eine Uebertragung führung dieser Bestimmung soll dadurch gesichert werden, daß auch Die Schrift van Niessen's, beren Besprechung wir hier ans der Krankheit nicht stattfindet, und somit die Möglichkeit diejenigen, welche von der Erkrankung eines andern Mittheilung fügen, gehört nur ihrem Titel, nicht ihrem Inhalt nach hierher. van N. einer Verfolgung wegen Körperverlegung nicht besleht; F. ist näm erhalten, zur Anzeige verpflichtet sind, falls der Erkrankte nicht glaubt, den Erreger der Syphilis in Gestalt eines Bazillus entdeckt lich der Ansicht, daß auch ohne den kürzlich von der lex ärztliche Hilfe aufsucht. Es ist den Geschlechtskranken die zu haben, und hält sich entgegen den souft in ärztlichen Kreisen Heinze- Kommission" beschlossenen Gesetzesparagraphen- heute schon Gelegenheit au unentgeltlicher Untersuchung heute schon Gelegenheit zu unentgeltlicher Untersuchung und Behandlung herrschenden Anschauungen und Behandlung herrschenden Anschauungen für berechtigt, von dieser Entdeckung. die Krankheitsverbreitung durch geschlechtlichen Umgang als schwere, au schaffen. Die Syphiliskranken sind verpflichtet, sich während deren Richtigkeit mindestens noch als ftrittig gelten muß, auch beziehungsweise fahrlässige Körperverletzung strafbar ist. der ersten Jahre nach der Ansteckung regelmäßigen Unter dem großen nichtsärztlichen Publikum Mittheilung au machen. Schält man aus der Hülle der schönen Worte:„ Ehrlichmachung" fuchungen zu unterwerfen. Der Arzt hat das Recht, falls eine Näheres theilt der Verfaffer an dieser Stelle nicht mit, und er zieht der Prostitution u. f. w., den wirklichen Kern heraus, so erweist sich syphilitische Person seinen Anordnungen nicht nachkommt, der Polizei auch keine Schlußfolgerungen bezüglich der Syphilis- Hygiene. Dr. C. F. 1 derselbe als ein recht dürftiger. Es bleibt eigentlich weiter nichts Anzeige zu machen, damit diese eine Zwangsbehandlung einleiten " 1 Der 86 81, dunday Sonnabend den 16. April Gitterschleier, 90 38 20 schwarz, gemustert, ca. 45 cm breit, Meter Pf. Gitterschleier, 70 schwarz, mit Chenille-Tupfen, ca. 45 cm breit, Meter Damen- Glacéhandschuhe farbig, 4 Knöpfe 1.15 Mk. Pf. Warenhaus A. Wertheim Warenhaus A. Kloth Gerichtstr. 86, Ecke Grenzstrasse. Eröffnung heute Sonnabend Nachmittag 5 Uhr. Lieferant des Rabatt- Sparvereins ,, Norden", C. Joël's Victoria- Garten SO., Köpnicker Landstraße Nr. 4, unmittelbar am Treptower Park. Telephon: Amt 4, No. 2724. 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