Mr. 91. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter r. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahra Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene stolonel geile oder beren Staum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Mr. 1508, Telegramm Abreffe: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Gesellenausschülle nach dem Normal- Innungsffatut. Das preußische Handelsministerium hat nunmehr Entwürfe von Jnnungsstatuten herausgegeben. Da sie für die meisten Jnnungen bei ihrer Neubildung und Neuorganisation vorbildlich sein werden, so versuchen wir für die betheiligten Arbeiter ein übersichtliches Bild der Bestimmungen über den Gesellenausschuß zu entwerfen. Mittwoch, den 20. April 1898. haben. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: fragten" zu wählen oder zu stellen, die- ähnlich wie die wie der Generalsteuerdirektor Burghardt und der Finanzminister Dieser Ausschuß hat eventuell auch die Beauf der Waarenhäuser ist dadurch nicht aufgehalten worden, Fabrikinspektoren die Fabriken die zur Innung gehörigen Dr. v. Miquel mit dankenswerther Offenheit einräumten. Werkstätten zu fontrolliren haben. Mit solchen Gewaltmitteln fann man die fleinen GewerbeDie Thätigkeit im Herbergs- und im Lehrlingsausschuß treibenden nie und nimmer vor dem drohenden Untergang beist unentgeltlich, doch werden die baaren Auslagen ersetzt. wahren, ganz abgesehen von den technischen Schwierigkeiten, Unseres Erachtens steht das in Widerspruch mit den Be- denen bei den Steuerverhältnissen in Preußen die Einführung einer ftimmungen über den Gesellenausschuß im allgemeinen. Die derartigen Steuer begegnen würde. Mitglieder des Gesellenausschusses sollen Entschädigung auch für Zeitversäumniß beziehen. Warum nicht die beiden Gesellenmitglieder im Herbergs- und ebenso im Lehrlingsausschuß? Um nicht zweierlei Mitglieder, bezahlte und unbezahlte, zu schaffen, müßten in diesem Falle natürlich auch die Meister Diäten er halten. Eine Zurückweisung derselben ist unstatthaft", heißt es aus diesem Grunde im Gewerbegerichts Gesetz. Die Mitglieder verwalten ihr Amt als Ehrenamt unent- Bestimmungen über die Theilnahme der Gesellen an der geltlich, doch wird ihnen der Ersatz baarer Auslagen und für Verwaltung der Unterstützungs tassen und an den eigent jebe Sigung eine bestimmte Entschädigung für Zeitlichen Innungs Schiedsgerichten fehlen: bekanntlich verfäumniß gewährt. Für den Gesellenausschuß werden drei oder fünf Mitglieder vorgeschlagen; die Zahl der Ersatzmänner würde sich danach zu richten haben. Alle 2 Jahre scheidet die Hälfte der Mitglieder und der Ersatzmänner aus; die Ausscheidenden sind jedoch wieder wählbar. " müssen für diese Einrichtungen besondere Nebenstatuten ges schaffen werden, und diese scheint man im preußischen Handelsministerium und im Reichsamt des Innern noch nicht erledigt zu haben. Der Gesellenausschuß kommt hier jedoch nach den § 90 und 91 des neuen Handwerkergesetzes für die Bestimmung der Arbeiter- Beisitzer und Vorstandsmitglieder nicht in betracht, hier entscheiden vielmehr die Gesellen und Kaffenmitglieder durch direkte Wahl. Der Gesellenausschuß wählt aus seiner Mitte alle zwei Jahre einen Vorsitzenden( Altgesellen), einen Schrift führer und deren Stellvertreter. Der Altgeselle beruft, leitet und schließt die Versammlungen des Ausschusses. Beschluß fähigkeit besteht, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder versammelt sind. Die Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit der Anwesenden gefaßt, bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Im übrigen kann der Ausschuß seine GeschäftsGraf Posadowsky weist zwar jeden Eingriff allgemeinerer ordnung durch eigene Beschlüsse regeln. Berufsvertretungen in die Verhältnisse des Einzelbetriebs stolz Die Gesellenausschüsse der Innungen haben später die zurück. Das preußische Handelsministerium erkennt hier jedoch, wichtige Aufgabe, den Gesellenausschuß der Handwerkswenn auch sehr schüchtern, die Nüßlichkeit solcher Einwirkungen tammer durch ihre Wahlen zu bestimmen. Indeß find an vielleicht mit dem Hintergedanken, daß die meisten diese Handwerkskammern für größere Bezirke und ganze Gesellenausschüsse nicht gefährlich sein werden, aber immerhin Provinzen ja vorläufig noch Zukunftsmusit, so lange der unter Bubilligung eines Rechtes, das den sozialpolitischen Junungsunterbau noch nicht genügend fortgeschritten und Juden und Heiden im Reichsamt des Jnnern vorläufig noch tragkräftig ist. Dagegen ist der Gesellenausschuß nach dem ein Aergerniß und Greuel scheint. Gesetz sofort zu betheiligen bei der Regelung des Lehrlingswesens und bei der Gesellenprüfung, sowie bei der Begründung und Verwaltung aller Einrichtungen, für welche die Gesellen ( Gehilfen) Beiträge entrichten oder eine besondere Mühewaltung übernehmen, oder elche zu ihrer Unterstützung bestimmt sind". Diese und die weiteren Bestimmungen des§ 95 erhalten jetzt in dem Normalstatut folgende nähere Ausgestaltung: Der gesammte Gesellenausschuß rückt zu den InnungsVersammlungen*) an, wenn diese über die eben be zeichneten Gegenstände berathen und beschlußfassen. Die Mitglieder des Gesellenausschusses sind dazu ausdrücklich einzuladen, sie haben volles Stimmrecht- was freilich bei 3 bis 5 Gesellen gegen vielleicht alle Meister nicht viel heißen will. Die Ausführung von Beschlüssen der Jnnungsversammlung in diesen Angelegenheiten darf jedoch nur mit Zustimmung des Gesellenausschusses erfolgen; wird die Zustimmung versagt, so tann sie allerdings durch die Aufsichtsbehörde ergänzt werden. War bei der Beschlußfassung der Junungsversammlung mehr als die Hälfte der Mitglieder des Gesellenausschusses anwesend, so gilt die Zustimmung des letzteren zur Ausführung des Beschlusses als ertheilt oder als versagt, je nachdem die Mehrheit seiner Mitglieder dem Beschlusse zugestimmt hat oder nicht. Das Protokollbuch muß die Abstimmung der Mitglieder des Gesellenausschusses ergeben. Bei Berathung und Beschlußfassung über dieselben Angelegenheiten seitens des Junungsvorstandes- nach dem Normalstatut aus einem Obermeister und vier Mitgliedern bestehend ist der Altgeselle zuzuziehen, und zwar ist er in derselben Weise wie die Vorstandsmitglieder einzuladen und stimmberechtigt. " Sowohl die Begründung der Interpellation, als auch die darauf folgende Besprechung zeichneten sich durch eine staunenswerthe Oberflächlichkeit und eine unglaubliche Verkennung der wirthschaftlichen Faktoren aus, welche der Entstehung der großen Bazare zu grunde liegen. Der einzige aus dem Hause, der die Verhältnisse durchschaut und infolge dessen zu der Erkenntniß gekommen ist, daß die Regierung dieser Ents wickelung hilflos gegenübersteht, ist Herr v. Miquel, der sich der Einführung einer progressiven Umsatzsteuer von Staats wegen entschieden widersetzte und, um seinen Freunden nicht allzu wehe zu thun, diesen Weg der Steuergesetzgebung den Gemeinden überlassen will. Thatsächlich steht aber den Gemeinden schon jetzt diese Befugniß zu; wenn sie trotzdem nur in sehr beschränktem Maße davon Gebrauch gemacht haben, so wird das wohl in der Natur der Sache be gründet sein. In Wahrheit ist also die Antwort des Ministers durchaus nichtssagend, und die Herren, die dieser ablehnenden Antwort Beifall zollten, haben sich durch die schönen Worte, in die Herr Miquel seine Absage zu kleiden verstand, blenden lassen. Die Interpellation 3 mula betreffend ländlichen Arbeitermangel im Osten, kam heute nicht mehr zur Berathung; sie steht morgen als einziger Punkt auf der Tagesordnung. Der Wahlaufruf unserer Fraktion läßt bie Gegner nicht zur Ruhe kommen. Das spaßigste an den Vorwürfen ist, daß die Kundgebung unserer Abgeordneten die Endziele der Partei für unsere Gegner nicht entschieden genug zum Ausdruck kommen lasse. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß es den Schlotbaronen lieber wäre, wenn wir von den Umlaufsmitteln in der zukünftigen Gesellschaft, statt von den auf die Koalitionsfreiheit geplanten Attentaten sprechen und daß es die Agrarier sicherlich lieber sehen würden, wenn wir nicht von den schwarzen Plänen der Brotvertheuerer gegen die Kauftraft des Volkes und die geringen Freiheiten der Landarbeiter, und von ihren Wünschen, Kulis statt deutscher Arbeiter zu verwenden, sprächen, sondern statt dessen die Kindererziehung in der sozialistischen Gesellschaft behandelten. Sonst ist, wie unsere Darstellung ergiebt, überall die Betheiligung der Gefellen eine indirekte, durch die Vermittelung des Gesellenausschusses bewirkte. Was daher bei den Wahlen zum Gesellenausschuß versäumt wird, ist auch für die Wahlen zum Herbergs- und Arbeitsnachweis-, sowie zum Lehrlings ausschuß und ebenso noch für andere Entscheidungen verloren. Ein Grund mehr für die Arbeiter, von Anfang an auf dem Posten zu sein. Für die Wahlen zum Gesellenausschuß gelten, theils nach dem Gesez, theils nach den besonderen Vorschlägen des Normalstatuts folgende Bestimmungen: Wahlberechtigt sind die bei einem Innungsmitgliede beschäftigten volljährigen Gefellen( Gehilfen), welche sich im Befiße der bürgerlichen Ehrenrechte befinden. Wählbar ist jeder wahlberechtigte Gefelle, welcher zum Amte eines Schöffen fähig ist(§§ 31, 32 des Gerichtsverfassungs- Gesetzes) und( vorläufig für die nächsten sechs Jahre) eine Lehrzeit von mindestens zwei Jahren den Barlamenten der Vereinigten Staaten zu verzeichnen. Eine schwere Niederlage haben die Friedensfreunde in zurückgelegt hat. Die Wahl erfolgt durch Stimmzettel; fie fann auch durch Zuruf erfolgen, wenn feiner der Eschienenen widerspricht. Die Mitglieder und die Erfahnränner sind je in einem besonderen Bablgänge zu wählen. Jeder Wahlberechtigte bat so viele Namen zu bezeichnen, als Personen zu wählen find. Gewählt sind bei jedem Wahlgange diejenigen, auf welche die meisten Stimmen fallen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Loos. Die Thatsache, daß die bürgerliche Presse so viel Schweiß und Tinte an der Kritik unseres Wahlaufrufes verbraucht, beweist, wie sehr er gelungen ist. des Die Wahl wird vom Vorsitzenden( Obermeister) oder Repräsentantenhaus und Senat haben sich auf die schroffe einem Mitgliede des Innungsvorstandes, wenn ein solches nicht Aufforderung des Senats, mit Gewalt im Jnteresse vorhanden ist, von einem Vertreter der Aufsichtsbehörde geleitet. Friedens auf Kuba ZVI interveniren, geeinigt, Zur Wahl find alle Wahlberechtigten mindestens 24 Stunden vor freilich aber die vom Repräsentantenhause befämpfte dem Wahltermin einzuladen. Anerkennung der der „ Regierung Kuba" Republik aufgegeben. Diese Beschlüsse sind mit weit mehr als zwei Drittel Mehrheit gefaßt. Wohl fönute Mac Kinley, wenn er auf seine Popularität gar feinen Werth legen wollte, diesen Beschlüssen sein Beto entgegenseßen, aber dieses Beto hat blos für 10 Tage eine aufschiebende Wirkung. Wiederholen nad) dieser Frist die beiden Häuser des Parlaments ihren Beschluß, so muß er ausgeführt werden. Es ist anzunehmen, daß Mac Kinley nun nachgeben wird. Um aber Zeit zu gewinnen für Beendigung der Rüstungen, dürfte noch ein furzfristiges Ultimatum an die spanische Regierung gerichtet werden. Sagasta bemüht sich mit allen Kräften, noch in letzter Stunde einen Umschwung auf Kuba selbst herbeizuführen, aber auf eine Pazifizirung Kuba's, in den wenigen Tagen, die Mac Kinley noch übrig bleiben, ist nicht zu hoffen. tragen. Die Kosten der Errichtung und Thätigkeit des GesellenZur Berwaltung der Gesellen und Herbergs. Ausschusses hat übrigens nach dem Gesetz die Junung zu Angelegenheiten, sowie des Arbeitsnachweises wird ein Ausschuß für das Gefellen- und Herbergswesen" Neugierig sind wir, wie viele Junungen den im Normal seitens der Innung errichtet. Er besteht aus dem Obermeister ftatut vorgeschlagenen Einigungsamts. Paragraphen ( oder einem vom Innungsvorstande gewählten Stellvertreter) annehmen werden: und vier Mitgliedern. Zwei wählt die Junungsversammlung aus sich selber, zwei der Gesellenausschuß aus der Zahl der jenigen volljährigen Gesellen, welche seit mindestens 3 Monaten bei Jnnungsmitgliedern in Arbeit stehen. 2nd m Dieselbe Zusammensetzung kehrt beim Ausschuß für bas Lehrlingswesen" wieder. Diesem liegt insbesondere ob, als Organ der Innung alle zwischen Meistern und Lehrlingen entstehenden Streitigteiten zu entscheiden " über die Berechnung und Anrechnung der von den Lehrlingen auf grund des Krankenversicherungs- Gesetzes zu leistenden Beiträge und Eintrittsgelder. Entstehen zwischen den Mitgliedern der Jnnung und der Gefellenschaft Streitigkeiten über die Regelung des gegenfeitigen Verhältnisses, namentlich über Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit und Lohnfäße, so foll durch gemeinsame Berathung des Jnnungsvorstandes und des Gesellenausschusses eine Eini gung darüber versucht werden. Politische Mebersicht. Berlin, 19. April. Morgen tritt das neugewählte spanische Parlament wieder zusammen. Da wird die Regierung wohl auch schärfere Worte anwenden müssen als in ihren diplomatischen Noten an die Großmächte und an die Vereinigten Staaten. Jm Parlamente der Vereinigten Staaten ist ein Gesetzentwurf eingebracht worden, der die Mobilifirung von 400 000 Mann Milizen fordert. Eine Reihe von Schiffen find angekauft worden und ungeheure Massen von Kriegss material und Munition werden aus englischen Häfen nach Amerika verschifft. Wie schlecht die Aussichten Spaniens von dem internationalen Großkapital tagirt werden, geht aus dem un unterbrochenen Fall der spanischen Rentenkurse au den Börsen hervor. Von Ende 1897 bis zum gestrigen Tage sanken diefelben um 17 pCt., von gestern auf heute sind sie um weitere, 2 pCt. zurückgegangen, sie haben ihren niedrigsten Kurs erreicht. über Antritt, Fortseßung, Auflösung des Lehrverhältnisses, über Aushändigung oder Juhalt des Arbeitsbuches oder Beug niffes; Das preußische Abgeordnetenhaus hat heute seine über die Leistungen und Entschädigungsansprüche aus dem Sigungen wieder aufgenommen und sich zunächst mit der Lehrverhältnisse, sowie über eine in Beziehung auf dasselbe be- Interpellation Brockhausen( t.) betr. die Besteuerung dungene Konventionalstrafe( foweit es sich nicht um die im§ 8 der Waarenlager beschäftigt. Allzu viel sozialpolitische Abfat 2 des Gewerbegerichts- Gefeßes vom 29. Juli 1890 bezeich Weisheit haben wir dem Hause in seiner augenblicklichen Zu neten Konventionalstrafen handelt); sammenſegung niemals zugetraut, daß es aber einen solchen geistigen Tiefstand in sozialpolitischen Fragen aufweist, wie es hente an den Tag gelegt hat, hätten selbst wir nicht für mög Die Gesellen müssen hierbei jedoch mindestens eine drei- schaftlichen Entwickelung auf gewaltsamem Wege Halt gebieten lich gehalten. Nicht genug damit, daß die Herren der wirth jährige Lehrzeit zurückgelegt und die Gesellenprüfung bestanden zu können glauben, haben sie auch gezeigt, daß sie aus der China. Gestern wurde mitgetheilt, daß Rußland im Begriff) haben. In den ersten sechs Jahren können indeß auch Ge- Geschichte und den Erfahrungen anderer Länder nichts gelernt stehe, sich von neuem in die koreanische Angelegenheit, einzumischen, fellen gewählt werden, die mindestens zwei Jahre gelernt haben. Das, was unsere Reaktionäre fordern, die Einführung jezt die Meldung von erneuten Verhandlungen zwischen Rußland und bereits mit Waffengewalt gedroht habe. Aus Yokohama kommt *) Die Innungs- ,, Versammlung" besteht entweder aus allen einer progreſſiven Umsatzsteuer für Waarenhäuser, hat man in und Japan wegen Korea, welche sich bereits einem erfolgreichen volljährigen Mitgliedern", ober, bei zu umfangreichen Frankreich, wo man seit Jahren an diesem vermeintlichen Abschluß nähern sollen. Man barf jedoch überzeugt sein, daß auch Junungen, aus Bertretern", beren je einer für je 10, 20, 30 Uebelstande herumdoftert, längst, und auch Sachsen ist seit einiger ein neues Abkommen die Rivalitäten zwischen Rußland und dem oder noch mehr Jnnungsmitglieder gewählt ist. Zeit mit diesem Allheilmittel beglückt. Aber die Entwickelung oftastatischen Inselreich nicht auf die Dauer beruhigen wird. " Nach dem„ Daily Telegraph" hat ein Syndikat britischer sich gemaufert," so schreibt das„ Volt". Wenn die Herren, die rathung des Landesetats des Innern, sowie anläßlich der parlamen Kapitalisten eine Konzession zur Ausbeutung der reichen Kohlen, Stöcker's Politik zu machen verurtheilt sind, eine Ahnung vom tarischen Behandlung der Affäre Pencer spielte, ist noch in frisc, er Eisenerz und Kallfelder der Provinz Shansi von der chinesischen Marxismus hätten, so wüßten sie, wie die wirthschaftlichen und Erinnerung. Von dem freiheitlich gesinnten Theil der reichsländischen Regierung erlangt. Auch hat das Syndikat Erlaubniß zum Bau geschichtsphilosophischen Lehren, die man unter Marxismus versteht, Bevölkerung würde dem Minister im Falle seines Abtretens vom einer Eisenbahn erhalten, die an die geplante große Bahulinie von Marg und Engels selbst stets weiter gebildet wurden und auch Schauplatz seiner reaktionären Verwaltungspraktiken also feine Beting- Hantau anschließen soll. Die Broving Shaust liegt westlich von ihren Schülern stets tritifirt und weiter ausgebaut werden.-Thräne nachgeweint werden. Sollte, wie gerüchtweise verlautet, von Tschili und Shantung. Indem sich englische Kapitalisten dort in der That der Bezirkspräsident von Lothringen, Frhr. v. Hammeranfieht. Deutsches Reich. = festsetzen, gerathen fie nahe an die Landstriche, in denen Rußland wird der Köln. Volksztg." gemeldet: Ein rheinabwärts fahrender stein, zum Nachfolger Buttkamer's bestimmt sein, so dürfte sich die Errichtung seiner Borherrschaft für eine ausgemachte Sache Güterzug ist am 18 d. M. furz vor 5 Uhr nach der Ausfahrt aus nach kommt. Denn Herr v. Hammerstein sieht hinsichtlich seiner W. Besseres Bahnhof Ehrenbreitstein am Neuwieder Thor entgleist. Dreizehn reaktionären politischen Anschauungen dem gegenwärtigen Minister Wagen sind vollständig zertrümmert, die Maschine liegt im Chauffee- um feinen Zoll nach, hat auch in seiner bisherigen Amtsführung graben. Ein Bremser ist schwer verletzt. Die Telegraphenleitung wenig pratiische Tüchtigkeit beweisen und noch viel weniger den - Rücksicht3103 werben Arbeitertntereffen ist zerstört. Die Ursache des Unfalles soll in der erfolgten Schienen Nachweis geliefert, daß er es versteht, fich bei der Bevölkerung feines ben agrarischen Wünschen von der preußischen Regierung Auswechselung liegen. Wirkungskreises beliebt zu machen. geopfert. Die offizielle Berl. Korresp." theilt mit: Staffeltarife für Stüdgüter. Wie der Vorsitzende Schon wieder macht eine Spionage Affäre von sich reben. Um dem in der Landwirthschaft vielfach hervorgetretenen des Vereins deutscher Spediteure in der letzten Versammlung mit Vor einigen Tagen wurde in Rogerieulles( Lothringen) durch empfindlichen Mangel an Arbeitern möglichst entgegenzuwirken, theilen konnte, wird der seitens des preußischen Minifters der den Grenz- Polizeikommissar aus Amauweiler ein gewiffer efort erscheint es geboten, für die Ausführung von Staatsbauten da, öffentlichen Arbeiten angekündigte Staffeltarif für Stückgut am verhaftet, der seit langen Jabren dort ansässig ist. Grund der Festwo jener Mangel besonders sich fühlbar macht, mehr als 1. Ottober d. J. in kraft treten. Der Tarif ist wie folgt nahme foll der Verdacht der Spionage sein. bisher auch auswärtige Arbeiter beranzuziehen. Es fommen dabei festgesetzt: Bei Entfernungen bis zu 50 Kilometer bleibt der alle zunächst zwar etwaige, im Inlande vorhandene überschüssige Breis von 11 Bf. per 1000 Kilogramm bestehen; für weitere Ent- Straßburg i. E., 18. April.( Eig. Ber.) Am 11. d. Miz. Arbeitskräfte, soweit aber folche nicht erhältlich, auch ausländische fernungen ist nachstehender Tarif entworfen: 51-200 Kilometer hat sich der Musketier Grajewsti von der 4. Kompagnie des Arbeiter in betracht, wie auch schon jetzt bei Neubauten in 10 Bi. für 1000 Kilogramm pro Kilometer, 201-300 Kilometer 9 Pf. hier garnisonirenden Infanterie- Regiments Nr. 172 auf seiner Stube größerem Umfange Ausländer, insbesondere Italiener, auch pro 1000 Kilogramm, 301-400 Kilometer 8 Pf. pro 1000 Kilogramm, erschossen. Die hiesigen Tagesblätter theilten tags darauf mit, Holländer und Standinavier beschäftigt werden. Der Minister der 401-500 Kilometer 7 Bf. pro 1000 Kilogramun, über 500 Kilo die Veranlassung zum Selbstmord Grajewski's sei eine längere öffentlichen Arbeiten hat daher bestimmt, daß der sechste Absatz meter 6 Bf. pro 1000 Kilogramm. Die Spediteure waren von Freiheitsstrafe gewesen, die er sich zugezogen hatte, weil er Bor des§ 11 der durch Erlaß vom 23. September 1886 jeher, wohl ausnahmslos, Gegner einer solchen Tarifreform, weil fommniffe im Regiment entsteht und aufgebauscht seinem Vater mitII a( b) 11 954 festgesetzten Allgemeinen Vertrags- fie einen wichtigen Theil ihres Geschäftsbetriebes: die Ansammlung getheilt hatte. Grajewski senior soll derartige Mittheilungen seines bedingungen für die Ausführung von Erd, Fels. Rodungs- und Böschungs Arbeiten, welcher lautet:„ Bei förderung schon des einzelnen Stückgutes zu verlieren fürchten. Sie liftischen Umtrieben Vorschub geleistet haben." der Stückgüter zu ganzen Wagenladungen, durch die billige Be Sohnes weiter erzählt und dadurch bewußt oder unbewußt soziader Annahme von Arbeitern sind die einheimischen, besonders aber machen auch jetzt nochmals Stimmung gegen den Beschluß der die in der Gegend der betreffenden Arbeitsstellen wohnenden Eisenbahnverwaltung. Letztere scheint sich jedoch endgiltig entschieden geeigneten Arbeitsucher vorweg von dem Unternehmer zu berück zu haben. fichtigen", bei der Vergebung derartiger Arbeiten bis auf weiteres zu streichen ist." werden. -Nermsten der Armen zu fördern, muß ganz entschieden protestirt Gegen diese neue Methode, agrarische Interessen auf Kosten der Man rühmt sich seiner nationalen Gesinnung" und nimmt den Arbeitern zu gunsten von ausländischen Lohndrüdern das Brot der Existenz. Und die Regierung selbst geht in der Bethätigung diefer nationalen" Art mit gutem Beispiel voran! Eine Regierung, die in dieser Weise den agrarischen Gelüsten entgegenkommt, befindet sich bereits auf halbem Wege zur Erfüllung einer der Hauptforderungen des Junkerthums, der Aufhebung Der Freizügigteit! er bein Jetzt veröffentlicht der Water des Verstorbenen in einer hiesigen Beitung eine zuschrift, die geeignet ist, den Fall in einem ganz anderen Lichte erscheinen zu lassen. Es heißt in derselben: Die Ursachen des Todes meines Sohnes sind nicht, wie in Ihrer Dresden, 18. April.( Eig. Ber.) In der heutigen Sitzung Beitung angegeben ist, auf dem Gebiete der Sozialdemokratie zu sozialdemokratische Fräßdorf Der Minister der öffentlichen Arbeiten nimmt sich ein Beispiel Beschwerden der Pfleger in den Landes- Frzenanſlatten fur proche, fuchen. Ich widerspreche entschieden, mit meinem Sohne in irgend Die Lage dieser Beamten, über welche bisher wohl noch niemals durch Heranziehung ausländischer Arbeiter, die billiger und gefügiger etwas an die Deffentlichkeit gelangte, schilderte der Redner an der niemals die geringste Veranlassung hatte. Das Unglück, welches find, einheimische Arbeiter brotlos machen und das Lohnminimum betroffen, ist lediglich auf der deutschen Arbeiterschaft auf den Stand weniger entwickelter Hand von zahlreichen Belegen als geradezu erbärmlich. Dieselben mich durch den Tod meines Sohnes betroffen, ist lediglich auf der deutschen Arbeiterschaft auf den Stand weniger entwickelter bekommen jährlich 950 m. Gehalt. Davon werden aber, da sie die bat mir brieflich in den bittersten Worten geklagt ind die dienstliche Behandlung zurückzuführen. Er Volksstämme herabdrücken. Daß die preußische Regierung, welche bekanntlich einst„ Muster- Woche über in der Anstalt essen und wohnen müssen, während die mir auch kein Hehl daraus gemacht, daß, Familie außerhalb wobut, 270 M. für Essen zc. abgezogen. Außerdem Regiment bleiben müßte, betriebe" einrichten wollte, jetzt auch noch eine so selbstverständliche ist ein sogenanntes Rücklagen".System eingeführt. Den Pflegern werden darauf alle Schritte gethan, ihn in ein anderes Regiment zu zc. wenn ein Unglück gäbe. Ich habe Bestimmung, wie die oben zitirte im Erlaß von 1886 fireicht und so 10 Jahre lang jedes Jahr 50 M. vom Gehalt abgezogen. Nach zehn verbringen, aber ohne Erfolg. Die ganze Angelegenheit führte zu Privatunternehmer zu vermehrter Beschäftigung von ausländischen Jahren wird ihnen zwar dieser vorenthaltene Lohn zurückgezahlt; wer aber den größten Unannehmlichkeiten, für mich noch zu einer Geldstrafe Arbeitern verleitet, würde für jeden unmöglich erscheinen, diesen idyllischen Wirkungsfreis eher verläßt, büßt ganz einfach die vor dem hiesigen Schöffengericht. Das von meinem Sohne vorans. der die heiße Liebe dieser Regierung für das Junkerthum diefen idyllischen Wirkungsfreis eher verläßt, büßt ganz einfach die den größten Unannehmlichkeiten, für mich noch zu einer Geldstrafe heiße Liebe dieser Regierung für das Junkerthum Rücklagen" ein. Von der Regierung wurde ganz offen zugegeben, nicht kennt. Dem Agrarier wird ein neues Mittel zu theil, feine daß man durch dieses System die Leute an die Anstalt feffelu wolle, gefagte Unglück ist nun eingetreten, und es liegt flar auf der Hand, Arbeitskräfte bei elendesten Löhnen zu beschäftigen, indem dieselben aus der besser gelohnten Arbeit bei Staatsbauten durch Ausländer da Pfleger sehr schwer zu bekommen seien. Diesen Beamten" daß ich als Baler alle Hebel in Bewegung setze, um die Sache aufbleibt zuklären." also Erhaltung zur ihrer Familie nach Abzug verdrängt werden. Die Militärbehörde wird nach dieser Verlaulbarung des un der erwähnten Summen die horende Summe von jährlich haben diese Pfleger feine eigentlich geordneten Arbeits- oder Dienst auch über den Fall Bechtold noch nicht beruhigt hat, von dem Mark 630 Mait oder wöchentlich wenig mehr als 12 Mart. Dabei Blücklichen Baters nicht umhin können, über die Angelegenheit eine gründliche Untersuchung einzuleiten und der Deffentlichkeit, die sich verhältnisse. Fast stets- Tag und Nacht- müssen sie dienst- esultat derselben Kenntniß zu geben. Nemato bereit sein. ein. Es ist bezeichnend, daß in Sachsen die unteren Beamten wie Gegen die Freisprechung des Genoffen Leinert von der Anklage Auch für die unteren Steuerbeamten trat Abg. Fräßdorf lebhaft Chronik der Majestätsbeleidigungsprozesse. die Arbeiter sich mit Beschwerden nur noch an sozialdemokratische der Majestätsbeleidigung durch das Landgericht in Göttingen bat die dortige Staatsanwaltschaft Revision beim Reichsgericht ein Abgeordnete, niemals an die anderen Parteien wenden. agathist Altenburg, 19. April.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Bei gelegt. Schweiz. der Landtagswahl stegten unsere Kandidaten in Altenburg, Schmölln, Bern, 19. April. Der Bundesrath beschloß, den kongefflons. - Giu patriotisches Stüd. Es wird bekannt, daß Ronneburg, Eisenberg, Rahla- Landkreis. Drei ländliche Kreise stehen gemäßen Stück auf der fchweizerischen Bentralbahn die Hamburg- Amerika Linie den Dampfer Fürst Bismarck" an die Vereinigten Staaten verkaufen will, wie sie bereits die beiden noch aus. Der Sieg unserer Partei ist dort wahrscheinlich. Bis und der Vereinigten Schweizerbahnen vor dem 1. Mai d. J. anzus fündigen. Dampfer" Normania" und" Kolumbia" an die spanische Regierung icht haben wir 3 Streise behauptet und einen gewonnen. Die Wahl Der Ständerath hat die Borlage, betr. die Bundesgarantie Iosgeschlagen hat. Diese Schiffe find aber fämmtlich auch charakterisirt sich als cine Niederlage des Bundes der Landwirthe. der Anleihen von 60 Millionen Frants für den Simplondurchflich Hilfskreuzer der deutschen Marine und könnten, gerade nach Ansicht derer, welche eine Aus Elsaß- Lothringen, 18. April.( Eig. Ber.) Im reichs angenomuten. große Flotte für ländischen Zeitungswald hallt es wieder von den Gerüchten über Zürich, 18. April.( Eig. Ber.) Im Kanton Zürich finden nöthig halten, vielleicht bald schon vermißt werden. Selbst die„ Berliner Neuesten den Rücktritt des Staatsfetretärs von Putitamer am nächsten Sonntage die Gemeindewahlen statt, die für Nachrichten" erheben deshalb Einaus dem Ministerium für Elsaß- Lothringen. Uns erscheinen die unsere Genossen besonders in Zürich und Winterthur große spruch gegen diesen Verkauf; wir können, sagen sie, in Deutschland selben wenig glaubhaft im gegenwärtigen Augenblick, wo es gilt, Bedeutung haben. In beiden Städten wird eine erhebliche Bers doch nie wissen, was der nächste Tag oder doch die nächste Zeit eine der wichtigsten legislatorischen Maßnahmen, welche die Regie stärkung der bisherigen Bertretung im Großen und auch im Kleinen etwa für uns bringt und ob dann nicht etwa unfere ehemaligen Hilfskreuzer plötzlich unter feindlicher Flagge fahren." Aber, unfere rung feit Jahren unternommen, den Entwurf eines Preßgefezes, vor Stadtrath angestrebt, doch ist die Situation in der Stadt Zürich dem Landesausschuß zu vertreten und die Vorbereitungen zu den be- noch nicht abgeklärt. In Winterthur reklamiren die Sozialdemo glühendsten Patrioten" haben plöglich) ganz andere Aufchauungen vorstehenden Reichstagswahlen zu treffen, deren Ausfall als Grad- fraten 25 von den 45 Mitgliedern des Großen Stadtraths; bisher über das, was patriotisch" ist, sobald ihr Geschäft in Frage messer für die Fortschritte der Germanisation im Reichslande Gegen hatten sie 18 Sige inne. Ferner haben sie für den Kleinen Stadt. stand besonderer Aufmertfamfeit ist. Here v. Puttkamer wird also, rath Genossen Dr. Huber, Redakteur, als Kandidaten aufgestellt. Die Frage eines besonderen obersten Militärwenn fiberhaupt etwas Wahres an jenen Gerüchten ist, ähnlich wie Die Züricher Genossen veröffentlichen folgendes Wahl. gerichts in Bayern wird weiter zwischen den Regierungen Freiherr v. d. Recke vorläufig noch im Amte bleiben, um den programm: 1. Unterstützung der wirthschaftlichen Bestrebungen verhandelt. Nach einer Mittheilung aus bayerischen Zentrumstreifen schlechten Eindruck zu vermeiden, den sein Rücktritt im gegen der Arbeiterschaft, insbesondere Erstellung von Voltshäusern und geht die Absicht dahin, daß in München ein eigener Senat tes wärtigen Augenblick machen würde. Im übrigen wäre fein Unterstützung der Arbeitskammer der Stadt Zürich. 2. Erstellung Reichs- Militärgerichts eingesetzt werden soll, deffen Mitglieder der Verlust kein Unglück für die Reichslande. Heir v. Butikamer ist als gefunder und billiger Wohnungen durch die Stadt. Einführung König von Bayern ernennt und der im Namen des Königs von Bayern eine der festesten Stützen des Diftaturregimentes befannt und hat einer ständigen Wohnungskontrolle. 3. Benutzung jeder günstigen in einer ganzen Anzahl von Einzelfällen bewiesen, daß von einer Gelegenheit zur Vermehrung des städtischen Grundbesitzes und der Der Marrismus kann nichts zulernen; er ist, wie er wahrhaft staatsmännischen Begabung bei ihm keine Rede sein kann. öffentlichen Anlagen und Spielplätze. Vermehrte Sorge für Kinderist, oder er ist nicht mehr. Hat man also gelernt", so hat man Die nichts weniger als glänzende Rolle, die er bei der jüngsten Begärten und Jugendhorte. 4. Proportionalwahl für die Stadtmit sich fort, und man beschloß, von Konstanz aus im bewaffneten Der erwartete große Zuzug war jedoch in Stockach ausgeblieben, 3nge gegen die Hauptstadt Karlsruhe vorzubringen, um dort zunächst die badische und dann die deutsche Republit zu proklamiren. Hecker besonders rechnete ganz bestimmt auf den Uebergang des badischen Militäre zu den aufständischen Landsleuten. tommt. erkennt. " " Der Hester- Bug. und die Kolonne zählte, als man den Ort verließ, etwa 400 Köpfe, beim Einrücken in Engen vielleicht 800 Büchsenschützen und SensenAm 20. April 1848 fand der erste badische Aussland und mit männer, die der Lieutenant Willich militärisch zu organisiren ver ihm ein gutes Stück Revolutionsromantit des„ tollen Jahres" sein suchte. Inzwifchen kam ein Theil der Konstanzer Bürgerwehr unter unvermeidliches Ende. Es war ein Unternehmen gewesen, das mit Mit großem Jubel war die bewaffnete Schilderhebung ber Führung des früheren badischen Sieutenants Sigel nachgerückt In wenig politischer Voraussicht und militärischer Fähigkeit, aber doch schlossen worden. 2113 aber am Morgen des 13. April Engen fam am 14. April zum ersten Mal Frau Herwegh zu Hecker mit ehrlicher Begeisterung für die Freiheit und die deutsche Republik der Bug beginnen sollte, da waren es nur 57 Mann, die ins Lager, um ihm mitzutheilen, daß die von Herwegh aus begonnen worden war. Mit der Zersprengung der Hecker'schen aus der alten Seestadt über die Rheinbrücke gen Stockach den in Paris lebenden deutschen Arbeitern organifirte demoSchaar war in Deutschland die Märgbewegung mit ihrer Begeisterung, zogen. Hecker selbst berichtet in einer noch im Jahre 1848 fratische Legion" am Rhein eingetroffen fei und fich mit ihrem einmüthigen Zusammenstehen von Bürgern und Arbeitern, von ihm veröffentlichten Schrift:" Donnerstag, den 13., wurde dem Secker'schen Zuge zu vereinigen wünsche. Hecker lehnte ihrer revolutionären Thatkraft zu Ende; denn als die langen Monate in der Frühe Generalmarsch geschlagen. Die Bewaffneten das Auerbieten jedoch ab, weil die badische Bevölkerung von dem des Parlamentirens und Schnvadronirens tamen, war die ursprüngliche stellten sich auf dem Marktplage auj; aber viele derselben, die noch Einmarsch dieser Legion nichts wissen wollte und sehr mißtrauisch revolutionäre Kraft längst verpufft. tags zuvor gewaltig entschlossen sich gebärdet hatten, schlichen davon, gegen sie war. Der republikanische Aufstand in Baden war numittelbar nach andere versprachen nachzukommen, wieder andere schützten vor, man Die Hecker'sche Kolonne marschirte weiter auf Donaueschingen Schluß des Vorparlaments infenirt worden. Dieses Parlament müsse erst die Ausschußmitglieder des Vaterlandsvereins zusammenzu. Bald darauf vereinigte man sich mit einem von Struve ge= halte die Kraft- und Wuthlosigkeit des spießbürgerlichen deutschen kommen und über die Sache abſlimmen lassen, auf manche übte auch führten Haufen und zog in angestrengten Nachtmärschen über Liberalismus deutlich gezeigt und besonders die überzeugten füd- das Regenwetter einen lähmenden Einfluß." Die kleine Schaar aber die Höhen des Feldberges. Es lag fußhoher Schnee, Regen Deutschen Demokraten hatten bei den Berathungen des Vorparlaments ließ den Muth nicht sinken. Mittlerweile heiterte sich auch das Wetter und Hagel schlugen den Marschirenden ins Gesicht und die sehr schlecht abgeschnitten. Hecker und Struve, die Haupt- auf und dem Führer der Kolonne wurde ganz romantisch zu Sinn. Er Reihen begannen sich start zu lichten. Das war überhaupt eine vertreter des republikanischen Gedankens in Süddeutschland, schreibt:" Der blaue Himmel lachte aus den zerriffenen Regenwolken, zur Eigenthümlichkeit des Zuges und nur durch den absoluten Mangel kehrten von den Frankfurter Verhandlungen mißmuthig nach Baden Seite der flare herrliche See, vor uns Hohenstoffeln, Hohenhöwen, an Disziplin zu erklären, daß die Zahl der marschirenden Republizurück. Von irgend einem beutschen Parlament fonnten fie Hohenträhen und Hohentwiel, eine Welt voll alter Lieder und faner mit dem Eintritt guter Witterung anschwoll, während an die Verwirklichung ihrer Ideale nicht mehr erwarten und Sagen lag vor uns, und wir zogen aus mit dem Banner der haltender Regen und Kälte das Hänflein zusammenschmelzen el blieb thnen nur der Versuch mit Der unmittelbaren deutschen Republit, wir wollten vertilgen die despotischen Refte des machte. Boltserhebung. Stand es doch für sie fest, daß die Mehrheit des Mittelalters und gründen den freien Boltsstaat." In dem Schwarzwalddorf Bernau fand die Kolonne zwei vom Boltes nur auf ein Signal warte, um sofort überall die Fürsten da- Das Putschidyll hat ja tragisch geendet und einer ganzen Anzahl Fünfziger Ausschuß aus Frankfurt gefandte Vermittler, Spaß und von zu jagen und die Republit zu proflamiren. Menschen das Leben geloftet. Im Beginn aber hatte das Unter Beneden. Sie boten volle Amnestie, wenn die Aufständischen Sie fonnten sich um so leichter in solchen trügerischen Sieges- nehmen sicherlich einen fomischen Anstrich, und Hecker selbst ist sich ihren Zug aufgeben wollten, erhielten jedoch von Hecker den hoffnungen wiegen, als sie nach der Rückkehr aus Frankfurt von gewiß recht absonderlich vorgekommen, wie er, der bisherige Mann- flolzen Bescheid: Die Republikaner böten im Namen gleich gestimmten Seelen förmlich bestürmt wurden, den Aufheimer Advokat, jetzt in blauer Bluse, Pistolen im Gürtel, einen deutschen Wolfes den 34 deutschen Fürsten volle Amnestie, stand zu organisiren und das Signal zum Losbruch zu geben. Schleppiäbel umgefchnallt und mit der Hahnenfeder auf dem Hat wenn diese binnen vierzehn Tagen freiwillig ihrer Herrschaft Zeit war ohnedies nicht zu verlieren. Der sehr populäre Redakteur an der Spize feiner abenteuerlichen Schaar daherzog, ähnlich so, entfagen wollten. Sie sollten sich dann mit ihren Vermögen unDer Seeblätter" in Konstanz, Fickler, war infolge einer nichts wie er später in einem Spottlied geschildert ward: würdigen Berrätherei seines Freundes, des liberalen Abges ordneten Mathy, verhaftet worden, und ein gleiches Schicksal drohte wohl den übrigen Führern der ernsthaften demokratischen Bewegung, wenn es ihnen nicht bald gelang, eine bewaffnete Macht hinter sich zu versammeln. Seht, da steht der große Hecker, Eine Feber auf dem Hut. Seht, da steht der Volkserwecker, Lechzend nach Tyrannenblut! Wasserstiefeln, dicke Sohlen, Säbel trägt er und Pistolen. Und zum Peter sagte er: Peter, fei Tu Statthalter!" Man ging deshalb ans Werk. Um den 10. April herum tamen bereits die Häupter der republikanischen Partei im Badischen Hof zu Ronstanz zufammen. Neben Hecker und Struve waren unter anberm an der Verschwörung betheiligt ber brave Detonomierath Möglin, der frühere preußische Offizier Willich und Kart Bruhn, Der bemokratische Abgeordnete Peter, von dem hier die Rede ber später zur Förderung der Lassalle'schen Agitation in Hamburg ist, war bisher Regierungsdirektor des Seekreises gewesen; als die ben Nordstern" herausgab. Biele prinzipielle Republikaner Schaar in Stockach angekommen war, wurde sogleich mit der riethen von dem im äußersten Bipfel Deutschlands geplanten Auf- Organisirung der nenen Republik begonnen und Peter zum Statt fland als gänzlich aussichtslos ab. Hecker jedoch riß alles halter der republikanischen Regierung ernannt. behelligt ins Privatleben zurückziehen dürfen. des Am 19. April traf die Schaar in Kandern ein, einem Städtchen im südwestlichen Theile des Schwarzwaldes, wo er sich gegen das Rheinthal hinabsentt. Ganz in der Nähe befand sich eine starke unter dem Oberbefchl des Generals v. Gagern( eines Bruders des hessischen Ministers) stehende Truppenmacht. Die Nacht verging in beiden Lagern unter gespannter Broabchtung der Bewegungen des Gegners. Ein wiederholtes Auerbieten der Frau Herwegh, die in Männertleidern im Lager erschien, zum Zusammenschluß mit der Pariser deutschen Legion, wies Hecker abers urals zurück, trotzdem der Kampf unmittelbar bevorzustehen schien und eine Vereinigung mit den von Sigel und von Weißhaar geführten Schaaren noch immer nicht herbeigeführt worden war. Noch in der Nacht langten im Hecker'schen Lager Nachrichten von Sigel an, der Hecker aufforderte, sich von Kandern zurück. behörden. 5. Verbesserung der Anstellungsverhältnisse der städtischen[ geordneter Zustände in Theffalien immer weiter hinaus Ju Frankfurt a. M. und Umgegend vertheilten am Sonntag Arbeiter. Einsetzung von Arbeiterausschüssen zur Untersuchung geschoben. Dazu kommt, daß die von den Mächten eingesetzte die Parteigenoffen 130 000 lugblätter, und zwar 6500 Exem von Beschwerden. 6. Die privaten Unternehmer städtischer Ar- Kommission zur endgiltigen Absteckung der theffalisch- türkischen Grenze plare des Wahlaufrufs der sozialdemokratischen Reichstags. beiten sollen verpflichtet werden, die gleichen Beftim- die Beendigung ihrer Arbeit des schlechten Wetters wegen" auf fraktion und ebensoviel Exemplare eines gegen die Lebensmittelmungen, betreffend Arbeitszeit und Lohn, einzuhalten, welche für längere Zeit vertagt, so daß hierdurch der Pforte noch weiterer Anlaß vertheurer gerichteten Aufrufs des Frankfurter Sozialdemokratischen die städtischen Arbeiter gelten. 7. Die Vergebung städtischer geboten ist, die Räumung Theffaliens noch weiter zu verzögern. Vereins. Arbeiten hat nur an solche Geschäfte zu erfolgen, die das Vereins- Völlig entmuthigt ist man ferner betreffs einer baldigen Lösung der Die Bertrauensmänner des Bundes der Landwirthe im recht der Arbeiter respektiren. 8. Einführung des Koch- und Haus. fretischen Frage. Es hat aufs äußerste überrascht, daß Rußland sofort 8. fächsischen Reichstagswahltreise beschlossen, den baltungsunterrichts als obligatorisches Lehrfach in den städtischen den völlig unausführbaren Borschlag Englands bezüge von den Antisemiten abermals als Kandidaten vorgeschlagenen jebigen Schulen. Zur Durchführung dieses Programms für fommunale lich der Biertheilung retas angenommen hat. Die tretische Abgeordneten Lotze auch als Bundes Kandidaten zu verkünden. Sozialpolitik gehört freilich eine starke sozialdemokratische Vertretung,( aufständische) Nationalversammlung hat bereits zu dem Vorschlage Gelegentlich der Wiederaufstellung des bisherigen Abgeordneten für die wir den Züricher Genossen auch wünschen. Stellung genommen und beschlossen, die Errichtung der geplanten Leipzig Stadt, des Professors Dr. Hasse, dessen Wahl von Die fchweizerische Armee erhält eine neue Ein Die schweizerische Armee erhält eine neue Ein- Verwaltungsorganisation nur dann zuzulassen, wenn vor den Nationalliberalen und den Konservativen unterstützt wird, richtung in Gestalt von vier Maschinengewehrschüßenber genau die Zeitdauer einer solchen, durchaus als provi erklärten die Nationalfozialen durch ihren Generalsekretär Wend, forisch zu kennzeichnenden Maßregel festgestellt wird. Die daß sie mit der Absicht der Aufstellung eines eigenen Kandidaten in Kompagnien zu je 72 Mann mit 67 Reitpferden, 8 Maschinen. Nationalversammlung verlangt also, daß vorher die Mächte Leipzig- Stadt umgehen, zuvor aber auf die Nennung der übrigen gewehren 2c. Jedem Armeekorps wird eine solche Kompagnie zu getbeilt. Die Kosten von die Leitung der zu schaffenden vorläufigen Verwaltung übernehmen- Die Führer der National- Sozialen, Naumann, Göhre, 40 Maschinengewehren betrugen genau den Zeitpunkt festsetzen, an welchem der zu wählende Gouverneur bürgerlichen Kandidaten und deren Programmreden warten wollen. 40 000 Fr. wird. Desgleichen sollen die vier betheiligten Mächte in den v. Gerlach, sind in Leipzig zu einer Wahlkonferenz zusammens Frankreich. einzelnen Bezirken nur Verwaltungschefs einsehen, während die getreten, an welcher eine Anzahl weiterer Parteimitglieder theilParis, 19. April. Die Justizbehörde hat, den Blättern zu übrigen Beamten der eingeborenen Bevölkerung zu entnehmen nimmt. Als Reichstags- Kandidaten beabsichtigt die Partei bis jetzt folge, abgelehnt, den früheren Hauptmann Dreyfus als Zeugen vor- seien. Würden dagegen die Mächte versuchen, in den vier außer Naumann und v. Gerlach die Pastoren a. D. Wenck und zuladen, Bezirken auf ganz unbestimmte Zeit eine vollständige Ver- Kößschke, den Graveur Haag- Frankfurt a. M., den Lithographen waltung durch die von ihnen entsandten Truppen und Tischendörfer- Berlin und den Redakteur Damaschke- Berlin aufzustellen. Beamten zu organisiren, so würden sich die Aufständischen Göhre kandidirt aus Gesundheitsrücksichten nicht. Das Zentrum ftellte im ersten niederbayerischen diesem Versuche mit allen Kräften widersetzen, so daß die Durch führung des Planes eine Machtentfaltung im Innern der Insel von Reichstags Wahlkreise Landshut den 2000 eine 3. bisherigen wenigstens 20 000 Mann erfordern würde. Augenblicklich haben die Abg. Mayer wieder als Wahlkandidaten auf. In der betreffenden vier Mächte zusammen kaum 4000 Maun in den Küstenplägen, Wahlversammlung erklärte bei Besprechung der Flottenfrage Abg. welche doch gar nicht in der Lage sind, gegen den Willen der Auf- Pichler, daß die Mehrheit der Zentrumspartei für eine verstärkte ständischen im Innern eine vollständige fremdländische Verwaltung Flotte gewesen sei, auch der größte Theil der bayerischen Zentrums= partei; die lettere sei aber gegen die Bindung des Reichstags einzusetzen. gewesen. Die deutsche Voltspartei stellte im sechsten württem. bergischen Wahlkreise Rechtsanwalt Burgmayer als RanRußland. = i thorador thir 401 Parlamentarisches. . Wahlbewegung. waren. Ueber Der geheime Erlaß des Ministers des Innern bom 12. August 1897, bezüglich dessen man wegen seiner selbst für Rußland unerhörten Bestimmungen zweifeln konnte, ob er in feinem vollen Umfange Anwendung finden wird, scheint doch von den lokalen Behörden strikte befolgt zu werden. So wird uns mit getheilt, daß gegenwärtig im Gefängniß von Schuja( Gouvernement Wladimir) sich 70 Arbeiter befinden, welche während des Streifs, der im Januar d. J. in Iwanowo Wossessenst stattgefunden bat, verhaftet wurden. Der Staatsanwalt des Kreisgerichtes zu Wladimir hat die Einleitung eines Strafverfahrens gegen fie abgelehnt, da fein Thatbestand eines Verbrechens vorliege, trotzdem In der heutigen Sigung des Bundesrathes wurde der didaten auf. bleiben sie auf grund des genannten Erlaffes im Gefängniß, wo sie Antrag Breußens, enthaltend Abänderungen des Gesetzes über die einer Bestrafung entgegensehen. Auf grund desselben Erlaffes sind Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden vom 18. Fein Colmar fand Sonntag eine sogenannte réunion privée( PrivatAus Elfaß- Lothringen.( Eig. Ber.) Im Gasthaus zur Linde" aus Witebst fünf Schlosser nach ihren Heimathsorten und aus Wilna 30 bis 40 Arbeiter nach verschiedenen Städten Rußlands bruar 1875 und des Gesetzes vom 21. Juni 1887 den zuständigen versammlung) statt, zu welcher persönliche Einladungen an eine Anunter Polizeiaufsicht ausgewiesen worden, unter letteren 15 Maurer, Ausschüssen überwiesen, ebenso die Vorlagen betreffend die Bezahl Genoffen am Orte und aus anderen Theilen des Reichstagswelche der Bewegung ferngestanden haben eine Maurergewerkschaft schlüsse des Landesausschusses zu dem Entwurf eines Gesetzes für Wahlkreises Colmar- Münster ergangen hat es vor dem Maurerstreit des vorigen Herbstes in Wilna überhaupt Elsaß- Lothringen über die Besoldung der Lehrer und Lehrerinnen 200 Personen leisteten der Einladung Folge. Aus Mannheim war an öffentlichen Elementarschulen und betreffend die Beschlüsse des Genosse Drees bach, aus Baden- Baden der sozialistische Kandidat nicht gegeben deren Schuld nur darin bestand, daß sie Flug: Landesausschusses zu dem Entwurf eines Gesetzes für Elfaß des Kreises, Apotheker 2u3, erschienen. Der letztere follte über blätter, welche während dieses Streits an die Maurer gerichtet Lothringen über die Vizinalstraßen. Dem Ausschußbericht über die bevorstehenden Reichstagswahlen sprechen. Die Polizei scheint wurden, gelesen haben; aus Wilna ist außerdem eine Zahnärztin, Lothringen über die Vizinalstraßen. Fil. Srednitzky, nach einer halbjährigen Haft, während deren nicht den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Ausführung des Bürger jedoch über das Borhaben unserer Genossen unterrichtet gewesen zu der geringste Beweis für eine Verschuldung derselben erbracht worden lichen Gesetzbuches in Elsaß Lothringen wurde die Zuftimmung sein; denn sie erschien in der Stärfe von 1 Polizeikommissar, ertheilt. ist, auf 5 Jahre nach dem Gouvernement Mogilem transportirt 1 Wachtmeister und mehreren Schuhleuten in dem Lokale und löst e die Versammlung auf. worder:" nd zwar per Schub das bedeutet, daß der Weg in Nach einer Mittheilung der Colmarer Boltspartei" hatte die Polizei sogar militärische Besellschaft von gemeinen Verbrechern zurückgelegt wird, wobei a allen Gefängnissen, welche sich auf dem Wege nach dem Bestimmungs- Im zweiten Berliner Wahlkreise wurde von der Hilfe requirirt. Nach den versammlungsgesetzlichen Bestimmungen orte befinden, Aufenthalt genommen wird. Der geheime Erlaß, auf grund dessen jetzt in Rußland so ver gestellt. Die Freifinnigen fonnten sich bis jetzt noch nicht auf einen das Vorgehen der Colmarer Polizeibehörde steht also, wie dasjenige foufervativen Partei Poftjekretär Stockmann als Kandidat auf Elsaß- Lothringens bedarf eine in obigem Sinne einberufene Privatversammlung feiner polizeilichen Anmeldung und Ueberwachung; fahren wird, hat ein Novum in der Praxis felbst der russischen Bewerber einigen. Im dritten Berliner Meichstags administrativen Behörden geschaffen. Er schreibt ihnen nämlich vor. 23 ahlkreise foll von den Bürgervereinen, Christlich. Sozialen der Straßburger anläßlich der letzten Landeskonferenz. im WiderLeute, welche im Verdachte stehen, die Arbeiter zur Wahrnehmung und Deutsch Sozialen der Redakteur der„ Staatsbürger Zeitung" spruch mit den Gesetzen des Landes. ihrer Interessen mittels Streits" aufgereizt zu haben, ohne ein ge- Dr. Bachter als Kandidat für die nächsten Reichstags- Wahlen auf richtliches Verfahren abzuurtheilen. Motivirt wurde diese Vorschrift gestellt werden. Herr Bachler soll diesen Wahlkreis, wo die damit, daß die Gerichtsorgane in den meisten Fällen ein Vorgehen jüdischen Ramschbazare" seit Jahren eine verheerende Wirkung ablehnen, weil, wie es in dem Erlasse wörtlich heißt, fämmt ausgeübt haben, der verjudeten Sozialdemokratie" entreißen. liche Merkmale des Thatbestandes eines Verbrechens fehlen". Für den Wahlkreis Brandenburg- Westhavelland des Bundes der Landwirthe muß es sein, eine möglichst große Gewiß war ja auch bei dem bisherigen administrativen Verfahren fand am Sonntag in Barnewitz eine freifinnige Bertrauensmänner. Bahl von Mitgliedern des Reichstags für seine Forderungen zu der Willfür ein breiter Spielraum belaffen, da dem Beschuldigten versammlung statt, in welcher Herr Oberstlientenant a. D. Gründel gewinnen. Diesem Bestreben wird er aber sicherlich mehr nützen, jegliche Möglichkeit, sich zu vertheidigen, benommen war, die Ver- in Niedermittlau einstimmig als Randidat aller Freisinnigen prottamirt steht, als wenn er sie bekämpft. In einer über die verschiedensten wenn er mit einer Partei, wie die nationalliberale, auf gutem Fuße urtheilung mußte aber immerhin auf grund von Beweisen erfolgen, wurde. Im Wahlkreise Ruppin Templin beabsichtigt, welche vor Fällung des Urtheilsspruches von einer höheren Instanz einer Meldung der Freis. 3tg.", die freifinnige Bolkspartei als Birthschaftsgebiete fich erstreckenden politischen Partei wird es nicht selbstverständlich in Petersburg geprüft wurden. Der Erlaß verlangt aber ausbrück- Kandidaten für die Reichstagswahlen Herrn Lic. Gräbner aus an Mitgliedern fehlen, lich eine Berurtheilung auf den bloßen Verdacht hin in Fällen, in werden die überzeugten Anhänger des Bundes durch friedliche landwirthschaftlichen Interessen fich ferner liegen. Diese benen anerkanntermaßen für die Schuld der Verfolgten feine Bevon der Verständigung innerhalb des Fraktions Verbandes weise vorliegen. Hiermit ist in dem administrativen Verfahren gegen Gerechtigkeit der Forderungen der Landwirthschaft, soweit dieselben Berdächtige der Willkür und der Bestrafung von Unschuldigen Thür mit dem Gemeinwohl vereinbar sind, überzeugen und so als werthund Thor geöffnet. volle Unterstützung gewinnen tönnen." Das Bündlerblatt, die Deutsche Tageszeitung", meint hierzu fühl, ganz im Bewußtsein, will feine Sprengbombe" fein; Herren der Situation zu fein:" Der Bund der Landwirthe Griechenland. Behlendorf bei Berlin in Borschlag zu bringen. Der bisherige Ab geordnete Lessing hat eine Wiederwahl abgelehnt. 4 " " " die nationalliberale Partei, so tröstet der Hann. Kur." seine ParteiDer Bund der Landwirthe ist keine Sprengbombe für Lager der Nationalliberalen. Das Blatt fchreibt:" Das Bestreben freunde über den Einbruch des Bundes der Landwirthe in das " an er sollte denen die hier und da die Wirkung einer solchen üben, so ist er nicht schuld daran." Das heißt mit anderen Worten, die Nationalliberalen haben sich hübsch zu fügen, sonst haben sie von der Gnade des Bundes der Landwirthe nichts zu erwarten. Die Bündler treffen in der Be Landwirthe nichts zu erwarten. Die Bündler treffen in der Behandlung der nationalliberalen Helden den richtigen Zon, mehr Achtung brauchen sie ihnen nicht entgegenzubringen, als sie gewohnt find, ihren Knechten und Tagelöhnern angedeihen zu laffen. Partei- Machrichten. Die Redaktion der Frankfurter Volksstimme" versteht sehr schwer. Sie bleibt dabei, wir sollen höflicher sein. Sie beweist uns sogar, daß wir höflicher sein können, wenn wir nur wollen. Es mangelt ihr aber der elementare journalistische und parteigenössische Anstand, ihren Lesern zu sagen, durch welcherlei Angriffe unfere angebliche Unhöflichkeit hervorgerufen wurde. Im Wahlkreise üben Bunzlau wird wieder Prinz Schönaich Carolath als Kandidat der Liberalen bei der deichstags wahl auftreten. Zum gemeinsamen Kandidaten aller deutschen Parteien" für die Reichstagswahl im Wahlkreise Graudenz= Eine neue Wendung in der thessalisch. Strasburg ist der Rittergutsbesitzer Sieg- Naczyniewo( national fretischen Frage. Aus Athen wird der„ Intern Corresp. liberal), jetzt Landtags- Abgeordneter für Thorn- Stulm, aufgestellt gemeldet: Die neuen Vorgänge bezüglich der Näumung Theffaliens worden. und der Verwaltungsorganisation auf Kreta haben die hiesigen amt: Vom„ rechtsstehenden Liberalismus". Im Wahlkreise Dith. lichen Kreise in hohem Maße beunruhigt; und es ist augenblicklich marschen hat der Kandidat Kahlke, welcher sich als rechtsstehender wieder fraglich geworden, ob Pring Georg seine beabsichtigte Rund Nationalliberaler bezeichnet, auf eine Interpellation in bezug auf reise an die Höfe der drei Schußmächte ausführen wird. Die englische feine Stellung zum Reichstags- Wahlrecht ausgeführt:„ Ich bin nicht Bank hat bisher unter Angabe wenig verständlicher Gründe die Unter- für die Aufhebung, wohl aber für eine Abänderung des Wahlrechts." zeichnung des griechischen Anleihevertrages hinausgeschoben, so daß Auch die ärgsten Reaktionäre haben stets nur eine Abänderung" froß der von den drei Regierungen für die Kriegsentschädigungs- des Reichstags Wahlrechts verlangt. Die Parteigenossen im Anleihe übernommenen Garantie das eigentliche Anleihegefchäft 7. fchleswig- bolsteinfchen Wahlkreise sind nunmehr noch immer nicht zum Abschluß gebracht ist. Da nun aber die auch in die Wahlagitation eingetreten. Am Sonntag Nachmittag Pforte die Räumung Theffaliens erst einen Monat nach Zahlung Sprach Genosse Schoenlant aus Leipzig vor etwa 2500 Personen im der ersten Rate beginnen will, so ist die Wiederherstellung Englischen Garten in Kiel über die politische Lage und die tommenden Reichstagswahlen." In ausgezeichneter Weise ist die Versammlung verlaufen. Am Montag Abend sprach Schoenfant auziehen und sich in dem von der Wiese durchströmten Thal mit in Neumünster über dasselbe Thema. Sigel und Weißhaar zu vereinigen. Da man ohnedies der ents Nationalliberale Reichstags: Kandidaten in gegenstehenden Truppenmacht nicht gewachsen war, so wurde denn der Provinz Hannover find bereits für 15 Wahlkreise auf auch gegen Morgen der Rückzug über die Scheideck, eine steile An- gestellt. Dicfelben werden dem Hann. Courier" zufolge, im Falle Bei der Gemeinderath8wahl im Dorfe Slamen bei höhe, begonnen. Als die letzten Leute nach Often zu das Städtchen ihrer Wahl sämmtlich der nationalliberalen Fraktion des Reichstags Spremberg wurden in der zweiten und dritten Klasse die Kandidaten verließen, rückte Gagern von Westen her ein und nahm sogleich die beitreten. Davon sind sechs, nämlich die Herren Meyer, Meinecke, unserer Parteigenossen mit großer Mehrheit gewählt. Verfolgung auf. Er ließ Hecker um eine Unterredung ersuchen, die Dr. Esser, Grote II, Puttfarken und Hagelberg, mit Unterfügung In Potsdam hat der Wirth des Kolosseum 3" unferer auf der über den Kanderbach führenden Brücke stattfand, welche von des Bundes der Landwirthe aufgestellt worden, während die Bundes- Partet jetzt seinen großen Saal zur Verfügung gestellt, nachdem dem den Hecker'schen Schaaren bereits überschritten war. Die Unterleitung gegen die neun nationalliberalen Kandidaten Franzins, Dr. Militär verboten worden ist, bei ihm zu verkehren, weil bei redung war sehr kurz und verlief ganz ergebnißlos. Der General Kruse, Wamhoff, Fink, Jordan, Jorus, Horn, Depken und Dr. dem Vergnügen eines Gefangvereins Lieder vorgetragen waren, die erklärte sofort, daß er sofort mit aller Strenge einfchreiten Sattler eigene Kandidaten aufgestellt hat bezw. von anderer( anti- auf die Märsfeier bezug batten. So hat der Militärboykott dazu würde, wenn die Republikaner nicht die Waffen nieder- femitischer) Seite aufgestellte Kandidaten unterstützt. Im 3. Wahl gedient, den bösen Sozi ein großes Bersammlungslokal zu verlegten, was Hecker ablehnte. Die Freischärler zogen dar treife( Meppen- Lingen), im 5.( Melle- Diepholz), im 7.( Nienburg) und schaffen, wonach fie feit Jahren vergeblich trachteten. Am Montag auf langsam die vor ihnen liegende Anhöhe hinauf. Auf im 19. Wahlkreise( Geestemünde Otterndorf Neuhaus) hat die sprach Parteisekretär Pfannkuch im Kolosseum". Die Ver dem höchsten Punkt mußte Halt gemacht werden, denn die Straße nationalliberale Partei noch keinen Kandidaten aufgestellt. Bon fammlung, der auch der sozialdemokratische Kandidat des Kreises, senkte sich von da so jäh gegen Steinen hinab, daß der auf dem diesen 4 Wahlkreisen ist der 8., der alte Windthorst'sche Wahlkreis, Schröer aus Spandan, beiwohnte, nahm einen glänzenden Verlauf. Fuße nachrückende Feind, wenn es ihm gelang, den Höhenkamm zu durch einen Zentrums- Abgeordneten( Brandenburg) vertreten, während In Chicago scheint die so nothwendige Einigung der sozia besetzen, durch wenige Salven die ganze Freischaar hätte zersprengen der 5. und 7. Wahlkreis in den beiden Brüdern v. Arnswaldt liftisch denkenden Arbeiter noch weit im Felde zu stehen. Nach einer können. Willich ordnete die Mannschaft zum Gefecht; auf den„ welfische Vertreter" haben und der Abgeordnete für Diterndorf Buschrift zu schließen, die uns von dort zuging, herrschen daselbst rechten Flügel stellte er die Konstanzer Schüßen, in die Mitte die bekanntlich der sich die Sensenmänner an, während weitere Abtheilungen von Flinten von den vereinigten Nationalliberalen und Anhängern der frei schlechte Geschäftsgang trägt auch sein Theil dazu bei, daß es au Musketiere mit den beiden vorhandenen Böllern, an diese schlossen 19. hannoverschen Wahlkreise( Otterndorf- Neuhaus) ist ganz zerfahrene Verhältnisse. Alles ist uneinig. Versammlungen werden wenig abgehalten und die wenigen sind schlecht besucht. Der sinnigen Vereinigung Senator Bischoff in Lehe als Reichstagsfeinem einträchtigen Wirken des Proletariats kommt. kandidat in Aussicht genommen. In einer in Altena abgehaltenen Vertrauensmänner Versammlung der freisinnigen Wolkspartei im Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Boltsstimme Die Buchhandlung der Reichstags- Wahlkreise Altena Iserlohn wurde der bisherige Vertreter, Rechtsanwalt Lenzmann, einstimmig wiederum als Magdeburg verkauft Transparents, die Juschriften Kandidat für die bevorstehende Reichstagswahl aufgestellt. tragen, wie: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!"," Einigkeit Im Wahlkreis Ottweiler St. Wendel Meisenheim macht start!" und dergl. Diese Transparents, die im Verlag von hat sich gelegentlich der Abhaltung einer Versammlung in Meifen- Jean Holze in Hamburg erschienen und den Vermerk dieser int Das war heute vor fünfzig Jahren. Die Hecker'sche Kolonne heim, in der vom Bund der Landwirthe Dr. Roesicke sprach, eine Handelsregister eingetragenen Firma aufweisen, sind im Schau= wurde zersprengt und nur einzelne Theile gelangten zu der Sigel starke Mißstimmung gegen die Kandidatur des Herrn Stumm befenster der Buchhandlung ausgestellt. Die Polize behörde hat einige schen Schaar, die einige Tage später vor der im Aufstand befind. merkbar gemacht, so daß, wie die Deutsche Tageszeitung" mittheilt, diefer Transparents, zwei Nummern des Wahren Jacob" und eine lichen Stadt Freiburg ein Gefecht zu bestehen hatte, aber ebenfalls die Aufstellung einer besonderen Kandidatur zum Beschluß erhoben Nummer des Münchener Postillons" gekauft und dann den Vers walter der Buchhandlung wegen unberechtigter Auslegung dieser zersprengt ward wie auch der Aufstand in Freiburg selbst durch wurde. die Truppen unterdrückt wurde. Aus Arnstadt i. Th. wird uns gefchrieben: Von der Ver- Echriften verantwortlich vernommen. Darnach scheint die MagdeHecker irrte nach dem Verlust seines Treffens in den Wäldern einbarung" unserer Partei mit der Volkspartei, über welche die" Post" burger Polizeibehörde gar die Ansicht vertreten zu wollen, daß der umber. Es gelang ihm dann, Schweizer Boden zu erreichen, von aus zuverlässiger Quelle unterrichtet sein will, ist hier nichts be- Polizei trotz der§§ 1, 2, 30 des Preßgesetzes und§ 43 der Gewerbewo er noch im Sommer desselben Jahres nach Amerika auswanderte kannt. Die sozialdemokratische Partei hat es gar nicht nöthig, der Ordnung das Recht zustehe, in die Dekoration von Schaufenstern und dort Farmer wurde. Dort ist er 1881 gestorben, nachdem er sich noch artige Vereinbarungen anzubahnen. Soviel ist heute schon zu er- und das Ausstellen von Waaren in Schaufenstern hineinreden zu dürfen vorher mit der neueren Entwickelung des Deutschen Reiches so ziemlich sehen, daß die Chancen für die rechtsstehenden Parteien in Thüringen und wird sich wohl bereits bei der Berathung der lex Heinze im Reichstag ausgeföhnt hatte. recht ungünstige sind, sie gehen daher auch mit keinem besonderen Gelegenheit finden, fiber den Magdeburger Polizeikampf gegen AusMuth in die Wahlen. So haben diefelben in Schwarzburg- Sonders- übung des Buchhändlergewerbes durch Sozialdemokraten eingehender zu sprechen. Wie trefflich stände es um die Sicherheit der Zustände haufen nicht einmal die Kandidatenfrage endgiltig gelöst. Ju Reuß j. L. fandidiren für die nationalen" Parteien der in Preußen, wenn die preußische Polizeibehörde zur Verhütung und Dekonomierath Bersch- Köstrig, für die freisinnige Volkspartei Albert Entstehung von Verbrechen den tausendsten Theil der Arbeitskraft, Träger, und die Sozialdemokraten haben den bisherigen Abgeordneten Findigkeit und Energie aufwenden könnte, den sie zu Beobachtungen Genossen Wurm wieder anfgestellt. von sozialdemokratischen Buchhandlungen, zur Vernehmung von vers trägern den äußersten rechten Flügel bildeten. Beim Zusammentreffen wurden die Soldaten durch lebhafte Burufe zum Uebertritt aufgefordert. Der General fah ein gewisses Schwanken in seinen Reihen und führte die Truppen deswegen zum schnellen Sturm. Auf beiden Seiten wurde gefeuert. Als sich der Rauch vollzogen hatte, lagen eine ganze Menge Menschen aus beiden Lagern in ihrem Blut auf dem Rasen, unter ihnen auch der General v. Gagern selbst. Jm badischen Bolte aber leben die Erinnerungen an den Hecker Bug noch lebendig fort, und in Schwarzwaldbörfern soll man noch heute in manchem Bauernhaus hinter Glas und Rahmen das Wild Hecker's als bis an die Zähne bewaffneten Revolutionsmanns erblicken. Bundesdirektor Dr. Hahn " " " " in Kollekte bestraft werden." " " S Ausland. " muthlich schuldigen fozialdemokratischen Sündern und gur Die Textilarbeiter in Melsungen bei Raffel haben, wie uns unbekannt sein. Beschloffen wurde schließlich, bem Verein gegen Ermittelung von Verfassern mittels des Preß Beugniß ein Telegramm meldet, beschlossen, in den Streit einzutreten. Der Mißbrauch geistiger Getränke beizutreten und die sonstigen Vors zwangs aufwenden au müssen glaubt. Gegen den Zuzug ist fernzuhalten. schläge dem Verbandsausschuß zu überweisen, der sich dann an den verantwortlichen Redakteur der Volksstimme", August Reichstag wenden will. Müller, wird die Beschuldigung erhoben, zum Ungehorsam Aus der Schweiz. Jn Bern haben die Schmiede und Die übrigen Referate wurden abgefeßt. Bum 1. Borsitzenden gegen Geseze oder rechtsgiltige Verordnungen aufgefordert zu haben. Wagner auf dem Wege gütlicher Unterhandlungen den zehn wurde Pfarrer Weber, in den Ausschuß neben anderen Herren Gr hatte dieserhalb eine polizeiliche Vernehmung zu bestehen. Das it undentag erreicht, in Aarau die Buchdrucker den stöder und Naumann gewählt. Gegen„ König“ Stumm Vergehen soll verübt sein durch eine in Nr. 80 der„ Volksstimme" Ne unstundentag. In Schaffhausen ist die organisirte beschloß man wegen der Aeußerung, die dieser am 20. Januar im veröffentlichte Notiz über die Anwendung des Begriffs der un- Arbeiterschaft an der Arbeit, den Behnstundentag in allen Reichstage gegen die evangeliſchen Arbeitervereine gethan hat, einerlaubten Kollekte auf Geldſammlungen bei Streiks. Inkriminirt ist Betrieben durchzufeßen; 52 pCt. der Arbeiter haben ihn bereits. stimmig eine fanftmüthige Resolution, nachdem Prof. Hüpeden darinsbesondere folgender Sah:„ Es bedarf von seiten der Arbeiter In Bern stehen die Schlosser in der Lohnbewegung auf hingewiefen hatte, daß man Stumm durch die Wahl von Weber fehr großer Vorsicht bei Aufbringung von Geldmitteln, wollen sie sich mit Forderungen: Zehnstundentag, Minimallohn und Stöcker schon die beste Antwort" gegeben hätte. Die Deles nicht in den Schlingen des Gesetzes fangen und wegen unerlaubter von 4,80 Franks per Tag, Freigabe des 1. Mai, auf je girten- Versammlungen des Gesammtverbandes sollen künftig wieder fünf Arbeiter nur Der Parteigenoffe Groth, Redakteur der Mecklen- Schmiede und Wagner vor einigen Wochen: Abschaffung ein Lehrling. In Basel forderten die möglichst mit dem Evangelisch- sozialen Kongreß zusammen tagen. Im übrigen bestätigen die Berichte über diese Delegirten- Vers burgischen Volkszeitung" in Rostoc und Reichstage.Kandidat für von Soft und Logis beim Meister, Behnstundentag und genügender fammlung die Annahme, daß die Blüth zeit der evangelischen Arbeiter ben zweiten mecklenburgischen Wahlkreis, verläßt am heutigen Mitt- Tagelohn, Versicherung gegen Unfall, Freigabe des 1. Mai, An- vereine vorüber ist. Die Gunft der herrschenden Klassen haben sie woch das Gefängniß, wo er wegen einer Mittheilung, in der das erkennung des Arbeitsnachweises des Fachvereins, Regelung der nicht mehr, weil sie sich als vollständig unfähig erwiesen haben, unserer Gericht eine Beleidigung des Bürgermeisters von Goldberg fand, Arbeitsordnung. In einer Konferenz der organisirten Stiderei- Partei ernsthaft Abbruch zu thun, geschweige denn, sie schachmatt zu sechs Wochen zubringen mußte. arbeiter mit den Stickfabrikanten wegen Einführung des Behn- feßen. Ohne die Gunst der herrschenden Klassen tönnen sie aber Den Richterſtand in Zwickau soll Redakteur Bruhns von stundentages und des Taglohnsystems, die kürzlich in St. Gallen nicht vorwärts kommen, denn sie sind nicht organisch aus der ber Volkswacht" in Breslau durch Gloffirung eines Urtheils des stattfand, äußerte sich einer der Fabrikanten dahin, daß die all. Arbeiterschaft heraus entstanden, sondern eine künstliche Gründung Amtsgerichts jener fächsischen Stadt beleidigt haben. Am 28. April gemeine Organisation der Arbeiter wünschenz. des evangelischen Pastorenthums, das- wie die paar ehrenwerthen fteht vor dem Landgericht in Breslau Termin an. werth sei. Ausnahmen beweisen nun einmal nicht veranlagt ist, für seine Zum Kohlenarbeiter- Streit in Süd- Wales. Die Gruben- Ueberzeugung die Annehmlichkeiten dieses irdischen Hammerthals in die Schanze zu schlagen. befizer werden, soweit sie dem Verharde angehören, für lange hinaus feinerlei Schädigung vom Ausstande haben. Der Verband hat große Arbeiter- Nififo. In der Montagsnacht brach in den Whit Summen aufgehäuft, die nun nach Verhältniß der legtjährigen Pro- wid Roblenminen in Leicestershire in England Feuer Achtung, Bürstenmacher! Der Drahtbürsten- Fabrikant J.duktion auf die einzelnen Werke zur Vertheilung kommen; mehrere, aus. Fünf Bergleute wurden getödtet, 36 befanden sich bei AbStaude, Engel- Ufer 17, hat drei Arbeiter entlassen, will jedoch den die im Vorjahre feine oder nur geringe Divider de ver gang der Depesche noch unter Tage und es bestand wenig Hoffnung Grund der Entlassung nicht angeben. Die Kollegen wagten es, in theilen fonnten, werden sogar Vortheil davon haben. auf ihre Rettung. einer Werkstattfigung die Verhältnisse der Wahrheit gemäß anzu- Dagegen herrscht unter den Arbeitern in manchen Distrikten geben; hierbei kam dem Werkführer zur Kenntniß, daß sie einer sehr große Moth. Wie bereits mitgetheilt, sollen Abord- Die Sonntagsruhe der Lehrlinge im Handelsgewerbe ist Organisation angehören. Es ist zu vermuthen, daß dies der Grund nungen der Arbeiter nach Amerika und dem Kontinent gefandt durch einen Entscheid des Handelsministers Brefeld beder Entlassung ist. Der Vorstand. werden. Der bisherige Vorsitzende der„ Scala" kommission, Parla. droht. In Erfurt war ein Stadtrath polizeilich bestraft worden, Die Kommission der Tabalarbeiter Berlins hat in ihrer ments- Mitglied Abrahams, soll mit einem seiner Kollegen Amerika weil, wie die bürgerliche Preffe berichtet, einer feiner ehrlinge Sigung vom 18. April cr. beschlossen, in diesem Jahre am 1. Mai fongreffen her bekannte Uebersetzer, foll mit einigen Bergleuten den batte". So unschuldig ist die Sache zwar schwerlich gewesen, denn besuchen, Adolphus Smith, der von den internationalen Bergarbeiter- fich Sonntags im Geschäftstomptoir aufgehalten von einer Demonſtration wie in den Vorjahren Abstand zu nehmen, Kontinent bereisen. Freilich das Solidaritätsgefühl der Arbeiter ehe die Polizei einem Stadtrath aufs Leder rückt, fondirt sie das einestheils, weil von einem„ Rubenlassen der Arbeit" des Sonntags des Kontinents nicht im geringsten in Zweifel gezogen doch keine Rede sein könnte, und andererseits eine Gewerkschafts: diese Hilfe doch nur zu recht späten Terminen einlaufen. versammlung doch erst polizeilicherseits von Mittag ab gestaltet Sonnabend haben die Dowlais Eisen- und Stahlwerke wegen wird. Die Kommiffion empfiehlt nun fämmtlichen Tabakarbeitern Rohlenmengels schließen müssen, wodurch 1500 Mann arbeitslos geund Arbeiterinnen, sich an den Demonstrationen, welche von der politischen Partei zur Ausführung gelangen, recht rege worden sind. zu betheiligen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgebung. Spandau. Die Lohnbewegung der Zimmerer hat bisher recht gute Erfolge gehabt und steht zu erwarten, daß die Forderungen derselben bei allen Meistern zur Anerkennung gebracht werden. Am Montag bewilligte Herr Zimmermeister Bastian, bisher die Hauptstüße der Unternehmer, die gestellten Forderungen bis auf einen nebensächlichen Punkt. Bei dem Unternehmer Strack hahn legten die dort beschäftigten Zimmerer die Arbeit nieder; bei dem Zimmermeister Bätbge find neue Differenzen entstanden, da dieser die zuerst gewährte frühere Beendigung der Arbeit an den Sonnabenden wieder zurückgezogen hat. Bei Mehliz wird fortgeftreitt. Zuzug von Zimmerern nach Spandau ist streng fernzuhalten. Deutsches Reich. Lohnbewegungen der Bauarbeiter. In Essen bat eine öffentliche Versammlung der Maurer beschlossen, nachdem eine Unterredung mit den Unternehmern ohne Erfolg blieb, in den Streit einzutreten. Die Arbeiter fordern 40 Pf. Stundenlohn, 50 Bf. für Ueberstunden, 60 Pf. für Sonntags, Nacht- und Wasserarbeit und 10/2 stündige Arbeitszeit. In Zwickau beschlossen die Zimmerer in zahlreich besuchter Versammlung, an der Forderung der zehnstündigen Arbeitszeit für die Sommerfaifon und 40 Pf. Stundenlohn festzuhalten. Wenn bis Ende dieser Woche keine Einigung mit den Meistern zu stande kommt und die Mehrheit der Gehilfen sich für die Forderung erklärt, foll spätestens bis zum 26. April der Generalstreit erklärt werden. Einen langwierigen Kampf führen die Maurer und Zimmerer in Pyriz. Im Oftober vorigen Jahres verlangten die Unternehmer, daß die Arbeiter, die innerhalb ihrer Organisation für eine zehnstündige Arbeitszeit und 30 Pf. Stundenlohn wirften, aus dem Berband ihrer Organisation austreten sollten. Diese Bumuthung wurde von den Arbeitern abgelehnt und hat sich der Kampf um diese Forderung der Unternehmer bis jetzt hingezogen, ohne daß die von den Organisationen der Arbeiter eingeleiteten Versuche einer gegenseitigen Verständigung bei den Unternehmern Entgegenkommen gefunden hätten. Eine Anzahl Arbeiter hat bereits den Ort verlassen und steht nunmehr zu erwarten, daß, nachdem die Arbeit drängt und die Unternehmer längst die bescheidenen Lohnforderungen bewilligt haben, fie auch gezwungen werden, von ihrem ungerechten Begehr, von den Arbeitern den Austritt aus der Organisation zu verlangen, Abstand nehmen müssen, wenn der Zuzug von ArbeitsTräften ferngehalten wird. In Eisenach haben von den 300 ausständigen Maurern 90 die Arbeit zu den neuen Bedingungen aufgenommen. 30 zugereifte Maurer haben den Ort wieder verlassen. Ju Breslau befinden sich 28 Seiler im Ausstand. In der Schuhfabrik von Stein u. Heymann in München Pasing find Lohndifferenzen ausgebrochen. 44 Arbeiter haben infolge deffen am Sonnabend ihre Kündigung eingereicht. Unternehmer- Verbände. wird Am Der Absatz des Westfälischen Kokssyndikate hat im ersten Quartal 1898 eine Verminderung von 4,6 pt. gegen das vierte Quartal 1897 aufzuweisen, dagegen ist der Absatz im Vergleich zum ersten Quartal 1897 um 5,8 pet. gestiegen. Der Verein füddeutscher Baumwollen- Industrieller hatte in einer Eingabe an den Reichskanzler ersucht, in dem mit England zu vereinbarenden neuen Handelsvertrage hinsichtlich der deutschen Bölle auf Baumwollgarne die Meistbegünstigung nicht zu gewähren, sondern hierfür England gegenüber bis zum Ablauf der übrigen Handelsverträge oder bis zur allgemeinen Neuregelung unseres Zolltarifs wieder den autonomen Tarif von 1879 in fraft treten zu laffen. Gegen diese Forderung haben die Handelskammern zu Krefeld, Elberfeld, Barmen, Mülheim a. b. und der Verein zur Wahrung der gemeinsamen Interessen der Färberei und DruckereiIndustrie von Rheinland und Westfalen eine gemeinschaftliche Eingabe an den Reichstanzler gerichtet. Boziales. Die evangelischen Arbeitervereine Deutschlands, die zur Beit rund 90 000 Mitglieder haben( der rheinisch- westfälische Wer band mit 27 000 Mitgliedern ist der größte), hielten zu Ostern einen Delegirtentag in Rassel ab. Pfarrer Weber berichtete namens des Ausschusses, daß die Errichtung einer literarischen Zentralstelle angebahnt werde und daß man an der Bildung von besonderen Fonds für die Propaganda und für die Unterstüßung von aus gesperrten Mitgliedern arbeite. M Terrain selbstverständlich sehr genau. Die Erfurter Handelskammer abm sich aber ihres Mitgliedes mit großem Eifer an. In einer abgehalten wurde, beschloß die Kammer eine Eingabe an den Sigung, die bezeichnenderweise unter Ausschluß der Oeffentlichkeit Handelsminister, worin es heißt: Die Handelskammer ist der Ansicht, daß die§§ 105b 2bf. 2 und 146a der Reichs- Gewerbe- Ordnung den bloßen Aufenthalt des Lehrlings im Komptoir, etwa zu Privatstudien, behufs Weiterbildung oder aus Mangel eines anderen geeigneten Aufenthaltsortes, nicht unter Strafe stellen wollen. Die Entscheidung dieser Streitfrage ist besonders wichtig, weil es im Intereffe einer guten Erziehung und Ausbildung der Lehrlinge liegt, daß diesen nicht allzu viel freie Zeit gewährt wird, und es den Prinzipalen freisteht, feine lichen Beschäftigungen anzuhalten. Es tann nicht gutgeheißen Lehrlinge auch in den Mußestunden zu beaufsichtigen und zu nüßwerden, wenn die Gesetzgebung die Arbeitszeit immer mehr einzuschränken bestrebt ist und die jungen Leute der Aufsicht ihrer Lehrs schränken bestrebt ist und die jungen Leute der Aufsicht ihrer Lehrherren immer mehr entzieht. Je länger halberwachsene Menschen beschäftigt und unbeaufsichtigt sind, umfomehr sind sie Bersuchungen ausgefeßt." In dieser Eingabe wurde dann der Handelsminister um eine Interpretation des§ 105b der Gewerbe- Ordnung ersucht. Erfurter Handelskammer gegeben. Er erflärte: Eine Bestimmung, " Der Handelsminister hat nun die Juterpretation im Sinne der wonach die Geschäftsräume dem Lehrling Sonntags außerhalb der Geschäftsstunden nicht zum Aufenthalt angewiesen werden dürfen, exiftirt nicht. Durch die Vorschriften im§ 105b bsag 2 der Ges werbe Ordnung sind die Befugnisse des Lehrherrn dem Lehrling gegenüber nur insofern beschränkt worden, als letterer Sonntags außerhalb der für das Handelsgewerbe freigegebenen Stunden au feinen Dienstleistungen herangezogen werden darf, welche als Arbeiten im Gewerbebetriebe des Lehrherrn zu betrachten sind." Daß nach dieser Interpretation die Polizei schwer oder gar nicht mehr in der Lage ist, die gewerbliche Beschäftigung von Handlungslehrlingen an Sonntagnachmittagen zu verhindern, bedarf feines besonderen Beweises, denn die einzige Gewähr dafür, daß die Kaufleute die Sonntagsruhe ihrer Lehrlinge wirklich refpeftiren, bietet der Schluß des Komptoirs. Wie soll die Polizei einem Kaufmann nachweisen, daß sein Lehrling werblich arbeitete? Jede Arbeit wird der Kaufmann als Beschäftigungen in den Mußestunden erweisen tönnen. Kurz, die Nichtanwesenheit der Lehrlinge in den Romptoiren ist mit der Durchführung der Sonntagsruhe untrennbar verknüpft. ge. Die Berufung der Kaufleute darauf, daß die Lehrlinge die Freiheit am Sonntag mißbrauchen fönnten, ist verfehlt, weil die Kaufleute es ja in der Hand haben, ihre Lehrlinge vor Abwegen dadurch zu bewahren, daß sie ihnen Anschluß an die Familie gewähren. werden. Behu Schulärzte sollen in Rönigsberg i. Br. angestellt Borlage zugleich eine Dienftanweisung für die Schulärzte unter Der Magistrat hat den Stadtverordneten mit der betr. breitet, wonach diese den Gesundheitszustand der Schüler, sowie die Schulräumlichkeiten dauernd zu überwachen und den Leitern und Lehrern der Schulen in schulhygienischen Fragen Auskunft zu ertheilen, ferner die neu eintretenden Kinder genau auf ihren Gefundheitszustand zu untersuchen haben, wobei festzustellen ist, ob das welcher Art diese zu sein hat." nöthigen polizeilichen Vorschriften über Einrichtung und Be Tehke Nachrichten und Depeschen. = Stadtverordneter Kott aus Erfurt hielt einen Vortrag über die Wohnungsfrage. Er ist gegen die Errichtung sogenannter Arbeiterviertel, weil es von gutem erzieherischem Einfluß auf die Arbeiter sei, wenn sie mit den übrigen Bevölkerungsklassen in Berührung bleiben. Eine gründliche Lösung der Arbeiter Wohnungsfrage sebe voraus: staatliche Regelung des städtischen Ansiedlungswesens( Genehmigung des Bauplanes und der Bauordnung), Regelung des städtischen Grundbesitzes, Schaffung einer sozial und bautechnisch fachverständigen Kontroll- Juftanz für das Arbeiter Wohnungswesen und Schaffung einer Hypothekenbank, die das Geld für die Bauten zur Verfügung stellt. Zur Durchführung all dessen follen vom Staate oder den Gemeinden Spezialbehörden eingesetzt werden, denen vom Finanzminister oder von den Gemeinden be= Ju Teterow ist die Zahl der ausständigen Maurer auf 200 stimmte Summen in Schuldscheinen zu überweisen wären. Das Bauen gefliegen. Eine von den neständigen gewählte Kommission versuchte selbst soll den sich freiwillig bildenden Genossenschaften überlassen bei dem Bürgermeister vorstellig zu werden; die Betenten wurden werden. Diese Genossenschaften dürfen eine bestimmte Höhe der jedoch abgewiesen mit der sonderbaren Begründung, daß unter Gewinnvertheilung nicht überschreiten, damit sie ihren gemeinnüßigen ihnen auch Leute seien, die nicht ortsansässig sind. Der Zimmererstreit in 2uckenwalde hat bisher einen Zuzug Wohnungsbedürfniß der kleinen Leute sorgen. Damit das Risiko von Streitbrechern nicht zu verzeichnen, troßdem die Polizei am des Staates oder der Gemeinden nicht zu hoch wird, sollen die Bahnhof ständig einen Posten aufstellt, der verhindern soll, daß die Häuser nicht höher als zu 7/10 ihres Werthes, von den er Kind einer besonderen Berücksichtigung beim Unterricht bedarf und etwa zureifenden Zimmerer von den Ausständigen Aufklärung über wähnten Spezialkommissionen beliehen werden dürfen, bie die Lage am Drt erlangen. übrigen 3/10 sollen die Baugenossenschaften felbft aufbringen. Diese Genossenschaften follen steuerfrei sein. Sei derart die Grundlage der Wohnungsreform geschaffen, so geschaffen, so könnten die nuzung der Wohnungen leicht durchgeführt werden; die Wohnungs- Straßburg, 19. April.( W. Z. B.) In der heutigen Sigung polizei soll besonderen Beamten( Wohnungsinspektoren) übertragen des Landesausschusses wurde der Entwurf eines Preßgefeßes für werden. Der Delegirtentag beschloß, den Vortrag des Herrn Kott Elfaß- Lothringen eingebracht. Derfelbe soll das Reichs- Preß= in Form einer Denkschrift drucken zu lassen und diese durch eine gesetz vom 7. Mai 1874 zur Einführung bringen mit der MaßDeputation des Gesammtverbandes in Gemeinschaft mit anderen gabe, daß die Verbreitung ausländischer Druckschriften und folcher, die im Lande in fremder Sprache erscheinen, vom Ministerium Störperschaften dem Minister v. Miquel überreichen zu laffen. Prof. Hüpeden aus Rassel sprach dann über das Thema verboten werden kann. Ferner sollen die bisherigen Rautionen für Roalitionsfreiheit und Berufsvereine, wobei er periodische Druckschriften bestehen bleiben. In seiner Begründung fich in vielen überflüssigen Bemerkungen gegen unsere Partei erging. Bur nennt Staatssekretär v. Buttkamer es eine irrige Ansicht, daß Wahrung der wirthschaftlichen Interessen der Arbeiter verlangt er: durch das neue Gesetz die außerordentlichen Gewalten des Statt. für ein bestimmtes Territorium Arbeitsämter oder Arbeitskammern, halters beeinträchtigt würden und betont, daß die erwähnten Vorderen Voraussetzung getrennte Organisationen der Unternehmer behalte von der Regierung als eine nothwendige Voraussetzung der und Arbeiter seien; für einen bestimmten Beruf: Berufsvereine der Annahme des Gefeßentwurfs betrachtet werden müssen. Arbeiter, für den einzelnen Betrieb Arbeiterausschüsse. Angenommen Nordenham, 19. April.( W. T. B.) Nach einem hier einBei der Gewerbegerichtswahl für den Kreis Reichenbach in wurde eine Resolution, des Inhalts, es sei dringend geboten, daß gegangenen Telegramm find von der Mannschaft des bei der Jusel 1. in Ausführung der kaiserl. Februar Erlasse endlich gefeßliche Island gestrandeten Fischdampfers Präsident Herwig" 5 Mann Schlesien, die am Montag unter zahlreicher Betheiligung in Reichen: Bestimmungen über die Formen getroffen werden, in denen die durch ein französisches Segelschiff gerettet worden; über den Verbleib bach stattfand, wurden in allen drei Kammern die von unserer Arbeiter durch Vertreter, die ihr Vertrauen befizen, zur Wahr der übrigen 8 Mann ist nichts bekannt. Seite aufgestellten Arbeitnehmer- Kandidaten einstimmig gewählt. nehmung ibrer Interessen bei Verhandlungen mit den London, 19. April.( W. T. B.) Wie dem Reuter' schen Die Holzarbeiter in Schweidnih hatten von den Unter- Arbeitgebern befähigt, sowie andererseits in dem Gefühl ihrer Ver- Bureau" aus Washington gemeldet wird, verlautet doit, Präsident nehmern die zehnstündige Arbeitszeit und eine 15prozentige Lohn- antwortung gegenüber dem wirthschaftlichen und sittlichen Bolts Mac Kinley werde heute die gemeinsamen Refolutionen des Kon erhöhung verlangt. Während nun die Innungsmeister in die Ver- leben gestärkt werden; und 2. daß auch dementsprechend die Arbeiter greffes unterzeichnen und Spanien sofort von diesem Afte benachtürzung der Arbeitszeit willigten und auch eine 10prozentige Lohn- in der Ausübung des Koalitionsrechtes geschützt werden, indem richtigen. Ein Kabinetsrath werde heute die Frist bestimmen, innererhöhung womit die Arbeiter zufrieden gestellt waren uge a) den Berufsvereinen die Rechtsfähigkeit nicht länger vorenthalten halb der Spanien das Ultimatum annehmen müsse. Die Frist werde standen, erklärten die Jubaber der Spielwaarenfabrik von Reithner bleibt, b) und die Vertretung ihrer wirthschaftlichen Interessen nicht wahrscheinlich 24 oder 48 Stunden betragen. Eine Vorwärts11. Komp. feinerlei Lohnerhöhung bewilligen zu können. Da die durch Anwendung des politischen Vereinsgefeßes erschwert wird. bewegung der amerikanischen Marine werde vor Ende dieser Woche Arbeiter anderer Ansicht waren und auch die Geschäftskonjunktur Voraussetzung ist die staatliche Einführung gemeinschaftlicher Organis erwartet. eine sehr günstige ist, so legten sämmtliche 14 bei der Firma be- sationen von Unternehmern und Arbeitern." London, 19. April. Wie dem Reuter'schen Bureau" ans schäftigten Drechsler die Arbeit nieder. Pastor Trommershausen aus Dudweiler erörterte hierauf Washington gemeldet wird, soll der Präsident Mac Kinley be180 Schuhmacher befinden sich in Köln im Ausstand. Ihre die Frage, wie der Alkoholismus zu bekämpfen sei. Pfarrer, absichtigen, die Resolutionen des Kongresses nicht früher zu unters Schlug Forderungen sind folgende: 10-20 pet. Lohnerhöhung, 10stündige Naumann als Mittel vor, die Aufhebung der zeichnen, als bis das Ultimatum, das an Spanien gerichtet werden soll, Arbeitszeit, Lieferung der Fournituren durch die Meister und Ab- Branntwein Liebesgabe zu fordern, worauf Pastor Trommers redigirt sei. Beide Schriftstücke sollen einen einzigen Akt bilden und schaffung der Halbstückarbeit. Sieben Geschäfte haben die Forde hausen bemerkte, dann müsse man sich auch gegen Wör gleichzeitig unterzeichnet werden. Mac Kinley foll geneigt sein, rungen bewilligt. Da die Geschäftskonjunktur eine sehr günstige ist, mann wenden, der den Schnaps nach unseren Kolonien bringt". Spanien zwei bis drei Tage Frift zu gewähren, um die Forderungen hoffen die Streifenden auf einen baldigen Sieg; sie bitten, den Zu- Der Herr Paftor will es wohl mit den Agrariern nicht verderben, des Ultimatums zu erfüllen. Der spanische Gesandte Bemabe werde, zug von Schoßarbeitern fireng fernzuhalten. Briefe und Geld. denn daß der Schnaps das schlimmste Geschenk ist, das Deutschland wie weiter gemeldet wird, abreisen, sobald ihm notifizirt werde, daß fendungen find an Johann Wozniat, Kämmergasse 18, zu richten. der tropischen Bevölkerung machen kann, wird ihm sicher nicht die Refolutionen unterzeichnet feien. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Babing in Berlin. Ueber den Streit der Münchener Tischler ist mitzutheilen, daß wiederum einige Meister, darunter angesehene Firmen, die Forderungen der Ausständigen bewilligt haben. Die Parkettboden leger haben in einer Versammlung, die sich mit der Lohnfrage be schäftigte, den Beschluß gefaßt, gleichfalls in den Ausstand ein zutreten. Die Arbeiter verlangen die nöthigen Materialien unentgeltlich geliefert. Auf das von der Lohnkommission den Firmen unterbreitete Verlangen der Arbeiter haben bisher drei Meister zu stimmend geantwortet. V " Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 91. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 162. Sigung vom 19. April 1898, 11 11 hr. Am Ministertische: Frhr. v. Hammerstein, Dr. v. Miquel und Kommiffarien. Das Andenken der verstorbenen Abgg. v. Unruhe- Röslin( t.) und v. Schöning( f.) wird vom Hause in üblicher Weise geehrt. worten. wortet werden könne. Mittwoch, 20. April 1898. teiten weiter Kreise ihrer Bevölkerung entgegen zu wirken, fie bei gerechtigteiten führen. Dem Staate das Recht zu: der fönigl. Regierung nicht nur feine Schwierigkeiten, sondern das geben, die Gemeinden zur Besteuerung zu zwingen würde allergrößte Entgegenkommen und die Förderung dieser Bestrebungen doch höchst bedenklich sein. Es handelt sich eben um eine Bes finden werden.( Bravo!) steuerung, die sich zur allgemeinen staatlichen Regelung. Auf Antrag des Abg. v. Heydebrand( t.) findet die Besprechung nicht empfiehlt und die in einer Stadt sehr günstig wirken kann, der Jnterpellation statt. während in einer anderen geradezu pernizios wirkt. Sozial ausAbg. Hansmann( natl.): Das hier soviel angepriesene Beispiel gleichend kann man mit einer Steuer wohl wirken; will man aber Frankreichs soll man nicht nachahmen; die französischen Maß die wirthschaftlichen Formen ändern, so kommt man zu bedenklichen In Erledigung der Tagesordnung wird die Interpellation nahmen sind völlig erfolglos gewesen. Auch die Umsatzsteuer, Folgen.( Sehr richtig!) Steuern müssen stets nach der Leistungsfähigv. Brockhausen und Genossen verlesen: Welche Maßnahmen die man den Gemeinden empfiehlt, ist läftig, ungerecht und feit der Besteuerten bemessen werden. Jedenfalls werden Sie sich hat die Staatsregierung in Aussicht genommen, um die Schäden und gefährlich. Man müsse die Selbstdeklaration einführen, wenn überzeugen, daß die Regierung die Sache im Auge behält. Es ist Gefahren, welche dem gewerblichen Mittelstande durch die den man nicht tief in die Privatverhältnisse der Gewerbetreibenden durchaus gerechtfertigt, wenn die großen Geschäfte stärker zu den Detailhandel mit Waaren verschiedener Gattungen betreibenden eindringen will. In Bayern hatte man von Seiten der Abgeordneten Gemeindesteuern herangezogen werden. Kommen wir auf diesem großkapitalistischen Unternehmungen entstehen, thunlichst einzu auf die Umsatzsteuer hingewiesen. In dem Entwurfe der bayerischen Wege nicht zu dem gewünschten Ziele, so werden wir die Sache schränken. Regierung ist diese aber auf die Umsatzsteuer garnicht eingegangen, weiter in Erwägung ziehen müssen.( Beifall.) Präsident v. Kröcher fordert die Staatsregierung zur Erklärung fondern hat nur eine Gewerbesteuer eingeführt, bei deren Ver- Abg. Dr. Arendt( frk.) ist dem Minister für diese Erklärung auf, ob und wann sie bereit sei, die Interpellation zu beant- anlagung den Behörden nämlich freie Hand gelaffen ist. Gegen eine sehr dankbar, glaubt aber doch, daß eine Umsatzsteuer ihrer Wirkung Höherbesteuerung wäre nichts einzuwenden; in diesem Sinne tönnte nach nichts anderes sein würde, als eine Ausgleichung der Nachtheile Minister Miquel erwidert, daß die Juterpellation sofort beant man die Interpellanten unterstützen, nicht aber die Erdrosselung der des Kleingewerbes, die dieses gegenüber den Vortheilen des groß Großmagazine unternehmen.( Beifall.) fapitalistischen Großgewerbes zu tragen hat. Warum der Weg Hierauf begründet Abg. v. Brockhausen( t.) die Interpellation. Abg. Dasbach( 3): Den Gemeinden kann man die Besteuerung einer reichsgefeßlichen Regelung nicht beschritten werden soll, ist in Man sehe bei uns und namentlich in Berlin, daß die großen Waaren der Waarenhäuser nicht überlassen, denn das mangelhafte Gemeinde der That nicht einzusehen. häuser von kaufluftigem Publikum dicht gefüllt sind, während die nahe Wahlrecht hindert wirksame Maßnahmen und die Gemeinden können Abg. Plek( 3): Die Bazare haben unser geschäftliches und belegenen Geschäfte leer sind. Redner schildert eingehend das Wesen und die Unternehmer nicht hindern, nach anderen Gemeinden hin Ge- gewerbliches Leben vergiftet und jeden Funken von Moral daraus die Entwickelung der Pariser Waarenhäuser und die dagegen von der schäfte zu machen. Es wird die Staatsgesetzgebung einschreiten müssen hinweggenommen. Trotz aller Fürsorge des Staates für die Kleindortigen Regierung getroffenen Maßnahmen. Bei uns befinde fich und das Vorgehen von Bayern und Sachsen beweist, daß ein gewerbetreibenden ist deren Lage heute schlechter denn je. die Entwicklung dieses Bazarwesens noch im Anfangsstadium und solches Einschreiten nicht aussichtslos ist. Das Vorgehen in Frank- Abg. Winckler( t.) findet in den Großgeschäften nur den Beweis geeignete Maßnahmen würden geeignet sein, diese weitere, reich soll man nicht unterschätzen. Dort würden die Wirkungen der dafür, daß das Großfapital hier einen neuen Weg gefunden hat, dem Mittelstande gefährliche Entwickelung zu Magazine ohne die bedeutenden Steuern noch viel verderblicher ge- um feine schädlichen Wirkungen zu offenbaren in dem heutigen hemmen. In Süddeutschland und neuerdings in Sachsen hat wesen sein. Jedenfalls müsse die Steuer den Gemeinden über großkaufmännischen Betriebe. Das wird auch von Vertretern des. man bereits erfolgreiche Maßnahmen gegen das Bazar wiesen werden, denn diesen entstehen aus dem zahlreichen Personal Kaufmannsstandes unumwunden anerkannt. Groß- Bazare, Filial, unwefen getroffen. Nicht bloß wirthschaftliche, sondern auch fitt der Magazine, das noch meist schlecht besoldet ift, ers Einrichtungen und Wanderlager sind die drei Formen des groß liche Schäden sind mit diesem Großmagazinwesen verknüpft; die große hebliche Gemeindelasten. Daß die Umsatzsteuer so schädliche kapitalistischen Geschäftsbetriebes. Mit dem Wanderlager fängt der Menge der ausgelegten Sachen reizt zu Veruntreuungen, denen naments Eigenschaften hat, wie der Vorredner behauptet, muß doch bezweifelt Unternehmer an; damit prüft er, ob das Publikum für diese lich Frauen leicht unterliegen, wie zahlreiche Gerichtsverhandlungen werden. Eine Personalstener hier zu erörtern, wäre überflüssig, Art des Geschäftsbetriebes geneigt ist; ist das der Fall, dann beweisen. Redner geht dann ausführlich auf die steuerliche Behand doch braucht auch diese Steuer nicht ganz von der Hand gewiesen folgt die Filiale bald nach und schließlich kommt das Großmagazin. Iung der Waarenhäuser in Frankreich, Süddeutschland und Sachsen zu werden. Das erklärt auch die Abnahme der Wanderlager. Die ganze Ente ein, darlegend, daß die Besteuerung nach der Höhe des Um Abg. Gothein( fr. Vg.): Vor wenigen Jahren noch wußte wickelung läßt erkennen, daß wir bereits mit unseren früheren Nas fages progressiv gesteigert werden müsse, wodurch eine wirksame niemand etwas von den schädlichen Wirkungen der Groß- trägen auf dem rechten Wege waren. Bekämpfung dieser Unternehmungen erzielt werden wird. Auch in Magazine. Zu verkennen ist nicht die schwierige Lage der Klein- Megierungskommissar General- Stenerdirektor Burghardt be Hamburg sei die Frage in Angriff genommen und dem Senat von der geschäfte und wenn es möglich ist, ihnen zu helfen durch Mittel, die stätigt, daß die Wanderlager von 900 vor fünf Jahren auf etwa Bürgerschaft ein auf die Befteuerung der Großmagazine gerichteter mit der Gerechtigkeit vereinbar find, so bin ich gern dazu bereit. Es 450 im vorigen Jahre zurückgegangen find. Sollte sich ein neuer Antrag unterbreitet worden. Die Erhebung der Gewerbesteuer hat man wird sich darum handeln, folche Mittel und Wege zu finden. Da Aufschwung dieser Wanderlager bemerkbar machen, so wird die Res in Preußen den Gemeinden überwiesen; es wird nun für bedenklich giebt es viele Genossenschaften, die so gut organisirt sind, wie gierung einschreiten. gehalten, ihnen eine weitere Umsatzsteuer zu überweisen. Hält man andere faufmännische Geschäfte, die zahlreiche Niederlagen an diesen Bedenken fest, dann wird eine Reform der Gewerbesteuer befißen aber feine Einkommensteuer bezahlen. Am besten wäre es, ins Auge zu fassen sein. Zum Schutze des Kleingewerbes muß etwas wenn jeder in seinem Kreise dahin wirkte, daß niemand in den großen geschehen. Waarenhäusern fauft.( Sehr richtig!) Namentlich auch die Freunde Regierungskommiffar General- Stenerdirektor Burghardt: Auf des Herrn Brockhausen. Sie mögen die Bazare der Armee die früheren Anregungen aus dem Hause hat die Regierung und Marinebeamten, der Offizier und Beamten umfassende Erhebungen veranlaßt und dabei nicht blos die Inter Vereine meiden. Es ist unrecht, wenn solche Beamte effenten gehört, sondern auch ihre Aufmerksamkeit den Vorgängen die Steuerzahler schädigen, benen fie ihren Unterhalt auf diesem Gebiet im Auslande zugewendet. Daß die Regierung verdanken. Die Umfassten er würde zu chikan ös sein; da- Minister v. Miquel hält die Gründe, welche der Borrebner in voller Würdigung der großen Wichtigkeit dieser Frage und in gegen würde eine Laden oder Personalsteuer weiter zu erörtern gegen eine kommunale Regelung vorgebracht, für falsch. voller Theilnahme für alle die Bedrängten, die unter der sein. Jedenfalls anerkenne ich die Nothwendigkeit, den Kleinhandel werde den Gemeinden wohl möglich sein, eine gerechte und wirksame Bedrängniß unseres Kleinhandels leiden, die Angelegenheit zu entlasten und die großen Geschäfte stärker zur Stener heran- Besteuerung zu handhaben, wie das ja auch auf anderen Gebieten geprüft hat, bedarf wohl feiner weiteren Versicherung. Auch zuziehen. Hüten muß man sich, Steuern zur Erreichung gewisser namentlich in Industriebezirken mit Erfolg geschehen sei. Gs fet weitere Klassen der Bevölkerung leiden unter diefem Einfluß fozialer Ziele einzuführen. Es könnte sonst dahin kommen, daß man eine Verfänmniß der Gemeinden, wenn sie nicht in gleicher Weise und die Regierung bedauert, daß es ihr nicht gelungen ist, einen den Großgrundbesih so progressiv besteuert, daß nur noch der Klein- die Besteuerung der Bazare in Angriff genommen haben. Bon Weg zu finden, der mit der Reichsgesehgebung nicht im Wider besitz rentabel bleibt. Staatswegen die Sache generell zu regeln, ist schwierig; es ist schwer spruch steht und daß ihr auch ein solcher Weg von den Interpellanten Minister Dr. v. Miquel: Bisher habe ich aus den gehörten zu beurtheilen, ob ein fleineres Geschäft in einer mittleren Stadt: nicht angegeben ist. Man hat die Besteuerung der Waarenhäuser Reden nichts entnehmen tönnen, um Belehrung in dieser wichtigen nicht viel schädlicher wirkt ein größeres Geschäft in den Gemeinden sichern wollen; aber das würde wenig nüßen, Frage zu erhalten. Hoffentlich kommt das noch. Wir haben ge- der Großstadt. Nach den Erfahrungen in anderen Staates so lange man dem Staate nicht einen entscheidenden Einfluß gegen sehen, daß die Besteuerung in Frankreich, troh ihrer enormen Höhe, müssen wir doch annehmen, daß wir Ihnen feinext: über solchen Gemeinden sichert, welche die Steuer einzuführen nicht den geplanten sozialen Zweck nicht erfüllt hat. Unsere Gewerbesteuer Gefallen thun, wenn wir ein Gesetz machen, das sich willens find. Die bisherigen Steuerformen haben sich nach hat zweifelhaft viele Vorzüge vor der anderer Länder; aber nicht nachher als unwirksam erweist. Einen flaren Weg hat: den Beobachtungen und Erfahrungen, die wir gesammelt mit unrecht ist die Frage angeregt worden, ob wir in der progreffiven uns die Debatte nicht gezeigt, hoffentlich thut das die freie haben, nicht wirksam nicht wirksam erwiesen. Es ist nicht gelungen, Gestaltung der Steuersätze weit genug gegangen sind. Es wird aller Kommission. Der Gedanke, die Geschäfte nach der Zahl der Versi Das Großmagazinwesen durch Steuern wirksam einzudämmen dings vermieden werden müssen, daß mit der Steuer in die faufsgegenstände zu besteuern, ist heute nicht angeregt; er würde und in Frankreich, 100 man nach mehrfachen Steuer Er- reichsgefeßliche Gewerbefreiheit eingegriffen wird. auch zu Ungerechtigkeiten führen. Drängen Sie die Regierung nicht höhungen wieder eine 70prozentige Erhöhung verlangte, erhob sich Eine Verständigung der Einzelstaaten über den Besteuerungsmodus zu unüberlegten Schritten in dieser wichtigen Angelegenheit.( Bravo!) eine erfolgreiche Dppofition hiergegen. Damit soll nicht gesagt würde große Schwierigkeiten haben und die Regierung hat es deshalb fein, daß die Regierung vor einer Steuererhöhung zurück für das richtige gehalten, die ganze Frage zunächst der Autonomie der schreckt.( Heiterkeit.) Nach der jetzigen Lage der Gesetz Gemeinden zu überlassen und nach der heutigen Debatte verzweifle gebung können Zuschläge zur Gewerbesteuer von den Ge- ich nicht, daß auf diesem Wege eine Besteuerung möglich sein wird. meinden nicht erhoben werden und sind auch nicht zu Auch die Genossenschaft in Breslau würde auf dem Wege der Ge empfehlen. Dagegen fönnen die Gemeinden sicher sein, daß, werbebesteuerung erfolgreich zu besteuern sein. Die Umsag wenn sie ihr Besteuerungsrecht anwenden, um diesen Schwierig. steuer würde zu den größten Bedenken und UnFerdinand Laffalle.*) Abg. Dr. Hahn( wildt.): Die Frage der Großwaarenhäuser ist fommunal nicht zu lösen, ihre Schäden erstrecken sich über das ganze deutsche Vaterland.( Sehr richtig!) Jedenfalls müsse der preußische Staat erwägen, wie er durch eine geeignete Bestimmung dem Uebel ent gegenwirke. Auch auf agrarischer Seite hat man Bedenken gegen das Waarenhaus des Offiziervereins, aber dieser Verein kann nicht über einen Kamm gefchoren werden mit den Waarenhäusern; sein Geschäftstreis ist beschränkt und er macht keine unreellen Geschäfte. Ein Schlußantrag wird angenommen. Damit ist der Gegenstand erledigt. Nächste Sigung morgen( Mittwoch) 11 Uhr: Interpellation) Szmula( 3) betr. Dienstbotenmangel in den östlichen Provinzen. Schluß 4 Uhr. Boltsfeinde gehaßt werden. So auch im Schooße meiner Angehörigen. ihm furchtbar mitgespielt! Friedlich schliefen sie nun beide unter Gern ergriff ich da die Gelegenheit, einige Tage nach Mainz einem Dache. Dieser hochfirebende, geniale Mann war in jenen Jahren die und Frankfurt zu gehen, umfomehr, als für Sonntag, den Am andern Morgen war ich mit Städel auf Laffalle's Zimmer, Bielscheibe der allerheftigsten Befehdungen und Schmähungen faft 3. Juli, in der Mainstadt ein öffentlicher Vortrag Lassalle's wo er feiner Freude Ausdruck gab, daß der von ihm geplante der gesammten deutschen Presse. Der Kampf gegen ihn wurde mit angefündigt war. Mein Freund Städel, welcher deffen persönliche Empfang der Deputation schlesischer Weber im Berliner Schloßs einer Erbitterung, einer Wuth geführt, welche die beim Auftreten Bekanntschaft dort bereits gemacht hatte, ftellte mich ihm am 2. Juli unter Befürwortung Herrn v. Bismarc's glücklich zu stande ges Wagner's feinerzeit entfesselte noch bei weitem übertraf: Tag für Tag im Mainzer Bahnrestaurant vor. Mit festem Blick sah er mich aus fommen. Der König sollte aus dem Munde der Arbeiter selbst ihre wurde er in die Deffentlichkeit gezerrt, fein Wefen entstellt, seine den stahlgrauen Augen an, ergriff meine Hand und sagte, meinen Nothlage Tennen lernen und die von Lassalle formulirten Vorschläge Person verhöhut, zerfleischt und die spärlichen Ueberbleibsel von der Namen genau prononzierend: Herr Weißheimer, ich grüße Sie!" entgegennehmen.*) Dabei bediente sich Lassalle eines sehr drastischen gierigen öffentlichen Meinung verschlungen. Und was hatte dieser( Nicht etwa, wie sonst üblich:" Sehr erfreut" oder„ fehr angenehm", Ausdrucks, den ich hier nicht mittheilen will. Sodann tamen wit damals neben Bismard bestgeschmähte Mann Deutschlands gethan? wobei gewöhnlich der noch ungeläufige Name des Vorgestellten auf die etwaige Stellung der Kunst im Sozialstaat zu sprechen, Wodurch zog er sich solchen grenzenlosen Haß zu? Er hatte jene entweder ganz übergangen oder undeutlich gemurmelt zu werden welcher Lassalle ein weites, ungeahntes Feld vindizirte, weil sie dann bisher nur den Gelehrten der. Sozialwissenschaft zugängliche Er. pflegt.) allen zugänglich würde, während jetzt nur der kleinste Theil des fenntniß der ökonomischen Gefeße in eine flare, jedermann verständ Laffalle stand damals im träftigsten Mannesalter, war 39 Jahre Boltes an ihren Gaben theilnehmen könne. In diesem Punkte liche Sprache gebracht und damit das im Verborgenen glimmende alt, von schlanker, hochgewachsener Gestalt, bartlos( mit Ausnahme stimmte er ganz mit Wagner's hierüber geäußerten Ansichten überein. Lichtlein der Gelehrtenstube zu einer hellstrahlenden Leuchte für das eines unbedeutenden Schnurrbärtchens) und hielt das Haupt mit der Jch theilte ihm das mit und verwies ihn auch auf die eminent ganze Volk angefacht. Da diese Leuchte den Vertretern der mächtigen Denkerstirne hoch emporgerichtet. Die blaffen, langen, sozialistische Grundlage des in Leipzig bei Weber erschienenen Ring damaligen Erwerbszustände durchaus nicht paßte, follte sie mit aller durchfurchten und durchgeistigten Gefichtszüge hingen etwas schlaff des Nibelungen", dessen Gold feinem jeweiligen Besitzer zum Ber Gewalt wieder ausgelöscht werden. Es begann jene heftige, leiden- berab, umrahmt von dichtem, dunkelbraunem und sehr krausem derben gereichte. Mit großem Interesse nahm er davon Art und schaftliche und darum gänglich unwirksame Breßtampagne, in deren Ropfhaar. Sobald sich die vorher festgeschloffenen Lippen auf der bestellte sogleich das Buch. Hier trat nun cin Wendepunkt in dee Stürmen die Leuchte zur Fackel und bald zu einem mächtigen Feuer- fofort angetretenen gemeinsamen Weiterfahrt nach Frankfurt öffneten Unterhaltung ein. Laffalle theilte uns mit, daß er demnächst einen brand wurde, dessen sengende ,,, wabernde Lohe" die folgenden Dezen- und ihnen ein unvergleichlicher Redestrom entquoll, belebten sich die Ausflug in die Schweiz machen wolle, um vorläufig den Kos nien mit unheimlichem Glanz beleuchtete. Durch Laffalle's Schriften schlaffen Gefichtszüge, die stählernen Augen leuchteten, die hohe sequenzen einiger nicht aufzuhaltenden Verurtheilungen in zweiter war urplöglich die große soziale Frage" aufgerollt und zum Brenn- Figur schien mehr und mehr anzuwachsen. Am folgenden Tag Instanz zu entgehen. Er bedürfe der Erholung, bevor er e fonnte ich in der Mainstadt seine wohl noch nicht übertroffene Rede zu den Verhandlungen in legter Justanz tommen laffe, denn es punkt der ökonomischen und politischen Welt geworden. " Sofort suchte ich mir die so arg verlästerten Schriften zu ver- virtuosität in vollstem Maße bewundern. Er sprach in einem müffe in diesen die Wertheidigung selbst führen; überlasse er sie schaffen; denn wie einst bei Wagner sagte ich mir, dieser mit seiner neu ins Leben gerufenen Arbeiterveretne über Kapital und einem andern, so sei ihm eine stattliche Reihe von Gefängnißstraßen folcher Erbitterung Verfolgte müsse ein hochbedeutsamer Mann Arbeit und berührte gegen den Schluß seiner hochinteressanten Aus- gewiß. Zu der ihm dadurch erwachsenden Arbeit habe er jetzt keine fein. Sobald ich sie gelesen, machte ich Wagner darauf aufführungen auch die Politik. Es handelte sich darum, ob, was die Lust; darum wolle er sich auf kurze Zeit in die Schweiz begebe merksam mit dem Hinzufügen, er würde bei deren Leftüre nicht wenig liberalen Parteien wünschten, Friedrich von Auguftenburg in wo er unbehelligt sei. Schon auf dem Wege dorthin habe er mit überrascht sein, hier dasjenige wissenschaftlich begründet zu finden, Schleswig- Holstein als Herzog einziehen solle oder nicht. Lassalle der Gräfin", mit welcher er morgen in Mainz zufammentreffe, was fein prophetisches Künstlergenie ftets geahnt, was sich durch erläuterte alle Für und Wider und kam zum Schluß: es sei nicht einen furzen Ausflug in die Pfalz verabredet, um einige in alle feine früheren Schriften, besonders Die Kunst und die im Interesse des deutschen Volkes, wenn den vielen Kleinſtaaten im intereffirende historische Punkte, wie Trifels und Madenburg, Revolution", wie ein rother Faden hindurchziehe und ihnen ihre Norden noch ein neuer hinzugefügt würde; er wünsche daher dem besuchen. Falls wir( Städel und ich) Luft hätten, an dieser Partie Signatur verleihe. Gab es schon früher bei Berührung dieser Auguftenburger" teinen Erfolg. Nach diesem zweistündigen, von theilzunehmen, würde es ihn sehr freuen. Da wir zufällig ebenfalls sozialen Seite Wagner's innerhalb meiner Familie starke Meinungs- der Menge mit donnerndem Applaus aufgenommenen Vortrag eine derartige Fußtour geplant hatten, nahmen wir Laffalle's Bura verschiedenheiten, so brachte sie die Erscheinung Lassalle's in heftig schlichtete er im Nu die zwischen einigen Vereinsmitgliedern ent- fchlag mit Vergnügen an. Es wurde nun zunächst folgendes vere ften Aufruhr. In der Tagespresse wurde er als„ Helfershelfer standenen Differenzen: seiner Flammenzunge und der machtvollen abredet: Städel sollte Lassalle andern Tags nach Mainz begleiten and Mittwoch, den 6. Juli, mit diesem und der erwarteten Gräffa Bismarck's" bezeichnet das war genügend, auch ihn zu ver- Persönlichkeit konnte niemand widerstehen. Den Sonntagabend brachten wir im Holländischen Hof") am Sophie v. Hatzfeld in Osthofen eintreffen, um mich dort in Empfang dammen. Es paffirte die komische Verwechslung, daß beide in einen Topf geworfen und beide als„ Erzreaktionäre" verschrieen wurden! Goetheplatz zu, und der Zufall wollte es, daß Lassalle an der Tafel zu nehmen, weil ich am selben Tage noch( Montag Nachmittag) Mit Fug und Recht mußten daher beide als die gefährlichsten nicht weit von seinem gleichfalls in Frankfurt anwesenden Haupt- nach Darmstadt reifen wollte. Dort wünschte ich bei Frau Schindel gegner Schulze- Delitzsch zu fißen fam. Man kann sich denken, welche meisser eine Rondolenzvisite abzustatten, da vor furzem deren Gatte, *) Wir entnehmen diese bemerkenswerthen Erinnerungen an Blicke hie und da über den Tisch hinflogen und wieder zurückkamen. mein wahrer Freund und Berather, einem tüctischen Lungenleiben den größten Agitator unserer Partei dem soeben erschienenen, sehr Schade, daß der Schauplah dieses Zusammentreffens der neutrale erlegen war. Während des Dienstages mußte ich in Osthofen cina interessanten und prächtig ausgestatteten Buche W. Weißheimer's: Boden eines Hotel- Speisesaales gewesen: welch interessantes Rede treffen, um für den nächsten Tag bereit zu sein. Gegen Mittag sollte Erlebnisse mit Richard Wagner, Franz Liszt und vielen anderen turnier hätte sich leicht an einem andern Ort entwickeln können; der Besuch von Mainz kommen und womöglich das Mittagsmahl in Zeitgenossen nebst deren Briefen. Mit dem Bildniß des Verfassers denn auch Schulze- Delitzsch war in der Redekunst kein zu verachtender *) Bismard's Vermittelung wurde später im Abgeordnetenhaus und Fatfimiles von Briefen Wagner's, Liszt's und Bülow's. Druck Gegner. Als er sich nach einiger Zeit zurückzog, blickte ihm Laffalle Ein bedauerlich nach in seinem Buche Baftial- Schulze" hatte er feitens der Fortschrittspartei einer herben Kritik unterzogen, die und Verlag der Deutschen Berlagsanstalt in Stuttgart. er furz mit der Frage abschnitt, ob er die Leute erst hätte fragen * Ist neuerdings eingegangen. sollen, wie reich sie feien, ehe er sie zum König führen ließ. Band 80, VIII Seiten Titel und Inhalt, 408 Seiten und 5 Seiten Anhang. Preis geheftet 4,50 M. " " Lokales. = fuit einige dieser Beute den Main schlafend und ganz entkräftet am worden. Der Fahrpreis beträgt 10 Pf. Für Gepäck wird für Waldrand; sie weckten ihn und nahmen ihn, nachdem sie ihn vors Lasten bis zu 40 Pfd. 10 Pf., für größere Laften 20 Pf. erhoben. Arbeiter Bildungsschule. Heute Abend 9 Uhr beginnt in der her mit einem Butterbrot und einer kleinen Weiße gestärkt hatten, Inselstr. 10 der Kursus in Rede Uebung( Referat und Dis- mit zu dem Ortsvorsteher Haseloff zu Hoherlehme, der ihn nach an den Direktor Dorn vom Wintergarten als Zeichen seiner höchst en Safer Wilhelm II. hat, wie das Kleine Journal" berichtet, tuffion über gewerkschaftliche Fragen). Vortragender: Schriftsteller gestelltem Berhör durch den Gendarm Klinger dem hiesigen Amtsfriedenheit eine prachtvolle Busennadel, die einen Richard Calwer. Freitag, den 22. April, beginnt der Kursus vorsteher, Oberstlieutenant Herbst, zuführen ließ. Hier hat er taiserlichen Adler aus Brillanten darstellt, überreichen lassen. Der in Natur Ertenntniß( Entwickelung der Jdeen über Ent- eingestanden, die Luise Günther ermordet zu haben. ftehung und Zusammenhang des Weltgebäudes). Vortragender: nannte sich Ernst Sant und Er Direktor des bekannten Berliner Spezialitäten- Theaters war nämlich Dr. B. Borchardt. Wir laden zu zahlreichem Besuche ein. Der zu sein und bei seinen Eltern in Berlin, Solmsstraße 44, zu vorzuführen. Die Vorstellung hat am Sonnabend, und zwar nicht gab an, gelernter Schlächter beauftragt worden, dem Kaiser eine Serie lebender Photographien Borstand. wohnen. Er will mit der Günther ein Verhältniß gehabt und in Berlin sondern in Hamburg stattgefunden. in intimem Verkehr gestanden haben. Die That habe er nach " " 32 Wie bei allen früheren Rapitalverbrechen, so werden auch jetzt wieder die Kriminalpolizei und die Betheiligten, die Familie Günther, mit namenlosen Briefen überschwemmt, die keinen Werth haben und nur die Arbeit erschweren, weil sie erfolglose Nachforschungen und Ermittelungen veranlassen. Die Leichenhallen der hiesigen Begräbnißplätze wurden im heftigem Streit mit der Günther verübt. Das amtliche Signalement Das Polizeipräsidium theilt mit: Einem Unbekannten find Jahre 1897( bezw. 1896) zur Einstellung von 12 428( 12111) Leichen flimmt auf den Verhafteten, der geistig gestört zu sein scheint. Es dreißig fleine Packete, in blauer Papierhülle pulverförmige Goldbenutzt. Vergleicht man diese Zahlen mit den Zahlen der im ist ja allerdings keine Seltenheit, daß vagabondirende Personen sich bronze enthaltend, und ein größeres Packet gleichen Inhalts mit Jahre 1897( bezw. 1896) in Berlin Gestorbenen- 82 395( 32 319) eines Verbrechens beschuldigen, daß sie niemals verübt haben, nur grüner Papierhülle abgenommen worden. Die Packete sind verBerfonen, einschließlich 1773( 1741) Todtgeborene so ergiebt sich in der Absicht, sich vorübergehend Aufnahme im Gefängniß zu vermuthlich gestohlen. Rekognoszenten wollen sich Wochentags in den nach Berlin und in Berlin Gestorbener nach außerhalb einander schwer beurtheilen. Nach anderer Nachricht ist Sanz ein früherer Bimmer 249 melden. ( unter der Voraussetzung, daß die Transporte auswärts Gestorbener schaffen. Ob ein solcher Fall hier vorliegt, läßt sich im Augenblick Vormittagsstunden von 10-1 Uhr im Polizei- Dienstgebäude II. Stock ungefähr aufheben), daß die Leichenhallen in 38,35( 37,47) pet. aller Student der Rechte. Zur Frage der Müllabfuhr. In seiner gestrigen außer Fälle benugt wurden.( Das Gemeindeblatt", das diese Beordentlichen Sigung hat das Magistratskollegium die Beschlußfaffung rechnung bringt, giebt dabei für 1896 einen niedrigeren über ein Ortsftatut betreffend die Müllabfuhr vertagt und weiter Prozentsatz an, indem es die falsch berechnete Bahl aus befchloffen, die städtische Straßenreinigungs- Deputation zu beaufdem fehlerhaften Vorjahrberichte wiederholt.) In den 5 Vorjahren tragen: in weitere Verhandlung mit den Abfuhrunternehmern zu 1895 zurück bis 1891 war der Prozentsatz 35,83, 36,52, 33,67, 33,85, treten, behufs Herbeiführung befferer Regelung des Abfuhrwesens. 33,41. Jm ganzen ist also in der Benutzung der Leichenhallen eine Gestern Nachmittag hat unter außerordentlich zahlreicher Be- Die„ botanische Abtheilung" des Humboldthains wird. steigende Tendenz bemerkbar. Von diesen Durchschnitts- Prozent theiligung die Beerdigung der ermordeten Luise Günther auf dem vom Donnerstag dieser Woche ab den hiesigen Lehranstalten die für fäßen der ganzen Stadt weichen freilich die einzelnen Ge Jakobi Kirchhofe in Rixdorf flattgefunden. Ein Berichterstatter den naturkundlichen Unterricht während des Sommers bestimmten meinden mehr oder weniger start ab, die einen nach unten, meldet über die Szene, die sich bei dieser Handlung abspielte: Blüthenpflanzen je 100 Stück einer Art- durch Fuhrwerk zu die anderen nach oben. Vergleiche sind hier nur bis 1895 möglich, Schon um 2½ Uhr war der Andrang so stark, daß die Gendarmerie stellen. Jede Schule soll dann wöchentlich zweimal frische Senda die Zahl der Begräbnisse nach Gemeinden gesondert erst bis das den Kirchhof sperren mußte. Alle Pferdebahnwagen, die von Berlin bungen und zwar vier bis acht verschiedene Pflanzenarten erhalten. hin veröffentlicht ist( im Berliner Statist. Jahrb."). Während sich famen, waren bis auf den letzten Platz besetzt. Männer famen nur wenig Da der Schulgarten an der Brunnenstraße den gesteigerten Ans 1895 die Benugung der Leichenhallen für ganz Berlin, wie gesagt, heraus, fast ausschließlich Weiber, zum theil von sehr zweifelhaftem sprüchen, trotz sorgfältigster Ausnugung seines Geländes, allein nicht auf 35,83 pet. ſtellte, war sie z. B. auf dem Begräbnißplaz Werthe. Entferntere Anverwandte der Ermordeten kamen in dem Glauben, mehr genügen kann, so sind zur Deckung des Bedarfs noch an an ber Bartholomäus- und Immanuelkirche nur auf daß die Beerdigung um 4 Uhr stattfinde, schon frühzeitig, die Eltern deren Stellen städtische Anzuchtgärten eingerichtet worden. Für dem der Dankeskirche noch nicht 20 pCt., auf dem der Zions, und Geschwister erst kurz vor 5 Uhr. Eine Anzahl Berliner Kriminal- Naturfreunde wird der Schulgarten Mittwochs und Sonnabends Friedens und Gethsemanekirche noch nicht 15 pet. der auf den beamte war gekommen, um unter der Menge Umschau nach dem von 1 bis 6 Uhr nachmittags geöffnet sein, doch kann auch an anbetreffenden Plätzen vollzogenen Beerdigungen. Im allgemeinen Mörder zu halten, ohne Erfolg. Die Angehörigen besichtigten die deren Tagen der Eintritt nach Meldung bei dem zuständigen Oberwerden die Leichenhallen am wenigsten in den ärmeren Ge- Leiche noch einmal, dann wurde der eichene mit Trauer- gärtner ausnahmsweise gestattet werden, ebenso die Besichtigung des meinden benutzt, also da, wo die Benutzung in anbetracht der un flor behangene Sarg in der Halle aufgebahrt. Hier hielt Paftor Freiland- Bivariums, der geologischen Wand, sowie der Palmen- und günstigen Wohnungsverhältnisse gerade am stärksten sein sollte. Daß Schmidt von Heilig- Kreuz, der die Ermordete eingesegnet hat, die Treibhäuser. das nicht der Fall ist, das liegt zum theil an den Kosten der Grabrede. Mitschuldig an dem Verbrechen feien alle AnBenutzung. Die Gebühren werden zwar den Armen erlassen, aber wesenden, Von einem Ranfbold ist in der vergangenen Nacht der das ganze Volk, das sich von der Wollust und 31 Jahre alte Handlungsreisende Peter Möllenbruck aus der Bahnes ist nicht jedermanns Sache, sich auf eine umständliche und für Unsittlichkeit durchdringen lasse, nicht bloß in den unteren hofstraße 3 übel zugerichtet worden. Er ging gegen Mitternacht mit manchen auch peinliche Weise Gebührenfreiheit zu erwirken. Es Schichten. Wer sich berufen glaube, den ersten Stein auf die Er- feiner Braut durch die Schönebergerstraße seiner Wohnung zu. In tommt noch hinzu, daß durch die Theilung des Transports erst mordete zu werfen, der möge an seine Brust schlagen und sich fragen, einen Streit mit der Braut mischte sich ein Arbeiter mit unfläthigen von der Wohnung zur Halle und dann von der Halle zum Grabe ob er frei sei von Sünde. Männliche Angehörige der Ermordeten Redensarten ein. Als Möllenbruckt sich das verbat, zog der rohe die Kosten der Beerdigung überhaupt erhöht werden. trugen den Sarg zur Gruft, an der der Geistliche noch ein stilles Mensch, der sich in der Begleitung von mehreren anderen wohl ficher Auch ein Standpunkt. Das Deutsche Adelsblatt" Gebet verrichtete. Am Friedhofsthor hatten sich unterdessen wüste fühlen mochte, sofort sein Messer oder einen Meißel und stieß das hat nun glücklich herausgefunden, warum sich den deklassirten Auftritte abgespielt. Wenn das Thor geöffnet werden mußte, gefährliche Werkzeug seinem Gegner in den Schädel. Möllenbruck, Adeligen jenseits des Ozeans häufig keine andere Existenz als etwa wurde es jedesmal gestürmt. Die Gendarmen konnten oft dem An- der eine 4 Bentimeter lange und 3 Bentimeter breite Wunde erhielt, die des Kellners bietet. Man höre und staune:" Weil der Adel drange der Menge nicht wehren. Hüte, Schirme 2c., ja selbst kleine brach bewußtlos zusammen. Von der Feuerwehrwache in der Schöne feit altersher gewohnt ist, seine Söhne einem Berufe zuzuführen, in Kinder lagen am Boden und wurden mit Füßen getreten. Selbst bergerstraße, wo ihm die Samariter der Wehr die erste Hilfe an= dem sie zwar lernen, wie man sein Blut für König, Bolt und Weiber kletterten über den Zaun des Friedhofes hinweg. Auf diesem gedeihen ließen, brachte man den Schwerverletzten auf die nächste Vaterland vergießt, nicht aber, wie man im bürgerlichen Erwerbs waren mindestens 3000 Personen, wohl 2000 standen noch davor. Unfallstation und von hier in ein Krankenhaus. Der Messerstecher leben geschickt fortkommt und schnell zu Gut und Geld gelangt." Das ist Dem Erstickungstode sind gestern früh vier Personen des wurde von dem empörten Publikum gepackt und auf die Polizeigewiß eine schöne Phrase, leider aber auch eine hohle, denn das Recht, Haufes Steinmeyfir. 7 mit fnapper Noth entgangen. In dem ge- vache in der Schönebergerstraße gebracht. sich im Kriege todtschießen zu lassen und als Kanonenfutter zu dienen, nannten Hause wohnt im dritten Stock des rechten Seitenflügels ist heute weniger denn je ein erhabenes Vorrecht des Adels. Der eine Wittive Müller mit vier erwachsenen Kindern, einem Sohn und Die oft gerigte lufitte, vorn auf die Fahrräder Kleine Kinder Abel lernt daher nicht, sein Blut für's Volt zu vergießen, sondern drei Töchtern. Frau Müller schläft außer dem Hause, da sie bei au feßen, veranlaßte gestern Bormittag wieder einen schweren Unfall. höchstens das Blut des Boltes vergießen à la Brüfewiß 2c. einer Herrschaft die Wartung der Kinder übernommen hat. Montag Allee fuhr mit seinem Zweirade die Lothringerstraße entlang und Der 16jährige Sohn des Kaufmanns Thiele aus der Prenzlauer Sodann sind bei allen blutigen Gründungen um bei Abend war ihr Sohn spät nach Hause gekommen und hatte die dem Blute zu bleiben es mindestens etliche Adelige mit hoch Schwestern bereits schlafend gefunden. Eine der letzteren ist seit hatte vor sich im Sattel seine 5 Jahre alte Schwester fitzen. In der tönenden Namen, die als Lockvögel an der Spike stehen, ein Beweis, längerer Zeit leidend. Gegen ein Uhr wurden die drei Geschwister selber erlitt feinen Schaden, während seine kleine Schwefter mit dem Nähe des Schönhauser Thores tam der junge Mann zu Falle. Er daß die Söhne des Adels resp. deren ehrenwerthe Väter es sehr durch ein starkes Röche fanden sie die beiden Schlafzimmer Ropfe gegen einen Laternenpfahl schlug und bewußtlos liegen blieb. wohl verstehen und gelernt haben, im bürgerlichen Erwerbsleben ihrem großen Schrecken fanden sie " geschickt fortzukommen und schnell zu Gut und Geld zu gelangen. Das ist jedenfalls auch" standesgemäß" nach den Anschauungen des " Deutschen Adelsblattes". Der Mord in der Hafenhaide. Unter dem Verdachte, den Mord verübt zu haben, ist bei Königswusterhausen der angebliche Schlächter E. Sanh, der in Berlin bei seinen Eltern, Solmsstr. 44, wohnte, verhaftet worden. Santz hat gestanden, den Mord verübt zu haben es erscheint aber vor der Hand noch fehr zweifelhaft, ob diesem Geständniß Werth beizulegen ist. Der Verhaftete ist offenbar geist es gestört; er hat auch schon früher Aufnahme im Irrenhause gefunden. Ueber die Festnahme des Sanz wird dem Berl. Tagebl." aus Königswusterhausen berichtet: Maurer aus benachbarten Dörfern hatten in den letzten Tagen ber vorigen Woche bei ihrem Heimgang von der Arbeit wiederholt einen ziemlich gut gekleideten Mann beobachtet, der aus dem an dem Weg gelegenen Wald heraustrat, aber bei dem Herannahen der Männer wieder im Walde verschwand. Gestern Abend fanden stark verqualmt, und vom Korridor her schlugen ihnen helle Flammen entgegen, so daß ihnen der Rückzug vollständig abgeschnitten war. Die frante Schwester war bereits besinnungslos und auch die übrigen Personen vermochten sich kaum zu erheben. Auf ihr Hilfegeschrei wurden die Nachbarn munter, die zunächst die Rorridorthür auf brachen und das Feuer, das den Inhalt des Hängebodens erfaßt batte, zu löschen suchten. Mittlerweile war die Feuerwehr herbeigeeilt, welche die Flammen rasch erstickte und den vom Rauch hart mitgenommenen Berfonen Samariterhilfe zu theil werden ließ. Das frante Mädchen konnte erst nach langen Bemühungen wieder ins Leben zurückgerufen werden. Außer Verlegungen am Kopfe hatte die Kleine den linken Unterarm gebrochen. Ein Herr nahm sich der Verletzten an und schaffte sie gebrochen. Ein Herr nahm sich der Verletzten an und schaffte sie mittelst Droschke hinweg. Beim Damenturnen ist vorgestern Abend die 20 Jahre alte Schneiderin Agnes Kreja aus der Hagenauerstraße 6 verunglückt. Das Mädchen, das der ersten Damenabtheilung der Turngenoffenfchaft angehört, wollte in der Turnhalle der 6. Gemeindeschule in der Georgenkirchstraße 11 einen Weitsprung über drei Kästen machen, sprang aber fehl, tam zu Falle und schlug mit dem linken Unterfchentel so beftig auf einen Raften auf, daß das Bein brach. Die Berunglückte wurde mittels Lück'schen Wagens in ein Krankenhaus Eine nene Omnibusgesellschaft, die sich als„ Omnibus- und gebracht. Gepäckbeförderungskompagnie" bezeichnet, wird am 1. t. Mis. den In der fünften städtischen Fortbildungsschule ist die Be Betrieb mit Eröffnung der Linie Bahnhof Friedrichstraße-- Pots- theiligung an den fremdsprachlichen Kurfen eine so große, daß noch damer Bahnhof beginnen. Die Wagen haben 12 Siz- und 5 Steh- ein neuer englischer und ein neuer französischer Kursus eingerichtet plätze und auf dem Deck eine Vorrichtung zur Aufnahme des Gepäcks. werden mußte. Zu diesen neuen Kursen, sowie auch zu allen übrigen Sie sind dieser Tage dem Polizeipräsidium zur Abnahme vorgeführt Kursen des Gewerbesaales und der Fortbildungsschule werden in " der Steinmühle einnehmen; denn bei der feindlichen Stimmung, die geborene Röder v. Diersburg) sich mit der Gräfin v. Haßfeld be- Was er wollte, zog übrigens gleich darauf mit fast mehr als allerwärts gegen Lassalle und selbst gegen die Gräfin Hazfeld herrschte, schäftigten. Die Unterhaltung wurde warm und wärmer, und nach hinreichender Klarheit an feinen Zuhörern vorüber. Friedrich Städel war es durchaus nicht sicher, ob es mir gelingen würde, meine kurzer Zeit war sie bereits höchst animirt. Als da meine Brüder legte nämlich einen Theil der neuesten Streitschriften, sowie die zuletzt Eltern zu einem freundlichen Empfang diefer Gäste umzu Julius und Gustav, der Turner, zum Vorschein kamen, begrüßte sie gehaltenen, im Druck erschienenen Vertheidigungsreden vor diversen ftimmen. Für den sehr möglichen Fall des Gegentheils hatte ich Lassalle und schlug letterem mit den Worten:" Fürwahr, eine wahre Gerichtshöfen auf den Tisch und bat Lassalle, der Gesellschaft mir vorgenommen, dieselben an der Station erst gar nicht aussteigen Reckengestalt" wohlgefällig auf die Schulter. Nun ging es die daraus einiges zum besten zu geben. Bereitwillig legte er sich das zu lassen, sondern mit ihnen direkt nach Worms zu fahren. Immer- Treppe hinauf zu Tisch. Lassalle hatte mich zuvor auf die Seite Material zurecht und hielt dann einen Vortrag, der mir Zeit meines hin mußte die Veranstaltung dieses vielleicht allermerkwürdigsten genommen und gefragt, ob die Helene" mit am Tisch fiyen dürfe; Lebens unvergeßlich bleiben wird. In kürzester Uebersicht gab er Besuches in Osthofen versucht werden, und ich flopfte zu diesem sie sei ein gebildetes Mädchen und würde sich durchaus bescheiden die Quintessenz feiner folossalen Rede über die indirekten Steuern, 3weck zuerst bei meiner Mutter an. Raum hatte sie den Namen benehmen. Ich sagte das meinem Vater Ich sagte das meinem Vater ihm waren junge welche in der Hauptverhandlung einen ganzen Tag lang dauerte, Lassalle" und" Gräfin v. Haßfeld" gehört, als sie heftig erschrocken hübsche Gesichter sehr sympathisch und so ward auch dieser zu welcher er auf dem Gerichtstisch eine kleine Bibliothek aufgestellt zur Thüre hinauslief. Ich wandte mich nun an meinen Vater, Bunft bald in Ordnung gebracht und Städel neben Helene und mit welcher er die Richter und besonders den Staatsanwalt der, mit der Ausarbeitung seiner umfangreichen Geschichte Oft placirt. Beim Hinaufsteigen fagte mir mein Bater:" Der Herr fast zur Verzweiflung gebracht hatte. Schien er die zulässigen hofens beschäftigt, an seinem Schreibtisch faß und in seine Laffalle ist ja ein hochmerkwürdiger Mann, den ich durchaus Grenzen der Bertheidigung hart zu streifen, so unterbrach ihn der Arbeit so verlieft war, daß er von meinem Gespräch mit der unrichtig beurtheilt und mir gauz mir ganz anders vorgestellt hatte. Staatsanwalt und beantragte, dem Angeklagten das Wort zu ents Mutter nichts gehört hatte. Er hielt gerade das Kapitel über die Mie doch die Zeitungen einen Menschen entstellen können!" Bei ziehen. Diefer, dem wegen angeblicher Erregung von Haß und herzoglich von Dalbergischen Besitzungen und besonders die Franz Tisch nahm er zwischen Lassalle und der Gräfin Platz, welche am Berachtung" eine vielmonatliche Gefängnißstrafe drohte, wehrte sich v. Sickingen's in der Osthofener Gemarkung aufgeschlagen, und ich oberen Ende faß. Troß ihres vorgerückten Alters war ihr ein natürlich bis zum Aeußersten. Er mußte beweisen, daß das, beschloß, an diesen ihn am meisten intereffirenden Punkt anzuknüpfen. fchönes blondes Haar geblieben, welches den interessanten Kopf in was er geschrieben, Wissenschaft sei, während der StaatsIch sagte ihm, mit Franz v. Sickingen habe auch Lassalle sich viel noch reicher Fülle umgab. In ihrem sehr ausdrucksvollen Gesicht anwalt behauptete, es sei feine Wissenschaft.( Das Gesetz erklärte beschäftigt und sogar eine fünfattige Tragödie gleichen Namens ver- zeigten sich bereits viele Falten. Sie mochte etwa zwanzig Jahre nämlich die Wissenschaft und ihre Lehre für frei.) Da nun Lassalle faßt, heute käme der berühmte Autor zu einem furzen Besuch hierher, älter fein als ihr berühmter Freund, der ihr einst durch seine kühne in umfassendster Weise aus allen nationalökonomischen Werken nicht da hätte er die schönste Gelegenheit, sich mit demselben über Vermittelung ein großes Vermögen rettete.*) blos der deutschen, sondern aller Kulturländer überzeugend das Sickingen zu unterhalten, und um diese ihn gewiß in hohem Grade Nach dem Effen trat plöblich ein äußerst heiterer Zwischenfall Wissenschaftliche seiner Lehre nachgewiesen zu haben glaubte, und intereffirende Unterredung am bequemften und angenehmsten zu ein. Meine Mutter, welche Lassalle zur Seite faß, hatte eine ähn der Staatsanwalt es immer noch bestritt, entschlüpften ihm die machen, habe ich Lassalle mit der Gräfin Haßfeld gleich zum Mittag liche Frage auf dem Herzen wie die, welche sie vor zwei Jahren Worte: Was, keine Wissenschaft? Da muß je der Staatsanwalt essen eingeladen. Als ich auf den erstaunten Mienen meines Vaters an Richard Wagner stellte, auf welche er lächelnd die Antwort ein wahrer Ausbund der Wissenschaftlichkeit" sein, wenn er das nicht Sturm" aufsteigen fah, warf ich schnell noch ein: Laffalle sei ein schuldig geblieben war. Jezt faß sie wieder neben einem anderen für Wissenschaft gelten lassen will, was in diesen gelehrten Werken höchft eleganter und sehr vermögender Mann, ein Gelehrter fonder hochbedeutenden Manne, dessen Auftreten in der Welt so großes hier geschrieben flebt." Bei der Stelle Ausbund der Wissenschafts gleichen, der nicht blos die Geschichte bis aufs i- Tüpfelchen tenne, Aufsehen machte, über deffen wahre Absichten sie bisher gänzlich im lichfeit", welcher sich noch die scharfe Frage: Bin ich denn der wiffent sondern alles wiffe, fein Besuch sei daher eine große Ehre für uuttaren geblieben, und über die sie doch so gern Klarheit gehabt schaftliche Prügeljunge des Staatsanwalts?" anschloß, schlug er in unser Haus. Nun beobachtete ich meinen Bater. Er überlegte. hätte. Als gerade für einen Augenblick die animirte Unterhaltung Dihofen so heftig auf den Tisch, daß alle Weingläser klirrend Die aufgeregten Gesichtszüge beruhigten sich allmälig, und schließlich zu einem Stillstand gekommen, faßte sie sich ein Herz und sagte: in die Höhe fubren. Aehnlichen Effekt mußten in der Hauptmeinte er: auch dem Feinde dürfe man unter gewiffen Umständen" Nun, da wir gerade so gemüthlich beisammen find, so können Sie verhandlung diese Worte auf den Herrn Staatsanwalt gemacht die Gastfreundschaft nicht verweigern, immerhin sei es intereffant, mir doch auch sagen, Herr Lassalle, was Sie denn eigentlich haben. Auch er sprang auf und erreichte nun wirklich, daß der einen solchen Mann sich einmal in der Nähe ansehen zu können Lassalle stutte einen Moment, ergriff aber schon Gerichtshof dem Angeklagten das Wort definitiv" entzog. Dieser und wenn es der Mutter recht sei, wolle auch er nichts dagegen im nächsten meine Mutter und drückte ihr mit den Worten:„ D, Sie sagte:" Gut, so werde ich Ihr Urtheil mit freuzweis verschlungenen haben. Nach einigem Widerstand brachte ich auch die Mutter herum. föstliche Frau!" einen schallenden Kuß auf den Mund, der alles Armen stumm über mich ergehen lassen. Zuvor muß ich jedoch auf Im Saale wurde die Tafel bereitet, und um Mittag holte ich die Weiterfragen verstummen machte. Bei dieser gänzlich ungeahnten Artikel soundsoviel, in den Verordnungen Band soundsoviel, auf Gäste von der Bahn ab. und blitzschnell ausgeführten Operation brach natürlich bei allen die Seite soundsoviel zc. verweisen und beantrage, mir das Wort wieder In Osthofen mochte sich schon die Kunde von der Ankunft des ungeheuerste Heiterfeit aus. Selbst meine Mutter lachte mit, und zu ertheilen." Der Gerichtshof hielt eine furze Berathung und kam Gefürchteten verbreitet haben; aus geöffneten Fenstern blickten mein Vater rang noch lange Zeit nach Luft. Eine bessere Antwort zum Beschluß:„ Der Angeklagte hat wieder das Wort!" Geraume fcheue, neugierige Gefichter, als Stäbel, die Gräfin führend, an auf diese verfängliche Frage hätte Lassalle für den Augenblick gar Beit ging es dann noch weiter, und schließlich wurde Lassalle, der erst ihrer Seite die bildhübsche Kammerzofe Helente, durch die Straßen nicht finden können. zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, freigesprochen, schritt und ich mit Lassalle hinterdrein fam. Endlich in der Steinnachdem er den Richtern der höheren Instanz die Versicherung ge= mühle angelangt, war vorerst der Empfang nur ein höflich- frostiger. geben hatte, daß ihm eine etwa viermonatliche Gefängnißhaft weit Ich brachte Lassalle mit meinem Vater zusammen, die sich bald in*) Bekanntlich gelang es ihm, durch seine Freunde Mendelssohn weniger Beschwer verursacht haben würde als die Mühe, aus allen ein historisches Gespräch miteinander vertieften, während meine und Oppenheim der Maitresse des Grafen Haßfeld jenes Dokument Ländern Europa's den Beweis herbeizuschaffen, daß seine Lehre in Schwester Lenchen, die Mutter und meine Schwägerin Auguste( eine zu entreißen, welches sie zur Besitzerin des Bermögens der Gräfin, der That Wissenschaft sei. feiner Frau, machen sollte. Von der wider ihn erhobenen Anklage ( Schluß folgt.) *) E3 mag auch in meiner alt- protestantischen, wenngleich liberal der Verleitung zum Raffetten- Diebstahl wurde er nach seiner giganbenkenden Familie zu der Abneigung in stillen doch etwas der tischen Vertheidigungsrede am 11. August 1848 von dem Assisenhof Umstand beigetragen haben, daß Lassalle Jude war. D. V. zu Köln freigesprochen. D. V. wollen". genug, des ihm das dieser Woche noch Schüler aufgenommen. Meldungen nimmt täglich| Musik der Alexander drang, erklärte der Pfarrer von der Kanzel,| Zöchterlein eines verstorbenen Seiters eines großen Gemeindewesens pon 12-1 mittags und 7-9 Uhr abends entgegen Herr Rektor daß er unter diesen Umständen, da die Gemeinde doch keine rechte ift. Nach dem Tode des Vaters hatte sich die Mutter mit ihren Berndt, Hagelsbergerstr. 34. Andacht haben tönne, den Gottesdienst aufhebe, um ihn Kindern nach Berlin begeben. Während sich die beiden Söhne Im Paffage Panoptikum ist zur Zeit eine Gesellschaft von abends 6 Uhr abzuhalten. Wie wir hören, ist es Pfarrer Rödenbeck zu hochgeachteten Stellungen durchgearbeitet haben, wurde Zogolenten ausgestellt. Togoland an der westafrikanischen schon einmal passirt, daß er nur mit großer Mühe den Gottesdienst die jüngste Tochter Margarethe von ihrem Kismet auf Sklaventüfte war bekanntlich eines der ersten Objekte der deutschen zu Ende führen konnte, weil er durch Musit vom Schloßhofe her abschüssige Bahnen geleitet. In einem hiesigen Schuhwaarengeschäft Kolonialpolitik; im Frühjahr 1884 wurde dort die schwarz- weiß- gestört wurde." war ein junger Kaufmann namens Christ u beit als Buchhalter rothe Flagge gehißt und die Metropole dieses Landes, das berühmte angestellt, ein Mann, der keineswegs verschwenderisch von der Natur Klein- Popo, gelangte weniger wegen seiner inneren Vorzüge als Soziale Rechtspflege. ausgestattet ist, aber dafür ein recht böses Vorleben hinter sich hat, wegen feines urdrolligen Namens schnell zu einer gewiffen wovon eine von ihm abgebüßte 11/2 jährige Zuchthausstrafe Zeugniß Popularität. Unzählige Roupletdichter betrachteten Klein- Popo Achtung des Menschenlebens auf der ,, Rübenbahn". Eine ablegt. Wie erzählt wird, ist er der Sohn eines Kaffenals Zielscheibe einer zwar mageren aber auf jeden Fall Unfallsache, bei der menschliche Tücken und gefährliche Betriebs: verwalters in einer Provinzialstadt und hat einmal einen patriotischen Witboldigkeit, und wer als humoristischer Zeichner einrichtungen eine große Rolle spielten, hat das Reich 3- Ver- regelrechten Einbruch in das Rassenlokal seines Vaters Geschäfte machen wollte, malte die Bewohner dieses Ortes, wie fie, ficherungsamt erledigt. Die 3nderfabrik Wierscho 3- unternommen und eine nicht unbedeutende Summe gestohlen. den Kommißhelm auf dem Schädel, unter Leitung eines preußia wice in der Provinz Posen hat ihre eigene Eisenbahn( Rüben- Gerade dieser Mann hatte es dem jungen Mädchen angethan und schen Unteroffiziers fich am preußischen Drill ergößten. Sei es nun, bahn"), bei deren Betriebe sie mehrere Lokomotivführer, die zugleich ihm hat sie nicht nur die eigene Ehre, sondern auch die Ehre ihrer daß die deutsche Kultur noch nicht bis zu den hier ausgestellten die Zugführer sind, und auch mehrere Seizer beschäftigt. Familie geopfert. Sie fnüpfte mit ihm hier ein Liebesverhältniß Leuten vorgedrungen ist, sei es, daß bei den Geistreichigkeiten der Die Bahn war 1893 eine eingeleifige und auf diesem einen an und offenbarte ihrem Vormunde eines Tages, daß Chriftubeit achtziger Jahre die reale Unterlage überhaupt nicht bedeutend war, Geleife verkehrten die manchmal mehr als zwanzig Wagen sie heirathen wolle. Während der Vormund noch Nachdie Männer im Passage Panoptikum laffen sozusagen enthaltenden Rübenzüge nach beiden Richtungen hin. forschungen nach den persönlichen Verhältnissen alles das vermissen, was den Rolonialschwärmern als Mehrere einfache Weichen ermöglichten den Verkehr in dem Falle, bedenklich erscheinenden Bräutigams anstellte, war Ziel afrikanischen Negerstrebens vorschweben mochte. Es ist wo zwei Züge einander entgegenkamen. Es bestand die Vorschrift, Pärchen plößlich verschwunden. Es gelang erst nach drei ein freier, selbständiger Menschenschlag, der aufrechten Hauptes den daß der leere Bug ausweichen und nöthigenfalls bis zur nächsten Monaten ihre Spur zu entdecken, die nach Hamburg führte. Dorthin Trägern deutscher Kultur gegenüber tritt und anscheinend noch alle Weiche zurückfahren müsse. Am 19. Dezember 1893 kam es an einem war das Pärchen abgedampft und führte daselbst mit einander ein Borzüge selbstbewußten Wesens besitzt, die dem„ Wilden" jene viel- Busammenstoß der von den Lokomotivführern Plath und Dswina weniger schwelgerisches als abenteuerliches Dasein. Er benutzte seine bewunderte natürliche Grazie verleihen. Männer und Frauen find geführten Büge, wobei Plath sehr schwer und zwei Heizer tödt Kunstfertigteit als Gesangskomiter und Biolinspieler, um durch von schlankem, ebenmäßigem Körperbau und gehen in Form und ich verletzt wurden. Plath wurde später wegen fahr- allabendliches Auftreten in einem Hamburgischen Chantant die noth Farbe fast geschmackvoll geileidet. Auch die geistige Veranlagung lässiger Tödtung und Gefährdung eines Eisenbahntransportes zu wendigsten Mittel zum Lebensunterhalt zu erwerben, und als diese Be der Togoleute ist, wenn man ihren lebhaften Augen und den Ver- drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Straftammer stellte fest, schäftigung aufhörte, war er als Billeteur an einem Vorstadttheater ficherungen des Direktors Neumann trauen darf, durchaus nicht daß Plath entgegen den Betriebsvorschriften mit seinem, bis auf 4 thätig. Auf Antrag des Vormundes wurde schließlich der Entführer. niedrig einzuschäzen. Sie sollen sich mit Würde in die deutsche Protektion von etwa 25 Wagen, leeren Zuge nicht eine bestimmte Weiche be- des Mädchens verhaftet und das Liebesidyll hatte ein Ende gefunden haben und offenbaren sogar eine patriotische Gesinnung, die nutzt hatte, obwohl er auf das Herannahen des von Oswina ge- mit Schrecken gefunden. Zu dem geftrigen Termine war mit den vaterländischen Gefühlen unserer Staatserhaltenden eine führten Buges aufmerksam gemacht worden war, und ferner, Fräulein Margarethe aus Hamburg hierher gekommen. Das frappirende Aehnlichkeit aufweist. Ihre in der Bewunderung Deutsch- daß er seinen Heizer zunächst gewaltsam verhindert hatte, junge, furz vor der Großjährigkeit stehende Mädchen wirkt lands aufgehende Politik ist do ut des: Ich gebe, damit Du giebst. bremsen. Die Bremsversuche im legten Augenblick jetzt in einer besseren Konditorei Hamburgs als Verkäuferin, Monarchisch durch und durch haben sie gleich dem Musterbürger waren besonders bei Oswina nicht von dem erwünschten lehnt aber alle Aufforderungen ihres Vormundes, wieder zu ihrer im lieben Deutschland daheime mit flarem Blick erkannt, daß der Erfolge, da er bergab fuhr und die Direktion das Familie zurückzukehren, entschieden ab und hat die Absicht gePatriotismus als honnetter, lohnender Erwerbszweig aufgefaßt Streuen von Sand verboten hatte. Der Strafrichter äußert, nach Amerika auszuwandern. Der Angeklagte vers werden muß. In einer Hymne, die sie in der Ewesprache vor- ftellte weiter fest, Plath habe aus Gehässigkeit gegen den bei der Direktion theidigte sich gestern durch die Behauptung, daß er das mindertrugen, versicherten sie den deutschen Kaiser ihrer unwandel wohlgelittenen Oswina durch seine verbotswidrige Handlung versuchen jährige Alter des Mädchens nicht gekannt und er dasselbe gar baren Treue, machten aber, wie der Direktor verdollmetschte, wollen, Dswina zum Halten und zum Zurückfahren bis zur nächsten nicht wider dessen Willen entführt" habe, vielmehr das Mädchen ausdrücklich zur Bedingung, daß die monarchische Gesinnung Weiche zu bewegen, um es Dswina unmöglich zu machen, noch am selbst die treibende Kraft zu der Flucht nach Hamburg gewesen in flingender Münze honorirt werde. Weiter hat es felben Tage einen dritten Rübenzug an Ort und Stelle zu bringen. fei. Der erste Einwand wurde als unrichtig dargethan, der zweite, der deutsche Agrarier auch noch nicht in nationaler Sammlungs- Das Gericht rechnete ihm als mildernden Umstand die un fonnte nicht durchschlagen, da§ 237 des St.- G..B. ausdrücklich politik gebracht. Wir zweifeln nicht daran, daß die Berliner Be- ficheren Betriebsverhältnisse an; der Betrieb ist nach denjenigen bestraft wissen will, der, eine minderjährige, völkerung sich lebhaft für unsere afrikanischen Landsleute inter- gerichtlicher Feststellung durchaus sicherheitswidrig gewesen. Der unverehelichte Frauensperson mit ihrem Willen, jedoch ohne effiren wird. Staatsanwalt stellte auch gegen den Direktor Ridklinghausen Einwilligung ihrer Eltern oder ihres Vormundes, entführt, um sie Fenerbericht. Montag Abend 8 Uhr entstand Strom str. 53 Ermittelungen wegen fahrlässiger Zödtung an, das Verfahren zur Unzucht oder zur Ehe zu bringen." Der Gerichtshof verdurch eine umgeworfene Petroleumlampe ein Zimmerbrand, der aber wurde aber eingestellt. Plath verlangte nach Erledigung seiner urtheilte den Angeklagten zu neun Monaten Gefängniß. abgelöscht werden konnte, bevor größerer Schaden entstand. Kurz Straffache, die infolge seiner schiveren Verlegungen einige Als ftraffchärfend erwog der Gerichtshof, daß für das einer„ an darauf ging Jäger str. 1 der Inhalt eines Schaufensters in unfallrente. Er war aus dem Krankenhause als völlig lag, in der Fremde unter Leitung des Angeklagten noch tiefer zu Zeit beanspruchte, von der Zucker- Berufsgenossenschaft eine ständigen" Familie angehörende Mädchen die Gefahr sehr nahe Flammen auf. Dienstag Nachmittag 3 Uhr brannten Weißenerwerbsunfähig entlassen worden. Die Berufsgenossenschaft und das finten; als ftrafmildernd wurde dem Angeklagten zu gute gerechnet, burgerstr. 73 Gardinen und Möbel. Schiedsgericht wiesen ihn ab, weil er einer selbst daß sich das Mädchen auch schon in Berlin nicht vorwurfsfrei ge geschaffenen Gefahr erlegen sei und auch vorfäß führt hatte. lich gehandelt habe. Das Reichs- Versicherungsamt ver ift. Gerichts- Beifung. • And den Nachbarorten. Ju Braunschweig wird am heutigen Mittwoch nach fast In der legten Sigung der Nixdorfer Gemeinde- urtheilte jedoch die Zucker- Berufsgenossenschaft mit folgender 21/ 2jähriger Untersuchung und wiederholter Bertagung der Sache vor In der lezten Sigung der Rigdorfer Gemeinde bertretung theile Gemeindevorsteher Boddin zunächst mit, daß Begründung: Zwar sei anzunehmen, daß der Kläger aus Abneigung der zweiten Straffammer des Landgerichts der Beleidigungsprozeß der von der Arbeiterpartei gewählte Gemeindeverordnete Schant gegen Divina dieſem habe Schwierigkeiten bereiten wollen, verhandelt, den das herzoglich braunschweigische Staatsminifterium wirth Bauselow die Wahl wegen anhaltender Kränklichkeit ab- indeffen könne nicht angenommen werden, daß er den 3u gegen den Direktor des Hohenzollernmuseums und Dirigenten der gelehnt habe. Die Vertretung behielt sich vor, in nächster Sigung fammenstoß mit feinen Folgen beabsichtigt babe. Kunstfammlungen der königl. Schlösser in Berlin, Dr. Paul Seidel, Eine Beseitigung feines Rechtes auf Unfallrente hierüber einen Beschluß zu fassen. Die Gewerkvereine Rixdorfs auf Unfallrente durch sowie gegen dessen Bruder, den Schriftsteller Heinrich Seidel in Großhaben eine Resolution eingereicht, in welcher sie die Ablehnung vorfäßliches Herbeiführen des Unfalles liege darum nicht Lichterfelde bei Berlin angestrengt hat. Die eigentliche Ursache des des Gewerbegerichts lebhaft bedauern und um baldige Er- vor. Es bleibe zu entscheiden, ob er sich durch sein Verhalten außer Prozesses bildet der Selbstmord des Chefarztes der chirur richtung eines solchen bitten. Auch das müsse verneint gischen Abtheilung des herzogl. Krankenhauses in Braunschweig, Dr, med. Dalmer hat sich bereit halb des Betriebes gesetzt habe. werden. An und für sich hebe ein verbotswidriges Handeln den Prof. Dr. Hermann Seidel, der, als er am 8. November 1895 erklärt, das ihm angetragene Amt als leitender Arzt des Ge meinde- frankenhauses zu übernehmen, jedoch erst vom 1. Juni Anspruch noch nicht auf und der fragliche Vorgang babe sich in so bekannt wurde, überall Bedauern und Befremden hervorrief. Aber schon ab. Der bisherige Anstaltsarzt will bis dahin feine Funktionen thätigkeiten abgespielt, daß man fagen müsse, der Unfall sei beim brangen Gerüchte in die Deffentlichkeit, die zu der Annahme führen engem Zusammenhange mit dem Betriebe und mit Betriebs- einige Tage nach dem Tode des allgemein beliebten Mannes weiterführen, weshalb die Vertretung mit dem Aufschub einverstanden Betriebe erfolgt. Und auch das schwere Verschulden des Klägers mußten, daß Seidel nicht freiwillig in den Tod gegangen, sondern durch Einige Etatsüberschreitungen werden genehmigt. Zur Vor berathung von Neuwahlen der Kommissionen und Kuratorien wird an dem Unfalle und seinen graufigen Folgen genüge nicht, die Intriguen und Mißhelligkeiten aller Art zum Selbstmorde getrieben eine Rommiffion niedergefeßt, welcher auch Genosse Regerau an- Borenthaltung der Rente zu rechtfertigen. worden war. Zur vollen Bestimmtheit wurde das Gerücht, als am 5. Degehört. Auf eine Aufrage, wie weit die Angelegenheit behufs Erzember 1895 dte beiden Angeklagten eine umfangreiche Erklärung vers Yangung des Stadtrechts gediehen sei, erwidert Ge öffentlichten, in der sie vier namentlich bezeichnete Assistenzärzte der meindevorsteher Boddin, daß der Gemeinde jetzt eine Verchirurgischen Klinit, die Doktoren Hornemann, Jacobi, Beisheim und den fügung zugegangen sei, in welcher die Führung eines Ver Muß aus der göttlichen" Weltordnung eine menschliche Bolontärarzt Dr. Denecke als Urheber eines gegen den Verstorbenen einmögensnachweises und ein Nachweis über Gemeinde Grund- werden? = Vor der 130. Abtheilung des Schöffengerichts stand geleiteten Disziplinarverfahrens bezeichneten und im Anschluß besit verlangt werde; außerdem solle der letzte Etat und der Finals gestern der Arbeiter Reinhardt Döring unter der Anklage des baran schwere Borwürfe gegen die Genannten erhoben. Es handelte abschluß pro 1897/98 eingereicht werden. Letzterer sei erst im Mai Bergebens gegen das Nahrungsmittelgesetz und des Mundraubes. sich darum, daß Professor Dr. Seidel mit eingelieferten Kranken durchführbar und werde dann sofort der Verfügung nachgekommen Der Angeklagte stand in den Diensten des Abdeckereibesizers nachlässig umgegangen sein sollte. Ferner war ihm in einer werden. Die Gemeinde Rixdorf hatte bekanntlich von der Stadt Neubert. Eines Tages wurde er dabei ertappt, als er ein Dhrfeigengeschichte mit dem Sanitätsrath Dr. Mack eine Ver zum Vorwurf gemacht. Berlin auf grund des Kommunal- Abgabengefeßes einen Beitrag von Stück Rindfleisch von einem Thier, welches seinem Arbeit- legung der ärztlichen Standesebre 98 000 M. Schulzwecken verlangt. Da Berlin ohne be- geber zur Vernichtung überwiesen war, in einem Tuch mit nach worden, so daß das herzogliche Staatsministerium den Wirklichen sondere Begründung jede Zahlung abgelehnt hat, soll nunmehr im Hause nehmen wollte. Er gab auf Vorhalten zu, daß er wieder- Geh. Rath Hartwieg mit der Suspension Seidel's beauftragte. Kurz Klagewege vorgegangen werden: Schöffe Rechtsanwalt Bürkner holt derartige Entwendungen begangen habe. Aber die Noth habe nach der Einleitung des Disziplinarverfahrens hatte dann Prowird mit der Vertretung der Gemeinde betraut. ihn dazu getrieben. Außer seiner starken Familie habe er einen feffor Seidel durch Morphium seinem Leben ein Ende gemacht. Zum befoldeten Stadtrath( Syndikus) von Schöneberg franken Bater zu ernähren und sein Verdienst habe dazu nicht aus- Das herzogliche Staatsministerium hat nun wegen der in der hat gestern die dortige Stadtverordneten Versammlung nach zweigereicht. Das entwendete Fleisch sei in seiner Familie verzehrt Erklärung der Angeklagten enthaltenen Beleidigungen der vors maliger Stichwahl den Magiftratsassessor Blantenstein Berlin worden, ohne daß dadurch ein Schaden herbeigeführt worden sei. erwähnten vier Assistenzärzte die Anklage gegen die Gebr. Seidel erheben gewählt. Er erhielt von den 43 abgegebenen Stimmen 23, während Der als Sachverständiger vernommene Thierarzt begutachtete, daß an lassen. Ueber die einzelnen Handlungen, die dem Verstorbenen zur fein Hauptgegner, Stadtrath von Wurmb in Gera, der früher in dem Stück Fleisch, das dem Angeklagten abgenommen worden war, Last gelegt worden waren, sind auf Antrag der Angeklagteu Reihe von Gutachten eingefordert worden. Außerdem der Landgemeinde Schöneberg bereits juristischer Hilfsarbeiter des nicht mehr zu erkennen gewesen sei, aus welchem Grunde eine Gemeindevorstandes war, 20 Stimmen erhielt. das geschlachtete Stück Vieh von der Behörde beschlagnahmt worden sind zur Verhandlung zahlreiche Mediziner als Sachverständige war; es sei nur festzustellen gewesen, daß das Stück Fleisch, welches vorgeladen worden als Zeugen der herzoglich braunDie Lehrerbesoldungsfrage hat jeht in Schöneberg endlich der Angeklagte mit seiner Familie verzehren wollte, hochgradig schweigische Staatsminister Dr. Otto, Wirkl. Geh. Regierungsihre Erledigung dadurch gefunden, daß die Regierung zu Potsdam die noch von der früheren Gemeindevertretung am 14. März be- faulig gerochen und ein unappetitliches Aussehen gehabt habe. Der rath Hartwieg, Regierungsrath Sievers, die beleidigten Assistenzärzte Staatsanwalt hielt sowohl das Vorgehen wie die Uebertretung für und eine lange Reihe von Aerzten und Privatpersonen, deren Aufschloffene neue Gehaltsstala nunmehr bestätigt hat. Es wird jetzt vorliegend und beantragte eine Gesammtstrafe von 3 Tagen Gefängniß. führung zu weit führen würde. Die Anklagebehörde wird Erfter also das Grundgehalt der Schöneberger Lehrer 1400 m., die Der Gerichtshof sprach den Angeklagten wegen des Bergebens frei, Staatsanwalt Bode vertreten, die Vertheidigung der beiden Analso das Grundgehalt der Schöneberger Lehrer 1400 m., die Miethsentschädigung 550 M. und die Alterszulage 200 M. bis zum da er das gesundheitsschädliche Fleisch weder verkauft noch ver- geklagten führt Rechtsanwalt Dr. Huch- Braunschweig. Höchstgehalt von 3700 M. betragen, während die wissenschaftlichen schenkt, also nicht in Berkehr gebracht habe. In betreff des Mund- Wegen Verkaufs von tuberkulösem und finnigem Fleisch Lehrerinnen ein Grundgehalt von 1200 Mart, die technischen Lehrerinnen ein solches von 1000 m. und endlich die Rektoren ein raubes müsse dagegen der Angeklagte verurtheilt werden und da habe in robem Zustande, das aus der Kochküche stammen foll, schwebt Anfangsgehalt von 2200 M. nebst 800 M. Miethsentschädigung und der Gerichtshof mit Rücksicht auf die ganze Sachlage nur auf 1 W. bekanntlich ein Prozeß, in dem die Schlächtergesellen Wolter und Fischer, sowie der Schankwirth Otte aus Plößenfee die Haupt200 M. Alterszulage bis zum Höchstgehalt von 4800 m. beziehen. Ein geftändiger Brandstifter mußte gestern von den Richtern angeklagten find. Der Kreis der Verdächtigen hat nun im Laufe In Pankow wurde gestern Genosse Ferdinand Kaulich zur infolge einer eigenartigen Veranlassung freigesprochen werden. Vor der Untersuchung durch verschiedene Beugenaussagen eine erhebliche Letzten luhe gebettet. Obgleich die Nachricht über das Leichenbegängniß dem Schwurgericht am Landgericht II, welches gegenwärtig unter Ausdehnung gewonnen, so daß zur Zeit insgesammt zehn Personen erst in letter Stunde bekannt geworden war, hatte sich doch dem Vorsitz des Landgerichtsraths Weber tagt, stand der Maurer- unter Anklage stehen. Es erregt in Schlächterkreisen großes Aufsehen, eine stattliche Anzahl Genossen, Freunde und Bekannte, Männer wie geselle Herrmann Bienide aus Mahlsdorf, Kreis Nieder- daß auch die Schlächtermeister Hermann Bothe und Franz Krause, Frauen, eingefunden, um den Verstorbenen zu ehren. Das Gros des Barnim. Bienice kam eines Mittags betrunken nach Haufe. Seine fowie der Sohn des Pächters der Kochanstalt, der Handlungsgehilfe Tranergefolges bildeten die Töpfer, deren langjähriger Organisations Mutter machte ihm Vorwürfe, er verließ daher deren Wohnung. Edgar Talte, zu den Angeklagten gehören. vorsteher Kaulich gewesen ist. Als Zeichen der Anhänglichkeit wurden begab sich zu einer nur zehn Schritte entfernten Scheune, die zum viele Kränze, 11. a. vom Zentralverband der Töpfer"," Arbeiter Mittergut Mahlsdorf gehört, brach mit einem Werkzeug eine eiserne Bildungsverein" in Pankow 2c., am Grabe des Verstorbenen nieder Traille von einem Kellerfenster der Scheune ab, stieg durch das gelegt. Erschütternd waren die Klagen der Frau unseres Genossen, Fenster in den Keller, gelangte von hier aus in die Scheune und zündete das auf der Tenne umber liegende Stroh an, wobei die er mit 7 unmündigen Kindern zurückgelaffen. er von dem Wirthschaftsinspektor und dem Vogt erwischt wurde. " Geldstrafe erkannt. und Witterungsübersicht vom 19. April 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometerftand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G Stationen Barometerstand mm rigtung Wind Windstärke 3 bedeckt 5 Haparanda 774 9 759 NW 758 WNW 4 Regen 2 bedeckt 4 wollig Wetter Temp. n. 6. 16.= 4° 9.5 2 wolkent-6 2 bedeckt 3 Petersburg 5 Cort 760 N 1 heiter 8 Aberdeen 762 SO 4 bedeckt 9 Paris 760 SSD 2 bedeckt 760 23 3 bedeckt 10 Wetter- Prognose für Mittwoch, 20. April 1898. Ziemlich fühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend, trübe mit geringen Niederschlägen und mäßigen westlichen Winden. Wegen Errichtung einer Handelskammer beriethen gestern im großen Saale des Handelsministeriums die Vertreter von Das Feuer wurde noch im Reime erstickt und der Brandstifter Potsdam und Brandenburg unter Vorsitz des Regierungspräsidenten wurde einem Gendarmen zugeführt. Vorher stets geständig, ver Swinemde. 756 2 Grafen Hue de Grais. Man einigte sich und erhielt die Zusage fuchte er heute zu leugnen, bequemte sich aber schließlich doch zu Hamburg des Ministeriums dahin, daß in beiden Städten Handelsvertretungen einem umfassenden Geständnisse und gab als Motiv an, daß er Berlin eingerichtet und die Kompetenzen nach den Potsdamer Vorschlägen sich durch eine That, die ihn ins Gefängniß Wiesbaden 761 NW München 762 abgegrenzt werden sollen. bringen mußte, für längere Zeit den Vorwürfen Wien Die Religion muß dem Volfe erhalten bleiben." Die feiner Mutter entziehen wollte. Der Thatbestand war Berl. 3tg." schreibt:" Eine Verlegung des Gottesdienstes wegen fomit völlig zu ungunsten des Angeklagten aufgeklärt. Rechtsuns aus Klein anwalt Heine beantragte jedoch die Stellung der Unterfrage, ob der Störung durch Militärmusik wird Glienicke berichtet. Am letzten Sonntag wurde dort auf Schloß Angeklagte zur Zeit der That finnlos betrunken war, daß die freie Hätten die GeGlienicke der 8 jährige Geburtstag der ältesten Tochter des Prinzen Willensbestimmung ausgeschlossen gewesen sei. Friedrich Leopold, Prinzessin Vittoria Margarethe, gefeiert. fchworenen eine Freisprechung erzielen wollen, fo hätten fie folge= Zu diesem Zweck waren auch die Kapellen des Kaiser richtig die Hauptschuldfrage verneinen müffen, fie bejahten aber die Alexander Garde Grenadier Regiments aus Berlin und des Schuldfrage, doch bejahten sie auch die vom Vertheidiger gestellte Regiments der Gardes du Corps aus Potsdam nach Schloß Unterfrage und schienen nicht wenig überrascht zu sein, als auf eine grund dieses widersprechenden Verdikts die Freisprechung verbefohlen, um dort der Prinzessin Morgenmusit zu bringen. Es geschah gerade, als in der fündet und der Angeklagte sofort aus der Haft entlassen wurde. unweit des Schloffes belegenen Klein- Glienicker Kapelle der Gottes. Eine Entführung. Eine gestern vor der zweiten Straftammer dienst, den der bekannte Ortsgeistliche Pfarrer Rödenbeck abhielt, des Landgerichts I verhandelte Anklage wegen Entführung stattfand. Als nun plötzlich in das Gotteshaus hinein die lebhafte bildete den Abschluß eines Sittenromans, deffen Heldin das 20 jährige Glienicke Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Aufrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. W. R. 98. Da müssen Sie einen Arzt fragen. 2. W. 83. In Berlin wohnen 4 Aerztinnen: Blum, Lükoiftr. 47; Lehmus, Linkſtr. 15; Plöz, Schüßenſtr. 46/47; Tiburtins, Potsdamerstt. 14. Sprechstunden von il bis 12 Uhr Mittag. 5 808 1. D. Ja. einflagbar, fedoch muß als Darlehnsgeber nicht etwa ein Verein oder aus Ihrem Fall ersichtlich, ist es beffer, die Strafanzerge zu unterlaffert. Karl J. In Amtsgerichts tagen tann der siegende Theil die ihm Komitee oder dergleichen, sondern eine Person bezeichnet werden, die das N. W. Eine Klage würde faum zu einem anderen Erfolg führen, als entonchsenen Kosten nach Rechtstraft oder, falls das Urtheil für vorläufig Geld hingiebt. Klofterstr. 101. Kein Gesez berechtigt eine Kranken- daß Kläger( auf eine Widerklage hin) und Beflagter bestraft würden. vollstrecbar erklärt ist, nach Erlaß des Urtheils durch besonderen, an das anstalt, gegen den Willen der Angehörigen einen im Krankenhause Ge: V. G. 41. Sie müßten entweder die Schlüssel abgeben oder dem Wirth Gericht zu richtenden Antrag festiegen laffen. Den dann vom Gericht zu storbenen zu seziren. Indeß ist das thatsächlich in Uebung. Es empfiehlt in anderer Weise Gelegenheit zur Besichtigung der Wohnung( das Recht gestellten Kostenfestsetzungs- Beschluß reicht er darauf dem Gericht mit dem sich, die Angelegenheit der Stadtverordneten Fraktion eingehend vorzutragen, ist ihm vertraglich eingeräumt) und Weitervermiethung geben. 5. G. 18. Antrag, den Beschluß mit der Vollstreckungsklausel zu versehen, ein, und damit Besprechung des Weißstandes und Abhilfe für fünftige Fälle eintrete. 1. Wenn er unter 15 Mark erhält, soll er Beschwerde und nach kann dann einen Gerichtsvollzieher mit der Zwangsvollstrechung beauftragen. A. H. Der Meister ist nicht zum Abzug von Lohn für Feiertage be endgiltigem Entscheid über die Beschwerde Klage führen. 2. Ja. N. 2. G. H. Sind die Kinder minderjährig, so muß vor der zweiten rechtigt, wenn Sie im Wochenlohn stehen. Indessen schwankt die Braris der A. B. 100. Die Verpflichtung, Gewerbesteuer zu zahlen, hängt nicht Verheirathung Auseinandersetzung vor Gericht stattfinden. A. 3. Neit. Gerichte noch immer hin und her. Schöneberg M. Das von Ihnen davon ab, ob man mit oder ohne Gehilfen arbeitet, oder zu welcher Eina Schwester 77. Ja.- C. in O. Wenden Sie sich an einen der geschilderte Verhalten kann als Betrug aufgefaßt werden. Als Strafe für tommensteuerstufe man veranlagt ist. Gewerbebetriebe, bei denen weder Arbeitervertreter, deren Namen allwöchentlich Freitags im Borwärts" im Betrug droht das Strafgesetzbuch einen Tag bis 5 Jahre Gefängniß an, der jährliche Ertrag 1500 Mark erreicht noch das Anlage und Betriebss Vereinskalender veröffentlicht werden. St. übernimmt teine Bertretungen. neben der Gefängnißstrafe kann auf Geldstrafe bis zu 3000 Mt. fowie auf tapital 3000 M. erreicht, bleiben von der Gewerbesteuer befreit. Die GeBonet. Sprechen Sie gelegentlich in der juristischen Sprechstunde vor. den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. Werden mildernde werbesteuer wird in vier Klassen erhoben. Die unterſte( vierte) umfaßt dies deren E. 3. Sie fönnen nur gegen den Umstände als vorliegend erachtet, so kann ausschließlich auf Geldstrafe er jenigen Betriebe ,, A. F. 1876, R. G. 18. Nein. jährlicher Ertrag 1500 bis 4000 M. Wirth Klage auf Entfernung der unliebsamen Bewohner anstrengen. fannt werden. Ihre Forderung fönnen Sie beim Amtsgericht einklagen. oder deren Betriebskapital 3000 bis 30 000 m. beträgt. Die Mitschke. Briefliche Antwort ertheilen wir nicht. Solcher Schein ist Strafanzeigen sind an die Staatsanwaltschaft zu richten; soweit Steuer für diese unterste Klasse beträgt 4 bis 36 M. jährlich. 29685 Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme und reiche Kranzfpende bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Maurers Friedrich Hesse, fagen wir hiermit allen Verwandten, Freunden u. Bekannten, insbesondere Sem Gefangverein Gemüthlichkeit", sowie dem Raucherbund und Klub Maryland unseren herzlichen Dank. Die tranernden Hinterbliebenen. Orts- Krankenkasse für das Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin. Heute, Mittwoch, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tagesordnung: 1. Die auswärtigen Streifs in unserem Berufe. 2. Bericht über den Stand der Bautischlerbewegung. Werkstattstreits und Differenzen. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Delegirten zu ent: 79/15 Die Ortsverwaltung. Barbier- Gewerbe senden. tradis Dienstag, 26. April, abends 10 Uhr, tur Lofale des Herrn Pohl, Rosenthalerstr. 11/12: Parkettbodenleger. Donnerstag, den 21. April, abends 8 1hr, bei Zubeil: Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuthstr. 2. Als Agitationsschrift zur Maifeier ist soeben erschienen: Alle Gewerkschaften und Parteis genossen mache darauf aufmerksam, daß ich noch Billets zur 99/11 Urania- Vorstellung, Die praktischen Erfolge der Achtstunden- Agitation. 24. April, nachmittags 2 Uhr, zu ver Preis 20 Pfg. Von H. Thurow. Porto 3 Pfg. Bei Partienbezug großer Rabatt. Die Schrift führt in gedrängter Kürze alle auf dem Wege der Staats: oder Gemeinde- Gesetzgebung in Bezug auf die Verkürzung der Arbeits: 3eit gefaßten Beschlüsse in den einzelnen Ländern auf, sowie die durch gewerkschaftlichen oder politischen Kampf, bezw. durch deren Zusammen mirten erzielten Erfolge. Sie eignet sich ganz besonders für die Gewerk: schaften zur Verbreitung unter den indifferenten Arbeitern, die allen Organisationsbestrebungen mit dem Einwande begegnen:„ es nüßt ja doch nichts." Daß und wieviel die unablässige Agitation für die Verkürzung von unwiderleglichen Thatsachen. Ordentl. Generalversammlung Sihung der Kommission mit Vertrauenslenten. der Arbeitszeit genüst hat, dafür bringt die Schrift eine reiche Fülle Tagesordnung: 1. Protokollverlesung. 2. Jahres Bericht. 3. Bericht der Revisoren und Decharge Ertheilung. 4. Wahl der = Jede Firma muß vertreten sein. Verein zur Wahrung der Interessen Griatz- Mitglieder zum Vorstande der Gast- u. Schankwirthe Berl. u. Umg. 5. Geschäftliches. 266/14 J. A.: Georg Majewsky, Schriftf. Verloren wurde am Montag, den Reichenbergerstraße Freitag, den 22. April, nachm. 5 Uhr, im Lokal des Kollegen Mierke, Schönhauser Allee 101-102: 18. April, von der Fürſtenſtraße bunchGeneral- Derlammlung. Tages Ordnung: goldene Uhrkette und 1 gold. Siegel: 69/6 ring. Gegen Belohnung abzugeben 1. Kaffenbericht. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Bericht der Rechtsschutzbei Derbsch, Fürstenstr. 7 K.[ 29706 Rommission. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes und der RechtsschutzVier große Kegelbahnen, zwei Kommission. 5. Aufnahme neuer Mitglieder. 6. Berathung über unser Wurstbuden und verschiedene andere Stiftungsfest. 7. Weiterberathung unserer Statuten. 8. Vereinsangelegen heiten und Verschiedenes. Bläge sind sofort zu verpachten. Jägerhaus, Schönhauser Allee 103. Vereinszimmer, gr., Simeonstr. 23.* Zu Sommerfestlichkeiten. Großer Saal und Garten mit Theaterbühne, 2000 Personen fassend, Vereinszim., 2 Kegelbahnen, empfiehlt Julius Wernan, Schwedterstr. 23/24. 48042 Cösliner Hof Cöslinerstr. 8, 3 Minuten vom Bahnhof Wedding, empfiehlt seine Säle( bis 1200 Personen faffend) Sonnabends u.Sonntags unentgeltlich an Vereine. 61/ 17* Fertige Jacken- u. RadfahrCostums, Jaken- Costümes aus soliden, deca: tirten Stoffen Schneider arbeit m. 16,50, 21, 24,-, 30,-, 36, bis 120, RadfahrCostümes in den neuesten, ausprobirten, decenten Façons M. 19,-, 24, 30,-, 36 bis 72. Einzelne Röcke m. 7,50 bis 30, euereie Volksbühne Zu der Extra- Vorstellung im Schiller- Theater am Sonntag, den 24. April, nachmittags 22 Uhr Wallenstein's Lager" und„ Die Piccolomini" sind Karten in folgenden Zahlstellen zu haben: 99 Die Mitglieder werden ersucht, in dieser Versammlung etwaige Ver: 0. änderungen ihrer Lokale, sowie auch event. Telephon- Nummer anzugeben. Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder in dieser Versammlung ist bringend nothwendig. Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Metallarbeiter! NW. Drucker, Beuffelstr. 88. N. E. Schmidt, Tresdomstr. 22. E. Knapp, Grünthalerstr. 5. Seydel, Brunnenstr. 162. NO. Schrolle, Landwehrstr. 3. G. Beyer, Fruchtstr. 54. C. Quarder, Wallner- Theaterstr. 17. SO. Th. Stampehi, Mariannenstr. 26. H. Köhn, Naunynftr. 83. M. Heerde, Mariannen Ufer 2. S. H. Bobsien, Kommandantenstr. 62. Arbeiter- Konsum- Genoffenschaft ,, Befreiung", Kottbuserstraße 11. SW. C. Werling, 3offenerstraße 32. H. Landgraf, Neuenburgerstr. 15. W. Srl. A. Müller, Nollendorfstr. 7, I. Reflektirende find darauf hingewiesen, daß gewünschte Karten bis Sonnabend Abend von den Zahlstellen abgehoben sein müssen. 150/8 Donnerstag, den 21. April, abends 8½ Uhr, in den„ Arminhallen Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen Kommandantenstr. 20: Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: zu Berlin. Am Donnerstag, den 28. April er., abends 8% Uhr, findet im Vereinshause Sophienstr. 15 die 1. ordentliche Generalversammlung Kaffenmitglieder ergebenst eingeladen werden. 29666 1. Abrechnung vom Agitations- und Unterstützungsfonds. 2. Neutro 1898 statt, zu welcher die Herren Vertreter der Arbeitgeber und der wahlen der Vertrauensleute. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist nothwendig. Die Wertstatt Vertrauensleute werden ersucht, umgehend von den zu ständigen Vertrauensleuten Maimarken zu entnehmen. 115/9 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Korbmacher Berlins und Umgegend. Mittwoch, 20. April, abends 8 Uhr, Oranienstr. 180: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl desselben. 2. Unsere Maifeier. 3. Gewerkschaftliches. NB. Die Kollegen werden aufgefordert, pünktlich und zahlreich zu er 98/14 Der Einberufer." scheinen. Einzelne Beinkleider 4,50 bis 15,- Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der WäscheAuch großes Lager in Stoffen zur Anfertigung. Die Anfertigung ge schieht unter Leitung erster Fachund Kravattenbranche Berlins und Umgegend. fundiger und wird für guten Siß und Donnerstag, den 21. April 1898, abends 8% Uhr, bei Feind, eratte Ausführung garantirt. Costume- Fabrik: Adler, Brüderstraße 4. Verkauf I Treppe. Der Nur Brüderstr. 4. + Zod " ist ohne Gnade sicher allen Wan zen fammt deren Brut durch das fofort sicher tödtende Concen trirte Wanzen- Fluid i.Flasch. zu 50 Pf., Mt. 1,00, 2,00, 3,00 und Literflasche Mt. 5,00. SpritzVerhindert apparat 50 f. dauernd jede Wiederkehr, durch dringt Tapeten und Stoffe und zerstört alle Nester bis auf den letzten Rest. Hinterläßt nirgends Flecke. Ist völlig geruchlos und nicht feuergefährlich. 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Hergt, Landwehrstraße 1, und Frau Schlichting, Camphausenstr. 16, Hof 2 Tr. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Schöneberg. Der Vorstand. Am Donnerstag, den 21. April 1898, abends 8 1hr: Volksversammlung utas für Männer und Frauen im großen Saale der Schloss- Brauerei, Hauptstraße 112/114. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstags- Abg. Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Wahlkomitees. 4. Bericht von der Parteispedition. Tagesordnung: 1. Jahresbericht pro 1897, Bericht des Neuner Ausschusses und Abnahme der Jahresrechnung. 2. Antrag des Vorstandes auf Abänderung der§§ 10, 11, 12, 18, 20, 28, 29, 30, 41, 59. 63 des Statuts bezw. dessen Nachträge( Herabsetzung der Beiträge und Eintritts) gelder, bezw. Erweiterung der Kassenleistungen). 3. Verschiedenes. Berlin, den 19. April 1898. Der Vorstand. Max Stuhlmann, Borsigender. Täglich von 7 1hr morgens bis 6 Uhr abends: Verkauf frisch gek. schw. perls. und sinn. Fleisches. Rindfleisch Schweinefleisch . pro Pfd. von 30 Pf an, 40 Pf. [ 4041L Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Maitrank täglich frisch, ausgezeichnet im Geschmack, à g. 60 Pf., 10 ft. Mk. 5,50, 50 Ft. Mk. 25,- erft. Heidelbeer- Wein, Johannisbeer- Wein, weiß u. roth, herb u. füß, à l. 75 Pf., 10 Ft. Mt. 7,-, 50 Ft. Mr. 30,- erf. Brombeer- Wein, Wermuth- Wein à Ft. Mt. 1,-. Grösste Obst- und Beeren- Wein- Kelterei Berlins. Probirstelle: Kommandantenstr. 67. Eugen Neumann& Co. Komptoir u. Gesammt- Kellereien: SW. 68, Lindenstr. 16/17. Fernsprecher: Amt IV. 9676. Detail- Verkaufsläden: Belle- Allianceplay 6a, Amt IV. 3678, ilsnaderſtraße 25, II. 2632, " Neue Friedrichstr. 81. Oranienstr. 190. Genthinerstr. 29. Kommandantenstr. 67.- Grüner Weg 56.- Schöneberg, Hauptstr. 129. Charlottenburg, Kaiser- Friedrichstr. 48. Potsdam, Bäckerstr. 7. Zu dieser Versammlung sind die freisinnigen und antisemitischen Kandidaten des Streifes, Herr Dr. Bernstein: Charlottenburg und Herr Fröhli Jede Dame Potsdam, brieflich eingeladen. Der Vertrauensmann. Charlottenburg. 203/1 beim Einkauf[ 64/8] spart Geld Kragen u. Capes, hocheleg. àjour- Stickereien Tuch, Rips v. 3-25 M., Reisecostumes v. 8 M. an. Jaquets, neueste Façons, mit u. ohne Seidenfutter, 5-15 M. Modell- auf Moiré, Seidenplüsch, Tüll, Seidencrapon, Taubenstr. 48/49, am Sonntag, den geben habe. Berner Ober: u. Unterland. Die Kupferschmiede Berlins. J. A.: E. Aeyssen, Invalidenstr. 138, Für Bibliotheken!! Neue Zeit, 1893-97, 10 Bde., Halbfr. à 3,50( statt 7 M.). ,, Vorwärts", Bentr. Org., Thrg. 93-96, broch. 12 M. " Norddeutsches Voltsblatt" in Bant. Kaufen Sie Roverkönig welcher weltbekannt als fainste Marke In Fahrrädern. Catalog gratis. Vertreler gesucht, W.STABY Unna Yw Prima frische 20 Zander, pro Pfd. 30 Pf. Prima frische Schellfische pro Pfd. 25 Pf. 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Alte Jakobstr. 130.[ 29696 Schilder- Maler Donnerstag, den 21. April 1898, abends 8 Uhr: Frühjahrscapes, karirt von 7 M., Reisemäntel 5 M. an. Jetzt Einzeln im auf Glas, nur tüchtige, verlangt General- Versammlung Zwischenhandel Engros- Verkauf also ohne 29676 in enormer Auswahl des sozialdemokratisch. Wahlvereins für Landsbergerstr. 59, kein Laden, Max Mosczytz. Teltow- Beeskow- Charlottenburg in Bismarckshöhe( gr.Saal), Wilmersdorferstr. 39. Tagesordnung: 1. Bericht und Neuwahl des gesammten Vorstandes und der Nevisoren. 2. Anträge. 3. Vereinsangelegenheiten. Eintritt nur gegen Vorzeigung des Quittungsbuches. Es gelangt zur Vertheilung die Broschüre: Stehendes Heer oder Volfsheer volt Aug. Bebel. Es erwartet zahlreichen und pünktlichen Besuch speziell der neuen Mit250/2 Der Vorstand. glieder Königsbank, Gr. Frankfurterstrasse 117. Sonnabend, den 23. April 1898: Grosser Ball zur Feier des 8. Stiftungs- Festes des Vereins der Blätterinnen Berlins. Während der Kaffeepause: Humoristische Vorträge. Anfang 8 Uhr. Eintritt für Damen 30 Pf., Herren 50 Pf. inft. Tanz. eine Treppe Steppdecken Gottheim, Annenstr. 50. Tüchtige Farbigmacher verlangt Reinhardt& Menzel, Büschingstr. 4. 29776 nfallfachen, lageningen Kantenmacher teen Unfa Alexandrinenstr. 25. leisten Fabrik 29730 Putzger, Stegliterstr. 65. Moritzplatz, Baub.Aschinger othe 2 Treppen rechts. leisten: Fabrik Spezialarzt f. Hantu.Harnleiden. Alexandrinenstr. 25. Dr.Simmel Aschinger Einballiver verlangt Gold besten und billigsten 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. nur direkt in der Fabrik B. Strohmandel, Berlin C., 29746 Schlosser. Tücht. Geldschrank- Schlosser, welche selbständig können, nach Maaß Herren Knaben auernde Beſchäftigung. 72, Wall- Strasse 72, Anzüge ein für einnig erbeten formen, finden wo auch alte Decken aufgearbeitet werden. Betten 48502* S. J. Arnheim, Geldschrankfabrit, N. Babstr. 40/41. 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Derlammlungen. wurde, zu feffeln waren. Daran scheiterte die Schule, und 40 spezialisirte Positionen, die fast vollständig den in früheren immer mehr meist für Arbeiter die wichtigsten Unterrichts: Jahren üblichen Preisen entsprechen, die aber in letzter Zeit ver fächer mußten aufgegeben werden. In einer solchen existenzbedrohten schiedentlich reduzirt worden sind. In den allgemeinen Bestim Eine gut besuchte Versammlung für den fünften Reichstags- age habe sich die Schule, wie bekannt, im Frühjahr befunden, so mungen wird unter anderen gefordert, daß die betreffenden Arbeiten Wahlkreis tagte am Montage in der Tonhalle. Genosse Robert daß ein halbes Jahr fein Unterricht stattfinden tonnte. Die damals auf Kosten des Unternehmers nach den betreffenden Etagen befördert Schmidt referirte über das Thema„ Beutepolitik und Arbeiter gewählte Kommission stellte sich zur Aufgabe, die Schule so zu re- werden, das zu den Arbeiten gehörige Material, Nägel und politit". Redner beschäftigte sich eingehend mit der Sammelpolitit, formiren, daß die Mittel zur Erhaltung des Justituts, wenigftens sonstige Buthaten, unentgeltlich geliefert werden und daß die die sowohl von rechts wie von links innerhalb der bürgerlichen zum größten Theil, durch Mitgliederbeiträge und Schulgeld auf durch andere Handwerker etwa nothwendigen Abänderungen und die Parteien betrieben wird. Besonders geißelt er die reaktionären gebracht werden sollten. Nur unter dieser Bedingung empfahl die daraus entstehenden Zeitversäumnisse von dem Unternehmer bezahlt Pläne des Bundes der Landwirthe, die in ihrer ganzen Tendenz Kommission den Fortbestand der Schule. Und man habe es er- werden. Bei komplizirten Arbeiten soll der Preis durch Vereingegen die Arbeiterklasse gerichtet sind. Die Sammelpolitik von reicht: durch Konzentration der Schulen zu einer Zentrale, in barungen festgesetzt werden. In allen Fällen ist der Preis vor Belinks, die aus den buntfchillerndsten politischen Elementen zusammen- welcher pro Bierteljahr nur in drei Unterrichtsfächern zu 10 Abenden ginn der Arbeit gegenseitig zu vereinbaren. Ueberstunden sollen gesetzt fei, bedeute ebensowenig einen Schut gegen die abgekürzten Kursen unterrichtet wurde. Das Interesse an dem Be- gänzlich vermieden werden und in Ausnahmefällen, wo dies reaktionären Pläne der Regierung, Denn bas Berhalten such der Fächer und die Ausdauer ist im Verhältniß zu früher gestiegen. nicht angängig ist, ein erheblicher Aufschlag gefordert werden. der liberalen Parteien fei ein fortgesettes Aufgeben In der Zeit vom 1. April 1897 bis 1. April 1898 waren 534 Mit Den in dem Lohntarif für die einzelnen Arbeiten festgesetzten ihrer ehemals demokratischen Grundsätze. Redner zeigt glieder eingeschrieben, 68 Damen und 466 Herren. Im Quartal Preisen wurde von der Versammlung nach einigen unwesentlichen sodann, welche Gegensätze auf sozialpolitischem Gebiet zwischen der Oktober- Dezember 1897 betrug die Mitgliederzahl 314; im Quartal Abänderungen einheitlich zugestimmt. In der darauf folgenden freifinnigen Volkspartei und der Sozialdemokratie vorhanden sind Januar März 881. Unterrichtskarten waren im legten Quartal Distussion über die Art und den Zeitpunkt der Durchführung und behandelt dabei eingehend die Stellung dieser Partei in der 263 ausgegeben; davon entfielen auf Redeübungen 118 mit durch des Lohntarifs wurde allgemein die Anficht vertreten, daß die städtischen Verwaltung. Die Schilderung unserer heutigen Rechts- schnittlichem Besuch von 74; Nationalökonomie 90, durchschnittlicher Forderungen gleichzeitig mit denen der Bautischler( Werkstattgefellen) zustände, die Behandlung der Arbeiter in Lohnkämpfen und Besuch 66, und auf Geschichte 55 mit durchschnittlichem Besuch von 37. gestellt werden sollen. Sollten jedoch diese in eine Lohnbewegung die Kritik der Regierung in ihren reaktionären Absichten Die Kosten für beide Quartale beliefen sich auf 595,40 M.; die nicht eintreten, so würden die Forderungen den Unternehmern zu auf dem Gebiet des Vereins- und Bersammlungsrechtes fanden Einnahme aus den Mitgliedsbeiträgen und dem Schulgeld betrug einer noch zu bestimmenden geeigneten Zeit unterbreitet werden. in der Versammlung lebhafte Zustimmung. In der Diskussion 869,75 M., so daß ein Ueberschuß von 274,35 W. aufzuweisen war. Die Redner, die dem Lokalverein der Einsetzer angehörten, sowohl gab ein Student Krüger mit seinem ungereimten Zeug zur Rettung Die gesammte Einnahme im Geschäftsjahr betrug 2842,04 m., der wie die, welche im Holzarbeiter- Verband organisirt sind, sprachen Der antisemitischen Partei Anlaß zu träftigen Lachsalven in der Ver- Bestand am 1. April 1897 424,62 M.; zusammen 3266,66. Die fich für ein gemeinschaftliches Vorgehen in der Lohnbewegung aus fammlung. Auch von freisinniger Seite versuchte Herr Berger Jahresausgabe betrug 1719,55 M., so daß am 1. April 1898 und soll in geeigneter Weise eine Verständigung über die nunmehr die Angriffe gegen feine Partei zurückzuweisen ein Versuch, der ein Bestand von 1547,11 m. vorhanden war. Der Kassirer zu unternehmenden Schritte herbeigeführt werden. recht unglücklich verlief, da von den nachfolgenden Rednern unserer Königs bestätigte diese Bahlen. Der Bibliothekar Quarg Partei in geschickter Weise die Haltung der Freisinnigen zu allen fonnte berichten, daß im Geschäftsjahr zur Vervollständigung der Eine öffentliche Maurer- Versammlung für Rigdorf und Arbeiterfragen gekennzeichnet wurde. Nach Schluß der Diskussion Bibliothek 263,40 m. verwandt wurden, fodaß gegenwärtig 785 Bände Brit tagte am 15. April in Gröppler's Salon. Zum ersten Buntt versuchten einige freisinnige Gäste Störungen zu veranlassen, die vorhanden sind. Der Revisor Wus chick beantragte, dem Kassirer der Tagesordnung gab der Vorsitzende Bericht über die Arbeitsjedoch schnell unterdrückt wurden, worauf die Versammlung mit Decharge zu ertheilen, was geschah. In der nun folgenden Dis- niederlegung bei dem Bauunternehmer Lagah in der Hafenhaide. einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie ge- tuffton bedauerte Gauger, daß der Vorstand den Jahresbericht Er meinte, daß die Baufperre nicht nach den Vorschriften des Strettschlossen wurde. nicht gedruckt vorgelegt habe; ein von ihm gestellter Antrag, daß Steglements in Szene gesetzt worden sei. Die Lohnkommission sei dies noch nachträglich geschehen soll, wurde von der Versammlung vorber nicht benachrichtigt worden. Redner verliest die betreffenden Die Arbeiter Bildungsschule hielt am 14. April in Stabernac's angenommen. Hierauf wurde die Wahl des Vorstandes vollzogen. Paragraphen des Reglements, welche bestimmen, daß auch bei MaßLokal ihre ordentliche Generalversammlung ab, um den allgemeinen Der bisherige 1. Vorsitzende Paul Mücke lehnte ab, dieses Amt regelungen, welche sofort im Bureau zu melden sind, ArbeitsniederJahresbericht und den Bericht über das letzte Quartal entgegen zu wieder zu bekleiden. Aus der Wahl gingen Hugo Warsch a wsti legungen nicht eher vorgenommen werden dürfen, als bis die Lohu= nehmen sowie die Wahl des Vorstandes zu vollziehen. In seinem als erster und Karl Müller als zweiter Borsigender, räntel tommission den Fall geprüft refp. weitere Maßnahmen getroffen hat. der Vorſißende die Geschichte der Schule noch einmal Revue passiren. Mehr als Rönigs als erster und Quarg als zweiter Kassirer und als auf dem Bau Lagay, Hasenhaide, Parzelle 18-19, wird beschlossen, einmal war die Existenz der Schule von ihrer im Jahre 1891 er- Bibliothekar Defterle hervor. Bu Revisoren wurden Grubert die Eperre dieses Baues aufzuheben. Von einer Anzahl Berliner folgten Gründung an durch finanzielle Schwierigkeiten in Frage ge- und Frl. Pohl gewählt. Nachdem noch einige andere Angelegen- Maurer wird dieser Beschluß mit dem Verlassen des Lofals beantstellt. Jufolge der durch zahlreiche Unterrichtsfächer bedingten großen beiten erledigt waren und der 1. Vorsitzende noch auf den Beginn wortet. Hierauf giebt der Vertrauensmann die Abrechnung. Der Ausdehnung der Schule waren große Summen zur Erhaltung der der Lehikurse hingewiesen hatte, wurde die Versammlung geschlossen. Ginnahme von 84,30 M. steht eine Ausgabe von 82,70 m. gegen felben nothwendig, die durch die Mitglieder allein nicht aufgebracht über. Auf Antrag der Revisoren wird ihm Decharge ertheilt. Die werden konnten, da selbst bei großer Mitgliederzahl Die Einsetzer hielten am Montag im Englischen Garten" Neuwahl eines Vertrauensmannes unterbleibt, weil dessen Funktionen vorübergehend eine genügende Anzahl Schüler all die eine öffentliche Versammlung ab, in welcher der Lohntarif berathen an die jetzt bestehende Lohukommission übergegangen sind. bielen Unterrichtsfächer, in denen alles mögliche gelehrt wurde Der von der Kommission vorgelegte Tarif enthält über Hamburger Engros- Lager 良 C.Jandorf& Co. C. Spittelmarkt 16-17. Mittwoch, erius Berlin. SW. Bellealliancestr. 1-2. Donnerstag, Freitag, den 20. April. Blusen- Oberhemden in ganz aparten Dessins • den 21. April. Sportwagen... 1,40 ... Stück Mk. Triumphstühle Blusen- Oberhemden in neuen schottischen Mustern . den 22. April. Stück Mk. 7,75, 5,75, 4,75 MK. 3,25, 2,25, 1,80 Lasting- Morgenschuhe Paar Mk. 1,60 Gartendecken mit geknüpften Fransen, elegante Ausmusterung, Stück 1,45 MK. 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Passage- Panopticum. 36 sehwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. Vorstellungen 11, 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Indischhindustanische Gaukler Neu!! -undSchlangenBeschwörer. Das BÄREN WEIB. Budapester Kaufmann's Variété. Direktion: Gebrüder Herrnfeld. Von heute ab ein neues Reichshallen. Spezialitäten. An Sign. Salerno, Bonhair Troupe Riesen- Programm fang 7 1hr. Apollo. Spezialtiäten. Anf. 7% Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch: Robert Steidl und 20 hervorragende Spezialitäten. Kasseneröffnung 6/2, Anf. 72 Uhr. In Vorbereitung: Doppelfelbstmord. Don Juan in der Hölle. Donnerstag: Brand. Freitag: Ein Nachtlager Corvins Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 1hr: Arme Mieze! Posse mit Gesang in 7 Bildern nach 0. F. Berg, frei bearbeitet von Max Schönau. Musik von Fritz Krause. Marie: Anna Müller- Lincke. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Direkte Verbindung mit dem Theater. 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