Nr. 227. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin; Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. auf den Dienstag, den 29. September 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Der Preßstreit, der an die Auslaffung der Köl- arbeitende Volt ist es vor allem, das im Heeresdienst nischen" sich knüpfte, währt noch immer, und man hat Gut- und Blutsteuern zu zahlen hat und pünktlich zahlt. feither viel leeres Stroh gedroschen für und wider. Die Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement Forderung einer Reduktion der Dienstjahre ist von der Schalmei der Einigkeit und Harmonie zu blasen, den Wahrlich, es steht unseren Offiziösen gut, die sozialdemokratischen Partei oft genug erhoben und fachlich Parteien im Reich gemeinsames Vorgehen im Dienste des begründet worden. Und es ist selbstverständlich, daß Vaterlands zu empfehlen und mit heuchlerischer Miene an wir bereit sind, vorläufig für eine Herabsetzung die Liebe zur Heimath zu appelliren. Kommt diefer auf zwei Jahre einzutreten, bis wir die einjährige Appell nicht jetzt gerade zur rechten Zeit, da mit hoher Dienstzeit erreicht haben, die bis heute ein Vorrecht der obrigkeitlicher Genehmigung die Deutschen aufgefordert Besitzenden, cin Monopol der kapitalistischen Gesellschafts- werden, von den Mendelssohn und Warschauer, dem schichten ist. russischen Tyrannen Geld zu leihen, um uns Deutschen „ Vorwärts" Berliner Volksblaff. Der bevorstehende Parteitag in Erfurt mit seiner wichtigen Tagesordnung macht es jedem zielbewußten Arbeiter zur dringenden Pflicht, sich genau und so schnell wie möglich über die Verhandlungen zu informiren. Wir haben Vorkehrungen getroffen, die Wir fürchten nun zwar die offiziösen Danaer nicht, den Garaus zu machen. Die Bourgeoisie, an Genossen allerorts so schnell und ausführlich wie möglich über mögen sie Geschenke bringen oder nicht, aber wir kennen deren Geldbeutel sich die Emissionsfirmen wenden, wird Alles zu unterrichten, was für die Allgemeinheit wissenswerth ist. Sie zu gut, um nicht zu wissen, daß die ganze Verheißung sich freilich nur fragen: Ist das Geschäft„ gut", Wir werden in ausführlichen Originalberichten und Telegrammen nur eine Leimruthe für leichtgläubige Gimpel ist. Mit ist ein Rebbach dabei zu machen? Springt ein täglich über die Verhandlungen referiren. Die Berichterstattung dem Mißtrauen, das nicht umsonst als demokratische Vortheil dabei heraus, ist der Subskriptionskurs ift bewährten Händen anvertraut. Kardinaltugend gilt, tritt man deshalb am besten der nicht zu hoch? Sind die Bedingungen günstig, dann Der Bezugspreis des neuesten Machenschaft entgegen, die thatsächlich nur Eines wird der deutsche Kapitalist auf die russische Kriegsanleihe, bezweckt: die Gemüther für eine Reihe großer Nothstandsanleihe geheißen, mit brünstigem Eifer zeichnen, Mehrforderungen des Kriegsministers günstig zu wie er auf die erste deutsche Kriegsanleihe 1870 nicht stimmen, den Philistern die Nothwendigkeit der Er- gezeichnet hat. ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt mit dem Sonntagsblatt als Gratisbeilage beträgt 1 Mark 10 Pfennige monatlich frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. zum Preise von Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements 3,30 h. für das Quartat entgegen. Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. höhung des Militäretats plausibel zu machen und dann, Die Situation ist für den kühlen Beobachter ansobald das Geld im Kasten klingt, dem Michel das Fell ziehend genug. Auf der einen Seite lockt der offiziöse über die Ohren zu ziehen und die verheißene Reform Rattenfänger zur freudigen Mehrbewilligung für den blitzschnell in der Versenkung verschwinden zu lassen. Militäretat und zaubert den Biedermaiern die Fata Der Gamaschengeist, der unsere Herrschenden beseelt, Morgana der zweijährigen Dienstzeit vor, pour corriger ist eine sichere Bürgschaft für die Erhaltung der Ein- la fortune, wie Riccaut de la Marlinière sagen würde. richtungen, welche dem Kulturfortschritt ein Hinderniß, Darob großes Wortgefecht zwischen den Hammerstein und der Junkerschaft und ihren Troßbuben eine Freude und Richter. Auf der anderen Seite die Tragikomödie der zwar eine profitliche ist. Die Reduktion der Dienstzeit, russischen Anleihe. Man könnte variiren: wie wir sie anstreben, würde das Heerwesen zu einem wahrhaft volksthümlichen machen, die Wehrfähigen in der Nur die allerdümmsten Kälber Pumpen ihren Mezgern selber." Und der Schlußeffekt? That alle unter die Fahnen bringen, ein Volksheer schaffen und die Kostspieligkeit der heutigen Heeresverfassung Der deutsche Michel wird noch mehr für das herra unmöglich machen. Die Nation soll schlagfertig, soll zur liche Kriegsheer zu zahlen haben, als bisher. Der Schlußeffekt. Abwehr friedlicher Angriffe bereit, foll fähig sein, ihre Der deutsche Michel wird drei Jahre zu dienen haben, Die„ Kölnische Zeitung", in welche auch heute noch Rechte und ihre Güter mit den Waffen in der Hand zu wie bisher. offiziöse Abwässer zu münden pflegen, so gut wie in das vertheidigen, bis das Ziel der Völkerverbrüderung erreicht Der kapitalistische Michel pumpt dem Zaren Geld andere schäbigste Blatt des Deutschen Reiches, die„ Nord- ist... Nicht aber wollen wir ein Kriegsheer, wie es und wetzt das Messer, mit welchem ihm der Herrscher „ Nord- ist... deutsche Allgemeine Zeitung", hat, wie wir bereits ge- heute als Staat im Staate organisirt ist. Und daß die und wetzt das Messer, mit welchem ihm der Herrscher aller Reußen den Hals abschneiden wird. meldet haben, kürzlich für neue militärische Forderungen auf dem Volfe wuchtenden Lasten erheblich gelindert, daß Stimmung zu machen gehabt. Und Herr von Caprivi schaut dem Pumpen mit Es geschah dies in der kolossale Mittel zu wirklich produktiven Zwecken frei altgewohnten Weise: ein patriotischer Wortschwall, der die würden, wenn eine kürzere Dienstzeit bestände, wer Gleichgiltigkeit" zu und sein„ warmes Herz für die ernsten Einwände gegen die Mehrbelastung der Nation zweifelt daran? Der Militarismus saugt den Massen Arbeiterklasse" schlägt so ruhig" wie bisher, mag der übertönen soll, und dabei zur Verzierung und als Lock- den letzten Blutstropfen aus durch das System der Militarismus ihr auch den letzten Heller nehmen. auf welches er sein Dasein vogel für die, welche nicht alle werten, ein hohles, nichts- indirekten Steuern, auf ſagendes, zu nichts verpflichtendes Versprechen. Das Ver- gegründet hat; eine Milliarde nach der anderen gleitet in sprechen nämlich, daß vielleicht die Dienstzeit von drei auf die unergründlichen Tiefen des Kriegsbudgets, und immer zwei Jahre verkürzt werden solle. mehr heischt dieser Moloch, der unersättlich ist. Und das Feuilleton. Nachdrud verboten.] Er kehrt zurück! Originalroman von Jean Meroz. ( 28 Barirette hatte schlau gelächelt, jetzt wußte sie sich geborgen. Die Kranken beteten ihn an wegen seiner Sanftmuth und wegen des Trostes, denen er ihnen zu spenden wußte; aber die Verwaltung und die Schwestern verwünschten ihn, denn er sprach fest und stolz, doch er kümmerte sich wenig um diesen Haß, denn vor Allem hatte er das Bewußtsein der Pflichterfüllung. Wenn er Larivette mit einem recht " 1 welcher in so peinlicher Weise begonnen hatte und soeben mit solch tröstenden Worten endigte. Paul Philibert hatte sich, nachdem er die Decke über die Brust der Kranken gelegt, geräuschlos auf den Zehen gehend, zurückgezogen. Die Besuchszeit war beendigt, der Saal lag wieder schweigend da. Nur auf der Thürschwelle stand die Schwester in ihrem Von Herzen verabscheute er die Nonnen, welche in den zärtlichen Blick betrachtete, so geschah es, weil er eine kleine grauen Habit und ihrer weißen Haube, unbeweglich, mit Hospitälern leben, er sah, wie sie die Kranken belästigten, Blumenverkäuferin. Schon seit zwei Jahren liebte er sie, kleine Blumenverkäuferin, eingewiegt durch einen Traum ohne ihnen jemals eine materielle Erleichterung zu gewähren. und war glücklich, wenn er einige Stunden an ihrer Seite voll Glück und Liebe, schlummerte. Gläubig war er nicht. Sein positiver Verstand ließ ihm gehen konnte, die einzigen Stunden, die er ſeinen Studien die Anwesenheit der barmherzigen Schweſtern in den abstahl. XI. Klöstern als monströs erscheinen; er vermochte sich nicht eines Bitterns zu erwehren, wenn er unter den weißen VorEr hatte wohl eingesehen, daß diese beiden jungen Leute hängen den schwarzen Schatten eines Atmojeniers jen, der sich gegenseitig leidenschaftlich liebten. Lavirette wollte er Weg in der Menge zu bahnen, die auf dem Place de la ſich über einen Stranten beugte, bessen Augen sich entsetzt pflegen und ihr alle Sorgfalt angedeihen laffen, damit sie angelangt, welche nach der Deputirtenkammer führt. öffneten bei der schrecklichen Erscheinung des Todes in seiner ihre Wunde und ihren Aufenthalt im Hospital vergäße. Fürchten Sie nichts, Mademoiselle, sagte er, indem Opfer sie werden sollte, benn er hatte wohl begriffen, artig und aufregend. wie die Schwester er, fich über sie beugte, ich werde darüber wachen, daß man daß sein Vorgesetzter ebenso Sie nicht zu ſehr belästigt und ich werde Gie gut pflegen, die entschiedenen Worte dieſer armen Kranken nicht würden vergessen können, welche ihren Schmerz überwunden hatte, danken wollte, legte er ihr sanft die Hand auf den 2118 Larirette ihm mit großen Thränen in den Augen um ihnen einige bittere Wahrheiten ins Gesicht zu sagen. damit Sie bald von hier fortkommen. Als Mund. Sie ergriff wieder die Hand des Arztes und drückte sie innig, indem sie ihm voll ins Auge schaute. Marche- Seul, dem es sehr schwer gelungen war, sich einen Blace Concorde hin und herwogte, war an dem Kopf der Brücke Das Schauspiel, das er dort sah, war wirklich großEs schien, als ob ganz Paris aus den Vorstädten herabMassen die Quais, die Umzäumungsmauer des Tuileriengartens, gekommen wäre, und nun damit drohte, durch die gewaltigen das Garderobenhaus und das Marineministerium zu zertrümmern. Die auf den Platz einmündenden Straßen wimmelten von Kämpfern, deren Gesicht durch das Pulver geschwärzt während die Augen vom Fieber des Kampfes glänzten. Da bemerkte man Haufen von Nationalgarden, welche dem Aufstande angeschlossen hatten. Aus diesem Menschenmeer, welches wie die Wogen an Brandung donnerte, ertönte die Marseillaise in langt, 9 5. sehen, das ich anbete. Wir lieben uns. Sprechen Sie nicht, Sie haben das Fieber, es Sie wäre glücklich gewesen; aber sie sehnte sich darnach war, würde Ihnen schaden. Mijoulet sagen? Und dann muß ich Ihuen sagen. ... und was würde Ihr Freund Mijoulet wiederzusehen und bat den Arzt, ob er dessen Beich such nicht ermöglichen könne. Auf seine bejahende Antwort sich febe Sie sehr, weil Sie einem jungen Mädchen ähnlich murmelte sie ein„ banke!" Dann schlummerte sie wieder sanft ein, ermüdet durch diesen ereignißreichen Vormittag, der Politische Uebersicht. furrenz der Deutschen auf dem Viktoria- Nyanza das Erlassen fehlte, war hier in aller nur wünschenswerthen Uganda- Gebiet, 500 englische Meilen von der Küste entfernt, Deutlichkeit enthalten: der Kontraktbruch- und der BußenBerlin, den 28. September. besezen müssen und dadurch ihre Mittel erschöpft. Es Paragraph! Das Börsenmanöver der Herren Mendelssohn und müßten große Anstrengungen gemacht werden, hauptsächlich Noch deutlicher ist die Antwort des Reichskanzleramts in der Form, wie sie die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bringt. Diese lautet: " Warschauer, nämlich das Geschwät, der Reichskanzler um die Gesellschaft in den Stand zu sehen, ihre Positionen Das bekannte Urtheil gegen den Gothaer Redaka billige die von diesen beiden Bankhäusern hier erfolgte 3 behaupten, ohne welche der Sklavenhandel sich alsbald teur Boshart, welcher der Majestätsbelei Auflegung der neuen russischen Anleihe, ist wieder aufrichten würde. Die Times" schlägt deshalb bigung für schuldig erkannt wurde, weil der Fürst sofort durch den offiziösen Telegraphen dementirt worden; vor, England solle der britischen Ostafrika- Gesellschaft Ferdinand von Bulgarien, den er zum Gegen richtig sei lediglich die Thatsache, heißt es, daß dem Ber eine mäßige Binsgarantie gewähren für die Erbauung stand einer tadelnden Kritik gemacht hatte, mit dem Roburgliner Bankhause, welches sich beim Auswärtigen Amte über einer Eisenbahn von der Küste bis Uganda. Für die Gothaer Fürstenhause verwandt ist, wurde vom Reich 3die Stellung der Reichsregierung zu der projektirten Anleihe Dringlichkeit eines dahin gehenden Antrages habe sich auch gericht aufgehoben. Es liegt darüber zur Stunde vertraulich erkundigte, geantwortet worden ist, die gegen Lord Salisbury in seiner Glasgower Rede ausgesprochen. nur ein Telegramm vor; aus welchen Gründen das Reichswärtige politische Lage biete keinen Anlaß, um von Nur der von den Liberalen herbeigeführte Schluß der gericht das Urtheil aufhob, ist danach noch nicht zu sagen Seiten der Regierung in irgend einer Form nach Session habe die Erledigung desselben verhindert. hoffentlich aber ist das Reichsgericht von demselben Geder einen oder anderen Richtung hin in die Angelegenheit unter Bart. Trogdem wird natürlich in derselben Weise Meinung Deutschlands in diesem Falle wohl ungetheilt So stehen die Aussichten der Kolonialpolitiker überall ſichtspunkt ausgegangen, von welchem aus die öffentliche einzugreifen." Diese für Jeden deutliche Antwort- denn daß der fortgewurstelt, die Fehler der kapitalistischen Politiker zu das Urtheil verwarf: daß nämlich, wenn es aufrecht er Reichskanzler in der heutigen Situation den beiden Bankiers decken mit den Steuergroschen des arbeitenden Volkes, das halten bliebe, die deutsche Presse über fremde Fürstlichkeiten, die Auflegung der russischen Anleihe nicht verbieten, ja nicht hält ja jeder Staat bis dato und auch für geraume Zeit und wären sie geschworene Feinde des deutschen Volks, mal abrathen durfte, liegt auf der Hand- genügte den hinaus für„ nationale Pflicht". Kirchhofsschweigen bewahren müßte, denn mit Deutschlands beiden Bankhäusern, daraus einen Schild zu machen, der Und doch werden die Afrikazüge des europäischen Fürstenhäusern ist ja so ziemlich das ganze Potentatenthum ihnen das Geschäft erlaubte und zugleich ihren sprichwört Rapitals niemals einen anderen Erfolg haben als die der zivilisirten Erde verwandt. lichen Prozent- Patriotismus deckte. Römerzüge für die nord- und mitteleuropäischen Völker in den grauen Tagen unserer Vorfahren hatten. Sie bringen vernichtenden Niederlage der Nationalliberalen geendet Die badischen Landtags- Wahlen haben mit einer den Einwandernden nur Tod und Verderben. eine Niederlage, die um so schmählicher ist, als vor der Daß die Abneigung gegen den Militarismus Wahl sogar die Regierung in einem auf schlimmste Wahl" In den letzten Tagen werden in der Tagespresse, bie und und den Kriegs- Kultus mit der steigenden Kultur beeinflussung hinauslaufenden Erlasse sich mit der nationalda mit einem gewissen Aufwand von Leidenschaftlichkeit, die verschiedenartigsten Konjekturen über die Haltung laut, welche zunimmt und zunehmen muß, ist von Buckle in seiner liberalen Partei identifizirt hatte. In Frage kamen bei den die Reichsregierung zur Zeit auf finanzpolitischem Gebiete in Geschichte der Zivilisation" vortrefflich dargelegt und er diesmaligen Ergänzungswahlen 32 Mandate, von denen die angeblicher Abweichung ihrem bisherigen Verhalten flärt worden. Die Verrohung, welche die Bismarc'sche Nationalliberalen 28 innegehabt hatten; von diesen 28 hat beobachte. Mit besonderer Sicherheit tritt dabei an einigen Kriegsperiode für Deutschland und andere Länder im Ge- die Partei der politischen Charakterlosigkeit 13 verloren: Stellen die Behauptung auf, daß demnächst in den bestehenden folge hatte, schien eine Zeit lang den Buckle'schen Sat 7 an die Ultramontanen, 3 an die Freifinnigen, 2 an unsere Beftiumungen, betreffend den Lombardverkehr der Reich 3 Lügen zu strafen- wenn man nämlich an die Kultur der Partei und 1 an die Konservativen. Und was das Lustigste bank und die Beleihbarkeit bestimmter Werthe, herrschenden und sogenannten gebildeten Klassen glaubte. an der Sache ist, das indirekte Wahlsystem das dazu eine Kenderung eintreten werde. Auf eingeholte Information Allmälig ist aber die ein Viertel Jahrhundert lang syste- dienen sollte, die Parteiherrschaft der Nationalliberalen zu find wir in der Lage, zu versichern, daß eine Abänderung matisch gepflegte mordspatriotische Barbarei wieder in den verewigen, hat sich gegen seine Bäter und Lobredner geDas heißt auf gut deutsch: Die Regierung will die Hintergrund gedrängt worden, und mehr und mehr tritt die wendet undo Fronie des Schicksals- den Sozialrussische Anleihe nicht. Wollte sie dieselbe, so hätte sie in Abneigung gegen den Militarismus zu Tage. erster Linie bas Berbot, bei der Reichsregierung russische Werthe das sind nämlich die bestimmten" Werthe der offiziösen Mundart zu beleihen, aufgehoben. Und da sie das nicht that und nicht zu thun gedenkt, so liegt ihre Stellungnahme klar zu Tage. Uebrigens hat die gesammte Presse die Haltung der beiden Bankhäuser verurtheilt mit Ausnahme der Freifinnigen Zeitung", die auch in dieser Frage den Manchester gaul reitet, ohne indessen für die russische Anleihe sich erdieser Bestimmungen nicht in Aussicht genommen ist." wärmen zu wollen. Ganz anders natürlich die Hamburger Nachrichten", das Organ des Fürsten Bismarck, der ja schon früher das Reich mit zwei Milliarden russischer Werthe beglückt hatte. Getreu seiner Vergangenheit läßt er auch diesmal die Werbetrommel für Rußland rühren; zum Glück ist sein Wort in dieser Frage heute bedeutungslos; die Macht der Regierung fann er für diese Finanzoperation aber nicht mehr in die Wagschale werfen; und ohne das dürfte die russische Anleihe diesmal Fiasto machen. " demokraten den Sieg verschafft. Troßdem in Mannhaften Ehre, für besonders rauflustig und kriegerisch zu Wahlurne gebracht hatten, als unsere Partei, hatten wir Der bayrische Volksstamm erfreut sich der zweifel- heim die Nationalliberalen ca. 400 Wähler mehr an die gelten. Raufluftig – das mag bis zu einem gewissen nach der Bezirkseintheilung doch ca. 50 Wahlmänner mehr Punkte wahr sein. Kriegerisch aber, im Sinne der Freude ernennen können, so daß Mannheim, wo die Nationalam Krieg, sicherlich nicht. Man schreibt uns aus Bayern: liberalen seit Jahrzehnten ein rücksichtsloses Parteiregiment Es ist mir vielfach aufgefallen, wie das Volk hier an führten und führen, von nun ab im Reichstag wie im Sem Gedächtniß der beiden Ludwige hängt- des Ersten Landtag von der Sozialdemokratie vertreten wird. Vielleicht und Zweiten. Und wenn ich mit den Leuten sprach und fühlt dieser Wahlausgang die Vorliebe der Nationalliberalen nach dem Grunde dieser Volksthümlichkeit troh so notorischer für das gepriesene indirekte Wahlsystem etwas ab. Unseren Werschwendung forschte- dann lautete faft regelmäßig die Genossen hat natürlich dieser Umstand, der sich als ein Gelb wenigstens nicht für Soldaten aus." Antwort ganz oder zum Theil: Sie gaben das Stück politischer Nemesis darstellt, die Siegesfreude erst recht erhöht.Das läßt einen Blick thun in die„ Volksseele", die Um dies Strafgericht zu verstehen, welches den unsere Feinde so gern für sich anrufen.Nationalliberalismus in Baden ereilt hat, muß man sich hatten wir eine Notiz gebracht, die sich auf eine Aeußerung wärtigen. Ueber das Tempo der Sozialreform von Oben die Entstehungsgeschichte desselben vergegen des Präsidenten des deutschen Reichs- Versicherungsamtes, Der badische Nationalliberalismus hat seine Wurzel in Dr. Bödifer, stützte, welche derselbe an der Berner Unfall- der Niederlage der Boltserhebungen von konferenz gethan haben soll, nämlich die gegenwärtige 1848 und 1849. Baden stand damals bekanntlich in In Ostafrika ist„ Alles ruhig"; für die von den Generation werde die Arbeiter- Wittwen- und Waisen vorderster Reihe. Der Liberalismus der vierziger Jahre Uhehes getödteten 300 Schwarzen find 500 Bulus und 300 versicherung nicht erleben, wenn dieselbe auch als der Ab- hatte der Demokratie den Weg geebnet und die Februars schluß des Arbeiter Versicherungsschutzes zu betrachten sei. revolution fand in ganz Deutschland nirgendwo anders Sudanesen engagirt worden und kann es also mit neuen Kräften frisch fröhlich wieder los gehen. Besser wäre es In der heutigen„ Frankfurter Beitung" erklärt Herr Böditer, einen so empfangttchen Boven wie in Baven, dem wusterer habe jene Aeußerung nicht gethan, er habe vielmehr, land des vormärzlichen Parlamentarismus. Arbeiter, freilich, alle die Kolonial- Enthusiasten, die seit Jahren so nachdem er in Erwiderung auf die vorangegangenen Redner Bauern und Kleinbürger stürzten sich begeistert in den Strudel großes Geschrei erheben, könnten verpflichtet werden, an hervorgehoben habe, wie wir unter Schonung bestehender der Bewegung: im Frühling 1848 der Hecker putihHederputschStelle dieſer ſchwarzen Sklaven den Segen des Christen- Verhältnisse allmälig zum Ziele zu gelangen suchten, nach im Herbst 1848 der Struveputsch- und im Mai 1849 die thums und der Zivilisation in Ostafrika zu verbreiten; sie vermöchten dort ihrer Begeisterung genügend Ausdruck zu ver- dem Protokolle wörtlich geäußert: So marschirt man also allgemeine, das ganze Land umfassende Bolkserhebungleihen, das deutsche Volt wäre sie los und ihr Beispiel Schritt für Schritt auf dem Wege des Fortschritts. Ist es die sogenannte Reichsverfassungs- Campagne; würde zum Vortheil des deutschen Steuersäckels nicht bezeichnend, daß die gegenwärtige Versammlung ohne die große Mehrzahl des Volkes demokratisch und republi rasch wieder keine Nachahmung finden. so Umschweise die Alters- und Invalidenversicherung behandelt kanisch. 0 Der vom B. T." gemeldete Aufstand der Wadigos Diesem selben Saale sich mit der Wittwen- und Waisen recht arbeitete, alle Kerker wurden gefüllt, vollgestopft zum hat! So sehe ich auch den Moment kommen, wo man in Die Erhebung ward niedergeschlagen das Standwar ein gewöhnlicher Steuerkrawall; das Naturvolk steht Versicherung beschäftigen wird." Weiteres zu dieser Frage Bersten, viele Tausende ins Ausland getrieben eben noch auf dem Standpunkt des Steuerverweigerungsrechtes, wie es 1848 Lothar Bucher, nunmehriger Wirklicher habe er überhaupt nicht gesagt. das Land buchstäblich entvölkert ein Geh. Legationsrath a. D., praktizirt hat. Indessen ist Wir nehmen von dieser Erklärung des Herrn Vödiker Kirchhof. Und auf das Grab der Freiheit dieser Streit über die Palmkern- Steuer wieder beigelegt; Notiz, obgleich sie unsere Auffassung von dem Tempo der setzte sich eines schönen Tages ein häßlicher Wechselbalg und über das Wie schweigt sich der Telegraph höflichst aus. Sozialreform nicht berührt. Denn leider ist dafür nicht der trächzte:" Ich bin die Freiheit, was unter mir beAuch die Hoffnung der Wißmann- Schwärmer ist vereitelt; unbestreitbare gute Wille des Herrn Bödiker maßgebend, graben liegt, das war nur ein Scheusal, das meinen Namen derselbe tritt nicht an die Spitze der Verwaltung, sondern sondern der„ Ausgleich der Interessen." Und wie die sich angemaßt hatte und die verdiente Strafe davongetragen tehrt am 3. Oktober nach Europa zurück. Regierung diesen auffaßt, das hat die Form gezeigt, in hat. Die preußische Armee, von der es getödtet ward, hat welcher fie der Forderung des Normal- Arbeitstages der uns erlöst, hat uns die wahre Freiheit gebracht. Auch der britischen Ostafrika- Gesellschaft ver- Februar Erlasse praktischen Ausdruck verlieh durch die und die wahre Freiheit, das bin ich!" Widerspruch ursachen die Kolonien Kopfschmerzen. Die" Times" Arbeiterschutzgesetz- Novelle". In dem Erlasse war seine gab's nicht auf dem Kirchhof was freiheitlich gesinnt sprechen von einer ernſten Lage, in welcher sich die Ge- Mothwendigkeit betont, im Arbeiterschutz- Gesetz fehlte die war, lag todt auf dem Schlachtfeld, in den Laufgräben sellschaft befinde. Sie habe infolge der energischen Kon- Bestimmung des Normal- Arbeitstages; und was in den von Rastatt, auf der Wiehre in Freiburg, in den Kerkern " Ebenso wenig eine Antwort wie vorher. Furcht, ich stand wirklich Angst aus. Ich hätte mich lieber ganz allein gegen ein Linienregiment geschlagen. Marche- Seul nahm die Hand des jungen Mannes und drückte sie kräftig. Ich danke Dir, Mijoulet, Du bist ein tapferer und muthiger Junge. Ich werde niemals vergessen, was Du da geleistet hast." famem Rythmus bald mächtig anschwellend, bald leiser er- Nun wohl! was machtest Du da, mit Deinem erschallend und verkündigte der Stadt Paris den fast erschreckten Gesicht?" rungenen Sieg und die Flucht eines Königs, welcher fie Antworte doch, was ist aus Dir geworden, was unterjocht und soeben mitleidlos hatte beschießen lassen. hast Du mit Deinen Truppen gemacht, wie hast Du meinen Eben wollte Marche- Seul die Concordiabrücke betreten, Befehl ausgeführt? als er Mijoulet bemerkte, welcher niedergeschlagen und ver Legen am Rande des Trottoirs stand. Der junge Lehrling Nun wurde Marche- Seul überaus ungeduldig. Das Mijoulet wurde immer mehr verdugt; dieser Händewar allein. Die Hand, welche während dieses ganzen Theils des Benehmen des Lehrlings ärgerte ihn umsomehr, als er ihn druck, diese warme Umarmung dafür, daß er einem Spion Tages mit Kraft den Kommandodegen geschwungen, hing eines Verrathes, einer Schwäche für unfähig hielt. Er kannte das Leben gerettet hatte, machte ihn ganz verwirrt, er ihm schlaff an der Seite herab. Der geschwähige Mund, den Lehrling hinreichend, um daran zu zweifeln, daß er an- wußte nicht mehr, wie er sich das erklären sollte. welcher stets bereit war, ein scharfes oder drolliges Wit- statt vor der Ausführung seines Auftrages den Muth zu Er fuhr dann in seinem Bericht fort und zwar jetzt wort vom Stapel zu lassen, war stumm. Er hatte das verlieren, dieselbe viel eher aus Uebereifer und Tollkühnheit mit stärkerer Stimme, weil der Tumult zunahm, als sie vor betrübte Aussehen eines Menschen, welchem ein großes Un- überſtürzt hatte. Immer ungeduldiger wollte er Näheres dem Gitter des Palais antamen. Dieses war von Schutzglück passirt ist, und bemerkte weder Marche- Seul noch erfahren und begann wieder mit seiner rauhen Stimme: leuten bewacht, welche die Passage sperrten, und nur mit seine Bande, die nach der Erstürmung des Chateau d'Eau Nun, sprich doch! Warum bleibst Du stumm wie ein großer Mühe die Menge abwehrten.- In kurzen, schon ziemlich zahlreich war und während des Marsches sich Karpfen? abgerissenen Worten erzählte er Marche Seul, wie noch vergrößert hatte. Also Bürger Marche Seul, nachdem ich Sie auf er, nachdem der Posten am Chateau d'Eau überEr achtete auch nicht im Geringsten auf das, was vor der Rue Julien- le- Pauvre verlassen hatte, raffte ich so viel wältigt worden war, in die Tuilerien, aus denen ging und war unempfindlich gegen die Stöße seiner Leute wie mur möglich zusammen und wandte mich stracks der König soeben die Flucht ergriffen hatte, eingedrungen Nebenmänner. Marche Seul, der es eilig hatte, an Ort gegen das Palais- Royal, wo Sie mich treffen wollten. Ich und wie er dort in der Unordnung und dem Gewühle von und Stelle zu gelangen und außerdem befürchtete, es habe mich auf dem Wege nicht aufgehalten.... doch! ... doch! seinem Trupp getrennt und ins Freie gedrängt worden sei, möchte sich in der Kammer eine Intrigue entwickeln, ich habe mich aufgehalten und höllische Furcht ausgestanden, ohne recht zu wissen, wie. und eine neue Auflage der Komödie vom Jahre 1830 dabei ja, ja, Bürger Marche- Seul. Er hatte Mühe gehabt nach dem Confordienplatz zu herauskommen, hielt sich garnicht auf, sondern rief ihn im Unterwegs hatte ich auf dem Wallgange des Pont- kommen, an den Ort, wo Marche- Seul ihn getroffen hatte. Vorübergehen nur kurz an. Neuf den Polizeispion Collard bemerkt, welcher sich in Nun war er niedergeschlagen, weil er Vorwürfe darüber einer Hausthür versteckte; ich habe viel Furcht ausgestanden. fürchtete, daß er die Leitung der Aufständischen, welche er In dem Trupp, welchen ich gebildet hatte, gab es Bürger, befehligte, aus den Händen gelassen habe. die ihn kannten und ihn wie einen Hund niedergeknallt Aber Marche- Seul hatte ihn wieder mit den Worten haben würden. beruhigt:„ Kalt Blut, mein Freund, ärgere Dich nicht, Du Was thun? Ich erinnerte mich der Empfehlung, welche hast Deine Pflicht erfüllt und trägst keine Schuld daran." Sie mir leise in's Ohr geflüstert hatten, dann ließ ich Meinen Sie, Bürger Marche- Seul?" meine Leute nach dem Standbilde Heinrich IV. Kehrt Und als dieser kurz durch ein Kopfuicken geantwortet machen, hielt ihnen eine ganz nette Rede und dann rückten hatte, kam Mijoulet wieder zu sich, nahm sein gewöhnliches wir ab, ohne daß eine Menschenseele Collard bemerkt hätte. Aussehen wieder an und sprang beinahe in die Höhe vor Glauben Sie mir, Bürger, ich hatte nicht geringe Freude, als der Schuhflicker ihn untern Arm nahm.( F. f.) Mijoulet hob jetzt den Kopf, bemerkte vor sich den alten Revolutionär und wurde plöglich blaß wie der Tod. Indessen auf einen zweiten, schärferen und befehlenderen Ruf entschloß er sich, seinen Platz zu verlassen und sich der Spige der Kolonne anzuschließen, aber es geschah, ohne daß er sich beeilte, mit schlotternden Armen. Er zeigte eine be stürzte Miene und war ängstlicher denn je. Er trat neben Marche- Seul ein, welcher während des Marsches, auf dem er die dichte Menge auseinandertrieb, eine hastige Unterhaltung mit ihm anknüpfte. " 1 - oder aß, falls es nicht verhungerte, das harte, bittere| Sozialdemokratie, wenn man diesen Ausdruck einmal ge- fauch fernerhin so sein und bleiben? Fürwahr eine äußerst Brot des Elends und der Verbannung in fremdem Land. statten will. Und so konnte der Wechselbalg aus dem Grab der Freiheit fich einen Thron machen und daneben einen Altar bauen, auf dem das Gözenbild Bismarck's prangte, des Blut und Eisenmannes, des Einigers und Befreiers der deutschen Nation! Vierzig Jahre lang hat der Wechselbalg geherrscht, despotisch geherrscht im Lande Baden- Alles, was sich nicht unterwarf, erdrosselnd, vergiftend, niederknüppelnd, bis die Gräber des Kirchhofs sich öffneten, die Freiheit ihre Auferstehung hielt und das Strafgericht kam. Es begann am 20. Februar 1890- und der 24. September dieses Jahres hat das begonnene Werk zwar noch nicht vollendet, aber doch so kräftig und gründlich fortgesetzt, daß die Nemesis nur noch Nachlese zu halten hat. Möge fein Erbarmen die strafende Hand lähmen! Die Verhandlungen des Verner Unfallschuh- Nongreffes hatten natürlich weniger den Zweck, große Beschlüsse zu fassen, als über das Prinzip der staatlichen Arbeiterversicherung sich zu verständigen und die gemachten Erfahrungen auszutauschen. Und wenn die Freifinnige Zeitung" es die interessanteste Erscheinung nennt, daß gerade die Franzosen sich gegen den Staatssozialismus erklärten, so scheint für Herrn Richter eine alte Thatsache um deswillen um so interessanter zu werden, als sie älter wird. Ein Blick auf den Mechelner Katholikenkongreß hätte ihm dieselbe interessante Erscheinung" gezeigt. Daß die franzöfifchen Delegirten gegen die Beschränkung der persönlichen Freiheit durch eine staatliche Ver ficherung mit Entschiedenheit eintraten", ist für Eugen Richter natürlich ein wahres Labsal; und so zitirt er denn die Manchesterei der Franzosen mit innigem Vergnügen: flache, zum Mindesten sehr konservative und wenig zur Lehre vom allgemeinen Flusse" passende Anschauung, die mit hoher Ueber den Ausschluß der anarchistischen Delegirten Weisheit, dem Gegentheil von Albernheit, verzweifelt wenig Aehnam Brüsseler Kongreß spricht sich der Schweizerische lichkeit hat. Erst vor einigen Wochen schrieb mir ein hervorSozialdemokrat" in einer längeren Würdigung der Be- ragender Parteigenosse: Die ökonomische Revolution, die sich in der bürgerlichen Gesellschaft vollzieht, ist einzig in ihrer deutung des Brüsseler Kongresses wie folgt aus: " Diese Einigung aller sozialistisch gesinnten Arbeiter hatte Art und so wird auch der Umwandlungsprozeß einzig in aber auch die Scheidung zwischen Sozialisten und seiner Art fein." Wir haben die Pflicht, Alles zu thun, was zur friedlichen Anarchisten zur Voraussetzung, und das betrachte ich als und gesetzlichen Umgestaltung nothwendig ist. Wenn der Nicht als ob ich auch nur von Ferne daran dächte, die gute Gegner anderer Ansicht ist, so möge er nur auf den„ Gendarmenmarkt"" Säbel schleifen" gehen. Denn da er nach Meinung der Anarchisten der Theorie in Zweifel zu feiner Richtung" hin etwas über die Zukunft zu wissen vorgiebt, ziehen. Das lag aber auch nicht in der Absicht des Kongresses, so weiß er auch nichts über den Eintritt der Umgestaltungen so wenig als der Ausschluß der Anarchisten irgend welcher und es ist doch nothwendig, daß die große Zeit, wo die richtigen Verkeherung gleichkommt. Daß man den Anarchisten nicht besonders grün ist, läßt sich freilich nicht lengnen. Wer jedoch Buckungen losgehen, die nöthige Anzahl scharfer Säbel vorfindet. weiß, wie sie uns am Marristischen Parifer Kongreß durch allerlei Proteste, Anträge, Zwischenrufe, Spektakelze. binhielten, und wer sich nicht wissen, was anzustreben ist, so mag das feine Richtigkeit Wenn der Angreifer von sich und Anderen sagt: wir können erinnert, wie leidenschaftlich und gehässig ihre Presse über uns haben; eben darum zum Theil habe ich ja das Buch ge= herfällt, muß gestehen, daß die Anarchisten kein Recht haben, von unseren Kongressen, deren Beit so wie so jeweilen furg beschrieben. meffen ist, eine allzu nachsichtige Behandlung zu verlangen. Da ist also überall verflucht wenig Logik; der erste und Immerhin wären die Leute ja schließlich noch zu ertragen, fehlter, wie die Freifinnige Beitung" durch beifälliges Bunicken zwar verfrühte Angriff auf meine Darlegungen war ein verwenn nicht der prinzipielle Gegensatz da wäre, welcher ihrerseits bestätigt. Der Angriff hätte wenigstens warten müssen, ein gemeinsames Tagen einfach unmöglich macht. Denn bis das ganze Buch„ durchblättert" werden kann, und wenn die wie soll man sich mit einem Menschen verständigen Angriffe fünftighin nicht von besserer Qualität find, so lohnt können, der grundsäßlich auf einem ganz anderen Boden steht, als wir. Da ist alles Diskutiren eine 3 eit es sich taum, je wieder Zeit zur Abwehr zu verwenden. verschwendung, verlorene Liebesmüh', an der man schließlich selbst zu Grunde geht." sinal Stimmt; und diese Beweggründe waren es auch in der That, welche den Delegirten die in Frage kommenden Beschlüsse zur Pflicht machten. Oswald Köhler. Wir haben nicht die Absicht, uns hier in eine längere Debatte über alle von Herrn Köhler in seiner„ Erwideruug" angeregten Punkte einzulassen; wir wollen die Streitfrage auch heute auf den Gesichtspunkt beschränken, von dem nnfere erste Notiz ausging. Vorausschicken müssen wir, Während der Nothstand in den höheren Regionen daß Herr Köhler in der Annahme des Verfassers jener der deutschen Gesellschaft noch immer nicht erkannt wird, Notiz gründlich irregeht, weshalb auch seine Bemerkung von Die Privatversicherung dürfe deshalb nicht zu Gunsten wie die Debatten der Nothstandskommission beweisen, haben dem etwas versteckten und durch die Redaktion ge= einer staatlichen Versicherung beschränkt werden. Ein solcher die Gemeinden ihre liebe Noth, um die Opfer des Noth- deckten Angriff gegenstandslos ist. Und nun ein paar Staatssozialismus würde zur Folge haben, daß die freiwillige, private Fürsorge der Unternehmer, die bisher durch Schaffung stands vorm Schlimmsten zu bewahren. Namentlich in den Bemerkungen zum Streitgegenstand. von Wohlfahrtseinrichtungen unendlich viel Gutes geschaffen Distrikten, wo die Textilindustrie vorherrschend ist, über- Herr Köhler befindet sich von vorneherein in einem habe, gelähmt und dadurch an die Stelle der persönlichen Be- steigt die Zahl der Unterstützungsansprüche, welche den Ge- Grundirrthum: es hat sich für uns gar nicht darum geziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein falter meindebehörden unterbreitet worden, alles, was bisher da- handelt, seine Schrift zu besprechen, sondern darum, Bureaukratismus gesetzt werde. Auch liege die Besorgniß nahe, gewesen. Nachdem z. B. die Stadtgemeinde Crefeld erst den Sta nfd punkt der Partei gegenüber dieser Schrift daß durch eine allgemeine obligatorische Unfallversicherung der vor kurzem 10000 M. zur Beschäftigung von Arbeitslosen zu präzisiren, d. h. zu verhindern, daß irgend ein Gegner Leichtsinn und die Gleichgiltigkeit der Arbeiter gegen die Ge- angewiesen, hat sie jetzt wieder eine gleich hohe Summe zu dieselbe, weil sie im Verlage von Parteigenossen erscheint, fahren des Betriebes erhöht und dadurch die Zahl der Unfälle demselben Zwecke bewilligen müssen. Allein 310 be- als den Ausdruck der Auffassung der deutschen Sozialdemokratie schäftigungslosen Webern, Färbern u. dgl. mußte städtischer- hinstellen und diese für die Köhler'schen Privatliebhabereien Herr Richter vergißt oder unterschlägt die Thatsache seits Arbeit beschafft werden dabei läßt in den übrigen verantwortlich machen könne. Und um zu der in unserem daß unter den französischen Delegirten, die so begeisterte Berufen der Geschäftsgang gleichfalls sehr zu wünschen Artikel ausgesprochenen Ablehnung zu kommen, war Loblieder auf die Privatversicherung fangen, so übrig. die zitirte Stelle, die wir nochmals reproduziren, mehr als genügend. Diese Stelle lautet: vermehrt würde." Bon Herrn Köhler erhalten wir nachstehende Erwiderung. und so viele Beamten, Direktoren, Aufsichts- Man braucht nach allem kein Schwarzseher zu sein, räthe von Privatversicherungs- Anstalten um sich zu sagen, daß wir einem Winter entgegengehen, der waren, die natürlich aus der staatlichen Versicherung eine unter Hinzutritt der Lebensmitteltheuerung an sozialer Noth Schmälerung ihrer Tantiemen und Dividenden befürchten! Grauenhaftes bringen wird. und was die freiwillige, private Fürsorge der Unternehmer, die bisher durch Schaffung von Wohlfahrtseinrich tungen unendlich viel Gutes geschaffen haben", betrifft, so ist das so naiv, daß man darüber vor deutschen Arbeitern nicht mal mehr zu höhnen braucht! Auch die Belgier vertreten diesen Standpunkt, und Belgien ist in der That das typische Musterland für die freiwillige, private Fürsorge der Unternehmer", die so unendlich viel Gutes geschaffen haben". Ueber den Leichtsinn und die Gleichgiltigkeit der Arbeiter gegen Gefahren des Betriebes" werden wir morgen Herrn Bödiker gegen Herrn Richter ins Feld führen. Einen praktischen Beschluß faßte der Kongreß in der Annahme folgenden von Dr. Guillaume, Direktor des eidgenössischen statistischen Bureaus, gestellten Antrags: Auf den etwas versteckten und durch die Redaktion gedeckten Angriff in Nr. 215 des„ Vorwärts" auf meine Schrift„ Der sozialdemokratische Staat" gestatte ich mir Folgendes ju entgegnen und speziell an die Adresse des Verfassers des Angriffs zu richten: Gewöhnlich wird es als ein bedeutender Grad von Oberflächlichkeit betrachtet, wenn Jemand Bücher bespricht, bie er nur burchblättert; im vorliegenden Falle sind jedoch vielleicht für den Angreifer zwingende Gründe dafür vorhanden, so schnell als nur möglich dreinzuhauen und mit groben, startwirkenden Mitteln, Albernheiten 2c. zu arbeiten, noch ehe die Schrift tomplet vorliegt. Meinetivegen. Ich habe infolge dieser Voreiligkeit das Stecht, nun auch meinerseits einige Säße herauszugreifen und nach Gebühr abzumurksen. Ein Streit von A bis Z wäre mir übelwollender Parteigenossen ohnedies zuwider. " Da sich unter der seitherigen Gesellschaftsverfassung der größte Theil des Grund und Bodens und der Gebäude im Privatbesige von Einzelnen oder Gesellschaften befindet, so werden zum Zwecke des friedlichen und gefeßlichen Ueberganges aus den alten Zuständen in die neuen die bisherigen Privatbefizer dadurch zufrieden gestellt, daß fie für ihre Bejizzantheile( nominelle Besitzrechte, Hypothekenforderungen) für die Zeit ihres Lebens eine gewisse Rente aus Staats- oder Provinzialmitteln empfangen, fo fern ihre politische Haltung während der letzten Jahre vor Beginn der gesellschaftlichen Umgestaltung eine dieser Umgestaltung nicht ausgesprochen feindliche gewesen ist. Als Unterlage für die Beurtheilung der Frage, ob ein Rentenanspruch durch die feitherige Haltung verwirkt ist oder nicht, gelten die Personalnotizen der sozialdemokratischen Partei und ihrer Mitglieder und die Mittheis Iungen der öffentlichen Druckschriften, Zeitungen u. f. w. Als Feinde der Umgestaltung werden dabei Diejenigen betrachtet, welche die Hauptpunkte des sozialdemokratischen Programms positiv bekämpft oder verächtlich zu machen gesucht, oder welche solche Personen, die auf dem Boden der Hauptforderungen stehen, refp. standen, wegen dieser Haltung geschädigt oder zu schädigen ver sucht haben." ,, Um die statistischen Ergebnisse, welche in den verschiedenen Staaten zusammengestellt werden, immer vergleichbarer zu gestalten, spricht der im September 1891 in Bern versammelte internationale Rongreß betreffend Unfälle bei der Arbeit den Es muß doch ein ganz geheimnißvolles räthselhaftes Ding Wunsch aus, es möge eine Spezialfommission beauftragt wer sein, dieses Wesen des Sozialismus", wenn man als normaler den: a) mit der Ausarbeitung einer Benennung der Todes- Parteigenosse in Jahrzehnten dieses Wesen" nicht erkennen Ob eine Ablösung der Besitzrechte" in Form der ursachen, herrührend von Krankheiten und Unfällen, welche lernt, wie es nach dem Urtheil des Angreifers mir und zahl- Rentenentschädigung stattfinden werde oder nicht, ist wie die Benennung die Möglichkeit böte, in allen Staaten an reichen andern meiner seit fast 20 Jahren zur Partei stehenden genommen und befolgt zu werden; b) mit der Aufstellung und ebenso belefenen wie überlegten Freunde geht. Ich ganze Köhler'sche Zukunftsmusik eine müßige Frage. Heute einer Gruppirung der Krankheiten und Unfälle, indem eine frage den Angreifer, was da wohl die zahlreichen Massen stehen wir nicht vor dieser Frage. Als eine Rechts. genaue Definition diefer lettern gegeben wird und in der Handarbeiter, die sich zur Sozialdemokratie zählen, machen rage tann sie nach unserer Auffassung niemals gedem Regeln aufgestellt werden, welche im Zweifelsfalle zu be follen, um dieses Ding zu erfaffen?" Macht es dann etwa das ftellt werden; als eine Frage der 3 weckmäßigkeit folgen sind; c) mit der Ausstellung einer Benennung der Berufe bekannte„ findliche Gemüth?"" Indessen sieht es beinahe so aus, muß sie nach Lage der Dinge in jenem Moment beund Beschäftigungen und mit der Feststellung der Gruppirung als ob der sozialistische Gedanke", das Wesen des Sozialis- urtheilt werden, in welchem sie zu unserer Entscheidung in einer Weise, daß diese Liste in allen Ländern für die ver- mus" vorläufig noch das geistige Eigenthum einer kleinen Gesell- steht. Diesen Moment, die bis dahin vorsichgegangene Entschiedenen statistischen Arbeiten angenommen werden kann. Der schaft, einer Familie bleiben müsse. Möge man dort mit diesem wicklung können wir heute nicht bestimmen; Besitzrechte", ständige Ausschuß des Unfallkongresses ist beauftragt, diesen Gedanken so lange spielen, wie man sein Vergnügen daran hat die heute mit Monopolpreisen aufgekauft und abgelöst Wunsch dem internationalen Institut für Statistit mitzutheilen unterdessen geht die Geschichte ihren Gang. und sich mit ihm ins Einverständniß zu sehen, auf daß diese Da wird von Seite 78 meiner Schrift der Satz heraus- werden, können durch die bloße technische Entwicklung von Spezialfommiffion ernannt werde und in derselben u. A. ver- gegriffen von der Ablösung der Besitzrechte. Was wollen wir einem Tage zum andern theilweise oder völlig werthlos treten seien: das internationale Institut für Statistik, das inter- Denn? Sollen die Besizer ohne alle Renten- Entschädigung werden. Will Herr Köhler nebenbei Umschau halten unter nationale Romitee für Unfälle bei der Arbeit, das internationale expropriirt werden? Wem es gefällt, es gefällt, solche Forderung unseren Genossen, wie viele geneigt sein dürften, den RothKomitee für Hygiene und Demographie, die internationale Rom- auszusprechen, der mag es thun. Ich bin aber dafür, schild's, Krupp's, Stumm's, Baare's, Bismarck's( z. B. für mission für Strafrechtspflege." daß die Expropriirten eine mäßige Entschädigung erhalten; ich den Sachsenwald) zc. zc. Rentenansprüche zu gewähren, so In der Schlußsizung am Sonnabend wurde die Ein- bin dafür, daß dies im Interesse der Partei und ihrer dürfte er über seine Auffassung der„ bewährten Taktik führung einer einheitlichen zuverlässigen Berufsstatistik für Machtvergrößerung ausgesprochen wird, im Interesse der alle Staaten als wünschenswerth beschlossen, ferner die regel- Wirkung der Darstellung unserer Biele auf Diejenigen, die uns unserer Partei" arge Enttäuschungen erleben. Aber bezeichnend ist es doch, daß Herr Köhler, der so mäßige Berufung solcher Kongresse im Zeitraum von je noch fernstehen, im Interesse der bewährten Taklit unserer Bartei, zwei bis vier Jahren und endlich ein permanentes Komitee welche radikale ziele auf gefeßlichem Wege zu erreichen sucht, fürchterlich gezwungen über das Wesen der Sozialdemoso lange sie auf diesem Wege dem allgemeinen Boltsbewußtsein tratie" wizelt, auch heute noch nicht begreift, wie unsäglich ernannt, das Zeit und Drt dieser Kongresse bestimmen erreichbar erscheinen. Wo liegt denn da die Albernheit? Ferner ungeheuerlich und albern es ist, diese bin ich dafür, daß ausgesprochen wird, daß am Tage der Frage der Besizrechtsablösung zu einer Frage der Abrechnung ein Unterschied gemacht werde zwischen bekannten politischen Gesinnung, bezm. GesinnungsAuch unsere französischen Parteigenoffen ver Feinden unserer Sache und Andern. Ist das eine Albernheitlosigkeit zu machen! Und nicht blos das, sondern die wert hen bereits die Beschlüsse des Brüsseler Kongresses Sollen die Feinde bei der großen Umwälzung extra honorirt Entscheidung über diese Frage dann dem Haß und der praktisch, indem sie wie der Telegraph meldet den werden? Vorschlag machten, daß ein nationales Arbeitssekretariat Dder erregt es den Unmuth meines Gegners, daß ich für Leidenschaft des parteipolitischen Tagestampfes zu übererrichtet werde, welches die statistischen Berichte bezüglich die Umgestaltung einen bestimmten Zeitpunkt annahm, von tragen! Die Ronduitenlisten" des Herrn Röhler übertreffen der Expropriirten alle Proffriptionslisten, welche die Geschichte verurtheilt der Arbeiterorganisation und Arbeiterbewegung zusammen- welchem ab rückwärts das Verhalten zustellen und zu bearbeiten, sowie die Korrespondenz mit geprüft und untersucht werden könnte. Aber auch ein Revolu- hat; gegen die Personalnotizen der sozialdemokratischen den ausländischen Arbeitssekretariaten zu führen hat. Demonstampf zwischen Proletariat und Reaktion träfe auf einen Bartei, ihrer Mitglieder, die Mittheilungen der öffentlichen Zeitpunkt. Und man will entweder Ablösungsrente, oder man Druckschriften, Zeitungen 2c." ift die ganze Buttfamer'sche nationalen Arbeitssekretariate sollen Delegirte der Arbeits- will feine. Auf welcher Seite liegt denn nun da eigentlich die Polizeipraris das reine Waisenknabenthum. Ob Jemand börsen, der Syndikate und einzelnen sozialistischen Partei- größere Albernheit? gruppen angehören. Der diesbezüglich von unserm Ge- Alfo verehrter Parteigenosse und Gegner, nicht so hihig in den Versuch" unternommen hat, die Hauptpunkte nossen Guesde gestellte Antrag dürfte voraussichtlich von der Rage", in welche Sie meine Bogen verseht zu haben scheinen: des sozialdemokratischen Programms verächtlich zu allen sozialistischen Gruppen, also auch den Possibilisten, Wuth und Aerger sind Zeichen von Schwäche, entweder der machen," oder ob Jemand in einem solch' eminenten Interessenkampf den Versuch" machte, den Gegner zu die ja übrigens auf dem Brüsseler Kongreß gleichfalls ver persönlichen oder der der vertheidigten Position. Die Geschichte beweise, daß sich die Umgestaltung unter Mord schädigen", das soll nach Herrn Köhler die Entschei treten waren, angenommen werden. Man legt auf die Er- und Brand vollziehen werde, ganz bestimmt, ohne allen Zweifel ung bilden für die Beurtheilung eines Recht 3richtung eines Sekretariates um so mehr Werth, als das Woher weiß dies der Gegner, daß dies die Geschichte beweise? anspruchs! felbe in den Fällen eingreifen soll, wo französische Arbeit Also weil wir Menschen gleiche Abstammung und gleichen Urgeber sich fremder Arbeitskräfte gegen die einheimischen be- sprung mit dem Affen haben, darum follen wir evig zur dienen wollen und umgekehrt; ferner soll dem Sekretariate Affigkeit verurtheilt sein? Weil seither Streitigkeiten der die Veranstaltung der Maimanifestation obliegen. Regierungen oder der Völker durch Kriegsprügelei geschlichtet" Kurz, überall schicken sich die Arbeiter an, den Be- und ausgetragen worden sind, darum wird das auch in alle zu schlüssen des Brüsseler Rongresses praktische Folge zu geben, funft so bleiben? Weil sich seither die wirthschaftlichen Um und damit ist der Internationalismus zu einer realen That gestaltungen von selbst" und planlos, aus Entwickelung", basvollzogen haben, darum. wird und darum muß Sie statten fache geworden, mit welcher der Kapitalismus bereits jetzt gesellschaftliche Umgestaltung immer planlos vor fich davon hat. ernstlich zu rechnen haben wird. gehen? Weil feither gewalsame blutige Vorgänge die Daß diese Entwickelung so ruhig, organisch sich voll Begleiterscheinungen der Umgestaltungen im Völkerleben zieht, das ist Verdienst und Folge der marxistischen waren, darum und I ur darum wird das wird. " " wir al bern und ungeheuerlich genannt haben? Sollte Herr Köhler immer noch nicht verstehen, was Freilich, mit solch' ungeheuerlichen Polizeis begriffen noch zu fragen, was für ein räthselhaftes, geheimnißvolles Ding das Wesen des Sozialismus" ist, Herr Köhler muß uns das Wort nochmals gebringt nur Jemand fertig, der keinen Begriff " Theater. Dienstag, den 29. September. Opernhaus. Der Waffenschmied. Schauspielhans. Der neue Herr. Leffing- Theater. Der Präsident. Berliner Theater. Die Neuvermählten. Jugendliebe. Deutsches Theater. Die Sonne. Residenz- Theater. Georgette. Wallner- Theater. Der Mann mit hundert Köpfen. Musikalischdeklamatorische Abendunterhaltung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Onkel Cyprian. Thomas- Theater. Mädchenschule! Vorläufige Anzeige. Deffentliche Versammlung = Eröffnung von Präuscher's Museum der sozialdem. Parteigenossen des 3. Berl. Reichstags- Wahlke. 略 80/81. Kommandantenstraße 80/81, E am Sonnabend, den 3. Oktober, Morgens 9 Uhr. Der Katalog enthält viele neue Nummern. Circus Renz. Carlstraße. Ostend- Theater. Vom Stamm der Dienstag, den 29. Geptember 1891, Asra. Bellealliance Theater. Deutschland zur See. JungAdolph Ernst Theater. Der große Prophet. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder.. Abends 74 Uhr: Auf Helgoland oder: 317M [ 329M Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener. ( E. H. 61.) Mittwoch, den 14. Oktober 1891, Abends 9 Uhr: Vierte ordentliche Generalversammlung bei Norbert, Beuthstr. 21/22. Tages- Ordnung: Tages- Ordnung: am Dienstag, den 29. September 1891, Abends 8 Uhr. in der Berliner Ressource, Kommandantenstrasse 57. 330/7 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Kommission zum Sammeln der Gelder behufs Deckung der Unkosten der Delegirten zum Parteitage. 4. Wahl zweier Mitglieder zur Lokalkommission. 5. Erfahwahl eines Mits gliedes zur Preßkommission. 6. Wahl von Revisoren. 7. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 29. September, Abends 8 Uhr, Lokale ,, Königsbauk", Große Frankfurterstraße 117: Grosse Versammlung. im 1. Vortrag. Tages Ordnung: 2. Diskussion. Ebbe und Fluth. Große hydrologische Ausstattungs3. Vereinsangelegenheiten, Wahl der 1. Mittheilungen. 2. VierteljahresFeenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. National Tänzen( 60 Damen), AufPantomime in 2 Abtheilungen mit Bericht. 3. Antrag des Vorstandes Revisoren. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gebrüder Richter's Variété. Spe- gen., Dampfschiff- und Boot- 4. Berschiedenes, Auflage u. Fragefaften. 387b Gäste haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch bittet zügen 2c., auf Anschaffung eines Aftenschrankes. fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen zialitäten- Vorstellung. Theater der Reidjshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. SpeKonkordin- Palast- Theater. zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunstschwimmerinnen 3 Geschwister Johnson. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lumineuse, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: The gold bird, geritten von Fräul. Clotilde Hager. Ifagar ( Blumenpferd), vorgeführt, von Fräul. Oceana Ronz. Auftreten der amerikanischen Künstlerinne Sisters Lawrence. Novität: Alaskas( großer chineRingkampf). Eine QuaGroßen, geritten von 8 Damen und 8 Herren. Mr. F. Chiarini in feinen Vor- und Rückwärts- Saltomortales auf dem gesp. Seil. Auftreten der henter d.Reichshalle Sensations- Nummern Riesin Rosita.ille aus der zeit Friedrich Hunde- Orchester. Charlie u. Henry Avolo. Anfang 72 Uhr. Haydn u. s. 10. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Nur großjährige Mitglieder haben Zutritt. Quittungsbuch legitimirt. 1787b] Der Vorstand Wir fordern alle Mitglieder der Krankenkaffe Bukunft( E. H.), welche sich geschädigt glauben, auf, zur gemeinsamen Berathung am Freitag, beu 2. Oftober, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Birk, Gartenstr. 27, [ 1770b sich einfinden zu wollen. Gormdorf, Bumicke, Pauer, Scheewe, Baury. Beim bevorstehenden Quartalswechsel empfehle ich bei pünktlicher Lieferung den Vorwärts" Berliner Volksblatt, fowie sämmtliche Partei- Literatur. Max Kirsch, Zeitungsspediteur,[ 1670b für Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung am Mittwoch, den 30. September, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstr. 1. Tages Ordnung: 9 1. Vortrag des Genossen Bruns. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Gäste haben Zutritt. Gleichzeitig werden die Mitglieder ersucht, bis Ende dieses Monats ihre Beiträge zu entrichten. Der Vorstand. 344/11 Grosse Volks- Versammlung zu Gunsten der freireligiösen Gemeinde Reittünstlerin Mlle. Marie Chiarini, Ritterstrasse 107, Ecke Prinzenstr. 28, am Mittwoch, den 30. September, Abends 84 Uhr, und Franks 2c. Komische Entrees und Intermezzos von sämmtlichen Clowns. Täglich: Auf Helgoland. E. Renz, Direktor. 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Schulz, Stallschreiberstr. 50/51, v. 4 Tr.; 4. C. Karthaus, Frankfurter Allee 38; 5. Wedemeier, Jahnstr. 18; 6. Th. Hahn, Sophienstr. 84, oder bei der am Sonntag stattfindenden Probe. 105/19 Die Kommission für das Stiftungsfest. Rixdorf! Rixdorf! 1. Stiftungsfest des Arbeiter Bildungsvereins für Rirdorf und Umgegend am Sonnabend, den 3. Oftober, in Niesegk's Salon, Rixdorf, Bergstrasse 129. Unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Hoffnung", des Gesangs- Komikers Herrn Osang, sowie des Deklamators Herrn Köppen. Fenrede, gehalten vom Genoffen Wilhelm Werner. Konzert, ausgeführt von Berufsmusikern. Nach dem Konzert: Tanz- Kränzchen. Billets à 25 Pf. find zu haben bei A. Schulze, Steinmetzfir. 10; S. Rheden, Bergstr. 7; G. Pfennig, Berlinerstr. 113; E. Hirthe, Berlinerstr. 111; R. 3 iegler, Hermannstr. 34; A. Schulz, HermannPlazz 6; H. Anhof, Bergstr. 139: W. Krüger, Prinz Handjerystr. 66; D. Böttcher, Berlinerstr. 139. 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Rath, Hilfe in allen Angelegenh. Unbemittelten unentg. Sonntags bis 4 Uhr. 1648b Pommern,[ 1783b welche einige 3 Zusammensein in geselligen Streifen lieben, wollen ihre Adresse unter„ Einigkeit" an Herrn Kärger, Gneisenaustr. 88, einsenden. 1280L] 180 L Max Schayer, Reichenbergerstr. 54. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 5 der Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Bollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. anderweitig kauft eine illustrirte Derfflinger Wer Nähmaschine kaufen will, verlange bevor man Preisliste C. Mahnkopf, Berlin W, Strasse 23. eine von Diese seit 24 Jahren bestehende Firma ist die vortheilhafteste Bezugsquelle in Nähmaschinen, wie dies fortwährend von Tausenden von Kunden anerkannt wird. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 227. Erklärung. Dienstag, den 29. September 1891. S. Jahrg. lich entvölkert. Berlin leidet ja an solchen Gärten, welche der geholt und stellte fest, daß der Tod schon vor zwei Stunden einvon einem gewissen Größenwahn befallene gastliche Wirth ge- getreten sein müsse. Die Annahme, daß ein Selbstmord vorliegen Angesichts der von Herrn Liesländer in der am 23. d. Mts. wöhnlich als" Park" zu bezeichnen pflegt, feinen Mangel. fönnte, ist vollkommen ausgeschlossen, Jedenfalls hat die junge in der„ Ressource" stattgehabten Parteiversammlung gethanen zwischen den hohen Hintergebäuden ist so ein Fleckchen Erde Dame, die an die Benukung von Gaslampen nicht gewöhnt war, Aeußerungen: Ein Partei- Schiedsgericht sei für ihn für die Verein mit etlichen Lorbeerbäumen und Ephenwänden schnell in muß sie erwacht sein und beim Versuch, die Thüre oder ein Fenster durch aufgeschütteten Kies und durch einen Springbrunnen im die Flamme ausgeblasen, statt den Hahn abzudrehen. Später Katz" und M. Bading habe die Berliner Genossen bemogelt, einen Garten umgewandelt. Besten Falls sind auch die Linden- zu öffnen, hat sie die Besinnung verloren, ist zu Boden gestürzt sehen die Unterzeichneten sich zu nachstehenden Bemerkungen ver- und Rastanienbäume vorhanden, so daß sich an lauen Sommer- und erstickt. anlaßt. 1. Das Restaurant von Julius Schulz, Berliner- und Pietsch). Das in Sachen Liefländer tagende Schiedsgericht, dessen Mit- abenden in solchem Winkel ganz behaglich über Politik und Die Lokalkommission von D.- Wilmersdorf macht hierglieder die Unterzeichneten sind, trat auf den ausdrücklichen, bei andere gute Dinge plaudern und ein Grand mit allen Bieren mit bekannt, daß hier folgende Lokale zu Arbeiterversammlungen den Vertrauensleuten des 4. Berliner Wahlkreises wie beim absolviren läßt. Aber wir wollen der Wahrheit die Ehre geben Parteivorstand wiederholt geäußerten Wunsch Liefländer's Gärten troß seiner gewaltigen Häusermassen wahre Perlen Augustastraßen- Ecke. 2. Mölter's Boltsgarten( früher und noch hinzufügen, daß gerade Berlin in Bezug auf solche zu haben sind: zusammen. Gegenüber der Aeußerung 2.'s, dies Schiedsgericht fei für ihn für die Katz", haben wir festzustellen, daß sämmt hin eine Auswahl der anmuthigsten Art geboten wird. All das fei für ihn für die Kaz", haben wir festzustellen, daß sämmt aufzuweisen hat und daß besonders nach der Peripherie Augustastraßen- Ecte. 2. Mölter's Boltsgarten( früher liche Anschuldigungen, die von 2. irgendwie oder gegen Leben, welches sich während der wärmeren Jahreszeit daselbst irgendwen vorgebracht wurden, in Untersuchung gezogen und entwickelt hat, stirbt mit den langsam fallenden, gelben Blättern letzten Versammlungen es wieder einmal für nöthig gehalten, Der sattsam bekannte Herr Liefländer hat in einer der darüber die vorgeschlagenen Zeugen in Lieflander's Gegenwart vernommen worden sind, und können wir kon- Der Bäume hin- es wird stiller und stiller da draußen und der feine alten Verdächtigungen und Verleumdungen von Neuem zu statiren, daß durch die Untersuchung ein Theil der vorgebrachten Wirth hält es kaum noch für nöthig, mit beginnender Däm- wiederholen. Wir haben bereits Ende vorigen Jahres unser Anschuldigungen bereits erledigt, betreffs der anderen das merung im Garten die Laternen oder das elektrische Licht zu Urtheil über diesen gewohnheitsmäßigen Ehrabschneider gefällt; Schiedsgericht zur weiteren Zeugenvernehmung bereit war. Be- entzünden. Um so lebhafter entwickelt sich der Verkehr im ge- eine uns letzter Tage zugegangene Erklärung dürfte auch den züglich schlossenen Lokal, wo der Stammtisch wieder voll besetzt ist und Genossen, die Liefländer nicht schon näher kennen zu lernen Geder erledigten Punkte haben die stattgehabten Ermittelungen allerdings eine thatsächliche Grund auch an den anderen Tischen Gestalt neben Gestalt dem edlen legenheit hatten, zeigen, welcher Mangel an Partei- Chrgefühl und Getränk des Gambrinus huldigt. lage nicht ergeben, welche die Beschuldigungen welch' nichtswürdige Verlogenheit dazu gehört, daß nach alledem von Liefländer hätte rechtfertigen tönnen. Der Verein Freie Volksbühne, welcher jetzt mit einer Genossen mit seinen Lügen belästigen konnte. Ehren- Liefländer dieser Mensch nochmals in einer öffentlichen Versammlung die Was endlich den Vorwurf anbetrifft, Bading habe die Ber- Mitgliederzahl von nahezu 4000 in fein zweites Lebensjahr ein- hat es stets verstanden, sein eigenes Treiben durch den Ruf liner Genossen bemogelt, so wollen wir blos das Eine feststellen: tritt, ist von dem Ostendtheater in das Belle- Alliance- Haltet den Dieb" zu bemänteln. Da er sich mehrfach in der Während der ganzen Schiedsgerichts- Verhandlungen hat Lief- theater übergefiedelt. Das zahlreiche Künstlerensemble dieser Rolle eines solchen Herrn befunden hat, ist ihm seine bisherige länder des Entschiedensten bestritten, daß er jemals Bühne hat sich unter der Regie des Herrn George Stollberg Tattit nicht schwer gefallen. diesen Vorwurf erhoben habe oder habe erheben wollen. bereit gefunden, in den Aufführungen des Vereins mitzuwirken. Berlin, 25. September 1891. R. Fischer. H. Freudenthal. A. Gerisch. Gottfr. Schulz. F. Tuyauer. Kommunales. Die Nothstandsdeputation der Stadt Berlin hatte gestern ihre erste Sigung. Die Deputation besteht aus 15 Mitgliedern, den Vorsitz führt der Oberbürgermeister. In der Generaldiskussion wurde von den Gegnern des bekannten sozial demokratischen Antrages erstens das Vorhandensein eines Nothstandes bestritten, und zweitens der Vorschlag, die Stadt folle, um den Arbeitslosen Beschäftigung zu schaffen, eine Be schleunigung der städtischen Arbeiten( vornehmen, energisch betämpft; ebenso fand der Vorschlag, Lebensmittel in großen Quantitäten anzukaufen und zum Selbstkostenpreise abzugeben, Widerspruch. " " Diefer Umzug" der freien Volksbühne bedeutet für jeden Einsichtigen einen zweifellosen Fortschritt. Denn ganz abgesehen von der ungleich besseren Lage des Belle- Alliancetheaters, vermag diese Bühne, wie allbekannt, sowohl was die Inszenirung der Stücke, als auch insbesondere was die schauspielerische Darstellung betrifft, beträchtlich Besseres zu leisten als die Vorstadtbühne des fernen Ostens. wurde. Gegen die bestimmte Aussage eines Beugen, er habe den Vor- Sonntag, den 11. Oktober, findet die erste Vorstellung Polizeibericht. Am 26. d. M. Morgens wurde ein Fabrikwurf der Fälschung gegen Bading erhoben, rief Liefländer eine statt. Zur Aufführung gelangt das bisher in Berlin und überarbeiter in der Küche seiner Wohnung in der Stargarderstraße Reihe Zeugen auf, die bestätigen sollten, nicht, daß dieser Vor- haupt in Deutschland noch nicht gespielte Lustspiel Ibsen's erhängt vorgefunden. Im Landwehrkanal an der Bellealliancewurf begründet sei, sondern daß er gegen Bading nie= Der Bund der Jugend". Brücke wurde Mittags die bereits start in Verwesung übergemais den Vorwurf unehrlicher Absicht, der gangene Leiche einer unbekannten, etwa 35 Jahre alten FrauensFälschung oder des Betruges erhoben habe. person angeschwemmt und nach dem Schauhause geschafft.Soviel zur Sache. Die Unterzeichneten hätten sich überhaupt Nachmittags wurde an der Ecke der Markgrafen- und Leipzigernicht veranlaßt gesehen, in dieser Sache öffentlich das Wort zu straße ein pensionirter Beamter von einer Equipage überfahren ergreifen, hätte Liefländer nicht am Tage, nach dem er selber und dabei am Kopfe so bedeutend verlegt, daß er nach der zwei neue Schiedsrichter ernannt hatte, in Charitee gebracht werden mußte.- Zu derselben Zeit entstand öffentlicher Versammlung uns zu diskreditiren versucht. Mit in der Linienstraße an der Ecke der Koblanckstraße dadurch ein Rücksicht auf den weiteren Kreis der Genossen hielten wir Bei dem letzten Vergnügen der Arbeiter- Bildungs- polier Langen einen ihm unterstellten Lehrling dort wiederholt bedeutender Zusammenlauf von Menschen, daß der Steinsetzaber obige Erklärung für angebracht. schule hat sich ein Vorfall zugetragen, der leider etwas spät gegen den Kopf schlug und einen Drahtbinder mißhandelte. zu unserer Kenntniß gelangt, von dem aber jedenfalls hier noch als Langen infolge dessen von zwei Schuhmännern sistirt Notiz genommen werden muß. Es handelt sich um das werden sollte, setzte er den Beamten thätlichen Widerstand entSternecker'sche Lokal. Der Besitzer, Herr Sternecker, hatte erklärt, 20 Pf. Entree nehmen zu wollen; es wurden 40 Pf. befreien suchten, unterstützt, sodaß es den Beamten erst mit Hilfe gegen, und wurde darin auch von drei Arbeitern, die ihn zu genommen. Außerdem wurde von Herrn Sternecker die Ver einiger Personen gelang, den Langen zu bewältigen. Bei diesem theilung von Bons zu Gunsten der Schule verhindert, ja derselbe Handgemenge versezte der Kellner Rosenberg mit einem Stocke ließ sogar mehrere Vertheiler und Abnehmer verhaften. Als dem Langen einen so starten Schlag auf den Kopf, daß dieser später das bekannte„ Wiener Bild" in amerikanischer Auktion schwer verletzt und seine Ueberführung nach dem Krankenhause versteigert wurde, erklärt der Oberkellner diesen Boykott" für am Friedrichshain erforderlich (!) Am Spandauer verboten und ließ abermals den Gendarm herbeiholen. Dieser Schifffahrtskanal, in der Nähe der Kielerbrücke, wurde Abends verlangte von dem Auktionator einen Gewerbeschein. Als der die Leiche einer unbekannten, Jungefähr 30 Jahre alten Frauensvon ihm für eine geschlossene Gesellschaft gemiethet sei und der Klempner an der Ecke der Blücher- und Schleiermacherstraße von Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule ihm erklärte, daß der Saal person aus dem Wasser gezogen. Zu derselben Zeit wurde ein Gendarm wohl kaum ein Recht habe, sich hier aufzuhalten, be- einem Arbeitsfuhrwert überfahren und erlitt dabei anscheinend stritt(!) Herr Sternecker, daß sein Saal gemiethet sei. Das schwere innere Verlegungen. Als in der Nacht zum 27. d. M. Wiener Bild", welches konfi szirt werden sollte, war inzwischen die unter fittenpolizeilicher Kontrolle stehende Scheffler nach in Sicherheit gebracht worden. Hierauf verließen die ca. 2000 Ar- der Wache des in der Eisenbahnstraße 39 eine Treppe hoch beiter Sternecker's Lotal. belegenen Polizeibureaus sistirt worden war, öffnete fie das Fenster und sprang auf den Bürgersteig hinab. Hierbei erlitt sie anscheinend eine Verstauchung der Füße und des Rückgrats, sodaß sie nach der Charitee gebracht werden mußte. Beide Vorschläge wurden von sozialdemokratischer Seite einAm 27. d. M. Morgens wurde in einer Wohnung am gehend und lebhaft vertheidigt und ausgeführt, wie ungerecht Mariannenplatz eine junge Dame, welche am Abend vorher dort zum Besuche angekommen war, auf dem Fußboden liegend todt und zugleich wirthschaftlich falsch es fei, den Nothstand, der aufgefunden. Vermuthlich hat sie beim Auslöschen der Gaswirksam einzig und allein nur durch Schaffung von Arbeit flamme den Hahn versehentlich wieder aufgedreht und ist infolge bekämpft werden könne, sich immer weiter ausdehnen zu lassen, des ausströmenden Gases erstickt. Die Leiche wurde nach dem und zur Beseitigung desselben kein anderes Mittel als das einer Schauhause gebracht. Vormittags sprang ein Dienstmädchen in selbstmörderischer Absicht aus dem Küchenfenster der eine Verstärkung der öffentlichen Armenpflege und Unterstützung der zu verklagen. Treppe hoch belegenen Wohnung seiner Dienstherrschaft, in der privaten Wohlthätigkeit anzuerkennen; in der Forderung auf Lübeckerstraße, auf den Hof hinab und erlitt hierbei eine VerAm Hochzeitstage durchgegangen. Der in der Memeler tauchung der Beine und des Rückgrats, so daß es nach dem Beschaffung um Arbeit wurde der sozialdemokratische Antrag straße wohnhafte Former J. war seines zweijährigen Wittwer- Krankenhause in Moabit gebracht werden mußte. An dem steller nur von dem Tonservativen Mitgliede der Deputation unter- standes müde. Eine Schlächtermamfell, eine 23aise, hatte es ver- felben Tage Abends fiel während der Vorstellung im Zirkus stützt, während die Vertreter der freisinnigen Majorität standen, sich in sein vereinſamtes Herz einzuschleichen. Der Renz die Kunstreiterin Seifert von dem ungesattelten Pferde der Stadtverordneten- Versammlung sowohl als auch einige Wohnung des Bräutigams versammelt. Man ging in die Neben erlitt hierbei eine Verlegung im Gesicht, so daß sie ohnmächtig Hochzeitstag war herangekommen, die Gäste hatten fich in der über die Manege auf einen Sigplatz im Zuschauerraum und Deputirte des Magistrats- Kollegiums jeden Versuch, die Arbeits- stube, um die Braut zu holen, und fand sie nicht. Das Braut aus der Manege getragen wurde, erholte sich jedoch bald wieder. losigkeit durch Vornahme städtischer Arbeiten zu beseitigen, als fleid lag auf dem Sopha, Kranz und Schleier auf der Erde; der Am 27. und 28. d. M. fanden an sieben Stellen kleine sozialistisch" ablehnten. Von dieser Seite erklärte man sich verlassene Bräutigam stand vor den aufgerissenen Schubfächern Feuer statt. seines Schreibtisches; aus dem einen der Kasten waren ein bereit, bei etwa hereinbrechender Noth, die Armenunterstützung Sparkassenbuch über 300 m. und 100 M. Papiergeld entnommen. zu erhöhen, auch war man geneigt, an Privatvereine Mittel für Auf dem Tische fanden die Hochzeitsgäste einen Bettel, auf Einrichtung von Wärmestuben zu gewähren, die Voltsküchen zu welchem die verduftete Braut" bemerkte, daß sie mit ihrem Liebsten durchgebrannt sei; der Former solle sich keine Mühe unterstützen und die Speisung armer Schulkinder zu fördern. Die Generaldiskussion wurde noch nicht beendet, sondern geben, später werde sie Alles zurückerstatten. zunächst die Vervollständigung des einschlägigen Materials sowie die Zuziehung der Vorsitzenden einiger, bei der Frage interessirten städtischen Verwaltungen beschlossen. = Lokales. Eine überraschende Aufklärung. In der Wohnung eines Börsenagenten in der Wallner- Theaterstraße herrschte große Aufregung. Die Dame des Hauses, welche zu einer Gesellschaft fahren wollte, vermochte trotz allen Suchens ihren Schmuck nicht zu finden und erklärte in lauten Worten, derselbe sei gestohlen. Ihr Gatte, der schließlich erschien, konnte ihre Erregung nicht theilen. Er bemerkte nur furz, er sei vor einigen Tagen in Geldverlegenheit gewesen und habe deshalb den Schmuck seiner Frau versetzt. Für das Dienstmädchen ist die Sache damit aller dings nicht erledigt; dasselbe ist seit entschlossen, ihre Herrin auf Grund der gegen sie erhobenen Beschuldigung wegen Beleidigung Theater. Der Prozeß gegen den Heirathsvermittler" Max Zeichens Novellendichter und von seinen Anhängern wird er in Leffing- Theater. Herr Karl Emil Franzos ist seines Gerichte insofern Schwierigkeiten bereiten, als die Lettere ihr er sich im Lessing- Theater auch als dramatischer Dichter, er Gombert wegen Mordversuchs an seiner Ehefrau dürfte dem dieser Beziehung verhimmelt. Am Sonnabend Abend produzirte Zeugniß verweigert. Wenn dieses, wie vorauszusehen, auch bei zertheilte einen seiner Romane in ein Schauspiel und bewies dem Verwandten in Charlottenburg der Fall sein wird, welcher dadurch, daß er von dem Sein und Wesen der dramatischen DarZeuge der Schußaffäre war, so kann es sich nur um einen stellung keine genügende Kenntniß besitzt. Indizienbeweis handeln. Gombert ist bereits am letzten Freitag an den Thatort geführt worden, woselbst in Gegenwart der in Muster eines Richters und als ehrenwerther Mann von JederEin österreichischer Landesgerichts Präsident ist als das der Angelegenheit thätig gewesenen Polizeibeamten und der Ehemann geschätzt und geachtet. Nur er selbst ist von seinem frau die Dertlichtfeit genau besichtigt wurde. Man hat hierbei Werthe nicht überzeugt, er hat in seiner Jugend ein Mädchen Ziehtag! Je näher der Quartalstag heranrückt, um so die Entfernung des Angeschuldigten von seinem Opfer und die verführt und verlassen. Er weiß allerdings nicht, daß der Umunheimlicher wird's denen zu Muthe, die ausziehen müssen. Höhe des eingeschlagenen Geschosses genau ausgemessen. Hierbei gang mit diesem Mädchen nicht ohne Folgen geblieben ist und Unruhe im Hause, faltes oder gar lein Mittagbrot, Ungemüth versuchte die Frau Gombert, ihrem Ehemanne heinlich Er- daß aus diesem Verhältniß wieder ein Mädchen entsproffen ist, lichkeit, abgestoßene Möbel und ein bedenkliches Zusammenfallen frischungen zuzustecken, wurde aber hieran durch den Unter- welches sich zu Beginn des Dramas genau in derselben Lage be des Geldbeutels- das ist die Signatur dieses scheußlichsten aller suchungsrichter Dr. Schulz gehindert. Auch gestern hat ein findet, wie ihre Mutter. Auch sie ist verführt worden, und zwar Tage. Wehe, wenn nun auch Gott Pluvius seinen„ Senf" dazu weiterer Termin vor dem genannten Landrichter in der An- von einem Verwandten des Gerichtspräsidenten. Das Mädchen giebt. Nach der Wetterprognose fann man sich bekanntlich in gelegenheit stattgefunden. diesem Jahre nicht mehr richten, der Möbelwagen ist einmal bestellt, und man muß, gleich viel ob die Sonne vom blauen Himmel lacht, oder es„ Strippen" regnet, an dem einmal bestimmten Tage in den fauren Apfel beißen und ziehen. Der Naubmörder Wetzel ist einmal wieder in der Person eines in Hamburg aufgegriffenen Bettlers gewittert worden. Natürlich war's abermals ein Fehlgriff. war Gouvernante in dem Hause ihres Verführers, und die Mutter dieses jungen Mannes hatte, als die Katastrophe eintrat, nichts Giligeres zu thun, als das Mädchen mit ihrem Kinde auf die Straße zu werfen. Im Fieberwahn tödtet die junge Mutter ihr Kind, sie wird in das Untersuchungsgefängniß gebracht und ihre So war der letzte Sonntag besonders für die„ kleinen Leute" ein Ziehtag, wie er nicht ungünstiger sein konnte. Es regnete in der Nacht vom 26. zum 27. d. M. den Tod einer jungen Zufälle von dem Präsidenten, der zugleich ihr Vater ist und der Unkenntnißder Handhabung von Leuchtgaslampen hat Sache wird infolge einer unglaublichen Anzahl unwahrscheinlicher vom frühen Morgen an Bindfaden". Wer sich einen Möbelwagen leisten kann, da" geht's noch, anders aber, wenn der ehrerin herbeigeführt, die am Abend des 26. d. M. aus West- am Vorabend der Verhandlung erst erfährt, daß er seine eigene Transport der Möbel auf Leiterwagen, Karren u. s. w. vor sich preußen bei einer hiesigen Kaufmannsfamilie zum Besuche Tochter aburtheilen soll, verhandelt. gehen muß, wie man dies, zumal in den Vororten, am Sonntag des Kaufmanns anlangte, eingetroffen war. Als die junge Dame in dem Hause Die ganze Sache spielt im Jahre 1850 in einer österhäufig fehen konnte. war dessen Familie abwesend. reichischen Provinzialstadt. Der Dichter will nun das Publikum Mit dem ziehtage allein ist's aber noch nicht abgethan; Nachtmahl ein und zog sich, ermüdet von der Reise, in das zu verurtheilt werden müsse und fördert infolge dessen eine UnDie Lehrerin nahm in bester Stimmung das für sie bereitgestellte glauben machen, daß das junge Mädchen unbedingt zum Tode Tage vergehen noch, ehe die Gemüthlichkeit in die Wohnung ein- ihrem Empfange hergerichtete Fremdenzimmer zurück. Gegen fenntniß juristischer Gebräuche zu Tage, die seinem Unschuldssinn ziehen fann. Da hat's doch ein Hauswirth besser; für ihn kann Mitternacht fehrte die Familie heim, und da die Frau des Hauses alle Ehre macht. Der Präsident macht nun den üblichen Konder Quartalstag garnicht oft genug kommen, er zieht schmunzelnd die junge Dame nicht in ihrer Nachtruhe zu stören wünschte, be- flikt zwischen Vaterliebe und Pflicht durch und entscheidet die Miethe ein und freut sich vielleicht der Summe, die ihm gab sie sich erst vorgestern um 8 Uhr Morgens nach dem Fremden- sich schließlich zu Gunsten seiner Tochter. Er rettet sie kurz vor wieder mal das Steigern eingebracht hat. zimmer. Sie fand das Zimmer mit Gas angefüllt; auf dem der Verhandlung, indem er sie entfliehen läßt. Nachdem er Das herbstliche Wetter mit seiner fühlen Atmosphäre hat Fußboden des Gemaches die Lehrerin entkleidet und todt und den aber einmal diesen Mißbrauch seiner Amtsgewalt be= die sonst in den Abendstunden so sehr belebten Biergärten merk- Hahn der Gas- Hängelampe aufgedreht. Ein Arzt wurde herbei- gangen hat, erwacht der Richter wieder in ihm und er will " fich seinem Vorgesetzten denunziren. Dieser aber weist die Selbst-| worden und in die Knie gesunken. Hierauf sind die Mörder über lüderlichen Lebenswandel Jhrer Frau als Erwerbsquelle benutt denunziation mit dem staatsmännischen Einwurf zurück, daß ihn hergefallen, haben ihm die Stichwunden in den Hals bei haben.- Angekl.: Das muß ich bestreiten. Präf.: Sie das denn doch einen zu großen Skandal geben würde"." Der gebracht und schließlich den schwer Verwundeten, aber noch leben- fannten aber den Lebenswandel Ihrer Ehefrau, Sie kannten Gerichtspräsident wankt mit dem Borsaz hinaus, sich das Leben den Mann an dem Baum aufgehängt. ihre Vergangenheit und wußten auch, daß sie mit anderen zu nehmen. Gegen die beiden Angeklagten liegt eine ganze Reihe von Männern in Verbindung stand? Angeti.: Ja.- Präs.: Verdachtsmomenten vor. Zunächst sollen sie zur Zeit der That Hatten Sie bei der Heirath eine vollständig eingerichtete Wirthin der Nähe des Thatortes von verschiedenen Personen gesehen schaft?- Angeti.: Nein, wir hatten nur eine Bettstelle, ein worden sein. Die Wirthin, bei welcher sie damals in der Sopha und noch einige Gegenstände. Präs.: Besaßen Sie Veteranenstr. 13 wohnten, will bemerkt haben, daß dieselben in irgend welche Küchengeräthschaften? Angekl.: Nein. der fraglichen Nacht gegen Mitternacht ihre Wohnung verlassen Präs.: Sie haben später noch Anschaffungen gemacht, wie haben und erst gegen 5 Uhr zurückgekehrt sind. Bald darauf sind Sie zu den Mitteln gekommen? Angekl.: Theils durch soll Frau Heinze Rock und Hemd ihres Mannes genäht haben. meine Arbeit und dann hatten wir auch vermiethet.- Präs.: Es wird ferner angenommen, daß die Angeklagten das Hemd Ja, an Mädchen, die sich durch einen lüderlichen Lebenswandel später nächtlicher Weile verbrannt haben. Die Angeklagte H. soll ernährten. Ange tl.: Jawohl. Präs.: Ihre Frau soll auch von dem Morde schon zu einer Zeit gesprochen haben, wo aber in gleicher Weise gelebt haben. Angefl.: Ich gebe es die Leiche des Wächters Braun noch gar nicht aufgefunden sein zu.-Präs.: Haben Sie denn nie versucht, sie auf einen fonnte. Weiter soll die H. gleich nach dem Morde sich dem Kriminal- anderen Weg zu bringen? Anget I.: Gewiß und deshalb ist Inspektor von Süllessem als Vigilantin in dieser Sache angeboten es ja gerade zwischen uns zu Schlägereien gekommen, daß bisund versucht haben, die Kriminalpolizei zu nasführen, sie soll weilen die Leute zusammenliefen. Als ich später einfah, daß es auch den Hut und Mantel, in welchem sie in der Mordnacht in doch nichts half, habe ich es aufgegeben. Das Stück bewegt sich im Großen und Ganzen durchaus in den ausgefahrenen Geleisen romantischer Empfindung; es werden unermeßliche Quantitäten von Edelsinn und Hochherzigkeit verbraucht, ohne daß auch nur ein Mensch von Fleisch und Blut vorgeführt wird. Nur Herr Kober, der als Floßknecht die Geschichte seiner verführten Tochter vortrug, brachte Lebenswahrheit in seiner realistischen Darstellung zum Ausdruck. Die Aufführung war im Großen und Ganzen eine wohlgelungene. Herr Klein führte seine Rolle prächtig durch, ebenso die Herren Waldow und Molenar. Fräulein Reisenhofer brillirte in ihrer fleinen Rolle als Sophie. Herr Franzos erschien nach jedem Attschluß. Gerichts- Beitung: Mordprozek Heinze. " Angl. Nein, niemals. der Nähe der Elisabethkirche gesehen worden, schleunigst ver- Präs.( zur Angell. Heinze): Nun, Frau Heinze, ist das fauft haben. Dazu kommt, daß Frau Heinze ihren Ehemann wahr, was Ihr Ehemann gesagt hat? Angefl.: Nein, das bei Gelegenheit brutaler Chestandsszenen wiederholt Mörder, ist nicht wahr. Präs.: Nun, dann erzählen Sie einmal. Wächtermörder" 2c. bezeichnet und mehrfach gedroht hat, ihn un Anget I.: Ich habe meinen Mann 1887 geheirathet, als er aus Jm großen Schwurgerichtssaale des Kriminalgerichtsgebäudes schädlich zu machen. Heinze dagegen, von welchem behauptet der Haft entlassen war. Ich hatte erst ein Verhältniß mit Bellezu Moabit begannen gestern die Verhandlungen gegen das wird, daß er genau solchen Meißel beseffen, wie am Thatorte vue und dann mit einem gewissen Richard Schulze, der mich Heinz e'sche Ehepaar, welches bekanntlich unter der schweren An- gefunden wurde, hat nach seiner ersten Verhaftung im Jahre heirathen wollte. Da ich aber noch dessen Mutter und Bruder flage ste ht, an der Ermordung des Nachtwächters Braun be- 1888( feine und seiner Frau Freilassung erfolgte damals Mangels mit ernähren sollte, habe ich davon Abstand genommen. theiligt gewesen zu sein. Angeklagt sind: 1. Der 27 Jahre alte hinreichender Beweise) offenbar Angst vor seiner Frau gehabt Präs.: Und da haben Sie den Mann geheirathet, den Sie eben Töpfer Gotthilf Rudolf Hermann Heinze, geboren zu Driesen, und zu seinen Mitgefangenen höchst verdächtige Aeußerungen erst fennen gelernt hatten und der eine sehr böse Vergangenheit Kreis Friedeberg N.-M., welcher wegen Diebstahls, Kuppe lei, gethan, welche darauf schließen lassen, daß er über die Vorgänge hinter sich hatte?- Angefl.: Aus Liebe kann aus einem Unterschlagung, Sehlerei, Hausfrie densbruch 2c. 13 Mal vorbei dem Morde ganz genau unterrichtet war und Furcht hatte, schlechten Mann ein guter Mann werden.- Präs.: Sie haben bestraft ist, im Höchstmaße von 6 Monaten Gefängniß. 2. Die daß er doch noch vor das Messer kommen könnte. So soll er Ihren Mann eines Donnerstags kennen gelernt, am Montag 42jährige Ehefrau desselben, Anna Johanna Sophie Dorothea u. A. mehreren Mitgefangenen gegenüber die Aeußerung gethan find Sie mit ihm aufs Standesamt gegangen und Sie find Heinze, geb. Wiel, in Berlin geboren und außer 44 Mal haben:„ Seine Frau habe zuerst ganz falsch ausgesagt, dann aber die Ehe eingegangen, obwohl der Mann 15 Jahre jünger wegen Sittenpolizeikontravention noch 17 Mal wegen Diebstahls, die ganze Sache retour genommen, sonst wäre seine Rohlrübe" war als Sie? Angefl.: Meine Mutter war auch Unterschlagung, Ruppelei, Münzvergehens, strafbaren Eigen schon herunter." 15 Jahre älter, als ihr Mann und die Beiden haben doch sehr nutes 2c. vorbestraft, darunter zweimal mit je 2 Jahren Zucht- Dies sind in allgemeinen Umrissen die Verdachtsmomente. gut zufammen gelebt. Bräs.: Sie haben schon Jahre vorher haus.- Sie werden angeklagt, am 27. September 1887 Inwieweit diefelben zur Ueberführung der Angeklagten zu ver- vom Lafter gelebt?- Angefl.: Jawohl, ich fonnte nicht durch zwei selbständige Handlungen: 1. einen schweren wenden sind, soll nunmehr die Hauptverhandlung ergeben. anders, ich habe keinen Anhalt gehabt und mußte doch leben. Diebstahl versucht und 2. gemeinschaftlich mit einander Schon lange vor der angefeyten Terminsstunde herrschte vor Präs.: Ist es richtig, daß Sie bald nach der Eheschließung und mit Anderen bei Unternehmung dieses Einbruchs dem großen Schwurgerichtssaale ein bewegtes Leben und Treiben. mit Ihrein Mann in Unfrieden lebten?- Angefl.: Jawohl. Diebstahls, um sich der Ergreifung auf frischer That Der Andrang des Publikums ist ein ganz enormer und die Mein Mann hatte versprochen zu arbeiten, hat es aber nie zu entziehen, den Nachtwächter Braun vorfäßlich getödtet und Gerichtsboten, zu deren Unterstüßung eine Anzahl von Schutz- gethan, sondern hat sich in Destillationen und Budiferkellern die Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt zu haben, Berbrechen leuten aufgeboten ist, haben alle Mühe, die Masse der ohne Karte umbergetrieben und ich mußte für Alles sorgen. Er hat dann gegen§§ 242, 243 2, 244, 248, 43, 214, 211, 47, 74 des Straf- Einlaß Begehrenden abzuweisen. Pantoffeln gemacht, hat dann aber plößlich Alles verkauft und gesetzbuches. Der ad 29 angezogene§ 214 lautet: Wer bei Den Vorsitz im Schwurgerichtshofe führt Landgerichtsdirektor ich mußte immer wieder auf mein Gewerbe gehen. Präs.: einer firafbaren Handlung, um ein bei der Ausführung derselben Rieck, die Anklage wird vom Staatsanwalt Unger, zu dessen Angeklagter Heinze, Sie hören, daß die Aussage Ihrer Frau mit entgegentretendes Hinderniß zu beseitigen, oder um sich der Er- Unterstüßung Assessor Fiedler mitwirkt, vertreten. Die Ver- der Ihrigen nicht übereinstimmt. Angefl.: Herr Gerichtshof, greifung auf frischer That zu entziehen, vorsätzlich einen theidigung des Angeklagten Heinze führt Rechtsanwalt Dr. da muß ich sagen, daß meine Frau in dieser Angelegenheit lügt. Menschen tödtet, wird mit Buchthaus nicht unter 10 Jahren Ballion, die der angeklagten Ehefrau Rechtsanwalt Dr. Sie hat mich nicht kennen gelernt, wie ich aus der Haft kam, oder mit lebenslänglichem Zuchthaus bestraft.§ 211 dagegen Go ßmann. Mit Rücksicht auf die längere Dauer der Ver- ich bin vielmehr erst verhaftet worden, als ich schon verheirathet lautet: Wer vorfäßlich einen Menschen tödtet, wird, wenn er handlungen werden zwei Ersatzgeschworene ausgelooft. war. Ich habe mich die erste Zeit redlich mit Arbeiten ernährt die Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt hat, wegen. Der Angeklagte Heinze, welcher ein hellbraunes Erst nachher, als meine Frau froß meiner Borbathinie Sache Kurz vor 10 Uhr werden die Angeklagten auf die Anklage- und habe beispielsweise bei Sternecker in Weißenfee gearbeitet. Mordes mit dem Tode bestraft. Vorhaltungen Die Elisabethkirche ist bekanntlich von Parkanlagen um Jacket trägt, ist von schlanker, hoher Figur, sein Haar ist ihrem Treiben auf der Straße doch nicht abließ, habe ich die Sache geben, welche von einem Gitter eingezäunt werden. Am forgfältig glatt gescheitelt, auch der fühn geschwungene blonde gehen lassen, wie sie ging. 27. September 1887 Morgens bald nach 6 Uhr betrat der Part- Schnurrbart ist sorgfältig gepflegt. Frau Heinze, auf deren Ge- Präs. Nun, Angeklagter, wollen wir auf die Sache selbst wächter Schulz, der dieses Gitter Abends zu schließen und sicht die Spuren des Lasters, dem sie gefröhnt, erkennbar sind, eingehen. Haben Sie Kenntniß davon gehabt, daß in der Nacht Morgens zu öffnen hat, in Begleitung des Arbeiters erscheint in blau- und rothkarrirtem Kleide und scheint etwas zum 27. September der Nachtwächter Braun ermordet worden ist? Theodor Kumis die Parkanlagen. Als beide an die zur ängstlich zu sein, denn sie bedeckt ihr Gesicht wiederholt mit den Angefl.: Ich habe davon gehört.- Präs.: Sie selbst sind Safristei führende Treppe gelangt nicht dabei gewesen? waren, fanden sie Händen und weint. Angefl.: Nein.- Präs. Sie sind eine Nachtwächter- Mühe, und als sich Schulz infolge dessen Nach Vereidigung der Geschworenen macht der Vorsitzende auch nicht mit Jemand bekannt gewesen, der dabei war? umblickte, sah er die Leiche des ihm bekannten Nacht folgende allgemeine Bemerkungen. Der Gerichtshof ist mit dem Angeti.: Ja, ich habe davon von einer Frau Uthes gehört. wächters Braun an einem Baume hängen. Der Nachtwächter Staatsanwalt in Verbindung getreten, um die Frage zu erwägen, Präs.: Haben Sie etwas von der Mordthat gesehen? Braun hatte des Nachts den Park zu revidiren, da sich häufig ob es geboten sei, für die Dauer der Verhandlungen in dieser Angel.: Nein. Präs.: Haben Sie je die Absicht gehabt, Gesindel daselbst aufhielt und er besaß deshalb auch einen Anklagesache die Oeffentlichkeit auszuschließen. Es fommen ver in die Elisabeth- Kirche einzubrechen? Angetl.: Nein. Schlüssel zu dem Gitter. Die Leiche hing etwa einen Fuß über schiedene Punkte vor, durch deren öffentliche Verhandlung die Präs: Haben Sie nicht zu anderen Personen eine Aeußerung der Erde, um den Hals war der lederne Schlüsselriemen des Sittlichkeit gefährdet werden könnte. Der Gerichtshof ist aber nach dieser Richtung hin gemacht? Wächters geschlungen. Man holte den Schußmann Streblow zu im Einverständniß mit der königlichen Staatsanwaltschaft zu der Präs.: Sind Sie nicht nach der Ermordung des Braun im Hilfe und als man die Leiche abschnitt, zeigte es sich, daß die Ansicht gekommen, daß er in diesem Falle von dem ihm ge- Part gewesen und haben Sie sich dort die Situation angesehen? felbe noch nicht ganz erfaltet war, insbesondere waren die Gesetzlich zustehenden Rechte, die Deffentlichkeit auszuschließen, Angell.: Herr Präfident, ich muß erklären, daß ich auf den lente noch völlig beweglich. Zwei Straßenreiniger hatten den nicht Gebrauch machen solle, weil es wünschenswerth er- Rath meines Bertheidigers jede weitere Antwort verweigere. Braun noch zwischen 3/2 und 33/4 Uhr Morgens gefehen und scheint, daß gerade diese Verhandlungen im Lichte voller Rechtsanwalt Dr. Ballien: Ich bestätige, daß ich dem begrüßt und da zwei Hausdiener, welche Braun regelmäßig um Oeffentlichkeit geführt werden. Der Gerichtshof ist mit der Angeklagten Heinze diesen Rath ertheilt habe und zwar in Ueber5 Uhr zu wecken pflegte, an jenem Tage nicht geweckt wurden, so Staatsanwaltschaft der Ansicht, daß der Schaden für das allgemeine einstimmung mit meinem Mitvertheidiger. Ich weiß wohl, daß muß der Mord zwischen 3/44 und 5 Uhr Morgens geschehen sein. Rechtsbewußtsein und die öffentliche Rechtspflege, welcher durch die Lage des Angeklagten dadurch in den Augen der Geschworenen Der Befund der Leiche ergab, daß ein heftiger Kampf statt eine Verhandlung bei verschlossenen Thüren entstehen würde, erschwert werden wird, wir sind uns aber der Tragweite dieses gefunden hatte; es war dem Wächter offenbar Schnupftabat ins größer sein würde, als der etwa der Sittlichkeit drohende Rathes wohl bewußt und stehen auf dem Standpunkte, daß die Gesicht gestreut worden, die Leiche zeigte am Kinn Verlegungen, Schaden. Ich richte aber Namens des Gerichtshofes an die Anklage ihre Behauptungen beweisen müsse. Präs.: Angell. ferner zwei Stichwunden am Halse und ein Bluterguß in der Kopf Vertreter der Preffe die Bitte, in möglichst dezenter Weise über Heinze, Sie wollen also auf meine Fragen nicht antworten? Schwarte der Scheitelgegend, welcher darauf deutete, daß dem diejenigen Punkte zu berichten, welche zum Ausschluß der Angetlagter: Nein.- Präsident: Gut, das genügt Ermordeten ein Schlag auf den Kopf versetzt worden war. Zahl Deffentlichkeit hätten Anlaß geben können.( Von den im mir. Bertheidiger Dr. Ballien: Ich möchte aber be= reiche Blutspuren fanden sich an der Eatristeithür und von dort Buschauerraum anwesenden Damen entfernt sich nach dieser merken, daß der Angeklagte sich vorbehält, zu den einzelnen bis ins Gebüsch hinein laufend, und an der Safristeithür wurden Vorbemerkung des Vorsitzenden Niemand.) Bengenaussagen das Wort zu nehmen.- Präsident: Das ist die Eindrücke eines Stemmeifens wahrgenommen. Man fand Die Zahl der aufgerufenen Beugen beträgt 51. Nach vom ganz selbstverständlich, denn es ist meine Pflicht, nach den Ausauch in der Nähe ein Stemmeisen, einen Meißel und einen blut Vorsitzenden getroffenen Dispositionen hofft derselbe, am Mittwoch sagen der Zeugen die Angeklagten zu befragen, ob sie etwas zu bespritzten Zentrumsbohrer. Unterhalb der Treppe lag Schnupf- Abend mit den Verhandlungen zu Ende zu sein. Rechtsanwalt bemerken haben. Ich frage nun die Angeflagte, ob sie auf tabak umhergestreut. Ferner fand man an verschiedenen Stellen Dr. Goßmann bemerkt vor Eintritt in die Verhandlung, daß meine Fragen Rede und Antwort ſtehen will? Angel.: die Schlüsseltasche des Wächters, die Schlüssel desselben, die Moth- feine Klientin sehr frank und schwach sei. Sie werde seit dem Ja. Die Angeklagte bestreitet auf die allgemeinen Fragen des pfeife, das Taschenmesser des Wächters, dessen aufgeklappte Klinge Dezember 1890 nur mit flüssigen Speisen ernährt und durch Bräsidenten, daß sie von der Ermordung persönlich etwas gemit Blut besudelt war und den gleichfalls mit Blut beschmutzten Morphium bei Kräften erhalten. Er bitte daher, der Angeklagten sehen, oder zur Zeit der That verdächtige Leute in der Nähe des Säbel. zu gestatten, bei den Fragen des Borjizenden sitzen zu bleiben, da Thatortes bemerkt habe. Hiernach ist die Vermuthung gerechtfertigt, daß von mehreren es ihr nur so möglich wäre, während der Verhandlungen aus- Der Präsident bemerkt, daß er die Verhandlung in sechs Thätern ein Einbruch in die Elisabethkirche geplant war, daß der zuhalten. Der Vorsitzende sagt dies zu und ermahnt die Abtheilungen führen werde, deren erfte den objektiven Thatbestand Wächter die Thäter überraschte und sich nun ein kurzer Kampf Angeklagten auf das dringendste, bei der Wahrheit zu betrifft. Den Geschworenen werden zur Orientirung zwei Stizzen entspann, der mit dem Tode des Wächters endigte. Für diese bleiben, ohne darauf zu achten, was aus dieser Wahrheit für sie von der Lage des Thatortes überreicht und als die Wertheidigung Annahme sprechen auch folgende Thatsachen: Als in der entstehen könne. Als Frau Heinze auf Befragen des Präfi- auch die Einsicht in diefe Stizzen erbittet, tommt es zu einer Mordnacht der damals in der Streligerstraße 5 wohnhafte denten zugiebt, daß sie außer 17mal wegen verschiedener Straf- heftigen Auseinandersetzung zwischen dem Vorsitzenden und dem Telegraphen- Beamte Stein zwischen 3/43 und 3/44 Uhr thaten, 44mal wegen fittenpolizeilicher Uebertretungen vorbestraft Rechtsanwalt Coßmann. Der Präsident theilt nämlich nfit, daß nach Hause ging, sah er an der Ecke, wo die Elisabethkirch- ist, ertönt aus dem Zuhörerraum ein so lauter Ruf des Staunens Dr. G. Ginsicht in die Akten schon im August genommen habe, firaße nach der Strelitzerstraße zu umbiegt, zwei Männer auf und der Ueberraschung, daß der Präsident sich veranlaßt sieht, da er die Akten ohne seine, des Präsidenten, Erlaubniß, während bem Trottoir stehen, welche bei seiner Annäherung ihr Gespräch jedes Beichen des Beifalls oder Mißfallens aufs dringendste zu seiner Abwesenheit aus seiner Wohnung geholt und mit nach abbrachen und zu ihm etwas Unverständliches äußerten, so daß untersagen. Hause genommen habe. Rechtsanwalt Dr. Coßmann: es Stein unheimlich wurde und derselbe sich über den Straßen- Rechtsanwalt Dr. Coßmann erläutert das Strafregister Gegen diese Darstellung muß ich mich doch verwahren. Der damm der Elifabethkirche nach der Streligerstraße zu begab. feiner Klientin den Geschworenen gegenüber dahin, daß die Herr Präsident weiß, daß, als ich in seiner Wohnung war, er Hierbei bemerkte er, daß sich an der nach der Strelitzerstraße zu 44 polizeilichen Strafen nicht viel auf sich haben und unter den selbst sich auf Reisen befand und seine Gattin mir in liebensbelegenen Pforte der Barfanlagen eine menschliche Figur bewegte. übrigen Strafen feine einzige wegen Gewaltthätigkeiten erlittene würdiger Weise die Atten zur Verfügung stellte. Ich habe also In seiner Wohnung angelangt, fab Stein sofort aus dem Fenster sich befindet. Die Angeklagte ergänzt diese Bemerkung des Ver- die Aften nicht etwa bei Nacht und Rebel geholt.- Präs: und bemerkte, daß in dem Kirchpart und zwar auf dem Wege, theidigers mit weinerlicher Stimme, daß sie in all den früheren Ich habe von Nacht und Nebel Nichts gesagt, sondern einfach welcher an der Sakristei vorbei an der Strelizerstraße nach der Fällen, in denen sie angeklagt war, immer geständig gewesen sei eine Thatsache konstatirt. Staatsanwalt Unger: Wenn der Invalidenstraße führt, ein Licht oder Laternenschein sich hin- und nie geleugnet habe.- Auf die Frage, ob sich die Angeklagten Herr Vertheidiger die Atten ohne Erlaubniß des Vorsitzenden und her bewegte. In derselben Nacht zwischen 3 und 1/25 Uhr schuldig bekennen antwortet Heinze: Nein, Herr Gerichtshof, ich aus dessen Wohnung geholt hat, so muß ich das doch für war der in der Invalidenstr. 156 wohnende Zimmermann Herz- bin unschuldig!" Frau Heinze weint und antwortet:„ Ich weiß ungehörig erklären. Dr. Goßmann: Eine solche Erklärung berg, welcher bei seiner franken Frau wachte, aus seinem nichts von einem Diebstahle und nichts von einem Morde, der steht doch höchstens dem Vorsitzenden zu, nicht aber dem StaatsHalbschlummer von der Frau mit der Frage geweckt, ob liebe Gott soll mich strafen, wenn das nicht wahr ist!"- Präs.: anwalt, welcher in dieser Verhandlung doch nur Partei ist. denn nicht den kläglichen Ruf von der Straße her Lassen Sie den lieben Gott hier aus dem Spiele! Er vertritt die eine Partei, die Bertheidigung die andere gehört habe. Er sah sofort zum Fenster hinaus und bemerkte Präs.: Angeklagter Heinze, wann sind Sie nach Berlin Partei. Präs.: Wir können die Angelegenheit nun wohl an der Ecke der Invaliden- und Elisabethkirchstraße am Gitter gekommen? Angel.: Ich weiß es nicht mehr, Herr Präfi- verla en. des Portals drei Männer, welche gleich darauf verschwans dent, ich war nach in ganz jugendlichem Alter.- Präs.: Sind Der Parkwächter Ferdinand Schulz, welcher einer ber den. Ein Kanzlist Waste, damals Invalidenstr. 2 wohn Sie immer in Berlin geblieben? Angel: Ja.- Präs. ersten an dem Thatorte nach der Mordthat war, giebt von haft, hörte gegen 2 Uhr Nachts an der Ecke der Elisabethkirch- Womit haben Sie sich ernährt?- Angefl.: Meine Eltern dem Befunde eine Darstellung, die mit der im Anfang und Invalidenstraße Lärm und als er aus dem Fenster sah, be- ließen mich das Töpfergewerbe erlernen. Bräs.: Saben Sie dieses Berichts vollständig übereinstimmt. Die Lage der merkte er, daß der ihm persönlich bekannte Nachtwächter Braun selbständig gearbeitet?- Angefl.: Nein, fiets als Gefelle. Leiche Leiche war eine solche, daß ein Selbstmord des eine Gruppe von Männern und Frauen zur Ruhe verwies. Um Präs.: Haben Sie dauernd gearbeitet? Anget!.: Nein, Nachtwächters Braun ausgeschlossen. Der Zeuge weiß, daß 4 Uhr hörte Waste wieder Lärm, einen schrillen Pfiff und einen wie es in der Töpferei so geht, im Sommer hatte ich in meinem Braun mehrfach Gesindel, welches in dem Kirchparke nächtigte, Hilferuf und fah nun vom Fenster aus an der Ecke der Streliger Gewerbe Arbeit, im Winter aber nicht, da nahm ich Arbeit an, herauszuholen hatte und daß er sich vor dem Gesindel nicht und Elisabethkirchstraße eine Gruppe von Menschen. Der schrille wie ich sie fand.- Präs.: Vor vier Jahren haben Sie Ihre fürchtete. Die eine der zum Part führenden Pforten war gePfiff ist auch von einem Destillateur Heise, der um 4 Uhr seinen jetzige Frau geheirathet?- Angetl.: Ja.- Präs.: Wollen öffnet. Laden geöffnet hatte und von einer Handelsfrau Schulz gehört Sie mir Mittheilungen darüber machen, was Sie zur Heirath Die beiden anderen ersten Augenzeugen, Privatwächter worden. mit einer Person, die 15 Jahre älter war, wie Sie, bewogen Kneis und Schuhmann Strehlow haben im Ganzen dieDie ganze Situation deutet also darauf hin, daß der Wächter hat?- Angeti.: Ja, Herr Präsident, was soll ich dazu sagen? felben Wahrnehmungen gemacht, wie der Vorzeuge. Braun einen Kampf mit seinen Mördern zu bestehen hatte und die Sie fonnte„ mir" leiden und ich konnte ihr leiden. Präs.: Die Leiche hing so, daß man eigentlich nur von einem Blutspuren lassen vermuthen, daß einer der Thäter in Also aus reiner Neigung wollen Sie geheirathet haben? Auf hängen" und nicht von einem Er hängen sprechen dem Kampfe eine Verlegung davongetragen habe. Offen- Angetl.: Jawohl. Präs.: Nun soll es aber schon fonnte. Der Zeuge Strehlow muß sich den Lederriemen, an dem bar haben die Thäter dem Wächter bei seiner Annäherung recht bald nach der Eheschließung zu Streitigkeiten zwischen der Ermordete hing, in der Weise um den Hals legen, wie er Schnupftabat ins Gesicht gestreut, ihn zu blenden, ihnen gekommen sein.- Angeklagter: Das gebe ich zu. beim Wächter Braun gefunden wurde. Danach wurde keine dann ist er durch einen dumpfen Schlag über den Kopf betäubt- Präsident; Die Anklage behauptet auch, daß Sie den Schlinge aus dem Riemen gemacht, sondern derselbe war dent er " " -" 3eugin: Ich Der Tischler Henkel, welcher in jener Nacht die Uthes begleitet hatte, bestätigt im Allgemeinen deren Angaben. Wittwe Hahn, als Halbschwester der Angeklagten, verweigert ihr Zeugniß. Um 7/2 Uhr muß die Verhandlung abgebrochen werden, da die Angell. Heinze erklärt, unfähig zu sein, weiter im Saale aus zuhalten. Die Verhandlungen werden Dienstag 9½ Uhr fortgefeßt werden. Wächter in der Weise um den Sals gelegt wie etwa ein Schutz- feltener vorgekommen, als früher. Nach der Ueberzeugung des bleibt dabet, daß sie dies mit aller Bestimmtheit wisse. Präs.: mann die heruntergelaffenen Schuppenketten trägt. In der Nähe Beugen ist der Ermordete niedergeschlagen worden, die Mörder Warum haben Sie früher denn nicht von Ihren so wichtigen des Thatortes fand man menschliche Erkremente und nimmt haben mit dem vorgefundenen Stemmeisen auf ihn eingestochen Wahrnehmungen Mittheilung gemacht? die Anklage an, daß die Verbrecher einem alten und ihn aufgehängt, um den Verdacht eines Selbstmordes zu er- fürchtete mich, weil ich allein dastand. Aberglauben gehuldigt haben, der in jenen Kreisen regen. Die Mörder find vermuthlich Leute gewesen, welche der Hier muß der Präsident die Verhandlung unterbrechen und allgemein verbreitet ist und vor Entdeckung schützen Ermordete kannte und die das lebhafteste Interesse daran hatten, eine halbstündige Baufe eintreten lassen, da Frau Heinze erklärt, foll. Die letzte Kontrolleintragung in das Buch des Wächters ist ihn nicht nur zu betäuben, sondern ihn ganz todt zu machen. daß sie ohne Erholung ihres franken Bustandes wegen nicht Seitens eines Schuhmanns um 2 Uhr 20 Minuten geschehen. Der Verdacht der Thäterschaft hatte sich auf eine gange Menge weiter folgen fönne. Kurz vorher, zwischen 1 und 2 Uhr, hat Braun einen Menschen von Personen gelentt, es ließ sich aber Nichts erbringen, was Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen erklärt die Zeugin bei dem Polizeirevier eingeliefert, der in den Anlagen bei der den Verdacht bekräftigte. In friminalpolizeilichen Kreisen habe nthes weiter, daß am Morgen nach dem Morde die Angeklagten gegen Stirche hatte nächtigen wollen. Der Sistirte hat sich keinerlei man anfänglich die Ansicht vertreten, daß hier ein Mord aus Rache 9 Uhr mit der Bemerkung ausgegangen feien:„ Wir wollen nur gehen, Widerfehlichkeiten zu Schulden kommen lassen und ist nach Fest- vorliege, er selbst habe aber von Anfang an die Ueberzeugung sonst holen sie uns am Ende noch." Die Beugin will das darauf stellung seiner Persönlichkeit wieder entlassen worden. Wie der gehabt, daß es sich gar nicht um emen Mord, sondern um einen bezogen haben, daß die Angeklagten unangemeldet bei ihr Beuge Strehlow bekundet, hat Braun besonders ein wachsames Zodtschlag überraschter Einbrecher handele. Eines Tages sei die wohnten. Auge auf umherstreifende weibliche Personen gehabt, von denen Angeklagte Heinze auf der Kriminalpolizei erschienen und habe Angell. Heinze: Herr Gerichtshof, ich widerstreite Alles, sehr viele die Straße unsicher machten, wenn das in der Inva- gebeten, das Verbrecheralbum durchzusehen, da sie in der Mord- was die Zeugin Uthes fagt. Ich bin mit meiner Frau und Frau Lidenstraße 1 belegene Randel'sche Lokal geschlossen wurde. nacht am Thatorte vorbeige ommen sei und daselbst drei Männer Uthes am 26. September gegen 11 Uhr nach dem Zionstirchplatz Der Polizeilieutenant Gläsener giebt dem Ermordeten kein und eine Frauensperson gesehen habe. Von der letzteren habe gegangen, dort hat Frau Uthes einen Tischler gefunden, der sie besonders gutes Zeugniß. Derselbe sei oftmals betrunken gefie eine ganz genaue, bis ins Kleinste gehende Personalbeschreibung in ihre Stube begleitete. Ich bin mit meiner Frau bald darauf wesen und habe verbotswidrig Schantstätten während des Dienstes gegeben, später habe sich aber herausgestellt, daß sie eine genaue auch in unsere Küche zurückgekehrt und da meine Frau noch in besucht, doch sei die Sache nicht so weit gewesen, daß Braun Beschreibung von sich selbst gemacht habe. Bei der der Nacht auf die Straße ging, so ging ich mit einem Kopftissen feine Entlassung hätte befürchten müssen. Der Zeuge hat dem Durchsuchung des Verbrecheralbums sei die Heinze ſehr und einer Steppdecke durch das Zimmer der Uthes hindurch und Letzteren wiederholt den Befehl ertheilt, gegen das Gesindel streng aufgeregt gewesen, plöglich habe sie aber auf ein Bild bettete mich auf dem Fußboden der Kammer der Hahn. Was meine vorzugehen. gezeigt und ausgerufen:„ Das ist er, das ist er, ich Frau inzwischen gethan, weiß ich nicht; sie hat des morgens erst mich Der Zeuge Polizeilieutenant Gläsener befundet im lasse mir den Kopf abhacken, wenn er es nicht ist." Am nächsten in die Küche zurückgeholt. Ich habe dann Feuer in der Maschine weiteren Verlaufe feines Verhörs, daß der Nachtwächter Braun Tage wurde der Betreffende Namens Meyer geholt und als er gemacht und für meine Frau heißes Wasser bereitet.- Die in der Mordnacht allerdings einen Menschen, der auf einer Bank der Heinze gegenüber gestellt wurde, blieb sie bei ihrer Be- Beugin Uthes bestreitet entschieden, daß der Angeklagte in jener der Parkanlagen genächtigt, fiftirt hatte; derselbe sei aber wieder schuldigung. Es stellte sich aber heraus, daß der betr. Meyer an Nacht durch ihr Zimmer hindurch gegangen sei, da sonst ihr sehr entlassen worden, nachdem er seine Perfonalien glaubhaft nach jenem Abende unmöglich an der von der Heinze bezeichneten wachsamer Sund angeschlagen hätte. gewiesen. Daß der Verdacht sich immer wieder nur auf die An- Stelle gewesen sein und mit derselben gesprochen haben könne. geklagten lenkte, ist dem Polizeilieutenant bekannt. Rechts- Die Angeklagte ist darüber etwas kleinlaut geworden und hat geanwalt Dr. Coßmann: Ist dem Zeugen nicht bekannt, daß fagt, daß sie sich dann geirrt haben müsse, daß der Mann, mit auch andere Personen hier und da verdächtigt waren. dem sie in der Mordnacht gesprochen, dann dem Meyer 3euge: Ich weiß, daß auch der Sohn des Schautwirths Randel sehr ähnlich sehen müsse. Der Zeuge ist über diese einmal unter einem gewissen Verdacht stand.- Staatsanwalt Entwickelung stußig geworden, um so mehr, als schließlich der Unger: Der Zeuge weiß doch aber auch, daß sowohl die Frau betreffende Mann, mit dem die Angeklagte wirklich gesprochen Randel, als auch deren Sohn wiederholt die Hilfe gerade des hat, ermittelt ist und Aussagen über diese nächtliche Begegnung Wächters Braun gegen Ruhestörer in Anspruch genommen hat. gemacht hat, welche die Angeklagte sehr verdächtigen mußten. Die - 3euge: Auch das ist mir bekannt. Sache, die erst von einem anderen Beamten bearbeitet worden Gegen den Tapezirer Frih Krüger( Nixdorf) wurde Küster Mür be hat, trotzdem er unmittelbar beim Thatorte war, ist erst später dem Zeugen überwiesen worden und dieser wegen Gottes lästerung beim Landgericht II verhandelt. wohnte und an den Fenstern seines Schlafzimmers Rouleaux ermittelte dann, daß die Angeklagten in der Mordnacht von Hause Der Angeklagte hatte in einer Versammlung in Rixdorf im Annicht angebracht waren, irgend etwas Verdächtiges in der frag- fort waren und erst gegen 5 Uhr Morgens heimgekehrt sind. schluß an ein wissenschaftliches Wert eine Berechnung mitgetheilt, lichen Nacht nicht wahrgenommen. Nach den Mittheilungen Die Angeklagten haben nach seinen Recherchen am Tage die den Nachweis der Unmöglichkeit der Himmelfahrt" eines dieses Zeugen hätten die Spitzbuben in der Safristei der Elisabeth- vor der That absolut kein Geld mehr besessen; Menschen daraus führen wollte, daß selbst eine Bewegung von Kirche übrigens nur eine geringe Beute vorgefunden, da daselbst Morgen nach der That haben die Angeklagten ihren der Geschwindigkeit des Lichtes diese Person seit dem Anfang nur unbedeutende Altargeräthe vorhanden waren. Der Ein Kaffee durch Hingabe von ein Paar Salznäpfen bezahlt. Die unferer Zeitrechnung nicht weiter als bis an die Milchstraße hätte bruchsversuch ist auch nach Ansicht dieses Zeugen mit dem auf Seinze's sollen auch schon am frühen Morgen von dem Morde bringen können. Die Beziehung auf das Dogma der Himmeldem Gerichtstische liegenden Stemmeisen gemacht worden, doch gesprochen haben, Heinze soll an demselben Morgen mit zer- fahrt war unzweifelhaft, wenn auch über den Wortlaut einige hatte der Zeuge aufänglich die Ansicht vertreten, daß es sich gar riffenen Kleidungsstücken nach Hause gekommen sein, kurz, es Differenz herrschte. Der Angeklagte beftritt aber jede Absicht der nicht um einen ernstlichen Einbruchsversuch handelte. häuften sich so viele Verdachtsmomente, namentlich auch so viele Beschimpfung und erklärte, lediglich seine wissenschaftliche UeberDie Zeugen Vorarbeiter Dörffel und Arbeiter Gichhorft haben Widersprüche in den Aussagen der Angeklagten, daß am sengung in angemessener Form kundgegeben zu haben. Er wurde den Wächter Braun in der fraglichen Nacht noch um 33/4 Uhr 29. September 1888 ihre Verhaftung erfolgte. hierin durch die auf Antrag der Vertheidigung geladenen Zeugen gesehen und gesprochen. Braun hat sich nach dieser kurzen Unterredung, die in der Ackerstraße stattfand, in der Richtung nach schreiten. Rechtsanwalt Dr. Coßmann erklärt hierzu, daß grundfäglich auf entgegengesetztem Standpunkt stehend, aus der Der Präsident will hierauf zur Vernehmung der Frau Heinze Prediger Büschel und Lehrer König unterstüßt, welche obgleich Der Elisabethkirche zu begeben. Auch die Vernehmung einiger er feinerseits feiner Klientin den Rath ertheilt habe, Ueberzeugung herausgehört hatten. Der Vertreter der StaatsRedeweise des Angeklagten nur die Aeußerung einer ernſten anderer Zeugen dreht sich um den Nachweis, daß der Mord über gewisse Punkte feine Aussage zu machen. Um zwischen 3/4 und 5 Uhr geschehen sein muß. eine falsche Auslegung dieser Thatsache zu vermeiden, anwaltschaft hatte folchen Zeugnissen gegenüber einen schweren Der Telephonarbeiter Stein, dem zwei Männer, die zu mache er darauf aufmerksam, daß diese Verhandlungen in voller Stand, sah aber in der Aeußerung des Angeklagten eine„ Beder fraglichen Nacht an einem Bauzanne in der Nähe der Deffentlichkeit geführt werden und daß es doch sehr bedenklich ist, schimpfung der Kirche" deswegen, weil durch diese Ausführung, Elisabethkirche standen, verdächtig vorgekommen sind, giebt die wenn die Zeugen, unter denen sich doch manche wenig respek die Zuhörer zu der Auffassung fommen könnten, die Lehre sei welche die Unrichtigkeit einer chriftlichen Lehre beweisen wollte, Beit dieser Begegnung auf 3 Uhr an. Einer der Männer hat table Leute befinden, die da Vigilantendienste verrichten und auch unsinnig" und die Kirche verbreite unsinnige Lehren. Der Verüber das Erscheinen des Zeugen eine mißfällige Bemerkung auf die ausgesetzte Prämie spekuliren, aus den Zeitungen ergemacht, deren Wortlaut dem Zeugen unverständlich geblieben fehen, was hier verhandelt ist und ihre Aussagen morgen danach theidiger, Rechtsanwalt Heine, führte aus, daß mit einer solchen ist, er hat sich unsicher gefühlt und ist schleunigst vorüber einrichten. Insofern habe er seiner Klientin angerathen über ein Beweisführung jede Kritik einer Lehre zu einer Beschimpfung gegangen. Dem Zeugen sind gegen dreißig Personen zelne Punkte die Aussage zu verweigern. Präs.: Dann frage welche der Gerichtshof erkannte. Das Urtheil wurde aus dem gestempelt werden müßte, und beantragte Freisprechung, auf vorgestellt worden, die in jener Nacht die Gegend ich die Angeklagte Heinze, ob Sie auf meine Fragen bei ber Glifabethkirche passirt haben, er hat in feiner antworten will oder nicht?- Angel.: Ich überlasse es Buhörerraum mit„ Bravo" begleitet. Der Erzebent wurde sofort derfelben einen jener Männer wieder zu erkennen vermocht und meinem Vertheidiger. aus dem Saale entfernt. Präs.: Dann frage ich den Herrn Ververmag ebensowenig den Angeklagten Heinze als einen derselben theidiger.- Rechtsanwalt Dr. C.: Dann möchte ich der Angeklagten zu bezeichnen. Die Zeugen Herzberg, Waste, Heise, rathen, sich vorläufig nicht auszulaffen. Präf.: Angeklagte, und die Handelsfrau Schulz geben von ihren Wahrnehmungen, wollen Sie mir antworten oder nicht? Angefl.: Nein. die sie in der Mordnacht in der Nähe des Thatortes gemacht, Präs.: Dann gehe ich zur Zeugenvernehmung über. Der dieselbe Darstellung, welche schon im Eingange des Berichts ge- Vertheidiger Dr. Ballien will auch seinerseits ausführen, daß er geben ist. Waste ergänzt seine erste Aussage noch dahin, daß er sich der Erklärung seines Mitvertheidigers anfchließt, der Präs selbst auch einen Hilferuf gehört hat. Diese sämmtlichen vier sident entzieht ihm aber das Wort. Beugen haben einen schrillen Pfiff gehört und stimmen darin Eine der wichtigsten Zeuginnen ist die Frau Uthe 3, deren bandes aller in der Metallindustrie beschäf Zwei öffentliche Agitationsversammlungen des Vera überein, daß dies der Nothpfiff eines Nachtwächters war. Der Vernehmung längere Zeit in Anspruch nimmt. Ihre Wahrtigten Arbeiter Berlins tagten am 23. d. Mts. im Deftillateur Bruno Heise ist in diefer Beziehung ganz sicher, nehmungen und Bekundungen lassen sich folgenderweise Norden und Osten Berlins. In der ersteren sprach Genosse Huth denn man hat später den geglückten Versuch gemacht, zufammenfassen: Die nthes'schen Ebeleute wohnten zur über die Wirkungen der kapitalistischen Produktionsweise und in ob man habe. eintreten. V am Versammlungen. in seinem Destillations Laden den Pfiff aus Beit des Mordes im Hause Veteranenstraße 18 auf dem der anderen Bersammlung Genoffe Hoffmann über den Achtder Pfeife eines im Kirchpark aufgestellten Nachtwächters Hofe im Keller. Ihre Wohnung bestand aus Rüche, stundentag. Beide Redner entledigten sich ihrer Aufgabe zur hören fann. Auch die 63 Jahre alte Frau Schulz hat nicht nur Stube und Kammer, die in der bezeichneten Reihenfolge belegen Zufriedenheit der Anwesenden. Eine furze Discussion folgte den einen, sondern zwei Pfiffe gehört. Sie erklärt, daß sie sehr waren, sodaß jeder, der nach der Stube oder Kammer wollte, Vorträgen. „ Touragirt" und deshalb gleich nach dem ersten Pfiff aus dem Bett durch die Küche gehen mußte. Die Küche wurde im September gesprungen und ans Fenster geeilt sei, aber nichts gesehen 1887 von den Angeklagten Heinze bewohnt, in der Stube wohnte Deutschen Hutfabrit einen Besuch in corpore abzustatten, überIn der Nordversammlung beschloß man, am 18. Oftober der die Frau Uthes, die damals allein war, denn ihr Mann befand haupt soll der Geist der Gemeinsamkeit durch öftere ZusammenDer Vorsitzende läßt hierauf eine einstündige Mittagspause sich wegen schweren Diebstahls in Untersuchungshaft.( Er wurde fünfte- hauptsächlich des Sonntags Bormittags mehr gepflegt am 28. September desselben Jahres zu 2 Jahren Zuchthaus werden. Diese Art Morgensprachen werden bei Wilfe, Hochstr. 32, Nach Wiederaufnahme der Verhandlung verliest der Präsident verurtheilt.) Den britten Raum der Uthes'schen Wohnung hatte des Sonntags früh stattfinden. das Protokoll über den Leichenbefund, soweit es die Kleidung des Er die Wittwe Hahn, eine Stiefschwester der Angeklagten Frau Rose richtete dann die Bitte an die Genossen, zahlreich einer mordeten und die bei ihm gefundenen Gegenstände betrifft. Der Heinze inne. Diese Mietherin unterhielt mit dem Arbeiter Organisation beizutreten bezw. sich in die bestehenden ArbeiterVerdacht einer Beraubung wird dadurch ausgeschlossen, es Priester ein Liebesverhältniß. Die Zeugin Uthes giebt vereine zu Köpenick, Adlershof und Glienicke einschreiben zu wurden die filberne filberne Taschen:: hr, ein Zehnpfennigftück, über die Begebenheiten am 26. Eeptember folgende laffen. eine Rautabat Dose, Schlüssel 1nd fonstige fleine Schilderung: Gegen 10 1hr Abends begab ich mich mit den Gegenstände in den Taschen des Ermordeten gefunden. Heinze'schen Gheleuten nach dem Zionstirch Plaz zum Tischler sich außer in den Vereinsversammlungen noch beim Zigarren= Hierzu gab Bödert noch bekannt, daß man für Adlershof Es schloß sich daran das Gutachten des medizinischen Sachrer Henkel. Terfelbe begleitete mich nebst den Heinze schen Eheleuten händler Demain einschreiben lassen könne. ständigen, Medizinalrath Dr. Long. Dasselbe ging dahin, daß gegen 12 Uhr nach unserer Wohnung, Veteranenstr. 13, zurück. Gräbert geißelte in treffenden Worten, daß noch viel zu H der Wächter Braun ein träftig gebanter, muskulöser Mann ge- Henkel blieb mit mir in der Stube, die Heinze'schen Cheleute wenig Arbeiterblätter gelesen werden, und forderte zum Abonnewesen ist. Es fanden sich Berletzungen auf dem Kopfe, am Halse, blieben in der ihnen eingeräumten Küche. Die zur Küche führendement auf den„ Vorwärts" und das Voltsblatt" auf, bat auch, an der Brust und in der Bauchgegend vor. Die Kopfverlegungen Thür schloß nur schlecht, ich beobachtete die Heinze'fchen Eheleute die Annonzen- Zeitungen( wie den Botal- Anzeiger"), ferner die feien jedenfalls mittels eines scharfen Instruments herbeigeführt, durch einen Spalt und fah, daß sie sich angekleidet aufs Bett Schundliteratur( wie die sogenannten Sintertreppen- Romane 2c.) bie übrigen Verlegungen ließen auf eine gewaltsame mechanische Gin- legten. Frau Heinze trug einen Mantel von braunem Stoff bei Seite zu legen und dafür die sozialistischen Broschüren und wirkung schließen. Der Hals zeigte eine tiefe, von unten geführte Stich- mit gelben Streifen, einen hohen spit zulaufenden Hut Bücher zu lesen. wunde und eine blutunterlaufene Strangulationsmarke, die sich fast deffen eine Krempe aufrecht gebogen und der mit einer gelben im Genic zusammenschloß. Der Tod sei durch Ersticken herbei Schleise geziert war. Seinze trug einen braunen Rock und eine wesenden auf, fich zahlreich den bestehenden Arbeiter- BildungsIn einen fräftigen Schlußwort forderte Singer die Angeführt worden, wie der Bluterguß in die Lungen unzweifelhaft Ballonmütze, die er sich von mir geborgt hatte. Er sagte bei vereinen anzuschließen, um aus denselben das wissenschaftliche bewies, die übrigen Verlegungen feien nicht tödtlicher Natur jener Gelegenheit, er habe einen Gang vor und wolle bei dem Rüstzeug zu holen zu dem Kampf, welchen die Arbeiter ausgewesen, jedoch sei der Ermordete vor dem Erhängen wahrschein selben nicht so tenntlich fein. Gegen 2 Uhr Nachts bemerkte ich, zusechten haben, und schloß mit einem dreifachen Hoch auf die lich durch die Schläge auf den Kopf betäubt worden. Das daß die Heinze'schen Eheleute fortgingen. Ich schlief ein und Sozialdemokratie, in das die Versammlung begeistert einstimmte. Gesicht war mit einem graugrünen Bulver besirent, welches sich wurde wieder wach, als mein feiner Hund, ein Mops, Lärm als Schnupftabat erwies, von dieser Masse habe sich auch einiges machte. Ich hörte, daß die Heinze'schen Eheleute zurückkehrten Die allgemeine Buchdruckerversammlung, welche am in den Augen befunden. Auf die Frage des Staatsanwalts und überzeugte mich, daß es sieben 1hr war. Frau 27. September im großen Saale des Böhmischen Brauhauses" abUnger, ob die an Brust und Bauch vorgefundenen Ver- Seinze fab in meine Stube hinein, fagte aber nichts, gehalten wurde, während gleichzeitig eine Versammlung von letzungen nicht durch Knieen gejuhrt sein Ich stand nach einiger Prinzipalen in einem anderen Lokale tagte, fand unter so auf den Körper herbei- sondern legte sich auf's Bett. fein tönnten, erklärt der Sachverständige, daß Zeit auf und kochte Kaffee, den ich den Heinze'schen gewaltigem Budrange der Berliner Gehilfenschaft statt, daß sich diese Annahme wohl zutreffend sein könne. In Betreff Cheleuten hineintrug. Fran Seinze faß auf dem Bett, ihr der Saal als zu klein erwies und deshalb lange vor Gröffnung des Umstandes, daß bei Auffinden der Leiche die Ehemann hatte sich das Oberbett vollständig über den der Versammlung polizeilich gesperrt werden mußte. Die Verfelbe noch nicht völlig erstarrt und erfaltet war, giebt der Sach- Kopf gezogen. Ich holte Milch und als ich zurückkehrte, war die sammlung wählte ins Bureau die Herren Philipp Schmitt, verständige dahin Aufklärung, daß diese Thatsachen einen Schluß Heinze, auf dem Bette fißend damit beschäftigt, das Femd ihres Faber und Schubert und trat sodann in die Grörterung der auf die Beit, wann die That begangen und der Tod eingetreten Ehemannes auszubessern. Es war an verschiedenen Stellen wie Tagesordnung ein, deren erster Punkt lautete:„ Die Statistit sein müsse, mit Sicherheit nicht zulassen. Das Kaltwerden der mit Gewalt zerriffen, der Rock des Heinze lag auf dem Bett, der Berliner Buchdruckereien", zu dem als erster Leiche richte sich nach der mehr oder minder dicken Fettschicht, ebenfalls in zerfestem Zustande und mit losgerissenen Schößen. Redner Herr Schmitt das Wort nahm. Derselbe war ber von der der Körper eingehüllt sei und die Leichenstarre trete Als ich Heinze später sah, bemerkte ich frische Kragwunden Meinung, daß der Zweck, der mit der Statistik erreicht werden manchmal schon nach einigen Minuten, manchmal erst nach acht im Gesicht. Die Heinze erzählte mir auf mein Be- solite, vollständig erreicht worden sei und dieselbe ein sehr werthbis zwölf Stunden ein. Ueber den letzteren Punkt befinde fich fragen, daß fie fich mit ihrem Manne geschlagen habe. volles Material bilde, welches sich Jeder aufbewahren möge. die Wissenschaft überhaupt noch im Untlaren. Auf Am Nachmittage des 27. September wollte ich das Bett der An- Wenn nach der Statistit 1492 unorganisirte Gehilfen den Anregung des Bertheidigers, Dr. Ballien, erklärt sich der Sach- geklagten beziehen. Als ich den Strohsack aufrüttelte, bemerkte organisirten gegenüber ständen, so sei dies nicht so verständige bereit, morgen zu untersuchen, ob die an dem Säbel ich zwischen diesem und den Betten ein Bündel, welches ich aus- schrecklich, wie es aussahe, denn von den Nichtorganisirten des Wächters vorgefundenen Haare von dem Kopfe des Angeklagten einander nahm. Es war ein Mannshemd, welches am Vorder- wären Faktore und Korrektoren, deren erfahrungsmäßig nur wenige Heinze stammen tönnten und ob derselbe eine Kopfwunde besitzt. theil start mit Blut bespritzt war. Es ist später nicht mehr zum dem Unterstützungsverein sich anschließen, ferner das Personal Kriminalkommissarius Braun hat aus der Lokalbesichtigung Vorschein gekommen und nehme ich an, daß es verbrannt worden der Reichsdruckerei, sodann das der„ Börsen- Zeitung", des„ Berl. den Eindruck gewonnen, daß der erste Angriff auf Braun vor ist, da ich in der Nacht darauf bemerkte, daß Heinze's Feuer in Lokal- Anzeigers", des Fremdenblatt" und anderer Offizinen, die den nach der Sakristei führenden Steintreppen stattgefunden haben der Kochmaschine machten. Schon ehe Frau Heinze das Haus für den Tarif nicht in Betracht kommen, in Abzug zu bringen, muß. Dort fanden sich Schnupftabakreste und Blutsprißer. Die verlassen hatte, fagte fie Denten Sie fodaß die Zahl der unorganisirten Gehilfen auf höchstens 600 zu haben sie den Nachtwächter Braun sammenfchrumpfe. Diese feien nicht besonders zu fürchten, Thatsache, daß der untere Theil der Mütze des Wächters, seine mal, heute Nacht, Augenbrauen und ſein Haar Tabalspuren zeigte, beweise cufs ermordet."- Präsident: Fran Zengin, dies ist eine ständen nur in fleinen Offizinen und könnten schon wegen meist Klarste, daß dem Wachter Labat ins Gesicht geworfen sehr schwerwiegende Behauptung, wissen Sie genau, daß Frau mangelhafter Ausbildung überhaupt nicht zu wirklich tarifsei. Dieser alte Kniff sei in den letzten Jahren weit Heinze dies sagte, bevor sie fortgegangen war?- Die Beugin mäßigen Preisen arbeiten. Redner empfahl, die Statistik zu bee mir: Su nugen zur Agitation für die Organisation, welcher in letter Vereins- Arbeitsnachweise entnommen werden und nicht von dem| Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ede der Großbeerenstraße. Zeit die Personale verschiedener bisher verschlossen gewesener feitens der Prinzipale gegründeten Arbeitsnachweise." Druckereien beigetreten sind.( Bravo.) Eine Diskussion wurde " Solzmarttstraße 72. 1 1 Privat Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße Nr. 162. Gäste willkommen. Bergnügungsverein ,, Saturnalia." Jeden Zur nächsten Versammlung wird ein größeres Lokal gewählt Dienstag Sizung mit Damen bet Noll, Andreasstr. 3, Anfang 9 Uhr. Nachher: sicht beliebt und trat die Versammlung dann in den zweiten werden. Mit einem dreifachen, brausenden Hoch auf die gerechte ans. Gäste wiltonmen. Vergnügungs- und Theaterverein Rome o", Punkt der Tagesordnung ein, welcher lautete: Berathung Bewegung schloß der Vorsitzende, nachdem er für das einmüthige Berein„ Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bei H. Sperling, Görlizerstr. 37. Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäste willfommen.- Vergnügungsder Anträge der Prinzipale zur Tarifbewe Erscheinen gedankt hatte, die imposante Versammlung. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vergnügungs- Verein Fid ele gung", über welchen Punkt Herr Beste ck referirte. Zur BeBrüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäste willkommen. leuchtung der Situation brachte Redner die neueste Maßnahme liche Volksversammlung, in welcher der ReichstagsAdlershof. Am 18. September tagte hier eine öffent= Geselliger Verein Brüderschaft", Abends 9% Uhr, Wilsnackerstr. 63. der Prinzipale, welche behaupten, daß sie größte Noth leiden Verein ehmaliger 37 er, Abends 9 Uhr, im Königstadt- Kasino, Dilettantenverein ,, Nord", Uebungsstunde Dienstag und die Gehilfen die eigentlichen Herren seien, mit denen sie Abgeordnete Paul Singer vor etwa 1500 Personen über Abend 8%-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Tambourverein ,, Frei gerne tauschen möchten, unter großer Heiterkeit der Versammlung den Entwurf des Trunksuchtsgesetzes sprach. Da des Redners meg!", Dienstag und Freitag Uebungsstunde Weinbergsweg 11 b b. Wenzel. derselben zur Kenntniß. Danach verpflichteten sich die noth- Anschauungen über jenen Gesetzentwurf schon in dem in Nr. 218 des Rauchtíub, Rosenblätter", Abends 8% Uhr, bei Leopolot, Yort- u. Mannsteinstr.- Ecke. Gäste willkommen. Rauchtlub, humoristische Pfeifenleidenden Prinzipale in Form von Sichtwechseln bei Konventional- Borwärts" veröffentlichten Bericht über eine gleichartige Ver- brüder", Abends 8½ Uhr, Kleine Mariusstraße 10. Gäſte, durch Mitstrafen bis zu 10 000 m. nicht selbständig mit den Gehilfen zu lich wiedergegeben worden sind, so kann von einer Skizzirung Abends Uhr Borgolt Dienstag Rauchflub Borsig", jeden Dienstag sammlung des vierten Berliner Reichstags- Wahlkreises ausführ- glieder eingeführt, willkommen. Gäste herzlich willkommen. verhandeln, sondern den an jedem Orte aus den Reihen der des Referats Abstand genommen werden, und es mag nur noch nr. 33. Rauchklub ,, Dämmerwolfe" Dienstag Abend 9% Uhr Urbanstraße Prinzipale zu bildenden Lokalausschüssen sich zu fügen u. bgl. m. Gäste sind willkommen. Rauchtlub Einigkeit" Abends Rauchklub ,, Der Elf" Ferner wies Redner darauf hin, daß die Prinzipalität einen bemerkt sein, daß die Versammlung den Ausführungen Singers um 9 Uhr bei Water Kubs, Swinemünderftr. 82. Maffenzuzug organisire, daß sie Gehilfen veranlasse, eine viertel mit gespannter Aufmerksamkeit folgte. Darauf gelangte folgende ieben Dienstag Abends 8 Uhr, Wrangelstraße 32, bei Hoffmann. Rauchklub Ambalema" Abends 8% Uhr, Reichenbergerstraße 73 A bei Faustmann. jährliche Kündigungsfrist dem Prinzipale gegenüber einzugehen, Resolution zur Annahme: Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste willkommen. Geselliger während der letztere dem Gehilfen nur eine 14tägige KündigungsVerein limbim" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstr. 16. Herren als frist bewillige u. s. w. Wenn die Gehilfen es den Prinzipalen Gäste willkommen.- Bergnügungsverein„ Glück auf" Abends 8 Uhr im Re- Geselliger Vergnügungss auch keineswegs verdächten, daß sich dieselben zur Vertheidigung ftaurant Blank, Schönleinstr. 1. Gäfte willkommen. Bergnügungsverein Reichstrone", Gigung Abends 9 Uhr, in rüften, so erwarteten sie doch, daß sich die Prinzipale nicht solcher verein, Amicitia", Abends 9 Uhr, im Lotal von Marowsti, Barnimſtr. 47. Stattlub ,, Fidele. Reichert's Restaurant, Müllerstr. 7. Gäste willtommen. unlauteren Mittel bedienen, auf welche die Gehilfen eigentlich wird, da in dem Mangel dieser Bedingungen die Ursache des Brüder", jeden Dienstag von 8-11 Uhr Kottbuser Damm 74 bei Hilte. Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. " " mit Ausständen antworten müßten. Dies würde nun zwar nicht geschehen, doch würde zur gegebenen Zeit mit den Prinzipalen abgerechnet werden. Die einzige Waffe der Gehilfen fei ihre Einigkeit, die durch keinerlei Machinationen gestört werden dürfe. Redner sprach die Erwartung aus, daß in Berlin tein Gehilfe der Organisation abtrünnig werde. Nach dieser allgemeinen Uebersicht ging der Referent auf die Anträge der Prinzipale ein und zeigte, daß die von denselben vorgeschlagenen Verbesserungen" des Tarifs im Grunde genommen nur in Lohnreduktionen" bestehen. In dem Moment, wo der Lohn in feiner Weise zulangt, mit derartigen Tarifnörgeleien an die Gehilfen, die thatsächlich die Träger des Gewerbes seien, heranzutreten, müsse aufs Schärfste zurückgewiesen werden, an welcher Thatfache auch Herr Eugen Richter mit seinem Geschreibsel in der Freifinnigen Zeitung" nichts ändern werde. Deren Arbeiterfreundlichkeit sei ja aur Genüge bekannt. Die Gehilfenschaft werde allen ihren Gegnern die Wege weisen und sich das Recht zum Leben nicht nehmen lassen.( Großer Beifall.) In der folgenden Diskussion veranschaulichte Herr Kunkel die Berechtigung der Gehilfenforderungen gegenüber der Thatsache, daß die Prinzipale reiche Leute werden, während die Gehilfen faum das zum Leben nothwendige haben. Auch empfahl Redner, nur solche Zeitungen zu unterstützen, welche die Interessen der Gehilfen vertreten. Herr Dolinšti begründete die Forderung der Verkürzung der Arbeitszeit nicht nur in Rücksicht auf die herrschende übergroße Arbeitslosigkeit, sondern auch in Rücksicht auf die sanitären Verhältnisse durch Borführung eines reichen statistischen Materials, und in gleicher Weise die Forderung einer Lohnerhöhung. Beantragt wurden folgende Resolutionen: 1. Die heute im Böhmischen Brauhause tagende von über 2000 Gehilfen besuchte Allgemeine Buchdruckerversammlung weist die von Seiten der Prinzipale gestellten Anträge energisch zurück, da sie durchwegs nur Reduktionen bezwecken und die Geder hilfenschaft angesichts immer mehr sich bemerkbar machenden Theuerungsverhältnisse nicht in der Lage ist, denselben zustimmen zu können. Sie erwartet von ihrem Vertreter, daß er unter allen Umständen für die Verkürzung der Arbeitszeit auf neun Stunden und für die Erhöhung des Lokalzuschlages auf 331/3 pt. eintritt. Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten, Paul Singer, einverstanden und protestirt gegen ein Trunksuchtsgefeß; vielmehr fordert sie von den gefeßgebenden Körperschaften, darauf zu achten, daß die nöthigsten Lebensmittel freigegeben werden und für genügende Beschäftigung gesorgt Uebels liegt." Bon den Köpenicker Genossen, welche zahlreich am Plaze waren, wurde beschlossen, die Taktik betreffs der Lokalfrage infofern zu ändern, als nicht mehr alle Lokale, sondern nur eines derselben gesperrt bleibt. Das Nähere überließ man der Lokalkommission und ergänzte dieselbe durch Neuwahl der Genossen Carl Niele und Wilh. Hoffmann. Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 29. September, Abends % 9 Uhr, Versammlung bei Keßner, Annenstr. 16. Geschäftliches. Berschiedenes. versammlung Mittwoch den 30. September, Abends 8 Uhr, GrunewaldVerband deutscher Zimmerlente für Schöneberg und Umgegend. firaße 110 bei Herrn Jakob. tember, Abends 8% Uhr, öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Lese- und Diskutirklub„ Johann Jakoby". Mittwoch, den 30. Sepbei Kuhlmet, Schönhauser Allee 28. Vortrag des Genossen Peus. Sur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Vermischtes. Zum Kapitel Vereinsmeierei. Eine neue Breslauer Zeitung enthält in ihrer Probenummer folgenden charakteristischen Satz:„ Wer in Breslau nicht mindestens drei Vereinen vereinsfrohen Ober- Residenz." angehört, der ist überhaupt kein zünftiger Bürger der Und die Redaktion bemerkte dazu: „ Wie sehr der Herr Verfasser mit dieser Behauptung Recht hat, beweist folgende Buschrift, welche wir dieser Tage erhielten: Verein Berliner Kolportage- Buchhändler. Dienstag, den 29. Sep- Ich bin Mitglied des Schmolzer Kriegervereins, des Vereins und Bettelei, des deutschen Exportember, Abends 8 Uhr, im Vereinsiofal Stralauerstraße 57, bet Miegel: gegen Verarmung Bersammlung. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekasse( E. S. 71.) vereins, des Vereins für weibliche Diakonie unter den Armen Bureau: Hollmannstr. 6. Dienstag, den 29. September, Abends 8% Uhr, und Kranken Breslaus, des Vereins für Hundezucht Nimrod, im Restaurant Norbert( früher May), Beuthstr. 21: Vorstandssigung. Auf des neuen Wahlvereins, des Vereins zur Bekämpfung der Trunknahme neuer Mitglieder. Naturheilverein Norden. Heute, Dienstag, Abends sy Uhr, Schwedter sucht, des Regattavereins, des Kolonialvereins, des Riesenftraße 23, Bortrag des Herrn H. Canis über: Natur- und Medizin- Heilkunde. gebirgsvereins, des deutsch- konservativen Vereins, des RennElisabethstr. 30 im Restaurant Herrmann. Mitglieder willkommen. Regelklub Belgoland tagt jetzt jeden Sonnabend, von 10 Uhr, vereins 2c." Und solche Vereinsfere gehören nach der Schlesischen„ Volts. Lese- und Diskutirklubs. Dienstag. Serwegh", Abends 8 Uhr, im sotale von Otto Linte, Forsterstr 45. Gäste willkommen. Proletarier", wacht" in Breslau keineswegs zu den„ NaturmerkwürdigHasenclever", abends s uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. ( Pankow), bei Borchardt, Schulzenstraße 28. Gäste willkommen. Agitationsverein" assalle", bet Drügemüller, Wienerfir. 31. Spinoza", Abends 8½ Uhr, bei Brandstahl, Oppelnerstr. 29. Gäfte haben Butritt. Lese- und Diskutir- Klub für Männer und Frauen, Johannes ebbe", Abends 9 ubr, im gofale von E. Zange, Manteuffelstraße 6o. Männer und Frauen als Gäste willkommen. bei Keller. " feiten"! Mühlhausen, 25. September. Gestern wurde hier ein Soldat begraben, der sich im Militärlazareth erhängt hat. Derselbe hatte seit Ende Juni krank im Lazareth gelegen und sollte nun, nachdem er wieder gesund geworden, entlassen und Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends zur Kompagnie zurückgeschickt werden. Die Furcht, daß dieses ge9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Böttcher Genel Bichtenbergere, en wetteder.-langverein der Bucheschehen werde, hat ihn zu dem verzweifelten Schritt getrieben, Steine ich e", 21 bei Heise. Gesangverein Freund= fa ft", bei Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. Gefangvereinar wie aus einem Briefe hervorgeht, den er zwei Tage vor Ausmonia", Flottwellstr. 5 bei Bartels. Arbeiter- Gefangverein Olympia", führung seines Entschlusses an seine Angehörigen in Heidelberg Buckowerstraße 8 bei Jung.- Männerchor ,, Süd Oft" 1, Köpnickerstr. 191 schrieb. bei Foge. Gesangverein Waldkapelle", Friedrichshagen, bei Blank. Gesangverein ,, Wiederhall", Wrangelſtr. 141 b. Schmidt. Gesangverein Köln, 28. September. Die„ K. V. 3." meldet aus Dahlbei Miete. Schildhorn", Usedomstraße Nr. 33 Gesangverein hausen a. d. Nuhr: Der Mittags zwischen Steele und Sprock" Fidelitas", Bergstraße 68 Raiser Franz- Grenadier= Play 7. Gesangverein„ Allegro", Gesangverein Myrthenblätter", hövel- Barmen verkehrende Zug entgleiste beim Einlaufen Belforterstraße 15 bei Schneider. Gefangverein Bruderherz", Strauß in den Bahnhof. Eine Anzahl Fahrgäste wurde schwer verletzt. bergerstr. 3 bei Birk. Ihn'scher Gesangverein" Sumor", Straußberger Der Schaden an Material ist bedeutend. ftraße 3 b. Birt. Gesangverein ,, nverzagt 2", Moabit, Wilsnackerstr. 63 bei Ilges. Gesangverein, Hoffnung 2", Wilmersdorf, bei Gräg. Flensburg, 28. September. Heute früh wurde die Gefangverein ,, Walbtapelle 2", Berliner Bockbraueret. Gefangverein Maschinen- und Kettenbau- Werkstatt, sowie das Arbeiter- Maibund", Nowawes, bet Gärtner, Wallstraße. verein Vorwärts 3", Friedrichsfelde, bei Momber. Gesangverein Modelllager der Schiffsbau Gesellschaft durch euch. Gefan Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee u. Dorfstraßen- Ecke Feuer zerstört. Der Schaden ist noch unbekannt. b. Gesangverein Wanderluft", Schöneberg, Grunewaldstr. 110. Gefangverein, Sanger- Frethett", Naunynjur.43 v. Frohtta. Gefangorren Sänger hain", Fichtestr. 29 b. Krösche.- Gesangverein ,, Sängertette", Gräfeftr. 34 b. Fiebig. Mufit- und Gesangverein ,, Firmitas", Adalbertftraße 8 bei Schneider. Gesangverein Kreuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 Briefkaffen der Redaktion. be. Winter. Gesangverein" Ey boly", Urbanftr. 88, bet Vollandt. Gefangverein Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen be.ter- Gefangverein Freiheit", Adlershof, bei Albrecht. Gesangverein Vor wärts 4", Rathenowerstraße, Restaurant Walhalla.- Gefangverein i Für die Mailänder Metallarbeiter gingen noch nach aria", Blumenstr. 46, bei Went.- Gefangverein Alpenglocke", Landsbergerstr. 31, bei Musehold. Gesangverein Euterpe", Gericht- träglich bei dem Unterzeichneten ein 17 M. 90 Pf. von den Steinftraße 10. Gefangverein Freiheit 3", Schönhauser Allee 45 b. Päzold. bildhauern des Plates H., 6 M. 35 Pf. Neubau Sibirien. Gefangverein ,, Echo 3", Behlendorf, Karlstr. 12 bei Rost. Gesangverein A. Gerisch. Gesangverein Ginigteit 2" Landsbergerstraße 31 bei Musehold. H. S., Bremerhafen. Es ist die Frau des betreffenden Sorgenlos", Röslinerstr. 17 bei Wendt. Genossen. Ferner spricht die Versammlung ihre Mißbilligung über die provokatorischen Maßnahmen der Prinzipale in Leipzig und anderen Orten aus und macht dieselben für die daraus entstehenden Ronsequenzen verantwortlich. 2. Die heute 2c. Versammlung erklärt, im Falle die von den Prinzipalen beabsichtigte Aussperrung unserer Kollegen in irgend einem größeren Druckorte zu Stande kommt oder die Kollegen durch Machinationen der Prinzipalität gezwungen werden, die Arbeit niederzulegen, sofort in den Generalstreit einzutreten. Die Versammlung empfiehlt den Kollegen in allen Gauen, eine gleiche Resolution anzunehmen, um zu verhindern, daß unsere Bewegung in den einzelnen Gauen seitens der Prinzipalität in Gemüthsruhe abgeschlachtet wird. Nach Beendigung der Debatte und einem zündenden Schlußworte des Referenten gelangte die Resolution ad I mit allen gezen etwa 4 bis 6 Stimmen zur Annahme. Die Resolution ad II war damit gefallen. ,, Alte Linde", Oppelnerstr. 13, bet Boden. Restaurant, Alexandrinenstr. 32, statt. Gesang Ar= Theater Antwort wird nicht ertheilt, Brießlich Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Dienstag: Geselliger Verein ,, Iimbim", bei George, Gr. Görschenstr. 16. P. M., Grünanerstr. Ein solcher Verein dürfte in Berlin Die Frage, ob die Hilfsarbeiterinnen, welche sich ebenfalls Theaterverein, utazte", Abends 9 Uhr, bei Heife, Staligerstraße 54. Theaterverein Gichentrans", Waldemarstraße 17. Tambourverein wohl existiren, doch ist uns Tendenz und nähere Adresse unorganisirt haben und deren bereits 900 der Organisation ange- Deutsche Giche", Fürbringerstr. 7, Uebungsstunde. Bergnügungsverein bekannt. hören, in dem bevorstehenden Kampfe, sofern sie sich an dem" Fidelio 1" erbittet Buschriften an Emil Gläser, Cuvryftr. 58, zu senden. M. M- e. Wir bitten Sie um Ihren Besuch oder geben felben betheiligen, seitens der Buchdrucker unterstützt werden Bergnügungsverein Fidelio 2", Reichsgarten, Oranienstr. 108. würden, beantwortete der Vorsitzende, als selbstverständlich, be- verein" Stern". Die Sigungen finden alle Dienstag 9 Uhr in Lehmann's Sie uns Ihre Adresse an. Die Lohukommission der Glace- Handschuhmacher quittirt jahend und empfahl den Gehilfen regste Agitation in ihren Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein Edelweiß hiermit folgende Beiträge: Arbeitsstätten für den Eintritt der Hilfsarbeiter in die Organi uhr im Restaurant Müller, Mariannenstraße 46. Gäste willkommen. Vom Fachverein der Buchbinder zu Berlin, durch G. Krüger, fation. Dem schloß sich Herr Silberberg voll und ganz an. Gesangverein" Anatreon", Abends von 9-11 Üühr, bei Keßner, Annen" Gefangverein& ú dwtg'scher Männerchor, Abends 9 Uhr, 10,- M. Ueberschuß einer Sammlung veranstaltet vom ArbeiterZur einstimmigen Annahme gelangte ferner folgende Re- im Restaurant Boppe, Lindenstraße 106. Quartett- Berein, Wedding" bet Gtumfe, Ackerstraße 123.- Männer Gesangverein" Olympia" Gefangverein„ Maiglöckchen", Berlin N, bei der Herren- Partie solution: bet Gerth, Prinzenstraße 106. Männer- Gesangverein„ Alt- Dessau" jeden in Velten, unter Betheiligung der Veltener Gesangvereine„ Palme" Die heutige allgemeine Versammlung erachtet es für ihre Dienstag Abends 9 Uhr Gesangsstunde bei A. Niemann, Görligerstraße 42. und„ Heiterkeit" durch A. Werth 26,60. Weißgerber in Halle, Berliner Turngenossenschaft", Pflicht, in jeder Weise für Aufklärung des Hilfspersonals zu Gäste fiets willkommen. forgen, dasselbe für die bevorstehende Bewegung vorzubereiten 9. Männer- Abtheilung. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr Blumen durch A. Schmidt 8,50. Theater und Vergnügungsverein Bulcania", in und zum Mitstreiter zu erziehen. Insbesondere mögen die Ver- Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen und Herren, will trauensleute darauf hinwirken, daß die Arbeiterinnen von dem tommen. Theatertlub elmerding", Abends 9 Uhr, in Hanf's ARVA REWRANG A Mabel. ERK HAND Colb.Hamann Tischler- Meister HIREL DIST Son hi Spiegel Piano. Guke straße 16. straße 630. Möbel vom einfachsten bis elegantesten, in allen Holzarten hält stets großes Lager und fertigt nach Wunsch in fürzester Zeit. Ausstattungen für Private, Hotels und Pensionate. Wilhelm Hamann, Tischlermeister und Zapezirer, Berlin N., Lothringerstr. 69. Möbel, Spiegel- und Polsterwaaren. Verliehen gewesene Möbel annehmb. Preise. zu jedem H. Menner, Reichenbergerstraße 150. E Central- Möbel- Halle. Möbel u. Ausstattungen Ecke Mexandrinenstr. auf Theilzahlung [ 1294L ohne Anzahlung. auch Beamten Ecfe Kommmandantenstr. 51, Alexandrinenstr. " Unserem Freund und Kollegen, Herrn| Alwin Rörsten, zu seinem heutigen Wiegenfefte ein dreimal donnerndes 1788b Hoch! S. L., W. M. und Teufel. Unserem magenkranken Kollegen und Genossen Alwin Körten zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! daß beim Teufel der Stiefel plakt!!! 1775b Die 4 Durstigen aus der Ritterstrasse. Ehren- Erklärung. Ich nehme die gegen den Herrn Zabel ausgesprochene verleumderische Beleidigung hiermit zurück und erkläre denselben für einen Ehrenmann. 1782b Kraushold. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-10 Roh- Tabak sämmtlicher Sorten. Größte Auswahl, billigste Preise. G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. Drechsler- Bänke auf Abzahlung, enorm billig. H. Zimmermann, 1778b] Trestowstr. 29b. Betten Theilzahlung. F. R. Retzlaff, Bettfedern Spezialgeschäft, Brückenstr. 5( Jannowigbrücke).[ 1209L Allen unseren solidarischen Gruß. Gauverein Berliner Bildhauer. Am Freitag, den 25. d. M. verstarb nach längerem Krankenlager unser Mitglied, der Holzbildhauer Otto Rossack im 21. Lebensjahre. Die Beerdigung findet heute, Dienstag, Nachm. 1/2 Uhr, vom AugustaHospital aus nach dem Kirchhof in Weißensee statt. 374/4 Um zahlreiche Betheiligung bittet: Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden u. Bekannten, welche meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwieger- u. Großvater, Adolph Weininger zur letzten Ruhe begleitet haben, hauptsächlich den Arbeitern der MetallwaarenFabriten von Joseph, sowie von Ritschel unseren wärmsten Daut aus. u. Henneberg, sprechen wir hiermit 1785b] Die Hinterbliebenen. Danksagung. D. D. Repara- Uhren turen an und Goldwaaren werden reell und billig unter Garantie ausgeführt. Uhren und Goldwaaren billiger wie in jedem Ladon( Siehe Sonnabend- No.des ,, Vorwärts"). UhrenGeorg Wagner, Fabrik Oranien- Str. 63, 1 Tr. Nahe Moritz- Platz. Allen Parteigenossen empfehle mein Restaurant Rothen Meer." zum" 1278L W. Haugk, Boeckhstr. 12. Staare 1,25, Kreuzschnäbel 1,0.0 Zeifige 80 Pfg., Rothkehlchen 75$ ẞfg., 1686b Schnelle, Gr. Frankfurterstr. 133. 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