Nr. 97. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgetle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Mmt I, Mr. 1508, Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenoffinnen! Parteigenoffen! Der Tag der Wahlschlacht ist festgesetzt am 16. Juni wird unsere Partei in ganz Deutschland den vereinigten Reaktionsparteien im Rampf gegenüberstehen. Und kämpfen heißt für uns siegen.. Nur noch sieben Wochen trennen uns von dem Tag der Entscheidung. " Mittwoch, den 27. April 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Bedrohung des Reichstags- Wahlrechts. Die Kreuz- Zeitung" thut entrüftet, weil einige Blätter der kon fervativen Partei ihre Gegnerschaft gegen das jetzt bestehende Reichs. tags- Wahlrecht vorhalten. Das Blatt spricht mit echt Hammerstein' scher Stirne fvon beweislofen Behauptungen und hält es für überflüssig, auf diese Unterstellungen ein Wort zu erwidern." Freilich, jetzt vor der Wahl, da die konservativen Herren durch dieses jezige Reichstags Wahlrecht gewählt werden möchten, paßt das nicht in den Kram, was sie früher, wenn die Gelegenheit ihre Herzenswünsche über ihre Lippen trieb, geäußert haben. Was dieser Wahlkampf zu bedeuten hat, wie viel von feinem Ausgange abhängt, das wollen wir hier nicht aus einandersehen. Das habt Ihr in dem Aufruf der Fraktion gelesen. Das hat Euch der Vorwärts" wieder und wieder gesagt. Und das habt Ihr Euch selber gesagt. Das allgemeine Wahlrecht ist in Gefahr. Das Koalitionsrecht ist in Gefahr. Die Grundlagen für die gesetzliche Weiterfreuz- Zeitung" selbst. entwickelung der Sozialdemokratie, ja unseres ganzen Staatswesens sind bedroht. Neben der Organisation, neben der mündlichen Agitation ist die wirksamste Waffe in diesem Kampf die Parteipresse, und für Berlin insbesondere der„ Vorwärts", das Zentralorgan der Partei, welches zugleich das Organ der Berliner Genossen ist. " Der Vorwärts", das geloben wir Euch von neuem, wird in diesem Wahlkampf nach bestem Können seine Schuldigteit thun. Aber Ihr müßt auch Eure Schuldigkeit gegen über dem Vorwärts" thun. Und gerade die Wahlzeit, in welcher der Vorwärts" Euch am nüglichsten ist, ist auch die Zeit, in der Jhr dem Vorwärts" am nüglichsten sein könnt. Die Wogen des Wahlkampfes bringen Kreise in Bewegung, die in Zeiten der politischen Ruhe oder gar Windstille vom Wellenschlag des politischen Lebens nicht berührt werden. Jetzt werden sie empfänglich und zur Aufnahme unserer Lehre bereit. Dies haben die Genossen zu beherzigen, und in die Furchen, welche die Wahlagitation auf bisher uns verschlossenem Boden zieht, haben sie planmäßig das Saatkorn des Sozialismus einzustreuen. Und zur Ausstreuung des Saattorns ist die Parteipresse, ist für Euch, Berliner Genossinnen und Genossen, der, Vorwärts" das geeignetste Werkzeug. Je verbreiteter der Vorwärts", desto weiter und tiefer sein Einfluß; je größer sein Leserkreis, desto größer sein Wirkungs kreis. In je weitere Kreise Ihr den Vorwärts" einführt, desto stärker wird die Partei, desto stärker werdet Ihr selbst. Laßt Euch den günstigen Augenblick nicht entgehen. Jetzt ist der Moment, den Abonnentenstand des„ Vorwärts", was Ihr Alle wollt, beträchtlich zu heben. Reine Versammlung sollte verstreichen ohne Aufforderung zum Abonnement auf den Vorwärts". In keinem Flug blatt sollte die Aufforderung zum Abonnement auf den Vorwärts" fehlen! Und wie unzählige andere Gelegenheiten bietet der Wahlkampf für die Empfehlung, für die Verbreitung des Vorwärts", unseres und Eures Organs. Was Ihr für den Vorwärts" thut, das thut Ihr für Euch und das thut Ihr für die Partei! " Auf ans Wert! Wenn sie jetzt plöglich so arg an Gedächtnißschwund zu leiden vorgeben, so erscheint es für uns doppelt geboten, sofort diesen tonservativen Täuschungsversuchen entgegenzutreten. Und Material giebt es da genug und übergenug. Nur an einiges wollen wir heute erinnern. Wir begnügen uns vorläufig mit Zitaten aus Reden konservativer Parteiführer und aus der Man höre! Graf v. Mirbach, der jetzt noch dem Reichstage als einer der Führer der deutsch- konservativen Fraktion angehört, erklärte am 28. März 1895 im preußischen Herrenhause wörtlich: In allen ländlichen Kreisen und weit über diese hinaus würde es mit Jubel begrüßt werden, wenn die verbündeten Regierungen sich dazu entschließen, einen neuen Reichstag auf der Basis eines neuen Wahlrechts ins Leben treten zu lassen.( Sehr richtig. 3uftimmung), und zwar unverzüglich. Die zu lösende Aufgabe ist schwierig, aber auf teinem Gebiete wäre das Wort zu spät!" verhängnißvoller wie hier. Es würde gleichbedeutend sein mit dem Intrümmergehen des Deutschen Reiches. Ich erlaubte mir vorhin zu bemerken: Die Aufgabe sei nicht leicht zu lösen. Alexander der Große stand auch vor einer schweren Aufgabe und löfte fie schnell." Der verstorbene Graf Fred Frankenberg, der den Freikonservativen näher stand, äußerte sich am 30. März 1895 im Herrenhause nach Ausweis des stenographischen Berichts folgendermaßen: „ Wir feiern in diesem Jahre das 25jährige Jubiläum der Entstehung des Deutschen Reiches. Ich hoffe doch, daß dadurch die patriotische Flamme in den deutschen Herzen so angefacht werden kann, daß wir über das Elend des heutigen Reichstags, der hoffentlich nur noch turze Zeit zusammenbleiben wird, hinwegkommen, daß wir dann Neuwahlen bekommen werden, die wieder einen deutschen, wahrhaft deutschen Reichstag hier nach Berlin senden, und mit diesem wird dann ver: handelt werden können, um ein anderes Wahlgesetz für das Deutsche Reich zu bekommen. Denn mit dem jetzt geltenden können wir nicht bestehen." Aehnlich forderte das tonservative Serrenhausmitglied Graf Pfeil- Burghause in Schlesien im September 1895 die Konfer vativen aller Parteien auf, gegen das geheime Wahlrecht mobil zu machen. " Allen solchen Aeußerungen gegenüber wird nun aber die„ KreuzBeitung" erklären und ähnliches ist schon oft von jener Seite erklärt worden: Das sind Privatkundgebungen, die nichts für die Stellung der konservativen Gesammtpartei befagen. Maße. Eine solche Ausflucht ist natürlich lächerlich im höchsten Denn solche Privatkundgebungen zeigen eben, wie sehr innerhalb der Partei derartige Wünsche vorherrschen. Dazu kommt, daß die Parteifreunde, wie das offizielle stenographische Protokoll ausweist, jene oben zitirten Aeußerungen ihrer Hedner stets mit Beifall und dem Rufe:" Sehr richtig!" begleitet haben. So dumm freilich, um programmmäßig und von Parteiwegen die Bernichtung des Reichtags- Wahlrechts zu fordern, find die Konservativen nicht gewesen. Sie waren schon dumm genug, daß sie vorzeitig ihre Pläne in Privatkundgebungen verriethen. Aber rücken wir jener Ausflucht noch näher auf den Leib. Es war im Januar dieses Jahres in Erwartung des kon= fervativen Parteitages in Dresden. Ein großer Theil der Konservativen fühlte, daß ihre Stellung zum Reichstags- Wahlrecht Am 1. Mai 1898 eröffnen wir ein neues Abonnement auf den im Wahlkampfe ziemlich stark würde ausgebeutet werden und eine Vorwärts mit der illustrirten Sonntags- Beilage Im Die Neue Welt. Unterhaltungs- Blaff Wie verhielt sich aber der Parteitag zu jener Zuschrift? Die geforderte autoritative Erklärung, daß die konservative Partei teine Gegnerin des Reichstags- Wahlrechtes sei, wurde nicht abgegeben. Diese Thatsache beweist sonnentlar die Gegnerschaft der tonservativen Gesammtpartei gegen das Reichstags- Wahlrecht. Diese Gegnerschaft wurde aber überdies unter dem lebhaften Beifall des Parteitages durch den ersten Führer der Partei noch besonders festgelegt. Wir erlauben uns, aus dem offiziellen Berichte der konservativen Korrespondenz die Aeußerungen aus der Rede des Herrn Grafen zu Limburg- Stirum abzudrucken, die sich auf das Reichstags= Wahlrecht beziehen. Graf zu Limburg- Stirum fagte wörtlich: Meine Herren! Man macht uns den Vorwurf, den ungerechtfertigten Vorwurf, daß wir, die konservative Partei, das allgemeine geheime Wahlrecht angreifen wollten und daß wir daran gingen, es gewaltsam umzustürzen. Meine Herren! Das ist nicht wahr! Wir stehen auf dem Boden der Verfassung, und auf dem Boden der Verfassung wollen wir weiter kämpfen und weiter arbeiten. Daß das allgemeine und geheime Wahlrecht von uns nicht bewundert wird, meine Herren, das kann kein Mensch von uns verTangen;( Heiterkeit) denn ein Wahlrecht, welches bie Vertretung der größten Städte der Monarchie in die Hände von Sozialdemokraten Iegt, welche eigentlich nur als Literaten und Agitatoren wirken, ist doch tein erwünschter Zustand. Aber, meine Herren, damit daß man Kritik übt, ist noch nicht gesagt, daß man unter Bruch der Verfassung ein Wahlrecht gewaltsam aufheben wollte. Ich muß aber in der Beziehung eines fagen. Von unserer Seite ist der Angriff auf das Wahlrecht nicht gefommen; die Angriffe auf das geheime all. gemeine Wahlrecht kommen von der anderen Seite, das heißt von denjenigen, welche immer verlangen, daß die Diäten eingeführt werden.( Sehr richtig.) Meine Herren! Die Diätenlosigkeit ist ist feinerzeit eingeführt worden als eine Kompensation gegen die ungeheuer weitgehenden Eigenschaften des Wahlrechts. Und wenn man nun Diäten einführen will und die Kompensation aufheben, wird es nothwendig sein, das ganze Wahlrecht einer Revision zu unterziehen.( Sehr richtig!) Aber, meine Herren, der Antrag auf Revision und auf Veränderung ist vorläufig von unserer Seite nicht geschehen. Ich meine also, daß dieser Vorwurf auch mit Recht zurückgewiesen werden kann." vor Unter Bruch der Verfassung wollen also die Konservativen das Wahlrecht nicht beschränken oder gar abschaffen, so sagen sie. Aber fie erklären sich bereit dazu und hoffen sehnlichst auf den Augenblick, wo das Reichstags- Wahlrecht mittelst einer gefügigen ReichstagsMajorität gefegmäßig" geändert werden kann, sowie es in Sachsen bereits geschah? Oder ist die„ Kreuz- Zeitung" über eine solche Insinuation abermals entrüftet? Sun, so höre sie noch zum Schluß, was auf dem nämlichen Parteitage der Führer der konservativen Partei, Freiherr von Manteuffel, über das Vorgehen der Sachsen unter Zustimmung seiner Zuhörer ausführte: " Nun, meine Herren, da wir hier in Sachsen sind, kann ich nicht unterlassen, die Art und Weise hervorzuheben, wie die königl. fächsische Regierung der Sozialdemokratie zu Leibe gegangen ist und mit welchem Erfolge es ihr gelungen ist, die Bestrebungen der sozialdemokratischen Partei hintanzuhalten und allem ihre Vertretung in den geseßgebenden Körperschaften zu annulliren.( Bravo!) Das, meine ich, ist ein Verdienst der königlich sächsischen Regierung, das wir nicht hoch genug anerkennen tönnen, und deshalb müssen wir unseren ganz besonderen Dank zollen.( Bravo!) Se. Majestät der König Albert von Sachsen und sein Ministerium find zielbewußt vorgegangen, Hand in Hand, und haben es durchgesetzt, mit einer fönigstreu und national gesinnten. Majorität ein Wahlgese zu schaffen, durch das den Umtrieben der Sozialdemokratie, soweit dieselben im Parlamente stattfinden könnenund das sind schließlich die gefährlichsten, weil dort die Immunität den betreffenden Abgeordneten zur Seite steht-, Einhalt geboten wird. Meine Herren, ich glaube in Ihrer aller Sinne zu handeln, wenn ich den Herren, die sich verdient gemacht haben um das Zustandekommen jenes Gesezes, unseren gana besonderen Dant ausspreche.( Bravo.) Buschrist aus Parteitreisen" an die Kreuz- Beitung" hielt es für angezeigt, in autoritativer Form der Behauptung entgegenzutreten, die tonservative Partei sei eine Gegnerin des Reichstags Wahlrechts". Aus der Initiative der Parteileitung ferner müßte daher auf dem Dresdener Parteitage betont werden, daß man an dem allgemeinen Wahlrecht festhalten wolle. In der nämlichen Zuschrift wird aber sofort wieder das bestehende Wahlrecht in der Kreuz- Zeitung" Was bedarf es noch weiteren Zengnisses angesichts dieser Lobes angegriffen, indem die Abschaffung des geheimen rede auf die sächsische Wahlrechtszerstörung? Die konservative Partei ist Wahlrechts gefordert gefordert wird. Alz ob die Abschaffung eine Gegnerin des bestehenden Wahlrechtes und es ist eitel der geheimen Wahl nicht die Abschaffung des be: Demagogie, wenn ihre Presse jetzt vor den Wahlen das Gegentheil stehenden Wahlrechts bedeutete! Die Kreuz Zeitung" frei- heuchelt. Auf solchen widrigen Stimmenfang werden Wähler, die fich scheint sich dieser Zuschrift nicht mehr zu erinnern, von diesen Sachen Kenntniß haben, sicherlich nicht hereinfallen. obgleich sie kaum drei Monate zurückliegt; sie hat diese ebenso ver- Mit der Stellung der nationalliberalen Partei und geffen wie ihren Ausruf Ende des Jahres 1894: Bieber keinen der offiziösen Presse zum Reichstags.Wahlrecht werden wir Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements e ich 3 tag als solch einen Reichstag." uns demnächst beschäftigen. zum Preise von werden wir noch in diesem Quartal mit der Veröffentlichung eines Original- Romans von Robert Schweichel beginnen, der die Zeit des deutschen Bauernkrieges behandelt. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Haus. 2,20 M. für die Monate Mai und Juni entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste für 1898 unter Nummer 7576.) Die Redaktion des Vorwärts". erwartet. Wahlkampf. Regierungserklärung. Wählerlisten. Umftura. Paftoren- Lügen. anerkannt, welche unverhohlen ihrem Mißfallen über das Benehmen| fammlung, fich den Anordnungen der Polizei zu fügen und bat um des Schulmeisters Ausdruck verliehen. Sicher ist, daß sein provo- die bezeichneten Waffen, für deren prompte Aufbewahrung er fatorisches Auftreten und das ruhige Verhalten der Genoffen der Garantie leisten wollte. Die Beisitzer im Bureau begaben Gine programmatische Erklärung ber Re- Sozialdemokratie in dem Orte eine Menge neue Freunde zu sich sogleich in den Saal vom Hauptgang aus rechts und links die gierung über die bevorstehenden Wahlen wird, wie die Deutsche geführt haben. Es wurden die Waffen in Empfang zu nehmen. Tageszeitung" mittheilt, nach dem Schluß des Reichstages abgegeben vier Spazierftöcke, ein Haselnußstock, eine Krücke und Der Reichsbote" reitet sich immer tiefer in den Sumpf hinein. ein ziemlich schlechter Regenschirm. Nachdem so den Bestimmungen Eine Zusammenstellung von Miquel's Sammlungs. Reden und Beigen wir die Sünden der gegenwärtigen Machthaber, die Miß des Vereinsgesetzes( die zwar nur von Bewaffneten sprechen) der Posadowsky- Erlaß dürften der Regierung alle weitere Bemühung licher Zähigkeit immer und immer mit dem stereotypen Geschrei: ein, ein Zeichen, daß die Versammlung ihren Fortgang nehmen stände des tapitalistschen Systems, so antwortet er in unübertreff Rechnung getragen war, nahm der Polizeiwachtmeister seinen Platz sparen. Aber die Sozialdemokratie will die Revolution, den gewaltsamen fonnte. Eine heitere Stimmung machte sich im Saale bemerkbar. Nunmehr begann der Referent Reichstags- Abgeordneter SchmidtIn die Wählerfiften follen nach einer Verfügung des Ministers Wissen die Gelehrten vom Reichsboten" noch immer nicht das Sachsen seinen Vortrag, der von der zahlreich besuchten Versammdes Junern alle männlichen Personen aufzunehmen sein, die bis Ginmaleins der Geschichte, daß Revolutionen nur dann geschehen, lung, an der zirka 1000 Personen theilnahmen, mit gespannter Aufgum 16. Juni das 25. Lebensjahr vollenden werden. wenn die Herrschenden in blinder Kurzsichtigkeit und in frechem merksamkeit entgegengenommen wurde. Da plöglich, als Redner sagt: Damit entspricht der Minister des Innern einem Verlangen des Uebermuth die Entwickelung des Voltslebens zu hindern und zu" Zwölf Jahre hat die Sozialdemokratie unter einem AusnahmeReichstages und dem Geiste des Wahlgesetzes, gegen den bei früheren arbeitenden Klassen verbessern und die kapitalistische Ausbeutung Sozialdemokratie habe die Attentate auf den verstorbenen Raiser unterbinden versuchen? Die Sozialdemokratie will das Loos der gefeß gestanden, das verhängt worden ist, weil man behauptet, die beseitigen. Wenn es nach dem Reichsboten" ginge, so würde die Wilhelm I. veranlaßt", ertönt von dem Beamten der laute, 3wischenArbeiterschaft allerdings in diesem Streben gewaltsam gehindert ruf: Die Person des Kaisers darf nicht in die Debatte gezogen die Versammlung ist aufgelöst!" Die Antwort der Berwäre vielleicht ein solches Greigniß lieb. Dann könnten sie es mit fammlung war ein Hoch auf die Sozialdemokratie, wie es lange und zu Verzweiflungsausbrüchen getrieben werden. Und jenen Leuten werden der Gewalt gegen die Arbeiterklasse versuchen, nachdem alle Mittel nicht in Calbe gehört wurde. der Lift und Tücke nicht verfangen haben, dieselbe von ihrem Wege abzubringen. Aber dahin folgt die Arbeiterklasse selbst dem Reichs. boten" nicht. So wenig will sie die Revolution, den Umfturz. gegen die Sozialdemokratie führt, zeigt im übrigen nur eine Stele Wie schamlos das Paftorenblatt seinen Berleumdungsfeldzug feines neuerlichen Schimpfartitels; es schreibt: Zusammenschluß aller bürgerlichen Elemente! " Dies Bier aufs innigfte zu wünschen empfehlen in fonft nicht gewohnter Eintracht Hamburger Nachrichten"," Norddeutsche Allgemeine Zeitung" und" Magdeburger Beitung"," felbft auf die Gefahr hin, daß alsdann ein„ demokratisch" gefärbter Kandidat ein Mandat erhält." Wir sind recht begierig, wie viele Size freiwillig den Gegnern der agrarischen Schußzollpolitik von den unentwegten Kämpfern gegen den Umsturs eingeräumt werden. Bürgerliches Kartell. Ueber eine gemeinsame bürgerliche Kandidatur für die Reichstags= Wahl sollen in Königsberg eifrige Verhandlungen schweben. Es scheint nicht ausgeschlossen, daß sich alle bürgerlichen Parteien auf den freisinnigen Kandidaten Dr. Krieger einigen. Die Sammlungspolitiker. Auch fortschrittliche Mitglieder der Zweiten sächsischen Rammer und ziemlich viele Zentrumsanhänger vom Shein sollen der Deutschen Tageszeitung" zufolge ben Sammlungsaufruf unterzeichnet haben. " 44 " " Politische Mebersicht.' Berlin, 26. April. Aus dem Reichstage. Das akademische Viertel, an dem der Reichstag grundsätzlich festhält, hatte sich heute zu einer guten halben Stunde ausgewachsen, trotzdem aber war zur Zeit der Sigungseröffnung taum ein Dugend Abgeordneter im Sigungssaale. Der Wunsch des Herrn Präsidenten, sich bei den noch restirenden parlamentarischen Arbeiten„ recht dran zu halten, damit wir bald fertig werden", wurde aus dem Hause mit einer recht melancholisch gestimmten„ Heiterteit" aufgenommen. " Was bisher zum Wohle der Arbeiter gethan wurde, das haben der Staat und die Vertreter der bestehenden Ordnung gethan und die Sozialdemokratie ist dagegen gewesen. Aus der Hand des bestehenden Staates wollen fie feine Ber befferung der Lage des Voltes, das haben sie wiederholt erklärt; erst soll der Staat umgestürzt und durch die Diftatur des Proletariats" der Zukunftsstaat errichtet werden. Erst dann soll dort auch die Lage der Arbeiter verbessert werden. Kann man tindischeres Beug schwägen? Jeder weiß, daß Im Personenstand der Abgeordneten ist insofern eine das bischen Sozialreform, das in Deutschland ge Aenderung eingetreten, als der Abg. v. Buchla infolge seiner schaffen wurde, dem selbständigen Auftreten der Arbeiterschaft, das feinen politischen Ausdrud in der Sozialdemokratie hat, Berufung in das Kolonialamt sein Mandat niedergelegt hat, geschuldet ist. während der Abg. v. Schöning, ein alter und allseitig Muß man noch immer an das Bismarck'sche Wort erinnern: Hat die Redaktion des Reichsboten" die hunderte von Anträgen schieben ist. Reine Sozialreform ohne Sozialdemokrate! geachteter Herr, während der Ferien aus dem Leben geund Versuchen verschlafen, durch welche die Sozialdemokratie bie Der erste Punkt der Tagesordnung, Entwurf eines Gefeßes Hebung der Arbeiterklasse aus materieller und geistiger Moth zu betr. die elektrischen Maßeinheiten, wurde nach kurzer Debatte, fördern gesucht hat, die aber bisher durch den bösen Willen der in der Sprechminister v. Posadowsky die Begründung überhat eine nationalliberale Wählerversammlung in Hameln an der herrschenden Klassen nicht zur Durchführung gekommen sind? nahm, erledigt. Kandidatur des bisherigen nationalliberalen Abgeordneten des Reichstags- Mandate an seine Freunde abzutreten, wenn er nach Wir versprechen, dem Reichsboten" sofort unsere sämmtlichen Kreiſes, Herrn if che, festgehalten. In der Versammlung bob ein weisen kann, daß auch nur irgend einer von den sozialdemokrati Redner hervor, daß die nationalliberale Wählerschaft des Wahl schen Parteiführern jemals gesagt habe, er wolle aus der Hand freises mit wahrer Empörung davon Kenntniß genommen habe, wie bes bestehenden Staates feine Verbesserung der Lage des Boltes" Herr Hahn in der Hannoverschen Bundesversammlung über Herrn u. 1. w. Mit dümmerem Gerede fonnte der Reichsbote" wirklich Bennigfen gelästert habe. Wenn nur die Empörung bis zur den Wahlkampf gegen die Sozialdemokratie nicht eröffnen! Zur Vorstellung befohlen. Die fächsischen Fortschrittler find ganz gewöhnliche Kartell politiker, die sich von Konservativen oder gar Nationalliberalen faft garnicht unterscheiden, und die Zentrumsanhänger am Rhein, das find die Leute des Loe'schen Rheinischen Bauernvereins, die stets im Gegensatz zur Zentrumsleitung standen. Also viel bedeutet dieser von den Agrariern herauspofaunte Erfolg nicht. Wahl anhält. " Gegen den Bund der Landwirthe Freikonservative Verdrehung. " Die" Post" ist äußerst entrüftet über das von unseren Genossen im Niederbarnimer Kreise bereits am 10. d. M. verbreitete Flugblatt. Sie behauptet, im Flugblatt werde die Monarchie mit starten Worten" angegriffen. Das Flugblatt enthält thatsächlich kein Wort über die Monarchie. Wie es scheint, zielt die" Post" auf folgenden Passus des Flugblattes: Eine Schande und Schmach ist es, daß einige dieser fon fervativen, besonders gierigen Beutepolitifer es wagten, die Ar beiter als ausbuben zu bezeichnen." " Aus diefer Anspielung auf errn von Stumm's Herren bausrede einen starken Angriff auf die Monarchie" herzuleiten, ist auch für Stummn's Leiborgan start. v. Stumm mag König sein, Monarch ist er nicht. Aus dem Reichsland. Zum zweiten Punkt, der lex Heinze, liegen eine Reihe von Anträgen vor, darunter auch solche von unserem Genossen Stadthagen. Die Debatte gebieh nicht über den ersten Paragraphen der Vorlage hinaus, denn als über denselben abgestimmt werden sollte, bezweifelte der Abg. Richter die Beschlußfähigkeit des Hauses. Die Auszählung ergab die Anwesenheit von nur 132 Mitgliedern. Morgen 1 Uhr: Nachtrag zum Reichshaushalts- Etat, Riantschou und Konkursordnung. FOTOO An die Vertrauensmänner des Bundes der Landwirthe im ersten oldenburgischen Kreise ist aus Oldenburg folgendes Schreiben ergangen: Die Vertrauensmänner Versammlung des Bundes der Das prenßische Abgeordnetenhans beschäftigte sich heute Landwirthe in Oldenburg erachtet die Lösung der Kandidatenfrage im noch die ganze Sigung hindurch mit der ersten Lesung der Se1. oldenburgischen Wahlkreise nur dann für eine glückliche, wenn es gelingt, undärbahn- Borlage. Meist tamen wiederum lokale Wünsche mit der dem Bunde der Landwirthe am nächsten stehenden national zur Sprache, die besser in der Kommission erörtert würden. Von liberalen Partei auf einen gemeinsamen Kandidaten sich zu einigen. Die allgemeinem Interesse ist nur die Anregung des Abg. v. W oyna( ft.) Entscheidung liegt im Fürstenthum Lübeck, und die Vertrauensmänner auf Erlaß eines allgemeinen Berkehrs- und eventuell eines Tarif des Bundes der Landwirthe werden gut thun, Herrn Dr. Semler gesetzes, wozu sich die Regierung jedoch nicht äußerte, sowie die einzuladen, feine politischen Ansichten darzulegen, damit man sich Wittheilung des Eisenbahnministers Thielen, er habe gemäß der darüber entscheidet, ob es mit der Sache des Bundes vereinbar ist, im vorigen Jahre vom Hause angenommenen Resolution die für Herrn Dr. Semler zu ftimmen. Sollte Herr Dr. Semler wider Direktionen angewiesen, thunlichst nur inländisches Material zu verErwarten feine befriedigende Erklärung abgeben, dann würde an wenden. Dies sei auch bis auf die Schwellen, für die sich inländisches die nationalliberale Partei das Erfuchen zu richten sein, einen mehr Material nicht eigne, geschehen; doch habe sich das Verhältniß der agrarischen Kandidaten aufzustellen." Die Aushebungskommission der nationalliberalen Partei, der Bund der Landwirthe, waltet un Termins für die Reichstagswahlen die sozialdemokratische Regierung schon wesentlich gebessert. Die Anregung des Abgeord In Elfaß Lothringen trifft das Ausschreiben des inländischen zu den ausländischen Schwellen infolge der Fürsorge der nachfichtig ihres Amtes, die Schwächlinge in agrarischen Fragen Bartei Elsaß Lothringens völlig vorbereitet. werden als untauglich ausgesondert. Im Gegensatz neten& amp( f.), daß über die Interessen, die sich bei der Anlage den bürgerlichen Parteien, bei denen hinsichtlich der von Kleinbahnen geltend machen, die Regierung entscheiden solle, In Gefolgschaft der Zünftler. Kandidatenfrage noch ein unentwirrbares Durcheinander herrscht, lehnte der Minister ab. Die Vorlage wurde schließlich der BudgetAus Forst schreibt man uns: Nachdem sich am Sonnabend die sind unsererseits bereits sämmtliche 15 Wahlkreise mit geeigneten tommiffion überwiesen. hiesigen Freifinnigen unter Preisgabe der bisherigen frei Bewerbern befeßt, die, mit Ausnahme von Jäch Mannheim Morgen Antrag Herold( 3.), betr. Uebernahme thierärztlicher sinnigen Kandidatur auf den Baumeister Felisch als Reichstags-( Kreis Hagenau- Weißenburg) und Lutz- Baden( Kreis. Colmar Untersuchungen auf Staatskosten und FleischvertheuerungsKandidat geeinigt hatten, hat heute die Vertrauensmänner- Münster), alle im Reichsland ansässig und fast durch antrag Ring Mendel. Versammlung in Teuplitz einstimmig beschlossen, Herrn weg ihren Wahlkreifen entnommen find. Die Aussichten Das Herrenhaus, das heute wieder zusammengetreten ist, bes Felisch als Kandidaten aller staatserhaltenden Parteien der Wahl selbst find für unsere Partei im Lande rieth nur einige Petitionen lokalen Charakters. Morgen wird die aufzustellen. Die] Proklamation Die Proklamation ist bereits erfolgt. Unfere die denkbar günstigsten; sie werden noch verbessert durch die Ver- Berathung des Etats beginnen. Parteigenoffen werden diese Klärung in der Parteibildung wirrung im Lager unserer bürgerlichen Gegner und durch die da Zwei für die Arbeiterklaffe wichtige Abstimmungen nicht bedauern. Nach Elberfeld Barmen, Frankfurt a. M., Gotha und dort unternommenen Sammlungs" Versuche, deren Ziel es ist, nun auch in Forst der Anschluß des Freisinns an die staats. alle nichtsozialistischen Wähler unter der Flagge einer gemeinsamen hat sich der Reichstag noch vorbehalten, nämlich über die erhaltenden Parteien. In der Angst vor den Sozialdemokraten Ordnungs" kandidatur zu vereinigen. Die notorische Abneigung Resolutionen Dr. Pachnicke und Dr. Lieber betr. das trotten sie hinter ihrem unversöhnlichsten Feind, dem Zünstler und unserer Bevölkerung gegen derartige Mischmaschkandidaturen wirb Koalitionsrecht. Die Resolution Lieber, die auch von Schutzzöllner her. So sehen die Stüßen der bürgerlichen Demo: zur Folge haben, daß einerseits die Wahlbetheiligung der bürger- den Abgg. Dr. Hertling, Dr. Hize, Dr. Spahn miteingebracht tratie aus! lichen Wählermaffen eine schwache sein, anderseits ein nicht un- ist, verlangt einen Geseßentwurf, erheblicher Bruchtheil der unentschiedenen Elemente für den sozialistischen Die Berliner Bäckerinnung„ Germania" will den Wahlkampf auch Bewerber votiren wird. In denjenigen Wahlkreisen, wo unsere mit den für ganz andere Zwecke geleisteten Beiträgen zur Innungstaffe Partei gleichzeitig ernstlich in Frage kommt, also vor allem in den beiden Kreisen Straßburg Stadt und Mülhausen, führen. 150 M. als erster Beitrag zu den Kosten der Wahl des kommen uns die genannten beiden Umstände deshalb noch besonders Herrn Bernard, Obermeister der Berliner Bäckerimmung, find be willigt worden. Wir zweifeln nicht daran, daß die Aufsichtsbehörde in a ſtatten, weil die bürgerlichen Wähler erfahrungsgemäß im ersten diesem Falle gnädiglich die Augen zudrücken wird. Die Wähler des Wahlgang weit weniger zu einem Opfer ihrer politischen Ueber1. Reichstags- Wahlkreises werden wissen, daß die Wahl des Obermeisters lediglich den egoistischen Zwecken der Bäckerinnung: Aufhebung des schwachen Arbeiterschußes im Bäckergewerbe, Aufhören jeder fauitätspolizeilichen Kontrolle bei der Produktion des wichtigsten Nahrungsmittels, dienen soll. wirbe gewiesen von H Innungen im Wahlkampf. Der christlich soziale Kandidat. סטן " durch welchen der§ 152 der Gewerbe Ordnung dahin ergänzt wird, daß Verabredungen und Vereinigungen geftattet werden, welche die Verbesserung der Lage der Arbeiter im allgemeinen oder die Erlangung günstigerer Lohn- oder Arbeitsbedingungen durch Veränderung der Geset gebung bezwecken. Die Resolution Bachnicke erstrebt in etwas erweiterter eugung durch Eintreten für eine Kompromiß- Kandidatur bereit Form das gleiche Ziel, außerdem will sie den Berufsvereinen find, als im zweiten, der Sieg des Sozialisten im ersten Anlauf also begünstigt und die schwierigere Entscheidung des das Recht des Juverbindungtretens noch ausdrücklich sichern Buwachs der sozialistischen Stimmen steht unseres Erachtens lichen Gesetzbuches. zweiten Wahlganges uns damit erspart wird. Ein starker und ebenso die private Rechtsfähigkeit auf grund des Bürgeraußer Zweifel. Für die verhältnißmäßig noch sehr junge sozialistische Die Konservativen dürften Luft zur Obstruktion haben. Bewegung der Sleichslande bedeutet die Entscheidung des 16. Juni Nur ein beschlußfähiger Reichstag würde also die Annahme Neber den Arbeiter Brieb( nicht Prinz wie es fälschlich hieß), eine Straftprobe von großer Wichtigkeit. Es gilt diesmal, die Probe einer der beiden Resolutionen bewirken können. den christlich sozialen Kandidaten für den vierten Berliner auf die Züchtigkeit der neugeschaffenen Organisation und auf den Wie dringlich die Abschaffung der Zuckerprämien ist, Wahlkreis, erhalten wir aus Parteitreisen folgende Mittheilung: Erfolg der Nenregelung unserer Breßverhältnisse zu machen, für welch Pries ist gelernter Bäcker und ist später als Saararbeiter thätig lettere feitens der deutschen Gesammtpartei schon so große Opfergebracht zeigt auch der dem österreichischen Reichsrath vorgelegte Ausgleichsentiurf. gewesen. Anfang der 70 er Jahre war er Mitglied des Louisen worden sind. Der Wahlkampf gewinnt hierzulande aber auch noch deshalb Um die Prämien zahlen zu können, wird eine Erhöhung der städtischen Handwerkervereins. Bur Sozialdemokratie übergetreten, eine ganz besondere Bedeutung, weil während der Dauer desselben die inländischen Verbrauchsabgabe von 18 auf 19 Gulden für den des Sozialistengesetzes aus Berlin aus. so beispiellos rückständigen, jede freie Entfaltung einer zielbewußten Metergentner vorgeschlagen; sonst würde man sich mit einer wefenter sich nach Stettin wandte und an Agitation großen Stils ausschließenden versammlungs- und preßlich geringeren Erhöhung begnügen können. Nun hat aber Desterder Parteithätigkeit theil nahm. 1884 fandibirte er für die rechtlichen Bestimmungen des Landes zum theil außer kraft gefeßt reich, bei der Armuth seiner Bevölkerung, von solchen Maßnahmen sozialistische Partei in Stettin. Bald vollzog sich mit Herrn werden und den liberaleren Vorschriften des Reichstagswahl eine Verminderung seines Inlands tonfums zu fürchten. Bries abermals eine politische Häutung, seine Sinneigung zur geſetzes und der Reichs- Gewerbe- Ordnung weichen müssen. Unseren Schon die legte Erhöhung der Steuer von 11 auf 13 Gulden brückte konservativen Partei trat immer deutlicher hervor, so daß ihn die Parteigenoffen in Elsaß- Lothringen erwächst also in doppeltem Maße den Konsum von 8,99 auf 8,29 Kilogramm pro Kopf herab. Stettiner Parteigen offen aus der Partei ausschlossen und im die Pflicht, die kurze Frist bis zur Hauptschlacht des 16. Juni nach Züricher Sozialdemokrat" vor ihm warnten." Infolge dessen fürchtet der Staat bei dem Prämiensystem jede Die Christlich Kräften auszunüßen, eine Pflicht, der wir freudig und mit Be Mehrproduktion an Zucker, da diefes mit Mehrausfuhr und damit Sozialen haben sich also eine politisch recht wandlungsfähige Person geisterung nachkommen werden. mit Mehrzahlung von Prämien zusammenfällt. Nun hat Desterreich auserkoren und wer weiß, ob sie die letzte Station bilden für ihren Heiteres and dem Wahlkampfe. seine Prämien allerdings auf 9 Millionen Gulden beschränkt; je Auserwählten. Mit den Renommirarbeitern dieser Partei ist es In Calbe a. G. fand nach Jahren am vergangenen Sonntag mehr vorher ausgeführt worden ist, desto mehr haben die Fabriken eine eigene Sache. Was uns nicht gut genug ist, dient ihnen noch wieder eine Versammlung statt, die einen recht sonderbaren Verlauf hinterher wieder nachzuzahlen. Judeß, wie die Dinge liegen, fönnten als Zierde fiehe auch den ehemaligen Agitator Schneider nahm. Zu Beginn der Versammlung verlangte der überwachende die mächtigen Industriellen, wenn sie einig sind, die wachsenden Grünberg. Beamte, daß fich die Personen aus der Versammlung entfernen Nachzahlungen leicht zur Abschüttelung des ganzen Systems benutzen. Auf der Agitationstour. müßten, die Waffen tragen. Die Situation schnell überschauend, Man hat also die Nachzahlungen abgestuft nach der Größe des Die Genossen des Zeltow Bee8tower ahlbeantragte Genoffe Vater- Buckau, daß die vier Schußleute, welche Betriebes; die Riefenfabriken, die eigentlichen Herde der Ueberfreifes leiteten am legten Sonntag durch Verbreitung von Flug bewaffnet den Eingang des Saales besetzt hielten, ihren Platz ver- produktion, follen ähnlich wie bei unserer deutschen Betriebss blättern im ganzen Kreise die Wahlbewegung ein. Mit gewohnter lassen sollten. Raum hatte Vater seinen Antrag begründet, so steuer vom Fistus mehr geschröpft werden. Erft hat man Schnelligkeit und Promptheit wurden 54 000 Exemplare verbreitet. schoben sogleich drei Polizisten ab, den vierten am Arme zupfend, durch die Prämien die Großproduktion förmlich gezüchtet. Nun Die Genossen wurden überall aufs freundlichste empfangen. Zu dem die Geschichte spanisch vorkommen mußte. Schließlich muß er möchte man, um die unangenehmen Folgen abzuwehren, in entgegen. einem kleinen Renkontre tam es nur in Groß Köris bei Königs sich wohl überzeugt haben, daß nach den Bestimmungen gefeßter Richtung fünftlich eingreifen. Alle wirthschaftliche Bernunft Wusterhausen. Dort beliebte es dem Herrn Schulmeister, unsere des Bersammlungsgesetzes die Bewachung einer Bersammlung und Konsequenz ist hier auf den Kopf gestellt. Genossen, welche ruhig im Bahnhofs Restaurant saßen, wo sie nur von zwei Abgeordneten der Polizei zu erfolgen hat. Charakteristisch für die politischen Verhältniffe im Habsburgischen auf den Zug warteten, in der unfläthigsten Weise anzupöbeln. Er Doch diese Bewaffneten schien der Polizeiwachtmeister nicht Nachbarlande ist ferner, daß Ungarn die gleichmäßige Berwurde dermaßen ausfallend, daß es nur der Kaltblütigkeit unferer gemeint zu haben, denn nochmals ertönte überlaut seine Stimme: theilung auf seine ganze Produktion behalten soll. Ungarns ZuckerGenoffen zu danken war, wenn es nicht zu Thätlichkeiten fam. Das Alle Waffen- Knippel, Stöcke, Spazierstöcke, find abzugeben. So- industrie ist zwar jung, aber vorwiegend in großen Etablissements wurde denn auch von allen Anwesenden, seinen eigenen Bekannten fort sprang Vater wieder in die Bresche. Er ermahnte die Vers fonzentrirt. Diese ungarischen Großfabriken werden mithin relativ W $ gefchont, während die österreichischen bluten müffen. Da fage man 1 fteuerpflichtige Gebiet, von dem nur für den vierten Theil Steuer werden. In Weterfen wurbe, wie fchon im Borwärts" mits noch, daß es mit den Zuckerprämien so weiter gehen könne, ohne bezahlt wird, beträgt etwa 4880 Hektar; das ist rund 1/6 des ganzen getheilt worden ist, Auszug und Ball untersagt, weil von oben" die tollste Verwirrung in allen natürlichen Konkurrenzverhältnissen abgetretenen Gebietes, das zu etwa 302 Quadratkilometer angenommen Orbre gekommen sei, am 1. Mai alles" au verbieten; demgemäß herbeizuführen. werden kann. Die Bevölkerungsdichtigkeit in dem neuen Kolonial- bat man, als ein Konzert angemeldet wurde, auch dieses verboten. Defterreich. " Oftafiatisches. Die" Time3" melden aus Peking, ebenso wie gebiet kann nur geschätzt werden, da eine regelrechte amtliche Bolts- In Bramstedt sind nach einer höheren Orts ergangenen BerPort Arthur folle auch der fübliche Abschnitt von zählung nicht vorliegt. Man rechnet vier Köpfe auf je einen Steuer- fügung Landluftbarkeiten nicht gestattet worden. In Altona, Talienwan lediglich als Marinestützpunkt dienen und fremden zahler, und erhält nach diesem Maßstabe als Bevölkerungszahl des Kiel, Wandsbed wurde die Erlaubniß zu den ge= Handelsschiffen nicht geöffnet werden, die Befestigungsarbeiten fteuerpflichtigen Landes des abgetretenen Gebietes ungefähr planten Umzügen verweigert; in Riel ift als Grund in Talienwan hätten bereits begonnen und der Platz für das Dod 4x4 x 3716 rund 60 000 Seelen. Dies entspricht einer Be- Gefahr für öffentliche Sicherheit und Ordnung" angegeben. sei abgesteckt. völkerungsdichtigkeit von 200 Köpfen pro Quadratkilometer, während Den Bogel haben aber die Glückstädter Ortsgewaltigen abRußland bricht also eine seiner Bersprechungen nach der anderen in Preußen 91, in Sachsen 253 Köpfe auf den Quadratkilometer geschossen: Im Hinblick auf die Ziele" würden Umzug und Ball ganz ungenirt. Es sperrt die erworbenen Häfen unter der Be- fommen. Für die Bodenpreise hat man in Riautschou noch keinen verboten, und die Anmeldung eines Rommerses brachte folgenden hauptung, es feien feine Handelshäfen, sondern nur Marinestütz- Maßstab, da Antäufe deutscherfeits noch nicht stattgefunden haben. Bescheid: punkte. Wenn sich England ruhig gefallen läßt, daß auf diese Weise Mit der Veranstaltung eines Rommerses am 1. Mai d. J. das Prinzip der offenen Thore" durchbrochen wird, so wird sich die fann ich mich nicht einverstanden erklären, da die Be russische Absperrungspolitit stets dreifter entwickeln. - Das Urtheil über die famofelexaltenbayn ftrebungen, welche dadurch zum Ausdruck gebracht und gefördert ift gefallen, bevor die Debatte über die Anklage gegen das Minifterium werden sollen, eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Orb= Badeni vom Abgeordnetenhause erledigt wurde. Das Reichsgericht, Orddas zum Schuße der staatsbürgerlichen Rechte der österreichischen Staatsbürger eingesetzt ist, hat auf die Klage der elf fozialdemokrati- daher, unter Androhung einer Geldstrafe bis zur Höhe von 60 M. Gemäß§ 182 des Landesverwaltungs- Gefeßes untersage ich schen Abgeordneten und des Abgeordneten Wolff, die gewaltsam für den Fall der Zuwiderhandlung, die Veranstaltung des Kommerses. von der Theilnahme an den Sigungen des Abgeordnetenhauses während m Unvermögensfalle tritt au stelle der Geldstrafe eine Haftstrafe Dreier Tage ferngehalten wurden und denen die Auszahlung der bis zu einer Woche. Brandes." Diäten für diese Tage verweigert wurde, entschieden, daß die Re gierung verpflichtet sei, den Klägern den Diätenabzug von 30 Gulden werden. Die Verbote und Beschränkungen der Maifeier sind vorausGegen diese Maßnahme wird energisch Beschwerde geführt sowie die beanspruchten Koften des Verfahrens zu bezahlen. In fichtlich noch lange nicht zu Ende. Wenn aber Herr v. Köller etwa Begründung des Urtheils heißt es, daß jeder Abgeordnete das Recht glaubt, unserer Partei durch die rigorose Behandlung der Maifeier auf Siz und Stimme im Reichsrathe habe. Eine Aenderung dieser Abbruch zu thun, so irrt er sich. Der Ausfall der Reichstagswahlen gesetzlichen Bestimmungen fet bisher nicht erfolgt, weshalb der An- wird zeigen, daß Schleswig- Holstein nicht der Boden für Köller'sche fpruch der Kläger zu Hecht besteht. Regierungsmarimen ist. Japan erhält, wie aus London berichtet wird, am 8. Mai den Gesammtbetrag des chinesischen Kriegsschuldrestes ausgezahlt nur 2 Millionen Pfund, welche Japan von der Chinesenanleihe übernahm. Deutsches Reich. In allerlei hämischen Bemerkungen gegen diefen" Reichstag, und zwar wegen seiner dauernd fchwachen Besetzung, gefallen sich nicht nur die Blätter der Sammelpolitik, die damit gegen die verhaßte flerifal freisinnige Präsidialmehrheit demonstriren, sondern auch links nationalliberale Blätter wie die National Beitung". Diese begrüßt foeben wieder das Parlament, das in das öffentliche Leben die Neuerung der Gefetzgebung in absentia" eingeführt habe. " Einmal ist diese Schulmeisterei eine Aumaßung, da kein Reichstag schlechter beset war, wie der vom Kartell beherrschte, über dem die nationalliberate Flagge noch neben der Ionservativen webte. Ferner weiß die National- Zeitung" ganz genau, daß alle Parlamente ähn= liche Befuchsverhältnisse aufweisen, vor allem die eng liche Volfsvertretung, die angefehenfte und einflußreichste der Welt. Zum Ueberfluß schrieb die National- Zeitung" felber vor ein paar Wochen in einer sehr lesenswerthen Studie über den englischen Parlamentarismus: Mehrere hundert Abgeordnete Iaffen sich nun ein mal nicht Zag für Tag von Beginn der Sigung bis zum Schluß zusammenhalten; sie würden nicht nur vor Langer weile vergehen, sie wollen auch ihren Geschäften nachgehen." Warum an der Spree soviel Eifer und an der Themse soviel Nachsicht? F Damit ist von der höchften richterlichen Stelle Defterreichs er kannt, daß die lex Falkenhayn ein schwerer Rechtsbruch war und daß die Badeni, Abrahamowicz und Kramarcz Gesegesverleger find. Der Beschluß des Abgeordnetenhauses, der die Anklage gegen Badeni ablehnen wird, kann an diesem Wahrspruch nichts ändern. = nung enthalten. " alljährlich durch einen großen Umzug in den Straßen begingen, Die Parteigenoffen von Brüssel, die die Maifeier bisher werden den 1. Mai in diesem Jahre in anderer Weise feiern. Sie haben ein großes Terrain in dem in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt liegenden Park Bois de la Cambre ausersehen, wo sich viele Wieu, 26, April. Abgeordnetenhaus. Die Abgg, Funte Tausende Personen vereinigen tönnen. Dort sollen die Festreden und Genossen interpelliren wegen der am 24. b. M. gegen die gehalten und allerlei Boltsbeluftigungen arrangirt werden. Deutschen in Prag verübten Exzesse. Die Berlesung der Interpellation findet unter ftürmischen Zurufen der Linken und lebhaftem Wider- Otto Riffe, in 2ämmerspiel bei Offenbach a./M. der lang Todtenliste der Partei. Ju Leipzig ist der Gastwirth spruch der Czechen statt. Die Jnterpellanten verlangen Sicherung jährige Vertrauensmann Wilhelm Schroth gestorben. der Deutschen in Prag vor Angriffen des czechischen Pöbels, Entfernung des Statthalters von Böhmen, sowie des Bürger: Bertrauensmann Wilh. Schroth plößlich an Herzkrämpfen ver In Lämmerspiel bei Offenbach a. M. ist der langjährige meisters von Prag aus ihren Aemtern und Entschädigung der fchieden. Die Arbeiter des ganzen Kreises werden ihm ein treues geschädigten Deutschen. Das Haus fezt hierauf die Verhandlung Andenken bewahren. der Minister antlage fort. Abg. v. 3ollinger( fatholische Boltspartei) erklärt im Namen feiner engsten Gesinnungsgenoffen, Polizeiliches, Gerichtliches 2c.. insbesondere derjenigen aus Tirol, daß sie die Vorgänge der Das Bergehen, wegen deffen der verantwortliche Redakteur Daß die Beschlußunfähigkeit mitunter die Redefluth allzu start Movembertage auf das schärfste verurtheilen, sich des Boltsblatts für alle", Genoffe A. Weißmann, entfejjelt, mag den Mehrheitsparteien unangenehm sein; für die jedoch der Abstimmung über die Minister vom Schöffengericht zu 14 Tagen Haft verurtheilt worden ist, Minoritäten ist es gut, daß man ihnen nicht nach Belieben durch anklagen enthalten und nicht für Zuweisung an einen wurde in der Beröffentlichung folgender Mittheilung gefunden: Schlußanträge das Wort abfchneiden kann. Doch beschlußfähige Ausschuß ftimmen werden, weil die Auflagen gegen einen Bitterfeld. Ueber die( folgt Name des betr. Lokals) hat die fonfervativ mittelparteiliche Parlamente leiften mitunter das aller nicht mehr im Amte befindlichen Minister gerichtet seien, und damit Arbeiterschaft von Bitterfeld und Umgegend den Boykott verhängt, unglaublichste im Reden. So waren am Montage im preußischen man endlich im Interesse des Volkes 311 fruchtbringender ba ihr der Saal nicht zur Verfügung steht und auch die GewertLandtage nicht weniger als 108 Abgeordnete bei der Sekundärbahn- Arbeit schreiten fönne. Nachdem die Chriftlich Sozialen schaften, die bisher daselbst ihr Vereinslokal hatten, zur Räumung Vorlage zum Worte gemeldet, die sämmtlich neue Eisenbahnen für Bieloblawet und Scheicher für die Anklage gesprochen desselben veranlaßt worden find." ihre Wahlkreise haben wollen. Bor lauter Geschwät ist hatten, ergreift der czechische Abg. Rramarez das Wort. Um ihn Man mag diese Notiz so oft durchlesen wie man will, sie wird heute der preußische Etat noch nicht in beiden gruppiren sich die czechischen Abgeordneten, während die Linke sich vor sich immer nur als die Mittheilung einer Thatsach Säusern verabschiedet. Mit solchen Balfen im Auge müffen den Bänken der Czechen fammelt. Kramarcz kann längere Zeit nicht zu Dalle" törts jede andere Zeitung, gleichviel welcher" Barteirichtung, stellen. Mit demselben Rechte nun wie hier das Volksblatt für Die Kartellpolitifer nicht Splitterrichter fein wollen. Worte fommen, da auf der Linken forwährend Lärm herrscht und Die Borarbeiten zur Aenderung der See. Pfuirufe ertönen. Auch während der Nede des Abg. Kramarcz hält wegen bloßer Mittheilungen über strafbare Handlungen prozessirt mannsordnung vom 27. Dezember 1872 werden voraussichtlich der Lärm an, sodaß die Rede auf der Tribüne unvernehmbar ist. werden. Das Urtheil des Schöffengerichts erscheint daher von noch über das Jahr 1898 hinaus andauern. Der deutsche Seefischerei tramarca schildert die Szenen, welche im Parlament vor dem Erlaß prinzipieller Wichtigkeit, und man darf hoffen, daß die Berufungss Verein ersucht deshalb alle Interessenten um Mittheilung etwa mit der lex Falkenhayn sich abspielten; im Parlament sei das Faust- instanz dem elementaren Rechte der Preffe, Mittheilungen über gebezug hierauf bestehender Wünsche, damit er eventuell die Berück recht proflamirt worden. Die Majorität habe unter dem Zwange fchehene Dinge zu machen, wieder zur Geltung verhelfen wird. fichtigung derselben anstreben tann. der Nothwehr gestanden. Wir wollen alles," schloß Redner,„ dem-Das Schöffengericht in 3 widau i. S. hat seinerzeit einige Bon fozialdemokratischer Seite ist bekanntlich längst ein solcher Urtheile der Geschichte überlassen und wünschen, daß die Linke unserer Parteigenossen zu einer Geldstrafe verurtheilt, weil sie in Gefeßentwurf ausgearbeitet. demselben ebenso ruhig entgegensehen könne, wie wir".( Often- dem Orte Lichtentanne durch Verbreitung von Agitations. Nummern des Sächsischen Boltsblattes" groben UnBiebeinfuhr nach Deutschland. Wie die Köln. tativer Beifall bei den Czechen, Bfuirufe, Lärm und Pfiffe links.) Bolts Beitung" meldet, wird dem Reichstag noch ein Gefeßentwurf deutschen Volkspartei, ferner Funke, Bendel und Röhling sowie der Nachdem noch die Abgg. Bärnreither und Millefi von der fug begangen hätten. In dem Urtheil hieß es u. a.: zugehen, welcher die Vieheinfuhr" nach Deutschland„ beffer regelt" Sozialdemokrat Berner für die Anklage eingetreten waren, nahm beliebige Häuser ausgetragen und sie Leuten ohne Unterschied der Die Angeklagten haben, wie sie zugeben, die Flugblätter in als jekt. Die bisherige Handhabung der Grenzsperre gegen die das Haus in namentlicher Abstimmung mit 175 gegen 167 Stimmen Parteistellung gegeben. Das Gericht hat nun in diesem GeBieheinfuhr ist auf grund des Reichs- Biehfeuchengesetes an den den Antrag auf Zuweifung des Auflage- Autrages gegen bahren der Angeklagten, das, wie diese gewußt haben, wohl geeignet verschiedenen Grenztheilen sehr verschieden. So z. B. darf holländisches Badeni au einen 36gliedrigen Ausschuß an.( Stürmischer Bei- war," das Publikum in feiner Allgemeinheit in feinem Gefühle Vieh die rheinische Grenze nicht überschreiten, weil in Holland die fall links, Tücherschwenfen und Beifall auf den Gallerien.) Nächste von Rechtssicherheit und Frieden aufs Erheblichste zu stören, Maul- und Klauenfeuche herrsche, während dänisches Vieh zur Ein: Sigung morgen. fuhr über die schleswig- Holsteinische Grenze zugelassen wird, obwohl man behauptet, daß in Dänemark die viel gefährlichere Perlsucht des Rindviehes herrsche. " Die Deutsche Tageszeitung" triumphirt heute schon, daß die Regierung bis an die äußerste, durch die bestehenden Verträge ge gebene Grenze der Abwehrmaßregeln zu gehen gedenkt und sie höhnt Die Fleischermeister, die in einer Petition an den Landtag eine Abschwächung der den Biehimport erschwerenden Maßregeln wünschen. Wir hoffen aus den morgigen Debatten recht viel Nußen für die Wahlbewegung zu ziehen. Schweiz. Türkei. " • " dar= den gefeßlichen Thatbestand des groben Unfugs erblickt. Wenn auch nicht hat festgestellt werden können, daß Empfänger der Blätter - Große Erfolge haben bei den Wahlen am letzten ergerniß an deren Inhalte genommen haben, ist in der unterSonntag unfere schweizer Genossen zu verzeichnen. Es wird uns schiedslosen und aufgeforderten Vertheilung der Flugblätter an sich hierüber aus Zürich gemeldet: Der bedeutungsvollste Wahlfieg, den fchon eine Ungebühr zu erblicken, die geeignet war, den davon be die schweizerischen Parteigenossen bisher bei städtischen Wahlen zu troffenen Theil des Publikums, die Nichtparteigenoffen, durch verzeichnen hatten, haben sie in Winterthur, einer der wichtigsten Störung ihres häuslichen Friedens zu belästigen und mit Unwillen Städte des Landes, erzielt. Es wurden 23 Sozialdemokraten, 11 Demo- gegen die Budringlichkeiten einer rücksichtslosen Partei zu erfüllen." traten und 11 Liberale gewählt. Unsere Genossen gewannen 5, die Demokraten 2 Size, welche den Freisimmigen abgenommen in der Presse unserer Partei, sondern auch von bürgerlichen Zeitungen Dieses vom Landgericht später bestätigte Urtheil, das nicht nur wurden. Die Kompromißliste der Sozialdemokraten und der Demo: abfällig beurtheilt wurde, war auch von der Breslauer Boltswacht" - Justizminister gegen Rammergericht. Das fraten hatte durchschlagenden Erfolg, wenn auch das Mehr fein er besprochen worden; diese hatte an ihre Kritik die Frage geknüpft, Rammergericht hatte unterm 20. Dezember v. J. ein Urtheil gefällt, hebliches war. ob man zu bestreiten wage, daß es sich hier um ein reines wonach das Aufsuchen von Waarenbestellungen seitens der so- In Zürich wurden von den 37 aufgestellten sozialdemokrati- politisches Zendenzurtheil handle. Durch diese Kritit genannten Detailreisenden außerhalb des Gemeindebezirks ihrer geschen Kandidaten 21 in den Großen Stadtrath gewählt. In dem und insbesondere durch die eben erwähnte Frage fühlte sich werblichen Niederlaffung oder der Niederlassung ihrer Geschäfts- selben stehen nun 57 Liberalen 61 Sozialdemokraten und Demo- der Vorfiyende des Zwickauer Schöffengerichts beleidigt und Herren, wenn es sich nicht in den durch§ 44 Abs. 3 der Gewerbe- traten gegenüber. der Landgerichts Präsident daselbst stellte gegen den Res Ordnung in der Fassung vom 6. August 1896 gezogenen Schranken dakteur Julius Bruhns Strafantrag. Am Sonnabend hält, der Wandergewerbeschein und demgemäß auch der Wander Ueber die theffalische und tretische Situa: verhandelte das Landgericht in Breslau über diese Sache. gewerbe- Steuerpflicht nicht unterliege, fondern gänzlich verboten sei. tion wird der Intern. Korrefp." aus Konstantinopel vom Der Staatsanwalt beantragte 4 Monate Gefängniß, das Gericht Wie die„ Bolts- tg." hört, hat der Justizminister die Staats 21. April geschrieben: Die Antwort der Pforte auf den Beschluß aber erkannte auf fostenlose Freisprechung. Das Urtheil anwaltschaften angewiesen, die Rechtsauffaffung zu vertreten, daß diese Entscheidung benen je einer ben betheiligten Mächten übertragen werden soll, ist ob der Beweis der Wahrheit für die Behauptung, daß es sich hier der Großmächte, Kreta in vier Verwaltungsbezirke einzutheilen, von wurde mündlich wie folgt begründet: Es sei dahingestellt zu lassen, weder mit den Vorschriften der Gewerbe Ordnung, nech mit bereits erfolgt. Sie besteht in der formellen Zurücknahme des um ein politisches Tendenzurtheil handele, erbracht worden set. Es denen des Gesetzes voni 3. Juli 1876 in der Fassung des faiserlichen Frades, durch welchen die Berlegung des theffalischen habe aber der§ 193 R.-Str.-G.-B. dem Angeklagten zu gute tommen Gesezes vom 23. Dezember 1896 in Ginklang ftebe. Das so: Sauptquartiers von Lariffa nach Glafsona angeordnet war. müffen, da angenommen werden mußte, daß die Art der BegrünSS 44 und 44a der Reichs- Gewerbe- Ordnung auf grund einer mals hinauszuschieben, tritt durch diese Anordnung deutlich thatsächlich daran gelegen, die sozialdemokratische Agitation zu unterdie Räumung Theffaliens aber- bung des schöffengerichtlichen Urtheils dem Angeklagten Bruhns aber- bung die Ueberzeugung beibrachte, dem Zwickauer Richter habe Legitimationstarte gestattet ist, als Wandergewerbebetrieb au be alt tage und handeln, aber es ist nicht verboten." zwar wird dieselbe in den türkischen Regierungstreifen ausdrücklich als die Erwiderung auf den Kreta drücken. Für eine solche Annahme spreche einerseits die Ausdrucs, Der Minister schließt wie folgt:„ Eine Auslegung des§ 44 betreffenden Beschluß bezeichnet. Im übrigen ist man aber über die weise des Urtheils und andererseits der Widerspruch im Urtheil, der Gewerbe- Ordnung durch die Gerichte im Sinne der vor: Sache feineswegs sehr erregt, da man nach den alten Grundsätzen daß einmal die Ungehörigkeit der Verbreitung der fraglichen liegenden Kammergerichts- Entscheidung müßte zu einer erheblichen der türkischen Diplomatie die Theilung Kreta's unter die rivali Agitationsnummer betont wurde, dann aber wieder ausgesprochen Schädigung des Gewerbslebens führen. Die Staatsanwaltschaften firenden Großmächte viel lieber sieht, als die Einsetzung des werde, daß die angeklagten Berbreiter das Blatt nur solchen werden daher veranlaßt, die ministerielle Rechtsauffaffung zu ver- griechischen Prinzen auf der Insel. Außerdem kennt man in Kon Leuten gaben, welche welche sich zur Entgegennahme ausdrück treten und bei sich bietender Gelegenheit das Rammergericht in die stantinopel bie orientalischen Verhältnisse zu gut, um zu wiffen, daß ich bereit erklärten. Diese Umstände hätten dem An Lage zu bringen, die einschlägigen Rechtsfragen einer erneuten bie beabsichtigte Berwaltung entweder vollständig wirkungslos bleiben geflagten Veranlassung gegeben, sich in seiner Eigenschaft Prüfung zu unterziehen." wird, oder in einer gänzlichen Besitzergreifung der bezüglichen Beüberzeugter Sozialdemokrat wie als Redakteur eines bas felbft -Chronik der Eisenbahn Unfälle. Aus Düffel- sirte durch die Truppen der einzelnen Nächte bestehen muß, da sich sozialdemokratischen Blattes, felbft solche Agitations dorf wird amtlich gemeldet: In vergangener Nacht um 2 Uhr ist ja die Aufständischen gewiß nicht gutwillig die von ihnen seit faft nummern vertheilt, in feinen berechtigten Interessen bedroht zu der Güterzug Nr. 983( Oberlahnstein- Frintrop) auf der Station wei Jahren ausgeübte Herrschaft über das Innere der Insel aus seben. Die Absicht, zu beleidigen, gehe weder aus den Umständen, Rath bei Düsseldorf auf ein Stumpfgeleis abgelenkt worden und ber Hand nehmen laffen werden. In diesem Falle würden nun unter welchen die Kritik erfolgte, noch aus der Form derselben auf einen in demselben befindlichen Prellbock aufgefahren. Der aber auf Kreta vier Heereslager der europäischen Mächte entstehen, hervor. Der Angeklagte fonnte nichts anderes sagen, als was er Lokomotivführer ist todt, der Zugführer und der Bremser schwer die sich gegenseitig veit mehr als das türkische Reich bedrohen unter den gegebenen Umständen zu sagen berechtigt war und geverletzt. Die Lokomotive, zwei Back- und vier Güterwagen find würden. Auf jeden Fall nimmt man auf türkischer Seite an, daß fagt hat. theils start beschädigt, theils zertrümmert; der Betrieb ist nicht ge: der Theilungsbeschluß, wenn er wirklich zur Ausführung gelangen stört. Der Unfall ist dadurch entstanden, daß der Lokomotivführer wird, die Bildung eines autonomen Fürstenthums auf Kereta unter das auf Halt ftehende Ausfahrtssignal nicht beachtete. Untersuchung einem griechischen oder europäischen Prinzen für immer verhindern wird. ift eingeleitet. Griechenland. " Dieses Urtheil eines preußischen Gerichtshofes, dem man Vors liebe für die Sozialdemokratie gewiß nicht nachfagen fann, wird hoffentlich noch die Wirkung haben, daß die sächsischen Richter bei Urtheilssprüchen ihren fubjektiven Empfindungen gegen unsere Partei fünftig mit größerem Erfolge Schweigen gebieten als bisher. -Wegen der Ausstellung von Transparents im Schaufenster hat der Juhaber der Buchhandlung der Boltsstimme" in Magdeburg mun thatfächlich ein Strafmandat erhalten. Er soll gegen die§§ 6 und 9 des Breßgefezes verstoßen haben und dafür 50 M. berappen. Dabei ist zu bemerken, daß die Transparente den Vermerk des Druckers und Verlegers aufweisen!- Aus threr Beibensgefchichte, bei der sie übrigens dick und fett wird, theilt die Volksstimme" noch einige, gum theil schon bekannte Episoden mit: Daß es uns schwer gemacht ist, den Ars beitern in ihren 20tämpfen beizustehen, beweisen die Im Gebiete von Riautschou, so wird mitgetheilt, Athen, 25. April. Heute am Jahrestage ber Befehung Larissa's spielt die Frage des Grundeigenthums jetzt eine wichtige durch die Türken finden in allen Orten Theffaliens, welche von Molle, denn alle Einrichtungen privater wie staatlicher Art haben türkischen Truppen besetzt sind, große Siegesfeiern statt. Ein Tages: sich in erster Linie damit abzufinden. Praktisch wird das befehl des Oberkommandirenden spricht von der wiedergewonnenen volle Eigenthumsrecht des Landbesizes anerkannt, vorausgesetzt, türkischen Proving, welche sich dauernd der Gnade und des Wohldaß Grundsteuern entrichtet werden. Alles Land, von wollens des Großherrn erfreuen werde". In diplomatischen Kreisen welchem teine Grundsteuern entrichtet werden, ift dagegen wird diese Rundgebung sehr beachtet. Kronland. Von deutscher Seite ist nun ein fester Sechtsboden dadurch geschaffen, daß mit den 33 Ortschaften, die innerhalb des deutschen Gebietes liegen, Verträge abgeschloffen sind, nach welchen das Land derselben nur an die deutsche Regierung Maifeier. Aus dem Machtbereiche des Herrn v. Röller vielen, gegen die Redakteure der Volksstimme" angeftrengten verkauft werden darf. Die vorgenommene Zählung ergab in dem wird uns geschrieben: Bon fast allen Orten Schleswig- Holsteins Prozesse. Bestraft ist die Aufforderung zum Sammeln" von Geldbezeichneten Gebiete 3716 chinesische Steuerzahler. Das gesammte tommen Meldungen über Hindernisse, die der Maifeier bereitet mitteln, das Quittiren von eingegangenen Beiträgen", soweit bars Partet- Nachrichten. gewinnt noch an Ausdehnung. Vor einigen Tagen sind in drei Der Weberandstand bei der Firma J. F. Mayer in Eupen kohuwebereien die Weber, die Arbeit von der Firma Mayer an fertigen, in den Ausstand getreten. Sie sollen erklärt haben, die Arbeit erst dann wieder aufnehmen zu wollen, wenn der Ausstand bei der Firma Mayer sein Ende gefunden habe. Die Meldung, daß das Kabel von Havana nach Key West von den Amerikanern durchschnitten wurde, bestätigt sich nicht. Es wird in Washington ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Vereinigten Staaten die Konvention unterzeichnet haben, durc welche der Schutz der Rabel zu Kriegszeiten garantirt wird. zwischen Havana und Key Weſt noch nicht durchschnitten, aber sie halten chiffrirte Depeschen oder solche, welche vom Krieg sprechen, an. Die Depeschen aus Havana nach Madrid treffen jeg über Halifax, Bermudas und Jamaita ein, ohne das Gebiet der Bereinigten Staaten zu berühren. Eine weitere Depesche meldet: Die Amerikaner haben das Rabel aus zu ersehen ist, daß die Beiträge gesammelt sind. Die Warnung| Anspruch nimmt und aufreibt wie die des Hafenarbeiters, und weil| laffen desselben sei die größte Borsicht erforderlich, da in der Bai Zuzug ist fernzuhalten" darf nicht ausgesprochen werden. Neulich bei der Gefährlichkeit der Hafenarbeit mit der Ausdehnung der Ar- Torpedos gelegt seien. haben wir die Arbeiter an die gerichtlichen Entscheide erinnert und beitszeit erfahrungsgemäß sich die Gefahr von Unglücksfällen steigert, gewarnt, nicht in die Maschen des Strafgesetzes zu treten. Mit beschließt die Versammlung, sich mit allen ihr zu gebote stehenden einer Anklage wegen Aufforderung zu Gesetzesverletzungen sind wir gefeßlich erlaubten Mitteln gegen die geplante Verschlechterung ihrer bedacht worden dies betraf den Glasarbeiterstreit in Salbfe. Arbeitsbedingungen zu wehren. In Nr. 95 erzählten wir unseren Lesern, daß einem Maurer in Burg eine Strafverfügung von 5 M. zugestellt ist. Er hatte als Streifender einen Arbeitskollegen vom Bahnhof abgeholt. Es wird behauptet, daß der Maurer Posten gestanden habe; das Postenstehen ist als grober Unfug angesehen. Nun hat aber der Maurer nachweisen können, daß die von ihm erwartete Person in einem freund schaftlichen Verhältniß zu ihm steht und daß ihm deren Ankunft per Postkarte gemeldet wurde. Wir erlaubten uns, zu bemerken, daß eine Bestrafung des mit dem Strafmandat beglückten Maurers nicht ausgeschlossen sei und sprachen von einem juristischen Kunststück. Dieferhalb soll sich der Staatsanwalt mit uns beschäftigen.... Die Budapefter Polizei hat neuerdings 25 Parteigenoffen verhaftet, um sie aus der Hauptstadt auszuweisen. Und doch giebt es noch immer Sozialisten in der Stadt, wo der magyarische Liberalismus ein so mustergiltiges Regiment führt! Reichstags- Kandidaturen. von Im Odenwald streiken die Arbeiter der Schuhfabrik von Strauß in Oberrad. In Pforzheim haben 65 Malergehilfen die Arbeit niedergelegt. Die Forderungen find 10 stündige Arbeitszeit und 37 Pf. Stunden lohn, sowie 10 bis 20 prozentige Lohnerhöhung für Nachts und Sonntagsarbeit. Fünf Meister, welche 11 Gesellen beschäftigen, haben bereits die Forderungen bewilligt. Durch den Gewaltakt des Münchener Unternehmerthums werden erfreulicherweise auch die indifferenten Arbeiter aus ihrer Lethargie gerüttelt. Die Münchener Arbeiterschaft, soweit sie noch nicht organisirt ist, hat den Ernst der Situation erfaßt und tritt Im zweiten Berliner Wahlkreis scheint in der nun zahlreich den Berufsorganisationen bei. So wurden Randidatenfrage unter den Freijinnigen noch keine Einigung erzielt in einer Schlofferversammlung über 100 Aufnahmen ge= zu sein. Die Kandidatur des Stadtraths Marggraf soll nach der macht. Die Mitgliedschaft München des Verbandes der deutschen Berl. 3tg." wieder fallen gelassen sein. Buchdrucker hat der Lohnkommission der Schreiner unauf Aufgestellt sind folgende Kandidaten: Im gefordert einen vorläufigen Fonds von 4000 Mart zur freien Niederbaruimer Kreis von den Freifinnigen Direktor Plonz; Verfügung gestellt; außerdem wurde beschlossen, für die ausgesperrten in Sensburg Ortelsburg voll den Konservativen Schreiner eine wöchentliche Extrafteuer von 20 Pf. pro Mitglied zu Gutsbesitzer von Queis; in Jena den National. erheben. Bravo! liberalen, Bund der Landwirthe und Konservativen BasserDie Verhandlungen der Tischler mit ihren Meistern verliefen mann; in Marburg von unferer Partei Liebknecht; resultatlos. Die Unternehmer hatten die 11/ 2ftündige Mittagspause im Wahlkreise Homburg Rusel vom Bunde der Landwirthe" zugeftanden, aber die Beibehaltung der bisherigen Arbeitszeit verlangt. Gutsbefizer Fit in Ellerstadt; in Pforzheim von den Kon- Den Durchschnittslohn wollten die Meister auf 42 Pfg. pro Stunde für fervativen Landgerichtsrath Frhr. v. Stockhorner in Freiburg; im Möbeltischler und 45 Pf. für Bautischler festsetzen. An der Ab Kreise Guben 2übben von den Konservativen der Landtags: weifung der verkürzten Arbeitszeit scheiterten die Berhandlungen. Abgeordnete v. Heydebrand; im Wahlkreise Fauer Bolten Bu einer großen Protestkundgebung gestaltete sich die Versammlung hain Dom Zentrum Pfarrer Konrad in Rotitsch; im der Bauhandwerker am Montag Bormittag. Die Taktik der Unter8. württembergischen Kreis Galler und im zehnten nehmer hat in Arbeiterfreifen lebhafte Erregung hervorgerufen, die württembergischen Kreis Speiser von den Demokraten; auch in der zahlreich besuchten Versammlung zum Ausdruck tam. im 5. württembergischen Kreis von der deutschen Partei In einer Refolution erklärte die Versammlung einstimmig, mit allen v. Geß und im 16. württembergischen Kreis vom Zentrum ihr zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln gegen den Anschlag Braun. des foalirten Unternehmerthums anzukämpfen und mit allen Kräften für die Rechte der Arbeiterschaft zu wirken. Der nationalfoziale Kandidat Herr Ruprecht übermittelt uns folgende Berichtigung:„ Ich habe ausdrücklich für meine Person allein, nicht für meine Partei erklärt, daß ich dem nationalliberalen Kandidaten, wenn er in die Stichwahl tomme, nur dann meine Stimme geben würde, wenn er bestimmte Erflärungen für das bestehende Reichstags- Wahlrecht, für Vereins: freiheit, furz, wenn er Garantie für ein liberales Verhalten gebe." Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. In Braunschweig sind die Bauarbeiter in den Ausstand eingetreten. Sie fordern 35 Pf. Stundenlohn( bisher 26-32 f.) und Aufbesserung der Akkordsätze. Durch diesen Ausstand sind die Maurer gezivungen, schon jetzt in den geplanten Lohnkampf einzutreten. Sie fordern 45 Pf. Stundenlohn( bisher 35 bis 42 Pf.), fowie Regelung einer Reihe anderer Fragen, die sich auf Baubuden, Einführung von Verbandskäften, Abschaffung der Attordarbeit 2c. beziehen. Die unglaublich klingende Mittheilung in der Meifterverfamm lung, der Prinzregent habe den Meistern Soldaten zur Aushilfe in Aussicht gestellt, erweist sich als Flunterei des betreffenden Redners. Der Streik der Schuhmacher in der Fabrik von Strin und Heymann in München Basing ist durch Vermittelung des Fabrit inspektors zu gunsten der Arbeiter beendet. Ausland. In London werden dieser Tage große Bersammlungen von Möbeltischlern und Möbelpolirern abgehalten. Der„ Justice" zufolge fann es leicht zu größeren Arbeitseinstellungen der Arbeiter in der Möbelbranche kommen. zu denken. 2 Der Köln. 3tg." wird aus New- York vom geftrigen Tage telegraphirt: Nach einer Washingtoner Wittheilung aus ungewöhnlich guter Quelle bestehen thatsächlich Abmachungen zwischen den Vereinigten Staaten und England, die, so weit die Kabinette in betracht tommen, im weiteren Verlaufe zu einem Bündniß führen müßten. Wie verlautet, stände Sherman's Rücktritt mit diesen Verhandlungen in einem gewissen Zusammenhange. Mit dieser Meldung stehen in auffälligem Widerspruche die folgenden englischen Telegramme: Ringstown bei Dublin, 26. April. Der Schnelldampfer Ireland", welcher von den Vereinigten Staaten angekauft sein soll, ist hier von den Behörden angehalten worden. Falmouth, 26. April. Dem amerikanischen Torpedoboote Somers" wurde die Erlaubniß zur Abfahrt verweigert; dasselbe mußte seine Feuer löschen und die Mannschaft entlassen. " Aus London liegt ferner die folgende Depesche vor: Der Erste Lord des Schatzes Balfour erklärte im Unterhause, er für seine Person deute das Dekret der spanischen Regierung dahin, daß dieselbe, während sie sich unter Umständen das Recht, Kaperbriefe zu erlassen, vorbehalte, vorläufig deren Erlaß nicht beabfichtige. Die Operationen der spanischen Flotte find in hohem Maße durch den Rohlenmangel beeinflußt. England verweigert die Ausfuhr von Kohlen für die Zwecke der spanischen Marine und auch Deutschlandscheint feine Kohlen für Spanien übrig zu haben. Wenigstens wird aus Essen a. d. Ruhr heute gemeldet: 3u den in Börsenkreisen auftauchenden Gerüchten, betreffend den Ankauf rheinisch- westfälischer Rohle für Spaniens Kriegsflotte, ist die RheinischWestfälische Zeitung" in der Lage, mitzutheilen, daß dem Koblenfyndikat( vermuthlich für Spanien) allerdings eine Anfrage über Berlin wegen Lieferung sehr erheblicher Kohlenmengen vorgelegen hat, welche indeffen abschlägig habe beschieben werden müssen, da die Bechen des hiesigen Industriebezirkes durch die laufenden Aufträge vollauf in Anspruch genommen find. So kommt blos noch Belgien als Rohlenversorger Spaniens in betracht. Der deutsche Seehandel scheint vom Kriege nicht viel zu fürchten, wenigstens besteht, der Köln. 3lg." zufolge, in den Kreifen der großen deutschen Dampfer- Gesellschaften die fefte Absicht, unter feinen Umständen Kriegstontrebande zur Beförderung anzu nehmen. Angesichts dieses Entschlusses ist anzunehmen, daß die friegführenden Staaten gegenüber den großen deutschen BassagierDampfern auf ein so wie so praktisch kaum durchführbares Durchfuchungsrecht bedingungslos Verzicht leisten werden. leber die amerikanischen Rüstungen wird aus Danach Achtung Steinarbeiter Deutschlands! Die Steinarbeiter Frankfurt a. M. sind am Montag Vormittag mit 120 in den Streit Zum Kohlenstreit in Süd- Wales. Der Mayor von Cardiff, Washington gemeldet: getreten. Die Arbeitgeber, meist Grabstein- Geschäftsinhaber, haben Mr. J. Ramsdale, hat an den Präsidenten des Handelsamts, Mr. jebe angebahnte Unterhandlung mit ven Senten abgelehnt. Die Ritchie, ein Schreiben gerichtet, in welchem er ihn bittet, die Sache ihre Kontingente von Freiwilligen zu stellen. Der Staat Newyork Forderung ist 9/2 stündige Arbeitszeit, 40 Pf. Stundenlohn, An- der Bermittlung in dem gegenwärtigen Streit in betracht zu ziehen; stellt zwölf Regimenter Infanterie und zwei Abtheilungen Kavallerie, ertennung einer Schiedskommission, Stellung und freie Benutzung er selbst der Mayor fei bereit, nach Kräften behilflich zu sein. Pennsylvanien 10 Regimenter Infanterie und vier schwere Batterien. von Werkzeug. Wie uns ferner telegraphisch mitgetheilt wird, ist Die Antwort des Handelsamts, batirt den 22. d. M., ist nicht von Alle Staaten stellen Truppen im Verhältniß zu der Zahl der Bes in den Granitbrüchen bei Striegau ein Ausstand ausgebrochen, man Herrn Ritchie, sondern in deffen Auftrag von Mr. Courtenay Boyle völkerung. Die Nationalgarde von Pennsylvanien und die Miliz befürchtet, daß die Bahl 8-900 erreichen wird. Die Unternehmer geschrieben und sie ist sehr fühl ausgefallen: Das Handelsamt er von Illinois haben Befehl erhalten, am Mittwoch mobil zu sein. lehnten auch hier jede Unterhandlung ab. Die Bentral fennt den Ernst der Lage und wird, sobald es innerhalb seiner Be- Man erwartet, daß an diesem Tage auch etwa 15 000 Mann leitung. J. A.: P. Mitschte. fugniffe zum Einschreiten befähigt ist, von den guten Diensten des reguläre Truppen in Chickamanga versammelt sein werden. Mit Einschluß der Freiwilligen dürften dort über 50 000 Mann zusammens Lohnbewegungen der Bauhandwerker. Die Zimmerer in Mayors gerne Gebrauch machen. Also vorläufig ist an eine Bermittlung des Handelsamts nicht gezogen werden. Weißenfels haben in drei Geschäften die Durchführung ihrer Forderung, 35 Pf. Stundenlohn und zehnstündige Arbeitszeit erreicht, Eine Depesche der World" aus Washington meldet, daß in während sich drei Geschäfte bisher weigerten, diesem Beispiel zum ganzen hat sich die Lage wenig verändert. Von unserm Londoner Mitarbeiter wird uns noch berichtet: einer heute Nacht abgehaltenen Sigung des strategischen Ausschusses folgen und ihre Arbeiter aussperrten. Von einem Geschäft steht eine den außerhalb des Unternehmerverbandes stehenden Gruben haben sofort auslaufen zu laffen, um die spanische Flotte, falls sie auf die Die Arbeiter auf der Marinesekretär Long den Beschluß faßte, das fliegende Geschwader bestimmte Erklärung noch aus. ibre 10 p& t. durchgesetzt, und das Komitee der Verbandsgruben amerikanische Flotte zusteuert, abzufangen. Bisher soll die spanische besteht noch immer darauf, daß die Arbeiter dem von ihnen er Flotte unthätig bei Kap Verde( Afrika) geblieben sein. nannten Romitee Vollmacht zu endgiltigen Vereinbarungen Die finanziellen Schwierigkeiten Spanien3 geben, was diese bekanntlich mit einer Mehrheit von 7: follen sehr groß sein. Das Madrider Blatt Correspondencia" ( 74 648 gegen 20 537) abgelehnt haben. Es liegt hier auf beiden schreibt, unter den vorbereiteten finanziellen Gefeßentwürfen befinde Seiten ein großer Eigensinn vor. Im Grunde ist es ebenso über sich einer betreffend die Einführung des Affidavit. trieben von den Unternehmern, den Arbeitern zuzumuthen, daß sie sollen die Koupons der äußeren Schuld nur denjenigen Juhabern fich absolut ihrem Komitee gegenüber die Hände binden, wie es von in Frants gezahlt werden, die unzweifelhaft nachweisen, daß seiten der Arbeiter übertrieben ist, dem Komitee das Recht zu be- sie im Auslande leben, den übrigen Inhabern dagegen in Besetas. dingten Abmachungen vorzuenthalten. Sie haben nun neuerdings Das heißt sie sollen sich einen großen Abzug gefallen laffen, daß wäre sich damit aus der Verlegenheit geholfen, daß sie kurzweg für die schon der Anfang des Bankrottes. Die Handelskammer von nächsten drei Monate 10 pet. Lohnerhöhung verlangt und die Saragoffa hat, dem Berliner Tageblatt" zufolge, an die Bereinbarungen über die künftige Art der Lohnregulirung für Regierung den Antrag gerichtet, wonach, um der finanziellen bie Zwischenzeit offen gelassen haben, aber bis jet Kalamität abzuhelfen, die spanischen Inhaber ber Rente find die Unternehmer nicht darauf eingegangen. Sie hoffen offenbar, für ein Jahr auf die Auszahlung der Koupons vers baß, je länger die Verhandlungen sich hinziehen, um so stärker unter zichten sollten. Der Rupon solle innerhalb acht Jahren nachden, Arbeitern sich der Wunsch nach einem Friedensschluß geltend bezahlt werden. In dem Kurse der spanischen Rente findet bereits machen wird. Schon jetzt ist die Noth vielfach sehr groß, und da die Erwartung Ausdruck, daß die Zahlung der Zinsen an die feine Kampffonds vorhanden sind, werden alle möglichen Mittel in Gläubiger nicht dauernd werde aufrecht erhalten werden. Bewegung gesetzt, Geld auf dem Wege der freiwilligen Ueber St. Thomas wird der World" gemeldet, daß die spanische Sammlungen aufzubringen. Sicher werden die Bergarbeiter anderer Bank von Puerto Rico ihre Zahlungen eingestellt hätte, ferner daß Diftrifte es an solchem nicht fehlen lassen, zumal die bloße Thatsache die spanische Regierung die Bewohner von Puerto Rico nöthige, des Streits in Wales vielfach Gelegenheit geboten hat, ihrerseits zur Wertheidigung der Insel sich in die Truppe einreihen zu lassen. Lohnerhöhungen durchzusetzen; aber es handelt sich um über achtzig- Es liegen ferner die folgenden Depeschen vor: tausend Arbeiter, die direkt, und vielleicht die gleiche Zahl von Ar- Hongkong, 26. April.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) beitern, die indirekt durch den Streit außer Verdienft gesezt find, wie verlautet, soll das amerikanische Geschwader die Mirs um verlassen, und für diese Armen auch nur annähernd genügende Mittel durch bucht die Häfen der Philippinen Sammlungen aufzubringen, ist um so hoffnungsloser, als im ganzen zu überwachen.- Dem Vernehmen nach soll sich der Führer der die organisirte Arbeiterschaft von der Art, wie der Streit bisher Aufständischen auf den Philippinen, Aquinaldo, welcher sich vor kurzer gehandhabt wurde, nicht sehr erbaut ist. Zeit den spanischen Behörden in Manila unterworfen hat, an Bord des amerikanischen Kreuzers Olympia" befinden. Meldungen aus Manila vom 23. April besagen, daß im dortigen Hafen unterfeeische Minen gelegt worden seien. Ferner sollen die Aufständischen Ein Massakre unter den Recht verspätet kommt der einstimmige Beschluß des amerikani- rings um Manila fich ansammeln. Der neueste Schlag, der gegen den Bergarbeiter- Verband in schen Parlamentes, durch den formell der Krieg an Spanien erklärt Spaniern soll befürchtet werden. Oberschlesien geführt werden sollte, ist, wie vorauszusehen war, wird. Faktisch freilich hat der Krieg schon seit letztem Freitag be: Bern, 26. April. Der Bund" erfährt, der schweizerische babe bei Ablauf des Spanien von den Vervorbeigegangen. Zuster war angeklagt, in Beuthen eine un- standen und die Bereinigten Staaten haben unter ihrer Flagge Bundesrath angemeldete Filiale der Berg- und Hüttenarbeiter Zeitung" und Handlungen angelaffen, die während des Friedens nicht gestattet einigten Staaten gestellten Ultimatums gleichzeitig bei den in Madrid und Washington Schritte gethan, des„ Gornit" unterhalten zu haben und noch zu unterhalten. Ob find. Nur durch diese eigenartige Auffaffung erklärt sich die folgende Regierungen wohl die Voruntersuchung wie die Beweisaufnahme für die Auf- Meldung aus Hongkong: um von ihnen die Ausdehnung der Bestimmungen der Genfer Konrechterhaltung der Anklage nicht den geringsten Anhalt boten, wagte Infolge einer Weifung der englischen Behörden haben die noch vention auf den Seekrieg zu erlangen. Es würden demnach während es doch der Staatsanwalt, die Existenz einer solchen Filiale als zurückgebliebenen Schiffe des amerikanischen Geschwaders heute den des gegenwärtigen Krieges die Zusatzartikel zur Genfer Ronvention Man glaubt, festgestellt zu betrachten und gegen Tusker 30 M. Strafe zu be- Hafen verlassen. Der Kommodore und der amerikanische Konsul er als modus vivendi aur Anwendung kommen. antragen. Eigentlich sei, meinte er, der Reichstags- Abgeordnete und hoben Einspruch; die Abfahrt wäre nicht nothwendig, da die ameri- die genannten Regierungen werden gegen den Vorschlag des Bundes Verleger der genannten Blätter, Möller, anzuflagen, aber da diesem tanische Regierung die Kriegserklärung noch nicht angezeigt hätte. rathes um so weniger Einwendungen machen, als Spanien sich 1872 wegen seines Reichstagsmandates schwer beizukommen sei, müsse Aus Madrid wird hierzu gemeldet: und die Vereinigten Staaten 1882 bereit erklärt hatten, die Zusatzman sich an Tusker halten. Das Gericht folgte seiner Feststellung" artikel anzunehmen. und seinem Antrage nicht, sondern sprach Zuster frei. In Rassel befchloffen die Zimmerer in einer öffentlichen Bersammlung, auf allen Plätzen, wo bisher die Lohnaufbesserung von 3 Pf. nicht gewährt wurde, die Arbeit einzustellen. Bisher ist 30 Arbeitern die Forderung bewilligt. Die Zimmerer in of find in den Streit eingetreten. Sie verlangen Lohnerhöhung und Schluß der Arbeitszeit um 6 Uhr abends. In Mainz verliefen die Verhandlungen zwischen den Zimmer Leuten und den Unternehmern vor dem Gewerbegericht resultatlos, da die Arbeiter auf ihrer Forderung, 4 Pi. Lohnerhöhung für die Stunde, bestehen blieben, während die Unternehmer nur 2 Pl. zu gestehen wollten. Die Maurermeister in 3 widau haben auf die Forderung der Gesellen, die zehnstündige Arbeitszeit zu gewähren und 42 Pf. Stundenlohn zu zahlen, mit Einführung der elfftündigen Arbeitszeit und Festsetzung von 35 Pf. Stundenlohn geantwortet. Eine stark be. fuchte Maurerversammlung beschloß, an der Forderung festzuhalten und bei günstiger Gelegenheit, die sich bald bieten muß, da sich eine rege Bauthätigkeit entfaltet, den Generalstreit zu erklären. Die Böhmen, auch Czechen, schließen sich allem Anschein nach von der Lohnbewegung nicht aus. Bum Streik der Maler und Anftreicher in Liegnis wird berichtet, daß die Arbeitgeber eine 15prozentige Lohnaufbesserung zugeftanden haben; damit find allerdings die Forderungen der Gehilfen noch nicht erfüllt, doch haben einige die Arbeit wieder aufgenommen. Der Krieg. Der in Barcelona wohnende Rheder des von den Amerifanern gefaperten Dampfers Miguel Jover" hat wegen der Er Die Hafenarbeiter in Mannheim haben sich in einer äußerst Beschlagnahme Beschwerde erhoben. Es sei sicher, daß der Dampfer zahlreich besuchten Versammlung gegen Einführung einer verlängerten vor der Blockade- Erklärung Havana verlassen habe und daß er vor Arbeitszeit ausgesprochen. In der betreffenden Resolution heißt es: der offiziellen Kriegserklärung aufgebracht worden fet. Die WegDie von zirka 800 Hafenarbeitern besuchte Hafenarbeiterversammlung nahme des Schiffes laufe daher dem Wölferrechte zuwider. hat entrüftet von dem Versuch der Arbeitgeber Kenntniß genommen, ersuche, seine Beschwerde durch den französischen Botschafter in Die erst vor kurzem geregelte Arbeitszeit zu verlängern und Washington, Cambon, überreichen au laffen. Dieser läßt der Beschrankenlose Arbeitszeit durch Wiedereinführung des schwerde energische Unterstützung zu theil werden. Ueberstundenwesens wieder herzustellen. Mit Er= Nach einer Depesche des Madrider Blattes Imparcial" aus staunen und Verwunderung hat sie auch vernommen, daß die Washington haben die Rheder des Dampfers Bedro", welche Regierung nicht geneigt ist, diesem Attentat der Unternehmer auf Engländer sind, eine Beschwerde wegen Fortnahme des Dampfers die von der Regierung selbst angeordnete und dringend nothwendig an das Auswärtige Amt gerichtet. gewesene Beschränkung der Arbeitszeit den nöthigen Widerstand entgegenzusetzen. die alten " Wie der Agent von Lloyds in New- Yort telegraphisch meldet, bedarf die Nachricht von der Freigabe der von den Amerikanern weggenommenen spanischen Schiffe der Bestätigung; gegenwärtig würden die Schiffe als Geiseln zurückbehalten. morgen Tekte Nachrichten und Depeschen. Düffeldorf, 26. April.( W. T. B.) Der Geuremaler Professor Benjamin Vautier ist gestern gestorben. Kingstown bei Dublin, 26. April.( W. Z. B.) Die Meldung, der Schnelldampfer, Ireland" sei hier von den Behörden angehalten worden, ist nicht richtig; obgleich Berhandlungen über den Verkauf stattgefunden haben, ist die Ireland" doch noch nicht an die Vera einigten Staaten verkauft. Wiborg, 26. April.( W. T. B.) Die Gallensche Schiffswerft ist heute abgebrannt; auch vier Dampfer wurden durch das Feuer vernichtet. Ein neuer dem Staate gehöriger Dampfer wurde gerettet. Bombay, 26. April.( W. T. B.) Die„ Bombay Gazette" meldet: Die Bazillen- Kulturen verdächtiger Krankheitsfälle in Kal. tutta, welche an Profeffor Hafftine nach Bombay aur Unters suchung gesendet waren, wurden von diesem für echte Pestkulturen Einstimmig der Ansicht, daß nicht eine Verlängerung, sondern eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit am Plage wäre, weil wohl Beim Einlaufen in den Hafen von New- York und beim Ver- erklärt. teine andere Arbeit die physischen Kräfte eines Arbeiters so sehr in Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 97. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 75. Signng. Dienstag, 26. April 1898, 1 Uhr. Am Bundesrathstisch: Graf Posadowsky. " schlechtes werden. Mittwoch, 27. April 1898. Lokales. bare Rechtsprechung einsehen und darin z. B. eine Konzeffionirung der Bordelle erblicken: aber es besteht doch heute schon die Entscheidung des Reichsgerichts, daß das Geftatten von Bordellen etwas Strafbares ist; trotzdem bestehen solche, z. B. in Hamburg, Halle, der Berliner Boltsschule mußten recht beschämende Mißerfolge zu Volkskindergärten. Im letzten Bericht über die Thätigkeit Präsident v. Buol heißt die Anwesenden willkommen und hofft, Redakteure beftraft, die derartige Unzuträglichkeiten aufbecken; Schüler muß auch manchen anderen Zuständen ein derartig Leipzig, Riel und werden ruhig geduldet. Freilich werden daß die noch nicht Anwesenden bald erscheinen werden.( Heiterfeit.) ich erinnere gegeben Außer den sozialen Berhältnissen der Wir wollen die Arbeit, ohne uns zu übereilen, möglichst beschleunigen, Dierl vom Vorwärts". Gegen die Polizeibehörden, die aber durch die national- bürgerliche Phrase, daß die deutsche Schule die an das Einschreiten gegen den Redakteur um bald damit aufzuräumen. Ergebniß zugefchrieben werden. Jedenfalls ist Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung des Gesetz eingeschritten. Ich glaube also nicht, daß der Zustand ärger wird, lofigkeit erfannt. Und wenn noch so oft an offiziellen Stellen ihre Duldung objektiv das Berbrechen begangen haben, wird nicht befte fei, ein wenig durchleuchtet worden und ihre Kernentwurfs, betr. die elektrischen Maßeinheiten. wenn der fragliche Baffus gestrichen wird. Man könnte ebenso gut für die Technik und den Verkehr besteht das dringende Bedürfniß, das Reichsgericht besteht, ist an eine Rechtsprechung, die dem Sinne Boltes geht, wenn von der Schule gesprochen wird. Die Mehrzahl Staatssekretär Graf Posadowsky: Für die Wissenschaft wie schließlich den ganzen zweiten Absa streichen und sagen: So lange von der vorzüglichen deutschen Volksschule gesprochen wird es ist auf internationaler Grundlage Maßeinheiten für Elektrizität feft des Gefeßgebers entspricht, auch auf diesem Gebiete nicht zu denken. empfindet es unangehm, so viel unnüges unwahres Wissens- und das Unbehagen nicht wegzuleugnen, daß durch weite Kreise des zustellen. Es erscheint der Zeitpunkt gekommen, an die gefegliche Regelung der Frage heranzutreten und den wissenschaftlichen feft- personen" zu sehen, weil der letztere Ausdruck einen hämischen und und ein erfolgsicheres Handeln hindert. Wie wenig unfere Behörden Ich habe ferner beantragt, weibliche Personen" statt Frauensgelegten Einheiten auch für das bürgerliche Recht Geltung zu ver unangenehmen Beigeschmack hat; endlich das Wort gewerbsmäßig" den modernen Bedürfnissen in Schuldingen entgegenkommen, wie weit Glaubensgepäck mitzuschleppen, das ein freies Erkennen erschwert schaffen. Die Einführung eines allgemeinen Beglaubigungszwanges zu streichen, weil sonst gerade bei der nicht gewerbsmäßigen Unzucht sie gegen andere Staaten zurückflehen, zeigt auch der letzte Vereins für elektrische Meßwerkzeuge ist aber vorläufig noch nicht angezeigt. An von einer Ruppelei gesprochen werden könnte. ihrer Stelle will das Gesez für den vorhandenen Bestand an Elektrizitätsmessern einige andere Maßregeln einführen, um dem Verkehr einen Feigenblättern von Gefeßentwürfen das Uebel beseitigt wird.( Beifall Kinder bemittelter Kinder und drei Volkskindergärten. In dem Ich bitte Sie, im allgemeinen nicht zu glauben, daß mit dicken bericht des Berliner Fröbel's Vereins. Der Verein unterhält ein Seminar, eine Kinderpflegerinnenschule, drei Kindergärten für gewiffen Schutz zu bieten. Die Regierung ift gern bereit, über die bei den Sozialdemokraten.) einzelnen Paragraphen in dieser Hinsicht nähere Auskunft zu ertheilen. Abg. Krämer( natl.) befürwortet das Gesez, ebenso Abg. Benoit( frs. Vg.). Damit schließt die Diskussion. Es folgt die zweite Berathung des Bentrumsantrages gegen Unfittlichkeit und Kuppelei( fog. lex Heinze). Als Bericht erstatter der Kommission bemertt Abg. Schwarze( 3.), daß ein Herr namens Dr. Heinze, fich bitter darüber beklage, daß man das Gesetz nach seinem Namen nenne.( Große Heiterkeit.) Im§ 180 wird von der Kommission eine Verschärfung der Strafe für Kuppelei( Gefängniß nicht unter einem Monat; Geld ftrafe von 150-6000 M.) beantragt; ferner der Zusaß, daß die mäßig Unzucht treiben, nicht als Vorschubleistung anzusehen ist, Vermiethung von Wohnungen an Frauenspersonen, welche gewerbs sofern damit nicht eine Ausbeutung des unfittlichen Erwerbes der Mietherin verbunden ist. Hierzu liegt ein Antrag Stadthagen( Soz.) vor, in dem Paragraphen statt Frauenspersonen" zu sehen weibliche Ber: fonen", ferner den Sab: sofern damit nicht eine Ausbeutung des unittlichen Erwerbes der Mietherin verbunden ist" zu streichen. Abg. Schall( t.) bittet um die Annahme der Kommissions faffung; sie genüge zwar nicht allen Ansprüchen, aber es müsse unbedingt etwas geschehen, um der zunehmenden Unsittlichkeit, im speziellen der Kuppelei, zusteuern. 1. daß sich die unfittlichen Zustände, die sich in den Bevölkerungs- Siefe find, lernen wir aus unseren drei Anstalten täglich mehr er Abg. Dr. Pieschel( natl.): Auch ich bin nicht der Meinung, Bericht heißt es:- Vor allem ist die Zahl der Volks- Kindergärten unzureichend. Welche Wohlthat, ja welche Nothwendigkeit zentren, aber auch auf dem platten Lande vorfinden, durch Straf kennen. Den Eltern und Kindern kommen sie gleich sehr zu gute. § 174a- dem Arbeitgeberparagraph beftimmungen beseitigen laffen. Das gilt vor allem auch von dem Die Eltern können dem Lebenserwerb und den häuslichen Geschäften werde, weil er viel zu weitgehend ist. Ich halte den Mißbrauch Leib und Seele bewahrt, sondern gedeihen auch an Kopf und Herz. Wir gegen den ich stimmen nachgehen, die Kinder aber werden nicht blos vor Gefahren an eines Abhängigkeitsverhältnisses für durchaus unfittlich, ich halte es wünschten, wer es mit der Gesundheit und der Tüchtigkeit der für verwerflich, ivenn ein Arbeitgeber seine Arbeiterin zwingt, feinen Lüften zu dienen, aber der§ 174 a würde Boltsfeele ernst nimmt, gönnte sich öfters den Besuch eines einzu schweren Mißbräuchen, it zul Erpressungen führen. Auf ichtig und liebevoll geleiteten Wolfskindergartens; er wird hier erdiesem ganzen Gebiete muß mit großer Borsicht gesetzgeberisch fennen, daß die Entfaltung der Jugend schon früh beginnen könne, vorgegangen werden. Noch schlimmer liegt es mit dem& 184, ber ich dann aber auch der Forderung nicht verschließen, daß von unzüchtigen Schriften und Darstellungen handelt. Schon des fie früh beginnen müsse. Aber für diese große Auffeßen. Bei§ 180 werden wir für die Kommissionsbeschlüsse stimmen, Das empfanden wir, als wir wegen unserer beschränkten Geldmittel halb würde ich mich einer en bloc- Annahme des Gesetzes wider- gabe, die ganze vorschulpflichtige Jugend in Schutz und Erziehung zu geben, find private Kräfte überall unzureichend. sowohl hinsichtlich der Verschärfung der Strafe wie hinsichtlich der die Uebernahme eines in einem der volkreichsten und ärmsten StadtEtadthagen gegenüber befinde ich mich in einer eigenthümlichen Lage. Nur die öffentliche Fürsorge wird überall im flande sein, Bestimmungen über das Vermiethen von Wohnungen. Dem Antrag theile bereits bestehenden Bolts- Kindergartens ablehnen mußten. Ich habe vor fünf Jahren den gleichen Antrag gestellt, habe diesem erst in den letzten Jahrzehnten erkannten Bedürfnisse abmich aber im Verlauf der Verhandlungen davon überzeugt, daß die diesem erst in den letzten Jahrzehnten erkannten Bedürfnisse abAbsicht, die wir verfolgen, am besten durch die Kommissionsfassung zuhelfen. erreicht wird. Dann wird ausgesprochen, daß die Behörden nur langsam und zögernd stimmig gefaßten Kommissionsbeschlüssen au§ 180 abzulehnen. Abg. Noeren( 8) bittet alle Abänderungsanträge zu den ein- an diese Aufgabe berantreten, weil sie die beträchtliche Belastung aus diesem Zweige der Boltserziehung fürchten. Sie verstehen sich Abg. Iskraut( Antis.) beantragt, dem§ 180, Abs. 2 folgende Antrag wirkt auf den Abg. Stadthagen wie ein rothes Zuch. geben die städtischen Behörden von Berlin für jeden der drei VolksAb. Jskraut( Reform- P.): Das Wort Polizei in meinem nur au freiwilligen Beiträgen für die Volkskindergärten, und zwar Faffung zu geben:" Die Verfolgung der Vermiether von Wohnungen Mein Antrag will aber nur, aber nur, daß die Polizei an Personen, welche erwerbsmäßig Unzucht treiben, tritt auf Antrag Maßnahmen, die sie auch heute ergreift, unter Berufung auf ein 127 fogenannter écoles maternelles hatte, die von 33 000 Kindern findergärten, sowie für einige ähnliche Auftalten jährlich 1500 M. daß die Polizei dieselben Dem ist gegenüber zu stellen, daß Paris schon vor einigen Jahren der Polizei ein." Ohne diesen Paffus ist der ganze Paragraph werthlos, bda Gesetz durchführt, so daß sie einen moralischen Rückhalt bekommt. sonst in den meisten Fällen die Bestrafung der Kuppelei unterbleibt. Dem Abg. Stadthagen ist es vielleicht unbekannt, daß die Polizei besucht wurden; 1888 betrugen die Kosten bereits über 2 600 000 Fr. Das widerspricht aber dem gefunden Rechtsgefühl des Voltes, schon jetzt zwischen 5 und 6 Uhr morgens solche Recherchen anstellt, often unterhalten. In Ungarn, den Bereinigten Staaten und anderen In Frankreich werden nahezu 4000 folcher Anstalten auf öffentliche welches grundfählich eine Bestrafung jeder Unzucht oder ihrer Beauf grund einer einfachen Verfügung. Wenn schon auf gewiffe werden gleichfalls schon beträchtliche öffentliche Mittel für dieser günstigung verlangt. Es ist eine Thatsache, daß im Laufe unserer Dinge Rücksicht genommen werden soll, auf die von Rechts werden gleichfalls schon beträchtliche öffentliche Mittel für dieser Rechtsgeschichte die Anzahl der Anklagsdelikte fich stetig wegen Rücksicht nicht genommen vermehrt hat; es werden darf, wem darf daher kein Bedenken erregen, daß man wem foll Swed aufgewendet. denn diese Rücksichtnahme anvertrauen, Aus alledem geht wohl hervor, wie wenig Aufmerksamkeit auch mein Antrag ein folches schafft; doch hat er ben der Polizeibehörde? Etwa dem Parteivorstande der Partei des Herrn daß sie darin schon lange nicht mehr auf der Höhe der Zeit stehen. wenn nicht unsere Schulbehörden dem wichtigen Kindergartenwefen zuwenden, Borzug, daß er die Stellung des Strafantrags einer Behörde überläßt, Stadthagen? Durch Annahme meines Antrags schaffen wir reinen daß fie darin schon lange nicht mehr auf der Höhe der Zeit stehen. die die Verantwortung ber Deffentlichkeit gegenüber hat, daher also eine Tisch, da dann die Polizeibehörde die alleinige Verantwortung für wie seinerzeit bei der Forderung der unentgeltlichen Lieferung der Sie scheinen sich dabei von denselben Motiven haben leiten lassen, ganz andere Gewähr bietet als einzelne Privatpersonen, die je nach den sittlichen Zustand trägt. Maßgabe ihres Interesses die Antragstellung vollziehen oder unterlaffen. Abg. Stadthagen( Soz.): Herr Jskraut meint, das Wort Lehrmittel: Aus Angst vor den Sozialismus. Diese Angst hat Abg. Stadthagen( Soz.): Ich bin nicht dafür, das Bessere etwas lächerliches, wenn man sie mit dem Vorgehen der anderen zurückzustellen, um nur das, was die Kommission vorgeschlagen hat, Staaten vergleicht; zugleich ist ihre Wirkung Wirkung aber auch anzunehmen. Nach meiner Meinung sind die in der Vorlage vor der Einrichtung der Volkstindergärten auch von dem Wunsche er fehr traurig. Denn wenn viele fapitalistische Kreise bei geschlagenen Mittel absolut unnük, abgesehen von dem§ 174g, der ja jezt noch nicht zur Debatte steht. Ich halte es für das schlimmste, füllt sind, die frei gewordene Arbeitszeit der Mütter zu recht billigen wenn man Moralheuchelei treibt, indem man die Opfer der traurigen Preisen zu erlangen, so ist die Bedeutung der Kindergärten für die sozialen Verhältnisse verfolgt, ein Feigenblatt über die Uebel deckt meist schon mit Kindern reichlich gesegnet ist und außerdem ihre arbeitende Bevölkerung nicht gering. Denn die Arbeiterfrau, die und glaubt, damit etwas Gutes, etwas Sittliches gethan zu haben. Was nun den§ 180 betrifft, so hoffe ich, daß Sie den Antrag Iskrant ganze Wirthschaft allein sauber halten und kochen soll, kann sich selten ablehnen werden. Nach ihm soll die Verfolgung der Vermiether von genügend mit der Erziehung ihrer Kleinen abgeben. Und eine überWohnungen an Personen, die gewerbsmäßig Unzucht treiben, nur große Zahl von Frauen der arbeitenden Klassen muß ja jetzt schon auf Antrag der Polizeibehörde eintreten. Es gehört wohl nicht mitarbeiten. Wenn nun die Kinder noch nicht verwahrlosen bie allzuviel Ueberlegung dazu, sich zu sagen, die nothwendie Folge Anleitung und Förderung ihrer intellektuellen Fähigkeiten, die sie dieses Antrages muß die sein, daß die Unsittlichkeit in ungeheuerem in den Volks Rindergärten erhalten, kann ihnen nur nützlich sein. Maße wächst und daß die Polizeibehörde zu bestimmen hat, was Abg. Richter( frf. Bp.): Wir sind zwar nicht Gegner des Die Eltern der Kinder, die die drei Fröbel'schen Volks. Kinderfittlich und unfittlich ist. Wenn Herr Iskraut die Literatur nach Gesezes in allen Punkten; aber angesichts der bereits ausgeschriebenen gärten besuchen, sind jedenfalls davon überzeugt, denn fie dieser Richtung hin kennen würde, würde er vor den Folgen feines Reichstagswahlen ist es nothwendig, das Arbeitspensum des Reichs- schicken die Kinder auch während der Sommerferien in die Antrages selbst zurückschrecken. dreihundert Kinder. Wenn man nun wirklich unter Berücksichtigung aller ähnlichen Unternehmungen, wie Mädchenhort u. s. w. diese Zahl auf das Zehufache erhöht, so wird sie doch immer noch von der Zahl der Pariser Kindergartenbesucher um das zehnfache über. " Polizeibehörde" hätte mich wie ein„ rothes Tuch" in die Schranken geführt. Daß„ rothes Tuch" jemand in die Schranken führen kann, habe ich noch nicht gewußt. Auch trägt die Polizei, soviel ich weiß, blaues Tuch. ( Heiterkeit.) Wenn er bis jetzt nicht verstanden hat und nicht verstehen will, was es heißt, eine Verfolgung in das Ermeffen der Polizeibehörde zu legen, so ist mit ihm darüber noch zu diskutiren durchaus überflüssig. Nach den Reben der Herren Abgeordneten Pieschel und Roeren bin ich aber zu der Ansicht gelangt, daß es nuglos fein dürfte, sich hier über die Fassung des§ 180 zu streiten. Ich ziehe deshalb meine Anträge zu den Paragraphen zurück, mit Ausnahme des einen, der das Wort„ Frauenspersonen" durch das minder häßliche Wort weibliche Personen" ersetzen will. Damit schließt die Diskussion. Zur Geschäftsordnung erklärt Gesetz nicht durch ein beschlußunfähiges und wenig aufmerksames Haus erledigen zu laffen, bezweifle ich im Namen meiner Partei die Beschlußfähigkeit. Präsident v. Bnol: Ich kann diefem Zweifel nicht entgegen treten und lasse daher Namensaufruf vornehmen. Der Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit von geordneten; das Haus ist somit nicht beschlußfähig, die Sigung ge= schloffen. 132 Ab: Nächste Sigung: Mittwoch 1 Uhr.( Nachtrags- Etat für 1898; weite Lefung der Ronkursordnung; zweite Lesung des Antrages Salif ch, betr. fonfessionelle Eidesformel.) Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. Sur lex Heinze hat Genoffe Stadthagen außer den in unserem Parlamentsberichte erwähnten Anträgen noch die folgenden gestellt: 181 Absatz 1 zu faffen wie folgt: Die Kuppelei ist 2. troffen. Fürwahr ein schlagender Beweis von der Rückständigkeit unserer Schulverhältnisse! Wie nothwendig es ist, daß die in Preußen- Deutschland noch übliche Gesindesklaverei im Interesse der Kultur und Humanität mit aller Energie bekämpft werde, beweist wiederum ein Vorfall, der, wenn er an sich auch ziemlich alltäglicher Natur sein mag, doch in seinem Wesen zeigt, wie völlig der Dienstbote den herrschenden Gewalten preisgegeben ist. Ju dem Dienstbuch der Anna B. befinden sich drei Zeugnisse, die sämmtlich günstig für das Mädchen lauten. So das erste: Sie hat sich zu meiner Zufriedenheit betragen, war treu, ehrlich und sauber und wurde entlassen, weil sie sich verändern wollte." Auch die letzte Herrschaft", ein Stenograph R., bekundet über das Mädchen, daß es ehrlich sei, aber nicht für seine wirth. schaft paffe. amtliche Rainszeichen: Unter diesem Zeugniß befindet sich nun im Dienstbuch folgendes Die unvereheliche A. B. ist durch rechtskräftiges Urtheil des fgl. Amtsgerichts I vom 8. März 1898 wegen Uebertretung des Ge feges vom 24. April 1854, weil sie ihren Gefindedienst beim Steno graphen R. ohne gefeßlichen Grund verlassen hat, mit sechs Mark Geldstrafe, im unvermögensfalle mit zwei Tagen Saft be. straft worden. Berlin, den 18. April 1898. Der Erste Amtsanwalt Dieß." das Herr Stieber 1847 glaube ich über die Prostitution verfaßt hat. Hier sagt er, daß eine ganze Anzahl von Agenten zur Ueberwachung und Abfassung von Prostituirten, dieselben zu Spitzeldiensten zwangen, unter der Drohung, sie sonst ins Arbeitshaus zu stecken. Auch rein redaktionell scheint mir der Antrag etwas wenig überlegt zu sein. Es steht hier: auf Antrag der Polizeibehörde soll etwas, was an sich strafbar oder straflos ist, bestraft werden können. Was ist denn die Polizeibehörde? In Berlin zum Beispiel hat doch nach der Kabinetsordre vom 22. April 1880 lediglich der Polizeipräsident das Polizeipräsidium nach außen hin zu vertreten. Der Herr Polizeipräsident müßte also felbft in die einzelnen Wohnungen geben, um sich zu überzeugen, ob die Wohnungen an Personen vermiethet werden, die gewerbsmäßig Unzucht treiben. Oder soll etwa die Polizeibehörde durch einen beliebigen Polizei beamten repräsentirt werden, über deren Mißgriffe in der letzten Zeit mit vollem Recht so viel geklagt wird? Was nun den Vorschlag der Kommission anlangt, so werde ich gegen die Straferhöhung stimmen, da ich sie für ungerechtfertigt halte, so lange bis man die fozialen Ursachen, auf denen eine Reihe dieser Uebelstände beruht, beseitigt hat. Auch liegt darin das Mißtrauen gegen die Richter, daß sie bis jetzt die Kuppelei viel zu milde bestraft hätten. Was den zweiten Abfaz anlangt, so hat ihn Herr Jstrant vollkommen inißverstanden. Die Nothwendigkeit der Bestimmung, daß unter gewiffen Umständen das Vermiethen von Wohnungen nicht ohne weiteres als Vorschubleistung der Kuppelei zu erachten sein solle, ist bereits 1892/98 in dem sehr ausführlichen Bericht über die lex Deinze dargethan. Wenn der§ 361 Nr. 6 der Polizeit behörde heute das Recht giebt, zur Sicherung der Gesundheit, ber öffentlichen Ordnung und des öffentlichen Anstandes eine gewiffe Ronzession an gewerbsmäßige Prostituirte zu ertheilen, so muß doch offenbar diesen Prostituirten auch die Möglichkeit gelassen werden, irgendwo zu wohnen. Die Entscheidungen des Reichsgerichts in dieser Angelegenheit sind durchaus nicht überall gleich. mit Im allgemeinen ist für dasselbe jedoch der Standpunkt maßgebend, daß das bloße Vermiethen von Wohnungen an Prostituirte zwar nicht ohne weiteres als Vorschubleisten anzusehen fei, aber es könne zum Vorschubleisten von Kuppelei werden, wenn als entweder der Vermiether schon bei Abschluß des Miethsvertrages Kenntniß davon hatte, daß die Wohnung zur Unzucht vermiethet werden könnte oder wenn der Vermiether nach erlangter Kenntniß davon aus Eigennus imterläßt, das Miethsverhältniß zu lösen. Nach meiner Meinung steht diese Judikatur im Widerspruch mit dem Eine merkwürdige Petition wurde angeblich von vielen Strafgesetzbuch. Und es widerspricht auch dem gefunden Rechts- norddeutschen Brauereibesitzern und Braumeistern dein Reichstage anzulegende Bahn beginnt in Charlottenburg bei der" Flora", ver gefühl, der einfachen Vernunft zu sagen: Prostituirte dürfen übermittelt gegen den Antrag Röficke, der die Verwendung von folgt die Berlinerstraße bis zur Hardenbergstraße und nimmt vorhanden sein, aber wenn sie irgend wo wohnen, dann muß Surrogaten ebenso wie in Bayern im Norddeutschen Braufteuergebiete hier in der Station Knie" den Verkehr derjenige, der ihnen eine Wohnung giebt, bestraft werden. verbieten soll. Der Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend zusammentreffenden Straßen auf. In gerader Richtung weiterDie Kommiffion hat zwar etwas Gutes gewollt; sie hat aber that- weift in einer Zur Saccharin- Frage" überschriebenen Erklärung gehend durchzieht die Bahn die Kurfürsten- Allee und kreuzt beim fächlich der falschem Rechtsprechung des Reichsgerichts wiederum nach, daß diese Petition von der bei dieser Sache sehr intereffirten Bahnhof Boologischer Garten" die Stadtbahn, neben welcher ente Borschub geleistet. Den Gedanken, dem die Kommission hat Aus- bekannten Saccharinfabrit Fahlberg, Lift u. Komp. ausgeht. druck geben wollen, wird man so faffen müssen: Das Vermiethen sollte nun fordern, daß diejenigen Brauereibefizer und Braumeister lichen Grenze des Zoologischen Gartens entlang und fenkt sich bei. Man Haltestelle hergestellt wird. Von da geht die Bahn an der nördvon Wohnungen an weibliche Perfonen ist nicht als Borschubleistung namentlich genannt werden, die im Interesse einer Saccharinfabrik der Lichtenstein- Brücke zur Ueberschreitung des Landwehrkanals, der Kuppelei anzusehen. Freilich kann auch hier eine neue wunder an den Reichstag Petitionen senden. steigt in der Corneliusstraße und erhält in der Nähe des Lützowa 1. felbst wenn sie weder gewohnheitsmäßig noch aus Eigennuk betrieben wird, wenn aber um der Unzucht Vorschub zu leisten, hinterliftige Kunstgriffe angewendet werden, oder wenn der Schuldige zu der verkuppelten Person in dem Verhältniß des Ehemannes zur Ehefrau, von Eltern zu Kindern, von Vormündern zu Pflegebefohlenen, von Geiftlichen, Lehrern oder Erziehern zu den von ihnen zu unterrichtenden oder zu erziehenden Personen steht und die Kuppelei aus Eigennut betrieben oder auf den Willen der zu verkuppelnden Person zur Bornahme oder Duldung der unzüchtigen Handlung ein gewirkt ist, Buchthaus bis zu 5 Jahren zu bestrafen. 181 folgenden Absatz zuzufügen: dem Als Unzucht ist der Verkehr zwischen Personen, die sich die The versprochen haben, nicht zu erachten. s § 181b einzuschalten: Mit Gefängniß bis zu 3 Monaten wird bestraft, wer eine weibliche Person hindert oder zu hindern sucht, an Bersammlungen oder Vereinen zwecks Besserung ihrer Lohn- oder Arbeitsbedingungen oder ihrer Lebenslage theilzunehmen. " schwerlich eine Herrschaft" finden wird, die die bestrafte Person" Hiermit ist das Mädchen amtlich derart gekennzeichnet, daß sich aufnimmt. Was bleibt der Anna B. übrig, als der Gesindes ftlaverei zu entfagen und durch Fabritarbeit oder sonstwie sich ihr Brot zu verdienen? Die Gesellschaft für den Bau von Untergrnudbahnen, welche anfangs dieses Jahres den zuständigen Behörden den bereits in der Prüfung begriffenen Ergänzungsentwurf für eine UntergrundKreuzberg( Nord- und Südlinie) zur Genehmigung unterbreitet hat, bahn vom Humboldthain durch die Chauffee, Friedrichstraße, ift neuerdings mit einem neuen Entwurf, welcher die Her. stellung einer weiteren Untergrundbahn( Nord West= 2inie) betrifft, herangetreten. Diese in einer geringen Tiefe aus den dort | = = pages eine Halteftelle. Alsdann geht die Bahn in der Ufer. Vermißt wird seit einigen Tagen eine Greifin, die 76 Jahre inftans. Die Anklage hatte sich ursprünglich gegen die Schuhmacher Straße entlang bis zur Potsdamer Brücke, biegt hier in die alte Arbeiterfrau Emilie Lange geb. Herbold aus der Kleinen Ham: Ganzer, Keller, Püschel und Weber wegen Vergehens gegen die Potsdamerstraße und verfolgt diese bis zum Play( Station), burgerftr. 8. Die Fran sollte am Donnerstag Nachmittag Schrippen§§ 152, 153 der Reichs Gewerbe Ordnung gerichtet; das wom Potsdamer Platz durchzieht durchzieht die Untergrundbahn Untergrundbahn die holen, ist aber weder zum Bäcker gekommen, noch nach Hause zurück- Schöffengericht sprach jedoch feinerzeit die Angeklagten Leipzigerstraße in ihrer ganzen Länge. An der Friedrich gekehrt. Sie ist etwas geistesschwach und irrt wahrscheinlich in der Weber und Keller frei; Ganzer und Püschel wurden Straße treuzt fie die Doll der Gesellschaft projektirte Stadt umber, weil sie sich nicht mehr zurechtfindet. Die Vermißte dagegen zu je einem Tage Gefängniß verurtheilt. Während in der Richtung Nord- Süd verlaufende Untergrundbahn( Station: trägt u. a. einen blaupunktirten Rock, eine gestreifte Jacke und das freisprechende Urtheil gegen Keller rechtskräftig wurde, Leipzigerstraße). Am Spittelmarkt ist gleichfalls eine Station an. Halbschuhe. von 10 Pf. Kuppelei. Auf die Zustände in gewiffen Berliner Ver: Emil Thomas am hiesigen fgl. Schauspielhaus ist gestern perfekt Emil Thomas am Schauspielhause. Das Engagement von gnügungslokalen wirft ein von einer Fachzeitschrift veröffentlichter Brief eines biesigen Agenten an eine bekannte Tänzerin geworden. Der Künstler wurde für ein Jahresgehalt von 24 000 m. ein grelles Schlaglicht. Es heißt darin u. a.:„ Wenn Sie mit einer auf drei Jahre gewonnen. Die Verpflichtungen, die Emil Thomas monatlichen Gage von 450 M. für Berlin reflektiren, fann ich Sie gegen eine hiesige Bühne eingegangen war, sind durch eine Abstands am 11. April hier plaziren. Es ist ein prachtvolles Etablissement summe von 7000 M. gelöst worden. Emil Thomas hat eine Spiel: und auch hohe Extra- Separatverdienfte zu erzielen. Gezeit von acht Monaten im Jahre und zwei Monate Urlaub. Das ift feine Bühne, sondern ein feines Balletablissement Engagement wird mit dem Stück„ Der Kompagnon" von L'Arronge ähnlich wie die Blumenfäle, die feinste und reichste eröffnet. Aristokratie(!!) verkehrt. Sie haben nur zweimal während der Baufen aufzutreten und zwar von 11-12 und von 1-2 Uhr und werden sich monatlich mindestens, inbegriffen ihrer Gage, 1000 m. stehen. Falls einverstanden, erwarte Drahtantwort Privatadresse. Souft zu spät." 100 au " legte die Staatsanwaltschaft hinsichtlich der übrigen Angeklagten geordnet. Von hier aus senkt sich die Bahn unter das Bett des In der Kaserne des 1. Garde- Feld- Artillerie- Regiments in der Berufung ein und das ihaten für ihre Person auch Ganzer und schmalen Spreearmes und verfolgt dessen Lauf bis zum Häuserblock Kruppstraße soll sich einer hiesigen Korrespondenz zufolge der Unter. Büschel. Da letzterer gestern zur festgesetzten Terminsstunde an in der Stralauerstraße, unterführt denselben, verfolgt die Klosteroffizier Marquard durch einen Revolverschuß getödtet haben. Der Gerichtsstelle nicht anwesend war, wurde die von ihm eingelegte Straße bis zum tgl. Lagerhaus und gelangt unter dem Hofe desselben Selbstmörder hat sich angeblich Unregelmäßigkeiten zu schulden Berufung verworfen; er erschien während der Vernehmung Ganzer's und unter der Kreuzung der Stadtbahn zum Alexanderplat tommen lassen. und Weber's und natürlich mußte auch gegen ihn noch ver( Station). Vom Alexanderplatz aus durchbricht die Bahn den handelt werden, da ja auch der Staatsanwalt Berufung zwischen diesem und der Kurzenstraße gelegenen Häuserblock, durchzieht Wie in früheren Jahren bei Erscheinen exotischer Truppen eingelegt hatte. Die Angeklagten bestritten ihre Schuld. Die Landsbergerstraße bis zur Pallisadenstraße( Station: Büschingplay), gewährt auch diesmal die Direktion des Passage: Panopti: Auf grund der Beweisaufnahme beantragte Staatsanwalt Follmann verfolgt die Pallisadenstraße, den Weidenweg( Haltestelle: Frank: um den Schülern, wenn sie geschlossen unter Führung eines hinsichtlich Weber's die Verwerfung der staatsanwaltschaftlichen furter Allee) und wendet sich dann nach dem Endpunkte Zentral: Lehrers das Panoptikum besuchen, Eintritt zum ermäßigten Preise Berufung, dagegen hinsichtlich Püschel's und Ganzer's die Erhöhung Wiehhof. der Strafe auf je eine Woche Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsbetont hatte, daß durch die neue Arbeitsordnung für die Arbeiter anwalt Dr. Löwenstein, welcher bereits im Laufe der Verhandlung fchlechtere Arbeitsbedingungen eingeführt werden sollten, dagegen der Arbeitslohn gar nicht in Frage stand, führte in seinem Plädoyer aus, daß es sich zunächst um eine sachgemäße Auslegung der§§ 152, 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung handle, die Entscheidung der Kammer also von prinzipieller Bedeutung sei.§ 152 spreche von den erlaubten Vereinigungen im Lohnkampfe,§ 153 stelle unter Strafe gewisse Arten des Bestrebens, an derartigen Vereinigungen theilzunehmen, Theater. In der Neu- Aufführung von Lessing's Nathan der Weise", er verbiete Drohungen und Ehrverlegungen bei Vereinigung zur die das Deutsche Theater" am Freitag giebt, gaftirt neben Stari Erlangung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen. Das Wort Roburg: Gotha in der Rolle der Recha auf Engagement. Es wirken ferner geben müssen; hier dagegen handle es sich für die Arbeiter um Gr= Wagner, der den Tempelherrn spielt, noch Leni Blankenfeld vom Hoftheater Erlangung" sage schon, daß die Bestrebungen von den Arbeitern ausmit die Damen Luise v. Poellnitz und Anni Trenner, sowie die Herren Hans Fischer, Hermann Leffler, Hermann Müller, Emanuel Reicher und baltung bestehender Arbeitsbedingungen, die Arbeiter seien in Hebbel's Der Palmsonntag in Berlin und in den Vororten. Der Max Reinhardt. Gyges und fein Ring" Tommt am diesem den revolutionirenden Falle fonservativ gegenüber Berein der Saalbesiber Berlins und Umgegend besprach am Donnerstag zum letzten Male zur Aufführung, da Karl Wagner mit Ende Fabrikanten. Aus rechtlichen Gründen also rechtfertige sich die Montag die Handhabung der Palmsonntagsfeier durch die Berliner Im Schiller: Theater ist die nächste Aufführung von Ibsen's" Brand" sächlichen, da höchstens eine leichte Beleidigung vorliege. des Monats in sein Hamburger Engagement zurückkehren muß. Freisprechung der Angeklagten, wie andererseits auch aus that Der Polizei und die in den Vororten. Mitgetheilt wurde, daß die für Freitag angesetzt. Das mit beftem Heiterfeitserfolge gegebene Lustspiel Gerichtshof vertagte nach längerer Berathung die Urtheilsverkündung Berliner Polizei sich streng nach der Kammergerichtsentscheidung, Blaues Blut" von Moser und Schaper fommt auch heute zur Wieder: auf nächsten Sonnabend 9 Uhr, da nachgesehen werden soll, ob in wonach Palmsonntag nicht zur Charwoche gehöre, gerichtet und den holung.- Das plattdeutsche Ensemble führt am Freitag im Zentral: Gastwirthen feinerlei Hindernisse in den Weg gelegt habe. Anders Theater das Volksstück„ Familie Eggers" auf. dieser Frage schon Kammergerichts- Entscheidungen ergangen sind. jedoch sei es in den Vororten gewesen. Dort seien alle Festlich- Fenerbericht. Montag Abend 81/2 Uhr hatte Wilhelms. teiten verboten gewesen. Viele Gastwirthe" haben sich aber nicht ha venerstraße 16 cin Posten Holz und Hobelspähne Feuer daran gekehrt und, gestützt auf die Kammergerichtsentscheidung, gefangen, das aber große Ausdehnung nicht erlangte. Kurz nach Bergnügungen abhalten lassen. Merkwürdigerweise sei diesen 11 Uhr brannte Bandelstraße 23 die Schaldecke und Balken Wirthen bisher noch kein Strafbefehl zugegangen. Besonders streng lage. Dienstag früh 7 Uhr gingen Thurmstraße 30a mehrere habe sich die Köpenicker Polizei gezeigt; für jedes, auch das fleinste Kartons mit Wäsche in Flammen auf. Um 10 Uhr entstand Vergnügen nach 11 Uhr abends würden dort 7,50 M. Luftbarkeits- Duncker straße 2 durch übergekochtes Fett ein unbedeutender Steuer erhoben. Die Gastwirthe von Köpenick haben sich wegen Brand, der schnell abgelöscht werden konnte. dieser strengen Handhabung beim Landrath beschwert mit der Be gründung, daß ihr Geschäft dadurch vernichtet würde. Hierauf ist ihnen der Sonnabend für öffentliche Luftbarkeiten freigegeben worden. Der Verein beschloß, alle etwaigen Prozesse der Köpenicker Gastwirthe, die auf die Beschränkung durch die dortige Polizei zurückzuführen sind, auf seine Kosten gerichtlich zum Austrag zu bringen. mit Ausgewiesen. Den in Berlin studirenden Russen wendet die politische Polizei nach wie vor ihre scharfe Aufmerksamkeit zu. Naturgemäß hat sie in der Entdeckung politischer Anrüchigkeit mehr Glück als auf der Suche nach Lustmördern und ähnlichen gemeingefährlichen Gesellen. Die Ausweisungen erfolgen, wie das„ Volk" schreibt, sofort, sobald der Verdacht irgend welcher Theilnahme an politischen Bestrebungen vorhanden ist. Durch Verfügung des Polizeipräsidenten von Windheim ist jetzt der stud. theol. S. Roſen thal, ein geborener Ruffe, ausgewiesen und zum sofortigen Verlassen des preußischen Staatsgebietes aufgefordert worden. Die Berliner Schuhmannschaft, wird am 23. Juni die Feier ihres 50 jährigen Bestehens durch einen- Festgottesdienst feiern. 1111 Aus den Nachbarorten. Eine Blutthat, die in der Nacht des letzten Bußtages fich in Meder- Schöneweide ereignete und ein Menschenleben gekostet hat, tam gestern vor dem Schwurgericht am Landgericht II zur Verhandlung. Der wegen Gewaltthaten schon vorbestrafte Gärtner Albert Bruno Bierwagen stand unter der Auflage, durch sieben selbständige Handlungen den Privatwächter August Brontow ge tödtet, zwei andere Privatwächter mißhandelt, bedroht und beleidigt zu haben. In der chemischen Fabrik von Kuhnheim u. To. zu Nieder- Schöneweide war ein Diebstahl an Eisenbahnschienen vorgekommen und es wurden infolge dessen die Arbeiter Grünberg, Graßnick und Bronkow als Privatwächter bestellt, um das FabrikArbeiter, Parteigenoffen Schönebergs! Infolge der Wahl terrain während der Nacht zu bewachen. Bei ihrem Patrouillendes Stadtv. Heyl zum Stadtrath muß im 4. Bezirk der 3. Abtheilung gange in der Nacht des Bußtages trafen die drei Mächter an der eine Neuwahl vorgenommen werden. Der Termin dieser Wahl ist alten Köpnicker Landstraße in der Nähe der Kanalbrücke auf den auf den 7. Mai, von vormittags 11 bis nachmittags Angeklagten, der ihnen ins Gesicht grinste und auf die Frage: Wo um 5 Uhr, im Wahllokal Restaurant Preilipper, Golk- er denn hin wolle", antwortete:" Euch verft... Hunde kenne Straße 40b, feſtgeſetzt. Der Bezirt, bis jetzt von einem Hausbesitzer ich schon, nehmt Euch in Acht, daß ich Euch nicht heruntervertreten, ist für uns aussichtsvoll, wenn ein jeder Genosse seine feuere." Als ihm erwidert wurde, daß er ja gar kein Schießgewehr Schuldigkeit thut. bei sich habe, ging der Angeklagte sofort zu Thätlichkeiten über, Daher heißt es arbeiten, tüchtig arbeiten, wollen wir unseren stürzte fich wuthentbrannt auf den Wächter Grünberg und gab ihm Kandidaten, den Genoffen Tischlermeister Hoffmann, zum einen wuchtigen Faustschlag ins Gesicht. Nun entbrannte ein Sei Siege verhelfen. daher ein jeder auf dem Posten, wüthender Kampf, der die verschiedensten Phasen hatte und vorkönnen. Bis dahin aber muß ein jeder, besonders aber die Ge- den Angeklagten überwältigten dem Rufe des Wahlkomitees sofort Folge leisten zu läufig damit beendet wurde, daß Grünberg und Graßnick noffen des 4. Bezirks( Goltzstraße), in die mündliche Agitation ein fuchten. Er brüllte dabei„ Räuber!"" Mörder!" und lockte und ihn zu transportiren vertreten, um diesen Bezirk erfolgreich zu bearbeiten; ein jeder Arbeiter, durch dieses Geschrei verschiedene Personen herbei, die für ihn jeder Handwerker, jeder Gewerbetreibende muß besucht und auf Partei zu nehmen Luft zeigten. Als es ihm gelungen war, sich los. merksam gemacht werden auf die Wichtigkeit einer Vertretung von zumachen, flürzte er sich plöhlich auf den bis dahin gänglich un unferer Seite. Das sozialdemokratische 28 ahlkomitee. betheiligten Brontow, dein er einen wuchtigen Schlag gegen den Kopf Der Organisationsplan für die zu errichtende Fahr und Die Stadtverordneten- Versammlung in Schöneberg berieth versetzte, so daß er taumelte. Dann stürzte er sich mit dem Rufe: Fachschule ist in seinen Grundzügen fertig gestellt und wird noch am 25. April über die Weiterbeschäftigung des früheren Nacht Hund, Du mußt sterben!" auf Graßnick, dem er mehrere Messerim Laufe dieser Woche einer Komiteefizung zur Begutachtung wächters F., der durch die Aufhebung des Nachtwachtwefens seitens ftiche beibrachte. Während des Ringens zwischen dem Angeklagten unterbreitet werden. Der Plan umfaßt 6 Klaffen, die der Gemeinde außer Brot gekommen ist. Er hat der Schöneberger und Graßnick hatte sich Grünberg entfernt, um Hilfe zu folgendermaßen gedacht sind: Klaffe I. mit fechsmonatlicher Gemeinde 19 Jahre in Treue gedient. Der Magistrat beantragt, ihn holen, der Angeklagte stürmte ihm aber nach und sprang ihm Unterrichtsdauer, täglich eine Stunde Fahrunterricht, abends als Telephondiener mit einem Gehalt von 900 m. jährlich anzustellen. auf den Rücken. Unter fortwährenden Drohungen schlug er auf Klaffe II. vierwöchentlicher Unterricht vormittags Genosse Obst weist auf die Unzulänglichkeit eines solchen Gehaltes Grünberg ein und dieser vermochte schließlich durch zwei gutsigende und nachmittags. Klaffe III: halbjährlicher Unterricht täglich für hin und beantragt, dieses auf 1200 m. mindestens zu erhöhen. Fuhrherrensöhne und angehende Fuhrunternehmer. Klaffe IV: 3wei- Der Antrag Obst wird abgelehnt, jedoch dem Magistrat zur Er jähriger Kursus für Inspektoren von Fuhrgeschäften. Klasse V für wägung überwiesen. Ein Antrag, das Spielen von Drehorgeln auf herrschaftliche Kutscher und Klasse VI für Amateurfahrer. Die den Straßen zu verbieten, wird gleichfalls abgelehnt. Die Einrich Dauer der Lehrzeit von Rutschern der beiden legten Gruppen soll in tung einer Finanzkommission wird dem Magistrat mit der Aenderung das Ermessen der betreffenden Herrschaften bezw. der Lernenden zur Erwägung überwiesen, dieselbe als gemischte Deputation aur gestellt werden. Eine städtische Subvention wird nur für die Klärung der Finanzverhältnisse bestehen zu lassen. Die von der Klassen I, II und IV vorgesehen. Regierung selbst angeregte Einführung des obligatorischen Fort Der Bolenkurs in Berlin. Die Versammlungen des hiesigen bildungs- Schulunterrichtes wird unter Zustimmung des Magistrats fatholischen Bolenvereins werden seit kurzem durch zwei Polizei und der Stadtverordneten mit folgender Motivirung vertagt: beamte ständig überwacht, obwohl dieser Verein ein rein gesellschaft 1. Die städtischen Körperschaften stehen der Weiterentwicke Auch dort hat er noch verschiedene Personen bedroht. Er licher ist, in dem Politik und Religion nicht getrieben wird. 3ur lung des Fortbildungs Schulwesens in Schöneberg sym bestritt, die Messerstiche dem Bronkow beigebracht zu haben. Ueberwachung dieser Versammlungen werden natürlich nur Schuß- pathisch gegenüber, sind auch geneigt, finanzielle Opfer dafür zu Die geftrige Beweisaufnahme ließ aber hierüber keinen lente herangezogen, welche der polnischen Sprache mächtig sind. bringen; 2. die Beschlußfassung über die Einführung der obligatori- 3weifel. Staatsanwalt Tepe beantragte das Schuldig im ganzen In der Günther'schen Mordfache kommt es, wie der Polizei- fchen Fortbildungsschule wird auf ein Jahr vertagt, weil der gegen Umfange der Anklage, während Rechtsanwalt Dr. v. Kabler präsident mittheilt, auf Ermittelung von Personen an, welche am wärtige Zeitpunkt hierfür nicht geeignet erscheint. schlimmstenfalles nur eine Körperverlegung mit tödtlichem Erfolge Tage des Mordes, am 14. d. M., abends 101/2 1hr oder später noch Für den Teltower Kreistag sind von der Schöneberger für erwiesen erachtete. Die Geschworenen bejahten die Schuldfragen die Züllichauer und die Prinz Auguft von Württemberg- Straße Stadtverordneten- Bersammlung die nach der Vermehrung und Neu- wegen Körperverlegung mit tödtlichem Ausgange, Mißhandlung, Be paffirt haben. Um vorerwähnte Zeit ist die Günther noch in diesen eintheilung der Kreistagsmandate der Stadt Schöneberg zugewiesenen drohung und Beleidigung und versagten dem Angeklagten mildernde Etraßen gesehen worden. Meldungen werden in den Polizeirevieren 11 Abgeordneten in nicht öffentlicher Sigung gewählt worden. Die Umstände. Das Urtheil lautete auf 8 Jahre Zuchthaus und oder im Polizeipräsidium, Zimmer 96, entgegen genommen. faft durchweg mit großer. Mehrheit aus der Wahl hervorgegangenen 10 abre Ehrverlust. Einen eigenartigen Unfall hatte gestern die Feuerwehr zu Schöneberger Kreistags- Abgeordneten find folgende: Die Stadträthe Ein wenig gebildetes Verhalten gegenüber Schuhlenten verzeichnen. Als nachmittags der Wagen einer Dampffpritze über Rentier Friß Hey! und Zimmermeister Schmiel, sowie die Stadt ührte gestern den Studenten Otto Zieleuzig unter der Anklage den Potsdamer Platz fuhr, plagte das Ventil der Spritze und der verordneten Rentier Haase, Rentier Hecht, Tischlermeister Knov, des groben Unfugs, der Beamtenbeleidigung und des Widerstandes im Kessel befindliche Dampf strömte aus. Nach einem Aufenthalt Baumeister Kuzuigky, Rentier Gustav Müller, Oberlehrer a. D. gegen die Staatsgewalt vor die 141. Abtheilung des Schöffenvon 10 Minuten konnte die Wehr ihren Weg fortsetzen. Dr. Richter, Kaufmann Rösner, Gärtnereibesitzer Speck und Maler: gerichts. In der Nacht zum 7. November vor. Js. verübten meifter Zobel. fünf Studenten auf dem Vineta- Plage einen solchen Lärm, Theorie. Siebe über den Kopf ihn kampfunfähig zu machen. Er ging dann, um den Fabrikwärter zu holen, und als er zurückkam, fand er den Brontow in der Nähe des Einganges zum Grundstücke zusammengebrochen in bewußtlofem Zustande vor. In der Verbandstube der Fabrik wurde festgestellt, daß er 2 Messerstiche erhalten hatte, von denen ber eine über dem Ohr eingedrungen war. Infolge von Bluterguß in das Gehirn ift Brontow am nächsten Tage im Brizer Krankenhause gestorben. Auch Bierwagen, der infolge der Stockschläge über den Kopf zusammengebrochen war, wurde nach der Verbandstube gebracht, 100 er den wilden Mann zu spielen versuchte. bis er zu bes Liebesgram hat die 19 Jahre alte Auguste Kullack in den Tod getrieben. Das junge Mädchen tam vor einigen Jahren nach Berlin. Zur Baumblüthe in Werder. Der Vertrauensmann von daß sie von einem Schutzmann zur Ruhe gewiesen wurden. Es ging ihm nicht besser wie vielen anderen. Schon seit mehr als Werder richtet an die Berliner Ausflügler das dringende Ersuchen, Der Angeklagte, welcher zu der Gruppe gehörte, höhnte Bei der 2 Jahren hatte die R. mit der Sittenpolizei zu thun. Da lernte sie in feinem anderen Lokal als in dem von Adolf Martin, den Beamten so lange, bis dieser ihn zur Wache führte. einen Schlächter fennen, der sie heirathen wollte, und glaubte, einer Stugefweg 58, einzukehren. Das Lofal enthält einen Tanzfaal, Sistirung mußte der Schuhmann Gewalt anwenden, da Zieleuzig befferen Zufunft entgegenzugehn. Um so größer war die Ent- sowie einen schönen großen Garten, und der Wirth verspricht, durch sich widersetzte. In hochgradiger Erregung betrat der Angeklagte täuschung, als der junge Mann sich wieder von ihr ab- aufmerksame Bedienung sowie durch gute Speisen und Getränke die das Polizeibureau. Er verlangte hier in ungestümer Weise, daß wandte. Am vergangenen Sonntag hatte er ihr noch ver: Parteigenossen nach Kräften zufrieden zu stellen. Alle übrigen man den Polizeilieutenant wecken solle, er wolle sich wegen seiner sprochen, in einem Vororte mit ihr zusammentreffen zu wollen, Lokale von Werder sind für die Arbeiterschaft gesperrt. Siftirung beschweren. Als die Beamten ihm entgegneten, daß als er jedoch nicht fam, gewann sie die Ueberzeugung, daß er nun nichts mehr von ihr wissen wolle. Gestern Vormittag faufte sie sich mittag gegen 4 Uhr in der Kantstraße 25 zu Charlottenburg ein ihm stehenden Schuhmann einen Schlag ins Gesicht versetzte, daß Aus Furcht vor dem Krankenhause hat am Dienstag Nach- fie feinen Wunsch nicht erfüllen tönnten, steigerte fich die Aufregung des Angeklagten in dem Grade, daß er dem neben einen Strick, band ihn an den Ampelhaken in ihrem Zimmer in der Dienstmädchen einen Selbstmordversuch gemacht. Das Mädchen Bitterstraße, entkleidete sich und legte vom Tische aus den Kopf in hatte ein inneres Leiden und sollte in ein Krankenhaus gebracht deffen Oberlippe platte und das Blut herausströmte. Trotz dieser Die Schlinge. Ihre Freundin, bei der sie wohnte, hörte später ein werden. Hiergegen hatte es eine solche Abneigung, daß es lieber Ausschreitung wollten die Beamten den Angeklagten werkwürdigerdumpfes Ausschlagen und fand die K. entseelt am Boden liegen. fierben wollte und Salzsäure nahm. Das Gift wirkte jedoch nicht weise entlassen, es währte aber lange, Der Strick war geriffen. Ein Arzt fonnte nur noch den Tod fest tödtlich und nun fam die Widerstrebende erst recht ins Kranken- wegen war, sich zu entfernen. Nach etwa einer Viertelstunde stellen. In zwei Briefen gab die junge Selbstmörderin Aufklärung hans. Die Unfallstation XI brachte sie nach Verabreichung der erschien der Angeklagte wieder vor der Wache, er riß un über ihren Verzweiflungsschritt. An Wilhelm" schrieb sie, daß sie ersten Gegenmittel dorthin. aufhaltsam und so heftig an der Klingel, daß der Draht zerriß. ohne ihn nicht leben könne und aus dem Leben scheide, weil sie teine Als er dann fortfuhr, in tobender Weise Einlaß zu begehren, mußten Wie das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden in die Schuhleute die Thür öffnen. Wie der Angeklagte behauptete, Aussicht mehr habe, von ihm geheirathet zu werden. Preußen aussieht. Aus Luckenwalde wird berichtet: Nach hat ihm derjenige Schuhmann, der ihm die Thür öffnete, ins Ge dem die fönigl. Regierung in Potsdam zweimal die Wahl des ficht gefpieen, als er die Schwelle überschritt. Dies habe Fabritbesitzers Kallenbach hier zum unbesofdeten Stadtrath nicht befeine Erregung bis zur Unzurechnungsfähigkeit gesteigert und es stätigt und bei einer abermaligen Wiederwahl die kommissarische sei erklärlich, warum er im Polizeibureau hierüber getobt, die BeBesetzung des Amts angedroht hat, wurde von der Stadtverordneten- Lamten beschimpft, mit den Fäusten auf den Tisch geschlagen und mit Der Rettungskahn als Spielzeug. Der 15 jährige Sohn Bersammlung in drei Wahlgängen der praktische Arzt Dr. Günther den Füßen getrampelt habe. Die Schuhleute hätten ihn aber auch der Wittwe Alwine Augsburg in der Artilleriestraße hatte gestern mit 14 gegen 11 Stimmen zum unbefoldeten Stadtrath gewählt. hin und hergezerrt und ihm etwa sechs Fauftschläge versetzt. Gegen Nachmittag den an der Weidendamer Brücke liegenden Rettungstahn Der Gewählte war bisher Stadtverordneter und gehört der konIosgemacht und fuhr auf das Wasser hinaus und trieb, da er das fervativen Partei an. Fahrzeug nicht regieren fonnte, stromabwärts auf die Eisenbahnbrücke zu, wobei er in Gefahr gerieth, von einem Dampfer überfahren zu werden. Der Bureauarbeiter Alfred Bein bestieg einen am Ufer liegenden Kahn und brachte den Knaben in Sicherheit. Durch den Borfall entstand an und auf der Weidendammer Brücke ein größerer Auflauf. " " Die Friedenstraße von der Weinstraße, einschließlich des Kreuzdammes, bis zur Straße Am Friedrichshain" wird behuss Umpflasterung vom 28. d. Mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke and Reiter gesperrt. Gerichts- Beitung. Der Ansstand in der Schuhwaaren Fabrik von Täschner u. Lüderitz in der Georgenkirchstraße beschäftigte gestern in längerer Sigung die fechste Strafkammer des Landgerichts I als Berufungs5 Uhr morgens sei er entlassen worden. Die Beamten bestritten mit aller Entschiedenheit, daß sie dem Angeklagten auch nur einen Schlag versetzt hätten und ebenso bestritt der betreffende Schußmann, daß er dem Angeklagten ins Gesicht gespieen habe, obgleich der lettere noch bei der Erinnerung an den ihm angeblich angethanen Schimpf in solche Erregung gerieth, daß er dem Zeugen zurief: Ja. wohl, haben Sie es gethan und ich wundere mich, daß ich nicht auf Sie eingefprungen bin und Sie mit den Händen erwürgt habe 3 " " wie Sie es verdienten!" Da felbft völlig unparteiische und ein-| dem größten Vortheil ist. Denn wenn die Regierungsvertreter stereotyp| anbetracht der Wahlbewegung die Vereinsversammlungen möglichfi wandsfreie Zeugen bekundeten, daß die Schußleute eine außerordent erklären, daß sie auf die Beschwerden der sozialdemokratischen Ab zu beschränken, hielt 28 alded Manasse einen beifällig auf liche Ruhe und Selbstbeherrschung gezeigt hätten, während der An- geordneten nichts gäben, im Herzen sagen sie sich doch wohl selber: Die genommenen Vortrag, in dem er die Thätigkeit des verflossenen und geflagte sich wie ein unvernünftiger benommen habe, so konnte der Rerle haben leider viel zu häufig recht, im vorliegenden Falle werden sie die Aufgaben des zukünftigen Reichstags erörterte und gleichzeitig Gerichtshof nur annehmen, daß der Angeklagte sich in seiner wahrscheinlich das richtige wieder so ungefähr getroffen haben, und das Verhalten der gegnerischen Parteien einer herben Kritik unterzog. Erregung die Unbilden, die ihm widerfahren sein sollten, eingebildet es wird uns nur übrig bleiben, ohne Aussehen Abhilfe zu schaffen, Die Diskussion, an der sich die Genossen Zäterow, Riel und habe. Das Urtheil lautete auf eine Geldstrafe von 160 M. damit sie nicht auch noch daraus Kapital für ihre Agitation schlagen Bohne betheiligten, war eine sehr anregende. Von den Rednern Ein Prozeß gegen die Juhaber einer Schwindelfirma, der an- fönnen." wurde die Stellung und das bisherige Verhalten unserer Gegner zu geblichen größten landwirthschaftlichen Zentralstelle", die Gesinde Krankenkassenwesen. Der Kranken und Sterbekasse der den Forderungen der Arbeiterklasse recht treffend gekennzeichnet und vermiether Krieg und Fraut, die beschuldigt waren, eine große Fleischergesellen Bruderschaft in Berlin( E. S.) ist darauf hingewiesen, daß die erwerbsthätige Bevölkerung von der Zahl von Landwirthen durch Uebersendung völlig unbrauchbaren vom Reichstanzleramt von neuem die Bescheinigung ertheilt worden, gegenwärtig herrschenden Klasse der Krautjunker und Schlotbarone Gesindes gefchädigt zu haben, gelangte gestern nach zweitägiger daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, dem§ 75 des mit ihrem Anhang nichts Gutes zu erwarten habe, sondern Verhandlung zum Abschluß. Dem Geschäftsumfange der Angeklagten Krankenversicherungs- Gesetzes genügt. alle Ursache hat, auf dem Posten zu sein, um der Reaktion, die bes entsprechend war auch die Verhandlung eine umfangreiche, da gegen 60 tommiffarische Vernehmungen zu verlesen und 37 Zeugen zu ver- Staaten von Amerika bringt die Zeitschrift Engineering" inter- einen kräftigen Damm entgegenzusehen. Die Ausführungen gipfelten Ueber den Fortschritt des Handels der Vereinigten strebt ist, die winzigen Rechte der Arbeiter noch mehr zu beschneiden, nehmen waren. Die Angeklagten bestritten in jedem einzelnen Falle effante Daten, denen wir folgendes entnehmen: inter- in einem Appell an die Versammelten, eine recht rege Agitation für ihre Schuld und behaupteten, daß sie nach bestem Wissen gehandelt hatten; ihre Geschäftsführung habe sich von derjenigen der meisten erzeugnissen von 630 auf 1110 Millionen Mark. Während vor fünf wird, zumal die Aussichten hierfür in jeder Weise günstige sind, In den letzten fünf Jahren wuchs die Ausfuhr von Fabrik: arbeiten theilzunehmen, damit auch der 1. Kreis für uns gewonnen die Sozialdemokratie zu entfalten und thatkräftig an den WahlGesindevermiether nicht unterschieden und viele ihrer Auftraggeber Jahren die Fabrikerzeugnisse nur den fünften Theil der gesammten Nachdem der Vorsitzende noch zur regen Betheiligung an den in der feien auch zufriedengestellt worden. Wenn manche der von ihnen be: Ausfuhr, d. h. Bodenerzeugniffe und Rohmaterialien eingeschloffen, nächsten Zeit stattfindenden Flugblattverbreitungen aufgefordert und forgten Leute die Dienststelle bald wieder verlassen hätten, so sei es ausmachten, sind sie jetzt schon auf mehr als den vierten Theil an auf die bevorstehende Maifeier hingewiesen hatte, erfolgte der Schluß nach der Behauptung derselben daher gekommen, weil sie die ihnen gewachsen. verabfolgte Rost nicht genießen fonnten. Staatsanwalt v. Unruh führte aus, daß die Angeklagten ihre Auftraggeber in der un Jahren 12 Millionen, jetzt 125 Millionen Mark, hat sich also ver= Die Ausfuhr von Kupferfabrikaten betrug vor zehn der Versammlung. verantwortlichsten Weise hintergangen und ausgebeutet hätten und zehnfacht. Die Ausfuhr von Erz ist dagegen von Vom Vorstand des Vereins der Bananschläger Berlins 20 auf und der Umgegend werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß daß ihr Geschäftsgebahren als gemeingefährlich bezeichnet werden 8 Millionen zurückgegangen, da es lohnender ist, es vorher zu es in unserer gestrigen Notiz zum Schluß heißen muß: Die von miffe. Er beantragte gegen Krieg 22 Jahre, gegen Frank zwei reinigen, als es in rohem Zustande wegzuschicken. In der Textil Herrn Schenker in einer Mitgliederversammlung der Freien Ver Jahre Gefängniß. Die Vertheidiger, Rechtsanwälte Dr. industrie wuchs die Ausfuhr an Fabrikaten von 32 auf einigung der Bauanschläger erhobene Befchuldigung hält der VorSchwindt, Werthauer und Morris plädirten auf Freisprechung 84 Millionen Mark. Für die Eisen und Stahlindustrie stand für nicht gerechtfertigt. von 52 auf mit der Begründung, daß den Angeklagten ein betrügerischer sind die entsprechenden Zahlen 70 und 230 Millionen. Auf Loko Geschäftsbetrieb nicht nachgewiesen sei. Jedenfalls rechtfertige fich motiven kommen hiervon 1,6 refp. 12,9 Millionen. eine weit gelindere Strafe, als vom Staatsanwalt beantragt worden fei. Der Gerichtshof verurtheilte Krieg zu 2 Jahren Gefängniß Frank zu 1 Jahr Gefängniß unter Anrechnung von je 4 Monaten Gefängniß für die Untersuchungshaft. Aus Braunschweig wird berichtet: Jm Prozesse Seidel be. antragte, den„ Br. N. N." zufolge, der Staatsanwalt, den Direktor Dr. Paul Seidel zu 300 M. Geldstrafe für jeden Fall, insgesammt zu 900 M., den Schriftsteller Heinrich Seidel zu 150 m. Geldstrafe zu verurtheilen. Ein weiteres Telegramm aus Braunschweig meldet über den Ausgang der Prozeßfache: In dem Prozeß gegen den Direktor Dr. Paul Seidel und den Schriftsteller Heinrich Seidel in Berlin wegen Beleidigung von vier Assistenzärzten der hiesigen chirurgischen Klinik wurden heute nach fünftägiger Verhandlung die beiden Angeklagten freigesprochen und die Kosten der Staatstaffe auferlegt. Boziales. Das preußische Kriegsministerium soll angeordnet haben, daß in den Militär- Werkstätten bei Entlassungen den Arbeitern gegenüber eine Kündigungsfrist von sech 3 Wochen innegehalten werde. Den Arbeitern foll es dagegen freigestellt sein, jederzeit ohne Kündigung aus der Arbeit zu treten. Birta der vierte Theil der Ausfuhrwerthe bleibt theils in den übrigen Theilen Amerifa's, theils geht er nach den außereuropäischen Erdtheilen, so z. B. nach Japan 54 Millionen, nach China 50( vor 10 Jahren 19) Millionen. Der Reft, d. b. 77,4 pSt., geht nach Europa. 60 pCt. hiervon, oder 45 pCt. der Gesammt- Ausfuhr der Vereinigten Staaten bleibi in England, danach folgt Deutschland mit 15 pet. der europäischen oder 11 pet. der Gesammt- Ausfuhr. Die restirenden 25 pet. vertheilen sich auf die übrigen europäischen Staaten. Versammlungen. Briefkasten der Redaktion. und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag Personal von Plischke. Ihre Mittheilung soll sehr gerne von uns aufgenommen werden, doch bitten wir darum, sie von dem Vorftande Ihrer Berufsorganisation beglaubigen zu lassen. Vielleicht bemüht sich jemand von Ihnen zu uns. nach Warschau fahren, ohne umzusteigen. Alle anderen Züge fahren nur Tischler. Im D: 3ug mit Schlafwagen können Sie direkt von Bertin bis zur russischen Grenze. M. S. Krupp. Briefkasten der Expedition. A. B. 26 Eremplare der„ Neuen Welt" kosten 1,30 M. Sie können Witterungsübersicht vom 26. April 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° 4°. Stationen itanb mm Barometer Windrichtung Windstärke Wetter Temp. 11. C. 16° C.= 4° R. Reichstags- Wahlkreis hielt am Montag feine ordentliche General Der sozialdemokratische Wahlverein für den 1. Berliner versammlung bei Brünsch, Jägerstraße, ab. Nach dem Geschäfts- dieselben von der Expedition oder auch durch Ihren Spediteur beziehen. bericht, den der Vorsitzende Mörschel erstattete, haben in dem legten halben Jahre 9 Vorstandsfizungen und 7 Versammlungen stattgefunden. Der Verein zählt gegenwärtig ca. 200 Mitglieder. Um für den Verein eine größere Anzahl Mitglieder zu gewinnen, beabsichtigt der Vorstand noch zwei weitere Zahlstellen, und zwar an der Friedrichsgracht content beg Bereins betrugen die andere im Hansa. viertel einzurichten. Die Einnahmen einschließlich Des alten Bestandes insgesammt 444,27., die Ausgaben 205,09 M., verbleibt ein Bestand von 239,18 M. Swinende. 763 O 3 wolfig Die Abrechnung wurde von den Revisoren als richtig bestätigt und Hamburg Berlin Falls die Nachricht, die wir in der Berliner Zeitung" fanden, dem Kassirer Petermann die Decharge ertheilt. Von einer Neurichtig ist, kann man nur wünschen, daß die Militärverwaltung die wahl des Gesammtvorstandes wurde Abstand genommen und nur München vernünftige Maßregel auch nach den Wahlen beibehalten die ausscheidenden Mitglieder desselben ersetzt. Demnach ist der Wien 760 O möge. Jedenfalls aber können die Arbeiter der Militär- Werkstätten Vorstand wie folgt zusammengesetzt: M. Mörschel 1., Neyen an der Entschließung des Kriegsministers deutlich sehen, daß die 2. Vorsitzender; Petermann 1, Arndt 2. Kassirer; Riel 1., Etwas fühler, ziemlich trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen Geltendmachung der Arbeiterinteressen durch sozialdemo- Sommer 2. Schriftführer; Scheusch Beisitzer; Lehmann und nördlichen Winden. fratische Abgeordnete im Reichstage auch für sie von Reis Revisoren. Nachdem Täterow den Wunsch geäußert hatte, in 7 Haparanda 766 Still heiter + 171 Wiesbaden 764 NO 763 Still 760 NO 760 2 bedeckt 6 Petersburg Nehel 8 Cort 758 SSO 3 wollig 1 hlb. bed. 12 Aberdeen 764 SO 2 bedeckt 1 Nebel 6 Paris 757 N 1 bedeckt 15lb. bed. 12 Wetter- Prognose für Mittwoch, 27. April 1898. 11 11 Berliner Wetterbureau. kommt Illustrirte Maifeft- Beitung 1898 1898 Donnerstag, 28. April, Zur Sacharin- Frage. zur Ausgabe. Buchhandlung Vorwärts, Beuthstr. 2. " Unter obigem Titel hat das„ Berliner Tageblatt" in seiner Nummer vom 20. d. Mts. eine Petition veröffentlicht, welche von vielen Norddeutschen Brauereibesitzern und Braumeistern" unterzeichnet sein soll und sich für die Verwendung von Sacharin, also gegen den von den Abgeordneten Dr. Paasche, Roesicke und Genossen im Reichstage eingebrachten Antrag, betreffend das Verbot der Verwendung von Surrogaten, Süssstoffen und sogenannten Konservirungsmitteln bei der Bierbereitung, ausspricht. Eine von dem Vorsitzenden des unterzeichneten Vereins an das„ Berliner Tageblatt" gesandte Entgegnung ist bisher nicht zum Abdruck gelangt, vielmehr ist die Redaktion inzwischen auch ihrerseits für die Forderung der Petenten eingetreten. Die unterzeichneten Brauereien sehen sich daher veranlasst, hierdurch öffentlich Protest gegen den Inhalt der Petition einzulegen, schon um von vornherein dem Verdachte vorzubeugen, als ob Mitglieder des diesseitigen Vereins zu den Vertheidigern von Sacharinbieren gehören. Das Norddeutsche Braugewerbe hat in Erkenntniss, dass durch das in Bayern bestehende Surrogat- Verbot der Ruf und der Konsum der Bayerischen Biere wesentlich gefördert worden ist, seit lange auch für das Gebiet der Norddeutschen Brausteuergemeinschaft eine Abänderung der bestehenden Gesetzgebung in gleichem Sinne gefordert Forderung, deren Erfüllung nicht minder im Interesse der Konsumenten liegt und deshalb auch von diesen von jeher energisch unterstützt worden ist. Das norddeutsche Braugewerbe, insonderheit die zum diesseitigen Verein gehörenden Bauereien haben daher den in Rede stehenden Antrag der Abgeordneten Dr. Paasche, Roesicke und Genossen mit Freuden begrüsst und geben sich der Hoffnung hin, dass der Reichstag ihn trotz der vorerwähnten Petition mit grosser Mehrheit annehmen wird. eine So lange die Unterzeichner jener Petition, welche ausgegangen ist von der bekannten Sacharin- Fabrik in Firma ,, Fahlberg, List& Co." in Salbke- Westerhüsen a. E. nicht bekannt gemacht sind, muss es bezweifelt werden, dass sie überhaupt zu den Besitzern von ,, Brauereien" zu rechnen sind, es wird vielmehr angenommen werden müssen, dass sie überwiegend zu der neuerdings erstandenen Kategorie von Pseudobrauern gehören, welche unter den Namen„ Malzbier"," Malzextraktbier"," Kraftbier" , Gesundheitsbier"," Ammenbier", Doppelbier",„ Berliner Bitterbier" und dergleichen Getränke herstellen, die mit Bier nichts als den Namen gemein haben. Wenn auch das Sacharin, wie von den Produzenten und Verbrauchern desselben behauptet wird, kein Malzsurrogat im technischen Sinne des Wortes ist, so dient es doch thatsächlich zur Ersparung von Malz, indem es, ohne die nahrhaften Eigenschaften des letzteren zu ersetzen, dem Bier eine Süssigkeit verleiht, die bei unverfälschten Bieren nur vom Malz herrührt. Die Verwendung des Sacharins, welche infolge der grossen Reklame seitens der Produzenten von Jahr zu Jahr gestiegen ist, hat daher nur den Zweck, das Publikum über die wahre Qualität der damit hergestellten Getränke zu täuschen und den Verfertigern derselben mühelos einen möglichst grossen Gewinn zu verschaffen. Hierin muss aber ein unla uterer Wettbewerb umsomehr erblickt werden, als Sacharin nicht wie das Malz und die eigentlichen Malzsurrogate der Besteuerung unterliegt. Es ist unwahr, dass das Sacharin, wie es in der oben erwähnten Petition heisst, ein für die kleinen Brauereien unentbehrliches ,, Konservirungsmittel" ist. Wie der Abgeordnete Roesicke am 15. Februar d. J. im Reichstag mit Recht hervorhob, ist das S a charin allerdings nicht gährfähig, eine Eigenschaft, dis zu den werthvollsten des Bieres gehört und diesem lediglich durch das Malz verliehen wird. Je mehr Sacharin statt Malz, desto geringer also die Gährfähigkeit, und infolge dessen auch die Gefahr des Verderbens durch zu schnelle oder zu weitgehende Vergährung! Trotzdem ist aber das Sacharin kein Konservirungsmittel des Bieres, denn das auf solche Weise hergestellte Getränk ist eben kein Bier mehr und darf nicht als solches verkauft werden! Geschieht dies dennoch, so ist es eine Täuschung, gegen welche die öffentliche Meinung um so energischer Front machen sollte, als der Absatz derartiger Getränke gerade in den minder wohlhabenden Kreisen gesucht wird. Dass auch obergährige. selbst kleine obergährige Brauereien ohne derartige Mittel auskommen, beweisen die Berliner Weissbier- Brauereien. selbst grosse Ebenso unwahr ist, dass das Sacharin die" grossen Kellereien, Eis- und Kühlmaschinen" der Grossbrauereien ersetzt, da untergährige Brauereien sich nur vereinzelt dieses unlauteren Mittels bedienen und obergährige Brauereien keiner Kellereien, Eis- und Kühlmaschinen" bedürfen. Geradezu unerhört ist es aber, zu behaupten, dass das Sacharin die kleinen Brauereien vor dem wirthschaftlichen Untergange bewahrt habe, während ihnen umgekehrt durch die vielen neu erstandenen Sacharin- Brauereien" die gefährlichste, weil unlauterste Konkurrenz erwachsen ist, wie dies u. a. auch aus dem von dem diesseitigen Verein an den Polizeipräsidenten von Berlin, Herrn v. Windheim, auf dessen Ersuchen erstatteten, auf genauen sachverständigen Erhebungen beruhenden Bericht hervorgeht. Wir lassen dahingestellt, inwieweit der Genuss von Sacharin gesundheitsschädlich ist, weil dies nach ärztlichen Gutachten von der dem menschlichen Organismus zugeführten Menge dieses Stoffes abhängt. Nicht unwidersprochen können wir aber die Behauptung der Petenten lassen, dass das Sacharin ein vollkommen unschädliches Mittel sei. Es kommt hinzu, dass die Frage, ob die Verwendung von Sacharin auf Grund der bestehenden Gesetze erlaubt ist oder nicht, von den Gerichten verschieden beurtheilt worden ist. Die vorgekommenen Bestrafungen haben, wie die Thatsachen beweisen, die Anwendung des Sacharins im Allgemeinen nicht verhindern können, vielmehr eine beklagenswerthe Unsicherheit auf diesem Gebiete hervorgerufen, die vornehmlich den gewohnheitsmässigen Bierfälschern zu gute gekommen ist und nur durch ein striktes Verbot wirksam beseitigt werden kann. Mit der überwiegenden Mehrzahl aller norddeutschen Brauereien, gleichviel, ob untergährige oder obergährige, ob gross oder klein, sind wir der Meinung, dass ,, Bier" nur aus Malz, Hopfen, Hefe und Wasser bestehen darf. Weit entfernt, in einem Verbot aller Surrogate eine Schädigung ihrer Interessen zu erblicken, erwarten die norddeutschen Brauereien von einem solchen Verbot eine Förderung derselben, weil dadurch der unlautere Wettbewerb beschränkt, der Ruf der norddeutschen Biere erhöht und auch für das Braugewerbe endlich gleiches Recht im Norden und Süden von Deutschland hergestellt wird. Berlin, den 25. April 1898. Der Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend. M. Happoldt, Vorsitzender. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Aktien- Branerei Friedrichshain, Berlin. Aktien- Branerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Patzenhofer, Berlin. Moabit, Berlin. Aktien- Gesellschaft Schlossbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergsehloss- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktlen- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Komm.- Gesellschaft auf Aktien, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Borussia, Aktien- Gesellschaft, Niederschöne weide. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Germania, vorm. David& Martin, Berlin. Brauerei Karl Gregory, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider& Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller's Nachf. Gebr. Wanninger, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei AktienGesellschaft, Berlin. Schultheiss' Brauerei Aktien- Gesellschaft, Berlin. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend. Vereinsbrauerei, Rixdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Victoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Schweizergarten C. Schneider, Berlin. Oeffentliche Versammlungen der Gewerkschaften Berlins am I. Mai. Tages- Ordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Beginn aller Versammlungen 12 Uhr mittags. Holzindustrie. I Achtung! Maurer. Achtung! Donnerstag, den 28. d. M., abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenftr. 29: Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Situationsbericht und Beschlußfassung über Erhöhung der Beiträge zum Streit fonds. 2. Die Bausperren in unserem Beruf, und deren Ursachen und Wirkungen. 3. Verschiedenes. In anbetracht der sehr wichtigen Tagesordnung ist es unter allen Umständen nothwendig, daß diese Verfammlung von der gesammten Kollegenschaft besucht wird. 132/8 Mit follegialem Gruß Die Lohnkommiffion. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein geliebter Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mann Heinrich Lange an General- Versammlung am Mittwoch, den 27. April, abends 8 Uhr, bei Brochnow, Sebastianstr. 39. TO.: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kaffenbericht vom 1. Quartal 1898. 3. Vortrag des Genoffen Georg Wagner über: Die bevorstehenden Reichstagswahlen. 4. Diskussion. 5. Antrag des Genossen Schweißer betreffs des Beschlusses der lezten außerordentlichen Generalversammlung. Die Broschüre des Genossen Liebknecht über den 18. März 1848 240/12 wird in der Versaminlung ausgegeben. Der Vorstand. Um regen Besuch bittet Rixdorf! 24. April, abends 9 Uhr, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 28. April, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas: Kirchhofes aus statt. 32366 Um stilles Beileid bittet die trauernde Wittwe Alwine Lange, Mariannenstr. 2. 20 Mark Belohnung. Ein fleines Kontobuch Quart format enthaltend AbonnentenVerzeichnisse, ist verloren gegangen. Wahrscheinlich ist dasselbe in einem Tarameter Koupé liegen geblieben. abzugeben Karlsbad 9 beim Portier. Gruppenversammlung: Brauerei Friedrichshain, Donnerstag, den 28. April 1898, abends 8% Uhr, im Lokale des Das Buch ist gegen obige Belohnung Am Friedrichshain. Referent: Jgnaz Auer. Zusammenkunft der einzelnen Berufe vorher vormittags 10 Uhr: Stellmacher bei Lang, Elsasserstr. 9. Einscher bei Schöning, Köpniderstr. 68. Korbmacher bei Stramm, Ritterstr. 123. Bauauschläger bei Buske, Grenadieritr. 33. Stodarbeiter b. Stabernack, Juselstr. 10. Ristenmacher bei Metzner, Oranienstr. 184. Parquetbodenleger bei Zubeil, Linden- Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeiter bei Straße 106. Wilke, Andreasstr. 26. Tischler, Drechsler, kommen in ihren Berkehrslokalen um 10 Uhr zusammen und begeben sich von dort und Pinfelmacher, Jalousie: Arbeiter, Kammmacher, Korkarbeiter aus zur Versammlung in die Brauerei Friedrichshain. Herrn Gröbler, Bergstraße Nr. 145: Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent: Reichstags- Abgeordneter Bur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pf. erhoben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 203/4 Der Vertrauensmann. Zum Reichstagswahlfonds erhalten von G. P. 50 M. Ueber: Rothmann 15,10. Von N. durch H. 6 M. D. D. Fritz Zubell. 2. Discuffion. 3. Wahl eines Reichstags- Wahlkomitees. Warnung! Ich warne hiermit jedermann, meiner Frau Marie irgend etwas auf meinen Namen zu borgen, da ich für nichts auffomme. 32386 Wilh. Stellmacher. Allen Freunden und Bekannten ent: 32356 pfehle mein neu eröffnetes Weiß: u. Bairisch- Vier- Lokal uber ranzspende am 18. März von den Arbeitern der Firma Gebrüder Reichenbergerstr. 103, Ede Glogauerfir. Friedrichsberg! 2 Vereinszimmer sind zu vergeben. Hermann Francke. Restauration Vorort Berlin, Familienverhältnisse halber billig zu verkaufen. Auskunft Donnerstag, den 28. April cr., abends 8½ Uhr: ertheilt A. Kopp, Friedrichsberg, Friedrich- Karlstr. 4. 32426 Verkehrsgewerbe. Alte Babe 15 feverein's ele, Volksversammlung Gruppenversammlung: Fettsäle, Jakobstr. 75. Mosch. Hausdiener, Geschäftsdiener, Getreibeträger, Speicherei- Arbeiter, Roll- und Laftfahrwerks: im Lokal des Hrn. Paul, Rummelsburgerstr. 2425. Fahrräder tutscher, Möbeltransport- Arbeiter, Droschkenkutscher, Händler u. Händlerinnen u. Bureau- Angestellte kommen vor der Gruppenversammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach Feuerstein's Festsälen. Lederindustrie. Tages Ordnung: 1. Auf zur Wahl. Referent: Reichstags: Abgeordneter Arthur StadtDer Vertrauensmann. 222/18 Gruppenversammlung: Marienbad, Badstr. 35/36. hagen. 2. Distuffion. 3. Wahl eines Wahlkomitees für Friedrichsberg. Referent: P. Dupont. Die Weißtgerber, Lohgerber, Lederzurichter, Lederfärber, Lederarbeiter und Arbeiterinnen, Handschuhmacher und Sattler kommen vor der Gruppenversammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach dem Lokal Marienbad. Gruppenversammlung: Cohn's FestBekleidungsindustrie. fäle( großer Saal), Beuthstr. 21/22. Referent: A. Täterow. Zusammenkunft der einzelnen Berufe vorher vormittags 10 1hr: Kürschner bei Feind, Weinstr. 11. Sutmacher bei Feind, Weinstr. 11. Kürschner, selbständige, bei Neumann, Militärmüßenmacher bei Buske, Grenadier Linienstr. 19. Wäschebranche bei Stabernack, Juselstr. 10. Maß u. Konfektionsbranche, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, Blousen: u. Trikottaillen: Arbeiterinnen begeben sich direkt zur Gruppenversammlung nach Cohn's Festfälen. Ich habe eine Vertretung der A. G. Fahrrad- und Maschinen- Fabrik( vorm.H. W.Schladitz) Sonntag, den 1. Mai, nachm. 4 Uhr, bei Herrn Paul, übernommen und offertre dieſe in Rummelsburgerstraße 24-25: Maifeier arrangirt von den 222/19 Parteigenossen von Friedrichsberg. Grokes Garten- Konzert ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Mitwirkung der Arbeiter: Jm Saale: Tanz. Entree 20 Bf. Gesangvereine von Friedrichsberg. Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlftelle Berlin. Berlin noch wenig bekannten ,, Schladitz"-Räder, die zwar theuer, dafür aber ohne jeden Tadel find. Nebenbei führe ich ein billiges amerikanisches Fabrikat; Rahmen und Felgen aus Hickory- wood ( Eisen Holz). Neu! Neu! Damenrad 150 M., Herren: rad 175 M. Hans Baake, Berlin S., Dresdenerstr. 52/53. Wegen Todesfalls meines Mannes ist die Wohnung Görlizer Ufer 7, b. III., Stube u. Küche, sofort zu vermiethen. Frau Schulze. Heute, Mittwoch, abends 8 1hr, in Keller's Festfälen, 32395 Koppenstraße 29: Buchdruck, Steindruckgewerbe n. Lithographie. General- Versammlung Gruppenversammlung: Berliner Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Referent: Dr. Leo Arons. Die Buchdrucker, Schriftgießer, Buchdruckerei Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, Stereotypeure, Lithographen und Steindrucker, Formstecher, Tapetendrucker, Chemigraphen kommen vor der Gruppen: versammlung nicht zusammen, sondern begeben sich direkt nach der Berliner Bodbraueret. Puker: Seller's Festfäle, Stoppenſtraße 29. Referent: Hugo Pötzsch. Studateure: Bushe's Salon, Grenadierstraße 33. Referent: C. Coblenzer. Möbelpolirer: Stechert's Festfäle, Andreasstraße 21. Zimmerer: Referent: Dr. Zadek. Elysium- Festfäle, Landsberger Allee 40-41. Referent: G. Kessler. Schmiede und Kupferschmiede. Referent: R. Millarg. Englischer Garten, Alexanderstraße 27 c. Gruppenversammlung all. Schuhmacher. 300 Tages Ordnung: Kaffenbericht vom 1. Quartal. Vorstandsbericht. Bericht der WerkstattKontrollfommission und des Arbeitsvermittlers. Bericht der Agitations: fommission. Bericht vom Verbandstag. Wahl des Arbeitsvermittlers und des Ausschusses. Eintritt nur mit Mitgliedsbuch. 79/9 Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Mittwoch, den 27. April 1898, abends 8½ Uhr: Bezirks- Derlammlung für Süden und Centrum in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Conrad Schmidt über: Karl Mary und feine Zeit." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaur. Mörschel, Sonn- und Feiertags geschlossen. Jübenftr. 35. Diefelbe iſt geöffnet jeden Abend von 72 bis 9 Uhr. 111/20 Die Ortsverwaltung. Arbeiter und Verein der graphischen Arbeiter und Frol. Schlafstelle f. Herrn, Flureing. 6. Schulz, Manteuffelstr. 94, v. 4 Tr. Möbl. Schlafft., 2 H. Fürstenstr.15, v.3.1. Schlafft.f.2Leut. Sillier, Orantenstr.164. Möbl. Zimm. f. 2 H., Flureing., fof Fürstenstr. 18, vorn 4 Tr. 3246 Möblirtes Zimmer zu vermiethen Langestr. 20, vorn I. links. 32456 Möbl. Zimmer, fep. Ging., z. verm., Oranienstr. 188, v. III r. 32456 Eine freundliche Schlafstelle b. Ww. Bieth, Adalbertstr. 21, v.3 Tr. t. 3244b Arbeitsmarkt. Redakteur. Redakteurstelle sucht, gleich oder nächstens, ein junger Parteigenosse, der zur Zeit Lofalredakteur an einent mittleren Parteiblatt, tüchtiger Berichterstatter und Korrektor ist und zum Zeichnen bereit wäre. Der Suchende ist seit einigen Jahren, seit einem Jahre ausschließlich, für die Partei: preffe mitarbeiterisch thätig und erOff. at d. Exp. d.„ Vorw." 3. freut sich der besten Empfehlungen. Schuhwaarenindustrie. Königsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin 1). 5. ap. b.„ Born- u. Q. 3 Referent: G. Wagner. Böttcher: Wilke's effaal, Andreasſtraße Nr. 26. * F. Referent: G. Koopmann. Bildhauer: Englischer Garten", Alexanderſtraße 27. Referent: Dr. Friedeberg. Maler und Lackirer: Louisenstädtisches Konzerthaus", Alte Jakobstraße 37. Referent: G. Nikolai. in der Kontobuch-, Leder-, Galanteriewaaren, LuxusBuchbinder papiers, surton- und Albumfabrikation beſchäft. Arbeiter und Arbeiterinnen:„ Arminhallen"( gr. Saal), Kommandantenstr. 20. Referent: W. Tilgener. Zur Delegirtenwahl! Sterdurch werden sämmtliche Mitglieder ersucht, welche noch nicht thre Stimmzettel an das Wahlfomitee abgegeben haben, dieselben bis zum 1. Wat b. J. int Vereinsbureau, Neue Friedrichstr. 86, oder bei folgenden Kollegen einzuliefern, ba später einlaufende Stimmzettel nicht berücksichtigt werden 96/13 Das Wahlkomitee: fönnen. M. Pommert, Blumenthalftr. 18. P. Schäfer, Mithlenstr. 31. Hass, Schillingstr. 1a. THE Sattler! Täschner, Koffermacher, Treibriemenarbeiter und alle in diesen Branchen beschäftigt. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins! Donnerstag, den 28. April, abends 8 Uhr: Tüchtiger Versilberer gesucht Kottbuser User 32. 31346 Junge Mädchen,( 31356 14-15jährig, auf leichte Handarbeit ( Flitterntleben), Wochenlohn, verlangt Ehrlich, Seydelstraße 27, Spindlershof, Aufgang 5. Einen Schleifer sucht die Silberwaaren Fabrik, Sebastianftr. 84. Metallbrücker verl. Meyer, Ritter straße 25. 32416 Plätterinnen 32446 berlangt b. höchstem Verdienst, dauernde Beschäftigung. Kanonierstr. 12. Große öffentliche Versammlung machen, triges, sum tiefern im Lokale des Herrn Brochnow, Sebaftianstraße 39. Tages Ordnung: und leichter Handarbeit. Müller, 32436 Frankfurterstr. 14. 1. Die Petition der Sattler Deutschlands vor dem Reichstage. 2. DisInnungsgeset? 156/7 Der wichtigen Tagesordnung halber bittet um recht zahlreichen Besuch Die Agitationskommission. 32415 Die Gewerkschaften resp. die Einberufer der Gruppenversammlungen fuffton. 3. Stellungnahme zum 1. Mat. 4. Wie stellen wir uns zum neuen und Gesellen für elegantere englische haben ihre Versammlungen Felbst anzumelden. Bei den Zusammenkünften bedarf es keiner Anmeldung. Gleichzeitig werden die Bureaus der Versammlungen beauftragt, über die Anzahl der Versammlungsbesucher dem Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16, 1 Tr., sofort nach Schluß der Versammlung Meldung zu erstatten. Mit solidarischem Gruß: Mittwoch, den 27. d. M., abends 8 Uhr: Oeffentl. Radfahrer- Versammlung = in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: Perfette Taillen: u.Rockarbeiterinnen Maaß- Kostümes suchen sofort Hain& Krüger, Jägerstr. 27. Perfekte Aenderinnen suchen sofort Hain& Krüger, Jägerstr. 27. Gefellen auf Büffets verlangt 32476 Fruchtstr. 29 II. 32425 Tüchtige Schloffer 1. Vortrag des Genoffen P. Jahn über: Die Arbeiter- Radfahrer und bie bevorstehenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. auf gute Chubbschlösser verlangt Der wichtigen Tagesordnung wegen wird gebeten, recht zahlreich zu er- PanzerAktiengesellschaft Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. scheinen. 32376 Der Einberufer. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Badstraße 59. Volksblatt. Br. 97. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versammlungen. Mittwoch, 27. April 1898. arbeit begründen, so sei dem zu entgegnen, daß die Arbeit des Kaufmannes machte nicht den leisesten Versuch, die angebliche Berechtigung der an fich weder für das männliche noch für das weibliche Geschlecht antisemitischen Bestrebungen sachlich zu begründen. Allerdings würde und Herr schädlich sei. Nur das Uebermaß von Arbeit und Ausbeutung ein solcher Versuch auch einem fähigen Manne Der Autisemitismus und die Handlungsgehilfen lautete bringe hier, wie in jedem anderen Beruf, Schäden mit sich. Ver Schneider kann nach seiner Redeleistung nicht als ein solcher an mißlingen. Benno Maaß übernahm es, die das Thema, über welches Reichstags- Abgeordneter Dr. Lütgena u mehrter Arbeiterinnenschuh, Gintreten aller Ausgebeuteten gegen das gesehen werden. am Montag in einer sehr zahlreich besuchten Versammlung von ausbeutende Kapital, das sei der Weg zur Besserung. Die Anti unsauberen Angriffe des deutschnationalen Häuptlings gebührend Er hielt ihm das jämmerliche Verhalten Handelsangestellten sprach, die in der Tonhalle" stattfand. Der semiten spielen sich als Vertreter des Mittelstandes auf, jedoch seien zurückzuweisen. vor und erinnerte Saal war vollständig gefüllt. Die Antisemiten hatten sich zahlreich sie stets an der Seite des Grundbesizes zu finden, wenn es der antilemitischen Reichstags Fraktionen eingefunden. Dieselben machten zunächst den allerdings vergeblichen gelte, dessen Interessen wahrzunehmen. Redner weist an dem die Herren Deutschnationalen, welche behaupten, sie hätten mit Versuch, die Leitung der Versammlung in ihre Hände zu bekommen Berhalten der Antisemiten im Reichstage nach, daß solche der antisemitischen Partei nichts zu thun und verspeisten die Juden und bemühten sich während des Abends noch mehrfach, durch Leute als Vertreter des Mittelstandes nicht ernst genommen werden auf eigene Faust, daran, daß auf ihrem jüngst zu Leipzig abgehaltenen wüsten Radau Störungen herbeizuführen. Dr. Lütgenqu be- fönnen. Die Antisemiten glauben selber nicht an ihren Erfolg bei Kongreß der Abg. Liebermann v. Sonnenberg die deutsch- nationalen gann seinen Vortrag mit dem Hinweis auf mit dem Hinweis auf den Anfang den Reichstagswahlen. Eigenthümlich sei es, daß nun ein Theil Handlungsgehilfen der wärmsten Sympathie seiner Partei versichert der sozialdemokratischen Handlungsgehilfenbewegung und sagte, der Handlungsgehilfen die Fahne hochhalten, die von ihrer bis habe, und daß auch andere parlamentarische und sonstige Vertreter damals hätten die Handelsangestellten fich hauptsächlich herigen Gefolgschaft verlassen ist. Es sei allenfalls verständlich, der antisemitischen Partei dem Kongreß beigewohnt hätten. mit ihren freifinnigen Kollegen auseinanderzusehen gehabt. wenn Angehörige des Mittelstandes vom Antisemitismus etwas er- Stürmischen Beifall der Mehrheit, Zischen und Lärm der Antisemiten Diese Richtung lasse jetzt nichts mehr von sich hören, ein warten, wie aber Handlungsgehilfen, die dem Unternehmer als erregten die Schlußbemerkungen des Redners, worin er die Sozialdemo Theil ihrer damaligen Wortführer sei inzwischen ins sozialdemo: Ausbeutungsobjekt genau so gegenüberstehen, wie jeder Arbeiter, ihre fratie als die einzige ehrliche Vertreterin auch der Handlungsgehilfen fratsche Lager übergegangen. Ein neuer Gegner sei den Hoffnung auf die Antisemiten sehen können, das sei nicht zu ver- bezeichnete. Die Redezeit wurde jetzt es war schon 12 Uhr vorbei fozialdemokratisch gesinnten Handlungsgehilfen in den Anti- stehen. Tas jüdische Kapital dürfe nicht anders behandelt werden, wie- auf 10 Minuten beschränkt. Swienty und Fräulein Haase letztere im Sinne der femiten erwachsen, und mit diesen seien jetzt vorwiegend das christliche. Beide stehen unter demselben Recht und unter den- nahmen bierauf zu kurzen Ausführungen die Auseinandersetzungen in den Versammlungen zu führen. felben Gesetzen der wirthschaftlichen Entwickelung. Das Kapital, in weiblichen Handelsangestellten das Wort. Dann betrat wieder Nicht als eine gegnerische Organisation wolle Redner die der welchen Händen es sich auch befinde, habe die Tendenz, den Arbeiter ein Antisemit, v. Mosch, die Bühne, der seine Redezeit mit allerlei antisemitischen Handlungsgehilfen bezeichnen, denn die Gehilfen und Angestellten ohne Unterschied der Nationalität und des Harlekinaden und großspurigen antisemitischen Phrasen ausfüllte. hätten alle gemeinsame Interessen gegenüber dem Unternehmer Glaubens auszubeuten. Was die Ausgebeuteten und dazu ge: Als ihn der Vorfigende, wie es nach Annahme der beschränkten und verkehrt sei es daher, die Gehilfen in verschiedene Gruppen zu hören auch die Handlungsgehilfen zu erstreben haben, das sei Redefrist seine Pflicht war, auf den Ablauf derselben aufmerksam spalten. Der Redner fennzeichnete nun das Wesen der antisemitischen Beseitigung der kapitalistischen Produktionsweise. Die Antisemiten machte, spielte sich der Bramarbas als den Vergewaltigten auf! gab damit seinen Freunden das Signal 811 der Strömung, indem er die Forderungen der antisemitischen und der feien bestrebt, den Todestampf des Kleingewerbes gegen den Groß- und sozialdemokratischen Gehilfen eingehend besprach. An der Stellung betrieb zu verlängern. Das sei reaktionär. Demgegenüber vertreten allem Anschein nach beabsichtigten Sprengung der Versammlung, die der ersteren zu den Großbetrieben und der Frauenarbeit im fauf die Sozialdemokraten die organische Entwickelung und den gesell: aber durch Vertagung derselben verhindert wurde. Die Antisemiten männischen Gewerbe zeigte er, daß das Bestreben der Antis schaftlichen Fortschritt. Der Vortrag wurde von der Mehrheit erhoben nun einen wüsten Lärm, der zunächst mit unartikulirten Als erster Tönen einsetzte, sich dann aber zu der Melodie des antisemitischen semiten, das Kleingewerbe retten zu wollen, indem sie die der Versammelten mit großem Beifall aufgenommen. Ausbreitung der Großbetriebe verhindern oder beschränken Diskussionsredner erhielt Schneider Hamburg, ein Haupts Demonstrationsliedes Deutschland, Deutschland über alles" vers möchten, ein nuglofes fei. Den Großbetrieb beschränken führer der antisemitischen Handlungsgehilfen, das Wort. Die dichtete. Unter dem Brüllen dieses Liedes verließen die Antisemiten wollen, heiße die Entwickelung zurückdrängen. Die großen Schaar seiner Freunde empfing ihn mit tosendem Applaus und den Saal. Alfons Borchardt vertrat nun nochmals den Geschäftshäuser feien tein Auswuchs, sondern ein noth Heil"-Rufen. Er stellte die Geduld der Majorität auf eine harte Standpunkt der Sozialdemokratie. Zum Schluß wurde eine im wendiges Produkt der kapitalistischen Wirthschaftsweise. Die Probe, indem er in seinem einstündigen Gewäsch eine Fluth Sinne des Referats gehaltene Resolution angenommen. Schäden der letzteren beseitige man nicht, indem man nach rückwärts von Schmähungen die Sozialdemokratie ausgoß Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 82 Uhr, veraltete, von anderer Seite schon vor vielen im Vereinslokal geuerstein, Alte Jakobstr. 75: Versammlung. dränge, sondern indem man vorwärts schreite zu besseren und voll längst Theater und Vergnügungsverein Helgoland. Sigung heute Abend tommeneren Gesellschaftsformen, als es die gegenwärtige ist. Wenn Jahren gegen unsere Partei gerichtete Verleumdungen aus die Antisemiten die Frauenarbeit aus dem Kaufmannsberuf ver- grub, um diese Stinkbomben aufs neue gegen seine sozialdemo: 9 Uhr, Aderstr. 144. drängen möchten und das mit der Gesundheitsschädlichkeit der Berufs- kratischen Kollegen und deren Partei zu schleudern. Der Redner über und Mittwoch, Donnerstag, Freitag Damen- Strohhüte Matrosenform, 1,25 Sonnenschirme moderne Halbseide, 2,80 MI Farben Mk. Halbseide, changeant und einfarbig m. Futteral u. Paragongestell, 4,60 Kinderschirme 85 Pf. Pf. u. Mk. mit Bandgarnitur, alle Farben, Hutblumen Dtz. Veilchen 5 Pf. Atlas- Rosen, Farben, 1,25 MK Stoff- Rosen, Mk. Schwarze Gitterschleier ca ca. 45 cm breit Meter alle alle Farben, 38 PL Stück Mk. Stück 12 Pf. 18 Pf. Warenhaus A.Wertheim BerlinerGenossenschafts- Bäderei ( Eingetragene G. m. b. H.) SchutzMarke Neue Hochstr. 16. Telephon Amt III 2931. 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Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. 36 schwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. Vorstellungen 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. Castan's Luisen- Theater Panopticum. 34. Reichenbergersirake 34. Abends 8 Uhr: Arme Mieze! Boffe mit Gesang in 7 Bildern nach 0. F. Berg, frei bearbeitet von Max Schönau. Musik von Fritz Krause. Marie: Anna Müller- Lincke. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Borbestellungen v. Billets durch Telephon Amt 4 Nr. 2074 werden ohne Aufgeld au der Abend: kaffe refervirt. ( außer Sonntags und Mittwochs Concerthaus abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Paisage Panoptikum. 36 schwarze Leipzigerstr.No.48 Täglich: Mädchen aus unseren afrikanischen Hoffmann's Quartett Kolonien. Meichshallen. Spezialitäten. An: fang 73 Uhr. und Humoristen. Apollo. Svezialitäten. Anf. 7 Uhr In Zossen. " Putzger, Eaglierir. 03. Billet- Borverkauf von 12 bis 2 uhr. nfallfachen, Klagen, 4. Ziehung d. 4. Klasse 198. Kgl. Preuß. Lotterie.| 522 716 855 993 Biehung vom 26. April 1898, vormittage. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 48[ 500) 52 105 41 246 59 394 419[ 1500] 537 655 70 758 861 1208 61 346[ 1500] 93 626 768[ 800] 97[ 1500] 2048 347 479 545 940 3116 239[ 15 000] 72 73 853 81 537 38 665 96 730 42 826 904 13 4031 723 874 5185 243 83 410 12 537 92 633 707 24 6217 21 57 324 523 [ 1500] 607 31 69 80 700 37 7111 53 218 884 410 680 85 819 40 82 945 63 8207 91 94 505 618 723 37 818 [ 3000] 9413 84 570 90 690 856 63 992 10009 244 63 317 457 771 884[ 500] 908 35 11020 [ 1500] 132 54 227 34 63 450 83 529 56 668 723 25 64 15000] 982 12134 42 65 277 308 436 554 609 11 749 98 13036 44 162 76 206 94 556 606 52 719 14090 155 331 85 444 511 616 82 707[ 3000] 80 99 863 965 15016 20[ 500)] 211 50 380 484 588 648 785 99 960 75 86[ 500] 16330 514 33 756 89 96 934[ 80 0001 17071 186 680 97 749 961 18095 237 323 52 455 72 79 651 866 911 19107 27 266 70 93 314[ 1500] 70 440 855 78 972 80 85 20178 86 368 78 444[ 300] 703 825 72 926 55[ 300] 21107 32 221[ 300] 377 97 546 639 49 99 721 81 95 842 1300] 912 29 22325 522 31 656 877 995 23283 87 868 +46 82 579 607 866 24217 302 537 85 648 52 793[ 1500] 852 950 98 25036 128 287 384 484 586 662 837 88 932 26042 69 267 531 757 920 27149[ 1500] 54 266 344 661[ 1500] 758 928 28117 19 218 414 576 86 839 29089 542 48 74 649 767 70 30239 434 529 70 71 77 768 74 830 31016 40[ 1500] 167 283 847 513 634 49[ 300] 805 50 962 32012 168 276 823 524 31 611 14 859 33097 182 273 312( 300) 74 78 480 34057 129[ 500] 396[ 3000] 424 40 96 597 761 35040 83 163[ 300] 266 432[ 300] 597 757 862 93 949 36052 316 491 536 53 756 64 887 37247 831 516 76 618 20 88335 551 73 634 984 80009 86 101 51 92 364 532 70 97 689 713 59 970( 15001 40232 360 418 72 540 46 641 51[ 300] 782 904 41151 208 58 828 629 73 86 882 952 42008 27 93 171 88 336 467 72 559 75[ 300] 621 805 959 48000 216 70 78 347 426 873 947 41004 42 57 124 29 1800) 94 287 384 671 814 918[ 1500] 45015 219 773 46144 383 436 89 902 11 13 40 83 47398 467 607 31 48010 90( 30001 105 98 519 47 809 69 937 49248 65 401 77 84 6224733 45 854 50041 103[ 800] 211 51 523[ 1500] 836 95 937 56 97 51898 428 527[ 1500] 32 68 730 954 52309 420 43 502 648 96[ 1500] 749 941 58070 81 159 685 824 28 32( 1500) 950( 500] 65 54006 70 333 62 437 44 661 702 55027 47 126( 500) 236 59[ 3000] 431 87 520 989 56244 55 399 748 49 848 936 57130 236[ 1500] 58 370 505 39 717 79 863 68017 91 113 281 353[ 300] 456 64 537 54 68 657 899 59098 178 406 592 746 883 60295 398( 3000) 632 56 98 882[ 1500] 991 61705 810 62089 175 238 309 14 431 46 502 617 46 88 733 60 975[ 300] 68051 268[ 1500] 82 473 77 565 648 722 851 64067 157 251 309 400 19 97 619 728[ 1500] 62 843 941[ 1500] 65106 10 53 78 82 612 51 73 824 34 43 66030 57 198 283 390 420 97 857 67033 77 128 343 50 88 576 650 60 743[ 300] 931 90 68003 178 479 503[ 1500] 17 54 704 85 853 69085 249 463 631 739 57 847 936 70002 32 119 81 406 14 657 822 90 941 71053[ 800] 657( 500) 676 704 95 937 47[ 300] 68 72039 47 113 47 238 91 865 68 75 537 822 985 73089 182 524 651 55 74010[ 500] 482 513 607 748 70 75155 253 95 768[ 1500] 979 76079 80 188 381 655 719 812 50 61 995 77007 90 213 301 52[ 500) 61( 500) 455 710 834 59 988 78027 147 356 69 405 526 975 79033 106 54 461 684 82 743 888 954[ 3000] 80026 48 166 82 200 18 15 344[ 1500] 409 82 603 768 802 999 81012 172 472 97 530 877 82014120 32 89 72 194 285( 500) 340 620 793 890 943 85 83175 420 28 541 645 747[ 8000] 873 84065 172 282 491 506 32 43 79 758 68 950 85192 232 371 400 29[ 8000] 559 ( 500) 86041 113 56 84 208 849( 3000) 438 51 514 88 725 977 79 87001 246[ 1500] 484 730( 3000] 811 949[ 500] 88094 160 203 73 561 79 767 808 971 80054 110 444 6 14 74 753 877 936 90029 118 362[ 1500] 608 46 730 850 908 89 191865 88 556 80 647 92088 86 118 303[ 3000) 7 30 412 15 48 [ 5000] 668 89 725 54( 10000] 67 93213 78 428 37 545 608 985 94094 286 311 81 453 554 66[ 300] 611 65 95 [ 1500] 739 95297 556 667 922 96003 21 139 72 382 473 591 837 93 97397 547 687 705 24 80 832 53 84 941 98071 157 58 243 366 67 527 70[ 1500] 926 99129 40 [ 300] 443 44 730 49 927 43 100109 215 491 696[ 8000] 779[ 300] 872[ 300] 101028 395 426 721 863 82 917[ 500): 73 102350 82 484 [ 300] 42 623 859[ 3000] 93 103586 655 796 809 976 [ 8000] 104044 53 349 85[ 500] 432[ 500] 510[ 300] 715 105130 855 74 428[ 500] 24 618 39 700 51 57 98 100116 20 295 845 693 756 87( 500) 922 54[ 5000] 107030 660 708[ 500] 43 49 895 108275 828 45 465 530 36 60[ 1500] 78 908 109106 236 65 482 58 81 85 502 38[ 300] 87 [ 300] 989[ 1500] 110057 72 114 244 817 478 964 88 111078 848 478 807 78 987[ 300] 56[ 1500] 112502 238 868 580 609 843 76 118256 357 620 869 114100 227[ 1500] 98 858[ 500] Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan 93 der Waldmensch" von der Insel Borneo, 12 Met. hoch. Salambo, die schöne Schlangenbändigerin. W. Noack's Theater Brunnen Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Papa's Liebschaft. Schwant in 4 Aften von Malachow und Elsner. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. 115088 141 81 96 817 25 493 618 23 58 658 704 11( 800) 65 859[ 3000] 963 67 116011 [ 5000] 184 96 275 90 370 80 487 854 73[ 800] 117103 4 269 527 49[ 1500] 948 118111 66 255 98 877 83 [ 3000] 478 518 55 68 82 90 703 876 119054 232 67 82 513 681 741[ 300] 902[ 500] 120177 285 618 63 707 838 938 121039 205 896 411 65 820[ 500] 122047 233 410 551 658 123004 34 44 858 722 55 124173 259 326 427 687 727 13000] 953 125160 98 260 447 620 60 724 938 126136 51 220 28 739 875 127009 68 154 92 544 652 772 870 975 128040 51 280 361 62 428 51 511[ 3000] 56 607 36 959 129071 116[ 500] 26 78 276 302 17 72 642 740 41 51 968 130325( 3000) 523 32[ 300] 668 950[ 1500] 181031 133 201 379 619 49 132217 18 337 449 514[ 1500] 707 [ 3000] 41 52 74 931 133321 821 33 953 76 93 134021 54 185 345 99 416 49 542 45[ 3000] 77 968 135151[ 1500] 819 440 524 73( 500) 644 186108 65 245 94 553 59 96 608 758 887 921 137049 77 322 42 498 534 662 779 933 87 138039 109 510 634 748 74 139592( 8000) 867 140060 234( 500] 332 62 467 141086 88 234 43 98 645 91 862[ 3000] 142046 118 19 98 344 47 677 903 47 143205 331 631 35 764 898 962 75 144195 208 581 800 89 145291 876 77 410 27 501 67 639 98 99 819 96 969 146083 13000] 156 353 443 573 875 987 98 147088 284 343 596 731 39 829 148336 553( 3000) 59 609 88 711 90 96 808 979 83 140060 221 435 586 762 855 919[ 1500] 150110 23 290 97 409 585 770( 3000) 890 936[ 5000]) 151004 354 68 626 819 971 93( 500) 152110 46 203 14 16 24 81 492( 500) 727 43 67 817 88 941 153000 6 43 70[ 300] 332 418( 1500) 22 37 546 637 61 73 92 767 98 154044[ 1500] 116 42 75 486 535 55 84 732 857 59 [ 300] 906 155199 206 7 326 571 663 872 96 986 156126 [ 1500] 96 338 427 83 85 96 586 645 806 56 64 913 82 157211 857 956 158160 313 36 44 409 16 590 763 833 [ 5001 159002 83 146 63( 1500) 407 47 647 702 36 828 63 981[ 1500] 100042 63[ 1500] 165 95 213 39 460 548 70 678 703 818 985 99 161168 234 70 337 467 515 85 801 13 24 28 52, 906 85 162225 82 653 89( 1500) 745 163069 219 321 42 711[ 1500] 14 843 961 164037 55 123 35 60 65 80 404 796 889( 500) 927 105017 169 205 403 44 [ 500] 80 84 600 87 712 916 38 166148 258 307 45 54 527 617 86 841 167076 320 97 421 501 661 725 980 168366 921 46 169061 101 55 81 385[ 500] 509 682 730 860 923[ 300] 170150 78 884 469 646 651 790 817 54 906 171247 53 65( 500] 326 416( 500) 542 88 717 69 172024 142 478 658 98( 300) 712 983 173121 50 221 452 589 754 817 926 44 174243 414 526 68( 1500) 714 39 833 996 175019 249 808 50 56 77 176172 227 382 99 408 23 730 861 903 177052 71 160 220 25 68 82 850 433 42 ( 8000) 84 717 19 805 7 42 178112 36 819 937 69 179338 53 422 620 959 180061 122 77 240 65 470 548 48 876 84 934 52 181013 323[ 3000] 524 87 83 182024 134 75 888 431 [ 3000) 86 775 906 33 73 183224[ 3000] 306 29 602 67 930 184030 104 295 387 475 556 699 724 831 74[ 300] 185323 51 673 731 986 186066 146 78 240[ 8000] 433 187070 385 417 689 798 973 188002 23 142 54 288 328 541 680 743 81 854 189308( 800) 475 87 718 83 875 82 936 65 100033 92[ 500) 230 75 86 468 73 833 65 93 990 191181 311[ 1500] 413 57 635 93 884 47 19: 2006[ 500] 61 181 207 89 342 85 443 568 74 718 30 33 905 18 193177 222 27 357 516 57( 500) 58 81( 75 000] 601 36 728[ 300] 980 194097( 300) 108 207 496 566 826 63 [ 3000] 195346[ 300] 97 482 511 79 698 881( 3000) 988 196532 649 76 903 9 79( 3000) 91 107003 358 510 47 62 677 756 863 946[ 500] 198008 294 841 700 91 911 199214 16 62 78 328 41 466 501 18 87[ 300] 98 823 200108 347 526 32 52 92 693 735 62 201036[ 3000] 60 227 358 515 45 715 202169 501 709 41 854 97 203113 21 496 532 620 36 83 871 204046 240 48 301 491 512 951 205155 377 484 539 766 885 95 924 49 90 91 200245 328 418 757 848 72 207023 97( 500) 104 290 431 513 769 880 208035 46 78 179 210 87 828 599 702 28 71 981 200081( 500] 121 97 819 61 70[ 1500] 459 74 586 755 974 210076 151 247 854 511 769 845 88 211020 281 334 479 516 683 751 927 212018 66 85 870 413 38 782 859 605 77 78[ 500] 213111 44 79 226 400 568 636 [ 1500] 706 49 62 908 49 214002 337 86 560 617 35 46 53 65 722 881 60 907 35 215018 117 206 29 512 82 688 89 1500) 749 1216011 130 210 31 75 414 21 812 23 59 68 958 67 1217054 271 77 91 541 79 649 806 912 20 218079 865 85 475 686219093 292 350 400 44 72 534 608 23 719 25 84 875 220080 199 208 401 548 660 723 34 898 937 221036 120 74 292 416[ 3000] 581 84 635 739 77 94 943[ 800] 222019 53 69 236 56 543 53 666 724 872 926 29 223044 277 463 73 500 30 87 737 832[ 300] 224145 99 245 [ 8000] 509 62[ 300] 65 705 833 91 99 905 41[ 1500] 225098 414 92[ 300] Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 500 000 Mr., 2 31 200000 Mt. 2 au 150 000 t., 2 gu 100000 Mt., 1 zu 75 000 t, 2 zu 50000 m., 8 gu 80000 f., 19 zu 15000 Mt., 45 zu 10000 M., 86 gu 5000 wt., 1189 au 3000 1284 8 1500 r., 1396 zu 500 Mr. ., Berichtigung. In der Bormittagslifle com 25. april lies 88112 ftatt 88117 und 164002 ftatt 64002. Mittwoch, den 27. April. Noch fünfmaliges Gastspiel des plattdeutsch. Gesammt Ensembles des Ernst Drucker Theaters aus Hamburg. Größter Heiterfeitserfolg in Berlin Das alte lustige Hamburg. Große Bolfspoffe mit Gef. und Tanz in 5 Bildern von G Ofonto wstf. Musit von H. Groth. In Szene gesezt von W. Biel. In Hamburg über 100 Mal in Szene gegangen. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anfang 72 hr. Donnerft. Das alte lustige Hamburg. Freitag: Auf allgemeines Verlangen 538. Aufführung: Familie Eggers. Ein neuer Beweis für die grosse Beliebtheit und unerreichte Tüchtigkeit des Budapester Possen- u. Operettentheaters in Kaufmann's Variété ist der stürmische Beifall u. das stets überfüllte Haus bei dem Anton u. Donat Herrnfeldschen Lustspiele Die vierte Frau, welches sowohl d. Interpreten des eigenart. Budap. Genres Donat Herrnfeld, dem von seinen 4 Frauen betrogenen Ehemann, als auch dem allbeliebten Urkomischen Bendix als, Vogelzücht. Schusselich" Gelegenheit giebt, ihren unverwüstl. Humor zur Geltung zu bringen. Neben dieser höchst drast. Novit. verbleibt auch d. bereits üb. 70mal belachte Posse Von Dreien der Glücklichste mit Anton Herrnfeld als„ Oberwärter Blechkopf" a. d. Rep., d. sich das exquis. Specialít.Progr. d. Sais. würd. anreiht. Anf. 8 Uhr. Vorverk. v. 10-5. hat begonnen. Extrazüge, Extradampfer. Vorortverkehr, Strassenbahn in Werder. Ausstellung am Kurfürstendamm am Kurfürstendamm u. a. d. Stadtbahnstation ,, Savignyplatz". Maharaties Hindus Beluchustanies ( Zigeuner) Ceylonesen Malabaren Fakire Ringer Herobaten Jongleure Zauberer Schlangenbeschwörer Tamilen Bayaderen Carl Hagenbeck' Riesen- Ausstellung INDIEN SpitzenKlöpplerinnen Holzdrechsler Canoeschnitzer Silberschmiede Messingarbeiter Mattenweber Cigarrenarbeiter Töpfer Elfenbein- und an Reichhaltigkeit u. Pracht d. Menschen u. Thiermaterials alles übertreffend, was je auf anthropolog.- ethnographisch. Ebenholz- Schnitzer Gebiete in Berlin gezeigt worden ist.- 200 Indier, 9 RiesenElephanten, Zebus, KerabausEsel etc. Kunstmaler Edelsteinschleifer Korbflechterinnen etc. Arena Schaustellungen. Indisches Theater. Doppel- Concert. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Eugenie Fougère Sign.Salerno, Bonhair Troupe Robert Steidl und 20 hervorragende Spezialitäten. Kasseneröffnung 61/2, Anf. 712 Uhr. In Vorbereitung: Don Juan in der Hölle. Phantastische AusstattungsBurleske in 2 Bildern. Maehr's Theater Oranien Strasse 24. Novitäten- Programm. Entrée 50 Pf. 4 Anfang Mai Schluss der Saison! OlympiaRiesen- Theater ( Circus Renz) Karlstrasse Bolossy Kiralfy's Constantinopel. Sport- Ringkämpfe. Wirkl. Pferderenn. a. d. Bühne. The jolly british girls. Anfang 8 Uhr. Sonntag 2 Vorstellungen. Nachm. 1 Kind frei. Alcazar- Theater. Dresdenerstraße 52/53( City: Passage), Annenstr. 42/43. Direttion: Richard Winkler. Riesen- Programm. Letzte Woche! Neu! Novität! Neu! Es schickt sich nicht! Bosse mit Gefang und Tanz. Familie Barsikow, Elites Afrobaten, Mr. Arlon, phänoTheater und Spezialitäten. menater Stunfipfeifer. Miss Frieda, Neu! Little Alex. Contorisionist. Neu! die reizende Luftfee. Auftreten des gesammten Kunstpersonals in seinen Glanznummern. Neu! Neu! The Counsents. Afrobaten an den Silberketten. Marietta Berndt der kleine Kobold. Anfang der Wochentags 8 Uhr. Vorstellung: Sonntags 6 Uhr. Preise der Plätze wie gewöhnlich. Am 1. Mai Schluß der Saison! Sonutags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 uur. 0 Entree 30 Pf. Die für den Feen Palast au gegebenen Ehren: u. Freifarten haben Giltigkeit. 4. Ziehung d. 4. Klasse 198. Kgl. Preuß. Lotterie. 227 430 555 677 789[ 300] 92 821 Biehung vom 26. April 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Summern in Parenthese betgefügt. ( Ohne Gewähr.) 137 57[ 1500] 269 82 381 86 420 66 724 902 1095 153[ 300] 201 411 556 616 751 924 2285 312 79[ 300] 83 584 657[ 1500] 743 3012 138 74 83 397 553 797 825 58 4102 8 50 53 74 321 92 459[ 1500] 97 697 743 68 953 79 5152 581 85 829 957 6202 9 95 369 82 457 625 785 79 802 46 7068 108[ 1500] 299 632 826 953 54 8113 449[ 1500] 704 94[ 3000] 834 9025 82 209 34 83 445 579 636 885 89 10088 175 94 225 451 591 655 920[ 500] 59 11342 67 575 779 818 64 70 12002 3 47 557 822 13198 203 89 624 906 14312 556 703 57 96 971 15131 77 84 831 80 418[ 1500] 657 758 867 69 912 16097 255 430 896 17002 45 160 740 873 997 18275 803 67[ 1500] 432 546 886 921 19008 61 306 417 22 588 619 53 715 812 60 945 20047 225 71 527 679 753 21047 403 542 22069 355 78 409 0 518 23 714 20 810 89 969 23236 359 82 659 24261 370 462 642 721 60 934 25088[ 500] 190 319 436 83 664 788 926 26172 260 768 67 871 27360 78 412 697 747 55 90 803 45 28089 91 122[ 500] 250 328 451 81 625 66 99 738 870 905 29104 330 722 809 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Für den Inferatentheil verantwortlich: Tb. Glofte in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin.