Nr. 98. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels getle ober deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bts Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Bmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 28. April 1898. Rechte, mindestens 5 Jahre bei dem betreffenden Konzessionär unter oder seit seiner Thätigkeit als Delegirter bezw. Ersatzmann nicht Die Korrespondenten und sonstigen Freunde unseres Tage gearbeitet hat, und zwar unter der Bedingung, daß seitdem Blattes, sowie die Vertrauenspersonen bitten wir dring- über 10 Jahre verflossen sind. Die Wahlen finden am Sonntag lichst, uns alle auf die Feier des 1. Mai in ihrem Bezirke im Gemeindehaus unter dem Borfiß des Bürgermeisters statt. Die bezüglichen Meldungen in gedrängter Kürze auf einer Post- abgegeben werden. karte so zeitig mittheilen zu wollen, daß wir am Morgen Staatstaffe bezahlt, richtiger vorgeschossen, indem das des 2. Mai im Besize der Nachricht sind. Bei besonders wichtigen Vorkommnissen, wo uns aber auf dem Postwege die Nachricht nicht rechtzeitig erreichen würde, erbitten wir telegraphische Benachrichtigung. Mit sozialdemokratischem Gruß Die Redaktion des ,, Vorwärts". Die Arbeiter- Inspektion in den franzöfifchen Bergwerken. Paris, 22, April 1898.*) Das Gesetz vom 8. Juli 1890 über die mit der Betriebssicher. heit in den Bergwerken betrauten Arbeiterbelegirten( déléguésmineurs) zählt zu den besseren sozialpolitischen Maßnahmen der französischen Gesetzgebung. wieder eingetrieben wird. praktische Durchführung desselben betrifft, so tehren in der der Bergarbeiter- Bertreter wieder über die Verlegung des Gefeßes Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: Der konservative Gedanke hat im Bolt immer mächtiger Wurzel gefaßt, die gesammte Linke sieht sich genöthigt, troß aller ihrer inneren Zwiespalte, gemeinsame Sache zu machen, um in einem legten Versuche dem kräftigen Vordringen christlich- konservativer Gesinnung im Bolt entgegenzutreten." Wer lacht da? Die mächtigen Wurzeln des konservativen Gedankens im Bolt", wer kennt sie nicht? Ruutung der Landbevölkerung, Verdummungsurne. bestrebungen in Kirche und Schule, Terrorismus vor der Wahl. tonservativen Stimmen, ununterbrochene Mißerfolge bei Tag, Berfehung durch den Bund der Landwirthe und den AntiStimmzettel müssen in verschlossenem Umschlag von gleichem Format Das Gehalt der Delegirten wird allmonatlich wird allmonatlich von der Gehalt durch die Steuerbehörden bei den betreffenden Konzessionären Und das kräftige Vordringen christlich konservativer Ge Dies die wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes. Was die sinnung"! Thatsächlich zeigt die Wahlstatistik: Rapide Abnahme der Deputirtenkammer alljährlich aktenmäßig begründete Beschwerden durch die Unternehmer unter dem wohlwollenden Auge der Behörden, sowie über die direkten behördlichen Verrenkungen des Gesetzes im Interesse der Unternehmer. Das ist jedoch bisher das allgemeine Schicksal der französischen Arbeiterschutzgesetze, und die Gruben barone find in Frankreich die progigste Unternehmergruppe. Jm allgemeinen dürfte das fragliche Gesetz viel besser durchgeführt werden als die sonstigen Schutzgesetze, denn die Delegirten wachen wird, von der Kreuz- Zeitung" lebhaft beklagt. In Norwegen ist über die Ausführung des Gesetzes viel aufmerksamer als die amt bekanntlich das Wahlrecht außerordentlich erweitert worden, so lichen Arbeitsinspektoren. Das ist eine allgemein anerkannte That. daß beinahe die reine Demokratie dort herrschen wird. Die sache, welche am sprechendsten durch die Feindseligkeit der Gruben- Kreuz- Zeitung" ist darob sehr traurig, sie schreibt: barone gegen das Institut der Delegirten bewiesen wird. Die wohlthätigen Ergebnisse der Delegirtenthätigkeit zeigt die amtliche Statistik der Unfälle in den Kohlengruben. Während in den Jahren 1885, 1886 und 1887( Enquete der Deputirtenkammer) die Zahl der Todten nahezu 24 pro 10 000 unter Tage Arbeitender betrug, find die entsprechenden Zahlen für die Jahre 1892 bis und mit 1896: 9,5; 9,3; 8,5; 11,9; 13. Höchst bemerkenswerth ist der Umstand, daß in den Jahren 1892, 1898 und 1894, d. i. in den ersten drei Jahren nach Inkrafttreten des behandelten Gesezes, tein einziger Todesfall infolge von Schlagwettern vorgekommen ist, was im Zeitraum von 1848–1901 in keinem Jahre zu verzeichnen war. In den Jahren 1895 und 1896 verursachten die Schlagwetter 0,4 bezw. 0,2 Todesfälle pro 10 000 Roblengräber. den Nachwahlen seit 1893 bis auf den heutigen semitismus, Zurücktritt ihrer wichtigsten Wortführer u. f. w., u. f. 10.! Nun, wenn den Konservativen dieses kräftige Vordringen" gefällt, so wünschen wir ihnen, daß sie am 16. Juni nur so weiter kräftig vordringen" mögen. Uns soll's gefallen. " ,, Das irregeleitete norwegische Volk" " Auf grund dieser erweiterten Wahlbefugniß wird sich, offiziellen Schätzungen zufolge, die Gesammtzahl der Wählerschaft um mindestens 180 000 Stimmen erhöhen, das will fagen, die Zahl der überhaupt wahlfähigen Bürger steigt von bisher 225 000 auf rund 405 000, erfährt mithin einen Zuwachs von nicht weniger denn 70 pet. Die folgenschwere Tragweite des Storthingsbeschlusses für die ganze fernere Entwickelung der innerpolitischen Verhältnisse Norwegens liegt damit klar zu Tage. Bedenkt man des weiteren, daß die Resultate eines auf der obigen Grundlage auszufämpfenden Wahl-. tampfes durch keinerlei Korrektivmittel der staatlichen Ges walt in ihrer möglicherweise direkt landesgefährlichen Be thätigung gehindert werden können, da die norwegische Krone jeder segensreichen Initiative beraubt ist und das Storthing dank seinem allmächtig gebietenden Einfammersystem- alle Machtmittel in seine Hände gebracht hat, so muß man in der That zugeben, daß faum ein Land der alten Kulturwelt sich so vorbehaltlos der radikalen Demokratie in die Arme geworfen hat, wie Norwegen es mit seinem geftrigen Beschlusse gethan." Schrecklich, schrecklich. Und dabei befinden sich die Norweger Der Anlaß des Gesetzes war in erster Linie die erkannte Mangel. haftigkeit der staatlichen( durch die Bergwerksingenieure) und der unternehmerlichen Inspektion, wenn auch der amtlichen Statistik zu folge die Bergwertsunfälle in Frankreich relativ weniger zahlreich waren, als in England, Belgien und Deutschland. Der erste Gutwurf stammt aus dem Jahre 1882 und lehnte fich an das Brinzip der fakultativen Arbeiterinspektion an, wie es im englischen Gefeß vom August 1872 zum Ausdruck kommt. Als dann aber die gewerkschaftliche Organisation der Bergarbeiter erstartte, Die Vermehrung der Todesfälle 1895 und 1896, nachdem in den mußte daz Barlament viel weiter gehen. Das Schließ voraufgegangenen drei Jahren ein stetiges Sinken derfelben zu verlich, nach acht Jahren des Widerstandes seitens des Senats zeichnen war, ist eine Folge der in der Deputirtenkammer nachzu ftande gekommene Gefeß ist ein Rompromiß zwischen den gewiesenen lager gewordenen Handhabung des Gefeßes. Die Ver Forderungen der Arbeiter und dem arbeiterfeindlichen Senat. Es mehrung der Inspektionstage der Delegirten bezw. die Schaffung von hatte seit 1882 nicht weniger als acht schwerer Grubenkatastrophen neuen Inspektionsbezirken hält nicht Schritt mit der Ausdehnung der bedurft, um den Senat mürbe zu machen. Fast jede neue Wieder- Betriebe. Die Präfeften schreiben mitunter weniger als 10 Jnspektions- fehr wohl. Feilich, in ein Junkerhirn geht so etwas nicht hinein, aufnahme des Entwurfs fand unter dem Eindruck eines Massen- tage monatlich vor, trotzdem, wie hervorgehoben, die Entschädigung am wenigften in ein preußisches, welches nur darüber sinnt, wie unglücks statt. Der endgiltigen Annahme des Gesetzes ging noch der Delegirten für 10 Tage berechnet werden muß. Es ist ein das deutsche Reichstagswahlrecht, das so überaus mäßig ist, rück( Februar 1890) bie Grubenkatastrophe in Machine( Nièvre- Departe. glänzendes Beugniß der Pflichttreue der Delegirten, daß sie ihrem wärts revidirt werden könne. ment) vorauf, in welcher 44 Arbeiter den Erstickungstod fanden. eigenen Interesse zuwider auch über jenen behördlichen Mißbrauch indem 3 in Zukunft Gar nicht genug indirekte Stenern Der springende Bunkt des Gesetzes betrifft die Sicherung der sich beschweren. Die Grubenbarone verlegen in Gemeinschaft mit Unabhängigkeit der délégués- mineurs von den Grubentonzessionären den Bergwerks Ingenieuren namentlich die ausdrückliche Borschrift fann es für die Herren Ronservativen geben. Herr v. Mirbach ( ftaatlich ausgebeutete Bergwerke giebt es in Frankreich nicht). Die des Gesetzes über fofortige Benachrichtigung des Delegirten bat im Herrenhaus eine Resolution zum Etat eingebracht, organisirten Arbeiter verlangten zu diesem Zwecke eine Ausdehnung bei einem schweren" Unfall. Sie entledigen sich dieser Vorschrift, durch welche die preußische Regierung aufgefordert wird, im Bundes des Inspektionsbezirkes jedes einzelnen Delegirten, welche diese ganz ihre geknechteten Aerzte eine Arbeitsunfähigkeit der rath dahin zu wirken, daß ein Eingriff in die Steuerrechte der Einzelstaaten durch Erhebung von Direkten Steuern zum Zwect in Anspruch nehmen und ihm von der Nothwendigkeit entheben Berunglückten von weniger als zwanzig Tagen diagnoftiziren, ber Deckung von Reichsausgaben- wie sie mehrere Anträge bei würde, der Lohnarbeiter der zu beaufsichtigenden Grubenverwaltung und das in zahlreichen Fällen, wo wo die Arbeitsunfähigkeit bleiben zu müssen. Das Gesetz verfügt dagegen die Eintheilung in Wirklichkeit von 40 Tagen bis sieben Monaten dauerte!.. der Berathung des Flottengesetzes gefordert hatten jeder einzelnen Grubentonzession in ebenso viele Bezirke, als se ch 3 Daß schließlich der vom Gesetz bestrafte Druck auf die Wähler von verhütet werde. tägige detaillirte Besichtigungen pro Inspektionsden Grubenherren in jeder Form ausgeübt wird( einschließlich der besuch erforderlich sind, um die ganze Konzession( Gruben, Vertheilung von ungewöhnlich dicken Stimmzetteln, die in die WahlGallerien, dazu gehörende Werkstätten, Transport Bors urne hinuntergedrückt werden müssen, um so den einförmigen amtrichtungen) zu inspiziren. Die Grenze jedes Bezirks ist also lichen Umschlag unschädlich zu machen), versteht sich von selbst. Die fortwährenden Beschwerden der Bergarbeiter Vertreter ein sechstägiger Inspektionsbesuch. Und da der Delegirte zwei detaillirte Inspektionen im Monat vornehmen muß, so ist er in der haben immerhin zur Folge gehabt, daß im Budget von 1898 das Regel höchstens zwölf Tage monatlich beschäftigt. Dazu kommen Gehalt der Delegirten von 200 000 auf 215 000 Franks erhöht noch die obligatorische Juspektion des Ortes, wo ein schwerer" wurde, was eine Vermehrung der Inspektionstage bezw. der Zahl Unfall( Tod oder schwere" Verwundung eines oder mehrerer der Delegirten bedeutet. Arbeiter) stattgefunden hat, und die fakultative Begleitung der Bergwerks Ingenieure( je nach dem Wunsche der letzteren) bei deren Inspektionsbesuchen. V Wahlkampf. B. K. Das Handbuch für sozialdemokratische Wähler, das vom Der Delegirte wird entlohnt für jeden Inspektionstag wie für einen Arbeitstag, deffen Preis alljährlich vom Präfekten bestimmt Parteivorstand für die bevorstehende Reichstagswahl. Agitation wird, für jede Ünfallschau und Begleitung des Ingenieurs wie für herausgegeben wird, kommt Ende nächster Woche zur Ausgabe. Es einen halben Arbeitstag. Lezteres ist eine willkürliche Auslegung erscheint, 25 Bogen start, in bequemem Taschenformat, solid und des Gesetzes durch die Behörden, deffen Wortlaut eher für die Ent- elegant gebunden. An jedes Wahlkomitee sollen für die Iohnung mit einem ganzen Tagelohn spricht. Alles in allem bezieht Kandidaten, für die Redner und BertrauensLeute ber Delegirte als solcher, nach der Berechnung des Bergarbeiter eine Anzahl Exemplare gratis versandt werden. Der Preis beAbgeordneten Basly, höchstens 80-90 Frants monatlich. Das Minimum der monatlichen Entlohnung beträgt für Bergwerte mit trägt im Buchhandel 3, M. Bestellungen sind an die Buchmehr als 120 Arbeitern 10 Tagelöhne, ungeachtet der eventuell handlung Vorwärts, Beuthstraße 2, Berlin SW, geringeren Zahl der nothwendigen Inspektionstage; für fleinere au richten. Bergwerke ist die Festsetzung der minimalen Entlohnung pro Monat dem Präfetten anheimgegeben. " Die Delegirten und deren Ersaßmänner, welch lettere nur im Falle der Verhinderung der ersteren herangezogen werden, werden in jedem einzelnen Inspektionsrevier für drei Jahre von den unter Tage Arbeitenden gewählt. Wahlberechtigt ist jeder Franzose, der die politischen Rechte besitzt und in der letzten Lohnliste vor der Wahlausschreibung figurirt. Wählbar ist jeder des Lesens und Schreibens Kundige und wegen Vergehens gegen das behandelte Gefeß, gegen das Berggeseß, sowie wegen Streifvergeben ( Verlegung der Arbeitsfreiheit"!) nicht Vorbestrafte, wenn er entweder 1. wahlberechtigt, 25 Jahre alt ist und seit mindestens 5 Jahren im betr. oder in einem anderen Inspektionsrevier desselben Konzessionärs unter Tage arbeitet, oder 2. ehemaliger Bergarbeiter ist, wohnhaft in einer der Gemeinden, unter deren Gebiet die betreffende Ronzession liegt, 25 Jahre alt, Franzose im Genuß der politischen *) Wie bekannt, beabsichtigt die preußische Regierung endlich eine Berbesserung der Grubeninspektion vorzunehmen. Eine Kommission ist zum Studium der Berginspektion ins Ausland entfandt worden. Von Seiten der Bergarbeiter wurde vor allem die Forderung auf gestellt, daß Juspektionsbeamte eingesetzt werden, die aus der Mitte der Arbeiter und von diesen selbst zu wählen sind. Um Aufklärung über die Bedeutung der Arbeiterinspektion auf den Gruben zu schaffen, werden wir eine Schilderung der betreffenden Verhältnisse in Frankreich, Belgien und England geben. Wir beginnen hiermit Durch die obige Buschrift unferes französischen Korrespondenten. Zur Begründung seines Antrages sagt Graf Mirbach: " In der Kommission für den Reichshaushalts- Etat wurden bei der Vorberathung des Entwurfes eines Gesetzes, betreffend die deutsche Flotte, von Mitgliedern der Kommission Anträge ge ftellt, welche auf eine Beschränkung der Rechte der Einzel staaten hinsichtlich der Ausbringung ihrer( direkten) Steuern und der Matrikularbeiträge abzielten. Der§ 8 des erwähnten Gefeßentwurfes, welcher vom Reichstage beantragt und ans genommen wurde, enthält besondere Bestimmungen über die Deckung, die, wenn sie auch durch die Erklärungen des Staats sekretärs des Innern, Herrn Grafen v. Posadowsky- Wehner das unter den Begriff der indirekten Reichssteuern" nicht die' Bölle fielen, erheblich eingeschränkt sind, doch als Präjudiz gegen das System indiretter Besteuerung auf gefaßt werden können." Also es soll auf keinen Fall irgendwelche Vorsorge durch die Gesetzgebung getroffen werden dürfen, daß weitere indirekte, die Armen ungleich schwer belastende Steuern nicht mehr eingeführt werden. Das heißt: Es soll freie Bahn bleiben für neue Schröpfungen der unbemittelten Boltstlassen. Schön denn, daß alle Welt es weiß. Die Konservativen um Mirbach haben die Absicht, dem deutschen Volte weitere indirette Steuern aufzuhalsen! Der Autrag des Grafen Mirbach vervollständigt das Sünden register der konservativen Partei, das wir den Wählern vorzuhalten haben. Wir danken dem Grafen. Soweit zu Agitation3zweden seitens der Vertrauens- register leute oder Wahlkomitee's weitere Bartien gewünscht werden, werben diese zu wesentlich herabgeseztem Preise abgegeben und sind diesbezügliche Wünsche zu richten an J. Auer, Raßbachstraße 9, Berlin SW. Die Parteipresse wird um Nachdruckt gebeten. Konservative Windbeuteleien. Die Kons. Korrefp.", das offizielle Organ der konservativen Bartei, erläßt einen Wahlaufruf an die Gesinnungsgenossen, der sehr luftig zu lesen ist. Erst wird da die konservative Partei als die Schirmerin und Hüterin von Christenthum und Monarchie" angepriesen. Leider ist aber notorisch, daß die Herren Konservativen die un Monarchie nur deshalb schirmen und schüßen", weil sie von dieser Institution Beihilfe für ihre Vorherrschaft im Reiche, wohlbezahlte Aemter, Liebes- und Ehrengaben allerlei Art erwarten. Und leider ist es ebenso notorisch, daß niemand das Christenthum dem deutschen Volke mehr zu entfremden verstanden hat, als gerade die Konservas tiven, indem sie ihre maßlos egoistische Politit mit einem christlichen Mäntelchen zu umhängen pflegen. Das entfagungsvolle Christenthum und agrarische Beutegier, Lehre der Nächstenliebe und die rohe Unterdrückung der Volksmasse, tönnen schroffere wie sie die Konservativen von je betrieben haben Gegenfäße ausgedacht werden? Der Wahlaufruf der„ Kons. Korresp." zeigt aber noch andere Bierlichkeiten. Da erfährt die staunende Welt: Die Sammelpolitikusse im Graben. " Die Brutalität des Bündlerthums hat die Miquel'sche Sammel politif schwer beeinträchtigt. Selbst die Berl. Neuest. Nachrichten", das Organ des Herrn Kardorff, der gewiß ein Herz für die Landwirthschaft" hat, wenden sich scharf gegen die Plöz- Hahn'schen Bundes" Brüder und das Blatt führt aus: " „ Leider gewinnt es den Anschein, als wenn die so ver heißungsvoll eingeleitete Politit der Sammlung an einem tlaftertiefen Graben angelangt ist, über den dieselbe kein hinüber zu finden weiß. Denn wer den Berichten über die Wahlbewegung in den einzelnen Wahlkreisen auch nur von ferne gefolgt ist, wird der Wahrnehmung sich nicht verschließen können, daß der Grundgedanke der Sammlung" an vielen Orten im Streit um wirthschaftspolitische Einzelheiten nahezu verschwunden ist. Indem agrarische Redner ihre Sonderforderungen, deren Aufstellung und Befürwortung ihnen im übrigen unbenommen bleiben muß, in rücksichts. loser Schärfe als die alleinige Parole einer wahlpolitischen Berständigung proklamiren, erschweren sie den in der Hauptsache mit ihnen einigen natürlichen Bundesgenossen, sich freudigen Herzens zu derselben Fahne zu bekennen. Wem aus aufrichtiger Ueberzeugung daran gelegen ist, ein nur gemeinsam zu erringendes großes Ziel zu erreichen, der darf nicht die Agitation mit solchen Ausfällen auf die angesehensten Führer der Nachbarparteien würzen, darf nicht die einzelnen unausgeglichenen Meinungsverschiedenheiten mit for " = B Unsere Aussichten im Kreise sind trotz der Saalabtreiberei vor. Imöglichst gleichmäßige Handhabung in allen Bundesstaaten zu erstreben hohnvollem Uebermuth hervorkehren, wie es von dem Bundes- zügliche, und werden die Genossen nichts daran fehlen lassen, daß und schließlich will sie beim nächsten Landtage die Gewährung von: direktor", dem Abg. Dr. Hahn, geschehen ist und ge- auch diese Domäne der Konservativen einst in unsere Hände ge- Staatsmitteln zum Zweck der pathologischen Seuchenbekämpfung schieht.... Den Aufruf zur Sammlung, den auch der Name des langt. und für die Veranstaltung praktischer Versuche beantragen. ersten Reichskanzlers des neugecinten Deutschen Reiches ziert, weiß Reichstags Kandidaturen. In der Debatte erklärten sich mit Ausnahme des Abg. v. Pappens. nichts von der bedingungslosen Verpflichtung der Wahlkandidaten Aufgestellt sind folgende Kandidaten: In Salzwedelheim, der die obligatorische Fleischbeschau durch Landesgesetz und auf ein Programm, in welchem manche Punkte den wichtigsten Garbelegen von der sozialdemokratischen Partei Maurer Karl nicht durch Reichsgesetz eingeführt wissen will, da er dem ReichsLebensbedürfnissen der deutschen Industrie widerstreiten." Schoch aus Magdeburg; in Stendal- Osterburg von der tage nicht traut, alle Redner durch die Erklärung der Regierung beAuch das führende Blatt des 3entrum3, die„ Germania", fozialdemokratischen Partei Dreher Gärtner aus Magdeburg; in friedigt. äußert eine erneute Absage gegen die Sammelpolitiker: Weißenfels Beiß von den Freifinnigen RittergutsbesizerRohland Morgen fällt die Plenarsigung im Interesse der Beschleunigung Wenn wir dem Aufruf zur Sammlung, nicht wegen des in Eholdshain; in Goslar- Zellerfeld. von den Welfen Freiherr der Kommissionsarbeiten aus. Am Freitag wird die heute abgebrochene Inhalts mit dem wir ja einverstanden sind, sondern aus v. Minnigerode Wollershausen; in Stade Bremervörde von Berathung fortgesetzt; außerdem steht die zweite Lesung der lex dem Grunde ein gewisses Mißtrauen entgegengebracht den Vertrauensmännern des Bundes der Landwirthe Amtsrichter Arons auf der Tagesordnung. haben, weil wir uns des Verdachts nicht erwehren Hottendorf in Tofledt; im dritten oldenburgischen Kreise vom Bunde Das Herrenhaus begann heute die Etatsberathung, die, da konnten, daß die wirthschaftliche Sammlung dazu der Landwirthe Benno Meyer in Holte; von den Ordnungsparteien nach der Verfassung dem Hause nur das Recht zusteht, den Etat im mißbraucht werden solle, unter dem Vorwande der in Reuß ä. 2. Fabrikant Waquer in Greiz; in Zellerfeld ganzen abzulehnen oder anzunehmen, lediglich den Charakter einer wirthschaftlichen Sammlung eine politische Goslar von der freisinuigen Volkspartei Quensell aus Goslar; in afademischen Grörterung haben faun. Der Antrag der Kommission Sammlung im Sinne des alten Kartells herbei zu führen, Schaumburg- Lippe von den Freisinnigen Albert Biefant; lautete auf Annahme des Etats und Zustimmung zu der vom Abso hat die Entwicklung der Sammlungs- Wahlpolitit dieses in Mör3- Nee3 von den Nationalliberalen Fabrikant Borster; geordnetenhause beschlossenen Resolution betreffend Bildung eines Mißtrauen thatsächlich begründet. Die wirthschaft- in Dehringen Weinsberg von liche Sammlung ist gescheitert, so weit nicht die National Förstner. den Nationalliberalen außeretatsmäßigen Dispositionsfonds von 20 Millionen zum Zweck liberalen in Lohn und Frohn des Bundes der Landwirthe überder Eisenbahn- Verwaltung, und die Verwendung weiterer etwa vorAus Elsaß- Lothringen. In einer am verflossenen handener Ueberschüsse bis zur Höhe von 30 Millionen zur Bergegangen sind, nun ist die politische Sammlung mit Sonntag auf badischem Boden stattgehabten Parteiversammlung mehrung der Betriebsmittel und Erweiterung der Bahnanlagen. dem Ziele, eine möglichst große national gesinnte Mehrheit in der Straßburger Sozialdemokratie wurde die Kandidatenliste unferer Die Generaldiskussion drehte sich in der Hauptsache um den den Reichstag zu bringen", nach dem Rezept der Kartell Bartei für die Reichstagswahlen in Elsaß- Lothringen endgiltig in Ländlichen Arbeitermangel, wahlen in den Bordergrund gedrängt worden. vor wenigen folgender Weise festgestellt: 1. Wahlkreis( Altkirch Tann): Tagen im Abgeordnetenhause erörtert ist, 8lt dem aber Mit der möglichst großen nationalgesinnten Mehrheit" im Bofamentier Weise in St. Ludwig; 2. Kreis( Mülhausen): Kauf auch Sinne des alten Kartells hat es aber einstweilen noch gute Wege. mann Bueb in Mülhausen; 3. das Herrenhaus naturgemäß seinen Senf zugeben Kreis( Colmar Münster): muß. Zur Beseitigung dieser Kalamität schlug Graf zu Die Zentrumswähler würden einen politischen Selbstmord begehen, Apotheker Lutz in B.- Baden; 4. Kreis( Gebweiler- Bühl): Schreiner Stolberg- Wernigerode eine Revision des Unters wenn sie dem Bunde der Landwirthe behilflich sein Meier in Straßburg; 5. Kreis( Markirch- Nappottsweiler): tützung wohnsiz- Gefeßes in dem Sinne vor, daß bei wollten, unter seiner Oberherrschaft ein neues Kartell Schuhmacher Fink in Straßburg; 6. Kreis( Schlett. Aufrechterhaltung der Freizügigkeit ein Arbeiter dort unterstüt zu errichten, das dem Zentrum nicht allein seine bisherige aus ftadt): Schäftemacher Brzo ste wicz in Straßburg; 7. Kreis wird, wo er sein Brot gesucht hat, nicht aber von der Heimaths. schlaggebende Stellung im Reichstage, sondern auch seinen poli-( Molsheim- Erstein); Geschäftsführer Hoffmann in Straß- gemeinde. Weiter forderte der Redner eine Aenderung des tischen Einfluß nehmen würde, während eine Beschränkung burg; 8. Kreis( Straßburg Stadt): Bigarrenhändler Böhle Alters und Invaliditätsgefeges zur Erleichterung der des Reichstags- ahlrechts, eine Ruebelung des in Straßburg; 9. Kreis( Straßburg- Land): Schriftsetzer Tray in Landwirthschaft, eine Forderung, der auch Minister v. Miquel zus Bereins- und Versammlungsrechts und andere schöne Straßburg; 10. Kreis( Hagenau Weißenburg): Bildhauer Schott stimmte, da eine gerechtere Vertheilung der Lasten in ländlichen BeDinge die ersten Heldenthaten des neuen Kartells bilden würden.." in Schiltigheim; 11. Kreis( Babern): Brivallehrer Goft in sirken in der That wünschenswerth sei. Wahrscheinlich, um die Gegen die Freizügigkeit Haegen; 12. Kreis( Saargemünd): Kaufmann Emmel in Saar- Unvorsichtigkeit seines Kollegen vom Landwirthschafts- Ministerium ber fämmtlichen Arbeiter und Arbeiterinnen wendet sich eine Buemind; 18. Kreis( Diedenhofen- Bolchen): Geschäftsreisender wieder gut zu machen, trat Herr v. Miquel gegen die Auf. Buchleicher fchrift bes Vereins zur Fürsorge für die weibliche Jugend" mit der Schleicher in Meh; 14. Kreis( Mez): Journalist Martin in bebung der Freizügigkeit ein, doch wird man dieser AeußeUnterschrift des Grafen von Bernstorff im„ Rottb. Anz.", die Straßburg; 15. Kreis( Saarburg) steht noch aus. rung im Hinblick auf die Debatten im Abgeordnetenhause nicht allzu in die Worte austlingt: In eichenbach Neurode wollen die bürgerlichen sehr trauen dürfen. Die Arbeiterschaft wird nach wie vor auf der " Will man die Verführung zum Auswandern hemmen, so Parteien die Kandidatur des Zentrums unterstützen, während in Hut sein müssen, um eine Verkümmerung der wenigen Volksrechte zu bekämpfe man vor allem die Arbeit der Agenten, welche die Waldenburg das Zentrum auf einen eigenen Kandidaten verzichtet. verhindern. " Miethetomptoire in die Proving schicken. Auch wende man fich an die Gesetzgebung, damit die Hauptursache des Schadens, die Freizügigkeit, wieder beschränkt werde." Das ländliche Proletariat im Kottbuser Wahlkreise wird den Herren jedenfalls die verdiente Antwort nicht schuldig bleiben. wird: Anweisung für Amtsvorsteher. Borsitzenden der Versammlungen gewählt werden. B : Politische Webersicht. # # Deutsches Reich. Nebenber lief eine kleine Bolendebatte und eine Wahlrede des Grafen v. Hutten Czapski, in der er für die Wiederbelebung des alten Kartells und die Sammlung der wirthschaftlich Berlin, 27. April. nahestehenden politischen Parteien eintrat und dem Zentrum für Aus dem Reichstage. Die heutige Sigung wurde zu feinen in der Flottenfrage geübten Berrath warmen Dank zollte. Von den einzelnen Etats wurde nur der der Eisenbahn= einer ungemein interessanten. Die von der Regierung in der Berwaltung erledigt, wobei Minister Thielen das Verlangen der Im Wahlkreis Neustettin hat die konservative Partei an für China rief unseren Liebknecht in die Schranken. Arbeiter zurückwies, da diese Tarife für einzelne Landestheile Form des Nachtragsetat präsentirte vorläufige Rechnung Agrarier auf Aufhebung der Tarifermäßigung für die Amtsvorsteher, Gutsvorsteher und Großgrundbesizer çin vers trauliches Rundschreiben erlassen, in dem zur wirksamen Agitation Erbarmungslos griff er mit zündender Beredtsamkeit die unentbehrlich seien. gegen die antisemitische Versammlung des Professor Förster, der Schäden im Innern von Deutschland, die dem deutschen Morgen wird die Berathung fortgesetzt.diesen Kreis vertritt und wieder aufgestellt ist, folgendes empfohlen Gemeinwohl schädliche Weltmachtspolitik, die nach neuen Die Steigerung der Getreidepreise auf allen Ausbeutungsgebieten für Wenige auf Kosten der Gesammtheit europäischen Märkten, die durch die spanisch- amerikanischen Finden die Versammlungen flatt, was die Regel fein wird, so sucht, und die Klassenpolitik au. Die Wahrheit des von Wirren noch gefährlicher werden dürfte, und schon die Höhe wie halten wir es für dringend geboten, daß Sie mit möglichst vielen Liebknecht warm vorgetragenen Sündenregisters der bürger in den Theuerungsjahren 1890 und 1892 erreicht hat, erregt Gesinnungsgenossen an den Bersammlungen theilnehmen und den lichen Parteien brachte bald beren Verlegenheitsgelächter zum überall die Voltsmaffen. Aus Italien( Faenza und Bari) Ausführungen der Herren Förster und v. Mosch widersprechen. Gschweigen, braucht das gar nicht in langen wohlgefeßten Reden zu geschehen; Schweigen, durch welches sie sich aufänglich felbft zu täuschen werden ernste Unruhen und Einschreiten des Militärs gegen die vielmehr werden wenige träftige allgemein verständliche Worte, wie suchten. Ein besonders drastisches Bild trug dem Redner Hungernden, aus Südfrankreich große Aufregung gemeldet. fte der eigenen Bedeweise und dem Standpunkte der Zuhörer ent- einen Ordnungsruf ein. Staatssekretär des Steichsamts des Die italienische Deputirtenkammer hat heute einen Geſetz sprechen, häufig viel wirksamer sein. Ferner werden Sie sich einen Junern, Graf v. Posadowsky, hatte heute einen be- entwurf genehmigt, wonach die Herabsehung der Getreidezölle festen Kern zuverlässiger Männer sichern müffen, der Ihren und sonders unglücklichen Tag. Sein Versuch, das rothe Gespenst bis zum 15. August d. J. in kraft bleibt. Obgleich auch für fonftiger Freunde Ausführungen kräftig und laut Beifall spendet, der Heugabelgewalt aus einer harmlosen, sehr friedfertigen Deutschlands Bevölkerung die Erscheinung höchst bedenklich ist, bagegen etwaige Beifallstundgebungen für unsere Stelle eines Aufsatzes von Liebknecht herauszulesen, rief nicht denkt die Regierung nur an die Erhöhung der LebensmittelGegner hindert und stört. Sehr erwünscht wird es fein, nur bei den Sozialdemokraten Gelächter hervor. wenn Sie oder ein anderer einheimischer Gesinnungsgenosse zum bes Ministers Ansicht giebt es in Deutschland keinerlei menten zum Schaden gemacht werden. Hoffentlich bringen die Nach zölle. Den Agrariern soll weiter alles zu Liebe, den Konsu Bermieden muß unter alten Umständen werden, daß unsere Reaktion. Graf v. Posadowsky scheint einen sehr blinden Wahlen die dringlich erforderliche Abrechnung. Gesinnungsgenossen die Bersammlungen besuchen, ohne zu wider Spiegel zu besitzen. Bebel war so freundlich, ihm einen sprechen, da ein solches Schweigen von unfundigen Leuten immer besseren, sehr gut polirten entgegenzuhalten. In der Entals Zustimmung ausgelegt wird und daher nur unseren Gegnern zu gegnung blies Herr von Posadowsky so unglücklich in gute fommen würde. Begnadigung. Aus Stargard in Pommern meldet man das Ordnungs- Sammelhorn, wie selten ein Minister. Wir der„ Berl. Stg.": Eine gegen den Polizeisergeanten Haß wegen. Baare Auslagen, die Sie aus diesem Anlaß haben sollten( event. fönnen seine Rede, in der der Klassenkampfcharakter der heutigen schwerer Beleidigung erkannte dreimonatliche Gefängnißstrafe wurde auch für Freibier n. f. w.), find wir bereit, Ihnen zu erstatten und Gesellschaft in unverblümter- allerdings wohl auch in uns im Gnadenwege in Feftungshaft von gleicher Dauer umgewandelt.bitten zutreffenden Falles um deren Angabe. Schließlich bemerken wir ergebenst, daß wir bezüglich der ein- bewußter Weise offen anerkannt wurde, und den gesammten Ein Privattanal wird, der Volks- 3tg." zufolge in gangs erwähnten Versammlungen an die Herren folgen mehrere Inhalt der heutigen Debatte als trefflichen Stoff für die Ostpreußen geplant. Gin Ronsortium von Privatleuten will die Samen gleichlautende Buschriften gerichtet haben und bitten Wahlagitation empfehlen. Das sei hiermit geschehen.- beiden im Allensteiner Kreise belegenen großen Seen, den Lansker wiederholt, gerade diesen ersten Versammlungen Ihr ganzes Interesse Das preußische Abgeordneten hans nahm bente zunächst und Blanßiger See, mit einander verbinden. Hierdurch würde die zuzuwenden, denn es wird den gegnerischen Bestrebungen jetzt viel den Bericht der Agrarkommission über den Antrag Herold( 3.) arme Gegend, in der die beiden großen Seen liegen, einen be leichter und wirksamer entgegengetreten werden fönnen, als später, betreffend Uebernahme der Kosten thierärztlicher deutenden Ausschwung nehmen, da dann die Holzhändler das Holz wenn die Gemüther erst wieder verwirrt und die Bevölkerung auf untersuchung auf die Staatstaffe entgegen und be- aus den Forsten schneller und billiger befördern könnten. gehetzt ist. schloß nach unerheblicher Debatte, dem Kommissionsantrage ent- Wasserkraft der Seen soll durch Anlage eines großen elektrischen Der Vorstand des konservativen Vereins. sprechend, die Regierung zu ersuchen, das Gesetz vom 12. März 1881 Werfes ausgenutzt werden. Im Auftrage: betreffend die Ausführung der Reichsgesetze über die Abwehr und Dresden, 26. April.( Gig. Ber.) Die Zweite Rammer bes Snetblage. 8inzow. Unterdrückung der Viehfeuchen, nach Möglichkeit dabei in Anwendung Landtages entschied sich heute nach mehr als vierstündiger Debatte Frelbier, Landräthe, Amtsvorsteher und Gendarmen sind ja von zu bringen, daß die im öffentlichen Interesse erwachsenden Kosten mit 51 gegen 22 Stimmen für das Wallot'sche Projekt II zum neuen Ständehaus. Dasselbe bebingt die vielumstrittene jeher wichtige Förderer konservativer Kandidaturen gewefen und von der Staatstaffe getragen werden. ohne diefe Unterstützung fäße tein tonfervativer Abgeordneter im Hierauf begann die Berathung des agrarischen Fleisch Niederreißung der berühmten Brühl'schen Terraffe auf eine Strecke Reichstag. Was gegen die Antisemiten versucht, wird natürlich veribeuerung3 Antrages v. Mendel- Steinfels( f.) von 60 Metern, um die Nordfront des Gebäudes freizulegen. gegen die Sozialdemokratie mit Behagen fortgesetzt werden. Und und Ring( f.), der das Jutereffe der Staatsregierung in so hohem Unsere Genossen stimmten für Profett III, welches die Terrasse mit Diese Gefellschaft will sich noch den Aufchein geben, als ob sie Maße erregte, daß außer dem Landwirthschaftsminister auch der geringen Aenderungen bestehen läßt. Ob diese Entscheidung eine Arbeiterintereffen verträte, sie hat nur den Polizeibüttel für die Kultusminister und sogar der Ministerpräsident Fürst Hohenendgiltige ist, läßt sich noch nicht sagen, da die Erste Rammer in Arbeiter berett. lohe, der sich nur sehr selten im Haufe sehen läßt, erschienen ihrer Mehrheit für die Erhaltung der Terrasse sein soll und auch waren und in die Debatte mit eingriffen. Der agrarische die Dresdener Bevölkerung und Stadtvertretung die Verkürzung ber Eine Stüge der Nationalliberalen. Wunschzettel, den wir bereits neulich mitgetheilt haben, ist so Terrasse entschieden bekämpft. Aus dem Wahlkreise Herford Halle wird berichtet, daß lang, daß beide Antragsteller fich in die Begründung theilen Stuttgart, 27. April. Die Rammer lehnte den Artikel 3 eine feste Verbindung für die Wiederwahl des Reichstags- Abgeord: mußten, obwohl jeder von ihnen über die erforderliche Lungen des Gefeyes betreffend die Ortsvorsteher mit 51 gegen neten Bürgermeisters Quentin zwischen der nationalliberalen und fraft verfügt. Herr von Mendel Steinfels begründete 30 Stimmen ab. Artikel B forderte, daß das Gesetz bezüglich der der freisinnigen Volkspartei getroffen ist; die freisinnige Volkspartei den Theil, der sich auf die Waßregeln gegen Wichsenchen zur Zeit im Amt befindlichen Schultheißen rückwirtende Kraft wird im ersten Wahlgange für die Kandidatur Quentin eintreten. bezicht, während Herr Ning die Nothwendigkeit der Ein- erhafte. führung der obligatorischen Fleischschau und was damit gut Das Kartell in Soran Forst. Die„ Frelsinnige Beitung" bestreitet, daß zwischen den Konser vativen und Freifinnigen ein Startell zu flande gekommen ist. 2ir fönnen uns nur auf unseren Berichterstatter berufen und bemerken außerdem, daß uns die Mittheilung fehr wahrscheinlich schien, weil bisher eine freifinnige Kandidatur im Streife nicht genannt wurde, trotzdem die Freisinnigen bei der letzten Wahl auf ihren Kandidaten 4620 Stimmen vereinigten. Von der Agitation. 21 ihrer Gesundheit bewahren. " Auch die Straßburg, 27. April. Der Landesausschuß nahm heute sammenhängt, nachzuweisen fuchte. Beide verwahrten sich natürlich in dritter Lesung den Gesetzentwurf, betreffend die Einschätzung der bagegen, als ob sie einseitige agrarische Interessen verfolgen, fie Sapitafrenten, Löhne und Besoldungen, nach den Kommissions. wollen in ihrer Menschenfreundlichkeit nichts anderes, als ihre beschlüffen an. Nebenmenschen vor Schädigung Irgendwelche Sonderbestrebungen liegen ihnen fern, und auch aus Beuthen( Oberschl.) wird uns geschrieben: Auf dem Klotilde Gbronit der Majestätsbeleidigungsprozeffe. eine Werthenerung des Fleisches beabsichtigen fte nicht. schade, daß ber befannte Schwäger amp( ft.) sich Schacht in Scharley wurde der Arbeiter Jakob aidzik aus wieder einmal verplapperte und die Regierung an ihre Pflicht Bobrowniti( Ruff. Polen) wegen Majestätsbeleidigung vererinnerte, für höhere Schweinefleischpreise zu sorgen, da sonst die bastet. Defterreich. Landwirthschaft an der Schweineproduktion tein Interesse habe! Mur Aus dem Kreise Königsberg in der Neumark wird uns gefchrieben: Nachdemi bereits 2 Bersammlungen von unserer Seite im Im Gegensatz zu ihrer Stellung in den beiden lezten Jahren Wien, 26. April. Der Beschluß des Abgeordnetenhauses, die Streife stattgefunden, in welchen Genosse Görte als Standidat ge- erweist die Regterung jetzt den Agrariern ein solches Entgegen Anklage- Anträge gegen Badeni einem Ausschusse von 86 Mitgliedern sprochen, becilen sich nunmehr auch die anderen Parteien, mit ihren kommen, daß fie fast alle ihre Wünsche zu erfüllen bereit ist. 8 überweisen, fam unerwartet und erregte großes Aufsehen. Die Standidaten auf der Bildfläche zu erscheinen. So fanden in der Ministerpräsident Fürst Hohenlohe verlas eine Erklärung, Majorität von acht Stimmen kam dadurch zu stande, daß die vorigen Woche 2 Versammlungen vom Bauernbund Nordost" stalt, wonach dem Bundesrath der Entwurf eines Reichsgefehes, meisien Mitglieder der fatholischen Volkspartei sich entfernten, in welcher sich auch der Kandidat Oberlehrer Dr. Werner den betreffend die obligatorische Fleischfchant, vorgelegt werden soll, während vier tiroler Mitglieder dieser Partei unter Führung Wählern vorstellte. Da nur wenig Lotale zu Bersammlungen uns selbstverständlich unter der Boraussetzung, daß dann auch gegenüber des Abgeordneten v. Ballinger für die Anklage flimmten; ebenso zur Verfügung stehen, so benutzten unsere Genoffen die Gelegenheit, der ausländischen Einfuhr von Fleisch und Fleischwaaren mindestens stimmten die meisten Italiener für die Anflage. Der einzusehende in biefer Bersammlung zum Worte zu tommen, was denn auch gleichwerthige Waßregeln ergriffen werden. Ferner will die Ne Ausschuß hat das Recht, Borerhebungen einzuleiten und Badeni der Beschränkung, daß gut gelang, allerdings mit von gierung die Zwangs Vichversicherung und eine zweckmäßige Ver- vorzuladen und zu vernehmen. Der eigentliche Anklagebeschluß tann vornherein mur fünfzehn Minuten Redezeit gewährt wurden. werthung der Konfietate in Erwägung ziehen, damit die Lande vom Hause erst nach erfolgter Berichterstattung des Ausschusses Am legten Sonntag fand in Neu- Thornow eine Versammlung statt, wirthe vor Schaden bewahrt bleiben. In begug auf die Bergefaßt werden. Zu demfelben wäre eine zwei Drittel Majorität zu welcher auch Genoffe Görte erschienen war und unter stürmischem minderung der Seuchengefahr will die Regierung in eine neue erforderlich, erst dann könnte der Staatsgerichtshof einberufen Beifall die Angriffe gegen unsere Partet zurückwies. Es ist Prüfung der Frage eintreten, ob die zur Zeit bereits bestehenden werden. B noch zu erwähnen, daß Herr Schriftsteller Bürger als Ginberufer Vorschriften über die Einfuhr aus feucheverdächtigen Bändern zum Wien, 27. April. Abgeordnetenhaus. Minister. der Versammlung nicht umhin konnte, diese mit einem Hoch auf Schuß der heimischen Viehzucht gegen Werfenchung genügen und präfident Graf Zhun gab bei der ersten Lesung der in der ben Raifer su eröffnen. Unser Redner nahm am Schlusse nöthigenfalls eine Renderung der Bestimmungen bei der Reichs Sprachenfrage gestellten neuen Dringlichkeitsanträge etwa feiner Rede die Gelegenheit wahr, ein Hoch auf die regierung beantragen. Weiter ist sie bereit, auf grund der Erfolgende Erflärung ab: Thatsächlich habe man es nicht mit einer Sozialdemokratie auszubringen, in welches die Versammlung befahrungen, welche mit der Seuchenverschleppung im Inlande Sprachenfrage, sondern mit einem ganzen Komplex von Sprachen= geifiert einstimmte, worauf der überwachende Gendarm dieselbe gemacht sind, die bestehenden Seuchenabwehrbestimmungen zu fragen zu thun, die verschieden zu behandeln feien( Bustimmung), je auflöfte. revidiren und dabei eine Vereinheitlichung derfelben und deren nach der geographischen Begrenzung und der Verschiedenheit Die Torgelower Streikaffäre vor dem Stettiner Schwurgericht. " B " ber Amtssphären. Somit würden verschiedene Geseze noth- 1 daß so zahlreiche Boften aufgestellt wurden, mit Deutlichkeit zu ers wendig werden. Die Kompetenz der Reichs- und Landesgesetzgebung fennen sei, daß es auf einen Gewaltstreich abgesehen sei; dazu komme, werde im Auge zu behalten sein und neben dieser auch ein, wenn was ohne Verabredung kaum denkbar erscheine, daß die gleich eingeschränktes, Verordnungsrecht. Es wäre ein gewaltiger Aus Stettin, den 26. April, wird uns berichtet: Vor dem größte Babl der Personen, welche sich auf den RuhlFerthum, zu glauben, daß die Sprachenfrage durch ein von der Stettiner Schwurgericht beginnt heute ein Prozeß wegen schweren morgener Wegbegaben, sich mit Revolvern, Knüppeln, Steinen Majorität beschlossenes, dem starken Widerstande der Minorität und einfachen Landfriedensbruchs, der sich gegen 40 ehemalige Ar- und Ochsenziemern bewaffnet hatten. Die Schuld der übrigen begegnendes Gefeß zu lösen wäre.( Zustimmung.) Wir wollen, beiter der Torgelower Eifengießereien richtet. Torgelow ist ein Angeklagten folgert die Anflage theils aus eigenen Angaben, theils fuhr der Minister fort, ein Gesetz, das besser ist, als die Dertchen im Stettiner Landkreise mit mehreren großen Maschinen- aus Bezichtigungen des einen Angeklagten über den andern, theils Berordnung, weil es für lange Zeit den berechtigten Bedürfnissen fabriken und Eisengießereien, in denen viele hunderte von Arbeitern aus Zeugenaussagen von Leuten, die schon in der umfangreichen der Nationalitäten und des Staates zu entsprechen hat. Die Ver- beschäftigt find. Dort war gegen Ende vorigen Jahres ein Voruntersuchung befragt worden sind. ständigung sei troß der hochgehenden politischen Wogen bei gutem ziemlich umfangreicher Streit ausgebrochen. Die Veranlassung zum Es ist selbstverständlich eine sehr große Anzahl Zeugen geladen, Willen erreichbar. Badeni's Sprachenverordnungen seien aufgehoben; Streit bot die Maßregelung mehrerer Arbeiter, deren Wiedereinstellung da die Bertheidigung auch zahlreiche Entlastungszeugen herbeifie entsprachen den thatsächlichen Verhältnissen der Länder nicht.( Bus von den übrigen Arbeitern verlangt, von den Fabrikbesizern aber geschafft hat. stimmung links.) Auch die gegenwärtig geltenden Berordnungen, welche nicht zugestanden wurde. Der Streit dauerte mehrere Monate und Als Bertheidiger fungiren neben mehreren Offizialvertheidigern' das Bestreben hätten, sich den thatsächlichen Verhältnissen anzupassen, am Abend des 10. Januar d. J. tam es zu erregten Kämpfen die Rechtsanwälte Beermann Stettin und Dr. Hugo Heinemanns. tönnten aufgegeben werden, sobald ein besseres Gesetz geschaffen zwischen Streifenden und Arbeitswilligen". Mehrere Arbeiter Berlin. Die Verhandlung wird voraussichtlich vier Tage dauern. fei, ja unter gegenseitigem Einverständniß vielleicht schon, wenn wurden schwer verlegt, ein Arbeiter nach Beendigung der Die Zahl der Zeugen beläuft sich auf 67. Die Verhandlung eine Einigung über gewisse Hauptpunfte im Ausschusse erzielt sei. Prügelei todt aufgefunden. Die von der Staatsanwaltschaft beginnt mit der Vernehmung des Angeklagten Meyer, der ents ( Hört! hört!) Die Regierung werde werkthätig mitarbeiten, angestellten Ermittelungen haben den folgenden, der Anklage zu schieden eine Schuld von der den Arbeitswilligen" au theil gewor nicht als über den Parteien stehend, stehend, sondern als Ver grunde liegenden Sachverhalt ergeben. denen Züchtigung in Abrede stellt und darlegt, daß er die Streittreterin des an erster erster Stelle betheiligten Staatsintereffes Unter den Streitenden herrschte eine straffe Organisation. Es posten vor strafbaren Handlungen gewarnt habe. Aehnlich sagen und als Faktor, dem die Erreichung des Bieles am Herzen liegt. wurden regelmäßige Unterstüßungsgelder aus der Kasse eines verschiedene andere Angeklagte aus. Der Angeklagte Berger. Eine ernste und rasche Thätigkeit in dieser hochwichtigen Frage größeren Fachverbandes gezahlt. Die Kontrolle wurde in der Weise giebt zu, mit im Walde gewesen zu sein. Die Leute seien sehr thue dringend noth. Die Regierung wünsche Raum zu schaffen ausgeübt, daß sich die Streifenden täglich in dem Lokale eines Gast- erregt gewesen, es sei das Gerücht verbreitet gewesen, für eine fruchtbringende gemeinschaftliche Thätigteit auf allen wirths Lensche in Torgelow einzufinden und dort die ihnen aus die nicht streitenden Arbeiter hätten Revolver anderen Gebieten. Bei aller Bedeutung des Einflusses des natio- gestellten Streitfarten abstempeln zu lassen hatten. Die ab und ein Fabritbefizer hätte ihnen 50 M. Prämie nalen Empfindens müsse die Voltsvertretung ein offenes Auge für gestempelten Streitkarten dienten als Unterlage für die Auszahlung versprochen, wenn sie einen Streitenden er das materielle Wohl der Bevölkerung haben.( Buftimmung.) Unsere der Gelder. Außerdem wurden Streifposten auf dem Bahnhof in fch öffen. Borchardt und Foth wären angetrunten gewesen und besten Kräfte sind gelähmt. Raffen wir uns auf! Gegenwart und Torgelow und auf den Wegen, die die nicht in Torgelow selbst er habe die beiden deshalb vor Handgreiflichkeiten gewarnt. Foth Zukunft werden uns dankbar sein!" wohnenden Arbeiter zu passiren hatten, aufgestellt, nm fremde habe einen Revolver geholt, obwohl er es ihm untersagt hatte. Der Das Haus beschloß hierauf einstimmig auf Antrag des Abg. Arbeiter auf den in Torgelow herrschenden Streit aufmerksam zu Revolver war geladen und er habe den Revolver zu sich gesteckt Funke, den Schluß der Sitzung wegen der Wichtigkeit des Gegen- machen und die nicht ausständigen Arbeiter, von denen eine aus Vorsicht. Zwei Arbeiter seien über einen Mann hergefallen, standes. Anzahl in den Torgelow benachbarten Ortschaften Stallberg und er habe ihn aber zu schüßen gesucht und dem einen den Stock ent Ruhlmorgen wohnen und täglich von ihrem Wohnort morgens zur wunden. Von diesem sei er sogar mit dem Meffer bedroht worden. Arbeit gehen und abends nach der Arbeit nach ihrem Wohnsiß zurück Den Revolver habe er verloren, da er im Laufen einmal hingefallen fehren, zur Betheiligung am Ausstand aufzufordern. Am 10. Januar d. J. sei. Er habe die Leute nur abhalten wollen, um 1/48 Uhr sei er fand morgens in dem erwähnten Gasthause die übliche schon zu Hause gewesen, deshalb habe er von den letzten Vorgängen Bersammlung der Streikenden behufs Ausstellung der Streitkarten nichts gesehen. und Erörterung der Streitangelegenheiten statt. Es war verabredet, Angell. Holz bezichtigt Meyer, daß er die Poften aufgestellt am Abend verschiedene Streitposten auszustellen. Am Nachmittag und gefagt habe: Nun paßt auf, wenn gepfiffen wird, kommt Ihr wurden diese Streitposten abgetheilt. Die Organisation dieser vor." Er selbst habe einen Arbeiter angehalten und ihm zugeredet, Postenaufstellung wurde von dem Arbeiter Meyer geleitet, der er solle die Arbeit niederlegen und in den Metallarbeiter- Berband nach seiner eigenen Angabe etwa 32 Mann für den Weg nach Kuhl- eintreten. Dieser habe ihn aber über die linke Hand ge= morgen und Stallberg, 3-4 Mann für den Weg nach Ueckermünde schlagen. Diesen Schlag habe er nun seinerseits mit einem und etwa 15 Mann für den Weg nach Hammer und Aschersleben Schlage über den Buckel beantwortet. Weiter habe er nichts gethan. beorderte. Meyer selbst giebt weiter an, daß er damals bereits Angell. Franz Peters giebt zu, Steine in der Tasche gehabt das Gefühl gehabt habe, daß eine Schlägerei im Werke zu haben. Vors.: Weshalb hatten Sie die Steine bei sich? Angekl.: sei, und will deshalb die Posten gewarnt haben, keine Weil sich die weiter arbeitenden Arbeiter mit strafbaren Handlungen zu begehen, die Leute wüßten ja, Revolvern und Knüppeln bewaffnet hatten. Ich was fie zu thun hätten". Aus der Versammlung heraus habe aber schließlich die Steine wieder weggeworfen. Gehauen sollen schon früh Stimmen laut geworden sein, daß die Ar- habe ich nicht. Als ich nach Hause ging, sah ich einen Mann auf London, 26. April. Im Unterhaus erklärte der Lord des beiter, welche nicht gutwillig die Arbeit einstellten, Prügel ver- der Landstraße liegen und ich sagte noch: Es ist doch zu toll her. Schatzes, Balfour, Deutschland und Belgien hätten eine zeit dienten. Am Abend sind auf dem Wege nach Aschersleben und gegangen, da ist vielleicht noch manch Unschuldiger darunter gewefen weise Verlängerung der Handelsverträge angeregt. England habe Hammer einerseits und dem nach Kuhlmorgen und Stallberg anderer weil es mir leid that. feine Bereitwilligkeit ausgedrückt zu einstweiligen Arrangements feits thatsächlich Ausschreitungen vorgekommen. Wegen der ersteren für Behandlung als meistbegünstigte Nation hinsichtlich des ver- schwebt ein besonderes Verfahren. Die vorliegende Untersuchung einigten Königreichs mit der Berechtigung des Beitritts für die betrifft lediglich die Vorgänge auf dem Wege nach Kuhlmorgen und Kolonien, habe jedoch erklärt, es könne unter feinen Umständen in Stallberg. Die Landstraße von Torgelow nach Basewalk führt dort eine Erneuerung der Artikel 7 und 15 der bestehenden Verträge, durch die königliche Forst. Eine größere Anzahl von der Arbeit Lohnbewegungen der Bauarbeiter. Die Zimmerer Magbe welche bentschen und belgischen Waaren in britischen Kolonien das zurückkehrender Arbeiter find in diesem Walde angefallen burgs und Umgegend legten einmüthig die Arbeit nieder, weil der Recht auf gleiche Behandlung einräumen, willigen. und schwer verlett worden. Ein Arbeiter Tittmar ent von ihnen geforderte Lohn von 45 Pf. pro Stunde nicht bewilligt ging nach der Anklage nur dadurch Mißhandlungen, daß wurde. Frankreich. Paris, 27. April. Wegen des Zadelsvotums, welches die Deputirtenkammer in ihrer Sigung vom 30. März gegen den früheren General Staatsanwalt Quesnay de Beaurepaire wegen feines Zögerns, die gerichtliche Verfolgung in der Panama- Angelegen. heit einzuleiten, ausgesprochen hatte, beschäftigte fich die Disziplinar. tammer für richterliche Beamte mit dem Falle Beaurepaire und beschloß, ein Verfahren gegen Beaurepaire nicht einzuleiten. England. London, 26. April.( Unterhaus.) Der Erfte Lord des Schatzes, Balfour, erklärt, nach den letzten der Regierung zugegangenen Nachrichten ist das Gerücht unbegründet, daß Rußland bemüht sei, einen Hafen am Varanger- Fjord zu erwerben. Die Regierung habe auch nicht gehört, daß Rußland einen anderen Hafen in Schweden oder Norwegen zu erwerben wünsche. Eine solche Erwerbung würde übrigens teine Verlegung der englisch russischen Verträge ein schließen.Türkei. Asien. " Peking, 26. April. Japan forderte und erlangte von China die Zusicherung, daß die Proving Fukien, die der Infel Formosa gegenüberliegt, nicht veräußert werden würde. Amerika. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. er der Wahrheit gemäß angab, er arbeite in der Fabrik, In Kassel hat eine Verhandlung der Zimmerer mit den -8ur Lage auf Rreta wird der Intern. Rorrefp." aus von Vollgold, die vom Ausstande ja nicht betroffen fei. Einem Unternehmern zu teinem Verständniß geführt, da die von der MeisterRanea vom 26. April geschrieben: Die jüngsten Streitfälle Arbeiter Risch wurde die Kopfhaut aufgeschlagen, so daß er sich in fommission angebotene Lohnzulage von 1 bis 2 Pf. von den Arbeitern a wifchen französischen und türkischen Soldaten ärztliche Behandlung begeben mußte und 14 Zage arbeitsunfähig als ungenügend bezeichnet wurde. Die Arbeiter haben ihre For dürften auf die Entwicklung der fretischen Frage von tiefgehendem war. Ein Arbeiter Bluemte wurde an den Hüften und Beinen so derungen geändert und verlangen jest 3 Bf. Bulage zum StundenEinfluffe fein, da die seitens der Admirale an den Sultan gerichtete verlegt, daß auch er 14 Tage arbeitsunfähig war. Die Verletzten fohn, während erst allgemein 40 Bf. Stundenlohn gefordert wurde. Aufforderung, die türkische Besatzung zu verringern, in Konstantinopel gaben an, daß der Angriff auf sie auf gegebene Beichen erfolgte. Im Ausstand befinden sich 225 Mann, davon find 40 abgereift. nicht befolgt werden wird. Bemerkenswerth ist jedenfalls, daß gleich um 7 Uhr abends verließen die Arbeiter Stimm, Arndt und Franke seitig mit der Spannung gegenüber den französischen und ruffifchen die Fabrit von Seffe u. Ro. und warteten am Waldeingang etwa bewegung vor, das Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen. Die Zimmerer in Nürnberg schlugen in Sachen ihrer LohnBesatzungstruppen die muhamedanischen Beys in Kanea und Hera 10 bis 15 Minuten auf die Arbeiter Giermann und Strick und Damit hat sich die Innung einverstanden erklärt. Elion einen auffallend freundschaftlichen Verkehr mit den Offizieren den Lehrling Giehm. der englischen Truppen begonnen haben. Bu sechs gehend machten sie sich Zum Streik der Schuhmacher in Köln. In einer gut beauf den Weg nach Ruhlmorgen. Sie hatten ihren Weg fuchten Versammlung der streifenden Schuhmacher wurde den Arnur eine furze Strecke weiter fortgefeßt, als fie einen beitern von einigen Meistern das Entgegenkommen gebracht mit Pfiff hörten und sechs bis sieben Mann auf sie losstürzten. Auf die ihnen zu unterhandeln, um den Streit zum Abschluß zu bringen. und die Antwort aus Torgelow" erfolgte, fiel sofort ein Schlag, die Verhandlungen dazu beitragen, dem Kampf ein Ende zu bereiten. Frage der Hinzutretenden, woher Stimm und seine Genossen kämen Die Arbeiter sind auf diesen Vorschlag eingegangen und können -Berlegung des Betinger Hofe3? Aus London Flucht von der Stelle des Angriffs her noch einen Schrei hörte, ist Ro. in Rosto d ist aufgehoben. Wenn es auch den Arbeitern nicht der den Stimm veranlaßte, zu entlaufen. Stimm, der auf der Der Streit der Former der Eisengießerei von Spierling u. wird der Voss. 3tg." depeschirt: Die Times" folgern aus der unverletzt entkommen. Arbeiter Franke, der seiner Angabe nach Berufung des Bizetönigs von Wutchang nach Beting auf einen bereits einige Wochen vorher an derselben Stelle von mehreren gelungen ist, die Fabrikleitung zur Anerkennung ihrer Forderungen wichtigen Poften in der Hauptregierung, daß intereffante Ent- Beuten angehalten und mit Körperverlegung bedroht worden 3 zwingen, fo gelang es andererseits den Firmeninhabern nicht, wickelungen in der inneren und auswärtigen Politik China's bevor sein will, erhielt beim ersten Angriff mit einem dicken für die Streikenden Ersatzkräfte beranzuziehen, so daß die Fabrikftehen. Nach einer Shanghaier Times"-Drahtung scheine die Spazierstock mehrere Schläge über den Rücken und rettete leitung sich jetzt genöthigt sieht, die Formerei und Gießerei auszuWerlegung des Hofes nach Singafu oder Nanting sich ebenfalls durch schleunige Flucht. in Aussicht genommen zu fein. Das gleiche that der geben. Formerlehrling Ciehm, nachdem er einen Schlag über den Arm erDie Klempner in Neumünster haben im allgemeinen eine halten hatte. Arbeiter Strock sah, daß Arndt und Franke Schläge Lohnausbesserung erreicht und den Ausstand für beendet erklärt. bekamen und Arndt zu Boden fiel. Er selbst bekam einen Steinarbeiter Ausstand. Aus Striegau wird uns geschrieben: Schlag ins Kreuz, ergriff die Flucht und wurde, nachdem er 60 bis heute sind ungefähr 1000 Steinarbeiter in den Streit getreten. Die 80 Schritt gelaufen war, von 7-8 Mann, die aus dem Walde tamen, Berhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern schwebten überfallen und mit Kenütteln geschlagen. Er hatte eine große Wunde auf bereits seit Februar, die Herren Arbeitgeber lehnten aber jede dem Kopf und ist ebenfalls in ärztlicher Behandlung gewesen. Auch er will Forderung rundweg ab und ließen sich auf keine Verhandlungen mit bereits früher einmal von einem Arbeiter Bürger mit Schlägen be- den Arbeitern ein. Für die Arbeiter sind die besten Aussichten vors droht worden sein, falls er weiter arbeite. Rutscher Giermann sah, handen. Zuzug von Arbeitskräften steht taum zu erwarten, da die daß Arndt geschlagen wurde und erhielt felbft so heftige Echläge auf hiesigen Arbeiter kaum das nothdürftigste verdienen, und infolge den Kopf, daß ihm das Feuer aus den Augen sprang und er zu deffen ein Fremder überhaupt nicht auskommen fann. So verdienen Boden stürzte.. Er war in ärztlicher Behandlung und noch fünf beispielsweise die Arbeiter( Putzer) Löhne voit 8-16 M., Die Parteikonferenz für den Wahlkreis Mainz Oppen: Wochen nach dem Borfall arbeitsunfähig. Arndt ist nach dem An die Löhne über 16-20 Wi. find schon felten und die hefm, die am Sonntag in echtsheim abgehalten wurde und griff nicht mehr lebend gesehen worden. Einige Stunden später darüber nur Ausnahmen. Brecher, verdienen etwas mehr. von 26 Delegirten aus 12 Orten besucht war, nahm nach einem wurde Arndt als Leiche gefunden, etwa 600 meter von der Die Arbeiter haben fast durchweg eigenes Werkzeug zu stellen. Referat des Reichstags- Kandidaten Dr. David und dem von Angriffsstelle entfernt. Die Leiche lag auf dem Bauche und auf Außerdem ist in den Brüchen, wo hauptsächlich Platten gearbeitet Eisner gegebenen Bericht des Agitationskomitees Resolution an, worin den Parteigenossen eine dem Geficht mit gespreizten Beinen und Armen. Die am 13. Januar werden, noch Frauenarbeit üblich, so daß bei diesen Arbeiten noch nahegelegt wird, stattgehabte Deffnung der Leiche ergab nur geringfügige äußere Ver: 7-8 pct. für das Kießen( oder Stocken) vom Lohn in Wegfall mit allem Eifer für den Wahlfonds zu sammeln. Weiter wird legungen, an den Augenlidern, an der Nase und am Imfen Untertiefer. tommen. Aus alledem geht hervor, daß die Forderungen der den ländlichen Wahlvereinen empfohlen, die Bildung von Wahl. Diese Verlegungen haben den Tod des Arndt nicht zur Folge gehabt. Der hiesigen Arbeiter, und zwar in erster Linie eine Lohnerhöhung von tomitees vorzunehmen, um die nöthigen Vorbedingungen für den Tod ist vielmehr infolge Lungenödems eingetreten. Der Lungenschlag 20 pet., vollständig berechtigte sind. Die anderen Forderungen find Wahlkampf zu treffen. Stock berichtete dann über die letzte Sigung ist entstanden durch Abschluß der athembaren Luft. Der Abschluß zum theil bereits durch die Gesetze vorgeschrieben, aber an eine des Landeskomitees. In derselben ist beschlossen worden, zur Ein Ausführung dieser Bestimmungen haben verschiedene dieser Herren leitung des Wahlkampfes für alle Wahlkreise Hessens ein Flugblatt noch nicht gedacht. Die Arbeiterschaft Deutschlands ersuchen wir, herstellen zu lassen, daß den einzelnen Wahlkreisen kostenlos zur uns in diesem Kampfe möglichst zu unterstützen, und find alle Bu Berfügung gestellt werden soll. Ferner ist ins Auge gefaßt, den schlecht wendungen an Steinarbeiter August Kirsch, Striegau, Gräbenstr. 28, gestellten Wahlkreisen die Stimmzettel zu liefern; auch soll ihnen 3u richten. mit einem kleinen Geldbetrag zu Hilfe gekommen werden. = Panama, 27. April.( New York Herald".) Der Krieg amifchen Nicaragua und Costa Rica erscheint unvermeiblich. Der General Iglesias, in Begleitung von Offizieren, schiffte sich in Punta Arenas nach der Grenze von Nicaragua ein, um sich an die Spitze der Truppen zu stellen und die Operationen gegen den Präsidenten von Nicaragua, Santos Zelaija, zu beginnen. Partei- Nachrichtens Die oberschlesischen Süttenarbeiter werden gelegentlich zum Streiten geradezu gereizt. Streiten geradezu gereist. Gegenwärtig gehen viele Werte wieder mit Verlängerung der Arbeitszeit vor. Am schlimmsten treiben es ber athembaren Lust ist dadurch herbeigeführt, daß Arndt mit dem Geficht auf dem Erdboden gelegen hat. Nach dem ärztlichen Gut achten muß angenommen werden, daß Arndt gewaltsam mit dem Gesicht und der Nafe zu Boden gedrückt worden ist, bis der Tob durch Erstickung eintrat. Dafür, daß er mit großer Kraft nieber. gedrückt worden ist, spricht auch ein am Orte des Ueberfalls vors Ju Pforzheim hat die Gemeindebehörde auf Anregung unserer gefundener Abdruck des Körpers im naffen Sande. Als aus 211s aus Parteigenoffen die Schulfommiffion mit der Vorberathung der Frage gefchloffen kann es gelten, daß Arndt anfänglich nur betäubt war, betraut, ob an alle Schüler der Voltsschule die unentgeltlich aufgerafft habe und erst 600 Meter weiter zusammengebrochen die gräflich Hugo, Arthur u. Lazy Henckel'schen Binkhütten bei liche Abgabe der Lehrmittel erfolgen tann. fei. Es ist vielmehr anzunehmen, daß die Leiche des Arndt von Antonienhütte, wo die achtstündige Schicht nach der Braca" auf fremder Hand die 600 Meter weiter geschleppt worden ist. So die zwölfstündige erhöht wurde. stellt sich der Vorfall in den Augen der Staatsanwalt nachgeben müssen, man lockte sie durch die anscheinend höheren Einstweilen haben die Arbeiter schaft dar. Löhne. Aber die Stimmung unter den Arbeitern läßt den Ausbruch eines Streifs befürchten. Der sozialdemokratische Berein in Nürnberg hat im ersten Viertel dieses Jahres über 500 Mitglieder neu gewonnen. Der Sozialdemokratische Verein in Gera hat gegenwärtig 597 zahlende Mitglieder. Die Bibliothek des Verbandes umfaßt die stattliche Zahl von 968 Bänden. Polizeiliches, Gerichtliches: c. " um die Einführung der zehustündigen Arbeitszeit und einen LohnDie Glasergehilfen in Gera versuchen mit den Unternehmern zuschlag von 10 pet. zu verhandeln. Die Müller der Eger'schen Mühle in Deuben bei Dresden be finden sich im Ausstand. Ausland. Aus der Reihe derjenigen Ausständigen, die sich am Abend des 10. Januar in dem Walde bei Kuhlmorgen und Stallberg befunden haben, find 40 Personen ermittelt worden, die sämmtlich heute als Angeklagte zu erscheinen haben, von denen die ersteren 34 feit Januar in Untersuchungshaft figen. Angeklagt find im ganzen Ein dritter Prozeß wegen groben Unfugs ift gegen das 40 Personen, unter ihnen der schon erwähnte Arbeiter Karl " Bottsblatt für alle" anhängig und zwar wegen Aufnahme Meyer als„ Mädelsführer". Gegen 12 Personen lautet die Aneines Eingefandts, worin mitgetheilt war, daß ein näher bezeichneter tlage auf qualifizirten schweren Landfriedensbruch, gegen 28 auf Wirth feinen Saal zu einer Versammlung verweigerte. In einer einfachen Landfriedensbruch. Angesichts des drohenden großen Konflikts zwischen Straffache gegen Dr. Voeltel, den früheren Redakteur des Die Anklage sieht in den Vorgängen im Walde von Ruhlmorgen, Arbeitgebern und Arbeitern in Dänemart haben Boltsblattes", wurde wegen Nichterscheinens des Angeklagten Ber- welche sich fämmtlich in der Beit von 6-7/ 2 Uhr abends abgespielt nun die vereinigten dänischen Fachvereine eine Delegirten- Versamm tagung des Termins sowie Berhaftung und zwangsweise Borführung haben, als ein einheitliches, auf einer sei es ausdrücklichen, fei lung abgehalten und ihre Beschlüsse gefaßt. Sämmtliche Delegirten Boeltel's beschlossen. es stillschweigenden Vereinbarung beruhendes Geschebniß" an. Die waren darin einig, daß man in eine Verlängerung der Arbeits-Redakteur Feldmann vom Proletarier" in Schuld des Meyer als Rädelsführers folgert die Anklage- seit unter feinen Umständen willigen tönne, namentlich tönne man Langenbielau hat sich am 3. Mai vor dem Landgericht in behörde aus der Thatsache, daß er die Posten abgetheilt habe und sich auch nicht dem Machtspruch des Arbeitgeber- Vereins in bezug Schweidnitz wegen angeblicher Beleidigung der Magdeburger aus der Neußerung: die Leute wußten schon, was sie zu thun auf die Arbeitszeit der Maler fügen, da diese bisher thatsächlich nur Polizei zu verantworten. hätten". Die Anklage ist der Meinung, daß schon aus dem Umstande, 19-9/ 12 Stunden gearbeitet haben. Im Nothfall müßte man den " Rampf aufnehmen, zu dem die Arbeiter gezwungen würden. Bor- 1 hat keine Veranlassung gehabt, in dieser Beziehung eine Entscheidung 1 Nach einem in London eingelaufenen Telegramm freuzen zwei läufig soll aber mit dem Arbeitgeber- Verein durch den Vorstand der zu treffen, da dies mit der eigentlichen Strafthat nichts zu thun hat. spanische Torpedoboote in der Nähe der Casquets- Felsen bei der vereinigten Fachvereine verhandelt werden. Der Gerichtshof hatte lediglich zu beurtheilen, ob die Veröffent- Insel Alderney; ein großer armirter Dampfer, der ebenfalls gemacht. 3 = Der dänische Buchbinder- Verband hielt seinen Jahreskongreß lichungen der Angeklagten strafbar sind. Der Gerichtshof ist spanischer Nationalität sein soll, ankert zwischen dem Louvre- Felsen ab. Aus dem Bericht geht hervor, daß man in Kopenhagen der Ansicht, die Verhandlung habe nicht das geringste er und Ouessant. Ferner wird gemeldet, daß ein spanisches Torpedo91/2 stündige Arbeitszeit erlangt hat und 18 Kr. Minimallohn. Der geben, was die Behauptung rechtfertigt, daß die Assistenzärzte als boot heute früh Dover in westlicher Richtung pasfirt habe. Verband zählt 737 Mitglieder. Es wurde beschlossen, dem Verband Denunzianten, aus Rachsucht oder Böswilligkeit gehandelt haben. Aus New York wird gemeldet, in allen amerikanischen Küstender vereinigten Fachvereine am 1. Mai beizutreten. Der nächste Sie waren als Beamte verpflichtet, sich zu Protokoll vernehmen zu städten herrsche panifartige Furcht vor einer Ueberrumpelung Rongreß findet in Kopenhagen statt. laffen. Ein Urtheil über den Beschluß des Staatsministeriums steht seitens des spanischen Geschwaders. Die Versicherungsprämien für George Barnes, der bekannte Leiter des großen Maschinen- dem Gerichtshof nicht zu, jedenfalls hat die Verhandlung nicht er. Privatgebäude gegen Bombardementsgefahr sind bedeutend erhöht bauer- Streiks, ist von den Mitgliedern der Gewerkschaft als General- geben, daß das Staatsministerium irgendwie eilfertig gehandelt worden. habe. Was nun die vorliegende Strafthat anlangt, so haben fetretär wiedergewählt worden. Außer ihm hatten sich drei weitere Die Stimmung in den Vereinigten Staaten Kandidaten zur Wahl gestellt, darunter sein Vorgänger im Amt. sich die Angeklagten zweifellos objettiv der Beleidigung schuldig scheint überhaupt eine gedrückte zu sein. Einzelne Minister mußten Diese haben, wie der„ Labour Leader" mittheilt, zum theil in recht das Recht absprechen, für die Ehre ihres verstorbenen Generalfonful auf Ruba, General Lee, werden schwere VorAllein kein denfender Mensch wird den Angeklagten zurücktreten, gegen andere Minister und gegen den früheren illoyaler Weise gegen Barnes gefämpft. Sie machten ihm zum Bruders einzutreten. Und es muß ausdrücklich anerkannt werden, würfe erhoben, weil sie das Volk über die Schlagfertigkeit der Vorwurf, daß er Sozialist und Mitglied der Independent Labour Daß sie dies mit großer Energie gethan haben. Die An Amerikaner und über die angebliche Schwäche der spanischen Position Barty sei; er stehe politisch auf dem äußersten linken Flügel, feine geklagten haben daher in Wahrnehmung berechtigter auf Ruba getäuscht haben sollen. Der erste Versuch der Bartei thue alles, die Kluft zwifchen Rapital und Arbeit immer ntereffen gehandelt, ihre Freisprechung ergiebt fich meritaner, auf Ruba zu landen, ift gelungen. Nach= mehr zu erweitern. Trotzdem ist Barnes mit erheblicher Majorität badurch von selbst. Nach den geseglichen Bestimmungen falle dem der Kommandant des amerikanischen Schiffes mit einem Inwiedergewählt worden. Er erhielt nach einer soeben eingegangenen danach die Kosten des Verfahrens der Staatskasse zur Last. Mittheilung unseres Londoner Korrespondenten 5004 Stimmen surgentenführer tonferirt hatte, zogen sich die Amerikaner Mehrheit über alle seine Gegner zusammen und 6149 Stimmen Das Ober Verwaltungsgericht und die Freizügigkeit. der Insel stattfinden, Zeit und Ort feien aber noch nicht wieder zurück. Die Landung der Amerikaner solle im Osten Mehrheit über den ihm am nächsten gekommenen Gegen- Ein Müller R., welcher offenbar ein großer Freund von Kaufereien festgesetzt. Die Landung Rowan's auf Kuba, heißt es in der kandidaten. Es muß anerkannt werden, daß auch sehr anwar und wegen Körperverlegung mehrere Male Strafen erlitten Depesche, zeige, daß die Amerikaner den ersten Schlag gegen Ruba gesehene Vertreter des alten Unionismus für die Wiederwahl von hatte, war nach Berlin gekommen und hatte hier bald lohnende und nicht gegen Puerto Rico zu führen beabsichtigen. Barnes eingetreten find. Im ganzen ist in England ein Gewerk Arbeit gefunden. Auf grund des§ 2 Nr. 2 der Verordnung über schaftsbeamter, wenn er sich nicht großer Berstöße schuldig gemacht die Aufnahme neu anziehender Personen vom Jahre 1842 wurde nische Geschwader sich noch vor Havana, aber in großer Entfernung. Nach einer spanischen amtlichen Meldung befindet das amerikahat, seiner Wiederwahl ziemlich sicher. Es herrscht eine große und R. aus Berlin ausgewiesen, Nach fruchtloser Beschwerde erhob R. Gin amerikanisches Schiff näherte sich, wie die Meldung weiter beim allgemeinen auch berechtigte Abneigung dagegen, einen Mann gegen den Oberpräsidenten Klage beim Ober Verwaltungsgericht. fagt, der Rüste und machte den Versuch, eine Freibeuter- Expedition aus dem Amt, in das man ihn hineingewählt hat, ohne triftigen Er hob hervor, daß er inzwischen älter und verständiger geworden sei, fagt, der Rüste und machte den Versuch, eine Freibeuter- Expedition Anlaß zu entfernen und ihn damit zum Kampf ums Dasein unter seit seiner letzten Bestrafung seien 5 Jahre verflossen; er könne die besten u landen. Das spanische Kanonenboot" Ligero" griff das Schiff ungünstigeren Umständen zu nöthigen, als sie vordem für ihn be- Beuguiffe von seinen Arbeitgebern aufweisen. Er könne auch weder an und zwang es, sich unverrichteter Sache zurückzuziehen, ftanden. Die Zahlen der Maschinenbauer- Abstimmung sind: Barnes als entlaffener Sträfling, noch Marschall Blanco hat alle triegsfähigen Männer Kubas zu den auch als Neuauziehender Waffen gerufen. Die Nachricht, wonach viele Einwohner Havana 17 356, Anderson 12 207, Barton 851, Harmston 294 Stimmen. angesehen werden. Das Ober- Verwaltungsgericht erkannte jedoch. wie die„ Bolts Beitung" meldet, auf Abweisung der Klage;§ 2 verlassen und zu den Insurgenten übergehen, soll spanischer Quelle zufolge vollständig unrichtig sein. Nr. 2 der erwähnten Verordnung bestehe noch immer zu recht; zu Bersonen, die überhaupt Strafen verbüßt haben; auf den Zeitraum vom gelben Fieber aufgerieben werden dürfte und den geschulten In Madrid herrscht die Ueberzeugung, daß, wenn ein amerika ben entlassenen Sträflingen" im Sinne dieses Gesetzes gehören alle nisches Expeditionstorps auf Ruba landen sollte, dasselbe feit Verbüßung der Strafe fomme es nicht an. Auch gehöre eine fpanifchen Regimentern nicht Stand halten tönnten. Sehr strenge Person so lange zu den Neuanziehenden", bis es der Polizei ge Gesundheitsmaßregeln sind für die amerikanischen Truppen erlassen lungen fei, das Vorleben festzustellen. Nach der Bestrafung des R. worden, wenn diese eingehalten werden, dürften sich die Spanier fonnte das Polizeipräsidium annehmen, daß R. eine für die öffent in ihrer Hoffnung auf die Bundesgenossenschaft des gelben Fiebers liche Sicherheit oder Moralität gefährliche Person sei". Die internationale Dockarbeiter Konferenz foll am 14., 15 und 16. Juni in London abgehalten werden. Präsident der Dock. arbeiter- Bereinigung ist Tom Mann und ihr Sit London, Bridge House 181, Queen Victoria Street. Maurer, des Gerichts- Beitung. 0 " • täuschen. Den„ Daily News" wird aus Washington von gestern gemeldet, Mac Kinley glaube, Ruba fönne durch die Blokade so ausgehungert werden, daß es sich ohne Beschießung ergeben werde, und er erwarte, daß, wenn dies geschehen sei, die europäischen Mächte unter Führung Großbritanniens Spanien zwingen werden, den Verlust von Kuba anzuerkennen und den Krieg aufzugeben. Die Amerikaner scheinen Ein besonderer, in Washington abgehaltener Ministerrath hat sich den Krieg doch etwas zu leicht vorzustellen. fich gestern mit der Frage beschäftigt, unverzüglich 2000 Mann auf Ruba landen zu lassen. Gestern Abend find 4000 Mann von Chicago nach dem Lager. von Springfield abgegangen. Der Gouverneur von Maine hat aus geordnet, daß die Streitkräfte dieses Staates am 2. Mai mobil gemacht werden. Die Konzentration der großkalibrigen Artillerie bei San. Francisco hat begonnen; an den Küsten bei San Francisco soll auch ein Patrouillendienst eingerichtet werden. = New Yort. Blättermeldungen aus Key West zufolge ift ein, spanisches Transportschiff mit 900 Soldaten an Bord von den Amerikanern weggenommen worden. Einige Handelsschiffe sind wieder gekapert worden. Bor Ruba näherten sich spanische und amerikanische Schiffe, ohne aber Schüffe zu wechseln. In Portorico wird eiligst an den Befestigungen gearbeitet. Große Besorgniß scheint man in Spanien um das Schicksal der Philippinen zu haben. Der kommandirende Admiral in Manila meldete telegraphisch, daß er mit dem Geschwader ausgelaufen sei um Aufstellung zu nehmen und den Feind zu erwarten. Eine für Krankenkaffen wichtige Entscheidung hat das Ober Verwaltungsgericht gefällt. Die Orts- Krantentaffe der Maurer hatte beim Bezirksausschuß die Genehmigung zu Die Tragweite dieser Entscheidung liegt auf der Hand. Hierzwei Statutenänderungen nachgesucht. In den§ 1 ihres Statuts nach ist z. B. in Preußen jeder Mensch, der etwa in seinem sollte eine Bestimmung aufgenommen werden, wonach die 13. Lebensjahre wegen irgend eines Dummenjungenstreichs eine Gebei der Herstellung von Rabiz, Draht- und Zementwänden fängnißstrafe, fagen wir von einem Tage, absolvirt hat, bis an sein und die bei Tief- und Monnierbau beschäftigten Arbeiter, sowie Lebensende ein entlassener Sträfling", dem sein ganzes Leben hinFliesenleger, Gipsdeckenarbeiter 2c. der Kasse anzugehören hätten. durch jeder Domizilmechsel unmöglich gemacht werden kann, wenn Die andere Aenderung, die den§ 15 betraf, richtete sich gegen die ihn die Polizeibehörde des neuen Anzugsortes ansieht als einen die in den Vororten wohnen und sich während Menschen, der eine für die öffentliche Sicherheit oder Moralität Winters die Mitgliedschaft bei ber Berliner Orts- gefährliche Person" fei. Sehr angenehm für die herrschende Ste fasse als freiwillige Mitglieder erhalten. E3 follte durch attion, um sozialdemokratischen Redakteuren auch ohne Sozialisten: diese Aenderung verhütet werden, daß jene Mitglieder während ihres gefeß mit dem kleinen Belagerungszustand zu kommen. Weiter Aufenthaltes auf dem Lande gewisse, leicht zu mißbrauchende Aus- brauchen die oftelbischen Junker ihre Arbeitsstlaven nur zu einer nahme- Bestimmungen ausnüßen, ohne ernstlich frant zu fein. Der mit Gefängniß zu bestrafenden Verzweiflungsthat aufzuftacheln, um Bezirksansschuß als Beschlußbehörde wies den Antrag auf Genehmi- die Landflüchtlinge für immer an die Scholle fesseln zu können. Es gung der beschloffenen Statutenänderungen zurück, ging aber eröffnet sich da für den bestraften" Theil des deutschen Volkes eine in dem Beschluß 1111r auf die Aenderung des§ 1, die enehme Perspektive. Zugehörigkeit der Rabizputer 2c. betreffend, ein. Er berief Staatsanwalt Pannier vor Gericht. Aus Bernburg, fich auf eine Verfügung des Ober Präsidenten von 27. April, wird uns berichtet: Heute begann in dem herzogl. An4. Juni 1897, worin angeordnet war, daß eben jene oben baltischen Amtsgericht der gegen den hiesigen Staatsanwalt Pannier wähnten Arbeiter, soweit sie noch der Maurerkasse angehörten, in wegen Mißhandlung seines Kindes anhängig gemachte die Allgemeine Ortskrankenkasse gewerblicher Arbeiter und Prozeß. Es erregte feinerzeit ganz erhebliches Aufsehen, als durch Arbeiterinnen überzutreten hätten. Die Klage der Kasse wies die deutsche Presse die Nachricht ging, ein Staatsanwalt habe an der Bezirksausschuß ebenfalls ab, indem er ausführte, fie feinem eigenen Kinde in empörender Weise die Baterpflichten verletzt. sei materiell unzulässig. Hiergegen legte Rechtsanwalt Dr. Hugo Ein Redakteur der in Bernburg erscheinenden Presse hatte die in geMarcuse für die Maurertasse Revision ein. Er führte wissen Kreisen bereits bekannte Sache an das Licht gezogen und an die vor dem Ober Berwaltungsgericht aus, daß die Entscheidung des Staatsanwaltschaft zu Bernburg das Verlangen gestellt: 1. dem StaatsBezirksausschusses zunächst an dem Mangel franke, daß sie die vor anwalt Pannier resp. dessen Ehefrau sofort die Kinder zu entziehen geschlagene Statutenänderung gegen etwaige Simulanten überhaupt und sie an geeigneter Stelle zur Erziehung unterzubringen; 2. entweder nicht berücksichtigt habe, also in dieser Beziehung eine Entscheidung gegen den verantwortlichen Redakteur des Blattes wegen öffentlicher Für Sonnabend wird in New- York ein entscheidender Rampf, ohne Gründe sei. Wegen der anderen Statutenänderung machte Beleidigung oder gegen Staatsanwalt Pannier auf grund des auf den Philippinen erwartet. der Anwalt geltend, der Bezirksausschuß habe zu Unrecht es§ 223 2c. des Strafgesetzbuches einzuschreiten. Es hieß in den Ende Eine Hongfonger Depesche der„ Times" vom Dienstag meldet, für unzulässig erklärt, die Frage zu erörtern, ob die Januar d. J. über die Angelegenheit veröffentlichten Artikeln: Lehrer daß ungeachtet der amtlichen Ablengnungen die Aufständischen that erwähnten Spezialarbeiter ihrer Beschäftigungsart nach und Lehrerinnen seien verschiedentlich auf das Kind des Staats- fächlich noch immer Streifzüge gegen die Städte auf Luzón unternehmen. der einen oder anderen Kasse zuzuweisen seien, nur weil der Ober- anwalts, welches einen eigenthümlich geängstigten Eindruck machte, Das Erscheinen amerikanischer Schiffe werde das Signal zu einem präsident materiell hierüber entschieden habe. Denn wenn das Gefeß aufmerksam geworden. Eines Tages foll das Kind so zerschlagen Einfalle in Manila sein. Da von Seite der Spanier nur auf einen Rechtsweg gewähre gegenüber dem Bescheide, der die zur Schule gekommen sein, daß die Lehrerin tiefes Mitleid schwachen Widerstand gerechnet wird, befürchte man große Gewalt. Statutenänderung nicht genehmigt, so müsse es auch zulässig empfand und das bedauernswerthe Wesen genau untersuchte. thätigkeiten. fein, Verwaltungsstreit Verfahren = die Es wurden erhebliche Körperbeschädigungen festgestellt, z. B. am Nach einer amtlichen Depesche aus Manila theilte der Gouverneur Einzelheiten materiell nachzuprüfen. Materiell Auge eine auffallend blutrünstige Stelle, ferner war das eine Ohr von Hoilo mit, daß das amerikanische Schiff„ Saranac" von dem fei nun geltend zu machen, daß die fragliche Aenderung start mit Blut unterlaufen und der Fuß war derartig verlegt, daß spanischen Kanonenboot El Cano" aufgebracht und in den nur eine richtige Interpretation der vorhandenen Statuten das Kind nicht mehr gehen konnte, sondern mit der elektrischen dortigen Hafen eingebracht sei. Das Schiff hat eine Ladung bestimmungen darstelle, denn die betreffenden Spezial Bahn nach Hause befördert werden mußte. Es wurde gesagt, daß von 1640 Tonnen Rohlen an Bord und 13 Mann Befagung. Das arbeiter gehörten begrifflich zu den Arbeitern im Mauereigewerbe". das Kind fortwährend Hunger leiden mußte und von den Mit- Telegramm fügt hinzu, das amerikanische Geschwader habe sich noch Wenn der Oberpräsident, der in seiner zutheilung von Arbeitern schülern mit Imbiß versorgt worden sei. Die Lehrerin hätte nicht gezeigt, werde aber jeden Augenblick erwartet. Die spanischen zu einer Kasse keine Gründe angeben brauche, lediglich allein sich einmal von anderen Kindern das Frühstück der Kleinen Schiffe feien bereit, es zu empfangen. diskretionär und endgiltig diese Zuweisung bewirken könnte, zeigen lassen, wobei sich herausgestellt haben soll, daß es nur in dann wäre ja der Rechtsweg gegen Versagung von Statuten- einem Stück trockenen Kommißbrotes bestand. Von Mitschülerinnen änderungen ohne jede Bedeutung. Das Ober- Verwaltungs- foll erzählt worden sein, daß das Kind gesagt habe, es hätte oft Der Finanzminister Puigcerver brachte am Dienstag in der gericht wies nach längerer Berathung die Revision mit folgender Nächte lang in einer Rifte im Keller zubringen müssen. Das Kind Kammer das sehr gefärbte Budget ein. In demselben sind die Begründung zurück: soll auf Befragen erklärt haben, daß ihm die Verlegungen durch Ausgaben auf 865 Millionen und die Einnahmen auf 866 Millionen Die Bemängelung, daß der Bezirksausschuß auf die Statuten- den Bater zugefügt worden seien und Frau Staatsanwalt veranschlagt. Das außerordentliche Budget soll auf zwei Fabre änderung bezüglich der Simulanten gar nicht eingegangen sei, er Bannier soll weinend zu der Lehrerin gekommen sein und er verlängert und die darin geforderten Flottenbewilligungen auf 90 Mill. übrige sich, weil das Verwaltungsstreitverfahren hinsichtlich dieses Theils flärt haben, daß sie die Kinder vor dem Jähzorn des Vaters Pesetas gebracht werden. Ferner beantragt der Minister die Auss der Anträge der Kaffe überhaupt vorläufig noch nicht gegeben sei. Der nicht zu schützen wisse. Staatsanwalt Pannier hat selbst die Eingabe von 100 Millionen Schahzbonds unter Garantie der Gruben Bezirksausschuß habe allerdings die Zulässigkeit dieser Aenderung des leitung eines Strafverfahrens gegen sich beantragt, worauf eine von Almaden. Statuts, auch in der Beschlußfassung, nicht geprüft; gerade Boruntersuchung eröffnet wurde, die von dem ständigen Unter- Zur Bestreitung der Kriegsausgaben wird ein besonderer, sechs deswegen sei aber das Ober- Verwaltungsgericht nicht in der Lage, suchungsrichter beim herzoglichen Landgericht zu Dessau geführt verschiedene Maßnahmen umfassender Gesetzentwurf eingebracht. darauf einzugehen, und es dürfe die Beschlußfaffung des Bezirks- worden ist. Die sechs Punkte der anläßlich des Krieges eingebrachten Finanz ausschusses hierüber als noch nicht erledigt ansehen. Was die In der geftrigen Verhandlung wurde, wie uns ein aus Bevorlage lauten wie folgt: Aenderung des§ 1 angehe, fo werde darin ausgesprochen, daß burg zugehendes Telegramm meldet, Staatsanwalt Bier eine gewisse Klasse von Personen der Maurerfasse angehören schuldig gesprochen und zu nur zwanzig Mark Geld. sollten. Hierin sehe der Vertreter der Kasse eine wichtige Deklaration ftra fe verurtheilt. gemeinen im = " Zur Finanzlage Spaniens liegen die folgenden Mels Dungen vor: 1. Ausgabe von Staatsrententiteln oder Schatzobligationen unter Verbürgung durch die allgemeinen Hilfsquellen des Staates. 2. Befugniß zur Vermehrung der Ausgabe von Banknoten. 3. Abschluß von Vorschüssen mit den Steuerpacht- Gesellschaften des Staates. 4. Forderung der antizipirten Einzahlung einer Jahresrate der Grund- und Industriesteuer. 5. Ausgabe von Schazobligationen bis zu einem Betrage, welcher der gegenwärtigen schwebenden Schuld gleich kommt. Die des bestehenden Statuts. Dem sei entgegen zu halten, daß der Ober- Kleinere Pläukeleien zwischen Staatsanwälten und Verpräsident auf grund des§ 57b des Kranken- Versicherungs- Gefeßes theidigern gehören in preußischen Gerichtssälen leider nicht zu den entschieden habe, daß die meisten dieser Leute zur All- Seltenheiten wer zumeist die Schuld daran trägt, soll hier nicht Ortstasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen untersucht werden. Zu einem erufteren Zusammenstoß indessen fam gehörten. Eine folche Entscheidung fei eine es gestern vor der 139. Abtheilung des Amtsgerichts I zwischen authentische Interpretation des Statuts und dem Staatsanwalts Assessor Schütte und dem Vertheidiger, gebe unabänderlich Aufschluß über den beste ben Rechtsanwalt Wronter. Als letterer, während Assessor 6. Umwandlung der Titres der auswärtigen Schuld in solche den Zustand. Abänderungen dieses Zustandes zu beschließen, Schütte gerade mehrere Fragen an eine Zeugin richtete, sich der inneren Schuld. liege nicht in der Macht der Kasse. Derartige Ueber mit einer anderen Frage an den Vorsitzenden wandte, glaubte der Der„ Frants. 3tg." wird aus Lissabon telegraphirt: weisungen gewiffer Gewerbezweige an bestimmte Raffen richteten sich Bertreter der Anklagebehörde, daß der Vertheidiger ihn berichtigen Blätter melden, die Regierung der Vereinigten Staaten habe der nach den§§ 47 und 48 des Krankenversicherungs- Gesetzes und feien wolle, deshalb rief er ihm in brüstem Tone zu: Herr Vertheidiger, portugiesischen Regierung aufgegeben, das Auslaufen an bestimmte Voraussetzungen und Zustimmungen( des Oberpräsi mit Ihnen konferire ich nicht." Als Rechtsanwalt Bronker darauf des vor Cap Verde liegenden spanischen Geschwaders zu veranlassen, denten, Ministers) gebunden. Im Verwaltungsstreitverfahren sei bemerkte, daß er zum Staatsanwalt garnicht gesprochen habe, anderenfalls Portugal als Verbündeter Spaniens anzusehen sei. dober nicht zu entscheiden. wandte dieser sich an den Vorfißenden mit den Worten:" Ich bitte Frankreich und Italien scheinen ganze Geschwader auf Ueber den Ausgang des Beleidigungsprozesses gegen den Herrn Vertheidiger darauf aufmerksam zu machen, daß den Kriegsschauplah senden zu wollen. die Gebrüder Seidel wird aus Braunschweig noch ich nicht mit ihm tonferire." Eine Erwiderung seitens Der amerikanische Ministerrath beschloß, vor der Kriegsnicht erfolgen, da der berichtet: Als der Vorsitzende das schon telegraphisch ge des Vertheidigers konnte Bor erklärung als Prisen aufgebrachte Schiffe nicht freizulassen, sondern mit der Bitte, einen folchen Ton nicht meldete freisprechende Urtheil verkündete, erfolgte im fißende in die Entscheidung des Prisengerichts abzuwarten. Das Staatss Zuhörerraum stürmischer, lang anhaltender Beifall, begleitet von die Verhandlung hineinzutragen, den Zwischenfall für er departement hat allen auswärtigen Regierungen die Kriegserklärung Händeklatschen und Hochrufen auf den Gerichtshof. Als endlich Ruhe ledigt erachtete. Im Laufe der Verhandlung wiederholte der Ver- notifizirt und die amerikanischen Vertreter angewiesen, bei Uebers eintritt, bemerkt der Präsident, Landgerichtsdirektor Buchheister: theidiger die Frage, welche den Anlaß zu der Disharmonie", wie reichung der Notifikation darauf hinzuweisen, daß der Kriegszustand Ich muß mein tiefes Bedauern aussprechen, daß das Publikum sich er sich ausdrückt, gegeben hatte, und nahm dabei Gelegenheit, fol- feit den 21. d. M. bestehe. , Leider verbietet es mir der Wunsch berartig hat hinreißen lassen, die Würde des Gerichtssaales zu ver- gende Worte hinzuzufügen: Iegen. Das Hoch, das dem Gerichtshof ausgebracht worden des Vorsitzenden, hier das Benehmen des Staatsanwalts zu tenn ift, läßt uns sehr gleichgiltig. Wir lassen uns durch nichts be- zeichnen". einflussen, sondern urtheilen lediglich nach Recht und Gesetz. Es ist selbstverständlich nicht meine Absicht, das Urtheil heute in vollem Umfange zu begründen. Die Verhandlung hat sich eigentlich mehr mit dem verstorbenen Professor Seidel, bezw. " Der Krieg. Die spantsche Flotte scheint sich der Rüfte der BerAus Kingstown bei Dublin wird telegraphirt: Die Meldung, der Schnelldampfer Ireland" sei hier von den Behörden ans gehalten worden, ist nicht richtig; obgleich Verhandlungen über den Berkauf stattgefunden haben, ist die Ireland" doch noch nicht au die Vereinigten Staaten verkauft. deffen ärztlicher Thätigkeit, als mit der eigentlichen Strafihat be- einigten Staaten zu nähern. Bestätigt sich diese Nachricht, so Lehte Nachrichten und Depeschen. schäftigt. Die Anfichten, ob Profeffor Seidel seine Pflicht erfüllt hat, tönnen bald wichtige Ereignisse vom Kriegsschauplatz berichtet werden noch lange im Publikum getheilt sein. Der Gerichthof werden. Sofia, 27. April.( W. Z. B.) Der Rasfationshof hat die Nichtigkeitsbeschwerde Boitschews und Novelischs abgewiesen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 98. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 28. April 1898. Das Kriegstheater in Westindien. Nachdem am 22. April thatsächlich der Krieg zwischen Spanien und Amerika auf dem westindischen Kriegsschauplake be gonnen, bringen wir beistehend eine Kartens stizze desselben, welche alle örtlichen, bei den demnächstigen Operationen in betracht kommenden Angaben enthält. Die Karte um faßt Südflorida, in dessen Gewässern, bei Key West, die Operationsbasis der amerikanis schen Flotte ist, und Kuba nebst den umgebenden Meeresgebieten. In der Karte sind alle Kohlenhäfen, die für die Aktionsfähigkeit der modernen Flotten von nahezu ausschlag gebender Bedeutung find, enthalten. Es sind dies: Nassau auf Providence Jsland inmitten der Bahama- Inseln, in englischem Besitz; sodann Key West und Tortugas auf ameri kanischem Boden, Havana, Matanzas, Cardenas, Cienfuegas, Trinidad, San Jago de Cuba und Nuevitas auf der zur Zeit noch in spanischem Besiz befindlichen Insel Kuba. Amerikanischerseits find Key- West und Tortugas befestigt, die binnenländischen Bahnverbindungen reichen auf der Halbinsel Florida bis Punta Gorde an der West- und Juno an der Ostküste herab. Kabel- Verbindungen gehen von Juno bis Nassau, von Punta Rossa über Key- West nach Havana, von dort nach Merito, an der Südküfte Ruba's über Cienfuegas und San Jago de Cuba nach Haiti. Auf Ruba sind die Hafens orte Havana, San Jago de Cuba, Manza nillo, Matanzas und Cienfuegos befestigt; lettere beiden nur provisorisch. Die ausgedehnten Bänke im Seeterrain schränken das für Kriegsschiffe befahrbare Gebiet außerordentlich ein, wie aus unserer Karte, die alle bezüglichen Angaben enthält, deutlich hervorgeht. 1166 Golf von Mexico Tortugas Kabel Colorado Riffe Yucatan Can. Punta Rasa Key West Florida Bay Blockade Havana Bahiahonda Guanajan Pinar dePio Ponos ida Jupiter Juno Florida Strassa antarenc. Cay Salt Bank Nicolas C leine Bakama Bank Bahamu Providence N.W. Can Fr Abazo Providence NO. Can Nassa N. Providence Andros Grosse Bahama nce Golf Erklärung Eisenbahnen: Kabel Mohlenhälen: □ Decks: Sandbank Festungen: Leuchtfeuer Eleuthera Exuma Sund na Bank AlterBahama C Matanzas Hardenas Sagug Sta Clara Remedios Cienfuegas Moron Trintapu Gardines Tunas Jacaro Nuevita OPt Prinzipe Guaimaro Archipel CARIBISCHES MEER Rart Inst. BesekeroBerlin W 50 Sta Guz Gran Bajade Bueno Bsparan Cayman Ins Telaza Cat In Valing To phum lay Long fort Meisen Crooked 1 Pass Reichstag. " " Holguin Bayama Manzanillo Santiagod Samana frook In Cay S. Domingo Bai Y. Nipe Enrama Caiman Sta Catalina habel n Acklint ward Passa Und sich ja thatsächlich sehr viel Leute in Deutschland ein, daß wir ad oculos, die weite war Riautschon. Da fährt unsere damit wirklich etwas anderes hätten, als wie es ein echt deutscher Flotte mit einem Mann aus, der die eisengepanzerte Faust schütteln Matrose mit echt deutschem Namen genannt hat: Ein Dreck nest! sollte gegen irgend einen unbekannten geheimnißvollen Feind. Die 76. Signng. Mittwoch, 27. April 1898. ( Große Heiterfeit. Entrüstung rechts.) Na ja, das ist ja ein Schicksale dieses Schiffers mit der gepanzerten Faust an Bord ge Um Bundesrathstische: Graf Posadowsky, v. Goßler, etwas unparlamentarischer Ausdruck, wie ihn eben ein hören der Komödie, der niedrigsten Sorte der Komödie Nieberding, v. Thielmann, Tirpik, v. Bülow. deutscher Matrose Matrose gebrauchen tann. Parlamentarisch hat an( Große Unruhe rechts), sie sind das Gefpött der ganzen Welt Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Berathung des man von einer Leimstadt gesprochen.( Heiterkeit.) Es ist geworden( Sehr wahr! links), in einer Weise, daß ich, der ich im Nachtragsetats für 1898. Er umfaßt Forderungen in Höhe von nothwendig, daß wir uns vergegenwärtigen, wie wir denn über Gefängniß vom Lesen der inländischen Presse ziemlich ausgeschlossen 7 787 885 M., und zwar von 1109 280 M. an fortdauernden, von haupt zu diesem Kiautschou gekommen sind, und da haben wir einen war, aber den Genuß der auswärtigen Presse hatte, manchmal scham6 678 605 M. an einmaligen Ausgaben. Außer einer Reihe fleinerer Punkt zu berühren, welcher jeden Deutschen dem Auslande gegen roth wurde.( Schallendes Gelächter rechts.) Lachen Sie nur, Gie Verwaltungs Ausgaben für die Refforts des Reichsamts des über schamroth machen muß. Wer hat an Riantschon gedacht vor Patrioten!" The Sie geboren waren, bin ich eingetreten für die Junern, der Post- und Telegraphenverwaltung, der Reichsdruckerei, einem halben Jahre? Wer hat daran gedacht, daß Deutschland deutsche Freiheit und Einheit! Da haben wir anderes geleistet, als der Marines und Eisenbahnverwaltung werden für die Verwaltung plöglich eine große Flotte brauchen werde, daß es Sie da jetzt; und wenn das Vaterland in Gefahr ist, fann es ohne des Gouvernements Kiautschou" 5 Millionen und für die ostasiatische plöglich dazu tommen wollte, Frankreich, Rußland, wo uns nicht gerettet werden, merken Sie sich das! Die Herren Dampferfubvention 1 Million gefordert. nicht gar England Konkurrenz zu machen auf dem Gebiete der Gee- Offiziere und Reservelieutenants machen es nicht!( Bravo! links. Abg. Dr. Lieber( 3.) beantragt, mit Rücksicht auf einige raacht? Und auf einmal ein vollständiger Umschwung! Innerhalb Zurufe und Unruhe.) Forderungen, den Nachtragsetat der Budgetkommission zu des deutschen Volkes wahrlich nicht. Die Herren Exporteure Die Flotte ist also, weil jetzt die komische Odyssee mit der überweisen. Ueber die Finanziirung des Etats muß eine haben wohl ein Jutereffe daran, die Masse des deutschen Volkes eisengepangerten Faust noch nicht vorüber ist, gelandet; es wird ein Erklärung von feiten ber Regierung dahin abgegeben aber auch nicht das geringste. Rünstlich ist cine so fleines Stückchen Land genommen; was soll aus diesem Stückchen werden, daß Aussicht vorhanden sei, die erforderlichen Mehrausgaben genannte Begeisterung herbeigeführt worden, ist eine Reklame werden? Ohne das Hinterland ist ja absolut nichts zu machen. aus den eigenen Einnahmen des Reiches zu decken, ohne daß die gemacht worden durch gewisse Thaten". Ich erinnere hier Wozu also war es nothwendig, hier Gewalt anzuwenden? Ueberweisungen gekürzt und die Reichs- Schuldentilgung aufgehalten an die Flottenparade in Kiel. Da wurden plößlich Ja so: der deutsche Handel bedarf zu seinem Schuh wird. Die Forderung für das Gouvernement Riautschouwird Anschauungen laut, welche uns zweifeln lassen müssen, ob wir noch einer Flotte; und diese bedarf natürlich auch solcher Stationen, wie ja im allgemeinen zu bewilligen sein; nur vermissen wir die näheren in der heutigen normalen Welt leben. Mittelalterliche Jocen, ohne sie in Riautschou beabsichtigt sind. Aber der deutsche Handel hat Angaben über die inzwischen festgelegten Bedingungen für das Pacht- Wurzeln in unserer Zeit. Plöglich erfährt man, daß eine große sich ja tolossal entwickelt ohne etwelche marinistischen An gebiet. Es ist uns der Vertrag seinem Inhalte gemäß seinerzeit mitgetheilt Expedition, ein Kreuzzug zur See stattfindet. Der Kreuzzug geht strengungen. Und Frankreich ist trotz der bedeutenden Entworden; seitdem ist aber sein Wortlaut eingetroffen, auch sind von nach China. Gleichzeitig haben wir einen anderen Streuzzug gehabt; es wickelung seiner Flotte in seinem Handel zurückgeblieben feiten der Regierung verschiedene Bestimmungen getroffen worden, war das gerade zu der Zeit, wo dem deutschen Reichstag die neue hinter Deutschland, das feine Flotte gehabt hat. die die Verwaltung regeln, und es ist ein berechtigter Wunsch des Flottenvorlage vorgelegt wurde. Da war erstlich ein Deutscher in wenn man bann kommt und sagt: ein Land hat keine Achtung, das Reichstags, daß alle diese Attenstücke ihm amtlich vorgelegt werden, Haiti in seinen Hausrechten verletzt worden, da heißt es auf einmal: teine Flotte hat; ich kenne zwei Staaten, die keine Flotte hatten damit die sich hieraus ergebenden Forderungen geprüft werden Civis Germanicus sum! Es mird gedroht, auf das Regierungs- der eine wenigstens bis vor wenigen Wochen, und der andere wird fönnen; bisher sind wir in dieser Hinsicht auf Beitungsgebäude in Haiti in der Negerrepublik zu schießen; und Deutschland ist nie eine haben- Nationen, deren Namen im Auslande den besten nachrichten angewiesen gewesen. Es fragt sich z. B. überhaupt, ob auf einmal eine ganz außerordentlich große Macht, welche eine Klang haben, deren Angehörige überall Schutz finden: ich meine die eine Verbindung der Verwaltung des Gouvernements Riantschou Flotte braucht, um die Freiheit und Würde des deutschen Namens fleine Echweiz.( Lachen rechts.) Warum lachen Sie? Kommen Sie mit dem Reichs- Marine- Amt, sowie eine fortdauernde militärische zu schützen. Ja, meine Herren, wenn man wie ich, im Gefängniß ins Ausland, so werden Sie finden, daß der Schweizer höher geBefehung wünschenswerth ist. figend, etwas derartiges liest, wenn man liest, wie die Würde, die achtet wird, als der Deutsche, und zwar deshalb, weil der Schweizer Was den Nachtragsetat insgesammt anlangt, so vermiffe ich Freiheit, das Recht des deutschen Staatsbürgers tausende von Meilen sich auszeichnet durch Tugenden, wie nur ein fretes Bolt vor allem die Forderung für die Besserstellung der Post Unter- von hier gewahrt wird, während man aber in dieses Recht Tag für sie hat. Was Sie für deutsche Zugenden halten, beamten, im speziellen der Landbriefträger; es fehlt vollständig die Tag, Nacht für Nacht eingreift hier in Deutschland( Abg. Bebel: das wird im Auslande verlacht. Bedientenhaftigteit Berücksichtigung der in diesem Sinne gefaßten Resolution des Sehr richtig! Bravo bei den Sozialdemokraten), so muß ich sagen: ist nicht im Kurs da draußen( Große Empörung und wachsende Reichstages. ein ähnliches Stück von politischer Heucheltomödie ist niemals auf- Unruhe, rechts) und das despotische Wesen, das AnReichs- Schaßsekretär Frhr. v. Thielmann: Nach den bis jetzt geführt worden.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten. Großer schnarren von oben herunter, ist auch im Auslande nicht vorliegenden finanziellen Ergebnissen läßt sich annehmen, daß die Lärm rechts.) Ich habe hier einen Brief, der Ihnen zeigt, was der hoch geschäßt, das chinesische Wesen, das jetzt das europäische für Kiautschou geforderten 5 Millionen aus den eigenen Einnahmen civis germanicus denn eigentlich gilt; ich will diesen fleinen Beitrag Reich der Mitte da hinübergezogen hat in das asiatische, wohl des Reichs gedeckt werden können. zur Beleuchtung der Polizeiwillkür Ihnen unterbreiten. durch eine Art der Wahlverwandtschaft( Große Heiterkeit, Abg. Richter( frf. Vp.): Wie die Dinge gegenwärtig liegen, Da heißt es: Kommt da gestern, den 22. huj., morgens bei den Sozialdemokraten; große Unruhe, lärmende Zwischenrufe tönnen wir einer Befestigung unserer Marinestation in Kiautschon um 4 Uhr, also zu nachtschlafener Zeit, ein Schuhmann rechts.) nicht widersprechen. Nur erscheint mir die geforderte Summe nach meiner Wohnung, weckt meine wirthsleute aus dem Daß ein Zug zur Kolonialpolitik in der modernen Gesellschaft als zu hoch gegriffen, jedenfalls müssen wir uns jetzt erst recht bei Schlaf und bringt nach meinem Zimmer, um mich au fifliren." liegt, fann nicht geleugnet werden; nachdem der Rapitalismus anderen Ausgaben für koloniale Zwecke, z. B. Eisenbahnbauten,( Lachen und Zurufe rechts.) Ja, meine Herren, das glaube ich: die Länder, in denen er geherrscht, ausgeraubt hat, muß Beschränkung auferlegen. In der Kommission werden wir hoffent von dem Riautschon, von dem Ruhm da draußen hören Sie lieber, er feine Räubereien weiter ausdehnen.( Lachen rechts; Zustimmung lich Auskunft darüber erhalten, wie man gerade zu diefer Summe als von der Schande hier im Innern. Also weiter:" Ich mußte bei den Sozialdemokraten). Fürst Bismarck als gehorsamer von 5 Millionen gekommen ist und wie viel davon zu dauernden mich ankleiden und dem Beamten folgen; auf der Wache Diener der Kapitalistenklasse, die ihm ja dafür auch sehr wesentliche Ausgaben, wie viel zu einmaligen bestimmt ist. Sehr richtig wäre fagte man mir, ich wäre aus dem Bette gebolt Dienste geleistet hat, versuchte es erst mit Samoa, dann in Afrika. es auch, wenn die Privatunternehmer, die den Vortheil von der Ver- worden, um mich bezüglich meiner Militär. Beides gereicht dem deutschen Namen nicht zur Ehre. Jetzt versucht wendung dieser Summe haben, zu den Kosten herangezogen würden. verhältnisse auszuweisen.( Heiterkeit! bei den Sozial man es mit China; das war ein größeres, ein zivilisirtes Afrika, Ferner möchte ich meiner Verwunderung darüber Ausdruck demokraten.) Da ich meiner Militärpflicht vollständig genügt hatte, und nach dem Frieden von Schimonoseki war der Gedanke von der geben, daß der Forderung des Reichstags auf Erhöhung des Ge- wies ich das entsprechende Papier vor. Nun schüttelte der Auftheilung China's aufgetaucht. Damals vollzog sich eine Schwenkung haltes der Postunterbeamten wieder nicht nachgekommen ist, fondern Beamte in der deutschen Politif. Wenige Jahre vorher hatte man mit Defter die Aufbefferung erst im nächsten Jahre erfolgen soll. Es fontraftirt Bizepräsident Schmidt: Ich mache den Redner darauf auf- reich und Italien ein Bündniß geschlossen gegen Rußland und Frankreich. dies stark mit der jetzt in Preußen vorgenommenen Erhöhung der merksam, daß all das nicht im Zusammenhang mit der vorliegenden Als Japan siegreich war, als man fürchtete, die Japaner würden Gehälter der Geistlichen. Bezüglich der Finanzirung des Nachtrags. Sache steht, und muß daher die Weiterverlesung des Briefes be: vielleicht einen allzu großen Einfluß in Ostasien und China ge= etats wird ein Vorbehalt eingefügt werden müssen, dahingehend, anftanden. winnen, da schloß man plöglich einen Bund mit Rußland und Abg. Liebknecht( fortfahrend): Es ist das ganz außerordentlich Frankreich also Dreibund gegen Dreibund daß keine Erhöhung der Matrikularbeiträge eintreten dürfe. und dann reifte Abg. Paasche( natl.): In dem Nachtragsetat begrüße ich vor im engen Busammenhang, denn ich habe der Heuchelei die Maske allmälig der Plan der Auftheilung von China. Zwei Mächte sind allem den Bosten für Errichtung einer biologischen Station. Wir abziehen wollen, die für die deutsche Freiheit par distance eintritt es gewesen, die allein dort ernsthaft ins Spiel famen, zwei Mächte, find der Regierung zu ganz besonderem Dante verpflichtet, daß sie und uns mit Füßen tritt.( Sehr wahr bei den Sozialdemokraten. die um die Weltherrschaft kämpften, England und Rußland. Die deutsche den Wünschen des Reichstags in dieser Beziehung so schnell ent- Unterbrechungen und Unruhe.) Der Mann mußte schließlich Politik hatte hier zu wählen zwischen jenen beiden Politiken. Die gegengekommen ist. Dagegen bedauern auch meine politischen ein paar Stunden da warten, bis endlich durch Zufall englische ging darauf hinaus, die industriellen und materiellen Freunde mit dem Herrn Vorrebner, daß die Gehälter der Poft nach 6 Uhr ein Beamter aufwacht, der dort der dort geschlafen Hilfsquellen China's zu entwickeln und Handelsverbindungen anzus unterbeamten auch in diesem Jahre noch nicht aufgebessert sind. hatte, und findet, daß dort absolut nichts war!( Hört! knüpfen. Die andere Politik, die barbarische der Russen, die von der Abg. Liebknecht( Soz.): Es besteht offenbar feine Neigung, den hört! bei den Sozialdemokraten.) Das paffirt einem deutschen modernen gesellschaftlichen Bewegung feinen Begriff, die blos den bru Nachtragsetat ausführlich und in die allgemeine Politit eingehend Staatsbürger in der Residenzstadt Berlin; und das scheint ja die talen Instinkt des Eroberers haben, fah hier ein anscheinend herrenloses zu besprechen. Ich fann mich aber diesem Wunsche durchaus nicht Regel zu fein, wie wir gelegentlich der Siftirung respektabler Frauen Land, ein Kuchen, von dem sie sich ein möglichst großes Stück abschneiden fügen. Ich erblickte gerade in dem Theile des Nachtragsetats, soweit hier gehört haben.( Unruhe und Unterbrechungen.) wollten. Aber Rußland wollte nicht gleich vorgehen, und da haben sich er sich auf Riautschou bezieht, den Anfang einer Politif, Also: Die nene Expedition sollte dem deutschen Bürger zeigen, in Berlin Leute gefunden, welche bereit gewesen sind, für Ruß: welche für Deutschland nur verderblich werden tann. wie nothwendig und wichtig für uns und den Ruhm Deutschlands land das Versuchstaninchen abzugeben und zunächst zu Riautschon selbst ist ja ein außerordentlich unbedeutendes Ding. eine Flotte sei, die die vaterlandslofen Gesellen( Burufe) Sie probiren, was die Ruffen nicht gleich probiren wollten. Da er Man hat freilich durch eine wunderbare Reklame die Phantasie alle da[ nach der Mitte]( Heiterkeit) im Reichstage vorher schienen plötzlich die Deutschen in Riantschou. Niemand hat es ja des deutschen Volkes dafür zu entflammen gewußt, und es bilden nicht hatten bewilligen wollen. Das war eine Demonstration ernst genommen, namentlich bei dem tragikomischen Schicksal des Präsident v. Buol: Ich muß diese Bezeichnung, die sich auf die Vorgänge im Kieler Hafen bezieht, als ungehörig zurückweisen und rufe den Redner deshalb zur Ordnung. Abg. Liebknecht( fortfahrend): Der Ausdruck, den ich gebraucht, ist in hunderten von Beitungen gebraucht worden, und ich glaube: tein Mann in Deutschland, der ihn nicht gedacht hätte. haben. Die " revolutionäre Mannes mit der gepanzerten Fauft und der Birkus Reklame,] Die von Herrn Krupp beschäftigten Schmiedemeister zur Sozial- denn die Bauernbewegung, die Handwerkers, ble antisemitische Be wie fie im Kieler Hafen gemacht worden ist.( Große demokratie zu bringen, das wäre wohl sehr schwierig. Aber um den wegung ins Leben gerufen? Doch nicht die Sozialdemokratie. Nein, anhaltende Unruhe; das folgende zum theil unverständlich); Glocke ganzen Betrieb sozialistisch zu gestalten, dazu genügt eine Unter die Erfenntniß, daß mit der Entwickelung der fapitalistischen des Präsidenten, der den Redner unterbricht.) haltung von 2 Minuten.( Abg. Liebknecht: Das ist doch sehr Produktionsweise mit Nothwendigkeit das Eigenthum des fleinen gemüthlich! Heiterkeit und Bravo!) Also: um einem Unternehmer Mannes mehr und mehr vernichtet, expropriirt wird. Wir haben das zu nehmen, was seine und seiner Vorfahren Intelligenz und eines Tages nicht mehr den kleinen ihr Eigenthum zu nehmen, Arbeitssamkeit erworben, dazu genügt ein einziges Machtwort. Und sondern nur dafür zu sorgen, daß die Großen, die das Eigender das will, der spricht noch gegen Gewalt. Das ist ein hohes thum des Kleinen genommen haben, eines Tages expropiict Maß von Naivetät. Und dann noch weiter zu sagen: Wir Sozia- werden, daß man die kleinen wieder in ihr Eigenthum listen find tolerant; wir wollen keine Gewalt! zurückbringt. Das ist es, was die Sozialdemokratie will und wofür Daß Deutschland nicht gefährlich werden konnte, wußte man Ich habe kürzlich in einer christlich- sozialen Zeitschrift die sie auch in den weitesten Kreisen der Handwerker, Bauern und nach dem tragikomischen Schicksal des berühmten Admiralsschiffes. Frage aufgeworfen gefunden, ob die Sozialdemokratie national und Arbeiter die lebhafteste Sympathie findet. Sorgen Sie dafür, daß Nun ist Deutschland dort; da kommen die Russen, bemächtigen patriotisch sei. Für den, der die heutige Rede des Herrn Liebknecht die kapitalistische Entwickelung aufhört, dann werden Sie die fich der beiden festen Punkte; sie versprechen zwar, die beiden Häfen gehört hat, erledigt sich diese Frage. Sozialdemokratie los, nicht eber. Können Sie es fertig bringen, nicht zu geschlossenen Häfen zu machen; aber man weiß ja, was Herr Liebknecht hat davon gesprochen, daß die Deutschen ge- dann sind Sie gerettet, können Sie es aber nicht- und Sie find russische Versprechungen sind. Nach dem Krimkriege hatten die zwungen sind, ins Ausland zu gehen, weil sie dort besseres Brot es außer Stande dann sind Sie eines Tages mit Haut und Ruffen auch vertragsmäßig versprochen, heilig, dreimal heilig ver- finden. Aber die militärischen Listen weifen aus, daß eine große Haaren der Sozialdemokratie verfallen, mögen Sie wollen oder nicht. sprochen, daß Batum ein offener Hafen bleiben sollte. Kaum baben Bahl ins Ausland gewandert ist, um sich der Militärpflicht zu ent-( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten. Lachen rechts.) fie die nöthige Macht, wird Batum geschlossen und wird Kriegs ziehen. Diese gebrauchen dann die bequeme Ausrede, daß sie es Staatssekretär Graf Posadowsky: Ich habe nie daran gebasen. Auch heute haben die Rufsen ihr Versprechen gebrochen: im Vaterlande nicht haben aushalten tönnen.( Lachen bei den zweifelt, daß die Sozialdemokratie ihre alten revolutionären Ziele Port Arthur ist bereits ein geschlossener Hafen, und der andere Sozialdemokraten.) verfolgt. Seit Jahrzehnten beschäftige ich mich mit der sozialen Hafen wird unter allen Umständen ebenfalls geschlossen werden. Es giebt immer noch eine Gruppe, die von einer Um- Frage.( Abg. Bebel: Aber mit sehr geringem Erfolge. Heiterkeit Da ist es doch sehr naiv, auf derartige Versprechungen etwas zu wandlung der Sozialdemokratie in eine Reformpartei spricht. links.) Der Abg. Bebel hat auf das Wahlprogramm seiner Partei geben. Die russische Politik ist eine Erobererpolitik, für ein( Buruf: Gine Wahlrede!) Nein, meine Herren, feine Wahlrede. hingewiesen.( Ruf bei den Sozialdemokraten: Partei programm.) Barbarenvolt wie Rußland ist ein Krieg natürlich eine Kleinigkeit. Ich finde hier einen Aufsak, der davon spricht, daß nur die voll. In einem Wahlprogramm wird den Wählern eben nicht Was liegt dem Russen daran, ob er in seinem Vaterlande verständig reaktionäre Sozialpolitik der Regierung die Sozialdemo- alles gesagt.( Rufe bei den Sozialdemokraten: Partei= hungern und wir haben ja dort die Hungersnoth in einem Bezirk fratie verhindere, ihr zu folgen. Zunächst muß ich die Infinuation programm!) Sozialdemokratie verfolgt von 16 Millionen Menschen, in diesem deal von Lande für gewisse zurückweisen, daß die Regierung eine reaktionäre Sozialpolitik Biele. Das mögen sich alle Besitzenden und Kapitalisten Parteien in Deutschland oder ob er im Kriege ist! befolgt.( Große Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Die Sozial: gefagt sein lassen. Im Vorwärts" hat Herr Dr. Conrad Schmidt Ein zivilisirtes Volt beginnt nicht leicht einen Krieg; die demokratie würde eben nur dann mit der Regierung über- fürzlich einen Artikel über„ Endziel und Bewegung" veröffentlicht, Engländer werden sich nicht leicht zu einem Kriege entschließen einstimmen, wenn diese sozialdemokratisch wäre. Das Mißtrauen in dem er nachzuweisen sucht, daß die Eigenthümer des Kapitals ( zurufe rechts), und wenn sie sich zu einem Kriege entschlossen der Sozialdemokraten gegen die Regierung würde nur weichen immer mehr in die Rolle des Verwalters gedrängt würden und in haben, dann werden Sie etwas erleben. Heute stehen die Dinge fönnen, wenn die Regierung die herrschende Ordnung stürzen dem er von den durch den Gang der Entwickelung mürbe gemachten schon so, daß die Engländer durch ihre Stellung in Weihaiwei so- wollte. Von einer wirklichen Mauserung der Sozialdemokratie fann Kapitalisten spricht.( Sehr richtig bei den Sozialdemokraten.) Dieser wohl die deutsche wie die russische Macht vollständig in der Hand keine Rede sein. Hören Sie nur die Worte, die Herr Liebknecht in Artikel läßt einen tiefen Blick in die sozialdemokratische Taktik thun. einer Versammlung gesprochen. Er sagte da unter Beifall der An- Man macht die kapitalistischen Klassen erst mürbe und hält dann Rück Wir könnten in einem Jahrzehnt und wenn wir alles daran wesenden: Wir ändern unsere Taktit, unsere Mittel, aber wir bleiben sprache binnen zwei Minuten mit ihnen.( Sehr richtig rechts.) fetzten, keine Flotte schaffen, wie sie England jetzt hat und außerdem was wir sind: wir sind eine revolutionäre Partei, unser Endziel bleibt Ich habe mich in meiner ersten Rede nur gewandt an die bürgermüßten wir die Engländer während dieser Zeit einschläfern. Der dasselbe.( Stürmisches Bravo! und Sehr richtig! bei den Sozialdemokr.) lichen Optimisten, die uns immer von der Mauserung der SozialVorsprung wird bleiben. Jekt beginnt auf dem Gebiet des See- Sie wollen also bleiben, was Sie waren. Ich hoffe, daß auch die demokratie vorerzählen, wogegen die Sozialdemokraten aufs schärfste militarismus genau dieselbe Schraube, wie auf dem Gebiete des anderen Parteien sich das gesagt sein lassen werden, daß sie trop protestiren.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich glaube, Landmilitarismus. Gine Nation treibt die andere. Eugland aber aller Verschiedenheiten doch zusammenstehen werden gegen die Sozial- bei diesen Optimisten ist das Beifallsbedürfniß bei den Massen hat den Vortheil, daß es blos eine Seemacht ist und nicht eine demokratie. Die Sozialdemokraten bleiben die unversöhnlichsten größer als ihre politische Einsicht. Noch ein ernstes Wort an Herrn Landmacht. Wir sind die größte Landmacht auf Erden, wir geinde unserer staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung. Ihr Ziel Bebel. Er hat gesagt: Nun tönnen wir ganz sicher ein neues erwarten. Ich glaube fönnen aber nicht zu gleicher Zeit auch noch die größte ist die Arbeiterdespotie, und diese wollen wir nicht!( Großer Sozialistengeset ja, daß ihm das ein Seemacht werden. für die Wahlen Bugmittel wäre. tann Ich ihm Das heißt die Kerze auf beiden Enden Beifall rechts.) anzünden. Jetzt sind wir in Riautschou, da heißt es, man ist noch fagen, ein Staatssekretär v. Bülow: Dem Abg. Lieber erwidere ich, daß aber folches ift nicht Gesetz ist Aussicht nicht in nicht im stande, einen genauen Ausgabeplan zu entwerfen. Nun, ich gern bereit bin, das Abkommen mit China, sobald es im Wort genommen. Ich will ihm auch sagen, warum. Ich würde es wir wissen, es werden Befestigungen dort geschaffen und viel Geld laut vorliegt, der Budgetfommission mitzutheilen. Eine Auftheilung für einen politisch sehr bedenklichen Schritt halten, den bürgerlichen wird verpulvert werden. Was wird an den fünf Millionen, die jetzt China's soll von uns nicht ausgehen; wir wollen nur nicht den Klassen ein polizeiliches Schuhmittel in dieser Art zu geben. gefordert werden, noch alles hängen? Wir haben hier das dünne Anschluß versäumen, den letzten beißen die Hunde. An die Auf- bürgerlichen Klassen würden sich dabei beruhigen und sich darauf Ende des Keils, das dicke Ende kommt nach. Worauf basirt der theilung in absehbarer Zeit glaube ich übrigens nicht. Unfere berufen, daß ja schon die Regierung den Kampf gegen die Sozialganze jezige Lärm in Asien und anderswo? Da ist ein strategische und politische Position in Kiautschon erlaubt uns, die demokratie führt. Ich bin der Ueberzeugung, daß sich in den bürger neues Wort gekommen, das heißt Wellpolitik. Was be Entwickelung der Dinge ruhig abwarten. Den Störenfried werden lichen Klassen Deutschlands immer mehr die Ueberzeugung befestigen muß, deutet es? Ich habe immer gefagt, daß Deutschland wir nirgends spielen, das Aschenbrödel aber auch nicht.( Bravo! der Kampf, den die Regierung mit der Sozialdemokratie führt, ist eine wirkliche Weltmacht ist, Weltpolitik aber bedeutet eine Politit, rechts.) fein Duell zwischen der Regierung und dieser Partei, sondern ein die sich eigentlich in alles, was in der ganzen übrigen Welt vorgeht, Abg. Bebel( Soz.): Der Einfall Denschlands in China war Kampf, den die befizenden Klassen mit der Regierung und an der einmischt, eine Politik, die sich einbildet, daß Deutschland der Welt doch ganz etwas anderes als ein Zeichen der besonderen Friedens Seite der Regierung führen müssen.( Sehr richtig! rechts und bei gendarm fein soll, der überall dafür sorgen will, daß der deutsche liebe Deutschlands.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Nach den Nationalliberalen.) In den bürgerlichen Klassen muß das Ge Einfluß gewahrt wird. Ja, der Gedanke mag ja recht schön sein, meiner festen Ueberzeugung ist übrigens nichts geeigneter, unsere fühl erweckt werden, wie gefährlich die sozialdemokratische aber er ist außerordentlich thöricht, denn es fehlt dazu die nöthige Aktionsfähigkeit in Europa zu schwächen, als die Position, die wir Bewegung ist und daß es ihre Pflicht der Nothwehr und der Macht. Man hat uns hier erzählt, daß seit Anfang dieses Jahr neuerdings in China genommen haben.( Sehr richtig! bei den Selbstvertheidigung ist, die Regierung in dem Kampfe gegen bunderts 20 Millionen Deutsche ausgewandert sind. Ja, warum find fie Sozialdemokraten.) Denn sobald es zum Kriege gegen Frankreich die revolutionären Tendenzen der Sozialdemokratie zu unter dem deutschen Vaterlande verloren gegangen? Warum sind seit 1848 und Rußland kommen sollte, wäre unsere asiatische Position vollkommen stüßen. Bei dem Wahlrecht, wie es in Deutschland besteht, allein 5 oder 6 Millionen Deutsche ausgewandert? Weil die politischen Zu- in Händen Rußlands und damit alle unsere Aufwendungen für dieselbe ist es kein Wunder, daß sich eine Partei gebildet hat, die stände in Deutschland den Leuten das deutsche Vaterland verhaßt gemacht umsonst gewesen. Ich wollte eigentlich auf einige Aeußerungen die Partei der Arbeiter ist. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang. haben.( Lebhafter Widerspruch rechts. Bravo! bei den Sozialdem.) des Herrn Staatssekretärs v. Posadowsky eingehen. Er hat mit Wenn infolge des allgemeinen Wahlrechts ein größeres Berständniß Erst die Reaktion nach 1848, dann das Sozialistengefeß und die Er- einer Erregung und einem Eifer gesprochen, als sagte er hier das für die Lage der Arbeiter sich herausgebildet hat und mehr für die bärmlichkeit der ganzen Zustände. Ich war 1886 in Amerika, da neueste und unbekannteste von der Welt, indem er darzulegen verarbeitende Klasse geschieht, so ist das eine verföhnende Folge des habe ich großen Versammlungen von Deutschen mit beigewohnt, die, fuchte, daß die Sozialdemokratie unter allen Umständen die alte allgemeinen Wahlrechts gegenüber den bedentlichen moralischen Folgen wenn man fie fragte, warum sie ausgewandert seien, antworteten: Sozialdemokratie bleiben werde. Wir haben jedoch jederzeit, auch dieses Wahlrechts. Wenn die besitzenden Klassen den Kampf gegen Wegen des Schandgefeßes, des Sozialistengesetzes! G3 hat die Ar- unter dem Sozialistengefet gesagt: machen Sie, was Sie wollen, die Sozialdemokratie mit Erfolg führen wollen, dann werden sie beiter geächtet und einen Theil unserer besten Arbeiter zu den wir bleiben, was wir sind. Der Herr Staatssekretär hat nun auch zu Opfern bereit sein müssen. Mehr denn je müssen sie darauf Amerikanern getrieben, wo sie unter vernünftigeren Kapitalisten einen Appe II gerichtet an die bürgerlichen Parteien zum achten, die arbeitende Klasse billig und gerecht zu behandeln. Das Konkurrenz gegen die heimische Industrie machten.( Oho! gemeinsamen Kampfe gegen die Sozialdemo⚫ höchste Gut eines Volkes ist nicht die Dividende und nicht der Reinrechts.) Und weswegen eine zweite Kategorie Deutscher nach fratie im bevorstehenden Wahlkampfe. Mögen Sie das doch ertrag. Die Deutschen sind früher die Nation der Denker und Amerika gegangen ist, das ist der Militärdienst. Die einen sind der thun, im Königreich Sachsen haben wir es ja seit geraumer Träumer genannt worden: ich wünschte, daß idealen Gesichtspunkten Kaserne entflohen, die andern dem politischen Zuchthause! Ja, Beit nicht zu unserem Schaden erfahren. Neun von den 23 mehr Verständniß entgegengebracht würde. Alle revolutionären forgen Sie dafür, daß Deutschland keine Kaserne und fein Zucht Mandaten gehören infolge dessen bereits uns. Was uns in der Tendenzen der Sozialdemokratie werden wir mit größter Energie behaus mehr ist, dann wird die Auswanderung aufhören. Wenn heutigen Gesellschaft immer mehr Boden gewährt, das ist, daß die kämpfen, Mißstände aber will ich, so weit sie sich in dieser unvollkommenen Deutschland große Politit treiben wollte für wirklich nationale und breite Masse des Volkes immer mehr die Ueberzeugung gewinnt, Welt beseitigen lassen, gern beseitigen. Ich will alles dazu thun!( Ruf menschliche Zwecke es hätte wahrhaftig reichlich Gelegenheit baß es in der That nur eine Partei giebt, die im Reichstage wit bei ben Sozialdemotraten: Donnerwetter! Heiterfeit.) So hat der dazu! Blicken Sie nach Desterreich. 1866 warfen wir lich für die Rechte des Volkes eintritt, die Sozialdemokratie.( Leb. Abgeordnete Legien fürzlich hier über Mißstände im Baugewerbe Und Die Abg. Prof. Förster( Antis.) polemifirt gegen den Abg. Lieb tnecht, der gegen andere Parteien Beschimpfungen ausgestoßen habe Vizepräsident Schmidt: Es geht nicht an, daß Sie die Rede eines Abgeordneten beschimpfend nennen. Ob Beschimpfungen vorliegen, das zu entscheiden, ist Sache des Präsidenten. Defterreich aus Deutschland hinaus, weil die Dynastie haftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Wären wir nicht, so berichtet. In der Hauptsache waren seine Angaben richtig, nur in der Habsburger sich nicht mit der Dynastie der Hohenzollern würde über eine Menge von Uebelständen der Schleier gedeckt einigen nebenfächlichen Punkten hat er sich geirrt. Ich habe jetzt vertragen fonnte; da hieß es: das ist in Interesse der deutschen werden. Dazu kommt noch, daß die Herren von der Regierung die schon Schritte gethan, um die Mißstände, die im Baugewerbe unNationalität und Einheit. Was ist jetzt aus der deutschen Nationalität einfachsten Rechte der arbeitenden Klassen auch noch auf alle zweifelhaft herrschen, zu beseitigen. Abg. v. Kardorff( Rp.): Die Haltung der Regierung gegen in Defterreich geworden? Man wird dort geprügelt und ist in Ge- mögliche Weise beschneiden. Der Herr Staatssetretär fragt, 100 fahr todtgeschlagen zu werden in den meisten der flavischen Staaten, denn die Regierung eigentlich die Reaktion beabsichtige? Ich die Sozialdemokratie ist nicht immer von der Energie, wie ich sie selbst in denen, die früher zum deutschen Bunde gehört haben. Das erinnere ihn nur an die Debatten, die erst im Laufe voriger Woche wünsche und wie sie zu den Zeiten des Fürsten Bismarck war. ist eine Folge der Politit, welche die nationalen Jntereffen den im Abgeordnetenhause über die Freizügigkeit stattgefunden haben. Nirgends geht es den arbeitenden Klassen so gut wie in Deutschland, dynastischen hintangesetzt hat. Heute droht die orientalische Frage.( Sehr wahr! links.) Ich erinnere an das unglaubliche Versprechen, Nur einer Klasse geht es schlecht, das sind die, die von den Herren Hätten wir wirklich Staatsmänner in Deutschland gehabt, hätten das der Herr Minister für Landwirthschaft im Namen der Regierung da drüben abhängen; sie sind durchaus unfrei. Sobald ein Arbeiter wir die besten Kräfte der Nation statt nach Amerifa getrieben, an dort abgegeben hat.( Sehr gut! links.) Ich erinnere an die geradezu der Sozialdemokratie verfallen ist, muß er Streifgelder zahlen, er will, die ewige Heildie Donau gefchickt, so hätten die das alte Desterreich zivilifirt unglaublichen Verordnungen des Herrn Arbeitsministers, der bestimmt, darf nicht kaufen und arbeiten, wo und wir hätten jetzt das leitende Wort in Konftantinopel zu sprechen. daß fremde Arbeiter zu guten Löhnen Staatsarbeit verrichten dürfen, quelle des Christenthums wird ihnen verschüttet. Darin liegt der Kürzlich fagte man, daß wir im europäischen Konzert die Flöte die eigenen einheimischen Arbeiter aber von diesen Arbeiten fern Fluch der Sozialdemokratie, aber auch ihr Untergang; denn das ruhig hinlegen würden. Deutschland hat jetzt ja auch in Kreta gehalten werden, damit die Agrarier sie mit Hungerlöhnen bes Christenthum ist ewig und wird die Sozialdemokratie besiegen. Welche Ehre aber haben wir dort er- schäftigen können. Diese Thaten werden in die allerverlorensten Redner theilt einen Brief des Abg. Schulz- Lupitz mit, der den die Flöte ruhig hingelegt. worben? Wir haben das Land in größerer Berwirrung zurück- Winkel Ostpreußens hinein bei den nächsten Wahlen ihre Wirkung Wunsch enthält, daß die biologische Station nicht in Berlin errichtet gelassen, als es in dem Momente war, wo unser Schiff hintam. ausüben.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Ich erinnere wird, weil dort die Luft ungesund sei. 1s es in b Wir haben uns an einer großartigen Vlamage betheiligt und haben weiter an die ganze Art und Weise wie das Vereins- und Ver die ganze Schande und Lächerlichkeit der diplomatischen Komödie, sammlungsrecht in Preußen gehandhabt wird! Glauben Sie, das die Dort gespielt wurde, mit auf Deutschland geladen. müßte nicht überall, wo die Arbeiter das erfahren, sie in hellen es über kurz oder lang einem Zu Haufen in unsere Reiben drängen? Mit einer Politit, die in allen sammenstoß zwischen England und Rußland kommt, welche Rolle übrigen Kulturstaaten Europa's von der ungeheuren Mehrzahl der wird Deutschland spielen? Soll Deutschland, dies Kulturland, im Nation und der Volksvertretung auf das allerentschiedenste zurück Abg. Förster: Dann wollte ich den Präsidenten nachträglich Schlepptau von Rußland sein, wie bisher, wie man leider mehr und gewiesen würde, züchten Sie die Sozialdemokratie groß, Sie sind es, mehr es will? Dagegen wird das deutsche Volt protestiren. Wenn die der Sozialdemokratie Hunderttaufende und Millionen zuführen! darauf aufmerksam machen. Wir treiben nicht Kolonialschwindel, man dem deutschen Volke ein für ein U macht und durch( Bewegung rechts.) Und dann meine Herren der Koalitionserlaß! wie der Abgeordnete Liebknecht gemeint, sondern sind ehrliche Männer, Abenteuer im Auslande den Blick abzuwenden sucht von dem Wir haben gerade genug darüber gesprochen, und ich brauche jetzt die freilich von Liebknechtseligkeit gegen die Masse nichts wissen Ferner ist aus den verschiedenen wollen. Elend im Julande das ist ein Despotentniff, aber feine Staats nicht darauf zurückzukommen. Abg. Bebel( Soz.): Ich will den Herrn Vorredner nur an das mannschaft. Statt auf sozialem Gebiete voranzugehen, wird überall die Lagern der bürgerlichen Parteien mit der wünschenswerthesten gepanzerte Faust erhoben, auch in dem Erlaß des Herrn v. Posadowsky, Deutlichkeit das Gelüfte hervorgetreten, zu der Beseitigung Urtheil erinnern, das er über seine eigene Partei gefällt hat, als und dem Volke entgegengehalten, wo es seine Rechte fordert. Eine des allgemeinen, geheimen, direkten Wahlrechts. er aus der Fraktion austrat. Eine Partei von 13 Mann, die in Regierung, die durch äußere Erfolge den inneren Bankrott, ihre Dir Lobhudeleien, die auf der Landesversammlung der fonfervativen fünf Richtungen zerfällt( Heiterkeit), ist nicht gerade vorbildlich. Die innere Unfähigkeit zu verdecken sucht, stellt sich selbst das Armuths- Partei der sächsischen Regierung gespendet wurden, daß sie Antisemiten repräsentiren das reaktionäre, wir das revolutionäre das Wahlrecht genommen hätte, Glement in der Gesellschaft, insofern als wir die Umgestaltung der zeugniß aus.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten. Unruhe.) den sächsischen Arbeitern Arbeitern gegenüber denken, wie Dinge von Grund aus wollen. Unser Kampf richtet sich natürlich Gegen diese Politik, gegen den ganzen Kolonial- und Flotten- verriethen, schwindel( Große Unruhe rechts.) protestiren wir. Nach den Wahlen Sie das letzte bischen Freiheit und Recht, was die Arbeiter noch auch gegen den jüdischen Kapitalismns.( Hört! hört!) Herr v. Kardorff meinte, die Regierung gehe gegen uns nicht werden wir uns sprechen. Bei den Wahlen wird sich zeigen, ob haben, ihnen nehmen wollen, wie es Ihre Sehnsucht ist, die Arbeiter das deutsche Volt für Ihre Politik, oder für die unsere ist, die die wieder zu Heloten zu machen, ste wieder an die Scholle zu feffeln. mit der nöthigen Energie vor; er kann es heute noch nicht verwinden, Reform im Innern und Freiheit und Gerechtigkeit will. Dann Das alles trägt in ganz besonderem Maße dazu bei, der Sozial- daß das Sozialistengesetz gefallen ist. Aber wenn er meint, wir wird sich zeigen, wer in den Augen des Volkes am meisten die demokratie Oberwasser auf ihre Mühlen zu liefern. Gegenüber hätten tein Recht, uns hier als Vertreter der Arbeiter zu betrachten, Intereffen Deutschlands gewahrt hat, wir oder Sie, wer sein Vater- diefen Thatsachen werden Sie mit allen übrigen Anschuldigungen dann hätte er ja als Aufsichtsrathsmitglied der oberschlesischen Zinkland am meisten liebt, wir oder Sie!( Unruhe rechts. Lebhaftes gegenüber der Sozialdemokratie ungeheuer wenig Beifall und Glauben bütten die beste Gelegenheit zu beweisen, daß er ein warmer bei den Arbeitern finden. Freund der Arbeiter ist. Denn wenn es eine Arbeitertlasse giebt, Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Staatssekretär Graf Posadowsky: Was das von dem Abgeordneten Liebknecht erwähnte Schreiben anlangt, fo habe ich es dem Minister des Innern überwiesen; derfelbe wird, falls ein Versehen vorliegt, Wandel schaffen. wie Sie den Was wir in Zukunft erftreben wollen, wenn wir auf legalem die in erbärmlichen, menschenumwürdigen Zuständen sich befindet, Wege die Macht errungen haben auf dem Wege der Agitation, dann ist es die Arbeiterschaft der oberschlesischen Zinkhütten.( Schr der Voltsaufklärung daraus haben wir niemals ein Hehl gemacht, wahr! bei den Sozialdem.). Gleichwohl hat es der Aufsichtsrath da braucht Herr Posadowsky nur das Programm der sozialdemo- und das Direktorium dieser Aktiengesellschaft verstanden, aus diesen Der Abg. Liebknecht hat davon gesprochen, daß der Rapitalis- fratischen Partei in Millionen von Exemplaren im Deutschen Reiche armen, elenden, erbärmlich bezahlten Arbeitern so viele Hundert mus Deutschland bereits vollständig ausgeraubt habe und sich nun zu verbreiten, um auch dem letzten Arbeiter zu sagen, was die Sozial- tausende herauszupressen, daß auch auf die Person des Abg. v. KarWenn Herr Posadowsty unfere Bestrebungen dorff im vorigen Jahre einen Entbehrungslohu von 27 000 Mart nach anderen Raubobjekten umsehe. Ich bewundere den Muth des demokratie will. gar nicht solche Reden halten, halten, wie entfallen ist.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Herrn Abgeordneten, wie er so von der Gewaltpolitit sprechen kann; tennte, hat bisher. Er meint: wir er spricht ja damit gegen seine eigene Partei; da wollen die Besitzenden aus ihrem Ich meine: wer in einer solchen ausbeuterischen Stellung einer so Nein, Herr Graf, das branchen wir armen geplagten Arbeiterschaft gegenübersteht, sollte fich warhaftig ein Herr W. Liebknecht in der Kosmopolis" einen Artikel Besige treiben. veröffentlicht, überschrieben Bukunftsstaatliches". Da heißt es: nicht, dafür sorgt die heutige fapitalistische Entwickelung! Was hat hier nicht zum Richter über die Sozialdemokratie aufwerfen. Wenn " fönnte er Parlamentarisches. ben Es liegt uns fern au behaupten, daß der mitgetheilte Antlagefall für die Zustände in der Charitee typisch sei, aber Eines ist von neuem dargethan, nämlich, daß die Arbeiterschaft auf dieses tonigliche Institut mehr wie je ein scharfes Auge zu richten hat. Dom Often Deutschlands, insbesondere auch aus Oberschlesien, all- p jährlich 60-80 000 Leute als Sachsengänger auswandern, so ift doch wirklich daran nicht die Sozialdemokratie schuld; hätte die Der Bundesrath hat in seiner am 26. d. M. abgehaltenen Sozialdemokratie da mehr Einfluß, so hätte sie die Arbeiter Plenarsizung dem Entwurf eines Gesetzes, betreffend Abänderungen dort im Gegentheil aufgefordert, sich zu organisiren und sich Lebens- des Gesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im bedingungen zu erkämpfen, die sie an die Heimath fesselten. Die Frieden vom 13. Februar 1875 und des Gesetzes vom 21. Juni 1887, fowie jezige Auswanderung beweist eben nur, daß das christliche Arbeit- den unter dem 3. April 1894 und 30. Oktober v. I. zu Paris und legte der Stadt Bau- uspettor Befeli seinen Gesammtplan für In der letzten Sigung der städtischen Hochbau- Deputation geberthum kalten Blutes zusieht, wie diese Leute aufs äußerste aus- unter dem 19. März v. J. zu Venedig unterzeichneten internationalen den umfangreichen Ausbau des Krankenhauses von Moabit vor. Es gebeutet und zum tiefsten Elend herabgedrückt werden. Hier ist ein Sanitäts- Konventionen und dem Entwurf von Vorschriften für die ist vorgesehen ein Verwaltungsgebäude mit Wohnungen für den Feld sozialreformatorischer Thätigkeit, Herr v. Kardorff!( Sehr Einrichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung elektrischer Verwaltungsdirektor und 16 Aerzte, ein Haus für Pfleger, ein Haus richtig!) Vergessen Sie doch nicht, daß niemand größere Machmittel Attumulatoren aus Blei oder Bleiverbindungen die Zustimmung er für Pflegerinnen, ein Rochfüchengebäude mit Wohnungen für das gegen die Sozialdemokratie hat wie Sie; Sie haben den ganzen theilt. Der Entwurf eines Gesetzes, betr. die Entschädigung der gesammte Küchenpersonal, ein Waschküchengebäude mit Wohnungen Besitz auf Ihrer Seite, Sie haben mit wenigen Ausnahmen die im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochenen Personen, wurde in der für das gesammte Waschpersonal, eine Bade Anstalt und fogenannten gebildeten Kreise, Sie haben die Schule, die Kirche, die vom Reichstag beschlossenen Fassung und der Entwurf eines Ge- Pförtnerhaus in der Birkenstraße. Die Deputation genehmigte diesen ganze Gewalt. Und wenn trotz alledem der sozialistische Gedanke in fezes für Elsaß- Lothringen über die Besoldung der Lehrer und Plan ohne Abänderung und wird denselben sowie die feſtgeſetzten immer weiteren Kreisen der Bevölkerung plaßgreift, dann sollten Lehrerinnen an öffentlichen Elementarschulen in der vom Landes- Gesammtbautosten in Höhe von 1520 000 M. den städtischen Bes Sie sich doch vor sich selbst Rechenschaft ablegen, woher das kommt. ausschuß beschlossenen Fassung angenommen. Genehmigt wurden hörden zur Annahme empfehlen. Würden wir in unsern Reden nicht wunde Punkte am die Ausschußanträge, betreffend Abänderung des GetreidelagerGesellschaftskörper berühren, dann würden wir niemals den Regulativs und der Ausführungsbestimmungen zum Zuckerſteuer- Gefeß, maligen Reschke'schen Realschule wählte die städtische Schul- Depu Eine Dame als Schulvorsteherin. Zur Leiterin der ehes Boden haben gewinnen können, den wir gewonnen haben und sowie der Vorschriften über die Denaturirung von Salz. Eine immer mehr gewinnen werden. Die ersten Ausführungen des Mittheilung über die Beschlüsse des Landesausschusses von Elsaßtation heute Fräulein Raul fast einstimmig. Die Dame leitete diese Grafen Posadowsky standen mit seinen Schlußausführungen in Lothringen zu der Uebersicht der Ausgaben und Einnahmen der Schule seit dem Tode des früheren Inhabers, Herrn Reschte, schon einem gewissen Widerspruch. Am Eingange seiner Rede protlamirte elsaß- lothringischen Landesverwaltung für 1896/97 wurde längere Zeit provisorisch. er da den Klassenstaat in der reinsten Form.( Sehr wahr! links.) zuständigen Ausschüssen überwiesen. Außerdem wurde über das Ein ,, Amtliches Reiseburean Berlin, Potsdamer BahnDa war die Regierung nichts weiter, als der Verwaltungsausschuß Refursgesuch eines Beamten gegen feine Zwangsversetzung in den hof" wird, wie die tgl. Eisenbahn- Direktion zu Berlin bekannt der herrschenden Klassen. Da hatte der Staat teine weitere Auf- Ruhestand und über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt. macht, am 15. Mai d. I. auf dem hiesigen Potsdamer Bahnhof er gabe, als für die Unternehmerklasse einzutreten und für sie zu Der Entwurf eines Ab öffnet werden. Dort sollen sämmtliche Schnellzugsfahrkarten, die forgen. Im zweiten Theile Ihrer Rede haben Sie Gesetzes, enthaltend alleränderungen, dings, das erkenne ich an des Gefeßes über die Natural- gangbarsten Personenzugsfahrkarten erster, zweiter und dritter Klaffe, gerecht, wie wir immer sind fich veranlaßt gesehen, auch den Herren Kapitalisten etwas bezweckt Abhilfe der Beschwerden, die feit längerer Zeit aus den eines Buschlags als Verkaufsgebühr schon acht Tage vor Antritt der leistungen für die bewaffnete Macht im Frieden, sämmtliche Rückfahrkarten, Sommer- Sonderzugs- und AnschlußRückfahrkarten, feste Rundreise- und Playkarten ohne Erhebung ins Gewissen zu reden. Das war sehr schön und auch sehr nothwendig. und gut Bevölkerungsfreifen laut geworden sind, welchen vorzugsweise die Ganz besonders habe ich es Last der Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ob- Reise ausgegeben werden; ausgenommen sind nur Plaßkarten, die begrüßt, daß er die Beschwerden, die mein Genoffe Legien liegt. Er enthält im wesentlichen eine Erhöhung der Vergütung für erst einen Tag vor Antritt der Heise verkauft werden können. Das hier über die Lage der Arbeiter im Baugewerbe angeführt die Verpflegung auch nicht marschirender Truppen, die fofortige Bettfarten für sämmtliche von Berlin abgehenden Schlafwagenkurse Reisebureau verabsolgt ferner zusammenstellbare Fahrscheinhefte und hat, in der Hauptfache als durchaus berechtigt anerkannt hat. Ja, Baarzahlung der durch die Gemeinden verabreichten Fourage, sowie der preußischen Staatsbahnen und nimmt Bestellungen auf BettHerr Graf, wenn Sie bereit sind, all die Beschwerden, die von unserer eine reichlichere Entschädigung der Vorspannleistungen. Die Vorlage tarten für alle übrigen Staatsbahn Schlafwagenturfe entgegen. Seite laut werden, gleich objektiv zu prüfen, und wenn Sie Ihre Be- ist hervorgerufen durch Beschwerden von Landwirthen, rechtigung anerkennen, für Abstellung sorgen, dann thun Sie weit die monatelong auf die Bezahlung der von ihnen gelieferten Fourage Bugleich wird jede Auskunft über Fragen des Reiseverkehrs ertheilt. mehr für die Erhaltung der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung, haben warten müssen. Außerdem liegen die Kursbücher der preußischen Staatsbabnen, als durch alle sonstige Bekämpfung der Sozialdemokratie, als Fahrschein- Verzeichnisse, Formulare 2c. zum Kaufe aus. Das Reisewenn Sie sich als Champion dieser Gesellschaft gegen uns aufspielen. bureau wird von 8 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends( Sonntag von Und weiter haben wir aus den Worten des Grafen Posadowsky 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags) geöffnet sein. die Ueberzeugung geschöpft, daß es nothwendig ist, daß im nächsten Ueber die Zulässigkeit des Verkaufs von Arzneimitteln Reichstag noch viel mehr Sozialdemokraten fißen, damit die Arbeiter Bruder Heinrich in der königlichen Charitce. Als die in und Gegenständen der Krankenpflege an Sonn- und Festtagen um so größere Aussicht haben, auf die Abhilfe ihrer berechtigte en Krankenkassen organisirte Arbeiterschaft Berlins sich mit Nach hat der Polizeipräsident von Berlin auf eine Anfrage erwidert, daß Beschwerden rechnen zu können. Ich habe auch mit Genug druck gegen die mannigfachen Mißstände in der Charitee auflehnte, die nach der Polizeiverordnung vom 16. März d. J. erfolgte Frei thuung begrüßt, daß Graf Posadopsky erklärte, die Regie- da wurde ihr dies von staatserhaltender Seite übel angerechnet, obgabe des jederzeitigen Verkaufes nur denjenigen Apothekern rung habej feine Neigung, fich zum polizeilichen Schußschild gleich später selbst im Abgeordnetenhause von den berufensten Auto- geftattet sei, welche sich im Besitze einer Apotheke befinden, der herrschenden Gesellschaft herzugeben. Daß die herrschende Gesellschaft ihren Besitzstand vertheidigt, nehmen wir durchaus nicht übel, daß aber die andern, die sich durch die Bevorrechtigung der einen in ihrer Position geschädigt fühlen, sich auf die Dauer das nicht gefallen lassen, ist auch sehr natürlich und gerecht. Giebt man uns also freie Bahn, gleiche Rechte mit den übrigen bürgerlichen Parteien, läßt man es einfach auf einen Meinungskampf ankommen, gut, dann sind wir mit dieser Art des Kampfes vollständig zu frieden. Mehr verlangen wir nicht, als daß Luft und Licht für beide Theile gleich vertheilt wird.( Bravo! bei den SozialdemoAbg. Förfter( Antis.): Die Heilung des Boltskörpers ist nicht nur auf dem follettivistischen Wege möglich, den die Sozialdemokratie empfiehlt, sondern auch auf dem Wege friedlicher Sozialreform, den wir für den richtigen halten. traten.) Damit schließt die Diskussion. Tokales. ritäten zugegeben werden mußte, daß in diesem königlichen Institut manches schlimm bestellt sei. Wenige haben aber wohl Vorfomm nisse für möglich gehalten, wie sie gestern in öffentlicher Gerichtsverhandlung ans Tageslicht gefördert wurden. und " 1 werden. nicht aber Besitzern von Drognengeschäften, welche approbirte Apotheker sind. Die gegentheilige Weinung, welche dadurch hervor gerufen war, daß die Verordnung den jederzeitigen Verkauf an Apotheker" freigiebt, wird in dem Bescheid als im Widerspruch mit Man höre: Wegen einer in der Charitee einem Kranten zu er faiserlichen Verordnung vom 27. Januar 1890 hingestellt, welche gefügten wiederholten Mißhandlung hatte sich der Ober- im Rahmen einer Polizeiverordnung nicht abgeändert werden könne. Strankenwärter Wilhelm Senz vor der 8. Straffammer des Landgerichts I zu verantworten. Er war Stationswärter auf der Station Zu der Günther'schen Mordsache wird mitgetheilt, daß der I. M. 9 und wird beschuldigt, in der Nacht zum 4. März und am Verdacht gegen den Viehtreiber Emil Lint sich als unbegründet ers Morgen des 4. März einen dort stationirten Kranken Namens Fisch, wiesen hat. Link sowohl wie eine große Anzahl anderer Personen, der am Delirium, an der Zuckerkrankheit und an Kopfrose die als verdächtig sistirt waren, mußten außer Verfolgung gesetzt litt wenige Tage nach dem 4. März gestorben ist. mißhandelt zu haben. Er bestritt dies und behauptete, Das Polizeipräsidium theilt mit: Jm Einverständniß mit daß er den Patienten, der sein Bett verlassen habe und in dem Magiftrat wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß unzulässiger Weise mit bloßen Beinen im Saale umbergegangen sei, die Bekanntmachung vom 21. Dezember v. J., nach welcher von in ordnungsmäßiger Weise in sein Bett zurückgebracht habe. Der 1. Mai d. J. ab nur gewisse, öffentlich bekannt gegebene Mi If= Die Borlage wird darauf der Budgetkommission überwiesen. zuständige Oberarzt Dr. Jacobi hat den Kranken am 4. Wärz unter- abfuhr- Systeme zugelassen werden sollen, erst am 1. September Es folgt die zweite Berathung der Novelle zur Konkurs sucht und zwar blane Flecke am Körper und eine blutrünftige Stelle dieses Jahres in fraft tritt. ordnung in Verbindung mit der zweiten Berathung der von dem im Geficht vorgefunden, giebt aber die Möglichkeit zu, daß die Einen Selbstmordverfuch machte gestern Abend im Zuschauers Abg. Rintelen und Genossen eingebrachten Novelle zur ersteren auf Selbstverlegungen beim Toben im Bett, die letztere auf raum des Spezialitäten- Theaters des Tunnels im Riesen- Olympias Rontursordnung. feine Krankheit zurückzuführen seien. Die Bekundungen mehrerer Zeugen, Theater der 22jährige Schlosser Giesicke. Der junge Mann saß mit Abg. Rintelen( 3) empfiehlt en bloc- Annahme der Vorlage. die mit Fisch auf derselben Station lagen, fielen zu ungunsten einem Freunde an einem Tisch vor der Bühne, auf welcher gegen Es erfolgt kein Widerspruch, die Vorlage wird darauf des Angeklagten aus. So bekundete der Kellner Hentrich: 11 Uhr ein Komiker seine Schlußnummer ausführte. Plötzlich zog en bloc angenommen.( Bravo.) Gegen 12 1hr nachts sei der unruhige Patient, wie dies öster ge- G. einen Revolver aus der Tasche und jagte sich eine Kugel in die Es erfolgt die zweite Berathung des Antrages v. Salisch schah, aus seinem Bett aufgeftanden, habe sich aber bald wieder be- rechte Schläfe. Die Veranlassung zu der That ist in Liebesgram und Genossen( t.) auf Aenderung der Bestimmung der Straf- fänftigen lassen. Er sei dann wieder aufgestanden und nun sei der und Eifersucht zu suchen. prozeß- Ordnung und der Zivilprozeß- Ordnung über die Bereidigung. Angeklagte, der plößlich im Zimmer erschienen fei, auf den Die beiden letzten alten Bauernhänser im Innern Berlins Abg. Stadthagen( Soz.) wünscht Vertagung, da noch ver- Kranken Io@ gestürzt und habe ihn unter Anwendung werden niedergerissen, um einem Neubau Platz zu machen. Es sind schiedene namentliche Abstimmungen bei diesen Anträgen vorzunehmen von Schimpfworten, wie Du Strolch, Vagabund, Saufbruder, dies die beiden Grundstücke Gollnowstr. 12 und 13, die noch weit seien und diese doch die Beschlußunfähigkeit des Haufes ergeben Delirienbruder, Du willst uns hier unnöthige Arbeit in die Straßenflucht hineinragten und die ohnehin nur schmale machen?" wiederholt über den Schädel und ins Gesicht Gollnowstraße sehr beengten. Beide Gebäude, die Berliner AckerVizepräsident Schmidt: Dieser Antrag bedarf der Untergeschlagen, so daß er blutete. Am nächsten Morgen furz bürgern gehörten, stammen aus der Mitte des vorigen Jahre fügung. Bei der Geschäftslage des Hauses werden Sie mir aber nach 6 Uhr sei Fisch wieder aufgestanden, habe seine Betten zugeben, daß es sich nicht emfiehlt, einen Tag zu verlieren. zufammengepackt und das Zimmer verlassen wollen. Da habe ihn Nach langer Geschäftsordnungs. Debatte zieht schließlich Abg. der Angeklagte zurückgeschlagen, ihm mindestens 30 bis Die Werftstraße von der Straße Alt- Moabit bis zur GerhardStadthagen seinen Antrag zurück und der Anregung des Abg. 40 Schläge in den Rücken, auf die Brust, ins Gesicht straße wird behuss Umpflasterung vom 27. d. M. ab bis auf Rintelen( 3.) zufolge beginnt die Berathung mit§ 348. und auf den Kopf verfekt und ihn gewaltsam auf das weiteres für Fahrwerke und Reiter gesperrt. Die§§ 348-442 werden debattelos angenommen. Bett zurückgeworfen. Dasselbe bekundete der Zeuge Jacobs: Vermikt wird seit einigen Tagen die 19 Jahre alte Martha Bu§ 443 liegt der Antrag Rintelen vor, den Paragraphen wie Derfelbe schilderte den Kranken als einen leicht zu besänftigenden Stawiszinski aus der Friedrichstraße 154. Das Mädchen ist dunkelfolgt zu faffen: Menschen, der in jener Nacht allerdings wiederholt aufgestanden blond und kräftig und trägt eine graue Blouse, einen schwarzen Rock Der Eid beginnt mit den Worten: Ich schwöre bei Gott dem und von ihm selbst ohne große Anstrengung wieder beruhigt worden und einen schwarzen Hut mit weißem Band. Allmächtigen und Allwissenden" und schließt mit den Worten: So war, da sich ein Wärter nicht seben ließ. Letzterer habe Rafcude Radfahrer. Als gestern Nacht gegen 12 Uhr der wahr mir Gott helfe".- Dem Schwörenden ist gestattet, geschlafen. Der Angeklagte habe den Kranken in der Nacht miß: 28 Jahre alte Monteur Wilhelm Seydel aus der Waldenserstr. 40 den Schlußworten der Eides formel eine feinem bandelt und am Morgen direkt wieder ins Bett hinein auf seinem Zweirad um die Ecke der Wilhelm- und Woßstraße fuhr, Glaubensbetenntniß entsprechende Bekräftigung geprügelt. Schimpfworte wie ich haue Ihnen in die begegneten ihm mehrere andere Radfahrer in einem Tempo, das hinzuzufügen. Fr...." feien bei dem Angeklagten gang und gäbe ge- fich eher für die Rennbahn als für die Straße eignet. Einer dieser wesen. Auch der Beuge Dicko hat die Mißhandlungen gefeben Stadler rannte Seydel so heftig an, daß er mit dem Kopfe auf das und die Schläge, die der Angeklagte dem Kranten ins Asphaltpflaster flog und einen Schädelbruch erlitt. Der Verunglückte Gesicht gab, laut inallen hören. Der Wärter Rete, der den wurde von einem Schuhmann des 37. Reviers in ein Krankenhaus Angeklagten nicht übermäßig belastete, mußte gleichfalls zu gebracht. geben, daß der Kranke mißhandelt worden sei. Wahrscheinlich Beim Zuziehen der Gardienen ist der Gastwirth Robert die Augenzeugen einzuschüchtern, hat der Angeklagte Seelow aus der Besselstraße 13 verunglückt. Er glitt von einem bei seinem Weggange noch in den Saal hineingerufen: Stuhl aus und fiel mit dem rechten Arm in die Flaschen, die im Wenn jemand Jnteresse daran hat, mich git melden, fo Schaufenster standen. zerbrach, zerschnitten ihm das Fleisch am ganzen Unterarm vom Ellbogen bis zur Hand. würden. " Staatssekretär v. Nieberding wendet sich gegen diesen Antrag. Mißstände bei der jetzt geltenden Art der Eidesleistung hätten sich nicht ergeben, die jetzige Form, die das Prozeßrecht vorschreibe, sei zu allen Zeiten der christlichen Nera maßgebend gewesen. Abg. Beckh( frf. Vp.) hält ebenfalls den Antrag für überflüssig. Abg. Spahn( 3) macht darauf aufmerksam, daß auch beim Fahneneid der Soldat konfessionell vereidigt werde. Deshalb sei diese Forderung auch für den Zivilprozeß berechtigt. Abg. Salisch( f.) bemerkt, daß der Herr Staatssekretär in der Rommission erklärt habe, tonfessionelle Bufäße tönnten auch in Zu tunft gestattet sein. Da nun ein besonderer Antrag in diesem Sinne vorliegt, werde er auch für ihn stimmen, da man glauben könnte, daß nach Ablehnung desselben etwas an dem geltenden Recht ge ändert sei. werden. " " " hunderts. Die Scherben einer Flasche, die dabei Verloren gegangen ist die Sammelliste Nr. 00 006 für die Reichstagswahlen. Es wird gebeten, sie bei Brettschneider, NeuLichtenberg. Wilhelmstr. 69, Hof 3 Tr., abzugeben. mag er es getrost thun!" Die Meldung ist später durch einen der Zeugen erfolgt; er hat damit gewartet, bis er das Krankenhaus verlassen hatte, denn da Arzneien, Nahrungsmittel 2c. durch die Hand des Angeklagten gingen, hatte er Furcht, daß ihm etwas paffiren tönnte, wenn er die Anzeige noch während seiner Anwesenheit in der Charitee machte. Staatssekretär Nieberding bemerkt dem gegenüber, daß ein Die Charitee- Direktion hat den Angeklagten infolge jener Vor- Vier Leichenfunde werden gemeldet. Am Stätteplatz Alt= Novum durch Ablehnung des Antrages Rintelen nicht geschaffen fommnisse sofort entlassen und selbst die Strafanzeige erstattet. Moabit 61 landete man das 19 Jahre alte Dienstmädchen Emma werde; konfessionelle Zusäße würden auch in Zukunft zugelassen Oberarzt Dr. Jacobi gab dem Angeklagten das Zeugniß Winkler, das bei einem Kaufmann in der Mustauerstraße in eines pflichttrenen, fleißigen Beamten, der aber mehrfach habe Stellung war und, wie seinerzeit berichtet wurde, in einem Anfalle Abg. Graf Bernstorff- Lauenburg( Rp) befürwortet ebenfalls verwarnt werden müssen, weil Beschwerden über sein nicht genügend von Nervosität in der Nacht zum 9. März von der Moabiterbrücke den Antrag Rintelen. zartes Wesen und über grobe Redensarten, die er gebraucht habe, in die Spree sprang. Ebenfalls aus der Spree gelandet Abg. Rintelen befürwortet nochmals dringend seinen Antrag ergangen waren. Die Beweisaufnahme ergab noch, daß der An- wurde auf dem Hinterlande des Grundstücks Breitestr. 28 und betont, daß es sich vor allem um eine Gleichstellung mit der geklagte den schwer kranken Fisch vielfach gequält und ihn, die Leiche eines unbekannten Mannes, der wohl schon drei betreffenden Bestimmung in der Militär- Strafprozeß- Ordnung handele. Der kaum auf den Beinen sich zu halten vermochte, gebis vier Wochen im Wasser gelegen hat. Dieser Unbekannte Staatssekretär Nieberding bestreitet, daß aus der Ablehnung zwungen habe, Bettdecken zu überziehen u. f. w. ist schlank, hat einen Anflug von Schnurrbart und trug ein helldes Antrages Rintelen mit Nothwendigkeit eine Aenderung des betr. Paragraphen in der Militärprozeßordnung folge und betonte nochmals ausdrücklich, daß eine Alenderung in dem bestehenden Recht durch Ablehnung der Anträge Hintelen nicht entstehe. Abg. Stadthagen( Soz.): Ich bin schon gegen den Antrag Rintelen im Interesse aller derjenigen, die auch das nicht glauben, was in der Eröffnungsformel enthalten ist. Ich behalte mir vor, beim§61 darauf zurückzulommen. Schließlich möchte ich doch überhaupt der Meinung entgegentreten, daß ein Staatsbürger nur dann die Wahrheit rede, wenn er sie mit religiösen Wendungen bekräftige.( Sehr richtig! links.) Ein Bertagungsantrag wird darauf angenommen. Nächste Sizung Donnerstag 1 Uhr. Tagesordnung: Weltpost- Uebereinkommen; Handelsprovisorium mit England; Resolutionen zum Etat, deren Berathung vor den Osterferien ausgesetzt worden; Fortsehung der heutigen Berathung. Schluß 5 Uhr. Der Staatsanwalt beantragte mit Rücksicht auf die blaues Jacket, eine dunkelblaue Weste, eine schwarze Hose, ein unglaubliche Rohheit und die niedrige Gesinnung, die der Angeklagte Normalhemd und braune Plüschschuhe. Am Reichstagsufer wurde befundet, ein Jahr Gefängniß. Der Gerichtshof hielt es für ferner die schon stark verweste Leiche einer Frau angeschwemmt, die erwiesen, daß der Angeklagte, der übrigens feine Beamteneigenschaft etwa 20 Jahre alt sein mag, schlank gewachsen und dunkelblond ist befaß, durch die empörende Mißhandlung eines Schwerkranten feine und ein rothbrannes Kleid, eine schwarze Taille, zwei goldene Ringe Pflicht als Krankenwärter in ganz grober Weise verletzt und das in und eine Sportbroche in Flaggenform trug. Einen unbekannten ihn gesetzte Vertrauen brutal getäuscht habe. Der Gerichtshof hielt Mann fand man heute Morgen im Landwehrkanal und landete ihn für jeden Fall eine einjährige Gefängnißftrafe für eine angemessene am Thiergarten bei der Lichtenſteinbrücke. Sühne und führte diese Einzelstrafen auf eine Gesammtstrafe von 1/2 Jahren Gefängniß zurück. And den Nachbarorten. Wir fragen nunmehr: Ist dies wirklich der einzige Fall von Folterung eines Kranken, der dem Oberwärter Senz zur Laft zu Schmargendorf. Die Genossen werden auf die am Sonn legen ist? Wie ist es erklärlich, daß diese Quälerei verheimabend Abend 8 Uhr im Restaurant Sanssouci" stattfindende licht blieb, bis zu dem Tage, wo der Zeuge, der die An- öffentliche Versammlung hiermit noch einmal aufmerksam gemacht. zeige erstattete, aus dem Gefahrenbereiche des rohen Wärters Genosse Fris 3ubei! wird über die Thätigkeit des Reichstags befreit war? Und wie ist es möglich, daß ein referiren. Pflicht eines jeden Genossen ist es, in dieser Versamm Mann, der int dem aufgedeckten Falle gehauft hat wie lung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. ein Schinderknecht, es bis zum Oberwärter bringen Aus Friedrichshagen wird uns berichtet: Die Gemeindeund vom Oberarzte noch vor Gericht das Zeugniß eines vertreter Genossen Barth und Sonnenburg hatten bei dem pflichttreuen, fleißigen Beamten erhalten konnte? hiesigen Gemeindevorstand beantragt, auf die Tagesordnung der nächsten Gemeindevertreter- Sigung zu feßen: Beschaffung unentgelt- I die Polizei in Werder den Geschäftsinhabern verlängerte Geschäfts. Ides ult" vom 14. Januar dieses Jahres ein Artifel ent licher Badegelegenheit für Schulkinder." Der Gemeindevorstand zeit gestattet. Unsere Partetgenossen machen wir nochmals halten war, der sich in satirischer Weise mit ihm beschäftigte. Es lehnte den Antrag ab. In der am Dienstag stattgefundenen darauf aufmerksam, daß einzig das Lokal von Adolf Martin, handelte sich um die Gebührenfrage in betreff eines bei einer Sigung stellten die Genossen Barth und Sonnenburg Rugelweg 58 für die Arbeiterschaft frei ist. Trauung gewünschten Sängerchors. Pastor Berlin sollte diese Frage den Dringlichkeitsantrag, die Bertretung möge beschließen, der Von einem Eisenbahnzuge überfahren und getödtet wurde in einer von dem Gebrauch abweichenden Form erledigt haben. Vor Geschäftsordnung den Passus zuzufügen: Der Gemeindevorstand am Neuendorfer Biadukt bei Potsdam der Kanonier Stechenwaldner Eintritt in die Verhandlung wies der Borsigende den Angeklagten darauf ist verpflichtet, die von Gemeindevertretern gestellten Anträge auf die von der 8. Batterie des 2. Garde Feldartillerie- Regiments. St. hin, daß, selbst wenn der Artikel unter dem Eindrucke eines gewissen Tagesordnung der nächsten Sizung zu setzen." Bei der Begründung batte von 2 Uhr nachmittags an zu einem Besuche nach Berlin Unwillens geschrieben sei, eine Bestrafung des Verfassers immerhin des Antrages betonten unsere Genossen, daß weder die Geschäftsordnung, Urlaub erhalten, den er jedoch anscheinend nicht sofort angetreten werde erfolgen müffen. Ob der Angeklagte nicht vorziehe, die in das Ortsstatut, noch die Landgemeinde- Ordnung dem Gemeindevorstand hat; denn er wurde noch gegen Abend in einem Potsdamer Restau- dem Artikel enthaltene Beleidigung mit dem Ausdrucke des Be das Recht einräumte, von Gemeindevertretern gestellte Anträge abzu- rant gesehen. Es wird angenommen, daß St. den abends um 11 Uhr dauerns zurückzunehmen? Es sei dann anzunehmen, daß der Lehnen. Trotzdem wurde der Antrag gegen 6 Stimmen abgelehnt. 18 Minuten in der Richtung nach Berlin abgehenden Stadtbahnzug Prediger Berlin den Strafantrag zurückziehen würde. Die Parteien Dadurch waren unsere Genoffen leider verhindert, die Nothwendig benutzt hat und in selbstmörderischer Absicht abgesprungen ist. Der waren hierzu bereit und die Angelegenheit war hiermit erledigt. feit unentgeltlicher Badegelegenheit für Schulkinder nachzuweisen. Unglückliche, dem die Brust zerquetscht und die Hirnschale vom Sind doch bei den schlechten Erwerbsverhältnissen viele Eltern nicht Kopfe völlig abgetrennt wurde, hielt bei seiner Auffindung noch in der Lage, ihren Kindern die zur Entwickelung des Körpers fo frampshaft seine Fahrkarte in der Hand. Die Untersuchung ist ein nothwendige Leibespflege angedeihen zu lassen. Hier helfend ein- geleitet. Stechenwaldner soll an einem unheilbaren Lungenleiden(?) zugreifen, ist die selbstverständliche Pflicht einer jeden Gemeinde. gelitten haben. Doch der Antrag kommt wieder, denn Beharrlichkeit führt zum Ziel. Ans Rigdorf. Ein bedauerlicher Unglücksfall trug sich am Dienstag Nachmittag auf dem Koblenplay Biethenstraße 62 zu. Daselbst schoffen mehrere Knaben mit einem Teschin nach einer Scheibe, wobei der 11jährige Sohn des Schlächters Lehnhardt von einer bekannt. Kugel in den Kopf getroffen und so schwer verletzt wurde, daß er, nach dem Brizer Kreiskrankenhaus gebracht werden mußte. Ein interessanter Fund wurde in der Körner'schen Sandgrube bei Brit gemacht. Arbeiter fanden daselbst den Halswirbel eines riesigen Mammuths. Der Fund soll dem Märkischen Museum überwiesen werden. In Brih wird die Maifeier am Sonntag in der üblichen Weise bei Bethge, Chauffeestr. 39, abgehalten. Näheres am Freitag im Annoncentheil. Mögen die Parteigenossen und Genofsinnen zahlreich am Blaze sein. Der Vertrauensmann. 3 Leiche des Schloffers Emil Seibeck gelandet worden, der bis vor Aus dem Spandauer Schifffahrtskanal ist bei Plößensee die wenigen Tagen in der Maschinenfabrik von Hummel am Südufer arbeitete. Was den Maun zum Selbstmord veranlaßt hat, ist nicht Gerichts- Beitung. Verein deutscher Schuhmacher. Filiale V( Schäftebranche). Sonnſammlung. abend, den 30. April, abends 8½ Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: VerVerband deutscher Barbiere, Friseure und PerrückenmacherGehilfen. Heute Abend 102 Uhr bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Verder Berwaltungen Berlins versammeln sich heute Abend bei Schöning, faminlung. Zentral Kranken- und Sterbekasse der Tischler. Die Mitglieder Köpniderstraße 68. Berliner Naturheilverein II. Heute Abend 81/2 Uhr im kleinen Saale des Vereins junger Kaufleute, Beuthstr. 20: Versammlung. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Wette 13. Die höchsten Thürme im Deutschen Reiche sind die des Kölner Doms( 160 Meter), der Thurm der Schweidnitzer Jesuisenkirche ist blos 103 Meter hoch. Briefkasten der Expedition. Röhr, Rostockerstraße. Bitte uns mitzutheilen, wofür die uns zu: Witterungsübersicht vom 27. April 1898, morgens 8 Uhr. Ein Geheimmittel, um gestohlenes Gut wieder herbeizuschaffen", offenbarte gestern die 35jährige Dienstmagd Emilie Stube vor der ersten Strafkammer des Landgerichts II zu allgemeiner Heiterkeit der Zuhörer. Die Stube war be schuldigt, ihrer Milmagd einen Geldbetrag volt 15 Mart entwendet zu haben. Sie bestritt ihre Schuld und meinte, daß die Bestohlene das Geld wieder an dem AufbewahrungsZur Werder'fchen Baumblüthe werden nunmehr, wo die orte vorgefunden haben würde, wenn sie das Mittel anBlüthe fich nach und nach entwickelt hat, vom Donnerstag ab täglich gewendet haben würde, welches ihr von der Angeklagten gerathen gesandten 3,20 m. verwendet werden sollen. nachmittags 2 Uhr 25 Min. und 8 Uhr 15 Min. die fog. Blüthen worden sei. Man müsse zwei Petersilienwurzeln nebst sechs Kar- gesandten züge vom Potsdamer Bahnhof in Berlin abgehen. Die Rückfahrt toffeln auf einen Faden ziehen und diesen dann über helles Feuer dieser Züge von Werder geschieht um 6 Uhr 44 Min. und 7 Uhr hin und herziehen. Wenn die Wurzel dann knacke, so sei das 57 Min. abends. Sonntags werden nach Bedarf Sonderzüge zwischen Geld wieder da. Die Bestohlene hatte kein Bertrauen zu Berlin und Werder kursiren und wird an diesen Tagen, wenn diesem Mittel, sie will vielmehr geglaubt haben, daß die Angeklagte nöthig, alle 20 Minuten von 6 Uhr abends ab ein Zug von sie nur auf kurze Zeit nach der Küche locken wollte, um während Werder nach Berlin abgelassen. Auch die Dampfschifffahrts deffen das Geld wieder an Ort und Stelle legen zu können. Der Gesellschaft Stern" läßt vom Donnerstag ab von Potsdam Gerichtshof hielt die gegen die Angeklagte vorliegenden Verdachts. aus täglich vier Dampfer, um 12, 2,45, 8,45 und 5,45 Uhr momente nicht für ausreichend, sondern fällte ein freisprechendes Swinemde. 760 NO nach Werder gehen. Die Rückfahrtszeiten sind 1,30, 4,15, Erkenntniß. Hamburg Eine Auflage wegen Beleidigung durch die Preffe, welche Biesbaden 757 O Berlin 5,30 und 7,30 Uhr von der neuen Dampferstation am Fuße der Obstberge aus, fünf Minuten später von der Station, Schwarzer gestern vor der dritten Strafkammer des Landgerichts I gegen den München 755 Adler". Sonntags wird die Sterngesellschaft von 10 Uhr ab stündlich ledakteur des„ ult", Siegmar Mehring, verhandelt werden Wien Dampfer nach Werder entsenden. Von der Landungsstelle der sollte, wurde durch den vermittelnden Vorschlag des VorDampfer hat man nur einen furzen Weg bis zum Wachtelberg, dem fizenden, Landgerichtsdirektors Röseler, auf gütlichem Wege Hauptpunkt der Blüthenpracht. Die sog. Blüthenzüge werden bis aus der Welt geschafft. Der Pastor Berlin hatte gegen mäßigen nordöstlichen Winden. zum 11. Mai befördert werden. Für den kommenden Sonntag hat den Angeklagten Strafantrag gestellt, weil in der Nummer 45 " Rixdorf. Sonntag, den 1. Mai 1898: Achtung! Maurer. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke 759 Wetter 3 Regen 2 bedeckt Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen Barometertand mm Windrichtung Windstärke 6 Haparanda 770 Still 7 Petersburg 9 Cork 2 bedeckt 1Regen 10 Aberdeen 2Nebel bedeckt 9 Paris 10 753 NNO 760 753 SO Wetter woltig 3wolkig 5 wolfig 1 heiter Temp. n. 6. 15° C.= 4° 9. 3 758 NO NO 755 Still Wetter- Prognose für Donnerstag, 28. April 1898. Etwas wärmer, zeitweise heiter, vielfach wolfig mit Regenfällen und Achtung! Arbeiter- Mai- Feier Donnerstag, den 28. d. M., abends 8 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29: Große öffentliche Versammlung der Maurer in der Vereins- Brauerei", Hermannstr. 214/219. Grosses Doppel- Konzert ausgeführt von den Musikvereinen Vorwärts" u. ,, Einigkeit", unter Leitung ihrer Dirigenten Loppe und Heine. Felfgelang ber Arbeiter- Gesangvereine„ Arion",„ Einheit"," Grüne Eiche",„ Harmonie", ,, Melodia"," Treu und Einigkeit"," Rothe Rose"," Schneeglöckchen". ( M. d. A.-S.-B.) Ferner: Aufführungen der Freien Turner und des Arbeiter- Radfahrer- Vereins Falke". In zwei Sälen: Ball. Kinder- Spiele arrangirt von den Turnern. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne und ein Freibillet zum Karouffel. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Anfang des Konzerts 4 hr. Das Festkomitee. Kaffeneröffnung 2 Uhr. Eintritt 20 Pf. Gross- Lichterfelde. Sonntag, den 1. Mai, bei Pagel, Chausseestraße 104: Mai- Feier. Mittags 2 Uhr: Dolks- Versammlung. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genoffe Kunert. Von 4 Uhr ab: Instrumentalkonzert, Gesangsvorträge mehrerer Gesangvereine. Entree 20 Pf. Achtung! Tapezirer. Sonntag, den 1. Mai 1898: 203/6 Tanz 50 Pf. Achtung! Allgemeiner Ausflug. Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Situationsbericht und Beschlußfassung über Erhöhung der Beiträge zum Streit fonds. 2. Die Bausperren in unserem Beruf, und deren Ursachen und Wirkungen. 3. Verschiedenes. In anbetracht der sehr wichtigen Tagesordnung ist es unter allen Umständen nothwendig, daß diese Ver: sammlung von der gesammten Kollegenschaft besucht wird. 132/8 Die Lohnkommission. Mit follegialem Gruß Berliner Wetterbureau. Allgem. Orts- Krankenkaſſe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen. Den Mitgliedern zur geft. Kenntnißnahme, daß der Vorstand in der Sigung am 14. März d. J. beschlossen hat, beide Kaffenlokale, in der Adalbertstraße 94 und Prenzlauerstraße 46, Festtagen nicht mehr zu öffnen. Berlin, den 15. März 1898. Der Vorstand. 266/16 P. Löbe, Vorsitzender. vom 1. Mai 1898 ab an Sonn- und Achtung! Holzarbeiter. Achtung! Sentral- Kranken- und Sonntag, den 1. Mai, vormittags 11% Uhr: Grosse öffentl. Versammlung in der ,, Brauerei Friedrichshain"( am Friedrichshain). Tages Ordnung: = Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Reichstags- Abgeordneter Robert Schmidt. Die Modell- und Fabrik- Tischler treffen sich am 1. Mai, vormittags 10%, Uhr, Gartenstr. 152, die Riften: macher bei Munzig, Breslauerstr. 28, die Bürsten- und Pinselmacher bei Sväth, Weinstr. 29, um gemeinschaftlich nach dem Versammlungslokal zu gehen. 79/20 Der Vertrauensmann: 0. Klinger. Freie Volksbühne. Meine 3 Vereinszimmer, ca. 40 bis 100 Personen fassend, auch für Bahlstellen geeignet, fowie 2 vorzüg Riesen- Kegelbahnen halte bestens 4915* Freitag, den 6. Mai 1898, abends 8 Uhr, fiche, nach neuestem System hergestellte in der ,, Tonhalle", Friedrichstr. 112: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes, Kassenbericht. 2. Festsetzung des Kassirergehalts für das nächste Spieljahr. 3. Event. Neuwahl des Ausschusses, Vorstandes, der Revisoren und Obleute der Ordner. 4. Verschiedenes. Der Eintritt in den Saal ist nur Mitgliedern gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Sonntag, den 1. Mai, nachmittags 2 Uhr, im Lessing- Theater": Vorstellung der I. Abtheilung: Die Wildente Treffpunkt: Bormittags 10 Uhr Bahnstation Grunewald. Für Nach: 229/9 Rege Betheiligung erwünscht zügler Treffpunkt Bichelswerder. 177/10 ( Die Ortsverwaltung. von Henrik Ibsen. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. empfohlen. Karl Pieper, Kreuzbergstr. 43. Für 36 Marf fertige feine Anzüge nach Maaß, für 30 Wt. ff. Sommerpaletots nach Maaß, für 8-12 M. feine Hosen nach Maaß. Riesenstofflager * Begräbniß- Kasse der Sattler und Berufsgenossen Deutschlands Hoffnung". E. 5. 64. Am Sonnabend, den 30. April, abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünftr. 21: Wiedereröffnung der am 7. b. Mts. vertagten Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Fortsegung über die Berathung des Entwurfs eines revidirten Statuts und Stellung von Anträgen zur Generalversammlung, sowie Wahl der Abgeordneten. Mitgliedsbuch legitimirt. Bahlreichen Besuch erwartet 3263b Die Ortsverwaltung. Eberswalde, Victoriastr. 34, Restauration u. Fremdenlogis bon August Schulz. Vereine können angenehmen Rauscher machen. 49162* Restaurant mit Vereinszimmer, Sonnabend u. Sonntag musikalische Unterhaltung, empfiehlt sich und bittet 3246b um geneigten Zuspruch Sadecki, Jnvalidenstr. 130. auf Krausenstr. 14, 1, kein Laden. Möbel Theilzahlung. Halbrenner, Tourenrad, spottbillig, Pferdebahnkarte verlor. Geg. Belohn. Charlottenburg, Kirchstr. 9, Roeber. abzug. b. Thiedt, Reinickendorferstr. 2F.| Tourenrad z. vf.Bröcker, Wienerstr.57a. Neue J. Kellermann, Jacobstr. 26. Waarenhaus P. Rothenberg Utensilien, Lederwaaren. Schülbücher, SchreibMoabit, Thurmstrasse 31, Ecke Wilhelmshavenerstrasse Souterrain. Riesen- Auswahl in Haushalts- Artikeln. Glas, Porzellan, Steingut. Blech- und Emaille waaren. Holz- und Bürsten waaren. Stahlwaaren. Korbwaaren. Lampen, Lichte, Hausseifen. Bronce waaren. Reizende Nippes. Grosses Knäuel Häkelgarn 14= 8 Pf. PE Parterre. Damen- und Herren- Schneiderei- Artikel nur bester Qualitäten in grösster Auswahl. Seidene Bänder, Spitzen, Rüschen. 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Zur Berathung steht der Bericht der Agrarkommission über den Antrag Herold, betr. die Ubernahme der Kosten der thier ärztlichen Untersuchungen auf die Staatskasse. Die Kommission beantragt zu beschließen: Die Regierung zu ersuchen, das Ausführungsgesetz zum Reichsgesetz über die Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen nach Möglichkeit dahin in Anwendung zu bringen, daß die im öffentlichen Interesse erwachsenden Kosten von der Staatstaffe getragen werden. Der Kommissionsantrag wird angenommen. Es folgt die Berathung des Antrages v. Mendel: Steinfels( t) und Ring( f.), betreffend Maßregeln gegen Viehseuchen sowie Einführung der obligatorischen Fleischschau 2c. $ = gestellten Forderungen bezüglich der obligatorischen Fleisch- nächsten Landtage die Kosten für die Durchführung der pathologis schau, deren gleichmäßige Durchführung im Wege der Polizei schen Seuchenbekämpfung und namentlich auch die nöthigen verordnung sich als unmöglich erwiesen habe. Es handle sich dabei Beamten fordern. Der Minister bemerkt namentlich, nicht um eine Forderung der Landwirthschaft allein, auch der Verein daß gegenüber der Einfuhr amerikanischer Pferde begründeter für öffentliche Gesundheitspflege habe diese Forderung gestellt. Die Verdacht der Roz- Infektion nicht bestehe. Nach eingehender Erberüchtigten Nothschlachtungen kommen fast nur in Orten vor, wo örterung einzelner Buukte aus den Anführungen der Antragsteller keine Fleischbeschau eingeführt ist. Mit Rücksicht auf die miß- bemerkt der Minister, das Haus möge zu der Regierung das Bu verständliche Auffassung, welche der Antrag II Nr. 1 namentlich trauen haben, daß sie dem Auslande gegenüber die Interessen der im Schlächtergewerbe gefunden, soll der Passus, wonach die heimischen Landwirthschaft zu wahren sich bemüht. obligatorische Fleischschau nur für gewerbsmäßig zum Verkauf Regierungskommiffar Geb.Rath Küfter legt ziffermäßig dar, daß die gelangendes Fleisch eingeführt werden soll, fallen gelassen und diese Vieheinfuhr nur eine verhältnißmäßig geringe sei. Rinder fommen Fleischschau generell nach Maßgabe der für Hessen- Nassau bestehen- faft nur aus Desterreich. Gegen Schweine Einfuhr sei die Grenze den Verordnungen gefordert werden. Redner weist auf die koloffale mit Ausnahme einer Einbruchstelle gesperrt, die Einfuhr auch bes Einfuhr von dänischem Fleisch über Altona hin, die deutlich er- deutend zurückgegangen. tennen lasse, daß nach dem Verbot der Schlachtung tuberkuloser Minister Frhr. v. Hammerstein bemerkt, daß er der Meinung Ninder die Dänen einen anderen Weg gefunden haben, das Fleisch sei, wenn alle geplanten Maßregeln durchgeführt sind, Deutschland ihrer tuberkulofen Rinder bei uns unterzubringen. In ähnlicher auch im stande sein wird, seinen Fleischbedarf selbst zu produziren. Weise werden wir von Holland und Amerika mit Fleisch überschwemmt. Die amerikanische Fleischschau ist umgenügend. Ein bestochener amerikanischer Fleischbeschauer wurde frei gesprochen, weil der Richter annahm, daß die Fleisch schau dort ungesetzlich sei, der Fleischbeschauer also fein Unrecht beging, als er Geld nahm. Auch in Hamburg sei die Beschau amerikanischen Fleisches sehr oberflächlich; es werde dort die schnelle Besichtigung von Schinken 2c. sportmäßig betrieben. Auch gegen den Zusatz von Chemikalien, namentlich Formalin, müsse ein geschritten werden. Der Antrag geht dahin: I. die Regierung zu ersuchen: a) um Abg. Gamp( ft.) kann diefer letzteren Ansicht nur in der Revision der die Einfuhr von Vieh aus feuchenverdächtigen Ländern Voraussetzung zustimmen, daß der Landwirthschaft für ihre Produkte betreffenden Bestimmungen, b) um Vereinheitlichung der in Deutsch auch austömmliche Preise gezahlt werden. Es liege in land geltenden Vorschriften gegen Seuchenverschleppung, c) der dieser Sache eine schwere Verzögerung der Regierung vor. Für pathologischen Seuchenbekämpfung durch ausreichende Staatsmittel Schlachtungen zu Privatzwecken sei die Fleischbeschau entbehrlich. die Wege zu ebenen. II. In Rücksicht auf die obligatorische Regierungskommissar Geheimer Rath Richter bestreitet das Fleischschau zu beschließen: die Regierung zu ersuchen: 1. sofort letztere und weist den Vorwurf der Verzögerung zurück, schon 1892 ein Gesez, betreffend die obligatorische Fleischschau, vor habe die Regierung die ersten Schritte in dieser Angelegenheit zulegen, 2. auf die Errichtung lokaler Schlachtvieh Vergethan. ficherungen mit Unterstützung aus öffentlichen Mitteln hinAbg. Gothein( frf. Bg.) ist mit dem Antrage im wesentlichen zuwirken. 3. Im Interesse der Schlächter eine zweckmäßige Ver- Reichstanzler Fürst Hohenlohe verliest eine Erklärung, worin einverstanden und wendet sich nur gegen Einzelausführungen der werthung der Konfistate herbeizuführen. 4. Beim Bundesrathe zu die Verhandlungen über die Einführung der allgemeinen Fleisch Abgg. Mendel, Ring und Gamp und namentlich gegen die ver bewirken, daß gleichzeitig mit diesen Maßregeln in Preußen gleiche schaut im Bundesrathe eingeleitet sind. Wenngleich in einer meintliche Zuverlässigkeit der Tuberkulin Impfung der Rinder als Kontrollen an den deutschen Grenzen eingeführt werden. Reihe von Bundesstaaten die obligatorische Fleischschau, wenn Mittel der pathologischen Seuchenbekämpfung. Es wäre un Abg. v. Mendel( t.) begründet seinen Antrag. Derfelbe be auch in in verschiedenem Umfange bereits besteht, so bin gerecht schwach tuberkulöses Fleisch von dänischen Rindern zwecke nicht, Deutschland abzusperren gegen jede Einfuhr, wohl aber ich doch der Ansicht, daß zum Schuße von Gesundheit und zu vernichten, während es von heimischen Rindern zuge die Schädigung der Landwirthschaft durch Seucheneinschleppung zu Leben der Bevölkerung diese Einrichtung im ganzen Reiche, und lassen wird. Was zur Fernhaltung der Seuchen verhindern. Eine Erweiterung des Reichs Seuchengeseyes sei zwar nach übereinstimmenden Grundfäßen einzuführen sein wird. nothwendig ift, billigen nicht aber wir; nicht nicht nöthig; es handele sich darum, die Hand- Es besteht deshalb die Absicht, im Bundesrath den Entwurf eines was blos zur Preiserhöhung für Fleisch diemen habung desselben so zu gestalten, daß die drohenden Ge- Reichsgesetzes betr. die Einführung der obligatorischen soll; das bekämpfen wir im Interesse der Volks. fahren abgewendet werden. Gänzliche Sperrung der Grenze Fleischschau im ganzen Reiche zur Beschlußfaffung vor ernährung. Nach den von der Regierung abgegebenen Er empfehle er nicht, obwohl dieselbe nach dem Gefeße zulässig sei; die zulegen.( Beifall.) Selbstverständlich werden gegenüber der flärungen bedarf der Antrag mindestens gewisser formeller AendeIntereffen der Schlächter und die Versorgung der Bevölkerung er- ausländischen Einfuhr von Fleisch und Fleisch- rungen. Das geforderte Landesgesetz können wir in dieser Session fordern Rücksicht. Aber für Schweine und Geflügel bestehe tein waaren mindestens gleichwerthige bygienische nicht mehr machen; auch kann die Kompetenz des Reiches in dieser Einfuhrbedürfniß. In Bayern seien die Quarantäne- Anstalten un- Vorsichtsmaßregeln zur Anwendung gelangen Frage nicht bestritten werden. zufänglich; die Beobachtungszeiten viel zu furz, ebenso die Be- müssen, wie gegenüber den inländischen Erzeugnissen. Abg. v. Pappenheim( t.): Die heute versprochenen Erwägungen obachtungszeit in Hamburg gegen rozverdächtige Pferde. Die aus( Beifall.) Bei der der Vorberathung Des Reichsgesetzes wird werden nun schon seit zehn Jahren versprochen. Wo die Fleisch Rußland eingeführten Gänse, die im Umherziehen verkauft werden, auch der Punkt der zwangsweisen Errichtung von Schlacht beschau polizeilich eingeführt ist, funktionirt fie ganz gut. Was find eine große Gefahr für uns, gegen welche Maßnahmen getroffen vieh- Versicherungen mit in Erwägung zu ziehen bedarf es denn da weiterer Erwägungen im Bundesrath? Der werden müssen. Die Regierung muß hart werden gegen Rußland. sein und ebenso die Frage einer zweckmäßigen Verwerthung Hinweis flößt uns kein großes Vertrauen ein. Wir haben in Preußen Wir sind immer zu rücksichtsvoll gegen das Ausland gewesen. der Konfiskate. einen ganz tüchtigen Landwirthschaftsminister, der die Sache ganz ( Sehr richtig! rechts.) Die Vorschriften für die Seuchenbekämpfung Kultusminister Dr. Boffe anerkennt die Nothwendigkeit einer gut für Preußen machen kann. im Julande find theils unzureichend, theils wird zu bureaukratisch geordneten allgemeinen Fleischbeschau; er begrüße als Medizinalverfahren. Die oberste Zentralinstanz müsse bestimmte Anweisungen Minister den Antrag, der ja auch im wesentlichen schon die Zuausarbeiten und auf deren strenge Junehaltung achten. Die Strafen ftimmung der Regierung gefunden, mit Freuden. Es werde gegen dolose Seuchen- Verschleppung müssen verschärft werden. Die durch Reichsgesetz, nicht durch Landesgesetz eingeschritten werden Kontrollen der Viehhändler müssen strenger gehandhabt werden. müssen. Die Namen gewissenloser Händler müssen öffentlich publizirt werden; Landwirthschaftsminister Freiherr v. Hammerstein verliest die vielleicht empfiehlt sich eine besondere Konzeffionirung des Vieh von der Regierung bezüglich des Seuchenschutzes gefaßte Ent handels. Nöthig ist eine Besserstellung der Kreis- Thierärzte und schließung. Darnach ist die Regierung bereit, in eine erneute namentlich deren Bensionsberechtigung. Besondere Wichtigkeit sei Prüfung dieser Frage einzutreten und wird namentlich die zur Zeit beder Seuchenbekämpfung auf pathologischem Wege beizulegen. Freilich stehenden Vorschriften über die Einfuhr prüfen, auch nöthigenfalls werde der Finanzminister dabei etwas tiefer in die Tasche greifen die Revision der geltenden Vorschriften beantragen. Die Regierung Nächste Sigung Freitag 11 Uhr: Fortsehung der soeben ab müssen als bisher. ist ferner bereit, für die gleichmäßige Durchführung dieser Vor- gebrochenen Berathung und zweite Lesung der Privatdozenten schriften in allen Bundesstaaten hinzuwirken und sie wird vom Vorlage. Abg. Ring( f.) begründet die unter Nr. 2 des Antrages auf Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 28. April. Opernhaus. Lobetanz. Phantasien im Bremer Rathsteller. Anfang 71 Uhr. Schauspielhaus. Anno dazumal. Madame Dutitre. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Gyges und sein Ring. Anfang 72 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. In Behandlung. Anfang 712 Uhr. Goethe. Die Kinder der Excellenz. Anfang 72 Uhr. Schiller. Doppelselbstmord. Anfang 8 11hr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Freuden der Häuslich: feit. Anfang 71% Uhr. Residenz. Der Fall Corignan! Bor her: Finale. Anfang 8 Uhr. Thalia. Der Tagelwurut. Anfang 72 Uhr. Central. Das alte luftige Hamburg. Anfang 72 Uhr. Oftend. Der Wilderer. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Robert und Bertram. Anfang 8 Uhr. Luisen. Arme Mieze! Anfang 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Das Zeichen des Kreuzes. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Eine Gefallene. An: fang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) Schiller Theater Urania ( Wallner Theater). Donnerstag: Doppelfelbstmord. Freitag: Brand. Sonnabend: Blaues Blut. Anfang 8 Uhr: Ostend- Theater. Gr. Franffurterfir. 132. Dir. C. Weik. Der Wilderer. Drama in 5 Aften von Gerstäter. Anfang 8 Uhr. Jm Tunnel vor u. nach der Vorst. Gr. Frei- Konzert. 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Eine unerlaubte Liebe oder: Vorstellung: Sonntags 6 Uhr. Preise der Plätze wie gewöhnlich. W. Noack's Theater Die Bürgermeisterwahl. Brunnen- Strasse 16, Schwant von G. v. Moser. So muß es kommen. Gesangsposse von Carl Helmerding. Im vorderen Saale: Tyroler Sänger Alois Ebner. Sonnabend, 30. April: Benefiz Arthur Böwer. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Papa's Liebschaft. Schwant in 4 atten von Malachow und Elsner. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. het, von Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. 36 schwarze Landwirthschaftsminister Frhr. v. Hammacher: Ein Versuch, durch die Oberpräsidenten die polizeiliche Einführung der Fleischschau in Preußen durchzuführen, ist fehlgeschlagen. Außerdem sind einige Bundesstaaten, z. B. Oldenburg, noch nicht für die Einführung der Fleischschau genügend vorbereitet, so daß eine sofortige Einführung wieder Schranken gegen diese Bundesstaaten nöthig machen würde. Abg. Herold( 3) erklärt sich namens seiner Freunde mit dem Antrage im allgemeinen einverstanden. Für Privatschlachtungen sei die Fleischschau entbehrlich. Hierauf vertagt sich das Haus. Ausstellung am Kurfürstendamm am Kurfürstendamm u. a. d. Stadtbahnstation ,, Savignyplatz". Maharaties Hindus Beluchustanies ( Zigeuner) Ceylonesen Malabaren Fakire Ringer Herobaten Jongleure Zauberer Schlangenbeschwörer Tamilen Bayaderen Carl Hagenbeck Riesen- Ausstellung INDIEN an Reichhaltigkeit u. Pracht d. Menschen u. Thiermaterials alles übertreffend, was je auf anthropolog.- ethnographisch. 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98 153075 212 27 90 544 702 901 86 154003 657 59 60 829 155003 15 270 311 92[ 500] 401 652 74 717 852 996 156010 13 32 166 272 334 37 414 588 715 840 47 66 157299( 8000] 404 21 706 90 99 873 933 158106[ 3000] 293 300 571 696 717 35 66 918 159111 85 458 826[ 1500] 33 61 160021[ 300] 424 28 47 586 704 23 36 800 47 161340 92 492[ 1500] 99 679 706 16 34 60 843 950[ 10000] 66 162070 164 456[ 300] 529 57 718[ 300] 68 834 50 56 791 163218 43[ 8000] 79[ 8000] 521 611 784 818 164119 34 68( 1500) 291 741 77 816 918 37 45 165001 144 76 166049 481 532 645 99 710 89 851 935 167050 187 255 477 94 643 641 996 98 10800s 45 112 88 415 48 579 624 880 965 160285 316 91 97[ 1500] 447 812 915 170019 90 113 217 355 478 555 655 171239 41 340 [ 8000] 413 559 781 844 914 77 92[ 8000] 172163 216 447 69 519 986 173039 50 973 174087 360 538 98 696 742[ 800] 58 810 82 175481 71 90 740 69 899 951 67 176007 35 427 34 518 880 56[ 800] 177109 61 62 65 216 29 39 75 444 99 531 616 724 71 178013 15 66 [ 300] 119 63 209[ 3000] 482 641 61[ 1500] 77 800 179119 249 490[ 3000] 545[ 1500] 672 180062 94 469[ 1500] 629 77 83[ 5000] 768[ 500] 57[ 3000) 946( 300) 181047 118 29 30 477 89 555 682 715 801 20 955 70 182144 1237 524 33 85 691 745 900 67 77 198201 436 515 658 15000] 820 18-1091( 500) 669 93 741[ 1500] 45 185026 350 C90 799 905 180071 181( 500) 218 18 389[ 300] 462 507 613 80[ 300] 822 187011 16 80 133 601 921 27 64 79 15M264 68 527 37 601 93 748 889 189180[ 1500] 494 785 868 190021 918 191015 26 179 230 51 339 418 55 652 721 24 852 192081 139 735 40 809 27 937 193020 25 164 207 375( 500) 501 18 616 17 721 24 50 194058 59( 3000) 156[ 1500] 67 298 346 420 606[ 600] 195108 20 36 66 487( 300) 76 536 830 196055 598 626 839 73 89 197016 91 217 639 85 858 72 910 87 68 198080 273 367( 1500) 460 74 504 603 971[ 600] 199147 272 353 409 638 81 860[ 3000] 200036 143 408 62 935 86 201016: 27 88 269 869 84 407 81 830 202059 110[ 3000] 70 79 219 56 59 878 905 11 72 203000 195 265 88 97 835 405 47 657 703 91 204009 82 247 397[ 800] 408 630 939 205010 279( 8000) 512 86 669 708 68 842 206082 190 321 433 79 606 15 802 924 47 207046 201 11[ 1500] 377 98 702 14( 8000) 15 63 845 208295 558 92 676[ 300] 725 72 814 40 913 89 209042 151 201 491 654 85 880 71 927 210164 259[ 600] 400 78[ 500]-523 47 81 610 47 80 211000 12 135 279 86[ 1500] 487 688 776 212088 193 [ 1500] 271 346 484 1500] 79 654 789 860 965 213130 90 841 480 516 736 78 98 848 977 214065[ 800] 98 119 840 603 763 849 924 215243 326 40 48 464 83 507 22 606 14 850 210082 127 448 49 504 61 623[ 1500] 98 716 75 935 913 217061 461 672 816[ 500] 218001 3 [ 300] 124 54 64 213 77 642 754 842 974 219081 125 93 205 12 20 25 78 838 469 80 546 610 829 220202 352 800 72 985[ 300] 85 221494 718[ 300] 16 971 222110[ 500] 221 64 714 816 228139 355 67 [ 1500] 95 417 46 59 93 596[ 1500] 701 34 844 989[ 500] 224312 86 88 406 41 64[ 1500] 555 937 81 225045 92 95 219 497 99 514 87 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn gu 500 000 R., 2 au 200 000 202, 2 3 150 000 r., 2 au 100 000 m., 1 zu 25 000 wt., gu 50 000 Mt., 8 au 30 000., 18 zu 15 000 m., 48 git 10000 St., 81 gu 5000 wt., 1138 au 3000 R., 1206 au 1500 St., 1307 gu 500 M. Berichtigungen. In ber Lifte vom 25. April nachmittags lies 78089 ftaft 178089 und in ber Lifte vom 25. April vormittags 100779 mit 500 Mart 40550* im Riesenstofflager Neue Königstr. 59 Krausenstr. 14, 1., fein Laden. n. Gneisenauſtr. 15. Schlosser, tüchtige auf Stangent und Schnitte, sucht bei hohem Lohn 3265b Kranse, Jagowstr. 11. Ciselenr, auf Stahlstanzen geübt, sucht 3266b Krause, Jagowftr. 11. Ballirer auf Goldleisten gesucht 32746 Liegnizerstr. 15. Westen- Mamsells verlangt Langestr. 40, Gebhard. Arbeiterinnen für ZigarettenKartonnagen verlangt E. Boltze, 8ionskirchplatz 9, part. Versilberer, Farbigmacher verlangt Waldemarstr. 15. 65/3 32776 let, Cauſtgerstr. 10. Mansells auf Knaben- Anzüge verl 32786 5.Biehung d. 4. Klaffe 198. Kgl. Preuß. Lotterie.| 186 94 272 468 507 81[ 500] 679 979 118056 842 531 Biehung vom 27. April 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 65 109 70 231 344 485 97 502 33 684 777 874 928 72 88 1078 119 301 10 30 645 49 2023 84 164 85 401 18 [ 800] 40 767 886 3122 91 296[ 1500] 99 401 808 49 4042 51 137 280[ 8000] 315 551 961 5292[ 300] 488 531 61 937 6001 40 77 207 14 40 325 413 22 38 45 524 928 7112 67 93 265 452[ 1500] 618 616[ 1500] 25 706 801 2 96 8020 101 70 272 804 29 45 53 75 676 747 9017 105 39 347 424 917 18 98 10005 46 155 286 852 441 664[ 300] 855 11000 [ 500] 153 224 370 492 586 622 703 6 50 73 862 984 12109 410 38 743 862 79 941 54 80 13086 672 801 923 14037 185 230 40 54 881 589 44 93 815 40 997 99 15402 26 82 96 824 929 16000 47 50 191 309 99 463 [ 800] 546 65 601 78 99 782 850 939 57 69 17110 226 [ 300] 55 65 352 546 75 683 87 15017[ 800] S1 162 243 481 786 957 19055[ 300] 77 300 654 717 68 805 19 38 20154 332 519 610 756 819 31 97 905[ 1500] 21151 278 646 766 984 97 22184 64 290 319 466 76 538 675 850 957 23382 92 567 775 907 92[ 1500] 24035 41 [ 300] 142 59 240 327 59 79 427 94 576 641 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Berantwortlicher Redakteur: Augnft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Vading in Berlin