Nr. 104. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Jusertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Und die deutsche Regierung? Donnerstag, den 5. Mai 1898. Wahlkampf. Die Berliner Reichstags- Kandidaten Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Also noch einmal sind die tiefen Risse und Brüche im Zentrum zugeflickt. Aber die Herren fühlen es selber, daß die Partei solche Vorkommnisse wie beim Flottengesez nicht mehr oft vertragen Frankreich ist fürwahr kein Musterstaat. Es befindet sich find nun von allen Parteien bekannt gegeben. Von der sozialdemo- kann. Eine geflicte Hose ist teine neue Hose; sie hält nicht mehr unter der des lange. die fratischen Partei ist im ersten Wahlkreise Redakteur Hugo Deutschland, und der französische Kapitalismus tanzt ebenso Pötzsch, von den Freisinnigen Dr. Langerhans, von den Konser Beieinanderbleiben wünschen. Aber die Reichstagswahl wird Und vorläufig sind es nur die Partei führer, welche das toll um das goldene Kalb, plündert ebenso rücksichtslos das vativen Bäckermeister Bernard und von den National- Sozialen es wie arbeitende Volt aus, wie der deutsche Kapitalismus. Der Graveur Tischendörfer aufgestellt. Im zweiten Wahlkreise erweisen, die Zentrumswähler selbst über Gerade Entwickelungsfähigkeit" ihrer Führer denken. Rességuier von Carmaux ist der Zwillingsbruder des fandidirt von unserer Partei Richard Fischer, von den Freisimmigen der Münchener Einigkeitsbeschluß wird auf die Anhänger Stumm von Neunkirchen und sieht ihm zum Verwechseln Stadtverordneter Kreitling und von den Konservativen Bostsekretär des Zentrums höchst niederschlagend wirken müssen. Sie er ähnlich. Und in Frankreich wie in Deutschland hat die Stockmann. Im dritten Wahlkreise bewerben sich neben fennen so, daß es im Zentrum auch gar keine Elemente mehr giebt, Kapitalistenklasse ein Steuersystem eingeführt, welches unserem Kandidaten Rechtsanwalt Wolfgang Heine von den Freidarauf hinzielt, die Preise aller Lebensmittel zu erhöhen und sinnigen Dr. Langerhans und von den Antisemiten der Redakteur die um jeden Preis das Intereſſe des Volkes wahren und vor dem auf Kosten des armen arbeitenden Volkes die Reichen reicher vierten Wahltreise haben die Freifinnigen unserem Bartei- Gefeßes die militärischen Rüstungen gefördert, schwere Steuersorgen ber Staatsbürger- Zeitung" Dr. Bachler um das Mandat. Im Absolutismus und Militarismus nicht willig tapituliren mögen. Die Mehrheit des Zentrums hat durch die Annahme des Tirpit zu machen. genoffen Paul Singer den Rechtsanwalt Sonnenfeld und die AntiUnter all diesen Steuern, die die kapitalistische Habgier er- emiten den„ Arbeiter" Priez gegenübergestellt. Im fünften heraufbeschworen und das beſte Recht des Reichstages, das Budget funden und dem Volte mit der heuchlerischen Versicherung, in wahitreise wird neben unserem Parteigenoffen Robert Schmidt recht, in thörichtester und feigſter Weise preisgegeben. Wenn auch die Minderheit, die dem Flottengesetz nicht zustimmte, seinem Besten zu handeln, aufgehalst hat, sind die Korn von den Freisinnigen Schulinspektor Zwick und von den Antisemiten zölle weitaus die verwerflichsten. Denn sie sind ein Attentat Schuhmachermeister Schumann genannt. Im sechsten Wahl- trozdem mit jenen anderen gemeinschaftlich fortwirken will, die sie auf das Urrecht des Menschen: auf das Recht zu leben. treis hat von unserer Partei Wilhelm Liebknecht die Kandidatur von rechtswegen aufs schärfste bekämpfen müßte, so wird das zur Der Kornwucher hat zu allen Zeiten für den schlimmsten, wieder angenommen und von den Freisinnigen ist Redakteur Heinz Aufklärung der Wähler außerordentlich beitragen. fündhaftesten Bucher gegolten, und zu allen Zeiten hat die Krieger und von den Antisemiten Hofprediger Stöder in Aussicht genommen. Das Zentrum hat wieder in allen Wahlkreisen den Verachtung und der Haß der Menschen sich gegen die Korn- Legationsrath a. D. v. Kehler als Zähltandidat aufgestellt. wucherer und Brotvertheuerer gewandt, die in bewegten Zeiten auch häufig unbedauerte Opfer der Volksjustiz geworden sind. Wir erinnern an die Lynchung Foulon's und ähnlicher Verbrecher zur Zeit der französischen Revolution. " Schlechte Musikanten. Die National Sozialen geberden sich als Arbeiterfreunde. Und mancher von ihnen mag es recht bieder meinen. Aber um so thörichter ist der Weg, den sie einschlagen. Die Offiziösen gegen die Sozialdemokratie. In der Hilfe" erläßt der Vorstand des Leipziger national Die„ Berl. Pol. Nachr." bringen heute wieder einmal einen sozialen Vereins einen Aufruf: An die Wähler! Dort wird das langen Sammlungsaufruf gegen die Sozialdemokratie. Wir geben alte Thema: Flotte und Freiheit" wieder vorgetragen. Die gefährlichste und gehässigste Form des Kornwuchers das wesentliche des Aufrufs wieder: Militärforderungen bewilligen ist die Losung ist aber die fünftliche Vertheuerung des Brotes durch Mißbrauch" Daß die Bekämpfung der Sozialdemokratie dieser Leute. Und monarchisch wollen sie sein, denn eine starte der Gesetzgebungs Maschinerie: die sogenannte Politit eine nationale Pflichtja die nationale Pflicht an sich Monarchie" sei die beste Bundesgenossin der aufstrebenden Klassen". Gesetzgebungs- Maschinerie: der Kornzölle zum angeblichen Schutz der Landwirth ist, wird seitens der bürgerlichen Parteien noch Diese Anschauungen machen sie zu Gegnern der Sozialdemokratie, schaft. Angeblich- denn es ist nicht die Landwirthschaft, sich daher ein unstreitiges Verdienst erworben, als er noch vor nicht hinreichend gewürdigt. Graf Posadowsky hat so erzählt der Wahlaufruf. Ueber die Monarchie wollen wir nicht lange mit den Herren welche geschüßt" wird, sondern es sind in Deutschland, Frankfurzem im Reichstage bie Mahnung an die bürgerlichen Parteien rechten. Nach ihnen müßte Rußland an der Spize des Fortschritts reich und Italien blos je ein paar tausend Familien, die richtete, gegen den Umsturz mit vereinten Kräften marschiren, denn dort ist die Monarchie noch stark genug, selbst obendrein meistens mit der Landwirthschaft in sehr losem in den Wahlkampf einzutreten. für Naumannianische Bedürfnisse, und England und Amerita Zusammenhang, und unter den Millionen wirklicher Land- Es ist durchaus nothwendig, der Wählerschaft flar zu machen, müßten nach dieser famosen Theorie als hinterstes Glied in der wirthe eine verschwindende Minderheit sind. Und der Schutz" daß sie teine größere Thorheit begehen könnte, als Reihe der Kulturvölker marschiren. Jeder Blick in die Geschichte besteht darin, daß die Einkünfte dieser paar Tausend am Tage der Wahl den Kandidaten des Umsturzes zeigt den baaren Unsinn dieses nationalsozialen Grundfazes. Und Stimmen zuzuwenden, weil sie sich damit ins eigene Fleisch monströs vermehrt, und den Millionen des Volkes ebenso schneiden würde. Deutschland bedarf des Friedens, um arbeiten Förderung der Arbeiterklaffen. Aber sie thun so, als ob fie die Militärforderungen! Die um Naumann wollen monströs die Ausgaben vermehrt werden. Den Massen und die Früchte seiner Arbeit genießen zu können. Die Sozial- garnicht sähen denn es ist fast undenkbar, daß sie es wirklich wird's genommen, und den Wenigen wird's gegeben. demokratie aber will mit der einzig unbedingt verläßlichen Bürg- übersehen könnten, daß gerade durch die Pflege eines Diese gesegliche und öffentliche Kornvertheuerung hat alle schaft des Friedens, unserer nationalen Behrorganisation, tabula wahnsinnigen Militarismus in allen Kulturländern" eine bösartigen Merkmale und Eigenschaften des privaten Korn- rasa machen. Deutschland bedarf der Entwickelung seiner über- Förderung der Arbeiterinteressen unmöglich gemacht wird. Wie die wuchers. Sie schafft fünstliche Theuerung, und hat die seeischen Hilfsquellen, um dem internationalen Wettbewerb ge- Dinge heute liegen, vertragen sich Sozialreform und Militarismus Hungersnoth zum letzten unvermeidlichen Ergebniß. Je wachsen zu bleiben. Die Sozialdemokratie aber will diese Ent- so wenig wie Feuer und Wasser. Da kommen denn die Herren und fabeln: Ja, aber die theurer das Brot, desto üppiger blüht der Weizen des Groß- widelung unmöglich machen, indem sie ihre Voraussetzungen, will Herr unser Bolt wehrlos machen. eine leistungsfähige Marine und eine planmäßig kolonialpolitische Sozialdemokratie fornwucherers und Junkers. Je fleiner und theuerer das Altion, auf das wüthendste anfeindet und im Bolte zu diskreditiren Tischendörfer( der uns auf unsere gestrigen Mittheilungen über Brot, desto lachender das Gesicht des Großkornwucherers fich bemüht. Deutschland bedarf der pfleglichen Behandlung sein Flugblatt im ersten Berliner Wahlkreise einige Zeilen der und Junkers. Je weniger dem Volk in den Magen kommt, feiner Produktion, von welcher Millionen Arbeiteregistenzen ab- Berichtigung sendet, die wir beim besten Willen nicht als irgend desto mehr fließt ihm in die Tasche. Der Großkornwucherer hängen. Die Sozialdemokratie will diese Millionen von etwas wirklich berichtigend ansehen können) meint freilich, er sage hat vor dem Privatwucherer voraus, daß er sein Handwerk Arbeiteregistenzen ruiniren, indem sie die Zolltarif und nicht, die Sozialdemokratie wolle das deutsche Volt rechtlos machen, in größerem Maßstab und mit größerer Sicherheit treibt. Vor Handelsvertrags Politit der Regierung verwirft und das man sondern mur, sie würde" durch ihre Parole„ teinen Mann und dem Zuchthaus braucht er sich nicht zu fürchten, und wenn er von chesterliche Gehenlassen predigt. Die Arbeiter ver- feinen Groschen" im Kriegsfalle das Reich an die Feinde ausliefern". jedem Bissen, den der hungernde Arbeiter und des hungernden danken der in ihrem eigensten Interesse unter Kaiser Wilhelm I. be- Aber, Herr Tischendörfer, ein wenig gefcheidtere Bolemik hätten wir Arbeiters hungernde Frau und Kinder zum Mund führen, gonnenen und unter der Regierung des jezigen Kaisers ausgebauten Ihnen und Ihren nationalfozialen Freunden denn doch zugetraut. sich seinen Wucherantheil vorwegnimmt, hat er hierbei noch ozialreformatorischen Gesetzgebung Vortheile, um deren Segnungen Sie wiederholen ja immer wieder das öde Geschwafel der ödeſten sie von ihren Kameraden in der ganzen Welt beneidet werden. Reaktion. bas formale Recht für sich. Und wenn ein Mann des Nun ist es aber offenfundige Thatsache, daß gerade diese Arbeiter- Die Sozialdemokratie denkt garnicht daran, das Reich wehrlos Volkes, der die Worte nicht auf der Goldwaage des schutzgesetze, welche unsere arbeitenden Klassen heute um feinen Preis zu machen. Sie will es sogar stärker und mächtiger machen, als es Strafgesetzbuches wiegt, dem edlen und edelsten Großkorn missen möchten, seinerzeit nur unter dem zähesten Widerstand gerade je durch den heutigen Militarismus werden kann. Sie tritt ein für wucherer vorwirft, daß sein Treiben unmenschlich und durch der Sozialdemokraten zur Einführung gelangten. Bedarf es hier- allgemeine Voltsbewaffnung, für bessere Vorbereitung zum Waffenaus nicht christlich sei, wie es doch einem christlichen Staate nach noch einer näheren Darlegung der Linien, auf welchen sich dienst durch entsprechende Jugenderziehung. Sie will die Ungerechtig gezieme dann kann der Großkornwucherer seinen Ankläger eine gemeinsame Attion der bürgerlichen Parteien zur Bekämpfung feiten des heutigen Militärsystems beseitigt wissen, den Einjährige des Umsturzes zu bewegen hätte? Wo die Thatsachen dem gesetz- Freiwilligen- Dienst, die Offiziers- Privilegien u. 1. w. Sie will ein noch von Rechts wegen in ein christliches Gefängniß einsperren geberischen Wirken des modernen Staats, der modernen Gesellschafts- wirkliches„ Bolk in Waffen", welches zugleich aber für einen Anordnung ein derartig glänzendes Zeugniß ausstellen, ist wirklich griffstrieg, für Vergewaltigungen fremder Völler und Annektionen Jetzt ist's aber zu arg geworden. Die Theuerung, welche nichts weiter von Nöthen, als sie in die ihnen gebührende helle nicht zu haben sein würde. als nothwendige Folge des spanisch- amerikanischen Beleuchtung zu rücken und zugleich die Sozialdemokratie Die biederen Nationalsozialen jedoch wollen die arbeitenden Krieges über Europa hereingebrochen ist, hat dem hungern als das zu entlarven, was sie in Wahrheit ist, selaffen gegen die kapitalistische Ausbeutung unterstützen. Aber durch den Volk die Zunge gelöst. Die Empörung läßt sich nicht nämlich die ärgste Feindin der deutschen Arbeiter Unterstüßung und Vermehrung des Militarismus machen sie in Wirklichkeit den Kapitalismus stark und stärker. Mag ihnen ein mehr zurückhalten. In Italien Brottrawalle das Land an der Schwelle einer Revolution. In Frankreich zorniger gutes Herz im Leibe stecken, aber tonfusere Politit tann Protest der Massen. Und auch in Deutschland protestirt das man nicht treiben! lassen. Volk. W wie der deutschen Arbeit!" V Wie wenig wir diese Apostrophe an die Wähler fürchten, wie wirkungslos dieses Gewebe von Lügen und Verdrehungen sein wird, läßt sich am besten schon daraus ermessen, daß das verbreitetste und einflußreichste Blatt der Umsturzpartei" den Aufruf der bekämpften Bartei In Italien hatte die Regierung anfangs- nach bekanntem mittheilt. Zu polemifiren gegen dieses Machwerk verlohnt sich eigent Rezept für das hungernde Volt blos blaue Bohnen. Sie lich gar. Denn was soll es anders als Hohn herausfordern, wenn man hat sich aber unter dem Drucke der Noth gestern Nachmittag unsere Partei als eine Gefahr des Friedens, des manchesterlichen Gehenentschlossen, bis zum 30. Juni teine Kornzölle zu lassens, als ärgste Feindin der deutschen Arbeit und der deutschen erheben. In Frankreich, obgleich es eine Bourgeois- Arbeiter bezeichnet. Herr v. Stumm ist wohl Herrn Schweinburg's Republik ist, hat das Volk größere Macht als in Deutschland Meinung nach ein besserer Freund der Arbeiter, unsere Befürworter immer stärferer Rüstung, immer größerer Vermehrung der Flotte - das Land ist mitten in der Wahlbewegung die Regie sichern wohl mehr den Frieden. rung fürchtet den Volkszorn- und gestern hat sie, ohne daß Mit Herrn Schweinburg's Weisheit hält man die Arbeiter von es zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen wäre, die der Sozialdemokratie nicht ab. Kornzölle bis zum 1. Juli suspendirt. Das geflickte Centrum. In Deutschland hat die sozialdemokratische Fraktion, als Vertreterin der einzigen wirklichen Volkspartei, eine nter- In München hat nun die wiederholt an und abgesagte pellation bezüglich der Kornzölle eingebracht. Auf Wunsch Zentrumsversammlung endlich stattgefunden. Es sprachen Dr. Schädler, der Regierung ist die Verhandlung ein paar Tage verschoben Dr. Pichler und Dr. Orterer über die Frage der Trennung worden. Die Reichsregierung hatte noch) teine Antwort. Sie ber Bayern vom Reichstags 8entrum. In beweglichen will sich erst heute, am Donnerstag, erklären. Wir dächten, Worten betonten sie die Nothwendigkeit des Zusammenhaltens und ermahnten, auch fernerhin einig, fest und treu zum Zentrum zu angesichts der Lage müßte die Regierung sich längst schlüssig stehen. Nur im Zusammenschlusse liege die Macht und die Kraft. Eine gemacht haben. Und was dem Intereſſe des Volkes ent- Trennung wäre verhängnißvoll für das Zentrum und für die Bayern entstehen. spricht das kann doch keinen Moment zweifelhaft sein. selbst. Die Bayern fönnten für sich keine eigene Fraktion bilden und Was wird die Reichsregierung heute ant bas gentrum würde durch den Austritt der Bayern seine ausschlagworten? gebende Stellung verlieren. Bismarck solle den Triumph der Vernichtung des Zentrums nicht erleben. Also müsse man hübsch bei sammen bleiben und auf den Sammelruf gegen das Zentrum mit der Sammlung im Zentrum antworten. Nachdem die drei Redner gesprochen, verkündete der Vorsitzende, daß die Bayern nach wie vor zum Reichstags- Bentrum halten werden. Wird sie hinter der französischen, hinter der italienischen Regierung zurückbleiben? ,, Die bürgerliche Kanaille." Der Reichstag hat heute mit großer Mehrheit folgende Bestime mung in den§ 172 Absatz 3 der Militär- Strafprozeß- Ordnung aufgenommen, die mehr als ein langer Leitartikel es könnte, die Stellung markirt, die heute das deutsche Bürgerthum den Repräsentanten des Militarismus gegenüber einimmt. Die Bestimmung lautet: ,, Bei einem im Offiziersrange stehenden und in entsprechender Uniform befindlichen Angehörigen der bewaffneten Macht ist die Annahme ausgeschlossen, daß er der Flucht verdächtig fet, oder daß feine Persönlichkeit nicht sofort festgestellt werden könne, es sei denn, daß er bei der Be gehung eines Verbrechens auf frischer That betroffen oder verfolgt wird. Kein Wunder, wenn nach solchen Beschlüssen der Militarismus. fich als der höchste Ausdruck aller menschlichen Kultur ansieht und auf die bürgerliche Kanaille herabblickt. Ein Bürgerthum, das sich selbst so einschäßt, ist einer anderen Schägung nicht werth. Das Bolt sorge dafür, daß Bürger", welche so vor dem Militarismus tapituliren, nicht wieder in den Reichstag gewählt werden. Der Wahlaufruf der oberschlesischen Polen. Endlich hat auch der„ Katolit", das führende Organ der oberschlesischen Polen, seinen Wahlartikel gebracht. Wie vorauszusehen war, verrathen die Polenführer wiederum das Volk an das Zentrum. Sie fürchten sich vor dem Kampfe, obwohl er gute Aussichten für sie hätte. Für das Linsengericht einiger Kandibaturen sind sie bereit, auf ihr Polenthum und ihre Demokratie au verzichten. Das Zentrum hat die Polen schlimmer behandelt wie herrische Unternehmer ihre Arbeiter, dafür küssen ihm jetzt die Polen die Hände. Hoffentlich öffnet das auch dem legten der polnischen 30. Cozialdemokraten, die noch immer auf eine Waffenbrüderschaft mit der„ Katolik" partei hofften, vollends die Augen. Reichstags- Kandidaturen. +63,6 M. Aufgestellt find folgende Kandidaturen: in Wiesbaden Rheingau vom Zentrum Porsch; in Ansbach- Schwabach+73,3 von der freisimmigen Volkspartei Landgerichtsrath Held in Schweins furt; in Ratibor vom Zentrum Pfarrer Frant; in Lennepin Memscheid Mettmann von den Nationalliberalen Kaufmann David Hasenclever; in Jauer- Landeshut von den Deutschsozialen Baumeister Timm in Hirschberg; in FaltenbergGrottfau vom Zentrum Abg. Hubrich; in Heidelberg von den Antisemitent Dr. Vogel. zustellen. Politische Neberlicht. Berlin, den 4. Mai. A Amsterdam+ 87,2 W., in Liverpool+ 98,3 M., in New York Gegen 1896: In Wien+ 139,1 M., in Paris+111,6 m., +79,4 M. Dabei stand der Weizenpreis pro Tonne bereits am schusses für die Anklageanträge gegen Badeni. April 8.: Der Antrag wird mit 144 gegen 115 Stimmen abgelehnt. Darauf Gegen die Vortwoche: In Wien+ 23,6 M., in Paris+ 6,7 M., geht das Haus zur Fortsetzung der Debatte über die Sprachenin Amsterdam+ 11,7 M., in Liverpool+33,6 M., in New York verordnungen über. +11,6 M. Der Ober- Landesgerichts- Präsident Tchorznicki in Lemberg Amsterdam+ 73,3 M., in Liverpool+85,5 m., in New York Sprengel dieses Wannes wurden anläßlich der Reichsrathswahlen Gegen 1897: Jn Wien+128,0 M., in Paris+77,6 M., in hat das Großkreuz des Franz Josef Ordens erhalten. In Sem gegen 300 Jahre Kerker über Bauern und Arbeiter verhängt. a Frankreich. bil 353 Kandidaten bewerben sich um die 44 Size des SeineIn Italien wurden, wie schon im Leibartikel mit Departements, das im wesentlichen mit Paris und seinen Vororten getheilt, die Getreidezölle bis zum 30. Juni fuspendirt. Die zuſammenfällt. England. Regierung ist zu diesem Schritt durch den Aufstand des Die National Sozialen, die ursprünglich einen eigenen hungernden Volkes gezwungen. Freiwillig hätte sie wieder einmal eine asiatische" Debatte gehabt, eine Diskussion über London, 80. April.( Eig. Ber.) Gestern hat das Parlament Kandidaten im Wahlfreise stie I- Neumünster Rendsburg nichts gethan. Die Nachrichten über die Unruhen in den ver- die Politik der Regierung in Ostasien. Daß viel dabei herausgeschaut aufstellen wollten, haben jetzt beschlossen, keinen Gegenkandidaten schiedensten Theilen Italiens flingen drohend genug. gegen Professor Hänel zu nominiren. hätte, kann man nicht sagen. Der Führer der Opposition, Sir William Die Vertrauensmänner der Zentrumspartei Während in Turin die herrschenden Kreise, an der Spike Harcourt, ist nicht der Mann, einer Debatte einen größeren Reiz zu wichtig des Wahlkreises Schweibniz- Striegau haben beschlossen, der König Umberto, glänzende Fefte zum 50jährigen Jubiläum verleihen. Er nimmt sich selbst zu wichtig, um anderen n von der Aufstellung eines eigenen Kandidaten bei den bevorstehen- des savoyischen Verfassungsstatuts feiern, geht der Hunger durch zu erscheinen, und seine nahezu anderthalbstündige Rede verlief, den Reichstagswahlen abzusehen und dafür den Kandidaten das unglückliche Land und das Vort erhebt sich. den Reichstags- Partei, den Ober- Regierungsrath bejchloß wenn sie auch im einzelnen manchen gelungenen Hieb auf die groben der konservativen Mißgriffe enthielt, deren fich das Kabinet Salisbury in den ver a. D. Aus Bari, wo die erſten oft erhebt sich. Aus Bari, wo die ersten größeren Unruhen begannen, schiedenen Phasen der Verhandlungen mit Rußland schuldig gemacht Freiherrn v. Richthofen zu unterstügen. Dagegen beschloß wird der Neuen Freien Presse" folgende Schilderung gesandt hat, schließlich im Sande vager Allgemeinheiten. Daß Lord Salis man in Itena Iserlohn, fowie in Hagen nicht mehr mit Der heutige Tag bildet in der Geschichte Bari's einen schwarzen bury sich in Ostasien mit Ruhm bedeckt habe, wagen selbst seine den Freifinnigen zusammenzugehen, sondern eigene Kandidaturen auf- Buntt für ewige Beiten; der Hunger riß die sonst so ruhige Be- wärmsten Vertheidiger nicht zu behaupten. Wie schmählich sich das und seine Vertreter völkerung zu Demonstrationen gegen die Stadtverwaltung und den Auswärtige Amt von der russischen Im Wahlkreise Tondern Husum soll eine vollständige Staat hin, wie sie seit Menschengedenken hier nicht stattfanden. Die Diplomatie haben hinters Licht führen Taffen Spaltung der nationalliberalen Partei erfolgt sein. Der Süden Ursache bildete die Brottheuerung; der Preis stieg seit drei Monaten das vorige Woche veröffentlichte Blaubuch über den chinesischen Handel stellte den Hofbefizer Toennis- Garding, der Norden den Amts von 30 Centesimi per Stilo auf 55 Centefimi. Angesichts der der Welt die ergöglichsten dokumetarischen Beweise geliefert. Die gerichtsrath Brockschmidt- Tondern auf. der Welt die ergöglichſten dokumetarischen Beweiſe geliefert. Die steigenden Getreidepreise dürfte auch das Brot noch theurer werden Art und Weise, wie die zarische Diplomatie nach altgewohnter Weise und der Hunger in tausenden von Familien Einzug halten. die englischen Geschäftsträger wiederholt über den wahren Zweck Gegen 8 Uhr früh zogen etwa 6000 Menschen vor das ihrer Maßnahmen getäuscht hat, stellt die erstere gewiß moralisch Haus des Sindako und begehrten von diesem die Bertheilung bloß, ist aber für die mangelnde Umsicht der letzteren nur eine von Brot sowie Geldunterstüßung, worauf ihnen die Antwort ward, schwache Entschuldigung. Hier traf die Harcourt'sche Kritit in der Aus dem Reichstage. Die Koffer der Abgeordneten der Gemeinderath würde sofort über die zu ergreifenden Maßnahmen That einen wunden Punkt der Salisbury'schen Diplomatie, und sind gepackt und nur mehr mit halbem Ohre folgen sie den berathen. Die Menge begann mun, unbefriedigt über die Auskunft, ebenso hatte der Wortführer der Liberalen nicht unrecht, weim er Verhandlungen. So kam es, daß die hochwichtige Vorlage zu plündern und zu brandſchazen. In einem Zeitraume von zwei bie Hauptursache der Blößen, die sich England bei den Verhandlungen über den Militär Strafprozeß nicht die Würdigung in seinen Mauern. Gegen 20 000 Menschen zogen auf den Platz vor gierung sich weder zu einer konsequent russenfreundlichen, noch zu bis drei Stunden hatte Bari das Aussehen, als wüthete der Feind um Talienwan gegeben, darin erblickte, daß Lord Salisbury's Refand, die sie verdiente. die Präfektur und das Munizipium, drangen in diese Gebäude, warfen einer entschieden antirussischen Politik aufschwingen konnte, sondern Unter Führung des Zentrums, das immer mehr in die Bücher, Schriften, Seffel, Bante, Tische, alles, was nicht niet- und wiederholt zögerte, die Konsequenzen der eigenen Erklärungen Fußstapfen der Fraktion Drehscheibe eintritt, ist unter den nagelfest war, auf die Straße, überschütteten die Objekte mit Betroleum zu ziehen. Herr Harcourt selbst ließ deutlich durchblicken, ,, maßgebenden" Parteien ein Kompromiß zu stande gekommen, und zündeten sie an. Das Polizei- Amt wurde bis auf die Mauern nieder- daß er es mit der weitgehendsten Russenfreundschaft versucht haben nach dem die paar Verbesserungen, die in der Kommission und gebrannt. Die Menge drang in Privathäuser ein und plünderte bei hell. würde. Wie weit er damit gekommen wäre, ist eine andere Frage. in der zweiten Lesung angenommen waren, der Regierung zu fchloffen gegen 10 Uhr vormittags. Die Schulen find gesperrt, die Bertheidigung ihres Spiels mit oder gegen Rußland borbrachte, war lichtem Tage. Geschäfte und Banten, auch die Banca d'Italia, Für die Regierung at Janes Balfour. Was er zur Liebe wieder beseitigt werden. Die Vertheidigung des Kompromisses wie der ganzen Vor- Bollwächterhäuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, die Finanz schwach, jeine Hauptpointe beruhte vielmehr in der Behauptung, Tage führte in der Generaldebatte Bassermann, dem gebracht. Die Garnison( 1200 Mann) zeigte sich zu schwach, es ist seines Auftretens und das Uebermaß seiner Forderungen die eigene organe vertrieben. Alles wurde ohne Verzehrungssteuer in die Stadt daß Rußland durch die hinterhaltige und zugleich provozirende Art vom Zentrum der Abg. Gröber sekundirte. Der Grundton Bie helle Revolution. Heute Abend langten 1600 Mann Position in Ostasien verschlechtert und die Englands gestärkt hav.. der Reden dieser Herren war das alte nationalliberale Infanterie, 200 Karabinieri und 200 Mann Kavallerie aus Neapel Es habe England genöthigt, Weihaiwei zu besezen, und alle am Giapopeia, daß an der Vorlage zwar manches auszufeßen und Foggia an. Man spricht bis jetzt von 400 Verhaftungen, freien Handel mit China interessirten Völker auf England uls Vorsei, daß sie aber gegenüber dem bestehenden Zustande eine 80 Todten und unzähligen Verwundeten. In ganz Bari ist kein macht der Politik der geöffneten Thore verwiesen, gewissermaßen wesentliche Verbesserung darstelle. Man nehme das weniger Fenster ganz geblieben. Die Laternen find abgebrochen und ver- eine latente Koalition gegen sich heraufbeschworen( das anglo- ameri Gute, da das Bessere nicht zu haben sei. bogen. Diese Nacht wird vollständiges Dunkel herrschen, was die tanische Einvernehmen). Salisbury sollte so als der weitsichtige Gegen diesen Nützlichkeits- Standpunkt, der immer und frischen Truppen, welche die Stadt nicht kennen, verhindern wird, Mann hingestellt werden, der Rußland nur darum für eine Zeit seine thatkräftig einzugreifen. überall der Reaktion die Wege ebnet und zur vollständigen Gepao Hand ließ, damit es sich um so sicherer selbst ans Messer liefere. Weiter liegen folgende neue Nachrichten vor: Das glaubt Herrn Balfour aber kein Mensch. Lord Salisbury finnungs- und Grundsatzlosigkeit führt, polemisirte in energischer Piacenza, 3. Mai. Die Erregung dauerte noch Dienstag ist nicht der erste Diplomat, dem es von Freunden nachträglich als Weise unser Genosse Frohme, der dann in großen Bügen Nachmittag an. Die Ruhestörer warfen auf die Polizei mit Steinen, ureigenstes Verdienst angerechnet wird, daß ihm in der ärgsten Verdie Gründe darlegte, warum unfere Fraktion überhaupt gegen so daß lettere gezwungen war, von den Waffen Gebrauch zu machen. Legenheit die noch größeren Fehler seines Gegners zu einem quasi eine solche Ausnahmestellung für das Militär sei, wie sie der Ein Ruhestörer wurde getödtet, mehrere andere wurden verwundet; Erfolge verholfen haben. Sonst war an der Nede Balfour's noch Entwurf vorsehe.nant allout auch mehrere Soldaten erlitten Verlegungen. der stark deutsch- freundliche Ton bemerkenswerth und ein KlageVon der Linken sprach noch der Abg. Haußmann Parlament Florenz, 3. Mai. In Figlina drang ein Haufe Manifestanten lied darüber, daß die englische Diplomatie durch die VerParlament Auskunft zu geben ( fd. Bp.) gegen die Vorlage, während Eugen Richter für in die Getreidemagazine; da es den Beamten nicht gelang, Ruhe pflichtung, fortlaufend dem zu schaffen, fam es zu einem Zusammenstoß. Ein Ruheſtörer oder sich jedenfalls mit Fragen bombardiren zu lassen, gegen fein Fähnlein die Erklärung abgab, daß sie angesichts des wurde getödtet, mehrere wurden verwundet; auch ein Polizeibeamter über der deutschen und russischen Diplomatie sehr benachtheiligt ſei. bisherigen troftlofen Zustandes in Preußen für die Vorlage ist schwer verlegt worden. Als Verstärkungen für die Polizei ein- Es ist ihm darauf mit recht geantwortet worden, daß vielleicht an stimmen würden. trafen, tonnte die Ruhe wieder hergestellt werden und die Magazine feiner Zeit in der Geschichte des englischen Parlaments dieses sich wurden wieder geöffnet. so zurückhaltend gezeigt, sich so willig habe mit bezug auf die BeIn der Spezialdiskussion vertrat Genosse Haase den Standpunkt unserer Fraktion, besonders gegenüber den Kompromißanträgen zu den§§ 8 und 172. In namentlicher Abstimmung wurde der§ 8 nach dem Kompromißvorschlag mit 150 gegen 101 Stimmen angenommen. Mit der Opposition stimmten die bayerischen Abgeordneten aller Parteien. Ein poffenhaftes Stück leisteten sich die Herren vom Zentrum noch in bezug auf das bayerische Reservatrecht, betreffend den obersten Militär- Gerichtshof. Herr Dr. Lieber verlas in der ihm eigenen pathetischen Weise eine lange Erklärung, in der besonders die Hoffnung ausgesprochen wurde, daß man die bayerischen Empfindungen schonen möge. Prompt antwortete der Reichskanzler, daß man den bayerischen Wünschen Berücksichtigung angedeihen lassen werde und daß die betreffenden Unterhandlungen sich in fortschreitender Entwickelung" befänden. martt. Morgen 11 Uhr Zivilprozeß Ordnung. Interpellation wegen der Getreidezölle und kleinere Vorlagen. Rom, 4. Mai. In Soresina( Provinz Cremona) tam antwortung seiner Fragen vertrösten lassen als gerade in den letzten es gestern wegen der Erhöhung der Brotpreise zu Kundgebungen. Jahren. In der That ist, wenigstens in der auswärtigen Politit, Die Polizei schritt ein und machte von der Waffe Gebrauch. Zwei die Macht der der Erefutivgewalt Englands neuerdings sehr von den Ruheſtörern wurden getödtet, einige andere verwundet, gestiegen. Wenn Lord Salisbury sich nicht als der starte Mann be auch wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Auch in währt hat, als der er lange ausgerufen worden war, so liegt dies parma tam es gestern zu Ruhestörungen, die aber bald unter durchaus nicht an der Unzulänglichkeit seiner Vollmachten. drückt wurden. Rom, 4. Mai. Der Ministerrath beschloß, die Altersklasse von 1875 unter die Waffen zu rufen.( suime Der Armeekorps- Kommandant in Piacenza wurde mit der Leitung des Schutzes der öffentlichen Sicherheit im dortigen Bezirke beauftragt. Ein gleicher Befehl erging für die ihrem Kommando unterstehenden Gebiete an die Korpskommandanten in Bologna, Ancona und Bari. * " Italien. dem Noch ist zu erwähnen, daß Herrn Balfour's Erklärung, England erkenne in China keine besonderen Einflußsphären fremder Mächte an, wohl aber bestimmte Interessen sphären, vom Hause ebenso mit Hohngelächter aufgenommen wurde, wie seine Be hauptung, der russisch- chinesische Vertrag habe an dem Rechte Englands, Kriegsschiffe in Port Arthur antern zu laffen, nicht das mindeste geändert. Die Unterscheidung zwischen Interesse" und„ Einfluß" ist gerade so dünn wie das besagte Recht" od 196 300 100 Rom, 4. Mai.( Boss. 8tg.") Die Ortschaften in Unteritalien, Zu einer Abstimmung tam es nicht, da die Opposition tein in der Romagna, in Toskana und der Emilia, in denen geradezu die Re- Tadelsvotum beantragt hatte. Die ganze Distuffion war eine atavolution herrscht, zählen bereits nach vielen Dußenden. Die Veranlassung demische, fie brachte nichts ans Licht, was nicht schon im Blaubuch ist überall Brothvertheuerung; aber dieser Anlaß wird auch benutzt, um zu lesen war. In der Schlußabstimmung, die eine namentliche war, der in den Boltsmassen angehäuften Erbitterung über die unerträgs Viel wichtiger ist die heute der„ Daily Chronicle" geNachricht, daß der wurde der Entwurf mit 177 gegen 83 Stimmen angenommen. lichen sozialen Ungerechtigkeiten, das aussaugende Steuersystem, die meldete Staatsrath chinesische Angenommen wurde hierauf auch der Gesezentwurf, Gleichgiltigkeit der Behörden, die schlechte Gemeindeverwaltung, die anglo- italienischen Synditat in Beting, das die werthbetreffend das Verbot von Saccharin Saccharin zur Bier thatlose Regierungspolitik, Luft zu machen. Die Volksmassen, durch vollen Bergwertsrechte im Span- ft gepachtet hat, nun auch die bereitung. Gegen den Antrag stimmten nur einige Mit- das herrschende Syſtem zum äußersten getrieben, um jedes Ver- Konzeffion für den Bergbau in der an Erbschäzen so reichen trauen in die Regierung und die herrschenden Klassen gebracht, Provinz Honan( südlich von Shan- si und südwestlich von Schanglieder der freisinnigen Volkspartei. Von unserem Genossen wüthen gegen das öffentliche und Privateigenthum, plündern wo sie tung gelegen) übertragen hat. Der sübliche Theil von Ho- nan geWurm wurde besonders das unwürdige, ja geradezu tönnen, scheuen nicht vor Blutthaten zurüd. Die Sozialisten werden hört schon zum Flußgebiet des Yang- tie, das bekanntlich als die skandalöse Gebahren einiger Saccharinfabrikanten gebrand- zahllose Anhänger gewinnen. Die Kammeropposition wird von der spezielle Interessensphäre Englands anerkannt ist. Durch Lage Vortheil ziehen. Sonninno, Baccelli, Brinetti, Colombo, Fortis die erwähnten Bachtverträge würde eine neue englische Intereſſenverbünden sich zu einem gemeinsamen Angriff auf das Ministerium. sphäre geschaffen, die sich wie ein breiter Gürtel vom nördlichen - Die Eisenbahn- Gesellschaften verweigern die von der Regierung Ufer des Yang- tse bis an die chinesische Mauer vorschiebt. Denn wenn auch die englische Regiering offiziell mit dem Syndikat nichts berlangte Herabjegung der Lebensmittelfrachttarife auf die Hälfte. zu thun hat, steht sie selbstverständlich als Schußmacht hinter ihm. Deutsches Reich. thirman Die Bedeutung dieser Positionen veranschaulicht ein flüchtiger Blick Ein Nationalliberaler über die Nationalliberalen. In der auf die Landkarte. tindhiring dom Wittener 3tg." schildert der Redakteur Wilhelm Hoppstädter, der i 1893 nationalliberaler Reichstags- Kandidat in Altena- ferlohn war, Die wirthschaftliche Misère, in der das Volk Italiens lebt, die Zustände in der nationalliberalen Partei u. a. wie folgt: schildert uns ein deutscher Parteigenosse, der längere Zeit dort gereist. Gine Partei sind wir schon lange nicht mehr, sondern eine lockere ist. Derselbe schreibt: Vereinigung von Leuten, die früher einmal gefchloffen aufs Ziel marschirten und jetzt noch eine Weile infolge des politischen Trägheitsgefeges in der gefeßes in der früher scharf verfolgten Richtung hintrotteln. LangEine längere Debatte tnüpfte sich an den Bericht über die Bau- famer, immer langfamer geht es, gehemmt von anziehenden Kräften ausführungen und Beschaffungen der Eisenbahnverwaltung vom rechts und links, bis das Gebilde schließlich auseinanderfliegt. 1. Oftober 1896 bis dahin 1897. Selbst konservative Redner Leider sind wir heute dahin gekommen, daß wir nur noch unsichere gingen mit dem Eisenbahnminister Thielen und seinem Chef, dem Kantonisten haben, insofern als man nicht mehr zwei nationalliberale Finanzminister Dr. v. Miquel, scharf ins Gericht, weil ihre über- Wähler zusammenbringen kann, die politisch und wirthschaftlich mit triebene Sparsamkeit nicht zu rechtfertigen sei. Helfen wird einander völlig harmoniren." freilich auch das nicht, bie preußische Finanzpolitik wird München, 3. Mai.( Eig. Ber.) Der Landtag erledigte für unproduktive Zwede. Man versäumt immer mehr von Fahr zu, wohl nach wie vor auf die Erzielung hoher Ueberschüsse gerichtet heute die Berathung des Justiz Etats. Beim Etat für Straf Jahr die Beforstungen und Entfumpfungen durch Encalyptus. Dann sein. Der Bericht wurde schließlich für erledigt erklärt, ebenso ohne anstalten forderte unser Genosse Segi einen humaneren Straffommen dazu die traurigen Agrarzustände. Das Korn und der Debatte die Nachweisungen der zur Förderung des Baues von Klein- vollzug für politische Gefangene. Weiter berührte er die in der gleichen.bringt nur das zehnfache, anstatt des dreißigfachen. bahnen bis zum Schluß des Jahres 1897 bewilligten oder in Münchener Post" seinerzeit besprochenen Zustände in der Gefangenen Letzteres wäre möglich bei dem trefflichen Klima. Ferner ist au Aussicht gestellten Staatsbeihilfen, sowie die Berathung der Dent- anstalt aufen. Minister v. Leonrod that sehr gekränkt und erinnern an die Ueberzahl von faulenzenden Beamten. Pisa hat schrift und der Nachweisung über die zur Errichtung von landwirth- fuchte sich, so gut es eben ging, aus der unangenehmen Affäre zu ca. 1000 Kommunalbeamte bei einer Einwohnerzahl von ca. 60 000 schaftlichen Getreidelagerhäusern bis zum Schluß des Jahres 1897 ziehen. und ca. 1500 Geistliche. Das umliegende Land gehört meistens dem bewilligten Beträge. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Das Reichs- König und geistlichen Stiftungen. So ist Italien ein scheintodtes Hierauf wurden Petitionen ohne allgemeines Interesse be- gericht verwarf die Revision des gegen die Rebatteure der Kol- Land mit Recht zu nennen. Alle Lasten für Staat und Kommune marer Boltspartei" wegen Majestätsbeleidigung ergangenen Urtheils find auf den gemeinen Mann gewälzt. Die Maffia und Kommorra Morgen: Zweite Berathung der Sekundärbahnvorlage, Petitionen. Ein Münchener Blatt hat den betreffenden Artikel abgedruckt, ohne existirt dem Namen nach in den meisten Provinzen wohl nicht mehr, Die Hungersnothpreise. Wir müssen, so gesteht die den daß man bisher von einer Anklage gehört hat. dry flehendem Blick ziehen zitternd und zagend, vor Hunger frierend, in aber sie stedt noch im Blute der Besitzenden. Bleiche Gestalten mit Agrariern mehr als gewogene Berliner Börsen- Zeitung" zu, Defterreich. pubbin Gedanken noch jetzt an meinem Auge vorüber. Unter stolzen und in ganz Europa damit rechnen, daß die Hungersnoth- Wien, 4. Mai. Abgeordnetenhaus. Vor Eintritt in schönen Bauten liegt ein gutes und liebes, aber verkommendes Volk preise bis zur völligen Verkaufsfähigkeit der kommenden Ernte die Tagesordnung beantragt der Abg. Dr. Hofmann v. Wellenhof à la Lazzaroni. Nur durch die Gemeinheit der nicht fühlenden und andauern, ja sich noch weiter erheblich steigern werden. Oeffentlichteit der Verhandlungen des Aus nicht denkenden Signori konnte dies Geschlecht so tief finfen. Das preußische Abgeordnetenhaus berieth heute in erster Lesung den Gesezentwurf, betr. die Bewilligung weiterer Staatsmittel zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse von Arbeitern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering befoldeten Staatsbeamten. Die Vorlage, die für den genannten Zweck die Bewilligung weiterer fünf Millionen verlangt, wurde von allen Seiten sympathisch aufgenommen und als ein Werk von hoher sozialpolitischer Bedeutung gepriesen. Eine Ueberweisung an die Budgettommission wurde nicht beliebt; die zweite Lesung wird sofort im Plenum stattfinden. Die dazu gehörige Deutschrift wurde durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt. rathen. Der Nothstand ist allgemein. Vom Fuß der Alpen bis zum Gipfel des Aetna sieht man nur hohlwangiges und ein anämisches des Volt. Wer Italien, wie ich, vor 27 Jahren kannte, erstaunt und erschreckt über den schnellen Verfall dieser schönen romanischen Raffe. Im allgemeinen betteln stets 10 pCt. des Wolfes, jetzt sind es bei weitem mehr. Sieben Millionen leiden jährlich an Malaria und ähnlichen typhösen Fiebern. Man lebt sozusagen von Chinin. Von 80 Prefetturen find 50 beständig mit Malaria besetzt. Unter den Ursachen ist hervorzuheben die Verschwendung der Staatsgelder Auf einem verseuchten Boden stehen uralte Städte von Hohen Ringmauern umgeben. Letztere dienen den städtischen Schlacht- und Mahlsteuern zur Kontrolle. Der Boden athmet Gift. Die Mauer verhindert den Luftzug. Bau- Ordnungen existiren wohl nicht, denn die Städte werden immer dichter. Die wenigen Gärten schwinden. arbeitet und reinigt sich nach der Straßenseite zu. Die Straße ist Alles die Lunge und die Luftlloake in einem. Der Italiener versteht nichts von Hygiene. Die Natur gab aber diesem jetzt unglücklichen Land ein himmlisches Klima. Dieser Umstand hält jedoch wenig den Verfall auf. Alles, was Geist und Knochen hat, wandert aus. Möge Italien nicht ein ziveites Spanien werden! bereit, die Vorlage anzunehnten. Abg. v. d. Gröben( f.) erklärt sich namens seiner Freunde auf das letzte Plätzchen dicht gefüllt. Natürlich war die czechische bürgerliche Bresse wüthend. Die Jungczechen veranstalteten eine und die Amortisation nicht überall hat erzielt werden können. Das Subert, der dem Proletariat das Theater überließ, wird wahrMinister Miquel stellt fest, daß die breiprozentige Berzinsung förmliche Hezzjagd uitd der unerschrockene Leiter der Bühne, Direttor an Orten bauen müsse, wo das Bedürfniß besteht und dadurch ge- fallett. kommie wohl daher, daß die Regierung theuerer baue als Private, fcheinlich dem Prager Bourgeoispöbel und Diebesgesindel zum Opfer nöthigt werde, den Grund und Boden theuer zu bezahlen. Die Negierung müsse sich daher darauf beschränken, eine 3prozentige Ver- Bezirten Versammlungen abgehalten, worauf fich die gesammte Am Sonntag wurden gleich am Morgen in den einzelnen zinsung und 2 pet. Unterhaltungstoften herauszuwirthschaften. Wenn sich Arbeiterschaft auf der Heginsel zusammenfand. Reichsraths- Abgeord feine besseren Resultate erzielen lassen, so werden fünftig die Beneter Berner referirte. Einstimmig wurde eine Resolution an. triebsverwaltungen die nothwendigen Bauten allein ausführen genommen, worin das allgemeine, gleiche Wahlrecht und die Einmüssen; allgemein das Wohnungsbedürfniß zu befriedigen, tann nicht führung des Achtstundentages verlangt wird. Nach der Versammlung Die Vorbereitungen der ruffifchen Regierung zum dies. Aufgabe des Staates sein. Empfehlen wird es sich, mit der Ge- auf der Insel, wo ca. 50 000 Menschen zusammengekommen waren, Die Vorbereitungen der russischen Regierung zum dies währung von dreiprozentigen Darlehnen fortzufahren, vorausgesetzt, wurde der Zug aufgestellt. An demselben betheiligten sich 30 000 Perjährigen ersten Mai. Daß der erste Mai zu einem bedeutungs- daß sie den Anforderungen der Regierung entsprechen. Der Staat sonen, Männer, Frauen und Kinder. Die Massen waren nicht zu bollen Tage für die russische Arbeiterschaft und zu einem Tage, an hat bisher 930 Wohnungen erbaut. Die Freizügigkeit zu be überschauen. In vollster Ordnung bewegte sich der Zug durch die welchen sich für die russische Regierung die größten Besorgnisse fnüpfen, schränken, um die Wohnungsverhältnisse zu beeinflussen, scheint nicht eleganten Viertel der Stadt, wo um die Mittagszeit gerade die geworden ist, ersehen wir aus dem vor 14 Tagen erlassenen geheimen empfehlenswerth. Im sittlichen Interesse haben wir die Auf- Welt des Reichthums promenirte. Ueber den Graben, den WenzelsBirkular des Ministers des Innern, welchen wir in der Lage sind, nahme von Aftermiethern und Schlafgängern untersagt. nachstehend zu veröffentlichen. plaz und die Palackybrücke hinaus gings nach Smichow, wo im Kelam'schen Park ein frohes Fest die Arbeiter bis zum Abend beisammen hielt. Ministerium des Innern. Polizeidepartement den 17.( 5.) April 1898. Rußland. Geheim. An die Herren Gouverneure, Stadthauptleute, Oberpolizeimeister und Chefs der Gendarmerie- Verwaltungen. Abg. vom Rath( natl.) stimmt den Ausführungen des Ministers zu und beantragt Kommissionsberathung der Vorlage. Abg. Dr. Stephan- Beuthen( 8.): Seine Freunde begrüßen die Vorlage und billigen namentlich die Ermäßigung des Binsanspruches. Vom Regierungstische wird erwidert: Bisher sind von den Lokalbehörden aus Oberschlesien keine Anträge gestellt. Es soll dort fein Bedürfniß für Arbeiterwohnhäuser vorhanden sein. Abg. Rickert( fri. Vg.) hält eine Kommissionsberathung für entbehrlich. Er wünscht nicht, daß der Staat Arbeiterhäuser baue. für entbehrlich. Abg. Möller( natt.) hält ebenfalls die Kommissionsberathung hilfsbeamte. Abg. Schreiber( frt.) wünscht namentlich Wohnhäuser für Forstberathung zurück. Abg. Frhr. v. Erffa( f.) zieht den Antrag der KommissionsDie erste Lesung ist damit beendet. Die Maifeier ist wegen ihrer kraftvollen Wirkung auf die Maffen gerade in der Hauptstadt Böhmens von großer Bedeutung, da in diesem in jeder Beziehung rückständigen Lande die korrupteste Partei Desterreichs, die Jungczechen eine Bande von Politikern, In der letzten Zeit macht sich eine verstärkte Gährung unter den die auf der einen Seite wie hungrige Wölfe nach Miniſterfauteuils Fabrikarbeitern bemerkbar, wie auch Versuche politisch unzuverlässiger Bersonen, unter verschiedenen Vorwänden in einer möglichst großen kein Mittel unversucht lassen, um die Arbeiter für ihre Zwecke zu ausschauen, auf der anderen die wahren Demokraten spielen Anzahl von Fabriken Streits zu provoziren. Soweit in Erfahrung gebracht worden ist, besteht die Absicht, die Streifs ant 19. April zu mißbrauchen und die Sozialdemokratie zu verdächtigen und zu be beginnen, das ist am 1. Mai nach dem westeuropäischen Kalender, schimpfen, die die einzige Bekämpferin dieser Geschäftspolitiker ist. welcher Tag im Auslande als ein Arbeiterfeiertag betrachtet wird. Das Bürgerthum ist durch die jahrelange Herrschaft dieser Catilinarier Infolge deffen ist es nothwendig, jezt und zwar unverzüglich so demoralisirt, daß eine Opposition gegen die Herrschaft der Jungentsprechende Maßnahmen zu treffen zu einer verstärkten Beobachtung czechen aus bürgerlichen Kreisen auf Jahre hinaus, ja vielleicht nie mehr zu der Arbeiter, Juhibirung der in Fabriken zum Vorschein getretenen erwarten ist. Die Sozialdemokratie ist heute der Anwalt der Agitation und im Falle des Ausbruches von Streifs, zur Unter czechischen Ehre und hat die schwere Aufgabe, dem czechischen Namen drückung derselben im Keime. Unabhängig von einer temporären wieder jenen guten Klang zu verschaffen, den ihm die Jungezechen Verstärkung der polizeilichen Aufsichtsmittel überhaupt, Die Vorlage kommt demnächst zur zweiten Lesung vor das genommen haben. Daß sich die czechische Sozialdemokratie dieser. ift Blenum. es erforderlich, in Gegenden mit einer Fabrikbevölkerung Aufgabe bewußt ist und sie zu erfüllen weiß, hat sie am 1. Mai eine verdoppelte Aufmerksamkeit zuzuwenden dem Erscheinen führungen. Es folgt die Berathung des Berichts über Eisenbahnbau- Aus- bewiesen.mo verschiedener Agitatoren, der Vorbereitung bon Aufrufen In Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks, wurde' die und anderen verbotenen Schriften unter den Arbeitern und Ersparnisse hin, die bei den Bahnbauten gemacht sind und die über wo die Volksversammlungen zu tagen pflegen. Troß des eisigen Abg. v. Riepenhausen- Krangen( f.) weist auf die erheblichen Maiversammlung auf dem„ Feld" abgehalten, einem großen Terrain, überhaupt dem Auftreten der sogenannten Arbeiterpropaganda; alle 4 Millionen betragen. Er fragt, ob man denn den Interessenten, Wetters war das Feld gedrängt voll, als die Demonstrationszüge Agitatoren, wie Intelligente", so auch Arbeiter müssen sofort einer die Beiträge zu solchen Bauten geleistet haben, nicht einen ent- dort anlangten. Ein sprechender Beweis für die gute Entwickelung Durchsuchung unterzogen und verhaftet werden, und entsprechend dem sprechenden Theil der Ersparnisse zurückzahle. Ergebniß der Durchsuchungen und der Beobachtungen ist gegen sie in der Gewertschaftsbewegung in Dänemark ist es, daß der Arbeitseine Untersuchung einzuleiten auf grund des§ 1085 der Strafgerichts- leistet werden, sind Ersparnisse nicht gemacht, sondern nur bei den umfaßte, Minister Thielen: Am Grunderwerb, wozu allein Beiträge ge- männer- Verband, der im vorigen Jahre 8 Abtheilungen Auf Prozeßordnung, oder es muß eine Vorstellung gemacht werden über Ausführungsarbeiten, zu denen das Material billiger, als veranschlagt im diesmal in 20 Abtheilungen aufmarschirte. die Ausweisung der Schuldigen auf grund der Bestimmungen über war, beschafft werden konnte. Dem Wunsche des Borredners tann gehalten. Den Schluß machte die Annahme einer Resolution, Felde wurden von zwei Tribünen herab Ansprachen den Sicherheitszustand. deshalb nicht stattgegeben werden. arbeitstages, und zwar des achtstündigen für die ökonomisch vors worin die Nothwendigkeit der gesetzlichen Einführung eines Marimalgeschrittenen Länder, auseinandergesezt ist und die Regierung auf gefordert wird, dem von den sozialdemokratischen Abgeordneten vorzulegenden Antrag auf Einführung des Achtstundentages ihre ZuBahn- Ebenso war in allen größeren Städten Norwegens die Betheiligung bedeutend. In dem Festzuge in Christiania, der sich durch die Hauptstraßen der Stadt nach Tullinlöken, einem ihren Bannern vertreten. Auf dem genannten Blaze, wo sich eine großen freien Plaze im Westen, bewegte, waren 70 Vereine mit ungeheure Menschenmenge angesammelt hatte, hielten Redakteur Tellander und Buchdrucker Knuds en die Ansprachen. Abends war großes Fest auf Tivoli. Nach Ausbruch eines Streits soll nach Vereinbarung mit der Fabrikinspektion den Arbeitern sofort erklärt werden, daß vor Er neuerung der Arbeit ihre Forderungen nicht entgegengenommen und einer Betrachtung unterzogen werden; dabei soll für sie eine möglichst furze Frist festgesetzt werden, um sich entiveder von neuem zur Arbeit zu stellen oder aber endgiltig mit der Fabrik abzurechnen; diejenigen, welche mit der Fabrik abgerechnet haben, wie auch die jenigen, welche sich geweigert haben, abzurechnen, sind sofort per Schub nach ihren Heimathsorten zu befördern, wohin für die Personen der letzten Stategorie ihr Lohngeld nachzusenden ist, damit es ihnen dort von der lokalen Behörde ausgeliefert wird. Indem ich Exzellenz dieses zur Kenntniß bringe, ersuche ich Sie mir über das Erfolgende unverzüglich zu berichten. Abg. Groth( natl.) wünscht eine schleunigere Verwendung der bewilligten Gelder und um Beschleunigung der Bahnhofsbauten in Kiel und Hamburg. Minister Thielen sagt diese Beschleunigung zu. namentlich den im Jahre 1888 genehmigten Umbau des Abg. Brömel( frf. Bg.) rügt ebenfalls die Bauverzögerungen, ftimmung zu geben. hofes in Stettin, der nicht vorwärts fomme. so Minister Thielen: Der Bahnhof in Stettin ist fertig. stimmen überein in dem Wunsche, daß die bewilligten Bahnbauten Die Abgg. v. Hellermann( f.), Möller( natl.), v. Erffa( f.) schneller ausgeführt werden, als dies bisher üblich war. Minister v. Miquel erwidert, er merke sehr deutlich, daß die Arbeiten schleunig betrieben werden, und zwar an dem Abfluß des Goldes für diese Ausgaben, er habe darüber nicht geklagt, denn er sei der Meinung, daß angefangene Arbeiten so schnell als möglich beendet werden müssen. Das sei auch finanziell das richtigste BerUeber die Hungersnoth bringen die russischen Zeitungen immer traurigere Nachrichten. Die taiserliche Frei Oefonomische Gesellschaft erläßt einen Aufruf um Hilfe an die Gesellschaft, in welchem ste, unter Hinweis darauf, daß in 17 Gouvernements und mehreren fahren. " Morgen( Donnerstag) 11 Uhr: Sekundärbahn- Vorlage und Kommissionsberichte. Schluß 4 Uhr. Parlamentarisches. KID Die Maifeier in London hatte wieder einmal den Himmel gegen sich; sie ist gründlich verregnef. Die Urne mit der Asche Dr. Duff's, die im Krematorium zu Gotha beigesetzt ist, wurde am Sonntag vom Maifeierkomitee mit einem schönen Stranze geschmückt. Todtenliste der Partei. In Offenbach a. M. ist der Textilarbeiter Eugen Stoll, ein wohlbewährtes Mitglied der Partei und der Gewerkschaft, aus dem Leben geschieden. feinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Ehre Der Parteigenoffe Gewehr in Elberfeld, Redakteur der Freien Presse", hat während der dreimonatigen Gefängnißstrafe, die er bis zum 30. April verbüßte, 20 Pfund an Körpergewicht abgenommen. Er sieht begreiflicherweise sehr angegriffen aus. Möge ihm die Freiheit die Kräfte bald wieder voll ersetzen, deren ihn die moderne Justiz verlustig gemacht hat! Distrikten anderer Gouvernements eine schwere Nothlage unter Der Bericht wird nach dem Antrage der Budgetkommission durch der Bevölkerung ausgebrochen ist, schreibt:„ Jeden Tag Kenntnißnahme für erledigt erachtet, ebenso einige andere Nachtommen neue Nachrichten, daß hier und dort die Beweisungen der Bauverwaltung. bölferung hungert und der Typhus ausgebrochen ist. Der Sodann erledigt das Haus Petitionen nach den Anträgen der Geschäftsausschuß des„ Odessaer Semstwo" schreibt in seinem Be- Kommissionen. richte Einige Einwohner des Dorfes Sytschewka sterben an Erschöpfung". Die Bilder des Elends" schreibt die Smolensker Beitung"-find unbeschreiblich. Infolge der mangelhaften Ernährung der Mütter sterben die Kinder dahin. Und ähnliche Nachrichten Nachrichten fommen in Fülle aus verschiedenen Gegenden des zentralen, nordöstlichen und südlichen Rußlands. Die Wirthschaft eines großen Theiles der Be= Dem Reichstag ist die Vorlage betr. die internationalen völkerung wird endgiltig untergraben. Der für die. Wirthschaft Sanitätstonventionen, sowie der deutsch chinesische unentbehrliche Viehstand geht bei den meisten zu grunde. Bertrag zugegangen. Von den meisten Dächern ist schon früher alles Stroh herunterIm November v. J. wurde bei dem Vertrauensmann der Die Petitionskommission des Abgeordnetenhauses hatte sich Metallarbeiter in Magdeburg, dem Genoffen Gärtner, eine genommen worden, um das Vieh abzufüttern, ein großer Theil des heute mit einer Frage von allgemeinem Interesse zu beschäftigen. Haussuchung nach Sammellisten u. f. w. vorgenommen, um das selben ist schon früher für einen Spottpreis verkauft worden; jezt Ein Herr Ludwig Finster in Görlig befürwortet, eine Umsatzsteuer auf etwaige Bestehen einer nicht genehmigten Kollette festzustellen. Tropgiebt es Distrikte, in denen tausende Stück Vieh in wenigen Tagen sämmtliche großkapitalistische Unternehmungen im Detailhandel und dem Gärtner bat, die Haussuchung nicht auf das Zimmer seiner feit bom Hungertode dahingerafft werden. Gewerbe zu beschließen, und zwar beginnend bei einem Umsatz 11 Wochen krant darniederliegenden Frau auszudehnen, wurde sie Und was thut die Regierung angesichts solchen Elends? Die von 200 000 Mart im Jahre mit 1 pet. und steigend bis zu auch dort vorgenommen. Petitionen der Semstwos um unentgeltliche Beförderung des Ge- 4 pCt. bei einem Umfaz von einer Million und mehr im Jahre, gehen nicht. Wie in mehreren anderen Parteiblättern, so erschien auch Ein Ergebniß hatte das ganze Vortreides mit den Eisenbahnen, welches für die Vertheilung unter die und diese Steuer den Kommunen zu überweisen, da diese durch die im Proletarier aus dem Gulengebirge" ein Artikel, der fich Hungernden bestimmt ist, oder wenigstens um herabsetzung des von den Großunternehmungen herbeigeführte Steuerschwächung eben- mit dieser Sache beschäftigte. Eine Anklage gegen den Redakteur rachtfazes für dasselbe, ist von der Regierung abschläglich be- falls gefchädigt würden. Der Petent stellte die Stadt Görlig als Franz Feldmann in Langenbielau war die Folge. Be schieden worden! lebendes Beispiel dar, wohin es führe, wenn nicht Mittel und leidigt sollte der Polizeikommissar Weinert in Magdeburg " Ein neues Opfer der Gendarmenwillkür. Ende März Wege gefunden würden, dem großfapitalistischen Detailbetriebe fein, der die Haussuchung geleitet hatte. Vor dem Landgericht in wurde in Petersburg unter vielen anderen der 32 Jahre alte energisch Einhalt zu thun. Als Görlig mur 40 000 Einwohner Schweidnih, das am Mittwoch über diese Sache verhandelte, beStatistiker des Bolldepartements Kostrowin verhaftet. Seine Frau hatte, waren dort 40 Kolonialwaaren Geschäfte vorhanden, die antragte der Staatsanwalt nicht weniger als 300 M. Geldstrafe flehte die Gendarmenverwaltung an, ihn ärztlich untersuchen zu ihr gutes Auskommen gefunden hätten. Die Stadt Görlig weise wegen der angeblichen Beleidigung, obgleich er selbst bemerkte, daß lassen, um sich zu überzeugen, daß er infolge feines franthaften jest beinahe die doppelte Einwohnerzahl auf, und nur sechs die Sache milde läge und deshalb von einer GefängnißGeisteszustandes eine Einzelhaft nicht ertragen fönne und ersuchte, Stoloniewaaren Geschäfte beständen noch. Der ganze Kolonial- ftrafe abzusehen sei. Der Angeklagte beantragte seine Freiihn gegen Kaution aus der Haft zu entlassen. Doch das waarenhandel daselbst ruhe in den Händen einer Aktiengesellschaftsprechung und die Erstattung ber ihm erwachsenen nothnützte nichts. Mitte April machte Kostrowin einen Versuch, mit 17 Verkaufsstellen und 7 Millionen Mark Umsaß, sowie einer wendigen Auslagen; er begründete dies, wie folgt: Der Artikel fich über das Treppengeländer vom vierten Stocke herabzu Genossenschaft mit 14 Berkaufsstellen und 8 Millionen Mart wende sich gegen niemand persönlich und kritisire nur, daß wegen stürzen, wurde jedoch daran verhindert. Drei Tage darauf wurde Umjazz. Mindestens 100 felbständige Geschäfte würden ihr Brot einer vermeintlichen Kollette eine Haussuchung und sogar bei einer er in seiner Zelle blutüberströmt im Bette liegend aufgefunden: mit finden, wenn diese Vereinigungen in Görlitz nicht beständen. Kranten abgehalten würde. Die Beamten hätten nur die bestehenden den Scherben einer Untertasse hat er sich die Arterien bei den Der Regierungsvertreter, Geh. Finanzrath Dr. Struß, theilte der Geseze auszuführen, da nun aber die Gefeße eine solche Haussuchung Ellbogen beider Arme durchschnitten. Nach seinem Tode erklärte die Kommission mit, daß der Finanzminister die Absicht habe, eine zulassen, so habe er( ber Angeklagte) sich gegen diese Gefeße gewandt, Gendarmerie, die Untersuchung habe keine belastende Momente gegen Konferenz von Sachverständigen auf dem Gebiete von Handel und um eine Aenderung derselben herbeizuführen. Die Erstattung der nothihn ergeben und er hätte in den nächsten Tagen entlassen werden Gewerbe und solche auf dem Gebiete der Kommunalwendigen Auslagen halte er für angebracht, da er doch an der Erhebung der müssen. besteuerung zusammenzurufen zur Berathung darüber, wie diesem Antlage unschuldig sei, denn nach Zustellung der Anklageschrift habe den Gewerbestand so bedrohenden großkapitalistischen Wetter baldigft seine Gegenschrift eingereicht und das Gericht habe dann Die Gründung einer deutsch- japanischen Bank scheint in bewerb zu begegnen sei. Das Ergebniß dieser Konferenz würde auch die Erhebung der Anklage abgelehnt; erst das Ober- Landesnicht mehr langer Frist bevorzustehen. Wie die Monatsschrift„ Ost- dem Abgeordnetenhause befannt gegeben werden. Die Petitions- gericht in Breslau habe auf Beschwerde des Staatsanwalts die Er nicht mehr langer Frist bevorzustehen. Wie die Monatsschrift Ost- tommission beschloß, die Petition der Königl. Staatsregierung als hebung der Anklage beschlossen. Das Gericht folgte im wesentlichen asien" verninumt, wird Herr Dr. Lönholm, Professor der Rechte an der Universität zu Tokio und Verfasser mehrerer Schriften über Material zu überweisen und sie gleichzeitig zu ersuchen, dem Land- den Ausführungen des Angeklagten. Die geschilderten Thatsachen Japan, mit/ ejährigem Urlaub im August nach Berlin tommen, um tage bei Beginn der nächsten Session einen Gefeßentwurf in dem seien durch die Beweisaufnahme bewiesen und Beleidigungen oder hier Vorbereitungen zu dem Unternehmen zu treffen. An anderer von der 18. Kommission am 15. Mai 1896 beschlossenen Sinne vor- Beschimpfungen seien in dem Artikel nicht enthalten. Eine Er Stelle empfiehlt das nämliche Organ den bisherigen japanischen Ge- zulegen.( Diese Kommission berieth den Antrag v. Brockhausen stattung der nothwendigen Auslagen hielt das Gericht indeß nicht sandten in Berlin Vicomte Aoki zum Leiter dieser Bank. wegen Besteuerung der Waarenhäuser und Versandtgeschäfte.) für angebracht. Asien. Amerika. Partei- Nachrichten. hilodo Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Lohnbewegungen der Bauhandwerker. In Branden burg befinden sich 140 8immerer im Ausstand. Rio de Janeiro, 38. Mai. In seiner Botschaft an den Kongreß erklärt der Präsident, der Verkauf von Schiffen an die Vereinigten Ueber den Verlauf der Maifeier im Deutschen Reiche Staaten sei erfolgt wegen finanzieller Schwierigkeiten und wegen gingen uns noch Mittheilungen zu aus Hildesheim, Lüdenscheid, des Mangels an Mannschaften für die Marine. Der Gesandte der Barmstedt, Roßwein i. S., Oberstein im oldenburgischen Fürstenthum Vereinigten Staaten von Amerika hatte heute eine Besprechung mit Birkenfeld in der Rheinprovinz, Tirschenreuth in Bayern, Alzey und In Essen haben 495 Maurer die Arbeit eingestellt. 205 blieben dem Minister des Aeußern wegen der hier vor Anter liegenden Ingelheim in Hessen, Westerland auf der Nordseeinsel Sylt, Fürsten- in Arbeit und haben von diesen 75 gekündigt. Die Unternehmer amerikanischen Kriegsschiffe" Oregon" und" Marietta". walde a. Spree, Wernigerode. Ueberall war die Betheiligung außer- sind mit der Lohnfommission in Unterhandlung getreten. gewöhnlich start. In Baden- Baden haben die Maurer und Zimmerer Wie in allen Orten Böhmens, ist auch in Prag die Maifeier ohne Arbeitsniederlegung den zehnstündigen Arbeitstag und 3,50 M. heuer ganz besonders glänzend verlaufen. Man schreibt uns darüber resp. 4. M. Tagelohn bewilligt erhalten. Die Maurer in Neusalz a. O. fordern 30 Pf. StundenDas czechische Proletariat, das von der ganzen österreichischen lohn. Die Ablehnung dieser Forderung hat einen großen Theil der Arbeiterschaft den schärfsten politischen Kampf auszufechten hat, er- Maurer zum Ausstand gedrängt. schien in einer Masse, wie sie Prag nur selten sah. Schon der Vor- An dem Ausstand der Maurer in Braunschweig find abend des 1. Mai wurde würdig gefeiert. Zum ersten Male gelang 523 Mann betheiligt; davon 360 verheirathet, 163 ledig. Abgereist es der Arbeiterschaft, im National Theater Einlaß zu erhalten. Die find 147, zu den neuen Bedingungen arbeiten 88 Gesellen auf Theaterdirektion veranstaltete eine besondere Festvorstellung; ge- 11 Bauten. Das Amtsblatt hat vorgestern eine Verfügung der Regierung veröffentlicht, durch welche Inländern und Ausländern verboten wird, über die Ankunft und Abfahrt von Kriegs- und Handelsschiffen der triegführenden Staaten telegraphische Nachrichten zu verbreiten. Abgeordnetenhaus. 72. Sigung vom 4. Mai. 11 Uhr. Am Ministertische: v. Miquel, Thielen. Der Gesezentwurf betr. die Bewilligung weiterer 5 Millionen zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse von Arbeitern und gering besoldeten Staatsbeamten steht zur ersten Berathung. von dort: geben wurde das foziale Drama von Jerabet: Der Die Schuhmacher in Kalau stehen mit den Unternehmern in Diener seines Herrn". Der große Staum war bis Differenzen. Die Arbeiter erhielten bisher die Buthaten unentgeltlich " geliefert, jetzt sollen für die Lieferung von Taets und Stiften Ab- die Fischerei wurde durch einige Fische dargestellt, die in einem faner auf Suba heute in der Nähe von Sagua la Grande, so daß züge gemacht werden. Die Arbeiter in drei Fabriken haben ge- fleinen Tümpel eingesetzt waren. Alle diese Beobachtungen waren die Entscheidungsschlacht unmittelbar bevorsteht. fündigt. nicht geeignet, die Heirathslust des Angeklagten, den die schöne Hier handelt es sich jedenfalls um eine nicht einmal geschickte Eine feltsame Wirkung hat die Rede des Grafen Posadowsky Blondine" auch persönlich nicht sehr enthusiasmirte, zu steigern. Kombination. Vorerst haben die Amerikaner noch feinen festen Stützbei den Ausständigen am Piesberge hervorgerufen. Sie haben dem Nachdem er furze Zeit auf dem" Gut" verweilt, fehrte er nach punkt auf Kuba, fein Seegefecht hat die spanische Flottille in den Herrn Staatssetretär folgende Erklärung zugesandt: Auf dem Hof- Berlin zurüd und ließ recht lange nichts mehr von sich hören. westindischen Gewässern geschwächt und endlich ist die Ausschiffung hause zu Osnabrück versammelte 700 Bergleute beider Konfessionen, Das hatte seinen guten Grund: er war längere Zeit in Unter- großer Truppentransporte überaus schwierig und sehr von Wind und die theils aus der Arbeit entlassen und aus den Werkswohnungen fuchungshaft gewesen, weil eine Anklage wegen Heirathsschwindels Wetter abhängig. Auf die Entscheidungsschlacht auf Stuba muß man ermittirt wurden, weil sie sich weigerten, an den christlichen Feier- gegen ihn erhoben worden war, von der er schließlich freigesprochen noch einige Zeit warten. tagen beider Konfeffionen andere Arbeit als Notharbeit zu verrichten, wurde. Juſt am Tage feiner Freilassung traf die junge Zielenzigerin Ueber die Kriegskostenfrage liegen uns noch die übermitteln Ew. Exzellenz Dank und freudige Zustimmung für die in Berlin ein. Die Sehnsucht nach dem ehemaligen Dragoner folgenden Mittheilungen aus Amerika vor: Erklärung, daß die Arbeiter billig und gerecht zu behandeln und die offizier" ließ ihr keine Ruhe, sie suchte den Angeklagten auf und Im Finanzkomitee des Senats drang heute der Schatzsekretär Dividende des Unternehmers nicht das am höchsten zu erstrebende knüpfte ganz intime Bande mit ihm an. Er hat es nun verstanden, Gage auf die Einfügung einer Klausel in die Kriegskostenbill, welche Ziel sei." Der Herr Staatssekretär wird sich wundern, wie man nicht nur dem jungen Mädchen eine kleine Summe abzunehmen, die Regierung ermächtigen soll, Bonds auszugeben, und sagte, auch mißverstanden werden kann. sondern auch einem Schwager seiner Braut durch die falsche Vor- die günstigsten Voranschläge zeigten, daß während der nächsten zwei Zum Streit der Striegauer Steinbrucharbeiter. Daß die spiegelung, aus dem Konkurse seines Vaters an einem bestimmten Monate durch den Krieg die Ausgaben der Regierung um 50 Millionen Zustände in den Striegauer Granitsteinbrüchen nicht nur in bezug Tage die Summe von 4000 M. zu erhalten, zur Hergabe von 262 M. Dollars anwachsen werden. Nach Ablauf dieser Periode werde der zu bewegen. Die belastenden Aussagen der aus Bielenzig ge- gesammte Betrag des Baarbestandes des Schayes erschöpft sein, einauf die Löhne, sondern auch in bezug auf die Anwendung der kommenen betrogenen Braut glaubte der Gerichtshof zu ungunsten schließlich von 30 Millionen Goldreserve. Gage gab endlich der nöthigen Schutzmaßregeln bereits seit langem sehr im Argen liegen, des Angeklagten nicht verwerthen zu dürfen, dagegen hielt er einen Meinung Ausdruck, daß die Staatseinnahmen durch den Krieg fich ist daraus zu ersehen, daß nach einer von der Breslauer Sektion der Betrug gegen den Schwager für erwiesen und verurtheilte den An vermindern werden. Steinbruchberufsgenossenschaft gemachten Zusammenstellung im Jahre 1896 446 Unfälle von den Striegauer Steinbruch befizern angemeldet geklagten zu 1 Jahr Gefängniß. wurden, von welchen sich 12 bei den Schießarbeiten ereigneten und 99 Augenverlegungen betrafen. Abgesehen von der anstrengenden Beschäftigung, welche das Schaufeln und Karren der Steine mit sich bringt, ist die Schlagarbeit in dem harten Granitgestein bei bei dieser gefährlichen Arbeit werden, wie in den amtl. Mittheilungen für ungenügenden Schutzmaßregeln mit vielen Unglüdsfällen verbunden. Und Meldungen vor. In Hongkong verlaute, daß die dort anwesenden 1896 von den Gewerbe- Aufsichtsbeamten geklagt wird, biele Schulkinder beschäftigt. Diese Kinder resp. deren Eltern verdienen in den Striegauer und Bobtener Steinbrüchen pro Woche, wenn sie sehr fleißig sind, 2 bis 3 M., meist aber nur 1,20 bis 1,50 M. Als aber die Herren Steinbruchbefizer von dem Aufsichtsbeamten darauf aufmerksam gemacht wurden, daß diese Beschäftigung gegen die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung verstößt, wollten sie alle von diesen gesetzlichen Bestimmungen feine Kenntniß haben. Auch wurden Kinder bis zum Ausbruch des Streits beschäftigt. Schon damit in diesen Verhältnissen ein Wandel zum Besseren eintritt, ist lebhaft zu wünschen, daß der Streit der Striegauer Steinbrucharbeiter Erfolg habe, und daß sie nicht allein von den schlesischen, sondern auch von den übrigen Genossen kräftig unter Der Der Krieg. = r Der Sekretär des Krieges, Alger, drückte seine Ansicht dahin aus, daß 150 Millionen Dollars hinreichen würden, um die außer ordentlichen Ausgaben des Kriegsdepartements für das Jahr zu decken. " Den Times" wird aus New- York gemeldet, es scheine mumehr streichen werde und daß das Repräsentantenhaus ohne Widerstand gewiß zu sein, daß der Ausschuß des Senates die Bestimmung be treffend die Erhöhung der Tonnengelder aus der Kriegskostenbill streichen werde und daß das Repräsentantenhaus ohne Widerstand sich dem auschließen werde. Unter den Mittammer nahm einstimmig den Ausdruck der ehrenden Anerkennung In Spanien mehrt sich die Aufregung. Die Deputirten und Trauer für die bei Cavite Gefallenen an. Darauf begann die Adreßdebatte. Robledo und die Karlisten erklärten, sie würden sich an der Debatte nicht betheiligen. Die Adresse wurde angenommen. Die Republikaner und die Karlisten, sowie die dissidenten Konſervativen stimmten dagegen. Die Konservativen der filvelistischen Richtung stimmten mit der Mehrheit. Ueber die Situation auf den Philippinen liegen folgende Führer der Aufständischen auf den Philippinen hofften, aufgefordert zu werden, provisorisch die Verwaltung der Inseln unter dem Schuße der Vereinigten Staaten zu übernehmen. gliedern der Aufständischen- Juntas fänden fortdauernd Zwistig: feiten statt. Die Amerikaner protestiren dagegen, daß der Brand Manila's die Folge von Petroleumbomben sei. Sie behaupten, die Spanier selber hätten die Stadt angezündet, um nur einen Aschenhausen in die Hände der Amerikaner fallen zu lassen. Dem Madrider Imparcial" zufolge wurde der größte Theil von Manila zerstört. Wie verlautet, sind mehrere hundert Häuser in Brand gesteckt. Da die Bevölkerung vorher flüchtete, dürfte die Der Republikaner Salmeron richtete eine Interpellation Zahl der Todten unbedeutend sein. Man erwartet für Dienstag den betr. die Ereignisse vor Manila an die Regierung. Nachdem er den Einzug der Amerikaner in Manila. In Madrid herrscht völlige gegen alle die Regierungen, welche er als verantwortlich für die Todten von Cavite seine Hochachtung gezollt, wendet er sich heftig Rathlosigkeit. gegenwärtige Lage Spaniens bezeichnet. Er verlangt Aufklärung Den„ Times" wird aus New York gemeldet, Präsident Mac über die Ursachen der Niederlage; er fragt, warum man Manila Ju Eilenburg befinden sich 82 8iegler im Ausstande. Wegen Zugehörigkeit zur Organisation sind in der Metall- Kinley habe die Absicht kundgegeben, die Philippinen bis zum vertheidigungsunfähig gelassen habe. Redner giebt dem waaren- Fabrit von Jung u. Dittmar in Salzungen zwei- Schluſſe des Krieges zu behalten; er habe dazu bemerkt, die Re- Bedauern Ausdruck, daß die Liberalen Mitschuldige an der vaterhundert Arbeiter ausgesperrt. Zuzug ist fernzuhalten. gierung beabsichtige nicht, dieselben zu einem landsfeindlichen Schwäche der Konservativen seien; er beklagt, daß bleibenden Besitz der Vereinigten Staaten zu man millionen für Repräsentationskosten ausgegeben Die Münchener Tischler haben am Sonntag in einer überaus machen; wenn Spanien die Kriegsentschädigung nicht zahlen habe, anstatt Panzerschiffe zu kaufen. Die für das vergossene Blut zahlreich besuchten Versammlung beschlossen, in den Generalstreit werde, so würden die Philippinen an eine europäische Macht, am Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden, vom einzutreten. Alle Versuche der Arbeiter, den Streit zu einem güt- liebsten an England, verkauft werden. Der amerikanische Gesandte Geringsten an bis zum Throne.( Widerspruch. Salmeron wird zeit, die die Arbeiter nunmehr forderten, ist von den Unternehmern Philippinen seien in der Gewalt Amerika's, doch gedente Mac Kinley zur Ordnung gerufen.) Wer ein solches Regime mit dem abgelehnt und hat der Verband der Arbeitgeber des Baugewerbes die Philippinen nicht einzuverleiben, sondern Spanien zurück( Widerspruch der Monarchijten.) Ministerpräsident Sagasta Schwerte vernichte, werde ein großer Patriot sein.. bekannt gegeben, daß er an der zehnstündigen Arbeitszeit festhalte. zugeben, falls es sofort auf Stuba verzichte. Hanotaur verständigte giebt dem Bedauern Ausdruck, daß nicht alle Spanier geeint seien. Am 4. Mai will diese Unternehmer- Vereinigung den Arbeitern hiervon den spanischen Botschafter. stügt werden. = Kriegs. wirft den. bedingungslos die Aufnahme der Arbeit gestatten. Davon kann Im spanischen Ministerrathe wurde eine Depesche des Gouver- Wenn ein Anschlag gegen das Vaterland allezeit ein Verbrechen sei, aber bei dem jezigen Stand der Bewegung nicht die Rede sein, neurs der Philippinen verlesen, in welcher derselbe meldet, der um wie viel mehr unter den jezigen Umständen! Er betont, daß er vielmehr ist nach dem Beschluß der letzten Versammlung die Zahl englische Konsul habe ihm gegenüber den Wunsch ausgedrüeft, die immer Anhänger des Friedens gewesen sei; aber der der Ausständigen um 1000 gestiegen. Die herabgefeßte Forderung Chinesen auf dem Archipel unter seinen Schuß zu nehmen. Der Krieg sei den Anstrengungen der Regierung zum Troy unver der Arbeiter haben 70 Meister bewilligt und wird bei diesen weiter Kolonialminister Moret hat hierauf telegraphisch abschlägigen Bescheid gefordert worden. Auch Sagasta widmet den Gefallenen ehrendes meidlich geworden, denn Spanien sei zum Kriege herausgearbeitet. gegeben. Von dem Anerbieten des englischen Konsuls wurde den Gedenken; noch aber sei weitere Energie nöthig. Im Namen Mächten Mittheilung gemacht. der Soldaten und im Namen des Vaterlandes fordere er die Be= Gerichts- Beifung. Ueber die Interessen des deutschen Handels mit den Philippinen macht der„ Hamb. Korr." die folgenden Mit- willigung der Kriegskredite( Beifall.) loreno( Karlist) Ein unheimliches Pech ist dem biederen Antisemitenführer theilungen: Die deutschen Intereffen auf den Philippinen sind recht verliest ein Schreiben aus wanila, in welchem versichert wird, daß Biebermann von Sonnenberg zugestoßen. Liebermann erheblich. Den Haupthafen der Philippinen besuchten im Jahre 1896 in Manila feinerlei unterseeische Wertheidi bon Sonnenberg hatte in einer Voltsversammlung geständlich 14 deutsche Schiffe mit 10 590 Register- Tonnen. Der deutsche Im- 81ngs Maßnahmen getroffen wurden. folgendes vorgetragen: Eine Dame habe einen Teppich für 75 M. port von der spanischen Kolonie ist mit 0,9 Millionen Mark( meist minister Correa erklärt, es feien genug Landtruppen bei Bertheim gekauft, kurze Zeit darauf habe sie eine andere Dame in Spinnstoffen, Zigarren und Harz bestehend) nicht groß, doch ist der vorhanden, um einen Angriff auf Manila zurüc zu Herzog begleitet, und dort den nämlichen Teppich für 55 M. deutsche Export( 1896 im Werthe von 3,1 Millionen Mark) recht er- 3uschlagen. Der Marineminister erklärt, warum es un gesehen. Daraufhin habe sie den Kauf rückgängig gemacht und sei heblich. Die größte Höhe hat derselbe Anfang dieses Dezenniums möglich gewesen sei, eine unterſeeische Bertheidigung ihr der Kaufpreis von A. Wertheim anstandslos zurückgezahlt worden. mit ca. 4 Mill. Mark erreicht; aber das Fehlen einer handelsver- dort einzurichten. Canalei as bezeichnet die Konservativen als schuldig an der Niederlage und Der Beklagte will noch ansdrücklich hinzugefügt haben, daß die Rück- tragsmäßigen Berständigung zwischen Spanien und Deutschland seit 1892 zahlung des Kaufpreises anerkennenswerth sei, wie überhaupt die hat der deutschen Ausfuhr nach den Philippinen geschadet. Die Liberalen Mangel an Voraussicht vor; die Vereinigten Staaten feien Firma A. Wertheim toulanter Weise alle nicht konvenirenden Käufe Hauptartikel des deutschen Exports nach den Philippinen sind: baum von jeher Gegner Spaniens gewesen. zurücknehme". Die Firma A. Wertheim hatte daraufhin eine Klage wollene Strumpfwaaren, grobe und feine Eisenwaaren, Herrenhüte 3500 Millionen für Befestigungswerte ausgegeben. Er wirft den Ministerpräsident Sagasta erklärt, in den legten 25 Jahren seien gegen Liebermann von Sonnenberg auf grund des Gesetzes zum aus Filz, Blumen aus Webe- und Wirkwaaren, sämmtlich je mit Vereinigten Staaten vor, gegenüber Spanien eine Politik niederer Schuße gegen unlauteren Wettbewerb gestigt; der Klägerische Wer- einem Werth von etwa 200 000 M. und sodann mit je der Hälfte Art zu treiben, welche nicht Krieg von Angesicht zu Angesicht führe, treter Dr. Meschelsohn trug vor, daß alle Voraussetzungen des Ge- dem Werthe nach: Baumwollzeuge, feine Bürstenbinderwaaren, sondern auf Umwegen Mittel fuche, Spanien Schaden anzuthun, fezes gegeben seien. Der ausgesprochene Zweck der Versammlung Roman- Bement, Nähmaschinen, Elfenbeinwaaren, Brillen, Flaschen- und drückt die Ueberzeugung aus, die Vereinigten Staaten wären sei gewesen, die Konkurrenten der Firma A. Wertheim, insbesondere bier, halbseidene und wollene Beuge. die dem sogenannten Mittelstande angehörigen Geschäfte, gegen die Konkurrenz der Klägerin zu schützen. Der vorgetragene Fall gegangen, bei den groben Eisenwaaren ist indessen der Versand von unter einem republikanischen Regime besser wäre.( Beifall.) Der Export ist 1897 bei der Mehrzahl der Artikel noch zurück- zufrieden, wenn in Spanien durch die Republikaner verursachte Wirren entständen. Er glaube nicht, daß der Zustand der Marine beruhe auf Erfindung, die angestellten Ermittelungen hätten er- 2189 Doppelzentnern auf 2367 Doppelzentner gestiegen. Die kriege geben, daß niemals auch nur ein ähnlicher Fall in irgend rischen Unternehmungen der Amerikaner gegen die Philippinen sind Schilderhebung wahrscheinlich erscheinen. Die Rede Salmerons läßt eine baldige republikanische einem Geschäfte der Firma A. Wertheim vorgekommen sei. dazu angethan, ein weiteres Heruntergehen der deutschen Ausfuhr zu Der Beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Jansen, behauptete die bewirken. Der Gouverneur von Valencia hat gemeldet, in Catalan, einem Wahrheit der von ihm verbreiteten Erzählung und benannte die Ehefrau des Buchhändlers W. als Käuferin des Teppichs. Die schen& riegsschauplage fehlen fast völlig. Beglaubigte und bedeutungsvolle Nachrichten vom kubani Dorfe von 1300 Einwohnern, habe sich eine Bande von 12 bewaffneten Personen gebildet; man wisse nicht, was für politische Beweisaufnahme fiel aber vollständig zu ungunsten des Beklagten Das„ Reuter'sche Bureau" meldet zwar aus New- York: General Bedeutung die Sache finde. Die Gendarmerie ist auf der Verfolgung aus, Die Zeugin hatte schon vor der Versammlung erklärt, nicht Bando zog am 25. April die spanische Besatzung aus Bayamo begriffen. Der Gouverneur ist ermächtigt worden, den Belagerungsdas geringste von der ganzen Sache zu wissen, auch niemals dem nach Manzanilla zurüd. Am folgenden Tage besezte der Führer zustand zu verhängen. In Talavera find infolge des der Getreidepreise Unruhen Herrn Liebermann von Sonnenberg eine darauf bezügliche Mit der Aufständischen Garcia die Stadt Bayamo und erließ eine Protheilung gemacht zu haben, sodaß der Beklagte auf ihre Vernehmung flamation, der zufolge das spanische Eigenthum und die Rechte der gebrochen. In Gijon sind unter den Fischern Unruhen ausverzichtete. Das Gericht verurtheilte den Abg. Liebermann von Bürger geachtet werden müssen und zugleich angeordnet wird, daß Gendarmerie wurde mit Steinwürfen empfangen. Truppen find gebrochen, welche sich gegen die Fischaufläufer richten. Sonnenberg, sich jeder Wiederholung der zum Gegenstand der die Geschäfte in gewöhnlicher Weise fortgesetzt werden. Klage gemachten Behauptung bei einer Strafe von 500 Mark oder dorthin entsandt worden. Dagegen bestreitet man in Madrid, daß die kubanischen Aufentsprechender Haft für jeden Fall der Zuwiderhandlung zu enthalten, ständischen Bayama oder Manzanilla besetzt haben. Beide Pläße ferner eine Buße von 1000 Mart an die Firma A. Wertheim hätten ausgezeichnete Bertheidigungswerke und eine starke Garnison. zu zahlen, falls diese diesen Betrag eidlich schäßt und ordnete die" Standard" meldet aus Washington, das Marinedeparte Publitation des Urtheils in mehreren Berliner Zeitungen auf Kosten ment habe eine chriffrirte Depesche aus St. Vincent erhalten, wonach des Verurtheilten an. die spanische Flotte nach Portorico abgegangen sei und eine SeeSchlacht noch in dieser Woche wahrscheinlich sei. Daß Herrn Liebermann, dem großen Kämpfer für gewerbliche Treue und Redlichkeit, das Malheur passirte, auf grund eines von ihm selber zum Schuße der Mittelstandstugenden angepriesen Gesezesparagraphen verurtheilt zu werden, das ist eine Fügung des Sals, die geradezu als grausam bezeichnet werden muß. V Aus Key West wird telegraphirt: Der amerikanische Streuzer Marblehead" ist mit dem spanischen Dampfer„ Argonauta" hier eingetroffen. Der Kapitän des Marblehead" erklärte, er habe zwei spanische Torpedoboote, welche den spanischen Dampfer befreien wollten, in den Grund gebohrt. " = Steigens aus= Die Aufregung unter dem Volt ist ungeheuer. Man findet es unDer Frankfurter Zeitung" wird aus Madrid gemeldet: Die verzeihlich, daß die Philippinen so mangelhaft vertheidigt waren und beschuldigt die Regierung der Pflichtvergessenheit. Die Minister zeigen sich nur unter starker Estorte. Die extremen Parteien regen sich bedenklich. Für heute Nachmittag wird eine stürmische Sigung der Kortes erwartet. Seit Verhängung des Belagerungszustandes ist die Verbreitung von Nachrichten über Kriegs operationen dem Militärgericht unterworfen. die folgende Meldung aus Gibraltar: Ein Zeichen der hochgradigen Aufregung in Spanien ist auch Japan haben offizielle Neutralitätserklärungen abgegeben. Das deutsche Auswärtige Amt läßt erklären, daß das Deutsche Reich ebenso wenig wie bei früheren Kriegen gewillt und veranlaßt sei, Neutralitätserklärungen abzugeben, daß aber die strengste Neutralität vom Reiche und den Schifffahrtsgesellschaften eingehalten werde. Im ungarischen Reichstage will die unabhängigkeitspartei interpelliren, warum Oesterreich- Ungarn keine Neutralitätserklärung erlassen habe. Eine Heirathsannonce war der Ausgangspunkt einer Anklage Die Dampf- Yacht„ Lady Clennell" lief gestern hier von Malaga wegen Betruges, die gestern den Kaufmann Leopold Julius Lemke Ein Telegramm der Daily Chronicle" aus Key West bom ein und berichtete, sie habe Malaga verlassen müssen, ohne einen vor die dritte Straftammer des Landgerichts I führte. Eine in 3. d. M. meldet, das amerikanische Kanonenboot" Wilmington" habe reinen Gesundheitspaß erlangen zu können, da die dortige Bevölkerung Zielenzig wohnende heirathslustige Dame, Frl. Margarethe S., der gestern auf eine spanische Kavallerietruppe einige Meilen westlich die Bemannung der Yacht angriff und mit Steinen bewarf. das Alleinsein zu langweilig geworden war, erließ Ende des Jahres von Havana zwei Sprengtugeln geworfen, durch welche zwanzig Die meisten südamerikanischen Staaten sowie 1896 in einer Berliner Zeitung folgende Heiraths- Annonce: Junge Kavalleristen getödtet seien. Blondine, hübsch, 19 Jahre alt, Befizerin eines romantisch gelegenen Eine Meldung des" New- York Herald" aus Key- West besagt, Gutes mit Jagd und Fischerei, sucht auf diesem Wege zwecks Ver- gestern Nachmittag habe dort eine bedeutsame Bewegung der Heirathung Herrenbekanntschaft." Der Angeklagte, welcher diese amerikanischen Flotte begonnen. Weitere Mittheilungen hierüber Anzeige gelesen, glaubte sich berufen, die Wünsche der verhindere die Zensur. Der Kriegsrath habe beschlossen, es Heirathslustigen Provinzialin zu erfüllen und obgleich er sei nothwendig, daß die spanische Flofte vernichtet werde, bevor man wußte, daß er der jungen Dame nichts bieten konnte, den Versuch machte, Havana einzunehmen. Die für die Landung als ein freundliches Register Register verschiedener Borstrafen, so auf Kuba bestimmte Flotte müsse von sämmtlichen armirten Schiffen, knüpftt er doch fühn entschlossen den Berkehr mit der begehrens- welche für das Bombardement der Vertheidigungswerte von Havana werthen jungen Gutsbesizerin an und befand sich eines Tages ge- verfügbar seien, unterstützt werden. Man glaubt annehmen zu schniegelt und gebügelt in Zielengig auf der Brautschau. Der Ein- dürfen, die schweren Panzerschiffe würden sich demnächst mit dem druck der ersten persönlichen Begegnung war bei beiden grund- fliegenden Geschwader vereinigen. Die zu Kreuzern um- Lekte Nachrichten und Depelihen. verschieden. Er tam, sah und siegte. Der Mann mit dem wohl gewandelten Schiffe Harvard" und" Vale" kreuzen augengepflegten Schnurrbart und dem schmachtenden Augenaufschlag gefiel blidlich im Atlantischen Ozean, um die Fahrtrichtung der Varel, 4. Mai.( W. T. B.) Die Ortschaft Brokhof bei der jungen Provinzialin ganz ausnehmend und sie sagte sich, wie spanischen Flotte ausfindig zu machen. Sobald diese festgestellt, be- Zwischenahn wurde durch eine große Feuersbrunst heimgesucht. Das einstmals Margarethe:„ Er steht fürwahr recht wader aus und ist aus geben sich dieselben schnellstens zur nächsten Kabelstation, um der Feuer fam in einer Wurstfabrik zum Ausbruch. Fünf Gebäude find einem edlen Haus, man tann's ihm an der Stirne lesen." Mit Regierung in Washington Mittheilung zu machen. Es heißt, eingeäschert. innigem Bergnügen vernahm sie die Mär, daß der Freiersmann Commodore Sampson suche mit dem spanischen Geschwader zu- Rom, 4. April.( W. T. B.) Die„ Agenzia Stefani" meldet: Der angeblich Dragoner- Offizier gewesen sei, ein Gehalt von jährlich fammenzutreffen, bevor letzteres eine Kohlenstation erreichen oder die Regierung bis 5 Uhr nachmittags zugegangene Nachrichten besagen, bebe Ruhe herrsche. 4000 m. beziehe und glücklicher Befizer eines Vermögens bon amerikanische Küste angreifen tönne. In Parma wurde der 7000 M. sei. Weniger befriedigt von der Brautschau war der Angewöhnliche Markt abgehalten, welcher ohne Zwischenfall verlief. Nur geflagte. Er fand sehr bald heraus, daß das Fräulein in der in Ascoli und Piceno fam es heute früh zu Ansammlungen von Heirathsannonce arg geflunkert hatte, denn nach seiner Behauptung Bauern aus der Umgegend, welche von den Getreidehändlern eine entpuppte fich das" romantische Mittergut" als eine fleine Gärtnerei, Herabsetzung der Preise verlangten, doch wurden die Ansammlungen die Jagd" wurde durch einen vorhandenen Teckel repräsentirt und Dem Bariser, Matin" zufolge erfolgt die Landung der Ameri- zerstreut. Wie aus Kingston( Jamaica) gemeldet wird, griff der Böbel den britischen Konsul Ramsden in Santiago de Kuba an. Der Konful tödtete in der Nothwehr einen Spanier und ist infolge dessen in Haft genommen worden. Verantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu Beilage u. interhaltungsblatt. Ur. 104. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 83. Sigung. Mittwoch, 4. Mai 1898. 11 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Frhr. v. Thielmann. Das auf den internationalen Sanitätskonferenzen zu Paris und Venedig geschlossene Uebereinkommen wird in dritter Lesung debattelos angenommen. An zweiter Stelle der Tagesordnung steht folgende Interpellation der Abgg. Auer u. Gen.( Soz.): „ Beabsichtigen die verbündeten Regierungen angesichts der ungewöhnlich hohen Getreidepreise eine zeitweilige Aufhebung der Getreidezölle herbeizuführen?" Schazsekretär Frhr. v. Thielmann: Die verbündeten Regierungen sind bereit, die Interpellation morgen zu beantworten. Präsident v. Buol: Ich werde infolge dieser Erklärung die Interpellation morgen wieder auf die Tagesordnung setzen und den Herren Interpellanten dann das Wort zur Begründung geben. Damit ist für heute die Angelegenheit erledigt. = Donnerstag, 5. Mai 1898. und mit Geistes, der fondern den Es ist der allerlei hütet, es zuzugeben. Ich verweise ferner darauf, daß man die eine solche zum Schuße erforderlich ist. Und das Reichsgericht hat Duellvergehen der Judikatur der Militärgerichte überlassen hat, in mehreren Erkenntnissen direkt ausgesprochen, daß Nothwehr nicht zum Schuße des Lebens des Leibes, angeblich um auf diese Weise das Duell besser bekämpfen zu können. nur Nun, in Das glaubt Ihnen im Lande kein Mensch.( Sehr wahr! auch zum Schuße der Ehre geübt werden dürfe. bei den Sozialdemokraten.) Elemente, die geradezu eingeschworen| welcher gröblichen, mitunter unfagbar niedrigen Weise wird nicht sind auf den militärischen Ehrenkoder haben natürlich nicht die häufig die Ehre der militärischen Untergebenen von ihren Vorgesetzten geringste Neigung, das Duell mit der Absicht auf Erfolg zu be- angegriffen und in den Koth getreten!( Sehr richtig! bei den fämpfen. Das heißt Spiegelfechterei treiben. Man schaffe doch Sozialdemokraten.) Wenn ein gewöhnlicher gemeiner Soldat einem ein generelles Verbot des Duells auch für das Militär! Offizier einen„ Esel" an den Kopf werfen würde und der Offizier Das thut man aber nicht, und alles, was man da zur diese Beschimpfung auf der Stelle mit seiner Waffe rächen würde, Bekämpfung des Duells that unter Berufung auf gesetzliches und was würde ihm geschehen? Schwerlich auch nur das geringste. menschliches Recht, das ist die tollste Profanirung des Aber wenn der gewöhnliche Soldat sich die infamſten Beschimpfungen, göttlichen Rechts und des Gesezes. Ueber diesem Recht die gröblichsten thätlichen Insulten, die empörendsten Mißhandlungen fteht ja der militärische Ehrentoder mit seinen verbrecherischen Vor- sich gefallen lassen muß, ohne daß er auch nur schriften( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), die auf die Ver- Finger rühren und seinen Beiniger in der Nothwehr zurücknichtung von Menschenleben hinzielen. Ich behaupte, daß die be- weisen darf, so tönnen Sie keinem vernünftigen Menschen sondere Aburtheilung der Duellvergehen mit dem Hinweis auf die glauben machen, daß ein solcher Zustand mit einer gesunden Offiziersehre geradezu eine Herabsetzung der bürgerlichen Ehre Disziplin auch nur das allernothwendigste zu thun hat.( Sehr bedeutet. Ferner wiederhole ich, daß die Organisation richtig! bei den Sozialdemokraten.) Das Haus geht nunmehr zur dritten Berathung der Militär- der Gerichte durchaus nicht eine genügende Rechtssicherheit ge- Nun noch ein Wort über die Stellung der sozialdemokratischen Strafprozeß Reform über. währt. Das juristische Element ist in allen Fällen zurück- Fraktion zu der Frage des bayerischen Reservatrechtes, Abg. v. Levehow( f.): Meine politischen Freunde haben aller gedrängt. Herr Jttenbach hat selbst zugegeben, daß der Grund, wes betr. den obersten bayerischen Militär- Gerichtshof. Die sozialdemodings von vornherein die Nothwendigkeit einer Reform der Militär- halb bei den Standgerichten keine Juristen vorhanden sind, ein rein fratische Fraktion steht prinzipiell auf dem Standpunkt, daß im Strafprozeß Ordnung bestritten. Da die Vorlage aber voraussicht- finanzieller ist. Das will ich hier vor der ganzen weiten Oeffentlich- Interesse der Reichseinheit das Partitularrecht dem Reichsrecht zu lich durch Annahme der gestern von den Majoritätsparteien verein- teit noch einmal feststellen, daß die Regierungsvertreter eine weichen habe. Aber dieses Zugeständniß können wir doch nur barten Kompromißanträge eine Gestalt annehmen wird, die diese Frage des Rechtsschutzes und der Rechtssicherheit unter machen unter der ganz bestimmten Voraussetzung, daß diese Bedenken wesentlich abschwächt, werden wir in unserer großen dem Gesichtspunkt der finanziellen Interessen zurück- Einheitlichkeit auch wirklich freiheitlichen Grundsäßen entspricht. Das Mehrheit für die Vorlage stimmen. gedrängt und verunftaltet haben. Andererseits finden aber finanzielle ist aber leider bei diesem Gesetz nicht der Fall. Abg. Frohme( Soz.): Wer vorurtheilsfrei, objektiv und unter Bedenten gar keine Berücksichtigung, wo es sich darum handelt, die preußische Partitularismus, es ist der Geist der Würdigung der modernen Rechtsanschauungen das, was bis jetzt ge- extrem militärischen Interessen zum Ausdruck zu bringen. preußischen Reaktion, der hier einen neuen Vorstoß unter schaffen ist und nun durch die bekannten Kompromißanträge im( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich erinnere nur daran, nimmt und der immer mehr dominirend in ganz Deutschland sich Sinne der Regierung zu Ende geführt werden soll, betrachtet, fann daß wir ja seit Jahren eine sogenannte Verjüngung der Armee bemerkbar macht. Diese ganze sogenannte große Reform lehrt nicht sagen, daß durch die Vorlage den modernen Rechtsbegriffen erleben, die den Pensionsfonds immer stärker anschwellen macht. uns, wohin wir denn eigentlich auf dem Gebiet der interen Genüge geleistet wird. Redner aller Parteien mit Ausnahme Da fragt man nicht nach Hunderttausenden, nach Millionen. Auch Politik gekommen sind. Dem Vordringen des preußischen Hilfe bort der Konservativen haben bis in die letzten Tage hinein ihrer das Verfahren alles in allem entbehrt in hohem Maße der nöthigen partikularistischen Unzufriedenheit mit dem Entwurf Ausdruck gegeben. Ich Garantien der Rechtssicherheit. Da ist z. B. die Auf- Heuchelei und unwahrheit sich zu geriren pflegt als der erinnere an die Harten Kämpfe, die bisher in der Kommission fassung, daß die im Offiziersrang stehenden und in entsprechender wahrhaft deutsche nationale Geist, diesem Vordringen auch das Zentrum zu bestehen hatte, sobald es sich um Verbesserungs- uniform befindlichen Angehörigen der bewaffneten Macht nicht die widersetzt sich das Boltsbewußtsein, und besonders in Süddeutschvorschläge handelte. Schließlich hat es sich dann ja auch der Re- Befürchtung des Fluchtverdachts gerechtfertigt erscheinen lassen. Ich land. Die Sozialdemokraten kann man nicht im Verdacht haben, gierung gefügt und ist Schritt um Schritt von seinem Standpunkt, weiß nicht, ob es wohlgethan ist, von vornherein für eine bestimmte partikularistischen Neigungen zu fröhnen. Nein, che die Herren von der anfangs ein geradezu demokratischer genannt werden konnte, ab- Menschentlasse die Voraussetzung aufzustellen: diese Leute sind ehr- der Rechten dazu gelangten, die nationale Einheit anzuerkennen, gekommen. Wie motivirt es diefen Rückzug? Es erklärte, vor allem lich, sie entziehen sich nicht durch die Flucht einer Bestrafung. In hat die Sozialdemokratie in wahrhaft national einheitlichem tomme es darauf an, das Gesetz nicht scheitern zu lassen und zwar keinem anderen bürgerlichen Geseze findet sich eine derartige Vor- Geiste gewirkt, damals, als die Herren Konservativen noch erklärten, speziell mit Rücksicht auf die schwache Rechtseinheit auf dem Ge- aussetzung wieder, die nur eine Rücksichtnahme auf den Ehr es sei ein Verbrechen an der göttlichen Ordnung Man flagt biete der Militärgerichtsbarkeit. Ja, meine Herren, für die Rechts- begriff der Offiziere ist. Ich kann jedoch nicht eine be- wenn man die Partitularverhältnisse beseitigen wollte. einheit ist auch die Sozialdemokratie stets mit aller Entschiedenheit sondere Offiziersehre, die hoch über der Ehre aller anderen Menschen jetzt über partitularische Strömungen, besonders in Süddeutschland eingetreten, aber was nügt eine Rechtseinheit, die keine ausreichenden stehen soll, anerkennen. ja, was man so nennt, ist nach meinem Ermessen in grunde nichts Garantien für wirkliche Gerechtigkeit giebt, was nüßt eine Rechts- Eine andere Frage von großer Wichtigkeit ist die Einführung weiter, als ein durchaus gerechtfertigtes und gesundes Widereinheit, die dafür keine Gewehr bietet, daß den modernen Rechts- des Zeugnißzwanges. Die§§ 178-195 enthalten Strafstreben gegen die preußischen reaktionären Prätensionen( Anmaßungen). anschauungen auch nur in geringem Maße Genüge geleistet wird! bestimmungen wegen Zeugnißveriveigerung. Das Zeugniß zu ver- Gerade auf militärischem Gebiete hat man in Süddeutschland Bentrum hat ferner zur Rechtfertigung seines Verweigern, sollen lediglich Geistliche und Rechtsanwälte befugt sein, mit der vielgerühmten preußischen Schneidigkeit schlimme haltens die Hoffnung ausgesprochen, wenn man die Rechts- und zwar nur über Dinge, die sie in Ausübung ihres Berufes er- Erfahrungen gemacht. Man ist mißtrauisch gegen alles, was dem einheit erst habe, dann würden entsprechende Verbesserungen im fahren haben. Nun bin ich der Ansicht, daß Redakteure, die preußischen System entspringt, zumal wenn die Rechte dabei beLaufe der Zeit ganz von selbst folgen. Ich kann mich dieser Hoff- von gewissen Mißständen Kenntniß erhalten und diese dann, wie theiligt ist.( Sehr richtig! links.) Und deshalb halten die Südnung nicht anschließen. Wir haben es mit reaktionären Mächten zu es ihre Pflicht ist, der Oeffentlichkeit übermitteln, ebenso deutschen, die Bayern, an ihrem Partikularrechte fest. Die reaktionäre thun, die, wie die Erfahrung beweist, geneigt sind, was sie an in Ausübung ihres Berufs handeln und für sich moralisch gerade so Politit ist die Urheberin des sogenannten Reichsverdrusses. realtionären Gesezen haben, auch festzuhalten. Wir wissen ja aller- das Recht der Zeugnißverweigerung in Anspruch nehmen dürfen.( Sehr wahr! links.) Ihn werden Sie mit solchen Gesetzen nicht dings, daß die Vertreter der Reaktion stets den Glauben zu erwecken Da tommt man uns freilich mit dem beliebten Einwand, daß die beseitigen. Ein Reformiert auf der Grundlage moderner Rechtssuchen, daß sie recht eigentlich die berufensten Repräsentanten und Veröffentlichung derartiger Dinge von den Sozialdemokraten nur anschauung haben Sie verheißen und eine Kodifikation der Interpreten des Gerechtigkeitsgefühls seien. Wir haben es ja im dazu benutzt wird, um Stimmung für ihre Umsturzideen zu machen. denkbar unmodernsten Rechtsauffassung haben Sie Laufe der Verhandlungen des öfteren erlebt, daß man allen Ja, aber das ist doch nicht unsere Schuld, wenn durch die geschaffen, die von der Vernunft, der Humanität und dem entdenen, welche den Regierungsforderungen entschiedene Opposition Bloßlegung dieser Zustände im Volle das Verlangen nach durch- wickelten Rechtsbewußtsein des Volkes längst verurtheilt ist. Dies nicht danken, und machten, einfach erklärte, daß fie von allen diesen Rechtsfragen nichts greifenden Aenderungen entsteht. Das beweist ja eben nur, daß Werk wird Ihnen die Nation Volk wird auf Ihnen auch dieses Stück Arbeit verständen, daß man sich da auf die militärische Autorität verlassen diese Zustände, die wir nicht geschaffen, selbst unhaltbare sind. das müsse. Ja, mit hochtönenden Phrasen, mit berechneten Schlagworten Aendern Sie fie, dann werden jene Umsturzideen" von am Wahltag die richtige Antwort nicht schuldig bleiben.( Lebund unwahrscheinlichkeiten will die offizielle Reaktion auch in diesem selbst den Boden berlieren. Sie können ein ungerechtes hafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Falle das absolut Unmögliche vollbringen, das ganze Volt glauben System doch nicht dadurch aufrecht erhalten, daß Sie das Aussprechen Präsident v. Buol: Der Herr Abgeordnete hat von dem zu machen, daß sie in dieser Frage das Richtige ge- der Wahrheit unter Strafe stellen.( Sehr richtig!) preußischen Geist gesagt, daß er durch allerlei Heuchelei und Unte troffen haben, um das Rechtsbewußtsein des Volkes zu be- Gehen wir weiter! Die Oeffentlichkeit des Verwahrheit dem deutschen Volke suggerirt werden soll. Obgleich ich friedigen. Ja man hat uns Sozialdemokraten sogar vorgeworfen, fahrens soll auch so ein Grund sein, der den ungeheuren Fort- der Ansicht bin, daß der Herr Redner niemand im Hause speziell hat es tomme uns lediglich darauf an, die Disziplin zu untergraben. schritt der neuen Militär- Strafprozeß- Ordnung beweist. Ja, die beleidigen wollen, und daß der preußische Geist überhaupt nicht Das ist ja ein recht bequemes Mittel, unsere Opposition in den Oeffentlichkeit ist ein außerordentlich werthvolles Gut, aber beleidigt werden kann( große Heiterkeit), so war jener Ausdruck doch Augen der Dummen und Vorurtheilsvollen zu diskreditiren, aber ein nur, wenn sie wirklich vorhanden ist. Ihre grmudfäß so start, daß ich den Herrn Abgeordneten ernstlich rügen muß. Mittel, der Entwidelung des Rechtsbewußtseins der großen liche Anerkennung auf dem Papier hat an sich gar keinen Werth. Kriegsminister v. Goßler: Die Angaben des Vorredners Voltsmassen Einhalt zu thun, ist es ganz wahrhaftig In Wirklichkeit ist die Oeffentlichkeit derartig beschränkt, daß man waren zum theil übertrieben, zum theil unrichtig. Ich wundere mich nicht, das werden Sie erleben. Der Herr Kriegs- füglich sagen kann: sie kann jeden Augenblick durch einen Beschluß aber nicht, daß Herr Frohme diese Rede gehalten hat, denn seine minister hat des öfteren erklärt, mit mir lasse sich über des Militärgerichts i llusorisch werden. Partei befindet sich in offenbarer Verlegenheit( Singer: Ach, Du militärische Fragen teine Berständigung erzielen. Wo liegt Geradezu ungeheuerlich ist die Beschränkung der Verlieber Gott! Heiterkeit.), denn das Gesetz enthält thatsächlich bes denn da aber die Schuld? Doch lediglich bei denen, die kein Vertheidigung auf solche Anwälte, von denen man eine sogenannte deutende Fortschritte, die modernen Anforderungen entsprechen. Ich ständniß haben für die Aufgaben und die großen Forderungen gute Gesinnung vorausseßen kann. Mit anerkennenswerther Offenheit glaube nicht, daß der Appell der Herren an das Volt Wirkung wird, denn das Volk wird es nicht verstehen, unserer Zeit. Was wir Sozialdemokraten hier gefordert haben, das ist von seiten der Regierung erklärt worden, daß diese Bestimmung üben Das fann jeder wirklich liberale Mann mit gutem Gewissen unter sich im wesentlichen gegen die Zulassung der bösen sozialdemokratischen daß eine Partei diesem Gesetze seine Zustimmung verjagen schreiben und ich bezeichne es als eine unerhörte Unehrlich- Rechtsanwälte richtet. Man braucht nun nicht zu befürchten, daß diese will! Ich meinerseits tann eine Partei nur bedauern, deren Proteit, als eine Infamie, darauf berechnet, die die öffentliche ihre Anwaltschaft dazu mißbrauchen würden, um wahrhaftig nicht gramm es nicht zuläßt, Fortschritten in der Gesetzgebung zuzu Meinung zu täuschen, wenn man derartige Forderungen, im Interesse des Angeklagten um das zu machen, was man stimmen.( Beifall rechts.) die ihre Rechtfertigung durch liberale Prinzipien Jahrzehnte sozialdemokratische Umsturzpropaganda nennt. Der gwed jener Be- Abg. Baffermann( natl.) erklärt die Zustimmung seiner Freunde hindurch bereits gefunden haben, wenn wir sie erheben, stimmung ist daher auch ein viel weiter gehender: Man wird sich keineswegs zu dem Gesetz und spricht seine Befriedigung darüber aus, daß auch als solche hinzustellen beliebt, die darauf berechnet sind, den ge- darauf beschränken, gerade sozialdemokratische Anwälte zu entfernen, die konservative Partei dem Gesetze zustimmen wolle. Herr Frohme waltigen Umsturz herbeizuführen, die Disziplin in der Armee zu sondern überhaupt alle, von denen man volle Ehrlichkeit habe arg übertrieben, wenn auch zugegeben sei, daß dem untergraben und was alle diese elenden und lügnerischen Phrafen und Offenheit ohne Rücksichtnahme auf etwelche Neigungen und Geseze noch Mängel anhaften. Die Regierungsvorlage habe mehr sind. Dem Grundsay: die Armee über allem, soll noch mehr Wünsche von oben her befürchtet. in der Kommission Verbesserungen erfahren. Die Ständigkeit als bisher in der neuen Militärstrafgerichts- Ordnung Rechnung getragen Ich verweise nun noch auf die Untersuchungshaft, die der Gerichte habe die bestmöglichen Garantien erhalten, die Deffentwerden. Diese Absicht läßt sich im Gefeßentwurf und an der Hand der nach den Bestimmungen des Entwurfs außerordentlich willkürlich ver- lichkeit des Verfahrens sei für normale Zeiten gesichert, das juristische gefaßten Beschlüsse Punkt für Punkt verfolgen. Da haben wir z. B. hängt werden kann. Und da ist es um so schlimmer, daß dem An- Element habe eine Verstärkung erfahren, auch prozessuale Verbesse die nach unserem Dafürhalten unberechtigte Ausdehnung der Militär- geklagten während des ganzen Ermittelungsverfahrens tein Vertheidiger rungen seien erfolgt, so bei Feststellung der Schuldfrage und auch Gerichtsbarkeit auf zahlreiche nicht im attiven Dienst befindliche zur Seite steht; das ist eine ganz erhebliche Rechtsverschlechterung. bei der Vertheidigung. Das seien Thatsachen, die sich nicht bestreiten Personen, auf Gendarmen, auf Reservisten. Ich will nicht Ebenso ist es bei der Wiederaufnahme des Verfahrens. lassen und Anerkennung finden müssen. Das bezüglich des§ 8 ge alle Einwendungen hier nochmals wiederholen. Ich verweise mur Sie haben ja mun in Ihren Kompromißanträgen Rücksicht genommen schlossene Kompromiß falle diesen Vorzügen gegenüber nicht ins Ge darauf, daß nach den Erlassen des Kriegsministers, welche auf das jüngst geschaffene Reichsgesetz, betr. die Entschädigung wicht. Herr Frohme habe den Mangel des juristischen Elements beklagt, die Reservisten und die Bekämpfung der Sozialdemokratie unschuldig Berurtheilter. Man fönnte sagen, das sei ein kleiner aber die ganze moderne Entwickelung dränge doch dahin, das Laien im stehenden Heer betreffen, es sehr leicht ist, jeden Reservisten am Fortschritt; wir betrachten diesen Vorschlag aber auch lediglich element zu verstärken in der Rechtsprechung. Wir haben gegen das Tage der Kontrollversammlung mit den allerschwersten Strafen zu unter den Gesichtspunkten, die wir bei der Berathung des erwähnten Laienelement nichts einzuwenden, weil diese Laien Offiziere belegen, sobald nur festgestellt ist, daß er Sozialdemokrat ist. Ich er- Gefeßes geltend gemacht haben. Uns genügen diese Bestimmungen sind. Die Rechtsprechung war bisher trotz des alten verzopften innere auch an den§ 8 der Regierungsvorlage, den man in zweiter für die Entschädigung unschuldig Verurtheilter um so weniger, als Verfahrens eine recht gute bei den Militärgerichten. Es hat sich Lesung beseitigt hat. Bon seiten der Regierung und es sich auch hier um den Nachweis der vollen Unschuld handeln soll, gezeigt, daß die Offiziere gute zuverlässige Richter sind.( Widers der konservativen Partei ist ausdrücklich zugegeben worden, wenn die Entschädigung gewährt werden soll. spruch bei den Sozialdemokraten.) Herr Frohme wird die Vorzüge des Gesetzes in seinem Innern zugeben, das Gesetz wird nicht zur Vermehrung des Reichsverdrusses beitragen. Davon bin ich überzeugt.( Lebhafter Beifall.) daß man mit dieser Bestimmung hauptsächlich die sozial- Die Regierung und ihre Bundesgenossen haben ihre Stellung demokratische Preffe treffen solle. Der Umstand, daß der Abg. nahme gegen alle Verbesserungsvorschläge, besonders gegen die v. Staudy das hier offen zugab, hat das Zentrum derartig stußig unserigen, immer zu motiviren versucht mit dem Hinweis gemacht, daß es in der zweiten Lesung erklärte, unter diesen Um- auf die Erhaltung der Disziplin. Es ist auch einmal Abg. Haußmann( südd. Volksp.): Meine Parteifreunde werden ständen für den§ 8 nicht stimmen zu können. Der Herr Kriegs- das böse Wort vom inneren Feind" gefallen: Ich konstatire dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht zustimmen. Wir sind der minister hatte gemeint, dieser Baragraph folle erzieherisch wirken, und daher hier nochmals ausdrücklich: die Sozialdemokratie ist weit davon Meinung, daß mit dieser Vorlage die Hoffnung auf eine wirklich betonte, es brauche sich im stehenden Heere niemand etwas gefallen entfernt, die Disziplin untergraben oder beseitigen zu wollen. Aber gründliche Reform auf Jahrzehnte hinaus vernichtet ist. zu lassen, er fönne von seinem Beschwerderecht Gebrauch was fie fordert, ist eine Reform des ganzen Disziplinarverhältnisses, Die ganze Borlage ist ein Spiegel der Genügsamkeit, die man bei machen. Ach, meine Herren! Was es mit diesem Be die in Einklang steht mit den menschlichen und staatsbürgerlichen uns dem herrschenden Militärgeist gegenüber beobachtet. Wir verschwerde recht und seiner erzieherischen Wirkung auf sich Rechten.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Wir verlangen die missen in dem Gesezentwurf den ersten Grundsaß einer modernen hat, dafür können wir uns auf Zeugnisse hervorragender Militär- Beseitigung jedes Kadavergehorsams, der denn doch wahrhaftig mit Rechtspflege: die Ständigkeit und Unabhängigkeit der Gerichte. Die personen selbst berufen. Ich erinnere nur an die Ausführungen des der fortgeschrittenen Humanitätsidee, dem fortgeschrittenen Gerechtig- Gerichte werden immer ad hoc zusammenberufen, es kann sich in Major Tottleben in der Zukunft" Nr. 23, im Jahrgang 1893. Er teitssinn unserer Zeit nicht das geringste mehr zu thun hat. Ich ihnen gar nicht jener Geist entwickeln, der einer guten RechtEbensowenig wie man behaupten sagt da, es sei gesunder Instinkt vom Soldaten, wenn er nur im habe in der ersten Lesung die Nothwendigkeit betont, den Soldaten sprechung förderlich ist. äußersten Rothfall den Beschwerdeweg betrete, dieser sei ihm nicht nur das Nothwehr recht einzuräumen; ja, da hat man sich mit einigen kann, daß jeder Richter ein guter Major ist, kann man sagen, daß unverständlich, sondern auch gefährlich, die Abfassung der Beschwerde billigen sarkastischen Bemerkungen darüber hinweggesezt: auch das soll jeder Major ein guter Richter ist.( Sehr richtig! links.) Der zweite erfordere besondere Vorsicht, der Beschwerdeführer müsse große eine Erfindung der Sozialdemokratie sein, fum die Ordnung im Heer zu Grundsatz einer modernen Rechtspflege ist die Oeffentlichkeit, die hier Besorgniß hegen, ob ihm der Nachweis seiner Klagen gelingen werde, stören, die Disziplin zu vernichten. Nein, es ist auch das unter Vorausseßungen beschränkt werden kann, die wir gar nicht er fürchte von seinen als Zeugen zu vernehmenden Soldaten im eine Forderung, die bereits vor Jahrzehnten vom entschiedenen tennen. Der Vorredner pries die kaiserliche Verordnung. Was aber. uns wohl= Stiche gelassen zu werden, Beschwerdeführer und Zeugen fürchteten Liberalismus erhoben worden ist. Heißt das eine Militär- Straf- in dieser kaiserlichen Verordnung steht, hat man Daß in den Fällen, wo nur irgend die Nache des Angegriffenen und seiner Standesgenossen; die Sol- prozeß- Ordnung auf modernen Rechtsanschauungen aufbauen, wenn weislich vorenthalten. daten glaubten, dieser Rache schußlos preisgegeben zu sein das man einen der wichtigsten bürgerlichen Rechtsgrundsäße, den der ein dienstliches Interesse auf dem Spiele steht, find Thatsachen, die von hunderttausenden von Männern, die im Nothwehr, so völlig unberücksichtigt läßt? Das Recht so sagt die irgend die Disziplin in Frage kommt, die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werden kann und ausgeschlossen werden wird, ist mir nicht zweifelstehenden Heere gewesen sind, bestätigt werden können, und ich be- in den bürgerlichen Gesezen zum Ausdrud gebrachte Rechtslehre haupte, daß man all' das an maßgebender Stelle sehr genau weiß, daß braucht dem Unrecht nicht zu weichen, dem rechtswidrigen Angriff haft.( Sehr richtig! links.) Im Einführungsgesetz ist Vorsorge geman aber aus gewissen tendenziösen und gweckmäßigkeitsgründen sich darf eine rechtswidrige Wertheidigung entgegengesetzt werden, so weit troffen, daß Prozeßbetheiligten ein Schweigevelbot auferlegt werden wo nur § 1a wird debattelos angenommen. richtigen Borausichungen aus. 101 al Nachdem noch M smmenspan belast ann. Mit einer Gefängnißstrafe von 6 Monaten ist derjenige be- 1 daß nach meinem Urtheil ihm die Berliner Zuft nicht gut bekommt. I geht dahin, Konflikten vorzubeugen. Der Vorredner geht von un droht, der ein solches Verbot bricht und etwas von der Verhandlung( Große Heiterfeit.) mittheilt. Die gleiche Strafe trifft die Presse, die über derartige In der Spezialdiskussion wird§ 1. debattelos angenommen. Verhandlungen berichtet. Man will die Kritik der Presse, welche man§ 1a bestimmt, daß für fleinere Uebertretungen in Polizei-, Abg. Dr. Spahn( 3.) für den Kompromißantrag gesprochen, auch beim Militär noch einigermaßen fürchtet, unterbinden und teuer- u. s. w. Sachen die bürgerlichen Gerichte zuständig bleiben wird, der Antrag Arenberg und Genossen mit großer Majorität anbedenkt sie bei dieser Gelegenheit mit einem dauernden Knebel. sollen. genommen, ebenso die§§ 173-447 bezw. die dazu Go wie die Oeffentlichkeit des Verfahrens jezt in das Abg. Prinz v. Arenberg u. Gen.( Konj., 8entr., Nationallib.) gestellten Kompromis Anträge Prinz Arenberg und Genossen ohne Belieben des obersten Gerichtsherrn gestellt ist, bleibt sie eine Farce. beantragen folgenden Zusay:" War die Geldstrafe wegen Zuwider- Debatte. Es befinden sich darunter diejenigen Paragraphen, nach ( Sehr richtig, links.) Wenn wir sehen, was uns alles vorenthalten handlungen gegen die Vorschriften über die Erhebung öffentlicher welchen die Bestimmungen über die Entschädigung im Wiederaufnahmewird und wenn wir wissen, daß diejenigen, die uns das alles vor- Abgaben und Gefälle durch Strafbescheid der Verwaltungsbehörde verfahren frei gesprochener Personen auf die Militärgerichtsbarkeit enthalten, zur Handhabung des Gesezes berufen sind, so tönnen wir festgesezt, so erfolgt die Umwandlung in eine Freiheitsstrafe durch Anwendung finden sollen. Damit ist die dritte Berathung. nur annehmen, daß sie die Oeffentlichkeit des Verfahrens in ein- den zuständigen Gerichtsherrn." Bur des Gesezentwurfs be endet. schränkendstem Sinne handhaben werden.( Sehr richtig, links.) Wir Die Abgg. Bassermann und Genossen beantragen folgende beklagen es ferner, daß dem Laienelement zu großer Spielraum ge- 2 betrifft die Zuständigkeit der Militärgerichts. Resolution: § währt worden ist. Der Vorredner hat die Frage zu verschieben barteit. Die verbündeten Regierungen aufzufordern, dem Reichstage in gesucht, indem er auf das Laienelement in der bürgerlichen Abg. Stadthagen( Soz.): Ich möchte mir folgende Frage an der nächsten Session alsbald nach dessen Zusammentreten den EntRechtsprechung hinwies. Wir verlangen aber ein freies Laien die Vertreter der Regierung erlauben: Betrachten Sie diejenigen, wurf eines Gesetzes, betr. die Berufung in Strafsachen, welche element, das nicht in der Abhängigkeit von der Disziplin lebt und welche nur zu Kontrollversammlungen, nicht etwa zu einer Friedens vor den bürgerlichen Gerichten verhandelt werden, vorzulegen. leicht die Disziplin höher als Wahrheit und Gerechtigkeit stellen übung eingezogen sind, auch den für die anderen Soldaten geltenden Abg. Baffermann( natl.) begründet die Resolution furz damit, muß. Die Kompromißanträge stellen eine wesentliche Ver- militärischen Bestimmungen unterworfen? Ist diesen also auch ver- daß die Berufung im bürgerlichen Verfahren nicht länger wird entschlimmerung der Beschlüsse zweiter Lejung dar. Der§ 8 ist eine boten, Versammlungen zu besuchen, in bestimmten Lokalen zu ver- behrt werden können, nachdem sie im militärgerichtlichen Verfahren Ungeheuerlichkeit, die Zuständigkeit der Militärgerichte soll bei Be- fehren u. f. w.? Es ist sehr wichtig, daß wir dies hier offiziell fest- eingeführt ist. Teidigungen von Vorgesezten durch frühere Untergebene nicht etwa legen lassen. Die Resolution Bassermann wird hierauf einstimmig an nur auf ein Jahr nach der aktiven Dienstzeit, sondern auf die ganze genommen. Zeit der militärischen Kontrolle und ein Jahr darüber hinaus bestehen. Man will damit jeden Luftzug freier unabhängiger Kritik vom Militär abhalten und namentlich Offizieren, die nach ihrer Dienstzeit einmal ein freies Wort der Oeffentlichkeit übergeben, soll es an den Kragen gehen. Charakteristisch für den Geist der Vorlage ist der eine Paragraph, in dem es heißt: die Annahme, daß ein Offizier sich der Bestrafung durch die Flucht entziehen könne, ist ausgeschlossen. Was man also bei jedem anderen Bürger für möglich hält, ist beim Offizier ausgeschlossen. Der ist nicht fähig dazu und unterscheidet sich dadurch von allen übrigen Bürgern.( Sehr gut! links.) Generalauditeur Ittenbach: Es ist allerdings die Ansicht der Militärbehörden, daß auch die zu Kontrollversammlungen einbezogenen Elemente militärischen Bestimmungen genau so unterliegen, wie die aktiven Soldaten. § 2 wird angenommen, ebenso die folgenden. §8, der die Zuständigkeit der Militär- Gerichtsbarkeit auch noch ein Jahr nach Beendigung der Dienstzeit bei Beleidigung, Körperverlegung und Herausforderung eines Borgesezten vorsah, ist in der zweiten Lesung gestrichen worden. Die Kompromißgruppe( Arenberg und Genossen) beantragt, den Paragraphen in folgender Fassung wiederherzustellen: " Es folgt die Berathung des Einführungsgesezes. Die §§ 1-32 gelangen ohne Diskussion zur Annahme. Bei§ 33, der die Ausnahmestellung Bayerns hinsichtlich des obersten Militärgerichtshofes behandelt, verliest 190 Abg. Stadthagen( Soz.): Ich freue mich über die bündige Erklärung, die der Vertreter der Regierung gegeben hat. Derjenige Abg. Dr. Lieber( 3.) eine Erklärung, in der er die Hoffnung also. der lediglich zu einer Kontrollversammlung, nicht aber etwa zu ausspricht, daß bei der vorbehaltenen gesetzlichen Regelung den einer Friedensübung einbezogen ist, darf mumehr bestimmte Lofale Wünschen Bayerns als dem um die Reichseinheit verdientesten nicht besuchen, selbst wenn er der Wirth des betreffenden Lokales sein deutschen Bundesstaate jedenfalls in solcher Gestalt entsprochen sollte. Eine weitere Konsequenz ist, daß der betreffende an diesem Tage werden möge, daß, ohne die Rechtseinheit zu gefährden, der föderative nicht sein Wahlrecht ausüben darf. Es ist also theoretisch die Möglichkeit Charakter des Deutschen Reiches gewahrt bleibt und der besonderen Zu all diesen Gründen kommt die Verschlechterung des geltenden vorhanden, jemand den Besuch seines eigenen Hauses zu verbieten, Stellung Bayerns genügend Rechnung getragen wird und keine bayerischen Rechts durch das Reichsgefeg. Die Stimmung in Bayern sowie auch ihn an der Ausübung des wichtigsten politischen Rechtes Majorifirung des zweitgrößten Bundesstaates erfolgt. Erst wennt wird durch das Gesetz gewiß nicht freundlicher werden. Ich halte zu verhindern. Nunmehr wird es freilich nothwendig sein, daß die die Frage des obersten bayerischen Gerichtshofes befriedigend gelöst die Vorlage deshalb für einen politischen Fehler. Für die Frage jenigen Parteien, die ein Interesse an dem Zustandekommen des sei, werde der Gefeßentwurf eine feste Stüße der Rechtseinheit und der Zustimmung oder Ablehnung des Gesetzes kommt aber schließlich Gefeßes haben, trozdem aber noch nicht die wichtigsten persönlichen Gerechtigkeit sein. Seine bayerischen Freunde würden sich in dieser Frage noch wesentlich in betracht die politische Diagnose für die Zukunft. und politischen Rechte der Allmacht des Militarismus ausgeliefert von der Mehrheit der Partei trennen, um ihrer Mißstimmung über die Es giebt Pessimisten, die da sagen: So wie es jetzt ist, wird wissen wollen, in das Einführungsgesetz eine Bestimmung einfügen, bisher nicht gelungene Verständigung eklatanten Ausdruck zu geben. es noch lange bleiben, die Reaktion, die sich mit liberalen welche diese Praxis ausdrücklich aufhebt. Er hoffe, daß recht bald eine Verständigung erzielt werde.st Feigenblättern verziert, wird noch lange herrschen, die Junker on Reichskanzler Fürst Hohenlohe: Der Wunsch des Vorredners werden ihre Interessen noch lange zum Schaden des Volksganzen ist auch mein Wunsch. Ich hoffe auf einen günstigen Abschluß der rüdsichtslos wahrnehmen. Frage und werde ihn mir angelegen sein lassen. Seit meiner leßten Auch ich bin Pessimist und glaube, daß sich in nächster Zukunft Erklärung fann ich heute sagen, daß die Verhandlungen der beiden nichts ändern wird. Aber lange wird es so nicht fortgehen. Es hohen Kontingents herren einen im Sinne der Verständigung wesentwird zu einer Sammlung kommen, nicht zu jener Aftersammlung, lich fortschreitenden Charakter angenommen haben.( Heiterkeit.) Es die jetzt von Junkern und Hochschutzöllnern betrieben wird, sondern ist zu hoffen, daß der streitige Buntt schließlich eine befriedigende zu einer Sammlung aller bürgerlichen, freiheitliebenden Elemente Macht sich eine der im§ 1 Nr. 1 bezeichneten Personen inner- Lösung finden wird. im Reiche, und dann werden wir eine wirkliche Militär- Strafprozeß halb eines Jahres nach Beendigung des die Militär- Strafgerichts- Abg. Frhr. v. Hertling( 8.): Der föderative Charakter des Steform bekommen, nicht eine Reform, der ich diesen Namen nicht barkeit begründenden Verhältnisses wegen der ihr während der Reichs muß gewahrt werden. Das verlangt man in Bayern von zuerkennen kann.( Lebh. Beifall links.) Dienstzeit widerfahrenen Behandlung einer Beleidigung, Körper- feiten aller Parteien. Auf dieser Grundlage ist das Deutsche Reich Abg. Gröber( 8.): Ich freue mich, daß mein verehrter Lands verlegung oder Herausforderung zum Zweikampf gegenüber einem zu stande gekommen und daran müssen wir festhalten. Ich freue mann Haußmann hier endlich wieder einmal erschienen ist. Schade, früheren militärischen ,, noch im aktiven Dienste befindlichen Vor- mich, daß die Erklärung des Reichskanzlers fich auf diesen Boden daß er in der Kommission gar nicht mitgearbeitet hat. Daß er noch gesetzten schuldig, so ist wegen dieser strafbaren Handlungen und gestellt hat.( Bravo! im Zentrum.) in zwölfter Stunde in die Debatte eingreift, dafür bin ich ihm be- wenn der Zweikampf stattgefunden hat, auch dieserhalb die Militär-§ 33 wird hierauf unverändert nach den Beschlüssen der zweiten sonders dankbar.( Heiterkeit.) Freilich, aus seiner heutigen Rede Strafgerichtsbarkeit begründet. Lesung genehmigt; ebenso debattelos der Rest des Einführungs. habe ich nicht viel von ihm lernen können. Ich mache dafür sein Wegen Beleidigung ist die Militär- Strafgerichtsbarkeit nur dann gesezes und hierauf auch das Gesez über die Dienstvergehen Fernbleiben aus den Kommissionsverhandlungen verantwortlich. begründet, wenn sie im Verkehr mit den früheren Vorgesetzten oder der richterlichen Militär- Justizbeamten. Hätte er diesen beigewohnt, er würde heute eine andere mit einer Militärbehörde begangen worden ist." In der dann folgenden Gesammtabstimmung wird schließlich die Meinung haben. Den großen Fortschritt erkenne ich in der Abg. Beckh( fr. Vp.) bekämpft den Kompromißantrag. Gerade neue Militär- Strafprozeß- Ordnung in namentlicher Abstimmung mit Borlage in der veränderten Stellung des Angeklagten die Erweiterung der Zuständigkeit der Militär- Gerichtsbarkeit im 177 gegen 83 Stimmen angenommen. Dagegen stimmen die Sozialzum Richter. Daß sonst Mängel vorhanden sind, wer wollte das Sinne der Vorlage mache ihm als Bayer die Zustimmung zur Vor- demokraten, die süddeutsche Volkspartei, die Abgg. Beckh und Weiß, bestreiten. Bedauerlich ist es, daß bei den Standgerichten das lage unmöglich. Redner wird bei seinen weiteren Ausführungen Welfen, das bayerische Zentrum mit Dr. Schmitt- Mainz, Dr. Sigl juristische Element fehlt, aber dafür ist auf der anderen Seite die vom Präsidenten zur Sache gerufen und bricht seine Ausführungen und einige Konservative( Graf Limburg Stirum, Graf Kaniz, Berufung eingeführt. Die Stellung des Gerichtsherren ist durch die ab, weil ihm die Majorität doch nicht zuhöre.( Lachen.) v. Normann und v. Dewitz). Kommission verbessert worden. In manchen Punkten ist die Vorlage, wie sie jest geſtaltet ist, sogar beffer, als die bayerische Militär- einem Jahre 41 Fälle von Beleidigung von Vorgesetzten durch frühere den Abgg. Dr. Paasche und Genossen( natl.) beantragten, von der Kriegsminister von Gokler theilt eine Statistit mit, wonach in Sodann wird die neulich begonnene zweite Berathung des von untergebene, 8 Fälle von und& württembergischen Geſetz. Selbst gegen das bürgerliche Verfahren verlegung vorgekommen feien. Diese große Anzahl von Vergeben den Verkehr mit künstlichen Süßmitteln fortgesetzt. bringt die Militär- Strafprozeß- Reform den Fortschritt, daß die macht es nothwendig, die Untersuchung und Entscheidung darüber in Berufung eingeführt ist. Die Angriffe des Abg. Frohme waren ganz die Hand der Militärbehörden zu legen. unberechtigt. Das bayerische Recht läßt allerdings den Vertheidiger auch bei den Standgerichten zu. Das ist in diesem Entwurfe nicht der Abg. Dr. Hermes( frf. Bp.), hier hinter Herstellung von" ein Fall; der Vertheidiger fungirt nur vor den höheren Militärgerichten, zufügen nicht obergährigem". Zur Begründung weist Antragaber es ist dem Angeklagten, der gegen das Urtheil eines Stand steller darauf hin, daß eine große Zahl fleiner Brauereien gerichtes Berufung einlegt, gestattet, sich hierbei vor dem Kriegsgerichte Abg. Haase( Soz.): Der§ 8 ist geboren aus dem Mißtrauen in ihrer Existenz bedroht sein würden, wenn man ihnen die Vers eines Vertheidigers zu bedienen. Gegen die Kritik des Abg. Hauß gegen die bürgerlichen Institutionen. Wlan fürchtet, daß die bürger- wendung von Saccharin auch verbieten würde. Leider seien gerade mann, die ja in manchen Punkten richtig ist, will ich nur bemerken: lichen Gerichte in diesen Fällen nicht genügend streng eingreifen werden. diese kleinen obergährigen Brauereien nicht organisirt, deshalb Wir machen ja die Militär- Strafprozeß- Reform nicht allein; machten Die Militärgerichte aber werden diese Fälle mit äußerster Strenge hätten sie noch keine Petition an den Reichstag gelangen laffen wir sie allein, dann würde sie ja viel schöner ausfallen. beurtheilen. Dafür sorgt die ganze Auffassung der Offiziere, die können. Eine solche werde aber jetzt vorbereitet und darin die ( Heiterkeit.) So aber üben wir den unzweifelhaften Fort von ihrem einseitigen schroffen Standpunkte aus die Leute ver- Wichtigkeit des Saccharins für diese Brauereien eingehend dargelegt. schritt, das Gute, das uns geboten wird, mit beiden Händen, urtheilen werden. Der Antrag des Prinzen Arenberg bezweckt ja Er bitte um Annahme seines Antrages. wenn wir auch nicht alles haben tönnen. Viel Moderluft ist in der nun, daß nur solche Veröffentlichungen über Vorgänge während des Abg. Wurm( Soz.): Es liegt feineswegs im Interesse der alten Militär- Strafprozeß- Ordnung. Nun wird die Thür auf- Militärdienstes vor die Militärgerichte kommen können, die im Ver- obergährigen Brauereien, wenn man ihnen gestattet, ein solches Hilfsgemacht, nicht so weit, wie wir wollen, aber doch so, daß ein fehr mit den früheren Vorgesetzten erfolgten. Wir haben aber doch mittel zu gebrauchen, das doch im großen und ganzen mir zur scharfer Luftzug hineindringen kann... sollen wir da die Thür zu- Bedenken gegen diesen Antrag, da über den Begriff„ Verkehr Schädigung und zum Betrügen des Konsumenten angewendet machen?( Bravo!) die Militärgerichte selbst entscheiden, deren Auslegungskunst werden wird.( Sehr richtig!) Will man den obergährigen Abg. Singer und fünfzig Abgeordneten beantragen die nament- ja besonders, es fich um poltitische Tendenzprozesse Brauereien helfen, so mag man Steuerfreiheit für das liche Gesammtabstimmung über das Gesetz. handelt, bekannt ist. Um zu vermeiden, daß zum Bei- obergährige Bier wenigstens gewähren, das von der ärmeren Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Der Abg. Haußmann wird spiel ein Redakteur verurtheilt wird wegen einer solchen Bevölkerung getrunken wird. Dann fönnte sich das obergährige Bier von der sozialdemokratischen Welle weggespült werden, so wie Veröffentlichung, weil die betreffende Nummer in die Hände des ein großes Abfaggebiet erobern, und der Schnapspest würde entin der französischen Revolution der Berg die Gironde vernichtete. angegriffenen Offiziers gelangt ist, also im Verkehr mit ihm ge- gegengewirkt werden. Das Saccharinbier ist und bleibt unter: Wenn man einer solchen Bewegung, wie der sozialdemokratischen, schehen ist, haben wir einen Antrag gestellt, der statt Verkehr die werthig, es enthält eben nicht, was es enthalten soll. Man will gegenübersteht, dann muß man doppelt vorsichtig vorsichtig sein, Worte feßt: im unmittelbaren persönlichen Ver- Maltosezucker genießen und ein Getränk haben, das einen Gährungsehe man ein so festes Bollwerk, wie die gegenwärtige ehr". Ich bitte Sie, diesen Antrag anzunehmen, um einen Miß- prozeß durchgemacht hat. Wir find in Norddeutschland ja Militär Strafprozeß= Ordnung, aufgiebt. Das deutsche Volt brauch des Paragraphen zu verhüten. ohnehin gegenüber Süddeutschland gestraft genug, daß wir Abg. Graf Bernstorff- Lauenburg( Rp.) tritt für den Kommissions. antrag ein. Da die Preßprozesse ausgeschieden sind, kann der Paragraph feinem Bedenken weiter begegnen. wenn Die Diskussion wird geschlossen. F Die§§ 1 und 2 werden debattelos angenommen. Zu§ 3( Verbot der Verwendung fünstlicher Süßstoffe zur Herstellung von Bier, Wein u. f. tv.) beantragt ist mit ihr durchaus zufrieden. Ist doch nicht eine Abg. Gröber( 8.): Es ist eine ganz gewöhnliche Infinuation, teine billigen guten Weine haben wie in Süddeutschland, Betition aus den Kreisen der Betheiligten an den Reichstag wenn uns Umfall vorgeworfen wird. Auch ich hätte es lieber ge- warum sollen wir nun auch schlechte Biere trinken!( Allseitiges gelangt! Ist es denn wirklich nüßlich, den sogenannten modernen sehen, wenn es bei den Beschlüssen zweiter Lesung geblieben wäre, Sehr richtig!) Von Ueberrumpelung kann keine Rede sein, die Rechtsanschauungen nachzugeben und die Autorität preiszugeben, die aber dann wäre das Gesetz nicht zu stande gekommen. Ich verarge Kommissionssizungen haben sich lange genug hingezogen. Mir Macht des Königs einzuschränken? Ich sage nein. Das schlimmste ist es übrigens den Herren Sozialdemokraten nicht, wenn sie die tommt es vielmehr so vor, als wenn in der allerleßten Zeit eine die Errichtung eines Reichs- Militärgerichtshofs, einer ganz überflüssigen Situation für sich ausnußen. Die Fassung des§ 8 schließt aus, Anzahl Brauereien, welche„ Saccharin" benußen, sich in die DeffentDekoration. Und deshalb, wegen dieser rein doktrinären Frage daß die Presse oder sonstige öffentliche Kritik unterbunden wird. Die lichkeit gewagt haben, während sie es früher für richtig hielten, es läßt man es auf einen Konflikt mit Bayern ankommen. Ich werde Beleidigung muß im Verkehr“ mit den früheren Vorgesetzten nicht an die große Glocke zu hängen, daß sie Saccharin brauchen. gegen die Vorlage stimmen, schon aus dem einen Grunde, weil die oder mit einer Militärbehörde begangen sein, es ist also aus( Sehr richtig!) Sie haben eine Petition unterschrieben, die, wie aus Oeffentlichkeit des Verfahrens eingeführt wird. Da wird die Sozial- geschlossen, daß Schriften von Offizieren auf grund des§ 8 verfolgt Originalbriefen von Fahlberg, List u. Ko. in Salbke hervorgeht, demokratie einfegen zu einer wüsten Agitation in der Armee. Wir werden können. von dieser Saccharinfabrik entworfen ist.( Heiterkeit.) Es heißt in kennen ja ihre Methode; sie mischt ein Körnchen Wahrheit unter einem Briefe vom 14. April 1898 dieser Firma:„ Wir selbst werden eine Menge unrichtiger und falscher Angaben. Jedes Jahr Der Antrag Haase auf Amendirung des Antrags Arenberg bemüht sein, die von uns entworfene und von den Brauereien auswerden wir hier im Reichstag die Agitation der Sozial wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der süddeutschen gehende Petition an den Reichstag gelangen zu lassen."( Heiterkeit demokraten erleben, weshalb die Oeffentlichkeit nicht noch und freisinnigen Volkspartei abgelehnt. und sehr gut.) Ich sagte in einer früheren Sizung, daß diese weiter ausgedehnt wird.( Abg. Singer: Sehr richtig 1) Die Abstimmung über den§ 8 in der Fassung Arenberg ist eine Saccharinfabrit 1000 M. für die Saccharin- Erlaubniß ausgesetzt hat. Wenn wir Ihnen das gestatten, dann sind wir nicht die Klugen. namentliche. Sie hat es nachher bestritten und eine Berichtigung gebracht, die ( Abg. Singer: Das hat auch noch niemand von Ihnen behauptet! Der Antrag Arenberg wird mit 150 Stimmen gegen 101 Stimmen aber feine Berichtigung ist. Ich habe hier die Originalbriefe der Große Heiterfeit links!) angenommen. Dagegen stimmen die Sozialdemokraten, die süd- Firma. In dem Briefe vom 15. April heißt es unter anderem: deutsche und freisinnige Wolfspartei, die Polen, Antisemiten mit Im Anschluß an unseren heutigen Brief möchten wir, Ausnahme des Abg. Liebermann v. Sonnenberg, die bayerischen jedes Mißverständniß zu vermeiden, noch besonders betonen, Mitglieder des Zentrums und die Welfen. daß die erwähnte Vergütung an den Bund der mittleren und kleinen Einige weitere Kompromißanträge, welche sich auf die Zu- Brauereien der norddeutschen Brausteuer Gemeinschaft überhaupt sammensetzung der Kriegsgerichte beziehen und die Regierungs- nur dann in Frage kommt, wenn der Bund thatsächlich eine wirtvorlage im wesentlichen wieder herstellen, werden debattelos anfame Petition und Gegenagitation offiziell an den Reichstag richtet genommen. In dieser Weise werden die§§ 9-171 ohne Dis- und damit den Erfolg erzielt, daß der gegnerische Antrag Paasche fussion erledigt. im Reichstage abgelehnt wird und die Verwendung des Saccharins Jm§ 172 beantragen Abgg. Prinz Arenberg und Genossen, gestattet bleibt."( Heiterfeit.) Wir sollten uns doch nicht identiden Absatz 3 durch folgende Bestimmung zu erfeßen: fiziren mit dieser Art von Agitation; wir meinen, daß die Sache Abg. Nichter( frs. Vp.): Die Vorlage erfüllt zwar bei weitem Bei einem im Offiziersrange stehenden und in entsprechender schon gerichtet ist, wenn man solche Mittel benut, nicht alle Wünsche meiner Freunde, aber sie stellt unzweifelhaft einen Uniform befindlichen Angehörigen der bewaffneten Macht ist die An- um Stimmung dafür zu machen. Der Versicherung dieser Fortschritt dar. Wir betrachten sie als Abschlagszahlung und werden nahme ausgeschlossen, daß er der Flucht verdächtig sei oder daß 903 Brauereien, daß fie ohne Saccharin nicht existiren für sie stimmen. Anders steht es mit meinen beiden Kollegen seine Persönlichkeit nicht sofort festgestellt werden könne, es sei denn, tönnen, kann ich keinen Glauben schenken, denn dieses Mittel aus Bayern, die in der Vorlage nur eine Verschlechterung des in daß er bei der Begehung eines Verbrechens auf frischer That be- wird nicht etwa seit Jahrzehnten in der Brauerei angewendet, Bayern geltenden Rechts erblicken und dagegen stimmen werden. troffen oder verfolgt wird. Damit schließt die Generaldiskussion. Abg. Haase( Soz.) hält es für empörend, daß durch Gesetz fest Persönlich bemerkt Abg. Haußmann: Das Vergnügen, das der gestellt werden soll, daß ein Offizier nicht fluchtverdächtig ist. Er Abg. Gröber bei meinem Anblick hier empfindet, beruht ganz auf fönne die Ablehnung des Antrages nicht herbeiführen, aber er wolle Gegenseitigkeit. Ich habe es auch angenehm empfunden, als er fürzlich diesen Paragraphen nicht ohne diese Feststellung annehmen lassen. eine Bisite in Stuttgart machte. Im übrigen muß ich ihm leider sagen, Generallieutenant v. Wiebahn: Die Tendenz des Antrages Abg. Frh. v. Hodenberg( Welfe) verweist auf das Vorgehen der braunschweigischen Behörden gegen Reserveoffiziere, die den vaterländischen Bereinigungen angehören Präsident v Buol weist die Ausführungen als nicht zur Sache gehörig zurück. Abg. Frhr. v. Hodenberg: Der Herr Kriegsminister meinte aber selbst zu mir, daß sich bei der dritten Lesung Gelegenheit bieten würde, die Sache zu erörtern. Präsident v. Buol: Der Herr Kriegsminister ist darin nicht maßgebend.( Große Heiterkeit.) W sondern ist erst in den allerlegten Jahren zur Verwendung gelangt. So tief ist das deutsche Braugewerbe noch nicht gesunken, daß wir nicht imstande wären, ein brauchbares Gebräu herzustellen ohne Anwendung des Saccharins, das doch überhaupt erst seit kurzer Zeit benuzt wird. Herr Hermes meinte, es wäre mit Hilfe des Saccharins möglich, den Export des norddeutschen Bieres zu heben. Aus den Nachbarorten. nochmals auf die heute Abend im Lokale Bismarckshöhe" stattCharlottenburg. Die Parteigenossen und Genossinnen werden findende Parteiversammlung, in welcher Genosse Zubeil referirt, aufmerksam gemacht. Der Vertrauensmann. " Das wäre ja allerdings ein gewisser Vortheil, aber ich meine doch, Zum Mord in der Hafenhaide berichtet die„ Magdeburger das können wir auch auf andere Weise erreichen. Ich erinnere mur Zeitung" aus Groß- Salze, 3. Mai: Gestern sind hier zwei Fleischer G daran, daß zum Beispiel die bayerische Eisenbahnverwaltung den gesellen unter dem Verdacht, den Mord in der Hafenhaide bei Berlin Brauereien wesentliche Erleichterungen beim Transport zugesteht. begangen zu haben, verhaftet worden. Die Beschreibung paßt auf Wirken wir also darauf hin, daß die preußische Eisenbahnverwaltung den einen davon, der falsche Papiere führte und sich Emil nannte. fich den norddeutschen Brauereien gegenüber ebenso entgegenkommend Ob diese Spur richtiger sein wird, als die früheren, ist abzuverhält, dann werden wir der Biererport- Industrie mehr helfen, als warten. Das geftrige Gewitter hat in den westlichen Vororten bedurch das Saccharin. Vergessen Sie nicht, daß das Ausland überall deutenden Schaden verursacht. Der dem Gewitter vorausgehende Front macht gegen Saccharin und da wollen Sie das Ausland mit Bei einem neuen Schwindel ist nach zwei erfolgreichen Ver- Sturm hat im Grunewald erheblichen Windbruch verursacht. In Saccharinbier erobern? Das machen wir nicht mit.( Bravo! links.) suchen der 28 Jahre alte, frühere Fuhrherr Richard Hallert aus der Neuendorf bei Spandau traf ein Blizstrahl eine Scheune. Durch Abg. Nöficke( wildlib.): Es ist ein trauriges Zeichen der Zeit, Cuvrystraße abgefaßt werden. Hallert hatte früher in Rigdorf ein talte Schläge wurden Gebäude in Halensee, Seelow, Nowawes und daß die Verwendung des Saccharins zu Bierbrauerzwecken noch Fuhrgeschäft, verlor aber wegen verschiedener Sünden gegen die Segefeld getroffen. Vertheidiger findet.( Allseitiger Beifall.) Der Antrag Hermes ist Polizeivorschriften den Fahrschein. In der vergangenen Woche für mich undurchführbar. Den kleinen Brauereien wird am besten meldete sich bei dem Fuhrherrn Müller in der Langenstr. 63 ein brauereien entbrannt. In einer außerordentlichen Sitzung des In Rigdorf ist ein Krieg der Schankwirthe gegen die Weißbierdurch Beseitigung oder Ermäßigung der Brausteuer geholfen. Mann mit dem Fahrschein und dem Hutschilde des Der Antrag Hermes wird darauf abgelehnt.§ 3 angenommen. Kutschers Knorr und wurde als Droschkentutscher angenommen. feiner Weißbierbrauerei, die aus Anlaß der eingeführten Biersteuer dortigen Gastwirthe- Vereins ist der Beschluß gefaßt worden, von Abg. Hermes beantragt sodann, einen§ 3a einzufügen, in Am zweiten Tage kam er erst spät abends nach Hause, den Tonnenpreis um 1 Mark erhöht hat, fernerhin Bier zu ent welchem eine Entschädigung der Saccharinfabrikanten vorgesehen ist. sodaß der Fuhrherr über diesen und den ersten Tag nicht mehr ab- nehmen. Ein Sieg der Wirthe über die Brauer wird für wahrRedner verliest sodann ein Schreiben der Firma Fahlberg, Lift rechnen konnte, und am dritten blieb er aus. Wie der Anzeiger scheinlich gehalten, da drei Brauereien von einer Erhöhung des u. Ko., worin diese bestreitet, die 1000 M. zur Gegenagitation ge- bei dem Fuhrherrn Humbier in der Rüdersdorferstr. 61. Hier fuhr wirthen bereits entgegengekommen sind. auswies, hatte er 27 M. eingenommen. Nun meldete sich Knorr Bierpreises gänzlich Abstand genommen haben und andere den geben zu haben. Abg. Wurm( Soz.) verliest unter großer Heiterkeit des Hauses er nur einen Tag und blieb mit 5 M. aus, die ihm dieser einund allseitigem Beifall zwei Originalbriefe der Firma, aus denen gebracht hatte. Unterdessen hatte sich Frau Müller nach Knorr" näher Aus Rigdorf. Ein Einbruchsdiebstahl wurde in einer der letzten hervorgeht, daß sie in der That die 1000 Mark den Brauereien für erfundigt reader Droichtenhose gahrscheine und Dem Diebe fielen 80 m. baares Geld, eine Taschenuhr, ein Ring 2c. dem wirklichen Kutscher Knorr aus Nächte bei dem Speisewirth Walter in der Selchowerstraße verübt. Cuvrystraße von einem Schild gestohlen worden ivaren. Mehrere Kutscher, die in die Hände. Der Verdacht der Thäterschaft fiel auf einen alten wußten, daß Hallert keinen Schein mehr hatte, und sich schon ge- Gast des W., den Tischler Driesener, welcher in Haft genommen wundert hatten, daß er dennoch fuhr, lenkten den Verdacht auf ihn wurde. Uhr und Ring, sowie ein Theil des gestohlenen Geldes und er entpuppte sich denn auch als der falsche Knorr und wurde wurden bei D. noch vorgefunden. Auf einem Neubau in der von der Kriminalpolizei festgenommen. Münchenerstraße verunglückte der Arbeiter B. aus Berlin, welcher dort durchbrach und B. mit dem rechten Bein eingeklemmt wurde. Hier mit Stalftragen beschäftigt war, dadurch, daß ein Brett des Gerüstes durch wurde B. zwar vor dem Sturz in die Tiefe bewahrt, erlitt aber dabei so erhebliche Quetschungen, daß er mittels Gegen den flüchtigen Rechtsanwalt Wilhelm Henke hat Krankenwagens nach seiner Wohnung gebracht werden mußte. jezt die kgl. Staatsanwaltschaft einen Steckbrief erlassen. Hente wird In Rigdorf findet am 9. Mai d. Js. im Deutschen Wirthshaus der wegen Unterschlagung verfolgt; er ist am 19. Mai 1865 zu Arolsen 17. Bezirkstag des Provinz Brandenburgischen Bezirksvereins im geboren, 1,80-1,84 Meter groß, dunkelblond, von untersetter Figur Deutschen Fleischerverbande statt. und starkem Knochenbau. den Fall zur Verfügung gestellt hat, daß der Antrag Paasche zu Fall gebracht wird. Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Hermes wird gegen die Stimmen der Freisinnigen Volkspartei abgelehnt. Die§§ 4 und 5 werden unverändert angenommen. In§ 6, der den Termin des Inkrafttretens offen läßt, wird auf Antrag des Abg. Szmula( 3.) der 1. Oktober 1898 als Termin eingefügt. Der Rest des Gesetzes wird debattelos angenommen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. = Nach längerer Geschäftsordnungs- Debatte wird auf die Tagesordnung der nächsten Sizing gesetzt: Novelle zur Zivilprozeß- Ördnung; 2. Interpellation Auer und Gen., betr. Getreidezölle; 3. dritte Berathung des Saccharingesetzes. Nächste Sigung Donnerstag Vormittag 11 Uhr. Der am letzten Freitag auf der Spree an der Kurfürstenbrücke gesunkene Kohlenkahn des Schiffers Hinge aus Neu- Zittau ist wieder gehoben worden. " Gerichts- Beitung. Beitung. C 11 " er der Vermerk ant= Selbstmord eines Arbeitslosen. Im Thiergarten hat sich in Lokales. der Nacht zum Mittwoch der Arbeiter Anton Krause aus der Hussitenstraße 58 erschossen. Krause wurde vor acht Tagen aus seiner Zur weiteren Erleichterung Ein kleines Joachim Konzert wurde gestern denjenigen Perfür die Einsicht in die Arbeitsstelle, in der er mehrere Jahre als Former beschäftigt war, sonen geboten, welche einer Verhandlung gegen den MusikinstrumentenWählerlisten zum Reichstag ist neuerdings angeordnet worden, entlassen. Jeden Tag suchte er neue Arbeit, fand aber feine, da er Händler Löwenthal vor dem Schöffengericht beiwohnten. Löwenthal daß der sechste Wahlkreis um zwei Auslegestellen nicht gelernter Former war. Am Montag Morgen um 8 Uhr ging sollte sich des Betrugs schuldig gemacht haben. Im Februar d. J. vermehrt werden soll, so daß anstatt in 4 in 6 Stellen er wieder von Hause weg, um den Arbeitsnachweis aufzusuchen, und ließ der Musiklehrer Julius Scheibe zu Neutomischel sich von dem die Listen von den Wählern dieses Wahlkreises eingesehen werden kehrte nun nicht wieder zurück. Gestern Morgen um 6 Uhr fand Angeklagten eine illustrirte Preisliste kommen und bestellte dann eine fönnen. Demnach liegen nunmehr im sechsten Wahlkreis die Listen ihn ein Schutzmann als Leiche in der Flora- Allee liegen; er hatte Guitarre und eine Geige, welche mit 5 M. bezw. 5,50 M. ans im 1. Theil für die Stadtbezirke 218-226 und 237-250 in sich durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe getödtet. ausgezeichnet waren. In Der 110./174. Gemeindeschule, Schönhauser Allee 166a, Turnder Preisliste war halle; im 2. Theil für die Stadtbezirke 227-236 und 251-258 worden. Der Verlierer wird gebeten, sich die Marken in unserer spielbar" feien. Eine Anzahl Bons sind bei uns als gefunden abgegeben enthalten, daß diese Instrumente trop des billigen Preises in der Turnhalle der 132./142. Gemeindeschule, Demininerstr. 27; Redaktion abzuholen. bei Cinpfang ber Der Besteller wurde im 3. Theil für die Stadtbezirke 259-278 in der Turnhalle der Waare dermaßen enttäuscht, daß er Anzeige wegen Betruges 17. Gemeindeschule, Ackerstr. 67; im 4. Theil für die Stadterstattete. Er hat mit besonderer Hartnädigkeit darauf be Der Bruder des erschlagenen Arbeiters Heinrich Niegisch standen, daß gegen den Angeklagten das Verfahren eingeleitet bezirke 285-287 und 298-304, sowie für einen Theil des Stadt- theilt zu der Notiz in der Dienstagnummer mit, daß beide Brüder wurde, denn erst auf Veranlassung des den Justizminiſters iſt dies gebezirks 282 in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurm- die ihnen vollständig unbekannten Angreifer weder gehänselt, noch schehen, nachdem die unteren Instanzen es abgelehnt hatten. Der Straße 86; im 5. Theil für die Stadtbezirke 288-297 in beschimpft haben. Diese hätten sie am Spiele gehindert, indem sie Besteller behauptete, daß die Instrumente Spielzeug" aber nicht der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Thurmstraße 75; Bälle und Queus wegnahmen; als Willy Niegisch ihnen deswegen spielbar" seien und daß die Guitarrensaiten nicht aus Därmen, im 6. Theil für die Stadtbezirke 805-326 B in Turnhalle der 118./127. Gemeindeschule, Bantstraße 8, der Borhalt machte, wollte einer der Angreifer auf dieſen mit der Faust ontelbar" ſeien und daß die Guitarrensaiten nicht aus Därmen, sondern aus übersponnenem Werg hergestellt seien. übersponnenent Ferner Ferner einschlagen. Heinrich Niegisch kam hinzu und trennte die beiden, sei in der Preisliste neben der Geige ein polirter versind im vierten Wahlkreis folgende Abänderungen getroffen worden: worauf er von Thieme, der kein Töpfer, sondern Bauhilfsarbeiter schließbarer Kasten abgebildet gewesen und für Theil 2 habe Stadtbezirke 85, 86, 88 bis 94 und 110 bis 113 B sein soll, mit dem schweren Ende des Queus auf den Kopf geschlagen genommen, daß dieser Kasten zu der Geige für 5,50 M. gehöre. Anist jetzt die Auslegestelle in der Turnhalle der wurde. statt dessen habe er 145./151. Gemeindeschule, Reichenbergerstr. 131/132, einen werthlosen Pappkasten erhalten Der Tod eines Kindes, der unter sonderbaren Umständen er- Der Angeklagte bestritt, daß die Instrumente nicht spielbar seien. und für Theil 3- Stadtbezirke 145-159, 162-165 und 182 bis folgte, beschäftigt die Behörden. Bei dem Milchhändler J. in der Er verkaufe hunderte davon und bisher sei niemals eine Bemängelung 188 in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Strauß- Reichenbergerstraße diente vom 1. Januar bis zum 1. Oftober 1896 erfolgt. Die Musikinstrumenten- Händler Hunger und Martienzen bergerstraße 9, Bei den übrigen Wahlkreisen bleiben die An- die 21 Jahre alte Anna Imming, die damn in verschiedenen begutachteten, daß die Instrumente preiswerth ſeien, es sei auch ordnungen wie angegeben bestehen. Schankwirthschaften in Stellung war. Am vergangenen Sonnabend unrichtig, daß die Guitarrensaiten aus Werg hergestellt seien. Diese Much ein Bild aus dem Arbeiterleben. Bei einer nächt- Abend war J. ausgegangen, seine Frau hatte in der Küche zu thun Instrumente würden in Markneukirchen und Klingenthal in Sachsen lichen folizeilichen Streife im nördlichsten Theile der Stadt, die sich und das Dienstmädchen saß auf der Treppe, die zum Laden führt. hergestellt und seien natürlich nicht für den Konzertgebrauch, sondern auf die Holz- und Stättepläge der Sellers, Fenn, Müller Da tam gegen 81/2 Uhr plöglich die J. Hereingestürzt, legte ihren für Schüler bestimmt. Der Angeklagte erbot sich, zu beweisen, daß straße und Am Nordhafen erstreckte, wurden zwischen Bretterstapeln, sechs Wochen alten Knaben auf den Ladentisch und lief wieder davon. die beanstandete Geige spielbar sei. Schön klang es gerade nicht, als unter Schuppen und den auf den Bläzen vielfach stehenden Arbeits- Es gelang nicht, sie einzuholen. Die Eheleute nahmen sich des ver- er einige Töne ausübte, er entschuldigte sich damit, daß er eigentlich wagen, neun Männer aufgefunden und auf eine Bolizeiwache gebracht. laffenen Kindes an und behielten es in Pflege, da es nach dem Gut- Cellospieler fei. Auch Professor Joachim war als Sachverständiger Alle gestanden zu, schon seit Monaten ohne jedwedes Obdach gewesen achten des sofort gerufenen Arztes zu schwach war, um ins Waisen- geladen. Er erklärte, daß er bisher nicht gewußt habe, daß so zu sein, erwiesen sich aber als durchaus ungefährliche Leute, als Haus gebracht werden zu können. Gestern starb es und die Staats- billige Geigen hergestellt würden. Er habe dabei immer nur an Arbeiter, die tagsüber als Stein- und Klamottentutscher ihrem Er- anwaltschaft hat die Leiche beschlagnahmt. Das Mädchen dient jetzt Kinderspielzeug gedacht. Sodann setzte der berühmte Künstler das werbe nachgehen, infolge der überlangen Arbeitszeit und des geringen bei einem Schankwirth in der Großen Präsidentenstraße. Instrument nahm den Bogen und ließ einige Kadenzen hören. Verdienstes aber außer stande sind, sich irgendwo einzulogiren, wesDie erste Strophe von„ Deutschland, Deutschland, über alles" folgte halb sie, sofern ihnen das Schlafen im Pferdestalle nicht ermöglicht der 11 jährige Sohn des Maurers Wollant aus der SwinemünderVon einem Radfahrer überfahren und schwer verletzt wurde die Gesichter der Zuhörer verklärten sich. Mit Geringschätzung wird die sächte auf der Arbeitsstätte im Freien tampire de ſtraße. Der Knabe ſtellte sich in der Demminerſtraße einem daher- lighter Instrument wieder auf den Aufgegriffenen" wurden denn auch wieder entlassen mit der üblichen fahrenden Radfahrer mit ausgebreiteten Armen in den Weg, um sein Gutachten. Bemerkung schloß er Weisung, fich innerhalb dreier Tage ein festes Unterkommen zu dann im letzten Augenblick zur Seite zu springen. Der Radler, einem Betrug keine Rede sein könne, er beantrage die FreiStaatsantvalt Blumberg erklärte, daß von verschaffen." Woher nehmen und nicht stehlen? welcher andauernd geflingelt hatte, wollte nach derselben Seite ausDie Verlängerung der Grunerstraße, welche vom weichen und rannte deshalb den unvorsichtigen Burschen um, so daß gesprochene ist umn wenigstens im Besize einer Geige, von der er Sprechung. Der Gerichtshof erkannte demgemäß. Der Frei-. Meranderplay am Polizeipräsidium vorüber eine Parallelstraße der dieser mit großer Wucht gegen den Bordstein geschleudert wurde, behaupten kann, daß Professor Joachim darauf gespielt hat. mit der Nathhausstraße verbunden werden soll, dürfte im kommenden mit Taschentüchern einen Nothverband an, dann schaffte man ihn zu sich gestern der Kaufmann Otto Scharf und die Milchhändlerin Königstraße bilden und zur Entlastung des letzteren Straßenzuges wo er bewußtlos liegen blieb. Ein Herr legte dem Bewußtlofen behaupten kann, daß Professor Joachim darauf gespielt hat. Wegen Vergehend gegen das Nahrungsmittelgesetz hatten Etatsjahre zur Ausführung gelangen. einem Arzt. Der Radfahrer, welchen keine Schuld beizumessen sein Die Verhandlungen der städtischen Verwaltung mit den dürfte, entzog sich seiner Feststellung durch die Flucht. Anna Stawigti vor dem Rigdorfer Schöffengericht zu verBerliner Elektrizitätswerken wegen Herstellung der elektrischen Beantworten. Scharf hatte mit Mehl verfälschtes Chokoladenpulver, Das Apollo- Theater hat es unternommen, die bekannteren die Stawigti verfälschte Milch verkauft. Sch. wird zu 20 M., die leuchtung des Wasserfalls im Bittoriapart find nunmehr so Gesangshumoristen von Berlin zu einer Art Sängerkrieg zusammen St. zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt. weit gediehen, daß voraussichtlich noch Ende dieses Monats mit der zu berufen. Die Herren Edi Blum, Bender und Steidl lassen ihre Beleuchtung wird begonnen werden können. Schlager hören und geben dem Publikum Gelegenheit, darüber zu Die Urania in der Taubenstraße. Das Kammergericht hat des Oberbürgermeisters und eines neuen Stadtraths hat gestern Kalauer und Gassenhauer populär zu machen. Außer den genannten gerichts I bestätigt, wonach die Verklagte nicht verpflichtet ist, das Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Wahl urtheilen, wer es am weitesten in der Kunst gebracht hat, die neuesten gestern im Prozeß der Firma Lachmann u. Zauber gegen die Gesellschaft Urania die Vorentscheidung der 13. Ziviltammer des Landgetagt. Es scheint, wie ein hiesiges Blatt berichtet, als ob der von drei Lokalgrößen thut sich im Koupletvortrage ein Liliputaner- Terzett Grundstück am 1. April 1898 zu räumen und bis zu diesem Termin uns früher bereits als Kandidat für die befoldete Stadtrathsstelle hervor; und weiter überrascht ein Paar, welches den Gästen des das ihr in dem Miethsvertrag eingeräumte Ankaufsrecht bei Vergenannte Rechtsanwalt Kauffmann die meiste Aussicht hat, in diese Apollo- Theaters vom vorigen Jahr her nicht unbekannt ist, das Stelle gewählt zu werden. zu einer Beschlußfaſſung über die Bublikum damit, daß es nunmehr als Geschwister Margit ſeine meidung des Verlustes auszuüben. Oberbürgermeister- Kandidatur ist es noch nicht gekommen. Unrichtig Weisen zum besten giebt. Eine originelle Kunst üben die foll eine Zeitungsmeldung sein, welche besagt, daß die Absicht be- amerikanischen Spiegeltänzerinnen" Geschwister Dunbar aus. As stehe, das Gehalt des Oberbürgermeisters von 30 000 Mart auf angenehmer Plauderer und außerordentlich geschickter Zauberkünstler 36 000 Mart zu erhöhen. weiß Herr Georg Hartmann dem Publikum eine interessante ViertelIn Schmargendorf fand am Sonnabend eine gut besuchte Gegen die bedingungslose Ausdehnung der westlichen Reckfünstlerinnen Geschwister Moulier auf. Ihre Arbeit bleibt des Reichstags berichtete. Er nahm dabei Gelegenheit, das fürzlich stunde zu bereiten. Einige allzu gefährliche Wagestücke führen die Versammlung statt, in der Genoffe 3 u beil über die Thätigkeit Weichbildgrenze für Tagameter- Droschken hat der Fachverein elegant, so lange sie sich in den Grenzen des bisher Gebotenen erschienene Flugblatt der Konservativen einer vernichtenden Kritik zu Berliner Droschtenbefizer in einer in seiner letzten Sigung gefaßten halten; ein Wagniß jedoch wie der Redsprung mit verbundenen unterziehen. Im Anschluß hieran ermahnte er die Anwesenden, sich Resolution Protest erhoben und außerdem den Beschluß gefaßt, die Augen' ist nicht allein eine gefährliche Quälerei, sondern auch namentlich jetzt mehr am öffentlichen politischen Leben zu betheiligen; Sache in einer noch im Laufe des Monats abzuhaltenden öffentlichen ästhetisch in keiner Weise befriedigend. Aber was sollen die armen im Wahlkampfe müsse jeder Genosse seinen Mann stellen. Da sich. Versammlung aller Fuhrherren und der übrigen Interessenten des Artisten machen? Sie werden gedrängt, immer neue Trics zu er- Gegner nicht zum Worte meldeten, nahm man von einer Diskussion Droschten- Fuhrgewerbes zur Sprache zu bringen. Bekanntlich hat finden und verfallen so auf Kunststück, die nicht mehr schön zu abstand und schritt zur Wahl eines Reichstags- Wahlkomitees. In ein anderer Verein, die Berliner Droschkenbesizer- Vereinigung( Eingetragene Genossenschaft) vor kurzem sich bedingungslos damit eindasselbe wurden gewählt die Genossen Luh, Kirchner, Beese, verstanden erklärt, daß die westliche Weichbildgrenze( Charlottenburg, angekündigte Aufführung des„ Nullert" wegen Heiserkeit des Fräul. Wirth tritt in den Arbeiter- Bildungsverein auf, der bei Baier, WarnemünderTheater. Im 8entral Theater mußte Dienstag Abend die Reincke und Schulze. Zum Schluß fordert Peters zum BeiWilmersdorf und Schöneberg) bis zur Ringbahn ausgedehnt werde. ausfallen; in der Mittwoch- Aufführung spielte Fil. Bertha Blanden für die straße 8, seine Sigungen abhält, und zwar jeden Dienstag nach dem In der gegen diesen Beschluß vom Fachverein Berliner Droschten- erkrankte Kollegin die Rolle der Gabi und Fräulein Glafel die Anglor. 1. und 15. des Monats. besitzer gefaßten Resolution heißt es u. a.:„ Der Verein ist der An- Donnerstag und Freitag bleibt das Theater wegen Vorbereitung zu der: sicht, daß nicht eine verschwindend kleine Anzahl von Fuhrwerks- Novität, Der Dorflump" geschlossen. Im Schiller Theater wird befizern in dieser die Interessen des gesammten Droschten- Fuhr- heute„ Galeotto" zum ersten Male wiederholt. Die Gröffnung des Theater gewerbes berührenden Frage bindende Beschlüsse fassen kann, sondern gartens findet heute statt. Die Abonnements- Bedingungen sind an den Anschlagsäulen ersichtlich. daß hier die Allgemeinheit zu entscheiden habe." nennen sind. " Straßensperrung. Die Waisenstraße von der StralauerEine zahlreich besuchte Protestversammlung wegen des bis zur Parochialstraße wird behufs Ausführung von Stättegeldes, welches der städtische Stättegeldpächter H. Krüger Kanalisationsarbeiten bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter bekanntlich seit kurzem für die vor den Läden aufgestellten Waaren gesperrt. erheben läßt, fand am Dienstag Abend in Krebs Hotel, Niederwallstraße 11, statt. Die Versammlung beschloß, in einer an die Stadtatt Wahlverfammlungen.on Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Beit", Gießel Boyenstr. 40.„ Süd- Ost", Tolksdorf, Sorauer und Görlizerstraßen- Ecke Diskutirkl.", Reichenbergerſtr. 157. August Geib", Streit, Naunynſtr. 87. " Klub der Freunde", Burghause, Buttbuserstr. 32. Sozialist. Lese- und Ost", Schillinger, Tilsiterstr. 40( jeden Donnerstag vor dem 1. und 15.). und 15.). Morgenroth", Wilke, Liebenwalderstr. 43( jeden Donnerstag nach dem 1. nach dem 1. und 15.). Brüderlichkeit", Haseloff, Landsbergerstr. 8( feden Donnerstag Friedrich Engels II", Thäder, Görlizerstr. 40. ,, Gleiches Recht", Lange, Reichenbergerstr. 83. " " Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu Feuerbericht. Dienstag Abend 8 Uhr gingen Königin mann, Brunnenſtr. 150. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vors.: Ad. Neuverordneten- Bersammlung zu richtenden Petition um Beseitigung dieser august a straße Betten und Gardinen in Flammen auf. Sturz richten an Friedrich Kortum, Manteuſſelſtr. 50, v. 2 St. Donnerstag. Stättegelderhebung vorstellig zu werden, da man der festen Ueber darauf war Invalidenstr. 147 ein Stellerbrand abzulöschen. Abends 9-11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. zeugung ist, daß der Magistrat dieses garnicht gewollt habe, sondern der Möbel und Gardinen zerstörte. Mittwoch früh 4% Uhr erfolgte Fruchtstr. 54. Um 11 Uhr erfolgte Georgentirchstr. 64 ein Zimmerbrand, St. Urban", Broz, Annenſtr. 9. 9. ,, Kummer'scher Gesangv.", Beyer, der Tarif von Herrn Krüger mißbräuchlich ausgelegt werde. ,, Vorwärts II", Wernau, Schwedterstr. 24.„ Süd- Ost I" Alarm nach e o ch str. 70. Hier wurden im Keller Regale und Hausrath Becker, Köpnickerstr. 191. Frühlingsluft", Berner, Bülowstr. 59. Falsche Ein- und Zweimark- Stücke laufen jest zahlreich im eingeäschert. Ein Gardinenbrand rief die Wehr um 7 Uhr nach Borar", Scholz, Naunynſtr. 6. Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, Norden der Stadt um. Obwohl die Falschstücke leicht kenntlich find, Langestraße 14. Um 9 Uhr standen Waldstraße 8 Betten Friedenstr. 67. Gesangv. Berliner Kürschner", Feindt, Weinda sie sich fettig anfühlen und der Adler gröber gearbeitet ist, als und Möbel in Flammen, doch gelang es der rechtzeitig alarmirten" Ginigkeit III"," Gr- Lichterfelbe, Anhalter Plaz. Lyrik II", Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a Nr. 1auf den echten, so haben doch schon verschiedene Geschäftsleute sie Wehr, größeren Schaden zu verhüten. Nachmittags 3 Uhr mußte walbe a. b. Spree, Schloßfelleret. Liedeslust I", FürstenMorgenroth IV" Köpenid, Schulz, sich in die Hand brüden lassen. ftraße 11. Wilsnader str. 65 noch ein Küchenbrand gelöscht werden. Enbrand gelöſcht werden. Schönerlinderstr. 9. Butunft III", Belten t. 6. M., Brunow, Wilhelm " " " " Straße 19." Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7.- Bineta", Sangerfreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichteftr. 29. Ruderv. Jahrmann. Aber, wer liest denn den Berl. Herold"? Es wäre Augustin, Kastanien- Allee 11.„ Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60.„ Vorwärts", Stabernack, Inselstr. 10. Statfl. Gemüthl. Ramsch", Jonas, schade um die Druckerschwärze, die in einer Polemit gegen dieses völlig Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 22." Sangestuft I", Reimann, Buttbuser: Blumenstr. 21a. Statfl. Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr. 47. bedeutungslose Blatt verschwendet werden müßte. straße 30. Maiengruß III", Friedrichshagen, Friedrichstr. 134." Deutsche Gefangv.„ Eintracht", Mauß, Schönhauser Allee 139.- Rauchklub„ Ohne A. B. 100. Das ist nicht mehr mit Sicherheit festzustellen. Adlers: Giche II", Brandenburg a. H., Wintel's Salon, Hauptstraße." Frei: sorge", Münsberg, Louisenuser 52. Gesangv. Ritterhof", Zubeil, Linden hof. Sie müßten beim Amtsgericht in Halle Klage erheben. 2. 9. 100. heit III", Neu- Weißensee, Königchaussee 38. Loreley", Hemmerling, straße 106. „ Veilchen". Rirdorf. Jeden Donnerstag nach dem Ist nicht anfechtbar. O. D. Der Wirth ist im Unrecht. Sie müssen Pflanzerv. Grünthalerstr. 3-4. Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberstr. 3. 15. Elsenstr. 73. Tanzfl.„ Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Berle: aber vom 1. Mai ab pünktlich zahlen. E. W. Elmshorn. In fast Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Sängerhort", Liebehenschel, bergerstr. 23. Musikv. Harmouie", Brizerstr. 19. Schachkl. Nordstern", jeder Freitags- Nummer des Vorwärts" stehen im Vereinskalender dieMariannenstr. 48. Liedes- Echo", Drathschmidt, Stalizerstr. 102. Fennstr. 3. Musitv. ,, Kosack'scher Bläserchor", Nölte, Liesenstr. 16. Stattl. ,, Karo ienigen Arbeitervertreter verzeichnet, die in Unfalls und Invaliditätssachen " Oberon", Helfer, Oranienftr. 51.- Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. Sieben", Kürsten, Koppenstr. 28. Gesangv. Hoffnung", Friedrichsberg, gern Auskunft ertheilen. Nc. Engel. Wiederholen Sie Ihre Anfrage. Morgengrauen", Röllig, Rosenthalerstr. 11-12( nachin. 3-6 Uhr). Theaterv.„ Edelweiß", Altmann, Neue Hoch- Paasch. Frey, Friedrich- Karlstr. 34. Das Vorgehen der Firma entspricht den geseglichen Be „ Süd- Ost II", Ludwig, Wrangelstr. 93. stimmungen. Eine Klage wäre nußlos. Steinnette", Bergmann, Base: straße 49. P. B. 18. 1. Sie müßten walferstr. 3. Möbelpolirer", Scheere, Blumenstr. 38. Fortschritt", Arbeiter: Turnerbund. Donnerstag: Turnv." Fichte", Berlin, die Angelruthen selbst gebrauchen. 2. Ja. E. N. Charl. 1. Der Beutert, Köpnickerstr. 38.- Bereinigte Sänger", Wilmersdorf," Boltsgarten, abds. von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr." 131; 2. Damen Antrag fann trotzdem gestellt werden. 2. Der Gendarm ist im Recht. Berlinerstr. 40. Gerstenähre", Sommer, Grünstr. 21. Waldfapelle", Abtheilung, Ackerstr. 67. Birkholz. Ihr Vater soll den Unfall als Betriebsunfall bei dem VorKrüger, Seydelstr. 30. Vorwärts IX.", Charlottenburg, Bismarckshöhe, Arbeiter Radfahrerverein Berlin. Monatsversammlungen: Be: stand der Genossenschaft melden. Den Beweis dafür zu führen, daß der Wilmersdorferstr. 39. Liederlust II", Rempfer, Moabit, Beuffelstr. 25. zirk I", jeden 1. Donnerstag, Wilke, Andreasstr. 26. Bezirk II", jeden Unfall eine Folge des Betriebes, und zwar in dem vom Reichs- VersicherungsArbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen 2. Donnerstag, Raabe, Stolbergerstr. 23.„ Bezirk III", jeden 3. Donnerstag, amt eingeengten Sinn sei, ist allerdings schwierig. Vielleicht sprechen Sie im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: Ewald, Schönleinstr. 6.„ Hauptversammlung", jeden 4. Donnerstag, Wilke, gelegentlich in der Sprechstunde vor. A. F. N. 65a. Sie haben Straße 80, 2. Hof. Donnerstag: Das geht Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Andreasstr. 26. weder für die Schuld noch für die Kosten zu haften. Straßburgstraße 66. Pfeifendeckel", Schnell, Langestraße 73. vielmehr allein Ihre Frau an. Krankenkasse H. I. Columbus", Conrad, Kamphausenstraße 3. Ohne Furcht", Schmidt, Wienerstraße 44.„ Glühlicht II", Burmann, Liebenwalderstraße 27. Tabatblüthe", Schulz, Bernauerstr. 91. Gemüthlichkeit II", Graßig, Wrangelstraße 21. Havanna I", Nixdorf, Pflug, Juliusstraße 59. Tegeler- Alpen", Franke, Schulstr. 21. Kornblume II", Charlottenburg, Gembries, Wallstr. 99. Morgengrauen", Brinkmann, Elbingerstr. 17. Wahrer Jakob", Lier, Alte Jakobstr. 119. Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßburgstr. 56. Kamerun", Kupfer, Zorndorferstr. 2. Glühlicht I", Neu Weißensee, Stegemann, Streustr. 3.„ Edelweiß", Charlottenburg, Kuhlmey, Kaiser Friedrichstr. 50 a." Felsenfest", Schmidt, Wrangelstr. 25. Südwest", Nize, Simeonstr. 13. Unverzagt I", Lehmann, Koppenstraße 17. Grüner Hain", Heide, Elbingerstr. 14.„ Veronika", Weber, Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) Wiesbaden 759 SW Görlitzerstr. 33b. Gefang, Turn und gesellige Vereine. Donnerstag. Geselliger anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort München wird nicht ertheilt. Verein Unter Uns", Fischer, Beuffelstr. 66. Orchesterverein ,, Allegro", Richter, Dresdenerstr. 116. Rauchtl.„ Süd- West", Michaelis, Simeon: Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag ftraße 13. Rauchtl. Kernspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Statklub und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Unter Uns", Bauer, Eisenbahnstr. 7. Orchesterchor Vorwärts", Rirdorf, B. B. 100. Wenden Sie sich, bitte, an ihren Spediteur, derselbe hat Bergstr. 151-152. Stattl. Süd", Krebs, Boechstr. 21. Gesangverein die Extra- Ausgabe erhalten. " Le Cercle de Conversation Française s'assemble touts les jeudis soir à 9 h. dans son local„ Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Française: Jeudi Séance à 9 h. dans son local Rest. Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bien- venus. Zentral- Kranken: und Begräbnißkaffe für Frauen und Mädchen in Deutschland( E. H. 26) Offenbach a. M.( Verwaltungsstelle Berlin L.) Heute Abend 8 Uhr: Mitgliederversammlung in Rautenberg's Festsälen, Oranienstr. 180. Briefkasten der Redaktion. Donnerstag, den 5. Mai, abends 8 Uhr: 14 Volks- Versammlungen. I. Kreis: Feen- Palast, Burg- und St. Wolfgangstraßen- Ecke. II. Kreis: Bock- Brauerei, Am Tempelhofer Berg. III. Kreis: Märkischer Hof( Möhring), Admiralstraße 18e. Arminhallen, Kommandantenstraße 20. IV. Kreis: Sanssouci, Rottbuserstraße 4a. Brüder, Waldemarstraße 75. Urania, Wrangelstraße 10-11. Keller's Festsäle, Stoppenstraße 29. 0. Stechert( früher Joël), Andreasstraße 21. V. Kreis: Brauerei Friedrichshain( früher Lips). VI. Kreis: Berliner Prater, Kastanien- Allee 7. Volksgarten, Badstraße 56. Kösliner Hof, Röslinerstraße 8. Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 25-26. Tages Ordnung: Zum Sportshaus Witterungsübersicht vom 4. Mai 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer fland mm Windrichtung Windstärfe Wetter 5° C. 4° R. Temp. n. C. Stationen stand mm Barometer Windrichtung Swinemde. 756 WSW 3wolkig 12 Haparanda 757 SO 756 SW 4wolfig Hamburg 11 Petersburg 762 SW Berlin 758 23 3wolfig 14 Cort Iwoltig Wien 10 Aberdeen 3 hlb. bed. 12 Paris 4 bedeckt 14 753 NW 747 S Windstärke Wetter 2 bedeckt 2 bedeckt Nein. Temp. 1. C. 15° C.= 4° R. 2010E 4hlb. bed. 11 2016. bed. 756 SSW 5 lb. bed. 11 763 S 760 WNW Wetter- Prognose für Donnerstag, 5. Mai 1898. Ein wenig fühler, theils heiter, theils wolfig mit etwas Regen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Neu eröffnet! Ziegenhals- Niederlehme Station Zeuthen- Hantels- Ablage. Herrlich am Crossin- See und Wald ge Grosser Dampfersteg. legen. 25 Min. v. Bahnh. Eig. Waldung. Saal 600 Pers. fassend. 2 Kegelbahnen. Billardzimmer. ff. Küche. Gute Biere u. Weine aus renomm. Häusern. Garten für 3000 Pers. Für größ. Gesellsch. wird rechtz. Anmeld. erb. P. Hildebrandt. Eine Zuckerin- Tablette zu 2 Pfennig. 1 ist so süss, dass der Süsswerth von Sivies 1 Pfd. Zucker nur 12 Pfennig Was hat das deutsche Volk von dem Ausfall der Reichstagswahlen zu erwarten? Referenten: Bebel, Borgmann, Fischer, Förster, Gerisch, Glocke, Seine, Harm, Liebknecht, Lütgenau, Robert Schmidt, Singer, Ullrich, Zadek. Genossen, Genossinnen! Mit diesen Versammlungen treten wir in die Wahl agitation ein. Ihr wißt, was bei der diesjährigen Wahl auf dem Spiele steht. Zeigt, daß Ihr mündig seid, agitirt, flärt auf. Sorgt auch dafür, daß Eure Mitbrüder und Mitschwestern die Versammlungen besuchen, um sich unsere Bestrebungen klarlegen zu lassen. Frisch auf, zur fröhlichen Wahlschlacht! Geschäfts- Bericht der Die Vertrauenslente Berlins. Genossenschafts- Bäckerei ,, Vorwärts", eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, in Berlin, Am Ostbahnhof Nr. 3. Bilanz- Konto am 31. Dezember 1897. Mart Passiva. 707,14 Per Darlehn- Konto Baufonds- Konto Reservefonds- Konto Ausschneiden! ? 213/10 5% Rabatt! Warum berbient die Brivat- BahnKlinit von F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, die besondere AufMart mertsamteit aller Zahnleidenden? 1910,00 900,00 Activa. An Kassa- Konto " Waaren- Konto " Gespann- Konto. " Utensilien- Konto 842,50 954,00 192,00 " " 485,22 " Konto Korrent: Konto, " Konto Korrent- Ronto, Kreditoren 30,00 Ausschneiden! Debitoren 927,20 " Gewinn: u. Verlust- Konto, Verlust pro 1897. 82,38 3705,22 Geschäftsantheil: Konto 5% Rabatt! der Mitglieder 380,00 Weil fie auch weniger Bemittelten fünftt. Zähne auf Theilzahlung vro Woche 1 M. schmerzlos einsetzt. Behandlung ängst: 3705,22 Spezialität: licher und empfind Gewinn- und Verlust- Konto am 31. Dezember 1897. Debet. An Handlunas- UntoftenGespann- Konto, Credit. . .15 634,57 82,38 Per Waaren- Konto. Berluft- Saldo.. Konto. .14 711,25 • " # 7 Zinsen- Konto 95,50 " B Abschreibung Utensilien- Konto, • 438,20 Abschreibung 472,00 • 15 716,95 15 716,95 Der Geschäftsumsat vom 1. Januar 1897 bts 31. Dezember 1897 betrug 67 435,27 M. Am 31. Dezember 1897 gehörten der Genossenschaft 7 Genossen licher Personen. Für 2-3 Mark Reste sehr groß, zu Senabenanzügen, Reste zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 M. Für 12 M. ff. Cheviot auch Kammigarnreste, Paletot: und Hosenreste so lange der Vorrath reicht im Riefenftofflager mit 19 Antheilen an. Ausgeschieden im Jahre 1897 durch Auftündigung Kransenstr. 14, 1., fein Laden. 2 Genossen. Neu eingetreten feiner. Haftsumme der Genossen am 31. De zember 1897 380 M. Guthaben der Genossen am 31. Dezember 1897 380 m. Hermann Teupel, Betten Geschäftsführer. Hermann Grossmann, Kassirer. Th. Dochow, Vorsitzender des Aufsichtsraths. Steppdecken, Gardinen, Wäsche, Portieren, Chaise: longue, Tischdecken. Anzüge, Hosen, Sommerpaletots, Remontoiruhr., Regulatoren, Reisetoffer, Operngläfer, pottbillig Pfandleihe Neanderstr. 6. viel Geld verdienen, Wer will verlaufe bei hoher Muft. grat. u. franto [ 33886. Nulfs, Einbeck in Hann. Große Betten 12 M. ( Oberbett, Unterbett, zwei Riffen) mit gereinigten neuen Febern bet Suftov Luftig, Berlin S., Bringens ftraße 46. Breisliste toftenfrei. Diele Anerkennungsfchreiben. Provision Tapeten PROMPT DURCH ERICH PETERS.CIV.JNGENIEUR BERLIN SW.29.MITTENWALDERSTR.24. atente kostet. 1 Liter Kaffee zu versüssen kostet 19/ 15* nur 1 Pfennig. Man verlange ausdrücklich ,, Zuckerin"-Tabletten, deren Echtheit an der gesetzlich geschützten gerieften Form zu erkennen ist. Erhältlich in Kolonialwaaren- Handlungen. Die Möbel- Fabrik Todes- Anzeige. Allen Freunden und Befannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, der Steinmetz 33876 Louis Kurz am 3. Mai nach langem schwerem Leiden entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag Nachm. 5 Uhr von der Leichenhalle des neuen Schöneberger Kirchhofes aus statt. Wittwe Kurz nebst Kindern. Welch' edler Selbstgeber leiht jungen Mann 100 M. Rückzahlung Übereinfunft Danek" Postamt 73. " Arbeitsmarkt. Achtung! Achtung! Holzarbeiter. In der Küchenmöbel Fabrit von Fränkel& Co., Friedenau, haben sämmtliche Tischler( 14 Mann) wegen Differenzen die Arbeit nieders gelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Achtung, Stockarbeiter! Grosser Möbelverkauf. Nene Schönhauserstr. 2 regelung eines skollegen nicht gefallen ( früher Rosenthalerstr. 13) liefert bürgerliche Wohnungs Einrichtungen schon von 150 M. an. 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Hofmann, Gitschinerstr. 16.[ 33796 Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Br. 104. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dong, 5. Mai 1898. = Boziales. = Gewerkschaftliches. die Ausland. Donnerstag, die maschinisten in die Lohnbewegung eingetreten. Sie verlangen d. h. festen Lohn Unabhängigkeit von dem gleitenden Lohntarif Die geistlichen Vorsteher der katholischen Arbeitervereine -und 10 pet. Lohnerhöhung, die Unternehmer wollen ersteres Nord- und Ost- Deutschlands beschlossen auf ihrer ersten Jahresdie in Re- unser Londoner Mitarbeiter, Der Kampf im Kohlenrevier von Süd- Wales, so schreibt bewilligen, aber nur 3/16 pCt. Lohnerhöhung zugestehen, was die Arbeiter als lächerlich zurückweisen. Wie begreiflich, herrscht übersolution, worin der Zusammenschluß der Vereine zu einem Verwenn nicht durch Vorgänge außerhalb des Kampfgebiets ein Drud haupt eine sehr gereizte Stimmung in Wales, und die von den bande empfohlen wird. Pfingstdienstag im hiesigen Leo- Hospiz abgehalten werden. Der Delegirtentag der Vereine soll am auf die eine oder andere der fämpfenden Parteien ausgeübt wird, sozialistischen Organisationen in das Streifgebiet entsandten Redner sich noch recht lange hinzuziehen. Die Hilfsgesuche der Aus- finden den Boden für die sozialistische Lehre überaus empfänglich. In der Möbelindustrie Londons und der Provinz, so Zwangs- Junung für das Buchbinder Gewerbe in Leipzig. ständigen an die organisirten Arbeiter anderer Bezirke und GeDie Streishauptmannschaft zu Leipzig hat auf Antrag der Buch- werbe find bis jest ziemlich erfolgreich ausgefallen. Die Berg- schreibt unser Londoner Korrespondent, herrscht schon seit längerer binder Innung angeordnet, daß Grund Beit Kampfesstimmung. Die bisher ziemlich mangelhaft organivon früher her manchen vom 1. September 1898 arbeiter Föderation, an sämmtliche Gewerbetreibende, die in der Stadt Leipzig das zur Beschwerde gegen gegen die Walliser hat, hat auf einer firten Unternehmer dieses Geschäftszweiges haben sich, ermuthigt Buchbinderhandwerk ausüben, der dortigen Buchbinder- am letzten Dienstag in London abgehaltenen Konferenz nach An- durch das Beispiel der Maschinenbau- Fabrikanten, zu einem leistungsInnung anzugehören haben. hören einer Deputation aus dem Streifrevier aus eigener Vollmacht fähigen Verbande zusammengethan, um von den Arbeitern das beschlossen, sofort 1000 Pfd. Sterl. nach Wales zu schicken und Recht zur Einführung von Stüdlöhnen, Freiheit der kurz, der von den MaschinenDer agrarischen Begehrlichkeit nach der billigen Ar- wöchentlich 500 Pfd. folgen zu lassen; weiter aber sollen die Arbeitsvertheilung 2c. beitskraft der Schulkinder hat das weimarische Distrikte befragt werden, ob nicht eine höhere Unterſtüßung am fabrikanten durchgesetzten Forderungen, zu erlangen, bezw. zu er Miniſterium eine kleine Schranke gesezt. Es ordnete an, daß die Blaze sei und gegebenenfalls eine Extratonferenz einberufen 3 wingen. Die organisirten Arbeiter sind entschlossen, sich der Bestimmung, wonach Schulkinder nicht länger als fünf Stunden werden, um Unter Einführung der neuen Regeln, in denen sie einen Versuch der über die wirksamsten Schritte zur täglich zu Feldarbeiten herangezogen werden dürfen, auch während stützung der Walliser zu berathen. In verschiedenen Graf- 3 erschmetterung" des Gewerkschaftswesens und der Rückkehr der Ferienzeit und der sonstigen schulfreien Tage ihre schaften, 100 die Geltung behält. Bergarbeiter Lohnerhöhungen durchgesetzt zum System der Schwißarbeit erblicken, mit äußerster haben, find Extrasteuerit von 1 Schilling und darüber Energie zu widersetzen. In Schottland hat der Kampf schon be= Wie arg muß die Schädigung des Schulunterrichts durch die die Woche für die Kollegen in Wales bewilligt worden und ebenso gonnen, in London steht er vor der Thür, und die betheiligten GeAusbeutung der Kinderarbeit sein, daß in der Aera des Bundes der besteuern sich selbstverständlich die Arbeiter derjenigen Gruben in werkschaften rüstensich in jeder Weise auf ihn. Sie haben große Berg Landwirthe eine Regierung- leider nicht die preußische! den Süd- Wales, die außerhalb des Unternehmer- Verbandes stehen. ſammlungen abgehalten, um die Organisation zu kräftigen, und biederen Agrariern etwas auf die Finger zu klopfen wagt! Ferner haben die Leiter der großen Gewerkschaften der Maschinen- Extrastenern ausgeschrieben, sowie Unterstüßungsappelle ausgefandt, fommen hier Es vornehmlich Volksversicherung in der Schweiz. Der Große Rath( Land- bauer, Steinmaurer 2c., des Verbandes der Eisenbahner und um von vornherein mit möglichst gefüllter Kriegskasse in den Kampf zu können. tag) des Kantons Neuenburg hat ein Gesez über die Volks- anderer größerer Organisationen versprochen, ihren Komitees die eintreten Kunsttischler und der Möbelpolirer in versicherung beschlossen, das am 1. Jamuar 1899 in fraft treten soll. Bewilligung namhafter Unterstützungen zu empfehlen, und das gleiche Organisationen der Ju London sind die ersteren durch den etwas über Die Versicherung hat fakultativen Charakter, erstreckt sich auf das werden die Leiter der großen Verkaufsgenossenschaften betracht. Alter und den Todesfall und steht allen Familienvätern offen, welche thun. Kurz, im ganzen ist die Bereitschaft zur Hilfeleistung 5000 Mitglieder zählenden Verein" Alliance Cabinet Makers", die Bürger des Kantons Neuenburg sind, ferner allen übrigen Schweizer- größer als nach manchen, in der ersten Zeit gefallenen Aeußerungen letzteren durch die Amalgamated Society of French Polishers verbürgern nach sechsjährigen Aufenthalt im Kanton Neuenburg, und angenommen wurde. Ob aber bei alledem genug Mittel werden treten, deren Mitgliederzahl zur Zeit nicht sehr groß ist.„ Groß ist endlich allen Wittwen und geschiedenen Ehefrauen, welche Kinder aufgebracht werden können, um die Ausständigen und die durch den( auf seiten der Arbeiter) die Nothwendigkeit der Organisationheißt es in einer Erklärung der gehaben. Zum Zweck der Versicherung wird eine kantonale Volks- Ausstand Arbeitslosen annähernd mit Mitteln gegen die äußerste gering das Streben danach" versicherungskasse errichtet, deren Leitung den Versicherten selbst, Noth zu versorgen, ist mehr wie zweifelhaft. Es handelt sich un nannten Vereine in der letzten Rummer von„ Raynolds NewsKontrolle aber dem Lande übertragen über 150 000 Arbeiter mit ihren Familien, und da sind selbst paper". Vielleicht hat das Vorgehen der Unternehmer gerade die Die jährlichen Zuschüsse des Staates werden auf sehr nennenswerthe Summen wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Wirkung, einen großen Theil der indifferenten Mehrheit der Arbeiter 85 000 Franks veranschlagt. Die Prämien haben die Ver- Neben Berichten über die Nothlage unter den Arbeitern treffen schon zum Eintritt in die Organisation zu veranlassen, jedenfalls aber muß sicherten monatlich zu bezahlen und bei Zahlungsunfähigkeit Berichte über die Noth von Händlern ein, bei denen die Arbeiter das von den letzteren unternommene Werk als ein sehr hartes Stüd hat die Gemeinde die Beiträge zu entrichten. Die Versicherungs- sonst ihren Bedarf einkaufen und in Fällen von Arbeitslosigkeit auf Arbeit bezeichnet werden. In dem großen dänischen Arbeiterkonflikt scheint mun doch jumme für den Todesfall kamu 1000-5000 Fr. betragen, die monat- Kredit entnehmen. Das frühe Eintreten solcher Erscheinungen ist liche Altersrente, die vom 60. Lebensjahre an ausgezahlt wird, 30 die Folge des Mangels jeglicher leistungsfähigen Organisation unter Aussicht auf friedliche Lösung vorhanden zu sein. Die Vertreter des bis 100 Fr. Der staatliche Zuschuß zur Nettoprämie beschränkt den Arbeitern, und nach den Erklärungen, welche ihre Wortführer Arbeitgeber- Vereins und der vereinigten Fachvereine hatten sich auf fich auf eine Versicherungssumme von 500 Fr. für den Todesfall und auf der Konferenz der Bergarbeiterföderation abgaben, fann als eine Üebereinkunft etwa folgenden Inhalts geeinigt: Von den auf eine Altersrente von 30 Fr. monatlich. Für die über diese sicher angenommen werden, daß eine der Folgen des jezigen Lohn- Malern wird der von einem gemeinsamen Ausschuß ausgearbeitete Grenzen hinausgehenden höheren Versicherungssummen hat der Ver- Kampfes der Aufbau einer richtigen Gewerkschaft unter den Berg- Preiskourant angenommen. Die Arbeitszeit wird auf 912 Stunden angesetzt, auch die Bautischler behalten eine Arbeitszeit von 91/2 Stunden. ficherte die Prämie allein zu bezahlen. Die Kosten der Verwaltung arbeitern von Süd- Wales sein wird. wie auch der ärztlichen Untersuchung und des höheren Risikos bei Inzwischen hat der Vorstand der Bergarbeiter Die kleinen Einzelstreits werden durch Verhandlungen abgeschlossen. Ein Föderation dem Vorstand des Unternehmerbundes gesundheitlich schwachen Personen übernimmt der Staat. im Eventuelle Lohnstreitigkeiten werden in Zukunft durch die Fachähnlicher Gesezentwurf, den der Konservative Odier ausgearbeitet| Verbandsgebiet die Forderung einer Lohnerhöhung von Schiedsgerichte entschieden. Außerdem wurde bestinmit, daß ein hat, liegt zur Zeit auch dem Genfer Großen Rathe vor. 10 pCt. zugestellt. Nach den zwischen beiden Verbänden verein- gemeinsamer Arbeitgeber- und Arbeitnehmer Ausschuß von sechs barten Verträgen werden einige Wochen vergehen, bis es zu einer Mitgliedern( je zwei aus jeder Organisation und je eins außers Drei Volkssanatorien für Lungenkranke werden in Schweden endgiltigen Antwort der Unternehmer und der Entscheidung darüber halb derselben) in Zukunft entscheiden soll, ob entstehende errichtet werden, und zwar je eins im nördlichen, mittleren fommt, ob die Sache ohne Ausstand erledigt werden wird. So oder Streitigkeiten ein Bruch der eingegangenen lleberein und südlichen Theile des Landes. Der Staat giebt zu allen das so müßte die Erhebung der Forderung auch den kämpfenden Ar- künfte find. Diese Uebereinkunft ist nun vom Arbeitgeberverein Terrain und das nöthige Bauholz unentgeltlich her; für die Ein- beitern in Wales zu gute kommen. Mit bezug auf diese ist noch zu in einer außerordentlichen Generalversammlung angenommen und richtung des Sanatoriums im südlichen Schweden hat der Reichstag bemerken: Den Veröffentlichungen Den Veröffentlichungen der Unternehmer gegen muß noch den einzelnen Meister- und Arbeitgeber- Verbänden 850 000 Stronen bewilligt und für die beiden anderen ist die über, Surchschnittlich über daß die Shilling vorgelegt die Arbeiterverbände ist der VorSumme von 2200 000 kronen bestimmt, die dem König Oskar bei die Woche verdient hätten, hat das Komitee der letzteren schlag zur Annahme versandt. Die definitiven Entscheidungen sind seinem Regierungsjubiläum als Geschenk gespendet wurden. festgestellt, daß die Durchschnittslöhne der letzten Jahre Anfang dieser Woche zu erwarten. Der Fuhrhalter- Verband und 22 Schilling die Woche nicht überstiegen haben. Ferner sind der Malergesellen- Verein haben bereits zugestimmt. Der Frif. 8tg." neben den eigentlichen Bergarbeitern auch die Bergwerts- l zufolge ist die Arbeit bereits am 2. Mai wieder aufgenommen worden. deren Aufsicht und wird. Arbeiter 30 An werden. Mittwoch, Donnerstag, Freitag Leinen- und Baumwollwaren Elsasser Renforcé Meter 25 Pt. 99 99 Louisiana Meter 30 Pf. Hemdentuch Meter 35 Halbleinen Meter Pf. ca 82 cm breit 48 Pf., ca. 160 cm Lakenbreite 95 Pt., 57 Pf. Reinlein. Creas ca. 83 cm breit, Meter Bettdamast, Kissenbreite, Meter 55, Deckbettbreite 85 Pf. Stickereien, Tablette- Decken 99 99 Gartendecken 1,20 und 1,25 Mk. Tischtücher Reinleinen, 2,10, 2,20 und 2,75 Mk. Servietten Grösse ca. 65/65 cm, gesäumt Dtz. 4 Mk. 99 gesäumt Grösse ca. 65/65 cm, Reinlein. gesäumt Dtz. 6,25 und 7,50 Mk. mit roter Küchen- Handtücher Reinlein, gesäumt Dtz. 5 Mk. Stuben- Handtücher Reinleinen, gesäumt Dtz. 6 Mk. Ein- und Ansätze, Stücklänge ca. 4 bis 412 Meter Stück 40 Pf. bis 3. Mk. Vorgezeichnete Tapisserie- Artikel mit Fransen Hohlsaum 20 u. 30 Pf. mit 20 u. 28 Pf. Läufer 95 Pf., 1,65 Mk., Filz 80 Pf., 1,45 Mk. Küchen- Handtücher weiss 68 Pt. 99 99 grau 55 Pf. u. 1,10 Mk. Stuben- Handtücher 60 Pf. u. 1,10 Mk. Ruhekissen 38 Pf. Filzkissen 1,60 Mk. Plaidhüllen 1,25 Mk. Plaidtaschen 2,50 Mk. Schirmhüllen 75 Pf. Picknickrollen 42 Pf. Kongressschürzen 35 Pf. Journalhalter 50 Pf. Bürstentaschen 50 Pf. Uhrhalter 55 Pf. Fertig gestickt: Postkartenständer 75 PL. Wandschoner 80 Pf., weiss 1,25 Mk. Besentücher 1,50 M. Markttaschen 85 Pr Küchen- Tischdecken 85 Pf. 35 Pf. Servietten u. Decken ca. 40/40 cm gr. Bestecktaschen 1,35 Mk., Filz 1,20 Mk. Schrankstreifen, 3 Teile 27,4 Teile 35 Pf. Reinlein. Fussbänke 1,40 Mk. Picknickrollen 85 Pf. Warenhaus A.Wertheim Für den Juhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 5. Mai. Opernhaus. Margarethe. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Anno dazumal. Madame Dutitre. Anfang 72 Uhr. Dentfches. Hedda Gabler. Anfang 7 Uhr. Lessing. Im weißen Nöß't. Anfang 71 116r. Berliner. Kinder der Bühne. Anfang 7 Uhr. Goethe. Die Frau ohne Geist. Anfang 7 Uhr. Schiller. Galeotto. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 7 Uhr. Dienes. Die Freuden der Säuslich: Teit. Anfang 7 Uhr. Residenz. Sein Trick. Anfang 8 Uhr. Chalia. Die Haberer. 7 Uhr. Anfang Citend. Unter der Polarsonne. Au fang S 11hr. Gentral. Geschlossen. Belle Alliance. Die Aermsten. Au fattg 8 Uhr. Luisen. Der jüngste Lieutenant. Anfang 8 11hr. Schiller Theater Urania ( Wallner Theater). Donnerstag: Galeotto. Freitag: Tanbenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Ein gemachter Mann. Invalidenstr. No. 57-62. Sonnabend: Galeotto. Ostend- Theater. Br. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß. Lchte Woche! Leyte Woche! Zum 96. Male: Unter der Polarsonne. Gr. Frei- Konzert. Anfang 7 Uhr. Im Tunnel vor u. nach der Vorst. Donnerst.: Unt. d. Polarsonne. Sonnt. Nachun. b. günft. Witterung im Garten Gr. Frei Konzert. Anfang 4 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Am 10. Mai findet das 30jährige Schauspieler- Jubiläum des Direktors Carl Weiß statt; zur Auf führung gelangt: Der Stabstrompeter. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstrasse 34. Abends 8 Uhr: 4. Gastspiel von Emma Frühling: Täglich abends 7 Uhr: r Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge, Passage- Panopticum. 36 schwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. BANNSTATION AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Vorstellungen in der Arena: 5 und 8 Uhr nachm. Im Theater ab 4 Uhr beständig, ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. Jeden ENTREE 50 Pf. Schweizer Garten. GartenSAVIGNYPLATN Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. ExtraVorstellungen Sonntag Konzert Vorstellung. 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. Castan's Auftreten der engagirten Spezialitäten. Volksbeluftigungen aller Art. Jm Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Pfingstfonntag, Beginn der Hauptsaison. den 29. Mai: Von da ab tägliche Vorstellungen. An Wochentagen ist Garten und Saal mit Vor: stellungen und Ball an Vereine zu vergeben. Mehrere Sonnabende sind noch frei. Brauerei- Ausschank Panopticum. Achtung! Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenFriedrich Wilhelmstädtides. Der jüngste Lieutenant. Orang- Utan Heinrich Heine. Vorher: Ent fleines Mißverständniß. Anfang S lhr. Alexanderplats. Eine Gefallene. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturlundt. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Suvalibenstraße 57/62. Täglich ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Passage Panoplifum. 36 schwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. Apollo. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. Vieichshallen. Spezialitäten. Au fang 7 Uhr. Central- Theater Bitte Jakobfir. 30. Donnerstag und Freitag wegen Vorbereitung geschloffen. Sonnabend, zum 1. Wale: Novität! Novität! Boffe mit Gesang in 3 Aften v. Ed. Jacobson. Musit v. G. Lehnhardt. Freitag: Arme Mieze! Marie: Anna Müller- Lincke. Vorbestellungen v. Billets durch Telephon Amt 4 Nr. 2074 werden ohne Aufgeld an der Abend: fasse reservirt. der Waldmensch" von der Insel Borneo, 12 Met. hoch. Salambo, die schöne Schlangenbändigerin. Maehr's Theater Apollo- Theater. Oranien- Strasse 24. Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Novitäten- Programm. Stille Liebe, Bosse. Unglückliche Familienverhältnisse Posse. Hertha Lorenzi, Marietta Berndt, Kostümsoubrette. Kostüm soubrette Clemens Focke, Original- Humorist. Pläge Aufang: Breife ber plate Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. gewöhnlich. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Vollständig neues Programm. Der Victoria- Brauerei, Stralau. Budapester Possen- u. Operettentheater Kaufmann's Variété Direktion: Gebr. Herrnfeld. Den siegreichsten Erfolg der Saison erzielen die neuesten Gebrüder Herrnfeld'schen Sensationsstücke ,, Die vierte Frau" und ,, Von Dreien der Glücklichste" mit Donat und Anton Herrnfeld und Martin Bendix in den Hauptrollen. Ausserdem: Auftreten von Solo- Spezialitäten. Anfang präz. 8 Uhr. Vorverkauf von 10-5 Uhr. Ton- Halle, Friedrichstraße 112. Jeden Donnerstag, Sonnabend und Sonntag: Gr. Ball. 47389* Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75.[* J. Martin Herzberg. Eröffnung der diesjährigen Sommer: Saison am Donnerstag, den Grosse und kleine Säle zu 19. Wat 1898( Himmelfahrtstag). Der Garten und die Lokalitäten sind Versammlungen unentgeltlich, sogänzlich neu renovirt. Wöchentlich zweimal großes Garten- Concert sowie wie zu Sommer- u. WinterfestlichTheater und Spezialitäten Vorstellung bei gänzlich freiem Entree. keiten b. koulanten Bedingungen. Jm elektrisa) erleuchteten Riesen- Saal jeden Sonntag und Donnerstag: 50680* Großer Ball bei freient Entree. Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll Karl Mittag, Defonom. Der Garten nebst Bühne sowie sämmtliche Lokalitäten find für die Pfingstfeiertage zu Früh- Concerten 2c. noch zu vergeben. Karl Mittag, Defonom. Concerthaus Täglich: Robert Steidi. Edi Blum. Leipzigerstr.No.48 Henry Bender. Eugenie Fougère u. S. W. . s. w. Hoffmann's Quartett und Humoristen. Sonnabend, den 7. Mai: Zum 50. Mal: In Zossen. Kasseneröffnung 62, Anf. 8 Uhr. Eröffnung der Sommersaison am Donnerstag, den 12. Mai: Donnerstag, den 19. Mai, im schattigen Mit durchweg neuer glänzender Sommergarten. Ausstattung: Sproffer, Nachtig, alle Sorten Wald: Zum ersten Male: oppenstr. 60. Der Dorflump". vögel, Bogelbauer billig. Schnelle: Don Juan in der Hölle. Sonntag: Seichte Cavallerie. 11. Bichung d. 4. Klaffe 198. Kgl. Preuß. Lotterie.( 500) 118045 284 422 71 524 688 800 91 950 119035 Siebung vom 4. Mai 1898, vormittage. Rur die Gewinne über 210 Wart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Chne Gewähr.) 40 107 SO 403[ 3000] 505[ 300] 753 1103 431 36 803 2019 61 78 83 107 82 251 56 508 63 86 13000] 645 733 935 79[ 300] 97 3091 198 376 528 606 882 4152 224 43 343 444 62 702 862 976 5017 113 237 337 41 459 576 SG 809 936 6036 66 278 74 81 456 70 513 642 789 103 80 18000] 209 94 385 8015 40 49 50 51[ 10000] 84 145 337 455 562 619 888 954 63 0002 164 86 366 532 78 785 945 10098 147 50 92 207 56 365 677 859 11036 114 21 28 85 646 846 934 77 12013 77 121 311 47 533 72 634 802 51 13026 360 13000] 77 473 869 902 14103 58 206 74 423 21 561 678 15054 82 461 78 526 82[ 300] 704 806 16078 95 184 822 453 534 738 891 907 17 99 17046 128[ 300] 405 44 528 91 637 905 16 20 18131 66 92 94 330 85 465 96 668 82 783 10027 128 325([ 1500] 20182 469 680 988 21131 55 291 401 567 820[ 500] 2: 2033[ 1500] 173 206 42 82 358 429 603 10 34[ 500] 839 9:30 77 23033 92 121 62 354 408 24175: 207 395 510 31[ 1500] 750 75[ 5000] 845 57 949 73 25034 161 ( 3000] 228 40 624 772[ 5000] 809 54 98 907 40 79 6050 193 316[ 300] 492[ 500] 506 645 73 764[ 300] 928 27129 399 541 89 890 28302 56[ 500] 403 89 713 821 29002 57 305 81 483 585 664 70 769 87 956 982 30059 179 453[ 3000] 506 80 620 77 709 62 939 41 64$ 1331 78 659 32015 192[ 3000] 845 916[ 300] 59 72 83483 514 22 84 679 799 857 907 13 60 340-5 110 66 240 447 574-94 698 710 84 809 35316 406[ 1500] 16 84[ 1500] 549 71 98 663 795 888 30050 87 148 321 68 454 85 594 6 2795[ 1500] 835 902 37046 143 79 90[ 300] 210 611 26 48 92 823 71 970[ 1500] 88 38021 257 876 79 448 520 21 618( 3000) 74 755 915 56 39011[ 1500] 130 252 91 308 665 745[ 1500] 965 40089[ 300] 115 67 279 91 516 55 820 82 41036 [ 300] 110 237 51 429 30 57 71 508 604 30 72 748 42006 255 82 306 40 466 616 43151 380[ 500] 405 78 86 566 646 761 88 96[ 3000] 809 62 61 84 41045 251 130001 53 591 831 43017 64 122 84 611 34 88 727 848 916 92 46146 211 55 575 797 864 47179 265 74 444[ 500] 50 81[ 500] 657 944 48050 125 73 246 345 631 840 49158 311 478[ 800] 704 30[ 500] 812 918 52 50706 834 970 51071 271 387 420 765[ 800] 52103 261 428 654 788 808 962 53031 601 34 815 62 938 54 76 64121 87 99 287 326 485 757[ 8000] 803 72 55003 615 28 849 50096 256 415 51 575 722 864 15000] 57036 228 37 458 87 623 77 788 58019 177 206 521 60 643 68[ 300] 99[ 500] 712 78 863 78 964 88 53095 409 823 6916846 872 565 751 900 61029 75 154 329 86 560 98 C05 9 79 743 886 953 62093 132 56 69 70 289 873 87 447 572 652 978 63155 68 60 284 87 384[ 1500] 530 53 699 3000] 741 45 834 95[ 300] 984 71 64173 84 215 48 472 531 614 745 873 946 65031 54 107 223 65 82 327 46 435 907 66227[ 300] 342 444 65 636 701 937 07008 210 78 443 714 845 68044 319 62 57 574 11500] 628 39 62 752 869 99 900 2 18 26[ 300] 20 69178 293 843 474 80 522 37 624 64 73 712 969 78 70147 697 858 62 932 71168 460 66 596 846 92 72255 60 60 883 443 543 694 736 961 73057 127 32 52 201 78 569 737 55 892 74187 200 17 78 479 788 988 75234( 500) 310 53 68 13000] 482 533 660 708 45 58 957 1300] 76058 133 229 398 711 77051 273 500 719 813 988 78013 25 145 552 662 844[ 8000] 967 79312 63 7: 2 911 49 80141 804[ 1500] 45 532 49 765 82[ 800] 861[ 800] 910 81043 170 254 567 701 53 98 961 82395 513 66 16 618 85 708 S3021 108 76 389 70 481 83 778 85 842 51 81015 80 223 482 575 668 764 881 85019 37 212 355 75 548 615 19 24 712( 3000) 932 86204 17 845 642 96 87142 285 859 738 97 801 88055[ 300] 176 214 69 429 61 65 788 979 89075 177 288 383 621 45 705 69 89$ 67 90032 113[ 800] 98 325 85 465 78 82 663 886[ 1500] 37 906 01087 241 811 43 68 431[ 3000] 62 98 561 734 39 845 83 92272 897 616 94 747 946 93108 372 413 570 87 616[ 1500] 751 851 937 94160 852 410 16 77 582 C03 780 83 93 917 95241 301 8 25( 800] 657( 8001 622 58 781 832 40 976 96094 226 419 519 610 12 15001 45 768 07057 105 307 429( 3CCO] 82[ 500] 759 96 847 [ 800] 64 98045 112 31 84 218 320 401 509 815 25 95 976 99019 119 210 39 556.78 674 751 90 100087 95 303 72[ 1500] 628 926 101217 27 60 518 72 99 600 786 852 91[ 500) 10: 2100 22 57 264 386 418 24 41 674 792 960[ 10000] 71 99 103008 58 118 49 [ 1500] 313 719 50 953 104299 434 603 1500] 29 34 92 710 1800] 58[ 3000] 915 105376 523 47( 500) 683[ 1500] 722 845 52 100643 67 83 705 107041 57 195 436 92 94 585[ 1800] 630 772 108056[ 500] 71 228 400 7 657 74 87 109038 73 205 54 340 69 427 998 3000] 110032 84 154 93 220 26 404 18 36 523 26 714 821 80 937 48 62( 8.00) 111241 328[ 1500! 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Die in der Lifte vom 2. Mai nachmittags aufgeführte r. 18 ist an diesem Tage nicht gezogen worden., W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Gr. Extra- Theatervorstellung Papa's Liebschaft. Schwant in 4 Atten von Malachow und Elsner. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Heut u. folgende Tage dieser Woche In frischester Qualität: pro Pfand 40 Pf. Zander Eis- Hechte 40 99 Eis- Barsche 30 99 Schellfische 20 99 Cablian 20" 99 Bratschollen ( Flandern) 15 99 Seezungen von 75 an Alle anderen Fischsorten in reichster Auswahl zu niedrigsten Tagespreisen. 16. Dragonerstr. 16, Otto Gundermann 11. Ziehung d. 4. Klaffe 198. Kgl. Preuß. Lotterie.[ 1500] 359 414 672 76 729 842 67 908 44 110198 297 Biebung vom 4. Mai 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 31 32 178 237 305 8 402 1159 389 532 679 718 71 80 820 33 2001 36 181 503[ 5000] 49[ 300] 59 692 150JJ 822 37 956 3468[ 1500] 630[ 500] 66 725 31 74 909 36[ 500] 96 4020 59 135 238 92 301 40 430 31 512 729 5005 6 9 158 395 408 563 946[ 1500] 6038 94 254 379 444 78 854 77 98 7403 85 549 75 843 60 61 8233 41 330 78 403 580 694 764 98 811 23 9194 337[ 3000] 509 722 915 10051 139 493[ 500] 509 748 64 878 986[ 300] 11011 94 134 62 218 323 513 74 93 749[ 300] 63 819 12010 43[ 500] 164 74 379 96 695 702 899 946 47 13131 54 [ 1500] 68 610 47 14146 349 413 90 734[ 3000] 850 92 968 15357 672 797 919 22 57 16192 266 374 88 434 804 17090 682 728 75 806 18326 34 69 430 717 40 75( 5000) 19008 67 86 98 210[ 500] 43 315 39[ 500] 551 660 82 700 803 20065 110 15 70 96 202 44 447[ 1500] 540 84 647 76 764 92 851 21017 124 339 410 16 96 622 90 915 46 22001 155[ 500] 86 94 281 302 37 598[ 1500] 685 704 40 922 23065 284 385 525 64 812 24042 47 814 43 63 90 524 735 59 993 25007 251 469[ 500] 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin,