Kr. 105. Adoimements• Ktdtnsmlgea: «bonnementi- Preis pränumerando: vterteljährl. SL0 fBll, monatt 1,10 Ml., wochiniltch 28 Pfg. frei in< Hau». Einzelne Nummer 8 Pfg. Sonntag», Nummer mit tlluftrtrter Sonntag», Beilage„Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Marl pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitung», Pr-t»ltft- fitr ISVS unter Nr. 7S7S. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 2 Marl, für da» übrige Au»la»d 3 Marl pro Monat, 13. Jahrg. We InserNons- Gebühr betragt für die fechigespalten««olonel- zeit« oder deren Raum 40 Pfg., für verein«- und verfammlungS-Anzetgen, fowie ArbeitSmartt 20 Pfg. Inserate für die nächst« Nummer müssen di« 4 Uhr nachmittag« in der Expedition abgegeben werden. Dt« Expedition ist an Wochentagen bt« 7 Uhr abend», an Sonn- und Festtagen bt»»«che vormittag» geöffnet. «rscheini ttgltri, nutzer»onlng«. Devliner Volksbl�kk. »emttzevochrr!»ml l,»r. l«». Telegramm-Adr-ste: nSvzialdrneokrnt»er«««. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S'W. 19, Beulh-Slratze 2. Freitag, de» 6. Mai 1898. Expedition: 19, Beuth-Stratze 3. Die Reichsregierung hat gesprochen! Sie hat gesprochen, und s o gesprochen, wie wir von vorn- herein es erwarten mußten, wenn wir ihr Verhältniß zu der „kleinen, aber mächtigen" Agrarier- und Junkerklique uns zum Bewußtsein brachten. Wir hatten jedoch, sozusagen wider besseres Wissen der Möglichkeit Raum gegeben, die Reichsregierung könne durch die Betrachtung der gegen wärtigen Lage und der bevorstehenden Wahlen auf die Gefahren der Solidantät mit dem Agrarierthum aufmerksam gemacht worden sein. Es giebt eine Logik der Thatsachen, die härter ist als der härteste Schädel, und vor welcher persönliche Neigungen und Abneigungen keinen Bestand haben. Und da die Reichsregierung, als konservative Regierung, ein offenbares Interesse hat, ihr Ansehen beim Volke nicht zu erschüttern,— und da nichts das Ansehen einer Regierung mehr erschüttern kann, als ihre Befürwortung und Vertheidigung einer Politik, welche in Zeiten der Theuerung das Brot noch künstlich vertheuert— so hielten wir es in der That nicht für ausgeschlossen, daß die Reichsregierung sich den um- klammernden Saugarmen des junkerlich- agrarischen Riesen polyps zum mindesten für einige Zeit entwinden würde. Wir hielten dies um so �weniger für ausgeschlossen, als die zwei anderen, ähnlich gestellten Regierungen: die italienische und die französische, obschon ebenfalls unter dem Einfluffe der Großgrundbesitzer, soeben die Suspension der Getreidezölle angeordnet haben. Wenn Meline, das taupt der französischen Schutzzöllner, der zugleich das aupt der französischen Parteiregierung ist, die zeitweilige Aufhebung der Getreidezölle für nothwendig befunden hat. dann konnte man doch in der That denken, die deutsche Reichs regierung, die sich niemals offiziell mit der Schutzzöllnerei identifizirt und bei jeder Gelegenheit ihre Unabhängig keit von Parteien betont hat, würde die französische Schutz zöllner-Regierung an Begeisterung für die Politik der Lebens mittelvertheuerung nicht übertreffen. Allein wir hatten die— Festigkeit der Reichsregierung und ihre Unempfindlichkeit gegen die Wünsche und niedrigen Bedürfnisse des menschlichen Heerdenviehes unterschätzt. Die Reichsregierung hat gesprochen und sie hat sich gegen die Suspension der Getreidezölle ausgesprochen. Die Thatsache bedarf keines Kommentars. Ein Kom mentar würde nur abschwächen. Das Brod hat einen Hunger preis; und die deuffche Regierung weigert sich, den Hunger preis herabzusetzen indem sie die Zölle, welche den Preis noch künstlich erhöhen, zeitweilig aufhebt. Was ist da zu sagen? Die Thatsache sagt alles. Und wir werden dafür sorgen, daß den Wählern in diesem Wahl kämpfe alles gesagt wird. Wie sucht die Reichsregierung ihr Handeln zu rechtfertigen? Im Jahre 1892 wurde von Graf Kunitz, dem Führer der deutschen Agrarier, aus freien Stücken erklärt, wenn die Kornpreise eine bestimmte Höhe erreichen sollten, so müßten die Kornzölle suspendirt werden. Jetzt ist diese Höhe der Kornpreise erreicht, ja sogar überholt. „Aber— was war die Antwort Junker Alexander's? Ja Bauer, das ist ganz was anders".„Das ist ganz was anderes"— war die Antwort der Reichsregierung und der Agrarier durch den Mund des Staatssekretärs für das Schatzamt, des Herrn v. Thielmann.„Damals— so las dieser Herr aus seinem Manuskript ab, die Rede war also vorher genau festgestellt—. damals, 1892, fehlte es an Getreide; jetzt ist genug Getreide da, nur kann es infolge des Kneges zwischen Amerika und Spanien momentan nicht herangeschafft werden." Richtig ist, daß der Krieg eine Erhöhung der Getreide- preise hervorgerufen hat, die mit den Getreidezöllen in keinem Zusammenhang steht; allein richtig ist auch, daß in den Ländern mit Getreidezöllen die Konipreise noch über den Kriegspreis hinaufgetrieben sind. Und gegen diese künstliche Brotvertheuerung hat sich der Volkszorn in Italien und Frankreich gewandt, und dieser künstlichen Brotvertheuerung hat die italienische und hat die französische Schutzzöllner-Regierung durch Suspension der Getreidezölle mit Rücksicht auf die Interessen des Volkes ein Ende gemacht. Die deutsche Reichsregierung hat anders gedacht und ge- handelt. Sie, die unparteiische, stand fester auf Seiten der Agrarier- und Schutzzöllner- Partei, als die Parteiregierungen Italiens und Frankreichs. Sie hat sich schutzzöllnerischer er- wiesen als Herr Meline, der schutzzöllnerischste der französischen Schntzzöllner. Das deutsche Volk wird sich das merken. Am 16. Juni ist großes Gericht über die B r o t v e r- theuerer und Großkornwucherer nebst Helfers- Helfern. Ter Hunger ist unser Bundesgenosse und der Hunger ist nicht blos der beste Koch— er ist auch der beste Bundes- genösse. Am 5. Mai 1898 hat die deutsche Reichsregierung gesprochen. Am 16. Juni 1898 spricht das deutsche Volk. M) n hl K n m p f. König Stumm ruft zur Wahl. Auch die„Reichs- und freikonscrvative Partei" erläßt in der „Post" ihren Wahlaufruf. Derselbe reiht sich würdig an den Aufruf der konservativen Zwillingspartei an. Ein Potpourri von Gemeinplätzen. Bemerkenswerth ist nur folgendes. Der Landwirthschaft wird „ein wirffamerer Schutz" versprochen, d. h. Erhöhung der hohen Brotzölle. Ferner sollen die mannigfachen Mängel und Härten, welche bei der Durchführung der sozialen Gesetzgebung hervor- etreten sind, beseitigt werden, das heißt wohl Sonntagsruhe, Arbeiter utz, Gewerbegerichtsverfassung sc. sollen verstummt werden. Besonders hübsch macht es sich sodann, wenn der Aufruf sagt: „Das Wohl der Arbeiter nach jeder Richtung zu fördern, entspricht unserer Tradition". Der Herr von Neunkirchen ist's, der das verkündet, und es ist nur gut, daß er gleich darauf sagt, was er unter dem„Wohl der Arbeiter" versteht. Es folgt nämlich alsbald ein Hymnus aus die Absichten, wie sie im Posaoowskh'schen Erlaß tage getreten sind. Vernichtung des Koalitionsrcchtes— das zu tage ge �. freilich sind die Traditionen derer um Stumm. Auch„die verfassungsmäßige bürgerliche Freiheit muß dem deutschen Volke gewahrt werden", sagt der Aufruf. Sehr recht, aber der Aufruf ist noch unterzeichnet von jenen: Freiherrn von Zedlitz und Neukirch, welcher der eifrigste Verfechter der Unterdrückung jedes Vereinigungsrechts im Abgeordnetenhause gewesen ist. Kurzum, jedes Wort eine Heuchelei, jedes Wort eine Unwahr- heit— das nennt sich steikonservativer Wahlaustuf. Der Wahlaufruf der Freisinnigen Volkspartei. Die„Freisinnige Ztg." veröffentlicht heute den kurzen Wahl- aufruf der Freisinnigen Volkspartei. Wir enMehmen demselben die folgenden Stellen: „Mit immer größerer Dreistigkeit drängen die Sonderinteressen sich hervor und suchen unter irreführenden Schlagworten der Sammelpolitik insbesondere den demnächstigen Ablauf der Handelsverträge aus- zunützen, um mittels gegenseitiger Zuwendung von Sonder- vortheilen die Gesammtheit auszubeuten und die Lebenshaltung der breiten Schichten des Volkes zu vertheuern. Dadurch würde die Konsumfähigkeit Deuffchlands geschwächt und nicht nur Handel und Industrie, sondern auch die Landwirthschaft benachtheiligt werden. Dem Volke sind ohnehin durch die letzten großen HeereS- Verstärkungen und durch das neue Flottengesetz beträchtlich erhöhte Lasten auferlegt, welche die Erfüllung der Kulturaufgaben im Reich und in den Einzelstaaten beeinträchtigen und erschweren. Die Bereit- Willigkeit, mit welcher die Mehrheit deS Reichstages im Flottengesetz das Geldbewilligungsrecht für die Zukunft binden und beschränken ließ, ermuthigt alle Bestrebungen zur weiteren Verkürzung der Rechte der Volksvertretung. Die letzten Känipfe zur Abwehr neuer Beschränkungen des Vereins- und Versammlungsrechts, neuer Fesselungen der freien Meinungs- äußerung in Wort und Schrift durch die sogenannte Umsturzvorlage sind noch in frischer Erinnerung. Neuerlich wird selbst die Freizügigkeit in Frage gestellt und die Koalitionsfteiheit angezweifelt, statt ge- sichert und verallgemeinert zu werden. Die Bedrohungen des geltenden Reichswahlrechts treten so unverhohlen hervor, daß Beeinträchtigungen desselben zu gewärtigen sind, sobald eine will- fährige Mehrheit dafür sich im Reichstag zusammenfindet." Gegen die Sozialdemokratie wendet sich die folgende Stelle: Es werden nicht nur des Volkes Rechte und Freiheiten zu schützen, sondern auch die falschen Lehren zu bekämpfen sein, welche in der Beseitigung unserer Gesellschaftsordnung das Ziel der Zukunft erblicken. Sonst wissen die Freisinnigen nichts gegen uns zu sagen.— Eine Wählerversammlung aufgelöst. In F ü r st e n w a l d e tagte am 3. d. M. eine Versammlung, in welcher der von unserer Partei aufgestellte Kandidat des Frank- furt-Lebuser Kreises, Theodor Metzner, sprechen sollte. Kaum war die Versammlung eröffnet, so verlangte der Polizeikommissar, daß die Frauen aus der Versammlung hinausgcwicscn werden sollten. Dieser ganz unberechtigten Anforderung kam die Versammlung nicht nach, worauf der Beamte die Versammlung auflöste. Gegen dies Verfahren wird Beschwerde erhoben werden. Zur Wahlagitation. Halle a. S. Am Mittivoch wurde von der sozialdemokratischen Partei der Wahlkampf für den Saalkreis eröffnet. In einer stark besuchten Volksversammlung sprach der Abgeordnete Kunert über die außerordentliche Bedeutung der diesjährigen Reichstagswahlen. In einer Resolution wurde die volle Zustimmung zur Kandidatur des jetzigen Vertreters des Wahlkreises zum Ausdruck gebracht. Die allgemeine Stimmung im Kreise ist der Sozialdemokratie günstig. Die sozialdemokratischen Wahlkomitees der Reichstagswahlkreise Köln-Stadt, Köln-Land und Mülheim-Gummers- bach-Wippersürth haben beschlossen, für den Wahlkampf ein eigenes Organ, betitelt„Der Reichstagswähler" herauszugeben. Es soll bis zur Wahl wöchentlich einnial erscheinen und zwar Freitags. AuS Arnstadt wird uns berichtet, daß am Sonntag in Holzthaleben einer unserer Genossen an der Verbreitung einer Wahlschrift ver» hindert worden ist. Nach Ansicht des betreffenden Gendarmen dürfen Sonntags keine Verbreitungen vorgenommen werden. Auch sonst müssen es sich unsere Genossen gefallen lassen, von den Gendarmen sc. angehalten und aufgeschrieben zu werden. Das hessische Landeskomitee der sozialdemokratischen Partei hat beschlossen, ein Flugblatt in einer Auflage von 160 000 Exemplaren herauszugeben. Reichstags- Kandid att«re«. Aufae stellt wurde in Züllichau« Krassen- S ch w i e b u s von den Konservativen Dr. Beer; in M a r b u r g vom Bund der Laudwirthe Dr. Böckel; in Lippe-Detmold von den Freisinnigen Meier. In allen Wahlkreisen W e st- Preußens, ausgenommen die Kreise Berent-Pr. Stargard und Graudenz- Straßburg, kandidirt von feiten der Sozialdemokratie Franz Storch in Stettin. Im Kreise Potsdam-Spandau-Osthavelland ist der Kandidat der Freisinnigen Volkspartei, Oberlehrer Dr. Benecke von der Kandidatur zurückgetreten. S t u ni m hat nun auch einen Gegenkandidaten aus bürgerlichen Kreisen erhalten. Wie berichtet wird, soll Pfarrer Hackenbcrger gegen ihn austreten. Hackenberger soll der nationalliberalen Partei an- faestellt,. r_ scheint nun vom Bund der Landwirthe ein neuer Versuch unternommen zu sein, in Mitbewerb zu treten. ZMikifche MvbevVlchk. Berlin, den 5. Mai. AuS dem Reichstage. Zum Kehraus hatte sich die letzten Tage noch einmal ein volles Haus zusammen- gefunden. Im Saale selbst mertte man zu Beginn der Sitzung heute freilich nichts davon, daß das Haus beschluß- fähig sei, aber im Restaurant und den Wandelgängen ging es um so munterer zu. Die ersten Gegenstände der Tagesordnung wurden fast ohne Debatte erledigt. Zur dritten Lesung der Zivil- Prozeß-Ordnung faßte der Abgeordnete Stadthagen noch kurz alle die Punkte zusammen, von denen man erwarten konnte, daß sie in dieser Vorlage ihre Erledigung finden würden. Freilich seien die Hoffnungen der Freunde des Fort- schrittes getäuscht worden. Gegenüber der Thaffache aber, daß absolut keine Aussicht vorhanden sei, bei der jetzigen Geschäftslage noch Abänderungen zu erzielen, verzichtete der Redner darauf, noch Anträge zu stellen. Hierauf wurde die Vorlage sn bloc angenommen. Der Abg. Schipp el begründete nunmehr die Getreide». zoll-Jnterpellatton. Mit Beginn seiner Rede füllte sich der Saal. Ueber die Getreidezölle ist schon viel und oft im Reichstage ge- redet worden und über dieselben zu reden, ohne dasHaus zu lang- weilen, ist nicht vielen Rednern gegeben. S ch i p p e l hat es' verstanden, das Haus vom ersten Satz bis zum Schlüsse seiner Ausführungen zu fesseln. Dicht umstanden die Abgeordneten die Rednertribüne und während von der Linken wiederholt lauter Beifall gespendet wurde, verhielten sich die Korn- Wucherer auf der Rechten und im Zenttum, trotz der fulminanten Angriffe, mäuschenstill. Es ist das sonst nicht die Art unserer Junker und der anderen Agrarier, aber gegen- über der Wucht der Gründe, die unser Redner für die Roth- wendigkeit der Aufhebung der Brotsteuer ins Treffen führte, verstunimte der Junkerübermuth. Zum Schlüsse seiner Aus- führungen geißelte der Redner gründlich die feige Haltung der Mehrzahl der Bourgeoisie, deren Führer Jämmerlinge seien, die vor den Junkern die Segel streichen. Der Staatssekretär von Thiel mann beantwortete die Jnterpellatton im Namen des Reichskanzlers. Die Reichs- regierung hat nicht die Absicht, die Suspendining der Getreide- zöllc in Anregung zu bringen. Die derzeittge Steigerung der Brotfrüchte sei einem Zusammentreffen vorübergehender Um- stände zu danken. Die Vorräthe auf dem internattonalen Ge- tteidemarkt seien so groß, daß das Bedürfniß bis zur nächsten Ernte reichlich gedeckt sei. Kurz und gut, die Herren von der Reichs- regierung leiden keine Roth und sie haben keine Neigung, um der paar Millionen Hungerleider willen, denen heute schon die Pfennige fehlen, den erhöhten Brotpreis zu zahlen, es mit den Thron- und Staatsstützen von Kikewitz und Konsorten zu verderben. Die Erklärung wurde ohne Zwischen- fall vorgelesen und zum Schluß nur auf der äußersten Rechten schwach applaudirt. Auf Antrag Rickert's trat das Haus in eine Debatte über die Jnterpellatton ein. Dieselbe verlief ohne besonderen Schwung. Graf Kanitz, Dr. Lieber, Professor P a a s ch e, v. K a r d o r ff führten die Sache der Hnngerpreise, aber man merkte es ihnen an, daß ihnen angesichts der Wahlen und der Thatsache, daß in Frankreich, Italien und Spanien die Getteidezölle suspendirt sind, es recht sauer wurde, eine so unpopuläre Sache zu ver- treten. Für die Jnterpellatton sprachen Richter und Dr. Barth. worauf Bebel noch einmal in wuchtiger Weise alle Gründe zusammenfaßte, die sich für die sofortige Aufhebung der Getreidezölle vorbringen lassen. Hieraus wurde die Debatte geschlossen. Jetzt haben die Wähler das Wort! Wir zweifeln nicht. daß sie am 16. Juni über die Lebcnsmittel-Wucherer ein ver- nichtendes Urtheil fällen werden. Der Rest der Tagesordnung wurde nun ohne Dis- kussion erledigt. Der Herr Präsident gab hierauf die übliche Geschäftsübersicht, worauf das Haus dem Präsidium, auf Antrag des Abg. v. Levetzow, den Dank für die mühevolle und unparteische Leitung der Geschäfte aussprach. Als hierauf Graf v. Posadowsky das Wort nahm, um das Schluß-Dekret zu verlesen, verließen unsere Abgeordneten den Saal. Im Foyer war allgemeiner Abschied und Händeschütteln. Wie viele der Alten werden wiederkommen? DaS preuffische SlbgeordnetenhanS nahm heute zunächst in zweiter Lesung die S e l u n d ä r b a h n- V o r l a g e an und bewilligte särnmtliche Linien mit Ausnahme der Linie Treuenbrietzen« Nauen, die nochmals an die Budgetkommission zurückverwiesen wurde. Sodann wurde der Bericht der Budgetkomniissioir über den Antrag v. Arnim(k.) betreffend die Erhöhung des Ein« kom mens derFörster entgegengenommen. Der Kommissious- antrag, welcher dahin ging, den Antrag v. Arnim abzulehnen, aber die Regierung aufzufordern, bei der in Aussicht gestellten Aus- gleichung der bestehenden Härte» und Ungleichheiten in den Bezügen der 1890/01 aufgebesserten Beamten durch den nächst» jährigen Etat insbesondere auch auf eine Erhöhung des Ein- kommens der Förster Bedacht zu nehmen, wurde mit den: Aenderungsantrag Kirsch lZ.) angenommen, wonach sich die Aufbesserung auf die im Jahre 1897/08 nicht berücksichtigten Beamten beschränken soll. Hierauf erklärte das Haus ohne Debatte die Wahl des Abg. v. S t a u d y(kons., 4. Posen) für giltig und er- lediate sodann eine große Anzahl von Petitionen, die meist nur von lokalem Interesse sind. Die nächste Sigung findet erft Sonnabend statt. Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung der lex Arons und die zweite Lesung des Gesezentwurfs betreffend Regelung der Pfarrergehälter. wunden werden mußte. unser Konsumverein, der dasselbe Gewicht beibehält, erhöht den Preis. Jim Bezirk Carthagena erklärt worden. Auch in Leon, Oviedo Im Juni vorigen Jahres tostete im Konsumverein ein vierpfündiges und anderen Städten kam es infolge der Brottheuerung zu Nuhedunkles Brot 31 Bf., heute wird dasselbe Brot mit 47 Bf. bezahlt; störungen. das vierpfündige weiße Brot toftete vor Jahresfrist 33 Pf., heute ( ungefähr 20 pct.) in die Höhe gingen, werden voraussichtlich noch foftet es 50 f. Und die Preise, welche im Laufe einer Woche rapide werden. Deutsches Reich.mid- d Die Reichsregierung und die Kornzölle. Warum hat Die Reichsregierung nicht schon gestern die Antwort gegeben, weiter steigen, denn abermals wird aus Berlin eine Preissteigerung Der Bund der Landwirthe hat sich stets als die nach außen die sie heute gegeben hat? Um die überaus ungelente und von 2 M. pro Tonne gemeldet. Im Juni v. J. wurde die Tonne einigfte und geschlossenste Organisation der Rechten erwiesen. Nun mehr als mangelhaft stilisirte Erklärung, die Herr v. Thielmann( 20 Bentner) Roggen mit 110 m. bezahlt, heute ist sie auf 178 m. fcheinen fich app vor den Wahlen in der Leitung des Bundes tiefmit stockender Stimme ablas, zu verfassen, dazu bedurfte es gestiegen. Das ist ein exorbitanter Preis. Der Wohlhabende wird ja gehende Differenzen herauszustellen. Schon seit einigen Tagen doch gewiß keiner längeren Zeit. Die auffällige Verzögerung von diesen Theuerungsverhältnissen nicht berührt; der ißt verhältniß- chwebt zwischen dem„ Hannoverschen Kourier" und der Deutschen hatte darin ihren Grund, daß die preußische Regierung, die mäßig wenig Brot und kann auch die hohen Breise bezahlen, ohne Tages- Zeitung" eine Polemit über das Verhältniß des Herrn in sich selbst durch und durch agrarisch ist, bei einigen der durch die für seine Börse kaum merkliche Schröpfung belästigt zu Blok zu Herrn Hahn. Wir haben bisher von der Sache keine Notiz Kleineren Regierungen auf Widerstand stieß, der erft über- recht zahlreichen Familie ein sehr leistungsfähiger Broteffer ist, ver- Die Aeußerung des Herrn v. Plöz über Diederich Hahn,„ wenn ich Der Heine Mann aber, der mitsammt seiner zumeist genommen, weil die" Deutsche Tages- Beitung" zu entschieden spürt diese Preissteigerung an seinem ohnehin recht mageren Porte- den Menschen nur los werden könnte" in Abrede stellte. Das Vereinsrecht in Bayern und Sachsen. Die monnaie auf das empfindlichste. Jeder Hausvater, der eine Serie Da aber der„ Hannoversche Kourier" den Abg. Möller als denbayerische Kammer der Abgeordneten nahm heute, wie aus allzeit hungriger Kindermäuler au stopfen hat, sieht mit Bangen in jenigen bezeichnet, dem gegenüber Vater Plöß die Mittheilung direkt München telegraphirt wird, das Vereinsgesetz in der vom Aus- die Zukunft, denn auch die Kartoffeln, diese zweite pièce de résistance machte, liegt kein Grund mehr vor, von dieser Idylle im Bund der schuß beschlossenen und von der Regierung gebilligten Fassung an.( Hauptspeise) auf dem Tische des kleinen Mannes, beginnen un- Landwirthe nicht Notiz zu nehmen. Durch das neue Gesez wird das Herr v. Plötz ist bald am Ziele seiner Wünsche, der rein agrarischen aufgehoben und den Frauen bindungsverbot angenehm theuer zu werden." aufgehoben und den Frauen das Recht gewährt, sich hochschußzöllnerische Rhein.- westf. 3tg." ein, indem sie die zeitweilige gouvernementalen Rüdfichten. Die Staatsbürger- 3tg." theilt mit, Daß es sich um eine ernste Gefahr handelt, sieht nun selbst die Partei, frei von den Fesseln der tonservativen Fraktion mit ihren an solchen politischen Vereinen zu betheiligen, welche nur aufhebung der Getreidezölle fordert. den Berufs- und Standesinteressen bestimmter Personenkreise oder nur zwecken der Erziehung, des Unterrichts und der Armenund Krankenpflege dienen. Somit ist in Bayern eine Verbesserung des Vereins- zu melden. rechtes bevorstehend, denn es ist nicht anzunehmen, daß die Kammer der Reichsräthe noch besondere Schwierigkeiten machen wird. Allerdings wurden alle weitergehenden Verbesserungen, wie sie von den Sozialdemokraten in der Abgeordnetenkammer beantragt worden waren, abgelehnt. werden?" Saß sich eine beträchtliche Anzahl von Mitgliedern mit Herrn v. Plötz solidarisch erklärt und fest entschlossen ist, falls die langgehegten Wünsche der Gruppe Limburg- Stirum auf Ausscheidung des Herrn v. Plötz aus der Fraktion in Erfüllung gehen sollten, mit ihm einen eigenen Fraktionsverband zu bilden. Es bestehen darüber feste Abmachungen. An die Hauptzollämter, die für den Getreideverkehr in betracht kommen, ist vom Bundesrath am Mittwoch die telegraphische Weisung ergangen, die Lagerbestände sogleich telegraphisch nach Berlin der Bundesrath etwas gegen die schwere Noth unternimmt. Wie hoch muß der Preis, wie niedrig der Lagerbestand sein, bis Der gothaische Landtag wird mit Rücksicht auf die WahlIm österreichischen Abgeordnetenhause ist bewegung erst zum September einberufen werden, obgleich das die folgende Interpellation eingebracht worden: bestehende Steuergefa am 1. Juli außer kraft tritt und ein Ersak " Ist das Gesammtministerium geneigt, mit der ungarischen noch nicht geschaffen werden konnte. Anders sieht es in Sachsen aus. Dort gedachte beRegierung unverzüglich in Verhandlungen zu treten, damit die Der Kampf gegen die Bierfurrogate wird nun auch von der Tanntlich die Regierung das Verbindungsverbot ohne weitere Zölle für Berealien bis zur neuen Ernte sofort aufgehoben württembergischen Regierung aufgenommen, die einen bezüglichen Gesetzesänderungen zu beseitigen, wie es der Reichstanzler im Gesetzentwurf dem Landtage in den nächsten Tagen zugehen lassen Die„ Neue Freie Presse" hält diese Forderung mit Rücksicht will. Der Finanzminister erwähnte auch die Absicht der ReichsNamen der verbündeten Regierungen seinerzeit versprochen auf die gegen das Vorjahr um 100 pCt. gesteigerten Getreide regierung, einen ähnlichen Gesezentwurf für die norddeutsche Brauhatte. Aber die zweiten Kammer beschloß fdazu den Aus- preise für unbedingt nöthig. Auch der Abgeordnete Kolischer steuergemeinschaft einzubringen. schluß der Frauen und Minderjährigen aus von der Lemberger Handelskammer hat die Aufhebung der Reisekosten- Vergütung für die Geschworenen bei jeder politischen Versammlungen. Am Mittwoch hat nun auch die Getreidezölle ebenfalls in einer Interpellation verlangt, und zwischenreise beantragte in der bayerischen Abgeordnetenkammer erste Kammer über diesen Gegenstand berathen. Nach dem er hätte dies nicht gethan, wenn die durchaus agrarischen der Bauernbündler Sinzheimer. Vorschlage ihrer Deputation hat dieselbe beschlossen, vom Aus- galizischen Ageordneten seinen Standpunkt nicht theilen würden. Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozesse. Von der schluß der Frauen abzusehen, dagegen dem Beschluß der Es darf vielmehr angenommen werden, daß die Abgeordneten aus Straffammer des Landgerichts in Schweidnitz wurde der Scheerenzweiten Kammer hinsichtlich des Ausschlusses der Galizien der heute gestellten Interpellation des Präsidenten schleifergeselle Hans Forst ohne festen Wohnsiz wegen UnterMinderjährigen beizutreten. In der voraufgehenden Debatte in jener feudal- bureau- auch Galizien infolge des Mißwachses seinen Getreidebedarf der Wiener Handelskammer sympathisch gegenüberstehen, da ſchlagung und Majestätsbeleidigung zu 4 Monaten Gefängniß verfratischen Körperschaft gab der Regierungsvertreter Minister durch den Import decken muß. Die Bevölkerung der großen Oesterreich. des Innern v. Metsch Erklärungen ab, die eine Rapitulation Städte hat jedoch ebenfalls einen sehr berechtigten Anspruch, Verhandlung über die Sprachenanträge sprachen fich der Wien, 4. Mat. Abgeordnetenhaus. In fortgesetzter vor den konservativen Reaktionswünschen bedeuten. Die Re- daß die Regierung die Vollmacht der Gesetzgebung benüße, parteilose Czeche Dr. Basath für die sofortige Aufhebung der gierung, so meinte er, wolle im gegenwärtigen Stadium um die Theuerung zu mildern. an ihrer Vorlage festhalten." Das heißt offenbar nichts Sprachenverordnungen und gegen die Einsetzung eines SprachenAusschusses, der Slovene Gregorec für die Dringlichkeit aller weiter, als daß die Regierung sich binnen kurzem eines Sprachenanträge und deren Zuweisung an einen Ausschuß von anderen befinnen und sobald die zweite Kammer in dem eilig 48 Mitgliedern aus. Die Aeußerung des Abg. Gregorec, daß die werdenden Einigungsverfahren sich mit der ersten Kammer deutsche Sprache eine bevorzugte Stellung unter den andern Sprachen geeinigt haben wird, ihr Ja und Amen zu den Beschlüssen in Desterreich einnehmen könne, rief auf der Linken Beifall und bei der Boltsvertretung" geben will. den Czechen Widerspruch hervor. Nachdem die Nuthenen Okutniewski( Bürgl.) und Jarosiewicz( Soz.) die Verhältnisse des ruthenischen Boltes in Galizien besprochen hatten, wurde die Verhandlung abgebrochen. Nächste Sizung morgen. " Es dürfte also sicher sein, daß man sich in Sachsen vor er Reichstagswahl mit der Hinausweisung der Minder fährigen„ begnügen" wird und daß nach der Wahl erst bie eigentlichen Pläne der Reaktion zum Vorschein kommen werden. W Wegen des Einflusses der ungarischen Regierung fürchtet man, daß die Initiative des österreichischen Parlaments die gewünschte Wirkung nicht haben wird. Hube. dienstes in Piacenza, Bologna, Ancona und Apulien wurde den Ferner wird aus Nom telegraphirt: Die Leitung des Sicherheitsdortigen kommandirenden Generalen übergeben. urtheilt. Aus Italien meldet die offiztöfe Agenzia Stefani": In Livorno kam es heute zu einer Kundgebung wegen der hohen Brotpreise. Einige Bäckereien wurden geplündert. Die TheilAber auch sonst waren einige Ausführungen des sächsischen nehmer an der Kundgebung wurden auseinander getrieben und die Ministers recht bemerkenswerth. Er sprach davon, daß den Frauen Ruhe wieder hergestellt. Auch in Urbino verlangte eine Volksmenge das Versammlungsrecht bis auf weiteres" ungeschmälert er- Herabsetzung der Brotpreise. In den anderen Provinzen herrscht halten werden soll, und er suchte die Herren Konservativen mit den Wien, 5. Mai. Abgeordnetenhaus. In der fortWorten zu beruhigen:" Aus nicht näher zu erörternden ' Elbert( Deutschfortschrittler), wenn die Regierung der deutschen gefetten Debatte über die Sprachenanträge erklärte Baron Gründen halte die Regierung es für angezeigt, nicht weiter zu gehen, als geschehen". Was mögen das für Gründe sein, Sprache die gebührende Stellung einräume, würden die Deutschen Noch vor Aufhebung der Getreidezölle schrieb uns unser tein Hindernis bilden, um das Staatswesen wieder auf die richtige bie nicht öffentlich erörtert werden können? Wir glauben römischer Korrespondent: Bahn zurückzubringen. Die Deutschen feien einig und würden nicht nicht fehl zu gehen, wenn die sächsische Regierung bei ihrer Während in der ganzen zivilifirten Welt das Proletariat die zurückweichen, falls die Regierung den verhängnißvollen Fehler bejebigen Haltung zum Vereins- und Versammlungsgesetz Feier des 1. Mai. beging, haben in Zentral- und Süd- Italien gehen sollte, in das Lager des czechischen oder eines anderen Staatslediglich wah Itaktische Gründe hat. Sie fürchtet mit Hungerrevolten stattgefunden; Bäckereien wurden niedergebrannt rechtes überzutreten. Der Pole Jaworski erklärte, die Polen Recht den Zorn des um sein Landtags- Wahlrecht gebrachten und auf die Menge wurde geschossen. werden, obwohl autonomistischen Grundsägen huldigend, an dem VerWolfes. Darum mag sie vor der Reichstagswahl nicht auf Landes in jeder Beziehung am meisten zurückgeblieben sind. Hier rathes thätig mitwirken im Hinblick auf die in Frage stehenden Es ist sattsam bekannt, daß die südlichen Provinzen unseres suche der Regelung der Sprachenfrage auf dem Boden des Reichsweitere Voltsentrechtungen eingehen. Selbst ein Kammerherr befinden sich die großen Latifundien, hier wird noch die Landwirth großen Interessen des Staatswohles und um ein normales Verb. Schönberg nahm aus den Worten des Herrn v. Metzsch schaft nach den primitivsten Methoden betrieben, während es eine faffungsleben zu ermöglichen. Die Sigung dauert fort. Anlaß zu der Befürchtung, daß durch die gegenwärtige Vorlage Industrie fast noch garnicht giebt. Die Löhne find erbärmlich und Abg. Fournier erklärt, die Deutschen wollen Frieden und die Frage für die Regierung wohl noch nicht definitiv die Naturalleistungen vielfach unter dem Niveau des nothwendigsten Verständigung, jedoch ohne Verkürzung ihres Rechtes. Abg. Frhr. gelöst sei." Eristenzminimums. Selbst das Bürgerthum jener Gegend ist das v. Schwegel( verfassungstreuer Großgrundbesiz) drückt seine Geunwissendste und ungebildetste, Arbeiterorganisationen, politische wie mugthuung über die Regierungserklärung betr. die Sprachengewerkschaftliche, sind so gut wie noch nicht vorhanden. verordnungen aus. Abg. Iro( Schönerianer) erklärt, tein deutscher Mangel an Arbeit und Verdienst, die Vertheuerung der Lebensmittel Sprachenverordnungen bestehen. Es sprechen noch der parteiloſe Unter diesen Umständen kann man es wohl verstehen, daß der Abgeordneter dürfe in den Sprachenausschuß eintreten, fo lange die und dergleichen genügt, um die undisziplinirte aber immer hungernde Abg. Schöpfer, der Italiener d' Angeli und der Kroate Bulat, Menge zur Revolte zu treiben. Solche sind hier denn auch welche sämmtlich für die Einsetzung eines Sprachenausschusses einan der Tagesordnung, fie tehren regelmäßig fast in jedem Jahre treten, die beiden letztgenannten unter Feststellung ihrer Forderungen wieder. für die von ihnen vertretenen Länder. Die Verhandlungen In diesem Jahre haben die ungeheuer hohen Preise des Ge- wurden hierauf abgebrochen.- Dem Hause ist ein Dringlichkeitstreides und Mehles viele Mataronifabriken gezwungen, die Arbeit ruhen antrag des Abgeordneten Dr. Kronawetter zugegangen, zu lassen und haben so die Arbeitslosigkeit noch erheblich vermehrt. Der den Grafen Badeni wegen unbefugter Verschlenderung von Staatsunger hat die Leute auf die Straße getrieben, Männer, Frauen, Kinder gelbern in der Affäre des Journals Die Reichswehr" in Anklagehaben sich vor die Bürgermeistereien begeben und die Herabfetzung zustand zu versetzen; ferner ein Dringlichkeitsantrag des Abgeordneten der Brotpreise gefordert. In vielen Orten haben die Behörden Blerkauf, welcher die Regierung auffordert, wegen sofortiger einiges zur Abhilfe des Nothstandes gethan; fie haben Getreide und Suspendirung der Getreidezölle ungesäumt mit Brot zum Selbstkostenpreise abgegeben. In anderen aber sind dann der ungarischen Regierung in Verhandlung zu Die chinesische Frage jei eine Art Feuerwerkskörper mit vielen jene bedauerlichen Revolten vorgekommen, von denen der Telegraph treten. Detonationen. Weihaiwei biete große Vortheile. England hatte bereits gemeldet hat. Sobald in einem Orte der Aufstand ausTürkei. feine Veranlassung gehabt, Port Arthur zu nehmen; er glaube, Ruß- gebrochen, verbreitete er fich wie ein Lauffeuer auf die ganzen füd- Ronftantinopel, 4. Mai. Heute Abend fand eine Zusammenland habe einen Fehler begangen, diesen Hafen in Besiz zu nehmen. lichen Provinzen. Den Gendarmen und Soldaten ist vielfach die funft der Botschafter statt behufs Unterzeichnung einer Notifikation, Wenn das chinesische Reich zusammenstürzte, würde Bourgeoifte zur Unterstützung beigesprungen. Man hat auf die Massen welche an die Pforte gerichtet werden soll bezüglich eine große Verwirrung entstehen, welche die ganze geschossen. Es war der Bürgerkrieg. Realisirung der Kriegsentschädigungs- Anleihe Energie der intereffirten Mächte anspannen würde. Es vollziehe Und was thut die Regierung? Nachdem fie in der Kammer den und der damit in Verbindung stehenden Räumung Thessasich in der allgemeinen Weltlage ein großer Umschwung; die Antrag auf Aufhebung der Getreidezölle zurückgewiesen, machte sie liens. Der russisch- französische Antrag bezüglich der Ausarbeitung schwachen Staaten würden noch schwächer, die starken noch stärker einen Theil des Heeres mobil, berief Reserven ein, setzte gewiffer- des Räumungsprogrammes wurde abgelehnt. In der heutigen VerDie Engländer dürften nicht darauf bauen, daß, weil ihre inneren maßen alles in den Belagerungszustand. sammlung der Militärattachés wurde nur der Tag der Abreise an Angelegenheiten in Ruhe seien, jede Gefahr verschwunden sei; es Das ist das gewöhnliche und beliebteste Mittel der Regierung die thessalische Grenze festgesetzt. feien Anzeichen vorhanden, daß der Fortgang der Er- und des Bürgerthums, dem hungernden Volte auf sein Verlangen Konstantinopel, 4. Mai. Der Aufstand unter der Beeignisse die Gründe für einen Konflikt der mit Säbel und Blei zu antworten. Sie bekämpft die Wirkungen völkerung in Yemen konnte von den dorthin entsandten türkischen Nationen vermehren tönnte. Die Engländer würden des Elends, das sie selbst erzeugt, ohne die Ursachen zu beseitigen. Truppen in Stärke von 2 Bataillonen nicht unterdrückt werden; es alle ihre Thatkraft und gähigkeit zusammenfassen müssen, damit Weitere starte Steigerungen der Getreidepreise find zu geriethen sogar 12 Stompagnien in Gefangenschaft. Von Hebfchas fie nicht im Falle einer Umwälzung in eine unvortheilhafte Lage gewärtigen. Rußland hat die Weizenausfuhr verboten und wurden 4 weitere Bataillone nach Yemen beorbert; auch hat sich gerathen." von den amerikanischen Börsen wird ein weiteres Anziehen der neue Bali Hussein Hilmi Effendi in das Aufstandsgebiet beder Preise gemeldet! geben. indog dragan and Afrika.uff und 12 Das fächsische Volt muß in der Wahlschlacht die Reaktion so aufs Haupt schlagen, daß sie es fürder nicht wagen kann, solche Bahnen weiter zu verfolgen. Schwarze Wolken. Lord Salisbury, der Leiter der englischen Politit, hielt am Mittwoch in einer Versammlung der Primrose League in Albert Hall zu London eine Rede, die sich in bemerkenswerther Weise über die drohenden internationalen Gefahren ausspricht. Er knüpfte an die o st afiatischen Ereignisse an und führte aus: Die Entfaltung der russischen Macht in Ostasien sowie die zunehmenden Rivalitäten, die dem englischen Kolonialreich in allen Erdtheilen von seiten verschiedener anderer Staaten er wachsen, haben in England das Bewußtsein von der Gefähr dung der englischen Weltmachtstellung erweckt. Lord Salisbury ahnt, daß England noch einmal um die Behauptung seiner günstigen Situation unter den Stationen einen schweren Stampf wird ausfechten müssen. Wie hoch werden die Preise noch bis zur Ernte steigen?! In Spanien tam es auch zu Hungerrevolten, die Freetown( Sierra Leone), 4. Mai. Im Hinterlande der Kolonie leicht zu einer politischen Schilderhebung führen können. Ueber find Unruhen entstanden wegen der auf die Hütten der Eingeborenen diese Unruhen, die zum theil auch rein politischen Charakter gelegten Steuer. Die Unruhen breiten sich auf andere Distrikte aus, tragen, wird aus Madrid telegraphirt: auch auf solche in nächster Nähe von Freetown. In der Stadt werden Freiwillige aufgeboten.da 150 Aften. Während der Dienstag früh wegen des Steigens der Getreide preise in Talavera ausgebrochenen Unruhen plünderten die Ruhe- Tunis, 4. Mai. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, nach törer einige Häufer und ein Kloster, welches sie in Brand steckten; welchem die wichtigsten französischen Produkte, die bisher Die Hungersnothpreife. Wie wenig Veranlassung unsere fie verfuchten ferner die Gefangenen zu befreien. Es wurden zahl mit der Konkurrenz der gleichartigen Produtte des Auslandes zit Regierungen haben, sich dem Auslande gegenüber zu brüften reiche Verhaftungen vorgenommen. Nach Meldungen aus Gijon tämpfen hatten, ao Ilfrei in Tunis eingeführt werden mit ihrer Fürsorge für die ärmeren Klassen, das beweist flär- wurden dort die Kaufhäuser von Velasco geplündert. Die Truppen fönnen. Auf Produkte des Auslandes wird der französische Minimallich die Haltung des Bundesraths gegenüber dem sozialdemo- schritten ein und gaben Feuer; mehrere Personen wurden verwundet. tarif angewandt werden. fratischen Antrage auf Suspension der Getreidezölle. Höher Der Belagerungszustand ist verhängt worden. Die bewaffnete als die italienische Regierung, die sich erst durch Hungerrevolten Bande, welche sich in der Provinz Balencia gebildet hatte, ist gedie Suspension der Getreidezölle abzwingen lassen mußte, steht fangen genommen worden. In Caceres kam es gestern ebenfalls„ Missions Catholiques" veröffentlichen ein Telegramm aus Hongkong, die Voraussicht und die staatsmännische Begabung der Mehr zu Ausschreitungen, doch wurde die Ruhe wieder hergestellt. In der Provinz Oviedo ist wegen der durch die Lebensmittelheit des Bundesraths auch nicht. Sehr interessant zur Be- frage hervorgerufenen Unruhen der Belagerungszustand erklärt Departement Puy- de- Dom gebürtige Missionar Berthelot und mehrere urtheilung der schweren, durch die hochgeschnellten Getreide worden. preise erzeugten Kalamität für unsere Brodkonsumenten ist Ausständige Bergarbeiter von Murcia veranstalteten eine Kund- Peking, 4. Mai. Es verlautet, Frankreich habe wegen der die folgende Mittheilung der„ Breslauer Morgen- Beitung": gebung gegen das Ottroi( städtische Bölle). Wie es heißt, steckten sie jüngst erfolgten Ermordung eines französischen Missionars in " Von Tag zu Tag wird das Brot kleiner oder theurer; der den Bahnhof und die Bürgermeisterei in Braud. Militär schritt ein, Tung- schin von der chinesischen Regierung eine Geldeutschädigung Bäcker, der den Preis nicht steigern will, vermindert das Gewicht, einige Personen wurden verwundet. Der Belagerungszustand ist verlangt. Fronzöfifche Missionäre ermordet. Die in Lyon erscheinenden dem zufolge am 21. April in der Provinz Kwvangst der aus dem andere Christen ermordet wurden. Parlamentarisches) In Kalkutta ist infolge der Best ein großer Streit in der Jute- zu betreten. Die Sozialdemokraten glauben, daß bei der Uebernahme ist ein Meisterstück einer Attiengesellschaft, Paragraphen zu fabritation ausgebrochen. Die meisten Fabriken haben den Betrieb folcher Unternehmungen stets der Private den Vortheil zieht und die formuliren, die nach etwas aussehen, aber feinen Inhalt haben. eingestellt. Es herrscht große Erregung. In Dundee( Schottland) Stadt im Nachtheil ist. Das ist nicht der Fall; sehr wohl tönnen wir haben doch nicht nöthig, uns von einer Attiengesellschaft Sand haben die Preise deshalb schon start angezogen. bei solchem Vertrag beide Theile ihre Rechnung finden, wie zum in die Augen streuen zu lassen. Hätten die Herren nicht die Beispiel die Badetfahrtgesellschaft zeigt. Es steht doch fest, daß ein Sicherheit, mit der Erhöhung des Attienkapitals und mit der Erstädtischer Betrieb schwerfälliger, bureaukratischer als ein Private höhung der Abgabe auf 35 pet. gute Geschäfte zu machen, sie hätten Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung den Entwurf Stadt nicht im stande, Ingenieure mit so bedeutenden Gehältern an dem Vertrage zustimmte, stiegen die Aktien der Gesellschaft an der betrieb und sicher nicht so kaufmännisch wie dieser ist. Auch ist die den Vertrag nicht abgeschlossen. An dem Tage, wo der Magistrat bon Bestimmungen wegen Herstellung einer Statistik der Streiks zustellen, wie sie die Angestellten der Gesellschaften erhalten. Die Börse um 10-15 pet.! 28as mit den Steuern der Gesammtheit und Aussperrungen, sowie den Entwurf einer Geschäftsordnung Ansprüche an die Stadt würden bei Regiebetrieb ins Un- der Bürgerschaft geschaffen ist, auf Straßen und Plätzen soll auch für den Börsen- Ausschuß den zuständigen Ausschüssen überwiesen. gemessene wachsen, wie wir es schon bei der Abgabe des Gases er- im Interesse der Gesammtheit verwendet werden; wir wollen nicht Dem Ausschußbericht über die Vorlage vom 2. April d. J. betreffend leben. Wo soll da schließlich die Stentabilität herkommen? Berlin arbeiten, damit die Aktionäre statt 6 pet. 12 pet. Dividende beden Bollverwaltungsfosten- Etat für Hamburg, sowie dem Ausschuß hat den billigsten Tarif; die Abgabe an die Stadt beträgt jetzt kommen!( Beifall.) bericht über die Beschlüsse des Landes- Ausschusses zu dem Entwurf 787 000 m. und wird im laufenden Jahre 1 Million betragen. Der eines Gesetzes für Elsaß- Lothringen, betreffend die Vizinalstraßen neue Vertrag schließt das ganze Weichbild der Stadt an die Werte Unternehmungen sehr schönen Gewinn und werden auch von den Stadtv. Ka lisch: Wir haben doch von den städtischen industriellen wurde die Zustimmung ertheilt. an.( Buruf: Aber das steht ja alles in dem Vertrage! Wo bleibt Elektrizitätswerken in aller Ruhe einen schönen Gewinn haben. Der Die Wahlprüfungs: Kommiffion des Reichstags hat über das Neue?) Die Stadt könnte auch jederzeit neben der Ge- durchschnittliche Reingewinn der Gesellschaft beträgt 7/2, nicht die Ergebnisse der Wahlprüfungen in der neunten Legislaturperiode sellschaft ein eigenes Institut gründen oder neue Konzeffionen er 30 pet. Ich schließe mich ganz dem Kollegen Goldschmidt an. In bon 1898 bis 1898 Bericht an das Plenum erstattet. Danach waren theilen; von einem Monopol zu reden, ist also nicht berechtigt. vielen Einzelheiten muß der Vertrag allerdings abgeändert werden. an die Wahlprüfungs- Kommission 119 Wahlen zur Prüfung ab- Die Gesellschaft errichtet jetzt an der Oberspree ein Etablissement Damit schließt die erste Berathung. Persönlich bemerkt Stadtgegeben. Davon erledigten sich: 2 durch den Tod des Abgeordneten, für die Umgebung Berlins für vorläufig 50 000 Pferdekräfte; die verordneter Vogtherr, daß Herr Jacobi sich wohl seine Polemik 7 durch Niederlegung des Mandats und zwar 3 vor, 4 nach statt- Stadt könnte garnicht zur Errichtung eines solchen Werkes über- gegen ihn schwarz auf weiß von Hause mitgebracht habe. Er habe gehabter Prüfung der Wahl, 1 durch Zurücknahme des Protestes. gehen. Der Sort erzeugte Wechselstrom soll nach Berlin herein- die Rede, gegen die Stadtv. Jacobi sich gewendet, gar nicht gehalten. Von den verbliebenen 109 Wahlen wurden von dem Reichstag in kommen und hier umgesetzt werden; auch von diesem Strom be-( Heiterfeit.) Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der Kommission ohne Beweis- tommen wir die 10 Prozent; wir sind überhaupt bei diesem Werke Stadtv. Singer meint, daß bei der ausgezeichneten Informierhebung 72 für giltig, darunter 29 mit Resolutionen, 6 für un- nur am Gewinn betheiligt.( Buruf: Auch das haben wir gelesen! rung des Stadtv. Jacobi auch vielleicht einige Direktoren der Gegiltig, nach stattgehabter Beweiserhebung 21 für giltig, 10 für Heiterkeit.) Wir hoffen, daß die Ausschußberathung die Vorlage so sellschaft mitgewirkt haben,( Unruhe; Nuf: Unerhört!) ungiltig erklärt. gestalten wird, daß fie der Stadt zum Segen gereicht. Vorsteher Dr. Langerhans ersucht, doch nicht solche VerDer Schluß des preußischen Landtages soll von der Stadtv. Dinse: Sicherlich hat die Gesellschaft ein heilloser dächtigungen auszusprechen. Staatsregierung auf den 18. Mai, einen Tag vor Himmelfahrt, in Schrecken ergriffen, als seinerzeit die Deputation den Be- Stadtv. Jacobi sieht in der Ausführung Singers, daß er fich Aussicht genommen sein. Bis dahin fönnen die wichtigsten Vorlagen in schluß auf Uebernahme auf Uebernahme gefaßt hatte; denn unmittelbar zum Direktor des städtischen Wertes eigne, einen fleinlichen persön beiden Häusern sehr wohl erledigt sein. Es bleibt dabei, daß im darauf nahm fte die Berhandlungen wieder auf und lichen Angriff.. Abgeordnetenhause die zweite Berathung der Vorlage über das Dienst- das Ergebnis ist die Vorlage. Diese befriedigt mich in keiner Weise. einkommen der evangelischen und katholischen Pfarrer am Sonn- Die Stadt verzichtet unter allen Umständen bis 1915 auf die Ueberabend, 7. Mai, beginnen wird. Voraussichtlich wird sie am Montag, nahme und dehnt das Vertragsgebiet auf ganz Berlin aus. Die 9. Mai, ihren Abschluß gefunden haben. Die dritte Berathung dieser einzuheimsenden Vortheile find eitel Schaum. Geradezu unangenehm Vorlage würde sich alsdann am Dienstag 10. Mai unmittelbar an- tann es werden, daß die Stadt eine dirette Einwirkung auf die schließen und an demselben Tage zu Ende gehen. Am 11. Mai Tarife nicht hat, sondern blos fünfjährige Revision stattfinden gedenkt, wie berichtet worden, die betreffende Kommission des Herren- foll. Ganz wunderbar ist, daß die Verpflichtung der Gesellschaft zur hauses in die Berathung der Vorlage einzutreten. Man nimmt an, Ausführung von Leitungen trotz der Vermehrung der Anträge aus daß dieselbe nicht viel Zeit in Anspruch nehmen und zur Ge- dem Publikum noch eine weitere Ginschränkung erfahren soll. Auch nehmigung der Beschlüsse des Abgeordnetenhauses führen wird. ich meine, daß bei der ungeahnten und unabsehbaren Entwidelung Das Plenum des Herrenhauses ist zum 18. Mai einberufen worden. der Verwendung der Elektrizität die Stadt bei eigenem Betriebe selbst Auf der Tagesordnung dieser Sitzung stehen hauptsächlich Petitionen. bei minder leistungsfähiger Verwaltung ganz außerordentliche GeAn diese Sigung werden sich mehrere andere Plenarsizungen an- schäfte machen würde. Und mußte denn die Stadt ihre Techniker schließen, um das übrige Arbeitspensum zu bewältigen. Die vom mit so armseligen Gehältern abspeisen, wie sie jetzt unsere StadtAbgeordnetenhause noch herüberkommenden Vorlagen: das Sekundär- räthe bekommen? Wenn wir Befizer der Werke sind, könnten wir bahn- Gesez, die Privatdozenten- Vorlage, der Gesezentwurf betreffend auch den Leitern solcher Werke das zahlen, was ihnen die Privatdie Wohnungsverhältnisse der Arbeiter werden vorher kommissarisch gesellschaften geben. Der Ausschuß sollte die Frage der Uebernahme berathen.der Werke in die städtische Regie mit dem Jahre 1900 in ernste Grwägung ziehen. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 1 14. Sigung vom Donnerstag, den 5. Mat, nachmittags 5 Uhr. Bu der auf der Tagesordnung stehenden Vorlage wegen Erhöhung der Gehälter der städtischen Beamten und Angestellten ist eine große Anzahl von Petitionen eingegangen. Die Sommerferien der Versammlung werden, wie üblich, auch für dieses Jahr in die Monate Juli und Auguft verlegt.org Stadtv. Singer steht nicht ab, wie eine Verdächtigung darin, liegen soll, wenn angenommen wird, daß jemand sich an der Stelle: instruirt, die ihm die sachverständigste scheint. Stadtv. Ja co bi erklärt es unter seiner Würde, auf solche Infinuationen einzugehen. Die Vorlage geht an einen Ausschuß. Es folgt die Berathung der Vorlage betreffend die anderweitige Feststellung der Dienstalters- Gehälter für verschiedene Beamtenkategorien und die Bewilligung von Stellenzulagen. D Vom Stadtv. Singer ist Ausschußberathung beantragt mit der Maßgabe, daß der Ausschuß auch über die Hilfsarbeiterfrage verhandeln soll. Stadt. Hugo Sachs beantragt, den Magistrat zu ersuchen, die Vorlage durch Vorschläge zur Regelung der Dienstverhältnisse der Bureau- Hilfsarbeiter zu ergänzen und die Berathung bis dahin zu vertagen. Stadtv. Preuß will die Vorlage dem Magistrat zur Bervollständigung in derselben Richtung zurückgeben. Stadtv. Singer: Ich glaube, die Einzelheiten der Vorlage Stadtv. Direktor Goldschmidt wendet sich ganz entschieden wird nur ein Ausschuß gründlich prüfen können. Die Frage, ob gegen die Uebertragung der Werke in städtischen Betrieb. Es würden nach der Entwicklung der Verhältnisse die Gehälter noch richtig: Samit sofort große Erweiterungsbauten nothwendig sein; daraus normirt sind, ist allerdings der Prüfung bedürftig. Gegen die Beergäben sich dann mit jedem Jahre wachsende Schwierigkeiten. Für gründung aber, daß wir unsere Beamten besser bezahlen müssen, als gewerbliche Zwecke würde die Stadt wiederum nicht mehr der Staat, weil wir nicht Rang und Titel zu vergeben haben, lege ich als die Selbstkosten erheben dürfen, denn die so leb Berwahrung ein. Ich weiß nicht, ob die Verbrüderung mit haft geforderte Hebung des Handwerksbetriebes besteht darin, China auch in der Hinsicht bei uns Einfluß übt, daß für den daß ihm die Elektromotoren zugänglich gemacht werden. Wo soll Mangel in der äußeren Erscheinung Ersatz im Gehalt zu suchen ist. da die Stadt finanziell bleiben, und welches Risiko geht sie ein, Uebrigens hätte ich gar nichts dagegen, wenn das die Beamten wenn folche Anlagen entwerthet werden? Eisenbahn- und Gas- erfreuen sollte, auch Rangunterschiede eintreten zu laffen. Schließlich Zur Beschlußfassung steht die Vorlage betr. den Abschluß eines betriebe können hier gar nicht zum Vergleiche herangezogen ist aber doch eine Anstellung bei der Stadt Berlint an sich schon neuen Bertrages mit den Berliner Glettrig ist äts- werden. Die Berwaltung würde mit jedem Tage unpopulärer geeignet, auch die erforderliche Arbeitsfreudigkeit zu schaffen. werten. Das wesentliche des Inhalts des Vertrages ist ben Lesern werden, wenn fie einen so gewaltigen Betrieb in eigene Der für die Magiftratsaffefforen vorgeschlagenen Regelung, die deren feinerzeit mitgetheilt worden. Hand nähme. Welche Entschädigungen würden bei Unfällen, Verbleiben in diesen Stellungen ermöglicht, stimme ich zu; die AufBon verschiedenen Seiten wird Ausschußberathung beantragt. Beriagung der Beleuchtung c. zu zahlen sein, und wie würde auf fassung, daß diese Stellen nur Durchgangsposten sind, ist nicht zu Stadtv. Bogtherr: Die Versammlung hat 1894 und 1895 die Stadt räfonnirt werden! halten. Ausschußberathung wünsche ich auch aus dem in Resolutionen den Magistrat aufgefordert, nicht über die Ver- Stadtv. Schwalbe: Die Verhandlungen schweben doch schon Grunde, weil der Magiftrat uns aufgefordert werden längerung des Vertrages, sondern darüber in gemischter Deputation über 10 Jahre; der Vorredner hat sie vielleicht nicht ganz genau foll, uns eine Uebersicht Uebersicht über Löhne und Arbeitszeit zu berathen, ob und wie eine Uebernahme der Werke in städtische verfolgt. Daß die Elektrizität noch am Anfange ihrer Entwicklung der städtischen Arbeiter zu geben. Die Gründe für Erhöhung der Regie anzubahnen sei. Aus der Vorlage gewinnt man den Eindruck, steht, ist nicht richtig. 1888 war die Versammlung fast einstimmig Beamtengehälter sprechen auch für Erhöhung der Arbeitslöhne; es daß der Magistrat selbst wenigstens bie Möglichkeit geschaffen im Prinzip einig über die Vorzüge derartiger städtischer Anlagen; muß der Versuch gemacht werden, ob es nicht möglich ist, den Standhat, daß die Gesellschaft mit dem Wunsche einer Neu- aber man stand damals thatsächlich noch im Anfang der punkt, den die Stadtgemeinde auf diesem Gebiete einnehmen soll, regelung des Vertragsverhältnisses an die Stadt Herantrat. Das Entwickelung, und daher wurde der Vertrag geschlossen. Die Gründe, organisatorisch zu vertreten. In dem Wunsche, die Hilfsarbeiterfrage zu geschah in dem Augenblicke, wo dem Unternehmergewinn der Gesell- welche vor zwei Jahren die gemischte Deputation dazu brachten, die regeln, treffen ja alle drei Anträge zusammen. Wir möchten aber schaft Gefahr drohte. Wir erleben hier dasselbe Schauspiel, wie wir Uebernahme für wünschenswerth zu erklären, sind bis heute nicht im nicht durch Zurückgabe oder Vertagung die Erledigung der Vores bei anderen privatkapitalistischen Unternehmungen erlebt haben; geringsten erschüttert.( Hört, hört!) An den nöthigen tüchtigen lage aufhalten, zumal wir ja die letzte Entscheidung immer ich brauche ja nur an das jammervolle Vertragsverhältniß mit der Technikern für die Stadt würde es nicht fehlen; auch Konkurrenz in der Hand behalten. Wir möchten auch diese Regelung Pferdebahn zu erinnern. Der Vertrag, wie er vorliegt, enthält, felbft bedenken lassen sich mit Erfolg nicht geltend machen. Trotz des der Hilfsarbeiter Frage endlich einmal aus den verschwiegenen wenn man den Betrieb weiter in Privathänden lassen will, nicht soviel großen Werkes an der Oberspree würde ich mich nicht scheuen, für die Bureaus des Magistrats heraus haben. Ab und zu liest man in den Vortheile für die Stadt, daß sie ein hinreichendes equivalent für Weiter- Hebernahme einzutreten. 1915 wird die Stadt garnicht mehr die Beitungen, daß der Magistrat eine Kommission für diese Frage niederbelaffung des Betriebes bis 1916 in den Händen der Gesellschaft Möglichkeit haben, sich von der Gesellschaft loszumachen. Gewiß gesetzt hat; warum soll diese Prüfung nicht im Ausschusse vorgenommen darstellten. Die Ausdehnung des Neyes würde auch ohne neuen sind beachtenswerthe Gegengründe vorhanden, aber der Ausschuß werden? Dann würde doch von vornherein ein gemeinsames Arbeiten Vertrag, ohne Verlängerung der Vertragsdauer sehr leicht möglich sollte doch in nochmalige sorgfältige Erörterung der Frage eintreten. möglich sein. Wer zu einer schnellen Regelung der Frage gelangen fein. Die weiteren Vergünstigungen für die Stadt, Ermäßigung der Stadtv. Singer: Herr Jacobi hat sich über Haltung und will, wird unsern Antrag annehmen müssen. often für die öffentliche Beleuchtung, Erhöhung der Bezüge der Standpunkt der sozialdemokratischen Partei ausgelassen und Stadtv. Hugo Sachs: Die Regelung der Hilfsarbeiterfrage Stadt, fallen weniger ins Gewicht. In welches Verhältniß aber tritt diese Haltung durchaus falsch dargestellt, wenn er behauptet, ist als Nothwendigkeit allseitig anerkannt. Ich hoffe daher, daß die Stadt mit diefem Vertrag bezüglich der Beleuchtung wir verträten den Standpunkt, daß alle diese Dinge zum Selbst- unser Vertagungsantrag zur Annahme gelangt. Herrn Singer und des Betriebes unserer Straßenbahnen? Wir sind mit der tostenpreis abgegeben und dafür die Steuern erhöht werden sollten. habe ich so von Vertrauen zum Magistrat noch nie übers Pferdebahn- Gesellschaft einen neuen Vertrag eingegangen, der un- Es fällt uns das garnicht ein, obwohl wir der Meinung sind, daß fließen sehen wie jetzt. Wir fönmen doch gar nicht bedingt dahin führen muß, daß wir sehr bald den Betrieb über- je nach der gemeinnüßigen Art dieser Dinge die Gebühren be- an die Vorlage gehen, so lange sie noch nicht durch die nehmen könnten; da heißt es, die Intereffen der Stadt einfach preis- rechnet werden müssen. Gerade damit die Steuern nicht Kategorien ergänzt ist, denen höchste Gerichtsentscheidungen die geben, wenn bis 1915 das elettrijche Betriebsmittel in den erhöht zu werden brauchen, wollen wir den Nutzen, den Beamtenqualität zugesprochen haben. Da muß ein Druck ausgeübt Händen der Privatgesellschaft bleiben foll, wenn auch die Straßen Sie dem Privatkapital in den Nachen werfen, für die Stadt werden; dieser Druck ist ein zulässiger. Was der Ausschuß nach dem bahn zur Entnahme der Elektrizität von den Werten verpflichtet behalten. Sachverständige, Direktoren und Leiter würde die Antrag Singer kann, ist doch blos Vorbereitung für einen Verist. Der Magistrat stellt es als zwedwidrig hin, die Elektrizitäts- Stadt schon finden. Herr Jacobi war betwundernswerth informirt fammlungsbeschluß, der den Magistrat nicht bindet; der Magistrat werke schon jest in städtischen Betrieb zu nehmen, erklärlicherweise über die Thätigkeit der Gesellschaft und sogar über ihre Zukunftspläne, muß vorarbeiten. wiegt die finanzielle Seite der Frage beim Magistrat vor. Er bezweifelt, das beweist mir, daß er der geborene Direktor einer solchen Oberbürgermeister Belle: Ich fürchte, daß durch diesen Andaß durch städtischen Betrieb gleich hohe Gewinne erzielt werden können städtischen Anstalt sein würde.( Große Heiterfeit.) Leider stehen wir in trag die Borlage auf lange Beit zurückgeschoben wird. als durch Brivatbetrieb.( Sehr richtig!) Die Einnahmen der Gesellschaft der städtischen Verwaltung immer noch auf dem Standpunkt, daß eine grundsägliche Aussprache über die Silfsarbeiterfrage hier find seit 1895 fortdauernd gestiegen; der Reingewinn beträgt feit alle Rugen abwerfenden Unternehmungen dem Privattapital über- lange nicht stattgefunden hat, so bemerke ich über die Entwickelung lange 30 pet. der Einnahmen. Ein Unternehmergewinn von dieser lassen werden müssen. Die Müllabfuhr, die Markthallen, Riesel- der Frage, daß die Hilfsarbeiter stets angenommen worden sind nach Höhe ist außerordentlich hoch gegenüber der unzureichenden Summe, felder und Kanalisation hat man der Stadt überwiesen.( Unruhe.) schriftlicher Bestätigung, daß sie auf Beamtenrechte keinen Anmit der die Stadt abgespeist wird. Die Stadt soll nun überhaupt Jener Standpunkt und die Abspeisung mit einer Abgabe zeugt von spruch machten. Wir lebten im tiefsten Frieden, bis ein Hilfsnicht geeignet sein, weder technisch noch kaufmännisch, folche Unter einer Auffassung, welche in ihrer Konsequenz die Stadt arbeiter, der vom Magistrat entlassen wurde, mit der Behauptung nehmungen zu betreiben. Aber betreibt die Stadt nicht schon jest erheblich schädigen muß. Es müssen für die Stadt andere auftrat, er sei lebenslänglich angestellt. Das Ober- Verwaltungsgericht eine Reihe solcher geschäftlichen Unternehmungen? Besizen wir nicht Einnahmen geschaffen werden, und sie können geschaffen wies ihn ab, das Zivilgericht in zwei Instanzen auch, da erhielt auch schon einen sachverständigen Beirath, einen elektrischen Techniker werden, indem man solche nutzbaren Anlagen in städtische Ver- er einen günstigen Spruch überraschenderweise bei dem Reichsgericht. in städtischen Diensten? Und beruft sich nicht der Magistrat oft waltung nimmt und so wahrhaft gemeinnüßig verfährt. Statt Diese Kalamität für Berlin und andere Städte wird durch eine genug gerade auf den kaufmännischen Standpunkt, so bei den Gas- dessen müssen wir uns sagen lassen, daß wir der Gesellschaft noch Regierungsmaßregel beseitigt werden. Jetzt verlangt man hier eine und Wasserwerken? Daß das Gebiet der elettrischen Unternehmungen dankbar sein, daß fie die Geschäfte führt, und ihnen ihre Dividende Regelung, als ob noch gar nichts geschehen wäre. in fortschreitender Entwicklung ist, daß der Betrieb sich immer be- gönnen sollen; das können doch blos solche, die Aftien dieser Unter- haben den Herren doch ein pensionsfähiges Jahrgeld bedeutsamer gestaltet, muß der Magistrat felbst zugeben; um nehmungen bestzen. Wie soll denn die Vertretung der Reichshauptstadt willigt und ste zur Assistentenprüfung ohne Rücksicht auf die so größer ist also auch unser Intereffe, diefe Dinge aus erster nicht leisten können, was eine lumpige Aftiengesellschaft leisten kann! Altersgrenze zugelassen. Im Jahre 1897 find 81 Hilfsarbeiter zu Hand zu verwalten und zu regeln. Mit diesem Vertrag aber( Beifall und Heiterkeit.) Wir werden im Ausschuß mitarbeiten, im Assistenten ernannt, für jetzt sind noch 23 gemeldet. Vollgeben wir uns wieder auf Gnade und Ungnade in die Hände der einzelnen so viel wie möglich für die Stadt herauszuschlagen fuchen; ständige Unthätigkeit in dieser Sache ist also nicht zu beklagen. Attiengesellschaft; wir begeben uns bis 1915 der Möglichkeit, aber die Auffassung Dinse's und Schwalbe's müßte doch auch für Die entlassenen Hilfsarbeiter haben prozessirt, nicht der Magistrat, die Werke auf der Höhe zu erhalten, auf die sie unter Umständen die Mehrheit durchschlagend sein. Die Heranziehung der Pferdebahn und am wenigsten dieser aus Muthwillen, wie es in der meist eingebracht werden müssen, um allen berechtigten Ansprüchen zu genügen. ist ganz unzulässig, weil dort für uns eine Zwangslage bestand. Das seitig unterrichteten Bresse fast immer dargestellt wird. Nur in dem Wird denn bei der Nothwendigkeit der Nebernahme durch die Stadt trifft hier nicht zu. Dem Kollegen Goldschmidt erscheint die Gesell- einen Falle Maliz ist der Magistrat unterlegen, viermal hat er gefiegt. die Fähigkeit in technischer und kaufmännischer Hinsicht plöglich wie schaft sogar als Netter des Handwerks. Sollte es der Stadt Wir haben jetzt den Spieß umgedreht und die, die wir entlassen müssen, ein deus ex machina, wie eine Erleuchtung über den Magistrat unmöglich sein, dem kleinen Handwerker Motoren zu liefern, und auf die Feststellung, daß sie nicht Beamte sind, zu verklagen beschlossen. gekommen sein? Sach unserer Meinung besteht für die Stadt das müßten Sie nicht deswegen gerade erst recht für die städtische Die Staatsregierung hat mit Rücksicht auf diese Kalamität eine Aendebringende Interesse an der Uebernahme der Werke in städtische Regie stimmen? Und hat sich denn etwa der Urstoff der rung der Gefeßgebung vor, die im nächsten Jahre sicher kommen wird. Regte schon jest voll. Nicht den Vertrag haben wir verlängern Elektrizität verändert? Das hat Herr Goldschmidt, der doch Unsere Kommission hat jezt vorgeschlagen, wenn dies Gesetz da ist, mit. wollen, sondern von dem uns vertragsmäßig zustehenden Recht darauf hinwies, daß Gas und Dampf sich nicht verändert den Hilfsarbeitern Vereinbarungen zu treffen. Bei denen, die sich wollten wir Gebrauch machen, den ungeheuren Gewinn von 30 pet. hätten, nicht erläutert( Heiterkeit), weil er es eben nach dem Fall Maliz als Beamte ansehen und sich auf solche Vereinnicht den Unternehmern, sondern dem Stadtfäckel zu überliefern. nicht konnte. Gerade die Verbindung mit der elektrischen barungen nicht einlassen wollen, wird allerdings dem formellen Nur auf diese Weise kann die Frage zur allseitigen Befriedigung ge- Straßenbahn zwingt die Stadt, die Sache in eigene Regie Recht genüge gethan und deren Anstellung empfohlen werden müssen. zu nehmen zu einer Zeit, wo sie noch dazu in der Lage ist. Jede In der Kirchenbausache hat ja auch die Versammlung vor dem ordnet werden. Da Wir Stadtv. Jacobt: Das Zeitmotiv des Vorrebners und feiner fünf Jahre, die die Stadt wartet, machen sie zur Uebernahme un- Reichsgerichts- Erkenntniß nicht halt gemacht. Auch der finanPartei, die gewerblichen Anstalten der städtischen Verwaltung zu fähiger. Gerade weil die Möglichkeit vorliegt, daß das nächste Jahrzehnt zielle Gesichtspunkt kommt in betracht; im Ausschusse würde überweisen und ihre Produkte zum Selbstkostenpreise abzugeben, umfassende Veränderungen in den Maschinen hervorbringt, will ich die ich mich darüber im einzelnen auslassen. Von neuen Beamtenwird uns auch heute wieder vorgetragen. Die Mehrheit will Werke jetzt übernehmen, nicht nach fünf, nach zehn Jahren, wo die kategorien ist doch noch nicht zu sprechen; vorläufig besteht sie blos aber 100 pet. Der Einkommensteuer nicht überschreiten, was der Fall heutigen Maschinen vielleicht blos noch den Werth von altem Eisen aus Herrn Malik, der selbst erklärt, kein Beamter zu sein. Wenn sein würde, wenn diese Dinge in städtische Regie übernommen haben. Will die Stadt ernsthaft die Versorgung der Stadt mit Sie die Vorlage in absehbarer Zeit zu stande bringen wollen, nehmen würden.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Das Beispiel der Elektrizität in die Hand nehmen, so ist der geeignete Zeitpunkt jetzt. Sie den Antrag Singer an! Staats- Eisenbahn- Berwaltung kann uns nicht ermuthigen, diesen Weg Der Vertrag wahrt die Interessen der Stadt nicht genügend; er Stadtv. Dr. Preuß ist durch diese Ausführungen nicht übera zeugt. Die ganze Lage zwinge zu sofortiger Regelung der brennenden Hilfsarbeiterfrage. Stadtv. Spinola will die Vorlage in einem Ausschuh und die Hilfsarbeiterfrage event. in gemischter Deputation berathen. Er empfiehlt außerdem eine Gehaltsaufbesserung der Standesbeamten. Stadtv. Wallach: Die Ausführungen des Oberbürgermeisters zwingen gerade zur Annahme des Antrages Sachs. Die Regelung kann nicht länger aufgeschoben werden. Oberbürgermeister Zelle: Mit der Hinausschiebung habe er nur gemeint, daß vielleicht die Ferien dazwischen kommen würden. Die Hilfsarbeitcrfrage lasse sich ohne Festsetzung der Anfangsgehälter der Beamten nicht losen. Stadtsyndikus Weise: Mit der Schaffung neuer Assistenten- stellen wird unser Personal nicht ohne weiteres vermehrt. Stadtv. Cassel wird nach den Erklärungen des Oberbürger- meisters für einen Ausschuß stimmen. Stadtv. H. Sachs bleibt bei seinen früheren Ausführungen stehen. DerAntrag auf AuSschußberathung wird an- genommen. Die übrigen Gegenstände sind von minder allgemeinem Interesse. Schluß gegen 9 Uhr._ Nsrvkei Der 1. Mai ist auch in Stendal unter überaus zahlreicher Betheiligung gefeiert worden. In H ö ch st a. M. war, wie berichtigend mitgetheilt sei, die Versammlung von 200 und das Fest von 1000 Personen besucht. Unter den jüdischen Arbeitern Wcstrutzlands wurde einige Tage vor dem 1. Mai ein von dem„Jüdischen Arbeiterbund Rußlands und Polens" herausgegebenes Flugblatt und eine Broschüre verbreitet, worin die Bedeutung der Maiseier für die russischen Ar- beiter ausführlich erörtert ist. Außerdem wurden Exemplare eines � gedruckten Zettels an den Mauern angeklebt und in die Straßen geworfen, dessen Text unter anderem lautet: „Wir fordern gleiches Recht für alle Nationalitäten und Aufhebung der schändlichen Ausnahmegesetze gegen die Juden; wir fordern das Recht, Streiks zu führen, ldas Versammlungsrecht, Rede- und Preß- freiheit, wir fordern ein Parlament, in welches das Voll seine Ver- treter mittels allgemeiner, direkter und geheimer Wahlen entsendet, wir fordern gesetzliche Verkürzung des Arbeitstages auf 8 Stunden." Polizeiliches, Gerichtliches ic. — Die„Reußische Tribüne" in Gera hatte den Lehrer Weiser in Debschwitz wegen der Art getadelt, wie er die Schulkinder züchtigte. Der Lehrer klagte und erzielte vor dem Schöffengericht die Verurtheilung des Redakteurs Hugo Rödiger zu 150 M. Geldstrafe oder vier Wochen Gefängmtz, obwohl er die Thatsachen selbst im wesentlichen zugeben mußte und auch schon einmal wegen Neberschrcitung des Züchtigungsrcchts mit 30 M. bestraft worden ist. Das Gericht erblickte die Beleidigung in der Form des Artikels. Mit der Bezeichnung„Prügelpädagogen" sei nicht nur dem Weiser, sondern dem gesammten Lehrerstand vorgeworfen, daß er das Prügeln als hauptsächlichstes Erziehungsmittel zur An- Wendung bringe, während es doch nur ein Hilfserziehungsmittel darstelle. Ferner werde mit der besonderen Angabe, der Lehrer Weiser sei unverheirathet, diesem der Vorwurf gemacht, daß er kein Mitgefühl mit Schülern und Eltern empfinde, was eine schwere Be- leidigung bedeute. — Redakteur Beißwanger von der„Fränkischen Volks- tribüne" in Würzburg wurde vom Schöffengericht wegen Be- leidigung deS Schneidermeisters D entler zu 20 M. und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Es bandelte sich um einen Artikel über die Behandlung eines Lehrlings de? genannten Meisters. Als Zeuge sagte der Lehrling u. a. aus:„Ich war recht ungezogen und schlecht, drum habe ich immer Hiebe bekommen. Wenn ich solche be- kam, dann habe ich sie verdient. Ich danke meinem Meister für die strenge Zucht, wenn ich einmal älter bin. Ich will mich jetzt bessern." Selbst der GerichtSvorsttzende mußte lachend zugestehen, daß ihm solch ein Muster von Lehrling noch nicht vorgekommen sei. Berlin und Umgegend. Maifeier. Zwei Berufsgruppen, dieGastwirthsgehilfen und die Musiker, denen ihre Berufsthätigkeit es nicht gestattet, den Weltfeiertag mit den übrigen Arbeitern zusammen zu begehen, haben dies nachträglich gethan.— Die Gastwirthsgehfilfen hielten die Feier am 3. Mai in der Brauerei Friedrichshain ab. Die Festrede des Reichstags-Abgeordneten R. Schmidt fand reichen Beifall.— Die Zivllberufs-Musiker hatten die Feier am 4. Mai anberaumt. Genosse K o tz k e hielt das Referat, worauf die Resolution der Gewerkschaftskominission mit kleinen Aenderungen einstimmige Annahme fand. Das nachfolgende gemüthliche Bei- sammensein wurde verschönt durch einige kernige, dem Zlveck ent- sprechende Lieder. Deutsches Reich. Die Fleusburger Tischler werden am 7. d. M. in den Streik eintreten, da von der Innung jede Verhandlung über eine Lohn- forderung schroff abgelehnt wurde. Der Steinarbciter-Ausstand in Striegau dauert fort. Von der Vereinigung der Unternehmer wurde jede Lohnerhöhung ver- weigert und eine Annäherung, Verhandlungen anzuknüpfen, schroff zurückgewiesen. Nur die Firma Lehmann hat sich bereit erklärt, 12 pCt. Lohnerhöhung zu gewähren und ist hier die Arbeit von 100 Ausständigen wieder aufgenommen. Im Ausstond befinden sich noch 530 Arbeiter. Im Münchener Tifchlerstreik wurde von dem Vorsitzenden des Holzarbeiter-Verbandes, Karl Kloß, der Versuch gemacht, in Ver- Handlung mit den Unternehmern einzutreten. Die Unternehmer lehnten jedoch dieses Gesuch ab und dauert somit der Ausstand un- verändert fort. Ausland. In Eger sind sämmtliche Lackirer und Zimmermaler- Gehilfen im Ausstand. Sie fordern den Zehnstundentag und Lohnaufbesserungen._ Gerichks-Bc imfl» Ein Borgang, der sich am Abend deS 21. März auf dem Friedhofe der Märzgefallenen im Friedrichshain ereignete, beschäftigte gestern die 130. Abtheilung des Schöffen- gerichts. Auf der Anklagebank befanden sich der Strumpfwirker Emil Ei ding und der Zigarrenarbeiter Carl Bach, denen die Anklage eine ganze Reihe von Strasthaten zur Last legte. Der Wachtmeister Hamann bemertte an dem genannten Abende, daß Eiding eine Anzahl Menschen um sich ver- sammelte, denen er mit lauter Stimme die Inschriften, die sich auf den Grabsteinen befanden, vorlas. Um Ruhestörungen vor- zubeugen, untersagte der Beamte dem Angeklagten das laute Bor- lesen. Es kam zu einem Wortwechsel, der Beamte gebot schließlich dem Angeklagten, den Friedhof zu verlassen, worauf der letztere erwiderte:„Der Friedhof ist für die Arbeiter da und nicht für die Schutzleute". Bach mengte sich hinein und schließlich wurden beide zur Wache geführt. Ebing soll dem Beamten nur widerstrebend gefolgt sein und ihm einen leichten Stoß gegen die Brust gegeben haben. Auf der Wache wurde E. in die Eiuzelzelle gesperrt. Er rannte dann mit dem Kopf gegen die Thür, daß die Füllung zertrümmert wurde. Der Staatsanwalt betonte, daß eine Ausschreitung, an dem be- zeichneten Ort und zu der erwähnten Zeit begangen, eine ganz besonders schwere Ahndung erheische, er beantragte gegen E. wegen groben Unfugs, Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung eine Gefängnißstrafe von vier und eine Haststrafe von sechs Wochen. gegen Bach 14 Tage Gefängniß und 4 Wochen Haft. Der Gerichts- hos kam zu einer ganz anderen, weit milderen Auffassung. Eiding wurde nur wegen Nichtbefolgung der Aufforderung eines Beamten zu 8 M. wegen Widerstandes und der Sachbeschädigung zu je tS M., Bach nur wegen der erstgenannten Uebertretung zu einer Geldstrafe von 3 M. verurtheilt. In Hamburg ist abermals eine der besten Staats- und Orduunasstützen schmählich zusammengeknickt. Das dortige Land- gericht, so meldet uns ein Telegramm unseres Korrespondenten, hat gestern den ehrbaren Kaufmann Fechter zu fünf Jahren Gefängniß und ebenso langem Ehrverlust verurtheilt. Der brave Bürger seiner Vaterstadt war unbändig fromm und wegen dieser Eigenschaft von der St. Anscharkapelle, dem christlichen Jünglings- verein und dem Norddeutschen Missionsverein mit dem Ehrenamt der Kassenverwaltung betraut worden. Bei der Führung dieser Aemter hat er die Kleinigkeit von 125 000 M. veruntreut. Der Prozeß gegen den Schutzmann Kiefer in Köln, der eine anständige Bürgerstochter in unerhörter Weise angegriffen hatte, kommt noch einmal zur öffentlichen Verhandlung. Ein Telegramm aus Leipzig meldet über die gestern vor dem Reichsgericht geführte Revisionsverhandlung: Das freisprechende Urtheil im Prozeß gegen den Schutzmann Kiefer aus Köln vom 4. Februar wurde vom Reichsgericht aufgehoben und die Sache an das Landgericht Bonn verwiesen. Vcv TU'ieg. Der offizielle Bericht über die Vorgänge auf den Philippinen ist bei der amerikanischen Regierung noch nicht ein- getroffen. Auch sonst smd die Beachtung verdienenden Meldungen sehr spärlich.: Die„Kölnische Zeitung" meldet aus Madrid, das letzte Tele- gramm aus Manila vor der Unterbrechung der telegraphischen Ver- bindung habe der Madrider Mitbesitzer einer in Manila erscheinenden Zeitung empfangen. Nach diesem Telegramm sei eine Bombe in die Dn�crei eingeschlagen und habe das Gebäude und die Maschinen zerstört. Hiernach würde die Beschießung Manila's begonnen haben. Dem„Reuter'schen Bureau" wird aus New-Dork gemeldet: Wie die„New Jork Tribüne" aus San Francisco erfährt, hätte der Kommandant des Arsenals auf Mare Island gestern eine chiffrirte Depesche des Marine- Departements erhalten, welche besagt, nach einem Telegramm des Admirals Dewey aus Hongkong schätzte dieser die Verluste der Amerikaner in der Seeschlacht bei Manila auf 60 Todte und 1000 Verwundete. Die Kanonen- boote„Concord" und„Petrel" hätten Beschädigungen erlitten, namentlich im oberen Theil des Schiffsrumpfes. Der Admiral hätte gleichzeitig gebeten, ihm ein Hospitalschiff, das Raum ftir 2000 Personen böte und für drei Monate Lebensmittel enthielte, zu senden.— Diese Meldung des New- Dorker Blattes ist, wie das„Reuterffche Bureau" hinzufügt, mit allem Vorbehalt auf- zunehmen, da letzteres vernimmt, daß seit Montag durch die Kabel der„Eastern Telegraph Company" weder von Manila noch von Hongkong ein Telegramm über die Seeschlacht bei Manila befördert worden ist. Aus V a I l e j o sKalifornien) wird telegraphirt: Admff-il Kirk- land erhielt telegraphische Befehle, Kriegsmaterial und Lebensmittel für 2000 Mann auf 4 Monate bereit zu halten.— Es wird dies mit den Meldungen über beabsichtigte sofortige Entsendung einer Besatzungsarmee nach Manila in Verbindung gebracht. In politischen Kreisen Roms herrscht die Befürchtung, daß aus der Besitz nähme der Philippinen seitens Amerika's sich ernste politische Konsequenzen ergeben dürsten und zu einem Hinübergreifen des amerikanischen Konflikts in den oft- asiatischen Jnteressenkreis der europäischen Mächte führen könnten. Man will hier bestimmt wissen, daß eine Allianz zwischen England und Amerika vollendete Thatsache sei. Ueber die Bewegung der Flotten im atlantischen Ozean wird seitens Spaniens wie der Vereinigten Staaten strengstes Stillschweigen bewahrt. Die„Times" veröffentlichen eine Depesche des„New-Uork Herald", welche besagt, der amerikanische KriegSplan laufe darauf hinaus, Portorico zu nehmen. Die Regierung beabsichtige, dasselbe für immer als Kohlen- und Flottenstation zu behalten. Von anderer Stelle wird aus Washington gemeldet: Admiral Sampson beabsichtigt, mit seiner Flotte, welche Kohlen- vorräthe in Key West einnahm, die spanische Flotte, vor Portorico kreuzend, zu erwarten, um den Spaniern die Erreichung Portoaico's, das als Operationsbasis dienen könnte, zu verwehren.— Die Meldung, daß die spanische Flotte nach Cadiz zurückgekehrt ist, wird in Washington nicht für authentisch gehalten. Nach Meldungen aus Havana ist die Lage der spanischen Soldaten auf Euba eine verzweifelte. Sie erhalten nur halbe Nationen, sind schlecht bekleidet und haben allen Muth ver- loren. Eine amtliche Depesche aus Kingston(Jamaika) meldet, das britische Kriegsschiff„Alert" sei dort aus Santiago de Euba eingetroffen und berichte, daß in Santiago alles ruhig sei. Die Mit- therlungen von dem angeblichen Zwischenfall, an dem der dortige britische Konsul bctheiligt sein sollte, würden in amtlichen Kreisen in Zweifel gezogen. Wie der„New-Uork Herald" aus Havana meldet, hat Marschall Blanco gestern das autonomische Parlament in Anwesenheit der Konsuln und Offiziere der in Havana befindlichen britischen und französischen Kreuzer eröffnet. Blanco verlas eine Botschaft der Königin. Auf die Frage Blanco's, ob die Mitglieder schwören wollten, die Souvcränetät Spaniens zu vertheidigen und dem Könige unbedingt zu gehorchen, antworteten dieselben zustimmend. Wie die„New-Uork Tribüne" aus Washington erfährt, erwäge man in den Kreisen der Marineverwaltung ernstlich eine Besitzergreifung der Kanarischen Inseln. Andererseits hat nach einer Meldung der„World" aus Washington Mac Kinley im Laufe einer Unterhaltung mit einer befteundeten Persönlichkeit erklärt, er wolle den Krieg nicht zu einem Eroberungskriege machen. Er sei für eine angemessene Enffchädigung für den durch den Krieg den Ver- einigten Staaten zugefügten Verlust an Gut und Blut und wünsche keinen Landerwerb. Der Pariser„Eclair" veröffentlicht über Bayonne gesandte Meldungen aus Madrid, daß die Lage dort viel kriti- scher sei, als man glaube. Am Sonntag Abend seien unter den Manifestanten viele Offiziere in Zivil gewesen, die das Volk zu Kundgebungen gegen das Ministerium und für General Weyler aufreizten. Sehr interessante Gesichtspunkte über da» Interesse der Ver- einigten Staaten an Kuba werden im„Pester Lloyd" veröffent- licht: .... Die amerikanische Kommission zur Unter; uchung des Baues des Nicaragua-Kanals, der Konkurrenzlinie für den tanama-Kanal, hatte in ihrem Gutachten erklärt, daß die militärische icherung dieser Wasserstraße im Falle eines Krieges ein außer- ordentliches Machtaufgebot, vor allem eine starke Kriegsflotte und starke Marine-Positionen im Antillen- Meere, vor allem auf Kuba erfordern würde. Dieser Be- richt erklärt wohl auch zur genüge das Verhalten Amerika's während des kubanischen AufftandeS und die Sehnsucht nach dieser Perle der Antillen. Was innner die letzte treibende Ur- fache zum Kriege gewesen sein möge, die Regierung der Vereinigten Staaten hätte dem Druck der Bolksströmung wohl Widerstand leisten können, wenn dieselbe nicht ihren eigenen weit- tragenden Plänen Vorschub geleistet hätte. Man lvird nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß die leitenden Männer der nordamerikanischen Republik mit Absicht die Inangriffnahme des wirthschaftlich so nothwendigen Kanals so lange verzögerten, um sich durch den Ausbau ihrer Flotte und durch den Besitz von Kuba auch in den Stand zu setzen, diese neue Weltstraße zu vertheidigen. Deshalb wurde der Aufstand auf Kuba mit allen möglichen Mitteln immer wieder neu entfacht, um die Kraft Spaniens zu erschöpfen, deshalb die hohe moralische Entrüstung über den grausamen Weyler, der noch lange nicht den Jingos das Wasser reichen konnte, die bei derVertiglung der rothen Race thätig waren, deshalb die Forcirung des Kriege?, als man in Washington erkannte, daß die milde Hand Blanco's im Verein mit der Gewährung der Autonomie vielleicht doch dem Auf- stände das Lebenslicht ausblasen könnte. Man will ganz einfach in der Union den Besitz von Kuba, um diese strategische Barriere vor dem Mexikanischen Golf und dem zukünftigen Nicaragua- Kanal als Flotten- station und festen Stützpunkt für die eigene Flotte einzurichten. Mit' Hilfe Kuba's wird die rapid anwachsende Flotte der Union in wenigen Jahren getrost den Bau der Wassersttaße, der ihr unendliche Vortheile bringen dürfte, in Angriff nehmen; selbst das seegewaltige Albion wird dann nicht mehr im stände sein, die Besitzergreifung dieser wichttgen Handels- straße durch die nordamerikanischen Staaten zu hindern.---" Die Berliner Sozialdemokratie hat heute in IS gut besuchten Versammlungen den Wahlkampf eröffnet. Ueberall herrschte vollste Kampfesfteunde und regste Be- geisterung. Wir lassen die vorläufigen Berichte hier folgen: Erster Wahlkreis. Die Versammlung im„Feenpalaft" war von etwa 1300 Personen besucht. Nach einem anderthalb- stündigen Referat des Genossen Bebel, das häufig von stürnnschem Beifall unterbrochen wurde, hielt der sozialdemokrattsche Kandidat Hugo Pötzsch eine kurze Ansprache, die ebenfalls sehr beifällig aufgenommen wurde. An der Diskusston betheiligte sich der nattonal-soziale Kandidat Tischendörfer. Von den Genossen Manaffe, Täterow, Pötzsch und im Schlußwort von Bebel wurde er gründlich abgefertigt. Viel Heiterkeit erregte das Auftreten eines Nattonal-Sozialen Namens Michalski. Die Versammlung für den zweiten Wahlkreis fand in der Bockbrauerei statt und war außerordentlich stark auch von Genossinnen besucht. In einer frischen, kräftigen Rede, die stürmische Begeisterung erweckte, gab Genosse Richard Fischer in großen Zügen ein Bild der Dinge, die für den Wahlkampf in Frage kommen. Nach einem Appell der Genossin L i l l y B r a u n an die Frauen, ihre Kraft in den Dienst der guten Sache zu stellen, wurde eine Resolutton angenommen, für die Sozialdemokratte mit aller Entschiedenheit einzutreten. Dritter Wahlkreis. In der Versammlung, welche im Märkischen Hof stattfand, referirte Genosse Wolfgang Heine. Schon lange vor dem angesetzten Anfangstermin hatte sich das Publikum in recht stattlicher Zahl eingefunden. Eine Resolutton, welche dahin geht, den Wahlkreis-Kandidaten Heine nach Kräften zu unterstützen, wird einstimmig angenommen. Die allgemeine Begeffterung, welche sich beim Schlußhoch auf die Sozialdemokratte kundgab, dürfte besttmmt Gewähr dafür geben, daß die Arbeiterschaft bei den kommenden Wahlen sicher ihren Mann stehen wird. In den A r m i n h a l l e u sprach Genosse Z a d e ck vor einer Zuhörerschaar von ca. 800 Personen, die seinen interessanten Aus- flihrungen mit gespanntester Aufmerksamkeit folgten und ihm leb- haften Beifall spendeten. Eine Diskussion fand nicht statt. Vierter Wahlkreis. In K eller' s Festsälen referirte der Kandidat des Kreises Genosse Singer. Er gab in seiner mit großem Beifall aufgenommenen Rede in großen Zügen ein Bild der bestehenden Parteiverhättnisse und der agrarischen Regierungspolittk, in- dem er unter Hinweis auf die Besprechung dersozialdemokrattschen Jnter- pellatton betr. die Suspendirung der Äetreidezölle daS in Deutschland herrschende System der Brodwucherer charatterisirte; er betonte die prinzipiellen Unterschiede, die uniere Partei von allen trennt, die auf dem Boden der heuttgen Gesellschaftsordnung stehen, und die nach Ansicht der Gegner in der letzten Zeit in den Hintergrund getteten sein sollen. In Sanssouci sprach ReichstagS-Abgeordneter Harm vor 1200 Personen unter stürmischem Beifall. Nach kurzer Debatte wurde die Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf die Partei ge- schlössen. Im Lokale von Brüder, Waldemarstraße 76, sprach ReichS- tags-Abgeordueter Ulrich vor überfüllter Versammlung. Derstür- mische Beifall, welchen derReduer erntete, bewies, daß das arbeitende Volk gewillt ist, seine Pflichten in jeder Beziehung zu erfüllen. In der Diskussion sprach S ch o l tz. Es gelangte sodann eine im Sinne deS Referats gehaltene Resolution zur einstimmigen Annahme. Die Versammlung in der U r a n i a war sehr gut besucht. In vorttefflicher zweistündiger Rede krittsirte Genosse Glocke die Leistungen der bürgerlichen Parteien. Eine Diskussion fand nicht statt.— In der Versammlung bei Joel, Andreasstrahe, referirte der Reichstags-Abgeordnete D r. L ü t g e n a u. der in treffender Weise das Gcbahren der Agrarier und ihres Anhanges kennzeichnete, sowie die Vorgänge der verflossenen Legislaturperiode trefflich beleuchtete und die grundsätzlichen Gegensätze unserer Ziele und die Bestrebungen der gegnerischen Parteien erläuterte. Von einer Diskussion über den l'/j flündigen, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vorttag wurde Abstand genommen. Die Versammlung des fünfte» Wahlkreises, die in dem großen Saale der Brauerei Friedrichshain tagte, war von zirka 1200 Personen besucht. Referent war der Kandidat des Kreises, Rob. Schmidt. Als Diskussionsredner trat ein junger Mann auf, der sich als Anhänger der fteisinnigen Volkspartei bekannte und von unseren Genossen Wels und L i e p m a n n glänzend abgeführt wurde. Sechster Wahlkreis. In Ahrens' Brauerei fMoabit) sprach Genosse Liebknecht. Der geräumige Saal war von einer dicht gedrängten Volksmenge vollständig besetzt. Die Zuhörer folgten mit gespannter Aufmerksamkeit den Ausführungen des Redners und gaben durch lebhaften Beifall ihr Einverständniß mit denselben zu erkennen. Eine Diskussion fand nicht statt. Mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratte endete die Versammlung. Im Berliner Prater, Kastanien-Allee, war der große Saal bereits kurz nach 8 Uhr, darunter auch von vielen Frauen und Mädchen, bis auf den letzten Platz gefüllt, so daß ein großer Theil der Tische entfernt werden mußte, um für die Heranströmenden Platz zu schaffen. Eine Diskussion über den ausgezeichneten Vorttag deS Genossen görstet fand nicht statt. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolutton an, in der sie die Vertreter der Sozialdemokratte als ihre einzigen geeigneten Vertteter bezeichnet und sich verpflichtet, durch energische Agitatton den bevorstehenden Wahltag zu einem weiteren RuhmeStage der Sozialdemokratie zu machen. Im„Volks garten", Badsttaße, waren etwa 1000 Personen, darunter viele Frauen, versanimelt. Reichstags< Abgeordneter Molkenbuhr erregte durch seine Ausführuneen brausenden Beifall. Diskussion fand nicht statt. Im Kösliner Hof sprach Genosse Borgmann vor einer gut besuchten Versammlung. Er unterzog namentlich die Volks- feindlichen Bestrebungen der reakttonären Parteien einer scharfen Krittk. Auch wendete er sich unter großem Beifall, in den auch die zahlreich anwesenden Frauen einstimmten, gegen dieBrotvertheuerungs» Politik der Regierung. Zwei Resolutionen, und zwar für kräftige Wahlagitation und gegen die Kornzölle, wurden einstimmig an- genommen. In Schiineberg sprach Genosse Pfannkuch über die Leistungen des letzten Reichstags in scharf kritisirender Weise, die Versammlung zollte ihm reichen Beifall. Diskussion fand nicht statt. Uetzke unv Depepchen. Leipzig, 6. Mai. Die„Zeiffchrift für die gesammte Texttl, Industrie" meldet aus London: Nach Berichten aus Kalkutta ist dort infolge der Pest ein großer Streik in der Jutefabrikatton aus- gebrochen. Die meisten Fabriken haben den Betrieb eingestellt. ES herrscht große Erregung. In Dundee haben die Preise stark angezogen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacovey in Berlin. Für den Jnseratentheil verantwortlich:»h. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin. Hier»« S Beilagen u. Unterbaltnnasblatt. Br. 105. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 84. Gigung. Donnerstag, 5. Mai 1898. 11 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Nieberding, Frhr. v. Thielmann. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Berathung der Novelle zur Zivilprozeß- Ordnung, zum GerichtsverfassungsGesetz und zur Strafprozeß- Ordnung. Vor Eintritt in die Generaldiskussion erklärt Abg. v. Cuny( natl.), daß er die en bloc- Annahme beantragen werde. In der Generaldiskussion erklärt antreibt. Damit schließt die Generaldiskussion. Auf Antrag des Abg. v. Cuny( natl.) findet hierauf die en blocAnnahme des Gesetzentwurfs statt. Die Sozialdemokraten wider sprechen nicht, stimmen aber dagegen. Es folgt die Berathung der Interpellation Auer( Soz.) und Genossen: Beabsichtigen die verbündeten Regierungen angesichts der ungewöhnlich hohen Getreidepreise eine zeitweilige Aufhebung der Getreidezölle herbeizuführen?" Freitag, 6. Mai 1898. Verband der Zentralvereine ostelbischer Landwirthe selbst als genügende Produktionskosten bezeichnet. Jedenfalls spottete damals Graf Caprivi über die Biffer. Was sagt die Regierung zu den heutigen Ziffern, die wesentlich höher find? Und die Regierung kann sich nicht darauf. berufen, wie in einem Freihandelsland, daß sie absolut ohmmächtig. dem gegenüberstehe. Nein, die Regierung hat die Mittel in der Hand, diese Preistheuerung wesentlich zu mildern. Wir haben einmal einen Boll von 35 M. Seine Beseitigung wäre eine ganz wesentliche Preismilderung für unsere Brotfrucht hier in Deutschland. Noch andere Dinge kommen dazu, die ich nur streifen will. Da ist zum Vor einigen Tagen ist uns das letzte grüne Heft der Neichsstatistik Abg. de Witt( 8.), daß er im wesentlichen der Vorlage in ihrer Abg. Schippel( Soz.): Ich schicke voraus, daß wir weniger auf zugegangen: von Januar bis Ende März d. J. haben wir an jezigen Gestalt zustimmen fönne. den Wortlaut unserer Anfrage Werth legen. Wenn die Regierung Roggen 1,87 Millionen Doppelzentner eingeführt und 326 290 Doppel-> Abg. Stadthagen( Soz.): Soweit rein formelle Punkte bei uns andere Maßnahmen als die zeitweise Aufhebung der Getreide zentuer ausgeführt.( Hört! hört!) Das ist fast ein Viertel so viel dem Entwurf in betracht kommen, ist er die nothwendige Ergänzung zölle vorschlagen könnte, so würden wir auch darüber mit uns reden Ausfuhr für Deutschland wie Einfuhr. des Bürgerlichen Gesetzbuches. Ich leugne auch nicht, daß er einige laffen. Wir haben es nur für unsere Pflicht als Voltsvertreter ge- 2,45 Millionen Doppelzentner eingeführt und 1,09 Millionen Doppelwie Einfuhr. Weizen haben wir Befferungen enthält, die im wesentlichen auf Anregungen von sozial- halten, die augenblicklich maßlose Getreidevertheuerung und die damit gentner in einem Vierteljahre ausgeführt.( hört! hört!) Das ist demokratischer Seite zurückzuführen sind. Ich rechne dazu das leider natürlich zusammenhängende Brotvertheuerung auch hier im Reichs- fast die Hälfte des Weizens, den wir eingeführt haben. für die Arbeiterschaft wichtige Gebiet der Zwangsvollstreckung. Beim tage zur Sprache zu bringen. Die Thatsachen, auf denen unsere Was hat das für Konsequenzen? Wir haben zweifellos unfere Bürgerlichen Gesetzbuch wurde unsere Resolution einstimmig an- Interpellation beruht, find ja allgemein bekannt. Ich brauche sie Lager in den letzten Monaten ganz folossal entleert. Suspendiren genommen, die verlangte, daß der Kreis der unpfänd- mur furz zusammenzufassen. Wir haben bereits seit längerer Zeit wir jetzt den Zoll, so hat die Reichskaffe den Verlust von einer baren Gegenstände erweitert und daß genau präzifirt werde, ein Anziehen der Getreidepreise, seit Beginn der vorigen Ernte ein enormen Ausfuhr und auf der anderen Seite trifft sie der Verlust was unpfändbar ist. Diesem Wunsch ist die Regierung theils ziemlich rasches Anziehen der Getreidepreise gehabt bis zum Schluffe von einer abnorm gesteigerten Einfuhr. Deshalb hat es die Reweise nachgekommen, ebenso die Kommission, aber die Besserungen des Jahres 1897 von vielleicht 30-45 M. Wir haben aber in den gierung heute als Finanzverwaltung auch schwer, die Maßregeln zu reichen nicht aus. Es wäre nothwendig gewesen, daß auch diejenigen letzten Wochen unter dem Eindruck des spanisch- amerikanischen Krieges ergreifen, die im Jnteresse des Volkes ergriffen werden müßten. Nahrungs- und Beleuchtungsmittel dem Schuldner belassen werden, die ein rapides Emporschnellen der Preise: Witte April hatten wir Was bedeutet nun für die arbeitenden Klassen der jezige Getreideer auf vier Wochen gebraucht und ebenso ein Geldbetrag, um auf Weizenpreise von 215 M., Heute von 234-240 W. Wir hatten Mitte zoll? Nach statistischen Durchschnittsberechnungen rechnet man bei zivci Wochen das Unentbehrlichste anzuschaffen. Die Ansicht, daß April Roggenpreise von 155 W., Heute von 170 und mehr Mart. uns auf ein Jahr 173,7 kilogramm Brot- und Mehlverbrauch; das dem Gegner alles genommen werden müsse, daß er nackt ausgezogen Was das bedeuten will, ersehen wir aus einem Vergleich macht also für eine Familie von Mann, Frau und drei Kindern werden, dürfe, hat im Reichstag hielleicht nur einen einzigen An- mit dem Preisstande vor einem Jahre, wo dieser 158. 868,5 Kilogramm Brotz und Mehlverbrauch, und das sind bei hänger, den Herrn Abg. Dr. Vielhaben, der beim Bürgerlichen refp. 118 M. war also seit einem Jahre eine Preissteigerung 35 Mart Boll jährlich 30 Mark 40 Pfennig, die der Arbeiter da Gesetzbuch ja beantragt hat, das Retentionsrecht, wie es im Hamburg bei Weizen von 49 pet., bei Roggen von 44 pet.( hört, hört, bei zwar nicht auf dem Altar des Vaterlandes, sondern auf dem besteht, wonach man dem Schuldner alles nehmen kann, selbst das den Sozialdemokraten). Diese Preissteigerung wird, glaube ich, Altar des Großgrundbesizes opfert.( Sehr gut! bei den SozialHemd, noch weiter auszudehnen. Was ist mun unentbehrlich? Die feine vorübergehende sein. Sie wird zum mindesten anhalten bis demokraten.) 30 Mart 40 Pfennig find für eine Arbeiterfamilie bei Vorlage wendet sich einmal gegen eine falsche Auslegung, die die zur nächsten Ernte, deren Ergebniß heute noch nicht vorauszusehen 2 M. Tagelohn 15 Arbeitstage, die der Arbeiter heute umsonst für engherzige Rechtsauffassung dem geltenden Gesetz gegeben hat, wonach ist. Die letzte Ernte in Europa war eine mittlere, in einzelnen den Grundbesig arbeiten muß! Meine Herren! Bergessen Sie nicht, 3. B. Wäsche nicht als Kleidungsstück zu erachten ist, wonach fünft- Ländern sogar eine schlechte. Auch die Länder, auf deren Zufuhr daß Sie sich bei den Wahlen auf die Wähler stügen müssen; es sind liche Veine, Zahngebisse für pfändbar erklärt werden, weil sie keine wir angewiesen sind, werden uns nicht in dem Maße versorgen nicht blos die Arbeiter die armen Konsumenten, sondern auch die unentbehrlichen Gegenstände seien. Leider aber genügt das Ge- fönnen, wie man erst glaubte. Das hat die für uns verfügbare hunderttausende von Unterbeamten.( Sehr richtig! bei den Sozialschaffene nicht. Es hätte der von mir vorgeschlagene Weg gewählt Zufuhr aus Argentinien gezeigt. Die indische Ernte ist demokraten.) Welch' fümmerliche Gehälter, beziehen unsere Unterwerden sollen. Noch immer sind Künsteleien, wie z. B. daß der bedeutend fleiner als man glaubte, und daß die ameri- beamten. Im vorigen Jahre haben wir die Gehälter der BahnTrauring unter Umständen doch pfändbar sein soll, nicht aus- kanische Ernte uns nicht in dem Maße zufließen wird, wärter um 75 M. durchschnittlich erhöht. Damals hatten wir Gegeschlossen. Wie steht es denn nach dem Gefeßentwurf? Wird und kann, haben die letzten Wochen gezeigt. Nun hat man gesagt, treidepreise von 115 M. Vergleichen Sie damit die heutigen Gekünftighin der Trauring der Wittwe pfändbar sein und der Ver- das wird vorübergehend sein. Die Preise sind in die Höhe ge- treidepreise. Mit einem Schwamm und einem Strich haben Sie lobungsring der Verlobten? Ich möchte die Frage verneinen, bin schnellt, weil man die Kaperei und Blockaden im fubanischen Kriege da die ganze Gehaltserhöhung wieder weggewischt! Ein reelles aber keineswegs sicher, daß die Fassung schon so klar ist, um andere fürchtete und man glaubte, die Zufuhr würde schwieriger werden, Geschäft ist das nicht!( Sehr gut! bei den Sozialdem.) Auslegungen auszuschließen. Es ist geradezu beschämend, daß man als sie thatsächlich geworden ist und im Verlaufe des Krieges werden Sie rechnen weiter mit dem kleinen Mittelstande, besonders die im Gesetz ausdrücklich hat sagen müssen, künstliche Gliedmaßen und wird. Aber wenn das richtig wäre, dann müßten wir ja gerade in Agrarier zählen auf seine Stimmen. Nun, dieser Mittelstand ringt dergleichen sollen nicht pfändbar sein. Derartige tajuistische Amerika einen Tiefstand haben. Wenn dort ein überfüllter Markt mit seiner Griſtenz; wir haben seine furchtbare Noth niemals verAufzählungen genügen nicht, es fehlt darin z. B. die Er- gewesen wäre, der nicht hätte entlastet werden können, weil man hehlt. Wenn Sie Rechten für Mittelstand wähnung eines fünstlichen Zahngebisses. Eine ganze Reihe nicht ausführen tomte, jo hätten die Preise um so viel wollen, jest tönnen sie es beweisen. Cuspendiren Sie die Getreideanderer Rechtsfragen können sofort aufgeworfen werden, sowie sinten müssen. Aber gerade von Amerika aus hat ja die zölle! Sie erweisen dann dem Mittelstande eine viel viel größere fafuiftisch wie hier einmal Punkte hervorgehoben werden. Es ist ja Breissteigerung angefangen. Nun, Amerika hat wohl auch Wohlthat, als wenn Sie die Großbazare mit einer Umsatzsteuer ganz gut, daß Särge nicht als pfändbar bezeichnet worden sind. In niemals die Kaperei und Blockade zu fürchten gehabt. Der Haupt- treffen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Ber Praxis ist es wirklich vorgekommen, daß Särge gepfändet handel geht von den Seen nach Kanada, auf die kanadischen Flüsse Die Landwirthe haben im Augenblick selber kein großes Interwurden. Allerdings giebt der§ 715a ja dem vernünftigen Gedanken von dort gehen neutrale Schiffe. esse an der Aufhebung der Zölle.( Abg. v. Kardorff: Gar feines!) Raum, wenn beim Verkauf der Schaden, der dem Schuldner zu- Neberall sehen wir die Preise ganz maßlos anziehen. Wir Das meine ich auch. Die Landwirthe haben gute Preise seit dem gefügt wird, und der Vortheil, den der Gläubiger erlangt, in keinem haben in England Preise von 50 Schilling für den Quarter. In Bergen der Ernte gehabt. Schon am 2. Juni vorigen Jahres Verhältniß steht, dann soll er unterbleiben dürfen. Wer aber soll England ist niemals eine so tiefe Entleerung aller Läger zu be- hatten wir wir Weizenpreise von 176 und Roggenpreise von darüber entscheiden? Der Gerichtsvollzieher. Da wird der be- merken gewefen wie jetzt. Aus Rußland wird uns be- 129 Mark und die Preissteigerung hat sich seitdem fortgesetzt. schränkte Bureaukratismus zu wunderbaren Ergebnissen kommen, richtet, daß in den Exportlägern höchstens die Hälfte von Die Landwirthe haben keinen Grund, wegen der letzten Jahre fich zumal, wenn die Heppeitsche eines unbarmherzigen Gläubigers ihn den Massen an ausfuhrfähigem Getreide vorhanden ist, die sonst in zu beklagen, Opfer für die konsumirenden Massen gebracht zu haben. Wir haben zwei Wege vorgeschlagen, um diesen normalen Zeiten um diese Periode noch daliegen. Aehnliche Preis- Auch die Fleischpreise stehen so hoch, wie selten zuvor, und die ReUebelstand zu vermeiden. Einmal hätte man fafuistisch be- steigerungen haben wir überall gehabt, in Belgien, Holland, im ganzen gieringsblätter sagen von den Spirituspreisen, daß wir sie seit der stimmen sollen, so und so viel Anzüge, so und so viel paar Reich, namentlich in Süddeutschland; aber auch im übrigen Deutsch- Branntweinsteuer- Reform niemals in dieser Höhe gehabt haben. Stiefel find unpfändbar, oder man hätte den Weg beschreiten land haben wir noch in den letzten Tagen ein Anziehen der Hört! hört! links.) Die Agrarier haben also augenblicklich keinen müssen, den die Gesetzgebung eines amerikanischen Staates beschritten Preise gehabt, und es ist keine Aussicht, daß sie rasch heruntergehen. Grund zu Klagen. Aber allerlei Beschönigungsgründe werden hat, indem sie festsette, daß ein Betrag von 500-1000 Dollar dem Den Ernst dieser Lage wird niemand verkennen; sie hat sich der gegen die Suspendirung der Getreidezölle ins Feld geführt. So Schuldner gelaffen werden müsse. Leider sind unsere beiden Vor- artig zugespizt, daß es in einzelnen Ländern bereits zu lese ich in der" Post", sie brauchten deshalb nicht suspendirt zu schläge abgelehnt worden. Man ist auf halbem Wege stehen geblieben, hat Revolten und Blutvergießen gekommen ist. Spanien hat seine Zölle werden, weil die Arbeiter jegt etwas bessere Löhne hätten.( Heiterzwar den berechtigten Kern dessen, was wir vorgeschlagen, anerkannt, aber suspendirt, Italien hat sie erst ermäßigt, dann aber unter der Auf- teit links.) 1893 hätten wir rückgängige Konjunktur gehabt aus Furcht, die kapitalistischen Interessen zu verlegen, hat man unsere regung der Massen sich genöthigt gesehen, sie zu suspendiren. Sie und da hätten die Arbeiter schlechtere Löhne erhalten. Es ist eine Anträge abgelehnt. Schon bei der Zwangsvollstreckung finden Sie wissen, es sind in Italien in verschiedenen Städten, in Pavia u. f. w., Heuchelei, wenn man bei günstigen Konjunkturen den Arbeitern die eine Reihe von Verschärfungen im Sinne des Kapitalismus. Ich 3ollhäuser niedergebrannt, das Militär ist eingeschritten, man hat befferen Löhne vorhält. Günstige Konjunktur heißt weiter nichts, rechne dahin die jeßige Gestaltung des Offenbarungseides. Hervor Kanonen auf die Plätze auffahren lassen, man hat die erste Klasse als die Preissteigerung aller Waaren, der Miethe, der Steuern u. f. w. heben will ich, daß die Kommission in anerkennenswerther Weise der Reserve einberufen und hat doch endlich sich genöthigt gesehen, furz aller Dinge, die die Arbeiter brauchen. Also, wenn sie höhere einer unserer Anregungen sofort gefolgt ist, daß man nämlich die Zölle aufzuheben. In Frankreich ist selbstverständlich die Auf- Löhne bekommen, fließt das alles meist wieder durch die höheren der persönlichen Freiheit nicht die Schranken durch die regung unter der Wahlbewegung bis zur Siedehize entflammit. Herr Preise hinweg. und selbst wenn es so wäre, wie Sie behaupten, Zwangsvollstreckung ziehen kann, wie das geltende Gesetz. Meline, der sich auf die Bauern stigt, der Abgoft unserer Agrarier, kommen dann nicht auch für die Arbeiter die mageren Jahre, wo Nach dem geltenden Gesetz fann ja sogar zwecks Her- hat, so lange es irgend ging, seine Bauern bei Wahllaune zu er sie nichts haben, wo sie brotlos sind?( Sehr gut bei den Sozialstellung des ehelichen Lebens die Zwangshaft angewendet werden, halten gesucht. Aber in den lezten Tagen hat auch das Ministerium demokraten.) Seit wann predigen denn die Unternehmer das eherne wenigstens in Sachsen, und es geht so weit, daß nach Ansicht einiger Meline die Hölle suspendiren müssen, und zwar bis nach den Wahlen, Lohngeset? Gerichte auch die Haft angewendet werden kann, um einen Arbeiter bis zum 1. Juli. In Oesterreich und in anderen Ländern haben Immer heißt es, die Arbeiterklasse sei es, die unsere heutige zu zivingen, in das Arbeitsverhältniß zurückzukehren. Diese wir Interpellationen, Resolutionen gehabt, die auf das gleiche hin- Gesellschaft in ewiger Unruhe halte, die etvig aufbegehre. Ich habe Beschränkungen der persönlichen Freiheit sind beseitigt. Aber auslaufen. Ihnen vorhin vorgerechnet, daß die Belastung für die Arbeiterwenn wir auch in diesen und anderen Punkten Er Kommen wir nun zu unseren deutschen Verhältnissen, so ist ohne familie durch die Getreidezölle 30 M. betrage. Denken Sie nun folg gehabt haben, so kann ich doch nicht für den weiteres zugegeben, daß bei uns die Preise langsamer, zögernder einmal an unsere bescheidenen Unternehmer, wie die aufschreien fiber Gesetzentwurf stimmen, wenn ich erwäge, daß er für die Arbeiter- den Preisen auf dem Weltmarkt gefolgt sind. Das liegt einmal an Belastung, wenn sie einmal ein paar Pfennige für die Arbeiterflasse viel zu wenig thut. So ist der Rechtsweg für die erwerbs- den Zollverhältnissen, das liegt an der Zerstörung der Produkten- versicherung zahlen müssen.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) thätige Bevölkerung nicht gesichert. Es ist uns nicht gelungen, flar- börse, und daran, daß unsere Hauptbodenfrucht der Roggen ist, wenn wir uns dies zum Muster nehmen würden, hätten wir heute zustellen, daß der Rechtsweg unter allen Umständen, insbesondere nicht der Weizen; und dieser ist nicht so international. Troy italienische Zustände in Deutschland.( Sehr wahr! bei. den Sozialdem Gesinde und den Arbeitern gegenüber gewahrt bleiben muß. tem hat man bei uns auch schon Theuerungs- und Nothstandspreise. demokraten.) Eine engherzige, rückschrittliche, partikularistische Gesetzgebung kann nach( Sehr richtig!) In Berlin wurde schon in der vorigen Woche die Wie hoch beläuft sich denn die Belastung der Industrie durch wie vor der arbeitenden Klasse den Rechtsweg verlegen. Die Erhöhung der Tonne Weizen mit 234 bis 240 m. bezahlt und die Tonne Roggen die Arbeiterversicherung, wofür sie so viele Zugeständnisse eingetauscht Revisionssumme auf 3000 Mart haben Sie zwar abgelehnt, aber mit 170 M. Das geht beim Weizen über den Durchschnittspreis hat? Doppelt und dreifach ist alles kompensirt worden. Die Lasten die Beschränkung der Zulässigkeit irgend eines Rechtsweges auf der beiden Nothstandsjahre 1891 und 1892 hinaus. Damals stand belaufen sich bei der Krankenversicherung auf den Kopf des Arbeiters einen Betrag ist überhaupt etwas Kapitalistisches, dem wir nicht zu der Weizen 224,20 und auch der jezige Noggenpreis kommt dem noch nicht auf 5 M., bei der Unfallversicherung auf 3 M. 75 Pf. und stimmen können. Das Entmündigungsverfahren bleibt in diesem Rothstandsdurchschnitt von 1892 fast gleich. Bedenken Sie auch, bei der Altersversicherung noch nicht auf 4 M. jährlich. Das sind Entwurf mit all seinen Mängeln bestehen und eröffnet weiter die welche Stellung damals die Agrarier zu diesen Preifen im ganzen 12-13 M. Belastung und darüber das Toben, die VerMöglichkeit, daß geistig Gesunde in Frrenanstalten untergebracht, eingenommen haben, bor allem Graf Kanig. Er war wahrung, daß man der Industrie neue Lasten auferlegen wolle. Der respektive zu unrecht entmündigt werden. Der Rechtsweg ist ein Luxus- damals bereit, bis zur Erreichung eines niedrigeren Preis- Arbeiter aber, dem man 30 und 40 m. und mehr durch die Brotartitel für Reiche geblieben. Auch nach der geänderten Zivil- Prozeß- niveaus die Zölle in Deutschland zu suspendiren( hört! hört!) und vertheuerung aufhalft, soll dann die höheren Löhne ruhig zum Opfer Ordnung gleicht das Klage- Verfahren einem kunstvollen die Mehrheit entschloß sich, durch die Handelsverträge die Zölle auf bringen! Uhrwert, von dem der Laie nichts versteht. Nur der zünftige Jurist 10, 12 Jahre zu ermäßigen. Heute ist die Sache eher schlimmer als Wir treten für die Brotzoll- Aufhebung selbstverständlich in erster darf die Rechtsuhr in Thätigkeit setzen. Der Richter darf Rechts- damals. Damals fonnte Graf Caprivi noch auf die reichlichen Linie im Interesse der Arbeiter ein. Wenn wir es aber thun und suchenden, die er nicht versteht, den Vortrag untersagen. Ich meine, Läger hinweisen, die bei uns vorhanden waren und auch im Aus- damit gegen das ganze heutige agrarische System fämpfen, fo wenn der Richter eine Partei nicht versteht, so ist es viel wahrscheinlande. Wo sind sie heute? Ich lese in den Zeitungen, daß die kämpfen wir zu gleicher Zeit für unsere ganze deutsche Industrie. licher, daß er unfähig ist, seines Amtes zu walten, als daß die Partei Regierung gestern noch alle Bollämter telegraphisch um Aus-( Bewegung rechts.) Heute werden in diesem Hause wohl nur noch unfähig ist, ihre Gerechtsame vorzutragen. Die Vorschrift zeigt, funft fiber die vorhandenen Bestände gebeten hat. Wir ein paar versprengte freisinnige Elemente für die Industrie eintreten, daß eine weite Kluft zwischen der Rechtsauffassung der ge- werden ja wohl nachher die Ziffern erfahren. Ich bin über- aber sonst hören wir auch nicht eine Stimme aus den Kreifen unserer Tehrten Richter und dem Rechtsbewußtsein des Volkes bezeugt, sie werden nicht zu vergleichen sein mit den Ziffern von 1891/92. industriellen Großbourgeoisie sich noch erheben. Denn die Zeiten steht, eine Kluft, daß selbst die Sprache des einzelnen Die Regierung hat sich damals nicht von den Agrariern zur Sus- find andere geworden seit dem russischen Handelsvertrage. Was für manchmal nicht mehr verstanden wird. Eine neue Gattung pendirung der Bölle drängen lassen, wofür damals eine Mehrheit im Hymnen hat damals die Großindustrie dem Grafen Caprivi geder Rechtskonsulenten foll geschaffen werden, denen die Parlament vorhanden gewesen wäre; sie wollte für die Verhandlungen fungen für die Ermäßigung der Getreidezölle. Herr v. Stumm Justizverwaltung den mündlichen Vortrag vor Gericht ausdrücklich über die Handelsverträge fich des Kompensationsobjekt nicht entgehen sprach damals von dem lebhaften Gefühl des Dankes in allen gestattet. Diesen artigen Kindern darf der Richter dann nicht mehr lassen; das sind alles Verhältnisse, die heute nicht mehr vorliegen. Sollte Streifen gewerblicher Thätigkeit für den Abschluß des großen Werkes. Sen Vortrag untersagen. Wir verlangen, daß jeder zur Vertretung man da heute nicht suspendiren können? Daß es sich um Theuerungspreise( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wo sind heute die Vertreter der Partei zugelassen wird, der das Vertrauen derselben genießt. handelt, geben selbst die Bäckermeister zu. DerOberinnungs- Meister, der der Großindustrie? Graf Caprivi ist gegangen, und ehe der agrarische Aber wenn man der Justizverwaltung das Recht giebt, eine be- tonservative Standidat, der Mittelstandskandidat, der von den Agrariern Hahn dreimal gefräht hatte, hatte man ihn dreimal verleugnet. fondere Sorte Rechtskonsulenten durch ihre Erlaubnißertheilung zu unterstügt wird, spricht bereits in den Zeitungen darüber, daß die( Große Heiterkeit.) Der Freiherr v. Marschall, dieser so befähigte schaffen, dann kann sie diese Bestimmung zu politischen Theuerungspreise die Bäder schwer schädigen; daß die Bäcker das Brot, Beamte, ist von der agrarischen Fronde erst zu Tode gehezt und Maßregelungen mißbrauchen. Ich fann dieses Bevor- wenn die Preise auf das Doppelte hinaufgehen, nicht halb so klein machen dann abgeschlachtet worden( große Unruhe rechts), ohne daß auch nur mundungs Prinzip nicht mitmachen. Sie haben ja auch können, daß die Brote kleiner gemacht werden müssen, daß alle Zugaben einer seiner ehemaligen politischen Freunde ihm ein Wort des Dankes selbst unsere bescheidenen Anträge abgelehnt, daß die Be- und Rabatte aufgehoben werden müssen. Also schon die Bäckermeister be- nachgerufen hätte.( Sehr gut! links.) Welche Rolle könnte die rufungsgerichte eines Urtheils der Gewerbegerichte mit Laien flagen sich über die Theuerungspreise und sprechen ganz offen von einem Industrie im heutigen Wahlkampf spielen, wenn sie wüßte, ihren besetzt werden. Der Laie wird den Rechtsstreit für ein vollkommenes Nothstandspreise.; und selbst die Agrarier müssen zugeben, daß wir Mann zu stehen, um ihre Existenz zu kämpfen. Heute unter den Glücksspiel halten, in dem die Gewinnchance für die Reichen vermehrt heute Preise haben, die sie selbst für enorm ansehen, Preise, die zum Getreidepreisen einen Wahlkampf zu führen gegen die Agrarier, ja, ist. Immer mehr Leute werden zu der Einsicht gelangen, daß heute theil höher sind, als der Antrag Kanig seinerzeit verlangte; und meine Herren, es müßte endlich einmal eine Lust fein zu leben hier im Zivilprozeß Recht haben und Recht bekommen für die Arbeiter der Antrag Kanig war doch auch keine Ausgeburt von Bescheidenheit. im Deutschen Reiche!( Bravo! links. Lachen rechts.) Aber diese, Klasse zwei ganz verschiedene Dinge sind. Ich werde demnach den( Heiterkeit.) Der Graf Caprivi hat damals gesagt, daß der Antrag Großindustrie mit Herrn v. Miquel an der Spize, von den Ketten der Entwurf ablehnen.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Kaniz Preise verlange, die um 75 und 30 M. höher waren, als der Sammlungspolitik gefeffelt, was will sie heute noch bedeuten! Man Zur Begründung der Interpellation erhält, nachdem Schatzsekretär Frhr. v. Thielmann sich zur Beantwortung bereit erklärt Beispiel die Aufhebung des Identitätsnachweises für Getreide. hat, das Wort = wieder! fie überall at ja gefagt, die ganze Sammlungspolitit läuft schließlich auf einen strebungen, die darauf gerichtet sind, eine Verbesserung der wirth- Bevölkerung. Betrug hinaus; das mag sein. Meine Herren Agrarier, vergessen schaftlichen Lage der acerbautreibenden Bevölkerung herbeizuführen. grundbesitz. Schuld daran trägt ausschließlich der Groß Sie niemals: die Industrie wird immer diejenige sein, die Ihnen Eine Suspendirung der Zölle würde zu einer schweren Schädigung weil ( Sehr richtig! links.) Die Leute ziehen weg, zu nichts kommen. ein Schnippchen schlagen kann, denn auf der linken Seite der In- der Landwirthschaft führen, ohne doch eine wesentliche Verbilligung auch Es ist bedauerlich, daß die nationalliberale Partei auf dustrie ſizen wir, und wenn wir auch gar kein Wohlgefallen an diesen des Brotes zu bewirken. Eine Ermäßigung bis zur Ernte, mit der wandelt und sich in ihrem Wahlprogramm verpflichtet hat, die Kornauf agrarischen Spuren Vertretern der deutschen Großbourgeoisi haben, kommt es zum Kampfe Absicht der nachherigen Erhöhung würde dagegen zu einer maßlosen zölle nach Ablauf der Handelsverträge zu erhöhen. Der Abg. Friedund zur Entscheidung: was wollen wir armen Teufel anders machen, ungefunden Spekulation führen. Angesichts der gesteigerten Löhne berg hat im Abgeordnetenhause bewegliche Getreidezölle empfohlen. als mit ihnen zusammenzugehen. Vielleicht sind wir einmal das in der Industrie erscheint auch im Interesse der Arbeiterbevölkerung Gegen sie spricht die Geschichte der englischen gleitenden Kornzölle Zünglein an der Waage. Sehen Sie sich vor! Vielleicht kommen eine Aufhebung der Zölle nicht nothwendig.( Beifall rechts.) Dazu und alle die Ausführungen, die der Schatzsekretär heute gegen eine Sie in großer Zahl zurück, aber wir sind auch noch da und der kommt, daß, wie schon erwähnt, der Preis des Roggens, der für sie Ermäßigung des jezigen Zollsages gemacht hat. Je mehr aber die Reichstag fann auch aufgelöst werden. Wenn wir aber dann als im wesentlichen in betracht kommt, durchaus kein besonders hoher ist. Getreidepreise steigen, um so eher hört der Konsument auf, linker Flügel der deutschen Industrie fechten, dann kommen Sie nicht Sie können davon überzeugt sein, daß wir erst nach sorgfältigen das geduldige Wesen zu sein, zumal wenn sich Erwägungen zu unserem Entschlusse gelangt sind. Freilich bezieht agrarische Bestrebungen regen, im Wenn man aber das heutige Bürgerthum sich betrachtet, stehen da sich dieser, wie ich hervorheben will, nur auf die Verhältnisse, wie Herrenhause, in den Landwirthschaftskammern, um die LebensAbgeordnetenhause, im Männer an der Spize, die den Kampf gegen die alten herrsch- und sie gegenwärtig bestehen. Sollten wesentlich andere Verhältnisse mittelpreise zu erhöhen. regierungsgewohnten Junker im Osten aufnehmen können? Die eintreten, so wird die Regierung selbstverständlich in eine erneute organisirt man ja förmlich Verbände der einzelnen ProduzentenUnter dem Titel der Sammelpolitik Agrarier fämpfen mannhaft für ihr Leben. Wie aber steht es mit Prüfung der Sachlage eintreten. dem Bürgerthum? Wir haben gewerbliche Kleinbürger, die, wenn flassen, die sich gegenseitig die Zölle erhöhen zur Ausbeutung der; Was nun die Ausführungen meines Herrn Vorredners anlangt, Gesammtheit.( Bravo! links. Bischen rechts.) ein Laden zugemacht wird, oder eine Werkstätte geschlossen wird, so kann ich auf alle Einzelheiten hier leider nicht eingehen. fofort nach Aufhebung der Gewerbefreiheit schreien; wir haben Ich will aber die eine Behauptung nicht unwidersprochen lassen, die Bedürfniß nach einer Wahlrede nach dem Beispiel der VorAbg. Dr. Lieber( 3): Für das Zentrum besteht nicht das Großfabrikanten, die, wenn sie einmal einen Groschen Lohn zulegen er gethan: daß es an Vorräthen von Getreide im Auslande fehle. redner. sollen, sofort die Vernichtung des Koalitionsrechtes verlangen, In Amerika lagern nach einem mir zugegangenen Bericht vom 27. April Freunde genau auf dem Standpunkte stehen, den der Herr Ich kann mit Genugthuung erklären, daß meine Parteiführer, die, wenn einmal ein paar Mandate verloren gehen, allein in den größeren Getreidespeichern 35 Millionen frischen Weizens. Reichsschazzsekretär als den der verbündeten Regierungen bezeichnet nicht wieder unverdrossen den Faden da wieder anknüpfen, wo er und dazu kommen noch die sehr bedeutenden alten Bestände; und hat und der 1891 von uns ausführlich dargelegt worden ist. Unter abgerissen ist, sondern gleich die Grundlage des Wahlrechts antasten. vor allem die neue Ernte wird dort voraussichtlich bereits in 2 Monaten den Männern in unseren Reihen, die dem österreichischen HandelsMit solchen politischen Jämmerlingen an der Spike wird das Bürger- beginnen. Es kann daher dort von einem Mangel an verfügbarem vertrage zugestimmt haben, befinden sich die Namen angesehener thum wahrscheinlich keinen Sieg erfechten und, meine Herren, wir Brotforn gar keine Rede sein. Ebenso wenig in Rußland. Da liegt Agrarier, Graf Galen, Frhr. v. Huene u. s. w. Nachdem inzwischen könnten ja, wenn wir nur für uns sorgten, wenn wir nur Mandate mir ein Bericht vom 16. April vor; ein Say in demselben lautet: die Landwirthschaft durch die Handelsverträge unter den Nachtheil und Stimmen für uns haben wollten, auch damit ganz zufrieden Trotz des partiellen Nothstandes sind auch in der allerlegten Zeit gestellt worden ist, den die Bindung der Getreidezölle für sie in sein; denn dann würde sich auf wirthschaftlichem Gebiete das wieder große Mengen an das Ausland abgeführt worden. Die alten Be- Beiten niedriger Getreidepreise mit sich bringen muß, haben holen, was auf politischem Gebiete sich nun schon abgespielt hat. ftände müssen auch noch sehr groß sein; sie kommen eben erst zum wir auch die Pflicht, ihr die Vortheile zu lassen, die eine hohe PreisMeine Herren, das Ansehen unserer Partei ist gewachsen, rascher, Vorschein, wenn die Preise anziehen." Nun noch ein Wort über die lage ihr als Ausgleich bietet. Die Suspendirung der Zölle würde als wir es vielleicht selber verdient haben, weil das Bügerthum Gefahren, die der spanisch- nordamerikanische Strieg geschaffen hat. niemand nügen, der Landwirthschaft aber vielleicht unabsehbaren nicht mehr fähig war, die politischen Forderungen scharf und energisch Diese Gefahren werden, wie Sie ja wohl wissen, schwerlich mehr Schaden bringen. Deshalb billigen wir vollkommen den Standpunkt zu vertreten. Das hat den Nimbus um unser Haupt gewoben, lange anhalten, so daß auch der Zustand der Preissteigerung, der der verbündeten Regierungen.( Bravo! im Zentrum.) und wenn wir nun auf wirthschaftlichem Gebiete einmal hierdurch bedingt wird, sehr bald ein Ende finden muß.( Beifall unt die wahren Lebens- und " 1 Auf Antrag des Abg. Ridert tritt sodann das Haus in eine Besprechung der Interpellation ein. um auch vorüberAbg. Dr. Paasche( natt.): Meine politischen Freunde stehen; Entwickelungs Interessen der rechts.) deutschen Industrie vielleicht als Vorhut kämpfen sollten, dann, ganz auf demselben Standpunkte, den Herr Dr. Lieber soeben für das meine Herren, würde erst die Periode der größten politischen und Zentrum dargelegt hat. Wir halten es nicht moralischen Triumphe für unsere Partei anbrechen.( Sehr richtig! für zweckmäßig, eine zeitweise Aufhebung der Getreidezölle bei den Sozialdemokraten.) Aber, meine Herren, das wünschen wir Steigen der Getreidepreise in letzter Zeit von den Sozialdemokraten sondern nicht einmal im Interesse des Handels liegen, denn es würde Abg. Graf v. Kanit(.): Es war vorauszusehen, daß das zu verlangen. Sie würde nicht nur die Landwirthschaft schädigen, ja garnicht, wir wünschen ein frei entwickeltes Bürgerthum, das seine und den ihnen verwandten Parteien die Gelegenheit ergriffen werden mit ihr jede Basis für eine sichere Spekulation schwinden. Das GeInteressen wahrnehmen kam im( Deutschen Reich. Gewiß, neue würde, um für die Wahlen Stimmung zu machen gegen die so- treide hat allerdings einen hohen Preis zur Zeit, aber von einer Stimmen sind willkommen, neue Mandate auch. Aber, meine Herren, genannten agrarischen Uebergriffe. Wir sind den Herren dankbar. Nothlage der Konsumenten kann wir leben nicht blos für uns, wir leben in dem ganzen heutigen Wir wollen die Frage fachlich behandeln und ihres agitatorischen Die nicht gesprochen werden. Theuerung ist Gemeinwesen, und wir möchten wünschen, daß nur unzweifelhaft von dem Charakters entkleiden. Wenn die Getreidepreise steigen, wird, seitdem gehender Natur, da noch Vorräthe genug vorhanden sind. politischen Leben Deutschlands alle die fleinlichen gehässigen wir Zölle haben, immer einmal Verfolgungen das Verlangen gestellt, Beranlaßt. ist die Theuerung in erster Linie durch den Krieg und alle die fleinlichen Maßnahmen ver- diese Zölle zu ermäßigen. Das letzte Mal war es 1891. zwischen Amerika und Spanien. Die Amerikaner sind schlau genug, schwinden, daß wir in einem freien Industriestaat uns auch Damals hat der heute vom Abg. Schippel so hoch belobte sich die Kosten ihres Krieges durch hohe Getreidepreise von Europa: frei entwickeln können. Aber, wie jetzt die Dinge liegen, wird es so Graf Caprivi die Ermäßigung der Zölle abgelehnt. Ich nehme heute bezahlen zu lassen. Im Konsum wird aber die Theuerung noch gar; kommen, daß auch aus den Kreisen der Industrie zu uns mehr und den Namen des Grafen Caprivi zum ersten Male seit seinem Ab- nicht fühlbar, weil die Bäckermeister sich mit großen Vorräthen vermehr Elemente hereinkommen, die eigentlich im Bürgerthum lieber gange in den Mund( Lachen links), ich glaube nicht, daß er über sehen haben. ihre Vertretung finden müßten. Das haben ja auch bürgerliche und das Lob der Sozialdemokraten sehr erfreut sein wird. Wir sind nicht für Der Abg. Schippel berechnet die Belastung die Arbeiterfamilie auf 30 M. wo Ja, tvar die nationalliberale Blätter ganz offen eingestanden. Die National- prinzipiell gegen Ermäßigung der Getreidezölle, wenn die Preise be Belastung, als die Getreidepreise niedrig standen? Die Zeitung" hat vor einigen Tagen geschrieben: sonders hoch stehen, aber diese Ermäßigung darf nicht eintreten ohne Konsequenz der Richter'schen Ausführungen war die Aufhebung der Es giebt ernste, der politischen Verantwortlichkeit sich wohl sorgfältige Prüfung aller dabei in betracht kommenden Momente. Getreidezölle. Aber das wagt niemand zu fordern, selbst die Sozialbewußte Männer, die für das Sozialistengesetz und jede Erneue Die Schipper'schen Zahlen bedürfen einiger rung desselben eingetreten find, und die dennoch entschlossen in einer Er Berichtigung. demokraten nicht. Kommen Sie uns nicht mit den Wahlen; wir hat die heutigen Zahlen richtig Stichwahl zwischen einem Anhänger der Partei Plötz und einem wir hatten in den Jahren von 1851-1880 ohne die Zölle die Zitirung der Unterbeamten getrieben hat. Einer vorübergehenden angegeben. Aber fürchten uns nicht trotz der Wahlmache, die der Abg. Schippel durch Sozialdemokraten nicht fürden ersteren zu stimmen."( hört! hört!) oft höhere Preise als heute. Heute aber find die Löhne der Arbeiter, Preissteigerung wegen können wir nicht daran gehen, unser ganzes Meine Herren, wir verhehlen uns ja den Ernst der Situation nicht nur der Industrie- Arbeiter sondern aller Arbeiter, viel höher. Bollsystem zu ändern. Wir würden auch viele Landwirthe schädigen, in keiner Weise. Was heute Sammlung" heißt, hieß zur Zeit von einer Nothlage der Arbeiter fann gar keine Rede sein. Durch denn viele haben noch jetzt Getreide zu verkaufen. der französischen Restauration Solidarität aller protettionistischen Aufhebung des Terminhandels haben wir einer sprungweiſen EntInteressen". Da hat man auch gefeilscht und gemarktet, da hat man wickelung der Preise vorgebeugt. Abg. Dr. Barth( frs. Vg.): Ich bin kein Freund der GetreideDie Berliner Börse ist an den zölle, aber auch kein grundsätzlicher Freund der Suspension der Geauch geschachert und gehandelt, da haben auch Landwirthschaft und jetzigen Preissteigerungen nicht schuld, wohl aber die Industrie sich zusammengefunden austreidezölle. Man kann dabei viel leichter zu einer grundsätzlichen, und, meine Herren, es sind die ländischen Börsen. Ich lehne aber eine Suspension der Zölle Aenderung des ganzen Systems kommen, wenn dann die Preise schlimmsten Zeiten der politischen Reaktion gewesen; und wenn ab, einer Beunruhigung der Handelstreise vorzubeugen. wieder sinken. Die heutige Interpellation ist aber sehr zeitgemäß jemals eine Regierung, wenn jemals herrschende Parteien verachtet würden die Zölle suspendirt, so würden alle die beunruhigt werden, und die Berathung hat gezeigt, daß man sich im Publikum auch bei worden sind, und sich die Verachtung ehrlich verdient haben, so ist die sich mit Vorräthen versehen haben. Wir haben deshalb keinen noch höheren Preisen auf eine Ermäßigung der Zölle nicht gefaßt es in jener Zeit gewesen. Ein scharfer Beobachter, dem Grund, dem Beispiel anderer Länder zu folgen. Alle diese Beun- machen darf. Das Volk wird um so mehr auf die agrarischen Ueberhier der Haß den Blick geschärft hat, Heinrich von ruhigung wäre heute nicht vorhanden, wenn die Regierung vor griffe acht haben müssen. Die ganze Thätigkeit des Bundes der Treitschke, hat einmal die Verhältnisse sehr richtig geschildert. 2-3 Jahren auf unseren Vorschlag eingegangen wäre und die Ver- Landwirthe geht darauf hinaus, durch Erhöhung der Zölle die Er, der uns bis in den Tod haßte und der deutschen Sozialdemo- forgung des Voltes mit Getreide selbst in die Hand genommen heutigen Rothstandspreise zu Normalpreisen zu machen.( Sehr Iratie auch nicht die geringste Eristenzberechtigung zugestand, hat hätte. Ich glaube, die Regierung hat allen Grund, ihre damaligen richtig! links.) Die plötzliche Steigerung ist durch die offen eingestanden: wenn diese Sammlungspolitik der franzöfifchen fleinlichen Ausflüchte zu bedauen. Bei schlechter Ernte fönnen wir die Panik im fubanischen Kriege hervorgerufen worden, die Restauration bei uns geherrscht hätte, wäre auch bei uns die Sozial- Zölle entbehren, bei guter Ernte genügen sie nicht. Die Getreidezölle Steigerung hat aber angehalten, weil sich alles mit Gedemokratie berechtigt. Meine Herren, die Worte des Todten klingen sind ja offenbar schon sehr alt, denn Mommsen macht in seinem treide versorgt hat, weil der Umfang der Produktion heute noch, als wenn sie für die Gegenwart geschrieben wären. Herr klassischen Buche den Machthabern des alten Rom den Vorwurf, selbst von den eingeweihtesten Leuten nicht vorausgesehen werden Heinrich v. Treitschke schrieb damals: daß sie es verabsäumt haben, den italischen Bauernstand durch Ge- fann. Graf Kanit macht den Spekulationshandel für die PreisAs diese in gehässigen Klassentämpfen verwickelte Bour- treidezölle zu heben. Ich will nicht untersuchen, ob der fünftige steigerung verantwortlich. Aber gerade der Handel gleicht aus. Es geoisie die Zügel des Staates in die Hand nahm, da begann ein Reichstag eine Erhöhung der Getreidezölle beschließen wird. Wenn freut mich, daß Herr Paasche das heute zugegeben hat. Daß bei Regiment ständischer Selbst sucht, das manche Sünden der Abg. Windthorst noch lebte, hätte ich diese Hoffnung, er würde uns die Preise so elastisch sind, liegt unzweifelhaft an unserer schlechten des französischen Sozialismus entschuldigt... Frohlodend nennen die Gefahr abwenden, daß unsere Grundbefizer im Osten unter Börsengesetzgebung. Was bei dieser Interpellation immer in den die Fabrikanten und Kaufleute in der Kammer sich selber die den Hammer kommen.( Lachen.) Ich möchte dringend wünschen, daß Vordergrund gerückt werden muß, ist der Umstand, daß die Zölle Feudalherren der neuen Gesellschaft. Für das Elend des kleinen die Landwirthschaft in Zukunft besser geschützt wird. Herr Schippel eine tonstante Last sind, die das Volt nur sehr schwer tragen kann. Mannes hat die Staatsgewalt fein Auge; er muß zusehen, wie ihm hat sich hier als Vertreter der Industrie- Arbeiter bezeichnet. Giebt Vortheil haben nur die paar Großgrundbefizer; damit 4 Millionen die unentbehrlichsten Waaren vertheuert werden durch Schutzölle, es denn nur Industrie- Arbeiter, nicht auch ländliche? Warum ver- Leute einen Vortheil haben, werden 50 Millionen geschädigt.( Beifall deren Ertrag in die Tasche der Unternehmer wandert( Hört! langen die Herren blos die Aufhebung der Getreidezölle, nicht auch links.) hört!) und wird durch parteiische Gesetze verhindert, die Herabseßung der Eisenzölle? In der Eisenindustrie giebt es Abg. v. Kardorff( Rp.): Herr Barth will in Mecklenburg gemit vereinten Kräften seine gerechten Ansprche auf höheren Lohn Dividenden, gegen die unsere landwirthschaftlichen Erträgnisse in wählt werden, er hat deshalb heute nur olle Kamellen vorgebracht. durchzusetzen. Dagegen betrachte man die Verhandlungen unseres Nichts verschwinden. Die Herren werden sich aber hüten, denn eine( Heiterkeit.) Ich nehme einen etwas anderen Standpunkt ein, als Reichstages.( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) War das die Herabsetzung der Eisenzölle würde sofort eine Lohnreduktion für die alle anderen Redner. Ich halte das französische System für das Sprache einer selbstsüchtigen Klasse, welche das gemeine Recht zu Arbeiter zur Folge haben. Genau so würde es bei der landwirth- beste: Hohe Getreidezölle mit zeitweiliger Suspension. Unsere Preise gunsten ihres Beutels zu verbilden trachtet? Wo ist nun die schaftlichen Arbeitern sein. Und es giebt doch noch viele ländliche sind nicht übertrieben hoch, namentlich Roggen hat einen normalen Aehnlichkeit zwischen diesem Systeme schmutziger Geldgier und Arbeiter. Heute kann die Regierung nichts thun, weil sie sich durch Preis, der Weizenpreis hat die normale Höhe überschritten; ich würde, unserem neuen Deutschen Reiche? Wann hat jemals in Preußen die unglüdseligen Handelsverträge die Aftionsfreiheit hat nehmen wenn ich die Entscheidung in der Hand hätte, eine Suspension des eine wirthschaftliche Klasse den Staat für sich ausgebeutet( Hört! lassen. Herr v. Thielmann sagte, wenn jetzt die Herabsetzung der Weizenzolls vorschlagen. Die Landwirthschaft hätte jetzt davon nicht hört! und Heiterkeit), feit die Hohenzollern den ehernen Felsen Zölle verlangt wird, so müßten die Zölle bei niedrigen Preisen auch den geringsten Schaden. Gleichmäßige Getreidepreise sind das ihres Königthums errichteten? Ist dieser Sieger von Königgrät erhöht werden können. Das geht ja aber nicht wegen der Handels wünschenswertheste. Wenn wir jetzt in eine Suspension willigent, und Sedan etwa eine Puppe, wie jener untönigliche Kaufmann verträge. Ich habe stets eine Revision der Handelsverträge verlangt, so thun wir das mit dem Hintergedanken, daß daß von der aus dem Krämergeschlecht der Orleans?( Heiterkeit.) in Desterreich und Rußland wäre dazu Geneigtheit vorhanden. Ich Regierung in billigen Zeiten ein Getreide- Einfuhrverbot er Nun, meine Herren, ich weiß nicht, ob die Antwort auf all diese zweifle nicht, daß die Regierung ihre früheren Fehler eingesehen hat. lassen wird. In Rußland soll jetzt ein Ausfuhrverbot Fragen, die sich einem heute im Deutschen Reiche aufdrängen, und Die Regierung mußte die Interpellation ablehnend beantworten. Die erlassen sein. Ich halte ein Einfuhrverbot in billigen Zeiten für Die Antwort der Regierung zu unserer Zufriedenheit ausfallen wird. Getreidepreise sind nicht übermäßig hoch, sie bewegen sich auf einer das beste für unsere Landwirthschaft.( Beifall rechts.) Aber, meine Herren, wenn es nicht geschehen wird: die Antwort der Höhe, die der Landwirth braucht, um egistiren zu können, wir sagen Abg. Bebel( Soz.): Dem Abg. Lieber möchte ich bemerken, daß Wahlen wird zu unserer vollsten Zufriedenheit ausfallen.( Lebhaftes der Regierung für ihre Haltung Dant.( Lebhafter Beifall rechts.) es nicht Agitationslust war, das uns zur Stellung der Interpellation Bravo! bei den Sozialdemokraten. Zischen rechts.) Abg. Richter( frs. Bp.): Herr Thielmann hat sich bei seiner veranlaßt hat. Wir brauchen hier auch keine Wahlreden halten, Reichsschatzsekretär Frhr. v. Thielmann: Im Auftrage Ablehnung der Ermäßigung der Zölle noch eine Thür offen gehalten. denn unsere Wähler sind mit uns zufrieden, weil sie wissen, daß des Herrn Reichskanzlers habe ich Ihnen die Es war sehr flug von ihm angesichts der Thatsache, daß der fran- wir unsere Schuldigkeit gethan haben. Wir haben ein gutes GeMittheilung zu machen, daß es nicht in seiner Ab- zösische Ministerpräsident Meline seinen ähnlichen Entschluß ändern wissen, ob das alle andern Parteien auch von sich sagen können, ficht liegt, eine Herabsetzung oder Verminderung mußte. Die Wirkung dieser Maßnahme in Frankreich hat der Schazz- lasse ich dahingestellt. Wir waren zuerst sehr im Zweifel, ob wir der Getreidezölle bei den verbündeten Regierungen sekretär merkwürdigerweise gar nicht erwähnt, obwohl doch nun die eine derartige Interpellation einbringen sollten, die Mehrheit unserer in Anregung zu bringen." Die Gründe, die für Befürchtung vorliegt, daß nun große Mengen von Getreide Fraktion war sogar zuerst dagegen. Da kam aber die fortgesetzte Preisdieselbe vorgebracht werden, schienen nicht unbedingt für sie zu vom Weltmarkte nach Frankreich abströmen. Damit würde ein steigerung und die Nachrichten von der Leere der überseeischen Märkte sprechen. Bereits im Frühjahr 1890 haben ähnliche Erwägungen zu ähn- weiteres Steigen der Getreidepreise auf dem Weltmarkt und ließen erkennen, daß diese Preissteigerung nicht vorübergehend sein wird. lichen Schlußfolgerungen geführt. Im Jahre 1890 wurde ein An- auch bei uns eintreten. Schon jetzt sind die normalen Mittelpreise Zahlreiche Zuschriften kommen außerdem an uns aus Parteikreisen, trag des Abg. Richter auf Ermäßigung der Getreidezölle mit großer für Getreide längst überschritten. Das sagt Ihr Kandidat für den in allen wurden wir im Hinblick auf die zu erwartenden gesteigerten Mehrheit abgelehnt, und die Bewegung der Getreidepreise seitdem ersten Berliner Wahlkreis, der Bädermeister Bernard selber, und der Brotpreise aufgefordert zur Stellung dieser Interpellation. Hohe hat gezeigt, daß die Mehrheit damals das richtige getroffen. Mit sollte Ihnen doch Autorität sein.( Seiterfeit links.) Gesteigert wird Brotpreise sind die Folge der hohen Getreidepreise. Daß diese nicht noch größerem Recht kann heute die Ablehnung statt der Rothstand noch dadurch, daß es Großgrundbesitzer giebt, die ihre so rasch folgen, ist da ganz erklärlich. Die Geschäftsleute scheuen finden. Denn es besteht ein gewichtiger Unterschied zwischen Getreidevorräthe zurückhalten. In Ihrer Sprache heißt das Korn- sich vorerst, mit den Preisen aufzuschlagen. Aber sie sind unausder heutigen Lage und der von 1891. Damals herrschte wucher.( Heiterkeit links.) Der Bund der Landwirthe hat noch bleiblich. Durch die Stellung der Interpellation haben wir erfahren, infolge der ungünstigeren Ernte ein absoluter Mangel an Brotkorn, vor wenigen Monaten den Erlaß eines Einfuhrverbotes für daß die agrarischeste Regierung in Europa die deutsche ist. Während während diesmal nur eine Verzögerung in der Herbeischaffung des Getreide gefordert, weil bei uns ausreichende Vorräthe vorhanden in Frankreich schon eine Suspension der Zöke erfolgt ist, während selben zu befürchten steht. Bezeichnend für die Situation ist der seien. Thatsächlich sind jetzt in Deutschland so wenig Getreidevorräthe Desterreich jedenfalls bald folgen wird, ist es einzig und allein die Umstand, daß der Weizen weit mehr gestiegen ist, als der Roggen, wie nie zuvor. Hätte man den Getreide- Terminhandel nicht verboten, deutsche Regierung, die es nicht versteht, das Interesse der großen der den hohen Stand von 1891 bei weitem nicht erreicht hat. so hätte es zu einer solchen Preissteigerung gar nicht kommen fonsumirenden Bevölkerung zu wahren. Wir haben unserer InterAuch die die Besorgnisse wegen der rechtzeitigen Beschaffung fönnen. Aber Graf Kanit hat ja verrathen, wohin die Agrarier pellation mit Absicht den Wortlaut gegeben und nur eine zeitweilige des Brotkorns sind übertrieben. Was Nordamerika anlangt, hinauswollen. Er hat gerade zur rechten Zeit wieder von seinem Suspension der Zölle verlangt. Es liegt nicht in unserer Absicht, an so bleibt für den durchaus unwahrscheinlichen Fall, daß Antrag gesprochen und das war uns die Hauptsache.( Sehr den Handelsverträgen zu rütteln, aber bei Erneuerung der Handelsder direkte Weg uns versperrt ist, der Weg über Kanada nach wie gut links.) Die vorsichtigen Leute unter den Sammlungsverträge werden wir gegen die bisherigen Zollsäge die schärfste vor offen. Ferner bleibt uns immer noch Rußland. Nichts deutet politikern thun ja immer so, als wenn der Antrag Kanik Opposition machen. Graf Kanig fragte nach unserer Stellung zu also darauf hin, daß eine schwere Hungersnoth wie 1891 im Anzuge gar nicht mehr lebt. Graf Kanit hat der Sammlungspolitik den Industriezöllen. Natürlich sind wir auch einer Herabist. Und es ist noch in frischer Erinnerung, wie schnell 1891 selbst durch seine Offenheit einen schlechten Dienst erwiesen.( Sehr gut! sehung der Industriezölle geneigt. Wir haben schon 1878 das Unglück gehoben wurde. Ein dauernd hoher Getreidepreis links.) Jedem Konsumenten, der jetzt bei uns über das kleine und gegen den Abschluß der Zollverträge die allerlebhafteste Opposition ist also ebenso wenig zu befürchten, wie 1891. Wegen einer theure Brot flagt, fönnen wir sagen: dies kleine und theure Brot gemacht und nicht blos wegen der Getreidezölle dagegen vorübergehenden Theuerung kann sich aber die Re- ist die plastische Abbildung des Antrags Kaniz!( Bravo und große gestimmt, sondern weil wir die ganze Schutzoll- Politik nicht mit gierung nicht in Widerspruch setzen mit ihren eigenen Be- Heiterkeit links.) Graf Kanig beklagt die Abnahme der ländlichen machen wollten. Die Regierung beruft sich nun darauf, daß die Kommunales. gegenwärtigen Zustände nur vorübergehend find und daß in an- für diese Anerkennung und ruft allen ein herzliches Lebewohl zu. Ikaum Dank wiffent, wenn fie erfahren, daß er eine betracht der noch vorhandenen Vorräthe eine wesentliche Erhöhung( Lebhafter Beifall.) gefittete Behandlung nicht sonderlich um ihrer selbst willen der Getreidepreise nicht zu erwarten steht. Warum sind denn aber Staatssekretär Graf Posadowsky verliest eine kaiserliche Bot- empfiehlt, sondern von ihr die Wirkung erhofft, daß sie dadurch der Frankreich und Italien zur Suspendirung der Zölle übergegangen? schaft, in der der Kaiser die Absicht kund thut und zu wissen fügt", Sozialdemokratie als der einzigen Partei, die sich ihrer Weil sie anerkennen müssen, daß die Getreidepreise infolge der Zölle den Reichstag morgen im Weißen Saale des kaiserlichen Schlosses Leiden nachdrücklich angenommen hat, entfremdet werden sollen. eine Höhe erreicht haben, die die Voltsernährung auf das schwerste zu schließen. Anders kann es doch kaum verstanden werden, wenn er es rühmt, schädigt. Während des darauf folgenden Hochs auf den Kaiser haben die daß aus Anlaß vaterländischer Gedenktage, das BeHerr v. Kardorff erwähnte, die russische Regierung habe ein Sozialdemokraten bereits den Saal verlassen. wußtsein der Zusammengehörigkeit, des gemeinsamen Schaffens an Weizen- Ausfuhrverbot erlassen. Ist das wahr, wird jedenfalls Schluß 4 Uhr. einem großen Ganzen, des gemeinsamen Strebens nach großen ein Roggenausfuhr Verbot auf dem Fuße folgen. In Rußland Bielen zu wecken und zu kräftigen" versucht worden ist. Soweit der herrscht schon beim Siebentel der Gesammtbevölkerung, bei 14 bis fleine Mann im Reiche des Herrn Thielen überhaupt zum Nach15 Millionen, Hungersnoth, die Regierung wird ernstlich erwägen denken gekommen ist, weiß er nur zu gut, daß er der Sozialmüssen, ob sie nicht die Ausfuhr von Roggen ebenfalls verbieten In der Berliner Waisenverwaltung scheinen ganz eigen bemokratie nicht allein die Aufdedung und schonungslose Kritit muß, umso mehr, als heute noch nicht feststeht, wie die nächste thümliche Zustände zu herrschen. Wiederholt find bei uns Be- feiner Leiden, sondern auch die Förderung seines UnabhängigkeitsErnte ausfallen wird. Der Ausfall der Ernte ist noch kurz vorher schwerden darüber eingegangen, daß die Pflegeeltern Berliner finnes zu danten hat. ungewiß. Kriegstalamitäten tönnen zudem alle Berechnungen über Waisenkinder das Erziehungsgeld zu spät erhalten haben. Als unser den Haufen werfen. Bei einem europäischen Kriege können wir zu Parteigenosse Stadtverordneter Bruns bei der Etatsberathung( System Ribbe) auf der Straßenbahnstrecke Steglitz- zoologischer Ueber den nenlichen Brand eines Akkumulatorwagens unerschwinglichen Preisen kommen. diese ungehörigkeit erwähnte, ist ihm vom Stadtrath Kämpf auch Garten( in der Kaiseralle zu Friedenau) liegt nun der amtliche Die Herren von der Rechten haben auch insbesondere ihre Abhilfe zugesagt worden. Leider scheint der Herr Stadtrath zur Bericht der Sachverständigen vor. Daraus ergiebt sich, daß die EntOpposition gegen die Aufhebung der Zölle damit motivirt, daß sie Regelung dieser Angelegenheit noch nicht die rechte Zeit gefunden zu ſagten: Ihr Sozialdemokraten handelt ja nur im Interesse der In- haben, denn gestern erhielten wir die Mittheilung, daß die Pflege- sündung nicht durch Kurzschluß erfolgt ist und daß der Brand auch dustrie- Arbeiter, wie steht es aber mit den landwirthschaftlichen Ar- eltern am 2. Mai noch nicht einmal das Pflegegeld für das erste nicht in ursächlichem Zusammenhang mit dem verwendeten Celluloid beitern?" Giebt es denn etwa keine? Gewiß, Herr Graf, es giebt Quartal dieses Jahres ausgezahlt erhalten hatten. Der Magistrat gestanden hat. Nach der dem Polizeipräsidium vorgelegten FestMillionen landwirthschaftliche Arbeiter, aber es steht auch fest, daß sollte doch bedenken, daß die Leute, welche Kinder in Pflege nehmen, stellung ist der Brand dadurch entstanden, daß eine der gegossenen heute die große Mehrheit der Nation im höheren Grade von der meistens feine Kapitalisten sind und das ihnen zukommende Geld Bleileiſten, durch welche die einzelnen Elemente des Akkumulators leitend verbunden sind, einen Material- oder Löthfehler aufwies. Entwickelung der industriellen Verhältnisse abhängt, als von den nothwendig gebrauchen. Warum wird nicht für Abhilfe gesorgt? Es hat sich hier rein mechanisch eine Bruchstelle und dann ein Landwirthschaftlichen, und es steht weiter fest, daß die Höhe der Ge- Beschämend. Zur Lehrerbesoldungsfrage wird in Lichtbogen gebildet, der ein Abschmelzen des Bleies zur Folge treidepreise auf die Löhne gar nicht einwirkt. Sie werden nicht be- Ergänzung der bisherigen Meldungen der„ V.- 3." geschrieben: Vom hatte.( Durch eine sehr einfache Konstruktion kann solchen Vorstreiten können, daß Sie seit dem Jahre 1895 annehmbare Getreide- Provinzial- Schulkollegium ist dem Magistrat das Bedauern des tommnissen mit Sicherheit vorgebeugt werden.) Das flüssige Blei preise gehabt haben. Sie sind stetig gestiegen das hat auch neu- Ministers darüber ausgesprochen worden, daß die Stadt Berlin die hat dann die zunächst liegenden Holztheile des Wagens lich Herr Bueck anerkannt schon wegen der fortwährenden Erwartungen des Ministers in bezug auf die Höhe des Grundgehalts angegriffen, und das Feuer hat sich von hier aus langsam schwelend Steigerung der Bevölkerungszahl. Die Agrarier haben schon des nicht erfüllt hat, trotzdem es sich der Minister versagt hat, in dieser weiter verbreitet. Der Vorgang war dabei der folgende: Während halb gute Aussichten. Wie steht es aber mit den Löhnen? Da sieht Richtung bestimmte Forderungen zu stellen. Der Minister will der Fahrt sah der Schaffner auf einer Seite unter dem Sitz im es noch sehr traurig aus. Eine Landwirthschaftskammer, die in Ost- von einer Erhebung des Konflikts absehen im Interesse zu- Inneren des Wagens Rauch hervortreten. Der Wagen wurde sofort preußen, hat in diesem Frühjahr bei der Regierung petitionirt be- nächst der Lehrer, die möglichst bald in den Genuß des zum Stillstand gebracht. Nach Abnehmen des Sittheiles und Hochzüglich der Altersversicherung, den Jahresverdienst der Arbeiter auf Gefeßes kommen sollen, sodann aber auch, um nicht wieder heben der Deckklappe, welche die darunter befindlichen Akkumulatoren unter 350 M. festzusetzen. Das ist denn doch ein wahrer Hunger in den Gang der Selbstverwaltung eingreifen zu müssen. Es wird zugänglich macht, trat der Rauch stark zu tage. Die Flammen lohn. Wenn Sie solche Löhne zahlen, dann begreift es aber die bestimmte Erwartung ausgesprochen, daß Berlin in türzester bildeten sich überhaupt erst, als nach dem oben geschilderten Abheben sich von selbst, daß Sie keine Arbeiter finden.( Sehr richtig links, Frist eine Regelung der Angelegenheit vornehmen werde, die seiner der Sigklappe die Luft zu den schwelenden Stellen des Holzes trat. Abg. Graf Kanis ruft: Da fehlen noch die Naturalien). Stellung entspreche, damit Berlin auch in Zukunft so tüchtige Lehrer Sie fanden zunächst nur an dem Obergestell des Wagens Nahrung. Erlauben Sie, der Werth der Naturalien ist dabei eingerechnet. Daß erhalte, daß das Schulwesen auf dem bisherigen Stande bleibe. Dies geht zur Evidenz daraus hervor, daß nur das Obergestell des solche Zustände sich im Osten entwickelt haben, begreift sich auch. Nach diesen Ausstellungen wird die Stala unter drei Bedingungen Wagens vollständig zerstört ist. Die Celluloidgefäße selbst und Man braucht sich ja nur die Entwickelung der landwirthschaftlichen genehmigt. Die Wohnungsentschädigung der Lehrerinnen soll der ebenso die Holzkästen, in denen fie eingebaut waren, sind nur theilMaschinen ins Gedächtniß zu rufen. Hier liegt in den letzten Jahren der unverheiratheten Lehrer gleich fein; die Bestimmungen weise vom Feuer ergriffen worden. eine Steigerung von 500 pet. vor. Da erklärt es sich, daß die land- über die Anrechnung der Privat- Schuldienstzeit find flarer lichen Arbeiter mehr und mehr vom Lande weg nach den Industrie- zu fassen( eine allgemein verständliche Fassung ist ist bei- Bei der Untergrundbahn, welche Stralau mit Treptow verstädten gehen. Die Landwirthschaft ist infolge der Maschinen mehr gefügt); driftens sollen bindet, werden jetzt auf beiden Ufern die Eingänge zu dem unterdie unverheiratheten Lehrer nicht halb des Flußbettes der Spree befindlichen Tunnel hergestellt, welcher und mehr zum Saisonbetrieb geworden, die Leute finden geschädigt werden. Die Städtische Schuldeputation hat nur zeitweilig, nicht das ganze Jahr hindurch Beschlossen, die Annahme der beiden ersten Punkte zu empfehlen, bor kurzem vollendet worden ist. Zu diesem Zweck werden augenschäftigung. Dazu die schlechten Löhne, die schlechte Behausung bezüglich des dritten aber es zum Konflikt kommen zu lassen. Damit blicklich mit Hilfe der Dampframme ausgedehnte Spundwände die schlechte Behandlung, ich erinnere nur an die Gesinde- Ordnung. würde denn der Eingriff in die Selbstverwaltung, den der Kultus- errichtet, unter deren Schuße die nothwendigen Ausschachtungsarbeiten Selbst die urpolnischen und russischen Arbeiter halten es bei dieſen minister zu vermeiden wünscht, doch zur Thatsache werden. ausgeführt werden. Die Eingänge liegen, damit eine allzu starke traurigen Verhältnissen nicht aus. Aus solchen Verhältnissen begreift Steigung vermieden wird, ziemlich weit vom Ufer entfernt. So fich das Sinken der Zahl der landwirthschaftlichen Arbeiter und daß benachrichtigte die Rektoren der Gemeindeschulen, daß an den Tagen dem Fußweg der Chaussee angelegt. Die Deputation für das städtische Turn: und Badewesen wird auf der Treptower Seite der Eingang fast unmittelbar neben es Ihnen immer schwerer wird, Ihre Produktion aufrecht zu er- Mittwoch und Sonnabend die öffentlichen Spielpläge: 1. auf dem halten. Danach hat aber die übrige Welt und das übrige Deutsch- Grerzierplage des 3. Garde- Regiments vor dem Schlesischen Thore, Der projeftirte Nordring Bahnhof Puttligstraße zwischen land nicht zu fragen. Verstehen Sie es nicht, Ihre Produktion den 2. im Friedrichshain, 3. auf dem Exerzierplage hinter der Ulanen- Bahnhof Beusselstraße und Wedding befindet sich nunmehr im Bau modernen Berhältnissen entsprechend zu gestalten, so können darunter faserne, 4. im Humboldtshain, 5. am Fuße des Kreuzberges, und wird mit Beginn des Winter- Fahrplans zum 1. Oktober dem die Industrie- Arbeiter, die übrige Bevölkerung Deutschlands nicht 6. auf dem Ererzierplage an der sog. einsamen Pappel, 7. auf Verkehr übergeben werden. leiben. Die industrielle Bevölkerung übersteigt an Zahl dem zwischen Urbanstraße, Platz am Urban und Wilmsstr. 14 a be- Die Berliner Unfallstationen wurden im Monat April 1898 erheblich die Zahl der gesammten ländlichen Bevölkerung. legenen Grundstück, 8. auf dem Grundstück Wiesenstr. 49/54 in 2299 Fällen gegen 1595 im gleichen Monat des Vorjahres für Es stehen zwanzig Millionen gegen 181/2 Millionen. Dazu und Pantir. 11/12, 9. auf dem Grundstück Bremerstr. 27/37, eröffnet erste Hilfe in Anspruch genommen, und zwar 1951 mal bei Unfällen tommen noch 6 Millionen Angehörige des des Handels, dann die und daselbst unter Leitung von städtischen Lehrern von 4-6 Uhr und 348 mal bei plöglichen Erkrankungen. In den Stationen große Zahl der Beamten, die Rentiers, die Alters- und Invaliden- Nachmittags, im Friedrichshain von 32-51/ 2 Uhr Nachmittags Be- wurden 2146, außerhalb dieser 153 Personen behandelt. Mit den rentner, die sämmtlich an niedrigen Lebensmittelpreisen intereſſirt wegungsspiele für Knaben abgehalten werden sollen. In der qu. Krankenwagen der Unfallstationen wurden im verflossenen Monat find. Verfügung heißt es, dem„ B. T." zufolge, Wir ersuchen Sie, die von 113 Verunglückten bezw. plötzlich Erkrankten 83 nach öffentlichen Anaben der von Ihnen geleiteten Schule hiervon in Kenntniß zu Krankenhäusern, die übrigen nach ihren Wohnungen befördert. Die seßen und sie zum Besuche dieser der Jugend unserer Stadt sehr zu Transporte wurden, abgesehen von den Krankenkassen- Transporten, empfehlenden Spiele vor ihrem Beginn und wiederholentlich während fämmtlich unentgeltlich ausgeführt. des Sommers, namentlich aber auch beim Beginn des Unterrichts nach den Sommerferien, anzuregen." be= Dinge bei Ihnen nicht. Fest steht aber schlecht liegen also die lichen Straßenverkehr freigelegt worden ist, hat die städtische Bau- daß dieser sowohl beim Magistrat als auch beim Polizeipräsidium daß Herr v. Kardorff bezeichnete die gegenwärtigen Roggenpreise als normale, und sagte, nur bei diesen Preisen könnte der Bauer erst mit einigem Bortheil Roggen produziren. Wäre das wahr, dann müßte man behaupten, daß seit dem großen Theuerungsjahre 1892 die Bauern überhaupt keinen rothen Heller am Roggenbau mehr verDie Angelegenheit des Fleischverkaufe aus der Gartüche des hiesigen Vichhofes an Restaurateure, über welche wir legtdient, sondern fortgesetzt unterbilanz gemacht haben.( Sehr richtig! rechts.) Gin Theil der Herren rechts nicht mir zu. Wenn das wahr wäre, gebäude soll endlich beseitigt werden. Der Engpaß in der Kommandantenstraße vor dem Industrie- hin berichtet haben, beschäftigte wiederum den Verein der SchankNachdem anläßlich der Neu- wirthe Nordost Berlin. dann wären drei Viertel aller Bauern thatsächlich bankrott.( Burufe Der in dieser Angelegenheit nach längerer rechts: Stimmt auch 1) Nein, meine Herren, das sind sie nicht, bebauung der Grundstücke Kommandantenstr. 12, 13 und 14 das Erörterung gefaßte Beschluß geht dahin, beim Verbande der GaftSehen Sie sich die Subhastationszahlen an. Sie sind in den letzten ur Straße beſtimmte Land von den Eigenthümern für den öffent- und Schantwirthe Berlins und der Umgegend den Antrag zu stellen, So daß nur ein sehr geringer deputation in ihrer gestrigen Sitzung beschlossen, diese Straßenflächen dahin vorstellig werde, daß das Fleisch aus der Garküche nur in zu erwerben und möglichst im Laufe dieses Sommers die endgiltige Portionen bis zu 5 Pfund und nur gegen polizeiliche Ausiveiskarten Theil der Grundbefizer überhaupt für den Getreideverkauf in Frage Regelung der Straße zwischen Beuth- und Lindenstraße in der Art an Privatpersonen, an Gewerbetreibende( Restaurateure 2c.) aber gar Tommt. Rund 50 pct. haben weniger als einen Hektar Fläche zu bebauen, diese Kleinbefizer fönnen gewiß nichts verkaufen, zu bewirken, daß statt des jezt an einzelnen Stellen mur 6 Meter fein Fleisch verkauft werden dürfe. breiten Fahrdammes ein solcher von einer durchgängigen Breite von sondern brauchen alles für ihre Familien. Glück im Unglück hatte gestern ein fleiner Proletarier, welcher auch sagen, bak per weitaus größte Theil derjenigen, die 10 Metern hergestellt und die Bürgersteige sowohl auf der Nord- als in der Badstraße eine größere Menschenansammlung veranlaßte, ohne sich dadurch jedoch der Verübung groben Unfugs schuldig zu machen. 1-5 Hektar besitzen, nicht in der Lage ist, mehr Getreide als für den auch auf der Südseite auf 3,25 Meter verbreitert werden. eigenen Bedarf bauen zu können. Das sind aber rund 28 pct., so Das Polizeipräsidinm hat im Einvernehmen mit der königl. Es handelte sich um die alte Geschichte. Sein Vater arbeitet in daß in runder Summe 77 pet. der gesammten landwirthschaftlichen Ministerial- Baukommission die landespolizeiliche Genehmigung zur einer Fabrik in der Prinzen- Allee, seine Mutter arbeitet zu Hause, Betriebe derart gestellt sind, daß sie an den Getreidezöllen vollständig Ausführung des Neubaues der AIsenbrücke ertheilt. Zu der und er war ausgesandt worden, seinem Vater das färgliche Mittaguninteressirt sind; aber umgekehrt an der Erhöhung der Getreide- von den städtischen Körperschaften beschlossenen Abänderung des essen in die Fabrit zu bringen. Unterwegs wurde er von einer Frau preise durch die Zölle ein sehr lebhaftes Interesse haben. Es ist nur zwischen der Straße 1 und Ringbahn, sowie der Straße 9 und Schön- angesprochen, die ihn bat, ihr eine Besorgung in einem näher beeine kleine begünstigte Minorität, die von diesen hohen Preisen einen hauser Allee belegenen Theiles der Abtheilung XI des Bebauungszeichneten Hause auszurichten. Der Junge fiel auch auf den Nußen hat, während umgekehrt ein ganz bedeutender Theil planes hat das Polizeipräsidium seine Zustimmung gegeben. Die Schwindel hinein, übergab, während er den ihm gewordenen Aufder Landwirthschaft Getreide faufen, also die hohen Preise Pläne werden demnächst in der städtischen Plankammer öffentlich trag ausrichtete, der Frau unterdessen" den Korb mit dem Essen, auch bezahlen muß. Vom agitatorischen Standpunkt müssen ausgelegt werden. und mußte bald darauf die traurige Entdeckung machen, daß er betrogen sei. Frau, Korb und Essen waren verschwunden. Der laut jammernde Knabe erregte die Aufmerksamkeit der Straßenpassanten, denen er sein Unglück erzählte. Da fand sich ein proletarischer Gastwirth, welcher dem Knaben einen Korb lieh und auch eine Portion Mittagessen für den hungrigen Vater hineinthat. Hocherfreut trabte der Junge nun der Fabrik zu, um eine gute Dosis Erfahrung reicher. Die Parteigenoffen des 1. Wahlkreises werden ersucht, zu Am Fahrstuhl ist am Mittwoch Abend der 43 Jahre alte der am Sonntag, den 8. d. M. stattfindenden Flugblatt- Ver- Pförtner und Hausdiener Mar Slittner aus der Jägerstr. 27 schwer breitung sich früh 7%, Uhr in folgenden Lokalen einzufinden: verunglückt. Dieser wollte, nachdem er das Gaslicht gelöscht hatte, Mörschel, Jüdenstr. 35; Sommer, Grünftr. 21; Stockfisch, Holzgarten- mit dem Fahrstuhl vom Erdgeschoß in seine im dritten Stock geſtraße 10; Glane, Krausenstr. 18; Voigt, Charlottenstr. 60; Schmidt, legene Wohnung hinauffahren. Der Stuhl stand jedoch nicht richtig, Flensburgerstr. 24. sondern zwei Fuß höher als er sollte, und so stürzte Slittner durch den Spalt in den Kellerschacht hinab. Nachbarn tamen auf sein wir wünschen, daß sich die Getreidepreise auf der gegen- Gestern Mittag hat unter Vorsiz des Oberbürgermeisters wärtigen Höhe halten. Welchen Eindruck Ihre Haltung Belle eine Sigung der Kommissare des Magistrats bezüglich der Frage zur Interpellation im Lande machen wird, ist llar. Nicht nur in der Hilfsarbeiter stattgefunden. den gesammten Städten und in der Industrie, sondern auch bei einem sehr großen Theile der landwirthschaftlichen Bevölkerung wird die Haltung der Majorität dieser unserer Interpellation gegenüber aufs allerentschiedenste verurtheilt werden und von diesem Standpunkt aus können wir mit dem Resultat dieser Verhandlungen sehr zufrieden sein.( Lebhafter Beifall links.) Ein Schlußantrag wird angenommen. Bersönlich bemerkt " Lokales. Sto D ges Abg. Frhr. v. Stumm( Np.): Ich habe meine Stellung nicht verändert, wie man nach der Rede des Abg. Schippel annehmen Lönnte. Ich habe zwar den russischen Handelsvertrag für einen Die preußische Beamtenschneidigkeit von einem preußischen Geschrei und retteten ihn. Der Berunglückte zog sich durch den vier großen Vortheil für die Industrie erklärt, aber gleichzeitig erklärt, Beamten wahrheitsgemäß gekennzeichnet, das ist eine Gabe, die Meter tiefen Sturz mehrere Rippenbrüche und schwere inmere Verdaß für die Landwirthschaft Kompensationen geschaffen werden einem nicht alle Tage geboten wird. Der preußische Eisenbahn- letzungen zu und mußte mit einem Kopp'schen Wagen in das müssen. Als solche habe ich die Aufhebung des Identitätsnachweises Direktor de Terra in Guben unternimmt es in der Zeitung des Elisabeth- Krankenhaus gebracht werden. verlangt. Vereins deutscher Eisenbahn Verwaltungen, den Herren mit dem Abg. v. Kardorff( Np.): Herr Bebel hat gesagt, wenn es richtig contra naturam aufgewirbelten Schnurrbart anzudeuten, wie sehr bis zur Neuen Friedrichstraße einschließlich des Kreuzdammes der Straßensperrungen. Die Rosenstraße von der Kaiser Wilhelmist, daß erst bei den heutigen Preisen des Roggens die Landwirthe sie sich durch ihre Näselei beim einfachen Mann verhaßt und lächer- lezteren und der Rosenstraße wird behufs Impflasterung vom 6. d. M. mir gerade bestehen könnten, dann die Landwirthe schon längstlich machen. bankrott sein müßten. Herr Bebel kennt offenbar die große Zahl Die besonders häufig in Norddeutschland anzutreffende, schon fehr zwischen der Straße An der Spandauerbrücke und dem östlichen ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Der Ver der Landwirthe nicht, die in diesen trüben Jahren bankrott gemacht viel beklagte Unnahbarkeit" der Vorgesezten in und außer Theile der Neuen Friedrichstraße erleidet keine Unterbrechung. Die haben. Abg. Dr. Hahn( wildk.) konstatirt, daß sowohl ihm, wie Herrn wöhnen, in seinem Untergebenen, auch dem einfachsten Arbeiter, Burgstraße vom Mühlendamm bis zur Königstraße wird behufs Verv. Plöß das Wort durch Schluß der Diskussion abgeschnitten worden sofern er seine Schuldigkeit thut, nicht blos das brauchbare Wert legung eines Wafferrohres vom 11. bis 18. d. M. für Fuhrwerke und Reiter gesperrt., sei.( Große Heiterfeit.) zeug, sondern auch den pflichttreuen Mitarbeiter und Menschen zu Damit ist die Interpellation erledigt. schäzen. Er darf deshalb im Verkehr mit ihm namentlich auch nicht Nachträglich ermittelt wurde ber Führer eines FleischerEs folgt die dritte Berathung des Antrags Paasche( Gesetz die Höflichkeitsformen außer acht laffen, die im gewöhnlichen wagens, welcher am Dienstag in Alt- Moabit zwei Personen überentwurf, betr. den Verkehr mit Süßstoffen). Derselbe wird Leben üblich sind. Gerade das ist ein leider allzu oft verfahren hatte. An dem erwähnten Tage überschritten zwei Frauen nahezu debattelos angenommen( gegen die Stimmen der Frei- nachlässigtes Gebot nicht allein des natürlichen Taktes, sondern auch den Fahrdamm des Straßenzuges Alt- Moabit, als ein beladener finnigen). der einfachen Klugheit. Die meisten, die den ehrerbietigen Gruß Schlächterwagen herangejagt fam. Beide Frauen wurden, bevor sie eines untergebenen Beamten oder Arbeiters kaum beachten oder noch dem Anrufe des Kutschers folgegeben konnten und auszuweichen find vermochten, zu Boden gerissen und durch Ueberfahren zum theil nicht höchstens mit einem nachlässigen Kopfnicken erwidern, sich wohl kaum bewußt, wie tief die sich darin aus- unerheblich verlegt. Der Kutscher entzog sich der Personalfeststellung wenn auch nur scheinbare Mißachtung von zunächst durch die Flucht. drückende, Die Polizei, welcher von dem Unfall den Betroffenen oft empfunden wird. Es fehlt ihnen das Meldung gemacht wurde, stellte nach der von dem Fuhrwerk ge= Verständniß dafür, welch hohen Werth der Untergebene gerade solchen gebenen Beschreibung sorgfältige Recherchen in der Engros- Markthalle an sich geringfügigen Aeußerlichkeiten beilegt, weil er daraus, meist in der Neuen Friedrichstraße an und so gelang es ihr auch, den nicht mit Unrecht, tiefere Schliffe zieht." Schuldigen am gestrigen Tage in der Person des 23jährigen, bei einent hiesigen Detail- Schlächtermeister in Stellung befindlichen Kutschers Max Fiebig zu ermitteln. Der Nachtrags- Etat für 1898 wird in dritter Berathung genel ehmigt. debattelos Es folgen Kommissionsberichte über Petitionen von unter geordneter Bedeutung; die Petitionen werden debattelos nach den Anträgen der Sommission erledigt. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Präsident v. Buot giebt sodam die übliche Nebersicht über die in der heut ablaufenden Session erledigten Geschäfte. Abg. v. Levetow( f.) drückt im Namen des Reichstages dem Präsidenten v. Buol seinen Dank aus für die mühevolle und unermüdliche, für die treue und unparteiische Leitung der Verhandlungen auch in dieser Session. Viel nüßen wird eine solche Philippita wohl gerade nicht, und manche Staatsstüße mag dem Eisenbahndirektor die Moralpredigt wohl recht übelnehmen, schon weil sie die Schneidigkeit für das unerläßlichste Mittel hält, um Karriere zu machen. Aber auch die Arbeiter werden dem Herrn de Terra Präsident v. Buol dankt dem Redner im Namen des Vorstandes i Unterbeamten und Arbeiter werden In der Günther'schen Mordsache wird jetzt von der Kriminalpolizei der Metalldreher Friz Neumann, am 19. Oftober 1872 in Berlin geboren, der sich auch Lajuns, Berger, Scheffel und Günther " = " " Buchbinder nennt, gesucht. Derfelbe ist ca. 1,72 Meter groß, fräftig, bat langen getrieben werden kann, als Schenkung übermacht. Ferner find Treu und Einigkeit", Rizdorf, Wutler, Bergstr. 24. Vereinte Sangesbrüder blonden Schnurrbart, blonde Haare und unvollständige Zähne. Be- bereits über 5000 Mart als jährliche freiwillige Beiträge für die Männerchor", Schöning, Köpnicerſtr. 68. Maiglöckchen", Sachs, Lindowerstr. 26. kleidet ist er mit rothbräunlichem Jacket- Anzug. Unterhaltung der Anstalt gezeichnet. Einstweilen sind die Näume Moabits", Bfarr, Buttligstr. 10. " Gemüthlichkeit"( Pußer), Krüger, Seydelstr. 30." Morgenroth II", Das Berliner Verkehrslexikon( Verlag von May Schildberger) ist für ca. 70 Strante, Männer, Frauen und eventuell Kinder, vor: Charlottenburg, Krause, Bismardstr. 74. Typographia", Cohn, Beuthin diesen Tagen zunt Preise von 40 Bf. neu herausgegeben worden. Die gesehen. Zur ärztlichen Leitung der Anstalt ist Privatdozent straße 20. Georgina", Schwalbe, Laufizer Platz 8. Vorwärts III", Vorzüge dieses Adreßbuchs im kleinen find bekannt; die Fahrpläne findet Dr. Lähr, mehrjähriger Assistent an der Jolly'schen Klinit, ge- Friedrichsfelde, Bube, Friedrichsfelder Prinzen- Allee 30. Rheingold", man zuverlässig nach den neuesten amtlichen Ausgaben ergänzt. wonnen. Der tägliche Pensionspreis wird nach vorläufiger Be- Feind, Weinstr. 11. Rosenthaler Vorstadt", Swinemünderstr. 26. Männer- Gesangverein", Brandenburg a. H., also ebensoviel wie in den Volts- Heilstätten Jris", Streit, Naunynftr. 86. Feuerbericht. Mittwoch Abend 81/2 Uhr war Usedom- rechnung 3-4 Mark Brüderschaft" „ Liberté", Vogel, Wrangelstr. 78. straße 18 ein Zimmerbrand abzulöschen, der Möbel und Gardinen für Lungenkranke betragen. Um den Preis noch niedriger zu Wengert, Bergstr. 6. Freie Liedertafel", Manu, zerstörte. Kurz darauf entstand its chiner str. 80 in der Trocken- gestalten und um für Aermere Freibetten zu schaffen, erläßt der Hausdiener), Zimmermann, Marfiliusstr. 8. Strausbergerstr. 3. Nordwacht", Meißner, Chausseestr. 72.- Sängerfreis", fammer einer Korffabrik ein Schadenfeuer, das einen größeren Bosten geschäftsführende Vorstand einen Aufruf zur thatkräftigen Beihilfe Neu- Weißensee, Spedmann, König Chauſſee 55. Geselligkeit", Hennigs: Storksteine zerstörte. Vor 14 Tagen war bereits in demselben Raum und Gewährung von Geldspenden, insbesondere auch von Jahres- dorf, Böhmert's Gasthaus. Eintracht III", Eberswalde, Hagewald, ein Brand zu beseitigen. Gegen 10 Uhr brannte Köpnider beiträgen. suponlaursod Eisenbahnstr. 66. Bölferfrühling"( Stuckateure), Greiser, Oranienstr. 109. Liederkranz", Branden straße 111 der Fußboden, wobei auch das Haus sonst noch bes " Neue Zeit", Schmidt. Rammlerstr. 28. Aus Rixdorf. Aus den Geschäftsräumen des Schlächterträchtlichen Schaden erlitt. Um 11 Uhr erfolgte Alarm nach meisters Große, Kottbuserdamm 103, haben Diebe in voriger Nacht burg d. 6. Bergstr. 6. Freiheitsglocken", Buchholz, Wörtherstr. 39. Lindenstr. 16/17, wo in der Tischlerei der Filiale von Siemens mittelst Einbruchs 3 Bentner Schinken und Wurst entwendet. Von Klingmüller'scher Männerchor", Weißensee, König Chauffee 38. Karthaus'scher " Treher'scher Gesangv.", Fialkowsky, Weidenweg 22. u. Halste ein Posten Hölzer in Flammen stand. Durch rechtzeitiges den Thätern fehlt jede Spur. Am Tage der Maifeier hatte ein" Gesangv.", Göbel, Landsberger Allee 156." Freie SängerII", Spandauer Eingreifen mehrerer Löschzüge konnte dem Fener bald Einhalt gethan hiesiger Laubenbefizer eine rothe Fahne aufgezogen. Er soll da- Brücke 13. Einheit", Rirdorf, Babenschneider, Herm annstr. 197. Metallarbeiter: Osten", werden. Nachmittags 2 Uhr kam neben dem Theater Unter den durch groben Unfug verübt haben und ist dieserhalb zur Anzeige Treptow" Treptow, Michler, Ernststraße. Linden in einem Papiergeschäft ein Feuer aus, das aber im gebracht worden. Tapert, Grüner Weg 14." Jugendlust"( gemischter Chor), Scholz, Große Seime erstickt werden konnte, bevor es erheblichen Schaden verFrankfurterstr. 74. Arbeiter- Naucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen ursachte.. im Vereinskalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstraße 80, 2. Hof. Freitag:" Germania", Kubazzki, Arndtstr. 25. Aus den Nachbarorten. : Die Parteigenoffen und Genoffinnen des Kreises Niederbarnim werden auf die am Sonnabend Abend 8%, Uhr in der Brauerei Strala u stattfindende Parteiversammlung aufDer erste Omnibusverkehr in Groß- Lichterfelde ist gestern Mittwoch eröffnet worden. Die einspännigen Wagen verkehren auf zwei Linien, einem Ostring und einem Westring, und haben ihren Anfangs- und Endpunkt am Lichterfelder Wannsee- Bahnhof und zwar mit Anschluß an die dort eintreffenden Eisenbahnzüge. Versammlungen. " " in # " " 4. Männerabth.: Gesang, Turn: und gesellige Vereine. Freitag. Athletenv. Felsenfeft", Böttcher, Krautstr. 6. Tanzlehrerb. Solidarität", Stabernac, Rauchfl.„ Ohne Inselstr. 10. Musifv.„ Tusch", Nebelin, Langestr. 108. Zwang", Spät, Weinstr. 28. Turnv. Gesundbrunnen", abends von 81/2 bis 10 Uhr: 1. Männerabth., Pantstr. 9-10.- Turnv.„ Osten", Blumen merksam gemacht, in der Genoffe Stadthagen über die bevorstehende Reichstagswahl sprechen wird. Die Vertrauensleute der angrenzen Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Frisenre straße 63a, 8-10 Uhr( Lehrlingsabth.); Krautstr. 49, von 8-9 Uhr ( Damenabth.). Bithertl. Frohsinn", Zimmermann, Grüner Weg 29. den Ortschaften werden ersucht, Deputationen zu entsenden. Zahl- und Perrückenmacher hielt am 18. April er. ihre General- Musikv.„ Allegretto", Blücherstr. 38. reiches Erscheinen ist nothwendig. Der Vertrauensmann. bersammlung ab. Der Kassirer gab folgenden Kassenbericht: Arbeiter Turnerbund. Freitag. Turnb. Fichte", Berlin. Abds. Aus Schöneberg wird berichtet: In einer von dem erst Einnahme 115,09 M., Ausgabe 79,28 M., Bestand 35,81 M. Aus von 8-10 uhr: 2. Männerabth. Stalizerfir. 55-56. fürzlich gegründeten Handwerkerverein einberufenen öffentlichen Ver- dem von Hennig gegebenen Bericht über den Arbeitsnachweis Stephanstr. 3. 5. Männerabth. Aderstr. 67. 6. Männerabth. Stallschreiber sammlung, die am Mittwoch im Klubhause tagte, sprach der frei- geht hervor, daß derselbe im Monat März einen Ueberschuß von straße 54. 1. Lehrlingsabth. Friedenstr. 37. 3. Lehrlingsabth. Boeckhfir. 21. " Freie Turnerschaft", Rixdorf: Briz. finnige Reichstags- Kandidat Dr. Bernstein- Charlottenburg über die zirka 14 M. ergeben hat, ein Beweis, daß er sich gut bewährt. Das 1: Damenabth. Mariannen- User 1a. Turnerschaft d. V. Aussichten seiner Partei bei den bevorstehenden Wahlen. Eine letzte Vergnügen hat einen Ueberschuß von 21 M. ergeben. Auf- 3. Schülerabth. von 6-8 Uhr. 3. Männer und Lehrlingsabth. von Nereus", Männerabth. von 8-10 Uhr abds., Reichenbergersir. 131/132. Hebung des Handwerkerstandes kann nach seinen Verheißungen nur genommen wurden 14 Mitglieder. Sodann wurde beschlossen, eine 8-10 Uhr abds., Hoffmann, Bergstr. 151/152. Arbeiter Stenographenverein Stolze, Bubett, Lindenstr. 106. von liberaler Seite kommen. Der weitere Punkt der Tagesordnung, Ertrasteuer von 30 Pf. pro Monat zu den Delegirtenkosten zum Uebungsstunde 8-11 Uhr abends. Unterrichtsstunde jederzeit. Gäste erwünscht. Die bevorstehende Stadtverordnetenwahl, zeigte so recht die Ber- diesjährigen Kongreß zu erheben. Arbeiterverein Vorwärts", Kopenhagen. Jeden Freitag im fahrenheit der bisher so großspurig aufgetretenen„ Unabhängigen Arbeiter Bildungsschule. Inselstr. 10, v. 2 Tr. Unterrichts: Bartei". Vom Vorstand des Handwerkervereins wurde eine Re- Kurse: Montags: National Dekonomie( Grundbegriffe der Verkehrslokal, Restaurant Henrikson, Grönnegade 36: Versammlung. Daselbst Nationalökonomie) Dr. Conrad Schmidt; Mittwochs: Rede: befindet sich auch die Bibliothek des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden solution eingebracht, nach der von der Aufstellung eines Uebung( Referate und Diskussion über gewerkschaftliche Fragen) Genoffen wollen dies beachten. Kandidaten Abstand genommen werden soll, und es jedem Schriftsteller Richard Calwer; Freitags: Natur Erkenntniß Wähler überlassen bleibt, seine Stimme einem beliebigen Kandidaten( Entwickelung der Idee über Entstehung und Zuſammenſegung des Die Bibliothet ist jeden zu geben, und zwar weil man den vom Zentral- Wahlkomitee Weltgebäudes) Dr. B. Borchardt. aufgestellten Kandidaten für durchaus ungeeignet hält, die Montag, Mittwoch und Freitag( außer an Feiertagen) abends von Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kursus( 10 Abende) Intereffen des Handwerkerstandes würdig zu vertreten. Es tam im 8-9 Uhr geöffnet. weiteren Verlauf der Diskussion gegenseitig zu heftigen Vorwürfen. M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimſtr. 42; Wie wir erfahren, beruht die Abneigung eines ganz großen Theiles Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntags= der Handwerker auf dem Umstande, daß der betreffende Kandidat Bersammlungen. Vorsitzender: Hugo Warsch awski, N., Brunnenstr. 193. Swinemde. 761 BS häufig mit seinen Bauhandwerkern in geschäftlichen Konflitt gerathen Saffirer: H. Königs, S., Dieffenbachstr. 30. soll. Die Aussichten für unseren Kandidaten sind damit als günstige Lese: und Diskutirklubs. Freitag." Diezgen", Schröder, Wiesen- Hamburg zu bezeichnen. dstraße 39. Karl Mary", Raumann, Blücherstr. 42. Stralau", Girbig, Wiesbaden Eine Nerven Heilanstalt für Unbemittelte" soll hiesigen Stralau Nr. 17. Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender München Blättern zufolge in Zehlendorf errichtet werden. Es handelt sich um Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Bereinskalender Wien ein Privatunternehmen. Zu dem Bau der Anstalt ist bereits ein find zu richten an Friedr. Kortuan, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Freitag. Wetter- Prognose für Freitag, 6. Mai 1898. Kapital von 232 000 Mart durch Menschenfreunde als zinsloser ucbungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Biemlich warm, vielfach heiter, zeitweise wolfig bei mäßigen füdwestGrundfonds gestiftet, und ein vorzüglich geeignetes Terrain von Staiser'scher Männerchor", Wernau, Schwedterfir. 23/24. Nord", Adolf lichen Winden; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. ca. 26 Morgen, auf welchem Landwirthschaft, Gartenbau u. f. 1. Neumann, Brunnenstr. 150. Ünverzagt I", Lübbke, Melchiorstr. 15. " Zentralverein der Bildhauer Dentschl. Nach langen schweren Leiden verstarb am 4. Mai cr. unser langjähriges trenes Mitglied, der Holzbildhauer Oskar Rosenstengel im 52. Lebensjahre. Ein ehrendes Andenken bewahrt ihm die Verwaltungsstelle Berlin. Die Beerdigung findet Sonnabend, den 7. Mai cr., nachmittags 4 Uhr, vom KrankenHaus am Urban aus, nach dem neuen Thomas- Kirchhof in Rirdorf, Hermannstraße, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler n. and. gewerbl. Arbeiter. ( Verwaltung Berlin D. Moabit.) Sonntag, den 8. Mai 1898, vormittags 10 Uhr, in der Kronen- Braueret, Alt- Monbit 47/49. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom I. Quartal und vom Maskenball. 2. Junere Kaffenangelegenheiten. 182/6 Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. 1 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Heute, Freitag, abends 81/2 1hr bei Cohn, Beuthstraße 20/21: Sigung der Ortsverwaltung. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 8. Mai, vormittags 10% Uhr, Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin Il des Zentralverbandes deutscher Maurer im Lokale des Herrn M. Cohn, Beuthstraße 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen R. Mitt arg. 2. Distuffion. 3. Gewerkschaftliches. Um rege Betheiligung ersucht[ 136/6] Die Lokalverwaltung. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 8. Mai, vormittags 10% Uhr: Ordentliche Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung b. Interessen der Maurer Verlius u. Umg. im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: 1. Besprechung über die Berbreitung der Einigkeit". 2. Wiffenschafts licher Vortrag. Referent: Dr. Hirschfeld. 3. Diskussion. 4. Vereins; 129/9 angelegenheit. Im Auftrage des Vorstandes: F. Schulze. Witterungsübersicht vom 5. Mai 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Berlin 110 Barometer ftand mm Windrichtung Windstärke Wetter 3heiter 3 bedeckt Temp. n. C. 5°.= 4° R. Stationen Barometerſtand mm Windrichtung Windstärke 12 Haparanda 755 Still 10 Petersburg 13 Cort hib.beb. 9 Aberdeen 5516. bed. 11 Paris. 3 egen 11 761 SW 762 SW 3 heiter 764 Still 766 23 762 N Montag, den 9. Mai 1898, abends 8 Uhr: Wetter Temp. n. 6. Fola 15°.= 4° R. 5 -bedeckt 756 O 5 Regen 751 23 4 bedeckt 2 Regen 764 S Britz. Achtung! Stempel fauft man Volks- Versammlung bet Herrn Gastwirth Adam( Buschkrug), Rudowerstr. 51. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil über die bevor: stehende Reichstagswahl. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Wahlkomitees. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Bf. erhoben. Der Vertrauensmann. 03/14 Achtung! Buzzer! Achtung! Bentralverband der Maurer Deutschlands und verw. Berufsgenossen ( Bahlstelle 1). Sonntag, den 8. Mai, vormittags punkt 11 1hr, Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: Fabrik in der bon P. R. Heinrich, Friedrichstr. 205, Ecke Mauer und Zimmerstr., am beften. Fa britpreise! Kein Laden! 33935 Kein Händler! 11 9 Verkaufe Villen- Terrain, fleine Barzellen, im Vorort, hart a. b. Bahn, die Quadratruthe 15 M. bei halber Anzahlung. Sozialdemokraten erhalten Zaunstiele und Baumpfähle zum Grundstück gratis. 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Former und Berufsgenossen Verein der Bau- Anschläger Berlins. Berlins und Umgegend. Sonntag, den 8. Mat, mittags 12 Uhr, im Kolberger Salen. Sonntag, den 8. Mat, vormittags 10 1hr, im Lokal des Herrn Kolbergerstraße 23: Alg. Kranken- und Sterbekaffe Gr. öffentliche Versammlung. der Metallarbeiter. ( E. H. 29, Hamburg III, Wahl- Abth.) Sonnabend, den 7. Mai 1898, abends 8 Uhr, bei Zubell, Sindenstr. 106: Versammlung. Tagesordnung: Feststellung des Stichwahl: Resultates. H. Klink. Berl. Kranken- Möbel- Fabrik Tages Ordnung: 1. Bedeutung der Arbeitsnachweise. 2. Stellungnahme zum Former fongreß in Kopenhagen, eventuell Wahl eines Delegirten. 3. Wahl von 2 Revisoren. 4. Der Formerstreit in Leipzig. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. 61/3 Der Vertrauensmann. 2. Müller, Weddingstraße 1a. Buske, Grenadierstr. 33: General- Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Wahl von Kaffenrevisoren. 3. Ber: schiedenes und Fragetasten. 33/10 Beiträge werden nur von 10-11 Uhr angenommen. Diejenigen Mit glieder, die zur legten Beerdigung Karten erhalten haben, werden auf: gefordert, in der Versammlung zu erscheinen und die Karten mit zur Stelle zu bringen. Der Vorstand. Schöneberg. Achtung! Unherträger! Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Montag, den 9. Mai cr., abends 7 1hr, bei Wernau, Schwedterstraße 23-24: 160/1 Sonntag, den 8. Mai, nachmittags 2 Uhr: Gertraudtenstr. 8-9( am Spittelmart Außerordentl. Mitgliederversammlung. Große öffentl. Protestversammlung. 50699*] Engros. Krankenwagen, auch zur Miethe, Bidets, Klosets, Schül. Tages Ordnung: Tages Ordnung: 2. Turns, Waffage Verband der Ban-, Erd- n. gewerblichen in der Bersammlung zu erscheinen. Frottir, fan. Gummi1. Wie stellen wir uns zu dem Versammlungsbeschluß der Puter? 1. Vortrag über die beabsichtigte Beschränkung des Koalitionsrechtes. Der Bevollmächtigte. 2. Distuffion. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Bulte, Gesundheitstiff. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheit. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, 29/6 Der Vertrauensmann der Bauarbeiter Schönebergs. Fabriken, Werkstätten etc. Tiefere ich: empfehle ich mein Frauenbinden u. dergl. Artikel. Kinderwagen u. Stühle, Hilfsarbeiter Deutschlands. Hottimi Bahlstelle Berlin I. deren Käufer geschützt. Sonntag, den 8. Mai, vorm. 10% Uhr, in Stabernack's 2otal, Sicherheitsgurt grat. erhält. Tel. V. 1958. E. Wulff jr. Aufn. u. Hilfsstelle f. Berl. Rettungsgesell Inselstraße 10: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: Allen Freunden und Genoffen 40/2 Flash. Grport- Weißbier Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal ohne Wafferzusak für 3 Mt. 40 Flash. helles Bairisch- Bier ſtehen zur Verfügung. 33956 1. Wahl eines 1. Bevollmächtigten und eines 2. Kaffirers. 2. Regelung von welcher Brauerei gewünscht wird 32/6 schaft und Blaues der Spedition unseres Organs. 3. Verbandsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen, Kreuz". 46992* Export SchuhwaarenDie Ortsverwaltung. Samariter: Kursus 50718* für 3 Mt. A. Seidler Berliner Export- Weißbier Braueret, Schöneberg- Berlin W., Sedauftraße 82. Fernsprecher: Amt Schöneberg Nr. 92. W. Pahr Arbeitsanzüge Der Vorstand. Brunnenstr. 112. für Arbeiter und Arbeiterinnen. Lager in sämmtlichen Artikeln. Der Sommerkursus beginnt in der Centrale Beuthstr. 20 am Montag, Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. Alexanderstr. 67a, I. Etage ben 9. Mai, abends 9 Uhr; in der Filiale bei Neumann, Brunnenstr. 150, Thema: Bau und Leben bes ( am Alexanderplatz). Montag, den 16. Mai, abends 9 Uhr. Sonnabend geöffnet bis 10 Uhr menschlichen Körpers.-Der nächste Ausflug am 15. Mai nach Nieder: [ 155/4] abends, Sonntags 8-10 Uhr vorm. Schönhausen bei Settekorn, Lindenstr. 1. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Restaurant, 20 Jahre best., lebh. 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Während auf der Station St. Margareten Arbeiter mit der Legung einer neuen Telegraphenlinie beschäftigt waren, kam die Maschine eines einfahrenden Zuges mit dem Telegraphendraht, dessen aufgerolltes Ende ein Arbeiter um den Hals trug, in so fräftige Berührung, daß dem Arbeiter der Kopf vollständig vom Rumpfe getrennt wurde. Freitag, 6. Mai 1898. Wenn dieser russische Gouverneur Tschepelewsky einmal stellungs- stehenden sozialdenfenden Mann zu stimmen. Das Vertrauen der los werden sollte, braucht er sich nur nach dem Deutschen Reiche National- Sozialen auf die eigene Kraft scheint demnach sehr gering zu wenden.„ König" Stumm in Neunkirchen wird sich's zur Ehre zu sein, denn sonst müßten sie es doch verschmähen, sich immer schäßen, einem Manne in seinem Fortkommen behilflich zu sein, der wieder an oie Anhänger unserer Partei zu wenden, derselben Partei, über die Verkürzung der Arbeitszeit genau so denkt wie er. deren hohe ideale Ziele die National- Sozialen bei jeder Gelegenheit als Utopien hinstellen. Wahlversammlungen. Vom Zentralverein der Gewerbetreibenden im Südwesten war eine öffentliche Versammlung bei Martens, Friedrichstr. 236, Die National- Sozialen schickten in einer am Mittwoch in der einberufen. Der erste Punkt der Tagesordnung Welche Stellung Der Mangel zweckmäßiger Arbeiterwohnungen macht sich Tonhalle abgehaltenen Versammlung einen ihrer Hauptschreier, nehmen die Parteien gegenüber dem Gewerbestande bei den bevorin den industriellen Gegenden in immer größerem Maße bemerkbar, Herrn Mar Lorenz ins Feld, um für ihren Kandidaten im ersten stehenden Reichstagswahlen ein( Referenten der liberalen und konserso daß bereits die Behörden beginnen, dieser Sache ihre Aufmerk- Wahlkreise Propaganda zu machen. Die Versammlung war von vativen Partei werden sprechen) brachte zuerst den freisinnigen: famfeit zuzuwenden. Die wiele ber der bayerischen etwa 300 Personen besucht, darunter ungefähr ein Drittel Sozial- Kandidaten für den zweiten Kreis, Herrn Kreitling, auf die Rheinpfalz hat die Aemter über die Zahl der demokraten und einige Freisinnige. Herr Lorenz, der vor nicht langer Beine. Derselbe machte für seine Kandidatur, so gut es ging, Reflame. Fabrikarbeiter in den einzelnen Orten, sowie über die bestehenden Zeit schon so stark nach der konservativen Seite hinneigte, daß ihn ein Das Allgemeinwohl der staatserhaltenden Bevölkerung liegt dem Wohnungsverhältnisse Erhebungen zu veranstalten und geeignete Theil seiner national- sozialen Freunde nicht mehr als einen der Ihrigen Herrn nach seinem Ausspruche sehr am Herzen, ebenso liegt ihm aber Maßnahmen zur Abstellung von Mißständen zu veranlassen. Zur anerkennen wollten, und der sich bei früheren Gelegenheiten als die Arbeiterschutzgesetzgebung im Magen; er fonnte es nicht unterlassen zu Durchführung deſſen empfiehlt die Regierung die Bildung von Kom- den Ritter aufspielte, der die armen, irregeleiteten Arbeiter von dem erflären, er habe früher 12 und mehr Stunden gearbeitet, und sei missionen aus den dazu berufenen Fachkreisen und schlägt weiter vor, Drachen Sozialdemokratie befreien wolle, ging diesmal mit auf- auch nicht daran gestorben. Nun erschien Herr Stockmann auf den zu diesen Kommissionen auch Arbeiter hinzuzuziehen. Beson- fallender Milde gegen die Sozialdemokratie vor. Er giebt sich in Brettern; derselbe stellte sich als Kandidat der konservativen christlichSeres Augenmert soll mit darauf gerichtet werden, wie die von tomischer Naivetät der Hoffnung hin, daß er mit sanften Flötentönen, sozialen und deutschen Reformpartei vor. Auch dieser versprach dem Arbeitern ausgehenden Bestrebungen, sich ein eigenes Heim zu in denen die Melodie: starte Monarchie, soziales Kaiserthum u. j. w., Bentralverein alles mögliche. Bur Betänipfung der Großbazare gründen, am geeignetsten verwirklicht werden können. vorherrscht, sozialdemokratische Wähler verloden könne, der Fahne ihrer empfiehlt der Herr Genossenschaften mit beschr. Haftpflicht, und er Ein russischer ,, Arbeiterfreund". Die Handlungsgehilfen Partei untreu zu werden und sich für Weltpolitik, Heer und Flotte wartet endlich von der Aufhebung der Handelsverträge großen Nugen der Stadt WiIn a wandten sich an den seitdem verstorbenen General- zu begeistern. Vor Herrn Rickert machte May Lorenz eine artige für die Gewerbetreibenden. gouverneur Orschewsky mit einer Petition um Einführung des Verbeugung wegen dessen Zustimmung zur Flottenvorlage obligatorischen Ladenschlusses um 9 Uhr abends. und gab den Freifinnigen Rickert'scher Färbung mit zartem Wiuf zu Orschewsky verhielt sich dieser Petition gegenüber sehr sympathisch, verstehen, daß sie, die die Flottenpolitik billigen, unbedingt für den berwies aber die Petenten an die Stadtverordneten- Versammlung national- sozialen Kandidaten, aber nicht für Herrn Langerhans als der Instanz, die zu obligatorischen Verfügungen über den Laden- stimmen müßten. Daß die Liebeswerbungen des Herrn Lorenz um schluß berechtigt ist. Die Stadtverordneten- Bersammlung bestimmte Arbeiterstimmen ohne jede Aussicht sind, wurde ihm durch unsere auch, daß die Läden um 9 Uhr geschlossen werden sollten, dieser Be- Genossen Waldeck Manasse und Simmel unter lebhaftem schluß wurde aber vom neuen Gouverneur Tschepelewsky, der dazu Beifall der sozialdemokratischen Zuhörer flar gemacht. Trotzdem An Aufforderungen seitens tonservativer Redner, die Sozialdas Recht hat, wieder aufgehoben, weil die freie Zeit von den aber wandte sich auch Herr Tischendörfer ausdrücklich demokratie zu bekämpfen, fehlte es selbstverständlich nicht. Das Handlungsgehilfen benutzt werden würde, um über Streits und mit einer Empfehlung der nationalen Politik und der Resultat der Versammlung war derartig, daß wir nur wünschen andere ungesetzliche Dinge zu berathen. Seitdem diese Entscheidung Kompromißtaktik an die und Sozialdemokraten, forderte tönnen, unsere Gegner halten recht viel solche Versammlungen ab, getroffen ist, werden die Läden in Wilna nicht nur bis nachts 11 Uhr, dieselben auf, da sie doch keine Aussicht hätten, im ersten eine bessere Agitation können wir garnicht haben. wie früher, sondern bis 12 Uhr offen gehalten. Wahlkreise zu siegen, für ihn, den auf nationalem Boden 飲酒 品 In der Diskussion schütteten beide Richtungen ihr Herz aus. Redakteur Wegener behauptete, wenn der Antrag Kaniz seinerzeit wäre, angenommen Getreidepreise dann wären jetzt die bedeutend billiger. Wiederholt erhob sich ein ungeheurer Tumult den Höhepunkt erreichte der Radau, als ein Konservativer dem freisinnigen Kandidaten vorwarf, er habe einmal gesagt, Religion fei blauer Dunst", und dieser das entschieden in Abrede stellte. A. 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Schiller Cyclus. 7. Borstellung: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Brand. Ostend- Theater. Freitag, den 6. Mai 1898, abends 8 Uhr, in der ,, Tonhalle", Friedrichstr. 112: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes, Kassenbericht. 2. Festsetzung des Kassirergehalts für das nächste Spieljahr. 3. Event. Neuwahl des Ausschusses, Vorstandes, der Revisoren und Obleute der Ordner. 4. Verschiedenes. Der Eintritt in den Saal ist nur Mitgliedern gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte gestattet. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Invalidenstr. No. 57-62. Wissenschaftliches Theater. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Oranien Strasse 24. Theater und Spezialitäten- Vorstellung, Novitäten- Programm. Stille Liebe, poffe. Unglückliche Familienverhältnisse Poffe. Hertha Lorenzi, Marietta Berndt, Kostümsoubrette. Kostümsoubrette. Clemens Focke, Original Humorist. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Sonntag, den 8. Mal, nachmittags 2% Uhr Passage- Panopticum. but im Lessing- Theater": Vorstellung der II. Abtheilung: Die Wildente Gr. Frankfurterfir. 132. Dir. G. Weift. 229/9 Lezte Woche! Letzte Woche! Bum 97. Male: Unter den Linden. Der Opernban. Unter der Polarsonne. Anfang 72 Uhr. Neues. Die Freuden der Häuslichfeit. Anfang 71% 116. Residenz. Sein Trick. Anfang S 11hr. Thalia. Der Zimmerfestl. Anfang 712 Uhr. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel vor u. nach der Vorst. Gr. Frei- Konzert. Anfang 7 Uhr. Sonntag Nachu. bei günst. Witterung in vollst. renov. Gart. v. 4 Uhr: Frei Konzert. Im Theater Nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Satan Gold. Aut 10. Mai findet das 30jährige Schauspieler Jubiläum des Direktors Carl Weiß statt; zur AufAnführung gelangt: Der Stabstrompeter. Oftend. Unter der Polarsonne. An: fang 8 1hr. Central. Gefchloffen. Belle- Alliance. Die Aermften. fang 8 Uhr. Luisen. Arme Mieze! 8 11hr. Anfang Friedrich Wilhelmstädtisches. Heinrich Heine. Vorher: Gin fleines Mißverständniß. Anfang 8 11hr. Eine Gefallene. Alexanderplat Anfang 8 Uhr. Urania. Taubeustraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Juvalivenftraffe 37/62. Täglich Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Arme Mieze! Posse mit Gesang in 7 Bildern nach 0. F. Berg, frei bearbeitet von Max Schönau. Mufit boit Fritz Krause. Marie: Anna Müller- Lincke. Sonnabend: 5. Gaftiviel von Emma Frühling: ( außer Sonntags und Mittwood Der jüngste Lieutenant. abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. Vorbestellungen v. Billets BANNSTATION von Henrik Ibsen. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Vorstellungen in der Arena: 5 und 8 Uhr nachm. Im Theater ab 4 Uhr beständig, ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. Jeden Sonntag ENTREE 50 Pf. Schweizer Garten. 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Extra- Theatervorstellung Papa's Liebschaft. Schwant in 4 Atten von Malachow und Elsner. Nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Eberswalde, Victoriastr. 34, 19. Mai 1898( Simmelfahrtstag). Der Garten und die Lokalitäten find Kasseneröffnung 612, Anf. 8 Uhr. gänzlich neu renovirt. Wöchentlich zweimal großes Garten- Concert fowie Donnerstag, den 12. Mai: Theater und Spezialitäten Vorstellung bei gänzlich freiem Entree. Mit durchweg neuer glänzender Restauration u. Fremdenlogis. Im elektrisch erleuchteten Riesen- Saal jeden Sonntag und Donnerstag: Großer Ball bei freiem Entree. Um recht regen Zuspruch bittet Hochachtungsvoll 12. Biehung d. 4. Klaffe 198. Kgl. Preuß. Botterie.| 610 118015 59 100 12 255 405 42 748 80 81 114008 Biebung vom 5. Mai 1898, vormittags. Rur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 10 85 195 367 72 89[ 3000] 595[ 1500] 97 747 69 93 98 969 1004 148 445 509 70 636 800[ 500] 912 48 2026 145 96 434 542 722 27 895 973 8176 280 464 69 533 74 667 70 85 743 970 4049 319 54 455 82 88 531 808 53 5116 354 635 780 84 914 6075( 300) 144 494[ 3000] 687 994 7159 258 817 408 688 77 987 90 91 8034 232[ 300] 60 305 72 486 94 514 9041 52 55 145 265 74[ 3000] 311 677 695 944 10080 382 478 544 823 68 945 55 60 11216 70[ 3000] 303 415 74 557 720 24 29 969 12107 11 30 300 421 579[ 500] 660 63 68 856 902 31 13185 306[ 500] 39 82 462 69 741 47 85( 500) 842[ 300] 47 912 14147 369 88 480 540 619[ 300] 45 715 31 66 883 959 15074 124 57 238 311[ 1500] 19 71 615 45 999 16080[ 1500] 383 458 620 50 51 75 818 908 17067 169 630.908 18018 189 221 469 524 90[ 1500] 652 901 28 39 19119 258 345 87 89 478 544 98 651 743 70 20194 266[ 500] 68 300 445 538 614 41 21251[ 1500] 320 408 83 516 70 96 621 92 700 41 86 884 988 50 22007 [ 3000] 43 67 255 58 345 568 699 809 933 42 23031 321 406 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993 222082 42 80 190 699 883 947 85 228087 496 544 69 802 20 38 75 910 224074 113 65 74 248 815 195 424[ 500] 80 740 75 821 946 59 225091 140 847 72 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn an 500000 2 zu 200 000 t., 1 au 100 000 Mt., 1 zu 75 000 Mt., 4 au 30 000 M., gut 15 000 Mart, 26 zu 10 000 9, 43 5000 Mt., 584 zu 3000 t., 640 au 1500 R., 706 au 500 mt. 50682* Karl Mittag, Dekonom. Ausstattung: Zum ersten Male: von August Schulz. Don Juan in der Hölle. Bereine tönnen angenehmen Rauscher machen. 49162 12. Ziehung d. 4.Klaffe 198. Kgl. Preuß. Lotterie.| 771 984 117134( 8000] 240 64 375 577 736 95 118018 Biebung vom 5. Mai 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 21 128 71 581 78 932 1007 100 35[ 500) 88 51 333 572 76 90 614 67 765 73 985 2103 3029 87 204 42 384 483 600 53 64 947 62 4011 82 94 468 521 607 38 49 [ 1500] 700 75[ 300] 5119 278 418 43 44 66 75 526 48. 800 50[ 300] 6095 163[ 1500] 228 327 577 652 94 729 30 38 99 916 7166 98 233 314 514 90 98 620 727 47 904 S064 206 351 86 420 26 507 10 17 701[ 500] 7 51 847 965 9040[ 1500] 44 307 89 443 81 540 620 10321 402[ 8000] 85 730 66 897 947[ 1500] 11009 30 118 71 207 47 525 79 676 752 60 913 12185 376 734 829 31 935 84 18012 115 224 53 358 94 509 82 617 724 821 947 14125 344 87 476 646 928 15071 143 91 349 76 745 72 880 961 10112[ 1500] 258 79 412 507 681 819 17075[ 8000] 146 305 86 567 704 18 93 845 71 18012 79 267 92 319 448 816 915 19007 149 43 71 92 536 81 695 898 99 958 63 20228 91 426[ 800] 65 523 810 912 63 21062 92 327 420 615 19 730 808 17 26 29 995 22107 32 33 231 70 805 564 69 829 23099 297 500 706 944 67[ 300] 24184 315 71 670[ 500] 866 69 989[ 300] 25265 389 47 629 832 49 920 23 26059[ 1500] 217 325 403 580 612 846 27051[ 1500] 404 61 67 96 640 43 737 49 862 68 96 28099 162 229 62 464 71 678 706 856 29100 91 239 42 497 523 54 795 882 86 30055 186 95 824 53 57 920 31057 100 4 48 97 99 422 570 701 958 32074 121 248 846 488 522 618 858 74 987 38046 398 404[ 3000] 95 621 34050 255 78[ 500] 331 501 9 704 840 950 35039[ 500] 46[ 1500] 108 55 762 73 807( 3000) 987 86158 232[ 500] 305 508 78 645 90 714 858 37147[ 8000] 241 420 543 934 38064 156 288 655 768 988 39087 183 85 87 342 552 668 73 40270 306[ 1500] 571 94 715 41018 335 470 96 554 [ 300] 60 61 657 764 88 89 891 910 42239 1300] 432 34 535 603 952 94[ 500] 43035 256 66 84 306 452 73 82 [ 300] 825 918 44036[ 8000] 116 45 438 52 749 91 945 45186 287 308 49 56 471 626 82 851 72 46033 49 90 95 191 252 62[ 1500] 400 564[ 3000] 66 687 737 54 901 47225 313 430 649 765[ 600] 86 810 912 48054 110 358 90 522 75 601 740 58 823 88 87 49001 68 73 86 194 [ 1500] 519 49 703 10 800 50 62 966 70 83 100 44 219 822 81 38 82 97 487 529 780 846 946[ 800] 58 73 119040 340 75 569 688 710 828 921 85[ 800] 120061 165 235 403 528 789 887 121014 48 58 67 91 338 86 423 97[ 3000] 590 99 601 21 704 50 122222 [ 10000] 46 335 69 479 504 26 909 123063 170 265 80 307 489 597 803 93 902 124161 240 389[ 500] 469 [ 1500] 522 822 76 914 125167 203 43 85 355 73 495 930 73 718 971 126250 815 32 511 719 42 943 77 127180 216 18 353 552[ 1500] 703 8 977 128381 422 605 50 52 774 851[ 1500] 129203[ 300] 24 49 752 911 130066 89 91 340 67[ 5000] 98 439 99 686 820 181057 118 27 263 64[ 3000] 89[ 1500] 360 638 76[ 500] 753 820 919[ 300] 86 132088 180 426 697 907 183033 132[ 500] 50 62 66[ 1500] 72 242 80 478[ 1500] 511 658 134064 68[ 1500] 77 81 392 799 932 135128 46 520 87 605[ 500] 907 136042 142 63 233 351 581 821 43 919 72 137134 51[ 1500] 254 821 430 525 602 44 731 72 84 847 138007 176 85 91 315 631[ 1500] 36 704 835 42 907 14 72 94 139073 217 54 898 732 72[ 1500] 846 140170 857[ 800] 402 57 748 67 95 880( 500) 906 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin