Nr. 106. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags: Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonel getle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Thronrede. W Sonnabend, den 7. Mai 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. der Schifffahrt den Boden friedlichen Schaffens zu sichern und zu hauptes vom Februar des Jahres 1890 und dieser Thronerweitern. Damit glaube ich zugleich in wirkhamster Weise für die rede. Damals Versprechungen und Zusagen. Jest völliges Nachdem am letzten Tage der Reichstags Verhandlungen zunehmende Wohlfahrt zu sorgen. Erwerbsgelegenheit der arbeitenden Klassen und für ihre Schweigen, als ob diese größeste und bedürftigste Klasse die Regierung erklärt hatte, daß sie gegen die schwere des Volkes garnicht existire. Ich weiß mich eins mit dem deutschen Volfe, welches entschlossen Theuerung des Brotes nichts thun wolle, und ist, die verbündeten Regierungen in der Erreichung dieses Biels zu Damit ist denn das Verftegen der sonachdem die Majorität des Reichstags: Konservative, National- unterstützen und die Grundlagen unseres staatlichen, genannten Sozialreform auch von der obersten liberale und Zentrum, ihr Einverständniß mit dieser Regierungs- tirchlichen und bürgerlichen Lebens zu erhalten. In Stelle des Reiches ausdrücklich bestätigt worden. Nur so erklärung kundgethan hatten, wurde heute, am Freitag, der dieser festen Zuversicht hoffe ich zu Gott, daß es mir beschieden sein kann man die Thronrede, beziehentlich das, wovon zu sprechen Reichstag durch eine kaiserliche Thronrede geschlossen, deren wird, die innere Kraft unseres Baterlandes zu stärken und das An- sie unterläßt, auffassen. sehen seines Namens unter den Völkern der Erde zu erhalten. Verfasser es unternommen haben, angesichts schwerer Nothstände des Volkes die gegenwärtige Lage in den glänzendsten richtiges Herzensbedürfniß, Ihnen für die verständnißvolle Bereit Indem ich Sie, geehrte Herren, entlasse, ist es mir ein auf Farben zu schildern. willigkeit, mit der Sie der Lösung bedeutsamer Aufgaben Ihre Mitwirtung geliehen haben, zugleich im Namen der verbündeten Regierungen meinen kaiserlichen Dank zu sagen." Die Thronrede hat nachfolgenden Wortlaut: ,, Geehrte Herren! Die erste Legislaturperiode des Reichstages, welche den vollen fünfjährigen Zeitraum umfaßt hat, liegt hinter Ihnen. Dieselbe ist fruchtbar gewesen an gesetzgeberischen Erfolgen, die zur Macht und Wohlfahrt des Vaterlandes dauernd beitragen werden. Mit besonderem Wohlgefallen werden die Herren von der Zentrumspartei diese Thronrede vernommen haben. Sie vornehmlich dürfen das reichliche Lob, das die Rede des Kaisers der Thätigkeit des Reichstags ausspricht, auf sich beziehen. Ausklingt die Thronrede in der Ankündigung, daß die Lebens" erhalten werden sollen. Zwar ist es nicht offen Grundlagen unseres staatlichen, kirchlichen und bürgerlichen herausgesagt, aber unverkennbar richtet sich diese Ankündigung gegen die Sozialdemokratie. Graf Posadowsky faßte denselben Gedanken kürzlich in die Worte, daß die besigenden lassen mit der Regierung zusammen gegen die Sozialdemofratie fämpfen sollen. Alles in allem: die Thronrede schildert die deutschen VerAber die breiten Schichten richtet: d Wahlkampf. Ihrer beharrlichen, unausgesetzt auf das hohe Ziel gerichteten Mit gemischten Gefühlen werden dagegen die eigentlichen hältnisse als überaus rosig. Arbeit ist es gelungen, das große Werk des gemeinsamen bürger„ Sammlungspolitiker" der Thronrede gegenüberstehen. Denn des arbeitenden Volkes find darüber ganz entgegengesetzter lichen Rechtes vor dem Ende der Legislaturperiode zum Abschlusse zu bringen. Damit ist durch vereinte Thätigkeit der ver- für sie, für die Konservativen und Nationalliberalen, bedeutet Ansicht. Die Wahlschlacht des 16. Juni wird zeigen, bündeten Regierungen und des Reichstags dem deutschen Volke ein dieselbe nichts anderes als: Es geht auch ohne Euch! wie das deutsche Volk über die Thätigkeit des fostbarer Besitz gewonnen, der ihm im Laufe einer tausendjährigen Wie haben sich die Dinge doch geändert. Als der ReichsGeschichte noch niemals vergönnt war. Das neue gemeinsame tag die Ehrung des Fürsten Bismard verwarf, da erging das legten Reichstages dentt! Das Volksurtheil wird anders lauten als. Recht wird ein neues starkes Band um die deutschen Stämme bekannte Entrüftungstelegramm, das insbesondere auch auf schlingen. das Zentrum gemünzt war. Heut ist dasselbe Zentzum Lieb das Urtheil der Minister, welche die Thron Eine einheitliche Rechtsordnung ist auch für das militär- find geworden. Herr Dr. Lieber stolzirt zwischen den rede verfaßt haben. gerichtliche Verfahren geschaffen, nachdem Sie einer Staatssekretären Tirpitz und Thielmann, welchen er Flottenden Anforderungen sowohl des heutigen Rechtsbewußtseins wie der Manneszucht entsprechenden Vorlage Ihre Zustimmung ertheilt gefege bewilligt und mit denen er die Korntheuerung behaben. schönigt. Und der Reichstags- Präsident aus den ZentrumsUm die ernste Aufgabe, Bürge des europäischen Friedens zu reihen, Freiherr v. Buol, ist mit dem rothen Adlerorden fein, wirksam zu erfüllen, bedurfte Deutschland der Verstärkung 2. Klasse mit dem Stern dekorirt worden. feines Landheeres, die durch Ausnutzung seiner steigenden Aber so viel Schönes die Thronrede dem Reichstag nach. Wehrkraft gewonnen werden konnte. Durch Bewilligung der dazu rühmt, das deutsche Volt denkt darüber ganz anders. nöthigen Mittel hat der Reichstag sich ein bleibendes Verdienst um Die Schaffung des einheitlichen bürgerlichen die friedliche Sicherheit des Reichs erworben. Rechtes wird gerühmt. Aber wie sieht diese Einheit aus? Mit hoher Befriedigung erfüllt es mich, daß ich unter Ihrer Eine Fülle der wichtigsten Materien bleibt den reaktionären patriotischen Mitwirkung erreichen konnte, unsere Flotte auf eine feste und dauernde gefeßliche Grundlage zu stellen. Indem Landtagen überlassen. Und was soll die Einheit, wenn es eine der Unterdrückung des der Reichstag die Bedeutung des Flottengesetzes für unsere wirth- Einheit der Rückständigkeit und schaftliche Entwickelung und für die Stärkung unserer maritimen Volfes ist? Wie hat der Reichstag am Grundrecht jedes Wehrkraft anerkannte, hat er die Hand zu einem Werte geboten, freien Volkes gehandelt, am Vereins- und Verwelches die dankbare Würdigung kommender Geschlechter finden wird. fammlungsrecht? Wie ist das Recht der Frau und Die Finanzlage des Reichs hat in der verflossenen Legis- der Arbeitsvertrag behandelt worden! Wo ist da die Taturperiode, dem Aufschwunge der wirthschaftlichen Verhältnisse ent- Einheitlichkeit und gar die Freiheit? sprechend, eine besonders günstige Entwickelung genommen. Das Grühmt wird ebenso das neugeschaffene einheitliche Verhältniß der Einzelstaaten zum Reiche hat zwar die von den berbündeten Regierungen angestrebte organische Regelung bisher Militär- Gerichtsverfahren. Die Verhandlungen nicht gefunden, wohl aber ist es mit einer auf die Reichsstempel hierüber sind noch in frischem Gedächtniß. Man weiß, daß abgaben beschränkt gebliebenen Steuererhöhung gelungen, die auch hier die Einheit erkauft worden ist durch Preisgabe jeder Matrikularbeiträge für die letzten Jahre thatsächlich in den Grenzen Spur freiheitlichen Geistes, daß von einer wirklichen Oeffentder den Einzelstaaten zu gute kommenden Steuerüberweisungen zu lichkeit, Ständigkeit und Vertheidigungsmöglichkeit, den Grundhalten. Daneben find noch zur Tilgung der Reichsschuld belangreiche lagen modernen Rechts, in dieser neuen Militär- Strafprozeß Beträge aus Ueberschüssen bereitgestellt. Ordnung keine Rede ist. " Das gleiche Wahlrecht in Gefahr! Der Zentrums- Abgeordnete Müller Fulda erklärte in einer. Nede, die er im Wahlausschuß seiner Partei für den Regierungss bezirk Kassel hielt und über welche die" Fuldaer Zeitung" beWenn es den Anhängern dieser Politik, dieser Neuauflage des Kartells, gelingen sollte, für sich die Mehrheit in dem neiten Reichstage zu erlangen, so sei es um das gleiche, allgemeine Wahlrecht geschehen. Das Gesetz über die Abänderung des Wahlrechtes zum Reichstage liege schon seit dem vorigen und Sommer fertig ausgearbeitet da, unterliege gar keinem Zweifel, daß es dem Reichstage vorgelegt werde, sobald ein bewilligungsluftiger Kartell- Reichstag vorhanden sei. Ebenso werde von einem solchen Reichstage unser Vereinss und Versammlungsrecht abgeändert und eingeschränkt werden. Vorgeschoben würden als Ziel der Sammlungspolitik allerdings rein wirthschaftliche Interessen, der Schutz der nationalen Arbeit 2c.;! das aber seien nur Phrasen, um den Wählern Sand in die Augen zu streuen." es Wir wissen längst, was wir von einer Kartell- oder„ Sammlungs" Mehrheit im Reichstag zu erwarten haben würden. Wir zweifelten auch nicht, daß bei einer solchen Mehrheit sich eine Regierung. Auf dem Gebiete des Post und Telegraphenwesens ist durch Ihre Zustimmung zu den neuen Washingtoner WeltpoſtNatürlich wird auch der Bewilligungseifer der Reichstags- finden könnte, die zu den tollsten Experimenten mit dem Reichstagsverträgen eine Reihe wesentlicher Erleichterungen für den inter- majorität in Militär und Marinefragen besonders Wahlrecht bereit wäre. Neu und denn doch überraschend aber wäre es, wenn das, was nationalen und den inneren Verkehr gesichert, ferner durch die Be- gepriesen. Und wirklich, die Regierung hat allen Grund, mit willigung erheblicher Mehrmittel eine namhafte Verbesserung der den Mehrheitsparteien zufrieden zu sein. Sie haben gethan, der Abg. Miller sagte, richtig ist, wenn wirklich bereits die jetzige Telegraphen- und Fernsprechanlagen, mit besonderer Berücksichtigung was zu thun mur denkbar war. Sie gaben in Hülle und Regierung einen Gesezentwurf hat machen lassen, der das Wahlrecht der kleineren Orte und des flachen Landes, ermöglicht worden. Fülle, denn sie nahmen aus den Taschen des Volkes, vom verschlechtern soll. Die wirthschaftliche und soziale Gefeggebung Blute und Gute der Massen. Sie gaben noch die Grund- Bei der ganz außerordentlichen Bedeutung dieser Angelegenheit. verdankt Ihrer eifrigen Mitarbeit eine Reihe wichtiger Ergebnisse. rechte der Volksvertretung dazu, sie bahnten dem ist es nothwendig, daß die Regierung ungesäumt zu den Ausführungen tion des Handwerks der Boden geschaffen, auf dem dieser ehrenwerthe reaktionärste Regierung mehr verlangen? Insbesondere iſt, wie ich hoffe, durch das Geſetz über die Organisa- persönlichen Regiment den Weg- was kann selbst die des Abg. Müller das Wort ergreift. Eine gute Waffe Stand durch kräftigeren Zusammenschluß seiner Glieder und durch geordnete Vertretung seiner Gesammtinteressen neue Kraft gewinnen Die günstige Finanzlage wird gerühmt, aber der für den Wahlkampf giebt der Vorstand der sozialdemokratischen Partei wird, den wachsenden Schwierigkeiten des großgewerblichen Wett- heimgehende Reichstag hat die Reichsausgaben für unproduktive unseren Genossen in die Hand durch die Herausgabe eines Handbewerbs Stand zu halten. Zwecke folossal in die Höhe schnellen lassen und die Ausbuches für sozialdemokratische Wähler Auch Durch die Bewilligung erhöhter Beihilfen für die Postdampfer- si cht auf neue indirekte Steuern eröffnet. bei früheren Wahlen gab unsere Partei derartige Wahlbüchlein Verbindung mit Ostasien trugen Sie dazu bei, unsere Verkehrs- Die Verbesserung des Post- und Telegraphen heraus, aber entsprechend dem Wachsthum der Partei und den beziehungen mit Ländern, die für den Absatz unserer Erzeugnisse wesens wird betont, aber die bescheidenen Wünsche der vermehrten Ansprüchen ist das Handbuch diesmal weit umfangreicher eine steigende Bedeutung erlangt haben, enger zu knüpfen und damit bedürftigen Unterbeamten wurden nicht berücksichtigt. und inhaltreicher geworden. Und uns scheint, es hat erhebliche unsere Handelspolitische Stellung zu befestigen. Der friedliebende Charakter meiner auswärtigen Politit, welcher jede Beeinträchtigung fremder Rechte fern liegt, die aber für den Schutz bedrohter deutscher Interessen stets mit Nach brud eintreten wird, findet seinen Ausdrud in dem guten Verhält nisse, das zu meiner Genugthuung zwischen dem Deutschen Reiche und allen Mächten besteht. Vorzüge vor den ABC- Büchern, wie sie andere Parteien herausDer Zug nach Kiautschou wird in großen Worten gegeben haben. Während diese den Stoff in alphabeti berherrlicht. Aber bisher hat der deutsche Steuerzahler von icher Anordnung darstelleu, hat das sozialdemokratische Handeinen organischen Aufbau diesem neuesten Segen noch nichts gespürt als eine Steuer- buch angestrebt. Die Fülle zahlung von fünf Millionen, die auch nur den Vor der Fragen der Reichspolitit ist nach sachlichen Zusammengeschmad weiterer Zahlungen geben. hängen behandelt worden, so daß das Handbuch in bes wirthschaftlichen Grundlagen; bei der Darstellung der Sozialdemo quemster Weise in die Politik der sozialdemokratischen Partei einführt. Zunächst sind geschildert die verschiedenen Parteien und ihre unsere Partei besprochen und zurückgewiesen. Dann werden die gesetzgeberischen Versuche und Pläne der Reaktion gegen die Grundrechte des Volkes dargestellt: Gefährdung des Wahlrechtes, Umſturzborlage, Vereinsrecht, Koalitionsrecht. Weiter folgen ausführliche die ArbeiterversicherungsGegenüber dem zwischen Spanien und den Vereinigten Politit und das gute Verhältniß zu allen Mächten wird Der friedliche Charakter der auswärtigen Staaten von ich es als die Aufgabe meiner Regierung, einerseits nach beiden betont. Dabei geht das Wettrüsten der Nationen in tratie werden zugleich eine Reihe der üblichen Vorwürfe gegen Seiten hin den Pflichten unserer neutralen Stellung voll zu entsprechen, rasendem Tempo fort und das friedliche Deutschland ist alleandererseits darauf hinzuwirken, daß die deutsche Schifffahrt und weil voran. der deutsche Handel vor Behelligung und Schädigung nach Möglich- Mager, höchst mager ist die Thronrede ausgefallen in der feit bewahrt werden. Bilanz über die wirthschaftliche und soziale Petitionsrecht, über Militarismus, des! Die Aftion, zu welcher ich mich genöthigt sah, einen Theil meiner Gesetzgebung. Kein Wunder freilich, denn je mehr der Darstellungen über den Arbeiterschutz, über die Lage der Unterbeamten und deren Kriegsflotte nach Si aut schou zu entfenden, un für das vergossene nun geschlossene Reichstag in militärischen und kolonialen Geseze, Marinismus und KolonialBlut deutscher Missionare gerechte Sühne zu heifchen, hat mich in Fragen geleistet hat, unt so färglicher und fläglicher war politif. Ein längerer Abschnitt ist dem den Stand gesetzt, den lang gehegten und wohlberechtigten Wunsch seine Bethätigung auf dem Gebiete der sozialen Reform Reiches gewidmet; es folgt die Handelspolitik, die MittelstandsAbschnitt ist dem Steuerwesen nach einem fommerziell entwidlungsfähigen und. militärisch gesicherten politik und eine Darstellung der großkapitalistischen Entwickelung. Stigpunkt in Ostajien im Wege freundschaftlicher Verständigung mit bestrebungen. China und ohne Tribung unserer Beziehungen zu anderen Staaten als von der verunglückten und aussichtslosen Handwerker buch 2c. Ein Anhang giebt reichliche Belehrung über Wahlproteſte, Da kann die Throurede von nichts weiterem berichten, Den Beschluß machen die Justizgefeßgebung, das Bürgerliche Gesetzzur Erfüllung zu bringen. Im Anschluß an den griechisch- türkischen Friedensvertrag ist es gesetzgebung. Bedeutsamer ist der Ausblick auf das, was in Wählerlisten, Wahlbeeinflussung u. f. w. den Bemühungen meiner Regierung gelungen, in Griechenland eine der Zukunft geschehen soll. Infern Parteigenossen wird das Handbuch sehr willkommen sein. Der Landwirthschaft" Regelung des Finanzwesens herbeizuführen, welche die Rechte der wird ein Zuckerplätzchen verabreicht; der Druck, der die Er- Es giebt ihnen alles Material an die Hand, was im Wahlkampfe nöthig ist. deutschen wie aller sonstigen Gläubiger in dem unter den gegebenen folge ihrer Arbeit jegt beeinträchtige, soll mehr und mehr geDie Sammler und die Bündler. Verhältnissen erreichbaren Maße sichergestellt hat. mildert werden. Ob die um Plöß mit diesen allgemeinen In Gemeinschaft mit meinen hohen Verbündeten wird es auch Andeutungen zufrieden sein werden? Die Deutsche Tageszeitung" bedauert, daß Herr v. Blöt bei ferner mein ernstliches Bestreben sein, die wirthschaftliche Entwicklung Von der Arbeiterschuspolitik kein Wort in der tonnte. Sie bedauert dies besonders, weil so Herr v. Plötz auf der Kornzoll- Debatte im Reichstag nicht mehr zum Wort kommen, Landwirthschaft die Erfolge ihrer Arbeit beeinträchtigt sieht, ganzen Thronrede. Das ist das charakteristischste an ihr. die Bemerkungen nicht antworten konnte, welche über das Vermehr und mehr zu mildern, dem Gewerbefleiße, dem Handel und Welch' Gegensatz zwischen den Erlassen desselben Staatsober- hältniß des Bundes“ zum wirthschaftlichen Aufrufe der Sammlungsdes Reichs zu fördern, insbesondere den Drud, unter welchem die " = Die Miqueliche Sanumelei wird durch diese bündlerische Heißspornstreiche nicht gerade gefördert werden. Kriegervereins- Rummet. rodsradiod amates wit nur volitiker gemacht worden sind. Deshalb veröffentlicht die„ Deutsche die Wählermassen besser beurtheilen können und dann auf dem I will Miquel etwa im Kreise der Genossen kommunistische JugendTageszeitung" eine Erklärung, die dem Sinne nach Herr v. Blöß im letzten Loche pfeifent. erinnerungen feiern? Es war aber ein Frrthum: Die Einladung Reichstage abzugeben gedachte. Diese Erklärung ist nicht Im österreichischen Abgeordnetenhause sollte an den nationalliberalen Flottenschivärmer, Professor Hasse uninteressant. In ihrem ersten Theil des Bundes der Landwirthe zum wirthschaftlichen Aufruf" lebhaft fraten über die Aufhebung der Getreidezölle einen Dringlichwird die Sympathie hat der Abg. Dr. Verkauf namens der Sozialdemo- in Leipzig, gehen. Dresden, 5. Mat.( Eig. Ver.) Landtag. Die zweite bedauert. Dann aber heißt es: Kammer lehnte heute, entsprechend den Anträgen ihrer GesetzSchöne Worte und Versprechungen, sie mögen kommen von feitsantrag eingebracht, derselbe lautet: welcher Seite sie wollen, wird der Bund nicht als eine Erfüllung Schon in der 13. Session wurde von uns ein Antrag eingebracht, gebungs- Deputation, die Regierungsvorlage über die Errichtung seiner Forderungen ansehen, so lange man denselben keine Thaten die Zölle auf Brotfrüchte sofort zu fuspendiren. Durch die bekannten von Verwaltungsgerichtshöfen ab, obwohl diese Verfolgen läßt. Angesichts der Erfahrungen, welche der Bund mit Vorgänge im November vorigen Jahres ist die Verhandlung dieses waltungsgerichte nach den schon vor Einbringung der Vorlage einer Reihe von Kandidaten bei den letzten Wahlen gemacht hat, Antrages unmöglich geworden. Unterbeffen aber haben sich die Ber- gegebenen Direktiven der Konservativen sich nicht mit Politik bemuß er seine Mitglieder darauf aufmerksam machen, daß sie sich hältnisse auf den Märkten so furchtbar verschärft, daß ein weiteres fassen, sondern auslchließlich auf eigenthumsrechtliche Streitsachen nicht damit begnügen tönnen, daß diejenigen Kandidaten, Butvarten weder vom Abgeordnetenhause, noch von der Regierung beschränken sollten. Die erste Kammer hatte sich von vornherein abDie lehnend verhalten, von der Vorlage Bertheuerung des Verfahrens welche ihre Unterstützung bei den Wahlen suchen, ihre 8 u verantwortet werden kann. Wir stellen daher den Antrag: stimmung zu dem Sammlungsaufruf erflären, sondern, Regierung wird aufgefordert, sofort wegen Suspendirung der Bölle für den Staat und die Rechtssuchenden, Lähmung der Verwaltung daß sie von ihnen klare, unzweideutige Erklärungen darüber auf Getreide mit der ungarischen Regierung in Verhandlung zu bei Rechtsprechung durch von derselben losgelöste Beamte, Hineinwerden verlangen müssen, was sie unter„ nationaler treten und mit allem Nachdrucke auf dieser Suspendirung der Zölle gerathen in eine starre Spruchpraris und ähnliche Gefahren befürchtet und die Vorlage eines neuen veränderten GesezWirthschaftspolitit" verstehen und welche Maß zu beharren." regeln zu ihrer Durchführung sie zu unterstüßen gewillt find." In der heutigen Sigung des Abgeordnetenhauses ver- entwurfes an den nächsten Landtag verlangt, sodaß sich die zweite agrarischen Schein. Es genügt Gemeinschaft mit Das ist deutlich genug. Die Bindler bestehen auf ihrem langte Gen. Verkauf, daß sein Dringlichkeitstammer bei dieser Sachlage darauf beschränkte, ebenfalls die Vorlage abzulehnen und mir dem oben en gewigt ihnen nicht, daß die Standidaten auf anbrag, betreffend die Aufhebung der Getreidezölle, fofort einen bere zur Borbereitung einer neuen Vorlage in dem Boden der„ Sammelpolitit" stehen; dieselben müssen sich zum verhandelt werde. Schönerer erklärt sich dagegen; der zu wählen. Abg. Goldstein( Soz.) geißelte ganz besonders den unverfälschten Agrarierprogramm bekennen. Präsident erklärt, den Antrag Verkauf mit Rücksicht auf die Umstand, daß den Verwaltungs- Gerichtshöfen bezw. dem Ober- VerEinwendung Schönerer's nach der Geschäftsordnung nicht zur waltungsgericht nicht auch die streitigen politischen Rechtsfragen untersofortigen Verhandlung zulassen zu können. stellt werden sollen, auch hier seien Rechtsgarantien nothwendig. Handelsminister Dr. Baernreither beant. In der Verfassung sei zwar das Beschwerde bez. Klagerecht gegen Nach dem„ Niederscht. Kour." plant man an mehreren Orten wortet hierauf die Interpellationen betreffend die Handlungen der Behörden gegeben, aber der Beschwerdeweg sei Schlesiens am 15. Juni, dem Tag vor der Wahl, das zehnjährige die Getreidez öle und erfärt, der Ausfall der letztjährigen o mühselig, daß ihn der Benachtheiligte gewöhnlich garnicht erst einRegierungsjubiläum des Kaisers zu feiern, obwohl zehnjährige Ernte habe eine für den Konsum fühlbare Veränderung hervor machungen von Behörden, wo es sehr zweifelhaft jei, ob sie sich mit schlage. Es gebe in Sachsen zahlreiche Verfügungen und BekanntJubiläen in Preußen nicht üblich find. Man hofft durch die Feier gerufen durch die wesentliche Preissteigerung des Getreides, welche dem Gesetz deckten. Hierher gehöre vor allen Dingen das Verbot, eines zehnjährigen Jubiläums die Kriegervereine mobil machen zu in den letzten Wochen nicht unbedeutend zugenommen habe. Die am 1. Mai, seg. Massenspaziergänge zu unternehmen; ferner auch können, um auf dieselben unmittelbar vor der Wahl zu gunsten der Konservativen eimvirten zu können. Regierung, die sich ihrer Verantwortung in dieser das all beim Vereins- und Versammlungsrecht seien die Endentscheide des recht unhaltbar. Die schlesischen Wähler werden sich durch diesen Mißbrauch der gemeine Volkswohl berührenden Frage vollkommen be Ministeriums oft Die Beschreitung des koste aber Geld. Im Falle kaiserlichen Person nicht beeinflussen lassen. Bewußt sei, habe diese Thatsache einer genauen Beobachtung Rechtsweges fei zwar möglich, ES unterzogen, sowohl bezüglich des internationalen Verkehrs Rosenow fei das Gesetz ganz irrthümlich angewendet. Wieber das schlesische Zentrum und die Sammelpolitik. einer Instanz, die der Sozialals auch bezüglich der Fluktuationen auf den öster- fehle eben in Sachsen an demokratie auch Der Vorstand und die Vertrauensmänner der Zentrumspartei reichischen Märkten. Die Aufhebung der Getreidezölle seitens fie alle Beschwerden an den Landtag bringen wollte, müßte eine Wenn einigermaßen gerecht werde. des Wahlkreises Striegau- Schweidniz haben beschlossen, bei der bevorstehenden Reichstagswahl von der Aufstellung eines eigenen Italiens und Frankreichs, ferner die gestern gegen die eigene Deputation dafür eingesetzt werden, so viele feien es. Für Kandidaten abzusehen und von vornherein für den Kandidaten der Aufhebung der Getreidezölle abgegebene Erklärung der falsche Gesetzesauslegungen seitens der Behörden gebe es jetzt keine fonfervativen Partei, Freiherrn von Richthofen- Kohlhöhe, zu Deutschen Reichsregierung hätten die vollste Aufmerksamkeit Korrektur. Die Gerichte prüften die Rechtmäßigkeit der behördstimmen. Letterer hat den agrarischen Sammielaufruf unterschrieben. der Regierung in Anspruch genommen, weil diese Maßregeln lichen Verordnungen und Verfügungen nicht nach, sondern unterbedeutsame Symptome der allgemeinen Lage des Getreide suchten nur, ob sie ordnungsgemäß bekannt gemacht seien. Die Reichstags- Kandidaturen. marktes darstellten, in deren Auffassung die genannten Staaten Verantwortlichkeit der Minister den Ständen gegenüber sei sehr Aufgestellt wurden in& ubiau- Wehlau von den Freifinnigen allerdings nicht übereinzustimmen schienen. Die Regierung Antlagezustand zu versetzen. Der Staatsgerichtshof versage hier. gering, und doch bestände oft genug Anlaß, Minister in Gutsbefizer Fleiß; in Strasburg- Graudenz von den Polen halte sich gegenwärtig, daß sie in dieser Frage mit wohl Die Staatsbürger feien wehrlos gegen solche Verfügungen. In Nedakteur Kulewsti; in Elbing- Marienburg von der freifinnigen Volkspartei Justizrath Mundel; in Halle von den pflichtet sei, sowohl die Intereffen der Konsumenten Minister parteiisch seien. Messch selber habe das zweierlei Mak" finnigen Volkspartei Justizrath Mundel; in Halle von den abzuwägenden Interessen zu thun habe, und daß sie verweitesten Kreisen des Landes bestehe die Ueberzeugung, daß die Nationalliberalen Geheimrath Dugend vom Reichs- Versicherungsamt; i als auch die Interessen der landwirthschaftlichen Pro proklamirt. Der§ 26 der Verfassung, der jedem Staatsbürger Lennep= Mettmann bont Zentrum Stözzel; Solingen von den Liberalen Louis Sabin; in Reuß ä. 2. duzenten forgfältig zu erwägen.( Lebhafter Beifall.) gleiches Recht gewährleiste, gelte für die Sozialdemokratie nicht von den bürgerlichen Parteien Landgerichts- Präsident Hofmann; in Die Regierung wolle nach reiflicher Prüfung eine in vollem Umfange. Die Stände gewährten hiergegen keinen Schwarzburg Rudolstadt von den Nationalliberalen G. eventuell eintretende Wirkung der Suspendirung der Getreide Schutz; sie seien keine Instanz, die über den Miniſtern ſtehe. Müller; in Schwarzburg- Sondershausen von der frei- zölle nicht überschätzen, da gegenüber dem Wegfalle des be. Das Organ der Regierung, die Leipziger Zeitung", habe den fimigen Bereinigung Brömel gegen den Kandidaten der freisinnigen stehenden Zollsages sich andere preissteigernde Einflüsse auf zwischen Recht und politischer Maßregel. Nach diesem Unterschied Grundsatz gelehrt, daß man einen Unterschied zu machen habe Boltspartei Rechtsanwalt Jänide; in Leipzig Stadt von den bent Weltmarkte geltend machen könnten.( Zustimmung.) In handle das Ministerium. Wer die Kinderfesterlasse und SpaziergangsNational- Sozialen May Lorenz; in Lohr vom Zentrum Gastwirth Werthmann; in Eichstädt vom christlichen Bauernverein Speck aus diesen Erwägungen sei die Regierung zu dem Ent- verbote verfügte, könne sich nicht mehr auf den Rechtsstaat beziehen, München; im 11. württembergischen Wahlkreis von den schluß gekommen, wegen einer Erörterung denn das seien politische Maßregeln, aber kein Recht. Wenn die. Demokraten Prof. Hoffmann; in Offenburg- Kehl von den dieser Frage mit der ungarischen Regierung Regierung die Sozialdemokratie nicht paritätisch mit den anderen, Nationalliberalen Oberst a. D. Rheinau. in Verhandlung zu treten; diese Verhand Parteien behandle, dann gehe eben Gewalt vor Recht.( Ordnungs." fungen feien bereits im 3uge.( Beifall.) Auf Anruf.) Seine Partei könne fich mit der bloßen Regelung der bürger intrag Stolischer wird sogann in eine Besprechung der Interlichen Verhältnisse nicht zufrieden geben, sie verlange auch Rechtsschuß für die politischen Freiheiten. Obwohl die Minifterbant sehr pellation eingetreten. But besetzt war, versuchte es doch keiner, die Regierung diesen AnBerlin, den 6. Mai. Die ungarische Regierung läßt offiziös erklären, lagen gegenüber zu rechtfertigen; es wäre wohl ein zu schwieriges Der Reichstag ist heute geschlossen worden, aber blos daß sie nicht gewillt fet, einen Vorschlag auf Auf Kunststid gewesen. Auch die Vertreter der Ordnungsparteien hielten. wohlweislich den Mund, und so war die Debatte zu Ende. die fünfte Session der neimten Legislaturperiode, nicht hebung der Getreidezölle zu akzeptiren. Ein derartiges Verhalten der ungarischen Regierung wird Eine Petition der baugewerblichen Arbeiter um vermehrten diese selbst. Somit ist die Möglichkeit, den Reichstag bis zum 15. Juni d. J. nochmals einzuberufen, verfassungsmäßig die ohnehin schon gereizte Stimmung der Oesterreicher gegen Arbeiterschus im Baugewerbe wurde seitens der Petitionsdeputation, soweit sie sich auf Unfallverhütungs- Vorschriften. gegeben, andererseits ist die Regierung dadurch von dem Ungarn gewaltig verstärken. Zwange befreit, den neuen Reichstag innerhalb neunzig Italien hat sich durch die Aufhebung der Getreide. bezog, wegen Unzuständigkeit des Landtags für unzulässig erflärt, von soweit sie sich auf den Schutz Gesund Tagen, von heute ab gerechnet, wieder einzuberufen. 3ölle noch nicht beruhigt. Aus Pavia wird telegraphirt: " Troy der Aufhebung der kommunalen Wiehlsteuer und obgleichheit und Sittlichkeit der Bauarbeiter bezog, wurbe lleberweisung an die an die Regierung zur Kenntnißnahme empfohlen. Die Hungersnothpreise erregen fortdauernd die öffent- die von der Stadtbehörde angeordneten Arbeiten bereits begonnen dagegen soweit sie eine Einwirkung der Regierung bei liche Meinung ganz Europa's. hatten, sammelten sich gestern Nachmittag einige hundert Frauen und dem Bundesrath wegen Erlaß von Arbeiterschuh- Vorschriften und die Kinder auf dem Play vor dem Rathhaufe an, zertrümmerten die Fenster- Fernhaltung von Frauen und jugendlichen Arbeitern bez. Errichtung: scheiben und beschädigten die Anpflanzungen. Ein Karabinier wurde eines besonderen Baugewerbe- Inspektorats bezweckte, auf sich bes durch einen Steinwurf verlegt. Die Unruhen wiederholten sich am Abend ruhen gelassen. Abg. Fräßdorf( Soz.) hält das in dieser Sache die Manifestanten versperrten die Straßen mit Kupferdrähten und Geschehene für noch nicht genügend; besonders sucht er die Kmamer verhinderten so ein Vorgehen der Kavallerie. Mehrere Soldaten hinsichtlich des letzten Theils der Petition zu einem günstigeren Votum wurden von Steinwürfen getroffen. Die Ansammlung wurde schließ- umzustimmen, allerdings vergeblich. lich mit Gewalt auseinandergetrieben; hierbei wurden fieben Sol daten und drei Zivilisten verwvundet; unter diesen erhielt der Student Striktes Verbot der Kunstwein Produktion durch: Musst, ein Sohn des Vizepräsidenten der Kammer, eine schwere die Reichsregierung fordert die pfälzische Gewerbe- und Handelss fammer. Stirnwunde." Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Am 2. Mai wurde in Nordhausen der Agent Wagner wegen Majestätsbeleidigung zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt. in = Politische Nebersicht. in Die deutsche Reichsregierung, die keine Parteiregierung und feine Schutzöllnerregierung sein will, weigert sich, die Kornzölle zeitweilig aufzuheben oder herabzusetzen, und begründet ihre Weigerung damit, daß die Theuerung blos eine vorübergehende sei, und daß eine Suspension der Getreidezölle nichts nüßen würde. Anderer Auffassung war die französische Partei- und Schutzöllnerregierung. Der Bericht des Ackerbauministers, der zugleich Ministerpräsident istmeline- liegt uns nebst dem Bericht der Verhandlung des Ministerraths über den Antrag auf Suspension der Kornzölle in dem halbamtlichen Temps" vor. Aus diesen beiden Berichten ersehen wir, daß 1. die schutz zöllnerische französische Gesellschaft der Landwirthe, 2. der dreimal in der Wolle gefärbte Schutzöllner und französische Ackerbauminister, 3. endlich der französische Ministerrath unter Vorsitz des dreimal in der Wolle gefärbten Meline der Minister rath einstimmig- es ausdrücklich mit genauer Begründung für irrig erklärt hat, daß die Theuerung blos eine augenblickliche und die Suspension ohne Einfluß auf dieselbe set, und zu dem Beschlusse gelangt, daß die Suspension der Getreidezölle zur Verbilligung des Getreides führen werde und darum im Interesse des Volkes noth wendig sei. birt Und aus Florenz wird telegraphirt: In Sesto Fiorentino fand gestern Abend aus Anlaß der Brottheuerung eine Rundgebung statt. Die Manifestanten empfingen die Truppen, welche den von der Menge besetzten Plas räumen wollten, mit Steinwürfen. Als die Menge nicht aufhörte, einen wahren Steinhagel gegen die Soldaten zu schleudern und den Versuch machte, die öffentliche Macht zu umizingeln, machte diese von der Waffe Gebrauch. Ein Ruhestörer wurde getödtet, vier verwundet. Später trafen Verstärkungen ein. Die Frautf. 8tg." läßt sich aus Rom telegraphiren: In Turin streifen die Bädergefellen. Eine Stonmmission der Demonstranten begab sich zum Bürgermeister und forderte die Die Behörden treffen große Vorbereitungen, um einer Störung der am nächsten Herabsetzung des Brotpreises auf 30 Centimes. Sonntag in Turin stattfindenden Festigung des italienischen BarDie Magistrate von Alessandria, Pavia, laments vorzubeugen. Cremona, Ferrara, Parma 2c. bewilligten Kredite, um die Brotpreise herabsehen zu können. * Deutsches Reich. Desterreich. 0 Wien, 6. Mai. In der katholischen Boltspartei besteht ein arges 3erwürfniß zwischen der Tiroler Gruppe unter Dipauli und den Steirern nud Ober- Oesterreichern unter Karlon und Ebenhoch, welche die Tattit Dipauli's mißbilligen. Es wird in parlamentarischen Streifen für möglich gehalten, daß es alsbald zu einem Bruche zwischen den beiden Gruppen kommit. Die jungezechischen „ Narodni Listy" erklären, in maßgebenden Kreisen sei eine Wendung der Strömung zu gewärtigen. Ungarn. Budapest, 6. Mai. Die Regierung richtete an sämmtliche Handelskaninern die vertrauliche Aufforderung, bis Mitte Juni ihr Gutachten über ein selbständiges ungarisches Zollgebiet abzugeben. Fiume, 4. Mai. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde Mayländer wiedergewählt. Der Gouverneur erklärte die Stadtvertretung für aufgelöst, da sie sich als renitent erwiesen habe. Um dem Kandidatenwirrwarr in Frankreich zu steuern, Die schutzöllnerische Regierung der französischen Republik hat also die Argumente, auf welche die deutsche Reichsregierung ihre Weigerung stützt, sämmtlich, und zwar sehr Aus Spanien werden auch Unruhen gemeldet, bei sorgfältig erwogen, und sie falsch befunden. Wir wissen denen die Hungersnothpreise mit verursachend wirken, die nicht, ob die deutsche Reichsregierung den betreffenden Bericht aber immer ausgeprägteren republikanischen Charakter tragen. Das ist eine ganz einfache Methode der liberalen Ungarn. Sind schon tannte, ehe sie ihren Beschluß faßte wahrscheinlich 0 die Selbstverwaltungskörper der Regierung zu willen, können sie beist's aber; war doch die den Bericht enthaltende Nummer des stehen, ist dies nicht der Fall, so werden sie einfach aufgelöst. " Temps" schon gestern Morgen in Berlin. So viel Bauersleute vom Tegernsee spielen in einem Berliner Theater dobi od Frankreich. steht auf jeden Fall fest, daß die schutzöllnerische Regierung oberbayerische Wolfsstide. Der Kaiser hat diese Truppe letthin Frankreichs, die an geiftiger Kapazität fich mit der in das Palais des Staatsministers v. Bülow bestellt und hat viel haben die sozialistischen Kandidaten für Paris und Umgegend sich über angeblich nicht schutzöllnerischen deutschen gewiß messen kann, wohlgefallen gefunden an ihren Vorträgen und Tänzen. zu entgegengesetzten Ansichten über die Natur der Theuerung Der Kaiser hat sich aber auch in besonderer Weise revanchirt. ein gemeinsames Vorgehen dahin geeinigt, daß in keinem ibrer und den Einfluß der Kornzölle gelangt ist als die deutsche. Er hat die guten Leute zur feierlichen Beschließung des Reichstages Wahlkreise mehr als ein sozialistischer Kandidat aufgestellt wird. Und Thatsache ist ferner, daß sie im Interesse des Volkes" in den weißen Saal geladen und da haben dieselben denn die zu wünschen ist mun, daß die Wähler sich an diese Vereinbarung die Suspension der Kornzölle für nothwendig gehalten hat, Borlesung der Thronrede mit anhören dürfen. Neugierig, blickten die fahren wird. An sich sind nach allen, auch gegnerischen Berichten, auch halten und daß in ganz Frankreich ähnlich verKinder der oberbayerischen Berge aus ihrer Loge auf das eigen- die Wahlchancen der Sozialisten außerordentlich günstig. während die deutsche die Kornzölle ruhig fortbestehen läßt. Es ist wahr, die deutsche Regierung sagt: Die Kornzölle artige Schauspiel. Sie werden gewiß nach ihrer Heimfahrt in die bayerischen Berge England. beeinflussen nicht den Preis. Das besteht doch nicht vor ernst- erzählen, was man ihnen in Berlin alles für schöne Dinge geLondon, 5. Mai. Unterhaus. Der erste Lord des Schayes hafter Kritik. Aber wenn die Kornzölle das Korn und das zeigt hat. Balfour erklärt, die englische Regierung habe die Einladung der Brot nicht vertheuern, weshalb hat man dann KornHerr Möller hat Herrn v. Blöt ermächtigt, mitzutheilen, belgischen Regierung zu einer Konferenz über den zölle? Ist denn nicht ihr einziger Zweck die Brot- daß dieser ihm niemals über Herrn Diederich Hahn die mitgetheilte Spirituosenhandel in Westafrika angenommen. Neber bertheuerung? Liegt darin nicht ihr einziger Sinn noch eine ähnliche Aenßerung gemacht habe. die Zusammensetzung der Konferenz und den Zeitpunkt ihres Zuihre Existenzberechtigung? Prinz Alexander zu Hohenlohe ist zum Bezirkspräsidenten fammentritts sei noch nichts entschieden. Genug. Das deutsche Volt wird seine Vergleiche anstellen, von Ober- Elsaß mit dem Regierungssig in Kolmar ernannt worden.d Italien. seine Schlüsse ziehen und am 16. Juni sein Votum ab- Derfelbe ist der jüngste Sohn des Reichskanzlers und Reichstags= Nom, 5. Mat. Die Einnahmen ar Steuern in der Zeit vom geben. Abgeordneter für Hagenau- Weißenburg. 1. Juli 1897 bis zum 30. April 1898 übersteigen um etwa 10 Millionen Die Kreuz Zeitung" ist sehr entrüstet, daß wir mit Wer den Papst zum Better, hat's leicht Kardinal ant werden. diejenigen in dem gleichen Zeitraum der vorhergehenden Finanzgroßer Entschiedenheit die Aufhebung der Getreidezölle Postfuriofum. Genosse Haase erhielt kürzlich nach Königsberg periode. forderten und fordern. Nach wenigen Wochen wird die„ Kreuz- eine feierliche Einladung zu einem parlamentarischen Diner bei Beitung" die Wirkung des Emporschnellens der Brotpreise auf Miquel zugestellt. Er war einen Augenblick verwundert und dachte: 9 Diese Einnahmen- Ueberschüsse sind durch immens hohe indirekte Steuern und rücksichtslose Anwendung der Steuerschraube erzielt. Türkei. Parlamentarisches. " Jund fahen den vorübergehenden Arbeitern zu. So blieb der Bug Haufen ragen Eisentheile, Balten, Möbelstücke hervor; in den Wohnungen des nicht in Mitleidenschaft gezogenen Theiles des Hauses wurden Konstantinopel, 6. Mai. Die erste Rate der Kriegsentschädigung ungestört. Es war eine herrliche Demonstration! wird nach Begin der Räumung Thessaliens, am 15. Mai, die zweite Das Ende des 1. Mai", so leitartikelt der" Temps", Defen und Decken eingerissen und beschädigt, verschlossen und veram 25. Mai, die dritte am 16. Juni, die vierte am 10. Juli bezahlt das Hauptorgan der französischen Bourgeoisie, und verschiedene riegelt gewesene Thüren aus den Angeln gehoben und zertrümmert, werden. Heute dürfte der Pforte eine bezügliche Note der Botschafter deutsche Bourgeoisblätter wiederholen die Heilsbotschaft. Sie ist ja Eisenträger des Ballons sowie das eiserne Geländer im Hause überreicht werden. aber eine Lügenbotschaft. Die Feier des 1. Mai wurde in Frant- über 20 Meter weit durch den Luftdruck fortgeschleudert. Das Dach reich zwar von dem Getöse des Wahlkampfes übertönt, aber, von werk des Hauses Jagowstr. 30/31 hängt etwa 6 Meter weit über den besonderen Maifeiern ganz abgesehen, es ist in den einer gähnenden Tiefe. hunderten von sozialistischen Wählerversammlungen des 1. Mai Die Ursache der Explosion konnte bisher nicht ermittelt werden. würdig und begeisterungsvoll gedacht worden, so daß jede dieser Mehrere Personen wollen furz nach der Explosion einen pulver- oder. Versammlungen eine Maifeier war. Und fürwahr, diese Maifeier schwefelähnlichen Geruch wahrgenommen haben. Dieser war so intensiv, ist die denkbar schönste. Auch in Deutschland wurde der Charakter daß er in die Wohnungen des Hauses Jagowstr. 29 hineindrang und den der Maifeier durch den Wahlkampf bestimmt, jedoch sicher nicht zu Aufenthalt in der Räumlichkeit eine turze Zeit lang unmöglich machte. ihrent Nachtheil. Alles in allent war die Maifeier des Jahres 1898 Die Feuerwehr ist an dem gesperrten Hause noch ununterbrochen mit von den bisherigen Maifeiern weitaus die imposanteste. Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Die mit Glassplittern übersäte Jagowstraße ist völlig gesperrt, da die Passage infolge noch immer herunterstürzender Glassplitter und Mauerwerks nicht ungefährlich ist. Todtenlifte der Partei. In Schwedt a. D. ist der Maurer Julius Plath einem unheilbaren Leiden erlegen. Er fehlte nie, wenn es galt, im Dienste der Partei thätig zu sein. In Hamburg verschied der Scheuermann Louis Kahl, einer der Tapferen, die in der schweren Zeit des Sozialistengefeges teine Gefahr gescheut haben, um die Interessen des Proletariats zu fördern. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Im ganzen dürften wohl an 50 Personen Verlegungen erlitten haben. Nur wenige der Verletzten, deren Verwundungen übrigens burchweg nur ungefährlich find, haben sich gemeldet. Die meisten ließen sich ohne weiteres von Aerzten oder Heilgehilfen Verbände anlegen. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Gesegentwurf, betr. die Handelsbeziehungen zum britischen Reiche und den Gefeßentwurf, enthaltend Abandes rungen des Gesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden vom 18. Februar 1875 und des Gesetzes vom 21. Juni 1887, zur Allerhöchsten Vollziehung vorzulegen. Der Gesez entwurf, betr. die elektrischen Maßeinheiten wurden in der Fassung der Reichstags- Beschlüsse angenommen. Dem Reichskanzler wurden überwiesen die Reichstags- Beschlüsse zu Petitionen, betr. die Einführung des Konzessionszwanges für Gesindemakler; betr. die Abänderung des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes; betr. die Ver ordnung über den Betrieb von Bädereien und Konditoreien; betr. die Revision der medizinischen Prüfungen; betr. die Einrichtung von Einigungsämtern und Schiedsgerichten; Die Polizei giebt von dem Unglück folgende Darstellung: Gestern betr. die Einrichtung kaufmännischer Schiedsgerichte; betr. den obliNacht gegen 113/4 Uhr stürzte das vier Stockwerke hohe Haus Jagowgatorischen Ladenschluß um 8 Uhr abends; betr. die Abänderung des Wegen der Ausstellung von Transparenten im Schau- straße 30 in einer Breite von etwa sechs Metern durch eine GasKrankenversicherungs- Gesetzes; endlich betreffend den Vogelschutz. fenster, die Inschriften, wie" Proletarier aller Länder, vereinigt explosion ein. Der betreffende Theil des erst am 1. April d. J. in. Von dem Bericht über die Thätigkeit der Reichs- Limes- Kommission Euch!" 2c. enthalten, war der Parteigenosse ar baum in Gebrauch genommenen Hauses wurde nur von zwei Familien mit wurde Kenntniß genommen. Den zuständigen Ausschüssen wurden Magdeburg als Inhaber der Buchhandlung der Volksstimme" wohnt. Die Bewohner sind bis auf den 18 Jahre alten Elektroüberwiesen der Entwurf von Vorschriften über die in Fund- angeklagt, sich gegen das alte preußische Preßgesetz vom Jahre 1851 technifer Armin Hahn und die acht Jahre alte Tochter des. fachen 2e. auf grund des Bürgerlichen Gesetzbuches von Reichs vergangen zu haben, wonach zum Anschlagen oder Ausstellen von Polizeiwachtmeisters Klein unverletzt geblieben. den Beinen und behörden und Reichsanstalten zu erlassenden Bekanntmachungen; die Plakaten polizeiliche Erlaubniß erforderlich wäre. Das Schöffen- mit Verletzungen an dem Kopfe todt i Uebereintunft mit den Niederlanden wegen Ausdehnung des über die gericht erkannte aber auf kostenlose Freisprechung. Es aufgefunden. Die Tochter des Polizeiwachtmeisters, welcher gegenseitige Zulassung von Medizinalpersonen zur Prayis in den schloß sich der Ansicht des Vertheidigers Landsberg an, der aus- in einer unversehrt gebliebenen Wohnung wohnt, ist nur Grenzgebieten abgeschlossenen Abkommens vom 11. Dezember 1873 geführt hatte, daß Harbaum die Transparente lediglich aus gewerb durch Splitter einer Fensterscheibe an der Stirn leicht verlegt. auf die Thierärzte; die Vereinbarung mit Peru über die Stellung lichem Interesse, nämlich um sie zu verkaufen, ausstellte, nicht aber, wodurch das Unglück hervorgerufen ist, konnte noch nicht festgestellt: der beiderseitigen Konsuln vom 28. Juni v. Js. Schließlich wurde um dem Publikum politische Neuigkeiten mitzutheilen, die die In- werden. über eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt. schelften der Transparente ja gar nicht enthalten. " Hahn wurde Ueber die Rettungsarbeiten vom Freitag wird berichtet: Die Feuerwehr versuchte am Vormittag den D a ch st u h I herunterzuholen. Bei den Bemühungen der Mannschaften löste sich der Nezbock und Schildlaus Juterpellation. Im Abgeordnetenhause hat wbg, st weber( watt) mit unterfiflung zahlreicher Abgeordneten Der Hauseinsturz in der Jagowstraße. stürzte in die Tiefe, während das Dach schweben blieb. Im Avg. Knebel( natl.) Unterſtützung aus vielen Parteien folgende Interpellation eingebracht: Partei- Nachrichten. J. Auer, Katzbachstr. 9, Berlin SW., gerichtet werden. Um weitläufigkeiten zu vermeiden, wird nochmals darauf hingewiesen, daß auch die für Agitations zweck e seitens der Vertrauensleute 2c. weiter gewünschten Exemplare zu herab geseztem Preise unter der Adresse J. Auer, Kazbachstr. 9, bestellt werden mögen. Die Buchhandlung Vorwärts liefert nur die zum buchhändlerischen Bertauf bestimmten Exemplare. und Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Laufe des Nachmittags wurden die Arbeiten zur Beseitigung Die Unterzeichneten richten an die königliche Staatsregierung Durch eine furchtbare Katastrophe wurden in der Nacht vom des drohend herabhängenden Simses fortgesetzt, jedoch ohne Gr nachstehende Fragen: 1. Ist es richtig, daß in einem nach Köln Donnerstag zum Freitag die Bewohner des Stadttheils Moabit in folg. Man wird wahrscheinlich erst die Holzriegel entfernen bestimmten Faß amerikanischer Aepfelabfälle bei der Untersuchung Aufregung und Angst versezt. Um 12 Uhr nachts wurden die An- müssen, bevor die Niederlegung des Dachstuhles erfolgen kann. an der Reichsgrenze die Schildlaus lebend festgestellt worden ist. wohner der Jagowstraße in Alt- Moabit durch einen gewaltigen Knall Ueber die Ursache der Explosion war noch immer nichts 2. Beabsichtigt die königliche Staatsregierung wegen verstärkten aus dem Schlafe geschreckt. Die Detonation war eine so zu ermitteln und es ist sehr fraglich, ob sie noch ihre AufSchutzes gegen die Einschleppung der San- José- Schildlaus Schritte starke, daß man glaubte, die Gasanstalt fei in die Luft klärung finden wird, da durch die Gewalt des Luftdruckes der Inzu thun und eventuell welche?" gegangen und habe den Stadttheil Moabit in Mitleiden- halt der Hahn'schen Wohnung völlig vernichtet ist. In der Petitionskommission des Abgeordnetenhauses fchaft gezogen. Fast die sämmtlichen Häuser der Jagowstraße Aus den Brandspuren, die die Stichflammen zurückgelassen haben. wurde am Montag die mehrfach erwähnte Petition berathen, in wurden in ihren Fundamenten erschüttert und ein unheimliches wird von sachverständiger Seite geschlossen, daß in dem zur Explosion welcher die Bergiverks- Gesellschaft Georg von Giesche's Erben Klirren und Boltern machte sich bemerkbar, das etwa 20 Sekunden gelangten Stoffe auch Benzingase enthalten waren. Jedenfalls erin Breslau das Abgeordnetenhaus gebeten hat, ihr die Prozeß- anhielt. Die Gaslaternen auf der Straße erloschen, während eine scheint es als ausgeschlossen, daß der Unglücksfall durch gewöhnliche führung gegen den Regalherrn Grafen von Tiele- Winckler dadurch Staubwolke über den Straßenzug hinwegzog und ein Passiren des- Leuchtgase verursacht sein kann. Von der ungeheuren Gewalt des zu ermöglichen, daß es, entgegen den Ausführungen des Ministers selben fast unmöglich machte. Nachdem die Bewohner sich von dem Luftdruckes zeugt die Thatsache, daß ein die Straße Alt- Moabit Brefeld, die Aufhebung der exekutivischen Beitreibung des Gefälles ersten Schreck erholt hatten und ins Freie geeilt waren, bot sich ihnen paffirender Mann, ca. 400 Meter entfernt von der Unfallstelle, für die die in Rede stehenden Bergwerke befürworte. Die ein furchtbarer Anblick dar. Das neuerbaute, fünfstöckige Haus zu Boden geschleudert wurde. Die Detonation wurde von BeKommission sprach sich mißbilligend darüber aus, daß die Jagowstr. 30/31, dessen Eigenthümer der Architekt J. Czaika in der wohnern des Savignyplates, ja selbst am Oranienburger Thor noch Bergwerksgesellschaft einen Beschluß des Abgeordnetenhauses zu Schulstraße 7 ist, war zum theil eingestürzt. Der rechte Flügel ist gehört. Ueber die Höhe des Schadens war sicheres noch nicht festerreichen suche, der auf einen noch schwebenden Prozeß einwirken bis zur ersten Etage völlig zusammengefallen. Die Straßenfront ist zustellen; immerhin dürfte derselbe 100 000 m. übersteigen. In der solle. Indessen wurde doch mit Rücksicht darauf, daß die Aus- zum theil freigelegt und die Erkerzimmer liegen vollständig offen Jagowstraße sind 42 Schaufenster demolirt, die einen Gesammtwerth übung der privaten Bergpolizei den heutigen Berhältnissen nach der Levezowstraße zu. von ca. 10 000 M. haben. Der Schaden an zertrümmerten Fensterund Anschauungen nicht entspreche, eine Resolution dahin beschlossen: Das Haus Jagowstr. 30/31 wurde verwaltet durch den Gast- scheiben dürfte auf ca. 1500 m. zu beziffern sein. Viel bedeutender " Die königliche Staatsregierung aufzufordern, möglichst wirth Schenkel, einen früheren Koch, der am 1. April eine sogenannte noch ist der Mobiliarschaden in den verschiedenen Wohnungen, schleunig dahin zu wirken, daß die bergpolizeiliche Aufsicht auch bürgerliche Schankwirthschaft in einem Laden des Grundstücks ein- sa vielfach Fenstergardinen zerrissen wurden und werthvolle Basen, in Privatbezirken nur von Beamten, die vom Staate angestellt gerichtet hatte. In dem Borderhause wohnen außerdem noch drei Lampen, Kronleuchter zertrümmert sind. In einer Weinhandlung find, ausgeübt werde." Parteien, in der zweiten Etage des linken Flügels die Wittwe in der Jagowstraße 21 wurden eine größere Anzahl Flaschen zerGraf Tiele- Wincler hat, wie unsere Leser seit langem auch aus Hahn mit ihrem 19 jährigen Sohn, einem Elektrotechniker. splittert und der Inhalt ergoß sich auf die Erde. Auch der Schaden einem gegen unser Blatt geführten Prozesse wissen, in seinem Regal Frau Hahn hatte eine aus einem zweifenstrigen und einem ein- an dem Hause Jagotstraße 30 ist ganz enorm. Wahrscheinlich wird bezirke nicht mur bergpolizeiliche, sondern auch erekutivische Gewalt. fenstrigen, sowie einem nach dem Hofe zu belegenen Simmer auch der stehengebliebene rechte Flügel niedergerissen werden müssen. Es ist die höchste Zeit, daß mit solchen Privathoheitsrechten endlich bestehende Wohnung inne. In dem letztgenannten Raume befand sich In Rücksicht auf die außerordentliche Gefahr, welche etwaige einmal aufgeräumt wird. das Laboratorium des jungen Elektrotechnikers. In der herabstürzende Trümmermassen verursachen, ist die Jagowstraße für dritten Etage ebenfalls im linken Flügel, in dem die Katastrophe den Fuhrverkehr gänzlich, im übrigen aber für den Durchgangsstattfand, wohnt der Kaufmann Kreuzer mit seiner Frau und einem verkehr gesperrt. zweijährigen Kinde, in der vierten Etage im rechten Flügel der Ein hiesiges Sensationsblatt deutet an, daß der Elektrotechniker Mit dem„, Handbuch für sozialdemokratische Wähler, hat Polizeiwachtmeister klein mit seiner Familie einem Hahn die Explosion absichtlich durch eine Höllenmaschine herbeiheute die Versendung begonnen. Soweit von den Wah Ikomitees, Chambregarnisten, dem Maler Neubert. Schenkel, der sein Lokal geführt habe. Es läßt sich vorläufig nicht feststellen, was an dieser heute die Versendung begonnen. Soweit von den Wahlkomitees, Hansa- Restaurant getauft hatte, feierte am gestrigen Tage die Ein- Bermuthung wahres ist. welche auf Wunsch für Kandidaten und Redner Exemplare weihung desselben. Es hatten sich aus diesem Grunde zahlreiche Schweren Schaden kann unter Umständen der Hausbesitzer haben, gratis zugestellt erhalten, die Bestellungen noch nicht aufgegeben Verwandte und Bekannte, einige 40 Personen, eingefunden, da die Feuersozietät für die Verwüstungen durch eine Explosion von ebenso betheiligten sind, mögen dieselben umgehend an Wittwe sich daran die Hahn mit Sprengstoffen wohl nicht aufkommen würde. Das Haus ist mit ihrem Sohn, der Kaufmann Kreuzer und der Maler einem Kostenaufwande von 180 000 m. erbaut worden. Auch die Neubert. Gegen 12 Uhr erklärte der junge Elektrotechniker, daß er nach oben gehen wolle und im Schlafzimmer Licht anmachen Wiether sind zum theil hart getroffen, weil sie nicht versichert waren. werde; die Mutter möge ihm bald nachfolgen. Es waren kaum zwei Minuten vergangen, als das Unglüd geschah. Ein donner Umkreise. In dem Restaurant wurden Tische und Stühle um ähnlicher Knall erfolgte; der Erdboden erzitterte in einem weiten geschleudert, die Gäste zu Boden geworfen und von einem Hagel An alle Banarbeiter Berlins und Umgegend! Laut Vervon Glassplittern überschüttet. Gleichzeitig erlosch das Gas, und ſammlungsbeschluß der letzten öffentlichen Bersammlung fällt das mun folgte eine Szene voller Schrecken. Das Jammergeschrei ver Sammeln zum Streiffonds von der nächsten Woche ab weg. An Tester und in Krämpfe gefallener Personen erfüllte Personen erfüllte die stelle dessen ist beschlossen, Karten auszugeben und durch MarkenUmgebung, und es dauerte einige Zeit, ehe sich die kleben der in Arbeit stehenden Affordarbeiter à 1 M., für LohnDie Maifeier im Auslande. In Holland litt die Feier noch geängstigten Bewohner von dem ersten Schrecken einigermaßen zu arbeiter 50 Pf. pro Woche zu entrichten. Besonders machen wir start unter der durch die anarchistischen Quertreibereien verursachten erholen vermochten. Von den in dem Lokal befindlich Gewesenen darauf aufmerksam, daß Karten und Marken von der nächsten Woche start unter der durch die anarchistischen Quertreibereien verursachten blieb faum einer unverletzt. Die schwersten Verwundungen erlitt ab im Zentralbureau, Inselstr. 10, 2 Tr. bei Stabernad zu entGleichgiltigkeit der Maffen. Die Versammlungen und Festzüge, die vor Jahren nach Tausenden zählten, wiesen jetzt so viele Hunderte der Maler Neubert, welchem durch Glassplitter die rechte Gesichtsseite nehmen sind und ersuchen wir die Kollegen, regen Gebrauch hiervon vor Jahren nach Tausenden zählten, wiesen jetzt so viele Hunderte und der rechte Arm zerschnitten wurde. Die sofort alarmirte Feuer- zu machen. J. A. der Lohntommission: Wilhelm Noack. auf. In verschiedenen Städten hielten Anarchisten und SozialDemokraten getrennte Feiern ab, wobei jedoch die Veranstaltungen wehr hatte zunächst mittels der mechanischen Leiter Frau Kreuzer und das Kind zu befreien, von deren Schlafzimmer die linke Wand unserer Partei im Vergleich mit frühren Jahren eine bemerkens mit den anstoßenden Räumlichkeiten in die Tiefe gestürzt war. Der Lohnbewegungen der Bauhandwerker. Zum Streit der werthe Steigerung der Betheiligung erkennen ließen. Wachtmeister Klein und dessen Familie mußten durch Einschlagen der 8immerer in Brandenburg wird mitgetheilt, daß sich die Aus Stavanger in Norwegen wird uns berichtet: Ein Verbindungswand zwischen Vorderhaus und Seitenflügel befreit Bahl der Streitenden auf 145 erhöht hat, welche sich auf sämmtliche ca. 1000 Mann starker Zug bewegte sich mit 7 Fahnen und Musik werden, da die beiden Treppen des Vorderhauses eingestürzt waren. 24 Arbeitgeber vertheilen. Abgereist sind bis jetzt 50 Ausständige., durch die Straßen. Die ganze Stadt war auf den Beinen. Die Das Haus gleicht einer Ruine. Die sämmtlichen Der Geist unter den Streikenden ist gut und ist zu erivarten, daß Polizei sorgte für freie Passage. An den Umzug schloß sich eine en st er sind zertrümmert, die Fensterkreuze herausgerissen die Arbeitgeber sich bald Unterhandlungen geneigt zeigen werden. Boltsversammlung unter freiem Himmel, wobei eine nach mehreren und zersplittert, und drei Fensterfronten, die ein größeres zwei- An der Aussperrung der Bauarbeiter in Magdeburg; Tausenden zählende Volksmasse den beredten Worten des Genossen fenstriges und ein kleineres einfenstriges Zimmer enthielten, find bisher 815 Maurer betheiligt. Eine Maurerversammlung, die Nössen aus Stavanger lauschte, der über die Bedeutung des Tages sind vollständig eingestürzt. Die Trümmer häuften sich zum am Montag Abend stattfand, beschloß, daß auch die etwa 100 Maurer, sprach. Am Abend war Volksfest mit starker Betheiligung. theil auf die Decke des im Erdgeschoß befindlichen noch un- welche noch zur Fertigstellung der dringlichsten Arbeiten beschäftigt! Ueber die Maifeier in Russisch- Polen, und zwar in dem vermietheten Ladens, fie fielen zum theil auf das Neben werden, die Arbeit niederzulegen haben. Weiter fand folgende NeKohlenrevier Dombrowa Sosnowicze, wird uns grundstück des Fuhrherrn Veit und bedeckten in weitem Um solution Annahme:" Da seitens des Verbandes der Bauarbeitgeber mitgetheilt: fange den Straßendamm und den jenseitigen Bürgersteig. Auf außer der Aufforderung an die streitenden Zimmerer bezüglich Seit dem 25. April suchten bei uns Schaaren von Spizeln und das Jammergeschrei der nach ihrem Sohne rufenden Wittwe Hahn Wiederaufnahme der Arbeit zu den alten Bedingungen irgend welche verkleideten Gendarmen nach Maiflugblättern. Dennoch wurden am brangen die Feuerwehrleute in deren Wohnung und hier fand man auf offiziellen Kundgebungen nicht vorliegen, wird der Vertrauensmann 30. April früh in allen Betrieben des Reviers Exemplare eines ge- dem Korridor den jungen Glettrotechniker todt mit der Maurer Magdeburgs beauftragt, bei dem Arbeitgeber- Verband druckten Bettels verbreitet, welcher lautete: Am 1. Mai um 3 1hr erschmetterten Gliedern vor. In der Wohnung der anzufragen: a) welche Gründe für die Aussperrung der Maurer nachmittags wird eine große Voltsversammlung im Sieledi- Part Hahn muß die Explosion erfolgt sein und den Tod des unglücklichen maßgebend waren? b) an welche Bedingungen die Wiedereröffnung stattfinden. Genossen! Erscheint zahlreich! Der Eintritt frei.-jungen Mannes auf der Stelle herbeigeführt haben. Durch die der Arbeitspläge für Maurer gefnüpft sind? Das Arbeiterkomitee". Man tann sich den Eindruck leicht vorstellen, Statastrophe ist die ganze Jagowstraße in Weitleidenschaft gezogen. Die Baugewerks Innung in Dresden fordert ihre den solcher Zettel bei uns gemacht hat, bei uns, wo jede Volks- Kein einziges Haus ist verschont geblieben. In dem bem Mitglieder auf, teinen Zimmergesellen einzustellen, der zuletzt in versammlung als Rebellion verpönt wird und zur Abhaltung einer Unglückshause gegenüber belegenen Grundstück Jagowftr. 16 war Magdeburg gearbeitet hat. Es wird darauf hingewiesen, daß in folchen Versammlung noch nie offen aufgefordert worden war. der Gastwirth Drendel im Begriff, seinen Laden zu schließen, um sich genannter Stadt ein Generalstreit der Zimmerer ausgebrochen ist. Am 1. Mai früh wurden dieselben Zettel in allen Fabrikdörfern zu dem ihm befreundeten Schenkel zu begeben. In diesem Augen- In 2 widau wollen die Zimmerer am Sonnabend die Arbeit des Reviers angeklebt. Auf den Gipfeln der höchsten Bäume und blick erfolgte die Katastrophe; die Ladenjaloufte und das Schaufenster einstellen. Die Innung hat die Forderung einer 10stündigen Arbeitsan den Telegraphendrähten sah man rothe Fahnen flattern; einige wurden zertrümmert und D. etwa sechs Meter weit nach der gegen zeit und 40 Pf. Stundenlohn abgelehnt. Voraussichtlich werden sich derselben enthielten in Riesenbuchstaben Aufschriften, wie:„ Es lebe überliegenden Wand geschleudert. In dem nebenan liegenden Schlaf- die Maurer dem Streit anschließen. der 1. Mai!"„ Es lebe das Polen der Arbeiter!"" Wir fordern zimmer des Gastwirths wurden Fenster, Vasen, Lampen und Die Zimmerer in Frankfurt a./M. beabsichtigen die zehnzersplittert und Gegenstände den achtstündigen Arbeitstag!" 2c. selbst Maueriverk in stündige Arbeitszeit und einen Stundenlohn von 40 Pf. einzuführen. Aehnlich wie hier vollzogen Bereits ist es zu einem größeren Ausstand gekommen, der noch: Der Sielecki- Park wurde schon am 30. nachmittags zugeschlossen das Zimmer hineingeworfen. in den und mit Wächtern besetzt, zu welchen am 1. Mai noch Polizei, sich auch die Ereignisse anderen Wohnungen des weitere Kreise in Mitleidenschaft ziehen wird, wenn sich nicht die Gendarmerie und Militär aus Czenstochowa kamen. genannten Hauses. Ja selbst die Fenster der Hintergebäude Meister in ihrer Versammlung zu einem Entgegenkommen verstehen. Um 1 Uhr nachmittags, am 1. Mai, fingen die Arbeitermassen wurden beschädigt. In dem Nachbarhause Nr. 17 wurde in der Die Arbeiter werden, ehe es zu weiteren Arbeitseinstellungen kommt, Sie ließen die Gen- Wohnung des Eigenthümers Dräger ein Kronleuchter von der Decke das Gewerbegericht als Ginigungsamt anrufen. an, dem Park von allen Seiten zuzuftrömen. darmerie im Park ruhig sizen und marschirten in Form eines Zuges, herabgerissen, der dicht neben dem Bette des dreijährigen Söhnchens Der Zimmererstreit in Stuttgart dauert unverändert je 4 Mann in einer Reihe, und das polnische Arbeiterlied," Die rothe des D. zur Erde fiel. In demselben Hause wurde eine Frau durch fort. Abgereift sind bereits 155 Bimmerleute. Bewilligt sind die Fahne" fingend, durch die belebtesten Straßen. Die Gendarmen Glassplitter verlegt. Ueber 40 Schaufensterscheiben, mehrere hundert Forderungen in 14 Geschäften, in denen weitergearbeitet wird. fürchteten, daß sich die Arbeiter den Eintritt in den Park gewaltsam Fensterscheiben wurden demolirt; auch die Hinterhäuser der Straße In Cannstatt haben sich die Zimmerer mit den Unterverschaffen würden; sie blieben daher hinter den Parkgittern fizen Alt- Moabit wurden in Mitleidenschaft gezogen. Aus dem Trümmer- Inehmern auf eine fünfprozentige Lohnerhöhung geeinigt. Die Parteipresse wird um Abdrud ersucht. " andere Deutsches Reich. In Teterow haben es die Unternehmer verstanden, 12 Jtaliener als Erfaz für die ausständigen Maurer anzuwerben. Der Einzug dieser Streifbrecher erfolgte unter startem Schutz der Polizei und wurden sie in einer der Zuckerfabriffasernen einlogirt. Der Maurerstreit in Preez hält jetzt die sechste Woche an und hatten die Unternehmer beschlossen, den Lohn auf 38 Pf. pro Stunde zu erhöhen. Die Arbeiter Halten aber an einem Stundenlohn von 40 Pf. fest und denken diese Forderung um so sicherer durchzusetzen, als viele von den Ausständigen abgereist sind. bekannt. " Tekte Nachrichten und Depeschen. Die Stuttgarter Bauherren sind eifrig dabei, ihren 1910 neue Mitglieder beigetreten. Es ist jedoch zu bemerken, daß in p Die demokratischen Mitglieder des Finanzfomitees des Senats Blan, einen Verband sämmtlicher Bauhandwerksmeister Württem- den früheren Kongressen die Mitgliederzahl auf über 70 000( im haben sich über ein Amendement zu dem Gesezentwurf geeinigt, nach bergs bezw. Süddeutschlands zu gründen, auszuführen. In einem borjährigen Kongreß auf 74 733) angegeben wurde. Waren also welchem mit Rücksicht auf den Krieg die Staatseinnahmen Rundschreiben fordern sie die Bauunternehmer auf, vor Beendigung diese Zahlen genau, so hätte 1897 ein Abgang von rund erhöht werden sollen. Nach dem Amendement soll eine Steuer des Streits weder Maurer noch Zimmergesellen von Stuttgart ein- 17 000 Mitgliedern stattgefunden. Weiter meldet der Vorstands von 1 pct.[ auf die Einkünfte der Eisenbahn-, der Schlafwagen, zustellen. bericht eine Zunahme von zirta 3000 Mitgliedern in den ersten drei der Telegraphen- und Telephongesellschaften gelegt werden. WahrMonaten 1898, und zwar infolge der Annahme des Schutzgesezes scheinlich wird seitens der demokratischen Mitglieder auch die für die Eisenbahner( Behnstunden- Tag) in der Kammer unter dem Emission von 150 Millionen Dollars in Greenbacks( Banknoten) Drude der Gewerkschaft. Die Einnahmen betrugen 86 516 Frants empfohlen werden. ( gegen 75 233 Fr. 1896), die Ausgaben 74 426 Fr. In der spanischen Deputirtentammer wurde das Der wichtigste Bunft der Verhandlungen betrifft den General- Kabinet Sagasta in der schärfsten Beise auch von den Konservativen streit der Eisenbahner. Diese Frage wird auf jedem Kongreffe angegriffen. erörtert. Die Gewerkschaft erblickt im Generalstreit das einzige wirt In mehreren Provinzen Spaniens sind Unruhen same Mittel zur Durchseßung ihrer Forderungen, welche seit 1891 von den ausbebrochen. Bewaffnete Banden tauchen auf, TelegraphenBahngesellschaften progig zurückgewiesen werden. Die Gesellschaften leitungen werden zerstört, öffentliche Gebäude in Brand gesteckt und In Cassel haben die Zimmermeister eine Einigung vor dem wollen bisher die Gewerfschaft nicht einmal anerkennen. Wie alljährlich, demolirt. Man rechnet mit der Militärdikatur. Gewerbegericht abgelehnt. Der Streit hat auch die Maurer in entsandte auch der neueste Kongreß eine Abordnung zu den Bahn- Morning Post" meldet aus Wien, Kaiser Franz Josef habe sich Mitleidenschaft gezogen, von denen bereits mehrere abgereist sind. Direttoren. Aber nur der Direktor der Paris- Lyon- Mittelmeer- Bahn auf eine Anfrage der Königin- Regentin von Spanien bereit erklärt, In Eschwege ist der Streit der Weißbinder und Maler zu geruhte, in eigener Person die Abordnung zu empfangen und ihr bei der amerikanischen Regierung zu gunsten gunsten der Arbeiter beendet. auch gute Worte zu geben. Der Kongreß hat nun den Generalstreit Spaniens zu interveniren. In der Königshütte fand in der vorigen Woche ein zwei in namentlicher Abstimmung mit 52 gegen 13 Stimmen bei tägiger Streit in der Buddelei statt. Die Arbeiter weigerten sich, 28 Enthaltungen und 7 Abwesenden votirt in dem Sinne, daß der eine ihnen aufgetragene Arbeit zu verrichten. Der Ausgang des Vorstand ermächtigt wird, kommenden Falles die Initiative zur Streits ist bei der hier herrschenden Geheimnißthuerei noch un- thatsächlichen Erklärung des Generalstreits zu ergreifen. Damit rückt die Noch einen Trinkspruch hat der Kaiser heute Abend bein Möglichkeit des entscheidenden Kampfes in die Nähe, da ZugeständDie Bäcker und Konditoren von Hamburg, Altona und niffe seitens der Bahnprozen wohl ausgeschlossen sind und der leitende Festmahl vor den Reichstags- Abgeordneten gehalten. Er sagte: „ Es ist mir ein tief empfundenes Bedürfniß, ehe Sie scheiden, Wandsbek haben an die Meister eine Reihe von Forderungen ge- Führer der Gewerkschaft, der Allemaniſt Guérard, ein fanatischer Ihnen nächst dem Dante des Kaisers, den ich Ihnen heute abgeVornehmlich forderten sie Beseitigung des Koſt- und Anhänger des Generalstreits ist. Und auch die meiſten Delegirten, stattet habe, auch den Dank des Sohnes und vor allen Dingen meiner Logiswesens beim Arbeitgeber, einen Minimallohn von 21 M. für welche gegen den Generalstreit votirten oder sich enthielten, erklärten taiserlichen verwittweten Mutter auszusprechen für den schönen Entschluß, die Bäder und 24 M. für die Konditoren pro Woche, Bezahlung der ihr Verhalten lediglich durch die Abwesenheit von bezüglichen für die Gabe, die Sie uns entgegengebracht haben, für das Denkmal Ueberstunden und der Sonntagsarbeit mit einem Lohnaufschlag von Weisungen seitens ihrer Sektionen. Sachlich aber zweifelten sie nicht meines hochseligen Herrn Baters. Sie haben uns dadurch in die Lage 25 pet. und schließlich Gewährung einer einstündigen Mittagspause daran, daß der Generalstreit auch die Zustimmung ihrer Sektionen gesetzt, mir die Aufgabe zu erleichtern, Sohnespflichten zu erfüllen und innerhalb des gefeßlichen Marimal- Arbeitstages von 12 Stunden. finden würde. Die Arbeitgeber haben diese Forderungen jezt abgelehnt und die Gelegentlich der Kammerwahlen wurde beschlossen, sämmt meiner Mutter die Freude zu bereiten, ihr Kunstverständniß in der vereinigten Junungen haben den ablehnenden Bescheid dem Verband lichen Kandidaten ohne Unterschied der Partei schriftlich auf die Ausführung dieses schönen Werkes zu bethätigen. Ich habe die Ueberzeugung, daß, wenn Sie nun heimgehen, der Bäcker und Konditoren zugeschickt. Es heißt in dem Bescheide, daß Forderungen der Gewerkschaft zu verpflichten, wofür die zustimmenden ein jeglicher zu ſeinem Herde und zu Ihrer verschiebenen die vereinigten Innungen eine Abschaffung der Kost- und Logisgebung Kandidaten ermächtigt werden sollen, unter Berufung auf die Gewerk- Hantirung, die Herren alle dessen gewiß sein werden, durch den Meister nicht empfehlen könnten, jedenfalls sei aber diese schaft einen Wahlaufruf an die Eisenbahner zu richten. Ueber den daß meine Räthe und ich redlich bemüht sind, auf Frage nicht durch einen Gewaltakt" zu lösen. Ferner seien die Werth dieser Taktik täuschte sich jedoch der Kongreß um so weniger, ben Bahnen weiterzuwandeln, die uns der große Kaiser vorgeschrieben Innungen der Meinung, daß eine bestimmte, nach Stunden be- als bürgerliche Abgeordnete vielfach dem Vorſtande erklärt hatten, hat, dessen hehres Antlig nunmehr seit furzem zu diesem Saale messene Arbeitszeit im Bädereigewerbe nicht eingeführt werden könnte. das crwähnte Schutzgesetz nur mit Rücksicht auf dessen sichere Abhineinblickt. Auch bezüglich der Arbeitsvermittelung wollen die Meister den Ge- lehnung im Senat votirt zu haben! Ein Vorschlag auf Erwerbung von Bahnattien durch die eine Bitte mitgeben, aus eigener Erfahrung gegründet, daß Ich kann Ihnen auf Ihre Heimreise nur den einen Wunsch und sellen keinerlei Konzeffionen machen. In der Erivartung, daß diese stritte Ablehnung aller Forderungen einen Streit hervorrufen könnte, die Gewerkschaft zwecks Beeinflussung der Attic.ären- Bersammlungen sowie dieser große Kaiser seine ganze Stärte und seine ganze Kraft laffen die Meister jest nach einem Innungsbeschluß ihre" Gesellen wurde abgelehnt. empfand aus seinem Verhältniß, feiner Verantwortlichkeit zu seinem sich schriftlich verpflichten, daß sie einem Streif nicht bei- Der Vorstand wurde beauftragt, von neuem Agitations Gott, desgleichen ein jeder unter Ihnen, er mag sein, wer er sei, treten wollen. Auch verpflichten die Innungen ihre Mitreisen auf allen Bahnlinien zu organisiren. glieder bei einer Konventionalstrafe von 500 refp. 1000 Mart, Eine lebhafte Debatte veranlaßte der Vorschlag der algeriflar sein muß, daß bei dem, was Ihnen bevorsteht, bei der Arbeit, hoch oder niedrig, von welcher Konfession auch immer, sich daß sie im Falle eines Streits oder Boykotts keinerlei Backwaareichen Sektion, die Juden aus der Gewerkschaft aus die Sie in diesem Jahr zu thun gedenken, ein jeder von eine Blüthe des in Algerien wüthenden Antian Wirthe und Händler liefern wollen, an die sie vorher nichts ges emitismus. Der Kongreß lehnte selbstverständlich den Vorschlag ab. Shnen seine Aufgabe so auffasse, daß, wenn er dereinst zum himm Die Hamburger Bürgerschaft wählte in ihrer letzten Sizung Die bezügliche nahezu einstimmig angenommene Resolution lautet: lischen Appell berufen wird, er mit gutem Gewissen vor seinen Gott und seinen alten Kaiser treten fann. Und wenn er gefragt wird, einen Ausschuß, der sich mit einem Antrage auf Aufhebung der Sämmtliche Kollegen erachten, daß es unter den Arbeitern keine ob er aus ganzem Herzen für des Reiches Wohl mitgearbeitet habe, wesentlichsten Bestimmungen der Verordnung des Senats, betreffend Raffenfrage geben kann, daß fie alle in gleicher Weise ausgebeutet er auf seine Brust schlagen und offen sagen darf: Ja! Enrichtung von Bädereien, beschäftigen wird. Der Antrag erfreut werden von den Juden der Nordbahn( Rothschild), den Katholiken Aus derselben Quelle, aus der mein Herr Großvater zu seinem fich allem Anscheine nach großer Sympathien in der Bürgerschaft, ein der Westbahn und den internationalen Protestanten der Ost- Thun und Schaffen, mein Herr Vater zu feinen Siegen und Leiden Zeichen, auf welchem Niveau die Hamburger Bürgerschaft steht. bahn." die Kraft schöpfte, schöpfe auch ich sie, und ich gedenke, meinen Weg Der Weber- Ausstand bei der Firma F. F. Mayer in Eupen Der angenommene Budget- Voranschlag für 1898 weiter zu wandeln und das Ziel, daß ich mir gesezt habe, weiter zu ist beendet. Man einigte sich dahin, daß der entlassene Weber nach weist an Einnahmen 127 000 Fr., an Ausgaben 98 800 Fr. auf. erreichen, in der Ueberzeugung, die ich auch ihnen allen nur an's vier Wochen wieder eingestellt werden soll, der alte Lohntarif in Im Anschluß an den Kongreß fand eine große Eisenbahner Herz legen tann, die für uns, für einen jeden Menschen die maßkraft bleibt und keine weiteren Maßregelungen mehr vorgenommen Bersammlung am 1. Mai statt unter Betheiligung von mehreren werden. Der Ausstand in den Lohnwebereien dauert fort. Dem sozialistischen Abgeordneten. Die von etwa 1000 Mann besuchte gebende sein muß. Eine feste Burg ist unser Gott! in hoc signo Vernehmen nach erheben die Ausständigen die Forderung, daß ihre Bersammlung billigte sämmtliche Kongreßbeschlüsse und namentlich Und nun wollen wir alle dem, was unfer Herz bewegt, Ausdie eventuelle Erklärung des Generalstreifs. Löhne den Löhnen in der Fabrik gleichgestellt werden. brud geben, indem wir rufen: Unser geliebtes deutsches Vaterland, Ueber den Ausstand der Metallarbeiter in Salzungen unser herrliches deutsches Bolf, das Gott erhalten und schützen möge, wird uns noch berichtet, daß die Firma Jung u. Dittmar von hoch! hoch! hoch!" ihren Arbeitern die Unterschrift für einen Revers forderte, der die Ueber die Situation auf den Philippinen fehlt in Jrgend welche politische Bedeutung haben diese Wünsche für die Arbeiter verpflichtete, aus dem Metallarbeiter- Verband auszutreten. den Bereinigten Staaten jede Nachricht. Sofern nicht binnen vier- Reichstags- Abgeordneten nicht. In der Metallwaarenfabrit, wo die Arbeiter ohne Kündigung ein- undzwanzig Stunden vom Admiral Dewey Nachricht ein- Solche Reden, improvifirt wie fte find, enthalten leicht: gestellt sind, erfolgte bei Weigerung der Unterschrift sofort die Arbeits- trifft, Mac Kinley ein besonders schnelles zu Dampf- Stellen, die recht eigenartig flingen und niederlegung. In der Eisengießerei und Moschinenfabrik sind die boot bon Hongkong abschicken. Inzwischen werden Vor- sprechungen Anlaß geben. Wenn da zum Beispiel der militärische Arbeiter gekündigt, nur die Nichtorganisirten arbeiten weiter. Be- bereitungen für die Absendung von 6000 Mann von San Francisco Ausdruck vom Appell in die christliche Auffassung vom Jentheiligt am Ausstand sind Nieter, Schleifer, Polirer, Schloffer, Dreher, getroffen. seits hineingetragen wird, so ist das schon sehr neu. an die Abgeordneten, Former und Puyer. Es wird dringend gebeten, den Zuzug fern zu Der Frankfurter 3tg." wird aus New- York gemeldet: Hieftge Noch eigenartiger ist die Mahnung Halten. Beitungen veröffentlichen Telegramme aus Singapore, welche be- fie möchten sich so verhalten, daß fie im Himmel mit gutem Gewissen Gegen das Koalitionsrecht haben die Unternehmer in der sagen, daß Admiral Dewey Manila besezt habe, und der Rebellen- vor ihren alten Kaiser treten können. Diese Anffassung des Kaifers Steinindustrie zu einem Schlag ausgeholt. Vor sechs Wochen war führer Alexandrio auf einem amerikanischen Schiffe von Hongkong christlichen Himmel nicht ausgelöscht sind und daß dort der alte Kaiser fönnte zu der Schlußfolgerung führen, daß irdische Rangstufen im zwischen den Arbeitern und Unternehmern eine Tarifabmachung zu abgegangen sei. stande gekommen, welche die Organisation der Steinarbeiter aner- Nach Meldungen, welche der„ Agence Havas" aus Madrid vor- Wilhelm nicht gleich den Niedersten der Sterblichen gelte. kannte und die zehnstündige Arbeitszeit mit kleiner Lohnerhöhung liegen, verlautet dort folgendes: Da die Regierungen von Kuba Wie sich wohl die evangelischen und katholischen Geistlichen, die gewährte. Jezt verlangen aber mehrere Unternehmer, daß ihre Ar- und Portorico telegraphisch gemeldet hätten, sie glaubten nicht, sich unter den eingeladenen Reichstags- Abgeordneten befanden, zu beiter aus der Organisation austreten und wiederum elf Stunden daß die Amerikaner dort landen würden, sollten 2 Panzerschiffe, diejen theologischen Ansichten des Kaisers stellen mögen! arbeiten. Die Arbeiter weigern sich, diesem Ansinnen nachzukommen, 2 Kreuzer und 3 Transportschiffe sofort von Cadiz abgehen, um und so ist bereits einigen gekündigt. Die Vereinbarung, die von die Amerikaner von den Philippinen zu verjagen und die Häfen den Arbeitern peinlich gehalten wurde, ist somit von den Unter- Kaliforniens zu bombardiren. nehmern in frivoler Weise gestört. liefert haben. Der Tischlerstreik in Gotha schien seinem Abschluß nahe, da nach vielfachen Verhandlungen die Lohnkommission der Ausständigen endlich mit den Unternehmern eine Vereinbarung getroffen hatte, die für beide als annehmbar bezeichnet wurde. Sowohl in der Festfegung der Arbeitszeit als auch des Lohnes waren die Differenzen beseitigt. Ganz unmotivirt wollte aber die Innung die Aufhebung des Vertrages eintreten lassen, wenn folgende Fälle eintreten: 1. Wenn von seiten der Arbeiter innerhalb drei Jahren neue Forderungen gestellt werden, oder neue Arbeitseinstellungen statt finden. 2. Wenn von seiten der Arbeiter Maßregeln getroffen werden, die geeignet sind, hiesige oder zureisende Tischlergefellen von der Arbeit oder Arbeitinangriffnahme in den Werkstätten der betreffenden Arbeitgeber abzuhalten. 3. Wenn die Arbeiter Handlungen begehen, die den Zweck haben, diejenigen ihrer Kollegen, welche sich an dem den Vereinbarungen vorausgehenden Ausstande gar nicht oder nur theilweise betheiligt haben, wegen dieses ihres Verhaltens beleidigen oder sonst belästigen. zuschließen " Der Krieg. Die Annegion hawais, das schon als Kohlenstation für die Flotte im Stillen Ozean in den gegenwärtigen Kriegswirren von großer Bedeutung ist, dürfte einer Meldung der Frankfurter Beitung" zufolge, bevorstehen. Mac Kinley soll beschlossen haben, seinen ganzen Einfluß für die Annahme einer dahingehenden gemeinsamen Resolution einzusehen, und gestern wurde dies schon in einer schnell einberufenen Sigung des Hauskomitees für auswärtige Angelegenheiten berathen. Es gab nur wenig Opposition. vinces. allerlei Be-. Berlin, 6. Mai.( W. T: B.) Laut telegraphischer Meldung an das Oberfommando der Marine ist die 2. Devision des Kreuzer geschwaders, bestehend aus den Schiffen Deutschland"," Kaiserin Augusta" und„ Gefion", unter der Führung des Prinzen Heinrich am 5. Mai in Kiautschou eingetroffen. " Kiel, 5. Mai.( W. T. B.) Wie die„ Kieler Zeitung" aus an geblich sicherster Quelle erfährt, ist zwischen dem Rheinisch- Westfälischen Kohlensyndikat und dem hiesigen Rheder H. Diederichsen ein Vertrag abgeschlossen worden über die Einrichtung eines Kohlenlagers in Riautschou. Vorläufig sollen drei Dampfer mit deutschen Auf dem westindischen Kriegsschauplaze scheint sich Britets von Wilhelmshaven nach Kiautschou expedirt werden. der Kampf in erster Linie um Portorico drehen zu sollen, das die Leipzig, 5. Mai.( W. T. B.) Der fürzlich in Rozérieulles Amerikaner zum Stützpunkte ihrer Operationen gegen Kuba durch den Grenzkommissar aus Amanweiler unter dem Verdachte der machen wollen. Senatoren, welche gestern mit Mac Kinley ge- Spionage verhaftete und nach Metz überführte Lefort ist, wie das sprochen haben, behaupten zu wissen, es bestehe eine starke Wahr- Leipz. Tagebl." erfährt, wieder außer Verfolgung gesetzt worden. scheinlichkeit, daß Portorico innerhalb 48 Stunden von den Ver- Freiburg i. Breisgau, 6. Mai.( W. T. B.) In Wolfenweiler einigten Staaten werde genommen werden. Die Befehle zum( Schwarzwald) wurde nachmittags 2 Uhr 10 Minuten ein einige Angriffe feien bereits gegeben worden. Eine Bestätigung haben Sekunden andauerndes Erdbeben, in der Richtung von Südwest nach diese Aeußerungen nicht gefunden. Nordost gehend, verspürt. Die amerikanische Flotte ist gestern von Key West nach Portorico Wien, 6. Mai.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus.( Schluß.) abgegangen, um die Kohlenstation San Juan auf Portorico anzu- Die Abgeordneteu Kolischer( Pole), Verkauf( Sozialdemokrat), Lecher greifen. Im Hafen der Kohlenstation befindet sich das soeben ein-( deutschfortschr.) und Vukovic( Dalmat.) sprechen sich für Aufhebung der Getreidezölle aus; die Abgeordneten Gregorig, Steiner gelaufene spanische Kriegsschiff Alfons XII". Der Senat nahm den Gesezentwurf an, durch welchen der und Scheicher( christlich- sozial), Kaiser( deutsche Volkspartei), Präsident der Vereinigten Staaten ermächtigt wird, den tubanischen Wolf( Schönereaner), Hagendorfer( fath. Volfsp.) und Tekly( JungDer Streit der Lederarbeiter in Halberstadt ist durch Aufständischen Waffen und Munition und den nothleidenden Ein- czeche) gegen eine solche. Die Debatte wird, der Geschäftsordnung Entgegenkommen der Fabrikanten verhütet worden. Bewilligt wurde wohnern Ruba's Arzneimittel und Lebensmittel zu liefern. gemäß, ohne Abstimmung beendet. Der Termin für die nächste in den Fabriken, in welchen bisher die elfstündige Arbeitszeit herrschte, der zehnstündige. Ferner wurde der Lohn in sämmtlichen Depesche sind die Truppen des Aufständischenführers Magimo Gomez Nach einer der" World" aus Washington zugegangenen Sigung wird schriftlich bekannt gegeben werden. Lemberg, 6. Mai.( B. H.) In Tysmienica find 300 WohnFabriken, wo Wochenlohn ist, von 15 M. auf 16,50 m. erhöht. Ein nicht so zahlreich, als ursprünglich angenommen worden war. Die häuser durch eine große Feuersbrunst vollständig in Asche gelegt von den Fabrikanten aufgestellter Tarif über Leistung und Be von Tampa ausgehende Expedition werde daher aus beträchtlicheren worden. Man vermißt eine Anzahl Personen, die vermuthlich in zahlung wurde in der öffentlichen Lederarbeiter- Versammlung an- Streitfräften bestehen müssen, als von Seite der Regierung geplant den Flammen umgekommen sind. war. Selbst die 20 000 Mann, welche jetzt in Tampa liegen, dürften London, 6. Mai.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Wie als unzureichend zu gelten haben. Unter diesen Umständen haben die Arbeiter es abgelehnt, den Streit zu beenden. Die Maler in Arnstadt befinden sich, um die Forderung eines Stundenlohns von 33 Pf. durchzusehen, im Ausstand. genommen. Ausland. Soldaten als Streikbrecher. In Przemysl( Galizien) ist ein allgemeiner Schneiderstreik zum Ausbruch gekommen. Der Korps Tommandant hat den Meistern Militärfchneider zur Verfügung gestellt. Wenn diese auch nicht im stande sind, alle vorliegenden Arbeiten auszuführen, so schädigen sie doch die kämpfenden Arbciter. Dieser Tage begiebt sich eine Deputation der Streifenden zum Korpstommandanten, um gegen den Mißbrauch der Proletarier im Waffenrod zu protestiren und die Abberufung der Soldaten aus den Werkstätten zu fordern. Sollte dem Ansuchen nicht Folge gegeben werden, ist eine Interpellation im Reichsrath beabsichtigt. " aus guter Quelle verlautet, geht demnächst eine Truppenabtheilung von 500 bis 700 Mann aus England nach Sierra Leone. Die französische Westafrika- Gesellschaft, deren Hauptsiz in Liverpool ist, erhielt nachmittags ein Telegramm vom Sherbrofluß, welches meldet, die Eingeborenen hätten vier Faktoreien geplündert und mehrere Eingeborene und Beamte der Gesellschaft getödtet. Wie das„ Evening Journal" berichtet, find gestern zwei Detachements mit Waffen und Munition unter dem Schuße des Kreuzers Wilmington" an der kubanischen Küste gelandet. Der Kreuzer habe durch das Feuer seiner Geschüße spanische Kavallerie zersprengt, wobei 16 Spanier getödtet und 60 verwundet worden seien. Gerüchtweise verlautet, das Torpedoboot„ Griesson" sei während Florenz, 6. Mai.( W. T. B.) Bei den gestrigen Ruhestörungen eines Orfans untergegangen. in Sesto Fiorentino wurden, wie nunmehr feststeht, zwei Personen Das Kriegsschiff Delphin", das längs der Westküste von Kuba getödtet und fünf verivundet, von denen heute früh eine gestorben ist. treuzte, ist nach Key West zurückgekehrt und meldet, daß dort die in Brato kam es zu neuerlichen Ruhestörungen. Einzelheiten fehlen Spanier ungemein thätig seien, daß sie mittels Erdarbeiten hierüber. Befestigungen improvisiren und augenscheinlich längs der ganzen Bombay, 5. Mai.( W. T. B.) In der abgelaufenen Woche find Küste alle Vorbereitungen treffen, um die Invasion zurückzuweisen. 263 Todesfälle an der Beulenpest vorgekommen. Die GesamtWie eine Depesche des„ New- York Journal" aus Key West meldet, sterblichkeit beziffert sich auf 872 oder 55,66 pro Tausend. wurde der Dampfer der„ Compagnie Générale Transatlantique" Hongkong, 6. Mai.( Frankf. 8tg.") Die Pest nimmt hier noch ,, Lafayette", auf der Fahrt von Havre nach Havana begriffen, von den nicht ab. In dieser Woche sind 3 Europäer im Hospital gestorben. Der neunte Jahreskongreß der französischen Eisenbahner: Amerifanern genommen, als er mit Striegstontrebande an Bord in In einem Fall ist eine gefährliche, die Lungen angreifende Form Gewerkschaft wurde in Paris vom 28. April bis und mit 1. Mai den Hafen von Havana einzulaufen versuchte. Nach einer Depesche der Best beobachtet worden. In den leßten 24 Stunden sind 39 neue abgehalten. Er war besucht von 93 Delegirten, die 88 Seftionen der Evening Post" aus Cayo Hueso erwarten drei spanische Kreuzer Fälle vorgekommen, von denen 28 tödtlich verliefen. Seit dem vertraten. Der Vorstandsbericht konstatirt bis Ende 1897 eine in der Nähe von Barbados das amerikanische Kriegsschiff" Oregon", 1. Januar sind 792 Erkrankungen an der Best und 639 Todesfälle Mitgliederzahl von 57 419 Mann. Im Laufe des Vorjahres sind welches von Rio de Janeiro in See gegangen ist. verzeichnet worden. Der große Konflikt zwischen Arbeitgeberverein und den Arbeiterorganisationen in Dänemark ist beigelegt. Die Vertreter der einzelnen Verbände der vereinigten Fachvereine haben dem Vergleichsvorschlage zugestimmt. Ebenso haben auch der Kutscherverband und die streifenden Former den Vergleich angenommen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 106. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Arbeiter, Parteigenossen! Die erste Flugblattverbreitung zur kommenden Reichstagswahl soll am Sonntag vor sich gehen. Die Bedeutung der Wahl erheischt von den aktiven Parteigenossen eine ganz besondere Anspannung der Kräfte, und wir erwarten daher, daß ein jeder, der die Ehre hat, der Partei zu dienen, nicht allein selber vollauf seiner Pflicht genügt, sondern auch Freunde und Bekannte zu eifriger Mithilfe anregt. Die Arbeit am Sonntag ist die Stichprobe für tommende Aktionen. Parteigenossen, seid daher am Sonntag Morgen zahlreich und pünktlich am Blaze. Die Vertrauensleute. Die Parteigenossen des ersten Wahlkreises werden ersucht, zu der am Sonntag, den 8. d. M., stattfindenden Flugblatt- Verbreitung sich früh 7 Uhr in folgenden Lokalen einzufinden: Mörschel, Jüdenstr. 35; Sommer, Grünstr. 21; Stockfisch, Holzgartenstr. 10; Glaue, Krausenstr. 18; Voigt, Charlottenstr. 60; Schmidt, Flensburgerstr. 24. Die Parteigenossen des 2. Wahlkreises versammeln sich punkt acht 1hr an folgenden Stellen: Schonheim, Gräfestraße 8; Schonheim, Gräfeſtraße 8 P. Müller, Gräfeftr, 31; Ewald, Schönleinſtr. 6; Raumann, Blücherstraße 42; Lindemann, Morisstr. 9; Saß, Markgrafenſtr. 102; 3ubeil, Lindenstr. 106; Kiging, Belle- Alliancestr. 74; Faller, Ballasstr. 16; H. Werner, Bülowstr. 59. Im vierten Kreise Südost wollen sich die Genossen punkt 71/2 1hr an folgenden Stellen einfinden: Erbe, Cuvrystr. 25; Tolksdorf, Görligerstr. 58; Gonell, Falkensteinstr. 5; Beyer, Wrangelstraße 186; Bieberstein, Laufizer Plazz 12a; Streit, Naunynstr. 86; Brödenfeld, Manteuffelstr. 69; Golz, Grünauerstr. 3; Dierberg, Forsterstr. 17; Seidler, Ratiborstr. 16. Die Parteigenossen im vierten Kreise Often finden sich ebenfalls 72 Uhr an den bekannten Stellen ein. Die Parteigenoffen des fünften Wahlkreises kommen präzise 7 Uhr in folgenden Lokalen zusammen: Eichhorn, Greifswalderstraße 3; Kuhnow, Mendelssohnſtr. 16; Knößsch, Hirtenstr. 10; Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27; Schmidt, Luisenstr. 5. Im sechsten Wahlkreise finden sich die Parteigenoffen 7, Uhr an folgenden Stellen ein: Schönhauser Vorstadt: Augustin, Kastanien Allee 11; Schmidt, Treschow- und Diedenhofenerstraßen- Ede; Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9, Ede Teutoburger Platz. Moabit: Pfarr, Buttligstr. 10. Sonnabend, 7. Mai 1898. gegen die Angriffe des Vorredners zu vertheidigen, was leichte Mühe Gebot der Selbsterhaltung für die Arbeiterklasse, alle Kräfte war. Mit treffenden Worten wies Redner nach, daß die Heer- und einzusetzen in diesem Wahlkampfe. Thut sie es, dann wird der Flottenbegeisterung der National Sozialen mur der politischen Wahltag für unsere Gegner und die Regierung ein Tag der AbReaktion Vorschub leistet. Wie oft sei es schon gesagt worden, daß rechnung ein Tag der Verurtheilung sein!( Stürmischer, langs das Heer auch für den inneren Feind da sei, daß die Soldaten auch anhaltender Beifall.) Nach dem Vortrag wurde eine kurze Pause auf Vater und Mutter schießen müßten. Das Flugblatt zeige, wie die gemacht, Listen zirkulirten, in die sich die Genossen einschrieben, die National- Sozialen, um sich wegen einer Reihe demokratischer Forderungen, in den Thiergarten- und Friedrichstadt- Bezirken des Wahlkreises die die sie in ihr Programm aufgenommen haben, nach oben hin wieder Parteiarbeit leisten wollen. Dann hielt Frau Lilly Braun unter etwas zu rehabilitiren, mehr und mehr dazu übergehen, die Sozial stürmischem Beifall eine kräftige Ansprache an die Frauen. Ein demokratie zu bekämpfen. Es werde mit der national- sozialen Bestimmig wurde sodann eine dem Referat entsprechende Resolution wegung wohl ähnlich gehen, wie mit der Stöcker'schen; sie werde angenommen. Mit einem dreimaligen begeisternden Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß die imposante Versammlung. durch die Gegner von beiden Seiten zerrieben werden. An der Diskussion betheiligten sich die Genossen Manasse und Täterow und noch ein National- Sozialer namens Michalski. Der Kandidat des dritten Wahlkreises, Rechtsanwalt WolfDiefer warf der Sozialdemokratie vor, daß sie ihre eigenen Ziele gang Heine, sprach bei Möhring in der Admiralstraße. Er verschleiere und mit gut bürgerlichen Forderungen krebsen ginge. Bebel zeigte zunächst, wie unklar und zerfahren die Sammlungspolitiker stellte die politische Unreife und Unkenntniß des Herrn unter großer feien, wie sich jedoch durch die Posadowsky'sche Rede die Lage Heiterkeit der Versammlung ins rechte Licht und blieb auch Herrn geklärt habe. Wöge sich die Kölnische Zeitung" den Zweck der Tischendörfer nichts schuldig. Er gab diesem Herrn die bündige Ver- Sammlung vielleicht anders denken als die„ Kreuz- Zeitung", das sicherung, daß, wenn in der Partei oder gar in der Fraktion jemand Ergebniß werde jedenfalls eine Politit der Allerreichsten die nationalsoziale Gedankenivelt zur Verwirklichung bringen wollte, gegen das werkthätige Volt sein. Zunächst wären die er gar schnell aus der sozialdemokratischen Partei heraus und in die Kämpfe der Reaktion gegen die eigentliche Arbeiterbewegung nationalsoziale Partei hineinfliegen würde.( Stürmischer Beifall.) gerichtet. nationalsoziale Partei hineinfliegen würde.( Stürmischer Beifall.) gerichtet. Als Helfershelfer der Sozialdemokratie würde jeder mitwas die letzten Ziele anlange, so seien sie von keinem Sozial- befehdet, der nicht für schrankenlose Ausbeutung sei, namentlich die demokraten aufgegeben worden. Aber im Programm sei es deutlich harmlosen National- Sozialen. Nach der„ Deutschen volkswirthschaftgesagt, daß zur Umgestaltung der Gesellschaftsordnung erst die lichen Korrespondenz" sogar der frühere Minister v. Berlepsch. heutige Gesellschaft einen bestimmt bezeichneten Entwickelungs- Der Redner erörterte eingehend die verschiedenen Anschläge auf Prozeß durchmachen müsse. Bebel nahm sich schließlich noch die das Koalitionsrecht und die Vereins- und Versammlungsfreiheit und Mühe," den Herren National- Sozialen die Anschaumgen der Sozial- charakterisirte die Regierungspolitik auf diesem Gebiete mit den Heeres darzulegen, seine Ausführungen ernteten lebhaften Beifall. demokratie über die Monarchie und die Organisation eines Volts- Worten Versagung nothwendiger neuer Rechte, Angriff gegen bestehende Rechte". Posadowsky's Erklärung, er plane fein SozialistenErst nach Mitternacht war die anregende Versammlung zu Ende gesetz, solle die Freisinnigen und Linksliberalen gewinnen, sie sei aber nachdem eine Resolution, worin die Anwesenden versprechen, that werthlos. Seien das imsturzgesetz und die Vereinsgesetz- Novelle fräftig für die sozialdemokratische Kandidatur im ersten Kreise ein- der Reaktionäre etwa keine Sozialistengeseze gewesen, wenn sie sich zutreten, einstimmige Annahme gefunden hat. auch gemeines Recht" nannten? Schon heute griffen die konser vativen Blätter Posadowsky heftig an, und wenn eine reaktionäre Majorität in den Reichstag käme, so würde er weggeschoben werden, wie Berlepsch, falls er sich nicht doch noch von der Nothwendigkeit eines Sozialistengesetzes überzeugen ließe. sein, die Die Rechte des ganzen Volles, nicht blos der Sozialdemokratie, Diese Aufgabe könne nur die Sozialdemokratie erfüllen. Der Redner rechnete zunächst mit den Antisemiten ab, und wies die Widersprüche ihrer sogen. Mittelstandspolitik nach. Dabei erörterte er Es Zweiter Wahlkreis. Nachdem das Bureau gebildet war, ergriff Genosse R. Fischer das Wort zu folgenden Ausführungen: Der Reichstag hat seine Arbeiten heute vollendet. Wenn etwas noch gefehlt hätte, um seiner Thätigkeit den Stempel aufzudrücken, so waren es die heutigen Verhandlungen, in denen der ganze ausbeuterische Charakter der Mehrheit dieser Volksvertretung zu tage trat. Für ſeien gefährdet durch die Umsturzpläne der Reaktion gegen das Wahlrecht. Dies zu schüßen hätte Posadowsky nicht versprochen. recht. Dies zu schüßen hätte Posadowsky nicht versprochen. Nach morgen ist eine große Kundgebung des Kaisers angefündigt und einer Erörterung der agrarischen Absichten gegen die Handelsverträge die gegnerischen Parteien sezen ihre ganze Hoffnung auf sie, weil sie und auf Lebensmittelverthenerung, sollte dabei auch die Industrie ihnen eine Wahlparole bringen soll, die ihnen den Sieg verbürgt. ruinirt werden, forderte der Referent zu einer energischen AngriffsWie wird diese Wahlparole lauten? Man braucht sich wirklich nicht politik der Demokratie auf. Es gelte die Ritter vom Kohl, vom den Kopf darüber zu zerbrechen. Man kennt ja die Aufrufe zum Schlot und vom Schreibtisch zu überwinden. Kampfe gegen den Umsturz. Und wenn morgen wieder einmal in besonders temperamentvoller Weise der Kampf gegen die Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen: Rosin, Sozialdemokratie verkündet werden sollte, wir werden des Ruppiner- und Schönholzerstraßen- Ecke; Abendroth, Badstr. 42. halb nicht das Knieschlottern bekommen.( Heiterkeit und Wedding: Gleinert, Wüllerstr. 7a; Schulz, Schwarzkopff- Beifall.) Je öfter solche Aufrufe ertönen, umſomehr büßen sie ausführlich die Stellung der Sozialdemokratie zu der Entwickelung straße 11. an Wirksamkeit ein, um so fräftiger thut die Sozialdemo- der großen Magazine und zum Ruin des Kleinbürgerthums. Der fratie ihre Schuldigkeit, um so gründlicher wird aber auch die beste Bundesgenosse für den kleinen Handwerker sei und bleibe eine starke Arbeiterbewegung. Die Zuchthausarbeit und die Fabrikation Fiftion zerstört, als stehe die Regierung über dem Kampf der durch erbärmlich geföhnte Arbeiter in rückständigen Gegenden feien Klassen. Davon können wir nur profitiren, so vorsichtig wir uns die Feinde einer höheren Lebenshaltung sowohl des großstädtischen Ueber die Wahlversammlungen, hierüber auch nur äußern fönnen, weil mit dem Parteiergreifen der Regierung nicht auch die Garantie gegeben ist, daß auch für diese Arbeiters als des kleinen Handwerkers. Dann wendete sich Rechtsanwalt Heine gegen die freisinnige welche am Donnerstag Abend in den Berliner Wahltreisen, Partei das gleiche Recht für alle gilt.( Heiterkeit und Zu- Volkspartei. in Schöneberg und Charlottenburg tagten, liegen uns ſtimmung.) Wir brauchen für den Wahlkampf keine besondere verordneten, wie diese Partei jeden Idealismus verloren habe, und Er zeigte an der Haltung der Berliner Stadtheute noch folgende Berichte vor: Wahlparole. Wir brauchen nicht wie die gegnerischen Parteien an der Zustimmung Eugen Richter's zur Militär- Strafprozeß- Ordnung, Die Versammlung, welche für den ersten Wahlkreis im ängstlich zu probiren, ob wir mit den Wählern noch Fühlung haben, wie unfähig die Partei sei, bürgerliches Selbstgefühl den Anmaßungen Feen palast einberufen war, zeigte kein überfülltes Lokal. Unter sondern wir sagen: Endlich einmal nach fünf Jahren! Für uns ist des Militarismus gegenüber zu wahren. Die Partei, welche dies den Versammelten wurde vielfach der Wunsch laut, von dem Prinzip der Kampf ein Lebenselement; wir führen ihn beständig aus dem Gesetz angenommen habe, um etwas fertig zu bringen", habe jedes der Nichtbekanntgabe des Referenten gerade für den ersten Wahlkreis, einen großen Gesichtspunkt heraus: Abschaffung des Lohn- Recht verloren, über die freifinnige Vereinigung und selbst über die wo die fräftigste Agitation einseßen müsse, abzugehen. Immerhin systems, Beseitigung aller Knechtschaft und des ganzen Nationalliberalen abzusprechen. Der Redner beleuchtet endlich scharf ( Stürmischer Beifall.) waren über tausend Genossen erschienen, um die Wahlagitation fördern Glends! Wenn uns der bevor= die schwächliche Haltung der freisinnigen Presse gegenüber dem Liebeszu helfen. stehende Wahlkampf auch nicht ans Tezte Ziel führt, werben der Sammlungspolitiker und die offenen Mogeleien mit den Genosse August Bebel führte aus: Der Neichstag liegt in so wissen wir doch, daß es ein unvermeidlicher Kampf iſt, Antisemiten. Die freisinnige Partei, die auf Krücken der Antisemiten Agonie. Morgen wird er zweifellos sterben. Damit ist der Moment der uns zum Ziele hinführt. Wir machen den Wählern keine großen in den Reichstag einzöge, würde einer energischen Bekämpfung der gegeben, wo die Wahlagitation für den neuen Reichstag träftig ein- Versprechungen, wir geben nur das eine Gelöbniß ab, überall für Reaktion nicht fähig sein. Um alle diese Machenschaften zu vereiteln, zusehen hat. Bevor der Redner auf das Thema des Abends„ Was die bedrohten Volksrechte einzutreten, für ihre Erweiterung und Verhat das deutsche Volk von dem neuen Reichstag zu erwarten", ein- mehrung. Denn wir brauchen diese Volksrechte als Waffe für die forderte der Redner zur kräftigsten Agitation auf, damit der Sieg gleich bei der Hauptwahl errungen werde. Befreiung ging, warf er einen Rückblick auf die Thätigkeit des eben verflossenen ökonomische der Arbeiterklasse. Der Diesmalige Die Rede, die wohl anderthalb Stunden gedauert hatte, wurde Reichstags, die mit einer Mehrbelastung des Volkes durch eine Wahlkampf muß ein Abwehrkampf gegen die vereinigte Re- mit größter Begeisterung aufgenommen. Aus der Versammlung Militärvermehrung begonnen und mit einer Mehrbelastung des Volkes aktion des Junkerthums und der Großbourgeoisie durch eine Flottenvermehrung geendet habe, ja der den letzten Tag das Wahlrecht, das Koalitionsrecht, das Freizügigkeitsrecht bedroht. heraus wurde eine Resolution beantragt, wonach alle Anwesenden der Session noch dazu benutzt habe, Brotvertheuerungs Politik( Lebhafte Zustimmung.) Redner bespricht nun die Thätigkeit des sich mit den Grundsäzen des Kandidaten einverstanden erklärten und versprachen, ihn durch kraftvolle Agitation zu unterstützen. zu treiben. Die Mittheilungen Bebel's über die Verhandlungen des letzten Reichstags, die mit dem Verrath von Volksrechten begann meldete sich kein Gegner zum Wort und die Resolution wurde, Reichstages über die Interpellation Auer betr. die zeitweilige Sus- und mit dem Verrath von Volksrechten schloß. Die Annahme der pension der Getreidezölle, wurden von lauten Pfuirufen, die der ab- Marinevorlage und der Militär- Strafprozeß- Ordnung zeigt besonders nachdem die Genossen Borchardt und Mahle kurz das Worthgenommen, einstimmig angenommen. lehnenden Haltung der Regierung und der Mehrheitsparteien des deutlich, wohin es mit dem Bürgerthum gekommen ist, wie es Reichstages galten, begleitet, Bebel sprach die Hoffnung aus, daß jede Widerstandskraft gegen das Junkerthum verloren hat. In den Armin hallen gab Genoffe Dr. 3 adet unter Tebdie Nation am 16. Juni mit dem Stimmzettel dieser Majorität ein An dieser Schwäche des Bürgerthums soll die Sozialdemokratie die haftem Beifall der Versammlung einen Ueberblick über die gegendeutliches Mißtrauensvotum ausstellen werde. Er besprach dann die Schuld haben. Mit dieser leeren Ausrede suchen besonders die Frei- wärtige politische Lage. In dem Jubiläumsjahre der Märzrevolution vom letzten Reichstage beliebte Mittelstandsrettung, die in den Gesetzen sinnigen die Feigheit des Bürgerthums und ihre eigene politische wollen die immer dreister ihr Haupt erhebenden reaktionären Parteien gegen den unlauteren Wettbewerb im Margarine-, Handwerker- und Grundsaylosigkeit zu decken, die allein die Schuld tragen. Herr die Grundrechte des Volkes, die früher für unantastbar galten, wieder entreißen. Damals wie heute handelt Börsengesetz ihren Ausdruck gefunden hat, er zog das beim Bürger- Eugen Richter betont jetzt fogar, daß seine Partei monarchisch sei. ihm 1mm den Kampf lichen Gesetzbuch geleistete Stück- und Flickwerk, die Erweiterung der Damit wird er keinen Hund vom Ofen locken( Große Heiterfeit), sich gegen absolutistische Neigungen, ist Wort, fein Zugmittel für Deutsch- den Kampf für freies freies Liebesgabenpolitik die sogenannte Militärstrafprozeß- Reform und den denn der Monarchismus Versammlungsrecht, Presse, Stillstand der Sozialreform in den Kreis seiner Betrachtungen. Der land.( Stürmischer Beifall.) Haben doch selbst die Nationalliberalen, freie Gewerbefreiheit, Freizügigkeit neue Reichstag werde bei ungünstigem Ausfall der Wahl die Bahn diese Mamelucken der Reaktion, diese Weichthiere, die nur noch einen Errungenschaften, die in einem modernen Staate als selbstverständder Reaktion weiter schreiten. Deshalb sei es Pflicht aller Partei- wirthschaftlichen Verdauungsmagen, aber fein politisches Rückgrat mehr lich erachtet werden. Die Revolution von 1848 hat in Deutschland genoffen, mit aller Kraft für sozialdemokratische Kandidaturen ein- befizen( Stürmische Heiterkeit), das famose Wort von den Vernunft- mur halbe Arbeit geleistet, wir stecken noch halb im Mittelalter, bis zutreten. Auf keine andere Partei sei Verlaß, auch auf die freisimmige monarchisten" geprägt. Herr Richter aber fühlt sich halb und halb über die Ohren in militärischen Anschauungen befangen. GroßVolkspartei nicht, deshalb müsse auch der 1. Berliner Wahlkreis erobert jetzt hingezogen zu den Sammlungspolitikern. Redner schildert mun- grundbesitz und Großzindustrie, die sich früher heftig bekämpft haben, werden. Mit eindringlichen Worten schilderte Bebel hierauf die Ge- mehr eingehend die letzten Sünden des Freisinns. So stellten sich haben sich zum gemeinsamen Kampf gegen die Arbeiter, zum Kampf das war immer die Firma, fahren, welche dem allgemeinen, gleichen Wahlrecht, dem Koalitions- Richter und seine Mannen unserem Verlangen entgegen, mit dem gegen den Umsturz vereint. Umsturz recht, der Freizügigkeit drohen. Der neue Reichstag werde außer Bürgerlichen Gesetzbuch die skandalösen Zustände der Gesinde- unter der das Volk gruselig gemacht werden sollte, wenn es dem über ein neues Militärquinquennat zu beschließen haben. Neue Ordnung zu beseitigen.( Pfui!) Als wir den gesetzlichen Acht- galt, einen fetten Fischfang zu thun. Aber wer stürzt denn heute Aufwendungen für das Landheer würden gefordert werden und die stundentag verlangten, traten die Freisimmigen dagegen auf, weil um? Nicht der Arbeiter, sondern die besitzenden Klaffen. Es gab eine eigentlichen Stutturaufgaben nach wie vor Noth leiden. Darum muß seine Einführung niedrigere Löhne und Vermehrung der Frauen- Zeit, wo von allerhöchster Stelle gesagt wurde:" Die Sozialdemo die Sozialdemokratie der Regierung und den Herrschenden Klassen zu arbeit zur Folge haben würde.( Heiterkeit.) Niemals sieht der Frei- fratie überlassen Sie mir, mit der werde ich allein fertig." rufen: So geht es nicht mehr weiter, wir wollen, daß mit sinn in seiner Verbohrtheit über seine kleinbürgerliche Nafe hinaus. Aber heute ist der Geist Bismarck's wieder in die Regierungen der Volkswohlfahrt voller und ganzer Ernst gemacht wird. Die Als wir die Berufsvereine der Arbeiter gesetzlich schützen wollten, eingezogen, heute will man die Rechte des Volkes beschränken und Rede, die oft von stürmischem Beifall unterbrochen worden war, rief waren die Freisinnigen wohl dafür, aber mit der Motivirung, vor allem dem verhaßten allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen am Schlusse langanhaltenden Jubel hervor und es wurde erst still, daß durch die gewerkschaftliche Organisation ein Keil in die Arbeiter Wahlrecht an den Leib. Das Versuchskaninchen war Sachsen, wo als der sozialdemokratische Kandidat für den ersten Wahlkreis Genosse bewegung hineingetrieben würde. 11nd als ( Pfui!) der man die Sozialdemokratie in dem Landtage loszuwerden versucht; daß Hugo Pötzsch auf der Tribüne erschien. Bösch erklärte, daß die Posadowsky'sche Erlaß zur Debatte stand, sprach sich der freisinnige man sie aber nicht aus dem Lande los geworden ist, das wird das Volk am nur weil Bebelschen Anschauungen auch die seinen seien und hob dann die Redner zwar gegen ihn aus, aber er geeignet 16. Juni quittiren.( Lebhafte Zustimmung.) Vor neun Jahren noch Wichtigkeit hervor, welche die Reichstags- Tribüne für das Volk hat, sei, Wasser auf die Mühlen der Sozialdemokratie zu führen. Bei sprach man von einem sozialen Königthum und heute ruft die Reda sie der einzige Ort ist, wo heifle Dinge wie Militär- dem dreisten der Vorsto Junker im Abgeordnetenhaufe gierung selbst die Besitzenden zum Kampf gegen die Besiglosen auf. mißhandlungen und andere Mißstände im öffentlichen Leben straflos gegen die Freizügigkeit hielt es Eugen Richter nicht der Die Verheißungen der Februarerlasse sind nicht erfüllt, und von dem und ungeschminkt besprochen werden können. Er zeigte dann, Mühe werth, dort zu erscheinen und dagegen zu protestiren. Das wenigen, was sich verwirklicht hat, sehen wir immer mehr und mehr wie wenig Verlaß, in Arbeiterschutzfragen auf die freisinnige Wolfs ist die Art des Freisinns: die Schläge der Reaktion parirt er immer wieder abbröckeln. Selbst das Koalitionsrecht und die Freizügigkeit partei sei. Wer ein wahrhafter Demokrat sei, fönne dieser Partei mit dem Hintertheil, und dann schreit er auf, wenn's weh thut. sollen dem Arbeiter genommen werden. Die Regierung ist heute feine Stimme nicht geben, sondern müsse den Sozialdemokrat( Große Heiterkeit.) Deshalb trennen sich unsere Wege von denen des schon bereit, den agrarischen Gelisten nachzugeben. Gelingt es den wählen. Auch diese Ausprache wurde sehr beifällig aufgenommen. Freisinns. Dabei verhehlen wir nicht, daß wir in einer Reihe von Fragen Agrariern, in nennenswerther Zahl in den Landtag zu ziehen und Genosse Täterow ging auf grund eines von den National mit ihm Schulter an Schulter fämpfen, und daß es nicht in unserem in Verbindung mit den Vertretern der Großindustrie eine Mehrheit die gewinnen, dann werden alle reaktionären BeSozialen herausgegebenen Flugblattes zum Angriff auf diese Partei Wunsche liegt, ihn in den nächsten Reichstag geschwächt einziehen zu zu Deshalb ist es die Pflicht der über, was den Erfolg hatte, daß sich der national- soziale Kandidat, sehen. Von den Februar- Erlassen, vom sozialen Königthum, vom strebungen verwirklicht werden. Herr Tischen dörfer, zum Wort meldete. Er lobte zunächst König der Bettler" ist keine Rede mehr. Die deutsche Arbeiter- Arbeiter, überall Sozialdemokraten in den Reichstag zu wählen, um ben Vortrag Bebel's, gestand ein, daß er von ihm gelernt habe, ver- flasse weiß, worauf sie gefaßt sein tann. Die Politik der Sammlung, gegen diese agrarischen Gelüste zu protestiren, um vor allem auch suchte dann seine Arbeiterfreundlichkeit ins beste Licht zu stellen, der Bund der Junker mit der Großindustrie zur Ausraubung der zu protestiren gegen die hohen Getreidezölle, die zu suspendiren sich indem er auf die Beiträge verivics, welche seine Partei den Ham- Massen ist nichts als ein brutales Handelsgeschäft: Mir einen Thaler, die Regierung trotz der theuren Getreidepreise nicht entschließen kann. burger Hafenarbeitern während des Streits gespendet habe, ging Dir einen Thaler, womöglich mir zwei Thaler!( Stürmische Heiterfeit.)( Rufe: Pfui!) Hier in Berlin kann es darauf nur eine Antwort dann aber zum Angriff über und beschuldigte den Vorwärts", daß Die besitzenden Klassen wollen die wirthschaftliche Widerstands- geben und die heißt: eine Viertel Million Stimmen für die Sozial er aus dem Flugblatt einen Say falsch zitirt habe und nicht einmal fähigkeit der Arbeiter brechen, das aber fann nur geschehen, demokratie, alle sechs Wahlkreise von einem Sozialdemokraten vers Eine Diskussion fand nicht statt. eine Berichtigung, die ihm zugesandt worden sei, aufgenommen wenn die politischen Rechte der Arbeiter gefnebelt werden. Die treten.( Lebhafter Beifall.) habe. Nachdem er sein bekanntes Militärprogramm aufgerollt, Situation ist ähnlich wie 1878. Zur Zeit" soll tein neues Sozia- Debattelos nahm die Versammlung eine Resolution an, in welcher hatte Herr Tischendörfer die Naivetät, der Sozialdemokratie liftengejez beabsichtigt sein. Wir wissen, wessen unsere Gegner fie ihr Einverständniß mit den Ausführungen des Referenten funda den Nebergang ins national soziale Lager Das anguempfehlen. fähig sind. allgemeine Wahlrecht ist ist in Gefahr. giebt und verspricht, mit aller Kraft den Wahlkampf für die Sozials Genosse Poich übernahm es, die Redaktion des Vorwärts" Romme aber, was da wolle, wir sind bereit. Es ist ein demokratie zu führen. V " alle es um die Vierter Wahlkreis. Die Versammlung in Keller's Fest- zahl im vierten Kreis fernzubleiben. Jeder müsse kommen und konnten, was geeignet wäre, dem Untergange des Mittelstandes ents fälen war von etwa 2500 Personen besucht, unter denen man auch auch Stinnen werben. Es handele sich um eine Heerschau, die noch gegenzuwirken. Die Einführung der Zwangsimmungen suchten sie namentlich eine große Anzahl Frauen bemerkte. Die Stimmung dazu jetzt nur noch alle 5 Jahre möglich sei. Mit einem Hoch auf zu erreichen. Bald werden die Handwerker einsehen, daß ihnen mit war insgesammt durchaus nicht sonderlich erregt, dagegen von einer die internationale Sozialdemokratie, in das die anwesenden Ver- diesem Mittel nicht geholfen ist. Auch das Gesez gegen den un außerordentlich starken Siegesgewißheit getragen. Üm 9 1hr er- sammelten begeistert einstimmten, schloß Redner darauf die vom lauteren Wettbewerb, das die Antisemiten so befürwortet haben, jei griff Genosse Singer das Wort zu seinem Referate.. Die Be- besten Geiste beseelte Versammlung. road fhme nicht von der gewünschten Wirkung gewesen. Und es sei eine Sprechung der Interpellation unserer Genossen im Reichstage über Eines starken Besuches, auch von Frauen, hatte sich die Ver- Fronie des Schicksals, daß auf grund dieses Gesezes seine eigenen die Aufhebung der Getreidezölle hat gerade zur rechten Zeit klar ſammlung im Lokale von Brüder, Waldemarstraße, zu er- Bäter zu Geldstrafen verurtheilt worden sind. Von dem und deutlich gezeigt, was das deutsche Volk von den anderen Par- freuen. Der Referent, Reichstags- Abgeordneter Illrich, knüpfte Herrn Liebermann von Sonnenberg sei an Gerichtsstelle austeien, was es von der Regierung zu erhoffen hat. Die Korn- in geschickter Weise an die Antwort der Regierung auf die sozial- drücklich festgestellt worden, daß er in einer höchst leichtfertigen Weise preise sind heute höher gestiegen, als selbst im Noth- demokratische Interpellation betreffend Suspendirung der Getreide- Behauptungen in die Welt geschleudert hat, die sich nachher als unstandsjahre 1891/92, und gleichzeitig haben die Fleisch- zölle an. Wenn auch die Antwort keinen von uns überrascht habe, wahr erwiesen. Was man von dieser Partei zu erwarten habe, das preise eine geradezu unerhörte Höhe augenommen. Bir verso enthalte dieselbe doch angesichts der bevorstehenden Reichstags- zeige das Verhalten ihres Führers, des Pastors Iskraut, der sich langen daher die Suspendirung der Getreidezölle, die nicht, wahlen ein ganzes Progranum für uns. Diese Antwort sei sozusagen nicht gescheut hat, seine Anhänger aufzureizen, mit Stöcken auf wie die Klassenheuchelei uns glauben machen will, der„ nationalen die Krönung der Agrarpolitik der letzten fünf Jahre und sie läßt unsere Parteigenossen loszugehen, und der es zugelassen hat, daß ein Arbeit", sondern einer kleinen Minderheit zu gute komunen. Von einen lehrreichen Einblick thun in die Verhältnisse, die des paar bei einem Kaiserhoch fizengebliebene Landleute wegen Majestäts54 Millionen Einwohnern sind nur 4 Millionen an hohen Ge- deutschen Volkes harren, went in den nächsten Reichstag beleidigung von dem Vorsitzenden der Versammlung denunzirt worden treidepreisen intereſſirt. Und dieser 4 Millionen wegen sollen eine agrarische Mehrheit einzieht. Dieses unter allen Umständen zu sind. Die antisemitische Partei spiele die kläglichste Rolle, die je eine 50 Millionen ihr tägliches Brot sich vertheuern lassen?( Beifall.) verhindern, sei deshalb auch der Mittelpunkt aller unserer Be- Partei gespielt. Bei allen Fragen breche sie zusammen und falle Und die Antwort der Regierung, wie lautete fie? Es liege noch strebungen bei der bevorstehenden Reichstagswahl. Der Redner wie Zunder auseinander. Die freisinnige Partei stehe in sozialkeine Veranlassung vor, der Frage der Suspendirung der Kornzölle schildert sodann in anschaulicher Weise die Steigerung der Getreide- politischen Fragen im schroffen Gegensatz zur Sozialdemokratie. näher zu treten. Gin thatsächlicher Nothstand bestehe keineswegs. preise, an der Hand derselben darthuend, welche großen Opfer das Redner schildert die Haltung der freiſimigen StadtverordnetenUnd die Landwirthschaft, deren Wohl sich die Regierung besonders deutsche Volt den Junkern und Junkergenossen schon gebrace hat, Majorität im Berliner Rathhaufe in der Lehrergehaltsfrage, Gasarbeiterangelegen sein lasse, werde doch ohne Zölle zu sehr geschädigt. und denen gegenüber die von Herrn v. Posadowsky so laut betonten frage, bei den Verhandlungen über den Abschluß des Vertrages mit der Dazu wird das Volk mit hunderten von Millionen belastet, damit„ fozialpolitischen Lasten", welche das Unternehmerthun angeblich im Pferdebahngesellschaft u. s. w. Aber auch in rein politischen Fragen einige hunderte von adeligen Familien ein Schmarozerdasein führen Intereffe der Arbeiter zu tragen hat, sich verschwindend gering aus- habe die freisimmige Volkspartei nur allzu oft liberale Prinzipien auskönnen. In Frankreich werden bedeutsame Erklärungen der Re- nehmen. Weiter schildert der Redner eingehend alle volksfeindlichen gegeben. So als es sich darum handelte, die Forderung des allgierung an alle Straßenecken angeschlagen. Ich wünschte, die heutige und volksschädlichen Bestrebungen der Reaktion, die sich gemeinen Wahlrechtes für die Kommunen ins Programm aufErklärung der Regierung hier bei uns würde im ganzen deutschen in den letzten Jahren immer schamloser und unverhüllter hervorzunehmen. Die Arbeiterklasse habe von den Freiſinnigen nichts zu Mauer geschlagen, damit das ganze deutsche Volk es einsicht, daß wenigen Volfsrechte in jeder Beziehung energisch zu vertheidigen, da gekennzeichnet als er sagte: Der Kampf gegen die Sozialdemokratie wir mit einer Bertheuerung der nothwendigsten Lebensmittel, mit dieselben ernstlich gefährdet sind. Unsere Parole im bevorstehenden ist kein Duell zwischen Regierung und Sozialdemokratie, sondern einer Vertheuerung des täglichen Brotes es bezahlen müssen, wenn Wahlkampf müsse sein: Vorwärts mit frischem Muth, nieder mit der ein Kampf zwischen zwischen der besitzenden und besit aus den Wahlen ein Reichstag hervorgeht, der eine Regierungs- Realtion, hoch die Sozialdemokratie!( Stürmischer Beifall.) In der losen Klasse. Jawahl, zwischen den Besitzenden und majorität hat. Die Regierung wird ihre Erklärung nicht an die Diskussion meldeten sich Gegner nicht zum Wort. Es gelangte, wie den Besitzlofen! Besitzlofen! Die Besiẞlosen, das sind die Arbeiter, Mauern schlagen, wir werden das thun. Und die deutsche schon mitgetheilt, eine Resolution zur einstimmigen Annahme, welche und für diese stehen die heiligsten Güter auf dem Spiel. Sozialdemokratie wird dafür sorgen, daß am 16. Juni das Volk die in allen Punkten das Einverständniß mit dem Referat bekundete und Die Arbeiterklasse hat zu kämpfen: für das allgemeine Wahlrichtige Antwort giebt.( Bravo!) Für die nächsten Wahlen kommen in welcher die Versammlung sich verpflichtet, bis zur Wahl in jeder recht, für das Koalitionsrecht, für das Vereins- und Versammlungsim wesentlichen drei Gesichtspunkte in Frage: das bedrohte all- Beziehung ihre volle Pflicht und Schuldigkeit zu thun. Mit dem recht, für das Recht der Freizügigkeit, gegen den Brotwucher, gegen gemeine Wahlrecht, das bedrohte Koalitionsrecht und die Handels- altbewährten Schlachtruf der Sozialdemokratie wurde die Versamn- neue Forderungen für den Militarismus! Diesen Kampf werde sie politik. Das Bestreben der Kornvucherer geht dahin, die Handels- lung geschlossen. am besten ausfechten, wenn sie selbst ihre Geschicke leitet und nicht verträge abzuschaffen. Dadurch würde die Lebenshaltung der Arbeiter und die Entwickelung der deutschen Industrien auf das schwerste Die Versammlung in der Urania", Wrangelstr. 9, war den bürgerlichen Parteien, sondern der Sozialdemokratie ihre Stimmen geschädigt werden. Wir wollen keine chinesische Mauer um uns; wir zahlreich besucht und folgten die Anwesenden mit Interesse den zwei- giebt.( Langanhaltender Beifall.) Die Sozial Als erster Diskussionsredner trat ein freisinniger Arbeiter" Herr wollen im friedlichen Wettstreit mit den Völkern der Erde Kultur demokratie, so meinte der Referent, tritt auch in diesen Wahlkampf fei nur eingebracht worden, um Wahlagitation zu treiben. Auch die stündigen Ausführungen des Genossen Glock e. Nerlich auf, der behauptete, die sozialdemokratische Interpellation arbeit verrichten. In den Reihen unserer Gegner spricht man so oft mit gehobener Stimmung ein, weil sie dadurch eine Vermehrung davon, daß die Sozialdemokratie aufgehört hat, eine revolutionäre Partei zu sein, daß sie gewisse Reformen anstrebe, über die fich reden ihrer Anhänger und auch eine Stärkung ihrer Macht erwarte. Die reisimmige Volkspartei nehme die Interessen der Arbeiter wahr und lasse. Wenn wir uns auch zuweilen der einen oder anderen Partei Sozialdemokratie ist entstanden durch die Entwickelung; die heute war besser als die Sozialdemokratie. Sie verlange Koalitionsfreiheit für die Unternehmer sowohl wie für zur Erreichung unserer Ziele bedienen, unsere prinzipiellen Gegen- boren. Das Ziel der Sozialdemokratie gehe dahin, diese ProduktionsHerrschende kapitalistische Produktionsweise habe das Proletariat ge= Arbeiter. Als Arbeitgeber handeln die Sozialdemokraten fätze bleiben in voller Schärfe bestehen. Die Sozialdemokratie unterweise dergestalt unzuändern, daß nicht nur einzelnen Menschen, fon- den sozialdemokratischen Konsumvereinen beweisen. nicht nach ihren Theorien, wie die Zustände in den scheidet sich bon allen anderen Parteien dadurch, daß Nitr die fie die bürgerliche Gesellschaft als solche bekämpft. Was wir in ihr den Früchten der modernen Kultur theilzunehmen. Durch Jahr- ihrer Mitte, die für die Intereffen der Arbeiterschaft mehr gethan dern der Gesammtheit des Volkes die Möglichkeit gegeben sei, an bürgerliche Demokratie habe muthvolle und entschlossene Männer in erreichen, betrachten wir nur als eine Abschlagszahlung, als eine hunderte lange Ausbeutung und Unterdrückung ist den arbeitenden Begzehrung auf unserem Vormarsche zur Beseitigung der bestehenden Stlassen die Möglichkeit genommen worden, sich aufzuklären und hätten, als alle Sozialdemokraten.( Schallendes Gelder er bes Gesellschaft selbst. Nun sehe man sich die anderen Parteien an, mit denen Sie hier im vierten Wahlkreis zu kämpfen haben werden. weiter zu bilden, erst der Sozialdemokratie war es vorbehalten, das unseren Genossen Wels und Liepmann leicht, die Phrasen des ( Lachen.) Die gesammte Partei blickt auf Berlin. Hier muß ein Proletariat zum Klassenbewußtsein zu erziehen. Heut stehen alle Freifinnigen auf ihr richtiges Maß zurückzuführen. Wel s zeichnete bedeutender Stimmenzuwachs kommen!( Bravo!) Redner charakterisirt herrschenden Parteien zusammen, um die Sozialdemokratie zu be- die Haltung der Freiſinnigen bei der Feier des 18. März und anderen nun in großen Zügen die anderen in betracht kommenden Parteien. fämpfen, weil sie die einzige Partei ist, welche die Interessen der Gelegenheiten und bemerkte, daß die sozialdemokratischen Konsums Um die Konservativen handle es sich hier nicht, ebensowenig um die arbeitenden Klassen vertritt. Das Bürgerthum habe es längst auf- vereine nur in dem Kopfe der Freisimmigen sputen. Siepmann Nationalliberalen, die als Fraktion Drehscheibe längst vom Berliner gegeben, die Freiheiten gegen die Reaktion zu vertreten, die Sozial- weist darauf hin, daß die Freisimmigen von Mißständen in Konsumvereinen erst durch die sozialdemokratische Presse Besonders eingehend beschäftigte er sich feuchtete der Referent demokratie habe das Erbe angetreten. Volte abgethan seien. In trefflicher Weise be= mit der neuen Partei, den sogenannten National Sozialen, die alle bestrebt seien, ihre Macht im Parlament und Gesellschaft zu gewirthschaftet und wenn die Sozialdemokratie denselben nicht im einzelnen bürgerlichen Parteien, Kenntniß erhalten. Wir brauchen das Licht der Oeffentlichkeit nicht zu scheiten. Der Freifinn hat auch im fünften Kreise total ab-, deren Militär und Wasserenthusiasmus er ad absurdum gunsten einer Minderheit auszunügen, er fordert die Anwesenden ersten Wahlgang erobere, dann sei eine Stichwahl mit den Antiführt und deren kurzsichtigen Begriff der Weltpolitit" cr sehr richtig damit abthut, daß er im Grunde weiter nichts bedente, in den Neichstag gewählt werden, die gewillt sind, voll und ganz sie wollen, den Kreis erobern sie nicht wieder, und wenn auf, mit ganzer Kraft dahin zu wirken, daß am 16. Juni Männer semiten zu erwarten. Die Freifinnigen mögen zwicken, so viel wie als daß Deutschland überall seine Nase hineinstecken solle, wo irgend die Intereffen der Arbeiter zu vertreten, um den Brotvertheurern unsere Parteigenoffen alle Kräfte aufwenden, dann wird es etwas los ist.( Großer Beifall und Heiterkeit.) Er widerlegt dann und Finsterlingen das Handwerk zu legen. Nachdem noch Gesche die Grundprinzipien der Freisinnigen, das Gerede vom freien Spiel int die Pfanne zu hauen. Robert Schmidt der Kräfte, das in unserer Ausbeutergesellschaft sich als infame 3 regen Sammlungen für den Wahlfonds und der Vorsitzende Böhm möglich sein, den Schumann und den Zwid schon im ersten zeichnet Heuchelei darstellt. Zum Schluß wendet er sich an die anwesenden zur regen Betheiligung bei der Verbreitung von Flugschriften auf- Wahlgange in seinem Schlußworte noch die Haltung der Frauen, deren Bedeutung für den Wahlkampf er darlegt. Die Sozial- gefordert, wurde die Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf Freifinnigen zu einer Reihe politischer Fragen. Es sei charakteristisch flir den Freisimt, daß er fortwährend betone, auch der Unters Frau auf ihre Fahne geschrieben. Sie kennt keine Unterschiede des Bei Joel, Andreasstraße, leitete der Reichstags- Abgeordnete nehmer müsse die Koalitionsfreiheit haben. Diesem brauche man Geschlechts, der Nasse. Wir kämpfen in dem bevorstehenden Kampfe Dr. Lütgenau sein Referat ein mit einer herben Kritik der Re- fie nicht erst zu geben. Unternehmervereine übertreten täglich den für das allgemeine Wahlrecht, für das Koalitionsrecht, für Frei- gierung wegen der ablehnenden Antwort, die sie auf die Inter-§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes und den§ 153 der Gewerbes zügigkeit, Breßfreiheit, Vereins- und Versammlungsrecht; gegen pellation der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion bezüglich der Ordnung. In Gefahr sei das Koalitionsrecht der Arbeiter. Schmidt. Militarismus und Marinismus, gegen den llebermuth der Junker, Suspendirung der Geireidezölle gegeben hat und kennzeichnete im fordert die Anwesenden in eindringlichen Worten auf, dahin zu wirken, der Liebesgabenempfänger und Brotivncherer. Anschluß hieran in treffender Weise das volksfeindliche Gebahren daß am Abend des 16. Juni die Sozialdemokratie in Berlin fiegStürmischer, lang anhaltender Beifall folgte den kräftigen der Agrarier mit ihrem Anhang, die rücksichtslos dem Volke reich das Feld behauptet. Nach Annahme einer Resolution, in der die nothwendigsten Lebensmittel Schlußworten unseres Genoffent. Der Vorsitzende forderte die an verthenern, wozu ihnen sich die Versammlung mit den Ausführungen des Reichstags- Abwesenden Gegner auf, hervorzutreten und ihre Ueberzeugung mit fein Mittel zu schlecht ist. verwies auf die Vor- geordneten Robert Schmidt völlig einverstanden erklärt und verspricht der unserigen zu messen; es meldete sich niemand. Es ergriff dann gänge der verflossenen Legislaturperiode, in der die Pläne mit aller Energie für seine Wiederwahl thätig zu sein, forderte noch ein Genosse Neumann das Wort, der in echt proletarischer der Reaktion und das Treiben der Vrotwucherer, die sich als Reul noch zur regen Betheiligung an der am Sonntag stattWeise die Parteigenossen daran erinnerte, welch ein schweres Stück Herren der Situation fühlen, so recht in Erscheinung trat, und findenden Flugblattvertheilung auf, worauf die Versammlung mit Arbeit noch draußen in der Provinz zu verrichten sei. Von einer charakterisirte die Regierungspolitik mit dem Hinweis auf die be- einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie geweiteren Diskussion wurde Abstand genommen. Um 10 Uhr wurde fannten, im Parlament und bei den verschiedensten Gelegenheiten schlossen wurde. die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die völkerbefreiende zum Ausdruck gebrachten Bestrebungen, wirthschaftlich als fapitaSozialdemokratie geschlossen. = demokratie ist die einzige Partei, die die volle Gleichberechtigung der die die Sozialdemokratie geschlossen. dem Er 1 die listisch und politisch als realtionär. In längeren Ausführungen er- Jin sechsten Berliner Reichstags Wahlkreis erfreute sich läuterte der Redner sodann die Ziele der Sozialdemokratie die Versammlung in Ahrens' Brauerei eines sehr zahl= In Sanssouci hatten sich etwa 1200 Personen versammelt. und verwies auf die prinzipiellen Gegensätze, die die reichen Besuchs. Der Referent, Genosse Wilhelm Liebknecht Hier war es der Reichstags- Abgeordnete H arm, der die Sünden unserer Gegner fritisch beleuchtete. Das Leitmotiv seiner Aus- Sozialdemokratie von allen anderen Parteien trennen, die alle sagte unter anderem: Der Wahltag ist ein Tag, an dem die wahl ausnahmslos die privatfapitalistische Produktionsweise auf berechtigten Bürger des Reiches Abrechnung halten mit der Regieführungen war: die Arbeiterklasse könne mur und müsse sich selber Helfen, die Sozialreform sei in der Halbheit steden geblieben, Dant recht erhalten wollen und auf dem Boden der heutigen Geſellſchafts- rung. In dem Wahlresultat soll die Stimme des Volkes zum AusWilhelm II., dessen Februarerlasse sicher der ernsten Absicht zu helfen ent- sorgen, daß bei den nächsten Wahlen die sozialdemokratischen Ver- aber die Masse des Volfes fannt ihren Einfluß dahin geltend daß das ausgeführt wird, was das souveräne sprungen seien, habe seinen Willen vor den Reichsgroßen aus dem Saar- treter gewählt werden, die gegen die Reaktion, gegen die Brot- und machen, revier und dessen Genossen nicht durchführen können. Und was seien die Fleischvertheuerer und Geldverschlechterer Front machen und allein Wolf will. Wenn unsere Wünsche heute noch nicht von der Regierung Folgen jener Interpellation zu gunsten der Konfektions- Arbeiterinnen, Redner den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag. Da sich Minderheit im Reichstage find. Wir haben in der Geschichte kein nur die Interessen der Arbeiter zu vertreten gewillt sind, schloß der berücksichtigt werden, so liegt das daran, daß wir noch in der die sonderbarerweise von den Nationalliberalen, den Ausbeutern im und sei sie großen, ausgegangen sei? Nach wie vor würden diese Lohnsflaven Gegner trotz der Aufforderung nicht zum Wort meldeten, wurde von Beispiel, welches dafür spricht, daß eine Regierung einer Diskussion Abstand genommen. auch mit den größten Machtmitteln ausgestattet auf die Dauer ausgenügt und bedrückt. Nur die Vertretung der Arbeiterklasse, die In der Versammlung des fünften Wahlkreises referirte gegen den Willen des Volkes regieren kai. Es ist also an uns. Sozialdemokratie, wolle und könne hier gründlich bessern. Die Geden Wahlen den Willen des Volkes Ausdruck witterwolfen, die sich ihr gegenüber jetzt zusammenzögen, brauche fie Rob. Schmidt. Man müsse der Regierung und den bürgerlichen bei Seit dem Jahre 1848 hing noch von keiner nicht zu fürchten; sie habe als Partei ihren Befähigungsnachweis Parteien dankbar sein, so führte er einleitend aus, daß sie dem zu bringen. vollkommen erbracht. Redner bedauert, daß sich ein Theil der Hand- deutschen Volke noch in letzter Stunde gezeigt haben, was bei den Handlung des Volkes so viel ab, wie von den bevorstehenden Wahlen. werker noch von den Mittelstandspolitikern ins Schlepptau nehmen nächsten Wahlen auf dem Spiele steht und was es zu erwarten hat, Wie die gegenwärtige Regierung die Wünsche und Bedürfnisse des lasse. Da könne man auch sagen: Nur die allergrößten Kälber wenn die Agrarier und ihre Freunde die ausschlaggebende Partei Volles mißachtet, davon zeugt ihre ablehnende Haltung gegenüber ( Heiterkeit.) wählen ihre Metzger selber. Der Kampf sei in neuen Reichstage werden. Die Regierung sowohl unserer Interpellation wegen der Kornzölle. Während die italienische auf der ganzen Linie entbrannt; das arbeitende Volt müsse auf dem wie alle bürgerlichen Parteien mit Ausnahme der freisinnigen und die französische Regierung die Kornzölle suspendirt haben. Posten sein, denn es stehe sein vornehmstes Recht auf dem Spiele: haben bei der Besprechung der sozialdemokratischen Interpellation antwortet uns die deutsche Regierung in Reichstage, sie werde Das Volf mag also sehen, wie es bei den das Wahlrecht. Werde es ihm genommen, dann habe die Arbeiter über die herrschende Brottheuerung erklärt, daß gar keine Veran- nichts thun. flaffe auch kein Interesse mehr am Bestande des deutschen Reiches. lassung vorhanden sei, an dem bisherigen Zustand etwas zu ändern; gegenwärtigen Nothstandspreisen sein Brot bezahlt. ( Allgemeines Händeklatschen.) Wohlbedacht spreche ich das aus.( Leb- und die Agrarier haben die jetzigen Getreidepreise als solche be- diefer Haltung der Regierung ist die Mehrheit des Reichstages hafter Beifall.) Die Gegner sollten es sich wohl überlegen, was sie zeichnet, bei denen erst die Landwirthschaft bestehen könne. Wer hat einverstanden. Woher kommt das? Weil der Reichstag aus Vertretern der besigenden thun. Die Folgen des Staatsstreichs fielen auf die Herren, aber Vortheil von hohen Getreidepreisen? Die Großgrundbesitzer, Ausnahme der Sozialdemokraten die ihr Getreide bis jetzt in der Hand behalten konnten. Klasse besteht. Wenn in Deutschland noch in mancher Hinsicht mittelfleine Bauer hat seine Frucht verkaufen alterliche Zustände herrschen, wenn es die Junker heute noch wagen Tange bon unten würde wohl nicht ausbleiben, und darauf ist jetzt selbst angewiesen, mir nichts, dir nichts, lasse sich das hohe tönnen, gegen die Freizügigkeit der Arbeiter aufzutreten, um sie unnicht sein einziges einziges weittragendes Recht Recht nehmen.( Beifall.) Mehlpreise zu zahlen. Er werde von der Theuerung ebenso gehindert und rücksichtslos ausbeuten zu können, so hängt das damit Wenn die Staatsstreichler auch jetzt ihre Absichten verleugneten, so hart betroffen, wie der Arbeiter und Mittelstand. Die Herabsetzung zusammen, daß unser Bürgerthum nie eine ausschlaggebende Macht gewesen ist, was wiederum wie gehe doch aus mündlichen und Breßäußerungen hervor, daß sie nur der Getreidezölle sei eine der wichtigsten Fragen, denn die jetzige politische des näheren ausführt auts der Entwickelung einen geeigneten Zeitpunkt abwarteten. Nicht so leicht lasse sich Theuerung sei erst der Anfang, aller Voraussicht werde es in den Redner Die Parteien, die diese der ökonomischen Verhältnisse in Deutschland zu erklären ist. das allgemeine Wahlrecht beseitigen, heiße es im fonservativen nächsten Wochen noch schlimmer werden. Handbuch. Redner verweist dann auf den Erlaß des Grafen Theuerung durch die Zölle steigern, nennen sich mit Vorliebe die staats- Die Reaktion ist jetzt so weit gediehen, daß sie ernstlich an die BePosadowsky und auf dessen Appell an das Bürgerthum, Seite an erhaltenden Parteien. Sie sind staatserhaltend insofern, als sie den schneidung des Wahlrechts denkt. Der Gedanke des Staatsstreichs er wird von den Junkern erwogen. Der Staatsstreich ist die vollSeite mit der Regierung die Sozialdemokratie zu bekämpfen. heutigen Klassenstaat mit seinen Ungerechtigkeiten dauernd halten wollen. Staatserhaltend sind die Arbeiter, die die ständige Beseitigung des Rechtsbodens die Revolution von oben. Daraus ergebe sich ebenfalls für uns die Losung: Vorwärts! Grundlage für die heutige Gesellschaft bilden, ihrem Kann man verlangen, daß es das Volk ruhig hinimmt, wenn seine Ideal entspricht allerdings der heutige Klassenstaat nicht. Hier im vornehmsten Rechte mit Füßen getreten werden? Man möchte eine Wahlkreise habe man es hauptsächlich mit der antisemitischen Majorität in den Reichstag bekommen, die das Wahlrecht vera und freisinnigen Bartei zu thun. Die antisemitische Partei schlechtert, sei es durch Heraufsetzung der Altersgrenze der Wähler, Stürmischer, anhaltender Beifall folgte den Referat. Nachdem wolle den Mittelstand födern, indem sie sich als seine Beschützerin sei es durch Abschaffung der geheimen Stimmabgabe. Es unterliegt Genosse Peter an geschichtlichen Beispielen gezeigt, wie oft die Bäter aufspiele. Sie werfe der Sozialdemokratie vor, daß sie den Ruin keinem Zweifel, daß ein derartiges Attentat geplant ist. Darum ist es und Großbäter unserer Stonservativen die Landesverräther gespielt des Mittelstandes begünstige. Der Untergang des Mittel- nothwendig, daß die Gegner des allgemeinen, gleichen und geheimen haben, warnte der Vorsitzende, Genoffe Bogt, davor, von der Wahl- standes sei aber eine Folge der wirthschaftlichen Entwickelung. Wahlrechts zu Falle gebracht werden. Weiter haben wir den Angriff urne etwa mit Rücksicht auf die große sozialdemokratische Stimmen- Das beweisen am besten die Antisemiten selbst, die nichts angeben auf das Koalitionsrecht abzuwehren. Graf Posadowsky hat zwar im diese Revolution bon oben veranstalteten. die volution „ Niemals darfst Du rückwärts geh'n Nie ermüdet stille steh'n, Willst Du die Vollendung seh'n!" Die Redenn Der Volt müssen arbeitende 10 Und mit mit zu zu haben. Seine Reichstage versichert, er denke nicht daran, ein neues Sozialistengeset| gestellt, um einen Reserveposten für Eugen Richter zu haben. Hartkopf. Der Erstere ist beschuldigt, zu Plößensee in der Zeit von einzubringen. Vor den Wahlen wird sich natürlich kein Minister für Dann wurden folgende Resolutionen einstimmig angenommen: 1. Die Anfang 1896 bis September 1897 durch eine fortgesetzte Handein Sozialistengesetz erklären. Wer weiß aber, ob Graf Posadowsky heute im„ Kösliner Hof" tagende Volksversammlung legt den schärfsten lung als Beamter für Handlungen, welche eine Verlegung nach den Wahlen noch Minister ist, und ob uns sein Nachfolger dann Protest gegen die ablehnende Haltung der Regierung in betreff der der Amts- oder Dienstpflicht enthalten, Geschenke oder andere nicht mit einem Sozialistengesez kommt. Wenn es der Reaktion ge- Aufhebung der Kornzölle ein. 2. Die Versammlung fühlt sich mit den Vortheile angenommen oder gefordert lingt, eine Mehrheit der Sammelpolitik in den Reichstag zu bringen, Ausführungen des Referenten solidarisch und verspricht, bei der jetzt Ehefrau soll ihm Hilfe geleistet haben. Korth ist, damals 20 Jahre dann werden unsere inneren Zustände von einer schweren Krise be- zu entfaltenden Wahlagitation mit ihrer ganzen Kraft einzutreten, alt, im Jahre 1878 beim 2. Garde- Ullanenregiment eingetreten, am troffen, denn das Volk kann es nicht ruhig mit ansehen, daß man und zwar materiell und moralisch, damit der 16. Juni für die sozial- 1. Juli 1889 als Ganzinvalide entlassen und Inhaber der Militärihmt seine vornehmsten Rechte nimmt. Betrachten wir demokratische Partei ein Ehrentag wird. Mit einem donnernden Dienstschnalle. Am 1. August 1889 wurde er als nichtständiger Hilfs die abgelaufene Session des Reichstages. Nichts ist für Hoch auf die völkerbefreiende Sozialdemokratie schloß die auch von aufseher im Strafgefängniß zu Plößensee angestellt und am 1. April die Arbeiter gethan, alles für die Besitzenden. Kann vielen Frauen besuchte Versammlung. etatsmäßiger Aufseher. Er hatte freie Dienstwohmung und ein Gehalt da noch ein Zweifel bestehen, daß wir eine Klassenherrschaft haben? Die Schöneberger Versammlung fand in der Schloßbrauerei von 1100 M. Am 3. September v. J. erfolgte seine Amtsentlassung Man sagt, wir hätten keine Wahlparole. Wir haben unser Wahl- statt und war zu einem Drittel von Frauen besucht. Genosse und wenige Tage später seine Verhaftung. programmt in unserem Aufruf klar und unzweideutig ausgesprochen. Pfannkuch hielt das Referat. Derselbe unterzog die Leistungen Es ist ein tribes Bild von Habsucht und Pflichtvergessenheit, Die reaktionären Parteien aber haben kein Programm, denn was des letzten Reichstages einer eingehenden Kritik. Zunächst führte er welches die Anklage von den dienſtlichen Verfehlungen des Korth sie wollen, das können sie nicht öffentlich auszusprechen wagen, und den Anwesenden die rapiden Mehrforderungen für den Mili- entwickelt. In der Strafanstalt war ihm die Station VIb unterwas sie in ihrem Programm aussprechen, ist nichtssagend. Eine tarismus seit dem Jahre 1872 bor Augen; derselbe stellt. Allmälig kam er bei den Gefangenen in den Ruf, daß er zu neue Gruppe faim eine Partei man nicht sagen habe bereits die Summe von 171/2 Milliarden verschlungen. allerlei Begünstigungen bereit sei, wenn ihm dafür Zuwendungen ge tritt diesmal in den Wahlkampf: die Nationalsozialen. Siem Jahre 1872 wurde gesagt, daß man gerüstet sei, macht würden; er solle sich mit der Beförderung von Briefen und wollen monarchisch und sozialistisch zugleich sein. Ein un vereinbarer un gegen zwei Seiten Front machen zu können, aber jeder Reichstag Werthfendungen, mit der Besorgung verbotener Lebensmittel Widerspruch. Sie betonen im Gegensatz habe sich mit Mehrforderungen für Militär- und Marinezwecke zu und anderer verbotenen Gegenstände befassen, kurz, mit den Geunferer Internationalität, daß sie national seien. Wir haben stets beschäftigen gehabt. Auch der letzte Neichstag habe sein möglichstes fangenen allerlei Durchstechereien treiben. betont, daß die internationale Gesinnung das nationale Streben hierin gethan. Als die Flottenvorlage bekannt wurde, waren alle Inwieweit diese Bezichtigungen sich bewahrheiten und in welchem nicht ausschließt. Wir sind national in dem Sinne, daß wir für Parteien, mit Ausschluß der Konservativen und deren Anhängsel und Umfange die Durchstechereien betrieben wurden, soll durch die VerFreiheit und Gerechtigkeit im Vaterlande kämpfen, dabei aber nicht der Nationalliberalen für Ablehnung derselben. Bei der Berathung im handlung aufgeklärt werden, zu der 65 Zeugen, zumeist frühere oder vergessen, daß auch der Angehörige einer anderen Nation unser Reichstage ist nun aber die Flottenvorlage angenommen, die Parteien jezige Strafgefangene, geladen find. Den Borsiz führt LandgerichtsBruder ist, daß es in der Welt eigentlich nur zwei Nationen giebt, haben die Kosten hierfür bewilligt. Die sozialdemokratische Partei ist ihrem Direktor Stüber, die Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Maz. die der Ausbeuter und die der Ausgebeuteten. Unser Prinzip in dieser Frage treu geblieben und hat gegen Annahme der Die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Dr. Meyerstein. Die Vaterland zu befreien von der Fluth der Reaktion, die Vorlage gestimmt. Wir haben die Ansicht, führt Nedner aus, daß, Verhandlung wird um 9% Uhr eröffnet, fie findet im großen über dasselbe hereingebrochen ist, das ist unsere nationale wenn die Flotte den deutschen Handel schützen soll, auch die Inter- Schwurgerichtssaale statt. Aufgabe. Mögen also die Parteigenossen und auch die Partei- essenten, welche den Vortheil hiervon genießen, die Kosten für die Der Präsident leitet die Verhandlung mit der Bemerkung ein, genoffinnen ihre Kräfte für die Wahlagitation einsetzen. Bei dieser Vermehrung derselben tragen mögen. Nach den bisher gemachten daß ja nothgedrungen eine Menge Personen als Zeugen vernommen Wahl steht mehr auf dem Spiele wie jemals, darum müssen auch Erfahrungen sei die arbeitende Bevölkerung diejenige, welche stets die werden müßten, welche früher in Plößensee einen unfreiwilligen die Kräfte mehr wie sonst angespannt werden und jeder im Wahl- Kosten für den Militarismus trage. Die indirekten Stenern be- Aufenthalt hätten nehmen müssen. Er halte es für wünschenswerth. tampf seine Schuldigkeit thun. Lebhafter, anhaltender Beifall lasten dieſe am meisten, 30 pet. derselben werfe allein der daß die Namen dieser Leute, die sich zumeist jetzt auf folgte dem Vortrage. Da sich zur Diskussion niemand meldete, Getreidezoll ab, welcher von den Arbeitern getragen werden muß, einem besseren Wege befänden, nicht an die Oeffentlichkeit schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die und so seien alle Konsummartikel derselben mit derartigen Steuern be- gebracht würden. Sozialdemokratie, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Tastet. Mit dem indirekten Steuersystem müsse gebrochen werden Der Angeklagte Korth Außerordentlich gut besucht war der große Saal des und hierfür die Einkommensteuer erhöht werden, um die arbeitende macht bei seiner Vernehmung folgende Angaben: Er bekenne sich Berliner Prater" von Angehörigen beiderlei Geschlechts; ob- Klasse zu entlasten. Redner führte des weiteren den Posadowsky'schen nur schuldig, in einzelnen Fällen einigen Gefangenen verbotene wohl durch Hinausschaffen der Tische weitere Pläge für die fort- geheimen Erlaß an und zeigte, welche Stimmung in den Lebensmittel zugewendet zu haben. In einem Falle habe er auch während kommenden geschafft wurden, mußte eine beträchtliche höheren Kreisen für die Arbeiter vorhanden, wenn man ge- für einen Gefangenen ein Packet, welches bei dem Kaufmann. Anzahl das mit brausendem Beifall aufgenommene Referat fegliche Berufsvereine verlangt. Die Aussprache des Herrn Schröder in Plögensee niedergelegt war, besorgt. Er habe es dem des Reichstags- Abgeordneten Genossen Förster stehend anhören. Posadowsky im Reichstage habe dieses genügend klar gelegt. Gefangenen ausgehändigt, ohne es vorher auf seinen Redner, der die bevorstehenden Reichstagswahlen als die bedeutungs- Wenn zur Sammlungspolitik aufgefordert wird, kann es uns recht Inhalt git untersuchen. Eine Belohnung habe er für vollsten aller bisherigen bezeichnete, verstand es vortrefflich, die reat- sein, es findet hierdurch eine reinliche Scheidung statt. Zerschmettern feine Vermittelung nicht erhalten. Daß er Briefe an die tionären Gelüste des Junkerthums und der Regierung, durch deren kann man die Sozialdemokratie nicht mehr, jeder Versuch würde Gefangenen besorgt habe, bestreite er. Zu zwei verschiedenen Malen Erfüllung das arbeitende Bolk auf das fühlbarste wirthschaftlich scheitern. Unsere Stellung ist uns allenthalben klar gegeben, die habe er je einen an ihn adressirten Brief aus Rußland erhalten. bedrückt und politisch gefnebelt werden soll, zu kennzeichnen. Reinhaltung der Brinzipien und Taktik wird uns auch zu weiteren Er habe den Inhalt, der russisch geschrieben war, nicht lesen können, Die ungeschminkten Auslaffungen unserer politischen Gegner, der Ver- Siegen führen. Mit dem Appell an die Anwesenden, die Waffe des aber angenommen, daß die Briefe für einen Gefangenen in treter für Vernichtung der bestehenden politischen Rechte, und die Er- allgemeinen Wahlrechts am 16. Juni im Interesse der Arbeiter feiner Station bestimmt waren und sie deshalb beide verflärungen der Regierungen genügen, das Proletariat auf die drohende klasse zu benugen, mit Opferfreudigkeit und Muth in den Kampf brannt. Er räume ein, daß er nicht pflichtgemäß gehandelt Gefahr aufmerksam zu machen, die es durch sein Machtwort am Tage zu ziehen und daß auch die Frauen rege mit thätig sein mögen, habe, dem er hätte die Briefe an seine Behörde abder Wahl von sich abwenden kann. Nach einem Mahnwort an die Frauen, damit der Sieg ein derartig imposanter werden möge, daß uns das geben müssen. Der Vorwurf der Anklage, daß er die bemittelten auch ihrerseits nach besten Kräften im Sinne der Sozialdemokratie zu durch endlich zugeständnisse gemacht werden müssen, schloß Referent Gefangenen begünstigt, die unbemittelten dagegen schlecht behandelt wirken, schloß der Redner seinen interessanten Vortrag. Eine Dis- seinen mit Beifall aufgenommenen Vortrag. Diskussion fand nicht habe, sei nicht richtig. Der Präsident legt dem Angeklagten eine fussion fand nicht statt, obwohl eventuell anwesenden Gegnern, wie statt. Aufgefordert wurden die Genossen noch, am Sonnabend, den Anzahl von ihm unterschriebener Postquittungen über den Empfang immer, größte Nedefreiheit zugesichert ward. Genoffe lose machte 7. Mai, bei der im IV. Bezirk in Schöneberg stattfindenden Stadt- eingeschriebener Briefe und Packete vor. Auch Frau Korth hat in auschließend auf die Nothwendigkeit der Einsicht der Wählerlisten verordnetenwahl ihre Schuldigkeit zu thun, damit auch der in diesem einigen Fällen den Empfang durch Namensunterschrift bescheinigt, aufmerksam und giebt bekannt, daß am Sonntag früh für die Bezirk aufgestellte sozialdemokratische Kandidat Genosse Hoffmann aber beide Angeklagten erklären, daß sie eine Auskunft über Schönhauser Vorstadt eine Flugblattverbreitung stattfindet, fiegreich aus der Wahl hervorgehe. den Inhalt oder Zweck dieser Sendungen nicht mehr zu geben veran der sich zu betheiligen Ehrenpflicht der Genossen sei; ebenso sei Die Charlottenburger Genossen hatten eine Versammlung in mögen, ebensowenig wie sie im stande seien, die Absender zu nennen. dringend geboten, jetzt im Wahlkampfe die Lokalliste genau zu be- dem Lokal Bismardhöhe einberufen. Auch hier war der große Daß sich in den beiden aus Rußland angekomunenen Briefen Geld achten und für weitmöglichste Verbreitung der Parteipreise zu Saal völlig gefüllt, die Stimmung der Genossen vorzüglich. Der befunden habe, wird von den Augeklagten Korth in Abrede gestellt. agitiren. Nachdem auch Genosse August in in fräftigen Worten Kandidat des Kreises Fri 3ubeil hielt ein zweistündiges Referat Der Staatsanivalt hält dem Angeklagten vor, daß thatsächlich eindie Anwesenden auf ihre Pflichten während der Wahlperiode hin- über die bevorstehenden Reichstagswahlen. Redner unterzog zunächst mal für einen Strafgefangenen Fr. Geld aus Rußland angekommen gewiesen, nahm die Versammlung einstimmig die Resolution an, das Verhalten der Regierung gegenüber der sozialdemokratischen fei; Korth erklärt, daß ihm dies nicht bekannt fei. Noch belastender Beren Inhalt wir gestern bereits unterbreitet. Ein brausendes Hoch Interpellation betr. die Aufhebung der Kornzölle einer scharfen für die Angeklagten erscheint der Umstand, daß sie einräumen auf die internationale Sozialdemokratie schloß die imposante Ver- Kritik. Hier hat sich wieder gezeigt, wie weit sich die Regierung müssen, eine Anzahl Postanweisungen quittirt zu haben, fammlung. den agrarischen Interessen dienstbar macht. Freilich, die Wünsche der aus verschiedenen Städten für den Angeklagten Korth eintrafen. Der große Saal im Voltsgarten" war dicht besetzt. In Herren Agrarier gehen noch weiter. Der Antrag Kanig kehrt wieder! Eine Aufklärung wollen die Angeklagten auch hierüber nicht geben: martigen Zügen schilderte Reichstags- Abgeordneter Molkenbur Man redet immer von en Leistungen, die von den Unternehmern können. Der Präsident ermahnt den Angeklagten, bei dieser Sach die gegenwärtige Situation. Die alten Parteien sind mit Aus- für die Arbeiter aufgebracht seien. Was bedeuten diese winzigen lage doch lieber das Leugnen aufzugeben und sich zu einem Ge nahme der Sozialdemokratie in voller Auflösung begriffen. Nach Opfer gegenüber den ungeheuren, welche die Arbeiter auf dem Wege ständniß zu bequemen. Korth bleibt aber dabei, daß er außer den Abstreifung ihrer ehemaligen Jdeale zeigen sie jetzt das nackte der indiretten Steuern für die nothwendigsten Lebensmittel auf zugegebenen Fällen von nichts wisse. Klasseninteresse. Im Mittelpunkt der neuen Sammelpolitik steht der bringen müssen. Wir gehen schweren Zeiten entgegen, für viele InEin Musterbeamter? Bund der Landwirthe, dessen erstes Ziel die Erhöhung der Getreidezölle duſtriearbeiter wird es einen traurigen Sommer geben. Die Ge- Als erster Zeuge wird Oberinspektor Gennadt von der Strafanstalt: ist, um den Getreidepreis dauernd auf jener anormalen Höhe, die er treidepreise werden infolge des unseligen Krieges zwischen Spanien Plößensee vernommen. Der Zeuge stellt dem Angeklagten das; jetzt erreicht hat, zu halten. Auf der anderen Seite streben diese und Nordamerika eine solche Höhe erreichen, daß die Regierung ge- Beugniß eines geschickten, anftelligen, energischen Beutepolitiker eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Arbeiter zwungen sein wird, die Zölle aufzuheben. Deutschland ist durch Beamten aus, der die ihm ertheilten Aufträge mit Umsicht auss: an. Der Recke'sche Vereinsgefeß- Entwurf und dessen Fortsetzung, der feine Flottenpolitik und durch sein Vorgehen in China auf einen führte. Der Präsident hält dem Zeugen vor, daß sein früheres Posadowsky'sche Erlaß stellen sich dar als Ausnahmegeseze gegen die Weg gerathen, der zu gefährlichen Verwicklungen führen kann. Und Beugniß mit seinem jezigen nicht in Einklang zu bringen sei. Arbeiter. Dabei völliger Stillstand in der Arbeiterschuß- Gesetzgebung. wer weiß: vielleicht führt man uns auch bald die Chinesen, die Damals habe der Zeuge gesagt, daß Korth roh und brutal Auch das Reichstags= Wahlrecht ist bedroht durch die verbündeten billigsten Arbeitskräfte die es giebt, ins Land ein! Morgen, bei dem sei und zum Trunt neige. Der Zeuge giebt zu, daß Korth Reaktionäre. Angefangen hat der Reichstag mit einer Vermehrung Schluß des Reichstags im Weißen Saal wird wohl wieder die Sammel- auch diese wenig empfehlenswerthen Eigenschaften besessen habe. Es der Armee und geendet mit einer Vermehrung der Marine. politik gepriesen werden. Wie wenig das nügt, sehen wir am besten in sei schon längere Zeit in der Anstalt davon gemunfelt worden, daß Die jetzige Großmannspolitik soll durch äußere Erfolge die Blicke unserem Kreise, in dem keine einzige der vielen Parteien zu gunsten Korth mit den unter seiner besonderen Aufsicht stehenden Gefangenen vom inneren Elend ablenken, aber das macht kein Bolt groß und der anderen zurückgetreten ist. In dem kommenden Wahlkampf Durchstechereien treibe. Der Zeuge habe auch wiederholt nach dieser. start, wie das Beispiel des Frankreich unter Napoleon III. zeigt. Die wird es sich weiter um das allgenteine, direkte und geheime Wahl- Richtung hin Ermittelungen angestellt, dieselben hätten aber kein Hoffnungen, welche auf die Erschließung China's gesetzt werden, recht handeln, das einzige Recht, das wir noch haben. Auch dieses Ergebniß gehabt. Im Oktober v. J. habe sich der Strafgefangene Fr. dürften sich nicht erfüllen, wohl aber dürfte die Einführung moderner ist in Gefahr. Unverfrorener können die Wünsche nach einer Ab- bei dem Zeugen gemeldet und sich darüber beschwert, daß mehrere. Produktion unter Anwendung der billigen Arbeitskräfte den deutschen änderung des bestehenden Wahlrechts nicht mehr geäußert werden, mit Geld beschwerte Briefe, die von seinen Angehörigen in Tiflis an Produzenten erneute Konkurrenz bringen. Und alles das als es bereits geschehen ist. Man mag sich aber das merken: Dieses ihn unter der Deckadresse des Aufsehers Korth abgesandt seien, nicht in müssen zum Ueberfluß die deutschen Arbeiter durch erhöhte Wahlrecht ist einer der Grundpfeiler des Reiches. Nimmt man diesen seine Hände gelangt wären. Hierbei sei zur Sprache gekommen. Steuern bezahlen. Mögen sich, so schließt Redner, die ge- fort, so tönnte es geschehen, daß das Gebäude einstürzt und derjenige, daß auch andere Gefangene von dem Angeklagten Korth ausgebeutet samunten bürgerlichen Parteien zusammenschließen, auf der anderen der sich unterfängt, daran zu rütteln, unter den Trümmern begraben worden seien. Seite steht das arbeitende Volt, das alle Werthe schafft und dafür wird! Denken wir weiter an die Liebesgabenpolitit, an die Vieh- Der folgende Zeuge, Kaufmann und Restaurateur Ernst Radtke sorgen wird, am Wahltag die Stimmung der arbeitenden Klassen sperre, die nur auf eine künstliche Vertheuerung des Fleisches hinaus aus Plößensee, kann sich nur entsinnen, daß in ganz vereinzelten zum Ausdruck zu bringen. Stürmischer, lang andauernder Beifall läuft. Unsere Aufgabe in dem Wahlkampf ist es, die rechtsstehenden Fällen Badete für den Aufseher Korth bei ihm abgegeben worden lohnte den Redner. Diskussion fand nicht statt und wurde die Ver- Parteien soviel als möglich zu schwächen. Unermüdlich muß die sind. Er hat darin irgend etwas Auffälliges nicht gefunden. sammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Agitation bis zum 16. Juni betrieben werden, dann bin ich fest Der Angeklagte Sorth giebt die Möglichkeit zu, daß er Der Kösliner Hof war bis auf den letzten Platz gefüllt. überzeugt, daß der 16. Juni ein glanzvoller Tag in der Geschichte einige Packete abgeholt habe, er könne aber nicht mehr angeben, Genosse Borgmann führte etwa folgendes aus: Die Partei- der deutschen Sozialdemokratie wird. Schon heute ist die Sozial- welche Bewandtniß es damit gehabt habe. Kaufmann Schröder, der ebenfalls in der Nähe des Anverhältnisse haben sich seit der letzten Reichstagswahl sehr zu gunsten demokratie eine Macht, mit der in allen Fragen gerechnet werden der Regierung, doch zum Schaden des Volkes verändert. Die muß. Alle Aufrufe, alle Aufforderungen, die ergangen sind, uns zu geklagten Korth wohnt, befundet, daß bei ihm in einem Zeitraum nationalliberale und die konservative Partei arbeiten für die Groß- vernichten, haben nichts genutzt. Wir schütteln nicht den Staub von von etwa 6 Monaten sieben oder acht Packete abgegeben worden grundbesitzer. Feste Abmachungen deuten auf eine aus diesem den Füßen, wir bleiben im Vaterlande, bis wir andere Zustände seien, welche an Korth adressirt waren und von demselben auch abWirken hervorgehende deutsche agrarische Partei hin. Die geschaffen haben. Kämpfen ist unsere Losung! Deshalb vorwärts geholt worden seien. Einmal sei auch eine Postanweisung mit der Zentrumspartei hat Adresse des Korth bei dem Zeugen abgegeben worden. Briefe seien mur aus Religionsrücksichten Opposition in den Kampf zum 16. Juni!( Lebhafter, andauernder Beifall.) Eine Diskussion fand nicht statt. Troz wiederholter Aufforderung öfter, etwa 10 Mal, eingetroffen, welche die Adresse des Zeugen gemacht. Seitdem die Verfrommungspolitik eingeleitet worden hat sie ihr freiheitliches ist, In dem ersten Umschlag Gebahren aufgegeben und meldete sich auch kein Gegner. An stelle des Genossen Schlender, der trugen. habe dann ein zweiter ist regierungsfähig geworden. Die Sozialdemokratie hat da- nach Hamburg verzogen ist, wurde Pasche zum zweiten Ver- Brief mit der Adresse des Aufsehers Korth gelegen. Der durch den Vortheil, Parteien mit bestimmtem Wollen trauensmann gewählt. Darauf wurde die Abrechnung von der Mai- Beuge will sich hierbei keine besonderen Gedanken gemacht haben. Frau Gefangenen- Aufseher Pezold, die folgende Zeugin, hatgegenüber zu stehen. Die National- Sozialen haben das Bedürfniß, feier gegeben, fie ergab einen definitiven Ueberschuß von 141,43 m. Sie Sozialdemokraten zu befehren.( Gelächter.) Das beweist ihre Unter" Verschiedenes" machte Genoffin Vogel auf die Frauen- mit dem Korth'schen Ehepaare in einem der sogenannten FamilienUnkenntniß der Arbeiterschaft und der ganzen sozialen Verhältnisse. verfanmilung am 8. Mai aufmerksam, in der Frau Braun über häuser" gewohnt. Es sei ihr sowohl wie den übrigen Nachbarinuen Heute giebt es nur ein hüben und drüben, feine Zwischenpartei. die Bedeutung der bevorstehenden Reichstagswahlen für die prole aufgefallen, daß häufig Leute mit Packeten nach der Korth'schen Dann kam Redner auf die ablehnende Haltung der Regierung gegen tarischen Frauen sprechen wird. Genosse Siegrist nahm darauf Wohnung tamen, da die Ehefrau North sich aber dadurch einen die Aufhebung der Getreidezölle zu sprechen. Die Bekanntmachung Beranlassung, gegen das Verhalten der Charlottenburger Polizei bei Nebenverdienst zu verschaffen suchte, daß sie für andere Leute wusch. des Regierungsstandpunktes erregte lebhaften Unwillen in der Ver- der Beerdigung des verstorbenen Genossen Karl Bartel am so habe man angenommen, daß ihr Wäsche gebracht wurde. In ähnlichem Sinne äußern fich die übrigen Hausbewohner. sammlung. Der Vortragende wies auf die Wünsche der Agrarier vorigen Sonntag aufs schärfste Protest einzulegen. Seine AusDer Zeuge Radtke wird noch einmal vorgerufen und ihm vor hin, die Hörigkeit einzuführen und das allgemeine Wahlrecht durchführungen ergänzten die Genoffen 3ubeil und Freitag einen Verfassungsbruch zu beseitigen. Ferner hob er die Schädigungen durch die Darstellung der eigenen Erlebnisse. Diese Mittheilungen gehalten, daß er seine Aussage noch ergänzen könne. hervor, die durch die Lebensmittel- und Industriezölle dem riefen den stärksten Unwillen in der Versammlung hervor. bekundet daß häufig unbekannte arbeitenden Bolte zugefügt werden. Allein die Sozialdemokratie Wenn die Ergebnisse der bereits eingeleiteten Schritte bekannt ihm gekommen seien, welche Badete für den Aufseher Korth abgaben. tritt noch für die Voltsrechte ein. So kann es kommen, daß mancher werden, wird eine besondere Versammlung sich mit diesem Vorfall Mehrfach seien die Leute noch in dem Lokale des Zeugen gewesen, unzufriedene Bürger, der nur heimlich die Faust in der Tasche ballt, beschäftigen. Mit einem dreimaligen, begeistert aufgenommenen wenn Korth sich nach den Dienſtſtunden auch einstellte. North have sozialdemokratisch wählt, da alle anderen Parteien Gegner der frei Hoch auf die Sozialdemokratie schloß der Vorsitzende die Verſamm- dann mit ihnen getrunken, die Badete selbst in Empfang genonunci Heitlichen Fortentwicklung sind. Würden die agrarischen Parteien lung, deren Verlauf uns zu guten Hoffnungen berechtigt. " Durchstechereien in der Strafanstalt„ Plöhenfee". die Macht im Neichstage bekommen, so würden sie alle Anschläge auf die Volksrechte verwirklichen. Die Arbeiterschaft muß dafür sorgen, daß die wenigen Rechte, die das Volf besigt, auch gewahrt werden. Die Rede wurde mehrmals von braufendem Beifall unterbrochen. In der Diskussion wies hinge auf die liberalen Parteien hin. Borgmann meinte im Schlußwort, daß die Liberalen bei Vor der zweiten Straffammer des Landgerichts II begann der Reichstagswahl feine Rolle spielen, was sie auch selber wissen. gestern der umfangreiche Prozeß gegen den früheren GefangenenHabe man doch den alten Langerhans auch im dritten Wahlkreis auf- Aufseher August Korth und dessen Ehefrau Bertha Korth geb. nunt, Leute die Radtke, المدة und sich gleichzeitig auch Geld geben lassen. Den Inhalt der Packete hat der Beuge nicht gesehen. Dem Aeußeren nach seien aber Lebensmittel darin gewesen. Auf die Frage des Präsidenten, ob auch für andere Aufseher Pacete bei ihm abgegeben worden seien, erwidert der Zeuge, es könnte möglich, sein, aber er könne sich eines solchen Falles nicht entsinnen. Die Vernehmung der Gefangenen. Bei der Vernehmung des ersten Zeugen, der als früherer Gefangener in Plögensee seine dort gemachten Erfahrungen preisgeben. Schreck bekommen. " " = Aus den Nachbarorten. V Von Kißling's Berliner Verkehr ist die Sommeru.... follte, stieß der Präsident auf Swiczigkeiten. Dee Jeuge eiitäie jaußer der eberlaffung des Landes der einzuziehenden Straßentheile| Preise von 30 Pf. erschienen. Die nach den Bahnen übersichtlich geordne.c.: anfangs, daß er die Angeklagten nicht belasten wolle. Nach ein baarer Zuschuß von 1 150 000 Mt. gewährt werden. Eisenbahn- Fahrpläne sind entsprechend erweitert, die Fahrpläne der DampfHinweis darauf, daß der Zeuge ja schon früher eine belastende Im Anschluß an die Dichter: und Tondichter- Abende be- schiffe, Dampfstraßen und elektrischen Bahnen, der Omnibusse und PferdeAussage gemacht habe, giebt derselbe zu, daß er damals die Wahrheit gesagt habe. Er schildert dann, wie es ihm abfichtigt der Direktor des Schiller- Theaters, Löwenfeld, bahnen( legtere treten erst am 15. bezw. 20. Mai in kraft) weisen auf einer im nächsten Jahre als Ergänzung auch die bildende Kunst in den großen Zahl von Linien wesentliche Kurs: und Tarifänderungen nach. Ebenmit Hilfe eines Gefangenen, der Kalefaktordienste zu verrichten hatte, Bereich der Volksunterhaltung zu ziehen, und sogenannte Volts- falls ist Kießling's Taschenplan von Berlin neu herausgeben. gelungen fei, ein Packet ins Gefängniß hineinzuschmuggeln. Er habe Er hat sich daher mit dem Ersuchen Feuerbericht. Donnerstag Abend 91%, Uhr erfolgte Alarm nach Dort dafür drei Mart opfern müssen und der Kalefaktor habe ihm ausstellungen zu veranstalten. gesagt, daß das Geld für den Aufseher Korth bestimmt sei. Die an den Magistrat gewendet, ihm zu diesem Behufe den Bürger- dem Friedrich Wilhelmstädtischen Theater. Briefe, welche von den Gefangenen nach der Außenwelt befördert faal des Rathhauses zur Bengung zu überlassen und zwar versagte infolge einer schadhaft gewordenen Verschlußkapsel am an den Sonntagsnachmittagen von 2-6 Uhr. Es soll eine Heizrohre des Dampffessels die Beleuchtung, weshalb die Vorstellung wurden, ohne von der Gefängniß- Inspektion durchgelesen worden zu beschränkte Anzahl- 30 bis 60- von Originalkunstwerken, Bildern abgebrochen werden mußte. Das Publikum verließ in Ruhe die -30 sein, würden von den sogenannten„ Abgängern" mitgenommen und und plastischen Werken aufgestellt und aufgehängt werden und gegen Räume. Kurz darauf war Buchholzerstraße 6 ein Zimmeran die Adressen besorgt. Die Kalefaftoren wüßten genau, zu welcher ein Eintrittsgeld von 20 Pfennigen der Besichtigung zugänglich sein. brand zu beseitigen. Aus gleichem Anlaß wurde die wehr Freitag Stunde ein Gefangener in Freiheit gesetzt wurde und übernahmen In den Stunden von 2-6 11hr sollen drei Besichtigungen für je Nachmittag 3 Uhr nach Alexander str. 38 gerufen. Möbel und die Vermittelung mit demselben. Die folgende Zengin, eine Frau K., hat einen Verwandten in 100 Personen und nicht mehr stattfinden, und zwar um 2, 3%, und Gardinen gingen in Flammen auf. Eine Stunde später war Kösder Anstalt Plögensee gehabt. Durch eine dritte Person ist ihr ein um 5 Uhr. Jeder Besichtigung soll ein kurzer Orientirungsvortrag liner straße 2 in einer Schlosserei ein Brand abzulöschen, der Kasfiber von dem Verwandten zugegangen, worin sie gebeten wurde, vorangehen, der von einem Sachkenner gehalten werden soll. Das feinen beträchtlichen Schaden verursachte. Um 61/2 Uhr wurde ein ihm ein Packet mit Ezwaaren zukommen zu lassen. Es wurde ihr ihm ein Backet mit Eßwaaren zukommen zu lassen. Es wurde ihr Magistratskollegium hat das Gesuch in Voraussetzung der Er- Dachstuhlbrand aus Moabit signalisirt. Es brannte Spener= die Weisung gegeben, sie solle den Begleitbrief an den Kaufmann füllung seines Wunsches, daß die Veranstaltung der Dichterabende straße ein Theil der Dachkonstruktion, doch gelang es der start. vertretenen Wehr bald, das Feuer zum Stehen zu bringen. Stadtke in Plößensee adreffiren, auf dem inneren zweiten limschlag aber beibehalten wird, genehmigt. die Adresse des Aufschers Korth schreiben und in den Brief selbst 3 M. Der Vorstand des Hansa- Plan- Bezirksvereins hat sich mit in Freimarken legen. Sie habe es so gemacht und Packet nebst der Bitte an den Magistrat gewendet, für die Beseitigung der„ VerBrief seien in den Besiz des Gefangenen gelangt. Der einigten Berliner Mörtelwerte Bachstr. 5-7 einzutreten und Die Parteigenossen von Adlershof werden um Beachtung folgende Benge, ein Gastwirth, der zur Zeit eine längere die Durchlegung der Straße Schleswiger Ulfer bis zur Straße der folgenden Mittheilung gebeten: Bekanntlich hat der ordnungsGefängnißstrafe verbüßt, bekundet, daß eines Tages der Aufseher Siegsmundshof zur Ausführung zu bringen. stützende Amtsvorsteher v. Oppen der in Preußen Deutschland so Korth ihn aus seiner Zelle herausgerufen und ihn gefragt habe, ob er den Gefangenen W. fenne, der in der Drahtweberei arbeite. Die deutsch- nationalen Jämmerlinge einer großen studenti: sehr beliebten Anwendung des groben Unfugs- ParaAls der Zeuge bejaht habe, sei ihm von Korth der Auftrag ge- fchen Verbindung haben, wie noch erinnerlich sein wird, vor einiger graphen gegen politisch mißliebige Aeußerungen dadurch die worden, den W. zu holen. Nachdem dies geschehen, hat der Zeuge Zeit offiziell gegen die Kranzspende protestirt, mit der 15 Burschen- Krone aufgesetzt, daß er gegen alle Einwohner von Adlershof, die gesehen, daß Korth dem W. ein Packet überreicht habe. schafter am fünfzigjährigen Gedenktage die März gefallenen am 18. März d. J. den Ehrentag des deutschen Volkes in pietätDer Zeuge hat Kalfaktordienste in einer anderen Station als der geehrt hatten. Diese klägliche Haltung scheint denn doch nicht überall voller, würdiger Weise durch eine Illumination begingen, Korth'schen verrichtet. Am Weihnacht- Abend habe er einen großen in akademischen Kreisen Anklang zu finden. Die Konrad Küster'sche mit einem auf 15 M. lautenden Strafmandat zu Felde zog. Es sei der Kalfaktor einer anderen Station Universitätszeitung" läßt sich in der Angelegenheit wie folgt aus: Sie sollten sich durch die Art der Feier eines Vergehens gegen den mit zwei Gefangenen in seine Zelle getreten. Die letzteren hätten An der Erklärung des burschenschaftlichen Organs ist alles über- genannten Paragraphen des Strafgesetzbuches schuldig gemacht haben. jeder einen großen Korb getragen, welche mit Packeten angefüllt flüffig. Erstens hätte niemand geglaubt, daß der D. C.( Delegirten- Selbstverständlich haben die Parteigenossen gegen die Handlungswaren, die Körbe niedergesetzt und sich mit dem Kalfaltor wieder Convent) etwa das Andenken der 1848er Bewegung ehren würde, weise des Amtsvorstehers Widerspruch erhoben, indem sie gerichtliche entfernt. Der letztere habe ihm aufgetragen, die Padete an obwohl diese burschenschaftlich" im besten Sinne des Wortes Entscheidung verlangten. Die Verhandlung in dieser für uns auf dann aber steht dem D. C. über jene jeden Fall agitatorisch äußerst wirksamen Angelegenheit ist vom die Adressaten zut vertheilen und hinzugefügt, daß die gewesen ist, absolut keine Jurisdiktion zu, Schöffengericht Köpenick auf den 27. Mai, vormittags 9 Uhr angesetzt. Sachen durch den Kaufmann Radtke vermittelt worden seien. fünfzehn Burschenschafter mißbilligen. Als Belastungszeugen, die sich in allem Ernst über die Illumination zu auch nichts an Bezeichnend Der Zeuge habe angenommen, daß es sich um eingeschmuggelte hat Gegenstände handele, es sei ihm bange geworden und er der Erklärung ist auch der naive Abscheu gegen die geärgert haben sollen, sind außer den Polizeibeamten folgende BerHabe deshalb dem ihm überstellten Aufseher Mittheilung gemacht. Sozialdemokraten, als ob allein die Thatsache, daß auch sonen vorgeladen worden: Köhler, W. Neimer, J. Niedler, Th. Lufft Die Packete feien wieder abgeholt worden, wohin sie gebracht wurden, die Sozialdemokratie Kränze im Friedrichshain niederlegt, für jeden und Kaufmann Hansen. Alle betheiligten Angeklagten werden nunmehr ersucht, sich zum wisse er ebenso wenig, wie er angeben könne, auf welche Art sie ins anständigen Menschen genügen müßte, um seinerseits davon abGefängniß gekommen seien. Der Zeuge weiß sonst nichts von Durchzustehen, in welcher Ansicht der D. C. übrigens feineswegs allein Unterschreiben der Vollmacht für den Rechtsanwalt an stechereien. Er selbst habe sich hin und wieder etwas Schmalz oder steht. Wie der D. C. sonst über die 48er Bewegung denkt, sieht Louis Stemmwedel, Zigarrengeschäft, Bismardstraße, oder an Gustav Speck von anderen Gefangenen getauft, die ihre Nation nicht essen wollten. man auch aus der Thatsache, daß ihm als Grundlage für seinen Tempel, Kronprinzenftr. 6, zu wenden. Die Straffache geht auf Auf die Frage des Präsidenten, wie der Zeuge denn in den Besiß diesbezüglichen Auffaß das Buch des„ berühmten" Hans BI um Albrecht und Genossen. „ Wenn heute ein Der benachbarten Gemeinde Reinickendorf ist kürzlich eine. des Geldes gelangt sei, erividerte derselbe, daß dies ihm von dient, des kleinen Sohnes eines großen Vaters. Besuchern zugesteckt worden sei. Der folgende Zeuge, ein Geist herniederstiege und die Epigonen der alten Burschenschafter sich ganz bedeutende Erbschaft an Grundbesig zugefallen, deren Werth eine Million Mark beträgt. In In Lichtenberg ist Tischlermeister, der eine dreijährige Gefängnißstrafe zu ver- anfähe, er würde es machen wie Petrus: davongehen und bitterlich etwva büßen hat, hat den Angeklagten Korth bei seiner Vernehmung schwer weinen. Es gab einmal eine mächtige, stolze, freiheitliche deutsche nämlich vor einiger Zeit ein Gutsbefizer Qualis mit Hinterlassung eines sehr bedeutenden Baarvermögens und ausgedehnten Grund belastet. Der Günstling Korth's, ein Stalfaktor B., betreibe einen förm Burschenschaft; Tang, lang ist's her." lichen Handel mit Zigarren und anderen Genußmitteln, Korth leide, daß Zur Verhinderung von Thierquälereien bei den Aus- befizes verstorben. Er war ein geborener Reinidendorfer und besaß weder Kinder noch Geschwister und hat darum den größten Theil die bemittelten Gefangenen Karten spielten, er besorge für dieselben Briefe schachtungsarbeiten auf Bauten hat man jezt vielfach eine sehr feines baaren Vermögens der Irrenanstalt Herzberge und anderen ins Gefängniß hinein und heraus u. f. w. Der Zeuge erklärt, daß lobenswerthe Einrichtung getroffen. Bei der Hinwegschaffung von er vom Untersuchungsrichter falsch verstanden sein müsse, er wisse Fundamentresten und der Sandmassen, welche aur tieferen Aus- Stiftungen, feinen Grundbesiz aber seinem Heimathsdorf vermacht. aus eigener Erfahrung von diesen Geschichten schachtung des Baugrundes auf Wagen hinwegtransportirt werden In der Schule gestorben ist vorgestern Vormittag der 18 Jahre. nichts, er habe nur die Gerüchte wiedergegeben, die im Gefäng- müssen, wurden bisher die vor die letteren gespannten Pferde beim alte Schulfnabe Baul Häusler, welcher die neunte Charlottenburger nisse im Umlaufe waren. Der Zeuge muß aber zugeben, daß er An- und Weiterziehen meistens über alle Maßen angestrengt. Jetzt Gemeindeschule in der Kirchhofstraße besuchte. Als die Klaſſe fich voit seiner in Wien lebenden Ehefrau fast alle Monate werden, wie man das z. B. bei den großen Abbruchsarbeiten an der zum Gebet erhob, war der Knabe mit aufgestanden, fiel dann aber Geld erhalten hat, welches auch in seine Hände gelangt Waisenbrücke bemerken kann, in die ausgeschachtete Baugrube in ihrer fofort nach hinten zurück und verstarb auf der Stelle. sei. Er erhielt die Briefe von seiner Frau auf dem ganzen Ausdehnung aus Eisen bestehende Wagenspuren gelegt, welche Besondere Arbeiterzüge sollen vom 1. Juni ab zwischen ordnungsmäßigen Wege durch die Gefängniß Direktion. Wenn Sie Breite großer Räder haben, und auf denen zwei Pferde ohne Berlin und Niederschöneweide für die in den dortigen Elektrizitätsdarin die Bemerkung enthalten war:" In Geschäftssachen ist große Anstrengung den beladenen Wagen auf die Straße ziehen und Kabelwerken beschäftigten Berliner Arbeiter verkehren und zwar nichts vorgekommen", so bedeutete dies für ihn:" Ich habe Dir fönnen. Hoffentlich übt man mit der Zeit auch den arbeitenden morgens zwischen 6 und 7 Uhr von Berlin nach Niederschöneweide Geld geschickt". Die Postanweisungen wurden an die Ehefrau Menschen gegenüber die Rücksicht, die den Thieren mit Recht zu und abends von dort nach Berlin zurück. Zum 1. Juni soll auch eines Gefangenen geschickt, der Kalfaktorendienste verrichtete. Auch theil wird. die Fertigstellung der Fußgängerbrücke zwischen Ober- und Nieders die Angeklagte Ehefrau North soll Vermittlerdienste geleistet haben. schöneweide erfolgen. Gegenwärtig ist man mit der Anbringung des eisernen Ueberbaues auf der Brücke beschäftigt. 4 " er Der Zeuge erklärt, daß er sich erhebliche Abzüge Die furchtbare Getreidetheuerung, welche das arbeitende habe gefallen lassen müssen. Tassen müssen. Für das Geld Volk zwingt, den Schmachtriemen jetzt noch enger anzuziehen, tritt Gerichts- Beitung. wurde Wurst, Butter, Zigarren u. f. w. gekauft, welche Gegen- einer Zeitungsmeldung zufolge auch im Gastwirthsgewerbe auffällig stände dem Zeugen wiederum durch Vermittelung der Kalfattoren zu tage. Es wird berichtet: Die steigenden Mehl- und Spirituszugesteckt wurden. Ob der Aufseher Korth hierbei die Handpreise beginnen bereits sich recht fühlbar zu machen. Besonders nehmen viele Gastwirthe, in deren Lokalen zum Frühstück, Mittagim Spiele gehabt, will der Zeuge nicht wissen. Die auf einem Gute des Abg. v. Rocielski eingerichtet ge Der Präsident bemerkt, daß die Einrichtung der Kal- und Abendtisch Brot und anderes Gebäck gratis, und zwar nach Belieben, wesene Ferien- Kolonie für polnische Kinder ist in verabreicht wird, die Gelegenheit wahr, diesen von ihnen schon längst ber in Berlin erscheinenden polnischen Arbeiterzeitung„ Gaceta fattoren doch sehr bedenklich zu sein scheine. Ein anderer Zeuge, der über Mittel verfügte, hat sich an den verwünschten Brauch zu beseitigen. Bisher konnten die Wirthe einen Robotnicza" einer Kritik unterzogen worden, welche eine BeleidigungsKalfattor N. gewandt, der ihm alles besorgte, was er haben triftigen Grund hierfür nicht angeben und hätten ristiren müssen, flage des Wirthschaftsschreibers Sitorsti und des Inspektors wollte. Vei Schnaps, Wurst und Zigarren habe der Zeuge manchen durch einen solchen Schritt ihre Kundschaft zu verlieren. Jebt geben oralski gegen den Redakteur der genannten Zeitung, Schuhgemüthlichen Stat gemacht. Die Gefangenen hatten eine eigene sie an, daß die Bäcker erklärt hätten, zu den bisher üblichen Engros macher Ignaz& a 3 maret, gezeitigt hat. Das Schöffengericht hatte Kontrolle eingerichtet, um sich zu vergewissern, daß das Geld, preisen nicht mehr liefern zu können. Auch in anderer Weise macht sich gestern mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen. In dem der Privatwelches den Vermittlern von ihren Angehörigen eingehändigt worden sich die Vertheuerung des Mehles geltend; so verlangen die Bäder, war, auch zum Ankaufe von Lebensmitteln verwendet worden war. Die bisher 5 Schrippen für 10 Pf. verkauften, jetzt denselben Preis lage zu grunde liegenden Artikel führten polnische Eltern, deren Sie hatten bestimmte Stichworte in ihren Briefen, wodurch die Ver- für 4 Stück. Die enormen Spirituspreise haben zur Folge gehabt, über die ihren Kindern widerfahrene Behandlung. So wurde gesagt, Kinder in die Ferienkolonie geschickt worden waren, lebhafte Klage wandten verständigt wurden. Es habe allgemein im Gefänguiffe daß nicht nur der Schnaps theurer geworden ist, sondern daß auch daß die Kinder wie Gefangene behandelt, nur furze Zeit täglich in geheißen, daß der Auffeher Korth hinter den Mittelspersonen stede. die Fabrikation von Fruchtweinen, die während der letzten Zeit in daß die Kinder wie Gefangene behandelt, nur kurze Zeit täglich in Von verschiedenen Zeugen wird bekundet, daß der Kalfaktor Deutschland, speziell in Berlin, so sehr zur Blüthe gelangte, einen den Wald geführt, sonst aber in ein gemeinsames Zimmer gepfercht und bei der geringsten Unruhe von Sikorski verprügelt worden seien. Baul Nowusch die Haupt- Vermittlerrolle bei den Durchstechereien argen Stoß erleidet. Eine nicht geringe Anzahl fleiner Destillateure Wie Wehlan die Dahomey- Weiber mit der Nilpferdpeitsche gegespielt habe. Er erklärt auf Befragen des Präsidenten, daß er zur ertlärt ganz offenherzig, daß fie bei einer weiteren Steigerung der züchtigt, so habe dieser zweite Wehlan sich Kantschus aus Weidenzüchtigt, so habe dieser zweite Wehlan sich Kantschus aus WeidenBeit eine Gefängnißstrafe von 4 Jahren 6 Monaten wegen schweren Spirituspreise entweder ihr Geschäft aufgeben oder" Planscher" ruthen gedreht und damit täglich die Kinder verprügelt. Jeden Diebstahls verbüße. Sodann giebt der Zeuge Nowusch folgenden werden müssen. Sonnabend hätten die letzteren den Hof reinigen und den Sachverhalt an: Der vorerwähnte wohlhabende Tischlermeister sei Am 14. Mai abends nach Dienstschluß wird das Postamt 69 Unrath mit den Händen aufnehmen müssen; wenn sie sich ihn um seine Hilfe angegangen, um Lebensmittel zu erhalten. Nun von dem Hause Burggrafenstraße 13 nach dem Hause Kurfürsten- geweigert hätten, die Brühe mit Würmern zu genießen, feien sie gehabe der Tischlermeister zunächst an seine Frau in Wien geschrieben, straße 101, Eingang Nürnbergerstraße, verlegt und führt fortan die schlagen worden und sie hätten täglich Worte wie:" Ihr Berliner fie möge ihm 15 Gulden schicken und zwar an die Adresse Bezeichnung" Postamt 69( Nürnbergerstraße)". Hundeseelen" 2c. hören müssen. Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld der Wittwe Wittwe Nowusch, der Mutter feines Mitgefangenen. In einigen Posamentiewaaren- Geschäften wird das Bublifum als Vertreter der Privatkläger erklärte alle diese Behauptungen für Nowusch schrieb gleichzeitig an seine Mutter, daß sie fünfzehn Gulden aus Wien geschickt erhalten würde, fie möge neuerdings in recht unschöner Weise übervortheilt. Die Hausfrau, böswillige Erfindungen, darauf berechnet, ein wohlthätiges und gedafür Lebensmittel kaufen und das Packet nebst 6 M. an die Frau welche eine Rolle Intergarn fauft, nimmt ohne weiteres an, meinnügiges Unternehmen herabzusetzen und der sogenannten polnischen Korth, Kanalstr. 15, in Blößensee abgeben. Nach einiger Zeit er- daß dieselbe nach altem Brauche 1000 Yards enthält. Nun ist aber Hofpartei" eins auszuwischen. Rechtsanwalt Leonh. FriedUm den Privatklägern die hielt Nowusch ein unverfängliches Schreiben, worin der Ausdrud feit einiger Zeit Untergarn in den Handel gebracht worden, wovon mann bot dagegen einen umfangreichen Wahrheitsbeweis au, den vorkam Mutter hat geschlachtet". Hieraus erfah Nowusch, daß das die Rolle nur 900 Yards groß ist. Die Zahl 900 ist so flein an- der Gerichtshof zu erheben beschloß. Badet an Frau Korth abgegeben worden war. Der Angeklagte gebracht, daß sie nur bei besonderer Aufmerksamkeit bemerkt werden Möglichkeit, Gegenzeugen vorzuladen, zu geben, wurde die VerKorth habe es denn auch bald unser seinem Mantel ins Gefängniß fann. Der Fabrikant, welcher die Waaren liefert, hütet sich wohl, handlung vertagt. seinen Namen oder seine Marke auf den Rollen zu vermerken, und hineingebracht. Darauf wird die Verhandlung bis Sonnabend vorm. 9% Uhr es läßt sich daher vermuthen, daß die Waare aus einer jener untergeordneten Fabriken stammt, die in der Oeffentlichkeit feinen guten bertagt. Klang haben. Wie es heißt, soll die Behörde auf jene unsolide Geschäftspraxis aufmerksam gemacht werden. Tokales. Wahlversammlungen. Eine Wählerversammlung der vereinigten Konservativen, Chriftlich- Sozialen und Deutsch: Sozialen im ersten Berliner Jm Monat April d. I. wurden nach amtlicher Feststellung in Reichstage. Wahlkreise bestätigte am Donnerstag einstimmig die von den Vertrauensmännern aufgestellte Kandidatur des BäckerStudirende Frauen in Berlin. Nach den amtlichen Listen Berlin 51 840 Fremde beherbergt, davon entfallen auf Gasthöfe meiſters Bernard. Die vom Vorfizenden Redakteur Horn gebeträgt die Zahl der studirenden Frauen in diesem Semester bis jetzt 39 790, auf Hotel garnis und Chambres garnis 2927 und auf sonstige leitete Versammlung hörte zuerst einen Vortrag eines Herrn Leh 123, und zwar gehören der Nationalität nach 88 dem Deutschen Anstalten zur Beherbergung 9123. mann über den Niedergang des Mittelstandes. Er bedauerte zu Reiche an, von denen 65 allein auf Preußen fallen. 4 OesterFünfpfennig- Theilstrecken. Von Sonntag, 8. Mai, ab werden nächst die Aufstellung eines national sozialen Kandi reicherinnen haben sich ferner gemeldet, 15 Russinnen und auf den Linien der Allgemeinen Berliner Omnibus- Gesellschaft daten im Wahlkreise und die dadurch bewirkte Zersplitterung der 12 Amerikanerinnen. Ungarn, England, Schweden und Norwegen den Freisinnigen und Sozialdemokraten. man versuchen, in die Stichwahl zut Boologischer Garten versuchsweise nachfolgende Fünfpfennig- Theil- Troydem miſſe sandten je eine studirende Frau. Bezüglich der Fächer, denen sich Hallesches Thor- Chauffeestraße( Ecke Liesenstraße) und Dönhoffplay- Stimmen gegenüber die Damen zuwenden, weisen die Philosophie und Philologie den trecken eingeführt: 1. Hallesches Thor- Leipzigerstraße, Kochstraße- tommen und alles dazu aufbieten. Dann folgten die üblichen größten Besuch auf. Philologie im allgemeinen, moderne Sprachen, Bahnhof Friedrichstraße, Leipzigerstraße- Oranienburger Thor, Angriffe gegen die Sozialdemokraten. Diese wolle den MittelGeschichte und Philosophie sind zumeist als Gegenstände des Weidendammer Brücke- Liesenstraße; 2. Dönhoffplay- Potsdamer stand ruiniren, um aus dessen Reihen Verstärkung zu gewinnen. Studiums gewählt worden. 10 Damen studiren Naturwissenschaften, Blaz. Friedrichstraße- Lüßowstraße, Potsdamer Brücke- Kurfürsten- Herr Bernard, der hierauf das Wort nimmt, richtet sich in ve6 Nationalökonomie nur Chemic und In redter Weise gegen die Bäckereiverordnung. Diese sei unhaltbar, weil der juristischen Fakultät haben 6 Hörerinnen sich für Staats- straße, Ecke Schillstraße, Lüzowplay- zoologischer Garten. wissenschaften eingefchrieben, 2 für Rechtswissenschaft; 4 deutsche Die im 81. Lebensjahre stehende Wittwe R. sprang an- sie ohne Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse des Gewerbes Medizinerinnen und 3 deutsche Theologinen zählt die Universität scheinend unter dem Einfluß einer geistigen Störung aus ihrer in erlassen sei und geradezu den Gesellen zum Herrn( 1) des Meisters mache. Es sei so unmöglich, diese Verordnung der Dalldorferstraße, 2 Treppen hoch gelegenen Wohnung auf den durchzuführen, daß jeder Geselle jeden Meister täglich zur in diesem Jahre. Bestrafung wegen llebertretung bringen könne. Es gefte Die Verbreiterung der Spandauerstraße scheint jetzt ihrer of hinab und war auf der Stelle todt. Bei der Arbeit verunglückt ist gestern der 23 Jahre alte Paul daher, energisch Front zu machen gegen weitere sozialBerwirklichung nahe zu rücken. Das Magistratsfollegium hat be ſchloſſen, der Stadtverordneten- Versammlung zu empfehlen, das an- War in her en en die bon chen stomp. in der Torfftr. 32/33 reformeriſche Bestrebung. In der Frage der Getreidezölle ſteht gebot eines Unternehmers anzunehmen, wonach eine Ver Beim Abladen von Eisen Lowry rutschte er aus und fiel Redner auf schutzöllnerischem Boden. Zoll von 3,50 M. trage breiterung der Spandauerstraße zwischen Probst- hin. Eisenstücke stürzten ihm nach und fielen ihm auf die Brust und nichts zu dem hohen Weizenpreise bei; der Zoll werde vom Auslande straße und Moltenmarkt auf 19 Meter unter Einziehung den linken Arm. Seine Mitarbeiter befreiten ihn aus der schreck- bezahlt. Des weiteren erklärt sich der Kandidat gegen Konsum- und der Nikolaigasse und Verbreiterung der Ciergaffe, sowie die Neu- lichen Lage unter der schweren Last und die Fabrikleitung ließ ihn Beamtenvereine und spricht die Hoffnung aus, daß der Freisinn bei bebauung des ganzen in betracht kommenden Areals ausgeführt mit einem Kopp'schen Krantenwagen in das Augusta- Hospital den nächsten Wahlen möglichst verschwinden und eine fräftige Mittelstandspolitik plaggreifen möge. werden soll. Als Beitrag zu den Kosten des Unternehmens soll bringen. eine Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. r. 106. 15. Fabgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 7. Mai 1898. Auslegung der Wählerlisten. Der Magistrat erläßt in den amtlichen Publikationsorganen folgende Bekanntmachung: Nach der Bestimmung des Herrn Ministers des Innern sollen 190 anderen Oberbeamten 3 und 6 M. und einem Unterbeamten 2 und öffnet, in denen an Mitglieder auch Branntwein verkauft wurde, 3 M. Der höchste Saß ist zu zahlen, wenn die Beamten auch ohne daß der Vorstand hiervon der Behörde Anzeige gemacht und nachts an dem Orte bleiben müssen, wo die Gefangenen beschäftigt den Kleinhandel mit Branntwein zur Betrieb& steuer angemeldet werden. Die Unterkunft für die Beamten hat die Anstaltsverwal- hatte. Dies trug fünf Vorstandsmitgliedern, Arnold und Genossen, tung, die Beköstigung dagegen hat sich jeder Beamte selbst zu be- eine Anflage wegen Steuerkontravention ein. Die Angeklagten forgen. Vom Arbeitgeber dürfen sie nur mit Genehmigung der Auf- machten dagegen geltend, die Genossenschaft sei als die zu nicht bie die Wählerlisten zu der durch kaiserl. Verordnung vom 21. April d. I. Gutschädigung festseßt, aus der Anstaltskasse zahlt und zu Lasten des st e uer für den Branntweinverlauf zu entrichten angeordneten Neuwahl zum Reichstag vom 18. Mai d. J. ab gemäß§ 8 des Wahlgefezes vom 31. Mai 1869 öffentlich zu jeder manns Einsicht ausgelegt werden. beköstigten Beamten verrechnen läßt. Reisekosten erhalten die Beamten, und die Anmeldung zu dieser Steuer sei darum nicht nöthig gewesen. wenn ihnen solche erwachsen. Mit der Gewerbesteuer sei das etwas anderes, da das Gesetz ausauf Das fie Einen Preis von 1000 M. fezt das königl. Bergamt drücklich auch die Konsumvereine unter gewissen, hier zutreffenden Infolge deſſen machen wir unter Hinweis auf§ 3 des Wahl- bas harte Auffegen der Förderschalen in den ſteuer für den Betrieb des Kleinhandels mit Branntwein und den in Freiberg i. S. auf die Erlangung einer Vorrichtung aus, die Voraussetzungen der Gewerbesteuer unterwerfe. Die Betriebsreglements vom 28. Mai 1870 hierdurch bekannt, daß die für die Schächten verhütet. Bewerbungen um den Preis sind bis 1. De- Gastwirthschaftsbetrieb könne ihrem Zwecke nach nur gewereine, sechs Wahlkreise Berlins aufgestellten Wählerlisten acht Tage lang zember d. J. portofrei bei den genannten Bergamt einzureichen. liche Unteanehmungen treffen, nicht aber Konsumvereine, und zwar vom Soziales vom Harze. Man schreibt uns: Was die preußischen die, wie dea hier fragliche, lediglich mit ihren Mitund gliedern für diese wirthschaften. 18. Mai d. J. ab an den Wochentagen von vor Junker erst erstreben, das haben die Kapitalisten von Elbingerode Schöffengericht erkannte nach dem Antrage der Angeklagten mittags 9 bis nachmittags 3 Uhr und am Himmel- und Umgegend schon durchgesezt: die Freizügigkeit der Arbeiter des Freisprechung, das Landgericht verurtheilte fahrts- und Sonntage von 12 bis 5 Uhr nachmittags Harzes ist thatsächlich aufgehoben. Es existirt dort ein sogenannter jedoch zu je 400 mart Geldstrafe. Der Straffenat des Kammerausliegen werden. Die Auslegung erfolgt in unserem Wahlbureau, Post: der bisher bei einem Mitgliede des Vierbunds in Arbeit stand. nuzung von Läden wohl Gewerbesteuer zahlen müsse, nicht aber zur Die Auslegung erfolgt in unserem Wahlbureau, Post: Kalfsteinbrüchen. Indieſen Brüchen bekommt kein Arbeiter Beschäftigung. Die Auffassung der Angeklagten, daß der Verein wegen der Be ftrae 16, II, und gleichzeitig an den nachstehend bezeichneten Auch landwirthschaftliche Arbeiter müssen erst eine Empfehlung ihrer Betriebssteuer nach§ 59 des Gesezes verpflichtet sei, enthalte einen Mert- Betriebssteuer nach§ 59 des Gesezes verpflichtet sei, enthalte einen für den I. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 1 bis 20, vormaligen Herrschaft bringen, um Beschäftigung zu erhalten. Mert Rechtsirrthum. Die Betriebssteuer sei eine Unterart der Gewerbewürdige Gedanken kommen einem, wenn man hört, daß 283 und 284 und von Stadtbezirk 144: Kleine Kur- fämmtliche Beamte der großen Werte mit Revolvern versehen sind. Steuer; die Veranlagung zur Gewerbesteuer bilde die Voraussetzung für sie. Ein Konsumverein, der gewerbesteuerpflichtig straße 9, Niederwallstraße 24 und 25 und Spittelmarkt 14 Ob sie Sperlinge damit schießen wollen? Ob man dazu einen Spittelmarkt 14 Ob sie Sperlinge damit schießen wollen? Ob man dazu einen sei, müsse darum auch die Betriebssteuer zahlen, wenn er Branntund 14a, mit Ausschluß von: Alexanderstraße 18( Stadt- Waffenschein braucht? Was soll das bedeuten? Es wäre doch wohl wein in kleinen Mengen an seine Mitglieder abgebe. Hierbei bezirk 3), KL. Präsidentenstr. 6 u. 7 und Neue Promenade 9 u. 10 nothwendig, daß die Behörde bekannt gäbe, wer so ein gefährliches fomme es darauf, ob ein Gewerbebetrieb im eigentlichen Sinne statt( Stadtbezirk 5) in der Turnhalle der 21./24. Gemeindeschule, Hinter Instrument tragen darf. finde, garnicht an. der Garnisonkirche 2; Orten: für den II. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 21 bis 780 und 114 bis 117 und zwar: a. für die Stadtbezirke 21 bis 30 und 50 bis 73 in der Turnhalle der 101./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2, b. für die Stadtbezirke 31 bis 49 in der Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetzstr. 79, c. für die Stadtbezirke 74 bis 78C und 114 bis 117 in der Turnhalle der 83./93. Gemeindeschule, Dieffenbachstr. 60/61; für den III. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 79 bis 82, 87, 118 bis 144 mit Ausschluß von: Oranienstraße 31 bis 41 und So weit ist es gekommen durch die Gleichgiltigkeit der Harzer Arbeiter: Ruffen, Polen, Galizier, Italiener, sie alle erzielen für ihre Arbeitskraft höhere Löhne als die Einheimischen und dabei sind die Fremden wenig er leistungsfähig als die hiesigen.. Tiefbedauerlich ist ferner die immer weiter um sich greifende Herrschaft des preußischen Kartoffelfusels. Möchten doch die Harzer Arbeiter zur Verbesserung ihrer Lage endlich Hand ans Wert legen und einer Organisation beitreten. Dem Ungeheuer Vierbund müssen sie einen Bund von Tausenden entgegenseßen, dann erst wird das Unternehmerthum anfangen, sich feine üblen Sitten abzugewöhnen. " Vom Harze wird uns berichtet: Jm vorigen Sommer feierte Nothehütte" ein man auf dem königlichen Hüttenwerke Knappschaftsfest, zu welchem jedermann durch die Zeitungen eingeladen war, der 1,50 M. Eintrittsgeld blechen konnte. Wie nicht felten auf solchen Festen, gab es auch hier etwas Keile. Der Leiter. des Festes, Inspektor Hoffmann( natürlich Lieutenant der Reserve), wies den Arbeiter Paulmann aus dem Tanzzelte, obwohl dieser sich. anständig benommen hatte. Morgens 4 Uhr fragte Paulmann den Hoffmann nach dem Grunde der Ausweisung. Als Antwort erhielt er elf Säbelhiebe. Als Paulmann sein Blut fließen sah, gestattete 166 bis 175( Stadtbezirk 81), Brizerstraße 25, Kottbuserstraße im Jahre 1897 für 745,2 Millionen Rubel Waaren ausgeführt, offizier und Sie sind Beamter, Sie werden sich verantworten Rußlands Außenhandel. Aus dem russischen Reiche wurden er sich zu bemerken:„ Ich bin königlich preußischer Unter( Stadtbezirk 87), Kl. Kurstraße 9, Niederwallstraße 24 und 25 und um 56,8 Millionen mehr als im Jahre 1896. Die Einfuhr bemüſſen." Die Antwort war wiederum ein Säbelhieb. Runmehr Spittelmarkt 14 und 14a( Stadtbezirk 144) in der Turnhalle der trug 572,4 Millionen und war um 16,8 Millionen geringer als erwachte in Paulmann der furor teutonicus. Er eroberte den Säbel; im Jahre 1896. Ueber die europäische Grenze wurden aus der Inspektoa aber erwischte Paulmann's Regenschirm. Es tam für den IV. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 83 bis 86, und eingeführt Waaren im Werthe von 719,6 und 523,5 Millionen dahin, daß der Lieutenant der Reserve einen gewissen Körpertheil 88 bis 113 B, 145 bis 191, ferner vom Stadtbezirt 3, Alexander- Rubel, über die asiatische Grenze solche im Werthe von 25,6 folange den Säbelhieben des Untergebenen" preisgeben mußte, bis er in seine Wohnung getrieben war. Diese Thatsachen wurden vom straße 18, Stadtbezirk 81, Oranienstraße 31 bis 41 und 166 bis 175, und 48,9 Millionen. Amtsgericht Wernigerode festgestellt. Der Lieutenant der Reserve Stadtbezirk 87, Brizerstraße 25 und Kottbuserstraße 7 und 8, der Ausfuhr über die aſiatiſche Grenze mit 3,9 Millionen und an und Inspektor, für den in Berlin ein neuer Hosenboden angefertigt Stadtbezirk 192 und 193, Elbingerstraße von Greifswalderstraße bis der Einfuhr mit 5,4 Millionen Rubel betheiligt. werden mußte, erhielt wegen Körperverlegung 90 m. Geldstrafe zuStraße 25( Verlorener Weg), Pläge A und C, Straße 1 bon ditirt, wogegen sein Gegner wegen Hausfriedensbruchs mit 20 m. Straße 2 bis Straße 4, Straßen 2, 3, 4, 5, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, Geldstrafe davontam. 14, Straße 15 von Greifswalderstraße bis Straße 25( Verlorener 62. Gemeindeschule, Schmidstraße 38; bis 159, 162 bis 165 und 182 bis 188 in der 81./109. Gemeindeschule, Tilsiterstraße 4/5; die Der russisch chinesische Handel war an = Gerichts- Beitung. Hat der Arbeiter noch ein Koalitionsrecht? Ueber die Das freisprechende Urtheil, welches das Landgericht Köln Beg), Straße 38, sämmtlich Abtheilung XIII des Bebauungsplanes, Anwendbarkeit des bekannten§ 153 der Gewerbe- Ordnung, der von gegen den Schumann Kiefer gefällt hat, ist bekanntlich vom dagegen mit Ausschluß von Landwehrstraße 1( Stadtbezirk 183) und dem Unternehmen, jemand zur Theilnahme an Verabredungen welche das Reichsgericht seiner Entscheidung zu grunde gelegt hat. Reichsgericht aufgehoben worden. Recht interessant ist die Begründung, zwar: a. für die Stadtbezirke 83, 84 und 95 bis 109 in der Turn- günstigerer Lohnbedingungen zu zwingen, handelt, kam es gestern Das von dem Schußmann mißhandelte Fräulein Faßbinder wollte Halle der 115./170. Gemeindeschule, Stalizerstraße 55/56; b. für die vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I zu eingehenden Stadtbezirke 85, 86, 88 bis 94 und 110 bis 113B und die an- Erörterungen. Wegen Vergehens gegen§ 153 und öffentlicher Be- durch ihren Vertreter Herrn Rechtsanwalt Dr. Scheiff gegen dieſes grenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der 145./151. Gemeinde- leidigung wurde der Stellmacher Baum zur Verantwortung ge- Herr Dr. Scheiff erbat Einsicht in das Urtheil, erhielt aber in der schule, Reichenbergerstraße 131/132; c. für die Stadtbezirke 145 30gen, nachdem die Stellmacher R. Fröhlich, A. Gohlke, H. Maibaum Gerichtsschreiberei die Auskunft, die Urtheilsgründe seien noch nicht und Rollwitz ihn denimzirt hatten. In der Stellmacher- Werkstatt von Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußberger- Straße 9; Arbeiter legten daselbst die Arbeit nieder, die einen, weil der Vorsitzenden der Straffammer zugegeben wurde, zu den Aftent. Kohlhardt kam es im vorigen Jahre zu Lohnstreitigkeiten Wichrere fertig. Erst am 18. Februar tamen dieselben, wie auch später vom d. für die Stadtbezirke 160, 161, 166 bis 181 und 189 bis Meister, um die Arbeiter noch mehr ausmußen zu können, statt des Diesen Umstand rügte mun Herr Dr. Scheiff in der stattgehabten Ber191 und die angrenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der bisherigen Stundenlohnes einen Stücklohn einführen und die Arbeits- handlung vor dem Reichsgerichte in erster Linie. Er wies auf die zeit von 9/2 Stunden auf 10 Stunden erhöhen wollte, der andere, Gesezesbestimmung hin, daß die Urtheilsgründe schriftlich firirt sein müssen, wenn die Urtheilsverkündung ausgesezt war. für den V. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 192 und weil er sich bezüglich der Stücklohnzahlung mit dem Meister nicht Der Senat( Präsident Dr. von Bomhard) erkannte, trotzdem der 198 mit Ausschluß der vorstehend genannten, zum IV. Wahlkreise einigen konnte. Der Meister hatte den Arbeitern gesagt, daß, wer Reichsanwalt die Verwerfung der Revision beantragt hatte, auf gehörigen Theile derselben 194 bis 217, 279 bis 282 mit Aus- neuen Arbeitsbedingungen nicht annehmen wolle, gehen Aufhebung des Urtheils und verwies die Sache an das Landgericht fchluß von: Alexander- Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Kronprinzen mit dem Angeklagten als Vertreter der Agitationskommission der verspäteten Abfassung der Urtheilsgründe ein wesentlicher Mangel könne. Die betreffenden drei Arbeiter setzten sich Bonn In der Begründung wurde ausgeführt, daß allerdings in bis Alſenbrücke und Invalidenstraße 80-83( Stadtbezirk 282), ferner: in Verbindung und dieser suchte zunächst durch Rücksprache mit Herrn der verspäteten Abfassung der Urtheilsgründe ein wesentlicher Mangel vom Stadtbezirk 5, Kl. Präsidentenstr. 6 u. 7 und Neue Promenade 9 Kohlhardt vergeblich die Interessen der Arbeiter wahrzunehmen. Urtheil im höchsten Grade bedenklich. Insbesondere liegt liege. Auch materiell so wurde weiter ausgeführt erschien das und 10, vom Stadtbezirk 183, Landwehrstraße 1, in der Turnhalle Darauf erließ er im Auftrage der Agitationstommission der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstraße 23 A; Einladungen zu einer öffentlichen Stellmacher- Versammlung; auf unzweifelhaft ein Mangel des Urtheils darin, daß das Gericht ohne für den VI. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 218 bis diefen war bemerkt worden, daß über die Kohlhardt'sche Wert. weiteres den Dolus damit ausschließt, daß es sagt, es hätte nicht 278 und 285 bis 326 B und vom Stadtbezirk 282, Alexander- Ufer, statt die Sperre verhängt worden sei, außerdem wurden die widerlegt werden können, daß Kiefer seine Instruktion nicht gekannt habe. Es lag sehr nahe, daß das Gericht sich zunächst bei der Friedrich Karl- Ufer von der Kronprinzen- bis zur Alfenbrücke und Namen und Wohnungen von sechs Stellmachern mitgetheilt, vorgesezten Behörde Kiefer's erkundigte, ob diese Instruktion ihm Invalidenstraße 80 bis 83 und zwar: a. für die Stadtbezirke 218 bis die bei dem großen Stellmacherstreit vom August v. 3. 6 mcht ordnungsgemäß bekannt gegeben sei und ob er fie deswegen nicht Streitbrechern geworden waren. Staatsanwalt Woermann 226 und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule, hielt hiernach den Angeklagten nicht nur der Beleidigung der sechs die Urtheilsgründe als nicht ausreichend bezeichnet werden. Aber noch hätte tennen müssen. Da eine solche Feststellung unterblieben ist, müssen Schönhauser Allee 166 A, b. für die Stadtbezirke 227 bis 236 und Berfonen, sondern auch des Vergehens gegen§ 153 Gew.- Ordn. für andere Wendungen des Urtheils find bedenklich, so, daß der Ange 251 bis 258 in der Turnhalle der 132./142. Gemeinde- schuldig. Zweifellos müßten jene Mittheilungen auf der Einladung lagte nicht der Meinung gewesen sei, er habe sich auf eine Kontrolle schule, Demninerstraße 27, c. für die Stadtbezirke 259 bis einen Zweck gehabt haben und dieser könnte nur darauf hinaus der Angaben der Verhafteten auf der Straße nicht einlassen können. 278 int der Turnhalle der 17. Gemeindeschule, Acker- gelaufen fein, durch Veröffentlichung der Namen oer jogenannten Es farm doch wohl ia um bedenklich sein, eine Legitimation Arbeitern. die ctiva bei Stohlftraße 67, d. für die Stadtbezirke 285 bis 287 und 298 bis 304 und Streifbrecher denjenigen überall da anzunehmen, wo sie in gesetzlicher Weise an= hardt arbeiten wollten, drohen, ju daß auch ihnen dus einen Theil vom 282. Stadtbezirk in der Turnhalle der 113. 128. geboten wird. Es handelte sich aber gar nicht mehr um eine Schicksal der Veröffentlichung ihrer Namen blühen würde. müsse anderseits auch denjenigen Arbeitern, die arbeiten wollen, etwas zu bergeben, das Haus betreten und die angebotene Wohnung. Der Angeklagte hätte, ohne seiner Würde nachdrücklicher Schutz gewährt werden, sonst statuire man einen zu vegitimation prüfen können. Außerdem enthält das Urtheil noch stand der Tyrannei gerade bei denjenigen, die so oft über Tyrannei eine Reihe sonstiger Rechtsirrthümer. lagen.(!) Der Staatsanwalt beantragte 3 Monate Gefäng Nach dieser Beleuchtung der Sache durch das Reichsgericht ni. Rechtsanwalt eine beantragte dagegen die Freisprechung dürfte wohl der endgiltige Ausfall derselben faum zweifelhaft fein. und führte aus, daß die Konstruktion, die der Staatsanwalt der dürfte wohl der endgiltige Ausfall derselben faum zweifelhaft sein. Ob aber jezt auch die Polizeibehörden sich endlich zur AufAnklage gegeben, künstlich, unrichtig und undurchführbar sei. Von hebung der famosen Bestimmung bequemen werden, wonach eine einer" Verabredung" sei gar keine Stede, ebenso wenig sollten günstigere" Arbeitsbedingungen erzielt werden, es handele fich viel- egitimirung sistirter Personen nur auf den Polizeistuben ermehr lediglich um die Nichtannahme verschlechterter Bedingungen. folgen darf? § 153 stelle ein Ausnahmegejez dar, welches nicht ausdehnend interpretirt werden dürfe. Die Bezeichnung als Streifbrecher enthalte teine Beleidigung. Der Gerichtshof schloß sich dem Staats- Eine öffentliche Versammlung der Friedrichstädter Schuhanwalt an, erkannte aber nur auf eine Woche Gefängniß. Nach macher, die am Montag bei Müller, Johannisstraße, tagte, beAnsicht des Gerichts seien günstigere Arbeitsbedingungen erstrebt schäftigte sich, nachdem die Berichterstattung vom Schuhmacherworden, die Verabredung sei schon darin zu erkennen, daß die Kongreß von der Tagesordnung abgefeßt worden war, mit den Agitationskommission angerufen wurde und in der Veröffentlichung Arbeitsverhältnissen in den einzelnen Geschäften der Friedrichstadt. der Namen der Streifbrecher sei nicht nur eine Beleidigung, sondern Den Ausführungen der verschiedenen Redner war zu entnehmen, auch eine Bedrohung zu finden. daß die Lage dieser Arbeiter allgemein eine überaus traurige 297 in der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule. Thurmstraße 75, Gemeindeschule, Thurmstraße 86, e. für die Stadtbezirke 288 bis so sehr auch das Koalitionsrecht der Arbeiter zu respektiren sei, so Kontrolle auf der Straße, da die Verhaftete erklärte, hier sei thre f. für die Stadtbezirke 305 bis 326 B in der Turnhalle der 118./127. Gemeindeschule, Pantstraße 8. Wir machen hierbei darauf aufmerksam, daß ein jeder, der die Listen für unrichtig oder unvollständig hält, dies innerhalb acht Tagen nach dem Beginn der Auslegung derselben, also spätestens am 25. Mai d. J., bei uns schriftlich anzeigen oder in den vorbezeichneten siebzehn Lokalen vor den von uns bazu ernannten Kommissarien zu Protokoll geben kann, die Beweismittel für seine Behauptungen aber, soweit dieselben nicht auf Notarietät beruhen, beibringen muß. Zur Begründung der beantragten Nachtragung in die Wählerliste ist, abgesehen von sonst etwa erforderlichen Urkunden, entweder der Miethskontrakt, die letzte Steuerquittung oder die polizeilich beder Miethskontrakt, die letzte Steuerquittung oder die polizeilich be scheinigte Anmeldung für die zur Eintragung angegebene Wohnung vorzulegen. Magistrat Berlin, den 3. Mai 1898. hiesiger Königlichen Haupt- und Residenzstadt. Mogu bin Bette. Teb busdie Versammlungen. Die Betriebsstener für den Kleinhandel mit Branntwein ist. In diesen Geschäften, in welchen zu enorm hohen Preisen die oder Spiritus und die Konsumgenossenschaften. Eine wichtige Schuhwaaren für die höchste Aristokratie angefertigt werden, sind Entscheidung hat das Kammergericht in seiner letzten Sigung ge- die Arbeiter äußerst schlecht gestellt. Sogar in der besten Saison, fällt. Nach§ 59 des Gewerbesteuer- Gesezes ist für den Betrieb der wie gegenwärtig, sind die Lohnabzüge auf der Tagesordnung. In Gastwirthschaft, der Schankwirthschaft, sowie des Kleinhandels einigen Fällen ist es allerdings durch energisches Vorgehen gelungen, Boziales. mit Branntwein oder Spiritus eine besondere Be die Lohnreduzirung abzuwenden oder eine Aufbefferung zu erringen. Krankenversicherung. Der Lichterfelder Stranten- und Sterbetriebssteuer zu entrichten. Und§ 60 desselben Gesetzes schreibt Die Arbeitszeit ist eine außerordentlich lange, Nacht- und Sonntagsfaffe für sämmtliche Berufszweige( E. H.) in Groß- Lichter- bor, daß für jeden, der eins oder mehr dieser Gewerbe, allein oder arbeit keine Seltenheit, und vielfach laffen sich die Arbeiter von den in Verbindung mit anderen Bewerben betreibt, im Falle feiner Unternehmern dazu verleiten, auf dieser völlig verkehrten Weise ihr felde ist vom Reichskanzleramt von neuem die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, Beranlagung zur Gewerbesteuer diese für die Bemessung der Einkommen zu erhöhen, um mit ihrer Familie ein nothdürftiges Betriebssteuer maßgebend sei. In Magdeburg besteht nun ein Leben fristen zu können. Es wurde im weiteren behauptet, dem§ 75 des Krankenversicherungs- Gesezes genügt. Konsumverein( Genossenschaft mit beschänkter Haftung), der, obwohl daß ein Unternehmer sich bei seinen Kollegen sogar das Ueber die Entschädigung der preußischen Strafanstalts: er fagungsgemäß und thatsächlich die in großen Mengen angetauften mit besonders brüstete, daß biel geringere Löhne als Beamten bei der Beschäftigung von Gefangenen außerhalb der Waaren nur an seine Mitglieder abgiebt, doch der Ge- andere bezahle, weil er dumme Arbeiter" genug für sein Anstalt ist unterm 13. April d. J. eine königliche Verwerbesteuer unterworfen ist. Es findet auf ihn die Bestimmung Geschäft gefunden habe. Bei einer anderen Firma werden, wie anordnung erlassen worden, worin festgesetzt ist, daß je nach der des§ 5 des Gewerbesteuer- Gesezes Anwendung, wonach Konsumvereine geführt wurde, den Arbeitern Reverse zur Unterschrift vorgelegt, nach Entfernung der Arbeitsstelle, wo die Gefangenen beschäftigt werden, und ähnliche Sorporationen, welche nur die eigenen Bedürfnisse ihrer welchen sie sich verpflichten sollen, der Organisation fernzübleiben den Beamten, die dort die Leitung und Beaufsichtigung der Gefangenen- Mitglieder zu beschaffen bezivecken, dann nicht von der Gewerbesteuer und feine Versammlungen zu besuchen. Bei Gurdyszewski, Abtheilung auszuüben haben, folgende tägliche Entschädigungen zu frei sind, wenn sie offene Läden haben und den Gewinn an die Kochstraße, sind die Arbeiter, nachdem die Verhandlungen mit der gewähren sind: einem Anstaltsdirektor 4 und 8 M., einem als Vorsteher Mitglieder vertheilen. Der Konsumverein Magdeburg- Neustadt befißt Kommission resultatlos verlaufen waren und der Unternehmer auch fungirenden Ober- Inspektor oder Inspektor 3,50 und 7, einem 17 Berkaufsstellen. Im Jahre 1896 wurden zwei neue Läden er das Anerbieten der Kommission, die Inmung zu einem Schiedsspruch er " 1 " In der Versammlung der Glasarbeiter vom 26. v. Mts. traße. Auf einen Antrag wurde die Besprechung über die Petition Sohalia", Pause, Küfirinerplas 9. Regelflub Kalte Neune", Die Rabinputer beschlossen in der Versammlung vom Montag, die Sperre über die Firma Liebig, Bau Lindenstr. 102, aufrecht zu erhalten und die Ausständigen pro Mann und Tag mit 3 M. zu unterstützen. Mitgetheilt wurde, daß der Unternehmer, der den Streitenden zuerst versprochen hatte, 70 Pf. zu zahlen, jetzt selbst tüchtig mitarbeite, um etwas Arbeit fertig zu bringen. Sodan wurde ein Antrag, wonach die Entscheidung über Ausstände, an denen bis zu 10 Mann betheiligt sind, dem Vorstande zu überlassen sei, einstimmig angenommen. Ferner wurde bestimmt, daß sich jedes Mitglied, zwei Tage nachdem es in Arbeit getreten, bei Strafe von 25 Pf. im Arbeitsnachweis abzumelden habe. Gärtner, Moltenstr. 12. Verein Vorwärts, Johannisburg( Transvaal). Vereinslokal Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. Sozialdemokratischer Agitationsverein Stralsund FranzburgMörschel, Jüdenstr. 35/36. Gäfte willkommen. = Rügen. Vereinssitzung am Sonntag, den 8. Mat, vormittags 10 Uhr, bei Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 8. Mat, vormittags 9 Uhr, im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Ver: fammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vorm. ebendaselbst. Vor trag des Herrn Wilhelm Bölsche: Naturgesetz und Schöpferweisheit." Gäfte willkommen. bid e Vermischtes vom Tage. über den von ihr bezahlten Tarif zu veranlassen, abgelehnt hatte, wird folgende Resolution einstimmig angenommen:„ Die am abbs. Reichenbergerstr. 131-132.- Arb.- Turno." in Adlershof, Herrguth, zwecks Lohnerhöhung in den Ausstand getreten. Ebenfalls wird 26. April bei Graumann tagende Versammlung der Musikinstrumenten- Oppenstraße 8-10 Uhr abds. von den Arbeitern bei Oetter, Kochstraße, ein entsprechender Lohn- Arbeiter erklärt sich mit der Thätigkeit der Delegirten zum Kongreß Bohemia", Schulz, Veteranensir. 18. Gesang, Turn und gesellige Vereine. Sonnabend: Theaterv. zuschlag gefordert. Bur Unterstügung der Ausständigen soll von den der lokalorganisirten Gewerkschaften einverstanden und verspricht, in Sonnabend im Monat, Leichniß, Fruchtstr. 36a.- Bergnügungsv.„ Helgo Theaterv.„ Normania" jeden letzten arbeitenden Kollegen, so lange der Streit dauert, ein freiwilliger diesem Sinne weiter zu wirken." Von einer Versammlung am land II", jeden Sonnabend nach dem 1. im Monat, Lehmann, Lübbenerstr. 9. Beitrag von 50 Pf. pro Woche erhoben werden. Ferner wurde an- 1. Mai wird Abstand genommen und beschlossen, einen Vormittags- Statflub Fortuna", Krazat, Huttenstr. 1. Rauchklub Dornröschen", geregt, in den Lohntarif einige Zwischenklassen mit entsprechenden Spaziergang nach Treptow zu machen. Hierauf wurde Krüger, Fennstr. 3. Theaterv. Nordstern", Schulz, Dunderstr. 90. Preisen einzufügen und dann noch aufgefordert, in allen Geschäften zu regem Besuch der Delegirtenversammlung am 2. Mai aufgefordert, Theaterv. Alpenrose", roje", Babitt. 35-36. Bereinigung der Turnfreunde", Vertrauensmänner zu wählen, Werkstattbesprechungen abzuhalten und zu der alle Bücher in Ordnung zu bringen sind, da am 1. Mai das 8-10 Uhr abds. Demminersſt. 56-57. Turuv. Osten", Turnhalle für die Kräftigung der Organisation zu wirken. Zur Ergänzung der neue Statut in fraft tritt. Blumenstr. 63a, 8-10 Uhr abbs. Männer Abth.- Bitherflub„ Erita", Agitationskommission wählte die Versammlung Reichel und Müller, Hessische und Hannoverschestr.- Ecke. Theaterv. Othello 1" Schuhmacher. Eine Versammlung der Sattler und verwandter Berufs: Nowad, Manteuffelstr. 9. Statklub Hurrah", Schneider, Lübbenerstr.23. wurde die Abrechnung vom 1. Quartal gegeben. Danach betrug der ber Sattler an den Reichstag von der Tagesordnung abgefegt, da 72.- V. Bildungsverein Mehr Licht," Bibliothetstunde 9-10 Uhr abds., Kassenbestand am Ende des Quartals 206 M., die Mitgliederzahl die Versammlung zu schwach besucht war. Nachdem angeregt 136. Dem Kassirer wird Decharge ertheilt. Maher berichtet für die worden war, daß die Sattler, dem Beispiele der Lederarbeiter Klubhaus, Kommandantenstr. 72. Dansk Forening Freja, har Módeaften hver Lòrdag Kl. 9, Neues Tariffommission, daß der Tarif in sämmtlichen Werkstellen zur folgend, sich mehr der politischen Partei anschließen sollten, wurde Böhmisch- slavischer Bildungsv. Hawlischek", Restaur. Zur neuen Durchführung, gelangt sei. Die einzige Ausnahme bilde die Firma der nächste Punkt der Tagesordnung:„ Wie verhalten wir uns Post, Beuthstr. 21. Koch u. Bein, Ritterstr. 49. Herr Koch habe erklärt, bei ihm zu dem neuen Innungsgesetz?" besprochen. Sassenbach Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Café du Lion werde nur nach seinem" Tarife gearbeitet. Geflagt wurde ferner glaubt, daß das Gesez feine Rettung für die Handwerfer de Belfort, Rue St. Honoré 314. Jeden Sonnabend öffentliche Versammüber die bei Noch eingeführte Fabrikordnung, die nur Pflichten der fein tömne. lung; reiche Bibliothef, Zeitungen, französischer Unterricht. Arbeiter kenne aber keine Rechte. Es wurde dann einstimmig be- des Gesetzes betheiligent, Dennoch müsse man sich bei der Ausführung London. Der einzige hiesige sozialdemokr. Verein Londons, der alte, unt die Rechte der Arbeiterschaft von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kommunistische schlossen, daß die Kollegen der betreffenden Firma in den Ausstand zu wahren. Die Innung beschäftige sich jetzt schon mit der Ein- Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, treten sollten( was mittlerweile geschehen). Kritisirt wird das Ver- führung der Zwangsimmung. Am 2. Mai stehe diese Frage auf der Tottenham Court Rd., W. London. halten einiger Facettenschleifer der Firma Matthes, welche fortgesetzt Tagesordnung der versammelten Jungsmeister. Redner schlägt Sie festgesetzte Arbeitszeit überschreiten. vor, folgende Eingabe an die Imung abzusenden: " Die Berliner Sattlergehilfen haben in einer am 28. April stattgefundenen Versammlung beschlossen, sich an den, den Gehilfen durch das neue Innungsgesetz zugewiesenen Arbeiten zu be theiligen. Gleichzeitig hat die Versammlung beschlossen, die Innung zu ersuchen, falls fie die Umänderung in eine Zwangsimmung beschließt und dieser Beschluß zur Ausführung gelangt, daß sie Vertreter der Gehilfen zur Ausarbeitung des Innungsstatuts heranzieht. Diese Mitarbeit soll mur bei den Para Sommer- Kursus in der Zentrale bet Cohn, Beuthstr. 20, Montag, den Samariter- Kurfus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Beginn des graphen stattfinden, die auf den Gesellenausschuß und die Mitarbeit 9. Mai, abends 9 Uhr. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über Anatomie, der Gehilfen bezug haben. Die Versammlung erachtet es als selbst physiologie. verständlich, daß die Grundfäße, die für den Verkehr zwischen der Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands( MitgliedDie Generalversammlung des Verbandes der Möbel: Bertretung der Meister und der Gehilfen gelten sollen, nicht von der schaft Berlin). Heute, abends 9 Uhr, Rosenthalerstr. 57 bet Schiller: polirer fand am Montag, den 25. April, im Lokale von Keller statt. einen Partei allein aufgestellt werden, sondern durch gemeinsame Generalversammlung. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Mitgliedsbuch Nachdem das Andenken des verstorbenen Kollegen Seltmann in der Arbeit zu stande kommen. Nur auf diese Weise wird ein gedeihliches legitimirt. üblichen Weise geehrt wurde, führte Schulz zum ersten Theil der Zusammenarbeiten möglich sein. Wir bitten den löblichen Vorstand, den 9. Mat, stattfindenden Bersammlung zu erscheinen. Näheres stehe im Vergolder. Die Kollegen werden dringend ersucht, zu der am Montag, Tagesordnung, Bericht des Vorstandes, aus, daß auch in diesem diese zuschrift in der nächsten Innungsversammlung zur Sprache Inferatentheil der heutigen Nummer. Vierteljahr Differenzen mit den Arbeitgebern beizulegen waren, die zu bringen und einem der Unterzeichneten Antwort 811 Verein der Buchdrucker und Schriftgießer für Rigdorf Brit. jedoch immer zu gunsten der Kollegen ausfielen. Rechtsschutz er geben." Nachdem der Vorschlag angenommen worden war, Sonntag, den 8. Mat, nachmittags 1 Uhr: Versammlung in der Vereinshielten zwei Mitglieder. Die Ansicht des Vorstandes, daß, wer in auurde beschlossen, einem Kollegen, der sich am Schöneberger Streit brauerei, Hermannstr. 214. einem Jahre sein volles Krankengeld erhalten hat, bei nen ein- betheiligt hatte und bei einem gerichtlichen Nachspiel verurtheilt tretender Strankheit erst 26 Wochen neuen Beitrag geleistet haben worden war, eine Unterſtützung zu gewähren. Dann wurde die Abmüsse, fand die Zustimmung der Versammlung. Im Arbeitsnachweis rechnung vom Maifonds gegeben. Am 1. Januar waren 46 M. Tiefen in diesem Quartal 456 Adressen ein, davon wurden besetzt 352, vorhanden. Im Laufe des folgenden Jahres kamen insgesammt Im ersten Viertel dieses Jahres find 906 211 Doppelzentner Arbeitslose waren 560 vorhanden. Dem Bericht des Kassirers ist zu ent- 180,37 M. ein, von denen 76,55 W. ausgegeben wurden, sodaß ein Eis in Deutschland eingeführt worden, gegen 84 292 im gleichen nehmen: Einnahme 1746,12 M., Ausgabe 1241,68 m., Mehreinnahme Bestand von 103,72 M. blieb. Im Jahre 1897 famen 192,62 M. Abschnitt des Vorjahres. Mehr als die Hälfte der Einfuhr kam aus 504,44 M., Bestand vom letzten Quartal 3685,29 m., macht einen ein; ausgegeben wurden 148 W.; bleiben 44,62 M. Dem Verwalter Norwegen, fast ein Drittel aus Oesterreich- Ungarn. Kassenbestand von 4189,73 M. Dem Kassirer wurde Decharge zu des Maifonds wurde Decharge ertheilt. Ferner wurde beschlossen, y. Auf einem in Bremerhaven liegenden englischen Dampfer theil. Der Antrag Neuter, zur Entfaltung einer wirkungsvollen wieder Maimarken à 20 und 50 Pfennige herauszugeben und zur Schlang sich beim Löschen von Baumwolle die Leine, die nach der Agitation dem Vertrauensmann pro Mitglied und Quartal 5 Pf. zu Reichstagswahl zu agitiren. Auch wurde bemängelt, daß von den Dampfwinde führt, einem Arbeiter um ein Bein. Dadurch wurde überweisen, wurde angenommen. Neugewählt wurden als Revisoren Sattlern Berlins nur der zehnte Theil der Organisation aner hochgezogen und um die Dampfwinde gewickelt. Suitner, Feist und Schreyer, als Kassirer öfert wieder- gehört. gewählt, als Bibliothekare: Köhler und Trefftorn, für die Im Arbeiter- Bildungsverein Schöneberg erläuterte in der In Aachen entstand in der Nacht zum Freitag ein DachFachkommission: Hänet, Dittmann, Schulz, Schwarz letzten Versammlung Genosse Meiling das Wahlgesetz in aus- stuhlbrand, bei dem ein Weber in den Flammen umtam. und Minster. Vergnügungskomitee bilden Strobach, führlicher Weise. Sodann wurden noch einige Vereinsangelegenheiten In Erlenbach bei Marktheidenfeld hat ein junger Bursche Schuster, Behrendt und Weber. Bestätigt wurden die in erledigt. seinen Vater erstochen. den Filialen gewählten Kollegen. Der Volksbildungsverein für Britz und Umgegend hielt In Stuttgart wurde ein Kaufmann aus Budapest vers Der Fachverein der Stockarbeiter hielt am Mittwoch den am 29. April seine Generalversammlung ab. Nachdem der Vor- haftet, der in London eine Anzahl alter Geigen im Gesammt27. April eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher figende feinen Bericht über die Thätigkeit des Vereins vom Tegten werthe von 60 000 Mart gestohlen zu haben beschuldigt wird. Neun Grempe einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag hielt Quartal bekannt gegeben hatte, giebt der Kassirer seinen Kassen- dieser Geigen wurden bereits ermittelt. über„ Humanität und Todesstrafe". Sodann gab der Kassirer den bericht, welcher eine Einnahme von 85,73 M. und eine Ausgabe in eine Prozession hinein, die aus Gratsch bei Meran nach - Scheuende Pferde rannten mit einem Fuhrwerk mitten ersten Quartals- Kassenbericht, und betrug die Einnahme 161,35 M., von 39,88 M. aufweist. Die Mitgliederzahl beträgt 47. die Ausgabe 68,30 M., Ueberschuß 98,05 m. Dazu Kassenbestand Riffian zog. Drei Frauen wurden schwer verletzt, zahlreiche Ervom 1. Januar 1898 541,12 M., Gesammt- Kassenbestand am In Köpenick tagte am 21. April eine öffentliche Maurer- wachsene und Kinder verwundet. Eine Frau ist bereits gestorben. 1. April 1898 634,17 M. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Versammlung, in welcher Schulz- Charlottenburg über die In Czernowig entgleiste am Donnerstag ein 8 ug Inter„ Gewerkschaftliches" drückte die Versammlung ihre Entrüstung Mißstände auf den Bauten referirte. Er kam auch auf den der elektrischen Straßenbahn. Ein Wagen wurde zeraus, daß die neubegründete Firma Eifert u. Lindblat, Lehmann'schen Bau in Wilhelminenhof zu sprechen und rieth von trümmert. Vier Personen sind schwer, fünf leichter verlegt. trotzdem sie schon die niedrigsten Preise zahlt, dennoch fort einer Bausperre im gegenwärtigen Augenblicke ab. Alsdann fand-Bei einer Wettfahrt von Automobilenwagen gesetzt abzuziehen bestrebt ist. Bei der geringsten Kleinig- cine Resolution Annahme, nach welcher über sämmtliche Bauten in in der Nähe von Périgneur( Frankreich) streiften zwei Wagen feit würden die Arbeiter obendrein mit Grobheiten traktirt. Köpenick und Umgegend sofort die Bausperre zu verhängen ist, einander. Beide stürzten in den Straßengraben. Der Führer des Von der Firma Gebr. Lavi wurde ähnliches berichtet. Dort sobald Maßregelungen von Maurern wegen ihrer Zugehörigkeit zur einen erlitt einen Schädelbruch und starb sofort, der Heizer und ein werde, nachdem der Streit zu gunsten der Arbeiter beendet sei, den Organisation erfolgen. Nachdem Eckert über die Brandenburger Insasse des anderen Wagens wurden schwer verletzt. Arbeitern durch allerhand kleinliche Maßnahmen das Leben schwer Maurerkonferenz berichtet hatte, trat Schluß der Versammlung ein. In London hat sich eine Gesellschaft zur Einschränkung gemacht. Der Verdienst von 27 W., den einige Arbeiter dort erArbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender des Mißbrauchs öffentlicher Anpreisungen" gebildet, reichen, werde nur erlangt mit Hilfe von vielen Ueberstunden. Viele Ad. Neumann, Brunnenſtr. 150. Alle Alenderungen im Vereinskalender sind die unter anderem verlangt, alle platate u. f. w. sollten der AufArbeiter verdienten überhaupt nur 17 M. und darunter. Abfällige zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Sonnabend, ficht der Behörden unterworfen werden. Es ist der Gesellschaft schon Kritik wurde auch an der Firma Wendt u. Komp. geübt. Diese abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. gelungen, die himmelhoch ragenden Pfosten, welche die Straßen laffe ihre Arbeiter häufig aussetzen, während sie auf der anderen" Lyrania", Göbel, Landsberger Allee 156." Sanges Echo", Scholz, Londons verunzierten, zu beseitigen. Naunynstr. 6. Jmmergrün", Tegel, Rentner, Spandauerstr. 13. Glfict Seite, entgegen den Vereinbarungen, Arbeit mit nach Hause gebe. In Mailand stürzte sich ein alter Mann vom Dom herab. Mit einer Aufforderung zur regen Agitation und Betheiligung zur Friedrich Karlstr. 11. zu", Schirm, Badstr. 19. Hand in hand II", Friedrichsberg, Heinecke, Er wurde zerschmettert. Frisch auf I", Friedrichsberg, Lange, Warten: Reichstagswahl und zum Abonnement des Vorwärts" wurde die bergstr. 69. c. e. Der Moskauer Polizeimeister erließ folgenden TagesWeiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgerstr. 56. Versammlung geschlossen. „ Eintracht 3", Teltow, Derz, Zehlendorferstr. 6. Sängerlust", Luden befehl:„ Ich habe bemerkt, daß trotz der wiederholentlichen PolizeiDie lokalorganisirten Musikinstrumenten- Arbeiter ließen walde, Schulze, Beeligerſtr. 34. ,, Einigkeit 2", Lange, Weberstr. 42. verfügung auf vielen Schildern Aufschriften mit grammatifa. Tischen Fehlern sich befinden. Ich lenke die Aufmerksamkeit der sich in einer Versammlung am Dienstag Abend über den Kongreß Arbeiter- Gesango."( gem. Chor), Luckenwalde, Bäder, Busseftr. 20. der lokalorganisirten Gewerkschaften Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Revierauffeher auf diese Ungehörigkeit und schreibe ihnen vor, dafür fnüpfende Debatte drehte fich fast ausschließlich um die het bieren im Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: Sorge zu tragen, daß die fehlerhaften Auffäriften berbekannten straße 80, 2. Hof. Sonnabend: Angler I", Ruppert, Bimmerstr. 59. Beschwerden gegen Robert Schmidt wegen seiner Aeußerung über Savana II", Nowawes- Neuendorf, Simon, Priesterstraße. Glück auf" anders als nach Vergleichung des Tertes mit dem von mir bestätigten bessert werden, und in Zukunft die Anbringung der Schilder nicht einige Mitglieder des Fachvereins, sowie über die angeblich eine Rüdersdorf- Kaltberge, Greve, Heinigstr. 19. Kuba", Pönig, Brandenburgseitige" Berichterstattung des Vorwärts" über den Kongreß." So- straße 54.- Pappel", Dahmife, Buchholzerstr. 5. Frisch gewagt", Häuster, Original zu gestatten." dann flärt Mater In Pirot( Serbien) verübte eine Hauptmannsgattin, Memelerstr. 61. darüber auf, ,, Arbeiterfreunde", Dietrich, Birtenstr. 23. die 5 Pfennige, auf, daß Arbeiter Turnerbund. die vierteljährlich an die Geschäftskommission der lokalorgani abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer Abth. Friedenstr. 37. Sonnabend: Turuv. Fichte", Berlin. die eine große gesellschaftliche Rolle spielte, in Gemeinschaft mit einer sirten Gewerkschaften von jedem Mitglied zu zahlen feien, Boechstr. 21. 3. Männer- Abth. Zigeunerin einen Einbruchsdiebstahl. Die beiden entwendeten 2. Lehrlings Abth. Stalizzerstr. 55-56. 4. Lehrlings: Schmucksachen im Werthe von 1200 Dinar. nicht für das Gehalt des Redakteurs der„ Einigkeit" ausgegeben Abth. Stephanstr. 3." Freie Turnerschaft Johannisthat" abds. 9-10 Uhr werden sollen. Das Blatt wird sich ohne Zuschuß halten. Darauf| Senftleben. Turnerschaft d. V.„ Nereus". Lehrlings Abth. 8-10 Uhr " Die " 1 # " Verband der in Buchbindereien, Fachverein der Muſikinſtrumenten- Arbeiter. Versammlung sofort todt. " Stralau! Er war der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie montag, den 9. Mai 1898, abends 8% Uhr, in den Oranienbatten. Deffentl. sozialdemokratische Parteiversammlung f. d. Kreis beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Montag, den 9. Mai 1898, abends 8½ thr: Mitglieder- Versammlung in Fenerstein's Festsälen, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Augenarztes Dr. Wurm über: Die erste Hilfe bei Erkrankungen und Verletzungen der Angen, mit Demonstrationen an künstlichen Modellen. 2. Verbandsangelegenheiten. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. Montag, den 30. Mai( 2. Pfingst- Feiertag): Dampferpartie mit Musik nach Friedrichshagen( Seeschlößchen). 24/6 Treffpunkt früh 27 Uhr. Abfahrt präz. 7 1hr von d. Jannowit brücke( Besellschaft Anker"). Billets 1 M. inkl. Tanz. Kinder unter 12 Jahren fret. Billets find in obiger Bersammlung, in sämmtlichen Zahlstellen sowie im Bureau, Annenstr. 50, zu haben. Das Komitee. Oranienstraße Nr. 51. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann über Gewerbefrankheiten. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1898. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu er scheinen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß vom 1. Mai der ZwanzigpfennigBeitrag eingeführt ist. 141/18 Der Vorstand. Vergolder u. Berufsgenossen. Montag, den 9. Mai 1898, abends 82 Uhr: Große öffentliche Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Die Veränderung resp. Verkürzung der Arbeitszeit. 2. Berschiedenes. Die Kollegen der größeren Leisten Wertstellen werden dringend ersucht, in der Versammlung zu erscheinen. 225/7 Der Einbernfer: Ernst Bange, Lausitzer Platz 16, v. 4 Tr. Große öffentliche Verband der Möbelpolirer. Stein Bildhauer- Versammlung Montag, den 9. Mat, abends 82 Uhr, Brunnenstr. 150: Versammlung. Montag, den 9. Mai, abends 8 Uhr, Annenftr. 16. Tagesordnung: 1. Vortrag bes Kollegen Stramm über:„ Die Tages Ordnung: Situationsberichte, Bedeutung des Menschenleben." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Stellungnahme zur Beschichung des Steinarbeiter. Billets à 60 Pf. zu der morgen 1 Uhr stattfindenden Urania- Borstellung Stongresses in Würzburg, zur Auflösung des Unterstützungsfonds und zur sind nur bei H. Schulz, Memelerstr. 60 a, zu haben. Unterstützung der ftreitenden Steinarbeiter Striegan's, Verschiedenes, 20/12 Der Vertrauensmann. 146/3 Der Vorstand. Niederbarnim Sonnabend, den 7. Mai, abends 8% Uhr, in der Brauerei Stralan. Tages Ordnung: 390 1. Auf zur Wahl. Referent: Reichstagsabgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Zentral- Wahlfomitees für den Kreis Niederbarnim. Der wichtigen Sache halber ist es dringend nothwendig, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 223/3 Der Vertrauensmann. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale Berlin I. Sonnabend, den 7. Mai, abends 9 1hr, im Englischen Garten, Alexanderftraße 27c: 14 Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Sillier:„ Die Gewerkschafts Organisation im Emanzipationskampfe." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Unserm Kollegen u. Parteigenoffen Empfehle mein Lofal 156/8 Lindenstraße 106 Karl Kühl, gen. langer Karl, zu ſeinem 3 Versammlungen und Sitzungen. Jeden Sonntag, abends von 6 Uhr an Tanzkränzchen. Der Garten sowie die Kaffec küche ist geöffnet. Fritz Zubeil. 30. Wiegenfefte ein Lebehoch.[ 34095 Die Kollegen von Seifert u. Wolf. Vereinszimmer mit Piano zu bergeben, Swinemünderstr. 27.[ 34015 Strickmasch. verk. Diebers, Lands 34056 bergerstr. 50. Gefunden wurde ein Portemonnaie in der Feenpalaft- Versamml. Abzub bei A. Täterow, Kommandantenstr. 40. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Thraker. Sonnabend, den 7. Mat. Opernhaus. Alár. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 71/2 Uhr. Deutsches. Der Biberpelz. Anfang 72 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 71/2 hr. Berliner. Die Mottenburger. Anfang 7 Uhr. Goethe. Die Frau ohne Geist. An: fang 7/2 Uhr. Schiller. Galeotto. Anfang 8 11hr. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 7 Uhr. Neucs. Die Freuden der Häuslichfeit. Anfang 74 Uhr. Residenz. Sein Trid. 8 11hr Anfang Thalia. Der g'sunde Kern. Anfang 71 Uhr. Ostend. Unter der Polarsonne. Anfang S 1hr. Central. Der Dorflump. Anfang 8 1hr. Belle- Alliance. Nobert und Bertram. Anfang 8 Uhr. Luisen. Der jüngste Lieutenant. Anfang 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. $ Heinrich Heine. Vorher: Ein fleines Mißverständniß. Anfang 8 11hr. Alexanderplatz. Eine Gefallene. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundl. Ausstellung v. 10 Uhr vormittags ab. Abends 8 Uhr Wissenschaftl. Theater. Urania Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung, Täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstr. No. 57-62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungs- Saal und Vorträge. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. 36 schwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. Vorstellungen BANNSTATION AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Vorstellungen in der Arena: 5 und 8 Uhr nachm. Im Theater ab 4 Uhr beständig, ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. Jeden ENTREE 50 Pf. Schweizer Garten. GartenSAVIGNYPLATZ Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. ExtraDeutscher Metallarbeiter- Verband. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Sonntag, den 8. Mai 1898, vormittags 10% Uhr: Bezirks- Versammlung für Charlottenburg im Lokale von Lehder, Bismarckstraße 74. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Bezirksleiters. 2. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Werkstätten der Metallindustrie Charlottenburgs. 3. Verbands- Ans gelegenheiten und Verschiedenes. Dienstag, den 10. Mai 1898, abends 81/2 hr: Bezirksversammlung für Nixdorf im Lokal von Christoph, Steinmekftr. 53. Tagesordnung: = 1. Bortrag des Gewerkschafts Sefretärs Millarg. 2. Distuffion 12, 5, 6, 7, 8 und Sonntag Konzert unb Vorstellung. 3. Berbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 9 Uhr. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan der Waldmensch" von der Insel Borneo, 112 Met. hoch. die schöne Salambo, Schlangen bändigerin. Suvalibenstraße 57/62. Täglich Luisen- Theater ( außer Sonntags und Mittwochs) abends 8 Uhr: Wissenschaftliche Vorträge. 34. Reichenbergerstraße 31. Abends 8 Uhr: Auftreten der engagirten Spezialitäten. Voltsbelustigungen aller Art. Jm Saale: Ball. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Von da ab tägliche Vorstellungen. Pfingstfonntag, Beginn der Hauptsaison. den 29. Mai: Achtung! Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaur. Mörschel, An Wochentagen ist Garten und Saal mit Vor| Jüdenftr. 35. Dieselbe ist geöffnet jeden Abend von 7 bis 9 Uhr. stellungen und Ball an Vereine zu vergeben. Sonn- und Feiertags geschloffen. Mehrere Sonnabende sind noch fret. Brauerei- Ausschank Den Mitgliedern zur Nachricht, daß, um allen Wünschen Rechnung zu tragen, in Tempelhof, Verlinerstr. 102 bei Otto Vollmar, eine der Victoria- Brauerei, Stralau. Babelle errichtet wurde. Die Zahlstellen Preusse, Schulftr. 37, fowie Hermerschmidt, Gröffnung der diesjährigen Sommer Saison am Donnerstag, den Beuffelstr. 90, find aufgehoben. 19. Mai 1898( Himmelfahrtstag). Der Garten und die Lokalitäten sind 112/2 Die Ortsverwaltung. gänzlich neu renovirt. Wöchentlich zweimal großes Garten- Concert sowie Theater und Spezialitäten Vorstellung bei gänzlich freiem Entree. Interessenverein der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Im elektrisch erleuchteten Riefen- Saal jeden Sonntag und Donnerstag: Großer Ball bei freiem Entree. Um recht regen Zuspruch bittet Hochachtungsvoll 50682* Karl Mittag, Defonom. Der Garten nebst Bühne sowie sämmtliche LokaBerlins und Umgegend. Sonntag, den 8. Mai cr., in Louis Keller's Festfälen, Koppenstr. 29: VIII. Stiftungs- Fest unter gütiger Mitwirkung Paijage Panoptikum. 36 schwarze 5. Gastspiel von Emma Frühling: litäten find für die Pfingstfeiertage zu Früh- Concerten zc. des Gesangvereins Solidarität"( Mitgl. b. A.-S.-B.). Dirigent: Herr Lange. Mädchen aus unseren afrikanischen Der jüngste Lieutenant. no zu vergeben. Kolonien. Apollo. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. Meichshallen. Spezialitäten. An fang 7 Uhr. Bosse mit Gesang in drei Atten Karl Mittag, Defonom. Neu eröffnet! Auf zur Baumblüthe! von Ed. Jacobson. Musik v. Lehnhardt. Neu eröffnet! Sonntag Abend 8 1hr: 6. Gastspiel von Emma Frühling. Schiller- Theater Der jüngste Lieutenant. Restaurant Paradiesgarten", ( Wallner Theater). Sonnabend: Galeotto. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: 2. Schiller Cyclus. 7. Vorstellung: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Brand. Montag: Galeotto. Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß. Nur noch drei Aufführungen! Bum 98. Male: Unter der Polarsonne. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel vor u. nach der Vorst. Gr. Frei- Konzert. Anfang 7 Uhr. Sonntag Nachm. 3 Uhr, halbe Preise: Satan Gold. Im Garten bei günstiger Witterung: Frei- Konzert. Anfang 4 Uhr. Dienstag, den 10. Mai: 30 jähriges Schauspieler- Jubiläum des Direktors durch Telephon Amit IV Nr. 2074 werden ohne Auf: geld an der Abendkasse reservirt. Maehr's Theater Oranien Strasse 24. Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Hertha Lorenzi, Marietta Berndt, Kostümsoubrette. Der fleine Kobold. The Counsents, Akrobaten an den Silberfetten. Bei Wasser und Brot, Poffe. Das Testament, Schwant. Am 16. Mai: Eröffnung des Sommergartens. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Gr. Extra- Vorstellung Sonnabend, den 7. Mai: zu gunsten des gesammten Theaterpersonals. Der Goldbaner. Schauspiel in 4 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Nach der Vorstellung: Karl Weiss. Der Stabstrompeter. Tanzkränzchen. Central- Theater Concerthaus Alte Jakobstr. 30. Sonnabend, den 7. Mai 1898: Leipzigerstr.No.48 Täglich: 4. Gaſtſpiel des Fiala Ensemble. Hoffmann's Quartett Novität! 8um 1. Male: Novität! Der Dorflump. Voltsstück in drei Aufzügen von Dr. Hermann Haas. Hans Nenert, fönigl. bayerischer Hofschauspieler als Gast. Anfang 8 Uhr. Sonntag: Dieselbe Borstellung. Budapester Anfang 8 Uhr, Sonntag 7 Uhr. Kaufmann's Variété. Tagesgespräch!!! Donat Herrnfeld, Anton Herrnfeld, Martin Bendix, in den Gebr. Herrnfeld'schen Sensations- Stücken ,, Die vierte Frau" 99 und ,, Yon Dreien der Glücklichste." Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Vollständig neues Programm. und Humoristen. Sonnabend, den 7. Mai: Bum 50. Mal: In Zossen. Sonntag: Leichte Cavalleri. Ton- Halle, Friedrichstraße 112. Jeden Donnerstag, Sonnabend und Sonntag: Gr. Ball. 47388* Nestaurant, 20 Jahre best., lebh. Gegend, Umstände halber preiswerth verkäufl. Off. Ferdinand, Postamt 20. Meine 3 Vereinszimmer, ca. 40 bis 100 Personen fassend, auch ffir Bahlstellen geeignet, sowie 2 vorzüg liche, nach neuestem System hergestellte Riesen- Kegelbahnen halte bestens 49150* empfohlen. Karl Pieper, Kreuzbergstr. 43. Nonnenberg's Restaur., Treptow, Parkstrasse. Großer Saal. Großer Garten. Jeden Sonntag: Ball. Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten. Carl Strauss' Bier- Lokal m.Vorgarten Stralauer Allee 17b. Fernspr. VII 4182. Bahlstellen vom Wahlverein und Metallarbeiterverband. 27876 Gasthof zu den drei Linden. Köpenick, Grünanerstr. 16 Garten. Kaffeeküche. 46649 Hermann Göricke. Restaurant zur Erholung. Robert Steidl. Edi Blum. Köpenick, Kaulsdorferstrasse. Henry Bender. Eugenie Fougère u. s. w. Gr. Frühstückstisch. Ferd. Pole. Empfehle meine drei Restaurants: Rübezahl, am Müggelsee, Teufelssee, Müggelberge, Marienlust, a. d. Dahme, zwischen Grünau uitd Friedrichshagen, Mit durchweg neuer glänzender bei Fußpartien über die Müggelu. s. W. Kasseneröffnung 62, Anf. 8 Uhr. Donnerstag, den 12. Mai: Ausstattung: Zum ersten Male: berge. 47248* C. Streiehhan, Don Juan in der Hölle. Benner des Kaiserhofs Köpenia. 131 Schönhauser Allee 131 Frei- Konzert. Um zahlreichen Besuch bittet 55152* Wilhelm Warlich, Restaurateur. Prolog berfaßt von E. Preczang, gesprochen vom Kollegen Grassold. Auftreten verschiedener Spezialitäten. Eröffnung 6 Uhr. Programm 30 Pf. Anfang 7 Uhr. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Programme find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, bei den Vorstandsmitgliedern und im Arbeitsnachweis, Holzmarktstr. 13, zu haben. Rege Betheiligung erwartet Der Vorstand. Hinans, hinaus! zur Pferdebucht! Bu Ausflügen, Sommerfesten Coepenick 20 Min. Waldweg. Gr. Saal. Turngeräthe. 4787] 80 Morgen Spielplätze empfiehlt W. Magdeburg. Grünau. Wohin machen wir unsere Landpartie( per Kremser oder per Schiff)? Bum alten u. f. 10. empfiehlt sich 36/2 Brauerei Pichelsdorf. Defonom: Otto Starck. Gustav Lindenhayn Arbeiter Verkehrslokal. Grünau. Großer Garten. 2 verdeckte Regelbahnen. Säle voit 80-300 Personen.. Empfehle allen Genossen mein Lokal. 47400* Orts- Krankenkasse Freund auf Pichelswerder. Staffeeküche. 10 Bairisch 15 f. Große Weiße 20 Pf. C. Joël's Victoria- Garten SO., Köpnicker Landstraße Nr. 4, unmittelbar am Treptower Park. Nr. 4, unmittelbar am Treptower Park. der Buchbinder Telephon: Amt 4, No. 2724. Grosser Saal, Konzert- Garten, geschätzte Veranden für Vereine n. Festlichkeiten 6000 Perf. faffend, 11 Kegelbahnen, Kaffeeküche und allerlei Voltsbeluftigungen. Haltestelle der Elektrischen Eisenbahnen( Siemens u. Halske); von der großen Berliner Pferde bahn und der Stadt- und Ningbahnstation Treptow 2 Minuten entfernt. Carl Stier Fabrik für u. verw. Gewerbe. Den Mitgliedern zur Kenntniß 46612* nahme, daß die Aemter innerhalb des Vorstandes wie folgt vertheilt sind: B. Jost, Holzmarktstr. 12, Vorsitzender; B. Angreß, Alte Jakobstr. 8, stellvertretender Vorsitzender; C. Dust, Brizerstr. 35, Schrifts führer.[ 24/5] Der Vorstand. Herren- u. Knaben- Garderoben Berlin SO., Oranienstrasse 168 Potsdam Dresden Herren Anzüge, 50791* sehr elegant und sauber gearbeitet, alle neuen Farben in Coating, Cheviot, Kammgarn, Zwirnbuckskin etc. 15, 18, 20, 22,50 24, 27-50 M. Herren- Paletots in anschliessender und halbweiter Form in den beliebten grünlichen, sowie sämmtlichen anderen Farben. 15, 18, 20, 22,50, 25, 27-36 M. Herren- Havelocks in imprägnirten porösen Lodenstoffen von 9-36 M. Herren- Sport- Anzüge, Jacket oder Faltenjoppenform, 15, 18, 20-30 M. Herren Hosen, hochelegante Neuheiten, 16, 15, 14, 12, 11, 10,50, 9, 8,50, 7-5-3,50 M. 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Partei des X. bad. Wahlkreises, 1. Rate 14,-. F. Kl., Frankfurt a. M. 5,- R. A., Ulm a. D. 5, W. L., Luxemburg, 100,-... P., Alzey 10,-. P. S., Ruhrort 3,-. Volfsverein OffenV. Sch. S., Mainz 10,-. burg 50, O. A. F., Berlin 3,-. D. M., Offen: burg 20,-. D. M., Laufach 3,-. J. K., Hilden 1,-. Holzarbeiter: Ver band Brade 3,-. Durch Th. Luzz Baden: 1 schwäb. Voltsmann 2,-. bad. Voltsmann 5,-, Märzfeier Mühlburg 11,-, R. 2., Stuttgart 5,- Summa 23,-. 2. N. 2., Kappel R. 3,-. Arbeitsmarkt. SteppdeckenHandnäherin u. Lehrmädchen verlangt Tischler, Neue Friedrichstr. 6-7, Hof rechts I. [ 34046 Karton- Arbeiterinnen in und außer dem Hause verlangt 34006 Heanel, Blumenstr. 79. Kostüm Arbeiterin beschäftigt Schröder, Passauerstr. 3. 33866 Kunstschlosser, nur erste Kraft, ganz selbständig auf Ornamente, speziell Rococo, wird nach außerhalb verlangt. Höchster Lohn, dauernde, angenehme Stellung. 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Nur die Gewinne über 210 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 4 15 61 93 100 211 97[ 1500] 339 460 80 590[ 1500] 688 895 945 1180 87 94 486 568[ 3000] 955 65 73 2054 113 16 224 567 92 699 794 930 3020 32[ 500] 126 422 54[ 3000] 626 35 931 56 4151 99 415 56[ 500] 568 601 62 898 929 5074 182 242 53 610 72 840 6011 24[ 300] 424 567 668 1500] 7093 125 463 542 643 775 898[ 3000] 916 68 8003 150 80 225 56 62 335 585 733 817 19 70 9301 34 818[ 500] 10154 302 9 69 418 33[ 3000] 86 508 82 788 84 890 944 11082 99 111 20 211 46[ 800] 332 33 475[ 500] 76 608 62 902 38 12649 80 708 42 44[ 3000] 913 26 61 13011 161 256 576 702 50 838 14263 401 670 79 727 851[ 8000] 15119 351 86 499 698[ 300] 710[ 1500] 49 70 916 58 16190 381 67 73 502 605 87 774 17012 52 95 166 272 396 502 26 64 73 778 89( 500) 892 985[ 3000] 89 18111 338[ 500] 474 87 650 19180 97 225 343 49 74 99 468 528 47 659 750 53 917 20380 594 931 42 21108 49 205 385 430 51[ 500] 664 921 22120 239 351 449 80[ 3000] 643 97 721 85 45 75 951 23254 512 14 31 76 788 859 24026 204 26 301 480 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225127 90 526 Im Gewinnrabe berblieben: 1 Gewinn an 500 000., 1 au 200 000., 1 at 100 000 r., 1 zu 75 000 2, 3 30 000 9,5 15 000 t., 28 zu 10000., 85 su 5000 M 501 au 8000 t., 557 au 1500 m., 628 au 500 M. FI. 60 Pf., 6 Fl. 3 M. 48782* M. Thiele, Oranienstr. 177. Für 2-3 Mark teste fehr groß, zu Knabenanzügen, Neste zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 M. Für 12 M. ff. Cheviot auch Kammgarnreste, Paletot: und Hosenreste so lange der Vorrath reicht im Riesenstofflager Strausenstr. 14, I., fein Laden. vis- à- vis Humboldthain, a. Nordbahnh. Gesundbrunnen. Telephon III, 1767. Rockschneider 103/4 Stroh-, Filz- fevergütung nach jähriger Thätigund SeidenHutlager Einsegnungshüte von 1,50 M. an in großer Auswahl. P. Grund, Etabl. 1872. 1. Geschäft: Brunnenstraße 180. 55052* am Kottbuser Thor. aft: Dresdenerstraße 134, auf feinste Arbeit, höchste Löhne u. dauernde Beschäftigung gesucht. feit. Köln a. Rh., Hohestr. 148. A. Emanuel. Tücht. Plätterin verl. Junge, Charlottenburg, Wallstr. 68.[ 34076 Selbständiger tüchtiger Hobler findet dauernde Beschäftigung 5. S. J. Arnheim, Badstraße 40/41. 13. Ziehung d. 4.Klaffe 198. Kgl. Preuß. Lotterie.| 81 867 988[ 15000] 112215 68[ 500) 77 568 98 668 795 Biebung vom 6. Mai 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 217 62 327 411 77 528 50 651 789 812 86 1057 88 193 350[ 500] 86 672 772 951 2237 367 75 475 507 608 749 69 3195[ 1500] 462 521[ 3000] 39[ 300] 629 847 4118 38 240 47 306[ 3000] 64 90 587( 300) 820 45 76 5144 53 249 71 74 325 88 467 571 624 53[ 8000] 768 813 23 83 927 45 55[ 3000] 85 6039 169 380 406 704 830 986 7223 55 382 439 75 555[ 500] 878 8085 174 469 673 844 9227 82 550 95 631 66 909 10 10028( 500] 103 51 269 370 425 604 753 11097 238 [ 1500] 413 99 842 58 12037 227 50 819 577 656 774 907 13025 212 50 70 583 720 14068[ 1500] 269 536 58 81 96 714 801 27 42 72 15018 51 73 427 81 93 762 923 16077[ 1500] 357 63 543 630 879 93 918 61 17131 38 [ 3000] 238 46 361 428 38 648 89 947 18133 79 96 258 306 75 528 52[ 3000] 646 59 844[ 1500] 63 955 19065 147 86 338 467 546 673 721 95 996 20016 138 61 499 506 741 800 75 21068 96 135 252 387( 800) 418 87 675 767 852 83 903 18 22140[ 1500] 230 54 341 23105 26 95 221 41 326 46 424 68 682 708 [ 300] 71 92 929 24140 291 423 70 98 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Max Bading in Berlin