Nr. 107. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Rolonels getle oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Der unterzeichnete Vorstand der sozialdemokratischen Partei Deutschlands hat sich angesichts der bevorstehenden allgemeinen Wahlen zum Reichstag als 8entral- Wahltomitee für das Deutsche Reich konstituirt. Alle Wünsche in bezug auf Agitation oder materielle Unterſtützung, soweit sie nicht vor die lokalen oder Kreis- Komitees gehören, J. Auer, Berlin SW, Razzbachstr. 9, sind an die Adresse des Partei- Bureaus zu richten. Wer wünscht, daß seine Angelegenheit rasch Erledigung finde, darf nur diese Adresse wählen und nicht, wie es nicht selten immer noch geschieht, an die Redaktion des„ Vorwärts" oder an die Privatadressen einzelner bekannter Genossen sich wenden. Gerade in den nächsten Wochen des Kampfes und der lebhaftesten Agitation, wo alle unsere agitatorisch thätigen Genossen vorübergehend nicht in Berlin sein werden, empfiehlt es sich, in Partei- Angelegenheiten nur die Adresse des zu benügen. Parteibureaus Für Geldsendungen ist einzig die Adresse: Albin Gerisch, Berlin SW., Satzbachstr. 9 in Anwendung zu bringen. Sonntag, den 8. Mai 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Hierüber einmal gründlich sich auszusprechen sollte Aufgabe des nächsten Parteitags sein. Swed bis in die äußersten Winkel der Wahlkreise vorzu- nichts that. Und doch giebt es keine Gelegenheit, bei der dringen. Zu diesem Zweck ist nöthig, daß wir überall Ver- so wirksam für die Verbreitung unserer Presse und Literatur trauensmänner haben, welche die Stüßpunkte für die Agitation gewirkt werden kann, als die Wahlagitation. bilden, die Einberufung der Versammlungen, die Verbreitung Es kann allerdings kaum bestritten werden, daß in den der Wahlflugblätter und Stimmzettel organisiren und am letzten Jahren die Organisation für die Verbreitung unserer Wahltage die Wahlhandlung überwachen. Wie sehr letteres Presse und Literatur an vielen und maßgebenden Orten eine nothwendig ist, dafür liefern die Verhandlungen des Reichs Gestalt angenommen hat, die dieser Verbreitung tages über die Wahlprüfungen Material in Menge. nicht förderlich war. Man hat in den einzelnen Orten sind naturgemäß die Städte; sie sind der Sitz der Zentral. Gewinn aus der Verbreitung von Presse und Literatur zu Die Hauptstützpunkte in der Organisation und Agitation und Wahlkreisen viel zu sehr Bedacht darauf genommen, leitung in den einzelnen Wahlkreisen und von der Thätigkeit ziehen, und dabei die Hauptsache übersehen, daß ein paar dieser Zentralleitung hängt sehr wesentlich der Erfolg der weit wichtiger als hundert Mark Wahl ab. Da diese Arbeit aber eine große ist und schwere Gewinn daraus zu ziehen, ihre viel weitere Beitopfer erfordert, empfiehlt es sich, in denjenigen Wahl- Verbreitung in den uns bisher nicht zufreisen, in welchen kein vollständig unabhängiger Mann vor- gänglichen Kreisen ist. Diese Verbreitung wird aber handen ist, der dieses Geschäft übernimmt, eine geeignete durch die bis jetzt vielfach beliebte Organisation der Kolportage Person zu bestimmen, die für die Dauer der Wahl schwer gehindert. arbeit für ihre Mühe und Opfer eine entprechende Geldentschädigung erhält. Wir müssen verlangen, daß im Wahlkampf jeder ent- Es empfiehlt sich ferner in der Agitation durch Reden sprechend seinen Kräften opfert, aber wir dürfen nicht von dem und Flugblätter möglichst sa ch I ich zu sein. Die Partei hat wirthschaftlich Schwachen ein Uebermaß von Opfern in ihrem Programm, in den wirthschaftlichen und politischen fordern. Das wäre nicht nur ungerecht, darunter leidet auch Zuständen der Gegenwart und in den Fehlern und Sünden die Wahlarbeit, die freudig und prompt gethan werden muß. der bürgerlichen Parteien ein so außerordentlich umfangEine sehr wichtige Angelegenheit ist die Organi reiches Thatsachenmaterial das zeigt schlagend der sation der Einsicht in die ausliegenden Inhalt des Handbuchs für sozialdemokratische Wähler, daß Wählerlisten. Bekanntlich hat nur der Wahlberechtigte unsere Redner und Flugblattschreiber nicht nöthig haben, zu Parteigenossen! In den nächsten zwei Monaten muß es sich das Recht zu wählen, dessen Name in der Wählerliste steht. Der Kampfesweise zu greifen, der sich vielfach unsere Gegner zeigen, was unsere Partei- Organisation zu leisten vermag. Wir sind Erfahrungsmäßig sind aber die Wahllisten in bezug auf schuldig machen, indem sie gehässig und persönlich überzeugt, daß sie die Probe glänzend bestehen wird. Nothwendige die Namen der Arbeiterwähler meist sehr werden. Daß man einen Gegner, der gegen uns gemein und mangelhaft. Diese Boraussetzung ist, daß ein jeder von uns seine Pflicht Interesse, sie einzusehen. Da haben besonderes ausfallend wird, scharf in die Schranken zurückweist, ist selbstdieses aber bei der verständlich. im vollen Umfange thun wird. Wir erwarten dies von großen Zahl der Wähler schwer durchführbar ist, muß Als Vorfämpfer für eine höhere Kulturentwickelung und allen Genossen und werden auch unsererseits thun, was in unseren diese Durchsicht in der Art organisirt werden, daß in den eine menschenwürdigere Staats- und Gesellschaftsordnung Kräften steht. Werkstätten, Fabriken und Wohnhäusern, in denen eine große fönnen wir die kleinliche Kampfweise entbehren, ohne welche Barteigenoffen! Unsere Partei hat in fast allen Wahlkreisen Anzahl Arbeiter und Gesinnungsgenossen wohnen, oder für ein großer Theil unserer Gegner einen Geisteskampf nicht bes Deutschen Reiches den Wahlkampf aufgenommen und zwar be- die einzelnen Straßen und kleineren Orte eine bestimmte führen kann. Von diesen Gesichtspunkten ausgehend, empfiehlt es sich sonders auch in jenen Provinzen, wo die sozialdemokratische Be- Person ernannt wird, welche die Durchsicht der wegung bisher nur geringe Verbreitung gefunden hat. Listen im gemeinsamen Auftrag übernimmt. auch, unter allen Umständen gegnerischen Diese Ausdehnung des Wahlkampfes erheischt gewaltige betreffenden Behörde geschieht, die Komitees das Ersuchen unsere Gegner feige und erbärmlich genug Auch sollten dort, wo es nicht aus eigener Jnitiative der Wählerversammlungen fern zu bleiben, falls agitatorische und auch finanzielle Mittel. Was jene bestellen, stellen, daß die Wählerlisten auch während eines sind, uns von dem Besuch derselben ausso erwarten wir, daß jeder Parteigenosse Theilen des Sonntags ausliegen, um den drücklich auszuschließen. Sie geben uns dadurch Agitator im Wahlkampfe fein wird. Wer es wählern, die in der Woche keine Zeit haben nur eine Waffe mehr in die Hand. Wir brauchen nur in den nicht in Versammlungen und Vereinen sein kann, der suche in der oder von Hause abwesend sind, die Möglich Versammlungen und Flugblättern auf dieses feige Verhalten Werkstelle und im Verkehr mit Bekannten Anhänger für unsere gute teit zu geben, die Listen einzusehen. hinzuweisen und die Wählerschaft weiß, woran sie ist. Sache zu gewinnen. Es ist nothwendig, daß durch die Parteipresse, und wo Außerdem zeigt unser eigenes Verhalten durch Zulassung feine solche besteht, durch Aufforderung in dem Annoncentheil der Gegner zur Diskussion in unsern Versammlungen, auf Neben der Agitation vergeffe aber auch niemand sein Scherflein der gegnerischen Presse, sowie durch entsprechende Hinweise welcher Seite die höhere und würdigere Kampfesweise zu den Wahlkosten beizutragen. Der Wah Itampf kostet Hundert- am Schlusse der Wählerversammlungen und der Wahl- geübt wird. tausende; sie müssen aufgebracht und sie werden spielend flugblätter auf die Wichtigkeit der Einsichtnahme der Listen Daß das Eindringen in gegnerische Versammlungen wider aufgebracht werden, wenn die Genossen überall und bei jeder passenden aufmerksam gemacht wird. Hierbei ist auch der Ort, an den Willen der Einberufer derselben auch unter Umständen Gelegenheit sich des welchem die Listen, wie die Zeit, während der sie ausliegen, strafrechtliche Folgen haben kann, soll nur nebenbei erwähnt anzugeben. werden. Aus der Absicht, den Kampf zu führen so wie er trifft, fozialdemolatischen 8entral- Wahlfonds, Albin Gerisch, Berlin SW., Sabachstraße Nr. 9, erinnern. Die Rechte und Interessen, die im bevorstehenden Wahlkampfe filr die deutsche Arbeiterschaft auf dem Spiele ſtehen, find fürwahr eines Opfers werth, und wir wissen, daß die Genossen das Opfer mit freudiger Begeisterung bringen werden. ein also 0 Wie schon hervorgehoben, handelt es sich bei der Wahl geführt werden muß, fachlich und anständig, empfiehlt es für uns wesentlich mit darum, in möglichst viele neue Gebiete sich, falls unsere Gegner Parteiversammlungen ein. einzudringen, um Anhänger zu gewinnen. Hierüber darf berufen, aber Angehörige anderer Parteien als Gäste einteinen Streit über die Wahl des aber die Agitation in den Wahlkreisen, die uns seitens der laden, Gegner nicht mehr entrissen werden können, nicht ver- Bureaus zu beginnen. Es ist in einem solchen nachlässigt werden. Nicht allein ist es vom Uebel, Falle selbstverständlich, daß die Einberufer alsdann auch die allzu siegesgewiß zu sein und sich dadurch einzuschläfernt, es Leitung der Versammlung in der Hand haben. Daß es daBesonders aber fordern wir die Genossen auf, die Wahlagitation handelt sich für uns auch darum, entsprechend der ge- bei oft sehr ungerecht zugehen wird, ist wahrscheinlich, alsnicht vorübergehen zu lassen, ohne während derselben mit besonderem stiegenen Wählerzahl in diesen Wahlkreisen dann protestire man gegen einen solchen gemeinen Unfug und Nachdrucke für die Verbreitung unserer Presse einzutreten. Unsere eine entsprechende Zunahme der Stimmen verlasse das Lokal. Bresse ist unsere beste und schneidigste Waffe. Bei teiner Ver- zu erhalten. Es genügt nicht, daß wir siegen, wir Schließlich darf keinen Augenblick aus den Augen versammlung und auf keinem Feste, bei feiner müssen mit möglichst großer, mit erbrücken- loren werden, was in diesem Wahlkampf, insbesondere anderen Gelegenheit soll versäumt werden, auf das der Stimmenzahl fiegen. Diesem Zwed entsprechend für die Arbeiterklasse auf dem Spiele steht, und so Abonnement unserer Partei- Organe hinzuweisen. In der Wahl- muß die Organisation in diesen Wahlkreisen ausgebaut muß unser Stampf derart gehalten werden, daß in den WahlAbonnement unserer Partei- Organe hinzuweisen. In der Wahl- werden. Die großen Städte und Industriebezirke mit ihrer freisen, in denen wir gegen unsere Gegenkandidaten zu agitation können Zehntausende neuer Abonnenten gewonnen werden, Aufhäufung von Wählermassen können die Agitation fämpfen haben, wir nicht den linksstehenden mehr bekänupfen Damit ist auch für die Zukunft ein gewaltiges Stück Arbeit gethan. ant Leichtesten betreiben, bon ihnen muß also als den rechtsstehenden, der unser Hauptfeind ist, und der, Parteigenossen! Vorwärts! Vorwärts zum Kampf! verlangt werden, daß sie in dem angedeuteten Sinne ganz falls er in der engeren Wahl gewählt würde, uns unsere Vorwärts zum Sieg! besondere Anstrengungen machen und dadurch berfehrte Tattit durch Beseitigung des be. stehenden Wahlrechts und ähnliche SchurkeBerlin, 7. Mai 1898. zeigen, daß sie nicht auf der Bärenhaut gelegen haben. Die Wahlagitation soll aber auch ein Mittel fein, die reien eintränten würde. Unsere Losung sei: Kaltes Blut, frischen Wähler nicht nur vorübergehend, sondern dauernd Der Parteivorstand. Auer. Bebel. Gerish. Pfannkuch. Singer. Für Berlin erklärt sich die Expedition des Vorwärts" an uns zu fesseln. Wir müssen sie für die Partei und die Muth und drauf und dran! Arbeiterorganisationen zu gewinnen suchen. Es ist also erSW. Beuthstr. 3, bereit, Beiträge entgegenzunehmen. forderlich, nicht nur in den Wahlversammlungen hierfür Wie agitiren wir? zu zu Wahlkamp F. Der Grund die Es gingen folgende Beträge zum Wahlfonds ein:.. 88,30. zu wirken, sondern auch sie zu Lesern unserer ParteiB. S. 42,-. J. A. 133,-. M. B. 300,-... 1,-. Th. G. 1- preffe und zu Abnehmern unserer ParteiZur Aufstellung der Wählerlisten. Expedition b. B. 5,-... 1,-. Von den Zimmerern durch Gruse broschüren zu machen. Nur dadurch allein können wir sie nach allen Richtungen aufklären und aus Mitläufern 34 baben, hat ein Theil der in Berlin wohnenden Wähler nicht in 100,-. A. G. Auf zur Reichstagswahl 3,-. Summa 674,30. Wie wir bereits mehrfach gulegt am 30. April mitgetheilt überzeugten Sozialdemokraten machen. Hierin ist im Gegensage zu den ersten Jahrzehnten der Berlin, sondern im Wahlkreis Nieder- Barnim und Teltow- Beeskow hierfür liegt darin, daß Bewegung in letzten Jahrzehnt viel zu wenig geteichstags- Wahlkreise nach dem Gesetz vom Jahre 1869 einEiner der bekanntesten Parlamentarier unserer Partei schehen. Unsere Presse würde weit besser stehen, unsere getheilt sind, während nach jener Zeit Theile der früheren Broschüren und Schriften würden weit zahlreicher ab- Landgemeinden in Berlin eingemeindet worden sind. Nach der vom fchreibt uns: Die Grundlage aller Agitation ist die Organisation. Die gesetzt werden, machten es sich die Parteigenossen zur Auf- Reichstag befolgten Pragis, welche die Zustimmung der verbündeten Sozialdemokratie fann sich das Zeugniß ausstellen, daß sie es gabe, in jeder Versammlung sowohl zum Abonne- Regierungen gefunden hat, werden die Wahlen, die in Kreisen, statt Dieses ment unserer Partei- Organe und I an Organisation bisher nicht hat fehlen lassen. von finden, deren Grenzen nicht mit dem Gesetz vom Jahre 1869 Zeugniß stellen ihr selbst ihre Gegner aus. Aber wir müssen geeigneten Schriften und Broschüren aufzufordern, wie übereinstimmen, tafsirt, wie dies im Jahre 1895 bei den Wahlen kommenheit zu bringen. Ob sie das schon ist, ist eine andere von Aufforderungen und Schriftenverzeichnissen durch sowie An- daß infolge Kabinetsordre vom 30. März 1878 ein Theil der Gekündigung in den Flugblättern dafür Propaganda zu machen. meinde Lichtenberg- Friedrichsberg( Viehhof bis zum jezigen Bahnhof Frage. In erster Linie handelt es sich bei unserer Agitation hierin ist bisher meist schwer gesündigt Frankfurter Allee, Frankfurter Allee bis Petersburgerstraße, Stadt viel zu wenig oder bezirte 180a bis 180 c und 181 a) au Berlin gekommen ist. darum, neue Anhänger der Partei zu gewinnen und zu diesem worden, indem man zum Kaufe Der Berliner auch suchen, unsere Organisation auf den Gipfel der Voll- auch durch Vertheilung von Zeitungsexemplaren, Ausgabe in Köln und Lennep- Mettmann geschehen ist. Magistrat hat bei Aufstellung der Wählerlisten übersehen, Freisinnsstolz vor Königethronen. Der Freisim betont im jezigen Wahlkampfe wieder feinen Monarchismus. Diesen Ueberzeugungen" getreu verschmähen es die freisinuigen Herren auch nicht, bei Festmählern im faiserlichen Schloß zu erscheinen und sich faiserliche Trinksprüche anzuhören. Und ach, wie glücklich find fie, wenn des faiserlichen Auges Huld auf sie, die tapferent Voltsmänner, fällt. Aber leider ist dieses Glück nicht so leicht zu erfassen, und so soll es den Herren auch beim gestrigen Festmahl nicht sehr angenehm ergangen sein. Ein Bericht erzählt: 〃 " Ein Gefeßz bom 15. Januar 1881 vereinigte sodann den Guts- 1, Deutschen Tageszeitung". Man weiß, was das bedeuten soll. Die Stadium des Sondirens bef den Trägern zugkräftiger" Namen und Bezirk Thiergarten einschließlich des Zoologischen Gartens, des Beiten des Kampfes mit geistigen Waffen" find längst vorbei. Nur über Vermuthungen in der Tagespresse nicht hinausgekommen. Dieser Seeparks bis zum alten Landwehrgraben und des Fasanerie- an die rohesten Justinkte wird appellirt. Echt agrarisch, echtes„ Blau- Zustand zeigt die Berfahrenheit der bürgerlichen Parteien im grellien terrains bis zur Pappel Anee = mit Berlin. Ferner legte blut". eine Kabinetsordre Lichte, bei denen erfahrungsgemäß das politische Programm nichts, bom 2. Februar 1881 den westlich vom alten Landwehrgraben, zwischen dem Landwehrkanal und der gegnerischer Wahlkampfsführung fertig werden. Aber unsere Ausflügler" werden auch mit diesen Methoden der Namen des Kandidaten dagegen alles bedeute. So wenig BeBerlin- Charlottenburger Chauffee belegenen Theil des Seeparts, stinumtes sich heute über den Ausfall der Wahlen in den Reichss nebst dem westlichen Theil der Schleuseninsel, und den westlich der Selber die niedrigfte Wahlbemagogie zu betreiben, landen sagen läßt, so steht doch das eine fest, daß ein starker Wechsel Pappel- Allee in der Vertretung des Landes eintreten und eine gewisse Verjüngung zivischen Landwehrkanal und Kurfürsten- Allee dabei jedoch im gleichen Athem über die sozialdemokratische Ver- derselben stattfinden wird. belegenen unbebauten Theil des Hyppodroms,( ausschließlich des führung und Berhezung des Volkes zu schreien, das hat Herr Polytechnikums und der Bleichröderschen Villa) zu Berlin. v. Stumm vor seinen Wählern in Neunkirchen glücklich fertig geDas ,, Ordnungs"-Kuddelmuddel in Straßburg i. E. Ein Ministerial Erlaß vom 7. Februar 1881 legte dann noch den bracht. Schloßbezirk Bellevue zum Stadtbezirk Berlin. Alle diese nach Das Bemühen der Ordnungs" parteien in der Hauptstadt der Das ganze Bestreben der sozialdemokratischen Führer geht das Reichslande, der Sozialdemokratie den bisher von Bebel innedem Jahre 1870 zu Berlin gelommenen Stabttheile hin, sich aus den mühsam zusammengebrachten Arbeitergroschen ein gehabten Reichstagssig zu entreißen, ist ein so heißer, daß ihnen tein gehören bei den Reichstagswahlen der Osten zum behagliches Leben zu fristen sie verschmähen es, Handarbeit zu Opfer der politischen legerzeugung zu groß erscheint, um dies Ziel ahlkreis Niederbarnim, der Westen zum Wahlkreis verrichten." Dem Genossen Vollmar wird in zweideutigen Worten zu erreichen. Nach langen Verhandlungen zwischen den vers Teltow Beestow, und dürfen daher keinem Berliner Wahlkreis unterstellt, er habe das„ Theilen" als Programmpunkt aufgegeben, fchiedenen Lagern unserer bürgerlichen Gegner scheint das zugetheilt werden. Von feiten der sozialdemokratischen Stadt- seitdem ihm durch eine Erbschaft seiner Frau ein großes Kompromiß jetzt fertig, der lang ersehnte Allerweltskandidat endlich verordneten find bereits beim Magistrat Schritte gethan, um die Bermögen zugefallen war". Dabei spricht der wackere Hammer gefunden zu sein. Die flerifale Landespartei hat die UnterRichtigstellung der Wählerlisten zu veranlassen. Es darf angenommen schmied" fiche da! endlich einmal ein waschechter Handarbeiter! füßung des von den„ Liberalen" und" Demokraten" vorgeschlagenen werden, daß der Magistrat die nothwendigen Aenderungen noch vor von Wahllügen, bei denen es dahingestellt bleiben müsse, ob sie Rechtsanwaltes Riff bon der bejahenden Beantwortung der am 18. d. Mts. beginnenden Auslegung der Wählerlisten vor mit Vorbedacht oder aus Dummheit erfolgen, von einer„ Miftpfüge" einer Reihe von Fragen abhängig gemacht, wodurch sich der Kandidat nimmt und damit eine dem Reichsgesetz entsprechende Eintheilung in der man wandeln müsse, wenn man solche Gegner vor sich habe! verpflichtet, im Reichstag der Elsässer Gruppe beizutreten, gegen alle der Berliner Reichstags- Wahlkreise schafft. Gewiß, Herr v. Stumm ist der erste, der das Recht hat, mit Steinen Ausnahmegefege sowohl auf politischem wie auf religiösem Gebiet, um sich zu werfen. besonders gegen das Jesuitengesez Stellung zu nehmen, endlich für Natürlich ist Herr b. Stumm, vor den Wahlen wenigstens, die Einführung der allgemeinen und direkten Wahlen zum Landesfern davon, irgendwie die Rechte des Volfes und seiner Vertretung ausschuß sowie für Ausdehnung der Geltung des Reichs- Preßgesezes beeinträchtigen zu wollen", das Reaktionsgeschret set„ eitel Schwindel" auf Elsaß Lothringen einzutreten. Herr Riff hat sich unter das und nur darauf berechnet, die Politik der Sammlung aller pro- von den Kleritalen aufgestellte Joch gebeugt und noch außerdem duktiven Stände zu durchkreuzen. Rechte des Volkes und seiner Vertretung. Ich werde eintreten für die ausdrücklich erklärt, weder der nationalliberalen noch der konservativen Fraktion des Reichstags beitreten zu wollen. Der klerikale„ Elsässer" leber feine Stellung zu den agrarischen Forderungen äußerte stellt unter diesen Umständen Sie Unterstützung der Kandidatur Frhr. v. Stunun nach der Post": Riff durch seine Partei in sichere Aussicht, und das Organ der soIch bin darüber nicht zweifelhaft, daß, sobald in 5 Jahren genannten Demokraten, die„ Bürgerztg.", meint, es dürfe nach der die Handelsverträge abgelaufen sein werden, eine ganz iffschen Erklärung als annähernd sicher" angenommen werden, erhebliche Erhöhung der Getreidezölle eintreten daß Herr Riff als Kandidat sämmtlicher bürgerlichen Parteien, der muß, selbst auf die Gefahr hin, daß das Zustandekommen demokratischen, liberalen und Herifalen Partei, aufgestellt werden neuer Handelsverträge dadurch zum Nachtheil der Industrie wird. Etwas betrübt äußert sich blos die Straßb. Post", der erschwert wird. Moniteur des Gouvernements, die wegen der Riff'schen Klausel Das wird den Bund der Landwirthe kaum veranlassen, auf einen über den Nichtbeitritt zur nationalliberalen bezw. fonservativen eigenen Kandidaten, der num doch aufgestellt werden soll, zu ver- Fraktion der jetzt gefundenen Lösung der Mischmaschkandidaten zichten. Dagegen wird die Industrie von diesem ihren Führer, frage offenbar wenig Geschmack abzuigelvinnen vermag. Sie schreibt der noch 1894 und später der größte Förderer und Lobreduer des mit sauersüßer Miene: russischen Handelsvertrages war, nicht besonders erbaut sein. Herr Man wird. wir wissen das wohl diese Mittheilungen in Stumm gestand auch die Belastung des Industrie- Arbeiters durch liberalen Kreisen mit gemischten Gefühlen lesen. Indessen wird man eine Erhöhung der Agrarzölle zu: mit dem„ Elsässer" sagen müssen, daß der Weg der Verständigung Freilich wird durch jede Erhöhung des Getreidezolles das unter den Ordnungsparteien der einzige ist, der eine Aussicht auf Brot vertheuert und den Industrie Arbeitern dadurch eine Niederlage der Sozialdemokratie in Straßburg eröffnet. Und ein gewiffer Nachtheil zugefügt werden. Wenn aber die Indie Herbeiführung einer solchen, die Rückgewinnung Straßburgs für dustrie unter dem Schuß der nationalen Arbeit zu immer einen Kandidaten der Ordnungspartei, ist wohl der erste und größerer Blüthe fich entfaltet, so muß sie sich auch gefallen lassen, maßgebendste Gesichtspunkt für die nächste Reichstagswahl. Darüber die mit diesem Prinzip verbundenen Nachtheile zu tragen. Sie wird fein Zweifel bestehen können und hoffentlich auch keiner bemuß ihren Arbeitern im Lohn die Vertheuerung stehen." des Brotes ausgleichen. Die bedingungslose Kapitulation der gouvernementalen" Post" Wenn die Arbeiter sich bei jeder Brotvertheuerung auf diese vor dem Ultimatum der Klerikalen wirft auf die Gesinnungslosigkeit schönen Worte des Herrn v. Stumm ernstlich berufen würden, die und Zerrüttung des reichsländischen Nationalliberalismus, der noch Industrie" würde sich gar bald von einer solchen Sammlungspolitik vor fünf Jahren im Besiz des Straßburger Mandats war, ein grelles abwenden. Sie hat nichts gegen die Brotvertheuerung, solange sie Schlaglicht und zeigt zugleich, wie groß die Angst des Ordnungsdieselbe nicht im Lohn auszugleichen braucht, sondern alles dem flingels vor einem abermaligen Siege der Sozialdemokratie ift. Arbeiter aufbürden kann. Daher gehört die Einschränkung des Für die lettere ist das Kampffeld mun klar, und das Bewußtsein, Der Aufruf rühmt die Erfolge der Partei während der abge- Lohn wirklich Koalitionsrechts auch nothwendig zu der Sammelpolitik. Sowie der dem vereinigten Aufgebot aller bürgerlichen Parteien gegenüber Laufenen Legislatur. Was haben die Spahn und Lieber da nicht stiege, würde die Industriellen ganz anders wie heute denken. Daß willigkeit anspornen. die Zoйvertheuerung der Lebensmittel zustehen, wird unsere Genossen zu doppelter Begeisterung und Opferalles vollbracht! Sie haben die Boltsrechte geschützt, weise Spar- sie gar noch Lust haben sollten, das Zustandekommen neuer Handelsfamteit geübt, Belastung der breiten Boltsmasse verhütet, das verträge zu erschweren", bezweifeln wir vollends. Bustandekommen des Bürgerlichen Gesetzbuches und einer ben modernen Rechtsanschauungen mehr entsprechenden" Militär- Strafzwischen zwei Stühle gesetzt habent. Alles in allem dürfte fich Herr Stumm mit seiner Wahlrede prozeß- Ordnung ermöglicht. Sie haben für alle Stände und alle Schichten des Boltes gewirkt. Kurzum, die Bentrumsleute sind die ausgezeichnetsten Voltsvertreter, die man finden kann. Er Algemein fiel die sonderbare Art auf, wie der freisinnige Abgeordnete Knörde sich während dieses Cercles benahni. umfreiste beständig den Kaiser, obwohl ihm von verschiedenen Seiten mit recht vernehmlicher Stimme nahe gelegt wurde, daß das nicht passend sei. Ob Herr Knörde nur etwas von den Gesprächen erhaschen oder zum Cercle gezogen werden wollte, blieb unentschieden. Jedenfalls hat er den letzten 8wed nicht er reicht. Ueberhaupt wurde die Thatsache viel bemerkt, daß der Kaiser mit Ausnahme des Vizepräsidenten Schmidt, kein einziges Mitglied der freifsinnigen Frattion des Reichstages ins Gespräch zog, obgleich z. B. die Herren Langerhans und Munkel wieder holt so standen, daß sie dem Blicke des Kaisers nicht entgehen tonnten." Arme Freifinsmannen! Ja, man wandelt nicht ungestraft in Monarchenschlössern, wenn man" Voltsmann" sein will. Und wenn die Herren vom Schlosse kommen und in die Verfammlungen unter das Bolt treten, so wird der Bestrafung zweites Quantum über sie kommen. Das Bolt wird die Herren wohl erst recht nicht sehen und ihnen nur freundschaftlich fagen: Bitte, meine Herren in Frack und Eskarpins, begeben Sie fich getrost ins Schloß zurück! Für Wahrheit, Freiheit und Recht!" Inter dieser alten Devise schickt auch diesmal die Zentrumspartei ihren Wahlaufruf ins Land, den heute Abend die„ Germania" veröffentlicht. Aufruf es darstellt. : v. Blödan. burg: Reichstage- Kandidaturen. 4 145 Freifinnigen Dr. Mugdan, Oberlehrer Dr. Benneke ist von der Aufgestellt wurden in Potsdam Osthavelland von den Kandidatur zurückgetreten; in Meseriz- Bomst von den FreiWarum Herr Beck kandidirt. fimigen Hugo Kindler; in Minden Luebbede von den FreiDarüber gab Herr Liebermann von Sonnenberg in einer Ber- finnigen Architekt Demmig; in Dresden Altstadt von den KonLeider macht sich in Wirklichkeit die Sache ganz anders als der sammlung, die am vergangenen Sonntag in Königsberg in der fervativen Dr. Weidenbach; in Bretten Eppingen vom Zentrum Neumark tagte, eine Auskunft, die den Konservativen gegenüber eine Frhr. v. Menzingen; in Mannheim von den Nationalliberalen Das Zentrum hat die Vollstrechte nicht geschützt. Es hat sie recht wohlwollende Absicht erkennen ließ. Nachdem nämlich Herr Kommerzienrath Scipio; im dritten nassauischen Wahlaufs schlimmste verrathen, da es das Budgetrecht des Reichs- Liebermann und der antisemitische Kandidat Fuhrherr Beck die reis von den Freifinnigen Mergler; in Altenburg der Vortags durch die Bewilligung des Flottengesetzes preisgab. Es hat Rettung des Mittelstandes prophezeit hatten, kam es in der Debatte ſizende des Bundes der Landwirthe, in Altenburg Stammerherr ferner ein um sturzgefeß verlangt, welches die völlige Aus- zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Herrn von Tresckowrottung der Dent- und Breßfreiheit bezweckte. Heißt das„ Wahrung Blankenfelde und den antisemitischen Rednern wegen des Einbruchs bayern: München I: Gg. Birk. München II: Gg. v. VollSozialdemokratische Kandidaturen in Bayern. 1. Ober der politischen Freiheiten"? in diesen Wahlkreis. Herr von Treskow warf dem. Fuhrherrn Beck Und ebenso ist es mit der Förderung der wirthschaftlichen vor, daß er sich garnicht hätte aufstellen lassen dürfen, weil die mar. Aichach: Birk. Ingolstadt: Eduard Schmid. WasserInteressen des deutschen Volkes", welche der Wahlaufruf gleichfalls Sagungen des Bundes eine Gegenkandidatur gegen einen vom Bunde Birk. Weilheim: Franz Schmitt. Rosenheim: dem Zentrum nachrühmt. War es eine Verhütung der Belasting anerkannten offiziellen Kandidalen verböten. Erregt erklärte Herr V. Vollmar. Traunstein: v. Vollmar. 2. Niederbayern: der breiten Boltsmassen, als das Zentrum eine Milliarde fait Liebermann, in den Sagungen stände davon gar nichts, das sei mir Landshut: v. Vollmar. Straubing: Birk. Passau: für Marinerüstungen bewilligte, welche aus den indirekten ein Vorstandsbeschluß; Herr Beck aber entwickelte, daß seine Kandi- Ed. Schmid. Pfarrkirchen: Franz Schmitt. Deggendorf: Steuern, die auf die Lebensbedürfnisse des Boltes gelegt sind, ge- datur viel früher festgestanden habe als die des Herrn von Levehow, Ed. Schmid. Kelheim: Ed. Schmid. deckt werden sollen? daß ihnen zu Anfang immer der Landrath von Saldern Im fünften Berliner Wahlkreise hat Herr OberWie hat sich die schwarze Partei ferner in den Fragen der als Kandidat genannt worden sei, daß der Bund anfangs selbst meister Schumann seine Kandidatur zurückgezogen, die Antisemiten Sozialpolitik verhalten? Der Aufruf muß selbst zugestehen: nicht habe für den Konservativen eintreten wollen, als nicht wollen jegt den Zahnarzt Strumpf aufstellen. Mit lebhaftem Bedauern erfüllt uns, daß in der mit Eifer bündlerisch genug. Herr Liebermann fügte hinzu, daß sie von den Die National Sozialen, die anfänglich in Kiel. und Begeisterung begonnenen Sozialreform nicht der erhoffte Konservativen im Reichstage vielfach im Stich gelassen worden Rendsburg einen eigenen Kandidaten aufstellen wollten, haben Fortschrift zu bemerken ist." wären, und daß ihm Exzellenz Levezolv selbst wiederholt erklärt jetzt beschlossen, davon Abstand zu nehmen. Es werden demnach nicht die Macht hätte, die Sozialreform aus der Goffe, in die sie daß sie den alten Herrn zur Erfüllung seines Wunsches helfen Siren. Als solcher war bisher der Landes- Versicherungsrath HansenDies Bebauern macht sich gar komisch. Als ob das Zentrum habe, daß er mit seinen 70 Jahren endlich Nuhe haben wolle und neben dem bisherigen Reichstags- Abgeordneten Legien, nur noch Professor Hänel und ein nationalliberal- agrarischer Bewerber fandis berfahren worden ist, herauszuholen. Hätte das Zentrum gewollt, wollten. so konnte der verflossene Reichstag ein Reichstag der Sozialreform Kiel aufgestellt, dessen Kandidatur aber wieder zurückgezogen ist und heißen, während er nun in der Hauptsache wieder ein Reichstag des wird nunmehr von den Nationalliberalen Landtags- Abgeordneter Militarismus, des Agrarierthums und der Bedrückungsgesetze ge- brüdern". Doch die Pauke hat ein Loch oder vielleicht nur eine In Sachfen besteht das alte Kartell fort zwischen den Ordnungs- Groth genannt. wesen ist. In Flensburg Apenrade hat der Bund der Landwirthe Das Zentrum ist unter Dr. Lieber's Führung jest gänzlich zur schlechte Stelle. Die Antisemiten machen nicht mit, sondern stellen sich von der Kandidatur des Nationalliberalen Hansen Tosgesagt und Regierungspartei geworden. Seine alte Devise, unter der es wieder vielfach eigene Kandidaten auf. So auch in Leipzig. In einer erklärt, die Kandidatur des Antisemiten Raab zu unterstügen. in ben Wahlkampf zieht, ist nichts als ärgste Seuchelei und man Wählerversammlung erklärte dort der Vorsitzende des deutsch- sozialen sollte dafür schreiben: Für Unrecht, Berbummung und Reformbereins Rechtsanwalt Schauß: Boltsberrath." " Das Reichstags- Wahlrecht. Die Berl. Polit. Nachr." erklären, daß die Mittheilungen des Abg. Miller Fulda, es sei ein neues Reichstags- Wahlgefeß bereits ausgearbeitet worden, jeder thatsächlichen Unterlage entbehren. Dies Dementi kann durchaus nicht genügen. Warum schweigt der Reichs- Anzeiger"? Die Sache ist von so ganz außerordentlicher Wichtigkeit, daß die Regierung selbst sich dazu äußern muß. Die Berl. Pol. Nachr." haben schon häufig Nachrichten abgeleugnet, die fich kurz darauf als richtig herausgestellt haben. noods Heraus mit der Sprache! Landwehr- Uebungen während des Wahltages sollen, wie fürzlich auf der Kontrollversammlung in Charlottenburg mitgetheilt wurde, für den Jahrgang 1889 der Provinzial- Infanterie beabsichtigt sein, dessen eine Hälfte am 1. Juni, die andere Hälfte am 16. Juni zu einer behindert werden. Land- Agitation. Die fächsischen Störenfriede. = Politische Nebersicht. Die deutsch- soziale Reformpartei gehe hier selbständig mit der Aufstellung eines eigenen Kandidaten vor, weil die Kartellparteien es nicht für nöthig befunden hätten, sich wegen der Kan Berlin, den 7. Mat. didatenfrage auch an die deutsch- soziale Reformpartei zu wenden, Das preußische Abgeordnetenhaus nahm am Sonnobwohl diese bei der 1893er Wahl in Sachsen sechs Sige abend zunächst in dritter Lesung die lex Arons gegen die gewonnen habe und, wenn sie auch die Majestät des Juden- Stimmen einiger Freisinniger an. Eine Debatte fand nicht thums nicht anerkenne, in bezug auf monarchische Gesinnung gewiß mehr statt; selbst diejenigen, welche sich in erster und zweiter nicht hinter jenen zurückſtehe. Hätte man der deutsch sozialen Lesung scharf dagegen gewandt hatten, daß die zweite Instanz Reformpartei die Besetzung der sechs eroberten Kreise belassen, durch das Staatsministerium gebildet werden soll, machten dann könnten die Kartellparteien auf die Unterstützung jener in feinen Versuch mehr, ihren Ansichten zum Siege zu verhelfen, den anderen Kreisen rechnen; dies würde nunmehr natürlich sondern fügten sich willig dem Wunsche der Regierung und unterbleiben. Die deutsch- soziale Reformpartei habe in Leipzig 1803 timmten für das Maulkorbgeses. = 7000 Stimmen aufgebracht, obwohl der Kartellkandidat Professor stimmten für das Maulkorbgesez. Dr. Hasse sich damals noch nicht als zur nationalliberalen Bartei Hierauf begann die zweite Lesung des Gefeßentwurfs gehörig bekannt habe, daher könne sie nicht einer anderen Partei betr. das Diensteintommen der evangelischen nachlaufen; ihre Ehre erfordere vielmehr, daß sie durch die Auf- und der katholischen Pfarrer. Die Kosten der stellung eines eigenen Kandidaten selbständig vorgehe." Debatte trugen hauptsächlich die Konservativen, von 14tägigen Uebung einberufen werden soll. Dadurch würde eine Echt„ reform" parteilich. Die sogenannte Reformpartei wäre denen die Mehrheit der Vorlage zustimmt, während große Zahl von Wahlberechtigten an der Ausübung des Wahlrechts gar zu gern Hand in Hand mit dem Kartell gegangen, wenn dieses die Minderheit, vertreten durch den früheren Präsidenten Da eine militärische Nothwendigkeit zur Ab- fie nur geduldet hätte. So aber wurden die um Zimmermann von von Köller, wegen der Regelung des Pfründensystems haltung der Landwehr- llebungen gerade um diese Zeit burchaus der konservativen" Hofrathspartei" mit Fußtritten regalirt und das Gesetz ablehnt und eine nochmalige Entschließung der nicht vorliegen kann, so ist eine Berlegung dieser Uebungen unbedingt darum miffen sie ihr Glid auf eigene Fauft probiren. Die Kartellbrüder wissen recht gut, warum sie auf die Reform Generalfynoden herbeiführen will. Daß der Abg. v. Köller zu verlangen. partei verzichten. Diese Partei ist längst am Ende ihres Lateins bei dieser Gelegenheit das rothe Gespenst an die Wand malte angelangt und wenn die Wahl beendigt, werden nur wenige und davor warnte, einer Vorlage zuzustimmen, die Wasser Die„ Deutsche Tageszeitung" beschäftigt sich mit der Flugblatt elende Knochen von dem großen Thier zeugen, dessen Gebrüll einst auf die Mühle der Sozialdemokratie sei, machte selbst auf die berbreitung unserer Berliner Parteigenoffen auf dem Lande. Sonn- die Welt erfüllte. tags, fo erzählt sie, fahren von Berlin Gruppen von Genossen" Bourgeoisvertretung nur einen komischen Eindruck. Daß es Freilich, das Kartell wird darob teine Freude haben. Denn es doch immer noch Leute giebt, die selbst da, wo sie es gar nicht aufs Land hinaus, um die kleinen Orte mit Material zu versorgen." hat noch andere Gegner als die Harlekins der Reformpartei". Begreiflicherweise ist dies den Bündlern sehr unangenehm. Das nöthig haben, den Beweis für ihre völlige Unkenntniß der Bestrebungen der Sozialdemokratie erbringen zu müssen Während die sozialdemokratische Partei Elsaß Lothringens glauben! Erledigt wurden nur Artikel 1 und 2 des Gesetzes über die junkerliche Ausbeutungswirthschaft geschützt" werden. Wie aber bereits vor 14 Tagen ihre vollständige Kandidatenliste für die bevor- betr. die evangelischen Pfarrer. Die Berathung wird Montag soll man sie schizen? Man kann die Versammlungslokale abtreiben stehenden Reichstagswahlen zu veröffentlichen in der Lage war, fortgefekt. Außerdem stehen kleinere Vorlagen auf der Tagesund alles thun, was Uebermacht und gewaltthätiger Sinn ermög- macht den bürgerlichen Parteien die Nominirung ihrer Kan- ordnung. lichen. Aber die Flugblätter, die bösen Flugblätter. Wie da- didaten dort immer noch gewaltiges Kopfzerbrechen. Mit Ausnahme gegen auffonimen? " Land und die fleineren Orte betrachten sie als ihre Domänen und die Bevölkerung daselbst soll vor der sozialdemokratischen Aufklärung " Aus den Reichslanden. -POZZO Möge man auf diese Ausflügler" weniger Wahlkreise, in denen sich die bisherigen Vertreter wieder Der Appetit kommt beim Effen. Das sehen wir recht ein wachsames Auge haben"- das ist der Nathschlag der um bas Mandat bewerben, ist man bis heute zumeist über das deutlich an unseren Agrariern und Junkern. Je mehr fie dem Volfe auspressen, desto gieriger werden sie; je fettere Bissen sie verschlingen, um so lauter schreien" sie nach mehr. Es ist der Heißhunger des Wolfes, der nie zu befriedigen ist. Am vorigen Donnerstag erklärte der Hauptsprecher der junkerlichen Nimmersatte, Graf Kanik, im Reichstage: Die heutigen Preise sind das Mindeste, was die Landwirthschaft haben muß, wenn sie bestehen soll." Die heutigen Preise" sind 216 M. für Weizen und 170-175 W. für Roggen. " Im Konservativen Handbuch für das Jahr 1894" ist aber auf S. 162, nachdem von der Preissteigerung des Getreides durch die Börse gefabelt worden, buchstäblich zu lesen: " Durch die Unkenrufe in den Zeitungen und selbst in den Parlamenten so im Mai 1891- sind die Preise auf eine unerhörte, durch die wirkliche Sachlage in keiner Weise gerechtfertigte Höhe getrieben worden." Und was für eine Arbeit. Jm Sumpf, bis über die Knie Ministeriums gestellt, gegen deffen Entscheidung Herrn Kulemann's im Wasser, und das 12 bis 14 Stunden den Tag! Kein Beschwerde sich richtete und empfiehlt daher dem Landtag,„ die Stück Vich wird so behandelt wie diese Bürgerinnen des better- Petition des Landgerichtsrath Kulemann in Braunschweig unstolzen und prunkliebenden Königreichs Italien. Die Regie- wird angewendet, um den Einwand Kulemann's zu bekämpfen, daß berücksichtigt zu lassen". Eine Fülle von juristischer Spitfindigkeit rung hilft natürlich den Kapitalisten, denen sie sich mit Haut die Entscheidung des Ministeriums das Recht des Landgerichtsund Haaren verschrieben hat jede Versammlung, die Polizei schleift Tag für Tag Frauen staatsdienst- Gesezes nach eigenem Ermessen Urlaub bis zu vierzehn sie verbietet den Arbeiterinnen präsidenten beeinträchtige, auf grund des§ 24 des Zivilmit hungernden Kindern und Säuglingen ins Gefängniß, und Tagen zu gewähren, daß die Entscheidung des Ministeriums tnechtische Richter verurtheilen Tag für Tag hungernde mithin dem Urlaub nachsuchenden Beamten eine Instanz entziehe". Weiber, deren einziges Verbrechen es war, zur Solidarität aufgefordert zu haben. Dann aber geht der Kommissionsbericht auf die politische Seite der Angelegenheit über und bekämpft die Meinung Kulemann's, daß Allein die Reisarbeiterinnen harren aus. Sie hungern, jozialer Bethätigung zustehen müsse, da Art. 21 Beamten schon deswegen das Recht politischer und hungern. Sie warten auf den Tag der Ernte zwischen der Reichsverfassung und§ 15 des braunschweigischen Partitular Mitte und Ende des Monats. Können sie so lange aushalten, gefeges ihnen die Möglichkeit der Ausübung eines Mandats für so glauben sie, daß die Grundbesitzer nachgeben müssen, Reichstag oder Landtag dadurch sichern, daß sie die Verweigerung wenn nicht die Ernte zu grunde gehen soll. eines Urlaubs für diese Zwede verbieten. Folgerichtig sagt nun Aber die Hilfe muß rasch tommen. Kulemann:„ Wenn man ihm, wie es der Fall war, gestattet, sich Nähere Aufschlüsse giebt unser Freund Filippo Turati, nach Saarbrücken zu begeben, wo ihm ein Reichstags- Mandat anAbgeordneter( Deputato), Mailand( Milano), Portici Galeria 23. getragen war, und sich durch Vorstellung bei den Wählern Prato neue Ruheſtörungen und blutig verlaufene Zusammen- Regel niemand in die Lage fommen wird, eine Kandidatur Der Telegraph meldet aus Florenz, Livorno, Mailand, um das Mandat zu bewerben, dann dürfe man ihm auch keinerlei andere politische Thätigkeit verbieten, verbieten, da in der stöße zwischen den Hungernden und dem aufgebotenen angetragen zu erhalten, der politisch völlig unbekannt geblieben ist," ind heute steht der Weizenpreis auf 246, also zehn Militär. Prozent höher als 1891! Wohl ist der Roggen heute sodaß er mithin durch die Verfügung des Justizministers in seinen Die Gaceta de Madrid" veröffentlicht ein Dekret, nach Rechten als Staatsbürger getränkt sei". etwas billiger, allein da die Volksmassen heute sehr viel welchem von heute ab die freie Einfuhr von Weizen, Mais, Weizengebäck und das Brot gemischt mit Weizen essen, so Hafer, Gerste, Reis und Mehl nach Spanien gestattet ist. fällt gegenüber der kolossalen Preishöhe des Weizens die relativ geringere Theuerung des Roggens wenig ins Gewicht. Deutsches Reich. Thatsache ist: im Jahre 1891 und im Jahre 1894 war ein Weizenpreis von 220 M., unerhört", und konnte das Volk eine weitere Steigerung nach Ansicht des Grafen Im Mai 1891 betrug der Weizenpreis 221 M. und der Roggenpreis 207. Ungefähr zu jener Zeit erklärte Graf Kanik, bei einem weiteren Steigen der Getreidepreise müßten die Kornzölle suspendirt werden. Ranig nicht aushalten. " Deutsches Volk werde hart! Und rechne scharf und unerbittlich ab am 16. Juni! * : Der Kommissionsbericht weiß gegen diese unwiderlegliche Beweisführung nichts anderes anzuführen, als daß in dem Geseze für die Beamten von einem Recht auf Urlaubsbewilligung außerhalb der gesezlich festgesetzten Ferienzeit" abgesehen von dem speziellen Fall Die Konferenz der deutschen Seeftädte, betreffend die lung nichts zu entdecken" sei. Damit stüßt sich die Kommission auf der Wahl des Beamten in den Reichstag oder die LandesversammUnhaltbarkeit der Vichsperren, war von 92 Vertretern der Magistrate, Handelstammern, Gewerbefanumern, der Rhederei, des den Buchstaben des Gesetzes, ohne seines Geistes je einen Hauch verKommissionshandels und der Schlächterinnungen der 9! Seestädte spürt zu haben. Heute sind 246 M. für Weizen das Mindeste", Hamburg, Altona, Harburg, Kiel, Lübeck, Rostock, Flensburg, Straßburg i. E., 5. Mai.( Eig. Ber.) Vor der Straffammer womit Kanit und ſeine junkerlichen Kanik- Gesellen sich be- der Kommission erstatteten und von der Konferenz gebilligten Berichtes statt, die auf die betriebstechnischen Einrichtungen der Reichs- EisenApenrade und Tönning besucht; die wesentlichsten Buntte des seitens des hiesigen Landgerichts fand fürzlich abermals eine Verhandlung gnügen können. waren folgende: bahnen ein sehr schlechtes Licht wirft. Der Lokomotivführer Menzel, Bald wird auch das„ Mindeste" nicht mehr genug sein. 1. Die Schlächterinnungen erklären den Antrag v. Mendel- Ning, und der Weichensteller Männer waren angeklagt, in der Nacht vom Und gestern war die Kreuz- Zeitung" entrüstet, daß troß seiner Abänderung und der daraufhin erfolgten einstimmigen 19. auf den 20. Januar d. J. auf Station Erstein der Linie wir von den Großkornwucherern sagten: Die Hungersnoth Annahme durch das preußische Abgeordnetenhaus noch immer als Straßburg- Basel den Zusammenstoß zweier Güterzüge verursacht zu sei ihr Jdeal. Der Weizen zu 246 W. das ist das„ Meindeſte" unamnehmbar, da er die Schlachtungen der Landwirthe, haben. Männer hatte dem von Menzel geführten Zuge auf der unfür Kanitz und seine Kanitz- Gesellen. Der Weizen zu 246 M. nimmt. Dadurch werden einerseits die Großgrundbesiger ermächtigt, fignal geöffnet, ehe die Ankunft des vorausgegangenen Güterzuges der amtlichen Fleischbeschau aus Fegersheim das das ist aber die Hungersnoth für Hundert das Fleisch ihrer kranken Thiere ihren Arbeitern zu geben, und anderer- in Erstein gemeldet worden war. Der Menzel'sche Zug rollte also tausende und für Millionen schweres Elend! seits ist damit doch noch die Verarbeitung franfer Thiere au sog. nach Erstein weiter und stieß dort, weil der Führer das rothe Sperr Und das ist das„ Mindest e". Land- und Dauerwurst ermöglicht. signal nicht bemerkt haben will, auf die Schlußwagen des eben Wie lange werden die Großkornwucherer mit dem " Mindesten" zufrieden sein? 2. Die Reichstagskandidaten mögen verpflichtet werden, bei der angekommenen Trains. Die Folge war ein beträchtlicher Materialbevorstehenden Einbringung des Antrages v. Mendel- Ring denselben als schaden in Höhe von ca. 8000 Mart. In der Verhandlung stellte Novelle zum Reichs Seuchengeset zu behandeln und sich mum heraus, daß das kritische Einfahrtssignal auf hierbei die Abänderung des§ 4 dieses Gesetzes zu verlangen. Derfelbe Station Erstein schlecht funttionirte, indem es oft giebt dem Reichskanzler das Recht, jede Sperrung der Grenzen gegen statt rothem grünes Licht zeigte; mehrere Fahrbeamte beDie Hungersnothpreise kommen schon im Minder- die Vieheinfuhr ohne Befragung des Bundesraths zu verhängen, während tunden, daß ihnen dadurch schon öfters ein gekonsum der Massen, schweren Schädigungen im Bäckergewerbe, es dringend nothwendig ist, daß dieses Recht dem Bundesrath fährlicher Bossen gespielt worden sei. Aber auch im Bankrotten von Bäckermeistern zum Ausdruck. Demgegenüber zurückgegeben wird. Falle des richtigen Funktionirens der Signalvorrichtung wäre der stehen große Zufallsgewinne der Getreidespekulanten. 3. Durch die Bestimmung, daß das aus Dänemark eingeführte inkriminirte Busammenstoß nach Aussage zweier Lokomotivführer Ats eine bezeichnende Einzelheit für die Steigerung der Schlachtvieh, welches auf die Tuberkulin- Impfung reagirt, unvermeidlich gewesen, weil das Signal in dem Nebel, der zur Preise führt das Berl. Tageblatt" an, daß in dieser Woche von jeder Verwerthung in Deutschland ausgeschlossen ist, sind den Zeit des Unfalles herrschte, erst auf 50 meter sichtbar und auf das erste Gerücht von einer bevorstehenden Suspendirung Bich entzogen. Dafür aber wird das hierdurch ausgeschlossene Wich während ein in voller Fahrt befindlicher vollbelasteter Güterzug erst Viehmärkten der Seestädte zweidrittel ihres Bestandes an lebendem nur 400 Meter von der Station entfernt war, der Zölle in Frankreich eine von hier aus getaufte Dampfer- in geflachtetem Zustande eingeführt, was neben den viel auf eine Distanz von 450 Metern zum Stehen gebracht werden ladung Laplataweizen mit 35 000 Fr. Gewinn nach Antwerpen fachen Schädigungen des Schlächtergewerbes auch eine gesetz- fann. Unter folchen Umständen sah sich der Gerichtshof zur kosten und von dort bereits am nächsten Tage mit einem weiteren geberische widerfinnigkeit ist. Die Schlächter erklären losen Freisprechung des angeklagten Führers vers Gewinn von 60 000 Fr. nach Frankreich wiederverkauft wurde. jedoch, daß diese Fleischeinfuhr so lange unentbehrlich ist, bis die anlaßt, während der Weichensteller, der sich mit Arbeits. In Amerita steigen die Preise weiter sprunghaft. In Einfuhr des lebenden Biehes wieder gestattet wird. überhäufung entschuldigte, mit 8 Tagen Gefängniß davontam. Lemberg erwägt die Stadtverwaltung Ankauf von Getreide reiches statistisches Material nach, daß die vom Oekonomie rath find in der vergangenen Woche nicht weniger als brei Personen 4. Abg. Rechtsanwalt Dr. Vielhaben wies durch umfang- Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. In Zabrze und Verkauf zum Selbstkostenpreise. Am schwierigsten ist die Boysen veröffentlichte Berechnung über die bedeutende Abnahme wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt worden, und zwar zu je drei Am schwierigsten ist die Situation in Italien. Zu den Hungerrebolten wird uns aus Nom der Landwirthschaftsminister v. Hammerstein bezogen hatte) eine aus Bielichowiß und Ciupatta aus Alt- Babrze. des Verbrauchs ausländischen Fleisches( auf welche Arbeit sich auch Monaten Gefängniß. Zwei von ihnen waren Bergleute, Bartodziej unterm 4. Mat geschrieben: agrarisch tendenziöse sei, und daß zumal jetzt bei den Aus alle wird uns vom 7. Mai geschrieben: Wegen Das Elend unter den Voltsmassen ist größer, als die steigenden Getreidepreisen die deutsche Landwirthschaft auch in Zu- Majestätsbeleidigung wurde in heutiger Straffammer- Sigung der Bourgeoisie sich hat träumen lassen; die Aufstände, die funft nicht in der Lage sein werde, die. Bevölkerung ausreichend mit bisher unbestrafte 44jährige Former Anton Paling aus Merseburg im Süden ihren Anfang genommen, pflanzen sich fort Fleisch zu versorgen. zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Er hatte im Vogel'schen bis in die Lombardei. Die Regierung hat sich denn auch Auch gegen Herrn v. Berlepsch hat sich Freiherr v. Stumum Restaurant zu Merseburg im angetrunkenen Zustande in Beziehung gezwungen gesehen, den Getreidezoll aufzuheben, nachdem sie in seiner Neunkirchener Wahlrede in der ihn auszeichnenden ge- auf die Bilder der 3 Kaiser eine abfällige Bemerkung gemacht. Der vergeblich versucht hat, das Elend mit dem weißen Schrecken minister hatte bekanntlich auf dem letzten Kathedersozialisten- Kongreß auf das niedrigere Strafmaß, weil die Aeußerung unter dem winnenden Form gewendet. Der frühere preußische Handels- Staatsanwalt hatte 6 Monat beantragt; der Gerichtshof erkannte zum Schweigen zu bringen. In die aufrührerischen Provinzen ben, vierten Stand" hochleben lassen, und er hat letthin noch Drud des Alkohols geschehen war. aber hat die Regierung Gouverneure gesandt, denen alle öffent in der Sozialen Pragis" bies Wort vertheidigt. Herr v. Stumm Oesterreich." liche Gewalt, zivile wie militärische, übertragen worden ist. meinte darüber: An die Behörden richtete sie ein Zirkular, worin sie dieselben auffordert, mit der größten Energie vorzugehen und der Gewalt mit Gewalt zu begegnen. Der Avanti", der dieses Zirkular veröffentlichte, wurde konfiszirt. " " Desterreich. Opm Wien, 6. Mai. Der behufs Berathung der Anklage. Der größte Unsinn, welcher heute den Arbeitern aufgetischt Anträge gegen Badeni eingesetzte Ausschuß lehnte den Anwird, ist die Erfindung von einem vierten Stande, dem sie trag betreffend Einsetzung eines Subfomitees ab und nahm mit angehören sollen. Es ist das gegenüber unserer Verfassung, nach 20 Stimmen einen Antrag Pietat auf Wahl eines Referenten an, der jeder Preuße vor dem Gefeße gleich ist, geradezu eine Bewelcher Erhebungen anstellen soll, die der Ausschuß zum Zwecke der Teibigung der arbeitenden Klassen und dazu eine völlig gegen Antragstellung zu machen hätte. Abg. Dyd wurde daraufhin mit standslose Behauptung. Teere Bettel ab. 20 Stimmen zum Referenten gewählt. 13 Ausschußmitglieder gaben Frankreich. England. Wie wenig die Soldateska die eigenen Landeskinder geschont hat, ersieht man aus der Todtenliste; 50 Personen find seit Sonntag bis gestern( 3. Mat) sofort getödtet worden den Ministern auch im Tone denjenigen Respekt entgegenzubringen Dabei schulmeisterte Herr v. Stumm die Opposition, daß fie beztv. später ihren Wunden erlegen; außerdem ist die Zahl habe, welcher den ersten Räthen der Krone gebührt". der Verwundeten groß. Die volle Wahrheit aber läßt Paris, 5. Mai. Die Aurore" veröffentlicht ein Dementi des sich vorläufig gar nicht ergründen, denn die Telegramme nicht wieder zum Reichstage kandidiren. Herr v. Buol will, so meldet die Kölnische Voltszeitung". Oberfilieutenants Picquard gegenüber der Nachricht von einer Unterhat man man der Zensur unterstellt. Die Korrespondenten 14. Badischen Wahlfreise gewählt worden und seit 1884 Mitglied Oberst Schwarzkoppen gehabt haben sollte. Oberst Picquart hat Herr v. Buol ist im redung, welche er nach mehreren Blättern in Karlsruhe mit dem der Preffe, selbst der bürgerlichen, müssen zu des Reichstages. Er ist seit März 1895 erster Präsident des Reichs- gegen die Urheber dieser Erzählung Antlage erhoben. gestehen, daß die extremen politischen Parteien teine tages und hat diese Ehrenstelle zum Beifall aller Parteien aus Schuld an den Erzessen trifft, daß nur der Hunger, der gefüllt. Man wird vielfach bedauern, daß Herr v. Buol nicht wieder Mangel an jeglichen Mitteln die Massen zur Verzweiflung fandidiren will. Er ist erst im Alter von 56 Jahren. Im Unterhause fritisirten am Freitag bei Erörterung des getrieben hat. Der reaktionäre Feldzug gegen den Handelsgroßbetrieb. Ausgabe- Etats des Kolonialamtes die Abgeordneten John Ellies Trotzdem hat die Verfolgung der Sozialisten auf der Man trägt sich in Regierungsfreisen mit dem Plane, eine Bend Harcourt die Bestimmungen über die Verwaltung der unter der ganzen Linie begonnen und in den südlichen Provinzen werden Mittelstands- Rettern" geht diese Abficht noch lange nicht weit genug. wurde wegen der Zollverhältnisse in Südafrika und des Planes steuerung der Großzbazare durch die Kommunen einzuführen. Den daß, Rhodes seine alte Machtstellung beibehalten dürfe. Ferner unsere Freunde in großer Zahl in die Gefängnisse geworfen. So schreibt die„ Kons. Korresp.": In St. Remo hat man den sozialistischen Gemeinde" Wir möchten bei diesem ohne Zweifel richtigen Gedanken einer Eisenbahn von Rhodesien nach Sansibar angefragt. Der Staatsrath aufgelöst, weil er den 1. Mai gefeiert hatte. Die aber darauf aufmerksam machen, daß die lokale Steuer, möge fie die Politik der Regierung. Rhodes habe den von ihm begangenen sekretär für die Kolonien Chamberlain vertheidigte hierauf sozialistische Kammerfraktion hat eine Interpellation eingereicht, den Umsatz, den Gewinn oder den Umfang der Waarenhäuser" Irrthum" bereut und werde ihn nicht wiederholen; die neuen Bein der verlangt wird, daß die zeitweilige Aufhebung treffen, stets unwirksam bleiben wird, solange sie nicht durch stimmtungen geben dem Rath und dem Residenten die Kontrolle des Getreidezolles eine definitive werde, und daß diese Maß eine kommunale Eingangssteuer auf Sendungen, die aus Groß über die Südafrika- Gesellschaft, so daß nichts weiter zu befürchten Groß- timmungen regel zu vervollständigen ist durch die Verstaatlichung der magazinen stammen, ergänzt wird. Es handelt sich nicht Mühlenindustrie und die Uebernahme der Brotfabrikation durch blos darum, durch ein Vorgehen gegen die Bazare die sei. Zu den weiteren Anfragen erklärte Chamberlain folgendes: großstädtischen Kleinbetriebe zu schüßen, sondern auch die Die Regierung habe nur eingewilligt, daß unter keinen denkbaren die Kommune. Des weiteren macht die Interpellation die fleinstädtischen Gewerbetreibenden vor dem Schaden, den Umständen Schutzölle britischen Waaren auferlegt werden sollen, und Regierung verantwortlich für die blutigen Zusammenstöße, den gerade ihnen die Großbazare bringen, sicher zu stellen und habe es der Zukunft überlassen, ob Rodesten Schutzölle gegen ausBelagerungszustand und die Verletzung der konstitutionellen Die Kleinen Kommunen für den Steuerausfall, ben die Kon- ein freundlicher Zwischenverkehr zwischen den Gliedern des britischen ländische Waaren einführen solle. Die Regierung wünsche, daß Rechte durch ihre Organe. Die Interpellation hat leider noch furrenz großstädtischer Versandtgeschäfte dort zur Folge hat, zu Reiches hergestellt werde, an dem frembe Nationen nicht nothwendig nicht zur Verhandlung kommen können, da die Regierung nicht wagte, die Kammern vor dem festgesetzten Datum, dem Wozu nur alle diese„ kleineren Mitte!"? Wenn man den Groß- Theilhaber seien; und wenn die Regierung bereit sei, diese Politik 12. d. W., einzuberufen aus Furcht vor den zu erwartenden betrieb beseitigen will, so sage man es offen heraus und suche ihn gegenüber Kanada zu adoptiren, warum dann nicht gegenüber Angriffen der Linken und der Crispianer, die, geſtützt auf den Seniffe und Schliche ihn zu quälen. Wie würden die Herren Konser Beit entgegen, in der es ffir die Kolonien Englands Ver 12. d. W., einzuberufen aus Furcht vor den zu erwartenden durch die Gesetzgebung aus der Welt zu schaffen, statt durch allerlei hodesien? Zwischen den verschiedenen Theilen des britischen Konser- Reiches sollte vollkommene Freiheit herrschen. Er sehe Hof, sich anschicken, die Gewalt wieder an sich zu reißen. vativen schreien, wenn die Arbeiter verlangen wollten, daß ihnen für noch Profit ziehen. Von vielen Orten werden 2ohnhera b. wie die Konservativen es den leinen und mittleren Kapitalisten Der Vorschlag betr. eine Eisenbahn von Süd Rhodesien nach Aus der Theuerung und Hungersnoth will der Kapitalismus ihre Existenz und ihr gutes Fortkommen ebenso garantirt werden, anlassung geben könnte, dem Mutterlande als Entgelt für alle empfangenen Vortheile einen Vorzug zu gewähren. segungen gemeldet und Lohnabzüge und andere garantiren wollen! Willkürakte, denen die Arbeiter entweder stumm grollend sich Sansibar bedürfe eingehender Erwägung; er könne nicht sagen, was Konservative und Bündler. Die Staatsbürger Zeitung" die Regierung beschließen werde; aber, wenn Harcourt das Projekt fügen, oder auf die sie mit Niederlegung der Arbeit giebt zu, daß ihre Mittheilungen über den Konflikt innerhalb der lächerlich mache, so erinnere er ihn an die Pacific- Bahn, die Kanada antworten müssen. So sind schon vor einigen Monaten, fonservativen Partei sich auf Verhältnisse beziehen, die vor zwei zu einem größeren Reiche gemacht habe. Juwieweit die Regierung wie unseren Lesern bekannt, die Arbeiterinnen Jahren bestanden haben. Sie Arbeiterinnen Jahren bestanden haben. Damals habe eine Gruppe von Mit- ein derartiges Projekt unterstützen solle, sei eine andere Frage; in der Reisfelder bei Bologna zum Streit gezwungen gliedern der deutsch- konservativen Reichstagsfraktion„ Abmachungen dieser Hinsicht sei er( Chamberlain) teine Verpflichtungen eina worden. Der Streit dauert fort. Die Grundbesizer vorsitzenden Dr. Plötz sich mit ihm solidarisch zu erklären und Sahin getroffen, für den Fall des Hinausgraulens des Bundes- gegangen. verlangen unbedingte Unterwerfung. Sie wollen nicht ein- eventuell einen eigenen Fraktionsverband zu gründen". mal einen Lohn von 80 Zentesimi( 65 Pf.) täglich bezahlen! Ueber die Petition des Landgerichtsraths Rulemann an Sie wollen sich in keiner Weise verpflichten. Sie wollen das den Landtag wegen Urlaubsverweigerung liegt jetzt der Bericht der Recht haben, die unglücklichen Sklavinnen jeden Augenblick Justizkommission des braunschweigerischen Landtages vor. Wie faum wegjagen zu können. anders zu erwarten war, hat dieselbe sich auf den Standpunkt des entschädigen." " der Diese Ausführungen Chamberlain's sind sehr bedeutsam zur Ers fenntniß der englischen Pläne in Afrika, sowie bezüglich der forts dauernden Absichten auf Herstellung eines Bollbundes zwischen England und seinen Kolonien, durch den sich diese unter einander bes günstigen würden, während andere Nationen benachtheiligt oder ausgeschlossen werden sollen. So schwierig auch die Verwirklichung dieser Bläne für England sein dürfte, so ist doch mit derartigen Ab- I sichten als einem ständigen Faktor der britischen Handelspolitik dauernd zu rechnen. Italien. einen vollständigen Umschwung hervorrufen. Bisher waren etwa Unternehmer damit, daß ihnen gegenüber von den Arbeitern ein Die Annahme dieses Gesezes wird in der norwegischen Politik| nicht anzugehören. Motivirt wird dieses sonderbare Vorgehen der 225 000 Personen wahlberechtigt( ca. 11 pt. der Bevölkerung), in Ton angeschlagen werde, den sie sich nicht gefallen lassen fönnen und Zukunft sind es 400 000( ca. 20 pCt. der Bevölkerung). Die von der Zentralstelle der Arbeiterorganisation in Berlin den Meistern Mailand, 6. Mai. Heute Abend, als die Arbeiter die Fabriken e motratie darf jetzt also auf einen großen Aufschwung rechnen, Diese Gründe sind bei den Haaren herbeigezogen, und sollen die wahren Arbeiter sind nun wahlberechtigt geworden, die Sozial- diftirt werde, was sie in ihren Betrieben zu thun und zu lassen haben. berließen, tam es infolge der Verhaftung eines Arbeiters, umfomehr, als die Arbeiter bisher vielfach Liberale wählten, um die Absichten der Unternehmer für diesen äußerst frivol herbeigeführten Kampf der sozialistische Aufrufe bertheilte, zu verschiedenen Stimmen nicht zu zersplittern, damit die Wahlreform durchgehen verdecken. Ansammlungen von Arbeitern. Als Militär und Polizei konnte. Die Unternehmer sind sehr unzufrieden, daß sie ihren dieselben auseinandertreiben wollten, wurden sie mit Steinwürfen Arbeitern seiner Zeit einige fleine Zugeständnisse gewähren wußten, empfangen. Es wurden noch eine Anzahl Personen verhaftet, die demokratischste Verfassung hat, da es nur eine Kammer giebt, und Bedingungen entledigen können. Diese ihre Absicht wird aber an Man beachte, daß Norivegen neben der Schweiz jetzt die und glauben nun den Augenblick gekommen, wo sie sich der lästigen jedoch mit Ausnahme eines Einzigen später wieder freigelassen der König nur ein suspensives, aber fein absolutes Veto hat. Ein dem Widerstand der Arbeiter scheitern. wurden. Gegen abends 7 Uhr zogen etwa 1000 Arbeiter vor die von drei Storthingen angenommenes Gesetz ist Gesez. Auch kann Polizeitaserne, um die Freilassung auch des letzten Berhafteten zu das Parlament durch Zweidrittel- Majoritätsbeschluß die Regierung verlangen. Sie eröffneten einen starken Steinhagel; infolge dessen zum Rücktritt zwingen. Endlich steht Minister Berantwortlichkeit traten die Polizisten aus der Kaserne heraus und feuerten auf die Menge. In dem Kampfe wurden 1 Polizist und nicht blos auf dem Papier. 1 Arbeiter getödtet; eine Anzahl Polizisten und 3 Arbeiter erlitten Verletzungen. Abends war die Stadt ruhig. Rußland. schäften bis auf zwei ihre Forderungen durchgesetzt. Jedoch ist die Die Steinarbeiter in Frankfurt a. M. haben in allen GeAussicht vorhanden, daß auch hier die Fabrikanten nachgeben. Die Textilarbeiter der Firma Raff u. Söhne in Pferfee bei Augsburg begannen am Montag einen Ausstand. Wie berichtet wird, ist durch Bermitteluing des Fabrikinspektors eine Einigung er zielt und erhalten die Arbeiter eine 20prozentige Lohnerhöhung. Verhaftungen in Petersburg. Außer den bereits im Vorwärts" Mailand, 7. Mai.( W, T. B.) Heute fanden an verschiedenen wäre miten sind Ende März noch verhaftet worden: Chotemkina, Arinkina, Glogolem, Mallezow, Gussew, Smirnowa, Punkten der Stadt Ansammlungen von Arbeitern statt. Die Epow, Semenzow, Rogowina, Stepanenko, Afaneßjew, Pomeranzewa, mit den Unternehmern resultatlos verlaufen. Die Lohnkommission Im Münchener Tischlerstreik ist abermals eine Verhandlung industriellen Etablissements wurden geschlossen, der Pferdebahnverkehr Waffiliew. Alle diese befinden sich noch im Gefängniß, die gleich der Arbeiter hatte mit der neuen Organisation der Unternehmer eine eingestellt. Die Arbeiter versuchten, die Abfahrt der zu der Fahne zeitig verhafteten Frauen Bokü und zwanowa sind bereits entlassen. längere Besprechung, in der die Meister erklärten, im Baugewerbe einberufenen Soldaten der Jahresklasse 1873 zu verhindern; doch Kisselewskaja, Bogoras( aus Kowno) und der Arbeiter Alexejew, in Möbeltischlerei wollte man die 93/4 stündige Arbeitszeit zugestehen, Ferner wurden noch verhaftet in der Nacht vom 10. auf den 11. April unbedingt an der zehnſtündigen Arbeitszeit festzuhalten. In der tam es, abgesehen von dem verspäteten Abgang einiger Eisen- der Nacht vom 22. auf den 23. April Gordon. bahnzüge, zunächst зи feinen sowie auch für alle Berufe eine Lohnerhöhung von 5 bis 10 pct. bewilligen. Demgegenüber wiesen die Arbeiter darauf hin, daß sie bereits ihre Forderung herabgefeßt hätten und an stelle der 9stündigen die 91/ 2stündige Arbeitszeit fordern; auf die Erfüllung dieser Bedingung müsse man aber bestehen. Da von der anderen Seite ebenso beharrlich die bisherige Arbeitszeit vertheidigt wurde, so ist für den Ausstand keine Aenderung eingetreten. Ausland. ernsten Unzuträglichkeiten. Türkei. An verschiedenen Punkten der Stadt nahmen die Ansammlungen Konstantinopel, 7. Mai. Der Pforte ging die Notifikation zu, später einen drohenden Charakter an. In der Straße Corso di daß die Zahlung der beiden letzten, am 10. Juni bezw. 10. Juli Venezia wurden Barrikaden errichtet, um die Bewegungen der fälligen Raten der griechischen Kriegsentschädigung erst an einem Kavallerie zu hindern. Die Aufrührer stürzten einen Pferdebahn- Termin nach vollſtändiger Räumung Thessaliens erfolgen solle. Afien. wagen um und plünderten das Palais Saporiti, dessen Möbel zum Bau von Barrikaden verwendet wurden. Auch hier gaben Kosten der Offupation von Weihaiwei für ein Jahr wurde, so wird Der Rest der chinesischen Kriegsentschädigung nebst den die Truppen Feuer; einer der Aufrührer wurde getödtet, mehrere ver- aus London vom 7. Mai depeschirt, heute Mittag in der Bank von wundet. In der Orefici- Straße wurden Dachziegel von den Dächern England den japanischen Vertretern in Anwesenheit der obersten der Häuser auf die Truppen geworfen. Lettere gaben Feuer, zei 11 008 857 fund 16 Schilling 9 Pence ausgezahlt. Beamten der Bank mittels eines Checks im Betrage von Personen wurden getödtǝt, einige verwundet. In der Torino- Straße und auf dem Kathedral- Plaz, welche ebenso wie die übrigen Hauptpunkte der Stadt militärisch besetzt sind, kam es zwischen den Aufrührern und dem Militär zu Zusammenstößen. Ueber die Stadt ist der Belagerungszustand verhängt worden. Partei- Nachrichten. Die Buchbinder von Christiania( Norwegen) befinden sich in der Lohnbewegung. Die deutschen Berufsgenossen werden dringend ersucht, den Zuzug fernzuhalten. Aus Madrid wird gemeldet, daß bei Cartagena vier tausend Minenarbeiter den Streik erklärt haben. Der Krieg. Der offizielle Bericht des Admirals Dewey besagt kurz, daß et die spanischen Batterien vollständig zum Schweigen gebracht und das Stabel selbst zerschnitten habe; er habe die ganze Bucht und alles andere vollständig in seiner Gewalt, habe jedoch die Stadt Manila wegen Mangels an Leuten nicht besetzen können. Die Maifeier im Auslande. In Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens, ist, wie uns von dort geschrieben wird, die Mailand, 7. Mai. Vormittags wurden mehrere Häufer an Maifeier imposanter als je ausgefallen. Am Vormittag des 1. Mai der Porta Venezia geplündert. Das Militär zerstörte die Barrikaden wurden in vier Stadttheilen öffentliche Versammlungen abgehalten, in der Via Torino, auf dem Korso Venezia und an anderen die alle sehr gut besucht waren. 20 Gewerkschaften nahmen offiziell Stellen der Stadt. Von den Aufrührern sind zahlreiche todt und daran theil. In der Versammlung der ausländischen Arbeiter, Cavite feine Todten sondern nur einige Verwundete hatten und daß Der Bericht bestätigt, daß die Amerikaner in der Schlacht bei verwundet. Alle Arbeiter sind in den Ausstand getreten. Auf die in den Lokalitäten des Colosseul Oppler tagte, hielten die Partei- fein amerikanisches Schiff beschädigt wurde. Zerstört wurden die Grund eines Artikels des republikanischen Blattes, Italia del populo" genossen Da Rin, A. Hlousek und J. Nadejde Ansprachen spanischen Schiffe Isla de Cuba"," Reina Cristina"," Castilla", wurden dessen Direktor und mehrere Redakteure sowie der Deputirte in deutscher, böhmischer und rumänischer Sprache. Nach Schluß der VerDe Andreis verhaftet. " Antonio Ulloa"," Don Juan de Austria"," Velasco"," El Cano", sammlung wurde mit Fahnen und Musik nach dem„ Ciesmigiu"( Volts-" General Lazo"," Marquis del Duero"," Isla de Mindarno". Der Florenz, 7. Mai. Heute wurde auf der Piazza Vittorio garten) marschirt, wo man einen großen Festzug bildete. Derselbe war Bericht ist länger, als man ursprünglich glaube; er kommt jest stüdEmanuelle die Veranstaltung einer Kundgebung versucht. Militär mit einem Triumphwagen ausgestattet, auf dem sich die allegorischen weise an. trieb die Manifestanten auseinander, welche durch Steinwürfe die Darstellungen der Industrie, der Kunst und des Ackerbaues befanden, Ein weiteres Telegramm des Admirals Dewey meldet, daß er Fenster einiger Läden zertrümmerten. Die Karabinieri, welche einige bie Stadt nach dem Feſtplage Villa Regala. Die ganze Feier verlief bewerkstelligt hat. 256 verwundete Spanier befinden sich in seinen und bewegte sich unter Betheiligung von etwa 20 000 Personen durch Herr der Befestigungen ist und die Landung der Truppen in Cavite Verhaftete ins Gewahrsam abführten, schossen in die Luft, um die andringenden Aufrührer fernzuhalten. Es ist Regenwetter eingetreten. ohne Störung. Händen. Dewey fügt hinzu, daß er gegenwärtig keinen Bedarf Im Prato ist die Ruhe wieder hergestellt. Patrouillen durchziehen artig verlaufen. An dem Festzuge, der 2 Musikkorps und 32 Fahnen In Genf in der Schweiz ist die Maifeier ebenfalls groß habe. Ueber den von den Amerikanern unternommenen Landungsund Standarten mit sich führte, nahmen 2500 Personen theil. Es versuch auf Kuba meldet eine spanische Privatdepesche aus Resolution zu senden, worin es heißt: wurde beschlossen, an das ungarische Ministerium eine Savana, daß ein amerikanischer Schleppdampfer am Mittwoch Abend zwischen Caracoa und Banes bei Mariel eine Landung Hierauf entfernte sich der Schleppdampfer wieder. Auf spanischer versuchte, worauf die Spanier ein Feuer auf denselben eröffneten. Seite habe es zwei Verwundete gegeben. die Straßen. Niederlande. Amsterdam, Anfang Mai.( Eig. Ber.) Nach langem Zögern hat das Ministerium jetzt den Entwurf eines Unfallversicherungs- Gesetzes der Arbeiter in bestimmten Betrieben wieder der zweiten Kammer vorgelegt. Der Entwurf war bereits vom vorigen Ministerium furz vor den allgemeinen Wahlen der Kammer vorgelegt, aber dann bald wieder zurückgezogen worden. Er war entschieden viel arbeiterfreundlicher, als von einem Ministerium von Houten, dem Vater des fümmerlichen Wahlgefeßes, zu erwarten war; freilich war er blos mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen als Wahlmanöver der Kammer vorgelegt worden. Schiveden. laß der Maifeier versammelten Bürgerinnen und Bürger ziemlich Die am 1. Mai 1898 in Genf( Batiment Elentoral) aus Analler Nationen Europa's erklären ihre vollste Solidarität mit den ungarischen Genossen und protestiren gegen die Brutalitäten, die die ungarische Regierung gegen dieselben verübt. Sie protestiren ferner gegen das am 1. März d. J. in fraft getretene ungarische Landarbeiter- Gesetz, fordern dessen Beseitigung und dafür den Erlaß von zwedmäßigen Arbeiterschutz- Gesezen." Polizeiliches, Gerichtliches 2c. bei Salado eine Landung ausführen wollten und von den spanischen Eine spanische amtliche Depesche bestätigt, daß die Amerikaner Truppen gezwungen wurden, sich wieder einzufchiffen. Auf spanischer Seite wurden vier Mann verwundet. Ju New- York ist der Befehl eingegangen, alle verfügbaren Schiffe behufs Beförderung von 40 000 Mann zu chartern. Die Schiffe beordert. Das neue Ministerium Borgesius spielte sich als Ministerium der sozialen Reform auf. Es konnte also wohl nicht mit reaktionäreren Vorlagen aufwarten als sein konservativer Vorgänger. burger Polizei steht der dortigen„ o Its stimme" in Aus- daraus auf eine wichtige Äenderung des strategischen Planes für die -Ein Prozeß wegen angeblicher Beleidigung der Magde- müssen innerhalb fünf Tagen in Key West eintreffen. Man schließt Aber die sehr fortschrittliche Unfallversicherungs- Vorlage widersprach sicht. Die Beleidigung foll in der Nummer vom 18. Februar entVolks Invasion Kuba's. Ebenso wurde die sofortige Sendung ganz seinen Absichten. Daher erklärt es sich das lange Zögern, welche halten sein. An die wittheilung, daß der Vorstand des Deutschen einer großen Menge Lebensmittel von Chikago nach Chattanooga endlich infolge der wiederholten Anträge aus Arbeiterkreisen auf- Journalistenvereins in einer Petition an den Reichstag eine hören mußte. authentische Interpretation des Groben Unfug- Paragraphen forderte, Nach einer Meldung der World" aus Tampa lief dort die Jetzt hat man sich auf Verschlechterungen des Entwurfes seitens war eine Bemerkung geknüpft über die Anwendung des Groben- Nachricht ein, daß der amerikanische Major Smith, welcher am der Kammer gefaßt zu machen. Freilich wird durch die Anwesenheit Unfug- Paragraphen in Magdeburg. 24. April in Puerto de Caibarien auf der Nordküste von Kuba einiger Sozialisten bei den Berathungen die Verschlechterung jetzt landete, um eine Anzahl Zeitungs- Korrespondenten ins Lager des nicht geschehen können, ohne daß die Arbeiterfreundlichkeit der S. Beder, wurde vom Schöffengericht in Saalfeld wegen Be- enthauptet wurde. Das Schicksal der Zeitungs- Korrespondenten ist Der Redakteur des Saalfelder Volksblatt 3". Jnsurgentenführers Gomez zu geleiten, gefangen genommen und Kammermehrheit gebührend aufgedeckt wird. leidigung des Kriegervereins in Gräfenthal zu 3 Wochen Gefängniß ihm nicht bekannt. und zur Urtheilspublikation verurtheilt. Der Kriegerverein hatte Die Zeitung, Central News", ein Londoner Depeschenbureau, Der gemeinsame Ausschuß der beiden schwedischen Kammern der Sitte, beim Tode eines an Typhus verstorbenen Mitgliedes beschlossen, von meldet aus New- York: Es verlautet, das spanische Geschwader sei an Hat betreffs des fommunaleu Stimmrechts einen Antrag zu Grabe getragen werden, in diesem Falle abzusehen und hört und fürchte, der Feind habe Port Royal angegriffen. Von wonach todte Kameraden durch Vereinsmitglieder der Küste von Süd- Karolina. Man habe eine heftige Kanonade geausgearbeitet, der jetzt den beiden Kammern zur Berathung vorlag; andere Leute gegen Bezahlung mit jenem Dienste zu betrauen. Charleston wurde ein Kriegsschiff nach Port Royal gesandt, um Era Aber alle Versöhnungsversuche sind vergeblich; die erste Kammer ist Ferner ivar gegen jede Begrenzung des plutokratischen Stimmrechts- Systems hinter dem Sarge Hermarschirt. der Kriegerverein in einer großen Entfernung fundigungen einzuziehen. Die Nachricht klingt jedenfalls sehr unund die zweite Kammer lehnt als Protest den vom Ausschuß aus- Boltsblatt" als Furchtsamkeit gerügt und in Gegensatz zu der Dies wurde im Saalfelder wahrscheinlich. gearbeiteten Antrag ab. Aus der Debatte der ersten Kammer seien tapferen Haltung gebracht, die die Arbeiter Hamburgs bei der die Kriegsschiffe, die am 4. Mai auf der Höhe von Barbados ge= Ein Washingtoner Telegramm der Zeitung„ Daily Mail" besagt, Bie charakteristischen Aeußerungen dds Grafen Hallwigl erwähnt: Cholera- Epidemie im Jahre 1892 gezeigt haben. In der Gerichts- sehen worden, seien die der spanischen Flotte von Cap Verde, die er könne nicht dabei sein, den ersten Schritt zu thun, daß verhandlung stellte sich aber heraus, daß das öffentliche Begräbniß nach Portorico unterwegs sei. Dort werde Sonntag Morgen eine auch in Schweden solch betrübende Zustände" ausgeführt würden, von der Polizei untersagt worden war. Der Kriegerverein habe also, Seeschlacht zwischen der spanischen und der amerikanischen Flotte unter wie sie in Frankreich, Amerika und andern Ländern herrschen. wie das Gericht ausführte, nicht aus Furcht, sondern aus Achtung Sampson, die Sonnabend vor Portorico eintrifft, erwartet. Die Bevölkerung sei in diesen Ländern durch das allgemeine Stimm- vor den Gesezen so gehandelt, wie geschehen. recht nur unglücklicher geworden.(!) Diese Länder hätten Parlamente, deren sie sich schämen müßten.(!) Er hoffte, daß die schwedische Kammer auch weiterhin die Fahne hochhalten werde, wenn es gilt, „ Schwedens uralte Freiheit und Glück zu bewahren!" Die erste Kammer lehnte den Ausschußantrag ohne NamensAufruf ab. In der zweiten Kammer wollte die Rechte behaupten, Norwegen. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. " Dem Pariser Matin" wird aus Madrid gemeldet, die Ankunft der Packetbootes Alphonso XIII." habe in Portorico wahren Enthusiasmus hervorgerufen. Das Schiff habe 1000 Mann Befagungstruppen, 10 Kanonen und sonstiges Kriegsmaterial gebracht. Portorico werde nunmehr dem Feinde energischen Widerstand leisten fönnen. " daß, wenn die Linke den Ausschußantrag ablehne, sie beweise, burg haben die Zimmerer in der Verhandlung mit den Unter- laut welchem ein Depeschenboot das von den Capverdischen Inseln Lohnbewegungen der Bauhandwerker. In Branden Das New- Yorker Evening Journal" veröffentlich einen Bericht, daß sie die Frage zu Agitationszwecken offen halten wolle. Da theilte unser Genoffe Hjalmar Branting mit, daß die nehmern keine Ginigung erzielt. Die Bauunternehmer drohen, alle abgegangene spanische Geschwader in der Höhe von Portorico ge= erste Kammer den Antrag bereits abgelehnt habe. Daher halte er Arbeiter dieses Berufs auszusperren, wenn nicht bis heute die sehen habe. Eine Bestätigung hat die Nachricht noch nicht gefunden. es für das einzig Richtige, wenn auch die zweite Kammer un- Bimmerer sich bereit erklären, die Arbeit wieder aufzunehmen. Wie Die in Barcelona beheimathete Brigg Frasquito", welche von erschütterlich auf ihrem Standpunkt beharre und den Vermittelungs- uns mitgetheilt wird, sind gestern bereits 850 Maurer und Hand- Montevideo mit einer Ladung von konservirtem Rindfleisch unterantrag rundweg ablehne. langer ausgesperrt worden. wegs war, wurde in der Nähe von Havana vom amerikanischen So wurde auch hier der Antrag abgelehnt. In den Differenzen ber 8immerleute Nürn Kriegsschiff Montgomery" aufgebracht und heute früh hierher ge Außerdem behandelte die erste Kammer die von der zweiten kein Schiedsspruch erzielt, da Stimmengleichheit vorhanden war und bergs wurde vor dem Einigungsamt des Gewerbegerichts bracht. angenommene Lohnerhöhung für die Eisenbahn- Stationsdiener und Das gestern beschlagnahmte Schiff Laffayette ist von den andere Hilfsarbeiter. Den ersteren wurden 720 Kr. als Maximum der Vorsitzende sich der Abstimmung enthielt. Die Arbeiter wollten Amerikanern wieder freigegeben worden. bewilligt( gegen 780, wie die Linke wünschte und wie der General- sich mit der 93/4 stündigen Arbeitszeit begnügen, die Unternehmer Nach der nunmehr veröffentlichten Erklärung des Schazsekretärs direktor der Eisenbahnen befürwortete), für die anderen Hilfs- aber beharrten hartnäckig auf der 10 stündigen Arbeitszeit. Gage im Finanzausschuß des Senats werden die außerordents arbeiter wurden alle Erhöhungen abgelehnt. Immer„ arbeiter- droht den Gehilfen, daß in Nürnberg und Fürth sämmtliche Wertments für die Kriegführung bis zum 1. Juli auf 52 Millionen Die Studateurmeister Innung in Nürnberg lichen Ausgaben des Kriegs- und Marinedepartes freundlich!" stätten geschlossen würden, wenn die Gehilfen nicht die anläßlich Dollars geschätzt außer den bereits votirten 50 Millionen. Gage des jüngsten Streits über einige Geschäfte verhängten Sperren auf- lehnte es ab, einen Voranschlag der Kosten für die Zeit nach dem heben. 1. Juli zu geben, jedoch dürften neben den ordentlichen Ausgaben Der Tischlerstreit in Rathenow ist zu ungunsten der Ar- 25 Millionen monatlich erforderlich sein. beiter beendet. den Meistern. Der Zuzug ist fernzuhalten. Die Tapezirer in Tilfit befinden sich in Lohndifferenzen mit Tehte Nachrichten und Depelthen. Kaffel, 7. Mai.( W. T. B.) Andauernde Regengüsse haben die Thäler der Fulda und Eder überschwemmt und großen Schaden angerichtet. Budapest, 7. Mai.( W. T. B.) Die Blätter melden: Der Die Aussperrung der Steinarbeiter des Fichtelgebirges heutige Ministerrath befaßte sich mit der Frage der Aufhebung der ist von den Unternehmern in die That umgesetzt. In einer öffent- Getreidezölle. Der Ministerrath hält eine solche Maßregel weder für lichen Bekanntmachung gaben die Unternehmer bekannt, daß sie am begründet noch für zweckmäßig. Die österreichische Regierung wurde Sonnabend, den 7. Mai, jämmtliche Arbeiter, die der Organisation der hiervon bereits verständigt. Steinarbeiter angehören, fündigen werden. Sie verlangen deshalb von Paris, 7. Mai.( W. T. B.) Durch ein Dekret sind heute die Zölle den Arbeitern die Unterschrift für einen Revers, in dem sich der auf Mehl auf 1 Frants, 1,85 Frants oder 2 Frants, je nach dem Arbeiter verpflichtet, der Organisation der deutschen Steinarbeiter Auszugsgrade, herabgesezt worden. Der vom Storthing angenommene Gefeßentwurf betreffend die Einführung des Allgemeinen Wahlrechts, hat nun auch die Sanktionirung des Königs erlangt und ist damit zum Gesetz er hoben. Das Gesetz lautet: Stimmberechtigt find alle norwegischen Bürger, die das 25. Lebensjahr erfüllt haben und mindestens 5 Jahre hier ansässig sind und sich im Lande befinden. Dieses Stimmrecht wird suspendirt: In der Spielwaaren Fabrik von Roithner u. Ko. in Schweidnih dauert der Ausstand fort. Die Drechsler werden a) bei Angeklagten wegen eines Verbrechens, bei dem auf Ehr- gebeten, den Zuzug fernzuhalten. verlust erkannt werden kann; b) bei Unmündigkeitserklärung; c) bei Zahlungseinstellung oder Konkurs, die nicht durch Feuersbrunst oder andere Force majeure herbeigeführt sind, bis zur Abwickelung der Zahlungsschwierigkeiten; d) durch Genuß von Armen- Unterstüßung, gegenwärtig oder im letzten Jahr." Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 107. 15. Jabrgans. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Abgeordnetenhaus. 74. Sigung vom 7. Mai. 11 hr. Am Ministertische: Kultusminister Dr. Bosse. Sonntag, 8. Mai 1898. Abg. Dr. Porsch( 8.): Die Vorlagen sind mit den föniglichen Schmalz, Butter, Wurst und Zigarren durch einen Kalfaktor kommen Organen vereinbart und bedürfen nur unserer Sanktion, die zu ertheilen wir kein Bedenken haben. Damit schließt die Debatte über Art. 1 der Vorlage. Der Art. 1 wird angenommen, ebenso Art. 2 debattelos. DerMontag 11 Uhr: Arbeiter- Wohnungs- Gesez. Fortsetzung der soeben abgebrochenen Berathung und Kleine Vorlagen. Schluß 4 hr. Der Gesetzentwurf betr. die Disziplinar- Verhältnisse felbe betrifft die Einrichtung der Alterszulagekasse". Der Privatdozenten, in dritter Lesung debattelos ge= nehmigt und endgiltig angenommen. Es folgt die zweite Berathung des Pfarrer BesoldungsGesetzes. Artikel 1 der Vorlage für die evangelischen Geistlichen bestimmt, daß die bestehenden Kirchengeseze, welche das Diensteinkommen der Geistlichen regeln, lediglich bestätigt werden. Abg. v. Rantte( f.) erklärt sich gegen die Vorlage. Durchstechereien in der Strafanstalt ,, Pläkensee". lassen. Derselbe Kalfaktor habe auch Karten zum Statspiel beschafft. Es sei nicht um Geld, sondern nur um Zigarren gespielt worden. Für Benutzung der Karten habe der Zeuge 50 Pf. zahlen müssen. Auch dieser Beuge verweigert die Beantwortung der Frage, ob er selbst mit Korth in Verbindung gestanden habe. Damit wird die Beweisaufnahme geschlossen und Staatsanwalt Ma z nimmt das Wort: Er Der gute Ruf, in welchem die Strafanstalt Blößensee hins sichtlich seiner Einrichtungen, seiner Leitung und der humanen Behandlung der Gefangenen stehe, könne durch die bedauerlichen Ver fehlungen des Angeklagten nicht leiden. Dieser habe es nach und nach soweit gebracht, daß die ihm unterstellte Station in den Ruf Abg. v. Tschoppe( frk.) erkennt an, daß in einzelnen Gegenden eines fidelen Gefängnisses" gekommen sei. Zweifellos habe derselbe Yokale Bedenken gegen das Gesetz obwalten und auch berechtigt Der Prozeß gegen den Gefangenen- Aufseher August Korth und sich der gröblichsten Pflichtwidrigkeiten schuldig gemacht. Er be= find. Aber die Vortheile sind doch so bedeutend, daß die Vorlage dessen Ehefrau wurde gestern Vormittag um 9%, Uhr fortgesetzt. antrage, gegen ihn eine Buchthausstrafe von drei Jahren als ein bedeutender Fortschritt begrüßt werden muß und dem seine Bevor Landgerichtsdirektor Stüber die Sigung eröffnete, sprachen und Ehrverlust auf die Dauer von fünf Jahren, sowie auf dauernde Freunde zustimmen werden. die Vertheidiger Rechtsanwalt Meyerstein und Rechtsanwalt Kurt Unfähigkeit zur Bekleidung eines Amtes zu erkennen. Da das Abg. v. Köller( f.) legt juristisch dar, daß es eine Enteignung Jacufiel lebhaft auf die Angeklagten ein. Das Ergebniß dieser Gesetz vorschreibe, daß auch die zur Bestechung benutzten Geldmittel fei, wenn man Nießbrauch und Verwaltung der Pfründen den Geist- Unterredung war, daß der Angeklagte Korth nach Wiederaufnahme der Beschlagnahme verfallen sollen, so habe dies nur bezug auf die lichen nimmt und sie in die Hände der Gemeinden giebt. Das ist der Verhandlung erklärte, daß er nunmehr ein Geständniß ablegen 24 M. baares Geld, welche der Angeklagte für Besorgung der dieselbe Schlußfolgerung, die in Frankreich in dem Saße ihren Aus- und sich im Sinne der Anklage schuldig bekennen wolle. Präs.: Badete erhalten. Die Ehefrau Korth, welche unter dem Einfluſſe drud fand: La propriété c'est le vol!( Das Eigenthum ist Dieb- Denn müssen wir aber doch des näheren auf die einzelnen Fälle ihres Mannes gestanden, hielt der Staatsanwalt mit einer Gestahl) und die Mary und Lassalle für Deutschland weiter bearbeitet eingehen. Sie geben also zu, mit den Gefangenen und deren Anfängnißstraße von zwei Wochen für genügend bestraft. Die Ver haben. Wohin soll uns das führen? Was würden Sie, Herr gehörigen Durchstechereien betrieben zu haben?- Angell: Ja theidiger suchten dem Ehemann Korth mildernde Umstände zu b. Heydebrand, sagen, wenn Sie sich im Grundbuch als wohl. Bräf.: Wie lange haben Sie dies getrieben? Angell.: erwirken und plädirten mit bezug auf die Ehefrau Korth für Freis Eigenthümer Ihres Gutes eingetragen finden und Sie tommen Seit etwa 3 Jahren.- Präs.: Wie besorgten Sie den Verkehr nach sprechung. Der Gerichtshof erkannte nach längerer Berathung auf Ihren Hof und der Verwalter sagte Ihnen, Sie außen? Angekl.: Ich wurde von einigen Gefangenen gebeten, dahin: Nach den Ergebnissen der Verhandlung in Verbindung mit haben nichts zu fagen; die Verwaltung ist anderweit Briefe für sie mit hinauszunehmen. Ich habe dies gethan. Ich dem Geständniß des Angeklagten ist erwiesen, daß der lettere seine gesetzlich gereget! Wenn Sie dagegen protestiren wollen, dann wird habe die Briefe einfach in den Kasten gesteckt.- Präs. Haben Stellung als Gefängnißbeamter seit längerer Zeit planman Ihnen sagen: Am 7. Mai 1898 hast du dasselbe mit den Sie eine Vergütung dafür bekommen? Angell.: Nein.-mäßig ausgenutzt und mäßig ausgenutzt und als Erwerbsquelle benutzt hat. Pfründen gethan!( Heiterkeit und Sehr richtig!) Hier müsse er Präs.: Wie war es denn mit den Badeten?- Angell: Die wiesenermaßen hat er sich in einer erheblichen Anzahl jagen: Principiis obsta! Die Erhaltung des Eigenthumsrechts sei meisten Badete wurden beim Kaufmann Radtke abgegeben, bei von Fällen der Bestechung und gröblicher Pflichtverletzungen nothwendig; es sei eine Säule moderner Kultur, an der er nicht Schröder weniger. Ich nehme an, daß die Leute vorher an Radtke schuldig gemacht und als Gegenleistung Vergütungen und Entrütteln lassen wolle. Unter dem Eigenthum an Grund und Boden schrieben, daß ein Packet an sie bestellt werden würde, das für mich schädigungen empfangen. In tonkreter Form hat der Gerichtshof ist der Bodenertrag seit der Vertheilung des ager publicus im alten bestimmt sei. Wenn ich dann zu Stadtke kam, wurde mir gesagt, daß mir eine verhältnismäßig fleinere Zahl von Fällen feststellen können, Rom bis heute beständig gestiegen. Der Eigenthumsbesitz hat sich ein Packet für mich da sei. In den meisten Fällen wurden mir die es ist aber zweifellos, daß noch in einer ganzen Reihe anderer Fälle also durchaus bewährt. Was hat denn die katholischen Pfarrer Packete auch von den Absendern persönlich gegeben, zugleich mit der Angeklagte sein Amt in gleicher Weise gemißbraucht hat. Der im Sulturkampf so gestärkt? Daß sie ihre Pfründen hatten.( Sehr 2 bis 8 Mart, welche sie mir in die Hand drückten.- Bräf.: Was Gerichtshof hat zehn konkrete Fälle in flarem Umfange feststellen richtig! im Zentrum.) So lange die Kirche im Bestze ihrer Güter enthielten die Badete?- AngelL: Ich weiß es nicht, denn ich lönnen, diese aber zu einer einheitlichen That zusammengefaßt. Auch war, widerstand der Papst dem Drängen des ersten Napoleons habe nie ein Padet geöffnet. Ich nehme aber an, daß es zumeist die Ehefrau hat der Gerichtshof der Beihilfe für schuldig befunden. und konnte weder durch Waffengewalt, noch durch Gefangenschaft Nahrungsmittel waren.-Präf.: Belohnten die Gefangenen Sie Was die Strafzumessung betrifft, so hat das Gericht erwogen, daß der bewogen werden, das Kontordat zu unterzeichnen. Erst als den nicht ebenfalls für Ihre Besorgung?- Angefl.: In einigen Angeklagte bisher unbescholten ist und vielleicht bösen Bei Bischöfen und Priestern die Pfründen entzogen waren und sie auf Fällen. Ich habe einmal von einem Gefangenen 30 Freimarken be- spielen gefolgt ist, andererseits aber auch berücksichtigt, daß der Staatsgehalt gejezt waren, unterzeichnete der Pontiser das Kon- kommen, die sich in dem Packet befunden hatten. Präs: Wie Angeklagte, der keinerlei Noth litt(!), doch das in ihn als Aufsichtsfordat, das die Ernennung der Bischöfe wesentlich in Napoleons brachten Sie die Packete ins Gefängniß hinein?- Angel.: Ich beamten gesetzte Bertrauen arg mißbraucht, die Autorität sämmtlicher Hand gab. Warum will man die Synoden nicht noch einmal be- verbarg sie unter meinem Mantel.- Präs.: Haben Sie bemerkt, Beamten verlegt, den eigentlichen Zweck des Strafvollzuges illusorisch fragen? Die Zeitverfäumniß von 6 Monaten ist so bedeutend nicht. daß auch Gefangene, die nicht auf Ihrer Station lagen, Lebens gemacht und die Gefangenen, deren Wohl und Wehe ihm direkt anAber dieses Gesetz wird Sturm entfesseln, davon Ende und Wirkungen mittel besaßen, welche sie nicht von der Gefängnißverwaltung bekommen vertraut war, ausgebeutet hat. Unter Ausschluß mildernder Un nicht abzusehen sind. hatten? Angefl.: Oja.- Präs.: Haben Sie auch diesen Ge- stände für den Angeklagten hat ihn der Gerichtshof zu zwei Regierungskommissar Geh. Rath Schwarzkopff: Es würde fangenen Dienste geleistet?-Ange tl.: Nein. Präs.: Dent müssen Jahren sechs Monaten Zuchthaus, unter Anrechnung feinen Zweck haben, das Gefez an die Synoden zurückzuweisen. es ja andere Beamte gewesen sein. Nun wurden ja auch Packete in von drei Monaten, und vier Jahren Ehrverlust verurtheilt. AußerMan überschäzt den Pfründenbesitz; eine solche Selbständigkeit, wie Ihrer Wohnung abgegeben?- Angel.: Ja, einmal fand ich ein dem ist die Summe, die der Angeklagte nachweisbar für pflichtman vielfach glaubt, giebt die Pfründe nicht. Gerade durch die Vor- Packet auf den Tische liegen, als ich aus dem Dienst kam. Bräs.: widrige Handlungen erhalten( 27,50 M.), dem Staate als verfallen lage wird der Pfarrer selbständig und unabhängig gemacht, als Es soll ein Dreimarkstück daneben gelegen haben, haben Sie es au erachtet. Der angeklagten Ehefrau sind zwar mildernde Umstände Pfründenbefizer war er stets Staatsbeamter und hauptsächlich sich genommen?- Anget!.: Ich kann mich deffen wirklich nicht zugebilligt, die Strafe ist aber auf zwei Monate Gefängniß Staatsbeamter. Auch für die Gemeinden ist die Vorlage günstig. entsinnen, hat es daneben gelegen, dann habe ich es auch genommen. bemessen worden. Sie übernehmen jetzt die Kirchenäcker zu einer Zeit, wo die Präs. Nun tamen ferner Briefe für Gefangene, die an Ihre Bachtungen, die feit Jahren beständig zurückgehen, sehr billig find. Das Adresse gerichtet waren? t gefl.: Jawohl. Sie kamen in wird sich ändern, wenn die Gemeinden verpachten, denn die sind zwei Umschlägen, der äußere trug meine, der imere des Genicht so gebunden, wie die Pfarrer, wenn diese verpachten wollen. fangenen Adresse. Präs.: Befanden sich nicht häufig Scheine oder Die städtische Kunstbeputation hat gestern unter Vorfiz des Wie durch die Vorlage der große Kladderadatsch" gefördert werden Freimarken in den Briefen? Anget. Ich weiß es nicht, ich Oberbürgermeisters Zelle eine mehrstündige Sigung abgehalten. soll, von dem Herr v. Köller sprach, ist nicht einzusehen. habe nie einen geöffnet. Präsident: Wie wußten Sie mum, Der Antrag, den Zierbrummen an der Rosenthaler- und Gorman Abg. Dr. Sattler( natl.) bedauert die lebhafte Stellungnahme für welchen Gefangenen ein Packet bestimmt war, welches Ihre straßen- Ecke mit einem eisernen Schutzgitter zu versehen, wurde abdes Abg. v. Köller, die nicht gerechtfertigt war. Adresse trug? Angell: Wenn das Packet nicht eine doppelte gelehnt. Die Termine zur Ablieferung der Marmorgruppen für die Abg. Frhr. v. Heydebrand( t.) ist mit der großen Mehrheit Hülle hatte, befand sich auf dem Abschnitt der Begleit- Adresse ein Andreasbank sowie der für den Viktoriapart bestimmten Hermen der seiner Freunde in den Grundzügen der Vorlage nit der Regierung Buchstabe oder ein Zeichen, welches mich verständigte. Präf.: Freiheitsfänger wurden bis zum Juli dieses Jahres vereinverstanden und hofft auf deren Zustandekommen. Ernste Bedenken Wie viel verlangten Sie für die Besorgung eines Briefes? wurde steinernen Eingangshallen gegen die Vorlage können aus den Ausführungen des Herrn v. Köller Angel.: Ich habe niemals etwas gefordert, sondern mich damit angert. Das Projekt für die Ausschmückung des Friedrichshains nicht hergeleitet werden. Daß die Vorlage irgendwie einen begnügt, was die Gefangenen mir freiwillig gaben. Präs.: Nun, Prinzip genehmigt und Stadtbaurath Hoffmann beauftragt, tommunistischen Charakter habe, ist nicht zutreffend. Es handelt sich Frau Korth, Sie haben auch mehrfach für Postsendungen quittirt. mit den Bildhauern Professor Menzel, Wichmann und Göze wegen lediglich um Grundfäße des öffentlichen Rechtes, die ja natür Anget L: Gewiß, wenn mein Mann abwesend war. Präs. Slizzen für den Figurenschmuck in Verbindung zu trefen. Die lich in das Privatrecht hinübergreifen, aber durchaus unbedenk- und Sie bleiben dabei, daß Sie von dem Treiben Ihres Che- Reinigung aller auf Straßen und Plätzen stehenden Denkmäler und lich sind. mannes feine Kenntniß hatten? Angekl: Ich habe gewiß nichts Stunftiverte soll nach den Vorschlägen einer aus den Stadt- Baudavon gewußt. räthen und mehreren Bildhauern zusammengefeßten Kommission von Der Staatsanwalt beantragt, trotz des Geständnisses des An der Deputation für Tiefbau übernommen werden. Die Fertigs geklagten North den größeren Theil der Zeugen zu vernehmen, da stellung der Sandsteingruppe( Ballspiel) auf dem Koppenplatz ist besonders noch einige Fälle zur Kennzeichnung des Treibens des von dem Polizeipräsidium fiftirt worden, weil die Genehmigung Angeklagten dienten und der Aufklärung bedürften. des Königs zur Aufstellung nicht eingeholt worden ist. Die Deputation hat beschlossen, gegen die Verfügung Befchiverde bezw. Klage zu erheben, da nach ihrer Ansicht das angezogene Gesetz den vorliegenden Fall nicht trifft. Die Gattin des verstorbenen Bildhauers Nicolaus Geiger hat der Stadt ein Kunstwert aus dem Nachlaß des Künstlers zum Ankauf angeboten. Die Beschlußfassung ist bis nach erfolgter Besichtigung ausgesetzt. Dem Hausbesitzerverein„ Sliden", der im äußersten Süden der Stadt ein Kunsts Denkmal errichtet wissen will, wird mitgetheilt werden, daß ſeine Wünsche erst nach Erledigung der in Angriff genommenen Arbeiten Beritesichtigung finden können. Abg. Bock- Nordhausen( f.) fürchtet auf grund früherer Erfahrungen große Streitigkeiten in den Gemeinden unter deren Mitgliedern mit den Pfarrern und mit dem Kirchenregiment. Und da wir diese Streitigkeiten nicht wollen, so stimmen wir gegen die Vorlage. Abg. v. Pappenheim( f.): Was die Stellungnahme für die Vorlage so sehr erschwert, das ist das Verhalten der Regierung gegen fiber den Gemeinden in der Lehrerbesoldungsfrage.( Lebh. Sehr richtig!) Die Regierung hat ihr Versprechen, eine Erhöhung der Lehrergehälter mit der Lehrerbesoldungs- Vorlage nicht herbeiführen zu wollen, nicht gehalten.( Sehr richtig!) Die Vorlage enthält mun aber die nöthigen Garantien gegen eine nochmalige derartige Möglichkeit.( Bravo!) monumentalen Mommunales. in Ein früherer Gefangener bekundet, daß er ohne Schwierigkeiten in der Strafanstalt Plößensee Bigarren erhalten habe. Andere Gefangene hätten sie ihm geliefert. Er habe für 100 Stück 4,50 M. bezahlt und um sich einen einen Verdienst zu verschaffen, habe er eine Anzahl Bigarren einzeln an andere Mitgefangenen wie der verkauft. Ob der Aufseher Korth bei der Zigarrenlieferung die Hand im Spiele gehabt, wisse er nicht, er habe die Zigarren von einem Kalefaktor bezogen. Minister Dr. Boffe: Gegenüber der mißbilligenden Stimmung Ein anderer Zeuge macht folgende Enthüllungen über die verüber die Ausführung des Lehrerbesoldungs- Gesetzes muß ich zugeben, schiedenen Wege, auf welchen der Verkehr mit der Außenwelt herdaß Mißgriffe wohl vorgekommen sein tönnen. Allein auf Be- gestellt werde. Im Stellergeschoß der Anstalt befinde fich eine Belle, Für den Monumentalbrunnen auf dem Lutherplatz wird die Kostenschwerdefälle, die nur in geringer Bahl vorliegen, ist stets Remebur in welcher diejenigen Gefangenen, welche vor der Entlassung standen, übersicht genehmigt und beschlossen, dem Professor Lessing die Her erfolgt und die Sache durch eine Verständigung der streitenden Theile die legten Stumden zubringen mußten. In der Flurwand dieser stellung der Modelle zu den Figuren zu übertragen. Für die fünft beendet. Warum gehen denn nicht mehr Beschwerden ein? Sie Belle befinde fich eine fleine vieredige, mit einer Slappe versehene lerische Ausschmückung einzelner Theile des aus den Mitteln der würden sofort ihre Erledigung finden. Was die Vorlage anlangt, Deffnung, welche zu dem Luftschacht gehörte. Der Kalefaftor Schmidt Galler- Stiftung zu erbauenden Kinderasyls in der Kürassierso wollen wir so wenig wie Herr v. Köller an den Säulen der Ge- besorge mun die von den Gefangenen geschriebenen Briefe straße werden dem Architekten Baurath Hoffmann, ausnahmsweise sellschaft rütteln. Für die Zurückverweisung an die Synode liegt gar in diese Oeffnung hinein, die die Abgänger" nahmen sie an und ohne Bräjudiz für die Zukunft, in Rücksicht auf den Zweck des tein Grund vor. fich und da sie bei der Entlassung nicht untersucht wurden, gelangten Baues 19 000 M. aus den Mitteln des Kunstfonds zur Verfügung die Briefe hinaus. Es komme feriter vor, daß die Kalefaktoren die gestellt. Die in Angriff genommenen und bis jetzt geplanten Arbeiten Kutscher der Fabrikanten, die in der Anstalt arbeiten ließen, als und Anfäufe werden bis zum 1. April 1901 fertig gestellt und damit Mittelspersonen zur Hinausbeförderung von Briefen benutten. Ein anderer Zeuge erklärt, daß die Stalefaktoren sich ihre Be- auch die bis dahin der Deputation zur Disposition stehenden Mittel verbraucht sein. forgungen zumeist mit 25 pet. des Werths der eingefchmuggelten Lebensmittel vergüten ließen. Abg. v. Eynern( ntl.) wäre geneigt, zu beantragen, das evangelische Gesetz anzunehmen, das katholische Gefeß aber abzulehnen und mit den Bischöfen in Unterhandlungen zu treten. ( Heiterkeit.) Wenn man Tokales. Minifter Dr. v. Miquel tritt der Ehnern'schen Behauptung entgegen, als ob die ländlichen Gemeinden alles, die städtischen nichts erhielten. Das sei unrichtig. Ganz besonders unterstützungs- Nach Beendigung der Mittagspause wird die Beweisaufnahme bedürftig seien die Gemeinden in der Diaspora, die oft bis 50 pet. fortgefeßt. Der Angeklagte Storth erklärt, daß das Karten- Bur Lokallifte. Allen Ausflüglern nach Bu do wo bei Münche Zuschläge als Kirchensteuer erheben. Die Kommission hat ja mit fpielen auf allen Stationen in der Strafanstalt berg in der Märkischen Schwetz zur Nachricht, daß der Genoffe allen Mitteln dahin gedrängt, daß noch die Extrabewilligungen von Blößensee betrieben werde. Wenn die Gefangenen keine F. Simon, Schneidermeister in Buckow, jede Auskunft, die dortige 300 000 und 150 000. eingestellt wurden. Man sagte, daß dadurch ordentlichen Karten hätten, fertigten sie sich selbst folche an. Lokalfrage betreffend, ertheilt. Die Vereine, welche beabsichtigen, allein der Bewegung und Unruhe im Lande begegnet werden Ein Kaufmann, welcher fünf Monate in Plößensee hat zubringen könnte. Und habe ich dann mit meinem guten Herzen nach müssen, hat etwa 250 M. in Papiergeld mit in die Anstalt hinein- Partien nach diesem Orte zu veranstalten, werden ersucht, sich vorher In Ertner sind jetzt sämmtliche Lokale an ihn zu wenden. gegeben.( Stürmische Heiterkeit.) nun eine so genommen. Er hatte es im Futter feines Unterzeugs versteckt. Bei außer Brodt's Gesellschaftshaus frei. Der Gefangverein schwierige organische Arbeit zurückweist, wie es der Abg. feiner Befragung darüber, ob er sich vermöge seines Geldes im Ge- außer Brodt's Gesellschaftshaus frei. Brennabor" hält am 14. Mai im„ Deutschen Hof", Luckauerv. Köller gethan, dann muß man auch einen sofort gangbaren fängnisse Vortheile hat verschaffen können, erklärt der Angeklagte, besseren Weg angeben können, auf dem die Sache zu erledigen ist. daß er seine Zeugnißabgabe verweigere, weil er sich nicht selbst einer Straße 15, sein Stiftungsfest ab. Da das Lokal gesperrt ist, ivird Winsche werden ja immer unbefriedigt bleiben. Aber einen Finanz- ftrafbaren Handlung bezichtigen wolle. Derselbe Einwand wird von ersucht, diesem Bergnügen fernzubleiben, refp. angebotene Billets dazu zurückzuweisen. Die Lofaltommission. J. A.: Ostar minister, der es nicht versteht, solchen Wünschen gegenüber an einer anderen Zengen erhoben. Mahle, Nitterstr. 3, III. bestimmten Stelle einen Strich zu machen, den können Sie im Land- Ein anderer Zeuge, der Kaufmann H., welcher sich noch im GeAchtung, Parteigenoffen des 2. Wahlkreises. Während der tage erst recht nicht brauchen. fängnisse zu Blößensee befindet, erklärt, daß er feine Beranlassung Abg. Stöcker( wildt.): Was für mich die Vorlage unannehmbar habe, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Bald nach seiner Ein- Wahlperiode haben wir ganz besonders durch praktisches Wirken von macht, das ist die Vereinbarung mit dem katholischen Klerus, wonach lieferung sei er Zeuge gewesen, wie ein Aufseher einen der Tüchtigkeit unserer Organisation Zeugniß abzulegen. Jeder dort das Pfründensystem aufrecht erhalten wird, während man es in Gefangenen mißhandelte. Der Beamte habe sich dieser- aktive Genosse hat die Pflicht, in dieser Zeit neue thätige Anhänger der evangelischen Kirche beseitigen will. halb vor Gericht verantworten müssen und er sei als Zeuge geladen zu werben. Verschiedentlich sind in unsere Kreise noch Lücken ausRegierungskommissar Geh. Nath Schwarzkopff: Stöder habe worden. Da er pflichtgemäß den Aufseher ha be belasten zufüllen, und daher wollen solche Genoffen, welche bei der Wahl In der Synode für die Vorlage gestimmt. Inzwischen ist ein Novum, müssen, sei er von dieser Zeit ab von den Aufsehern schlecht mitzuwirken bereit sind, sich bei folgenden Mitgliedern des Wahlmelden: Rob. Krüger, Kottbuser Damm 88; mit dem Herr Stöcker seine veränderte Stellungnahme decken könnte, behandelt und auf alle mögliche Art chitanirt worden. Als komitees nicht eingetreten. gegen Korth das Strafverfahren in Aussicht stand, sei ihm eine Frd. 8inte, Reichenbergerstraße 128; Gustav Schmidt' Abg. v. Pappenheim bemerkt, daß die Ausführung des Lehrer- befiere Behandlung zu theil geworden und auch er habe dann Allegandrinenstr. 7; Barendt, Baußenerstr. 8; Höhn, Großbesoldungs- Gesetzes noch nicht weit genug durchgeführt sei; sobald durch North und dessen Vertrauensmänner gegen Entgelt Vor görfchenstr. 39; Bartsch, Golzstr. 28; H. Berner, Bülows Dies geschehen ist, werden die Beschwerden schon lommen und er theile genoffen. Aber North habe hohe Preise gehabt, für ein straße 59. Pfund Kaffe habe der Zeuge beispielsweise 2 W. zahlen müssen. hofft, daß diefelben eine wohlwollende Prüfung finden werden. Die Partelgenoffen des sechsten Wahlkreises( Moabit) Ein Bauunternehmer hat 30 M., in seinem Hemde eingenäht, werden auf das am kommenden Sonnabend, den 14. Mai, abends mit in seine Belle bringen können. Er habe sich für das Geld 8 Uhr, in der Kronen- Brauerei( Alt- Moabit 47/48) stattfindende Abg. v. Köller verwahrt sich dagegen, daß er Vorschläge. machen solle. awweite Stiftungsfest des Gesangvereins Piederluft"( Mitglied des Arbeiter Sängerbundes) aufmerksam gemacht. Zahlreicher Besuch ist erwünscht. In der Kronenbrauerei sind bei der letzten Maifeier zwei Capes vertauscht worden. Man wolle sich dieserwegen an J. Pfarr, Buttligstr. 10, wenden. präsident hat bei Verkündung des auf schwere Zuchthausstrafe lautenden Urtheils als strafverschärfend betont, daß der Angeklagte, deffen Treiben an sich gewiß nicht beschönigt werden darf, keinerlei Noth gelitten habe. Nun, über den Begriff des Nothleidens gehen die Geschmäcker Feuerbericht. Sonnabend Nachmittag 21/2 Uhr war Brunnen Die Erwerbsarbeit schulpflichtiger Kinder und die Berliner ia sehr auseinander. Der nothleidende Agrarier, der einen Sohn bei straße 176 ein größerer Kellerbrand abzulöschen, bei dem ein Posten Lehrerschaft. Die diesjährige deutsche Lehrerversamm die Jarde" standesgemäß zu unterhalten hat, wird ja gewiß niemals Säde in Flammen aufgingen und der Fußboden nebst Balkenlage Lung ivird sich zu Pfingsten in Breslau mit der Frage beschäftigen, zugeben, daß der kindergesegnete Fabrikproletarier mit 15 oder schwer beschädigt wurden. Aus gleichem Anlaß wurde die Wehr um in welcher Richtung und in welchem Umfange die Jugenderziehung 20 M. Wochenlohn Noth leide, selbst bei der heutigen Getreide 4 Uhr nach Bernauerstraße 40/41 gerufen, doch war hier der durch gewerbliche und landwirthschaftliche Kinderarbeit geschädigt preisen nicht. Vielleicht hat auch den Landgerichts- Direktor gemeint, verursachte Schaden weniger bedeutend. wird. Zu dieser Frage hat am Freitag der Berliner Lehrer- daß ein gewöhnlicher Unterbeamter verhältnißmäßig ganz gute Tage berein nach den Referaten der Lehrer D. Janke und P. Ziegler verlebe. Aus den Nachbarorten. Stellung genommen. Herr Jante fonnte in seinen Ausführungen Aber sehen wir uns einmal die Sache rein menschlich an. So über Umfang und Art der Schädigungen nur auf das ein Mann hat die besten Jahre seines Lebens beim Militär verbereits bekannte, aber noch sehr lückenhafte statistische Material hin- bracht. Rigdorf. Die Vorstände der Gewerkschaften 2c. in Rigdorf Nach etwa zwölf Jahren winkt ihm die Zivilversorgung werden von Wahlkomitee ersucht, zu Dienstag, den 17. Mai, weisen, das meist von einzelnen Lehrern oder Lehrerinnen ge- Wie sieht es damit aus? Das Schicksal des jezigen Buchtfammelt worden ist. Für Berlin ist bekanntlich im Februar häuslers North bildet eine drastische Antwort auf diese Frage. leine Versammlungen resp. Sigungen einzuberufen, da an diesem dieses Jahres im Auftrage der staatlichen Behörde durch die Elf Jahre lang hatte er brab und treu als Solbat und unter Tage eine Voltsversammlung im bal champêtre der Neuen Welt städtische Schuldeputation eine Enquete veranstaltet worden, offizier gedient, und als Anerkennung seiner Pflichterfüllung erhielt stattfindet. August Bebel wird über die bevorstehende Reichstagsdie aber besonders mangelhaft ausgefallen ist. Herr Jante er, der als Ganginvalide, als erüppel abging, dann die„ Berdienst- wahl und die ländliche Agitation referiren. Näheres später durch bezeichnete als zwar nicht ausschließliche, doch bei weitem wichtigste schnalle" und eine Stelle als Hilfsauffeher, die mit baaren 900 Säulenanschlag. Das Wahlkomitee von Rigdorf. 11rsache der starken Verbreitung der Griverbsarbeit unter den Mart bezahlt wurde. Bulegt hatte er freie Dienstwohnung, die Die Parteigenoffen von Steglis und Friedenau werden Schulkindern die Nothlage vieler Eltern. Aus diesem vielleicht auf 200 Mark einzuschätzen ist und 1100 Mark Baargehalt. auf die am Montag, den 9. d. Mts., abends 8 Uhr, im Schwarzen Grunde und weil auch den Kindern aus einem vernünftigen Maß Das ist der Lohn für treue Hingabe an den Waffenberuf! Muß Adler zu Steglitz stattfindende Reichstagswähler- Versammlung aufbon erwerbender Beschäftigung mancherlei Vortheil erwachse, glaubte ein verheiratheter Beamter nicht schon ein ganz besonders merksam gemacht und gebeten, zahlreich zu erscheinen. Desgleichen er für prinzipielle Verwerfung der Erwerbsarbeit der Schulkinder har after starter Mann sein, wenn er unter solchen Um- macht der Vorstand des Arbeiterbildungs- Vereins bekannt, daß die nicht eintreten zu dürfen. Ihre Auswüchse seien zu beseitigen, aber ständen nicht den an ihn herantretenden Versuchungen unterliegen nächste Mitgliederversammlung am Dienstag, den 10. d. Mts., in ganz sei fie unter den gegenwärtigen Verhältnissen leider nicht zu will? Vielleicht weiß ein berufsmäßiger Vertheidigert de rpreußischen Friedenau, Kaiser- Allee bei Grube, stattfindet. entbehren. Herr Ziegler machte Vorschläge zur Abhilfe. Bustände auch diesen Fall zum Lobe der Bidelhaube zurechtzu- Brih. Am Montag Abend 8 Uhr findet bei Adam, Buschkrug, Er forderte, daß Staat, Gemeinde und Arbeitgeber sich die drechseln. Zu beneiden wäre er um solche Kunst sicher nicht! Briz, Rudowerstraße 51, eine Volksversammlung statt, in hebung der wirthschaftlichen Lage der Arbeiter- In den Tagen vom 21. bis 23. Juni findet der Wollmarkt der Genosse 8ubeil über die bevorstehende Wahl sprechen wird. Ilaffe angelegen sein lassen, um so die eigentliche Ursache der in der Ninderhalle des städtischen Zentral- Wiehhofes in der Eldenaer- Parteigenossen, agitirt für zahlreichen Besuch. Der Vertrauensmann. Kinderarbeit zu bekämpfen; daß Eltern und Arbeitgeber durchstraße statt. Wort und Schrift über die Schäden der Kinderarbeit aufgeklärt werden; daß die Kinderarbeit gehenden Beschränkungen gestattet wird. in der von verschiedenen Seiten " In Weißensee spricht Genosse Stadthagen am Montag bet weit nur unter Auf der Polizeiwache ist Freitag Abend der Former Mar Detein, Königs- Chauffee 94, über die Reichstagswahl. Die ParteiBernizky aus Rigdorf gestorben. Dieser bekam in der Chausseestraße genossen und Genofsinnen werden um rege Agitation und zahlreichen Die Diskussion, einen Krampfanfall und wurde zu seinem Schuße von einem Arbeiter Besuch gebeten. Der Vertrauensmann. ebenso wie von den ReferentenFriedrichsfelde. Am Dienstag Abend 8 Uhr findet eine Ber auf die Stellung der sozialdemokratischen Arbeiterschaft zu dieser auf die Wache des achten Reviers in der Wöhlertstraße gebracht. Hier Frage in warm zustimmender Weise bezug genommen wurde, ließ schien er sich bald wieder zu erholen, brach dann aber plötzlich, wahr- sammlung bei Bube, Prinzen- Allee 30, statt. Wir wollen nicht unterlassen, darauf hinzuweisen und zu zahlreichem Besuche eins deutlich erkennen, daß die Mehrheit der Berliner Lehrerscheinlich vom Schlage gerührt, zusammen und starb. zuladen. schaft im Prinzip gegen jede Erwerbsarbeit der Der seit einiger Zeit verschwundene Rechtsanwalt Henke Kinder ist. In den angenommenen Thesen wird erklärt, daß die ist nunmehr verhaftet worden. Wie wir hören, hatte sich derselbe, Bei der gestrigen Stadtverordneten- Nachwahl in Schönevöllige Beseitigung der Erwerbsarbeit zu erstreben, und daß schon weil er an einer starken Gemüthsdepression litt, in eine in der berg erhielt unser Parteigenosse Tischlermeister Hoffmann jekt die weitestmöglichen Einschränkungen zu fordern seien. Zu Nachbarschaft von Berlin belegene Anstalt begeben und ist von dort 74 Stimmen, während von den Gegnern der Bürgerparteiler Borsch einer Billigung der verständig geleiteten" Kinderarbeit konnte in das Untersuchungsgefängniß übergeführt worden. Rechtsanwalt 62 und der Unabhängige Maurermeister Hellwig 38 Stimmen auf fich die Versammlung, angesichts der Dehnbarkeit dieses jedem Miß- Dr. Werthauer, der feine Vertheidigung übernommen, hat bereits sich vereinte. Es tommt mithin zu einer Stich wahl zwischen brauch Thor und Thür öffnenden Begriffes nicht ent- einen Haftentlassungsantrag gestellt unter Beibringung des Nach- Hoffmann und Porsch, welche bereits auf den 26. Mai von 11 bis schließen. Das ist umso bemerkenswerther, da die Anerkennung weises, daß die von dem Verhafteten angeblich geschädigte Frau im 5 Uhr anberaumt ist. Parteigenossen, sorgt bis dahin für den Sieg des erziehlichen Werthes"" mäßig" betriebener Erwerbsarbeit vollen Umfange ihrer Ansprüche befriedigt worden ist. unseres Kandidaten! fich in allen sonst von pädagogischer Seite zu diesem Thema auf- Weil er seine Stellung verloren, hat der frühere Gefangenen gestellten Thefen findet. Der Berliner Lehrerverein hat damit ein entschiedenes Beto eingelegt gegen die ruchlose aufseher Wilhelm Bäpke sich erhängt. Bäpke war als Unteroffizier Kinderausbeutung, die zu den allerschlimmsten Auswüchsen vom Fußartillerie- Regiment zu Koblenz abgegangen und sechs Jahre im Bellengefängniß zu Moabit angestellt. Da hatte er am des tapitalistischen Wirthschaftssystems gehört. Er hat das gethan, 15. Oftober v. J. das Unglück, daß ihm ein Verbrecher, der Geistes unbekümmert um Herrn Jante's warnenden Hinweis darauf, daß die Kinderausbeutung, da sie ja in der Noth der Eltern ihre Haupt- frankheit heuchelte und den er nach Königslutter in die Frrenanstalt sächlichste Ursache habe, ohne eine vollständige um dessen verlor er am 1. Februar seine Stellung und konnte bisher bringen sollte, auf dem Bahnhofe zu Magdeburg entſprang. Infolge gestaltung der bestehenden gesellschaftlichen feine andere finden. Ordnung nicht möglich sei. Die sozialdemokratische Arbeiterschaft nimmt die Unterstützung, die hier von seiten der Lehrerschaft tommt, freudig an. Um die Hindernisse aber, die manchem Lehrer eine völlige Beseitigung der Kinderarbeit unmöglich erscheinen lassen, braucht niemandem bange zu sein, Daß sie aus dem Wege geräumt werden, dafür wird die Arbeiterklasse selber desto mehr sorgen, je mehr ihr Einfluß auf die Gesetzgebung wächst. Todtgefahren wurde am Freitag in der Brunnenstraße ein un bekannter Mann durch einen Geschäftswagen. Das Polizeipräsidium theilt mit: Die bisherigen HebammenSchülerinnen: Frau Marie Franke, Dentminerstr. 11, Fräulein Bertha Hennenlotter, Reinickendorferstr. 37b, Fräulein Elisabeth Feuerheerd, als Wärterin früher Fröbelstraße im Städtischen Obdach, Fräulein Bertha Plettschuh, Fennstr. 16, Frau Marie Holz, Artillerieſtr. 17, Frau Clara Popp, Neue Winterfeldstr. 43 zu Schöneberg, Frau Emma Schönfeld, Michael Kirchplatz 18, sind nach bestandener Prüfung als Hebammen zugelassen. Die Unersättlichkeit mancher Hausbesitzer hat sich neuter dings wieder klassisch zu erkennen gegeben. Die Anlegg von Dienstwohnungen in städtischen Dienstgebäuden liegt den Herren schwer im Magen. In einem hiesigen Grundbesigerverein wurde eingehend die Schädlichkeit" der Anlegung von Dienstwohnungen Zu der Zuschrift einer Arbeiterin, die wir unter der Stichfür Beamte erörtert, wodurch die Hausbesitzer schwer geschädigt marte Zum Kapitel der kassenärztlichen Behandlung" am Dienstag würden. Daß es sich dabei um eine durchaus prinzipielle Forderung veröffentlicht haben, theilt uns Herr Salamonsohn aus der Pots handelte, ging aus dem Umstande hervor, daß der Verein, welcher damerstr. 141 mit, daß der geschilderte Vorfall, der auf die von ihm die Anlage von Dienstwohnungen beim Moabiter Krankenhause be- ausgeübte Praris bezogen werden müßte, sich in seiner Sprechstunde Tämpfte, im direkt entgegengesetzten Theile der Stadt seinen Vereins nicht zugetragen hat. bezirk hat. Und diese Bevölkerungsklasse hat das Schivergewicht bei Entscheidungen in kommunalen Fragen! Allee 70a. " Berliner Straßenbahn noch in diesem Sommer in Betrieb zu sehen. Eine Pferdebahnlinie nach Halensee beabsichtigt die Große Die Linie ſoll vom Spittelmarkt aus durch die Leipziger-, Potsdamer-, Bilow-, Kleiststraße und Kurfürstendamm bis palensee geder Straßenbahnlinie nach Wilmersdorf und von dort die Geleise leitet werden. Sie würde bis zur Uhlandstraße die Geleise der der Dampfstraßenbahn benutzen. Sieben Monate Stadtrath ohne Mandat. Aus Anlaß der Angelegenheit des Herrn Gerz, welcher, wie berichtet, sieben Monate ohne Mandat als Charlottenburger Stadtrath amtirt hat, ist jetzt vom dortigen Magistrat eine Neu- Ordnung des Wahlwechsels der unbesoldeten Stadträthe bei der Stadtverordneten- Versammlung beantragt worden, um diese in Einklang mit der Städte Ordnung zu bringen. Auf die beiden Wahlperioden der acht alten unbesoldeten Stadträthe 1894-1899 und 1897-1902 sollen die seit 1891 sechs neu hinzugekommenen Stellen gleichmäßig vertheilt werden, sodaß jedem Wahlwechsel 7 Stadträthe angehören. 0 Herr Wilhelm Köhler, Restaurateur in Adlershof, ersucht uns mitzutheilen, daß er mit dem in dem Illuminations- Prozeß genannten Belastungszeugen Köhler nicht identisch ist. Gerichts- Beifung. Was ein Staatsanwalt in Preußen darf. Der Hannoversche Patriot Christoph Humpert war angeflagt worden, sich gegen das preußische Preßgesetz dadurch vergangen zu haben, daß er auf Um einer Dame, die er angeblich für belästigt hielt, seinen öffentlicher Straße zwei Freunden und einem Gendarmen die im Schutz angedeihen lassen zu können, glaubte sich vorgestern Abend Sinne der Welfenpartei gehaltene Druckschrift„ Die LandesDer Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen beginnt ein junger Mann am Deutschen Theater als Kriminalschutzmann auf- versammlung der deutsch- hannoverschen Partei in Celle" gegeben den diesjährigen Sommerkursus in der Zentrale bei Cohn, spielen zu müssen. Die beiden Herren, die er anhielt, weil sie ein hatte. Nur die drei fortgegebenen Eremplare waren im Besitz Beuthstr. 20 am 9. Mai und in der Filiale bei Neumann, Brumen junges Mädchen ungebührlich angesprochen haben sollten, waren sich des Mannes gewesen. Das Amtsgericht sprach den Angeklagten straße 150 am 16. Mai. Der Besuch einer Versammlung steht jedoch keiner Schuld bewußt. Zunächst verlangten sie, daß ihnen der frei, obwohl der Amtsanwalt und Hauptmann a. D. Hunaeus jedermann, ohne irgend welche Verpflichtung, als Gast frei. Der Beamte" seine Erkennungsmarke zeige, und als er darauf nach sich die größte Mühe gegeben hatte, für Humpert die hohe Strafe Zweck des Samariterkursus ist nach§ 1 des Statuts:" Die Arbeiter einigem Herumnesteln in den Taschen erklärte, daß er sie vergessen von 50 Mark oder 10 Tagen Haft zu erwirken. Bei der Begründung und Arbeiterinnen zu unterrichten durch Vorträge und praktische haben müsse, drehten sie den Spieß um und forderten ihn auf, zur feines Antrages ließ der Amtsanwalt Aeußerungen fallen, durch Uebungen: a) in der ersten Hilfe bei Unglücksfällen, b) in der ersten Revierwache mitzukommen. Da lief der falsche Beamte, was er die sich Humpert beleidigt fühlte. Humpert strengte deshalb Hilfeleistung bei plötzlichen und gefahrdrohenden Erkrankungsfällen, konnte, die Schumannstraße hinunter, ein Schutzmann hinter ihm gegen ihn die Privatbeleidigungsflage an. Nach seinen Behauptungen c) in den Grundzügen der Krankenpflege." Das Eintrittsgeld zum her. In der Louisenstraße hielten zwei Angestellte der Charitee ihn hat ihn Hunaeus frech genannt, weil er eine gelbweiße Kravatte, Samariterfurfus beträgt 25 Pf., der monatliche Beitrag 25 Pf. Mit fest. Er bat flchentlich, ihn doch laufen zu lassen; der Revierlieutenant aljo einen Schlips in den ehemaligen Hannoverschen dem Sommerkursus werden gleichzeitig Bewegungs- und Jugend- jedoch, der zufällig des Weges fam, nahm ihn mit auf die Wache. Landesfarben trug. Ferner soll ihn der Vertreter des Staates als spiele eingerichtet, die auf freien Plägen in der Umgegend Berlins Vermuthlich war es auf eine Erpressung abgesehen. Revolutionär und Voltsaufwiegler, der Hannover mit abgehalten werden. Außerdem bringen wir die von dem Samariterfurfus errichtete Samaritertolonne in Erinnerung, welche Gewalt von Preußen losreißen wolle, bezeichnet haben. Nach Als Brandstifter wurde der Zigarrenhändler Schäfer, der Einleitung des Strafverfahrens gegen den Amtsanwalt erhob zu sich auf Wunsch bei Arbeiterfesten zur Verfügung stellt. Meldungen seit Februar d. J. im Hause Schönhauser Allee 19 ein dessen gunsten der Oberstaatsanwalt in Celle den Konflikt, indem er find zu richten an Herrn Dr. Friedeberg, Brüdenstr. 10a, Bigarrengeschäft betreibt, geſtern verhaftet. Ein zweites gleichartiges geltend machte, Herr Hunaeus habe seine Amtsbefugnisse nicht oder den Obmann der Kolonne Herrn Otto Korn, Schönhauser Geschäft unterhält er in Charlottenburg, wo sich auch seine Privat überschritten. Allerdings seien die Worte gefallen. Humpert habe wohnung befindet. Sonnabend früh kurz nach 12 Uhr wurde in dem fogar die Frechheit, in provozirender Weise mit gelbweißer Stravatte Zur Explosion in der Jagowstraße wird von fachmännischer hiesigen Laden Feuer beobachtet, und Brandinspektor Barth ſtellte vor dem Gericht zu erscheinen; das sei indessen nur eine scharfe beim Eintreffen des ersten Löschzuges sofort böswillige Brandstiftung Seite geschrieben: Die Wirkungen des Ereignisses würden zweifellos fest. Mit Petroleum getränktes Holz und mehrere ebenfalls getränkte bewege.- Herr Hunaeus selber gab an, er hätte gefagt, es fei Kritit, die sich im Rahmen der Amtsbefugnisic bedeutend geringer gewesen sein, wenn die Explosion in einem unteren Ballen lagen in den verschiedenen Ecken, und die Zigarrenlisten bedauerlich, daß zu einer Zeit, wo die Sozialdemokratie Raum stattgefunden hätte. In diesem Falle würde das Haus an waren großentheils leer. Wie sich herausstellte, ist Schäfer weit über das durch Blut und Eisen zusammengetittete Deutsche Reich zerund für sich nur gering oder garnicht beschädigt worden sein. In den Werth versichert. Das Feuer mußte lange Zeit geschwelt haben, stören wolle( wer hat dem Staatsanwalt diese irrige Ansicht beigebracht?) der zweiten Etage war aber umsomehr, als ein Anbau nicht vor- denn es hatte, ohne sich zur richtigen Flamme zu entfalten, bereits handen, die Belastung zu gering, so daß die Brandmauer, bei welcher die Dede start beschädigt. Der Eigenthümer wurde noch in der auf der anderen Seite Leute daran gingen, Hannover von Preußen los der Mörtel jedenfalls noch nicht die genügende Härte erlangt, nach Nacht auf Weisung der hiesigen Polizei in Charlottenburg verhaftet. zureißen. Der Angeklagte scheue sich selbst nicht, in gelbweißer Binde außen gedrückt wurde. Auffällig erscheint es, daß der Luftdrud zu erscheinen. Die beiden Schöffen haben jedoch gehört, daß eine so außerordentliche Wirkung nach der unteren Etage gehabt, Hunaeus den Ausdruck Frechheit benutzte. Der eine fand dies eine Erscheinung, die man bei Dynamit Explosionen beobachten Die Treptower Sternwarte ist seit dem 1. Mai wieder etwas" start", der andere aber, ein Lehrer Wagner, freute sich", fann. Es ist nicht nur die erste Etage zertrümmert worden, eröffnet. Täglich von 2 Uhr nachmittags bis 12 Uhr nachts wird daß der Amtsanwalt den Angeklagten wegen der gelbweißen sondern auch das Mauerwerk des untersten Stockwerkes, von der gestirnte Himmel mit dem Riesen- Fernrohr beobachtet. Von Schleife„ eins drauf gegeben habe".( Wörtlich!) Die dem leerstehenden Laden, ist zum theil nach außen gedrückt. 2-5 hr ist die Sonne mit ihren Flecken und Fackeln, von 5 bis Worte Revolutionär" und" Boltsaufwiegler" hat niemand gehört. Die in der Gegend der Unfallstelle turfirenden Gerüchte, nach denen 7 1hr die Venus zu sehen, deren Phasengeſtalt jetzt deutlich hervor- Das Ober- Verwaltungsgericht erklärte den Konflikt für begründet der junge Hahn Aeußerungen gemacht haben soll, die auf ein tritt. Mit Rücksicht auf die jetzige gute Sichtbarkeit des Riefen- und erfannte dahin, daß das Verfahren gegen Herrn Hunaens einVerbrechen resp. eine grobe unvorsichtigkeit desselben hindeuten planeten Jupiter, der allein den 1045. Theil der Sonnenmasse zustellen sei. Präsident Perfius gab folgende Begründung des lassen, sind durchaus unbestätigt. Alle diese Erzählungen tauchten enthält und sich in nur 11 Stunden um seine Achse dreht, wird Urtheils: Wenn Vertreter der Staatsanwaltschaft nach erst am späten Vormittag auf, während vorher von derartigen Be- dieses Gestirn jetzt von 7 Uhr abends bis 12 Uhr nachts beobachtet. seiner pflichtmäßigen Ueberzeugung annahm, daß der jezige merkungen des Hahn niemand etwas wußte. Der Mutter des ver- Heute Sonntag Nachmittag hält Direktor F. S. Achenhold um 7 Uhr Seläger durch das Tragen der gelbweißen Kravatte die Achtung vor unglückten Elektrotechnikers ist übrigens nicht bekannt, daß ihr Sohn einen Vortrag über den prophezeiten Weltuntergang im Jahre 1899. dem Gericht verletzt habe, dann sei es teine Ueberschreitung seiner irgendwelche Sprengstoffe in der Wohnung aufbewahrt hat, und so Das Eintrittsgeld für das„ Astronomische Museum" beträgt nur Amtsbefugnisse, wenn er humpert„ frech" nannte. Ind dürfte es wohl kaum möglich sein, die Ursache des Unglüds aufzu- 20 Pf.; es ist durch eine große Zahl neuer farbiger Delgemälde bereichert wenn er, was nicht erwiesen sei, H. als Revolutionär und Volksflären, um so weniger, als auch der in der Hahn'schen Wohnung be- worden, die uns die Sonne, den Mond und die Planeten so zeigen, aufwiegler bezeichnet hätte und dabei von der pflichtmäßigen Der Besuch dieses Ueberzeugung ausgegangen wäre, daß sich Hannover mit Gefindlich gewesene Gasmesser ebenso wie die Gasleitung zerstört wie sie etwa im Niesenfernrohr erscheinen. worden ist. Die Leiche des Hahn wurde auf dem Korridor der Museums ist als Vorbereitung für die Beobachtung mit dem Niejen- walt von Preußen losreißen lasse, so würde er damit seine AuttaH.'schen Wohnung, von welcher nur noch dieser und das Erlerzimmer fernrohr warm zu empfehlen. Biertelstündliche Führungen sind ein befugniffe ebenfalls nicht überschritten haben. Die pflichtmäßige vorhanden ist, aufgefunden. Es wird angenommen, daß die Explosion gerichtet, um auch dem Laien, der sich mit astronomischen Dingen Ueberzeugung sei aber anzunehmen. in dem Augenblick eintrat, als Hahn mit offenem Licht, wahrschein- noch gar nicht beschäftigt hat, das Verständniß für die HimmelsDas Urtheil in Sachen Zellermeher und Gen. ist gestern lich einem brennenden Streichholz, einen Raum der Wohnung be- welten zu eröffnen. Vereine erhalten, wie früher, nach Meldung bei treten wollte; fein Körper wurde dann durch die Explosion durch die der Direktion Ermäßigung und Projektionsvorträge zu verabredete Nachmittag 5 Uhr von der 9. Straffammer gesprochen worden. Der Auch stellt die Direktion auf Wunsch in der Gerichtshof, welcher nicht der Ansicht war, daß Zellermeyer das offene Thür auf den Korridor hinausgeschleudert. Eine genaue Zahl Abendstunden. der Verletzten war bisher noch nicht zu ermitteln. Es steht fest, daß Nacht von Sonnabend zu Sonntag das Fernrohr noch länger Geschäft des" Markthallen- Anzeigers" von vornherein auf Schwindel 12 hr nachts für größere Vereine zur Verfügung. aufgebaut, sondern überzeugt war, daß er ein durchaus ernsthaftes eine größere Anzahl von Bersonen, welche leichtere unden durch Das lebhafte Interesse, welches im vorigen Jahre von einer Anzahl Geschäft sich begründen wollte, hat den Angeklagten 3ellermeyer Glassplitter erlitten, sich bei der Polizei nicht gemeldet haben. Arbeitervereinen dem Riefenfernrohr in Treptow entgegengebracht wegen Betruges in mur einem Falle zu 4 Monaten GeDie Gerichtsverhandlung gegen den Gefangenen Aufseher worden ist, läßt darauf schließen, daß die Sympathien der Arbeiter fängniß, den Angeklagten 2öwenthal wegen 3 Betrugsfälle North, die gestern beendigt worden ist, lenkt die Blicke der Deffent- fchaft für dies Unternehmen sich weiter ausbreiten werden. zu 6 Monaten Gefängniß, den Angeklagten Prob wegen lichkeit abermals auf einen Zustand, der für das ganze preußische In der Kinder- Poliklinik von Dr. Neumann, Blumenftr. 78, wird 2 Fälle zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt und die Strafe Verwaltungssystem charakteristisch ist. Wir meinen die tägliche am Montag, abends 8-9 Uhr, in einem volksthümlichen Vortrag über die bei Zellermeher und Proz als verbüßt erachtet, bei Löwenthal Besoldung, die den Unterbeamten im allgemeinen und den Ge- öffentlichen Einrichtungen zum Wohle und Schuge der Kinder gesprochen. 4 Monate auf die Untersuchungshaft angerechnet. Der Augellagte Tattelbaum wurde freigesprochen, fangenen Auffehern im besonderen zu theil wird. Der Gerichtse Sutritt haben nur Frauen. Er ist verheirathet. der Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7ithr abends statt. VI. Jut Jahre 1893 wurden im Wahlkreise Marburg- FrankenbergKirchhain 13 851 giltige Stimmen abgegeben, davon entfielen auf Luce( f.) 2754, Dr. Kaiser( natl.) 809, Dr. Böckel( Reformp.) 6736, Müller( Bentr.) 1600, Martin( Rechtsp.) 166, Schott( frs. Vg.) 1425, John( S03.) 357 Stimmen. W. G. Ja. A. u. D.i Witterungsübersicht vom 7. Mai 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4º R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 12. 15° 6.= 4° R. ( b. f. 5 Karten). Antrag ist an die Juvaliditätsanstalt zu richten. 1. Wenn die Koften erwachsen find: fa. 2. In 4 Jahren. Formulare für solchen Antrag verkauft die Buchhandlung Vorwärts. Wenn der Knabe unter 7 Jahren alt ist, haben Sie zu zahlen; ist er älter, Frankenthal. 1. Leider nein. 2. Er ist hierzu verpflichtet, weil die dann nicht. Knuth, D. S. 10. Nein. Einsicht freisteht. Ein Beschluß besteht nicht. 6. A. M. Eine Bestrafung oder Säße für Alimente giebt es nicht. Es sind angemessene Alimente feft: R. 100. Gefeßliche Stufen ist nicht ausgeschlossen. G. D. 44, Unverständlich. zusetzen. Als solche pflegen für das Kind bis zum vollendeten 6. Lebensfahre 10-15 m., vout 6. Lebensjahre ab 12-18 M. erachtet zu werden. Eckstein. Eine amtliche Untersuchung findet mangels eines dahingehenden Antrages nicht statt. E. N. Die Bestimmungen des früheren Vertrages find giltig. Neue M. S. 10. Ihre Frau ist im Recht. 99. Ja. Palm, Strausbergerstr. Man reicht die vorhandenen Karten mit After- Vermiethungen ist demnach der Wirth berechtigt nicht zuzulassen. dem Antrag ein und beantragt bei der Polizeibehörde, an stelle der ver A. Römer, Bunzlau. Solche Bestimmungen bestehen. Wird Zahlung lorenen neue auszustellen. verweigert, so fann man trotzdem in der Gemeinde bleiben, erwirbt aber nein; das Oberverwaltungsgericht hat sich auf Drängen des freisinnigen" Swinembe. 755 2616 Nr. 2. 1. Nach richtiger Ansicht: nicht das Bürgerrecht. D. 27. Sie leben bereits außer Güter: Berliner Magistrats in entgegengeseztem Sinn ausgesprochen. 2. Können Hamburg gemeinschaft. Ihr Vermögen haftet nicht für die Schuld Ihres wir nicht mehr feststellen. 3. Ja. B. M. 38. Nein. Mannes. M. Müller. Der Wirth ist leider tut Recht. J. M. 30. 1. In 30 Jahren. 2. Ja. 3. Wenn die Waaren nicht Wiesbaden 761 NW 1.-C. 29. Ja Berlin 755 SS Barbier 98 765. 1. Sie können ohne weiteres Ihre Forderung zu einem Gewerbebetrieb entnommen sind, so liegt Verjährung vor. München nach Ablauf der 6 Wochen einklagen. 2. Aber!- Morih. Für Führung 4. Wenden Sie sich an den Magistrat. eines Prozesses mit einem Objekt von 15 000 m. stehen dem Anwalt einer Kollekteur im Rechte. Ottostraße. Leider ist der Wien 2 bedeckt 10 Wette. 1. Ja. 2. Ja. 3. Es gehört zur HypoInstanz, wenn Beweisaufnahme stattgefunden hat, 228 M. Gebühren zu. theken- Eintragung eine notarielle oder gerichtliche Einwilligungserklärung. Wetter- Prognose für Sonntag, 8. Mai 1898. F. F. 45. Sie nicht, aber Ihre Frau. Vorstand 26. Etiva Abonnent 100. a) Der Firma. b) Ja. c) Reine. d) Ja. Sie etwas fühlerer Nacht und steigender Tagestemperatur; feine erheblichen Bielfach heiter, zeitweise woltig, bei schwachen füdwestlichen Winden, P. R. Sie müffen am 1. ziehen lassen.-. A. 235 Marfen würden zur Restzahlung zu verurtheilen sein. M. A. Weißensee. 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Die bevorstehende Reichstagswahl und die Aufgaben unseres Bahl: Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. um 10 Uhr Reigen- Fahren bes Arbeiter- Radfahrer- Vereins Berlin. vereins. Referent: W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen heiten. 4. Verschiedenes. Butritt für jedermann. Der Vorstand. NB. Die Bezirksführer werden ersucht, thre noch nicht verkauften Urania- Billets an die Abtheilungsführer zurückzugeben, damit dieselben noch in den Zahlstellen verausgabt werden können. Alle Anfragen, den Wahlverein betreffend, sind an den Genoffen Kiesel, Kolbergerstr. 2, zu richten. 246/19 D. D. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 9. Mai, abends 8 Uhr: Bezirks= Versammlungen. Moabit: im totale von Fischer, Beuffelstr. 9. Tages Ordnung: 1. Bericht vom Verbandstag durch Kollegen Hoffmann. Lage der Bautischler und die jetzige Konjunktur in der Branche. bandsangelegenheiten. Wedding und Gesundbrunnen: 2. Die 3. Ver: im Lotale des Herrn Raabe( Kolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: Tagesordnung: Vortrag des Schriftstellers Herrn Friedrichs über: Hypnotismus. Darauf: Geselliges Beisammensein und Tanz. Entree 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Gäste sind stets willkommen. 120/17 Tanz- Kränzchen, verbunden mit Vorträgen heiteren und ernsten Inhalts, unter gütiger Mitwirkung des Privat- Theaterverejns ,, Herz". Einlaßkarten sind bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, sowie im Berkehrslokal von Schöning, Köpnickerstr. 68, zu haben. 124/12 Rege Betheiligung erwartet Der Vorstand. Die Möbel Fabrik General- Versammlung Montag, den 9. Mai 1898, abends 8 Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstraße 51. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Heymann über Gewerbefrankheiten. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 1898. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erfcheinen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß vom 1. Mai der ZwanzigpfennigBeitrag eingeführt ist. 141/18 Der Vorstand. Unterstützungsverein deutscher Tabakarbeiter. Gemeinsame Grosser Möbelverkauf. Neue Schönhauserstr. 2 ( früher Rosenthalerstr. 13) liefert bürgerliche Wohnungs Einrichtungen schon von 150 m. an. Auch gebe ich Einrichtungen auf Theilzahlung. Lager gebrauchter und verliehen gewesener Möbel. Eigene Tapezier u. Dekorations- Werfftatt. Transport durch eigene Gespanne, auch nach außerhalb.[ 4987L* Eine unheimliche Gesellschaft. Mitglieder- Versammlung der Zahlstellen Berlins und Umg. runde geht. Dieses geſetzlich geſchüßte, erfolgreiche Mittel erhält man ebenso am Dienstag, den 10. Mai, abends 9 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitslosen- Unterstügung. Referent: Reichstags: Abgeordneter A. v. Elm. 2. Verschiedenes. 187/2 L. Dechand, Bevollmächtigter. Zinkgießer, Stürzer. 1. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über:„ Neue Heilmethoden". Dienstag, den 10. Mai 1898, abends 8% Uhr, bei Ewald, 2. Distusfion. 3. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen, besonders die der Baubranche, werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Auch Frauen haben Zutritt. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Schwedterstraße 23 bei Wernau.re Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Lankow über: Blatonischer und urchrift: Nicher Kommunismus". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Schönleinstraße Nr. 6: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung vom Kongreß und Anträge der Agitationstommiffion. 2. Diskussion. 3. Abrechnung von der Maifeier. 4. Verschiedenes. 266/3 Der Vertrauensmann. Often und Nordoften: bei Mann, Strausbergerstr. 3. Verein deutscher Schuhmacher. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Moderne Ehe". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Frauen und Gäfte haben Zutritt. Kollegen! forgt für regen Besuch der Versammlung! Südosten: bei Rautenberg, Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Fräulein Jda Altmann über:" Jugenberziehung". 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung haben anch Frauen Zutritt. Neue Mitglieder werden in der Bersammlung aufgenommen. Westen und Südwesten: bei Zabell, Lindenstr. 106. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Georg Wagner über: Die Gewerkschafts Bewegung und die bevorstehenden Wahlen". 2. Diskussion. 3. Der Tarif der Bautischler und wie steht es mit deren Bewegung. Sämmtliche Bautischler des Bezirks sind hierzu eingeladen. Stralan Rummelsburg: bei Breves, Kantstraße, = abends 62 Uhr. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Distussion. 3. Gewerkschaftliches. Das Erscheinen aller Kollegen ist nothwendig. Verband der Maler etc. Deutschl. ( Filiale Berlin I.) Dienstag, den 10. Mai 1898, abends 8½ Uhr, Mitglieder- Versammlungen. Versammlungen am Montag, den 9. Mai, abends 8% hr. Bahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11: Vortrag vom Gen. Kokke über:„ Einkommensteuer". Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15: Bortrag.Я Bahlstelle III in den Festfälen Jägerstr. 69: Vortrag. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21: Vortrag. Bahlstelle Friedrichsberg bei Waclawiack, Frankfurter Allee 150: Vortrag vom Kollegen Hammacher. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. Former und Berufsgenossen Berlins. 170/2 Sonntag, den 8. Mai, mittags 12 hr, im Kolberger Salon. Kolbergerstraße 23: Gr. öffentliche Bersammlung. Tages Ordnung: Die Wanzen mit einem Schlage vollständig zu vernichten, ist nur mit dem geradezu erstaunlich wirkenden, nirgends fleckenden und nicht feuer= gefährlichen fonzentrirten Wanzen Fluid möglich, da auch die Brut mit zu wie die radikal wirkenden Spezialmittel gegen Schwaben und Motten unter Garantie nur beim Erfinder, Hrn. Otto Reichel, Eisenbahnstr. 4, in Flaschen zu 50 Pfg., 1,00, 2,00, 3,00. und die Literflasche 5,00 M. nebst SprühApparat zu 50 Bfg. Die vielen schriftlichen und telephonischen Bestellungen werden frei zugestellt; nach auswärts durch die Post. Vor Nachahmungen wird gewarnt. Die Goldwaarenfabrik Max Busse, Brunnenstr.175, Invalidenstr. an der T empfiehlt: Armbänder, Broches, Ohrringe in massiv Gold, Golddoublé, Silber. Besonders beliebt: Schmucks mit Opal, sowie Türkisen, Granaten, Corallen. Goldene Ketten nach Gewicht. Specialität: Goldene Ringe! Schuhwaaren! Billig! 69 Billig! Jeder Schuh trägt den festen Verkaufspreis auf der Sohle. Reell! Hüte! Jeder Hut 2,75 M. 0 50999* L. Wachsner Nachf. A. Sack, Schmerzl. Zahnzieh. Schlechtsigende Gebiffe werden NW. 40 Thurmstr. 40, NW. Aluminium- Gebiete in Kautschut vorzüglich, ſeßt ſchmerzios ein. 1. Bedeutung der Arbeitsnachweise. 2. Stellungnahme zum Formerfongreß in Kopenhagen, eventuell Wahl eines Delegirten. 3. Wahl von unt. Gar. genau passend umgearbeitet. Mäßige Breise. Goldstein, Oranienstr. 123. 2 Revisoren. 4. Der Formerstreif in Leipzig. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. 61/3 Der Vertrauensmann. 2. Müller, Weddingstraße 1a. Homöopath.- Klinik, Wasserheilverfahren Linienstr. 137, 8-10, 5-7, f. Krankh. d. Brust, Verdauungs-, Unterleibsorgane, der Haut, Nerven, Rheuma. Süden, Zentrum u. Osten bei Schöning, Röpnierstr. 68. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Uhren-, Goldwaaren- Versand. Moabit, Wedding u. Norden b. Perschke, Havelbergerstr. 37. Südwesten und Westen bei Wesse, Noftisite. 50. Tages Ordnung in sämmtlichen Versammlungen: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 124/11 Der Vorstand. Volks- Versammlung für Rummelsburg- Boxhagen. Kich- Rummelsburg im Lokal des Herrit Weigel, Türrschmidtstr. 45. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. Referent: Johann Sassenbach. 2. Distusfion. 3. Wahl eines Lokal- Wahlkomitees. 223/4 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vertrauensmann. Achtung! Einsetzer. Montag, den 9. Mai, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung. Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Dienstag, den 10. Mai, adends 8 Uhr, im Lokale von G. Beyer, Wallstraße 96: Bezirksversammlung für Charlottenburg. Tages Ordnung: 1. Die ungelernten Arbeiter u. die gewerkschaftliche Arbeitslosen- Unterstützung. Ref.: Gen. Herm. Faber. 2. Diskussion. 3. Staffenbericht. 4. Berbandsangelegenheiten. Mittwoch, den 11. Mai, abends 8 1hr, im Lokal von F. Ewald, Schönleinstraße 6: Bezirksversammlung für Rixdorf und SO. TO.: 1. Die ungelernten Arbeiter und die gewerkschaftl. Arbeitslosen: Unterstützung. 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Verbandsangelegenheiten. Donnerstag, den 12. Mai, abends 82 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Bezirksversammlung für den Norden. H Tages Ordnung: 1. Die ungelernten Arbeiter und die gewerkschaftliche Arbeitslosen Unterstützung. 2. Distuffion. 3. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 4. Verbandsangelegenheiten. 64/8 Kolleginnen, Kollegen! In anbetracht der außerordentlich wichtigen Tages ordnung ist es Eure Pflicht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen, Gäste willkommen. Die Ortsverwaltung. aus Schraubendreher! Tages Ordnung: Die Lohnforderungen der Einsetzer und Stellung: Dienstag, den 10. Mai, abends 8 Uhr, in Feuerstein's Festfälen, nahme zur Bautischler- Bewegung. 80/7 Der Vertrauensmann. Kistenmacher! Montag, den 9. Mai 1898, abends 8 94/8 Uhr, in den Arminhallen Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1898. 2. Neuwahl des gesammten Borstandes. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. J. A.: Franz Schulz, Griebenowstr. 5. NB. Die Kollegen, bie noch nicht vom Maskenball abgerechnet haben, werden zum lesten Male aufgefordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen, event. werden die Namen derfelben veröffentlicht. 94/8 Achtung! Landsmannschaft Wittenberg- Schweinitz. Oeffentliche Versammlung am Mittwoch, den 11. Mai, abends 8 Uhr, bei Zubell, Lindenstr. 106. Tages- Ordnung: 1. Die Agitation zur Reichstagswahl im Kreife WittenbergSchweinit. Referent: Genoffe Rohrlack. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen der Landsleute erwartet Der Einberufer. 266/20 Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung aller in der Schraubenbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Joël über:" Der Kampf um den Nordpol." 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Baar Verkauf u. Theilzahlung. Bestellg. brieft. L. Vogdt, Auguststr. 92. Dr. Thompson's Seifenpulver 21/ 14* ist das beste baix und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. Wanzen Haben Sie schwaben 4896* so verwenden Sie meine verstärkten Specialmittel! Flasche 50 Pf., 1 M., 3 M. Apparat leihweise. Erfolg Garantie! Nur beim Erfinder R. Hoffers, Manteuffelstr. 92 b. d. Oranienstraße. 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Kriegsbefürchtungen auf dem Arbeitsmarkte Arbeitslosigkeit, Serab- einer langen Rede eine ins Kleinste Detail gehende Schilderung segungen der Arbeitszeit, Lohndruck in sichere Aussicht stellten, äußerte feines Lebenslaufes von der Wiege bis zur Gegenwart. Nebenher Maikäfer- Ferien als kleines Mittel" für die oberschlesischen sich beim Ausbruch des Krieges eine zweite Wirkung, die Er- ließ er einige philosophisch sein sollende Redensarten, untermischt Strohdachflicker hat die Oppelner Regierung angeordnet, d. h. sie schwerung der Getreidezufuhr, in einer Bertheuerung des Lebens- mit religiösen Antlängen, einfließen, wobei es natürlich nicht an hat erlaubt, daß überall da, wo die Maikäfer besonders start auf unterhaltes." Fußtritten gegen die Sozialdemokratie fehlte. Von der Darlegung treten, die Schulkinder von 7-9 Uhr früh vom Unterricht befreit Von 50 Arbeitsnachweisen, von denen vergleichbare Daten vor eines politischen Programms teine Spur. Diese unpolitische Kandifind, damit sie zum Sammeln der Maitäfer verwandt werden können. liegen, weisen zwar 30, darunter 2 ausländische, im Vergleich mit daten Nede erregte denn auch das begreifliche Mißfallen eines Wer die oberschlesischen Gutsherren kennt, die häufig zugleich Amts- dem Monat April v. Js. eine Abnahme des Arbeitslosenandranges Christlich- Sozialen, der mit besug auf die Rede des Herrn Priek borsteher und Schulpatrone sind, für den ist es nicht zweifelhaft, daß auf und nur 20 eine Zunahme, unter letteren befinden sich jedoch sagte:" Mir wird von alledem so dumm, als ging mir ein die Erlaubniß der Regierung zu schweren Mißständen führen muß. die maßgebendsten Arbeitsnachweise. Mühlrad im Kopfe herum." Diese Kandidatur, meinte er, Zunächst werden die Gutsherren, nicht die Schulinspektoren über die Abgenommen hat der Arbeitslosenandrang in Rigdorf, Kiel, tönne man vor den Wählern nicht verantworten, und es sei jammerNothwendigkeit dieser neuen Ferien entscheiden, die Gutsherren Quedlinburg, Gera, Osnabrück, Dortmund, Elberfeld, Düsseldorf, schade, daß die Christlich- sozialen teinen besseren Kandidaten gefunden werden, wie vielfach schon bei den Rübenferien, ganz einfach die M.- Gladbach, Frankfurt a. M., Darmstadt, Heidelberg, Lahr, Frei- haben. Mit dieser Auffassung tam der Herr bei seinen Parteigenoffen Lehrer kommandiren, aus den zwei Stunden wird ein ganzer Tag burg i. B., Schopfheim, Karlsruhe, Offenburg i. B., Konstanz, Pforz- aber schlecht an, sie wollten nichts davon wissen, daß ein Reichstagswerden, und die Kinder werden statt zur Sammlung der Maitäfer heim, Cannstatt, Ludwigsburg, Eßlingen, Reutlingen, Schw. Hall, tandidat in der Politik bewandert sein müsse. Stöder selbst trat zu allen möglichen Arbeiten gebraucht werden. Und ihre Bezahlung? Heilbronn, Ulm, Fürth i. B., Augsburg, Wien und Winterthur. für seinen Schüßling Priez in die Schranken, indem er bemerkte, Bei der Rübenarbeit kommen die Kleinen auf 3 Pf. Stundenlohn; 8ugenommen hat die Arbeitslosigkeit in Bosen, Breslau, daß gerade dessen Lebensgeschichte ihn sehr geeignet mache, als danach kann man sich die Maikäfersammler- Verdienste selbst be- Frankfurt a. O., Berlin, Halle a. S., Erfurt, Münster, Essen, Köln, Gegentandidat Singer's aufzutreten. Priez sei durch die Noth des rechnen. Aachen, Kreuznach, Wiesbaden, Gießen, Straßburg i. E., Stuttgart, Lebens zur Sozialdemokratie gekommen und habe sich aus UeberArbeiter Risiko. Auf dem Kaliwert Thieberhall in Göppingen, Nürnberg, München, Brünn und Bern. zeugung von ihr abgewandt. Herr Priez stellte für die nächste Braunschweig famen beim Sprengen des Gesteins der Aufseher Versammlung eine spezielle Auseinandersetzung mit der SozialdemoEnte und der Bergmann Witte ums Leben. tratie in Aussicht, bei der jedoch- nach den heutigen Leistungen des Herrn zu schließen nichts herauskommen wird. Herr Briez Der chriftlich- soziale Kandidat des vierten Wahlkreises, behauptet nämlich, daß ihm persönlich von den Sozialdemokraten Herr Pries, stelte sich am Freitag einer mäßig besuchten Ver- mancherlei Unrecht zugefügt worden sei, und seine Freunde hoffen Der Arbeitsmarkt im April. Nach den Berichten der Arbeits- fammlung christlich- konservativ- antisemitischer Wähler vor. Nicht mit dem Köder angeblichen sozialdemokratischen Undanks dem Großnachweis- Verwaltungen an die Berliner Monatsschrift" Der Arbeits- ohne Bagen trete er in den Wahlkampf, denn er habe wegen seiner faufmann, Millionär und Angehörigen einer fremden Volksgenossenmart" bewarben sich um 100 ausgebotene Stellen im April d. J. 113,6 seit Jahren währenden Blindheit zurückgezogen gelebt und sei mit schaft", der jetzt die irregeleiteten Arbeiter des vierten Wahlkreises Berfonen gegen 106,8 im April v. J. Die genannte Zeitschrift erklärt den politischen Verhältnissen nicht mehr vertraut. Schließlich habe vertritt, Stimmen abwendig zu machen und ihrem Kandidaten zuzusich das Anwachsen der Arbeitslosigkeit damit, daß der Arbeitsmarkt im er fich aber durch das Zureden seiner Parteifreunde überzeugen führen. Viel Glück zu diesem Beginnen. April unter der Einwirkung bedrohlicher Veränderungen auf wirthschaft- lassen, daß er der geeignete Kandidat für den bierten lichem und politischem Gebiete gestanden habe. Während schon die Kreis sei. Herr Priez gab seinen Zuhörern nun In der Grube ,, Kasimir" in Sosnowice in Russisch- Polen wurden durch hereinbrechende Kohle sechs Bergleute getödtet und viele Andere schwer verletzt. Wahlversammlungen. in " Ausnahmepreise für: Strohhüte für Damen verschied. Formen 35 Pf. für Matrosenhüte Damen 60 Pf. Binsenhüte für Damen, 95 Pf. Matrosenhüte weiss garniert, für Damen, Garnierte Hüte 1 Mk. für Damen, Held 10, 8, 6, 5, 4.25, 3.50, 3 Mk. Meter 18 Pf. Maline- Tüll 65, 38, Gitterschleier mit Chenilletupfen Meter 75 Pf. Garnierbänder für Damenhüte Meter 75, 60, 55 Pf. Federstutz weiss, grau, 20 Pf. schwarz Grosse Ausstellung Ausnahmepreise für: Veilchen aus Stoff, Dutzend 4 Pf. Atlas- Rosen allen 10 Pf. in Farben Don Montag Mohn- Piquets bis Sonnabend. 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Nachm. 22 Uhr: Die Mottenburger. Montag: Die Mottenburger. Goethe. Die offizielle Frau. Anfang 712 Uhr. Nachin. 3 Uhr: Ein Sommernachts: traum. Montag: Die Frau ohne Geift. Schiller. Brand. Anfang 8 Uhr. Nachur. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Galeotto. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Der Opernball. Benes. Die Frenden der Häusli feit. Anfang 7 Uhr. Montag: Die Freuden der Häus lichkeit. Welben ein Trid. Hafan 8 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Thalia. Der g'sunde Kern. Anfang 7½ Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. 36 schwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. Vorstellungen 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan " der Waldmensch" von der Insel Borneo, 12 Met. hoch. Salambo, die schöne Schlangenbändigerin. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: 6. Gastspiel von Emma Frühling: Often, inter der Polarſonne. 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zu 10 000 mt., 81 8 5000 Mt., 436 au 3000 Mt., 480 au 1500 at., 540 zu 500 Mt. M. Löwinsohn Nachfolger. 14. Ziehung d. 4.Klaffe 198. Kgl. Preuß. Lotterie.| 14 55( 1500) 225 358 65 458[ 600] 55 733 840 902 112188 Biebung vom 7. Mai 1898, nachmittags. Rur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Barenthese betgefügt. ( Ohne Gewähr.) 224[ 1500] 25 328 68 99 415 589 91 616 86 90 891 1209[ 3000] 81 331 51 439 58 81 91 567 85 725 47 897 2080[ 1500] 243 82 457 80 766 901 13 8243 459 709 85 828 4200 895 474 615 17 838 964[ 3000] 5039 78 189 293 345 73 915 19 6147 65 84 265 359 463 594 657 976 87 7055 158 256 70 71 464[ 500] 91 97 586 669 [ 5000] 98 881 8277[ 3000] 368 491 519 59 784 846 903 86 9037 66 260 479 640[ 300] 957 10016 82 84 95 101 634[ 300] 718[ 8000] 821 47[ 500] 11084 269 358 433 697 758 66 920 12079 83 234 317 13268 300 474 81 94 578 624 67 84 97 706[ 3000] 36 416 33 36 633 773 901 51 14000 197 513 608 5 28 15066 338[ 500] 648 707 886 935 88[ 1500] 16032 174 82 404 7 61 520 64 738 887 974 17018 205 23 522 746[ 1500] 817 19 18109 260 99 317 90 520 48 636 88[ 3000] 93 702 32 55 87 833 35[ 300] 51 97 929 91 19187 289[ 600] 305 472 640 922 50 20206 313 47 520 66 726 856 87 91087 219 34 486 627 828 62 22003 336 71 566 797 844 85 23261 384 602 794 823 32 932 24206 18 505 29 70 673 967 78 25015 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603 151074 133 414[ 1500] 706 26 841 46 55 64 80 970[ 1500] 152077 [ 300] 257[ 1500] 338[ 300] 587 629 984 153049 129 52 280 347 95 404 90 620 38 784 973 74 154111 43 61 276 300 48 53 782 841 960 155139 60[ 500] 238 343 67 68[ 300] 474 96 937 64 69 156 98 158 80 88 804 439 46 58 635 763 960 157119 223 98 610 50 827 158000 150400 42 701 847 84 [ 500] 49 103 560 627 779 980 932 93 160022 93 210 351 88 415 19[ 3000] 45[ 1500] 545 701 824 37 161098 125 51 258 1300] 313 642 64[ 300] 700 912 21 162025[ 300] 40 259 93 830 498[ 3000] 542 [ 1500] 47 919[ 3000] 163235 383 523 96 625 733 34 810 65 74 164235 318 24 525 781 838 90 91 970 165123 580 738 840 912 31 34[ 300] 76 160199 268 467 87 615 167092[ 500] 96 298 344 526 55 91 699 832 84 168022 296 461 78 523 649 54 63 837 85 988[ 500] 160059 197 308[ 1500] 459 838[ 300] 990 170010 82 111 236 582 631 98 703 5 889 971 171000 8 48[ 3000] 82 124 54 225 38 86[ 500] 363 437 573 845 172086 165 305 430 45 663 708 807 22 173003 62 371% 535[ 1500] 820 85 174185[ 300] 255 365 88 94 421 27 511 36 88 719 93 906 175152 486 562 692 906 55 176078[ 500] 586 96 750 63 826 944 69 177023 278 360 524 67 680 776 896 951 178247 374 488 702 834 179013 47 261 389 64 75 446 515 758 874 942 58 85 181004 180078 95 206 381 55 601 729 800 3 17 293 313 450 547 602 841[ 3000] 182186 91 218 22 43 55 328 50 472 554 64 886 958 183097 131 53[ 1500] 99 247[ 300] 68 472 94 699 708 951 181032 137[ 3000) 95 289 352 517 640 779 829 936 185056 238 54 357[ 300] 72[ 300] 590 93 603 81 724 888 180031 43 59 81 129 313 473 620 749 187067 326 651 188122 31 265 650. 742 51 189022 198 422 878[ 500] 190027 118 227 540 616 47 60 748 81 957 191049 192272 428 83 520 [ 1500] 55 110 896 442 74 814 909 [ 600] 81 47[ 800] 729[ 500] 78 895 193471 514 688[ 300] 755 829 987 194001 184 514 891 945 195097 116 31 196110 21 57 249 448 63 707 845 295 311 33 614 52 984 197240 593 198008 36[ 300] 206 85 96 503 43 691 707 810 948[ 300] 199057 130 71 304 95 440 557 58 858 200000 140 258 79 87 337 463 586 796 864 201212 28 48 813 608 879 933 202353 95 455 582[ 500] 92 [ 3000] 203329 49 465 76 616 773 204308 500 96[ 800] 624 989[ 500] 205082 89 240 95 423[ 500) 698 749 806 40 974 206007 15 169[ 500] 823 908 207225 57 75 391 581 607[ 300] 706 936 208267 93( 300) 348 512 706 10 [ 1500] 34 209188 211 48 382 567 737 70 98 210006 158 61 528 693 986 211081 142 224[ 8000] 328 46 521 96 212050 135 278 377 95 459 634 82 888 956 213031 36[ 300] 211 55[ 500] 83 352[ 1500] 591 616 47 60 717 93 869 906 35 214050 705 86[ 500] 890[ 300] 94 972 215175 203[ 5000] 359 409 31 58 529 55 99 620 48 742 70 803 7 95 216039 69 80 228[ 1500] 96 351 67 700 38 833 75[ 1500] 217096 272 376 794 899 984 218106 362 72 662 91 826 98 219021 54 136 95 277 652 790 [ 15000] 804 18 220130[ 3000] 419 95 663 885 980 221004 116 84 445 86 90 961 222070 139 455 59 563 77 1500] 761 223117 25 220 392 428 565 606 725[ 1500] 38 888 929 51[ 300] 224256 333 445 653 225204 439 73 566 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 300 000 m., 1 zu 200 000 Mt., 1 zu 100 000 t., 1 zu 75000 Mt., 3 su 30000 Mt., 1 au 15 000 M., 18 at 10 000 tt., 27 zu 5000 M 404 au 3000 mt., 438 zu 1500 wt., 499 zu 500 Mt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin Br. 107. 15. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. = 8-9 Uhr geöffnet. Sonntag, 8. Mai 1898. Die Bauarbeiter hielten am Mittwoch in Feuerstein's Saal Schriftsteller Richard Calwer; Freitags: Natur- Ertenntniß Versammlungen. eine gut besuchte öffentliche Bersammlung ab, in der die weiteren( Entwickelung der Idee über Entstehung und Busammensetzung des Die Bibliothet ist jeden Vorbereitungen zur Durchführung der aufgestellten Lohnforderungen Weltgebäudes) Dr. B. Borchardt. Eine öffentliche Schneider- und Schneiderinnen- Verfamm- berathen wurden. Nach längerer Diskussion beschloß die Verſamm- Montag, Mittwoch und Freitag( außer an Feiertagen) abends von Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kursus( 10 Abende) Inng tagte am Montag, den 25. April in den„ Arminhallen". lung, ein ständiges Bureau einzurichten und die daselbst beschäftigte 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in Wagner hielt einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über: Person mit 6 M. pro Tag zu entschädigen. Außerdem wurde die folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Neul, Barnimftr. 42; Die Gewerkschaften und die kommenden Reichstagswahlen". Nach Kommission ermächtigt, im Bedarfsfalle noch einen zweiten Kollegen Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntags: dem Vortrage wurden einige Ergänzungs- und Neuwahlen vor- gegen Entschädigung zu beschäftigen. Das Bureau befindet sich Versammlungen. Vorsitzender: Hugo Warschawski, N., Brunnenstr. 193. genommen. In die Fünferkommission wählte die Versammlung den bei Stabernad, Inselstr. 10, 2 Tr., Telephon Amt VII Nr. 1677. Saffirer: H. Königs, S., Dieffenbachstr. 30. Kollegen Stubbe, als Delegirte in die Gewerkschaftskommission Bei allen vorkommenden Differenzen soll, bevor die Arbeitseinstellung Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Borsigender: die Kollegen Schulz, Stubbe und Frau Reimann. Als erfolgt, der Kommission Mittheilung von den Verhältnissen gemacht Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinkalender find Vertrauensmann wurde Kollege Stubbe gewählt. und event. hinzugezogen werden. Bei Arbeitseinstellungen soll eine zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Montag, abds. 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Deutscher Holzarbeiter Verband. Die Bürsten und strenge Kontrolle stattfinden. Zur Unterstützung der Ausständigen Bufunft I", Steglig, Ahornstr. 10." Harmonie II", Restaur. Feind, Pinselmacher beschäftigten sich am 26. April in einer Branchen- follen von den Akkordarbeitern 1 M. und von den Lohnarbeitern 50 Pf. Weinstr. 11. Tonblüthe", Häusler, Oppelnerstr. 19." Liedesfreiheit II", Versammlung mit der Werkstatt von Stauder, Engelufer 17. pro Woche erhoben werden. Die Kommission wurde beauftragt, Strausberg, Magnus, Wilhelmstraße." Freya II"( gem. Chor), Wulle, Von 16 dort arbeitenden Bürstenmachern und Hilfsarbeitern sind das bei den Maurern übliche Sammelsystem anzuwenden und im Urbanstr. 51. Apollo", Charlottenburg, Müller, Krummestr. 33. Felsenburg", Scheerbe, Blumendrei organisirt. Diese drei Kollegen hatten sich erdreistet, ihre übrigen in derselben Weise wie diese die Einrichtungen zu gestalten. Solidarität", Miehlte, Schüßenstr. 29. Rirdorfer Liederkranz", Rirdorf, Maresch, Biethenstr. 77. Werkstatt Kontrollkommission von den dort herrschenden Miß- An Unterstützungen sollen 2 M. täglich und für jedes Kind pro straße 38. Aus dem hierauf ge- Simeonftr. 23. Ginigkeit III", Reinickendorf, Balzer, Berlinerstr. 17. Süd- West", Flick, ständen in Kenntniß zu seßen. Die Folge war Die Folge war ihre Ent- Woche 1 M. extra ausbezahlt werden. Berliner Damenchor Harmonie", Drescher, Linten Tajfung. In der sehr lebhaften Diskussion waren sich alle gebenen Bericht war zu entnehmen, daß bereits einige Arbeitsstraße 218. Rütli", Friedenau, Handjerystr. 64." Eichenfranz II", Redner darin einig, daß diese Mißstände dringend der Abhilfe be- niederlegungen stattgefunden haben, die theilweise mit Erfolg beendet snoblich, Soldinerstr. 36. Septime", Staligerstr. 142.- Borwärts III", dürfen. Besonders wurde das Verhalten des Werkführers scharf wurden. Bemängelt wurde, daß auf einzelnen Bauten die Maurer Lichtenberg- Friedrichsfelde, Schulz, Prinzen- Allee 6.- ,, Concordia", Restau kritisirt, der früher in der Arbeiterbewegung thätig, heute seinen den Bauarbeitern gegenüber unsolidarisch handeln, und ferner, daß frant Willibald- Alexisstr. 10. Arbeiter Rat.herbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Kollegen entgegenarbeitet. Im Interesse der Kollegen liegt es mun, die Lohnkommission der Maurer gegen die Arbeitsniederlegung ihrer fich dem Verbande anzuschließen, da eine starke Organisation nur im Kollegen, die den Bauarbeitern dadurch zur Durchführung ihrer im Vereinskalender fi: id zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstande ist, die wenigen Nechte des Arbeiters zu schützen und für sie Forderungen verhelfen wollen, Einspruch erhoben hat. Von einem Straße 80, 2. Hof. Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und AufMerifaner", G. Seifert, Elbingerstr. 15. einzutreten. Zum Schluß machte der Vorsitzende auf die in nächster Redner wurde gewünscht, daß die Arbeitseinstellungen vor der all- nahme neuer Mitglieder: Abguß II", Zimmermann, Marfiliusstr. 8." Freundschaft Vorwärts", Zeit stattfindenden Wahlen zum Gesellenausschuß aufmerksam und gemeinen Lohnbewegung unterbleiben sollen, um eine Zersplitterung Sydow, Weißenburgerstr. 47. Blaue Schleife", Boden, Oppelnerstr. 13.. Ser Kräfte zu ersuchte um rege Betheiligung. vermeiden, wurde andererseits aber diese Berolina", Klann, Buttmannstr. 2." Fidele Kolonisten", Klinge, Tattit gut geheißen und das Vorgehen in dieser Weise Koloniestr. 137. Eintracht", Brzongfa, Weidenweg 43. empfohlen. Einer herben Kritik wurde das Verhalten der Puzer Gesang, Turu- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaterverein bearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arben Buperträgern gegenüber unterzogen und unter anderem beDramatischer Klub„ Liebesglück", Cremmener beiter hielt am 2. Mai ihre regelmäßige Versammlung ab. Genosse hauptet, daß die Buyer für die Träger einen Stundenlohn von Theaterv. Millarg referirte unter Beifall der Anwesenden über Arbeits- 70 Pf. den Unternehmern in Anrechnung bringen, sie aber als Vorwärts", Jonas, Gr. Frankfurterstr. 42. Theaterv.„ Schiller", Garbriel, vertrag und andere Arbeitsbedingungen". Hierauf wird Piehl als Zwischen- Unternehmer denselben nur einen Stundenlohn von 40 bis Wildcnowstr. 5. Theaterv. Alpenrose", Eisenbahnstr. 44.- Geselliger Klub 1. Vorsitzender und Chilewski in die Arbeitsnachweis- Kommiffion 50 und höchstens 60 Pf. auszahlen. Nach dieser Debatte beauftragte Theaterv." Weiße Rose", Reichenbergerstr. 19. Bergnügungsv.„ Bavaria", Neptun", Noßftr. 3. Theaterv.„ Amorella", Brizerstr. 19. Montag: gewählt. die Versammlung die Lohnkommission, die Pußerträger zu ver- Schulz, Dunckerstr. 90. Rauchfl. Portoriko", Bülowstr. 46. anlaffen, daß diese überall dort, wo bis zum Montag nach den Tyrol", Waldemarstr. 13. 1. Juni der Lohn nach dem aufgestellten Tarif nicht bezahlt:: 5, die Arbeit niederlegen. Die Filiale Berlin des Verbandes der in Holz" Der Verband aller im Handel und Transport beschäftigten Hilfearbeiter Berlins hielt am 3. Mai seine regelmäßige Mitglieder- Versammlung ab. Ingenieur Grempe sprach über RiesenFernrohr- Bauten. Sodann beschloß die Versammlung, bis zur erfolgten Reichstagswahl keine Verbandsversammlungen zu veranstalten, und wurde jedem Mitgliede ans Herz gelegt, seine ganze Kraft der Agitation zur Reichstagswahl zu widmen. Generalversammlung ab. Nixdorf. Die Bauarbeiter hielten am 17. April ihre Dann erfolgte die Abrechnang bom 1. Quartal. Dieselbe ergab folgendes Resultat: Einnahme 234,64 M., Ausgabe 164,45 M., verbleibt somit ein Kaffenbestand von 73,19 M. Die öffentliche Versammlung der Glasarbeiter, welche am Außerdem weist die Kranzbüchse einen Kassenbestand von 54 M. cuf. 6. d. M. im Englischen Garten, Meganderstr. 27c, stattfand, be- Die Klasse und Bücher sind von den Revisoren geprüft und in bester schäftigte sich mit dem Ausstand der Buchstabenschleifer der Ordnung befunden worden und wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Firma Koch u. Bein, Ritterstr. 49. Es wurde betont, daß die Lage Nachdem erfolgte Besprechung über das im Juli stattfindende Stiffür die Ausständigen eine allgemein günstige sei, da sich bis jetzt tungsfest; zu diesem Zweck wurde ein Vergnügungskomitee von sieben noch nicht ein einziger Streitbrecher gefunden hat und es ist auch Mitgliedern gewählt und sind in dieses die Herren Hülse beck, dant unserer Organisation garnicht zu erwarten, daß sich einer Schilling, Braunisch, Ball, Heidemann II, Menzel finden wird. Es seien zwar Elemente hinter den Koulissen thätig, und Kiro gewählt. Außerdem wurde zum 2. Kassirer Harnisch welche aus purem Egoismus deshalb einen Erfolg verhindern gewählt. Nachdem noch einige Verbandsangelegenheiten ihre Ermöchten, um aus dem Vorfall Nußen zu ziehen. Auch wurde noch ledigung gefunden, erfolgte Schluß der Versammlung. erwähnt, daß Herr Koch die Liebenswürdigkeit hatte, schwarze Listen an hiesige Arbeitgeber zu senden; Erfolg werde er auch damit nicht haben. Dies werde nur dazu beitragen, das Solidaritätsgefühl der Kollegen noch mehr zu befestigen und den Sieg herbeiführen. Bellealliancestr. 1SW. C. Crescendo", Linienſtr. 73. fraße 1 Cergnügungsv. Jugwelde", Schulz, Dunderstr. 90. " Bitherv. Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turnv.„ Fichte", Lichtenberg, Asche, Weißenseeer Weg; jeden Sonntab von 3 Uhr an volksthümliches Turnen. Mentag: Turnv. Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr, 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen- Abth., Ackerstr. 67. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratke, Schulstr. 24. Montag:„ Neptun", Kommandantenstr. 7-9, abds. 72 Uhr, Uchungsstunde. " Lese- und D: 3futirklubs. Polnisch. Diskutirkt. Jaroslaw Dom both in Riderf", Breßler, Biethenſtr. 60 tagt feden Sonntag Hac für den Stadtbez. 175", Buchmann, Gubenerstr. 12a, Bers. jeden 2. und dem 15., nacym. 5 Uhr. Montag: Sozialdemokr. Rese: und Disfutirkt. 4. Morag im Monat, abds. 8 Uhr.„ Leopold Jakoby", Zippfe, Markusstr 14 ( Eingang Giner eg), jeden Montag nach dem 1. u. 15. im Monat. Nordtante", Bole. Wiesenstr. 27. Reimer", Seidel, Gerichtstr. 19. " Johann Jacoby", Lieske, Schwedterftr. 33. Leudsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, nachmittags: in Treptow. 3hr, Zusammenkunft in Joël's Vittoria- Garten, Alte köpnicker Landstraße Allgemeine Familien- Sterbekaffe. Heute Zahltag: Ackerstr. 123 bei Arbeiter Bildungsschule. Jufelstr. 10, v. 2 Tr. Unterrichts surje: Montags: National Detonomie( Grundbegriffe der Berliner Kraufen Unterstützungs- und Begräbniß: Verein für Nationalökonomie) Dr. Conrad Schmidt; Mittwochs: Rede: Frauen und Mädchen.( Gegr. 1892.) Heute Abend 7 Uhr in den Armin Uebung( Referate und Diskussion über gewerkschaftliche Fragen) Hallen, Kommandantenstr. 20, Borstandssitzung. Dicke. Hamburger Engros- Lager a.Janderf& Co. Spittelmarkt 16-17. Kleidernessel, crême prima Qualität.6. Meter 38. 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