Mr229. Erscheinsglich ußer Montags. Abonnets- Beis für Berlin: Bierteljich 3,3 Mart, monats Itch 1,10 rt, wohentlich 28 Pfg. frei in'sus. Gizelne Nummer 5 Pfg. nntags Nummer mit bem ,, Stags att" 10 Bfg. Post- Ablement 3,30 Mart pro Quartal Inter Reuzband: Für Deutschleu.Destereich- Ungarn 2 Mart, das urige Ausland 3 Mart Monat Eingetragen in der Bettugs- Preisliste unterstr. 6469. für Int. Instituut Soc. Geschiedenis Amsterdam Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redakon: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Donnerstag, den 1. Oktober 1891. Mit 1. Otober eröffnen wir ein neues Abonnement werden. auf den Vorwärts" Beeliner Volksblaff. Expedition: Benth- Straße 3. Die Geschichte des Sozialistengesetzes seines schmach- und in der Presse gesagt worden ist. Dort blinde vollen Lebens und seines schmachvollen Todes ist den Ge- Leidenschaft, engherzigste Beschränktheit, absolute Unfähignossen im Gedächtniß hier die kühlste sie braucht nicht aufgefrischt zu feit, die Sachlage klar zu überschauen Beurtheilung der Menschen und Dinge, jedes Wort durch Als wir es vor einem Jahre verscharrten, da die folgenden Ereignisse bestätigt. Wir verweisen namentwußten wir, daß der Kampf für uns nicht aufgehört, lich auf die Reichstags- Verhandlungen aus jener Zeit und daß er nur eine neue Form angenommen hatte und auf die Ansprachen und Rechenschaftsberichte, welche unsere daß unter neuen Formen der alte Kurs fortdauerte. Reichstags- Fraktion unter der Herrschaft des SozialistenWir haben uns nicht getäuscht und heute am 1. Of gesetzes veröffentlicht hat. Eins dieser Schriftstücke legen tober 1891 können wir Wort für Wort wiederholen, wir heute im Auszug unsern Lesern vor: den ersten Der beorstehende Parteitag in Erfurt mit seiner wichtigen was wir vor einem Jahr, am 1. Oktober 1890, ge- Rechenschaftsbericht der Fraktion. Tagesordnug macht es jedem zielbewußten Arbeiter zur dringenden Pflicht, sich genau und so schnell wie möglich über die Berhand- schrieben haben. Und was nun? Beginnt ein neuer Abschnitt lungen zu formiren. Wir haben Vorkehrungen getroffen, die„ Wenn auch so sagten wir damals am Schluß unserer Bewegung? Werden wunderbare Ueberraschungen Genossen alrorts so schnell und ausführlich wie möglich über unseres Leitartikels wenn auch der 1. Oktober für geplant? Wird die Partei plötzlich ein neues Geficht Alles zu unterrichten, was für die Allgemeinheit wissenswerth ist. unsere Feinde ein Tag schmachvoller Niederlage, für uns zeigen, eine andere Gestalt annehmen? Kindische Fragen! täglich über die Verhandlungen referiren. Die Berichterstattung ein glänzender Siegestag ist, so sind wir doch weit davon Die Feinde können beruhigt sein. Unsere Taftit entfernt, uns lärmendem Jubel zu ergeben. Der Sieg wird im Wesentlichen dieselbe bleiben. Sie hat war uns von vornherein sicher, und schon am Tage, wo uns unsere Siege gebracht, und wird uns weitere Siege das Sozialistengesetz zuerst vor den Reichstag kam, wußten bringen bis zum endgiltigen Sieg. Unsere Feinde sind wir, daß die Urheber des Sozialistengesetzes ihren Lohn dieselben und das Sozialistengeset hört nur der Form finden würden. Lärmender Siegesjubel ziemt nicht dem nach auf. ist bewährte Händen anvertraut. Der Bengspreis des Vovärts" Berliner Volksblatt mit dem Sonntagsblatt als Gratisbeilage beträgt 1 Mark 10 Pfennige monatlich frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. ww Für auferhalb nehmen fämmtliche Postanstalten Abonnements 3,30 h. für das Quartal entgegen. Wir ersuchen unsere Postabonnenten höflichst, das Abonnement rechtzeitig aufzugeben, damit die regelmäßige Zustellung des Blattes feine Unterbrechung erleidet. Di Redaktion und Expedition des „ Vorwirts" Berliner Volksblatt. Starken. In stolzer, ruhiger Ueberlegenheit schaut die Der Kampf gegen uns wird im Wesentlichen mit den fiegreiche Sozialdemokratie auf ihre Feinde herab, die gleichen Waffen und Mitteln fortgesetzt werden wie bisher. ein Bild des Jammers voll zittern und Zagen dem Wir werden nach Möglichkeit Alles vermeiden, was der heutigen Tage entgegengesehen haben und mit Grauen in Feind wünscht, daß wir thun sollen. Und wir werden nach die Stunft veten. Die Sayrectbilder, die ihnen vorlog.teit alles tyun, was' ver into windy, w schweben, sind das verrätherische Erzeugniß des bösen Gericht thun sollen. Das Lob und der Tadel des Feindes wissens und der Unwissenheit. sind dem erfahrenen Kämpfer eine vortreffliche Richtschnur Und wo ist der geistige Kampf", den sie uns an- des Handelns. gekündigt haben? Sie zetern nach der Polizei, nach dem Wir sind auf Alles vorbereitet. Kein Schachzug des Staatsanwalt, nach der Ultima ratio der Kanonen dem Feindes wird uns verblüffen; für jeden Zug haben wir ,, letzten Grund" aller Derer, die keine Vernunftgründe einen Gegenzug, und wir werden die Partie spielen, bis haben. Das sind ihre geistigen Waffen. Andere haben der Feind matt gefeßt iſt. Daß die Sozialdemokratie die alte geblieben Die Sozialdemokratie dagegen hat den höchsten ist, das brauchen wir nicht zu betheuern. Wir sind was wir waren, und werden Buh erffen Oktober. Triumph zu verzeichnen, der einer unterdrückten Partei erwachsen kann sie hat ihre Unterdrücker geistig sein was wir sind. Es giebt nur eine SozialEin ahr ist es heute, daß der Kadaver des erobert sie hat ihnen die Anerkennung abgezwungen, demokratie: die eine untheilbare SozialSozialistengezes in die Erde verscharrt worden ist. daß ihre Forderungen berechtigt sind. Die Nothwendigkeit demokratie, welche die Ursachen der sozialen Berleugnet on seinen Urhebern, Anbetern und Kreaturen, des nationalen und internationalen Arbeiterschutzes, die Schäden beseitigen will, und alle übrigen Parteien, weil beladen mihen Flüchen und Verwünschungen seiner Tau- Nothwendigkeit, der Ausbeutung des Arbeiters zu steuern diese aus Sonderinteresse jene Ursachen er halten wollen, sende von fern, hat es das Ende gefunden, welches es und dem Arbeiter die Gleichberechtigung zuzugestehen, hat naturgemäß zu Feinden hat. verdiente achtung flammert sie nicht. und an die Schandsäule, welche die Ver- amtlich proklamirt werden müssen- und das Alles sind Der 20. Februar hat gezeigt, daß unsere Partei, Welt auf seinem Grabe errichtet hat, Forderungen, die einzig von der Sozialdemokratie ver- dank ihrer Taktik und dank ihrem Programm die stärkste nur ein Trauernder: der Mann, welcher fochten wurden, und um derentwillen sie geächtet ward.- Partei in Deutschland geworden ist. Die vergrößerte Macht dem Sozialngesetz seiner Namen gegeben hat und dessen Wer die ganze Größe des Sieges ermessen will, den legt uns größere Pflichten auf; und wir sind uns dessen Name mit Sozialistengset unauflöslich verbunden ist wir über unsere Feinde davongetragen, der verseze sich bewußt. Politiker, er feinen Bankerott durch das in das Jahr 1878 zurück und lese, was damals, als das unheil- Der 1. Oktober wird also weder die Hoffnungen noch Sozialisten hatte abwinden wollen, und nun selber volle, heute von den eigenen Vätern verleugnete Sozialisten- die Befürchtungen unserer Feinde verwirklichen. Feft und das Schick seines Sozalitengesetzes theilt und auch gesetz auf der Tagesordnung stand, von unseren Feinden, sicher werden wir nach wie vor unserem Ziel zuschreiten, dessen Groheilen wird. und was von unseren Vertretern im Reichstag und der Welt den Beweis liefern, daß die deutsche Sozialder banker Nachbruck ve Feuilleton. e.J Seine Es ist ein Er keht zurück! nalroman vo Jean Meroz. [ 80 wort war tus hochfahrend aber energisch. hen spät um an die Arbeit zu gehen, aber| Königthum die letzte Hoffnung setzte, die Entwicklung be- drängten zu Gunsten des Grafen von Paris abzudanken. schleunigen. Der Herzog von Nemours war Einer von Denen, welche ihn mit der größten Energie und Hartnäckigkeit bestürmten. Die Königin stand unbeweglich und unwillig da. Das neue Ministerium hatte sich gebildet. Die Herren Odilon Barrot und Thiers hatten die Gefahr gesehen, welche durch die Maßregeln des alten Marschalls heraufbeschworen wurde; sie wollten um jeden Preis den Kampf bis zum letzten Augenblick vermeiden, sie waren ent schlossen, energisch vorzugehen, wenn der Kampf sie nicht dadurch gefährden sollte, daß er mit einem Siege der Aufständischen endigte. Sie war dagegen, daß der König diese Handlung beging, welche ihr als ein Zeichen der Schwäche erschien. Sie hegte darum den bittersten Haß wider alle Diejenigen, welche dem Könige solche Rathschläge gaben. Sie wollte, daß ihr Gemahl zu Pferde steige, fich an die Spitze seiner Truppen stelle und gegen die Insurgenten rücke, um sie zu vernichten. " Sie widersetzten sich also der Ausführung des BugeaudDer alte König schwankte. Schon schrieb er auf ein Ausnahme geschlagen den und werde morgen keine schen Planes und ersuchten ihn, die Soldaten auf die Tuilerien hen. Wenn mir erlaubt zu kartätschen, zurückzuziehen und der Nationalgarde die Wiederherstellung großes Blatt Papier die ersten Zeilen der Abdankungsdas Gesetzließen, abe es wird auch morgen Abend der Ordnung zu überlassen. formel, als sich geräuschvoll die Pforte öffnete und der eich sein und ie Aufständischen ihren DentIn den Straßen waren Anschläge angeheftet worden, Marschall Bugeaud, eine Beute der lebhaftesten Aufregung, zettel abben haben. welche die Bildung des neuen Ministeriums meldeten, aber eintrat. Er t feine Zeit lebrigens hatte er einen sie waren überall zerriffen oder fortgenommen worden. Der Ohne die Umgebung des Königs zu beachten, wandte er institut gegen die zile im Besonderen und gegen Name Thiers allein rief eine unerhörte Grbitterung hervor sich gegen ihn und rief: instinktive e im Allgemen und der Schwätzer Odilon Barrot, welcher zu der Menge Unterzeichnen Sie nicht, Majestät, unterzeichnen Sie En och ganz( fr s er schon die Truppen in den Straßen zu sprechen versucht hatte, war von Hohn- nicht!" besichtigte. been ben fand sie Der König schob das vor ihm liegende Blatt zurück muhigt und ermüdet; sie rufen empfangen worden, vor welchen er kläglich das Hasene innen ließen and Boden Svelge mit großer Rohheit Barrikaden aufwerfen panier ergriffen hatte, ganz erstaunt über seinen Mißerfolg. und fiel in seine Rathlosigkeit zurück. Seine Bestürzung Seinerseits hatte Louis Philipp in dem Hofe des Palastes und sein Schwanken wurde noch durch die verschiedenen abhandelten, palgarden, atten teine Lebensmittel einige Bataillone Nationalgarde besichtigt, aber er hatte sich weichenden und sich widersprechenden Meinungen vermehrt. und faſt pantion. Iber der passive Gehorsam bald wieder zurückziehen müſſen. brängen. Die einen sagten, man fönne noch eine letzte Anstrengung wirkte. Dunition, uds seine befehlshaberischen Sein Erscheinen war mit Rufen:„ Es lebe die Reform, machen, alle Truppen, über die man noch verfüge, zusammenWorte rütbeinen Bug erereitete as Heer au nah nicht begonnen hatte, ſchüchterne und vereinzelte Rufes lebe batten einige faffen und aufs Neue den Kampf beginnen, indem man daber und vereinzelte Rufe„ Es lebe der König!" bei bie Tuilerien als Stützpunkt für das militärische Boru behandeln, wie er die Bestürzt weilte der König in seinem Arbeitszimmer, in Tie andern behaupteten, es sei nothwendig, Maßregeln nahmen, feinen ausgene, militärischen Maß- erstickt. Beduinen, die Fran der, auf welchen das Beschlag genommen von seinen Vertrauten, welche ihn jetzt zur Rettung des Königthums zu treffen. und die igele gehen demokratie in der Schule des Sozialistengesetzes viel gelernt und nichts vergessen hat. der alte Verband zu seinen Mitgliedern Bekenner fast aller| fallenden Bauern stand, das scheint der Reich 3politischen Parteien, nachdem der christlich- patriotische Anzeiger" nicht zu wissen oder nicht für ungehörig zu so elendiglich in die Brüche gegangen ist." finden, denn nicht blos hat er dafür kein 28ort des Tadels, Was uns groß gemacht: der Opfermuth, das Solidaritätsgefühl, die Unterordnung des IndiviUeber die Veranlassung zu der entsetzlichen That gehen sondern Wortlaut und Gegenüberstellung zu Buer rufen duums unter die Sache- das gehört zum fest, daß auch von einem Ueberfall im Dunkel der Nacht Kampfes die Billigung des Reichs- Anzeigers" fitbet. Wir die Meinungen noch auseinander; das Eine steht aber schon geradezu den Eindruck hervor, daß diese Art politischen Wesen unserer Partei und bleibt ihr im ausgedehntesten nicht die Rede sein kann. Die Gelsenk. Arb.- 3tg." erfährt müssen gestehen, so begreiflia, wir dies bei der KreuzMaße erhalten. Jeder Sozialdemokrat, der den Ehren- darüber folgendes: namen verdient, lebt in der Partei, ist ein Stück der Beitung" finden, die ja auch sonst auf dem Standpunkt des Partei, ist entschlossen, seine beste Kraft der Partei zu ,, Vor der entsetzlichen That trafen die Bergleute mit Faustrechtes steht, im allerdings sogen nicht amtlichen widmen. Ellinghaus und Halbeisen in einer Wirthschaft zusammen und Theile des amtlichen Reichs Anzeigers" sollen sich Letztere den Bergleuten gegenüber un einer solchen Auffassung zu begegnen, war doch mehr, als gebührlich benommen haben, so daß sich der Wirth wir erwartet haben, und wir glauben sogar unser Erstaunen veranlaßt fah, die Beiden aufzufordern, sein hierüber werde auch noch von anderen Kreisen getheilt. Lokal zu verlassen. Die Hinausgewiesenen sollen die Bergleute namentlich durch die Worte Sozialdemokraten und Ueber die Mordthat in Buer schreibt bann der ReichsPollacken in Aufregung versetzt haben und hat Nick schon hier Anzeiger" weiter: dem Halbeisen eine Ohrfeige verabreicht. Es wird behauptet, es handle sich bei der ganzen Sachlage um einen Ueberfall. Auch diese Annahme ist falsch. Der Weg der Uebelthäter führte in der Richtung nach der Wohnung der Erstochenen und Verletzten und trafen beide Parteien zufällig zusammen. Bemerttseischließlich noch, daß beide Parteien start angetrunken waren." Und so gehen wir getrost den Aufgaben und Kämpfen entgegen, die unserer harren. Unsere Aufgaben werden wir erfüllen, und jeder Kampf wird ein Sieg sein. er= Die deutsche Sozialdemokratie wartet, daß jeder Genosse seine Pflicht thut. Politische Leberlicht. Berlin, den 30. September. " Leider entspricht nun aber jener Bericht der Buerer " Volkszeitung" in den Hauptzügen der Wahrheit. Der Haß gegen den Kriegerverein stammt daher, daß er unter seinen Mitgliedern eine Reihe patriotisch gesinnter Bergleute zählt, die sich dem sozialdemokratischen Allgemeinen Bergerbeiter- Verbande fernhalten. Auf dem Heimwege von dem Feste war ein Kriegervereinsmitglied in ein von Sozialdemokraten besuchtes Lokal eingetreten und hatte dort in an getrunkenem Nun dürfen wir freilich nach alten Erfahrungen nicht Zustande abfällige Bemerkungen über die Sozialdemokratie geUeber die Mordthat in Buer ist es augenblicklich in widerruft. erwarten, daß die gegnerische Presse ihre ersten Darstellungen Die ultramontane Kölnische Volks- Zeitung" macht. Man warf ihn dafür unter Mishandlungen hinaus. der gegnerischen Presse recht stille geworden, was gewiß sehr hat beispielsweise Zwei Sozialdemokraten folgten ihm auf dem weiteren Wege, alle auffällig erscheinen muß, wenn man sich vergegenwärtigt, mit Kölnischen Zeitung" nachgedruckt, einmal zwar auch die infamen Berichte der brachten ihm Hut und Rock nach und schlossen sich dann, welch' hißigem Eifer fast die gesammte liberale und ultra- den Vorbehalt daran geknüpft: Trotz der vorstehenden nachdem die inzwischen hinzugekommenen vier Kriegervereins. montane Presse, unter eifriger Assistenz der„ Kreuz- Zeitung" bestimmten Angaben wird noch weitere Aufklärung zu er mitglieder den Angetrunkenen in ihre Mitte genommen hatten, einem Trupp von fünf Genossen an. Die fünf Kriegervereinsund konservativer Blätter, beslissen war, diesen Wiesserereß warten sein, insbesondere darüber, inwieweit die mitglieder, die sich noch nach einer Wirthschaft begeben wollten, an die Rock schöße der Sozialdemokratie zu sozialdemokratische Parteistellung der Meuchler wurden darauf an einer besonders dunklen Stelle von den hängen. Man begreift freilich dieses verlegene Schweigen dabei in Betracht kommt," aber bis jetzt hat sie sich natürfieben Sozialdemokraten überfallen und in eine jeder Benach der Fluth der sittlichen Entrüstung, mit welcher zuerst lich noch nicht bemüßigt gefühlt, zuzugestehen, daß von schreibung spottenden Weise mit Dolchen und langen Messern diese Nachricht der sozialdemokratischen Mordthat" des sozialdemokratischer zugerichtet. Die Köpfe der auf dem Plate gebliebenen beiden Langen und Breiten registrirt worden war. Je mehr näm- nicht die Rede sein kann, sondern daß, wenn man von Parteistellung überhaupt Leichen waren durch Stiche und Schnitte bis zur Unkenntlichkeit lich Licht in diese Angelegenheit kommt, desto mehr tritt die Parteistellung reden wollte, von Nick eben blos die ausentstellt. Die Art der Waffen und die Art des Ueberfalles Schamlosigkeit zu Tage, welche dazu gehörte, dieses Vor- gesprochen ultramontan agitatorische Parteisprechen dafür, daß es auf tödtliche Verletzungen abgesehen tommniß unserer Partei aufladen zu wollen. war. Auch hatte der Rädelsführer schon früher Heußerungen Die ftellung zu konstatiren wäre. Wir sind nicht so geschmackgethan, welche darauf schließen ließen, daß an den Krieger" Gelsenkirchener Arbeiter Beitung" erhält aus Buer von los, aus diesem Umstand die ultramontane Partei für die vereinsmitgliedern wegen ihrer, den Sozialdemokraten abwohlunterrichteter Seite folgende Darstellung: Mordthat verantwortlich machen zu wollen, aber zu viel geneigten Haltung eine blutige Rache geübt nerden sollte. Die Niedermetzelung wird Seitens der gesammten gegne- verlangt wäre es von den Herren Ultramontanen wohl Die mit dem Leben Davongekommenen verdanken ihre Rettung rischen Presse ohne Weiteres auf das Konto der Sozial- auch nicht, daß sie unter solchen Umständen wenigstens dem Dazwischentreten einiger Bürger von Buer. Die Ver demokraten gesetzt. Hier liegt indessen eine ganz plumpe darauf verzichten sollten, diese Mordthat auf das Konto hafteten sind sämmtlich Sozialdemokraten." Fälschung vor. Die nunmehr in Haft genommenen Uebelthäter, der Sozialdemokratie zu setzen. Von den Befürwortern der Quelle an, so daß man es hier anscheinend mit einer offiDer Reichs- Anzeiger" giebt für seine Schilderung keine Darunter der in erster Linie am meisten genannte Berg Eislebener und Spengener Brutalitäten, der Kölnischen ziöfen Darstellung zu thun hat. So lange er" Reichsmann Nid, hatten mit der Sozialdemokratie in feiner und Kreuz- Zeitung", fann man eine Richtigstellung erst Anzeiger" nicht Beweise für seine Behauptung, daß die Weise etwas zu thun. Insbesondere haben die Ultramontanen alle Ursache, in Fälschungen und Verdrehungen recht nicht erwarten; zum Glück ist sie in diesem Falle auch Uebelthäter Sozialdemokraten sind, anzugeben in der Lage zu machen; wiffen sie doch, daß gerade der am meisten gar nicht mehr nöthig. Das nichtswürdige Manöver, der ist, nehmen wir uns die Freiheit, fie unter Berufung auf belastete Mick an ihren Rocksch ößen an ihren Rock schößen hängt. Sozialdemokratie die Verantwortung für eine Mordthat obige Notiz der Gelsenkirchener Arbeiter Beitung" als Die Ultramontanen scheinen sehr vergeßlich zu sein, des- aufzubürden, blos weil Mitglieder einer Arbeiterorgani- tendenziöse unwahrheit zurückzuweisen. halb wollen wir ihrem schwachen Gedächtniß ein wenig zu sation dabei be theiligt sind, ist heute schon gerichtet. Hilfe kommen. Nick ist, was jedes Kind in Buer weiß, MitAber selbst wenn die Uebelthäter in Bethätigung ihrer begründer des sogen. christlich patriotischen Verbandes, welcher den Zweck hatte, den alten Verband Anzeiger" von dieser Angelegenheit Notiz nimmt und Anschauungen getheilt hätten, was durchaus nicht der Fall Interessant ist, wie heute Abend auch der„ Reich 3- politischen Rechte mit den Sozialdemokraten gesammt, deren zu sprengen, ein Unternehmen, welches allerdings kläglich scheiterte. An der Spize des christlich- patrioti- zwar nach dem Wortlaut der ersten Schauernachricht der ist, was hat die sozialdemokratische Partei deswegen mit eder fchen Werbandes, welcher auch der ultramontane Berband" Bolkszeitung" von Buer, welche den Ueberfall als, a u solchen Todtschlag- Affäre zu thun? Will der„ Reichs- Anzeiger" genannt wird, sta u d'N id. Derselbe wüthete im Verein mit einem sozialdemokratischem Klassen hasse verantwortlich machen und identifiziren? Oder für jeden etwa für jeden Unterschleif eines Beamten die Regierung Den übrigen ultramontanen Machern in lärmender Weise gegen hervorgegangen" bezeichnet. Der„ Reichs- Anzeiger" Rauf- und Todtschlags- Handel eines pommerschen Bauerndie Sozialdemokratie, insbesondere gegen den alten Verband, fährt dann fort: der nach den Versicherungen der Arbeiterfeinde und der Geistlichen aus Sozialdemokraten bestehe. Ganz besonders hervorIn seiner Nummer vom 25. September gab das offizielle konservative Partei? Oder für die katholisch- polnischen knechts, der für den konservativen Landrath stimmt, die gehoben zu werden verdient alsdann die Thatsache, daß Nick Partei- Organ Vorwärts" in Berlin die Schauernachricht" es war, welcher den bekannten utramontanen fruf der Buerer„ Volkszeitung" wieder mit der Erklärung, daß es Bergarbeiter, die in Oberschlesien vor zipei Jahren legighet, Welchem die gleute aufgefordert wurden, fich hier enfcheinlich um ein recht luppes Pittimariver slich der Strike Her Beroarbeiten an blantifor her tow dem christlich patriotischen Verbande beizutreten. Es gehört handle; die Herren Konservativen hätten gar zu ſehr ein Inter- sich hinreißen ließen, die ultramontane Partei? Und doch demnach eine ordentliche Portion Dreiftigkeit dazu, diese esse daran, für Eisleben und Spenge eine sozialdemokratische läge für diesen Fall es viel näher, diese Parteien verantLeuchte des Ultramontanismus an die Rockschöße der SozialBlutthat" zu haben. Wäre selbst der Vorfall wahr, so hätten wortlich zu machen, welche diese Arbeiterschichten nicht nur demokraten zu hängen. Daß die Ultramontanen zu diesem fie fein Recht, sittlich entrüstet zu sein, wenn wirklich einmal seit Jahrzehnten in Schule und Erziehung förmlich verallerdings bequemen, aber auch zugleich unsauberen Mittel die Gewalt in Funktion trete". In Eisleben war in einer wahrlost haben, sondern sie auch heute noch künstlich in greifen würden, war uns von vornherein klar. Versammlung eine Prügelei gegen Sozialdemokraten vor- Unwissenheit und Rohheit halten. Und wie in Oberschlesien politische Stellung der übrigen in Haft genommenen gekommen, in Spenge waren einige Sozialdemokraten von den ist es in Buer. Ohne Uebertreibung dürfen we sagen, von Uebelthäter ist uns unbekannt; es verlautet, daß sie sich nach den Bauern bedrängt und geschlagen worden, hier wie dort dem Augenblicke an, wo die Sozialdemokratie Einfluß auf dieser Richtung hin neutral verhalten haben. Festohne schwere Verlegungen." gestellt ist nur, daß sie dem alten Verbande( der neue existirt lediglich auf dem Papier) angehören. Indessen was will dieser Anzeiger" ganz in der Ordnung, wenn Sozialdemokraten Buer zu den Unmöglichkeiten. Dafür ist das Berhalten der diese Elemente gewinnt, sie zum politischen Kanpf zu organiNach dieser Darstellung findet es also der Reichs- siren vermag, gehören Vorfälle wie in Oberschlesien und Umstand befagen Man wird doch wohl nicht behaupten geprügelt"," bedrängt" und geschlagen" werden: die Sozialdemokratie in allen Gegenden Deutſchauds, wo sie wollen, alle Mitglieder des großen Verbandes feien Sozial- Harmlosigkeit hört vielleicht für den„ Reichs- Anzeiger" demokraten! Hat doch jüngst anläßlich eines, angeblich die Einfluß auf die Arbeiter hat, der schlagendste und unwiderreligiösen Gefühle der Leser tief verlegenden Artikels in der erst auf, wenn schwere Verlegungen" mit unter- legliche Beweis. Zeitung der deutschen Bergleute, welcher Widerspruch hervor- laufen. Daß in Eisleben ein geplanter Ueberfall vorlag, rief, die gesammte Kapitalistenpreffe aller Parteischattirungen der unter anderen Umständen vielleicht als LandfriedensDie " 3 " = Die Herren Mendelssohn nud Warsdauer scheinen Lambsliebe bei gliedern pulsire noch mächtig. Und in der That zählt christlich- konservativer Pastor, an der Spitze der über- auf die Auflegung derselben an der hiesigen Bese verzichtet. eben diesen Verbandsmit: hätte; daß in Spenge ein Mann in Amt und Würden, ein gefunden zu haben; wie die Tagesblätter mesen, haben sie " Da bot sich ein überaus seltsames Schauspiel dem Auge vor. Das laute Gespräch verstummte und die Stille des des Zuschauers da. Einer der Männer, welche an der Kirchhofes lagerte über dieser geängstigten Gesellschaft. Die Königin hatte ihre Gefühle geäußer provisorischen Regierung theilnehmen und die Geschäfte der Das, was die bankerotten Könige vor den ruinirten Republik leiten sollte, Cremieux war soeben eingetreten. Ganz in der Nähe hörte man das Knattern der Schüsse. Kaufleuten unterscheidet, ist, daß dieſe letzterer fich erschießen, Seine Ankunft, die Nachrichten, welche er brachte, seine sicht war ruhig, es war die Ruhe, welche die Folge stumpf- fie fortjagen wollen. Zuerst nahm der König wieder das Wort. Sein Ge- die ersteren aber andere erschießen lassen, näich die, welche Worte sollten noch um einige Augenblicke den Widerstand finniger Ergebung ist. Was ist zu thun?" und das Leben der Juli- Monarchie verlängern. Der Herzog Der König hatte begriffen; für einen von Montpensier, welcher sich mit dem anderen Sohne des ugenblick fand er seine ganze frühere Thathraft, wieder. Er Königs in dem Salon vor dem Kabinet aufhielt, trat zu fragte, ob man nicht die Thilerien vertheidig rhob sich und ihm und forschte ihn aus. Einige Glieder der Königlichen Familie waren in die fönnte. stürzen, aber die Monarchie zu erhalten u traten dem Ränke verwickelt, welche bezweckten, Lou Philipp zu Ausspruch Girardins bei. Abdanken! • Sicherheit ausgesprochen, welche den Chefredakteur der Presse Diese Worte wurden dentlich, mit der herabstimmenden Ja, Marche- Seul hatte klar gesehen, seine Ahnungen auszeichnete. Abdanken?" wiederholte der König mit trauriger hatten ihn nicht getäuscht. Die Gemäßigten, die falschen Miene. Republikaner wollten gern, aus Furcht vor den gerechten Forderungen des Volfes, versuchen, entweder das Königthum Herzogin von Orleans übertragen. „ Ja, Majestät, abdanken und die Regentschaft der zu erhalten und Minister zu werden, oder sich zu Herren Nemours ist zu unbeliebt, als daß man an ihn denken Der Herzog von der Republik zu machen. fönnte. Der verschlagene Jude rief mit dem Brustton der Ueberzeugung aus: Schnell und lakonisch waren Frage und Antwort ein-Noch ist nichts verloren. Man kann die National- erlaubt hätte. ander gefolgt, ohne daß Jemand sich eine Unterbrechung garde wieder heranziehen. Barrot wird Ministerpräsident, die Männer der Linken mit mir Minister, Thiers und der wirkten wie ebenso viele in der Nähe abgefeuerte PistolenJedermann stand bestürzt da. Die Worte Girardins schüsse. Der Herzog von Montpensier hatte soen mit harter befehlender Stimme ausgerufen: Danten Sie ab, Majestät, danken Sab! In demselben Augenblicke war die Herzog von Orleans, begleitet vom Grafen von Paris, eingetreten und hatte sich auf die Kniee geworfen, hinter ihr erschin eine große, und Nationalgarden. Marschall Gerard, der nur mit lärmende Menge, Prinzsimmen, Journalsten, Offiziere Marschall werden entfernt. Weitgehende Zugeständnisse, die man ohne Verzug macht, werden die Aufständischen beMühe Einlaß erlangt hatte, war schon nieder draußen, ruhigen. -Besser ist es, hier zu sterben! Aber man darf auch keinen Augenblick damit hatte sein Pferd bestiegen und machte fine letzte AnDie alte Königin hatte gesprochen. Ihr mageres Gesicht zögern! The mageres Gesicht strengung. Er wollte bie Abdankung velündigen und hatte sich geröthet; ihre erloschenen Augen hatten einen lebrechnete Drinnen bei Louis- Philipp wiederholte Cremieur ihm haften Glanz bekommen. darauf, da bas Gewehrfeuer aufhören dieselben Worte. Die Hoffnung schien wieder aufzuleben, und die Ordnung wieder eintreten würde. Er wollte die und der König entschloß sich, die Kabinetsordre zu unter die dazu bestimmt sind, ein Verbrechen zu begehen, ein schrieben, noch nicht unterzeichnet. Unterdssen wagte kein Es hatte den Anschein, als gehöre sie zu den Personen, Abdankung verkünden, id dabei war sie noch nicht ge= zeichnen, durch welche Odilon Barrot zum Ministerpräsidenten ganzes Volk niederzumetzeln, um die eigene Stellung oder Mensch, den Mund zu öffnen und ein Wort zu reden. und der Marschall Gerard zum Kommandanten von Paris Macht zu bewahren. und der Nationalgarde ernannt wurden. Wiederum war es der Herzog von Montensier, der den Die Verwirrung nahm zu und man wußte nicht mehr, befinden, weil die Wechselproteste sich häufen, so greifen sie legte es schweigend dem Könige vor. Doch ben hatte Herr Wenn gewisse Geschäftsleute sich dem Bankerott nahe Anfang machte. Er eriff heftig ein wees Blatt und welche Entschließung man treffen sollte, als Emil de Girardin zum Revolver und jagen sich eine Kugel durch den Kopf. eintrat, ohne sich melden zu lassen und erklärte, daß man von Piscatory ausgeruen: Majestät, is beschwöre Sie die kostbare Zeit vergeudete, und daß es gälte sich Spekulanten gewesen war, die sich auf dem Thron erhielt Namen aller französischen Familien, danke Sie nicht ab. Die Familie Orleans, welche immer eine Familie von im Namen des Lande im Namen Ihre Familie, im über einen einzuschlagenden Weg zu einigen; geschähe dies wie ein Kaufmann in seinem Geschäft, immer nur bedacht Besser, wir fämpfent leute als morgen, denn morgen nicht, so würde in einer Stunde weder ein König, noch ein ihren Geldjack zu füllen, die mit ihrer schmutzigen Habsucht Hand ergriffen und drickte se kräftig. Sie war außer sich, Königthum existiren. haben wir die Republe!" Die alte Königin hatte seine prahlte, sah den Augenblick herankommen, wo sie ihre ZivilDiese Erklärung, die unumwundenste, die bis jetzt ab- liste und ihre schnöden Börsenmanöver im Stich lassen ihre Augen funbelten Pestört und bestürzt. gegeben worden war, rief eine ungemessene Bestürzung her- mußte, und verging vor Betrübniß. ( Fortsepung folgt.) Angesichts der Stimmung des Publikums dürfte das Geschäft in der That kein besonderes geworden sein, so daß der Patriotismus der Verzichtleistung eigentlich noch das beste Geschäft war. " fungirte, durch eine demselben zu Tyen gewordene Mißhand- 4. Gleichstellung der landwirthschaftlichen Arbeiter 2c.( Bor lung herbeigeführt worden ist.( Daß der Neger törperlich ge- stands- Entwurf.) züchtigt worden ist, wurde von allen Zeugen bestätigt. Die Red.) 5. Gesetzliche Festsetzung erhöhter Armenpflege, Recht auf Vor Allem ist es auch durch den ermittelten Thatbestand nicht Armenpflege, Abschaffung der an die Unterstützung geknüpften als erwiesen zu erachten, daß Glasgow durch einen Schlag mit politischen Nachtheile. dem Kohlenhammer verletzt wurde. Die Beweisaufnahame hat 6. Sicherstellung des Koalitionsrechts. ergeben, daß Glasgow durch unberechtigte Arbeits- 7. Uebernahme der gesammten Arbeiterversicherung durch verweigerung und andauernde Widersehlich das Reich. Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Zeit teit seinen Vorgesetzten Veranlassung gab zur Anwendung der Arbeitslosigkeit und auf die Familienglieder der Arbeiter, mit von Maßregeln, um ihren Befehlen zur Aufrechterhaltung der maßgebender Mitwirkung der Arbeiter an der Verwaltung. Disziplin Gehorsam zu verschaffen. Es ist indeß nicht zu billigen, daß körperliche Büchtigungen als Strafe verhängt werden." Den Wortlaut ,, Religion ist Privatsache" wünscht der fozialdemokratische Arbeiterverein zu Southeim( Württemberg) wieder ins Programm aufgenommen zu sehen. ,, Gewährsmann und Eideshelfer der SozialSemokratie hatte die Kreuz- Zeitung" den Pastor Quistorp genannt, weil dieser in einer Broschüre eine Reihe von Thatsachen veröffentlicht hat, welche die Lüge vom patriarchalischen Verhältniß zwischen Junker und Landarbeiter rücksichtslos entlarvten, Thatsachen, die zum Theil in dem in unserem Verlage erschienenen Flugblatte 3ur Landagitation" mit zitirt wurden. Dagegen Der Spruch spricht für sich selber! läßt nun Herr Suistorp in der gestrigen Kreuz- Zeitung" eine Erklärung los, die seiner Jdeologie alle Ehre macht, Disziplinaruntersuchung ist, wie wir gestern mitischen Wahlkreis( Gießen Grünberg- Nidda), welche am Eine fozialdemokratische Konferenz für den 1. hef dem christlichen Junkerorgan aber eine Fülle derber Wahr- theilten, gegen den königlichen Bahnmeister Düpmann 20. September in Gießen tagte, wählte den Genossen Orbig heiten sagt, die es sehr unangenehm empfindet. Der fromme in Schwerte eingeleitet, der die bekannte Schilderung der zum Delegirten für den Erfurter Parteitag und erklärte sich mit Pastor schreibt u. A.: Bochumer Schienen in der Bahnmeister- Wochenschrift ver- dem Programm- Entwurf des Parteivorstandes, über welchen Die Kreuz- Zeitung" wird von ihrem evangelisch- firch- öffentlichte. Nun publizirt aber die Rheinisch- Westfälische Orbig referirte, in der Hoffnung einverstanden, daß der Parteilichen Standpunkt zugeben, daß, wenn die Schrist nicht dem Zeitung“ eine Erklärung des Bahnmeisters Da hm in tag diesem Entwurfe im Großen und Ganzen seine Zustimmung Worte Gottes zuwider, sondern vielmehr aus demselben ge- Wattenscheid, der im Gegensatz zu Düpmann die Baare'schen geben werde. Am 22. September erstattete in Gießen der Reichsschöpft iſt, es nicht einen eigenthümlichen", sondern einen Schienen für sehr gut befindet. Zweifellos wird nun auch tags- Abgeordnete Ulrich Bericht über den Brüsseler interdie Sozialdemokraten die Broschüre mit ihren bis in von Beiden hat Recht? Respektive, wer verdient am meisten zu und erklärte, mit aller Kraft für die Beschlüsse des Kongresses tief beschämenden Eindruck, machen" muß, wenn dieser in Disziplinaruntersuchung genommen. Aber wer nationalen Arbeiterkongreß. Die Versammlung, welche den Bericht entgegennahm, stimmte einmüthig den Ausführungen Ulrichs das einzelne richtigen Angaben zu ihrer Agitation ge: Glauben? brauchen können. Ich habe diese Benutzung durchaus eintreten zu wollen. Mit einem begeisternden Hoch auf die intererwartet, bin aber keinen Augenblick in Zweifel gewesen, daß die Veröffentlichung dieser Materie recht und gut fei, nicht nur General Boulanger gestern Vormittag in Brüssel Ein seiner Vergangenheit würdiges Ende hat nationale Arbeiterbewegung ging man auseinander. im Interesse der Wahrheit im allgemeinen, sondern auch im gefunden. Wie ein bankrotter Spieler, der Geld und Ehre Kehl- Gengenbach Self findet am 4. Oktober eine Parteis Für den Wahlkreis Offenburg Oberkirch Oppenan verloren, jagte er sich eine Kugel durch den Kopf. Und Versammlung in Offenburg statt. ekelhaft und komödienhaft, wie er gelebt, sorgte er auch für einen theatermäßigen Abgang, den der Telegraph also uns ein Barteigenosse aus Aachen mit, daß an jener Affäre der Zum Artikel über den Förster Landfriedensbruch theilt schildert: Interesse der Gutsbesitzer selber und ihrer Arbeiter. " # * Ein hochangesehener Sozialpolitiker fagte mir als sein Urtheil über das Büchlein:„ Es ist die höchste Zeit, daß die Sozialdemokratie und das Volt merken, die Geistlichen und die Kirche kennen die wahre Ursache der sozialen Noth und sind gewillt, ihr abzuhelfen." Nun scheint es mir nicht redlich, wenn die Kreuz- Zeitung" im Vordersatz anerkennt, die Broschüre hätte in vielem unstreitig Recht", und im Nachsatz die Veröffentlichung verurtheilt wegen der daraus möglicherweise entstehenden Folgen. Das ist eben unter den vielen Schäden der allergrößte Schade unserer Zeit, daß man selbst in christlichen Kreisen mit der vollen Wahrheit des Christenthums nicht Ernst machen will, und es kann kein siegender Einfluß von der Kirche und den gläubigen Kreisen ausgehen, wenn das nicht endlich ge= schieht. Der biblische und darum allein richtige Standpunkt muß von der Kirche und ihren Dienern und von der christlichen Presse nicht opportunistisch und bedingungsweise, sondern rücksichtslos und unbeschadet der Folgen Strömen zugeflossenen Hilfsmittel allmälig zu fließen auf- it Wahrscheinlich haben die ihm früher in goldenen geltend gemacht werden, es muß die Wahrheit nicht nur im allgemeinen, sondern maßvoll und verbunden mit der rechten gehört, so daß dem politischen Industrieritter kaum was christlichen Liebe, aber eben rücksichtslos auch im einzelnen anderes übrig blieb, als die Wahl zwischen Zuchthaus und bekannt werden, sonst steht das Christenthum vor Revolver. Brüffel, 30. September. General Boulanger kam heute Mitbesitzer der Brauerei Rothe Erde", Herr Dittmann, um 11/2 Uhr auf dem Friedhofe in Irelles an und ging nicht betheiligt war, derselbe vielmehr am Tage des Ueberfalls unserer langsamen Schrittes mit gesenktem Kopfe auf das Grab der Parteigenossen infolge einer Reise nach auswärts sich überhaupt Mad. Bonnemain, seiner früheren Geliebten, zu. Die Kirchhofs- nicht in der Forster Gegend aufgehalten hat und seinem Charakter wächter beachteten den ihnen bekannten General nicht, da er nach nicht der Mann ist, sich an Gemeinheiten, wie sie in Forst die Gewohnheit hatte, das Grab seiner ehemaligen Gefährtin vorgekommen, zu betheiligen. mit Blumen zu schmücken. Plößlich sah ein Wächter wie der General einen Revolver aus seiner Tasche zog, die Mündung desselben an die rechte Schläfe setzte und losdrückte. Boulanger fiel wie vom Blitz getroffen nieder. Die rasch hinzugeeilten Wächter hoben den Leichnam auf und brachten ihn in ein Hotel in der Rue Montoyer." der Welt als eine Erziehungsanstalt zur Heucheleida, und es ist nicht im Stande, zur Lösung der fozialen Mirren auch nur in etwas beizutragen. E Horrespondenzen und Parteinachrichten. Da der Parteigenosse, welcher dies mittheilt, uns als durchaus zuverlässig bekannt ist, derselbe jene Angabe auch verschiedenerseits hat beſtätigen gehört, so haben wir keinen Anlaß, daran zu zweifeln, daß hinsichtlich der Person des Herrn Dittmann ein Irrthum vorlag, den wir hiermit gern richtig stellen. * Die aus den Zeiten der dänischen Herrschaft her. ein noch giltig ist und bis vor kurzem sehr streng gehandhabt rührende Sabbathordnung, welche in Schleswig- Hol wurde, wird von der sozialdemokratischen„ Nordd. Bolts- Zeitung" quasi als überwunden betrachtet, weil man in Rendsburg sowohl Sem Männerturnverein wie auch dem Maurerfachverein gestattet hat, ihre Vergnügungen in der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag abzuhalten. Früher ist das nicht gestattet worden. Deshalb weise ich den Vorwurf der Kreuz- Zeitung", als Delegirtenwahlen zum Parteitag. 6. hannöv. Wahlkreis sei meine Schrift eine unbesonnene Veröffentlichung von Er ( Achim): 2. Lingner. Hannover: Meister, Wurm, fahrungen aus begrenzten Kreisen", weil unzutreffend, energisch Fra Willig. Reichstags- Wahlkreis Lauenburg: Frohme= Hamzurück; man sollte einem ernsthaften Manne eine solche Leichtburg und Heinrich- Altona. Meerane: Richard Fangjertigkeit schon garnicht zutrauen. Wie ich nichts veröffentlicht hänel. Pirna: Knobloch- Sebnih. 10. hannöv. Wahlkreis Der Sozialdemokratische Volksverein zu Elberfeld( Hildesheim): Bertram Limmer und Stephan- Hildesheim. habe, was nicht genau mit dem Durchschnitt hat folgende Anträge zur Abänderung des Programm- Herford: Slomke Bielefeld. der Verhältnisse in Deutschland überein Entwurfs gestellt: stimmt, so haben mir die zahlreichen Zuschriften aus fast allen Provinzen, ja sogar aus Desterreich den Beweis gestärkt, Im ersten Theil, Absatz 4, den zweiten Sah so zu fassen: Wegen Presvergehen sind dieser Tage wieder eine ganze daß in unserem lieben Vaterlande mit örtlichen Modifikationen Ausgebeuteten " Immer ungleicher wird die Vertheilung des durch die Reihe von Verurtheilungen unt Anklagen erzeugten dieselben sozialen Nöthe auf dem Lande zwischen ihnen und ihren Ausbeutern; immer gefällt bezw. erhoben worden. Das" Saalfelder BoltsArbeitsproduktes gegen Redakteure sozialdemokratischer Zeitungen sich überall finden und überall, besonders von ernsten schneller wird der durch ihre Arbeit erzeugte blatt" soll sich durch Abdruck der Gedichte„ Kein Zoll auf's Geistlichen, schwer empfunden werden. Reichthum in den Händen der Ausbeuter Korn" und Die letzte Walpurgisnacht" der Verächtlich machung Es liegt uns hier nicht ob, die ideologische Täuschung Rapitalisten und Großgrundbesizer an von Staatseinrichtungen der Kornzölle!! schuldig gezu zerpflücken, der sich Herr Quistorp über die Aufgaben gesammelt; immer größer wird die Zahl, immer unsicherer macht haben; mit dieser Anklage hat es nunmehr im Ganzen des Christenthums in heutiger Zeit hingiebt. In seiner der überschüssigen Arbeiter, immer schrosser der Klaſſengegenfas, eines ehemaligen Studenten der Theologie hat der frühere Stedie Lebenslage der Proletarier, immer massenhafter die Armee vier Prozesse durchzukosten.-- 3 M. Geldstrafe wegen Beleidigung Broschüre bricht er auch in schwere Anklagen aus wider die immer erbitterter der Klaffenkampf, welcher die moderne Gefell- dakteur Otto Bielowski vom Pflichtvergessenheit der Geistlichen, welche die Kirche schaft in zwei feindliche Heerlager trennt und das gemeinsame freund" zu zahlen; wegen öffentlicher Beleidigung eines UnterOffenburger Volkszu einem Gespötte der Gottlosen gemacht, weil sie zu Merkmal aller Kulturländer ist." gleichgiltig nach unten und zu feige nach nehmers der Redakteur F. Bender vom Offenbacher Ferner den zweiten und dritten Theil folgendermaßen Abendblatt" 100 M.; ebenso viel der Redakteur Hülle von oben die Augen gegen die sich immer deutlicher zeigende zu redigiren: der Thüringer Tribüne" wegen Beleidigung eines Kluft zwischen Reich und Arm geschlossen haben. Er nennt II. Zur Anbahnung der sozialen Gesellschaft werden folgende Lampenfabrikanten; 25 M. der Redakteur Spizer von der es ein Brandmal im Gewissen der Kirche, daß diese Kluft Forderungen erhoben: „ Norddeutschen Volksst imme" wegen Beleidigung des so groß geworden, denn sie( die Kirche) hat den Mund a. Politische: Düsseldorfer Pastors Carstens; 50 M. der Redakteur R. Berg gegen die Sünden der Reichen nicht nachdrücklich genug fähigen Männer; Formirung derselben nach kommunalen Verbänden Beleidigung der Halberstädter Zimmermeister( Berufung ist 1. Auflösung des stehenden Heeres. Bewaffnung aller waffen von der Halberstädter Sonntags 3eitung" wegen aufgemacht und hat es hundertmal stillschweigend gutunter selbstgewählten Führern. geheißen, daß die Christenrechte der Armen auf eingelegt). Daß der Redakteur Hüninghaus von der BergSchonung ihrer heiligsten Güter( Familienleben, Sonntags Volt. 2. Wahl sämmtlicher Beamten auf Zeit und durch das arbeiter 3eitung" wegen eines Artikels 2 Monate Gefängniß ruhe und persönliche Achtung) auf brüderliche Liebe durch zudiktirt erhielt, in welchem Mißstände auf Zeche Wilhelmine II 3. Einheitlichkeit des Schulvesens. Ginführung des theore- geschildert waren, ist schon in der politischen Rundschau einer Generationen verlegt sind und verlegt werden". tischen und praktischen gewerblichen Unterrichts in den Unter- früheren Nummer mitgetheilt worden. Dagegen ist für eine gleichAus diesen wenigen Worten geht für Jeden von uns lassen. Uebergang in die höheren Klassen nur nach Maßgabe werthige Neuigkeit wieder gesorgt, indem der frühere Redakteur schon klar hervor, wie sehr sich Herr Quistorp über der Befähigung. unentgeltlichkeit des Unterrichts und der Lehr- der schlesischen„ Volkswacht", Genoffe Wendlandt, wegen den Charakter des heutigen Christenthums und dessen mittel in allen öffentlichen Bildungsanstalten, sowie der Unter Behauptung unwahrer Thatsachen" in zwei Fällen zu zuſammen sozialen Beruf in Widerspruch mit seinen Amtskollegen sett, 2 Monaten Gefängniß und 100 M. Geldstrafe verurtheilt wurde. die und von ihrem Standpunkt aus und nach der Die Strafen, die er schon zu verbüßen hat, sind ihm nicht in 1. Sozialisirung der bereits vorhandenen Großbetriebe in Anrechnung gebracht worden. Am schwersten muß der frühere historischen Entwickelung des Christenthums ganz mit Recht Landwirthschaft, Industrie, Handel und Verkehrsgewerbe. Gr Redakteur der Chemnitzer Presse", Jing, bußen, welcher - ihre Mission unter einem mehr materiellen Gesichtspunkte propriation der Eigenthümer bezw. Unterdrückung der Staats- einen von dem Tischlermeister Kirmse in Meerane derfaßten Artikel auffassen. Und der Zorn der„ Kreuz- Zeitung" gegen solch schuld. zum Abdruck brachte, durch welchen der Fabrikant Straff in unzeitgemäße Betrachtungen und Wahrheiten ist ganz be2. Gypropriation des städtischen Grundeigenthums. Meerane sich beleidigt fühlte. Kirmse, welcher von Jlling als greiflich; fie legt daher das Schwergewicht auf die Frage: 3. Unterhalt aller Arbeitsunfähigen( Invaliden, Greise, Verfasser genannt worden war, gab an, daß er den Artikel wohl war es weise, diese Wahrheiten zu veröffentlichen? Schwangere, Kinder) durch die Geſellſchaft. geschrieben, aber Jlling demselben erst die beleidigende Form ge= und erklärt mit schneidiger Kürze: 4. unentgeltlichkeit der Justiz, der ärztlichen Hilfeleistungen geben habe, was Jaling bestritt. Das Gericht glaubte ersteres und Heilmittel u. f. w. auch nicht und verurtheilte deshalb den Tischlermeister Kirmse Erreicht hat Herr Quistorp nichts, als den Feinden der III. Um die ruhige Entwickelung der Verhältnisse und der wegen schwerer verleumderischer Beleidigung zu 1 Jahr 6 MoKirche ein Gaudium bereitet und Waffen in die Hände Arbeiterklasse ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen, naten Gefängniß, den Redakteur Illing wegen einfacher Be geliefert zu haben. Der von ihm eingeschlagene Weg und an- wird die sofortige Erfüllung folgender Minimalforderungen leidigung zu 10 Monaten 2 Wochen Gefängniß. Jlling, welcher geschlagene Ton ist auch nicht dazu angethan, zur Abverlangt: gegenwärtig eine Strafe verbüßt, wurde ein Monat der Strafe stellung der von ihm mit echt gerügten Uebelin Anrechnung gebracht. stände beizutragen. Dadurch, daß man einen ganzen Stand 1. Einjähriger Militärdienst. Deffentlichkeit des Militäran den Branger stellt, wird man nie etwas anderes erreichen, Strafverfahrens. Verweisung aller nicht rein militärischen Ver- Die vierzehnte Auflage hat die Chemnizer Staatsanwalt als daß gerade die rändigen Schafe hinter dem gerechten Un- gehen, sowie der Dienstvergehen gegen Untergebene vor die Zivil- schaft dem Redakteur der Burgstädter Volksstimme willen der Besseren willkommene Deckung finden. zugestellt. Diesmal soll Albert Schmidt in einem Artikel die ArZwischen den beiden Polen der Rücksichtslosigkeit und der 2. Allgemeines gleiches, direktes und geheimes Wahlrecht der beiter zu Gewaltthätigkeiten gegen die Bourgeoisie aufgereizt Heuchelei giebt es doch noch einen dritten Weg, den wir am 3wanzigjährigen in Reich, Staat und Gemeinde. Die Wahl- haben. Die Voltsstimme" fügt dieser Mittheilung hinzu: besten mit den Worten des Herrn charakterisiren können: tage find Feiertage. Gutschädigung der gewählten Vertreter. All diese Anklagen müssen unsere Parteigenossen anspornen, „ Klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die 3. Abschaffung aller Vereins, Versammlungs- und Preß- unermüdlich für die Gewinnung neuer Abonnenten zu Tauben." gefeße. agitiren." Also flug wie die Schlangen! Ein köstliches Wort! 4. Abschaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln Daran werden es die Parteigenossen nun sicherlich nicht Und das alte Junkerblatt versteht sich auf diese Schlangen- 3u firchlichen und religiösen 3weden. Die kirchlichen und reli- fehlen lassen. Vierzehn Anklagen zu gleicher Zeit das wirkt klugheit: auf der einen Seite bei der jetzigen Nothlage siösen Gemeinschaften find als Privat- Vereinigungen zu be- schon auf das Publikum anspornend, geschweige denn auf Sozialdes Volkes den Segen der Kornzölle einstreichen und auf 5. Obligatorischer Besuch der Wolfsschule. Vermehrung der Nachschrift. Soeben erfahren wir, daß Albert Schmidt der anderen Seite jeden Morgen unter frommem Augen- Bahl der Lehrer. Verbesserung ihrer Vorbildung. Erhöhung die fünfzehnte Anklage bekommen hat, weil er der Amtsehre verdrehen zu beten: Unser täglich Brot gieb uns heute! ihrer Gehälter. Obligatarischer Fortbildungs- Unterricht bis zum eines Geistlichen zu nahe getreten sein soll So versteht Herr Quistorp freilich das Christenthum nicht! 18. Jahre. demokratie"! haltsmittel. gerichte. trachten. b) Wirthschaftliche: a) Politische: " " 1 Demokraten. 01 Und darum„ Gewährsmann und Eideshelfer der Sozial- 6. Berufung in Strafsachen. Entschädigung der unschuldig Aus dem Kreise Schmalkalden schreibt man uns: In der Verurtheilten und Verhafteten. Verweisung der politischen Pro am Sonnabend in Schmalkalden und am Sonntag in zesse vor Geschworene. Bildung der Geschivorenenbank durch Klein- Schmalkalden und Brotterode abgehaltener Wahl aus der Liste der Wahlfähigen, Entschädigung derselben Parteiverfammlungen, in welchen unser Vertrauensmann W. Hugo für Zeitversäumniſſe zc. b) Wirthschaftliche: Das Heizerelend auf dem Dampfer Aline Wör mann", das wir in unserer Sonnabendnummer ausführlich geschildert, hat bekanntlich auch das Hamburger Seemanns amt beschäftigt. Wie nun der Hamburger Korrespondent" mittheilt, fällte das Gericht folgenden Spruch: „ Das Seeamt hat aus der Verhandlung nicht die Ueber zeugung gewinnen können, daß der Tod des Negers Glasgow, welcher an Bord des Dampfers Aline Wörmann" als Heizer " steuer 2c.( Vorstands- Entwurf). 1. Stufenweis steigende Einkommen-, Kapital- und Erbschafts2. Eine wirkjame nationale und internationale ArbeiterschuhGesetzgebung auf folgender Grundlage zc.( Vorstands- Entwurf.) 3. Ueberwachung aller gewerblichen Betriebe 2c.( BorstandsEntwurf.) aus Schmalkalden über das neue Parteiprogramm referirte, wurde einstimmig eine Resolution angenommen, die sich mit dem Progranmentwurf und der Thätigkeit des Parteivorstands sowie der Reichstags- Fraktion einverstanden erklärt; dagegen das Benehmer der Berliner Opposition aufs schärffte verurtheilt, weil uns das selbe in unserem Kreise die Agitation sehr erschwert. Eigentum des Vorstandes der SPD" Theater. Donnerstag, den 1. Oktober. Opernhaus. Carmen. Schauspielhaus. Zriny. Leffing- Theater. Sodoms Ende. Berliner Theater. Der Hüttenbesizer. Deutsches Theater. Die Sonne. Residenz- Theater. Von Dreien der Glücklichste. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Wallner- Theater. Der Mann mit hundert Köpfen. MusikalischDeklamatorische Abendunterhaltung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Onkel Cyprian. Thomas- Theater. Mädchenschule. Ostend- Theater. Vom Stamm der Asra. Bellealliance Theater. JungDeutschland zur See. Adolph Ernst Theater. Brüder. Der Vorläufige Anzeige. Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung Eröffnung von Präuscher's Museum ber Zimmerleute Berlins u. Umgegend 80/81. Kommandantenstraße 80/81, E am Sonnabend, den 3. Oktober, Morgens 9 Uhr. Der Katalog enthält viele neue Nummern. [ 341M Circus Renz. Circus G. Schumann. Carlstraße. Donnerstag, den 1. Oftober 1891, Abends 7/4 Uhr: Auf Helgoland, oder: Ebbe und Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Vorläufige Anzeige. am Sonntag, den 4. Okt., Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Norbert, Beuthstraße Nr. 22. Tages Ordnung: 1. Die bürgerliche Gesellschaft und ihre Begleiterscheinungen. Referent: Genosse Wadj. 352/18 2. Richtigstellung der Abrechnung vom ehemaligen Gesellen- Ausschuß und Abrechnung der Lohnkommission von Juli bis inkl. September. 3. Verschiedenes, Kameraden, da die Tagesordnung vieles zu erledigen giebt, so bitten wir Die Lohnkommission. um pünktliches Erscheinen. Bildhauer! Oeffentliche Versammlung der Delegirten der Bildhauer am Sonnabend, den 3. Oktober 1891, Abends 8 Uhr, in Kenner's Restaurant, Annenstraße 16. Tages Ordnung: Reichshauptstadt gestatte ich mir, die Dem hochgeehrten Publikum der ergebene Mittheilung zu machen, daß Fluth, gr. hydrologische Ausstattungs ich gestern, Mittwoch, den 30. SepPantomime in 2 Abtheilungen mit tember, Vorm. 10 Uhr( Lehrter BahnNational- Tänzen( 60 Damen), Aufhof) mit meiner Gesellschaft eingegroße Prophet. zügen 2c., Dampfschiff- und BootAlexanderplah- Theater. Schwarze fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt in der vorigen Saison zu verzeich Die großen Erfolge, welche ich Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Runst- nen hatte, insonderheit die mit unbeGebrüder Richter's Variété. Spe- schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. fchreiblichem Jubel aufgenomzialitäten- Borstellung. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lu- mene Wafferpantomime, welche 1. Die Krisen und ihre Ursachen. 2. Unsere Stellung zu den Theater der Reichshallen. Spe- mineuse, in einer Höhe von mehr ich mit großen Kosten zuerst in 10 Pf.- Beiträgen. 3. Verschiedenes. zialitäten- Vorstellung. denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: Deutschland einführte, haben mich Wir ersuchen die Kollegen, dafür Sorge zu tragen, daß die Delegirten Winter- Garten. Spezialitäten- Vor- Solon, Trakehnerhengst, geritten von bewogen, ein auserlesenes Künstler- ihrer Werkstätten in dieser Versammlung anwesend sind. Außerdem laden wir Frl. Clotilde Hager. Horaz u. Mercur, Mercur. Konkordia- Palast- Theater. Spe- zusammen vorgeführt v. Herrn Ernst Personal zu gewinnen, um die dies- alle Kollegen, auch Nichtdelegirten, zu dieser Versammlung ein. Renz( Enfel). Königsquadrille, ger. möglich zu gestalten. jährige Saison so glänzend als zialitäten- Vorstellung. Referent zu Punft 1 wird in der Versammlung bekannt gegeben. Die Kommission der Bildhauer. Kaufmann's Variété. Spezialitäten- von 8 Damen und 8 Herren. AufVorstellung. Besondere Aufmerksamkeit ist dem treten der amerikanischen Künstlerinnen stellung. 147/1] Eiskeller. Theater und Spezialitäten- Sisters Lawrence am fl. Trapez. Mr. neuen hydrologiſchen ausstattungsstück Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Vorstellung. heater d. Reichshallen Neues Programm! Maria la Bonita die erste Tänzerin Spaniens. Pierre, Parforcereiter 1. Ranges. 3 gewidmet worden, dasselbe wird alles, Gebr. Briatore, gymmastische Klowns. was bisher in dieser Weise geboten Mlle. Theresina in ihren sensationellen wurde, weit hinter sich zurücklaffen. Die neuesten maschinellen EinLeistungen auf dem 20 Fuß hohen richtungen, die vollendetsten LichtDrahtseil. Pas de deux auf 2 Pferden von Geschw. Briatore. Mlle. Marie effekte dürften eine Wirkung hervor rufen, wie sie nirgends gesehen worden ist. Chiarini, Pirouetten zu Pferde. Mr. Franks, Grotesque- Reiter 2c. Komische Ich gebe mich der angenehmen ErHunde- Orchester. Entrees von sämmtlichen Klowns 2c. The 6 Sunbeames. Täglich: Auf Helgoland. Sonn- wartung hin, daß die nene te tag 2 Vorstellungen Nachm. 4 Uhr aller- Pantomime: Eine Nacht ( 1 Rind unter 10 Jahren in Beglei in Venedig, welche bereits in der tung von Erwachsenen frei) Aschenbrödel. Abends 71/2 Uhr: Auf Helgoland. Die Biesin. v. f. w. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. E. 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Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Großer Frühſtücds, und Mittagstisch. Flaschen Keuken Möbel, Spiegel und Spezial- Ausschant von Payenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. PassagePanopticum ist bis zur Fertigstellung des neuen Theater- Saales geschlossen. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ecke Behrenstrasse. Neu: Prinzess Pauline. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. [ 1319L] Spezialität.- Theater I. Ranges. Anf.: Wochentags 71/2 Uhr. Entree 50 Pf. Sonntags 61/2 75 Ein großer Saal, neu renovirt ist an Vereine zu Festlichkeiten und Versammlungen zu vergeben. [ 1800b Brauerei Julius Böhow. Prenzlauer Thor. A. Anton, Defonom. P. Säger's Salon, Saal Grüner Weg 29. für Festlichkeiten, 150 Ber: sonen fassend, noch einige Sonnabende frei, ebenso für Dienstag Abend stehen noch mehrere Vereinszimmer, von 30-50 Personen fassend, zur Verfügung. 1821b Institut F. 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Serie. • . 1,50" 2,50 3, " Band 2: Band 3: Band 1: Blos, W., Die französische Revolution. Geb. 5,50 Mark. ( Auch in 20 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Bommeli, Die Geschichte der Erde. Geb. 5,90 ( Auch in 22 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Zimmermann's Deutscher Bauernkrieg. Geb. . " 6,70 ( Auch in 26 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 4: Langkavel, B., Der Mensch und seine Raffen.( Erscheint in ca. 22 Heften à 20 Pf.) *: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage Nr. 229. zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, den 1. Oktober 1891. 8. Jahrg. auch verboten ist. Lokales. " dabei. " den die Die Frage zur Kreuzspinnenart gehörend, legen ihre Gewebe in den aber von dem Wächter Braun habe ich nichts gesagt."- Die Gardinen an, was unsere Hausfrauen nicht gern sehen. Man Beugin hält ihre Aussage aufrecht. Es werden sodann Mitglieder der Familie Schulze ver Der Vorstand des Vereins der Zigarrenfabrikanten pflegte in früherer Zeit allerhand wunderliche juristische Fragen in Berlin und Umgegend, i. A. Dito Naucke, sendet uns der National- Zeitung", wie ich im Sinne habe, wäre es, ob die wohnten. Steinsetzer Richard Schulz e bekundet, daß heat, aufzustellen. Frage solcher Art, plaudert ein Mitarbeiter nommen, mit welcher zusammen die Heinze's Stralsunderstr. 61 behufs Gnikräftung des im Sprechfaal der Nr. 216 des„ Vor- Spinnen berechtigt jind, ihre Wohnungen in den Gardinen auf- Heinze, wenn sie wüthend war und über ihren Mann schimpfte, wärts" veröffentlichten Aufrufes des Vorstandes der Freien Verschlagen. Diese Frage möchte ich, obwohl ich kein Jurist bin, öfter die Thür aufriß und rief:" Hier sind die Braun'schen einigung der Kaufleute gegen eine vom Verein der deutschen butworten und zwar mit da. Zunächst fügen die Spinnen Mörder!" oder„ ich werde sagen, hier sind die Braunschen Tabakfabrikanten und Händler in Umlauf geſetzte Petition an den beantworten en Echaden zu, weil sie nicht rauchen. Sie Mörder!" Nach der Auffassung des Zeugen hat die Heinze Bundesrath, die bei vielen Mitgliedern obigen Vereins zur Unter- bildes aber durch ihre schöne Gestalt eine treffliche Gardinenzier. diese Bemerkung aber nicht ernsthaft gemeint, sondern dieselbe ſchrift ausliegt, ein Exemplar dieſes umfangreichen Schriſtſtücks Ferner nüßen fie dadurch, daß sie die den Menschen läftigen nur in der Wuth so hinausgestoßen. Daß die Heinze ſpeziell und erwartet von unserem Billigkeitsgefühl, daß wir diese Petition in ihrem Wortlaute veröffentlichen werden, in der Bor Fliegen und Mücken wegfangen. Endlich ist es ein artiges und ihren Mann als Mörder bezeichnete, hat der Zeuge nicht geaussehung, daß uns und dem Vorſtande der Freien Bereinigung belehrendes Echauspiel, zu sehen, mit wieviel List und Geschick hört. Während dieses Zusammenwohnens mit Heinze's ſind dem sich ihrer Beute bemächtigen. Ein Pedant wird mir freilich Beugen zwei Leisten und ein Meißel fortgekommen; ſpäter der Kaufleute wie auch vielen unserer Leser der Wortlaut der einwerfen, daß Kinder dadurch zur Grausamkeit angeleitet hat er diesen Meißel in der Heinze'ſchen Wohnung wiederqu. Petition nicht genügend bekannt ist. Leider können wir derselbe sah ganz ähnlich aus unferem Billigkeitsgefühle nicht so weit Rechnung tragen, die umfang: werden, ich entgegne ihm aber: die Kinder denken sich nichts gesehen und am Thatorte gefundene."- Die Angeklagte Heinze bestreitet reiche Petition in unserem Blatte, und zwar wegen Mangel an mit weinerlicher Stimme, daß sie bei jenen Bemerkungen irgend Raum, zu veröffentlichen, müssen uns vielmehr darauf beschränken, Ich wollte mich bessern, aber es hat nicht sollen einen ernsten Untergrund gehabt habe. Ich sage so was blos die in der Petition niedergelegten Wünsche der Betenten an dieser fein", so lautete der Schlußpassus eines ergreifend geschriebenen in meiner Wuth und wenn ich geschimpft habe, denn thut es Stelle zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Und diese gehen Briefes, womit eine„ Gefallene" Abschied von ihren Eltern mir immer leid und dann muß ich immer weinen!" dahin, daß der Bundesrath ersucht wird, eine Anordnung dahin nimmt. Es ist eine tragische Geschichte, die in diesen wenigen der Vertheidigung, ob die Heinze nicht auch die Mitglieder der zu treffen, Worten liegt, das Leben einer Unglücklichen, welches durch den Schulze'schen Familie als Mörder" bezeichnet habe, wird von daß der Verkauf von Tabak und Bigarren an Sonn- und Zufall" vernichtet worden ist. Vor einigen Wochen wurde der den Zeugen beſtätigt. Bei diesem Punkt beantragt plötzlich Feſtagen in den Stunden, während welcher die Zigarren- Zeichnam eines etwa 23 jährigen Mädchens aus der Spree unweit Rechtsanwalt Dr. Coßmann eine viertelstündige Bauſe. Er be Berkaufsgeschäfte geschlossen sein müssen, allen anderen Personen Treptow gezogen und in demselben die unverehelichte Auguste F., gründet dies damit, daß er genöthigt sei, von Zeit zu Gestern habe eine Prostituirte, refognoszirt. Kurz vor ihrem Tode, der durch Beit eine fleine Erfrischung einzunehmen. Selbstmord herbeigeführt ist, hatte das Mädchen einen Brief ge- der Bertheidigern Gerichtsdiener Erfrischung schrieben, den ihre in der Linienstraße wohnende Wirthin Tags in den Saal gebracht, da dies aber heute untersagt darauf abschicken sollte und der an die Eltern der F., die in sein soll, so müsse er eine Pause haben.- Präs.: Ich möchte einem Städtchen der Mark leben, adressirt war. Die F. hatte nur bitten, daß keine Störung durch das Hineinbringen ver sich vor etwa zwei Jahren, nachdem ihr der Bräutigam untreu ursacht wird. Verth.: Ich denke doch nicht; es ist einfachy Präs.: Ich habe geworden, dem lüderlichen Lebenswandel ergeben, der ihr aber zum Seft, welchen wir uns kommen lassen. Verdruß wurde, so daß sie in Juli d. 3. zu den Eltern reiste, dann nichts dagegen. Bald darauf prangt je ein Glas Sekt vor die keine Ahnung von dem Gewerbe ihres einzigen Kindes hatten. den Plätzen der beiden Vertheidiger. Ein junger hier konditionirender Mann, der bald darauf auf Auch der Bruder des Vorzeugen, Arbeiter Leop. Schulze, einige Tage gleichfalls zu den Seinigen in dem kleinen Städtchen bestätigt die Aussagen des Bruders. Diesem Zeugen gegenüber zu Besuch fam, sah die F., die er hier öfters in öffentlichen Tanz- hat die Angeklagte einmal geäußert:„ Ich weiß, wer der Mörder Eine herzbewegende Klage über die Zustände in Trier Darauf wurde das Mädchen zum Polizeiverwalter zitirt und schlagen will, dann mache ich ihn für immer unschädlich!" Aber neipen getroffen, und erzählte dies zu Bekannten. Wenige Tage von Braun ist und wenn mein Mann herauskommt und mich bei Gelegenheit der Ausstellung des heiligen Kleidungsstückes aus der Heimath ausgewiesen(?!), von den Eltern verstoßen, auch dieser Zeuge hat die Meinung, daß diese Aeußerungen nur finden wir in einer Schilderung der Frankfurter Zeitung". Es mit Schande und Spott beladen. Die F. kehrte nun, was Wuthausbrüche waren. heißt da, nachdem sich der Korrespondent des Längeren darüber blieb ihr Anderes übrig? nach Berlin zurück, in das alte Laster Der nächste Zeuge ist der Steinsetzer Wilhelm Blaßmann, ausgeklagt hat, daß die Pilger so wenig verzehren, folgender verfallend, bis sie angewidert von Gkel über ihr verfehltes Leben Derselbe giebt zu, häufig vorbestraft zu sein. Präs.: Gestern den Tod suchte und fand. Infolge des rührenden Abschieds- ist der Verdacht ausgesprochen, daß Sie mit dem Braun'schen " Auf die Gefahr hin, hier und da Anstoß zu erregen, fei schreibens, das die F. an ihre Eltern gerichtet, traf der tief Morde in irgend welcher Verbindung stehen.- 3euge: Ich auch der Flohplage gedacht, welche die Wallfahrt über Trier ge- gebeugte Water des Mädchens bald darauf hier ein, um sein Kind muß über so was staunen.- Präs.: Sind Sie mit dem Wächter bracht hat. So etwas ist überhaupt noch nicht dagewesen! In den Droschken, den Pferdebahnwagen, vor allem aber in den zu suchen. In der Leichenschauhalle hat der Aermste es ge- Braun verfeindet gewesen?- 3euge: Nein, im Gegentheil, es Maffenquartieren wimmelt es von Flöhen, worunter nach und funden und als einziger Leidtragender zum Friedhofe hinaus- war ein spezieller Freund von mir.- Präs.: Der Vater des nach ganz Trier zu leiden hat. Der Einzelne steht dieser Plage Braun soll aber' mal geäußert haben, daß Braun vor Ihnen vollständig machtlos gegenüber. Er mag sich jeden Tag 12 Mal Angst hat. 3euge: Das ist mir gänzlich unverständlich; ich Blutüberströmt tam am Montag Morgen in Begleitung Umkleiden, so wird er diese abscheulichen Plagegeister doch nicht von Wächtern und Publikum der Graveur 2. auf die Ganitäts hatte auf den Mann keinen Groll.- Präs.: Haben Sie nicht 103. Die Trierische Damenwelt ist in Verzweiflung. Viele haben wache in der Adalbertstraße. A. war während der Nacht auf 3euge: Das war ein anderer Wächter, um den ich 8 Monate einmal wegen des Wächters Braun eine Strafe erlitten? es trotz des ungünstigen Wetters vorgezogen, nochmals auf die einem nahen Tanzboden mit anderen Tänzern einer Dame wegen gekriegt habe. Mit Braun habe ich nie was vorgehabt. Sommerfrische zu gehen, statt sich in Trier den letzten Bluts in Streit gerathen. Als A. Morgens ahnungslos nach Hause Präsident: Der Wächter Braun soll aber auch tropfen absaugen zu lassen. Wenn etwa ein moderner Dichter ging, wurde er Ecke Dranien- und Adalbertstraße von sieben dem alten Johann Fischart die Krone streitig machen und eine Männern, die mit Knotenstöcken, Ochsenziemern, sowie Messern mal, als er Sie mit Ihren Brüdern sah, auf Sie gewiesen und neue Flöhhay" schreiben wollte, so könnte er dazu nirgendwo bewaffnet waren, überfallen und durch Hiebe über Kopf und Ge- geäußert haben: Vor denen habe ich Angst!- 3euge: Ja, In zweiter Reihe wird das Petitum gestellt: Der hohe Bundesrath des Deutschen Reiches möge dahin wirken, daß in dem Gefeß, welches die Sonntagsruhe einführt, eine Bestimmung eingefügt werde, dahin gehend, daß der Tabak und die Zigarren, sowie alle anderen Tabatfabrikate in Bezug auf die Verkaufsfreiheit an Sonn- und Festtagen dem Bier, Branntwein und anderen Konsumbtibilien gleichgestellt werde. Der bisherige Stadtverordnete Heindorf theilt uns mit, daß er aus wirthschaftlichen Gründen sein StadtverordnetenMandat niedergelegt hat. maßen: Daß die Flöhe sehr geriebene" Thiere sind, weiß Jeder mann, nicht blos die Triererinnen aber es giebt ein vorzügliches Mittel, daß man nie einen Floh kriegt: nämlich wenn man immer daneben faßt. Der Streit zwischen zwei Gründstücksbessern hat einen begleitet. sicht, auch durch Stiche schwer verletzt. Nur dem schnellen Eintreffen von Nachtwächtern und Publikum hat A. feine Lebensrettung zu verdanken. Die Schläger sind als Besucher des gedachten Tanzbodens erkannt worden, auch gelang es, einige von ihnen dingfest zu machen. bart. das ist ja möglich, wie soll ich was davon wissen? Mordes in Untersuchung gewesen? 3euge: Ich bin blos Präsident: Sind Sie nicht mal wegen des Braun'schen mal vorgeführt und vernommen worden. Vertheidiger: Sind Sie nicht einmal mit einem Beil auf einen Menschen losgegangen? 3euge: Nein, das war mein Bruder, der hat Ein Jdyll aus dem Proletarierleben. Die beiden jüngsten darum ein Jahr gesessen. Vertheidiger: Was für einen merkwürdigen Auswuchs der neuen Baupolizei- Ordnung gezeitigt. Rinder des Bauarbeiters Simon, der im rechten Seitenflügel des Bart trägt Ihr Bruder?- 3euge: Einen röthlichen SchnurrVertheidiger: Ich mache darauf aufmerksam, Ein hiesiges Blatt hört über den Fall folgendes: Ein Grund- Hauses Emdenerstr. 52 eine kleine Wohnung inne hat, sind gestern stücksbefizer 3. machte eines Tages die befremdende Wahrneh- früh mit knapper Noth vor dem Erstickungstode gerettet worden. daß eine Beugin einen Mann mit röthlichem Schnurrmung, daß sein Nachbar den Grenzzaun weiter vorgeschoben und Simon verläßt Morgens schon in früher Stunde mit dem ältesten bart in der Nähe des Thatorts gesehen haben will. ihm dadurch einen Theil seines Landes genommen habe. Auf Sohne die Wohnung, um sich auf Arbeit zu begeben. Die Frau Präsident: Haben Sie nicht mal mit der Frau Heinze feinen Einspruch wurde ihm die Antwort, jener habe sein Grund- mit drei weiteren Kindern tragen in den Frühstunden Beitungen über den Mord gesprochen?-3euge: Ich habe sie gefragt, stück nachmessen lassen und dabei ermittelt, daß das hinzuge aus, während ein 4 jähriger Knabe und ein 13/4 jähriges Mädchen ob sie denn wirklich meint, ihr Mann sei der Mörder. Da hat nommene Stück ihm noch gehöre. Seine Klage bei der Polizei allein in der Wohnung zurückbleiben. Gestern früh um 7 Uhr sie gesagt:„ Ob er es gewesen oder nicht, ist meine Sache. führte zu dem Hinweis auf den Weg der gerichtlichen Klage. sahen Nachbarsleute aus der Simon'schen Wohnung dichten Wenn er wieder rauskommt, muß er immer wieder rein!" Ich Aus Schen vor einem Prozeß ließ indessen der Geschädigte die Rauch dringen. Kurz entschlossen schlugen sie Fenster und habe ihr dann gesagt, daß es doch unrecht ist, einen Menschen Angelegenheit auf sich beruhen. Der Nachbar suchte nun die Thüren ein und kamen zum Glück noch zeitig genug, um die unschuldig zu verderben, sie hat aber blos gesagt:" Das ist Bauerlaubniß nach und baute auch ein Haus fertig. Da plöh schon bewußtlosen Kinder, welche scheinbar mit Streichhölzern meine Sache, er muß immer wieder rein!"- Berth. Vallien: lich wurde der Grenzzaun wieder an seine alte Stelle gerückt, gespielt haben, zu retten. Der Samariterthätigkeit der Feuer- ft dem Zeugen ein Schlächter Randel bekannt? und der Nachbar entschuldigt sein Vorgehen auf das Höflichste wehr gefang es, die Bewußtlosen ins Leben zurückzurufen. Die Jawohl, der soll jetzt in Amerika sein. Berth.: Ich habe mit einem Irrthum seinerseits. Es wird nun vermuthet, daß die Möbel und Betten der Wohnstube, auf die die arme Familie Vergrößerung der Baustelle nur zu dem Zwecke in das Werk ge- noch 54 M. Schulden hat, sind verbrannt. setzt worden sei, um eine größere Fläche zur Bebauung zu erhalten. Nähere Feststellungen stehen bevor. Falls diese die Mit Bezug auf den Festbericht des achten Stiftungsfestes Richtigkeit der Annahme bestätigen, so müßte es im höchsten des Verbandes deutscher Zimmerleute ersucht uns Herr Osang Grade befremdlich erscheinen, daß der bei der Polizei bekannt ge- mitzutheilen, daß er nicht Mitglied der Ethischen Gesellschaft ist. gebene Vorfall nicht von vornherein die Absicht des getreuen Nachbars largelegt hat. Wir erhalten folgendes Schreiben: Um den vielfachen Anfragen, welche in diesen Tagen an mich gerichtet wurden, gerecht zu werden, erkläre ich meinen Freunden und den Genossen, welche mir persönlich bekannt sind, daß ich mit der im Prozeß Heinze erwähnten Familie Uthes in keiner Weise etwas zu thun habe. Albert Uthes, Hausdiener, Lankwigstr. 14. Der Transport eines todten Walfisches von Hamburg nach Berlin dürfte dem Führer einer Hamburger Schute recht theuer zu stehen kommen. Die Schute, welche mit feinem Steuer versehen war, wurde von dem Dampfer" Ella" geschleppt und schlängelte infolge dieser mangelhaften Ausrüstung und Bedienung hinter dem Dampfer bald nach rechts, bald nach links her, so Polizeibericht. Am 29. v. Mts. Vormittags stürzte der daß sie mehrere Fahrzeuge, welche ihr entgegen famen, beschädigte. Laufbursche Marilge vor dem Hause Kronenstraße 48 mit seinem Besonders schwerer Schaden wurde bei der nahe Oranienburg Dreirad und brach den linken Arm. Er wurde nach der Charitee belegenen Binnower Schleuse dem Kahne des Schiffers Strugal gebracht. Nachmittags und Abends fanden in der Fruchtzugefügt, so daß das Fahrzeug sofort in Reparatur genommen straße 46 und Grünthalerstraße 66 zwei kleinere Brände statt. werden mußte. Sämmtliche Führer der beschädigten Rähne haben Antrag auf Schadenersatz gestellt. Den Schwalben scheint es in diesem Jahre bei uns besonders gut zu gefallen; denn noch gestern konnte man größere Flüge derselben an der Jungfernhaide und bei Pankow wahrnehmen. Im vorigen Jahre verschwanden sie in der Zeit vom 8. bis 10. September vollständig. Gerichts- Beitung. Mordprozeß Heinze. Dritter Tag. Zeuge: heute einen anonymen Brief erhalten, in welchem der jetzt in Amerika weilende Randel verdächtigt und hinzugefügt wird, daß derselbe eine Kopfwunde gehabt und dieselbe fälschlich durch Aufschlagen auf eine Bordschwelle erklärt hat. Präs.: Rönnen Sie das beschwören?- 3euge: Mit reinem Gewissen! Handelsmann Georg Krafft, ein Mann der vielfach und zuletzt mit 10 Jahren Zuchthaus wegen schweren Diebstahls vorbestraft ist, seit 1888 aber sich tadellos hält, bekundet, daß die Heinze, welche sich während der Haft ihres Mannes einen anderen Bräutigam angeschafft hatte, mit ihrem Manne in Streit ge rathen war und ihn mit einer Flasche in's Gesicht schlug, so daß er blutete. Der Angeklagte Heinze hat aber gar nichts dagegeir gethan und auf das Befremden des Zeugen geäußert:„ Ich muß mich vor meiner Frau fürchten, ich muß schweigen!" Die Angeklagte erklärt, daß ihr Mann sich wohl deshalb vor ihr fürchtete, weil er Angst hatte, wegen Ruppelei' ran zu tommen". " Steinsetzer Albert Feige aus Plößensee: Die Heinzes hauten sich mal ganz mörderlich; Frau Heinze nahm' ne Waffe.c flasche un haute ihren Mann ins Gesicht, daß er blutete, wie' n Schwein. Er war aber ganz still, so daß ich noch zu ihm sagte: Weißt, das begreife ich nicht. Wenn meine Frau so etwas machte, dann kriegte sie von mir eins gegen den Regel! Er aber sagte blos: Das darf ich nicht, denn sonst bin ich nicht meines Lebens sicher! Der Zeuge bekundet ferner einige Vorfälle, in denen Heinze die Befürchtung aussprach, daß Leute, die hinter ihm hergingen, Kriminalbeamte sein könnten. Frau Heinze erläutert dies dahin, daß ihr Mann jedenfalls Furcht hatte, wegen Diebstahls festgenommen zu werden. Wo kommen alle die Spinnen um diese Zeit her? Es Nachdem der Präsident die Sigung um 91/2 Uhr eröffnet hat, läßt sich nicht sagen, wie viel jetzt gesponnen wird. Man muß wird mit der Vernehmung derjenigen Zeugen begonnen, in deren Frau Elise Schneidt geb. Boas, eine 19jährige hinausgehen ins Freie, ehe der Thau von der Sonne fort- Beisein die Angeklagte Frau Heinze ihrem Ehemanne verdächtige genommen ist, und dazu braucht man schon nicht gar zu frühe Worte ins Gesicht geschleudert hat. Die unverehelichte Martha Kutscherfrau, hat 1888 vorübergehend bei Heinze's gewohnt und mehr aufzustehen. Dann erglänzen alle die sonst unsichtbaren Fiebig hat bei den Heinze'schen Eheleuten in der Schwedter- scheint der Gegenstand unbegründeter Eifersucht der Frau Heinze Gespinnste in den Gesträuchen und am Boden wie zartes blinken- straße gewohnt, als Heinze nach seiner ersten Verhaftung in der gewesen zu sein, wie aus folgender Befundung hervorgeht: des Schleiergewebe. Andere Spinnen arbeiten im Walde und Braun'schen Mordsache wieder auf freien Fuß gesetzt worden Eines Tages stand ich und brannte mir die Haare. Da tam spannen zwischen den Stämmen die Leinen, an denen Elfchen war. Die Zeugin erzählt, daß Streit und Schimpfereien zwischen Frau Heinze reingestürmt und wollte mich mit einer Bierflasche ihre Wäsche aufhängen können. Viele der feinen Gewebe und den Heinze'schen Eheleuten an der Tagesordnung war. Bei einer schlagen, weil sie meinte, ihr Mann hätte etwas mit mir vor. oft die Künstlerinnen selbst, welche sie angefertigt haben, nimmt solchen Gelegenheit habe die Heinze ihrem Manne die Worte und dabei habe ich gar nicht daran gedacht, ich war ja noch ein Mit mir kannst Du es nicht so machen, so junges Ding!" Ich bin vor Angst in bloßen Hemdsärmeln man wider Willen beim Wandern mit dem Hut mit. Wenn sie zugerufen: Die Angeklagte Heinze, herunter gerannt und habe gehört, wie Frau Heinze ihrem Stimme hätten, würde man im stillen Walde viele Rufe des wie mit dem Wächter Braun!" Unwillens über die Zerstörungen, die man anrichtet, zu hören welche heute bedeutend wohler aussieht, wie in den ersten Tagen Manne zurief: Warte man, Du bist der Mörder des Braun, bekommen. Im Hause lauern die langbeinigen sogenannten der Verhandlung, springt bei dieser Bekundung der Zeugin ich werde es schon sagen!" und er sagte darauf: Na, dann ich Weberknechte, die in der Frauenwelt sehr gefürchtet wer- lebhaft auf.„ Herr Präsident", erklärt sie, das ist nicht richtig. nicht allein, dann bist Du die Komplize!" den, obgleich sie ganz harmlos sind. Anfangs verhalten Wahr ist es, daß ich meinen Mann häufig geschimpft habe. Ich Gelegenheit hat die Zeugin gehört, wie Frau Heinze sagte: sie sich dem Menschen gegenüber abwartend, wenn sie sich habe wohl häufig gefagt: Du Hund verfluchter, wenn ich Dich Du willst es wohl mit mir so machen, wie mit dem aber von ihm bedroht fühlen, reißen sie aus, so rasch sie tönnte auf die Seite bringen, dann thäte ich es. Er hat mir Braun? Morgen bin ich auf dem Kriminal und zeige Dich an?" Bei unsanfter auch manchmal zu sehr zugesetzt. Ich streite auch gar nicht, daß Darauf soll der Angeklagte Heinze geantwortet haben: Ich nicht mit ihren langen dünnen Beinen es vermögen. Berührung aber geht ihnen leicht eines oder das andere ihrer ich manchmal mit dem Gedanken umgegangen bin, meinen Mann allein, Du auch!"- Das vom verstorbenen Untersuchungsrichter Andere zu vergiften, ich habe dies auch an verschiedene Beugen gesagt, Hollmann aufgenommene Protokoll über die erste Vernehmung Beine, die nicht sehr fest am Körper fißen, verloren. " " Bei anderer werden. Nach kurzer Pause wird die Verhandlung wieder aufgenommen. Der Vorsitzende befragt die Angeklagte Heinze eindringlich, ob sie auch wirklich im Stande sei, der Verhandlung zu folgen. Angefl.: Ich werde mich zusammennehmen. Präs: Ich muß die volle Gewißheit haben, daß Sie mit voller Klarheit der Verhandlung folgen können, sonst muß ich die Verhandlung gegen Sie aussehen und gegen Ihren Mann allein verhandeln. Frau Heinze: Das würde doch zu schwer sein, zweimal zu verhandeln. Präs.: Das ist feineswegs zu schwer. Wenn Sie nicht folgen können, dann werde ich allein mit Ihrem Mann verhandeln und Ihre Sache wird in einer späteren Schwurgerichtsverhandlung verhandelt werden; wann dies sein kann, wird von Ihrem geistigen und körperlichen Befinden abhängen. Können Sie also der Verhandlung folgen? Angek: Ja. Der Der Bettgif, tin Jahre 1888 enthält noch weitere Wahrnehmungen und zu einer Klage keine Veranlassung gegeben hat. Auch der hat er fast täglich auf seine Frau geschimpft. Er hat auch der Zeugin. So namentlich, daß die Heinze's oft innere Unruhe Aufseher Krüger, unter dessen besonderer Beaufsichtigung Heinze Spezialitäten von den Vorgängen bei dem Morde erzählt, so zeigten, daß fie manchmal Nachts aufstanden und daß Frau Heinze, während seiner langen Untersuchungshaft gestanden hat, giebt namentlich, daß der Wächter vor dem Gitter mit dem Schlagring als Schuhleute erschienen und sie verhafteten, zu der Zeugin ihm das Zeugniß, daß er sich in der Haft sehr anständig" be- abgemurkst sei und man die Leiche dann über den Zaun gegesagt habe: Paß auf, Anna, das ist die Geschichte vom Sep- tragen hat. schmissen habe. Angeklagter Heinze erklärt dies Alles für tember!" Die Zeugin bestreitet aber, solche Aussagen gemacht Der Zeuge Piester tritt nochmals vor und sagt Folgendes Lügen. Er habe blos mal dem Luft gesagt, daß er vielleicht mal zu haben. Frau Heinze, welche dazwischen gerufen hatte:„ Die aus: Die Frau Heinze behauptet, daß sie niemals Tabak gehabt mit Siefert nach Hamburg gehen würde, denn die Berliner Leute wollen Einen ja mit Gewalt reinlegen!", erklärt" bald hat; das ist aber nicht wahr. Ich weiß, daß sie eine Dose ge- Polizei zieht blos an' ne Gummistrippe, dann ist man wieder darauf, daß sie es höchstens noch eine Stunde aushalte, bricht in führt und auch manchmal eine Prise angeboten hat. Der Tabat drin. Wenn ich von Berlin wegkomine, dann gehe ich Allem frankhaftes Schluchzen aus und muß aus dem Saale geführt war braun und nicht etwa Schneeberger. Für gewöhnlich hat ja aus dem Wege, meiner Frau und Allem. Frau Heinze( dadie Heinze nicht Tabak geführt. zwifchenrufend): Dann wäre ich Dich endlich losgewesen! Frau Heinze: Ter Mann will mich ja blos' reinlegen. Vertheidiger Dr. Ballien theilt hierauf mit, daß er einen Der ist ja blos gieprig auf die 1000 M. Belohnung. Wahr ist, anonymen Brief erhalten habe, in welchem Hermann Randel daß mir die Frau Otio, die mal bei mir gewohnt hat, eine Schnupf- dringend des Mordes verdächtigt und darauf hingewiesen wird, tabakdose geschenkt hat, in welcher sich ein fleiner Rest Schnupf- daß derselbe um die Zeit des Mordes eine Kopfwunde gehabt tabak befand. habe. Frau Heinze behauptet nun, daß dieser Randel sich hier im Ein Geschworener macht darauf aufmerksam, daß nach der Zuschauerraum befinde.( Sensation.)- Frau Heinze( nach dem Behauptung des Zeugen Bellevue die Heinze den Schnupftabat Zuschauerraum zeigend): Da hat er eben hinten an der Wand in der einen Rocktasche bei sich getragen habe. Er beantragt, den gestanden!( Aufregung.) Der Vorsitzende ordnet an, daß die in Gerichtsgewahrsam befindlichen Rock der Frau Heinze darauf Thüren geschlossen werden und mehrere der Zeugen, welche den hin zu untersuchen. Blandel kennen, durchmustern die Reihen des Publikums, tönnen Frau Otto, eine Kontrolldame, bestätigt, daß sie eine aber von Randel nichts entdecken. Eine Frau aus dem Publikum erSchnupftabatdose besessen, welche sich im Jahre 1890 die Heinze klärt jedoch, daß sie gestern einen Herren bemerkt habe, den sie enthatte schenken lassen, weil sie dieselbe nach Blößensee hinein- fchieden für Randel hielte, und der auch heute Vormittag anschicken wollte. Die Zeugin Hahn hat der Zeugin gesagt, daß wesend gewesen sei. Die gesuchte Person wird im Zuhörerraum sie der Schwester den Mord nicht zutraue, wohl aber dem nicht entdeckt, die Angeklagte Heinze muß sich geirrt haben. Der Zeugin Emma Meyerhöfer geb. Fiebig hat, als sie noch Heinze. Präsident betont, daß ihm am 23. d. M. ein anonymes Schreiben unverheirathet war und den Geschäften der Straße oblag, bei Medizinalrath Long wird beauftragt, sowohl den Schlaf- sugegangen sei, in welchem der Schlächter Randel der That verHeinze's gewohnt. Sie erzählt: Eines Sonnabends ging Heinze rock der Heinze, als auch den Rock des angeklagten Che- dächtigt werde. Derselbe müsse noch eine Narbe von dem Säbelrunter und sagte zu seiner Frau: Anna, Du ißt ja gerne Knob mannes nach etwa vorhandenen Resten von Schnupftabat zu hieb des Nachtwächters Braun auf dem Kopfe haben. Der Brief länder! Er kam dann mit ein Paar falten Knoblauchswürsten untersuchen. ist der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt worden, die herauf, gab aber nur eine seiner Frau und die andere dem Bengin Agnes Schulte, ebenfalls unter fittenpolizeilicher angestellten Ermittelungen haben aber das Grundlose dieser BeMeyerhöfer, welcher jetzt mein Mann ist. Darüber kam es zum Kontrolle stehend, hat im Jahre 1888 bei Heinze's in der Mulad zichtigung ergeben. Krach und sie sagte: Jezt gehe ich hin und sage Alles. Dir straße gewohnt, d. h. bevor die Angeklagten in Untersuchungshaft Arbeiter Upmeyer: Ihm hat während der gemeinschaftwird die Kohlrübe abgehauen und ich friege 15 Jahre!" Sch tamen. Sie hat nie bemerkt, daß Schnupstabak im Hause war lichen Haft Heinze die ganze Geschichte seiner ersten Verbin dann herunter gegangen auf die Straße, und wie ich später oder daß Frau Heinze, wenn sie ausging, Schnupftabat mitnahm. haftung in dieser Mordssache erzählt. Heinze hat ihm dabei herauf fam, erzählte mir Meyerhöfer, welcher jetzt mein Mann Die Angeklagten schlugen sich häufig und jedesmal, wenn die Frau zugegeben, daß er allerdings ein blutiges Hende gehabt ist, daß sich inzwischen die Frau Heinze aufgehängt hat. Sie dabei losschrie:" Du willst es wohl mit mir so machen, wie habe, das Blut aber von einer Schlägerei mit seiner Frau hers war aber von Heinze und Piester wieder abgeschnitten worden. mit dem Nachtwächter Braun?" dann wurde der Angeklagte rührte. Da er von dem Untersuchungsrichter über das Feuer in Nachher hat sie sich aus dem Fenster stürzen wollen, aber Heinze ganz still und ließ von der Ehefrau ab; doch bestätigt die Zengin, der Nacht befragt worden sei, habe er gesagt, er habe mit Hobelsprang zu und zog sie an dee Füßen wieder zurück. Der Vor- daß die Angeklagte immer nur schimpfte, wenn sie wüthend war. spähnen Feuer gemacht, um Wasser für seine Frau zu kochen. sigende konstatirt aus den Akten, daß die Zeugin früher von der Vor dem Braun'schen Morde hat sie nur" Strolch, Ludewig" Er habe dann auch erzählt, daß eine Jüdin schlecht gegen ihn " Kohlrübe" nichts gesagt, sondern die Entwicklung des Streits und dergleichen geschimpft. Nach dem Braun'schen Morde hat ausgesagt und behauptet habe, sie habe ihn über das Gitter des damals etwa so geschildert hatte: Frau Heinze habe ihrem Manne sie dann in der geschilderten Weise geschimpft, und die Zeugin Stirchparts steigen sehen und er habe hinzugesetzt: Noch eine gedroht: Warte nur, Du verfl. Ladewig, nun gehe ich hin und hat sich gedacht, die Angeklagten würden wohl bei dem Mord solche Beugin, dann hätte ich meinen Kopf verloren." Der zeige Dich an, daß Du den Braun todt gemacht hast," worauf betheiligt sein.- Frau Heinze: Die Beugin weiß genau, wie Heinze habe dann auch noch davon gesprochen, daß es sehr er erwiderte:„ Na, Du alte T.... tommst doch mit' rein, Du frank ich damals war und wird sagen können, ob ich Kraft hatte, schwer sei, einen Leichnam an einem Baum aufzu warst ja auch dabei!" Nach der früheren Aussage der Zeugin einen Mord zu begehen. Präs.: Aber, Frau Heinze, auf hängen. Zeuge bestätigt, daß Heinze immer soll die Angeklagte dann unmittelbar vor ihrem Ver- die Straße sind Sie doch nächtlicher Weile auch in Ihrem frank- seine Unschuld versichert und sich auch einmal bei dem such, sich aus dem Fenster zu stürzen, gesagt haben: haften Zustande gegangen. Angeklagte: Herr Präsident, Aufseher darüber beschwert habe, daß ihn die Mit" Ich will nicht mehr unter Den Leuten leben, was soll man machen! gefangenen wegen des Braun'schen Mordes hänselten. Angell. meinen Ropf soll kein anderer kriegen!" Präsident: Es folgt nun als neuer Abschnitt die Vernehmung der früheren Heinze: Da muß ich doch sagen, daß das alles Schwäßerei Zeugin, Sie sehen, das Klingt doch in einigen Punkten ganz Mitgefangenen des Angeklagten einze. ist. Ueber den Braun'schen Mord hatte ja so viel in den anders. Zeugin: Na, da fehlt doch blos die Geschichte von Maler Johann Siefert ist bis zum April 1890, bis wohin Beitungen gestanden und in Plößensee hatten die Leute Alles geden Knobländern! Präsident: Die Knobländer intereffiren er eine sechsmonatige Gefängnißstraße verbüßte, in Plößenfee mit lesen, sogar im 3- Flügel, wo die Mastirten siten, haben sie uns weniger als die Kohlrübe!- Die Zeugin bleibt aber da Heinze zusammen gewesen und hat in der Lackirerwerkstatt mit Alles gelesen. Wie ich nun nach Plößensee tam, haben mich bei, daß die Aeußerung von der Kohlrübe und den 15 Jahren demselben an einem Tisch gearbeitet. In seinem Betragen und natürlich meine Bekannten gefragt: Hermann, wie bist denn Du Buchthaus gefallen sei. Frau Heinze: Die Person lügt hier Verhalten ist dem Zeugen nichts aufgefallen. Als er im Früh- eigentlich in die Sache reingekommen und da haben wir über Alles, was sie sagt. Die ist mir feindlich gesinnt, weil sie ein jahr 1890 aus seiner Haft entlassen war, hat er, wie er vor dem den Mord hin und her geredet und dabei habe ich auch Verhältniß mit meinem Mann hatte. Zeugin: Na so was! Untersuchungsrichter ausgesagt hat, eines Tages gegen 5 Uhr gesagt, daß nach meiner Meinung ein Mann einen Ich habe nie etwas mit dem Mann vorgehabt.- Präsident: den Besuch des Heinze erhalten, der ganz durchuäßt war, als schweren Leichnam nicht aufzuhängen vermag. Frau Heinze Das wollen Sie ganz bestimmt bestreiten? 3eugin: Ich wenn er im Wajjer gelegen habe und etwas angetrunken war. erklärt, daß ihr Mann zwar sehr viel lügt, aber in Bezug auf habe ja meinen reellen Bräutigam gehabt und blos Heinze habe sich auf sein Bett gesetzt und sei offen- das blutige Hemde doch die Wahrheit gesagt habe. der Zeit, 100 feine Frau in Haft war, sind bar find bar sehr aufgeregt gegen seine Frau gewesen, denn Dem Arbeiter Hermann Scheib ist es aufgefallen, daß ich und noch drei Mädchen zu ihm wie eine Mutter er sagte: Gie poussire mit einem Jungen und jetzt, der Angeklagte im Gefängniß oft sehr niedergeschlagen war, sich gewesen. Das war Alles. Hier springt der Angeklagte Heinze wo der Junge in Hast fizze, habe sie schon wieder meist für sich hielt und auch manchmal weinte. Er habe auch sehr empört auf und fragt die Zengin, ob sie denn Alles ver- einen andern. Er hat dann auch noch gesagt, daß er mal von häufig über die Einzelheiten des Mordes gesprochen und ist dann gessen habe, namentlich eine Geschichte in einer jetzt abgebrannten seiner Frau beauftragt worden sei, bei einer Sache aufzupassen, gewarnt worden, weil ein Ausseher sich immer etwas aufschrieb, Mühle? Die Zengin erklärt darauf, daß sie nun, wo sie an er habe es auch gethan; es sei ein Schlosser und ein Tischler wenn Heinze vom Morde sprach. Da soll Heinze gesagt haben: die Mühle erinnert werde, ihr Leugnen bezüglich der engeren dabei gewesen, ihm habe es aber zu lange gedauert und er sei„ Na, der tann lange warten, ehe ich noch was sage, von dem Beziehungen zu Heinze nicht aufrecht erhalten könne. Das Wort- fortgegangen. Später hat er noch hinzugefügt: Ich bin zu auf- lasse ich mich nicht fangen!" Ein andermal hat er gefagt: gefecht, welches sich zwischen ihr und dem Angeklagten Heinze gebracht auf meine Frau, jetzt ist es aus mit mir!-Angekl.„ Kinder, Ihr glaubt gar nicht, wie schwer es ist, entspinnt, wird von der Zeugin mit lautester Stimme und größter Heinze: Das muß ich widerstreiten, daß ich betrunken war. einen ,, todten Leichnam" aufzuhängen." Der Zeuge hat Bungengeläufigkeit geführt. Angeklagte Frau Heinze: Das Gin Betrunkener kann einem Anderen nicht die Haare schneiden ihn dann gewarnt, doch nicht so etwas zu sprechen, da er sich ist ja Alles Lüge. Ich widerstreite nicht, daß ich, wenn ich in und ich habe Siefert an jenem Tage die Haare geschnitten und damit das Genick brechen könnte, worauf der Heinze antwortete: die Wuth kam, meinen Mann Wächtermörder" genannt habe, wir haben eine Weiße dabei getrunken. Frau Heinze: Wenn Na, Kinder, vor Euch brauche ich doch keine Furcht zu haben, aber das war blos so'ne Angewohnheit von mir. Ich kann ganz mein Mann sagt, ich habe damals poussirt, so lügt er, wie groß er ist. ihr legt mich doch nicht rein. Weiter hat er erzählt, der Wächter rein sagen, daß weder mein Mann noch ich was von der Auch Siefert lügt. In der Wahrheit ist blos, daß Siefert mal Braun sei immer sehr strenge gewesen und da haben ihm gewiß Braun'schen Sache weiß. Der Mann der Zeugin ist in der Braun'schen Sache auf dem Kriminal gewesen und an einige eins versetzt; sie wollten es vielleicht nicht so arg machen, auh blos ein Zuhälter. Arbeiten ist da nicht.( Mit einer demselben Tage ist er bei mir gewesen und hat mir erzählt, daß als er aber dann todt gewesen, haben sie ihn aufgehängt, Enigenden Bewegung zu dem Angeklagten Heinze): Kollege von die Sache nun doch wohl schief gehen würde. Da habe ich ge- um so zu thun, als ob er sich selbst gemordet hätte. dem da!" antwortet: Lassen Sie mich mit Braun zufrieden, ich habe nichts Giner allein fann es nicht gewesen sein, wer weiß aber, Die Vernehmung des folgenden Zeugen, Möbelpolier Emil dabei zu befürchten, denn ich bin unschuldig bei der Sache; ich wo die sind, die sind vielleicht über alle Berge. Seine Bellevue, nimmt längere Zeit in Anspruch. Er bringt gegen bin schon einmal darum verhaftet gewesen und gehe ruhig noch Frau, so hat Heinze dann weiter erzählt, hatte zuerst die Angeklagte Heinze verschiedene belastende Behauptungen vor.' mal rein, denn mir kann nichts passiren. Auf Befragen des schlecht gegen ihn ausgesagt, und wenn sie nicht die ganze Sache Er giebt an, daß er vor der Verheirathung der Frau Heinze Bertheidigers giebt Zeuge zu, daß er einmal wegen Verwundung retour genommen hätte, dann wäre es sehr schlimm für ihn geetwa 10 bis 12 Jahre mit ihr gelebt hat, abgesehen von den eines Nachtwächters bestrast ist. Frau Hahn, nochmals vor- worden, dann wäre wohl seine Kohlrübe herunter. Heinze hat Zeiten, die er im Gefängnisse hat zubringen müssen. Einige Beit gerufen, bestätigt durchaus die Darstellung, welche die Angeklagte aber auch diesem Zeugen gegenüber seine Unschuld betheuert. nach dem Braun'schen Morde habe die Heinze eines Tages ihre von den Aeußerungen des Beugen gegeben. 3euge: Dann Ueber seinen Aufenthalt in der Mordnacht hat Heinze folgendes Mutter zu ihm geschickt mit der Bitte, er möge die Heinze muß ich im besoffenen Zustande gewesen sein.-Präsident: erzählt: Seine Schwägerin habe in dieser Beziehung eine zweidoch besuchen. Er habe die Bitte erfüllt und die Heinze Haben Sie oftmals besoffene Zustände? 3eugin: Na, wie deutige Aussage gemacht. Er selbst habe auf Gericht gesagt, daß weinend in ihrer Wohnung angetroffen. Auf seine Frage, das so kommt. er in der Kammer feiner Schwägerin geschlafen habe. In Wirk was ihr fehle, habe sie gesagt:" Ach laß nur, seitdem Du ver- Zeuge Hermann Doß hat mehrere Monate in Plögensee lichkeit habe er aber da gar nicht geschlafen, sondern er sei erst heirathet bist, fann man Dir gar nichts mehr anvertrauen." wegen Körperverletzung zubringen müssen, während auch Heinze furz vor seiner Frau nach Hause gekommen.- Frau Heinze: Schließlich habe die Heinze doch Andeutungen gemacht, daß sie dort Gefangener war. Der Letztere soll nach der Ansicht des Mein Mann lügt ja, so lange er existirt. So viel wie ich von dem Braun'schen Mord wisse und eine Schilderung von dem Zeugen vorzugsweise mit denjenigen Gefangenen verkehrt und gehört habe, haben die Mannspersonen in Plößenfee Borgange in jener Nacht gegeben. Auf die Frage des Zeugen, ich unterhalten haben, welche zur Klaffe der zuhälter gehörten. aus Spiritus Schnaps gemacht und sind alle Tage betrunken ob der Wächter sich denn nicht gewehrt habe, sei ihm von der Es sei häufig vom Braun'schen Morde die Rede gewesen. Heinze gewesen. Beuge Siefert: Das ist ja richtig, daß wir alle Heinze die Antwort geworden:" Der konnte nicht, der hatte habe gesagt, daß er es seiner Ehefrau zu verdanken habe, daß er Tage Schnaps zu trinken hatten; der wird immer von einem genug mit dem Schnupftabat zu thun." Er habe sie weiter aus vier Monate unschuldig in Untersuchungshaft habe ſizen müssen; zum andern verschoben. Angefl. Heinze: Da kann ich sogar horchen wollen, wer bei der That betheiligt gewesen, aber sie wenn er hinauskomme, werde er seine Ehefrau verhauen. Auf sagen, daß, wie ein gewisser Jab, der jetzt in der Steinstraße habe ihn mit den Worten abgefertigt:" Ich könnte Dir Manches die Frage des Vertheidigers, wie es möglich sei, daß sich die eine Restauration hat, ganze große Flaschen feinsten Likörs erzählen, aber wenn Du nichts weißt, fannst Du auch nichts ver- Gefangenen in Plößensee unterhalten fönnen, erklärt der Zeuge: hineinbekommen hat. Frau Heinze: Ich habe auch ganze rathen. Der Zeuge Bellevue schildert die Angeklagte als eine Es sind Käfige, worin wir sißen. Des Sonntags kommen wir Flaschen voll hineingebracht. Ein Geschworener wünscht äußerst heftige Person, die in ihrer Wuth zu Allem fähig aus den Käfigen heraus und können eine Zeit lang, gegen achtzig zu wissen, ob er recht gehört, daß diese Schmuggeleien fei. Als er noch mit derselben zusammen lebte, sei sie in einer Mann start, zusammen promeniren. im töniglichen Strafgefängniß zu Plößensee vorgekommen Nacht mit einer Uhr zu Hause gekommen, die sie ihrer Angabe Zeuge Louis Freudenhammer, ebenfalls ein früherer sein sollen sollen und er erhält eine bejahende Auskunft. nach einem Herrn gestohlen habe. Sie habe erzählt, daß sie Mitgefangener Heinze's, bekundet, daß der Letztere sich des Tags Ein Zeuge Meirner, welcher aushilfsweise in der Kanzlei in demselben Schnupftabat in die Augen gestreut habe. Die An- über nie über die Strafthat ausgelassen, wegen der er im Ge- Blößensee gearbeitet, ist von Heinze gefragt worden, ob ein getlagte habe stets Schnupftabat bei sich geführt, den sie bei ihren fängnisse saß, aber des Abends, wenn fie im Bette Mann, der schon einmal verhaftet und wieder freigelassen worden, Diebstählen zur Anwendung bringe. Der Präsident ermahnt den lagen, habe Heinze bisweilen erzählt, daß er wegen des in derselben Sache noch einmal eingezogen werden könne. Der Zeugen au das Eindringlichste, nicht mehr zu behaupten, wie er Braun'schen Mordes unschuldig size. Er habe dies Zeuge hatte dies bejaht. Da er aber hörte, daß Heinze dem unter seinem Eide verantworten könne. Der Zeuge bleibt dabei, seiner Frau zu verdanken und wvenn er auch wieder Braun'schen Morde nicht fern stehen solle, so hat sich Zeuge, der daß er die reine Wahrheit gesagt. Die Angeklagte Heinze er herausgelassen werde, er müsse befürchten, daß das A. auf die Belohnung lüstern war, mit einem Privatdetektiv in Verflärt alle Bezichtigungen des Zeugen Bellevue für eitel Lügen. ihn immer wieder hineinschieben werde." Der Vertheidiger, Rechts- bindung gesezt und sich bei der Hahn einquartirt, um möglichst Sie könne feinem Hunde etwas zu Leide thun, Bellevue habe anwalt Ballien, fragt den Zeugen, ob er die letzte Aeußerung etwas zu erfahren. Es war aber vergeblich. Der Zeuge ist auch mal dagegen fein ,, menschliches Gefühl", er könne einen Hund gegen des Heinze auf den Braun'schen Mord bezogen habe, oder ob mit der Frau Heinze mit zum Sühnetermin gegangen, als dieeinen Laternenpfahl todtschlagen. Der Zeuge fagt trocken: Das Heinze nicht ebenso gut habe andeuten wollen, daß seine Ehefrau selbe die Ehescheidung eingeleitet hatte. Er hat ihr gerathen, thue ich. ihn überhaupt anderer Etrafthaten bezichtigen und ihn dieserhalb wenn sie etwas auf dem Gewissen habe, dann lieber Die Auseinandersetzungen zwischen Frau Heinze und den ins Gefängniß bringen würde. Die Antwort des Zeugen erregt von der Ehescheidung Abstand zu nehmen, Frau Heinze be Zeugen sehen sich noch eine Weile in ziemlicher Heftigkeit fort: im Publikum so große Heiterkeit, daß der Präsident unter der hauptet aber, daß sie die Ehescheidung eingeleitet hat. Dem Frau Heinze: Das ist ja ein so brutaler Mensch, das ist gar Androhung, sonst den Zuhörerraum räumen lassen zu müssen, zur Zeugen ist es aufgefallen, daß die Heinze niemals vom Braun'schen nicht zu sagen. Einmal hat er mir hier die ganze Nase entzwei Ruhe ermahnt. Der Zeuge erwidert nämlich: Ja, perr Ver- Morde gesprochen habe. geschlagen und einen Zahn eingehauen und so I che Augen habe theidiger, darauf kann ich Ihnen feine Antwort geben, ich bin ja Der nächste Zeuge, Maler Carl Stren, ebenfalls ein Mitich gehabt! Ich bin dann von ihm ausgerückt. Ein anderes Mal selber gespannt darauf, wie es kommen wird. gefangener, hatte in der Voruntersuchung eine schiver belastende hat er mich genommen und hat mich aufgehängt. Solch' Mensch Fabritarbeiter Luft, gleichfalls ein ehemaliger Mitgefangener Aussage gemacht, ist aber jetzt so unsicher und zurückhaltend, daß ist das! Auf dem Rücken habe ich eine Narbe wie ein Markstück in Plößenfee, hat vom Angeklagten Heinze manchmal gehört, daß der Vorsitzende aufs Ernstlichste wiederholt den Zeugen auf die groß!-8euge: Sie hat mal gedroht, daß sie mich betrunken er in der Braun'schen Sache unschuldig sei und ein anderes Mal Strafen des Meineides aufmerksam machen muß. Nur ganz langmachen und dann auf's Feld schaffen und kalt machen lassen habe er geäußert, man könne ihm Nichts beweisen. Heinze hat sam und unter unfäglichen Schwierigkeiten wird aus dem Zeugen Präs.: Nun, das wäre ja ein Grund mehr, aus dem Zeugen ferner erzählt, daß der Sohn des Gastwirths Randel, Folgendes herausgeholt: Er hat den Heinze gefragt, wie es welchem Sie einen Haß auf die Angeklagte haben könnten. welcher Schlächter war, den Wächter Braun sehr auf dem Zuge wohl bein Morde zugegangen fei und Heinze hat 3euge: Ich habe doch geschworen, daß ich nichts verschweigen hatte, weil er so viele Anzeigen machte und daß der Wächter darauf geantwortet:" Ihr glaubt gar nicht, wie schwer es ist, soll, und wenn ich dies nicht sage, dann bringen sie mich vielleicht Braun von drei Leuten sehr gehaßt werde, weil er so viele solche Leiche aufzuheben!" Der Zeuge hat dann, wie es in dem wegen Meineids' ran. Frau Heinze: Das ist nämlich dem Frauenzimmer arretirte. Heinze hat weiter erzählt, daß, wenn Protokoll über seine erste Bernehmung, die der Zeuge jetzt vielfach berüchtigten Palliſadenkarl sein Sohn, von dem so viele Berichte er seine Strafe abgesessen, er aus Berlin weggehen wolle, denn abschwächt, gesagt:„ Na, dann bist Du wohl dabei gewesen?" find. Na, nun wissen Sie's! der Boden werde ihm zu heiß unter den Füßen. Wenn Heinze habe dann geantwortet: Nein, es ist ja Schlägerei geEs werden mehrere Zeugen vernommen, welche dem An- auf den Nachtwächter Braun die Rede kam, hat der wesen!" Am Tage nach dem Morde sei sein Vorhemd ganz geklagten bestätigen, daß derselbe zeitweise bei ihnen gearbeitet Angeklagte immer die Augen niedergeschlagen, im übrigen blutig gewesen, er habe es sofort ausgezogen und neue Wäsche wird. angelegt. Heinze habe dann von der Kirche etwas gesagt und 1 Soziale Uebersicht. genommen; Die heutige öffentliche Versammlung der Maler, Lackirer, erzählt, daß er einen Manschettenknopf verloren habe, wenn der des letzten Briefes ein Bouquet aufgellebt war, schließt er die des Junkereinflusses zu Konflikten innerhalb der besitzender Nachdem der Vorfihende noch mitgetheilt, daß in der Ecke halten. Redner meint nun, daß gerade die Ueberspannung nur nicht gefunden wird!" Der Zeuge hat dann geant- Sigung nach 8 Uhr. wortet, wenn er den Knopf bei einer Schlägerei verloren, Klassen Deutschlands führen werde: der industrielle Besitz so sei es doch kein Unglück, wenn der Knopf gefunden würde, werde sich mit dem agrarischen zu messen gezwungen worauf Heinze erwidert haben soll: Es wäre mir doch nicht sein, weil der industrielle Kapitalist billige Lebensmittel brauche. lieb. Heinze habe dann bei weiteren Gesprächen noch erzählt: Dieser Kampf wird auch die ländliche Bevölkerung in tiefgehende Der Wächter hat mit einer Flöte"( Stück Eisen) eins über Regung und Bewegung versetzen, er wird dadurch auch eine die Platte bekommen und er habe dann nur noch 4 Minuten ge= wesentliche Voraussetzung für das Umsichgreifen der Sozialdemo lebt. Ein Gefangener habe auch mal auf Heinze gezeigt und fratie auf dem Lande bilden. Wo Leben und Konflikt ist, wächst gesagt:" Das ist der, der in die Kirche einbrechen wollte", worauf An die Zimmerer Berlins! auch unaufhaltsam unsere Partei. Nach dem Vortrage, welcher Heinze lächelnd geantwortet habe:„ Na ja, da ist noch was zu fung der Zimmerer für Wedding und Gesundbrunnen befindet gelangte folgende Resolution einstimmig zur Annahme: Kameraden! Laut Beschluß der öffentlichen Bezirksversamm- bei der sehr gut besuchten Versammlung reichen Beifall fand, holen!" Auf die weitere Bemerkung des Beugen:„ Na, dann sich das Berkehrslokal obengenannter Bezirke bei dem Genossen Anstreicher und Berufsgenossen verpflichtet sich nach dem Borbist Du wohl bei dem Morde dabei gewefen?" Hat dann Heinze Wendt, Köslinerstr. 17. Daselbst werden geantwortet: Ach, laßt mich, ihr wollt mich blos foppen!" Als der Zeuge dann es für 1. alle Mittwoch von 8--10 Uhr Abends, sowie alle Sonntag trag des Genossen M. Schippel, energisch für die Aufklärung der gemein erklärt Mann erst todtzuschlagen und hat, dann aufzuhängen, einen von 9-11 Uhr Vormittags die freiwilligen Beiträge zum Landbevölkerung einzutreten, damit wir endlich die Macht der wortete. Seinze:" Er kann sich ja allein aufgehängt haben!" August Kalt( in Vertretung Karl Jänsch, Grenzstr. 6) entgegen- beutung des Menschen durch den Menschen aufhört. ant Generalfonds der Berliner Zimmerer von dem Vertrauensmann Kraut- und Schlotjunker brechen können und endlich die AusAuf die weitere Frage, warum wohl der Wächter Braun erUm dieses mordet sei, antwortete Heinze:" Der war ein ganz verfl.. zu verwirklichen, versprechen die Versammelten, mit' allen ihnen Schw der hat viele Mädchen arretirt!" Dann hat Zimmerer dieser Bezirke, welche der Kamerad Paul Schäffer, Sozialismus zur Durchführung zu bringen." 2. befindet sich dort die freie Arbeits- Vermittelungsstelle der zu Gebote stehenden Mitteln die Ideen des revolutionären er erzählt, daß sich seine Frau von ihm scheiden lassen wolle, Brinzen- Allee 61 vertritt; derselbe ist zur selben Zeit wie Kamerad weil sie sagt, sie habe einen Mörder zum Manne, auch von Jänsch daselbst anwesend.. Zum Punkt„ Verschiedenes" regte Kollege Schweizer an, daß der Kohlrübe hat er wieder erzählt, die ihm wohl abgehauen wenn im Jahre 1893 der Achtstundentag im Malergewerbe eins würde, wenn seine Frau die erste Aussage nicht retour ge- ganisation, hat die Pflicht, sobald er erfährt, wo Kameraden an- es nothwendig wäre, schon jetzt mit aller Macht in die Agitation Jeder Zimmerer dieser Bezirke, gleichviel welcher Dr- geführt werden sollte, wonach wir doch unbedingt streben müßten, nommen hätte. Der Zeuge will dann gesagt haben:„ Na, gestellt werden, dies umgehend dem Kameraden Schäffer oder einzutreten. In demselben Sinne sprachen sich noch mehrere die Kohlrübe muß doch gewiß herunter, denn dabei" bist aber dem Genossen Wendt kund zu thun. Kameraden, thue nun Redner aus und wurde dann der Beschluß gefaßt, in 14 Tagen Du doch gewesen"; worauf Heinze so seltsam gelacht habe, ein Jeder seine Pflicht! Erleichtert Guch gegenseitig das Arbeit- eine Bersammlung abzuhalten, welche die Tagesordnung führen daß der jehige Zeuge Scheib ihm sofort gesagt habe:" Schon aus fuchen, vergeßt den Generalfonds nicht. Es wird Zeit, daß wir soll:„ Wie stellen sich die Maler und Anstreicher zu der Eindiesem Lachen siehst Du, daß er der Mörder ist!"" Der Zeuge wieder Hand in Hand gehen. Der Winter mit seinen traurigen führung des achtstündigen Arbeitstages?" will schließlich bemerkt haben, daß der Heinze oft still und in sich Tagen steht vor der Thür; Ihr Alle wißt, wie man in solcher gekehrt war und als er bemerkt, daß ein Ausseher sich Notizen Zeit des Arbeitsmangels von den Unternehmern angesehen wird. machte, soll er gesagt haben:" Dazu ist der nicht schlau genug, Sobald das Angebot größer wird, drückt man unseren niedrigen um mich auszuhorchen!" suchung seine Aussage in dieser Form gemacht, jetzt bei der Ver- können wir jenem Druck einen Damm entgegenfeßen. Der Zeuge hat in der Vorunter Lohn noch mehr herunter. Darum handelt einmüthig, nur dann Die heute hier anwesenden Maler und Anfireicher vernehmung weicht er vielfach davon ab, erklärt aber schließlich pflichten sich, dahin zu wirken, daß auf allen von den Töpfern auf Vorhalten seines Protokolls, daß das die reine Wahrheit geDas Bureau oben genannter Versammlung. und Stuckateuren am 19. Oftober gesperrten Bauten auch die wesen fei. J. A.: Otto Dürre, Reinickendorferstr. 46d. Maler und Anstreicher die Arbeit mit niederlegen." Scheib, der vortritt, erklärt, daß er von alledem nichts ge Redner stellte sich bestimmt auf den Standpunkt, solle den Nürnberg, 28. September. Am 2. Verhandlungstage der Töpfern und Stuckateuren seitens des Malergewerbes in der hört habe und was Strey von ihm mit einflechte, entschieden nicht Generalversammlung der Krantentasse für Fenster- und Koatstorbfrage wirksam Hilfe gewährt werden, so wahr sei. Strey bleibt aber trotzdem dabei und bei diesem Frauen und Mädchen wurde, nachdem sämmtliche Mandate müßten unsere Berufsgenossen eventuell die Arbeit mit niederWiderspruch wünscht Rechtsanwalt Ballien das Gutachten des für giltig erklärt waren, und ein Antrag, von der Statuten- legen. Die Kollegen Hohlwvegler und Raschke sprachen im selben Medizinal Naths Long über den Geisteszustand des Zeugen.-berathung Abstand zu nehmen, abgelehnt worden, in diese ein- Sinne. Medizinal- Rath Long erklärt, daß nach seiner Meinung der getreten. Der Antrag die Statutenberathung zu vertagen, war Kollege Link meinte Beuge nur furchtsam sei. Rechtsanwalt Dr. Eoßmann damit begründet worden, daß nach dem Inkrafttreten der öffentlichen Versammlung der in dagegen, der der letzten gefaßte Beschluß, wonach erklärt, daß er bei dem offenbar sehr geringen Intellekt des Krankenversicherungs- Gefeßnovelle doch neue Statutenberathungen einem Streit in Beugen auf weitere Fragen verzichte. Streit in der Koakskorb- und Fensterfrage die Arbeiter Otto König, f. 3. Kalfaktor in Plößensee, hat stattfinden müßten. Streifenden materiell und moralisch sind, müsse genügen und befage dem Sinne nach ja dasselbe. Die unterstützen อิน einmal einen Bettel des Heinze an seine Frau einem Mitgefangenen Versammlung stand darauf davon ab, zu erklären, daß wo die Töpfer Schlächtergesellen Adolf Schulz zustecken müssen, welcher aus der und Stuckateure die Arbeit niederlegen, unsere Berufsgenossen das Haft entlassen wurde. Bei dieser Gelegenheit habe Heinze auch wieder die Geschichte von der„ Kohlrübe" und von der Retour Gleiche thun sollen. Von der nächsten Versammlung erwartet nahme der ersten Aussage seiner Frau erzählt und gesagt, man in dieser Angelegenheit ein günstigeres Resultat. Kollege Jablonsky machte noch die aus Ost- und Westpreußen gebürtigen er habe schon in Ketten gelegen. Kollegen auf den Verein der Ost- und Westpreußen aufmerksam. tehauptet, daß sie gar nichts retour Die Bersammlung schloß mit einem Hoch auf die internationale sondern immer dasselbe ausgesagt habe.- Angell. Heinze: revolutionäre Sozialdemokratie. Unter dem Gesang der Arbeiter Und ich hatte mir ganz einfach in meinen Gedanken zurecht Marseillaise verließen die Anwesenden den Saal. gelegt, daß meine Frau aus Rache mir erst etwas nachgesagt und dann, als sie selbst verhaftet worden, die Sache retour genommen hätte. Es wurde sodann festgestellt, daß, obgleich sich keine Beſtimmung im Statut befindet, nach welcher Naturärzte und im Auslande geprüfte Aerztinnen zuzulassen wären, dieselben dennoch zugelassen würden. § 2. Abs. f., welcher bisher lautete: Zum Eintritt in die Kasse sind nur Personen berechtigt, Frau Heinze welche im Besiz der bürgerlichen Ehrenrechte sind", wird dahin habe, abgeändert, daß er nun lautet: wegen entegrender Bergehen nicht bestraft sind". Herr Kießling motivirt diesen seinen Antrag damit, daß, nach der bisherigen Fassung Leute, welche sich politischer Vergehen schuldig gemacht haben, trotzdem sie tüchtige Mitglieder seien, ausgeschlossen werden könnten; das wäre aber eine Anerkennung der Anschauung der heutigen Gesellschaft. " der in der letzten Versammlung des Kartells der Bauhandwerker Alsdann machte Kollege Heidemann die Versammlung mit eingegangenen Verpflichtung bekannt, welche lautet: bei mittags 8 Uhr, in der Großen Frankfurterstr. 99, Frankfurter BierLese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Wach Auf", Nachhallen". ,, Wahrheit", Markusstraße 31. Seine" in Riydorf, Ecke Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant" Beyler. Gäste will tommen. Neue Zeit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Toltsdorf, Görligerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder haben Zutritt. Lese und Diskutirklub Maiwuchs", Charlottenburg. Damen und Herren tönnen als Gäste eingeführt werden. eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirtlub Fester Wille", Abends 8½ Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäste durch Mitglieder eingeführt Jeden Donnerstag von 8 Uhr Abends ab bei Wenzel, Englische Straße 23. Lese- und Dis= tutirflub„ Gerechtigteit". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im Sotale willkommen. von Ferd. Hoffmann, Waldemarstr. 61. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, Arbeiter- Sängerbund Berlins und umgegend. Donnerstag. Uebungs stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor St. topeniderstraße 127a, bet tüster.- Gefangverein, ornblume", Blumenurban", Annenstraße 9, bei Prog. Gesangverein Unverzagt", straße 54, bei Wuttke. Gesangverein der Berliner Schmiede", Bress tauerstr. 27, bei Tempel.- Gesangverein Frühlingsluft", Flottwellbei Kepner. straße 5, bei Bartel. Gesangverein Brezelschluß", Annenftr. 16, Arbeiter- Gefangverein" ,, eiße Rose", Reinickendorf, Residensstr. 101, bet Carus.- Gesangverein ,, Morgenroth 1", Rummelsburg, Goethestr. 9, bei Hente. Gesangverein ,, Dorfglödlein, Wilmers Schönhauserstr. 42, bet Reimann. dort, Brandenburgischestr. 106, bet Gräß. Gefangverein ,,& cho 2", Alte Gesangverein ,, Gintgteit"( Hutmacher), Gefangverein Butunft 1", Steglis, Restaurant Gesangverein harmonie", Tempelhof, Dorfftr. 10, bèt Gesangverein Kreuzberger Harmonie", Lindenstr. 106. Zeuge Adolf Schulz: Heinze hat bloß im Allgemeinen Weiter wurde ein Antrag Hamburg angenommen, gesagt, daß seine Frau an Allem Schuld sei und auch blos im wonach Mitglieder, welche durch neue Arbeitsverhältnisse ge= Allgemeinen von dem Morde erzählt. Er hat auch gesagt, daß zwungen wurden, etwa einer Ortskasse beizutreten, der Kasse sein Hemde von einer Schlägerei blutig war und die Frau das ohne Eintrittsgeld wieder beitreten können. Um jugendHemde verbrannt habe. Der Zeuge bestätigt, daß er einen ihm lichen Arbeiterinnen den Beitritt zu erleichtern, wurde für von Heinze zugesteckten Bettel an seine Frau besorgen sollte. Diese das Eintrittsgeld auf 50 Pf. herabgefeßt. Zeuge hatte aber Angst, daß die Sache entdeckt und Bom Zentralvorstand war beantragt, die Beiträge zu er 14 Tage eingefocht werden würde, so hat er den Bettel nicht erhöhen, um den Reservefonds in 2 Jahren auf der vor besorgt. Er weiß aber, daß in dem Bettel, welcher Dein geschriebenen Höhe zu haben. Freund Hermann" unterzeichnet war, stand: Frau Heinze solle Dieser Antrag wurde abgelehnt, dagegen ein Antrag der bei ihrer Aussage bleiben und nicht umschmeißen, sonst wackele Frau Luß- Berlin angenommen, welcher zu denselben 3wed ihre und seine Kohlrübe." Als Zeuge dem Heinze Vorhaltungen gestellt ist und dahin lautet, daß die Unterstützungs- Auszahlungen machte, wie man einen Menschen mit falter Ueberlegung tödten von 26 Wochen auf 13 Wochen herabgesetzt werden sollen. Nach könne, fagte der Angeklagte:" Du hast keine Ahnung, wie mir beiläufiger Berechnung beträgt der Ueberschuß, welcher dadurch zu Muthe ist!" Der Zeuge ist, wie aus der weiteren Berneh- erzielt werden dürfte, 21 000 M. pro Jahr. inung hervorgeht, nach seiner Entlassung mit dem Kriminalkommissar Grü z ma cher zufällig zusammengetroffen und auf„ Sun" aus Savannah meldet, 1100 Quaiarbeiter hätten New- York, 30. September. Ein Telegramm des Journals dessen Anregung hat er versucht, Weiteres von Heinze's unter der Forderung zu erfahren einer Lohnerhöhung die Arbeit Hildebrand. sich deshalb mit der Frau Heinze in niedergelegt, andere Arbeiter beabsichtigten heute die Verbindung gesetzt. nicht bei mir gewesen, ich tenne Sie gar nicht. Ich habe ein sehr des Streits in die Wagenschuppen geschafft worden. Frau Heinze: Sie sind ja gar Arbeit einzustellen. 1400 Waggons mit Baumwolle seien infolge gutes Auge und wenn ich Einen einmal gesehen habe, kenne ich ihn wieder. Angeklagter Heinze: Ich habe von dem blutigen Hemde blos das wieder erzählt, was in der ersten Untersuchung gegen mich behauptet war. Der Zeuge Schulz bestätigt diese Version. und Mann Versammlungen. " Pappel- Allee 8-4. Gerth. " Gefangverein, et Ich en bl a u", kotibuser Damm 39, bet Jakob.- Sängerchor der Töpfer Berlins, Gipsstr. 8, b. Pyrtec.- Gesangverein ,, 8urunft 2", Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. ,, Ostpreußischer Männers gefangverein", jeden Donnerstag 9-11 Uhr, Fischerstraße Nr. 41, bet Stockfisch. Landsleute sind willkommen. Gesangverein„ Edets 10 etp", Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Gesangverein Bocar Admiralsir. 38, bei Bülow. ,, Seeger'scher Gesangverein Blumenstr. 46, bei Weick. Gesangverein Freundestreue", Gemischter Chor, Jüdenstr. 55. Gesangverein Freiheitsgruß, Raftanten- Allee 35, im gutunftsstaat.- Gefangverein ,, Maiglöckchen 2", S.-D., Mariannenstr. de Gesangverein Felsenburg", Straußbergerstraße 3. " WerPrivate Theater und Pantominengesellschaft Ftebeler Geist", bei Schneider, Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Stat= straße 47. Statklub Null ouvert ,, Moabit. Jeden Donnerstag, Männer- Gesangverein " Zur Verlesung gelangen dann noch mehrere Briefe, welche Frau Heinze an ihren Mann ins Gefängniß gesandt hat. bei Güllmann. In der öffentlichen Versammlung der Maler und Be Gesangverein Frete länge, Willibald Aleris- und Heimstraßen- Elle Dieselben sind nicht ausgeliefert, sondern angehalten worden. rufsgenossen am 23. September referirte Reichstags- Abgeordneter bel Bildebrand. In dem einen, vom 11. Juni 88 flagt Frau Heinze darüber, daß May Schippel über die Macht des Junkerthums Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und mgegend. fie so allein sei und so viel auszuhalten habe. Dann heißt es: in Preußen. Redner berührte zunächst kurz die Entwickelung Donnerstag: Sumorist. Verein, Pautenschwengel", Stallschreiberfir. 58. " Ich will auch davon sprechen, Privat- Theatergesellschaft Fidelio", 9% Uhr, bei Gaillard, Brinzenstr. 87. worüber Du mich ge- der Verhältnisse, wie sie im alten Preußen am Beginn unseres Musikdilettantenverein ,, Animo", bei Schmidt, Wrangelſtr. 141. Geselliger beten haft. Jeden Wunsch, den Du hast, will ich Dir von Herzen Jahrhunderts vorlagen. Die steigende Einziehung von Bauern- Verein, Grüne Giche"( vor dem Salle'ſchen Thor), Solmsftr. 1. erfüllen. Ich habe ja nur Dich allein und Du mich, ich werde land( das sog. Bauernlegen) zu Gunsten der gutsherrlichen Be- quügungsverein„ tlaritas", bei Tempel, Breslauerſtr. 27. Dich nicht verlassen. Wenn ich irgend kann, dann lasse ich mich triebe, die steigende Heranziehung der übrig gebliebenen Bauern Adalbertſtr. 8. Bergnügungsverein Ginigteit", bei Linte, Forsterftr. 45. gut abnehmen und schicke Dir ein Bild. Nun will ich Dir er- und Kleinbesitzer zu den wachsenden Arbeiten auf dem Gutshofe, zählen, was ich zum Geburtstag bekommen habe eine Tasse mit zu Natural- und Geldabgaben, die persönliche Gebundenheit der lub„ üdwärts", Abends 8 Uhr, im Reſtaurant Boderke, Balltfadenmeinem Namen und 5 große Bouquets und eine Gachemir- ländlichen Bevölkerung hatte zu ganz unhaltbaren und empören- abends 8 Uhr, bei Sinneten( Flötenwirth), Beuffelstr. 57. Mitglieder werpellerine. Aber mir macht Nichts Freude, denn ich denke bei den Beziehungen zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten geführt. Den aufgenommen. Tag und Nacht, wenn nur mein lieber Lübeck'scher Turnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr wieder hier wäre! Deine Frau Anna." erst In Frankreich löste die Revolution die feudalen Fesseln und AbElisabethstr. 57-58, Rönigstädt. Gymnasium. Turnverein Dften", Lehr Berliner In einem hängigkeits- Verhältnisse, ohne einen Pfennig Entschädigung für er- tings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Briefe vom 14. Juni 1888 heißt es: noch in Moabit? Ich habe keine Ruhe. Lieber Mann, bist Du worbene Rechte" zu zahlen; der Bauer wurde persönlich frei, er Turngenossenschaft, 1. Behrlings- Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, Alle Leute haben wurde Eigenthümer, sein Gut wurde frei von feudalen Lasten. In im Lessing- Gymnasium, Banffir. 9-10. Mitleid mit Dir und ich denke immer an die schwere Zeit Preußen bedeuteten die Niederlagen von Jena und Auerstädt den Gneisenauftr. 88. Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, Verein 8ic 8a d", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches zurück. Der liebe Gott hat doch Gerechtigkeit und wird dafür Sieg der Emanzipationsbestrebungen, die aber durch den Einfluß Gesellschaftshaus, Fichtestr. 29.- Geselliger Verein ,, Regina", jeden Donnerstag sorgen, daß die Leute ihren Lohn bekommen. Die Uthes habe des Junkerthums derart beschnitten und in ihr Gegentheil ver- Sigung mit Danen, Abends& Uhr im Reichsgarten, Alexandrinenstraße Nr. 110, bet Wohllebe. Gäste milffommen. Gefangverein ich heute verklagt. Meine Schwester ist sehr gemein. Ich hebe wandelt wurden, daß das Ende der Reform darin bestand: die schleife", Bantow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. ,, Blaue Gesang= alle Zeitungen auf, es ist schauderhaft, solche Lügen! Sei herzlich Bauern traten eine Unmasse Land an das Herrenguts- Areal ab, verein, mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. PfropfenBer gegrüßt und geküßt von Deiner Anna. P. S. Ich stehe fest wie sie zahlten eine Unmaiſe Befreiungsgelder; mit einer entsprechen verein" 28 eb b- t n g". Abends 82 Uhr bet se. Selterhoff, Antonftr. 5. Eisen, da können jetzt Zehne kommen, ich werde nicht mehr von den ökonomischen Wacht vermehrung begann also das Junker- ufnahme neuer Mitglieder, Gäste willkommen. gnügungsverein ,, Blau Veilchen", Abends 9 úhr, Fennstr. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein meinem Versprechen abgehen, mach' Dir, mein lieber Mann, thum in Preußen seine Laufbahn in diesem Jahrhundert eine Gaprice", Ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen im Marienbad", Badstr. 35-36, keine Gedanken, ich vergesse mich nicht, denn jetzt weiß ich erst, Machtvermehrung, die anderwärts in Wegfall tam. Dazu fügte Saal 1 Tr. Vergnügungsverein Beilchen", 9% Uhr, Sigung mit Damen was mein lieber Mann für einen Werth hat." bei Lülow, Admiralstr. 38. Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäste willes sich, daß ein zunächst überaus profitabler Produktionszweig tommen. Privattheater- Gesellschaft Soffnung", Mbends 8 1hr, im Rechtsanwalt Dr. Coßmann: Um diesen Briefwechsel emporblühte, der bis in die 70er Jahre hinein eine Art Monopol klubhaus, Ohmgaffe 2. Gäfte willkommen. Verein ehemaliger Schüler zu einem harmonischen Schluß zu bringen, will ich bemerken, der ostpreußischen Junker blieb: die Kartoffelschnaps- Brennerei, der 98. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, im Geſellſchaftshause Ditenbe daß Frau Heinze die Festigkeit" nur auf die Festigkeit in der die erst den deutschen, dann den gesammten Weltmarkt eroberte, schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Liebe bezogen wissen will. Ich bitte noch einen vorhandenen erst mit Hilfe der indirekten Staatssubvention der Bauerngelder, tommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule Brief von Hermann an Anna„ zum neuen Jahr" und die Antwort dann mit Hilfe direkter Prämien und sonstiger Zuwendungen. bet Schröder, Stegligerſtr. 18. Gäſte willkommen. Berein ehemaliger Anna's an Hermann zu verlesen. Schüler der 85. Gemeindeschule. Heute Sigung im Restaurant Noll, In keinem anderen Reiche entwickelten sich die Verhältnisse so zur Kornblume", Andreassiraße 3, Beginn 9 yr. Ehemalige Schüler der Hermann's Brief endet wie folgt: sehr zu Gunsten der Junker. Im Herrenhause schufen sie sich 85. Gemeindeschule und Gäfte find willkommen. denn auch eine Pairstammer, die durch ihr Veto jeden gejeg bund". Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, Andreasstr. 3 bei Noll: Sigung Jungferntranz", Weidenweg 12. Vergnügungsverein ,, Bruder= geberischen Fortschritt in Preußen hindern kann; Redner schildert mit Damen. Nachdem Fidelitas. Geselliger Klub Blau Beilchen", einzelne Wirkungen hiervon. Dann fiel dem deutschen Großgrund- Donnerstag 9 Uhr, Oraniensir. 153, 1 Tr. Gäste( Herren) willkommen. besitz wieder Rauchflub Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Krautseine Art Monopol zu in der Rubenzucker, Straße 48. Rauchflub ernspiße", Abends 8% Uhr bei A. Böhl, RüdersProduktion, die dieser Besitzschicht Millionen und Milliarden borferstr. 8. Rauchttub ,, ollegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths zuführte, die anderwärts ebenfalls, zum Theil wenigstens, in haus, Staligerstr. 41. Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Wegfall kamen. Dazu die riesenhafte Subvention, welche durchstraße 71. Arbeiter- Rauchklub Nord por. Sizung jeden Donnerstag Rauchklub Arcona", Abends 9 Uhr Reichenbergerden Militarismus, durch die Ausdehnung der Staatsallmacht abends 9 Uhr, im Restaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Wriesenerstr. 6. Verschwunden sind des alten Jahres schwere Tage, Verscheucht die läst'ge Sorg' nnd Pein, Bersüßt wird auch der Trennung bittre Plage, Mit Dir, geliebte Frau, vereint zu sein. Drum sei gegrüßt, du glücklich neues Jahr, " Breslauerstr. 27. Verein ehemaliger Schüler der 23. GemeindeDas uns die gold'ne Freiheit wieder schenkt, Bergessen sei die Zeit, die, ach, so öde war, Denn Gott ein Jegliches zum Besten lenkt. In einem zärtlichen Antwortschreiben von ihr an ihn heißt dem deutschen und speziell dem preußischen Großgrundbesiß zufließt Mitglieder- Aufnahme. Gäste willkommen. es zum Schluß: Vergiß mein nicht, sind nur drei Worte Doch ist damit sehr viel gemeint, Bin ich auch fern von diesem Orte, Mein liebend Herz stets bei Dir weilt. Trennung, ach, zerbrach das Herz, Bitter war der Trennung Schmerz Aber wonnevoll und schön Wird der Tag des Wiedersehn. Dermischtes. Gäste will Tambourverein durch Stellen- und Aemter- und Offiziersvermehrung, durch das ganze heutige Lieferungswesen, durch Tarifvergünstigungen u. s. w. Die gewaltigste politische Festigung des Großgrundbesitzes hat in den letzten Jahren jedoch die überseeische Lebensmittelkonkurrenz vollzogen; sie hat nahezu die ganze Landbevölkerung schutzöllnerisch gemacht und hat es dem Großgrundbesih, durch Auf- Bum Arbeiter- Risiko. Im Kohlenbergwerf be hissung dieser Flagge, zum ersten Male gestattet, sich an die Frielenhof zerriß das Förderschachtseil. Zwei Arbeiteg die Spize einer wirtlichen Voitsbewegung zu schwingen, mag stürzten in den Schacht, einer ist todt, der andere tödtlic Iman diese für noch so thöricht und noch so rasch vorübergehend verlegt. Thorn, 28. September. Das Schwurgericht hat den zerstört. Mehrere Feuerwehrte sind verwundet. Man be- aber von der Herrschaft, die das alte verbracht hat, Schadens Schäferknecht Murawski wegen Ermordung seines fürchtet, daß auch einige Personen in den Flammen umgekommen ersatz fordern. 8jährigen Sohnes zum Tode verurtheilt. sind. A. A. 59. 1. Die Kurkosten für Ihre verstorbene Mutter Schmalkalden. Der Batteriechef der auf dem Rückmarsch Im Interesse der Betriebssicherheit hat der Eisenbahn- müssen Sie als deren gefeßlicher Erbe zahlen, wenn Sie nicht von den Kaisermanövern begriffenen 6. Batterie des hessischen Minister die königlichen Eisenbahn- Direktionen angewiesen, in innerhalb sechs Wochen seit dem Tode der Erbschaft gerichtlich dorf die Geſchüße mit je sechs übriggebliebenen Manöver- bedienstete und Arbeiter, auch wenn sie dies im Intereſſe der wenn Sie hierzu, ohne Ihnen und Ihrer Familie Unterhalt zu kartuschen laden. Beim Feuern zersprang der Rohr Erhöhung ihres Verdienstes wünschen sollten, während ihrer gefährden, im Stande sind. Eine Entziehung des Wahlrechts verschluß, flog zurück und verletzte einen Unteroffizier, sowie Ruhezeit zu Dienstleistungen nicht herangezogen werden können. fann in feinem Falle aus der Nichtzahlung erfolgen. einen Kanonier leicht, den Kanonier Blatt schwerer. Anläßlich der Untersuchung eines Eisenbahn- Unfalles ergab sich, J. B., Weinstraße. Leipzigerstr. 46. M. M. 39. Eine ärztliche Honorarforderung verjährt in daß der schuldige Hilfs- Weichensteller, statt seine Rubezeit zu be vier Jahren. nutzen, gegen den Willen des Stationsvorstandes in einem anderen Dienstzweige bei den Geleisarbeiten Beschäftigung gesucht und gesunden und sich dabei überangestrengt hatte. Von nun an müssen die Arbeiter, welche von einer Dienststelle einer anderen überwiesen werden, jedes Mal durch ihr Arbeitsbuch einen NachPlek, 29. September. In Ciel mit sind der K. 3tg." weis über die Dauer der zuletzt geleisteten Arbeit beibringen. zufolge 15 Wirthschaftshöfe mit der Ernte niederge- Ferner hat sich, dem„ Berl. Aktionär" zufolge, der Annahmebrannt. Im Ganzen wurden 39 Gebäude eingeäschert, 20 Fa- beamte zu überzeugen, daß der Hilfsbedienstete den ihm zu übermilien sind obdachlos. tragenden Dienst noch auszuführen vermag, ohne die höchst Graz, Der 28jährige Bauerssohn Leopold Domitner, zulässige tägliche Dienstzeit zu überschreiten. der sein unehelich geborenes 21/2 Monate altes Kind dadurch tödtete, daß er demselben Scheidewasser in den Mund goß, wurde vom Schwurgericht zum Tode durch den Strang verurtheilt. Stuttgart. Wegen Würgens eines Soldaten, fagt die„ Schwäb. Tagwacht", erhielt dieser Tage ein Unteroffizier ( Kapitulant) des 1. Infanterie- Regiments 7 Tage Arrest.- Da möchte einem deutschen Vater um seine Söhne doch Angst und Bange werden. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. Eine saubere Sippschaft. Nach Meldungen polnischer Bet Anfragen bitten wir bie Abonnement Quiten beizufügen. Brieflich Blätter aus Rußland ist man bei der Vertheilung der für die von der Hungersnoth betroffene Bevölkerung gesammelten Ph. 2., Hannover. Besten Dank für die Zuschrift; leider Liebesgaben großen Schwindeleien und Veruntreuungen auf die nicht verwendbar. Spur gekommen. Ganze Eisenbahnzüge, mit Mehl und Brot H. P., Braunschweig. Gewiß bekommen Sie das Porto beladen, waren über Nacht plötzlich spurlos verschwunden. Im vergütet. Gouvernement Kasan haben Beamte im Verein will Mit23. M. Die Aufnahme Ihrer Einsendung im„ Sprechsaal" gliedern des Unterstüßungskomitees das Mehl müssen wir ablehnen. Der Umstand, daß der Nachdruck auf die mit Sand, Kreide und anderen schädlichen Stoffen vermischt. Parteigen offenschaft gelegt ist, dürfte Ihnen zeigen, daß Die Bevölkerung überreichte dem soeben eingetroffenen Finanz- die von Ihnen angenommenen Motive nicht zutreffen. minister Wyschnegradski eine Bittfchrist, damit dem skandalösen theilung; aber dieser Fall ist für uns erledigt. W. Sp., Friedrichsfelderstraße. Besten Dank für MitTreiben diefer Sippschaft ein Ende gemacht werde. A. C., Langestraße. Wenn der 20 jährige Sohn die Mailand, 30. September. An der im Bau begriffenen Schulden zur Bestreitung der dringendsten Lebensbedürfnisse Eisenbahnlinie Ovali- Asti stürzte gestern ein Theil des gemacht, so muß der Vater zahlen. Tunnels von Panicata zusammen. Der Eingang H. Sch., Swinemünderstraße. Sie müssen für die Gedesselben wurde dadurch versperrt. 22 in dem Tunnel befindliche schäftsschulden Ihrer Frau aufkommen, wenn Sie nicht vor BeArbeiter wurden verschüttet. Bis jetzt sind von den Ver- ginn des Geschäftsbetriebes einen notariellen oder gerichtlichen schütteten zwei todt und einer schwer verletzt zu Tage gefördert. Vertrag mit ihr geschlossen haben, daß die Geschäftseinkünfte Doch ist es durch eine inzwischen hergestellte tleine Deffnung ge- deren vorbehaltenes Vermögen bleiben sollen. lungen, den noch Eingeschlossenen Luft und Lebensmittel zuzuführen. London, 25. September. Gestern Nachmittag sollte die Stiftstirche dahier unter den Vertretern der katholischen und protestantischen Konfession öffentlich versteigert werden. Die Versteigerung verlief jedoch resultatlos, da nur von Seiten der Katholiken ein Gebot darauf gemacht wurde. R. 2. 286. Alimentationsgelder können nur dann durch Lohnarrest beigetrieben werden, wenn es sich um den Unterhalt der Ehefrau oder der ehelichen Kinder handelt, nicht auch für uneheliche Kinder. J. Stern. Wenden Sie sich an die Neue Zeit". Ehemanne getrennt lebte, ist darum doch verpflichtet, ihn in der Fr. B. 100. Eine Ehefrau, die längere Zeit von ihrem von ihr gemietheten Wohnung aufzunehmen, widrigenfalls er wegen böswilliger Verlassung auf Scheidung flagen kann. Verweigert sie ihm aber die Aufnahme, und dringt er gewaltsam ein, so fann er auf Antrag der Ehefrau wegen Hausfriedensbruches bestraft werden. Diebstahl unter Eheleuten, auch wenn sie thatsächlich getrennt leben, ist straflos. Dagegen kann Bestrafung wegen Körperverlegung auf Antrag erfolgen. ist zwar der Herrschaft in der Gesinde- Ordnung nicht eingeräumt. M. 511. Ein ausdrückliches Recht, das Gesinde zu prügeln, Indirekt wird aber ein solches Recht durch die Bestimmung geschaffen, daß Gesinde, welches die Herrschaft durch Ungehorsam zum Zorn reizt, wegen leichter Thätlichkeiten kein Recht auf Klage hat. Fengler. Die Verwaltungsbehörde, das ist in Berlin das Polizeipräsidium, kann der oder jener Innung das ausschließliche Recht, Lehrlinge zu halten, verleihen und hat dies z. B. der Barbier- und Friseur- Innung gegenüber bereits gethan. K. S. 100. Gin Arbeiter, bei dem die gesetzliche Kündi gung nicht ausgeschlossen ist, braucht sich ein Aussehen nicht ges fallen, zu lassen, sondern kann dagegen Widerspruch erheben und eventuell Lohnentschädigung verlangen. Hat er es sich aber stillschweigend gefallen lassen, so kann er dann 2ohnentschädigung erst von dem Zeitpunkt an beanspruchen, wo er Widerspruch erhoben hat. H. 2. Es kommt für die Zugehörigkeit zu einer Lohnklasse nicht auf die Höhe Ihres thatsächlichen Arbeitsverdienstes an. Gehören Sie einer Ortstasse an, so sind Sie zur vierten Lohnflasje gehörig, als Mitglied einer freien Hilfskasse dagegen zur dritten. W. K. 100. Ein Fuhrherr, der für eine in Konkurs gerathene Fabrit Fuhren geliefert hat, kann seine Ansprüche nur als gewöhnliche, nicht als bevorrechtigte Forderungen im Konkurs E. K., Burggrafeustraße. Sie haben vergessen uns ananmelden. zugeben, ob Sie Arbeiter, Handlungsgehilfe oder was sonst sind. R. Sch. Bu mündlicher Auskunft sind wir bereit. Daher ist uns eine Beantwortung Ihrer Frage nicht möglich. R. E. F. Die Mutter kann wegen Beleidigung zu Geld K. 133. Nicht schon die Ansehung, sondern erst die Einstrafe verurtheilt werden, wenn die Tochter die Privattlage erhebt. ziehung zum Militär macht steuerfrei. C. M. 19. 1. Ihre Tochter kann für die ganze Dauer der A. K. 61. Da die gelieferten Rohlen der Bestellung weder Philadelphia, 29. September. In einem großen Pe- Krankheit Ersatz der Kurkosten von der Herrschaft verlangen, qualitativ noch quantitativ ensprachen, so haben Sie mit vollem troleumlager brach gestern Feuer aus. Viele große Ge- wenn sie durch Ueberanstrengung im Dienst erkrankt ist. 2. Ein Recht die Annahme verweigert und können der Klage ruhig ent schäftshäuser sind niedergebrannt, drei andere Gebäude gänzlich neues Dienstbuch muß sich Ihre Tochter selbst beschaffen, kann I gegensehen. Kein Feilschen fein Handeln, sondern streng feste, sehr billige Preise. Geschäfts- Häuser Herbst- Anzug nach Maaß, nur gute Stoffe, 36 M. Baer Sohn BERLIN. N., Chausseestrasse 24a. SO., Brückenstrasse 8. 1. Hauptgeschäft. 2. Hauptgeschäft. 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Unferem Freund und Kollegen W. Gerke, genannt der lange Michel, zu feinem am 1. Oktober stattfindenden 46. Geburtstage ein dreifach donnerndes Hoch! von seinen Kollegen. Unserem treuen Freunde und Genossen Wilhelm Schönfelder zum heutigen Wiegenfeste ein donnerndes am 30. September früh 8 Uhr verstorben ist. 1820b Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr vom Trauerhause Tresckowstraße 17 aus statt. Centralkaffe der Tabakarbeiter Berlin II. Gardinen Lebehoch! daß die ganze Mühlenstraße in größter Auswahl wackelt. 1823b Die versumpften rothen Brüder. Geschäfts- Uebernahme. zu billigsten Fabrikpreisen. N. Lehmann, Röpnickerstr. 25a Achtung! Kein Laden! Nur eigene Fabrik. Verkaufe AusziehTische von 15-18 M., Speise- Tische von 8-10 M., Bettstellen von 10-18 m. Fest, Wasserthorstraße 14, Hof 1 Tr. 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