Nr. 114. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwürts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonet zeile oder deren Naum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Mint I, Mr. 1508, Telegranim Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Herr v. Miquel und die Junker. Dienstag, den 17. Mai 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Das Hauptziel der Junker, Bündler, Konservativen 2c. ist: gekündigte Attentat auf das Koalitionsrecht? Und den Landarbeiter immer mehr zu drücken. haben wir denn nicht zum Ueberfluß auch noch die uferlosen Alle Wege, die zu diesem Ziele führen, werden eingeschlagen. Lottenpläne"? Fangen die Marinisten nicht heute schon an, Man darf wohl annehmen, daß in der agrarischen König Stumm hat die Koalition zwischen Junkern und Groß- und zu wühlen? Und ganz logischerweise. Oder ist das vom für eine neue größere Flottenvorlage zu wirken Frage" ein Einverständniß zwischen der Regierung und den industriellen vermittelt, der in Saarbrücken die Röside'sche Reichstag angenommene Serennat nicht blos das bescheidene A, dem Führern der„ maßgebenden" Parteien wenn auch noch nicht Kandidatur zum Opfer fiel seine Ziele find ja gleichartig; bas B und bis hinunter zum 8 folgen muß, wenn das deutsche C erreicht ist, so doch sicher zu erwarten steht. Die auser will die Industrie Arbeiter Knechten. So ist das Volk nicht am 16. Juni ein fräftiges alt! gebietet? gleichende" Thätigkeit des großen Kompromißvaters Ziel des ganzen Bündnisses nichts weiter als der Kampf Und da soll es uns an einer Wahlparole fehlen! b. Miquel hat zur Aufstellung gewisser Grundsäke geführt, gegen die Arbeiterklasse. 99 doub in denen eine Uebereinstimmung im wesentlichen ge- Die Abschaffung der Freizügigkeit, Einführung von EinZur Auslegung der Wählerlisten. geben ist. In erster Linie Die von uns angeregte Berichtigung der Wählerlisten für Berlin ist hierzu zu rechnen zugsgeld in den Städten 2c. sind nicht die einzigen Mittel. ist nunmehr erfolgt. Der Magistrat macht amtlich bekannt, daß das Streben nach Herstellung höherer Getreidepreise. Abänderung des allgemeinen Wahlrechts, Einschränkung der folgende Stadttheile, die bis 1878 zu Lichtenberg gehörten, nicht zu Der Antrag Kanit wird zwar nicht Gesetz werden, allein es Arbeiterschutz- Gesetzgebung, Verschlechterung der Arbeiterversiche Berlin IV, sondern zum Wahlkreis Niederbarnim geführen viele Wege nach Rom. Der Finanzminister hat bereits rung( unter dem Vorwande, das, lästige Kleben" abzuschaffen) 2c. hören: Thaerstr. 9-28, Baltenplay, übenerstraße, im vorigen Jahre den Anstoß gegeben zu einer Revision stehen auf demselben Blatte. In bezug auf das Reichstags- eibenweg 88-65, Petersburger- Straße 1, 5-10 der Handelsverträge, die lediglich agrarischer Tendenz wahlrecht strebt man danach, den Reichstag zu einer Delegation 82-85, Rigaerstraße 1-8, 15 bis Ende, Eldenaerist. Daß man damit schon 1897 anfängt, läßt erkennen, der Einzellandtage umzugestalten. Das soll eine Miquel'schemirbachstraße, Prostauerstraße 1-40, Dolaiger straße, Frankfurter Allee 1-68, Liebigstraße, daß man diligentiam präftiren", oder, wie wir im Idee sein. straße, Samariter- play, Straßen 66A, 66B, 67, Deutschen sagen würden, ganze Arbeit machen Hieraus ist zu ersehen, wo man hinaus will, 67A, Samariterstraße, Fordenbedplay, Schreinerwill. Die neuen Handelsverträge werden nach den was für Pläne die Reaktion brütet. Arbeiter, erhebt straße, Bellestraße. Die Wählerliste liegt zur Einsicht Wünschen der Agrarier abgeschlossen werden, oder Euch, und schmettert mit dem Stimmzettel die Tilsiterstraße 4/5 imd Poststraße 16 aus. Früher mit wir ziehen uns auf einen autonomen" Tarif zurück. Miquel'schen Diftaturpläne, die junkerlichen Unterjochungs- dem ersten Berliner Wahlkreis, fortan mit Teltow wählt Das Zentrum wird dabei auch mitmachen, weil es so viele absichten nieder! Aber nicht allein an die Arbeiter nach derfelben Bekanntmachung: der Kurfürstenplay, der nordwestländliche Wahlkreise hat, und somit ist diesen Wünschen wenden wir nus auch Du Kleinbürger, Du liche Theil des Thiergartens, begrenzt im Süden von der Chardie Erfüllung gesichert. Von dem anderen großen Mittet", tleiner Beamter und Gewerbetreibender mußt der nördlich von der Charlottenburger Chauffee zwischen dem„ Großen Tottenburger Chaussee und im Westen vom Spreewege, Belten- Allec, dem Bimetallismus, wird man vorläufig absehen, dagegen merken, daß es Deine Haut ist, welche die vornehmen Stern" und der seit 1881 neuen Weichbildgrenze gelegene Theil des find den Agrariern von den Ministern v. Miquel und Herren von und zu" gerben wollen. Thiergartens, Bark und Schloß Bellevue. b. Hammerstein noch ein ganzes Bündel kleiner Mittel" zugesichert, die flüglicherweise erst nach den Wahlen Fleisch und Bein gewinnen werden. " Wahlkampf. Ein Wort an die Parteigenossen. Endlich wählen nicht mehr im zweiten Wahlkreis, sondern im Wahlkreis Teltow: Der südliche Theil des Thiergartens, be grenzt im Norden von der Charlottenburger Chaussee, im Westen von der Hofjäger- Allee, einschließlich dieser Allee und der Chaussee, # Landräthe, die der Belehrung bedürfen. Der Landrath von Prenzlau, ein Herr von Winterfeldt, hat folgende amtliche Bekanntmachung erlassen: Prenzlau, den 6. Mai 1898. Aus Anlaß wiederholter Anfragen mache ich die Magisträte, Guts- und Gemeindevorstände des K ses darauf aufmerksam, daß Schnitter an dem Orte, wo sie sich der Arbeit wegen vorübergehend aufhalten, nicht in die Reichstags- Wählerliste aufzunehmen find. Wahlberechtigt find die Schnitter in dem Orte, wo sie ihren eigentlichen Wohnsiz haben. Der Landrath. von Winterfeldt. Somit wäre ja alles in schönster Ordnung, aber die Rechnung hat noch ein Loch. Die Agrarier haben nämlich Mit der maffenhaften Nachfrage nach Rednern, und zwar das Gärtnergrundstück an der Großen Quer- und Bellevue- Allee, nicht nur große Mittel" in Bereitschaft, sondern sogar noch meistens nach auch in breiteren Streifen bekannten" Rednern fann Thiergarten- üfer, die Thiergarten Försterei( Schweizerhaus) und ein größeres Mittel". Dies ist so delikater Natur, daß um uns geschäftsmäßig auszudrüden das Angebot un- Schleusenmeisterhaus sowie Berlinerstr. 152. darüber am wenigsten gesprochen wird; im agrarischen möglich Schritt halten. Die Genossen müssen nur bedenken, daß ziehentlich Teltower Behörden außer den oben angegebenen Lokalen Wir weisen noch darauf hin, daß auch die Nieder- Barnimer, bewir in der Mehrzahl aller Wahlkreise ernstlich zu kämpfen haben Jargon heißt es" Beseitigung der Leutenoth" und daß bis zum Wahltag einige tausend Versammlungen zur Einsichtnahme der Listen solche Lokale zur Einsichtnahme der Was versteht man darunter? Hört man ostelbische Groß- nöthig sind. Wo sollen da für alle Streise und alle Versammlungen Wählerliſten zu bestimmen haben, die in dem Bezirk der begrundbesitzer sich vertraulich aussprechen, so werden sie sagen, die bekannten", die zugkräftigen" Redner herkommen? Niemand treffenden Gemeinde liegen. daß sich alles noch ertragen ließe, sogar die niedrigen Ge- fann sich viertheilen, und einige unserer Genossen müßten sich vertreidepreise", nur die„ Leutenoth" müsse aufhören. Die ,, Kerle" hundertfachen, wollten sie allen Einladungen folgen. Das sieht jeder wollen sich nicht nur nicht mehr dußen und prügeln Genosse ein, der sich die Sache überlegt. Da mum Ver- die Tassen, sondern auch mehr Geld haben!! Wenn sie sammlungen nicht zu entbehren sind, so wird man sich in den noch für 30 Pf. den Tag arbeiten wollten, wären die meisten Fällen entschließen müssen, die Versammlungen mit den Getreidepreise schon auszuhalten, aber die Löhne an viele das denn ein Unglüd? Die Genossen mögen nur einen Blick in die einheimischen, am Ort vorhandenen Kräften abzuhalten. Und ist Arbeiter fcheffeln" zu sehr. Und haut man einem Bergangenheit thun in die Zeiten des Bismarck'schen solchen Menschen auch nur den kleinsten Backenzahn ein, so Schandgesezes das 1878 erlaffen ward, um den gemein zicht er gleich nach Berlin oder in den rheinisch west gefährlichen Bestrebungen der reaktionären Umstürzler und junkerfälischen Industriebezirk und wird Sozialdemokrat. Eine lichen Großkornwucher Vorschub zu leisten, derselben Herren, die verfluchte Wirthschaft! so denkt jeder Röckeriz. Bis jetzt durch die jetzigen Wahlen obenauf kommen wollen. Damals durften war alles so schön eingerichtet; fam der Landarbeiter wir lange Zeit so gut wie feine öffentlichen Volks- oder Wählerzum Militär, so traf er in Berlin seinen gnädigen jungen versammlungen abhalten. Und doch haben wir agitirt. Und um die Anfechtbarkeit der Wahl in seinem Kreise verdient gemacht. Herrn" als Lieutenant wieder. Dann kehrten beide in die doch haben wir gefiegt. Und doch sind wir unter der Herrschaft Das„ Oberbarnimer Kreisblatt" veröffentlicht den folgenden Erlaß: Heimath zurück, der eine als Instmann und der andere als und nach Caprivi's befanter Aeußerung ausschlaggebende des Bismarck'schen Schandgesezes die stärkste Partei Deutschlands Freienwalde a. D., den 12. Mai 1898. Majoratsbesizer, und der„ militärische Gehorsam" hielt vor Partei geworden. Wodurch? Nicht durch Versammlungen und Die Schnitter, welche sich jetzt in einzelnen Ortschaften des Kreises zur Arbeit aufhalten und zum Herbst in ihre Heimath bis an beider seliges Ende. Jetzt aber bleibt das Arbeiter Versammlungsreden, denn das Versammlungsrecht war für uns auf- zurückkehren, haben hier keinen Wohnsitz und sind daher nicht in pack" in Berlin... Kerle wollen mehr verdienen, Bier faufen, gehoben. Durch die Organisation durch die planmäßige die Reichstags- Wählerlisten aufzunehmen. Ist dies schon geschehen, Sonntags mit Familie Kaffeekochen gehen, und begegnet und vollständig durchgeführte Bertheilung der Stimmzettel, Wahl- so sind sie unter Angabe des Grundes wieder zu streichen. ihnen Herr Baron, zwinkern sie stolz mit den Augen und aufrufe und Flugblätter. Diese Organisation ist die denken frivol:„ Gnädiger Herr kann mir Pudel runter auptfache. Auf sie ist vor allem das Augenmerk zu richten. rutschen". Standal! Revolution! Weltuntergang! hier gilt es prüfenden Auges zu forschen, ob alles flappt, und mit Aber im Osten blinkt die Morgenröthe. sorgsamer Hand den Mängeln abzuhelfen, Schäden zu bessern und Kleiner güden auszufüllen. Kommunist von 48" wird schon für seine Agrarier sorgen; Wir unterschätzen gelviß nicht den Werth einer gedankenreichen, es ist bestimmt in Miquel's Nath, daß hier auch Wandel zündenden, begeisternden Rede. Allein ein gut bertheiltes, geschaffen werde. Von ihm inspirirt, trat Herr v. Hammer- das heißt allen wählern zugänglich gemachtes dort eingetragen werden muß, wo er zur Zeit der Aufstellung der stein als Gärtner auf den Plan, um die Auswüchse der Flugbatt ist besser als die beste Rede, die Wählerlisten wohnt? Ein Studium der Aften der WahlprüfungsFreizügigkeit zu beseitigen. Das ist jetzt des agra- günstigsten alles nur von einem vergleichsweise Kommission des Reichstages wäre den Herren sehr zu empfehlen.rischen Pudels" wahrer, Kern", von diesem Punkte einen Theile der Wähler gehört werden kann. aus gedenkt man die Junkernoth an erster Stelle zu furiren. Das sagt jedem der gesunde Menschenverstand. " " Die Vertheilung der Flugblätter ist aber Sache der Organi fation. Die Junker würden ja ganz zufrieden sein, wenn sie statt der abziehenden Leute billige polnisch russische Landarbeiter Und wenn der österreichische Feldmarschall vom Krieg sagte: bekommen könnten, aber in diesem Punkte zeigt sich die Regie- was wir brauchen, ist erstens Gelb, und zweitens Geld, und rung unnachgiebig. Sie will den Agrariern gerne alles drittens Geld, so fagen wir vom Wahlkampf: geben, was Elvira dem Geliebten geben kann, aber dieses Was wir brauchen, ist erstens Organisation, und zweitens Eine nicht. Statt dessen wollen Miquel und Hammerstein Organisation, und drittens Organisation. gerne helfen, die jetzigen deutschen Landarbeiter an die Scholle zu feffeln, fie der Junker- Kandare zu erhalten. Aber Organisation haben, dann haben wir auch Geld. die Ausführung zeigt sich etwas schwierig. Der Landrath des Kreises Oberbarnim hat sich in gleicher Weise Sollten Einwendungen der bezeichneten Art gegen ihre Fortlaffung aus den Wählerlisten erhoben werden, so sind mir solche nach Vorschrift meiner Verfügung vom 26. v. M., Nr. 98 des Kreisblatts, aus den ländlichen Ortschaften zur Entscheidung einzureichen. Der Landrath. b. Oppen. Wissen die Herren Landräthe noch inuner nicht, daß jeder Wähler Zunahme der Wählerzahl. In fast allen städtischen Wahlkreisen wird sich im Vergleich zur Wahl vom Jhre 1893 eine erhebliche Vermehrung der Zahl ber eingeschriebenen Wähler bei Aufstellung der Wählerlisten ergeben. So soll in der Stadt Frankfurt a. M. ohne Bockenheim in den letzten fünf Jahren die Zahl der Wahlberechtigten von 44 691 auf ca. 60 000 gestiegen sein. Die Stadt ist nunmehr in 73 Wahlbezirke eingetheilt, 1893 begnügte man sich mit 62. Bündlerisches Wahlmanöver. Das Wahlrecht ist in Gefahr bies weiß jetzt das deutsche Volt. Die Presse, welche das Wahlrecht schützen will gegen auf diese dringliche Gefahr hingewiesen hat. seine Feinde, hat sich ein Verdienst erworben, indem sie eindringlich Geld ist natürlich auch von Nöthen. Doch wenn wir die Also nicht auf bekannte oder gar berühmte Redner" gebaut, sondern auf die eigene Kraft! Selbst ist der Mann! Zunächst giebt es auch unter den ostelbischen Boden Organisation, Organisation und nachmals OrganiUnd magnaten widerstreitende Interessen, denn in Ostpreußen, fation! Posen und Schlesien möchte man die Sachsengängerei Die Wahlrechtsfeinde haben es uns einigermaßen leicht gemacht, Keine Wahlparole! ihre dunkelen Pläne dem Volle aufzuzeigen. Sie haben sich in berbieten, die dagegen den Zuckerbaronen an der Elbe als eine soll die Opposition in diesem Wahlkampf haben leiert die Junkers früheren Jahren zu stark hervorgewagt und einige der Frechsten von große nationale" Errungenschaft gilt. Besonders kommt in presse seit Wochen herunter. Durch Annahme der Flottenvorlage sei ihnen wagen es noch zu dieser Stunde, die Vernichtung des Reichsbetracht, daß das Zentrum von allen diesen Plänen nichts der Opposition das Konzept verdorben worden. Ist das ein schlechter tags- Wahlrechts zu predigen; man denke nur an die neulichen AusOder ist An einer wissen will. Die Zentrumsherren haben sich in allen Spaß? es Blödsinn? Wahlparole lassungen der Hamburgischen Nachrichten". foll cs Aber uns fehlen! haben vir anderen Dingen den Agrariern nachgiebig gezeigt, nur in denn nicht das Diese Enthüllung der Reaktionspläne ist nun im jetzigen Wahltheure Brot, das dieser Beziehung wollen sie sich auf nichts einlassen. Herrlich vertheuerte Brot, durch unsere Feinde tün st- tampf der Reaktion überaus peinlich. das ein mächtigerer Agitator Lieber hat erklärt, das Zentrum träte für die Freizügigkeit ist, als alle übrigen Wahlparolen der Welt? Haben wir nicht breiten. Sie suchen deshalb, einen Schleier über ihre Absichten zu ein, und das meint er ernst. Det erstens kann das das furchtbare Beispiel von Italien, das uns zeigt, wohin die, Das versucht heute wieder in einem langen Artikel die„ Deutsche Zentrum sich den Arbeitern nicht allzu schroff gegenüberstellen; auch in Deutschland von den Feinden des Volts verfolgte Tageszeitung". Die Bündler brauchen vorläufig noch die es hat zu viele katholische Arbeiter im Zügel, und die großen Politik führt: Die Reichen auf Kosten der Armen noch mehr zu breiten Schichten des Landvolkes als Stimmvieh. Daher erklären sie industriellen Arbeitgeber in Rheinland- Westfalen sind alle bereichern und dem Militarismus und auswärtigen Abenteuern das sich jetzt feierlich als Schiiter des Reichstags- Wahlnationalliberal. Zweitens liegt es im Interesse des Zentrums, Mark der Nation zu opfern? Sehen wir in dem heutigen Italien rechts. Alle Vorschläge zur Ausbefferung und Abänderung des Bolt daß Ostelbien von katholisch- polnischen Arbeitern überzogen nicht Deutschlands Zukunft, wenn das deutsche Volk duldet, daß Reichstags- Wahlrechts sind entweder bedenklich oder zwecklos," sagt die Politik, welche Italien ins Verderben und in die Greuel des die Deutsche Tageszeitung". wird, denn dadurch wird der protestantische Osten allmälig Bürgerkriegs geführt hat, in Deutschland zu dauernder Herrschaft All das Gerede, erwidern wir dem Bündlerblatt, ist nußlos. katholisch werden. Also in diesem Punkte wird das Zentrum gelange? Haben wir nicht das vom Reichs- Anzeiger" abgeleugnete, Schöne Worte und Versicherungen in den Tagen der Wahlschlacht, festhalten, und das ist zur Zeit der Hauptgrund der durch die Form der Ableugnung aber zugestande Attentat auf das vor der Wahl find werthlos, wenn die ganze politischle tonservativen Abneigungen gegen das Zentrum. Wahlrecht? Haben wir nicht das von Herrn von Posadowsky an- Vergangenheit gegen diefelben Zeugniß ablegt. " -OW 35 V --Ist der Bund der Landwirthe nicht der Chorführer der„ Sammel- die ultramontane Presse am Ort Grimpe gleich als den schlechtesten, herrührende plögliche gewaltige Steigerung und politit" und haben sich nicht alle zu dieser Sammelpolitik" gottlosesten Kerl hinstellt, ist selbstredend. Heute, Sonntag früh, das ebenso rasche und starte Sinken der Weizenpreise auf dem amerischwörenden Parteien gegen das Reichstags- Wahlrecht erklärt? vertheilten unsere Genossen 20 000 Flugblätter, Wahlmanifest tanischen Markte hat auf die hiesigen Getreidepreise eingewirft; diese Im Jahre 1888 wurde das Reichstags- Wahlrecht ver- unserer Fattion, im Landkreise; am Donnerstag( Himmelfahrt) sind der aufwärts und abwärts gehenden Bewegung der amerika schlechtert durch Verlängerung der Legislaturperiode. Das thaten wir Düsseldorf- Stadt mit 35 000 belegt werden. Bei der nischen Getreidepreise gefolgt, wenn die Schwankungen bei uns auch die Konservativen und Nationalliberalen. Das thaten dieselben Flugblatt- Verbreitung so schreibt uns ein Parteifreund haben natürlich weit hinter denjenigen der amerikanischen Märkte Leute, die heute eifrigste Mitglieder des Bundes der Land- wird, oft einen schweren Stand. Wiederholt ist es schon vor zurückgeblieben sind. Die tonservative Interpellation bringt wirthe" find. gekommen, daß man uns mit den ultramontanen Geisteswaffen", daher nur ein neues Moment zu dem Nachweise bei, wie er zerstörte das gleiche Wahlrecht in Sachsen? mit Dreschflegeln, Heu- und Mistgabeln, Pflastersteinen und Ketten- sehr es im Interesse unserer Boltsernährung Das thaten Abgeordnete, die Mitglieder des Bundes der Land- hund attaquirt hat. Je mehr man uns aber bombardirt, desto un gelegen sein würde, wenn die heimische Getreide wirthe" waren und noch heute sind. Das geschah, ohne daß die erschrockener dringen wir vor. Von den anderen gegnerischen produktion soweit vermehrt werden fönnte, " Deutsche Tageszeitung" dagegen in Opposition trat. Barteien stellen hier die schon mehr in betracht kommenden Wisch- daß sie den Inlandsbedarf wenigstens annähernd Ja, selbst der Artikel der Deutschen Tageszeitung", der die Er- masch- Parteien und zum ersten Mal der aber bedeutungslose demo- bedt. Denn je näher man diesem Ziel gelangt, umso unabhängiger haltung des Reichstags- Wahlrechts empfiehlt, zeigt deutlich, wie start fratische Verein Kandidaten auf. Von einem Wahlkampf derfelben wird der deutsche Markt bei ausreichendem Bollschuh vont im Grunde die Inzufriedenheit mit diesem Wahlrecht bei dem Wer hat man bis heute noch nichts gemerkt. dem Weltmarkt und den dort zum theil wenigstens von der inters faffer deffelben ist. Die Hamburger Parteigenossen verbreiteten am Sonntag mit nationalen Spekulation bedingten Schwankungen der Preiſe. Da heißt es u. a.: der gewohnten Präzision 180 000 Exemplare des ersten Flugblattes Die unerläßliche Voraussetzung für eine Sebung des heimischen SoDaß das jest giltige Wahlrecht zum deutschen Reichstag das zur Reichstagswahl über das gesammte Hamburgische Stadt- und Getreidebaues bildet aber die Wiederherstellung der Möglichkeit denkbar vollkommenste sei, wird niemand zu behaupten wagen... Landgebiet. eines lohnenden Betriebes. Den heimischen Getreidebau wieder zu Die geheime Stimmenabgabe in eine öffentliche Im sächsischen Wahlkreis 8widau Werdau sind heben und damit auch einem solchen Steigen der Getreidepreise, wie zu verwandeln, würde nur dann möglich sein, wenn ideale am Sonntag die ersten Flugblätter verbreitet; es ist alles glatt von es jetzt unter der Einwirkung der Vorgänge auf den amerikanischen Verhältnisse herrschten.... Andere meinen, es ent- statten gegangen. In che de wit sprach August Kaden- Dresden Markte eingetreten ist, thunlichst vorzubeugen, ist daher ein nament spreche dem Wesen des Reiches mehr, wenn der Neichstag aus den vor einer zahlreich besuchten Wählerversammlung im Hofe des lich auch im Interesse der Ernährung der breiten Schichten unseres Abordnungen der einzelnen Landtage zusammen- Konsumvereins. Volfes wichtiger Gesichtspunkt für die nach Ablauf der gefeßt wäre. Hätte man diese Zusammensetzung bei der Schaffung andelsverträge einzuschlagende Zollund des neuen Reiches empfohlen, so hätte man damals dar andelspolitit" über reden können. Jetzt darüber zu reden, ist unnüz und zwedlos dent In dieser Art ist der ganze Artikel gehalten. Die durchgehende Stimmung ist: Es wäre gut, das Reichstags- Wahlrecht zu ändern, aber jetzt geht es nicht! Wenn aber ein Reichstag erstehen würde nach dem Herzen der Deutschen Tageszeitung", so würde es alsbald heißen: ezt geht es, jetzt ist die Sache auf, jezt ist der Augenblid gekommen! Daß es also lommen würde, ist außer allem 8weifel. Darüber täuscht keine Scheinheiligkeit, teine noch so gute Wastirung hinweg. Das deutsche Bolt reif, wie dringend die Gefahr ist, wie außerordentlich sein bestes Recht bedroht ist. Das deutsche Volt wird das Reichstagswahlrecht zu schützen verstehen gegen seine offenen und seine versteckten Feinde 1 D g 9 Die In Köln sprach am Sonnabend Reichstags- Abgeordneter Dr. Lütgenau in einer von über 1500 Personen besuchten Versammlung. Zu derselben waren die Reichstagswähler aller Barteien ein- Man kann sich den überaus lebhaften Beifall der Agrarier geladen, jedoch ergriff fein Redner einer anderen Partei das Wort. vorstellen, mit dem die Agrarier für diese prächtige Wahlrede Bütgenau behandelte ausführlich alle schwebenden Fragen und schloß ihrem Lieblinge gedankt hätten. Die Darlegung, daß die unter tosendem Beifall mit der Aufforderung, dafür zu sorgen, daß amerikanischen Getreidespekulanten die Hauptschuld an den am 16. Juni unser Kandidat Hofrichter als gewählt aus der Urne hervorgehe. Am Sonntag wurde sodann für den Wahlkreis ein hohen Preisen tragen, hätte kein Mitarbeiter der Deutschen ungenirter Flugblatt in 40 000 Exemplaren verbreitet. Im Wahlkreis Köln- Tageszeitung" heraussagen können. Land gelangten 30 000 und in Mülheim- Wipperfürth- Gummersbach Ankündigung, daß die Zölle so start erhöht werden 40 000 Flugblätter zur Verbreitung. sollen, daß ausländisches Getreide künftighin unsere mehr passiren könne, hätte bei den Reichstags- Kandidaturen. mod Grenzen nicht Aufgestellt wurden: in Ragnit Billfallen von der frei- Großgrundbefizern stürmischen Jubel entfesselt. Die Aus sinnigen Boltspartei Gutsbesizer Bender; in Königsberg i. Pr. sicht, daß das Deutsche Reich seinen Getreidebedarf durch die von der freifinnigen Volkspartei Dr. Krieger; in Mayen Ahr- heimische Produktion decken solle, wird zwar bei allen Stennern weiler vom Zentrum Wallenborn; in Essen von den Freifinnigen unseres Bedarfs und unserer Landwirthschaft blos Hohn Militärübungen am Wahltag. Eugen Richter, Dr. Mar Hirsch soll zurücktreten, von den Anti- hervorrufen, bei den Agrariern wird aber dieser Ausblick in Aus verschiedenen Theilen des Reiches erhalten wir Nachrichten, semiten Dr. König; in Marburg- Kirchhain von den National- die Zukunft helle Frende entfachen. Herr Miquel kommt daß Landwehrleute zu Uebungen eingezogen sind, die den Wahl- liberalen Frankenberg; in Koburg von den Nationalliberalen Dr. durch das Fallenlassen der Interpellation um einen seiner tag mit einschließen. Bei manchen Truppentheilen find die Westphal; in Eisenach von den Nationalliberalen Dr. Flese; schönsten Theatererfolge auf der parlamentarischen Schaubühne. lebungen derart angefeßt, daß zwar die Hauptwahl frei bleibt, in Noisen Roßwein von den Nationalliberalen Dr. Lehr; in aber die Stichwahl in die Dienstzeit fällt. Endlich lauten viel- Straßburg- Land vom Zentrum Redakteur Häuß; in Hols- Die schlimmste Demagogie empfehlen angesichts folgenden heim- Erstein vom Zentrum Abbé Deffor; in Breslau der Getreidetheuerung nationalliberale Blätter. Wie Bismard Tag: auch dies ist nicht angängig, da die Reise zum Gestellungsort schlossen die Nationalliberalen und Konservativen für die Reichstags- das indirekte Steuersystem deswegen bevorzugte, weil dann häufig die Ausübung des Wahlrechts verhindern würde. wahlen ein Kartell und beschlossen für Breslau- Ost einen konser- der kleine Mann die Steuerlast nicht spüre, so treten national Es ist nöthig, daß die gesammte Bresse gegen diese Be- vativen, für Breslau- West einen nationalliberalen Kandidaten auf- liberale Organe, wie die Magdeburger Zeitung" und das hinderung zahlreicher Staatsbürger, ihr höchstes Recht auszuüben, zustellen. Leipziger Tageblatt" für eine Brotverschlechterung energischen Protest erhebt. Die Kriegsministerien müssen unbedingt Endlich haben die Ordnungsleute einen Mann ge- ein, damit das Volk die theuren Preise nicht merke und daAbhilfe schaffen. funden, der im dritten Hamburger Wahlkreise mit der sicheren mit dann das dumme Volk doch für die agrarischen Aussicht auf Durchfall kandidiren will. Es ist der von seinen während der Zeit des großen Hafenarbeiter- Streits gefällten harten Pläne der Sammelpolitiker eingefangen werden könnte. Die Urtheilen gegen Streifende her wohlbekannte Landgerichts- Direktor Magdeburger Zeitung" meint nämlich, es liegt nahe, die Dr. Danzel. Derselbe gehört seit Jahren der Hamburger Bürger- Frage aufzuwerfen, ob es den Bäckern nicht möglich fein schaft an, und zwar der Rechten. Selbst in Hamburger Freisinns" dürfte, die Weizentheuerung durch Herstellung von Mischbrot Beitungen macht man gegen diese Kandidatur Front. Der Sozial aus Weizen und Mais theilweise auszugleichen. Ueberhaupt, demokratie kann es recht sein: Der oder der, durchplumpfen wird meint das Blatt, wäre es zweckmäßig, das Maismehi jeder. zur Voltsernährung heranzuziehen. Ganz abgesehen davon, daß durch eine Verschlechterung unseres Brotes durch Beimengung von Maismehl die Vertheuerung des Brotes denn nicht aufgehoben würde, ste bestände eben darin, man daß für schlechtes Brot eben viel Geld zahlen fo müßte, als in normalen Zeiten fach die Einberufungen auf den dem Wahltag Zentrum und Konservative. In Schlesien mogeln seit langem die Zentrumsführer mit den Konservativen. Das wird wohl jetzt noch mehr zu tage treten, da das geistliche Oberhaupt der schlesischen Katholiken, Kardinal Fürstbischof Dr. Kopp, am Abschiedsessen onfervativen Fraktion des Herrenhauses theilgenommen und dort sein Glas der konservativen Fraktion des Herrenhauses geweiht hat. So wenig wir sonst derartigen gesellschaftlichen Anlässen Bedeutung beizumessen gewillt sind, so merkwürdig erscheint uns dieser Austausch von Höflichkeiten während des Wahlkampfes. Jezt werden fich die schlesischen Zentrumsjunker mit den Konservativen der Provinz noch ungenirter sammeln". Konservatives Wahlkampf- Material. Politische Mebersicht. Berlin, den 16. Mat. " Das preußische Abgeordnetenhaus hielt heute zwei Sigungen ab, die beide durch Feststellung der BeschlußunfähigDas Bademecum für die Reichstagswahlen 1898, herausgegeben feit ein frühzeitiges Ende hatten. Zur Berathung stand das für gutes, reines Roggen- oder Weizenbrot, ſo iſt die zuvon dem Wahlvereine der Deutschen Konservativen für seine Mitglieder, ist soeben erschienen. Es ist nahezu 200 Seiten stark und nerbenrecht für Westfalen in dritter Lesung, dessen mischung von Mais in unser tägliches Brot auch unserem Geenthält außerdem als Anhang den stenographischen Bericht über den Zustandekommen die Nationalliberalen mit allen Mitteln ſchmack nicht zusagend. Außerdem aber ist der starke MaisDie Pellagra, Dresdener Parteitag. Der Preis ist einschließlich Porto 1 M. hintertreiben wollen. Die Debatte bot nichts besonderes. In genuß nicht einmal gesundheitlich zuträglich. Einen Wahlaufruf hat auch die Deutsche Volkspartei" in Berlin erlassen. " auf ein oder zwei Dutzend beläuft. = Außerdem liegen folgende konservative Flugblätter zur Verfen- der letzten Sitzung, die morgen Vormittag um 10 Uhr statt ein Aussah, der in allen den Ländern herrscht, wo Mais kultivirt dung bereit: Nr. 1 Wahlaufruf der konservativen Partei, Nr. 2 Was findet, soll die Gesammtabstimmung über das Anerbengesetz und konsumirt wird, ist, einmal im Volfe verbreitet, eine die konservative Partei will und was sie nicht will( Auszug aus dem vorgenommen und sodann die Interpellationen mit Ausnahme zähe und gefährliche Krankheit, daß es höchst bezeichnend Programm), Nr. 3 Wähler! Arbeiter!( Zur Aufklärung über die der Getreide Interpellation berathen werden. für die betreffenden Parteien ist, wenn sie dem deutschen Sozialdemokratie), Nr. 4 Deutsche Wähler 1( Zur Sammlung der Diese kommt nicht mehr zur Verhandlung, wohl Volte Maisbrot auftischen wollen. Einer demagogischen Taktik nationalen Wähler), Nr. 5 Landwirthe, seid auf Eurer Hut!( Gegen aus dem Grunde, weil die Agrarier inzwischen selbst zu der 3 Liebe denken aber vor den Wahlen nationalliberale Blätter die freisinnige Bauernheze), Nr. 6 An Alle, die des Königs Rock getragen haben, Nr. 7 An die deutschen Beamten. leberzeugung gelangt sind, daß sie sich mit der Be- nur an ihren augenblicklichen Vortheil, mag das deutsche Volk dadurch auch dauernden Schaden haben. Selbst die fprechung derselben nur schaden würden. Mailändische Strife fann diese Boltsfeinde von der VerDas Herrenhaus berieth hente die Pfarrerbefoldungs- folgung ihrer furzsichtigen Pläne nicht abschrecken. Sie essen Wir wissen nicht genau, ob sich die Zahl dieser Berliner Demokraten gesetze. Während die Kommiffion die unveränderte Annahme der ja kein Maisbrot. Das soll nur Kaviar für das Volk Vorlage in der Fassung des Abgeordnetenhauses und dreier Reso- werden. lutionen empfahl, die im wesentlichen darauf hinausgingen, die Ueber die Wirkung der Getreidepreise in Stuttgart wird Wie aus Bergshausen, einem Ort im Wahlkreise Kaffel, berichtet eine Anzahl von Konservativen unter Führung des Grafen der Frankf. 8tg." gemeldet: Wie die dortige Freie Bäcker- Genossenschaft" bekannt wird, sind dort am 10, d. Wits. antisemitische Flugblätter durch den von Klindowström, die Ablehnung des evangelischen Gesetzes Ortsdiener verbreitet worden. Ja, noch mehr auf jedes einzelne und die jährliche Bereitstellung von 6 Millionen zur Aufbesserung der Lage macht, foftet vom 13. d. Mts. ab 1 Kilo Weißbrot 81 Pf., Flugblatt war der Name des Empfängers aufgeschrieben und man der evangelischen Pfarrer durch den Etat. Veranlaßt wurde dieser Theil Halbweiß 29 Pf., Schwarzbrot 25 Pf., Mehl 24 und 23 Pf. sagt, daß auch diese Arbeit auf dem Amte besorgt worden sei. Ist der Konservativen zu seinem ablehnenden Votum, weil er sich nicht das Pfund. Die Bäder weisen darauf hin, daß seit Jahreedem so, dann haben wir die Gewähr dafür, daß das Neichs- Wahl- damit befreunden kann, daß die Verwaltung der Pfründen inzufunft auf frist die Getreide- und Mehlpreise um 40 pct. gestiegen scien gesetz in Bergshausen herzlich wenig bekannt ist, denn sonst müßte die Pfarrgemeinden übergehen soll. Nach einer sechsstündigen man wissen, daß derartige Arbeiten als amtliche Wahlbeeinflussungen gelten und auf Reklamation zur Ungiltigkeits- Erklärung der Wahl führen. Von der Agitation. Flugblätter amtlich verbreitet. Für die Provinz Brandenburg, besonders für diejenigen Kreise, die teine eigene Burteizeitung haben, erscheint in awanglofer Reihenfolge eine sozialdemokratische Flugschrift, bezeichnet Der Wähler". Die erste Nummer ist als treffliches Agitationsmaterial in großer Auflage zur Verbreitung gekommen. Auch für Köln Stadt und Land ist eine wöchentlich erscheinende Flugschrift unter dem Titel„ Der Reichstagswähler" herausgegeben. Härten bei der Ausführung der Gesetze abzuschwächen, beantragten " Debatte, in der die Regierung wiederholt erklärte, daß sie dem An- und stellen, falls diese Bewegung anhält, eine weitere trage Klindowström unter feinen Umständen zustimmen fönne, wurde Preiserhöhung in Aussicht. derselbe in namentlicher Abstimmung mit 105 gegen 36 Stimmen Auch in Wien haben die Bädermeister für das Publikum abgelehnt und nunmehr die Vorlage mit den Resolutionen en bloc fehr empfindliche Maßregeln aus Anlaß der Hungernoths. preise ergriffen. In Tarnopol( Galizien) hat der dortige angenommen. Gemeinderath dieser Tage zwei große Bäckereien in eigener Regie errichten und wird das Brot um 4 Streuzer per Pfund verkaufen lassen, also um die Hälfte billiger, als der jetzige Preis ist. Die ganz Armen sollen es ganz umsonst bekommen. Im Laufe der Sizung erschien Fürst Hohenlohe, um die königTiche Botschaft zu verlesen, welche die Mitglieder beider Kammern des andtages zur gemeinsamen Schlußsigung im Schloß auf den 18. Mai Morgen: Sekundärbahn- Vorlage. einladet. " Mit den Hungersnothpreisen treiben die Konservativen In der Schweiz hat sich aus Anlaß des Aufschnellens Im Wahltreise Potsdam Osthavelland zeigen offenen Spott. Sie haben nunmehr, lediglich aus höfischen der Getreidepreise ein förmlicher Krieg zwischen den privaten fich jetzt die Freisimmigen recht regsam; am Sonntag veranstaltete Rücksichten, um die Zeitdispositionen des Königs nicht zu Müllern und Bäckern und den Konsumvereinen der Arbeiter der Liberale Wahlverein für Potsdam Spandau Ofthavelland" je stören, ihre Interpellation über die Getreidetheuerung zurück entwickelt. Die Müllerkommission in Virschach diktirte z. B. eine Versammlung in Wustermart und Falkenrehde, in welchen der gezogen. Die Freikonservativen im Abgeordnetenhause haben den Preis für ein fünfpfündiges Weizenbrot auf 1,36 Fr., die freifinnige Kandidat Dr. Mugdan referirte. Derfelbe zog der Fraktionssitung sich über ihre Stellung Genossenschaftsbäckerei St. Gallen ging aber nicht über 1 Fr. lediglich gegen die Junkerpartei scharf zu Felde, gegen heute in die Sozialdemokratie wußte er nichts em zur Interpellation des Abg. Grafen Kanig betreffend hinaus und vereitelte so den von den patriotischen Müllern von Belang ein zuwenden. In Wusterniart trat ihm der fozialdemo- die Getreideversorgung schlüssig gemacht. Sie gaben die und Bäckern beschlossenen Raubzug auf die Taschen des fratische Kandidat, Schröer, entgegen und entwickelte unter dem Absicht, selbständig zu interpelliren, auf und schlossen arbeitenden Volkes. In Winterthur wurden die Verwalter Beifall der Zuhörer sein Programm. Bemerkt sei noch, daß sich die sich der Interpellation Kaniz dem Kern nach an. Bei Be- der Arbeiter und Konsumbereine von den profithungrigen Spandauer Liberalen" der Kandidatur Dr. Mugdan's gegenüber sprechung der Interpellation Stanik wollte morgen Abg. Gamp Bäckermeistern förmlich gestürmt, den Preis von 60 auf vollständig passiv verhalten, Der Anz. f. d. Havelland" erklärte vor den Standpunkt der Partei klarlegen. Um diese Gamp'sche 70 Gts. für das dreipfündige Weizenbrot zu erhöhen, was einigen Tagen rundweg, daß auch dieser Kandidat ebensowenig wie der Nede kommt nun freilich das deutsche Volk. Dagegen weiß jedoch diese ablehnten, so daß nur eine Erhöhung auf 65 Cts. zuerst aufgestellte Dr. Bennede nach seinem Herzen sei. Auch der Orbinungsflingel veranstaltet jetzt fleißig Versammlungen, natürlich man wohl, was Herr v. Miquel auf die Interpellation immerhin noch viel!- beschlossen werden konnte. unter lebhafter Betheiligung der Behörden, auf dem Lande, um den zu antworten beabsichtigte. Die Berl. Pol. Nachr." theilten Mischmaschkandidaten Pauli den Wählern zu präsentiren. Viel Glück dies schon mit, bevor die Zurückziehung der Interpellation in werden die guten Leute mit ihrem Kandidaten aber diesmal wohl Aussicht stand. Sie schrieben: nicht haben, denn das Gros der Wählerschaft hat sich an dem Die vom Grafen Stanisz mit Unterstützung der konservativen stimmig, die Petition des Münchener Journalisten- und Schristbisherigen Abgeordneten, Pastor Schall, gründlich den Magen Fraktion im Abgeordnetenhnuje aus Anlaß der Höhe der Getreide- stellervereins, die Auslegung des§ 360 Biffer 11 des R.- Str. G.-B. verdorben. Am Sonntag vertheilten unsere Genossen in allen preise eingereichte Interpellation berührt mir eine allerdings sehr betreffend, der königlichen Staatsregierung zur Berücksichtigung Dörfern des Kreises ein speziell für hiesige Verhältnisse passendes wichtige Seite der Frage, welche Wirkungen die Abhängigkeit der zu überweisen. Flugblatt, und überall fanden sie bei der arbeitenden Bevölkerung Befriedigung ant deutschen Bedarfs Brotfrucht vom In der sehr lebhaft geführten Debatte sprachen Dr. Daller( 3) auch gute Aufnahme. Auslande hervorgebracht hat. Denn die Wirkungen dieser und der freisinnige Abg. Dr. Günther energisch gegen die Auss Der Wahlkampf ist in Düsseldorf feit 14 Tagen leb- Abhängigkeit treten zwar besonders start hervor bei Kriegs- legung des§ 360, Ziffer 11 durch die Gerichte. Unser Parteigenosse haft im Gange. gefahr, allein fie beschränken sich keineswegs auf diesen Fall, sondern v. Bollmar betonte, daß die heutige Rechtsprechung unzweifelhaft In der verflossenen Woche leiteten die Genossen den Wahlkampf machen sich stets entsprechend geltend, wenn der Gesammtwerth an von dem Rechtsbewußtsein des Volkes ebenso weit entfernt ist wie offiziell mit zwei stattlichen Wählerversammlungen ein, die beide von Brotfrucht auf dem Weltmarkte unter das Normalniveau sinkt von dem Siun des Gesetzes nach seinem historischen Ursprung. Die zahlreichen Gegnern, namentlich aber von Bauern gut besucht waren. und daher das Angebot hinter der Nachfrage zurückbleibt. In allen Rechtsprechung ist gegenwärtig absolut uferlos geworden. PerUnser Reichstags Kandidat Grimpe Elberfeld sprach diesen Fällen ist unsere Voltsernährung der Ausbeutung durch die fönliche Anschauungen, Stimmungen und Tenunter jubelndem Beifall in der ersten, und Reichstags- Ab- internationale Spekulation ausgesetzt. Selbst die so benzen sind ausschlaggebend. Durch eine derartige Rechtsprechung geordneter Moltenbuhr in der zweiten Versammlung. Daßlaugenfällig von rein spekulativen Momenten in politischen Dingen und in bezug auf die Presse ist eine volldes Gegen den ,, groben Unfug". Aus München wird uns geschrieben: Die bayerische Abgeordnetenkammer beschloß in ihrer Sigung vom Sonnabend, den 14. Mai, nahezu ein Arbeiter Italiens! " Ferner wird offiziös gemeldet: Korrespondent des Journal des Debat 3" schreibt, Chamberlain sei überzeugt, es werde in Ostasien über furz oder lang zu einem Kriege zwischen England und Rußland kommen, welches letztere von Frankreich unterstügt werden würde. Chamberlain wolle Frankreich in Afrika provoziren, wo Rußland keinerlei Interessen habe und einen Krieg herbeiführen, um die Seemacht Frankreichs lahmzulegen und sich seines Kolonialbesiges au bemächtigen. Rußland müßte dann allein den Stampf mit England und den Vereinigten Staaten aufnehmen. Chamberlain habe für seinen Plan mehrere andere Mitglieder desi Kabinets gewonnen. ftändige techts unsicherheit eingetreten. Breßvergehen können einen mehrbändigen Kriminalroman reichlich genügen würden. Jauf England 1047 951 Tonnen alfo 64 Prozent, oder fo statt vor das in Bayern allein zuständige Schwurgericht, vor ein Wie all dieses ungereimte Zeug aus der Luft gegriffen war, mehr als zwei Drittel. anderes Gericht gebracht werden. Einer derartigen Recht- tann man schon daraus ersehen, daß unsere Genossin vom sprechung muß ein Ende gemacht und den Gerichten die Möglichkeit Striegsgerichte auf freien Fuß gesetzt wurde, ja daß man selbst Marine- Chauvinisten träumen und faseln, hat es, wie man Mit der Ueberflügelung Englands", von der unsere genommen werden, in der Auslegung des Groben Unfug- Baragraphen fo wie bis jetzt fortzufahren. Die Regierung ist daher durch den auf ihr Zeugniß nicht den mindesten Werth gelegt hat; man sieht, noch gute Weile. Beschluß der Kammer aufzufordern, bei jeder Gelegenheit im Bundes- hat die Frau, die schon mehr mehr als 20 Jahre in rath ihren Einfluß in dem Sinne auszuüben, daß der jetzige unhalt- talien lebt, des Landes verwiesen, um doch in etwas New- York, Paris und Petersburg hervorgerufen. Die amerikanische Die Drohrede Chamberlain's hat ein mannigfaches Echo in bare Zustand beseitigt wird. Der Zentrums- Abgeordnete, Land- ihre Verhaftung und die über sie verbreiteten Gerüchte zu Bresse foll nach einer Mittheilung des Wolff'schen Bureaus dem gerichtsrath Lerno, sprach sich ebenfalls gegen die üblich gewordene beschönigen. Freilich eine gar merkwürdige Art der Be- britischen Kolonialsekretär warmen Beifall spenden und die Aussicht Handhabung des§ 360, Ziffer 11 aus. Es sei, so führte er u. a. schönigung. aus, bereits so weit, daß der Beweis des erregten ergernisses auf ein anglo- amerikanisches Bündniß herzlich bewillkommnen. Die nicht mehr gefordert wird, sondern daß die Anschauung Sie Anschauung Blutbad als harmloser darzustellen, als nach beglaubigten werde. Auch in Großbritannien selbst spielt man sehr den Die italienische Regierung fucht nun das Mailänder amerikanische Presse Hofft ferner, daß Deutschland sich„ aus des Richters, Rasseninteresse" der Allianz der Engländer und Amerikaner anschließen ein Artikel sei geeignet, Anstoß zu erregen, allein zur Strafbarkeit genügt. Auffallend und bedenklich Berichten thatsächlich erscheint. Aus Mailand wird offiziös Liebenswürdigen gegenüber Deutschland. Es ist wohl nicht nur erscheine dabei die Thatsache, daß der Grobe Unfug- Paragraph meist telegraphirt: mur gegen sozialdemokratische, freifinnige und ultramontane Blätter, Zufall, daß gerade jezt die Verwaltung der Stadt Glasgow Der Corriere della Serra" hebt hervor, wie sehr die in der zu Ehren der Offiziere des dort vor Anter liegenden deutschen Genie aber gegen eine nationalliberale Beitung angewendet wird. Diese ausländischen Presse über die Anzahl der bei den jüngsten Unruhen schwaders am Sonnabend ein glänzendes Festmahl gab, bei welchem lettere Thatsache suchte der nationalliberale Abg. Dr. Cassel- Getödteten und Verwundeten veröffentlichten Ziffern übertrieben der Bürgermeister die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Groß mann damit zu erklären, daß die Presse seiner eigenen Partei eben gewesen seien. Das Blatt sagt, es entspreche ganz und gar nicht der britannien und Deutschland betonte. anständiger" sei als andere Partei- Organe. Diefer unfreiwillige Wahrheit, daß die Zahl der Todten über 300 und die der Ver Die französische Bresse beurtheilt zum theil die Rede Wig, den nur der Justizminister v. Leonard für baare Münze wundeten über 1000 betragen haben sollte, und stellt fest, daß Chamberlain's recht geringschäzig, glaubt nicht an Thaten, die den: nahm, rief große Heiterfeit auf allen Seiten des Hauses hervor, 71 Todte relognoszirt, etwa 10 nicht refognoszirt worden feien; von großen Worten entsprächen, und meint, daß man sich in Rußland Die Lage in Italien. Unser Freund Ferri ist nicht letteren stelle man Photographien her und ſammle ihre Papiere, nicht viel aus Chamberlain's Drohungen machen werde. Andere: Kleider und Habseligkeiten, um berhaftet, wie wir irrthümlich nach einem Telegramm der leichtern. ihre Feststellung zu er hervorragende Blätter nehmen die Situation ernster. So meint Nach langen und eingehenden Untersuchungen seien der" Temps", England wolle sich für seine Mißerfolge in China; ,, Vossischen Zeitung" angaben er hat, wie er uns durch 215 Verwundete bekannt geworden; wenn man diejenigen in möglichst billig anderwärts Revanche holen und glaube, dies am Postkarte vom 14. d. M. mittheilt, seit vorigem Sonnabend an Rechnung ziehe, welche sich den Feststellungen entzogen hätten, und leichtesten auf Kosten Frankreichs erreichen und sich für Port Arthur stelle des verhafteten Bissolati die Leitung des Avanti" über- die, die nur leichte Hautwunden erlitten, könne die Ziffer höchstens und Talienwan in Bussa und im Nigerwintel entschä nommen. Bravo! In solchen Momenten giebt's kein Besinnen. Da 400 betragen. Im Militärlazareth befänden sich 22 Verwundete, digen zu können. Dies schaffe eine heitle, beinahe gefährliche ist der Posten höchster Gefahr der höchste Ehrenposten. Nur immer darunter 3 Offiziere auf dem Wege der Genesung. Bei der Sicher Lage. Wenn die westafrikanische Streitfrage gütlich gelöst werden solle, vorwärts! Unsere italienischen Genossen werden den Sturm wundeten Soldaten befinde sich glücklicherweise niemand in Lebens- und böswilligen Unterstellungen vor Augen halten. Der Londoner Sturmheitsmannschaft seien zwei Todte zu beklagen. Unter den ber- müsse man sich beiderseits die Gefahren von Einschüchterungsversuchen überdauern, und die Urheber der Hungeraufstände in ganz gefahr. Italien und der schmachvollen Massenmezeleien in Mailand und in anderen Städten werden der Nemesis nicht entwischen. Im ganzen Königreich herrscht weiterhin völlige Ruhe.( In Unseren Brudergruß den italienischen Brüdern! Sizilien sollen aber am Sonntag auch Unruhen stattgefunden haben.) Unser römischer Korrespondent schreibt uns unter dem Heute Abend wurde auf Ansuchen der Mailänder Behörden der sozia13. b. M.: listische Deputirte Morgari verhaftet; er wird nach Mailand überDie Reaktion geberdet sich immer toller, ihr Vorgehen zeugt führt werden. bom hellsten Wahnsinn, hervorgerufen durch die Furcht und den Der sozialistische Deputirte Pescetti hat, um seiner Verhaftung Schreden. Die Verhaftungen nehmen eine unheimliche Ausdehnung zu entgehen, den Monte Citorio( das Parlamentsgebäude) seit gestern an. Die Expeditions- und Redaktionsräumlichkeiten des Avanti" Nachmittag nicht verlassen. wurden von der Polizei blockirt; die Karabinieris drangen in die Unser Züricher Korrespondent schreibt uns unter dem Bureaus ein und verhafteten die Redakteure, die sich bisher 15. d. M.: In Petersburg beschäftigt man fich hauptsächlich mit der noch auf freiem Fuß befunden hatten, mit Ausnahme Die von der welschen Schweiz ausgegangenen und rasch auch Frage eines Bündnisses zwischen England und den Vereinigten Staaten. bon zweien, denen es gelang, fich durch das Fenster auf die deutsche Schweiz ausgedehnte Bewegung unter den ita Die Nowoje Wremja" hält es für fraglich, ob die Vereinigten nach dem Nebenhause zu flüchten. Die andern wurden verhaftet, lienischen Arbeitern, in Schaaren nach Mailand zu ziehen Staaten dieses Bündniß wünschen, und ob es sie befriedigen Schriften, Briefe, Manuskripte, alles wurde davongeschleppt. Die und an den dortigen Kämpfen theilzunehmen, ist in der Hauptsache würde, wenn sie, wie sie beabsichtigen sollen, die Philippinen ben Herausgabe des Blattes hat nun die sozialistische Kammerfraktion im Sande verlaufen und das ist gut so. Es war ein unglüd- Spaniern entreißen, dieselben aber dann an England ver übernommen, die ihrerseits den Abgeordneten Enrico Ferri licher Gedante, die taum aus der Heimath zur Sommerarbeit ein- taufen müßten. Eine derartige Abficht allein genügte, um sämmtmit der Führung der Redaktion beauftragt hat. Ob freilich das getroffenen unbemittelten und umbewaffneten Italiener zu einem liche Großmächte, welche im fernen Often Interessen haben, gleichBlatt überhaupt wird erscheinen tönnen, ist zur Beit zweifelhaft. folchen Unternehmen zu entflammen, das bei der Lage der Dinge zeitig vor die Frage zu stellen, ob sie in dem spanisch- amerikanischen Die Kammerfraktion hat gestern ein Manifest an die italienische Ar- in Italien von vornherein aussichtslos erscheinen mußte. Es war die konflikt volle Neutralität beobachten sollen, wenn beiterschaft erlassen, welches lautet: reinste Odyssee, wie die armen Leute von Lausanne nach Vevey, Frei- dieser derart enden könnte, daß England im Stillen Ozean einen burg, Bern, Luzern kamen, in öffentlichen Gebäuden übernachten dominirenden Einfluß erhält, welchen Rußland, Frankreich und Deutschund an jedem Orte Geld sammeln mußten, um wieder einige land augenblicklich nicht erfolglos bekämpfen. zu werden. Das war fein Revolutionszug! Diese Vorgänge hielten Stationen weiterfahren zu können und so zum Gespötte der Leute aber einige feurige und thatenluftige Leute in Zürich nicht davon ab, auch von hier aus einen solchen Zug in Szene zu sehen, glücklicher noch einen test selbständigen Dentens und Auftretens erhalten Denunziation. Der Verband der Veteranen", der fich weise mit geringem Erfolg. Endlich tam gestern von Luzern hat und für die materiellen Interessen seiner Mitglieder mit Eifer Stalien zu gehen, da die Kämpfe in Mailand beendet seien sehr verhaßt. In welcher Weise dieser Kriegerbund den Veteranenaus sozialistischen Kreisen die 28arnung, nach eintritt, ist als Konturrenzorganisation dem, Deutschen Kriegerbund" und überdies Jeder bei dem Betreten des italienischen verband bekämpft, zeigt eine Eingabe desselben an die sächsis Bodens verhaftet werden würde. Das ist in der That mehreren schen ministerien des Innern und des Krieges, Schaaren, die sich absolut nicht zurückhalten laffen wollten, beren Zwed ist, die Behörde gegen den Beteranenverband aufzujenseits des Gotthard wie des Simplon paffirt. Derart leichtfertig reizen und zur Verweigerung jeder obrigkeitlichen Begünstigung auf und zwedlos sich selbst an die Schlachtbant auszuliefern, ist denn zufordern. Zu dem Zweck wird der Verband u. a. also demunzirt: doch unverzeihliche Dummheit. Was zu thun bleibt, ist Wenn nun auch jeder wohlmeinende Mann von vornAufklärung und Organisation der Arbeiter, eine herein mit dem erwerbsunfähigen und unterstützungsbedürftigen versucht; wenige Tage nachher mußte aber die Regierung dem zwar mühevolle, aber unerläßliche Arbeit, die trotz alle- Kriegstheilnehmer lebhaftes Mitleid hat, so hat doch die Forderung, Drude der Verhältnisse nachgeben und die Aufhebung des Bolles und gesunder Verhältnisse an stelle des Elends, der Ausbeutung wenn er Kriegstheilnehmer ist, im Lande der Wehrpflicht ihr sehr zum Ziele führt, d. H. zur Herstellung geordneter daß jeder, der in Noth ist, vom Staate unterstützt werden müsse, aussprechen. Diese Revolten find weder vorbereitet gewesen und der in ganz Italien herrschenden Korruption und Lotter- Bedenkliches und sie muß unseres Erachtens energisch be in ihren Mitteln, noch war ein bestimmtes Ziel er wirthschaft! tämpft werden, weil sie auf die sozialdemokratische fichtlich, fie find ebenso spontan entstanden, wie die Aus Lugano wird unter dem 13. d. M. der Franks. Forderung hinausläuft, daß jeder Staatsbürger im Alter fizilianischen Aufstände von 1893/94. Sie find die Folgen der tief- 8tg." gemeldet: Necht auf Staatspension habe. gehenden Unzufriedenheit der Arbeiterschaft und des kleinen und 200 italienische Arbeiter in Bellizona an, um nach der italienischen eintritt, ist ihm jedes Mittel recht. In der ridsichtsVergangene Nacht um 3 Uhr kamen mit dem Gotthardzuge In der Art, wie der Veteranenverband für seine Bestrebungen mittleren Bürgerthums, hervorgerufen durch die in Italien beliebte Grenze weiterzufahren, Der italienische sozialistische losesten, demagogischen Weise werden in dem VerbandsPolitik, die Afrika- Politit, den Mangel aller Reformen in bezug auf Deputirte Rondani erwartete sie an der Station, um sie organ Der Veteran" die Staatsregierung und hohe Beamte das ungeheuer anschwellende Budget, den Rückgang des Handels womöglich von der Weiterfahrt nach Chiasso abzu- angegriffen und verdächtigt; es wird offen gesagt, daß die durch eine ungesunde Handelspolitik, die Arbeitslosigkeit und die 4 Uhr kam der Bug in Lugano an. Auf dem Perron hatte ein Dotationen der Heerführer in den letzten Kriegen, die Pensionen halten. Aber seine Worte waren umsonst; feiner stieg aus. Um Regierung ein Herz für die Weteranen habe; die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung. Detachement Schweizer Gendarmen und Soldaten unter dem Be- der Offiziere werden in der häßlichsten Art den geringen Pensionen Solche ziellose Boltserhebungen sind immer ein Beichen gewesen fehle des Hauptmanns Bernasconi von Lugano Aufstellung ge- der Mannschaft gegenübergestellt; den Veteranen wird laut und immer von Elend und Verzweiflung der Massen, die alles Vertrauen Nachdem der Zug in die Station eingefahren wieder gesagt, daß der Invalidenfonds den Veteranen gehöre, daß traten mehrere zu dem herrschenden Regierungssystem verloren haben, das durch benen es gelungen war, in die alle eintreten zu Invalidenfonds reiche Mittel hätte, italienische Flüchtlinge, fie ein Recht hätten, unterstüßt zu werden, daß der feine Maßnahmen die Kluft zwischen sich und dem Volte tönnen, vor, und beschworen nochmals mit den ein- enthalten würden, ja die Agitationsredner suchen die erhabene immer mehr vertieft. So lange man nicht die Beseitigung der dringlichsten Worten die Arbeiter, nicht ihrem Person Seiner hochfeligen Majestät Kaiser Wilhelms des ökonomischen Ursachen dieser allgemeinen Unzufriedenheit anstrebt, hierauf im Jumern der Wagen eine wilde Diskussion, bis schließlich verwerthen, indem sie den Veteranen vorspiegeln, wie Allerhöchst sicheren Werderben entgegenzugehen. Es entstand Großen, die jedem Veteran heilig ist, für ihre 8wede zu so lange das Elend währt, werden die Folgen immer dieselben sei. einige die Wagen verließen. Nach und nach folgten andere, bis uns derselbe es ausgesprochen habe, daß der Invalidenfonds für die Schon des öfteren haben wir unsere warnende Stimme erhoben, gefähr die Hälfte ausgestiegen war. Hierauf machte das Militär eine Veteranen da fei. aber man hat sie nicht beachtet; die Thatsachen haben uns Recht Flankenbewegung und umstellte die Arbeiter, die in die Wartesäle ge- Zur Entschuldigung dieser Agitationen muß angeführt werden, gegeben, und noch heute wiederholen wir es und rufen es denen führt wurden. Den fortgesetzten Zusprüchen gelang es schließlich, die daß die Führer der Beteranenbewegung meist untergeordnete Leute zu, die uns, die Sozialdemokraten, für den Ausbruch der Boltswuth suchung wurden feine Waffen gefunden. Als aber der Hauptmann Unheil an. Leute einigermaßen zu beruhigen. Bei einer summarischen Unter- und augenscheinlich unklare Köpfe sind, aber sie richten großes Sie haben schon jetzt eine bedenkliche Ver verantwortlich machen möchten, daß nur energische Reformen auf Bernasconi erklärte, daß ihres Bleibens in Lugano nicht sein wirrung unter den Veteranen angerichtet, wie uns ökonomischem und politischem Gebiete die Unzufriedenheit beseitigen tönne, und daß die Italiener sich entscheiden müßten, entweder von allen Seiten durch die Führer unserer Verbände genach Chiasso weiter zu fahren, oder nach Bellinzona zurück meldet wird. Nicht allein, daß die Begehrlichkeit der gefandt zu werden, ging der Lärm von neuem los, und Viele Veteranen geweckt und rege gehalten wird, nein die wollten jetzt wieder den Weg nach Chiasso weiter verfolgen. Ansicht unter ihnen verbreitet sich immer mehr, daß die Veteranen Endlich siegte doch der gesunde Menschenschenverstand und die Arbeiter von der Staatsregierung ungerecht behandelt bestiegen den Zug rückwärts nach Bellinzona. Inzwischen war der seien und daß sie ein Recht haben, unterstützt zu werden. Erst vor Zug nach Chiasso mit etwa 100 der Hartnädigsten zur italienischen wenigen Tagen wurde einem unserer Vorstandsmitglieder von einem Grenze weitergefahren, wo bereits alles zu ihrem Empfange seitens unserer Führer in der Provinz Hannover, welcher Arzt ist, erzählt, des italienischen Kommandanten in Como vorbereitet worden war. Seit früher Morgenstunde hatten drei Kompagnien italienischer Soldaten von der Garnison in Como an der Grenze Aufstellung genommen. In Lugano verbreitete fich bald nachher die Kunde von der Verhaftung der ganzen Schaar am Bahnhofe in Como. Wir sind durch den Schluß der Seffion daran verhindert, uns von der Parlamentstribüne herab an das Proletariat zu wenden, aber angesichts der Vorgänge, welche den italienischen Boden mit dem Blute des eigenen Wolfes getränkt haben, tönnen wir doch nicht schweigen. Roch bevor unter der Bevölkerung selbst die Bewegung gegen bie Brotvertheuerung begann, haben wir in der Kammer Anträge gestellt auf Aufhebung der Getreidezölle, Jnangriffnahme öffentlicher Arbeiten, um die Noth des Bolles zu lindern; wir haben schon das Arbeiten, um die Noth des Volkes zu lindern; wir haben schon da mals unsere warnende Stimme erhoben und vorausgesagt, daß es ohne diese Maßnahmen zu Revolten tommen werde. Und noch in der letzten Sigung der Deputirtenkammer haben wir es vergebens die tönnen. Heute mehr denn je müssen wir die Nothwendigkeit der politischen und wirthschaftlichen Organisation des Proletariats betonen; organisirte, disziplinirte Arbeitermassen sind die unentbehrlichsten Voraussetzungen des Fortschritts. Die Regierung, anstatt das wirksamste Mittel gegen Revolten, bie Arbeiterorganisationen, zu stärken, unternimmt von neuem eine Attacke gegen die Arbeiter und, währenddem sie sich der Kontrolle des Parlaments entzieht, nimmt sie, wie immer, ihre Zuflucht zu Unterdrückungsmaßregeln und regiert mit dem Belagerungszustand, dem Schrecken und der brutalen Gewalt. Wir erheben angesichts dieser traurigen Vorkommnisse und in Erinnerung der zahllosen Opfer Protest gegen das Vorgehen der Regierung. Wir werden auch ferner unsere Pflicht thun und weiter kämpfen für die Jdeen des Sozialismus. dem nommen. war, Deutsches Reich. daß jezt zahlreiche Veteranen zu ihm fämen, welche Atteste verlangten, weil sie jetzt das Recht auf Unterstützung hätten. Aber auch die nationalen Bestrebungen des Kriegervereinswesens werden gefährdet. Zwar rathen die Führer der Veteranenbewegung ihren Mitgliedern, in den Kriegervereinen zu bleiben; auf der anderen Die schweizer Regierung scheint übrigens der italienischen Seite aber ber heben sie die alten Kameraden, welche scheußliche Schergendienste zu leisten. Es wird hierüber aus Feldzugstheilnehmer find, gegen die jüngeren Leute; ste stören den Pontechiasso telegraphirt: Frieden in den Vereinen, veranlassen Neugründung von Veteranen Heute Nachmittag traf hier ein Sonderzug mit 400 italienischen vereinen und schädigen so unsere Bestrebungen auf AnfammenArbeitern ein, der bis Chiasso von einer Kompagnie schweiz echluß aller Alters- und Gesellschaftsschichten; ja neuerdings ist rischer Soldaten begleitet war. Diese hatten die fogar Bestreben hervorgetreten, Mitglieder in den Italiener dort am Aussteigen verhindert und ließen den Zug bis Veteranenverband aufzunehmen, welche nicht Kriegstheilnehmer Bontechiasso fahren, sie ihn einer Kompagnie sind. Unseres Erachtens nach ist das Umsichgreifen dec Bersaglieri auslieferten, welche ihn bis Como brachte. Veteranenbewegung eine ernste Gefahr für das Kriegera Swei Individuen, welche auf dem Bahnhof von Chiasso die vereinswesen, italienischen Arbeiter mit lauter Stimme aufgefordert hatten, aus- zeugung nach dadurch und nicht allein dadurch, auch das Staatsund schädigt unferer unmaßgeblichen Ueberzusteigen, wurden von Schweizer Gendarmen verfolgt. intereffe.... Unterzeichnet ist diese Denunziation vom Vorstand des deutschen Striegerbundes, gez. v. Spiz, General der Infanterie 3. D. Sie ist höchft charakteristisch für die Sinnesweise dieser Kreise." Für die sozialdemokratische Kammerfraktion: Agnini, Badaloni, Bertesi, Berenini, De Marini, Ferri, Gatti, Morgari, Nofri, Pescetti, Prampolini, Sichel. Was über die Ursachen der Ereignisse in Italien, über internationale Verschwörungspläne, kompromittirende Korre- Auf den englischen Werften herrscht eine außerordent spondenzen und dergleichen in der italienischen, deutschen, liche Thätigkeit. Nach dem letzten Zirkulare Lloyd's find österreichischen und ungarischen Presse speziell zur Frre- gegenwärtig 1080 große Seeschiffe auf allen Werften der Welt Die Saalabtreibungen vor dem fächsischen Landtag. Aus führung der öffentlichen Meinung über die Stellung im Bau begriffen. Von diesen werden 639 in England ge- Dresden wird uns vom 13. Mai geschrieben: Im Landtage ging der italienischen Sozialdemokratie zu diesen ganz un baut, also 60 Prozent. Zunächst kommt Deutschland mit es heute wieder einmal hoch her. Der Bürgermeister der Stadt borbereiteten Voltsbewegungen zusammengelogen wurde, 96( nicht einem Behntel), Amerika( Vereinigte Staaten) mit 88, Hauses an Amtsstelle einen Revers unterschreiben lassen, daß er Hohnstein( sächsische Schweiz) hatte den Wirth des dortigen Schützenübersteigt das übliche Maß bon gewissenloser Er- Frankreich mit 40 und Japan mit 24 Schiffen. Nach dem seinen Saal nie wieder den Sozialdemokraten zu findungsluft. Speziell über unsere tranke Genoffin Frau Zonnengehalt berechnet ist das Verhältniß für England noch versammlungen zur Verfügung stellen wolle. Dr. Anna Kulischoff wurden Dinge zusammengedichtet, die für günstiger: bei einem Total von 1560 824 Tonnen entfallen Fräßdorf( S03.) interpellirte deshalb die Regierung, was fie Abg. = Defterreich- Ungarn. = erkannte Wien, 15. Mai. Die Abhaltung der diesjährigen Manöver in Ungarn ist, dem N. 2.." zufolge, in Frage gestellt, weil dort unter den Pferden die Rogepidemie herrscht. Lemberg, 15. Mai. In Tarnobrzog sind ernste antisemitische Unruhen ausgebrochen. Die jüdische Bevölkerung bat die Statthalterei um Schutz. " verwundet. Das Transportschiff„ Gussie" ist nach Key West zurückgekehrt, nachdem sein Versuch, Munition und Gewehre für die Aufständischen auf Kuba zu landen, mißglückt war. Der Minister des Auswärtigen erflärte einem Berichterstatter gegenüber, die Regierung werde eine Note an die Mächte in der bon den Amerikanern borges gehende Mittheilung richten. Die Regierung erkläre, sie könne die Blockade auf Ruba nicht als eine effettive anerkennen und sei der Hoffnung, die Mächte Europa's und Amerika's würden es ablehnen, eine solche Blockade anzuerkennen. Eigenthümlich ist, daß Spanien und Amerika sich bei der franzöfifchen Regierung über Parteilichkeit in der Handhabung der Neutralität auf der Insel Martinique beschwert haben. Auf Die Köln. 3tg." berichtet darüber: zu thun thun gedenke, gedenke, um derartige amtliche Eingriffe in die Bekämpfung der Schwindsucht„ in Erwägung zu ziehen". Damit die an der Blockade Havanas theilnehmen, an; eins der amerikanischen Rechte der Staatsbürger fünftig zit verhindern. Daß hat das liberale" Ministerium die gewünschte Deduna gegen das Schiffe wurde schwer beschädigt, die anderen vier ergriffen die Flucht. dabei die in Sachsen in hoher Blüthe stehende elende stürmische Verlangen" der Zweiten Kammer erhalten und die Sache „ Der AnMarschall Blanco telegraphirte nach Madrid: Saalabtreiberei von Fräßdorf in schärfster Weise gegeißelt wurde, kann schlafen. Die Erste Kammer aber hat ihre Nüglichkeit und griff der spanischen Schiffe am Sonntag gegen die amerikanischen ist selbstverständlich. Der Minister des Innern mußte zu Nothwendigkeit im Interesse der Hemmung des Fortschritts wieder hatte den Zwed, so viel Schiffe wie möglich vor Havana zusammen geben, daß das Schützenhaus Privateigenthum des Wirthes war und einmal glänzend bewiesen. zuziehen. Der Ziveck ist erreicht, denn 11 amerikanische Schiffe sind Der Bürgermeister als solcher fein Recht zu einer Beeinflussung habe. Die Lagerhaus Genossenschaft in Grünberg in Sicht vor Havana." Der Bürgermeister habe aber auch nicht in seiner amt( Oberhessen) verlangt in einer Eingabe an Regierung und Land- Privatdepeschen aus Havana vom Sonntag enthalten nähere lichen Eigenschaft als Bürgermeister gehandelt, sondern stände das nöthige Baukapital zur Errichtung eines öffentlichen Angaben über die Vorgänge im Hafen von Havana. Gestern gegen in feiner privaten Eigenschaft als Ausschußmitglied der Getreidelagerhauses zu einem billigen Zinsfuß" aus der Staats- 5 Uhr nachmittags fegten sich der spanische Kreuzer zweiter Klasse privilegirten Schüßengesellschaft. Das Schreiben sei zwar an Amts- tasse. Wenn darunter etwa ein niedrigerer Zinsfuß verstanden sein„ Conde de Venadito" und das Torpedolanonenbook„ Nueva Eſpana" stelle aufgesetzt, aber nicht vom Rathsschreiber, sondern vom Privat- sollte, als derjenige ist, den der Staat selbst anlegen muß, so dürfte unter begeisterten Beifallsrufen der auf den Quais Kopf an Kopf Schreiber des Bürgermeisters, und das beigedrudte Amts dieser billige Binsfuß ein unbilliges Verlangen sein. gedrängt stehenden Menschenmenge gegen drei, zum BlodadeSiegel habe nur die Echtheit der Unterschrift des Wirthes beChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Eine An- Geschwader gehörige amerikanische Kriegsschiffe in Bewegung. Sie glaubigen sollen. Der Vorwurf der antlichen Beeinflussung sei also bollständig ungerechtfertigt. Die Behörden dürften in der Behandlung flage wegen Majestätsbeleidigung, welche sich gegen den Schuhmacher griffen diefelben an und eröffneten das Feuer. Wei jedem KanonenJohann Laurisch aus Haafel, Streis Jauer, richtete, beschäftigte das schuß schrie die Menge:" Es lebe Spanien"! Blöglich hörte eins der Sozialdemokraten nicht über das Maß des Zulässigen hinauss iegniger Landgericht. Laurisch befand sich am 14. März ds. Js. in der amerikanischen Schiffe zu feuern auf und ließ sich von einem gehen, hätten vielmehr mir gegen erzessives Gebahren ein Der Kaltosenschänke zu Haasel und soll dort mit bezug auf Bilder ließen. Die spanischen Schiffe nahmen ihre Ankerpläge unter den gehen, hätten anderen ins Schlepptau nehmen, worauf alle drei den Hafen verzuschreiten. Fräßdorf Fräßdorf beleuchtete in der Besprechung der Interpellation die Art und Weise, wie's gemacht wird", der kaiserlichen Familie, Bismarck 2c. beleidigende Aeußerungen gethan ließen. Die spanischen Schiffe nahmen ihre Ankerplätze unter den etwas näher. Der Bürgermeister sei nur etwas ungeschjidt vorhaben. Auf die Anzeige des Buchhalters Wächter aus Haasel wurde lebhaften Zurufen der Menschenmenge wieder ein. Eine Depesche aus Havana vom Sonntag meldet: Drei amerigegangen und deshalb habe man ihn fassen können; andere Bürger- Bilder wurden jetzt in der Verhandlung vorgelegt. Der Angeklagte Geschoß traf das englische Konsulatsgebäude und zerstörte dasselbe darauf die Anklage wegen Majestätsbeleidigung erhoben. Die betr. fanische Kriegsschiffe haben Cardenas aufs neue beschossen. Ein meister faßten die Sache geschickter an, suchten aber ebenso die Sozialdemokratie in ihren Rechten zu beschneiden. Selbst der bestritt die Beschuldigung, doch wurde auf grund der Beweisaufnahme vollständig. Während der Beschießung machten mehrere Boote den Nationalliberale Dr. Schill konnte den Wunsch nicht unterbrücken, die beleidigende Absicht feſtgeſtellt. Der Staatsanwalt beantragte Versuch, Munition und Truppen zu landen, der aber vereitelt die Bürgermeister möchten etwas etwas vorsichtiger sein und auch zwei Jahre sechs Monate Gefängniß. Die Straffammer in ihren privaten Angelegenheiten immer daran denken, welche auf zwei Jahre Gefängniß! Bei Abmessung der Strafe war die wurde. Die an der Küste vertheilten spanischen Truppen eröffneten Stellung sie im öffentlichen Leben bekleideten, damit das Gesinnung, welche der Angeklagte zur Schau getragen, sowie der ein lebhaftes Feuer und verursachten dadurch dem Feinde zahl Bolt ihre Privathandlungen nicht ihrem Amt zur Last lege. Die Umstand, daß diese Beleidigung sehr ordinärer Art gewesen ist, als reiche Verluste. Die Boote zogen sich zurüid. Sieben Spanier find beiden Gemeindevorstände aus der Dresdener Umgegend Rudelt und wurde der Angeklagte wegen Fluchtverdachts sofort in Haft ge= strafverschärfend angesehen worden. Bei der Höhe der Strafe Nach einer amtlichen Meldung ist unter den abgeschlagenen Großmann, warfen in ihrem Uebereifer und blinden Sozialistenhaß dem Minister mit seiner so schön betonten Unparteilichkeit der nommen. Die Verhandlung wurde unter Ausschluß der Oeffentlich- Landungsversuchen der Amerikaner auf Kuba noch ein solcher an der Küste von Banes zu erwähnen, wo die Amerikaner durch Behörden einen bösen Knippel zwischen die Beine. teit geführt. Sie erklärten Artillerie, Infanterie und Kavallerie zurückgeschlagen wurden. Einige ganz unverfroren jedes Mittel im Kampfe gegen die Sozialdemo Granaten schlugen auf dem Deck der feindlichen Schiffe ein, worauf fratie für recht und gut und finden es als selbstverständlich, sich die Amerikaner sofort zurückzogen. Die Spanier hatten keine daß die Behörden ihre Macht der Sozialdemokratie gegenüber Verluste. mißbrauchen. Herr v. Metzsch konnte diese beiden Dorfpaschas, die ihm das ganze Konzept verdarben, nicht länger mehr anhören und verließ den Saal. Genosse Goldstein zerpflückte die ministerielle Erklärung und brachte weiteres Material für die beEiner New- Yorker Depesche aus Havana zufolge stießen spanische hördliche Saalabtreiberei bei, auch die beiden Gemeindevorstände Streitkräfte auf ein Corps der Aufständischen bei Larosa in tamen schlecht weg und wurden von ihm vor dem ganzen Lande Budapest, 15. Mai. Der Heeresausschuß der ungarischen der Nähe von Encrucijada in der Provinz Santa Clara. Die Aufauf die Anklagebank gesezt. Genosse Hofmann beschäftigte Delegation nahm in seiner heutigen Sizung den Voranschlag des ständischen, welche eine stark befestigte Stellung einnahmen, sich noch speziell mit diesen beiden Ordnungshelden. Die Kriegsministers an, nachdem dieser erklärt hatte, er werde über den eröffneten ein lebhaftes Kleingewehrfeuer, die Spanier jedoch bevorstehenden Reichstagswahlen würden wieder zahlreiche Nachtragskredit von 30 Millionen Gulden seinerzeit warfen, nachdem sie Verstärkungen erhalten hatten, die Insurgenten Uebergriffe der Behörden in bezug auf das Vereins- auf vertraulichem Wege Mittheilungen machen. zurück, welche 17 Todte auf dem Plaze ließen. Im Lager der Aufund Versammlungsrecht bringen; diesen Uebergriffen habe die Ausweisungen im großen. Der Minister des Innern hat ständischen fanden die Spanier eine große Menge Munition. Interpellation entgegenwirken wollen. Der konservative Dauerredner die folgende Zirkularverordnung erlassen: Ein Telegramm des Marschalls Blanco zählt verschiedene Opis sprang für die arg zugerichteten Gemeindevorstände in die Unter den Feldarbeitern, welche sich weigern, Kontrafte abzu Scharmützel auf, in denen die kubanischen Aufständischen geschlagen Bresche und dankte ihnen für ihr mannhaftes Gintreten zu gunsten schließen, befinden sich laut den eingelangten Berichten in den einzelnen wurden. behördlicher Wahlbeeinflussungen, dann wurde durch einen Schluß- Gemeinden auch solche, welche nicht in der betreffenden Gemeinde zu Eine Depesche des Generalgouverneurs von Portorico besagt, antrag Genossen Goldstein das Wort abgeschnitten, in einer ständig und vermögenslos sind, und welche demzufolge zu den Lasten seit heute Vormittag sei nur ein einziges amerikaniſches Schiff in persönlichen Bemerkung zahlte dieser es aber dem strupellosen der Gemeinde nicht nur nicht beitragen, sondern in Ermangelung Sicht der Stadt San Juan. Herrn Justizrath ordentlich heim. Ackermann waltete in von Arbeit und Erwerb nur zu bald in Elend gerathen und sammt Aus Kingston( Jamaila) wird telegraphirt: Das Kabel gewohnter Weise seines Präsidialamtes: auf die Sozialdemokraten ihrer Familie auf die Unterstützung der Gemeinde angewiesen sein zwischen St. Vincent und Santa Lucia iſt zerschnitten, die teleregnete es Ordnungsrufe, dagegen überhörte er die niederträchtigsten werden. Da die Unterstützung und Erhaltung solcher, aus eigenem graphische Verbindung mit Barbados, St. Vincent, Grenada und Beleidigungen, die gegen die sozialdemokratischen Kammermitglieder Verschulden ohne Arbeit und Erwerb gebliebenen Arbeiter und ihrer Demerara ist aufgehoben. geschleudert wurden. Das gehört so zur Signatur des fächsischen Familien den Gemeinden nicht nur drückende, sondern auch un- Die amerikanische Regierung beabsichtigt, alle Kabel im Süden Landtages. Für die kommenden Wahlen wird diese Debatte nicht gebührende Lasten aufbürden würde, und da solche eriverblose Kuba's abzuschneiden und nur das Kabel Key West- Havana, welches ohne Früchte sein. Arbeiter schon wegen ihrer drückenden Lage und Unzufriedenheit von von der Regierung kontrollirt wird, intakt zu lassen. Aus Madrid wird telegraphirt: Im württembergischen Landtag tam in der Sigung an Seite der sozialistischen Agitatoren noch leichter beeinflußt werden Sonnabend der bekannte Initiativantrag des Zentrums fönnen, halte ich es für nöthig, die Munizipien aufzufordern, sie zur Erledigung durch Annahme eines Antrages auf Ablehnung. mögen die Behörden erster Juſtanz zum Zwecke der rechtzeitigen BeAls im Jahre 1894 das Zentrum in Württemberg gegründet wurde, seitigung dieser, die Gemeinden bedrohenden Lasten und Gefahren der Angelegenheit nahm unter seinen Hauptagitationsmitteln bei dem ersten Hervor- anweisen, alle jene nach fremden Gemeinden zuständigen Arbeiter, nommenen Beschießung von Städten ohne vorhers treten das Verlangen nach 8ulassung der Männerorden welche sich durch Kontrakte für den Sommer feine Beschäftigung und die erste Stelle ein. Damit hatte das Zentrum seine verschiedenen feinen Erwerb sichern konnten, beziehungsweise nicht sichern wollten, Ratholifentage interessant gemacht und war daher zu erwarten, daß oder die eine anderwärtige Subfistenz nachzuweisen nicht in der Lage im Landtag bei passender Gelegenheit ein Vorstoß nach dieser Rich- sind und somit voraussichtlich auf öffentliche Unterſtügung angewiesen tung hin durch die Fraktion versucht werde. Diese passende sein werden, ehestens im Sinne der bestehenden Normen nach ihren Berczel m. p." Gelegenheit hielt der die parlamentarische Schacherei nach- Buständigkeitsgemeinden auszuweisen. gerade gewerbsmäßig betreibende Zentrumsgeneral Gröber bei Vor agents provocateurs warnt unter genauer Bezeich- deutscher Der Abstimmung über die Verfassungsreform in der zweiten Kammer mung und Beschreibung anläßlich der Landarbeiter- Bewegung das deutscher Seite ist man bemüht, die Neutralität streng einzuhalten. für gekommen. In wochenlangen Verhandlungen war man mit der Parteisekretariat der ungarischen Sozialdemokratie. Schwierigen Berathung der Verfassungsrevision zu Ende gekommen, das Haus hatte mit 63 gegen 28 Stimmen in der Hauptsache den von der Regierung gebilligten Gesezentwurf angenommen, da ließ Paris, 15. Mai. Im Gemeinderath wird demnächst beantragt das Zentrum einen Antrag verlesen, nach welchem wichtige Be- werden, die Stadt Paris möge an der Sarbonne einen Lehrstuhl stimmungen über das Verhältniß von katholischer Kirche und Staat, für Soziologie errichten und denselben Jaurès übertragen. Die konfessionelle Schule und Schulaufsicht, die Einführung Der„ Siècle" berichtet, Oberst Path de Clam, welcher in von Männerorden mit beschränktem Einspruchsrecht des Staates, der Dreyfußfache eine so hervorragende Rolle spielte, sei in eine in die Verfassung aufgenommen werden sollten. Diesem Antrag war die Nervenheilanstalt gebracht worden. Bedingung angehängt, daß das Zentrum von der Annahme dieses Antrages seine Zustimmung zu der Verfassungsrevision abhängig mache. Brüffel, 15. Mai. Die Regierung hat, wie der" Soir" berichtet, Offenbar rechneten die Herren damit, durch diese Drohung die die Errichtung von Vertheidigungswerken bei der limburgischen Barteien einschüchtern zu können. In vier langen Sigungen dieser Stadt Saint Trond, dem Kreuzungspunkt mehrerer Eisenbahnlinien, Woche bildete mun der Antrag den Berathungsgegenstand. Die angeordnet. Zentrumsredner stellten sich auf den Standpunkt, daß der katholische Bischof in der Verfassung das Recht garantirt habe, Orden einzuführen, daß die Regierung aber bisher jede Zulassung abgelehnt habe. Von dem Admiral Dewey ging aus Cavite folgende Meldung vom Die Regierung bestritt dieses Recht aufs entschiedenste. Alle Parteien 13. Mai ein: Die Blockade wird strikte aufrecht erhalten. Man hat sprachen sich wie die Regierung gegen den Antrag aus, weil im Konstantinopel, 15. Mai. Die Pforte hat bisher behufs Rück Grund zu der Annahme, daß die Aufständischen die Stadt von der ganzen Land die Volksschulen als Konfessionsschulen bestehen, und transportirung der Truppen vier Schiffe der Kriegsmarine und zwei Landseite aus einschließen, doch haben sie noch keinerlei Demonweil man durch die Einführung von Orden in ein zu zwei Dritteln Privatschiffe nach Volo beordert. Bis jetzt find 5000 Mann auf dem ftration gemacht. Wahrscheinlich wird der Mangel an Nahrungsprotestantisches Land eine Störung des seit Jahren zu beobachtenden Seewege abgegangen. Der größte Theil der Artillerie und Kavallerie mitteln den spanischen Gouverneur zwingen, sich binnen furzem religiösen Friedens befürchtet, der schon seit der Gründung des wird auf dem Landwege befördert werden. Man erwartet die Anzu ergeben. Ein offizielles Telegramm aus Hongkong meldet, daß Zentrums manchenorts getrübt scheint. Mit großer Uebertreibung zeige der Athener Kontrollkommission, an welche die fremden Dele- in Manila der Preis für 1 Pfund Fleisch auf 1½½ Dollar gestiegen zog Gröber gegen die Simultanschulen, als den Das Wetter ist heiß Pflanztätten der Sozialdemokratie und als eine girten den Beginn des Rückmarſches zu melden haben, worauf die ist. Manila kann jeden Augenblick fallen. und feucht. Das Kanonenboot„ Calloa" wurde am 12. Mai politische Mißgeburt zu Felde. Sehr treffend wics der Volls- Zahlung der ersten Rate der Kriegsentschädigung erfolgen wird. Ein bei dem Versuch die Blockade zu brechen, weggenommen. parteiler außmann darauf hin, daß alle Zentrumsführer mit dem Gottesstreiter Gröber an der Spitze aus der so verlästerten Vom Sudanfeldzug. Die Londoner„ Daily News" melden englisches, ein französisches, zwei deutsche und ein japanisches KriegsSimultauschule hervorgingen. In der Debatte tamen alle die aus Kairo: Die Derwische unter Osman Digma stießen bei und Getaref auf Stämme, die den Engländern freundlich gefimt die Nachricht, das spanische Kanonenboot alten fonfessionellen Gegenfäße zwischen Katholizismus „ Callao", welches Protestantismus zur Sprache, fie warfen sich alle ihre intoleranten sind. Osman Digma wurde verwundet, doch gelang es ihm, zu ent bon den Karolinen gekommen und ohne Kenntniß bon Heldenthaten vor, so daß es jedem objektiven Zuhörer schier bedünken kommen. der Eröffnung der Feindseligkeiten in den Hafen von Manila hineinmußte, daß sie alle beide Daß an der Wende unseres Jahr- Aus Kairo melden die" Times", die Verhandlungen betr. gefahren sei, jei von den Amerikanern weggenommen worden. Die hunderts solche Debatten noch möglich sind, beweist, daß noch viel die Gründung einer egyptischen Nationalbant, amerikaner hätten zunächst blind gefeuert und das Schiff durch zu thun ist, bis religiöser Fanatismus und Aberglaube überwunden die theilweise unter der Kontrolle der Regierung stehen soll, Signale aufgefordert, sich zu ergeben. Die„ Callao" habe diese find. Der Kultusminister v. Sarwey, trat entschieden dafür ein, schreiten fort. Das Kapital der Bant soll eine Million Pfund Aufforderung nicht beachtet, als aber dann die Amerikaner daß der moderne Staat nothwendig habe, die Thatigkeit der Kon Sterling betragen. Es ist beabsichtigt, wenn die Befcharf fchoffen, die Flagge gestrichen. Die Aufständischen auf den fessionen zu kontrolliren in ihren Wirkungen auf die Interessen des dingungen endgiltig geregelt sind, Antheile in London und Paris Philippinen hätten den Admiral Dewey um die Erlaubnißz Staates; er fagte, zwischen dem modernen Staat und der römischen auszugeben. Admiral gebeten, die Stadt Manila angreifen zu dürfen. Kirche bestehe ein unversöhnlicher Gegensatz, der nicht im Parlament Dewey hätte seine Zustimmung hierzu gegeben, unter der gelöst wird. Herr v. Mittnacht ließ sich auf die kirchlichen Bedingung, daß keine Ausschreitungen begangen würden. Die Streitereien gar nicht ein, er wies dem Führer des ZentrumsInsurgenten hätten ihm erklärt, daß sie, abgesehen von ihren häufleins nach, daß es keinen Anspruch auf parlamentarische ZuDie für Sonntag erwartete Seefchlacht in den westindischen Messern, teine Waffen hätten; Dewey habe geantwortet, fie follten sich verlässigkeit machen, nie Vertrauen verdienen kann, weil man sich Gewässern hat nicht stattgefunden. Statt fich zu nähern haben Waffen aus dem Arsenal von Cavite nehmen. Die Stadt Manila bei ihm immer auf einen Ueberfall gefaßt machen muß sich die Flotten von einander getrennt. Die spanische hat ihren sei indefien noch nicht angegriffen. Der Weg von Cavite nach Das Zentrum hatte schon in der zweiten Sigung die Kurs von der französischen Insel Martinique nach der der Nord- Manila werde von 5000 Spaniern bewacht. Das Gerücht, daß Aussichtslosigkeit seines Antrages eingesehen und stellte daher füste Südamerika's vorgelagerten Heinen holländischen Insel Curaçao Amerikaner von Aufständischen niedergemacht feien, sei unbegründet. den Eventualantrag, um doch einen Kuhhandel zu ermöglichen, den genommen, wo die geheimen Kohlenschiffe standen zur Versorgung der Es habe sich nur um eine Polizeiangelegenheit gehandelt, bei der die Orden betreffenden Theil des Antrags an eine Kommission zu panischen Striegsschiffe. Man nimmt an, daß die spanische aber niemand verlegt sei. In Manila herrsche große Noth, die Beverweisen. Der Landtag hatte aber auch dafür kein Verständniß, er Flottille ihren Kurs nach der Südspike bont Kuba zu vöfferung lebe von Pferdefleisch. lehnte Initiativ- und Eventualantrag ab gegen die nehmen beabsichtigt, um dort die amerikanische Blockade Stimmen des Zentrums, 3 resp. 5 Privilegirten und dem Bolts- aufzuheben, unterdessen scheinen die amerikanischen Schiffe Haiti zu parteiler Schuhmacher. Damit endete der Vorstoß des Zentrums, der umsegeln, so daß in den südlichen Gewässern Westindiens der bei den bevorstehenden Wahlen in vielen Gegenden eine große Stone Busammenstoß erfolgen könnte. Das fliegende Geschwader" der spielen wird. Durch Schluß der Debatte kam unser Genosse Kloß, Amerikaner hat auf das Gerücht von der Annäherung spanischer der die Toleranz des Zentrums ins richtige Licht zu setzen sich vor Schiffe an die Küste der Neu- England- Staaten eine Rekognoszirungsgenommen hatte, nicht zum Wort. fahrt unternommen. Da nichts verdächtiges entdeckt wurde, hat das Aus Hessen, 15. Mai.( Eig. Ber.) Der sozialdemokratische Geschwader Ordre erhalten, feinen Kurs nach Key West zu nehmen. Antrag auf Errichtung einer staatlichen Heilanstalt die Spanier verfolgen die Taktik, Schiffe der Amerikaner vor Tekte Nachrichten und Depeschen. für Tuberkulose, dem die Zweite Kammer mit großer Havana festzuhalten, um die Seeschlachtträfte der Amerikaner zu Mehrheit zugestimmt hat, hat die gnädige Zustimmung der hohen schwächen. Brest, 15. Mai.( W. T. B.) Das Panzerschiff„ Hoche" erhielt Herrschaften in der Ersten Kammer nicht erhalten. Sie haben sich Die spanischen Kreuzer Conde de Venadito" und" Nuova bei der Einfahrt in den Hafen von Port Haluguen ein Leck; das nur dazu aufschwingen können, der Regierung zu empfehlen, die Espana" griffen fünf für den Krieg armirte amerikanische Schiffe, Schiff wird sich einer längeren Ausbesserung unterziehen müssen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Frankreich. Belgien. Schweden. Der Konsul der Vereinigten Staaten von Amerila hatte am 24. b. M. bei dem Regierungspräsidenten in Schleswig den Anfrag gestellt, die Absendung von Torpedos, die für die spanische Regierung bei einer Firma in Kiel lagern sollten, mit Rücksicht auf den zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten ausgebrochenen Krieg zu hindern. Nachdem die sofort angestellte Ermittelung ergeben hatte, daß in Kiel in der Thut einige für die spanische Regierung bestimmte Torpedos lagern, hat die preußische Regierung alsbald der Firma die Absendung von Torpedos bis zur Führung des Nachweises, daß sie nicht für eine der friegführenden Mächte bestimmt sind, verboten und für die strenge Befolgung dieses Verbotes Sorge getragen. Nach den Philippinen wollen die Amerikaner große Heeresmassen werfen, die jedenfalls vor den von den Spaniern dorthin beorderten Mannschaften dort eintreffen werden. Die Amerikaner wollen mit Stockholm, 16. Mai. Der schwedische Reichstag wurde heute 15 000 Wann alle wichtigen Philippinen- Inseln besetzen. geschlossen. Türkei. Afrika. Der Krieg. " " schiff warten hier den Gang der Ereignisse ab. Der in Hongkong angekommene Aviso McCulloch" bringt Sagasta hat heute mit sämmtlichen Ministern formell demissionirt. Sagasta wurde mit der Neubildung des Kabinets beauftragt. Aus New Yort wird noch telegraphirt: Der französische Ozeandampfer" La Touraine" übersegelte heute beim Verlassen des New- Yorker Hafens ein Boot, in dem sich neun Personen befanden, welche im Hafen Minen legten. Zwei der Jusassen des Bootes ertranten. r. 114. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mitbürger, Arbeiter, Handwerker! Dicuftag, 17. Mai 1898. straße 7. Bigarrenfabrikant Wilh. Börner, Nitterstr. 15. Restaurateure und Ankleideraum mit den nöthigen Reinigungsntenfilien bor Götte, Brandenburgstr. 18. Flick, Simeonstr. 23. Lier, Alte Jakob- handen sein. Weiter hat der Unternehmer den Arbeitern wenigstens straße 119. Lenz, Alte Jakobstr. 69. Wörner, Kirassierstr. 10 a. einmal wöchentlich Gelegenheit zu geben, ein warmes Bad. Vom Mittwoch, den 18. d. M., ab werden die für die sechs Ferger, Sebastianstr. 72. Bohne, Annenstr. 38. Stabernack, Insel zu nehmen. Berliner Wahlkreise aufgestellten Wählerlisten acht Tage lang öffent- ftraße 10. Schöning, Köpnickerstr. 68. Sauer, Neanderstr. 2. Die Verwendung von Arbeiterinnen sowie von jugend lich ausgelegt und zwar an Wochentagen von vormittags 9 bis nach- Vierter Wahlkreis( Osten): Spät, Weinstr. 28. Köpnid, lichen Arbeitern zu solchen Verrichtungen, welche sie mit Blei mittags 3 Uhr, am Himmelfahrtstage und am nächsten Sonntag aber Schillingsstr. 30a. Zabert, Grünerweg 14. Lod, Grünerweg 46. oder Bleiverbindungen in Berührung bringen, ist untersagt. von 12-5 Uhr nachmittags. Wilke, Andreasstr. 26. Scheere, Blumenstr. 38. Haselow, Lands- Diese Bestimmung hat bis zum 30. Juni 1908 Giltigkeit. Die Auslegung erfolgt im städtischen Wahlbureau, Poſtſtr. 16, straße 52, Ede Friedenstraße. Babel, Frankfurter Allee 90. Emil Affumulatoren nur solche Personen einstellen, welche die Bes bergerstr. 8. Franke, Friedrichsbergerstr. 11. Thielke, Pallisaden- Der Unternehmer darf zur Beschäftigung bei der Herstellung von 2 Tr., und gleichzeitig für die einzelnen Wahlkreise an folgenden Böhl, Frankfurter Allee 74. Robus, Rigaerstr. 127. Vogel, Elbinger- scheinigung eines von der höheren Verwaltungsbehörde dazu straße 9. Schillinger, Tilsiterstr. 40. Baumgarten, Königsberger- ermächtigten Arztes darüber beibringen, daß sie nach ihrem Gefür den I. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 1 bis 20, straße 7. Alb. Böhl, Rüdersdorferstraße 8. Jauer, Fruchtstraße 52. fundheitszustande für diese Beschäftigung geeignet sind. Die 283 und 284 und von Stadtbezirk 144: Kleine Kur- Fahrenwald, Warschauerstr. 63. Strauß, Stralauer Chaussee 17 b. Bescheinigungen sind zu sammeln, aufzubewahren und dem Aufsichtsstraße 9, Niederwallstraße 24 und 25 und Spittelmarkt 14 Lange, Friedrichsfelderstr. 87. Aug. Dörwaldt, Bödikerstr. 34, vorn beamten auf Verlangen vorzulegen. und 14a, mit Ausschluß von: Alexanderstraße 18( Stadt- 1 Treppe. bezirk 3), Kl. Präsidentenstr. 6 u. 7 und Neue Promenade 9 u. 10 ( Stadtbezirk 5) in der Turnhalle der 21./24. Gemeindeschule, Hinter der Garnisonkirche 2; Stellen: für den II. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 21 bis 780 und 114 bis 117 und zwar: a. für die Stadtbezirke 21 bis 30 und 50 bis 73 in der Turnhalle der 101./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2, b. für die Stadtbezirke 31 bis 49 in der Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetzstr. 79, c. für die Stadtbezirke 74 bis 780 und 114 bis 117 in der Turnhalle der 83./93. Gemeindeschule, Dieffenbachstr. 60/61; für den III. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 79 bis 82, 87, 118 bis 144 mit Ausschluß von: Oranienstraße 31 bis 41 und 87, 118 bis 144 mit Ausschluß von: Oranienstraße 31 bis 41 und 166 bis 175( Stadtbezirk 81), Brizerstraße 25, Kottbuserstraße 7/8 ( Stadtbezirk 87), Kel. Surstraße 9, Niederwallstraße 24 und 25 und Spittelmarkt 14 und 14a( Stadtbezirk 144) in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstraße 38; Die Beschäftigung der zum Mischen und Herstellen sowie zum Vierter Wahlkreis( Südo sten). Erbe, Cubrystr. 25. Gesche, Einstreichen der Füllmasse in die Platten( Gitter oder Rahmen) verWrangelstr. 58. Tolksdorf, Görlizerstr. 58. Thiel, Stalizerstr. 35. wendeten Arbeiter ist wahlweise so zu regeln, daß die Grube, Wrangelstr. 136. Brödenfeld, Manteuffelstr. 74. Schayer, Arbeitszeit a) entweder die Dauer von acht Stunden täglich Reichenbergerstr. 54. Hamisch, Reichenbergerstr. 118. Golz, nicht übersteigt und durch eine Pause von mindestens eineinhalb Grünauerstr. 3. Nachfahl, Manteuffelstr. 45. Streit, Naunynſtr. 86. Stunden unterbrochen wird, b) oder die Dauer von sechs Stunden Heinrich, Naunynstr. 78. Bieberstein, Laufizerplay 12a. Bachmann, täglich nicht übersteigt und nicht zum Zwecke der NahrungsEisenbahnstr. 36. Beyer, Wrangelstr. 131. Köppen, Köpniderstr. 20a. aufnahme unterbrochen wird( in diesem Falle dürfen die Arbeiter Singel, Büdlerstr. 10. Manzei, Wrangelstr. 119. Rasche, Wrangel- im Betriebe auch anderweit beschäftigt werden, sofern sie dann mit straße 11. Silbig, Schlesischestr. 15. Gonell, Faldensteinstr. 5. Blei oder Bleiverbindungen nicht in Berührung kommen, lopich, Falckensteinstr. 11. zwischen beiden Beschäftigungsarten eine Pause von mindestens alvei Stunden gewährt wird). Fünfter Wahlkreis. Jakob Neul, Barnimftr. 42. Robert Richter, Neue Königstr. 90. Rob. Drescher, Linienstraße( Ecke Rückerstraße). E. Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27. With. Schmidt, Luisenftraße 5. Rob. Butziger, Landwehrstr. 42, I. Horsch, Bigarrengeschäft, Gipsstr. 27. 9 Der Unternehmer hat die Ueberwachung des Gesundheitszustandes seiner Arbeiter einem dem Aufsichtsbeamten namhaft zu machenden approbirten Arzte zu übertragen, welcher die Arbeiter mindestens einmal monatlich auf die Anzeichen etwa vorhandener Blei Sechfter Wahlkreis. Schönhauser Vorstadt: Schulz, Erkrankung zu untersuchen hat. Auf Anoromung des Arztes Pappel- Allee 106. Nieb, Schliemannstr. 47. Georgi, Eberswalderstr. 4. find Arbeiter, welche Krankheitserscheinungen infolge der Bleis Jäschte, Danzigerstr. 15. Grobler, Fransedistr. 12. Ramlow, Schön- einwirkung zeigen, bis zur völligen Genesung, solche Arbeiter aber, für den IV. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 88 bis 86, hauser Allee 135. Lange, Tresckowstr. 49. Beidler, Tresckowstr. 54. welche sich dieser Einwirkung gegenüber besonders empfindlich ers. 88 bis 118 B, 145 bis 191, ferner vom Stadtbezirk 3, Alexander- Behnfeld, Schönhauser Allee 40. Mars, Kastanien- Allee 96. weisen, dauernd von der Beschäftigung mit Blei oder Bleis Herzberg, Kastanien Allee 12. verbindungen fernzuhalten. straße 18, Stadtbezirk 81, Oranienstraße 31 bis 41 und 166 bis 175, Augustin, Kastanien- Allee 11. Niete, Bigarrengeschäft, Saarbrüderftr. 7. Schönfeld, Fehrbelliner- Der Unternehmer ist verpflichtet, zur Kontrolle über den Stadtbezirk 87, Brizerstraße 25 und Rottbuserstraße 7 und 8, traße 9. Dengler, Fehrbellinerstraße 81. Dierte, Weinbergsweg 11. Wechsel und Bestand, sowie über den Gesundheitszustand der ArStadtbezirk 192 und 198, Elbingerstraße von Greifswalderstraße bis Burghold, Schwedterstr. 23. Berendt, Fehrbellinerstr. 84. Topfer, beiter ein Buch zu führen oder durch einen Betriebsbeamten führen Straße 25( Verlorener Weg), Pläge A und C, Straße 1 von Wörtherstr. 15. Netel, Rykestr. 18. Müller, Lothringerstr. 30. zu lassen. Straße 2 bis Straße 4, Straßen 2, 3, 4, 5, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, Schmidt, Treskowstr. 22. Pinner, Bigarrengeschäft, Treskowstr. 36. Die Arbeiter dürfen Nahrungsmittel nicht in die Arbeitsräume 14, Straße 15 von Greifswalderstraße bis Straße 25( Verlorener Werner, Diedenhoferstr. 11. Köplin, Weißenburgerstr. 80. Freund, mitnehmen. Das Mitnehmen und der Genuß von Branntwein im Weg), Straße 38, sämmtlich Abtheilung XIII des Bebauungsplanes, Prenzlauer Allee 232. Saniz, Belforterstr. 21. Pazarra, Wörther- Betriebe ist untersagt. Das Einnehmen von Mahlzeiten ist nur Die Arbeiter dürfen erst dagegen mit Ausschluß von Landwehrstraße 1( Stadtbezirk 183) und straße 39. Liedtke, Weißenburgstr. 24. Kaasch, Weißenburgstr. 35. außerhalb der Arbeitsräume gestattet. zwvar: a. für die Stadtbezirke 83, 84 und 95 bis 109 in der Turn- Kiesel, Weißenburgerstr. 53. Müller, Zigarrengeschäft, Rykestr. 40. dann den Speiseraum betreten, Mahlzeiten einnehmen oder die Anlage verlassen, wenn sie zuvor die Arbeitskleider abgelegt, Hände halle der 115./170. Gemeindeschule, Staligerstraße 55/56; b. für die Münich, Vortostgeschäft, Fransediſtr. 25. Rosenthaler Vorstadt. Bachgänger, Swinemünderstr. 96. und Gesicht sorgfältig gewaschen sowie den Mund ausgespült haben. Stadtbezirke 85, 86, 88 bis 94 und 110 bis 118B und die an- Bertels, Ruppinerstr. 49. Beyer, Swinemünderstr. 118. Brall, Das Rauchen, Schnupfen und Kauen von Tabak ist während der grenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der 145./151. Gemeinde- Wollinerstr. 9. Geisler, Veteranenstr. 4. Gräveniz, Putbuserstr. 24. Arbeitszeit untersagt. schule, Reichenbergerstraße 131/182; c. für die Stadtbezirke 145 Herrmann, Putbuserstr. 45. Hoffmann, Lorgingstr. 14. Hoppe, Arbeiter, die trotz wiederholter Warnung den vorstehend bes bis 159, 162 bis 165 und 182 bis 188 in der Ackerstr. 145. Grelad, Brunnenstr. 44. Jungnick, Hussitenstr. 6. Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußberger- Straße 9; Kirschkowsky, Brunnenstr. 168. Krone, Bionstirchplatz 5. Maaß, d. für die Stadtbezirke 160, 161, 166 bis 181 und 189 bis Brunnenstr. 96. Reimann, Putbuserstr. 30. Rosin, Ruppinerstr. 42. 191 und die angrenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der Voltajtr. 42. Klose, Hutgeschäft, Antíamerstr. 41. Märker, Brunnen Wizel, Swinemünderstr. 88. Gnadt, Swinemünderstr. 45. Lorenz, 81./109. Gemeindeschule, Tilsiterstraße 4/5; für den V. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 192 und Straße 122. Rehfeld, Brunnenstr. 57. Winkelmann, Ackerstr. 154. mit Ausschluß der vorstehend genannten, zum IV. Wahlkreise Gesundbrunnen. Abendroth, Badstr. 42. Bersch, Drontgehörigen Theile derfelben 194 bis 217, 279 bis 282 mit Aus- Heinerstr. 1. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. Gaßmann, Grünthalerschluß von: Alexander- Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Kronprinzen- straße 65. Kersin, Pantstraße 32 a, Pietsch, Soldinerstraße 96. bis Alfenbrücke und Invalidenstraße 80-88( Stadtbezirk 282), ferner: Schmidt, Hochstr. 32 a. Teme, Prinzen- Allee 30. vom Stadtbezirk 5, Kl. Präsidentenstr. 6 u. 7 und Neue Promenade 9 und 10, vom Stadtbezirk 183, Landwehrstraße 1, in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstraße 23 A; 193 für den VI. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 218 bis 278 und 285 bis 326 B und vom Stadtbezirk 282, Alexander- Ufer, Friedrich Karl- Ufer von der Kronprinzen bis zur Alsenbrücke und Invalidenstraße 80 bis 88 und zwar: a. für die Stadtbezirke 218 bis 226 und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule, Schönhauser Allee 166 A, b. für die Stadtbezirke 227 bis 286 und 251 bis 258 in der Turnhalle der 182./142. Gemeindeschule, Demminerstraße 27, c. für die Stadtbezirke 259 bis 278 int der Turnhalle der 17. Gemeindeschule, Ackerstraße 67, d. für die Stadtbezirke 285 bis 287 und 298 bis 304 und einen Theil vom 282. Stadtbezirk in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmstraße 86, e. für die Stadtbezirke 288 bis 297 in der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Thurmstraße 75, f. für die Stadtbezirke 305 bis 326 B in der Turnhalle der 118./127. Gemeindeschule, Pantstraße 8. Mitbürger, Parteigenossen! Neumann, Brunienstr. 150 Wedding und Oranienburger Vorstadt: Völkel, Restaurateur, Borsigstr. 25. Schulz, Restaurateur, Borsigstr. 24. Jofeph, Produkte: ihändler, Tiedstr. 35. Thomas, Restaurateur, Gartenstr. 152. Czechowski, Zigarrengeschäft, Gartenstr. 44. Bloßfeld, Suffitenstr. 21, Laden. Walter, Zigarrengeschäft, Hussitenstr. 35. Nauen, Hermsdorferstr. 11. Knappe, Gartenstr. 165. Brüchner, Gartenstr. 63. Pflug, Ackerstr. 104. Kappe, Feldstr. 4. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Diefe, Aderstr. 123. Schulz, Schwarzkopffftr. 11. Spede, Chauffeestraße 85, Quergeb. 3 Tr. Jenurich, Bohenstr. 38. Giesel, Boyenstr. 40. Mazanke, Kolbergerstr. 16. Böside, Tegelerstr. 26. Tauschel, Wiesenftraße 29. Meyer, Reinickendorferstr. 57b. Bergmann, Pasewalferstr. 3. Millerstr. 159 a. Doye, Müllerstr. 38 a. Dobat, Sellerstr. 3. Götting, Gleinert, Müllerstr. 7 a. Krawzad, Waschowski, Antonstr. 17. Schröder, Wiesenstr. 39. Gerichtsstr. 72. Brösicke, Triftstr. 26. Kuschel, Wiesenstr. 15- v. III. Gniffte, Schulftr. 64. Jonas, Zigarrengeschäft, Fennstr. 44. Pinkernelde, Müllerstr. 114. Schwarz, Millerstr. 1a. Außerdem liegen in den bekannten Geschäften Listen zum Einzeichnen für diejenigen aus, welche verhindert sind, persönlich sich davon zu überführen, daß sie in der Wählerliste eingetragen sind. Moabit. Gruß, Beuffelstr. 42. Renpfer, Beusselstr. 28. Greffe, Bensselstr. 17. Tilefius, Beuffelstr. 50. Nov, Beuffelstr. 62. Fischer, Beuffelstr. 64. Fischer, Beuffelstr. 9. Döring. Thurmstr. 72. Engel, Es ist Pflicht eines jeden Wählers, sich durch Einsicht in die Alt Moabit, Ecke Gogmanstystraße. Schäfer, Alt Moabit 53. Ulrich, Wählerlisten davon zu überzeugen, daß sein Name in der Liste ver- Rostockerstr. 47. May, Rostockerstr. 12. Wendt, Rostockerstraße, Ecke zeichnet stehe. Wer bis zum 16. Juni das 25. Lebensjahr vollendet Wittstockstraße. Fabra, Waldstraße 57. Beier, Bredowstr. 11. Keru, Hat, also spätestens am 16. Juni 1878 geboren ist, ist wahl- Stromstr. 47. Buttgereit, Stromstr. 6-7. Pfarr, Puttligstraße 10. Niez, Bremerstr. 47. Perschle, berechtigt, hat aber schon während der kommenden acht Tage, wo die Bechstein, Salzwedlerstr. 16. Wählerliste ausliegt, dafür zu sorgen, daß sein Name eingetragen Havelbergerstr. 37. Faber, Stephanstr. 11. Huber, Kirchstr. 27. Herbst, Heidestr. 58. Nigbur, Lehrterstr. 44. werde. Dies geschieht am besten dadurch, daß man mit einem In Charlottenburg liegen die Listen in der angegebenen Zeit Legitimationspapier( Steuerquittung, Geburtsschein, Militärschein 2c.) für den Stadtfreis im Statistischen Amt, Berlinerstr. 77, 1 Tr., von in dem Lokal, wo die Wählerliste ausliegt, sich davon überzeugt, daß vormittags 9 1hr bis nachmittags 3 Uhr, jedoch am Himmelfahrtsder Name in der Liste steht, und in dem Falle, wo der Name fehlt, tage, den 19. d. M., und am Sonntag, den 22. d. M., nur von von dem dort zu diesem Zweck stationirten Beamten seine Aufnahme vormittags 9 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, zu jedermanns Einsicht in die Wählerliste protokollarisch feststellen läßt. aus. Parteigenossen, welche keine Zeit haben, die Wählerlisten Kein Parteigenosse darf versäumen, in den Fabriken, Wert- nachzusehen, können sich bei folgenden Personen melden: Dörre, stätten 2c. dafür zu sorgen, daß ein jeder dieser unerläßlichen Pflicht rummeftr. 19. Sellin, Wilmersdorferstr. 115/116. Leder, Bismardnachkomme; wo nur angängig, ist dahin zu wirken, daß die Wähler- straße 10. Prestel, Osnabrückerstr. 1. Hermerschmidt, Kaiserin Augustastraße 74. Gimpel, Osnabrückerstr. 28. Pommerening, Taurogener listen bis spätestens am 25. d. M. von jedem Wähler gehörig nach- Allee 20. Baasche, Potsdamerstr. 44, Morgenroth, Christstr. 20. Diedfach), gesehen werden. Keine einzige Stimme darf durch Nachlässigkeit im Wilmersdorferstr. 38a. Kant, Pestalozzistr. 65. Krause, Kantstr. 94. Kampfe gegen die Voltsentrechtung verloren gehen. Für solche Kolbo, Grünftr. 12. Labs, Wilmersdorferstr. 72. Scharnberg, SchillerWähler jedoch, denen es an Zeit und Gelegenheit fehlt, selber die straße 94. Böhland, Schillerstr. 94b. Petric, Goethestr. 33. Batsch, Listen zu kontrolliren, haben sich in den verschiedenen Wahlkreisen Sesenheimerstr. 1. Wilke, Wallstr. 68. Beyer, Wallstr. 96. Hohmuth, eine Anzahl Parteigenossen bereit erklärt, dieses zu besorgen. Die Krummeſtr. 41. Röhr, Goethestr. 67a. Meißner, Schlüterstr. 9. in betracht kommenden Wähler werden ersucht, zu einer beliebigen straße 24. Bredlow, Augsburgerstr. 78. Karg, Ansbacherstr. 54. Röttger, Leibnizstr. 3. Siegerist, Englischestr. 9. Fischbach, MarchTageszeit sich mündlich oder schriftlich an die nachstehend verzeichneten Personen zu wenden: Erster Wahlkreis. Preuß, Neue Friedrichstraße 20. Glaue, Krausenstr. 18. Stockfisch, Holzgartenstr. 5. Sommer, Grünstr. 21. Meber die Einrichtung und den Betrieb von Anlagen Karl Bittner, Charlottenstraße 24, 4 Tr. Mörschel, Jüdenstr. 35 zur Herstellung elektrischer Affumulatoren aus Blei oder Schmidt, Flensburgerstraße 24( Hanſaviertel). Jegliche Auskünfte über die Wahlen werden bei Mörschel, Jüdenstr. 35, ertheilt. Bleiverbindungen Zweiter Wahlkreis. Für die Stadtbezirte 21 bis hat der Bundesrath unterm 11. Mai Vorschriften erlassen, die 30 und 50 bis 73: J. Saß, Schankwirth, Markgrafenstr. 102. am 1. Juli d. 3. in fraft treten. Zubeil, Schantwirth, Lindenstr. 106. Stiging, Schankwirth, BelleAlliancestr. 74. Lüdke, Schankwirth, Zoffenerstr. 10. Raumann, Schankwirth, Blücherstr. 42. Eckhard, Schankwirth, Mariendorfer straße 5. Schröder, Zigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15. zeichneten Bestimmungen zuwiderhandeln, können vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit und ohne Auffündigung entlassen werden. Soweit zur Durchführung der Bestimmungen über die Eins find, fann die höhere Verwaltungsbehörde Fristen bis höchste is richtung der Arbeitsräume bauliche Veränderungen nöthig zum 1. Januar 1899 gewähren. Im Falle der Zuwiderhandlung gegen diese Bundesraths- Vers ordnung fann die Polizeibehörde die Einstellung des Be triebes, soweit er durch die Vorschriften betroffen wird, bis zur Herstellung des vorschriftsmäßigen Zustandes anordnen. Diese Bundesraths- Verordnung, die hier im Auszuge gegeben ist, liest sich auf dem Papier ganz nett, die Hauptsache ist aber, daß sie auch durchgeführt wird. Dazu wird das feinige der Deutsche eta IIarbeiter Verband beitragen und dadurch dem Grafen v. Posadowsky, der die Verordnung unterzeichnet hat, mit auf die Sprünge helfen, zu einer richtigeren Ansicht über die Gewerkschaften zu kommen, als die ist, mit welcher er bisher im Barlament stets so unglücklich abgeschnitten hat. 1 Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Der frühere verantwortliche Redakteur des„ Voltsblatts für Hessen" Genosse Schott, wurde wegen Beleidigung des Schußmanns Schaub vom Landgericht in Kasiel zu 30 m. Geld ſtrafe oder 5 Tagen Gefängniß verurtheilt. Redakteur H. Goldstein vom Sächs. Voltsblatt" Orischer vom Schöffengericht freigesprochen. Er hatte in einer wickau wurde in der Privatklagesache des Bäckermeisters Notia dem genannten Bäckermeister vorgeworfen, daß er von der Polizei als mindergewichtig bezeichnetes Brot zu demselben Preise wie vollgewichtiges verkauft habe. Das Gericht billigte den Angeklagten den Schutz des§ 193 zu und erkannte an, daß er nur erweislich wahre Thatsachen berichtet hatte. natives& Rail Soziales. Cine Streifftatistik. Es ist früher mitgetheilt worden, daß dem Bundesrath vom Reichskanzler ein Entwurf für Herstellung einer Statistik der Streits und Aussperrungen unterbreitet worden ist. Ueber diesen Entwurf werden jetzt folgende Einzelheiten bekannt: „ Eine derartige statistische Aufstellung soll vom 1. Januar 1899 ab regelmäßig für das ganze Reichsgebiet vorgenommen werden und folgende Hauptpunkte betreffen: Ort des Streites; genaue Bezeichnung der Gewerbe- Art; Anzahl der Betriebe, in denen überhaupt gestreift wurde, und Anzahl der Betriebe, die durch den Streit zu völligem Stillstand gekommen find; Gesammtzahl der bei Ausbruch des Streikes in den ergriffenen Betrieben beschäftigten Arbeiter; Datum des Beginnes und der Beendigung des Streifes; Höchstzahl der während der Dauer des Streites gleichzeitig streifenden Personen; Anzahl der Streifenden, die zur sofortigen Arbeitsniederlegung berechtigt, und derjenigen, die kontrattbrüchig waren; Höchstzahl der Arbeiter, die fich am Streife nicht betheiligt haben, aber infolge desselben in ihrem bisherigen Arbeitsverhältnisse feiern mußten; Gründe des Streits und Forderungen der Streifenden; genaue Darstellung der Sachs Tage vor und nach dem Streike, insbesondere auch inwieweit die Streifenden ihre Forderungen durchgesetzt haben; Angabe, ob und inwieweit Berufsvereinigungen oder dritte Personen auf den Ausbruch des Streits hingewirkt, dessen Dauer beeinflußt oder für dessen Zwecke Geldmittel hergeben haben. Welche Einzelbeträge sind den Streifenden oder deren Familien uls Unterstützungen gewährt? Ist der Streit durch Vergleichs verhandlungen beendigt worden, und zwvar: ummittelbar zwischen den Parteien oder vor dem Gewerbegericht oder unter Vermittelung von Berufsvereinigungen oder dritten Personen? Sind die Verhandlungen von seiten der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber beantragt worden? Inwieweit haben während des Streifs Arbeitswillige polizeilich geschützt werden müssen? Inwieweit hat der Streit sonst zu polizeilichen Maßnahmen Anlaß gegeben?" Danach müssen die Räume, wo das Blei 2c. verarbeitet wird, mindestens drei Meter hoch und mit ausreichender Ventilation versehen sein. In Räumen, wo ein Verstäuben oder Verstreuen von Blei 2c. vorgenommen wird, muß der FußFür die Stadtbezirle 31 bis 49: Antrid, Bigarren- boden täglich mindestens einmal feucht gereinigt werden, geschäft, Steinmegstr. 60. Faller, Schankwirth, Pallasstr. 16. und zwar nach Schluß der Arbeitszeit; die Wände und Decken H. Werner, Schankwirth, Bülowstr. 59. dieser Räume müssen jährlich mindestens einmal mit Kalt frisch Für die Stadtbezirte 74 bis 78c und 114 bis 117: angestrichen werden, soweit sie nicht mit einer glatten abwaschSchonheim, Schankwirth, Gräfestr. 8. P. Müller, Schantwirth, Gräfe- baren Bekleidung oder mit einem Delfarbenanstrich versehen sind. straße 31. Ewald, Schankwirth, Schönleinstr. 6. Lindemann, Schant- Der Unternehmer hat allen bei der Herstellung von Affu- nichts einzuwenden. Wie die Dinge aber zur Zeit bei uns mulatoren beschäftigten Arbeitern Arbeitsanzüge und Miten liegen, ist die Sache feineswegs harmlos. Dritter Wahlkreis. Bigarrenhändler Gottfried Schulz, Kott- in ausreichender Bahl und Beschaffenheit zur Verfügung zu stellen Eine Streifstatistik will man aufnehmen, aber eine Statistik buferplay. Restaurateure Dorn, Adalbertstr. 1. Frizz Schulz, und für deren mindestens allwöchentliche Reinigung zu sorgen. über die Lage die Lage der Arbeiter, der Arbeiter, die seit langem Adalbertitr. 59. Schieber. Admiralite 21. Schönemann, Stalizer- Ferner muß für die Arbeiter ein Speiseraum und ein Wasch dringend nöthig ist, weist man bon der Hand. wirth, Moritstr. 9. Wir haben an sich gegen eine Streifstatistit natürlich Die BeEine Statistik über die Lage der Arbeiter würde die mannig- I aufrecht erhalten wollen. Des ferneren verpflichten sich die Imännern, erschien, standen auf dem Mittelwege des Michaelfirchfaltigsten Mißstände, unter denen die Arbeiterklasse Teidet, in Arbeit tretenden Kollegen, keine Arbeiten für die genannten Wert- plages 180 Mann Infanterie" in neun Gliedern zu an und aufdecken und müßte soziale Reformmaßregeln als unbedingt stätten zu machen bezw. solche energisch zurückzuweisen. Die Ver- dahinter in einem Gliede 28 Mann„ Kavallerie". erforderlich erweisen, Reforminaßregeln, durch welche zugleich Steuer von wöchentlich 1 m. so lange zu zahlen, als noch Kollegen Kontrolmarlen bei der Infanterie, und bei der Kavallerie außerdem sammelten verpflichten sich, die im Münchener Kindlfeller beschlossene fichtigung erstreckte sich wie üblich auf Anzug, Wegemesser und die Ursachen der Streits einigermaßen gemildert und sich im Ausstande befinden. Wo möglich soll den noch Ausgesperrten auf die rothen Taschen und die Räder, die immer besonders genau behoben werden könnten. Statt deffen aber soll eine Statistik eine höhere Unterstügung sogleich zugesprochen werden. Die Höhe be- geprüft werden. Es fand sich so gut wie gar nichts auszusehen, so gemacht werden, die leicht zu neuen Unterdrückungs- stinmit die Lohnkommission. Es wird allen Kollegen zur strengsten daß die Parade schon nach dreiviertel Stunden zu Ende war; nur maßnahmen dienlich gemacht werden kann. Pflicht gemacht, die nunmehr in der Werkstatt- Ordnung niedergelegten zivet Mann, deren Müzen nicht in Ordnung waren, haben sich noch Schon die Fragestellung des obigen Entwurfs ist zum Vereinbarungen genau einzuhalten. Sollten sich Anstände in irgend einmal zum Appell zu melden. Dienstag, Mittwoch und Freitag Theil sehr bezeichnend. Sie erinnert lebhaft an die Frage- einem Punkte ergeben, so haben die Kollegen die Pflicht, dies sofort werden die Institutsmänner besichtigt, die von ihren„ Chefs" vorstellung im berühmten Erlaß des Grafen v. Posadowsky. bei der Lohnkommission zu melden. Zum Schlusse verpflichten sich geführt werden. Und wo werden sich denn die Bundesregierungen ihre Erkundi- die Kollegen, Mann für Mann an der Organisation festzuhalten." gungen über die Gründe des Streifs" einholen? Bei den Ansland. Arbeiterorganisationen? Ganz gewiß nicht. Unternehmer und Ju Oesterreich sind zur Zeit die 8immerer in einer Reihe Bureaukraten werden Antworten ertheilen, die den Feinden von Städten im Ausstand. Die Zimmerleute von Bozen, Gries des Koalitionsrechts angenehm flingen. und Umgebung fordern eine Lohnerhöhung von 20 pCt. Eine objektive Statistik über Streifs ist in diesen Die Grazer Zimmergesellen haben zunächst den Versuch gemacht, Eine objektive Statistik über Streiks ist in diesen unterhandlungen anzuknüpfen. Sollten diese erfolglos fein, soll der Zeitläuften, da die Sozialreform zu Grabe getragen worden Generalstreit proflamirt werden. Der Streit der Prager ist, durchaus nicht zu erwarten! Zimmerer geht weiter; fast alle Gesellen haben sich dem Streit angeschlossen. Die Zentralstelle für Arbeiter. Wohlfahrtseinrichtungen begann gestern in Berlin im Architektenhause ihre 7. Konferenz. Pastor Apel aus Odagsen in Hannover sprach über die Wohlfahrtspflege in Kreise und über die Stellung des Geistlichen dazu, Landrath Berthold aus Blumenthal über die Wohnungsfürsorge, Regierungsrath Dr. jur. Seidel aus Wiesbaden über das Sparfaffenwesen, Landrath Heydmüller aus Altena i. W. über die Kranken- und Refonvalescentenpflege, Kreis- Schulinspektor Pastor Diedmann aus Audenhain in der Provinz Sachsen über Belehrung und Unterhaltung im Kreise und Dekan a. D. W. Müller in Runkel a. d. Lahn über ländliche Haushaltungsschulen. besorgen. Kommunales. In der gestern unter Vorsitz des Stadtraths Babel stattgehabten Sizung der städtischen Brennmaterialien- Deputation wurden die Abschlüsse für den Feuerungsbedarf der städtischen Verwaltung für den Winter 1898/99 vollzogen. Es handelt sich dabei um die städtischen Anstalten und die Kanalisationswerke, während die Gaswerke und die Wasserwerke die Einkäufe an Brennmaterial selber Der Einkauf erstreckte sich auf ca. 1 300 000 3entner. Arbeiter Risiko. In der Kesselschmiede der Sächsischen Hiervon wurden an Stüd- und Förderkohlen ca. 900 000 Bentner Maschinenfabrik vormals Richard Hartmann in Chemnitz von oberschlesischen Gruben kontrahirt, während ca. 400 000 Zentner follte eine etwa 50 Bentner schwere Kesselwand mittels eines Krahns Kleinfohlen aus westfälischen Gruben bezogen werden. Auch wurde in die Höhe gehoben werden, dabei riß ein Glied der Kette des der Beschluß gefaßt, Versuche mit englischen Kleinkohlen anzustellen. Krahns, die Wand stürzte um und begrub zwei Arbeiter unter sich. Den einen wurden beide Unterschenkel zerquetscht, der andere erlitt zwei Rippenbrüche. Die Verunglückten konnten erst aus ihrer gräßlichen Lage befreit werden, nachdem man die Kesselwand durch Winden in die Höhe gebracht hatte. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Eine öffentliche Versammlung der Berliner Sattler hatte an die Sattlerinnung das Ersuchen gerichtet, im Falle der Umänderung in eine Zwangsinnung Vertreter der Gehilfen zur Ausarbeitung der neuen Statuten mit heran zu ziehen. Die Inmung hat diesem zugestimmt. Es wäre vielleicht angebracht, wenn auch die übrigen Gewerkschaften dasselbe Ersuchen stellten, damit bereits bei der Festfezung der Statuten die Interessen der Arbeiter so viel wie möglich gewahrt werden. Deutsches Reich. in Schles. wollen die Maurer die Festsetzung einer 10stündigen Arbeits: Lohnbewegungen der Bauhandwerker. In Grünberg zeit und 35 Pf. Stundenlohn verlangen. In Neusalz a. D. befinden sich 200 Maurer im Ausstand, die einen Stundenlohn von 30 Pf. fordern. Ein internationaler Steinarbeiter- Kongreß wird in der Zeit vom 29. Mai bis 2. Juni in Würzburg stattfinden. Außer 60 deutschen Delegirten werden hierzu je einen Vertreter Holland, Frankreich, die Schweiz, Oesterreich, Italien, Schweden und Norwegen, Dänemark, Belgien und Ungarn entsenden. Lokales. Die sechs Denkmäler der Sänger der ,, Befreiungskriege" ( Theodor Körner, H. v. Kleist, E. M. Arndt, Uhland, M. v. Schenken. dorf, Rückert) werden Mitte Juli d. J. im Viktoriapart aufgestellt werden. Der Zirkusdirektor Eruft Renz, der Entel des vor einigen Jahren verstorbenen Altmeisters gleichen Namens, ist, wie Münchener Blätter melden, in Zahlungsschwierigkeiten gerathen. Es sind gegen ihn in München mehrere Prozesse, zumeist von seinen Wiener Gläubigern, angestrengt. Am Sonnabend früh haben die ersten 75 Ferienkolonisten des Vereins für Kinderheilstätten an den deutschen Seeküsten auf dem Lehrter Bahnhofe die Neise von Berlin nach Wyk auf Föhr angetreten. Die Aufsicht über die Kinder, unter denen sich auch einige aus Lichterfelde, Steglitz und Wilmersdorf befinden und denen sich in Hamburg weitere Ferienkolonisten anschließen, führten während der Fahrt Damen vom Augusta- Hospital. Mittels eines Rafirmessers hat sich der 69 Jahre alte frühere Straßenkehrer Gezewko aus der Neuen Hochstraße Hals und Pulsadern durchschnitten. Lebensüberdruß und Kränklichkeit waren die Ursache des Selbstmordes. Weil er and seiner Stellung entlassen wurde, scheint sich der 15jährige Sohn Otto des Arbeiters Ivangan aus der Alten Jakobstr. 1a das Leben genommen zu haben. Der junge Mann war feit fünf Wochen in einer Wäscherei in der Reichenbergerstraße als Einfassirer angestellt, wurde aber am Donnerstag voriger Woche entlassen, weil er Stunden nicht pünktlich besucht hatte. Seine Eltern, die vergeblich auf seine Rückkehr warteten, erhielten am Freitag eine „ Liebe Eltern! Ich bin außer Stellung, Ihr seht mich nicht wieder, ich gehe ins Wasser. Otto." Postkarte folgenden Wortlauts: Die Karte war am Donnerstag auf dem Bostamt 43 in der Neuen Rigstraße aufgegeben. Die Leiche ist noch nicht gefunden. Ziveiter Wahlkreis. Die Mitglieder des Wahlvereins, besonders die Sangesbrüder, werden gebeten, an dem am Donnerstag ( Himmelfahrt), stattfindenden Familienausflug nach Schmargendorf ( Sanssouci), Ruhlaerstraße, zahlreich theilzunehmen. Der Vorstand. Achtung! Heute Abend findet in der„ Berliner Ressource", Eine pietätlose Handlung versette am Sonntage ein LeichenKommandantenstr. 57, eine öffentliche Versammlung statt, in der gefolge in begreifliche Aufregung. Schützenstraße 31 beim Genosse Rechtsanwalt eine sprechen wird über: Die Aufgaben Kommerzienrath Leichner und zwar Hof 3 Treppen wohnte der seit der Handlungsgehilfen bei der Reichstagswahl." Dieses Thema ist etwa 6 Jahren pensionirte und während dieser Zeit im Kriminalgerade im dritten Wahlkreis, der von Handlungsgehilfen und Kauf- gebäude beschäftigte Schutzmann A. Bodenstein. leuten sehr stark bewohnt ist, von allgemeinem Interesse und bitte der ältesten Miether des Leichner'schen Hauses, hatte dort gegen ich deshalb um starfe Betheiligung. Der Vertrauensmann der 14 Jahre gewohnt und die Miethe stets pünktlich bezahlt. Da er Berliner Handlungsgehilfen und-Gehilfinnen. Mitglied des Verbandes deutscher Kriegsveteranen war, so be= Große Bitterfeit bemächtigte sich nun des Leichengefolges, als bekannt gleitete ihn eine Abordnung desselben auf seinem letzten Gange. wurde, daß der Hauswirth den Transport der Leiche durch den Zur Lokalliste. Kaufmann's Variété, Königskolonaden, ist gesperrt. Vereine und andere größere Gesellschaften, welche beabsichtigen, Ausflüge nach Buckow und Umgegend( Märkische Lokale an Fritz Simon, Schneidermeister, Buckow und Müncheberg, Schweiz) zu veranstalten, werden ersucht, sich betreffs Logis und Berlinerstr. 161a, zu wenden. In Ertner find sämmtliche Lokale, außer Brodt's Gesellschaftshaus, frei für Vereine. Die Lokalkommission. か Er war einer Die erst vor kurzem begründete Omnibuslinie für Bersonen- und Gepäckverkehr zwischen Potsdamer Bahnhof und Bahnhof Friedrichstraße hat ihre Fahrten bereits wieder eingestellt. Alle Vorstellungen beim Portier halfen nichts, er berief sich auf horweg nicht gestatte, daß derselbe vielmehr durch den vom Hofe; ausgehenden Kellergang nach der Straße zu erfolgen habe. feine Instruktion, und daß diese nachdrücklichst durchgeführt werde, dafür sorgte der Sohn des Kommerzienraths, der im Thorwege Aufstellung genommen hatte. So blieb denn einzig der Weg durch In Zwickau sind von den streifenden Zimmerern 50 Mann den Keller übrig, der denn auch passirt wurde. Der Wittive des abgereist, 48 arbeiten zu den neuen Bedingungen und 68 Mann Berliner Brotpreise. Nach Ermittelungen des Berliner Verstorbenen wartete auf dem Friedhofe noch eine zweite unliebſame find zu unterstützen. Man nimmt an, daß die Meister in den Statistischen Amts, vorgenommen in 34 Bäckereien, war im Mär 3 Ueberraschung. Bei dem Transporte über die schmale Haustreppe nächsten Wochen ihren Widerstand aufgeben müssen. Nach Pfingsten 1898( bezw. 1897, 1896, 1895) der Durchschnittspreis pro war nämlich ein größerer Zeitverlust entstanden, da ein Theil des gedenken die Maurer ihre Forderung geltend zu machen. 1 Kilogramm Roggenbrot; 243/10( 215/10, 207/10, 199/10) Pfennige, Geländers hinweggenommen werden mußte. Dadurch war ein Die Bau- Imung in Essen hat eine schwarze Liste heraus- pro 1 Kilogramm Weizen brot, d. h. Schrippen: 414/10( 368/10, piinftliches Eintreffen auf dem Begräbnißplak vereitelt worden. As gegeben, die 300 Namen von streitenden Arbeitern enthält. 354/10, 338/10) Pfennige. Für 50 Pfennige belam man durch man endlich dort anlangte, empfing Prediger Schneidler, die Uhr in In Solingen dürfte der Streit der Maurer vermieden sein, schnittlich 2058,( 2821, 2417, 2509) Granum Roggenbrot, 1207,( 1358, der Hand, die Wittwe mit den Worten:" Ist das ihre gewohnte da zwischen den Arbeitern und Unternehmern im Baugewerbe eine 1413, 1478) Gramm Weizenbrot. Man sieht an diesen Zahlen, wie Bünktlichkeit?" Der Einwand, daß die enge Treppe die Verzögerung Einigung erzielt wurde. Der Lohnsatz wird danach auf 4,70 m. die Brotpreise schon seit mehreren Jahren wieder verschuldete, parirte er mit der Bemerkung, daß eine Leiche ins festgesetzt und sollen in Zukunft alle Lohnstreitigkeiten vor einer zu im Steigen sind. Besonders groß aber war die Preis- Leichenhaus gehöre, anstatt mehrere Tage in der Wohnung zu ver gleichen Theilen aus Arbeitnehmern und Arbeitgebern zusammen- erhöhung oder, was dasselbe ist, die Gewichtsnormirung bleiben. gefegten Vergleichstammer gebracht und von dieser erledigt werden. in der letzten Beit. Das Fünfgroschen Brot war im Auch die übrigen Forderungen der Arbeiter wurden im wesentlichen März 1898 durchschnittlich um mehr als ein halbes Pfund leichter Durchgegangen sind, wie gestern an der Börse bekannt wurde, als berechtigt anerkannt und Gewährung zugestanden. Die Ab- als 1897 und um beinahe ein ganzes Pfund leichter als 1895. die drei Inhaber der hiesigen Produktenfirma Julius Neißner, Wie das„ Berl. Tagebl." machungen der Delegirten sollen nun den Versammlungen der Bau- Daraus läßt sich leicht berechnen, was diese Preissteigerung in der St. Hürche, C. Melchert und F. Wollin. gewerksmeister und der Maurer vorgelegt werden. unbemittelten Bevölkerung, bei der das Brot zu den meldet, sollen dieselben außer verschiedenen unlauteren Schiebungen Hauptnahrungsmitteln gehört, für eine vielföpfige Familie zu bedeuten auch Wechselfälschungen begangen und Konnossements gefälscht und Preissteigerung natürlich durchaus erwünscht, wenn sie auch hat. Den profitwüthigen, brotvertheuernden Junkern ist die sich derselben zu Betrügereien bedient haben. angesichts der bevorstehenden Wahlen, wo mit ihnen Abrechnung gehalten werden wird mit einem Male so thun, als wollten sie den Brotwucher bekämpfen. Der Verband der Eiſenindustriellen hat über die ModellNach Kopenhagen geht am Freitag, 27. d. M., abends 6 Uhr tischlereien von 2. Hennies in Altona- Ottensen und de Jong in Hamburg 20. bis 25. Juni soll in Berlin ein Gastwirthstag stattfinden. die Rückfahrkarte mit zehntägiger Giltigkeit 20,10 m.( III. Kel.) und Nichts gelernt und nichts vergessen. In der Zeit vom 5 Min., vom hiesigen Stettiner Bahnhofe ein Sonderzug ab, wozu die Sperre verhängt, weil diese zwei Firmen Arbeiten für Kunden um hierzu die nöthigen Vorbereitungen zu treffen, hielt der Arbeits- 31,20 m.( II. KI.) loftet. Die Fahrkarten können vom 23. d. M. ab der von den Tischlergesellen gesperrten Modelltischlereien in Altona ausschuß der Gastwirthe vor einigen Tagen eine Sigung ab, in bei der Fahrkarten- Ausgabestelle, Stettiner Bahnhof, gelöst werden; Ottensen anfertigen und Streitende in Arbeit genommen haben. Die Verbandsmitglieder sollen auf keinen Fall den gesperrten Modell- welcher u. a. die Frage der Ausstellung von Ehrenkarten für die am Mittwoch, 25. Mai, mittags 12 Uhr, muß der Verkauf dieser tischlereien Arbeit übergeben. Die Herren schreien über den Terro- Landtags- Abgeordnete Schulz stellte den Antrag, auch dem Vorwärts" Vertreter der Preffe zur Sprache kam. Der bekannte freisinnige Sonderkarten geschlossen werden. rismus" der Arbeiter, üben aber einen weit schlimmeren Terrorismus eine solche Karte zu überweisen; viele Gastwirthe hielten das Blatt, und Süddeutschland, mit dem Hotelpreisanzeiger, ist soeben bei C. G. Röder, Die Sommerausgabe von Storni's Kursbuch fürs Reich" für Nordaus, als er jemals von den Arbeitern ausgeübt werden könnte. und auch sei bekannt, daß dasselbe namentlich in der Frage der Berlin W., Mauerstr. 49, erschienen. Vielfachen Neuerungen ist in dieser In Flensburg dauert der Ausstand der Tischler fort. Verfrommungs- Verordnungen fräftig für die Interessen des Gast- Ausgabe Rechnung getragen, so daß dem reisenden Publikum ein zuverlässiger Die streikenden Schiffbauer in Breslau hatten das Gewerbe- wirthsstandes eingetreten sei. Führer für den billigen Preis von 50 Pf. geboten wird. gericht als Einigungsamt angerufen. Die Unternehmer haben jedoch Dieser arglose Vorschlag brachte einen Herrn, dem unsere Leser sbgelehnt, in linterhandlung zu treten. im Jahre 1894 so manchen heiteren Augenblick verdankten, und dem In einer Textilarbeiter Versammlung in Reuduik bei wir deshalb aus vollem Herzen gut gesonnen sind, in eine recht beGreiz hatte der 19 jährige Wirthschaftsgehilfe Seifert, der Sohn dauerliche Aufregung. Es erhob sich nämlich in der Sigung Herr Obwohl in der Urania in der Invalidenstraße öffentliche Vordes Besizers des Versammlungslotals, Kellnerdienste verrichtet ako by, der unglückliche Ritter der Saalverweigerer im Boykott- träge im Laufe des Sommers nicht stattfinden werden, soll der Betrieb der und an einer Wahl theilgenommen. Da in der Versammlung öffent- ring, um eine donnernde Philippika auf das„ Schandblatt" zu halten. Sternwarte nicht nur keine Einschränkung, sondern sogar eine Erweiterung liche Angelegenheiten erörtert worden sein sollen, für welche das Jeder Gastwirth müsse es als seine heilige Pflicht erachten, den Vor- erfahren. Die Sternwarte wird von 5-10 Uhr gegen ein sehr mäßiges reußische Gesetz vorschreibt, daß von der Theilnahme Frauen und wärts" aus seinem Lokal zu entfernen. Für den Ausschuß aber Eintrittsgeld geöffnet sein. Der große zwölfzöllige Refraktor der„ Urania", Minderjährige„ gänzlich ausgeschossen" feien, so erhielt der dürfe das Schandblatt überhaupt nicht eristiren, denn der Gastwirths- der leistungsfähigsten Fernrohre, die wir auf den Sternwarten. Preußens dessen Maschinerie derjenigen der Licksternwarte nachgebildet wurde, ist eins Vorsitzende der Versammlung, der Weber Belder, ein auf 3 M. lautendes tag wolle doch das Andenken der beiden verstorbenen Kaiser durch Strafmandat, weil er den minderjährigen Seifert im Lokal geduldet hatte, eine besondere Kundgebung ehren; was aber der Vorwärts" von und dieser selbst erhielt wegen Theilnahme an der Versammlung ein Wilhelm dem Großen halte, das wisse man. Gegen ein Blatt, welches Strafmandat in gleicher Höhe. Beide riefen richterliche Entscheidung fich gegen alle staatliche Ordnung auflehne, müssen vor allem die an, das Schöffengericht in Greiz bestätigte aber die Strafmandate. patriotischen Gastwirthe entschieden Front machen. Nachdem diese Das hier in Frage kommende reußische Gesez, das an reaktionären Rede gehalten war, war auch das Schicksal des" Vorwärts" besiegelt. Schönheiten sogar das sächsische übertrifft, stammt aus dem Der Antrag Schulz wurde mit allen gegen zwei Stimmen abJahre 1887, nicht etwa aus dem vorigen Jahrhundert, wie man gelehnt. meinen könnte. Der Fürst von Reuß ä. L. dagegen wird unter Umständen schon im 19. Lebensjahre bolljährig und regierungsfähig. Neue Lohukämpfe find in Düsseldorf ausgebrochen. Nach dem in 19 Fabriken und Werkstätten die Forderungen der Holzund Metallarbeiter- 9ftündige Arbeitszeit und 15 pet. Lohn erhöhung nach fünfwöchentlichem Ringen bewilligt worden sind, legten in der mechanischen Schreinerei von Kohlscheidt sämmt liche Schreiner und bei Lohenhausen die Metallarbeiter die Arbeit nieder. Zuzug nach Düsseldorf ist streng fernzuhalten. " Im Passage Panoptikum wird für die Vorstellungen der Schwarzen aus den deutschen Kolonial- Gebieten hinfort tein ExtraEntree mehr erhoben werden. besitzen. Theater. Das Schiller Theater bringt heute die erste Auf: einer führung von„ Die Daumen", Zuſiſpiel in 3 Arten von Guinon u. Denier, deutsch von Otto Brandes, in folgender Besetzung der Hauptrollen: Henri Bouardel Eduard von Winterstein, Gallois Julius Eyben, Fourichon Willy Froböse, Roussillin Karl Schreiner, Aline Fanny Wagner, Noemie Grete Meyer. Fenerbericht. Sonnabend, abends 9 Uhr, brannten LothringerWir fühlen uns wie zerschmettert. straße 64 Ladentische. Sonntag, mittags 11 Uhr, erfolgte gleichWirksamkeit der Polikliniken. Nach einer genauen Bu- zeitig Alarm nach Hoch str. 38 und Schiffbauer- Damm 5. sammenstellung sind im Jahre 1897 in den Polikliniken der Charitee, Im ersten Falle brannten Späne und verschiedene G.räthe der Königl. Kliniken, sowie der städtischen und Privat- Krankenhäuser in Leimlüche, im andern Falle gingen Gardinen 104 433 Personen in 312 000 Fällen unentgeltlich behandelt und Möbel in Flammen auf. Gegen 1 Uhr war Prinzenworden. Hierbei sind alle diejenigen Personen nicht aufgeführt, straße 71 ein Schadenfeuer abzulöschen, das ein längeres Wasserdenen außerhalb der poliklinischen Zeit Hilfe geleistet worden. Die geben erforderte. Zerstört wurden Regale, Kisten, Kohlenanzünder meisten Fälle verzeichnet die chirurgische Universitäts- Klinik( Professor und andere Waaren. Zur selben Zeit war Chausseestraße 28 v. Bergmann) und zivar 17 643 Personen und ca. 52 000 Falle. ein unbedeutender Kellerbrand zu beseitigen. Abends 9 lýc wurde die Wehr nach Hinsichtlich der Erhebung von Stättegeld für die vor Läden Gardinen und Möbel Feuer gefangen hatten. Schulstraße 29 gerufen, 100 Die Tapezirer in München hatten bisher immer noch mit aufgestellten Waaren hat der Bund der Berliner Grundbefizer- später brannten Wansteinstraße 3 Zwei Stunden einigen größeren Firmen um die Einführung der neunstündigen Vereine an den Magistrat eine Petition gerichtet, in welcher der vorräthe. Montag früh 42 11hr entstand Ballisadenstr. 42 Lappen- und PapierArbeitszeit zu kämpfen. Jetzt haben sie den Erfolg zu verzeichnen, Magistrat ersucht wird, bei Verlängerung des bestehenden Vertrages ein Küchenbrand. Der Fußboden wurde zerstört, auch das Haus daß bis auf eine Werkstatt in allen anderen die Fabrikanten nach mit den gegenwärtigen Stättegeldpächtern, Herren Gebrüder Krüger, erheblich beschädigt. Kurz vor 7 1hr hatte Fichte str. 26 die gegeben haben. oder bei anderweitiger Verpachtung des Stättegeldes den Tarif in Schaldede und Balfenlage Feuer gefangen, das erst bemerkt wurde, Zum Münchener Tischlerstreit. In einer Versammlung der der Weise im Terte abändern zu wollen, daß die Erhebung nachdem es beträchtlichen Schaden verursacht hatte. Veranlaßt war Ausständigen wurde am Sonnabend folgender Beschluß gefaßt: von Stätte oder Standgeld vor den Läden vollständig aus das Feuer durch brennendes Fett in einem Topfe, dessen Flammen " Die versammelten streifenden und ausgesperrten Schreinergehilfen geschlossen ist. bis zur schadhaft gewordenen Decke emporschlugen. Bald erklären: 1. In allen jenen Werkstätten, wo die Vereinbarungen Die Frühjahrsparade" der Dienstmänner hat gestern darauf war Stralauerstraße 25 ausgeflossenen Benzin zwischen Meistern und Gehilfen anerkannt werden, die Arbeit am Morgen begonnen. Sie dauert bis zum Freitag. Den Anfang in Brand gerathen, der aber zeitig gedämpft werden Montag, 16. Mai, wieder aufnehmen zu wollen. 2. Dagegen erklären machten die Selbständigen, die unmittelbar vom Polizeipräsidium fonnte. Nachmittags 12/2 Uhr brannte Sitterstr. 59 eine die Versammelten, die noch in betracht kommenden Werkstätten der zur Parade befohlen werden. Als um 9 Uhr der Kommissar Marquise. Jedenfalls war aus dem Fenster eines oberen Stockwerkes Bau- und der Zimmermeister auf das strengste zu meiden, für die Markt- und Gewerbepolizei, Polizeidirektor Maurer, eine brennende Zigarre oder ein Streichholz unbedacht herabgeworfen, das indem diese unter allen Umständen die zehnstündige Arbeitszeit mit seinem„ Gefolge", einem Wachtmeister und zwei Schutz- Idas Feuer verursachte. Nachmittags 61/2 hr brannte Prenzlauer willt sei, für die Wähler, denen es an Zeit mangelt, die Wählerlisten einzusehen. Mit einem brausenden Hoch auf den Wahlerfolg der Sozialdemokratie schließt die Versammlung. Ilee 41 ein ffeiner Theil der Dachkonstruktion. 8ur selben Zeit| Gerichtsvorsitzenden bon dem Schutzmittel" nur in ganz und der Vorsitzende theilt mit, daß das Wahlfomitee jederzeit ges. wurde die Wehr nach dem Oberen Hafen gerufen, wo ein außergewöhnlichen Fällen Gebrauch machten. Und dann noch eins: mit Steinen beladener Wagen sammt den Pferden, dem Fuhr- Warum müssen die Vertreter der Presse, die doch wahr Herrn Schone gehörig, ins Wasser gestürzt war. Der Wehr gelang haftig das Leben in allen seinen Erscheinungsformen fennen, eben es mit Hilfe der dort arbeitenden Hafenarbeiter, das Gefährt unbeschädigt falls auf dem Korridor spaziren gehen? Befürchtet man, daß sie wieder herauszubefördern. Endlich wurde abends 9 Uhr die Wehr das Volk durch ihre Berichte zur Lasterhaftigkeit verführen werden? Versammlungen einberufen, die freilich nicht alle eines guten In Weißensee waren am Sonntag fünf öffentliche noch nach Schöneberg, Feurigstr. 12 gerufen, wo ein Dachstuhl Das wäre eine unnüße Angst. Es giebt in Berlin höchste Gerichts- Besuches sich erfreuten, was wohl zum großen Theil auf das prachtin seiner ganzen Ausdehnung in Flammen stand. Der beorderte höfe, die einfach stillschweigend mit dem Tattgefühl der Bericht volle Wetter zurückzuführen sein dürfte. So hatten im Deutschen Zug 12 brauchte jedoch nicht in Thätigkeit zu treten, weil die erstatter rechnen und die in ihrer Erwartung nicht getäuscht Schü yengarten sich wohl nur etwa 60 Personen eingefunden, Schöneberger Löschmannschaften allein Herr des Elementes wurden. werden. Auf jeden Fall müßte aber doch dem Berichterstatter um den Vortrag des Genossen Gerstenberger anzuhören. In Gelegenheit gegeben werden, den Sachverhalt furz tenen zu lernen, der Diskussion meldete fich kein Gegner zum Wort, trotzdem scheinbar. Aus den Nachbarorten. und das Resultat zu erfahren. Auf dem Gewerbegericht erfährt er welche avesend waren. Zwei Genossen ergänzten die AusRigdorf. Am Mittwoch Abend 8 1hr findet in der„ Neuen aber in moralisch anrüchigen Fällen nicht einmal den Klage führungen des Vortragenden, und die Versammelten beschlossen, Belt", bal champêtre, Hafenhaide 108/114 eine öffentliche Versammanspruch und den Einwand des Beklagten. In der letzten Sizung kräftig für die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten lung statt. Tagesordning: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten der Kammer VI ſtellte sogar Gewerberichter Krause die Oeffentlich- Stadthagen einzutreten. Im Restaurant Kühne, Röttestr. 20, August Bebel: Die bevorstehende Reichstagswahl und die feit erst nach der vollständigen Erledigung des Rechts- war der Saal beffer gefüllt. An 120 Personen lauschten den einAgitation auf dem Lande. 2. Diskussion. 3, Aufstellung eines streites, für dessen Verhandlung sie ausgeschlossen worden war, wieder dringlichen Worten des Genossen Rein, der ebenfalls die volksKandidaten zur Gemeindevertretung. Um recht zahlreiches Erscheinen her. Nicht einmal den Ausgang des Rechtsstreites erfuhr der Bericht- und fortschrittfeindlichen Bestrebungen der Konservativen, Antisemiten, ersucht statter. Reinickendorf. Unsere Agitationstour findet am Himmelfahrtstage statt. Die Berliner Genossen werden gebeten, sich recht zahlreich daran zu betheiligen. Treffpunkt 5 Uhr bei Rühle, Restaurant zur Eisenbahn( Bahnhof Schönholz.) Der Vertrauensmann. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Freisimigen und des Zentrums kennzeichnete, das zum ersten Mal Den Parteigenossen zur Nachricht, daß die Wählerlisten für im Wahlkreis Niederbarnim einen Kandidaten aufstellt, trotzdem Rigdorf zur bevorstehenden Reichstagswahl vom 18. Mai bis 26. Mai dieser Kreis doch durchweg nicht katholisch ist. Nach den anregenden im Amtsgebäude, Berlinerstr. 62, 1 Tr., Zimmer 58( Sigungsfaal), Worten des Referenten entwickelte sich eine äußerst lebhafte Disvon morgens 9 Uhr bis 9 Uhr abends und am Sonntag, den Der Handelsangestellte", das Organ des Verbandes der fussion, an der sich auch ein Anarchist betheiligte, der die Noth22. Mai von früh 9 Uhr bis 1 Uhr mittags zu jedermanns Einsicht Handlungsgehilfen hatte in seiner Nummer vom 1. Dezember v. I. wendigkeit der Wahlbetheiligung betonte. Auch hier wurde mit Beöffentlich ausliegen. Nach§ 3 des Wahlreglements vom 28. Mai 1870 eine Anzahl von Firmen namhaft gemacht, die ihren Angestellten geisterung beschlossen, alles aufzuwenden, um dem sozialdemokratischen kann derjenige, welcher die Listen für unrichtig oder unvollständig ungewöhnlich niedrige Gehälter zahlen. Unter anderen war auch Kandidaten im ersten Wahlgang zum Siege zu verhelfen. hält, dies innerhalb der vorgenannten Auslagefrist bei dem Gemeinde- betreibt, behauptet worden, daß sie einem 38 Jahre alten besuchte Versammlung, in der Genosse a at in anschaulicher Weise von einer hiesigen Firma, die ein Kravattengeschäft en gros In Loofmann's Lotal in der Streustraße tagte eine gut vorsteher Boddin zu Rirdorf, Berlinerstr, 62, 1 Tr., Zimmer Nr. 58, schriftlich anzeigen oder zu Protokoll geben und muß derselbe Buchhalter ein Monatsgehalt von 80 Mark zahle. Die die Bedeutung der Wahlen darlegte und die Anwesenden zur regen sich durch Militärpapiere oder Juvaldenkarte ausweisen. Für die Inhaber dieser Firma fühlten sich durch diese Behauptung, die sie Theilnahme an der Agitation aufforderte. Eine Diskussion fand nicht jenigen, welchen es an Zeit fehlt, die Listen selber nachzusehen, geben Redakteur des„ Handelsangestellten", Genossen wienty. Die sammlungsbesucher ihr Einverständniß mit den Ausführungen des für unwahr erklären, beleidigt und stellten Strafantrag gegen den statt, durch Amahme einer entsprechenden Resolution gaben die Vera wir folgende Parteigenossen bekannt, welche bereit sind, für dieselben Verhandlung, die am Montag vor dem Schöffengericht stattfand, Referenten fund.-In Spedmann's Lokal, Königs- Chaussee 58, Einsicht in die Liſten zu nehmen, Klein, Reſtaurant, Kaiser Friedrich- ergab, daß die genannte Firma Ledermann u. Ueberholz entrollte Genosse Karow vor einer zahlreichen Zuhörerschaft ein straße 236. Rezerau, Zigarrengeschäft, Hermannstr. 50. Ostermann, in der That am 1. November v. Js. einen Mann zur Buchführung flar gezeichnetes Bild der Situation des gegenwärtigen Wahlkampfes, Barteiſpediteur, Ertſtr. 6 II. Herrmann, Bigarrengeschäft, Kirchhof- eingestellt hatte mit einem Anfangsgehalt von 75 M. monatlich. Der Genosse ole legte ebenfalls in längeren Ausführungen die straße 1. Sy, Restaurant, Jägerstr. 69. Thomas, Restaurant, Berg- betreffende sei aber so gab der Zeuge lleberholz an- ein Mann, Stellung der Sozialdemokratie zu den wichtigsten politischen Fragen straße 162. St. Stöppte, Restaurant, Karlsgartenstraße 1. Kriger, der im Leben Schiffbruch erlitten hatte und nur auf Zureden seiner bar, während noch einige Diskussionsredner im gleichen Sinne Materialwaaren, Prinz Handjerystr. 58. Wiegert, Restaurant, Hertha Berwandten gewissermaßen Straße 1. Das Wahlfomitee, aus Mitleid vont dem Zeugen sprachen und zu zahlreicher Theilnahme an einer am Himmelfahrtsengagirt worden. Er habe Nigdorf. Die Parteigenossen wollen beachten, daß alle An- faufmännischen Arbeiten so mangelhaft ausgeführt und sich der Redner fanden lebhaften Beifall. Eine Resolution, in der sich aber die ihm aufgetragenen tage stattfindenden Agitationstour aufforderten. Die Ausführungen fragen, welche die Wahl betreffen, an Otto Klein, Restaurant Kaiser für die Stellung so wenig geeignet gezeigt, daß ihm schon die Parteigenossen verpflichten, mit aller Kraft für die Wiederwahl. Friedrichstr. 236, zu richten sind. Gelder wolle man an August am 1. Dezember wieder gekündigt wurde. Das Gericht tam zu der ihres bisherigen Vertreters zu wirken, wurde einstimmig an Dohrmann, Ziethenstr. 61 III, abliefern. Das Wahlkomitee. Ansicht, daß die fragliche Behauptung nicht für sich allein, sondern in genommen. Die fünfte Versamunlung wurde wegen schwachen Verbindung mit den Eingangsbemerkungen des Artikels betrachtet Besuchs nicht abgehalten. werden müsse, in denen es heißt, es müsse einem die Schamröthe ins Gesicht steigen, wenn man sehe, wie die Arbeitskraft der Angestellten augebentet werde, und man sehe sich genöthigt, eine AnPaukow- Niederschönhausen. Die Parteigenossen werden auf zahl solcher Firmen an den Pranger zu stellen. Nun sei aber Der Verband der Maurer, Filiale Berlin II, hielt am die am Donnerstag( Himmelfahrtstag) stattfindende Agitations- das Verhalten der beleidigten Firma in diesem Falle nicht ein Sonntag in der Tonhalle eine sehr start besuchte Generalversammlung tour aufmerksam gemacht. Treffpunkt bei Devantier, Flora- und solches gewesen, daß sie verdiene, an den Pranger gestellt zu ab, um über die weitere Taktik der Lohnbewegung zu berathen. Mühlenstraßen- Ecke. Abfahrt morgens punkt 7 Uhr. Die Wähler- werden. Objektiv liege der Thatbestand des§ 186 vor, denn es sei Einleitend referirte Frisch über die Vorgänge, die sich in der Iist en liegen vom 18. 5. M. ab, acht Tage lang in hiesigen Amts- nicht erweislich wahr, daß die Firma unter dem in den Artikel an- letzten Zeit in der Berliner Maurerbewegung abgespielt haben. Er bureau( einschließlich des Himmelfahrtstages und Sonntags) in den gegebenen Umständen einem Angestellten ein niedriges Gehalt ge- erinnerte daran, daß alle Einigungsversuche an dem Widerstand der Dienſtſtunden aus; für diejenigen Wähler, welche verhindert sind, zahlt habe. Der Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 50 M. lokalen Richtung gescheitert sind und demzufolge die von der zendie Listen einzusehen, haben wir in verschiedenen Lokalen und verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 100 M. beantragt. tralen Richtung angebahnten Verhandlungen ergebnißlos waren. Der Cigarrenhandlungen Listen ausgelegt, welche wir mit der amtlichen In verbrecherischer Weise hat der Landwirth Paul Mente, Redner erörterte hierauf die Vorzüge des Verbandes, der in einem Wählerliste vergleichen. Wir ersuchen also die Wähler in ihrem der gestern unter der Anklage der wiederholten Erpressung Jahre in 82 Ortschaften Lohnbewegungen zu unterstützen hatte und eigenen Interesse, entweder im Amtsbureau die Wählerlisten selbst vor der III. Straffanmier des Landgerichts I stand, die Gutmüthig troßdem ant Jahresschluß einen Referbefonds von 70 000 Mart einzusehen, oder sich in die ausgelegten Listen einzuzeichnen. Für feit eines alten Pastors emeritus ausgebeutet. Der Schwiegervater aufweisen konnte. Wie Frisch, so hielten auch die nachfolgenden Schönhausen ist obiges dahin zu ergänzen, daß die amtlichen des Angeklagten, der inzwischen verstorbene Gutsbefizer Sad, der Redner, die gleichfalls das Verhalten der lokalen Richtung heftig Wählerlisten für Schönhausen im Amtsbureau Nieder- Schönhausen mit dem alten Pastor seit längerer Zeit befreundet war, hat diesen im fritisirten und für die selbständige Leitung der Lohnbewegung durch ausliegen. Außerdem liegen Listen zum Einzeichnen bei Settekorn, Jahre 1894 um ein Darlehn von 6000. gebeten, damit sich sein Schwieger- den Verband eintraten, ein weiteres Zusammengehen unter diesen Rasch und Bleiß aus. sohn- der Angeklagte ein Befigthum kaufen könne. Als die Hergabe des Umständen und nach all den Vorkommnissen für unmöglich. Es ges Wilmersdorf. In unserem Ort liegen die Wählerlisten zur Darlehns verweigert wurde, trat der Angeklagte in Aktion und er langte sodann eine Resolution zur Annahme, in der sich die Ver Reichstagswahl vom 18. bis 25. Mai in der Zeit von morgens 8 langte durch Drohbriefe, in welchen er den alten Herrn durch An- sammlung mit den getroffenen Maßnahmen ihrer bisherigen Leitung bis nachmittags 3 Uhr im Nathhaus, Zimmer 26, zu jedermanns fündigung von allerlei Ungemach und Androhung von Anzeigen über in jeder Weise einverstanden erklärt und anerkennt, daß ein gedeihEinsicht aus; am Himmelsfahrtstag und nächsten Sonntag können angebliche amtliche Verfehlungen einschüchterte, die Hergabe des liches Zusammenarbeiten mit den Lokalisten in der bisherigen Form die Listen von morgens 8 bis 10 Uhr eingesehen werden. Es ist Geldes an seinen Schwiegervater. Der alte Herr hatte nichts be- nicht mehr möglich ist und die Lohnbewegung mur von Erfolg sein Pflicht sämmtlicher Parteigenossen, diese kleine Mühe nicht zu scheuen. gangen und nichts zu befürchten, er fürchtete aber, daß kann, wenn die in der letzten Zeit stattgefundenen, die Bewegung Für diejenigen, welche daran verhindert sind, ist nachstehendes feine Person zum Mittelpunkt irgend eines Standals geschädigenden Versammlungen in Zukunft unterbleiben. Außerdem Wahlfomitee gern bereit, die Liste einzusehen, wenn denselben die macht werden könnte und nur hieraus ist es zu erklären, daß spricht die Versammlung in der Resolution die Meinung aus, daß Adresse mitgetheilt wird: Frizz Heinemann, Sigmaringenstr. 35; der Angeklagte und sein Schwiegervater turz darauf ohne große die Lohnbewegung unter allen Umständen von der Organisation geGottfried Kübler, Sigmaringenstr. 33; Emil Witte, Berlinerstr. 38; Schwierigkeiten weitere Darlehne von 1040 M., 1500 M., 3000 M. leitet werden muß, wodurch dieselbe an Bedeutung und AnOtto Nerre, Pfalzburgerstr. 67; Otto Kraft, Pariserstr. 51. Ferner erhielten. Schließlich wurde es dem Zeugen aber zu viel und er lehnte ein sehen gewinnt und die Kollegen an die Organisation gefesselt Heinr. Klingenberg, Berlinerstr. 40, im Voltsgarten. neues Darlehnsgesuch des Angeklagten ab. Da ließ dieser einen neuen werden, damit diese in der Lage ist, auch in Zeiten wirthschaftlichen Der Vertrauensmann. Drohbrief vom Stapel und hatte den Erfolg, daß er bald abermals Niedergangs das Errungene hochzuhalten. Hierauf wurden von eine Quittung aus und bescheinigte ihm gleichzeitig, daß alle von daß eine Unterbrechung der Geschäfte nicht eingetreten ist und vom eine Summe von 2500 M. in Händen hatte. Er stellte dem Zeugen hierüber Panser, der in seinen Ausführungen unter anderem bekannt gab, ihm erhobenen Beschuldigungen eitel Verleumdung feien. Auf ver- Verband 5000 M. zur Verfügung gestellt worden sind, die nunmehr ſchiedene Drohbriefe schichte der 3cuge dem Angeklagten noch wieder zu treffenden Maßnahmen erläutert. Nach kurzer Diskussion wurde holt kleinere Summen zu, schließlich erhielt aber die Staatsanwaltschaft beschlossen, zur Leitung der Bewegung eine Lohnkommission von vier Kenntniß von dem Treiben des Angeklagten und setzte demselben Personen zu wählen, die von den Riydorfer und Charlottenburger ein Ziel. Die Gesammtsumme, die der Angeklagte und sein Verbandsmitgliedern entsprechend ergänzt werden soll, und ein An beziffert sich auf mindestens 18 000 m. Der Staatsanwalt hielt das Baustelle, wo die Verbandsmitglieder die Majorität bilden, ist ein Schwiegervater in dieser Weise von dem alten Herrn erpreßt haben, trag angenommen, der im wesentlichen wie folgt lautet: Auf jeder Verbandsmitglied als Baudeputirter zu wählen. Auf Bauten, wo die liches und verwerfliches und beantragte gegen ihn 1 Jahr 6 Mo Verbandsmitglieder in der Minorität sind, haben sie ebenfalls einen nate Gefängniß und 3 Jahre Ehrverlust. R.-A. Dr. Schwindt stellte ihrer/ Kollegen zu ernennen, der sie in den Deputirtensizungen vertritt und burch Befragen des Zeugen fest, daß ein Theil der Drohungen auf das Konto die Verbindung mit der Lohnkommission aufrecht erhält. Um festzustellen, des Schwiegervaters zu segen seien und daß er wenigstens einen welche Bauten in den Deputirten- Sigungen, die als VerbandsTheil der Gelder auf die bloße Bitte des Angeklagten hin, einen versammlungen stattfinden, vertreten sind, wird ständig eine Präsenz anderen Theil aus dem Gesichtspunkt bewilligt habe, um das Gut liste geführt. Als Grundlage zur Durchführung der Forderungen des Angeklagten und damit auch sein eigenes Geld zu retten. Der soll das von den Berliner Maurern angenommene Streif- Regulativ Gerichtshof erkannte auf ein Jahr Gefängniß unter An- gelten. Die Höhe der Streif- und Gemaßregelten- Unterstützung rechnung von zwei Monaten auf die Untersuchungshaft. bleibt dieselbe wie bisher und sind die Kollegen verpflichtet, noch im 3 Schöneberg. Die Wählerlisten liegen zu jedermanns Einsicht öffentlich im Feuerwehr- Gebände, Feurigstr. 63/64, 1 Tr., Zimmer 4, aus und zwar werktäglich von vormittags 8 bis nachmittags 8 1hr, am Himmelfahrtstag und Sonntag, den 22. d. M., morgens von è bis 91/2 11hr. Versäume niemand, die Liste nachzusehen oder sie von bis 91/2 Uhr. Versäume niemand, die Liste nachzusehen oder sie von folgenden Personen nachsehen zu lassen: Obst, Grunewaldstr. 110; Schilling, Kyffhäuserstr. 16; Hauser, Sedanstr. 31; Weingart, Gustav Freytagstr. 7; Bäumler, Belzigerstr. 59, S. P. Schöneberg, Stubenrauchstr. 5 a. Gleichzeitig machen wir auf die am Mittwoch Abend in der Schloßbrauerei stuttfindende Volts- Verfahren des Angeklagten für ein im höchsten Maße gemeingefähr bersammlung aufmerksam. Das Wahlkomitee. mig In Rummelsburg liegen die Wählerlisten vom 18.- 25. Mai im Schulhause aus; am Himmelfahrtstag und am Sonntag find fie von morgens 81/2 Uhr bis mittags 12 Uhr einzusehen. Zur Einsicht nahme für andere sind bereit: Burgenger, Kantstr. 44; Beutling, Goethe- und Kantstraßen- Ecke; Ulbrich, Schillerstr. 2; Ritter, Goethestraße 17. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß am Himmelfahrtstag ein Flugblatt verbreitet werden soll. Genoffen, welche sich hieran betheiligen wollen, haben sich früh 7 Uhr bei Ritter, Goethestr. 17, einzufinden. Das Wahlfomitee. Ein Räuber, der kaum über die Schranke der Anklage- Laufe dieser Woche die Sammelfarten bautenweise zur Abstempelung bank hinwegzusehen vermochte, stand gestern in der Person des und Eintragung in die Bücher im Bureau, Grenadierstr. 33( vorderes Ein Dampferunglück ereignete sich Sonnabend Nacht 11 13jährigen Schülers Wilhelm Neustadt vor der dritten Strafzimmer) vorzulegen. In die Lohnkommission wurden Frisch als auf dem Tegeler See, unweit Tegelort. Der Personendampfer kammer des Landgerichts I. Der jugendliche Verbrecher hatte sich Obmann, Panser als Kassirer und W. Schulz und E. " Flora", dem Beſizer Dreßler gehörig, fuhr einem Holze'schen mit einem anderen noch nicht 12 Jahre alten und deshalb strafrechtlich Gröppler gewählt. Bu Revisoren wurden P. Winzler und Personendampfer in die Flanke, und zwar mit solcher Wucht, daß noch nicht verfolgbaren Jungen zusammengethan, um fleinen R. Madthai bestimmt. Hierauf wurde von der Versammlung, Yetzterer ein ziemlich starkes Leck erhielt. Nur mit großer Mühe Mädchen aufzulauern, die von ihren Müttern ausgeschickt waren, nachdem noch darauf hingewiesen worden war, daß das Mandat konnte sich der Dampfer die etwa 100 Meter betragende Strecke bis um fleine Einkäufe für die Küche zu besorgen. In sieben der früheren Berliner Lohnkommission erloschen ist und demzufolge Tegelort fortbewegen, wo er vor dem Hille'schen Lokal versant. Fällen haben die beiden Jungen ihre Opfer auf den Treppen der die Mitglieder derselben von der lokalen Richtung nicht berechtigt find, Die Besatzung konnte durch Boote gerettet werden. Wem die Schuld Häuser überfallen, ihnen die Körbe, die sie am Arme trugen, ent- unter dieser Firma weiter zu fungiren, folgende Resolution ebenfalls einan dem Unfall zuzuschreiben ist, muß die eingeleitete Untersuchung rissen und die fleinen Beträge, die sich darin in den Portemonnaies stimmig angenommen:„ Die Versammlung des Verbandes protestirt ergeben. befanden, gestohlen. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß einem ganz entschieden dagegen, daß sich die lotalistischen Mitglieder der Von einem Straßenbahnwagen todtgefahren wurde am so früh entwickelten verbrecherischen Hange nur durch eine lange Lohnkommission anmaßen, die Berliner Maurer per Annonce aufSonnabend Abend zwischen 6 und 7 Uhr die achtjährige Tochter des Gefängnißstrafe erfolgreich begegnet werden könne und er verurtheilte Handelsmannes Schoof aus der Breitenstr. 24 zu Schmargendorf. deshalb den Burschen zu einem Jahre Gefängniß bei Das Mädchen spielte dort in der genannten Straße mit einem Balle. sofortiger Verhaftung. Und das soll den unglücklichen Knaben Diefer rollte an die Bordschwelle, und bei dem Versuche, ihn wieder bessern? zu haschen, fiel das Kind vom Bürgersteige auf den Fahrdamm und unter einen Straßenbahnwagen, der gerade auf den dicht am Bürgersteige gelegenen Schienen gefahren kam. Soziale Rechtspflege. Wahlversammlungen. zufordern, mit dem alten, ihnen nicht gehörige Material zu sammeln. Die legte öffentliche Versammlung hat fast einstimmig beschlossen, eine Liquidationskommission über das Vermögen der Berliner Maurer einzusetzen, welche einer späteren Versammlung Vorschläge über den Verbleib desselben zu machen hat. Bis dahin muß unbedingt das Sammelmaterial außer Funktion gesetzt werden, widrigenfalls der Gebrauch desselben als widerrechtliche Aneignung fremden EigenWilmersdorf. Etwa 400 Personen hatten sich zu der öffent- thums anzusehen ist. Die von der zentralen Richtung gewählte lichen Volksversammlung in Klingenberg's Bolfsgarten eingefunden, Liquidationskommission wird beauftragt, Schritte zu thun, daß kein in welcher der Reichstags- Kandidat des Beestow- Storfower Kreises, Unfung mit dem Gigenthum der Berliner Maurer getrieben wird." Genosse riz 8ubeil, über„ die bevorstehende Reichstagswahl" Nachdem noch W. Schulz zum zweiten Bevollmächtigten gewählt Sehr moralische Vorsitzende hat das Gewerbegericht. referirte. Im Rückblick auf die verflossene Legislaturperiode worden war, wurde die Versammlung mit einem kräftigen Hoch auf Wenigstens muß man dies annehmen nach dem allzu ausgiebigen verweist Redner besonders auf das ungeheuere Anwachsen die Verbandsorganisation geschlossen. Gebrauch, den einzelne der Herren von dem Recht, die Oeffentlichkeit von Heer und Flotte. Nicht scharf genug fönne gerade in Die Zinkgießer und Stürzer hielten am 10. Mai cr. bei auszuschließen, machen. Vor allem thut sich der Gewerberichter diesen Fragen die plötzliche Schwenkung des Zentrums gebrandmarkt Givald, Schönleinstr. 6, eine öffentliche Versammlung ab. Zunächst Dr. Krause in diesem Punkte hervor. Die Kammer VI. verhandelt so oft werden, welches noch kaum vor Jahresfrist ein entschiedener Gegner erstatteten die Delegirten vom Kongreß der lokalorganisirten und unter dem Ausschluß der Oeffentlichkeit, daß man beinahe der Meinung sein jeder Marine vergrößerung, nun aber von dem neuen Kurs der durch Vertrauensmänner zentralisirten Gewerkschaften Deutschlands fann, die Kellner, Rest.- Dienstmädchen, Schlächter, Schlächtermamfells, Weltmachtpolitik geblendet, sich mit Haut und Haaren der Regierung ihren Bericht. Die Versammlung erklärt sich durch Annahme Barbiere, Köche und Bäcker seien ganz besonders fündhafte und verkauft habe. Natürlich werden auch diesmal trog aller Be- einer entsprechenden Resolution mit denselben einverstanden. fleischlich gesinnte Menschenkinder. Was der Preßmensch dann auf den theuerungen der rechten Seite die Kosten dieser enormen Er- Hierauf wurde der Antrag, daß jeder Zinkgießer monatlich Korridoren erfährt, beruhigt indessen einigermaßen den Erschreckten. weiterungen mur von den unteren Volksschichten aufgebracht werden 0,25 M. zum Agitationsfonds steuert, einstimmig angenommen. Gott sei Dant, es ist nicht gar so schlimm; man athmet wieder auf. müssen. Mit einem warmen Appell an die Frauen, Sodann wurde die Abrechnung der diesjährigen Maifeier, welche Die ſittliche Gefahr, vor der das Publikum bewahrt werden soll, wird auch ihrerseits an dem Kampfe der Männer mit theilzu- mit einer Ausgabe von 99,55 M. und einer Einnahme von 28 M. übrigens erst durch den Ausschluß der Oeffentlichkeit heraufbeschworen. nehmen, schloß die mit begeisterten Beifall aufgenommene Rede. Von abschließt, gegeben. Hierauf gaben die Kollegen der Vogel'schen Dinge, die den naiven Menschen nicht im geringsten berühren, wenn sie in Gegnern meldete sich niemand zum Wort, so daß eine Diskussion Werkstatt ein Bild von den jest dort herrschenden Zuständen. Es öffentlicher Gerichtssigung ausgesprochen werden, werden durch das nicht stattfand. Im Verschiedenen forderte Behrend zum würden ihnen jetzt fast jede Woche Abzüge gemacht; die Sache wird Gezischel im Korridor, und sei es noch so harmlos, zum Abonnement auf die Parteipresse auf: Witte ersucht die Anwesenden, der Agitationsfommission überwiesen; diese soll mit der Firma so reinsten Gift. Schon darum wäre zu wünschen, daß die sich doch mehr, als bisher, der politischen Organisation anzuschließen, schnell wie möglich in Unterhandlung treten. Briefkasten der Redaktion. G. 2. Nein.-.. 129. 1. Bei Wochenlohn ist Abzug wegen ber Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. " Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Nother Junker. Reichstagskandidat ist Tischler Wilhelm Langner aus Breslau. Wenden Sie sich an die Breslauer Volkswacht", Breslau, Neue Graupenstr. 5/6. S. K., Elsasserstraße. Nicht verwendbar; für Ihre Aufmerksamkeit Besten Dant! A. B. 49. Verlangen Sie Eintragung in die Wählerlisten. Ihr Fall ift genauer bereits im Brieffaften der Sonntagsnummer behandelt. Alter Abonnent 22. Das ist Sache des Klägers. 1050. Ja. A. K. 99. Wie Ihnen bereits mündlich dargelegt ist, fönnen Sie den Kauf nicht rück gängig machen, sondern nur auf Abholung gegen Zahlung flagen. Achtung! Feiertage nicht zu machen. Witterungsübersicht vom 16. Mai 1898, morgens 8 U 2. Es ist weiter zu zahlen. A. W. Ja. N. 25. Sie sind im Recht. Die angeblich Ihrem Freund vom„ Lokal: Anzeiger" ertheilte Auskunft, Moabit und Wedding hätten stets zu Berlin gehört, ist völlig unrichtig. Alt- Moabit nebst dem kleinen Thiergarten, Neu Stationen Moabit, der Wedding, das Luisenbad nebst Kolonie am 2., die ehemaligen Pulvermühlen und ein Theil der alten Tegeler Forst sind erst seit dem 1. Januar 1861 mit Berlin( durch Kabinetsordre vom 28. Januar 1860) vereinigt. Zu derselben Zeit kamen zu Berlin die Gegend vor dent Pots: Swinemde. 759 SSW damer und Halleschen Thor und Brandenburger Thor. Durch den Zuwachs Hamburg Berlin erweiterte sich das Berliner Weichbild von 3511 auf 5923 Heftar. A. H. 14. Wenn der Vater das Kind in notarieller oder gerichtlicher Wiesbaden Urkunde als sein Kind anerkannt hat, oder zur Anerkennung rechtskräftig München verurtheilt ist, und wenn ferner der Bater verstorben ist, ohne Testament Wien und ohne eheliche Kinder hinterlassen zu haben, so erbt das uneheliche Kind die angegebeneit Voraussetzungen nicht vor, so erbt es nichts. Wetter Stationen Wetter Temp. n. 6.) 5° G.= 4° 9. 60879 55lb. bed. 14 Haparanda 768 SO 3bedeckt 11 Petersburg 768 NNO 1 bedeckt 3 heiter 15 Cort 770 NNO 3 heiter -bedeckt 11 Aberdeen 764 WNW 35lb. bed. 3hlb. bed. 16 Paris 766 1wolfent 11 2 wolfig 10 1 heiter 16 759 WSW 762 S 763 Still 766 SSW 764 NO Wetter- Prognose für Dienstag, 17. Mai 1898. im landrechtlichen Gebiet, also auch in Berlin, 16 des Nachlasses. Liegen Etwas fühler, zeitweise heiter, vielfach wolkig, mit leichten Regenfällen Genoffinnen und Genoffen! Achtung! Achtung! Dienstag, den 17. Mai 1898, abends 8 Uhr: und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Maurer. Achtung! Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr, bet Herru Stechert, Andreasstr. 21: Drei Volks- Versammlungen Große öffentliche Versammlung in folgenden Lokalen: Zühlke, Dennewitftraße 13, Keller, Koppenstraße 29, Kösliner Hof, Köslinerstraße 8. 1/19 Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Bedeutung der Reichstagswahlen und die Frauen. 2. Diskussion. Referentinnen: Genofsinnen Frau Martha Rohrlack, Fräulein Klara Haase und Frau Klara Zetkin( Stuttgart). Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Frauen und Mädchen, ersucht Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Deutschen Holzarbetter- Berband, welche Donnerstag( Himmelfahrtstag): Familien- Ausflug nach Johannisthal Frik Rau's Park- Restaurant. Treffpunkt daselbst früh 10 Uhr. Um rege Betheiligung ersucht 240/14 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Die Vertrauensperson. Allen lieben Freunden und Be kannten, sowie Herrn Tischlermeister v. Bargen, den Kollegen und dem meinem lieben Mann, dem Tischler Adolf Fahrnländer, die letzte Ehre erwiesen haben, meinen innigsten Dant. 25276 Die trauernde Wittwe Emma Fahrnländer nebst Kindern. Warne jedermann, meiner Frau geb. Auguste Neder auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Ferd. Reder, Beughofstr. 8. der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Das Vorgehen der Verbändler in der Versammlung am 12. Mai und Stellungnahme zu demselben. 2. Ergänzungswahl zur Lohnkommission. 3. Gewerkschaftliches. 132/14 Alle diejenigen Kollegen, welche mit dem Vorgehen der Verbändler nicht einverstanden sind, sind zu dieser Versammlung eingeladen. Die Lohnkommission. J. A.: Heinrich Mette. Oeffentliche Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berliner Handlungsgehilfen- Verfammlung Reichstags- Wahlkreis. ( Osten.) unser Barteigenosse, der Arbeiter Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Waldemar Hartmann am Sonnabend, 14. d. M., verstorben ist. Die Beerdigung findet am Diens tag, 17. d. M., abends 6 Uhr, vom Krankenhause am Friedrichshain aus nach dem Georgen Kirchhofe in der Landsberger Allee statt. 242/16 35356* Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. am Dienstag, den 17. Mai, abends 9 in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße Nr. 57. Tages Ordnung: 1. Die Aufgaben der Handlungsgehilfen und die bevorstehende Neichstagswahl. Referent: Reichstags: Kandidat Rechtsanwalt Heine. 2. Diskussion. Kollegen und Kolleginnen! Die ganz besondere Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert dringend Euer zahlreiches Erscheinen. 2529b Der Vertrauensmann der Berliner Handlungsgehilfen und Gehilfinnen. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Often). Sozialdemokratischer Agitationsverein Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Dienstag, den 17. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stechert( früher Joël), Andreasstr. 21: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Waldek Manasse über: Sozialdemokratie und Militarismus. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird laut Beschluß pünktlich eröffnet. Zahlreiches Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Gäste haben Zutritt. 242/15 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Gr. Lichterfelde. Heute Dienstag, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Pagel, Chauffeestraße 104: Vereins- Verlammlung. Tages Ordnung: Vereinsangelegenheiten. Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlstelle Berlin I. Donnerstag, den 19. Mai, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Stabernack, Inselstr. 10, 2 Tr.: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. 32/7 Gäste willkommen. Der Vorstand. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Sidoft). Deutscher Holzarbeiter- Verband. Dienstag, den 17. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Graumann, Naunyn- Straße Nr. 27: Dersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Zadek über: Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstraße 20/21: Tages Ordnung: 1. Wahl eines ersten Kassirers. 2. Verbandsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Ortsverwaltung. Brauerei- und Bierverlags- Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Dienstag, den 17. Mai, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27 c: Oeffentliche Versammlung Junker, Liberale und Arbeiter. 2. Distuffion. 3. Binträge. 4. Bereins: Vertrauensmänner- Versammlung aller in Brauerei- Betrieben beschäftigten Hilfsarbeiter. angelegenheiten. Der Vorstand. NB. Alle Anfragen den Wahlverein betreffend find an Genossen With. Gesche, Wrangelftr. 58, zu richten. 242/ 13* Sozialdemokratischer Wahlverein für sämmtliche Bezirke und Brauchen. Tagesordnung: Die Einführung der Arbeitsscheine durch die Innung und Errichtung einer Zwangs- Junung. Der Streich bei Rückwarth u. Riegel und bei Reddemann. Werkstattdifferenzen. Jede Werkstatt ist verpflichtet, einen Vertrauensmann zu entsenden. Die Ortsverwaltung. für den 6. Berliner Reichstags-Wahlkreis./14 Dienstag, 17. Mai, abends Uhr, Spreehallen, Kirch- Straße Nr. Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Bericht des Gewerkschafts- Delegirten. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Brauerei- Hilfsarbeiter, in dieser Versammlung vollzählig zu erscheinen. Der Einberufer. 41/5 Fachverein in ben enter hallen, ach traße 27: Achtung! Buchbinder Achtung! der Musikinstrumenten- Arbeiter. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen und die Aufgaben der Moabiter Genossen. Referent: Dr. Beutler. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 246/20 Zutritt für Jedermann. Der Vorstand. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstraße 15. Tagesordnung: 1. Was will die Reaktion und was wollen wir. Referent: Genoffe Borgmann. 2. Diskussion. 219/14 Der Vertrauensmann. und verwandte Berufsgenossen! Morgen, Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien, Kontobuch, Album, Ledergalanterie waaren, Luxuspapier und Kartonfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Louisenstädt. Concerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tages Ordnung: 1. Welches Interesse haben die Gewerkschaften an der Zusammensehung des neuen Reichstages? Referent: Sollege M. Hoffmann. 2. Aufstellung der Kandidaten zum Gewerbegericht. 3. Bericht des Delegirten von der Gewerkschafts- Kommission, event. Neuwahl zweier Delegirten. Kollegen und Kolleginnen! Grscheint alle vollzählig in dieser hoch wichtigen Versammlung; niemand darf derselben fernbleiben. Der Einberufer. NB. Die Bersammlung wird pünktlich eröffnet. Donnerstag, den 19. Mai( Himmelfahrtstag): Herren- Partie. E Treffpunkt Schlesischer Bahnhof 712 Uhr. Abfahrt 8 Uhr nach Friedrichs hagen, von da über Rafenstein, Kitmahl nach Pferdebucht.. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. 142/1 Ich wohne jetzt 123/9 Badstr. 17, de Stettinerſtraße, Dr. Wilhelm Buttermilch Arbeitsmarkt. prakt. Arzt. Arzt der Krankenkassen m. fr. Arztwahr. Achtung! Kranzbinderei n. Blumenhandlung von 50452* Achtung! Holzarbeiter. In der Möbelfabrik von RückRobert Meyer, warth& Riegel, Bienerſtr. 53, No. 2. Mariannenstr. No. 2. 28/56 Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball: sträußchen, Bouquets 2c. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Charlottenburg. Achtung! Textilarbeiter. Achtung! Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße 39: Volksversammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: 1. Die Bedeutung der Neichstagswahlen und die Frauen. Referentin: Genossin Frau Lily Braun. 2. Dis tuffion. 3. Berschiedenes. Um zahlreichen Besuch, besonders der Frauen, ersucht 205/17 Die Vertrauensperson. Filiale I Berlin. Mittwoch, den 18. Mai, abends 8, Uhr, im Lokale des Herrn Zimmermann, Grüner Weg 29: Versammlung. Tages Ordnung: 4 sowie in d. Bautischlerei v. Reddemann, Großgörschenstr. 35, haben sämmtliche Tischler( 30)( 24) wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. 80/ 13* Die Ortsverwaltung. Pfd. Brot 50 Pfg. züchtige Farbigmacher verlangt 2 liefert[ 5046* Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr.8. Langeft.26. Weißensee, Königs- Chaussee 39a. Steinträgermeister Falckensteinstr. 28. Lausitzerstr. 2. f. größ. Neubau( 6 Stock) gef. Off. m. Preisford. unter Z 3 a. b. Erped. 35306 W. Pahr 1. Bortrag des Genoffen Adolf Hoffmann fiber:" Glaube und Arbeitsanzüge Brunnenste. 112. des Blattes. 127/12 Vernunft." 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. auf Möbel Theilzahlung. Deutscher Metallarbeiter Verband. Droschkenkutscher.n Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 17. Mai 1898, abends 82 Uhr: Bezirksversammlung für den Osten in Stechert's Salon, Andreasstraße 21.. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Friedeberg über: Berufskrankheiten. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Arbeiter der Firma Tetchel in ann sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Mittwoch, den 18. Mai 1898, abends 82 Uhr: Bezirksversammlung für Nordwesten u. Moabit in Moabiter Klubhaus, Beusselstraße 9. Tages Ordnung: V 1. Vortrag der Frau Mesch über: Die Frauen und die Industrie. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Sämmtliche in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeite: Dienstag, den 17. Mai, abends 9 Uhr: Neue J. Kellermann, Jacobstr. 26. Gr. öffentliche Versammlung Möbel- Verkauf. der Droschkenkutscher und Frauen im Louisenstädtischen Concerthaus, Alte Jakobftraße Nr. 37. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Genosse Augustin. 2. Aufstellung der Gewerbegerichtsbeisiger- Kandidaten. 3. Diskussion. In anbetracht der bevorstehenden Reichstagswahlen möchten wir die Kollegen bitten, recht zahlreich zu erscheinen. Um auch den berechtigten Klagen der Kollegen, daß die Versammlungen so spät geschlossen werden, Rechnung zu tragen, werden die Kollegen gebeten, recht pünktlich zu erscheinen, damit die Versammlung pünktlich eröffnet werden kann. Das Agitationskomitee. J. A.: H. Schulz. Verein der Former. Donnerstag, den 19. Mai( Simmelfahrtstag): [* Farbigmacher vert. Eisenbahnstr. 13, Ein braver Junge kann die Bäckerei erlernen. Derselbe erhält bei frater Station gleich wöchentlich 3 Mart. Eintritt baldigst. W. Maldauer, Wiesbaden, Marktstraße 16. Sticker, Oranienstr. 73, Hof I, in meinem vier Etagen hohen Speichergebäude halte ich in überraschend großer Auswahl ganze Wohnungs- Einrichtungen sowie einzelne Stücke in ganz einfacher sowie eleganter Ausführung. Vor sehr geübte, flotte u. saubere Arbeiter, theilhafte Einkaufsquelle für Braut sucht sofort Carl Birn, leute. Theilzahlung gestattet. Beamten 25256 Dresdenerstr. 88/89. ohne Anzahlung. Täglich Eingang verliehen gewesener und gebrauchter Tüchtige Fraiser a. Hornfuöpfe Möbel aller Arten zu billigen Preisen. sucht Knopffabrik Grüner Weg 36. Transport frei Haus. Verlangen Sie bitte mein Musterbuch mit Abbildungen gratis und franko. 5511 Fahrrad 90 m. verk. Linsener Boechstr. 44. [ 35376 rinnen find zu dieſer Bersammlung eingeladen Ehrenpflicht ist es, zu erscheinen. Herrenpartie nach Wusterhausen- Neu- Mühle. 8. verg. Beuſſelſtr. 44a. Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaur. Mörschel, Jüdenstr. 35. Dieselbe ist geöffnet jeden Abend von 7/2 bis 9 Uhr. Sonn- und Feiertags geschlossen. 112/5 Abfahrt vom Görlitzer Bahnhof 7 1hr 35 Minuten. Die Mitglieder werden ersucht, sich mit den Stadtbahnzügen so einzurichten, daß in Johannisthal möglichst alle zusammentreffen. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Kleine Schirmſtock- Fabrik ist anderweitiger Unternehm. Halb. sehr bill. Frol. Schlafft. f. Herrn bei Rüffte, Suſſitenstr. 25, Portal II, 4 Tr. Gut möbl. Zim. an 1 od. 2 H. bill. z. 3534b v. Ein tüchtiger Schleifer auf chirurgische Instrumente sucht Stellung als erster. Nur auf Lohn. Offerten unter A 4. 35386 Wir suchen jof. tücht. Schuhmacher K. Michaelis n. Co. Ball und Promenadenschuh: Fabrik Hamburg, Schönstr. 1. Silberpolirerinnen 3511b berlangen M. Bendix, Admiralstr. 37, v. 3 Tr. Bergas Gebr., Schillingstr. 12 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin, Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Die Ortsverwaltung. Dr. 14. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. April. " Unterm neueffen Kurs. 2. Hamburg. Zwei Schauerleute wegen Mißhandlung eines Streitbredjers 8 bezw. 10 Monate Gefängniß Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Fuchs, München, wegen Majestätsbeleidigung 10 Monate Gefängniß. „ Hamburg. Zwei Tischler wegen Bedrohung von Streitbrechern 14 Tage bezw. 1 Monat Gefängniß. 5. Magdeburg. Genosse Baumüller wegen Beleidigung eines Staatsantvalts 1 Monat Gefängniß. Wegen Verübung groben Unfugs die Genossen Göcke und Wille 14 bezw. 10 Tage Haftstrafe. Dortmund. Wegen Haltens einer nicht angemeldeten Grabrede Genosse Bunte 15 M. Geldstrafe. Dresden. 14 Tage Gefängniß Genosse Nische wegen Beleidigung von Polizeibeamten. Derselbe Genosse wegen unerlaubten Kollektirens 20 m. Geldstrafe. Wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz der Vorsitzende des Sozialdemokratischen Vereins in Striesen 10 M. Geldstrafe. 12. Frankfurt a. D. Zwei Schriftgießer wegen Vergehens gegen § 153 der Gewerbe- Ordnung einen Monat bezw. eine Woche Gefängniß. " " " 13. Salle. 3 Monate Gefängniß Genoffe Weißmann wegen Majestätsbeleidigung. Antrag: 6 Monate. Selenit. Zwei Genossen wegen Verübung groben Unfugs je 10 M. Geldstrafe. Hamburg. Zvei Holzarbeiter wegen Mißhandlung eines Streifbrechers je 14 Tage Gefängniß. Genosse abersty 2 Monate Gefängniß wegen Beleidigung des Staatsanwalts. Sirschberg. Wegen Beleidigung eines Gendarmen Genosse Fiebig 100 M. Geldstrafe. " " " Magdeburg. 10 M. Geldstrafe Genosse Baumüller wegen unerlaubten Kollektirens. Wegen des gleichen Bergehens Genosse Vahle in der Revisionsinstanz 20 m. Geldstrafe. 14. Frankenberg. Genosse Schmidt 15 M. Geldstrafe wegen Vergehens gegen das Vereinsgeset. 15. Rudolstadt. 2 Monate Gefängniß Genosse Beder- Saalfeld wegen Beleidigung eines Diakonus. 16. Magdeburg. Wegen Vergehens-gegen das Vereinsgesetz Genosse Schulze Diesdorf 2 Wochen Gefängniß. 20. Magdeburg. 10 M. Geldstrafe Genosse Harbaum wegen lebertretung einer Polizeiverordnung. " Hamburg. Ein Gipser wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 5 Tage Gefängniß. 21. Vier Fabrifarbeiter wegen Mißhandlung von Streifbrechern je 3 Monate Gefängniß. 22. Halle. Genosse Weißmann wegen Verübung groben Unfugs 14 Tage Haft. 23. Magdeburg. Wegen Verstoßes gegen das Preßgesetz Genosse Harbaum 50 M. Geldstrafe. 27. Nürnberg. Zwei Zimmerer wegen Nöthigung von Streitbrechern je 6 Wochen Haft. 28. Chemnih. 30 M. Geldstrafe Genosse Leander wegen VeTeidigung eines Amtshauptmanns. 28. Mannheim. Genosse Ja e dh wegen Beleidigung eines Redakteurs 15 M. Geldstrafe. Dienstag, 17. Mai 1898. Für dieses Gesetz stimme er mit Freuden, denn es entspreche den( Minorat) auch ein Antrag Gamp vor. Nach heftigen Angriffen Erbgewohnheiten in Westfalen. Aber er hoffe, daß es nicht gelingen möge, das Gesetz auch auf andere Provinzen auszudehnen, für die es nicht passe. Ab. Gamp erklärt, mit Ausnahme einzelner seiner Freunde werde seine Partei für das Gesetz stimmen, da dasselbe durch die Beschlüsse der Kommission und. der zweiten Lesung eine annehmbare Gestalt gewonnen habe. ant des Abg. Gamp auf frühere Ausführungen der nationalliberalen Redner Schmieding, Oswalt und Sattler wird von der Rechten sofort Debatteschluß beantragt und von der Majorität beschlossen. Abg. v. Eynern antwortet sofort mit einem Antrage auf namentliche Abstimmung über den Paragraphen. Nachdem der Antrag Bachmann abgelehnt und der Antrag Gamp angenommen, erfolgt über den so abgeänderten Paragraphen die namentliche Abstimmung. Dabei werden nur 211 Stimmen abgegeben, das Haus ist also beschlußunfähig. Abg. Oswalt( natl.): Meine Freunde bleiben dabei, die Vorlage in der jezigen Gestalt abzulehnen; sie halten an den Anträgen, welche das Haus bei der zweiten Lesung abgelehnt hat, fest. Die Grundstück- Präsident von Kröcher setzt( um 2 Uhr 32 Minuten) die nächste Vertheilung in Westfalen ist schon jetzt eine so durchaus befriedigende, Sizung an auf 2 Uhr 45 Minuten mit derselben Tagesordnung. daß es einer Kodifizirung überhaupt nicht bedarf. Die vorliegende ist In der neuen Sigung läßt der Präsident von Kröcher überdies dazu ganz ungeeignet. Wir werden unsere Anträge sofort in einfacher Abstimmung, ohne Namens aufruf, über nochmals mit allen Kräften durchzusetzen versuchen. Ein Haupt- den§ 14 abstimmen und erklärt den Paragraph, da sich Zentrum bedenken meiner Freunde richtet sich gegen eine fünftige Ausdehnung und Rechte dafür erheben, für angenommen. des Gesetzes auf andere Provinzen. Ein Theil meiner Freunde Abg. Sattler, der sich sogleich während dieses Vorgehens wird daher gegen das Gesez stimmen, wie immer es sich des Präsidenten zur Geschäftsordnung meldete, protestirt alsbald gestalte. Die Erklärung der Regierung, daß sie eine gegen die Giltigkeit dieser Abstimmung, da der Antrag auf namentmechanische, schablonenmäßige Ausdehmung auf andere Provinzen liche Abstimmung noch immer vorliege. Die namentliche Abstimmung nicht denke, genügt uns nicht. Eine mechanische Ausdehnung fürchten sei, da sich das Haus vorhin als beschlußunfähig herausgestellt habe, wir überhaupt nicht, wohl aber eine Uebertragung auf andere noch nicht vollzogen, noch nicht erledigt, müsse also wiederholt Provinzen in irgend einer anderen Form. Wir wünschen diese werden. nicht erfolgen soll ohne Juitiative der Bevölkerung, kann uns nicht. Ferner räth überhaupt nicht. Auch die Erklärung, daß eine Uebertragung Präsident v. Kröcher und v. Erffa theilen diese Auffassung nicht umstimmen. Auch viele meiner westfälischen Freunde Abg. Imwalle( 3.), den Antrag auf namentliche Abstimmung wollen dies Gesetz nicht, das hindert aber die Regierung nicht, zu zu erneuern, um die Sache zu vereinfachen. fagen: Westfalen will es! Meine Freunde meinen überdies, Revision der Gesetzgebung über das Fideikommißwesen beim Großgrundbesitz sei viel nöthiger, als dieses Anerbenrecht für den bäuerlichen Befit.( Rufe: Sehr richtig!) eine Nbg. Klafing( f.) tritt, sich hauptsächlich gegen Oswalt wendend, für die Vorlage ein. Abg. Cahensly( 8.) hält dem Abg. Osivalt entgegen, daß zu der Befürchtung einer Ausdehmung auf andere Provinzen gar fein Anlaß vorliege angesichts der bestimmten Erklärungen der beiden Minister. Abg. Herold( 3.) legt dar, daß das Gesetz lediglich die Voltsfitte kodifizire und einen gefunden Bauernstand erhalten helfe. Abg. Nölle( natl.) betont, in dem Westfalen lebe ein starkes Unabhängigkeitsgefühl, er verabscheue nichts mehr, als den Zwang. Deshalb müsse auf jeden Fall, wie seine Partei es fordere, der Ausschlußvermerk gestattet sein. Redner geht dann noch auf einige weitere nationalliberale Anträge ein. Die Abgg. Krause( 2. Bizepräsident), Sattler, v. Zedlitz( ft.), Sack( f.), Graf Ballestrem( 3.) und v. Heereman( 8.)[ 1. Vizepräsident], vertreten demgegenüber entschieden den Standpunkt, daß die vom Präsidenten vollzogene einfache Abstimmung geschäftsordnungswidrig sei. Präs. von Kröcher entschließt sich endlich dazu, falls fein widerspruch erfolge", die Abstimmung namentlich zu wiederholen. Dies geschieht, die Abstimmung ergiebt Annahme des Paragraphen mit 158 gegen 59 Stimmen bei 5 Stimmenthaltungen. Eine Debatte erfolgt erst wieder beim§ 25. Hier liegt ein Antrag Jürgensen Groth vor, den Absatz 4 furz dahin zu fassen, daß ohne jeden Vorbehalt auf Antrag des Betheiligten ein Anerbengut nach dem Verkaufswerth abzuschäzen sei. Nachdem Abg. Jürgensen ihn empfohlen, wird der Antrag ohne jede weitere Debatte abgelehnt. Auch der Rest des Gesetzes wird unter Ablehnung der nationals liberalen Anträge angenommen. Die Gesammt abstimmung über das Gesez ist eine namentliche. Sie ergiebt, daß nur 214 Mitglieder anwesend sind. Das Haus ist also beschlußunfähig. Abg. Porsch stellt fest, in Schlesien würde ein solches Gesetz weder den Gewohnheiten noch den Wünschen der Bevölkerung entsprechen. In Westfalen dagegen fodifizire gerade dieses Gesetz die herrschende Sitte, auch werde ja durch dasselbe kein Zwang aus- Morgen 10 Uhr: Wiederholung dieser Abstimmung, dann die geübt. Er werde daher auch mit einem Theil seiner politischen Interpellationen Knebel( Schildlaus), ferner betr. Verunreinigung Freunde aus Schlesien für das Gesetz stimmen. der Elster und Luppe, sowie betr. den Piesberger Ausstand. Schluß 5 Uhr. Nummehr wird ein von rechts und vom Zentrum gestellter Schlußantrag angenommen und dadurch den noch gemeldeteu Abgg. v. Eynern und Schmieding das Wort abgeschnitten. Bum§ 1 liegt wieder der nationalliberale Antrag Bachmann vor, durch eine obere Grenze von 2000 Mark Grundsteuer den Großgrundbesiz auszuschließen. Versammlungen. und Nordosten, die am 9. 5. M. tagte, war sehr stark besucht. Holzarbeiter- Verband. Die Bezirksversammlung vom Ost ent Nach einem Vortrage Hoffmann's wird beschlossen, die ZahlAbg. Sattler empfiehlt den Antrag, der gerade dem bäuter- stelle bei Lange, Landsberger Allee, nach Tilsiterstr. 40 bei lichen Befiz einen Schutz gegen das Ueberwuchern des Großgrund Shillinger zu verlegen. Als Kommissionsmitglieder wurden befizes gewähren wolle. Selifam geng sei es, daß gerade Jüd, Dehnte, Friz, Klud, Schlemminger, König, und für den bäuerlichen Besitz interesfirt gezeigt, und eine Agrar- holz und Tegener gewählt. Schoof. die sich stets so sehr Berg, Behm, 8immer, mählig, Diet, wolf, Berke, 29. Dresden. Eine Zusatzstrafe von 5 Wochen Gefängniß Genosse Nische wegen Beschimpfung der christlichen Religion. die Herren Hahn Begen Bedrohung von Streitbrechern Bildhauer Gloning 2 Monate Gefängniß. Hamburg. 1 Monat Gefängniß ein Holzarbeiter wegen Verstoßes gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Dresden. Wegen des gleichen Vergehens ein Bildhauer zwei Monate Gefängniß. . Guben. In der Berufungsinstanz Genosse 8appen sechs Wochen Gefängniß wegen Beleidigung von Polizeibeamten. Insgesammt wurde erkannt auf 5 Jahre 1 Monat 1 Woche und 1 Tag Gefängniß und 305 M. Geldstrafe. Berlin, den 5. Mai 1898. Der Parteivorstand. Abgeordnetenhaus. 81. Sigung vom 16. Mai. 11 Uhr. Am Ministertische: v. Hammerstein. Man könne da allerlei Gedanken Raum geben. Die Im Bezirk Rosen= echt gefordert hätten, während dieser ganzen Verhandlungen fehlten. thaler und Schönhauser Vorstadt hielt 2 anlow einen Vortrag. Zur Verstärkung der Werkstatt- Kontrollfommission wurden Fürst Hohenlohe den Saal betreten. Derfelbe nimmt gleich nach schwache Betheiligung der Bautischler wurde scharf getadelt. Kurz, ehe der Abg. Sattler endet, hat der Ministerpräsident folgende Mitglieder gewählt: 8ausch, Karl und Stelch. Die Urville vom 14. d. M., berzufolge der Schluß der Session Bautischler besonders eingeladen waren, war schwach besucht. Nach dem Vorredner das Wort zur Verlesung einer Kabinettsordre, datirt aus Versammlung vom Westen und Südwesten, zu welcher die am Mittwoch, 18. d. M., vorm. 11 Uhr, erfolgt. einem interessanten Vortrage Wagner's wurde der von der Rommission der Bautischler ausgearbeitete Tarif vorgelesen. Angesichts der Interessenlosigkeit der Bautischler mußte von einem Beschluß betr. die Lohnbewegung der Bautischler abgesehen werden. Zieds zu wiederholender Durcharbeitung des Tarifs wurde die Kommission vergrößert. Abg. Rickert, die Debatte fortseyend, hält es für das richtigste, wenn die Vorlage zurückgezogen würde, zumal angesichts des großen Widerstandes dagegen. Abg. v. Eynern bekämpft lebhaft die ganze Vorlage. Nach kurzen Entgegnungen der Minister Schönstedt und v. Hammerstein wird der Antrag Bachmann zum§ 1 ab= gelehnt und die§§ 1 und 2 unverändert angenommen. Auch bei den weiteren Paragraphen werden überall die nationalliberalen Anträge abgelehnt. Deutscher Senefelder Bund. Mitgliedschaft Berlin. Heute Abend 8 Uhr im Restaurant Cohn, Beuthstr. 21: Mitglieder Versammlung und Vorstandssitung. Berein selbständiger Fensterputer. Heute Abend 8 Uhr, Alte Auf der Tagesordning steht die dritte Lesung des Anerben= Bei dem§ 11 wird jedoch auf Antrag Bachmann unter Bu- Jakobstr. 54/55, Versammlung. gefeges für Westfalen und einige rheinische Kreise. Esstimmung der Rechten und des Zentrums beschlossen, daß auch in Großze öffentliche Versammlung der Maurer von Charlotten. liegen dazu zahlreiche Anträge Bachmann und Genossen vor, die den Amtsgerichtsbezirken Hohenlimburg, Lüdenscheid, Meinertshagen, burg, Wilmersdorf und Schmargendorf, heute Abend 8 Uhr in Charsich mit den bei der zweiten Lesung abgelehnten nationalliberalen Menden und Plettenberg das fakultative Anerbenrecht( Eintragung Das Erscheinen sämmtlicher Maurer obengenannter Orte ist nothwendig. lottenburg im Lofale Bismarcdshöhe( großer Saal), Wilmersdorferstr. 39. Anträgen decken. und Löschung nur auf Antrag des berechtigten Eigenthümers, also Der Vertrauensmann der Maurer Charlottenburgs. nicht auf Antrag des Spezialfommissars) herrschen soll. Beim Rigdorf. Achtung, Holzarbeiter! Die zu Mittwoch, den 18. Mai, geIn der Generaldebatte weist Abg. Opfergelt( 8.) nochmals darauf hin, daß man in der§ 14, welcher von der Reihenfolge der Erbberechtigten als plante Mitgliederversammlung fällt wegen der bevorstehenden Reichstags= Rheinprovinz von dem Anerbenrecht jedenfalls nichts wissen wolle. Anerben handelt, liegt außer einem Antrage Bachmann wahlen aus. Die Lokalverwaltung. Dienstag, Mittwoch, Freitag Damen- Handschuhe Zwirn- Handschuhe, farbig 14 Pf. mit Ausstattung Imit. Schwedisch. Handschuhe 33 Pf. lederfarbig Flor- Handschuhe, Zwirn, doppelte 55 Pf. Spitzen, Rundgewebe, farbig Glacé- Handschuhe, 4 Knöpfe, 1,50 M. weiss mit bunter Ausstattung Glacé- Handschuhe, 4 Knöpfe, 1,75 M. maisfarbig mit bunter Ausstattung Schuhwaren Hausschuhe für Damen, 2,70 M. schwarz Halbschuhe für Damen, 3,25 M. schwarz Rossleder, zum Schnüren od. Knöpfen Halbschuhe für Damen, 3,50 M. braun, zum Schnüren oder Knöpfen Drell- Turnschuhe mit Gummisohlen für Kinder Damen Herren 1,40 1,70 2,15 2,65 M. 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