Nr. 115. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. BoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Bettungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quikkung. Mittwoch, den 18. Mai 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ,, daß, derjenige, welcher gar nichts, auch nicht den geringsten Stenerfag beiträgt zu den Kosten des Gemeinwesens, auch tein Recht beanspruchen kann, in kommunalen Angelegenheiten mitzubestimmen und über den Geldbeutel der Steuerzahler zu verfügen." gruppe zurückblidt, so wird er refignirt zugestehen müssen:„ Es ist tage bei der Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuches die SozialIm Monat April gingen bei dem Unterzeichneten folgende Partei- uns nicht gelungen, die Volksseele wieder zu läutern." Und das ist demokratie die Beseitigung der Gesinde- Ordnung verlangte und in nicht verwunderlich. beiträge ein: Denn Parteien, welche den fort der Kommission die freisinnige Volkspartei das Bünglein an der Augsburg, U. d. G. 1. i. St. 40,-( davon für März 20,-). geschrittenen Bedürfnissen der modernen Bolts- Wage bildete, da stimmten ihre Vertreter gegen die Beseitigung Auveloie, deutsche Filzarbeiter in A. und Marcinelle 20,16. Achim, wirthschaft nicht im mindesten Rechnung zu tragen der Gesinde- Ordnung. d. d. Vertr. 8, Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 1. Streis 100,- wissen, sind nicht geeignet, das einheitliche Interesse Aber selbst in politischer Beziehung kann man den Grund2. Kreis 350,-( dar. Uebersch. v. Wahren Jakob" 6,08, Bierprozente der Gesammtheit zu vertreten. Und wenn jetzt vor den Reichstags- fäßen der freisinnigen Partei nicht unbedingtes Vertrauen schenken. der Tischlerei Becker, Blücherſtr. 35 15,- Kranzübersch. v. Mir u. wahlen die hoffähigen Freisinnigen Rickert'scher Observanz und die Nur so lange sind die Freifinnigen politisch fortschrittlich gesinnt, Gems 12,25, Freiheit 50,-,. P. 2,50, Rothe aus dem Westen 10, Rothe Kreuzberger 100,-, Steinmegplak Schilling 6,-, Wahrer sich demokratisch gebärdenden Wasserstiefler, die Eugen Richter folgen, als ihr eigener Einfluß nicht bedroht wird. Haben wir doch gedafür, daß in freisinnig berwalteten Jakob 1,25). 4. Kr. Südost 1000,-( dar. 3 Polierer, Manteuffel- fich als Vertreter der großen Gesammtheit" aufspielen, so dürfte es nügende Beweise straße 3, Hurrah 5,-,. u. S. zum Wahlfonds 10,-, Uebersch. nahe liegen, den deutschen Wählern zu zeigen, daß der Freifinn zu Kommunen den Arbeitern in dem Augenblick ihr Gemeindeder Kranzspende für Henkel 2,55, Südosten 300,-, Möbelpolierer einer solchen Vertretung ganz und gar unfähig ist. Für Wahlrecht genommen wurde, als sie bestimmenden Einfluß auf die von Treue, Wienerstr. 44 15,-, Ramenlos 10,-, Uebersch. v. März unsere Swede genügt es, nachzuweisen, wie die beiden freisinnigen städtische Verwaltung gewannen. Man schaue nach Kiel, man schaue Kranz der Möbelfabrik v. Pfaff 37,35). 6. Sr. Moabit 500,-( dar. Gruppen den sozialpolitischen Forderungen der Gegenwart nach anderen Städten, wo die liberale Partei dreist und ungenirt Sangesbrüder 50,- Beusselstraße 8. Rate 5,-). 6. Str. Schön- so fern gegenüberstehen, daß selbst konservative Parteiführer dem den Arbeitern ein Recht genommen hat, für dessen Aufrechterhaltung hauser Vorstadt 650,-( dar. Kopf oben! 15,-,.. 5, Freifinn mit recht vorwerfen konnten, er sei auf sozialpolitischem sie in ihrem Programm prinzipiell eintritt. Und die FreiSt. 2. 1,50, alter Parteigenosse, Buchholzerstraße 10,-). 6. Kreis Wedding und Oranienburger Vorstadt 1050,-( Stranz- Gebiete bon erschreckender Oede", sodann auch die 3 uber- innige geitung", das Organ Eugen Richter's selbst überschuß der Flohr'schen Fabrit 13,75, Autton bei Dobat 4,16, lässigkeit der Freifinnigen in politischer Beziehung zu prüfen. ist es, welches diese Wahlrechts- Attentate am 18. Oftober 1895 Blobels Bäckerei v. Charfreitag 2,-, Bierprozente von C. F. 8,15.) Beide freisinnigen Gruppen stehen auf dem Standpunkte der mit den Worten beschönigte: 6. Kreis Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen 150( dar. von überlebten manchesterlichen Theorie. Das Kapital der Fußpartie des 6. Kreises am Charfreitag 22,50, Kranzüberschuß halten sie nicht für ein Mittel zur Ausbeutung, sondern der Schneidemühle Anklamerstr. 33.) Berlin, diverse Beiträge für eine berechtigte, auf persönlichen Verdienst des Unternehmers A. B. 50,-.. S. 50,-. Ueberschuß vom Märzkranz von beruhende„ Kulturerrungenschaft", an die nicht getastet werden darf, den Arbeitern der Firma Schuckert 11. No. 4,-. Ueberschuß vom März- Kranz der Sommerfeld'schen Laternenfabrik die von Ewigkeit zu Ewigkeit erhalten zu werden verdient. Die 3,85. Ueberschuß einer Kranzspende durch Lippa 4,-. Maci 5,- Thatsache, daß gerade der Kapitalismus zur Unterdrückung zahlloser Freisinnige Stadtverwaltungen nehmen so den Arbeitern ihr Bon fünfzehn Arbeitern der Firma Silbermann, Blumen- befähigter Individuen und zur Herrschaft der Besizer des Kapitals Wahlrecht, andere, wie z. B. Nürnberg verkümmern einem Straße 30,-. Buchdruckerei von Mar Bading, Werk Ab- führt, die im übrigen die traurigsten Hohlköpfe sein können, diese Theil der arbeitenden Bevölkerung auch ihr Vereinsrecht, obtheilung 30,-. Gesammelt im Sanatorium Gütergot d. H. 5,- Thatsache sieht der Mann der freien Konkurrenz" nicht. Er sieht wohl im Programm der Freisinnigen auch dieses garantirt wird. M. B. 75,- J. B. 25,- Genossenschaft der Ziseleure 6,- nicht, daß der Kapitalismus herrscht, die Konkurrenz nur scheinbar und nicht einmal mehr in Militär- und Marine fragen ist Rothe Kindtaufe, Demminerſtraße 1,70. Ueberschuß v. März- Kranz frei ist, daß der Kapitalismus thatsächlich durch wirthschaftliche auf die Freisimmigen irgendwie noch Berlaß. 1898 spaltete der Pianoforte- Fabrik v. Bechstein 10,20. Arbeiter u. Arbeiterinnen Privilegien und Tributrechte die Entfaltung der Fähigkeiten der sich das freisinnige Lager angesichts der Militärvorlage in zwei Gruppen, der Buchbinderei v. Bading 15,-..... 10,- Nothe Buchder Buchbinderei v. Bading 15,- 2. u. 5. B. 10, Rothe Buch großen Masse der Bevölkerung verhindert und die grauenhafteste von denen die eine mit Begeisterung für die Vorlage eintrat. Aehnlich binder, Grünstraße 5,-. Dr. 2. A. 50,-. Hoch August! 100, Chamisso Play, erging es bei der Marinevorlage in diesem Jahre. Und als ob es Seeburgerstraße 5,-. A. G. N. 50,- Ausbeutung des Menschen durch den Menschen befördert. Gesammelt von Händlern im Südost bei der Geburtstags- Bon seinem einseitig kapitalistischen Unternehmerstandpunkte aus damit noch nicht genug wäre, hat zudem noch die Richter'sche Gruppe Feier Hübner's 14,61. Fassadenpuzzer von 96 2,40. weist der Freifinn daher auf alle Verfuche, in den Gang der Pro- fürzlich der Militär- Strafprozeß- Ordnung zugestimmt, Kolonienstraße, Bierkasse d. Sch. 12,50. Kluge 1,20. Königs duktion zu gunsten der Arbeiter regelnd durch die Staats- wiewohl diese eine Musterkarte reaktionärer Bestimmungen bildet. wusterhausen 4, St. 32 1,-. Ges. b. d. Feier zur Freispr. eines gewalt einzugreifen, im Prinzip ab. Nur widerwillig Nun werden uns freilich die Herren von der freisinnigen VoltsSegers 3,10. Gutenberg 100,-. Uebersch. v. Maskenball der Angler erkennen die Freisinnigen in einigen wenigen Fällen die Staats- partei wenigstens gegenüber einigen der oben gegen sie geführten von Tegelort 8,- Freunde trotz alledem 10,-. M. A. 3, intervention als nothwendig an. Sie verstehen es meisterlich, die Angriffe erividern, das möge die weibliche Linie", die Ridert Puzerkolonne Liebke, Bau Pallasstr. 9,-. Deutscher Männergesang durch St. 20,-. Tugendbund 5,50. Bierprozente R. K. Alexandrinen- wenigen Männer in ihren Reihen einflußlos zu machen, die dem gruppe gethan haben, doch die„ Volkspartei" sei fest geblieben. Aber ftraße 25 20,-. Nagel, rothes Kreuz 3,-. Mitgl. d. M. u. S. Löwenthal Liberalismus einen Tropfen sozialpolitischen Dels zugießen wollen. Das ist eben das charakteristische für diesen bürgerlichen„ Radischen Buchdruckerei 8,- Bierprozente d. Geschäftsbücherfabrik v. Zumpe, Jedes Blatt der sozialpolitischen Geschichte Deutschlands seit 1890 lehrt falismus", daß er, sobald es einmal ernstlich darauf ankommt, ausOranienstr. 5,-. B. N. 10,- Von Verbandsmitgl. der B.'schen es, daß, sobald ein Gesetzentwurf oder eine Verwaltungsmaßregel einanderfällt und so viel Stimmen abgiebt, daß alle Streiche der Druckerei 13,40. Dr. K. 5, Friz 2. 3,70. Von Mitgl. der Un.- auf der Tagesordnung stand, durch melche die Willtür der Unter- Reaktion durchgeführt werden können. Was mußt es, wenn da ein Dr. 5,80. Bom Personal der Druckerei v. Herrmann zum Wahlfonds nehmer den Arbeitern gegenüber eingeschränkt werden sollte, die frei- paar Männlein sich den Lurus erlauben, nicht zu den„ Weibern" Es ist eben 1. State 42,45. F. Guzmann 3,-. Alter Rottenbäcker P. 1, finnigen Parteien sich ablehnend verhielten und unter allen mög- überzulaufen, sondern mannhaft" zu bleiben. Wiener Ecke 3,15. Bernburg 10,- Bern, P. 2. 100,-. Bamberg, Jäcklein Rohrbach 10,-( dar. für März 5,-). Barth a. Ostsee, v. d. lichen Ausflüchten den bestehenden Zustand erhalten wissen wollten. nie und nirgend ein wirklicher Verlaß auf diese Partei. Man Tabatarbeitern 9,25. Brüssel, A. F. 15,-, E. F. 15,-, E.. F. 5,- Wenn auch die freisinnige Partei seiner Zeit der Novelle zu Titel VII denke zu alledemt noch an die Haltung ihrer Anhänger bei StichSa, 35, Bukarest, Beitrag v. Genossen zu den Wahlen 80,- der Gewerbe- Ordnung ihre Zustimmung gab, so war sie doch wahlen, wo sie den schlimmsten Voltsfeinden die Mandate zu Crimmitschau 204,08( darunter für Febr. H. W. d. B. D. zur gerade mit den Bestimmungen nicht einverstanden, die für die Arbeiter rettent pflegen. Kann man angesichts all dieser Thatsachen den liberalen Parteien Reichstagswahl 3,-, J. F. desgl. 3,-, St. Statantheil desgl. 3,- zum theil die wichtigsten waren. Sie waren gegen die SonntagsG. B. Ueberschuß desgl. 6,-, Liebschwitz desgl. 10,-; für März Lch. ruhe im Handelsgewerbe, sie war gegen die Vollmacht, noch die Kraft oder den Willen zutrauen, das Interesse des Volkes d. St. zur Reichstagswahl 4,-, Troy alledem desgl. 66,76, D. des- die dem Bundesrath im§ 120 e der Gewerbe- Ordnung eingeräumt zu vertreten?, Parteien, deren Programme mur dazu da sind, um gleichen 2,-, B. Aug.- B. H. desgl. 100,-; für April die Rothen wurde, weil sie befürchtete, der Bundesrath könne auf grund dieses im entscheidenden Momente verleugnet zu werden, können d. L. 1 ,, A. K. Frühschoppen Bleibe V." 3,07.) Düren( Rheinl.), Paragraphen häufiger die Arbeitszeit in einzelnen Gewerben ver- feinen Anspruch darauf erheben, ernst genommen zu werden. Wenn b. Genossen 10,-. Faltenberg( Oberschlesien) 2,-. Frankens thal a. 2. 15,-( darunter von Brüdentopf 2. 5,- Frei fürzen, als es durch den Reichstag geschehen würde. Sie war die freisinnige Partei überhaupt Interessen einer wirthschaftlichen burg, von badischen Genossen 10,-. Frankfurt am Main, gesammelt daher ganz besonders gegen die Bäckerei Verordnung; ja, fie Gruppe noch vertritt, so sind es die der Kommerzienräthe, der Börse im Saal 63 der Herz'schen Schuhfabrik 20,-. Greiz, Wahlkreis war nicht einmal für eine Abstellung der Mißstände in und der Großindustrie. Die Vertretung dieser Interessen überlassen Reuß ä. 2. 50,-. Gießen, E. K. 10,-. Gera( Reuß) 50, Gera( Reuß) 50,- der Konfettionsbranche zu haben und der Abgeordnete vir nun freilich dem Freifinn auch weiterhin neidlos. Dagegen hat Hastadt bei Bremen 20,-. Hamburg, diverse Beiträge gesammelt Singer fonnte daher mit recht im Reichstage aussprechen: In sich der Freifinn als völlig unfähig erwiesen, die in der Expedition des" Echo" 120,20, desgleichen im„ Echo" quittirt sozialpolitischer Hinsicht traue ich schließlich dem Bundesrath noch Interessen des Voltes, der arbeitenden Klassen 174,55. Hamburg, Getränke- Ueberschuß vom Neubau Holst O'Swald mehr zu, als der freisinnigen Partei." wahrzunehmen! Kai in drei Raten 147,-. Hamburg, 2. Wahlkreis 1000,-. HamVielleicht wird man uns einwenden: Die freisinnige Partei habe burg, 1. Wahlkreis 1000,-. Harburg, d. H. H. 25,20. Hannover 2000,- Jauer, A. L.-, 50. Ilmenau, Parteitaffe 50,-. Karls doch in ihrem Programm auch Forderungen des Arbeiterschutzes aufruhe, vom 10. badischen Wahlkreise 25,- Kiel, von Genossen 200,- gestellt, nämlich„ Ausbau der Arbeiterschutz- Gesetzgebung insbesonKöpenick, Gesellenfeier 5,20, Stiftungsfest 10,-, Sa. 15,20. Leipzig, dere zum Schuße der Arbeitnehmer gegen mißbräuchliche AnfordeMit welcher Ungenirtheit fich preußische Landräthe über Bes rother Holzwurm 3,-. Lichtenstein- Callenberg, aus dem 17. fächs. rungen an die Arbeitskräfte, Gestaltung der öffentlichen Beschlüsse des Reichstags und bestehendes Recht hinwegsetzen, sobald Wahlkreis Südwest 25,-. München, Waldläufer 5,-. Marburg, triebe zu sozialen Musteranstalten, Sicherung und Ber- dasselbe ihren privaten Ansichten nicht entspricht, dafür liefert die ein Ginsamer 10, Nürnberg, Uebersch. v. Telegr. 1,10. Ober- allgemeinerung der Koalitionsfreiheit". Greifen wir eine Geschichte des polizeilichen Kampfes gegen die Oppositionsparteien langenbielau, Arbeiter aus dem Eulengebirge 100, Pforzheim dieser Forderungen heraus, so werden wir sofort be hunderte von Beispielen. Mußte doch sogar der Minister v. d. Necke 10, Rudolstadt, Glanzgold-, 56. Stuttgart, G. U. 20,-( darunter für März 10,-) Saarabien, aus dem Königreich Stumm 10,- merken, daß diese zwar auf dem Papier stehen, daß die im preußischen Landtage gestehen, daß die Art und Weise, wie in Pommern das Vereinsrecht gehandhabt werde, ihn geradezu erschreckt 23ürttemberg 50,- Liberalen aber dort, wo sie die Macht haben, nicht zu habe. Heute sind wir in der Lage, einen neuen Belag in dieser wegen find, ihre Forderung zu verwirklichen. Richtung beizubringen. " Vorwärts" 1. Quartal 1898 12 048,95. x. 9. 3. 2000,-. " beAus London haben wir 50 Bfd. Sterl.( 1020,- m.) durch unseren Die Freisinnigen haben z. B. in einer ganzen Reihe von alten Genossen H. Breitlauch, als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Sommunalverwaltungen gerade in den größten Städten Gen. Karl Vedenstedt, Stuart im C. A. B. Verein in London, im Auftrage desselben zum Parteikampf in Deutsch I and" als legten Gruß erhalten. In der Quittung über die Eingänge im Monat März in Nr. 88 des Vorwärts" vom 8. April b. 3. muß es unter Harburg, 17. Hannov. Wahlkr., nicht heißen 400,-, sondern 300,-. Berlin, den 10. Mai 1898. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Razzbachstr. 9, I. Freisinn in Wort und That. Auf dem Parteitage der freifinnigen Volkspartei, der vor fünf Jahren in Berlin eine abermalige Spaltung des Liberalismus zur Thatsache machte, sagte der Abgeordnete Richter: Unser Leitstern fann nur sein das Gemeinwohl aller, unser Bestreben allein, die Volfsseele wieder zu läutern und in Wahrbeit nationale Gesinnung zu pflegen, d. H. eine politische Gefimung, welche den Klassen- und Rassenhaß der Intereſſenwirth schaft und Sonderbündelei gegenüber das einheitliche Interesse der Gesammtheit zur Geltung bringt." Wenn heute Eugen Richter auf die Erfolge der von ihm befürworteten Politit, insbesondere auch auf die Erfolge seiner Partei Deutschlands das Heft in der Hand; aber wer die Verhältnisse der in Kommunalbetrieben beschäftigten Arbeiter und Angestellten fennt, der wird wissen, daß der Riberalismus das größte Hinderniß für die Ausgestaltung der Kommunalbetriebe zu fozialen Musteranstalten bildet. Es sei darauf hingewiesen, welch skandalöses Verhalten in den großen Noth st and 8Jahren zu Anfang dieses Jahrzehnts die freifinnigen Stadt verwaltungen den Arbeitslosen gegenüber angenommen haben.„ Einen Nothstand giebt es nicht!" wurde von oben herab dekretirt; und dabei las man in Berlin Leute verhungert auf der Straße auf. Wahlkampf. Das Wahlrecht und die Saisonarbeiter. Wir haben bereits wiederholt darauf hingewiesen, daß der Reichstag, den Anträgen der Wahlprüfungs Kommission ent sprechend", in einer Reihe von Fällen dahin entschieden hat, daß während der Wochentage oder während längerer Zeit von ihrer Saisonarbeiter( Fabrikarbeiter, Schnitter, Sachsengänger 2c.), die Familie abwesend sind und vielleicht nur an Sonntagen zit berselben zurückkehren, an ihrer Arbeitsstelle aber eine feste Schlafstelle haben, sowohl am Wohnsiz ihrer Familie, wie auch in der Gemeinde, wo sie ihre Schlafstelle haben und sie sich während der Arbeitstage aufhalten, in die Wählerliste aufzunehmen sind. Trotz dieses Entscheides des Reichstags, der in der Nr. 286 der antlichen Drucksachen desselben ausdrücklich veröffentlicht ist, haben, wie wir bereits berichteten, die Landräthe von Prenzlau und Freienwalde ihre gestern von uns wiedergegebenen Erlasse veröffentlicht. Die Herren Landräthe setzen sich also schlankweg über die BeWir weisen ferner auf die Behandlung der städtischen Silfs- schlüsse des Reichstags hinweg und defretiren den Wählern die arbeiter in Berlin durch die freisinnige Kommunalverwaltung hin. Möglichkeit, das Wahlrecht auszuüben, einfach ab. Wir können es auch nicht unterlassen, die Lehrer besoldung Demgegenüber lassen wir nachstehend die bezüglichen Entder Berliner Kommune hier zu erwähnen. Eine Partei, welche in scheidungen der Wahlprüfungskommission des Reichstages folgen, der Verwaltung die Macht hätte, die Forderungen ihres Programms denen das Plenum in vollem Umfange beigetreten ist. durchzuführen, dies aber unterläßt, hat nur die Wahl, entweder zu Reichstag in bezug auf dieselbe eine schwankende Saltung einDie Frage fam, nachdem in früheren Legislaturperioden der erklären, daß ihre Anhänger sich keinen Pfifferling um die Grund- genommen hatte, in der ersten Session des Reichstages 1890/91 mus fäße der Partei kümmern, oder aber in den Ruf der politischen Anlaß eines Protestes gegen die Wahl des Abg. von Stummr Heuchelei zu gelangen. wieder zur Verhandlung. Im Protest wurde gerügt, daß Personen Wir wollen auch noch an die Haltung der Freisinnigen zur in die Wählerlisten der Gemeinde Neunkirchen eingetragen seien, Frage der Gesinde Ordnungen erinnern. Als im Reichs- welche als Arbeiter der dortigen Werke, insbesondere als Hütten" 1 arbeiter der v. Stumm'schen Werke, zwar eine Arbeitsstättel( Gef.-S. S. 173) wofür als Beweismittel bezeichnet sind, Ihr| halb die Mahnung am Blaze sein, unsere Flugblattverbreiter mit und Schlafstelle, aber keinen Wohnsis in der Gemeinde ge- eigenes Geständniß und Zeugniß des Gendarmen Wilke II zu den gesetzlichen Bestimmungen recht vertraut zu machen. habt haben, vielmehr außerhalb der Gemeinde, zum theil sogar Dänischenhagen, eine der Staatsfasse gebührende Geldstrafe von außerhalb des Wahlkreises in ihren Heimathsorten domizilirt 6( sechs) M. und im Falle dieselbe nicht beigetrieben werden kann, gewesen seien, wo sie ihre Familien unterhalten und Steuern bezahlt eine Gefängnißstrafe von 2( zwei) Tagen festgesezt. haben, wohin sie wöchentlich einmal oder mehrmals zurückgekehrt seien und ivo sie deshalb auch in die Wählerlisten eingetragen gewesen seien." Vorstehende Angaben des Protestes wurden in der Kommission als in vollem Umfange zutreffend unterstellt, trotzdem aber kam dieselbe zu folgendem Entscheid: Gleichzeitig werden Ihnen die Kosten mit 1,20 M. auferlegt. Dieser Strafbefehl wird rechtsgiltig, wenn Sie nicht binnen einer Woche nach der Zustellung desselben bei dem unterzeichneten Gericht schriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers Einspruch erheben. ( Es folgt noch die Bemerkung, wo das Geld einzuzahlen ist.) Gettorf, 10. Mai 1898. Königliches Amtsgericht. gez. Langmaat." Eine überaus gut besuchte Versammlung fand am Sonntag in Breslau statt, in der Dr. Schoenlant sprach. In Wittenberge nahmen an einer Versammlung, in der Fräulein Haase referirte, 1000 Personen theil. In Euskirchen( Rheinprovinz) fand die erste Versammlung statt, die von 300 Personen besucht war. Das Referat hielt Gilsbach aus Köln. In Plaschten, einem Dorf im Tilsiter Kreis, hatte unser Parteigenosse Gutsbesitzer Hofer mit der Einberufung der ersten sozialdemokratischen Ver sammlung in diesem Ort, eine durchaus günstige Aufnahme unserer Lehren zu verzeichnen. Reichstags- Kandidaturen. Es wurden aufgestellt in Görlitz von den Antisemiten Zimmer= " Dem Wahlgeseze liege das offensichtliche Bestreben zu grunde, die Ausübung des Wahlrechts möglichst zu erleichtern; jede Auslegung, welche in ihren praktischen Folgerungen dahin führe, einem erheblichen Theil der Bevölkerung die Ausübung des Wahlrechts zu erschweren Dieses Schriftstück ist heute den beiden am 1. Mai verhafteten oder gar zu nehmen, müsse daher von vornherein als nicht in der und gefesselten Genossen zugestellt worden. War das Vorgehen gegen mann; in Waldenburg von den Nationalliberalen Dr. Kauf Absicht des Gesezes gelegen, angesehen werden; ferner sei zu be- die beiden Genossen an und für sich schon eine Gesetzes- mann; in Puig- Neustadt von den Nationalliberalen Major a. D. achten, daß unbestrittenermaßen auch nach der gemeinrechtlichen verlegung, so setzt demn doch dieses Aftenstück allem Röhrig; in Wanzleben von der freis. Vereinigung Dr. Pachnicke; Theorie eine Person gleichzeitig mehrere Wohnsize haben die Krone auf. Ein Königliches Amtsgericht ist dazu in Osnabrüd von den Mittelstandsparteien Generalsekretär und daher Eintragung in mehrere Wählerlisten beanspruchen da, Recht zu sprechen, übersieht selbst die hier anzuwendenden Ge- Bergmann; in Hadersleben Sondersburg von den könne, und daß eine bestimmte Dauer des Aufenthaltes, fegesbestimmungen, setzt eine Strafe fest, wo nicht die geringste Nationalliberalen Henningsen; in Würzburg von Freisinnigen um einen Wohnsitz annehmen zu können, nirgends gefordert werde; Gesezesüberschreitung vorliegt. Da wundert man sich über so und Nationalliberalen Dr. Neudecker; in Schweinfurt vom Personen, welche nach der Art ihrer Lebens- und Eriverbsverhältnisse manches Urtheil, das von deutschen Gerichten gefällt worden, und Bauernbund Michael Friedrich; in München I vom Zentrum auf den Wechsel des Wohnorts angewiesen seien und dabei längere hier stellt sich heraus, daß ein„ königl. preußisches" Amtsgericht feine Zeit an einem und demselben Orte wohnen( wie die Sachsen- Ahnung von den Bestimmungen der Reichs- Gewerbe- Ordnung hat.gänger, Schnitter u. s. w.) haben eben mehrere Wohnsize, und es sei nicht einzusehen, warum ein Arbeiter, der gleichzeitig in dem Wahlagitatoren durch Jnserat gesucht! einen Wohnort eine Familienwohnung, in dem anderen Jm„ Deutschen Blatt" vom 16. d. Mts. findet sich das folgende eine einfache, aber feste Schlafstelle bejize, in ersterer wöchentlich Inserat: 1 oder 2, in letzterer 6 oder 5 Tage zubringe, nur in ersterer einen Wohnsitz haben solle." Wahlagitation! Für etwa acht Tage wird ein christlichfonservativer Handwerker, gewandter Redner bes. über Handwerkerfragen gesucht. Offerten an Stanonikus Wärnhör; in Waldshut Sädingen vom Zentrim Pfarrer Schuler; in Konstanz von den Demokraten Venedey; in Villingen von den Demokraten Rechtsanwalt Muser; in Offenburg vom Zentrum Kaufmann Reichert. Im Wahlkreise Oberbarnim soll gegenüber dem Kandidaten der Freifinnigen Volkspartei Bürgermeister Hopf in Eberswalde mit Hilfe der Nationalliberalen ein Mischmasch- Kandidat in der Person des Herrn Marggraf in Wolfswinkel aufgestellt werden. Die freisinnige Volkspartei in Stettin hat ihren Kandidaten, Prof. Stengel, zum Rücktritt veranlaßt und als neuen Bewerber den Rechtsanwalt Sparagnapane offerirt. Aus Solingen berichten bürgerliche Blätter, daß der Abe Jm Sinne der vorstehenden Ausführungen hat der Reichstag seitdem konstant entschieden. So erst in Sachen des Protestes gegen die Wahl des Abgeordneten Wiesicke im Wahlkreise Westhavelland und Stadt Brandenburg. Hier hat die Kommission alle Wähler, denen die Aufnahme in die Wählerliste ihres Arbeitsortes verweigert Nichts charakterisirt die Interesselosigkeit an der Handwerker- geordnete Schumacher dort wieder kandidiren werde. Es würden worden war, nachträglich der Gesammtzahl der abge- bewegung, für die von den Bevormundern des Handwerks Ströme sich also bei der Reichstagswahl zwei sozialdemokratische Kandidaten gebenen Stimmen und dem unterlegenen Kandi- von Tinte vergofsen, zahllose parlamentarische Drucksachen und gegenüberstehen. Diese Nachricht ist falsch. Unser Parteigenosse Saten zugezählt. Reichstagsreden verfaßt wurden, mehr, als dieses Inserat. Kläglicher Schumacher ist zwar von einigen egaltirten Anhängern wieder aufkann man diese Bewegung und ihre Träger nicht zeichnen! geftellt worden, er hat aber, wie wir schon vor mehreren Wochen mittheilten, endgiltig auf die Solinger Kandidatur verzichtet. Politische Nebersicht. Die Nationalliberalen Wir fönnen also unseren Genoffen nur den Nath geben, überall, wo in ähnlicher ungesetzlicher Weise verfahren werden sollte, wie dies die Landräthe von Prenzlau und Freienwalde für ihre Bezirke beliebt haben, haben ihre Prinzipien längst verloren, bei diesen Wahlen verlieren -da bei der bereits begonnenen Auslegung der Wählerlisten Ge- fie mun auch die Träger ihrer Tradition. Neben den Bennigsen, fahr im Verzug ist sich direkt an das Ministerium des Hammacher, Clemm und anderen Mitbegründern der Partei scheidet Innern zu wenden. Weiter forge man dafür, daß die in Berlin, den 17. Mai. betracht kommenden Arbeiter die Aufnahme in die Wählerliste ver- auch der Abgeordnete Seyffardt, der im Abgeordnetenhause Das preußische Abgeordnetenhaus hatte heute, in Magdeburg vertreten hat, aus den Reihen der nationalliberalen langen, eventuell reklamire man für dieselben die Aufnahme. So weit Barlamentarier. Die" Magdeb. Ztg." verräth bei dieser Gelegenheit, feiner letzten geschäftlichen Sitzung, eine reichhaltige Tages. diefem Verlangen nicht nachgekommen wird, sammele man das Material und bringe es dann in Gestalt eines Wahlproteftes an den daß der Abgeordnete Seyffardt das Gewissen der Fraktion" ge- ordmmg zu erledigen. Standen doch nicht weniger als drei Reichstag. Daß dort den Wählern ihr Recht werde, dafür nannt wurde. Ajo jetzt geht die Partei nach ihrem eigenen Ein- Interpellationen zur Besprechung, die sämmtlich dem Bedürf wird gesorgt. Trotz der Herren Landräthe und ihrer Eigenmächtig eit mehr als 20 Jahren das Gewissen bei den Nationalliberalen zu halten. Von diesen ereilte die agrarische Interpellation Beständniß ohne Gewissen in den Wahlkampf. Wir haben freilich niß entsprungen waren, einige Wahlreden zum Fenster hinaus Platonische Liebe völlig vermißt. feiten. B Knebel( natl.) betr. Maßregeln gegen die Einfür das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht wird der Einen Blick hinter die Konliffen der Sozialdemokratie schleppung der San José Schildlaus dasselbe freisinnigen Volkspartei im sozialdemokratischen Hand- hat die Charlottenburger„ Neue Zeit", ein Organ der freisinnigen Schicksal wie die Getreide- Interpellation Kanik: sie wurde im buch vorgeworfen. Darüber ist die Freisimmige Zeitung" sehr er Volkspartei, gethan und dabei Dinge erfahren, die wir unseren Ge- Einverständniß mit dem Interpellanten wieder zurückgezogen. bittert und meint, die freisinnige Volkspartei hätte bei jeder sich nossen nicht vorenthalten zu können glauben, damit sie endlich einmal Eine andere Interpellation, die des Abg. v. Mendel. darbietenden Gelegenheit das Reichstags- Wahlrecht vertreten und wissen, was für einer Partei fie eigentlich angehören. Die sozial Steinfels( t.) betr. die Verunreinigung der Luppe und fogar im Landtage einen Antrag auf Einführung des Reichstags- demokratische Partei, die stärkste Partei Deutschlands, ist eigentlich Elster, hat nur lofales Interesse, während die Besprechung Wahlrechts eingebracht. völlig zerfallen; durch die ganzen Berwürfnisse im Innern ist sie bis- der Interpellation Brandenburg( 8.) betr. Arbeiten Die freifinnige Boltspartei hat es bei ihrer jetzigen Kleinen Baht her nur zusammengehalten und wird sie noch zusammengehalten an Sonn- und Festtagen auf dem SteinZahl leicht, sich volksfreundlich aufzuspielen. Wir aber können diese Haltung durch jene eigenthümlichen Eristenzen des Berliner Kommunal- an Sonn- und Festtagen auf dem Stein unmöglich ernst nehmen. Denn die Herren Liberalen haben sich zu der Zeit, buditerthums und des Zigarrenhändlerthums, Leute ohne jede Bil- tohlen Bergwerf am Piesberg wohl geeignet als sie noch in der Fortschrittspartei ihr politisches Vereinigungszentrum dung, ohne jedes natürliche Talent, ohne Fleiß und dabei zum Wohl- gewesen wäre, eine Debatte über die Berechtigung von Streits fanden und im Parlamente mehr als heute zu bedeuten hatten, zur leben geneigt, Leute, deren ganze Eristenz auf ihrer Parteigenossenschaft herbeizuführen und demgemäß das Interesse weiter Streife Einführung des Reichstags- Wahlrechts in den Landtagen überaus sich aufbaut. Unser Programm ist natürlich nur da, um den Wählern zu erivecken. Aber bei der Zusammensetzung des Hauses ist flau verhalten. Damals nahm man die Forderung, das Reichstags- Sand in die Augen zu streuen, ja der erste Theil des Programms, es erklärlich, daß auch diese Juterpellation lediglich dazu Wahlrecht in den Einzellandtagen einzuführen, nicht wie es seit 1894 in welchem die unterscheidenden Merkmale der Sozialdemokratie benutzt wurde, oft gehörte Neden über innere Angelegenheiten durch die Freifinnige Boltspartei geschehen ist, ins Brogramm auf, von den anderen Parteien enthalten sind, wird am liebsten über der katholischen Kirche wiederzufauen. sondern man begnügte fich mit einer Resolution, die diese doch nicht haupt geheim gehalten.( 1) Die Forderung des allgemeinen Milizunwichtige Frage in die Hände der Parteigenossen in den einzelnen systems ist nicht geeignet, dem Fortschritt der Menschheit zu dienen, Ferner nahm das Haus in namentlicher Abstimmung mit Landtagen" legte. Wie wir schon oft ausgeführt, find die Liberalen mur denn die Idee, die Kinder zur Wehrhaftigkeit zu erziehen, erfüllt 165 gegen 50 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen das Anso lange für die Erweiterung der politischen Rechte, als sie selbst schon die junge Seele der Kinder mit dem Gedanken an erben- Gesetz für Westfalen und ohne Debatte den Antrag von einer solchen in ihrem parlamentarischen Besisstande nicht be- Krieg und Kriegstreiben, arbeitet also dem Ideal des Dr. v. Lieres u. Wilken( f.) auf Vorlegung eines Gesetztroffen werden. Und darum kann man mit gutem Grunde von allgemeinen Weltfriedens direkt entgegen. Von welcher uns entwurfs betr. Die Kreisabgabenpflicht der Gesellschaften mit einer nur platonischen Verehrung für das bestehende Reichstags- Wahl- erhörten Gewissenlosigkeit" die Sozialdemokraten beseelt find, beschränkter Haftpflicht an. recht reden. beweist die Thatsache, daß sie auf die Dummheit ihrer Mitmenschen Dazu kommt das Verhalten der Freifinsmänner in den Kom- spekuliren, um sie ihrer Gefolgschaft einzuverleiben, ferner, daß sie ersten gelangte die Sekundärbahn- Vorlage, in der zweiten das AuDas Herrenhaus hielt zwei kurze Sizungen ab. In der munen und andererseits bei Stichwahlen. Um einen Sozialdemo- Leute, die ihr Unglück vor Augen sehen, in einen Streit hinein- erben- Gesetz für Westfalen in der Fassung des Abgeordnetenhauses traten, einen energischen Schüßer des Reichstags- Wahlrechts nieder zwängen. Ueber die Trümmer von Tausenden von Arbeitern geht erben- Gesetz für Westfalen in der Fassung des Abgeordnetenhauses zuwerfen, stimmten die Anhänger der freifinnigen Voltspartei bie Partei hinweg, wenn mir dabei ihre Anhängerschaft an Umfang en bloc zur Annahme. fchaarenweise für antisemitische und konservative Feinde des Reichs- gewinnt, die fozialdemokratischen Gewerkschaften grovoziren eingestan- Prinz Heinrich beim Kaiser Tjaitien Ruang ßü. tags- Wahlrechts. benermaßen" Lohnfämpfe garnicht im Hinblick auf die Hebung Das große Ereigniß ist geschehen. Prinz Heinrich von der wirthschaftlichen Lage, sondern um lediglich nur böses Blut zu Preußen hat nicht nur einen Besuch einen Besuch beim Sohn des Doch genug des faden Geredes, daß sich durch zwei Leitartikel Himmels" gemacht, sondern dieser hat dem Prinzen einen hindurch zieht. und woher hat der Verfasser seine Weisheit geschöpft? Gegenbesuch gemacht. Die Herrschaften haben sich nicht nur Angeblich aus den Aeußerungen eines in der Wolle gefärbten Ge- gegenseitig mit Vasen und anderen Geschenken beglückt, sonHände geschüttelt. Die deutsche Presse freisinnige Kandidat für Teltow- Beeskow- Storlow, Dr. Bernstein, jubelt ob dieses großen Ereignisses, das uralte Zeremoniell noffen" in einer öffentlichen Versammlung zu Steglitz, in der der dern sich sogar die über Liberalismus und Sozialdemokratie referirte. Wir wissen nicht, des chinesischen Kaiserhofes ist gebrochen worden, der Kaiser ob das freifinnige Blatt die Ausführungen des Genossen, deffen von China ist dem preußischen Prinzen nach den Regeln Namen fie übrigens verschweigt, richtig wiedergegeben hat, aber europäischen, zivilifirten Berentoniells entgegengetreten. Hurrah, mit den Anschauungen eines ungeschickten Diskussionsredners zu thun, selbst wenn das der Fall sein sollte, so hätten wir es hier höchstens Hurrah, Hurrah! Neugierig ist wieder einmal die reisinnige Beitung". Sie stellt das übliche Verlangen nach einer Beschreibung des Zuhuiftsstaates. Weber im Wahlaufruf noch im fozialdemokratischen Handbuch finde fich eine solche Beschreibung. Warum so neugierig? Wir dachten immer, die Freifinnige Zeitung" schwöre auf den Zukunftsstaat, den Eugen Nichter seinerzeit geschildert hat, welche Schilderung in hundert tausenden von Exemplaren gratis verbreitet wurde und der Sozialdemokratie zahlreiche Anhänger gewann. Uebrigens empfehlen wir der" Greifinnigen Zeitung", sich die Darlegungen auf Seite 34 und 35 des Handbuchs" anzusehen, in denen die Schäden des vom Freifinn für heilig erklärten Stapitalis mus in Kürze fritistet sind. " machen. Wenn die aber keineswegs zu den Schlüssen berechtigen, die die Neue Doch ach, wenn je eine irdische Größe Schein größe Beit" daraus zieht. Dazu gehört aber ein ganz ungewöhnlicher gewesen, wenn je eine Majestät ohn mächtig und hoht Aus der Schule geplaudert. Mangel an Logit oder aber ein Maß von Unverfrorenheit, wie wir gewesen, so die Größe des chinesischen Reiches, die Majestät Einem Herrscher, den jeder Warum sich das 8entrum gegen die Sammelpolitit fie felbft unseren Gegnern faum zugetraut hätten. Einer Wider des Herrschers von China. Staat ein Staat Stitct Landes wegnehmen darf, wendet, das verräth ganz harmlos die Germania" in ihrem legung find jene Berleumbungen nicht werth, wohl aber fremde gestrigen Leitartikel. In einer Auseinandersetzung mit dem Landes- möchten wir bem Schreiber der Artikel ben guten Stath neue zeremonielle Formen aufzudrängen, erscheint kaum in Zukunft in seiner Bekämpfung der otonomierath Winkelmann, der auf der Versammlung rheinischer geben, Sozial als besondere Großthat. Und wie bald vielleicht ist es mit Landwirthe für die Miquel'sche Sammelpolitit sich aussprach, meint demokratie fich etwas anständigerer Waffen zu bedienen. das genannte Organ recht fleinlaut, gegen die Sammelpolitit und einmal von einer Seite in Versammlungen ein fachlicher und der ganzen Herrscherherrlichkeit am Betinger Hof vorbei! den wirthschaftlichen Aufruf sei auch von Bentrumsfeite nicht viel durchaus berechtigter Angriff gegen die Freisimmigen erhoben wird, Lange schon gehen die Gerüchte, der kaiserlichen Majestät sei einzuwenden; aber es hätte diese Sammlung auf die Reichstags- dann wird fofort in der Freifinnigen Zeitung" auf die falsche es in Pefing garnicht mehr recht geheuer und sie wolle auf Taktik der Sozialdemokraten hingewiesen, die sich nicht damit be- und davon, sich eine andere Residenz zu suchen. Aber auch in Abgeordneten beschränkt werden müssen. Das Blatt fagt wörtlich: „ Wir haben unsererseits auch gar nichts bagnügen, die Reaktionäre zu bekämpfen, sondern die auch gegen die anderen Provinzen will man die Dynastie der Mandschu nicht leiden. gegen, wenn nach den Wahlen die Abgeordneten Bertheidiger der Wolfsrechte" zu Felbe ziehen. Vielleicht nimmt Die Provinzen warten auf die günstige Zeit, wo sie dem alten I'm Steichstage zu einer nenen wirthschaftlichen Ver: Herr Richter einmal Gelegenheit, sich in seinem eigenen Lager um Haß des Chinesen gegen die Mandschu's frei die Zügel schießen zusehen und seine Anhänger darauf aufmerksam zu machen, daß lassen dürfen. einigung zusammentreten." Also dem Zentrum ist die Sammelpolitik nur deswegen berartige Verhegungen, wie sie sich das Charlottenburger Blatt Wie possenhaft sind da doch die Jubelhymnen der deutschen unangenehm, weil die Wähler zu ihr Stellung zu nehmen haben und leistet, gewiß nicht dazu angethan find, den Freifsinnigen die Byzantinerpresse ob der großen Dinge, die der Preußenprinz die Wahrscheinlichkeit nahe liegt, daß das Bolt gegen diese Politit Sympathien der Arbeiterschaft zu erwerben. im Sommerpalaste von Pefing vollbracht haben soll! sich anssprechen dilrfte. Die Zentrumskandidaten könnten ge zwungen werden, Farbe zu ihrer givei- Unsere Parteigen offen sind rührig an der Arbeit. An Die Hungersnothpreise. Das Burückziehen der Interbeutigen Stellung heraustreten zu müssen, und das bedeutete allen Orten ist man einsig bemüht, durch Flugblätter die Wähler pellation Kanis wird allgemein als eine Niederlage der für das Zentrum Mandatsverluste. Daher hätte das Zentrum es über die Bestrebungen unserer Partei aufzuklären und in Versamm Agrarter, als ein feiger Rückzug angesehen. Die„ Deutsche lieber gesehen, wenn die Sammelpolitit erst nach den Wahlen begonnen hätte! Da hätten dann die Herren Zentrumsabgeordneten langen wird die mündliche Agitation eifrig betrieben. Die freie Zeit Tageszeitung" bedauert lebhaft das Fallenlassen der Inter am Sonntag haben unsere Parteifreunde wahrgenommen, ihre pellation. Wir sind der Meinung, daß Graf Kanitz sehr klug aus ihrem agrarischen Herzen fein Hehl zu machen brauchen. Nach den Wahlen sind sie gern bereit, Arm in Sträfte in den Dienst der Partei zu stellen. Es wurden Flug gehandelt hat, von einer Besprechung der Juterpellation ao. blätter verbreitet in Stettin 31 000, in Ies wig 18 000, zusehen. Die Verhandlungen hätten doch nur uns genütht Arm mit den Kornbertheuerern und Brot in der Provinz Hannover in zehn Wahlkreisen 170 000, darunter in und den Brotverthenerern geschadet. Die Agrarier haben es wucherern zu gehen. Harburg- Bugtehude 13 000 Wahlzeitungen und 20 000 Es ist gut, daß die„ Germania" dies felbft ausgeplauscht hat. chriften, in Elberfeld 30 000, in main 3 40 000, in Offen- wahrlich nicht nöthig, ihren Gegnern noch mehr AgitationsDie Bentrumswähler in den Industriebezirken werden es ſich ba ch 40 000, in 8eit weißenfels 86 000, in 3 wida u stoff zu liefern. merken. bekennen, aus Amtsgericht und Reichstagswahlgefeh. Bor uns liegt ein Schriftstück folgenden Wortlauts: „ Strafbefehl." Von der Agitation. B 40 000, in Dresden Land 65 000, in München 200 000. Herr v. Stumm hat sich den Sammlungspolitikern verAllgemein wird berichtet, daß in der Bevölkerung unsere Parteifreunde schrieben, er wird für die Erhöhung der Getreidezölle und eine äußerst sympathische Aufnahme fanden. Dagegen haben sich wiederum damit für die Erschwerung der Brotversorgung und für die mehrfach Polizeibeamte Uebergriffe erlaubt und Flugblattverbreiter Möglichkeit dauernder Hungersnothpreise eintreten. Dabei kann Auf den Antrag der Königlichen Amtsanwaltschaft wird verhaftet oder doch gehindert, die Verbreitung auszuüben. Auffallen muß er sich aber doch nicht der Einsicht verschließen, daß eine dergegen Sie wegen der Beschuldigung, am 1. Mai 1898 in Dänischen- es, daß felbft in größeren Städten, too man von der Polizei ein wo hagen sozialdemokratische Druckschriften:„ Die Reichstagswahlen stehen wenig Gesetzestenntniß voraussehen sollte, solche Dinge vorkommen. artige Preisbildung die Lebenshaltung der Arbeiterklasse aufs vor der Thür", vertheilt zu haben, ohne daß Sie dazu die Erlaubniß So werden behördliche Eingriffe aus Stettin, Elberfeld und Ham- tiefste beeinflußt. Man muß zu seiner Ehre zugestehen, daß der Ortspolizeibehörde erlangt hatten und ohne daß Sie den Erburg gemeldet. In einigen Fällen erreichten unsere Parteigenoffen er mit dem von ihm geübten, unserer Meinung nach gemeinlaubnißschein, in welchem Ihr Name ausgedrückt sein muß, bei sich durch ein energisches Auftreten und Geltendmachen ihres Rechts, daß schädlichen Fabrikantenfeudalismus nicht blos Rechte für den führten- Vergehen gegen§§ 10 und 41 des Preßgesetzes vom 17. Mai 1851 fie ungehindert sich ihrer Thätigkeit widmen konnten. Es dürfte des Unternehmer, sondern auch einige Pflichten für dieselben ver bindet. Durch Anschlag am Thore seines Hüttenwerkes macht wohl das Bewußtsein gekommen sein, daß sie sich größere Opfer als er bekannt, daß er mit Rücksicht auf die gestiegenen Brotpreise bisher auferlegen müssen. für die Monate Mai, Juni und Juli allen Meistern und Arbeitern über 24 Jahre eine monatliche Theuerungs- Zulage von 5 M. gewähre. Dresden, 17. Mai.( Eig. Bericht.) In der heutigen Abendsigung des Landtages wurde durch königl. Dekret der Schluß desselben auf den 18. beziehentlich 20. Mai verfügt. " fleinen BeGenosse Prampolini, Mitglied des italienischen Parlaments, äußerte dem römischen Korrespondenten der„ Frankf. Offenbach a. M., 17. Mai. Der Verband landwirthZeitung" folgendermaßen: schaftlicher Kreditgenossenschaften in Württem Wir wollen die gewiß nicht uninteressante Berechnung, ob Die Reaktion sei so übertrieben gewesen, daß fie überall nur berg mit seinen 750 Genossenschaften und der landwirthschaftliche diese Theuerungszulage ausreicht, auf sich beruhen lassen und den Durst nach Rache hinterlassen habe. Die nächste Zukunft Italiens Bentralverein für Lothringen mit seinen Kreisvereinen haben lieber die viel bedeutungsvollere Frage aufwerfen, ob nicht aufruhr, neue Reaktion, und so werde das Land von epileptischen 2 andwirthe erklärt. Die Verbandstage der badischen und werde daher eine Wellenbewegung sein: Aufruhr, Reaktion, neuer ihren Beitritt zur Bezugs Vereinigung der deutschen Herr v. Stumm seine Zugehörigkeit zur Sammlungs- und Konvulsionen erschüttert werden. Getreidepreissteigerungs- Politik abhängig machen sollte von Jetzt ist die Reaktion scharf an der Arbeit. Wie alle Reaktionen vereinigung im Kampf gegen den Verein deutsch- österreichischer Armes Stalien", fügte er hinzu. nassauischen Genossenschaften haben dem Vorgehen der Bezugseiner entsprechenden gesetzlich festgelegten Lohn- und Gehalts- arbeitet aber auch diese nur oberflächlich; sie greift die Er- Thomasphosphatfabriten zugestimmt. erhöhung bei Theuerungspreisen. Ein solcher Standpunkt erscheinungen an, ohne sich um deren Ursachen zu kümmern, Einen so großen Boykott hat die Arbeiterschaft auf dem giebt sich logisch aus den Anschauungen des Freiherrn v. Stumm. und geht dabei recht willkürlich vor. So verhaftet fie alle europäischen Kontinent noch niemals ins Auge gefaßt. Ueber den Ein Versuch, eine derartige gleitende Lohnstala in Beziehung zu Männer, die politisch wirklich großartige Organisationen ge- Boytott, den die Großgrundbefizer proflamiren, entrüstet man sich den Brotpreisen zu bringen, würde die ganze Industrie mit schaffen haben, die an und für sich nichts Staatsgefährliches be- nicht; die staatserhaltende" Presse wirkt aufs eifrigste, mit ihm einem Schlage ins antiagrarische Lager bringen. Deshalb ist die zwecken, wie Nofri, den sozialistischen Abgeordneten, der den großen Erfolg zu schaffen; fein Staatsanwalt, nicht einmal ein sächsischer, von König Stumm den Arbeitern bewilligte Theuerungszulage fchen Mailänder Ex- Abgeordneten, der die Organisation der Eisen- Arbeiter, das ist ganz anders, als wenn Du zur Sicherung Deiner Eisenbahn- Arbeiterbund geschafft hat, und Zavattari, den sympathi- denkt, wenn er davon liest, an den Groben- Unfug- Paragraphen. Ja, ein glänzendes, in unserer Agitation gegen die Kornzölle bahn- Gepäckträger zu stande brachte. Selbstverständlich werden alle politischen Rechte eine Brauerei boykottirst. ausgezeichnet zu verwerthendes Argument! sozialistischen Vereine aufgelöst, auch spricht man von einem neuen Aus Triest wird gemeldet: Die hiesigen Bäcker wollten Ausnahmegesetz gegen den Umsturz, aber über die Reformen die Schlußabstimmung über das Finanzgefes statt, wobei zum Aus Baden, 16. Mai.( Eig. Ber.) Am Montag Abend fand von Montag, den 16. d. M. an die Brotpreise erhöhen, und herrscht Schweigen auf der ganzen Linie. Bei dem heutigen System ersten Male ablehnende Voten fielen. zwar das Kilogramm gewöhnlichen Hausbrotes( Struzza) von find auch Reformen durchaus unmöglich. Am Heer und an der kratischen Abgeordneten stimmten dagegen. In ihrem Namen Die 5 sozialdemo 20 auf 22 fr. Die Statthalterei hat jedoch heute die Ver- Marine zu sparen, erlaubt der Hof und die Hüterin des nationalen ratischen Abgeordneten stimmten dagegen. In ihrem Namen fügung getroffen, daß der Maximalpreis auch weiterhin 20 kr. find aber unmöglich, weil zum Beispiel sich alle Städte empören fratische Fraktion stimmte bisher für das Finanzgesek. weil die Ausgab Dreesbach eingangs der Berathung eine Erklärung ab, die Prestiges, die Militärpartei, nicht. Ersparnisse in der Verwaltung verblüffend auf die bürgerlichen Parteien wirkte. Die sozialdemo 31 betragen habe. In Prag haben Arbeiterdemonstrationen würden, denen eine Universität, eine Präfektur, oder auch nur gaben darin vorwiegend für kulturelle Zwede beſtimmt sind. vor der Getreidebörse aus Anlaß der Brottheuerung statt- eine Unterpräfektur genommen würde. Aber wozu braucht den Auch in dieser Tagung genehmigten wir alle Positionen für gefunden. eigentlich Italien nach französischem Muster 69 Provinzen und Auch in dieser Tagung genehmigten wir alle Positionen für Aus Amerika wird wieder eine starke Steigerung der 167 Unterpräfekturen? Ersparnisse in den öffentlichen Bauten Kunst und Wissenschaft, Landwirthschaft, Handel und GeGetreidepreise gemeldet. find ebenso unmöglich, da gerade die Ersparnisse auf diesem amten und Arbeiter, während verschiedene Forderungen grundwerbe, Verkehrswesen und Aufbesserung der Aus Athen wird der Intern. Korresp." gemeldet: Gebiete zum theil die neuesten Unruhen bedingten. Eine Während schon seit mehreren Wochen die Getreide und Brot- Steuererleichterung ist ebenfalls nicht durchführbar, eine Steuer- die Mehrheit des Hauses dem Gesammtministerium wegen der abfäßlich von uns abgelehnt wurden. Jetzt kommne aber hinzu, daß preise im ganzen Orient in die Höhe gingen, stieg mit der Auf- erhöhung auch nicht. Es bleiben also Italien eigentlich nur drei lehnenden Haltung zum direkten Wahlrecht ein Mißtrauenshebung der Getreidezölle in Frankreich und Italien der Preis für Auswege: eine neue Anleihe, um öffentliche Arbeiten zu ermöglichen, votum ertheilen mußte, das keine Beachtung seitens der Regierung ein Kilogramm Brot in Athen, Saloniti und Smyrna fast gleich- Verzicht auf seine Großmachtpolitik, oder die Steuerreform, entweder fand; ferner daß der Minister des Innern am 17. März d. J. erzeitig und plötzlich auf 65-80 Centimes, so daß sich allgemein der verbunden mit einer Zinsreduktion bei seiner nominell 5prozentigen lärte, es werde mit den ihr zu Gebote stehenden Mitteln die NeBevölkerung eine namenlose Aufregung bemächtigte. Die türkischen Rente, oder der Einführung einer progreffiven Einkommensteuer, gierung gewiffe Parteien, besonders die Sozialdemokraten und Behörden suchten der drohenden Hungersnoth dadurch vorzubeugen, da das aber sehr schwierige Dinge find, so wird alles Antisemiten bekämpfen. Dies ist ein verfassungswidriges Verhalten daß sie das schon vor mehreren Monaten erlassene, aber offen- hübsch beim Alten bleiben, wenn erst die Grabhügel der gefallenen und zwingt uns, die wir auf unsere politische Ehre halten, der Rebar mir wenig beachtete Ausfuhrverbot für Getreide mit aller Opfer grüner Rasen schmückt, vergißt man doch im glücklichen Italien gierung die Mittel zu unserer Strangulirung und zur Vernichtung Strenge durchführten und die Besizer größerer Getreideniederlagen sehr schnell." zwangen, die Brotfrucht zu polizeilich vorgeschriebenen Preisen zu Von italienischen Arbeiterlegionen, die den aufständischen der Konſtitution zu verweigern. Daran schloß sich eine große politische Debatte. Meldungen besagen jedoch, daß durch diese Mittel der Behörden Polizeipresse die tollsten Jagdgeschichten erzählt. Der Sachin früheren Sessionen des Landtages bald an den Schluß der landstän Aus Baden, 16. Mai.( Eig. Ber.) In einer Zeit, wo man der Nothstand keineswegs gemildert wurde, sondern daß die ernste verhalt ist sehr einfach. Die zahlreichen italienischen Arbeiter dischen Verhandlungen dachte, häufen sich in der diesjährigen Session Gefahr einer Hungersnoth in weiten Kreisen der Türkei vor- in der Schweiz wurden durch die Ereignisse in Italien, noch die gedruckten Gesetzesvorlagen. Unter diesen sind zu nennen liege. In Griechenland hat es dagegen die Regierung verstanden, namentlich in Mailand, das von Zürich in sechs Stunden zu eine Vorlage über die Erhöhung der Gehaltstarife durch schleuniges thatkräftiges Eingreifen die Gefahr zu beschwören, da sofort aus allen der Regierung gehörenden Getreidevorräthen erreichen ist, naturgemäß aufs tiefste erregt. Ein Theil kam der Notare, welche in Verbindung mit der aus der Einführung in Biräus, in Boros und in Patras große Mengen an die Be- zusammen und beschloß, in die Heimath zu eilen. Begünstigt des Bürgerlichen Gesetzbuches resultirenden größeren Arbeitsbelastung völkerung abgegeben wurden und sich zugleich die Möglichkeit darbot, wurde dieses Streben ähnlich wie es weiland( 1848) mit der genannten Beamten steht, und sodann ein Entwurf über die auf telegraphischem Wege in Odessa drei große Schiffsladungen der deutschen Flüchtlings Legion in Paris war mern mit der Ausstellung von Ursprungszeugnissen und ähnlichen. Abänderung der Handelskammern. So sollen die KamGetreide für die Regierung anzutaufen. Auf diese Weise ist für durch Leute, welche die Fremden" los fein Urkunden betraut werden. Außerdem soll den Handelskammern auch mehrere Wochen Vorrath geschafft, so daß der Preis für das Kilo- wollten. Geredet ward viel. Ehe es zum Handeln kam, die Möglichkeit einer verwaltenden anstatt wie bisher nur berathengramm Brot in Athen und den übrigen Städten auf 32-40 Pfennige war aber in Mailand bereits alles zu Ende", so daß die den Thätigkeit eingeräumt werden; sie sollen nämlich befugt sein, herabgedrückt werden konnte. paar Mann, die wirklich nach Italien tamen, teine Gelegen- Anstalten, Anlagen und Einrichtungen, welche die Förderung von Einen geheimen Staatsvertrag zwischen Rußland und heit hatten, einen Schuß abzufeuern. Sie hatten ja auch Handel und Gewerbe, sowie die technische und geschäftliche AusOesterreich Ungarn veröffentlichte die Frankfurter Zeitung". feine Waffen. Das ist alles. bildung, die Erziehung und den sittlichen Schutz der Gehilfen und Danach soll im April 1897, als Franz Joseph in Petersburg weilte, Die schweizerische Regierung zeigt sich in überaus trauriger Lehrlinge bezwecken, zu begründen, zu unterhalten und unterstützen. zwischen ihm und dem Baren ein ordentlicher Staatsvertrag" Weise willfährig dem italienischen Schreckensregiment. Eine dritte erwähnenswerthe Vorlage beschäftigt sich mit dem vereinbart worden sein, als deffen Zweck die Aufrechterhaltung Lugano sind Vergnanini, Peduzzt und der Abgeordnete In Entwurf eines Enteignungsgesetzes. des Friedens auf der Baltanhalbinsel sowie des Rondani verhaftet worden, obgleich sie sich nach Sträften beFrankreich. gegenwärtigen Besisstandes daselbst bezeichnet wird. verkaufen. Die in Athen aus Makedonien und Kleinafien eintreffenden Mailändern zu Hilfe eilen wollten, werden in der europäischen Wenn ein solcher Vertrag wirklich abgeschlossen wäre, so würde feine Bedeutung für die Gestaltung der Beziehungen aller europäischen Staaten unter einander eine sehr große sein. Jedoch hat heute bereits im auswärtigen Ausschuß der ungarischen Dele gation Graf Goluchowski erklärt, die Mittheilung der Franks. 8tg." sei eine plumpe Erfindung. " W Paris, 17. Mai. Demi Blatte" Droits de l'homme" zufolge Bis Dieser Bertrag, soll vom 1. Mai 1897 bis 1. Mai 1902 laufen und müht haben, die italienischen Arbeiter zur Besonnenheit zurück- find die Momentphotographien, welche Oberst Picquart Arm in Arm von selbst auf je weitere drei Jahre verlängert gelten, wenn nicht zurufen. fechs Monate vor Ablauf eine Kündigung erfolgt. Zur Durch- Die uns heute zugegangenen schweizer Blätter registriren mit Oberst v. Schwarzkoppen darstellen, von einem gewissen Pietri führung des bezeichneten 8wedes hätten die beiden Staaten die geblos die Nachricht von der Ueberlieferung italienischer Arbeiter gefälscht worden, der vor einigen Tagen wegen Betrugs zu 2 Jahren fammte Baltanhalbinsel in eine westliche und eine östliche Interessen- durch schweizerisches Militär an die italienische Polizei, sie Gefängniß verurtheilt worden ist. sphäre" getheilt. enthalten sich aber vorläufig der Kritik über dieses, gelinde werke in Le Creuzot, ist gestorben. Paris, 17. Mai. Der Deputirte Schneider, Leiter der Eisengesagt, merkwürdige Vorgehen. Türkei. Deutsches Reich. Konstantinopel, 16. Mai. Gestern ist die erste State der Finanzminister Dr. v. Miquel einberufene Versammlung zur Be- Wavrocordato die Pforte verständigte. Heute beginnen die türkischZum Kampf gegen die großen Waarenhäuser. Die vom griechischen Kriegsentschädigung gezahlt worden, wovon Fürst rathung über die stärkere Besteuerung der Waarenhäuser findet griechischen Verhandlungen wegen der Spezialfonvention. Die Lage in Italien. Offiziös wird aus Rom telegraphirt: Mittwoch, Nachmittag 4 Uhr, im Finanzministerium statt. An gestern haben Volo 16 Bataillone mit zusammen 10 000 Mann verderfelben Die Ruhe im ganzen Königreiche hält an. Der sozialistische nehmen theil der Generaldirektor der diretten lassen. Das Schiff der russischen Freiwilligenflotte Wladimir" ist Steuern Deputirte Pescetti hat den Monte Citorio immer noch nicht verlassen. die Oberbürgermeister von Berlin, Köln, Breslau, Frankfurt und gekommen und gedenkt morgen nach Port Arthur in See zu Burghardt, der Geheime Finanzrath Dr. Strug, hier mit Kontre Admiral Stark und 1000 Mann an Bord anruhen in Mailand ums Leben gekommenen; danach sind 80 Personen Magdeburg, vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller die gehen. getödtet, darunter 2 Militärpersonen und 10 Frauen. Die Kapuziner, außerdem find zugezogen die Herren Kommerzienrath Lissauer, der Herren Geheimer Kommerzienrath Goldberger und Direktor Vogts; Serbien. welche in Mailand verhaftet waren, sind vollständig außer gericht Schneiderinnungsmeister Holzapfel, der Zigarrenfabrikant Scheuer- den Führer der radikalen Partei, den einstigen Ministerpräsidenten Belgrad, 17. Mat.( Bossische Zeitung.) Heute beginnt gegen licher Verfolgung gesezt. In vielen Städten gehen fortgejezt mann, der Inhaber eines Wäschegeschäftes, Hoflieferant Ledermann. Nikola Paschitsch, die Schlußverhandlung vor dem Belgrader reiche Beiträge für die Familien her zu den Waffen einberufenen Der" Konfektionär" glaubt infolge genommener Rücksprache zu der Stadtgericht wegen Majestäts beleidigung. Baschitsch soll Reservisten ein. Das Ersuchen mehrerer Deputirten, die Prozesse gegen die In- Ansicht berechtigt zu sein, daß sich die Mehrzahl der zur Berathung fie begangen haben, weil er in einer Loyalitätstundgebung gegenhaftirten zu beschleunigen, beantwortete Rudini dahin, er könne ugezogenen Sachverständigen für eine stärkere Heranziehung der Groß- über der Dynastie dennoch die Politik des Ertönigs Milan heftig weiter nichts thun, da jetzt die Kriegsgerichte sprechen. Bei legteren die fleineren Gewerbetreibenden zu entlasten, daß aber eine be betriebe int allgemeinen zur Gewerbesteuer aussprechen wird, um dadurch tadelte. dürfen nur aktive Offiziere als Vertheidiger fungiren. Die römische Stadtverwaltung hat 320 000 w. für Nothstands- fondere Steuer für große Waarenhäuser für undurchführbar gearbeiten bewilligt. halten wird. " Asien. Eisenbahn- Banten in China. Eine Meldung der Times" aus Beting von gestern besagt, in Shanghai sei am Freitag von Die deutschen Offiziösen suchen nun die Unruhen in Italien Ein neues Kleinbahnengeset. In Regierungstrelsen wird es dem Scheng- Taotai, dem Generalinspektor der Eisenbahnen, und der gegen die Arbeiterbewegung auszunüken. Es ist dies ein eitles ben Berliner Bol. Nachr." zufolge für nicht unwahrscheinlich ge- Jardine- Matheson- Company, welche das engliche Synditat für den Beginnen. Die Bewegung kann nur gegen die korrupte, elende halten, daß die starke Entwickelung der Kleinbahnen eine Revision Abschluß einer Anleihe zum Bau einer Eisenbahn repräsentirt, die Beginnen. Die Bewegung fann nur gegen die korrupte, elende des Kleinbahngefeges in einzelnen Punkten erforderlich machen foll, ber auf diesen Bau bezügliche Kontrakt unterzeichnet worden. Verwaltung, gegen den Kornwucher, gegen die Bekämpfung werde. Ranting, Shanghai, Sangkau und Ring, po verbinden jeder sozialen Reform der Organisation der Arbeiter, gegen die einseitige Klassenherrschaft ausgespielt werden, aber nicht der Rebatteur der Göttinger Grubenhagen'schen Beitung", Sefonde- Rapital erbaut, die reichsten Theile des unteren Yang- the- liang dem Begnadigung eines Duellanten. Vom Kaifer begnadigt wurde Die Times" bemerken hierzu, die neue Bahn werde, mit britischem Das Tsung- li- Damen habe den Kontrakt bereits amtlich bestätigt. gegen die bis zur Besinnungslosigkeit niedergedrückten armen lieutenant der Reserve Albert Stöhrs in Northeim, welcher wegen britischen Handel öffnen. Italiener, die aus dem Elend ohne Ende keinen anderen Aus- Herausforderung zum Zweifampf mit tödtlichen Waffen bezw. Theilweg sahen als die Empörung. nahme an einem Pistolenduell durch kriegsgerichtliches Urtheil zu drei Monaten Festungshaft verurtheilt worden war. N. hatte bereits die Hälfte dieser Strafe auf der Festung Magdeburg verbüßt. Seuchengefährlichkeit der Milch aus Molkereigenossen" b Herrenhaus. Ein für die italienische Regierung stets eingenommenes, großkapitalistisches Blatt, der„ Berl. Börsen- Courier", läßt sich 17. Sigung vom 17. Mai. 12 Uhr. aus Nom schreiben: Am Ministertische: Thielen. Die Kosten der Einberufung der Reservisten belaufen sich auf schaften. Bei der Verdingung des Milchbedarfs für das Garnison- Nach Erstattung des Berichtes der Matritel- Kommission etwa 500 000 Lire( 400 000 M.) im Tage. Man ist sich noch völlig lazareth in Königsberg in Preußen war die von einer Ge- referirt Herr v. Graf namens der Eisenbahn- Kommiffion über das im Unklaren darüber, ob es möglich sein wird, in absehbarer Zeit nossenschafts Molkerei abgegebene Mindestforderung unter neue Eisenbahn- Gesez, dessen unveränderte Annahme nach überhaupt wieder einen Weizenzoll einzuführen. Alles hängt hier der Begründung abgelehnt worden, daß die Garnison Ver- den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses empfehlend. vom Ausfall der nächsten Weizenernte und der Gestaltung des waltung von Genossenschaften Milch nicht kaufe. Auf grund Nach längerer, univesentlicher Debatte wird die Vorlage anWeizenpreises auf dem Weltmarkte ab. Gehen die Preise nicht ganz einer dieserhalb von der Molkereigenossenschaft erhobenen Beschwerde genommen; mehrere Dentschriften über Eisenbahn- Angelegenheiten erheblich herunter, so ist an die Wiedereinführung des Weizenzolles hat der Vorstand der Landwirthschaftskammer für die Proving Oft werden durch Kenntnißnahme erledigt. natürlich nicht zu denken und dem Staatsschatz entgeht somit preußen bei der Garnison Verwaltung Erkundigungen hinsichtlich eine Einnahmequelle, die jährlich etwa 50 Millionen Lire erbrachte. deren ablehnender Haltung Molkerei- Genossenschaften gegenüber ein- Westfalen. Der heftige Ausbruch der Volksleidenschaften und die allen gezogen und daraufhin nach eingehender Berathung der BeschwerdeAugen sichtbar gewordenen Gefahren können sogar auf finanziellem führerin erwidert, daß der Grundsatz der Garnison- Verwaltung, der Gebiete gute Folgen haben, indem sie die schon so lange Milch eines einzelnen Besitzers vor solcher aus Genossenschaftsvergeblich erstrebte Steuerreform in Fluß bringen. Moltereien den Vorzug zu geben, aus sanitären Gründen wohl beEs ist schon oft erwähnt worden, daß die italienischen rechtigt ist. Steuern degressiv sind. Je höher das Einkommen, Was werden die so militärfrommen Agrarier zu dieser Auf4 der fassung der Militärbehörden sagen? Nächste Sigung heute Nachmittag 82 Uhr. Anerben- Gesek für Schluß 34 Uhr. 18. Sigung vom 17. Mai. 3½ 11 hr. Am Ministertische: Frhr. v. Hammerstein, Schönstedt. Auf der Tagesordnung steht die vom Abgeordnetenhause in veränderter Fassung zurückgekommene Anerben Vorlage für Westfalen. um so geringer der Prozentsaz, Referent Freiherr v. Wendt- Papenhausen beantragt namens der Steuerzahler an den Staat abgiebt. Vielleicht haben Posen, 15. Mai.( Frankf. 3tg.") In einem Strafprozeß gegen IX. Kommission unveränderte Annahme der Beschlüsse die jüngsten Tumulte die besigenden Selaffen Italiens von der Noth den Redakteur des Orendoinit" sollte der Miniſter des Innern des Abgeordnetenhauses. An dem Prinzip der Vorlage sei wendigkeit einer größeren Gerechtigkeit in Steuerfachen überzeugt Freiherr von der Rede darüber vernommen werden, ob es wahr nichts geändert; die Aenderungen seien vielfach Verbesserungen, und sie setzen darauf abzielenden Reformen nun nicht mehr den sei, daß er eine geheime Anordnung erlassen habe, habe, wonach andere lönne man konzediren, um das Zustandekommen des Gesetzes Widerstand entgegen, an dem diese Reformen bisher immer ge- alle Versammlungen, in denen Bolnisch gesprochen wird, zu ermöglichen. scheitert sind. Schlimmer als der Staat sind die Gemeinden daran, aufzulösen, und alle polnischen Versammlungen zu verbieten In der Generalbebatte bemerkt deren Haupt- Einnahmequelle, die städtischen Konsumsteuern, vor seien. Der Kaiser hat dem Minister aber die Genehmis Frhr. v. Manteuffel, daß die Situation, in welche man bas läufig verstopft ist. Das Bolt hat einen unsagbaren Haß gegen gung zur Abgabe des Beugnisses nicht ertheilt. Unferes Er Haus gebracht, für dasselbe geradezu beschämend sei.( Lebhafte Zuden„ Dazio", den städtischen Zoll, der für jedwede Waare achtens bedarf es übrigens eines solchen Zeugnisses garnicht erst; ſtimmung.) Unter den obwaltenden Umständen bleibe nichts übrig, an den Thoren der Städte entrichtet werden muß. Direkte denn der Minister hat doch seinerzeit ganz offen dem Abgeordneten- als die Vorlage anzunehmen. Er empfehle en bloc- Annahme. Steuern nach Maßgabe des Einkommens der Steuerzahler werden, hause den Rath gegeben, mit der Auflösung der Versammlungen Oberbürgermeister Westerburg- Kaffel schließt sich als Gegner zum großen Leidwesen der besitzenden Selassen auch im städtischen fortzufahren, nur um schließlich eine andere Rechtsprechung des Ober- der Vorlage dem Vorredner an, bittet aber, bie en bloc- Ablehnung Steuerwesen nicht zu umgehen sein, aber diesen Klassen wird jetzt Verwaltungsgerichts zu erzielen. zu erwägen Der Gefeßentwurf wird nach unerheblicher weiterer Debatte p en bloc mit großer Mehrheit angenommen. v. Ratibor. Hierauf giebt der Präsident die übliche Geschäftsübersicht; es folgen die Danksagungen an die Präsidenten durch Herrn Herzog, Mit einem Abschiedsworte aus Anlaß des Scheidens aus den alten Räumen des Geschäftsgebäudes schloß der Präsident die Sigung um 4 Uhr. Wahlpfiffe. Die Hüter des Wahlrechts. Epigramme von Tarub. Die Regierung: Das Wahlrecht bleibt! Wozu die Hezz'? Wir halten, was wir versprechen. Was soll das alberne Zeitungsgeschwäg, Daß unser Wort wir brechen? ( Stimme aus der Tiefe: Vereinsgesetz! Vereinsgesetz! Die Konserbatiben: Was fümmert uns, was Graf Mirbach sprach Und die„ Kreuz- Zeitung" geschrieben? Kurz vor der Wahl das lingt doch am Tag Muß der Junker das Wahlrecht lieben! ,, Direkt und geheim und allgemein" Laßt uns fiegen in diesem Zeichen! Sind wir erst im Reichstag hübsch allein, So kann man die Wörtchen ja streichen! Die sächsischen Nationalliberalen: Im Reiche sind wir and're als in Sachsen: Das Wahlrecht, das wir schamlos dort verpreußt, Hier ist es uns ans Herz gewachsen, Als stammt es her von Vater Beust! Wir wollen ihm die Sachsentreue halten, Wie Anno sechsundsechzig unserm König, Und, wenn's das Wohl des Reichs verlangt, ein wenig Den ganzen Schwindel umgestalten! Das Zentrum: Das Reichstags- Wahlrecht, frommer Philister, Sei Trumpf, so lang' es Gott gefällt! Ist unser Lieber erst Minister, So ändert sich von selbst die Welt. Der deutsche Freisinn: Jm Reiche sei für Arm und Reich Das Wahlrecht allgemein und gleich! Und auch zum Landtag gelte der Kopf Des Aermsten so viel wie der reichste Tropf! Doch in der Gemeinde ach! Herrjeh! Regiere allein das Portemonnaie! Die Antisemiten: Bei Liebermann und beim Schulchen Aruch! Wir fönnens christlich vereidigen, Daß wir, wie das heilige Bibelbuch, Das gleiche Wahlrecht vertheidigen! Doch wenn wir erst im Reichstag sind, Dann machen wir rasch ein Ende: Wir schächten das döfe Jüdentind Und schicken dafür großherzig gesinnt Dem deutschen Volte als Angebind' Die alten, getreuen Stände! Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Schiffer in Speyer befinden sich seit einiger Zeit im stäuben sehr bedeutend vermindert. Jedenfalls würde das wirksamer Ausstand, um für ihre mühevolle Berufsarbeit eine beffere Ent- fein, als" thunlichste“ und„ möglichste" Freihaltung der Arbeitsräume lohnung zu erzielen. Bisher haben die Unternehmer der Biegeleien von Chromatstaub anzuordnen. Auch die beim Entleeren der diese Ansprüche abgelehnt und sonderbar zu einer Beförderungsart Flammenöfen und beim Abdampfen der Laugen entweichenden gegriffen, die ihnen weit höhere Kosten verursacht. Sie leihen sich Dämpfe sollten nicht direkt ins Freie geleitet werden dürfen, wo sie zur Beförderung die Schiffe und zahlen nun für denselben Trans- die in der Nähe sich befindenden Personen doch ziemlich stark beport, für den die Ausständigen 270 m. verlangen, 364 M. Es ist lästigen können, sondern sollten erst durch Kallmilch geleitet werden also flar ersichtlich, daß hier nur ein engherziger Unternehmerstand- müssen, um sie dadurch von ihrem Chromatgehalt zu befreien. punkt den Wünschen der Arbeiter ein Entgegenkommen versagt. Der Ausbau des heffschen Fabrikinspektionswesens, wie Bergarbeiterftreik. Fast die ganze Belegschaft der der Attien er von der sozialdemokratischen Landstagsfraktion angeregt und gesellschaft Wissener Bergwerke und Hütten gehörigen Grube Ver- beantragt, worden ist, scheint gute Aussicht auf Verwirklichung zu einigung Kazwinkel( Rheinproving) ca. 270 Mann, ist ausständig. haben. Nachdem von nationalliberaler wie von ultramontaner Seite Die Maschinisten und ein kleiner Theil der Belegschaft sind bisher zwei mit dem unseren übereinstimmende Anträge in der Zweiten angefahren. Wie verlautet, sind die Leute hauptsächlich unzufrieden Rammer eingebracht worden sind, ist nun auch in der Ersten Kammer über in letzter Zeit erfolgte Lohnherabsetzungen. durch die Mitglieder Michel und Buderus die Vermehrung der Der Münchener Tischlerstreik hat für die Arbeiter einen Inspektorate auf vier und ihre einheitliche Organisation günstigen Abschluß gefunden. Das Verdienst darf sich die Organi- beantragt worden. fation, der Holzarbeiter Verband, zuschreiben, denn der geschickten Der Mainzer Fabrikinspektor Baents bedauert in seinem Leitung des Streits ist in erster Linie der Erfolg zu danken. Die kürzlich erschienenen Jahresbericht, daß der Verkehr zwischen großspurig angedrohte Aussperrung der Arbeiter des gesammten Arbeitern und Fabritinspettor immer noch an RegBaugewerbes ist unterblieben, weil die Unternehmer schließlich einsahen, samkeit zu wünschen übrig lasse und wünscht, daß sich im Aufsichtsdaß sie sich mit dieser Taktik in das eigene Fleisch schneiden bezirk, nach Art der Vertrauensleute der Berufsgenossenschaften, würden und für solche Maßnahmen nur noch wenige withende männliche und weibliche Vertrauenspersonen befänden, welche MittelsKapitalisten eine Sympathie befundeten. Die Zimmermeister be- personen für die Aufsichtsbeamten bilden." Er empfiehlt zu diesem harren noch auf ihrem ablehnenden Standpunkt; für den Ausgang Zweck, den Bezirk in Vertrauensbezirke" einzutheilen. Bei dieser Gelegenheit stellt Herr Bäntsch den Arbeitern ein des Streits ist diese Stellung von keiner großen Bedeutung. Die Arbeit wird in diesen Betrieben nicht aufgenommen und ist be- Beugniß aus, das sich gewisse Personen der Reichsregierung merken gründete Aussicht vorhanden, daß die Ausständigen dieser Betriebe fönnen. Er sagt: in den Werkstätten unterkommen, wo jezt die Arbeit aufgenommen ist. Von llebertreibungen, oder wie man häufig sogar hört, unDie Schreiner Münchens haben eine Verkürzung der Arbeitszeit um verschämten Anforderungen", wurde in diesem Verkehr( der Arbeiter 31/2 Stunden pro Woche nebst einer kleinen Erhöhung des bisherigen mit dem Inspektor) nichts wahrgenommen; im Gegentheil Lohnes errungen. Bei Akkordarbeiten ist von mun an der Tagelohn kann hervorgehoben werden, daß nur sachlich, garantirt und für Ueberstunden- und Sonntagsarbeit ist 50 pet. ohne persönlichen Haß gegen Arbeitgeber ver Vergütung zu bezahlen, wohl der geeignetste Weg zur größt- handelt wurde." möglichsten Eindämmung der Ueberzeitarbeit überhaupt. Ein nicht Dieses Lob aus berufenem Munde betrifft in erster Linie die zu unterschäzender Erfolg ist ferner, daß diese Abmachungen in die Mitglieder der Arbeiterorganisationen, die ja am lebWerkstattordnung aufgenommen, in jedem Geschäft öffentlich aus haftesten mit der Fabrik- Aufsichtsbehörde verkehren. Wie die Untergehängt und außerdem jedem eintretenden Gehilfen ein Abdruck der nehmer größtentheils diesen Verkehr fördern, geht aus folgender Werkstattordnung übermittelt wird. Bemerkung des Fabrikinspektors hervor: Ausland. Wenn auch ein kleiner Theil der Unternehmer organisirte Arbeiter in ihren Betrieben einstellen, so entläßt doch ein großer Aus der Schweiz. Der schweizerische Typographen Theil derselben jeden Arbeiter, von dem sie verbund hält zu Pfingsten in Bern seine Generalversammlung muthen, daß er ein Mitglied einer Organisation ab, auf deren Tagesordnung u. a. stehen: Unterhandlung mit dem geworden ist. Daher mag es denn auch kommen, das verhältnißVerein der Buchdruckereibefizer wegen der Segmaschine, Ermäßig so wenige Arbeiter sich an die Beamten wenden aus Furcht, höhung der Reise- und Arbeitslosen- Unterstützung, lettere von 2 auf man könne sie für organisirte Arbeiter halten." 2,50 Fr. pro Tag, Vergrößerung des Vereinsorgans Helvetische Was sagt Graf Posadowsky dazu? Sollte es nicht rathsam Typographia", Abschluß eines Kollektiv Versicherungsvertrages mit sein, das vom Unternehmerthum mißhandelte Koalitionsrecht der einer Versicherungsgesellschaft in dem Sinne, daß auf den Arbeiter zu schützen, statt es noch mehr zu verkümmern? Und: Todesfall 1000 Fr. ausbezahlt werden, wofür die Prämien aus der wer verübt Terrorismus? Vereinskasse zu bezahlen wären.- Die Schmiede und Wagner in Basel erreichten durch kurzen Streit die Bewilligung ihrer Forderungen von den meisten Unternehmern. Es handelte sich um den Zehnstundentag, Abschaffung von Kost und Logis bei den Meistern, 14 tägige Lohnzahlung, Lohnzuschlag von 25-50 pet. für leberzeit und Sonntagsarbeit, Freigabe des 1. Mai, Benutzung des Arbeitsnachweises des Fachvereins, Versicherung der Arbeiter gegen Unfall bei gemeinschaftlicher Tragung der Prämien. Die Maurer von Gent( Belgien) haben wegen verweigerter Lohnerhöhung den Gesammtausstand beschlossen. Es sind bis jest etwa 1200 ausständig; sie verfügen über eine gute Organisation und gefüllte Kassen. Zum Bergarbeiterstreik in Süd: Wales wird aus London berichtet: Die Vertreter der Kohlengrubenarbeiter in Cardiff beschlossen mit tapper Mehrheit, dem provisorischen Komitee umfassende Vollmachten zu gewähren. Die Vertreter der Arbeiter werden nunmehr den Arbeitgebern näher treten, um eine Beilegung des Ausstandes herbeizuführen. Soziales. Das städtische Arbeitsamt in Frankfurt a. M. hat einem Bimmermeister das Recht der Benuzung des Arbeitsnach weises mit folgender Begründung entzogen: " Die städtische Arbeitsvermittelungsstelle ist eine Einrichtung, deren Benugung allerdings sämmtlichen hiesigen Arbeitern und Arbeitgebern unentgeltlich freisteht; indeß muß der Verwaltung das Recht zuerkannt werden, einer mißbräuchlichen, den Interessen der hiesigen Arbeiter und Arbeitgeber schädlichen Benuzung der Einrichtung entgegens zutreten. Nach den vielfachen Klagen, welche über Ihr Verhältniß zu ben von ihnen beschäftigten Arbeitern in gewerblichen Kreisen laut geworden sind, hat die Kommission annehmen müssen, daß die Möglichkeit, neue Arbeiter zu jeder Zeit und ohne jegliche Kosten durch die Arbeitsvermittelungsstellen zu erlangen, dazu beitrage, Sie zum häufigen Wechsel der Arbeiter beziehentlich zur Aufstellung von Arbeitsbedingungen zu veranlassen, welche die Arbeiter zum raschen Aufgeben des Arbeitsverhältnisses bewegen. Die Kommission hält sich unter diesen Umständen für ebenso berechtigt, die Zuweisung von Arbeitern Ihnen gegenüber bis auf weiteres einzustellen, wie sie solchen Arbeitern, denen das unberechtigte Aufgeben oder das Nichtantreten der ihnen zugetheilten Stellen nachgewiesen war, den Besuch der Arbeitsvermittelungsstelle bereits in wiederholten Fällen unters fagt hat." Tödtliche Verunglückungen sind in Preußen im Jahre 1896 insgesammt 12 946 vorgekommen, 676 mehr als im Jahre 1895. Zur Ausbeutung der Goldgruben in Alaska und Britisch Betroffen wurden 10 418 männliche und 2528 weibliche Personen. Kolumbien sucht, dem Vernehmen nach, ein holländisches Syndikat Die Tapezirer- Innung beschäftigt sich gegenwärtig mit der Durch Ertrinken tamen 3368 Personen ums Leben, durch Sturz von deutsche. Bergleute anzuwerben. Im Auftrage des Frage, ob Zwangsinnung oder Freie Innung. Interessant dabei Bäumen, Gerüsten 2c. 2344, durch Ueberfahren 1705, durch Verist, daß der durch seine frühere Thätigkeit in Gewerkschaftskreisen brennen und Verbrühen 1099( 595 männl., 504 weibl.), durch Ver- Ministers der auswärtigen Angelegenheiten hat nun die Regierung bekannte Herr Feder sich für Zwangsinnung erklärte, weil dann schütten und Erschlagen 973, durch Ersticken 632, durch Schlag und ein Rundschreiben an die unteren Behörden erlassen, worin diesen in Arnsberg, in welchem Bezirke die Werbungen betrieben werden, von seiten der Gehilfenschaft nicht mehr gegen die Innung gehegt" Biz 277, durch Maschinen 246, durch Erfrieren 215, durch Blizz werden könnte. Die Gehilfen werden auch dann, wenn sie an den schlag 161, durch Vergiftung 136, durch Schüsse 126, durch Stoß und aufgegeben ist, den Werbegesuchen auf grund von§ 45 des AusEinrichtungen der Innung selbst betheiligt sind, durchaus nicht auf- Anprall 85, auf sonstige Weise 1579. Jm Alter bis zu 5 Jahren wanderungsgesetzes vom 9. Juni 1897 mit allem Nachdruck entgegens hören, an diesen Kritik zu üben, wenn sie nicht ihren berechtigten standen 2263 Verunglückte, 1477 waren über 5-15 Jahre alt, 7529 zutreten, ferner dafür zu sorgen, daß die Bergleute vor der AusAnforderungen entsprechen. über 15-60 Jahre, 1532 über 60 Jahre; bei 145 Verunglückten war wanderung nach den genannten unwirthlichen Gegenden Amerika's eindringlichst gewarnt werden. das Alter nicht angegeben. Man fann mir wünschen, daß diese Warnung in jedem Falle Erfolg habe. Die Buchbinder werden hiermit besonders auf die Versammlung aufmerksam gemacht, die heute Abend im Louisenstädtischen Konzerthaus stattfindet. Deutsches Reich. 305 Mann mit 554 Kindern. Der Krieg. Während unter den männlichen tödtlich Verunglückten die Knaben im Alter bis zu 5 Jahren nur mit 13,2 pet. vertreten waren, machten die Mädchen derselben Altersklasse 35,2 pCt. aller Lohnbewegungen der Bauhandwerker. In Magdeburg über 5 bis 15 Jahre war die Verhältnißzahl bei den Mädchen betödtlich verunglückten weiblichen Personen aus; in der Altersklasse Die amerikanische Regierung hat den atlantischen Kabel- Gesellfand am Sonntag eine polizeiliche Haussuchung im Bureau der aus deutend, nämlich auf 15,4 zurückgegangen; bei den Knaben betrug schaften Anweisungen gegeben, teine Depeschen über die gesperrten Bauarbeiter statt. Beschlagnahmt wurden Sammellisten sie 10,4. Von den 15 bis 60 Jahre alten Personen verunglückten Bewegungen der Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten und Maimarken. Von den Zimmerern sind 125 Mann abgereist, dann aber verhältnißmäßig weit mehr Männer als Frauen, von zu befördern und keine Auskünfte über die bevorstehenden Operationen 95 arbeiten zu den neuen Bedingungen, zu unterstützen sind noch ersteren 64,2 pet. aller tödtlich verunglückten Männer, von letteren der Kriegsschiffe zu geben. Mit Vorsicht ist deshalb die Nachricht mur 33,3 pt. aller tödtlich verunglückten Frauen. Im Greiſenalter aufzunehmen, daß das amerikanische Geschwader nach Cienfuegos, In Burg hatten sich einige Leute aus dem Bürgerthum verblieben die beiderseitigen Verhältnißzahlen auf fast gleicher Höhe wie einer Hafenstadt an der Südküste von Kuba, segele. 125 000 Freieinigt, um Unterhandlungen zwischen den streikenden Maurern und bei der Altersklasse von 5 bis 15 Jahren, nämlich 11,0 bei den willige sollen nun zur Verfügung der amerikanischen Heeresden Unternehmern anzubahnen. Dieses Bemühen war erfolglos, da verwaltung stehen. die Unternehmer jede Unterhandlung ablehnten. Das Verhalten der männlichen und 15,2 bei den weiblichen Personen. Unternehmer wurde von allen Seiten gemißbilligt und erhöhte die Der amerikanische General Merritt erklärte gestern in einer Ueber die gesundheitlichen Schädigungen, denen die Arbeiter Sympathie weitester Kreise des Bürgerthums für die Streifenden. in Chromatfabriten ausgesetzt sind, wird uns in Beziehung Unterredung, er habe, da bei der für die Philippinen bestimmten Gegenwärtig befinden sich im Streit 152 Maurer, davon auf unsere Notiz vom 14. Mai noch mitgetheilt, daß die Arbeiter Streitmacht von 15 000 Mann nur 1000 Mann reguläre Truppen feine Zeit zum Einegerzieren der Freiwilligen find 51 mit 90 Kindern noch am Orte, die Ledigen sind nicht nur an Anägung und Durchlöcherung der Nasenschleimhaut seien und sämmtlich abgereist. Vorige Woche tamen 15 Jtaliener, die leiden, sondern daß das Uebel fich vielfach bis zur voll- übrig sei, weitere 4000 Mann reguläre Truppen gefordert. Den der ganzen Nasen- Posten des Befehlshabers über die nach den Philippinen als Arbeitswillige fungiren sollten, hier an. Sie reiften aber sofort ständigen Durchlöcherung wieder ab, als sie über die Situation verständigt waren. Diesen heidewand steigert. Der Bundesrath hat unterm 2. Februar zu sendende Expedition habe er nur unter der Bedingung anLeuten hatten die Unternehmer 42 Pf. Stundenlohn zugesagt, diesen Jahres Vorschriften zum Schutze der Arbeiter dieses genommen, daß er über eine hinreichende Streitmacht verfüge. Die Diese genügen aber nicht. Sie ge- Regierung habe ihm die Sendung von weiteren Regulären versprochen, während man den Ausgesperrten nicht einmal 35 Pf. bewilligen Industriezweiges erlassen. will. Von der Polizeibehörde wurden auch hier am Sonnabend währen den Arbeitern noch nicht einmal das Maß von Schug, das indessen hänge bei solchen Expeditionen alles von der zuerst absämmtliche Korrespondenzen auf dem Streifbureau beschlagnahmt. die am 8. Juli 1898 erlassene Bundesraths- Verordnung über den gesandten Truppenmacht ab. Betrieb der Bleifarben- und Bleizuckerfabriken bietet, die ohnehin Den„ Times" wird aus New- York unter dem gestrigen Datum Die Handschuhmacher in Haynau haben den Fabrikanten schon Mängel genug hat. Den meisten Bestimmungen find die Worte telegraphirt: Der Hilfskreuzer" Vale", der in den Gewässern von einen Tarif unterbreitet, der einen erhöhten Schnittpreis fordert. thunlichst und möglichst" beigefügt, was bei der Verordnung für San Juan de Portorico gekreuzt hat, hat festgestellt, daß an den 480 Steinarbeiter sind in 7 Orten des Fichtelgebirges bie Bleifarbenfabriken nicht geschehen ist. Ferner ist in der Ver- Befestigungen von San Juan durch das Bombardement vom 12. Mai im Ausstand. Die Unternehmer verlangten den Austritt aus ordnung für die Bleifarbenfabriten im§ 9 bestimmt, daß Arbeiter, fein sichtbarer Schaden angerichtet worden ist. der Organisation. Der Distrikt umfaßt die Orte Bayreuth, Coburg, die mit Bleistoffen in Berührung kommen, binnen 24 Stunden nicht Aus Cardenas( Kuba) wird heute telegraphirt: Als gestern Schwarzenbach, Wunsiedel, Tröstau, Röthenbach, Marktleuthen, Selb länger als 12 Stunden beschäftigt werden dürfen. Obwohl eine eine mit 17 Mann besezte Striegsschaluppe aus den mit Torpedos und Grötschenreuth. Forderungen haben die Leute nicht gestellt. folche Bestimmung für die Chromatarbeiter mindestens ebenso belegten Gewässern hinausfahren wollte, tam infolge eines falschen Zuzug ist streng fernzuhalten. Interstützung ist dringend nöthig gewesen gewesen wäre, hat man ihnen gegenüber von Manövers ein Torpedo zur Explosion. Alle 17 Mann famen ums nothwendig. einer solchen Schutzbestimmung abgesehen. Ungenügend ist auch Leben. beendet. Die Der Streit der Steinarbeiter von Striegau und Häslicht ist die Bestimmung, daß Arbeiterinnen und jugendliche Arbeiter Aus Barcelona wird gemeldet: Die hiesigen Seebehörden erzielten eine 12-15prozentige Sohn nur in solchen Räumen beschäftigt werden dürfen, die sie nicht mit find angewiesen worden, schnelllaufenden Handelsschiffen von hohem erhöhung, Regelung und Festsetzung einer 10stündigen Arbeits- Chromaten in Berührung bringen. Die Beamten werden das so Tonnengehalt das Auslaufen nicht zu gestatten, damit dieselben als zeit, Einführung eines Tarifs auf 1 Jahr und zur Beauffaffen, daß nur die Berührung des Körpers mit festen oder auf- Hilfstreuzer in Dienst gestellt werden können. seitigung der bestehenden Mißstände bildet sich von jedem gelösten Chromaten verboten ist. Und doch ist diese das kleinere Eine Petersburger Meldung des Daily Telegr." besagt, Japan Betrieb ein Ausschuß aus den Reihen der Arbeiter. Der wohl zu lebel. Das Schädliche ist vielmehr der Chromatstaub. Von sei entschlossen, gegen eine etwaige Annerion der Philippinen seitens fammengefügte" Unternehmerverband ist gesprengt. Betheiligt am einem Fernbleiben von diesem ist aber in den Bestimmungen nichts der Unionsstaaten kräftige Einsprache zu erheben. Es habe sich Ausstand waren zirka 800 Mann von 16 Betrieben und 14 Ünter- zu lesen. Aber auch wenn man meinte, die Berührung mit dem bereits an Rußland gewendet mit dem Gesuch, den Protest zu unternehmern. Den Gewerkschaftskartellen sowie den Vorständen der unmittelbar entstehenden Staube sei ebenfalls untersagt, so tann, stützen. Gewerkschaften zur Nachricht, daß wir nach Beendigung des so wenig ein Arbeiter in einer Mühle beschäftigt werden kann, ohne erst angeführten Streits die Quittungen über die ein- mit dem Mehlstaub in Berührung zu kommen, auch eine Arbeiterin Taufenden Beträge im Vorwärts" veröffentlichen werden. Die in einer Chromatfabrik nicht beschäftigt werden, ohne daß sie ChromatGeschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands. J. A.: P. Mitschke, staub in die Nase bekommt. Rigdorf, Steinmegstr. 14. Die spanischen Kammern haben mit Rücksicht auf die schwebende Ministerkrisis, über die viele unkontrollirbare Gerüchte umlaufen, ihre Verhandlungen eingestellt. Die Gefahr der Gesundheitsschädigung durch den Chromatstaub ehte Nachrichten und Depelthen. Bei der Gewerbegerichtswahl in Braunschweig fiegte tönnte aber sehr wesentlich herabgemindert werden, wenn verordnet würde, die Liste des Gewerkschaftsfartells mit 3032 Stimmen. Bei der daß der Chromeisenstein- das Ausgangsmaterial zur Herstellung der Petersburg, 17. Mai.( W. T. B.) Vergangene Nacht brach in nur nach Befeuchtung mit fünf Prozent dem hiesigen Heubarken- Hafen Feuer aus, welches rapide um sich vorigen Wahl war nur eine Stimmenabgabe von 1586 zu ver- Alkalichromate zeichnen. Die Zunahme darf als ein gutes Zeichen für den Ausgang Wasser vermahlen und mit Soda 2c. vermengt werden darf. Das greifend 16 Barken mit etwa 55 000 Bud Heu und Stroh und neun der Reichstagswahlen betrachtet werden. Mahlen und Mischen würde dadurch nicht erschwert, aber das Ver- leere Barken vernichtete. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. Unterhaltungsblatt. 3r. 115. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mitbürger, Arbeiter, Handwerker! Scht die Reichstagswähler- Listen nach! Es ist Pflicht eines jeden Wählers, sich durch Einsicht in die Wählerlisten davon zu überzeugen, daß sein Name in der Liste verzeichnet stehe. Wer bis zum 16. Juni das 25. Lebensjahr vollendet hat, also spätestens am 16. Juni 1873 geboren ist, ist wahl berechtigt, hat aber schon während der kommenden acht Tage, wo die Wählerliste ausliegt, dafür zu sorgen, daß sein Name eingetragen werde. Dies geschieht am besten dadurch, daß man mit einem Legitimationspapier( Steuerquittung, Geburtsschein, Militärschein 2c.) in dem Lokal, wo die Wählerliste ausliegt, sich davon überzeugt, daß der Name in der Liste steht, und in dem Falle, wo der Name fehlt, von dem dort zu diesem Zweck stationirten Beamten seine Aufnahme in die Wählerliste protokollarisch feststellen läßt. Kein Parteigenosse darf versäumen, in den Fabriken, Werkstätten 2c. dafür zu sorgen, daß ein jeder dieser unerläßlichen Pflicht nachkomme; wo mur angängig, ist dahin zu wirken, daß die Wählerlisten bis spätestens am 25. d. M. von jedem Wähler gehörig nach gesehen werden. Keine einzige Stimme darf durch Nachlässigkeit im Stampfe gegen die Volfsentrechtung verloren gehen. Für solche Wähler jedoch, denen es an Zeit und Gelegenheit fehlt, selber die Listen zu kontrolliren, haben sich in den verschiedenen Wahlkreisen eine Anzahl Parteigenossen bereit erklärt, dieses zu besorgen. Die Mittwod, 18. Mai 1898. Kommunales. : Minister v. Hammerstein: Zur Einschränkung der dortigen Grubenwässer seien bereits Vermauerungen erfolgt, durch welche der Umfang des Grubenbetriebes auf die Hälfte reduzirt worden sei. Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung für Bor Seitens der Regierung seien Erwägungen im Gange, wie durch eine berathung der Angelegenheit betreffend den Abschluß eines neuen anderweite zuführung der Grubenwässer zur Ems die jetzigen Schä-| Vertrages mit den Berliner Elektrizitätswerten hat heute Schä- berathung digungen für die Landwirthschaft zu vermeiden seien. unter Vorsitz des Stadtverordneten Borstehers- Stellvertreters Damit schließt die Besprechung. Es folgt die Interpellation Brandenburg wegen Michelet und in Anwesenheit des Bürgermeisters Kirschner und bes Stadtraths Babel die erste Sigung abgehalten der Anordnung von Festtagsarbeiten im Piesberger dieselbe mit der Generaldebatte ausgefüllt. Der Ausschuß Bergwert. wünscht, daß der Magistrat ihm die Verhandlungen der in dieser Sache eingesetzt geweſenen gemischten Deputation und die abgegebenen Gutachten zugänglich machte, und soll nach Eingang Materials eine neue Sigung angesezt und in die Spezialberathung des Vertrages eingetreten werden. Tokales. und des Die Interpellation fragt an, ob die Regierung mit dieser VerPflichtung der Arbeiter zur Arbeit an katholischen Feiertagen einverstanden sei? Abg. Brandenburg begründet die Interpellation. Kohle im Piesberge sei mit großen Kosten und Schwierigkeit verMinister Brefeld hebt zunächst hervor, die Gewinnung der bunden wegen des start zunehmenden Wasserandranges. Die tägliche Kohlenförderung ist deshalb von 750 auf 450 Tonnen zurückgegangen. Auch der Salzgehalt der Grubenwasser hat zugenommen; infolge Die Parteigenossen des ersten Wahlkreises werden ersucht, zahlreicher Beschwerden haben daher die Abwässer bereits in die morgen, Donnerstag, früh 7 Uhr, sich in folgenden Lokalen zur des Grubenbetriebes ist daher eine sehr bedenkliche. Läßt man die Mörschel, Jüdenstr. 35; Sommer, Grünstr. 21; Glue, Ems statt in die Haase geleitet werden müssen. Die finanzielle Lage Flugblatt Berbreitung recht zahlreich einzufinden: Grube erfaufen, so wäre das ein Schaden für die Aktionäre, aber Strausenstr. 18; tod fish, Holzgartenstr. 5; Vogt, Charlottenein noch größerer für die Arbeiter. Deshalb ist zu dem angefochtenen straße 60; Schmidt, Flensburgerstr. 24. Mittel gegriffen worden, zu dem Arbeitenlassen an neun( nicht sieben!) katholischen Feiertagen. Die Wasserhaltung müßte ohnehin weiter arbeiten, sonst würde das Werk erfaufen, fraglich war nur, in wie weit auch der Förderungsbetrieb erlaubt sein sollte. Den Parteigenossen des vierten Wahlkreises die Mitthei lung, daß am nächsten Donnerstag, als am Himmelfahrtstage eine Herrenpartie nach Friedrichshagen statfindet. Es wäre erwünscht, daß sich an dieser Partie einige Gesangvereine betheiligten. Zahl trauensperson. Namen und Adressen dieser Genossen sind in der gestrigen aber der Gesellschaft daran, daß die Arbeiter auch freiwillig und ohne reicher Betheiligung der Genossen wird entgegengesehen. Die Ver Nummer des„ Vorwärts" bekannt gegeben worden. D Die Reichtags Wählerliste liegt für Berlin vom 18. fellschaft zur Einrichtung eines Gottesdienstes, zur Tragung der Gewissensdruck arbeiteten. Dem Bischof gegenüber hat sich die GeDen Parteigenossen des sechsten Wahlkreises zur Kenntniß, bis einschließlich 25. Mai, Wochentags 9 bis 3 Uhr, Himmelfahrts Kosten dafür verpflichtet. Weshalb der Gottesdienst doch nicht ein- daß zu der am 22. Mai stattfindenden Urania- Vorstellung Billets. tag und Sonntags 12 bis 5 Uhr, Poſtſtr. 16, 2 Tr., aus, und geführt worden ist, weiß ich nicht. Aber die Gesellschaft läßt erst bei Franz Gleinert, Müller str. 7a noch zu haben sind. außerdem für den ersten Wahlkreis: Hinter der Garnisonkirche 2; von 9 Uhr morgens ab arbeiten. Was nun die Rechtslage anlangt, Die erste Abtheilung der Freien Volksbühne hat am für den zweiten Wahlkreis, Stadtbezirke 21 bis 30 und 50 so sind auch im Bereiche der Hannoverschen Sabbathordnung nach Sonntag, den 22. Mai, nachmittags 23/4 Uhr, im Friedrich Wilhelm= bis 73: Tempelhofer Ufer 2, Stadtbezirke 31 bis 49: Steinmetz- ständiger behördlicher Praris die kleinen katholischen Festtage nicht städtischen Theater die letzte Aufführung in dieser Spielsaison, und straße 79, Stadtbezirke 74 bis 78c und 114 bis 117: Dieffenbach- als solche im Sinne der Gewerbe- Ordnung angesehen worden. zwar Ernst von Wolzogen's Lumpengesindet", unter MitStraße 60/61; Ferner aber ist auch Stets für den dritten Wahlkreis: Schmidstr. 38; die Nothlage des Besizers wirkung der Herren Gustav Kober und Richard Deser vom Deutschen als ein Nothfall im Sinne der Gewerbe Ordnung be- Theater als Gäste. Gleichzeitig findet im Lessing- Theater für den vierten Wahlkreis, Stadtbezirke 83, 84 und 95 bis trachtet worden. Ich bin aufrichtig der Meinung, daß die vierte Vorstellung der Henrik Ibsen'schen Wildente" für die 109: Staligerstr. 55/56, Stadtbezirke 85, 86, 88-94, 110-118b: die Hannoverschen Behörden Hannoverschen Behörden die Bestimmungen richtig aus vierte Abtheilung statt. Die gleiche Vorstellung für die fünfte AbReichenbergerstr. 131/132, für Stadtbezirke 145-159, 162-165, gelegt haben, und daß es sich hier um eine konstante Brayis theilung folgt am Pfingst Sonntag Nachmittag und die Vor182-188: Strausbergerstr. 9, für Stadtbezirke 160, 161, 166-181, 182-188: Strausbergerstr. 9, für Stadtbezirke 160, 161, 166-181, handelt. Die Arbeiter hätten daher nicht die Arbeit niederlegen stellungen vom„ Lumpengesindel" für die zweite Abtheilung am 189-191: Tilsiterstr. 4/5; sollen, zumal doch hier nicht eine dauernde Erlaubnißertheilung vor- 5. Juni( siehe heutiges Inserat), für die dritte Abtheilung am für den fünften Wahlkreis: Gipsstr. 23a; D " für den sechsten Wahlkreis: Stadtbezirke 218-226 und liegt, sondern eine widerrufliche. Die Arbeiter dort sind solide, an- 12. Juni, für die vierte Abtheilung am 19. Juni und für die fünfte 287-250: Schönhauser Allee 166a, Stadtbezirke 227-236, 251-258: tändige Leute, und die Verwaltung wird Nachsicht gegen Abtheilung am 26. Juni. Während der Ferienmonate, Juli und 237-250: Schönhauser Allee 166a, Stadtbezirke 227-236, 251-258: sie üben, wenn sie ihren Irrthum einsehen und erkennen, August, werden keine Vorstellungen veranstaltet. Mitte Juli findet Demminerstr. 27, Stadtbezirke 259-278: Adferstr. 67, Stadtbezirke daß es sich hier nicht so sehr um das Interesse der die nächste Generalversammlung statt. Die Ausgabe der neuen 285-287, 298-304 und Theil von 282: Thurmstr. 86, Stadtbezirke Eigenthümer handelt, als um das der Arbeiter Karten erfolgt Ende August. Der Vorstand. J. A.: J. Winkler. 288-297: Thurmstr. 75, Stadtbezirke 305-326b: Pantstr. 8; in Charlottenburg liegen die Liften in der angegebenen Zeit felbst. Ich kann nur hoffen, daß sie die Arbeit wieder aufaus; nehmen. ,, Kaufmännische und gewerbliche Hilfsverein für weibliche Angestellte" für den Stadtkreis im Statistischen Amt, Berlinerstr. 77, 1 Tr., von Auf Antrag Porsch gelangt die Interpellation zur Be- Sommerurlaub für Handlungsgehilfinnen. Der Berliner vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, jedoch am Himmelfahrts- sprechung. tage, den 19. d. M., und am Sonntag, den 22. d. M., nur von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, zu jedermanns Einsicht oder um eine Lohnfrage handle. Abg. Beumer bestreitet, daß es sich um ein religiöses Problem hat die Geschäftsinhaber auch in diesem Jahre wieder durch RundEs liege hier lediglich der schreiben gebeten, dem weiblichen Personal Sommerurlaub, woEs liege hier lediglich der möglich unter Fortbezug des Gehalts, zu gewähren oder wenigstens in Rigdorf vom 18. Mai bis 26. Mai im Amtsgebäude, wer Herr im Hause sein solle. An all den betreffenden holten Ersuchen um Sommerurlaub soll, einer von dem Verein ausa agitatorische 3wed vor, der Kampf Sarum, einen Nachmittag in der Woche freizugeben. Dem alljährlich wiederBerlinerstraße 62, 1 Tr., Zimmer 58( Sizungssaal), von morgens katholischen Festtagen werde am Rhein und auch in den Osnabrücker 9 Uhr bis 9 Uhr abends und am Sonntag, den 22. Mai von Hütten gearbeitet. Der Dividenden- Durchschnitt von Georg Marien gehenden Zeitungsnotiz zufolge in Schöneberg im Feuerwehr- Gebäude, Feurigstraße 63/64, 1 Tr., Zimmer 4, und zwar werktäglich von vormittags 8 bis nachmittags 3 Uhr, am Himmelfahrtstag und Sonntag, den 22. d. M., morgens von 8 bis 92 Uhr; früh 9 Uhr bis 1 Uhr mittags; in Pantow im Amtsbüreau einschließlich Donnerstag und Sonntag während der Dienststunden; in ieder Schönhausen desgleichen; in Wilmersdorf im Rathhause, Zimmer 26 von morgens 8 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, Donnerstag und Sonntag von morgens 8-10 Uhr; in Rummelsburg liegen die Wählerlisten vom 18.- 25. Mai im Schulhause aus; am Himmelfahrtstag und am Sonntag sind sie von morgens 81/2 Uhr bis mittags 12 Uhr einzusehen. In Reinickendorf liegen die Listen bis zum 25. Mai im diesseitigen Gemeindebureau, Hauptstraße 38, Zimmer 10 aus, und zwar Wochentags von 9 bis 8 Uhr, morgen, Donnerstag, und Sonnfag von 9 bis 91/2 und von 11/2 bis 1 Uhr. Zum Nachsehen er flären sich bereit im Osten Zeidler, Residenzstr. 22, 1. Tr., und M. Eichner, Winterstr. 13, 1 r., im Besten Heider, Birkenstr. 7, und Paul Schilling, Berlinerstr. 2b. In Briz bis zum 25. Mai in den Dienſtſtunden von morgens 8 bis abends 6 Uhr, Sonntags von 8 bis 10 Uhr im Amtshause. Wer verhindert ist, wende sich an Karl Dorn, Gastwirth, BürgerStraße 4. Abgeordnetenhaus. 83. Sigung vom 17. Mai. 10 Uhr. Bor der Tagesordnung erhält das Wort Abg. Hahn zu einer kurzen Bemerkung: Herr Sattler hat sich gestern gewundert, warum gerade er bei der Berathung des Anerbengeseges nicht zugegen gewesen sei. Er stelle deshalb die Urfache fest( Lebhafte Unruhe, Rufe links: Interessirt uns gar nicht!) Er habe gestern( erneute große Unruhe auf allen Seiten des Hauses. Rufe: Schluß!) Unter allgemeinem Lärm verhallen die legten Worte des Abg. Hahn. bisher von, vielen" Geschäftsliege namentlich an dem plöglichen Widerstande des niederen Klerus ähnliche Notiz über die Sommerurlaubs- Bitte durch die Zeitungen in den letzten 20 Jahren betrage überdies nur 2,94 pet. Die Schuld inhabern entsprochen worden sein. Alls im vorigen Frühjahr eine gegen den Bischof. Der Klerus habe den geplanten Frühgottesdienst ging, warfen wir die Frage auf, warum denn in den Jahresnicht zu stande kommen lassen. Deshalb habe der von der Berg- berichten des Vereins nicht genaues angegeben wird, wie vielen Zugleich lich die Verwaltung an den obersten Seelsorger, den Bischof, wandte, wiesen wir darauf hin, daß, während frühere Berichte von einem werks- Berwaltung mit so weitem Blid gewählte Weg, daß sich näm- ein Irlaub, mit oder ohne Gehalt erwirkt wurde. Erfolg der Bitte zu melden wußten, der Bericht pro 1896 nichts nicht zum Ziele geführt. finanziellen Nothlage des Werks an den katholischen Feiertagen geantwortete die Vereinsleitung in ihrem Monatsblättchen, ihre BeAbg. Porsch bestreitet, daß wegen einer irgend wie gearteten daran die Vermuthung, daß der Erfolg nachgelassen habe. Darauf darüber sagte, ob sie auch diesmal erfolgreich war. Wir knüpften arbeitet werden müsse. Wenn man sage, daß sonst der Betrieb eintönne danach nicht so ins Gewicht fallen, daß das Werk allein dagestellt werden müsse, ja, die Arbeit an den 7 oder 9 Tagen durch betriebsfähig erhalten werde. mit Gehalt sei fir 1897 geplant. Der Bericht pro 1897 verbreitet mühungen in Sachen des Sommerurlaubs seien von wachsendem Erfolge begleitet; eine Erhebung über die Zahl der Beurlaubungen Rechtslage für vollkommen unanfechtbar. Abg. v. Jedlik hält die Ausführungen des Ministers über die sich nun über den Sommerurlaub und Sommeraufenthalt der Mitglieder mit besonderer Ausführlichkeit, giebt aber wieder nicht an, wie viele Urlaub mit Gehalt befamen. Es wird auch nicht gesagt, verstehe er durchaus. Aber wisse denn Herr Brandenburg nicht, daß einmal erwähnt, daß eine solche geplant war. Abg. Sattler führt aus: Das Festhalten an einer alten Sitte ob eine Erhebung darüber stattgefunden hat, ja es wird nicht schon seit langem auf allen übrigen Werken der Georg MarienNach wie vor Gesellschaft auch an jenen fleinen katholischen Festtagen ständig ge- alljährliche Bitte, wie Zuſchriften von Mitgliedern an den Verein wird nur in allgemeinen Ausdrücken berichtet, daß die arbeitet werde?( Buruf: Zwangsweise!) Wenn der Bergbau am beweisen, in zahlreichen Fällen Erfüllung findet". Sollte es denn nur zum Schaden der Arbeiter, nicht zum Schaden der Aktionäre, da viele Fälle wenigstens zur Kenntniß der Vereinsleitung gelangt sind? Piesberge ganz eingestellt werde, weil er unlohnend sei, so sei das wirklich so schwer sein, aus den Zuschriften genauer festzustellen, wie der Biesberg nur Zuschüsse erfordere. Auch die Bitte um einen freien Nachmittag erwähnt der Abg. Stößel: Der Minister räth jetzt so dringend zur Einigung, Bericht, er schweigt aber darüber, ob der Vereinsleitung bekannt ist, aber warum hat er nicht schon früher vermittelt? Kontraktbrüchig daß diese Bitte 1896 von einer nennenswerthen Anzahl von Ges find die Arbeiter nur geworden, weil man ihre Massenkündigung schäftsinhabern erfüllt worden sei. Daß das bis jetzt nicht der nicht annahm, die doch dem Werke erlaubt ist. Und wie tam es, daß man die Arbeiter mißachtend bei Seite schob und über ihre Fall gewesen ist, darauf deutet der Zusatz hin:" Hoffentlich werden Köpfe weg mit dem Bischof verhandelte? Ich kann den Arbeitern also erst noch kommen soll. Wollen's abwarten. unsere Bemühungen von Erfolg gekrönt sein", wonach der„ Erfolg" hier vor dem Lande mur meine vollste Anerkennung dafür ausDie Lokalkomitees der Ferienkolonien sind gestern im sprechen, daß sie noch etwas Jdealeres kannten, als den materiellen Bürgersaale des Rathhauses versammelt gewesen. Bei dieser GeLohn, und auf den katholischen Feiertagen bestanden. Minister Brefeld entgegnet, es sei für die 3entralstelle legenheit wurden wieder die alten begründeten Klagen erhoben, ganz unmöglich, sich bei Ausständen vermittelnd welche an dem vielgerühmten Wohlthätigkeitsfinn der Berliner viel Gutes lassen. In einem einzumischen. Die Zahl der Ausstände sei auch im Laufe der Bourgeoisie nicht gerade die Sigung heißt es: Mehrere Redner belezten Jahre viel zu sehr angewachsen, um eine solche Einmischung Bericht über als möglich, als durchführbar erscheinen zu lassen. Die Zentralftelle dauerten lebhaft die Unfenntniß, die noch in weiten Kreisen sei auch im Einzelfalle gar nicht so informirt wie die Ortsbehörden. über die Ziele der Ferienkolonien herrsche. Immer wieder Er bleibe dabei: die heutige Verhandlung werde hoffentlich die Ar- müsse darauf hingewiesen werden, daß bei der Lauheit, ja beiter davon überzeugen, daß sie im Irrthum waren. Auf jeden Unfreundlichkeit, mit der viele Mitbürger den KomiteeFall dürfe man ihm glauben: wenn der Nothstand vorbei sei, werde mitgliedern bei der Zirkulation der Sammellisten begegnen, an eine Ausdehnung der Thätigkeit der Ferienkolonien taum gedacht werden Es folgt die Interpellation v. Mendel betreffend die der Dispens zurückgezogen werden. Berunreinigung der Luppe und Elster durch die Abg. Wamhof, Vertreter des Wahlfreises, in welchem Biesberg fönne, so nothwendig diese angesichts der zahlreichen, stets sich vera Leipziger Abwässer. Auf Anfrage des Präsidenten beantwortet der liegt, äußert den lebhaften Wunsch nach Beilegung des Zwistes, dabei er- mehrenden Anmeldungen schwächlicher und bedürftiger Kinder sei. Minister v. Hammerstein die Interpellation sofort dahin: eine wähnend, daß er mit den Biesberger Arbeitern am Sonnabend eine Unter- Das Komitee könne leider in vielen Fällen nicht darauf verzichten, gemeinsame Besichtigung seitens preußischer und sächsischer Kommissare haltung gehabt habe. Er sei überzeugt, die Bergwerks- Verwaltung werde daß Eltern und Gönner für Kinder, denen der Arzt eine Lufthabe ergeben, daß die Elster verhältnißmäßig rein sei, die Luppe Milde walten laffen. Die Arbeiter ihrerseits hätten ja auch ihm veränderung und so weiter dringend empfohlen habe, enta dagegen sei derart verschlammt, daß der Zustand unerträglich sei. gegenüber zugegeben, daß sie auswandern müßten, wenn der Be- sprechende Beiträge zu zahlen, was schon oft zu der irrigen ob manche Kinder bevorzugt Die Kläranlagen Leipzigs funktionirten ganz ungenügend. Die diesseitige trieb von Biesberg eingestellt werde. Die Sache sei jedenfalls ernst, Anschauung geführt habe, als Regierung habe auch bereits dieserhalb mit der sächsischen Verhand- und er selbst werde gern alles zur Verständigung beitragen. Seine würden. Bei den geringen verfügbaren Mitteln müsse leider eine lungen gepflogen. Die sächsische Regierung habe zu den Vorschlägen der Sympathien stünden jedenfalls ebenso sehr auf seiten der Arbeiter, große Anzahl von Kindern, die Berücksichtigung verdienen, zurüd Formell sei auch wie die des Zentrums. gewiesen werden." Diese Mittheilungen bestätigen nur die von uns Kommission ihre Zustimmung ausgesprochen. Leipzig bereit, die Kläranlagen zu verbessern. Aber es scheine, als Ein Schlußantrag wird jezt angenommen, womit die Besprechung feit Jahren ausgesprochene Ansicht, daß gerade die bedürftigsten Kinder am wenigsten Aussicht haben, der in den Ferienkolonien ob es in Leipzig doch an dem ernsten Willen fehle. Die Ne beendet ist. gierung werde jedenfalls mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln Es folgt die Berathung des Antrages b. Sieres und gebotenen Wohlthäten theilhaft zu werden. Bemerkenswerth ist bemüht bleiben, um dem unerträglichen Zustande abzuhelfen. 28 i Itau auf Vorlegung eines Gesegentwurfs betr. die Kreis- ferner, daß Frau Direktor Jessen in dem von ihr erstatteten ( Beifall.) abgabenpflicht der Gesellschaften mit beschränkter Bericht ihr Bedauern darüber aussprach, daß weder der Magistrat noch staatliche Behörden das Komitee aftpflicht. durch Beiträge unterstützen. Das Bentralkomitee müsse Wandel und schaffen hierin auch dafür sorgen, daß dem Gedeihen der die größeren Vereine mehr Interesse an Kolonien nehmen. Vielleicht ringt sich schließlich auch bei den Leitern der Ferienkolonien die Anschauung durch, daß das gemeinnüßige Unternehmen nur dann umfassend und wahrhaft ersprießlich wirken kann, wenn Staat und Gemeinde endlich ihrer sozialen Pflichten eingedenk handeln. Aber da kommt man natürlich wieder Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die wiederholte End abstimmung über das Aner bengesez. Anwesend find 223 Abgeordnete, von denen sich acht der Stimme enthalten. Die Annahme des Gesetzes erfolgt mit 165 gegen 50 Stimmen. Nachdem sodann erst der Abg. v. Mendel die Interpellation furz begründet, auf die Seuchengefahr hinweisend, wird auf Antrag b. Plötz die Besprechung beantragt. Die Abgg. v. Eynatten und Ples beklagen, daß leider ganz allgemein, nicht nur im Bereiche der Luppe und Elster bezw. der Elbe die Privatindustrie rücksichtslos die Gewässer verunreinige. Es bedürfe eines Wassergesetzes oder doch eines Gesetzes gegen die Verunreinigung der Gewässer. Minister v. Hammerstein erwidert, wie er schon bei Berathung des landwirthschaftlichen Etats bemerkt habe, seien Entwürfe be züglich der Verunreinigung der Flüsse in Ausarbeitung. Er hoffe jedenfalls schon in der nächsten Session einen Entwurf vorTegen zu können. Auf Anregungen von den Abgg. von Hagen( Centr.) und Hahn wegen der Grubenwässer des Piesberges erklärt noch Der Antrag wird ohne Debatte angenommen. Im Laufe einer jegt folgenden Geschäftsordnungsdebatte über Anberaumung noch einer Abendsizung mit der Tagesordnung Petitionen, erklärt auf eine Provokation durch Sattler der Graf Limburg, seine Freunde hätten auf die Behandlung der Interpellation Kanis mir verzichtet, weil sie eine so wichtige Sache nicht bei so leerem Hause hätten verhandeln wollen. Auf eine Abendigung wird schließlich verzichtet. Die Sigung schließt sodamn in der üblichen Weise( Berlesung der üblichen Geschäftsübersicht durch den Präsidenten, sowie Dantes austausch zwischen Präsidium und Haus.) Schluß 4/4 Uhr. mit dem bequemen Einwand von dem verhängnißvollen ersten Schritt auf der schiefen Ebene", die geradeswegs in den tit sozialistischen Zukunftsstaat hineinführt! Der Kommunal- Freifinn in Nöthen. Ueber die Oberbürgermeisterfrage äußerte sich gestern Stadtv. IIIst ein im Fortschrittlichen Verein vor dem Halle'schen Thore". Er meinte, die Besetzung worden, Die nächste Straßenbahulinie, auf welcher der elektrische Betrieb eingeführt werden wird, ist die Linie Schlesisches Thor- Schöne berg( Kolonnenstraße). Bereits sind die Arbeiten für die Legung der oberirdischen Leitung in der Köpnickerstraße in Angriff genommen Das Polizeipräsidium theilt mit: Am 7. d. M., abends gegen 72 Uhr wollen zwei Knaben an der Ecke Stalizer- und Mariannenstraße einer Frau ein Portemonnaie über 20 M. aus der Rocktasche gestohlen haben. Die Geschädigten wollen sich in den Vormittagsstunden ini Polizeipräsidium Zimmer 323 II melden. " Gerichts- Beifung. des Oberbürgermeisterpostens habe die Stadtverwaltung in ziemliche p Schöneberg. Die Stadtverordneten Versamm Verlegenheit gebracht, da es an geeigneten Bewerbern fehle. Ernstlich lung genehmigte am Montag das vom Magiftrat vorgelegte Projekt fämen im Augenblid nur zwei Kandidaten in betracht, Stadtrath betr. den Ausbau der sogenannten Brachtstraße Haupt- bis Friedenauer- Die schweren Beschuldigungen, die der ehemalige KirchenKämpf und Bürgermeister Kirschner. Dem ersten fehle die straße. Des weiteren wurde beschlossen, daß Mitglieder der diener Karl Teßmann seit Jahren gegen seinen früheren Vors für den Poften angesichts der zahlreichen Verwaltungsfragen un- Deputationen fich an Lieferungen und Ausführung von Ar- gesetzten, den Küster Schulz bei der St. Johanniskirche in Moabit, bedingt erforderliche juristische Vorbildung, der zweite sei beiten für die Stadtgemeinde nicht betheiligen dürfen, soweit solche erhebt, bildeten wiederum die Unterlage zu einer Verhandlung, unstreitig ein ein tüchtiger, fleißiger Beamter, gehe aber in Lieferungen und Arbeiten in den Geschäftskreis der betr. Deputation welche gestern vor der neunten Straffammer des Landgerichts I seiner Rücksichtnahme nach oben noch viel weiter als der fallen". Ein kleiner Konflikt zwischen Stadtverordneten und Auf- gegen Teßmann stattfand. Der Angeklagte ist im Jahre 1891 aus gegenwärtige Oberbürgermeister. Für den Posten einen guten Ver- fichtsbehörde spielte sich bei folgendem Fall ab. Die Versammlung dem Dienst entlassen worden. Er hält den Küster Schulz für den waltungsbeamten zu finden, der gleichzeitig ein strammer Fortschritts- hatte in einem früheren Beschluß das Schöneberger Tageblatt" zum Urheber dieser Maßregel und ist gegen ihn von einem unauslöschmann sei, werde wohl schwer halten, zumal sich keine Bewerber von amtlichen Publikationsorgan ernannt. Daraufhin erlichen Haß befeelt. In öffentlichen Versammlungen, die Teßmann auswärts meldeten. Von den bisher genannten Oberbürgermeistern ließ der Landrath eine Bekanntmachung, wonach die polizei- einberief, beschuldigte er den Küster Schulz der schwersten Vergehen, Bender- Breslau, Adices- Frankfurt u. a. erscheine es zweifelhaft, ob lichen Bekanntmachungen nicht nicht in diesem, sondern im wie Fälschung der Kirchenbücher, um begangene Unterschlagungen zu sie zur Uebernahme der Stellung geneigt wären. Es sei selbst der„ Teltower Kreisblatt" zu erfolgen haben. Darob nun verdecken, u. 1. w. Schulz sei Eigenthümer zweier Häuser, welche er Gedanke aufgetaucht, den Oberbürgermeisterposten öffentlich aus große Entrüstung bei unseren Stadtverordneten. Ganz energisch für das zu unrecht erworbene Gut gekauft habe. Es haben bereits zuschreiben, doch habe man ihn mit Recht als der deutschen Reichs- trat der Vorsteher für den von der Versammlung gefaßten Beschluß umfangreiche Verhandlungen stattgefunden, wobei den von Leßmann hauptstadt unwürdig fallen gelassen. Wie die Dinge liegen, sei die ein. Es sei taum glaublich, daß man am Ende des 19. Jahr angebotenen Beweisanträgen in der eingehendsten Weise stattgegeben Kandidatur Kirschner, trotzdem sie auf den Widerstand eines Theiles hunderts einer jungen, aufblühenden Stadt solche Widerwärtigkeiten wurde, ohne daß irgend etwas Belastendes gegen Schulz zu der Stadtverordneten stoße, die aussichtsvollste. in den Weg legen könne. Das Kreisblatt werde in vielleicht tage gefördert wurde. Die Bestrafung Teßmann's hat auf Im Zeichen des Verkehrs. Das Polizeipräsidium giebt be- 20 Gremplaren in Schöneberg gehalten. Und da sollen die polizei ihn keine Wirkung ausgeübt, nach wie vor hat er seine Bekannt: Anläßlich der Mittwoch Vormittag im Lustgarten statt Tannt: Anläßlich der Mittwoch Vormittag im Lustgarten statt- ichen Bekanntmachungen der Allgemeinheit zur Kenntniß gebracht schuldigungen wiederholt und sich immer neue Auflagen zugezogen. findenden Parade des Kaiser Alexander- Garde- Grenadier- Regiments werden. Das Prinzip der Selbstverwaltung und Selbstbestimmung Auch im gestrigen Termine beharrte er auf seinem früheren Standfindenden Parade des Kaiser Alexander- Garde- Grenadier- Regiments werde dadurch verlegt und müsse an dem gefaßten Beschlusse energisch punkt. Inzwischen sind Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit Nr. 1 werden der Lustgarten und die Schloßfreiheit von 112 Uhr festgehalten werden? Dazu wurde noch folgender Antrag einstimmig Teßmann's erhoben und er ist von dem Kreisphysikus Dr. Leppman ab bis nach beendeter Parade nach Bedarf für den allgemeinen angenommen:" Die Stadtverordneten- Bersammlung richtet an den auf seinen Geisteszustand untersucht worden. Der Sachverständige beVerkehr gesperrt werden. Magistrat das Ersuchen, im Interesse der finanziellen Selbständigkeit gutachtete, daß der Angeklagte zweifellos geistestrant sei und der Stadtgemeinde den Austritt deshalb aus dem Kreise mit der für sein Verhalten nicht verantwortlich gemacht werden könne. thunlichsten Schnelligkeit zu veranlassen."- Ferner wurde ein An- Teßmann leide an einer krankhaften Selbstüberschäßung seiner Fähig= trag betr. die augenärztliche Untersuchung der Schul- feiten und Leistungen. Von allen seinen Vorgesetzten wähne er sich finder" angenommen; der Antrag unserer Genossen:„ Die Untersuchung zu unrecht behandelt und glaube, daß dieselben rechtsbeugende Mittel der Kinder auf ihren sonstigen Gesundheitszustand monatlich einmal, anwendeten, um ihn aus dem Dienste zu bringen. Er glaube mindestens aber periodenweise stattfinden zu lassen," wurde, wie sogar, daß die Leitung der früheren Prozesse wir voraussahen, abgelehnt; finanzielle Schwierigkeiten sollen diesem gegen ihn nicht in unbefangener Weise stattAntrage im Wege stehen. gefunden habe. Es sei eine ganz bestimmte Art von Irrsinn, Mittwoch, den 18. Mai, im Lokal von Wöllstein stattfindenden freisprechendes Erkenntniß fällen. Adlershof. Die Barteigenoffen werden aufgefordert, der am von dem Teßmann befallen sei. Der Gerichtshof mußte auf grund dieses Gutachtens ein freiDer Präsident des hiesigen Amtsgerichts I, der erst vor sinnigen Versammlung fern zu bleiben. Die uns zugegangene einigen Monaten von Bromberg nach Berlin berufene Präsident Versammlungseinladung spricht von einer öffentlichen Bereins- Die Urfehde, die einer hiesigen städtischen Lehrerin Herzog, ist von einem Schlagfluffe getroffen und zur Zeit dienst- versammlung des freisinnigen Volfsvereins und richtet sich nur an von mehreren Bersonen geschworen zu sein scheint, beschäftigte gestern unfähig geworden. Seine Bertretung hat der aufsichtsführende die freisinnigen Wähler. Die Redefreiheit erscheint uns daher nicht wiederum die erste Straffammer des hiesigen Landgerichts I während Richter, Geheimer Justizrath 3 ur Westen übernommen. garantirt, und daher fordern wir nochmals zum Fernbleiben von der eines ganzen langen Sigungstages. Die auf Beleidigung lautende In einem Anfalle von nervöser Ueberreizung hat ein junger Bersammlung auf, umsomehr, da dieselbe in einem gesperrten Lokal Anklage richtete sich gegen die Frau Hausbesizer Anna Wenster, Jurist, der Sohn des Landgerichts- Direktors 2. vom Landgericht I, stattfindet. Das Wahlkomitee. den Biseleur arnd und den Hausverwalter Wipprecht, Hand an sich gelegt. Der junge Mann, der mit Vornamen Friedrichsberg. Die Parteigenossen Bernh. Lange, Wartenberg- gegen welche die städtische Handarbeits- Lehrerin Fräulein 3. Ferdinand heißt, hatte sich zum Gramen überarbeitet und tödtete sich straße 67, und Beruh. Weis fluck, Wartenbergstr. 68, haben sich ver- als Nebenklägerin auftrat. Letztere wohnte früher in einem Weisfluck, gestern Vormittag um 114 Uhr in der elterlichen Wohnung im pflichtet, für solche Wähler, die keine Zeit haben, die Wählerlisten der Frau Wenster gehörig gewesenen Hause in der Neuen und Königstraße Südwesten der Stadt durch einen Revolverschuß in die linke Schläfe. einzusehen. Gleichzeitig werden die Genossen, die sich am Donnersdort hat sich, wie verschiedene Als man das Zimmer, in dem er sich verriegelt hatte, mit Gewalt tag an der Flugblattverbreitung betheiligen wollen, ersucht, sich bei gegangene Prozesse bewiesen haben, eine bittere Feindschaft zwischen öffnete, war er schon todt. Die Leiche wurde um 2½½ Uhr nach dem Emil Heinice, Friedrich Karlstr. 11, und Bernh. Lange, Wartenberg- facher wörtlicher und auch thätlicher Angriffe gewesen; einmal ist sie den beiden herausgebildet. Die Lehrerin ist der Gegenstand vielSchauhause abgeholt. straße 67, früh 8 Uhr einzufinden. fogar wie das Gericht angenommen hat im Auftrage der Frau An Gerichtsstelle erschossen hat sich gestern vormittag der Brik. Am 20. d. M. hält der Voltsbildungsverein bei Dorn, Wenster- von einem Manne die Treppe hinuntergeworfen worden, so penfionirte Lokomotivführer W. S. Gegen 11 Uhr erschien er bor Bürgerstr. 4, eine Versammlung ab. Tagesordnung: Die Agitation. daß sie sich blutige Kopfwunden zugezogen hat und von zwei Aerzten dem Vormundschaftsgericht in der Neuen Friedrichstraße 16 und Gäste haben Zutritt. verbunden werden mußte. Die städtische Schuldeputation hat dann verlangte, sofort abgefertigt อน werden. As ihm der amtirende Richter, Assessor Dr. Wolf, bedeutete, daß Rigdorf. Heute( Mittwoch) abends 8 Uhr findet in der„ Nenen Veranlassung genommen, wegen Beleidigung des Frl. 3. einen Straf sich einen Augenblick gedulden sollte, die Aften wären nicht Welt"( bal champêtre), Hafenhaide 108/114, eine öffentliche Versammantrag gegen Frau Wenster zu stellen; letztere hatte nämlich in einer zur Stelle und müßten erst geholt werden, fing der Mann lung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Eingabe an die Schuldeputation die Behauptung aufgestellt, daß Frl. 3. an zu toben:" Alle Richter wären nichts werth und er würde es August Bebel: Die bevorstehende Reichstagswahl und die zur Erziehung der Jugend ungeeignet fei, weil sie dem Alkoholden alten Herren schon besorgen." Assessor Wolf drohte ihm hierauf Agitation auf dem Lande. 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines genusse fröhne und mehrfach total betrunken fich gezeigt habe. Diese Behauptungen wurden s. 3. vom Schöffengerichte mit Hilfe mit Verhaftung, wenn er sich nicht anständig betrage. Darauf schrie Kandidaten zur Gemeindevertretung. feines unfangreichen Zeugenmaterials in einer bis zum Abend der Lokomotivführer: Was? verhaften lassen wollen Sie mich? Die Parteigenossen von Wilmersdorf werden auf den heutigen währenden Sizung untersucht, aber nicht für begründet erachtet. Cher schieße ich alle Richter todt und Sie zuerst!" Bligschnell holte Vortrag des Genossen Dr. Joel im Arbeiter- Bildungsverein auf- Frau Wenster wurde daher zu drei Monaten und zwei St. einen Revolver hervor, legte auf den Assessor Wolf an und drückte merksam gemacht. Auch werden neue Mitglieder aufgenommen. Der Wochen Gefängniß verurtheilt und hat diese Strafe auch ver los. Der Revolver versagte aber, und mun drückte K. die Waffe auf Vorstand. bitßt. Sie mußte vor einiger Zeit abermals vor dem Schöffen sich selber ab und stürzte, tödtlich in den Mund getroffen, vor den Schranken nieder. Alle Versuche, das Leben zu retten, waren ver- Stadthagen bei Haferland über die Reichstagswahlen. In Ober- Schöneweide spricht heute Abend 8 1hr Genosse gericht erscheinen, weil sie noch einmal eine Eingabe an die Schuldeputation gerichtet und unter Berufung auf eine Reihe von Zeugen, geblich. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Man unter denen sich auch die beiden Aerzte befanden, die Fräulein 3. nimmit an, daß S. irrsinnig gewesen ist. Das Auftreten von Krenzottern in der Wuhlhaide, über nach dem Sturz von der Treppe verbunden hatten, wiederum Straßensperrungen. Die Havelbergerstraße von der Stendaler- welches auch im Sommer des vorigen Jahres berichtet wurde, ist behauptete, daß Frl. 3. an ganz bestimmten Tagen hochgradig bebis zur Perlebergerstraße wird behufs Asphaltirung vom 23. d. M. trunken gewesen sei und nach Alkohol gerochen habe. Ihre jezigen ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Desgleichen Mitangeklagten hatte sie veranlaßt, gleiche Schritte gegen Frl. 3. die Leffingstraße vom Hansa- Platz bis zur Flensburgerstraße einzu unternehmen. Wiederum fand eine sehr umfangreiche Beweisschließlich des Kreuzdammes. aufnahme statt und die Verhandlung endete damit, daß Frau Wenster aufs neue zu zwei Monaten, Harnd zu er am legten Sonntag mehrfach beobachtet worden. Im Laufe des Nachmittags gelang es einem Manne, zwei der schädlichen Thiere zu tödten. Auch die unschädlichen Ringelnattern, die vielfach für giftig gehalten und mit der Kreuzotter verwechselt werden, trifft man jetzt häufig besonders in den feuchten Stellen der Haide an, die an dem dieselbe durchquerenden Graben gelegen sind. Die Inhaber der zusammengebrochenen Firma Juline Reißner, die Kaufleute Hirche, Melchert und Wollin, haben sich der Staatsanwaltschaft gestellt. Das Geschäft hat früher unter der Die Gemeindevertretung in Rigdorf hat beschlossen, die Firma Reißner u. Wolff etwa 17 Jahre lang am Hackeschen Markt Weiterpflasterung der Kaiser Friedrichstraße von der Erfstraße bis bestanden. Als Reißner starb, war Wolff bereits ausgeschieden. zur Herzbergstraße in Angriff zu nehmen und die Fertigstellung Melchert übernahm das Geschäft durch Abfindung der Wittwe Reißners, thunlichst zu beschleunigen. Dabei sollen die Schienenstränge für der er sich dauernd 300 M. monatlich zu zahlen verpflichtete. Frau die elektrische Straßenbahn berücksichtigt werden, so daß man die Reißner, die in der Immanuelfirchstraße 30 wohnt, erhielt schon seit Verbindung der elektrischen Straßenbahn von Bahnhof Rirdorf, einigen Monaten dieses Geld nicht mehr, steckte vielmehr noch von durch die Bergstraße, Richardplay, Herzbergstraße, Kaiser Friedrichihrem eigenen ins Geschäft hinein, obwohl es immer mehr zurück- straße zur Urbanstraße und Blücherplatz 2c. vielleicht noch in diesem ging. Terrain- und Spetulationsgeschäfte, die früher gar nicht gemacht Sommer erlangeit kann. wurden, führte erst Hürche ein. boraus cinem Monat, Wipprecht zu sechs Monaten Ges fängniß, verurtheilt wurde. Gegen dieses Urtheil war die Berufung eingelegt worden und die erste Straffammer mußte sich abermals viele Stunden mit dieser Angelegenheit abquälen. Inter den vernommenen Zeugen befanden sich auch wieder die beiden Aerzte, die übereinstimmend bekundeten, daß sie an jenem Abend, an dem sie Frl. 3. zu verbinden hatten, zwar der Ueberzeugung gewesen waren, daß die Patienten betrunken fet. Allerdings waren fie infolge infolge von Aeußerungen, die sie bei ihrem Erscheinen von Nachbarsleuten hörten, in dieser Beziehung etwas voreingenommen, doch wollen sie auch durch das Der Leichendiener des Schauhanses, Blasius, der seit zwölf Boziale Rechtspflege. ganze sonderbare Verhalten der Dame und einen alkoholartigen Geruch, den sie an ihr wahrnahmen, zu der Ansicht gebracht worden Jahren sein Amt verwaltete und während dieser Zeit Tausende von Selbstmörderleichen eskortirte und überwachte, ist selbst zum Selbst- Nochmals der Ausschluß der Oeffentlichkeit vor dem Ge- sein. Die gestrige Verhandlung, in deren Verlauf sich Fräulein 8. beiden Aerzten zur Untersuchung stellen mörder geworden. Vor kurzem wurde ihm seine Stellung gewerbegericht. Gestern charakterisirten wir die moralische Leiden wiederholt endete schaft einzelner Gewerbegerichts- Vorsitzenden, bei jeder Kleinigkeit mußte, mit der der Freisprechung der drei kündigt, und er sollte wegen Unregelmäßigkeiten ohne Ruhegehalt die Oeffentlichkeit auszuschließen. Jetzt sind wir in der Lage, feft- Angeklagten. Landgerichts- Direktor Felisch hob bei der entlassen werden. Vor acht Tagen blieb er plötzlich aus seiner Wohnung weg und fündigte durch eine Postkarte seiner Frau an, zustellen, daß davon das Verhalten des Gerichtschefs, Gewerbe- Begründung des Urtheils hervor, daß nach Ansicht des Gerichts die daß er Selbstmord begehen werde. Diese Absicht führte er auch richters v. Schulz, angenehm absticht. Während einer Ver- umfassende Beweisaufnahme keine Bestätigung der Behauptung aus. Seine Leiche wurde aus dem Spandauer Schifffahrtskanal handlung am 16. Mai beantragte der Kläger selber den Ausschluß gebracht habe, daß Frl. 3. dem Alfoholgemisse huldige und wiedergelandet. der Oeffentlichkeit. Herr v. Schulz veranlaßte darauf den Gerichts- holt betrunken gewesen sei, daß vielmehr einzelne von Zeugen gehof erst zu einer eingehenden Berathung des Antrages, der schließlich machten Wahrnehmungen auf den offenbar leicht erregbaren Beim Arbeiten nach Feierabend ist am Montag der Maurer vorläufig abgelehnt wurde. Später wurde zwar die Oeffentlichkeit hysterischen Zustand des Frl. 3. zurückzuführen seien. Von den beiden abgebrochen. Beim Umstürzen eines Pfeilers, welche Arbeit noch am gestellt worden waren; nach ihrer Erledigung wurde die OeffentlichAbend verrichtet wurde, wurde die Decke durchschlagen und der Polier feit sofort wieder hergestellt und dann in der Verhandlung fortstürzte nebst zwei Arbeitern in den Keller hinab. Während diese gefahren. mit dem Schrecken davonkamen, erlitt Bale einen Beinbruch. Wie wieder einmal gearbeitet werden mußte, verursacht worden sein. Die Sammellifte zum Wahlfonds Nr. 9955 ist verloren gegangen. Abzugeben bei Bayer, riezenerstr. 24. Auf der Liste war bereits 1 M. gezeichnet. Alkoholgeruch möglicherweise andere Ursachen haben könne. Die Angeklagten mußten aber freigesprochen werden, weil ihnen nach dem Gesammtbilde der Beweisaufnahme der böse Glaube nicht nachzuweisen war, ihnen auch der Schutz des§ 198 zur Seite stehe und den Zweck verfolge, sich zu rehabilitiren. berichtet wird, soll der Unglücksfall durch die überhaftete Art, in der erledigte die Kammer II des Gewerbegerichts unter dem Vorsiz des Frau Wenster in ihrer Eingabe ausdrücklich betont hatte, daß sie nur Einen Rechtsstreit wegen Erfüllung eines Lehrvertrages Gewerberichters v. Schulz. Die Mutter des beklagten Lehrlings Franz K., der auf ihr Verlangen die Lehre bei dem Mützenfabrikanten Im Hilfearbeiterkriege hat der Magistrat eine nene NiederE. 2. A. verlassen hatte, machte gegen das Verlangen des Meisters lage erlitten. Von weittragendster Bedeutung ist die soeben erfolgte auf Erfüllung des Lehrvertrages moralische und religiöse Bedenken Berurtheilung der Berliner Stadtgemeinde in dem Prozesse, den der Fenerbericht. Montag Abend 8 Uhr entstand Brüden geltend. Die Frau, die eine eifrige und scheinbar auch eine eifernde frühere Bureauhilfsarbeiter Röhrle gegen den Magistrat angestrengt Allee 6 ein Zimmerbrand, der Gardinen und Möbel ergriff. Bei Katholikin ist, zitterte, wie sie sagt, für das Seelenheil ihres hatte. Von der 18. Zivilkammer des Landgerichts I wurde die den Löschungsversuchen erhielt ein Dienstmädchen starke Brandwunden siebzehnjährigen Sohnes. Sie will ihn hauptsächlich gerade deshalb Beklagte nach dem Klageantrage verurtheilt, den Kläger an den Händen. Dienstag früh 4 1hr brannte Sidingen zu A. in die Lehre gegeben haben, weil dieser auch Katholit sei. als auf Lebenszeit mit Pensionsberechtigung angestellten Gestraße 24/26 ein Prestohlenlager. Die Wehr mußte über eine Der Meister habe sich aber über die katholische Geistlichkeit lustig meindebeamten anzuerkennen und ihm ferner sein Gehalt Stunde Waffer geben, bevor die Flammen gedämpft wurden. gemacht, so daß der Junge Herrn A. für viel aufgeklärter wie seine monatlich im voraus zu zahlen. Bei der bekannten Gepflogenheit Mittag 12 Uhr ging Stott buferstr. 1 ein Bett in einer Wohnung Mutter erklärt habe. Dann habe A, auch durch Handlungen und des Magistrats, jeden Prozeßtrog steter Niederlagen bis zum in Flammen auf. Um 8½ Uhr nachmittags wurde die Wehr nach Neden, die die Scham verlegten, seiner Verpflichtung, den jungen Reichsgericht zu verfolgen, ist es von wesentlicher Bedeutung, daß Kraut str. 52 gerufen, wo zwei Pferde in einen Kellerschacht ge- Mann zu einem anständigen Menschen zu erziehen, entgegengewirkt. das Landgericht hier zum ersten Male in Hilfsarbeiter- Prozessen das stürzt waren. Sie wurden unbeschädigt herausbefördert. Herr A. bestritt alles und ließ an dem Lehrling, den er wiederhaben Urtheil gegen Sicherheitsleistung von 300 m. für wollte, fein gutes Haar. Eine umfangreiche Beweiserhebung, die sofort vollstredbar erklärte. Dadurch ist Kläger in die zum fleineren Theile unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand, Lage versezt, am 1. jeden Monats event. durch Zwangsvollstreckung Aus den Nachbarorten. erbrachte manches, was Herrn A., und anderes, was den Lehrling sein Gehalt einzutreiben, selbst dann, wenn der Prozeß noch den Charlottenburg. Den Vorständen der Gewerkschaften zur Nach- belastete. Der Jüngling scheint nach dem von seiner Mutter er langwierigen Weg zum Reichsgericht durchmachen sollte. Besonderes richt, daß am 25. b. M., abends 8 Uhr, zwei Voltsversammlungen strebten Seelenheil garnicht solch großes Verlangen zu tragen; feiner Befremben erregte beim Landgericht der Umstand, daß trot zweistattfinden, in welchen die Reichstags- Abgeordneten Auer und Jugend Drang führt ihn ganz andere Wege. An äußerer Wohl- maliger Terminsvertagung auch diesmal die Personalaften des Liebknecht über die bevorstehenden Reichstagswahlen sprechen anständigkeit kam er nach der Beweiserhebung so ziemlich dem Klägers nicht zur Vorlage gelangten, weil nach der Bekundung des werden. Es ist erwünscht, daß feine anderen Bersammlungen auf mit der Hand auf einen bestimmten Körpertheil geflatscht, allerdings Magistrats nicht zu ermitteln sind. Da Kläger selbst an der Vorwerden. Es ist erwünscht, daß keine anderen Versammlungen auf Meister gleich. Dieser hat eine Arbeiterin im Alter von 14-15 Jahren Vertreters der Beklagten die Aften trotz eifrigster Recherchen des diesen Tag einberufen werden. Die Vertrauensleute. scheinbar nur im Scherz", aber doch erst nach Borbereitungen, wie legung der bezüglichen Akten das größte Interesse hatte, führte er Schöneberg. Wir erinnern die Parteigenossen daran, daß sie strenge Eltern bei fleinen unartigen Mädchen treffen. Nach etwa Beschwerde beim zuständigen Minister und beim Oberpräsidenten. heute, Mittwoch, den 18. o. M., abends 8 Uhr, in der Schloß- vierstündiger Verhandlung wurde A. abgewiesen und das Lehr- Hierauf erhielt er vom Präsidenten des Landgerichts den Bescheid, brauerei eine Voltsversammlung stattfindet, in welcher Genosse verhältniß für gelöst erklärt. Herr v. Schulz führte aus: Die daß inzwischen auch der Magistrat über den Verbleib der PersonalAlfons Borchardt Berlin über Die Reichstagswahlen" Verhandlung habe zwar ergeben, daß der Lehrling anscheinend ein aften bei ihm Beschwerde geführt habe. Im Schriftsatz der Besprechen wird.- Ferner weisen wir die Mitglieder des Arbeiter verwahrlofter Mensch sei. Andererseits sei aber festgestellt, daß der flagten vom 3. Februar cr. befindet sich nämlich der Vermerk: Bildungsvereins schon jetzt darauf hin, daß am Montag, den Lehrherr seine gesetzlichen Pflichten gegen den Lehrling in einer die Die Beschäftigungsakten füge ich bei. Der Bescheid des 23. Mai, eine Vereinsversammlung bei Obst, Grunewaldstr. 110, Sittlichkeit gefährdenden Weise vernachlässigt habe. Nach§ 128 der Oberpräsidenten lautet dahin, daß jeder Anhalt dafür fehle, der abgehalten wird. Tagesordmmg: Die Erhöhung der Brotpreise und Gewerbe- Ordnung habe deshalb der Beklagte einseitig den Lehr- Magiftrat trage Schuld an dem Verluste der Akten oder habe sich der spanisch- amerikanische Krieg." Ivertrag lösen können. behufs Wiederherbeischaffung derselben säumig gezeigt. " " Wie der Magistrat immer noch nach neuen Gründen fucht, die ihre Wohnstätten zerstört, sind wir ihre größten Feinde geworden. des Versammlungsrechts und die Staatsstreichgelüfte der reaktionären Anstellungsforderung der Hilfsarbeiter als unberechtigt hinzustellen, Trotz aller versuchten Bemäntelung vor den Wahlen wird die Be- Heißsporne. Es ist einmal gesprochen worden von einer Rotte von davon lieferte die Verhandlung vor dem Landgerichte wieder seitigung des jezigen Reichstags- Wahlrechts und die Beschränkung Menschen, die nicht werth ist, den Namen Deutsche zu tragen. Wenn einen drastischen Beweis. Es wurde nämlich geltend gemacht, des Koalitionsrechts, von der herrschenden Klasse angestrebt, zur wir sehen, daß dem Arbeiter die vornehmsten Rechte genommen der Magistrat habe nicht gewußt, daß Kläger mit Beamten Ausführung gelangen, wenn ein durch die Politik der Sammlung werden sollen, dann müssen wir uns doch fragen, ob jemand, der in stellungen und behördlichen Funktionen betraut gewesen sei; ferner sei gefügiger Reichstag zu stande tommt. Bei der Be- feinem Vaterlande rechtlos gemacht werden soll, sein Vaterland noch die vom Kläger gestellte Kaution stets als" uneigentliche" schränkung der Freizügigkeit stehen sich allerdings die Intereffen lieben fann. Der Arbeiter und die Arbeiterin, welche für eine Amtskaution bezeichnet. Die von R. mehrere Jahre bekleidete Buch- der Agrarier und Großindustriellen gegenüber, was jedoch nicht aus- Vermehrung ihrer Rechte und für wirthschaftliche Besserhalterstelle nrüsse doch auch zeitweise" von Nichtbeamten bekleidet schließt, daß auch hierin, wie in der Handels- und Zollpolitit, eine stellung ihrer Klassengenossen kämpfen, sie leisten ihrem werden können. Verständigung der beiden Interessengruppen erzielt wird. Das Vaterlande einen größeren Dienst, wie jene Patrioten", die Zum Schluß sei erwähnt, daß Röhrke derselbe Hilfsarbeiter ist, Bürgerthum, dessen steifes Rückgrat gebrochen ist, hat längst auf Kosten des arbeitenden Voltes ihren Profit erhöhen. Eigentlich der am 30. April v. J. von der auf Veranlassung des Magistrats gegen seinen Widerstand gegen den Militarismus sowie in anderen Dingen fann man ja taum sagen, daß die Proletarierin ein Vaterland hat, ihn erhobenen Anklage wegen Beamtenbeleidigung freigesprochen wurde. aufgegeben. Der Redner erinnert an die klägliche Stellung der frei denn ihr wird ja das Recht, über die Angelegenheiten desselben mitDie Folge davon waren mancherlei Maßregelungen, auch verweigerte finnigen Partei bei den verschiedenen Vorkommnissen, unter anderen zureden, nicht eingeräumt. Mag in früheren Beiten die politische der Magistrat 7 Monate lang die Auszahlung des Gehalts" an R. bei der Berathung der Militär- Strafprozeß- Ordnung und schildert die Rechtlosigkeit der Frau in wirthschaftlichen Ursachen begründet ge= Als letzterer mun gelegentlich der letzten Stadtverordnetenwahlen seinem Ursachen, durch die diese Partei, die von uns verlangt, daß wir unsere wesen sein, heute ist das anders. Die Frau wird nicht mehr Unmuth hierüber in öffentlichen Versammlungen Luft machte, erhielt Selbständigkeit aufgeben und ihr die Mandate überlassen, immer vom Mann versorgt, sie muß sich in den weitaus meisten er seine Entlassung. mehr in Verfall gerathen ist. Wir, so schloß der Redner unter Fällen selber ihren Unterhalt erwerben. Unweiblich soll es Auch eine Sonntagsentheiligung. Eine Entscheidung von stürmischem Beifall seinen vortrefflichen Vortrag, werden uns weder sein, wenn sich die Frau am politischen Leben betheiligt. Ist es prinzipieller Bedeutung fällte gestern das stammergericht. Der nach rechts noch nach links wenden, sondern kämpfen, aber uns nicht vielleicht weiblicher, wenn Frauen die schwersten Arbeiten verrichten? Kaufmann Glauberg sollte eine der vielen Polizeiverordnungen verkaufen. Nieder mit der Reaktion! Unser der Kampf! Unser der Wenn sie wie wir aus der Berufsstatistit ersehen als Bergberlegt haben, wonach an Sonn- und Festtagen, abgesehen von den Sieg! Lebhaft von der Versammlung begrüßt, ergriff hierauf der lente, Grobschmiede, Steinsetzer nnd Dachdecker thätig sind? Rednerin gesetzlichen Ausnahmen, öffentlich bemerkbare Arbeiten ver- Kandidat und bisherige Vertreter des Kreises Rob. Schmidt das bespricht die färgliche Entlohnung der Arbeiterinnen, die daraus boten sind. Der Angeschuldigte begab sich im August des vorigen Wort, um in kurzen Worten auf die Bedeutung der nächsten Wahlen entstehenden physischen und sittlichen Schäden und die For-. Jahres an einem Sonntage von Langensebold nach Ropolds- hinzuweisen. derungen, welche die Sozialdemokratie zum Schuße der Arbeiter und hausen, um dort 2 Mark einzufassiren, die ihm ein Ein Herr 2. Flatau unternahm hierauf den unglücklich aus- Arbeiterinnen vertritt. Die Frauen haben zwar nicht das Recht, Arbeiter schuldete. Die Ehefrau des Schuldners, welche gefallenen Versuch, die von unseren beiden Genossen sehr hart mit- mit dem Stimmzettel in der Hand ihrer Meinung Ausdruck zu allein zu Hause war, verweigerte die Zahlung, so daß G. genommene freisinnige Partei aus der Patsche herauszuziehen. geben, aber sie können durch Theilnahme an der Agitation und an unverrichteter Sache Heimkehren mußte. Die Behörde erblickte in Ganz ernst meinte er, daß auch die Sozialdemokraten, die den Wahlarbeiten die Sozialdemokratie, die einzige Bartei, welche in der Ausführung des Ganges zu dem Schuldner und Soldaten werden, der freisinnigen Partei für ihr Verhalten bei der gleicher Weise die Nechte der Frauen, wie die der Männer vertritt, in der Mahnung selber eine öffentlich bemerkbare Arbeit, Militär- Strafprozeß- Ordnung zu Dank verpflichtet seien. Auf die unterstützen und dadurch zugleich den Befähigungsnachweis für ihre die den Sonntag entheilige. Das Schöffengericht und die Straf Kritik über die schlechten Arbeitsverhältnisse der Arbeiter in der politische Reife ablegen. Diejenige Frau ist pflichtvergessen zu kammer schlossen sich dieser Anschauung an und verurtheilten G. zu städtischen, freisinnigen Verwaltung konnte der Herr nichts erwidern nennen, die sich nicht sagt: Hier muß ich stehen, einer Geldstrafe von 15 M. Für unerheblich erklärte das Land- und wohl nur deshalb gab er der Versammlung das bekannte| hier muß ich fämpfen für meine Gleichberechtigung, für Wohl, für gericht die vom Angeklagten behauptete Thatsache, daß es in der Märchen von den sozialdemokratischen Konsumvereinen und ihren das und Freiheit für die Butunft Gegend Sitte sei, an den Sonntagen vormittags die während der Woche schlechten Arbeitsbedingungen“ zum besten. meiner Kinder. Der lebhafte Beifall, welcher der Rednerin gegemachten Schulden der Arbeiter einzutreiben. Glauberg legte Kaufmann Cohn übernahm es sodann, mit der freisinnigen spendet wurde, sowie die Annahme einer im Sinne ihres Vortrages Revision ein und betonte, es könne hier nicht von einer Partei wegen ihres Verhaltens zur Arbeiterschuß- Gesetzgebung, ins- gehaltenen Resolution ließ das volle Einverständniß der nach Sonntagsentheiligung die Rede sein. Der Straffenat des Kanımer- besondere bezüglich der Handlungsgehilfen bei der Revision des Hunderten zählenden Zuhörerschaft mit den Ausführungen der gerichts hat nunmehr die Vorentscheidung aufgehoben und den An- Handelsgesetzbuches, eine gebührende Abrechnung zu halten. Er Referentin erkenneu. Zur Diskussion meldete sich niemand. Mit geklagten mit folgender Begründung freigesprochen: Wenn forderte am Schluß seiner Ausführungen die Handlungsgehilfen auf, einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie endete die Verjemand die Straße betrete, um Schulden einzutreiben, dann sei das ebenso wie die Arbeiter energisch für die Sozialdemokratie einzutreten sammlung. teine öffentlich bemerkbare Arbeit. Das Gehen von Ort zu Ort und auch im 5. Kreis in jeder Weise für die Wahl des Gen. Schmidt Theater: und Vergnügungsverein Helgoland. Sigung heute Abend unterscheide sich in einem Falle nicht im geringsten vom anderen, zu wirken. Nach einem kurzen Schlußwort des Gen. Auer, der sich 9 Uhr, Ackerstr. 144. wenn auch die Zwecke die verschiedensten seien. Es sei äußerlich nicht auf eine Anfrage hin noch in recht drastischer Weise mit dem anti- Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Krabemerkbar, ob jemand spazieren gehe oder ob er sich auf dem semitischem Kunterbunt beschäftigte und Herrn Flatau auf seine ver- vatten- Branche. Heute, Mittwoch, Versammlung im Schützenhaus, LinienWege befinde, Geld einzukassiren. Bei der Auslegung des Begriffes schiedenen Irrthümer aufmerksam machte, gelangte eine Resolution straße 5. 1. Vortrag:„ Warum müssen sich die Arbeiter und Arbeiterinnen öffentlich bemerkbare Arbeit" habe das Gericht auch den Zweck der zur Annahme, in der sich die Versammlung mit den Ausführungen der Wäschebranche organisiren? Referentin: Frau Dr. Schwerin. fraglichen Polizeiverordnungen zu berücksichtigen und der sei, die des Referenten einverstanden erklärt und verspricht, mit aller Macht äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage zu sichern. Es lasse für die Wahl des Genossen Schmidt zu wirken. sich nun feineswegs annehmen, daß die äußere Heilighaltung des Sonntags störe, wer den Sonntag zum Eintreiben von Schulden benuge. Wahlversammlungen. 28 Mart. nehmen. die Briefkasten der Redaktion. In Weißensee sprach am Montag die Genoffin Lilly Braun vor einer äußerst zahlreich besuchten Versammlung, in der auch die Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag Frauen und Mädchen sehr stark vertreten waren, über das Thema: und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Die Reichstagswahlen und die Frauen. Der Philister werde sich C. M. 100. Retourbillets für Pfingsten gelten vom 26. Mai bis erstaunt fragen sagte die Rednerin was denn die Frauen mit inf. 6. Junt. Kinder unter 4 Jahren brauchen feine Billets. Von 4 bis den Wahlen und überhaupt mit der Politik zu thun haben, denn 10 Jahren halbe Billets. Ein Retourbillet III. Klaffe toftet bis Elbing ca. In einer sehr stark besuchten Volksversammlung für den die Frauen gehören doch ins Haus. Gewiß, fagen wir, Otto Krause, Arthur, O. K. 100: Nein. S. 5. 1. Ja. 2. Wer fünften Berliner Wahlkreis sprach am Montag Neichstags- soll sich die Frau um ihre Familie und ihren Haushalt zuerst gepfändet hat, ist zuerst zu befriedigen. Darlehn 50. Solche Abgeordneter Auer über die bevorstehende Reichstagswahl im großen fümmern, aber gerade deshalb hat sie auch die Pflicht, Stiftung ist uns nicht bekannt. 2. G. 109. 1. Nein. 2. Sie können Saale des Handwerkervereins. In diesem Saale, der mehr denn an dem politischen Leben theilzunehmen. Die erste Bedingung sich an die Waisenhaus- Verwaltung wenden. 3. Ja, C. R. 20. Bes 20 Jahre der Partei verschlossen war, befinde sich die Partei, wie für einen Haushalt ist, ist, daß daß die Familie etwas zurichtigungen im Rahmen des§ 11 des Preßgesetzes muß jede Zeitung aufder Referent eingangs ausführte, auf historischem Boden. Hier hat essen hat. Wie sehr aber die nothwendigsten Lebensmittel, und Grabowfee 84. Sie können Ihre Aufnahme in die Grabower mancher Vorkämpfer unserer Partei vor Arbeitern die Ziele des gerade solche, die im Haushalt des Proletariers eine wichtige Rolle ählerliste betreiben und können dort wählen, wenn Sie zur Zeit der Auslegung der Wählerliste und am 16. Juni in Grabow wohnen. Sozialismus entwickelt. Der Redner gab hierauf einen spielen, durch unsere Zollpolitik vertheuert werden, das zeigen einige Rückblick auf die Thätigkeit des verflossenen Reichstags, wobei Beispiele. Während eine aus fünf Köpfen bestehende Familie im er darauf verwies, daß der in früheren Seffionen ge- Jahre 1876 an indirekten Steuern 34,50 M. aufzubringen hatte, Witterungsübersicht vom 17. Mai 1898, morgens 8 Uhr. legentlich des Bismarckrummels so sehr getadelte und wegen beträgt ihr jährlicher Antheil an indirekten Steuern gegenwärtig feiner ablehnenden Stellung zu dem Hollmann'schen Marinismus so sehr 81 M., wovon allein 30 M. auf den Kornzoll entfallen, eine Summe, geschmähte Reichstag am Schluß der Legislaturperiode ein so gutes die aus dem färglichen Verdienst der Arbeiterfamilie in die Taschen Stationen Abgangszeugniß ausgestellt erhielt, wie es bisher kein einziger, auch der unersättlichen unersättlichen Großgrundbesitzer fließt. Das ist diesen nicht der zu allem fähige Kartell- Reichstag verzeichnen konnte. Leider Herren aber noch nicht genug. Würde der Antrag Kanizz Gesetz habe der Reichstag das ungetheilte Lob der Regierung vollauf ver- werden, so beträgt der Kornzoll, der auf eine Familie entfällt, 80 m. dient, aber gewiß nicht das der Wähler. Der Redner, der kritisch die jährlich. Schon bies eine Beispiel zeigt, daß die Frauen ein hohes Swinembe. 766 politischen Begebenheiten der letzten Jahre beleuchtete, wendet sich Interesse an der Politik haben. Besonders die Mütter sollten daran Hamburg 767 NO 3tegen unter anderen gegen die von den Kolonialschwärmern beliebte Art denken, daß es im Interesse ihrer Familie, ihrer hungernden der Kolonisation, die lediglich in der Profithascherei und der Herrsch- Kinder liegt, wenn sie diejenige Partei unterstützen, die ein München lust ihren Ursprung hat und nicht dazu angethan ist, die Lehren der Ende machen will mit den Schußzöllnern und dem reaktionären Wien Humanität, Zivilisation, Kultur und des Fortschritts unter den untulti- Regiment der Junker. Je mehr die Sozialdemokratie wächst, virten Völkern zu verbreiten. Durch die Wehlan, Leist, Peters und desto sicherer gehen wir dem Ziele entgegen, wo die Noth ähnliche Kulturträger" haben wir und den wilden des Wolfes ein Ende nimmt. Rednerin bespricht die Völkern keinen Nutzen gebracht, sondern dadurch, daß diesen Völkern beabsichtigte Verschlechterung des Wahlrechts, des Koalitionsrechts, Unserem Vorsitzenden Gustav Pfennig zu seinem heutigen Wiegenfeste unsern Herzlichsten Glückwunsch. 35396 Der Pflanzer- Verein ,, Ost- Elbien". laff' gießen. ja alles et is ia arme Berlin Barometer= stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Barometerſtanb mm richtung Wind Windstärke 3516.beb. 10 Saparanda 763 7 Petersburg Wetter Temp. 1. C. 15° E.= 4° R. 2176 4h16. bed. 3 bedeckt 2516. beb. 3516. bed. 11 9 .7 766 N 3 Regen 9 Cort 768 23 Wiesbaden 764 1 bedeckt 11 Aberdeen 765 SO 763 NO 3h1b.bed. 12 Paris 766 762 Still- heiter 14 Wetter Prognose für Mittwoch, 18. Mai 1898. Ein wenig wärmer, zeitweise aufklärend, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterburea ut. Achtung! 4. Wahlkreis. Achtung! Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Donnerstag, den 19. Mai( Simmelfahrt): Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr: ba, dit to be a tale bed and some Herrenpartie nach Friedrichshagen( Müggelloß) Volks- Versammlung Statt besonderer Meldung. Hiermit zur traurigen Nachricht, daß unser lieber Vater und Groß: vater, der Zimmerpolier 35516 Louis Risch am 16. mai, 10% Uhr vormittags im 80. Lebensjahre sanft entschlafen ift. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Himmelfahrtstage, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Louisenstädtischen Kirchhofes, Bergmannstraße, aus statt. Beerdigungsverein Berliner Zimmerlente. Am 16. 6. M. entſchlief nach längerem Krantenlager im hohen Alter von 79 Jahren unser Kamerad und viel: jähriges Vereinsmitglied, der Zimmerpolier Louis Risch. Die Beerdigung findet Donnerstag, ben 19. Mai, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Louisenstädt. Kirchhofs in der Bergmannstraße aus statt. 35446 Der Vorstand. Für die herzliche Theilnahme bei dem Begräbniß meines lieben Mannes, unferes Bruders und Schwagers Heinrich Flentje von Die Genoffen des Ostens versammeln sich früh 612 Uhr bei Wilke, Andreasstr. 26; die Genossen des Südostens früh 61/2 Uhr bei Erbe, Cuvryfir. 25. Der gemeinsame Treffpunkt ist 8 Uhr im Part- Mestaurant W. Jacob, Köpnicker Landstraße. Für Nachzügler bis 10 Uhr in Lindenhayn's Restaurant in Grünau. Die Arbeiter Gesangvereine werden gebeten, sich an der Partie zahlreich zu betheiligen. Um rege Betheiligung bitten Die Vertrauenspersonen. 242/14 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Heute Mittwoch, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Beuthstraße 20/21: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tagesordnung: Die Einführung der Arbeitsscheine durch die Innung und Errichtung einer Zwangs- Innung. Der Streich bei Rückwarth u. Riegel und bei Reddemann. Werkstattdifferenzen. Jede Werkstatt ist verpflichtet, einen Vertrauensmann zu entfenden. 80/14 Die Ortsverwaltung. Verein zur Wahrung der Intereffen Der Gaft- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstraße 15. Tagesordnung: 1. Was will die Reaktion und was wollen wir. Referent: Genosse Borgmann. 2. Diskussion. 129/14 Der Vertrauensmann. Rirdorf. Mittwoch, den 18. Mai, abends 8 Uhr: Oeffentl. Versammlung in der ,, Neuen Welt"( Bal champêtre), Hafenhaide 108-114. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel: Sproffer, Nachtig., alle Sorten Waldvögel, Vogelbauer billig. Schnelle, Koppenstr. 60. Möbl. Zimmer, nach vorn, separat, 10 Mark. Kucharski, Rückerstr. 7. Arbeitsmarkt. Stereotypeure! In der Zeitung Die Post" find Differenzen ausgebrochen. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Holzarbeiter. In der Möbelfabrit von Rückwarth& Riegel, Wienerſtr. 53, sowie in d. Bautischlerei v. ReddeDie bevorstehende Neichstagswahl und die Agitation auf dem mann, Großgörschenstr. 35, haben Lande. 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines Kandidaten zur Gemeinde fämmtliche Tischler( 30)( 24) wegen bertretung. 203/18 Differenzen die Arbeit niedergelegt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Buzug ist fernzuhalten. 80/ 13* Die Ortsverwaltung. Das Wahlkomitee. Restaurant ,, Volksgarten", Nowawes, Silberpolirerinnen Priesterstraße 31. 3511b berlangen 91952 Bergas Gebr., Schillingstr. 12. Empfehle mein Lokal den Genoffen einer geneigten Beachtung, besonders Gelbbrenner verlangt Hübner, M. Simon. Ausflüglern. Schöner schattiger Garten, zwei Säle und sonstige Bequemlichkeiten sind vorhanden. Speisen und Getränke in bekannter Güte. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Die Beleidigung gegen Herrn Teutenbach nehme ich zurüd Freitag, den 20. Mai, nachm. 5 Uhr, beim Kollegen Klingenberg, und erkläre denselben für ehrenhaft. Wilmersdorf, Berlinerstraße 40: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: fagen wir allen Bekannten, Freunden und Kollegen herzlichen Dank.[ 3546b Pauline Flentje, geb. Schneider. Für die vielen Beweise aufrichtiger 1. Fortsegung der Statutenberathung! 2. Aufnahme neuer Mitglieder. Theilnahme und reichen Kranzspenden 3. Bericht der Untersuchungs- Kommission. 4. Vereinsangelegenheiten und bei der Beerdigung meines unvergeß- Verschiedenes. Die Mitglieder werden darauf aufmerksam gemacht, daß lichen Gatten, unseres geliebten Baters, unser diesjähriges Stiftungsfest am 9. Juni in Grünau beim Kollegen meines guten Schwiegervaters, fagen Lindenhayn stattfindet. wir hierdurch allen Kollegen des uns 69/7 so plößlich Entrissenen, sowie allen Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. 35416 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Brauerei- Ausschank Die trauernde Wittwe Paul. Helmhold Der Victoria- Brauerei, Stralan. nebst Kindern und Schwiegersohn. Danksagung. Verwandten und Bekannten, sowie den Sangesbrüdern, die sich an der Beerdigung der Frau Knorr, verw. Schwerdt, betheiligt haben, sagen wir hiermit unseren besten Dank. F. Swenn und Frau. Eröffnung der diesjährigen Sommer Saison am Donnerstag, den 19. Mai 1898( Himmelfahrtstag). Der Garten und die Lokalitäten sind gänzlich neu renovirt. Wöchentlich zweimal großes Garten- Concert sowie Theater und Spezialitäten Vorstellung, bei gänzlich freiem Entree. Im elektrisch erleuchteten Riefen- Saal jeden Sonntag und Donnerstag: Großer Ball bei freiem Entree. 50682* Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll Karl Mittag, Dekonom. 35426 P. Dames. Warne jedermann, meiner Frau geb. Augufte Neder auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Ferd. Reder, 8eughofftr. 8. 35355* Für die bevorstehenden Reichstagswahlen offerire ich: Bernstein, Die Jahre der Reaction. Gesch. der Revolutionsjahre v. 1848 an. 1881. Statt M. 2,50 für 75 Pf. Lassalle, Ferd., Ausge: wählte Reden u. Schriften. 3 Bde. 1891/92. Eleg. gebdn. Wie neu, statt M. 13 für M. 8,50. Beste, unverkürzte Ausgabe. Breslau, Schmiedebrücke. Wilhelm Koebner. StrohFilzHüte und Seidenbedeut. billiger w. b. jed. Konkurrenz in Klietmann's Fabritlager, nur Mariannenstr.33, p.( kein Laden). # 35505 Markusstr. 5. Feilenhauergesellen finden sofort dauernde Arbeit bei Fabrikant Schandorff, Nakskov, Dänemark. Wir suchen für Brandenburg a/ 5. 2 Drucker f. schwarze Abdrücke, 1 tüchtigen Andrucker, 2 lithographische Maschinenmeister. Bewerbungen persönlich am Mitt och 4-7 Uhr in unserem Berltner Bureau Friedrichstr. 122/123 oder schriftlich an die Berliner Kunstdruc11. Verlags- Anstalt vorm. A. u. C. Kaufmann, Brandenburg a. H.[ 35496 Eine größere Partie Nadfahrer: Anzüge spottbillig. Gustav Maak, Friedrichstr. 202. 8wei gute Anzüge wegen Todes fall zu vert. 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