" Nr. 230. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags Blatt" 10 Pig. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI. r. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Aus England. London, den 28. September 1891. der Wartefrist für Lehrlinge, die Freitag, den 2. Oktober 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. -gegen fünfzig der Union mehr als sechs Monate angehört. Außerdem fließen, so hat ein Theil der Meister faßte er Resolutionen gegen die Unterverdingung von Ar- bereits nachgeben müssen, das Gros derselben hält aber noch am beiten im Rhedereigewerbe und für periodische amtliche Unter- Ausschluß fest und droht jetzt, Arbeiter und sonstiges Dem allgemeinen Gewerkschaftskongreß zu Liverpool suchung der Verladungs- Apparate auf den Docks und Material vom Ausland zu importiren. Indeß sind die find eine Anzahl von Kongressen und Konferenzen der orga Werften, und empfahl die Aufstellung von Arbeiter organisirten Bimmerer nicht so leicht einzuschüchtern. Mit nisirten Arbeiter bestimmter Industrien gefolgt. So tagten kandidaten zu allen Vertretungskörpern. In der Acht dem von auswärts eingeführten Material, erklären sie, habe in der abgelaufenen Woche in Manchester ein Kongreß der stunden- Frage erklärte sich der Kongreß mit 16 Stimmen es seine guten Wege, dasselbe sei nur für die Spekulations Typographen- Assoziation" und in Hull der zweite Jahres gegen 6 für ein Achtſtunden- Gesetz auf der Grundlage des bauten zu gebrauchen, auf die sie gern verzichteten, und ein fongreß der Docker- Union. Von der Typographen Optionalprinzips( d. h. für alle Gewerbe, in denen die großer Theil der Arbeit könne überhaupt nur an Ort und Assoziation" ist nicht allzuviel zu sagen. Sie gehört noch Mehrheit der Angehörigen seine Anwendung verlangt). Stelle besorgt werden. Was aber die auswärtigen Arbeiter gur alten Garde" und ihre Beschlüsse bewegten sich faft Sowohl der Präsident, Tom Mann, wie der Sekretär der anbetreffe, so stünden sie mit den Organisationen dieser in durchgängig im ausgefahrenen Geleise der alten Gewerk- Union, Ben Tillet, wurden einstimmig wiedergewählt. direkter Verbindung und würden sich des Zuzuges daher schafts- Prinzipien. Man sprach sich für eine Föderation Der Erstere, trotzdem er mitgetheilt hatte, daß er die schon zu verwahren wissen. Hoffen wir, daß sie Recht beder verschiedenen Organisationen der Typographen- Branche Kandidatur für die Stelle des Generalsekretärs der Verhalten. Neben einer Resolution zu Gunsten der Streifenden aus, lehnte aber verschiedene auf eine demokratischere Vereinigten Maschinenbauer- Union angenommen habe. fassung der Assoziation abzielende Anträge ab. Eine KonRobert Austin, der bisherige Sekretär der genannten wurde noch eine zweite von den Versammelten meist zession an den Geist der Zeit war die Herabsetzung Union, ist nämlich Sonnabend vor acht Tagen gestorben, Angehörige der verschiedenen Zweige des Baugewerbes der Assoziation und damit eine der einflußreichsten und bestbezahlten Stellen, beschlossen, welche die Entrüstung derselben über die„ unbeitreten wollen, von zwei Jahre auf zwölf Monate. Die über welche die englische Arbeiterbewegung verfügt, vakant gerechten Verurtheilungen" ausdrückt, die ihre Kameraden Gehälter der Beamten der Assoziation wurden erhöht und geworden. Die wohlfundirte Gewerkschaft der Vereinigten für die Ausübung des ihnen gesetzlich zustehenden Rechtes in Bezug auf die Bedingungen für Unterſtügung in Fällen Maschinenbauer zahlt ihrem Generalsekretär, neben den Aus- des Wachtposten- Stehens erlitten, und in der der Londoner von Arbeitslosigkeit und Invalidität einige Erleichterungen gaben für Haus, Gas, Kohlen und Steuern 200 Pfd. Grafschaftsrath aufgefordert wird, seinen Einfluß zu Gunsten beschlossen. Ferner wurde ein Organisator ernannt, der( 4000 Mark) jährlich, und obwohl nominell alle Jahre von der Entlassung des Richters Sir Peter Edlin geltend zu zur Agitation ausgeschickt werden soll, und endlich beschlossen, Neuem über den Sekretär abgestimmt wird, gilt der Posten machen. Abschrift dieser Resolution," heißt es schließlich, Da nun nicht soll dem Sekretär des Innern und dem Londoner Grafder Assoziation stattfinden soll. Der gegenwärtige Kongres weniger als 30 Sektionen bereits sich für Tom Mann ausschaftsrath zugeschickt werden". Sir Peter Edlin, der wiederholt beim Londoner war nämlich der erste feit sage und schreibe nistgesprochen haben, so ist es nicht gerade verwunderlich, daß zehn Jahren. Ein bezeichnenderes Faktum für die bisher berjelbe das, im Ganzen nicht sehr aufregende Amt des Grafschaftsrath um Gehaltserhöhung eingekommen ist, er mit Iumpigen 1500 Pfund Sterling= obwaltende geistige Stagnation in den Heihen der gewerkschaft Sekretärs der berühmtesten der alten Unionen, dem sehr weil lichen Orthodoxie läßt sich kaum ausdenten. Uebrigens hat die pretären und mit ewigen Sorgen verbundenen Amt des 30 000 m. jährlich nicht austomme, iſt einer der Assoziation, obwohl sie sich rühmt, in der letzten Zeit be- Präsidenten der berühmtesten der neuen Unionen vorzieht. verbisfensten Vertreter des bürgerlichen Klassengeistes unter deutende Fortschritte gemacht zu haben, alles in allem nur Gerade jetzt haben die Docker wieder einen Streit den englischen Richtern. Er ist wegen der schweren Strafen, wenig mehr Mitglieder als der Londoner Schriftseher- Verein durchzukämpfen, bei dem die Arbeiter durchaus in der die er über kleine Eigenthumsverbrecher( Taschendiebe 2c.) allein zählt. Der Vorsitzende des Kongresses gab die augen- Defensive sind und doch die größten Anstrengungen werden verhängt, schon lange berüchtigt, und so ist es natürlich blickliche Mitgliederzahl auf 9462 an, während der Londoner machen und die größten Opfer werden bringen müssen, um auch kein Wunder, daß er gegen streikende Arbeiter, die Schriftsetzer- Verein vor einem Jahre neuere Zahlen sind es auch nur zu einem leidlichen Kompromiß zu bringen. arbeitende Kollegen eingeschüchtert haben sollen, verDie Presse hat über den Streit auf den Caron und Her- urtheilende Erkenntnisse fällte, wo es nur irgend möglich mir noch nicht bekannt-8550 Mitglieder start war. " Wie stark die Docker- Union ist, auf deren Kongreß mitage Werften bereits so ausführliche Telegramme ge- ist, und die Strafen so hoch ansett, wie kein anderer seiner natürlich ein ganz anderer Geist wehte, als auf dem ihrer bracht, daß ich auf Einzelheiten hier nicht zurückzukommen Kollegen. Die englischen Arbeiter sind aber heut zu Tage aristokratischen Kollegen, geht aus den Zeitungsberichten brauche. Ein Meeting der streifenden Arbeiter und ihrer nicht gewillt, Klassenjustiz stillschweigend über sich ergehen über denselben nicht hervor; die Blätter beschränken sich Freunde, das gestern( Sonntag) im Bittoria- Park stattfand zu lassen und daher die obige Resolution, die einen undarauf, die Mittheilung Ben Tillets, des Generalsekretärs und sehr gut besucht war, erklärte es für nothwendig, den mittelbaren Erfolg natürlich nicht haben wird, indirekt aber der Union, wiederzugeben, daß die Organisation binnen Streit mit der äußersten Energie und allen den Arbeitern Herrn Peter Edlin doch sehr unangenehm werden kann. Die Erneuerungswahlen zum Grafschaftsrath stehen vor der Kurzem über 120 000 Mitglieder zählen werde. In dieser zu Gebote stehenden Mitteln durchzukämpfen. Bahl ist jedoch die geplante Verschmelzung mit der Das Meeting des Tages war übrigens gestern nicht Thür, und wenn es bei denselben die Arbeiter an der " Nationalen Arbeiterunion"- einer in Nordengland be das der Docker, sondern das der streikenden Zimmer nöthigen Energie nicht fehlen lassen, könnte es leicht Zimmer- nöthigen stehenden Arbeiterverbindung, die über 60 000 Mitglieder leute und Bauschreiner. Dasselbe fand im kommen, daß der nächste Grafschaftsrath die Meinung auszählen soll und den Organisationen der Schiffsstauer Hyde- Park ſtatt und zählte gegen 20 000 Theil drückt, das Gehalt Sir Peter Edlin's sei nicht zu niedrig, von Middlesborough und der Arbeiter in den chemischen nehmer. Seit nicht weniger als 22 Wochen sind sondern um ein ganz Erhebliches zu hoch. Werken von St. Holms( Lancashire) bureits vorweg ge- die Londoner Zimmerleute und Bauschreiner im Ausstand Der englische Unter- Staatssekretär des Auswärtigen, nommen, so daß die gegenwärtige Stärke der Union eher der zugleich Streit von Seiten der Arbeiter und Ausschluß Sir James Fergusson, ist zum General- Postmeister ernannt unter als über 50 000 zu sein scheint. von Seiten der organisirten Bauherren ist. Die ursprüng worden und muß sich infolge dessen für seinen Sitz im Der Kongreß beschloß die Herabsetzung der Ein- liche Forderung der Arbeiter ist: achtstündige Arbeitszeit Parlament einer Neuwahl unterziehen. Der Wahlkreis, den schreibegebühren und die Einführung eines Sterbegeldes von und 10 Pence( 831/3 Pf.) Lohn pro Stunde. Da die Ar- er vertrat Nordost- Manchester hatte ihn 1886 zum 4 Pfd. Sterl( 80 M.) an die Wittwe jedes Mitgliedes, das beiter gut organisirt sind und die Beiträge ziemlich reichlich zweiten Mal gewählt, trotzdem werden die Liberalen ein Feuilleton. Machbruck verboten.] Er kehrt zurück! ( 81 Originalroman von Jean Meroz. Mit leiser Stimme flüsterte sie, Thiers ansehend, der Herzogin von Orleans zu: Thrones und das Entstehen einer neuen Regierung herbei- fand sich an dieser Stelle gehemmt, und die Erbitterung führte, dauerte der Kampf in Paris mit außerordentlicher der Kämpfer auf beiden Seiten stieg um so höher, als sie Size fort. Das Wolf wollte endgiltig Herr werden, und fühlten, daß es hier zu einem fürchterlich blutigen Gefechte es ahute nicht, daß es nach den Siege wie früher der tommen werde. Sklave sein sollte. Es vergoß heldenhaft sein Blut, selbstlos, ohne an etwas anderes zu denken, als an den Kampf für die Sache der Republik. Wie wir schon erwähnt haben, waren die Linientruppen und Munizipalgarden vor den Barrikaden zurückgewichen, die überall sich erhoben und sie mit einen Feuergürtel umgaben. Geben Sie Obacht, wir haben Verräther unter uns. Aber eben hatte eine heftige Salve geknallt. Um sechs Uhr Morgens hatten die Vertheidiger, als Das Gefecht kam augenscheinlich näher, und die Unruhe sie ihre Sache schon beinahe verloren gaben, ihre letzte eines jeden vergrößerte sich. Defensivstellung auf dem Plaze des Palais Royal, da, Man mußte rasch eine durchgreifende Anordnung treffen, wo sich das Thor des Chateau d'Eau befand, einaber feiner hatte den Muth dazu. genommen. In Furcht gerathen, drückte der Herzog von Mont- Zwei Kompagnien des 14. Linienregimentes hatten die pensier den Arm des Königs und rief:" Schnell, schnell." Munizipalgarden ersetzt. Ein betäubendes Gerede erhob sich und dringende einDas Chateau- d'Eau war schon seit langer Zeit mit ander widersprechende Rathschläge wurden laut. großer Sorgfalt befestigt worden; es beherrschte alle Unterdessen schrieb Louis Philipp seine Abdankung. Er Straßen, welche auf das Karoussel münden, und war in der war vollkommen ruhig, achtete gar nicht auf seine Umgebung That eine strategisch wichtige Position. und verhielt sich gegen alle Vorgänge um ihn theilnahmslos. Das Schloß war geradezu eine Festung, der man nur die Abdankung lautete folgendermaßen:„ Ich steige von dem mit Kanonen beikommen konnte. Throne, zu dem mich die Stimme des Voltes gerufen hat, Es war den Jusurgenten unmöglich diese Stellung, zu Gunsten meines Enkels des Grafen von Paris. Möge welche im Rücken durch einen Häuserkomplex gedeckt war, er Glück haben in dem großen Werke, das ihm heute von hinten zu eröbern. zufällt! Paris, den 24. Februar 1848. Gez. Louis Philipp." Während dieses Auftrittes, der, so sehr auch die Ränke und Nichtsnußigkeiten bemäntelt werden, den Sturz eines Eiligst waren in den Straßen, welche zum Chateau d'Eau führten, hohe Barrikaden gebaut worden, und dieses war jetzt thatsächlich von allen Seiten einem Steinhagel und Kugelregen ausgesetzt. Man hatte versucht zu unterhandeln und die Truppen zur Aufgabe des Widerstandes zu bewegen, aber Bitten und Drohungen hatten nicht verfangen. Der falsche Ehrbegriff und der militärische Hochmuth, welchen man Soldaten und Offizieren eintrichtert, war und ist es noch immer, der sie wärtigen Feind zu hassen. dazu bringt, ihre Mitbürger und Brüder wie einen ausIn diesem unseligen Standesdünkel, welcher zum gehässigen Brudermorde führt, weigerte sich der die Truppe vor dem Chateau d'Eau befehligende Offizier den Posten zu überliefern. Dieser Starrsinn, der die Monarchie doch nicht retten fonnte, gab Anlaß zu einem gräulichen Gemezel. Die Sol Zwei oder drei Schüsse hatten in ziemlich großer Entfernung geknallt. Zwei dumme Kerle unter den Soldaten glaubten, daß man auf sie gezielt habe, legten an und feuerten. Ein heftiges Gewehrfeuer knatterte. Seine Front ist zwei Stock- baten haben sich in das Chateau d'Eau zurückgezogen. werk hoch, der Balkon und jedes Fenster war verrammelt Während Etienne Arago und Charles Lagrange Reden und mit Schießscharten versehen, so daß die Vertheidiger hielten und das Pariser Volt in seinem Willen, die Repu aus gesicherter Stellung die Angreifer mit Kugeln überschütten blik auszurufen, bestärkten, drängte sich auf dem Platze vor den Barriladen eine zahlreiche und lärmende Menge. konnten. Der Aufstand, der sonst in ganz Paris fiegreich war, Bestürzt flieht sie vor dem Kugelregel, und einen Augen drittes Mal gegen die Konservativen ihr Glück versuchen. Jumgekehrt nur stärken können, ist nnzweifelhaft richtig unds sammlung katholischer(!) Bergleute erklärt hat, die Ihr Kandidat ist Herr C. P. Scott, Redakteur und Mit- gehört zu jenen Sägen und Gemeinplägen, die im Laufe Berg leute müßten sich selber helfen, Vorwärts! sei besitzer des„ Manchester Guardian". Wie diese Zeitung der Jahrtausende viele Tausendmale ausgesprochen und ihre Losung, deshalb heute ein Sozialdemokrat sein muß. selbst, nimmt auch Herr Scott in der Arbeiter längst dem politischen ABC- Buch einverleibt find, aller Dann müßten mit Ausnahme von ein paar Betbrüdern frage einen ziemlich vorgeschrittenen Standpunkt ein, dings noch nicht der für die sogenannten Herren Macht heute sämmtliche Bergleute Sozialdemokraten sein. und hat sich unter Anderem für den gesetzlichen haber und Staatsmänner bestimmten Ausgabe. Der Sat Doch das nur nebenbei! Nichtswürdig ist die Jnsinuation Achtstundentag für Bergarbeiter und ähnliche Gewerbe aus ist übrigens auch nicht buchstäblich zu nehmen, und er be des Schlußsages, daß der Mörder Nick die sozialgesprochen. Da in dem Wahlkreis das Arbeitervotum den darf, um völlig zutreffend zu sein, einer kleinen Ergänzung demokratischen Lehren recht gut verstanden Ausschlag giebt, so geberden sich die Gladstoneaner bereits nämlich der Voraussetzung, daß die Anhänger der ver ha be. Und doppelt nichtswürdig von einer Partei, die habe. ziemlich siegesgewiß. folgten Partei auch an die von derselben verfochtenen einen Kullmann an ihren Stockschößen hängen hat. So sehr es auch zu wünschen ist, daß der„ Manchester- Sache glauben. Auf diesen Glauben kommt es an. Wenn es je einen Menschen gegeben, dem politischer Fanakandidat" heute sind die Tories, mit vereinzelten Aus- Die Sozialdemokraten haben ihn. Von der tismus und religiöse Intoleranz die Waffe in die Hand nahmen, die eigentliche Manchesterpartei geschlagen werde, Barteigenossen der„ Bossischen Beitung" hat aber der gedrückt hat, so diesem durch die Schule der kathoso wäre es doch viel wirksamer, ein Arbeiterkandidat oder Abgeordnete Bamberger- gewiß ein klassischer Zeuge das lischen Gesellenvereine gegangenen ultramonbesser ein Sozialist besorgte das Geschäft, statt daß das Bekenntniß abgelegt, daß ihnen der Glaube fehle. Wir tanen bornirten Fanatiker. Wir brauchen wirkFeld den Liberalen überlassen bleibt. Indeß die großen haben hierbei die ofterwähnte Zwischenbemerkung Bam lich in der Geschichte des Katholizismus, im Kapitel der Wahlunkosten machen es unmöglich, in so kurzer Zeit, wie bergers im Auge, der während der Rede eines sozialdemo Lehre vom Zweck, der das Mittel heiligt, nicht länger nachhier, bei Nachwahlen gelassen ist, eine Kandidatur zu be- kratischen Abgeordneten seinen Parteigenossen seufzend zurief: zublättern und können auf die Aufzählung analoger Fälle treiben. Die Vorbereitungen müssen von langer Hand ge- Die haben noch Glauben!" was den unausgesprochenen verzichten, der Hinweis auf Kullmann genügt vollständig, troffen werden. Und so ist es immerhin erfreulich, daß Gedanken enthielt:„ Und wir nicht!" dieser Partei das Recht der Sittenrichterei abzusprechen, wenigstens für die kommenden allgemeinen Wahlen schon Ob die Fortschrittspartei eine era der auch wenn ihre Behauptungen nicht grundverlogen wären, jezt an immer mehr Orten Arbeiterkandidaturen proklamirt Berfolgungen ausgehalten hätte, das ist eine Frage, deren wie sie es thatsächlich find. Die Buerer Affäre hat mit und die nöthigen Maßregeln für ihren Erfolg mit Ernst Beantwortung wir dem Scharfsinn der„ Vossischen Zeitung" unserer, hat mit irgend einer Partei nichts zu ergriffen werden. überlassen wollen. Nicht aller Geister Gewalt wächst, thun, aber Nick- gehört den Ultramontanen! wenn sie verfolgt werden". Zu begreifen ist diese feige, nichtswürdige Ver Die„ Revolutionäre im Schlafrock und Pantoffeln" dächtigung freilich! Die Ultramontanen wollen oben lieb haben sich weiland sehr schlecht in die Märtyrerrolle gefügt, Kind sein, sie wollen hoffähig werden! Man braucht blos und sie sehr schlecht gespielt. zu sehen, wie ihre Führer, diese rheinischen, schlesischen, Was die Vossische Zeitung" über die Zwistigkeiten" polnischen und bayrischen Magnaten, vor den Stufen des u. s. w. sagt, das wollen wir ihr gern schenken nur den Thrones bauchrutschen und mit einem Servilismus vor der Rückgang" fönnen wir nicht so ohne Weiteres hingehen Person des Monarchen kriechen und allerunterthänigst lassen. An unserer Statt möge die National- ersterben, daß das Speichellecken der Nationalliberalen in liberale Korrespondenz" reden, die sich über das den letzten 20 Jahren dagegen noch als Mannesmuth gelten gleiche Thema wie folgt äußert: fann. Mögen jie das thun, und je offenkundiger sie den Die Munizipalvertretung von Liverpool ist dem Beispiel verschiedener anderer Munizipalvertretungen gefolgt und hat mit großer Mehrheit den Beschluß gefaßt: " Daß in Zukunft jeder Kontrahent( Uebernehmer städtischer Arbeiten) sich schriftlich zu verpflichten hat, diejenige Lohnrate zu zahlen und diejenigen Arbeitsstunden innezuhalten, welche zwischen den Trades Unions und den Prinzipalen des Ortes, wo die Arbeit zu geschehen hat, vereinbart worden sind oder anerkannt werden." Es ist zwar nicht viel, aber es ist doch ein erster Schritt. In Schilda freilich würde man schon diesen Be schluß für den wahren, echten und leibhaftigen Kommunis mus erklären. Aber Schilda liegt ja wohl auf dem Monde? Politische Uebersicht. Berlin, den 1. Oftober. Ueber die Wirkungen der Aufhebung des Sozialistengesetzes schreibt in einem Rückblick auf das seit dem 1. Oktober 1890 verflossene Jahr die Vossische Beitung": " " Die sozialdemokratische Bewegung hat sich seitdem( feit Bug des Herzens offenbaren, um so rascher werden den in dem 1. Oktober 1890) erheblich lebhafter bethätigt; in Ber- ihrem Heerbant marfchirenden Arbeitern die Schuppen von fammlungen und in der Presse herrscht eine weit größere Reg- ben Augen fallen! Aber das Spiel werden wir der ultrasamkeit; bei den vorigen Reichstags- Wahlen, die schon unter montanen Bresse verderben, daß sie die Verzeihung für ihre dem Eindruck der bevorstehenden Aufhebung des Ausnahme demokratischen Verirrungen" der Kulturkampfszeit sich gesetzes standen, haben die Sozialdemokraten die absolut stärkste bamit erbettelt, daß sie, nach berühmten Mustern, thre Stimmenzahl und eine bis dahin längst nicht erreichte Zahl Gesellen an unsere Rockschöße zu hängen und die Sozialvon Mandaten errungen; wenn jest Reichstagswahl stattfände, so würden sie wahrscheinlich noch demokratie für Exzesse verantwortlich zu machen sucht, die, mehr Erfolge haben. Soeben sehen wir fie in die wie wir schon gestern ausführten, in legter Linie auf ihr badische Kammer einziehen, wo sie bisher nie Erziehungskonto kommen. vertreten waren. Aeußerlich hat die Bewegung seit Jahresfrist unzweifelhaft zugenommen, was allerdings nicht ausschließlich auf das Erlöschen des Sozialistengesetzes, sondern auch auf manche andere Umstände zurückzuführen ist." Wer hat nun Recht: Die Bossische Zeitung" oder die Nationalliberale Korrespondenz"? Jedenfalls ist das Urtheil der einen so viel werth wie das der anderen. Die Erfahrungen, welche man in diesem Jahre gemacht hatte, bestätigen die Anschauungen, welche die liberale Presse von jeher bekannt hatte, daß nämlich das Ausnahmegesez die Die Nationalliberale Korrespondenz" giebt sich übrigens Bataillone der Sozialdemokratie verstärke, das Werk der Ver das sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt- der söhnung erschwere, die Wirkung aller sozialpolitischen Maß- christlichen Hoffung hin, die sozialdemokratische Bewegung nahmen schmälere, und daß der Druck allein die Ginigkeit der Sozialdemokratie bewirte und den Beginn werde doch noch zu Aufruhr und Umsturz fortschreiten" ihrer Selbstzerfehung hemme. Alle Gefahren, welche und ein neues Ausnahmegesez sich nothwendig machen. von den Anhängern des Fürsten Bismarck vorausgesagt wurden, sind ausgeblieben. In der Sozialdemokratie zeigen fich stärkere Bwiftigkeiten als seit langer Zeit, und die Jungen" ermangeln nicht, der Parteileitung den Vorwurf zu machen, die sozialistischen Ideale preisgegeben und eine Abschwenkung in das Lager der bürgerlichen Demofratie begonnen zu haben. Es ist erfreulich, daß ein großer Theil der Partei den Gedanken an eine gewaltsame Revolution von sich weist und sich auf den Boden der Reform stellt, welche in der heutigen Gesellschaftsordnung und im Rahmen bes gegenwärtigen Staates zu erlangen ist. Manche Grundlehren der Sozialdemokratie, welche ihr früher als unantastbar galten, sind neuerdings als Irrthümer anerkannt und auf gegeben worden. Die angesehensten Führer der Partei be mühen sich fortgesetzt, die Leidenschaften zu zügeln und Ausschreitungen vorzubeugen. Man fann daher mit dem Ergebnisse des ersten Jahres ohne Sozialistengefeß um so mehr zufrieden sein, als einige Erfahwahlen, welche seither zu vollziehen waren, den Beweis für den Rückgang der sozialdemokratischen Stimmen gezeigt haben. Die Erfahrung hat einen neuen Beweis für das Wort erbracht, daß die Gewalt der Geister wächst, wenn sie verfolgt werden." Nichtswürdig. In der ultramontanen Rölnischen Volkszeitung" lesen wir: Die Fortschrittsweisheit wird durch die vorstehende Betrachtung ebenso klassisch illustrirt wie die Fortschrittswahrhaftigkeit. " Wie man's macht. Sogar Drohbriefe treten bei der Buerer Affäre in Funktion, wie immer, wenn man für eine faule Sache Stimmung machen will. Die heutige Abendausgabe der„ National- Zeitung" weiß aus Buer zu melden: Verschiedene Einwohner von Buer erhielten anonyme Briefe, in denen gedroht wurde, man würde für die Hiebe und Würfe, mit denen die aufgeregte Menge neulich beim Transport die verhafteten Mörder versah, bei günstiger Gelegenheit Wiedervergeltung üben. Den zwei neulich dem Blutbad ent ronnenen Bürgern zeigte man, laut der Tremonia", an, es fei auf fie besonders abgefehen gewefen und sie würden bem nächst an die Reihe kommen, Die Drohbriefe sind der Polizei übergeben. dist " Wenn die Polizei im Ordnungslager" nach den Verfassern und Schreibern sucht, dürften ihre Nach forschungen nicht erfolglos sein. Wem nützt es? muß man hier fragen. Buer, 29. September. Die sozialdemokratische Gelfen firchener Arbeiterzeitung" bemüht sich, zu beweisen, die bekannten Mörder feien nicht Sozialdemokraten. Der Bergmann Nic habe im Jahre 1889 noch zu den Gründern des Christ lich patriotischen Verbandes gehört und nur deshalb dem alten Verbande den Rücken gekehrt, weil dieser Verband ine recht boshafte Bemerkung macht der bekannte angeblich sozialistische Zwecke verfolge". Dazu bemerkt die Mitarbeiter der Hamburger Nachrichten" zu den überhiefige Volkszeitung", daß es allerdings wahr ist, daß Nick schwänglichen Lobesreden, mit welchen die Presse die Dsnabem sogen, alten Verbande auf kurze Zeit den Rücken gekehrt brücker Rede des Reichskanzlers Caprivi als hohe hat. Aber schon bald war Nick wieder der eifrigste Beförderer Friedensbotschaft feierte. Anscheinend sind die Pfeile auf die des alten Verbandes und der schärfste Gegner des neuen Ver- Wiener Presse gerichtet, aber sie treffen ganz anderswo. bandes; dessen erste Versammlung hat gerade er mit seinen Die Hamburger Nachrichten" schreiben nämlich: rothen Genossen gesprengt. In einer Versammlung fatho Iischer Bergleute in diesem Frühjahr erklärte Nick: " Wir Berglente haben nichts zu erwarten, weder vom Staate noch von der Kirche; wir selber müssen uns helfen: Vorwärts! ist unsere Losung. Wir fragen nunmehr die„ Gelsen Kirchener Arbeiter- Zeitung", ob Nick nicht die Lehre, die sie seit ihrem Beste ben in jeder Nummer gepredigt hat, recht gut verstanden hat. Nick ist ein förmlicher Sozialdemokrat, und zwar ein vorangeschrittener." Es ist allerdings eine charakteristische Auffassung, daß Daß Verfolgungen eine Partei nicht zerstören und sie Nick, weil er noch in diesem Frühjahr in einer Verblick senkt sich ein tiefes Stillschweigen nieder, als unheil- was ihn nicht wenig ärgerte. Aber er ließ es sich nicht antündender Vorbote des Sturmes, der losbrechen sollte. fechten. Er war überzeugt, daß er seiner Zeit die Lacher Einige Minuten hält der panische Schrecken an. Unter- schon auf seiner Seite haben würde. das Chateau d'Eau. " Die Wiener Preßstimmen besigen insofern einen Stich ins Komische, als der Applaus ebenso groß gewesen wäre, wenn Caprivi die schärfste Tonart gegen Frankreich oder Rußland angewandt hätte. Derartige immerhin erfreu liche Preßglossen hätten schließlich nur die Bedeutung von Druckerschwärze auf Papier, da sie feinerlei Garantien böten." Ehrerbietig und schmeichelhaft klingen diese Bemerkungen allerdings nicht; nichtsdestoweniger sind sie wahr. Es ist nur nicht die volle Wahrheit; denn sie treffen nicht nur auf die Reden des Kanzlers zu, und nicht blos auf die des gegenwärtigen. Aber die Verurtheilung dieses erreichen wollen und seine Berechnung hatte ihn nicht betrogen. Bei seiner Ankunft verstummte jede Unterhaltung und seine Gefährten bildeten einen Kreis um ihn. Mit seiner schwachen Stimme, die jetzt aber den Lärm der Schüsse übertönte, sagte er zu ihnen: Hier giebt es für uns nichts zu thun. Die Barrikade ist fest und wird gnt vertheidigt. Dabei wies er mit der Hand auf die Besatzung, die mit dem größten Fener fämpfte. dessen werden die Flinten über der Brustwehr der Barri- Muth und Kühnheit besaß er soviel, daß er Anderen tabe gerichtet und eine Unzahl Kugeln hinüber geschickt. davon hätte abgeben können, und obendrein war er nicht Haufen muthiger Männer sammeln sich ohne Schutz an den auf den Kopf gefallen, was auch nicht zu verachten ist. Straßenecken. Sie treten zu Bügen zusammen und unter Er ließ seinen Trupp halten und erstieg die Barrikade, nehmen, fast ohne einen Schuß zu thun, den Sturm auf die von Geschossen besät wurde. Bald wurde sein Gesicht oben kenntlich, wie ein kleiner, dunkler Fleck erschien es in Vergebens sucht der General Lamoricière seine Popu dem weißlichen Pulverdampf, den ein leichter Wind theilte. Das kann noch lange so dauern, die Soldaten haben Larität zu benutzen, um das Volk zur Niederlegung der Waffen zu bestimmen. Er verkündet die Thronentsagung Unbeweglich stand er da, mit gekreuzten Armen, unter genug Munition und werden sich den ganzen Tag halten, wandte Jemand ein. des Königs und die Regentschaft der Herzogin von Orleans; dem linken den Säbel haltend. Aufmerksam betrachtete er Es giebt andere Arbeit, wollt Ihr mir folgen? aber seine Bemühungen sind vergebens. das Chateau d'Eau, so erust und nachdenklich wie ein General Ja, ja, riefen Alle, ja, wohin Du willst. Eine Kugel trifft sein Pferd und wirft es nieder, er von einem Hügel aus in der Entfernung die Stellungen und Bewegungen einer feindlichen Armee besichtigt erhalten und theilte ihnen daher seinen Plan nicht mit; Mijoulet wollte seine Autorität vollständig aufrecht selbst empfängt einen Bajonnetstich in den Arm, und nur schwer gelingt es einigen Männern ihn aufzuheben und zu und verfolgt. Seine Staltblütigkeit, feine unerschütterliche da übrigens auch Niemand daran dachte, ihn danach zu einem Weinhändler zu schaffen, wo man seine Wunde ver- Ruhe inmitten der pfeifenden Kugeln, die vom Pflaster fragen, so begnügte er sich mit dem Kommando: Vorwärts, bindet. Dann bringt man ihn durch entlegene Straßen in abprallten und mit dumpfem Tone das Rohr verließen, fragen, jo begnügte er sich mit dem Kommando: Borwärts, mir nach! seine Wohnung. Marschall Gerard geht es nicht besser. und unter den Schmerzensrufen, welche die tödlich Ge- Von Neuem erkletterte er die Barrikade. Die AufWenige Minuten, nachdem das Feuer Opfer zu fordern troffenen ausstießen, machte einen tiefen Eindruck auf die ständischen, deren Zahl noch gewachsen war, folgten ihm, angefangen hatte, tam Mijoulet mit seinem Trupp an und Vertheidiger der Barrikade. nahm ohne weiteres hinter der Barrikade, welche sich an der Ecke der Rue St.- Honoré erhob, Stellung. Er brachte eine bedeutende Verstärkung, und so wurden seine dreihundert Mann mit brausenden Hochrufen empfangen. Mijoulet, der immer an der Spize war, hatte die Fahne einem Insurgenten anvertraut, welcher unmittelbar hinter ihm marschirte. und nachdem die Barrikade überstiegen war, wand sich der Das Lachen und Spotten war ihnen vergangen. Lange Bug bald wie eine Riesenschlange über den Play, auf dem Zeit schon schlugen sie sich auf das Tapferste, aber der eins hier und da Todte, mit dem Gesicht auf der Erde, und fache Heldenmuth dieſes Burschen machte sie starr und Verwundete, welche um Hilfe riefen, lagen. flößte ihnen tiefe Bewunderung ein. Wiehrere Male riefen Schnell überschritten sie den Platz; zwei oder drei sie ihm zu, herabzusteigen und sich hinter der Barrikade zu Menschen ließen sie todt oder verwundet auf dem Straßenverstecken, da es keinen Sinn habe, ſich nublos todtschießen pflaster zurück, aber Niemand hielt sich auf. Mijoulet zu lassen. Aber Mijoulet hörte nicht auf sie, er schien kein hatte eingeschen, daß das Gewehrfeuer den Widerstand der Wort zu verstehen und wich nicht. Truppen nicht brechen würde. Man mußte zu außer Dieser Pariser Bursche hatte, so lange er noch nicht in Endlich wandte er sich und stieg, ohne seinen Schritt gewöhnlichen, vielleicht grausamen Mitteln greifen. der Lehre war, oft den Soldaten bei Uebungen und Paraden zu beschleunigen, langsam hinab, wie er die Treppe im Der junge Lehrling war sanften Charakters, in gewöhn zugesehen. Er hatte es sich gemerkt, wie die Offiziere mit ruhigsten Hause vou Welt hinabgestiegen wäre. lichen Zeiten hätte er keinen Menschen, ja nicht einmal dem Degen grüßen, und machte es ihnen jetzt, als Antwort Gr trat wieder zu seinen Leuten, die sich ihm einem Thier ein Leid gethan. Aber er sagte sich ganz mit auf die bewillkommnenden Rufe, sehr gut nach. Er zeigte jetzt noch lieber unterordneten als früher. Der Recht, daß Mitleid und großmüthiges Baudern den Kampf eine Würde, welche seltsam abstach von seiner lächerlichen letzte Beweis seiner Kühnheit hatte die Insurgenten, nur verlängern und noch mehr Opfer fordern würde. Und Erscheinung, seinem noch schwachen Körper und seiner Figur, welche sich auf Befehl des Marche- Seul hinter den stillen dann hatte er, wie man eingestehen muß, auch, seitdem die den Jägern von Orleans( Regiment Jäger zu Fuß) Barrikaden des linken Ufers gesammelt hatten, geblendet. Larirette verwundet worden war, einen unversöhnlichen Haß kaum bis zur Hüfte ging. Jezt hatte der Lehrling Männer hinter sich, die entschlossen gegen die Armee. Sein Gruß wurde mit hellem Gelächter aufgenommen, I waren, seiner Führung überallhin zu folgen. Das hatte er ( Fortsetzung folgt.) Dem Programmentwurf stimmten im Wesentlichen zu die gewerbsmäßigen, urtheilslosen patriotischen Hurrah- Job das Reichsgericht in Berlin seinen Siz haben solle oder geſchreis" seitens des Mannes, der in dieser Frage zweifel- in Leipzig. Bis wohin gewisse befürchtete Einflüffe an- Parteigenossen von Lauenburg, Brandenburg, München. los das kompetenteste Urtheil hat, ist schon um deswillen geblich nicht reichen sollten! doppelt interessant, weil gerade er der Züchter und Nährvater der heute von ihn so erbarmungslos gerichteten " Hurrahkanaille" ist. Herrn Eugen Richter's Taktik von seinen Parteigenossen beurtheilt. Herr Isaac schreibt in der Charlottenburger Neuen Zeit": # Delegirtenwahlen zum Brandenburg Parteitage. Ewald. Randow- Greifenhagen Alwin körsten Berlin. Eine treffliche Abfertigung läßt der in London ers scheinende„ Daily Chronicle" gewissen Ordnungsbeschüßern zu Theil werden: Auf Kosten der Arbeiter sichert sich das West- Derartige ver stedte Angriffe hat Herr Eugen fälische Koaks Syndikat seine Monopolpreise. Richter von jeher mit Vorliebe angewendet. Aus dem" Der Minister des Jnnern, Matthews, oder der Polizeipräsident, Um nämlich die Preise auf bisheriger Höhe zu halten und Hinterhalt heraus greift er mit den bekannten Sir E. Bradford, scheinen entschlossen zu sein, sozialdemo den dividendengierigen Aktionären den Profit in ungehämischen und nebenbei gesagt, fast immer fingirten fratische Versammlungen in gewissen Theilen Londons schmälertem Maße zukommen lassen zu können, hat der - Briefkasten- Antworten alle diejenigen Freifinnigen an, nicht länger zu dulden. Im World's End in Chelsea Aufsichtsrath des Westfälischen Koats- Syndikats in einer in welche eine öffentliche Wirksamkeit entfalten, ohne nach haben solche Meetings acht Jahre hindurch] ununterbrochen stattden jüngsten Tagen stattgefundenen Sitzung beschlossen, der der Richter'schen Pfeife zu tanzen. Wir ver- gefunden. Jetzt verbietet die Polizei dieselben. Dasselbe ist der nächsten Monatsversammlung für das vierte Quartal eine kennen durchaus nicht die großen Verdienste, die sich Herr Fall mit anderen Meeting?. Stören solche den öffentlichen Produktions- Einschränkung von mindestens Richter erworben hat, bedauern jedoch umsomehr, daß diese Frieden oder hindern sie ruhige Leute, so ist ein derartiges VerVerdienste sehr beeinträchtigt werden durch die gehässige bot erklärlich. Sonst aber sehen wir die Weisheit oder Ges 10 pCt. vorzuschlagen. Ohne solche Produktions- Ein- Manier, mit welcher er Jedermann behandelt, durch rechtigkeit dieser Unterdrückungspolitik nicht ein. Arme Leute schränkung fäme zu viel Waare auf den Markt, was zu den er sein Partei Papstthum bedroht glaubt". tönnen teine Säle miethen. Aus diesem Grunde müssen viele einem Sinken der Preise führte, das muß aber unter allen Im Anschluß hieran, wollen wir auch konstatiren, daß Versammlungen unter freiem Himmel stattfinden. Die friedliche Umständen vermieden werden, und das einfachste Mittel Herr Richter es natürlich nicht für nothwendig gehalten Grörterung von Beschwerden zu verbieten oder zu erschweren, dafür ist: Man wirft die Arbeiter auf die hat, seine wiederholten 2ügen in Betreff der Hut- heißt sicher, den Elementen der Unordnung Vorschub leisten. In Straße oder setzt sie auf geschmälerte Rationen! Was Kontrollmarken zu berichtigen. G3 wäre aus den Arbeitern und ihren Familien wird, das fümmert politischen Anstand des Herrn Richter zu viel ver- au geben. Um politische Meetings braucht sie sich weniger zu die Unternehmer den Teufel, der Profit, der Profit ist langt. gerettet! Daher auch der Jammer der Eisenindustriellen, die, wie wir ja schon zu wiederholten Malen konstatiren konnten, ihrerseits die ganz gleichen Praktiken pflegen, ebenfalls unter der Flagge des Schutzes der vaterländischen Industrie. auch vont London giebt es Rowdythum genug, um der Polizei zu schaffen fümmern." Das tönnten auch gewiffe Leute anderwärts sich merken. Wie übrigens die Bismarck'sche Zollpolitik die vater- Ein anarchistisches Attentat auf den österreichischen Eine Volksversammlung in Varnhalt bei Badenländische Arbeit zu schützen geeignet ist, zeigt ein Blick auf Kaiser, das ist die neueste Sensationsnachricht, die das Baden, welche auf einer Wiese tagte und von Hunderten von die Preise, welche dieses aus lauter patriotischen Größen sensationslüfterne Depeschenbureau Herold wie folgt in die Männern und Frauen besucht war, nahm nach einem Referate zusammengesetzte Koakssyndikat für das Inland und für Welt setzt: unferer Parteigenossen 2ut aus Baden und Kalnbach aus das Ausland ansetzte. Die Preise im dritten Quartal Reichenberg i. Böhm., 1. Oktober. Gestern um Karlsruhe die bekannte Resolution gegen die Kornzölle ein dieses Jahres standen wie folgt: Das Ausland: LuxemMitternacht wurde in unmittelbarer Nähe Reichenbergs auf der stimmig an. Der Pfarrer aus Neumeier, welcher sonst sehr burg, Lothringen und Frankreich, zahlte für Hochofen- Koaks Eisenbahnbrücke, welche der Kaiser passiren mußte, ein tapfer von der Kanzel herab gegen die Sozialdemokratie donnert, 11,50 M. die Tonne, Belgien 11 M.; das Inland: Dynamit- Attentat verübt. Die Brücke und das Geleise wurden war trotz schriftlicher Einladung, die ihm mittelst eingeschriebenen Nassau- Siegen, das Kohlenrevier und die übrigen deutschen theilweise beschädigt. Sonst fand kein Unfall statt. Briefes zugestellt worden war, nicht in der Versammlung erWerke mußten 13 M. zahlen. Stahlwerke konnten ihren Der kaiserliche Zug tonnte die Stelle passiren. Das schienen, ebenso wenig die übrigen Gegner; wenn von den Attentat ist wahrscheinlich von Anarchisten aus- lekteren wirklich welche dagewesen sein sollten, so verhielten sie Bedarf zu 15 M. die Tonne decken, Gießereien, Metall- gegangen. In der Stadt herrscht große Aufregung. fich jedenfalls mäuschenstill. Dafür riffen gegnerische Hände hütten u. s. w. zu 16,50 M. und Eisenbahnen zu 16 M. anarchistisches Attentat? Diese Frage muß man doch stellen, Wer braucht denn gegenwärtig um jeden Preis ein die von unseren Genossen angeklebten Plakate ab. Auch eine „ Rache"! wenn man weiß, daß genau vor zehn Tagen aus Fioridsdorf bei Wien das Wolff'sche Depeschenbureau ebenfalls ein sagt die Münchener Post" gelegentlich einer Mittheilung, woEs weht im Deutschen Reiche wieder ein scharfer Wind, ,, anarchistisches Attentat" zu melden wußte, das sich bei nach ihr die letzte Sonntags- Nummer wegen des darin ent näherer Betrachtung als ein plumper Versuch des Weichen haltenen Wiegenliedchens" tonfiszirt wurde auf Grund des Der arme Baare wird sich der Freude, seinen An- wärters herausstellte, um für angebliche Unfallverhütung Gotteslästerungs- Paragraphen(§ 166). Das Gedicht soll nach tläger Fusangel in sog. Schutzhaft zu wissen, wahr eine Belohnung zu ergattern. Wenn an der Geschichte über dem Fremdenblatt" deshalb ein Bergehen gegen die Religion scheinlich doch nicht hingeben können, wenn die Bolts- haupt etwas dran ist, so dürfte es sich um Aehnliches enthalten, weil es davon spricht, daß man den jungen WeltBeitung" recht berichtet ist. nämlich beschloffen haben, Fusangel nach Abbüßung seiner hat die österreichische Polizei in den verschiedenen diesem gefegneten Deutschland aufgehört, aber daß er schärfer Das Essener Gericht soll handeln, ist aber wirklich Dynamit verwendet worden, so bürger ungefragt tauft! Der scharfe Wind hat unseres Erachtens noch nie in Strafe gegen Kaution von 10 000 Mart auf freiem Fuß zu Anarchistenprozessen der achtziger Jahre zur Genüge bes geworden ist, und zwar genau so scharf, als es ohne Ausnahmebelassen, so daß er also vollauf Gelegenheit hat, die Beweise wiesen, wie gewissenlos sie anarchistische Verbrechen" gesetz gegen Sozialdemokraten sein kann, das scheint uns aus der für seine schweren Anklagen gegen den würdigen Steuerkönig züchtete, arrangirte und bezahlte. Man braucht in Wien großen Anzahl von Prozessen und den harten Urtheilen hervor zu sammeln, zu ergänzen und zusammenzufassen, was alles blos den Namen des Polizeiraths Frankel zu nennen zugehen, von welchen in den letzten Wochen die sozialdemokratische erschwert und zum Theil unmöglich gewesen wäre, wäre und der Polizei- Anarchismus steigt in seiner ganzen Nichts- Presse betroffen worden ist. Fusangel im Gefängniß behalten worden. würdigkeit aus der Sentgrube der öffentlichen Verachtung Berstöße gegen diesen oder jenen Paragraphen der paragraphen Während den Staatsanwälten beim Studium unserer Presse tratischen Arbeiterbewegung in herauf, in die er seit dem Wiedererwachen der sozialdemo- reichen Strafgesetze selten entgehen, scheinen sie jene Artikel der wurde. in Desterreich geworfen Ordnungspresse zu übersehen, in welchen zu Gewaltthätigkeiten gegen Sozialdemokraten aufgefordert wird. Und doch wäre hier, " " Ein ,, Edelster und Bester der Nation", ein Kreuz zeitungs- Hitter und Leuchte der fonservativen Partei, wurde letter Tage in Duisburg wegen wissentlichen Weineides verhaftet und nach Essen transportirt: der Der Selbstmord Boulanger's hat nur insoferno es sich um die Sicherheit von Leib und Leben handelt, ihr Redakteur der Duisburger tonservativen eine gewisse politische Bedeutung, als er die absolute Ginschreiten viel nöthiger, als bei Bergehen religiöser Natur. Bürger- Zeitung", Lieutenant a. D. A. Ohli, früher Hoffnungslosigkeit des Chauvinismus in Frankreich be- Finsterwalde, 26. September. Eine öffentliche Bolts Redakteur der„ Westfälischen Post" in Hagen. Wir sind fundet. Dieser Chauvinismus hatte in dem„ tapferen versammlung fand heute hier im Schützenhause statt. Genoſſe jetzt nur begierig zu erfahren, ob die„ Kreuz- Beitung" an- General" seine Inkarnation, seine persönliche Verkörperung Rohr la d aus Berlin referirte über das Parteiprogramm und die läßlich dieses Meineidsfalles auch die politische gefunden; und so lange der Chauvinismus lebensträftig Tattit der Sozialdemokratie. Nach kurzer Debatte wurde eine Partei zu welcher der Herr Lieutenant a. D. und zahlungsfähig war, konnte der brave" Boulanger Resolution angenommen, welche das Einverständniß der Berzällte, also die tonservative, für den Meineid ver- in Saus und Braus leben. Wie das Geschäft allmälig sammlung mit dem Entwurf im Prinzip erklärte, dem Parteiantwortlich machen wird, wie das Organ der Schlangen- niederging, das ist den Lesern bekannt. In den letzten bahren einiger Berliner Oppositioneller wendet. Es wurde ferner vorstand ein Vertrauensvotum ausstellt, und sich gegen das Geflugheits- Moral es so geflissentlich thut, wenn gegen einen Monaten schien es sich wieder etwas erholen zu wollen beschlossen, daß der Delegirte zum Parteitag den Fraktionswirklichen oder angenommenen Parteigänger der Sozial- anläßlich der französisch- russischen Allianz- Flotten- Komödie. vorstand zu ersuchen habe, mit größtmöglichem Nachdruck für demokratie eine solche Anklage erhoben wird! Wie wir seiner Zeit schrieben, fiel die Bewegung für diese Aufhebung der Kornzölle im Reichstage einzutreten. Ferner Allianz, das letzte Ideal der Chauvinisten, ganz genau mit sprach man den Wunsch aus, der Parteitag möge dahin wirken, Das Reichsgericht hat ein neues Lorbeerblatt in der ehemaligen boulangistischen Bewegung zusammen: daß dem Programm ein Baffus eingefügt werde, welcher die feinen Ruhmestranz juristischer Definitionen gefügt, und Dieselben Macher, dieselben Organe, dieselben Reklame- Entschädigung der zur Uebung eingezogenen Reserven fordert. zwar ist es diesmal der für uns Sozialdemokraten so ge- mittel. Die Wahl eines Delegirten zum Parteitag wurde bis zur wichtige§ 131 des Reichs- Strafgesetzbuches, der vom Reichsnächsten Versammlung, in welcher Genosse Beyer aus Rottbus Der Aufschwung war jedoch nicht von Daner gericht eine Klarstellung erfahren hat, die einer unabsehbaren- die Franzosen ließen sich durch den Schwindel nicht irre- über den internationalen Kongres Bericht erstatten wird, vertagt. Erweiterung gleichkommt.§ 131 bedroht Denjenigen mit führen sie sahen den Sumpf und den Abgrund, in Auf der Bockbrauerei in Spandau hat am legten SonnGeldbuße bis zu 600 W. oder Gefängniß bis zu welchen das Revanche- Irrlicht sie gelockt hätte das Ge- abend eine Wolksversammlung getagt, in welcher Genosse Richard zwei Jahren, welcher wissentlich erdichtete oder schäft machte Pleite und der Chef der Firma hat sich Fischer über den Brüsseler Kongreß und den Erfurter Parteitag entstellte Thatsachen öffentlich behauptet oder verbreitet, um todtgeschossen-die einzige nüzliche That seines Lebens.referirte. Es wurden zwei Resolutionen angenommen; die erste dadurch Staatseinrichtungen verächtlich zu machen. Wegen belundete ihr Einverständniß mit dem Referenten in Bezug auf Uebertretung dieser Vorschrift war A. angeklagt, in der Heiter ist, wie der journalistische Boulanger, No che den Brüsseler Kongreß und verpflichtete sich, im Sinne der dort ersten Instanz aber freigesprochen worden, weil seinen fort, den Tod seines Romplizen im Intransigeant" gefaßten Beschlüsse zu wirken. Mit Bezug auf den Erfurter Parteitag beschloß die Versammlung den zu wählenden Aeußerungen nur der Gedanke einer gesezwidrigen meldet: Hannibal tödtete sich, besiegt von Scipio, Handhabung der Gesege zu Grunde liege, weil Boulanger fiel unter den Streichen der deutschen Delegirten zu verpflichten, in Erfurt im Sinne der bis. herigen Zattik und für Annahme des Parteiprogrammis fonach zwar die Stichter, nicht aber die Geseze selbst Juden und Diebe". Häng' Dich, Stöcker, Du bist nach dem Entwurf des Parteivorstandes zu wirken. Gewählt angegriffen feien, hiernach aber feine Staatseinrichtung" ein Stümper! kann man" Figaro" paraphrasiren. wurde als Delegirter Genosse Wernau aus Berlin. " den Gegenstand des Angriffs gebildet habe. Diese Ents scheidung ist nunmehr nach einem in der Juristischen Wochenschrift" mitgetheilten Urtheile des Reichsgerichts unter folgender Motivirung aufgehoben worden: " Korrespondenzen und Parteinachrichten. Velbert, 27. September. Eine Versammlung von Parteigenoffen, in welcher Bildhauer Sandvost aus Schwaben über: Die weltgeschichtliche Sendung des Sozialismus und feine Biele" referirte, faßte eine Resolution, in welcher sie sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden erklärte und nach vorausgegangener Erläuterung dem Programmentwurfe zustimmte, mit Ausnahme der Ziffer 6 des zweiten Theiles, welcher Bassus folgendermaßen abgeändert werden soll:„ Jeder Staatsbürger ohne Unterschied des Geschlechts hat zu allen Lehr- und Bildungsanstalten Zutritt; dieselben sind jedoch von allen religiösen Dogmen frei zu machen. Die Kosten sind durch Staatsmittel aufzubringen"; ferner heißt es in der Resolution verwirft die Versammlung das unangebrachte Gebahren der Berliner Opposition, besonders gegenüber der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, unter der die Partei die bewährtesten, kampferprobtesten Genossen zählt, welche nach gewissenhaftem Studium der Verhältnisse zwecks Erreichung der für die Allgemeinheit gesteckten edlen Ziele der Sozialdemokratie mit der nöthigen Klugheit vorzugehen wissen". Die„ Staatseinrichtung" bilde erst durch ihr Bestehen und ihre Verwirklichung einen fonkreten Begriff. Denn erst das durch, daß sie eingerichtet und in einen Organismus gebracht Die Dortmunder Sozialdemokraten nahmen in ihrer murbe, trete sie erkennbar im Staatsleben hervor. Bu dem letzten Versammlung einstimmig folgenden von Zölde gestellten Organismus der Staatseinrichtung der Justiz gehöre aber Antrag an: einerseits als der grundlegen ste Faktor der Richter. Die Versammlung spricht über das bekannte fortgesetzte ſt and, und andererseits erweise der Organismus erst durch Treiben der sogenannten Berliner Opposition, welches Treiben die von ihm entwickelte Thätigkeit seine Lebenskraft. Die nur grenzenlosen Leichtsinn oder böswillige Absichten gegen die richterliche Thätigkeit als solche, das ist die Hand- Partei zur Grundlage haben kann, ihre höchste Mißbilligung aus habung der Gesetze durch den Richter, werde daher in die und beantragt: Staatseinrichtung der Justiz mit eingeschlossen. Es Der Parteitag möge Maßregeln ergreifen, durch welche einem sei fonach rechtsirrthümlich, wenn der Vorderrichter davon solchen standalösen Vorgehen, wie es sich die Urheber und Wortausgehe, daß ein Angriff gegen die Handhabung der Gesetze führer der„ Berliner Opposition", troß der Beschlüsse des vor einen solchen gegen die" Staatseinrichtung" ausschließe. Der jährigen Parteitages in Halle, haben zu Schulden kommen lassen, § 131 sehe auch nicht als Angriffsobjekt blos die Gefeße", innerhalb der Partei für die Zukunft vorgebeugt wird." fondern die Staatseinrichtungen" vor und bringe damit zum Ferner beschloß man einstimmig: Ausdruck, daß nicht blos das Gesetz, auf welchem die Staats-" Der Parteitag möge beschließen: 1. daß es Pflicht eines Freigesprochen wurde vom Altonaer Landgericht der einrichtung beruht, sondern die Einrichtung selbst und damit jeden Parteiblattes ist, einem jeden anderen Parteiblatt ein Genoje Richard Werner, welcher vom Schöffengericht in das Vertrauen der Staatsangehörigen zu der Einrichtung ge- pflichtexemplar gratis zu überweisen. Bargteheide zu 30 M. Geld- bezw. 6 Tagen Gefängnißstraße und schützt werden solle. 2. Daß der Vorwärts" jedem Parteiblatt zwei Pflicht zu den Kosten verurtheilt worden war, weil er sich der AnDiese Definition eröffnet eine recht hübsche Perspektive. exemplare überweist und zwar eins zur Verwendung bei Her stiftung zur Sachbeschädigung schuldig gemacht haben sollte, Jede Richterbeleidigung kann danach ohne große Schwierigstellung der Partei- Organe und eins zum Einreihen in die welch letztere im Antleben eines Plakats gefunden wurde. Ferner sprach die Strafkammer zu Kiel den Tischlermeister teit zugleich zu einem Bergehen gegen den§ 131 gestempelt Bibliothek der Redaktion. 3. Daß der Redaktion eines jeden Parteiblattes seitens der E. Gibson tostenlos frei, welcher in einer zu Nortorf abund mit etwas Genialität auch jede Urtheilstritit Parteileitung eine Handbibliothek gratis zur Verfügung gestellt gehaltenen Versammlung bei der Diskussion mit einem Dr. med. unter diese Definition gebracht werden. Die Erfahrung hat wird und zwar derart, daß diese Handbibliothek Eigenthum der Brager denselben beleidigt haben sollte. Ebenso endete ein uns ja zur Genüge gezeigt, wie ganz anders der Richter Partei bleibt und im Falle Gingehens eines Parteiblattes an die Prozeß gegen den Redakteur F. Bender vom Offendas Wort, wissentlich" auffaßt, als der Laie, und Parteileitung zurückzuliefern ist." bacher Abendblatt", welcher die Darmstädter Staatsman braucht blos an das Chemnizer Urtheil gegen Dem von Breslau gestellten Antrag betreffs größerer Pflege anwaltschaft beleidigt haben sollte, mit Freisprechung. Schippel zu denken, um sich ein Bild machen zu können, der Jugendliteratur schlossen sich die Dortmunder Parteiwelche Tragweite diese neue Definition des Reichsgerichts in genossen gleichfalls und zwar einstimmig an. Die Versuche der Dem Bergmann Schröder, welcher in Spiefen bei Altender Praxis für die oppositionellen Blätter und Parteien katholischen Zeitung" Tremonia", die Blutaffäre in Buer der wald referiren sollte, verbot der Wirth Andreas Ruffing Sozialdemokratie aufs Konto zu setzen, wies die Versammlung das Lokal. Das Bergarbeiterblatt Schlägel und Eisen" meint, haben wird. aufs entschiedenste zurück, und Genosse Lölcke wurde beauftragt, das habe in„ Vorstellungen" seinen Grund, welche dem Wirth sämmtlichen Dortmunder Zeitungen einen diesbezüglichen Protest auf dem Bürgermeisteramt gemacht worden wären. Die We zugehen zu lassen, schwerdeführung Schröder's beim Landrathsamt blieb natürlich fruchtlos. Was wohl allmälig die spärlichen Rechte des Rechte des ibeologischen Bürgerthums sich denken mögen, wenn sie an die Zeiten sich erinnern, da im Reichstag der Kampf tobte, " Theater. Freitag, den 2. Oktober. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Die Augen des Herzens. Am Fenster. Herrn Kaudels Gardinenpredigten. Leffing- Theater. Die Ehre. Berliner Theater. Die Neuver mählten. Jugendliebe. Deutsches Theater. Des Meeres und der Liebe Wellen. Residenz- Theater. Von Dreien der Glücklichste.- Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Circus Renz. Carlstraße. Unserem Freund Frik Hoppe zum 30. Geburtstag ein donnerndes Lebe hoch! 1897b .. M. Wr. Nachruf! Achtung! Die sozialdemokratische Versammlung für diejenigen Genossen, welche mit der Taktik der Partei nicht einverstanden sind, kann unvorhergesehener Umstände halber am Am 27. September verstarb unser 1893b 1828b Kollege, der Zinkgießer Ernst Greulich Freitag, den 2. Oftober 1891, Abends 71/4 Uhr: Mit vollständig neuen scenischen u. choreographisch. Einlag. u. neuen Wasser- resp. Beleuchtungseffekten: Auf Helgoland, oder: Ebbe und Fluth, gr. hydrologische Ausstattung in Schwemfal, Kreis Bitterfeld. Pantomime in 2 Abtheilungen mit National Tänzen( 60 Damen). Auf seiner Krankheit ein thätiges Mitglied Da der Verstorbene bis zu Anfang zügen 2c., Dampfschiff- und Boot- unserer Vereinigung war, so werden fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen Wallner Theater. Der Mann mit mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt wir sein Andenken stets in Ehren hundert Köpfen. Musikalisch- u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunstdeklamatorische Abendunterhaltung. schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Schluß- Tableau: Grande Fontaine luOnkel Cyprian. mineuse, in einer Höhe von mehr Thomas- Theater. Mädchenschule. Denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: Ostend- Theater. Vom Stamm der Bal und Concert hippique von 8 araAsra. Bellealliance Theater. SO Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. große Prophet. Brüder. bischen Schimmelhengsten dargestellt, Jung dressirt und vorgeführt von Herrn halten. Die Zinkgieher Berlins. Achtung! Zimmerer von Schöneberg! Franz Renz. Colmar, geriften von Am Sonntag, den 4. Oktober, Freitag, den 2. Oftober nicht stattfinden. Der Einberufer. Verein der Bauanschläger Berlins u. Umg. Am 4. Oktober, Vormittags 10½½ Uhr, bei Orschel, Sebastianstraße 39: Außerordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht über die Landpartie und Sommerfest.( 2. Fortsetzung der Berathung der Statuten. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragetasten. 1340L] Der Vorstand. Zimmerleute! Der Fräul. Clotilde Hager.' Emperor, ger. Nachmittags 8 Uhr, findet die ab- Freie Vereinigung der Zimmerer Berlins n. Umgegend. von Herrn Gaberel. Eine Fahnen- rednung vom 3. Quartal der Alexanderplatz- Theater. Schwarze Quadrille, geritten von 16 Damen. Bentral- Kranken- und SterbeAuftreten der Sisters Lawrence am Untertükungskaffe der Zimmerer Fernpalat. Spezialitäten- Vorstellung. fl. Trapez, der Parforcereiterin Mlle. der Verwaltungsstelle SchöneGebrüder Richter's Variété. Spe- Adele, Mr. Alex Briatore, Mr. Adolf berg in den Sieben Raben", Hauptzialitäten Borstellung. Delbosg und Mr. F. Chiarini 2c. Straße 57, statt, und ersuche, daß Theater der Reichshallen. Spe- Täglich: Auf Helgoland. Sonn- sämmtliche Mitglieder erscheinen. zialitäten- Vorstellung. tag 2 Vorstellungen Nachm. 4 Uhr 1894b Winter- Garten. Spezialitäten- Vor-( 1 Kind unter 10 Jahren in Beglei stellung. tung von Erwachsenen frei) aschenbrödel. Abends 7/2 Uhr: Auf Helgoland. SpeKonkordia- Palast- Theater. zialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Varióté. SpezialitätenVorstellung.. Eickeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. heater d. Reichshallen Neues Programm! Maria la Bonita die erste Tänzerin Spaniens. Hunde Orchester. The 6 Sunbeames. Die Richtu. 2. s. iv. Gratweil's che Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 P., Sonntags 25 Pf. 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C.Säger's Salon, Saal Grüner Weg 29. für Festlichkeiten, 150 Personen fassend, noch einige Sonnabende frei, ebenso für Dienstag Abend stehen noch meh rere Vereinszimmer, von 30-50 Per sonen fassend, zur Verfügung. 1821b Folgende Personen ersuche ihren Berpflichtungen nachzukommen: A. Harte, F. Marth, Apfelgrün, Radnih. 1898b E. Wilschke. E. Renz, Direktor. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Montag, den 5. Oktober, Abends 8½ Uhr: Versammlung in Relih' Salon, Bergftr. 12. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen F. Wilke über:„ Unsere Wassen im Kampf ums Dasein." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes u. Fragen Pflicht eines jeden Zimmerers ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Der Vorsteher. 352/19 Die Fachschule Verband deutsch. Zimmerleute des Fachvereins der Tapesirer ist eröffnet und findet jeden Freitag Abends 81/2 Uhr bei Mathies, Wallstraße 20, Unterricht statt; derselbe ist für Mitglieder unentgeltlich. 383/4 Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Musikinstrumenten- Arbeiter Sonnabend, d. 3. Oktober, Abends 81/2 Uhr, in Kuhlmey's Salon, Schönhauser Allee Nr. 28. Tages- Ordnung: 377/10 ( Lokalverband Berlin). Montag, den 5. Oktober, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's Lokal, Alte Jakobstraße Nr. 75: General- Versammlung. Tages Ordnung: Gozialismus. 2. Wahl eines Ausschußmitgliedes, eines 2. Kaſſirers und eines 1. Vortrag des Genossen Gründel über die Voltsernährung und den Vertrauensmannes für die Arbeitsvermittelung des Nordens, Bergstraße 60. 3. Verschiedenes und Fragekasten. [ 359/4 Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht es jedem Mitgliede zur Pflicht, 1. Der Streit bei Pietschmann u. Söhne. 2. Diskussion. 3. Bericht der in der Versammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Agitations- Kommission. 4. Verschiedenes. Die Agitations- Kommission. Bersammlung der Militär- Schneider am Sonnabend, den 3. d. M., Abends 82 Uhr, in der Johannisstraße 20 bei Müller( Eingang durch's Lokal). Tages- Ordnung: M Zentral- Verband deutscher Maurer 2c. 1. Bortrag über" Thomas Moore". Referent: Rollege Timm. 2. Disfussion. 3. Wie stellen sich die Militär Schneider den Stickern gegenüber, 2. event. Aufnahme in unseren Verein? 4. Verschiedenes. 223/18 Leseklub Der Vorstand. Carl Marx" 55 Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 4. Oktober, Abends 6 Uhr, im großen Saale der Berliner Bockbrauerei am Tempelh. Berg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Ludw. Henning( Lehrer an der Arbeiter Bildungsschule über:" Die Weltanschauung der neueren und neuesten Zeit". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Der Einberufer. 356/15 Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Bolfsblade Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Verlage von Auer& Co. in Hamburg ist erschienen und von uns zu beziehen: Der Neue Welt- Kalender für das Schaltjahr 1892. Mit einem Farbendruckbilde Auf dem Markte" und einem Wandkalender auf Karton. Reich illustrirt. Preis 50 Pf. E Juhalts- Uebersicht: 15. Mai 1891. 1 Balendarium.- Post- und Telegraphenwesen.- Deutscher Wechselstempel.- Auszug aus dem Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz. Rückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890. Verzeichniß der Messen und Märkte. Jm Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration. Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von Max Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Jllustration. -Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hony. Mit Illustrationen. Die Bergarbeiter einst und jeht. Von Karl Kautski. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Illustration. Antje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Illustrationen. Moritz Rittinghausen. Mit Porträt. Cäsar de Paepe. Mit Porträt. Der Tuberkelbaziüus und das Roch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen.- Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Illustration. Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreske von M. Kegel. Mit Illstrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891. Räthsel und Charaden. Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des ,, Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigeaoffen zur AnSchaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten sonstigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. 1 Zahlstelle Berlin I( Putzer). Am Sonntag, den 4. Oktober, Vormittags 11 Uh, in den Bürgerfälen, Dresdenerstraße 96: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Rassenabrechnung vom 3. Quartal 1891. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen_bittet 381/9 Die Lokalverwaltung. NB. Beiträge werden entgegengenommen bei G. Schmidt, Memeler Straße 60, II.; A. Kelpin, Ruppinerstraße 4; Sonntags Brauerei Königstadt, F. Fröhlich, Naunynstraße 43; C. Krüger, Heim- u. Willibald- Alexisstraßen. Ecke; H. Neumann, Alvenslebenstraße 8a, III.; Sonnabend, Abends von 8 bis 9 Uhr, bei Graffunder, Schwerin- u. Ziethenstraßen- Ece; E. Grüneberg. Deutsch- Wilmersdorf, Gasteinerstraße 15, Part. Sämmtliche Hilfskafsirez werden aufgefordert, in dieser Versammlung mit dem Kassirer abzurechnen. Verein der Einsetzer( Tischler). Sonntag, d. 4. Oktbr., Vorm. 10 Uhr, Neue Friedrichstr. 441 Ordentl. General- Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Rassen- u. Revisionsbericht. 2. Borstands Antrag. 3. Wahl der Arbeitsvermittelungs Kommission. 4. Fortsetzung der Statuten- Berathung. 5. Verschiedenes u. Fragekasten. 145/19] Der Vorstand. NB. Der Arbeitsnachweis befindet sich nur Neue Friedrichstraße 44, Abends 9-10 Uhr. Sonntags, Vorm. 10-12 Uhr, im Restaurant. Tischler- Verein. Sonnabend, d. 3. Okt., Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Vereinsangelegenheit. Billets zu dem am 10. Oftober in Keller's Hofjäger stattfindenden 20. Stiftungsfente find bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, sowie bei dem Kassirer A. Winter, Elisabeth- User 55, und dem Vorsitzenden H. Kreuschner, Lausitzerstraße 44, zu haben..[ 1339L] Der Vorstand. Fachverein der Tischler. Montag, den 5. Oktober, Abends 8½ 1hr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79: Versammlung. M Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Leo Aron über: ,, Der Ideengang der Bodenbestyreformer". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. NB. Diejenigen Mitglieder des Vereins, welche diesen Herbst zum Militär eingezogen werden, werden ersucht, ihre Adresse auf dem Arbeitsnachweis, Wallstr. 7/8, abzugeben. Daselbst sind auch Billets für die Urania 31 ermäßigten Preisen für die Vereinsmitglieder zu haben. 822/18 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung mit Frauen der gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend am Sonntag, den 4. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, im Saale des Herrn Wendt, Köslinerstrasse 17. Tagesordnung: uy des Genossen Rohriad über:" Die Prostitution und die e Produktionsweise". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. dem gentliches Beisammensein und Tanz. 1900b Nach Alle Hilfsarbeiter mit Frauen möchten sich doch zahlreich einfinden. Der Einberufer. Billigste Lebensmittel. Vorzügliche Qualität. Dubois& Co., Neue Friedrichstr. 79°. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 230. Stoff Tokales. für den es eines charakterisirenden Attributs nicht bcFreitag, den 2. Oktober 1891. " 8. Jahrg. der Milchvertheuerung die Steigerung der Futterpreise angegeben Menschenspezies herrlich und in Freuden lebt und nichts zi und mit den„ erhöhten Löhnen" der erforderlichen Arbeitskräfte fürchten hat in der Welt als Gott allein! Doch wo viel Licht ist, Der Mordprozeß Heinze erscheint der Bourgeoisie äußerst zu begründen versucht, doch ist dies nur ein Vorwand, da bei ist auch viel Schatten, und besonders die Sonne des Bauuntereinem rationelleren landwirthschaftlichen Verfahren die Milch- nehmerthums hat große Flecken, allerdings nur zum Schaden der intereſſant. Uns auch, aber aus ganz anderen Gründen. Zie produktion für die Milch produzenten sich erheblich vortheilhafter Arbeiter, die ja überall ihre Haut zu Markte tragen müſſen, wie Bourgeoisdamen im Zuschauerraum des Schwurgerichtssaales gestalten könnte. Statt deffen ist es aber bequemer, einfach wieder einmal aus nachfolgender kleiner Epiſode ersichtlich ist. wollen ihre Aufregung haben. Wir pflichten gewiß der Bourgeois höhere Breise für die Milch zu fordern, so daß die Preis- Am Planufer, dicht an der Kottbuser Brücke, wird ein Neubau presse nicht bei, wenn diese den Frauen das Zuhören bei steigerung jetzt schon bis zu 3 Pfennig pro Liter ausmacht. hochgeführt und zwar von dem einstmaligen Lohnkommiſſions, etwas bedenklichen Dingen rund untersagen will; diese Besorgniß Daß der Milchring" nicht überall Gegenliebe gefunden mitgliede, nachherigen Restaurateur und nunmehrigen Bauunters für die Moral der Frauen schließt die ganze Bevormundung, hat, geht aus dem Umstande hervor, daß derselbe die Errichtung nehmer Herrn Karl H. Die Gegenwart hat diesen Herrn die ben ganzen Zwang, den der Mann über die Frau nach den er von großen Meiereien in der Provinz beschlossen hat, in welchen Vergangenheit noch nicht gänzlich vergessen lassen, denn noch heute erbten bürgerlichen Begriffen auszuüben hat, ein. Aber in diesem ale nicht zu dem hohen Preise verpachtete Milch verbuttert besucht derselbe sozialdemokratische Bolksversammlungen und gerirt Fall ist das Interesse der Damen wohl in der That nur dem werden soll. sich als Parteigenosse. Das hat den Herrn indessen nicht ver dürfen wird zuzuschreiben. Denn ein psychologisches Interesse fernung Milch ver Neichshauptstadt zuzuführen, und man ist brei Maurergesellen aus der Arbeit zu entlassen, lediglich weil Die Milchpächter von Berlin suchen nun aus weiterer Ent hindert, im vorigen Jahre drei Tage vor dem 1. Mai ohne Weiteres hat der Prozeß kaum. Er hat erstens ein juristisches, indem es bereits daran gegangen, feſtzuſtellen, wie hoch sich der Transport die Besorgniß vorlag, daß diese„ drei Agitatoren" die Arbeitsfich um den Verſuch der Konſtruirung eines Schuldbeweiſes aus stellen würde, wenn allmälig ein größerer Milch- Gytra- Schnellzug ruhe am 1. Mai auf seinem Bau bewirken könnten. Herr H theinen und dazu meiſt unsicheren Indizien handelt. Vermuthlich aus Glbing nach Berlin führe. Daß die Milchpächter in ihrem leidet als Bauunternehmer natürlich auch am Dalles, besonders ist für die Damenwelt unserer Bourgeoisie dieſes juristische Bestreben, Berlin mit preiswerther Milch zu versorgen, die des Sonnabends, und als am Sonnabend, den 12. September, Intereffe nicht vorhanden. Der Prozeß hat zweitens ein soziales Sympathie des Berliner Publikums auf ihrer Seite haben, ist der Wochenlohn an die Maurer ausgezahlt werden sollte, da Interesse. Und dieses ist bei den Damen der Bourgeoisie noch naturgemäß und wäre nur zu wünschen, daß die Staatsregierung hieß es:„ Kinder, ich habe kein Geld! Blamirt mich nur nicht, weniger vorhanden. Bleibt nur die Lust am Stoff, übrig. but herabjegung der Gisenbahntarije diese Bestrebungen unter- in nächster Woche bekommt Ihr Alles- wenn kein Dachte, Und überhaupt der brave Bürger unterhält sich halb bei einem tüken würde, damit dieser„ Ringtamps" nicht zu Gunsten der Besonders der Maurer B. stand bei Herrn H. im Verdachte, solchen Stoff und halb entsetzt er sich. Das Amusement Herren Großgrundbesitzer, Domänenpächter 2c. enden möge. Geld zu Hause zu haben und daher den Lohn nicht so nothund die Entrüstung sind komplementär im Empfindungsleben des Bourgeois. Er ist es, der die Prostitution haben muß, und er wendig zu brauchen". Da ihm aber B. erwiderte, daß er erst Die Neu Ordnung des Vororts Berkehrs hat geflern wenige Wochen in diesem Sommer gearbeitet habe und die ganze ist es, der die Prostitution moralisch verurtheilt. Nachdem er vom frühesten Morgen an die Kräfte der Eisenbahnbeamten übrige Zeit frank gewesen sei, daher das Geld nothwendig feinen Theil daran weg hat, meint er immer noch das Ganze der außerordentlich in Anspruch genommen. Namentlich für die brauche, mußte sich Herr Bau- Unternehmer H. wohl oder übel Einrichtung verwerfen zu fönnen. Mary bemerkt einmal: das sei Schalterbeamten war es gestern ein schwerer Dienst; alle Hände entschließen, 20 M. als Abschlagszahlung herauszurücken. Die ebenso logisch, als wenn jemand die Hälfte eines Apfels ge- voll hatten sie zu thun, um die Fragen, Bitten und Gesuche des übrigen Maurer gingen ohne Geld nach Hause und der Dank gessen habe und dann verlange, noch einen ganzen Apfel in der nach den Vororten fahrenden Publikums zu erledigen. Die zur dafür sollte nicht ausbleiben, denn am nächsten Sonnabend zahlte Hand zu haben. Den Ekel, den die alte Prostituirte Heinze, wie Ausgabe gelangenden Fahrkarten für die Vorortsstrecken sind für Herr H.- Klaffenlöhne! Besonders schlecht kam hierbei der ſie nun ist, erweckt, überträgt der Bourgeois ohne viel Nach die zweite Wagenklasse von grüner Farbe mit rothen Kreuzstreifen, vorgenannte Maurer B. fort, denn er erhielt, troßdem er einer denten auf den Entschluß der jungen Heinze von damals, für die dritte Klasse braun mit ebensolchen Streifen. Die Arbeiter der tüchtigsten Arbeiter ist, nur 50 Pf. pro Stunde! Warum hat Prostituirte zu werden. Als die Folge dieses Entschlusses aber Wochenkarten, sowie die Arbeiter- Rückfahrkarten sind unverändert er aber auch dem Herrn Bau- Unternehmer 20 m. abgenommen, betrachtet er den jebigen sittlichen Zustand der Person. Nein, geblieben; in Fortfall kommen gänzlich die Fahrkarten erster und die er so nothwendig brauchte! Einige jüngere Kollegen sollen die Angabe der Heinze:„ Ich verdiente als Näherin wöchentlich vierter Klasse, die Arbeiter- Tagesbillets, sowie die Rückfahr- sogar nur 45 Pf. pro Stunde erhalten haben. Das ist die prakfünf Mark, ich hatte auch sonst keinen Anhalt und so bin ich zu farten. Die Absperrung der Bahnsteige ist genau nach dem tische Nukanwendung der Theorie eines ehemaligen Lohndeni Gewerbe gekommen" ist recht wahrscheinlich. Diesen System auf der Stadtbahn durchgeführt; die Fahrkarten werden kommissions- Mitgliedes als Bau- Unternehmer! Wochenlohn verdienen in Berlin Tausende von Arbeite- beim Betreten des Bahnsteiges fupirt und beim Verlassen auf rinnen und dadurch wird manche der Prostitution der Endstrecke abgenommen. Die neue Wannseebahn ist der An- Zu dem vielbesprochenen Fall Bebersdorf können wir in die Arme geführt. Also nicht ein freier schluß, sondern ein Ent fündigung gemäß früh um 5 Uhr dem Betrieb übergeben worden. nunmehr die nachstehenden authentischen Mittheilungen machen, starker Einfluß der ökonomischen Alle Bahnhöfe der neuen Strecke hatten Flaggenschmuck angelegt. welche den verhafteten Schankwirth Fahrenwaldt in ein sehr unLage hat aus der Dirne das gemacht, was sie ist, und da diese Die Züge der neuen Linie bestehen aus je einem Gepäckwagen, günstiges Licht stellen. Bebersdorf, welcher immer noch im ökonomische Lage das Produkt der bürgerlichen Gesellschaft ist, drei Wagen zweiter und fünf Wagen dritter Klasse; die Wagen Lazarus- Krankenhause schwer daniederliegt, hat nunmehr bei so steht diese bürgerliche Gesellschaft vor sittlichen Zuständen, wie zweiter Klasse befinden sich wie auf der Stadtbahn in der Mitte seiner Vernehmung die folgenden, für die Untersuchung hochfie der Mordprozeß Heinze offenbart, als vor ihrem eigenen bes Zuges. Der Betrieb ging während des Vormittags schon in wichtigen Angaben gemacht: Gr sei an dem Abend des Werk. Sie erkennt das nicht: das gehört zu ihren Eigenthüm- aller Ordnung von Statten. Eine Verkehrssteigerung war vor 16. Auguft zweimal in der Wirthschaft Fahrenwaldt's gewesen. lichkeiten. Sie wendet sich von ihrem Werke ab und flagt dafür läufig noch nicht zu bemerken; nur wenige Neugierigen benutzten Sein erster Besuch sei ohne Störungen verlaufen, während er bei die Verdorbenheit ihrer Opfer an: auch das liegt ihr im Blute. bis zur achten Stunde die Bahn bis zur Großgörschenstraße. dem zweiten mit F. und noch drei unbekannt gebliebenen Der Mordprozeß Heinze enthält die furchtbarste Anklage für die Auf den anderen Vorortstrecken waren nach Meldung eines Männern wegen einer Wittwe Schweizer in Streit gerathen sei. Gesellschaft. Und diese Gesellschaft wird nach dem Prozeß Heinze Berichterstatters nicht allseitig die nöthigen Vorkehrungen ge- Diese habe in dem Augenblicke das Lokal betreten, als er den wahrscheinlich strengere Strafgesehe und schärfere Polizeimaßregeln trossen, um das Publikum mit dem Wesen der neuen Einrichtung Wirth mit den drei Unbekannten traktivt habe. verlangen.) Deshalb scheint er auch nur stattzufinden. damit das Recht walte und die Vergeltung eintrete? Bu einem einziger neuer Tarif ausgehängt; auf Bahnhof Friedrichstraße giebt, angetrunken gewesen zu sein, will in dieser Zumuthung zweifelfreien juristischen Spruch ist da wenig Aussicht. Welch prangte dicht neben dem Schalter noch der alte Tarif. Auch auf eine Verhöhnung erblickt und seinem Unmuth durch Worte ungeheure Summe von Kosten und von Arbeit wird hier aufgewandt, dem Görlitzer Bahnhof war an bevorzugter Stelle noch der alte Ausdruck verliehen haben. Fahrenwaldt und feine Komplizen weil eine ganz kleine Hoffnung vorhanden ist, die letzte Folge Tarif angebracht zum größten Erstaunen des Publikums, welches hätten ihn nun gewaltsam auf den Hof geführt, seien dort über ihn einer Ursache nachzuweisen, die man bestehen läßt, die man eifrig den„ Taris" judirte, eine Verbilligung aber nicht hergefallen und hätten unbarmherzig auf ihn eingeschlagen. Die für normal erklärt! Wann wird man doch endlich begreifen, herausfinden konnte. Auf der Strecke der Schlesischen Verlegungen, welche B. hierbei erlitten hat, sind folgende: Bruch • Oder bekannt zu machen. Auf den Stadtbahn- Stationen war nicht ein der Antrag geworden, die Sch. zu heirathen. B., welcher zu daß Verbrechen verhüten wirklich vernünftiger ist, als Ver- Bahn war eine kleine Verkehrssteigerung zu bemerken. des linfen Oberschenkels, welcher eine dauernde Kürzung des linken brechen bestrafen? Wenn sich die Anklage auf Aussagen Bis 1/29 Uhr 1/29 Uhr waren auf dem Schlesischen Bahnhof Beines zur Folge haben wird; Zertrümmerung des rechten Brustder verkommensten Menschen stützt, denen eine falsche 250 Fahrkarten nach Friedrichshagen verkauft. Auf Bahnhof kastens, Zerschlagen des Hinterkopfes und mehrere Verlegungen Aussage aus Rache, Haß oder aus Hoffnung auf die Belohnung Friedrichstraße waren um 9 Uhr nach Potsdam 49, nach Friedrichs- am rechten Arme und Beine, welche jedoch im Vergleiche mit den wohl zuzutrauen ist, was kann da wohl für ein Beweis heraus- hagen 35, nach Spandau 33 Fahrkarten verkauft. Den ersten anderen gering zu achten sind. F., im Vollbewußtsein seiner tommen? Geradezu frivol aber ist es, wenn der„ Berl. Börs- Cour." neuen Vorortzug der Görlitzer Bahn benutzten nur 8 Personen; Schuld, hat alles nur Mögliche herausgesucht, um den Verdacht den Zeugen und Vigilanten Piester zum Typus des Berliner der Zug verließ Berlin Nachts 2 Uhr 44 Minuten. Auf der der Thäterschaft von sich abzuwälzen. Er ist soweit gegangen, Arbeiters machen will. Dafür wird der Berliner Arbeiter bestens Anhalter Bahn befand sich in jedem Zug noch ein Wagen, der dem 22jährigen Arbeiter Julius Jörs, welcher in demselben danken. Der„ Berl. Börs. Cour." beurtheilt nicht den Zeugen zur Hälfte die Einrichtung der vierten Klasse zeigt. Sehr streng Hause mit ihm wohnte, 50 M. anzubieten, wenn er die Aussage Piester nach dem Berliner Arbeiter, sondern umgekehrt den ihm gehandhabt wurde der Gepäckverkehr; auch nicht das kleinste Ge- mache und beschwöre, daß die Gärtner Melz'schen Gheleute als völlig unbekannten Berliner Arbeiter nach dem Zeugen Piester. päckstück, das nicht als„ Handgepäct" sich auswies, wurde ohne Wirthsleute Bebersdorf's diesen aus dem Fenster geworfen hätten. Die Polizei hatte wohl das Bedürfniß, nach den Fällen" Billet" durchgelassen. Wenig erbaut sind die Arbeiter, die bisher J. hat diesen Umstand sofort zur Sprache gebracht und ist be Röse, Wende, Meißner, Hirschfeld einmal einen Beweis ihres Arbeiter- Tageskarten benutzt haben. Die meisten kauften sich ge- reits dieserhalb vom Untersuchungsrichter vernommen worden. Könnens zu liefern. Indeß viele Momente hat sie nicht zusammen- wöhnliche Fahrkarten, nur wenige lösten Arbeiter- Wochenkarten. Am letzten Dienstage hat eine Gerichtskommission den Thatort gebracht und vor Allem überhaupt keine neuen. Bahnsteig- Karten wurden verhältnismäßig viel getauft; allein einer Besichtigung unterzogen. Bebersdorf wird dauernd invalide Nur Eine Stimme ist darüber, daß die beiden Bertheidiger auf Bahnhof Friedrichstraße wurden deren bis 9 Uhr 300 abgesetzt. bleiben. nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe stehen. Sie beherrschen das Material nicht und helfen sich nun damit, daß sie alles mögliche Dr. Hrabowski ist vorgestern, wie der„ Bolts- Zeitung" Wie in Zeiten der Theuerung und der Hungersnoth hereinziehen, womit sie doch nur eine unnütze Verlängerung mitgetheilt wird, von langen Leiden durch den Tod erlöst worden. die Armen sich vor den Lokalen drängen und stoßen, in denen herbeiführen. Der eine der Vertheidiger machte eine Staatsfrage Der Verstorbene war einer jener charakterfesten Männer, welche Brot an die Hungrigen vertheilt wird, so drängt und stößt sich daraus, daß er die erforderlichen Erfrischungen in den Saal ge- ihrer Ueberzeugung jedes Opfer bringen. In seiner Jugend das Publikum jeden Mittwoch und Sonnabend früh auf dent bracht bekomme.„ Es ist einfach Seft, was wir uns kommen wurde er durch Ronge in die deutsch- katholische Bewegung hinein hiesigen Schlachthof, wenn das finnige, zum Genuß für die Belassen," bemerkte er dem Präsidenten. Es lag ein undefinirbares gezogen und ohne Bedenken gab er sein Amt auf und wurde mittelten als ungeeignet befundene Fleisch zu einem billigeren Selbstgefühl in diesem: Einfach Sett". Wenn Giner mit seinem Brediger einer neubegründeten deutsch- katholischen Gemeinde. Preise an Jeden, der es essen will, abgegeben wird. Bürgerliche juristischen Stönnen nicht imponirt, so verbreitet es dafür vielleicht Später war er als Journalist thätig und leitete jahrelang ein Blätter melden, daß" Frauen oft schon Abends um elf oder einigen Nimbus um ihn, daß er Seft trinken tann. fortschrittliches Blatt in Elbing. Jin Alter wirkte er als Lehrer zwölf Uhr Aufstellung am Verkaufsort nehmen, um sicher zu und Erzieher. Ein schmerzhaftes Leiden warf ihn zuletzt aufs sein, am anderen Morgen auch Fleisch zu erhalten". Dabei wird Krankenlager, er fand indessen die liebevollste Pflege seitens seines das Fleisch nicht einmal umsonst gegeben. Das Pfund finniges Sohnes, welcher Arzt ist und seiner Tochter, der früheren Hof- Rindfleisch kostet 35 Pf., das Pfund finniges Schweinefleisch 40 Pi. Da gesundes Rindfleisch gegenwärtig für einen Preis Schauspielerin Hrabowska. Ein ,, Ringkamp" allerdings keiner à la Abs, und auch kein Bärenringkampf, an dem aber das große Publikum ein ungleich größeres Interesse hat, als an jenen-- wird seitens des Vereins Berliner Milch pächter" gegen den„ Milchring" geführt, welcher sich zur Vertheuerung der Milch in Gestalt für unser Blatt thätig. Vor Jahren war der Verstorbene als Berichterstatter auch von 75 Pf. aufwärts, gesundes Schweinefleisch für einen Preis von 80 Pf. aufwärts zu haben ist, so beträgt die Ersparniß nur des„ Vereins der Milchproduzenten der Um 35-40 Pf. Wenn Arbeiterfrauen um einer solchen Summe gebung Berlins" gebildet hat. Wo Alles liebt, kann Karl Ein hier nengegründetes Blatt entwirft von dem be- willen viele Stunden lang nutzlos verstehen und sogar ihre allein nicht hassen, d. h. wo Alles vertheuert wird, soll nun auch rühmten" Dichter und Schriftsteller Paul Lindau folgendes„ Augen- Nachtruhe opfern, dann dürfte es wohl kaum zu bezweifeln sein, die Milch, dieses hochwichtige und für Berlin so umentbehrliche blicksbild": daß es ihnen erbärmlich geht, und daß dieses Fleisch, dem durch Nahrungsmittel, bluten" und zwar im Interesse der noth- 53 Jahre. Raubvogeltopf. Runde Augen. Tendenz: schielend. Auskochen seine Schädlichkeit, aber auch seine Kraft genommen leidenden Landwirthschaft. Der Verein der Milchproduzenten", Goldenes Pince nez. Jugendliche Jaquetts, helle Westen und worden ist, ihnen als Leckerbissen erscheinen muß. um den sich besonders ein Herr D. Kurye unsterbliche Bergeniale" Kravatten.( Eigener Ausdruck.) Beruf: Macht Alles. dienste erworben hat und noch erwirbt, sucht die Zwangslage der Gewesener Redakteur der Elberfelder Zeitung", gewesener Be- Polizeibericht. Am 29. v. M. Nachmittags wurde ein Milchpächter, Berlin mit Milch zu versorgen, nach besten Kräften gründer der„ Gegenwart"( Die heute ein etwas unzärtliches Kind zweijähriger Knabe vor dem Hause Stromstr. 21 von einem beim Interesse feiner Mitglieder auszubeuten und die Produkte der für Bapa„ Paulchen" geworden ist) gewesener Kritiker des Ber- ladenen Steinwagen überfahren und dabei so bedeutend verletzt, felben, die Milch, zu höheren Preisen loszuschlagen, als sie bisher liner Tageblatt", gewesener Dramaturg des Deutschen Theater", daß er nach dem Krankenhause in Moabit gebracht werden mußte. dafür erhielten, was naturgemäß eine Vertheuerung der Milch gewesener Anbeter des Fürsten Bismarck( bis 20. März 1890), Am 30. v. M. Morgens wurden im Thiergarten, nahe den für den Konsumenten, das Berliner Publikum, zur Folge haben langjähriger„ hochverehrter" Freund des Direktors Ludwig Barnay, Belten und dem Großen Stern, zwei Männer erhängt vormuß. Um diesen Zweck zu erreichen, haben die Milchproduzenten Intimus Sr. Maj. des Königs Milan von Serbien, des Herrn Hugo gefunden.- Auf dem Blücherplaz stürzte Vormittags ein Offizier den Milchpächtern die bisherigen Pachtverträge gekündigt und Lubliner( auch Dichter) und des vereidigten(?) Kulissenmaklers May mit dem Pferde und erlitt einen Bruch des rechten unterschenkels. folche nur zu erhöhten Bachtpreisen neu abgeschlossen. Einen Sohn-( sprich: Konsty!). Zeigt den Besuchern seine Ordensammlung. Zu derselben Zeit wurde eine Frau in ihrer Wohnung, in Einblick in die Machinationen des Vereins der Milch- nur um zu beweisen, wie wenig Werth er auf Dekorationen legt. der Jerusalemerstraße, erhängt vorgefunden. Auf dem Hofe produzenten" gestatten die Stimmungsberichte, die allwöchentlich 11 Bimnier, eine wirthschafterin, die beste Köchin von ganz des Grundstücks Weidenweg 73 fand Abends zwischen dem Hausverausgabt wurden und von welchen wir nachfolgend einen folgen Berlin"( Spezialität: Sauerkraut mit Champagner) und zwei verwalter und einer Arbeiterfrau eine Schlägerei statt, Lassen. Derselbe lautet: geschiedene Gattinnen. Spricht mit besonderer Vorliebe von seinen wobei letztere so schwere innere Verlegungen erlitt, daß Geschäftsstelle einem unverbürgten Gerüchte zu ihre Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erUniversitätsjahren, die er folge in einer Eisenwaaren- Handlung zu Paris verbracht hat. forderlich wurde. Als zu derselben Zeit die 67 jährige Wittwe Brontovirte nach verbürgten Mittheilungen zu Rostock, Weiß in ihrer Wohnung, Schönholzerstr. 19, eine Wanduhr aufAuch in dieser Woche sind größere Abschlüsse zu erhöhten während die Lokomotive gewechselt wurde. Schwärmt für Frauen- ziehen wollte, stürzte sie vom Stuhle und stieß dabei die auf dem Preisen zu Stande gekommen, so daß der Verlauf des Pacht- arbeit, namentlich in der Literatur. Zur Zeit sehr bescheiden: Tische stehende brennende Lampe um. Hierbei geriethen die geschäftes als ein günstiger zu bezeichnen ist. Meritanische Biederfeit, falifornisches Goldherzchen. Hochmuth Kleider in Brand, so daß sie anscheinend schwere Brandwunden Die Pächter überzeugen sich immer mehr und mehr davon, tam vor dem Fall", der seinen„ Schatten" der Sonne" voraus am Körper erlitt und nach Anlegung eines Nothverbandes nach daß es ohne eine Preiserhöhung nicht abgeht, und beschleunigen warf. Im Grunde guter Kerl, der gute brave deutsche Michel" dem Lazarus- Krankenhause gebracht werden mußte. Am den Abschluß, sobald sie erfahren, daß die Pachtung hier zur( eigener Ausdruck). 30. v. M. fanden in der Emdenerstr. 52, Grenadierstr. 14, event. anderweiten Verpachtung angemeldet worden. Besondere Kennzeichen: verblüffende Dffenherzigkeit, Saint- Thaerstr. 16 und Naunynstr. 48 fleine Brände statt. Auf der Cérité nennt man's in Paris. Lieblingsautor: Franz Mehring. Brandstätte in der Emdenerstraße wurden die beiden ohne Aufsicht in der Wohnung zurückgelassenen Kinder des Maurers Aus dem Bauleben. Es giebt kein schöner Leben, als Simon im Alter von vier und 134 Jahren von Hausbewohnern das Bauunternehmer- Leben in der Haupt- und Kaiserstadt Berlin! schon bewußtlos aufgefunden, jedoch wieder ins Leben zurück= Diese kleine Variation einer alten Roupletstrophe erscheint wohl gerufen. Die Kinder hatten ein brennendes Streichhölzchen ins gerechtfertigt, wenn man sieht, wie diese nichts besitzende" Stroh geworfen, welches wegen des Umzugs im Zimmer lag. des Vereins der MilchProduzenten. Berlin, den 29. August 1890. Stalizerstr. 20. Trotzdem giebt es noch Pächter für größere Pachtungen, welche bis heute noch ohne jeden Anhalt für eine Pachtung find. Es liegt daher kein Grund vor zu einer niedrigeren Preisbestimmung, vielmehr wird wie bisher an den Forderungen festzuhalten sein. Man sieht, wie es gemacht wird! Natürlich wird als Grund D. Kurze. " Gerichts- Beifung. Wordprozek Heinze. Vierter Tag. man handlung und den Umständen abhängen. Außerdem muß doch flohnung von 1000 M. sicher gestellt würde. der Vertheidigung Zeit gelassen werden, das umfangreiche handlungsberichten ist erinnerlich, daß die Vertheidigung es Material für das Plaidoyer zu sichten und das wird bis heute rügte, daß zuerst das Schreiben dieses Zeugen Abend unmöglich sein.- Präs.: Ich habe darauf zu erwidern, doch immerhin für wichtig genug gehalten hatte, brief= daß die Beweisaufnahme alles bisher vorhandene Beweismaterial lich darauf zu reagiren und daß dann der äußere Bei Beginn der heutigen Sigung wird die älteste Aufseherin berührt hat. Ich frage nun den Vertheidiger der Frau Heinze, Umstand, daß das an Herrn Just gerichtete Schreiben wegen undes Untersuchungsgefängnisses, Frau Schulz, vernommen. Die- welche Anträge er noch zu stellen hat.- R.-A. Dr. Coßmann: genauer Adressirung als unbestellbar zurückgekommen war, Verfelbe bekundet, daß die Heinze eine ihrer besten Gefangenen war, Ich habe darauf folgendes zu antworten: Nach der diesseitigen anlassung gab, die Sache überhaupt auf sich beruhen zu lassen. da sie ruhig, zuvorkommend, fleißig und aufmerksam war. In Auffassung muß in einer so schwierigen Sache, wo es sich um Die Thatsachen, die der Angeklagte Heinze in das Zeugniß dieses der letzten Zeit sei sie sehr unruhig gewesen, habe viel geweint das Leben zweier Menschen handelt, in ruhiger und fachlicher transozeanischen Zeugen stellte, waren aber immerhin so erund manchmal geäußert, daß sie wohl Zeitlebens bekommen Weise vorgegangen werden. Wir Vertheidiger fönnen uns nicht hebliche, daß der Gerichtshof wohl oder übel dem strikten Verwerde. Die Zengin hat sie aber immer bald wieder beruhigt, durch einen Appell an die Geschwindigkeit bewegen laffen, von langen des Angeklagten, diesen Beugen zu vernehmen, Folge da die Angeklagte immer fagte, sie sei unschuldig, und dann von unserem Verhalten abzugehen. Wir können uns weder durch ab- geben mußte. Dem Laien drängt sich aber unwillkürlich die der Zeugin den Troft erhielt, daß sie dann ja freigesprochen fällige] Zeitungskritiken noch durch etwaigen Unwillen, falls Frage auf, falls Frage auf, ob es nicht möglich, oder im Interesse der werden müffe. Angeklagte Heinze: Man in die hat solcher hier im Saale sich bemerkbar macht, davon abbringen Sache nicht rathsam daß war, vor Eintritt doch schon oft gehört, daß Personen verurtheilt wor lassen, nach bestem Wissen und Gewissen unseres Amtes zu Hauptverhandlung Amtswegen von einmal der noch den find, obgleich sie unschuldig waren, warum sollte walten. Präs. Ich bitte, mir nur meine Frage zu Versuch gemacht wurde, diesen Zeugen zu ermitteln, es denn nicht möglich sein, daß ich ein gleiches Unglück habe. beantworten, welche Beweisanträge noch gestellt werden daß die Vertheidigung schon in einem früheren Stadium Dafür habe ich Angst gehabt. sollen. Berth.: Nach den Erklärungen des Vorsitzenden, tund gab, gab, diesen Chicagoer daß der Angeklagte auf diesen Der Präsident theilt mit, daß nach einer ihm zugegangenen in welchen doch eine Art Vorwurf gegen uns liegt. Mittheilung der gesuchte Randel zur Stelle sei. Zeugen nicht verzichte. Es wäre dann dem Gerichtshofe, den Präs. Ich habe Ihnen keinerlei Vorwurf gemacht! Ich bitte Bertheidigern und den Geschworenen eine unfägliche Arbeit und Alsdann wird Kriminalkommissarius Bra un abermals vor nun um Ihre Beweisanträge, um übersehen zu können, ob die dem Staate die ganz erheblichen Kosten dieses Prozesses erspart gerufen, um einige Fragen der Vertheidigung zu beantworten. Verhandlung überhaupt zu Ende geführt werden kann.-worden. Bei allen Sensationsprozessen ist es eine stets wiederEr verneint die Frage des Rechtsanwalts Ballien, daß Ausdrücke Berth.: Sie haben mich in meiner Erklärung unterbrochen fehrende Erscheinung, daß Schriftstücke mit allen möglichen wie„ Kohlrübe abhauen" bei Verbrechern gang und gäbe seien. und da Sie dieselbe nicht ganz hören wollen, so lehne ich es ab, Andeutungen über die Thaterschaft bei den in der Mit solchen Ausdrücken spielen doch gewöhnlich nur schwere Ver- sie Ihnen theilweise zu geben.- Präs.: Dann werde ich in Rechtspflege betheiligten Faktoren einlaufen, die fich brecher. Richtig sei es, daß manchmal Verbrecher mit verbrecherischen der Beweisaufnahme fortjahren und sehen, wie weit wir bis meistens als Hirngespinnste erweisen, sobald man ihnen Thaten renommiren und einander in der Schilderung zu über- heute Abend kommen. Der Zwischenfall ist hiermit erledigt. ernsthaft auf den Leib rückt. 3 mögen daher trumpfen suchen. Er erinnert sich, daß auch ein blutiger Gin Zeuge, Dr. med. Weise, welcher in der Nähe des That auch vielleicht Diejenigen Recht behalten, welche meinen, Schlips in der Nähe des Thatortes gefunden ist, es ist ihm ortes wohnt, war als Erster mit zur Stelle, um den Tod des daß aus der Verfolgung des in allerletter Stunde vom Ange aber nicht bekannt, daß denselben nach Behauptung dritter Per Wächters Braun festzustellen. Er behauptet, daß bei dieser Ge- flagten gestellten Antrages überhaupt Nichts herauskommt, sei sonen ein gewiffer Willy Koh I getragen haben soll. Tegenheit der Polizeilieutenant Gläsener entschieden die Ansicht es, daß die zu erwartenden Bekundungen des Just unerheblich Auf weitere Fragen des Rechtsanwalt Dr. Coßmann be- vertreten habe, daß hier Selbstmord vorliege. Der Polizeilieutenant find, sei es, daß der Just im Ernst überhaupt nicht existirt oder fundet der Zeuge auf Grund seiner Ermittelungen folgendes: bestreitet dies entschieden. daß er inzwischen seinen Wanderftab weiter in die amerikanischen Schon am Abende nach der That, als sich die beiden Angeklagten Hierauf wird der Kriminalkommissarius Braun wieder Lande gefe gt hat. So viel steht fest, daß die Vertagung einer schlugen, hat sie ihren Mann des Mordes bezichtigt. Daß sie hereingerufen und während der nun folgenden weiteren Befragung solchen Sache am Ende einer mühseligen, mehrere Tage füllenden Heinze in ähnlicher Weise bedroht und bezichtigt hat, ist dem desselben macht sich die Angeklagte Heinze eifright Notizen. Beweiserhebung, die mancherlei eigenartigen Erscheinungen. Zeugen nicht bekannt, er bestreitet auch die Behauptung der Frau Seriminalkommissarius Braun hat eine lange Reihe von Fragen welche in diesem Prozesse zu verzeichnen waren, ver= Heinze, daß sie bei ihrer Verhaftung zu ihm gesagt habe:„ Wenn der Bertheidigung zu beantworten, welche die Tendenz haben, mehrt. Die Untersuchungshaft der Angeklagten wird sich ich die Braun'sche Mörderin sein soll, dann sind Sie auch der die Verdachtsmomente, welche Braun in seinen Berichten hervor nun voraussichtlich noch um Monate verlängern, denn ehe die Mörder, Herr Kommissarius!" Die Heinze fei nicht nur in der Mord- gehoben, zu entkräften oder als willkürliche Konbinationen des Vernehmung des Just durch den Konsul in Chicago vor sich nacht in der Nähe des Thatortes gewesen, sondern sie habe auch un- Beamten hinzustellen. Die Bertheidigung bemüht sich, festzu gehen kann, ehe die Sache hierher zurückgelangt und die nothwahre Angaben über die Zeit ihrer Anwesenheit und über die stellen, daß einzelnes, was als verdächtig bezeichnet worden ist, wendigen Vorbereitungen für die Verhandlung in einer neuen Vorgänge bei derselben gemacht. Frau Heinze erklärt sich gar nicht verdächtig war. Namentlich habe die Thatsache, daß Schwurgerichtsperiode getroffen werden, dürften wohl 8 bis bereit, sich auf diese Vorgänge auszulassen, obgleich fie die letzte Frau Heinze in der Nähe des Thatortes gesehen worden ist, gar nichts 9 Monate vergehen. Es ist selbstredend, daß die ganze Sache Nacht sehr frant gewesen sei. Auf Antrag der Vertheidigung Verdächtiges. Der Zeuge bleibt durchaus bei den Ergebnissen vor einem neuen Schwurgericht noch einmal von Anfang an ver= müssen während der Zeit dieser Vernehmung sämmtliche Zeugen seiner Ermittelungen und entwickelt, den vielen auf ihn ein- handelt werden muß und daß andere Geschworene mitzuwirken den Saal verlassen. Die Angeklagte befundet nun: Am Abend dringenden Fragen gegenüber, daß nach diesen Ergebnissen und haben, wahrscheinlich auch ein anderer Gerichtshof, wenn auch gegen 10/2 Uhr habe sie mit der Uthes und dem Heinze am nach den vielen Widersprüchen, in welchen fich die Angeklagten vielleicht unter demselben Vorsitzenden. Das Beweismaterial Bionstirchplatz gestanden, habe mit dem Wächter geschwaßt und verwickelt haben, dieselben sich vielfach verdächtigt haben. wird dann jedenfalls noch umfangreicher werden, denn dem Vernoch allerlei Unsinn gemacht. Die Uthes sei dann mit einem Unter anderem wird der Zeuge von dem Vertheidiger befragt, nehmen nach beabsichtigen die Vertheidiger noch zahlreiche Beugen Tischler nach Hause gegangen, bald darauf habe ihr Mann den ob er denn den Kohl, auf den er sich bei der Begründung seines vorzuschlagen, so daß deren Zahl bis auf 100 anschwellen wird. Piester durch's Fenster in die Kammer der Wittwe Hahn steigen Verdachts beruft, für einen glaubwürdigen Beugen hält. Der Bielleicht werden sich darunter auch die Mitglieder der Straf lassen, und sie habe sich dann ebenso wie ihr Mann, Beuge erwidert, daß er ihn in diesem Falle för glaubhaft hielt. tammer befinden, welche s. 3. die Eröffnung des Hauptverfahrens aufs Bett gelegt bis halb vier Uhr. Als sie dann Bertheidiger: Und wo befindet sich der schon bestrafte gegen die Angeklagten abgelehnt hat. Das Ehepaar Heinze fortgegangen, habe sie einen farrirten Mantel um Rohl? 3euge: Kohl befand sich eine Zeit in Dalldorf, ist scheint mit dieser augenblicklichen Lösung nicht gerade unzufrieden gehabt; sie weiß aber nicht, aber nicht, ob sie etwas auf dem dann wieder auf freien Fuß gekommen und befindet sich zu sein. Den Vertheidigern, welche die Angeklagten gleich nach Ropf gehabt habe. Wenn fie aber etwas aufgehabt, seit gestern wieder in Dalldorf. Vertheidiger: Gerade der Sigung aufsuchten, erklärt Heinze, daß er lieber noch zehn dann könne es nur so ein Hut gewesen sein, wie er auf dem seit gestern? Ist dem Zeugen nicht bekannt, daß der Kohl Jahre in Untersuchungshaft five, als einen Tage Strafe an Gerichtstische liegt. Präf.: Sie wissen doch auch, daß Sie emmal geäußert hat, ich lajje mich nach Dalldorf bringen, da nehmen, denn er fühle sich unschuldig in der Sache und wolle bei Ihrer polizeilichen Vernehmung Nichts von dem Hute gesagt hat man's gut, da fann man jogar Billard spielen". 3euge: wegen erwiesener Unschuld freigesprochen werden. Frau Heinze haben? Angetl.: Da war ich auch so in Wuth, daß ich Davon ist mir nichts bekannt. Der Zeuge bestreitet ferner, daß war refignirt und meinte, daß sie ruhig die weitere Entwickelung dem Herrn Braun Nichts sagte. Die Angefl. erzählt weiter, irgend einer der Zeugen Vigilantendienste geleistet habe. Es abwarte; sie sei eine förperlich gebrochene Frau und ihr könne daß, bevor sie ausging, sie in die Stube der Frau Uthes ge- find den Zeugen, welche jämmtlich wiederholt vernommen werden es gleichgiltig sein, ob sie noch ein paar Monate länger in Untergangen fei, ein Streichholz angestrichen und nach der Uhr mußten, nur ihre Versäumnißtosten erstattet worden. Der Ver- fuchungshaft size. Daß die Frau Heinze übrigens schon jetzt gesehen habe. Der Hund sei ganz still gewesen, jedenfalls weil theidiger wünscht besonders nähere Aufklärung darüber, in auf Freisprechung gerechnet hatte, beweist die Thatsache, daß ihre er in der letzten Zeit vorher manchmal von ihr Wurst bekommen welches Verhältniß der Zeuge zu dem Zeugen Adolf Schulz ge- Schwester gestern schon für sie einen Hut und einen Mantel mit habe. Heinze sei, als sie fortging, zu Hause geblieben. Sie sei treten ist. Kriminalkommissar Braun erwidert, daß er aller- nach der Gerichtsstätte gebracht hatte, um sie bei ihrer Entlassung dann die Straßen auf- und abgebummelt und in der Invaliden- dings den Schulz veranlaßt habe, mit der Heinze in ein näheres aus der Haft damit zu schmücken. Mit ihrem Ehemanne scheint straße bei der Kirche am Baun habe sie zwei Rerls gesehen. Auch Verhältniß zu treten. Berth.: Welchen Bigilantenlohn fie trotz der zärtlichen Briefe, die sie demselben gewidmet, jetzt ein Mädchen mit einer braunen Schute und einer Adlernafe, hat Schulz dafür erhalten? Zeuge Schulz( vortretend): Ich gänzlich zerfallen zu sein, denn sie bat den Vertheidiger, als ste welches sie für eine Jüdin hielt, sei zu ihr herangekommen und habe Bigilantendienste nicht geleistet. Der Kommissar hat gesagt, von ihm Abschied nahm:„ Nennen Sie mich nicht Frau Heinze, habe gesagt:„ Na, es is ooch jar nischt mehr zu verdienen!" Sie es fann tosten, was es will, er hat mir auch hier und da ich will den Namen nicht mehr hören! Nennen Sie mich Anna war ärgerlich darüber und ging weiter und wie sie wieder an 6 M. gegeben, ich habe sie aber vertrunken und bin gar nicht oder Wiel!" dem Zaun vorbeigekommen, sei sie stehen geblieben und habe sich hingegangen.( Heiterkeit.)- Verth.: Dem Herrn Kommissar umgedreht, wobei der eine Kerl ihr ein Schimpfwort nachrief. ist doch gewiß bekannt, daß die Ehe der Heinze's noch nicht geDas Mädchen sei hinter ihr her gekommen, bis an die Brunnen- trennt war. Hat er da nicht die Empfindung gehabt, daß er den straße und sei dann weggegangen. Bei der Brunnenstraße 11 Schulz eigentlich zum Ehebruch anstiftete.( Gr. Unruhe.) habe sie einen Herrn getroffen, der sich als Gutsbesitzer Präs.: Ich muß den Zeugen entschieden davor bewahren, daß vorstellte und sie sie nach Hause begleitete. Derselbe sei ihm die Vertheidigung etwas unterschiebt, was er gar nicht geerst gegen 3/4 5 Uhr fortgegangen. Sie habe dann ihren fagt hat. Der Zeuge hat kein Wort davon gefagt, daß er den Mann, der inzwischen in der Kammer der Hahn auf dem Schulz aufgefordert hat, in ein geschlechtliches Verhältniß mit der Fußboden geschlafen, wieder in die Küche geholt. Die Hahn habe Heinze zu treten.( Alfeitige Bestätigung auf den Gefchworenendabei noch gesagt:„ Es ist man gut, daß Dein Mann hier bänken.) Berth.: Dann bitte ich, den Schulz darüber zu begeschlafen hat; der Biefter hat ganz entsetzlich geschnarcht und so fragen. Beuge Schulz: Mir ist blos gesagt worden, daß ich konnte doch die Uthes glauben, es ist Dein Mann!" Jm mit ihr in Verbindung treten soll. Verth.: Dann bitte ich Weiteren behauptet die Angeklagte, daß sie von dem Morde erst sehr um Entschuldigung. gesprochen, nachdem sie auf der Straße gewesen und davon ge- Die an den Kriminalfommissar gerichteten Kreuz- und Quer hört hatte. Sie bestreitet auch, daß sie am Morgen nach dem fragen ziehen sich bis 1 Uhr Mittags hin. Morde( Dienstag) den Rock ihres Mannes im Bett genäht habe Auf die vom Vorsitzenden aufgestellte Frage, ob von irgend Die Schlachtergesellen haben in der Periode des und behauptet, daß dies am Montag bereits gewesen sei. Es sei einer Seite noch Beweisanträge zu stellen sind, beantragt Heinze flottesten Geschäftsganges eine Arbeitszeit von 16-18, ja auch falsch, daß sie am Morgen des 27. Sept. fein Geld gehabt, die Vorladung von noch etwa 15 ehemaligen Mitgefangenen und 20 Stunden und darüber! Die Behandlung sei in den meisten sondern die Uthes mit Porzellanbüchsen bezahlt habe. Letzteres sei am außerdem des Just aus Chikago, welche bekunden sollen, daß er Fällen eine menschenunwürdige, die Wohnungsverhältnisse ließen Sonnabend gewesen, während sie am Morgen des 27. Sept. nie solche verdächtigen Aeußerungen gemacht, wie andere ihm viel zu wünschen übrig; die Kontrakte, welche die Meister mit der Uthes 8 oder 4 Mark bezahlt habe. Noch bevor sie in der nachgeredet. Der Gerichtshof lehnt diese Anträge als that- den Gesellen abschließen, seien skandalös; vielfach zögen Mordnacht ausging, habe sie ihren Mann in die Hahn'sche sächlich unerheblich ab, da es nicht ausgeschlossen ist, daß der die Meister aus denselben auch noch Vortheile, inStammer gebracht.( Vor dem Untersuchungsrichter, Landgerichts- Angeklagte verschiedenen Leuten Verschiedenes gesagt hat.- dem sie auf Grund dieser Kontrakte ihre Gesellen beim Rath Hollmann, hatte sie gesagt, daß Heinze erst in die Hahn'sche Rechtsanwalt Dr. Eo ßmann erklärt, daß während der Ver- fleinsten Vergehen auf die Straße werfen, wodurch diese der vom Rammer gegangen sei, als sie mit dem Gutsbesitzer erschien.) handlungen massenhafte Zusendungen an ihn eingegangen sind, Lohn zurückbehaltenen Raution verlustig gehen. Die Gesellen Frau Heinze: Jch bleibe bei meiner heutigen Darstellung. welche er noch nicht habe prüfen können, da er nach diesen an- tönnten wegen Mittellosigkeit und Unkenntniß der Verhältnisse Nicht, daß ich meinen Mann rausreißen will, an dem ist mir strengenden, bis in den späten Abend sich hinziehenden Verhand- meist nicht flagen. nichts gelegen. Der ist mir so egal, wie jeder Fremde! lungen nicht im Stande gewesen sei, diese Arbeit zu unternehmen. Die Lage der Bädergesellen ist nach der in der VerThe der Kriminalkommissarius Braun wieder eintritt, wird Gr bitte daher, ihn durch eine mehrstündige Pause Gelegenheit sammlung entworfenen Schilderung gleichfalls eine überaus noch die Oberaufseherin Kegel vernommen, welche auch das zu geben, dieses neu eingegangene Material zu fichten. Der elende. Arbeitszeit nicht selten 20-22 Stunden, Beköftigung oft Betragen der Heinze in der Untersuchungshaft lobt und sagt, daß Präsident stellt aus den Sigungsprotokollen fest, daß bisher die unter aller Rritif fchlecht, ebenso erbärmlich die Schlafstellen. dieselbe in der Haft immer ihre Unschuld betheuert hat. In der Sigungen im Höchstmaße sich nicht über 8 Uhr ausgedehnt Kein Winkel im Hause ist zu schlecht, als Schlafstelle für die letten Nacht hat die Angeklagte Erbrechen gehabt, sonst ist der haben. R.. Ballien: Der Angell. Heinze erklärt mir, armen, ausgenugten Bäckergesellen dienen zu müssen; oft läuft Beugin von schlaflosen Nächten der Angeklagten nichts bekannt. daß er auf die Ladung des Just in Chitago besteht.- Präs.: das Wasser an den Wänden herunter, so daß die Gesellen die Nach einer furzen Pause nimmt der Präsident die Verhand: Was soll der Zeuge befunden? Heinze: Indem doch der ohnehin schlechten Betten erst auf dem Backofen trocknen müssen, Iungen wieder auf, indem er folgende Erklärung abgiebt: Die Mann ganz deutlich hierher geschrieben hat, daß er die Mörder um nur ihre abgeracferten Knochen etwas ausruhen zu tönnen. Vertheidigung ist Schritt vor Schritt mit neuen Beweisanträgen von Braun kennen dhut, indem er doch gesagt hat, daß, wenn hervorgetreten. Das Gericht ist den Anregungen der Ver- er die 1000 M. friegen dhut, er die Mörder nennen thäte. führung der neunstündigen Arbeitszeit. Zur UnterDie Tischlergesellen Leipzigs beschlossen die Ein theidigung bisher immer bereitwillig gefolgt und hat alle an- Der Mann in Chicago fann doch janz jenau jagen, daß ich und stützung der Tarif- und Beschwerde- Kommission der Leipziger gebotenen Beweise erhoben. Das Gericht glaubt nach gefallenen meine Frau nicht die Mörder sind. Rechtsanwalt Ballien Andeutungen annehmen zu müssen, daß noch weitere Beweis- erklärt, daß er feinerseits fein Gewicht auf diesen Zengen lege, Tischlergesellen wurden dreißig Bezirks- Vertrauensleute gewählt. anträge zu erwarten sind. Das Gericht ist nicht in der Lage, und fragt den Heinze eindringlich, ob er auf die Ladung dieses die Berhandlungen auf unbestimmte Zeit ausdehnen zu lassen. Beugen beſtehe. Heinze: Jawohl, ich verlange es. Die Strafprozeß- Ordnung giebt kein Mittel an die Hand, der Bertheidiger: Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß sich Bertheidigung die Art ihres Vorgehens vorzuschreiben, andererseits dann Ihre Untersuchungshaft noch verlängern wird. Heinze: aber ist das Gericht nicht blos für diese Sache da, sondern Js mir janz ejal un wenn ich zehn Jahre sitzen soll! auch noch für andere und es leiden unter dieser Ausdehnung andere Leute, die im Untersuchungsgefängniß auf die Verhandlung vor dem Schwurgericht warten. Das Gericht ist der Meinung Der Ausstand der Genfer Zimmerlente bauert gewesen, daß nach dem vorhandenen Material drei Tage der fort. Auf die Anregung des Genfer Arbeiter bundes nahm die Berhandlung vollkommen ausreichen. Das Gericht hat nun schon Regierung die Vermittelung in die Hand. Das Handelsdeparte einen Tag zugelegt, es ist aber nicht abzusehen, ob selbst die ment berief einige Konferenzen ein, an denen neben den VerTage bis Sonnabend ausreichen würden, wenn die Vertheidigung tretern der Meister und der Arbeiter auch Regierungsmitglieder weiter Schritt vor Schritt mit neuen Beweisanträgen hervor- Heinze. theilnahmen. Die Verhandlungen erleichterten das Nachgeben tommt. Das Gericht ist der Ansicht, daß die Verhandlung ent- Im Anschluß hieran theilt uns unser Berichterstatter noch Seitens der Arbeiter, welche von ihren anfänglichen Forderungen weder heute zu Ende zu bringen ist oder daß fie Folgendes mit: bedeutend zurückgegangen find. Die Vertreter der Meister erabgebrochen werden muß und ich werde dann an meine Der unerwartete Abschluß, den der Mordprozeß Heinze lärten sich darauf mit allen Forderungen einverstanden, ver vorgesetzte Behörde berichten, daß eine ganz neue gestern gefunden, hat natürlich allseitig die höchste Ueberraschung Sprachen eine allgemeine Versammlung der Meister einzuberufen Schwurgerichtsperiode für diese Sache eingerichtet werden hervorgerufen. Der Gerichtshof tonnte natürlich nicht anders, und vor diefen dies Uebereinkommen zu vertheidigen. Dies Alles muß. Wann dieselbe anzusehen ist und wie lange sie dauern als eine Vertagung beschließen, nachdem Heinze klipp und klar war aber nur eine den Arbeitern gestellte Falle. Das Komite wird, darüber kann ich mich natürlich nicht äußern. Ich frage erklärt hatte, daß er auf den Zeugen Just in Chicago nicht ver- der Meister brach einfach die Verhandlungen wieder ab. Di jezt den Vertheidiger des Heinze, ob und welche Beweissichte. Es ist dies derselbe Zeuge, der sich s. 3. mit dem Unter Meister bestehen auf ihrem früheren Tarif. Um diesen Wortbruch anträge noch erhoben werden sollen.- Rechtsanwalt Ballien: fuchungsrichter Landrichter Eichelbaum in Verbindung gefegt und zu brandmarken, berief der Genfer Arbeiterbund öffentliche VerDas kann ich nicht sagen, das wird ganz von dem Gange der Ber- sich erboten hatte die Mörder zu nennen, wenn ihm die Be- fammlungen ein. Die Sympathie des Publikums tann aber die Der Gerichtshof beschließt nach längerer Berathung: 1. die Verhandlung zu vertagen; 2. die Vernehmung des Just durch Vermittelung des kaiserl. deutschen Konsuls in Chicago zu veranlassen; 3. die Untersuchungshaft der Angeklagten fortdauern zu lassen. Mit diesem überraschenden Schluß endete der Mordprozeß Soziale Lebersicht. Achtung, Tischler! Die Differenz bei Bölker, Berlin, Hagelsbergerstraße 52, ist noch nicht beigelegt. Die Lage der Braunschweiger Schlächtergesellen, welche bekanntlich bei ihren Meistern selbst hinsichtlich der Abstellung der frassesten Uebelstände fein Entgegenkommen fanden, wurde in einer Boltsversammlung, die am Montag Abend in Braunschweig über die Arbeitsverhältnisse der Schlächter- und Bäckergesellen verhandelte, folgendermaßen geschildert: In Lüttich haben die Seger der Buchdruckerei Godenne in voriger Woche die Arbeit eingestellt. Am Montag hielt der Gewerbe- und Arbeitsrath im Rathhause eine Sitzung ab, in welcher der Prinzipal und drei Vertreter der Arbeiter über den Ausstand vernommen wurden, jedoch kam eine Einigung nicht zu Stande. etwa 150 Mann. sogenannten höheren Berufsarten. zirka dreihundert Personen dauern war. Theil, darunter 15 Kräfte, die der Nation nüßen könnten, zu unterdrücken. u. f. w. " " V waren " Stretenden über ihre schlimme Lage nicht hinwegfetzen, denn die Sungerlöhne gezahlt und die elendesten sozialen Zustände schloß sodann, entgegen dem Vorschlage eines Kollegen( dahin am Anfange reichlich geflossene Unterstützung scheint zu versiegen, in Bezug auf Arbeits-, Wohn- und Lebensweise existirten. gehend, sich dem Bauarbeiter- Kartell anzuschließen), daß die und wenu auch der Arbeiterbund mit allen Kräften für die Simmerleute eintritt, so werden die freiwilligen Beiträge jetzt einer menschlichen Wohnung paßien, und die zugleich Küche, durch Entsendung eines Delegirten zu In Räumlichkeiten, die sehr oft eher zu einem Viehstall als Glafer auch in Zukunft sich an der Streit- Kontrollkommission zu betheiligen ges spärlicher. Alle größeren Bauten siehen infolge des Streits still. Wohn- und Schlafzimmer seien, arbeite die ganze Familie des willt seien. Dies sei dem Ausschuß der Streit Kontrollzu unterstützen sind, da ca. 50 Streifende abgereist sind, noch Hausindustriellen von früh bis spät in die Nacht, bei der schreck Kommision mitzutheilen. An Stelle des zurücktretenden lichsten Atmosphäre. Das sei die Idylle, als welche die Lob- Kollegen Brischke wurde Rollege Gzerwada zum Des Bom 27. bis 29. September fand in Dresden die industriellen Familie so gern bezeichnen. Derartige Zustände einen beifällig aufgenommenen Vortrag über„ Innungswesen". redner der heutigen Gesellschaft das emfige Schaffen der haus legirten bestimmt. Hierauf hielt Genosse B. Stabernad Generalversammlung des Allgemeinen deutschen Frauen- hätten törperliche und moralische Berkommenheit, erschreckende Er beschäftigte sich hauptsächlich mit dem Innungs- Kassenweſen Schriftatt, welcher sich ein öffentlicher Frauentag an- Degeneration ver Raffe zur Folge. Die bürgerliche Gesellschaft ba zur Zeit unter den Berliner Glaſern eine Bewegung zwecks schloß. Der genannte Verein bezweckt die Gleichstellung des die weiblichen Geschlechts im Erwerbsleben, auch in Bezug auf die schlage die Augen nieder und jammere über die" Unmoralität“ Austritts aus der Innungs- Krankenkasse sich geltend macht. Die und Sittenverderbniß", welche sie doch selbst erst zur Reife ge- sehr animirte Debatte drehte sich deshalb wesentlich um diese AnDie eigentlichen Vereinsverhandlungen waren geheim, in den bracht habe. Es sei nachgewiesen, daß mit dem Ungünstigerwerden gelegenheit, ohne daß natürlich die verschiedenen Redner die Kritik Nachmittags- Versammlungen dagegen fanden öffentliche Vorträge der Erwerbsverhältnisse Prostitution und Verbrechen zunähmen, aller Erscheinungen der Junungswirthschaft vernachlässigten. eritistussion statt, abwechselnd verbunden mit Bericht und das gälte ganz besonders von der Hausindustrie der Groß Nach den Ausführungen eines der Redner, des Kollegen Gojert, ift erstattungen über das meist erfolgreiche Wirken der Zweig Berichtstädte. vereine. Das einzige Gute an dieser Gesellschaft sei, daß sie an den von ihr der Innungen überzeugt. Derselbe Kollege verlas dann das Un diesen öffentlichen Versammlungen nahmen selbst geschaffenen Uebeln zu Grunde gehe. Redner legt dann die Ent- Duplikat einer Verfügung der Gewerbedeputation des Magistrats, 20 Männer; die vortragenden Damen waren ausschließlich modernen Gesellen und Hausindustriellen dar. Steigender Luxus und tasse, eine Generalversammlung einzuberufen, als unberechtigt 20 Männer; die vortragenden Damen waren ausschließlich wickelung der Schneiderei vom Hofehörigen Handwerker bis zum in welcher die Weigerung des Vorstandes der Innungs- KrankenBeteraninnen der Frauenemanzipation- Kämpfe; das ist wohl der immer häufiger wechselnde Mode hätten den Schneidergewerbe all- hingestellt und der betreffende Vorstand aufgefordert wird, eine Grund, weshalb die Diskussionen einen etwas lauen Charakter mälig eine große Bedeutung verliehen und feinen Angehörigen eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Es morn, zeigten die Jugend war fast gar nicht vertreten, ein Mangel, mustömmliche Griſtens gewährt, aber durch die Massenproduzirung in nichtberechtigter Weise Gelder aus die Kaffe genommen worden, der schon im Interesse der Zukunft der Bewegung sehr zu be- und den Erport habe das Bedürfniß nach billiger Kleidung fich woraufhin Gesellen- Mitglieder der Kasse die Regelung dieser Sache a In einem einleitenden Vortrag: Die Berufsthätigkeit der eingestellt, dem durch Einbürgerung hausgewerblicher Zustände in einer Generalversammlung verlangten, was die erwähnte Frau" beklagte Frl. Aug. Schmidt- Leipzig die Hindernisse, indung der Nähmaschine sei ein weiterer Faktor auf diesem Wege genannten Behörde zur Folge hatte. Neben der Aufforderung in umfassendstem Maße Rechnung getragen worden sei. Die Er- Verweigerung und die Beschwerde gegen die lektere, bei der die man der Frau im Erwerbsleben entgegenstelle; die Gefahren, gewesen, der namentlich der Arbeiterin die Thore in die haus zur regen Betheiligung am Austritt aus der Innungs- und am welche man im Ergreifen eines Berufs seitens der unverforgten Industrielle Schneiderei geöffnet habe. Allmälig sei es infolge Eintritt in die freie Hilfskaffe erging eine solche an die vers Frau sehe, beſtünden in Wirklichkeit nicht; viel schlimmer sei es, immer größerer Arbeitstheilung und immer vervollkommneter fammelten Kollegen, sich möglichst der sogenannten( Innungs-) Frau Dr. Goldschmidt- Leipzig beleuchtete die Ziele der Maschinerie dahin gekommen, daß die weibliche Arbeit die männ- Legitimationsbücher zu entledigen, da dieselben nur Mittel zur Frauenbewegung in einem Vortrag über das Thema: Die liche immer mehr verdränge, so daß unter sechs für ein und Bevormundung und Unterdrückung der Arbeiter seien. Nach Frauenfrage eine Kulturfrage". Sie betrachtet als die Aufgabe ichneider und der Bügler Männer feien, die übrigen Arbeiter mulare zum Austritt aus der Junungskaffe aus. Kollege Go jert dasselbe Kleidungsstück beschäftigten Personen nur noch der Zu dem Schlußworte Stabernac's füllten ca. 20 Kollegen die For der modernen Kultur die Geltendmachung des Rechtes der Persönlichkeit, der Entwickelungsfreiheit des Individuums und diese Frage zustand verschlimmere sich noch durch die sogenannten und machte von der gleichen Erklärung des Kollegen& örft er feien Frauen, die zu Hungerlöhnen arbeiteten. Der erklärte dann, sein Amt als Revisor dieser Kasse niederzulegen umfaffe nicht blos die Manner, sondern in ganz besonders hohem Mittelsmänner, die durch raffinirte Manipulationen immer mehr Wittheilung. Grade auch die Frauen. Mit recht kräftigen Seitenhieben wurde Die Erörterung der Zustände bei der Firma namentlich Ed. von Hartmann bedacht, der jüngst in einem Artikel die Löhne drückten und Arbeiter und Arbeiterinnen in immer 3. Schmidt wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt, zu der" Gegenwart" die„ Jungfernfrage" durch eine riesige Jung- der Uebel sei Organisation, der die Männer und die Frauen sich einem Hoch auf die Sozialdemokratie ging man auseinander. größere Abhängigkeit brächten. Das erste Erforderniß zur Hebung welcher die dort thätigen Kollegen eingeladen werden sollen. Mit gefellensteuer zu lösen versuchte, aus deren Erträgnissen die anzuschließen hätten. Beide müßten begreifen, daß sie unter den " Sigengebliebenen" zu alimentiren wären. gleichen Uebeln litten, die gleichen Gegner hätten und als Brüder Eine öffentliche Versammlung der sozialdemokratischen Ueber den gegenwärtig brennendsten Punkt der Frauenfrage, western zu einander stehen müßten, um sich vor dem Parteigenoffen des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreises Sie Herstinnenfrage, referirte Frau Professor Weber Werderben zu retten. über die Organisation sei gerade durch die tagte am 29. September in der„ Berliner Reſſource". Dieſelbe In bingen Sie hielt sich bei den starken Fortschritten Frage im Gewerbe. Die Vereingetung der Arbeiter gebe den Rapi- Gelbe behuss Deckung der Unkosten der Delegirten zum Parteiin Ausland und der wachsenden Anerkennung des Bedürfnisses Bersplitterung der Betriebe schwieriger, als in irgend einem an- vollzog zunächst die Wahl einer Kommission zum Sammeln der nach weiblichen Aerzten auch in Deutschland für berechtigt, den Herztinnenfeinden zuzurufen:„ Noch ein solcher Sieg, wie im taliſten das Übergewicht. Dennoch müsse der Kampf aufgestage. Es wurden gewählt die Genossen Kohlard, Kuhnert, März dieses Jahres im Reichstag nommen werden. - und Ihr seid verloren!" Das zweite sei die Unterstellung der haus Schulz, Kirsch und König, ferner zu Mitgliedern der Der Rest des Programms bezog sich im Wesentlichen auf die industriellen Betriebe, auch derjenigen, in der nur Familien- Lokalkommission die Genossen Bielide und Konig. Des Mittel und Wege zur wirksamen Verbreitung der Ideen und Be- Digicombe. fine Samann Mitglieder arbeiteten, unter scharfe gewerberäthliche Inspektion. weiteren wurde an Stelle des verstorbenen Genossen Wilhelm strebungen des Vereins. Neues wurde nicht zu Tage gefördert, Die Gewerbe Inspektion fönne freilich die großen Uebel Sa mann eine Erfahwahl zur Preskommission vollzogen. Die das Wahl fiel auf Genossen Barth. Schließlich wurden zur Kon die Beschlüsse des Vereins, wie die praktischen Vorschläge in den auch nicht heben, aber sie würden dadurch an öffentlichen Versammlungen beschränkten sich auf die bekannten Tageslicht gezogen, die Gesellschaft, die nicht ahne, auf trolle des Vertrauensmannes als Revisoren die Genossen KohlDrittel des Petitionirens, Agitirens im Bolt durch Fort wie viel Glend und Armuth sich das Wohlleben und der Reich hard, Haberland und Gründel bestimmt. Diesen wurde bildungsschulen, Bildung von Vereinen, durch Versammlungenthum an und das sei ein großer Gewinn. Kenne man erst die Auf Beschluß der Versammlung wurde der Punkt„ Vortrag thum aufbaue, werde zur Erkenntniß ihrer eigenen Erbärmlichkeit anheimgegeben, eine Revision für das ganze Jahr vorzunehmen. Echließlich erwähnen wir noch, daß leider den Organisatorinnen Natur der Uebel, dann fänden sich auch die Heilmittel; diefe von der Tagesordnung abgefest. Unter Verschiedenem" die Bedeutung der Preffe nicht sehr klar zu sein scheint, menig tönnten aber schließlich nicht in kleinen Maßregeln bestehen, kam die leidige Angelegenheit des Vergnügens nach Schmöchwit stens fehlte es an jedem Entgegenkommen für deren Vertreter. sondern in der Umwandlung der ganzen Wirthschaftsweise von wieder zur Sprache bezw. zur Kritik und sollen für die Zukunft Grund aus. Die sozialistische Wirthschaftsweise sei das Ziel, die entsprechenden Lehren gezogen werden. Hiermit fand diese Auch wurde die nach dem gestrebt werden müsse, deren Verwirklichung allem Angelegenheit ihre endgiltige Erledigung. Elend, aller Noth, aller Unterdrückung ein Ende mache. Frage aufgeworfen, ob Genosse Albert Auerbach Besizer ( Stürmischer Beifall.) Nach Schluß des Vortrages gelangte des unter seinem Namen am Rottbuser Damm betriebenen folgende Resolution zur einstimmigen Annahme:„ Die Versamm Schuhwaaren Geschäftes lung erklärt sich mit den Ausführungen des Genossen Bebel voll- tapitalistischen Unternehmer seinen Namen hergegeben habe, eine Achtung! Die Vorstände der Gewerkschaften, politischer kommen einverstanden. Sie erkennt die schädlichen Wirkungen Frage, welche Seitens der Versammlung nicht flar gestellt werden Vereine 2c. werden dringend gebeten, für Donnerstag, den der hausindustriellen Arbeit in der Schneiderei um so mehr an, fonnte. Genosse Schweiger beantragte hierzu: 8. Oftober feine Versammlungen einzuberufen, da an diesem Ausbeutung Vorschub geleistet wird. als durch die Isolirtheit dieser Arbeiter der schlimmsten Die heute am 29. September 1891 in der Berliner Sie betrachtet es Ressource" tagende öffentliche Versammlung sozialdemokratischer Lage für alle in Frage kommenden Bezirke für die bevorstehenden daher als die erste Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen, Parteigen offen des dritten Berliner Reichstags- Wahlkreises beStadtverordnetenwahlen Kommunalwähler Versammlungen statt- fich zu organisiren und insbesondere die Agitation zu unterſtüßen, auftragt die Delegirten dieses Wahlkreises zum Barteitage in um den Auswüchsen der Produktionsweise zu begegnen und die Erfurt Angesichts dieses dem Genossen Albert Auerbach bei Emanzipation von politischem und wirthschaftlichem Druck er- passender Gelegenheit die Frage vorzulegen, ob das in Berlin folgreich herbeizuführen. Die Ausdehnung der Gewerbe- am Rottbuser Damm unter seiner Firma betriebene SchuhwaarenIn einer öffentlichen Versammlung der Schneider Inspektion auf die gesammte Hausindustrie betrachtet die Ber- Geschäft sein eigenes war oder ob er nur einem anderen Geund Schneiderinnen, welche am 28. September den großen sammlung als nothwendig." Nachdem noch einige Mittheilungen schäftsmanne seinen Namen als Reklame hergegeben hatte." Saal des Konzerthauses Sanssouci bis auf den letzten Platz geschäftlicher Natur an die Versammelten gemacht waren, ging Nach Annahme dieses Antrages Seitens der Versammlung füllte es waren über 3000 Personen anwesend hielt der dieselbe mit einem stürmischen Hoch auf den guten Fortgang der wurde diese mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Abgeordnete A. Bebel einen Vortrag über:" Die Hausindustrie Bewegung und auf Bebel auseinander. Die Frauen waren sehr Sozialdemokratie geschlossen. und ihre Wirkungen." Kurz zufammengefaßt führte er ungefähr zahlreich in der Versammlung anwesend, auch saß eine solche, Der sozialdemokratische Wahlverein des 4. Reichs. Die Hausindustrie ist nie eine eigentlich maßgebende Fräulein Schulz, als Vorsitzende im Bureau. Form der Produktion gewesen. Sie entsteht, wo das mittelalter tags- Wahlkreises hielt am 29. September eine Versammlung liche Handwerk zu zerfallen beginnt und die fapitalistische ProDie freie Vereinigung der Seifenfieder und Berufs. ab, in welcher Herr Friedländer über das Thema sprach:„ Ist der Sozialismus mit der persönlichen und politischen Freiheit duktionsform anfängt, sich zu entwickeln. Die Hausindustrie war genoffen hielt am 20. September ihre Monatssigung ab. In vereinbar?" Der Referent führte ungefähr Folgendes aus: die erste Form, in welcher die kapitalistische Produktion in die derselben sprach Dr. Lütgenau über:" Autoritäten." Nach dem Einer der beliebtesten Einwände gegen den Sozialismus ist der, Erscheinung trat. Wesentliche Veranlassung mit für die Um- Vortrage, welcher mit großem Beifall aufgenommen wurde, nahm wandlung der alten in die neue Produktionsform war die Aus- die Versammlung eine Resolution an, in welcher sie sich mit den daß in der Gesellschaft der Zukunft, wie wir sie wünschen, Alles dehnung von Verkehr und Handel auf dem Weltmarkte, wie sie Ausführungen des Referenten vollkommen einverstanden und uniformirt und die Individualität vollständig ertödtet sein werde. hauptsächlich durch zwei Entdeckungen, die von Amerita und die ferner erklärte, daß nur die sozialistische Aufklärung den Auto- Allerdings, wenn Freiheit bedeute: Jeder tann thun, was ihm beliebt, so würde diese Freiheit eine Begrenzung finden des Seewegs um das Kap der guten Hoffnung nach Ostindien, ritätsglauben in den Köpfen zerstören, und erst der verwirklichte müssen. Die freie Berufswahl aber und die freie Wahl gefördert worden war, denen später eine Reihe anderer Ent. Sozialismus alle thatsächlichen Autoritäten in politischer, kirch- des Aufenthaltes, welche heute nur einer Minorität zu deckungen nachfolgte, die zu immer weiterer Ausdehnung des licher und wirthschaftlicher Beziehung beseitigen werde. Sie ver: Gute tommen, würde dann für Alle in vollem Maße Weltmarktes führten. Mit der Ausdehnung des Handels ging pflichtete sich, mit allen gesetzlichen Mitteln dem Kapitalismus die bestehen. Auf politischem Gebiete aber solle die Freiheit darin Hand in Hand eine Ansammlung großer Reichthümer. Es machte Stirn zu bieten, was nur durch eine stramme Organisation ver- bestehen, daß die staatlichen Organe sich aller Einmischung oder fich in immer größerem Maßstabe das Bedürfniß geltend, Pro- wirklicht werden könne. butte aus und dem eriveiterten Weltmarkt zuzuführen. Die Versammlung beschloß ferner, am 21. November in Beeinflussung zu enthalten haben; das geschähe heute bekanntlich Da die zersplitterte handwerksmäßige Produktion nicht Scheffer's Saal ein kleines Vergnügen zu veranstalten und endete nicht, denn in jeder Versammlung hätten wir eine behördliche Ueberwachung zu erdulden. Redner geht nun dazu über, die geeignet war, diesem Bedürfniß gerecht zu werden, sahen mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung. sich die intereffirten Handeltreibenden gezwungen, heutigen Eigenthumsverhältnisse zu beleuchten. Aller Grund und einer Form zu suchen, welche größere Massenproduktion er in Berlin weilenden Ost- und Westpreußen( mit Frauen) fich für die Benutzung seines Grund und Bodens bezahlen, er be In einer gutbesuchten öffentlichen Versammlung der Boden ist heute mit Beschlag belegt. Der Hauseigenthümer läßt möglichte. Zunächst begannen sie eine Reihe von Handwerks- bielt am 27. September Dr. Pinn einen Vortrag über das zieht Grundrente. Leiht man sich Kapitalien oder auch Grund und für sie, die einzelnen Handeltreibenden, zu arbeiten, ihnen ihren habe den Begriff der Humanität in zweierlei Weise auf zahlen, der nichts ist, als ein Theil der Grundrente. Thema:" Ist unfere Zeit human?" Der Redner führte aus, Boden, so muß dem Besitzer dafür einen Zins gefammtes Arbeitsprodukt auf eine Reihe von Jahren zu ver kaufen. Standen sich die betreffenden Handwerker anfangs gut aufaffen, im politischen und im ethischen Sinne. Dem Ersteren Die Leihkapitalisten üben auf die Unternehmer einen Druck aus dabei, so kamen sie allmälig, und zwar je mehr sich diese Art nach sei Humanität gleichbedeutend mit Weltbürgerthum, im infofern, als diese ihnen einen großen Theil des Unternehmerder Produktion ausdehnte, in immer größere Abhängigkeit von ftelle im Verhältniß zu dem vor Gegensatz zum Nationalismus. Der nationale Gedanke profits als Zins abgeben müssen, was zur Folge hat, daß die den Kapitalisten. ca. 100 Jahren durch verschuldeten Unternehmer um so mehr aus den Arbeitern zu die franzöfifchen Encyklopädisten und die deutschen pressen suchen. Diese Ausbeutung durch die Grundrentner, so fährt Durch eine Reihe von schlau berechneten Maßregeln, die der Aufklärer, wie Lessing und Andere, so großartig vertretenen Redner fort, würde in der sozialistischen Gesellschaft verschwunden Referent schilderte, wuchs die Konkurrenz der Meister; es gelang Gebanten der allgemeinen Menschlichkeit etwas Rückläufiges sein, denn es habe dann an Grund und Boden sowie an die die alten Innungsbeschränkungen zu sprengen, aber die scheinbare bar. I'm ethischen Sinne bedeute Humanität die Verwirklichung Produktionsmittel Niemand mehr Eigenthumsrechte. Freiheit kam nicht den Meistern und ihren Arbeitern, sondern des Sages:„ Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst." Wie sehr heute nur eine Scheinfreiheit existire( für die Arbeiter meist nur den Kaufleuten zu Gute. Die Lehteren gewährten nicht nur bereitwillig Borschüsse für die Erweiterung der Betriebe, sie wur- Bumanität, als welches das jetzige gepriesen wird, zeige uns die Freiheit die Rede sein können, wenn alle Ausbeutung unmöglich man davon heute entfernt sei und damit einem Zeitalter der die Freiheit zu verhungern), werde dann erst von einer wahren den auch allmälig die Lieferanten der Rohmaterialien und schließlich der Werkzeuge. Die immer schärfer betriebene Arbeits- Betrachtung der heutigen Klajsengesellschaft. Der Redner zeigt gemacht fet. theilung wurde Da eine Diskussion über das Referat nicht stattfand, schritt dann an vielen Erscheinungen aus dieser Gesellschaft, mit welchem neue Quelle der Abhängigkeit und schließlicher Verarmung. Unrecht sie sich human dünkt, und daß sie nicht im Stande ist, man zur Revisorenwahl, aus welcher die Genossen Franke, So entstand im Laufe den Ansprüchen wahrer Menschlichkeit zu genügen. Nur der Schensch und Fuchs als gewählt hervorgingen. Unter Vereinsder letzten Jahrhunderte eine große Zahl von Hausindustrien Sozialismus tönne hier abhelfen. An der Diskussion über den angelegenheiten" machte der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß aller Art, die bis in die Gegenwart hinein sich bemerkbar machen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag betheiligten sich diejenigen Mitglieder, welche die letzten zwei Monate arbeitslos und zum Theil erst in unserem Jahrhundert, also neben der Timm, Siegerist und Frl. Wabniz. Dann wurde einstimmig gewesen sind, das Recht haben, sich ihre Beiträge unentgeltlich großindustriellen Entwickelung, entstanden seien. Sausindustrieller eine Resolution gefaßt, in welcher sich die Versammlung mit den abstempeln zu lassen und zwar könne dies auf allen Bahlstellen Betrieb seien so die Leinen-, Baumwoll- und Luchweberei, die Ausführungen des Referenten einverstanden erflärt und sich ver- geschehen. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch Wirkerei, die Posamentirerei, die Spielwaaren- Herstellung, viele pflichtet, die Ideen des Sozialismus in die weitesten Streise zu auf die internationale Sozialdemokratie. Zweige der Drechslerei, die Glasperlen- Fabrikation, die Nagelpflichtet, tragen. An die Versammlung schloß sich ein gemüthliches BeiVersammlungen. finden sollen. aus: eine Das Zentral- Wahlfomitee. -nach man war oder ob er nur einem Während schmiederei, die Korbmacherei, die Kleineifen- Industrie im bergi sammensein. Wie der Genosse Riesop mittheilte, sollen öfter an Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 30. v. Mts. feine Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten schen Lande, die Messerfabrikation, die Seidenweberei, die Wäsche Sonntagen öffentliche Versammlungen der Ost- und Westpreußen regelmäßige Monatsversammlung ab, welche gut besucht war. fabrikation, die Konfektion, die Schneiderei u. s. w. geworden. mit Frauen stattfinden, deren Hauptzweck nicht das gemüthliche Dieselbe folgte mit regem Interesse einem Vortrage des Genoffen Während eine ganze Reihe dieser Hausindustrien im Uebergang Beisammensein, sondern die gegenseitige Verständigung wäre, Bruns über die englische Chartistenbewegung und dankte dem zur Großindustrie begriffen und zum Theil gänzlich vernichtet welche nöthig, um von Berlin aus die Genossen in Ost- und Bortragenden durch anerkennenden Beifall. worden sind, seien andere durch besonders günstige Umstände, welche nöthig, um von Berlin aus die Genossen in Ost- und Eine Diskussion und dazu gehöre die Schneiderei, erst in diesem Jahrhundert Westpreußen bei der Agitation unter den Zurückgebliebenen zu knüpfte sich an das Gehörte nicht und auch der Punkt„ Verentstanden. Referent zeigt nun, wie mit der Ausdehnung der schiedenes" bot nichts Bemerkenswerthes, sodaß die Versammlung Hausindustrie die Verarmung und Berelendung der in ihr Be- Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung der Glafer, nach furzem und ruhigem Verlaufe geschlossen werden konnte Schäftigten sich entwickelt, wie gerade in der Hausindustrie die welche am 26. September stattfand, nahm zunächst den Bericht mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Sozialdemo unerhörteste Ausbeutung der Frauen- und der Kinderarbeit um fich des Delegirten zur Berliner Streif Kontrollkommission, des fratie. Am Dienstag, den 6. d. M., findet die statutenmäßige gegriffen habe, und keine Hausindustrie existire, in der nicht Kollegen Leischte, über die Thätigkeit derselben entgegen, und be- Generalversammlung des Vereins statt und ist es Pflicht eines unterstügen. " straße 11 bei Feind.. jeden Mitgliedes, in derselben zu erscheinen, da der gesammte 18 Uhr bei Böhland, Bülowfir. 62. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben| Afti verschütteten 21 Arbeitern wurden, dank der Geistesgegenwart Vorstand neu zu wählen ist, und vorher seine Beiträge zu be- Butritt., richtigen, um eine regelrechte Abrechnung zu ermöglichen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungs- 3weier mitverschütteter Aufseher und der schleunigen Hilfe von fiunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern.„ Kaiser'scher außen, nach der innerhalb 13 Stunden erfolgten Herstellung Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Arbeiter Gefang eines Nothschachtes 17 Arbeiter gerettet; 4 dagegen waren todt. vercin Nord", Brunnenſtr. 38 bei Gnadt.- Gesangverein, Vorwärts 1", S.D. Adalbertstraße 21 bei Roll.- Gefangverein orbeertrang", WeinLoudon, 26. September. Dem, Standard" wird aus PetersRüth. karthaus's cher Gesangverein, Frankfurterstr. 79 bei Strüger. " Summer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bet burg telegraphirt: Nach den in der Kreuzersonate" und Buchbinder Männerchor" Berlins, Alte Fatobfir, 75 bei Feuerstein. anderen Werken Tolstoi's ausgesprochenen Grundsägen hat sich Gefangverein, Maiglöckchen", Hochstraße 32a, bei Wilte. Gefang eine Gette unter dem Namen„ Perhovtsi gebildet. Der verein„ Gemüthlich feit"( Puyer), Seydelmaße Nr. 30.- Gesangverein Kopnickerstr. 127a bei Stüfter. Jugendfrenden", Bergstraße 68 bei Steller.- Gesangverein„ Iris", Gründer ist ein begüterter Edelmann, die Anhänger und AnGesangverein Collegia". Reichenberger hängerinnen sind meist Leute von höherer Bildung. Sie arbeiten Gesangverein Hoffnung" Friedrichs auf den Gütern des Gründers und ihren eigenen wie gewöhnliche Gefangverein yra 2", Charlottenburg, Bauern und tragen Bauernkleidung. Wenn auf diesen Gesangverein Johanni", Rüdersdorfer age 45, Gesellschaftshaus Oftend. Gefangverein iberte", Wrangel- Gütern nicht genug Arbeit für sie vorhanden ist, verdingen sie Gesangverein, Blaue Schleife" in Banton, Mühlenstr. 24, bei Stöhr. straße 84, b. Ulbrich. Gefangverein, Balme" in Welten, bei Schröder.sich als Arbeiter oder arbeiten umsonst auf den Nachbargütern, Freitag: Verein Grüne Tanne" 9 Uhr bei Teßner, Martusstr. 8. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. wo sie die neue Lehre zu verbreiten suchen. Sie behaupten, die gegenwärtige menschliche Gesellschaft sei so unheilbar verderbt, schaft, 9. W.- Abth. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. She und jede Form der Vereinigung zwischen den beiden GeGesang-, Turn- und gefellige Vereine. Verliner Turngenossen daß es das beste sei, sie sterbe aus. Sie verabscheuen daher die ,, Wännerchor Waldesrauschen", Martgrafenstr. 87 bei Weigt. manner- Gefang- Verein„ Union" Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock schlechtern. Nach Vollendung der Lagesarbeit beschäftigen fie mitglieder werden aufgenommen. Brauerei. Musikdilettanten- Verein„ Glode" 9-11, utebungsstunde. Neue ich mit der Auslegung des Evangeliums in Tolstoi's Sinne. berg, Friedrich Karlstraße 34. ftraße 16, bei Pätzold. Rojinenstraße 3 bei Grischow. 9 bis 10% Uhr. " 1 Eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen, einberufen vom Lese- Klub„ Karl Mary", in welcher Genosse Henning unter großem Beifalle seinen Vortrag vom vorher gehenden Sontage: Die Weltanschauung des Alterthums bis zum Christenthum" fortsetzte, tagte am 27. September. Eine Diskussion fand nicht statt. Unter" Verschiedenem" gab der Vorsitzende bekannt, daß am nächsten Sonntage ebendaselbst der interessante Vortrag weitergeführt werde. Ferner theilte Genosse Richard Schulz mit, daß der Vorstand und die Mitglieder der Vergnügungs- Kommission zum 24. September vorgeladen waren, um sich wegen der Kremser- Partie zu verantworten, welche der Verein am 19. Juli nach Schmöckwitz veranstaltet hatte. Bei der Dekorirung der Kremser hätten ein Banner und einige Fahnen Verwendung gefunden. Man betrachtete daraufhin die Partie als öffentlichen Aufzug, welcher der polizeilichen Genehmigung bedurft hätte. Es wurde den Mitgliedern nun eröffnet, daß nach Paragraph so und so der Vorstand mit einer Geldstrafe Gesangverein Libertee". Bei Ulrich, und Diejenigen, welche den Aufruf zu der Partie erlassen Wrangelstr. 84. Stimmbefähigte Genossen werden gewünscht. Tambour: Gelbfieber in Megifo. Der Hafenort Vera Cruz, und die Arrangements übernommen hatten( in diesem Falle also verein, wirbel", Sellerstr. 3, bet Neumann. Aufnahme geschulter Mitdie Kommission, welche zwei Annoncen im„ Vorwärts" abdrucken glteber" vom 17. Lebensjahr an. Nebungsstunden Dienstag und Freitag von welcher bisher als Hauptsiz des Gelbfiebers berüchtigt war und ließ) mit einer Gefängnißstrafe belegt worden. Der Vorsitzende deshalb von den Schiffen der Kriegs- und Handelsmarine ge Musit- Dilettantenverein Gtaccato" Dirigent A. Lepke. Freitag, mieden wurde, ist in den Jahren 1887, 1888 und 1889 fast ermahnte die Versammlung, sich hieran ein Beispiel zu nehmen Abends 9 Uhr, Stromstraße 28, bet Herzog, utebungsstunde. Auf vollständig verschont geblieben. Während in früheren und ja nicht zu unterlassen, wenn Jemand zu einem derartigen name neuer Mitglieder. Erscheinen fämmtlicher Witglieder nothwendig. Tambourverein Amt gewählt wird, dies sofort der Polizei mitzutheilen und um und Freitag im testaurant Feldhahn, Weidenweg Nr. 12.Borussia", ehem. Alsen. Uebungsstunde jeden Dienstag Jahren die Todesfälle an Gelbfieber fast immer einige hundert Bergnügungs betrugen( 1881 starben fogar 723, 1883 747 Personen am gelben die Erlaubniß zu solchen Aussehen erregenden Umzügen einzu verein Glück auf", Abends 8 1hr, Sigung bei Möwes, Fichte: Fieber) kamen in den genannten Jahren nur 4, 3 und 2 Todeskommen. Ein Arbeiterverein, welcher also eine Landpartie unterstraße 29. Mach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. Vergnügungsverein Euphrosyne". Sigung mit Damen Abends 9 Uhr nimmt, veranstaltet dadurch einen öffentlichen Umzug. Wenn Restaurant im falle vor. Diese auffallende und plötzliche Abnahme erklärt der Wohllebe, Alexandrinenstraße 110. Nach der Sigung Gesundheitsrath durch die in den letzten Jahren voraber der„ Berliner Lokal- Anzeiger" eine Partie veranstaltet, bei Tanz Gäste willkommen. Geselliger Verein Immergrun " welcher die Kremser nach Art des Blattes mit großen dieklamen Güter per 35. Gemeinde Schule, Sigung, Abends& Uhr, im wurden niedergerissen, der Boden geebnet, Sümpfe, Pfützen und Abends 9 1hr, im Restaurant Heinide, Oranienſtr. 36. Verein ehem. genommenen eingreifenden Verbesserungen: Die Stadtmauern versehen sind, darin wird so viel man weiß nichts Siraf Grand Restaurant„ Kornblume"( Inh. Cito Moll), Andreasftr, 3. Gäste Gruben trocken gelegt, neue geflasterte Straßen angelegt, die int bares gefunden. Nun, wir werden ja über den Ausgang be- willkommen. Rauchklub Weichselblatt", Abends 9 Uh, Stalizer Innern der Stadt gelegenen Friedhöfe geschlossen und allerlei richten. Die Versammlung ließ sich hierdurch die Stimmung nicht auch flub, Ohne 3wang", bends 8½ 1hr, bet W. Spaeth, Weinstraße 23. Stanalisations- und Drainirungsarbeiten vorgenommen. straße 147a, bei Wichert. Wäfte, durch Mitglieder eingeführt, willtommen. verderben und blieb bei Vorträgen und Tanz länger als sonst Rauchflub Rothe Quaste". Jeden Freitag, Abends 9 Uhr, bei Gimece, fröhlich beisammen. Stöpniderstr. 130. Rauchflub tothe Stelte". Jeden Freitag Abends 49 Uhr bei F. Steuer, Weinstr. 22. Gäste durch Wiitglieder eingeführt haben Die Filialen Berlins und Umgegend des VerZutritt. Privat- Theatergesellschaft Augusta Bittoria" heute Abend 9 Uhr: Sizung Perlebergerstraße 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Stattlub bandes aller in der Textilbranche beschäftigten ounee", Abends 8 Uhr, beim Genossen Karl üürich, Wrangelstraße 84. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutchland 3 hielten Gäste, durch Mitgl eder eingeführt, willkommen. Pfeifentlub Angra am 28. September eine gut besuchte Versammlung ab. Dieselbe Pequena", Abuds 10 Uhr, Gerichtsstraße 74: Vereinsfigung. Gäste will erledigte den Punkt„ Stellungnahme zu einem Vergnügen und Regelung des Vertriebes des Textilarbeiter" dahin, daß letzteres jeder Filiale selbst überlassen bleibt, während zu dem Vergnügen Der erste Weihnachts- Feiertag bestimmt wurde. Eine Kommission aus 7 Mitgliedern hat die nöthigen Vorbereitungen zu treffen. Diejenigen Mitglieder der betreffenden Kommission, welche ihre Adresse nicht abgegeben haben, werden gebeten, dieselbe an P. Petersdorf, Grüner Weg 30, v. IV, zu senden.) Hierauf hielt Dr. Pinn einen Vortrag, in welchem er unter besonderer Berücksichtigung des Alterthums die Hemmnisse schilderte, welche sich der geistigen Entwickelung der Menschheit entgegenstellen. Eine Diskussion über den Vortrag, welcher mit Beifall aufgenommen wurde, fand nicht statt. Die Bersammlung war polizeilich nicht überwacht. tommen. " " M Vermischtes. " Langenbielen. Wirkliche Beachtung verdient folgendes Inserat des hiesigen„ Anzeigers", daß hiermit niedriger gehängt wird: " Bekanntmachung. Für die in jeder Beziehung sehr empfohlene, Sch I e fische Morgenzeitung" liegen Abonnements: Listen zu 1 n. 50 Pj. pro Quartal sowohl bei dem Unterzeichneten, wie bei den Herren Gemeinde- Bezirksvorstehern hierselbst zur Benugung aus. Langenbielau, den 25. September 1891. Der Amts Vorsteher." New York, 30. Sept. Auf der Eriebahn stieß ein a ft zug mit einem Personenzug zusammen. 4 Personen, darunter ein Lokomotivführer, wurden hierbei getödtet, 30 Personen verwundet. Briefkasten der Redaktion. W. N. Das wissen wir nicht. O. F., Vergnügungskomitee vom Often. Wir wissen von dem betreffenden Berichte gar nichts. Wiederholen Sie denselben. J. K., Cuvryste. So viel wir wissen nein. O. D., Reinickendorferstraße. Wenden Sie sich an den Parteivorstand. K. M. 20. Der Arbeitsnachweis ist Dresdenerstr. 116 bei Gründel. J. Mergener, Trier. Reklamiren Sie bei der Poststelle, an der Sie die Einzahlung gemacht, über den Verbleib des Geldes. Sobald Sie darüber Auskunft haben, können Sie bei H. mit Hinweis auf die Ablieferung des Geldes Rücksendung des Gruppe adeliger Großgrundbesitzer Schlesiens. Die Schlesische Morgenzeitung" ist das Organ einer fleinen Betrages fordern. Wenden Sie sich an das„ Echo", Theaterstraße 44, vielleicht hat die Redaktion die Gefälligkeit, in dieser Angelegenheit zu moniren. Wahrscheinlich ist es bei H. verbummelt worden. Görlitz, 1. Oktober. Die neuerbaute Eisenbahnstrecke Weißwasser Forst wurde heute dem Verkehr übergeben. Der Verein deutscher Schuhmacher hielt am 28. September eine Versammlung ab, in welcher Herr Sündermann über Bildungszweck und Bildungsmittel sprach. Redner hob hervor, daß in unserem Zeitalter, welchem der Fortschritt der Technik das Gepräge giebt, auf dem Wege der Gewalt sehr wenig zu erreichen sei, sondern die Arbeiter nur durch Wissen und Bildung zum Siege gelangen könnten. Die herrschenden Klassen wüßten das wohl, es sei ihnen als Machthaber auch an der VolksbilMainz, 30. September. Der 22 jährige Dachdecker: dung nicht viel gelegen, weil eine unterrichtete Masse leicht zu Gehilfe Budler, welcher erst gestern aus dem Gefängniß regieren ist. In der Diskussion bemerkte Aug. Fleischer, daß für entlassen worden war, er wegen Körperverlegung sechs die höheren Schulen aus der Staatstasse sast zehnmal mehr ausgegeben werde, als für die Volksschulen, und Kollege German Wochen inhaftirt gewesen, war mit einem gewissen Gallert schon lange in Feindschaft. Um seine Nache zu fühlen, paßte er demtrat für den Besuch der Arbeiter- Bildungsschule ein, wo jeder selben auf und schlug dem Ahnungslosen mit seinem Dachdeckerdas Versäumte noch nachholen könne. Der Antrag Lau, eine hammer den Schädel ein. Damit nicht genug, schlug der UnBibliothek anzuschaffen, wurde bis zur nächsten Versammlung mensch noch mit dem spitzen Theil des Hammers in die Stirn vertagt. Am 17. Ottober findet das Stiftungsfest der Bahlstelle feines Opfers und ließ den Schwerverletzten auf der Straße Rigdorf statt, wozu die Kollegen eingeladen sind. liegen. Passanten fanden ihn und sorgten für Unterkunft im Hospital; die Verlegungen sind tödtlich. Der Thäter wurde heute Morgen im Bett verhaftet. 5. Wahlkreis. Listen, zum Aufbringen der Delegirtenkosten können an folgenden Stellen abgeholt werden: Witchow, Restaurant, Kleine Hamburgerstr. 27. Berndt, Zigarrengeschäft, Neue Schönhauserstr. 19. Drescher, Bigarrengeschäft, Linienstr. 52. Gumpel, Bigarrengeschäft, Barnimstr. 42. Wagner, Restaurant, Neue Königstr. 89. Humanistische Gemeinde.( Kommandantenstr. 79.) Nächsten Sonntag, Bormittags 10 Uhr: Vortrag des Herrn Schäfer über den Dentspruch: Schlecht sollst du die That nicht nennen, ohne ihr Warum" zu kennen." Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Hamim Restaurant Müller, Rosinenstr. 1. พง Söfn, 1. Ottober. Der Kölnischen Bolts Zeitung" wird aus Balduinstein( Nassan) gemeldet: Auf der hiesigen Station stieß ein Pilgerzug von Roblenz auf einen Schnellzug. Ein Heizer ist todt, mehrere Personen sind verwundet. Nach anderer Meldung sind mehrere getödtet. H. F. Da der Schaden durch Ihre eigene Unvorsichtigkeit entstanden ist, müssen Sie denselben ersehen. M. Sch. Wenn Sie u. A. das Tapeziren Ihrer Wohnung übernommen und dafür eine Miethsentschädigung erhalten haben, so müssen Sie die Wohnung auf Verlangen des Wirthes tapeziren. Sonst kann er das auf Ihre Kosten besorgen. 5. B., Belten. Der Käufer des Hauses, in dem Sie eine Wohnung gemiethet, aber noch nicht bezogen haben, kann gegen Sie feinerlei Ansprüche erheben, um so weniger, da Sie sich mit dem Vorbesitzer geeinigt und sogar das Handgeld zurückerhalten haben. 2. O. Das ganze Geld muß auf die Miethe gerechnet werden. Zu einer Retention ist die Wirthin nicht berechtigt und müßte Ihnen event. Schadensersatz leisten. Streitende Zimmerer. Zur dritten Lohnklasse. Steuer oder sonstiger Schulden. F. W. K. Ihre Waage unterliegt der Pfändung wegen burg Filiale Charlottenburg). Sonnabend den 3. Oktober, Abends 8% brlichen Steigung zu hohen Rechnungen unserer UmAlzey, 26. Ceptember. Ein wegen seiner überschwäng Versammlung der Militärschneider. Sonnabend, den 3. d. M., gegend bekannter Arzt hat im vorigen Jahre nach dem AbAbends 8½ Uhr, bet Müller, Johannisstr. 20.( Eingang durchs Lokal.) Borleben eines alleinstehenden Mannes eine Rechnung für ärztliche trag des Kollegen Timm über„ Thomas Moore" ie stellen sich die Militär- Behandlung im Betrage von 4998 M. eingereicht. Die Hinter: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 4. Oktober, Morgens 10% Uhr. bliebenen haben diese Forderung nicht anerkannt und der Arzt 1. Rosenthalerstr. 38 Herr Manasse: Spinoza und der freie Gedante. hat dieselbe kürzlich auf 500 m. reduzirt.( Offenb. Abendbl.") 5,00 m. für Maimarken bei ihm umgehend abzurechnen. schneider den Stickern gegenüber, event. Aufnahme in unsern Verein. 2. Andreasstr. 21, Serr Henning: Was ist Religion und wer hat Religion? Lese- und Dishntirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, Briefkaffen der Expedition. Für Maimarken der Generalfommission der Gewerk schaften Deutschlands( Hamburg) gingen ein von Herrn E. Bilschke 47,75 M. in Baar, in Marten 10,25 M. Derselbe ersucht die Herren A. Stonz und C. Lubisch mit 10,00 resp. Verband der Möbelpoliere. Sie haben im Inserat fein Nom, 30. Sept. Von den beim Einsturze des im Bau Lokal angegeben, mußte daher herausbleiben. Wir bitten um Anbei Grube, Mariendorferfir. 10. Gäste haben Zutritt. Westen", Abends begriffenen Tunnels von Panicala auf der Linie Onada- gabe desselben. " Bum Quartalswechsel empfohlen: Eisenwaaren Handlung, = Lager von Haus- und Küchen- Geräthen, in großer Auswahl zu billigen Preisen. [ 1236L ( Stephanstr. 27a: auch Lager von Tisch- und Hängelampen.) E. Vogtherr, 1. Geschäft: C., Landsbergerstr. 64( Alexanderplay). 2. Geschäft: NW., Stephanstr. 27a( Moabit.) Wichtig für den„ Nord- Bezirk". Chaufeestr. 83, gegenüber der Liefenstraße. Freunden und Genossen bringe mein Schuhwaaren- Geschäft in freundliche Erinnerung. Größte Auswahl. Zeitgemäße Preise. Heine Juhendwaare. 1245L Elegante Stiefel. Filzschuhe. Rohtabat A. 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B be 28 10 $ 1 10 15 C It 20 น 22612 1 I h