Nr. 117. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post ZeitungsPreisliste für 1898 unter nr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel geile oder beren Raum 40 Pfg., für Beretns- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramım Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. William Ewart Gladstone. Sonnabend, den 21. Mai 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. merkenswerth. Es war in der sogenannten Pacifico- Affäre. Palmerston die Universität Orford verloren hatte und dafür in Süd- Lancashire hatte dem kleinen Griechenland wegen einer sehr zweifelhaften gewählt worden war, einen Gesezentwurf ein, der das Wahlrecht in ( Geb. 29. Dezember 1809 geft. 19. Mai 1898.) Geldforderung eines Finanzkonsortiums die Pistole auf die den Städten allen Miethern einer Wohnung im Miethswerthe von Brust gesezt und im Parlament sein Vorgehen in einer pomp- mindestens 7 Pfund Sterling jährlich übertrug, sowie die WählerKein Politiker des modernen England ist in gleicher Weise gehaßt, haften Rede vertheidigt, worin er erklärte, für den Engländer qualifitation in den Grafschaften erheblich erniedrigte. Trotzdem die Bill Tein Staatsmann des britischen Reiches in gleicher Weise vergöttert müsse allerorts das„ civis Romanus sum"( Ich bin ein römischer aber noch immer die Masse der Arbeiter ausschloß, war sie dem worden wie W. E. Gladstone. Wie seine öffentliche Thätigkeit eine Bürger) gelten, das" Bewußtsein, er gehöre einem Weltreich an, das rechten Flügel der Whigs zu radikal; es bildete sich eine Sezession Längere Spanne Zeit umfaßt als die irgend eines anderen zeit- ihn gegen jede Unbill schüßt. Hierauf antwortete Gladstone mit( die„ Höhle von Adullam"), und durch ein Zusammengehen dieser genössischen Staatsmannes, so ist sie auch ungleich reicher an Wechsel- einem warmen Appell zu gunsten der Rechte der kleinen und schwachen mit den Konservativen gelangte ein Gegenantrag zur Annahme, der fällen. Kein wichtiger Vorgang in der politischen Geschichte Englands Nationen. statt, Miethswerth" Steuer werth von 7 Pfd. Sterl. sagte, was eine feit der Reformbiйl von 1882, der nicht in irgend einer Weise Die Rede wurde allerseits für die beste erklärt, die Gladstone erhebliche Einengung der vorgeschlagenen Wählerqualifikation bes mit der Person Gladstone's verknüpft wäre, fein bedeutsamer bis dahin gehalten. Ein halbes Jahr später sollte Gladstone fich deutete. Statt bas Parlament aufzulösen und an das Land zu Wechsel im Leben der Nation, der sich nicht in der geistigen Ent- selbst in die inneren Angelegenheiten eines fleinen Staates ein- appelliren, beschränkte sich das Kabinet Russell- Gladstone darauf, widelung Gladstone's widerspiegelte. Die Geschichte jedes Politifers mischen, allerdings in einer besseren Sache. Auf einer Reise nach Italien einem Kabinet Derby- Disraeli den Platz zu räumen, indeß entist die Geschichte seines Landes, aber bei wenigen nur ist sie es in hatte er Gelegenheit, über die grauenhaften Zustände in den falteten jetzt die entschiedeneren Liberalen und Radikalen im Berein einem so hohen Maße, so sehr selbst im Einzelnen, wie bei dem neapolitanischen Gefängnissen, wo die politischen Gefangenen unter- mit der organisirten Arbeiterschaft eine geräuschvolle Reformagitation Mann, der mit 23 Jahren ins Parlament eintrat und mit 25 Jahren gebracht waren, Genaueres zu erfahren. Er entwarf davon, wie und als im Frühjahr 1867 Disraeli eine verklausulirte WahlreformMitglied einer Regierung war: der die verschiedensten Ministerposten von der ganzen Unterdrückungspolitik der dortigen Reaktion, in bill einbrachte, nöthigte ihn Gladstone als Führer der Oppoſition fo bekleidet hat, viermal Ministerpräsident und 60 Jahre Parlamentsmit- offenen Briefen an Lord Aberdeen so eindrucksvolle Schilderungen, viel Zugeständnisse ab, daß das Endresultat ein radikaleres Gesez glied gewesen ist. daß sich England zu Vorstellungen an die neapolitanische Regierung war als das von Gladstone ursprünglich eingebrachte. Ob dieses William Ewart Gladstone wurde am 29. Dezember 1809 als und, als diese fruchtlos blieben, zur Abberufung des englischen Ge- mit größerem Recht den Namen Disraeli als Gladstone trägt, kann der zweite Sohn eines reichen Liverpooler Kornhändlers geboren. sandten aus Neapel veranlaßt sah. Dieser Aft, dem sich die dahingestellt bleiben, jedenfalls ist der Antheil des letzteren an Er genoß eine sehr gute Erziehung auf der hohen Schule in Eton Regierung Napoleons III. anschloß, trug sehr viel dazu bei, die feinem Zustandekommen fein geringerer gewesen, als der des und der Universität Oxford und versuchte sich sehr früh als Schrift- patriotisch- revolutionäre Bewegung in Neapel zu erneutem Wider ersteren. Beide Staatsmänner haben in dieser Angelegenheit gleichsteller und Redner. Eines seiner Jugendgedichte ist an den Schatten stand zu ermuthigen. mäßig den rechten Flügel der eigenen Partei verrathen". Wat Tylor's, des Bauernagitators, gerichtet, im Debattirklub der 1852 war seine Rede gegen das Budget Disraeli's die Haupt- Als Ende 1868 die ersten, nach dem erweiterten Wahlrecht vorUniversität Orford bekämpfte er dagegen 1831 heftig die damals die veranlassung zum Sturze des Kabinets Derby's. Ein Koalitions- genommenen Wahlen eine große Mehrheit für die Liberalen ergaben, Deffentlichkeit beschäftigende Gray- Russell'sche Wahlreformbill. Wie der ministerium aus Whigs und" Beeliten", geführt von Lord Aberdeen, setzte Gladstone, nun zum erstenmal Premierminister, diese Maßregel Bater, der ebenfalls wiederholt im Parlament saß, war auch trat an dessen Stelle, mit Gladstone als Schazkanzler. Sein Budget auch wirklich durch. 1870 ward ein irisches Landgefeß ge der Sohn streng firchlich und konservativ gefinnt. Als Tory wird er unterschied sich von dem Disraelt's durch stärkere Berücksichtigung schaffen, das die Bächter gegen gewisse Benachtheiligungen sicher nach Annahme der Reformbill von einem Toryhäuptling, dem Herzog der Freihandelsintereffen. Bölle auf 123 Artikel wurden abgeschafft stellte und denjenigen von ihnen, die ihr Pachtgut anzukaufen von Newcastle, einem Wahlkreise vorgeschlagen, wo dessen Einfluß und solche auf 133 weitere Artikel ermäßigt. Im Oftober 1853 er- wünschten, Vorschüsse aus Staatsmitteln zusprach. Aus jener ersten maßgebend war( die Stimmabgabe war damals öffentlich) und Ende flärte Gladstone Rußland für eine Quelle von Gefahren für den Premierschaft Gladstone's ist noch bemerkenswerth: 1. ein Unter1832 nach heißem Wahlkampf gewählt. Seine Wahlfarbe war roth; Weltfrieden", beren drohender" Charakter durch den Sturz des richts gefes, welches das Volksschulwesen auf nationaler Bafts die Parteigänger des jungen Gladstone zogen mit rothen Fahnen Ottomanenreiches noch gesteigert werde." organisirte und für demokratisch gewählte Orts- Schulbehörden zur zum Wahlort. Anfang 1855 fiel das Ministerium Aberdeen. Es ward durch Einrichtung und Ueberwachung der Voltsschulen sorgte( durch einen Im reformirten Parlament wurde sein rednerisches Talent bald ein Ministerium Palmerston ersezt. Gladstone ließ sich erst zum Stompromis tam die sogen. Temple- Cowper Klausel zu stande, die anerkannt. Seine erste Rede war, was ihm später oft vorgeworfen Eintritt in dasselbe bewegen, schieb aber schon nach vierzehn Tagen vorschrieb, daß in den Gemeindeschulen zwar religiöser Unterricht worden ist, gegen das Gesetz zur Abschaffung der Sklaverei auf den wieder aus und schlug sich auf die Seite der Friedenspartei. Dieser gegeben werden soll, aber ohne dogmatische Färbung und ohne britischen Kolonien gerichtet. Doch betämpfte er nicht schlechtweg die Frontivechsel trug ihm erbitterte Angriffe von seiten Palmerston's, bestimmte Katechismen); 2. ein Gesetz, das den Zulaß zu den UniSache selbst, sondern die Art ihrer Durchführung. Er sprach für Bulwer- Lytton's und anderen ein. selbst sprach sich versitäten Orford und Cambridge von der Ablegung eines religiösen ein Uebergangsstadium, während dessen die Neger zum rechten für den Frieden aus, bedauerte aber, daß mant den Bekenntnisses befreit; 3. ein Gesez, das die meisten Steilen im Gebrauch ihrer Freiheit erzogen werden sollten. Auger Donau- Fürstenthümern nicht vollständige Inabhängigkeit be givildienst der allgemeinen Bewerbung freigiebt; dem vertheidigte er seinen Vater gegen die Anschuldigung, willigt habe und bestritt, daß der Krimkrieg zu dem Ende eine Verfügung, die den Stellenkauf in der Armee aufhebt; 4. ein daß er auf seinen Plantagen in Britisch Guiana die Sklaven un unternommen worden sei, das Ottomanetreich in seiner bisherigen Gesez, das die geheime Stimmab gabe bei Wahlen vorschreibt; gebührlich abradern laffe. Mit großem Eifer bekämpfte er in der Verfassung aufrecht zu erhalten. Mit großer Vehemenz bekämpfte 5. ein Gefeß, das Spezialgerichte für Schanktonzessionen vorsieht. gleichen Session den Antrag des Liberalen Hume, Nichtangehörenden er die von seinem Nachfolger im Schazamt behufs Deckung Im fünften Jahre seiner Amtirung fiel das Ministerium Gladstone Ser anglikanischen Kirche Zulaß zu den Landes- Universitäten zu ge- des Defizits verfügte Erhöhung der Abgaben auf Thee und über eine von Gladstone eingebrachte Bill zu gunsten der Einwähren. Den Hochschulen müsse ihr tonfessioneller Charakter gewahrt Buder. Gleich Cobden und Bright trat er Palmerston entgegen, als richtung einer mit vollen Rechten ausgestatteten irischen Landesbleiben. So viel Eindruck machten seine Reden, daß, als im Winter dieser aus Anlaß der Beschlagnahme eines Schmugglerschiffs, das universität. Die Wahlen von 1874 endigten mit einer totalen 1834 der König( William IV.) Sir Robert Peel mit der Bildung die britische Flagge trug, anfangs 1857 Händel mit China anfing. Niederlage der Liberalen. eines Ministeriums beauftragte, dieser den 25jährigen Gladstone als Sehr energisch erklärte fich Gladstone gegen die 1858 von Der Aufstand in der Herzegowina( Juli 1875) brachte die Frage jüngeren Lord des Staatsschatzes mit in sein Ministerium nahmt und Palmerston auf Drängen Napoleons III. eingebrachte Bill gegen politische der flavischen Unterthanen der Türkei ins Rollen. Es folgte im ihn zwei Monate später zum Unterstaatssekretär für die Kolonien Verschwörer. Die Ablehnung der Bill führte zum Sturz Palmerston's. Frühjahr 1876 ein Aufstand in Bulgarien, der von der türkischen, machte. Aber das Ministerium Peel war nur furzlebig und Ueber eine von Disraeli eingebrachte Wahlreform- Bill, die den Tories Regierung mit Hilfe irregulärer Truppen( Baschi- Bozuks), die sich Gladstone fah sich bald wieder in der Opposition gegen zu radikal und den Liberalen zu zaghaft war, erlitt das Kabinet im grauenhafte Erzesse zu schulden fonimen ließen, gewaltsam unterdrückt die Whig Regierung unter Lord Melbourne. Gegen diese März 1859 eine Niederlage und ward im Mai bei der Neuwahl mit wurde. Die Berichte, welche die„ Daily News" über die„ bulgaribekämpfte er den von ihr mit China angezettelten Opiumfrieg schwacher Mehrheit geschlagen. Gladstone, der sich in der Reform- fchen Greuel" brachten, erregten in England allgemeine Entrüstung, mit großer Heftigkeit. Die britische Flagge, erklärte er, sei in frage auf die Seite der Liberalen gestellt hatte, drang mit ihrer und Gladstone, dem die bekannte russiche Agentin, Madame Olga Canton„ aufgehißt worden, um einen schändlichen Schmuggelverkehr Hilfe in Orford durch und ward nun( unter Balmerston) zum ersten Nowikow mit Erfolg das Lied von den uneigennützigen, rein, zu schützen". Um dieselbe Zeit veröffentlichte er zwei Abhandlungen Mal Mitglied eines aus Whigs und Radikalen bestehenden humanitären Absichten der russischen Regierung gegenüber den, über die Kirchengeseze, beide streng staatsfirchlich und autoritär. Ministeriums. Er übernahm auch hier das Finanzamt, Südslaven vorgesungen hatte, warf sich mit leidenschaftlichem 1841 fiel das Whig- Ministerium Melbourne, eine Neuwahl ergab eine und sein erstes, selbständig vorbereitetes Budget( für 1860) Cifer in die Agitation für die Befreiung der Südslaven. große fonservative Mehrheit, und Peel bildete ein Ministerium, in brachte wieder eine ganze Anzahl von Zollherabschungen, während Seine Reden aus jener Beit, die den größten Eindruck machten und Bem Gladstone erst Vizepräsident und anderthalb Jahr später für den Einnahmeausfall die von der konservativen Regierung er- der Regierung erhebliche Verlegenheiten bereiteten, zeigen ihn als Präsident des Handelsministeriums wurde, als letzterer mit dem mäßigte Einkommenssteuer von neuem eine zeitweilige Erhöhung er- Meister der Agitation. Rang eines Kabinetsmitgliedes. fuhr. Auf diese Weise konnte Gladstone eine Reihe von Nahrungs Den anglo- türkischen Vertrag vom 4. Juni 1878, durch den Es war die Zeit der Freihandelsagitation, und obwohl an der und Genußmitteln der großen Masse( Butter, Eier, Käse, Orangen 2c.) England Cypern in Pacht erhielt, und dafür der Türkei ihren KleinSpike einer Partei, deren Kern aus Landlords und Schutzöllnern von jeder Einfuhrabgabe befreien und den Theezoll im Laufe asiatischen Besitz gewährleistete, brandmarkte er als eine„ wahnbestand, beschloß Beel, der Bewegung Rechnung zu tragen und fand weniger Jahre um 12 Shilling pro Pfund ermäßigen. In dieser sinnige Abmachung, Cypern sei eine kleine Insel und ein großer in Gladstone einen eifrigen Helfer. Von 1200 Nummern des Zeit seiner Finanzthätigkeit fällt auch die Abschaffung der Papier Schwindel". Er gab die Vertretung von Greenwich auf und nahm eine englischen Zolltarifs wurden in der Session von 1841 nicht weniger steuer, die als„ Besteuerung der Verbreitung des Wissens" den Radi- Kandidatur für den Bezirk Midlothian in Schottland an. Seine in als 750 beseitigt und für den Einnahme- Ausfall provisorisch eine talen besonders verhaßt war. Die Durchführung dieser letteren Verbindung mit dieser Kandidatur und auf einer Rückreise durch Einkommensteuer von rund 3 pet. auf alle Einkommen über Reform ist noch dadurch bemerkenswerth, daß sie Gelegenheit zu Schottland und das nördliche England gehaltenen Reden 150 Pfund Sterling angesetzt. Außerdem setzten Peel und Gladstone einer wichtigen Verfassungsänderung gab. Das Haus der Lords übten eine agitatorische Wirkung ersten Ranges aus. gegen die Opposition der Gegner jedes Getreidezolles Cobden hatte 1860 die Aufhebung der Papiersteuer verworfen. im Parlament verurtheilte auch Int jenen Gladstone die und Genossen ein mäßige Herabsetzung der bestehenden Zölle Nach Ansicht vieler war dies ein Eingriff in das Geld- 1877 erfolgte Annerion der von Negerstämmen bedrohten Transdurch. Während Gladstone sich so dem Freihandel näherte, schloß bewilligungsrecht der gewählten Kammer, aber eine zur Unter- vaal- Republik, den Ende 1878 eröffneten Krieg in Afghanistan und fich sein früherer Kollege in der Opposition und späterer Haupt- suchung der Rechtsfrage eingesetzte Kommission gab einen zweifel- andere Maßregeln der auswärtigen und Kolonialpolitik der Regierung gegner, Disraeli, der als Radikaler begonnen hatte, um diese Zeit, haften Entscheid und Palmerston, der Führer des Kabinets, zeigte wenig Beaconfields. Mehr Eindruck aber noch machten seine Ausführungen; entsprechend den von ihm in Sybel" niedergelegten Gedanken, in Lust, gegen die Peers, deren Einfluß unter dem halb reformirten hinsichtlich der inneren Politik. Sie zeigten eine immer stärkere wirthschaftlichen Fragen der Partei der Landedelleute an. Eine weitere Wahlrecht auch im Haus der Gemeinen noch sehr groß war, schärfere Neigung zum Radikalismus. Gladstone trat für eine Ausdehnung Gesinnungsveränderung vollzog sich in Gladstone hinsichtlich der Frage Seiten aufzuziehen. Da machte Gladstone im Budget von 1861 den des den städtischen Hausmiethern gewährten Wahlrechts auf die Abvon Staat und Kirche. Staatsstreich, daß er alle prinzipiell wichtigen Posten desselben, den miether, und die Gleichsetzung des Wahlrechts in Stadis und LandGegen Ende 1845 veröffentlichte er eine in freihändlerischem Abstrich der Papiersteuer eingeschloffen, zu einer einzigen Haushalts- diftriften( zu welch letzteren fehr viele Industriedörfer gehören) ein, Sinne gehaltene Abhandlung über die neue Bollpolitik, und als auf bill verschmolz und so die Lords vor die Nothwendigkeit stellte, ent- versprach weitere Steuerermäßigungen und allerhand Reformen in Peel's Beschluß, die Getreidezölle schrittweise bis zur völligen Auf- weder das ganze Budget zu verwerfen oder die bekämpfte Maßregel der Bodengesetzgebung. In letzterer Hinsicht erklärte er in einer hebung herabzusetzen, ein Theil der Mitglieder des Kabinets An- sammt den übrigen Posten mit in den Kauf zu nehmen. Die Gr- Nede auf der zweiten Agitationstour in Midlothan, daß wenn das fang 1846 refignirten, trat Gladstone von neuem in das bitterung der Konservativen über den„ Kniff" war groß, aber die Wohl des ganzen Gemeinwesens dies erfordert, die Gefeßgebung Ministerium ein( diesmal erst als Minister des Kriegsdepartements Presse war begreiflicherweise zumeist auf feiten Gladstone's und so durchaus berechtigt ist, die Grundbesizer zu enteignen. Die und dann für die Kolonien) und war während der nun folgenden gaben die Lords schließlich nach und halfen einen Präzedenzfall gerade herrschende Geschäftsstocking, für die natürlich vielDebatten, die den Sieg der Freihandelspartei vollendeten, die rechte schaffen, der ihren direkten Einfluß auf wichtige Geldbewilligungen fach die Regierung des Tages verantwortlich gemacht wurde, Hand Peel's. Im Juni 1847 ward das Ministerium Peel gestürzt zu einer Illusion machte. that das ihrige, die Wähler für die Opposition geneigt zu und Gladstone verlor mit dem Ministerposten auch seinen Sig in stimmen, und so fam es, daß als im März das Parlament aufBarlament. An eine Wiederwahl in Newark war nicht zu denken. gelöst wurde, das Resultat der allgemeinen Wahl ein großer Triumph Er bewarb sich vielmehr um die Vertretung der Universität Or Gladstone's war. Gladstone hielt es für unumgänglich, in sein ford, die ihm auch, trotz der Opposition der extremen Tories, zu Ministerium Vertreter des extremsten Radikalismus hineinzunehmen, fiel. Den Ultra's der Staatskirche war er schon nicht mehr zu über den England damals verfügte. Neben John Bright traten Sir berlässig genug. Dagegen erwärmte er sich immer mehr für die Wahl reform. Charles Dilfe, der noch in der ersten Hälfte der fiebziger Jahre eine Im Mai 1864 trat er mit bezug auf diesen Punkt Palmerston im republikanische Agitation entfaltet hatte, und der nicht minder radikale Parlament offen heraus gegenüber. Palmerston hatte eingewendet, Bürgermeister von Birgmingham, Joseph Chamberlain ein- der von einer ernsthaften Agitation der Arbeiter für die Wahlrechts- erstere als Unterstaatssekretär des auswärtigen, der lettere als Leiter erweiterung sei nichts zu spüren, worauf Gladstone erwiderte, statt des Handelsamts. Auch die William Harcourt, Mundella 2c., die ins bedrohliche Agitationen abzuwarten, müsse eine Kluge Regierung Ministerium aufgenommen wurden, galten zu jener Zeit als sehr ihnen zuvorkommen. Und faum war( im Oktober 1865) Palmerston radikal. gestorben, so nahm die nunmehr von Lord John Russell im Hause Aber die„ Süßigkeiten der Regierungsstellung" sollten Gladstone der Lords und von Gladstone im Hause der Gemeinen geführte und seinen Mannen nicht sehr leicht werden. Schwierigkeiten aller liberale Partei die Wahlreform ernsthaft in die Hand. Im März 1866 Art stellten sich bald ein. Die Geschäfte besserten sich nicht, und unter brachte Gladstone, der inzwischen bei einer Nachwahl seinen Siz für dem Einfluß der steigenden amerikanischen Kornausfuhr verschärfte % " Und doch war er noch immer konservativ. Wir sehen ihn denn auch im Frühjahr 1848 fich als freiwilligen Konstabler einschreiben, mm gegen einen etwaigen Revolutionsversuch der Chartisten für die Sache der Ordnung zu kämpfen. Er ahnte nicht, daß gerade er der einst den Hauptpunkt des Programms der Chartisten zur Verwirklichung bringen sollte. Vorläufig gehörte er im Balament zur Gruppe der Beeliten", b. h. der konservativen Freihändler, welche Gruppe indeß nach dem Tode Peel's( Juli 1850) bald zerfiel. Aus dieser Zeit ist eine Rede Gladstone's gegen Palmerston und den Wordspatriotismus be" Weniger taktfest beties sich Gladstone in der Frage des amerifanischen Bürgerkrieges; hier zeigte er, wie Palmerston, und im Gegensatz zu Bright und Cobden, längere Zeit eine nicht sehr rühmliche Sympathie mit dem Bund der Südstaaten. Er hat diesen Fehler schon wenige Jahre später offen als solchen anerkannt. 4 Wie weiter 0 gegen " Darüber wird schwerlich jemand im Zweifel sein, daß die Fortsetzung der früheren ausnahmegesetzlichen Behandlung der revolutionären Elemente in Italien jedenfalls ein geringeres lluglück gewesen wäre, als das, was sich nunmehr in den letzten Wochen abgespielt hat. Wir meinen, wenn es gesetzgeberische Maßnahmen giebt, welche jenem Aeußersten, wo die Armee gegen die eigenen Volksgenossen zu Felde ziehen muß, vorzubengen geeignet sind, so ist es weise Politit, sich ihrer zu bedienen. Unser Sozialistengeses war eine solche Maßnahme. der fich die Agraricists. In Irland traten die Someruler und die von Adresse, bei der die Irländer mit den Liberalen stimmten, gestürzt,| Freitag mit Trauerrand und widmen dem hingefchiedenen Staatsihnen gegründete Landliga immer revolutionärer auf, und im Par- und Gladstone bildete sein viertes Ministerium. Auch manne eingehende Nachrufe. Die Times" bezeichnen ihn als den Tament trieben die Irländer, um die Regierung zu Kongessionen hier erhielt ein Gewerkschaftsvertreter einen Platz: der Sekretär des ersten Engländer seiner Zeit, dessen Persönlichkeit für immer ein zu zwingen, die die Obstruktion auf die Spitze. Jm Trans- Bergarbeiter- Bundes für Northumberland, Thomas Burt, ward Ruhm für den britischen Namen bleiben muß, und sagt, an seinem vaal erhoben sich die Buren, eingedent der Parteinahme Gladstone's Unterstaatssetretär für das Handelsamt. Im Frühjahr 1893 brachte Todtenbette treten politische Leidenschaften und Partei- Unterschiebe und der Liberalen für sie, gegen die englische Herrschaft, in Egypten Gladstone eine neue Homerule Vorlage eine. Sie unterschied sich zurüd. Gladstone's hervorragende Eigenschaften als Politiker werden berjagten rebellische Baschas den Khedive und die in ihren Interessen von der 1886er Vorlage dadurch, daß nach ihr die irischen Ab- in Frankreich, Deutschland und anderen Ländern so voll gewürdigt, bedrohten englischen Juhaber egyptischer Staatspapiere drängten zu geordneten auch nach Einrichtung eines irischen Parlaments im daß es selbst seine anspruchsvollsten Bewunderer in England be bewaffneter Jntervention. Durch diese und andere Vorgänge Reichsparlament bleiben sollten, nur sollten sie blos in An- friedigen muß. Die konservativen Blätter gehen leicht über das ( Bradlaugh's Eidesverweigerung) fam die Regierung fortgefekt in gelegenheiten des ganzen vereinigten Königsreichs Sig und Stimme hinweg, was sie als feine Fehler und als wechfelvolle Politit bedie Lage, entweder gegen die von ihr verkündeten Grundsätze zu haben. Durch diese und andere Vorbeugungsbestimmungen sollte dem zeichnen, und sprechen hauptsächlich von seinen wunderbaren Geistesberstoßen, oder große Sektionen ihrer Parteigänger fich zu ent- Borwurf, daß Homerule für Jrland Loslösung Jrlands vom großgaben. fremden. Gladstone hatte die Versuche der Regierung Disraeli's, politischen Königreich bedeute, Rechnung getragen werden. Nichtsder Obstruktion der Irländer zu begegnen, als Angriffe auf die destoweniger erklärten sich die liberalen Unionisten ebenso entschieden Flaggen auf Halbmast gehißt. Der Wittwe Gladstone's sind von Die öffentlichen Gebäude und zahlreiche Privathäuser tragen Redefreiheit bekämpft und mußte jezt selbst Anträge auf Ermög- gegen sie wie gegen die 1886er Bill, während selbst bei vielen Libe- der Königin, dem Prinzen von Wales und den übrigen Mitgliedern lichung des Debattenschlusses einbringen. Er hatte es als Alte- ralen und Naditalen nur mäßige Begeisterung für sie herrschte. des Königshauses, dem deutschen Kaiser, dem Präsidenten Faure, weiberfurcht" bezeichnet, daß in Irland eine ernsthafte Separatisten- Immerhin ward sie im Haus der Gemeinen mit Anwendung mög- der rumänischen Deputirtenkammer und vielen anderen offiziellen bewegung bestehe, und mußte jetzt eine Polizeimaßregel nach der lichst starken Druckes schließlich zur Annahme gebracht, um dagegen Persönlichkeiten warm gehaltene Beileidsschreiben zugegangen. anderen gegen irische Verschwörungen ergreifen und die irischen von den Lords mit um so größerer Mehrheit verworfen zu werden. Garnisonen fortgesetzt verstärken. Er erklärte ursprünglich, Die Jrländer, insbesondere die Parnelliten, wollten, daß Gladstone mit den Buren erst verhandeln zu wollen, wenn die Autorität sofort das Parlament auflösen und Neuwahlen ausschreiben solle. der Königin hergestellt sei, und schloß dann doch mit ihnen Wähle das Land dann wieder eine auf Homerule verpflichtete MehrWahlkampf. Frieden, ehe noch die dritte Schlappe, die sie den Engländern bei- heit, so falle der legte Borwand der Lords gegen die Bill dahin, gebracht, das vergossene englische Blut irgendwie gefühnt worden diefelben seien alsdann genöthigt, der Bill zuzustimmen. Ebenso zu fordern lassen die Bismard'schen„ Hamb. Nachr." auch im jetzigen Ein Sozialistengesch war. Er hatte eine Aera des Friedens verkündet und ließ Truppen erklärten die Konservativen und Unionisten, das Land müsse jest Wahlkampfe nicht ab. Was das Blatt dem Sozialistengeſeh nicht nach Egypten fenden und Alexandria durch Bombardement in Asche befragt werden, und wie es heißt, soll auch die Königin dieser alles nachzurühmen weiß! Nur zwei Fehler habe es gehabt. Es legen. Er hatte Desterreich aufs heftigste beschimpft und mußte, um erster Meinung sehr entschiedenen Ausdruck gegeben haben. Im liberalen war nicht scharf genug und Minister bleiben zu können, in aller Form dafür Abbitte thun. es war nur jedesmal auf zu Er Lager aber waren die Meinungen sehr getheilt, hatte gegen den Sultan und die Türkei gedonnert und mußte im einige getheilt, zumal furze Frist bemessen. Es ist ja bekannt, daß Bismarck Nachwahlen Resultate ungünstige ergeben Verlauf der Wirren in Egypten selbst den Sultan als den Oberherrn Es überwog die Meinung, man müsse den Lords noch etwas mehr jeder Sozialdemokrat hatten. eigentlich ein Gesetz wünschte, durch das für die Dauer Egyptens zur Mitarbeit an der Schlichtung der dortigen Wirren Gelegenheit geben, sich unpopulär zu machen, ehe man zu einer sollte, Sozialdemokrat für völlig vogelfrei erklärt werden anrufen. Er hatte die russische Regierung verherrlicht und Straftprobe mit ihnen schreite, der" Becher müsse zum Ueberlaufen Ja, die Vorgänge in Italien müssen jetzt zur Begründurg dazu Ausrottung der Breßfreiheit, Expatriirung 2c. die Furcht bor ihren Plänen in Asien als findisch gebracht werden", und dazu sei Honterule nicht ausreichend. So eines Sozialistengesetzes herhalten. Da bringt die Schamlosigkeit verspottet, und mußte mußte über Doppelzüngigkeit Rußlands hin- blieb das Ministerium im Amt, aber seine Situation ward immer des Hamburger Blattes folgenden Erguß zu Wege. fichtlich seiner asiatischen Politik Beschwerde führen und schließlich unsicherer. Denn schon seiten sich die Parnelliten unter der Parole, 1885 einen Kredit van 62 Millionen Pfund Sterling verlangen, das Ministerium habe die Sache Jrlands verrathen, um Rußland in Asien eventuell mit Waffengewalt entgegentreten zu daffelbe in Opposition, und einige der Maßregeln, mit denen tönnen. Ueber den Stenerforderungen, die nothwendig wurden, um es mun hervortrat, stießen auf den größten Widerspruch diesen und andere Kredite zu decken, fiel im Sommer 1885 das und cinflußreicher Kreise der Bevölkerung. Im zweite Gladstone'sche Kabinet. Frühjahr 1894 brachte der Minister lediglich eine HaftpflichtDie zweite Regierung Gladstone's war indeß nicht fruchtlos ge- Reform Vorlage ein, die das Recht der Unternehmer und blieben. 1881 war ein Irisches Landgefeß geschaffen worden, Arbeiter, sich durch Sonderverträge außerhalb des Gesetzes zu stellen, das dadurch einen radikalen Bruch mit dem alten Eigenthumsrecht den Wünschen der Gewerkschaftsvertreter entsprechend aufhob. Sie darstellte, daß es für die Festsetzung gerechter Bachtfäge spezielle wurde insbesondere mit bezug auf diesen Bunkt von den konservativGerichtshöfe schuf, so daß also die Pächter nicht mehr auf die Willkür unionistischen Opposition im Haus der Gemeinen scharf bekämpft, rungen und der befizenden Klassen haben die Aufstände in Italien Nicht der Hunger, nicht die Noth, nicht die Sünde der Regies der Grundherren angewiesen blieben. Ferner wurde das erste und die Lords weigerten sich entschieden, einem absoluten Verbot erzeugt, nein, die geringen, dem italienischen Wolfe noch gebliebenen Haftpflichtgesez für industrielle Betriebe geschaffen, der der Rebenverträge zuzustimmen. Zweimal ward die Vorlage so Rechte und Freiheiten. Man vernichte diese Rechte und Freiheiten, 3wang zum religiösen Eid abgeschafft, ein strenges von einem Haus dem andern zugeschoben, und wider stand die libe- man ersticke das Volk unter Ketten und es wird sich nicht mehr Gesez gegen Wahlbeeinflussungen und korrupte rale Partei vor der Wahl, es auf einen Kampf mit den Lords an- rühren. Das ist die politische Weisheit der Hamb. Nachr." Wahlpraktiken und schließlich( 1884) auch die versprochene fommen zu lassen oder in der einen oder anderen Form zurückzuWahlreform durchgeführt, wodurch die Zahl der Wähler weichen sei es, daß sie die Bill in dem streitigen Bunft amendirte gefährlichkeit der Ausplünderungspolitit Wenn das Beispiel Staliens irgend etwas lehrt, so die Gemein im Vereinigten Königreiche nahezu verdoppelt wurde( von rund oder vorläufig ganz zurüdzog. Die Arbeitervertreter erklärten, daß. Gesellschaftstlassen, die sich um Bismard und Crispi schaaren. 3 Millionen auf gegen 6 Millionen). bevor sie das Amendement der Lords afzeptirten, sie lieber vor der Wenn es nach den Herzenswünschen der Hamburger Nachrichten" Theils in der Hize des Kampfes für die Wahlreform und theils Hand auf jede Reform des Haftpflichtgefehes verzichteten. Und ginge, so würde jede ruhige Entwickelung der deutschen Verhältnisse aus Abneigung gegen weitgreifende auswärtige Händel hatte Glad- so ward die Vorlage von der Regierung zurückgezogen. stone es geschehen lassen, daß General Gordon, der mit dem Auftrage nach dem egyptischen Sudan gegangen war, um den Rückzug Er legte seine Ministerstellung und die Leitung der liberalen Partei Aber wer sich zugleich mit ihr zuriidzog, war 2. E. Gladstone. möglich gemacht und die schwersten Gefahren im Innern wie nach W. außen heraufbeschworen werden. der dortigen egyptischen Besatzungsarmee zu leiten, in Khartum ein- nieder. Aber gut ist es, daß diese volts- und vaterlandsfeindlichen Seine legte Rede als Premierminister hielt er geschlossen wurde, und viel zu spät Entsatztruppen absenden lassen, 20. Februar 1894. am Pläne von den Freunden der Gewaltreaktion auch jetzt unverhüllt Sie ist eine pathetische Anklage gegen die geäußert werden. un den Fall Khartums und die Ermordung Gordon's zu ver- Hemmungspolitik des Hauses der Lords. Mit einem Protest gegen hindern. Die Wähler werden die gebührende Antwort darauf ertheilen! das Vetorecht der erblichen Kammer schied Gladstone aus dem Bei den allgemeinen Wahlen von 1885 hatte Gladstone die große Parteileben. Wo find die Unehrlichen? Mehrheit der Klassen", d. h. der Befigenden, gegen sich. Außerdem Indeß sollte es nicht die legte politische Rede des nun weit aber gab Parnell den in England lebenden Irländern die be- über Achtzigjährigen sein. Zwei und ein halb Jahre später alsbald die Runde durch zahlreiche Blätter machen wird, von der Die Berl. Polit. Nachr." sprechen in einem Artikel, der gewiß stimmte Weisung, überall gegen die Liberalen zu stimmen. zog es ihn noch einmal in die Arena Mit all diesen Kräften gegen sich wäre Gladstone 1885 wahrschein- feine Frage der inneren Politik der Anlaß. Die armenische fich durch eine„ einfache Nebeneinanderstellung der arbeiterfreundlichen allerdings war nehrlichkeit der sozialdemokratischen Wahlagitation". Diese zeige lich fläglich unterlegen, wenn nicht die Masse der Arbeiter für ihn, Frage und die Gewaltthaten der türkischen Baschi Bozuks Regierungspolitik und des arbeiterfeindlichen Verhaltens der Sozial beziv. die Liberalen und Radikalen gestimmt hätten. So kamen die in Armenien ließen ihm keine Ruhe. In Briefen an die Presse demokratie". " Gladstoneaner" troz alledem 334 Mann start ins Parlament zurück, und furzen Ansprachen protestirte er gegen die Politik des europöigegen 250 Konservative und 86 irische Homeruler. Es fehlten nur schen Konzerts mit bezug auf Armenien und forderte er den Austritt der Eheschließung, Freizügigkeit, Gewerbefreiheit, Reichstags- WahlNun werden als Verdienste der Regierung aufgezählt: Freiheit wenige Stimmen und Gladstone hätte doch noch die Majorität gegen Englands aus dem Stonzert, die entschiedene Lossagung von der recht, Versicherungs- Gesetzgebung, Arbeiterschuß. beide Parteien gehabt. Aber auch ohne das war der Fortbestand Politik des unthätigen Zuschauens, wo ein ganzes Volk grausam des konservativen Stabinets unmöglich. Es fiel schon bei der Adreß- abgeschlachtet werde. Wie er Ende der siebziger Jahre Rußland ge- demokratie gethan? Nichis, aber auch rein garnichts! Die SozialWas aber hat, so fragen die„ Berl. Polit. Nachr.", die Sozial debatte auf einen Zusagantrag des liberalen Bodenreformers Jesse priesen hatte, so griff er es jetzt als den Hauptrepräsentanten des demokratie Collings hin, der gesetzliche Maßnahmen zu gunsten der Schaffung Despotismus in Europa an. Am 24. September 1896 hielt er in dem Zustandekommen der Arbeiter- Schutzgesetze widerstrebt. Sie hat auf Schritt und Tritt aus Leibeskräften von kleinen Bauernstellen und Gewährung von Parzellen an Land- seiner Vaterstadt Liverpool vor einem aus Bertretern verschiedener hat den Arbeitern anstatt des Brotes des gegenwärtigen die arbeiter( 3 Acker und eine Kuh") verlangte. Parteien zufammengesetzten Publikum seine Teste große öffentliche Steine ihres utopischen Zukunftsstaates geboten" u. j. f. In das nun von ihm gebildete sein drittes Ministerium Nede. Der 87 jährige sprach dem Zuhalt nach mit der Gedrungennahm Gladstone aus Erkenntlichkeit gegen die Arbeiter einen Ver- heit, Schärfe und Kraft eines in der Blüthe seiner Jahre Kreisstadt solch Zeugs loslassen, so nimmt man das hin als ihrem Wenn die konservativen Wahlagitatoren in einer abgelegenen treter dieser Partei den Führer des Gewerkvereins der Stein- stehenden Menschen, wenn auch die Stimme zuweilen zum Flüsterton Geistesniveau entsprechend. Aber die„ Berl. Polit. Nachr." wollen ein hauer und Sekretär des parlamentarischen Gewerkschaftskomitees, hinab jant. Henry Broadhurst der erste Fall, daß ein Arbeiterorganisator Nach diesem Protest, der mit athemloser Spannung angehört blühenden Blödsinn! führendes Organ in ernster Politik sein. Und verzapfen solch Mitglied einer regelmäßigen Regierung wurde. Aber diese Negierung und mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde, ist Gladstone selbst sollte nicht länger leben als die französische provisorische politisch nicht mehr hervorgetreten. Lohnt es fich, ein Wort dagegen zu sagen? Warum rechnen es Regierung von 1848, in der der Arbeiter Alexander Martin- Albert Der Name Gladstone bleibt mit vielen der bedeutendsten Re- daß sich der Handel entwickelt hat, daß die Industrie groß geworden, die Verl. Polit. Nachr." der Regierung nicht auch zum Verdienst an, saß. Schon in der Wahlkampagne hatte Gladstone eine liberale formen des modernen England unlöslich verknüpft. Die erste Wahl- daß Maschinen erfunden worden sind, daß Wissenschaft und Kunst Regelung der Beziehungen Irlands zum britischen Reich" in Aussicht reform fand ihn als ihren Gegner, die zweite als ihren wirksamsten sich entfaltet haben? Und warum fügen sie nicht hinzu, daß die gestellt, falls seine Partei wieder an Ruder fäme. Jetzt brachte er Förderer, die dritteahlreform, die erst wirklich den Arbeitern Sozialdemokratie an alledem nichts mitgewirkt habe, sondern das -seine Gegner sagen, als Preis dafür, daß Parnell ihm geholfen das Stimmrecht gab, ist in hohem Grade sein 28 ert. Unter ihm alles bekämpft habe? Es wäre das genau so gescheidt beziehentlich hatte, die konservative Regierung zu stürzen, bezw. als den ihm von erhielt England sein Unterrichts gefes, ward der Stellen- genau so blödsinnig, wie jene anderen Behauptungen. Barnell abgepreßten„ Tribut" eine Bill ein, die Irland ein kauf in der Armee abgeschafft, den Dissidenten eine Benach eigenes nationales Parlament gewährte, sowie eine i rif che theiligung nach der andern aus dem Weg geräumt, die Bodenfreiheit mußten bekanntlich den Herrschenden Mächten erst ab Selbst Freiheit der Eheschließung und Freizügigkeit und Gewerbe2andankaufs bill, die vermittels einer Anleihe von gesetzgebung Jrlands zu gunsten der Bächter revolutionirt, genöthigt werden. Das Reichstags- Wahlrecht mußte Bismard Milliarde Mark die irischen Landlords und die Pächter gegen mäßige Abzahlungsrenten zu freien Eigenthümern das Wahlrecht zu den Armenräthen auf die Arbeiter gewähren, wollte er die deutsche Einheit mit der dynastischen Spize des Bodens zu machen vorschlug. Beide Vorlagen wurden nicht mur klasse ausgedehnt, der Acht stundentag in den Staats- find nur durch Jahrzehnte langen Druck der Arbeiterbewegung Die und der von den Konservativen, sondern auch von einem Theil der Liberalen arsenalen durchgeführt, und die Selbstverwaltung selbst in der dürftigen Art, wie sie nun vorliegen, erzwungen heftig bekämpft. Die meisten Whigs und eine von Jos. Chamber- Irlands zum Programmpunkt einer der beiden maß worden. lain geführte Gruppe von Radikalen stemmten sich entschieden gegen gebenden Barteien Englands erhoben, womit auch die andere Partei sie, und obwohl Gladstone erklärte, es handele sich bei der zweiten Lesung nur erst um das Prinzip des Gesetzes, stimmten in derselben doch 93 bisherige Mitglieder der liberalen Partei mit den Konservetiven gegen die Homerule Bill. Sie war mit einer Mehrheit pen 30 ( 343 gegen 313) abgelehnt. 1 " D " aus eigenem Antriebe gegeben. Wohl aber sind sie jest gerade Nichts haben die Herrschenden, die Regierungen freiwillig und bestrebt, das, was ihnen vom Volfe abgenöthigt würde, wieder zu verkürzen und rückgängig zu machen. " gezwungen wurde, sich zur Gewährung größerer politischer Frei heiten an das irische Volk zu verstehen. Er hat seit 1845 fortgesetzt dafür gewirkt, die Last der indirekten Steuern, die der englische Arbeiter vordem zu tragen hatte, zu vermindern, und hat wiederholt in der auswärtigen Politik Englands dem Grundsatz, sprache mag es heißen: Die Auswüchse der Freizügigkeit" sollen Die Freizügigkeit soll vernichtet werden. In der MinisterStatt von der Regierung abzutreten, zog Gladstone, es diesmal daß Recht vor Macht geht, zum Durchbruch verholfen. In der beseitigt werden, aber die Auswüchse" das ist eben das, was vor, selbst direkt an das Land zu appelliren. Ein äußerst heftiger That ist er sehr oft als Gegner des britischen Nationalben„ Sammelpolitikern" um Miquel nicht gefällt und was für das Wahlkampf entspann sich, in dem Gladstone mit seiner ganzen dünkels aufgetreten und hat vornehmlich als solcher die arbeitende Volt gerade das werthvolle ist. Energie für Homerule zu Felde zog, leidenschaftlich unterstigt von bittersten und gehäffigsten Angriffe erfahren. Und doch ehrt vielleicht den Irländern, denen er jetzt nur noch der große Greis" the nichts sein Andenken so sehr, als daß er sich 1870 bewegen ließ, die Zwangsgefege gegen einzelne gewerbliche Schichten beeinträchtigt Die Gewerbefreiheit ist bereits durch mannigfache Grand old Man" war. Aber dem englischen Volle war die Streitfrage mit den Vereinigten Staaten wegen des Schiffes worden und, kämen die" Sanumler" ganz obenauf, so würde sie Homerule- Idee noch zu neu, das Mißtrauen gegen die Irländer und Alabama" einem Schiedsgericht zu unterbreiten, und 1881 dazu sicherlich weiter zu gunsten der Innungszöpfe rückwärts revidirt der Einfluß der zurückgetretenen Liberalen, Sarunter auch des bei überging, mit den rebellischen Buren von Transvaal Frieden zu werden. den Nadikalen so populären John Bright, gegen Gladstone's schließen und ihnen die Selbstregierung zurückzugeben, ehe noch der Homerule- Plan waren zu stark, und so endete der Kampf mit einer General Evelyn Wood, der mit überlegener Truppenmacht bereit Das weiß nun jedes Kind. Das Reichstags- Wahlrecht ist aufs höchste gefährdet. entscheidenden Niederlage des letzteren. Es wurden 316 Konservative stand, die„ Ehre" der britischen Waffen wieder herzustellen. Daß gewählt, 78 liberale Unionisten( die sich die liberale Sezession Gladstone auch in diesen Fragen ein Halber" blieb, zeigte ein Jahr die Sozialdemokratie von jeher mit lebhaftestem Eifer erstrebt, Die Versicherungs- Gesetzgebung, beren Verbesserung nannten), gegen nur 191 Gladstonianer und 85 irische Homeruler. darauf die Bombardirung Alexandria's. Aber vom Leiter eines so rückt Natürlich refignirte Gladstone sofort, und die Konservativen über- fomplizirten Staatswesens, wie es das britische Neich ist, und dem nicht Geld vorhanden; Militarismus und Marinismus überwuchern nicht von der Stelle. Dafür ist nicht Zeit und nahmen die Regierung, unterstützt von den liberalen Unionisten, deren selbst durchaus bürgerlichen Führer einer bunt zusammengefeßten bürger- alle tulturellen Bestrebungen. Führerjedoch, mit Ausnahme von J. Goschen, außerhalb des Ministeriums lichen Partei fann man in diesen Dingen fein folgerichtiges Verhalten blieben. Gladstone unterstützte mit seinem ganzen Einfluß den parlamen- erwarten. Die Rückfälle in die alte Tradition theilt Gladstone mit tarischen und später faktischen Widerstand der irischen Nationalisten gegen den erleuchtetsten seiner zeitgenössischen Kollegen, die Fälle, wo er die das 1887 von der konservativen Regierung geschaffene 3 wangs- Tradition durchbrach, unterscheiden ihn von denselben. Und wenn er gesetz zur Niederhaltung terroristischer Bewegungen in Irland. auch dabei nicht völlig aus eigenem Antriebe Handelte, sondern 3m selben Jahre noch gaben in dem irischen Städchen Mitchelstown wesentlich der Friedenspartei im liberalen Lager Rechnung trug, so yon einer tausendköpfigen Menge verfolgte und mit Steinen bom- nahm er doch die Verantwortung für die betreffenden Maßnahmen bardirte Polizisten Revolverschüsse auf diese Menge ab, denen ein auf sich und hat somit auch Anspruch darauf, daß bei der Zusammenlichen Nutzen bereiten! Mann und ein Knabe zum Opfer fielen. Die Irländer machten ste lung seines historischen Charakterbildes ihnen der gebührende Plaz natürlich die Regierung für die Todesfälle verantwortlich und eingeräumt wird. Gladstone sekundirte ihnen in seiner Weise. Dant allerhand ThorHeiten der konservativen Regierung fielen eine Reihe von Nach Die Nachricht von Gladstone's Tod hat England in Trauer verwahlen zu gunsten der Gladstonianer" aus oder gaben ihnen fetzt. Das Parlament hat sich gestern zu Ehren des Todten vertagt. größere Mehrheiten. Heute soll eine Adresse an die Krone beschlossen werden, in der der Als es dann im Sommer 1892 aur Parlamentsauflösung fam, Wunsch ausgesprochen wird, daß Gladstone's Beerdigung in der wurden in der allgemeinen Wahl 268 Konservative, 47 liberale Westminster- Abtei auf Staatstoften erfolgen und ihm dort ein Denkmal Unionisten, 274 Gladstonianer und 81 irische Nationalisten( 12 davon errichtet werden möge mit einer Inschrift, in welcher seine hohen Barnelliten) gewählt. Gleich nach Zusammentritt des neuen Parla- Verdienste anerkannt werden. ments ward bie tonservative Regierung durch eine Abstimmung zur " eb. Alle Blätter erschienen Donnerstag und die meisten auch am schlimmste Attentat gegen ihn wird geplant, wie der PosadowskyDer Arbeiterschuß wird nicht verbessert, sondern das Erlaß erfennen ließ. nur von Lügen und nehrlichkeiten, noch weit größer ist ihre Dumm Die Tiraden der Berliner Politischen Nachrichten" stroßen nicht heit und findische Albernheit. Damit werden die um Miquel der Sozialdemokratie nur erfreu Die ,, Kreuz- Zeitung" findet, baß die Wahlbewegung sehr ruhig verlaufe. Sie mag recht haben. Aber die Ruhe bei ihren Mannen ist eine andere als auf unserer Seite. Dort ist es die Nuhe der politischen Gleichgiltigkeit, die sich auf den Amtsvorsteher verläßt, die Ruhe der Unfähigkeit und der Langeweile. Hier ist es die Ruhe der zielsicheren Wahlarbeit, die Ruhe des wohlgeordneten Kampfesheeres, das weiß, was auf dem Spiele steht, das weiß, gegen wen und wo es den vernichtenden Schlag zu führen hat. Diese Ruhe wird die Edelsten von der Kreuz- Zeitung" noch recht unruhig machen! Aus Gegners Mund. sei es nothwendig, daß dieses Dreigestien bei der kommenden bant unserer Schule zum Minister gebracht hat, zur fammeln mir uns mit dem Bund Ein bemerkenswerthes Urtheil über das Verhältniß der Wahl zerschmettert werde. Länger wie 5 Minuten Redezeit in der Sammlung bläft, aus dem uns Sozialdemokratie zum preußischen Landtag fällt Diskussion giebt es bei diesen Helden nicht, aber diese Beit wird der Landwirthe zu einem großen Haufen, Die Köln. Volksztg." in einer Betrachtung der Thronrede. Sie von uns wirksam ausgenutzt. Auch in Lippehne, Neuenburg, Vich, so leicht teiner herausfinden wird. Sehen Sie, meine Herren, das ist schreibt: Schöneberg sind wir zum Wort gekommen und überall ist die die höhere Staatskunst, zur rechten Zeit von der Bildfläche zu vers " Das Preußischen Abgeordnetenhaus ist unter den größeren Stimmung für uns gut, so daß wir hoffnungsfreudig dem 16. Juni schwinden. Das werden wir bei den nächsten Wahlen besorgen. Einzelstaats- Parlamenten das einzige, in dem teine Sozial entgegensehen. Von der Nührigkeit unserer Genossen gengt folgende Darum laffen Sie uns getrost in die Zukunft bliden und das demokraten figen. Daß es darum besser arbeite, ist nicht zu Notiz eines Landsberger Blattes: Mit sozialdemokratischen Flug Banner des wahren nationalen Liberalismus, der, unabhängig nach behaupten. Mit endlosen Reden wird gerade so viel Zeit ver- blättern wird jetzt das Land in unserem Wahlkreise rein überschwemmt. rechts und links, stets der Stimme von oben folgt, hochhalten in Arm mit allen staatserhaltenden Parteien trödelt wie im Reichstage. Manches, was man da redet, Gestern sah man in verschiedenen Bruchdörfern diese Bettelvertheiler und Arm würde man wohl für sich behalten, wenn man von sozial- mit großen Plakaten unterm Arm von Haus zu Haus wandern. dem Ansturm der vaterlandsverrätherischen Sozialdemokratie im demokratischer Seite eine Antwort au erwarten hätte. Am Mittwoch sprach in Landsberg Reichstags Abgeordneter sicheren Bewußtsein des eigenen Unterganges trogen! von 500 Herren! Fürs Vaterland zu sterben, war von jeher das höchste Ebenso würde etwas mehr sozialer Geist in die Robert Schmidt in einer Versammlung, die Der Nationalliberalismus wird am, Gesetzgebung kommen, wenn sie unter fortgesetter Personen besucht war, unter lebhafter Zustimmung über den Wahl- Ideal des wahren Patrioten. 16. Juni diese seine Pflicht glänzend zu erfüllen wissen.( Stürmischer, Kritik der Sozialdemokraten arbeitete. Denn fampf. Gegner meldeten sich nicht zum Wort. diese fürchtet man doch einigermaßen, während Aus Posen wird uns geschrieben: Am Montag fand hier eine nicht endenwollender Beifall.) man sich um die Einwände von Nicht- Sozial- von der sogenannten polnischen Hof partei einberufene Versammlung demokraten wenig fümmert. Ein paar sozial- statt, in der nach unbeschreiblichen Lärmszenen schließlich die polnische demokratische Hechte in dem Karpfenteiche könnten gar nicht schaden." Volkspartei die Oberhand behielt. Wir empfehlen den Berl. Polit. Nachr." und anderen Schimpfblättern dies ruhige Urtheil von einer Seite, die der Sozialdemokratie gewiß feindlich genug gegenübersteht. " Mit einer grotesken Aufgeblasenheit 0 Unsere Genossen benutzten diese Versammlung, um an sämmtliche Theilnehmer derselben unsere hier und in den Vororten 10 000 Flugblätter. Einer der Verbreiter Flugblätter zu vertheilen. Am Himmelfahrtstage verbreiteten wir Flugblätter zu vertheilen. wurde zur Polizei geführt und ihm die Flugblätter abgenommen, einem zweiten, der ebenfalls sistirt wurde, wurden dieselben indeß wieder mitgegeben. Politische Mebersicht. Berlin, den 20. Mat. völkerung durch die unnatürlich hohen Getreidepreise wird nun Die Hungersnothpreise. Die Beunruhigung der Beauch antlich zugestanden. Das rheinpfälzische Bezirksamt Kusel erläßt die folgende Bekanntmachung: " In den durch die Erhöhung der Brotpreise beunruhigten hiesigen Kreisen scheint die durchaus unrichtige Ansicht verbreitet zu sein, daß die Preise für Brot und andere Nahrungs- und Ges nußmittel einer behördlichen Billigung bezw. Genehmigung unters worfen seien. Es wird deshalb darauf aufmerksam gemacht, daß eine derartige behördliche Preisfestsetzung bezwv. Preisminderung durchaus unmöglich und mit der im ganzen Reiche bestehenden Gewerbefreiheit unvereinbar erscheint." liebt es die Deutsche Tageszeitung", die Regierung zur Rede zu stellen. Jeden Tag setzt sie ein paar Mal fest, was die Aus Oberschlesien. Gegen die Genossen Aloe' und Regierung alles erklären müsse, wenn sie ihr Ansehen nicht verlieren Winter, die in Laband die Schrift Nieder mit den Sozialdemowolle. Gestern erhielt wieder einmal der junge, unerfahrene Fürst fraten" vertheilt haben, ist eine Untersuchung wegen Verlegung des Hohenlohe seine Lektion. Bekanntlich hat er in einem Privatbrief§ 131 des Strafgesetzbuchs(„ Wer erdichtete und entstellte Thatsachen" den Prinzen Schönaich- Karolath ersucht, doch für Guben wieder u. s. w.) im Gange. Das Gleiwißer Amtsgericht hat deshalb die zu kandidiren; der Reichstag werde sonst um eine merkwürdige Per- Beschlagnahme jener Schrift bestätigt. sönlichkeit ärmer sein. Der Brief ist dann in die Oeffentlichkeit In Heldrungen im Kreis Sangerhausen fand am vergebracht worden, gleichviel durch wen. Nun haben die gangenen Sonntag eine Versammlung der freisinnigen Partei statt, Sammlungspolitiker vom Schlage der Deutschen Tageszeitung" den in der sich ein heiteres Polizei- Intermezzo abspielte. Als sich nämlich Ueber die Theuerungszulage, die Herr v. Stumm Landtags- Abgeordneten v. Heydebrand- Lasa aufgestellt, während der nach dem Vortrag unser Parteigenosse Simon zum Wort meldete, seinen Arbeitern bewilligt hat, geht uns eine Zuschrift zu, die Brinz den Sammlungsaufruf nicht unterzeichnet hat. Hier setzt das verlangte der überwachende Beamte, der dortige Amtsvorsteher, von diese Maßregel als ein Wahlmanöver darstellt; der Einsender Bündlerorgan ein: ihm zu wissen, über was er sprechen werde. Simon bedeutete dem hofft, daß die Stumm'schen Arbeiter auf diesen Stimmenfang 1us intereffirt nur die Frage, ob der Brief vor oder nach Herrn, daß ihn das nichts angehe; wenn er ruhig nicht hereinfallen werden, da doch die Stellung des Königs der Aufstellung der Heydebrand'schen Kandidatur geschrieben sei. fei, würde er es schon hören. Simon hatte aber von Saarabien zur Suspension der Getreidezölle und zu ihrer Darüber wird man Aufklärung erwarten faum fünf Minuten gesprochen und führte gerade aus, daß können. Daran, daß der Reichskanzler von der Heydebrand- als die beste Hüterin der Volksrechte sich bis jetzt die sozialdemo- Erhöhung anläßlich des Neuabschlusses der 1903 ablaufenden schen Kandidatur nichts erfahren habe, ist wohl kaum zu denken. fratische Partei erwiesen habe, als deren Kandidat er sich hiermit Handelsverträge allgemein bekannt sei. An den Getreidebörsen von New- York und Chikago find Sollte aber auch der Brief vorher ergangen sein, so wäre er vorstelle, sprang der Amtsvorsteher in erregter Weise auf und rief: trotzdem schwer verständlich. Infer Reichsfangler Sie wollen hier eine Wahlrede halten, dazu haben Sie die Preise etwas zurückgegangen, an der New- Yorker Nachbörse ist ein vorsichtig abwägender, Kluger Herr. Wir können feine Genehmigung!" und forderte den anwesenden Gendarm stiegen sie aber wieder. taum annehmen, daß er einen Gegner der Samm auf, Simon aus dem Saale zu bringen. Alle Proteste unseres ling, die von der Regierung gewünscht wird, direkt Genossen, daß der Amtsvorsteher hierzu fein Recht habe, nügten nichts. Staaten ihre Abwehrmaßnahmen verschärft. Anfänglich zur Wiederaufnahme einer Kandidatur bestimmt hätte. Genoffe Simon mußte der Gewalt weichen. Selbstverständlich wird Jedenfalls hat er nur einige höfliche, unverbindliche Worte ge- gegen das Vorgehen des Amtsvorstehers beim Landrathsamt Be- fchien es, als ob der Prämien Rohzucker sich den Ausbraucht, die unrichtig aufgesetzt worden sind. Um das schwerde erhoben. weg über England offen halten könnte; wurde er dort zu nachzuweisen, würde es zweckmäßig sein, wenn der Brief, Reichstage Kandidaturen. Konsumzucker raffinirt, so galt er als englisches Produkt; da England soweit er politisches Interesse hat, im Wortlaut mitAufgestellt wurde in Rottbus von den Antisemiten feine Prämie zahlt, so ging er also ohne besonderen Aufschlag nach getheilt würde. Das würde im Interesse des Reichs- Schneidermeister Liebrecht; im zweiten posenschen Kreis von den Vereinigten Staaten ein. Der Ober- Zollrath der Union hat tanzlers, der Regierung und der Wahl sein. bereitelt: allem raffinirten Zuder muß Der Reichskanzler wäre natürlich ein großer Thor, wenn er den Sozialdemokraten Franz Morawski; in Kattowitz vom dieſe Umgehung Konsulats Attest = beigefügt sein über die Herkunft diese Gelegenheit zu einer glänzenden Rechtfertigung vor Herrn Zentrum Letocha; in Breslau- Ost von der deutsch- sozialen ein Dr. Hahn nicht sofort am Schopfe nehmen würde. Darüber wird Reformpartei Dr. Förster; in Pleß Rybnick von den Kartell- des Rohzuckers, aus dem die Einfuhrwaare hergestellt ist; je nachdem parteien Herzog von Ratibor; in Brieg von den Freijinnigen der Rohzucker Prämien erhielt, zahlt der raffinirte Zuder in Amerika man also Aufklärung erwarten können". Dr. Dormann; im fünften hannoverschen Kreis bon den Differentialzoll. Somit müssen alle englischen Raffinaden, wenn Ein amtlich empfohlener Antiagrarier. den Nationalliberalen Hofbefizer Unbefunden; im zweiten Für den bisherigen Abgeordneten des Wahlkreises Dessau- Zerbst, der meininger Kreis von den Nationalliberalen Dr. Arndt aus Salle: fie nicht nachweislich aus Kolonialauder gewonnen find, bei der sich wieder um das Mandat bewirbt und gegen den die Sozial- in Schweinfurt von den Nationalliberalen Landwirth Jeck; in Einfuhr in die Vereinigten Staaten den Differentialzoll entrichten. demokraten die recht aussichtsvolle Kandidatur des Genossen Käppler Würzburg vom Zentrum Burg; in Nürnberg von den Unsere Zuckerfabrikanten machen sehr bittere Gesichter dazu; ste aufgestellt haben, der aber auch vom Bunde der Landwirthe hart Nationalliberalen Landgerichtsrath Behler; im badischen Wahlkreis müssen jedoch anerkennen, daß die Entscheidung des Ober- Bollraths bedrängt wird, tritt der amtliche Anhalt. Staatsanzeiger" fräftig Sädingen von den Sozialdemokraten Schuhmacher Haug; in mit dem Wortlaut des Dingleygefeges in Einklang steht. ein. Die Tante Boß" jammert, daß derartige amtliche Empfehlungen Sarlsruhe Bruchsal von den Nationalliberalen Rechtsanwalt in Preußen bisher unbekannt sind. Wir bezweifeln, daß eine solche Schneider. Empfehlung Herrn Rösicke förderlich sein wird. " König Stumm steigt zum Volke herab. Erklärung. Gegen den Prämienzucker haben die Vereinigten Ueber die neuen kanabischen Zuderzölle scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein. Die Regierung schlug 25 pet. Im 1. oldenburgischen Wahlkreis will der Bund der Ermäßigung für alle Buder aus Britisch- Westindien vor. Diese Landwirthe die nationalliberale Kandidatur des Dr. Semler unterstützen. Dasselbe soll im Wahlkreis Halle mit der Kandidatur des machten 1897 von 614 Millionen Dollars Einfuhr 423 333 Dollars In seinem absoluten Staat wird der Herrscher von Neunkirchen Herrn Dugend geschehen. In Zerbst wollen die Konservativen aus. Deutschland importirte dagegen für 2,39 Millionen Dollars, durch die Revolte des Bundes der Landwirthe schwer bedroht und und Nationalliberalen gleich im ersten Wahlgang für den Kommerzien so daß es an der Spize aller Lieferanten stand. geärgert. Ihm, dem alten Haudegen, der für jeden Junkerstreich zu rath Rösicke stimmen. Aus dem soeben in Brüssel veröffentlichten Notenwechsel zwischen haben war, der im Reichstage die wüthendsten Reden gegen die In Waldenburg wollen die Nationalliberalen gegen den den Regierungen von Belgien und England geht hervor, daß mit Sozialdemokratie hielt, versagt man die Gefolgschaft. Zwar Kompromißkandidaten eine eigene Kandidatur in Herrn Dr. Kauf- Ausnahme Zwar Kompromißkandidaten eine eigene Kandidatur in Herrn Dr. Kauf- Ausnahme von Frankreich sämmtliche Staaten hat er für sein Vorgehen bei Abschluß der Handelsverträge mann aufstellen. sich bereit erklären, die 8uderprämien völlig au fängst Buße gethan und den Rebellen vom Bund der beseitigen. Landwirthe angekündigt, daß er für höhere Getreidezölle votiren Wir werden um Aufnahme nachfolgender Erklärung erwerde, aber den Unersättlichen genügt das nicht, sie wollen einen lamm sucht: frommen Zögling der Agrarier haben. Zwei von den Verwegenen, die Der Vorwärts" hat bereits in seiner Donnerstags- Nummer be es wagten, gegen des Fabrikherrn angestammte Herrschaft aufzuzug genommen auf einen frechen ehrabschneiderischen Angriff, den die treten, haben bereits ihr frevelhaftes Beginnen aufgeben müssen." Stegliger Zeitung und Südender Tageblatt" gegen mich verIm Wahlkreis wagt wohl niemand aus dem Bürgerthum gegen den öffentlichte und in dem es unter anderem hieß: Allgewaltigen die Kandidatur aufrechtzuerhalten, man mußte sich deshalb Daß ich von der Armee die unglaublichsten Dinge behauptet, aus Halle einen Bundeskandidaten verschreiben lassen. Landesdirektor so daß in einer anderen Partei ich wegen meiner wahrheitswidrigen Grönert will den Strauß mit dem Herrscher von Neunkirchen ausfechten. Gesinnung längst unmöglich geworden wäre." In einigen Versammlungen hat Herr Crönert bereits eine ganz günstige Aufnahme zu verzeichnen gehabt. Die von Stumm subbentionirten Zeitungen sind entrüftet Stumm aber will um sein Mandat kämpfen, er wird in höchst eigener Person zum Bolle herabsteigen und in zwei Versammlungen zu den widerspenstigen Wählern sprechen. Es scheint etwas zu wackeln in der alten Beste des Obersten der Schlotjunker. " Die Einigkeit der Antisemiten. 9 M Und weiter: " Daß ich, der ich für die Wahrheit fechte, es fertig gebracht einen Falscheid vor Gericht abzulegen, so daß ich schon mit einem Aermel das Zuchthaus gestreift." " Aus Italien liegen heute die folgenden Nachrichten vor: König Humbert hat in Anerkennung der an den Sißen mehrerer Armeekorps veranstalteten Hilfsthätigkeit zum besten der bedürftigen Familien der zu den Waffen wieder einberufenen Mannschaften dem Kriegsminister 100 000 Frants überwiesen als Beitrag seiner selbst und der königlichen Familie. Auch die Regierung hat beschlossen, die genannten Familien ihrerseits zu unterstützen; die bezüglichen Maßregeln sind bereits in Vorbereitung. Der Stalie" zufolge wird das Parlament zwischen dem 6. und 10. Juni ein berufen werden. Dentsches Reich.. Der Aufruf ist gezeichnet von Herrn Karl Sedlaket. Das dürfte zu öffentlich zu erklären, daß ich sowohl den Werfaffer jener Der Finanzminister führte persönlich den Vorstz, von seinem feiner Charakterisirung genügen. Vergessene Reichstagswähler. A. Bebel. Rudini will sofort provisorische Sechszwölftel! fordern. Sollte die Kammer diese verweigern, so würde das Parlament aufgelöst Dieser Schmähartitel scheint fast gleichlautend der gesammten und die Neuwahlen für den Oftober ausgeschrieben werden. Bresse im Wahlkreise Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg zur In Süditalien gährt es noch immer. Man befürchtet neue Unruhen. Veröffentlichung zugegangen zu sein, wie ich aus der mir ferner zugesandten freisinnigen Friedenauer Zeitung" vom 17. Mai Zum Kampf gegen die Großbazare. Die am Mittwoch Die Allgemeine antisemitische Vereinigung Deutschlands" ver- und dem konservativen Teltower Kreisblatt" vom 19. Mai ersehe, öffentlicht trotz des parteiamtlichen Aufrufes der Deutsch sozialen welche fast wörtlich dieselben ehrabschneiderischen Angriffe gegen mich im Finanzministerium abgehaltene Konferenz zur Berathung über die Entlastung der Kleingewerbe beziehungsweise Reformpartei einen Wahlaufruf im Deutschen General Anzeiger". enthalten. Es drängt mich, diesem schamlosen Preßpiratenthum gegenüber Besteuerung der Großbazare währte über vier Stunden. Artikel wie die Redaktion der Blätter, die die Ministerium waren noch die Herren General- Steuerbirektor Burgfelben aufnehmen, für elende Buben und Ver- hardt und die Herren Geheimen Ober- Regierungsräthe Dr. Struz Der Ort Ober- Schöneweide( an der Oberspree, Kreis Nieder- leumder ansehe, für die es nur eine angemessene Büchtigung und Jungt zugegen. Ueber den Gang der Verhandlungen wünschte barnim) ist erst mit dem 16. März dieses Jahres eine selbständige giebt und zwar die mit der Hundepeitsch e. der Minister keine Veröffentlichungen vor Erscheinen des offiziellen Gemeinde geworden. Wohl infolge dieser Neuerung ist vergessen, in Berlin, den 19. Mai 1898. Berichts. Als greifbares Ergebniß fann vorläufig festgestellt werden, dieser Gemeinde, die erst gestern ihre Vertretung gewählt hat, Reichstags- Wählerlisten auszulegen. Es ist nunmehr der Landrath Beit verlassen muß, bitte ich die Parteigenossen des Teltow- Beeskow- Gewerbesteuer- Ordnungen vorzugehen, die den Wünschen der Klein Nachschrift. Da ich wegen der Wahlagitation Berlin auf einige daß der Finanzminister dringend den Kommunen einpfahl, ohne an der Hand des Kommunalabgaben- Gesezes mit Erlaß von als Wahlkommissar gebeten, schleunigst die Auslegung der Wähler Storfow- Charlottenburger Wahlkreises weitere Angriffe jenes geg- Gewerbesteuer- Ordnungen vorzugehen, die den Wünschen der Kleinlisten für die bereits etwa 3000 Einwohner zählende Gemeinde ver- nerischen Preßgesindels gegen mich gebührend zurückzuweisen. Das v. Brodhausen war zur Vertretung der von ihm so geförderten gewerbetreibenden Rechmung tragen. Landtags Abgeordneter anlassen zu wollen. weitere werde ich später besorgen. Angelegenheit persönlich erschienen, die Kommune Berlin war durch Gedruckte Wählerlisten. Stadttämmerer Maaß, die Städte Köln, Frankfurt, Breslau und Magdeburg durch ihre Oberbürgermeister vertreten. Als Sach verständige waren unter den vom Bunde der Handel- und Gewerbes treibenden Vorgeschlagenen geladen: Kommerzienrath Lissauer, E. Finsterbusch, M. Holzapfel, Wäschehändler Leder mann und Zigarrenhändler Scheuermann, seitens des Zentral verbandes deutscher Kaufleute Herr Ernst Grote Hannover und seitens des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller Geh. Nath Goldberger und B. W. Vogts erschienen. Von zuverlässiger: Seite wird versichert, daß der Finanzminister sich der Sache der: Kleingewerbetreibenden warm und nachdrücklich annimmt. Das Kreisblatt für Gießen veröffentlicht die Liste der in der Stadt Gießen wahlberechtigten Personen. Von der Agitation. Wahlpfiffe. Sammelpolitit. ( Bum 16. Juni.) Wenn der Junker Sammlung bläft, Bolt, so folge seinem Blasen! Komm von Ost und konum von West, Aus den Gruben, von den Straßen Zu dem großen Junifest! Laß das Reden, Schimpfen, Stammeln! Nimm den Zettel fest zur Hand! Laß zu Tausenden Dich sammeln Und erlöse von den Drohnen Die geknechteten Millionen Und das ganze Waterland! # Ja, wenn die Kleingewerbetreibenden nothleidende Junker wären, hätte diese Versicherung einen Werth, so werden sie wenig Trost aus den Sympathien des Herrn v. Miquel schöpfen. Konferenz wegen des Reichsversicherungs- Gesehes. Nach Im Wahlkreis Kalau udau referirte am Sonnabend Genoffe Georg Ledebour in Kirchhain. Am Montag sprach Genosse Gerisch in Fürstenwalde vor einer Versammlung, die von 700 Personen besucht war. In Forst i. 2. fand am Dienstag eine gut besuchte Versammlung statt, in der Genosse Keßler referirte. In Bremen tagte am Dienstag Abend eine freifinnige Versammlung, in der Herr Frese sich den Wählern vorstellte. Die Versammlung war überaus stark besucht, es mögen wohl über 4000 Personen theilgenommen haben, nur waren die Parteifreunde des Herrn Frese sehr spärlich erschienen, um so zahlreicher hatten aber unsere Parteifreunde sich eingestellt. Nach dem Referat nahm unser Parteigenosse Ebert das Wort, der unter lebhafter dem die Grundzüge" für den Entwurf zu einem ReichsversicherungsZustimmung eine treffende Kritik an der freisinnigen Partei übte. Geseze nach Anhörung der Begutachtung der Sachverständigen fich Die Versammlung ist ein gutes Omten für den 16. Juni. das sei zu einem Gesezentwurf ausgereift haben, findet, wie wir aus der Im Landsberg Soldiner Wahlkreis hat der Wahl- nach wie vor unsere Losung( Bravo!) Wer aber ist das Vaterland?" Franks. 8tg." ersehen, im Reichsamt des Innern am 20. ds. Mts. tampf begonnen. Bündler, Nordöstler, Freisinnige und Sozialdemo- Meine Herren! Das sind wir!( Sehr richtig!) Haben wir also und an den folgenden Tagen eine Konferenz mit Sachverständigen fraten haben ihre Flugblätter ins Land geworfen und halten Ver- Brinzipien nöthig? Nein; schon der Lateiner sagt: principiis statt, um noch einige Fragen technischer Natur zu erledigen. Der sammlungen ab. Leider stehen unseren Genossen Säle so gut wie obsta, das heißt: laß Dich nicht auf Brinzipien ein! Und als Streis der zu dieser Konferenz eingeladenen Sachverständigen ist ein gar nicht zur Verfügung und müssen wir die gegnerischen Ver- die Vertreter der Bildung, wie sie auf unseren klassischen Gymnasien sehr begrenzter. Ueber die Veröffentlichung des Gesezentwurfes ist fammlungen für uns ausnutzen. Am Sonntag sollte hier Dr. Hahn gepflegt wird, haben wir diesen Rath, so lange wir bestehen, stets zur Beit noch feine Bestimmung, getroffen worden. Es liegt in der vom Bund der Landwirthe sprechen, doch war derselbe verhindert aufs peinlichste befolgt. Wir waren hintereinander Freihändler und Abficht der Reichsregierung, die Angelegenheit möglichst zu be und an seiner Stelle vernichtete ein Herr Herr Lehmann Schußzöllner, Beschüßer der Industrie und Freunde der Landwirthschleunigen. Aus einer nationalliberalen Wahlkede. Meine Herren! Das Vaterland, nicht die Partei " aus Berlin die Juden, Freisimmigen und Sozialdemokraten, die schaft, atheistische Kulturkämpfer und muderische Betschwestern, je Noch weitere Kleine Mittel für die nothleidende Land. an dem ganzen Jammer auf der Welt allein schuld seien. Darum nachdem es Bismard haben wollte, und jezzo, da Miquel, der es wirthschaft. Das Kriegsministerium- d. b. au deutsch in diesem Falle die armen Steuerzahler,- soll fünftighin das für die Proviant- 166 Offiziere des neuformirten 11. und 12. ostsibirischen Schüßen-| Kampf den äußeren Feind den Arbeitern, Farmern ämter erforderliche Getreide nicht nach den Marktpreisen, sondern nach bataillons von Odessa nach Ostasien abgegangen. Gleichzeitig und anderem„ vaterlandslosen Gefindel" und sparen sich den von der Zentralnotirungsstelle der preußischen Landwirthschafts- ging der Dampfer der Freiwilligen- Flotte Wladimir" nach dem für den Kampf gegen den inneren Feind auf, das tammer, also einer Agrarier- Organisation, ermittelten Preisen ein- Often ab mit 30 Offizieren, 487 Refruten," 11 älteren Soldaten, heißt gegen streifende Arbeiter oder ähnliche Verbrechen an taufen! 65 Kriegsmatrosen und 130 Reservisten speziell für Wladiwostok. der Majestät des Heiligen Eigenthums. Beiläufig sehr bezeichnend 3 pCt. Verzinsung der Darlehen auf in Lagerhäusern hinter- In Tashkent beim Stabe des turkestanischen Militärbezirks für den Patriotismus der Bourgeoisie, die überall dieselbe iſt. Tegtes Getreide verlangen einige Landwirthschaftskammern in einer find Lehrkurse für die hindostanische Sprache eröffnet worden, Eingabe an den Finanzminister. Ein so niedriger Zinsfuß für derartige an denen 14 Offiziere theilnehmen.Darlehen entspricht jedenfalls nicht der Marktgewohnheit, doch Aus= nahmegefeße zu eigenem gunsten find den Agrariern ebenso dringend wie Ausnahmegeseze gegen die Arbeiter. Deutsch: chinesischer Vertrag. Die Ratifikationen des am 6. März d. J. in Pefing unterzeichneten deutsch- chinesischen Ver: trages betreffend die Kiautschou- Bucht sind am Donnerstag im Auswärtigen Amte zwischen dem Staatssekretär von Bülow und dem chinesischen Gesandten Lii Hai Hwan ausgewechselt worden. Serbien. Die Urwahlen werden Belgrad, 20. Mai.( Voji. 3tg.") Die Stupschtina wird für den 22. Juni nach Nisch einberufen werden. nach der Zusammensetzung der Wahlausschüsse in den Landgegenden viele liberale Mandate ergeben. Türkei. Griechenland. vom Konstantinopel, 20. Mai. Gegen die Redakteure des Malumat" und des„ Moniteur oriental" wurden Attentate verübt. Ersterer Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Eine Majestäts- wurde verwundet. Die That dürfte einer Privatrache zuzuschreiben beleidigung hatte der Eisendreher Eichhorn in Chemnitz im März d. I. sein, aber nicht, wie verlautet, auf die jungtürkische Partei zurüd feinem Werkführer Franz Kragt nachgeredet. Er hatte erklärt,„ der- zuführen sein. selbe hätte im vorigen Jahre eine Majestätsbeleidigung begangen, und es wäre ihm ein Leichtes, ihn ins Gefängniß zu bringen." Aus Athen wirb Kragl, der sich unschuldig fühlte, verklagte deshalb den Eichhorn wegen 19. Mai berichtet: Die Gesandten Englands, Frankreichs und Die Räumung Thessaliens. Verleumdung. In der Verhandlung vor dem dortigen Amtsgerichte Rußlands theilten der griechischen Regierung in amtlicher Form mit, leugnete Eichhorn aber, und als drei seiner früheren Mitarbeiter daß die Auszahlung der Kriegsentschädigung an die Türkei in den unter Eid erklärten, daß er ihnen gegenüber die Anschuldigung vertragsmäßig festgesetzten vier Raten ant 15. Mai, am 25. Mai, ausgesprochen habe, erflärte Eichhorn, das sei ein Nache- Att 10. Juni und 10. Juli erfolgen werde. Die türkische Regierung sei gegen ihn. Der Werfführer Seragl sowohl wie die geugen dementsprechend angewiesen worden, daß die Räumung der letzten feien Sozialdemokraten, und weil er bon der SozialSozial- Bone Thessaliens am 10. Juli vollendet sein müsse. deshalb dies gegen ihn unternommen. Der Chemnizer Gerichtshof Griechen wieder besetzt. Die erste Bone Thessaliens ist bereits geräumt und von den war aber anderer Meinung und verurtheilte Eichhorn zu zehn Wochen Gefängniß und zum Tragen der Kosten. demokratie nie etwas habe wissen wollen, hasse man ihn und habe Asien. Der Leser kann nun aber die ganze Unehrlichkeit und Frivolität der militärischen Reklamemacher ermessen, welche die amerika= nische Miliz zu einer Miliz im sozialdemokratischen Sinne, wie sie in der Schweiz annähernd verwirklicht ist, umschwindeln. einigten Staaten und Großbritannien gestalten sich beständig herzlicher. Washington, 18. Mai. Die Beziehungen zwischen den Ver Die Reziprozitäts- Verhandlungen zwischen Washington und Baris sind gegenwärtig so gut wie suspendirt infolge der Erhöhung des französischen Bolltarifs für mehrere wichtige amerikanische Importprodukte, nament lich für Fleischwaaren. Das Staatsdepartement hat formell dagegen Protest erhoben. Die Haltung der französischen Regierung wird auf Sympathie für Spanien zurückgeführt. Andererseits nehmen die Reziprozitäts- Verhandlungen der Vereinigten Staaten mit England bezüglich der westindischen Inseln befriedigenden Fortgang, auch verhandlungen treten. dürfte Kanada bald mit den Bereinigten Staaten in Gegenseitigkeits( Siehe auch Korrespondenzen 1. Beilage 2. Scite.) Der Krieg. Einen nicht unerheblichen Erfolg haben die Spanier zu ver zeichen. Ihrer Flotte ist es gelungen, in Santiago de Kuba einzutreffen, ohne daß es der amerikanischen Flotte gelungen ist, die Afrika. Landung zu verhindern. Santiago de Kuba ist ein Hafenplatz an Wegen Majestätsbeleidigung ist ein Goldarbeiter - Aus dem Nigerwinkel. Aus Paris wird gemeldet: der Südostküste Kuba's, der Haiti und Jamaika am nächsten liegende Kerle in der Kattowitzer Herberge verhaftet worden. Seine Das Kolonialministerium erhielt eine Depesche, der zufolge eine Kleine Hafen. Der spanische Admiral Cervera muß außerordentlich geschickt Berufsgenossen(!) haben ihn denunzirt. französische Kolonne unter der Führung des Majors Pineau die manövrirt haben, daß er der ihn ganz in der Nähe auflauernden Gegen den Genossen Vogtherr schwebt ein Strafverfahren wegen Stadt Sitaso im Nigerwinkel besetzt hat. Bei der Einnahme amerikanischen Flotte ausweichen konnte. Den Spanien mußte es Majestätsbeleidigung und Ministerbeleidigung. Beide Delikte soll Sikasos fielen auf französischer Seite 2 Offiziere und etwa 40 juda- vor allem darauf ankommen, ihre Ladungen von Proviant und Vogtherr begangen haben anläßlich zweier Bersammlungsreden, welche neſiſche Schützen. Der Häuptling von Silaso und viele Eingeborene Munition, die in Havana sehnsüchtigst erwartet wurden, möglichst er im vorigen Jahre in Magdeburg hielt. Der Staatsanwalt ver- find gefallen. schnell und glücklich nach Kuba zu bringen, bevor die Amerikaner in fügte die Verhängung der Untersuchungshaft gegen Vogtherr, welche einer Seeschlacht dieses Beginnen erschweren konnten. Santiago de er mun angetreten hat, nachdem ein Kautionsangebot abgelehnt Shanghai, 18. Mai. Die Räumung Weihaiwei's hat gestern Stuba wurde von amerikanischen Schiffen beschoffen, die Festungswerke worden war. begonnen und dürfte gegen den 23. d. beendet sein. sollen angeblich schon arg beschädigt sein, die Amerikaner machten Kalkutta, 19. Mai. In den letzten beiden Tagen sind keine sich daran, die Kabel zu durchschneiden, die Insurgenten standen in neuen Cholerafälle vorgekommen. Die Sterblichkeit hält sich unter unmittelbarer Nähe der Stadt und waren bemüht, die Zufuhren abdem Durchschnitt; die Stadt gewinnt ihr gewöhnliches Aussehen zuschneiden. Als die spanische Flotte sich Santiago de Kuba näherte, eilten die amerikanischen Schiffe weg, sodaß Admiral Cervera bes zurück. Yokohama, 19. Mai. Der Landtag ist heute eröffnet worden. behaupten kann, die wichtige Hafenstadt entsetzt zu haben. Auch Der Kaiser verlas eine Thronrede, in welcher von dem bevorstehenden sonst haben die Amerikaner den vergeblichen Versuch gemacht, auf Infrafttreten der neuen Verträge gesprochen wird und die Unterthanen Kuba festen Fuß zu fassen, so in Guantanamo. In Havana ist der deutsche Kreuzer Geier" eingetroffen. aufgefordert werden, an deren Ausführung mitzuarbeiten. Gesetzentwürfe werden angekündigt betr. Revision des Wahlgesetzes und wegen Erhöhung der Steuern. Desterreich- Ungarn. Budapest, 18. Mai. In der Sizung des ungarischen MarineAusschusses besprach der Chef der Marinesektion Bize Admiral Frhr. v. Spaun von militärischen Gesichtspunkten aus die Wichtigkeit der Vorlage, speziell von demjenigen des Küstenschutzes. Um diesen wirkungsvoller zu gestalten, brauche die Flotte verschiedenartige Schiffe, Schlachtschiffe, Kreuzer, Torpedoflottillen, fleinere Torpedoboote von 600 Tonnen und Trainschiffe. Außerdem sei eine Wieder wird gemeldet, daß die amerikanische Jn. Flußflottille nöthig, die mit Monitoren ausgestattet werden müsse; vasion in dem kubanischen Gebiet bevorstehe. Wir von einer Kolonialpolitik sei keine Rede. Es handle sich nur um glauben nicht daran, der Zustand der amerikanischen Truppen, das: den Schutz der heimischen Küsten, namentlich um die Offenhaltung Das Verhältniß Japans zu England und den Vergelbe Fieber auf Kuba, die Verstärkung der spanischen Seemacht, der Adria und der an ihr gelegenen Handelsplätze. Was zunächst einigten Staaten. Aus Yotohama wird hierzu gemeldet: find Umstände, die alle dagegen sprechen. Ueber den Zustand der die Schlachtschiffe betreffe, so werde man sich mit Schiffen von Die japanische Presse spricht bei der Erörterung der Rede amerikanischen Truppen liegen folgende Nachrichten vor: 8000 bis 9000 Tonnen begnügen, ebenso mit Kreuzern von 6000 Chamberlain's die Meinung aus, die Zeit sei gekommen für Die Truppen in Tampa leiden fürchterlich durch Sonnenstiche Tonnen. Da in der Adria zudem große Stürme selten feien, genüge ein Bündniß mit England. Die zwei leitenden Blätter und Fieber; überdies mangelt es an Wasser. In Key West tostet die es auch, Hochsee- Torpedoboote zu bauen. Finanzminister v. Stallay schweigen jedoch bis jetzt über diesen Gegenstand.Flasche Wasser 2 M. fagt, es handle sich heute blos um die Beschaffung eines Schiffes. Der Londoner Daily Telegraph" meldet aus Tientsin vom Die„ Daily News" melden aus Washington: General Miles foll Delegirter Rosenberg Rosenberg legt folgenden Beschlußantrag bor: 17. d. M., Japan sei bereit, sich England zu einer bestimmten aktiven einem Freunde gesagt haben, die Armee sei für die Invasion nach Der Marine- Ausschuß votirt die außerordentlichen Ausgaben mit der Politit anzuschließen, die darauf berechnet sei, eine Kontrolle Stuba noch nicht geeignet. Viele harte Arbeit sei erforderlich, Bemerkung, daß diese Budgetposten ausschließlich die Kosten der zum über die Regierung in Beling auszuüben, die Einführung von che sie dazu bereitgestellt werden kann. Sie sei disziplinlos und zu Ersatz auszumusternder Schiffe zu beschaffenden zwei Schlachtschiffe Reformen in der chinesischen Verwaltung zu veranlassen. Nuß- napp an allem, was zur richtigen Ausrüstung für die Kampagne enthalten und nur als solche votirt werden. Bolgar meint, der land zurückzudrängen und China vor der Anarchie oder der nöthig sei. Das Rohmaterial könne nicht besser sein, aber meir Ausschuß tönne selbst die Kosten des für dieses Jahr eingestellten vollständigen Auffangung zu schüßen. Japan sei ferner bereit, als das sei erforderlich, um etwas Wirksames in Feindesland einen Schiffes nicht votiren; denn dies wäre ein Sprung ins Dunkle. 300000 Mann Truppen auf dem Festlande zu stationiren und außer- unter schlechten klimatischen Verhältnissen zu erreichen. Es Graf August Zichh wünscht wenigstens eine beruhigende Erklärung, dem mit seiner Flotte Beistand zu leisten. wird aber hart gearbeitet und in gegebener Zeit wird die daß keine weiterreichende Attion geplant ist. Vize- Admiral Spann Diese Mittheilungen sind jedenfalls mit größter Vorsicht aufzu- Armee im stande sein, die harte Kampagne zu beginnen. erklärt, eine Flottenvermehrung sei im Budget nicht enthalten, da der nehmen; zum theil 3. B. betreffs Stationirung von 300000 Mann General Miles firirte nicht den Zeitpunkt der Invasion, aber aus Schiffsbau nur den Ersatz untüchtig gewordener Schiffe bezwecke, so sind sie durchaus unglaublich. der ganzen Unterhaltung ging hervor, daß mehrere Wochen vers im ordentlichen Bedarf nur den Ersatz für die„ Fasana" und im Aus Washington wird vom 19. depeschirt: Der japanische gehen müßten, bevor die Volontärarmee marschbereit sei. außerordentlichen Bedarf den Ersatz für die Schiffe Prinz Eugen" Gesandte Hoshi besuchte gestern die Kabinetssekretäre Long und Alger, Stegenzeit würde dann ihren Höhegrad erreicht haben und der und„ Custozza". Der Ausschuß nimmt hierauf das Budget im all- um für die japanischen Vertreter die Erlaubniß zur Beobachtung der Präfident, der sich der unglaublich ungünstigen Position völlig bes gemeinen unter gleichzeitiger Annahme des Beschlußantrages Rosen- amerikanischen Kriegsoperationen zu erlangen und widerlegte hierbei wußt ist, wird schwerlich dem ungestümen Drängen des Volkes berg an. in aller Form das Gerücht, daß Japan gegen die Besetzung der Philippinen nachgeben. durch Amerita Einspruch zu erheben beabsichtige. Hoshi erklärte, Japan In den Neu Englandstaaten ist man noch immer sehr nehme natürlich an allem Intereffe, was die Philippinen betreffe, besorgt wegen der Gerichte, daß eine spanische Flotte vor der Küste da dort zahlreiche Japaner wohnen und die Infel geographisch mit lavire: dem japanischen Reiche in Verbindung stehe; Japan habe jedoch nicht die geringste Absicht bekundet, sich in die gegenwärtigen Ereignisse einzumischen. Eine Londoner Meldung des Bureau Herold" bringt eine ganz entgegengesetzte Auffassung der Situation zur Geltung. Danach will man im Auswärtigen Amt bestimmt wissen, daß Rußland und Japan gegen eine Annerion der Philippinen durch Amerika energisch protestiren werden. " V In der Spezialdebatte erklärt auf eine bezügliche Anfrage der Vize- Admiral Spaun: Die Ereignisse im fpanisch- amerita nischen Kriege werden jedenfalls sehr wichtige und interessante Lehren und Erfahrungen für die Kriegsmarine enthalten; es sind deshalb Dispositionen getroffen, daß kurz vor Ausbruch des Krieges ein Offizier eines in Halifar sich aufhaltenden Schulschiffes der Washingtoner Gesandtschaft zu sorgsamer Verfolgung der Ereignisse auf dem Meere zugetheilt wurde. Der Ausschuß votirt sodann den Voranschlag auch in seinen Details, worauf der Präsident die Sigung schließt. das von Amerika. Die Neun Kriegsschiffe, von denen man glaubt, daß sie spanische seien, passirten heute die Küste von Neu- Schottland. Die Ansicht, daß diese Schiffe spanische seien, scheint eine hier eingetroffene Privats bepesche, nach welcher von Cadiz kommende spanische Kohlenschiffe auf der Höhe von Miquelon und St. Pierre angekommen find, zu bestätigen. Man glaubt in Kanada, daß die Schiffe die Städte und Häfen der atlantischen Küste Amerita's angreifen werden. " " Belayo"," Carlos Quinto", den Kreuzern" Patriota"," Rapido", Alfonso Doce", Antonio Lopez", drei Torpedobootjägern und dem Aviso Giralda" zuſammengesezt sein. Ein weiteres Reserve geschwader, bestehend aus den Schiffen„ Victoria"," Numancia" Alfonso Trece" und" Lepanto" wird sofort gebildet werden. Budapest, 20. Mai. Der Marine Ausschuß der un Nach einer Depesche der„ Evening World" aus Washington soll garischen Delegation nahm in seiner heutigen Sitzung eine Marinesetretär Long die Nachricht erhalten haben, das spanische Resolution an, in welcher die Marineleitung aufgefordert wird, die ungarische Industrie stärker, wenn möglich entsprechend der ungari Reklamemacher für den Militarismus ergreifen jede Gelegenheit, um Etwas von der amerikanischen Miliz. Unsere geschäftlichen Geschwader nähere sich der Ostküste. In bezug auf die Philippinen wird gemeldet: fchen Beitragsleistung zu den Marinekosten, bei den Lieferungen zu dem Bublifum etwas vorzuflunkern. Ueber die Zahl der amerikanischen Truppen, die demnächst nach Der Umstand, daß die betheiligen. Im Laufe der Debatte versprach Bizeadmiral Freiherr amerikanische Miliz in dem jetzigen Krieg nicht verwandt wird und den Philippinen gehen sollen, schwanken die Meldungen zwischen v, Spain, nach Thunlichkeit die Betheiligung der ungarischen In1500 und 30 000. Von Spanien sollen demnächst 11 000 Mann nicht verwandt werden fann, wird als Argument gegen dustrie zu erhöhen. Der dem Ausschusse vorgelegte Bericht des Wie Unterausschusses stellt fest, daß die Betheiligung der ungarischen für den Militarismus benutzt. der Sozialdemokratie empfohlene Milizsystem und nach den Inseln im Stillen Ozean befördert werden. die Madrider Blätter melden, ist die Abfahrt des unter " Wäre die Miliz für den Industrie bei den Marinelieferungen nur 12,3 pet. betrage. In Ernstfall zu gebrauchen, so hätten die Amerikaner sofort eine er dem Oberbefehl des Admirals Camara stehenden Gea diesem Berichte wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß mit der brückende Kriegsmacht nach Ruba schiden und den Krieg mit einem schwaders nahe bevorstehend. Dasselbe soll aus den Panzerschiffen geplanten Errichtung einer Schiffsbananſtalt in Fiume die Betheili- Schlage beendigen können"- so wird uns von den Reklamemachern gung der ungarischen Industrie sich von selbst erhöhen werde. vorgeredet, die, gleich anderen Reklamemachern auf die Dummheit Budapest, 18. Mai. Der Budgetausschuß der öster- und Unwissenheit spekuliren. Die Herren machen sich mit diesem reichischen Delegation nahm nach längerer Debatte, in Argument eines Wortspiels schuldig, das auf eine gemeine deren Verlauf die Minister Graf Goluchowski und Frhr. v. Krieg als hung hinausläuft. Die amerikanische Miliz und die Miliz Hammer vertrauliche Aufklärungen gaben, den Nachtragskredit von der Sozialdemokratie haben gerade so viel und so wenig mit Die Madrider Presse tadelt heftig das Verhalten des Gous 30 Millionen Gulden mit 14 gegen 3 Stimmen an. einander gemein, wie ein deutscher und ein englischer Schuhmann. verneurs von Hongkong, weil derselbe den amerikanischen Schiffen Budapest, 18. Mai. Abgeordnetenhaus. Franz Sie haben nur den nämlichen Namen. Die amerikanische Milig gestattete, sich daselbst zu verproviantiren und weil er die Abfahrt Kossuth meldet folgenden Antrag an, betreffend den 30 Millionen entspricht unserer ehemaligen Bürgerwehr, und entbehrt jeder ber Insurgentenführer nicht untersagte. Ebenso wundert man sich Nachtragskredit des Kriegsministeriums: Das Haus möge die militärischen Ausbildung. Die Regimenter sind nicht nach einem über das Verhalten Englands, welches dem nicht entgegentrat, daß Regierung anweisen, bei der Zustimmung zur Verwendung einheitlichen Plan formirt, sondern nach Willkür und Laune zu- die Amerikaner das tubanische Kabel zerschnitten. Von den weiteren Meldungen aus Washington ist noch zu ver Nachtragskredites die tonstitutionelle Form einzuhalten, fammengesetzt, sodaß in den einzelnen Regimentern Reiche mit und seine Mißbilligung darüber ausdrücken, daß die Reichen zusammen sind, mittlere Leute mit mittleren Leuten zeichnen, daß die bisher getrübten Beziehungen zwischen der Union Regierung gegenüber dem 30 Millionen Nachtragskredit dies unter gerade wie bei der alten Bürgerwehr und Nationalgarde. Die Ver- und Frankreich sich bessern und die mit England herzliche werden. lassen. Der Antrag wird am Freitag begründet werden. fassung schreibt die Uebung im Waffengebrauch und die Etwas mysteriös flingt die folgende Washingtoner Depesche: Graf Apponyi bringt eine Interpellation ein, darüber, ob die allgemeine Wehrhaftigkeit vor, allein es besteht keinerlei Der Senator Spuller hat die Gesezentwürfe, welche die Kriegs Regierung beabsichtige, noch in dem gegenwärtigen Reichstage Gefeß- Heeres organisation, wie die Schweiz sie hat, und fosten betreffen, im Senat besprochen und dabei bemerkt, daß der entwürfe über eine Reform des Wahlgesetzes und über die ein jeder fann sich ein Regiment aussuchen. Militärische Krieg mit Spanien nicht von langer Dauer sein werde, daß aber Gerichtsbarkeit des obersten Gerichtes in Wahlangelegenheiten einzu Kontrolle besteht nicht. Die ganze Sache ist Amerika demnächst einen viel längeren Krieg mit einer viel stärkeren bringen der Art, daß diese Geseze noch vor den allgemeinen Wahlen Spielerei ausgeartet. Für den Ernstfall dient das stehende Seemacht zu führen haben werde. in fraft treten. Heer, das aber so klein ist, daß es blos für die Kämpfe mit den Die spanische Ministerkrisis ist zwar gelöst, fie tann Graz, 18. Mai. Degradation bon Referve Offi- Indianern und den nothwendigen Grenzdienst zc. ausreicht. Sind aber jeden Augenblick wieder ausbrechen, da der designirte Minister zieren. Mit großer Bestimmtheit tritt hier das Gerücht auf, daß größere Truppenmassen nothwendig, so muß eine neue Armee gedes Auswärtigen, der bisherige Botschafter in Paris Leon Castillo, bie militärgerichtliche Untersuchung gegen 47 Reserve- Offiziere wegen haffen werden. Und das geschieht jetzt, wie es im Strieg gegen fich weigert, das Portefeuille zu übernehmen. Theilnahme an den November- Demonstrationen gegen Badeni beendigt die Südstaaten geschah. In der Schweiz hätte die Bundesregierung einen Theil der Miliz aufzubieten. sei und daß sämmtliche Beschuldigten der Offizierscharge verlustig nur nöthig gehabt, gingen. Sie sollen als Soldaten in die Reserve eingereiht werben. Das geht in Amerika aber nicht, wo die Wiliz nur am Letzte Nachrichten und Depelihen. England. des zur 4 Personen werden vermißt. Siz der Truppe, und blos im Fall eines Angriffs von außen oder Kattowik, 20. Mai.( W. T. B.) Heute Abend stürzte in der gegen den inneren Feind verwandt werden darf. Da der London, 20. Mai. Die" Times" melden: Ein Anfall von Milizdienst für die Arbeiter zu zeitraubend und kostspielig ist, so Gothestraße ein drei Stock hoher Neubau in Trümmer; bisher sind Influenza hat die Gesundheit Balfour's ernstlich erschüttert haben die Arbeiter- Milizregimenter so gut wie teine lebungen und Schwerverletzte aus demselben hervorgezogen worden, Mehrere und eine Schwäche des Herzens verursacht, welche jede geistige und bestehen nur auf dem Papier. Muchsen sich die Arbeiter wie voriges förperliche Anstrengung verbietet. Balfour verließ gestern Abend Budapest, 20. Mai.( W. T. B.) In der heutigen Plenar das Unterhaus in einem Zustande, welcher der Erschöpfung nahe tam Jahr bei Pittsburg, so werden die bürgerlichen Miliz- Regimenter verhandlung der ungarischen Delegation wurde der Voranschlag des Salisbury iſt arbeitsmüde, fein getreuefter Anhänger im Stabinet einberufen und zur Niederschießung der Arbeiter benugt. Bei Ausbruch des jezigen Krieges erließ erließ die RegieMinisteriums des Auswärtigen und des gemeinsamen Finanz Balfour auch, nur der Salisbury unbequemste Kollege Chamberlain eine rung Anfrage alt die Miliz Regimenter, fie ministeriums angenommen. ist von unermüdlichem Eifer und Ehrgeiz. eventuell zum Kriegsdienst bereit seien. Die meisten Regimenter New- York, 20. Mai.( W. T. B.) Bei den Wirbelstürmen, gaben bejahende Antwort. Allein gerade die feinsten" Regimenter, welche am letzten Mittwoch in Jowa, Illinois und Wisconsin. Petersburg, 19. Mai. Wie Odessaer Blätter melden, sind an die, in welchen die Blüthe der Bourgeoisie sich zusammengeschaart herrschten, sollen 70 Personen umgetommen sein. Es steht fest, daß Bord des deutschen Dampfers Scandia" 1826 Untermilitärs und hat, I ehnten ab. Diese patriotischen Herren überlassen den wenigstens 42 Personen getödtet wurden. Verantwortlicher Redakteur: Ananft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th, Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Rußland. " 3 ob Hierzu 2 Beilagen. Nr. 117. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 21. Mai 1898, Mitbürger, Arbeiter, Handwerker! Seht die Reichstagswähler- Listen nach! Die Listen liegen nur bis zum Mittwoch den 25. Mai aus und zwar außer im städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Tr., noch an folgenden Stellen: für den I. Wahlkreis in der Turnhalle der 21./24. Gemeindeschule, Hinter der Garnisonkirche 2; für den II. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 21 bis 780 und 114 bis 117 und zwar: a. für die Stadtbezirke 21 bis 30 und 50 bis 73 in der Turnhalle der 101./169. Gemeindeschule, Tempel Hofer Ufer 2, b. für die Stadtbezirke 31 bis 49 in der Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetzstr. 79, c. für die Stadtbezirke 74 bis 78C und 114 bis 117 in der Turnhalle der 83./93. Gemeindeschule, Dieffenbachstr. 60/61; für den III. Wahlkreis in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstraße 38; 88 bis 94 und für den IV. Wahlkreis a. für die Stadtbezirke 83, 84 und 95 bis 109 in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, Staligerstraße 55/56; b. für die Stadtbezirke 85, 86, 110 bis 113 B und die angrenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der 145./151. Gemeindeschule, Reichenberger Straße 131/132; c. für die Stadtbezirke 145 bis 159, 162 bis 165 und 182 bis 188 in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußberger- Straße 9; d. für die Stadtbezirke 160, 161, 166 bis 181 und 189, bis 191 und die angrenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der 81./109. Gemeindeschule, Tilsiterstraße 4/5; für den V. Wahlkreis in der Turnhalle der 8./63. Gemeinde schule, Gipsstraße 23 A; für den VI. Wahlkreis a. für die Stadtbezirke 218 bis 226 und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule, Schönhauser Allee 166 A, b. für die Stadtbezirke 227 bis 280 und 251 bis 258 in der Turnhalle der 182./142. Gemeinde schule, Demminerstraße 27, c. für die Stadtbezirke 259 bis 278 int der Turnhalle der 17. Gemeindeschule, Acker= straße 67, d. für die Stadtbezirke 285 bis 287 und 298 bis 304 und einen Theil vom 282. Stadtbezirk in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmstraße 86, e. für die Stadtbezirke 288 bis 297 in der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Thurmstraße 75, f. für die Stadtbezirke 305 bis 326 B in der Turnhalle der 118./127. Gemeindeschule, Pantstraße 8. Der Wähler, welcher die Listen nachsicht, muß fich mit einem Legitimationspapier versehen, und in dem Falle, deß fein Name in der Liste fehlt, von dem zu diesem Zwecke im Bureau stationirten Beamten seine Aufnahme in die Wählerlifte protokollarisch feststellen lassen! Für solche Wähler jedoch, denen es an Zeit und Gelegenheit fehlt, selber die Listen zu kontrolliren, haben sich in den verschiedenen Wahlfreisen eine Anzahl Parteigenossen bereit erklärt, dieses zu besorgen. Die in betracht kommenden Wähler werden ersucht, zu einer beliebigen Tageszeit sich mündlich oder schriftlich an die nachstehend verzeichneten Personen zu wenden: Wollinerstr. 9. Geisler, Veteranenstr. 4. Grävenit, Putbuserstr. 24. bureau, Feurigstraße, von 9-3 Uhr. Wer verhindert ist, wolle sich Herrmann, Putbuserstr. 45. Hoffmann, Lorgingstr. 14. Hoppe, bis Sonntag Vormittag 10 Uhr in den Listen einzeichnen, welche in Ackerstr. 145. Grelack, Brunnenstr. 44. Jungnick, Hussitenstr. 6. den Lokalen, wo der„ Vorwärts" gehalten wird, und in den Kirschkowsky, Brummenfir. 168. Krone, gionsfirchplay 5. Maaß, Zigarrengeschäften von Ost, Dippelstraße, und Kohl, Herderstraße, Brunnenstr. 96. Reimann, Putbuserstr. 30. Rosin, Ruppinerstr. 42. ausliegen. Alle Anfragen, die Wahl betreffend, find an Suderow, In Wigel, Swinemünderstr. 88. Gnadt, Swinemünderstr. 45. Lorenz, Schildhornstr. 73, und an Mohr, Düppelstr. 8, zu richten. Voltastr. 42. Klose, Hutgeschäft, Anklamerstr. 41. Märker, Brunnen- Baumschulen weg können die Wähler sich beim Vertrauens straße 122. Rehfeld, Brunnenstr. 57. Winkelmann, Ackerstr. 154. manu P. Krels, Baumschulstr. 32, davon überzeugen, ob sie in der Neumann, Brunnenstr. 150. Wählerliste eingetragen stehen. Gesundbrunnen. Abendroth, Badstr. 42. Bersch, Drontheimerstr. 1. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. Gaßmann, Grünthalerstraße 65. Kerfin, Paulstraße 32 a. Pietsch, Soldinerstraße 96. Schmidt, Hochstr. 32 a. Tenne, Prinzen- Allee 30. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Völkel, Restaurateur, Borsigstr. 25. Schulz, Restaurateur, Borsigstr. 24. Joseph, Produktenhändler, Ticdstr. 35. Thomas, Restaurateur, Gartenstr. 152. Czechowski, Zigarrengeschäft, Gartenstr. 44. Bloßfeld, Suffitenstr. 21, Laden. Walter, Bigarrengeschäft, Hussitenstr. 35. Nauen, Hermsdorferstr. 11. Knappe, Gartenstr. 165. Brüchner, Gartenstr. 63. Pflug, Ackerstr. 104. Knappe, Feldstr. 4. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Diefe, Aderstr. 123. Schulz, Schwarzkopffstr. 11. Spede, Chauffeestraße 85, Quergeb. 3 Tr. Jennrich, Boyenstr. 38. Giesel, Boyenstr. 40. Mazanke, Kolbergerstr. 16. Bösice, Tegelerstr. 26. Tauschel, Wiesenstraße 29. Meyer, Reinickendorferstr. 57b. Bergmann, Pasewalkerstr. 3. Waschowski, Antonstr. 17. Gleinert, Müllerstr. 7a. Krawczad, Müllerstr. 159 a. Doye, Müllerstr. 38 a. Dobat, Sellerstr. 3. Götting, Gerichtsstr. 72. Bröfice, Triftstr. 26. Kuschel, Wiesenstr. 15 v. III. Schröder, Wiesenstr. 39. Guifffe, Schulstr. 64. Jonas, Bigarrengeschäft, Fennstr. 44. Pinkernelde, Müllerstr. 114. Schwarz, Müllerstr. 1a. Außerdem liegen in den bekannten Geschäften Listen zum Einzeichnen für diejenigen aus, welche verhindert sind, persönlich sich davon zu überführen, daß sie in der Wählerliste eingetragen sind. rich, Moabit. Gruß, Beusselstr. 42. Reufer, Beusselstr. 23. Gresse, Veusseistr. 17. Tilesius, Beusselstr. 50. Nowe, Veusselstr. 62. Fischer, Beusselstr. 64. Fischer, Veusselstr. 9. Döring, Thurmistr. 72. Engel, Alt Meabit, Ede Gotzkowskystraße. Schäfer, Alt Moabit 53. tostockerstr. 47. May, Rostockerstr. 12. Wendt, Rostockerstraße, Ede Wittstockerstraße. Fabra, Waldstraße 57. Beier, Bredowstr. 11. Kern, Stromstr. 47. Buttgereit, Stromstr. 6-7. Pfarr, Buttligstraße 10. Perschke, Bechstein, Salzwedlerstr. 16. Nick, Bremerstr. 47. Havelbergerstr. 37. Faber, Stephanstr. 11. Hube, Kirchstr. 27. Serbst, Heidestr. 58. Nigbur, Lehrterstr. 44. In Charlottenburg liegen die Listen in der angegebenen Zeit für den Stadtfreis im Statistischen Amt, Berlinerstr. 77, 1 Tr., von vormittags 9 1hr bis nachmittags 3 Uhr, jedoch Sonntag, 22. Mai, nur von vormittags 9 1hr bis nachmittags 1 1hr, zu jedermanns Einsicht aus. Parteigenossen, welche keine Zeit haben, die Wählerlisten nachzusehen, können sich bei folgenden Personen melden: Dörre, Krummeftr. 19. Sellin, Wilmersdorferstr. 115/116. Leder, Bismarcktraße 10. Prestel, Csnabrüderstr. 1. Hermerschmidt, Kaiserin Augusta straße 74. Gimpel, Osnabrückerstr. 28. Pommerening, TaurogenerAllee 20. Baasche, Potsdamerstr. 44, Worgenroth, Chriftstr. 20. Diedfach, Wilmersdorferstr. 38a. Kant, Pestalozzistr. 65. Krause, Kantstr. 94. Kolbo, Grünstr. 12. Labs, Wilmersdorferstr. 72. Scharnberg, Schillerstraße 94. Böhland, Schillerstr. 94b. Betric, Goethestr. 33. Batsch, Sesenheimerstr. 1. Wille, Wallstr. 68. Beyer, Wallstr. 96. Hohmith, Röhr, Goethestr. 67a. Meißner, Schlüterstr. 9. Strummeftr. 41. Röhr, Goethestr. 67a. Röttger, Leibnitftr. 3. Siegerist, Englischestr. 9. Fischbach, MarchStraße 24. Bredlow, Augsburgerstr. 78. Karg, Ansbacherstr. 54. 26. Mai im Amtsgebäude, Berlinerstr. 62, 1 Tr., Zimmer 38 In Rigdorf liegen die Wählerlisten aus vom 18. Mai bis ( Sigungsjaal), von morgens 9 1hr bis 9 Uhr abends und am Sonntag den 22. Mai von früh 9 Uhr bis 1 Uhr mittags. Für diejenigen, welchen es an Zeit fehlt, die Listen selber nachzusehen, geben wir folgende Parteigenossen bekannt, welche bereit sind, für dieselben Einsicht in die Listen zu nehmen: Klein, Restaurant, Kaiser Friedrichstraße 236. Regerau, Zigarrengeschäft, Hermannstr. 50. Ostermann, Zweiter Wahlkreis. Für die Stadtbezirke 21 bis Parteispediteur, Erfstr. 6 II. Herrmann, Zigarrengeschäft, Kirchhof30 und 50 bis 73: J. Saß, Schankwirth, Markgrafenstr. 102. straße 1. Sy, Restaurant, Jägerstr. 69. Thomas, Restaurant, BergZubeil, Schankwirth, Lindenstr. 106. Kizing, Schantwirth, Belle- straße 162. S. Köpple, Restaurant, Karlsgartenstraße 1. Krüger, Alliancestr. 74. Lüdke, Schankwirth, Zoffenerstr. 10. Raumann, Materialwaaren, Prinz Handjerystr. 58. Wiegert, Restaurant, Hertha Schankwirth, Blücherstr. 42. Edhard, Schankwirth, Mariendorferstraße 1. Straße 5. Schröder, Zigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15. In Schöneberg im Feuerwehr Gebäude, Feurigstraße 63/64, Für die Stadtbezirie 31 bis 49: Autrid, Zigarren- 1 Tr., Zimmer 4, und zwar werktäglich von vormittags 8 bis geschäft, Steinmetzstr. 60. Faller, Schankwirth, Pallasstr. 10. nachmittags 3 1hr, am Sonntag, den 22. Mai, morgens von 8 bis H. Werner, Schankivirth, Bülowstr. 59. Für die Stadtbezirke 74 bis 78c und 114 bis 117: bis 91/2 Uhr. Versäume niemand, die Liste nachzusehen oder sie von Schonheim, Schandwirth, Gräfeftr. 8. P. Müller, Schankwirth, Gräfe- folgenden Personen nachsehen zu lassen: Obst, Grunewaldstr. 110; straße 31. Ewald, Schankwirth, Schönleinstr. 6. Lindemann, Schant- Schilling, Kyffhäuserstr. 16; Hauser, Sedanstr. 31; Weingart, Gustav Freytagstr. 7: Bäumler, Belzigerstr. 59, S. p.; wirth, Moritstr. 9. Erster Wahlkreis. Preuß, Neue Friedrichstraße 20. Glaue, Krausenstr. 18. Stockfisch, Holzgartenstr. 5. Sommer, Grünftr. 21. Karl Büttner, Charlottenstraße 24, 4 Tr. Mörschel, Jüdenstr. 35. Schmidt, Flensburgerstraße 24( Hansaviertel). Jegliche Auskünfte über die Wahlen werden bei Mörschel, Jüdenstr. 35, ertheilt. Zur Die Auslieferung der Italiener durch die Schweiz. Aus Bern wird uns unter dem 19. Mai geschrieben: Die ganze Presse beschäftigt sich nunmehr mit den Vorgängen an der ichweizerisch italienischen Grenze und verurtheilt ausnahmslos auf das schärsste die Rolle, welche die Schweiz dabei spielte. Die, „ Berner Tagwacht" thut dies in einer Weise, daß man für die ausländische Presse daraus nichts wiedergeben kann, ohne ihr vielleicht Die Lausanner Revue", der nannehmlichkeiten zu bereiten. Berner Bund", die erzkonservative Basler Allgem. Schweizerztg.". die Züricher Post", die Neue Zür. Ztg.", das Züricher„ Volksrecht", der„ St. Galler Stadtanzeiger" und zahlreiche andere Blätter mißbilligen das überaus seltsame Verfahren. Der Berner, Bund" erhält von seinem Korrespondenten folgende Darstellung des Falles: „ Nachmittags 2 1hr waren per Extrazug auf dem Bahnhof Chiasso etwa 200 Jtaliener angekommen, denen eine Kompagnie des Tessiner Bataillons 96 das Geleite gab. Vorn ein Wagen mit Truppen, dann drei vollgepfropfte Wagen italienischer Arbeiter, auf deren Plattform auch Soldaten standen, und zum Schluß noch ein Wagen mit Militär. Die Soldaten hatten das Bayonnet auf ihr Gewehr aufgepflanzt. Die Soldaten stellten sich dann zu beiden Seiten des Zuges auf; denn die Italiener durften gar nicht aussteigen, sondern sollten so verpackt, wie sie waren, den auf der anderen Seite 6c3 bereit stehenden Grenzpfahles Truppen ihres Landes übergeben werden. Nachdem der Lokomotivwechsel geschehen, wurde der Zug mit den Arbeitern langsam über die Grenze gefahren, die Schweizer Truppen liefen links und rechts nebenher und machten dann auf der Brücke Halt. Der Bahnzug aber hielt erst an, als er in feiner ganzen Länge jenseits der Grenze war. Die auf den Wagen selbst placirten Soldaten geriethen so allerdings wohl infolge vorausgegangener Berständigung auf das italienische Gebiet hinüber und als sie ausstiegen, um nach der Station Chiasso zurückzukehren und gleichzeitig die Bersaglieri und Lancieri sich anschichten, ihren Platz in den Wagen einzunehmen, da konnte man einige Augenblicke schweizerische und italienische Wehrleute in voller Ausrüstung friedlich unter einander vermischt sehen. Den italienischen Arbeitern ist es somit von feiten unserer Behörden nicht freigestellt worden, in Mendrisio oder Chiasso den Zug noch zu vers Iassen, sie wurden direkt den Italienern in die Hände geliefert." Weiter wird aus Italien über die Affäre berichtet:„ In Como wurde den Arbeitern befohlen, einzeln auszusteigen, während die Truppen die Gewehre auf den Zug gerichtet hielten. Je 2 und 2 wurden zusammengefesselt, darauf mit Ketten in 3 Gruppen zu je 60 verbunden und so unter starker Eskorte in die Kaserne Sirtori geführt. Die Leibesuntersuchung ergab teine Waffen, aber die äußerste Armuth. Nur einer besaß 1/2 Franks Geld. Es waren viele junge Burschen, fast Kinder; vicle lachten, einige weinten, andere waren gleichs giltig. Die Bewachung der Grenze wird selbst im Hochgebirge äußerst strenge gehandhabt, jeder Verkehr, der nicht auf den Hauptstraßen stattfindet, verhindert." In dieser Darstellung liegt an sich schon die schärfste Vers urtheilung des Vorganges, über den der„ St. Galler StadtAnzeiger" sagt: Was Ichrt uns dieser Vorgang? Nichts weiter, als daß die Tessiner Behörden, offenbar aufweisung des Bundesanwalts hin, über die wirklichen Neutralitätspflichten der Schweiz weit hinausgegangen und zum Büttel der italienischen Monarchie geworden sind." Den italienischen Arbeitern gegenüber ist das schweizerische Asylrecht in einer 1sterhört gravirenden Weise verlegt worden und wir zweifeln feineswegs daran, daß der Urheber dieser Maßnahme, welcher eigentlich wegen Gesegesverlegung vor die Gerichte gestellt werden sollte, bor den eidgenössischen Räthen Rechenschaft abzulegen haben werde." werde. Dritter Wahlkreis. Zigarrenhändler Gottfried Schulz, Rott- Schöneberg, Stubenrauchstr. 5a. buserplay. Restaurateure Dorn, Adalbertstr. 1. Frizz Schulz, In Wilmersdorf in der Zeit von morgens 8 bis nachmittags Adalbertstr. 59. Schnieber, Admiralftr. 21. Schönemann, Stalizer 3 1hr im Nathhaus, Zimmer 26, Sonntag von morgens 8 bis 10 Uhr. straße 7. Bigarrenfabrikant With. Börner, Nitterstr. 15. Restaurateure Für diejenigen, welche daran verhindert sind, ist nachstehendes Götte, Brandenburgstr. 18. Flick, Simeonstr. 23. Lier, Alte Jakob- Wahlfomitee gern bereit, die Liste einzuschen, went denselben die Das wird voraussichtlich geschehen; unser Genosse Wullschleger Straße 119. Lenz, Alte Jakobstr. 69. Wörner, Kürassierstr. 10 a. Adresse mitgetheilt wird: Friz Heinemann, Sigmaringenstr. 35; Ferger, Sebastianstr. 72. Bohne, Annenstr. 38. Stabernad, Insel Gottfried Kübler, Sigmaringenstr. 33; Emil Witte, Berlinerstr. 38; wird die traurige Affäre wohl im Nationalrath zur Sprache bringen. Otto Nerre, Pfalzburgerstr. 67; Otto Kraft, Pariserstr. 51. Ferner Ausgelieferten waren ja nicht Flüchtlinge oder Schriftenloſe, fie hielten llebrigens handelt es sich gar nicht um das Asylrecht, denn die straße 10. Schöning, Köpnickerstr. 68. Sauer, Neanderstr. 2. Vierter Wahlkreis( Osten): Spät, Weinstr. 28. Köpnid, Heine. Klingenberg, Berlinerstr. 40, im Voltegarten. Schillingsstr. 80a. Tabert, Grünerweg 14. Lod, Grüneriveg 46. In den weiteren Vororten liegen die Listen wie folgt aus: fich in der Schweiz auf grund des schweizerisch- italienischen Niederlassungsvertrages auf. Wilke, Andreasstr. 26. Scheere, Blumenstr. 38. Haselow, Lands- Adlershof im Gemeinde- Bureau. Auskunft ertheilt Genosse Wenn es zuerst geheißen hatte, die italienische Regierung habe bergerstr. 8. Franke, Friedrichsbergerstr. 11. Thielle, Pallisaden- G. Tempel, Kronprinzenstraße 6, wo auch eine Abschrift der zwei energische Noten an den schweizerischen Bundesrath wegen des straße 52, Ecke Friedenstraße. Zabel, Frankfurter Allee 90. Emil Liste ausliegt. Friedrichsberg im Gemeindebureau, Dorf- Italienerzuges gerichtet, so wird dies nun von der aus Bern gut Böhl, Frankfurter Allee 74. Kobus, Rigaerstr. 127. Vogel, Elbinger- straße 40 von 8-3 1hr, Sonntag von 9-12 Uhr. informirten Lausanner Revue" bestritten. Der italienische Gesandte straße 9. Schillinger, Tilſiterstr. 40. Baumgarten, Sönigsberger- fichinahme für andere sind bereit die Genossen Bernhard Lange, in Bern habe nur in freundschaftlichster Form die Erwartung ausstraße 7. Alb. Böhl, Rüdersdorferstraße 8. Jauer, Fruchtstraße 52. Wartenbergstr. 67. Bernhard Weißfluck, Wartenbergstr. 68. Anton Fahrenwald, Barschauerstr. 63. Strauß, Stralauer Chaussee 17 b. Stopp, Friedrich Karlstraße 4. Emil Heinecke, Friedrich Karlstr. 11. gesprochen, daß der Bundesrath Unzukömmlichkeiten hintanhalten Lange, Friedrichsfelderstr. 37. Aug. Dörwaldt, Bödikerstr. 34, vorn Stralau im Amtsbureau. Zur Einsichtnahme find bereit Im tessinischen Kantonsrath interpellirte der Führer 1 Treppe. G. Müße, Restauration, Markgrafendamm. W. Buck, Dorfstr. 5. der Ultramontanen, te spini, die der Revolution von 1890 ihr Bierter Wahlkreis( Südosten). Erbe, Cuvryſtr. 25. Geſche, E. Girlig. Gasthof zur Fischerhütte, Dorfstr. 17. C. Seitz, Dorf Dasein verdankende, in ihrer Mehrheit liberale Regierung über die Wrangelstr. 58. Tollsdorf, Görligerstr. 58. Thiel, Staligerstr. 35. ftraße 46a.- Groß- Lichterfelde im Rathhause von 11 bis Grube, Wrangelstr. 136. Brödenfeld, Manteuffelstr. 74. Schayer, 5 Uhr. Zur Einsichtnahme sind bereit: Auf der Anhalter Seite gegen die Staliener getroffenen Maßnahmen. Regierungspräsident Curti erklärte in der Antwort Reichenbergerstr. 54. Hamisch, Reichenbergerstr. 118. Goltz, H. Plättrich, Ferdinandstr. 29. S. Wenzel, Lankwizerstr. 6. Für den auf die Respini'sche Interpellation, daß der Befehl, die aus Grünauerstr. 3. Rachfahl, Manteuffelstr. 45. Streit, Naunynftr. 86. sogen. Billenbezirk: Borheimer, Siemensstr. 31. Potsdamer Seite: der Innerschweiz gekommenen italienischen ArHeinrich, Naunynstr. 78. Bieberstein, Lausigerplaz 12a. Bachmann, D. Bagel, Chausseestr. 104. Für Lankwitz: Th. Labjuhn, Marienstraße.beiter an die Grenze zu führen und sie daselbst Eisenbahnstr. 36. Beyer, Wrangelstr. 131. Köppen, Köpnickerstr. 20a. Te gel im Gemeindebureau. Zur Einſichtnahme ist Gastwirth der italienischen Polizei in die Hände zu geben, Kinzel, Büdlerstr. 10. Manzei, Wrangelstr. 119. Rajche, Wrangel- Rentner, Spandauerstr. 15, bereit. Tempelhof im Amtsvom Bundesanwalt Scherb in Bern ausgegangen straße 11. Hilbig, Schlesischestr. 15. Gonell, Falckensteinstr. 5. bureau, Dorfstraße 17, von 8-3 Uhr, Sonntag von 8-9 1hr jei! Die weitere Diskussion darüber wurde auf den 20. Mai Klopsch, Faldenſteinſtr. 11. Zur Einsichtnahme ist bereit: J. Jeziorski, Dorfstr. 48, II I. vertagt. Fünfter Wahlkreis. Jakob Reul, Barnimstr. 42. Robert H. Kersten, Dorfstr. 44, III. Otto Vollmar, Berlinerstr. 102. H. Lanimé, Von den aus Zürich abgereisten Italienern kehrten 37 auf Richter, Neue Königstr. 90. Stob. Drescher, Linienstraße( Ecke Rücker- Berlinerstr. 36, v. II I. M. Müller, Berlinerstr. 41, pt. I. A. Thiel, zurück, straße). E. Wittchow, Kl. Hamburgerstr. 27. Wilh. Schmidt, Luisen- Friedrich Wilhelmstr. 17. Legitimation sehr erwünscht. Marien Kosten der Arbeiterunion Zürich wieder dahin zuriid, 4 andere wurden als„ Agitatoren" der italienischen Polizei straße 5. Nob. Buziger, Landwehrstr. 42, I. Horsch, Zigarren- dorf im Gemeindebureau in den Dienststunden, auch Sonntag; ausgeliefert! geschäft, Gipsstr. 27. für Verhinderte liegen bei Ebel und Schramm Listen aus. Zur Verhaftung des Sekretärs der organisirten Italiener in der Sechster Wahlkreis. Schönhauser Vorstadt: Schulz, In Pantow im Amtsbureau einschließlich Sonntag während Schweiz, Bergagninis in Lugano wird berichtet, daß er insofern Pappel- Allee 106. Stieb, Schliemannstr. 47. Georgi, Eberswalderstr. 4. der Dienststunden. In Nieder- Schönhausen desgleichen; der Urheber der ganzen, von Lausanne ausgegangenen Bewegung Jäschke, Danzigerstr. 15. Grobler, Fransedistr. 12. Ramlow, Schön- für Verhinderte liegen an den bekannten Stellen Liſten zum Ein- sein sollte, als er dahin telegraphirt habe, Turin stehe in Flammen, dies hauser Allee 135. Lange, Tresckowstr. 49. Zeidler, Trescowstr. 54. zeichnen aus. In Rummelsburg liegen die Wählerlisten vom Behnfeld, Schönhauser Allee 40. Mars, Kastanien- Allee 96. 18.- 25. Mai im Schulhause aus; am Sonntag sind sie von morgens aber entschieden bestreite und angenommen werden müsse, daß ein Herzberg, Kastanien Allee 12. 81/2 Uhr bis mittags 12 hr einzusehen. Augustin, Kastanien Allee 11. Zur Einsichtnahme für agent provocateur der italienischen Polizei Riefe, Bigarrengeschäft, Saarbrückerstr. 7. Schönfeld, Fehrbelliner- andere sind bereit: Burgenger, Kantstr. 44; Beutling, Goethe- und der Absender des Telegramms fei. Das Bollsrecht" fragt, ob der Bundesrath der schweizerischen straße 9. Dengler, Fehrbellinerstraße 81. Diepte, Weinbergsweg 11. Kantstraßen- Ede; Ulbrich, Schillerstr. 2; Ritter, Goethestr. 17. Burghold, Schivedterstr. 23. Berendt, Fehrbe.linerstr. 84. Töpfer, In Reinickendorf im diesseitigen Gemeindebureau, Hauptstr. 38, Gidgenossenschaft die Verantwortung für solche Schergendienste überWörtherstr. 15. Nekel, Rykestr. 13. Müller, Lothringerftr. 30. Bimmer 10, und zwar Wochentags von 9 bis 3 uhr, Sonn- nehmen will und ob damit das Schweizer Bolt einverstanden sei? Es verneint letzteres und führt dafür die„ N. Zür. 8tg." und die Schmidt, Treskowstr. 22. Pinner, Zigarrengeschäft. Treskowstr. 36. tag von 9 bis 91/2 und von 11/2 bis 1 hr. Bum Nachsehen erWerner, Diedenhoferstr. 11. Stöplin, Weißenburgerstr. 80. Freund, flären sich bereit im Osten Zeidler, Residenzstr. 22, 1 Tr., und Büricher Limmat" als Zeugen an. Prenzlauer Allee 232. Sanit, Belforterstr. 21. Bazarra, Wörther M. Eichner, Winterstr. 13, 1 Tr., im Westen Heider, Birkenstr. 7: straße 59. Liedtke, Weißenburgerstr. 24. Kaasch, Weißenburgers, 35. und Paul Schilling, Berlinerstr. 2b. In Brit bis zum 25. Mai Stiefel, Weißenburgerstr. 53. Müller, Zigarrengeschäft, Rykestr. 40. in den Dienſtſtunden von morgens 8 bis abends 6 1hr, Sonntags Münich, Vorkoſtgeschäft, Fransedistr. 25. von 8 bis 10 Uhr im Amtshause. Wer verhindert ist, wende sich an Rosenthaler Vorstadt. Bachgänger, Swinemünderstr. 96. Karl Dorn, Gasiwirth, Bürgerstr. 4. Ju Steglig im RathBertels, Ruppinerstr. 49. Beyer, Swinemünderstr. 118. Brall, hause, Zimmer 15, von 9-8 Uhr; in Friedenau im AmtsV Wir betrachten mit Bedauern und Entsetzen das Geschehene, mit Bedauern nicht blos der armen Opfer wegen, sondern auch deshalb, weil der 14. Mai 1898 in der Geschichte der schweizerischen Eidgenossenschaft einen Tag der Schande und Schmach bedeutet. Korrelpondenzen. den Berichten derselben ging hervor, daß die Agitation in den letzten von 5 M. pro Tag und bei Afford wöchentlich 25 M. à conto zu Dresden, 18. Mai.( Eig. Ber.) Der Schluß des Landtages mann Albert Genzen wurde wiedergewählt; auch wurde eine haben in einigen kleineren Zimmergeschäften die Arbeiter ihre FordeJahren erhebliche Fortschritte gemacht hat. Der bisherige Vertrauens- bezahlen. Am Freitag wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Auch ist nunmehr durch königliches Dekret verfügt. Gestern Abend fand aus sieben Personen bestehende Agitationskommission eingesetzt. An rungen bewilligt erhalten, so daß die Zahl der Ausständigen immer die vorletzte Sigung der Zweiten Kammer statt, in welcher Haupt- den Delegirtentag schloß sich eine sehr stark besuchte öffentliche Ver- geringer wird. sächlich über die Vorlagen noch einmal zu berichten und zu be- sammlung, wo Nather aus Berlin über die Getreidepreise und die schließen war, welche infolge abweichender Beschlüsse der Kammern bevorstehenden Reichstagswahlen referirte. im Einigungsverfahren zu erledigen waren. Der Ständehaus- nannte ein Wahlkomitee, bestehend aus fünf Personen. Die Versammlung er Neubau, an dem sich die Landboten am meisten die Köpfe zerganz bestimmten Direktiven eine Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Ausland. Der Bauarbeiterstreik in Eger ist beendet; die Streifenden haben sich mit den Meistern geeinigt. Der Streit der Tischler brochen haben, wird demnach erst im nächsten Land- Todtenliste der Partei. In Peterswaldau in Schlesien geht noch weiter. tage endgiltige Erledigung finden, indem die Regierung unter ist im Alter von 78 Jahren der Parteigenosse Wilhelm Bialed Der Streik der Porzellanarbeiter in Aich bei Karlsbad Ein Menschenalter hindurch, seit Mitte der 60er Jahre, soll der„ Neuen Freien Presse" zufolge beendet sein. gestorben. ncue Vorlage machen foll. Die Steuerreform ist völlig gescheitert. Man hat alle hat er ununterbrochen und mit großem Eifer für die Ausbreitung diesbezüglichen Vorlagen abgelehnt. Und auch über die Frage da- der sozialistischen Ideen gewirkt. Ehre seinem Andenken! durch etwa nothwendiger Zuschläge zur Einkommensteuer ist eine Einigung nicht zu stande gekommen, sodaß die Regierung mur allgemeine Zuschläge, welche auch den ärmsten Steuerzahler treffen, erheben kann. Das Volksschullehrer- Gesez, betr. Alterszulagen und Erhöhung der Gehälter ist zwar im Prinzip durch gegangen, doch hat man auch hier durch einige sehr wichtige Aende rungen, welche die Zweite Kammer vorgenommen hat, der Regierung das Leben möglichst sauer gemacht. Vorlage betr. Wegebau unterstützung der Gemeinden aus Staatsmitteln hat man sich ebenfalls nicht einigen können; die Zweite Kammer wollte 800 000 m., die Erste Kammer aber nur die Vorlage 400 000 m. bewilligen. Beide sind auf ihren Be schlüssen stehen geblieben, so daß also gar nichts aus der VorJage wird. So viel ist jedenfalls schon jetzt zu konstatiren: Die erste Session, die die sächsische Kammer unter der Herrschaft des DreiHassen- Wahlsystems zurückgelegt hat, war völlig mit Unfrucht barkeit geschlagen. Die tonservative Majorität ertödtet alle Bestrebungen größeren Stils und die Volksvertretung" finkt herab zum Tummelplatz der Kleinlichsten Kliqueneifersüchteleien. " " " = In der Budapester Adria- Nähmaschinenfabrik streiten seit einigen Tagen 40 Arbeiter, weil die Direktion einen neuen Arbeitsmodus eingeführt hat. Fremde Arbeiter ersetzten die Streifender, Redakteur Wilhelm Schmidt von der Volts wurden aber, wie die„ Neue Freie Presse" wissen will, von diesen, it imme" in Frankfurt am Main hatte im Sommer des als sie ihren Verpflichtungen nachkommen wollten, mit Gewalt daran Jahres 1896 unter dem Stichwort" Todesmarsch eine Notiz über gehindert. 70 Polizisten mußten vor der Fabrik erſcheinen, um die den durch Hitzschlag erfolgten Tod des Füsiliers Brösdorf ver- Bedrohten zu schützen. Eine Deputation der Streikenden erklärte öffentlicht, worin gesagt war, der Hauptmann habe, durch aus darauf dem Direktor, daß auch die übrigen in Arbeit gebliebenen geglaubt," daß der Füsilier sich verstelle, und er habe daher 350 Angestellten der Fabrik von morgen an streiken würden, falls Der Hauptmann v. Kraez- Koschlau stellte darauf gegen versucht, ihm die Schlappheit durch Schneidigkeit auszutreiben. man die fremden Arbeiter nicht entlasse. Die Grubenarbeiter von Süd Wales haben nun auf der Schmidt Strafantrag wegen Beleidigung, das Landgericht in letzten Konferenz in Kardiff beschlossen, ihren Vertretern Vollmacht Frankfurt am Main erkannte aber ant 27. August 1897 auf Freisprechung, weil gerade durch die Bemerkung, der zu unterhandeln. Dafür wurden 45 927, dagegen 40 436 Stimmen zu ertheilen, mit den Unternehmern über die Beilegung des Streits Hauptmann habe geglaubt", daß der Füsilier sich verstelle, jede abgegeben; sodann wurde beschlossen, daß sich die Minderheit der tenntniß legte der Staatsanwalt Revision ein. In der Verhandlung geschrieben:" Infolge hiervon wird nun wahrscheinlich noch in dieser Absicht einer Beleidigung ausgeschlossen sei. Gegen dieses Er- Majorität fügen müsse. Hierzu wird der Frankf. 3tg." aus London vor dem Reichsgericht, die im Monat Dezember vor sich ging, be- Woche eine Konferenz zeichnete der Ober- Reichsanwalt es als einen Rechtsirrthum, daß dem Komitee der Grubenbesitzer stattfinden. des Komitees der Kohlenarbeiter mit Es ist aber bas Landgericht in dem Gebrauche des Wortes feine Beleidigung erblickt hatte, das Reichsgericht hielt gleichfalls Streits zu erwarten ist. Nur die harten Entbehrungen während der durchaus sehr fraglich, ob deshalb schon eine baldige Beilegung des den Thatbestand nicht für hinreichend gewürdigt und verwies die arbeitslosen Wochen haben die wälschen Kohlenarbeiter dazu veran Sache an dieselbe Instanz zurück. In seiner neuerlichen Verhand- lassen können, ihrem Komitee die Vollmachten zu Verhandlungen zu Aus Hessen, 17. Mai.( Eig. Ber.) Landtag. Die heutige lung am 18. Mai hat nun das Frankfurter Landgericht unseren ertheilen. Wenn es zu einem endgiltigen Festseßen der Lohn- und Sigung der zweiten Kammer wurde durch eine lebhafte Genossen Schmidt zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Geschäftsordnungs- Debatte über das Schicksal des neuen BeamtenArbeitsbedingungen durch die beiderseitigen Komitees tommt, dann ist Die Magdeburger Bolts stimme" hatte einer an- immer noch zu befürchten, daß die den Welshmen angeborene Angst, gefeges eingeleitet. Dieses mit Schmerzen von der Hessischen deren Zeitung den Bericht über eine Gerichtsverhandlung in Flens- übervortheilt zu werden, wieder alles zum Scheitern bringt. Die Beamtenschaft erwartete Gesetz, das der Ausschuß nunmehr soweit burg entnommen, wonach der dortige Staatsanwalt Schröder Einigung erscheint ohnehin noch schwierig genug, da die Grubenbefizer fertig gestellt hat, daß es bei einigem guten Willen in der nächsten als Milderungsgrund für einen der Körperverletzung angeklagten Nacht- an dem gleitenden Lohnsaze festhalten und sie außerdem garnicht geneigt Woche erledigt werden könnte, stößt auf heftigen Widerstand in den wächter angeführt haben sollte, die von diesem geprügelten Personen feien sind, die Löhne zu erhöhen. Voraussichtlich werden die Arbeiter in Kreifen der nationalliberalen und antisemitischen Abgeordneten vom Sozialdemokraten gewesen. Diese Behauptung wird als falsch be- ersterem Puntte nachgeben und auch ferner den gleitenden Lohnjay Lande. Diese Herren, die sich immer als die wärmsten Freunde der zeichnet. Der damalige verantwortliche Redakteur der Volksstimme", mur mit der Modifikation gelten lassen, daß er von einem MinimalBeamten aufgespielt haben, suchen nun plötzlich die Vorlage unter Genosse Baumüller, der zur Zeit in der Strafanstalt zu faße aus nur nach aufwärts gleitet. Was die Höhe der Lohnfäße dem Vorwand, möglichst gründliche Berathung" auf den St. Nimmer- Gommern weilt, erhielt eine Anklage wegen Beleidigung des Staats- selbst betrifft, darin werden die Unternehmer nachgeben müssen, wenn leinstag zu verschleppen. Zu demselben Zweck wollen sie sie auch anwalts Schröder und das Magdeburger Landgericht erklärte ihn sie eine dauernde Beilegung des Streiks wünschen. Die Bergarbeiter mit der Steuerreform verquicken. Dem gegenüber erklärte Abg. dieses Vergehens schuldig und verurtheilte ihn zu sechs Wochen Ge- von Durham tündeten gestern telegraphisch ein Geschent von Irich namens der sozialdemokratischen Fraktion, daß wir das fängniß. Den Schuß des§ 193 versagte das Gericht unserem Genossen. 100 Pfund Sterling an und einen wöchentlichen Beitrag von Gesetz im Interesse der niederen Beamten unter allen In der Urtheilsbegründung wurde ausgeführt: Selbst wenn dem 100 Pfund Sterling, so lange der Streik dauert." Umständen und so rasch als möglich unter Dach und Fach zu Angeklagten der Schutz dieses Paragraphen gewährt worden wäre, bringen wünschen. Der Präsident erklärte, er will versuchen die Vor- würde die Strafe dieselbe sein. Es mache einen Staatsbeamten lage Mitte nächster Woche auf die Tagesordnung zu bringen. in höchstem Grade verächtlich, wenn ihm nachgesagt werde, er stelle Personen darum, weil sie Sozialdemokraten find, als Staatsbürger zweiter Ordnung hin, aber weil der Angeklagte den Artikel nicht Arbeiter- Risiko. Wahrscheinlich infolge eines Fehltritts ist in selbst verfaßt, sondern aus einer anderen Zeitung herübergenommen 8 wida u i. S. der Maschinenwärter Richard Weller hat, sei auf eine milde Strafe erkannt worden. Es ist dies der letzte 500 Meter tief in einen Schacht gestürzt. Prozeß, der gegen Baumüller anhängig war. Insgesammt hat er nun, wie die" Boltsstimme" mittheilt, 51/2 Monate Gefängniß abzusißen, wovon 3 Wochen verbüßt sind. Paris, 19. Mai.( Eig. Ber.) Die Stichwahlen für die Kammer finden immer am zweitnächsten Sonntag nach der Hauptwahl statt, diesmal also am 22. Mai. An den Stichwahlen dürfen sich nicht aur fämmtliche Kandidaten der Hauptwahl, welches auch deren Zahl fein mag, betheiligen, sondern auch neue Kandidaten, wovon aber Jaurès und Guesde, trotzdem dies ihnen von mehreren Kreisen und Kandidaten angeboten wurde, keinen Gebrauch machen. In der Stichwahl genügt die relative Mehrheit. die relative Mehrheit. In der Praxis frei--Wegen Militärbeleidigung wurde im Monat Februar d. J, lich pflegen politisch nahestehende Kandidaten sich zu gunsten der verantwortliche Redakteur der Sonntags- Beitung" in des in der Hauptwahl bevorzugten zurückzuziehen. Anderer- Halberstadt, Genosse Karl Künne, vom Landgericht zu feits hat jene Stichwahl- Bestimmung den Mißstand von fiktiven 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Er wird diese Strafe demnächst Unter- Kandidaturen" gezeitigt. Ein bedrängter Kandidat meist antreten müssen, da das Reichsgericht seine Revision verworfen hat, von den Bisherigen" läßt in seinem Wahlkreise gegen gute Worte weil sie sich nur gegen die thatsächlichen Feststellungen richtete. oder wohl häufiger gegen flingende Münze einen Strohmann aufstellen, der die Stimmen in der Hanptwahl zersplittern und in der Stichwahl sich je nachdem mit oder ohne Empfehlung zu gunsten des Auftraggebers zurückziehen soll. Dieses Manöver ist in der gegenwärtigen Wahlkampagne vielfach gegen die Sozialisten angewendet worden. Die antifozialistischen Strohmänner geben sich natürlich ultra rrrevolutionär, während der wirkliche Kandidat den Sozialisten mit gemäßigten" oder reaktionären Waffen bekämpft. Das Wahlgeheimniß ist gesetzlich vorgeschrieben, aber nicht gefichert, was deffen Verlegung zur Folge hat, besonders auf dem Lande und in den Wahlkreisen der Grubenunternehmer und sonstiger Unternehmerprozen. Ein sozialistischer Antrag auf Sicherung des Wahlgeheimnisses durch gleichförmige amtliche Umschläge wurde natürlich von der Regierungsmehrheit abgelehnt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. In der Lederwaarenfabrik von Loth und Weinland, Berlin, Dresdenerstr 88/89, find Differenzen zwischen der Firma und den Arbeitern ausgebrochen. Die Firma hat ihren Arbeitern einige Lohnreduktionen angekündigt, die von den Arbeitern nicht ruhig hingenommen wurden. Darauf sind nunmehr zwei organisirte Arbeiter gekündigt. Die Arbeiter werden gegen diese Maßregelung Stellung nehmen. Deutsches Reich. Boziales. Einen nicht minder schrecklichen Tod fand in dem Einsiedel Bruche bei Schönberg am Kapellenberg im Vogtlande der dort feit Jahren beschäftigte Steinmez Ernst Start. Während er arbeitete, löste sich ein gewaltiger Granitblock los und begrub den Unglücklichen unter sich. In Bezikon in der Schweiz fam ein Raminfeger durch Sturz vom Schornstein einer Fabrit ums Leben. Bon einer einstürzenden Erdwand wurden in Szent 2örincz in Ungarn zwei Arbeiter verschüttet. Einer, dessen Persönlichkeit nicht zu ermitteln war, blieb todt, der andere ist lebensgefährlich verletzt. Der gesammte Seeverkehr in den deutschen Hafenplähen stellte sich im Jahre 1896 auf 147 536 zu Handelszwecken angekommene und abgegangene Schiffe mit 31 046 488 Reg.- Tons Netto- Raumgehalt gegenüber 133 830 Schiffen mit 30 468 749 Reg. Tons im Jahre 1895. Diese Zahlen ergeben eine Zunahme des Schiffsverkehrs um 13 706 Schiffe und 577 739 Reg.- Tons. Während der Verkehr der Segelschiffe der Zahl nach um 8148 Schiffe, dem Raumgehalt nach um 431 958 Reg.- Tons zugenommen hat, ist; der Dampferverkehr um 5558 Schiffe und 145 781 Reg.- Tons gewachsen. Im Verkehr der deutschen Häfen unter sich vermehrte Lohnbewegungen der Bauhandwerker. In Magdeburg sich die Zahl der Schiffe um 7304, der Raumgehalt um 444 571 Reg. Ebenso weigerte sich die Mehrheit, dem Unfug der Wahlplakate fanden in den Wohnungen der Mitglieder der Lohnkommission der Tons. Im Verkehr zwischen deutschen und anderen europäischen zu steuern, unter welchem die ärmeren Kandidaten zu leiden haben. streikenden Zimmerer Haussuchungen statt. Gesucht wurde nach Häfen stieg die Zahl der Schiffe un 6287, der Raumgehalt um Es ist fast die Regel, daß ein Kandidat desto mehr Geld Sammellisten, gefunden wurden aber keine; dagegen beschlagnahmte 38 290 Reg.- Tons. Im Verkehr zwischen deutschen und außer für Wahlplakate ausgiebt, je reaktionärer er ist. Das ist die Polizei einige Korrespondenzen mit dem Arbeitgeberverband und europäischen Häfen( einschließlich der deutschen Schutzgebiete) die beliebteste, weil bequemste Form der Wahlpropaganda Quittungsmarken zum Generalfonds der Zimmerer. Auch das in hat die Zahl der Schiffe um 115 und der Raumgehalt um 94878 namentlich der antisozialistischen Kandidaten, welche sich sehr Ottersleben wohnende Mitglied der Lohnkommission wurde auf dem Reg.- Tons zugenommen. Telten in die zahlreichen, von Sozialisten veranstalteten Ver- Wege nach Magdeburg von einent Kriminal Polizeibeamten durch- Von der Gesammtzahl der während des Jahres 1896 ein- und fammlungen hineinivagen. Der reiche Kandidat bedeckt mun mit seinen sucht und 12 leere Sammellisten, 5 Arbeitskarten, 2.Notizbücher, ausgegangenen Schiffe waren 51,5 pCt. Segelschiffe und Plakaten nicht nur den ganzen verfügbaren freien Platz, sondern 26 Maimarten à 25 Pf. und 1 Quittungskarte beschlagnahmt. 48,5 pet. Dampfer, während von je 100 Reg.- Tons der verhäufig auch die Plakate des Gegenkandidaten. In Anklam befinden sich die Maurer in einer Lohnbewegung. kehrenden Schiffe auf Segelschiffe 15,4 pct. und auf Dampfer: Die Zahl der eingeschriebenen Wähler betrug in den Wahlen Sie verlangen 30 Pf. Stundenlohn. 84,6 pct. famen. bon 1893 rund 10 400 000. In den diesjährigen Wahlen wird die In Quedlinburg stellten die Zimmerer die Arbeit ein, Der Flagge nach waren unter den Schiffen 72,4 pct. deutsche Bahl ungefähr dieselbe geblieben sein. Der Prozentsatz der Ent- nachdem die Verhandlungen mit den Arbeitgebern zweds Erhöhung und 27,6 pct. fremde; in Beziehung auf den Raumgehalt stellte, haltungen ist seit 1885 fortwährend gestiegen: 1885 22,49 pet., 1889 des Stundenlohnes auf 35 Pf. und Verkürzung der Arbeitszeit auf sich das Verhältniß der deutschen Schiffe zu denen fremder Nationa 23,36 pct., 1893 29,23 pet. Für 1898 werden die genauen Zahlen 9%, Stunden erfolglos verlaufen waren. Der Streit wurde be- lität wie 52,3 zu 47,7. erst in einigen Wochen vorliegen. schlossen, nachdem etwa 30 Mann von einem Arbeitgeber entlassen Die Gesammtzahl der von deutschen Schiffen gemachten Seereisen betrug im Jahre 1896 82 268 und der entsprechende Der Streit der Maurer in Naumburg zeigt einen günstigen Naumgehalt 36 179 455 Reg.- Tons; daraus ergiebt sich im Vergleich Verlauf. Nur wenige der Streifenden sind noch beschäftigungslos. mit dem Vorjahre eine Zunahme in der Zahl der Reisen um 6408, Streifbrecher find fast nicht zu verzeichnen; auch die meisten Italiener im Raumgehalt um 786 161 Reg.- Tons. Dabei ist selbstverständlich haben die Stadt wieder verlassen; es sind nur noch etwa 45, die jedes Schiff so oft gezählt, als es die betreffende Reise machte. Parlamentarisches. M worden waren. weiter arbeiten. Der Bundesrath hat in seiner letzten Sizung die Resolutionen des Reichstages zu den Reichshaushalts- Etat 1898 und zu den Petitionen wegen Abänderung des Militärpensions Gesezes dem Ju Birna verlangen die Maurer Einführung der zehustündigen Reichskanzler beziv. den zuständigen Ausschüssen und die Vorlagen Arbeitszeit, Abschaffung der Affordarbeit, 40 Pf. Minimallohn pro betreffend den Entwurf von Bestimmungen über die Feststellung des Stunde, Herstellung von zweckentsprechenden Aborts für die auf NeuBörsenpreises von Werthpapieren den zuständigen Ausschüssen über- bauten beschäftigten Arbeiter. Die Forderungen sind den Unterwiesen. Die Militär- Strafgerichts- Ordnung nebst Einführungsgesetz, nehmern unterbreitet worden. das Gesetz betreffend die Dienstvergehen richterlicher MilitärjuſtizBeamten und die unfreiwillige Versetzung derselben an eine andere Stelle oder in den Ruhestand wurden in der Fassung der ReichstagsBeschlüsse angenommen. Partei- Nachrichten. Kommunales. beabsichtigt auf den Straßen und Plätzen Berlins an geeigneten Aus der Magistratsfihung am Freitag. Ein Unternehmer Stellen Hallen zum Schuße für Radfahrer zu errichten und hat hierzu Achtung, Böttcher! Seit 10 Wochen befinden sich die Böttcher die Genehmigung des Magistrats nachgesucht. Das Magistrats in Dortmund im Ausstand, ohne daß bei der ſtreng ablehnenden follegium hat das betreffende Gesuch an die Tiefbau- Deputation zur Haltung der Arbeitgeber gegen jede Forderung der Arbeiter eine Vorprüfung überwiesen. Der Rittergutsbesizer Knaak hat in der Beendigung des Kampfes vorauszusehen ist. Die Unternehmer ver- Kaibelstraße auf der Grenze des städtischen Ordonanzhauses einen suchen jetzt, aus Bayern, Baden, Sachsen und Budapest Arbeitskräfte Neubau errichtet unter Schädigung der städtischen Rechte. anzuwverben. Es wird deshalb dringend ersucht, den Zuzug nach Magistratskollegium hat beschlossen, gegen Herrn Knaat wegen BeRheinland und Westfalen fernzuhalten, da auch von Arbeitgebern seitigung des Neubanes, soweit er dem städtischen Eigenthum schädlich aus diesen Provinzen lebhaft ersucht wird, Ersatzkräfte nach Dort ist, flagbar zu werden und zum Schutze des letzteren die noth mund zu dirigiren. Alle Anfragen sind zu richten an Fr. Graeger, wendigen Maßnahmen anzuordnen. Dortmund, Wilhelmstr. 17a. Lokales. Das Zur Wahl in Solingen. Nachdem jetzt feststeht, daß Georg macher, entgegen seinem in Hamburg auf dem Parteitage und bem Parteivorstande gegenüber gegebenen Worte, sich in Solingen wieder als Kandidat aufstellen läßt, erläßt der Parteivorstand eine Die Lohnbewegung der Tischler in Stralsund ist zu einem Erklärung, die eine gedrängte Darstellung der Solinger Berwürfnisse partiellen Streit ausgewachsen, indem die gestellten Forderungen von giebt und in sachlicher aber scharfer Weise den Wortbruch und das 11 Unternehmern, bei denen 40 Arbeiter in Frage kommen, bewilligt Von dem Handbuch für sozialdemokratische Wähler haben; unparteigenössische Verhalten Schumacher's geißelt. In der Er- wurden, während die übrigen Unternehmer mit 32 in betracht komklärung, die auch von den Genossen W. Liebknecht und H. Meister- menden Arbeitern nicht bewilligt haben. Da auf diese letzteren die Vertrauensleute des 4. Reichstags- Wahlkreises aus AgitationsHannover unterzeichnet ist und im Solinger Streise 18 unverheirathete Arbeiter entfallen, die durch Beschluß gezwungen mitteln eine größere Anzahl erworben und stellen sie den organi Flugblatt in 30 000 Exemplaren verbreitet werden soll, wird find, sofort abzureisen, so bleiben nur 14 Ausständige zu unter- firten Genoffen zu dem Preise von Mk. 1,( statt mer. 8,-) pro auf das entschiedenste betont, daß die Partei mit der Kandidatur füßen und besteht die begründete Hoffmmg, daß die gestellten Forde Exemplar zur Verfügung, um dieses für die Wahlagitation sowie als Schumacher's nichts zu thun hat und werden die Genossen und Aus Oberschlesien. Auf dem Bahnschacht der fiskalischen die spätere Propaganda so überaus nüzliche Handbuch auch weiteren Wähler des Solinger Kreises aufgefordert, ihre Stimme nur dem Königsgrube fam es am 15. d. M. zu einem Streifversuche. Parteikreisen zu bi.gem Preise zugänglich zu machen. Genossen, Genossen Scheidemann aus Gießen, als dem anerkannten Viele Arbeiter haben gekündigt und gehen nach Rheinland- Westfalen. welche dieses Handbuch" wünschen, mögen sich an Rob. Wengels, Kandidaten der sozialdemokratischen Partei zu geben. Mit diesem Der Streit der Kleinschiffer in Speyer ist beendet; die Fruchtstr. 37, Outerg. II, oder an W. Erbe, Cubrystr. 25, wenden. Vorgange hat sich Georg Schumacher selbst außerhalb der Reihen Ausständigen haben, abgesehen von einigen Forderungen, die AnAuf zur Wahlagitation! Die Parteigenossen des zweiten der Partei gestellt, der er seit 30 Jahren, darunter 14 Jahre als erkennung des Lohntarifs durchgesetzt. Wahlkreises werden ersucht, zu der am Sonntag den 22. d. M. Abgeordneter, angehört hat. Zum Münchener Tischlerstreik. Der Parkettbodenlegerstreit stattfindenden Flugblattverbreitung sich früh 71/2 Uhr, in folgenden In Stralsund wurde am 15. Mai ein Delegirtentag der sozial- hat sein Ende erreicht. Zugestanden ist die 9 stündige Arbeitszeit 2o.alen einzufinden: Schonheim, Gräfestr. 8. P. Müller, demokratischen Partei im Wahlkreise Stralsund Franzburg- mit 1/2 stündiger Mittagspause. Ferner verpflichten sich die Prin- Gräfeſtr. 31. Ewald, Schönleinstr. 6. Raumann, BlücherRügen abgehalten, der von etwa 30 Delegirten besucht war. Aus laipale zur Lieferung des gesammten Materials, einem Minimallohnstraße 42. Lindemann, Morisstr. 9, Saß, Martgrafenstr. 102. Vierter Wahlkreis. Von der Verlosung, die auf der am Himmelsfahrtstage abgehaltenen Partie stattgefunden hat, sind die Gewinne folgender Nummern bei Erbe, Cuvrystr. 25, abzuholen: 490. 76. 495. 237. 18, 369. 192. 366. 17. 78. 47. 3ubeil, Lindenstr. 106. Kizing, Belle- Allianceftr. 74. Faller, I westlichen Sudan. Seine Aufgabe ist, als Lektor der Haussasprache Jm Dienste tödtlich verunglückt ist gesternt, Freitag, morgens Pallasstr. 16. H. Werner, Bülowstr. 59. zu wirken. um 8 1hr der 36 Jahre alte Eisenbahn- Hilfearbeiter Valentin K. hatte Diensti Prosessor Koch, der Direktor des Instituts für Infektions: Kujawa aus der Kolonnenstr. 36 zu Schöneberg. krankheiten, ist am Donnerstag von einer anderthalbjährigen Studien- auf dem Anhalter Güterbahnhofe. Um einer Rangirmaschine aus reise nach Berlin zurückgekehrt. Eine zahlreiche Gesellschaft hatte zuweichen, trat er rückwärts auf ein anderes Geleise, ohne sich das sich zum Empfang des Forschers auf dem Potsdamer Bahnhof ein- nach umzusehen, ob es auch frei sei. Das war nun nicht der Fall. gefunden. Kaum hatte er es betreten, als ihn die Maschine des auslaufenden Für die auf der Museumsinsel zu errichtenden umfangreichen Halleschen Schnellzuges D. 92 faßte und zu Boden schleuderte. Der Stellennachweis für Sandlungsgehilfinnen, den der Neubauten find nördlich von der Stadtbahn jetzt die Grundmauerungs- Der Zug kam erst zum Stehen, nachdem er ganz über den llnglüc Kaufmännische und gewerbliche Hilfsverein für arbeiten in Angriff genommen worden. Auf der anderen Seite, nach lichen hinweggegangen war. S. war an Brust und Kopf vollſtändig, weibliche Angestellte unterhält, hat 1897 ein günstigeres der alten Mehlbrücke und dem Cantianplage zu, find zunächst große Frau mit zwei Kindern im Alter von einem Jahre und einigen gequetscht und auf der Stelle getödtet worden. Er hinterläßt eine Ergebniß als im Vorjahre gehabt. 1897( bezw. 1896) wurden Mengen Grundwasser zu überwinden, die sich beim Ausschachten des Wochen. Die Frau hat fürzlich eine gefährliche Operation durc 2837( 2355) offene Stellen angemeldet. Nach Abzug von Bodens gebildet haben. 40( 57) Meldungen, die wieder zurückgenommen wurden, standen machen müssen und liegt schwer darnieder. " Das Wahlkomitee. 2797( 2298) zu besetzende Stellen zur Verfügung. Von Eine Gedenkfeier für Wilhelm Stolze fand vorgestern auf Die Bedeckung der Venus durch den Mond, zu deren Beob 3205( 2815) fich meldenden Bewerberinnen blieben dem Friedhofe der Domgemeinde statt, wo der vor 100 Jahren ge- achtung am Sonntag Abend 7 Uhr auf der Urania- Sternwarte der 228( 200) in ihrer Stellung oder wurden wegen schlechter borene Erfinder des bekannten Stenographiesystems zur ewigen große Refraktor und eine Anzahl kleinerer Instrumente zur VerAuskünfte abgewiesen, so daß 2977( 2615) Bewerberinen Ruhe bestattet liegt. fügung stehen, ist ihrem Wesen nach durchaus verschieden von dens amterzubringen waren. Untergebracht wurden 1752( 1417). Beim Abpuken des Hauses Koppen: Plak 3 ist gestern jenigen Phänomenen, die man als Durchgänge( von Merkur und Es wurden also 58,9( 54,2) pCt. der Bewerberinnen und 62,6( 61,7) pct. Abend um 6 ihr der Dachdecker Sodemann aus Jüterbogt vom Venus) bezeichnet. Diese Vorübergänge vor der Sonnenscheibe der Stellen besetzt. Daß das Ergebniß der Stellenvermittlung 1897 vierten Stock mit dem Hängegerüst auf den Hof hinabgestürzt. Der sind namentlich bei der Venus sehr selten die leztbeobachteten günstiger als 1896 war, glaubt der fürzlich veröffentliche Vereins- Verunglückte wurde in schwerverlettem Zustande mittels Kopp'schen fanden 1874 und 1882 statt und folgen in Zwischenzeiten bericht pro 1897 außer auf die zweckmäßige Einrichtung" des Nach- Krankenvagens nach dem Hedwigs- Krankenhause gebracht. Ein von 8,105/ 4, 8,1211/ 3 Jahren auf einander; sie bieten bekanntermaßen weises insbesondere auf die anhaltend günstige Ge= anderer Arbeiter, der ebenfalls auf dem Gerüst beschäftigt war, eines der vorzüglichsten Mittel zur Bestimmung der Entfernung schäftstonjunktur" zurückführen zu müssen, die sich auch konnte sich im letzten Augenblicke retten. Erde- Sonne, welche den Astronomen als Längeneinheit dient. schon darin zeigt, daß die Zahl der Bewerberinnen 11112 unwesentlich diejenige der gemeldeten offenen Stellen über- Eheliche Zerwürfnisse haben die Schönhauser Allee 63 wohnt Aus den Nachbarorten. steigt." In der That war die Zahl der Bewerberinnen 1897 haste Frau Erdmann zu einem Kindes- und Selbstmordversuch vermur um 6,4 pct. höher als die der Stellen. Aber wenn das vor- anlaßt. Der Schlosser Erdmann, der, in einer hiesigen Fabrik seit Schöneberg. Es hat sich gezeigt, daß viele unserer Genossent nehmlich an der günstigen Geschäftskonjunktur läge, so müßten die Jahren angestellt, eine lohnende Beschäftigung hat, tam nach durch nicht in die Wählerliste eingetragen sind, weil sie KrankenhausWir können dies Stellenvermittelungen der verschiedenen Berliner Vereine für Gatten brach alsbald Streit aus, wobei sich der Schlosser zu Ge- natürlich nicht als Armenunterstügung betrachten und ersuchen schwärmter Nacht erst Donnerstag früh nach Hause. Zwischen den kosten noch nicht vollständig bezahlt haben. Handlungsgehilfen ähnliche Ergebnisse aufzuweisen haben. waltthätigkeiten verleiten ließ. Das ist nun aber leider nicht der Fall. Beim Verein junger Gegen 10 Uhr vormittags entfernte daher jeden, der aus solchen Gründen nicht in der Liste steht, erstens Sauflente" z. B. war 1897 dei Bahl der Bewerber um volle 50 pct., sich Erdmann wieder und ließ die Frau mit ihren vier Kindern allein schleunigst wieder hinzugehen und zu Protokoll zu erklären, daß er beim Kaufmännischen Hilfsverein" sogar um 84 pet. höher als die zurück. Die Frau veranlaßte die beiden ältesten Kinder zu einer in feine Aufnahme in die Wählerliste wünscht, und zweitens, sich der offenen Stellen. Die verhältnißmäßig günstigen Erfolge des Nach- Rohlenfeuer an, verstopfte das Abzugsrohr und ließ den Dunst in wir wissen, wie viele zurückgewiesen werden, um Schritte und Bes der Nähe wohnenden Tante zu gehen, machte in der Waschine ein bei Obst, Grunewaldstr. 110, zit melden. Es ist nothwendig, daß, weises für Handlungsgehilfinnen beruhen in erster Linie darauf, daß die Küche dringen. Hausbewohner, die ein verdächtiges Nöcheln schliffe dagegen thun zu können. Sehe jeder morgen, Sonntag, die Nachfrage nach weiblichem Personal immer mehr wächst. Das giebt auch der Bericht zu, und er läßt es als vernahmen, benachrichtigten die Polizei und als man gegen 2 Uhr von 8-9 hr morgens nach, ob er in der Liste verzeichnet ist. eine weitere Ursache der Erfolges seines Nachweises gelten. Es nachmittags die Thür gewaltsam öffnete, wurde Frau Erdmann mit wird aber vergessen, hinzuzufügen, daß die Nachfrage nach weib ihrem zwei Jahre alten Töchterchen Frieda in der Küche bewußtlos lichen Arbeitskräften überhaupt und besonders im Handel deshalb aufgefunden. Das jüngste Kind, das sich im Vorderzimmer befand, wächst, weil das weibliche Personal billiger ist. Statt hatte keinen Schaden erlitten. Einem hinzugerufenen Arzt gelang dessen wird in dem Bericht gesagt, der Nachweis könne für sich das es, die beiden Bewußtlosen ins Leben zurückzurufen. Verdienst in Anspruch nehmen, daß durch ihn die Gehälter der weiblichen Angestellten wenigstens derjenigen, die den Nachweis bemußtentheilweise gestiegen seien. Ueber diese Behauptung werden nicht wenige Mitglieder des Hilfsvereins, wenn sie an ihre Erfahrungen mit dem Nachweis denken, verwundert den Kopf schütteln. Noch merkwürdiger liegen die Verhältnisse bei dem Lehrstellen Nachweis, den der Verein vor mehreren Jahren eingerichtet hat. Sier famen 1897( beziv. 1896) auf 430( 393) Stellen mur 391( 423) Bewerberinnen, wovon 233( 209) untergebracht wurden. Abermals ist durch einen Bootsunfall ein Menschenleben Die Zahl der Stellen war also 1896 fast ebenso groß und 1897 so- vernichtet worden. Die Freie Vereinigung der Stereotypeure und im Böttcher'schen Lokale, Markt 1, eine öffentliche Frauen. gar größer als die der Bewerberinnen. Der Bericht sicht darin Galvanoplastiker Berlins und Umgegend veranstaltete in Gemeinschaft versammlung statt, in der Frau Rohrlack über„ Die Frau und einen Beweis, daß sich sein Lehrstellen- Nachweis bewährt, und be- mit dem Musikverein„ Allegro" eine Herrenpartie nach Tegel. Bei die Reichstagswahlen" referiren wird. Mitbürger, Handwerier, dauert mur, daß er noch zu wenig von Bewerberinnen benutzt wird. einem Aufenthalt im Restaurant„ Schüßenhaus" in Heiligensee Arbeiter, macht Eure Frauen auf diese Versammlung aufmerkſam! Sollte der Vereinsleitung unbekannt sein, daß auf dem Lehr- mietheten drei Theilnehmer an dem Ausflug ein Boot, um auf der Der Vertrauensmann. Tingsmarkt die Nachfrage seitens der Arbeitgeber Havel zu rudern. Als das Boot einige hundert Meter vom Ufer Groß- Lichterfelde. In einem gesperrten 2otal, näm das Angebot von Stellensuchenden überhaupt entfernt war, sah man, wie die Insassen die Plätze wechseln wollten. lich bei dichter, verl. Wilhelmstraße, feiert der Rauchklub Hohenübersteigt? Es ist merkwürdig, wie geschickt die kaufmännischen Sierbei schöpfte das Boot Wasser und schlug um. Sofort stießen zollern heute Abend sein Stiftungsfest. Die Parteigenossen werden Vereine, die die sogenannte Interessengemeinschaft zwischen Prinzipal drei Boote vom Ilfer ab und eilten zu Hilfe. Nach großer An- diese Handlungsweise beachten. und Bersonal auf ihre Fahnen geschrieben haben, immer wieder strengung gelang es, zwei der Verunglückten zu retten. Der dritte, über die Erörterung solcher wunden Punkte hinwegzugleiten ver- Musiker Vernhard Meier, tam aber nicht wieder zum Vorschein. stehen. Fürchten sie, daß die Interessengemeinschaft" dabei in die Die Leiche konnte trotz cifrigen Suchens bisher noch nicht gefunden Brüche gehen könnte? 11 Auf dem Bau ist gestern der Arbeiter Wilhelm Joernd aus der Kronprinzenstraße 25 zu Friedrichsberg verunglückt. Auf dem Neubau der Elektrizitätswerke in der Luisenstr. 36 rutschte von den eisernen Trägern, die hinaufgeschafft werden sollten, einer herab und traf Joernd an der rechten Hand, von der ein Finger vollständig abgequetscht wurde. Der Verunglückte wurde von den Arbeitsgenossen nothdürftig verbunden und dann einem Krankenhause zugeführt. werden. Der Vorstand des Arbeiter Bildungsvereins theilt mit, daß die nächste Vereinsversammlung nicht am Montag, den, 23. d. M. bei Obst, sondern erst am Donnerstag, den 26. d. M., abends 8 Uhr, im Klubhause( Bayrischer Hiesel"), Haupt. straße 4/5, stattfindet. Tagesordnung: Die Erhöhung der Brot preise und deren Ursache". Referent: Buchdrucker Herm. Schubert." Wir erwarten, daß die Mitglieder des Arbeiter- Bildungsvereins in anbetracht des wichtigen Themas lebhaft für den Besuch dieser Versammlung agitiren. Alles Nähere durch Inserat und Plakate. Steglik. Wir machen auf die am kommenden Donnerstag stattfindende Voltsversammlung aufmerksam, in welcher Getosse Robert Schmidt referiren wird. Reinickendorf. Dienstag, den 24. Mai, abends 8 Uhr, findet seine Unterdrücker zu stärken wissen, dafür wird aus Tempelhof Wie unsere Feinde den Eifer des arbeitenden Wolfes gegen ein drastisches Beispiel berichtet. Die Parteigenossen von Tempelhof und Mariendorf wollten am 17. d. M. in Tempelhof eine allgemeine um mit diesem Rücksprache nehmen. min Vom Komitee für Ferienkolonien wird uns zu dem in Gegen die Radfahrer trat die Polizei am Himmelfahrtstage Wählerversammlung abhalten und begaben sich zu diesem Zwede Nr. 115 gebrachten Bericht gemeldet, daß in zahlreichen Fällen das mit außergewöhnlicher Schärfe auf, indem sie in den von den einige Genossen zu dem Gastwirth Wienede, Tempelhof, Nomitee aus einem besonderen Fonds, aus privaten Mitteln und Fahrern hauptsächlich besuchten Straßen Posten, die nur auf die Berlinerstr. 33, durch Heranziehung mildthätiger Gönner für besonders bedürftige Radfahrer zu achten hatten, aufstellte. Es wurde streng darauf ge- Herr Wienecke, welcher seinen Saal zu Gewerkschafts- VerSer nicht nur Kleidung, sondern auch alle möglichen Heilmittel halten, daß die in der letzten Zeit eingeführten polizeilichen Vor- fammlungen hergiebt, willigte auch ein, und so wurden uno Bandagen fostenlos besorgt. Die Auswahl der Kinder erfolgt fchriften genau beachtet wurden. ouf grund der von den Vertrauensärzten nach eingehender die Verfügung übertraten, wurden ohne weiteres zur Bersonen angemeldet. Die zahlreichen Personen, welche Plakate bestellt und die Versammlung bei dem Amtsvorsteher Am andern Tage mußte Herr Wienecke auf Untersuchung ausgestellten Attesten, die in fünf laſſen zer- feſtſtellung angehalten. Die letzte Veranlassung zu diesem Vorgehen dem Amtsbureau erscheinen, wo ihm eröffnet wurde, fallen. Kranke Kinder, oder solche, die durch Ansteckung dürfte ein Unfall gegeben haben, der sich am Donnerstag frith an daß in seinem Lotal teine sozialdemokratischen eine Gefahr für die anderen kleinen Kolonisten heraufbeschwören der Ecke der Linien- und Alten Schönhauser Straße ereignete. Ein Versammlungen stattfinden dürfen, laut- Kontrakt tönnten, sind natürlich ausgeschlossen. Das Komitee hat sich nicht Radfahrer überfuhr hier in leichtfertiger Weise ein dreijähriges mit seinem Hauswirth( Herr Wienecke ist nur Pächter des Lokals). die Aufgabe gestellt, kranke Kinder in Obhut zu nehmen, sondern Kind, das an der Hand eines Dienstmädchens den Fahrdamm über- So war für diesmal Tempelhof gerettet. solche, die sich in Refonvaleszenz befinden. Nur in vereinzelten schritt. Der schuldige junge Mann entzog sich seiner Feststellung Die Genossen zogen nu gen Mariendorf und fanden in dem Fällen werden auch solche schwächlichen Kinder berücksichtigt, deren dann durch die Flucht. Wenige Tage vorher war auch der Schul- Gastwirth Karl Siebert, Chauffeestr. 16, einen Mann, welcher Eltern, in etwas besseren Verhältnissen lebend, sich erbieten, den direktor H. beim Ueberschreiten des Fahrdammes in der Gollnow- versprach, seinen Saal zur Abhaltung einer Wählerversammlung hervollen oder Betrag einen Theil der Kosten zu vergüten, aber straße von einem Radfahrer zu Boden gestoßen worden und hat zugeben. So wurden auch hier die nöthigen Schritte gethan; als auch diese Fälle finden nur Berücksichtigung, wenn es den Eltern hierbei eine Schulterverlegung erlittent. aber am Montag, den 16. d. M., einige Genossen zu Herrn Siebert nicht möglich, selbständig auf eigene Soften, welche ja bedentend famen, erklärte er, daß er seinen Saal nicht geben kann, warum höher als bei uns, ihre Kinder hinauszusenden. Für Radfahrer. Vom 20. d. M. ab werden an Sonn- und vermochte der Herr nicht anzugeben. Am Dienstag hatten sich sehr Weiter wird uns in folgendem eine Personenverwechselung Festtagen noch weitere Züge mit besonderen Gepäckbeiwagen mit der viele Personen, darunter eine Anzahl aus Marienfelde, eingefunden, berichtigt:" Frau Direktor Jessen hat das in Ihrem Blatte erwähnte Aufschrift:" ür Fahrräder" ausgerüstet werden und zwar die Züge um der Versammlung beizuwohnen, und Bedauern nicht ausgesprochen. Derr, Brebiger Dr. C chulz, 397 ab Potsdam, Wannsee- Bahnhof 6,46 abends, 817 ab wann fahren, da der Wirth, jein gegebenes Wort, gebrochen hatte. welcher einen warmen Appell an die Erschienenen zur energischen ice 9,24, 567 und 571 ab Bossen 7,35 beziv. 10,5, 242 und 252 ab Die Feinde des arbeitenden Volkes müssen keine Ahnung davon Mithilfe richtete, damit alle angemeldeten Kinder berücksichtigt werden Bernau 7,37 beziv. 10,15, 3ug 523 ab Nanen 8,22, 386 und 390 ab haben, daß mit solchen Maßnahmen, wie sie hier gegen die Sozialtömten, empfahl, die Behörden zu Beitragszahlungen heranzuziehen, Königs- Wusterhausen 7,52 bezw. 9,52, die Züge 1083 und 1093 ab demokratie angewendet werden, gerade das Gegentheil dessen und bedauerte, daß der Indifferentismus gegenüber den Aufgaben Spandau 7,37 bezw. 9,50, 1080 und 1092 ab Strausberg 7,55 bezw. erreicht wird, was sie zu erreichen hoffen. Weit agitatorischer für unjerer Zeit, wozu er auch die Erziehung träftiger Mütter und 9,43, 1072 und 1084 ab Fürstenwalde 6,16 bezw. 8,5, sowie die die siegende Sozialdemokratie, als je eine Wahlrede wirken könnte, Bürger rechnete, noch nicht überwunden sei." Züge 1085 und 1001 ab Potsdam( Stadtbahn) 7,28 bezw. 8,19 abends. wirken die Saalabtreibereien und ähnliche, so recht von Wir hatten irrthümlicherweise einige ähnliche Ausdrücke der Frau Bur Vedienung der für die Fahrräder bestimmten Gepäckwagen soll deutschem Mannesmuth zeugende Großthaten. Wenn die VoltsDirektor Jessen zugeschrieben. Im übrigen wird unsere Ansicht je ein von der vorgesetzten Verkehrsinspektion bestellter Arbeiter, der feinde das noch nicht wissen, so sollen sie es am 16. Juni erüber die Nuzulänglichkeit des gegenwärtigen Wirkens der Ferien- mit dem Transport von Fahrrädern Bescheid weiß, die bezeichneten fahren! folonien und über die dringende Nothwendigkeit, daß die Kommune Züge begleiten. Die Berliner Parteigenossen jedoch werden dem wortin diesem Punkte ihrer sozialen Pflichten eingedenk handle, Durch einen Schuß in den Kopf versuchte sich am Donnerstag brüchigen Wirth Siebert in Mariendorf, Chausseestr. 16, eine durch diese Zuschrift ja mur bestätigt. Erfreulich ist, daß Abend der 38 Jahre alte Gemeindeschullehrer Rudolf Ludwig aus ganz besondere Beachtung schenken. Im Kriege tennt man keine das Nomitee, der Zuschrift zufolge, jetzt anscheinend in der der Andreasstraße 78 zu tödten. Ludwig, der in der 4. Klasse der Rücksichten! Lage ist,„ besonders bedürftigen Kindern" durch Anschaffung 12. Gemeindeschule in der Krautstraße 49 unterrichtet, wohnte als Für die preußischen Kulturzustände ist es bezeichnend, daß der erforderlichen Kleidungsstücke den Aufenthalt int den Sunggeselle feit neun Jahren bei dem Tischlermeister Schmidt. in Sachen der Reichstagswahlen selbst in nächster Nähe von Ferienkolonien zu ermöglichen. In früheren Jahren mußten Eltern m letzten Jahre zeigte er, sonst cint aufgeräunter Berlin noch Ungehörigkeiten ganz unglaublicher Natur vorkommen. oder Vormünder sich gleich bei der Anmeldung schriftlich verpflichten, und liebenswürdiger Mensch, wiederholt Spuren der nervösen Auf- Aus Groß- Lichterfelde wird uns berichtet: Während einem die erforderliche Ausrüstung zu liefern. Dieselbe bestand für Knaben regung. Vorgestern war das jedoch nicht der Fall. Schmidt hatte Theil von Wählern am Himmelfahrtstage die Einsichtnahme der in zwei Paar Stiefeln, zwei Anzügen, drei Hemden, drei Taschen- seinen Sohn und seine Schwiegertochter von auswärts zum Besuche Listen gestattet wurde, mußten andere wieder unverrichteter Dinge tüchern, drei Paar Strümpfen 2c., und für Mädchen in zwei Kleidern, bei sich. Mit diesen unterhielt sich auch Ludwig, und als er sich um abziehen, da ihnen die Einsichtnahme verweigert wurde. einem wollenen Unterrock, einem leichten Unterrock, zwei Paar Leder- 6%, 1hr beim Antritt ihrer Rückreise von ihnen verabschiedete, merkte inter allen Umständen hat die Ortsbehörde allen Interessenten schuhen, drei Hemden, drei Paar Strümpfen, einer warmen Jacke, man ihm nichts an. Um so größer war die leberraschung der ohne Ausnahme die Einsicht der Wählerlisten heute, am einem Hut 2c. Wer diese Gegenstände nicht mitbringen konnte, war Wirthsleute, als sie kaum eine Viertelstunde später einen Schuß Sonntag. wie an den folgenden Tagen zu gestatten. Unsere früher von vornherein ausgeschlossen, denn die Beschaffung aus dem fallen hörten und Ludwig in seinem Zimmer in seinem Bute liegen Parteigenoffen werden ersucht, am kommenden Sonntag davon Wohlthätigkeitsfonds konnte nur ganz vereinzelt erfolgen. jahen. Der Mann hatte sich eine Revolverkugel in die rechte Schläfe den ansgiebigsten Gebrauch zu machen und Zurückgejagt und mußte sehr schwer verletzt mit einem Lück'schen Wagen in weisungen dem Genossen S. Wenzel, Lankwizerstr. 6, zu ein Krankenhaus gebracht werden. melden. Wie nothwendig es ist, daß die Straßenbahnangestellten ftch träftig organisiren, beweist wiederum folgender, von einem hiesigen Blatte gebrachter Bericht: Lebhafte Mißstimmung gegen die Berliner Durch Mannschaften der 7. Kompagnie des Eisenbahn- Beinahe verdoppelt hat sich die Zahl der ReichstagswahlStraßenbahn Gesellschaft macht sich unter den Schaffnern der elektrischen Linie Kreuzberg- Demminerstraße geltend. Zur unliebsamen Regiments Nr. 1 sind gestern Nachmittag 5 1hr die stehengebliebenen Berechtigten seit der letzten Wahl im Stadtkreise Charlotten burg. In den jegt ausliegenden Listen sind 36 289 Wahlberechtigte Ueberraschung der Schaffner ist ihre Wartezeit an den Endhaltestellen, Mauern der Borsigmühle gesprengt worden. verzeichnet, während bei der letzten Reichstagswahl am 15. Juni 1893 welche früher 17 Minuten betrug, nämlich auf 6 Minuten herabgesett Straßensperrung. Die Adalbertstraße von der Köpnickerstraße mur 18 400 Wahlberechtigte gezählt wurden. Eine besondere Eigenund außerdem der Besuch von Schanklokalen wie überhaupt die Ent- bis zur Brückenrampe wird behufs Umpflasterung bis auf weiteres thümlichkeit weist unter den 46 Wahlbezirken der Stadt Charlottenfernung vom Wagen gänzlich untersagt worden. Infolge dessen müssen für uhrwerte und Reiter gesperrt, desgl. die Dieffenbachstraße von burg der 38., die Gegend des Savignyplages, auf. Wegen der die Schaffner ihr Effen förmlich hinunter würgen. Bezeichnend ist der Grimmstraße bis zur Gräfestraße, ferner die Wienerstraße und vielen in Berlin beschäftigten Junggesellen, die dort wohnen, ist in die Begründung dieser menschenfreundlichen Maßregel. Die Pferde das Görlitzer Ufer von der Wiener Brücke bis zum Nampefuß. jenem Bezirk mehr als die Hälfte der Einwohner wahlberechtigt. bedurften einer Ruhepause von mindestens einer Viertelstunde; Menschenmaterial ist freilich nach Ansicht der Gesellschaft, billiger zwischen zwei Zügen der elektrischen Straßenbahnen Kreuzberg- 1563 in die Wählerlisten eingetragen. Ein schwerer Zusammenstoß ereignete sich am Donnerstag Bon wenig mehr als 3000 Ginwohnern sind dort nicht weniger als Demminerstraße und Zoologischer Garten- Schlesisches Thor an der Eine neue Stadtverordneten Wahl steht wiederum in Wann werden die angestellten sich endlich gegen solche frivole Ecke der Prinzen- und Gitschinerstraße. Ein mit einem Anhänge- Charlottenburg bevor. Der liberale Stadtverordnete Schuhand niederträchtige Behandlung zur Wehr sehen? Was fagen ferner die fommunalen Organe, die bei Annahme der neuen Verträge so wagen von der Bärwaldbrücke kommender Motorwagen lief nach machermeister Friedrich Hesse, welcher erst vor kurzem im vierten thaten, als ob sie sich auch der Interessen der Unterbeaten annähmen, einen Sommerwagen, in der Mitte auf und beschädigte ihn stark. Wahlzeit von 1898 bis 1903 neu gewählt worden war, hat sein mittags gegen 3 Uhr auf den letzten Wagen des anderen Zuges, Wahlgange der dritten Wählerabtheilung im 6. Wahlbezirk für die zu diesem Beispiel von Ausbeutungswuth? Die Fahrgäste, die zum theil absprangen, kamen durchweg mit Mandat niedergelegt; die Wahl dürfte wiederum zu lebhaften leichteren Kontusionen davon, nur eine alte Frau, die vom Sommer- Kämpfen führen. Bei der Hauptwahl hatten unsere Parteigenossen, vagen herunterfiel, mußte bewußtlos in einen benachbarten Haus- sowie Konservative und Freisimmige das Mandat heftig umstritten. fhr getragen und von dort mit einem Wagen der Unfallstation in Hoffentlich gelingt es diesmal der Arbeiterpartei, den Sieg zu erein Krankenhaus gebracht werden. ringen. zu beschaffen und daher weniger werth voll." Ein Neger ist in Berlin eingetroffen, um als Lektor an orientalischen Seminar der Universität thätig zu sein. Es ist der Fatih,( d. i. Rechtsgelehrter) Mohammed Beschir; er stammt aus Sano, der Hauptstadt des Sultanats Sokoto im mittleren Theil des Arbeiterrisiko. Von einem Gerüst ist am Mittwoch Abend in der Gasanstalt II zu Charlottenburg der Arbeiter Krieg abgestürzt. Der Verunglückte zog sich einen Beinbruch zu und mußte in das städtische Krankenhaus gebracht werden. Zu den Reichstagswahlen empfehlen wir folgende Schriften: 416 Seiten start. Eleganter Bädecker- Einband. Preis 3,- M. Porto 20 Pf. = einem Maurerstreit. Eine Anzahl Maurer erklärten fich bedauerlicherweise bereit, die Stellen der Streifenden einzunehmen, darunter ein Pole namens Josef Woiwode. Einer der Streikenden, der Maurer Karl Walter aus Berlin, kam dazu, als Woiwode mit dem Aus Nixdorf. Von einem Omnibus überfahren und schwer Polier verhandelte und äußerte zu letterem, er könne die Streifbrecher verlegt wurde eine ältere Frau, als sie auf dem Hermannplag aus ruhig einstellen, die Folgen würden diese aber zu tragen haben. Ein einem Pferdebahnwagen flieg. Die Bedauernswerthe wurde nach Beuge will gehört haben, daß Walter noch hinzufügte:„ Sie können Handbuch für Sozialdemokratische Wähler. dem Krankenhaus am Urban gebracht. An der Ecke der Berg- und ihre Knochen nach Hauſe tragen," welche Aeußerung Walter aber Kirchhofstraße ward der Scheerenschleifer P. von einem Bierwagen bestreitet. Woiwode will durch diese Aeußerung in Angst versekt" überfahren. Glücklicherweise waren die erlittenen Verlegungen nur worden sein, weshalb er einen vorüberkommenden Polizeigeringe, während der Schleifkarren des P. total zertrümmert wurde. beamten um Feststellung der Personalien des Walter ersuchte. Einen schweren Verlust hat eine Arbeiterfamilie in der Hermann- Diesem Wunsche kam der Beamte nach, worauf Walter sich straße erlitten. Diebe stahlen vom Trockenboden die sämmtliche kurz entfernte. Woiwode und andere Streitbrecher folgten ihm Darüber wurde dieser aufvorher aufgehangene Wäsche. Leider find die Spitzbuben noch nicht und lachten hinter Walter her. ermittelt. Das Lokal des Restaurateurs Lindgreen in der Schön- gebracht und gab an der nächsten Straßenecke dem Woiwode eine Backweiderstraße wurde in einer der letzten Nächte von Dieben erbrochen pfeife, wobei. zu Boden fiel. Walter hatte sich dieserhalb vor dem Der Amtsanwalt war und die vorgefundenen Vorräthe gehörig geplündert. Auch hier fehlt Rigdorfer Schöffengericht zu verantworten. jede Spur der Thäter. der Ansicht, daß Walter den Woiwode nur deshalb geschlagen habe, weil dieser arbeiten wollte; da Arbeitslustige in solDer Spreewald wird den Berlinern vom Pfingstfonntag abchen Fällen energisch geschützt werden müßten, beantrage er gegen vollständig erschlossen sein. An diesem Tage soll nämlich die neu- den Angeklagten 6 Monate Gefängniß. Walter betonte, daß erbaute Lübben- Kottbuser Kreisbahn dem Verkehr übergeben werden. Bisher konnte nur ein Theil der bekannten Gegenden von Süden er den 28. nur wegen seines höhnischen Lachens geschlagen habe. ( Lübben und Lübbenau) her besucht werden, die neue Bahn wird Der Gerichtshof schloß sich aber den Ausführungen des Amtsanwalts den Touristen im Norden und Often des Spreewaldes an die früher an und erkannte auf 6 Monate Gefängniß! nur schwer zugänglichen Gebietstheile des Waldes heranführen. Theater. Das Berliner Theaterjahr hat nun in wenigen Tagen sein Ende erreicht. Die Haupttheater werden bald geschlossen, diesmal aber zu Anfang August wieder geöffnet. In den Theaterdirektionen tritt mehrfach ein Wechsel ein, die wichtigste Verschiebung bildet die Uebernahme des Lessing- Theaters durch Neumann- Hofer. Ju literarischer Beziehung war das vergangene Theaterjahr verwirrend reich an Menge, und in schroffem Gegensatz hierzu stand der innere Werth. Wenn man Halbe's" Mutter Erde", Sudermann's Johannes" und allenfalls die Talentprobe Langmann's in" Bartel Turafer nennt, so hat man die Ausbeute an ernsteren Dramen beifammen. Musikern. Der fromme Prediger Ernst Lehmann and Zielenzig hatte es mit feinen Konfirmandinnen im Punkte eigenartiger Auslegung„ christlicher" Liebe so schlimm getrieben, daß er wegen Sittenverbrechens in Haft genommen wurde. Vorgestern ist der Brave von der Straffammer Frankfurt a. D. zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt worden. Ueber den Landesverrathsprozeß, der gestern begonnen hat, auf den wir in voriger Nummer furz hingewiesen haben, wird aus Leipzig berichtet: Vor dem vereinigten zweiten und dritten Straffenat des Reichsgerichts begann am Freitag der Prozeß gegen den Schriftsteller Gustav Minster wegen Verbrechens des Landesverraths auf grund des§ 3 des Gesetzes vom 3. Juli 1893 betr. den Verrath militärischer Geheimnisse. Den Vorsitz des Gerichtshofes führt Senatspräsident Dr. Löwenstein, die Ober- Reichsanwaltschaft vertritt Ober- Reichsanwalt Hamm, die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Dr. Wildhagen. Die Verhandlung ist öffentlich. Es find 8 Zeugen und Major Was die schauspielerische Seite des Theaters anlangt, so war Dr. Wildhagen. Die Verhandlung ist öffentlich. Es find 8 Beugen und Major für dics Jahr, wie für die Entwicklung Berlins als Theaterstadt laden. Der Angeklagte bestreitet seine Schuld. Auf Befragen des Geyer vom preußischen Kriegsministerium als Sachverständiger geBerlin bildet hierbei die Fülle der Gastspiele sehr bezeichnend. nicht blos eine Bentrale für Deutschland und Deutsch- Desterreich, es Präsidenten erzählt er, er sei, nachdem er aus dem Gefängniß zu ist der internationale Markt für die schauspielerische Kraft und Arbeit Landau geflüchtet, nach Paris gegangen; er habe vom Landtagsgeworden. Der Berliner Erfolg giebt das Merkwort und Geleite Abgeordneten Holb eine Empfehlung an Rochefort gehabt. In einem Manne Paris sei er von namens Alt aufgefordert für die Rundreisen der Künstler, ähnlich wie bei den konzertirenden worden, ihm geheime militärische Nachrichten aus Deutschland So groß war die Menge der Gastvorstellungen von und zu besorgen Franzosen, Engländern und Italienern, daß die Kritik z. B.( nicht ez zu gehen. Er sei scheinbar auf diesen Vorschlag eingegangen zu diesem Zwede nach Straßburg und zu ihrem Vortheil) vor Massenaufgaben stand, wie man sie nie weg zu gehen. Er sei scheinbar auf diesen Vorschlag eingegangen und habe Intendanturbeamte in Metz zu gewinnen gesucht, ihm vorher weder in Berlin, noch sonstwo gekannt hat. Eine spanische militärische Fahrtverzeichnisse und Mobilifirungspläne zu geben. Die Truppe sollte noch mit der spanischen Duse an der Spize im Mai Beamten hätten ihm auch Versprechungen gemacht, diese aber nicht eintreffen, der Krieg hat uns vor dieser Invasion bewahrt. Das letzte, bedeutsamere Theaterereigniß ist das Gastspiel der gehalten. Er würde, wenn er die Dinge erhalten, dieselben gefälscht Wiener Tragödin Adele Sandrock im Goethe- Theater. die gesandten Verzeichnisse dann ungefährlich gewesen. Der Gerichtshof und die Fälschungen an Alt gesandt haben; infolge der Fälschungen wären Der Eindruck ihrer Maria Stuart am Mittwoch war unvergleichlich erkannte auf eine Zusatzstrafe zu den noch nicht verbüßten Strafen, reiner, als der ihrer Francillon; zu Schiller's glanzvollen Versen will der getragene Burgtheaterstyl eher passen, als zur Prosa des welche der Angeklagte in Wiesbaden und München wegen Betruges jüngeren Dumas. Frl. Sandrock sucht mitunter zwischen dem Realis- erhalten hatte, von 5 Jahren und 1 Monat Zuchthaus, 10 Jahren mus der Sprache und der idealisirenden Deklamation zu vermitteln. Ghrverlust und Zulassung von Polizei- Aufsicht. Bei der StrafDamit deckt sich schließlich auch die Tradition des Wiener Burg- Deutscher ist, mit besonderer Dreistigkeit versucht hat, Beamte zu abmessung wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte, obwohl er ein theaters. Im übrigen ist das Wesen des Frl. Sandrock weniger verleiten, einen Werrath am Vaterlande zu begehen. auf Wärme und Beweglichkeit, als vielmehr auf geistige Schärfe und heroische Kraft gestellt. Soweit die königliche Energie in den Höhepunkten der Maria Stuart Rolle durchbricht, wirkt Frin. Sandrock wuchtig, und wir hätten in Berlin feine Schauspielerin, die ihr das rhetorische Kunststück in der Unterredung mit Burleigh zum Schluß des ersten Aftes nachspräche. Wie sie ihr königliches Recht vertheidigt, da klingen die Worte, als blitzten stählerne Waffen. Weichere, weibliche Regungen zu veranschaulichen fällt der Wiener Künstlerin unvergleichlich schwerer. Hier muß sie mit allerhand Kunstmitteln nachhelfen, dort kann sie freie Natur, ihr persönliches Temperament walten lassen. Versammlungen. Nicht blos für Agitatoren, sondern für jeden Wähler unerläßlich, der sich über die vollsfeindliche Thätigkeit des letzten Reichstages und die Gefahren eines fünftigen Kartell Reichstags unterrichten will. Stellung und Forderungen der verschiedenen Parteien, Stener: wesen, Handelspolitik, Mittelstandspolitik, die Justizgeset gebung, Arbeiterschuh, Arbeiterversicherung, Militarismns, Marinismus, Kolonialpolitik- alle Fragen des politischen Lebens sind darin ausführlich behandelt und ein Anhang giebt reichliche Be lehrung über Wahlproteste, Wählerlisten, Wahlbeeinflussung 2c. Die Parteien des Deutschen Reichstags, ihre Programme, Entwicklung und Stärke. Von Dr. A. Braun. Preis 30 f. Porto 10 Pf. Enthält neben dem Wortlaut der Programme der verschiedenen Parteien auch die statistische Zusammenstellung der in jedem Wahlkreise für jede Partei abgegebenen Stimmen, sowie eine graphische Darstellung über die Entwicklung der Sozialdemokratie. Verfaffung, Wahlgefeh u. Wahlreglement des Deutschen Reichstags. Gebunden 30 f. Porto 10 Pf. Das Vereins- und Versammlungsrecht in Deutschland. Herabgesetzter Preis: Brosch. 1,- W. Bädeder Einband 1,20 m. Porto 20 Pf. Handbuch für Vereins- und Versammlungsleiter, zugleich ein Wegweiser für Reichstagswahlen. Preis 30 Pf. Porto 5 f. Enthält neben einem ausführlichen Sachregister auch das Reichstagswahl- Gesez und Wahlreglement in seinen Hauptbestimmungen, sowie die bei der Agitation hauptsächlich zu beachtenden Strafgesetz- Paragraphen. Das höchste Recht des Volkes, Darstellung der verschiedenen Wahlsysteme nach den Gesichts: punkten der Vernunft und Gerechtigkeit und Freiheit. Von P. Vitalis. Preis 20 P1. Porto 5 Pf. Das allgemeine Stimmrecht und die Sozialdemokratic. Mit besonderer Berücksichtigung des Frauenstimmrechts und Proportionalwahl Systems. Bon A. Bebel. Preis 20 Pf. Porto 5 Pf. Klaffenpolitik und Sozialdemokratic. Zwei Etatsreden von A. Bebel. Preis 15 Pf. Porto 5 Pf. Graf Posadowsky u. die Koalitionsfreiheit. Preis 15 Pf. Porto 5 Pf. Programm der Sozialdemokrat. Bartei Deutschlands. Preis 5 Pf. 100 Stück 50 f. 1000 Stück 5 M. Grundsätze und Forderungen der Sozialdemokratic. Erläuterungen zum Erfurter Programm. Von K. Kautsky und B. Schoenfant. Preis 10 Pf. 100 Stück 7 M. 500 Stück 30 M. 1000 Stück 50 m. Das Erfurter Programm in seinem grundsätzlichen Theil. Von K. Kautsky. Preis 1,50 M. Geb. 2 M. Porto 20 Pf. der Reihe der Schauspielhäuser. Es wird zur Opernbühne, wozu es scharfe Stritit übten. Schließlich fand nachstehende Erklärung gegen Barlamentarismus, Volksgesetzgebung Nach dem Gastspiel der Sandrock scheidet das Goethe- Theater aus durch seine Anlage, die dem gesprochenen Wort so schwer eine intime Wirkung sichert, eher geeignet erscheint. -ff. Gerichts- Beifung. Der Sie Vermischtes vom Tage. In und Sozialdemokratie. Von K. Kautsky. Preis 75 Pf. Porto 20 Pf. Nieder mit den Sozialdemokraten. Preis 10 Pf. Agitationsausgabe: 100 Stück 3 M. 500 Stitd 10 M. 1000 Stück 15 Mart. Bei größeren Bestellungen fann am Schluß Namen und Empfehlung des Kandidaten aufgedruckt werden. Wen wähle ich? Neu bearbeitet von R. Ca Iwer. Preis: 10 3f. 100 Stüd 4 M. 1000 Stid 16. 10 000 Stück 120 M. Bahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung Vorwärts Beuthstrasse 2, Berlin SW. Vereinszimmer, gr., Simeonstr. 23. Restaurant Klugmann, Eine Protestversammlung, einberufen vom Verein Frauen= studium", tagte am Mittwoch im Saale„ Bechstein". Der Protest richtete sich gegen die Stellungnahme des Ministers und des preußischen Abgeordnetenhauses zum Frauenstudium. Der Minister Boise, der brieflich eingeladen war, war nicht erschienen. Als Rednerinnen traten Frau Cauer, Frl. Dr. jur. Anita Augspurg, Frau Marie Stritt u. a. auf, die an den Verhandlungen des Landtages eine 16 Stimmen Annahme: Die Frauen haben ein Recht auf öffentliche Bildungsanstalten. Sie dürfen, gestützt auf die Verfassung, Zulassung zu jeder Art von wissenschaftlicher Bildung beanspruchen, nicht im Gnadenwege individuelfer Erlaubniß, sondern als allgemeines Recht, nicht durch das Mittel minderwerthiger oder privater Anstalten, sondern durch Eröffnung vollwerthiger, staatlicher und Vom Prügelrecht der Prügelpädagogen. Eine bemerkens fommunaler Bildungsstätten. Die Frauen verlangen von den Werthe Entscheidung wurde gestern bon der vierten Straf- Abgeordneten des Reiches und des Landes, daß sie sich als Vertreter tammer am Landgericht II getroffen. Der Sohn des Schlossers des ganzen Volkes und nicht nur einer Hälfte desselben betrachten, Möllniz in Nummelsburg tam am 11. November v. Js. daß fie demgemäß die berechtigten Forderungen der Frauen an den hintend aus der Schule nach Hause und erzählte seiner Staat in gebührend nachdrücklicher, vor allem aber in würdiger Form Mutter, der Lehrer Wille habe ihn im Schulhause, außerhalb zum Ausdruck bringen." des Klassenzimmers, dermaßen geschlagen, daß er nicht mehr laufen könne. Die Mutter ging nach der Schule, stellte den Lehrer Wille zur Nede und fragte ihn, ob er ein Recht habe, Kinder, deren Lehrer er nicht sei, zu schlagen. Der geschlagene Knabe besucht näm Ein Dienstknecht aus Groß- Fahlenwerder bei Landslich eine Klasse, in welcher Lehrer Wille nicht unterrichtet. Gefragte machte statt aller Antwort mit dem Zeigefinger eine freisende berg a. W. gab auf ein Mädchen, das seinen Liebeswerbungen kein Gehör schenkte, einen Revolverschuß ab, der es nur leicht verletzte. Bewegung an seiner Stirn und machte dazu die Bemerkung: find wohl...?" Diese Behandlung empörte die Frau und sie ließ sich Darauf erfchoß er sich selbst. hinreißen zu den Worten: Sie wollen Stinder erziehen? Gehen Abhängen des Riesengebirges niedergingen, sind zwei ArBei den schweren Gewittern, die an den südlichen Sie doch selbst in die Schule!" Der letzte Sazz follte wohl eine beiter aus Rochlitz( Böhmen) vom Bliz erschlagen worden. In Anspielung auf das jugendliche Alter des Lehrers sein, der in der Mor chen stern fuhr der Blig in ein Gasthaus, tödtete eine Person, That erst 21 Jahr alt ist. Wegen dieser Bemerkung stellte der Lehrer Strafantrag wegen Beleidigung. Das Schöffengericht verurtheilte die verletzte drei schwer und mehrere andere leicht. Bei LangenAngeklagte Frau Möllniz zu 30 M. Geldstrafe und sprach dem brück wurde eine Bäuerin auf freiem Felde vom Bliz erBeleidigten die Publikationsbefugniß zu. Gegen dieses Urtheil Gewitter und wollenbruchartige Regen vielen Schaden an. Gegen dieses Urtheil schlagen. Auch über dem Hirschberger Thale richteten wurde Berufung eingelegt. Vor der zweiten Instanz betonte Kunnersdorf wurde ein Mann vom Blize getroffen und ge= der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wurm, daß das Züchtigungsrecht des Lehrers doch nicht weiter ausgedehnt werden dürfe, als auf tödtet, in kammerswaldau ist eine Besitzung niedergebrannt. Donnerstag früh explodirte auf der Moldau bei die Schüler seiner Klasse, denn mir diese seien seiner Erziehung an Brag an Bord des zur Abfahrt bereiten Dampfers Kaiser Franz vertraut. Jedenfalls stehe der Angeklagten der Schutz des§193 zu. Josef I." der Kessel. Das Schiff wurde zertrümmert. Bisher Ihr Sohn sei schwer mißhandelt worden, sie habe müssen zum wurden als Opfer drei Todte, drei Schwerverwundete und vier Arzt gehen und sich ein Attest ausstellen lassen, außerdem sei sie selbst Beichtverwundete festgestellt. Zwei oder drei Leichen dürften sich noch fchiver beleidigt und erst dadurch gereizt worden. Da sci doch mindestens eine Kompensation der Beleidigungen am Plaze. Der als im Wasser befinden. Man nimmt an, das Unglück sei durch UeberBeuge geladene Lokalschulinspektor Pastor Schläger erklärte, daß heizung des Kessels oder durch Wassermangel verursacht. In einer Budapester Kaserne brach am Donnerstag besondere Vorschriften darüber nicht bestehen, ob einem Lehrer über im Pferdestall Feuer aus. Bei den Rettungsarbeiten verunglückten Kinder, welche zwar seine Schule, aber nicht seine Klasse besuchen, Tischlergehilfe verlangt Ebstein nahme und reichen Kranzspenden bei 35836 das Züchtigungsrecht zustehe. Würde er vom Lehrer um die Er- sechs Personen. u. Co., Wilhelmstr. 51. Der britische Torpedojäger Sunfish" tollibirte im der Beerdigung meiner lieben Frau, laubniß angegangen worden sein, diesebe Sund mit einer Galeasse. Letztere ist gesunken. Malergeh., gut. Farbenmischer, nicht versagt haben. Er müsse allerdings insbesondere dem Gesangverein Nord: w. geschmackvolle Schablonendecken der Bei einer botanischen Exkursion, die Studenten von geben, daß der Lehrer frant und baber leicht erreg=& ausanne auf den Dent du Midi unternahmen, fiel einer der wacht für den schönen Gesang, sagen Neuzeit herſtellt, aber nur solchen, fucht Derselbe führe ein straffes Regiment, Theilnehmer beim Abstieg so unglüdlich auf seinen Eispidel, bar sei. E. Paasch, Charlottenburg, Wallstr. 67. den herzlichsten Dank Farbigmacher u. Versilberer verweshalb schon mehrfach Beschwerden eingegangen Tangt Rixdorf, Schöneweiderstr. 27. seien, die sich aber in Güte hätten erledigen lassen. Der Gerichts- daß ihm der Bauch aufgeschnitten wurde und er eine Stunde darauf L. Stolzenburg nebst Kindern. Ich erkläre hiermit, daß das Gerücht hof gelangte schließlich zu dem Urtheil, daß der Schutz des§ 193 der Steinträgermeister Ein heftiger Wirbelsturm mit starkem Hagelschlag über Herrn Oceowsky und Frau auf Angeklagten zwar zur Seite stand, doch nur so lange, bis sie den Die Straßen wurden in unwahrheit beruht, ich auch nie eine f. größ. Neubau( 5 Stock) ges. Off. Lehrer zur Rede stellte, warum dieser ihren Sohn geschlagen. Dieser wüthete in Cagliari( Sardinien). Der Hagel lag einen auf seine Frau bezügliche Aeußerung m. Preisford. unter Z 3 a. d. Exped. gethan, und erkläre dieselben für ehren des Blattes. Schutz reiche aber nicht bis zu dem Moment, wo sie den Lehrer be- furzer Zeit in reißende Ströme verwandelt. haft. Emil Nutsch. leidigte.( 1) Es müsse angenommen werden, daß dem Lehrer auch Meter hoch. Die Felder der Umgegend find verwüstet. In der Nähe der Station Gouesnou bei Brest sind Restaurant zu verkaufen. Näheres über diejenigen Schulkinder, welche zwar seine Schule, Ein braver Junge kann die Bäckerei 45 Personen wurden Friedrichsbergerstr. 14, of p., Luplow. erlernen. Derselbe erhält bei freier doch nicht seine Klaffe besuchen, ein 8 iichtigungsrecht zustehe wei Büge zusammengestoßen. berlegt, darunter 9 schwer. Aus allen diesen Gründen sei die Berufung zu verwerfen. Den geehrten Freunden u. Genossen Station gleich wöchentlich 3 Mart. Eine heftige Feuers brunst zerstörte fast das ganze Dorf empfehle mein Garten. Lekal Eintritt baldigst. Wie die heutige Rechtsprechung sich der Träger der Buits Drouet bei Chartres. 22 Häuser mit Scheunen sind ein- nebst Tanzsaal. W. Maldauer, nationalen Arbeit" annimmt. Während rüpelhafte Studenten, geäschert. Drei Kinder und zwei Erwachsene sind in den Flammen Familien tönnen Staffee tochen. Wiesbaden, Marktstraße 16. Frauenprügler, prügelnde Schußleute vor deutschen Gerichten zum theil umgekommen. Adolf Martin, außerordentlich milde davonkommen, werden ausständige Arbeiter, die sich Werder a. d. H., Kugelweg 58. Junge Mädchen, vierzehn bis eines geringen Vergehens zu schulden kommen lassen, mit der schwersten Wetter- Prognose für Sonnabend 21. Mai 1898. W. Pahr sechzehnjährig, brab, geschickt, zum Strafe belegt. Ein besonders bemerkenswerther Fall wird aus Ziemlich trübe, am Tage fühler bei mäßigen füdlichen Winden;, Rigdorf berichtet: Im Februar d. J. kam es auf einem Neubau etwas Regen und Gewitterneigung. 35846 lohn von 4 Mart per Woche, 35806 in der Thüringerstraße zu Rigdorf wegen Lohnstreitigkeiten zu Berliner Wetterbureau. verkauft sof. Barbier- Gesch. Golzstr. 46. Ehrlich, Seydelstr. 27( Spindlershof). Berantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. würde er 811 starb. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guterBater, der Gastwirth Carl Mende am Mittwoch Abend 512 Uhr im Alter von 49 Jahren sanft ent schlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. d., Nachm. 4 Uhr, von der Halle des Thomas Kirchhofes in der Hermannstraße aus statt. Charlotte Mende und Kinder, Werneuchenerstr. 10. Danksagung. Zur neuen Schenne[ 5161L* früher Wagner's Rüh'. Rummelsburg, Chauffeehaus. Gr. Saal, schatt. Garten, Naturwald, 5000 Perf. faff. Regelbahnen, Kaffeeküche. Restaurant zur Erholung. Köpenick, Kaulsdorferstrasse. Gr. Frühstückstisch. Ferd. Pole. Möbl. Schlafft. Holzmarfiftr. 73, IV I. Arbeitsmarkt. verl. Admiral. Allen Verwandten, Freunden 1 Versilberer Straße 7. 22/18 und Bekannten für die rege Theil: 5151L* 35306 Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112. lernen auf Busfedern gegen Anfangs, Schießbnde Br. 17. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. habe. nur den Willen " Mit einem Wort: mit alle tvar, aus Sonnabend, 21. Mai 1898. und der in in an der Wahlversammlungen. Blätter in scharfen Worten abfertigte. Seine Angaben über Miß- Beschlüsse, die für die Maurer Berlins nicht bindend seien, da die stände beim Militär sagte Bebel- hätten sich in den weitaus meisten lokale Richtung von den Zentralisten überrumpelt worden sei. fich Im fechsten Berliner Reichstage.Wahlkreis fand für die Fällen als wahr erwiesen. Wenn ihm in einzelnen Fällen un- Nach einer langen, mehrstündigen Distuffion, Behrend, Vorpahl, A. Richter, zutreffende Informationen ertheilt worden, ihm also Irrthümer. Jänsch, Schönhauser Vorstadt am Mittwoch eine Volksversammlung unterlaufen seien, so sei ihm nichts anderes passirt, als was jedem nö ppchen, Uetert, Scheel, Weidner, Datste, in Schneider's Lokal, Belforterstr. 15 statt. Genosse Borgmann als Referent hatte seinen Ausführungen die Frage: Was will die Staatsanwalt paffire, wenn ein von ihm Angeklagter freigesprochen Rölling und Fr. Wilte betheiligten, die ausnahmslos das BerReaktion und was wollen wir" zu Grunde gelegt. Redner, der ein- wird, und was jedem Gerichtshof passire, dessen Urtheil durch die halten der zentralen Richtung und insbesondere deren Leiter außerhöhere Instanz aufgehoben wird. gangs eine Stizzirung des Stärkeverhältniſſez der einzelnen Die Verunglimpfungen der ordentlich heftig kritisirten, gelangte mit allen gegen einige Stimmen politischen Parteieu Deutschlands von früher und heute gab, unter- Gegner würden ihn aber nicht abhalten, auch ferner alle Mißstände, eine Resolution zur Annahme, die nach Hinweglaffung der allerdie zu seiner Kenntniß fommen, zog alsdann das Berhalten derselben zu den verschiedensten Fragen Einen Gegner, der ohne jedes Scham- und Ehrgefühl solche Stechert tagende öffentliche Bersammlung der Maurer Berlins und zur Sprache zu bringen. schärfften Ausdrücke im wesentlichen wie folgt lautet: 1. Die bei von politischer, sozialer und wirthschaftlicher Bedeutung einer furzen, verurtheilt das Vorgehen der Verbändler auf aber treffenden Stritit. Er kommt zu dem Schluß, daß das Gros des nichtswürdigen Verleumdungen in die Welt sezt, den brandmarte er Umgegend der ersteht dem Rücktritt deutschen Volkes, die Arbeiterschaft, von den Vertretern hiermit öffentlich als einen erbärmlichen Schurken und Ehr das allerentschiedenste eine an Verbürgerlicher Parteien jedweder Schattirung nicht das geabschneider. Genosse oppe besprach kurz die am Montag in Lohntommissions- Mitglieder zentraler Richtung gegen die Berliner Maurer. ringste zu erwarten habe, obwohl alle vorgeben, dem„ fleinen Manue" Rigdorf stattfindende Gemeindewahl und empfahl den Genossen, von rath grenzende Handlungsweise hierfür ist, der Lohns ist, daß einer Betheiligung abzusehen, da ein Grundbefizer zu wählen und Beweis Sigung der thatkräftig zur Seite stehen zu wollen, sie thun dies aber mur, ein solcher unter den Rigdorfer Genossen nicht vorhanden ist. Der kommission beider Richtungen, die die Tagesordnung der am 12. Mai der Brotvertheurer stellt Redner die kulturellen Forderungen der Antrag wurde angenommen und die imposante Versammlung mit stattgefundenen Versammlung festsetzte, die Verbändler nichts von ihrem Rücktritt verlauten ließen, jedoch um den längst vorbereiteten Sozialdemokratie entgegen, an diversen Beispielen zeigend, daß nur einem brausenden Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. die leştere es ist, die es mit dem arbeitenden Volke ehrlich meint Charlottenburg. Gegen 600 Personen, unter denen besonders den Vororten durch Karten, sowie persönlich einluden und somit in Plan zur Ausführung zu bringen, die Verbändler von Berlin und und dessen Interessen ohne Scheu und Heuchelei vertritt. Die das weibliche Geschlecht start vertreten war, hatten sich zu der öffent- dem schon fleinen Saale den Berliner Maurern den Zutritt abWähler mögen darum am 16. Juni durch ihre Stimmabgabe be- lichen Volksversammlung in Bismarckshöhe eingefunden, in welcher geschnitten haben. Da die Versammlung am 25. Februar weisen, daß auch sie zu der Erkenntniß gekommen und dem die Genossin Lilly Braun über„ Die Bedeutung der Reichstags- Dieses Jahres bei Keller einstimmig beschlossen hat, in der Kandidaten der Sozialdemokratie ihre Stimme geben, gleich wahlen und die Frauen" referirte. In ihren Ausführungen bezeitig als Proteft für das bisherige volksfeindliche Verhalten leuchtete Rednerin besonders die Stellung der Frau in unserem ohnbewegung einig und geschlossen zusammen zu gehen, so ist die der Vertreter der bürgerlichen Parteien. Der von der Versammlung" Jahrhundert des Fortschritts". Seit dem Jahre 1882 Handlungsweise der Verbändler um so verwerflicher. 2. Die heutige. gezollte Beifall und der Umstand, daß eine Diskussion nicht beliebt habe Bersammlung spricht den Verbändlern das Recht ab, zu behaupten, die Anzahl der arbeitenden Frauen folossal zu= daß die Lohnkommission der Berliner Maurer aufgelöst sei und erwurde, legten Zeugniß ab, daß die Zuhörer mit dem Redner sich genommen, sodaß heute ein Drittel der gesammten weib- flärt, daß dieselbe nach wie vor weiter besteht, da nur der Austritt Vorsitzenden für rege Agitation und Betheiligung an der bevor- riesigen Andranges aber werde die Frau noch immer in den den Kommissionsmitgliedern der lokalen Richtung ihre volle Symstehenden Wahl schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die niedrigsten Berufen beschäftigt und mit den elendesten Löhnen ab- pathie dafür aus, daß sie die Berliner Maurer nicht im Stiche ges Sozialdemokratie. gespeist. Eine Folge aller dieser Mißstände sei naturgemäß die lassen, sondern die laufenden Geschäfte weiter geführt haben. Sie ist Die hier anfäffigen Polen veranstalteten am Montag im Kindersterblichkeit, Schwindsucht, Siechthum und Prostitution. Zu außerdem der Meinung, daß die Lohnkommission der Maurer BerLouisenstädtischen Konzerthause eine öffentliche Versammlung, in alledem müsse man noch die rechtliche Lage der Frau in betracht lins und Umgegend nunmehr durch drei weitere Mitglieder ergänzt welcher Stellung zu den bevorstehenden Reichstagswahlen genommen ziehen, welche weder ein Wahlrecht besigt, noch politisch oder wirth- werden muß, um eine gute Agitation zu entfalten. 8. Die Anwerden sollte. Der Einberufer, Schneiderm. Bertau, befürwortete haftlich irgend wie einen Einfluß auf die Gesetzgebung auszuüben wesenden sind der Ansicht, daß von der Wahl einer Liquidationsdie Aufstellung besonderer polnischer Kandidaten, um damit Protest im stande ist. Auch die ländliche Gefinde- Ordnung sei solch ein tommission Abstand genommen werden kann, indem sie das volle einzulegen gegen die von der Regierung beliebte polenfeindliche schönes Ding, das deren Dienstherrschaft jedes gelinde" Buvertrauen in die Revisoren der beiden Richtungen sehen. Sie Politit. Die Auswahl der Kandidaten solle man dem Komitee über- Büchtigungsrecht zugesteht. die Frauen verpflichten die Revisoren, die Abrechnung, Bücher und Belege zu lassen; in der Versammlung wurde aber bekannt, daß man bereits stehen gesetzlich auf einer Stufe den Unmündigen, prüfen und in einer Versammlung der Berliner Maurer in Gemeinden Sozialistenfresser, Prediger Wawrzyniat, in Aussicht genommen Geisteskranken und Verbrechern. Allein, was ginge auch die heutige schaft mit dem Kassirer Bericht zu erstatten. Die Versammlung ist Regierung und das heutige System die Frauenfrage an! Man hätte von den Revisoren mur zum Zweck des Berichts der AbLandtags- Abgeordneter von Szczanie di sprach dagen und ja etwas ganz anderes, Besseres zu thun: das Brot vertheuern, neue rieth von einer eigenen Kandidatur ab, da man dadurch nichts er- indirekte Steuern erfinnen und Heer und Flotte vergrößern! Man rechnung, sobald dieselbe im Druck fertig gestellt ist, eine sor, daß man die Stimmen nur einem Zentrumskandidaten geben Kultur fremder, ferner Länder und vergäße die Barbarei und Lohn- nach wie vor herauszugeben und nach Verbrauch desselben neues, zielen, sondern die Regierung noch mehr erbittern würde. Er schlägt fümmere sich in dem Hochgefühl seiner Weltmachtspolitik um die zuberufen. 4. Die Versammlung verpflichtet die Lohntommiffion, alles alte Material an Marken und Listen zum Zweck des Sammelns solle, weil diese auf einem und demselben religiösen Boden stehen flaverei im Inlande! Deshalb sei es Pflicht und Schuldigkeit einer Material in derselben Form und Farbe anfertigen zu lassen. und dieselben für den polnischen Schulunterricht eintreten. jeden denkenden Frau, ihre Lage nach Kräften zu verbessern und Hierauf wurde die Lohntommission durch Fischer, lekert und Dr. Wolfheim sprach langes und breites für einen frei- politisch Partei zu ergreifen. Ein braufender Beifall dankte der Rednerin änsch ergänzt. Als Revisoren wurden Berndt und A. Richter finnigen Kandidaten. Hierauf meldete sich Genosse Berfus zum für ihre zündenden Worte.- In der hierauf folgenden Diskussion giebt gewählt. Ferner wurden als Beitragssammler für Friedrichsberg: Wort. In seinen Ausführungen wandte er sich gegen die Aufstellung.nosse Stöber einige grelle Beleuchtungen zur Frauenfrage auf Brinkmann, für Rummelsburg: Pasch und für Rirdorf: Boß eines eigenen polnischen Kandidaten. Die Stimmen einem Zentrums- dem Lande, desgleichen Genosse Lüttschen. Von seiten der Gegner kandidaten zu geben, wäre ebenfalls nicht am Blaze, da das Zentrum sucht ein Herr Jentsch der Referentin entgegenzutreten, wurde aber durch gewählt. Das Streifgebiet soll sich, wie im Jahre 1896, auch auf bie Vororte erstrecken und außerdem auch von Weißenfee und Pankow Des weiteren mit ihren großen Machtmitteln schon längst gegen die Ver- ein paar Worte der Entgegnung von der Referentin abgeführt. Hierauf gewaltigung der Polen hätte einen entscheidenden Schritt wird nun einstimmig eine Resolution angenommen, welche es für zum Berliner Streiffonds gesammelt werden. wurde ein Antrag angenommen, wonach von dem Fonds, thun tönnen, wenn es die Pflicht einer jeden Frau erklärt, sich der sozialdemokratischen der bis zum Austritt dazu hätte. zentralen Richtung vorhanden Die Bolen sollten nur den Kandidaten der sozialdemokratischen Partei Partei anzuschließen und während der Wahlagitation und am Tage Verpflichtungen, dieser Zeit refultirenden ihre Stimme geben; diese trete dafür ein, das ganze Volt so- der Wahl ihre Schuldigkeit zu thun. Nach einer Aufforderung des als: Unterstützung der durch die Lohnbewegung Gemaßregelten, wohl aus politischer' wie ökonomischer Knechtschaft zu befreien. Der Genossen Schamberg, fräftig für die Presse zu agitiren, schließt Unterstützung der Familien von Inhaftirten, Prozeßkosten 2c., zu nächste Redner, Genosse Morawski, unterwarf das Zentrum die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. decken sind, und soll der frühere Obmann der Kommission verpflichtet und den Freifinn einer scharfen Kritik. Als dritter sozialdemokratischer Eine öffentliche Parteiversammlung für Köpenick tagte am werden, die Quittung der zur Auszahlung kommenden Gelder jede Redner trat Genoffe Golibrodi auf, der in kräftigen Worten für Mittwoch, den 18. Mai, im großen Saale des Kaiserhofs", welche Woche zu unterschreiben. Sodann wurde noch beschlossen, die Verdie sozialdemokratischen Kandidaten sprach. Die Abstimmung ergab sich eines sehr guten Besuches erfreute. Frau Rohrlac referirte handlungen und Beschlüsse dieser Versammlung drucken zu lassen und, eine große Mehrheit für die Resolution Berfus( Gintreten über die bevorstehenden Reichstagswahlen. Dieselbe kritisirte die als Flugblatt unter den Maurern zu verbreiten. In der nächsten für die sozialdemokratischen Kandidaten). Dieses Resultat schien Thätigkeit des jetzt geschlossenen Reichstages; fie wies in anderthalb Beit soll eine Versammlung einberufen werden, in der die Bericht dem Bureau höchst unangenehm zu sein, man versuchte die stündigem Vorfrage nach, in welcher Weise die herrschenden Klassen erstattung vom Kongreß, der lokal organisirten Gewerkschaften und Abstimmung für ungiltig zu erklären. Dadurch entstand durch die Klinke der Gesetzgebung es verstanden haben, für sich die die Abrechnung des bisherigen Vertrauensmannes auf der TagesTumult. Der Vorsitzende schloß die Versammlung und die Sozial- größten Vortheile herauszuschlagen. Besonders scharf ging die Rednerin ordnung steht. temokraten stimmten an das tief ergreifende Arbeiterlied Ludu mit dem Bosadowsky'schen Erlaß ins Gericht und wurde der Vortrag 300 Buchbinder und verwandte Berufsgenossen hatten roboczy poznaj twasite"( Arbeitsvolt, erkenne deine Kraft") und mit großem Beifall aufgenommen. An der hierauf folgenden sich am 18. Mai im Louisenstädtischen Konzerthause versammelt, um ließen die Gegner vor ihren Augen aus dem Saale vorbeidefiliren. Diskussion betheiligten sich Hilliges, Faber und Nichter im Sinne sich am 18. Mai im Louisenstädtischen Konzerthause versammelt, um Der Hofprediger a. D. Stöcker sprach am Mittwoch in der herigen Vertreter des Kreiſes, Friz Zubeil, am 16. Juni zum Siege schaften" zu hören. In beredten Worten legte Redner dar, daß auch der Referentin, eine Resolution, worin aufgefordert wird, dem bis- zunächst einen Vortrag ihres Kollegen M. Hoffmann über:" Die Bedeutung der Zusammensetzung des Reichstags für die GewerkAttienbrauerei Moabit im sechsten Wahlkreise, wo er von den nationalen" Barteien, den Konservativen, den Christlich- und den Wahlkomitee, aus 7 Personen bestehend, gewählt. Das Komitee von wahrer Wolfsvertreter, wie sie nur die Sozialdemokratie auf zu verhelfen, wurde einstimmig angenommen. Ferner wurde ein die Gewerkschaften im höchsten Maße interessiert seien an der Wahl Deutsch- Sozialen als Kandidat aufgestellt ist. Er referirte über der Maifeier erstattete Bericht und wurde der Ueberschuß von Christenthum und soziale Arbeit. Ueber das Wahlrecht habe er schon 240,70 M. dem Wahlkomitee überwiesen. weise. Seinem mit großem Beifall aufgenommenen Appell, am 16. Juni die rechte Wahl zu treffen, schlossen sich Wa ch und so oft gesprochen, daß man seine Stellung tenne und wissen müsse, er wolle es nicht schmälern. Nur sollten die Arbeiter einen„ ver- Friedrichshagen. In einer am 14. b. M. tagenden öffent- Marie Greifenberg unter lebhafter Zustimmung der nünftigeren" Gebrauch davon machen. Die Freizügigkeit wolle lichen Wählerversammlung im Conrad'schen Saale Versammelten an. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung: Aufniemand im Intereffe der Arbeitgeber beschränken, wohl aber sei es referirte Genosse Rechtsanwalt Wolfgang Heine über die be- stellung der Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl, nahm dann wünschenswerth im Interesse der, unvernünftigen un borstehende Reichstagswahl unter lebhaftem Beifall in einem Gewerbegerichtsbeisiger Jost das Wort. Er beleuchtete kurz die mündigen Leute" gewisse Aenderungen zu erstreben, um Un- 1stündigen Vortrag. Nachdem er gründlich den heutigen Bidzad- Praris des Gewerbegerichts, wobei er hervorhob, daß trop unvers unterzog unferer Regierungsmänner beleuchtet, glück zu verhüten. er die tennbarer Vortheile, die die Neuregelung des Verfahrens in gewerb unter der Parole der Sammlungspolitik fich verbündenden lichen Streitfragen gebracht habe, doch so manche hohe Ers In Nigdorf im Saale der Neuen Welt", wohl dem größten, Parteien einer herben Kritik, Besonders sei die Thätigkeit zahlreichen Beispielen wartung enttäuscht worden sei. an der in der Umgebung Berlins zu finden ist, sprach Genoffe Bebel die Volksfeindlichkeit dieser Boltsfeindlichkeit dieser Parteien nachweisend. Redner des Gewerbegerichts als eines Einigungsamtes nicht am Mittwoch vor einer aus etwa 4000 Personen bestehenden Volts- fordert zum Schluß die Anwesenden auf, unermüdlich für der gerühmten Bedeutung. Redner führt die entsprechenden menge. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Zuhörer dem die Ideen des Sozialismus zu wirken und am 16. Juni mit aller Zahlen und Thatsachen an und meint, jeder Streit sei Vortrage Bebel's, der ein flares, anschauliches Bild der politischen Kraft für den Sieg unseres Kandidaten, Genossen Stadthagen, einzu- eben eine Machtfrage. Nachdem Brückner davor gewarnt hatte, Situation entwarf und die Stellung der Sozialdemokratie zu den treten. Zur Diskussion meldete sich kein Gegner. Nachdem ein sich blinolings für die Vergleichsvorschläge der juristisch gebildeten im Vordergrunde des Wahlkampfes stehenden Fragen kennzeichnete. Wahlfomitee aus fieben Personen gewählt, forderte der Vorsitzende Vorsitzenden zu entscheiden, wurden als Kandidaten für die nächſte Unter anderem wies der Redner an der Hand statistischer Angaben nach. Genosse Sonnenburg die Wähler auf, die vom 18.- 28. 5. M. Beisigerwahl Bergmann, Karl Schulze und Duft aufgehörige des Mittelstandes ihrer Selbständigkeit beraubt und sie ins Wählerversammlung statt, in der unser Kandidat Arthur Stadt- Gewerkschafts- Kommission. Die Versammlung belegirte demnächſt Proletariat drängt, daß daher die in den letzten Jahren unterhagen einen Vortrag hält. aufs neue Bridner und Pitomsti in die Kommission. Mit nommenen gesetzgeberischen Versuche zur Rettung des Mittelstandes nuglos find. Ferner tennzeichnete Genosse Bebel die für die breiten In Grünau tagte am 16. Mai eine öffentliche Wähler- einem begeisternden Hoch auf die Arbeiterpartei ging man aus. Boltsmassen verderbliche Wirkung der Lebensmittel-, vor allem der versammlung, in der Gen. Borchardt über die bevorstehenden Die Vergolder hielten am 16. d. M. ihre MitgliederversammGetreidezölle und illustrirte die nationale" Politit der preußischen Reichstagswahlen referirte. Eine Diskussion folgte dem mit großem In das Wahlkomitee lung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung Regierung an der Thatsache, daß infolge der Herabsetzung der Eisen- Beifall aufgenommenen Vortrage nicht. bahnfracht für nach dem Auslande bestimmtes Getreide das Ausland wurden Fröhlich, Bandelt und Hoffmann gewählt. Be- das Andenken des verstorbenen Kollegen Jahns. Punkt 1 und 2 und auch unser„ Erbfeind" Frankreich in die Lage versetzt tannt gegeben wurde, daß die Listen vom 18.- 25. Mai, mit Aus- der Tagesordnung mußten ausfallen, da der Referent nicht erschienen war. Nach dem Verlesen der Abrechnung vom Stiftungsfest beschloß wurde, deutsches Getreide billiger zu kaufen, wie die Einnahme des Himmelfahrtstages und des Sonntags, ausgelegt sind. man, die Sammelliste weiter zu führen und im Monat Juni feine wohner Deutschlands, und zwar zum alleinigen Nuzen ostelbischer Versammlungen wegen der Reichstagswahlen abzuhalten. Großgrundbefizer. Was die Aufgaben des neuen Reichstages be treffe, so werde man auf eine wesentliche Vermehrung der MilitärFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 22. Mai, vormittags 9 Uhr, und Marinelaften gefaßt sein müssen, auch stehe, falls eine reaktioIn der Versammlung des Wahlvereins für den 4. Reichs: im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Ver= näre Mehrheit zu stande komme, eine Verkümmerung des Wahlfammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vorm. ebendaselbst. Vorrechts, des Koalitions-, sowie des Vereins- und Versammlungsrechts tags Wahlkreis( Often), die am 17. d. M. in den Andreas Feſt- trag des Herrn Wilhelm Bölsche:„ Die Naturforschung zur Zeit Chrifti." in sicherer Aussicht. Wer also die Voltsrechte erhalten und vermehrt sälen stattfand, sprach Genosse Walded Manasse über" Mili- Montag, den 23. Mai, ebendaselbst:" Beschließende Bersammlung. 8% Uhr tarismus und Sozialdemokratie". Eine Diskussion über den mit abends. sehen wolle, der tönne nicht anders, als für einen Sozialdemokraten Beifall aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. stimmen. Die Parteigenossen aber hätten die Aufgabe, kräftig zu agitiren, damit durch eine möglichst große Zahl sozialdemokratischer Die Maurer der lokalen Richtung hielten am Mittwoch eine Stimmen der Stegierung und den herrschenden Klassen flar gemacht von über tausend Personen besuchte Versammlung bei Stechert, werde, wie das deutsche Volt denkt und wie es seine An- Andreasstraße, ab, um zu dem Vorgehen der Verbändler Stellung gelegenheiten geordnet sehen will. Stürmischer anhaltender Beifall zu nehmen. Der Referent H. Mette, der in seinen Ausführungen folgte dent trefflichen Vortrage Bebel's. Gegner meldeten sich nicht bie jüngsten Vorgänge in der Maurerbewegung retapitulirte und das zum Wort, dagegen forderten einige Genossen zur zahlreichen Theil- Verhalten der zentralen Richtung einer herben Stritit unterzog, führte furs = Versammlungen. d einander. bon Sozialdemokratischer Agitationsverein Stralsund Franzburg. Rügen. Außerordentliche Vereinsfizung am Sonntag, den 22. Mat, vor mittags 10 Uhr, bei Mörschel, Jüdenstr. 35/36. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter ( E.§. 29, Hamburg, Filiale Berlin 3). Heute, abends 81 Uhr, Filiale Berlin 4. Heute, Mitgliederversammlung Manteuffelstr. 47. abends 81/2 Uhr, Mitgliederversammlung bei Friz Wilte, Andreasstr. 26. & iliale Berlin 5. Heute, abends 9 Uhr, Mitgliederversammlung bet Koplin, Lothringerstr. 68. Filiale Rixdorf. Heute, abends 81/2 Uhr, nahme an den Wahlarbeiten und zur Verbreitung der Parteipreffe mehrere Borkommnisse an, um zu beweisen, daß die Zentraliſten Mitgliederversammlung bei Filice, Kirchhofftr. 41. ihren Verband zu auf. Genoffe Bebel nahm nochmals das Wort, um Artikel aus lediglich Zentral- Kranken- und Begräbnißtaffe für Frauen und Mädchen Er berwies auf die vielen Mißstände auf den in Deutschland. dem„ Teltower Kreisblatt" und der Friedenauer Zeitung", welche stärken. ( Eingeschriebene Hilfskaffe 26.) Am Sonntag, den Beseitigung durch, das ihm soeben überreicht worden waren, zu verlesen. Es heißt darin, Bauten, deren unsolidarische Ver- 22. Mai, abends 6 Uhr, Mitgliederversammlung im Lokale des Herrn Daselbst werden auch neue Mitglieder aufBebel habe bei der Berathung des Militäretats wiederholt unwahre halten der jüngeren Maurer, die meist Verbandsmitglieder sind, ver- Scheere, Blumenstr. 38. Angaben über Vorkommnisse im Heere gemacht und sei bei diesen hindert werde. Die älteren Maurer werden durch die Arbeits- genommen. Moabiter Naturheilverein. Sonntag, den 22. Mai, abends 7 Uhr, Gelegenheiten vom Kriegsminister als Lügner gebrandmarkt worden. methode ihrer jungen Kollegen von den Baustellen verdrängt und im Bereinslokal Alt- Moabit, Ede Lüneburgerfir., Stadtbahnbogen 329–332: Die Friedenauer Zeitung" fügt ihren Verleumdungen noch die scham- ihnen das Vorgehen, um bessere Zustände zu schaffen, durch diese Diskussions- und Uebungsabend. Lose Behauptung hinzu, Bebel habe vor Gericht einen Falscheid ge- Unsolidarität unmöglich gemacht. Der Redner, der in seinen weiteren Leiftet und also mit dem Aermel das Zuchthaus gestreift. Die Ausführungen darauf aufmerksam machte, daß die Berliner Maurer Versammlung nahm unter Ausdrücken lebhafter Entrüstung die Ver- lokaler Richtung stets ihre Schuldigkeit gethan und der übrigen lejung dieser Schandartitel entgegen und zollte dem Genoffen Bebel Arbeiterschaft gegenüber in jeder Weise solidarisch gehandelt haben, stürmischen Beifall, als er die elenden Berleumdungen der beiden wendet sich sodann gegen die in der Cohn'schen Versammlung gefaßten Zentralverein der Bureau Angestellten Deutschlands.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute, abends 8% Uhr, Versammlung bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 21. Mat. Opernhaus. Odysseus' Heimkehr. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Im Dienst. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Nathan der Weise. Anfang 7 Uhr. Leffing. Im weißen Röß't. Anfang 72 Uhr. Goethe. Francillon. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Romeo und Julia. Anfang 7 Uhr. Schiller. Die Dummen. 8 Uhr. Anfang Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Menes. Villa Gabriele. Anfang 7 1hr Mesidenz. Momentaufnahmen. Vor her: Nach Hause. Anfang 8 Uhr. Oftend. Der Stabstrompeter. Anfang 7 1hr. Central. Dorf und Stadt. Anfang 8 Uhr. Urania Freie Volksbühne. Moabit. 6. Wahlkreis. Moabit. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan der, Waldmensch" von der Insel Borneo, 12 Met. hoch. Salambo, die schöne Schlangenbändigerin. Belle- Alliance. Wein, Weib, Gefang. Passage- Panopticum. Anfang 8 Uhr. Luifen. Der Mann im Monde. Anfang 8 11hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Kaufmann von Benedig. Anfang 8 Uhr. Mexanderplat. Leona's Fehltritt. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. B Baffage Panoptikum. 36 TogoMädchen. Apollo. Spezialitäten. Anf. 8 11hr. Meichshallen. Spezialitäten. An fang 72 Uhr. Schiller- Theater ( Wallner Theater). = Sonnabend: Die Dummen. Sonntag, nachin. 3 Uhr: Wallenstein's Tod. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Die Dummen. Ostend Garl Weiß- Theater. = Gr. Frankfurterstr. 132. Der Stabstrompeter. Gesangsposse in 4 Aften bon Mannstädt. Musik von Steffens. Anfang 8 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag: Im renovirten Garten: Konzert, gr. Theater: u. Spezialitäten: Borstellung. Anfang 4 Uhr. Central- Theater Alte Jakobfir. 30. 15. Gastspiel des Fiala Ensemble. Bum 1. Male: Dorf und Stadt. Schauspiel in 2 Abtheil. und 7 Bildern von Charlotte Birch- Pfeiffer. Frl. Amalie Schönchen, f. t. HofburgSchauspielerin, Frl. Paula Wirth, 36 TogoMädchen Ohne ExtraEntree. Vorstellungen 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. Morgen, Sonntag, nachmittags 2% Uhr, I. Abtheilung im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater: Lumpengesindel. Von Ernst von Wolzogen. Gäste: Herren Gustav Kober u. Richard Oeser vom Deutschen Theater. Am selben Tage nachmittags 2%, Uhr: Vierte Abtheilung im Lessing- Theater: Die Wildente. Montag, den 23. Mai, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in der Kronen- Brauerel, Alt: Moabit 47/49. Tages- Ordnung: 1. Was will die Reaktion und was wollen wir? Referent:, Genosse Borgmann. 2. Diskussion. 219/15 Der Vertrauensmann. Rixdorf. Achtung! Die Mitglieder werden darauf aufmerksam ge- Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8 Uhr: macht, dass heute Abend im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater eine Benefiz- Vorstellung für Herrn Bauer stattfindet unter Mitwirkung der Herren Dr. Max Pohl und Eisfeld und des Fräulein Tauma, und zwar: Der Kaufmann von Venedig. Die Mitglieder der Freien Volksbühne haben dieselbe Zwei Volks- Versammlungen int Peter's Salon( fr. Wiersing), Knesebeckstrasse, Ermässigung wie an den Nachmittags- Vorstellungen in Lauckner's Salon( früher Hoffmann), Bergstrasse. gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte. 229/12 BANNSTATION Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Heute Vorstellungen in der Arena: 5 u. 8 Uhr nachm., im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr: Gr. Militär- Doppel- Concert. ENTREE 50 Pf. SAVIGNYPLATE W. Noack's Theater Adolph Neumann's Sommergarten Brunnen- Strasse 10. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Grosse Theater- Vorstellung. Eröffnung der Sommer: Saison den 29. Mai( ersten Pfingstfeiertag). Täglich Garten- Stonzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 An alleu 3 Pfingstfeiertagen sowie von da an täglich Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Täglich: Herr Hans Neuert,( gl. bayer. Sof Hoffmann's Quartett schauspieler, als Gäste, Anfang 8 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Gastspiel von Emma Frühling. Der Mann im Monde. Borbestellte Billets durch Telephon Amt IV Nr. 2074 werden an der Abend taffe ohne Aufgeld reservirt. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Novität! Mit vollständig Novität! neuer u. glänzender Ausstattung Zum 9. Male: Don Juan in der Hölle. Phant. Ausstattungs- Burleske mit Gesang u. Tanz in 2 Bildern von Benno Jacobson. Musik von W. Rosenzweig. In Scene gesetzt vom Direktor Glück. Ferner Auftreten von und Humoristen. Leichte Kavallerie, Ensemble von Wolff. Dazu neu Parodie auf die Oper Cavalleria Rusticana. Der Garten nebst Bühne sowie sämmtliche Lokalitäten find für die Pfingstfeiertage zu Früh- Concerten 2c. noch zu vergeben. Karl Mittag, Defonom. Viktoria Brauerei, Stralau. 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Der dritte Mann. Schwank in 1 Aft von Paul Adler. Tages Ordnung: 203/19 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. 2. Diskussion. Referenten: Genoffen Alfons Borchardt und G. Ledebour. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. Tegel. W 223/6 Volks- Versammlung Sonnabend, den 21. Mai, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Müller, Schloßstraße Nr. 7-8. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstagskandidaten Arthur Stadthagen über: Die bevorstehende Reichstagswahl. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Entree 10 Pf. Zahlreichen Besuch erwartet Der Einberufer. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin. Montag, den 23. Mai, abends 8½ Uhr: Branchen Versammlung der Modell- und Fabriktischler im Vorstädtischen Kasino, Aderstraße 144. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Ilert. 2. Disfussion. 3. Das Ergebniß unferer letzten Statistit. 4. Verbandsangelegenheiten. Hierzu sind die Kollegen der Werkstätten von A. Borsig, Kirchstraße und Alt- Moabit, und 2. Löwe, Martinikenfelde, ganz besonders eingeladen. Zahlreiche Betheiligung erwartet Die Ortsverwaltung. ID Zur Beachtung für den Often. Die Bahlstelle Landsberger Allee 27 ist nach der Tilsiterstraße 40 80/16 berlegt. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galauteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Montag, den 23. Mai, abends 8 Uhr, in ,, Feuerstein's Festsälen", Alte Jakobstrasse 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gesanglehrers Herrn M. Bombelke über: Wie man meint und wie man urtheilt." Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 2. Neu! Der Bevollmächtigte. Morgen, Sonntag, den 22. Mai, vormittags 10 Uhr: 24/8 Bor und nach der Vorstellung: Garten- Concert. In den beiden Besichtigung der ,, Happoldt'schen Brauerei" Sälen: Grosser Ball. Anfang des Concerts 4 Uhr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr. Sonntags 5 Max Kliem. " " CREME SOLIS. 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Der Vorstand. Dienstag, den 24. Mal, abends 8 Uhr, in Feind's Achtung! Kupferschmiede! Salon, Weinstrasse 11: 99/12 Große öffentliche Versammlung der Kupferschmiede Berlins. Tages Ordnung: 1. Die Sperre über die Firma Heckmann. 2. Abrechnung vom Streit. 3. Neuwahl der öffentlichen Kommissionen: a) des Bertranens mannes und Gewerkschaftsdelegirlen; b) deffen Stellvertreters; c) des Saffirers des Dispositionsfonds; d) 5 Bezirkskassirer. 4. Verschiebenes.. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Verband der Sattler und Tapezirer. Filiale Berlin I. Sonnabend, den 21. Mai 1898, abends 9 Uhr: Versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Hutlager 156/9 in großer Auswahl. Der Vorstand. P.Grund, Achtung! Bauarbeiter. Achtung! 1. Geschäft: Brunnenstraße 180. Sonntag, den 22. Mai 1898: 2. Geſchäft: Dresdenerftrahe 134. 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Röpniderftr. 163. Teleph.: IV. 5151.50/ 16 1. Der letzte Beschluß der öffentlichen Versammlung in Berlin und wie, stellen fich die Bauarbeiter zu demselben? 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um zahlreichen Besuch Die Lohnkommission. Picknick- Rollen Stück 42 Pf. | 3u Waarenhaus P. Rothenberg Moabit, Thurmstrasse 31, Ecke Wilhelmshavenerstrasse Souterrain. 1 Sämmtliche Wirthschafts- und Haushalts- Artikel in reicher Auswahl zu auffallend billigen Preisen. Reisekoffer, Handtaschen, Holzund Bürstenwaaren. reich gestickt, 95 Pfennig. Picknick- Rollen, Parterre. Schneiderei- Artikel, Wäsche, Tricotagen, Cravatten, Stöcke, Schirme, Hosenträger, Gürtel und Blousenhemden. Schuhwaaren von den billigst. bis zu den feinst. Qualitäten. Grössere Picknick- Rollen zu allen Preisen. Erste Etage. Riesen- Auswahl Hüte und Putzartikel. Neuheiten in Blousen, Manufaktur- und Seidenwaren, Teppiche, Gardinen, Leinen- Waaren, Gartentischdecken. 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