Nr. 18. Abonnements Bedingungen: Abonnements Prefs pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfs. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. BoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Boft- Bettungs Preisliste für 18.98 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Unga n 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Rolonels setle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 22. Mai 1898. Hateigenoffinnen! Parteigeroffen! ballen et aujame Berbienbung unsere Forderungen, unsere Lehren, unsere Jdeale. wärts". " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Freifinn und Militarismus. " Und da bildet sich die Freis. 8tg." noch ein, Arbeiter Weise bedroht wird, den Satz ausspricht: In kommunalen Anfollten um einer solchen Partei willen von der Sozialdemokratie gelegenheiten können nur die ein Wahlrecht beanspruchen, Welch' die steuerfähig seien, so unterstützt das Blatt damit alle jene Bestrebungen, die das allgemeine Wahlrecht verwerfen. Die Freis. 8tg." giebt auch zu, daß ihre Partei gegen Denn dieser Grundsatz heißt in unserer heutigen Zeit nichts anderes, Die Zeit des Wahlkampfes erweckt politische Antheilnahme in die gefegliche Feststellung des Arbeitstages, als einen großen Theil der Arbeiter, die leider nicht steuern können, Kreisen der Bevölkerung, die sonst vom Wellenschlag des öffentlichen insbesondere gegen den Achtstundentag, sei. Sie sucht diese Stellung weil sie nichts haben, einfach vom Wahlrecht ausschließen. In Lebens nicht berührt werden. Tausende werden jezt empfänglich für nahme aber mit allerlei Scheingründen zu entschuldigen. diesem Sinne haben wir das freisinnige Zitat den Freisinnigen vorDa gilt es, die jetzige Zeit eifrigst auszumußen und in die Man müßte dann auch Minimallöhne einführen, von denen gehalten. Furchen, welche die Wahlagitation zieht, planmäßig unser Saattorn man aber nicht wissen könne, ob die Unternehmer sie zahlen einzustrenen. Dazu ist aber das geeignetste Werkzeug die Partei- Arbeiter beschäftigungslos. Rührende Fürsorge! Warum Strafprozeß- Ordnung unternimmt die Freifinnige Zeitung". können; wenn dies nicht der Fall, so würde ein Theil der Eine sehr verunglückte Vertheidigung der neuen Militärpreſſe, für Euch, Berliner Genoſſinnen und Genossen, der Vorfügt die" Freis. Ztg." nicht hinzu: Man müßte dann auch. In einer Versammlung des 3. Wahlkreises hatte unser Barteigenoffe Wirkt darum jetzt mit besonderer Thatkraft und Sorgfalt für dafür sorgen, daß die Arbeiter Gelegenheit erhalten, ihre Heine darauf hingewiesen, daß dies Gesetz, dem die freisinnige - Heran- anſtalten ganzen Tage der Kontrollversammlung der Militär- GerichtsEnter Partei Organ. Jede Gelegenheit werde benutzt zur Heran- anstalten bauen u. f. w., wofür aber vielleicht kein Geld barkeit unterſtellte. Dazu schreibt die" Freifinnige Zeitung": freie Zeit gut auszuüßen, man müßte zahlreiche Bildungs- Volkspartei zugestimmt hat, unter anderem die Reservisten am ziehung neuer Leser, neuer Abonnenten! Was Ihr für den„ Vorwärts" thut, thut Ihr für die Partei! wenn man jede Verbesserung mit dem Einwand bekämpft, es da sein würde?! Eine sonderbare Sozialpolitik fürwahr, Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere könnten daraus gewisse neue Schwierigkeiten entstehen. Diese Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen für Monat Juni entgegen Beweisführung des Freisinns gegen den gesetzlichen Arbeitstag steht auf demselben Niveau, wie der bekannte Einwand der Dadurch könnte vielen Familien eine Einnahme entgehen. schlimmsten Volksfeinde gegen das Verbot der Kinderarbeit: Wenn eine Partei einer der größten Kulturforderungen, wie es der Marimalarbeitstag ist, mit derartigen Ausflüchten begegnet, so zeigt sie, daß es ihr nicht im geringsten ernst damit ist, die Durchführung dieser Kulturforderung anbahnen zu helfen. Vielmehr wird dadurch deutlich, daß sie im Herzensgrunde feindlich gegen die Forderung gesonnen ist und nur aus Schamgefühl einige Bemäntelung ihrer Feindseligkeit für angebracht hält. zum Preise von 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten gleichfalls für den Monat Juni und ebenfalls zum Preise von 1,10 M. Abonnements entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Beitungsliste für 1898 unter Rummer 7576.) " " Die Redaktion des Vorwärts". Freifinnige Ausflüchte. Die Freisinnige. Zeitung" giebt sich viele Mühe, die Vorwürfe, die gegen den Freifinn von sozialdemokratischer Seite erhoben werden, abzuschwächen. Aber alle Mühe ist umsonst. Je mehr sich die Herren weiß zu waschen suchen, um so schwärzer zeigen sie sich. " M " „ Das ist doch keine Neuerung, sondern ist immer so gewesen. Wie könnte es denn auch anders sein? Genosse Heine, obwohl Rechtsanwalt, hat offenbar keine blaffe Ahnung von dem alten und dem neuen Militärrecht." Hiermit hat sich das Blatt Eugen Richter's aber gewaltig blamirt. Es ist durchaus falsch, daß es immer so gewesen sei. In der zur Zeit des Absolutismus erlassenen, bis jetzt in Geltung ausdrücklich verordnet: befindlichen Militär- Strafgerichts- Ordnung vom 3. April 1845 ist Erfolgt die Einberufung zu fleineren Uebungen oder zu anderen dienstlichen Zwecken, so findet der Militärgerichtsstand mur für die Dauer der Anwesenheit des Beurlaubten im dienstlichen Verhältniß statt. Das ist also gerade das Gegentheil von dem, was die„ Freis. Beitung" als selbstverständlich und unabänderlich erklärt. Und so hat es gegolten bis zum Jahre 1884. Damals entdeckte ein findiger 2. Mai 1874 lautet: Staatsanwalt, daß der§ 38 B. 1 des Reichs- Militärgesetzes vom Zum aktiven Heere gehören: Die aus dem Beurlaubtenstande zum Dienst einberufenen Offiziere, Aerzte, Militärbeamten und Mannschaften von dem Tage, zu welchem sie einberufen sind, bis zum Ablauf. des Tages der Wiederentlassung." Obgleich nun aus dem Wortlaut dieser Bestimmung ganz beuta Endlich beschwert sich die Freisiunige Zeitung" über die Ausführungen auf S. 84 des fozialdemokratischen Handbuches bezüglich des Koalitionsrechtes. Sie spricht von einer nichtswürdigen Verdrehung des Sachverhalts". Die ,, Freis. 3tg." könnte sich dergleichen ganz unangebrachte Ausfälle ruhig sparen. Es ist nicht behauptet worden, wie die Freis. 8tg." Auf die wichtigsten unserer Angriffe weiß die Freifinnige es erscheinen lassen möchte, als wäre der Freisinn nur aus lich hervorgeht, daß es sich dabei nur um mehrtägige lebungen Zeitung" überhaupt keine Antwort. In einigen Beziehungen Gegnerschaft zur Sozialdemokratie für das Koalitionsrecht zu handeln kann, so stellte sich doch das Reichsgericht auf den Standfucht sie die theils schwächliche, theils offen voltsfeindliche haben. Aber daß die allerdings irrige Meinung, es punkt dieses Staatsanwalts und bewies mit echt juristischer Feinheit, Haltung ihrer Partei zu beschönigen. Typisch für ihre Polemit werde durch freies Koalitionsrecht der Arbeiter die Sozialdemo- daß die Kontrollversammlung eine„ Dienstleistung" sei, bei der der ist da gleich die Art, wie sie im Eingang des Leitartikels, in tratie als politische Partei geschädigt werden, den Liberalismus Tag des Beginns und des Endes zusammenfielen, und daß die ihrer legten Nummer sich zur Arbeiterschutz- Gesez start beherrscht, das wird gewiß selbst die ,, Frs.3tg." nicht bestreiten Reservisten deshalb am ganzen Tage der Kontrollversammlung der gebung ausspricht. Wir hatten gezeigt, wie der Freifinn tönnen. Thatsächlich aber können noch weit schwerere Vor- Militärftrafjustiz unterſtünden. jede weitere Ausbildung des Schutzes der Arbeiter bekämpft würfe gegen den Freifinn erhoben werden als an jener Stelle Diese Reichsgerichts- Entscheidung hat ihrer Zeit ein allgemeines habe; das Verhalten des Abg. Gutfleisch in der Ver- des Handbuchs erhoben wurden. und berechtigtes Kopfschütteln erregt, blos die Freisinnigen scheinen schlechterungskommission ist ja noch in guter Erinne Es ist richtig, daß programmatisch der Liberalismus die der wichtigen in die Voltsrechte tief eingreifenden Frage nicht die rung. Die Freis. 8tg." erwidert uns darauf mit Koalitionsfreiheit vertritt. Und bei der Schwäche, der er in Und bei der Schwäche, der er in geringste Beachtung geschenkt zu haben. der unendlich thörichten Antwort: Aber Gegen die Praris des Reichsgerichts ließ sich natürlich vorläufig die Sozial Deutschland längst verfallen ist, kann er sich diesen Lurus nicht anfämpfen, wohl aber hätte die neue Regelung des Militärdemokratie hat gegen das ganze Gesetz gestimmt, so leicht erlauben. Aber was hat er für die Koalitionsfreiheit Strafprozesses die Gelegenheit gegeben, sie endgiltig zu daß, wäre es nach der Sozialdemokratie gegangen, überhaupt gethan? Hat er je versucht, den Gedanken der Koalitions beseitigen. Man wird doch nicht im Ernst behaupten eine Fortbildung der Arbeiterschutz- Gesetzgebung nicht erfolgt freiheit in die Massen zu werfen, damit sie von dieser wollen, daß der Zustand, der von 1845 bis 1884 bestanden hat, wäre. Wir haben darauf nur zu erwidern: Hätten sich der Waffe kräftigen Gebrauch machen? Das hat er nicht versucht, unvereinbar wäre mit der Schlagfertigkeit der Armee und der Freifinn und ähnliche in Arbeiterfreundlichkeit" schwelgende von den Hirsch Dunder'schen Gewerkvereinen will er militärischen Disziplin. Nur die Redaktion der Freis. 8tg." frägt Barteien des Reichstages zu weitergehendem Schutz der Ar- wohl selbst nicht viel Rühmens machen und das konnte Maße ernste" Interessen des Voltes dabei im Spiele sind, verwundert: Wie könnte es auch anders sein?" In welchem beiter verstehen wollen, wären dieselben den Forderungen er auch nicht versuchen. Was hätten dazu wohl die Herren zeigt die vom Genossen Heine gleichfalls erwähnte Kommandounserer Partei entgegengekommen, statt sie aufs schroffste zu Unternehmer der Industrie und des Handels gefagt? Der Berordnung, wonach es Reservisten, so lange sie unter bekämpfen, so hätten wir längst im Deutschen Reiche einen Liberalismus, der in der Illusion lebt, alle Gesellschafts- der Militärgerichtsbarkeit stehen, verboten ist, sozialistischen Vereinen weit gründlicheren Arbeiterschus, als wir jetzt klassen beglücken zu können, kann schließlich nichts anderes anzugehören, Versammlungen zu besuchen, sozialistische Bücher und besigen durch die Schuld nicht zum wenigsten des Freisinns. thun, als bei allen großen gesellschaftlichen Konflikten mit Beitungen zu halten, zu lesen oder auch nur zu befizen. Diese VerDie Ablehnung der im§ 120e der Gewerbe- Ordnung verschränkten Armen zuzusehen: Laß es gehen, laß ordnungen führen, in Verbindung mit der von den Freifinnigen zum dem Bundesrath gegebenen Befugnisse entschuldigt die Frei- es geschehen. Geseze erhobenen Auffassung dazu, daß, wie Genosse Stadthagen im sinnige Zeitung" damit, daß dadurch ein Gefühl der Rechts- Ein fraftvolles Eingreifen für die Schwachen, die Reichstage ganz richtig sagte, z. B. ein sozialdemokratischer Gastwirth unsicherheit entstehe und in der Oeffentlichkeit nicht Gründe Armen, die Ausgebeuteten kennt der Freifinn Lokal nicht betreten darf. am Tage, wo er zur Kontrollversammlung einberufen ist, sein eigenes und Gegengründe vor dem Erlaß solcher Verordnungen gegen nicht. Das höchste, wozu er sich aufschwingt, ist die FordeAuch von einem Uebersehen seitens der Freisinnigen kann in einander abgewogen werden könnten. Billige Ausrede. Die rung der politischen Gleichberechtigung des Schwachen mit dem diesem Falle teine Rede sein. Denn schon früher haben von unserer armen Unternehmer, sie werden von dem wohl ganz sozial- Starken. Wie sehr es auch hierin hapert, haben wir oft dar Seite Abg. Peus, neuerdings Abg. Haase und vor der Schlußdemokratisirten Bundesrath völlig ruinirt werden! In einer gelegt und zeigen wir auch heut an anderer Stelle unseres abstimmung im Plenum Abg. Stadthagen auf diese Dinge aufmerkZeit wie der unserigen von den Regierungen Vernachlässigung Blattes. Völlig unfähig aber hat sich der Freisinn sam gemacht. der Unternehmerinteressen befürchten, das kann nur ein bewiesen, die unteren Boltstlassen wirthschaftlich Und da macht man uns zum Vorwurf, wenn wir bei der freiganz eingefleischter Verfechter der Unter- zu schüßen, zu stützen, zu heben und so höhere Kultur- finnigen Partei die Volksrechte nicht in trener Sut wissen wollen. nehmerinteressen. formen der menschlichen Gesellschaft vorzubereiten. An dieser der Zeit des absoluten Königthums im Jahre 1845 dem Bürgerthum Es ist eine Thatsache, daß das, was der Militarismus selbst in Bezüglich der Bädereiverordnung macht die Unfähigkeit ist der Liberalismus in Deutschland zu grimde nicht zuzumuthen wagte, heute von dem führenden Organ der frei" Freis. 3tg." allerlei breites Gerede. Aber den Kern der gegangen und mußte seine Erbschaft überlassen an die sinnigen Volkspartei für selbstverständlich erklärt wird, und dies Sache muß sie selbst bestehen lassen, daß nämlich ihre Partei Sozialdemokratie. zeigt flar, woher der ungeheuerliche Machtzuwachs des Militarismus höchstens eine achtstündige Ruhezeit bewilligen wollte. Alle Verdrehungen und alles Geschimpfe, womit die fommt: Das Bürgerthum steckt jede Ohrfeige, die es vom MiliDas heißt, 16 st indige Arbeitszeit bleibt gestattet. Freis. 3tg." aufwartet, ändern an diesen historischen That- tarismus erhält, freundlich lächelnd ein und sagt: Wenn diese Schlußfolgerung der Freis. 3tg." nicht logisch fachen nicht das geringste. Wie könnte es denn auch anders sein! erscheint, wie sie sagt, so muß es um die Logik des Blattes 133 136 M. recht seltsam bestellt sein. Enit Wahlkamp F. Freifinn und Wahlrecht. hat nach der gegnerischen Presse uns der Wahlkampf im Jahre 1893 Eine erfreuliche Aufrichtigkeit zeigt die Auslassung der gekostet, desto auffallender finden diese Blätter, daß die Kosten des " Freisinnigen Zeitung" über die Stellung ihrer Partei zu biesjährigen Wahlkampfes sich auf Hunderttausende beziffern. Sicherlich wir Die Freis. 8tg." nennt es eine„ freche Verleumdung", daß der wird der Kampf, in dem Arbeiter a us ständen. Parlamentarische Parteien könnten mun stehen, größere Opfer sich schwer ein Urtheil bilden, ob und in wieweit eine Arbeits- Vorwärts" der freifinnigen Rollspartei die Erhöhung des Wahl- der Parteigenossen erfordern als irgend ein vorangegangener, einstellung oder eine Arbeiteraussperrung gerechtfertigt sei. zenfus der Stadt Kiel in die Schuhe schiebt. Sie behauptet, an aber mit 133 136 M. fanden wir auch 1893 nicht das Auslangen. Eine Einmischung könne daher zu einer ungerechtfertigten dem Beschluß der Stadt Kiel sei kein freifinniger Anhänger der frei- auch damals foftete uns der Wahlkampf hunderttausende Mart, auffinnigen Volkspartei betheiligt gewesen. Das mag wahr sein, insofern gebracht durch Arbeitergroschen. Die Summe von 133 136 M. ist Parteinahme für die Arbeitgeber, wie zu einer solchen für die es damals, als dieses Wahlrechts- Attentat auf die Arbeiter aus- lediglich aus der Kasse des Parteivorstandes geflossen. Weit größere Arbeitnehmer führen. geführt wurde, also im Jahre 1892, überhaupt noch Summen sind von den Wahlkreisen selbständig aufgebracht und verSo thront der Freifinn unparteiisch" über Unternehmern teine freifinnige Boltspartei gab. Wir haben braucht worden. Orte wie Berlin, Hannover, Frankfurt a. M., Hamund Arbeitern. In seiner völligen Impotenz kommt er nie auch gar nicht von freisimmiger Voltspartei" gesprochen. Aber als in burg, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Mannheim und viele andere haben zur Klarheit, ob ein Ausstand berechtigt ist, oder nicht, ge- Kiel und in anderen schleswig- Holstein'schen Städten der Wahlzensus nicht blos ihre eigenen Wahlfosten selbständig gedeckt, sondern jeder schweige denn zu einem thatkräftigen Wirken für die Arbeiter. hinaufgeschraubt wurde, da gehörte doch auch die Gruppe einzelne noch eine ganze Reihe von umliegenden Wahlkreisen so Selbst beim Konfettionsarbeiter- Ausstand- von Richter zu dem Freisinn, den sie jetzt verleugnen will. vollständig mit allen erforderlichem Wahlmaterial 2c. 2c. versorgt, Selbst beim Konfettionsarbeiter Ausstand von Barum hat fie sich denn damals nicht gegen ihre Parteigenossen in daß diese die Parteikasse um Deckung der Wahlkosten nicht anzudiesem gerade spricht die Freifinnige Zeitung" lag es Kiel gekehrt? Warum hat Herr Richter nicht damals gehen brauchten. jenseits des freisinnigen Erkenntnißvermögens, zu ergründen, schon gesagt: Mit solchen Freifinnigen will ich nichts zu thun haben, Die deutsche Volkspartei ob die Arbeiterinnen mit ihren Hungerlöhnen nicht den be- die dem Arbeiter das Wahlrecht nehmen? erläßt nunmehr auch von Stuttgart aus einen Wahlaufruf. Derselbe dauernswerthen Konfektionspaschas unberechtigte Zumuthungen Wenn ferner die reifinnige Zeitung", gegen den Vorwurf kritisirt eindringlich einige Mißstände im Steuerwesen und in den stellten. polemifirend, in einer Zeit, wo das Wahlrecht der Arbeiter in jeder militärischen Einrichtungen und warnt vor den Gefahren, die von Der Junterherrschaft drohen. Im übrigen betont der Aufruf die Ab- und so hat der betreffende Schriften feiner politischenp Eine eigenthümliche Beschränkung der in Wahl. sicht der Partei, die bestehenden Volksrechte zu erhalten. Verbesserungs- Gegner, die gerade gegen seine Ausführungen gerichtet sind, zeit bestehenden Freiheit in der Berthe flung von bestrebungen dagegen kommen nur sehr wenig und in sehr zahmer zur Bertheilung gebracht, was wohl als ein unitum Druckschriften zu Wahlzweden" versuchen einige oberWeise zum Ausdruck. Der Aufruf hat einen überaus bürgerlichen in der diesjährigen Wahlbewegung zu bezeichnen schlesische Behörden. Sie wollen Zeitungen als Wahlschriften nicht Anstrich. Sozialpolitische Maßnahmen, insbesondere für die Arbeiter, sein dürfte. werden laum gestreift. Von früheren Wahlen sind uns ähnliche Fälle bekannt. Ein halbwegs ehrlicher Konservativer. Die Konservativen versuchen jetzt Glauben zu machen, ste beabsichtigen nichts Böses gegen das Reichstags- Wahlrecht. Freilich lacht jedermann über diese Versuche. gelten lassen und die Königshütter Polizeiverwaltung hat bereits einen Genossen, der u. a. auch sozialdemokratische Zeitungen öffentlich: und unentgeltlich vertheilte, bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, Der gesetzeskundige Landrath. weil er dies ohne die im§ 43 der Reichs- Gewerbe- Ordnung vorIm Wahlkreis Flensburg wurde am 8. Mai in Engels by geschriebene polizeiliche Erlaubniß gethan hat. Es ist doch ganz eine öffentliche Wählerversammlung aufgelöst, weil Frauen in der selbstverständlich, daß die Zeitungen zu Wahlzwecken hertheilt wurden, Versammlung anwesend waren. Der Vorstand dieser Versammlung und wir sind begierig, wie sich das Gericht, falls es zur gerichtlichen Da ist der Baron v. Richthofen Kohlhöhe, der im Wahl- reichte mun am folgenden Tage eine Beschwerde an das Landraths Entscheidung kommt, zu dieser Neuerung in der Beschränkung bürgerfreise Schiveidnig- Striegau für die konservative Partei kandidirt, ehr- amt ein. Die Antwort ließ auch nicht lange auf fich warten, denn licher Freiheiten stellen wird. licher. Er hat nach dem„ Schles. Tagebl." auf eine Frage über bereits am 10. Mai erhielt der Obmann des Wahlfomitees nachseine Stellung zu einer eventuellen Aenderung des Reichtstags- folgende Antwort: Wahlrechts mit dankenswerther Offenheit geantwortet, daß er sich auf die Dauer von 5 Jahren nicht binden könne, ein, imperatives" Mandat sage ihm nicht zu. Wäre der Herr Baron ganz ehrlich gewesen, so hätte er gefagt, er sei dafür, daß das Wahlrecht so bald als möglich und so gründlich als möglich revidirt" werden müßte. Der Schutz des Wahlgeheimniffes war stets eine Forderung unserer Partet. Die rechtsstehenden Parteien haben Garantien der Wahlfreiheit stets zu hintertreiben verstanden. Desto interessanter ist es, daß ein zur Rechten stehendes Blatt, der Hamb. Korr.", in seinem Sprechjaal die folgende Einsendung veröffentlicht: Neue Beschlagnahmungen sozialbemokratischer Wahlschriften werden aus Schwientochlowitz und Domb gemeldet; in " Der Königliche Landrath. Flensburg, 10. Mai 1898. einem Falle find die beschlagnahmten Schriften einen Tag nach der Auf die Beschwerde vom gestrigen Tage über den berittenen Beschlagnahme zurückgegeben worden. In Königshütte betheiligten Gendarmen Pahrmann bezw. den Amtsvorsteher des Amtsbezirks sich sogar höhere Hüttenbeamte an der Erschwerung der sozialAdelby ertheile ich Ihnen hierdurch einen abschlägigen Bescheid, demokratischen Wahlagitation. Das wäre allerdings eine ganz neue Erfindung, alle Wählerversammlungen je nach Bedürfniß zu Vereinsversammlungen zu stempeln. Aus der Art der Einberufung der Versammlung ging ihr Charakter unzweifelhaft hervor und die Theilnahme der Frauen war durchaus berechtigt. dull Wahlbewegung in Ostpreußen. da die auf den 8. Mai nach Engelsby von Ihnen berufene Ver- Ein ganz besonders schwerer Fall von behördlicher Verhinderung fammling fich als eine von einem politischen Verein veranstaltete, der sozialdemokratischen Wahlagitation ereignete sich am Sime die Erörterung politischer Gegenstände bezweckende Versammlung fahrtstage in Kiefer städt. Der dortige Bürgermeister erlaubte darstellt, an welcher Frauenspersonen gemäß§8 des Gesetzes vom fich gegen sieben Genossen folgenden Uebergriff: Durch einen Gen11. März 1850 nicht theilnehmen dürfen. Dr. Rasch. darmen ließ er sie nach der polizeilichen Erlaubniß" fraten, ihre Personalien feststellen und ihnen den Rest ihrer Schriften, etiva 200 Stück, abnehmen. Was sie für Schriften hatten, wußt er nicht einmal; vom Fenster seiner Wohnung aus gab er einfach seine Befehle und achtete nicht auf die Proteste der Genossen; enen von Freie geheime Wahl. Wenn der Wähler sich dem ihnen, der in Güte mit ihm zu unterhandeln suchte, brüllte in beWahllokale nähert, wird ihm von einem Parteigenossen ein Stimm leidigender Weise an, so daß sich dieser sofort zurüdzog. Sofort wide beint zettel in die Hand gedrückt. Bis zur Wahlurne bleibt er von Parteigenossen beobachtet, und er müßte schon ein sehr gewandter So hohe Wellen wie im Westen schlägt die Wahlbewegung hier Landrath und beim Minister des Innern Beschwerde gefüh auch Taschenspieler sein, wenn es ihm gelänge, den Stimmzettel un- nur in wenigen Kreisen. In Königsberg wird der Kampf wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt ist er angezeigt worden. Gon bemerkt mit einem anderen zu vertauschen. Wenn er es aber allerdings sehr hart werden. Die bürgerlichen Parteien machen noch jetzt ist sicher, daß wir die Wahl im Wahlkreise Lubliniz- Toft- Gleiw thut wehe ihm! Ist das freie Wahl? Es ist Partei- einmal anstrengungen, der Sozialdemokratie des Mandat zu entwegen gefezwidriger Verhinderung der Agitation anfechtert werden. Terrorismus. reißen. Erst jetzt sind sie freilich in die Wahlagitation eingetreten. Beachtenswerth ist die auch in diesem Falle von den Beamten geNur wenn der Wahler vor dem Betreten des Wahllokals Bis vor wenigen Tagen schwebten Verhandlungen über eine stellte Frage nach der polizeilichen Erlaubniß". Diese Frage vereinen geschlossenen Raum passirt, wo er von niemand beobachtet gemeinsame Kandidatur. dun Konservativen war auf räth die Existenz eines geheimen Erlasses, der sich u. a. werden kann, wo außer Stimmzetteln sämmtlicher Kandidaten jeden Parteistandpunkt verzichtet, was für fie freilich nicht schwer auf das Preßgesetz von 1851 zu stüßen scheint, das ja auch in dem weiße Zettel, Feder und Tinte zu finden sind, ein Raum, in den war, da sie nur über wenige Stimmen verfügen. Die freifinnige staunenerregenden Urtheile von Gattorf angezogen wird. ein zweiter nicht eintreten kann, bevor der erste ihn verlassen hat Bolkspartei lehnte ein Verhandeln von vornherein ab, weil sie hofft, Von der russischen Grenze. ( was durch einen Thür- Mechanismus leicht zu machen ist), nur mit einem eigenen Kandidaten Aussicht auf das Mandat zu haben. Der Magistrat von Memel macht in der Sonntagsnummer bes dann haben wir, was die Reichsverfassung uns verspricht:" Freie Auch die Freifinnige Vereinigung und die Nationalliberalen konnten„ m. D." die Bestimmungen, die Reichstagswahlen betreffend, beint. geheime Wahl." mit den Konservativen zu keiner Verständigung kommen. So werden Eine solche Einrichtung sei hiermit den maßgebenden Per- in Königsberg wahrscheinlich fünf Kandidaten aufgestellt werden. Dort heißt es nun unter II: sönlichkeiten aufs wärmste empfohlen. Von den Freisinnigen ist darauf direkt hingearbeitet. " Hartung'sche Zeitung" sprach fürzlich offen aus, daß möglichst viel Kandidaten aufgestellt werden sollten, damit recht viele bürgerliche Wähler auf die Beine gebracht werden, die in der Stichwahl Ohne Angabe des Verlegers oder einer sonst verantwortlichen Person F. F. Von 421 Die „ Das Wahlrecht darf in der Stadt Memel jede männliche Person ausüben, welche zur Zeit der Wahl hierselbst ihren Wohnsiz. hat, 25 Jahre alt, unbescholten und Angehöriger des Deutfchen Reiches ist. " Unbescholten" heißt nach landläufigen Begriffen noch nicht bestraft". Es würden also nach der Bekanntmachung des Magistrats alle diejenigen Leute, die einmal eine Strafe erlitten haben, und sei es noch die geringste, nicht wahlberechtigt sein. Die Bekanntmachung ist falsch und entspricht nicht dem Wahlgesetz. Es find alle Deutschen, die am 16. Juni 25 Jahre alt und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte find, wahlberechtigt. Ob bescholten oder unbescholten spielt dabei keine Rolle, Reserve Uebungen. erscheinen jetzt viele Flugblätter, natürlich nicht sozialdemokratische. sämmtlich für den freifinnigen Kandidaten stimmen werden, damit Es ist nicht unser Beruf, von diesen Feststellungen weiteren Kreisen der Sozialdemokrat aus dem Felde geschlagen werde. Die Herren Mittheilung zu machen. Eine Ausnahme ist aber erforderlich. Der- werden sich gewaltig täuschent. Von seiten der Arbeiterschaft werden artige Flugblätter fommen in großer Anzahl aus der fgl. Hof- Buch- die größten Anstrengungen gemacht werden, den Genossen Haase wie druckerei von E. S. Mittler u. Sohn. Uns liegen vier vor, zwei bei der Ersagwahl im vorigen Jahre im ersten Wahlgang durch von einander abweichende mit dem Titel:„ Das Reich, die Sozial- zubringen. Jedenfalls haben die Freifinnigen, falls es wirklich demokratie und die Arbeiter"," Der Freisin, die Sozialdemokratie noch zur Stichwahl kommen sollte, wenig Aussicht, daß ihr Kandidat und die deutsche Landwirthschaft"," Was will der Ruf zur Samm- mit dem Sozialdemokraten um das Mandat ringen muß. lung", schließend mit den Worten:" Bum Kampfe gegen die Sozial- Jm Wahlkreis Königsberg-( Land) Fischhausen, wo die demokratie". Grafen zu Dohna- Wundlaken und Dönhoff- Friedrichstein als konfer Auch aus Großenhain in Sachsen wird uns berichtet, daß vative Kandidaten auftreten, wird die Doppelkandidatur noch im Reservisten und Landwehrleute für den 24. Juni früh 7 Uhr Ordre Es haben Verhandlungen zur Uebungsleistung erhalten haben. Diese Leute kommen also um legten Augenblick vermieden werden. des Rücktritts beider Herren stattgefunden; wegen die ihr Wahlrecht bei der in jenem Kreise zu erwartenden Stichwahl. Kandidatur follte der Majoratsherr v. Batodi- Bledau annehmen. Das sächsische Kriegsministerium kann eine solche Entziehung des Es ist Die Bündler weigerten sich aber, den Grafen Dohna, nachdem der Wahlrechts unmöglich bewußtermaßen gewollt haben. selbe schon in einer großen Anzahl von Versammlungen vorgestellt bringend erforderlich, daß das Striegsministerium sofortige Abhilfe fei, zurücktreten zu lassen. Gegen den Grafen Dönhoff wird jetzt schafft. aber ein sehr feindlicher Ton in der konservativen" Ostpreußischen Zeitung" angeschlagen und ihm in den bewegtesten Ausdrücken der Rücktritt nahegelegt. Da die Stichwahl mit dem Genossen Schnell ziemlich sicher ist, wenn zwei konservative Kandidaten bleiben, wird wohl Graf Dönhoff schließlich nachgeben. Es spricht viel dafür, daß diese Flugblätter auf Kosten irgend eines von den Steuerzahlern gefüllten geheimen Fonds hergestellt worden sind. Unsere von der Beaufsichtigung der sozialdemokratischen Agitation und Preffe überaus start in Anspruch genommenen Staatsanwaltschaften haben kaum die Zeit, um die hier vorliegenden offenfundigen Verfehlungen gegen das Preßgesetz zur Ahndung zu bringen. Die Konservativen in Ostpreußen. Von den Konservativen find jetzt für alle 17 oftpreußischen Reichstags- Wahlkreise Kandidaten in Aussicht genommen. Das Ostpreußen von den Junfern als ihre ausschließliche Domäne betrachtet wird, fieht man sogleich, wenn man fich die konservativen Kandidaten betrachtet. Es befinden sich darunter fieben Grafen, sechs Barone, ein einfacher Adeliger und nur drei Männer mit bürgerlichem Namen. Die Herren erklären natürlich jetzt sämmtlich, daß fie Vollsvertreter" sein wollen. " Herr Profeffor Dr. Paasche fft stets ein vielseitiger Politiker gewesen. So kandidirte er 1893 in Magdeburg- Stadt und in Meiningen- Hildburghausen, dort als Freund der Handelsverträge, hier als Unterzeichner der fieben Forderungen des Bundes der Landwirthe. Als ihn dann die Bauern in Meiningen gewählt hatten, stimmte er für die Verträge, so daß ihn im Reichstage Dr. Kropatscheck einmal in unverblümter Weise zur Niederlegung feines in solcher Weise erworbenen Mandats aufforderte. Ungenügende Wählerlisten. Auch aus dem Wahlkreise Ruppin- Templin wird uns bes richtet, daß vielfach die Ziegelei- Arbeiter nicht in die Wählerliften eingetragen sind und ein dahingehender Antrag mit der Motivirung Außerordentlich erbittert wird der Kampf im Kreise Tilsit abgelehnt wurde, daß sie am betreffenden Orte nicht ansässig seien. Niederung geführt, wo bei der letzten Wahl der Freifinnige v. Reibniz Wir weisen unsere Parteigenoffen nur aufs neue darauf hin, das mit nur 3 Stimmen Majorität gewählt wurde. Die Freisinnigen Material zu sammeln und als Wahlproteſt zu benutzen. befolgen in dem Kreise insofern eine schlaue Taftit, als sie einen Den Druck der Wählerliften litthauischen Kandidaten kräftig fördern. Das erscheint sonderbar, ist hat die Mainzer Stadtverordneten Bersammlung angeblich aus, aber für sie vortheilhaft. Bei den litthauischen Kleinbefizern find Sparsamkeitsrücksichten abgelehnt. die konservativen Großgrundbefizer ungemein verhaßt. Die Freifinnigen fönnen auf dem Lande nicht recht Boden gewinnen, fie fördern daher die litthauische Agitation, weil die Litthauer in der Stichwahl sicher den Liberalen wählen. Aehnlich liegt das Verhältniß im Kreise Memel Heyde trug, und haben dort die Litthauer Aussicht, in die Stichwahl zu fommen. In den masurischen Bezirken werden die Konservativen bon ber mafurischen Voltspartei bedrängt. Es ist leicht möglich, daß ihnen der eine oder andere Kreis entrissen wird. 15 Parlamentomüdigkeit in Bayern. Von den 48 bayerischen Reichstags- Abgeordneten refigntren Kleritale, 7 Nationalliberale, ein Bauernbündler und Dr. Sigl. Die Wahlbewegung in Baden. Unser badischer Korrespondent schreibt uns unter dem 16. b. M.: Langsam, ganz langsam kommt die Wahlmaschinerie bei den Gegnern in Gang. Die Herren find fich offenbar noch nicht ganz flar über die Situation und fondiren überall vorsichtig, bevor fie etwas unternehmen. Recht langsam wachsen in den einzelnen Wahltreisen die Kandidaturen aus dem Boden; besonders ergößlich ist es, die Fagen des Zentrums und der Nationalliberalen bei Aufstellung Beide Parteien haben diesmal von Kandidaturen zu beobachten. gleich schlechte Gewissen und jede Partei fucht auf Schleichwegen, den Kandidaturen des Gegners auf die Spur zu kommen, um ihrerseits persönlich wirkungsvollere Kandidaten den Wählern präsentiren zu fönnen. Sehr deprimirt sind offenbar die Nationalliberalen, bei denen Kandidatenmangel ein allgemeines Uebel ist, das chronisch zu werden droht. Augenblicklich ist Herr Baasche wieder von den Nationalliberalen in Meiningen- Hildburghaufen aufgestellt, zugleich hat er jedoch eine Kandidatur in Rost od angenommen, die fich wesentlich auf die Flotter wie bei früheren Wahlen wird die Agitation von den Konservativen und den Bund der Landwirthe stützt, denn die Gegnern in allen Streifen betrieben. Das belebende Element ist die medlenburgischen Nationalliberalen haben ein Zusammengehen aller Sozialdemokratie. In vier ländlichen Kreisen haben wir Landwirthe Liberalen beschlossen; sie würden also in Rostock den militär- und aufgestellt, die im Kreise wohnen resp. darin bekannt sind. Alle gemarinefrommen Führer der Freifinnigen Bereinigung, Herrn Dr. Barth nießen den Ruf sehr tüchtiger Landwirthe. Selbstverständlich wird zu unterstügen haben. auch in den übrigen Kreisen, soweit wie nur Kräfte vorhanden sind, Die Nationalliberale Korrespondenz" hatte das Verhalten agitirt. Infolge deffen sehen sich die Grafen und Barone wohl oder Paasche's zu erklären und zu entschuldigen versucht. Die National- übel gezwungen, im Kreise umherzuziehen und Versammlungen abBeitung" verwirft jedoch ganz entschieden„ ein Verfahren, dem man, zuhalten. schon im Hinblick auf die unausbleiblichen Repreffalien in anderen Den Sozialdemokraten wird die Agitation außerordentlich erWahlkreisen, nicht von nationalliberaler Seite irgend eine Anerkennung schwert. In mehreren Fällen sind Flugblattverbreitern die FlugDas Zentrum spielt den Vogel Strauß und behauptet, ba der Berechtigung sollte zu theil werden laffen." Zu der Mitschriften tonfiszirt. In den Blättern wird in verblümter Form den eigentlich keine Wahlparole existire, würde der Wahlkampf sich in theilung eines konservativen Blattes, Herr Paasche habe die Zu- Landarbeitern gerathen, den Knüttel zu nehmen, wenn Sozial- voraussichtlich ruhigen Formen abspielen und die Debatten sich nur ficherung gegeben, daß er gegen jede Einmischung des Reichs demofraten tommen, die Flugblätter aber sofort einzufammeln und auf prinzipiellem Gebiet abspielen. Der Miquel'sche Sammeltages in die medlenburgischen Berfassungsverhältnisse sei"-bemerkt zu verbrennen, ehe fie gelesen sind. Die Saalabtreiberei ist flott im ruf hat in der füdwestlichen Ede des Deutschen Reiches feinen die National- 8tg." weiter: gange. Wir werden fast ausschließlich bei der Agitation auf die besonderen Widerhall gefunden; die Nationalliberalen und KonserBerbreitung von Flugblättern angewiesen sein. vativen im Unterland liegen sich sogar ganz tüchtig in den Haaren; die ganze Barteizusammensetzung des Landes schließt überhaupt eine auch nur nennenswerthe Attion der Sammelpolitifer vollständig aus. " Dies würde durchaus den Traditionen der nationalliberalen Bartei widersprechen, die zu wiederholten Malen im Reichstag für Anträge auf Einführung der konstitutionellen Verfassung in Mecklen burg gestimmt hat. Doch das nur nebenbei. Die Hauptsache iſt, das eine derartige Kandidatur des Herrn Paasche nicht mur in Medlenburg, sondern wahrscheinlich fogar über die medlen burgischen Grenzen hinaus die agrarisch reattionären Geschäfte besorgen würde. In Rostoc tamen vir 1898 bekanntlich in die Stichwahl mit Herrn v. Buchka. Im ersten Wahlgang erhielten Dr. v. Buchka 6281, unser Kandidat Kretschmann 7804, endlich Frenzel von der Freisinnigen Vereinigung 5865 Stimmen. Die Stichwahl entschied bann mit 10 805 gegen 9 184 Stimmen für den heutigen Kolonialdirektor. Oberschlesische Wahlfreiheit. Eine Wählerversammlung sollte am Sonntag in Pilgramshain, reis Striegau, stattfinden. Der Einberufer hatte auch rechtzeitig die Versammlung angemeldet, erhielt aber vom Amtsvorsteher in Bilgramshain wörtlich folgenden Bescheid: Da das Lokal den Vorschriften der Polizeiverordnung vom 80. November 1898 nicht entspricht, kann die Anmeldebescheinigung nicht ertheilt werden. Pilgramshain, den 13. Mai 1898. Der Amtsvorsteher. b. Zeeze." Während nun die Gegner auf der Kandidatenlauer liegen und vorsichtig ihre Fühler ausstreden, um die Stimmung in Wählertreifen auszufundschaften, hat die Sozialdemokratie schon auf der ganzen Linie frisch- fröhlich den Kampf Legonnen. Die Mannheimer Genossen sind zuerst ins Treffen gerüdt, Karlsruhe und Pforzheim folgten nach und seit dem zweiten Maiensonntag wird auch in ganzg Mittelbaden und im Oberland eifrig gearbeitet. Darüber sind sich alle Parteigenoffen, welche in Mittel- und Oberbaden, besonders auch im Schwarzwald agitatorisch thätig sind, einig, daß unter Unser Genosse stieß sich nicht daran, daß sich der Herr Amts- den Zentrumswählern eine ganz bedeutende Verstimmung gegen Das kennzeichnendste an der ganzen Sache ist vielleicht, daß Herr Baasche schon 1881 einmal in Stostock gewählt wurde und zwar vorsteher augenscheinlich in der Jahreszahl der Polizeiberordnung die Lieber'sche Flottenbewilligungspolitik herrscht, und daß unter als Standidat der- Liberalen Vereinigung( ber Sezessionisten unter versehen hatte, sondern höflich, wie wir Sozialdemokraten num ein- biefer Parole, deren Existenz die badischen Sentrumsblätter natürlich Bamberger und Nidert) gegen die Konservativen. Und heute mal sind, frug er an, worin die Mängel des Lokals eigentlich be- mur deswegen leugnen, weil ihnen Angst vor derselben ist, mit viel Kandidat der Konservativen gegen den Gesinnungsgenossen des stehen. Bei den früher abgehaltenen Versammlungen hatten sich Erfolg gegen das Bentrum gekämpft werden kann. Alle Berichte nämlich keinerlei Mängel herausgestellt und deshalb war unser von den gestrigen Agitationstouren und Versammlungen wissen be= Dr. Bamberger! Welch ein Chamäleon! Genosse wohl nicht mit unrecht der Ueberzeugung, daß das Lotal fonders aus Wahlkreisen, wo das Zentrum zu Hause ist, von einer auch für eine sozialdemokratische Wählerversammlung tauge. Die vortrefflichen uns sehr günstigen Stimmung zu berichten. Antwort des Herrn Amtsvorstehers lautete: Ein ergöhliches Schildbürgerstückchen " Ich habe durchaus teine Veranlassung, Ihnen Rechenschaft wegen mein Verhalten als Amtsvorsteher zu geben. Es steht Ihnen selbstverständlich der Beschwerdeweg offen, ich bitte aber, fich an mich in der Sache nicht weiter zu wenden. Pilgramshain, ben 13. Mai 1898. Die Wahlbewegung im Neichelande. hat sich dem Kottb. Anz." zufolge gelegentlich einer im Spreewalddorfe Burg an einem der legten Sonntage vom Referenten des ,, Bundes der Landwirthe" einberufenen Bersammlung ereignet. Unser Straßburger Korrespondent schreibt uns: In einer gestern Während dieser Versammlung wurde nämlich einem der Anwesenden stattgehabten Generalversammlung beschloß die fleritale Partei, die Kanvon einem Unbekannten Schriften freisinniger Richtung didatur des von den Demokraten und Gouvernementalen aufgestellten zur Vertheilung übergeben, welche die Aufschrift trugen:„ Der Justizraths Riff zu unterstützen. Der ordmmgsparteiliche MischBund der Landwirthe". Der betreffende Herr las dies und Der Amtsvorsteher: v. 8e et e." masch ist damit komplet geworden, und unserem Genoffen Bshle legte die Schriften in wohlmeinender Absicht auf den Tisch des So, unser Genoffe fann num suchen, worin die angeblichen Mängel steht am 16. Juni mur die eine Randidatur Riff gegenüber. Wähitt Referenten. Zum Schluß nahm dieser die Bücher, ohne nähere Eine des Lotals bestehen und glaubt er etwas gefunden zu haben und so die Kleritalen Straßburgs Arm in Arm mit den Vertheidigern ficht von ihnen zu nehmen und vertheilte sie unter für Abänderung geforg, so tann immer noch der Herr Amts- des Dittaturegimentes in den Kampf ziehen, ruft ihr Colmarer die Anwesenden. Als sich der Saal fast gänzlich ge- vorsteher erklären, daß das Lokal nicht den baupolizeilichen Anforde- Parteiorgan, das Journal" des Abbé Wetterlé, zum Streit gegen leert hatte, erblickte jedoch sein Auge plötzlich den blauen rungen entspricht, denn niemand kann ja wissen, welche angeblichen das System Buttfamer, in dessen Bekämpfung es die vornehmste In der That Aufbrud auf der Vorderseite: Unser Kandidat ist Pro Mängel der Herr Amtsvorsteher gerade im Auge hat und bis die Aufgabe der beginnenden Wahlkampagne erblidt. fejjor Dertmann, Rolonie Grunewald." Das Ge- eingereichte Beschwerde erledigt ist, können die Wahlen vorüber sein handelt es sich in Elsaß- Lothringen darum," so schreibt Herr Wetterle, ,, einmal mehr, jedoch mit größerer Energie denn je die Unzufriedenheit schehene konnte aber nun nicht mehr ungeschehen gemacht werden und der eigentliche Zweck der Versammlung bleibt vereitelt. " beS Landes angesichts der uns aufgezwungenen Lage zu beiunden� Wenn' unser Volk nicht überall Männer wählt, die entschlossen sind, für das Recht der Allgemeinheit einzutreten, so wird das Ministerium leichtes Spiel haben, uns unter dem gegenwärtigen Regiment noch Jahre hinaus schimmelig iverden zu lassen. Es wird sagen können: Seht, die Bevölkerung est zufrieden, sonst würden sie nicht Leuten ihrVer- trauen aussprechen, die mit den bestehenden Zuständen versöhnt find." Die Berfahrenheit der klerikalen„Landespartei" wird durch die_ Verschiedenheit der Wahltaktik in den einzelnen Wahlkreisen treffend charaktcrisirt.— In einer klerikalen Vertrauensmänner- Versammlung des Kreises Strastburg-Land wurde dieKandi- datur des Redakteurs H a u ß vom„Elsäsicr" aufgestellt. Unsererseits bewirbt sich Genosse T r a x, seitens der Gouvememcntalen Bürger- meister Bostetter um das Mandat.— Von der Agitation in Elsaft-Lothringcn. Der Rcichstags-Wahlbewegung kommt in Elsaß-Lothringen des- halb eine besondere Bedeutung für unsere Partei zu, weil mit dem Ausschreiben des Wahltermins eine Reihe jener lästigen Gesetzes- bestiminungen vorübergehend fuspendirt werden, die dort die Organi- sation und Agitation größeren Stils für unsere Parteigenossen so außerordentlich schwierig gestalten. Vor allem empfinden wir sehr un- angenehm den Mangel größerer, die tüchtigen Kräfte an den einzelnen Plätzen in sich zusammenfassenden Parteivereine, da nach den geltenden franzosisch-rcchtlickien Gesetzesbestimmungen mir die Bildung von Klubs unter 20 Mitgliedern möglich ist und die zur Gründung größerer politischer Vereine erforderliche polizeiliche Ge- nehmigung uns fast im ganzen Lande verfagt wird. Auf grund des 8 17 deS Wahlgesetzes für den deutschen Reichstag ist es unfern rcichsländischcn Genossen nun möglich, in der Zeit bis zur Becndi- gung der Wahl ebenfalls in Vereinen zusammenzutreten. Von diesem bescheidenen Rechte machen unsere Anhänger im Lande auch allent- halben Gebrauch. So fand in Straßburg vor einigen Tagen eine gutbesuchte öffentlichcWählerversammlnng statt, welche die Bildung eines Wahlvereines zum Zwecke hatte und auch zu einem guten Resultate führte. Im Hinblick auf die totale Gcstnnungslosig'kcit, welche die bürgerliche Opposition durch ihr Zusammengehen mit den Gouverne- mentalen im Kreise Straßburg-Stadt an den Tag legte, votirte die Versammlung mit Einstimmigkeit die folgende Resolution:„Die heutige öffentliche Wählerversammlung begrüßt, unter Betonung der Parteistcllnng und politischen Vergangenheit des sozialistischen Kandi- daten, die Aufstellung der Kandidatur B ö h l e von dem Gesichts- punkte aus, daß in unserer Zeit vor allem erprobte politische Charaktere Roth thun, die in Programm und Gesinnung fest sind und den Wählern volle Garantie bieten, daß sie nicht vor den Wahlen den Forderungen des Volke? und nach der Wahl den Forderungen der Regierung zustimmen. Indem die Versammlung daran erinnert, welche schlimme Erfahrungen die Wählerschaft von Straßburg-Stadt mit ihrem ehemaligen Abgeordneten Dr. P e t r i gemacht hat (Mlitärvorlage, Verlängerung der Legislaturperiode des Reichstages, Jesuitengesetz«.), verurtheilt sie und denunzirt der öffentlichen Äcr- achtung jedes Zusammengehen demokratischer und elsässischer Elemente mit der sogenannten liberalen Parter und er- mahnt angesichts dieser beschämenden Machenschaften alle Freunde des politischen und sozialen Fortschrittes, der demokratischen Ehrlichkeit und der endlichen Emanzipation des elsaß- lothringischen Volkes, im bevorstehenden Wahlkampfc mit verdoppelter Energie Mann für Mann für die sozialdemokratische Kandidatur zu wirken." In die aufgelegten Listen zum sozialistischen Wahlverem zeichnete sich sofort eine große Anzahl der Anwesenden ein. In den nächsten Tagen findet nun die konslituirende Versammlung des neuen Vereins statt, in dem wir eine kräftige Stütze für die kommende Wahlagitatton zu finden hoffen. Von der Agitation. DaS erste sozialdemokratische Flugblatt im östlichen Westfalen und den lippischen Fürftenthümern ist in über 110 000 Exemplaren verbreitet worden.— Im Erfurter Wahlkreis wurden am Donnerstag 20 000 Flugblätter verbreitet. Einen schweren Kampf haben unsere Parteigenossen in Ostpreußen durchzumachen. Die Verhaftung der Flugblattvertheiler ist zur ständigen Praxis der Gendarmen und Amtsvorstcher geworden. in der Ortschaft Rothen«» nahm ein Gendarm unseren Partei- genossen 176 Flugblätter fort. In Fischhausen übte der Wacht- meister Frenkcl die gleiche That aus und vergeblich ver- suchten unsere Parteigenoffen ihr Eigenthum zurückzubekommen. Bunter ging es in Liska-Schaaken her, wo unsere Parteigenoffen von einem mit Knütteln bewaffneten Haufen Knechte und dem Gutsbesitzer bei der Vertheilung der Flugblätter bewacht wurden. Ganz unmottvirt, nur weil er dem Chaussee-Auffehcr ein Flugblatt angeboten hatte, sperrte der Ortsvorsteher den Genossen Schnell aus Königsberg V* Stunden ein. lieber dieses Vorgehen wird der eiftige Beamte noch zur Verantwortung gezogen werden. Im allgemeinen kann sonst nur lobend das Eni- gegenkommen der Gutsarbeiter hervorgehoben werden, und wir haben bei den Wahlen sicher einen überaus günstigen Auffchwung der sozialdemokratischen Bewegung zu erwarten.' Wir wünschen nur, daß unsere braven Parteigenoffeir ist Ostpreußen sich durch diese Polizeichikanen nicht abhalten lassen, weiter unermüdlich im Dienste unserer Sache thättg zu sein. Sie haben den schwersten Posten, aber den schönsten Truimph, wenn sie dem Junkerregimeitt den Todesstoß versetzen. In Halle und dem Saalkreise sind alle Parteien eifrig bemüht, die Zeit vor der Entscheidung auszunutzen. Von großer Bedeutung für den Ausgang am IS. Juni ist auch in diesem Jahre die Haltung der ländlichen Bevölkerung in etwa 160 Dörfern, einigen kleinen Städten und einer großen Anzahl von Vor- werken, Kolonien und Meilern. In letzter Zeit hielt Fritz K u n e r t, der Kandidat des Kreises, in Böllberg, Lettin, Trotha, Dölau. Laublingen, Friedrichschwerz mit Brachwitz u. s. w., sowie in Halle durchweg stark besuchte und ftir unsere Partei glänzend ver- laufene Volksversammlungen ab. Aus Zwickau wird uns geschrieben: Unser Gegenkandidat A. Wied e hat das Schweigen gebrochen, in L e u b n i tz bei Werdau hat er hinter verschlossenen Thüren den„Vertrauensmännern" des Kreises sein warmes Herz für den„vierten Stand' offenbart, sich als Kind de?„vierten Standes" und als„Kolk mads man" vorgestellt, der es vom armen Spinner bis zum vielfachen Millionär gebracht hat. DaS wäre also ein Mann nach dem Herzen unserer Gegner. Seine Bergleute sind arm geblieben wie die Kirchenmäuse. Die Herren Bergwerksbesitzer thun letzt alles. um die Kandidatur ihres Kollegen„indirekt zu fördern"; sie stecken immer neue Praktiken heraus, um die Löhne ihrer Leute herabzudrücken. Auf einem der größten Werke sind die Grubenarbeiter unter der Hand gefragt worden, ob sie nicht darauf verzichten wollten, die eine Stunde llcberschicht,— das sogenannte„Zehntel"— welche sie schon seit Juli vorigen Jahres regelmäßig verfahren, extra verrechnen zu lassen. Es bestünde der Plan, das„Zehntel" mit in die Schicht ein« zurechnen, also anstatt der in der Arbeitsordnung festgelegten zehn- stündigcn die elfstündige Schicht einzuführen, und dafür den Schichtlohn, der jetzt bei Grubenarbeitern 2 M. bis 2,75 M. beträgt, um— 10 Pf. zu erhöhen; d. h. in Wirklichkeit um 20—25 Pf. zu erniedrigen; denn jetzt wird natürlich die 11. Stunde nach dem Schichtlohn be- zahlt und auch der übliche Gcdingesatz dazu gerechnet, was dann wegfallen würde. Hoffentlich wird diese menschenfreundliche Absicht auf hartnäckigen Widerstand der Bergleute stoßen, denselben aber auch die Augen öffnen; sie Iverden, wie in der Klötzerffchen Rede im Landtag und den Versicherungen A. Wiede's in Leubnitz, wiederum das warme Herz der Grubenbarone für ihre bedrängte Lage entdecken. Gegenwärtig agitirt Genosse G. Ledcbour im 18. und 22. Wahl- kreis. Am Mittwoch sprach er in Crimmitschau, am Dienstag in Zwickau und im nahen Haara. Die Versammlungen waren gut besucht. Reichstags- Kandidaturen. Aufgestellt wurde in Düsseldorf als mittelparteilicher Reichstags-Kandidat Dr. Groß; in Köln»om Zentrum Trimborn; in Siegen von der fteisiunigen Bollspartei Lehrer Schepp; in Osterode-Northeim von der freisinnigen Volkspartei Lenz- mann; in Merseburg-Querfurt von den Kouservattven und Nattonalliberalen LandtagS-Lbgeordneter Neubarth; in Lippstadt- Brilon von unserer Partei Schriftsetzer Siggelkow aus Bielefeld; in Anklam-Demmin von ver freisinnigen Vereinigung Rektor JudS; in Rothenburg a./T. von ver fteisiunigen Volkspartei Amtsrichter Sauer; in Heidelberg von derselben Partei Rechts- anwalt Schumann; in Fulda vom Zentrum Landtags-Abgeordneter Herold. Eine neue Partei tritt nunmehr in Berlin ans den Kampf- platz. Die deutsche Volkspartei bat im 5. Berliner Wahlkreis den Buchdrucker Roß aufgestellt und ist für die übrigen Wahlkreise Professor Quid de aus München in Aussicht genommen. Roß ist bekanntlich Vorsitzender des Arbeitervereins, der eine kleine sich inner- halb der fteisiunigen Volkspattei oppositionell gebärdende Anhänger- ichaft aufweist. Die Aktion dürfte vom Arbeiterverein ausgehen, sie ist bedeuttmgslos und wird kaum auf einen Achtungserfolg Anspruch erheben können._ Wahlpfiffe. Das Kanitzbrotchen. Eine Ballade von Tarub. In Deutschlands rauhem Norden— Vernehmt die Wundermär I— Ein Graf ist Bäcker worden Dem Mittelstand zur Ehr'. Gepanzert weiß mit Linnen Ist Brust ihn,, Bauch und Bein; So weiß mutz wohl auch drinnen Das Sinnen Des GrafenbäckerherzenS sein. „Wie ist das Volk so sündig, Aufs Essen nur erpicht I Brotleibe dritthalbpfündig Verschlingt der ärmste Wicht l Und dreister, immer dreister Erhebt der Mob daS Haupt. Wer bannt die bösen Geister?" Der Meister Weint in den Trog, von Mehl bestaubt. Da plötzlich strahlt die Nase Des Herrn in rothem Glanz. Ist's himmlische Ekstase? Ist's ird'scher Pomeranz? Die zarten Junkerhände Zerwühlen wild den Brei: „Nun machen wir behende Ein Ende Der wüsten Pöbeltyrannei I" „Wer lehrt die Menschen beten? Das thut allein die Roth. D'rum laßt uns hurtig kneten Dem Volk ein Hungcrbrot! Mit meinem Grafenpfötchen, Drin Zorn und Hefe schwillt, Da back' ich Dir, Du Knötchen, Ein Brötchen, Das kaum den hohlen Zahn Dir füllt I Und so geschah's Der Deutsche Erhielt noch in der Nacht Die kleine Hungerpeitsche Zum Spaß ins Haus gebracht. Zu Ehren dem Erfinder Hat er sie, wie bekannt, Ein hartgesottner Sünder Und Blinder, Das Kanitzbrötchen zubenannt. Doch sag: Was thut der Arme, Nun ihm der Magen knurrt? Seufzt still er:„Gott erbanne Sich mein!" und weint und murrt? Ich weiß nicht. Die Geschichte Ist leider ohne Schluß. Doch hoff' ich, ich berichte Mit lachendem Gesichte Das Ende Mite JuniuS! pottkische MeveMchk. Berlin, den 21. Mai. Die Hungersnothpreise. Zur Brottheuerung wird vom Niederrhein geschrieben: In fast allen nieder- rheinischen Städten ist infolge der Erhöhung der Getreide- preise eine Vertheuerung des Brotes eingetreten. So ist z. B. in Rheydt das Laib Brot um 13 Pfennige, in M-Madbach um 20 Pfennige, in Remscheid um 6 Pfennige im Preise gestiegen, und dabei werden von den Bäckermeistern bereits weitere Preiserhöhungen für Juni angekündigt. Auch die Friihstücksbrötchen sind theurer geworden. In Rheydt und Remscheid werden statt fünf nur noch vier Stück für 10 Pfennige gegeben; in den meisten anderen niederrheinischen Orten ist dagegen der Umfang dieser Brötchen erheblich ver- kleinert worden. Aus Lemberg wird dem„Pester Lloyd' berichtet: Der hiesige Gemeinderath beschloß, die wegen Brottheuerung eingeleitete Hilfsaktton fortan blos auf die nach Lemberg zu- ständigen arbeitslosen Individuen zu beschränken und den Statthalter sowie den Landmarschall durch eine vom Bürger- meister geführte Deputatton um Inangriffnahme einer Aktion zur Erwerbverschaffung auch für die Hilfsbedürsttgen in den Provinzbezirken ersuchen zu lassen. Der Gemeinderath be- schloß ferner, es sei infolge des Nothstandes von der für nächsten Sonnabend aus Anlaß der Mickiewicz-Zentennarfeier geplanten allgemeinen Beleuchtung der Stadt Lemberg Ab- stand zu nehmen. Das russische Amtsblatt, der„Regierungsbote", bringt eine Mittheilung über die Lage der Bevölkerung in den von der Mißernte betroffenen Gouvernements Kaluga, Strawropol, Tula, Tambow, Kursk, Nishninowgorod, Orel, Woronesch, Pens« und Rjäsan. Nirgends sei Hungersnoth oder damit verbundener Typhus„festgestellt" worden. Die Feldbestellung sei da, wo es nöthig, durch leih- weise Verabfolgung von Kom aus den entsprechenden Magazinen gesichert. Da, wo eine partielle Dürftigkeit bei der armen Bevölkerung der Städte und Dörfer eingetreten sei, finde Hilfelei st ung durch das Rothe Kreuz tatt. TyphuS-Erkrankungen seien in sieben Dörfern des Gouvernements Woronesch und in der Stadt Swjatoj-Krcst im Gouvernement Stawropol festgestellt und die erforderlichen Maßnahmen seien geftoffen worden. In Amerika bleiben die Preise auf der alten Höhe, eher scheint noch eine kleine Erhöhung eingetreten zu sein.— Der weihe Schrecke« i« Italien. Unser römischer cespondent schreibt unter dem 18. d M.: „Die Arbeit der Gerichte beginnt; das erste Opfer ist der De- putirte N o f r i, der, wie der Telegraph schon gemeldet hat, zu 15 Tagen Gefängniß verurtheilt wurde, weil er angeblich Tunner Polizeibeamten insulttrt haben sollte. Nofri hat die ihm untergeschobenen Handlungen in Abrede gestellt, und trotzdem die Berurtheilnng, die um so charatteristischer ist für die herrschende Rechtsprechung, als über Turin der Belagerungs- zustand nicht verhängt war und Nofri als Deputtrter ohne die Autorisation der Kammer weder verhastet noch vor Gencht gestellt werden darf, Die freiwillige Haft des Abg. PeScettt im Parlamentspalast soll bald zu Ende gehen, da die Regierung sich entschlossen haben soll, seine Verhaftung von der Kammer zu foroern, also in diesem Falle die Immunität deS Abgeordneten anzuerkennen. Den Abgeordneten Morjari soll man auf dem Schubwege nach Mailand transportirt haben. Zanardelli, der große„Liberale", der gegenwärtig das Portefeuille der Justiz inne hat, rechtfertigt all- reaktionären Maßnahmen der militärischen Gewalthaber. Diese hätten die volle Ver- antwortung und die volle Gewalt, jeden verhaften zu lasten, auch die Deputtrtcn, und auch in solchen Distrikten, die nicht unter dem Belagerungszustand stehen. Die reattionären Blätter setzen mittlerweile ihre Hetzereien fort; ihnen ist auch das bischen„Freiheit" noch zuviel.„La Lcga Lombarda" verbreitet die Schauermähr, die beschlagnahmten Briefe und Manifeste hätten die Gewißheit ergeben. daß ein Komplott bestanden habe oder bestehe, um die Revolutton zu betreiben. Ein anderes Blatt„Le Corricra de la Sera" empfiehlt ein Preßgesetz, nach welchem bei Gründung von Preßorgancn eine Kaution von 10 000 Fr. zu hinterlegen wäre, außerdem fordert es strenge Bestrafung von Vergehen durch die Presse. Ein Manifest von 18 radikalen Abgeordneten protestirt energisch gegen die Unter- stellnngen der reaktionären und offiziösen Presse, es fordert volle Freiheit der Presse und der Versammlungen, einschneidende Re- formen. Ablassen von der verhängnißvollcn Großmanns- sucht in der auswärtigen Polittk und die Bildung einer großen demokratischen Partei. Die italiemsche Bourgeoisie, die niemals Geld übrig gehabt hat zu Bildungsmitteln für das Volk, die nichts gethan hat, die Massen mtellektuell und wirthschaftlich zu heben, zeigt sich jetzt splendid gegen die Armee, die sie und thr Eigenthum geschützt hat. gegen oie zur Verzweiflung Getriebenen." Der„Franks. Ztg." wird aus Mailand geschrieben: „Der Beginn der Thättgkeit der Kriegsgerichte ist mm- mehr auf nächsten Montag festgesetzt. Die Verhandlungen werde» im Militärtribunal in der Via Moscova stattfinden und sollen öffent- lich geführt werden. Der betteffende Saal ist jedoch sehr klein, so daß nur sehr wenig Publikum Eintritt finden wird, wenn dieses nicht gar, wie dies hier so Brauch ist, gänzlich durch verkleidete Polizisten ersetzt wird.— Hier wurden auch � die, katholischen Vereine aufgelöst. Allen voran das„Cornitato diocesano", das Zentralkomitee der katholischen Vereine der Mai-. länder Diözese. DaL Komitee stand in enger Verbindung mit der ebenfalls unterdrückten katholischen Tageszeitung.Ossorvatoro cattolico", die einen sehr ausgedehnten Leserkreis besaß. Wenn die Reaktion so fortfährt, so muß man sich wirklich fragen, ob ihre Träger nicht noch am Ende gänzlich überschnappen werden. In- zwischen danern die Massenverhafttmgen in ganz Italien mit un-. geschwächtem Eifer fort. Wie die mimsterielle„Lora" meldet, sind beispielsweise die Gefängnisse von Florenz so gefüllt, daß eine Filiale in der alten Festung des Belvedere hergerichtet werden mußte. Dabei lautet die Anklage wider die Sozialiste»überall: .Assooia�icms a delinquere, d. h. Verbrechervereinigung, worauf 10 bis 12 Jahre Zuchthaus stehen!" Und dabei haben unsere Parteigenoffen alles gethan, um die Verzweifelnden von Gewaltthaten abzuhalten. Selbst die Konservativen haben in einer Versammlung in Mailand die Hauptschuld für die Unruhen der Regierung zugeschoben. Die Verhaftungen, Haussuchungen, Auflösung von Vereinen und Unterdrückung von Zeitungen dauern in Mailand fort. Aus Lugano wird dem gleichen Blatte gemeldet: Am Sonntag Vormittag wird em Extrazug die italienischen Flüchtlinge von hier»ach Luzern befördern. Die Unkosten bestreiten der Gewcrffchaftsbmid und die schweizerische sozialdemokratische Partei, die auch für Arbeitsgelegenheit zu sorgen ver- sprachen. Die Flüchtlinge, deren Zahl durch die Weiterreise und die Rückkehr nach dem Vaterlande stark vermindert ist, begrüßten die Initiative der Schweizer Arbeiter mit lebhafter Freude und ver- öffentlichten ein Mamfest, worin sie alle Letdensgenossen zur Mit- fahrt auffordern. Die hier inhafttrten Italiener Tcdeschi. Vergagnini und der Deputtrte Rondani wurden heute Abend in Frcihett gesetzt. Ron- dani reichte eine Klage bei dem Schweizer Tnbunal wieder die schweizerische Telegraphen-Agentur wegen Verbreitung falscher Nachrichten ein. Endlich wird noch aus Mailand gemeldet: Charatteristisch für die herrschende Verfolgungssucht ist folgender Vorfall: Der verantwortliche Redakteur des unterdrückten„Secolo" ist in Ermangelung eines anderen Deliktes vor den Richter geladen worden. um sich zu verantworten für einen vom„Secolo" vor zwei Jahren, zur Zeit der Schlacht bei Adua, veröffentlichten Artikel. der den damaligen Ministerpräsidenten EriSpi kritisirte.— Gestern Nacht wurde ein Arbeiter, der nach Mitternacht, d. h. zur Zeit, wo es verboten ist, die Straßen zu betteten, von einer Pattouille an- gehalten, und als er zu fliehen versuchte, durch einen Gewehrschuß, ocr ihin die Schulter durchdrang, schwer verwundet. Gladstone's Hinscheide« beherrscht noch immer die öffentliche Meinung Englands. Vornehm wirkt die dem ver- schiedenen Staatsmanne von seinen konservativen Gegttern gewidmete Würdigung. Aus London wird telegraphirt: Unterhaus. Sitzungssaal und Tribünen sind überfüllt. Der Erste Lord des Schatzes, B a l f o u r, beantragt in bewegten Worten, eine Adresse an die Königin zu richten dahrn gehend, die' Königin möge Weisung ertheilcn, daß das Leichenbegängniß Gladstone's auf Staatskosten stattfinde und ihm ein Denkmal in der Westminster- Abtei errichtet werde mit einer In- schrift, welche die Bewunderung und Anhänglichkeit Englands für Gladstone's überaus glänzende Begabuna und hingebende Arbett im Parlament sowie nn Staatsdienst ausdrucken soll. Balfour hebt in beredter Weise die Verdienste des Verewigten hervor, dessen Laufbahn der Geschichte angehöre und der das be- deutendste Mitglied der englischen gesetzgebenden Versammlung gewesen. Harcourt unterstützt oen Antrag und führt aus, bei seine» Lebzeiten lehnte Gladstone jede Auszetchnung ab; dem Tobten wünsche das englische Volk die höchste Auszeichnung zu gewähren. Im Namen der Jrländer spricht Dillon. Der Antrag Balfour's wird einstimmig genehmigt. Der Sprecher verliest hierauf Tele- gramme des norwegischen Storthing und des Präsidenten der italienischen Deputirtenkammer, welche die Theilnahme derselben an dem großen Verlust Englands aussprechen. Auf den Anttag von Hicks Beach werden die Telegramme in dem Archiv des Hauses niedergelegt, und der Sprecher wird beauftragt, die Tele- gramme zu beantworten. Oberhaus. Das SauS ist in allen Theilen überfüllt. G a l i S b u r y hebt in beredten Worten die Verdienste Gladstone's hervor und beanttagt eine Adresse an die Königin ähnlich der vom Unterhause angenommenen. Der Herzog von Devonshire und die LordS Kimberley und Rosebery unterstützten den Auttag, indem sie sämmtlich dem Entschlafenen wannes Lob zollen. Hierauf wird der Antrag einstimmig angenommen. Deutsches Reich. Zum Rbschlnsi der bürgerliche» Gesetzgebung schreibt heute der„Reichs-Anzeiaer": „Die den Abschluß der einheitlichen Gestaltung des bürger- lichen Rechts bildenden Gesetze über die Angelegenheiten der frei- willigen Gerichtsbarkeit, die ckleiiderungen des GerichtsversassuiigS- Gesetzes und der Zivilprozeßordnung, die Aendenmgen ver KonkurSordnung sind mit den zugehöngen Einführungsgcsetzcn und mit dem Gefeße, betreffend die Ermächtigung des Reichskanzlers| Industrieller find in letzter Zeit folgende Vereinigungen eingetreten: 1 Fähigkeiten des Schreibenden nicht seinem Willen entsprächen. zur Bekanntmachung der Texte verschiedener Reichsgesetze, vom Kaiser Verein deutscher Fahrradfabrikanten, Vereinigung deutscher Gummi- Professor Alin sprach schließlich sein Bedauern darüber aus, am 17. d. M. in Straßburg vollzogen worden. Ihre Verkündung fabriken, Handelskammer Mülheim a. Rhein, Norddeutsche Wagenbau- daß die Sicherheit, welche die Union beiden Ländern bereitete, durch im„ Reichs- Geseyblatt" ist für die nächsten Tage zu erwarten. Die Vereinigung, Rheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat, Fabrikanten- die Schreibereien eines Norwegers gefährdet würden. → durch das zuletzt genannte Gesetz und durch Artikel 13 des Ein- verein der Stickerei und Spizen- Industrie zu Plauen i. V., VerSerbien. führungsgesetzes zum Handelsgesetzbuche vorgesehene Bekanntmachung einigung deutscher Margarinefabrikanten und Bochumer Verein für des Reichskanzlers wird in fürzester Frist nachfolgen. Sie wird Bergbau und Gußstahlfabrikation. Der Prozeß gegen Ranko Tajfic hat, wie der„ N. Freien folgende Gesetze umfassen: das Gerichtsverfassungs- Gesetz, Presse" aus Belgrad gemeldet wird, genau ebenso geendet wie der die Zivilprozeß- Ordnung, die Konkursordnung, das Gerichts- von Gesundheitskommissionen will der Kultusminister in Cacak unter der Anklage, den hingerichteten Haidukenführer Brfic Ueber die Dienststellung des Kreisphyfikus und die Bildung gegen Pasic. Der radikale Bauernführer stand vor dem Kreisgerichte tosten Gesez, die Gebührenordnungen für Gerichtsvollzieber, dem Landtag in der nächsten Session einen Gesezentwurf vorlegen. zur Ermordung des Lehrers Backovic verleitet und dem König für Zeugen und Sachverständige, für Rechtsanwälte, das Gesetz, betreffend die Anfechtung von Rechtshandlungen eines Schuldners foll nach einer Mittheilung der„ Brest. 8tg." in absehbarer Frist Tajfic wegen Mangels an Beweisen freigesprochen worden. „ Die Post", der große Schleifstein" des Herrn von Stumm, Alexander nach dem Leben getrachtet zu haben. Gestern ist Ranko außerhalb des Konkursverfahrens, das Gesetz über die Zwangs- wahrscheinlich eingehen. Die beiden Hauptgeldgeber, Graf Fred Er hatte sich nach Montenegro geflüchtet und in Cettinje die Gaſtversteigerung und die Zwangsverwaltung nebst dem zugehörigen Einführungsgesetze, die Grundbuchordnung und das Gesetz über die Frankenberg und Freiherr von Falkenhagen- Bielau sind gestorben freundschaft des Fürsten Nikolaus genossen. Jezt kann er uitAngelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, ferner das Gesetz, und Freiherr v. Stumm scheine in seiner Betheiligung auch ein behelligt nach Serbien zurückkehren. Abend von dieser Nachricht der Brest. Btg." keine Notiz genommen, Haar gefunden zu haben." Die Post" selbst hat am Sonnabend scheint dieselbe also nicht dementiren zu können. liehen. Wir sind schon lange der Meinung, daß amtliche Fortschritte auf dem Gebiete der Sozialgesetzgebung nur dann von unseren Staatsmännern zu erzwingen sein werden, wenn die fortschreitende Degeneration des Rekrutenmaterials die Träger des Militarismus zum Einschreiten zwingt. werth zu sein. Rußland. = Er betreffend die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften, das Gesez, betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung und das Gesez, Cherson, 21. Mai. 136 Israeliten sind aus der Kolonie des betreffend die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnenschifffahrt." Baron Hirsch in Argentinien wieder in ihrer russischen Heimath einDem Staatssekretär des Reichsjustizamtes Nieberding wurde aus fluß untersteht, nur geringe Mittel in dies Unternehmen geſtedt. Freiherr v. Stumm hat, trotzdem die" Post" ganz seinem Eingetroffen. diesem Anlaß der rothe Adlerorden erster Klasse mit Eichenlaub ver- Die„ Erfolge" des Blattes scheinen ihm teine größeren Geldopfer Warschau gestorben. Greſſer hat unter Alexander III. die scheußDer berüchtigte Ober Polizeimeister Grefser ist in lichen Gräuel gegen die nihilistische Bewegung verübt. Die Gewerbe- Inspektion im Dienste des Militarismns. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Um sich ein füllte als Polizei- Oberster in Petersburg die Peter- Pauls- Festung Uns wird geschrieben:" Die Zahl der Soldaten, die wegen Kurz- Unterkommen im Gefängnisse zu verschaffen, hat der Schneider Ernst mit politisch Verdächtigen", ließ Tausende und abermals Tausende und Schwachsichtigkeit ihre Schießübungen selbst mit Hilfe Teuber aus Gotha, ein förperlich und moralisch herunter von jungen Leuten auf administrativem Wege nach Sibirien einer Brille nicht auf die vorgeschriebenen Entfernungen erledigen gekommener Mann, zum dritten Male sich einer Majestätsbeleidigung deportiren und etablirte eine förmliche terroristische Herrschaft. Als tönnen, hat beträchtlich zugenommen. Die Gewerbe- Inspektoren sind schuldig gemacht. Er wurde gestern der neunten Strafkammer des persona grata bei Alexander III. gelang es ihm, die Genehmigung deshalb angewiesen worden, darauf zu achten, welche Umstände eine Landgerichts vorgeführt. Verminderung der Sehschärfe der Arbeiter herbeiführen. Hoffentlich felben Bergehens Teuber verbüßte zuletzt wegen des des Bars zur Schließung vieler volksbildender Vereine und Anstalten eine Gefängnißstrafe von drei Jahren. zu erhalten. Er führte in Petersburg das Institut der ist ein Arbeiterschutzgesetz die Folge." Sodann befand er sich längere Zeit im Arbeitshause, Dworniti, der Polizeispione in der Gestalt von Hausbesorgern, wo es ihm weniger gefallen zu haben scheint, als im ein und stellte, wie unlängst der russische Professor Polewoi be Gefängnisse. Bald nach seiner Entlassung richtete er an einen In- richtete, alle, welche mit der Wissenschaft in irgend welcher Befaffen des Arbeitshauses eine Karte, worin er mittheilte, was mit ziehung standen, unter geheime Polizei- Aufsicht. Auch auf dem Geden Kränzen auf den Gräbern der Märzgefallenen geschehen sei. biete der Verfolgung der Andersgläubigen in Rußland leistete Gresser Er knüpfte hieran grobe Schmähungen auf den Kaiser: unglaubliches. Polen, Deutsche und Juden wurden von ihm 3um Kampf gegen die Waarenhäuser wird heute gemeldet: Die Karte gelangte natürlich zunächst in die Hände der drangsalirt. Kurz nach der Thronbesteigung Nikolaus II. wurde In der Ansprache, die der Finanzminister hielt, fiel, wie der„ Konf." Berwaltung des Arbeitshauses und dies hatte Teuber Greffer in den Ruhestand versezt. berichtet, die sympathische Unterstützung auf, die er den Bestrebungen, auch, wie er im Termin offen zugab, beabsichtigt. Bald befand er Aber Rußland hat mehr solcher Kreaturen. Ein Telegramm aus die Waarenhäuser zu stärkerer Besteuerung heranzuziehen, angedeihen sich wieder in Untersuchungshaft. Er erklärte auch, daß er mit dem Petersburg meldet, daß der ehemalige Ober- Polizeimeister von ließ. Er erklärte auch, daß der Handelsminister seine Ansichten auf fünf Jahre Gefängniß lautenden Antrag des Staatsanwalts zu Moskau, Oberst lassowski, welcher als Hauptschuldiger theile. Seine Ansicht faßte er in einem Vorschlage zu einem neuen frieden sei. Der Gerichtshof that ihm aber nicht den Gefallen, auf an der während der Moskauer Kaiserkrömung stattgehabten Stegulativ zur Gewerbesteuer zusammen, die 1. die Kopfzahl der eine so hohe Strafe zu erkennen. Der Vorsitzende, Landgerichtsrath Chodinka- Katastrophe vom Bar Nikolaus II., wie der RegierungsAngestellten, 2. den Raum zu Geschäftszwecken und 3. das Boisly, führte aus, daß die Strafthat nur aus sich selbst heraus und bote" damals bekannt gab, auf immerwährende Zeiten aus dem Anlagefapital besteuern soll. Gegen diese Vorschläge machten nicht aus dem Beweggrunde dazu zu beurtheilen sei und der Gerichts- Staatsdienste entfernt wurde, nunmehr rehabilitirt worden ist. sich allerdings aus der Versammlung heraus selbst solche Stimmen Hof deshalb auf ein Jahr Gefängniß erkannt habe. Damit hat die reaktionäre Partei in Rußland wieder einmal gezeigt, bemerkbar, die sonst zu den überzeugtesten Anhängern der Besteuerung Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich der Dachdecker was sie vermag. Denn Oberst Wlassowski war eine Kreatur dieser der großen Waarenhäuser zählen. Von allen ferner gemachten Vor Joseph Wagner vor der Straffammer des Landgerichts zu Liegniß zu Bartei; seine Amtsthätigkeit in Riga war eine Schredenszeit für die schlägen schienen diejenigen, die eine stärkere Heranziehung der Groß- verantworten. Derselbe hatte mit bezug auf die in Aussicht ge- Deutschen in den baltischen Provinzen, seine langjährige Herrschaft betriebe im allgemeinen zur Gewerbesteuer wünschen, die meiste nonimene Reise des Kaisers nach Jerusalem eine bes in Mostau war ausschließlich der Verfolgung aller Andersgläubigen Unterſtügung zu finden. Einige Mitglieder der Konferenz erwärmten leidigende Aeußerung gethan. Der Angeklagte wurde unter Ausschluß gewidmet. fich für Vorschläge, die allerdings die großen Waarenhäuser mit der Deffentlichkeit zu neun Monaten Gefängniß verurtheilt. Griechenland. außerordentlich hohen Summen treffen würden. Desterreich. Unsere Meinung über den Erfolg dieser Bestrebungen sind unseren Lesern bekannt. Wien, 20. Mai. Das Abgeordnetenhaus tritt am 1. Juni wieder zusammen. Tagesordnung: Fortsetzung der unterbchenen Debatte über die Sprachen- Verordnungen. Frankreich. Athen, 20. Mai. Die griechische Armee wird morgen Trikala wieder besetzen. Die zweite 3one ist bereits vollständig von den Türken geräumt. In politischen Kreisen verlautet, die Rammer folle nach der Rückkehr des Königs einberufen werden. In der Thronrede würden Reformen angekündigt werden; sollte die Kammer dieselben ablehnen, so würde sie aufgelöst werden. Die Reformen" bedeuten bekanntlich eine Berschlechterung des Breßrechts und die Verkürzung sonstiger Wolfsrechte. Auf diese Art wird das besiegte Griechenland sicherlich nicht wieder in die Höhe ( Siehe auch Korrespondenzen 1. Beilage 1. Seite.) Der Krieg. Zur schärferen Verfolgung der ,, kontraktbrüchigen" Land: arbeiter hat der Vorstand der Landwirthschaftskammer für die Provinz Sachsen verlangt, daß die Namen aller in Frage tommenden Arbeiter in den Amtsblättern nicht nur der Provinz, Pacis, 21. Mai. Mehrere Blätter halten es für zweifellos, soudern auch in Anhalt, Braunschweig, Hannover und den daß 3ola mit seinen Vertheidigern sofort nach Einbringung der thüringischen Staaten veröffentlicht würden. Allen Amtsvorstehern Beschlußanträge den Gerichtssaal verlassen werde. Bis foll ferner eine Dienstinstruktion zugestellt werden, was man seitens zum heutigen Tage nämlich, an welchem die gesetzliche Frist abs der Behörden alles gegen kontraktbrüchiges Personal sich erlauben laufen würde, hat noch fein einziger Zeuge eine Vor- kommen. darf. Die bisherige Drangsalirung genügt also den menschen- ladung erhalten. Es verlautet, der Kriegsminister habe die Offiziere freundlichen Agrariern noch lange nicht, trotz aller verfallenden beauftragt, in Zivil zu erscheinen; die dem Generalstab nahestehenden Kautionen, aller Geld- und Gefängnißstrafen und aller polizeilichen Blätter protestiren gegen diese Verordnung. Nüdtransporte. Paris, 21. Mai. Die englisch- japanischen Bezi.hungen Daß die Ansiedelungskommiffion immer häufiger deutsche werden in hiesigen Regierungskreisen mit großem Mißtrauen ver- Die Nachrichten aus Westindien beschränken sich auf Mittheilungen Güter im Osten antauft, giebt jetzt auch Dr. v. Hansemann, folgt. Man erklärt, daß, wenn die Allianz zwischen England und über die außer Sicht des amerikanischen Geschwaders vollzogene einer der Leiter des Ostmarkenvereins, zu. Er meint, daß der Er- Japan außer der China- auch die Philippinenfrage zum Gegenstande Fahrt der spanischen Flotte und auf Vermuthungen, daß eine werb solcher Bodenflächen oft unbedingt nöthig sei, um das Gebiet hätte, dann würde man dies sofort mit einer Gegenallianz be- große Seeschlacht bevorstehe. Aus Colon, der atlantischen Hafenstadt der deutschen Kolonisation abzurunden; andernfalls könnten die antworten. der Landenge von Panama, wird gemeldet, daß der Dampfer Flächen jederzeit durch Besitzwechsel in polnische Hände fallen und Belgien. " Lesseps" mit Waffen und Munition zum spanischen Geschwader des damit sei die deutsche Besiedelung dann durchbrochen und gefährdet. Admirals Cervera gestoßen ist. Selbst nationalliberale Blättern äußern jedoch die Besorgniß, daß heruntergekommene Agrarier durch den Antauf unterstützt werden fönnten, ohne daß der letztere für die Zwecke des Ansiedelungswerkes werthvoll wäre." " Am 22. Mai finden in 16 Bezirken die Kammerwahlen statt. Unsere Parteigenossen haben in allen Kreisen Kandidaten aufgestellt und hoffen auf einen Zuwachs an Mandaten, besonders aber auf eine starte Vermehrung der Stimmen. England. Schweden. Eine Landung auf Kuba ist den Amerikanern noch immer nicht gelungen. Vier amerikanische Kreuzer versuchten wieder einen Angriff auf Cayo Frances( Kuba), mußten sich aber mit bedeutenden Ber luften zurückziehen. Da das spanische Badetboot Montserrat" dreimal die Blodade von Kuba durchbrochen hat, behaupten die Madrider Blätter und suchen diese Behauptung zu beweisen, daß die Blockade keine effettive sei. Einer Meldung aus Key West zufolge soll das Patrouillen boot, Sarasota", welches bei Nacht die Fahrzeuge vom Einmit Zusammenstoßes dringen in den Hafen von Key West abhielt, infolge eines 20otsenboot ge= sunten sein. einem Ganz richtig hebt übrigens Herr v. Hansemann hervor, wie der deutsche Großgrundbesitz, der sonst so„ national" sich geberdet, Rüftungen in West- Kanada für Oftafien. Nach einer der geradezu der Germanisirung des Oftens entgegenarbeitet: er braucht Intern. Korresp." von diplomatischer Seite zur Verfügung gestellten Schaaren von Arbeitern und zieht dazu fast durchweg" polnische Drahtmeldung aus Otto wa ist zwischen der kanadischen Regierung Elemente heran.„ Es ist daher immer ein nationaler Gewinn, wenn und dem Londoner Auswärtigen Amt eine Vereinbarung darüber auch deutscher größerer Grundbesitz in die Hände der Ansiedelungs- getroffen, daß England an der Westküste von Kanada, besonders auf fommission übergeht." Wie nationaler Gewinn" und der Insel Vancouver ein militärisches Hilfskorps in einer Stärke bis junkerliche Einnahmen doch auch hier schließlich wieder so zu 15 000 Mann aufstellen kann, welches im Bedarfsfalle nach Ost schön miteinander harmoniren! asien gebracht werden soll. Für dieses Korps sollen Freiwillige in Kanada und in den Vereinigten Staaten angeworben werden. Die Bündler als Geschäftsleute. Der Hannoversche Courier" Gleichzeitig wurde der Regierung zu Washington eine ausreichende Julian flog heute eine Geschoßfabrik in die Luft. Fünf SolAus Cartagena( Spanien) wird telegraphirt: Auf Fort San berichtet über einen Streit zwischen landwirthschaftlichen Bezugs- Bürgschaft dafür angeboten, daß diese englischen Rüstungen keinerlei daten und fünf Arbeiter wurden getödtet und 62 Personen, darunter vereinigungen zum Ankauf von Düngemitteln und Thomasphosphate feindseligen Absichten gegen die Vereinigten Staaten entspringen. Der Gouverneur, verivundet. Fabriken. Bei dieser Gelegenheit dringt ein Verfahren der Leitung In den Cortes ſtellte fich das des Bundes der Landwirthe in die Oeffentlichkeit, das noch weitere neue a binet Kreise interessiren dürfte. Das genannte Blatt berichtet darüber: Eine Debatte über das Arbeiter: Koalitionsrecht im Sagasta vor. Im Senat gab Ministerpräsident Sagasta einen Ueberblick über In den Verträgen mit den Thomasmehl- Fabriken haben sich Reichstag. Gelegentlich eines Antrages der Regierung, eine Bergbie Genossenschaften einen Rabatt von 30 M. per Doppelwagen werks- Gesellschaft vom Bergwertszoll zu befreien, wogegen dieselbe die Ministerkrise, erklärte sodann in feierlicher Weise, die Regierung werde ausbedungen, der theilweise den Landwirthen wieder zu gute ihr Ausbeutungsrecht auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt wissen niemals einen Frieden annehmen, bei dem die territoriale Integrität tommt. Um welche Summe es sich dabei handelt, geht daraus will, wies unser Parteigenosse i al mar Branting darauf hin, Spaniens nicht gewahrt bleibe. Wenn sie dies nicht erreichen könne, hervor, daß die Vergütungen allein für Thomasmehl im Jahre daß, was die Regierung auch sagen möge, es sich hier um eine Fest- sei sie entschlossen, den Kampf bis aufs äußerste zu führen.( Beifall.) 1897 nach den Aufstellungen der Genossenschaften fast 1 Million legung eines Rechtes handle und die Bergwerks- Gesellschaft bevor- Er erklärte ferner, die von Leon Castillo angeführten Gründe gegen Mark betragen haben, wovon der Kleinere Theil den Landwirthen, zugt fei. Dazu sei aber feine Veranlassung, am wenigsten bei die Uebernahme des Ministeriums des Auswärtigen hätten ihn vollder größere den Genossenschaften zur Bestreitung ihrer Aus dieser Gesellschaft, die gerade jetzt mit ihren Arbeitern im Konflitt tommen überzeugt. gaben zugeflossen ist. Der Leitung des Bundes der liege, weil sie denselben nicht gestatten wolle, den GewerkschaftsLandwirthe war jedoch dieser Nuzen, mit dem die verbänden und der sozialistischen Partei anzugehören, sondern anderen Bezugsgenossenschaften sich begnügten, zu gering, und da mur erlaube, einen eigenen Fachverein zu begründen, der natür von den Fabriken feine weitere Preisermäßigung zu erlangen war, lich gar keine Bedeutung habe, wenn er nicht mit anderen in Verließ man die Preise für das Thomasmehl um 15. M. für die bindung treten und im Nothfalle von diesen auf Unterstützung Mitglieder des Bundes höher berechnen und verrechnen könne. Es sei daher am Plag, die Bergwerks- Gesellschaft einnahmte diese„ Extra- Preisdifferenz" für die 3 wede der solche Vergünstigungen nicht zu bewilligen. Der FinanzBundesleitung. Die Landwirthe haben im Jahre 1896 minister Graf Bachtmeister erklärte hierauf, die Frage des allein auf diesem Wege mehr als 20 000 m. der Bundestasse zu Vereinigungsrechtes der Arbeiter gehe den Reichstag und die Re geführt." gierung nichts an.(!) Einige andere Redner erklärten, daß Heißt Geschäft" sagen die Bundesführer und sammelten Gelder jeder Arbeitgeber das Recht habe, solche Leute zu beschäftigen, wie er ein, die ihren Mitgliedern gehören, deren wirthschaftliche Interessen volle. Den Staat ginge das nichts an. Branting sprach dann noch fie angeblich einzig und allein im Auge haben. einmal. Er wüßte, daß er einen wunden Punkt für die Reichstags- darlegt und zum Frieden um jeden Preis rathet. mitglieder berührt hätte, und sie haben auch richtig Die Mehrzahl der preußischen Minister waren nach Pofen offen Farbe bekannt, was ihnen die wichtigsten Lebensinteressen der gereift. Die Herren wollten sich dort informiren fiber Maßregeln, Arbeiter gelten. Er habe nicht gesagt, bag bie Berggeſellſchaft ihre wie dem Polenthum entgegenzutreten ist. Chorführer war Herr Arbeiter schlecht behandelt, sondern daß sie ihnen ihre Bürgerrechte v. Miquel, der aber durch Krankheit behindert wurde. Die„ nationale" beeinträchtige. Das ist eine Anmaßung, die sich die schwedischen Bresse begrüßt diese Ministerfahrt mit Jubel und erwartet davon Arbeiter nicht länger gefallen lassen wollten.. Trotzdem wurde der " praktische" Maßnahmen. Wir halten die Germanisirungsso bestrebungen, wie sie die preußische Regierung betreibt, für jo ver- Regierungsantrag mit 117 gegen 69 Stimmen angenommen. fehlt, daß sie nur das Gegentheil ihres Zweckes erreichen werden, Die Informationen der Minister„ an Ort und Stelle" werden daran natürlich nichts ändern, pflegen die Herren doch im allgemeinen nur aus solchen Quellen zu schöpfen, die keineswegs lauter find. Ertundigungen bei Parteiischen können nur Parteiisches zur Folge " In der Deputirtenkammer erklärte Sagasta auf Ausführungen des Republikaners Salmeron, das Programm der neuen Regierung werde sich nach den Umständen" richten, immerhin" bestehe das liberale Programm fort. Der Ministerpräsident erhob schließlich Widerspruch dagegen, daß die Minister für die Handlungen ihrer Vorgänger verantwortlich sein sollten. Das liberale Programm Sagasta's dürfte wohl mehr Belagerungszustand als Liberalismus enthalten. Sehr bemerkt werden die Ausführungen des angesehensten und prinzipiellsten Republikaners Pi y Margall, einer der Präsidenten der früheren spanischen Republik und des Uebersetzers von Karl Mary' Kapital ins Spanische, der die Aussichtslosigkeit des Krieges ehrlich Lehte Nachrichten und Depeschen. welcher das erste Missouri- Infanterie- Regiment von hier nach Chattanooga, 21. Mai.( W. T. B.) Auf einen Eisenbahnzug, Chickamauga bringen sollte, lief 5 Meilen von Chattanooga ein Personenzug auf. Fünf Soldaten sind getödtet, zwölf verwundet. Björnson und die schwedische Kammer. Bekanntlich hatte Peking, 21. Mai.( W. T. B.) Die Chinesen besetzen am Björnson in russischen Zeitungen eine Reihe Artikel über Schweden Montag Weihaiwei unmittelbar nach der Abfahrt der Japaner; am publiziert und die schwedische Großmannssucht verdächtigt. Nun inter- Dienstag werden die Engländer an Land gehen und die britische pellite Professor Alin aus Upsala in der ersten Kammer, was und chinesische Flagge werden gemeinsam gehißt bleiben, bis die die schwedische Regierung zu veranlassen gedenke, um zu verhindern, daß Engländer die Baulichkeiten, das Arsenal und die Forts übernicht die Sicherheit des schwedischen Reiches durch die Schreibereien nommen haben. Alsdann wird die britische Flagge allein auf der haten. des Norwegers Björnson gestört werde. Justizminister Anner- Festung wehen. Drei englische Kriegsschiffe liegen jetzt im Hafen Der Fraktionsvorstand des Zentrums im Abgeordnetenhause stedt erklärte, daß weder in der norwegischen noch in der von Weihaiwei. erläßt in der„ Germania" einen Wahlaufruf, der sich mit der schwedischen Gesetzgebung Bestimmungen eristirten, die derartige Kalfutta, 21. Mai.( W. T. B.) In der Vorstadt Bhowanipur Thätigkeit der Partei im Abgeordnetenhause befaßt. Bemerkens Schreibereien im Auslande in fremder Sprache verbieten. Der entstanden heute ernste Unruhen im Zusammenhang mit der Pestwerthes enthält der Aufruf nicht, er fordert am Schluß zu eifriger Minister des Aeußern, Graf Douglas, erklärte, daß epidemie. Ein Arzt, welcher einen Platz für eine Jolirungsbarade Wahlbetheiligung auf. Gemeint find damit erst die kommenden niemand in Europa auf die bombastischen Ergüsse des norwegischen aussuchte, wurde vom Pöbel verfolgt. Nachdem der Arzt den VolksLandtagswahlen. In dieser Hinsicht ist also das Zentrum zuerst auf Dichters achte. Man wäre mehr und mehr dahinter gekommen, daß haufen vorerst verwarnt hatte, feuerte er und tödtete eine und verdem Plaze. diese Aussprüche auf einer figen Idee beruhten, da ja alle wüßten, wundete zwei Personen. Der Pöbel rottete sich darauf vor dem In den großen politischen Verband zur Verbreitung der daß Schweden in bezug auf das Ausland keinerlei Pläne hätte. Gesundheitsamt zusammen und verlangte die Auslieferung des Intereffen der Schlotjunkerschaft, dem Zentralverband deutscher Eine Gefahr für Schweden könnte nicht daraus entstehen, da diei Arztes; schließlich wurde jedoch die Menge auseinandergetrieben. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobev in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Babing in Berlin. Hierzu 3 Beilageu u. iuterhaltungsblatt. Br. 118. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 22. Mai 1898. Wer nicht in der Wählerliste steht, verliert sein Wahlrecht! Für den Wahlfonds gingen ein: Maiquartett 3,-. Ein Fabrikant aus der Alten Jakobstraße 3, Fester Wille", Amerit. Auftion 18,20. A. 2. 0,75. Rothe Geburtstagsfeier b. Brall, Wollinerstraße 3,65. G. Rt. 3, H. D. 3,50. Geburtstagsfeier Zehdenickerstr. 1,20. Herrenloses Gut 0,61. D. 80 1,-. Ueberschuß einer Kranzspende durch Paul Löwenthal 1,60. Von Kollegen der Gasmesserfabrik Gitschinerstraße 13,75. Maurer vom Bau Friedrichstr. 16, Portal III 11,-. C. W. 4,20. R. P. in G. 50,-. Summa: 118,46. Bereits quittirt 2202,05 M. Gesammtsumme 2320,51 M. Der prenßische Landtag. Endlich ist der seichte Redefluß im Abgeordnetenhause versiegt. Man tonstatirte in aller Gile noch ein paar Mal die Beschlußunfähigkeit und ließ dann eine Fülle unerledigten Materials, besonders an Petitionen, erbarmungslos im Stiche. Eine Gruppe von Abgeordneten schien nicht übel Lust zu haben, die Sizungen in das unendliche auszudehnen, um mit allerlei politischen Rundgebungen die Reichstagswahlbewegung zu beeinflussen. Indeß bedurfte es wohl nicht erst der„ kolossalen Dummheit" der Interpellation Kanig, um die Regierung gegen solche Freundschaftsdienste stuzzig zu machen. Und so wenig wir sonst mit ihr übereinstimmen, darin stimmen wir ihr bei: es war von ihrem Standpunkte aus klug und richtig gehandelt, den Zedligen und Kanitzen den Mund zu schließen; denn wenn sie ihn aufthaten, fingen sie zuletzt immer an, für die Sammelpolitik fürchterlich zu werden. Daß in einem solchen Landtag irgend welche bedeutsameren gefeßes für die Angestellten der Transportanstalten nicht zur Bes Reformforderungen auf entschiedene Förderung rechnen könnten, war handlung gelangen. Wie am 1. Mai in Genf, so ist seitdem auch natürlich von vornherein ausgeschlossen. Mit der Miquel'schen in Luzern und Zürich gegen die Schandwirthschaft Steuerreform und der Herrfurth'schen Landgemeinde- Ordnung war der ungarischen Polizei protestirt worden. Die hier die Schaffenstraft der Regierung wie des Dreiklassen Züricher Protestversammlung war sehr gut besucht und nahm nach parlaments schon vor dem Zusammentritt dieses Landtages einem wie immer vorzüglichen Referat Greulich's folgende Resolution erschöpft. Die Wirkungen der Landgemeinde- Ordnung könnten gar einstimmig an:" Die heute in der„ Eintracht" tagende, von Arbeitern nicht unbeträchtliche sein, wenn im Ministerium des Innern Männer verschiedener Nationalitäten besuchte Versammlung protestirt energisch fäßen, welche den Widerstand der oftelbischen Junker gegen neue gegen die infamen Gewaltakte der ungarischen Regierung gegen die Afera Gulenburg, Köller und v. d. Recke sind alle Anläufe dazu im an wehrlosen Arbeitern, Frauen und Kindern, der brutalen Unterleistungsfähige Gemeindeverbände zu überwinden wüßten. In der ungarische Arbeiterklasse; sie flagt diese Regierung an des Mordes Keime erstickt. Das gesammte Unterrichtswesen ist nach wie drückung des Rechtes der freien Rede, der Versammlungs- und der vor dem Belieben der Verwaltung preisgegeben; der jeweilige Preßfreiheit, der widerrechtlichen Inhaftirung und Ausweisung sowie Minister bestimmt, was gelehrt und wie es gelehrt werden soll. der empörendsten Mißhandlung der Wortführer der Arbeiter. Die Auch die Freiheit der Universitäten hat man noch durch das Versammlung entbietet den ungarischen Sozialdemokraten ihre Privatdozenten- Gesetz beschränkt. Unter diesen Umständen tann man brüderlichen Grüße und verspricht, sie mit bester Kraft moralisch und sich sogar noch beglückwünschen, daß sonstige gesetzgeberische Versuche materiell zu unterstützen." Während der Versammlung wurde zu auf diesem Gebiete unterblieben sind, denn sie würden heute nur letzterem Zwecke eine Tellersammlung vorgenommen. Am 5. Juni den reaktionärsten Bestrebungen zum dauernden Siege verhelfen. findet im Kanton Zürich eine Volksabstimmung über vier Das Dreillassen- Wahlrecht ist infolge der Steuerverschiebungen Vorlagen statt. zu einer Karrikatur seiner selber geworden man weiß feinen Ausweg aus dem Labyrinth. Nach vorwärts will man nicht, und liberale Partei. Aus dem Londoner Grafschaftsrath.) Der Hingang London, 19. Mai.( Eig. Bericht.)( Gladstone's Tod und die die Wahlen abermals nach diesem monströsen Verfahren statt. weiter rückwärts geht es schon gar nicht mehr. So finden denn Gladstone's lenkt naturgemäß die Blicke auf die Verfassung der bleiben. Korrespondenzen. Dabei klapperte das Redemühlwerk so unermüdlich, daß auch bis 1894 von ihm geführten Partei. Der englische Liberalismus dieses Jahr der Etat nicht rechtzeitig fertiggestellt war; in Preußen befindet sich in einer eigenthümlichen Lage. Selten war die Partei, ist so die verfassungswidrige Verwaltung ohne Büdget- die ihn vertritt, innerlich so zerfahren, wie im gegenwärtigen gesez während eines Theiles des Jahres nachgerade zur Regel Moment. Zwischen den Gruppen, aus denen sie sich zusammensetzt, geworden. Das Petitionsrecht ist in Preußen so gut wie voll- und den Führern, die an ihrer Spizze stehen, herrschen die größten ständig beseitigt, denn die meisten Eingaben bleiben sowohl in den Kom- Gegenfäge, und kein einziger der Führer hat auch nur entfernt bas missionen wie im Plenum unerledigt; für die Beamten möchten die Ansehen Gladstone's und dessen Gabe, die Massen persönlich Auch die Herrenhäusler machten sich in den Schlußtagen noch aufheben. Nur für die agrarischen Schmerzen sind die Herren heit von 837 in eine liberale Mehrheit von 1333 verwandelt wurde, Konservativen sogar das formelle Recht zu Petitionen und Eingaben hinzureißen. Und trotzdem erringt sie wieder Wahlsiege wie erst eimmal bemerkbar. Sie spielten die Beleidigten, weil ihnen wichtige empfindlich und empfänglich. Wenn man aus den Sizungsberichten vorige Woche in Süd Norfolk, wo eine konservativ- unionistische MehrGesetze, wie die über das westfälische Anerbenrecht, so spät zu die Erörterungen über Bichfeuchen, Kornzölte, Transitläger, Zollbei einer Gesammtzahl von 8000 Wählern ein sehr bedeutender gegangen waren, daß sie zwar in aller Geschwindigkeit noch Ja trebite ausscheidet und dazu vielleicht noch die eigentlichen Wahlkreis- Umschwung. Eine Nachwahl in Süd- Staffordshire, die zwei Tage jagen, jedoch feine Abänderungen mehr treffen konnten. Für dieses Versäumniß werden sie sich indeß reichlich dadurch reden über die Baufälligkeit des heimischen Gymnasiums oder vorher stattfand, ergab gleichfalls einen beträchtlichen Rückgang der Saale sie nach wie vor als„ erlauchte, edle und geehrte Herren" bahn- Berbindung nimmt, so bleibt von allen Verhandlungen nicht wenden sich verstimmt von der Regierung ab und Mongels etwas entschädigt gefühlt haben, daß die Thronrede im Weißen Gerichtsgebäudes und die Nothwendigkeit einer neuen Sekundär- konservativen und entsprechenden Aufschwung der liberalen Stimmen, wenn auch hier der Sitz der Regierungspartei verblieb. Die Wähler nach Hause schickte, während die Mitglieder des Reichstages nur als allzuviel mehr übrig- für die Arbeiterklasse natürlich besseren der liberalen Partei zu, die auf diese Weise von den ehlern " geehrte Herren" angesprochen werden. Das ist eine so unzweifel- gar nichts. hafte Anerkennung der eigenen Bedeutung, daß man ganz gern die Und ein Parlament von diesem Niveau sucht man gegen den oder Nichterfolgen ihrer Gegner lebt. Es ist nicht das Vertrauen zu Rolle der willenlosen Jasagemaschine wieder weiter übernehmen wird. Reichstag auszuspielen! Aus solchen Parlamenten will man einen Sir William Harcourt, das ihr die Wähler zuführt, sondern der VerReichstag höherer Ordnung, heraus deſtilliren! Das Vereins druß über den Kleinmuth und die widerspruchsvolle Politik Lord Die Thronrede stellt die finanzielle Entwidelung Preußens Salisbury's. das Gebiet, auf dem Herr Miquel wirkt in den Vordergrund. und Versammlungsrecht der großen Hälfte der deutschen Nicht mit unrecht, In beiden Lagern ist man sich dieser Lage der Dinge denn hier sind ungeheuere Bevölkerung sollte einer solchen Körperschaft ausgeliefert werden! Beträge für einmalige Ausgaben, Während die mißvergnügten Elemente der kons besonders für die bessere AusWahrlich, es war die höchste Zeit, daß dieser Landtag zu seinen wohl bewußt. rüftung der Eisenbahnen, frei geworden, ohne daß man Vätern versammelt ward. Was nach ihm kommen wird, tann faum fervativ- unionistischen Koalition immer deutlicher den Wunsch dafür auf Anleihen zurückzugreifen brauchte. Aber dem Landtag noch schlechter sein. Ist jedoch das liberale Bürgerthum zu erkennen geben, Lord Salisbury aus dem Auswärtigen Amt ausgebührt dabei keinerlei Verdienst. Die Konvertirung der vier einigermaßen auf dem Posten und wissen die Arbeiter ihre ziehen zu ſehen, flagen die Unzufriedenen im liberalen Quartier prozentigen Anleihen wurde sogar über Erwarten lange hinaus geringen Rechte unter dem Dreiflaffen- Wahlsystem auszumußen, so bitter über die Mattherzigkeit, mit der ihre Führer die Opposition geschoben, zum Schaden der Staatstaffe und zum Nutzen der wird auch dieſes Bollwerk des Rückſchrittes demnächst nicht unerschüttert welcher Vehemenz pflegte der in der Opposition zu kämpfen. Jeder Gläubiger; und die Zusicherung einer Schonfrist( für die in 31/ prozentige Ronfols umgewandelt en Schuldverschreibungen) bis erst auf der Reichswahlstatt die vereinigten Realtionäre aufs Haupt. verwaltungsgesetz, das zur Zeit durchberathen wird, enthält viele Indeß, diese Frage drängt im Augenblid nicht. Schlagen wir Tag sah ihn auf seinem Platz auf der ersten Bant der Opposition", zum Jahre 1905, ist aus der Lage des Geldmarktes keinesfalls zu unsere Stellung im Landtags- Wahlkampfe wird sich dann später Bestimmungen, welche den von den Liberalen verfochtenen Grundzum Jahre 1905, ist aus der Lage des Geldmarktes keinesfalls zu während jetzt diese oft tagelang verlassen ist. Das irische Lotalrechtfertigen. Hier haben die politischen Rücksichten auf die Hoch- Unsere Stellung im Landtags- Wahlkampfe wird sich dann später verwaltungsgesetz, das zur Zeit durchberathen wird, enthält viele finanz, bie feinen Rentner und auf die Stiftungen und Korpo- ganz von selber finden. säßen widersprechen. Die Jrländer nahmen sie mit in den Kauf, rationen eine übermächtige Rolle gespielt. Außer der Konver weil sie das Gesetz als eine annehmbare Abschlagszahlung auf tirung hat dieser Landtag jedoch nichts gethan, was die Finanzen Homerule betrachten, die englischen Radikalen hätte heben tönnen; alle Reformen, bis zur Vermögenssteuer als aber halten den letzteren Umstand für keinen genügenden Grund, es still Abschluß des Ganzen, find vom vorigen Landtag erledigt worden. Dresden, 20. Mai.( Eig. Ber.) Der offizielle Schluß des schweigend geschehen zu lassen, daß z. B. den irischen Landlords Indeß trieb die günstige Wirthschaftslage die Einnahmen fortgesetzt Landtages erfolgte am Freitag Nachmittag 1 Uhr. Eine Thron- unter verschiedenen Formen ein Lösegeld von mehreren Millionen rasch empor; neben den eigentlichen Steuerquellen warfen die Eisen- rede wurde diesmal nicht verlesen, da der König auswärts weilt. Pfund jährlich auf unbegrenzte Zeit zugeführt wird, um ihre Zubahnen, Bergwerke und Forsten immer größere lleberschüsse ab, Statt dessen hielt der Vorfißende des Gesammtministeriums Justiz- stimmung zu dem Gesetz zu erkaufen. Der Kampf gegen die befodaß Herr Miquel recht behaglich sich in der Sonne streden konnte, minister Dr. Schurig eine lediglich aus Höflichkeitsformeln zu treffenden Paragraphen bleibt aber völlig den Freischürlern der obwohl er an ihrem Laufe unschuldig war. Sonst hat sein Reform- sammengesetzte Entlassungsansprache. Opposition überlassen, die offiziellen Führer glänzen bei ihm durch eifer in der letzten Legislaturperiode teine Blüthen mehr getrieben, In dem gedrudten Landtags- Abschied find alle Beschlüsse des ihre Abwesenheit. wenigstens nicht auf diesem Gebiete. Die reinliche Scheidung Landtages, denen die Zustimmung der Regierung und des Königs schon Ob Gladstone im gegebenen Falle anders gehandelt haben zwischen Eisenbahn- und Staatsfinanzen findet an ihm sogar den ertheilt ist, aufgezählt. Unter anderem wird auch das verschlechterte würde, kann, angesichts des Verhaltens der Irländer, natürlich einflußreichsten Gegner. Dafür betrieb er die Scheidung zwischen Vereins- und Versammlungsgesetz in der Form, wie niemand mit Sicherheit behaupten, aber daß er in der Opposition Reichs- und Einzelftaatsfinanzen noch 1895 mit einer Schwarzmalerei, es der Landtag zuerst gestüzt hat- Ausschluß der Minderjährigen sehr viel tampfluftiger war als die Harcourt, Bannerman, Fawler die seiner finanziellen Einsicht ein sehr schlechtes Zeugniß aus- aus politischen Versammlungen Gesetz werden. Ferner ist eine Neu- und Genossen steht außer Zweifel, und in der Erinne stellen würde wenn der ganze Anlauf nicht auf eine bearbeitung des sächsischen Baugesezes und der einschlägigen rung der Liberalen lebt er als der stets im Harnisch Vermehrung der indirekten Steuern im Reiche abgezielt hätte. Das Baupolizei- Verordnungen in Aussicht gestellt. Dabei sollen auch die gerüstete Streiter. Auch sagen sich viele, daß es wohl Gesetz über den Staatshaushalt endlich hat nur die bisherige Petitionen der Vertrauenspersonen der baugewerblichen Arbeiter um ganz gut sei, auf grund der Fehler der Gegner WahlPraris des Parlaments und der Regierung in bezug auf Etats- größeren Arbeiterschutz auf den Bauten Berücksichtigung finden. Weiter ist erfolge zu erringen, daß aber eine große, auf die Demokratie streitfragen in aller Form festgelegt. Wo diese Braris bisher sich mitgetheilt, daß dem sächsischen Bundesbevollmächtigten dem Be- angewiesene Partei nicht ausschließlich von dieser Kost leben könne, Mißbräuchen der Verwaltung gegenüber ohnmächtig erwiesen hatte, schluß des Landtages entsprechend- Instruktion ertheilt wurde, beim sondern eine eigene, pofitive Politik haben müsse, um die Wassen wie beim Erlaß des von reichen Leuten zu entrichtenden Fidei- Bundesrath dahin zu wirken, daß die gemischten Privattransit- dauernd an sich zu fesseln, eine bestimmte, mit Festigkeit und Untommiß- Stempels oder bei der Begünstigung von Domänenpächtern, läger, insoweit sie nicht dem Transitverkehr dienen, sondern für erschrockenheit verfochtene Parole. Die von den jezigen Führern an ist der Willkür der ausführenden Behörden auch in Zukunft teine den Inlandsverkehr ausgenügt werden, aufgehoben und 3011- ben Maßregeln des Kabinets Salisbury ausgeübte Stritit läßt es Schranke gezogen. tredite für Getreide beseitig werden, daß ferner die daran sehr vermissen; sie haftet am detail, ermangelt aber der großen Daß die überquellende Geldfluth energisch für die Förderung Ausfuhrvergütung für Mühlenprodukte dem thatsächlichen Ausbeute- Züge. Kurz, es ist niemand da, das Erbe Gladstone's anzutreten, der jahrelang sträflich vernachlässigten Kulturaufgaben mußbar verhältniß möglichst angepaßt werde. Zur Ausarbeitung eines neuen niemand, der jenen starten Glauben an sich und seine Sache und gemacht worden wäre, wird niemand behaupten wollen. Für die Gefeßentwurfs für die Verwaltungs- Rechtspflege, der jene mächtige Gabe der Ueberredung hat, vor denen alle SonderBoltsschullehrer hat man endlich!"- gewisse Mindest dem nächsten Landtage vorgelegt werden soll, ist eine aus Mitgliedern bestrebungen zurüdweichen müssen. Ohne die Eigenthümlichkeiten des besoldungen gefeßlich figirt, indeß zum theil geringer wie selbst im beider Kammern bestehende Zwischendeputation eingesetzt worden. englischen Wahlsystems würde die liberale Partei als politische Einheit Zedlig'schen Schulgeset- Entwurf vorgesehen war, und einen Theil der Die Steuerreform ist ganz und gar gescheitert.. den Tod Gladstone's schwerlich lange überdauern, und auch jetzt sieht es vermehrten Staatszuschüsse brachte man zudem dadurch auf, daß And Heffen, 18. Mai.( Eig. Ber.) Landtag. um ihren inneren Zusammenhalt bedenklich genug aus. Freilich man die größeren Städte auf schmalere Kost sezte. Für die Geistolles ille ist das oberste Gefez" I sich in Deutschland vollzogen hat, und in Frankreich zu vollziehen machen das derzeitige Wahlsystem und die Kraft einer mehrere lichen war man freigiebiger; alles, was die letzte Generalfynode Borten schloß der Präsident der Zweiten Kammer bie turze Generationen alten leberlieferung eine Partei- Entwickelung, wie sie wünschte, hat man bei der Neuregelung der Gehaltsverhältnisse er Gedenkrede, mit der er zu Beginn der Sigung das heute vor im Begriff ist, vorläufig sehr unwahrscheinlich. Die Aussichten der füllt. Von den Beamten haben 1897,98 mir die mittleren und 50 Jahren erfolgte Zusammentreten des Frankfurter Parlaments höheren eine Einkommensverbesserung erfahren. Die Unterbeamten sind, im Gegensaße zum Reich, in Breußen leer aus- feierte. Das Haus stimmte mit lebhaftem Bravo zu. Wenn's nur Sozialdemokraten sind, soweit es sich um die Wahlen zum NeichsImmerhin ist es eine in unserer parlament handelt, noch immer geringe. Spizen sich aber die gegangen, denn von der Resolution, baldmöglichst dem Abgeordneten auch wirklich so wäre! Zeit für einen Kammerpräsidenten, der zudem noch Ge- Gegenfäße innerhalb der liberalen Partei zu, so daß die Trennung hause eine Vorlage zugehen zu lassen", werden sie auf keinen heimer Regierungs- und Kreisrath ist, eine anerkennenswerthebes demokratisch- radikalen Flügels von dem wesentlich kapitaliſtiſchFall satt werden. Der Finanzminister hatte in der Kommission ergefinnten Element unvermeidlich wird, dann kann die Umformung klärt: die Gehälter der unteren Angestellten seien für absehbare Zeit Leistung, dem regis voluntus suprema lex ein so entschiedenes des ersteren in eine wenn nicht dem Namen, so doch der Sache nach Baroli zu bieten. Bielleicht hat der Umstand, daß fich Herr Haas um im allgemeinen als ausreichend hoch zu erachten. Die Thronrede das Reichstagsmandat des freisinnigen Kreises Bingen- Alzey bewirbt, sozialdemokratische Fraktion schneller erfolgen als die optimiſtiſchen spricht jetzt, vor den Wahlen wenigstens, von der Nothwendigkeit der etwas zu dieser Kundgebung voltsmännischer Gesinnung mitgewirkt. unter den englischen Sozialisten heute zu hoffen wagen. Denn Neuregelung der Gehälter einiger Klassen" in der nächsten Seffion. 28ie dem auch sei, wir zollen Beifall und werden nicht versäumen, der sozialistische Gedanke hat im radikalen Lager längst Wurzel geDie Betheiligten werden fich hoffentlich dieser Zurücksetzung seitens bie nationalliberale Regierungspartei an diefe Proklamation faßt und gewinnt täglich mehr an Boden. der Konservativen und der Regierung zur rechten Zeit erinnern. erinnern, als sie sie vergißt. der jüngsten Londoner Grafschaftsrathswahl be Die Früchte des Sieges der Progressisten bet Dagegen hat der Grundbesiz fast niemals umsonst an- ihres Präsidenten so oft zu brachte der Landtag heute nach wieder geklopft. Herr Miquel, der zugeknöpfte, war hier stets zugänglich. holtem Herüber- und Hinüberverhandeln zwischen beiden Kammern ginnen sich schon zu zeigen. In der Sigung vom 10. Mai beschloßz Die Unterstüßung der Kornlagerhäuser, die Gründung der der neue Grafschaftsrath mit 71 gegen 48 Stimmen, daß der 8entral Genossenschaftstasse im Jahre 1895 mit das Budget definitiv zum Abschluß. Ein Antrag auf Bau und Betrieb der elektrischen Londoner Lohntarifs für Bauarbeiten von 12 auf Geltungsbereich des von ihm für Kontraktarbeiten aufgesetzten 5 Millionen Mark fällt in die Legislaturperiode, ebenso die Kapitalserhöhung auf 20 und dann auf 50 Millionen, das Zehnfache Straßenbahnen durch den Staat ist vom Abg. Köhler- 20 englische Meilen im Umkreis von London er Langsdorf( Reformp.) eingebracht worden. Die Begründung weist des ursprünglichen Betrages. Das Geld soll zwar Genossenschaften auf die Nothwendigkeit hin, daß das Volk dieses das kommende weitert werde, ein Beschluß, der einem längst geäußerten Vers aller Art zur Förderung dienen; indeß haben die älteren Schulze- Jahrhundert beherrschende Verkehrsmittel nicht der kapitalistischen langen der organisirten Bauarbeiter entspricht. Und in seiner Sizung Delitzsch'schen Verbände faum jemals Anspruch auf Unterstützung erhoben, fast alle Subventionirten sind ländlichen Charakters. In den Ausbeutung anheimfallen läßt, sondern von vornherein in der Hand bom 17. Mai faßte der Grafschaftsrath den Beschluß, Vorkehrungen zu behält. Der Antrag ist von der sozialdemokratischen Fraktion mit 30. Juni durch Heimfall an ihn übergeht, in Eigenbetrieb zu treffen, um einen Theil des Londoner Straßenbahnneyes, deram neugeschaffenen Landwirthschaftskammern hat die agrarische Agitation feste Stützpunkte gewonnen. Die abermalige Be- unterzeichnet worden. Die Zweite Kammer tritt nächsten Mittwoch wieder zusammen übernehmen, falls die betreffende Gesellschaft, die ihn jetzt betreibt, willigung von 100 Millionen zur Seßhaftmachung deutscher nicht sehr annehmbare Bedingungen stellt. Es handelt sich vors Landwirthe in den deutsch- polnischen Provinzen dient ebenfalls dazu, zur Berathung des Beamtengejeges. erst nur um eine furze Strecke von etwa 14 Stilometer( engl. Meilen), in Westpreußen und Bosen allerlei verkrachten Junkern und Schlachtizen Zürich, 20. Mai.( Eig. Ber.) Die Bundesversammlung aber die Tendenz des Beschlusses ist, die Uebernahme der ganzen einen guten Abgang zu sichern. Schließlich brach bei dem westfälischen tritt am 6. Juni in Bern zur Sommersession zusammen. Die ihr Bahnlinie, zu der der fragliche Theil gehört, in Eigenbetrieb des Anerbengeset der reaktionär- agrarische Charakter der Regierung vorliegende Arbeitsliste enthält 49 Geschäftsnummern, wovon zu er- Gesellschaftsrathes vorzubereiten. so scharf hervor, daß selbst die Nationalliberalen nicht mehr mit- wähnen sind: Erleichterung der Einbürgerung von Ausländern, Ueber eine andere Frage munisipaler Sozialpolitik stehen sich gingen. Die Thronrede verspricht sich jedoch auch davon„ eine Auslieferungsvertrag mit Holland, Handelsvertrag mit Chile, Revision im progreffischen Lager zwei Parteien ziemlich schroff gegenüber. günstige Wirkung für die Erhaltung des für unsere soziale und des Bundesgesetzes betreffend Militärpflicht- Ersatzsteuer. Es scheint, Es handelt sich um den Vorschlag des Herrn Shaw- Lefevre, wirthschaftliche Entwidelung so wichtigen bäuerlichen Grundbefizes." daß die Kranken- und Unfallversicherung und die Vorlagen betreffend der im Ministerium Gladstone Rosebery Minister der öffentlichen Die zurückgesetzten Miterben mögen sehen, wo sie bleiben. Berbot der Phosphorzündhölzchen sowie Revision des Ruhetags- Arbeiten vor, einen Theil des Reservefonds des Grafschaftsraths in Des mit" diesen = Londoner Bodenwerthen anzulegen. Herr Shaw- Lefebre will auf diese Weise die voraussichtliche Preissteigerung des Londoner Grund und Bodens dem Grafschaftsrath pro Rata der geplanten Erwerbungen zuführen, die radikaleren Bodenreformer aber, die als Anhänger Henry George's die Aufsaugung der städtischen Grundrenten durch eine hohe und graduirte Grundsteuer erstreben, sehen in dem Vorschlag eine Durchkreuzung ihrer Bestrebungen und fürchten ferner, daß seine Annahme zu einer neuen Steigerung der Bodenpreise führen werde. Sie bekämpfen ihn deshalb mit großer Heftigkeit.Parlamentavisches. einen Einein und Lokales. Lebhafte Klagen hört man nach wie vor von Leuten, die im Kriminalgericht zu Moabit zu thun haben, über die StraßenDie Lokallifte für Berlin und Umgegend ist neu heraus- bezeichnung in den Vorladungen. Diese lautet auf Alt- Moabit Nr. 11. gegeben und der heutigen Nummer unseres Blattes beigefügt worden. Wenn aber die Borgeladenen dorthin kommen, so finden sie einen Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den Parteigenossen die verfchloffenen Thorweg und wissen nun nicht fangen sollen. Das Adreßbuch verweist bei Alt- Moabit Nr. 11 dringende Pflicht, die Lokalliste strenge zu beachten. Hier in Berlin auch auf Rathenoverstraße 107-112. Hier giebt wie in nächster Nähe der Reichshauptstadt besteht noch der traurige Pförtner die Auskunft, daß es sich um Zustand, daß behördliche und ordnungsparteiliche Einflüsse die sozial- Ausgang für Staatsanwälte 2C., nicht aber für das demokratisch gesinnte Arbeiterschaft an der Wahrnehmung des bischen Publikum handelt. Rathenowerstraße 107-112 gehört dem Landgericht II. Durch den Pförtner aber wird der Unfundige endlich Vereins- und Versammlungsrechts hindern, das in Preußen unter den auf den rechten Weg geleitet; wenn er den Weg von der Rathenowerunzeitgemäßesten Verklausulirungen gesetzlich festgelegt ist. Den Saal- straße 107 bis an die Straße Alt- Moabit zurücmacht, so findet er abtreibereien und Verweigerungen gegenüber, die in Berlin selber den Haupteingang, den er zu benutzen hat. Dieser trägt aber keine Der Bundesrath hat in seiner letzten Sigung ferner den An- versteckt, in den Vororten dagegen offen betrieben werden, bleibt feine haben. Aus der Bezeichnung„ Alt- Moabit, Ecke RathenowerAn- verstedt, Straßenbezeichnung und deshalb darf auch die Vorladung dorthin trägen betreffend den zollfreien Einlaß der von der Pariser Ausstellung zurückgelangenden Güter, betreffend die Denaturirung von uns kein Mittel übrig, als die Lokalsperre; und diese dort, wo straße" etwa würde zwar jeder Vorgeladene leicht ersehen, auf Baumwollensamenöl und betreffend den Zollverwaltungskosten- Etat nöthig, durchzuführen, muß das Bestreben aller Parteigenossen sein. welchem Wege er in sein Zimmer gelangt, aber sie wäre nicht bureaufür Lübeck die Zustimmung ertheilt. Den zuständigen Ausschüssen Arbeiter, Parteigenossen, besucht daher nur solche Lokalitäten, tratisch richtig. wurden überwiesen der Entwurf von Bestimmungen über die Fest welche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Die Berliner Straßenlaternenpfähle in Automaten unt stellung des Börsenpreises von Werthpapieren, die Beschlüsse des Landesausschusses zu dem Gesetzentwurf für Elsaß- Lothringen über Dingen erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen, welche zuwandeln beabsichtigt ein hiesiges Konsortium. Zu diesem Zwecke den kaiserlichen Rath in Elsaß- Lothringen und die Vorlage betreffend noch Sommerbergnügungen abschließen, die Pflicht, auf sind einige der Interessenten nach London gefahren, um die dort seit einiger Zeit versuchsweise eingeführten und sich vortheilhaft Abänderung der Bestimmungen über den Verkehr mit Sprengstoffen. das strengste die neue Lokalliste zu beachten. Angesichts der bevor- bewährenden Laternen- Automaten in Augenschein zu nehmen. Schließlich wurde über einen dem Kaiſer für die Besetzung einer stehenden Reichstagswahlen wird die Lokalfrage brennender denn je, Der Fuß der Londoner Straßenlaternen ist in Form einer Reichsgerichtsrathsstelle zu machenden Vorschlag und über eine Reihe und jeder Arbeiter möge sich daher vor Augen führen, daß auch in achteckigen manneshohen Säule gestaltet, in deren Flächen von Eingaben Beschluß gefaßt. diesem wichtigen Kampfe nur Beharrlichkeit und Energie uns zum schiedene Genußmittel durch Einwerfen von je 1 Benny= 10 Bf. je zwei Schlige angebracht sind, so daß das Publikum 16 verBiele führen kann! entnehmen kann. Unter den Speisen und Getränken befinden sich drei verschiedene künstlich abgekühlte Biersorten, die entweder Parteigenössische Wahlbewegung. Morgen, Montag, werden aus Bechern getrunken werden können, die an Ketten befestigt im In Stakfurt ist der Parteigenosse Wizorowsky, der den zwei Wahlversammlungen abgehalten. Jin ersten Wahlkreise spricht Wasserbecken liegen und durch Bethätigung von Hähnen mittels Posten des Vertrauensmannes seit länger als drei Jahren zur vollen der Reichstags- Kandidat Genosse Bösch in Cohn's Festsälen, Beuth- Wassers aus der städtischen Leitung auszuspülen sind, oder in eigene Zufriedenheit der Parteigenossen versehen hat, zurückgetreten, weil straße 20, über die Sozialdemokratie und die politischen Parteien. Gefäße gefüllt werden können. Ferner liefert der Automat Päckchen ihm seine persönlichen Verhältnisse nicht genug Zeit lassen, um den mit Thee, Kaffee, Kakao oder Chokolade, sowie verschiedene Bisquits, In der Kronenbrauerei, Alt Moabit 47-49, tagt eine Ver- Erbswurst, Suppen- und Fleischertraft- Tablettes und ansehnlich große erhöhten Anforderungen gerecht zu werden, die die Wahlbewegung fammlung, in der Genosse Borgmann über die Frage: Was Pappschachteln gefüllt mit Stücken oder gestoßenem Zuder. Die mit sich bringt. An seiner Statt wurde Franz Neßler ( Michaelisstr. 6a) und als dessen Stellvertreter Karl Hatenholz will die Reaktion und was wollen wir? referiren wird. Zahlreiches städtischen Wächter erhalten eine Extragratifitation, damit sie aufpassen, daß während der Nacht die Automaten von unberufenen gewählt. Erscheinen der Parteigenossen und Genofsinnen ist nothwendig. Händen nicht geplündert werden.- Die hiesige Laternen- AutomatenAm Dienstag wird in Marten's Salon, Friedrichstr. 236, Gesellschaft beabsichtigt nunmehr, die hier zu errichtenden LaternenStandidat des zweiten Wahltreises, Genosse Richard utensilien, Seftpflaster ut. f. w. einzurichten. eine Volksversammlung abgehalten, in welcher der Reichstags- Automaten weniger für Genußmittel als vielmehr für andere Artikel 3. B. Postwerthzeichen, Postkarten, Zeitungen, Etuis mit NähProbeweise wird beFischer, über die Neuwahlen zum Reichstage sprechen wird- In absichtigt, zunächst die Laternenpfähle vor einigen größeren Hotels Rigdorf find am Dienstag zwei Volksversammlungen, und zwar diesen Zwecken dienstbar zu machen. in Peter's Salon, Knesebeckstraße, sowie in Lauckner's Salon, Bergstraße. Die Parteigenossen A. Borchardt und G. Ledebour werden über die Reichstagswahl referiren. Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. genoffe Berger in Danzig vom Landgericht daselbst zu 1 Monat Wegen Beleidigung eines Polizeibeamten wurde der ParteiGefängniß verurtheilt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. = In der Günther'schen Mordsache ist, wie die„ Berl. 8tg." meldet, die Kriminalpolizei durch eine Selbstbezichtigung auf eine Die Buchdrucker Prinzipale und Gehilfen hatten zum 20neue Fährte gelangt. Der Reisende Schwenzer, welcher in einem Delikatessengeschäft in der Pallisadenstraße angestellt war, machte in und 21. Mai ihre Vertreter im Tarifausschuß zu einer Sigung nach Die Wählerlisten im fünften Wahlkreise scheinen sehr nn angeheitertem Zustande gegenüber einer Frau Wilfe in StummelsBerlin entsandt, in welcher u. a. auch in der Segmaschinen- Frage, vollständig zu sein. Es sind schon jetzt zahlreiche Mängel fest burg Bemerkungen, die darauf schließen lassen, daß er den Mörder die auf die zukünftige Entwickelung des Gewerbes einen bedeutenden gestellt worden. Dieser Umstand veranlaßt uns, die Parteigenoffen fennt. Unter anderem sagte er, er könne sich die ausgesetzte BeEinfluß auszuüben berufen ist, eine lebhafte Aussprache gepflogen ganz dringend zu bitten, namentlich am heutigen Sonntag in Belohnung leicht verdienen. Frau Wilke theilte diese Aeußerungen der wurde. Da sich diese Angelegenheit in Deutschland noch im Stadium fanntenkreise träftig für eine Prüfung der Wählerlisten zu agitiren. Sriminalpolizei mit, die darauf die Verhaftung des Schwenzer vorder Entwickelung befindet, waren die Prinzipale der Meinung, Am Mittwoch werden die Listen bekanntlich schon geschlossen. Für nehmen wollte. Dieser hatte jedoch Wind bekommen und war, seine den Anträgen der Gehilfen nicht in allen Punkten zustimmen solche Wähler, denen es durchaus an Zeit fehlt, find die mehrfach gut dotirte Stellung ohne Grundangabe plötzlich aufgebend, spurlos zu können. Nach Sammlung praktischer Erfahrungen will es sich bekannt gegebenen Parteigenossen bereit, die Arbeit des Durchsehens verschwunden. Vorher hatte er noch einige Kunden seines Geschäfts der Tarifausschuß zur Aufgabe machen, Einzelheiten dieser Materie und event. Reklamirens zu übernehmen. in tariflicher Hinsicht zu regeln. Einstimmig wurde jedoch beschlossen, um Geldbeträge von 20-50 m. angeborgt, sonst liegen feine Un für die Beschäftigung an Segmaschinen zu empfehlen, daß nur geregelmäßigkeiten vor. Der Gesuchte ist etwa 1,70 groß, hat blondes lernte Buchdrucker an den Zeilensez- und Gießmaschinen beschäftigt Haar und Anflug von blondem Schnurrbart. werden und das Minimum des Gewißgeldes mindestens 25 pet. höher sein soll als im Handsaß. Ferner wurde beschlossen, das Zarifamt, welches seinen Siz bisher in Leipzig hatte, na ch München zu verlegen. Jn das Adreffenverzeichniß der Parteigenossen des fünften Wahlkreises, welche bereit sind, die Wählerliste nachzusehen, ist noch Genoffe Otto Wendland, Zigarrenhändler, Marienburgerstr. 32, einzutragen. Die Parteigenossen des dritten Wahlkreises werden auf einen Fehler aufmerksam gemacht, der sich in dem gestrigen VerDie Steinsetzer und Rammer Berlins und Umgegend werden zeichniß der Genossen, welche zum Einsehen der Wählerlisten bereit hiermit noch besonders auf die heute in Cohn's Festsälen, Beuth- find, befindet. Es muß heißen: Dorn, Wallstr. 1, und nicht, straße 21, I( fleiner Saal), stattfindende Versammlung aufmerksam wie irrthümlich angegeben, Adalbertstraße. gemacht. Es handelt sich um die Berathung sehr wichtiger Angelegenheiten. Der Vorstand. Deutsches Reich. Der Verband der Schneider und Schneiderinnen beruft zum 24. August d. J. nach Mannheim seinen Verbandstag ein. Zum Streik am Piesberge. Dieser Tage ist an den Bischof von Osnabrück eine von 1000 Arbeitern des Piesberges und der Georgs- Marienhütte unterzeichnete Eingabe um Rücknahme des dem Georgs- Marienhütte unterzeichnete Eingabe um Rüdnahme des dem Werke ertheilten Dispens gerichtet worden. Die Eingabe war von den zuständigen Geistlichen mitunterzeichnet, die um Aufhebung des Dispens baten, weil die bei Ertheilung derselben erwähnten Gründe nicht mehr zutreffend seien. Der Bischof hat sich inzwischen davon überzeugt, daß teine Nothwendigkeit vorliegt und nunmehr den Dispens zurüdgenommen. Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen. Am ersten Pfingstfeiertag findet im Marienbad, Badstr. 35/36, ein Früh fonzert, verbunden mit Gesangsvorträgen mehrerer Gesang vereine statt. Der Ueberschuß wird dem Wahlfonds überwiesen. Des guten Zwecktes halber wird zahlreiche Betheiligung erwartet. Das Komitee. Konfirmation und Probeaufstellung. Die Deutsche Tageszeitung" meldet: Der Kronprinz und Prinz Eitel Frizz fuhren gestern nach Potsdam, um dort in der Friedenskirche an einer Probeaufstellung für die am Sonntag stattfindende Konfirmation theilzunehmen. Gegen den Rechtsanwalt Ulrich, den ftellvertretenden Vors sitzenden des konservativen Wahlvereins für Berlin, hat, wie eine hiesige Lokalforrespondenz mittheilt, die Firma A. Wertheim, wegen der Firma herabseßenden Aeußerung Beschwerde bei der Anwaltseiner in öffentlicher Versammlung gethanen, die Geschäftsthätigkeit tammer eingereicht. Rechtsanwalt Ulrich hatte behauptet, das Waarenhaus Wertheim habe ein mit 100'000 m. beterthetes Waarenlager, dessen Befizer in Noth gerathen war, für 25 000 M. erstanden. und Kolonie Grunewald. Im Zeitalter des Verkehrs nimmt sich ein Vorfall wie der Eine Proteftversammlung gegen die geplante Aufhebung. verkehrsreichen Straße, stieß am Freitag ein Pferdebahnwagen mit nach Charlottenburg, Schöneberg und Wilmersdorf veranstalteten folgende recht sonderbar aus. An der Stralauer Brücke, einer sehr der Nachttage, wie gegen die Erweiterung der Weichbildgrenze einem leichten Arbeitsfuhrwert zusammen. Der Anprall war so un- gestern die Berliner Droschkenbefizer. Die allgemeine Lage des bedeutend, daß auf keiner Seite irgend ein Schaden entstand. Augen- Droschfengetverbes wurde als äußerst schlecht gekennzeichnet. scheinlich hatte auch keiner der beiden Wagenführer den ZusammenDie Berliner Packetfahrt- Aktiengesellschaft eröffnet am 23. beide Kutscher Hand angelegt hätten, stoß verschuldet. Das natürlichste wäre mun gewesen, daß einen Packet- ued Gepäckverkehr von und nach den Vororten Halensee um ihre Fuhrwerke wieder flott zu machen und weiter zu fahren. Aber im Die Tischler in Ilmenau befinden sich im Ausstand. Sie Rathe der Pferdebahn- Bureaukraten ist es anders beschlossen. Abermals ist ein Streckenarbeiter im Bahnbetriebe getöbtet verlangen 15 pCt. Lohnerhöhung, 35 pet. Aufschlag für leber- Der Kutscher des Arbeitswagens hatte nach ganz furzer Zeit fein worden. Von dem um 7 Uhr 50 Min. früh vom Anhalter Bahnhofe stunden und Bezahlung eines Minimallohnes von 15 m. pro Woche. Fuhrivert frei gemacht, nachdem er zu diesem Zweck das eine Pferd abgelassenen D- Zuge Berlin- Leipzig wurde vorgestern Vormittag auf des Pferdebahnwagens abgespannt hatte. Der Führer dieses Wagens dem Anhalter Außenbahnhof unter der Monumenten- Brüde der Die Bildhauer in München haben den Meistern folgende rührte fich dagegen nicht vom Fleck. Jedenfalls verbietet ihm auch Streckenarbeiter Valentin Kujawa überfahren und getödtet. K. wollte Forderungen unterbreitet: 1. Einführung der neunstündigen Arbeits- feine Instruktion, für einen Augenblick abzusteigen, um sein Pferd ein Geleise überschreiten, um mit anderen Arbeitern sein Frühstück zeit und zwar von 1/ 28-12 und 1½- 6 Uhr; 2. Abschaffung der wieder anzuspannen. Das ist die Arbeit des Schaffiters. Der einzunehmen. Als er hinter einem Pfeiler der genannten Brücke Attordarbeit und Einführung der Lohnarbeit oder Afford mit Kutscher giebt diesem also ein Glockenzeichen, aber der Schaffner hervortrat, wurde er von dem Zuge erfaßt, eine Strecke geschleift und garantirtem Tagelohn; 3. wöchentliche Auszahlung des Lohnes; erscheint nicht, denn seine Instruktion schreibt ihm vor, daß vollständig zermalmt, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. 4. 50 pet. Zuschlag für Ueberstunden sowie für Arbeiten an er den Namen des Führers des Arbeitswagens feſtſtellt. Die Berliner Destillateure haben zum größten Theile die Sonn- und Feiertagen. Diese Forderungen wurden nun den Letterer fährt aber bereits feines Weges weiter; der Meistern zugesandt und sind bis jetzt 32 Antworten eingelaufen; Schaffner läßt den mit Fahrgästen besetzten Wagen mitten in der hiervon haben 22 Meister mit zusammen 45 Gehilfen die Forde rungen bewilligt. Die Lohnkommission wird dieser Tage nochmals bei den Meistern vorstellig werden. Beschlossen wurde, am Montag in jenen Geschäften, die nicht bewilligt haben, die Arbeit nieder zulegen; überall da, wo bewilligt, wird selbstverständlich weitergearbeitet. Ansland. belebten Straße stehen, läuft dem Arbeitswagen nach, hält diesen auf, und mun entspinnt sich begreiflicherweise zwischen dessen Führer und dem Schaffner ein heftiger Disput, bei dem es auch zu Handgreiflichkeiten tommt. Auch das Bublitum mischt sich in den Streit und ergreift Partei gegen den Schaffner. Dem Straßenbahnangestellten gelingt es endlich, den Namen seines Gegners zu erfahren und in sein Notizbuch zu schreiben. Nun steht der Weiterfahrt beider Fuhrwerke nichts mehr im Wege. So blieb also ein Verkehrshinderniß, Ueber den Bergarbeiter- Streit von Süd- Wales wird uns welches bereits nach einer halben Minute beseitigt sein konnte, von London geschrieben: Bom Kohlengebiet in Süd- wenigstens fünf Minuten lang bestehen und die Infaffen des PferdeWales tommt die Nachricht, daß die streitenden Arbeiter be- bahnwagens tamen um soviel später an ihrem Ziele an. Aber den schlossen haben, neben ihrem provisorischen Komitee, das Vorschriften der Pferdebahn- Bureaukraten war genüge geschehen. mit den Unternehmern verhandeln soll, ein zweites, großes Komitee zu konstituiren, das am gleichen Ort wie das erste Komitee Daß von geistlicher Seite gegen Auswüchse des Mili: zusammentreten und das Recht endgiltiger Beschlußfassung haben tarismus Einwände erhoben werden, ist im frommen Militärstaat soll. Dieser Beschluß entspricht einem vom Gewerbeminister Ritchie Preußen immerhin etwas Seltenes. Die Kreissynode Berlin- Kölln gemachten Vorschlag und kommt dem Verlangen der Unternehmer Stadt hat sich mit einem derartigen Uebel befaßt. In der vorgestrigen nach einem Komitee, das bestimmte Vollmachten habe, halben Weges Sigung rügte bei Besprechung der kirchlichen und sittlichen Zustände entgegen. Andererseits aber wollen die Arbeiter von einer Er- Synodale Strauß das Treiben der Jugendwehr", deren junge neuerung des gleitenden Lohntarifs nichts wissen und fordern furz- Mitglieder vielfach in Kneipen und spät abends in der Friedrichweg, ohne weitere Bedingung, zehnprozentige Lohnerhöhung. Unter straße in Uniform zu finden feien. Auf der einen Seite habe man diesen Umständen ist die balbige Beilegung des Streits immer noch zweifelhaft. angekündigte Preiserhöhung von 10 Bf. pro Liter Spiritus nun eintreten lassen. Diese Preissteigerung bedeutet für die Fabrikation von Fruchtweinen und Säften, die gerade in Berlin während der letzten Fruchtweinen und Säften, die gerade in Berlin während der letzten beiden Jahre einen überraschenden Aufschwung genommen hatte, einen schweren Schlag. Unglückliche Liebe hat ein noch sehr junges Baar in den Tod. getrieben. Der noch nicht 19 Jahre alte Friz Kohlhaase aus der Brunnenstr. 112, der sich seinen Lebensunterhalt verdiente, indem er für seine Schwester, eine Bugmacherin Frau Luft, auf der Maschine nähte, war mit der Tochter Gertrud des Klempnermeisters Clemens aus der Gleimstr. 16, die ungefähr ebenso alt war wie er, seit dem 7. d. Mts. verschwunden. Gertrud Clemens hatte in ihrer Hausfleidung mit Küchenschürze und Pantoffeln die elterliche Wohnung heimlich verlassen. Für Schuhe sorgte Kohlhaase dadurch, daß er ein Paar von seiner Schwester mitnahm. Die Clemens'schen Eheleute erhielten schon in der vergangenen Woche von ihrer Tochter die briefliche Mittheilung, daß sie sich das Leben nehmen wolle; in gleichem Sinne schrieb Kohlhaase an seine Freunde. Seitdem hörte man nichts mehr von den Verschwundenen, bis gestern der junge Mann als Leiche aus dem Schifffahrtskanal bei Blößensee gelandet wurde; die Leiche des Mädchens hat man noch nicht gefunden. den Fortbildungsschulen die Möglichkeit, die Jungen an den Sonn vorigen Jahres geborene Töchterchen Erna des Arbeiters 9. aus Einer Verbrühung zum Opfer gefallen ist das am 3. Juni tagen zu ihrer Fortentwickelung zu beschäftigen, beschränkt, auf R. der anderen Seite gestatte man der Jugendwehr, ihre Mitglieder der Emdenerstraße 50. Das Kind ging in der Küche umher, in der Sonntags vormittags zu militärischen Uebungen zu versammeln. Die Mutter aufwusch, und fiel plöglich rücklings in die am Boden Der Einfluß der Jugendwehr auf die jungen Gemüther sei durchaus stehende Banne mit heißem Waffer. Zu der schweren Verbrühung fein guter, er verleite sie zur Selbst überhebung, und es sei trat bald eine Gehirnerschütterung hinzu, die zum Tode führte. Krankenunterstühung der Hausindustriellen. Unter Borsis wiederholt vorgekommen, daß die Gelder, die armen Müttern des Stadtraths Dr. Weigert fand am Freitag Abend im Direktoren zur Unterſtützung gegeben wurden, dazu dienten, um den Jungen Freitag mit den Aufräumungsarbeiten begonnen worden. Auf der Unfallstätte in der Jagowftraße ist am letzten saale des Rathhauses eine Sigung der Subkommission für Berathung Uniformen der Jugendwehr zu beschaffen. Von Heiligkreuz eines Ortsstatuts betreffend Einziehung der Hausindustriellen in die ergehe deshalb der Antrag an die Synode:" beim Konsistorium Haufen des eingestürzten Hausflügels und werfen die Steine und Maurer und Zimmerleute erflettern auf hohen Leitern die Trümmer Strantenversicherung statt. An derselben nahmen als Sachverständige Schritte zu thun, damit die Uebungen der Jugendwehr an den zahlreiche Vertreter der betheiligten Griverbszweige, sowohl Arbeit Sonntag- Bormittagen in denselben Stunden, die für den Wegfall Schuttmassen in den Hof hinab. geber wie Arbeitnehmer, theil und es wurde in dreistündiger Be des Fortbildungsschul- Unterrichts vorgeschrieben sind, geschlossen rathung werthvolles Material zur Beurtheilung der wichtigen auf werden."- Daß die Jugendwehr" eine vielfach bedenkliche Spielerei der Tagesordnung stehenden Frage beigebracht. Die Angelegenheit fei, wurde vom Prediger Stage noch näher ausgeführt und auch vom wurde nicht zu Ende geführt und soll demnächst weiter verfolgt Syn. Propst v. d. Goltz anerkannt. Die Synode beschloß, das Konsistorium zu ersuchen, die von Heiligkreuz erhobene Beschwerde zu prüfen werden. Kommunales. Straßensperrung. Die Neue Königstraße wird von der Liezmannstraße bis zum Alexanderplatz behufs Legung eines zweiten Pferdebahngeleises vom 23. b. M. ab, die Straße an der Schleuse von der Spreestraße bis zur fleinen Jungfernbrüde wegen Auswechselung der Gasröhren vom 24. d. M. ab und schließlich die Invalidenstraße von etwa 50 Meter westlich der Lehrterstraße bis zur Sandkrugbrüde vom 1. nächsten Monats für Fuhrwerke und Steiter gesperrt. Auf der Treptow- Sternwarte tritt zu den intereffanten Beobachtungen von Jupiter, Venus und Sonne in dieser Woche noch die des neuerscheinenden Mondes hinzu. Derselbe ruft gleich am ersten Tage seiner Wiedersichtbarkeit, am heutigen Sonntag, gegen 73/4 hr abends, ein sehr interessantes Himmelsschauspiel hervor. Die hellstrahlende Venus verschwindet plöglich am dunklen Mondrand und noch ehe fie an der beleuchteten Seite wieder erscheint, wird ein zweiter Stern durch den Mondkörper bedeckt. Direktor F. S. Archenhold bereitet durch einen Vortrag, den zahlreiche Licht- und bunte Drehbilder unterstützen, eine verständnißvolle Beobachtung dieser seltenen Erscheinung vor. Ausstellung ,, Indien" am Kurfürstendamm. Am heutigen Sonntag finden in der großen Arena drei Massen- Schaustellungen der Indier statt, und zwar um 4, 6 und 8 Uhr. Im Programm der bevorstehenden Woche vollzieht sich eine Aenderung insofern, als die beiden großen Nachmittags- Schaustellungen nicht, wie bisher, um 5 und 8 Uhr, sondern, vielfach an die Direktion ergangenen Wünschen Rechnung tragend, uni 6 und 8 Uhr stattfinden werden. Aus den Nachbarorten. An die Parteigenoffen von Rixdorf ergeht das Ersuchen, fich an der am Montag stattfindenden Nachwahl zur Gemeindevertretung nicht zu betheiligen. Uns steht kein Hausbesizer als Kandidat zur Verfügung und daher hat die Volksversammlung vom 18. d. Wr. beschlossen, den Parteigenossen Wahlenthaltung anzuDer Arbeiterverein von Pankow: Schönhausen hält am Montag, abends 8 Uhr bei Saffe, Wollantstr. 113, eine öffentliche Bersammlung ab, in der Gen. Kiesel über die bevorstehenden Reichstagswahlen sprechen wird. Zahlreicher Besuch wird empfehlen. erwartet. bereit. jenes in den Grund gebohrt hat, auch dessen Sebung bewirken mü fe. I wenn er den Artikel unterbrüde. Frau 2. bestellte ihn barauf zum Die Passagierbeförderung zwischen Spandau und Nieder- Neuendorf folgenden Tage nach ihrer Wohnung, er sollte dann die 15 M. eran der Habel ist infolge dieses Vorfalles gänzlich unterbrochen, da halten. Da die Zeugin aber Berdacht geschöpft hatte, begab sie sich ein anderer Dampfer des Kapitäns Holz, der mit dem„ Grebbin" noch an dem selben Tage nach den Redaktionen der ihr genannten abwechselnd auf dieser Tour fahren sollte, wegen unzulänglicher Beitungen und übereinstimmend wurde ihr erklärt, daß der Beworden ist. baulicher Beschaffenheit von der Behörde nicht abgenommen zeichnete unmöglich Gerichts- Berichterstatter sein könne. Frau 2. begab sich nun zur Polizei. Der Polizeikommissar rieth ihr, dem Eine Familientragödie hat sich in Seegefeld bei Spandau Angeklagten am folgenden Tag Geld zu geben, er werde ihr einen zugetragen. Der Schmiedemeister Jeek wurde von seinem Bruder Beamten schicken, der von verborgener Stelle aus dem Geſpräch und seiner Schwester mit Beil und Revolver überfallen und schwer Besucher stellte sich pünktlich ein, Frau 2. hatte aber Mitlauschen und den Angeklagten dann zur Wache führen könne. Der mißhandelt. Andere Personen verhüteten noch Schlimmeres durch leid mit ihm, wies ihn auf das Verwerfliche und Gefähr ihre Dazwischenkunst. Die That wurde aus Neid darüber verübt, liche seiner Handlungsweise hin und schenkte ihm 3 Mark. daß der obenerwähnte Bruder bei der Erbtheilung vor seinen Ge Der Angeklagte wurde trop dessen zur Wache ge= schwistern den Vorzug erhalten haben soll. = Gerichts- Beitung. es und am Die bracht. Staatsanwalt Dr. Kur hielt das Treiben des Angeklagten für in hohen Grade gemeingefährlich, er beantragte gegen ihn eine Zusatzstrafe von fünf Monaten Gefängniß. Der Gerichtshof erkannte auf vier Monate Gefängniß, welche mit der bereits erkannten Strafe auf insgesammt neun Monate G fängniß zusammengezogen wurden. schloffener Gesellschaften wird immer wieder von der Polizei Die Beschränkung der Sonnabends: Vergnügungen ge: versucht. Ein Klub in Neumünster hielt eines Sonnabends einen verordnung angeklagt, die wie manche andere BerfrommungsBall ab, der bis nach Mitternacht dauerte. Die Vorstandsmitglieder wurden darauf des Vergehens gegen eine Regierungs- Polizeiverordnungen die Bestimmung enthält, daß an Sonnabenden auch die geschlossenen Gesellschaften ohne polizeiliche Erlaubniß über fchaften in der gedachten Weise zu beschränken. Schöffengericht und 12 Uhr nachts hinaus keine Tanzlustbarkeiten abhalten dürfen. Die Beschuldigten wandten ein, es sei unzulässig, geschlossene GesellBit Geld Straffammer verurtheilten die Angeklagten aber strafen, indem sie die in betracht kommende Bestimmung für durchaus rechts= D zu einer umfangreichen Verhandlung, die gestern vor der ersten Der Krach einer Genossenschaftsbank bildet die Unterlage Straffammer des Landgerichts II ihren Anfang nahm. Auf der Ein Zwist unter freisinnigen Bezirksvereinlern beschäftigte Anklagebank hatten der Lehrer Wilhelm Stendal, der Stenograph am Sonnabend die 150. Abtheilung des Schöffengerichts. Ein Herr August von Borgstede, der Maschinist Eduard Busse und Präger hatte sich zur Aufnahme im Bezirksverein„ Köpnicker Stadtbeschuldigt, theils als Vorstands theils als Aufsichtsraths- Mitglieder bei dieser Gelegenheit bemerkt haben, im Verein Neu- Kölln", dem der Schneidermeister Carl Slauta Platz zu nehmen. Sie werden viertel" gemeldet. In der Vorstandssigung dieses Vereins machte das Mitglied Suppas gegen Dräger's Aufnahme Opposition; Suppas soll der Spar- und Leibbant Niederbarnim E. G. m. b. H." Dräger früher angehörte, seien Inregelmäßigkeiten vorgekommen und die Handelsbücher dieser in Konkurs gerathenen Genossenschaft so unordentlich geführt zu haben, daß sie eine Bermögensübersicht nicht Dräger ſei aus diesem Verein ausgeschlossen worden. Diese Bebarboten, bezw. absichtlich zum Nachtheil der Genossenschaft gehandelt merkung ward Herrn Dräger hinterbracht, Der Getränkte richtete zu haben. Der letzte Vorwurf wird auch gegen Stendal und Busse nun einen Brief an Suppas, in welchem dieser der Verleumdung hinsichtlich der Wohnungsgenossenschaft E. G. m. b. H." Feind ehrbarer Bürger beschuldigt wird. Außerdem zitirte Dräger seinent, erhoben. Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes betreffend Feind Suppas vor den Kadi, Suppas aber erhob auf grund des die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften entwickelte sich in Briefes Wiederklage. Als Zeugen erschienen die Vorstandsmitglieder bürgerlichen des Bezirksvereins Köpnider Stadtviertel", an der Spizze der Kreisen eine lebhafte Agitation für die Zwischen Parteien und Zeugen, Bilbung sogenannter fozialreformatorischer Genossen- Stadtverordnete Rosenow. Das Lokal von Robert Zademack in Rüdersdorf( Dorf) genossenschaft, die Spar- und Leihbant Nieder- Barnim zu Friedrichs- bie fragliche Aeußerung gefallen fei, Mag fonnte fast glauben, man fchaften. Ein Theil derselben, wie die Deutsche Zentral- sowie unter den letzteren selber kam es öfter zu heftigen Auseinandersetzungen darüber, ob und in welchem Sinne ist auch fernerhin zu Versammlungen zu haben. Die Aus- felde, die Wohnungsgenossenschaft Nieder- Barnim zu Friedrichsfelde, befinde sich in einer Vorstandssigung eines freifinnigen Bezirksflügler wollen von dieser Aenderung der Lokalliste Notiz nehmen. Die Frankfurterthor- Genossenschaft gehörte den„ Verbande deutscher vereins. Der vorsitzende Richter mahnte mehrmals energisch zur Die Lokalfommission von Friedrichshagen. fozialreformatorischer Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften zu Die Arbeiterschaft von Adlershof wird darauf aufmerksam Berlin an und stand unter sich in lebhaftem Geschäftsverkehr. Nach der Herrn Suppas, dem der Gerichtshof den Schutz des§ 198 zubilligte. Ruhe. Die Verhandlung endete mit der Freisprechung des gemacht, daß an dem Orte, wo Herr von Oppen unaus- Ansicht der Anklagebehörde verfügten diese Genossenschaften nicht Herrn Suppas, dem der Gerichtshof den Schutz des§ 193 zubilligte. gesetzt die Sozialdemokratie vernichtet, es mit der Aufstellung immer über die nöthigen Mittel, sowohl an Kapital als auch an wird aber die Lappalie vor die Berufungsinstanz bringen; auch soll Der Widerbeklagte Dräger wurde dagegen zu 30 m. verurtheilt. Er der Wählerlisten recht ungenügend bestellt ist. Es hat sich z. B. Intelligenz, die Vorstands- und Aufsichtsraths- Mitglieder hatten nicht herausgestellt, daß ein Wähler, der bereits ein Jahr lang in Ablers- die geringste faufmännische Bildung und die größte Unordnung in sich nach Aeußerung eines Zeugen noch ein weiterer Prozeß aus hof wohnt, nicht eingetragen war, und Arbeiter, die erst fürzere Zeit der Geschäftsführung war die natürliche Folge. Der var dem brüderlichen Zwist der ehrsamen freisinnigen Spießbürger entSpar wickeln. im Orte anfäffig sind, sollen in recht beträchtlicher Zahl fehlen. und Leihbank Nieder Barnim und der WohnungsgenossenParteigenossen, seht daher namentlich am heutigen Sonntag die schaft Nieder- Barnim gehörten als leitende Organe mehr oder Zur Bewilligung des Armenrechts an städtische Hilfs. Wählerlisten genau nach! weniger dieselben Personen an: Volksschullehrer, kleine Besizer und arbeiter. Der ehemalige Hilfsarbeiter H., welcher seine vermeintIn Spandau liegen die Listen im Rathhause aus. Unsere benen sie in keiner Weise gewachsen waren. Die„ Spar- und Leih- Armuthsattestes im Wege der Klage geltend gemacht hatte und Handwerker standen an der Spige von geschäftlichen Unternehmen, lichen Gehaltsansprüche gegen den hiesigen Magistrat auf grund eines Genossen haben außerdem je eine Abschrift der Wahlliste in folgenden bank Nieder- Barnim" hat sich am 11. Oftober 1889 fonstituirt, als dieserhalb von der 11. Zivillammer des Landgerichts I hierselbst Lokalen zu jedermanns Einsicht ausgelegt: Innere Stadt umfassend die Gründer derselben sind die Angeklagten Stendal und Borgstede kostenpflichtig abgewiesen worden war, hatte gegen dieses Urtheil den 1., 2., 3. und 4. Bezirk in den Restaurationen von Kern, Jüden zu betrachten. Stendal veranlaßte vermöge seines Einflusses, den die Berufung eingelegt und zu diesem Zwecke beim Kammergericht straße 5 und Brämer, Stresowplay 16. Oranienburger Vorstadt: er bei der ländlichen Bevölkerung der Umgegend besaß, eine die Bewilligung des Armenrechts nachgesucht. Nachdem dieser Antrag 5., 6., 7., 8., 9., 10., 11., 12., 13. und 14. Bezirk in den Restaurationen große Anzahl von Personen zum Beitritt. von Halleder, Frobenstr. 12, Rochow, Schäferstr. 9, Radtke, Neu- wurde durch Einzahlung eines Betrages Die Mitgliedschaft wider Erwarten zurückgewiesen worden war, wandte sich der Kläger eines Betrages von 50 Mark er durch seinen Rechtsbeistand beschwerdeführend an das Reichsgericht meiſterſtr. 5, Bolz, Neuendorferstr. 13 und Ducksch, Bismarckstr. 6. reicht, jeder Genosse konnte sich aber auch mit mehreren bis zu fünf in Leipzig. Dieses hat nun jetzt angeordnet, daß dem früheren HilfsPotsdamer Vorstadt: 15., 16., 17. und 18. Bezirk in den Restau- Antheilen betheiligen. Spareinlagen wurden auch von Nichtmitgliedern arbeiter. zur Fortführung seines Prozesses gegen die Stadt Berlin rationen von Wehe, Bichelsdorferstr. 39, Wwe. Golz, Pichelsdorfer angenommen und verzinst. Der Vorstand bestand aus 2, der Auf- das Armenrecht zu bewilligen sei. straße 108, we. Haude, Seeburgerstr. 89 und Bort, Staatnerstr. 14. fichtsrath aus 12 Mitgliedern. In jedem der bezeichneten Lokale ist abends eine zuverlässige Person Blumberg, Kaulsdorf, Alt- Landsberg 2c. waren Agenturen unter Leitung An einzelnen Orten, wie Marzahn, anwesend, die für die nicht Eingetragenen das Weitere besorgt. besonderer Vorsteher eingerichtet. Die geschäftliche Leitung der Genossen Steuerzettel oder die Invalidenkarte ist mitzubringen. schaft erregte bald berechtigte Bedenken und da sich herausstellte, daß der Dienststunden im Gemeindebureau aus. Zum Einsehen ist bereit gewährt wurde, so erklärten nach und nach viele Mitglieder ihren In Ober Schöneweide liegen die Wählerlisten während vielfach in höchst leichtsimiger Weise ganz unsicheren Stunden Kredit Otto John, Siemensstr. 2. In Rieder Schöneweide Austritt, Da der Mißwirthschaft trop vieler vieler Beschwerden gleichfalls im Gemeindebureau. Zum Einsehen ist bereit Start und Vorstellungen tein Ende gemacht wurde, ging Weber, Bigarrengeschäft. In Johannisthal desgleichen mit Der Genossenschaft immer mehr bergab im Gemeindebureau. Zum Einsehen ist Genosse Senftleben Gläubiger find meist kleine Leute, die ihre Ersparnisse dort sicher Juni 1893 wurde der Konkurs eröffnet. anzulegen glaubten. Aus dem Genossenschaftsvermögen kann nur Bankow Niederschönhausen. Die amtlichen Wählerlisten liegen eine Befriedigung in Höhe von 3 pet. erfolgen und auch die Heran In beiden Ortschaften bis zum 27. d. M. in den betreffenden Amts- ziehung der Genossen mit ihrer vollen Haftpflicht wird mir eine Bebureaus in der Beit vom 8-12 und von 2-6 Uhr und heute, friedigung von höchstens 45 pCt. zur Folge haben. An nicht bevor- der Regierungs Polizei Verordnung Sonntag, von 10-12 Uhr aus. Für diejenigen Genoffen, welche zugten Forderungen der Gläubiger find etwa 34000 m. vorhanden. Die giltig erklärten. Auf die Revision der Angeklagten hoh Teine Zeit haben, die Listen nachzusehen, liegen in folgenden Lokalen Buchführung der Genossenschaft soll eine ganz unzureichende und unordent- bas Kammergericht in feiner letzten Sigung die Vorentschei Liften aus, welche mit den amtlichen Listen verglichen werden. Für liche gewesen sein und die zuerst angelegten Geschäftsbücher ungefähr den bungen auf und sprach die Leute mit folgender Begründung frei: Bankow bei: Griffel; Korlow; Barbier Mahnke, Kaifer Friedrichstr.; Aufzeichnungen eines faufmännisch ungebildeten Handwerkers ent- Die Bestimmung der Polizeiverordnung sei, ſoweit fie fich Wilfe, Bigarrenhandlung, Berlinerstraße; Marts; Schreiber, sprochen und vorwiegend aus Notizen bestanden haben. Die Anlage- auf geschlossene Gesellschaften beziehe, rechtsRestaurateur. Mühlenstraße bei K. Hoffmann, Bigarrenhandlung, behörde macht die Angeklagten für eine Reihe Verfehlungen verant ungiltig. Der Zweck der Verordnung sei, die äußere Heiligund Devantier, Restaurateur. Florastraße bei Strause, Restaurateur, wortlich, die sie sich gegen die Bestimmungen des Genossenschaftsgesetzes baltung Sonn- und Feiertage zu wahren, und in der Bollandstraße bei Jauert, Clemen, Saffe, Kaszanowsky und sollen haben zu schulden kommen lassen. Die Anklage war zuerst soweit finde die Verordnung in der vielgenannten StabinetsWalter, in der Behrenstraße bei H. Hoffmann, Istel und Schuhmacher, gegen 12 Bersonen erhoben worden, das Verfahren wurde dann aber ordre aus dem Jahre 1838 ihre gefeßliche Stüße. Somit ſeien mur Restaurateure. Für Schönhausen bei Settekorn, Bleiß und Rasch. aus Verjährungs- und anderen Gründen gegen acht Personen wieder solche Handlungen für Sonn- und Feiertage zu verbieten und event. Die Genoffen mögen fich unverweilt an die von uns angegebenen eingestellt. Für die unordentliche Buchführung werden die ersten zu bestrafen, die geeignet seien, nach außen hin die Heiligkeit zu Adressen wenden; auch diejenigen, welche auf Beschluß der Gemeinde- beiben Angeklagten verantwortlich gemacht, weil nach§ 31 des tören. Uebrigens ſet jehr zweifelhaft, ob, abgesehen von den großen vertretung von den Steuern befreit sind, sind wahlberechtigt, worauf Genossenschafts Gesetzes der Vorstand verpflichtet ist, für Festen, die Sonntagsfeier schon in der Nacht gleich nach 12 Uhr wir hiermit ganz besonders hinweisen. die geordnete Buchführung zu forgen und die Sorgfalt eines beginne. Nur bei den Sonnabenden vor Ostern, Weihnachten und ordentlichen Geschäfsmannes walten zu lassen. Den Angeklagten Pfingsten sei das etwas anderes, da spreche man ja auch schon von Armenwesen in Charlottenburg. Nach dem unlängst er vird ferner vorgeworfen, theils eigenmächtig und ohne genügende einem heiligen Abend. fchienenen Heft der Statistik von Charlottenburg wurden Sicherheit Darlehen gewährt, theils ihren Pflichten der Kontrolle und bon 1000 Haushaltungen 86 von der Stadtgemeinde unterstützt. Von Revision in leichtsinniger Weise nicht obgelegen zu haben. Stendal 1000 Einwohnern entfielen 47 auf die Armenbevölkerung, wenn neben und Busse sollen ferner zum Nachtheil der Wohnungsgenossenden eigentlich unterstützten Familienhäuptern auch die in ihrem Haus schaft Rieder- Barnim" verhandelt haben und zwar bei Gelegenheit des halt iebenden Bersonen mitgerechnet werden. Die Zahl der Unter- Ankaufs eines Rittergutes durch den Angeklagten Stendal. Dieser soll Eine Mitgliederversammlung der an Holzbearbeitungs. stügungsempfänger belief sich in dem behandelten Jahre 1896/97 auf eine dem Vorstande der Genossenschaft durch den Aufsichtsrath er Maschinen beschäftigten Arbeiter der Filiale II fand 3600, und zwar wurden von 1000 männlichen Einwohnern 21, von theilte weitgehende Generalvollmacht dazu benutzt haben, sich 17. b. M. Bergstr. 12 statt. Moh hatte zu dieser Versammlung 1000 weiblichen 32 unterstützt. Verhältnißmäßig groß war die Zahl die zur Anzahlung erforderlichen Mittel burch Stonstruktion einer das Referat über das Thema: Kapital, Gewinn und Arbeitsder unterstügten Wittwen( 984 oder 42 pet. aller weiblichen Unter Verpflichtung der seiner Leitung unterstellten Genossenschaft zu beeintommen" übernommen. Der Referent entledigte sich seiner Ausftigungsempfänger). Mit dem höheren Alter steigt die Armen- schaffen. Der Genossenschaft ist schließlich aus dieser Transaktion führungen in trefflicher Weise und erntete reichen Beifall. Zur giffer im allgemeinen. Nur in den Stinderjahren, namentlich in den ein eigentlicher Schaden nicht erwachsen. Sämmtliche Angeklagte Distuffion sprachen zwei Kollegen ganz im Sinne des Referenten. ersten fünf, steht ste mit 23 unterstüßten Kindern von bestreiten ihre Schuld. Da etwa 45 Zeugen zu vernehmen find, so Der Antrag, die beiden Nachweise in einem Arbeitsnachweis zu 1000 vorhandenen ziemlich hoch, fällt dann und steigt wieder in dem find drei Tage für die Verhandlung angesetzt. Das Ergebniß werden zentralisiren, wird bis nach den Wahlen zurückgestellt. Hoffmann Einsegnungsalter. Am geringsten ist die Ziffer im Alter von 15 bis wir seinerzeit mittheilen. Den Vorsiz im Gerichtshofe führt Land- berlas hierauf noch die Statistik der Unglücksfälle, welche im verdie Anklage vertritt Staatsanwalt flossenen Jahr an den Maschinen zu verzeichnen waren, und hält 20 Jahren, wo von 1000 Jünglingen nur 4, von 1000 Mädchen gerichts- Direktor Gary, gegen 9 unterstützt wurden, dann beginnt ein allmäliges Steigen, Schwarz, die Bertheidigung führen die Rechtsanwälte Lewinsty diefen die niederen Löhne gegenüber. bis im Alter von 60 bis 70 Jahren von 1000 Männern 66, von un Voigt. Unter den Zeugen befindet sich auch der Geh. Ober 1000 Frauen 120 unterstützt wurden, noch mehr im späteren Alter.egierungsrath Frhr. v. Broich. Der Unterstüßungsursache nach ist in der Hälfte der Fälle Krant heit, in 19 pet. Alter und in 18 pet. Tod des Ernährers Grund dieses Jahres das Kriminalgerichts- Gebäude unsicher machte, stand Ein Prefpirat. Der falsche Berichterstatter", der Anfangs Unterſtügung. Zusammen entfallen also vier Fünftel aller r fachen gerade auf solche, gegen welche Versicherung gegen Krankheits- gestern wiederum in der Person des Handlungsgehilfen Edmund Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahr) und Invaliditäts-, Alters und Todesfall schützen soll. Man sieht Davidsohn vor der zweiten Straflammer des Landgerichts I. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort daraus, wie kläglich es noch mit den„ Segnungen" und der Wirksame Gefängniß verurtheilt, weil er sich im Gerichtsgebäude einem Che- und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Davidsohn wurde vor einiger Zeit wegen Betruges zu 6 Monaten Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag teit der Sozialreform bestellt ist. paare, deffen Tochter fich auf der Anklagebant befand, fälschlicherZur Beachtung für Radfahrer! Ein hiesiges Blatt meldet: weise als Berichterstatter borgestellt und sich gegen das Versprechen, „ Von einem Gendarmen in Zivil, der sich ebenfalls eines Zweirades über die Sache nichts in die Zeitung zu bringen, 15 M. hatte bediente, wurden am Himmelfahrtstage zu ihrem großen Erstaunen zahlen lassen. Es stand damals noch ein zweiter Fall wegen verfast sämmtliche Radfahrer angehalten und zur Anzeige notirt, welche fuchten Betruges an, der vertagt und gestern verhandelt wurde. mit ihren Rädern die Fußsteige der Chauffeen im Grunewald be- Da der Angeklagte im vorigen Termine behauptete, daß er für eine fuhren. Der hintende Bote in Gestalt eines Strafmandats dürfte Anzahl von ihm namhaft gemachter geitungen ab und zu Artikel nicht lange auf sich warten laffen." Die Chauffee nach Wannsee, geliefert habe, waren aum gestrigen Termine die betreffenden auf welche die von Berlin kommenden Radfahrer einzig angewiesen Redakteure geladen. Es kam nicht zu deren Bernehmung, da der find, befindet sich theilweise in einem Zustande, der die Benutzung Angeklagte borzog, einzugestehen, daß er die unwahrheit gesagt bes eigentlichen Fahrweges unmöglich macht. Der Morast zwingt hatte. In betreff des versuchten Betruges wurde folgender Thatdie Radfahrer einfach, den Fußsteig zu benußen, und dies tann im bestand festgestellt: Grunde um so unbedenklicher geschehen, als sich auf dem Chauffee- Beleidigungsjache. Es kam dabei zur Sprache, daß sie eine Diese suchen die schönen Borstrafe erlitten hatte. Da der im Zuhörerraum befindliche wege nur selten Fußgänger befinden. Waldwege auf. Was für einen Zwed unter solchen Umständen die Angeklagte sich eifrig Notizen machte, so wandte Frau erwünscht. Wir tönnen nicht auf alles antworten, aber es ist gut, wenn wir sich an ihn mit der Bemerkung, er werde doch nicht etwa die Sache alles Wahlmaterial stets zur Hand haben. Radfahrerjagd haben soll, ist nicht recht ersichtlich. in die Zeitung bringen? Davidsohn erwiderte, daß er allerdings die Der bei Tegelort untergegangene Personen. Dampfer Absicht habe, dies zu thun, denn er lebe von derartigen Berichten. war, muß Ihre Frau dieſe Stosten zahlen. P. 3. 4. Wenn, wie es scheint, die Schulb schon vor ber Klage fällig Grebbin" liegt noch in der Tiefe; es sind zu seiner Hebung auch Frau 2. unterhandelte daraufhin mit dem Angeklagten nach Schluß ben Beschwerdeweg ober ben Weg bes Berwaltungsfreitverfahrens bes zeugs meint, daß der Eigenthümer des Dampfers" Flora", welcher und gab an, daß er einen Schaden von mindestens 15 Mart habe, müßten in Anlehnung an$ 36a bes krantenversicherungs- Gejeges eine Das Wahllomitee. 0 " einer Versammlungen. Briefkasten der Redaktion. wird nicht ertheilt. nur Brock. Jede größere Buchhandlung verkauft Ihnen eine solche Starte. Das Fahrrad geben Sie als Freigepäck auf; eine besondere Borsichtsmaßregel ist, außer baß die Laterne abgenommen werden mußte, bisher nicht für erforderlich gehalten worden. Das Rab tommt in gutem Zustande an. Luckenwalde, alte Genoffen". Frage 1: Selbstverständlich beides. Frage 2: Das muß am Orte selbst entschieben werden. S., Rostockerstraße. Cement. Ludwig. Windthorst starb am 14. März 1891. Johs. Bauer. Das ist allerdings ein Ungemach. Aber ausführ richer laffen sich bie Corale mit dem beften willen nicht beschreiben. H. B. Die genannte Krantenfasse möchten wir Ihnen nicht empfehlen. wenden Sie sich an die Direktion des Sanatoriums Gütergok. Zwei Wettende. Eine Milliarde hat neun Nullen, eine Billion zwölf Nullen hinter der Eins. 2. S. 1. Selbstverständlich ist uns die Zusendung von Flugblättern und sonstigem Agitationsmaterial aller Parteien, auch der unserigen, sehr Gilet. Der Betreffende kann E. J. 36. 1. Die Regierung ist vorab im Rechte. Sie Entschädigung für den durch Wahrnehmung der Vorstandsgeschäfte dem Vor-| Unentgeltlich. -> Wetter Stationen Urania. Wetter Botanisches Museum. Grunewaldstr. 6-7. Montag 19/2, Sonntags 2-4. 50 Pf. Ruhmeshalle( 8eughaus). Tägl. fizenden erwachsenden Zeitverlust und entgehenden Arbeitsverdienst" statu- und Donnerstag 3-6. 3entral Viehhof. Eldenaerstraße.( Mitt außer Sonnab. 10-2, Sonnt. 12-3.- Schulmuseum. Stallschreiber tarisch festsetzen. 2. Streitigkeiten darüber, zu welcher Lohnklaffe zu kleben woch Vormittag Hauptverkehr.) Besichtigung des Viehhofs frei, der Schlacht: straße 54. Sonntags 11-1, Mittwochs 3-4, Sonnabends 3-6.- Tech: ist, hat nach§ 122 die untere Verwaltungsbehörde zu entscheiden. Das ist höfe gegen Karten, die man im Verwaltungsbureau erhält. Hygiene nische Hochschule, königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 151. Gips: für Preußen in Städten von mehr als 10 000 Einwohnern und in den Museum. Klosterstr. 32/35. Sonntag 12-6, Dienstag u. Freitag 10-2. museum Sonnabend 10-12. Beuth- Schinkelmuseum Dienstag u. DonnersHannoverschen Städten der Gemeindevorstand( Magistrat), im übrigen der Institut f. Glasmalerei, Königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 9. tag 10-12, Mittwoch 12-3. Architektenmuseum Montag und Freitag Landrath. Olga 77. 1. Die Gewerbedeputation des Magistrats. 2. Sie Wochentäglich 9-11 u. 1-4. Kunstgewerbe Museum. Prinz 10-3, Dienstag und Donnerstag 12-3, Mittwoch 10-12. tönnen bei dieser, soweit ohne Einsicht in die Statuten ersichtlich, mit Aus- Albrechtstraße. Täglich, außer Montag und die ersten Feiertage sowie Char Taubenstraße und Invalidenstraße. 300logischer Garten. ficht auf Erfolg flagen. 23. 16. 1. Die Klage ist aussichtslos. 2. Nein. freitag, Himmelfahrt und Bußtag, 9-3, Sonntag 12-6. Märkisches E. 2. 30. 1. Ja, aber: wo nichts ist, hat auch der königlich preußische Provinzial- Museum. Breitestr. 20a. Sonntag von 11-11, MonFistus sein Recht verloren. 2. Ja. Kaiser. Durchweg: nein. Die tag und Donnerstag 11-22. Museum( alt und neu). Am Lustgarten. Witterungsübersicht vom 21. Mai 1898, morgens 8 Uhr. Kündigungsfrist beträgt sechs Wochen zum 1. des Quartals. I. M. 7. Besuchsordnung siehe Kunstgewerbe- Museum. Museum der Land: Wenden Sie sich an den Fabrikinspektor. R. 2. 10. Nein. Eine Dar wirthschaftlichen Hochschule. Invalidenstr. 44. Werktäglich, außer legung über die Explosiv- Ursachen von Pulver u. s. w. überschreitet bei Sonnabend, 12-2, Sonntag 12-6. Museum für Naturkunde. weitem den Rahmen des Briefkastens. 21. R. 63. Bei der Gemeinde Invalidenstr. 43. Montag und Sonnabend 11-3, Sonntag 12-6. und der Polizeibehörde. 2 Wettende 96. Nein. Oskar Museum für Völkerkunde. Königgrägerstr. 120. Besuchsordnung Adam. Ihren Lohn bis zum 24.( abzüglich des Krankengeldes) können. Kunstgewerbe- Museum. Museum Deutscher Voltstrachten. Sie einklagen. A. S. 340. An die Staatsanwaltschaft, Alt- Moabit 11/12. Klosterstr. 36. Tägl. außer Mittwoch 11-2. Eintritt 50 Pf.- National= Gallerie. Museumstraße. Sonntag 12-6, Dienstag b. Sonnabend 10-3. Berliner Sehenswürdigkeiten. Aquarium. Unt. d. Linden 68a. Panoptikum( Castan, Friedrich- und Behrenstr.- Ecke). Tägl. 9-10. Täglich 9-7. Eintritt 1 M., Sonntags 50 Pf.- Ausstellung des Passage Panoptitum. Unter den Linden 22. Panoramen. Vereins Berliner Künstler. Wilhelmstr. 92/95( im Architekten: 1. Herwarthstr. 4, 2. Bahnhof Alexanderplaß, 3. An der Molttebrücke, 2 volfig 12 Paris hause"). Täglich 10-4, Sonntags 11-2. Eintrittspreis 50 Pf. Aus 4. Bachstr. Tägl. 9-8, A Porzellan Manufattur, Königl. München stellung moderner Kunstwerke von Eduard Schulte, Kunst- Wegelyftr.( Thiergarten). Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr. Rath: 2hlb. bed. 15 handlung. Unter den Linden 1, Ede Pariser Platz. Täglich 10-7, Sonit- haus. Tägl. außer Donnerstag und Freitag 11-3.( Thurm tägl. 20 Pf.) Wetter- Prognose für Sonntag, 22. Mai 1898. tags 10-3. Bibliothek, Königl. Am Opernplatz. Besichtigung Rauch Museum. Klosterstr. 76. Außer Sonntags 10-4. Reichs: Warm und vielfach heiter, zeitweise wolfig bei schwachen südlichen Montag und Freitag 1-2. Botanischer Garten. Potsdamer Poft museum. Leipzigerstr. 15. Tägl. 11-2, außer Mittwoch und Sonn- Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. straße 75. Täglich v. 8-7 und jeden zweiten Sonntag im Monat v. 2-7. abend, Sonntag 12-2.- Reichstag. Besichtigung Wochentags 81/2 bis Berliner Wetterbureau. " Achtung! 1. Wahlkreis. Achtung! Montag, den 23. Mai, abends 8 Uhr: Wähler- Versammlung 2 in Cohn's großem Saal, Beuthstraße 20. Tagesordnung: Die Sozialdemokratie und die politischen Parteien. Referent: Der Kandidat, Redakteur Hugo Pötzsch. Zahlreichen Besuch erwartet Diskussion. Das Komitee. II. Wahlkreis. Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8 Uhr: 208/3 = Stationen Swinemde. 759 SO Hamburg 759 W Berlin 759 NW Wiesbaden 761 S Wien KF Charlottenburg. Mittwoch, den 25. Mai, abends 8½ Uhr, 763 SO 75923 15lb. bed. 17 Haparanda 769 Stil 2 bedeckt 13 Petersburg 772 DSO 4 heiter 18 Cort 758 N 1hlb. bed. 13 Aberdeen Volksversammlungen in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39, und in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94. Tages Ordnung: 203/20 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referenten: Auer und Liebknecht. 2. Diskussion. Die Vertrauenslente. Achtung! Maurer! Achtung! Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung Volks- Versammlung des Zentral- Verbandes deutscher Maurer in Martens' Salon, Friedrichstr. 236. Tages Ordnung: 1. Die Neuwahlen zum Reichstage. Referent der bisherige Abgeordnete R. Fischer. 2. Diskussion. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 210/17 136/8 Das Wahlkomitee. III. Wahlkreis. Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8½ Uhr: Volks- Versammlung in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. Tages Ordnung: Die Sozialdemokratie und die bürgerlichen Parteien. Referent: Wilh. Liebknecht. Reichstags- Abgeordneter Diskussion. 213/12 Das Wahlkomitee. Um zahlreiches Erscheinen ersucht in der ,, Tonhalle", Friedrichstraße Nr. 112. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Litfin. 2. Der Stand unserer Lohnbewegung. Um die weitefte Agitation zu dieser Versammlung werden die Mitglieder aufgefordert. Die örtliche Verwaltung. J. A.: Wilh. Fritzsch. Achtung. Reinickendorf. Achtung. Volksversammlung Dienstag, den 24. Mai cr., abends 8 Uhr: für Frauen und Männer in ,, Böttcher's Seepark", Markstr. 1-2. Tages Ordnung: 1. Vortrag der Frau Rohrlack über:„ Die bevorstehenden Reichstagswahlen und die Frauen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Entrée 10 Pfg. 223/7 Um zahlreichen Besuch bittet Die Einberuferin: Anna Noack. IV. Wahlkreis( Süd- Oft). IV.Berliner Reichstags- Wahlkreis Dienstag, den 24. Mai, abends 8½ Uhr; ( Süd- Ost.) Wählerversammlung Sonntag, den 29. Mai( 1. Pfingstfeiertag), in Jacob's 215/6 im Lokale ,, Urania", Wrangelstraße 10/11. Tages Ordnung: 1. Wer schützt die Rechte des Volkes? 2. Diskussion. Referent: Reichstags- Abgeordneter Rob. Schmidt. Es ist Pflicht der Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Vertrauensperson. V. Wahlkreis. Park- Restaurant, Treptow, Köpenicker Landstrasse: Gr. Früh- Konzert 5lb. bed. 10 1wolfent 10 4 bedeckt 12 766 NO 760 S 4h1b.bed. 12 25lb.bed. 12 Außerordentliche der Zentral Krankenkasse der Maler Filiale I Mitglieder: Versammlung Montag, den 23. Mai, abends 9 Uhr, im Kaffen- Lokal bei Rosin, Ruppinerfir. 42. Tagesordnung: 1. Aufhebung der Zahlstunden am Sonntag. 2. Ver: schiedenes. 123/3 Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme bei der Beerdigung meines geliebten Gatten, uuseres unvergeßl. Vaters, sagen wir hierdurch allen seinen Kollegen der Firma Mar Hasse u. Co., sowie allen seinen Bekannten u. Freunden unseren herzlichsten Dank. Ww. Lorenz nebst Kindern. Stimmbegabte Herren, te Tenöre bevorzugt, sucht Gesangv.„ Deutsche Elche". Gefangstunde Mittwoch abends 9 Uhr. Frankfurterstr. 133, Restaur. Gold. 34936 Achtung, Kürschner! Montag, den 23. Mai, ab. 81/2 Uhr, b. Buske, Grenadierftr. 33: Grosse öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Grempe über: Moderne Riesenfernrohre". 2. Diskussion. 3. Aufstellung eines Ersatzkandidaten zum Gewerbegericht. 4. Verschiedenes. Das Erscheinen der gesammten Kollegenschaft ift dringend erforderlich. Die Vertrauenspersonen. 93/10 Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen. Montag, den 23. Mai, abends 8% Uhr, in den ,, Armin Hallen", Kommandantenftr. 20: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Unterstügungswesen im Verband. 162/4 3. Statutenberathung und Stellung von Anfragen zur jährigen General bersammlung. Der Vorstand. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter ( Mitgliedschaft Berlin). 1. verw. Berufsgen. Mitglieder- Versammlung. unter Mitwirkung der Gesangvereine Liberté, Männerchor Dienstag, den 24. Mai, ab. 8 Uhr, im Lotale Dresdenerstr. 45: Süd- Ost, Tonblüthe( M. d. A.-S.-B.), Dirig. Herr E. Pahl. Das Konzert wird ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Leitung des Dirigenten Herrn Grass. Das Wahlbureau der sozialdemokratischen Partei befindet fich von heute an im Lotale von Robert Drescher, Linien: ftraße 218, Ecke Rückerstraße, und ist ununterbrochen von 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends geöffnet. Auskunft wird jederzeit Kassen- Eröffnung 4 Uhr. 217/4 ertheilt. Adressen von Parteigenossen, welche sich uns bei der Wahlarbeit zur Berfügung stellen wollen, werden im Bureau und beim Unterzeichneten gern schon jetzt entgegengenommen. Alle Geldsendungen find an Robert Richter, Neue Königstraße 90, zu übermitteln. Das Wahlkomitee des V. Kreises. J. A.: Jacob Raul, Barnimstr. 42. Anfang 5 Uhr. [ 215/7 71/17 Entree 20 Pfennig. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. Programm an der Kasse gratis. Das Komitee. Sattler! Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Einführung der Arbeitslosenunterstützung. 2. Verbandsangelegenheiten und Ausgabe der Fragebogen. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Stockarbeiter! Am Montag, den 23. d. M., abends 81/2 Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26: Mitglieder- Versammlung Moabit. 6. Wahlkreis. Moabit. Täschner, Kofferarbeiter, Treibriemenarbeiter! des Fachvereins der Stockarbeiter. Montag, den 23. Mai, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung 1. in der Kronen- Brauerei, Alt Moabit 47/49. Tages Ordnung: as will die Reaktion und was wollen wir? Referent: Genoffe Borgmann. 2. Diskussion. 219/15 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8% Uhr: Versammlung im ,, Feldschlösschen", Müllerstrasse. Tages Ordnung: Referent: 247/1 Der Vorstand. 1. Die politische Organisation und die Reichstagswahl. Genoffe Jacobeh. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Zutritt für Jedermann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Musikinstrumenten- Arbeiter. Mittwoch, den 25. Mai, abds. 82 Uhr, bei Rautenberg, Oranienstrasse 180: Branchen- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Gewerbegerichte". 2. Branchen- und WerkstattZahlreiches Erscheinen ist nothwendig. angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Das Verkehrslokal befindet sich bei 8ubeil, Lindenstraße 106. Beiträge tönnen daselbst entrichtet werden. Parkettbodenleger. Dienstag, den 24. Mai, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse No. 27c: Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1.„ Die Gewerkschaftsbestrebungen und die bevorstehenden Wahlen Referent Genoffe Theodor Metzner. 2. Diskussion. 3. Wahl zweier Gewerbegerichts- Beisiger. 4. Die Antwort der Sattlerinnung auf unsere Buschrift betreffs des neuen Innungsgesezes, eventuell Wahl dreier Mit glieder zur Berathung des Innungsstatuts. 5. Vereinsangelegenheiten. Um recht zahlreichen Besuch bittet 156/10 Die Agitationskommission. Steinseher und Steinrammer Berlins und Umgegend. Sonntag, den 22. Mai cr., mittags 12 Uhr, in ,, Cohn's Festsälen"( fleiner Saal), 22, 1: Großfe 99 175/4 Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Waldet Manaße über: Militarismus und Arbeiterintereffen": 2. Distusfion. 3. Wertstattangelegenheiten( Goldmann'sche Fabrik). 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Montag, den 23. Mai, abends 8½ Uhr. Bahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerftr. 15. Bahlftelle III bet Müller, Johannisstraße 20. Bahlstelle IV bei Roll, balbertstr. 21. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewalbftr. 110. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. 170/5 öffentliche Verſammlung. Achtung, Textilarbeiter Berlins. Tages Ordnung: besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse der Rammer. Ref.: A. Knoll. 1. Die gegenwärtigen Zustände im Berliner Steinfeger Gewerbe mit Die im Fachblatt angezeigte öffentliche Textil2. Distusfion. 3. Wollen die Rammer wieder, wie früher, eine eigene arbeiter- Versammlung findet nicht bei Wilke, sonOrganiſation bilden? 4. Bericht der Delegirten zur Gewerkschaftskommiffion. dern Montag, den 23. Mai, abends 8 Uhr, in 5. Bericht des Bertrauensmannes. 6. Verschiedenes. 174 Der Einberufer. Achtung, Puterträger! Montag, den 23. d. M., abends 8 Uhr, b. Wernau, Schwedterstr. 23/24: Mitglieder- Versammlung. 35915 Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheit. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Ortsverwaltung. J. A.: G. Wegner. Achtung, Schöneberg! Die Mitglieder- Versammlung der Mittwoch, 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstroke 106: Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschlands Versammlung. Tages Ordnung: 1. Beschlußfaffung über unsere Lohnbewegung. 2. Verschiedenes. ( Bahlstelle Schöneberg), fällt Sonntag, den 22. Mai, aus, dafür öffentl. Versammlung. Die Mitglieder, welche Streitfonds- Marten haben, bittet abzurechnen Die Ortsverwaltung. 80/17 29/7 Berantwortlicher Nebatteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Alle Kollegen müssen erscheinen. Stechert's Lokal, Andreasstraße 21, statt. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der ausscheidenden Gewerbegerichts- Beisitzer Kollegen hübsch und Neuhaus. 2. Diskussion. 3. Aufstellung von Kandidaten. 197/13 4. Verschiedenes. Die Agitationskommission. J. A.: F. Kotzke, Marienburgerstr. 31. Verein der Töpfer Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 25. Mai, abends 62 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Außerordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berathung ber Statuten. 2. Wahl bes Borstandes. 3. Gewerkschaftliches. Diejenigen Kollegen, welche auf dem Boden der VertrauensmännerBentralisation. stehen und Mitglied des Vereins werden wollen, können sich vor Beginn der Versammlung einzeichnen lassen. Der provisorische Vorstand. Drud und Berlag von Mar Babing in Berlin 30813 Br. 118..15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Boziales. Die Zahl der Geisteskranken in den Jrrenanstalten Preußens betrug im Jahre 1896 58 534, davon waren 31 750 männlichen und 26 784 weiblichen Geschlechts. Die Zahl der Irrenanstalten betrug 228. Im Jahre 1875, feit welcher Zeit die Frrenstatiſtik mittels Zählfarten aufgenonimen wird, waren in 118 Anstalten 18 267 Geisteskranke vorhanden, davon 9856 männlichen und 8411 weiblichen Geschlechts. Sonntag, 22. Mai 1898. Arbeiter- Risiko. Auf einem dreistöckigen Neubau in Brom das Senat fällte, heißt es:" Die Strandung ist darauf zurück berg stürzte der Keller ein. Dabei sind drei Personen, die im zuführen, daß einem durch Ueberanstrengung erschöpfter and der eller beschäftigt waren, verunglückt. Der Maurer Krause wurde Navigirung nicht gewachsenen Matrosen die Wache überlassen war. erschlagen und dem Maurer Spalt ist der Brustkorb eingedrückt Der Schiffer Puz verdient einen scharfen Tadel, weil er die Arbeitsworden, wobei er mehrere Rippenbrüche erlitt. Auch der Leiter des kraft der Mannschaft bis zur völligen Erschöpfung ausBaues, der Baumternehmer Magniz, wurde erheblich verletzt. nuzte und nicht für eine ordnungsmäßige Besatzung der Wache gedes Kellergewölbes verwendete Mörtel nicht die nöthige Bindekraft Als Ursache des Einsturzes wird angenommen, daß der zum Aufbau sorgt hat." gehabt habe. Dieser Fall ist schwerlich eine Ausnahme. Die Seeleute flagen fortgesetzt über Ueberbürdung, insbesondere darüber, daß die Schiffe Bei dem Freitag Abend in Katto wih erfolgten Einsturz eines nicht ausreichend bemannt werden, was dann ganz natürlicherweise Die Zahl der in Anstalten aufgenommenen Geisteskranken hat Neubaues sind dem„ Oberscht. Wanderer" zufolge bier Arbeiter zur Ueberanstrengung der Mannschaft führt. Sicherlich hat ein beträchtlicher Theil der Unfälle auf See in unzureichender Bemamnung sich in den letzten 20 Jahren also mehr als verdreifacht. Damit soll und zwei Arbeiterinnen ums Leben gekommen. nicht gesagt seint, daß das Auftreten der Geisteskrankheiten sich gerade der Schiffe und in zu großer Ausnutzung der Mannschaft ihre Die oberschlesischen Berg- und Hüttenwerke hatten im Ursache. in eben demselben Maße vermehrt habe, denn die statistischen Er- Jahre 1897 eine Gesammtproduktion von 24,8 Millionen Tonnen gegen mittelungen sind heute natürlich genauer als vor 20 Jahren, wo sie 19,9 Mill. im Jahre 1892 zu verzeichnen. Der Gesammtwerth der Der Fabrikinspektor für Schwarzburg Rudolstadt, Baunach einem beſſeren Verfahren begonnen wurden; sicher ist aber, daß Produktion belief sich auf 331,8 Millionen Mark gegen 256,6 im und Regierungsrath Brecht, konstatirt in seinem Jahresbericht, daß die Zahl der Geistestranten verhältnißmäßig in schnellerem Tempo Jahre 1892. Auf die einzelnen Produktionszweige tamen im Jahre er in sämmtlichen 151 inspektionspflichtigen Anlagen im vergangenen wächst als die Bevölkerung. 1897 von dem Gesammtwerth 125,5 Millionen auf die Steinkohlen- Jahre nicht nur einmal, sondern 20 davon zweimal und 6 sogar Unter 100 Infassen der Frrenanstalten befanden sich im Jahre und Erzgruben, 137,3 Millionen auf die Eisen- und Stahlfabrikation, dreimal revidirt hat. Das ist um so mehr anzuerkennen, als Herr 1875 und auch noch im Jahre 1895 58 Männer und 42 Frauen, 51,1 Millionen auf die Zint, Blei- Silberfabrikation, Brecht ein Mann in den Siebzigern ist und das Fabrikinspektorat im Jahre 1896 aber 59 Männer und 41 Frauen. 16,5 Millionen auf die Koks- und Zinderfabrikation und 1,3 Millionen nur im Nebenamt verwaltet. Besondere Beachtung verdient folgende auf die Fabrikation von Schwefel und schwefliger Säure. Die Ge- Stelle seines Berichts: sammtzahl der Arbeiter betrug 115 000, die der Löhne 85,8 Millionen. Von mehreren Aerzten wird das Auftreten der Tuberkulose. Der Durchschnittslohn war im Jahre 1894: 767 m., 1895: 775 m., bei Porzellanarbeitern als immer erschreckender, 1896: 793 m., 1897: 814 M.; er ist also seit 1894 noch nicht als geradezu unheimlich bezeichnet. Auffallend macht sich die einmal um. 1 M. wöchentlich gestiegen, trotz der glänzenden Ge- Krankheit aber nur in Ortschaften mit älteren Fabriken bemerklich. schäfte, die die Besizer der Berg- und Hüttenwerke machen. Es läßt sich also annehmen, daß Familien und deren Abkömmlinge, die scit 50 und mehr Jahren in der Porzellanindustrie beschäftigt Ausbeutung der Seeleute. In einer Verhandlung des See- find, schwächlich geworden, zur Lungenerkrankung neigen, und daß amts in Bremerhaven, die die Strandung des Fischerdampfers die in einzelnen Theilen des Landes, namentlich in den GebirgsPräsident Herwig" betraf, wurde festgestellt, daß die gesammte dörfern befindlichen kümmerlichen Wohnungen infolge der wiederMannschaft volle 36 Stunden hintereinander und ein holten Ansteckungen von Tuberkulösen vollständig verseucht worden Matrose sogar 63 Stunden hintereinander, bei nur zweimaliger sind." furzer Unterbrechung, beschäftigt gewesen ist. In dem Spruche, den . An den einzelnen Formen der Geisteskrankheit find die Geschlechter wie folgt betheiligt. Unter 100 Insassen der Jrrenanstalten litten an im Jahre 1875 im Jahre 1876 einfacher Seelenstörung paralytischer Seelenstörung( Gebirnlähmung) Seelenstörung mit Epilepsie Imbecillität, Jdiotie, Kretinismus ( Geistesschwäche und Blödsinn). Säuferwahnsinn. Zur Beobachtung waren überwiesen m. tv. tv. 51,93 80,54 45,79 71,00 15,34 3,88 18,39 7,62 6,40 5,80 9,47 8,75 8,97 8,55 10,77 10,18 17,20 1,18 12,94 1,00 0,16 0,05 2,64 1.45 11. " 1 " CONFECTION. Ermässigte Preise bis Pfingsten für eine grosse Anzahl von Artikeln. Ausserdem werden als besonders preiswert empfohlen: Batist- Kostüme, hell u. dunkel gemustert mit Säumchen u. Piqué- k. gemustert. Alpacca, mit Revers Batist- Blusen, 2.50 Mk. hell u. dunkel gemustert, Blende mit Piqué Morgenröcke, gemust. Waschstoff, hell u. dunkel mit plissirt. Kragen 4K Mk. Futter, schwarz Loden- Kostüme, .50 Mk. Jackett u. Rock gefüttert, 7.50 Leinen- Blusen, m.kariert.Leinen- Kragen, 0.50 Mk. 125.50 Manschetten und Blende Morgenröcke, gemust. Batist, Kragen und Volant mit Plissé 5.75 mit Sammetkragen 11 Mk. Sammet- Cape, 9. Mk. mit durchbrochener PerlMk. Stickerei, schwarz Reisemäntel, mit Pelerine, aus karierten Stoffen 7.50 Mk. .50 Mk. 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Theater. Sonntag, den 22. Mai. Freie Voltsbühne( Friedrich- WilHelmstädtisches Theater). 1. Abtheilung. Lumpengesindel. Anfang 23% Uhr.( Leffing- Theater). Urania Taubenstr. 48/49. Victoria- Park, Blücherstr. 31 und Gneisenaustr. 67. Sonntag, den 22. Mai: Konzert, Theater und Naturkundliche Ausstellung. Spezialität. Vorstellung. 8 Kegelbahnen stehen zur Verfügung. Im Saale: Gr. Ball. F. Sikenstock. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: 4. Abtheilung. Die Bildente Wissenschaftliches Theater. Schauspiel von Henrik Ibsen. Anfang 234 Uhr. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Anfang 612 Uhr. Monte: Der Prophet. Neues pern Theater( Kroll). Die Waise aus Lowood. Anfang 712 Uhr. Schauspielhaus. Doktor Klaus. Anfang 7 Uhr. Montag: Jm Dienst. Deutsches. Der Biberpelz. Anfang 712 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die Weber. Montag: Johannes. Lessing. Jm weißen Nöß't. Anfang 71/2 11hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. AuCastan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan der Waldmensch" von der Insel Borneo, 112 Met. hoch. Salambo, die schöne Schlangenbändigerin. Goethe. Die offizielle Frau. Passage- Panopticum. fang 72 Uhr. Nachmi. 3 Uhr: Ein Sommernachtstraum. Montag: Liebelei. Berliner. Jn Behandlung. An fang 7 Uhr. Mittags 12 Uhr: Matinee. Drei Baar Schuhe. Montag: König Heinrich. Schiller. Der Pfarrer von Kirchfeld. Anfang 8 11hr. Nachm. 3 Uhr: Wallenstein's Tod. Montag: Die Dummen. Unter den Linden. Der Opernball. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Obersteiger. Montag: Der Opernball. Neues. 36 schwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. Vorstellungen 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. Billa Gabriele. Anfang Berliner Aquarium 71% 11hr Montag: Dieselbe Vorstellung. Nejidenz. Momentaufnahmen. Vorher: Nach Hause. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend. Der Stabstrompeter. Anfang 7 1hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Dorf und Stadt. Anfang 8 11hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Unter den Linden 68a, Eingang Schadowstr. 14. Heute, Sonntag, Eintrittspreis 50 Pf. 50 Pf. I Reichhaltigste Ausstellung der Welt an lebenden Seethieren, Reptilien etc. Belle- Alliance. Wein, Weib, Gesang. Oftend- Carl Weiß- Theater. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Luisen. Der Mann im Monde. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Heinrich Heine. Eine Taffee Thee. Anfang 8 1hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplats. Leona's Fehltritt. Anfang 8 Uhr. Nachmi. 4 Uhr: Die Königstochter als Bettlerin. Montag: Leona's Fehltritt. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 f. Gr. Frankfurterstr. 132. Der Stabstrompeter. Gesangsposse in 4 Aften von Mannstadt. Musik von Steffens. Anfang 7 Uhr. 36116 Etablissement Feldschlößchen Inhaber Fritz Nagel Etablissement Süd- Ost, Waldemarstraße 75. 49189* Mehrere Sonnabende und Sonntage sind noch an Vereine zit vergeben. ( Inhaber Hübner), Garten des Nordens( 8000 Personen Säle( 2-800 Personen faff.) zu Versammlungen u. Festlichkeiten empfohlen. Täglich: Concert, Theater u. Spezialit. Vorstell. Im Saale: Ball. faffend): Müller: Straße Nr. 142. Gesellschaftshaus winemünder- Straße 42. Jm größten und schattigsten tentio. Täglich: Frei- Konzert. Gr. Frankfurter Königsbank Gr. Frankfurter W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Grosse Theater- Vorstellung. Konzert, Theater Strasse 117. Strasse 117. Empfehle meine Säle und prachtvollen Garten( beide mit Theateru. Spezialitäten- Vorstellung. Bühne) bis 2000 Personen fassend, den geehren Vereinen zur freien Benutzung. [ 4927L*] Hermann Warsany. Im Saal: Ball. Achtung! 52122 Robert Scheere, 0. Blumen- Straße 38. Eröffnung der Sommer- Saison den 29. Mai( ersten Pfingstfeiertag). Die Sonntage der Winter Saison Täglich Garten- Konzert, Theater und sind an Theater- Vereine zu vergeben. Spezialitäten- Vorstellung. Fritz Nagel. BANNSTATION AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Heute Vorstellungen in der Arena: 4, 6 u. 8 Uhr nachm., im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr: Gr. Militär- Doppel- Concert. ENTREE 50 Pf. SAVIGNYPLATN Wedding- Park Müllerstr. 178. Am Wedding- Plaz. Ringbahn- Station. In dem 3000 Personen fassenden, neueingerichteten Garten mit schönen Lauben: Hente sowie jeden Sonntag und Donnerstag: Frei- Concert und Ball. Die Kaffeeküche ist täglich von 3 Uhr ab geöffnet. 7 verdeckte Sommer- Kegelbahnen. Franz. Billards. Volksbeluftigungen aller Art. 52002* NB. Bon Dienstag, den 7. Juni ab Auftreten der Nordd. Sänger. jeden Dienstag: Wilhelm Trapp. Brauerei- Ausschank der Victoria- Brauerei, Stralau. Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Garten- Konzert und im elektrisch erleuchteten Riesensaale: Grosser Ball. Im Garten von 4 Uhr ab: Konzert, Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an ununterbrochen geTheater: u. Spezialitäten- Borstellung. öffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen. Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll Nur Kräfte 1. Ranges. 28 Nummern. Morgen:„ Der Stabstrompeter". Anfang 8 Uhr. Ostbahn- Park, Am Küstriner Plazz. Täglich: Concert, Theater, Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Spezialitäten Vorstellung. Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungssaal und Vorträge. Passage Panoptikum. Mädchen. 36 Togo: Apollo. Spezialitäten. Anf. 8 1hr. Meichshallen. Spezialitäteit. Anfang 712 Uhr. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Wallenstein's Tod. Sonntag, abends 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Die Dummen. Dienstag: Galeotto. 11. a.: The Borsini Trio, Afrobaten, Floretta& Hans d'Dalbert, Duettisten, 2c. So lebt man in Berlin, Poffe. Volksbeluftigungen. Kaffeeküche v. 2 Uhr geöffnet. 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In der Diskussion vertrat ein National- Sozialer den Standpunkt, daß die jetzigen hohen Brotpreise für den Konsumenten wenig zu bedeuten hätten.( Große Unruhe.) Die Brottheuerung sei eine beliebte Phrase, denn eine Verbilligung des Getreides käme in erster Linie stets den Zwischenhändlern und den Bäckern zu gute. Schöneberg. Am Mittwoch den 18. Mai fand hier in der Schloßbrauerei eine gut besuchte öffentliche Versammlung statt, in welcher Genosse A. Borchardt einen Vortrag über die bevorstehenden Reichstagswahlen hielt. Der Redner beleuchtete hauptsächlich in seinen Ausführungen die Haltung der Freisinnigen, die eher alles andere nur keine Volkspartei seien. Den Beweis liefern uns vor allem die zahlreichen Städte, in deren Verwaltung fie die Majorität haben. Eine Diskussion fand nach dieſem mit Beifall aufgenommenen Vortrage nicht statt. Zum Schluß wurden noch die Genossen aufgefordert, bei der Stadtverordneten Stichwahl am 26. Mai mit thätig zu sein, damit unser Genosse Hoffmann als Sieger hervorgehe. Sonntag, 22. Mai 1898. Zwei gutbesuchte Versammlungen des Vereins zur alten Material weiter zu sammeln und die Sammelkarten behufs Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend Abstempelung nach den Filialen zu bringen. Im weiteren wurde tagten am Sonntag, den 15. d. M. In der Kreuzbergstr. 48 sprach einstimmig beschlossen, der Streiktasse des Verbandes der Maurer Behrend über die bevorstehende politische Aktion und was hat Deutschlands 300 M. zu überweisen. Ferner forderte Silberschmidt die gewerkschaftliche Bewegung von derselben zu erwarten. In auf, den sich im Streik befindenden Kollegen der Ortschaften Brandender Frankfurter Allee sprach Knöpchen über dasselbe Thema; er burg, Landsberg a. W., Heegermühle, Sonnenberg, Spandau u. s. w. forderte die Anwesenden auf, sich eifrigst an den Wahlvorbereitungs- nicht in den Rücken zu fallen, sondern dafür zu agitiren, daß der Arbeiten zu betheiligen. Zuzug ferngehalten wird. Mit einem dreifachen Hoch auf den sammlung nach einem Vortrage Wiesenthal's über„ Nußen bewegung wurde die imposante Versammlung nachts 12%, Uhr geDie Stuckateure stellten in einer öffentlichen Ver- Zentralverband der Maurer Deutschlands sowie die diesjährige Lohnder Organisation" Bäschnitt als Kandidaten zur Gewerbegerichts- schlossen. Wahl auf. Richtig gestellt wird, daß M. Leitter und J. Uhlemann Die Charlottenburger Bauarbeiter nahmen in einer öffent feine Zwischenmeister seien, wie in der vorigen Versammlung be- lichen Versammlung die Berliner Resolution an, durch welche sie sich hauptet wurde. Dieselben haben, trotzdem von ihnen die Arbeit an- verpflichten, mehr als bisher zu den Sammlungen beizutragen. genommen ist, keinen höheren Verdienst als alle anderen dort arbeitenden Kollegen. Wilmersdorf. Eine gut besuchte Versammlung des ArbeiterBildungsvereins fand am 18. März bei Klingenberg, Berlinerstr. 40, Arbeiterinnen sprach am Mittwoch H. Faber über Arbeitslosen Nordpol hielt. Ferner gab der Vertrauensmann bekannt, daß am Im Verband der Fabrik: und Land Hilfsarbeiter und statt, in der Dr. Joël einen Vortrag über den Kampf um den Unterstützung. In der Diskussion wurde hervorgehoben, daß die ersten Pfingstfeiertag eine Agitationstour nach außerhalb stattfindet, Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung von seiten dieser Gewerk- und fordert die Parteigenoffen auf, sich zahlreich daran zu bes schaft äußerst schwierig sei. Hierauf erstattet Stassirer Schumann theiligen. Die Wählerlisten liegen vom 18.- 25. im Amtsbureau den Kassenbericht. In der Zahlstelle Nord en desselben Verbandes aus, und sind dieselben auch am Sonntag, den 22. d. M., vormittags sprach Faber am Donnerstag über das gleiche Thema. Dem von 9-10 Uhr, einzusehen. Kassirer, welcher den Kassenbestand auf 287,42 M. angiebt, wird Samariterkursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, Decharge ertheilt. Wegen der Reichstagswahlen fällt die nächste den 23. Mai, abends 9 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20: Fortsetzung des Vor Ueber den Stand der Lohnbewegung der Rabizputer Versammlung aus. trages über„ Anatomie, Physiologie". Ref. Herr Dr. Katkowsky. fonnte in der letzten Versammlung vom 17. d. M. mitgetheilt werden, Die Versammlung der Freien Vereinigung der Bauarbeiter Arbeiter Bildungsschule. Inselstr. 10, v. 2 Tr. Unterrichtsdaß den geforderten Stundenlohn von 70 Pf. bisher fünf Unter- vom 15. 6. M. beschloß nach einem Vortrage Fischer's, die Kurse: Montags: National Detonomie( Grundbegriffe der nehmer bewilligt haben. Der Berichterstatter Niete betont, daß Monatsbeiträge von 30 auf 40 Pf. zu erhöhen und den Vorstands- Nationalökonomie) Dr. Conrad Schmidt; Mittwochs: Rede noch viel mehr erreicht werden müsse; vor allem sei es nothwendig, mitgliedern pro Sigung 50 Pf. zu bewilligen. Uebung( Referate und Diskussion über gewerkschaftliche Fragen) Versammlungen. 1 die Organisation zu stärken, damit auch das Errungene festgehalten Der Fachverein der Holz- und Bretterträger. beschäftigte Schriftsteller Richard Calwer; Freitags: Natur Erkenntniß werden könne. Beschlossen wird, bei der Firmo Zöllner u. Ko., sich in seiner Versammlung vom 15. Mai mit dem Streit bei der Entwickelung der Idee über Entstehung und Zusammensetzung des Die Bibliothet ist jeden Weltgebäudes) Dr. B. Borchardt. die sich weigert, den Tarif anzuerkennen, nochmals vorstellig zu werden. Firma Kämpfer u. Lucke am Treptower Weg. Dort haben Montag, Mittwoch und Freitag( außer an Feiertagen) abends von Zum dritten Punkt berichtet der Delegirte für die Konferenz der sämmtliche Arbeiter die Arbeit eingestellt, weil ihnen der Stunden- 8-9 Uhr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kursus( 10 Abende) Agitationskommission der Provinz Brandenburg sehr eingehend über lohn von 40 Pf. nicht bewilligt werden sollte. Der Vorstand wurde 1 M. pro Hach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in dieselbe. Der Antrag Niete, das gedruckte Protokoll hierüber beauftragt, die Angelegenheit möglichst zu regeln. Sodann wird folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; obligatorisch einzuführen, wird angenommen. Helbig fordert auf, eine ständige Lohnkommission, bestehend aus Karnal, Grundmann Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntagsfür die Reichstagswahlen kräftig zu agitiren. Betreffs des Arbeits- und Pils gewählt, die ihren Sitz bei Ewald, Schönleinstr. 6, hat. Bersammlungen. Vorsitzender: Hugo Waschowski, N., Brunnenſtr. 193. Kassirer: H. Königs, S., Dieffenbachstr. 30. nachweises wurde bestimmt, daß jeder eingeschriebene Arbeitslose 19 neue Mitglieder traten dem Verein bei. vor und nachmittags sich per Telephon bei Stabernack, Inselstr. 10, zu melden hätte, und ebenso müsse jeder auf diesem Wege anzeigen, lung der Maurer Charlottenburgs, Wilmersdorfs, ersten im Monat bei Buske, Grenadierstr. 33, abends 8½ Uhr. UnentCharlottenburg. Eine außerordentlich stark besuchte VersammBerliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dent wenn er in Arbeit getreten ist. Vor Eintritt in die Tagesordnung Schmargendorfs und Umgegend tagte am Dienstag, den geltlicher Rath wird ertheilt: hatte die Versammlung das Andenken des verstorbenen Verbands- 17. Mai, im Lokale„ Bismarckshöhe". Zum ersten Punkt der Tagesmitgliedes Ernst Däumig in der üblichen Weise geehrt. Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersordnung referirte Schulze über die günstigen Erfolge der Bau- versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerftr. 36, v. 3 Tr. Die hiesige Zahlstelle des Verbandes der Zimmerer hatte sperren am hiesigen Ort. Dies sei der guten Leitung und Sympathie K. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends.. Pieschel, am Sonntag, den 15. Mai, eine Versammlung einberufen, in welcher der Kollegen zu verdanken; ferner theilte Redner die Verhaltungs- 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. Gartenstr. 55, v. 2 Tr. G. Simanowski, Gartenstr. 78, Portal 2, Stehr über: Die gegenwärtigen Lohnkämpfe im Zimmerer- maßregeln in Bezug der Bausperren mit, damit nicht bei jeder R. Tamm, Suffitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, Wiesengewerbe, unter Berücksichtigung der Berliner Verhältnisse" referirte. Kleinigkeit Arbeitsniederlegungen stattfinden. Dem Kollegen Wilstraße 41/42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. Nur Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde das Andenken des ver- helm, welcher, weil er nicht leberstunden arbeiten wollte, gemaß- für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Stretizerstr. 58. storbenen Mitgliedes Bartel, Charlottenburg, in der üblichen Weise regelt wurde, wurde einstimmig die übliche Unterſtügung ge- B. Reimann, Bellermannſtr. 83. F. Trapp, Schulftr. 59, von 7 bis geehrt. Nach den Ausführungen des Referenten befinden sich in währt. Zu Punkt 2 sprach Silberschmidt über die Ab- 8 Uhr abends. W. Mohs, Swinemünderstr. 64, vorn linker Aufgang. ca. 90 Städten die Zimmerer in einer Lohnbewegung, zweigung der Zentralisten von den Interessen- Vereinlern". Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Gartenstr. 13. respektive wollen in eine Lohnbewegung eintreten. Hierzu Er erörtert die bekannten Vorgänge in den letzten Maurer- Im Osten: Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung: feien wöchentlich ca. 10 000 m. nöthig. Es sei nun Pflicht, dafür versammlungen und kritisirt in scharfer Weise den Inhalt eines von E. Bader, Gr. Frankfurtersſtr. 34, v. 4 Tr. zu sorgen, daß die Kriegskasse gefüйt bleibe.. Redner bittet, die der anderen Seite herausgegebenen Flugblattes. Redner befürwortet, Schalthoff, Michaeltirchstr. 18. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Kräfte nicht zu verzetteln, sondern alles hierfür einzusetzen. Eine daß die umliegenden Ortschaften, welche ja alle zentralorganisirt sind, Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: rege Diskussion folgte diesen Ausführungen, sämmtliche Redner sich in der Lohnbewegung mit den Berliner Zentralisten solidarisch ver- F. Stügelmaier, Grimmſtr. 39.- Nur für Invaliditäts- und Alterssprachen im Sinne des Referenten. Aus der Lokalkasse wurden binden und eine Lohnkommission für Berlin und Umgegend bilden, versicherung: B. Ketter, Rirdorf, Panierstr. 58, Hof part. 600 M. für den Streitfonds der Zimmerer Deutschlands bewilligt. um beffere Agitation für den Zentralverband zu schaffen. Nachdem Im Süd Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44 Ein Antrag, die nächste Versammlung ausfallen zu lassen, wurde sich Behrendt Wilmersdorf, Pankow und Schönborn in Im Nord Westen: Nur für Unfallversicherung: M. Stephan, dem Vorstand überwiesen. Ferner wurde bekannt gegeben, daß das demselben Sinne ausgesprochen, kam dieser Vorschlag einstimmig zur Lessingstr. 34. Zentralbureau Stralauerstr. 48, Telephon Amt 5 Nr. 3785, von 8 Annahme. Es wurde daher die bestehende Lohukommission Wadzechstr. 15, vorn part.( abends 8 Uhr). Im Nord Osten: Nur für Unfallversicherung: G. Löffler, bis 12 und von 2 bis 8 Uhr geöffnet ist. Sämmtliche Mittheilungen aufgelöst und Schulze und Bunge in die Lohnkommission über Lohn- und Arbeitsverhältnisse sind dorthin zu richten. für Berlin und Umgegend gewählt. Ferner wurde beschlossen, auf dem Von der Reise zurück. Dr. A. Freudenberg. Soeben erschienen: Maiheft der Sozialistischen Monatshefte mit Porträt von Eleanor Marx- Aveling. zu beziehen durch jede BuchBandlung u. die Expedition, Berlin N., Brunnenstr. 193. 36516 ".. Grünkram- Geschäft, gute Existenz, 23 Jahre best., zu verkaufen. Näheres Bäckerei, Anklamerstr. 15. 36495 PROMPT DURCH ERNST HERSE, CIV. INGENIEUR. ERICK PETERS VIL BERLIN, 29. MITTENWALDERSTR.24 atente (* " Auf Theilzahlung! Schlag- Regulat. 14. geh. 18 M. Silb. Herren- Remont. Uhr 15 Uhrmacher Charlottenstraße Nr. 15. Kein Abzahlungsschwindel. Kinderwagen- Bazar| Kinderwagenräder Pallisadenst. 101. Max Brinner, Jerufalemerft. 42, Brunnenstr. 6, Dresdenerstr. 16. Großartige Auswahl on Kinder, Sport: 1. Puppenwag., best. Fabrikat, billigst Wcusterbuch gratis und franto. Theilzahlung gestattet. Maaß, [* Möbel Theilzahlung. Keine Wolle. Anzige nach moat, Neue Sproffer, Rachtig., alle Sorten Balb: J. 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