Nr. 19. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Zeitungs- Preisliste = für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahra. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Arbeiterschule, welche am 12. Januar dieses Jahres bei Lips, draußen im Friedrichshain, wo die Märztodten ruhn, von einer der größten Arbeiterversammlungen, die Berlin jemals gesehen hat,*) ins Leben gerufen wurde, ist, wie sich dies mit Bestimmtheit erwarten ließ, allen Feinden der Arbeiterklasse ein Dorn im Auge. Die Feindschaft äußert sich auf alle mögliche Weise. Nachdem man es Anfangs mit dem beliebten Auskunftsmittel gehässiger Ohnmacht: dem Todtschweigen versucht hatte, änderte man hernach da das Todtschweigen dem Unternehmen keinen Abbruch that die Taktik und bemüht sich jetzt, das Unternehmen nach jeder Richtung hin schlecht zu machen. Diese Animosität( Gehässigkeit) ist recht charakteristisch. Unsere Gegner werfen der Sozialdemokratie bekanntlich bei jeder Gelegenheit vor, sie wende sich nur an die ,, niederen Leidenschaften" der Arbeiter, sie verachte die geistigen Errungenschaften, und wolle, statt Bildung zu verbreiten, blos Fanatismus erwecken. Wenn es unseren Gegnern mit diesem Vorwurfe Ernst wäre, dann hätten sie sich doch über die Gründung einer Arbeiter Bildungsanstalt freuen, und uns das Zeugniß ausstellen müssen, daß wir nicht die Barbaren sind, für welche sie uns ausgegeben hatten. Das ist unseren Gegnern natürlich nicht eingefallen fie schimpfen nun erst recht, und beweisen dadurch wieder einmal ihre gewissenlose Heuchelei und Verlogenheit. Sie wußten von Anfang an, daß ihre Beschuldigung falsch war; und ihr Grimm über die deutsche Sozialdemokratie wäre nicht halb so arg, legten wir weniger Werth auf die Bildung der Arbeiter. Denn die Bildung, in erster Linie die politisch- ökonomische Bildung der Arbeiter ist es, was die Feinde der Arbeiter- Emanzipation am Meisten fürchten. Mit rohen, der Leidenschaft blind folgenden Massen werden die Gewalthaber spielend fertig vermittelst Zuckerbrot oder Kanonen je nachdem. Peitsche *) Der ungeheuere Saal faßt mehr Menschen, als in unserem Bericht mitgetheilt war. Die Tische waren weggeräumt, so daß für über 5000 Personen Platz war. Schon um 7 Uhr war der Saal so überfüllt, daß die Polizei ihn absperrte; und die Zahl Derer, die zwischen 7 und 8 Uhr der Zeit der Eröffnung ankamen und unverrichteter Sache umfehren mußten, belief sich nicht auf Hunderte, sondern auf Tausende. Der Vortrag des Referenten mußte zweimal unterbrochen werden, weil in dem Gedränge Leute in Ohnmacht fielen und hinausgeschafft werden mußten. Wir erwähnen dies, weil von gegnerischer Seite Alles aufgeboten wird, um die Bedeutung jener Versammlung herabzusehen. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. [ 19 Freitag, den 23. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Ein Artikel, betitelt:„ Eine Hochschule für Arbeiter", größere Masse von Unsinn und falschen Behauptungen zuder durch die reaktionäre, namentlich die nationalliberale sammenzudrängen. Presse läuft, besagt in seinem ersten Theile: Bei der Albernheit, daß die Gründung der Arbeiter" Giner der Führer der deutschen Sozialdemokraten, Herr schule eine Gegenmaßregel" gegen die preußische SchulLiebknecht, hat vor einigen Tagen in einer zahlreich besuchten reform" sei, wollen wir nicht verweilen wenn unsere Versammlung in der Brauerei Friedrichshain in Berlin die Gegner sich dem Glauben hingeben, wir fühlten uns durch Gründung einer„ Akademie" für Arbeiter angeregt. Es scheint, diese Schulreform" die bis dato bloß eine Schuldaß dies die Gegenmaßregel gegen die von der irgend ge preußischen Regierung auf Veranlassung des Kaisers be desorganisation und eine Lehrerkonfusion ist triebene Reform der Schulen ist, durch welche die Sozial- fährdet, so wollen wir sie nicht daran hindern. demokratie die Folgen dieser hochwichtigen Veränderung ab- Glauben macht selig, und wir Sozialdemokraten lassen Jeden nach seiner Façon selig werden. We can afford it Liebknecht erklärt die Bildung, welche die Arbeiter in den wir fühlen uns stark genug, duldsam zu sein. Volts- und Mittelschulen erwerven, für ungenügend und für unzweckmäßig, als Vorbereitung für die Auf- Davon, daß der jetzige Schulunterrichtungenügend richtung des Zukunftsstaates, weil der Unterricht und unzweckmäßig sei als Vorbereitung für die Aufin diesen Schulen nach den Begriffen der herrschenden richtung des Zukunftsstaats" ist, wie sich von selbst verKlaffen zugeschnitten sei und den Arbeiter für die Ausbeutung steht, niemals die Rede gewesen, wohl aber davon, daß durch den Kapitalismus in negativem Sinne empfänglich machen dieser Unterricht überhaupt nicht genügt, und solle. Die Sozialdemokratie sei zu dem Bewußtsein wenden will. gekommen, daß Wissen Macht bedeute, und daß zwar auch nicht nach den Begriffen der herrschen. für die nächste Zukunft die herrschenden Klassen im heutigen den Klassen", die sich sehr wohl hüten, ihre Staate mit den Waffen des Geistes und der Aufklärung von Kinder in die Volksschulen zu schicken, Seiten des Proletariats bekämpft werden müssen, um den Zutunftsstaat, der kommen werde, vorzubereiten. sondern sie beiläufig größtentheils auf Kosten der steuerzahlenden Arbeiter des Unters „ Herr Liebknecht bestätigt durch seinen Antrag und dessen Begründung die Richtigkeit der durch das Verhalten der So richts der höheren und höchsten Schulen zialdemokratie bezeugten Thatsache, daß diese Partei eine be= Realschulen, Gymnasien, Akademien, Universitäten fondere Art des Wissens für sich in Anspruch theilhaftig werden lassen, um sie zum Klassenkampf, nimmt, welche in den Rahmen der bestehenden Vertheidigungs- und Eroberungskampf gegen die ArBildungsanstalten nicht hineinpaßt. Bisher wurde der Mangel an Kenntnissen durch die Fiktion ersetzt, beiter zu befähigen. daß der junge Sozialdemokrat nicht durch die Schule, sondern Was dem Einen Recht ist, ist dem Andern billig, durch das Leben in das Verständniß der Dinge eingeführt und wenn die Arbeiter sich für ihre eigenen ,, Arbeiterwerde, welche er nöthig habe, un fein Dasein mühelos und an- groschen" Bildungsanstalten errichten, die der Staat und genehm zu gestalten; jest kommen die Führer plötzlich zur Einsicht, daß die Bildung, welche der sozialdemokratische Nachwuchs die Gesellschaft ihnen verweigern, und wenn sie diese in der Schule erwirbt, nicht ausreicht, um ihn zum geistigen Bildungsanstalten dazu benüßen, sich zum Klassen= Kampf gegen die herrschenden Klassen zu befähigen. Das ist ein kampf: Vertheidigungs- und BefreiungsGrad von Selbsterkenntniß, welcher bisher in fampf gegen die Bourgeoisie und den Kapitalismus zu sozialdemokratischen Kreisen nicht angetroffen wurde, man war vielmehr Daran befähigen, so haben die Herren Bourgeois kein Recht zur wöhnt, dort eine solche Summe von Anmaßung Beschwerde, denn es wird ihnen einfach mit gleicher und Ueberhebung zu finden, daß der Satz als fest Münze gedient als fest Münze gedient nur mit dem Unterschied, daß die Sache stehend galt: der Sozialdemokrat, wie er sein soll, ausgestattet der Unterdrücker schlecht, die der Untermit vollständiger Beherrschung der Volksge= wirthschaft und der Einsicht in die Aufgaben drückten gut ist. unserer Zeit, werde geboren, nicht aber Die Haltlosigkeit der Behauptung, die Sozialdemoallmälig herangebildet. Mit zwanzig Jahren sollte fratie sei jetzt auf einmal zum Bewußtsein gekommen, daß der gesammte sozialdemokratische Bildungsgang vollendet sein, Wissen Macht ist" wird am Schlagendsten durch so daß die jungen Leute ebenso befähigt fein sollten, ihre Die Thatsache widerlegt, daß Liebknecht schon zu Anfang eigenen Interessen, wie die der Gesammtheit zu vertreten und wahrzunehmen. Jegt ist ihnen plöglich klar ge- des Jahres 1872, also vor neunzehn Jahren, worden, daß die hoffnungsvollen Sprößlinge des sozialistisch einen, als Broschüre herausgegebenen Vortrag über das gearteten Proletariats eigentlich doch auf einer zu niedrigen Thema:" Wissen ist Macht" hielt, und damals schon den Bildungsstufe ins Leben hinaustreten und daß es ihnen an den Vorbedingungen fehlt, um den Kampf gegen den Kapitalis Nachweis lieferte, daß die Arbeiter der geistigen Waffen" mus fiegreich zu bestehen, so lange er mit geistigen Waffen ge- zum Sieg bedürfen, daß das Wissen ihnen von den Geführt wird." walthabern vorenthalten wird, und daß jeder Arbeiter sich selbst so viel Wissen als möglich erwerben müßte, um Es dürfte schwer sein, in den gleichen Raum eine Sie ging früh in's Bett; sie hatte Kopfschmerzen. Wenn Du Dich nur nicht dort im Theater verkühlt haft", sagte Mama; natürlich begriff sie gar nichts davon. Fanny schmiegte sich in die Dunen; sie versuchte zu weinen, allein es ging nicht; hierauf schlief sie ein und war in Wirklichkeit ziemlich überzeugt, daß ihr eigener Name auf dem ,, was ist Dir, Fanny? was ist's denn? nun will ich es wissen! Du mußt es mir sagen, Fanny! ja, Du mußt!" aber da würde sie mit stillem Lächeln antworten:" mögest Du glücklich sein, Emilie!" Und man fragte bis nach Kristiansborg hin. Und es kamen Gina und Ebba, vielleicht auch Frau Kahrs; Frau Lehmann und Frau Storm und Frau Mühlberg und alle anderen sorgten sich und schrieben Bettel stand. Roman von Arne Garborg. Briefe; nein, denkt Euch blos,- der Krauskopf, der so munter Am nächsten Morgen erwachte sie voll guten Muthes. Ja, nun war sie also unglücklich. Gottlob, daß sie Mama und lebhaft war!" Aber Niemand sollte etwas erfahren; Der Zettel war der allererste Gedanke, der ihr einfiel; sie nicht daheim, fand. Sie warf sich über das Bett hin und be- sie würde ihr Geheimniß mit in's Grab nehmen; jedoch zog ihn hervor und öffnete ihn. Sie las;„ Dich selbst, sag' grub das Gesicht in den Kissen. Nun war alles vorbei. Nun auf ihrem Herzen würde man einen Brief finden.... es aber nicht weiter!" wollte sie nur mehr an's Theater denken. Aber beim Theater huhuhu-! " Dich selbst! Dich selbst!" D, dieser prächtige Bursch! schien es auch keine Unterhaltung mehr; nichts war mehr Fanny lag eine ganze Weile im Bett und weinte; dann Sie hüpfte aus dem Bett heraus, lachte, tanzte, rieb sich die unterhaltend; ach, sie fühlte sich so schrecklich unglücklich; hörte sie ihre Mama im Vorzimmer; sie fuhr empor und Hände; mich selbst, mich selbst! Nein, wie luftig! Denkt mun würde sie nur mehr hinwelken und sterben. wusch sich; den Zettel verbarg sie unter ihrem Kopfkissen. Euch, verlobt! Und Senkt Euch nur, mit ihm!- Du Sinwelten wie eine geknickte Lilie. Schon morgen würde Heute Abends konnte sie ihr Unglück nicht ertragen; aber mein, wie würden sie sie beneiden, Indeborg und Anna! sie viel blässer sein. Still und seltsam würde sie werden, Morgen, da würde sie stark sein und da sollte ihr Schicksal Ja, denn wenn sie Dir einredeten, sie werde William mit so daß man sie nicht wieder erkennen konnte. Nein, was sich entscheiden. Sie betrachtete sich im Spiegel; vielleicht ihnen theilen, so irrten sie sich! Natürlich würden sie nicht geht denn mir mit Fanny vor?" sagten sie dann," Fanny, begann sie schon bleich zu werden. Aber nein, sie war roth, derartig mit ihm leben, pfui, nein! aber allein haben wollte die sonst so lebhaft und munter war?" Mama" würde allzu roth. O, das kam vom Weinen; wartet nur bis sie ihn doch o! Ach, wie angenehm sollte das werden! ängstlich werden und sie ernstlich ausfragen. Jedoch sie morgen... Sie schrie vor Glück und Seligkeit; sie war so froh, daß es würde nur ihr Haupt neigen und eine Thräne zer- Sie fühlte Hunger und aß tüchtig zu Abend, und das sie förmlich kitelte. Und dann vielleicht hie und da, wenn " Mama, ich bin so schrecklich unglück ärgerte sie. Jedoch morgen, wenn ihr Schicksal besiegelt es recht finster war, hui nein! Das ging nicht; sie lich!... ich," hu, hu"... Ach, nun weinte sie schon; war, morgen würde sie nichts essen. Nur welken und hin- stürbe vor Verlegenheit; aber... wenn er jo an einem schwinden. Ganz wie Frene; o, sie merkte es ganz dunkeln Abend mit ihr auf einem Sopha saß und da ohne Nein, nie mehr auf Erden würde sie froh. Es deutlich. weiteres... uff, es müßte eigentlich angenehm sein, einen würde ihr gehen wie der schönen Irene... unglückliche Mama fragte sie um das Theater und plöglich ertappte Burschen zu küssen. Und schon gar wenn er es war, dieser Liebe verzehrte sie in ihrer Jugend Leuz; niemand wußte sich Fanny, wie sie da saß und lachte und erzählte und süßße, hübsche William.. und nachdem sie verlobt waren.. was ihr fehlte, ehe sie auf ihrem Sterbebette lag nnd munter war. Nein, Mama, dieser Johannes Brun! Du Wenn er nur nicht zu schüchtern war; obschon natürlich, von ihrem theuren Carlos phantasirte; jedoch da war es kannst Dir nicht vorstellen, wie komisch er ist!" Maina jekt, als Bräutigam schon zu spät. O, nun kamen sie bald alle insgesammt, schien keine Ahnung zu haben, daß ihre Tochter unglücklich Emilie an der Spize, nnd begriffen nicht und fragten: war. Aber hui, wartet nur, morgen. drücken... oh... oh Das wurde ein langer Tag. Die Schule war schrecklicher denn je; sie sehnte sich so nach dem Mittagessen und 11 sich für den Emanzipationskampf zu stärken, daß aber die Verfolgung ihrer Sonderinteressen. der Tempel der Wissenschaft und der Kunst dem Volk heit Die Gesammt-[ politik der Regierung anläßlich der Sperrgeldervorlage und fann durch diese der fapitalistischen Pro- anderer Dinge ein besorgliches Eingeständniß der Schwäche. erst dann frei geöffnet sein werde, wenn es sich die duktionsweise entsprechende Profitwuth mur Schaden Trotz der Reformbereitschaft der Regierung fehlten in der politische Macht erobert. leiden. Die Souderinteressen- Politiker mögen der Auf- Boltsvertretung die Majoritätsverhältnisse, welche gleichAn eine besondere Art des Wissens" denken wir forderung gemäß handeln, die der deutsche Kaiser an Herrn mäßige Entscheidungen für die Zukunft sicherten. Der Arnicht. Wir wissen, daß es nur ein Wissen giebt; wir. Stephan richtete, daß es nöthig sei, die Verkehrsschranken titel wünscht, es möge bald etwas geschehen, was das„ alte. wissen aber auch, daß es ein verfälschtes Wissen Abg. Schmidt noch nöthig, das Unberechtigte des Einaufzuheben. War es nach diesen Ausführungen des Stärkegefühl und Vertrauen" wieder belebte. giebt, mit welchem die Arbeiter abgespeist werden sollen, fuhr- Verbots klarzulegen und nachzuweisen, daß durch das vollkommen. Er gleicht dem Schmerze des Baumeisters, der Wir begreifen den Schmerz des Herzogs von Lauenburg und daß das echte Wissen ,, Kaviar fürs Volk" ist. Die Herren Sy bel, Treitschke und Konsorten dies allerdings sehr wider seinen Willen der kann, auf Abbruch verkauft. selbe dem Volk die Fleischwaare vertheuert wird, so besorgte den Bau, mit dem der Auftraggeber nicht zufrieden sein können uns Näheres über eine besondere Art des Wissens" sächsische Agrarier Abg. Free ge. Unter großer Heiterkeit legte erzählen. er mit völligem Mangel zutreffender Gründe dar, daß die deutsche Puttkamer hat das zweite Vizepräsidium des Herren Wir brauchen nicht zu sagen, daß es uns nie ein- Landwirthschaft gegen die amerikanischen Schweine geschützt hauses abgelehnt. Das thut uns leid, er hätte so gut für gefallen ist, zu behaupten oder zu meinen, jeder Arbeiter werden müsse. Er wies dann auf den vermeintlich streng diese Stelle gepaßt. oder Sozialdemokrat sei ausgestattet mit einer voll vermochte aber außer Konservativen niemanden zu über- preußischen Landtage verlief und endete wie alle derartigen voll- christlichen Standpunkt der sächsischen Konservativen hin, Die Stempelsteuer Standal Debatte im ständigen Beherrschung der Volkswirthschaft und der zeugen, daß die göttliche Vergeltung" in Verbindung mit Saupt- und Staatsaktionen um untergeordnete Fragen. Beide Einsicht in die Aufgaben unserer Zeit" und er werde mit dem Verbot der Fleischeinfuhr und der Vertheuerung der Theile haben Recht. Richter hat Recht, Miquel hat Recht und preußischen Landtage verlief und endete wie alle derartigen solchen Kenntnissen geboren", nicht aber allmälig dazu Lebensmittel stehe. Als Freege sich von der Redner- ucius hat Recht hat aber nachträglich die Stempelsteuer herangebildet." tribüne entfernte und sich zu seinem Siz zurückbegab, schloß nachbezahlt. Ob Fürst Bi 3 mar cf und die Anderen sein Bei Was wir aber gesagt haben, und was wir wieder er mit den Worten: Achilles mußte fallen Thersites spiel nachahmen werden? Wie heißt es doch in der Bibel holen, das ist unsere sozialdemokratischen Arbeiter wissen kehrt zurück zu deutsch: Der Edle mußte fallen, der der praktischen Leute? Nehmen ist seliger denn geben." zu deutsch: Der Edle mußte fallen, der ,, in der Volkswirthschaft und in den Aufgaben unserer eigensüchtige Interessen verfolgende, hinterlistige Mensch kehrt An dem Pranger haben die Sünder aber dennoch gestanden Zeit" durchschnittlich weit besser Bescheid als zurück. und stehen noch dran. Es wird wohl Mancher, der ihnen die Herren Bourgeois, die sich in Deutschland Brömel( dfr.) der grausam genug war, die Ausführungen gern nachgeahmt hätte, bei sich denken: eine hübsche und durch eine haarsträubende Unwissenheit auszeichnen. ist das nicht. Die Arbeiter wissen auch, daß sie in diesen Dingen Minister v. Bötticher, daß die Regierung nicht die des sächsischen Agrariers Freege zu zerpflücken, betheuerfe Und das ist der einzige Gewinn. mehr wissen als die Herren Bourgeois. Allein sie wissen Absicht habe, die Lebensmittel zu vertheuern oder die Großauch, daß sie noch lange nicht genug wissen. Und statt grundbesitzer durch das Einfuhrverbot zu bereichern. Was den Betrag des ihm erlassenen Fideikommißstempels zur Freiherr v. Lucius soll vor fünf Wochen dem Kaiser sich auf die faule Haut zu legen, wie die Herren Bour- ist denn aber anders die Folge des Einfuhrverbots? Der Verfügung gestellt haben. Der Kaiser hat den Betrag für geois, und das Heil von Oben zu erwarten, haben ihrer freifonservative Graf Kanis bereitete dem Minister die einen Kirchenbau in Berlin, angeblich für die Erinne 5000 am 12. Januar d. J. eine Arbeiterschule Berlegenheit, seinerseits zu glauben, dargelegt zu haben, daß rungskirche, bestimmt, gegründet. Möge sie wachsen und blühen! darüber, daß die kleinen Landwirthe gleichfalls durch die Geschichte trotzdem. Uebrigens spricht die Rückerstattung der das Einfuhrverbot im Interesse der Landwirthe liege. Nun, Nun erinnern wird man sich an die StempelerlaßVertheuerung der Lebensmittel schier betroffen werden, ist so sauer erworbenen 30 000 M. für die Macht der öffentnirgends ein Zweifel. Der Minister mag wohl aber bei sich lichen Meinung. Vielleicht werden jetzt auch die Buttergedacht haben: der Herr schütze mich vor meinen Freunden. wecken des Lucius'schen Rittergutes Ballhausen vollwichtig Um 5 Uhr wurde dann die Etatsberathung auf Freitag 1 Uhr gebacken. Bis zur Stunde sind keine Meldungen von Rück vertagt. erstattung der Stempelerlasse für Fürst Bismarck einPolitische Iteberlicht. Berlin, den 22. Januar. Aus dem Reichstage. Den Mittelpunkt der heutigen Nächsten Mittwoch soll im Reichstage die zweite getroffen. Debatten über den Etat des Gesundheitsamtes bildete der Lesung des sogenannten Arbeiterschutz- Geseges beginnen. Antrag, den Reichskanzler zu ersuchen, die Aufhebung der Der Kommissionsbericht ist gestern veröffentlicht worden. Verordnung vom 6. März 1883, betreffend das Verbot Wir brauchen auf den umfangreichen Bericht nicht mehr der Einfuhr von Schweinen, Schweinefleisch und Würsten zurückzukommen, da unser Blatt die ausführlichsten Referate amerikanischen Ursprungs, zu veranlassen. Der Antrag über die Kommissionsberathungen gebracht hat. spaltete das Haus in die bekannten Lager: hie GroßgrundDem Beispiele Preußens folgend, gedenkt man nun auch besitzer und Agrarier mit dem alten Motto der Interessenpolitiker: mein idealer Lebenszweck, verkaufe theuer in Bayern das Justitut der Fabrikinspektoren aus Borstenvieh und Schweinespeck" auf der anderen zubauen. Reichsgerichts, hat vor seinem Eintritte ins Justizministerium Herr v. Sehlschläger, der designirte Präsident des den größten Theil seiner Amtslaufbahn im Dienste der Staatsanwaltschaft zurückgelegt, ähnlich Herrn von Tessendorf und anderen Reichsgerichts- Räthen. Es ist doch eigenthümlich, halten werden, das oberste Richteramt im Deutschen Reiche daß die Staatsanwälte für die geeignetsten Personen ge auszuüben. Oder ist dies nicht eigenthümlich? Seite die Vertreter der gesunden Ansicht: die Die bayerische Regierung will die Erledigung der nothwendigsten Lebensmittel dürfen nicht ver- dem Reichstage vorliegenden Gewerbegesetz- Novelle abivarten Sozialistengesetz auch noch nach diesem Zeitpunkt zur An Die Frage, ob das am 1. Oktober 1890 abgelaufene theuert werden, die Verkehrsschranken müssen fallen. Die und danach ihre Entschlüsse fassen, welche in Gestalt einer wendung gelangen kann, ist von dem dritten Straffenat Regierung versuchte durch Herrn v. Bötticher zu be- Vorlage den Landtag im nächsten Herbst beschäftigen werden. des Reichsgerichts im bejahenden Sinne entschieden worden. streiten, daß irgend eine agrarische Tendenz dem Verbot zu Richtiger wäre es, wenn von Reichswegen in einheitGrunde liege; nicht die Absicht, Großgrundbefizer oder licher Weise die Reform der Fabrikinspektion vorgenommen trefflichen Entscheid unseres Reichsgerichts gehörig auszu Das ist recht heiter. Jezt handelt es sich nur darum, diesen Landwirthschaftliche Kreise zu begünstigen, sondern ledig- würde. Zu einer Zeit, wo man die Nothwendigkeit inter- nügen. Könnte man nicht auch Vereine auf Grund von I ich die Rücksicht darauf, daß die Deutschen nur gutes ge- nationaler Vereinbarungen in Berzug auf den Arbeiterschutz Handlungen, die vor dem 1. Oftober 1890 begangen wur sundes Schweinefleisch zu essen bekämen, sei Mutter des feierlich, wenn auch nur formell, anerkannt hat, in derselben den, auflösen, Zeitungen auf Grund von Artikeln aus jener Verbots. Dieser Versuch schlug glänzend fehl. In glück Beit überläßt man die Durchführung des nationalen Arbeiter Beit verbieten Buttkamer's Geist lebt noch im Reichs licher Weise widerlegte zunächst der sozialdemokratische schuhes den Partikularstaaten! Konsequenz ist eben nicht gerichte. Abg. Schmidt( Mittweida) die Behauptung, daß das die stärkste Seite unserer Reichspolitik. amerikanische Fleisch in ungesunder Weise zubereitet werde oder Was die Kreuz- Zeitung" wohl unter einem Geisterwirklich der Gesundheit des Menschen schädlich sei. In In der Budgetkommission des Reichstags erklärte heute kampf" verstehen mag? Sie setzt dieses gespenstische Wor ruhiger, eindrucksvoller Weise legte Schmidt dar, daß der Kriegsminister, daß vorläufig in absehbarer Zeit keine über einen Leid- und Wehe- Artikel, den sie den armen unter lediglich im Interesse der Großgrundbesitzer und Viehzüchter militärischen Forderungen erhoben werden würden, ab- drückten Judenhetern widmet. Die zwei Thatsachen, welche das Einfuhrverbot erlassen wurde und daß durch dasselbe gesehen von solchen, die durch nothwendige Reformen bedingt das überhaupt etwas hysterisch gewordene- Junkerblatt das unentbehrliche Lebensmittel auf für die Arbeiter kaum feien. Nun, dies wurde schon oft behauptet, und trotzdem in melancholische Aufregung versetzt haben, sind allerdings erschwingliche Preise getrieben wurde. Und da wagte noch wurden bald nachdem solche Behauptungen ausgesprochen für die Alimenten- und Wahrschwur- Fraktion sehr betrüben= wurden, die Millionen duizendweise gefordert. Uns fehlt der Natur. Das Mandat eines hessischen Hep- Hep- Apostels „ ein gewisser Professor Biedermann" in einer nationalliberalen Versammlung die Behauptung die Leichtgläubigkeit solchen Aeußerungen gegenüber, deshalb ist, weil es ebensowenig in Ordnung war, wie die Ehrenaufzustellen: der Arbeiter esse mehr Fleisch als die werden wir nie enttäuscht. scheine gewisser Kollegen, von der Kammer für ungiltig erBemittelten! Das gegenüber der furchtbaren Noth, Dem Bundesrath ist der Entwurf eines Gesetzes über klärt worden; und außerdem soll der hessische Ober- Staatsmit der der Arbeiter den Kampf ums Dasein zu kämpfen das Telegraphenwesen nebst Begründung zur Berathung anwalt ein Rundschreiben an die Staatsanwaltschaft des hat. Schmidt streifte noch die verderblichen Wirkungen der vorgelegt worden. Dasselbe hat den Zweck, das Telegraphen Großherzogthums erlassen haben, in welchem die Anweisung Mac Kinley- Bill, wies darauf hin, daß die Großindustriellen monopol des Reiches auszubauen und zu sichern. ertheilt wird, alle auf antisemitisches Treiben zurückzuführenin Meerane- Glauchau u. f. w. jetzt Petitionen fabriziren, den Beleidigungsklagen von Juden im ,, öffentlichen Interesse" die nicht nur gegen ihren Willen die Arbeiter, nein, auch Ein vermuthlich von Friedrichsruh aus inspirirter, amtlich zu verfolgen. Dadurch-jammert die Kreuzs achtjährige Kinder zu unterzeichnen gezwungen werden. angeblich von einem mitteldeutschen Staatsmann stammender Beitung" sei für die Juden eine Ausnahmestellung einNational nennen Die Vertheuerer der Lebensmittel Artikel der Hamburger Nachrichten" sieht in der Versöhnungsgeräumt aber nach oben." Wär's eine nach unten, nach Freiheit, daß sie sich ganz krank fühlte. Uf, wie Aber es dauerte lang, bis er erschien. Er bereute es heute auch mit meinem Schlitten behelfen; brauchen ihn wunderlich, ihn nun zu treffen. Was würde er sagen; was doch wohl nicht? Die Schlittenbahn war schon ziemlich voll, nimt anzubetteln. Laß ihn nur laufen, würde er thun. Wenn nur teiner es merkte! Nimm an, als er fam. Fanny wurde schrecklich verlegen. Sie wagte Wichtigthuer!" diesen daß er ihr ohne weiteres um den Hals fiel und sie füßte... nicht ihn anzusehen und sie fühlte, daß auch er sie nicht an- Ingeborg und Anna begannen über ihn zu schimpfen; aber das wagte er natürlich nicht, so mitten auf der jah. Sie zitterte in Erwartung. Nun trat er wohl zu ihr, Fanny blieb stumm. Es gab heute auf der SchlittenSchlittenbahn drückte ihr die Hand, blickte sie mit Wärme an, sagte etwas bahn keine Unterhaltung. Sie fuhren ein paar Mal hinab, Schließlich wurde es dennoch Mittag. Fanny, hoffte was er sagen würde? Jedoch er trat nicht zu ihr. Er dann glitt Anna aus und schlug sich an und hierauf gingen ihn auf dem Heimweg zu treffen, fonnte ihn aber nirgends blieb ein Stück weit von ihr stehen und bot guten Abend.„ Guten sie heim. erblicken. Sie ging nach Hause und verschlang das Essen Abend!" erwiderten Ingeborg und Anna kurz.- Seid Später am Abend hielt sich Fanny so viel als möglich so schnell als möglich. Auf dem gewöhnlichen Stelldichein- Ihr schon... hier?" fragte er. ... hier?" fragte er. Aber freilich", antim Thorweg auf. Er mußte kommen, dünkte ihr; er Plage, der nun in eine Schlittenbahn verwandelt war, be wortete man. Fanny schielte nach ihm; er stand da und mußte ahnen, daß sie hier sei, und hier, wo es fand sie sich als erste. Kurz darauf kamen Ingeborg und schaute nach den Anderen. Und die Anderen waren lustig. finster war, brauchte er nicht schüchtern zu sein. Hui, was Anna. Arme Mädchen, sie begannen von William zu reden, Sie lärmten und schrieen und die Schlitten flogen; die für ein Klotz er war! So ein Gerede, wie, daß er„ fleißig verliebt wie sonst. Wenn sie wüßten-! Bahn war fast gefährlich glatt und man glitt und rollte sein müsse!" Hatte man je dergleichen vernommen! unter Heulen und Lachen dahin. William stand und starrte. Ach nein, er wollte sie nur loskriegen! Er wollte Kein glühendender Blick, kein verliebtes Lächeln, kein lieber Ingeborg mit den hübschen Flechten. Die Zähne warmes Wort er war nur verlegen. Us, war sie ent- flapperten ihr im Munde vor Kälte und die Lippen ver täuscht! Am Ende that es ihm leid. Das würde sie wirklich zogen sich vor unterdrücktem Weinen. fie, die geglaubt unglücklich machen! hatte, nun werde alles gut sein. Ach, wie schrecklich, wenn Gute Bahn heute" ,, heute sind viele auf dem er sie betrog! Sügel",- das und Aehnliches war alles, was er sagte. Sie mußte eine Weile hinein, um Mama zu beruhigen; Schließlich fragte er, ob Fanny seinen Schlitten möge. als sie wieder herauskam. Tauschend und voll Herzensangst, Ich fahre heute Abend nicht", sprach er. Das war's, war er da. " Warum bist Du heute so still, Fanny? Magst Du ihn vielleicht nimmer?" fragte Ingeborg. , doch, er ist ein lieber Bursche, aber-" " Warum sagst Du„ aber", Fanny?" " Dwegen gar nichts. Ich habe William noch ebenso lieb wie sonst; aber von uns friegt ihn eben keine!" Was.3" " Was " " Ich bin nun dahintergekommen." " sa, wer ist es denn?" Ich will es Euch sagen: er hat eine schöne Kousine, die in das Nissen'sche Institut geht; sie ist's." " So!" " was ich sagen wollte" nun wendete er sich zu Fanny," Hm!" machte er im Dunkel drin; ach, Gott sei ich wollte nur sagen, daß ich nun nicht mehr wie sonst Dant!-Hm!" antwortete Fanny. ,, Bist Du's?" mitspiele; denn jetzt, jest muß ich studiren und fleißig flüsterte er. " Ja." sein." Sie tappten und faßten Ah so! Nun... im Grund genommen war das ja adieu!" rief Anna. Fanny sagte nichts; fie begriff ihn sich bei den Händen. Er gab ihr den Brief, behielt aber selbstverständlich. Dder nicht?- Gewiß. Und übrigens, nicht. Er stand ein wenig, als ob er auf Antwort warte: ihre Hand. So standen sie eine Weile ganz still. Fanny unsertwegen konnte er thun, was er wollte ja da keine kam, so ging er. Mit eigenthümlicher Betonung schmolz hin in einem innigen, weichen Gefühl und wurde wohl!" ja freilich!" denn uns war es ziemlich einerlei, grüßte er hinauf; Fanny fühlte, daß es ihr galt: also warm; ach, daß sie ewig so stehen bleiben könnten!- Ach, ... natürlich!"" ja ja!" Eigentlich war er ja nicht einmal guten Abend!"" Guten Abend!" sagte Fanny fast weinend. wenn er sie tüßte! Da ging eine Thür. Er fuhr zu-! so außerordentlich hübsch; es gab viele Knaben, die ebenso Er blieb halb stehen; aber ein schrilles Guten Abend!" von sammen und ließ sie los." Gute Nacht!" flüsterte er. Ueber hübsch wie William Holter waren. Und daß er der Erste in Ingeborg und Anna vertrieb ihn wieder. Langsam, mit die Treppe herab ertönte Frau Holter's scharfe Stimme: seiner Klasseja, das war doch für ihn keine so große zögerndem Schritt ging er hinab; den Schlitten zog er nach William!" Er hatte sich in den Hofraum geschlichen Sache, für ihn, der der Sohn des Fräuleins war; es be- fich. Dann hielt er wieder: magst Du den Schlitten und that nun, als fäme er von dort herein;- ja, Mama!" fanden sich gewiß in der Klasse andere ebenso gescheite nicht, Fanny?" Danke, nein," lautete die Antwort. Er Wo steckst Du denn? ,, Wo steckst Du denn? Der Thee wird kalt!" „ Ich Bursche. Fanny half ihnen, William herabzusetzen und be- zog wieder weiter, noch langsamer, noch unsicherer. Das komme schon!"- Sie hörte ihn die Treppe hinaufeilen und mitleidete und verachtete sie dabei in ihrem Herzen. war recht, Fanny!" sagte Ingeborg; wir können uns er war verschwunden. Nun also adieu!" sagte Ingeborg. Also wo bist Du?"" Sier Ich habe einen Brief für Dich... " darauf, daß die Zinsen für die Kosten diefes Unternehmens garantirt werden. Eine weitere Ursache der Krise ist die Ablehnung des Verfassungsartikels, durch welchen die Gefe mäßigkeit aller Handlungen der provisorischen Regierung feitens des Kongresses ausgesprochen werden sollte." Parlamentarisches. Korrespondenzen und Parteinachrichten. dann hätte die Kreuz Zeitung" ihren Leid- und Wehe- haben und daß wir die Abschiedsrede des freisinnigen LandArtikel sicherlich nicht geschrieben. Num was das rathes auf Grund der statistischen Erhebungen in seinem ungiltig erklärie Mandat betrifft, so können wir Bezirk kritijiet haben. Leiteres ärgert der Irrlehrenmann ein Urtheil überhaupt nicht abgeben, da wir den näheren gewaltig, doch er ist im Widerlegen recht flink und beweist Sachverhalt nicht kennen; was aber das Rundschreiben des uns, freilich nur freisinnig", daß wir im Unrechte sind. hessischen Staatsanwalts angeht, so können wir der„ Kreuz- Er behauptet, daß wir lügen, wenn wir von Lohnsklaverei Zeitung" nur sagen, daß genau dieselbe Praxis, welche in im Meininger Oberlande sprechen, denn gerade dort demselben anempfohlen wird, seit Jahrzehnten Oppositions- trete jeder einzelne einzelne kleine Mann selbständig auf parteien gegenüber in Kraft steht, ohne daß es der und habe sein Schicksal selbst in der Hand. Kreuz Zeitung" je eingefallen wäre, das unrecht zu Diese Hausindustriellen seien frei und und unabhängig Die Wahlprüfungs- Rommission beschloß 11t finden. Wir billigen diese Praris nicht, unter der wir und seien nur infolge der wirthschaftlichen Miß ihrer gestrigen Sigung beim Reichstag zu beantragen, die Wahl schon sehr schwer haben leiden müssen, wir billigen sie auch griffe der Reichs- und Landesregierung in ihren Erwerbs- des Abgeordneten v. Bredow( 1. Merseburg) für giltig zu erklären. nicht, wenn sie sich gegen Antisemiten wendet. Allein verhältnissen stark geschädigt worden." So viele Worte, so Nächste Sigung der Kommission findet morgen statt und steht die Herren Antisemiten mitsammt der„ Krenzzeitung" haben viel Unverstand. Herr Richter ist in den simplen Fragen u. a die Wahi des Abgeordneten Witte( Sonneberg) zur Prüfung. fein Recht, eine Praxis, die sie Jahrzehnte lang gebilligt der Gewerbepolitit unserer Zeit nicht mehr bewandert, wie haben, auf einmal deshalb zu verdammen, weil ihnen das in denen des Zukunftsstaates. Er beweist dies, wenn Schwert, mit dem sie Andere so lange geschlagen haben, jetzt er von Freiheit und Unabhängigkeit der Hausindustriellen die Finger zerschneidet. Jeder Kenner dieser Verhältnisse, wir neunen spricht. Aber wie dem auch sei, weder die Kassirung des Juden- mit Absicht nur bürgerliche Autoritäten, so Engel, heger- Mandats noch das Rundschreiben an die hessischen Thun, Sar, Schwarz, Singer, Lange, weiß, daß die ökonoStaatsanwälte ist ein„ Geisterkampf". Wo in aller Welt mag mische Abhängigkeit der Hausindustriellen größer ist als die Neubrandenburg, 21. Jan. Am Sonntag, den 18. Jan., der„ Geifterkampf" der„ Kreuz- Zeitung" stecken? Doch- ja, da der Fabritarbeiter. Als unverbesserlicher Manchestermann fanden hier zwei Versammlungen statt. Die erste war von freihaben wir ihn. Der Geisterkampf muß unter dem Druck erweist sich Herr Richter, wenn er den Maßnahmen der finniger Seite einberufen, es referirte Herr Grbpächter der fürchterlichen Verfolgungs- Aera, die für die armen un- Landes- und Reichsverwaltung einzig die Schuld an der Salchow, der einen langen geschichtlichen Vortrag hielt, den schuldigen lilienreinen Judenhatz- Lämmerschwänzchen urplötz- elenden Lage der Hansindustriellen des Meininger Ober- Arbeiterschuß auf die Initiative des Freisinns zurückführte(!) und sich im übrigen fast nur an die bäuerlichen Besitzer wendete; lich angebrochen ist, entfesselt und organisirt werden. Und laudes zuschiebt. Wir sind sicherlich keine Freunde unserer der Vortrag machte wenig Eindruck. Dem Referenten trat der hören wir nun, wie die„ Kreuz- Zeitung" sich den Geister Regierung, weder der verflossenen noch der jetzigen, aber so gerade anwesende Dr. 2 ut genau aus Berlin entgegen, widerkampf denkt: blind sind wir doch nicht in unserer Opposition, daß wir legte ihn in vielen Stücken und wendete sich der Reihe nach an -Wenn heute jede Beleidigung eines Juden als der Regierung allein die Schuld für alle Mißstände zuschieben die Industrie- Arbeiter, Kleinhandwerker und ländlichen Arbeiter; Unter anderem hatte er antöffentliches Interesse" behandelt wird, so fanu es faum aus wollten. Dies wäre aber auch mehr denn thöricht. Stärker er erntete lebhaften Beifall. Behauptung von einer freisinnigen bleiben, daß die Christen, die sich dieses Vorzugs ihrerseits nicht als die Regierung, stärker als der Wille der Majoritäts- geführt, daß die rühmen dürfen, im Verkehr mit den geschätzten Mitbürgern" parteien ist die wirthschaftliche Entwickelung und auf diese ins Gesicht schlage. Hierauf meinte Herr Salchow, eine Initiative beim Arbeiterschutz der Wahrheit vollständig noch vorsichtiger werden als bisher. Die Erbitterung gegen den ist das Elend in dem ehemaligen Amtsbezirke Baumbach's ins Gesicht schlage. Hierauf meinte Herr Salchow, eine " Behrstand", wie sich der Abg. Liebermann v. Sonnenberg( er ihm näher dargelegte Vorrichtung bei der zurückzuführen. Dieses Elend konnte aber gelindert werden Häcksel- Schneidemaschine bezwecke den Schutz der landwirthschaftgehört wohl zum„ Nährstande" Red. d. V.) jüngst sehr treffend burch geeignete sozialpolitische Maßregeln, deren Gegner eben lichen Arbeiter. Unfer Redner bemerkte zu dieser komischen Replit: ausgedrückt hat, muß und wird aber wachsen; und nicht nur der berühmte" Baumbach war. Herr Richter zeigt sich bei Das gehört zur Unfallverhütung und ist nicht Arbeiterschutz, sondas: sie wird auch Formen des Ausdrucks finden, dieser Gelegenheit auch als hervorragender Kenner unserer dern Unternehmerschutz. Es traten noch drei oder vier freisinnige die dem Staatsanwalt unfaßbar sind. In Berlin ist es schon längst so weit, daß das Wort Jude wissenschaftlichen Literatur. Er spricht von einer schlechten Redner auf, welche ihre Partei arg blamirten. Abends sprach in gar nicht mehr vorzukommen braucht; die Leute Broschüre von Emanuel Sag. Vielleicht veranlaßt ihn einem anderen Lokale Dr. Lütgenau über„ Das Koch'sche Mittel und die Krankheit der Arbeiter". An der Debatte nahm auch verstehen sich à demi mot. Gine Handbewegung, unsere Notiz, sich diese schlechte Broschüre" auf ein bloßes Augenzwintern schon genügt. Diese der Reichstags Bibliothek anzusehen. Herr Salchow Theil. Er wird dann In beiden Bersammlungen war der besondere Art von" Freimaurerei" aber wird sich vielleicht doch finden, daß er als schlechte Broschüre ein streng rfolg unzweifelhaft auf unserer Seite. Dem neugegründeten Arbeiterverein traten ant überall einbürgern, wo die Umstände es mit sich bringen. Je wissenschaftliches Werk bezeichnet hat, welches von allen bei. Noch bemerkenswerther verlief am Montag Abend eine diesem Abend Abend 59 Mitglieder mehr sich die Bewegung aber von der Oberfläche zurückzieht, um so tiefer wird sie werden. So lange die Juden in den Fachleuten als eines der hervorragendsten Werke der be- von uns einberufene Versammlung in Friedland. Da in Friedland Kaffeehäusern geprügelt oder ihnen die Fenster eingeschlagen schreibenden Nationalökonomie anerkannt wird. Da Herr das letzte Mal nur 11 fozialdemokratische Stimmen abgegeben wurden, hatten sie als Gesammiheit nichts zu besorgen, weil Eugen Richter von dem Werke, das er als schlechte Broschüre wurden, so erwarteten wir, daß in der Versammlung überwiegend Ausschreitungen dieser Art auf die gebildeten, leitenden Glemente bezeichnet, sicherlich keine Ahnung hat, so wollen wir ihm Gegner erscheinen würden. Als eine halbe Stunde vor der festder Gesellschaft abstoßend wirkten, statt anzuziehen. Wenn den Titel derselben nennen. Es handelt sich um das Werk gesetzten Zeit Referent und Einberufer den Saal betraten, füllten aber ausreicht, daß der Redner einen prüfenden Blick von Professor Dr. Emanuel Hans Sars: Die Hausweit hergekommen waren, weil sie gehört hatten, daß eine Ar denselben etwa 300 Arbeiter, die größtentheils 1 bis 2 Stunden auf seine Zuhörer wirft, allenfalls ein industrie in Thüringen. fühles: ich 3 Abtheilungen, Jena, Gustav beiterversammlung stattfinde; die meisten nahmen zum ersten Mal dazwischen rust, wenn es so weit ist, dann ist es eben da, Fischer 1882 ff. Wenn Herr Eugen Richter dieses an einer Versammlung theil. Trotzdem fand schon eine lebhafte wo es die„ Philoſemiten" nicht haben wollen. Und sie mögen Buch studiren würde und aus dem Bannkreise seiner Debatte statt, in der u. a. die Schädigung der landsich darauf verlassen: vielfach ist es schon an dem."- manchesterlichen Irrlehren herauskönnte, müßte er wirthschaftlichen Arbeiter durch den GetreideDas freut uns ja recht sehr. Genug wir wissen selbst zugestehen, daß wir kein Wort von dem, was wir soll fonstatirt wurde, da der in Naturalien bestehende Lohn jetzt, daß die„ Kreuz- Zeitung" dem Staatsanwalt ein geschrieben haben, zurücknehmen können. Nebenbei sei auf gerade bei den durch den Zoll bewirkten hohen Preisen am Schnippchen schlagen will. Und wir wissen weiter, wie die unanständige Manier der Freisinnigen Zeitung" hin- liebsten von den Gutsherren gekürzt wird. Die landwirthschaftnach den Begriffen der„ Kreuz- Zeitung“ ein„ Geisterkampf gewiesen, welche alles, was unser Blatt bringt, als persönlichen Arbeiter sind durch den Zoll noch schlechter daran, als die aussieht. An die Stelle der Klopfgeister" werden die lichen Meinungsausdruck des Chefredakteurs behandelt. Dazu aufer. In Friedland traten 57 Personen dem neuen Arbeiterverein bei. zwinkernden" Geister treten. Aufgepaßt! Der Fasching hat man der Freisinnigen Zeitung", aber nicht unserem Blatte gegenüber Veranlassung. So sind die Herrn Baumbach betreffenden Angriffe nicht aus der Feder des Abgeordneten Liebknecht geflossen. ist nah! denke, wir sind unter uns = neue, von Halle, 22. Januar. Der Redakteur des sozialistischen„ Halleschen Voltsblatts", Genosse Jülge, wurde heute vom hiesigen Landgericht wegen Aufreizung zum Klassenbaß zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. * In unserer Nummer vom 21. d. Mis. stand eine Notiz über den Antisemitenführer Born, welche einige Un richtigkeiten enthält, die wir berichtigen müssen. Der Die Wahrheit bohrt sich doch durch. Und wenn der pp. Born ist nicht mehr Besitzer des antisemitischen Bopf noch so lang ist, schließlich muß er der Scheere ver- Königsberg i. Pr., den 21. Januar. Auch unser Ort hat Leipziger Tagesanzeiger", er hat seine Arbeiter nicht um fallen. Mit welcher Hartnäckigkeit sträubt sich der Eisen- nunmehr feinen Prozeß wegen Inverbindungtreten politischer 900, sondern um 700 W. Lohn betrogen. Soweit haben wir die bahnzopf gegen den Zonentarif? Gründe" hat er Vereine" auf Grund des famosen preußischen Vereinsgesehes Notiz zu berichtigen, wir haben sie aber auch zu er nicht. Ich will es nicht ich, der Zopf, und weil ich gehabt. Dieses schweren Verbrechens waren 17 Maurer und Zimmerer gänzen. Ehren- Born ist wegen Wechſelfälschungen im Be- Grund". Aber die Thatsachen sprechen zu laut. Die worten. Obwohl der Staatsanwalt selbst das Inverbindung ( Maurer Bär, Zimmerer Görke 2c.) angeklagt und hatten sich dieselben Zopf bin, will ich es nicht!" Das ist der einzige am 19. Januar cr. vor dem hiesigen Schöffengericht zu veranttrage von 11000 M. und wegen Sittlichkeitsvergehen ge- Einnahmen der ungarischen Staatsbahnen steigern sich fort- treten" als ein„ harmloses" bezeichnete und demgemäß den Anfänglich eingezogen. Eine nette Bande! während, und nun hat die belgische Regierung im trag stellte, nur auf eine Geldstrafe von 30 M. zu erkennen, fo Eine Schmach ist es, schreibt der im Schimpfwörter Prinzip" den Zonentarif beschlossen. Auch John Bull konnte derselbe es doch nicht unterlaffen, trotz der Harmlosigkeit Lexikon wohl bewanderte Herr Eugen Richter, wenn die denkt daran, den Eisenbahnzopf abzuschneiden. Und wenn der ganzen Sache die Schließung der in Frage kommenden Sozialdemokratie auf Baumbach mit Steinen wirft, auf alle anderen Mitzöpfe die Prozedur glücklich überstanden Fachvereine zu verlangen. einen Mann, den Hoch und Niedrig mit Schmerz aus dem haben, wird wohl auch Deutschland zur Scheere greifen. Sonneberger Kreise scheiden sieht. Gut gebrüllt! Natürlich Man darf sich nicht übereilen, wenn man an der Spizze der ist die Begründung dieser Säße des Irrlehrenmannes Zivilisation marschiren" will. vollauf würdig. Herr Richter ärgert sich weiblich Zur Erheiterung der Genossen im Steiche bemerke ich schließ Die französische Regierung hat außer den zwei lich, daß nach der Anklage das" Inverbindungtreten" u. A. darüber, daß wir über die Stimmung, wenn auch millionen Frants, die für die Nothleidenden aus auch dadurch als bewirkt anzusehen sei, daß die Maurer, welche nicht der hohen", sondern nur der niedrigen Schichten" gesetzt worden sind, noch vier millionen an die Land- behuss Einweihung der von ihnen angeschafften Fahne einen im Kreise des Herrn Baumbach wahrheitsgemäß berichtet gemeinden für den gleichen Zweck auszusetzen beschlossen. Festzug durch die Stadt nach einem vor den Thoren beDie zwei Millionen sind ausschließlich für die Städte legenen Garten- Etablissement veranstalteten, an Die Zim er war, daß der schwere Frevel der Angeklagten mit einer GeldDas Gericht lehnte dies jedoch ab, indem es der Meinung strafe, welche es in Höhe von 15 M. gegen jeden derselben festsetzte, in ausreichender Weise gefühnt fei. 4 Fanny barg ihren Brief in der Tasche und ging bestimmt. Kammer und Senat haben einstimmig ihre Zu- merer einen Brief gerichtet hatten, welcher die allerdings hinein. Diese langweilige Frau Holter! Uebrigens hätte ſtimmung ertheilt. Gleichzeitig hat der Gemeinderath von höchst staatsgefährliche Einladung zur Theilnahme an den es gut thun können, ehe diese kam... Im Paris, auf Antrag unseres Genossen Vaillant, die ebenfalls höchst staatsgefährlichen Umzuge enthielt. Wir Bimmer brinnen begann auch ihre Mama zu schelten: Summe für die Speisung der Schulkinder in den Schulen fegeln jest eben luftig im neuen Kurs". Was fliegst Du denn den ganzen Abend herum? Man von 600 000 auf 800 000 Frks. erhöht. sollte glauben, es brennten Dir die Haare auf dem Kopf; O, diese wilden" Franzosen! Und Deutschland? nach Schluß der Redaktion eingetroffene sich widersprechende nicht einem Moment ſizeſt Du still. Scheint Dir Dein und Berlin? Kleid vielleicht zu gut? Willst Du nur schauen, es schnell Frankfurt a. M. Unser Blatt vom 22. b. M. enthält zwei Depeschen über die Verurtheilung unseres Genossen, des Redakteurs Hoch. Die Nachricht des Wolff'schen Bureau's, wonach Genoffe G. Hoch zu 6 Wochen verurtheilt wurde, ist die richtige. zu Grunde zu richten? Freilich, mit so etwas nimmt man wegen der Handhabung der Ausnahmegesetze in Irland an. Im Unterhause meldete Parnell ein Tadelsvotum ed nicht so genau; es iſt ja die Mama, die ein neues en schaffen muß... Ich möchte nur wissen, wo Du die Zeit findest, Deine Lektionen zu lernen?" In die Große Oper zu Paris wird nächstens die Mainz, 21. Januar. Genosse Sprenger, Redakteur ber Wagner'sche Zukunftsmusik siegreich einziehen. Da wir uns hiesigen Volkszeitung", wurde wegen Majestätsbeleidigung und Mit dem Brief mußte sie bis morgen warten. Sie sonst weder mit Zukunfts- noch anderer Musik abzugeben Werächtlichmachung von Staatseinrichtungen heute zu 4 Monaten hatte anfangs daran gedacht, sich wach zu halten, bis Mama pflegen, jei bemerkt, daß es sich hier um eine politische Gefängniß verurtheilt. Allein sie schlief vor Mama ein. Williams weiche warme bornirt chauvinistischer Weise über Frankreich und die Frantofen einberufene Bersammlung war zahlreich besucht. Der einschlief, dann ein Licht anzuzünden und ihn da zu lesen. Nachricht handelt. Wagner, der allerdings weiland in Mainz, 21. Jan., Abds. Die heute Abend von Arbeits Hand glühte in der ihrigen und machte sie glücklich und zosen geschimpft hatte, war deshalb von den ebenso bornirten Reichstags- Abgeordnete Joest, andere Genossen und Arbeitslose froh; sie wußte von nichts, bis man sie ausweckte, um in französischen Chauvinisten in Acht und Bann gethan worden. Sprachen. Eine Resolution, von der Gemeinde keine Almosen, die Schule zu gehen. Nun Wagner ist todt, und der gesunde Menschenver- aber Arbeit zu verlangen, wurde einstimmig angenommen. stand der Franzosen hat über den Chauvinismus gefiegt. Auf dem Wege dahin, in einem Hausthor, las sie den Brief. Derselbe war lieb. Die jüngste Republit fann als tonstituirt gelten. Das brasilianische Verfassungswerk ist beendet. Ein Telegramm aus Rio de Janeiro vom 21. Januar meldet: * Soziale Mebericht. Die konstituirende Versammlung nahm in erster Lesung Achtung! Mitglieder eingeschriebener Siffstassen! den Verfassungsentwurf mit einigen Menderungen an, beschloß Die traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse, welche trotz aller gleichzeitig aber ein Tadelsvotum gegen die provisorische Re- Sozialreformen seit vielen Jahren nicht von der Bildfläche vergierung wegen gewisser Maßnahmen derselben. Infolge dieses schwinden wollen, haben Veranlassung gegeben, daß sich die BeBotums übersandten der Minister des Innern und der Handels- strebungen fast aller Gemeinschaften, ja fast jedes einzelnen minister dem Präsidenten der Republik ihre Entlassungsgesuche, Menschen darauf konzentriren, mit zu helfen, mit zu wirken schlüssig gemacht hat. Inzwischen werden die beiden Minister über deren Annahme sich der Präsident jedoch noch nicht rathen und zu thaten an dem großen Wert der Erlösung. Aber Er sei der glücklichste Mensch auf Erden, schrieb er. Und sein einziger Wunsch sei, sobald wie möglich mit ihr, der Königin seines Herzens, vereinigt zu werden. Darum wolle er nicht mehr hinaus und am Nachmittag spielen. Er wolle lernen und arbeiten. Tag und Nacht wolle er arbeiten, damit er nur recht tüchtig und nur recht schnell fertig verde; sonst müßten sie so schrecklich lang warten. Es var ihm ein großer Schmerz, daß er nicht mehr so viel it ihr beiſammen und nicht so oft ihr Kavalier sein fönne, als er sollte und wollte; aber sie müsse bedenken, varum er es thue und in ihrer Liebe verharren. Denn er rbeite blos für sie und da sei es angenehm zu arbeiten. Nach weiteren Meldungen hätte das Kabinet sich soliand sobald er ſeine Prüfungen gemacht habe, würden sie barisch erklärt und seine Gesammtdemiſſion gegeben. Ich ſolt ich verloben und heirathen und da würden sie für immer später eingetroffenes Telegramm des Reuterschen Bureaus eisammen sein und er würde sie sein ganzes Lebelang auf meldet: sen Händen tragen. ( Fortsetzung folgt.) die Geschäfte weiter führen. wie es mit der Saat des Landmannes geht, eine große Zahl der Körner geht nicht auf, weil sie nicht reif gewesen, ein großer Theil des Samens wird zertreten, der kleinste nur teſt fällt auf gut Land, sprießt empor, blüht und gebeübt, Ein so ist es auch hier. Deshalb ist es nothwendig, daß recht oft und recht viel gefäet wird, damit endlich die langerſehnte Ernte der Wohlfahrt und Gerechtigkeit in die Scheuern gebracht Die Demission des Gesammt Kabinets wurde durch werden kann. Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten da Fonseca in So hat sich im Frühjahr des Jahres 1889 eine Au Betreff eines Hafenprojekts herbeigeführt. Fonseca besteht zahl werkthätiger Männer zufammen gethan, welche lange schon die trostlosen Zustände in franken Familien u. f. w. beobachtet hatten, welche längst gefehen, wie schwer es dem gewissen haften Familienvater wurde, wenn eine Krankheit sich in seiner Familie einstellte, allen den Anforderungen gerecht zu werden, welche die Krankheit an ihn stellte! für mäßiges Honorar( im Hause des Arztes 0,50 M., in der Kommission zum Dienstag, den 27. Januar cr., bei Scheffer, Wohnung des Patienten 1 M.) den gewünschten Arzt in Anspruch Inselstr. 10 eine öffentliche Versammlung ein, um Jedem Gelegen nehmen zu können. heit zu geben, Einsicht zu erhalten in diese, für sämmtliche Mits Aber Vorwärts! War auch hier die Losung; nicht nur die glieder eingeschriebener Hilfskaffen so hochwichtigen Angelegenheit. Aerztefrage, sondern alle, mit den Krankheiten zusammenhängenden Mit Gruß die Kommission freier eingeschriebener Hilfskassen zu Fragen, als da sind: Apotheker, Badeanstalten- und Berlin und Umgegend. Bandag ist en fragen mußten geregelt werden und wurden insofern geregelt, daß z. B. Bandagisten Bruchbänder, die sonst An alle Stein, Gips-, Elfenbein, Holzbildhauer und Ja sagen unsere Philister, es giebt doch so viel Gelegenheit, sich mitsammt der Familie gegen Krankheit zu ver sichern, thut es nun der Familienvater nicht, so trifft ihn die Schuld und seine Familie! einen Verkaufspreis von 5 M. bedingten, nun bei gleicher Qua- Modelleure Berlins. In der nächsten Woche werden in allen Nur gemach, Ihr weisen Herren, mit Euren tiefdurch dachten lität für den Preis von 3,50 m. abgeben werden; ferner ge- Werkstätten, die uns bekannt sind, Fragebogen abgegeben, und Vorschlägen: wir behaupten, daß die Schuld nicht an ihm und währen Badeanstalten einen Rabatt von 331/3 pSt.; desgleichen zwar zur Aufnahme einer Statistik. Die Fragebogen find auf seinen Kindern, sondern an den heutigen, unsäglich traurigen sind Massagekuren, Brillen und sonstige Heilmittel zu beiden Seiten bedruckt, und es ist leicht, bei einiger AufmerkſamVerhältnissen liegt, denen die gesammte Arbeiterschaft unterworfen ermäßigten Honorarsägen resp. Preisen vereinbart worden. Eine feit dieselben genau auszufüllen. Wir weisen besonders auf die ist! Wo sind die Einkünfte des Arbeiters, die demselben noch der wichtigsten Fragen, welche sich anfänglich nicht regeln lassen auf der zweiten Seite sich befindende Rubrik hin, welche lints gestatten, außer dem nothwendigsten Unterhalt für sich und die wollte, die Apotheterfrage, hat denn auch nach langen durch das Wort„ Muster" gekennzeichnet ist, und bitten Alle, genau Seinen, außer den regelmäßigen Steuerzählungen, außer den obli- Verhandlungen endlich eine Lösung gefunden, die zwar( wie alle nach diesem Muster zu verfahren. Wir hoffen, daß sämmtliche gatorischen Beiträgen zur Zwangskassenversicherung, der Invaliden- anderen hier besprochenen Lösungen) nicht das Ende für alle Bildhauer, welche einen solchen Bogen erhalten, denselben, um ein und Altersversorgung, auch noch die Krankheitsversicherung der Zeiten, aber doch ein Anfang ist. Mit den Apothekenbesitzern einheitliches Bild zu bekommen, am 2. Februar ausfüllen und Familie bezahlen zu können? Ist nicht jüngst erst konstatirt Berlins und Umgegend ist ein Vertrag abgeschlossen worden. an den Ueberbringer- welcher die Bogen bis zum 7. Februar wieder worden, daß Berlin circa 72 000 arbeitslose Arbeiter in sich Also auch hier ist ohne jeden Beitrag, nicht nur für die abzuholen hat zurückgeben. Für die Stein- und Gipsbildhauer birgt! Mitglieder eingeschriebener Hilfskassen, sondern auch für fowie Modelleure, haben deren Vereine den Vertrieb übernommen. Wie steht es da mit dem Versichern?? deren Familienangehörige gesorgt worden. Deshalb ist es Diese Statistik soll den Grundriß zu einer zu gründenden ArbeitsDeshalb traten obige Männer mit den Vorständen freier unabweisbare Pflicht aller Vorstände resp. Ortsverwaltungen lofen- Unter üßungskaffe geben. Wer einen Einblick hat, wie eingeschriebener Hilfskassen zusammen, bildeten eine Kommission, eingeschriebener Hilfslassen, dieser Kommission beizutreten, damit Noth und Elend namentlich in diesem Winter überall ihren Gin vereinbarten mit ca. 100 praft. Aerzten in allen Stadtgegenden das Fehlende ergänzt, das etwa unbrauchbar Vorhandene auszug gehalten haben, der wird diesem Unternehmen nichts in den Berlins mäßige( halbe) Honorarsäte und stellten dieselben den gemerzt wird. Alles Persönliche hat zurückzustehen im Interesse Weg legen. Diesen Appell möchten wir besonders an die Herren Mitgliedern aller zur Kommission gehörigen freien eingeschriebenen der Augemeinheit; sollten dennoch, wider Erwarten, einzelne Vor- Prinzipale richten, damit sie dem Ueberbringer der Fragebogen Hilfskaffen( ungefähr 45) und deren Familienangehörigen zur stände es nicht für angezeigt halten, der Kommission beizutreten, nicht den Zutritt verweigern. Diejenigen Bildhauer, welche am 2. Februar arbeitslos find, Verfügung. Ein großer, ein wichtiger Schritt war damit gethan; dann geht unser Ruf ebenso dringend an die Mitglieder solcher ohne jeden Beitrag wurde nicht nur den Mitgliedern freier ein Rassen, energisch von diesen Vorständen und Verwaltungen zu werden an diesem Tage zu einer Zusammenkunft eingeladen geschriebener Kassen und deren Familienangehörigen Gelegenheit fordern und fest darauf zu dringen, daß der Anschluß an die werden. Näheres durch Annonze. gegeben, den Arzt nach freiem Ermessen zu wählen, sondern auch Kommission ungefäumt erfolge. Zu diesem Zwecke beruft die Theater. Freitag den 23. Januar. Opernhaus. Der Prophet. Schauspielhaus. Ein Schritt vom Wege. Leffing- Theater. Die Ehre. Circus Renz. Karlstraße. Heute, Freitag, den 23. Januar, Abends 7 Uhr: Unserem Kollegen Robert Finder, genannt die Lachmuskel, ein 30 Mal Donnerndes Hoch! daß ihm die Haare zu Berge stehen. 9 J Unserem Freunde und Genossen, dem Tischler Albert Trebsch zum heu Berliner Theater. Das Fräulein Komiker- Vorstellung. tigen Wiegenfeſte ein donnerndes Hoch! von Scuderi. = Auftreten der Klowns C. Godlewsky, Deutsches Theater. Der Pfarrer Francois, Gebr. Dianta und Warne, Herrmann, 3 Gebr. Briatore, Gebr. von Kirchfeld. Die Rothen von Heineridy'n. w. K. J. N. H. M. W. S. Au! det dunkle vont Faß. 163 J Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Walton, Paul und William, Misco 2c. M. W. Walter. Die Gondoliere. in ihren höchst komischen Entrees und Außerdem: Großes Hurdle- Rennen, Wallner Theater. Die Stern- Intermezzos. schnuppe. Residenz- Theater. Der selige Tou- geritten von Damen und Herren mit pinel. 24 Vollblut Springpferden. Negro, Viktoria Theater. Die sieben Rapphengst, geritten von Frl. Vidal. Raben. Mr. B. Fillis, Voltigeur à la Richard. Bellealliance- Theater. Die Nach- Auftreten der Künstler- Spezialitäten barinnen. Mr. J. F. Clarke und Rodgers. Miß Ostend- Theater. Ein berühmter Lillie Meers Ein berühmter Lillie Meers, Jockeyreiterin ersten Mann. Adolph Ernst- Theater. Don Juans. Ranges. Visier, geritten von Herrn Unsere Gaberel. Der Czikos Mr. William mit seinen 4 dressirten Pferden. Auftreten der Parforcereiterin Mlle. Adele. Zum Schluß der Vorstellung: Thomas Theater. Drei Paar Schuhe. Kaufmann's Variété. Große Spe- Leben 1. Treiben auf dem Eise. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Großes Ausstattungsstück in 4 Tableaus, Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. neu arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Sonnabend Vorstellung. Sonntag Gebr. Richter's Variété. Große 2 Vorstellungen. Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenBorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Jenny Reimann, Rostüm- Soubrette. Max Menzel, Gesangsfomifer. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Große Vorstellung mit neuen, vorzüglich gewähltem Programm. Auftreten der neuengagirten musikalischen Klowns Gebr. Bermané, sowie der Reitkünstlerin Miß Taylor. Zum Schluß der Vorstellung: Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Gircus unter Wasser. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Entree Wochentags it. Sonntags 30 Bf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: 酵 Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Eine ländl. Hochzeit. Sensationelle Wasserpantomime. Sonnabend, den 24. Januar, Abends 71/2 Uhr: Große Gala- Vorstellung mit neuem Programm. Sonntag, 2 Borstellungen, um 32 und 71/2 Uhr. In beiden Vorstellungen Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Circus unter Wasser. Entrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweilige Bierhallen Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassageCastan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50Pf. Kinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Kaiser Panorama. Gegründet 1818. Fernsprech- Amt 9. 9386. Beughofstraße 3. Versandtgeschäft für Mehl u. Hülsenfrüchte. Aufträge von 3 M. an frei Haus oder Bahnhof. 884 Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. 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Bericht über die Bibliothek und Wahl eines Bibliothekars. 3. Entschädigung für den Vorstand. 4. Be stimmung der Insertions- Organe. 5. Bericht vom Weihnachtsvergnügen und Erledigung zweier Unterstützungsgesuche.. Nur Mitglieder haben Zutritt. 162 J Am Sonnabend, den 14. Februar: Großer Wiener Maskenball im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße 4a, Billets sind bei sämmtlichen Borstandsmitgliedern zu haben. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Eisen- und Metalldreher Berlins und Umgegend am Sonntag, den 25. Januar, Vorm. 10 Uhr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 48 a. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Delegirten vom Provinzialtag der Metallarbeiter Brandenburgs und Pommern. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Berschiedenes. Zur Deckung der Untofter findet Tellersammlung statt. Da die Tagesordnung eine so wichtige ist, ist es Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. 144 Der Einberufer. 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Tages Ordnung: 1. Vortrag: Zweck der Arbeiter- Bildungsvereine. 2. Diskuffion 3. Wie stellen wir uns zum Beitritt des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöne berg? 4. Wahl eines Bertrauensmannes. 5. Verschiedenes. Genossen! Der Einberufer. 385 Sonntag, den 25. Januar: Erstes Stiftungsfest des Vereins der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Rixdorf und Umgegend in der ,, Neuen Welt"( Hafenhaide), bestehend aus Konzert, Theater sowie anderen Vorträgen, unter Mitwirkung des Musikvereins Musikfreunde", Rirdorf, des Gefangvereins„ Grüne Eiche", Rirdorf( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes), des Theatervereins Dilettanten Bühne, der Frederick- Truppe( Gymnastiker) sowie anderer Spezialitäten. Um 7 Uhr: Feftrede, gehalten vom Genossen Wilhelm Liebknecht. Entree 20 Pf., Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Billets find an folgenden Stellen zu haben: Gottfried Schulz, Admiral straße 40; Otto Klein, Kottbuser Damm 14; Otto Kräter, Wasserthorstr. 21 Fritz Zubeil, Naunynfstr. 86; Richard Nimetschet, Staligerstr. 18; Schwarzkop Staligerstr. 11; Schönemann, Stalizerstr. 7; Otto Heindorf, Langestr. 70 Tempel, Breslauerstr. 27; Steuer, Weinstr. 22; Hente, Blumenstr. 38; Haugt Boeckhstr. 12( Restaurant zum rothen Meer), sowie in allen mit Plakaten 124 belegten Handlungen. Da der Ueberschuß für die Gewerkschafts- Kommission in Hamburg Der Vorstand. bestimmt ist, bittet um rege Betheiligung Verband der Vergolder, Goldleisten- Arbeiter u. Berufsgenossen. Erstes Stiftungsfest, verbunden mit Vorstellung und Ball, am Sonntag, den 25. Januar, int ,, Joël's Gesellschaftssälen", Andreasstraße 21. Festrede, gehalten vom Kollegen Ewald- Brandenburg. Alle Freunde und Gönner des Verbandes sind herzlich eingeladen. Panopticum. Page 1 Tr., v. 9 Wt. bis 10 Ab. legenheiten. Für Unbemitt, unentgeltlich. 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Nolte, Rüdersdorferstr. 23, 4 Tr., und in den Zahlstellen zu haben. Das Komitee. Sonnabend, den 24. Januar, in Schwarzmüller's Salon, Stolbergerstraße 23: 141 Kinderwagen. Grosser Wiener Maskenball Andreas nr. 23,§.p, Billig! Billig! Schweinefleisch Pfund 55 Pfa. Madaistr. 12( Schles. Bahnhof).[ 166J des Fachvereins der Lederfärber und Berufsgenossen. Billets( Herren 75 Pf., Damen 30 Pf.) sind bei den Mitgliedern und Dr. Hoesch, homöopath. st. in den mit Plakaten versehenen Lokalen zu haben. Der Ueberschuß wird zu Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sount. 8-10.| Unterstützungen verwendet. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 202 Hierzu zwei Beilagen. r 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 19. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. amerikanischen Ursprungs, zu veranlassen. Abg. Hammacher( natl.) fragt, wie es mit der vielfach gewünschten Prüfungsordnung für Nahrungsmittel- Chemifer stehe; die Frage sei von dem früheren Abg. Engler bereits vor mehreren Jahren angeregt worden. Staatssekretär v. Bötticher: Die Prüfungsordnung ist entworfen im Reichsamt des Innern und sämmtlichen Bundesregierungen zugestellt worden. Die meinen haben sich zustimmend geiußert; einige haben Bedenken geltend gemacht, die jetzt erörtert werden. Es ist zu hoffen, daß die Erörterung ein positives Ergebnis haben wird. sehen. A.g. v. Kardorff schließt sich diesen Ausführungen an, weil ohne eine Verschärfung der Seuche- Gesetzgebung der Vieh stand Deutschlands so gefährdet werden könnte, daß die Versorgung Deutschlands mit Fleisch auch ohne Vich- und Fleisch zölle erheblich vertheuert werden würde. Abg. Bürklin fragt an, wie es mit der Regelung der Weinfrage stehe. Die Winzer haben sich bemüht, und sind mit dem Handelsstande in Verbindung getreten, um eine Ginigung herbeizuführen. Staatssekretär v. Bötticher: Der Vorredner sollte einmal versuchen, über diese Frage eine Einigung im Hause herbeizuführen, denn sonst arbeiten die verbündeten Regierungen wieder einmal pro nihilo. Auch ohne Beschluß des Reichstags wird die Regierung die Frage im Auge behalten. Freitag, den 23. Januar 1891. 8. Jahrg. von der geradezu horrenden Zubereitung der Fleischwaaren will die Gefahr, zu deren Abwendung das Einfuhrverbot erlassen ich schweigen. Die Schutzmaßregeln, welche das neueste ameri- ist, nicht mehr vorhanden ist, wird das Verbot aufgefanische Gesetz einführt, sind sehr mangelhaft, weil nur fakultativ; hoben werden. Die amerikanische Regierung soll nur dieman hat diesen Mangel dort schon erkannt und verlangt die selben Maßregeln anordnen, welche bei uns in dieser Beziehung Einführung der obligatorischen Fleischschau. Wir haben die in Geltung sind. Schluß nach 3 Uhr. Herrenhaus. Abgeordnetenhaus. 49. Sigung vom 22. Januar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von Pflicht, alle Schädlichkeiten vom Auslande von unseren Grenzen Abg. Graf Kanity( dk.): Das Einfuhrverbot hat sowohl Malzahn. abzuhalten. Die wirthschaftlichen Folgen des Einfuhrverbots eine hygienische als eine wirthschaftliche Bedeutung, die letztere Die zweite Berathung des Etats wird fortgesetzt, und zwar werden erheblich überschägt. Die amerikanischen Fleischwaaren steht für mich im Vordergrund. Trotz des Verbots amerikanischer beim Etat des Reichsamts des Innern. sind ja etwas billiger, aber sie machten 1878-80 nur 3 v. H. Fleischwaaren ist die Einfuhr von Schweinefleisch u. s. w. sehr Beim Kapitel Reichs- Gesundheitsamt beantragt des gesammten deutschen Konsums aus. Auf alle Zeiten hinaus erheblich gestiegen, und deshalb ist es nicht angebracht, das VerAbg. Varth: Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, die Auf- wollen die verbündeten Regierungen das Verbot nicht aufrecht bot jetzt aufzuheben. Die Amerikaner haben die Kunstbutter sehr hebung der Verordnung vom 6. März 1883, betreffend das Ver- erhalten. belastet, ohne Rücksicht auf die Volksernährung zu nehmen. Die bot der Einfuhr von Schweinen, Schweinefleisch und Würsten Abg. Schmidt- Sachsen( Sozialdemokrat) nimmt an, daß Herr Schuhmaßregeln, welche Amerika getroffen hat, haben eine er v. Frege wie zur Zeit des Erlasses des Verbots über die Zu- hebliche Vermehrung des Viehbestandes herbeigeführt, so daß bereitung amerikanischer Fleischwaaren böse Geschichten vor- Amerika viel exportsähiger ist als Deutschland. Wir wünschen bringen werde; er will sie schon vorher widerlegen durch Wieder- allen Bevölkerungsklassen billige Lebensmittel; aber wenn von gabe einer Schilderung des Schlachtens des Viehes und der den Bergarbeitern gesprochen ist, so giebt es doch andere BerufsBehandlung des Fleisches nach amerikanischen Berichten. Die Klassen, die noch schlechter stehen. Die Löhne der Bergarbeiter amerikanischen Behörden seien im weiteñen Umfange bemüht, sind um 20 v. H. gestiegen. Die ländlichen Arbeiter stehen sehr alle Einwände, die man gegen die amerikanischen Fleischwaaren viel schlechter da, und das Schwein ist gerade für diese Leute hoher Bedeutung. Redner berichtet dann über die erheben fönne, zu beseitigen und eine scharfe gesundheitliche Kon- von trolle herbeizuführen. Das amerikanische Fleisch ist ein Nahrungs- Herstellung von amerikanischem Schmalz, welchem Baum wird; sowie über die Hermittel der unteren Volksklassen Deutschlands und das Verbot wollen- Samenöl beigemischt wird deshalb namentlich das Königreich Sachsen sehr schwer stellung von Fleischwaaren aus den ekelhaftesten Abfällen. Wenn Abg. Münch( dir.) weist darauf hin, daß nach landwirth empfinden. Freilich behauptet Herr Prof. Biedermann, daß die die Industrie billigere Fleischpreise haben will, dann kann die schaftlichen Fachblättern die Viehwagen der Eisenbahnen nur sehr Arbeiter in Sachsen viel mehr Fleisch essen, als der Mittelstand, Landwirthschaft billigere Preise für Industrie- Artikel verlangen. mangelhaft desinfizirt würden, wodurch die Verschleppung der daß von den 500 Millionen Mark, welche in den sächsischen Deshalb muß der Antrag abgelehnt werden. Seuchen erleichtert werde. Es sei vorgeschlagen, in jedem Orte Sparkassen liegen, ein großer Theil von den Arbeitern herstammt. Gegen 5 Uhr wird die weitere Debatte bis Freitag 1 Uhr ebenso wie einen Fleischbeschauer auch einen Viehbeschauer anzu- Die Mc Kinley- Bill ist eine Antwort auf dieses Einfuhr- vertagt. steen, dem jedes Stück Vieh vorgestellt werden müßte, welches verbot. Redner erklärt schließlich, daß die Sozialdemokraten für nach e ner anderen Gemeinde und namentlich zur Bahn besördert den Antrag Barth stimmen würden. werden soll. Abg. v. Frege( dk.): Wir theilen voll und ganz den Stand5. Sitzung vom 22. Januar, 1 Uhr. Staatssekretär v. Bötticher: Ueber die Desinfektion der punkt der verbündeten Regierungen, daß wir das Einfuhrverbot Am Ministertisch: Herrfurth und Kommissarien. Biehwagen bestehen strenge Vorschriften, deren Ausführung auch gern aufgehoben sehen werden, sobald die Amerikaner für den Ohne Debatte erledigte das Haus den Gesetzentwurf betr. die genug kontrollirt wird. Wenn irgendwo eine Nachlässigkeit Gesundheitszustand ihres Viehes die nöthige Sicherheit geboten sich bemerkbar machen sollte, würde eine Anzeige er haben werden. Es handelt sich lediglich um eine gesundheitliche Erhöhung des Höchstbetrages der Hundesteuer in den älteren wünscht sein, damit man die Sache auf den Grund gehen könne. Maßregel; der deutsche Großgrundbesitz hat an derselben gar kein Theilen der Monarchie. Bei dem Gesetzentwurf wegen Abänderung des Die Anstellung von Biehbeschauern würde wohl auf Schwierig- Interesse. Man bezeichnet die Maßregel als eine protektionistische teiten stoßen, weil zur Erkennung von Seuchen schon eine thier- und spricht dabei von der Vertheuerung der Lebensmittel. Aber Pensionsgesege 3 für unmittelbare Staatsbeamte erflärt ärztliche Borbildung gehört. Minister Herrfurth, daß die Regierung in Erwägung ge die Schutzölle haben durchaus nicht den Zweck, hohe Preise hervorAbg. Thomsen( ofr.) bedauert, daß durch die deutsche Seuche- zurufen, sondern nur die Preisschwankungen zu beschränken. Hat nommen habe, daß in Gemeindedienst stehenden Beamten die geschlossen sei. Redner bittet, dahin zu wirken, daß die Seuche Wohlstand sich nach Einverleibung in den Zollverein gehoben der Kommune, sondern aus der Reichskasse Pensionen bezahlt Gesezgebung verbessert werde. habe.( Lebhafter Widerspruch.) Ob es angesichts der Mc Kinley- werden sollen. Staatssekretär v. Bötticher: Schleswig- Holstein hat aller Bill angezeigt ist, auf dieses Kompensationsobjekt, welches Der Gesezentwurf wurde angenommen, ebenso ohne Debatte Dings den englischen Markt verloren; aber so hat sich andere in dem Ginfuhrverbot enthalten ist, zu verzichten, möchte der Gefeßentwurf betreffend Abänderung einiger Bestimmungen Abfazgebiete eröffnet und auf diesen erheblich bessere Preise er- ich bezweifeln. Uebrigens ist der Export amerikanischer Fleisch- wegen der Wahl der Stadtveroroneten. zielt als auf dem englischen Markte. Ob eine Henderung der waaren in den Händen von drei oder vier Großkapitalisten. Für Seuche- Gesetzgebung nothwendig ist, kann ich nicht über diese verwenden sich die Herren des deutschen Volkes.( 3 Nächste Sigung: Freitag 11 Uhr.( Kleinere Bors stimmung links). Daß es mit der Zubereitung der amerikanischen Tagen.) Abg. Thomsen bleibt dabei, daß unsere Seuche Gesetzgebung Fleischwaaren einen Haken hatte, beweist der Umstand, daß die einer Ergänzung bedürfe. Behörden schließlich es für nöthig gefunden haben, mit drakonischen Maßregeln einzuschreiten, um die Waaren für den Export in besseren Geruch zu setzen. Wenn in diesem Einfuhrverbot ein 19. Sigung vom 22. Januar, 11 Uhr. versteckter Schußzoll liegen soll, dann wird geradezu ein Unfug Am Ministertische: von Heyden. mit solchen versteckten Zöllen in England getrieben durch das Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Verbot der Einfuhr deutscher Waaren. Wir müssen dafür sorgen, Staatshaushalts- Etats für 1891-92, und zwar zunächst daß die Kleinviehzucht geschützt wird, damit sie nicht beein- der Gtat der Domänenverwaltung. trächtigt wird durch die Spekulation Don Ausländern, Bei den Einnahmen aus den Domänenvorwerken welche mit der Volfsernährung gar nichts zu thun hat. führt Redner versucht dann, auf die Ausführungen Bebel's bei Abg. Stengel( freif.) aus, daß die Pachtpreise überall zurückder ersten Lesung des Etats und auf die Rede des Abg. gehen, mit Ausnahme der Provinz Sachsen, wo der gute RübenRichter vom vorigen Freitag zu antworten, wird aber durch boden die Landwirthschaft noch lohnend mache infolge der Prämien. Burufe von der linken Seite:„ Wir sind jetzt bei den Schweinen" Wenn die neue Zuckersteuer die Prämien beseitige, so würde auch dort und durch den Präsidenten v. Levezzow gehindert, auf die Sache der Ertrag zurückgehen und die Pachtpreise sinken. Die weiter einzugehen. Pächter aber, die im Vertrauen auf die jetzige ZuckersteuerAbg. Broemel( dfr.): Der Vorredner hat behauptet, daß Gesetzgebung gepachtet haben, würden dadurch sehr erheblich er das Einfuhrverbot nur als eine gesundheits- polizeiliche Maß geschädigt werden; hoffentlich wird die Regierung sich ihrer anregel betrachte, aber er hat eine Rede gehalten, als wenn es sich nehmen." um die Verdoppelung der Fleisch- und Viehzölle handelt.( Sehr Abg. Rickert( dfr.): Ueber die Zuckersieuer können wir hier Abg. Lingens weist darauf hin, daß der Kongreß für richtig! lints.) Herr v. Frege hat sich auf den Hamburger nicht verhandeln. Wenn sie fertig gestellt sein wird, werden wir Gesundheitspflege die Anlage von Kirchhöfen für nicht ge- Bürgermeister berufen, welcher behauptet, daß Hamburgs Wohl- sehen, wie sie wirkt und ob die Pächter geschädigt werden. sundheitsschädlich erklärt habe, daß es daher ungerecht stand im Zollverein zugenommen habe. Aus Bremen wird aber Uebrigens ist es bemerkenswerth, daß die Herren jetzt die Schäfertigt sei, Kirchengemeinden deshalb Beschränkungen auf von einem großen Konsumverein festgestellt, daß die Preise sich digung verhüten wollen, während Sie z. B. beim Tabaksmonopol zuerlegen. seit der Einverleibung in den Zollverein um 20-50 v. H. ge- von solchen Entschädigungen nichts wissen wollten. Aus den Abg. Barth empfiehlt seinen Antrag und weist darauf hin, steigert haben.( Hört! links.) Das Verbot ist ja mit dem Hin- Pachtpreisen kann man keine Folgerung für die Prosperität der daß die Bergleute in einer Petition darauf hingewiesen haben, weis auf die Trichinose begründet worden; es wurden Landwirthschaft ziehen; es zeigt sich nur, daß die Landwirthschaft wie amerikanischer Speck durch dieses Verbot vertheuert werde. damals auch amtliche Fälle angeführt, in welchen Krant- wie jedes andere Gewerbe Schwankungen unterworfen ist. Daß die Herr Müllensiefen, welcher ja wohl jezt im Reichstag sei, würde heiten infolge des Genusses amerikanischen Fleisches ent- Güter, welche vor 18 Jahren hoch verpachtet wurden, jetzt im Preise darüber wohl auch nähere Auskunft geben. Acht Jahre besteht standen sind. Aber bald nach Erlaß des Verbots wurde zurückgehen, ist doch schließlich kein Wunder. Wenn man einen längedas Verbot, dessen Einführung wir vergeblich bekämpft haben. festgestellt, daß in den angeführten Fällen die Krankheiten ren Zeitraum überblickt, findet man eine stetige Steigerung der Nach dem Vereins- Zollgesetz können Einfuhrverbote überhaupt infolge des Genusses deutschen Schweinefleisches entstanden waren. Domänenpachten von 26 M. für den Hektar im Jahre 1872, auf nur zeitweise aus Gesundheitsrücksichten erlassen werden. Es Die Reichsregierung hat sich um die Verbesserungen, welche in 38. 1884 und jetzt 41,50 M. Redner empfahl die Parzellirung handelt sich hier geradezu um ein Nahrungsmittel für die untersten Amerika eingetreten sind, nicht gekümmert, weil das Verbot be- der Domänen, um kleine Grundbesitzer anzusiedeln; das würde Bolksklassen und um einen Artikel, bei welchem es sich lohnt, steht. Danach sind also alle Dinge schlecht und gesundheits- ein Schritt zur Sozialreform sein, welche die Regierung auf ihre einen umfangreichen Schmuggel ins Wert zu sehen. Es hat sich schädlich, um welche sich die Regierung nicht fümmert. In Eng- Fahnen geschrieben hat. hierbei ein illegitimes Gef häft entwickelt, welches nur den aus land, welches sich tros des Festhaltens am Freihandel in den Abg. Sombart( natl.) hält es für bedenklich, daß Deutschländischen Händlern Vortheil bringt. Sie werden von den letzten Jahren in steigender Prosperität befunden hat, hat der land seine Zuckerprämien aufgeben will, während es ringsum Defraudationen eines Amsterdamer Kaufmannes gelesen haben, standard of life der Arbeiter fich verbessert; der Fleischgenuß von Ländern umgeben ist, welche Prämien gewähren. Er hoffe, welcher große Mengen amerikanischen Specks und Schinkens als ist gestiegen, während er in De. tschland zurückgegangen ist, was daß die Regierung bei den schwebenden Handelsvertragsholändische waare nach Deutschland eingeführt hat. Wenn man kein Wunder ist, denn der amerikanische Spect kostet nur die Verhandlungen auf diese Frage Rücksicht nehmen werde. Daß bedenkt, daß dieses amerikanische Fleisch in anderen Ländern und Hälfte dessen, was deutscher Speck kostet. Man sollte nun die Domänen- Pachtgelder etwas zurückgehen, nachdem sie in den auch in Amerika in großen Mengen verzehrt wird, also durchaus meinen, daß die ganze engliſche Bevölkerung an Trichinose ge- siebziger Jahren so hoch getrieben sind, sei selbstverständlich; nicht geji ndheitsgefährlich ist, so liegt in diesem Verbot lediglich storben sei; aber in Deutschland sind mehr Todesfälle an dieser Niedergang würde sich noch eine ganze Reihe von Jahren eine protektionistische Maßregel, die den Amerikanern deshalb sehr Trichinose vorgekommen als in England. Es ist uns der zeigen. Redner hofft auch auf eine verdrießlich ist, weil ihre Waare dadurch diskreditirt wird. Wiederaufnahme Die Vorwurf gemacht worden, daß durch solche Debatten die Ge- der Domänen- Parzelirung, namentlich in der Form der Vereinigten Staaten üben eine ausgedehnte gesundheitspolizeiliche schäfte der Sozialdemokraten geführt werden. Befferes könnte Rentengüter, von welcher ja nach der Erklärung Kontrolle über die Ausfuhr von Fleisch und Fleischwaaren, so allerdings für die Sozialdemokraten nicht geschehen, als daß des Ministers von Lucius die Regierung allein Gebrauch taß Alles, was nur irgend wie geschehen könnte, geschehen ist. man ihr allein den Kampf gegen die Interessenpolitit überließe. machen wird. Die Regierung werde hoffentlich das im Teshalb sollte das Reich spontan, ehe eine Refrimination er- Gerade die bürgerlichen Parteien müssen dieser Interessenpolitik Bezirke der Ansiedlungskommission angewendete Verfahren, folgt, was einf hrverbot aufheben, zumal auch der Handels- ebenfalls widerstreben. Die Interpretation des Wortes zeit- 90 v. H. der Rente ablösbar zu machen, auch in den anderen sta id für die Aufhebung desselben eintritt. Da in Amerika eine gemäß entspricht ganz der Puttkamer'schen Auslegung des Provinzen anwenden. Bei der Parzellirung müsse man darauf starke Neigung zu Repressalien herrscht, so würde die Wortes sofort". Diese Erfahrung wird das deutsche Volk Rücksicht nehmen, daß nicht bloß kleine Landwirthe, sondern auch Beseitigung des Einfuhrverbots auch ein Aft politischer hoffentlich belehren, der Regierung nicht mehr solche allgemeine Bauern angesetzt werden. Klugheit sein. Es wird einen guten Eindruck machen, wenn Vollmacht unbegrenzt zu gewähren. Was sollen die Amerikaner Landwirthschaftsminister v. Heyden: Auf die Zuckersteuer eine Erklärung des Reid stages die amerikanischen denn eigentlich machen, um uns die nothwendige Sicherheit zu kann ich heute nicht eingehen. Denjenigen Pächtern, welche unSchweinprodukte wieder zu Ehren kommen.( Beifall links, Wider- bieten? Sie haben ja eigentlich gar keinen Anlaß dazu, das für verschuldet in Verlegenheit gerathen, werde ich ebenso, wie mein spruch rechts.) den Export bestimmte Fleisch zu untersuchen, weil man ihnen Amitsvorgänger, nach Möglichkeit entgegenkommen. Die DoStaats ekretär von Bötticher: Die Rücksicht auf die Ge- die Waare überall abnimmt; sie haben also mit der Einführung mänen- Verpachtungen werden allgemein als ein Barometer be sundheitsve.hältnisse Teutschlands läßt zur Zeit eine Aufhebung der Fakultativ- Untersuchung vollständig genug gethan. Ich kann trachtet für den Druck, der auf die Landwirthschaft lastet: die dieses Verbots noch nicht angezeigt erscheinen. Der Vorredner nur bitten, für den Antrag Barth zu stimmen, damit endlich das Pachtpreise sind auch im vorigen Jahre zurückgegangen. bezeichnet die Maßregel als eine protettionistische; dieser Ge- unselige System der Vertheuerung der nothwendigen Lebensmittel Ich halte es für nicht rathsam, übereilt den Staats- Grundsichtspunkt ist nach Lage der Akten nicht der maßgebende gewesen. beseitigt wird.( Beifall links.) besiz zu veräußern( Sehr richtig! rechts); aber der bäuerliche Man wollte nur Deutschland vor dem Einbruch einer erhöhten Staatssekretär v. Bötticher: Der Vorredner kann doch zu Grundbesitz muß in jeder Weise gehalten und gestärkt werden. Trichinengefahr bewahren. Die Trichinose ist an verschiedenen der letzten Aeußerung nur gekommen sein, weil er in der Maß-( Beifall rechts) zumal er in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen Orten Leutschlands durch den Genuß amerikanischen Schweine regel eine protektionistische sieht; davon ist aber gar keine Rede, ist. Zur Ausführung des Rentenguts- Gefeßes sind die einleitenfleiſches verursacht worden. Unter den amerikanischen Schweinen es handelt sich nur um eine gesundheitspolizeiliche Maßregel, den Schritte geschehen; es stehen aber noch nicht viele Rentenſind 7. v. H., unter deutschen Schweinen nur 0,6 v. H. trichinös; und ich muß deshalb gegen die letzte Aeußerung protestiren. Die güter in Frage. Die Vertragsbedingungen der Ansiedlungsdas Einfuhrverbot hatte daher einen sehr guten Grund.( Sehr Qualität der amerikanischen Fleischwaaren hat nicht geprüft fommiffion sollen dabei zu Grunde gelegt werden.( Beifall.) Die Seit dem Erlaß des Verbots sind eingehende werden können; aber es giebt doch andere Dinge, aus denen man Kolonisation kann überhaupt nur langsam gefördert werden, da Untersuchungen über die Besserung des amerikanischen Schweine entnehmen kann, ob die Zustände sich gebessert haben, und da früher sehr unangenehme Erfahrungen damit gemacht worden Man kann nicht en gros neue Gemeinden aus dem bestandes und der Schweineprodukte nicht mehr vorgenommen. find bei uns doch auf Grund der Nachrichten amerikanischer find. Der Gesundheitszustand der Schweine hat sich verbessert, aber Blätter lebhafte Zweifel entstanden. Es ist in den Blättern fest- Aermel schütteln.( Sehr richtig! rechts.) Aber wir werden eine Gewähr gegen die Ein uhr trichinösen Fleisches giebt es gestellt, daß erkrankte Thiere geschlachtet und verarbeitet werden. auf die Erhaltung des Bauernstandes unsere Aufmerksamkeit nicht, weil es in Amerita teine obligatorische Trichinenschau giebt Daß in England keine Erkrankungen eingetreten sind, liegt daran, richten. Abg. Humann( C.) tritt für die Aufrechterhaltung der bestehenden ( Sehr richtig!), und die sonstigen Sicherheitsmaßregeln bieten noch daß die Engländer rohes Schweinefleisch nicht genießen, während Abg. Bamberger bittet nicht auf die Initiative des Reichstags zu warten; eine Einigung werde viel eher zu Stande kommen, wenn die Regierung eine so titliche Frage selbst zu regeln versuche. richtig! rechts.) teine genügende Sicherheit. Von den übrigen Krankheiten und das bei uns sehr gebräuchlich ist.( Sehr richtig! rechts.) Wenn landwirthschaftlichen Zölle ein, die in ihrem größten Theile nach wie vor von dem Auslande getragen würden. Durch die jetzt Schutzölle weiterführen würden, werden die Einnahmen der allerrigorsfesten Weise Plakate zurückgewiesen, bei denen auch nur schon bedeutende Auswanderung der ländlichen Arbeiter nach Domänenverwaltung genehmigt. ein Schatten von Verdacht vorhanden gewesen sei, daß den Städten würden die ländlichen Gemeinden langsamt und Bei den Ausgaben der Domänenverwaltung und zwar bei sie der Polizei nicht ganz recht wären. Die Forderung, ficher verarmen. Troz der denkbar günstigen Gesinnungen dem Titel zur Unterhaltung und zum Neubau der Domänen- daß der Unternehmer eine eigene Druckerei besitze, sei unabweislich. gegen die deutschen Stammesbrüder in Desterreich würde unsere gebäude" wünscht Abg. Lotichius, daß das zur Domänenver Redner erklärt zum Schluß, gegen die Magistratsvorlage aus Bevölkerung es doch sehr schmerzlich empfinden, wenn die Land- waltung gehörige Kloster Eberbach mit seinen architektonisch merk Prinzip, dagegen für diejenigen Theile des Meyerschen Antrages wirthschaft, das Aschenbrödel unserer Staatsverwaltung, in dem würdigen Gebäuden fürsorglicher erhalten werden möge. zu stimmen, mit denen er einverstanden sei. Handelsvertrage mit Desterreich Opfer bringen müßte. Die hohen Regierungsseitig wird erwidert, daß Verhandlungen Fleischpreise seien namentlich durch die schlechten Futterernten über einen Ausbau des Klosters beständen, die wahrscheinlich zu verursacht worden. Gegen die Behauptung, daß die Bauern einem erfreulichen Ziel führen würden. feinen Vortheil von den landwirthschaftlichen Zöllen hätten, müßten seine Freunde energisch protestiren, und wenn Herr Bebel und Genossen hente ihre Agitation nach Westfalen tragen würden, tönnten sie schlechte Erfahrungen machen. An dem bestehenden Wirthschaftssystem rütteln zu wollen, wäre sehr unklug, denn damit würde man nur den Bestrebungen der Sozialdemokratie Vorschub leisten. Die Ausgaben werden bewilligt. Bei den Ausgaben für die Forstverwaltung regt Abg. Olzem an, daß die Regierung die vielen fleinen Forstparzellen der Gemeinden in der Rheinprovinz, die mit staatlichen Forsten im Gemenge liegen, in ihre Verwaltung übernehmen möchte. Auch die Stellung der betreffenden Forfibeamten könne unter diesen Umständen eine bessere werden. Bei der Abstimmung werden alle Abänderungsanträge des Stadtv. Meyer I und der so veränderte Magistratsantrag ange nommen. Es wird noch ausdrücklich beschlossen, daß der Zuschlag durch Kommunalbeschluß erfolgen soll. Die Aufstellung einer Büste Schliemanns im Rathhause wird nach den Vorschlägen des Ausschusses beschlossen. Es folgt die Berichterstattung über eine Petition, betreffend die Beschäftigung einer größeren Anzahl Arbeiter bei der Straßenreinigung, die unverzügliche Inangriffnahme der städtischen Bauten, sobald es die Witterung gestattet, und die Verabreichung warmer Speisen an die Kinder in den diese Petition. Abg. v. Erffa( st.): Daß meine Freunde sich die Er- Der Regierungskommissar sagt zu, daß die Regierung haltung des Bauernstandes angelegen sein laffen, zeigt der im einen dahingehenden Antrag des Provinzial- Landtages mit Volksschulen. Reichstag von ihnen eingebrachte Entwurf betreffend die Wohlwollen entgegennehmen würde, denn es lasse sich nicht ver- Diese Petition ist in der letzten Massenversammlung von Heimstätten- Gesetzgebung. Nur darin kann ich dem Abg. Sombart fennen, daß die betreffenden Forstzustände in der Rheinproving Arbeitslosen auf dem„ Bock" beschlossen und bei der Versammlung nicht zustimmen, daß die meisten Rittergüter parzellirt werden zu Unzuträglichkeiten geführt hätten. eingereicht worden. sollten, um neue Bauernstellen zu schaffen. Dagegen verdient die Abg. Melbeck befürwortete gleichfalls eine Aenderung Stadty. Meyer I beantragt sofortige Berichterstattung über fortgesetzte Ausschlachtung der Güter, der notorische Grundstücks in den bisherigen Zuständen der Gemeindeforsten in der Rheinwucher die volle Aufmerksamkeit der Staatsregierung. Der in proving. Der Vorsitzende des Petitionsausschusses, Stadtv. Haß, er den letzten Jahren begonnene Sanirungsprozeß der Landwirth- Abg. Graf Matuschen regte eine Ausbesserung der Ge- flärt, daß die Petition nicht zur Berathung im Plenum fommen schaft, den man unnöthiger Weise schon durch das Zuckersteuer- hälter der Forsifaffen- Rendanten an. eönne, weil der Instanzenzug nicht erschöpft sei. Sie müsse zuerst Gesetz stören wolle, würde durch eine Aenderung der bestehenden Minister von Heyden sagte eine wohlwollende Erwägung dem Magifirat vorgelegt werden. Wirthschaftspolitik vollends in sein Gegentheil verkehrt werden. der Regierung zu. Allerdings aber könnten die Forstkassen- Der Vorsteher meint, man müsse sich über fleine formelle Es werden noch immer im gesammten Staatsgebiet unendlich Rendanten nicht aus dem Rahmen der anderen Forstbeamten Bedenken hinwegsehen; die Sache sei dringend. Es wäre ein mehr Hypothefen eingetragen als gelöscht und die Lasten für die heraustreten. großer Fehler zu sagen, wir behandeln sie aus einem formellen neuere Sozialpolitik, die allein auf meinem Gute 500 M. Abg. Conrad wünscht eine bessere Remunerirung der Forst-| Grunde nicht. jährlich betragen, erhöhen noch immer ihre Untosten. Der aufseher und der Forst- Silfsausseher, die mit ihrem oft gefahr- Stadtv. Meyer I. bestreitet gleichfalls, daß die InterNothstand unter der wesentlich konsumirenden Bevölkerung vollen Berufe nicht im Ginklang standen. pretation der Geschäftsordnung durch den Stadtv. Haß richtig existirt nur in den Spalten der freisinnigen hauptstädti- Minister von Heyden: Nicht in allen Bezirken sind die sei. Auch wenn es nicht richtig sei, würde er gegen die Geschäftsschen Presse. Vor Einführung des Zolltarifs, als wir Verhältnisse der Forstausseher ungünstige, obgleich der Andrang ordnung die sofortige Erledigung beantragen. Die Bevölkerung uns in der Nera des Freihandels befanden, haben die Frei- zu der Laufbahn durch die Aussicht auf die spätere Anstellung habe ein Recht darauf, daß die Petition besprochen werde. Man händler sich sehr wohl gehütet, für die Interessen der Bolts- ein großer ist. dürfe sich da nicht hinter Formalien verschanzen. ernährung so lebhaft einzutreten, obgleich Roggen- und Fleischpreise damals wesentlich theurer waren. Die Aufhebung der Bei den Ausgaben zu forstwissenschaftlichen und Lehrzwecken Viehsperre würde unsere gesammten Viehbestände gefährden, in bemerkt Rußland ist seit Jahrzehnten die Rinderpest nicht erloschen und Abg. Seelig, bei den Forstakademien zu Eberswalde und die Schweinefeuche herrscht gleichfalls in unseren Grenzlanden. Munden seien die Gehälter übertragbar, so daß man in Wahrheit Gegen den Beschluß des Landesökonomie- Kollegiums die 3ölle nicht übersehen kann, wie viel für die eine und für die andere herabzumindern, hat Professor Schmoller nur deshalb gestimmt, Anstalt ausgeroendet ist. Die Direktorenstellen in der weil er unsere Zollgrenzen hinausgerückt wissen wollte durch Akademie in Münden, die sich leider nicht in dem wünschens eine Zollunion mit Desterreich. Ich hoffe, die Regierung werthen Maße zu entwickeln scheint, können ebenso besoldet werden, wird bei dem Abschluß des Handelsvertrages die Interessen der wie die zu Eberswalde. Landwirthschaft ebenso wie die der Industrie wahrnehmen.( Beifall rechts.) Das Kapitel wird bewilligt. Stadtv. Haß erklärt, daß auch kein Berichterstatter des Petitionsausschusses vorhanden sei. Der Vorsteher erklärt, daß der Stadtv. Reich nsw bereit sei, Bericht zu erstatten. Stadty. Singer glaubt gleichfalls, daß sich dieses letzte Bedenken sehr leicht beseitigen lasse. Dem Vorsteher brauche nur aufgetragen werden, einen Berichterstatter zu nennen, der noch vor Schluß der Sigung Bericht erstattet. Die Beseitigung der augenblicklich herrschenden, außerordentlichen Noth dürfe nicht auf den Instanzenzug bis zum Sommer vertröstet werden. Stadtv. Frenzel: Die Geschäftsordnung sei Gesetz, das nicht aus irgend einem Zweckmäßigkeitsgrunde gebrochen werden dürfe. Wenn ein Studtverordneter die Sache für so wichtig halte, brauche er ja nur die in der Petition verlangten Anträge au stellen. Minister v. Seyden: Von der Uebertragbarkeit der beiden Posten ist in den letzten Jahren fein Gebrauch gemacht worden. Abg. Seer( ntl.) wünscht ein größeres Entgegenkommen Die Akademie von Eberswalde ist eine ältere und besuchtere Ander Regierung gegenüber den Domänenpächtern, die nur stalt als die von Münden und diese Umstände drücken sich auch mit Rücksicht auf die bestehende Zuckersteuer den bisherigen in den Gehaltsverhältnissen der Direktoren aus. theilweise sehr hohen Pachtzins bezahlten. Die Ausgaben werden bewilligt, desgleichen ohne Debatte Stadt. Meyer 11 hebt hervor, daß es sich hier um eine der Rest des Etats der Forstverwaltung. völlig allgemeine Angelegenheit halte, für welche fein Schluß 1/25 Uhr. Instanzenzug vorgeschrieben sei. In diesem Falle sei es höchst Nächste Sigung: Sonnabend 11 Uhr.( Sperrgelder dringend, daß wir uns der Sache annehmen. Vorlage.) Langwirthschaftsminister v. Heyden: Die Regierung fei sich der hohen Verantwortung wohl bewußt, die sich mit der theilweisen Deffnung der Grenzen auf sich genommen habe. Ohne diese Maßregel wären aber heute vielleicht die Fleischpreise noch höhere. Die Verluste anderer Länder infolge der Viehfeuchen größer als die unfrigen. Es würde aber nach wie vor die Regierung die größte Vorsicht bei der Erleichterung des Grenzverkehrs obwalten lassen. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Stadtv. Rei che now tritt dieser Ansicht bei. Stadtv. Na msiau bestreitet, daß die Wucht der Verhält nisse bereits so groß sei, daß man die Geschäftsordnung zu brechen habe. Es sei gar nicht nothwendig, den Magistrat besonders angustacheln; es gefchehe jetzt schon alles, um den Leidenden zu helfen. Stadtv. Friedemann bestreitet, daß die Geschäftsordnung gebrochen werden würde. Sie sei nicht ihrer selbst wegen da, sondern um eine vernünftige Grledigung der Geschäfte zu ermöglichen. Die Verweisung auf den Instanzenzug sei der reine Hohn auf die Petition. Die Stadtverordneten fozialdemokratischen beantragen namentliche Abstimmung über den Antrag Meyer I: wenn irgend möglich noch heute Bericht über die Petition zu erstatten. Stadtv. Fren hel hält den Antrag für einen selbständigen Antrag, der gedruckt vorliegen muß und sich 2 Tage vorher in Händen der Mitglieder befinden soll. Abg. Schultz- Lupizz( frk.): Die Domänen sind ein Kulturmittel unserer Landwirthschaft und fein Minister wird sich in Preußen dazu hergeben, diesen Träger der landwirthschaftlichen Kultur preiszugeben. Die Erhaltung unseres Bauernstandes Sihung vom Donnerstag, den 22. Januar. müssen durch andere Mittel als durch die Parzellirung der Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryck, eröffnet die Sigung Domänen bewirkt werden und in dieser Beziehung hätten sich die um 51/2 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. bestehenden landwirthschaftlichen Zölle sehr heilsam bewiesen. Am 3. Februar wird der Bezirksausschuß über den Protest Abg v. Below- Saleske( t.) Die Aenderungen des Zucker- gegen die Wahl des Oberlehrers Müller zum Stadtverordneten Steuer- Gesetzes würden sich sehr scharf bei unseren Domänen rächen. verhandeln. Die französische Zuckerindustrie sei durch das Konsumsteuer- System in die Deputationen vorgenommen. Nach Eintritt in die Tagesordnung werden einige Wahlen fast vollständig ruinirt, trozdem wolle man bei uns den Versuch damit machen. Die geringe Erhöhung der LebensmittelEinige unwesentliche Vorlagen werden erledigt, dann kommt Die Versammlung tritt dieser Auffassung nicht bei. Preise sei nicht durch die Zölle von 1887, die noch gar nicht Beschluß der gemischten Deputation betr. die Vergebung des zur Berathung der vom Magistrat in einigen Punkten abgeänderte In der namentlichen Abstimmung wird die sofortige Bericht gewirkt hätten, sondern durch den gestiegenen Konsum des Volkes hiesigen Anschlagwesen 3. Der Beschluß geht dahin, erstattung über die Petition mit 72 gegen 25 Stimmen beschlossen. überhaupt zu erklären. Eine Aufsaugung des kleinen Grund- von der Ertheilung des Zuschlages auf Grund des erfolgten Gegen die sofortige Berathung stimmen die Stadtverordneten: besizes, besonders der Bauernhöse, durch den Großgrundbesitz Ausschreibens überhaupt abzusehen, die durch Stadtverordneten Bergemann, Dr. Bergmann, Bösche, France, findet nirgends statt. Gehrt, Hanke, Haß, Heilborn, Abg. Rickert: Die ewigen Jeremiaden der Herren der Rechten Beschluß genehmigten Bedingungen in einigen Puntten ab- Frenzel, alsdann ein neues Ausschreiben Heller, Hermann, Hütt, Kleefeld, Kyllmann, schädigen im Grunde nur die Landwirthschaft und ruiniren ihren zu ändern und Kredit. Bei dem Gegenfabe zwischen Produzenten und Konsumenten, zu erlassen. Von den vorgeschlagenen Bedingungen heben wir Dr. Leo, Michelet, Namsiau, Nicolai, Rößler, hervor, daß der Besi einer eigenen Druckerei von Scheiding, Seeger, Talde, Weiß, Wienstruck, der immer stehen bleiben werde, komme es heute wesentlich genügendem Umfange als Erforderniß des Bieters aufgestellt wird. Winkler. darauf an, wer die Macht hat, sagte Abgeordneter Humann, und Dann wird als erforderlich erachtet, daß an einem bestimmten Dr. Schwalbe und Virchow enthalten sich der das ist ganz unsere Meinung. Das Interesse des Staates aber, Minimalgebot festgehalten werde, und zwar ein Minimalbetrag Abstimmung. d. h. das Interesse der Konsumenten, fordere jetzt dringend eine Herabsegung der Zölle. Die Aera des Freihandels haben Sie unter der Führung des großen Kanzlers getragen, Sie haben dann allerdings auch die rasche Schwenkung Bismarc's mitgemacht. Wir wenden uns nur gegen eine fünstliche Vertheuerung der Lebensmittel, und von dieser haben wir uns in der Zeit des Freihandels frei gehalten. Daß Sie sich so für die Erhaltung der bestehenden Zölle jest in's Beug werfen, zeigt mir aber doch, daß Sie bereits Morgenluft wittern. Mögen Sie auch noch so fest Thüren und Fenster schließen, es kommt doch ein neuer Tag. Abg. Schultz- Lupit betont nochmals, daß er heute streng an den bestehenden Zöllen festhalten müsse, die man sehr bald als ein dauerndes Mittel, Landivirthschaft und Industrie zur Blüthe zu bringen, erkennen würde. Abg. Plek( Zentrum): Daß die Frage, ob billigeres oder theueres Brot, eine untergeordnete Rolle spielt, zeigen unsere Auswanderer, die nur danach fragen, ob der Berdienst in dem neuen Lande ein größerer ist. Der Bauer hat heute nicht mehr die Mittel wie früher, und deshalb wandern seine Kinder in das Ausland oder in die Fabrikdistrikte. Deshalb darf man an, unferen landwirthschaftlichen Zöllen nicht im Mindesten rütteln. Abg. Humann: Nur die allgemeine wirthschaftliche Lage Deutschlands, nicht der zufällige Umstand, daß wir die Majorität haben, ist die Ursache der bestehenden Zölle. Man würde auch nicht an ihnen rütteln dürfen, wenn wir nicht die„ Macht" in Händen hätten. der a cht von 200 000 M. Stadtv. Reichen om verliest nunmehr den Wortlaut der Stadtv. Vogtherr erklärt sich Namens seiner Gesinnungs- auf der Bockbrauerei von den Arbeitslosen angenommenen genossen gegen den Antrag des Magistrats. Erfreulich sei es, Resolution, obwohl er glaubt, daß die Sympathien für die daß ein Theil der Gründe, die von den sozialdemokratischen Stadt Wünsche der Betenten darunter leiden werden. Die Versamm verordneten gegen die Bedingungen geltend gemacht wurden, nun- lung begleitet die Verlesung mit Unruhe, die sich an einigen Redner bespricht im Weiteren die Einzelheiten des weiter unten mehr auch von Mitgliedern der Majorität getheilt würden. Stellen zum Lärm steigert. Redner leugnet einen eigentlichen Nothstand, erkennt aber an, mitgetheilten Untrages Meyer I; mit einem Theil derselben ist daß infolge des harten Winters und der ruhenden Bauthätigkeit er einverstanden. Unter der Firina Meyer I u. Co. würden diese eine größere Arbeitslosigkeit als sonst herrsche. Anträge wohl angenommen werden, die unter sozialdemokratischer Firma tein Glück gehabt hätten. Stadtv. Meyer I beantragt: 1. von der im§ 12 der veröffentlichten Bedingungen geforderten prozentualen Abgabe von der Brutto- Einnahme Abstand zu nehmen und statt dieser Abgabe eine jähr liche Pauschalsumme im Mindestbetrage von 200 000 M. zu fordern; 2, für Plakate anderen Formats als diejenigen, für welche im§ 11 der Bedingungen ein Höchstbetrag festgesetzt ist, den Maximalpreis zu bestimmen; 3. die zu bestellende Kaution(§ 15 der Bedingungen) auf 50 000. zu erhöhen; 4. in§9 der Bedingungen, lehter Absah, hinzuzufügen: Uebergroße Plakate müssen zurückgewiesen werden, soweit dadurch die Plakate normalmäßiger Größe zurückgestellt werden müßten. Die Möglichkeit für die Stadt, Arbeit zu gewähren, sei nicht erschöpft. Was die Straßenreinigung betreffe, so sei die Notiz, welche durch die Blätter ginge, falsch, wonach sich zu wenig Arbeiter meldeten. Die Deputation habe 1400-1600 Arbeiter eingestellt. Gr empfehle diesen Punkt der Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. Was den zweiten Punkt anbetreffe, schnelle Inangriffnahme der Bauten, so könne auch er dem Magistrat überwiesen werden. Dagegen erklärt sich Redner gegen die Verabreichung von warmen Speisen an Schulfinder. Seit einer Reihe von Jahren bestehe die Don Privaten getroffene Einrichtung, daß arme Kinder in der Schule gespeist werden. Es fehle gänzlich an Einrichtungen, um den Wunsch der Petenten zu erfüllen; sie würden enorme Gelder kosten. Ueber diesen Punkt müsse zur Tagesordnung übergegangen werden. Stadtv. Tuyauer beantragt, die Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung zu überweisen. Ingleichen sind Plakate, deren Inhalt gegen die Stadtv. Tubauer spricht seine Freude darüber aus, daß Abg. Arendt( sf.) leugnet, daß ein Gegensatz zwischen KonGefeße verstößt, surüdzuweisen. man den engherzigen Standpunkt der( allerdings sehr schwachen sumenten und Produzenten bestehe. Die Umkehr zum Schutzzoll- Stadtrath Voigt vertheidigt die Magistratsanträge. 7 gegen 6 Stimmen) Majorität des Petitions= Ausschusses System ist nicht in erster Linie vom Fürsten Bismarck aus- Stadto. Singer hebt hervor, daß über die Art, wie das aufgegeben habe. Der Vorsteher habe sich ein Verdienst erworben, gegangen, sondern aus landwirthschaftlichen Kreifen, denen sich Anschlagwesen betrieben werden solle, in den maßgebenden Kreisen daß er die Angelegenheit auf die Tagesordnung gestellt habe. Furst Bismarck schließlich in seinen Ansichten anschloß. Die Ver- teine bestimmte Meinung vorhanden sei; das bewiesen diese Ver- Der Referent, Stadv. Reichnow, habe den Wortlaut der Betition hältnisse des Weltverkehrs, die Entwickelung der Geldverhältnisse, handlungen. Die Differenz zwischen dem Stadty. Meyer I und verlesen, um Stimmung gegen ihren Inhalt zu machen, trotzdem besonders die Valutadifferenz( Heiterkeit) haben heute den dem Magistrat sei ein erfreulicher Beweis dafür, daß auch in es ganz ungewöhnlich sei. Redner giebt zu, daß der Ton der wesentlichsten Einfluß auf die Gestaltung der Getreide den Kreisen der Majorität die Ahnung aufzudämmern beginnt, Betition ein scharfer sei, den er nicht gewählt hätte. In der preise. Nicht die Thatsache, daß unsere Preise heute etwas daß auf dem Gebiete des Gewerbelebens der Stadt ein gesunder Petitionskommission habe ein Magistratsmitglied erklärt: man höher sind, ist Herrn Rickert und seinen Freunden wesentlich, Kommunalsozialismus Play greifen müsse. Der Standpunkt, dem solle fich hüten, vor Deutschland zuzugeben, daß sondern die Anwendung, die von der Thatsache in den Kreisen Privatunternehmer Bedingungen aufzuerlegen, die ihn zwingen, Berlin ein Rothstand herrsche.( Sört, hört! Und doch müsse Der Bevölkerung gemacht wird. In der Heimathproving des feine Kunden in unerhörter Weise zu übertheuern, sei unhaltbar es dem Blödesten klar sein, daß ein großer Nothstand herrsche. Abg. Rickert, auch abseits der landwirthschaftlichen Kreise, sieht und der Stadt unwürdig. Das Beste wäre, die Stadt Nicht allein durch den harten Winter sei der Nothstand hervor man einer Minderung der Zölle nicht ruhig entgegen. Danzig würde alle im Interesse der allgemeinen Wohlfahrt noth- gerufen; das ganze vorige Jahr habe ihn vorbereitet.( Ruſe: fürchtet sehr für feinen ruffischen Handel bei einer Bollermäßigung wendigen öffentlichen Betriebe in eigene Regie übernehmen. Streits!) In der Straßenreinigungs- Deputation fei tonitatirt gegen Desterreich hin. In einem Augenblick, wo die Sozial Dazu sei aber zunächst feine Aussicht. Redner sieht in den Wiener worden, daß ein folossaler Andrang von Arbeitslosen vorhanden demokratie auf das Land geht, hätte die Regierung Beunruhi fchen Anträgen, die er im Ginzelnen bespricht, erhebliche Ver- set. In der Petitionskommission habe ein Magistratsmitglied gungen, wie sie durch die Handelsvertrags- Verhandlungen, durch besserungen der Magistratsvorlage. Darin habe Stadtv. Meyer erklärt:" Wir können doch nicht etwa, wie im Jahr 48, vor Die Zuckersteuer, durch die Sperrvoringen erregt werden, fern- besonders recht, daß, wenn man einer Privatgesellschaft ein gehen, wo wir die Rehberge abfarren ließen; sollen wir etwa halten sollen. Monopol verleihe, Vorkehrungen getroffen werden müßten zum einen künstlichen Schneefall machen, damit wir den Schnee weg Schuße des Publikums vor der Ausbeutung durch den Monopolisten. Schippen lassen können? Mit solchen Argumenten habe man die Nur der Schlußsaß der Meyer'schen Anträge fei unverständlich. Petition betämpft. Da sei auch gesagt worden: es herrsche fein Blafate, deren Inhalt gegen die Geseze verstoße, würden von den Slothstand, denn die Zahl der Sparkassen- Ginzahlungen sei größer Unternehmern überhaupt nicht gedruckt. Unter der Herrschaft des als die Rückforderungen. Nun, von den Tausenden, die die Petition Sozialistengefeßes hätte die bisherige Unternehmerfirma in der beschlossen haben, hat wohl kein Einziger ein Sparkassenbuch Nachdem noch die Abgg. von Below- Salede und von Erffra, der sich zur Begründung solcher Behauptungen dem Abg. Ridert gegenüber namentlich auch auf den Bericht der Dort munder Handelskammer stützte; erwidert, und Abg. Seelig erklärt hatte, daß seine Freunde den Rampf gegen ungerechtfertigte Die einfache Thatsache, daß eine solche Petition an die Versamm| bieten! Sollten sich die Begründer der Anmaßlichkeit, die in sichtlich feine staatliche Monopolisirung einschließen, wohl aber lung beschlossen worden ist, hätte den Magistrat veranlassen diesem Urtheil und in diesen Prätensionen liegt, nicht bewußt wird eine erafte staatliche Kontrolle etwaiger privater Erzeugungssollen, noch viel mehr Arbeitslose einzustellen. Es liegt noch sehr sein? Vermuthlich doch; aber man denkt so die indifferenten anstalten einzuführen sein. viel Schnee in den Arbeitervierteln. In der Petition werde nicht Arbeiter, deren Zahl noch immer groß ist, zu fangen. Als Ververlangt, daß allen Kindern warmes Essen zweimal verabreicht anstalter werden genannt:" Die Gesellschaft für Berbreitung von Der Bildung des„ niederen" Volkes versuchen. Eine böse Stiefmutter. Vorgestern früh wurde in einem werde. Gemeint seien die Kinder der Arbeitslosen. In Dresden, Wolfsbildung, die deutsche akademische Vereinigung, der Berliner Schuppen des Grundstücks Berlinerstraße 34 zu Rirdorf ein elfin Braunschweig hat die Verwaltung solche Einrichtungen Arbeiterverein, verschiedene Handwerkervereine, Dr. Mar Hirsch jähriger Knabe entdeckt, welcher nicht im Stande war, sich aus bereits getroffen. Die Mittel der Privatwohlthätigkeit reichen und andere." Die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung dem Strohhaufen, in welchem er genächtigt hatte, emporzuarbeiten, bei Weitem nicht aus. Auch in Bezug auf die Speisung in den vertritt die seichteste„ Aufklärung", wofür der Name ihres Vor- da ihm Hände und Füße erfroren waren. Die Polizei ließ den Schulen kann der richtige Weg gefunden werden. Ueberweisen sigenden, Abg. Rickert, schon Beleg genug ist. Die deutsche akade armen Jungen nach dem Krankenhause überführen; dort erzählte Sie die Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung, dann wer- mische Vereinigung hat auf ihrem bisherigen Arbeitsgebiete, er, daß er seinen in der Berlinerstraße wohnhaften Eltern entden Sie ein Werk der Menschenliebe thun. demjenigen der akademischen Reform, bisher nichts geleistet; laufen sei, weil er sich vor den Mißhandlungen seiner Stiefmutter Stadtv. Frenzel ersucht, über die Petition zur Tages- fie will es also zur Abwechselung einmal mit der nicht anders habe retten können. Er habe daher schon mehrere ordnung überzugehen. Ein Nothstand herrsche nicht. Der Berliner Nächte im Freien zugebracht, bis er in dem Schuppen ein UnterRückgang des Baugewerbes sei durch die übertriebenen Arbeiterverein ist ein kleiner freisinniger Verein, von dem selbst kommen gefunden habe. Es ist fraglich, ob der Knabe, Paul B., Forderungen der streifenden Arbeiter hervorgerufen worden. Herr Eugen Richter nichts mehr hält. Die verschiedenen Hand am Leben erhalten werden wird; die eingeleitete Untersuchung Die nothleidenden Bauhandwerker hatten sich ihre jezige Lage werkervereine" sind vermuthlich harmlos und thun feinem wird ergeben, ob seine Angaben bezüglich der ihm wideralso zum Theil selbst zuzuschreiben. Die Petition brauche in Menschen weh; deshalb möchten auch wir ihnen um feinen Preis fahrenen Mißhandlungen seitens der Stiefmutter auf Wahrheit ihren zwei ersten Theilen nicht dem Magistrat zur Berücksichtigung weh thun. Und nun gar Herr May Hirsch? Wir könnten die beruhen. überwiesen werden; das sehe so aus, als versäume der Magistrat Urheber der„ Volksunterhaltungs- Abende" fast bemitleiden. Der Beschlagnahmte Pretiofen. Einem mehrfach vorbestraften seine Pflicht. Die' Resolution sei nicht der Nothschrei armer erste Abend wird am 25. Januar im Saale des HandwerkerLeute, sondern bewege sich in den Ausdrücken, die man von den Bereins in der Sophienstraße stattfinden.( Dieser Saal steht den Diebe sind eine goldene Remontoir- Damenuhr Str. 60 210 mit Leitern derfozialdemokratischen Partei zu hören gewohnt sei. Die Ver- Arbeitern bekanntlich nicht zur Verfügung; zu allen Veran- weireihiger Kette und Buschel, eine silberne Damen- Remontoiruhr sammlung der Arbeitslosen sei nur aufammengetrommelt ftaltungen, die sich gegen das klassenbewußte Proletariat fehren, ohne Sekundenzeiger, eine Herren- Panzerkette, eine Damen- HalsVeranr. 12 241 mit goldenen Zeigern und gleicher Kette, beide Uhren worden und die Petition nichts weiter als ein sozialdemokratischer wird er dagegen bereitwillig hergegeben.) Der erste Theil des fette, eine Broche mit Penséestein und vier Perlen( von denen Koup!( Bravo!) Programms setzt sich zusammen aus Ghorliedern, ausgeführt von Oberbürgermeister von Fordenbed: Der Magifirat einer Abtheilung des Sängerbundes des Berliner Lehrer eine fehlt), ein goldener, fleiner Herrenring mit grünlichem Stein, habe aus allen Mittheilungen und nach genauen Grmittelungen vereins, Gesangsvorträge des Fräulein Asmus und Klavier ein neuer oder noch fast neuer olivbrauner Winterüberzieher mit nicht das Bild gewonnen, daß ein außergewöhnlicher Nothstand Biocen, ausgeführt von Frl. Krause. Hierauf folgen Vorträge ähnlichem, gestreiftem Futter, Hornknöpfen mit Perlmuttereinlage und im Aufhänger die Ausschrift.Nouveauté de confection beſtehe, der mit außergewönlichen Mitteln bekämpft werden müsse. des Herrn Jens Lügen( Reise in den Mond mit Lichtbildern als muthmaßlich gestohlen abgenommen. Die Ketten sind soWäre Gefahr im Verzuge, so würde der Magistrat, das seien und Dr. Richard Schmidt- Cabanis( verschiedene humoristische Sie versichert, fofort freiwillig mit Anträgen auf Abhilfe ge- Themata). So, wir haben jeht genug Reklame für das Unter genannte Golddouble- Ketten. Die Eigenthümer fönnen die Sachen tommen sein, ja er würde vor der Bewilligung bereits selbständig nehmen gemacht, und wenn es mißlingt, fönnen wir nicht dafür. bei der Kriminalpolizei, Zimmer 83 des Präfidialgebäudes, in Dorgegangen sein.( Bravo!) Daß der harte Winter eine gewisse Die Veranstalter haben selbst Besorgniß, daß mehr andere Per Augenschein nehmen. Noth hervorgerufen habe, solle nicht geleugnet werden, aber sonen als Arbeiter hinkommen werden. Das Komitee schreibt: Bei der Stadtverordneten Versammlung in Char die gewöhnlichen Mittel, die in Berlin zur Verfügung ständen, Die(? mehrere?) Arbeiter und Handwerkervereine, sowie Tottenburg ist folgender Antrag eingegangen:" Den Magistrat reichten hin, sie zu bekämpfen. Am 4. Januar war die Zahl der einige Großindustrielle, haben die Begebung der Billets über- aufzufordern, in Gemeinschaft mit der Stadtverordneten- Bernächtlichen Obdachlosen auf 2080 gestiegen, im Asyl für obdach- nommen, damit dieselben auch sicher ausschließlich in die sammlung, bei den zuständigen Behörden dahin vorstellig zu werLose Familien befanden sich 220 Personen; ähnlich am 11. Januar. Hände der Arbeiter gelangen." Eine Arbeiterversammlung, zu den, daß der Totalisator auf den Rennplätzen zu Westend aufDas seien bisher die höchsten Zahlen gewesen. Unser Asyl ist der, damit ja die Arbeiter und ausschließlich Arbeiter hinkommen, gehoben wird." Die äußere Veranlassung zu diesem Antrag, der fortwährend in Thätigkeit. Die Krankenhäuser seien, das räume Großindustrielle den Einlaß. kontrolliven am 28. d. M. zur Verhandlung kommen soll, scheint der jüngst er ein, befeht, aber daß sie und das Asyl für Obdachlose bisher wältigender Komit! Schade, daß wir wohl nicht im Stande sein gemeldete Selbstmord des Charlottenburger Steuereinnehmers nicht ausgereicht hätten, sei durch nichts bewiesen. Trete ein werden, über den Verlauf des Abends zu berichten. Denn wir außergewöhnlicher Nothstand ein, der bis jetzt nicht vorhanden felber haben sicher nicht Zutritt und wir kennen auch keinen Arzu sein, der sich durch den Totalisator zu Grunde gerichtet sei, so würde der Magistrat sofort zum Handeln bereit sein. beiter, der eine Arbeiter-" Versammlung besuchen wollte, welche ( Bravo.) von den Gegneri der klassenbewußten Arbeiter veranstaltet wird Stadtov. Baumgarten bestreitet gleichfalls den Noth- und zu welcher von Großindustriellen der Einlaß kontrollirt stand. Stadtv. Virchow und Langerhans beantragen, mit Rücksicht auf die eben gehörte. Erklärung des Oberbürgermeisters über die Petition zur Tagesordnung überzugehen. Ein Schlußantrag wird angenommen. Zum Wort waren noch gemeldet Stadtvv. Singer und Kalisch. Stadtv. Reich now verwahrt sich dagegen, daß er etwas gegen die Petition habe. Stadtv. Stadthagen erklärt als Mitglied der ArmenDirektion, daß dort mitgetheilt sei, es müßten Hunderte von Obdachlosen vom Asyl abgewiesen werden. Das sei dem Oberbürgermeister bekannt gewesen. Stadtv. Kalisch erklärt demgegenüber, daß nur einmal, und zwar in der Nacht, wo 2080 Obdachlose aufgenommen wurden, Abweisungen hätten erfolgen müssen. Bei der Abstimmung wird der Antrag Virchow und Langerhans mit großer Majorität angenommen. Stadtv. Gerold und Genossen beantragen, den Magistrat zur Errichtung von öffentlichen Wärme stuben aufzufordern. Der Antrag geht an einen vom Vorstand zu ernennenden Ausschuß. Die Versammlung vertagt sich. Schluß 8 Uhr. Tokales. Der freireligiösen Gemeinde zu Berlin ging von den Ministerien des Kultus und des Innern folgendes Schreiben zu: Auf die Eingaben vom 20. Oftober 1890, in welchen das Gesuch gestellt wird, der freireligiösen Gemeinde hierselbst die Errichtung und den Betrieb eines Leichenverbrennungs- Ofens zu gestatten, erwidern wir dem Vorstande, daß wir Anstand nehmen, demselben Folge zu geben. wird. eine Idee von übereinander haben soll. Gerichts- Beitung. Abends Polizeibericht. Am 21. d. M. Vormittags wurde die Wittwe Renter mit ihren beiden Kindern in ihrer Wohnung, Große Hamburgerstr. 18/19 durch Kohlendunst betäubt aufgefunden und erst nach längerer Zeit wieder ins Leben zurückgerufen. Die Frau Hinsichtlich der Altersversicherung soll die Presse nicht hatte am Abend vorher den Heerd geheizt und die Zugklappe geihre Schuldigkeit gethan haben, um die Schwierigkeiten des Geschlossen, so daß die Gase die Wohnung erfüllten. setzes dem betheiligten Publikum zu erklären, so ist im Abgeord- wurde vor dem Hause Jüdenstraße 55 eine unbekannte, etwa netenhause von dem Regierungsvertreter behauptet worden. Eine 60 Jahre alte Frau todt aufgefunden. Nach dem ärztlichen Gutungerechtere Anklage als diese ist kaum denkbar. Die Presse hat achten ist der Tod infolge eines Schlaganfalls eingetreten.- Im sich alle Mühe gegeben, das Ihrige zum allgemeinen Verständniß Laufe des Tages fanden drei kleinere Brände statt. dieses Gesetzes beizutragen, und es liegt nicht an ihr, sondern an dem Gesetze selbst, wenn diese Bemühungen und ihr Erfolg in einem feineswegs angemessenen Verhältniß zu Was hat denn aber die Regierung felbst stehen. gethan, um das Verständniß dieses verwickelten und an unklarheiten und Lücken so reichen Gesetzes zu fördern? und das Verständniß für dasselbe zu wecken, während die Presse Dabei hat die Regierung die Aufgabe, das Gesetz zu erläutern sich nur freiwillig damit beschäftigt. Allein die Behörden selbst find vielfach gar nicht in den Sinn des Gesetzes eingedrungen. Wir haben dafür schon verschiedene Belege gebracht und lassen hier einen neuen folgen. Wie uns von verschiedenen Seiten mit getheilt wird, sind in Rixdorf Altersrenten an verschiedene Perfonen zur Auszahlung gelangt, welche zum Bezuge der Rente nicht berechtigt sind. Man hat von denselben nur verlangt, daß ihe Quittungsbuch mit einer einzigen Marke beklebt sei, während Das Gesetz vorschreibt, daß außerdem der Nachweis über 141 in ben lezten drei Jahren geleistete Arbeitswochen zu liefern ist. Kann dieser Nachweis nicht geliefert werden, so werden die armen Greise am Ende ihre schon empfangene Rente wieder zurückzahlen müssen. kürzlich wegen einer ganzen Reihe von Amtsvergehen zu drei Der ehemalige Gerichtsvollzieher Johanu Pohl, der Jahren Gefängniß verurtheilt wurde, wurde gestern aus der Straf anstalt zu Plögensee der vierten Strastammer des Landgerichts I vorgeführt, um sich auf eine Nachtragsantlage wegen Unterschlagung zu verantworten. Da sich aber herausstellte, daß die in Rede stehende Etrafthat schon in der früheren Hauptverhandlung mit zur Aburtheilung gelangt war, so mußte das Verfahren eingestellt werden. Der Dieb unterm Bette. Der in der Griebenowstraße wohnhafte Schantwirth May Baier hat die Angewohnheit, bein Schlafengehen sein Geld in einer Raffette unters Bett zu stellen. Dies that er auch in der Nacht zum 22. Dezember vorigen Jahres. Im Begriff, sich niederzulegen, fand er sich veranlaßt, noch einmal unter das Bett zu greifen, um sich von dem VorKellner und Dienstbote. Der„ Berl. 3tg." und der Freis. handensein der Kassette, die damals gegen 4000 m. enthielt, zu 8tg.", welche bestimmt behaupten, daß die Kellner auch ohne überzeugen. Der Platz war leer. Ueberrascht bückte sich Baier ausdrückliche reiche gefeßliche Erklärung zu den Gewerbegehilfen und blickte unter's Bett. Su seinem Schrecken fand er dort einen gehören, also nicht der Gesinde Ordnung unterſtehen, tönnen wir Menschen liegen, der den Kasten leise an sich gezogen haben folgenden ziemlich neuen Fall mittheilen. Es liegt uns ein mußte, denn er hielt denselben an sich gedrückt. Baier schlug Urtheil des Schulzenamtes zu Lukah vor, worin es heißt:" In Lärm und der Mensch wurde an den Beinen unter dem Bett der Streitsache des Königlichen Hoftraiteurs Herrn Hoffmann zu hervorgezogen. Es war der erst 17 jährige August Heimann, Nach den das Leichenwesen betreffenden gefeßlichen Vor Kreuz wider den Kellner Otto Wirscheleit zu Streuz hat der unter welcher früher bei Baier in Stellung gewesen war und deshalb schriften(§§ 183 ff., 453 ff. Tit. 11 Thl. It Allgem. Landrecht) zeichnete Gemeindevorstand für Recht erkannt, daß der Verklagte die Lokalitäten und Gepflogenheiten des Inhabers fannte. Er sollen die Leichen auf den öffentlichen oder mit besonderer p. Wirscheleit schuldig nach§ 1c, Gesetz betreffend die Verletzung räumte ein, daß er sich vorher in dessen Zimmer geschlichen Genehmigung angelegten privaten Begräbnißplägen beerdigt der Dienstpflichten des Gesindes und der ländlichen Arbeiter hatte, um die Kassette zu stehlen. Dies Geständniß wiederwerden. Von dieser Voraussetzung ausgehend sind durch Gesez vom 24. April 1854, Gefehsammlung pro 1854, Seite 214 eine bolte Heimann gestern vor der zweiten Straffammer des Landund Erlasse der Verwaltungsbehörden diejenigen Anord Strafe von 15 Mart zur Orts- Armenkasse Lukay- Kreuz innerhalb gerichts I. Er wurde zu einer Gefängnißsirafe von neun Monungen getroffen, getroffen, welche mit Rücksicht auf die staat drei Tagen zu zahlen", 2c. Datirt ist dieses Urtheil Lukaz, den naten verurtheilt. lichen, religiösen und sanitären Interessen 310 einer 21. Mai 1890", und unterschrieben„ Der Gemeindevorsteher angemessenen Regelung des Leichenwesens erforderlich sind. Fröming". Will man hiernach noch eine reichsgefegliche Gr Bei den immer häufiger vorkommenden Fällen, daß Diese Anordnungen lassen sich weder ohne Weiteres dem flärung:„ Die Kellner sind Gewerbegehilfen" als überpüssig hin- Damen auf der Straße belästigt werden, sieht sich Modus der Leichenverbrennung anpassen, noch sichert hinsichtlich stellen oder das Agitiren für eine solche gefeßliche Bestimmung das Gericht veranlaßt, über die Uebelthäter ganz energische dieser die Berücksichtigung aller auf die bisherige Bestattung bezüg- als sozialdemokratischen Kellnerjang" bezeichnen? Strafen zu verhängen. Gestern stand der Lithograph Hugo lichen Vorschriften in ausreichender Weise gegen eine Verlegung Friedrich unter der Anflage des groben Unsugs vor der der erwähnten berechtigten Interessen. Die Verbrennung der Der Rückgang der bürgerlichen Preise offenbart sich recht 93. Abtheilung des Schöffengerichts. In der Nacht zum Leichen würde, wenn sie eingeführt werden sollte, vielmehr eine deutlich in den österen Erzählungen vom Hofe. Im„ Berl. Tage 29. Februar begab sich die Familie B., in deren Gesellschaft Reihe von Anordnungen erforderlich machen, welche dem be- blatt" und anderen liberalen" Blättern lafen wir gestern, und sich noch ein Fräulein Kr. befand, von einer Festlichkeit stehenden Rechtszustande gegenüber, wie die Ginführung selbst, zwar in einigen dieser Blätter an der Spige des lokalen Theiles, nach Hause. Der Angeklagte begegnete dieser Gruppe und nur im Wege der Gesetzgebung getroffen werden können. Eine folgende hübsche Anekdote": Im kaiserlichen Schloß sei dies hatte die Frechheit, das Fräulein Kr. im Vorbeigehen um die genügende Veranlassung, diesen Weg zu betreten, liegt bisher nicht mal ein Prinzeßchen und nicht ein Prinz erwartet worden.( Das Taille zu fassen und trotz ihres Sträubens festzuhalten. Als vor, da der Vorschlag der Zeichenverbrennung innerhalb des flingt beiläufig etwas wunderbar.) Die für den neuen Ankömm Herr B. der bedrängten Dame zu Hilfe eilen wollte, erhielt er preußischen Staates sur Zeit nur eine verhältnismäßig geringe ling bereit liegende Wäsche hätte deshalb roihe Bänder enthalten, fofort von dem Angeklagten einen Schlag ins Gesicht. Im Zustimmung gefunden hat. Berlin, den 13. Januar 1891. während die Leibwäsche der Prinzen mit blauen Bändern versehen Termine entschuldigte sich der Beschuldigte mit Angetrunkenheit. von Goßler. Sodemann. wird.( Das ist allerdings eine schäßbare Bereicherung unferer ge- Der Staatsanwalt hob hervor, daß bei der grenzenlosen Unsicherschichtlichen Kenntnisse.) Als nun der Kaiser gehört habe, daß seine beit, welche durch ein derartiges Benehmen hervorgerufen würde, Mit einer großen Portion Dreistigkeit wird für die Gemahlin von einem Brinzen entbunden worden sei, habe er ge- ohne Weiteres auf eine Freiheitsstrafe erkannt werden müsse, Errichtung von Voltsunterhaltungs- Abenden" Errichtung von rufen:" So, dann packt nur Eure rothen Bänder wieder ein!" auch wenn, wie im vorliegenden Falle, der Angeklagte bisher Abenden ist zwar ein jämmerliches Deutsch, das Komitee ersetzt Wäre nun an der Geschichte, wenn sie wirklich passirt wäre, unbescholten sei. Er beantrage eine Haftstrafe von vier Wochen. aber durch seine patriotische deutsche Gesinnung reichlich seine irgend etwas Bemerkenswerthes? Obendrein wird sie aber noch Der Gerichtshof erkannte auf zwei Wochen Haft. Unbekanntschaft mit der deutschen Sprache und dem deutschen ausdrücklich als bloße Anekdote hingestellt. In ähnlicher Weise Stilgegenwärtig bier Reklame gemacht. Die Einrichtung soll tischt unsere bürgerliche Presse recht oft autägliche Aeußerungen,„ Brantbetten sind wegen zurückgegangener Verlobung billig Der erste Versuch" sein, die Arbeiter von gemeinen Unter- bie bei Hofe fallen oder gefallen sein sollen, als niedlich", zu verkaufen bei Frau Klempner Louise Böttner." Dieses Inserat haltungen und Vergnügungen, vom abendlichen Aufenthalt in reizend", als" Beleg für die Herzlichkeit, Leutseligkeit" 2c. des befand sich in lester Seit häufig in verschiedenen Zeitungen. minderen Restaurants" und vom Besuch der Tanzböden abzuziehen. Regenten auf." Es ist ein verächtliches Bedientenpack, das in dieser Unter vielen anderen, die darauf hineingefallen sein mögen, beMan könnte über die Anmaßung und Dreistigkeit des Urtheils, Presse, und wie gefagt mit Vorliebe in der sogenannten liberalen, fand sich auch eine Frau Huniger, die einen Stand Betten, bewelches die Begründer hiermit über die arbeitende Bevölkerung sein Wesen treibt. stehend aus Deckbett, Unterbett und Kopfkissen, für den Preis von fällen, entrüstet sein, wenn die Behauptung nicht so über die 23,50 Mark von Frau Böttner erstand, für welchen ursprünglich Maßen albern wäre. Zwecke der Volksbildungs- Abende sollen, wie Der Vertrieb des Koch'schen Seilmittels dürfte der 24 Mart gefordert worden waren. Obgleich Frau Böttner ausangekündigt wird, sein:" Fürsorge für Förderung des geistigen Apotheker- 8tg." zufolge nicht, wie bisher, nur klinischen Anstalten, drücklich versichert hatte, daß sich in den Betten reine Bettfedern Wohles der Arbeiter, Bermehrung ihrer Kenntniffe, Anregung sondern auch allen privaten Aerzten zugänglich gemacht werden. befanden, hielt es Frau Huziger doch für zweckmäßig, die Betten ihres Denkens, Läuterung ihres Empfindens." Das heißt in In den Apotheken wird das für Tuberkulofe ja außerordentlich aufzutrennen und die Füllung zu untersuchen. Abero Schrecken Wirklichkeit soviel wie: Fürsorge für die geistige Abhängigkeit torische Mittel seinen Play in Giftschranke zu finden haben.statt weißer Bettfedern starrte ihr aus der geschaffenen Deffim Der arbeitenden Klasse von der besitzenden, Schwächung des Voraussichtlich wird das Mittel außer in den bisherigen Original nung eine pech kohlrabenschwarze, miftartige Masse entgegen. Die be Denkens. Weiter erzählt das Komitee:" Diese Abende bieten liefert werden. Die Abgabe desselben, sowie vom Apotheker zu nicht zur Zurücknahme verstehen wollte, zum Staatsanwalt. dem Arbeiter gemüthlich geselligen Verkehr und zugleich Belehrung fordernde Abmessungen, Berdünnungen, Sterilisationen, dürften Gestern stand um Frau Böttner unter der Anklage des Beund Anregung, Erholung und Veredelung durch ein abwechselungs nur auf jedesmal erneute schriftliche" Verordnung eines truges vor der 87. Abtheilung des Schöffengerichts. mit den Betten selbst betrogen worden reiches Programm, welches volfsthümlich wissenschaftliche und approbirten Arztes zu erfolgen haben. Diese Nezepte wären dann behauptete, heitere Vorträge, Mufit und Deklamation enthält." Ob bas den Giftſcheinen gleich zu behandeln, einzutragen und aufzuzu fein, sie habe dieselben aus der Bettfeder- Handlung Berlin( so heißt es weiter) ist für solche bewahren. Da die Haltbarkeit des Mittels keine unbeschränkte einer Frau Schmidt gekauft, die in der Andreas- und in der Beranstaltungen besonders geeignet durch sein nach Hunderttausenden ist, so würden die Aufbewahrungsfläschchen desselben mit einer Mittenwalderstraße je ein offenes Geschäft besitzt. zählendes Arbeiterpublikum, feine große Anzahl von Sälen und Bemerkung über die Zeit der Herstellung zu verfehen sein, während Füllung der Brautbetten" lag eine Probe dem Gerichtshose vor. andererseits durch die Fülle hervorragender Kräfte, welche die Apotheker berechtigt sein müßten, kostenlosen Umtausch der Dieselbe sieht auf den ersten Blick aus wie Kunſtwolle, D. B. mic sich bereitwillig in den Dienst eines solchen segensreichen Unter- nach einem gewissen Beitraum etwa unverbrauchten Flüssigkeit Wolle, die aus zerrissenen Lumpen hergestellt ist. Im strengsten nehmens stellen würden." Das wagt man den Arbeitern Berlins, zu vollziehen. Was die Herstellung des Mittels anbetrifft, so Sinne des Wortes gehörte das zweifelhafte Material aber dodj die in ihrer großen Mehrheit klassenbewußt, Sozialisten sind, zu würde die staatlicherseits geplante Erzeugung desselben voraus: in die Klasse der„ Federn", denn es ist der Abfall der Puysederwohl ziehen wird? M " Sie Von der Fabriken, der beim Buzzen und Scheeren der Putzfedern abfällt. I die bestimmt wären, die Klassenunterschiede aufzuheben, müßten von 8-10 Uhr Abends im Lokal von Gnadt, Brunnenstraße 38, Da dieser Abfall aber keine Spur von Elastizität besitzt, so wird die Arbeiter faden Heuchlern überlassen. Es gebe keine absolute Beiträge entgegen. scheinen erwünscht. Billets sind im Zahlreiches Der Vorsitzende macht bekannt, daß vom derselbe mit Lumpen vermengt, und erst die Lumpen sind es, Wahrheit. Arbeiterbildung, Bildung für den Arbeiter, Ent- Montag, den 19. d. M., an Billets à 50 Pf. zum Besuche der welche den Abfall ein Wenig federartig aufbauschen. Nach kurzem wickelung des Wissens und der Urtheilsfähigkeit, wie sie dem Vorstellungen des wissenschaftlichen Theaters in der„ Urania" für Gebrauch fällt aber die ganze Füllung in einen Klumpen zu- Arbeiter noth thäten, das müsse der Inhalt der Schule werden. Mitglieder des Vereins und ihre Angehörigen zu haben find. sammen. Die Zeugin Fräulein Schmidt, von deren Mutter die Betten Der Gesichtspunkt müsse maßgebend sein, daß es sich darum Die Vorstellung findet den 22. Februar, Vormittags statt. Unser durch Frau Böttner bezogen worden sind, gab zu, dieselben handele, für den Kampf um die Interessen der Arbeiterklasse ge Maskenball findet Sonnabend, den 31. Januar, mit dem vorliegenden Material auf Geheiß ihrer Mutter rüstet zu sein. Denn das gebe ja gerade der Arbeiterbildung" bei Buggenhagen, Morigplay, statt. gefüllt zu haben, aber Frau Böttner habe diese Füllung so be- ihren eigenartigen Werth, daß Gedanke, Gefühl und That in Restaurant Winzer, in den mit Blakaten belegten Geschäften stellt. Die Aussagen der Zeugin ließen den Schluß zu, daß die einanderfallen, weil dem Arbeiter für leeres, hohles Wissen fein und bei sämmtlichen Borstandsmitgliedern zu haben. Angeklagte solche klassische Brautbetten" für Frau Schmidt ge- Raum bleibe, da ihm sein Wissen nicht dazu diene, damit zu Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. D. werbsmäßig vertreibt, genau so, wie alte und werthlose Möbel prunken, sondern nur dazu, uni den allerelementarsten Trieben Nr. 29) und( E. H. Nr. 89) Hamburg, Filiale 7. Mitgliederversammlung ag unter schwindelhaften Vorspiegelungen für theures Geld vertrieben unmittelbarster Noth zu genügen. Theologen und Philosophen Sonntag, den 25. Januar, Bormitta s 10% Uhr, Köslinerſtraße 17. Zerwerden. Ein Sachverständiger äußerte sich über das vorliegende denken über abstrakte Begriffe nach, weil sich ihnen selten die ordnung: Kaffenbericht. Jahresbericht. Verschiedenes. Material gutachtlich dahin, daß dasselbe absolut nicht unter den Existenzfrage aufdränge, die Arbeiter hingegen beginnen mit der Graveure, Ciseleurs und verwandte Berufsgenossen. Deffentliche Begriff von Bettfedern zu bringen sei. Unter solchen verstehe handgreiflichen Frage: Wie kommen die Menschen zu Brot? Versammlung am Montag, den 25. Januar, Abends 8½ Uhr, im Lotale de man Gänse-, zum Mindesten jedoch Hühnerfedern. Der Staats- Deshalb müsse die Nationalökonomie ihre Hauptwissen- Herrn Schmiedel, Alte Fatobitr. 32. Tagesordnung: 1. Sit es mögli Jahre eine Verkürzung der Arbeitszeit in unserem Gewerbe durchzu anwalt beantragte einen Monat Gefängniß, der Gerichtshof nahm schaft bilden. Besonders werde es wünschenswerth sein, daß das führen 2. Diskussion. 3. Wahl eines Bertrauensmannes für Beret anim aber Rücksicht auf die bisherige Unbescholtenheit der Frau Bött- moderne Hauptwerk der Nationalölonomie, Mary Kapital", umgegend. 1. Berschiedenes Zur Deckung der Unkosten findet Tellersamm ner und erkannte nur auf 50 M. Geldstrafe. den Arbeitern, so weit dieselben schon vorgeschritten seien und ein lung statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht der Einberufer. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Das Meffer. Der Jockey Killey hatte sich vor dem besonderes Interesse dafür hätten, unmittelbar bekannt gemacht Sonntag, den 25. d. Mts., Abends 6 Uhr, in Schmiedels Festfälen( Orpheum), Charlottenburger Schöffengericht wegen einer bedauerlichen Messer- werde. Die unmittelbare Erklärung sei im allgemeinen den Vor- Alte Fatobfstraße 32. Tagesordnung: 1. Bortrag( Thema und Referent fiehe affäre zu verantworten. Der Engländer hatte sich im Dezember trägen über Mary vorzuziehen, weil sich sonst leicht Verkehrt- Sonnabend, Inſeratentheil). 2. Distuſſion. 3. Verschiedenes. v. J. beim Besuch eines dortigen Schanklokals sehr harmlos auf den Hut eines anderen Gastes gesezt, es war darüber zu Streit Studium der Geschichte, welche selbstredend vom Standpunkt der( E. H. Nr. 8) Hamburg. Mitgliederversammlung, Bezirk 3, am Sonntag, den und Thätlichkeiten gekommen, in deren Verlauf Killen gewaltsam aus dem Lokal entfernt wurde. Bei dieser Gelegenheit soll er materialistischen Auffassung gelehrt werden müsse. Es( Gesundbrunnen). Tagesordnung: Abrechnung vom 4. Quartal. Kaffen dem Besitzer des maltraitirten Hutes mit einem Messer nach der komme dabei wesentlich darauf an, die Geschichte der ökonomischen Brust gestochen haben, böse Folgen wurden aber durch den Entwicklung vorzuführen, weil diese den rothen Faden dicken Ueberzieher seines Gegners abgewendet. Als der Verletzte der Ereignisse in der Weltgeschichte abgäbe. Gleichzeitig wurde sich mit einem Stocke zur Wehr sehte, wurde er von dem wüthen- dadurch dem Versuche entgegengetreten, die Geschichte noch mehr den Engländer noch zweimal verlegt, schließlich kam derselbe aber wie bisher in tendenziöser Weise als ein auf Schlachten und zu Falle und wurde festgenommen. Er bestritt den Gebrauch Dekrete sich gründendes Machwerk der Fürsten darzustellen. des Messers, die Beweisaufnahme fiel aber derartig zu seinen Als dritten Punkt nannte der Referent die Naturwissen Ungunsten aus, daß ihn der Gerichtshof zu 8 Monaten Ge- pie Entwicklung der Technik kennen zu lernen, aber auch, ſich auf schaften. Diese sollen dem Arbeiter die Möglichkeit geben, theils den Boden des dogmenlosen, reinen Wissens zu stellen. Endlich sei von großer Bedeutung Deutsch, die Fertigkeit des mündlichen und schriftlichen Ausdruckes sowie auch die Fähigkeit streng logischer Entwickelung eines reinen Gedankenganges. Diese vier Fächer halte Referent für die wichtigsten. Andere Dinge, wie Sprachen, Stenographie u. s. w. müßten den allgemeinen Bedürfnissen angepaßt werden. Versammlungen. Berliner Arbeiter- Bildungsschule. heiten ergäben. Zum Schluß fordert der Referent die Versammelten auf, mit der ganzen Energie, wie sie den für die Freiheit kämpfenden Arbeiter auszeichne, auch bei diesem Unternehmen mitzuwirken. Jede Mühe in dieser Hinsicht werde auf die Dauer ihren Lohn finden Tag zu Tag an Wahrheit verlieren, damit aber auch die Stunde der Freiheit angebrochen sein. genommen wurden. Es folgte sodann die Wahl des Vorstandes, aus der folgende Genossen hervorgehen: 1. Vorsitzender: Bogtherr. 2. Vorsigende: Frau Nikolaus. 1. Schriftführer: Mah. 2. Schriftführer: Stabernack. Kassirer: Gumpel. Gefelliges Beisammensein! Genossen und Genoffinnen werden zu recht zahlreichem Besuch eingeladen. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer, 25. Januar, Bormittags 10% ühr, im Lokale der Adlerbrauerei, Badstraße 67 angelegenheiten und Berſchiedenes. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbbeiter( E. Nr. 29) Hamburg, Filiale Berlin 8. Mitgliederversammlung am Sonnabend den 24. Januar, Abends 8 Uhr, bei Herrn Wilte, Hochstraße 82a. Tages ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Verſchiedenes. Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Ortsverwaltungen Berlins Hutfabrit, Pappel- Allee 3-4. Treffpunkt für den Osten und Südosten, Mo gens 7% Uhr bei Heindorf, Langestraße 70, für den Norde 8½ Uhr bei Scho in Grinnerung, und fordere die Kollegen au reger Betheiligung beitag ben Kastanien- Allee 35. Mitglieder und Freunde werden um pünktliches und zah reiches Erscheinen ersucht. Gleichzeitig bringe ich nochmals unsere Biblioth [ nahme der Bücher auf, die Ausgabe findet jeden Dienstag von 8-9 Uhr bei Kollege Trolle, Grüner Weg 19, vorn 1 Tr. statt. Karl Do Staligerstraße 7. Sonntag, den 25. Januar, Vormittags 9 Uhr, Besichtigung der Genossenschaft willkommen. Durch unvorsichtiges Umgehen mit dem Hener hat sich der in der Manteuffelstraße wohnhafte Tischlermeister Ebers nicht Verein der Bau- und gewerblichen Hilfearbeiter für Birdorf und nur bedeutenden Schaden zugefügt, sondern auch noch eine AnUmgegend. Erstes Stiftungsfest am Sonntag, den 25. Januar, in der Neue flage wegen fahrlässiger Brandstiftung zugezogen, Welt( Hasenhaide). Dasselbe besteht aus Konzert, Theater und Tanz. Um 7 Uhr Festrede, gehalten vom Genossen Reichstagsabgeordneten Wilhelm welche gestern vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I siebtnecht. Entree 20 Bf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 gegen ihn zur Verhandlung gelangte. Am 30. August v. J. hat nach. Anfang 4 Uhr. Der Ueberschuß ist für die Gewerkschaftstommiffion t der Angeklagte geständlich einen fleinen eisernen Ofen in seinem Samburg bestimmt. Billets sind zu haben bet Gottfried Schulz, Kottbuferthor, Otto Klein, Kottbuserdamm 14, Stramm, Ritterstraße 123, Wilhelm Börnet, Lagerraume geheizt und sich dann für kurze Zeit entfernt, ohne Ritterstraße 108, Frig Zubeil, Naunynstraße 86, Tempel, Breslauerstraße 31, Jemanden mit der Beaufsichtigung des Raumes sowie des Feuers Heindorf, Langeftraße 70, Hente, Blumenstraße 38, Stenter, Weinstraße zu beauftragen. As er zurückkehrte, stand der Raum in hellen Saugt, Böchstraße 12, Schwarzkopf, Staligerstraße 11, Schönemann, Staltzer Flammen, die Feuerwehr hatte zu thun, um das Feuer am wei- und das Wort von dem„ Unverstand der Massen" werde von traße 7, Schüße, Urbanstraße 51, Linte, Forsterstraße 45. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 h teren Umsichgreifen zu verhindern. Es ist ein Schaden von bei Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt." Süden", Abends 8% Uhr bei Schwarztopf, Staligerstr. 11. Gäste, Damen und Herren, mehreren Tausend Mark entstanden. Der Vertreter der Anklage behörde nahm an, daß der Brand durch Hinausfallen eines Nach diesem, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, Uebungs Stückchens glimmender Kohle auf den Fußboden entstanden sei, gelangte man zur Berathung der Statuten, die nach einer Spezial- itunde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gesangverein„ Collegia" Gesangverein des Fachvereins der wo das Feuer unter den vielen brennbaren Gegenständen leicht diskussion mit unwesentlichen Abänderungen in ihrer ursprüng- Restaurant Reichenbergerstr. 16. Puzer Berlins und umgegend" Gemüthlichkeit", Sendel Buchbinder: Männerchor" Berlin, Alte Nahrung fand. Er beantragte gegen den Angeklagten eine Geld- lichen Fassung, wie sie bereits veröffentlicht ist, en bloc an- ftraße 30 bet Preußer. Jatobftr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner strafe von 100 M. Der Gerichtshof erkannte auf 50 M. Schmiede", Koppenstr. 58 bei Schirmer. Arbeiter- Gesangverein Nord" Brunnenstr. 38 bei Gnabt. Gesangverein orbeertran3", Restaurant Weinstr. 11. Katser' scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bet Nürnberg. Gesangverein wiederhall", Röpnickerstr. 191 bet Foge. Arbeiter Gesangverein„ Soffnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlfir. 11 bet Lippe. ,, ummer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. Gesangverein" Esmeralda", Koppenstraße 35 bei Steller, Abends 8 Uhr. Wilhelm Seeger'sche Liebertafel", Abends 9 Uhr bei Trucks, Reichenbergerstraße 83. Gesangverein, Zonblüthe", Görligerstr. 68 bet Das große Interesse, welches diese neue Einrichtung bei der Tolksdorf. Karthanscher" Gesangverein, Große Frankfurterstr. 99 bet Berliner Arbeiterschaft erregt hat, zeigt sich am deutlichsten durch Beisitzer und Beisigerinnen: Heindorf, Mattutat, Fräulein Krüger, Frankfurter Bierhallen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine.„ Männnerchor Waldess den Massenbesuch, den auch wiederum die gestrige Versammlung Baader, Frau Schneider. Revisoren: Wernau, Jahn und Inrauschen", Markgrafenftr. 87 bei Weigt.- Männer- Gesang- Verein" union" im großen Saale des Böhmischen Brauhauses zu verzeichnen singer. Vergnügungsverein„ BIüd auf", Abends 8 Uhr, Sigung bei Möwes, hatte. Der Eintritt war nur Mitgliedern gestattet, welche als Lebhafte Debatte ruft ein Antrag hervor, der Heindorf aufden ersten Vortrag in dieser ihrer ersten Mitgliederversammlung fordert, 80 Mark an den neuen Verein zurückzuliefern, die dieser Fichteftr. 29. Nach der Sizung Tanz. Gäste willkommen. 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bet verein Beilchen", Sigung mit Damen von Geselliger Verein den des Herrn Peus hörten. Den Vorstand bildeten vorläufig auf Beschluß der Volksversammlung bei Lips als Vertrauens: Lülow." Gäste willkommen. Berein ehe m von der in der Lips'schen Versammlung gewählten Kommission mann für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis erhalten Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinice, Dranienſtr. 36. die Genossen Gumpel, Mattutat und Matz. hat. Die Majorität der Anwesenden ist für zurückgabe Schüler der 38. Gemeinde- Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im Grand Restaurant tornblume"( Inh. Otto Noll), Andreasstr, 3. Gäfte Ueber die wirkliche Bedeutung der Arbeiter- Bildungs- und man beschließt demgemäß. Nachdem noch ferner einige Fragen willkommen. Rauchklub, Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bei W. Spaeth, Theater- und Vergnügunasverein Bulcanta", in Roth's schule, beginnt Peus, werde man sich erst aus der Erfahrung klar und Anträge erledigt find, schließt der Vorsitzende Gumpel die Weinstraße 28. werden; zunächst könne es sich nur um Ansichten handeln; es sei Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Arbeiter- Restaurant, Linienſtr. 78. Gäſte willkommen. Damen und Serren, welche ge vorerst wichtig, eine allerseits anerkannte Grundlage für das neue Bildungsschule. Die nächste Versammlung ist am Montag, den neigt sind, beim Theater mitzuwirken, ſind freundlichst eingeladen. Unternehmen herauszufinden, und er habe sich vorgenommen, die 26. Januar. Vortrag des Abgeordneten Wurm über Chemie. ziemlich allgemein anerkannten Gedanken dabei in seinem Vortrage zu betonen. Der Verein zur Wahrung der Interessen der KlavierEin Blick in die heutige Welt des Geistes zeige, daß die An- arbeiter und Berufsgenossen hielt am 10. Januar feine Mit Belgrad, 22. Januar. Die Königin Natalie theilte ge schauung, wonach die wirthschaftliche Gestaltung der Gesellschaft gliederversammlung für den Norden ab. Genosse Jahn sprach legentlich einer bei ihr gestern stattgehabten Konferenz ihrer An den Untergrund abgebe, auf welchem sich der Oberbau der über die Grundlagen der Volksbildung". geistigen, sittlichen und politischen Zustände aufbaue, eine voll- Vortragende zergliederte die Forderungen der Sozialdemokratie hanger, diesen mit, daß sie, bewogen durch die unaufhörlichen tommen richtige sei. Unsere Arbeiterklasse besitze, soweit sie zu über die Grundlagen einer wahren Volksbildung in klarer und Demüthigungen, welche die Machthaber ihr zufügen, im Frühjahr eigenem Bewußtsein gelangt sei, eine ganz eigene Geistes- und verständlicher Weise und erntete lebhaften Beifall. An der Dis- Serbien verlassen und sich gänzlich ins Ausland begeben werde Gefühlswelt, eine Gedankenwelt, die nur für sie wichtig ist und tussion betheiligten sich die Kollegen Wedicke und Neumann. eine Beurtheilungsweise der Dinge, welche nur derjenige verstehen Nach einer Pause von 10 Minuten wurde die Wahl eines Briefkaffen der Redaktion. könne, der selbst zu ihr gehört. Eben diese Gedanken- und Beitragsammlers für den Norden vorgenommen Gefühlswelt, wissenschaftlich Künstlerisch aus dem und Kollege Wilh. Neumann gewählt. Die Versamm Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefli Leben der Arbeiterklasse herausgearbeitet, müsse den In lungen der Mitglieder für den Norden finden von jett halt der Arbeiter- Bildungsschule bilden. Gedanken und an alle 4 Wochen statt. Das Lokal wird noch näher bekannt Gefühle, die über alle Klaffengegensätze hinaus seien, gegeben werden. Der Beitragsammler nimmt jeden Sonnabend wenden. I und = 83 Kautsch.- Stempel, Monogr. u. Sign.H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Centralfranken- u. Sterbekasse der Tischler u. anderer gewerbl. Schablonen, Inschriften. Arbeiter( E. H. 3 Hamburg), Verwaltungsstelle Berlin E. Sonnabend, den 24. Januar 1891: Grosser Wiener Maskenball Der Abends 9 Uhr, in der Berliner Bock- Braueret. Depeschen. Antwort wird nicht ertheilt. Vergnügungs" mmergrün' Schriftsteller K. R. Wir werden Ihren Beitrag ver Achtung! Bildhauer, Modelleure! Ein gut erhaltener Winterüberzieher Wir machen hiermit auf den unter ,, Soziale Ueber billig zu verkaufen bei Schüttauf, ficht" abgedruckten Aufruf aufmerksam und bitten unt möglichste Verbreitung. Mariannenstr. 52, 3 Tr. Empfehle den Genossen meine 160 J 66 L im Lokale ,, Wedding- Restaurant", Müllerstraße Nr. 178. Masken- Garderobe Anfang 9 Uhr Abends. Billets sind zu haben in unseren Zahlstellen: Boyenstr. 40 bei Leininger; Fennstr. 4a bei Krüger; Prinzen- Allee 22 bei Zumpansen, Grünthalerstr. 66, im Keller; Gartenstr. 171 bei Kleinau; Ruheplasstr. 18 bei Heising. Das Komitee. Frucht- Syrup. Bei der heutigen Theuerung ist der beste und billigste Ersatz für Butter und Zucker Stuttmeister's Frucht- Syrup. Vorzüglich zur Bereitung aller Speisen, sowie durch seinen großen Buckergehait zur Linderung von Husten und Heiserkeit geeignet. 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Neunte gänzlich umgearbeitete Auflage von des Verfassers ,, Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft." Preis broschirt 2 M., gebunden 2,50 M. Der beispiellose Erfolg, den der Verfasser mit den früheren Auflagen seines Werkes erzielte, obgleich dasselbe, durch das Sozialistengesetz verboten, den großen Volkskreisen nur schwer zugängig war, ist dieser neuen Auflage, nachdem dies Hinderniß Alle Gesellschaftsklassen gefallen, in erhöhtem Maße sicher. bringen dem Buche das lebendigste Interesse entgegen und so sei dasselbe zunächst den Parteigenossen zur weitesten Verbreitung empfohlen. Vorausbestellungen werden sofort nach Eintreffen portofrei ausgeführt. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. E Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 117 " 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 19. Versammlungen. Freitag, den 23. Januar 1891. 8. Jahrg. ternehmer das Recht zum Verkauf des ekelhaften hiesigen Verein, dem Verbande beitreten. Ueber den Weg, der Nahrungsmittels entzogen wird. Uhrmacher. " Mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie trennten sich die Versammelten. " Das dann einzuschlagen ist, so schloß Redner, können Sie nun nicht mehr im Zweifel sein!( Anhaltender Beifall.) An den Vortrag Eine öffentliche Versammlung arbeitsloser Drechsler, fnüpfte sich eine sehr langwierige Debatte, welche einen lebhaften welche sehr start besucht war, tagte am Dienstag Vormittag unter Ein Seitenstück zu der letzten Versammlung der Xylographen Austausch gegenfäßlicher Meinungen zeitigte. Im Sinne des dem Vorstz des Genossen Hildebrandt; es hielt in derselben der bildete die Versammlung der Uhrmachergehilfen Verlins und Um Vortragenden äußerten sich die Herren Karkowski, Bordi Genosse Friz Zubeil einen Vortrag über unsere gegenwärtige gegend, welche, von Herrn Nät her einberufen, am 21. d. M. u. A., während die Herren Huld, Schüh, Franz u. A. die Krise und führte darin aus: unter Vorsitz des Herrn Huld im Saale bei Gratweil tagte. entgegengesezte Meinung vertraten. Dieselben huldigten der Schon in früheren Jahren, bereits 1877, waren wir hier in Auch hier galt es den Anschluß an die allgemeine moderne Ar- Ansicht, daß ein Unterschied sei zwischen Gewerbetreibenden und erlin gezwungen, Versammlungen Arbeitsloser einzuberufen, so beiterbewegung, die Bekämpfung veralteter, furzsichtiger An- Arbeitern, daß die Uhrmachergehilfen in Rücksicht auf fanden damals an einem Sonntag Vormittag fünf solcher Verschauungen. Von den 500 in Berlin beschäftigten Uhrmacher- ihre Kunst“ und„ höhere Bildung" nicht mit den ge sammlungen in den größten Sälen Berlins statt und es waren gehilfen mochte die Hälfte anwesend sein. Gingeleitet wurde die wöhnlichen" Arbeitern auf eine Stufe zu stellen seien, dieselben von vielen tausend Arbeitslosen besucht. Auch das ver- Versammlung durch einen kurzen Bericht des Vorsitzenden über daß die Ideen der Sozialdemokratie den Uhrmachern nicht helfen gangene Jahr hat wieder sehr schwer auf dem Arbeiterstand ge die Thätigkeit des Zentralverbandes der Uhrmachergehilfen könnten, daß deren Moral durch den Anschluß an die Sozial lastet, es brachte von Neuem eine jener wirthschaftlichen Krisen, Deutschlands( deren Zahl auf 15 000 geschätzt wird), welcher vor demokratie nicht gehoben werde, dieselbe jage unerreichbaren welche sich beständig und stets verschärft wiederholen. Bevor die einem halben Jahre in Frankfurt a. M. gegründet worden ist und Zielen nach, daß auf„ humanem" Wege mehr zu erreichen sei, privatfapitalistische Produktionsweise sich ausgebildet hatte, kannte dessen Haupt- Lokalverein der bereits seit 12 Jahren hier am Orte als auf abstraktem", daß die Uhrmachergehilfen nicht zeitlebens man die Perioden der größten Arbeitslosigkeit fast gar nicht, bestehende Verein Berliner Uhrmachergehilfen ist. Aus dem Be- Arbeiter bleiben könnten, sondern selbständig werden müßten, wenige Beispiele sind da nur anzuführen, erst mit dem Augen- richte ist zu erwähnen, daß der Verband 32 Vereine mit etwa daß diefelben daher mit den Prinzipalen zusammenhalten müßten, blick, wo Deutschland mit eintrat in die Reihe der für den Welt- 700 Mitgliedern umfaßt. Sodann sprach Herr Nät her über daß sich dieselben dem Niedergange des Kleingewerbes entgegen markt produzirenden Bänder, erschienen auch die Krisen auf der die Frage:„ Unsere Lage und wie kann diefelbe ge- ftemmen müßten, wenngleich sie denselben nicht zu hindern verBildfläche. Wenn wir die Verhältnisse näher betrachten, dann bessert werden?" unter wie voraus bemerkt sein möge möchten, daß der Verband die richtigen Ziele verfolge it. s. w. Das muß sich uns die Erkenntniß aufdrängen, daß in der heutigentheilweise großer Unruhe der Versammlung. Derfelbe bezeich schließliche Ergebniß der Verhandlungen war, nachdem der Referent Produktion, gleichsam wie in einem menschlichen Organismus, nete die Lage der Gehilfen( wie auch der fleinen selbständigen in seinem Schlußworte alle sozialdemokratisch Gesinnten aufgedie Blutzirkulation gestört ist, daß es seitens der Gesellschaft Uhrmacher) als eine sehr gedrückte in Berlin. Schon seit langer fordert hatte, dem Vereine beizutreten, um durch die Macht der nöthig ist, mit dem Sezirmesser einen tiefen Ginschnitt in die Zeit machten sich Bestrebungen zur Verbesserung dieser Lage Majorität den Verband in ein anderes Fahrwasser zu lenken, die wunden Stellen zu machen. Als im Jahre 1885 die Ar geltend, doch sei bisher noch nichts erreicht worden, was wohl mit überwältigender Stimmenmehrheit erfolgte Annahme nachbeiter in den Siemens und Halste'schen Werken bei Dresden als ein Beweis dafür angesehen werden könne, daß die bisher stehender von Herrn Bordt beantragten Resolution: Die am 21. Januar 1891 in Gratweil's Bierhallen tagende ihre schlechten Lohnverhältnisse nicht länger ertragen konnten und unternommenen Schritte nicht die richtigen gewesen seien. Auch daher einige Pfennige Lohnerhöhungen verlangten, verweigerte der neu gegründete Verband sei unfähig, eine Besserung der Lage öffentliche Uhrmachergehilfen- Versammlung erklärt sich mit deu man dies ihnen beharrlich, ja man zog sogar, in echter Huma- herbeizuführen, da auch er in den alten Fehler verfallen sei, die Ausführungen des Referenten, Herrn Näther, einverstanden; sie nität, billiger arbeitende Leute aus Böhmen herbei, so daß die äußeren Erscheinungen der herrschenden Nothlage zu bekämpfen, erklärt sich solidarisch mit der übrigen Arbeiterschaft und wünscht Arbeiter bald zur Unterwerfung gezwungen waren. Als bald ohne die Grundursachen des Nebels zu erkennen und zu beseitigen den Anschluß an die moderne Arbeiterbewegung." darauf die Fabriken in ein klienunternehmen umgewandelt zu trachten. Die wahren Ursachen der heutigen Nothlage der wurden, zeigte es sich, daß der Reingewinn in dem betreffenden Gehilfen und Prinzipale beleuchtete Redner in eingehender Weise. Jahre weit über eine Million Mark betragen hatte. Bei dem Zur Zeit, da das Handwerk noch einen goldenen Boden" Für Wilmerdorf und Umgegend war auf Dienstag Abend vorjährigen Hutmacherstreit in Luckenwalde erlebten wir dasselbe; hatte, sei der Uhrmacher wirklich Uhrmacher gewefen. Durch die die Hutjabrik von Cohn u. Lew in hatte im Jahre 1887 aus Entwickelung der Maschinentechnik sei aber eine vollständige Um eine Boltsversammlung einberufen, in der Reichstags- Abgeord jedem Arbeiter einen Grtrag von 183 M. Reingewinn, was gestaltung der Produktion veranlaßt worden. Die Theilarbeit meter Liebknecht über das Thema:„ Die Tattit der aber nicht abhielt, eine Erhöhung der färglichen Löhne abzu- wurde eingeführt, die Produkte verbilligt, die Fabrikation begann Sozialdemokratie und die unserer Gegner" Männer und Frauen schlagen. Bei Buzke werden täglich 603 m. Reingewinn erzielt. Dem Handel zu weichen. Die Dampfmaschine revolutionirte alles, reden sollte. Beinahe 1000 Personen Die Attien der Aktiengesellschaft Schwarzkopff waren in einer die menschliche Arbeitskraft wurde entwerthet, Tausende von aus Wilmersdorf und Umggend hatten sich eingefunden und füllten Woche von 332 bis auf 415 gestiegen, aber hiermit noch nicht Arbeitern wurden brotlos, die sich immer vergrößernde Reserve- den großen Saal des Volksgartens" vollständig. Reichstags= zufrieden, trieb die Gier der Aktionäre zu einer Verkürzung des Armee drückt auf die Löhne( so sind in der Schweiz in den letzten Abgeordneter Liebknecht war infolge einer starken Erkältung am Arbeitslohnes um 10 pet. Es warfen beispielsweise das Brau- 15 Jahren die Arbeitslöhne um 50 pct. gesunken) und die Unter: Erscheinen verhindert und hatte sich brieflich entschuldigt. Er haus Nürnberg 15 pct., eine Breslauer 26 pCt., eine Dort nehmer reiben sich in dem Konkurrenzkampfe gegenseitig auf. Die versprach in seinem Schreiben jedoch, nachträglich in einer spätemunder Brauerei 18 pCt., die Brauerei Friedrichshöhe gar Kleinen müssen den Größeren, die Größeren den Großen weichen. ren Versammlung den angekündigten Vortrag zu halten. 15. pGt., Loewe u. Go. 18 pCt., eine Jutespinnerei 25 pct. Aus den Uhrmachern sind heute Uhrenhändler mit Reparaturwerk. Referat übernahm nunmehr Genosse Pirch- Charlottenburg, Dividenden ab. Ebenso ertragsfähig waren die Bergwerke. In stätten geworden. Da die Konstruktionen der Uhren immer mehr ver nachdem die Genossen Meßmer, Piester und Peters ins Bureau Kanada betrug die Gesammteinnahme 120 Millionen Dollars, einfacht und vervollkommnet würden, so vermindern sich auch die gewählt worden. Davon erhielten 60 p& t. der Bevölkerung, die Arbeiter 50 Millionen, Reparaturen und diese Arbeitsgelegenheiten. Die Uhr ist heute Das heutige Thema so führte Referent aus ſei ſeit den Rest von 70 Millionen die übrigen 40 pCt. In den Verein allgemeiner Handelsartikel, der nicht mehr beim Uhrmacher, dem Fallen des Sozialistengefehes wohl das populärste, nicht blos einigten Staaten Ameritas vertheilt sich ein Nationalvermögen sondern überall, bei Trödlern, in Bazaren, in Abzahlungs- Ge bei den Sozialdemokraten, sondern auch bei den Gegnern gevon 2000 Millionen Dollars so, daß auf 52 pet. Menschen 900 schäften zc. zu haben sei und auch gekauft werde. Und diese Ge- worden. Als jenes Gesetz fiel, kündigten die Gegner und auf 48 pet. 1100 Millionen Dollars entfallen. In England schäfte bezahlen die Reparaturen vielfach noch beijer, als die Uhr den Kampf mit geistigen Mitteln an, den sie nun gegen erhielten bis 1878 von 800 Millionen Pfund 23 Millionen macher selber. Durch die Konkurrenz sei das alte Prinzip der die führen den Fesseln befreite Sozialdemokratie Köpfe der Bevölkerung 300 Millionen Pfund und 7 Millionen Uhrenfabrikanten, nur an Uhrmacher ihre Produkte zu verkaufen, würden. Aber wie sehen die geistigen Mittel der Gegner Köpfe 500 Millionen Pfund Sterling. über den Haufen geworfen worden. Jeder will und muß leben aus? Betrachten wir zunächst die gegnerische Presse! In oft Für Deutschland liegen uns feine ausführlichen Statistiken vor, und sucht daher abzusetzen, wo er nur fann. Bei der fortschreiwenig anständiger Weise suchte sie uns zu verdächtigen, fucht sie höchstens kann man etwas Material aus den Handelskammer tenden Vervollkommnung der Uhrenkonstruktionen werden in die Massen gegen die Führer zu verheßen. Und wo das nicht berichten entnehmen. Die Dortmunder Handelskammer gab in Zukunft gar keine Uhrmacher mehr nöthig fein, um die mehr nüßt, da wendet sie sich gegen die Lehren der Sozialihren Berichten eine Vermehrung der Ginnahmen von 1877 bis Uhren in Gang zu bringen; höchstens falle ihnen dann noch demokratie und sucht den Leuten klar zu machen, daß ihre Ziele 1887 um 290 Millionen Mark zu, hiervon entfielen auf 8 800 000 die Aufgabe zu, diefelben zu flicken. Unter diesen Ver doch nicht verwirklicht werden könnten, daß die Anhänger der Menschen 6 Millionen und auf 200 000 Menschen 284 Millionen hältnissen sei es heute ungeheuer schwer, selbständig zu werden Sozialdemokratie Utopisten und Narren seien. Oder sie setzt Mart. Und im Gegensatz zu dieser beständigen Anhäufung von und wer nicht über große Mittel verfüge, werde bald in das allerhand unverschämte Lügen über die Sozialdemokratie in die Reichthümern ergiebt die Statistit, daß im Jahre 1887 die Armen, Proletariat zurückgedrängt. Die Entwicklung der Großindustrie Welt; sie sucht z. B. die Sozialdemokratie mit den Streifdiejenigen, welche gar nichts besigen, sich um 12 pCt. vermehrt bedinge den Niedergang der Kleinindustrie, denn gegen das Groß bewegungen zu verquicken, während doch die eigentliche Schuld haften, natürlich waren die Reichen, die Ganzreichen um 17 pet. tapital tönne kein Handwerker ankämpfen. Mit der goldenen an den Streiks, die wirklichen Ursachen an ganz anderer Stelle und die Millionäre um 26 pet., um 518 Personen, gewachsen. Zeit des Handwerks sei es für immer vorbei. Statt daß die zu suchen sind. Man sehe doch z. B. die Lohnstatistiken an. Die Uns drängt sich nun die Frage auf, wie am Besten dem Maschinen den Arbeitern nüßen, verdrängen sie diefelben. Die gegnerischen Blätter geben ja zuweilen zu, daß die Lage der Arwachsenden Elend abgeholfen werden könnte; schon in den lehten Arbeitslosigkeit werde immer größer. Durch die veränderte Pro- beiter nicht überall so ist, wie sie sein sollte; aber den vollen Arbeitslosen- Versammlungen wurde es ausgesprochen, daß Re- buktionsweise sei auch die Uhrmacherei völlig umgestaltet worden. wirklichen Sachverhalt und die wahren Ursachen verschweigen sie; solutionen, auch wenn sie von Hundertausenden angenommen Da sei die Frage wohl am Blage, was wollen, was tönnen wir die kommen nur zum Vorschein, wenn die Parteien einander in würden, auf die herrschenden Klassen keinen Eindruck machen thun, unsere Lage zu verbessern? Es sei zwar eine Organisation den Haaren liegen und sich gegenseitig ihre Sünden vorwerfen, würden. Nur dadurch, daß die Arbeitermassen geschlossen gegründet worden, doch seien die Gründer sich über die Ziele wie jetzt das Agrarierthum und das mobile Kapital in der Frage auftreten, können sie einen Druck auf die Regierungen derselben noch sehr im Unklaren geblieben. Heute sei es nicht der Getreidezölle. Die Sache der Sozialdemokratie ist es, den wahren ausüben, damit diese Wandlung schaffen. Ferner müssen mehr augängig, daß die Gehilfen von den Prinzipalen bevor- Ursachen dieser Zustände nachzuspüren und sie ans Licht zu ziehen; das die Arbeiter dahin trachten, daß ihnen Mittel und mundet würden, die Gehilfen müßten unabhängig, selbständig ist die ganze Schuld der Sozialdemokratie dabei." Uebrigens Wege gebahnt werden zur Verhinderung allgemeiner Arbeits werden, sich auf eigene Füße stellen. Ihre Lage müsse in wirth steht ja heutzutage das ganze Volksleben im engsten ZusammenTofigkeit. Solchen Nothständen gegenüber müßten Staat und schaftlicher, geistiger und moralischer Beziehung gehoben werden. hang mit der Sozialdemokratie: Die Debatten im Reichstage, in Kommune es als ihre Aufgabe betrachten, zur Milderung etwas Daher müsse vor allem Verkürzung der Arbeitszeit erstrebt werden. Der Stadtverordneten- Versammlung 2c., Alles dreht sich um die beizutragen, statt dessen stehen sie mit verschränkten Arinen als die Uhrmacher seien einer der letzten Berufe, welche diese Forde Sozialdemokratie. Wie die geistigen Waffen unserer Gegner Zuschauer da. Wir müssen über alle Hemmnisse hinweg in einer rungen stellen. Die Uhrmacher arbeiten noch elf Stunden und beschaffen, das sehen wir z. B. an einem Charlottenburger Blatte, starken Arbeiterbewegung unsere Zukunft suchen, denn nur so darüber täglich. Eine Verkürzung der Arbeitszeit sei geboten das vor einiger Zeit den Bauern den Rath ertheilte, gegen die können wir die Macht in die Hände bekommen und an eine fowohl im Interesse der Hygiene, als auch, um die Gelegenheit fozialdemokratischen Agitatoren, wenn sie zu ihnen auf's Land wirkliche Besserung der Verhältnisse durch Ueberfahrung der ge- zur Arbeit und zur geistigen Bildung zu vermehren, da von dem tamen, handgreiflich vorzugehen. Wenn ein sozialdemokratisches fammten Produktionsmittel und des Grund und Bodens in den Uhrmachergehilfen ein höherer Grad von Intelligenz gefordert Blatt dergleichen schriebe, wäre sicher gleich der Staatsanwalt bei Besitz der gesammten Menschheit denken. Und hierzu werden wir werde. Des weiteren müsse eine Erhöhung des Lohnes erstrebt der Hand. erst dann im Stande sein, wenn die Ideen der Sozialdemokratie werden. Die jetzigen monatlichen Durchschnittslöhne oder„ GeNur Einer habe ja eigentlich versucht, die sozialdemokratischen in der Majorität des Volkes Wurzel gefaßt haben werden.( Leb- hälter" feien gänzlich unzulänglich, dieselben betragen 75-80 M. Lehren zu zerpflücken. Er stellte z. B. die famose Behauptung hafter Beifall.) Außer den allgemeinen theuren Lebensverhältnissen kommen noch auf: Die Sozialdemokratie, die offiziell immer die Ideen der Freiin Betracht, daß in Bezug auf Handwerkszeug, das die Gehilfen heit zu vertreten vorgebe, schreie förmlich nach der Polizei- er sich selber halten müssen, seitens der Prinzipale übertriebene An folgert dies aus Bebel's Forderung nach einer Verbesserung der Fabrikforderungen gestellt werden. So stellen z. B. viele Geschäfte keine Inspektoren- Institution in seinem Buche über die Lage der Bäcker. Man Gehilfen ein, die nicht im Besitz eines Triumph- Drehstuhles sind. Die könne sich da vorstellen, wie es mit der Freiheit erst im sozialisti Klagen der Prinzipale über Pfuscharbeit( Nebenarbeit) der Gefchen Staate beschaffen sein werde. Nun, wir müssen doch die " von In der hierauf folgenden Diskussion sprachen unter 3 stimmung der Versammlung die Genossen Menzel und Hildebrandt. Nachdem der Referent nochmals aufgefordert hatte zum Anschluß an die Arbeiterorganisationen, gelangten folgende Resolutionen und Anträge zur einstimmigen Annahine: 1. Die heute tagende Versammlung arbeitsloser Drechsler erklärt hilfen sei lediglich eine Konsequenz der niedrigen Löhne. Gin Verhältnisse berücksichtigen, wie sie sind, wir müssen alle Mittel fich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und erkennt weiterer wunder Punkt, der energisch bekämpft werden müsse, sei benutzen. Auch der Einwand sei falsch, daß die Vergesellschaftan, daß die heutige privatkapitalistische Produktionsweise Ursache die Sonntagsarbeit, welche größtentheils obligatorisch sei. Das lichung des Staates und der Produktion dem Einzelnen nur der gegenwärtigen ungeheuren Arbeitslosigkeit ist und erwartet erste und größte Uhrengeschäft von Felsing in Berlin habe sogar geringen Vortheil bringen, für den größten Theil der Arbeiter nur von der Umgestaltung der privatkapitalistischen in die ge- am goldenen Sonntage( vor Weihnachten) ohne Entschädigung aber einen kolossalen Rückschritt bedeuten würde. Die Kleinnossenschaftliche Produktionsweise, von der Expropriirung der arbeiten lassen, und zwar als Entschädigung dafür, daß die Firma handwerker 2c. habe man namentlich durch den Hinweis darauf Kapitalistenklasse zu Gunsten der ganzen Gesellschaft eine gerechte die Krankenkassen- Beiträge für die Arbeiter zahlt! Er( Redner) abzuschrecken versucht, daß die Sozialdemokratie die Kleinen HandVertheilung der geschaffenen Güter. stelle daher die Forderungen auf: neunstündige tägliche werfer ruiniren wolle. Wenn man aber die elenden Zustände Die Versammlung fordert, daß zunächst durch eine vernunft Arbeitszeit, Erhöhung des Lohnes, Beseitigung betrachtet, die namentlich in den kleinen Werkstätten herrschen, gemäße Arbeiterschutz- Gesezgebung, wie sie von der sozialdemokra- der Sonntagsarbeit, und richte an die Prinzipale die wenn man bedenkt, welche Unmassen von Material und Arbeitsfifchen Fraktion des Reichstags beantragt wurde, unter den heu öffentliche Anfrage, wie sie sich zu diesen Forderungen fraft die kleine Industrie heute verschwendet, dann ist es doch das Verhalten, der ganz tigen Gesellschaftszuständen Erleichterungen für die arbettende stellen? Von ihrer Antwort werde logisch, daß man für den Großbetrieb eintritt. Bevölkerung geschaffen werden. Die Versammlung protest irt Behilfen abhängen. Wenn die Prinzipale gewillt, den Gehilfen Wir wollen die heutige Konkurrenz abschaffen; wir wollen nicht, ferner energisch gegen jede Verschärfung der Konzessionen zu machen, so seien diese es auch wenn nicht, daß die Arbeitskraft des Einzelnen verkauft wird. Ein jeder soll Strafbestimmungen des§ 158 der Reichsgewerbe- so würden die Gehilfen wissen, was sie zu thun haben. Leider arbeiten je nach seinen Kräften und ein jeder soll von dem Ordnung. aber sei der Indifferentismus unter den Uhrmachergehilfen noch Arbeitsprodukt erhalten, je nach seinem Bedarf. Wenn es sich Die Versammelten verpflichten sich ebenso energisch einzutreten sehr groß. Das Pflichtbewußtsein und Solidaritätsgefühl müsse um das Wohl von Millionen handelt, dürfen wir nicht auf für die weitere Ausdehnung der gewerkschaftlichen Organisationen, fräftig geweckt werden, dieselben hätten fest zusammenzustehen, Taufende Rücksicht nehmen! Man sagt zwar immer, wir glänzten insbesondere für unsere Gewerkschaft, die Vereinigung der Drechsler dann sei etwas zu erreichen. Allerdings könne auch die beste immer nur mit Schlagwörtern. Aber wir haben dreifbare ThatDeutschlands. Organisation nichts dauerndes schaffen, dazu gehöre eine höhere fachen, daß das, was wir wollen Ermittelung des Konsums 2. Die heutige öffentliche Versammlung arbeitsloser Drechsler Macht, die Macht der Gesetzgebung. Daher müssen die Gehilfen und Einrichtung der Produktion danach praktisch ausführbar protestirt mit aller Entschiedenheit gegen die Nachtragsbewilligung Einfluß auf diese zu gewinnen suchen. Und dies vermöge und er- ist. Der Walzwerkverband, die Zuckerringe 2c. beweisen, daß ein von 23 000 Mark zur Ausschmückung der Feststraße beim Einzuge firebe einzig die moderne Arbeiterbewegung, daher sei ein An- folcher Ueberschlag des Konsums schon in der heutigen Gesellschaft des Königs von Italien, fie verlangt, daß die Summe schluß an dieselbe unbedingt erforderlich.( Beifall.) Die Sozial- möglich ist, wo noch lange nicht die leichte Uebersicht vorhanden, zur Stillung des Hungers der Kinder Arbeits- Demokratie vertritt allein die Intereffen der Arbeiter. Sind Sie, wie im sozialistischen Staat. loser verwandt wird und überweist diesen Antrag der so ruft Redner in die erregte Versammlung hinein, In der Taktik der Sozialdemokratie spielt die Hauptrolle: das Stadtverordneten- Bersammlung zur Ausführung. als Arbeiter?( Ja! Nein!) Freilich, Mittel der Aufklärung und gerade hiergegen richtet sich der Kampf 3. Die heutige Versammlung protestirt gegen den Sie dünken sich Künstler! Nun wohl, Ihre ganze der Gegner am meisten. Wer im Dienste der Sozialdemokratie traurige Lage zu aufklärend thätig ist, den suchen die Gegner mundtodt zu machen, den Berkauf des finnigen Fleisches auf dem Zentral- Kunst möge darin bestehen, Ihre Viehhof. Die Versammelten verlangen von der begreifen!( Großer Beifall und Widerspruch.) Es ist unbedingt bringen sie aus Lohn und Brot, den hetzen sie von Ort zu Ort, von er zu Grunde gehe oder Stadtverordneten Versammlung, daß dem Un- nothwendig, daß die Gehilfen sich start organisiren, daß alle dem Werkstatt zu Werkstatt, damit 9 etwas Besseres, Lederzurichter zum Verräther an oer eigenen Sache werde; man sucht ihn, sangeführt und fämmtliche Kollegen aufgefordert, soviel wie möglich| der freien Vereinigung der Lohgerber und indem man ihm Geld, bessere Stellung anbietet, zum Schweigen zu agitiren, damit wir geschlossen vorgehen können, um den Berlins ireten dem Zentralverein deutscher Gerber und Lederzu bringen. So versucht man, das beste Mittel, das der Sozial- Arbeitsnachweis in unsere Hände zu bekommen. Beschlossen zurichter( Altona) bei", einstimmig angenommen. Der Anschluß demokratie zu Gebote steht, zu untergraben: Die Aufklärung, die wurde in nächster Zeit eine gesellige, musikalische Abendunter- foll am 1. Februar erfolgen. Hierauf wurde zur Wahl eines bestrebt ist, die heutige Gesellschaft zu kritisiren- indem sie ihre haltung zu veranstalten. Der Ueberschuß ist für die Arbeitslosen Filialvorstandes geschritten. Es wurden gewählt: Buſſe als BeWunden zeigt und schließlich zu bessern. Aber trotzdem haben bestimmt. Billets für Herren 50 Pf., für Damen 30 Pf. Es vollmächtigter, Habi als Kassirer, Schwart als Schriftführer, Gbel fich die Lehren der Sozialdemokratie über alle zivilisirten Länder wurde ein Vergnügungsfomitee aus sieben Personen gewählt. und Brückner als Revisoren. verbreitet; und ob auch viele alte Kämpfer Deutschland haben Ferner wurde beschlossen, das Fachorgan nicht mehr obligatorisch verlassen müssen, sind immer neue exstanden. Der Generalfommission deutscher Gewerkschaften( Hamburg) Wir müssen alle Rechte, die der heutige Staat uns gewährt, gewählt. zu halten. Es wurde Kollege Henze zur Uebernahme der Zeitung wurden 200 Mart aus dem Reservefonds überwiesen. Außerdem benutzen und so spielt auch das Wahlrecht in unserer Taktik wurde beschlossen, zu demselben Zweck Marken auszugeben. Der eine große Rolle. Wir sind zwar nicht der Meinung, daß unsere Die Generalversammlung der freien Vereinigung der Erlös ist alle 14 Tage abzuliefern. Zu dem am 28. Februar Biele erreicht werden, wenn wir 100 Abgeordnete im Reichstage Lohgerber und Lederzurichter fand am 11. 3. Wt., Bor stattfindenden Maskenball im Lokale„ Königsbank“ wurden als d. lizen haben. Das Reden im Reichstage nüßt nicht; wohl aber mittags, statt. Der Kassirer erstattete seinen Bericht. Da die Bergn gungskomitee gewählt: Busse, Ebel, Krawczack, Habi, Mannigel, Lüsch und Otto. zeigen wir, daß Millionen von Wählern hinter unseren Rednern Revisoren alles in bester Ordnung befunden hatten, so wurde im Reichstage stehen und zwingen dadurch die Gesellschaft zu ihm Decharge ertheilt. Sodann berichtete Kollege Krawczac in Die in der Schäftebrauche beschäftigten Arbeiter und Ronzessionen. Man behauptet ost, wir verschleierten unsere trefflichen Ausführungen über den am 26. und 27. Dezember in Arbeiterinnen hielten am Sonnabend eine Vereinsversammlung Ziele; das ist nicht wahr! Wir wollen die Wahrheit in vollem Hamburg abgehaltenen Delegirtentag. Er brachte zugleich die ab. Kollege Krause erörterte interessante Punkte aus dem Werke Umfange sagen, wenn man uns nicht den Mund verbindet. Abänderungen des Statuts zur Verlesung, und erläuterte sie in, Ein Rückblick aus dem Jahre 2000" von Edward Bellamy. An Nachdem die etwa anwesenden Gegner wiederholt vergeblich ausführlicher Weise. Die folgenden Redner sprachen sich sämmtlich der Diskussion betheiligten sich Fräulein Baader und Kollege aufgefordert waren, sich zur Diskussion zum Wort zu melden, zu Gunsten des Zentralvereins aus. Nachdem der Vorsitzende, Krause. sprach Genosse Pirch sein Schlußwort. Er trat namentlich der Koll. Busse, für Anschluß an den Zentralverein einBehauptung entgegen, daß die Sozialdemokratie die Sitten vergetreten, wurde der Antrag Krawczad: Die Mitglieder rohe. Die Statistik beweist, daß gerade in den Gegenden die gemeinen Verbrechen am zahlreichsten seien, wo die Sozialdemokratie am wenigsten festen Fuß gefaßt habe. Unter Verschiedenem" berichtet Genosse AlbrechtSchmargendorf sodann über die von uns schon mitgetheilten Vorfälle, in welche er verwickelt war. Die Versammlung bringt ihre Meinung über das Verhalten der Polizeibeamten in so er regter Weise zum Ausdruck, daß Genosse Birch eindringlich zur Mäßigung und Ruhe mahnen mußte, um eine Auflösung zu vermeiden. Nachdem Genosse Nimmich sodann als Kuriosum ein ihn wegen Vergehens gegen die Sozialdemokratie" verurtheilendes Erkenntniß des Berliner Schöffengerichts zur Verlesung ge bracht, gelangte die am lezten Freitag von der in der Brauerei Tivoli tagenden Versammlung angenommene Resolution gegen die Lebensmittel- Zölle auch hier zur Annahme. Genosse Birch berichtete dann über die auf dem Potsdamer Parteitag beschlossene Gründung eines Partei- Organs für die Kreise Teltow- Beeskow, Ober- Barnim und Nieder- Barnim. Am nächsten Sonntag wird im Spitz'schen Lokal in Friedrichsberg eine Versammlung stattfinden, die sich mit der Organfrage beschäftigen soll. Das Blatt soll am 1. April d. J. in's Leben treten. Es soll Eigenthum der Genossen sein und ein Jeder möge das Unternehmen nach Kräften unterstützen. Wahrscheinlich werden für dasselbe kleine Antheilscheine à 5 Mart zu Ausgabe ge Tangen. Genosse Werner- Charlottenburg weist auf die aus gesperrten Schuhmacher in Erfurt hin und bittet, tein Schuhzeug, das aus den Erfurter Fabriken stammt, zu kaufen. Nachdem endlich noch Genosse Orlop, Mitglied der LokalTommission, sich über ungenügende Unterstüßung seitens der Wilmersdorfer Genossen beklagt hat und an Stelle des zum Vertrauensmann gewählten und daher ausgeschiedenen Genossen Piesker der Genosse Winne in die Lokalkommission gewählt wor den ist, schließt der Vorsitzende die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemokratie. " Der Verein der Arbeiterinnen an Buch- und Steindruck- Schnellpreffen hielt am Mittwoch, den 14. Januar, seine regelmäßige Mitglieder- Versammlung ab unter Vorsitz von Koll. Fr. Jendriya. Herr Peus hielt einen beijällig aufgenommenen Vortrag über" Freie Liebe". Da zur Diskussion Niemand das Wort wünschte, so wurde zum Punkt 3 der Tagesordnung, Berschiedenes", übergegangen. Herr Feldmann ( Buchbinder) griff in seiner Rede bis in die Zeit der Zünfte zurück und schilderte die Umgestaltung der Verhältnisse durch mehrere Jahrhunderte bis zu den heut bestehenden Arbeiter Organisationen. Er knüpfte hieran die Forderung eines Zusammengehens aller im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Allerdings sei die Erfüllung dieser Forderung jetzt noch nicht ausführbar, die einzelnen Branchen müßten erst auf ein derartiges Zusammenwirken vorbereitet werden. Dies wäre in erster Linie durch einen gemeinschaftlichen Arbeitsnachweis zu ermöglichen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen wären dann nicht mehr gezwungen, von Thür zu Tür zu laufen, um nach Arbeit zu fragen, und sich an jeder Thür von Neuem enttäuscht zu sehen. Die Arbeiter brauchten nicht ihre in Arbeit stehenden Kolleginnen und Kollegen aus Brot und Lohn zu verdrängen, indem sie sich dem Arceitgeber für jeden Preis anböten, nur um ihren Hunger stillen zu können, sondern in diesem Arbeitsnachweis fönnten sich die Arbeiter und Arbeiterinnen zusammenfinden und untergebracht werden, ohne ihre arbeitenden Kollegen zu schädigen. In zweiter Linie würde zur Vorbereitung eine gemeinschaftliche Zeitung dienen. Durch das Lesen eines solchen Blattes würde besonders unter den Arbeiterinnen das Interesse an der guten Sache erweckt werden, würde die Arbeiterinnen zum Denken und Streben anspornen. In dritter Linie wäre die Gründung einer allgemeinen Bibliothek von großer Wichtigkeit, die den Arbeitern und Arbeiterinnen zu jeder Zeit zugänglich sein müßte. Nachdem die Arbeiter, besonders aber die Arbeiterinnen, durch die oben angeführten Mittel genügend vorbereitet sein werden, um sich den Zweck eines Zusammengehens vollständig klar machen zu können, dann werden wir das erreichen können, was der Zielpunkt unserer Bestrebungen ist, nämlich Besserstellung unserer Verhältniffe. Hierauf gelangte folgende, von der Koll. A. Horn eingebrachte Resolution zur einstimmigen Annahme: Die am 14. Januar in Reyer's Salon tagende Versammlung des Vereins der Arbeiterinnen an Buch- und Steindruck- Schnellpressen erkennt an, daß es für die Zukunft eine unumgängliche Nothwendigkeit ist, daß sämmtliche im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zusammengehen, um vor allen Dingen die Vertürzung der Arbeitszeit einzuführen und sonstige gewerbliche Lohnund andere Fragen zu regeln. Der Verein der Plätterinnen und verw. Berufsgenossen Berlins hielt am Montag, den 12. Januar cr., seine erste Generalversammlung ab. Die Versammlung war zahlreich besucht. Der Viertel- und Jahresbericht wurde verlesen und für richtig befunden. Zum Geschäftsbericht nahm Herr Möhring das Wort und verbreitete sich über die Thätigkeit des Vorstandes seit Bestehen des Vereins. Er forderte die Mitglieder auf, auch im neuen Jahre fest und treu zum Verein zu stehen, dann werden auch alle die Ziele, die der Verein sich gesteckt, zu allseitiger Zufriedenheit in Erfüllung gehen. Zu Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Fräulein Sydow als erste Vorsitzende; Frau Schulz als zweite Vorsitzende; als erste Schriftführerin Fräulein Biederman, als zweite Fräulein Grothe, als erste Kassirerin Frau Stuckardt, als zweite Frau Krug. Die Vorsitzende erklärte, daß von Fräulein Wurzel und Gen. ein Antrag eingelaufen sei, die franken Mitglieder wöchentlich mit 3 M. zu unterstützen. Der Antrag wurde auch nach kurzer Motivirung angenommen. Es wurde beantragt, dem alten Vorstand für seine Muhewaltung 20 M. zu bewilligen; auch dieser Antrag wurde angenommen, jedoch erklärte Fräulein Sydow im Namen der anderen Vorstandsmitglieder, auf die 20 M. zu Gunsten des Vereins verzichten zu wollen. Des Weiteren wurde beschlossen, der Kassirerin für ihre Thätigkeit monatlich 3 M. zu bewilligen. Nachdem der Vorsitzende noch die Mitglieder ersucht hatte, für den am 24. d. M. in der Brauerei Friedrichshain stattfindenden Wiener Maskenball zu agitiren, schloß er mit einem Hoch die Versammlung. Der Fachverein der Stellmacher Berlins und Umgegend hielt am Sonntag, den 18. d. Mts. eine Mitgliederversammlung ab. Es wurden verschiedene Mißstände beim Innungsnachweis 3. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 22. Januar 1891, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Warf sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 93 121 40 266 323 27 64 532 609 811 58 905 39 68 84 1030 286 594 615[ 1500] 711 65 92 867 999 2010 74 98 105 296 450 572 711 30 802 79 3213 484 92 99 571 717 893 4028 122 273 311 471 674 79 5014 301 481 605 13001 706 51 833 6315 7042 173 15001 272.96 315 43 408 555 130001 684 705 12 824 915 8116 287 304 64 864 9159 511 616 46 772 77 869 92.455 792 10553 65 631 33[ 500] 42 723 98 816 909 10 22 81 11125 452 99 617 68 90 872 1: 2080( 3000) 337 42 48 493 524 55 62 648 110 0001 85 767 801 981 13009 339 660[ 300] 754 86 96 809[ 30001 52 970 82 14382 [ 1500] 429 529 716 66 829 908 86 15024 76 152 84 89 273 333 442 588 601 12 67 704 873[ 3000]$ 2.920 16025 26 113 204 78 87 641 45 814 25 91 901 17113 20 89 217 88 327 30 415 95 663 71 617 29 870 71 73 978 19009 129 76 95 96 241 371 S6 15001 410 12 19181 218 387 20026 171 220 68 15001 91[ 15001 367 15001 534 605 33 34 829 937 60 21108 252 305 773 89( 1500) 857 71 22007 70 171 86 377 501 97 630 68 795 801 11500] 941 23138 53 76 233 318 447 60 615 717 43 823 24229 40 74 1300] 399 608[ 3000] 16 612 18 733 71 917[ 300] 25004 10 49 156 250 509 602 700 85 817 26062 128 73.11500] 222 49 77 330 412 549 80 13001 607 27 32 770[ 300] S31 130001 928 1500 27116 298 370 403 6 529 73 15001 90 685 886 940 28192 234 381 89 412 49 94 508 9 56 620 800 60 934 29004 15 107 25 69 202 52 391 554 78 617 65 773 901 30308 48 411 545 920 69 31248 74 521[ 300] 65 920 93 32061 108 15001 43 431 1530] 534 602 22 823 33112 71 1500] 90 306 51 75 77 566 628 81 708 835 922 34150 94 222 473 530 97 606 87 799 825 35005 248 431 46 98 563 73 711 25 40 808 64 130001 36122 37 67 253 39( 3000) 61 332[ 1500] 39 1300] 43 78[ 300] 462 75 11500) 567 640( 500] 944 37014 52 143 225 352 86[ 5000] 632 796 962 38060[ 30] 107 260 425 687 815 64 39108 239 172[ 3000] 317 50 95 678 707 62 824 [ 500] 38 63 65 40012 66 209 412[ 300] 55 647 94 939 70 82 41028 36 301 32 560 710 24 99 42081 3 99 416 33 685 890 43025 152 242 49 458 47 661 662 880 44231 310 666 764 13000) 45151 53 354 516 658 720[ 1500] 48 68 847 49 92[ 1500] 46071 164 249 472 571 83 98 837 910 130001 19 47092 262 310 415 667 771 836 43 58 990 4-012 74 119 54 220 32 62 305 88 4-0 606 718 49 49037 15000] 230 456 110 000] 508 15 855 921 89[ 300] 00045 112 62 398 449 543 57 82 659 773 82 801 51016 141 83 215 423 51 619 28 59 696 5: 2014 74 157 74 78 250 346 67 98 421 29 36.8 551 670 703 85 11500) 53111 234 314 37 465 5 5 59 68 642 749 72 803 44 130001 71 74 907 94 54113( 1500) 752 941( 3000) 550.9 13001 37 115001 228 81 318 115001 96 60. 851 9 36003 55 82 131 320 440 76 526 1500] 614 83 115001 865 115001 57210 407 541 63 74.58 841 91 934 43 58293 310 448 509 67 93 811 964 67 59094 179 236 99 334 81 485 634 50 76 717 58 833 75 92 970 89 60049 92 260 414 86 509 613 732 62 897 991[ 500] 61092 167 253 316 48 404 8 585 623 53 75 630.9 26 61 303 72 93 440 501 641 758 816 42 46 99 900 64001 10 59 60 81 135 267 503 753 65206 26 513 35 606 7.4 902 11 35 66027 155 245 369 93 484 627 69 67 15000 84 883 939 60 67143 245 458 83 509 13001 53 609 777 948 69 68177 216 43 476 596 791 876 964 62015 153 331[ 3000] 460 668 952 95 69159 204 74 543 625 31 88 815 18 70178 247 800 13[ 1500] 23 115001 431 73 526 51 85 678 115001 737 59 845 98 921 43 45( 3000) 71.06 72 237 361 81 48:46 774 801.79 72139[ 300] 251 500] 471 571 761 65 92 819 950[ 3000] 65 73060 85 127 386 465 869 963 7414 56 82 372 96 535 139001 57[ 50.0 692 706 862 981 75019 80 142 315 417 39 90 548 694 766 68 8 1948 76067 210 432 40. Ou] 624 25 42 61 745 45 68 1500] 78 832 51 994 77260 67 302 485 754 926 35 47 68 78044 137 246 358 453 67 536 53 82 608 792 900 81 91 79080 85 263 491 649 735 46 851. 80194 220 426 28 51 528 845 911 13 81108 248 15001 312 69 548 91 731 866[ 1500] 942 86 82147 70[ 300] 80 306 82 586 617 21 44 83149 273 322 410 32 635 69[ 300] 934 53 91 84209 67 345 531 615 810 79 85 05 63 208 23 79( 300) 463 531 978 86165 73 233 47 372 406 39 95 536 94 602 701 49 89 889 96 997( 500] 87068 71 89 98 224 329 572 611 718 805 34 2 87 90[ 300] 021 67 93 244 93 421 26 1500) 548 61 735 130001 67 841 83 89027 41 11500] 43 132 44 388 91 503 45 67 77 86 636 763 938 78 90023 34 67 72 108 238 75 425 83 598 612 711 822 01029 49 76 106 209 13001 51[ 300] 406 94 536 631[ 500) 886 92076 100 60 239 60 494 541 78 682 798 994 93079 102 9 63 84 206 49 55 382 556 660 901 78 94228 76 379 609 785 834 81 99 915 42 86 89 95000 56 89 135 326 436 15001 53 677 713 74 96030 158 248 512 759[ 1500] 78 813[ 1500] 97071 182 409 585 619 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114 285 362 656 713 26 55 870 141196 272 312[ 1500] 86 647 949 142057 203 79 376 430 61 66 70 80 546 779 870 911 21 39 50 143032 114 73 229 338 43 447[ 3000] 99 539 95 718 863 918 41 144481 505 24 61 90 701 2 19 916 20 64 145129 65 204 33 363 403 65 813 49[ 300] 94 953 147042 68 252 13001 680 780 13 914 148087 52[ 1500] 520 76 934 52 146049 68 138 292 303 5 528 708 24 31 55 149.05 34[ 300] 437 51 66 72 635 85 110 11 59 212 68 567 903 29.86 02 86 841 939 86 150045 105 34 42 56 289 314 702 90 942 151036 147 397 891 940 41 152045 110 000, los 322 66 621 153005 153 305 1300] 672 762 70 99 154034 63 305 24 36 53 09 563 682 723 69 88 818 953 155013 18 51 180 344 47 40, 512 22.24 61 669 791 98 156012 73 79 234 47 356 77 768 157021 20 34 11 208 347 56 86 407 11500, 36 557 77 956 90 158257 391 940 75 159061[ 1500) 142 255 419 707 95 849 912 47 59 90 160092 297 387 567 605 30 13001 743 891 906 161105 67 203 50 162 17 55 142 49 359 426 37 82 88 540 46 78 405 33 503 55 719 67 648 50 51 21 916291 163003 84 134 72 222 334 464[ 300] 522 838 88 923 164016 230 400 504 26 42 65 88 637 824 165042 77 414 87 354 12 300 489 617, 76 723 115001 949 17372 90 834 1500r 57 66 169064 296 407 32 616 629 144 47 81 82 834 956 170102 72 279 954 81 171139 259 509 600 77 172345 81 495 617 84 728 831 173056 136 110 000] 54 76 301 26 28 400 36 501 55 94 96 623 79 91 779 174032 81 91 346 80 451 53 505 669 94 851 984 175000 36 209 364 524 95 752 893 920 45 1500) 97 176015 217 532 842 926 177025 41 86 105 13001 44 59 244 53 446 56 638 1300) 722 60> 09 85 974 178004 23 11500) 239 81 360 439 45 51 500 13 58 920 179005 21 107 63( 3000) 94 352 491 518 65[ 3000] 618 908 45 565 618 7045246 312 54 66 490 551 624 733 67 180466 96 596 604 45 96 775 86 984 95 99 11006 25 170 71 211 13 01 30 35 30 463 874 926 182 59 91 257 360 403 17 742 89 806 16 40 951 72 1-3008 59 201 15 361 73 481 501 618 66 73 752 857 75 18: 022 28 193 557[ 5001 709 969 45 185005 458 97 130001 508 93 766 837 933 186024 140 285 486 187156 353 95 453 844( 1500) 61 901 41 59 188158 344 402 678 84 727 911 44 189049 168 77 285 97 441 581 601 722 49 99 932 1000] 92 3. Ziehung der 4. Klasse 183. Königl. Preuß. Lotterie. 467 516 737 41 47 801 954 115001 95133 203 349 87 421 553 960 64 99 Ziehung vom 22. Januar 1891. Nachmittags. Nur die Gewinne uber 210 art find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 96076 140 341 83 449 526 665 712 1500J 91 863 81 989 97133 72 334 81 91 459 662 76 773 811 98913 49 81 172 99 252 308 421 51 628 69 [ 3000] 746 919 99224 306 87 90 500 29 633 723 1300] 841 77 100006 27 41 104 43 242 70 96 497 622 701[ 300] 902[ 300] 101467 548 69 638 71 73 75 935 102081 250 6 477 516 41 666 98 754 92 831 35 87 103226 353 446 56 81 517 82[ 300] 98 741 72 932 81 104153 71 215 389 464 759 76 95 973- 105262 303 7 13 15 430 708 106016 78 84 208 9 397 450[ 1500) 501 77 720 855 933 40 1071 8 236 322 56 78 130 447 90 602 951 71 10.5 152 86[ 3000] 218 99 419 51 60 503 48 607 73 755 80: 9-0 93 2004 27 61[ 10 000] 0 117 34 226 456 543 751 864 937 3080 199 326 480 724 95 864 937 41 4052 59 74 324 440 74[ 3000] 557 814 39 950 5002 11( 300) 159 244 309 1500] 32 85 476 512 620 46 82 770 79 6000 10 16 23 33 127 201 35 434 663 96 709 93 97 104 71 235 417 57 519 35 83 89 615 728 856 808 37 907[ 300] 190 245[ 1500] 315 422 651 800 5 951[ 300] 53 8090 1500) 113 79 242 323 462 577 642 707 26 96 894 9065 115001 417 95 533 698 753 32 68 560 854 81 912 108414 509 92 641 872 906 39 109070[ 1500] 10104 39 302 40 59 420 77 89 800 74 11001 3 106 282 371 478 568 700 994( 500) 12124 90 93 728 50 83[ 500] 805 52 941 130001 13222 355 65 401 45 526 74 77 6.9 734 928 14203 12 379 479 521 629 91 736 50 816 66 15082 85 200 11500] 545 46 16109 58 68 267 68 348 87 448 50 907 42 79 17098 10. 41 87 417 94 535 758 70[ 500] 71 854 58 18034 36 96 149 238 402 644 59 739[ 1500] 65 1930s[ 3000] 48 73 510 631 63 98 908 66 87 20060 103 13 69 271 493 560 725 36 66 430 52 907 72 21221 510 630 57 799 844 22010 153 63 15001 81 91 221 450 533 650 71 889 940 [ 1500] 23131 261 371 504 5 51 61 621 713 35 47 56 87 858 24035 [ 3000] 126 228 98 335 67 402 42 69 678 85 1500] 717 80 990( 1500) 25000 100 212 38 649 13001 750 58 26129 54 64 475 582 606 5S 768 822 84[ 3000] 94 990 27002 112 22 279 480 603 27 77[ 30001 94 731 74 95 945 28058 164 216 446 51 80 504 645 67 855 79 951 29164 274 98 346 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.