Nr. 119. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal, Eingetragen in der Post- Bettungs Preisliste für 1898 unter r. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwürts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel setle ober beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Reensprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. and Dienstag, den 24. Mai 1898. -O " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. weiter nachgeben, wenn sie herrin in ihrem Betriebe bleiben Die Lehren des Piesberger Streifs. werbe- Ordnung die in Frage stehenden Tage nicht ohne weiteres will, und so wird daher auch dieser Ausstand wohl bis unter ihren Festtagen" einschließen, so würde als maßgebende zu Ende durchgekämpft werden müssen. Zwischen dem Nachdem wir die Landtags Verhandlungen über den Landesvorschrift die hannover'sche Sabbathordnung Verhalten des Vorsitzenden des christlichen Gewerkvereins und Piesberger Grubenarbeiter- Streit im Stenographischen Bericht heranzuziehen sein. Diese erkennt für Katholiken die sieben dem anderer gewerkschaftlicher Agitatoren ist ein Unterschied gelesen haben, können wir den Eindruck nur so zusammen- Tage als Festtage an und schreibt also auch für diese vor, es nicht zu erkennen. Es handelt sich bei seinem Vorgehen auch nicht um die Hebung der materiellen Lage der Arbeiter, sondern fassen: die Interessen des Geldfaces sind für unsere sollten öffentliche Arbeiten nicht stattfinden, es sei denn in um die Frage, wer über die Arbeitsverhältnisse des Herrschenden politischen Anschauungen uneingeschränkt maß- erweislichen, von der Polizei zu ermäßigenden Nothfällen". Wertes zu bestimmen haben soll: der Arbeitgeber oder die gebend geworden, religiöse Bedenken und feierliche mon- Nothfall und wirthschaftliches Bedürfniß(!) des betreffenden Arbeiter. archische Kundgebungen Thron und Altar!- fallen Gewerbetreibenden" sollen sich jedoch hier nach Herrn Brefeld Man sieht, diese Gesellschaft spuckt auf die Betheiligung hier nicht mehr ins Gewicht, während man noch vor ein paar finn ist, soll bei der Auslegung der Sabbathordnung mit der Arbeiter an der Regelung gemeinsamer Angelegenheiten, decken! Was nach der Auslegung der Gewerbe- Ordnung UnJahren wenigstens das Deforum zu wahren versuchte. Dem Volte muß die Religion erhalten einem Male Vernunft werden! Die Gruben können nach der zur Wahrnehmung ihrer Interessen". Aber monarchisch ist bleiben! Wie oft haben wir dies Wort, manchmal aus Meinung der Behörde die 21 000 m. brauchen, die sie in fie bis in die Knochen wenn es nichts kostet und etwas dem Munde des Kaisers, gehört. Nun stretten die etwa tausend sieben Arbeitstagen vielleicht mehr verdienen, und darum giebt einbringt. Die Verhandlungen im preußischen Abgeordnetenhause sind Bergleute bei Osnabrück, weil sie an sieben katholischen Feier- Herr Brefeld zur Nichtheiligung des Sabbaths seinen Segen, Die Agitatoren der tagen, die bisher stets arbeitsfrei waren, auch in Zukunft nicht den der Bischof nach den leyten Nachrichten verweigert. Der gerade zur rechten Zeit gekommen. ohne weiteres arbeiten wollen, blos weil es den Aktionären wichtige Herr v. gedlig und Neukirch verkündet sogar Sammelpolitik ziehen umher und verstecken ihren Haß. um der höheren Dividende willen mit einem Male so beliebt. ganz offen, daß immer eine Nothlage dann anzuerkennen ist, gegen alle ehrliche Arbeit unter der Maske des Die niedere Geistlichkeit stellt sich auf die Seite der Arbeiter. wenn der betreffende gewerbliche Unternehmer in finanzielle oder Kampfes gegen die glaubensfeindliche, antimonarchische SozialDer Bischof von Osnabrück, der erst zwischen Himmel und sonstige Schwierigkeiten gerathen ift" eine Interpretation, demokratie. Hier in Piesberg war eine fromme, unterErde schwankte, zog schließlich seinen Dispens zur allgemeinen die schließlich jeden durchgebrannten Kassirer oder liederlichen würfige Arbeiterschaft; sie jubelte selbst dem Grafen Arbeit zurück. Die Religion mit ihren Festtagen sollte dem Chef über die Ruhetage ganzer großer Bevölkerungskreise ent- Posadowsky noch zu, als er im Reichstage die„ ethischen Volfe erhalten bleiben. scheiden läßt und die für Krisen jahre alle Ausnahmen Gesichtspunkte" über die Dividenden stellte. Doch welch' eine Und Herr Brefeld? Und die Nationalliberalen und Kon- zur Regel machen würde. Wahrlich, wir haben es in der Fluth von Gehässigkeiten und Drohungen ist auch über diese servativen? Und vollends die Preßmeute, die nach der Peitsche Reaktion gegen die so sehr geringen Arbeiterschußanläufe schon Beute hereingebrochen weil sie Arbeiter waren und die Grenzen ihrer Ausbeutung nicht nach der absoluten des Herrn von Stumm tanzt? Sie läßt die Kirche Stirche sein. herrlich weit gebracht! Die Noth bricht nicht blos Eisen, sondern auch die heiligsten Welche ungleiche Behandlung von Arbeitern und Kapi- Willkür des Kapitals verschoben sehen wollten. Wir wünschen ihnen wie allen um ihre Existenz und religiösen Vorschriften; und nach der übereinstimmenden Ver- talisten auch sonst! Der Gewerkverein christlicher Berggleichviel sicherung aller Sammlungspolitiker ist es ein„ Nothstand", arbeiter hat während des Streites zu vermitteln gesucht. Wir ihre Menschenwürde ringenden Arbeitsbrüdern, daß das Biesberger Grubenfapital in den letzten Jahren durch sind keine Freunde des Herrn Brust, aber um mit den welchen Glaubens und welcher sonstigen Stellung zu uns ein Vertreter der Arbeiter, den besten Erfolg in ihrem Kampfe. Mögen sie aber auch die Wasserschaden und durch kostspielige Fortleitung seiner Ab- faiserlichen Erlassen zu reden wässer nicht mehr fo fette Dividenden wie früher abwirft. der ihr Vertrauen besaß, war er zweifellos. Herr Brefeld, bittere Lehre nicht vergessen: daß das Kapital ohne UnterUntergebener, Herr Täglichsbeck, schied des Glaubens und der politischen Anschauungen zuDarum zum Teufel mit Peter Paul und Allerheiligen. An beziehungsweise fein den Tagen mag man hinfort Mammon dienen und nicht bestreitet ihm jedoch auf eine höfliche Anfrage in hochmüthigstem sammensteht und daß darum auch die Arbeiter aller KonGott! Tone jede Befugniß zur Vertretung der Arbeiter des be- feffionen und Richtungen auf brüderliches Zusammenwirken Die Arbeiter sollen durch Vertreter, welche ihr Verzeichneten Steinkohlenbergwerks". Herr Dr. Beumer, der angewiesen sind. trauen befigen, an der Regelung gemeinsamer Angelegen Geschäftsführer der großen Eisen- und Stahlindustriellen, hält heiten betheiligt und zur Wahrnehmung ihrer Inter- diese Stellungnahme der Regierung natürlich für besonders essen bei Verhandlung mit den Arbeitgebern und erfreulich, indem sie es ablehnt, eine Vermittelung da anmit den Organen Meiner Regierung befähigt werden." zubieten, wo es sich um das Eindringen eines Agitators in Das war 1890 die feierlich verkündete Weisung des die inneren Verhältnisse eines Werkes handelt, die diese heute regierenden Monarchen an den preußischen Handels- Werksverwaltung selbständig zu ordnen hat. minister. Hat die Piesberger Grubenverwaltung irgendwie Ein Herr muß im Hause bleiben, wenn die Wohlfahrt des vorher mit den Arbeitern über die die Arbeiter wahrhaftig produktiven Lebens in Deutschland gedeihen soll. tief berührende Angelegenheit verhandelt? Hat sie irgend bei den Nationalliberalen.") Die„ Post" endlich jubilirt: Mit vollem Recht hat der Minister für Handel und Gewerbe welche Verständigung wie sonst unter Gleichberechtigten veres abgelehnt, in dem vorliegenden Falle vermittelnd sucht? Ach nein; sie hat einfach durch Anschlag be. einzutreten. Der Kampf wird eben durchgefochten werden müssen, fannt gegeben, daß von jetzt ab an den ehemaligen wie der Hamburger Hafenarbeiterstreit, wie der Ausstand der Ruhetagen zu arbeiten sei. Das mag auf grund der ArbeitsFabrik- Schuhmacher in Berlin und andere wirthschaftliche Kämpfe ordnung formell zulässig sein. Moralisch ist das in unseren dieser Art, bei denen es nicht um eine Besserung der ArbeitsAngen nichts anderes wie Kontraktbruch, denn der Inhalt des bedingungen der Arbeiter, sondern darum sich handelte, ob der Betriebsleiter Herr im Hause sein und bleiben soll, oder ob Arbeitsvertrages war gegeben durch die bisherige, undenklich er sich in die Leitung des Betriebes von den Arbeitern alte Gewohnheit der Arbeitsruhe. Wo anders wie im oder gar von außerhalb stehenden Arbeitervereinigungen Verhältniß zwischen Kapital und Arbeit giebt es in der hereinreden lassen soll. ganzen heutigen Gesellschaftsordnung zweiDabei haben jedoch die außerhalb stehenden" Unterseitige Verträge, deren Abänderung der eine bertragschließende Theil, lediglich nach seinem einnehmer Organisationen Tag für Tag das Recht für sich seitigen Interesse beliebig verfügen tann?- und Herrin Anspruch genommen, in die Piesberger Lohnkämpfe in geBrefeld, der Nachfolger des Ministers der kaiserlichen Erlasse? der bergbaulichen Interessen im Oberbergamts- Bezirk Dortmund hässigster und aufreizendster Weise einzugreifen. Der Verein Der Gedanke an die Gleichberechtigung der Arbeit bei der Regelung so einschneidender Fragen scheint im preußischen hat die Sache der Piesberger Grubenlords zu der seinigen geHandelsministerium überhaupt nicht mehr aufzutauchen. Als macht. Die nordwestliche Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und und Stahlindustrieller hat die ihr angehörenden ob wir nicht in einer bürgerlich- liberalen, sondern in einer Gesellschaftsordnung von Sflavenhaltern lebten, äußerte Herr Werke aufgefordert, Arbeiter, die während dieses Ausstandes Brefeld im Abgeordnetenhause: " ( Bravo! Wahlkamp F. Die Gefährdung des Reichstags- Wahlrechts. = Die Dementirungsversuche der konservativen und der Regierungspresse gegenüber den Feststellungen bezüglich der Reaktionspläne gegen das Reichstags- Wahlrecht fonnten natürlich mur ein Lächeln erwecken. Auch der Zentrums- Abgeordnete Müller- Fulda, der vor mehreren Wochen einige Enthüllungen über die Absichten der Feinde des Wahlrechts auch innerhalb der Regierung zu machen in der Lage war, hat sich letzthin in Fulda nochmals in folgender Art dazu ausgesprochen: „ Er fönne positiv versichern, daß die Absicht vorhanden sei, ein anderes Wahlrecht für den Reichstag einzuführen. Wenn das abgeleugnet werde, so habe diese Ableugnung nicht viel zu bedeuten; es sei schon mehrmals etwas offiziell abgeleugnet worden, was sich bald nachher als richtig herausstellte. So habe man 1893 bei Berathung der Militärvorlage abgeleugnet, daß der Plan bestehe, die Tabatsteuer zu erhöhen, und schon im Jahre darauf habe man die Tabakfabrikat Steuervorlage eingebracht, die 50 Millionen Mark mehr einbringen sollte. Gerade so sei es jezt. Wenn man jetzt vor den Wahlen zugebe, daß man das Wahlrecht abzuändern vorhabe, dann würde das Volk sich in großen Massen da gegen erheben.... Nicht blos das Wahlrecht stehe in Gefahr, sondern auch das Vereins- und Versammlungsrecht und das Freizügigkeitsgesetz. Ebenso würde der Kulturkampf wieder neu entfacht werden, wenn die Politik der Sammlung, eine NeuAuflage des alten Kartells, ans Ruder käme." Zu diesen Aeußerungen bemerkt die Germania": " abgekehrt sind, nicht als Arbeiter anzunehmen", und diese Nach allem, was ich gehört habe, sind diese Arbeiter stets brutale Einmischung in die Verhältnisse und AuseinanderWenn gegenüber dieser erneuten Behauptung abermals Abruhige, ordentliche, anständige Leute gewesen, von denen man sich fegungen zwischen Dritten ist gezeichnet von dem gleichen leugmungsversuche gemacht werden sollten, so wird schließlich nichts in hohem Grade verwundern muß, daß sie sich geweigert, unschuldigen Dr. Beumer, der sich zwar in Krämpfen der übrig bleiben, als die Fäden völlig aufzudecken, die gegen das der Aufforderug( 1) des Werkes Folge zu leisten, daß sie Entrüstung windet, wenn einmal einem ,, arbeitswilligen" Arbeiter Es wäre dabei der Maßregel Widerstand entgegengesetzt haben. bestehende Wahlrecht gesponnen worden sind. von Mitarbeitern ein Fenster eingeworfen wird was in Dabei kann man ernstlich darüber streiten, ob die Auf- Piesberg vorgekommen sein soll, der aber kalten Blutes allerdings unerläßlich, daß Namen genannt würden, auch wenn forderung", mit einem Male mehr zu leisten, als ursprüng- das wirthschaftliche Todesurtheil an hunderten von Arbeitern aftive Beamte in Frage kämen." lich vereinbart war, nicht auch eine Gesezes übertretung feitens der übermüthigen Scharfmacher von Rheinland- Westenthält. Im Betriebe von Bergwerken, Brüchen und Gruben falen vollstreckt sehen will. Ja, Bauer, das eine ist eben dürfen nach§ 105b der Gewerbe- Ordnung Arbeiter an" Terrorismus", und das andere die heutige Sozial„ Sonn- und Festtagen" nicht beschäftigt werden. Allerdings reform! heißt es in§ 105a: Welche Tage als Festtage gelten, bestimmen unter Berüidsichtigung der örtlichen und tonfessionellen Verhältnisse die Landesregierungen. Eine besondere derartige Regelung ist in Preußen nicht getroffen. Indeß scheint uns das im vorliegenden Falle sehr gleichgiltig. Entweder die sieben strittigen Tage sind Feste im Sinne der Gewerbe- Ordnung, dann sind Ausnahmen nur zulässig bei„ Arbeiten, welche in Nothfällen oder im öffentlichen Interesse unverzüglich vorgenommen werden müssen"(§ 105 c Gewerbe- Ordnung). Selbst Herr Brefeld will diese Worte ,, strictissime interpretirt" wissen und Herr v. Berlepsch hat in einem Erlasse an die Behörden ausdrücklich nochmals bestimmt: Zu den Arbeiten in Nothfällen gehören solche Arbeiten, die zur Beseitigung eines Rothstandes oder zur Abwendung einer Gefahr sofort vorgenommen werden müssen. Zu solchen Notharbeiten muß Herr Brefeld zugeben würden die Arbeiten in den Piesbergen nur so weit gehören, als sie die Wasserhaltung und die Reparatur betreffen, nicht aber Arbeiten zur Förderung von Kohlen."- Würde aber die Ge Und man höre diese Wortführer des weißen Schreckens weiter. Herr Beumer will die Arbeiter nur dann wieder eingestellt haben, wenn sie sich bedingungslos" unterwerfen. Doch auch das nur mit Einschränkungen: " Diese Andeutungen der Germania" sind sehr seltsam. Wenn das Blatt, wie es scheint, in der Lage ist, die Fäden völlig aufzudecken, die gegen das bestehende Wahlrecht gesponnen worden find", so ist es feine Pflicht, dies ungesäumt zu thun. Wir wollen aber nochmals wiederholen: Mag es mit den AusTaffungen des Abg. Müller und mit den obigen Andeutungen der ,, Germania" sich wie immer verhalten, das deutsche Volk Die Rädelsführer in ihren Betrieb wieder einstellen, weiß aus zahllosen anderen Beweisstücken, daß das kann keine Verwaltung, weder in der Industrie, noch im die Reaktion ein Attentat gegen das Wahlrecht Handel, noch in der Landwirthschaft. ( Sehr richtig!) plant. Das deutsche Volk weiß, wie brennend diese Gefahr bereits geworden ist. ... Meine Herren, bedingungslos muß diese Arbeit wieder Wir möchten bei der Gelegenheit zu all den früheren Zitaten aufgenommen werden, weil je de Konzession, die im gegenwärtigen Augenblick erfolgt, zweifellos seitens der Agitatoren als aus Reden und Aktenstücken der„ Sammelparteien" heute noch ein ein Sieg ausgelegt und ausgebentet werden würde, um für den recht interessantes hinzufügen. Am 5. Dezember 1888 wurde im christlichen Werkarbeiterverein neue Mitglieder erst einmal aus der preußischen Abgeordnetenhause ein Antrag auf Einführung der geIndustrie, dann aus den staatlichen Werkstätten und schließlich heimen Abstimmung bei den Wahlen zu diesem Hause sowie zu den auch aus den Arbeitern der Landwirthschaft in den Kreis ihrer Kommunal- Vertretungen berathen. Damals wurde vom RegierungsOrganisation und Agitation zu ziehen. Die Post" schrieb noch deutlicher bereits am 16. April: Es handelt sich, wie die Dinge jegt liegen, offenbar viel weniger um die Arbeit an den bezeichneten Feiertagen selbst, als, wie bei dem Hamburger Hafenstreit und bei dem Ausstande der Berliner Fabrit- Schuhmacher, um eine Macht frage. Die Verwaltung der Georg- Marien- Hütte( der Befizerin v. Biesberg) fann gegenüber dem Auftreten der Arbeiter naturgemäß nicht tische aus folgendes ausgeführt: Meine Herren, ich höre eben aus der Mitte des Hauses den Ruf Reichstag" und dies giebt mir die willkommene Gelegenheit, jetzt auf einen Punkt zu kommen, den ich vor ihnen noch entwickeln wollte. Gewiß, meine Herren, wir haben nach der Gründung des Norddeutschen Bundes für die politischen Wahlen zum Reichstag geheime Abstimmung eingeführt, aber es wird zu untersuchen sein, ob sich diese bevorstehenden Reichstagswahl sprechen. Institution bewährt und ob sie nicht ( Aha! links.) Der Garten befitt Viele Pariser Blätter halten die Lage der Regierung zwei Ausgänge, ist von drei Seiten mit Mauern und infolge dieses für sie ungünstigen Wahlausfalls für schwierig. auf der vierten Seite von einem Zaun umgeben. Der Anwohner Der monarchistische„ Gaulois" hebt als bemerkenswerth hervor, der letzteren Seite hatte ausdrücklich seine Zustimmung zur Abhaltung daß die Radikalen und Sozialisten in der Provinz erstaunliche giltigkeitserklärung der Wahl des Herrn v. Bolenz wurden denn auch Erfolge errungen haben. einer Versammlung gegeben. Unter dem frischen Eindruck der Unbei der Nachwahl im Jahre 1894 die Versammlungen in diesem Die belgischen Kammerwahlen haben ebenfalls am Garten anstandslos genehmigt. Von der Agitation. vielmehr das Gegentheil von dem erreicht hat, was man mit ihrer Einführung zu erlangen hoffte. Nach der Erfahrung, die wenigstens für den Reichstag vorliegt, ist dies im höchsten Grade zweifelhaft. ( Hört! hört! rechts.) Wir sind der Meinung, daß unsere politischen Sitten und der Die für vergangenen Sonntag geplante Versammlung wurde gestrigen Sonntag stattgefunden. Das Resultat ist noch nicht llar ganze Stand unferer politischen Moral seit Einführung des ge- dagegen von Herrn Amtshauptmann v. Bolenz wegen dringender ar zu übersehen. Jedenfalls hat auch dort die sozialistische heimen Wahlrechts im Reichstag feine Fortschritte gemacht hat; Gefährdung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit verboten. Partei ausgezeichnet abgeschnitten. ( sehr wahr rechts), Widerspruch links), Es ist das dritte Mal, daß Belgien unter dem neuen Herr v. Polenz, der durch seine Thätigkeit im 22. und 28. sächsischen wir find im Gegentheil der Meinung, daß wir uns seitdem in Reichstags- Wahlkreise außerordentlich viel dazu beigetragen hat, daß Wahlgefeße wählt. Bei jeder der jedes zweite Jahr stattbebentlicher Weise auf einer schiefen Ebene danach zu empfinden, bei der Wahlprüfungs. Kommission bes handelte sich also bei der gestrigen Wahl um diejenigen uns diese beiden Kreise zufielen, scheint ein unmenschliches Verlangen findenden Wahl wird die Hälfte der Kammer erneuert. Es bebefinden, es wird Sache ber ernsten Erwägung deutschen Reichstages noch bekannter zu werden, als er es ohnehin Size, die 1894 zur Wahl gestanden hatten, d. h. um die der königlich preußischen Staatsregierung schon ist. fein, ob sie nicht im Gegensatz zu dem Antrage des Herrn Wahlkreise der Provinzen Hennegau, Lüttich, Ost- Flandern und Limburg. Bei der 1894er Wahl hat die belgische SozialAntragstellers darauf Bedacht nehmen müsse, ihren Einfluß Am vorigen Sonnabend sprach Genosse Singer in Fürsten bemokratie zum ersten Male jene erstaunlichen Siege errungen. dafür einzufeßen, daß Initiative in Erwägung walde über die bevorstehende Reichstagswahl. Die ungemein start Bei der jetzigen Wahl standen daher von den 29 Mandaten gezogen werden, welche auf die Abschaffung der ge- besuchte Versammlung spendete dem Vortragenden, der seine Rede der Sozialdemokratie 28 in Frage. Von den 112 Klerikalen heimen Abstimmung für den Reichstag abzielen.( Lärm mit der Mahnung schloß, statt des konservativen Brotverthetterers schieben 39, von den 11 Liberalen 8 aus. lints; Sehr gut rechts.)" 18) den bewährten Genossen Mezner in den Reichstag zu schicken, lang- schieden anhaltenden rauschenden Beifall und beschloß, unablässig für den Es handelte sich bei der gestrigen Wahl für die SozialDer Sprecher dieser Worte war keine politiſch unverantwortliche Sieg, der sozialdemokratischen Partei zu wirken. Von den zahlreich demokratie darum, ob sie ben 1894 im mächtigen AnPerson, auch kein Parteimann, es war ein Mitglied der Regierung, anwesenden Anhängern der bürgerlichen Parteien nahm niemand das lauf genommenen großen großen Besitzstand sich würde es war dasjenige Mitglied der Regierung, welches neben Bismard Wort. Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie wurde halten können. Die Klerikalen boten alles auf, um die in der preußischen Politik tonangebend war, es war kein anderer als die Versammlung geschlossen. damaligen Verluste wieder wettzumachen. Ferner war die Hauptder damalige Minister des Innern, Herr von Butttamer, jett Im Oberbarnimer Kreis fanden am Sonntag mehrere frage des Wahlkampfes, ob es den Liberalen, deren Macht seit Oberpräsident der Provinz Pommern. gut besuchte Versammlungen statt. In Beiersdorf und WerSo haben schon damals ganz bestimmte Absichten auf Be- neuchen, in Tekterem Orte tagte die Versammlung unter freiem 1894 rapide herabging, gelingen würde, sei es gegenüber den feitigung der geheimen Abstimmung bei der Reichstagswahl bei Himmel, sprach der Kandidat des Kreises, Parteigenosse Bruns. Sozialisten, sei es gegenüber den Klerikalen, ihre alten Poder preußischen Regierung bestanden. Die Stimmung in beiden Versammlungen war eine für uns fitionen einigermaßen wiederherzustellen. überaus günstige. Am Sonnabend tagte in Eberswalde Soweit die Hauptwahl bereits entschieden hat, verloren eine Versammlung, die nur mäßig besucht war, dagegen zeigte die die Klerikalen acht Mandate, wovon die Liberalen sechs, die Versammlung in Freienwalde, die am Sonntag stattfand, Sozialisten zwei gewannen. Die, Sozialisten aber haben, das eine rege Theilnahme. Das Referat hatte in den beiden Ver- steht fest, einen sehr bedeutenden Stimmen. fammlungen Robert Schmidt übernommen. zuwachs erzielt. er wäre so lächerlich thöricht, daß er glaubt, es tönne bas heut anders geworden sein? Kein Zweifel: Eine dem gleichen, geheimen Wahlrecht feind felige Mehrheit in den Reichstag gewählt, und die Vernichtung unseres höchsten politischen Rechts wird von den Volksfreunden un gesäumt und nachdrücklichst versucht werden! Der 16. Juni aber wird diese schamlofen pläne zu Schanden machen! wirken. " " Zentrum und Sammelpolitik. " Jm Wahlkreis Waldeck- Pyrmont fanden an 4 Orten gut besuchte sozialdemokratische Versammlungen statt, in welchen der Kandidat des Kreiſes, Dettmering und Genosse Flothe wirksam für die Partei agitirten. Reichstags Kandidaturen. D er= In Charleroi wurden 8 Sozialisten gewählt mit 6000 Stimmen Majorität. 1894 fiegte die Partei erst in der Stichwahl mit den Katholiken. In Mons 6 Sozialisten gewählt mit 5000 Stimmen Majorität. Aufgestellt wurden in Arnsberg Olpe von den SozialDie„ Germania" hat sich drei Leitartikel lang bemüht, um die demokraten Dr. Lütgenau; in Köln von den Liberalen Rechtsanwalt 4 Katholische gewählt. Unsere Stimmen stiegen seit 1894 In Tournai wurden 1894 im zweiten Wahlgang Gründe, warum das Zentrum nicht mit den Sammelpolitikern Schnißler; in Mainz von den Demokraten Frik Schäfer; in gemeinsame Sache machen kann, darzulegen und so die agrarischen Offenbach von den Nationalliberalen und Freijinnigen Schloß von 3900 auf 6000. Die beiden gegnerischen Kandidaten ver Tadler innerhalb ihrer Partei zur Ruhe zu bringen. Die„ Ger- macher; in Naumburg von den Konservativen, Nationalliberalen und loren bedeutend an Stimmenzahl. Es findet Stichwahl mania" hat ganz recht, die Sammelpolitit" ist eine Neuauflage des Bund der Landwirthe Gutsbesiger Döppe; in München von den zwischen Katholiken und Liberalen statt. Aehnlich ist das VerKartells und hat sich als höchstes Ziel gefeßt, eine zu allen Demokraten Buchhändler Scholl; im östlichen Westfalen sind von hältniß in At h; auch dort Stichwahl zwischen Katholiken und Reaktionsstreichen bereite Mehrheit von Konservativen und National- unserer Partei aufgestellt: Tedlenburg- Steinfurt- Ahaus, Bigarren Liberalen, aber Rückgang beider an Stimmen, Fortschritt der liberalen zu schaffen. Das heißt aber auch nichts anderes, als Ver- macher W. Feld- Burgsteinfurt. Münster Koesfeld, August Bebel. Sozialisten von 3000 auf 7000 Stimmen. drängung des Zentrums aus seiner jetzigen Machtstellung im Lüdinghausen- Beckunt- Warendorf, Stadtverordneter Karl Eilers- Sozialisten Reichstag. Dabei will die„ Germania" begreiflicherweise nicht mit- Bielefeld. Minden- Lübbecke, Redakteur C. Hoffmann- Bielefeld. Soignies ist bisher durch 3 Sozialisten vertreten ge Herford- Halle, Redakteur C. Hoffmann- Bielefeld. Bielefeld- Wieden wesen, die im zweiten Wahlgang fiegten. Im ersten Aber man hüte sich wohl, die Absage des Zentrums gegen die brüd, Kaufmann Gustav Ulrich- Stuttgart. Paderborn- Büren, Schrift- Wahlgang 1894 erhielten dieselben 16 900, die Liberalen Miquel'schen Sammelmanöver zu überschäßen. Dugendfach gesteht feßer Eduard Fliegner- Bielefeld. Warburg- Hörter, Stadtverordneter 14 600, die Klerikalen 18 600 Stimmen. Jezt ist das die Germania" selbst, daß das Zentrum für die Forderungen des Ludwig Krob- Bielefeld. Lippstadt- Brilon, Stadtverordneter Albert Resultat: Sozialisten 22 500, Liberale 14 770, Rleritale Wirthschaftlichen Aufrufs" einzutreten durchaus bereit sei. Unter Siggeltow- Bielefeld. Fürstenthum Schaumburg- Lippe Maschinen- 15 850. Also ebenfalls großer Fortschritt der Sozialisten, diesen Forderungen spielt aber bie Erhöhung der 8ölle aufmeister Paul Reichenbach Bielefeld. Fürstenthum Lippe, Stadt- Rückschritt der Klerikalen. verordneter Friz Bunte- Bielefeld. Wenn man nur die Sache selbst betrachtet, so gehört also das Endlich sind die drei Ordnungstanbibaten für 1 In Thuin wurden 1894 gewählt 1 Katholtt, 1 Liberaler Zentrum Seite an Seite mit den schlimmsten Reaktionsbrüdern. Nur Hamburg gefunden. Im ersten Wahlkreis wird ber Chemiter Sozialist; diese Parteien hatten in gleicher Folge folgende die Rivalität um die Machtstellung zwischen den Konservativen und Dr. Albrecht, im zweiten Wahlkreis der Großrheder Wörmann Stimmenzahlen: 18 400, 17 000, 11 000 Jekt haben die Nationalliberalen einerseits und dem Zentrum auf der anderen Seite und im britten Wahlkreis, wie schon bekannt, Landgerichtsdirektor Sozialisten 18 000, die Stterifalen 16 000, bie Liberalen 14 000. ist es, wodurch das Herzensbündniß verhindert wird. Dr. Danzel fich um das Mandat bewerben. Die Kandidaten In der Provinz Lüttich hatten 1894 die vereinigten wollen fich heut den Wählern vorstellen, nur Herr Wörmann ver- Sozialisten und Radikalen die 11 Size des Bezirks Lüttich Auch aus dem ersten nassauischen Reichstags- Wahlfreis, fowie sichtet barauf. Er betrachtet sich nur als ein Bähltandidat. gewonnen. Von dort liegt uns das genaue Resultat noch aus Würzburg werden Einziehungen von Reservisten und Landwehr- vativen und Antisemiten aufgestellten Kandidaten Rentier Bock und war emm wurden 1894 2 Katholiken gewählt. Jetzt ist Die im Wahlkreise. Norbhausen von den Konser nicht vor, doch wird, wie 1894, Stichwahl stattfinden. In Yeuten während der Wahlzeit berichtet. Liebermann v. Sonnenberg haben ihre Kandidaturen zu gunsten eines gemeinsam von beiden, genannten Parteien aufzustellenden Stichwahl zwischen denselben und den vereinigten Sozialisten Kandidaten zurückgezogen. Auf ihre Empfehlung hin ist der Guts- und Liberalen. In Huy gewannen 1894 die Liberalen die besizer Emil Aschendorf zu Berlin als gemeinsamer Kandidat auf beiden Mandate in der Stichwahl. Jetzt siegten die Liberalen gestellt worden. Der gemeinsame Kandidat ist Geschäftsführer des mit den Sozialisten verbündet im ersten Wahlgange über die Klerifalen. Verviers war durch 4 Sozialisten deutschen Bimetallistenbundes. vertreten, welche in der Stichwahl siegten. Hier hat die Partei jetzt Verlust zu verzeichnen, sie ging von 18 000 auf 15 736 Stimmen zurück, die Liberalen und Klerikalen gewannen einige hundert Stimmen. Getreide die erste Rolle. Reserve. Uebungen. Einziehungen zu vertagen. Danach wird klar, baß die Weldung unrichtig war, es sei von der höheren Militärbehörde Anweisung gegeben worden, derartige Diese Einziehungen können aber in zahlreichen Wahlkreisen das Resultat das Wahl sehr erheblich beeinflussen, und zwar kann jede Partei dadurch unter Umständen benachtheiligt werden. Es haben daher die Organe aller Parteien die Pflicht, unbedingt auf Abhilfe zu bringen. Der Militarismus belastet unser Volt genug. Es wäre noch schöner, wenn durch ihn zahlreiche wahlberechtigte Staatsbürger auch ihr höchstes Recht verlieren sollten. Liebe zum Militärwesen wird auf diese Weise sicherlich nicht erweckt werden. Arbeit für die Wahlprüfungs- Kommiffion. Politische Webersicht. Berlin, den 23. Mat. Die Stichwahlen in Frankreich. Die Hauptwahl ani In Gent, dem Hochsitz des Klerikalismus, fiegte 8. Mai zeigte im allgemeinen die Erhaltung der Parteien in wiederum diefe Partet mit großer Majorität. In Aloft ihrer früheren Stärke, daneben einen großen Zuwachs fozia- fiegten gleichfalls die vier katholischen Kandidaten über die listischer Stimmen, obwohl ein diesem Zuwachs entsprechender christlichen Demokraten und das liberal sozialistische Kartell. heit, wie fie thresgleichen fucht, über die Beschlüsse des Reichstages Stichwahlen erst konnten darüber entscheiben, ob die günstige Das medlenburgische Ministerium hat sich mit einer Ungenirt Fortschritt in Mandaten nicht erzielt wurde. Die zahlreichen Ebenso in Au denarde brei Katholiken. In der Provinz Limburg hatte die Sozialdemokratte Hinweggefegt. Das Ministerium hat eine Verfügung erlassen, wonach erhalten, oder, 1894 überhaupt noch nicht in den Kampf eingegriffen; jetzt Die Schnitter, Rübenarbeiter und andere Saisonarbeiter nicht in den Situation der Meline'schen Regierung Wählerlisten des Ortes, wo sie zur Zeit beschäftigt find, aufgeführt wie man vielfach annahm, noch verstärkt werden würde. erhielt in Tongres der Kandidat der Partei 11 000 werden sollen!!! Der Ausfall der Stichwahl hat das Gegentheil Stimmen, zwei gegnerische Kandidaten siegten mit 16-17000 solcher Erwartungen herbeigeführt. Das Wolff'sche Bureau Stimmen. bringt folgendes Resultat der gestrigen Wahl aus Paris: Die„ Mecklenburgische Volfsztg." schreibt ferner: " Uns ist aus verschiebenen Orten die Mittheilung gemacht, daß die Wählerlisten bis heute noch nicht aufgelegt sind. Das ist eine Gesegesverletzung.". In Schwerin i. M. war es am Freitag nicht möglich, bie Wählerlisten einzusehen. Der Einzug eines dänischen Prinzenpaares per anlaßte ben dortigen Magiftrat zu dieser gänzlich gesezwidrigen Maßnahme. Der Landrath des Kreises Prenzlau amenbirt etwas feine bon uns mitgetheilte Bekanntmachung vom 6. Mai. Die neue Verordnung lautet: " Die Entscheidung der Frage, ob die sich im diesseitigen Kreise während der Sommermonate aufhaltenden fremben Schnitter in die Reichstagswählerlisten aufzunehmen sind, hängt bavon ab, ob die Schnitter an dem Orte, wo sie sich aufhalten, einen Wohnfig erworben haben. Ob letteres der Fall ist, läßt sich nur im Einzelfalle beurtheilen. Regelmäßig wird die Frage wohl zu verDie Hungersnothpreise. Wie lange die unheimlich hohen leber 177 von den 180 Stichwahlen liegen Berichte vor. Getreidepreise anhalten werden, hängt von der nächsten Ernte Danach sind gewählt 66 Republikaner, fortschrittliche Liberale ab. Für Preußen rechnet man blos auf eine gute Mittelernte. und Ralliirte, 61 Radikale, 88 Sozialisten, 10 Monarchisten. Die Freilich, wenn das Wetter ungünstig wird, haben wir mit Republikaner und Ralliirten verlieren 80 Size( und gewinnen 14; da fie beim ersten Wahlgange 10 Mandate gewonnen haben, be- einer geringen Ernte zu rechnen. trägt ihre Einbuße nur 6 Size. Die Nadikalen haben 18 Size Die diesjährigen außergewöhnlichen Konjunkturen im Geberloren und 20 gewonnen, die Sozialisten verlieren 9, gewinnen treibehandel haben, was bisher noch nie der Fall war, oftdagegen 6 Mandate, die Monarchisten haben einen Gewinn von indischen Weizen nach Triest herangezogen. Die erste Ladung 10 gegenüber einem Verlust von 3 Sizen. heuriger Fechfung, bestehend aus 2100 Metergentnern Weizen, Diese Mittheilungen sind jedoch nicht richtig. Insbesondere ist mit dem Lloyddampfer Imperator" aus Bombay in Triest sind die Zahlen bezüglich der Sozialisten offensichtlich falsch, angelangt. Weitere Sendungen via Adriahäfen dürften folgen. was sich aus der Verwechselung der sozialistischen Radikalen" Die italienische Regierung hat zwar die Bollermäßigung und wirklichen Sozialisten erklärt. In der Hauptwahl hatte aufrecht erhalten, aber vom 21. Wat die 50 pet. Fracht. die rein- sozialistische Partei 16 Mandate gewonnen, in der ermäßigung auf Getreidefendungen aufgehoben, angeblich weil Stichwahl wurden dazu gewählt 27 reine Sozialisten, dieselben blos für die Spekulanten vortheilhaft war. Judem ich den Ortsbehörden des Streifes, welche mit der Auf- Das Gesammtresultat beträgt also 43 proletarisch- Ein Spezialberichterstatter des Temps" meldet aus stellung der Reichstags- Wählerlisten beauftragt find, dies mittheile, internationale Sozialisten. In der vorigen Stammer hatte Malaga, daß er sich auf einer Reise durch fast sämmtliche erfuche ich, die einheimischen Schnitter noch besonders darauf die Partei 30 Mandate. Within einen Zuwachs von Provinzen Spaniens persönlich von den außerordentlich aufmerksam zu machen, daß die Reichstags Wählerlisten bis 13 Mandaten. Mag sich auch das Resultat noch nicht ab- günstigen Ernte Aussichten habe überzeugen könner. inkluftve 25. Mat d. J. ausliegen und es ihnen bis dahin überlaffen folut genau feststellen lassen, so ist doch sicher ein Sieg Die Ernte würde nicht hinter der des Jahres 1880, die ausbleibt, die Wählerlisten einzusehen und ihre event. Aufnahme in die- bes Sozialismus auch an Mandaten. Den großen nahmsweise glänzend war, zurückbleiben. Das Brotkorn auf Eine ähnliche Bekanntmachung erläßt der Oberbarnimer Band- Stimmenzuwachs haben wir bereits bei der Hauptwahl fest den Feldern wäre bereits in einigen Tagen schnittreif. gestellt. Mittlerweile habe das Elend der armen Bevölkerung in neinen sein. felben zu beantragen. rath b. Oppen. Von Erwerben des Wohnfizes" steht nirgends etwas im Reichstagswahlgesetz. Der Landrath des Kreises Breslan In Paris selbst hat unsere Partei Verlufte zu verzeichnen. den Provinzen aber einen hohen Grad erreicht und 6 der bisherigen Size gingen verloren durch die Koalition erst die Erntearbeiten würden die drohende Hungersder Chauvinisten und Klerikalen mit den Radikalen, 3 Sike noth verscheuchen. In den südöstlichen Provinzen giebt bekannt, daß in der Zeit der Reichstagswahlen zum Austragen wurden neu gewonnen. Unter den Gewählten ist erfreulicher- leben etiva 75 000 Heine Bauern, die jest ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner verdienen müssen, da ihr Eigenthum und Verbreiten von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken weise der ausgezeichnete Parteigenosse Vaillant. Der Führer der Radikalen Goblet ist unterlegen. vom Fiskus fonfiszirt wurde, weil die Besizer feine Steuern eine polizeiliche Erlaubniß nicht erforderlich ist. Es wäre sehr angebracht, wenn die Herren Landräthe dem Beispiel allgemein Die Sozialisten Jaurès und Guesde haben bekanntlich zahlen konnten. Die Taren auf Bodenerzeugnisse wären folgen würden und vor allem die ihnen unterstellten Beamten an- fich für die Stichwahl nicht nochmals aufstellen lassen wollen. hauptsächliche Ursache der Unzufriedenheit im Lande. Gegenwiesen, bie Bestimmungen ber Gewerbe- Ordnung zu respektiren. Auch unser Genosse Gérault- Richard, der Chefredakteur wärtig tegen 75 000 fleine Befizungen, deren Eigenthümer Die vielen Gesetzesübertretungen der Gendarmen wären dann ber der Petite République", ist nicht gewählt. Diese Verluste an jetzt der Staat ist, vollständig brach. Parteiführern find freilich nicht erfreulich, aber doch gegenüber An den amerikanischen Börsen stegen wieder Aus dem Reiche des Herrn v. Polenz. Aus dem 28. fächsischen Reichstags- Wahlkreise( Blauen t. 3.) bem allgemeinen Wahlausfall nicht wesentlich. Dazu hat die Preise für Weizen. auch die Regierungspartet schmerzliche Verluste an wird uns geschrieben: Die alten Brattilen, bie f. 8. aur ingiltigkeitsführenden Persönlichkeiten erlitten, selbst zwei Minister schrieben: Die Lage in Italien. Aus Genua wird uns geerklärung der Wahl des ſattsam bekannten Herrn v. Bolenz geführt In Ligurien, wo man alle Ursache hätte, sich der Ruhe der Einhaben, beginnen hier von neuem. Am vergangenen Sonntag sollte sind nicht gewählt; der Kolonial Minister Lebon unfer Reichstags- Abgeordneter Genoffe Gerisch im Garten des und der Postminister Delpeuche müssen ihre Portefeuilles wohnerschaft zu freuen, thut die Polizei alles, um Unruhen zu pros Thüringer Hofes" in Paufa über die Bedeutung der niederlegen. voziren. Nach den Massenverhaftungen von Sonntagnacht, denen kaum mieden. " 11 einer der hiesigen Genossen entging, hat man heute Nachmittag nahezu p 70 Hafenarbeiter verhaftet, denen nichts anderes vorzuwerfen ist, als daß sie eben Arbeiter sind. Es gilt auch nicht mehr den Sozialisten- außer den wenigen Genossen, die ant der Universität doziren, sind die jetzt über die Grenze oder hinter Jedenfalls wiederhole ich bie Bustände find haar- amerikanischen Nationalistenbewegung, ift gestern im 49. Lebensjahre sträubend; Herr v. Mendel hat sie durchaus zutreffend ge- gestorbent. fchildert. Seitens der preußischen Regierung wird alles geschehen, um so bald wie möglich die Mißstände zu beseitigen. Partei- Nachrichten. Wir stehen in allen diesen Kämpfen zwischen Industrie und Schloß und Riegel- es gilt den Arbeitern. Gestern hat man 2andwirthschaft, zwischen Großstädten und flachem Lande Ans Solingen. In dem Flugblatte, das der Vorstand der auch die demokratischen Arbeitervereine aufgelöst, ihre durchaus auf Seite des Landes. Je entschiedener sozialdemokratischen Partei Deutschlands wegen der Quer Lokale geschlossen, ihre Papiere beschlagnahmt. Außer der hiesigen wir unberechtigte Liebesgaben und agrarische Quadfalbereien rei berei Georg Schumacher's und eines fleinen Theils Sektion der Gewerkschaft der Buchdrucker, Buchbinder 2c.( lavoratori bekämpfen, um so mehr haben wir allen Anlaß, die seiner Anhänger an die Arbeiter und Bürger des Kreises Solingen del libro) hat man die„ Vereine zu gegenseitiger Hilfeleistung" auf- berechtigten Forderungen des platten Landes zu unterstützen. gerichtet hat, wird zunächst darauf hingewiesen, daß der Mittelpunkt gelöst, die gerade in Ligurien kräftig und zahlreich sind und deren und dazu gehört, daß, was die großen Städte und Industrien an des langjährigen persönlichen Streites in Solingen von jeher Mazzinianische Devise:" Gott und das Volt" doch nicht gar zu be- Jauchen und Abfällen erzeugen, nicht einfach an die nächste ländliche Schumacher gewesen ist. Der Parteivorstand sei weit davon entfernt, unruhigend sein sollte, wie auch ihr rein utilitarischer Charakter nichts umgebung abgestoßen werden darf. Der Fall Leipzig wiederholt sich behaupten zu wollen, daß die Schuld an diesen Wirren Schumacher von revolutionären Tendenzen aufkommen läßt. Auch Erholungs- an allen Eden und Enden Deutschlands und zwar in immer allein treffe, wohl aber halte man noch heute das Urtheil für richtig, und Schützenvereine entgingen dem Dekret nicht. Gestern sind allein schlimmerer Weise, je mehr die Industrien und die großen Städte das die auf dem Berliner Parteitage im Jahre 1892 zur sechs große Vereine aufgelöst worden. Wozu braucht man da noch wachsen. Hier Abhilfe zu schaffen, sei es durch ein all- Untersuchung und Schlichtung des Solinger Streits eingesetzte Komeinen Belagerungszustand? Es geht ja ohne ihn ganz famos! gemeines Wafferrecht, sei es durch ein Gesez fiber die mission abgab. Diese fagte über Schumacher: daß er die durch Aus Rom wird telegraphirt: Der Präfett verbot durch einen Verunreinigung der Flüsse, ist eine Aufgabe, die in Deutschland seine hervorragende Stellung und seine langjährigen Erfahrungen in Erlaß das Erscheinen des Blattes„ Mattino", welches von heute früh jahrzehntelang vernachlässigt worden ist und bei deren Lösung auch der Parteibewegung gebotenen parteigenössischen Rückſichten, und ab in Nom zur Ausgabe gelangen sollte; dasselbe Blatt hatte der die Sozialdemokratie ihre Mitwirkung nicht versagen wird. taktischen Erwägungen außer acht ließ, wodurch er die Unzufriedenaußerordentliche Kommissar am 12. Mai in Neapel verboten. Daß unsere Klein staateret heute noch dazu zwingt, daß heit beständig steigerte." Aus Lugano meldet man der Franks. 8tg." In Turin Preußen und Sachsen wegen der gesundheitsgefährlichen Luppe und Leider habe dieser milde Tabel auf Schumacher nicht die geringste wurden die Union und die Kooperativgenossenschaften der Eisenbahn- Elster wie zwei internationale Großmächte miteinander verhandeln Wirkung ausgeübt, ebenso wenig das scharfe Votum, das der beamten aufgelöst. Die Präfetten von Bologna und müssen, ist vollends beschämend. Die Luppe international, weil sie Frankfurter Parteitag im Jahre 1894 gegen ihn abgab. und müssen, ist vollends beschämend. Die Luppe international, weil sie Die Folge sei gewesen, daß sich auch der Hamburger Parteis Pavia unterdrückten alle sozialistischen und Arbeiterblätter in ihren bei Leipzig entspringt und bei Merseburg endet! Provinzen. Dasselbe wird fast aus allen anderen Provinzen ge tag im Jahre 1897 mit den leidigen Solinger Angelegenheiten meldet, selbst wenn, wie in den genannten, der Belagerungszustand Straflammer des Landgerichts in Schweibniz wurde der in Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Von der wieder habe befaffen müssen. nicht erklärt wurde. In Quinto bei Mailand wurde der Ortsuntersuchungshaft befindliche Maurer August Franke von der er nicht mehr für den Reichstag fandidiren werde; ferner versprach Auf diesem Parteitage hat Schumacher bekanntlich erklärt, daß pfarrer wegen Aufreizung der Bauern verhaftet und nach Mailand Anklage, den Kaiser beleidigt zu haben, freigesprochen. Der Gerichts- er, vor seinen Anhängern den beiläufig bemerkt einstimmig geins Gefängniß gebracht. Nach der Provincia di Como" haben die Untersuchungen wider hof hielt die Aussage des Belastungszeugen nicht für ausreichend faßten Beschluß des Parteitags zu vertreten, wonach die Parteileitung die in Mailand Verhafteten keine Anhaltspunkte für das Vorhanden glaubwürdig, um darauf eine Verurtheilung aussprechen zu können. den Auftrag erhielt, für Solingen einen den dortigen Streitigkeiten fernfein eines Komplotts gegen die Staatsgewalt ergeben; die dahin Die Entlassung aus der Untersuchungshaft erfolgte sofort. stehenden Reichstags- Kandidaten aufzustellen und die Verschmelzung gerichtete Anklage werde daher fallen gelaffen. Die verhafteten der„ Bergischen Arbeiterstimme"( Organ der Gegner Schumacher's) Deputirten und Journalisten würden wegen Aufreizung zur Revolte und der" Solinger Freien Preffe"( Organ Schumacher's), sowie die vor cin Kriegsgericht gestellt werden. leberführung des Blattes in das Eigenthum der Gesammtpartei baldmöglichst in die Wege zu leiten. " Deutsches Reich. Die zur Reichskaffe gelangte Isteinnahme an Zöllen und Verbrauchsftenern hat für den Monat April 59,7 Millionen oder 0,6 Millionen mehr als im April 1897 betragen. Die Zölle haben zivar ein Minus von 1,9 Millionen ergeben und die BranntweinVerbrauchsabgabe ein solches von nahezu 1/2 Million, dagegen hat die Zuckersteuer ein Plus von 2,8 Millionen zu verzeichnen gehabt. Von den übrigen Einnahmen ist zu erwähnen, daß die Börsensteuer ein Mehr von über 2 Millionen erbracht hat, wovon der Haupttheil auf die Stempelsteuer für Werthpapiere entfällt. Die Post- und Telegraphenverwaltung hat 2,7 Millionen, die Reichs Eisenbahn Verwaltung 0,6 Millionen mehr als im April 1897 ergeben. Invaliden- und Altersversicherungsgesetz Novelle. Den M. N. N." wird von hier gemeldet: Dem Vernehmen nach wird Staatssekretär Graf Bosadowsky gleich nach Beendigung der Reichstagswahlen einen sechswöchigen Urlaub antreten. Als Grund für den so frühzeitigen Urlaub wird angegeben, daß die feste Absicht bestehe, dem neuen Reichstage bald nach seinem Zusammentritte die in Ausarbeitung befindlichen Gesezentwürfe betreffend die Umgestaltung der Alters- und Invaliditätsgefeße vorzulegen. Bemerkt fet, daß Graf Posadowsky im Vorjahre überhaupt keinen Urlaub genommen hat. Die Annahme der Militär- Strafprozeßordnung mit den dazu gehörigen Gesetzen im Bundesrath ist, wie der Augsb. Abendatg." geschrieben wird, nicht einstimmig erfolgt. Zwei Bundes staaten stimmten gegen den Entwurf, nämlich Bayern und Braunschweig, betbe offenbar aus ganz entgegengesetzten Gründen: Bayern, well ihm diese Reform nicht weit genug, Braunschweig, weil fte ihm zu weit geht. Bum Kampf gegen die großen Waarenhäuser. Der Vorstand des Vereins Berliner Staufleute und Industrieller und der Zentralausschuß hiesiger und kaufmännischer, gewerblicher und in dustrieller Vereine fordern den hiesigen Magistrat auf, so schnell als möglich eine gemischte Kommission, bestehend aus Delegirten der städtischen Verwaltungen und aus sachverständigen Vertretern der betheiligten Handelszweige, einzuberufen, um darüber zu berathen, ob und inwieweit eine anderweitige Stegelung der jetzt in Berlin geltenden Gewerbesteuer angebracht erscheint. Wegen Majestätsbeleidigung wurde vor etiva vier Wochen der Hofbefizer Niens aus Börßum zu der gesetzlich niedrigsten Strafe verurtheilt. Auf dem Gnadenwege ist nunmehr, wie die braunschweigische Landes- 3tg." berichtet, diese Strafe in eine Geldbuße von 100 M. umgewandelt worden. er Die Hoffnung, daß durch diesen Beschluß der Solinger Bivist Defterreich. begraben fei, habe sich, fährt der Parteivorstand fort, leider nicht Trieft, 28. Mai. Das Partei- Organ„ Lavoratore" meldet, daß erfüllt. Schumacher habe sein wiederholt und feierlich gegebenes die sozialdemokratischen Abgeordneten bei Beginn der Sizungen des kandidire. In einem von 14 seiner Anhänger unterzeichneten Flugblatt Wort gebrochen, indem aufs neue im Solinger Kreise Abgeordnetenhauses den Antrag der Ministeranklage einbringen entschuldige Schumacher seinen Wortbruch mit der Behauptung, der werden wegen des von den Delegationen verlangten 80 Millionen- entschuldige Schumacher seinen Wortbruch mit der Behauptung, der Millionen- Parteivorstand habe den Hamburger Beschluß nicht ausNachtragskredits. geführt, dadurch sei auch er des gegebenen Wortes wieder ents bunden. Der Parteivorstand weist dem gegenüber darauf hin, daß Die neue Verhandlung gegen Zola hat heute Versailles vor dem Schwurgericht stattgefunden. Ueber den schlusses bu ch st äblich ausgeführt worden ist; was den zweiten in der die Reichstags- Kandidatur betreffende Theil des Bes Verlauf wird von dort telegraphirt: Theil des Beschlusses, die Verschmelzung der beiden Solinger Parteiblätter und die leberführung in das Eigenthum der Gesammtpartei betrifft, so fagt der Parteivorstand: Frankreich. Vor dem Gerichtsgebäude haben sich nur wenige Neugierige ein gefunden. Die Antunft Zola's erfolgte ohne Zwischenfall. Es sind strenge Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ruhe getroffen. Die Die Mitglieder des Kriegsgerichtes, welche Zivilläger find, die VerVerhandlung wird um 113/4 Uhr eröffnet. Der Saal ist überfüllt. theidiger und Bola find anwesend. unmöglich, weil die„ Gesammtpartei" leine juristische Person iſt, Diesen Beschluß wörtlich auszuführen, war schon um deshalb also Eigenthum nicht übernehmen kann.( Die Bergische Arbeiteranträge, welche dahin gehen, den Gerichtshof von Versailles für Es mußte deshalb erst eine geeignete juristische Form für die leberGleich zu Beginn der Verhandlung stellt Labori Beschluß- stimme" ist in Befiz einer eingetragenen Genossenschaft. N. d. 2.). nicht zuständig zu erklären, da das Vergehen in Parisnahme des Solinger Partei- Unternehmens, das aus zwei Blättern begangen worden sei. Nach der Erwiderung des Generalstaatsanwalts, und einer Druckerei bestand, gefunden werden. welche die Abweisung der Anträge forderte, zog sich der Gerichtshof zur Berathung zurück. " Ehe aber noch an die Regelung dieser Frage herangetreten werden fonnte, trat ein anderes Ereigniß ein. Obwohl Schumacher Der Gerichtshof Lehnte nach erfolgter Berathung den Antrag unserem Genossen Gerisch in der Siebener- Kommission zu Hamburg Labori's ab und erklärt sich für zuständig. Labori beantragt die Versicherung gegeben hatte, daß die Verbindlichkeiten hierauf, die Zuständigkeitsfrage der Entscheidung des des Schumacher'schen Blattes, der Solinger Freien affationshofes zu unterbreiten. Der Gerichtshof zieht sich reffe", die bei der späteren Uebernahme in betracht kommen, zurütd, um über diesen Antrag zu berathen. Als beim Wieber außerordentlich geringfügiger Natur seien", stellte sich eintritt des Gerichtshofes Labori das Verhalten deffelben einer bald heraus, daß dies feineswegs der Fall war. Schumacher und Kritik unterwirft, entzieht ihm der Präsident das Wort. Der seine Freunde waren den Herstellern des Blattes gegenüber einen Vertrag Präsident verliest hierauf einen Beschluß des Gerichtshofes, eingegangen, der noch ein Jahr lief, das Blatt felbft machte aber nach welchem die Verhandlungen vertagt werden sollen, bis Defizit, so daß bereits ein ganz erheblicher Posten Druckschulden aufder Kassationshof über die Zuständigkeitsfrage entschieden haben gelaufen waren. Für alle diese Verpflichtungen war aber Schumacher wird. Die Sigung wird jodann aufgehoben. Einige Rufe persönlich haftbar und mußte er für einen etwaigen Ausfall Nieder mit Zola" werden sofort unterdrückt. mit seinem Vermögen auffommen. Es drehte sich, da die Druckfirma von ihrem Vertrage nicht ohne Entschädigung abstehen wollte, um eine Summe von mehreren tausend Mart. Zola verließ gegen 10 Uhr mit seinen Freunden das Gerichts gebäude. Als er in einem Motorwagen davonfuhr, stürmte die Menge unter den Rufen„ Nieder mit Zola" hinter dem Wagen her; Gendarmerie und Polizei mußten den Wagen Bola's beschützen.-Freunde, welche plötzlich drängten, daß die BlattEngland. Die Zentrumsmänner avanciren. Der Bundesrath hat beschlossen, für die freiwerdende Stelle eines Reichsgerichtsrathes den Zentrums- Abgeordneten Dr. Spahn, den 2. Bize woch nach London gebracht werden. Am Donnerstag und Freitag London, 23. Mai. Gladstone's Leiche wird am Mitte präsidenten des Reichstags, bisherigen Kammergerichtsrath in Berlin, wird die Zeiche in der Westminsterhalle ausgestellt und am Sonnvorzuschlagen. Die Herren vom Bentrum haben im Reichstag fich so regie- abend findet die Bestattung in der Westminsterabtei statt. ringsartig betragen, daß es mur billig ist, wenn sie dafür auch von der Regierung nett behandelt werden.Rußland. Greffer. Die auch von uns nach der N. Fr. Br." wiederDie Poft erklärt, daß die Mittheilung der Breslauer gegebene Nachricht von dem Tode des früheren Petersburger StadtBeitung", bie Poft" werde in einiger Beit eingehen, unrichtig sei. Hauptmanns Gresser war unrichtig. Gresser ist bereits Anfang Mai Wenn bas Blatt bei der Gelegenheit sagt, es erfreue sich steigender 1892 gestorben. Beliebtheit", so soll das gewiß ein Wig sein, es ist aber thatsächlich Petersburg, 22. Mai. Die Nowofti" behandeln in einem " Unter diesen Umständen waren es schumacher und seine und Eigenthumsfrage geregelt werde. Der Parteibestehende Genossenschafts Buchdruckerei, in deren Verlag die borstand, ber für lettere erst eine gefegliche, unanfechtbare Form suchen mußte, machte mun folgenden Vorschlag: Die bisher in Solingen Bergische Arbeiterstimme" erscheint und deren Mitglieder der Mehrheit nach aus Gegnern Schumacher's besteht, bleibt bestehen. Im den Anhängern Schumachers aber gerecht zu werden, treten von ihnen eine gleich große 8ahl, als die Genossenschaft jest schon Witglieder hat, in dieselbe ein. Um die Partei in ihrer Gesammtheit an dem Solinger Unternehmen sichtbar zu intereffiren und in die Genossenschaft ein neutrales Element einzuführen, tritt zugleich der Parteivorstand mit seinen fünf Mitgliedern durchaus ernst zu nehmen, denn wir für unser Theil freuen uns Leitartikel die Weldung der Frankfurter Beitung" über den an derfelben bei. sehr häufig über die" Post", fintemalen fie uns ausgezeichnete geblichen österreichisch russischen Vertrag bezüglich 2öfung der Angelegenheit sei und deshalb allgemeine Zustimmung Der Parteivorstand war überzeugt, daß sein Vorschlag die beste Waffen zur Bekämpfung der Realtion an die Hand giebt. Wir einer Abgrenzung der Einflußsphären auf der Baltan- finden milffe. Legteres war nun leider feinesivegs der Fall. Von würden das Hinscheiden dieses Blattes fast ebenso bedauert haben, halbinsel und sagt, es sei zweifellos, daß die Beziehungen einigen alten Genossenschaftern wurde befürchtet, daß mit der Verwie den Rüdtritt ihres Gebieters, des Freiherrn v. Stumm, vom zwischen Oesterreich Ungarn und Rußland sich in den letzten Jahren größerung der Mitgliederzahl der Streit in die Genossenschaft ges politischen Schauplage. bedeutend gebessert hätten; beide Mächte erachteten es als ihre Pflicht, tragen werde, während von Freunden Schumacher's betont Komisch nimmt es sich aus, daß das Herold'sche Depeschen- durch gemeinsame Bemühungen die Ruhe auf der Baltanhalbinsel wurde, daß es vielen ihrer Genoffen an dem nöthigen Gelbe bureau die welterschütternbe Thatsache von dem Fortbestand der aufrecht zu halten; jedoch reiche dies nicht hin, um eine Ab- fehlen werde, den Genossenschaftsantheil bezahlen zu können. Um " Post", ehe dieselbe noch in dem Blatte selbst veröffentlicht ist, tele- grenzung der Einflußsphären zu ermöglichen. Rußland, welches legteren Einwurf aus der Welt zu schaffen, erklärte fich der Parteigraphisch zu verbreiten für gut befunden hat. So weit her ist es Serbien und Bulgarien gefchaffen und mithin einen vorstand bereit, denjenigen Genoffen, die darauf Anspruch Benn doch mit dem großen Schleifstein" nicht. legitimen Einfluß auf sie habe, werde niemals auf diesen zu gunsten machen, den Betrag des Genossenschaftsantheils unverzinslich Die großstädtischen und industriellen Abwässer und das einer anderen Macht verzichten. Es entstehe mun die Frage: Wer als Darlehen zu gewähren. flache Land. Eine überaus bedenkliche Vernachläffigung aller Das Blatt fagt, es glaube, diese politische Machination stehe in und unter den lebhaftesten Fürsprechern dieses Abbenöthigte die Lancirung dieser falschen sensationellen Nachricht? Nach längerer Debatte einigte man sich auf dieser Grundlage fanitären Intereffen ihrer nächsten Nachbarn in Preußen würde man engem Zusammenhange mit Bemilhungen der englischen Politik tommens befand sich Georg Schumacher, der seinen der Leipziger Stadtverwaltung nachsagen müssen, wenn sich die auf der Balkanhalbinsel. Vom Gesichtspunkt der russischen Politik widerstrebenden Anhängern mit allen Mitteln seiner Beredsamkeit jüngsten Mittheilungen im preußischen Abgeordnetenhause bestätigen. und der vernünftig aufgefaßten Interessen Rußlands müsse der begreiflich machte, daß die„ Gesammtpartei" nicht juristische EigenDer Interpellant Abg. v. Mendel- Steinfels äußerte nach ruffische Einfluß voll und ganz existiren und dürfe kein Gegenthümerin der Druckerei des Blattes fein könne und daß deshalb dem Stenographischen Bericht über die Wirkung der Leipziger stand eines Kompromisses mit irgend einem Staate fein. Die eine besondere Form dafür gefunden werden müsse. Die vor Abwässer: Sowohl in der Elster wie insbesondere in der Zuppe hat die russische Politik ber Nichteinmischung in innere Angelegenheiten der geschlagene Form genüge aber nach feber Richtung. Fischzucht vollständig aufgehört... Das Wild in den Forsten der nicht gestatten werde, sich in diese Angelegenheiten einzumifchen. baran, daß dieses Abkommen au ftande tam, denn jetzt erst Balkanstaaten bedeute, daß Rußland auch einem anderen Staate Schumacher hatte ein fehr materielles Intereffe preußischen Landestheile, welche an die Zuppe grenzen, ist ver- Diese allgemeine Regel set so deutlich, daß sie keiner Kommentare be- konnte davon die Nede sein, ihn von seinen Ver schwunden überall dort, wo es zum Trinken aus den beschmusten dürfe; fie habe aber auch nichts mit einer Theilung der Einflußpflichtungen für die Schulden der Solinger Waffermassen gezwunden war; die Holzarbeiter verweigerten die sphären gemein. Weiterhin heißt es: Weber die Rede Chamber Freien Breife" zu befreien. Nach längeren Unter Holzarbeiten in denjenigen Waldestheilen, welche an der Luppe liegen, lain's, noch ber apokryphe Trattat änderten etwas an den bestehenden handlungen erklärte fich die Drudfirma bereit, gegen eine Zahlung Chamber- reien weil sie im Sommer den Geruch, den dieser Fluß erhalirt, nicht Beziehungen; es feien aber darin gewisse politische Tendenzen ge- von 2000 m.( zweitausend Mart) die Schuld zu streichen und Schuzu ertragen vermögen; die Mühlenburschen in den Mühlen, äußert worden, von denen man Notiz nehmen müsse. welche an der Luppe liegen, verweigern die Arbeit, verlassen ihren macher vom Vertrag zu entlaffen. Schumacher nahm von Dienst, weil es für sie nicht möglich ist, daß sie dort dauernd der Partei das Geld und löste damit seine Verbindlichkeiten. aushalten. Die Fenster in den Häusern, welche in der Nähe des Glaubt jemand, der Parteivorstand sei so thöricht gewesen, Fluffes liegen, müssen den ganzen Sommer über hermetisch geSchumacher das Geld zu geben, ohne von ihm die schlossen bleiben, weil sonst ein Aufenthalt in diesen Häusern gebündigsten Versicherungen zu haben, daß er in den radezu unerträglich wird. Die bemittelten Leute gehen im oben stizzirten Abmachungen die Ausführung der HamSommer auf Steisen, und die armen Leute missen dort burger Beschlüsse erblicke?" ausharren und nicht allein die Gesundheit ihres Viehstandes, sondern vom 21. bd. M., der" Star" veröffentliche den Wortlaut der Antwort Transvaal und England. Die Times" melden aus Prätoria auch ihre eigene Gesundheit zu Markte tragen. Beweise, daß die Transvaals auf das Telegramm Chamberlain's. Die Antwort Malaria infolge der Ueberschwemmungen der Wiesen mit dem rechtfertigt den Standpunkt Transvaals, wonach es seit dem UeberSchmußwasser und der Verpestungen von Luft und Boden mehr einkommen von 1884 teinerlei Suzeränetät anerkennen und mehr in den Gegenden auftritt, habe ich hier vorliegen: bon fönne, hält aufrecht, daß die Einleitung zu dem Uebereinkommen einer berühmten Leipziger Autorität ist bestätigt, daß die be von 1881 nicht länger effettiv sei, und wiederholt die Behauptung, treffenden Stranten von schwerster Malaria befallen feien infolge daß der Einfall Jameson's fein Unternehmen von Privatleuten geweitälteste Tochter des Rechtsanwaltes und Notars Buttrich, Einwirkungen an ihrem Wohnfiße an der Luppe. wesen, sondern bon britischen Beamten unterstüt worden sei. Die Antwort schließt, indem sie nochmals bas Recht Transvaals auf einen Schiedsspruch betont.Herr v. Mendel nannte die Hamburger Verhältnisse zur Zeit Belt der Cholera golden" gegen die heutige Abwässerung der reichen Handels- und Industriestadt an der Pleiße. Herr v. Hammerstein, gewiß kein Minister, der überflüssige Drohungen liebt, sprach Zweifel aus an dem ernstlichen Willen der Stadt Leipzig, diesem schreienden Uebelstande Abhilfe zu verschaffen": Griechenland. Athen, 22. Mai. In Thessalien ist die Räumung der wetten Bone vollendet; Trikkala, Kalabata und Kardiga find wieder von den griechischen Truppen besetzt. Afrika. an die sozialdemokratische Wählerschaft des Kreises Solingen, ant Das Flugblatt des Parteivorstandes schließt mit der Aufforderung 16. Juni ihre Stimme nur unserem Genossen Philipp Scheide. mann in Gießen zu geben. Solingens die gebührende Würdigung finden! Möge dieser Appell des Parteivorstandes bei der Arbeiterschaft Todtenliste der Partei. In Leipzig ist am 20. Mai bie eines der aufopferndsten Vorkämpfer der Sozialdemokratie Sachsens, Fräulein Anna Buttrich, nach kurzer Strankheit leicht und schmerzlos verschieben. Wie sie ihrem erblindeten Vater bei der' Ausübung seiner Berufsgeschäfte mit unermüdlichem Fleiße zur Seite Edward Bellamy, der Verfasser der Staatsromane tücblid stand, so hat sie auch treulich für die Ausbreitung der Partei geaus dem Jahre 2000" und" Gleichheit", der Begründer der wirkt. Sie wird allen, die sie kannten, unvergeßlich bleiben. · Amerika. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. die Das Hauptorgan der Sozialdemokratie Ungarns, die inf An die Maurer Berlins und der Umgegend! Wie bekannt, Telegramm aus St. Pierre( Martinique) aus anscheinend guter Quelle, Budapest erscheinende Ne pßava"( Volksstimme), wird vom ist in der öffentlichen Versammlung vom 12. d. M. durch die Er- daß das Geschwader des Admirals Cervera nach den Gewässern von 24. Mai an zweimal wöchentlich herausgegeben, und zwar Dienstags flärung der hiesigen Verbandsmitglieder der Vertrag, auf welchem Martinique zurückgehen werde, um Kohlen einzunehmen. Die franin ungarischer, Freitags in ungarischer und deutscher Sprache. Bis- das Institut der gemeinsamen Lohnkommission beruhte, aufgehoben zösischen Behörden hätten der ,, Alicante" und dem Torpedobootszerstörer her erschien die„ Nepßava" einmal wöchentlich. Die Neuerung zeigt, und damit die Lohnkommission aufgelöst worden. Dort wurde ein" Terror" nicht gestattet, von der„ Twickenham" in" Fort de France" daß auch die ungarische Sozialdemokratie durch die Verfolgungen Antrag angenommen, nach welchem eine Liquidationskommission, Kohlen überzuladen. Man glaube, daß die beiden spanischen Schiffe nur gestärkt wird. welche zu gleichen Theilen, und zwar je drei Kollegen aus infolge dessen auf hoher See von der„ Twickenham" Kohlen erhalten jeder Richtung, zusammengesetzt wird, zu wählen ist, welche werden und daß letztere alsdann der Flotte Cervera's entgegendes geschäftliche Regelung Vermögens der Berliner fahren dürfte. Ein von Curaçao in Port au Prince eingetroffener Am Sonnabend Vormittag erschien in der Buchdruckerei Maurer in die Hand zu nehmen hat. Von feiten holländischer Dampfer berichtet, das spanische Geschwader habe in der Volksstimme" in Magdeburg der Kriminalkommissar der Anhänger des Verbandes wurde auch sofort in die Wahl der Curaçao 300 Tons schlechte Kohlen und 100 Tons Lebensmittel einWeinert und stellte im Namen der Staatsanwaltschaft die Personalien Kommission eingetreten und gingen Unterzeichnete aus derselben genommen. Das Geschwader habe wenig oder gar keine Kohlen und aller daselbst beschäftigten Personen fest. Die„ Volfsstimme" schreibt hierzu: Welchen Zweck diese neueste Polizei- Aktion verfolgt, wissen hervor, während die Lokalorganisirten die Wahl bis zum heutigen auch nur wenig Proviant gehabt. wir nicht, werden es aber noch erfahren. Parteigenossen, welche be- die Geschäfte so lange allein in die Hand zu nehmen, bis die Gr- Gewässern wies das amerikaniiche Schazamt die Zollbehörden an, Tage noch nicht vollzogen haben. Wir sehen uns deshalb genöthigt, Wegen der Anwesenheit der spanischen Flotte in amerikanischen fürchten, daß kurz vor der Wahl das gesammte Personal verhaftet gänzungswahl stattgefunden hat und fordern daher alle Personen feinem mit Kohlen beladenen Schiffe die Ausfahrt nach Häfen in den werden könnte, sei mitgetheilt, daß bereits heute Vorkehrungen ge auf, welche in bezug auf Rechtsschutz oder andere Angelegenheiten, Antillen, Merito, Zentral- und Südamerika ohne besondere Erlaubniß troffen sind, die das Weitererscheinen der„ Voltsstimme" verbürgen." welche noch aus der Zeit vor dem 12. Mai d. J. herrühren, Forde des Schazamtes zu gestatten. Der Redakteur der Bergischen Arbeiterstimme rungen an die bisherige Lohnkommission zu stellen haben, sich bei in Solingen, Genosse Franzen, hat in dem Prozeß, der dem Kollegen Emil Gröppler, Manteuffelstraße 104, zu schwader werde sich nicht nach den Philippinen, sondern nach den In Gibraltar verlautet, das in Cadiz liegende spanische Ges wegen angeblicher Beleidigung der Polizeibehörde von Aachen gegen melden. Emil Gröppler, Wilhelm Schulz, Wilhelm fubanischen Gewässern begeben. ihn anhängig gemacht ist, die Anklageschrift zugestellt erhalten. Es handelt sich um einen Artikel über die von dem ultramontanen Janhagel verübte Störung des Begräbnisses des Parteigenossen Stremintel. " Ein neues großes Grubenunglück V " ganze Frenzel. Auf der Aufschlußgrube bei Beuthen ist ein partieller Streit ausgebrochen, der sich höchstwahrscheinlich auf die Neuhoffmungsgrube ausdehnen wird. Die Arbeiter erlangten eine Lohnerhöhung, die ihnen abgelehnt wurde. Leider sind die Arbeiter nicht organisirt. V Für diese Annahme spricht jedenfalls sehr viel, denn in West Indien wird die Entscheidung fallen. In zwölf Tagen fann die spanische Flotte in den westindischen Gewässern eintreffen, während sie nach den Philippinen unter allen Umständen zu spät kommen dürfte. wurden. Nach einem Telegramm aus Jacksonville ist am 18. d. M. eine aus 400 Rubanern bestehende Expedition mit großen Quantitäten Munition und 75 Mauleseln auf dem Dampfer Florida" von Tampa nach Kuba in See gegangen. Deutsches Reich. Lohnbewegungen der Bauhandwerker. In Grünberg in Schlesien haben die Maurer ohne Arbeitseinstellung eine zehn stündige Arbeitszeit und 31 Pf. Stundenlohn erlangt. Damit ist der Lohn um 3 bis 5 Pf. erhöht und die Arbeitszeit um eine Stunde Mehrere Landungsversuche der Amerikaner auf hat die preußische Bergbevölkerung heimgesucht. Auf der 8 e che verkürzt. Kuba sind wieder zurückgewiesen worden. Auch sollen die Auf„ 30llern in Kirchlinden bei Dortmund, die der Gelsen- In Darmstadt ist der Streit der Zimmerer durch eine ständischen Niederlagen, aber nicht erheblicher Art, erlitten haben. firchener Bergwerksgesellschaft gehört, brach in der Nacht von gegenseitige Verständigung beendigt. Der Präsident der kubanischen Junta der Provinz Cardenas, Sonnabend zu Sonntag gegen 3 Uhr morgens auf der Ernesto Castro, welcher gestern an Bord des Kanonenbootes AnIn der Ziegelei von Rieke in Barleben bei Magdeburg apolis" in Key- West angekommen ist, sagt aus, die Aufständischen 274 Meter Sohle in der Maschinenkammer eines nach der wurden am 14. Mai sämmtliche Maschinenarbeiter ausgesperrt, weil befänden sich in großem Elend; früher seien Nahrungsmittel tiefsten( 351 Meter-) Sohle gehenden blinden Schachtes ein Brand fie dem Verband angehören und ihre ausgesperrten Kollegen in aus den Städten in die Landdistrikte eingeschmuggelt worden; aus, wie es heißt dadurch, daß ein offenes Licht in der Brems- Magdeburg unterstützen. Hierauf haben die Ofenarbeiter und Brenner dies sei jezt unmöglich, da die Bewohner der Städte selbst Hunger fammer ein herabhängendes Hanffeilstück in Flammen gesezt habe. gleichfalls die Arbeit niedergelegt. Titten. Was Kuba anlangt, so glaubt man in New- York allgemein, Das Feuer fand an dem in dem betreffenden Theil des Werkes aufbewahrten Schmierfett reiche Nahrung und es entwickelten sich infolge find noch 60-80 Mann betheiligt. Einige Meister haben die Forderung Mitwirkung von seiten des Aufständischen- Führers Gomez getäuſcht Am Streit der Huf- und Wagenschmiede in Breslau daß die Erwartungen Amerika's bezüglich erheblicher militärischer deffen furchtbare Gase, die von dem in die Schächte einziehenden bezüglich der Abschaffung des Kost- und Logiswesens bewilligt. frischen Luftstrom( den Wettern") in die übrigen Theile der Zeche mitgeführt wurden. Dadurch fam die aus 216 Mann bestehende Belegschaft in die größte Gefahr. 170 Mann konnten sich retten, 45 aber sind erstickt. Bei den Rettungsarbeiten, die noch dadurch erschwert wurden, daß sich das Feuer auch dem Schachte mittheilte zeitweise schlug der Qualm zu Tage heraus- wurden zahlreiche Bergleute ohnmächtig, 12 derselben Zum Streit am Piesberge. Am Himmelfahrtstage fand in mußten dem Krankenhaus übergeben werden, und einer, der Bergmann Osnabrück eine Versammlung der streikenden Bergarbeiter statt, in Friedrich Sichelschmidt, der seinen Bruder retten wollte, kam dabei der ein Herr Heidmann über die Interpellation im Abgeordneten ebenfalls ums Leben. Die in der Grube verwendeten Pferde, an hause sprach. Redner, der den Verhandlungen mit beigewohnt hatte, Zahl ca. 20, find wahrscheinlich sämmtlich umgekommen. bezeichnete den Rath des Abg. Beumer, die Bergleute sollten die Die Madrider politischen Kreise und die Blätter drücken ihren Unter den verunglückten Arbeitern befinden sich viele ältere, Arbeit bedingungslos aufnehmen, als unannehmbar. Das Schluß- unwillen darüber aus, daß die amerikanischen Kriegsschiffe vor verheirathete Leute. Auch vier Maurer, die in der Grube Reparaturen wort sprach Herr Pastor Franksmann aus Wallenhorst. Er vers Guantanamo die spanische Flagge gehißt hätten. auszuführen hatten, fanden bei dem Unglück ihren Tod. Am Mon- sprach den Arbeitern, die auf dem Boden des Gesetzes, des Rechtes und Amerita droht unterbrochen zu werden, was von unabsehbarem Die telegraphische Verbindung zwischen Europa tag wurde der Brand gelöscht; der Betrieb soll in etwa acht Tagen und der Religion stehen, auch fernerhin seine Unterſtügung. Durch Schaden für den ganzen Welthandel wäre. In spanischen amtlichen wieder aufgenommen werden können. aus ungehörig und unparlamentarisch sei es, immer gegen die GeistWie bei allen Grubenkatastrophen, so ist auch diesmal wieder, lichen zu Hezzen. Jeder wünsche den Frieden, wenn nur ein annehm Kreisen wird versichert, die Regierung habe die Entsendung noch ehe von einer Untersuchung die Nede sein konnte, die Be- barer Friede gestellt werde. Bedingungslos sich wieder preisgeben, Hilfskreuzern nach den Vereinigten Staaten beschlossen, hauptung verbreitet worden, das Unglück sei durch Fahrlässig wie der Abg. Beumer dies verlangt habe, gehe aber auf feinen um alle an den Küsten der Vereinigten Staaten mündenden feit eines Bergmanns entstanden. Die Rheinisch- West Fall. Die sogenannten kleinen katholischen Feiertage, von denen jetzt Stabel, selbst die transatlantischen, durchschneiden zu lassen, für den fälische Beitung", das Organ der Zechenbesizer, schrieb geredet werde, gebe es garnicht, die Arbeiter hätten an diesen Tagen Fall, daß das kubanische Kabel von den Amerikanern abgeschnitten in diesem Sinne. Aber selbst die Kölnische Zeitung", dasselbe Recht auf Ruhe, wie an den übrigen. Selbst die königliche Die„ Times" melden aus Keh- West: Das Kabel zwischen ein Unternehmerblatt waschechtester Sorte, erklärt vielsagend: Ob Eisenbahn- Betriebsdirektion in Paderborn reklamire diese Feiertage Cienfuegos und Santiago ist wieder ausgebessert und auf diese fahrlässiges Handeln vorliegt, wird noch nicht festzustellen sein; öffentlich als solche. jedenfalls sollte aber in einer solchen unterirdischen Bremskammer nicht bei offenem Lichte gearbeitet werden. Es giebt doch Laternen genug, die genügendes Licht verbreiten, wenn eine Sicherheitslampe zur Beleuchtung des Betriebes nicht ausreichen sollte." fein Der Ausstand in der Sammetfabrik von Scheibler in Krefeld, der wegen einer Lohnreduktion entstand, ist zu gunsten der Ausständigen beendet. Dent Gewerbegericht gelang es, eine Einigung zwischen der Firma und den Webern zu erzielen. Ausland. Eine Depesche Blanco's besagt, die amerikanischen Schiffe hätten, um die Garnison von Guantanamo zu täuschen, die spanische& lagge geführt, als sie sich vor dem Hafen zeigten; die Garnison habe jedoch den Feind sofort als solchen erkannt. bon werde. Weise die direkte Verbindung zwischen Havana und Europa wieder hergestellt. Der„ Standard" meldet aus dem Lager von Thomas nahe bei Chikamauga vom 22. d. M.: Die amerikanischen Truppen Teiden sehr unter dem Mangel an Vorsorge seitens der Behörden. Das 14. Regiment ist durch Hunger geschwächt und in fast meuterischer Haltung aus New- York hier eingetroffen. Die Vorräthe an Nahrungsmitteln sind ungenügend. Jedes Zusammenwirken der Behörden fehlt. Aber wenn auch wirklich die Fahrlässigkeit eines Arbeiters Die Hafenarbeiter in Mannheim befinden sich in Diffean dem Unglück schuld sein sollte, das trübe Bild, das der renzen mit der Direktion des Staatslagerhauses. Die Arbeiter sind preußische Bergbetrieb in Beziehung auf den Mangel ausreichender der Meinung, daß ihnen zu unrecht von ihrem Lohn Abzüge gemacht Sicherheit vor Verunglückung der Arbeiter bietet, würde dadurch würden. Von einem Streit will man vorläufig absehen, da der In Amerika kommt man immer mehr zu der Ueberzeugung, daß freundlicheres. Soll es lediglich auf die Achtsam Hafenarbeiter- Verband einen Tarif der Direktion unterbreiten will. feit einer einzelnen Person ankommen, ob eine Gruben- Bereits find 30 Mann gemaßregelt und sollte es zu weiteren Ent- der Krieg kein einfacher militärischer Spaziergang sei. Offiziere und Mannschaften, die sich im Auslande befinden, werden von der ameris tatastrophe zu vermeiden ist oder nicht, dann kann sich lassungen kommen, so wird der Streik unvermeidlich sein. der Staat mit seiner Aufsicht, fanischen Regierung zur Fahne einberufen. Aus Wien wird hierüber Aufsicht, die er über die Bergwerte ausübt, begraben lassen. Warum schreibt die Regierung gemeldet: Die Streifbewegung in Defterreich ist gegenwärtig eine An alle in Oesterreich- Ungarn weilenden Amerikaner, welche dem nicht die elektrische Beleuchtung der Gruben vor, die heutzutage ein ziemlich lebhafte. Alle Industriezentren und fast alle Berufszweige attiven Heere oder der Marine angehören, ist der Befehl ergangen, zuführen doch den Grubengesellschaften nicht schwer fallen kann? find davon berührt. In Bozen streiken die Zimmerer, fie ver- fofort in die Heimath zurückzukehren. Nach dem großen Bochumer Unglück schien es ja, als fangen eine 20 prozentige Lohnerhöhung. Auch die Schmiede- Auch alle Militär- und Marine- Attachés sollen abberufen sein, ob die Regierung ernstlich gewillt wäre, der Forderung gehilfen von Bozen haben die Arbeit eingestellt und verlangen sie sollen durch dienstunfähige frühere Offiziere ersetzt werden. der Bergleute auf den ihrer Ansicht nach zweckmäßigsten an stelle der 12stündigen eine 11 stündige Arbeitszeit. Die Aus Washington wird telegraphirt: Das gepanzerte KüstenSchutz ihres Lebens und ihrer Gesundheit entgegenzukommen. In Ins bruder Maler, Lackirer und Anstreicher erhielten schiff" Monteray", welches zuletzt an der Küste des Stillen Ozeans seiner beweglichen Rede im Abgeordnetenhause versprach der Minister die zehnstündige Arbeitszeit bewilligt, dagegen dürfte es bei den freuzte, erhielt Befehl, nach Manila abzudampfen. Brefeld, daß Delegirte nach Belgien, England und Frankreich gesandt Bauarbeitern zu einem Streit kommen. Der Ziegelwerden sollen, um die Erfahrungen kennen zu lernen, die man arbeiterstreik in Breitensee ist beendet, und zwar mit dort mit der Heranziehung der Bergleute zur Gruben- theilweisem Erfolge. Es ist gelungen, bei einigen Kategorien die In Spanien herrscht eine, wie uns dünkt, unbegründete Be forgniß über die Haltung Englands. Aus Madrid wird inspektion gemacht hat. Seitdem find viele Wochen vergangen, alte Lohuquote zu erhalten, bei den übrigen wurden die geplanten nämlich gemeldet: Die Besagungen von Ceuta, Tarifa und Algeciras die preußischen Bergleute harren immer noch der Erfüllung des Ver- Reduktionen beträchtlich vermindert. Gemaßregelt darf niemand werden. in Gibraltar die Anhäufung von Munition, Proviant und Kohlen sind erheblich verstärkt worden, weil England in verdächtiger Weise sprechens, eine Grubenkatastrophe folgt der andern, aber die ReDie Beendigung des Porzellanarbeiterstreits fortjent. gierung hat ihren schönen Reden die That noch immer nicht folgen in Aich bei Karlsbad bestätigt sich. Derselbe hat 32 Wochen Eine weitere Meldung aus Madrid besagt: Englische Sollaffen; dagegen zögerte der Minister nicht, den Zechenbesitzern am gedauert und der Organisation über 30 000 fl. geloftet; der Schaden daten von der Besagung Gibraltar landeten bei einer Ruderübung Biesberge in ihrem Kampfe um die Vernichtung eines uralten Rechtes der Firma ist aber viel höher einzuschäßen. Die Streifbrecher mußten trop Verbots auf spanischem Territorium, wurden aber von der Bergleute hilfreich beizuspringen. viel höher entlohnt werden, als die alten Arbeiter und außerdem spanischen Grenzposten zurüdgewiesen, wobei ein englischer Soldat erforderte der Schutz" der Schwarzbeine große Summen. Die Entlaffung des Direktors fonnten die Arbeiter nicht durchsetzen, dagegen wurde von seiten der Direktion die Organisation der Arbeiter ausdrücklich anerkannt. Maßregelingen sollen nicht vorgenommen werden. Ein Theil der Streifenden ist bereits eingestellt worden. Eine Privatdepesche meldet uns noch darüber: Bis Mittag waren 37 Leichen geborgen, 44 Mann sind voraussichtlich todt. Mehrere Betäubte wurden wieder belebt. Unter den Todten befinden sich drei Brüderpaare. Von der Rettungsmannschaft wurden ebenfalls manche betäubt und verlegt, sechs davon befinden sich im Krankenhaus. Genosse Scheibler von einer anderen Zeche, der zur Rettung der Verunglückten mit eingefahren war, ist todt. Wolff's Telegraphenbureau meldet vom Montag Abend 7 Uhr: Aus der Zeche Zollern" find insgesammt 43 Todte und 6 Verwundete zu tage gefördert. Von den Verunglückten befindet sich feiner mehr in der Grube. meiden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Von der Lohnkommiffion der Bauarbeiter geht uns folgendes An dem Maurerstreik in Gent( Belgien), der seit dem 12. d. M. währt, sind gegen 1500 Arbeiter betheiligt. Bis jetzt haben nur 11 Unternehmer die Forderungen der Arbeiter bewilligt. Boziales. " " verwundet wurde. Für die schwere Finanznoth Spaniens spricht der Antrag des Senators Planas im Senate, nach welchem der Koupon der Schuld in Pesetas( minderwerthigem spanischen Papiergelde statt in Goldfranken) gezahlt und auf die anderen öffentlichen Werthpapiere eine Steuer gelegt werden soll. = Die spanischen Eisenbahn Gesellschaften sollen der Regierung gegen Verlängerung ihrer Konzessionen ein Darlehen angeboten haben. Ueber die Gefährlichkeit des fubanischen Klimas giebt die folgende Statistik des amerikanischen Arztes Dr. Brunner ein erschreckendes Bild. Gestorben sind in Kuba während des Krieges gegen die Insurgenten von der spanischen Armee 32 534 Mann und zwar am gelben Fieber am Typhus. an Ruhr. an Malaria. 6 034 2 500 12.000 7 000 5000 an anderen Krankheiten. Dazu kommen aber noch mehrere tausend Soldaten, die als Invaliden nach ihrer spanischen Heimath zurückgesandt worden und dort ihren Leiden erlegen sind. " 1 Die beiden deutschen Schulfregatten„ Stosch" und Moltke" sollen nach Westindien gehen. Zur Verhütung von Krankheitsübertragungen durch Eisenbahn- Personenwagen und durch die zum Aufenthalte der Reisenden bestimmten Bahnhofsanlagen hat das kaiserliche Gesundheitsamt im Einvernehmen mit dem preußischen Ministerium Da Achtung, Bauarbeiter! Auf dem Bau Hafenhaide, der öffentlichen Arbeiten neue Gesichtspunkte" ausgearbeitet. Barzelle 18-19, Maurermeister Lagok, sind am Sonnabend, nach muß die Einrichtung der Personenwagen so beschaffen den 21. Mai, 17 Kollegen plötzlich entlassen. Der Grund dazu ist sein, daß der gründlichen Reinigung und Desinfektion Hinderfolgender: Es wurden dort mur Kollegen beschäftigt, welche an der nisse nicht entgegenstehen; zu diesem Zwecke sind z. B. zur WandSpize der Bewegung stehen und gegen das Auftreten des Polirs bekleidung nicht Plüsch und ähnliche rauhe Stoffe, sondern glatte sowie des Kolonnenführers Front machten und eine menschenwürdige Stoffe zu verwenden, und die Sitzpolster müssen in der Weise herBehandlung verlangten. Alle Kollegen werden deshalb ersucht, ihre gestellt sein, daß sie entfernt und mit strömendem Wasserdampf des Solidarität dadurch zu beweisen, daß sie diesen Bau bis auf weiteres infizirt werden können. Fußböden und Wände 2c. der Wartejäle find Die Lohntommission. öfter, erstere bei starkem Verkehr täglich naß zu reinigen, ebenso die Bahnsteige. Die Burgeregien igen, haben sich diesen neuen Ge- Tehke Nachrichten und Depeschen. Schreiben mit dem Ersuchen um Veröffentlichung zu: In der letzten sichtspunkten" ebenfalls angeschlossen. Arbeiter- Risiko. Beim Abbruch eines Stallgebäudes im Dorfe Junsbruck, 23. Mai.( W. T. B.) 2000 Bauarbeiter haben inBuzerversammlung ist die Behauptung aufgestellt worden, daß wir vor allen Dingen die Sicherstellung unseres Arbeitslohnes vom Puzer Dembe bei Schneidemühl stürzte der Giebel ein; dabei wurden folge der Ablehnung ihrer Forderungen durch die Bauunternehmer, verlangen. Ebenso sollen sämmtliche Redner in unseren Versamm- zwei Maurer getödtet und drei lebensgefährlich die Arbeit eingestellt. Paris, 23. Mai.( W. T. B.) Die neue Deputirtenkammer ist lungen die Puger als unsere Arbeitgeber bezeichnet haben. Dies verlegt. scheine wohl der Hauptgrund, weshalb die Buzer über Ebenfalls schwere Verlegungen erlitten zwei Arbeiter auf dem wie folgt zusammengesezt: 254 Republikaner, 104 Radikale, 74 fo= unferen Lohntarif zur Tagesordnung übergegangen übergegangen sind. Borsigwerfe in Beuthen Q.-S., wo der Hochofen durch zialistische Radikale, 57 Sozialisten, 38 Ralliirte, 44 Reaktionäre und 10 Nationalisten. die erste Behauptung anbetrifft, So verwahren wir Explosion von Gasen in Brand gerathen war. Marseille, 22. Mai.( B. H.) Anläßlich einer Wahlversamm uns ganz entschieden gegen derartige Unterstellungen. Die zweite Behauptung ist nur insofern richtig, als wohl von einem Redner lung entstanden gestern zwischen Sozialisten, Radikalen und Republi tanern Streitigkeiten, in deren Verlauf sechs Personen schwer verdie Ansicht ausgesprochen wurde, daß die Puzzer im gewissen Sinne, weil sie die Putzerträger engagiren, entlassen und ihnen Sonnabends Die beiden amerikanischen Geschwader haben sich vereinigt und wundet wurden. Kalfutta, 22. Mai.( W. T. B.) Die gestrigen Unruhen in der den Lohn zahlen, als Unternehmer anzusehen wären. Dieser Kollege freuzen vor Havana. Sie hoffen der spanischen Flotte die Einfahrt Die Aufrührer, an aber war ein Affordarbeiter, dem andere Buzzerträger in dieser An- in den Hafen zu versperren. Bei der erregten Stimmung in den Vorstadt Bhowanipur dauerten zwei Stunden. ficht entgegentraten. Zu einer Berichtigung in der Buyer- Ver- Vereinigten Staaten über die bisherigen Mißerfolge der Flotte bei Bahl 2000, mißhandelten viele Personen. Eine große Versammlung eingeborener Lastträger und anderer Eingeborener, die auf heute sammlung wurde uns das Wort abgeschnitten durch einen Geschäfts- ihren Operationen gegen Ruba drängt alles zur That. ordnungs Antrag auf llebergang zur Tagesordning. Wir hoffen, sich freilich die spanische Flotte, die schwer unter Kohlenmangel einberufen worden war, wurde verboten; ein Aufruhr schien bevor daß durch diese Richtigstellung die Buzzer zu einer besseren Ansicht leiden soll, dem amerikanischen Gegner so bald stellen wird, muß zustehen, die Menge wurde aber durch die aus Europäern und Einüber ihre Berufsgenossen gelangen werden." dahingestellt bleiben, wenigstens meldet ein in New- York eingetroffenes geborenen bestehende Polizei auseinander getrieben. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Was M Der Krieg. Ob Br. 119. 15. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienflag, 24. Mai 1898. Wer nicht in der Wählerliste Wählerliste sicht, sicht, verliert sein Wahlrecht! Taffen. Kommunales. In dies Zentralbureau fommen natürlich alle Klassen. Wer die Anschlagfäulen eifrig studirt, wird dem Berichterstatter Besonders start aber treten die Kaufleute auf, die im Zentrum der nicht so unrecht geben. Aber würde denn die fromm gewordene Den Stadtverordneten sind gestern sechsundzwanzig Vorlagen Stadt so zahlreich vertreten sind. An der ihnen eigenen Sicherheit Bourgeoisie die Kirchen auch füllen, wenn diese Gebäude nicht durch zugestellt worden, darunter der Erlaß des Provinzial- Schulfollegiums der Befigenden und ihrer Gewandtheit im Umgange charakterisiren Mufitaufführungen und theatralische Lichteffekte einigermaßen internebst hierauf erstattetem Bericht des Magistrats in Sachen der Be- sie nicht nur allein ihren Stand die erstere Eigenschaft theilt effant gemacht würden? foldungsordnung der Lehrpersonen an den Gemeindeschulen. Weitere fie in ihrer Mehrzahl dem Freifinn zu. Dann stellt ein Wie es in der arbeitenden Bevölkerung um das Magistratsvorlagen betreffen neben Rechnungssachen die Errichtung beleibter, gutgekleideter Bädermeister den Konservativismus dar und Interesse für die Kirche aussieht, schildert der Bericht in folgenden von acht Neubauten auf dem Grundstücke des Krankenhauses Moabit was sonst alles mit ihm zusammenhängt, wohl um eine kleine Worten: Die sozialdemokratische Propaganda für den Austritt aus ( Verwaltungsgebäude, zwei Wohnhäuser für Pflegepersonal, zwei Schattirung heller oder dunkler, sonst aber auf derselben Grundfarbe: der Landeskirche hat im vergangenen Jahr verhältnißmäßig geringen Küchen, Badehaus, Bförtnerhäuschen, Wagenschuppen), bei einem Volfsausbeutung, gestimmt ist. Diese Herren Handwerksmeister, die Erfolg gehabt; doch läßt, wie der Bericht hervorhebt, immerhin Gesammt- Kostenüberschlage von 1 250 000 m., wobei von dem in der Werkstatt mit der ganzen Prozigkeit der Alleinherrscher auf die gegen das Vorjahr verminderte Zahl der Taufen Bau eines Wohnhauses für den ärztlichen Direktor zur Zeit treten und ihre Lehrlinge wie Pudel abrichten möchten, zeigen in auf eine zunehmende religiöse Gleich giltigkeit in den Arbeiter= Abstand genommen wird; sowie die Ausführung von acht fleineren dem Bureau plötzlich ein ganz anderes Gesicht. Ihre Würde löst treisen schließen. Bauten auf den städtischen Rieselfeldern, ferner den Verkauf von sich in Kriecherei und Demuth auf. Hier ist ihr Heiligstes; Sehr eigenartig war zum theil die Art, wie eine von der Synode Bauparzellen an der Müllenhofstraße, Ecke Grimmstraße, zu 100 W. der grüne Tisch ist ihnen wie ein Altar und die vom Volfe bezahlten eingesezte Kommission zur Bekämpfung der Prostitution sich und an der Thurmstraße, Ecke Ottostraße, zu 160 m. pro Quadrat- Beamten sind ihnen die Priester, die ihnen das göttliche Geschenk der mit diesem Weltübel beschäftigte. Synodale Prediger Riemann bemeter, sowie von Vorgartenland in der Urbanstraße zu 20 M. pro Wahl vermitteln. Mit unterwürfiger Scheu nahen sie sich dem Tische richtet darüber:" Die Gemeinderäthe haben den Polizeipräsi Quadratmeter und schließlich den Erwerb einer zum Neubau der würdige Vertreter der wohlgesinnten" Parteien. denten gebeten, ihnen die Listen der Prostituirten und Waisenbrücke verwendeten Spreefläche zu 80 M. pro Quadrat- Auch Arbeiter sehen hier im Zentralbureau die Listen ein. Wenn der Wirthe, die solche aufnehmen, zu übersenden und diese Bitte meter; beantragt wird außerdem: Die Stadtverordneten sie auch häufig in der ungewohnten Umgebung etwas ungelent auf- fei erfüllt worden. In den einzelnen Gemeinden habe man Versammlung ermächtigt den Magistrat zum Abschluß eines treten man sieht es ihnen doch meistens an, daß sie als jene ge- sich auch bemüht, auf grund der Listen Wandel zu schaffen." Wie Abkommens mit der Gemeinde Lichtenberg, wonach die hiesige wissenhafte Forderer auftreten, die sich des Rechtes ihrer Forderung das Wandelschaffen gemacht worden ist, wird in folgendem gesagt: Stadtgemeinde die Verpflichtung übernimmt, die Frankfurter Allee bewußt sind. ,, Als Erfolg sei zu verzeichnen, daß das öffentliche Gewissen wach von der Proskauerstraße bis zur Verbindungsbahn bis zum 1. No- In den einzelnen Stadttheilen find natürlich die Besucher der gerufen und die Wirthe in vielen Fällen die Prostituirten aus ihren bember 1899 auf ihre Kosten zu reguliren für den Fall, daß seitens Bureau's nicht so verschiedenartig. Sie entsprechen der sozialen Lage Häusern entfernt haben." der Gemeinde Lichtenberg zu den Kosten dieser Regulirung bis der Bewohner des Stadttheils. Im Westen kommen die Bankiers Ob denn wirklich jemand glaubt, daß die Prostitution beseitigt 1. Oftober 1898 ein Beitrag von 50 000 M. geleistet wird." Der und Geheimräthe sehr spärlich.. Sie sind ja sicher, daß oder nur vermindert wird, wenn man die Prostituirten obdachlos Stadtverordneten- Ausschuß zur Vorberathung der Anträge Cassel und sie nicht übersehen worden sind. Aber in den Arbeiter macht?! Seltsam berührt es, daß die Polizei, die doch mit recht an Perls hat in einstimmig gefaßtem Beschlusse, wie bereits mitgetheilt, vierteln herrscht ein lebhafteres Wesen. Die Bureaus sind Private keine derartige Auskunft ertheilt und es selbst ablehnt, den beantragt: Die Versammlung ersucht den Magistrat, durch geeignete fast sämmtlich in Turnhallen der Gemeindeschulen errichtet, die Hauswirthen zu sagen, ob eine neueinziehende Mietherin zu den Maßnahmen, insbesondere durch Verhandlungen mit dem königl. auf dem Schulhofe, umgeben von Höfen und nadten Mauern, liegen. Prostituirten zählt, in diesem Falle den frommen Kirchenmännern Polizeipräsidium, darauf hinzuwirken, daß a) eine Reform Die Turngeräthe werden als Schranken benugt, denn der Andrang die vollen Listen der Prostituirten in die Hände giebt! der Bestimmungen, betreffend die Ausübung der Sitten ist in den Mittagsstunden und Sonntags sehr stark. Viele Arbeiter Eine unverhoffte Annehmlichkeit ist am Sonnabend einem polizei, erfolgt, b) Vorkehrungen getroffen werden, um Mißgriffe müssen die kostbaren Minuten der kurzen Mittagspause opfern, großen Theil der hiesigen Postunterbeamten zu theil geund Ausschreitungen von Erekutivbeamten bei Verhaftungen und Fest- manche tommen sogar von der Arbeitsstätte auf Fahrrädern herbei- worden. Jufolge einer„ eiligen Verfügung" sind den Mannen nahmen zu verhindern." Von den eingegangenen Petitionen seien geeilt. Alle werden von dem Gefühl getrieben, ihre Rechte zu des Herrn v. Podbielsti nämlich Verrechnungs- Beträge" in erwähnt ein Gesuch von Stadtbau- und Bau- Assistenten des Hoch- wahren. und Tiefbaues und der Feuer- Sozietät um Neuregulirung ihrer Geder Höhe von dreißig bis zu hundertfünfzig Mark ausgezahlt Selbstverständlich treten auch bei diesem Vorgang Chikanen des worden, und zwar tamen in betracht diejenigen Unterbeamten, hälter, ein Gesuch von Standesbeamten um Gehaltserhöhung, ein Bureaukratismus zu tage. Zum Beispiel muß in dem Bureau in welche bereits am 1. April 1895 angestellt waren. Die Armen, anonymes Gesuch um Aufhebung der Gehaltszurücksetzung der bis der Skaligerstr. 55-56 jeder eine Legitimation vorzeigen. Dann welche nach diesem Tage mit dem Riesengehalt von 800 M. etats1876 definitiv angestellt gewesenen Magistratssekretäre, ein Gesuch bekommt er einen Bettel furz und gut die Sache wird dort übermäßig angestellt geworden sind, suchen nun in ihren wenigen Muße= der Vereinigung der städtischen Techniker um Regelung ihrer Be- haupt mit der größten Peinlichkeit und Umständlichkeit betrieben, stunden unausgesetzt das Geheimniß zu ergründen, wie es kam, daß schäftigungs- und Anstellungsverhältnisse, ein Gesuch der Schoß so daß es außerordentlich lange währt, bis ein Einzelner abgefertigt nach dem 1. April 1895 plöglich die Verrechnungen" aufhörten, so schließer der städtischen Wasserwerfe um Gehaltsaufbesserung. worden ist. Ist nun der Andrang etwas start, so müssen die daß sie als die Bedürftigsten völlig leer ausgehen mußten. In Prüfenden eine Stunde und mehr warten, bis sie abgefertigt anderen Kreisen wird wiederum die Frage erörtert, ob die ausworden sind. Auch wird denen, die nach ihrer Meinung dort zu- gezahlten Verrechnungsbeträge im stande sind, in der jetzigen Beit ständig sind, deren Listen aber nicht dort ausliegen, nicht gesagt, wo der Reichstagswahlen die Herzen der Unterbeamten mit dem Maße sie ihre Listen einsehen können. So ist es wenigstens am Himmel von Patriotismus zu erfüllen, das zur Abgabe konservativer und fahrtstage geschehen und dürfte, da dieser Geschäftsgang immer noch antisemitischer Stimmzettel erforderlich ist. Solche Erwägungen sind dort üblich ist, auch jetzt noch geschehen. Die betreffenden Beamten natürlich despeltirlicher Natur und gänzlich unangebracht. Kein mögen ja genau nach der Instruktion handeln. Daß es Mensch und auch die Regierung nicht wird erwarten, daß man wegen aber besser, für beide Theile angenehmer und bequemer einiger Zehnmarkstücke auch dort plößlich für ein Regime zu schwärmen feine Legitimationen geprüft, feine Zettel ausgestellt werden und spüren war. gemacht werden kann, erfährt man im Zentralbureau, wo beginne, wo bisher von solcher Schwärmerei laum etwas zu doch alles mit der gewünschten Genauigkeit geht. Tokales. Sozialdemokratische Wahl Versammlungen. Heute, Dienstag, wird in Martens Salon, Friedrichstr. 236, eine Wolfs: versammlung abgehalten, in welcher der Reichstagskandidat des zweiten Wahlkreises, Genosse Richard Fischer, über die Neuwahlen zum Reichstag sprechen wird. Eine Volksversammlung des dritten Wahltreises findet heute in der Ressource, Kommandantenstr. 57, statt. Genosse Liebknecht spricht über die Sozialdemokratie und die bürgerlichen Parteien. In einer Volksversammlung des vierten Wahlkreises( Südost), die in der Warum läßt sich nicht überall diese Leichtigkeit des GeschäftsUrania, Wrangelstr. 10/11, stattfindet, referirt Genosse Robert ganges erzielen? Es liegt im Interesse der Beamten, wie auch Schmidt über die Frage: Wer schützt die Rechte des Volkes?" in dem der Wähler, möglichst wenig Zeit zu verbrauchen. Und die Der fozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Wahl- Wähler werden in den nächsten Tagen, wenn sie ihre Pflicht bisher Treis hält heute im Feldschlößchen, Müllerstraße, eine Versammlung noch nicht erfüllt haben, diese schleunigst nachholen. Deß sind wir ab, in welcher Genosse Jacobey über die politische Organisation gewiß! Und da ist eine schnelle Führung der Geschäfte nothund die Reichstagswahl einen Vortrag halten wird. In Nixdorf wendig. find am Dienstag zwei Volksversammlungen, nnd zwar in Peter's Salon, Knesebecstraße, sowie in Laudner's Salon, Bergstraße. Die Barteigenoffen A. Borchardt und G. Ledebour werden über die Reichstagswahl referiren. " Dritter Wahlkreis. Die Parteigenoffen, welche erst seit einem Jahre im Wahlkreise wohnen, werden ganz besonders gebeten, die Wählerliste genau nachzusehen. Es hat sich verschiedentlich gezeigt daß die erst kürzlich in den Wahlfreis hinzugezogenen Personen recht mangelhaft in die Liste eingetragen waren. Der Vertrauensmann. uns um lich " Ein ,, Waldgottesdienst" fand am Sonntag Vormittag im Grunewald bei Paulsborn statt. Die Feier war arrangirt vom Evangelischen Verein der Kaiser Friedrich Gedächtnißkirche", stellte sich also nicht als eine kirchliche Veranstaltung, sondern als eine Art öffentliche Vereinsversammlung unter freiem Himmel dar. Die Veraustalter scheinen sich der weitestgehenden Unterstützung seitens der in betracht kommenden Behörden erfreut zu haben. Sie hatten mitten im Walde nicht nur einen Altar aufstellen, sondern auch BankDie zur militärischen Lebung einberufenen Wähler können reihen herrichten dürfen. Die Versammlung stand außerdem unter natürlich, auch wenn ihre Entlassung rechtzeitig erfolgt, nur dann dem Schuße eines Gendarmen. Arbeitervereinen würde wohl ihr Wahlrecht ausüben, wenn sie in die Listen eingetragen sind. faum gestattet werden, öffentliche Versammlungen im Grunewald Deshalb ist es Pflicht ihrer Angehörigen und Freunde, für sie die abzuhalten. Nur den Gendarmen würde man ihnen, wenn man Listen nachzusehen! cine solche Absicht vermuthete, mit großer Bereitwilligkeit entgegens Der gekränkte Magistrat. Die zwischen dem Provinzial- fchicken. Schulfollegium und dem Magistrat aus Anlaß der Lehrer- Affumulatoren Droschfen. Ein Konsortium von großen besoldungs- Frage eingetretene Spannung zeigt sich auch in Fuhrunternehmern beabsichtigt Affumulatoren- Droschken zu bauen dem Ton, der aus dem Schriftwechsel der beiden Behörden heraus- und in Betrieb zu stellen. Es sind bis jetzt 24 000 Mark zu dieſem flingt. So heißt es in dem Schreiben des Provinzial- Schulkollegiums Bwed gezeichnet. Bei dem am heutigen Dienstag stattfindenden Die parteigenössischen Vertrauensleute Berlins ersuchen vom 14. April d. J. u. a.„ Die Bedenken gegen die vorgelegte Conevurs hippique wird eine solche Droschke den Interessenten vorVon den Ausfall dieser Vorführung hängt es die Aufnahme folgender Erklärung: Gelegent- Besoldungsordnung haben die Erwägung nahe gelegt, ob es nicht angeführt werden. einer Versammlung im Swinemünder Gesellschaftshaus gezeigt sein würde, die Feststellung der entsprechend höheren Säße wesentlich ab, ob das Unternehmen zu stande kommt. In diesem behauptete der Anarchist Landauer, ein sozialdemokratischer der Minister hiervon bezüglich des Grundgehalts Abstand nimmt, so erforderlichen Schritte zur Erlangung der Konzession für die Indienstim Beschlußverfahren von den städtischen Behörden zu fordern. Wenn Falle wird das Konsortium bei der zuständigen Behörde sofort die Vertrauensmann hätte sich an ihn mit der Bitte uni Unterstüßung im diesjährigen Wahlkampf gewandt. Den Namen geschieht es mit Rücksicht einerseits auf die Sonderstellung, welche stellung von Akkumulatoren- Droschken unternehmen. verschwieg der Herr flugerweise. Soweit wir als Berliner das Gesetz der Stadt Berlin zuweist, und andererseits auf den der Vertrauensleute in betracht kommen, erklären wir, daß sich keiner Bestimmung in Nr. 2 Abs. 7 der Ausführungsanweisung zu grunde von uns an Herrn Landauer gewandt hat. Außer dem prinzipiellen liegenden Wunsch, den größeren Stadtgemeinden in der selbUnterschied würde schon die Bedeutungslosigkeit der„ Gruppe Lan- ändigen Regelung ihrer Besoldungen für die Lehrkräfte der Boltsschulen thunlichst freie Hand zu lassen. Die städtischen dauer" diese Bitte zu einem Unsinn stempeln. Die Vertrauensleute Behörden von Berlin werden selbst die Verantwortung dafür über Die Adresse von Fr. Behrens ist nicht, wie berichtet, Fehrbelliner- nehmen müssen, wenn die Hoffnungen, welche die Zehrer an den straße 84, sondern Fehrbellinerstr. 85, Ecke der Chorinerstraße. städtischen Gemeindeschulen an die Ausführung des Gesetzes geknüpft Dame, eine Frau Baumeister Sch. aus Hirschgarten. Die Dame, Sechster Wahlkreis. Außer den in der Sonnabendnummer haben, sich nicht erfüllen und wenn die Bemessung des Grundgehalts vor der nachdrücklichst gewarnt wird, soll einen Kutscher 2. Klasse in Zukunft die Erlangung so befähigter und be genannten Parteigenossen, erklärt sich noch Restaurateur Poillon, währter Lehrkräfte erschweren follte, wie sie um 8 M., einen 1. Klasse um 17 M., einen Tarameterkutscher gar Schulzendorferstraße 18a, bereit, für solche Wähler, denen es an Zeit im Interesse gedeihlichen Entwickelung des Berliner um 30 m. betrogen haben. gebricht, die Listen nachzusehen. Volksschulwesens erforderlich sind." In seiner Erwiderung, in Vorgestern war ein sogenannter freier Sonntag, an welcher der Magistrat erklärt, daß er nicht in der Lage" sei, welchem die Geschäfte bis zum Abend offen gehalten werden durften. Ein kleines Vorspiel zu den Reichstagswahlen muß man den gestellten Forderungen zu entsprechen, äußert er sich dahin:„ Die Ein großer Theil der in betracht kommenden Geschäfte, darunter die Prüfung der Wählerlist en nennen. In den Räumen, städtischen Behörden sind bereit, wie für alle ihre Beschlüsse auch auch verschiedene Großbazare, haben freiwillig auf die Ausnutzung die später auch zur Wahl als Schauplag der That, als Tempel für für die in dieser Angelegenheit gefaßten Beschlüsse die volle Ver- der freigegebenen Stunden verzichtet, sodaß das Publikum faum die Wahlurne dienen sollen, aus der dann der Kandidat als erantwortung zu übernehmen. Die fortdauernd eingehenden zahl- etwas von der Aenderung merkte. Hoffentlich verzichten in Zukunft Härter Boltsvertreter hervorgeht, liegen auch die Listen aus. reichen Bewerbungen um Anstellung im Berliner Gemeindeschuldienste immer mehr Geschäftsinhaber darauf, ihren Angestellten unnüß den Berlins. Beihilfe in Eine schwarze Liste der Droschkenpreller giebt, wie berichtet wird, der Verein Berliner Droschkenkutscher heraus. In der letzten Beit haben sich die Schädigungen von Kutschern durch Liebhaber von Gratisfahrten in auffallender Weise gehäuft, trotzdem verschiedentlich Zeit haben sich die Schädigungen von Seutschern durch Liebhaber von dieser verwerfliche" Sport" recht scharf geahndet und erst vor zwei Tagen eine Fahrgeldprellerin zu einem Jahr Gefängniß verurtheilt wurde. Den Anfang in der schwarzen Liste macht ebenfalls eine Und bei der wichtigen Prüfung, ob man auch selber in geben die Gewißheit, daß es auch in Zukunft an geeigneten Lehr- schönen Sonntag zu rauben. den Listen gebucht ist, in denen bekanntlich alle deutschen fräften nicht fehlen wird. Wir hoffen daher, das Verliner Bet jedem der neuen Fürstenstandbilder, die in der SiegesStaatsbürger, ob Schlotbaron oder Steinträger, vollblütiger Gemeindeschulwesen, welches die städtischen Gemeindebehörden Allee errichtet sind, steht ein Schußmannsposten. Trotzdem wird den und eigener Berantwortung im wesentlichen Majoratsherr oder Rübenzieher, eine gleich große Rubrik befizen als unter ohne Statuen mancher böse Schabernack gespielt. Ohne daß der Thäter Symbol der Gleichheit des Wahlrechtes, kann man denn auch einen fremde verhältnißmäßig furzer Zeit bis zu von dem Beamten bemerkt wurde, ist von dem Standbilde, das Borgeschmad von dem Wahlgange bekommen. Und wer ein feinerer der gegenwärtigen Söhe gefördert haben, auch fernerhin unter Albrecht den Bären" darstellen soll, ein Kreuz abgeschlagen worden. Menschentenner ist, kann sogar mit einiger Sicherheit bestimmen, Mitwirkung der Stadtverordneten- Versammlung und der Bürgerschaft Beim Denkmal Otto's II. fehlen, wie es heißt, bereits beide Kronenwelcher Partei die einzelnen Prüfenden angehören. Denn jede gedeihlich weiter entwickeln zu können, wenn wir uns auch bewußt freuze. Die Findigkeit der Sicherheitsbehörde hat noch nicht herausPartei hat bekanntlich meist meist die Angehörigen einer be- find, daß Urtheile, wie das vorstehende, noch vor Beendigung des bringen können, was es für Leute sind, die sich auf so übelwollende stimmten Klaffe zu Barteigängern. Und bie ganze Ge- geſetzlich vorgeschriebenen Verfahrens abgegebene, sehr wohl geeignet Weise für die Fürstenstandbilder intereffiren. Den meisten Berlinern finnung und das Wesen der Klasse zeichnet ihre Partei find, unsere Stellung einem nahezu 4000 Personen umfassenden sind die neuen Figuren bekanntlich von Herzen gleichgiltig. und sie selbst zur genüge und zeigt sich nirgends besser, Lehrpersonal gegenüber erheblich zu erschweren." Schlimm genug, Das Polizeipräsidium theilt mit: Mit dem Eintritt der als am grünen Tisch vor dem Beamtenthum. Das meistbesuchte daß der Magistrat sich von den Vertretern der Regierung derart warmen Jahreszeit sind den Polizeirevieren wiederum die erforderBureau für Prüfung der Wählerlisten ist das Zentralbureau in der deutlich die Wahrheit sagen lassen muß! lichen fanitätspolizeilichen Maßnahmen zur besonderen Pflicht gemacht Poststr. 16. Es ist jenes alte Haus im Barockstil an der Ecke des Die Sünde dieser gottlosen Welt ist nicht allein der Leute, worden. Die Hausbesizer werden gut thun, dafür beizeiten zu Mühlendamms, das von Fürsten- Günſtlingen, die man Hochstapler sondern auch der Kirche Verderben. In der Kreissynode Berlin, sorgen, daß die Kellerschächte auf ihren Grundstücken auf ihre Sauberund Spekulationsfönige nennen müßte, erbaut worden ist. Jetzt weht die gestern tagte, erstattete der Vorsitzende Prediger Naaz den üb- feit untersucht und etwaige Mißstände alsbald beseitigt werden, und in den Räumen, die einst der Lärm der Festmusik, das Klingen lichen Bericht, in welchem nach der Voss. 3tg." folgende, für das ebenso daß die Abtritte auf Neubauten einer gewerblichen Kontrolle der Pokale und das übermüthige Geräusch der Tafelnden und heutige Kirchenleben charakteristische Stelle Das unterworfen werden. Lagerstätten von Knochen, Lumpen und Tanzenden durchdrang, die Luft der Amtsstuben mit ihrem trockenen Bühnenmäßige und die theatralischen Lichteffekte allen anderen übelriechenden Abfallstoffen, ferner Wagen- TransBazillus der Aften und der Nüchternheit des grünen Tisches. Oben in manchen neueren Kirchen, die sich hervordrängenden Musik porte von solchen Stoffen werden von der Polizei einer im zweiten Stockwerk ist ein großes Zimmer zum Prüfungsbureau aufführungen in den Gottesdiensten, der ungeistliche und fortgesetzten und strengen Ueberwachung unterworfen werden. hergerichtet. Auf provisorisch aufgebauten Tischen liegen hohe Stöße leichtfertige Ton, der sich hier und dort auf den Kanzeln vernehmen Außerdem wird eine erhöhte Aufmerksamkeit gegen etwaige VerAften. 10-12 Beamte stehen dahinter und fragen nach der Wohnung läßt, die Tanzvergnügungen und Theatervorstellun- unreinigung der Straßen angewendet werden. Die Hausfrauen im und dem Namen des Prüfenden. Erst wird in einem Heft nachge- gen bei christlichen Vereinsfesten und Familienabenden das alles besonderen seien daran erinnert, daß das Aufhängen von Wäsche schlagen, zu welchem Stadtbezirk der betreffende Wähler gehört, dann mag ja auf viele Leute eine gewisse Anziehungskraft ausüben, aber sowie das Klopfen, Sonnen und Ausstauben von Betten, Matraßen, werden die Akten durchgesehen. Steht der Wähler drin, so kann er die Kirche kommt damit nur den Neigungen des natürlichen Menschen Fußdecken und dergl. Gegenstände auf öffentlicher Straße sowie an ruhig nach Hause gehen. Er hat seine Pflicht erfüllt! Sonst aber entgegen, ohne ihn auch für die ganz anders gearteten Aufgaben des Thüren, Fenstern, Balfonen, welche straßenwärts belegen find, muß er sofort im Bureau die Eintragung seines Namens vornehmen Reiches Gottes zu gewinnen." polizeilich nicht gestattet ist, und Zuwiderhandlungen mit Strafen borfam: " geahndet werden. Als öffentliche Straße im Sinne dieser letzten| ständig ausgebrannt. Die freiwillige Feuerwehr hatte 8 Stunden zu brechen, wurde hervorgesucht, um den Zuhörern die Gefährlichkeit Bestimmung werden auch die öffentlichen Wasserläufe angesehen. thun. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen. der Sozialdemokratie vor Augen zu führen. Demgegenüber war cs Gerichts- Beitung. als ob wir daran Mehrere Messerstiche trug am Sonnabend Abend gelegentlich Durch einen Blitzschlag verlegt wurde am Sonntag der den Rednern, die von unserer Seite in die Debatte eingriffen, den einer Rauferei der 25 jährige Fabritarbeiter Heinrich Lau davon, der Bautechniker 8immerling. Der 23jährige junge Mann Genossen Vogel, Scharrnberg und Hirsch ein leichtes, in der Blechemballage- Fabrik von Gebr. Koppe in der Reichenberger- befand sich zur Zeit des Gewitters zum Besuch in Wullhorst bei die zahlreichen Frrthümer aufzuklären, die dem Referenten unterlaufen straße 47 beschäftigt ist. Streitigkeiten wegen der Nichtbetheiligung Ertner. Während er mit seiner Braut und deren Angehörigen im waren. Natürlich vergebens. Die Herren Freifinnigen ließen sich nicht Lau's an einem in der Fabrik ausgebrochenen Streit sollen angeb Bimmer faß, erfolgte ein starter Schlag und ein Flammenmeer um- belehren, und als gar Genosse Hirsch dazu überging, dem Freisin lich der Anlaß zu der Rauferei gewesen sein. hüllte das Haus. Man stürzte ins Freie und bemerkte, nachdem sich seine Sünden aus den lezten Jahren vorzuhalten, da versuchten die Die Königliche Bibliothek ist nach§ 1 der Benutzungsordnung der erste Schreck gelegt hatte, daß der Bräutigam fehle. Er Herren, denen es hierbei recht unheimlich zu Muthe ſein mochte, bom 28. Mai bis einschließlich 4. Juni d. J. geschlossen. wurde besinnungslos im Zimmer vorgefunden, erholte sich unseren Redner durch Schlußrufe zu unterbrechen. Sachlich konnten Die städtischen Fluß Bade: und Schwimmanstalten find aber allmälig wieder. Die Beine waren ihm jedoch fast vollständig fie auf diese Rede nicht erwidern, und so begnügten sie sich denn am Montag um 5 Uhr morgens eröffnet worden. In Rücksicht auf gelähmt, auch zeigte sich die Spur des Blizes an der rechten Körper mit der billigen Antwort, daß sie das von unserem Redner vordie im letzten Jahre veränderten Verkehrsverhältnisse sind die Bade- feite, namentlich war der rechte Aermel bis aufs Fleisch durchgebrannt. gebrachte Material nicht kontrolliren könnten, anstalten zum theil verlegt worden. Die Anstalten für weibliche Bimmerling hatte etwa 1 Weter von der Wand entfernt gefesien, schuld sind, wenn die Freisinnigen sich nicht über alle Vorgänge Personen befinden sich jetzt an der Schillingsbride, Waisenbrücke und seine Braut, die ihren Sitz unmittelbar an der Wand hatte, tam mit des politischen Lebens genügend unterrichten! Ganz neue Entdeckungen Ebertsbrücke, sowie am Nordhafen. An den drei genannten Brücken, begeben. Bemerkt sei, daß jenes Gehöft schon einmal von einem hat er zum Beispiel festgestellt, daß die Zahl der Kleinbetriebe im Ebertsbrücke, sowie am Nordhafen. An den drei genannten Brücken, dem Schrecken davon. Der Verletzte hat sich in ärztliche Behandlung achte Dr. Bernstein, als er zum zweiten Male zu Worte fam. So wie auch im Werderschen Mühlengraben an der Jungfernbrücke, Zunehmen begriffen ist, daß im Zukunftsstaat" nichts mehr gedruckt gegenüber der königl. Münze, liegen auch die Badeanstalten für Bligschlage betroffen wurde. Männer. An der Mühlenstr. 50 ist je ein Bassin zur Benutzung für werden kann, was nicht von einer hohen Obrigkeit genehmigt wird, männliche und weibliche Personen eingerichtet worden. daß auch zum persönlichen Gebrauch bestimmte Gegenstände, wie Stiefel, Kleider und Fahrräder, dazu dienen können, seine NebenEinen schrecklichen Tod fand am Sonnabend Abend das viermenschen auszubeuten, und schließlich, daß die Sozialdemokratie den jährige Söhnchen des Maschinenmeisters H., der für Instandhaltung Die Verhandlung gegen die vier früheren Aufsichtsraths: Begriff des„ kapitalistischen Privateigenthums" erst erfunden hat, der elektrischen Anlagen auf den Grundstücken Münzstr. 1 und 2 an- beziv. Vorstandsmitglieder der verkrachten Genossenschaft, Spa ar nachdem sie von Eugen Richter in den„ Sozialdemokratischen Zukunftsgestellt ist. H. war gegen 7 Uhr abends in dem Maschinengebäude und Leihbank Niederbarnim" gelangte bereits gestern bildern" so glänzend widerlegt war; daher habe sie in ihrem Programm thätig, wohin ihm unbemerkt sein einziges Kind, ein vierjähriger Mittag zu Ende. Während der Staatsanwalt gegen die Angeklagten nur vom Privateigenthum" schlechthin gesprochen. Der freisinnige Knabe, folgte. Der Kleine näherte sich einer Abflußquelle, in welche Stendal und v. Borgste de je vier Wochen, gegen Busse Kandidat weiß demnach nicht, daß die berühmten Zukunftsbilder" die Dämpfe hineinströmen und die immer 1/2 Meter tief mit fochen- und Klauka je drei Wochen Gefängniß beantragt hatte, erst im Dezember 1891 erschienen sind, also mehrere Monate, nachdem Wasser gefüllt ist. Das Kind stürzte in die Grube hinein, und kam der Gerichtshof zu der Freisprechung sämmtlicher dem unser Programm vom Parteitag in Erfurt angenommen war. wiewohl der Vater dasselbe sofort herauszog, war der Kleine doch Angeklagten, weil ihnen ein strafbares Verhalten nicht nach Eine Grwiderung war unseren Genossen nicht möglich, da sofort nach am ganzen Körper verbrüht und verstarb unter entseglichen Qualen. zuweisen war. der Rede des Herrn Dr. Bernstein ein Antrag auf Schluß der Debatte Von den schwarzen Bocken ist ein Mann von der afrikanischen Die Verhandlung erlitt kurz vor Schluß noch eine unlieb zur Annahme gelangte. Truppe befallen, die hier im Baffage- Panoptikum Vorstellungen giebt. fame Störung, indem einer der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wilhelmsberg. Am Sonntag, den 22. d. M., fand Der Unterhäuptling Mensah war seit vier Tagen frant. Der be mitten in seinem Plaidoyer bon einem handelnde Arzt Dr. Petri ließ den Kranken in eine Anstalt bringen. heftigen Unwohlsein befallen wurde, daß er auf einen Stuhl nieder- hier eine Volksversammlung statt, in der der Kandidat des Kreiſes, Genosse Stadthagen, einen mit großem Beifall aufgenommenen Hier wurde die Krankheit als echte schwarze poden unzweifelhaft fant. Er war nicht im stande, ein Wort hervorzubringen, seine Beine Vortrag über:„ Die bevorstehenden Reichstagswahlen und den festgestellt. Im Einverständniß mit der Direktion des Panoptikums versagten den Dienst, so daß er hinuntergetragen und in einer Proschke Standpunkt der gegnerischen Parteien" hielt. Bum zweiten Punkt hob daher die Polizei die für 6 Uhr angefagte Abendvorstellung auf nach Hause befördert werden mußte. Der bedauernswerthe Vorfall der Tagesordnung nahm Genosse Jam biers das Wort und wies: und traf weitere Anordnungen für die Jolirung der Schwarzen. erregte allgemeine Theilnahme. auf die vom Gemeindediener verbreiteten Flugblätter hin, welche Da dann die Direktion feine Weisungen mehr erhielt, so ordnete fie aus der bekannten Fabrik des Pastors Hülle stammen und durch Heute aus eigenem Antriebe umfassende Desinfizirungen und eine ihren gegen den Umsturz" gerichteten Inhalt zur Förderung unserer forgfältige Ueberwachung der Schwarzen an, die sich bis jetzt noch alle Bestrebungen beitragen. wohl befinden. Die übrigen Räume des Panoptikums sind nach wie vor geöffnet. Voigt, : so Versammlungen. Ein Sittenbild wurde gestern vor der zweiten Straffammer es Landgerichts II aufgerollt. Eine Frau Döring aus Charlotten burg war wegen schwerer Kuppelei angeflagt, der Sohn derselben wegen versuchter Erpressung. Der Angeklagten zu I wurde nachgewiesen, daß sie ihre jugendliche Tochter, eine Kellnerin, an den Meistbietenden Durch einen Revolverschuß wurden Sonntag Nachmittag um verschachtert hat. Sie hatte der Tochter ein Zimmer ihrer Wohnung 22 Uhr die Bewohner des Hauses, Grünthalerstr. 68 alarmirt. Auf eingerichtet und wer sich zur pränumerando zu zahlenden Entdem Flur des Hauses fand man eine gut gekleidete Frau in ihrem schädigung, deren Minimaljaz 30 M. für den Monat betrug, der orten fünf öffentliche Versammlungen ab, um die Lohnbewegung zu Die Bauarbeiter hielten am Sonntag in Berlin und den VorBlute schwimmend. Der in demselben Hause wohnende Heilgehilfe Mutter gegenüber verpflichtete, dem stand ein absolutes VerfügungsDomann nahm sich der Verwundeten, die sich eine Kugel in die recht über die Tochter zu, welch' lettere allerdings eine besondere besprechen. In Stechert's Saal in der Andreasstraße hatte Gutsch das Referat übernommen. Er wies im Hinblick auf die Lohnrechte Schläfe gejagt hatte, an; sie starb ihm jedoch unter den Gratifikation" erhalten mußte. Eine Beit lang hatte der verhältnisse der Bauarbeiter auf die Nothwendigkeit einer Bewegung Händen. Legations Sekretär einer ausländischen Gesandtschaft die Die Selbstmörderin ist, wie nachträglich berichtet wird, eine Tochter gemiethet. Der mitangeklagte Sohn der spekulativen hin und betonte, daß eine solche ohne Geldmittel nicht durchgeführt werden könne. Der Redner führte weiter aus, daß die in der 17 jährige Helene S. aus der Griebenowstr. 22, ein hübsches Mädchen, Mutter fannte das Verhältniß und fandte dem Herrn Legations vorigen Versammlung beschlossenen Beiträge das mit dem Destillateur H. verlobt war. H. hatte die Verlobung rath wiederholt Briefe mit der Drohung, die Angelegenheit vorigen Versammlung beschlossenen Beiträge zum Streilfonds Affordarbeiter 1 M., Lohnarbeiter 50 Pf. wöchentlich aufgehoben, weil ihm mitgetheilt worden war, daß seine Braut sich zu veröffentlichen und gleichzeitig der Staatsanwaltschaft anzuzeigen, von vielen Kollegen nicht gezahlt werden und die Einin Halensee mit anderen Männern eingelassen habe. Das Mädchen wenn er nicht mit hohen Beträgen abgefunden werde. Der Be treibung der auf der Sammlungen manchen Bauten versuchte gestern Nachmittag vergeblich, Einlaß in die' sche drohte übergab die Briefe an die Staatsanwaltschaft und gestern Schwierigkeiten verursachen. Mehrere Diskussionsredner gaben dergroße Wohnung zu erlangen, um eine Wiederaufnahme des Verhältnisses wurde die Wutter zu 22 Jahren Zuchthaus, der Sohn selben Ansicht Ausdruck, auch wurde bemerkt, daß die Beiträge zum herbeizuführen. Als H. die S. abwies, ging sie in den Flur hinab zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt. Die Mutter und erschoß sich. würde noch höher bestraft worden sein, wenn an der Tochter noch die Zahlung verweiger. Eine Resolution wurde angenommen des Streitfonds den meisten Kollegen zu hoch erscheinen, weshalb diese etwas zu verderben gewesen wäre. Inhalts, daß die Kommission von den geleisteten Beiträgen die. Ströme von Thränen flossen in einer Verhandlung, welche Streifumterstüßung abhängig machen, übermäßige Anforderungen gestern vor der dritten Straffammer des Landgerichts I stattfand. aber zurückweisen solle, und daß jeder Kollege verpflichtet sei, dem Auf der Anklagebank saßen acht Knaben im Alter von 13 bis 15 Beschluß der vorigen Versammlung bezüglich der Streitbeiträge nachJahren, welche beschuldigt und geständig waren, sich verbunden zu zukommen. Als Gewerbegerichts- Kandidat wurde Budow aufhaben, um gemeinschaftlich Taschendiebstähle auszuführen. Im Zeugen gestellt. raume durften die bedauernswerthen Eltern der ungerathenen Kinder der Verhandlung beiwohnen. Schwer verunglückt ist am gestrigen Tage der Bereiter Alfred Winter, welcher in einem Tattersall am Zoologischen Garten beschäftigt ist. Er wollte im Thiergarten ein neu angefauftes Pferd zureiten; als er unter einer Brücke der Stadtbahnüberführung durchritt, scheute der Gaul und ging durch. In der Nähe des Land wehrkanals ward Winter aus dem Sattel geschleudert. Passanten fanden ihn bewußtlos, hoben ihn auf und brachten ihn nach einem Krankenhause. Das Pferd fing ein Artillerist ein. Witterungsübersicht vom 23. Mai 1898, morgens 8 Uhr. Die Versammlungen in Moabit, Beusselstraße, und in Schöneberg, Grunewaldstraße, nahmen den gleichen Verlauf Ein peinlicher Vorfall spielte sich am Montag Morgen an Die Angeklagten hatten in erstaunlich verschmitter und dreister und faßten dieselben Beschlüsse wie die Versammlung bei Stechert. der Ecke der Müller- und Nazarethlirchstraße ab. Die wenigen Fuß- Weise förmliche Raubzüge unternommen. Zuvor hatten sie Proben Die Kollegen von Rigdorf und Briz, die in der Hermanngänger, welche gegen halb fünf Uhr diese Straße passirten, sahen, unter sich veranstaltet. Einer von ihnen hatte gehört, daß sich Taschen- straße tagten, lehnten die Resolution ab. wie ein Schuhmann mit gezogenem Säbel auf einen langsam daher diebstähle leicht ausführen ließen, wenn der Dieb die Arme über Im Kösliner Hof( für den Norden) hatten sich nur wenige schreitenden Arbeiter zueilte und diesem mehrere Hiebe beibrachte, einander kreuze, sich neben einen Herrn im Gedränge stelle und dann Besucher eingefunden, die Versammlung wurde deshalb vertagt, fie so daß der Unglückliche blutend zusammenbrach. Als die Straßen- mit einer Hand in die Billettasche des zu beraubenden Herrn fahre. soll am dritten Pfingstfeiertage vormittags 10 Uhr in demselben passanten empört ihrem Unwillen Luft machten und von dem Schuß- Derjenige, der sich bei dieser Probe am geschicktesten benahm, wurde Lokal stattfinden. mann Aufklärung verlangten, entgegnete dieser zunächst, daß dies dazu bestimmt, den Diebstahl auszuführen, zwei andere mußten Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur. Heute, abends 81% Uhr, andere Leute gar nichts anginge; schließlich bequemte er sich aber vor und hinter ihm Aufstellung nehmen, um seine Bewegungen Biegelstraße 10/11. Soziale Gruppe: Rechtsanwalt Dr. Berg: Eigenhaus zu der Behauptung, daß der Blutende ihm vorher eine Backpfeife au verdecken. So vorbereitet suchten die Angeklagten die oder Genossenschaftshaus? Diskussion. Gäste willkommen. verabreicht hätte. Ob dieses zutrifft und ob irgend welcher Grund belebtesten Orte, wie die Passage oder die Eingänge zum vorlag, den Geschlagenen in der geschilderten Weise zu trattiren, Birtus furz vor Beginn der Vorstellung auf. In häufigen Fällen wird hoffentlich durch die Untersuchung aufgeklärt werden. fand der Dieb in den Billettaschen Kleinere Beträge, einmal fiel den Fenerbericht. Vom vergangenen Freitag bis Sonntag Hatte Angeklagten auch eine erhebliche Beute zu. Ein Herr, welcher vor die Feuerwehr nirgends thätig einzugreifen. Verschiedene Alarmirungen einem fliegendem Buchladen in der Nähe des Bahnhofs Börse stand, betrafen blinden Lärm infolge niedergedrückten Rauches, einige andere war so unvorsichtig, sein Portemonnaie in einer Außentasche feines Stationen Fälle waren so geringfügiger Art, daß ein Wassergeben mittels Sprize Ueberziehers zu bewahren. Einer der jugendlichen Diebe merkte dies nicht erforderlich war. Am Montag waren jedoch mehrere Brände und nach wenigen Augenblicken hatte er es in seinen Besitz gebracht. zu beseitigen. Hagelsbergerstr. 24 brannte die Schaldecke Das Portemonnaie enthielt 200 m. in Gold, die Summe wurde Swinemde. 757 SGD 1916. bed. 16 Haparanda 760 NN 2 bebedt und Balfenlage. Chausseest r. 72 ging ein Bosten Späne unter den Angeklagten vertheilt und vernascht. Hamburg 758 9 und verschiedenes Gerümpel in Flammen auf. Um 7 Uhr Der Gerichtshof verurtheilte den ältesten der Angeklagten zu Berlin früh Alarm erfolgte einer Gefängnißstraße von einem Jahre, die übrigen famen je nach Wiesbaden 757 NO nach Linien str. 7, 100 jeden München falls durch Unvorsichtigkeit einem Pferdestalle dem Umfange ihrer Thätigkeit mit gelinderen Strafen davon, Stroh in Feuer gefangen hatte, das jedoch gedämpft wurde, ehe es große Ausdehnung erlangte. Ein Küchenbrand rief die Wehr um 9 1hr nach Memeler str. 23. Fußboden, Thür und Fenster wurden zerstört. Kurz darauf brannte Brunnenstr. 115 ein Bosten Gerümpel, wobei auch das Haus beträchtlichen Schaden erlitt. Nach mittags 5 Uhr mußte Magdeburgerstr. 34 ein Zimmerbrand abgelöscht werden, bei dem eine Zimmereinrichtung total zerstört wurde. Aus den Nachbarorten. Wahlversammlungen. Wien Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° C. 4° M. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 15°.= 4° R. 1 heiter 14 71206 15lb.bed. 15 2 bedeckt 11 Petersburg 758 N 757 SSO 1hlb. bed. 16 Cork 755 OSO 4 bedeckt 1wolfen 16 Aberdeen 762 NO 2 bedeckt 2wolfen! 16 Baris 756 NO 1wolfent 13 Wetter- Prognose für Dienstag, 24. Mai 1898. Warm, zeitweise heiter, vielfach woltig mit mäßigen südlichen Winden 757 SO 757 In Schmargendorf fand dieser Tage eine öffentliche Ber- und etwas Neigung zur Gewitterbildung. Berliner Wetterbureau. Ein zweiter strammer Sozialdemo Arbeitsmarkt. trat ist geboren. Dies zeigen hocherfreut an Adolf Bork nebst Frau. erfreut an Adolf Bork nebst Frau. lumenhandlung Achtung! P. Abromeit, icheritr. 14. SW. Achtung! Achtung! Holzarbeiter. sammlung statt, in der Alphons Borchardt über die bevorstehenden Reichstagswahlen sprach. In seinem Vortrage unterzog Redner die in unserem Kreise in Frage kommenden gegnerischen Parteien einer scharfen, aber durch die Thatsachen gerechtfertigten Kritik, wofür ihm der Beifall der Versammlung zu theil wurde. In der Diskussion sprach zunächst Schwarz im Sinne des Referenten. An die Arbeiter Schöneberge, welche Wähler des 4. Bezirks Hierauf nahm Herr Johannes Guttzeit das Wort. Er wünschte ber 3. Abtheilung sind, ergeht nochmals das dringende Ersuchen, am zu erfahren, welche Stellung Zubeil zum Impfzwang und ferner zu einem in Borbereitung befindlichen Gesezentwurf einnimmt, nach 26. Mai, vormittags 11 bis nachmittags 5 Uhr, ihre welchem die Ausübung der Heilkunst nur medizinisch approbirten Kränze, Bouquets, TopfPflicht zu erfüllen, damit die Wahl unseres Genossen G. Hoff Aerzten gestattet sein soll. Der Referent hielt sich nicht für berech- Billigste( Markthallen) Breise gewächse, Guirlanden etc.. In der Möbelfabrit von Rückmann gesichert wird. Auch werden die Parteigenossen, welche Zeit tigt, im Namen Zubeil's zu diesen Fragen Erklärungen abzugeben. bei geschmackvoller Ausführung. haben sämmtliche Tischler wegen warth& Riegel, Wienerstr. 50, haben, ersucht, sich am Tage der Wahl dem Komitee zur Verfügung Die sozialdemokratischen Parteitage haben es bisher abgelehnt zur zu stellen. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Differenzen die Arbeit niedergelegt. Impffrage Stellung zu nehmen. So dürfte es auch in Zukunft Kranzbinderei u. Blumen- Buzug ist fernzuhalten. Parteigenossen, beachtet bei Ausflügen die Lokallifte! gehalten werden. Es ist Sache jedes Einzelnen, wie er sich zu dieser handlung von 50452* 80/ 13* Die Ortsverwaltung. Der Bertrauensmann des Kreises Oberbarnim schreibt uns: Trotz Frage, die mit unserem Programm nichts zu thun hat, stellt. Ueber Fournierschneider wird ges. Alte aller Bemühungen der Lokalkommission schenkt die Berliner Bevölke- Gefeßentwürfe, die ihrem Wortlaut nach noch garnicht bekannt sind, Robert Meyer, Jakobftr. 20. 36635 rung der Lokalliste immer noch nicht die gebührende Beachtung. wie der über die Ausübung der Heilkunst, kann man fein endgiltiges No. 2. Mariannenstr. No. 2. Silberarbeiter, tüchtig für Messer: Freienwalde a. D. ist eines der beliebtesten Ausflugsziele, Urtheil abgeben. Als gelegentlich der Krankenkassen- Novelle der Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ban- hefte, wird verlangt Dresdenerstr. 35, hält man in diesem Orte aber des Sonntags Umschau, dann sieht Versuch gemacht wurde, die Kurirfreiheit auf die approbirten Aerzte sträußchen, Bouquets 2c. werden sehr man, wie auch die gesperrten Lokale fast überfüllt sind. Wenn zu beschränken, hat unsere Fraktion geschlossen dagegen gestimmt. die Berliner Parteigenossen mr die leiseste Ahnung hätten, Bum Schluß gelangte eine Resolution zur Annahme, in der sich die geschmackvoll und preiswerth geliefert mit welcher Erbitterung in Freienwalde um Versammlungslokale Versammlung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden gefämpft wird, wie die größeren Saalbesitzer unsere Parteigenoffen erklärte und für die Wahl Zubeil's zu wirken versprach. mit der Bemerkung abweisen:„ die Berliner kommen doch zu uns", so würden sie gewiß nur die Lokale aufsuchen, welche in der Liste finnigen und Sozialdemokraten tam es am Sonnabend in einer Zu einer lebhaften Auseinanderſchung zwiſchen Frei: Monatshefte verzeichnet sind. Besondere Vorsicht ist in der Auswahl der Führer von freifinniger Seite einberufenen öffentlichen Wählerversammlung zu üben, da diese oft von den gesperrten Saalbefizern gut bezahlt in Charlottenburg, in welcher der Kandidat der freisinnigen werden. Auch würde es sich empfehlen, daß Vereine oder größere Bolfspartei, Dr. Bernstein, über die bevorstehenden Wahlen Gesellschaften an die Lokalkommission zu Freienwalde schreiben, referirte. Der erste Theil seines fast zweistündigen Referats, der sich bevor sie dort eintreffen. Also bitte etwas mehr Solidarität! gegen die agrarischen Bestrebungen wandte, war durchaus sachlich Weißenfee. Die Parteigenossen, welche keine Zeit haben, die gehalten, während der zweite Theil, der sich gegen die SozialWählerliste nachzusehen, werden nochmals auf die mit den bekannten bemokratie richtete, an Sachlichkeit alles zu wünschen übrig ließ und Blafaten belegten Geschäfte hingewiesen. Ferner machen wir darauf den Beweis dafür liefert, daß der freisinnige Redner von der Sozial- Schlafft. verm. Brunnenstr. 12,§. III. aufmerksam, daß am Dienstag und Mittwoch, abends von 8-10 Uhr, demokratie so gut wie nichts versteht. Nach seiner Ansicht ist unter eine Abschrift der Wählerliste im Lokale von Pfeiffenmüller, König- anderem der Antrag Raniz sozialistisch, unser Programm Chaussee 38, zur Einsicht ausliegt. ist verschleiert, mir erstreben einen Zukunftsstaat, der Das Gewitter am Sonntag Abend hat in den östlichen Bor- einem Zuchthause ähnelt und fördern mit unserem Auftreten mur die orten größeren Schaden angerichtet. In Köpenick fielen die Hagel- Reaktion, die wirksam einzig und allein von dem Freisinn bekämpft förner so groß wie Taubeneier. In Friedrichshagen schlug der Blizz werden könne. Selbst das alte Märchen, daß Bismard die Sozialin das neuerbaute Senftlebensche Haus. Das Gebäude wurde in demokratie protegirt habe und daß es ihm gelungen sei, die bürgerfeinen Grundmauern beschädigt, und ist, da der Blitz zündete, voll- liche Oppofition durch die Schaffung der Sozialdemokratie zu Soeben erschienen: Maiheft der Sozialistischen 1 Tr. 3664b Binderin für filberne Messerhefte wird vert. Dresdenerstr. 95, 1 Tr. Mamfells auf Jacketts u. MädchenBaletots von 1,50 Mt. an verlangt Speckmann, Franseckistr. 4, 1 Tr. Bergoldergehilfen auf feine Politur: Teiften finden bauernde Beschäftigung bei Müller, Grüner Weg 56. 36746 Kreissägenschneider, der schon auf fucht Werkmeister, Brunnenſtr. 194. Goldleisten geschnitten und tüchtig ist, 36516 Guter Rockschneider bei hohem Lohn wird verlangt. Struwe, SeydelVereinszimmer, gr., Simeonstr. 23. straße 17, 3 Tr. 36726 mit Porträt von Eleanor Marx- Aveling. handlung u. Die Expedition, Berlin N., Zu beziehen durch jede Buch: Brunnenstr. 193. Möbl. Schlafstelle zu vermiethen bei Schröder, Ritterstr. 4, v. 4 Tr. Lichtdruck! Tüchtige Handpressen- Drucker für dauernd sucht Martin Dienstbach, Junge Mädchen, vierzehn bis sechzehnjährig, brav, geschickt, zum lernen auf Butfedern gegen Anfangslohn von 4 Mart per Woche. 35805. 36306 Ehrlich, Seydelftr. 27( Spindlershof). Möbl. Schlafft. f. D. oder 2 H. zu berm. Kottbuser Damm 102, 1 Tr. L. Oranienstr. 187 bei Schröder möbl. Bimmer an 1 od. 2 Herren. Für den Jahalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Dienstag, den 24. Mai. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Puppensee. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Anno dazumal. Madame Dutitre. Anfang 61/2 Uhr. Deutsches. Lumpacivagabundus. Anfang 72 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 72 Uhr. Goethe. Eva. Anfang 7/2 Uhr. 2 Charlottenburg. Mittwoch, den 25. Mat, abends 82 Uhr, Volksversammlungen in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39, und in der Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 94. Tages Ordnung: 203/20 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referenten: Auer und Liebknecht. 2. Diskussion. Die Vertrauensleute. Urania Taubenstr. 48/49. Berliner. Was Ihr wolt. Naturkundliche Ausstellung. fang 7 Uhr. Schiller. Galeotto. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Der Obersteiger. Anfang 72 Uhr. Nenes. Villa Gabrièle. Anfang 71% 11hr. Nesidenz. Momentaufnahmen. Bor her: Nach Hause. Anfang 8 Uhr. Central. Geschlossen. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Rixdorf. Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8% Uhr: in Zwei Volks- Versammlungen II. Wahlkreis. Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in Martens' Salon, Friedrichstr. 236. Tages Ordnung: 1. Die Neuwahlen zum Reichstage. Referent der bisherige Abgeordnete R. Fischer. 2. Diskussion. Un recht zahlreiches Erscheinen ersucht 210/17 Das Wahlkomitee. III. Wahlkreis. Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8% Uhr: Peter's Salon( fr. Wiersing), Knesebeckstrasse, Volks- Versammlung in Lauckner's Salon( früher Hoffmann), Bergstrasse. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstagswahl. 2. Diskussion. 203/19 Oftend. Der Stabstrompeter. An Passage- Panopticum. Referenten: Genoffen Alfons Borchardt und G. Ledebour. fang 72 Uhr. Belle- Alliance. Wein, Weib, Gesang. Anfang 8 Uhr. Quisen. Der Mann im Monde. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Heinrich Heine. Eine Taffee Thee. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Leona's Fehltritt. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends 7 Uhr: Ausstellungssaal und Vorträge. Paffage Panoptikum. 36 TogoMädchen. Apollo. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 36 schwarze Das Wahlkomitee. Typographia Mädchen Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. aus unseren afrikanischen Kolonien. Vorstellungen 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. M. d. A.-S.-B. Dirigent: Fr. Pieth. Sonntag, den 29. Mai 1898( erster Pfingstfeiertag), in der Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg: in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. Tages- Ordnung: Die Sozialdemokratie und die bürgerlichen Parteien. Referent: Reichstags- Abgeordneter Wilh. Liebknecht. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 213/12 Das Wahlkomitee. IV. Wahlkreis( Süd- Ost). Dienstag, den 24. Mai, abends 8½ Uhr; Wählerversammlung im Lokale ,, Urania", Wrangelstraße 10/11. Tages Ordnung: Yostela Vokal- und Instrumental- Konzert und Instrumental- Konzerter schützt die Rechte des Volkes 2. Distuſſion. Castan's zu Ehren der Hamburger ,, Liedertafel Gutenberg von 1877:" Referent: Reichstags- Abgeordneter Rob. Schmidt. 65/12 Es ist Pflicht der Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. 215/6 Die Vertrauensperson. Panopticum. Musik, ausgef. vom Philharmonischen Blas- Orchester. Achtung! V. Wahlkreis. Achtung! Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan der Waldmensch" von der Insel Borneo, 112 Met. hoch. Schiller Theater Salambo, ( Wallner Theater). Dienstag: Galeotto. Mittwoch: Die Dummen. Donnerstag: Blaues Blut. Central- Theater Alte Jakobsir. 30. Seute Dienstag geschloffen. Mittwoch, den 25. Mat 1898: Letztes Auftreten von Fräulein Amalie Schönchen, Herrn Hans Neuert. Zum 3. Male: die schöne Schlangenbändigerin. Brauerei Friedrichshain früher Lips. Am Königsthor. AQTIEN- GRAUERD FRICORICHSMAL Heute Dienstag: Grosses MilitärFrei- Konzert ber Garde- Füfiliere. Morgen Mittwoch: Jänisch Konzert ( Alexander- Reg.) Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 An allen Dorf und Stadt. 3 Pfingstfeiertagen Anfang 8 Uhr. Abonnement im Deutschen Theater. Für die neue Spielzeit wird wieder ein unpersönliches Abonnement von 40 Donnerstags- Vorstellungen zu er mäßigten Breifen eröffnet. Bestellungen werden schon jetzt an der Kaffe des Deutschen Theaters von 10-12 Uhr entgegen genommen. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Gastspiel von Emma Frühling. Der Mann im Monde. Vorbestellte Billets durch Telephon Aunt IV Nr. 2074 werden an der Abend: taffe ohne Aufgeld reservirt. Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Der Stabstrompeter. Anfang 8 Uhr. Mittwoch bis Freitag: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend: Wegen Vorbereitung zu dem Ausstattungsstück geschlossen. Sonntag: Voll ständige Eröffnung der Sommer Saison: Auf Sumatra. Gr. phant. Ausstattungsstück mit Gesang und Ballet von Ch. Caßmann. Musik von F. Krause. Ballet getanzt von der 1. Solotänzerin Carola Rinka vom Hof- Theater in Altenburg a. G. und 24 Damen vom Corps de Ballet. Ueber 100 Mitwirkende. Neue Kostüme. sowie von da an täglich Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Ostbahn Park, Am Küstriner Plaz. Täglich: Concert, Theater, Spezialitäten- Vorstellung. 1. a.: The Borsini Trio, Afrobaten, Fioretta& Hans d'Dalbert, Duettisten, 2c. So lebt man in Berlin, Posse. Boltsbeluftigungen. Kaffeeküche b. 2 Uhr geöffnet. Beginn des Concerts Sonnt. 4 Uhr, Wochent. 5- Uhr. Entree Sonnt. 20 Pf., Kinder 10 Pf., Wochent. à Pers. 10 Pf. Neue Dekorationen. Im Garten: Concerthaus Gr. Konzert, Theater: u. SpezialitätenVorstellung. Nur Kräfte 1. Ranges. Am 2. Pfingstfeiertag: Großes FrühLeipzigerstr.No.48 Täglich: Konzert, Spezialitäten- und Theater Hoffmann's Quartett Borstellung. und Humoristen. Apollo- Theater Leichte Kavallerie und Konzert- Garten. Novität! Mit vollständig Novität! neuer u. glänzender Ausstattung Täglich um 9 Uhr: Don Juan in der Hölle. Ferner Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. und die Opernparodie Cavalleria Rusticana. Geschäftseröffnung. Kasseneröffnung 3 Uhr, Anfang 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 3 bis 6 Uhr geöffnet. Eintritt 30 Pf., an der Kasse 50 Pf., Kinder 10 Pf. Billets sind bei den Herren Stolle( Vereinsbureau), Ritterstrasse 88; Nettermann, Moabit, Bandelstr. 45; Kaun( MusikalienHandlung), Grüner Weg 17; im Setzersaal des Vorwärts" und bei den aktiven Mitgliedern zu haben. Der Vorstand. BANNSTATION " AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN N Vorstellungen in der Arena: an Wochent. 6 u. 8 Uhr, an Sonn- u. Festtagen 4, 6 u. 8 Uhr, im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Entree 50 Pf., Kinder die Hälfte. Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. SAVIGNYPLATN Schweizer Garten, die der Am Friedrichshain. Haltestelle Ringbahn. Am 1. und 2. früh 42 Uhr und nachmittags 4 Uhr: Pfingstfeiertag Extra- Vorstellungen sämmtl. Spezialitäten. Robert& Bertram, The 3 Buffalos, Max Ranella, Gebr. Piccadilly, Excentric- Parod. Kunstradfahrer. Mus.Contorsionist Handstand- Akrob. Ella Bender, Emil Lippardt, Marga Leuschner, Lucie& Olga Tilly, Liedersängerin. Parodist. Soloschauspiel. Gesangsduettiſt. Volksbelustigungen aller Art. Am 2. Feiertag im Saale: Gr. Ball. Von Pfingsten ab: Täglich Concert und Vorstellung. Brauerei- Ausschank Mittwoch, den 25. Mat, abends 82 Uhr: Volks- Versammlung im Saale des Schützenhauses, Linienftraße 5. Tages Ordnung: 1. Der Volkswille bei den nächsten Reichstagswahlen. Referent: Richard Fischer. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. Sozialdemokratischer Wahlverein 217/5 für den 6. Berliner Reichstags= Wahlkreis. Dienstag, den 24. Mai 1898, abends 8% Uhr: Versammlung im ,, Feldschlösschen", Müllerstrasse. Tages Ordnung: 1. Die politische Organisation und die Reichstagswahl. Genosse Jacobey. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zutritt für Jedermann. Referent: 247/1 Der Vorstand. An die Vertrauensmänner und Mitglieder der Wahlkomitees des Kreises Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Am Sonntag, den 29. Mai( ersten Feiertag) findet für den gesammten Kreis die Vertheilung eines Wahlflugblattes statt; dasselbe ist am Freitag, den 27. Mat, von Görte, Charlottenburg, Wallitr. 68, abzuholen. Das Zentral- Wahlbureau befindet sich bis zur Beendigung der Wahl bei Zubeil, Lindenstr. 106. Alle auf die Wahl bezüglichen Anfragen find dorthin zu richten. Alle Gelder für Wahlzwecke sind entweder an Eberhardt, Brizz, Bürgerstr. 67, oder an Friz 8ubeil, Lindenstr. 106, zu senden. Wir bitten, fleißig zu sammeln, da wir im Kreise auf unsere eigene Kraft angewiesen sind. Am Donnerstag, den 26. Mat, abends 7 Uhr, findet eine gemeinschaftliche Sigung sämmtlicher Vorsitzenden der örtlichen Wahlkomitees Lindenstr. 106 statt, wozu hiermit eingeladen wird; ein Jeder muß erscheinen. Das Zentral- Wahlkomitee. J. A.: Fr. Zubeil, Lindenstr. 106. 204/1 der Victoria- Brauerei, Stralau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Garten- Konzert und im elektrisch erleuchteten Riesensaale: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an ununterbrochen geöffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen. Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll Karl Mittag, Dekonom. Max Kliem's Sommer- Theater, Artistischer Leiter: Paul Mílbitz. Täglich: Hasenhaide 14/15. Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Barsikow- Troupe The Terras- Little Elfrida. Georg Fischer, Steberfänger; Franz. Wunsch, Soubrette; Karl Gursch, Tanz- Parodist; Martha Reinshagen; Tutti Belmonte. Neu! Neu! Das Blumenmädchen vom Moritzplatz. Der dritte Mann. Schwant in 1 Att von Paul Adler. Vor und nach der Vorstellung: Garten- Concert. In den beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang des Concerts 4 Uhr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr. Sonntags 5 Max Kliem. " 〃 " " " " B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts sozialistischer Führer, Lassalle, Mary 2c. in Cigarrenspizen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten, Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerivaare u. Repar.( Man verl. Breisturant.) W. Noack's Theater Stempel Fabrik Brunnen- Strasse 16, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag: Meinen Freunden und Bekannten Grosse Theater- Vorstellung. Beige biermit an, daß ich in meinem Hause Sickingenstr. 43( am Bahnhof Beuffelstraße) ein einlade. Restaurant ich 52342* Eröffnung der Sommer: Saison den 29. Mai( ersten Pfingstfeiertag). Täglich Garten- Konzert, Theater und Spezialitäten Borstellung. MIJAS HECH HECHT BERLIN bon Achtung, Bantischler! Mittwoch, den 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: Vertrauensmänner- Versammlung Branche der Bautischler. für die Tages Ordnung: Die Durchberathung des aufgestellten Grundtarifs und unser weiteres Vorgehen. 80/18 Die Kollegen der Bautischlerbranche werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Vertrauensmann zu entsenden. Die Ortsverwaltung. Schöneberg. Arbeiter Bildungsverein. Donnerstag, den 26. Mai, abends 8 Uhr, im Saale des ,, Bayrischen Hiesel", Haupt- Straße Nr. 5/6: Außerordentliche Vereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vereinsmittheilungen. 2. Die Erhöhung der Brotpreise und deren Ursachen. Referent: Buchdrucker Hermann Schubert- Schöneberg. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Einen zahlreichen Besuch erwartet 15/7 Sozialisten. Der Vorstand. Anarchisten. Dienstag, den 24. Mat, abends 8 Uhr: Volks- Versammlung im Wedding- Park, Müllerstraße 178. Referent: [ 36666 Robert Hecht. Die Bedeutung der Reichstagswahlen. Albert Weidner. Berlin S., Oranienftr. 142, liefert schnell und billig alle Arten Stempel in bester Ausführung. Achtung, Zimmerer! Mittwoch, den 25. Mai, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Benth- Straße Nr. 20: in Garten: Konzert, ausgef. eröffnet habe, wou to freundliche Feuerstein's Festsäler 36 Mart Oeffentliche Versammlung. Kasseneröffnung 61/2 Uhr, Konzert Karl Wildberger. Alte Jakobstrasse 75.[* fertige feine Anzüge nach Maaß, für Achtung! Achtung! von der Theaterkapelle. 7 Uhr, Anf. der Vorst. 8 Uhr. Feldschlößchen. Telephon: Amt II Nr. 2259. 30 Mt. ff. Sommerpaletots nach Weaaß, 8-12 Tages Ordnung: 1. Bericht der bisherigen Gewerbegerichtsbeisizer über die Thätigkeit des wahl. 3. Situationsbericht über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse im * Bimmergewerbe. 4. Verschiedenes. 256/9 Das Erscheinen sämmtlicher Zimmerer ist nothwendig. Die Lohnkommission. Berein 88 immer iſt au bergeben. Juh. Martin Herzberg. für 12. feine Hofert nach Maaß. Berliner Gewerbegerichts. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Gewerbegerichts Außergewöhnl. günftige Kapitals: Grosse und kleine Säle zu Riesenstoff lager find an Theatervereinen zu vergeben. verf. neu gebautes Saug, 2500. wie zu Sommer- u. Winterfestlich- Krausenstr. 14, 1, kein Laden. Fritz Nagel. jährl.Ueberschuß. Off. X. 3 Exp. d. Bl. I keiten b. koulanten Bedingungen. Die Sonntage der Wintersaison anlage! Mit 10000 M. Anzahlung Versammlungen unentgeltlich, so52472* Waarenhaus P. Rothenberg Moabit, Thurmstrasse 31, Ecke Wilhelmshavenerstrasse Herren- Stroh- Hüte 95 Pf. 1,50, grün 1,90 Herren- Filz- Hüte alle Farben St. 1.25 Herren- Filz- Hüte mit Seidenfutter St. 1,90 Kinder- Tüll- Hüte mit Strohkopf, St. 1,60 reich garnirt Für Radfahrer. Sweaters..... 1,65, 1,70 Strümpfe..... 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