Nr. 120. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter r. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel zeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 25. Mai 1898. " 1 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Nachdem wir bereits in der Nummer vom 28. April dar- Bundes, die Verstaatlichung der Reichsbank, die Doppelwährung und Reform der Bergwerks- Inspektion. gestellt haben, welche Funktionen man in Frankreich den am andere agrarische Hauptforderungen in wohlwollende"- natürlich die Agrarier wohlwollende- Erwägung Aufsichtsdienst in Bergwerken betheiligten Arbeitern gegeben für zu ziehen. Anläßlich des großen Grubenunglücks, das im Februar hat, möge hier eine kurze Schilderung Plak finden, in welcher nationalliberalen mit öffentlicher Brutalität vor. In anderen Kreisen gehen die Bündler gegen die In Kaisers dieses Jahres 115 Bergarbeitern des Bochumer Bezirks das Weise die Arbeiter in Belgien zur Berginspektion heran- lautern haben sie ste den Bundes- Vizepräsidenten Dr. Röside Leben toftete, erklärte der preußische Handelsminister am gezogen worden sind. aufgestellt, der sich bisher überall durch eine wüste Heze 24. Februar im Abgeordnetenhause, die Regierung sei zu der In der Begründung des Entwurfs der belgischen Re- gegen die Nationalliberalen hervorgethan hat und der natürlich für Einsicht gelangt, daß es bei der Bergwerks- Inspektion an dem gierung zu dem Gesez, durch welches die Einrichtung von sie allerextremsten Forderungen des Agrarierthums agitirt. Troßgenügenden Hilfs- und Unterpersonal für die Aufsicht mangele Arbeiterbelegirten geschaffen werden sollte, heißt es: Wenn dem scheint es nicht ausgeschlossen, daß die Nationalliberalen auf und daß daher für dessen Ergänzung gesorgt werden müsse. die Regierung die Einführung von aus der Zahl der Hand- eine eigene Kandidatur verzichten. Auch in den Kompromiß- WahlDer Minister habe zu diesem Zweck Gutachten eingefordert, arbeiter zu ernennenden Delegirten zur Inspektion der unter- freisen geniren sich die Bundesagitatoren nicht, gegen ihre nationalum zu erfahren, wie sich die Heranziehung von Arbeitern irdischen Anlagen in den Kohlenwerken vorschlagen zu müssen liberalen" Berbündeten" in der herausforderndsten Weise vorzuzum Aufsichtsdienst in England, Frankreich und Belgien be- glaubt, so geschieht dies, weil ihres Erachtens diese Maßnahme gehen." Da die Pfalz mit ihren Wein- und Tabakbauern und ihrer zum theil blühenden Industrie wahrhaftig nicht das günstigste währt habe. Er werde auch Kommissionen nach diesen drei nur beitragen kann zur Verhinderung von Grubenunfällen. Operationsfeld für die Bündler ist, so liegt diese Entwickelung wohl Ländern entsenden, die diese Einfügung von Arbeiterdelegirten Wenn die Wissenschaft des Technikers unentbehrlich ist, wo zu einem guten Theil an der Feigheit der Nationalliberalen. Hoffentin den Aufsichtsdienst zu studiren hätten. Dieser Kommissions es sich um Anordnungen und Ertheilen von Vorschriften lich machen unsere Parteigenossen, was an ihnen liegt, die Hoffnungen entsendung hätte es zwar überhaupt nicht bedurft, denn die handelt, so darf andererseits auch die Erfahrung des der Bündler am 16. Juni zu schanden. Nothwendigkeit der Zuziehung von Arbeiter- Delegirten zur praktisch Thätigen nicht unbeachtet bleiben, wo es auf FestGrubeninspektion steht längst außer allem Zweifel. Aber jetzt stellungen, Beobachtung und Beaufsichtigung ankommt." Durch Die Freisinnspresse jubilirt:„ Einigung im freisinnigen Lager. ist bereits wieder ein Vierteljahr ins Land gegangen, doch das Gesetz vom 11. April, betreffend die Bestellung von De- Die geschäftsführenden Ausschüsse der Freifinnigen Vereinigung und von der Vermehrung des Aufsichtspersonals, der Thätigkeit legirten zur Grubeninspektion, ist die Sache nun folgender- der Freisinnigen Volkspartei erlassen folgende gemeinsame Kundjener Kommission, der Anstellung von Arbeiterdelegirten ist noch maßen geregelt worden. gebung. nichts bekannt geworden. Es bestehen bereits seit über zehn Jahren in Belgien Nun ist die deutsche Bergarbeiter- Bevölkerung wieder von sogenannte Industrie- und Arbeitsräthe, die zur gleichen Hälfte einem schweren Unglücksfall betroffen worden. In einer im aus Unternehmern und Arbeitern bestehen und über die fönigl. Bergamtsbezirk Dortmund gelegenen Grube sind infolge gemeinsamen Interessen der Arbeiter zu berathen haben. Alle eines Grubenbrandes 44 Arbeiter jämmerlich ums Leben gebrei Jahre haben nun die Sektionen der Industrie- und kommen. Es war nicht möglich, trotzdem rechtzeitig Hilfe zur Arbeitsräthe, welche die Kohlenindustrie vertreten, dem MiStelle war, das Bergwerk von Qualm frei zu halten und da nister für Industrie und Arbeit Kandidaten zur Anstellung als durch das Leben der unter Tage befindlichen Belegschaft zu Delegirte zur Grubeninspektion vorzuschlagen. retten. Ob der Ausbruch des Brandes und die Unmöglichkeit, Die Aufstellung jedes Kandidaten erfolgt durch geheime den Qualm aus den Schächten hinaus- und frische Luft zuzu- Wahl. Diese ist nur giltig, wenn mindestens die Hälfte der führen, eine Folge mangelnder Einrichtungen gewesen sind, wissen Mitglieder des Arbeitsrathes an der Abstimmung theilnimmt wir heute noch nicht. Jedenfalls legt diese schwere Kata- und der Kandidat die absolute Stimmenmehrheit auf sich verstrophe aufs neue die Frage an die Regierung nahe, wie es einigt. " In den Armen liegen sich beide... Wir empfehlen: 1. In allen Wahlkreisen, wo bisher nur ein Kandidat einer freifinnigen Richtung aufgestellt ist, keine zweite freisinnige Kandidatur aufzustellen, sondern den Kandidaten der verwandten Richtung bei der Wahl zu unterstützen. 2. Sofern in einzelnen Wahlkreisen neben dem Kandidaten der freisinnigen Volkspartei ein Kandidat der freisinnigen Vereinigung aufgestellt ist und eine Möglichkeit besteht, daß infolge dessen beide Kandidaten von der Stichwahl ausgeschlossen werden, sich auf denjenigen Kandidaten zu einigen, der die größere Aussicht hat, das Mandat für den Freisimm zu gewinnen. 3. Wo noch kein freisinniger Kandidat aufgestellt ist, und beide Richtungen im Kreise vertreten sind, sich nach denselben Gesichtspunkten auf einen gemeinsamen freisinnigen Kandidaten, einerlei. welcher Richtung, zu vereinigen. treiben! denn nun eigentlich mit der in Aussicht gestellten Verbesserung Wer zum Amt eines Delegirten zur Grubeninspektion 4. Eine verbitternde Preßpolemit allenthalben zu unterdes Arbeiterschußes im Bergbau und der Heranziehung von giltig vorgeschlagen werden soll, muß 1. Belgier sein, 2. das Lassen, auch dort, wo zwei freisinnige Kandidaten sich gegenüberArbeitern zur Ueberwachung der Sicherheitseinrichtungen steht! breißigste Lebensjahr vollendet haben, 3. mindestens zehn stehen. Hinsichtlich eines so gefährlichen Betriebes, wie es der Berg Jahre lang als Arbeiter oder Aufseher im Bezirk oder Für den geschäftsführenden Ausschuß bau ist wurden doch allein in Preußen in dem einen in Grenzbezirken in einem oder mehreren Zweigen der unterder freisinnigen Jahre 1895 in Bergwerken 842 Mann getödtet darf man irdischen Grubenarbeiten, welche eine Lehrzeit erheischen, unter Vereinigung Volkspartei wohl ein schnelleres Fortschreiten auf dem Wege Ausschluß jeder bloßen Handarbeit oder Aushilfebeschäftigung Th. Barth. K. Schrader. D. Fischbed. E. Richter." der als richtig und nothwendig erkannten Arbeiterschutz- Maß thätig gewesen sein, 4. Lesen und Schreiben und die vier Eugen Richter und Schrader- Barth, sie haben sich wieder geregeln verlangen. funden. Sie haben sich viel ankrakehlt, aber die Wahlnoth Spezies rechnen können, 5. die Grundbegriffe besigen zum nietet die zerbrochene Freundschaft. Doch wvo ist Onkel Die betheiligten Arbeiterschichten haben ja inzwischen aufs Lesen von Plänen eines Betriebes, 6. die allgemeinen Ehren- Ridert? Er konnte es wohl doch nicht übers Herz gewinnen, seine neue ihre Wünsche in dieser Beziehung deutlich zu erkennen rechte 2c. besigen und seit fünf Jahren nicht wegen Ueber- Hand in die des grimmen Mannes von Hagen zu legen. gegeben. Auf dem zu Ostern dieses Jahres in Dortmund tretung der Grubenpolizei- Vorschriften bestraft sein. Spät kommt diese freisinnige Einigkeit, sehr spät. Die Freude abgehaltenen Kongreß der deutschen Bergleute wurden in einer Der Minister ernennt einen der vorgeschlagenen Kan- darob ist den Freisinnsmannen gern zu gönnen. Denn die Herren einstimmig angenommenen Resolution unter anderm folgende didaten zum Delegirten der Grubeninspektion. Mangels müssen doch wenigstens vor dem Wahltag noch einmal fröhlichen Forderungen hinsichtlich der Reform der Bergwerks- Inspektion zweier giltiger Präsentationen kann der Minister den Dele- Herzens sein. Nach der Wahl mag gemeinſames Serzeleid fie gestellt: Unseres Erachtens wird das Leben und die Gesundheit der welche den obigen Bedingungen genügen. girten des Bezirks aus der Zahl der Arbeiter ernennen, verbinden, oder richtiger: sie zu neuen Scharmützeln wider einander Bergarbeiter weit besser geschützt, wenn man den heute Der Arbeiterschutz Die Delegirten werden jedes Mal auf drei Jahre er- fehlt in feinem gegnerischen Flugblatte, das uns zu Gefichte ge amtirenden, an Bahl völlig ungenügenden Berginspektoren nannt. Hilfskontrolleure aus den Reihen der Bergarbeiter zur Seite kommen ist, daran erkennt man so recht die ganze, Verlogenheit der ſtellt. Diese Hilfskontrolleure müssen in geheimer, direkter Die Obliegenheiten der Delegirten zur Grubeninspektion bürgerlichen Wahlagitation. Wir wollen blos zwei Beispiele anund von den Unternehmern völlig unbeeinflußter Wahl von den bestehen: 1. in der Besichtigung der unterirdischen Gruben- führen. Das Wahlkomitee der konservativen Parteien und des Bundes Belegschaften gewählt, vom Staate bevollmächtigt und befoldet arbeiten in betreff des Schußes der Gesundheit und der Un- der Landwirthe in der Westprieguit empfiehlt den freifonservativen werden. Dieser Theil der Reform der Bergwerks- Inspektion wird fallsicherheit der Arbeiter, 2. in der Mitwirkung bei der Gutspächter Stubbendorf in Bapel. Dieser Herr, der also zur Fraktion von der Bergarbeiterschaft für so durchaus nothwendig gehalten, daß, Untersuchung von Unfällen und Erforschung der Ursachen, durch Stumm- Kardorff stoßen will, läßt von sich erklären: sollte es nicht anders möglich sein, sie sogar die Besoldung der Hilfs- welche sie herbeigeführt worden sind, 3. in der Meldung von kontrolleure übernimmt... Für jede Grube mit einer Belegschaft Uebertretungen der die Arbeit betreffenden Geseze und Vervon über 600 Mann ist von den Arbeitern ein Hilfskontrolleur zu wählen, wenn die Grube nicht mit einer andern Grube in Verbindung steht. ordnungen, deren Ausführung die Grubeningenieure zu überZu Hilfskontrolleuren können nur solche Arbeiter gewählt werden, wachen haben. Bei diesen Aufgaben haben sie sich nach den die mindestens zehn Jahre auf einer Grube gearbeitet haben. Die Weisungen der Grubeningenieure zu richten. Wahl erfolgt auf zwei Jahre, Wiederwahl ist zulässig. Die Ab- Jeder Delegirte hat monatlich mindestens 18 Kontrollfegung eines Hilfskontrolleurs fann nur durch die Mehrheit der besuche in den Gruben zu machen. Er hat nach jedem Besuch Wähler erfolgen, wenn sich der Hilfskontrolleur seinen Funktionen die beobachteten Thatsachen in ein hierzu geführtes Register nicht gewachsen zeigt, oder die Interessen der Arbeiter verlegt." einzutragen und eine Abschrift der Eintragungen seinem zuWie start begründet die Annahme der deutschen Berg- ständigen Ingenieur einzusenden. Die Delegirten sind bei arbeiter ist, daß eine Heranziehung der eigenen Berufsgenossen ihren Besuchen berechtigt, mit den Arbeitern allein zu verzur Bergwerks Inspektion eine Besserung herbeiführen würde, handeln. Er tritt ein dafür, daß jeder Arbeiter seinen gerechten und auslömmlichen Lohn erhalte und daß die berechtigten Wünsche der Arbeiter nach Verbesserung ihrer wirthschaftlichen Lage so weit wie möglich erfüllt werden. Die freisinnige Volkspartei im vierten Berliner Wahlkreise erklärt in ihrem Wahlflugblatte: ein Wir fordern vom nächsten Reichstag den weiteren Ausbau der Arbeiterschuß-Gefeßgebung gegen jede mißbräuchliche Ausbeutung der Arbeitskraft, wir verlangen Vereinfachung und Verbefferung der Arbeiterversicherung. Und diese Parteien und ihre Organe jammern im Ernstfalle über so lächerlich unbedeutendes Arbeiterschutz- Geſetz, wie die BäckereiVerordnung und über jede Arbeitseinstellung. Trau, schau wem! Freifinn im Abgeordnetenhause. Dreist behauptet die Freisinnige Zeitung", daß alle Vorwürfe. des Vorwärts" gegen ihre Partei frei erfunden sind und daß schon bie tatsreden des Abg. Richter das Gegentheil beweisen. Gewiß, wenn es nach den Etatsreden des Abg. Richter geht, dann sind die Freifinnigen ein wahrer Ausbund von Tugend. Geht man aber der da solche früheren Arbeiter das Leben des Bergmanns und Die Delegirten zur Grubeninspektion erhalten aus Staatsdie speziellen Gefahren des Bergwerksbetriebes aus eigener mitteln eine jährliche Vergütigung und Reisekosten, welche durch Anschauung und langjähriger Erfahrung kennen, das geht wohl töniglichen Erlaß festzusetzen sind. zur genüge daraus hervor, daß gerade in den Ländern, in Es sind sodann noch Geldstrafen bis zu 500 Frants fest denen die Erfahrung bewährter Arbeiter der Sicherheit der gesezt für Verhinderung oder Beeinflussung bei den Wahlen Bergarbeiterbevölkerung dienstbar gemacht worden ist, viel der Delegirten, für Verhinderung der Delegirten, ihre Funktionen weniger Bergleute verunglücken als in den deutschen Gruben. auszuüben u. f. w. Sache auf den Grund und sieht man sich die Thaten der freiDer preußische Handelsminister selbst hat mitgetheilt, daß 1895 Man muß gestehen, daß dieses Gesetz recht vieles zu sinnigen Mannesseelen an, dann muß man zu der Einsicht kommen, in Preußen von je 1000 Bergarbeitern 2,49 tödtlich ver- wünschen übrig läßt; insbesondere ist die Mitwirkung der daß unsere Vorwürfe durchaus berechtigt sind. unglückt seien, während von je 1000 Bergarbeitern in Unternehmer bei der Wahl zur Präsentation der Arbeiter- So behauptet die Freifinnige Zeitung" u. a., daß die FreiBelgien jährlich 1,66, in England 1,53 und in Frank belegirten sehr ungerechtfertigt. Aber immerhin ist hier doch finnigen im Abgeordnetenhause für die Aufbesserung der reich nur 1,12 einen tödtlichen Unfall erlitten hätten. ein Anfang gemacht, und die preußische Regierung sollte sich damit? Als in der Session 1896/97 dem Landtage ein BesoldungsUnterbeamten eingetreten sind. Wie steht es aber in Wirklichkeit Man hat guten Grund, anzunehmen, daß diese geringere Höhe angesichts der sich fortwährend vermehrenden Grubenunfälle aufbefferungsplan für die höheren und mittleren Beamten vorgelegt der Unfallziffern nicht auf einem blinden Zufall beruht, beeilen, den vom Auslande gegebenen Beispielen nachzuahmen wurde, da stimmte der Vertreter der Freisinnigen in der Kommission ,, sondern den besseren Schußeinrichtungen jener Länder aufs und sie womöglich zu übertreffen. Freilich, mit der west- Abgeordneter Ehlers, mit den Konservativen zusammen, was um Konto zu schreiben ist. Und unter diesen Umständen und bei deutschen Grubenbaronie vom Schlage des Herrn v. Stupam so schwerer ins Gewicht fällt, als hierbei eine einzige Stimme den den sich fortwährend wiederholenden gräßlichen Katastrophen, wird es dann manchen harten Strauß geben. Ausschlag gab. Und im Plenum empfahl er sogar die en blocvon denen die deutsche Bergwerksbevölkerung heimgesucht wird, Annahme des Planes und rühmte sich offen, daß er trotz seiner sollte die Regierung nicht zögern, alles zu thun, was nur freifinnigen Herkunft mit den Konservativen zusammengestimmt und so eine Mehrheit geschaffen habe" was ihm den lebhaften irgendwie eine Verringerung der Verunglückungsgefahr für die Beifall der Konservativen einbrachte. deutschen Bergleute herbeiführen könnte. Ganz besonders zählen Ganz ähnlich war das Benehmen des Vertreters der Freis. wir zu solchen Maßregeln die Heranziehung von Arbeitern Ueber Unterwerfung der rheinpfälzischen Nationalliberalen unter finnigen in der Kommission zur Vorberathung des Lehrer zur Bergwerks- Inspektion, die anderwärts bereits eingeführt die Bündler jammert die„ National- Zeitung". Die ältesten und besoldungs- Gesezes, des Abg. Kenörde, der schon in der ist, die von den Arbeitern gefordert wird und die von der sichersten Kreise der Partei würden so dem Bunde ausgeliefert. Wo zweiten Lesung im Plenum dringend davor warnte, einen Antrag Regierung unter dem Eindruck einer mörderischen Katastrophe man den Schein eines Kompromisses aufrecht erhalte, erkläre auf Erhöhung des Grundgehaltes anzunehmen, da sonst das Zustande in Aussicht gestellt worden ist. sich der Kompromißkandidat gewöhnlich bereit, alle Forderungen des kommen des Gesetzes gefährdet sei. Das ging selbst seinen ParteiWahlkampf. Im Bündler- Joch. woh veled und E3 freunden zu weit. Daß aber der Abg. Snörde die in seiner Partei Gesinnungsgenossen" versandt wird, während es der Geschäftsstelle jeder Gelegenheit für das Prinzip schiedsrichterlicher Schlichtung von Herrschende Stimmung ganz richtig beurtheilt hat, das beweist am dieser Partei nicht wünschenswerth erscheint, daß Draußenstehende Streitigkeiten zwischen den Völkern einzutreten, und ob sie der Interbesten das Tehrerfeindliche Verhalten der frei vom Vorhandensein, vom Zweck und Inhalt der Mittheilungen" parlamentarischen Friedenskonferenz beizutreten gedächten." sinnigen Berliner Stadtverordneten, denen selbst Kunde erhalten. ,, Nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Nach- Wenn die Herren Dr. Mar Hirsch und Genossen ernstlich ihre die Regierungswünsche noch zu weit gingen. druck, auch von einzelnen Theilen wird gerichtlich verfolgt", Friedenspropaganda betreiben würden, müßten sie mit aller EntUnd wie steht es mit dem Petitionsrecht der Beamten, steht fett gedruckt an der Spitze des Blattes. Es tenn- fchiedenheit von ihren Gesinnungsgenossen die Wahl von Sozialfür welches die Freisinnigen im Abgeordnetenhause, wenn man ihrem zeichnet den Tiefstand der antisemitischen Agitation, Agitation, daß demokraten fordern, weil diese allein gegen alle Forderungen für Parteiorgan Glauben schenken darf, so warm eingetreten sind? Aus- bie Parteiführer im geheimnißvollen Dunkel wirthschaften. Was den Militarismus gestimmt haben. Da die Herren aber eben nichts geschwiegen haben sie sich, feiner von ihnen fand den Muth, dem den Inhalt der„ Mittheilungen" selbst betrifft, so lohnt es sich nicht, anderes als unermüdliche Kongreßbummler sind, fallt es ihnen nicht Bizepräsidenten des Staatsministeriums entgegenzutreten, als er bei darauf einzugehen, er zeigt nur, daß die Antisemiten zwar große ein, gerade das zu thun, wodurch sie den Ernst ihrer Theorien beder diesjährigen Etatsberathung den Beamten vorwarf, daß sie sich Rosinen im Stopfe haben, aber von allen Seiten so hart bedrängt weisen tönnten. Die einzige wahre und zuverlässige Friedensin großen Vereinen zusammenthun und Fachblätter halten, die sich werden, daß fie, troß ihrer Geschmeidigkeit nach oben und ihrer Dema- gesellschaft ist die Sozialdemokratie. zur Aufgabe stellen, die Beamten unzufrieden zu machen und zu gogie nach unten, ihre Wahlaussichten immer schlechter werden lassen Bur Nachachtung für die Landräthe der Provinz Brandenburg. verhetzen und aus unserem treuen, zufriedenen, tüchtigen preußischen müssen. Mit dem Bund der Landwirthe, den Konservativen und den zur Nachachtung für die Landräthe der Provinz Brandenburg. Beamtenstand eine agitirende Klasse zu machen." Behörden möchte man zwar überall gut Freund bleiben, sieht sich Die Landesregierung von Mecklenburg- Strelitz hat angeordnet, Bei anderen Gelegenheiten haben die Freifinnigen allerdings aber von diesen Seiten vielfach große Hindernisse in den Weg gelegt. daß die Bestimmung der Großh. Landvogtei vom 28. April d. J., in die Debatte eingegriffen, aber in so schwächlicher Weise, Und was die anderen Parteien, vor allem natürlich die Sozial- nach welcher Personen, welche sich nur vorübergehend in den Dörfern daß sie sich von den anderen bürgerlichen Parteien nur wenig unter demokraten betrifft, so wird von ihnen den armen Antisemiten der aufhalten, wie z. B. die sogenannten Sommerarbeiter, nicht in die fcheiden. Das gilt namentlich in bezug auf die agrarischen Kampf so schwer gemacht, daß sie ihn nur noch versteckt und hinter- Wählerlisten aufgenommen werden sollen, aufgehoben wird, was Brot und Fleischvertheuerungsversuche. Man er listig zu führen vermögen. hiermit geschieht. Die Ortsvorsteher haben dies sofort in geeigneter Weise bekannt zu machen und alle Personen, welche etiva auf innert sich, daß bei der zweiten Berathung des landwirth. Branntwein Monopol. schaftlichen Etats der Landwirthschaftsminister Freiherr grund der Bestimmung der Landvogtei nicht in die Wählerlisten aufb. Hammerstein folgende Erklärung verlas: Die fönigliche Das fürzlich erschienene Handbuch des Bundes der Landwirthe genommen worden sein sollten, mittels Nachtrags in die Listen auforden sein Staatsregierung ist gewillt, bei der Entscheidung der Frage, wie dem erinnert in sehr dankenswerther Weise an die agrarischen Pläne be- zunehmen. Landräthliches aus der Republik Lübeck. Ausland gegenüber fünftig unsere Handels- und wirthschaftlichen Bezüglich der Branntwein- Bertheuerung. Im Jahre 1886 wollte die ziehungen zu ordnen sein werden, sorgsam zu prüfen, wie bei Regierung ein Branntwein Monopol einrichten, ihre Vorlage wurde Der„ Lübecker Volksbote" schreibt: Wie uns von vielen Seiten diesen Verhandlungen die Interessen der Landwirthschaft aber mit sehr großer Mehrheit vom Reichstag abgelehnt. Dazu ist mitgetheilt wird, find auswärtige, hier beschäftigte Arbeiter theils in beffer gewahrt werden können und müssen, als 1895 von privater Seite, nämlich vom Verein der Spiritusfabrikanten die Wählerlisten nicht eingetragen, theils gestrichen worden, theils es bisher der Fall gewesen ist." Und diese Erklärung, und Mitgliedern des Bundes der Landwirthe, ein neuer Anlauf verweigert man ihnen die Eintragung. So find z. B. aus Güstrow die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt, die die Agrarier auf diesem Gebiete gemacht worden. wurde eine Vor eine ganze Anzahl Bauhandwerker hier thätig. Diesen soll gesagt. fofort als den Versuch erkannten, zu ihren Gunsten das Brok durch lage ausgearbeitet, die eine sogenannte Branntwein worden sein, sie hätten in Güstrow zu wählen, und auf ihren höhere Zölle zu vertheuern, schien dem freisinnigen Führer, dem tage forderte und der Freien wirthschaftlichen Vereinigung" des energischen Protest soll erklärt worden sein, der Bürgerausschuß müsse Abg. Rickert„ absolut nichtssagend". Weder er noch irgend Reichstages vorgelegt wurde, aber nicht an den Reichstag selbst ge- darüber erst entscheiden." cint anderes Mitglied seiner Partei, abgesehen von dem langte, weil die Annahme des Vorschlages nicht genügend gesichert Behördliche Prezensur im Wahlkampf. Abg. Ehlers, der sich noch schwächlicher als Herr Ridert erscheine." Nach dieser Vorlage follte aller für das Inland zu zeigte, fand Muth, bei einer Gelegenheit, wie Trink- und sonstigen Zwecken hergestellter Branntivein gegen Zahlung Das sozialdemokratische Wahlkomitee der Stadt Straß fie günstiger taum wiederkehrt, mit Entschiedenheit gegen die Ver- einer festen Branntweintare der Reichsverwaltung gehören, burg i. E. beabsichtigte, am Himmelfahrtstage ein kleines Flugtheuerung der Lebensmittel zu protestiren. Und dabei währte die welche von dem Trinkbranntwein einen bestimmten blatt zu verbreiten, in welchem die Wählerschaft auf die Bedeutung Debatte brei Tage, es wurde ihr nicht etwa durch einen Schluß- ufschlag über über den Einkaufspreis erheben der kommenden Wahlen aufmerksam gemacht und zur Kontrolle der antrag ein Ende gemacht, sondern sie erschöpfte sich von selbst, so daß sollte. Bemerkenswerth ist nun hierbei, daß das agrarische Wählerliste aufgefordert werden sollte. In der Belehrung über die den Freisinnigen nicht einmal die Ausrede bleibt, daß ihnen durch Handbuch von diesem Projekt deshalb Notiz nimmt, weil er relativ Berechtigung des Einzelnen zum Wählent war dabei darauf hinSchluß der Debatte das Wort abgeschnitten wurde. eher Aussicht auf Annahme früher oder später gewiesen, es sei in der Stadt vielfach die Meinung verbreitet, daß bat und gerade in den letzten Monaten wieder zur Diskussion fam," auch derjenige der Berechtigung zum Wählen ausAlso auch eine Art Branntweinmonopol soll dem deutschen Volk geschlossen sei, der, ohne daß er aus eigenem zu all den anderen Gaben von den Agrariern bescheert werden. Antrieb verlangte, im Laufe des Winters von der ArmenHoffentlich bekommt jedoch jene Gesellschaft keine Gelegenheit zur verwaltung vorübergehend sogenannte Kohlen- oder Holzfarten ausDurchführung ihrer Pläne. gestellt bekam; diese Meinung sei irrig, die betreffenden Personen gingen ihres Wahlrechtes nicht verlustig. Das kaiserliche Winisterium gestattete jedoch die Verbreitung dieser Flugschrift nur unter der Bedingung, daß in einer Beilage zu derselben noch nur unter der Bedingung, daß in einer Beilage zu derselben noch besonders darauf hingewiesen wird, daß " Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln bei außerordentlichen Unglücksfällen allerdings nicht unter§ 3 Biffer 3 des Wahlgefeßes für den deutschen Reichstag fallen, wenn sie zum Ausgleich des Unglücksfalles dienen, daß sie aber unter Umständen den Charakter einer Armenunterstützung fehr wohl an sich tragen können; sowie daß es ferner gleichgiltig ist, ob die Armenunterstützung nachgesucht wurde oder nicht. Nur in dem Falle, daß eine sich nicht um Unterstützung aus öffentlichen Mitteln, sondern im Gaben der Privat Wo HIthätigkeit handelt, welche etwa durch Vermittlung der Armenverwaltung vertheilt werden, würde die Berechtigung zum Wählen nicht ausgeschlossen werden." den Genau so lau war das Verhalten der Freifinnigen in zahlreichen anderen Fällen. Aber das obige genügt schon, um zu beweisen, daß die von uns erhobenen Vorwürfe gegen den Freisinn nur allzusehr berechtigt gewesen sind. Verzicht auf die Arbeiterstimmen. Das Flugblatt der Freifinnigen Volkspartei für den 4. Berliner Reichstagswahlkreis wendet sich mit keinem Worte an die Arbeiter. Die Herren haben völlig recht; wozu sich bemühen, da es doch vergeblich ist. Arbeiterstimmen sind für die Freifinnigen nicht mehr zu erlangen. Sozialreform ade! Die Thatsache, daß die Aera der sozialen Reformen" zu Ende gegangen ist, steht fest. Ein charakteristisches Beispiel dafür, wie man in konservativen Kreisen, die zwar gern jene Thatsache ableugnen möchten, über eine Fortführung der Sozialpolitik denkt, giebt eine Bolemit der„ Berl. Neueste Nachr." gegen die Soziale Braris". Dieses Organ des Herrn v. Berlepsch erklärte, das bloße Gerede, die Sozialreform folle fortgeführt werden, genüge nicht, es sollten flare und bestimmte Forderungen aufgestellt werden. Hierauf erwidern die B. N. N.": " Prinz Ludwig von Bayern hat vor bayerischen Landwirthen eine Rede über die Lage der Landwirthschaft gehalten, welche des agrarischen Charakters durchaus entLiberalen schreiben bereits spaltenlange Freudenartikel. Der Bring behrt. Die Bündler werden natürlich sehr ungehalten sein, die hat aber nur gesagt, was zahlreiche andere Leute vor ihm mindestens ebenso gut gesagt haben. Die Sache ist deshalb ohne Bedeutung. Auf kaiserlichen Befehl. es von e& = Betrachtet man von diesem Standpunkt aus( gemeint ist die Furcht, daß Sozialreform nur der Sozialdemokratie nügen könnte) die von der Soz. Prag." aufgestellten„ laren und bestimmten Forderungen, so kann man nur sagen, daß die meisten von ihnen den stärksten Bedenken begegnen müssen. Da der Kaiser die Kandidatur Stumm befohlen hat, so müssen sie wird verlangt:„ Sicherung und Ausbau des Koalitionsrechtes, natürlich gehorsam zurücktreten. Sie werden doch nicht den Liebling Bewegungsfreiheit und Anerkennung der Berufsvereine". Das des Kaisers gegen dessen Befehl verdrängen wollen. Sie werden bestehende Koalitionsrecht ist von niemandem bedroht( Die„ Berl. doch als unentwegte Monarchisten nicht sagen wollen: Hier paßt N. N." wollen sich wohl mit Gewalt lächerlich machen, indem sie uns des Kaisers Wunsch nicht, hier fümmen wir uns nicht darum! fich stellen, als fennen sie selbst den Posadowsky- Erlaß nicht!), was aber wird unter„ Ausbau" des Koalitionsrechtes verstanden? Soll das etwa heißen, daß die bestehende Schuhwehr gegen den Herr Krupp ist auch unter die Bündler gegangen. Wie aus Effen terroristischen Mißbrauch des Koalitionsrechts st att sie zu gemeldet wird, hat er erklärt, daß er die vom Rheinischen Bauernverstärken, beseitigt werden soll? Und was die Berufsverein zusammengefaßten Wünsche der Landwirthschaft als gerechtbereine anlangt, so braucht man nur an die über dieses Thema fertigt ansehe und auf ihrem Boden stehe. Jm Wahlkreis Ottweiler- St. Wendel- Meisenheim kandidirt gegen Freiherrn v. Stumm, trotzdem er sich für Erhöhung der Kornzölle ausgesprochen hat, ein Bündlerkandidat. In einer Wählerversammlung sprach mun der Bürgermeister Stein in Meddersheim- dessen Sohn in Stumm'schen Diensten steht für Herrn v. Stumm und erklärte dabei: Frhr. v. Stumm kandidire nur deshalb wieder, weil von allerhöchster Stelle dieser Wunsch ausgesprochen Unser Wahlkomitee kam dem Wunsche des Ministeriums unverfei, ber jedem guten Deutschen Befehl sein züglich nach und bemerkte auf der Beilage zum erwähnten Flugblatt, mitsfe!" es afzeptire mit Dant die Unterstützung des Ministeriums bei der Da sind die lieben Bündler nun in einer bösen Lage. Wenn von ihm versuchten Rechtsbelehrung der Wähler und bedauere nur, daß das Erscheinen des Flugblattes durch den seinerseits nicht vorgesehenen Zwischenfall um ein bis zwei Tage verzögert worden sei. Das Fiasko der ,, Sammelpolitit" in Straßburg t. E. Sozialdemokratie im Wahlkreis Straßburg- Stadt beginnt, Das stolze Gebäude der bürgerlichen Sammlung" gegen die bereits in allen Fugen zu frachen. Das erste Anzeichen des drohenden Einsturzes, der allen Kennern der Verhältnisse unausbleiblich erschien, war eine von der Straß b. Post" gestern veröffentlichte Buschrift, durch welche die politische Situation in der Hauptstadt des Reichslandes in äußerst charakteristischer Weise beleuchtet wird. Es heißt in derselben über die Sammel- Kandidatur des Justizrathes Junker Krupp. Die Kreuz- Zeitung" " Riff: Mehr und mehr zeigt es sich, daß sehr viele Wähler verschiedener politischer Richtung, aber gleich deutscher Gesinnung es unmöglich finden, für Herrn Riff zu stimmen. Nicht wegent einzelner Punkte seines Programms, sondern weil der Kandidat erklärt hat, er werde selbstverständlich der elsaß- lothringischen Gruppe beitreten, d. h. also der Fraktion, zu der die Herren Colbus und Preiß gehören, der Fraktion, die nur durch den Gegensatz gegen alles Deutschthum zusammengehalten wird und das auch schon in ihrem Namen ausdrückt. Wird Herr Riff gewählt, wenngleich mit Hilfe Deutschgesinnter, so wird. δας in Paris nicht ohne Grund für einen Sieg des Franzosenthums halten. ist wenigstens unmöglich, wenn Herr Böhle fiegen sollte. Ich verdenke es freilich niemand, wenn er es nicht übers Herz bringen kann, für den Sozialdemokraten zu stimmen, zumal ein so wenig hervorragendes Mitglied der Partei; ich weiß auch noch nicht, ob ich mich dazu werde entschließen fönnen. Aber so viel ist meines Erachtens sicher: für Niff tann fein guter Deutscher stimmen, es sei denn, daß jener das Tafeltuch zwischen sich und den Herren Preiß und Colbus offen zerschneide." bei der Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuches stattgehabten Also Herr Krupp ist für die Brotvertheuerung. Er kann's auch Erörterungen und Entscheidungen zu erinnern, um zu wissen, wie aushalten, wenn die Preise der nothwendigen Lebensmittel steigen. wenig hier in absehbarer Zeit an ein Schwinden der Ob er seinen Arbeitern am Lohne soviel zulegt, wie die Vertheuerung entgegenstehenden Schwierigkeiten ernstlich zu denken ist. Weiter ausmacht, das ist eine andere Frage. wird Ausdehnung der Arbeiterschuh Bestimmungen auf Handwerk und Heimarbeit verlangt. Die mit der Bäckereiberordnung gemachten Erfahrungen werden in diesem Punkte schweigt sich hartnädig über ihre politischen und wirthschaftlichen sowohl die Regierungen wie die Mehrheit des Reichstags be- Biele aus sie weiß nichts davon, daß die Junker Brotwucher dentlich machen. Revision der Versicherungsgesetz- treiben; sie weiß nichts davon, daß die Junker durch Aufhebung gebung in arbeiterfreundlichem Sinne" sodann ist eine nichts der Freizügigkeit die Leibeigenschaft herstellen wollen, sie weiß nichts weniger als„ flare und bestimmte" Forderung. Sicher erscheint davon, daß die Junker das allgemeine Wahlrecht vernichten bei ihr nur, daß eine Revision in einem den Arbeitgebern wollen. Kurz, fie thut so unschuldig wie ein von Ehren- Stöcker erman eine Re- zogener Waisenknabe. Wir sind eben vor der Wahl. Aber so freundlichen Sinne ausgeschlossen wird, während „ Kreuz- Zeitung" formbedürftigkeit der Gesetzgebung gerade in dieser christlich fromm die Kreuz Zeitung" die Augen verdreht, wenn es Richtung von keinem Unbefangenen bestritten werden kann. sich um die Thaten und Pläne ihrer geliebten Patrone und SchützAuch der Errichtung obligatorischer Einigungsämter und linge handelt, so giftig und pfäffisch unchristlich wird sie, wenn nicht minder derjenigen eines Reichs Arbeitsamtes" man ihr einen Spiegel vorhält und ihre Zirkel zerstört. werden sehr weite Streise steptisch gegenüberstehen. So hat unser neulicher Artikel über das alte Europa das brave Die Soz. Praris" glaubt mit diesen Forderungen ein sozial- Junkerblatt in argen Born versetzt. Dekadenz in Europa? Verfall? Die politisches Sammelprogramm aufgestellt zu haben. Wir unserer Kreuz- Beitung" steht keine Defadenz- blüht doch der Weizen der seits find der Ansicht, daß jemand, der das deutsche Bürgerthum Junter. Und sie sieht keinen Verfall. Hoffen die Kaniz und Genossen im gegenwärtigen Wahlkampfe gründlich zu entzweien trachtet, doch die Getreidepreise noch mehr in die Höhe zu treiben und, feinen Zwed am fichersten erreichen würde, wenn es ihm gelänge, während dem Volke der Brotkorb noch höher gehängt wird, dem dieses unter der Aegide des Herrn von Berlepsch verkündete Pro- Nimmersatt von Junker die Tasche noch mehr zu füllen. gramm in den Vordergrund zu schieben. " H Die„ Berl. Neueste Nachr." sollen sich nur beruhigen. Das Bürgerthum wird sich wegen der Sozialreform nicht entzweien. Wenn es auch im höchsten Maße bezeichnend für die jetzigen Zeitläufte ist, daß felbst ein so überaus mild angesäufelter Sozialpolitiker wie der ehemalige Minister v. Berlepsch in Oppofition zur Regierung und ihren Freundesparteien treten muß, so hat diese Opposition im Bürgerthum doch nur geringes Echo. In seiner tompatten Maffe steht das Bürgerthum zu dem rohen Unternehmerstandpunkt der Berl. N. Nachr.": " Keine Einigungsämter, fein Arbeitsamt, teine Verbefferung der Schutzgesetze. Dagegen Verbesserung" des Versicherungswesens zu gunsten der Arbeitgeber und Kampf gegen den„ Mißbrauch" des Roalitionsrechtes. Das ist das sozialpolitische Programm des Bürgerthums, der Kapitalistentlasse. Es ist erfreulich, wenn die Organe dieser Klaffe dies so offen aussprechen. Die Arbeiter wiffen, woran sie sind. Maulwurfsarbeit gegen die Konservativen. Kein Verfall! In Spanien die Hungerfrawalle. In Italien die Hungerrevolution wer will da von Verfall reden? Haben die Kugeln der italienischen Soldaten nicht hunderte von Proletariern todt, und tausende zu Krüppeln geschossen? Sind die Kugeln nicht gut? Sind die Gewehre nicht gut? Das Die Redaktion der Straßb. Post", die ebenfalls zur Einsicht gekommen zu sein scheint, daß ihre Anhänger bei dem Wahlhandel gehörig über den Löffel barbiert worden sind und die Kaze sozusagen im Sack gekauft haben, giebt zu, daß in altdeutschen Kreisen vielfach im Sinne obiger Buschrift geurtheilt wird, räth aber ihren politischen Freunden zur Geduld, bis der Wahlaufruf des Kandidaten Und da redet man von Verfall! Die Kreuz- Zeitung" ist ganz Riff erschienen sei. Dieser väterliche Nath des offiziösen Blattes entrüstet ob unserer Frivolität. Und wahrhaftig, wir sind auch muß um so erheiternder wirken, als dadurch zugestanden wird, daß arge Sünder, daß wir uns über das Gedeihen der Junkerwirthschaft die gouvernementale Partei und ihr Organ, die Straßburger Post", nicht freuen, und daß wir von Verfall reden, wenn der Weizen der ihre Zustimmung zur Kandidatur Riff und die offizielle UnterJunker blüht und die Segnungen der kleinkalibrigen Gewehre nicht ffügung derselben proklamirt hatten, ehe fie auch nur im geringsten über die politische Gesinnung des Kandaten im Klaren waren, Ein begreifen wollen. läglicheres Armuthszeugniß hätten sich die Straßb. Post" und ihre intermänner in der That nicht ausstellen tönnen. Der braven Kreuz- Beitung" aber ist in dem Feuer ihrer Entrüstung die Maste heruntergerutscht und sie hat verrathen, was ihre Junker für das deutsche Volt in petto haben, wenn sie die Schlacht des 16. Juni gewinnen: italienische Hungerfur für das deutsche Volt. Wähler! Vergeßt das nicht! Laßt Euch nicht einlullen! Rüstet Euch zu einem zerschmetternden Schlag gegen Eure Feinde! Nieder mit den Junkern! Vom schlesischen Zentrum. Von der Agitation. Bahlreich laufen wieder Beschwerden ein, wie bei Flugblattvertheilungen und Abhaltung von Versammlungen unseren ParteiDie genossen die schwersten Hindernisse entgegengesetzt werden. Gendarmen fümmern sich in vielen Fällen gar nicht um die Bestimmungen des§ 43 der Gewerbe- Ordnung, und dabei geschieht es Aus Gee stemünde schreibt uns ein Freund unseres Blattes: Der Bundesdirektor Dr. Hahn hat für die von ihm gegründete dann, daß die Orts oder Amtsvorsteher ihre Unterbeamten auch deutschnationale Partei ein Programm fertiggestellt. Ich habe das Im oberschlesischen Zentrum geht es augenblicklich drunter und nicht in der Gesezeskenntniß überragen, sondern ruhig in der alten Das bedauerliche an diesem Zustand Ding auf einem Abstecher heute in der Hand gehabt; es war eine drüber. Besonders arg ist die Verwirrung in den Wahlkreisen Oppeln Weise fortwursteln. daß sich fein Mensch gegen bedruckte Seite lang, übrigens standen nur Gemeinpläge darin. Der und Beuthen- Tarnowiz. Dort wollen die deutschen" Ultramontanen ist, gegen solche Uebergriffe der betreffende Herr, ein begeisterter Apostel Dr. Hahn's, erklärte mir, vom Polen" Szmula nichts wissen, den die Polen aufgestellt haben, Polizeibeamten schüßen famn. Allerdings giebt es einen Beschwerdein diese neue Partei würden allmälig alle 200 000 Bundesmitglieder und bemühen sich, den früheren Abgeordneten Wolny wieder zur An- weg, aber was nüßt es dem Arbeiter, wenn er nach Wochen erfährt, einspringen. Die Bundesleitung werde sich zunächst noch ablehnend nahme einer Kandidatur zu bewegen. Der Statolit" bemüht sich, ihm ist unrecht geschehen und damit basta. Hätten wir in Deutsch verhalten, sich aber später, auf allgemeinen Wunsch", an für einen seiner Redakteure Stimmung zu machen, für Dornbef, land eine Verantwortlichkeit der Beamten, die jeden Uebergriff des bie Tête der neuen Reichsarmee stellen. Als ich darauf erwiderte, der aber leider bereits freifinnig und sogar freifonservativ war, also Beamten ahnden würde, dann stände es gewiß auch besser mit der das würden die konservativen und freitonservativen Führer der ein unsicherer Kantonist zu sein scheint. Gefeßestenntniß unserer Gesetzeswächter. So aber kann man die Bundesleitung doch übel nehmen, erwiderte er:" Das merten Dinge auf die leichte Seite nehmen. Dagegen haben die Arbeiter jede, auch die fein ausgetüftelten Gesezesübertretungen schwer zu büßen. die Kerls ja gar nicht, die sind viel zu dämlich." Bahllos sind die Fälle solcher Einschränkungen unserer Rechte, nur Antisemitische Dunkelmänner. einige wollen wir erwähnen. Mittheilungen für die Vertrauensmänner der deutsch- sozialen Reformpartei betitelt sich ein Blättchen, das unter Ausschluß der Oeffentlichkeit an die zuverlässigen Friedensgesellschaft und Reichstagswahl. Die Deutsche Friedensgesellschaft versendet die folgende Mittheilung: " Zu den Reichstagswahlen empfiehlt die Deutsche Friedensgesellschaft ihren Ortsgruppen und Mitgliedern, den Kandidaten die Fragen vorzulegen, ob sie bereit seien, im Falle ihrer Wahl bei Bei der Flugblattverbreitung, die unsere Parteigenossen von Magdeburg im Wahlkreis Jerichow unternahmen, notirten die Magdeburger Polizeibeamten von 40 Radfahrern die Nummern # # 31 Die Der Fahrkarten. Warum weiß kein Mensch! Die Flugblatt- I find in Frankreich noch schwankender als in Deutschland, und Herr Klapper ist jedoch einem neuen Verbrechen gegen verbreiter in Langenbielau wurden in einigen Ortschaften so weichen denn die Berechnungen der verschiedenen Blätter den agrarischen Geldbeutel auf die Spur gekommen. wieder angehalten und die Flugblätter konfiszirt. Im Kreisehr von einander ab. Nach einer Mittheilung des Wolff'schen Staatsmühlen haben für die nächsten Monate, zum their soWorms geschah dasselbe. Eine Versammlung in Gedern- Bureaus wird die neue Deputirtenkammer wie folgt zu gar bis nächsten März, Mehl zum Preise von 28 bis 29 M. heim im Wahlkreis Bensheim durfte nicht abgehalten werden, veil sie zu spät angemeldet war. Der Bürgermeister bemerkte, der Kreisrath ſammengesett sein: 254 Republikaner, 104 Radikale, pro 100 Kilo nach den märkischen Provinzialstädten zu liefern fehe es überhaupt nicht gern, wenn Versammlungen stattfinden. 74 sozialistische Radikale, 57 Sozialisten, 38 Ralliirte, sich verpflichtet. Das würde einem Einkaufspreise des Weizens Den Kandidaten unserer Partei in Wahlkreis Lüneburg, Genossen 44 Reaktionäre und 10 Nationalisten. Diese Zahlen sind von 190-195 m. pro Tonne entsprechen, also etwa dem Fischer, läßt der Gendarm in einer Versammlung der Welfen in jedoch ungenügend. Wie wir gestern bereits feststellten, be- Preise im legten Januar und Februar, während heute für Hermannsburg nicht sprechen, weil die Versammlung von trägt die Zahl der eigentlichen Sozialisten 43 gegen 30 nach Weizen 260 M. und mehr gezahlt wird. Daß die Mühlen in Welfen einberufen ist und Anhängern dieser Partei erlaubt der Be- der vorigen Wahl.| amte nur zu sprechen. In einer anderen Versammlung wiederholte der billigen Zeit soviel Weizen für ihre Vorrathskammern sich derselbe Vorgang. Fest steht aber, daß das Ergebniß der französischen Re- erworben haben sollten, um daraus die kontraktlich Die Flugblattverbreitung in diesem gierung nicht günstig ist, und daß die Sozialdemo festgelegten Mehllieferungen an Händler, Bäcker und große Kreise wurde an vielen Orten gehindert. Die Lokale werden tratie die einzige Partei ist, welche wirklich be- Anstalten bestreiten zu können, glaubt Herr Klapper nicht, unserer Partei abgetrieben. ATS am Sonntag mehrere Parteigenossen in Köln- Land in der Ortschaft Worringen deutsame Erfolge aufzuweisen hat. Herr Meline, und wohl mit Recht. Ein finsterer Verdacht steigt daher in damit beschäftigt waren, ein Flugblatt zu verbreiten, wurden das ist gewiß, hat keine republikanische Ma ihm auf: Die Bromberger Mühlen haben für den auf sie in dieser verdienstlichen Thätigkeit plötzlich von einem iorität. Er muß sich auf die Monarchisten und 190 M. Weizenpreis kalkulirten Mehlpreis von 29 M. für Gendarmen, der von dem Ortspolizeidiener begleitet war, ge- Antisemiten stüßen, wenn er den Radikalen und ein volles Jahr da durch sich versichert, daß sie, sei hindert und, trotzdem sie sich darauf beriefen, daß die Wahl aus- Sozialisten die Spike bieten will. Seine Stellung es an einer ausländischen Börse, sei es an der verbotenen geschrieben und das öffentliche Flugblattverbreiten nach§ 43 der in der neuen Kammer ist noch unsicherer, als sie in Berliner Klosterbörse, im börsenmäßigen Termingeschäft Gewerbe- Ordnung gestattet sei, fistirt und zum Bürgermeisteramt der alten war. So ist es denn nur wahrscheinlich, daß sich eingedeckt haben. Herr Klapper findet darin eine ungeführt. Bezüglich der in Frage kommenden gesetzlichen Be- Meline vorziehen wird, überhaupt von seinem Posten erhörte, jobberische Spekulation", die aber in Einklang stehen stimmungen wußte der Polizist, wie er angab, nichts, der Gendarm meinte, ihm sei das nicht bewußt, und selbst der zurückzutreten. Er soll bereits beim Präsidenten Faure würde mit der sonstigen regierungsseitigen Handhabung des Bürgermeister war der Ansicht, daß die Wahl für Worringen sein Entlassungsgesuch eingereicht haben. Börsengesetzes! Die Deutsche Tageszeitung" benutzt den noch nicht ausgeschrieben sei. Doch half hier die Belehrung Noch schärfer als bei der Hauptwahl ist es bei den Stich Anlaß natürlich ihrerseits sofort, um von der Regierung eine der Genossen nach, und als der§ 43 der Gewerbe- Ordnung wahlen zu tage getreten, daß der Boulangismus und schleunige Erklärung zu verlangen. Dieses tagtäglich vom Bürgermeister in Augenschein genommen worden war, stand der Antisemitismus in Frankreich keine Wurzeln hat. sich wiederholende Frage- und Antwortspiel zwischen einer Weiterverbreitung der Flugblätter auch in Worringen nichts mehr Die Kandidaten des Schwadroneurs Rochefort haben eine hochmüthigen Kornwuchererfippe und einer jedesmal kleinlant entgegen. Noch eigenartiger betrug sich der Dorfpolizist von Hertlägliche Niederlage erlitten. mülheim, der am Himmelfahrtstage mehrere Parteigenossen an sich entschuldigenden Regierung gehört nachgerade zu den beder Weiterverbreitung der Flugblätter in diesem Orte hinderte und Alles in allem haben wir also Ursache, mit dem Gesammit schämendsten Erscheinungen der Gegenwart. sich allen Belehrungsversuchen gegenüber unzulänglich erwies. In ausgang der französischen Wahl sehr zufrieden zu sein. Der Der weiße Schrecken in Italien. Man schreibt uns: Reichenbach in Sachsen- Anhalt löste der Beamte die Versamm Sozialismus hat in Frankreich binnen wenigen Jahren Tung auf, weil der angefagte Referent nicht erschienen war. Die Hunderttausende neuer Anhänger gewonnen. Er ist im mäßigen Landes dieselben Nachrichten. Republikaner und Sozialisten, die als Das Wüthen der Reaktion dauert fort. Aus allen Theilen des Dinge find typisch für unsere Rechtszustände und die Art, wie man Aufstieg begriffen, während die übrigen Parteien trotz der solche irgendwie bekannt geworden sind, werden verhaftet. uns gegenüber die Gesetze anwendet. Im Wahlkreis Lübben unternahmen unsere Parteigenossen in der inneren Zersetzung anheimfallen. Entfesselung des schlimmsten Chauvinismus zurückgehen und Die Gefängnisse reichen nicht mehr aus, es müssen andere Gebäude dazu hergerichtet werden. In Venedig, Turin, der Ortschaft Dirrenofe am Sonntag eine Flugblattverbreitung, Padua, Florenz und andern Städten sind alle politischen und die von den Anhängern des Bundes der Landwirthe auf das pöbel- Aus Belgien[ wird berichtet, daß Sozialisten und gewerkschaftlichen Vereinigungen der Arbeiter aufgelöst, selbst die hafteste gestört wurde. Die Helden versuchten es, sich an unseren Radikale für die Stichwahlen, die am nächsten Sonntag statt- Arbeitskammern sind unterdriet; in Aquila wurden eine Anzahl Parteifreunden thätlich zu vergreifen, und hatten ihre Anhänger finden werden, sich zu gegenseitiger Unterstügung verpflichtet Lokomotivführer verhaftet, der Eisenbahner- Verband ist ebenfalls der aufgehezt, mit der Peitsche die Flugblattverbreiter aus dem Dorf haben. Da wird die klerikale Niederlage endgiltig besiegelt Auflösung verfallen. 311 treiben. Die Flugblätter werden aber trotzdem an ihren Ort werden. gelangen. Die In Florenz beginnt das Kriegsgericht seine Arbeit. Im Wahlkreis Calbe- Aschersleben fängt man jett Auch wo die Klerikalen gewählt worden sind, hatten sie Auflage gegen Pescetti lautet auf Anstiftung der Ausschreitungen an, die Sozialdemokratie mit geistigen Waffen" zu bekämpfen, vielfach erheblichen Stimmenverlust gegenüber der 1894er in Florenz; gegen 27 Inhaftirte, die der Theilnahme an dieser Revolte bezichtigt sind, ist dieser Tage verhandelt worden. Das Maske herunter" betitelt sich ein anonymes Flugblatt, daß dieser Wahl. So siegten sie in Gent mit 6000 Stimmen Majorität Kriegsgericht verhängte Strafen von 8 Tagen bis zu 81/2 Monaten; Tage( zum Theil von Schulfnaben) im Kreise verbreitet wurde. gegen 18 000 bei der vorigen Wahl. Umgekehrt ist die Stimmen die Angeklagten leugneten ihre Schuld, aber den Zeugen, aus Ordentlich gruselig kann einem werden, wenn man die in demselben zahl der Sozialdemokratie auch in zahlreichen Kreisen, wo sie nahmslos Polizisten, wurde in allen Fällen Glauben geschenkt. enthaltenen haarsträubenden Verleumdungen unserer Partei liest. nicht siegen konnten, ganz bedeutend gewachsen. In der Schweiz herrscht bis tief in die konservativen Besonders unser Flugblatt:„ Du Mutter, was läuft der Herr Gendarm so?" hat es dem königstreuen Flugblattschreiber angethan und andervelde gegenüber einem Korrespondenten der der armen italienischen Arbeiter an die Soldateska ihres Landes. Interessant sind einige Auslassungen unseres Parteigenossen Kreise lebhafteste Erregung über die schmachvolle Ueberlieferung mun beschwindelt er die Wähler, daß Hunderte" von Streif machern", junge, fräftige Leute vor aller Augen in der Erntezeit," Franks. 8tg.". Er erwarte, so führte er aus, zuversichtlich, Es hat sich ein aus Angehörigen verschiedener politischer wo man auf dem Lande allerwärts sich müht, spazieren gehen, aus daß die Wahlen von 1900 oder spätestens von 1902 oder Parteien zusammengesettes Komitee gebildet, das die Sammder Streiffasse fein leben, ohne auch mur eine Hand zu 1904 der flerifalen Herrschaft ein Ende machen werden. lung von Protestunterschriften gegen das Gebahren des rühren, daß„ ruhig ihres Weges dahingehende Wanderer Dann würden die Sozialdemokraten entweder allein oder Bundesanwalts in der Jtaliener- Angelegenheit an die Hand von Tauernden Streifposten wie bon Näubern an gemeinsam mit den Radikalen über die Mehrheit der nehmen wird. gefallen wurden", daß ,, während der Arbeitszeit ein Kammer verfügen. Erhielten die Sozialdemokraten für sich Aus Lugano wird der Frankfurter Beitung" gemeldet: Die bestimmter Theil des Lohnes abgeführt werden muß u. f. w. Unsere allein die Majorität und schickten sie sich nun an, ihre von der Schweiz ausgelieferten Theilnehmer des Arbeiterzugs wurden Wähler auf dem Lande find heute nicht mehr so dumim, fich von Prinzipien zu verwirklichen, so wäre, wie Vandervelde an- von Como nach Mailand gebracht und werden dort vor das Kriegsfolchen Verleumdungen bethören zu laſſen. Unsere Partei ist äußerst nimmt, eine Revolution von oben, vielleicht im Bunde mit gericht gestellt werden. Weitere Verhaftungen fanden gestern statt rührig in der Agitation; von dem in zwangloser Reihenfolge er In Faenza, scheinenden Wähler" find schon eine Anzahl Nummern in Auflagen einer Einmischung der Nachbarstaaten, die ein sozialistisches in Mailand, Novara, Genua, Bologna, Brescia 2c. von je 30 000 Gremplaren im Wahlkreise verbreitet worden. Gegen- Staatswesen an ihrer Grenze nicht dulden würden, zu be- Cesena und Bologna wurden auch die katholischen Diözesankomitees wärtig halten in unserem Wahlkreise neben dem Kandidaten unserer fürchten. Weit wahrscheinlicher aber sei, daß die Sozialdemo- zahlreiche Papiere beschlagnahmt. aufgelöst, bei vielen Klerikalen Haussuchungen vorgenommen und Partei Albert Schmidt die Genossen Adolf Hoffmann- Berlin fraten auch dann auf ein Zusammenwirken mit den bürgerund Müller- Magdeburg zahlreiche, meist gut besuchte Versammlichen Radikalen angewiesen sein werden. Dann würde der Dann würde der Bericht des Münzdirektors der Vereinigten Staaten für das Das Wachsthum des Geldes in einem Jahre zeigt ein lungen ab. König voraussichtlich einen Radikalen mit der Bildung Jahr 1894. In Braunschweig fand am Montag eine Wählerberfamm- eines mit der Bildung Jahr 1894. Danach wurden in diesem Jahre Goldmünzen im Ministeriums beauftragen. Tung statt, in der Genosse Singer über die bevorstehende Reichstags- würde den Kern der Majorität bilden und eine große Aera von 452 Millionen geprägt. Im nächsten Jahre, 1895, stieg die Die Sozialdemokratie Berthe von rund 912 Millionen Mark und Silbermünzen im Werthe wahl referirte. Der Andrang zu der Versammlung war außer sozialer Reformen wäre zu erwarten. Als seine nächsten Goldprägung auf 924, die Silberprägung auf 483 Millionen Mark. gewöhnlich stark. Etwa 5500 Personen 6000 Starten waren aus gegeben standen in dem großen Saal des Hofjäger", aus dem Forderungen, in denen er sich übrigens mit der radikalen Von besonderem Interesse ist die Bertheilung dieser riesigen alle Tische und Stühle entfernt waren. Hunderte fanden feinen Partei eins wisse, bezeichnete Vandervelde die Einführung des Summen auf die einzelnen Länder. Jm Jahre 1894 prägten Plaz mehr im Saal, dessen Gallerien ebenfalls dicht besetzt waren, allgemeinen gleichen Stimmrechts mit Minoritätenvertretung nur Goldmünzen Frankreich und die australischen Kolonien, sondern mußten mit einem Plätzchen im Garten des Etablissements für Staat, Provinz und Gemeinde; eine weitgehende ArbeiterStaaten Silbermünzen die Spanien, Indien, Siam, Indo China, China. verlieb nehmen, wo sie an den geöffneten Fenstern den Ber- schutz- und Versicherungsgesetzgebung, an der es in dem höchsten in den Vereinigten Staaten mit rund 188 Millionen, Der Werth der Goldprägung war am handlungen folgten. Dem Vortrage, der sich über die Aufgabe industriereichen Belgien bekanntlich noch gänzlich fehlt; eine bann folgte Australien mit 138, Desterreich- Ungarn mit 185 der Sozialdemokratie verbreitete und die Bestrebungen der bürger- Reform von Armee und Schule auf demokratischer Grundlichen Parteien in politischer und wirthschaftlicher Beziehung geißelte, folgte minutenlanger stürmischer Beifall. Eine Diskussion lage; eine progressive Einkommen- und Erbschaftssteuer. fand nicht statt. Siebenhundert Mart bewilligte in seiner lezten Ver fammlung der sozialdemokratische Wahlverein für Langenbielau und Umgebung für die Wahlagitation, obgleich der monatliche Beitrag nur 10 Pf. beträgt; aber: viel Wenig machen ein Viel. In Elbingerode am Harz stellte sich am Sonntag der antisemitische Kandidat Dr. Lindström den Wählern vor. Seine Rede schien aber auf die Versammlungstheilnehmer wenig Eindruck zu machen, dagegen fand der Kandidat unserer Partei, Maurer 28ilte, eine recht günstige Aufnahme mit seiner Entgegnung. In Wanne wurde einer unserer Parteigenoffen, als er Flugblätter vor der Zeche unter den Arbeitern berbreitete, von diesen thätlich angegriffen. Ein Zeichen für die überaus betrübenden Zustände an diesem Ort ist es, daß die Arbeiter sich scheuen, in der Angelegenheit vor dem Strafrichter Zeugniß abzulegen, weil sie befürchten, die Arbeit zu verlieren. Flugblätter gelangten zur Vertheilung in Kiel 48 000, in Halberstadt 40 000, in Nürnberg 60 000, in Hof 30 000 und in Wiesbaden 30 000. Reichstags Kandidaturen. Aufgestellt wurden in Breslau- Ost von den Konservativen Baumeister Felisch; in Rawitsch von den Konservativen Landrath Lewald; in Gebweiler vom Zentrum Röllinger; in Offenbach- Dieburg. von den Antisemiten Landwirth Haug, die Kandidatur Bär ist zurückgezogen; in Münster vom Zentrum Freiherr v. Heeremann; in Hannoper- Linden von den Freisimmigen Albert Träger; in lön Oldenburg von der freisinnigen Volkspartei Fabrikant Kleine; in Leipzig- Stadt von den Freisinnigen Justizrath Mundel; in Stuttgart von den Nationalliberalen Prof. Gießler; in Balingen von den Nationalliberalen Schneckenburger; in Kigingen vom Bauernbund an stelle des Bürgermeisters Dull Landwirth Franz Start; in Waldek von den Nationalliberalen Senator Fink, von den Antisemiten Müller und von der freisinnigen Vereinigung Rickert. Die Konservativen im Wahlkreis Spandau Ost havelland haben es abgelehnt, mit unseren Parteigenossen Stimm zettel von gleicher Farbe und Größe anzugeben. Natürlich, den Herren liegt an der Wahrung des Wahlgeheimnisses nichts. Sie wollen die Arbeiter der Militärwerkstätten einschüchtern. In Alzey- Bingen will das Zentrum für die Kandidatur des Freisinnigen Reinhard Schmidt eintreten. Die freisinnige Boltspartei wird in Kassel den Der Kandidat der Nationalliberalen in San. nover, Senator Fink, ist von der Bewerbung um das Mandat Nationalliberalen unterstützen. zurückgetreten. Politische Webersicht. Berlin, den 24. Mat. Das Ergebnis der französischen Stichwahlen und damit das Gesammtergebniß der Wahlen läßt sich noch nicht in seinen Einzelheiten übersehen. Die Parteibezeichnungen Franks. Beitung" geschrieben: Die Hungersnothpreise. Aus Konstanz wird der tur : Millionen 2c. Deutschland 100, England 92, Frankreich 86, Chile 22, Japan fünf Der Werth der Silberprägung war am höchsten in Rußland mit rund 124 Millionen, dann folgten die Vereinigten Staaten mit 92, Mexiko 84, Japan 53, Indo- China 50, China 34, Desterreich- Ungarn 32, England 26, Indien 22, Spanien 21, Siam 18, Deutschland 11 Millionen Mark. Diese Summen bedürfen freilich einer Korrektur, sie bedeuten nämlich nicht die Zunahme der Hartgeld- Zirkulation, da zahlreiche ältere Münzen umgeprägt werden und fast in allen Staaten nicht blos aus Barren, sondern auch aus landesfremden Münzen Geld geprägt wird. Deutsches Reich. " Die organisirten Bäckermeister haben vor kurzem mit dem Brot um 1 Pf. pro Pfund aufgeschlagen. Schwarzbrot kostet 15 Pf. und Weißbrot 19 Pf. pro Pfund. Daß der Aufschlag nicht mehr beträgt, verdanken wir hauptsächlich der Vergünstigung, wonach eine Haushaltung jeden Tag bis 6 Pfund Brot oder Mehl zollfrei über die nahe Schweizer Grenze einführen darf. Wie sehr dieser Aufschlag von manchem Familienvater gerechnet wird und gerechnet werden muß, geht daraus hervor, daß diese Einfuhr von Brot und Mehl aus der Schweiz seit dem Aufschlag erheblich zugenommen hat. Es waren hier Ende vorigen Jahres 1229 GrIm Reichs- Eisenbahnamt fand vor einigen Monaten eine laubnißkarten zur zollfreien Einfuhr von Brot und Mehl aus Berathung von Vertretern der Bundesregierungen und der Militärder Schweiz ausgestellt. Im Januar d. J. wurden 1667 er- verwaltung über Maßregeln zur Erhöhung der Betriebssicher hoben, hierzu im Februar 35, im März 46, im April 44, im Mai beit auf den deutschen Eisenbahnen statt. Das Erbis heute 54. Im nahen badischen Ort Wollmirtingen stehen die gebniß dieser Konferenz liegt jegt in einer Dentschrift vor. In Einwohner durch Handel und Fabrikindustrie täglich in regem Ver- dieser wird vorgeschlagen, die Betriebsordnung für die Haupteisenfehr mit Konstanz und kaufen dadurch ebenfalls viel Brod in der bahnen Deutschlands, die Bestimmungen über die Befähigung von Schweiz. Mit Rücksicht darauf und durch die ländlichen Ver- Eisenbahn- Betriebsbeamten, die Signalordnung, die Normen für den hältnisse konnten sich die Wollmirtinger Bäder bis heute Bau und die Ausrüstung der Haupteisenbahnen, sowie die Bahnnoch keinen Ausschlag gestatten. In den der Grenze ent- ordnung für die Nebeneisenbahnen zu ändern und zu ergänzen. Von fernteren Orten ist der Preis für Brod um 2 Pf. pro Pfund der nothwendigen Verbesserung der Lage der Eisenbahn- Angestellten gestiegen. Zur Belehrung für jene, die da glauben oder glauben ist keine Rede. machen wollen: das Ausland trage den Zoll", bemerke ich, daß Fleischsperre. Die amerikanische Regierung ist, wie der„ Allauch die Schweizer Bäcker für Brot 1 Pf. pro Pfund mehr fordern. gemeinen Fleischer- Beitung" gemeldet wird, einem von Deutschland Trotzdem tostet in Kreuzlingen oder Emmishofen Schwarzbrot ausgesprochenen Wunsche entgegengekommen und hat die Ausfuhr nur 13 Pf. und Weißbrot nur 15%, Pf. pro Pfund. Die Qualität frischen Schweinefleisches nach Deutschland verboten. Bedes Schweizer Brotes ist mindestens so gut, wenn nicht besser, als stätigung dieser Meldung bleibt abzuwarten. das Konstanzer. Neben der Zoll- kommt auch die Frachtdifferenz von Mannheim nach Konstanz und Krenzlingen- Emmishofen in betracht. Die Kölnische Zeitung" meldet aus Madrid: Die spanische Regierung wird heute Zollfreiheit für die Einfuhr aller Lebensmittel erklären. veränderten Stand der Weizenpreise. Die amerikanischen Börsen melden im wesentlichen unDas Stumm- Organ pöbelt Bebel an, weil er gegen die Blätter, die ihn beleidigt haben, nicht vor Gericht flage. Die„ Post" gerade hat am wenigsten ein Recht, so frech einherzureden, denn der von Bebel aufgegriffene Fink war ihr Fint, war ihr Redakteur und Sekretär der freikonservativen Partei und mußte von ihr selbst bereits suspendirt werden. Bebel bedarf der Rathschläge der Post" nicht, er wird mit Burschen, deren Fähigkeiten gerade bis zum persönlichen Beschimpfen reichen, schon fertig, auch ohne Kadi, wenn es ihm so paßt. Nicht einmal Herr Miquel genügt den agrarischen Ein Soldatenschinder. Die Münch. Post" berichtet von einer Ansprüchen. Doch welcher Minister, der die staatlichen und Verhandlung, die vor den Geschworenen des Militär- Bezirksgerichts fiskalischen Interessen nicht ganz und gar preisgiebt, ver- München am letzten Sonnabend stattfand. Angeklagt war der jetzige möchte das? Neuerdings haben die Bündler die großen Metzger Rösener, der als Sergeant beim 2. Infanterie- Regiment Staatsmühlen in Bromberg mit Vorliebe aufs diente und im Herbst vorigen Jahres Rekruten auszubilden hatte. Rorn genommen. Herr v. Miquel gab schließlich im Herren Gelegentlich des Detailererzierens am 18. November v. J. hat nach Hause die Erklärung ab, es sei den königlichen Mühlen be- Ansicht des Sergeanten der Gemeine" Otto Reiter die Fußspiken nicht genügend hinabgedrückt. Er holte sich den phlegmatischen" fohlen worden, den kleinen Mühlen nicht Konkurrenz zu Soldaten aus der Reihe heraus und gab ihm den Befehl:„ So machen. Darauf erwidert Herr Klapper in der Deutschen jetzt laufen Sie die beiden Baraden im Baufschritt solange auf und Agrarzeitung" mit der ganzen ihn auszeichnenden Dreiftigkeit: ab, bis Sie die Fußipizen herabdrücken können!" Reiter mußte min Nach dem Wortlaut ist diese Erklärung von vornherein nicht eine vollständige Viertelstunde lang im Laufschritt im Hof ernst zu nehmen, denn jeder Mehlverkauf dieser großen Mühlen umherlaufen, worauf ihn sein Beiniger einigemale zu sich rief und bedeutet eben eine Konkurrenz gegen andere Mühlen, und der an ihn die Frage stellte, ob er denn fegt die Fußspitzen hinabdrücken Minister wird selbstredend diesem Befehl nicht den Sinn einer fönne; als der Aermste infolge der vollständigen Erschöpfung nicht Betriebseinstellung der königlichen Mühlen haben beilegen wollen. Isofort antworten konnte, gab ihm der Sergeant den Befehl, den Laufschritt fortzusetzen. Die Folge war, daß Reiter alsbald voll- Budapest, 24. Mai. Abgeordnetenhaus. Minister- Gesellschaft und über Vorträge, welche in ihr gehalten und Diskussionen, ständig erschöpft und im Schweiß gebadet auf der Strecke blieb, präsident Baron Banffy beantragt die Vertagung des Hauses bis welche über diese Vorträge gepflegt werden." Am 3. Mai hat der worauf sich bei ihm Seitenstechen und hochgradiges Herzklopfen ein zum 6. Juni und bemerkt, nach den Pfingstferien werde das Haus Aderbauminister, welchem die Freie Dekonomische Gesellschaft stente. Jufolge diefer Ueberanstrengung bekam Reiter ein über die Entwürfe betreffend die provisorische Verlängerung der unterordnet ist, dem Ausschuß dieses Verein verboten, fernerhin unheilbares Blasenleiden und da er die qualvollen Schmerzen Bier-, Branntwein- und Spritgefeße, sowie über die Zuckersteuer und allgemeine Sigungen einzuberufen. Der Ausschuß hat dem nicht länger ertragen konnte, meldete er sich am 8. Dezember die Zuckerprämien verhandeln. Die Regierung bedauere, daß Minister geantwortet, er sei nicht gewillt, sich diesem Verbote unterzum Arzt, stand 65 Tage in ärztlicher Behandlung und keine Aussicht vorhanden sei, daß Oesterreich zuordnen. wurde schließlich amt 10. März als böllig dienst während des Sommers über die Ausgleichs- Vor- Natürlich wird die Oekonomische Gesellschaft in diesem Kampfe I age verhandle; diese Vorlagen würden frühestens im Sep- unterliegen, die Unzufriedenheit mit der russischen Regierung wird aber tember zur Verhandlung gelangen. natürlich nicht verschwinden, in der einen oder anderen Form wird sie wieder zum Vorschein treten, an. Frankreich. " Jean Jaurès wird von nun an in Gemeinschaft mit GéraultRichard die Chefredaktion der Petite République" führen. Wir beglückwünschen unser Pariser Bruderorgan zu diesem Gewinne. Paris, 24. Mai. Bola hat gegen den Direktor des Journal", Marinoni, und den Redakteur desselben Blattes, Judet, die Petit Beleidigungsklage angestrengt wegen eines Artikels von Judet, in welchem Zola's Vater angegriffen und beschimpft wird. Italien. Gerichts- Beitung. Eine für Versicherungs- Agenten wichtige Frage hat das schieden. Es handelt sich darum, wie sich die Polizeibehörden zu verOber- Verwaltungsgericht jetzt zum ersten Male enthalten haben, wenn sie glauben, das für Versicherungsverträge erforderliche„ Unbedenklichkeits- Attest" wegen vermeintlicher Ueberversicherung nicht ertheilen zu sollen. Das Gericht entschied dahin: Rom, 24. Mai. Der Marineminister Brin ist heute Vormittag Die Polizei hat nicht nur allgemein die Werthschätzung der gestorben. England. versicherten Gegenstände, wenn sie ihr zu hoch erscheint, zu bemängeln, sondern die einzelnen Positionen zu be= zeichnen, die beanstandet werden. Zweitens hat die Behörde bei den einzelnen beanstandeten Positionen den Minderwerth andiesen Minderwerth das Attest gleich auszustellen, ist sie jedoch zugeben, zu dem sie bereit ist, das Attest zu ertheilen. Für nicht verpflichtet. untauglich vom Militär entlassen. Der Sergeant hatte fich aber wegen noch einiger weiterer Reate zu verantworten. Dem Soldaten Martin Reiter, der ihm im Mannschaftszimmer nicht schnell genug auswich, packte er an der Brust und versetzte ihm einen Stoß unter das Kinn, so daß sich der Mißhandelte in die Zunge biß; gelegentlich einer Bisitation versezte er den Soldaten Kastenmaier, Reiter, Baumgärtner, Rieger und Zellner Stöße auf die Brust, daß fie zurüdtaumelten. Den Soldaten Schwarzbauer versetzte er, veil er fein Handtuch hatte, mit der flachen Hand einen Schlag auf das Ohr, daß derfelbe längere Zeit Schmerzen verspürte. Etwaigen Beschwerden wußte Rösener den Worten: Ihr könnt Euch schon beschweren, acht bis zehn Wochen dauert's immer noch, bis ich in die Reserve gehe, und da kann noch manches paffiren." Und als der Herr Sergeant in die Reſerve gegangen war, erfolgte die Anzeige. Die Anklage lautete auf ein militärisches Verbrechen des Mißbrauchs der Dienstgewalt, sowie eines Vergehens des Mißbrauchs und vorschriftswidriger Behandlung von Untergebenen. Die Geschworenen verneinken das Ver- Curzon erklärte im Unterhaus die Meldung des Pekinger BerichtLondon, 23. Mai. Der Parlaments- Untersekretär des Aeußern brechen des Mißbrauchs der Dienstgewalt und nahmen ledig erstatters der Times", daß die britische Regierung dem Reglement lich ungeeignete Behandlung von untergebenen zugestimmt habe, wonach Ausländern der Zutritt im Hafen von Das auf grund des Wahrspruchs der Geschworenen gegen Talienwan und auf der Liaotung- Halbinsel nur mit einem visirten Röfener gefällte Urtheil lautet auf fünf Tage Mittelarrest! Baß gestattet sei, für gänzlich unbegründet. Im Gegentheil Die Zentenarmedaille. Aus Friedrichshagen berichtet die Wenn so abscheuliche Handlungen, wie sie der Sergeant Rösener habe die russische Regierung England benachrichtigt, daß die England Niederbarnimer Zeitung": Der frühere Bureaugehilfe H. Hierselbst, begangen, mit derartiger Wilde beurtheilt werden, dann freilich ist betreffende Notifizirung des russischen Konsuls ohne Kenntniß der der sich anläßlich der Bentenarmedaillen- Vertheilung im turpark unes nicht zu verwundern, wenn solche Vorkommnisse sich immerfort russischen Regierung erfolgt sei und der russische Geschäftsträger in ziemlicher Redensarten bediente, erhielt vorgestern eine Gefängnißwiederholen. Diese Milde steht zudem in schroffsten Kontrast zu der Peking bereits angewiesen sei, die Notifikation zurückzuziehen. Härte, mit der Untergebene wegen Vergehen gegen Vorgesetzte beLondon, 23. Mai. Das Oberhaus nahm mit 81 gegen Prozeß Fritsch. Die nächste diesjährige Schwurgerichtsstraft zu werden pflegen. Wie wäre es wohl dem Soldaten Reiter 19 Stimmen die zweite Lesung der von Hardwicke beantragten Bor- Periode am Landgericht I beginnt am Montag, den 6. Juni d. J., gegangen, wenn er den gänzlich unberechtigten Befehlen des Sergeanten lage an, welche die Einwanderung von Idioten, Irrunter Borsiz des Landgerichts- Direktors Maske. Unter den in dieſer nicht gehorsam gewesen wäre? So mußte er sich für sein ganzes finnigen, Brotlosen sowie sonstigen personen ver Periode zur Verhandlung gelangenden Sachen nimmt den weitesten Leben an der Gesundheit schädigen lassen und sein Peiniger geht bietet, welche dem Staate zur& aft fallen können oder Raum und das größte Intereſſe der Strafprozeß gegen den Buchauf 5 Tage in Arrest. an ansteckenden Krankheiten leiden. Im Laufe der Debatte sprach Lord händler Wilhelm Fritsch, früher in der Gneisenaustraße domizilirt, Die Verhandlung gegen denselben beginnt am Braunschweig, 24. Mai. Die Erklärung des Staatsministers Salisbury für die Vorlage und erklärte, die steigende Zahl von in Anspruch. b. Otto im braunschweigischen Landtage, daß an maßgebender Stelle Ausländern, welche dem Staate zur Last fielen, mache gesetzgeberische Donnerstag, den 9. Juni d. I., und ist auf drei Tage feſtin Preußen die Auffassung obwalte, es habe sich in den thatsäch- Maßnahmen nothwendig. gesezt, so daß sie, wenn nichts dazwischen kommt, am Sonnabend, lichen Verhältnissen, welche dem die braunschweigische Im Unterhause erklärte der Schatzkanzler Hicks Beach, es den 11. Juni, ihr Ende erreicht. Die Anklage gegen Fritsch, welcher Thronerledigungs Frage betreffenden Bundesraths- follen von morgen bis zum 6. Juni die Sigungen vertagt sich bekanntlich seit Anfang dieses Jahres in UntersuchungsBeschluß vom 21. Juli 1885 zu grunde gelegen, nichts geändert, werden. Er theilt mit, daß die Königin das Begräbniß Glad haft befindet, lautet auf Betrug, schwere Körperverlegung, Entführung war welfischerseits bemängelt und bezweifelt worden. Demgegenüber stone's auf Staatstosten und die Errichtung eines Dentmals für und Nothzucht. Aus letzterem Grunde wird die Verhandlung zum veröffentlicht heute das braunschweigische Staatsministerium in ihn in der Westminster- Abtei genehmigt und Herbert Gladstone im theil, wenn nicht ganz, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden. den Amtlichen Anzeigen" eine längere Erklärung dahingehend, daß Namen der Familie die Zustimmung zu dieser Absicht ausgesprochen Der Angeklagte soll sich bekanntlich an einer ganzen Reihe von 1. die Erklärung des Staatsministers v. Otto sich auf Mit habe. Die Regierung werde morgen beantragen, daß das Unter- weiblichen Reisenden, die seine Kunstgegenstände an den Mann zu theilungen von amtlicher, berufener und verantwortlicher Stelle haus sich am Sonnabend an der Beiſegung Gladstone's betheilige. bringen hatten, vergangen haben. Die Untersuchung, die mit zahlſtütze, 2. niemand, der mit dem preußischen Staatswesen einiger Der Prinz von Wales wird die Königin bei der Leichenfeier für reichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, hat eine sehr große Ausmaßen bekannt sei, auch nur einen Augenblick zweifelhaft sein könne, Gladstone vertreten. Sowohl der Prinz von Wales wie der Herzog dehnung gefunden. Den Vorsiz in dem Senſationsprozeß wird, wie erwähnt, Landgerichts- Direktor Maske führen; die Vertheidigung des daß als eine an maßgebender Stelle in Preußen obwaltende Auf- von York werden als Bahrtuchträger fungiren. fassung nur eine solche bezeichnet werden könne, welche an höchster Angeklagten hat Rechtsanwalt Emil Löwy übernommen. Stelle in Preußen bestehe. = London, 24. Mai. Die„ Morning Post" meldet, das Auswärtige Amt stelle offiziell in Abrede, daß die Nigerfrage Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Eine An- geregelt sei auf der Basis der Näumung Bussa's durch Frankreich lage wegen ruhe störenden Lärms und Majestäts- und der Zurückbehaltung von Nitti. beleidigung sollte gestern gegen die Handelsleute Haase und Dethloff vor der zweiten Straffammer des Landgerichts I verStockholm, 23. Mai. Das Verbot der Ausfuhr von Vieh handelt werden, da der letztgenannte aber wegen Krankheit am Er- aus der Provinz Schonen vom 4. d. M. ist heute wieder aufgehoben scheinen verhindert war, so wurde gegen Haase allein verhandelt. worden. Am 7. Dezember v. J. riefen die Angeklagten in der Poststraße den " " " Wie Schweden. strafe von 2 Wochen. " Der Krieg. " Aus den westindischen Gewässern liegen auch heute blos unfontrollirbare Gerüchte über angebliche Zusammenstöße und Fahrten der Kriegsschiffe bor. Dem Blatte New York Journal" wird aus Key West telegraphirt: Die Stadt ist in höchster Aufregung wegen des Gerüchts, das amerikanische Schiff Vorwärts" als„ Neuestes!" aus, und zwar sollen sie dabei so geworden. Das Resultat eines Rückblicks auf seine Thätigkeit ist sehr ausgerüstet ist, sei von einem spanischen Kreuzer an der Südküste Der schwedische Reichstag ist vor einigen Tagen gefchloffen Man- grove", das für die Durchschneidung der Kabel besonders brüllt haben, daß die Leute zwei Barbiergehilfen mit Bestimmtheit behaupten, haben die dürftig, besonders hat die Arbeiterklasse fast gar keine Ursache, ihm von Kuba weggenommen worden. Im Repräsentantenhause brachte Pearce( Missouri) einen GesetzAngeklagten gerufen: Bestechung des Reichstages durch den dankbar zu sein. Daß bei der Majorität für die wichtige soziale Saifer!" An jenem Tage hatte der Kaiser in üblicher Frage kein Verständniß vorhanden ist, zeigten besonders die Debatten entwurf ein betr. den Bau von fünf Kreuzern erster Klasse, 10 Torpedound die Beschlüsse betreffs Weise eine Anrede an die Mitglieder des Reichstags gehalten und der Arbeiterversicherung. booten, 15 Torpedoboot- Zerstörern und 15 Stahlkanonenbooten. Indem die diese Rede war, mit einigen redaktionellen Bemerkungen versehen, Geseze beseitigte aus Majorität den Versicherungszwang dem Die Gesammtkosten für diese Schiffe, welche aus einheimischem welche irgend etwas Anstößiges nicht enthielten, in der betreffenden Gesetze beseitigte, machte sie dasselbe machte sie dasselbe in der vorliegenden Material zu bauen seien, sollen 39 250 000 Dollars nicht überNummer des Vorwärts" wiedergegeben. Der Angeklagte Haase Form ganz illusorisch und dessen Annahme unmöglich. So ist durchsteigen. Nach einer Meldung des New- York Herald" aus Washington behauptete, daß die Zeugen sich verhört haben müßten, möglich sei die Verständnißlosigkeit der befizenden Klassen diese wichtige Reform es, daß er gerufen habe: Besprechung des Kaisers mit den Mit- frage wieder vertagt. Dagegen war man um so freigebiger in den wurde wegen der Schwierigkeiten, eine hinreichende Anzahl Transgliedern des Reichstages!" Staatsanwalt Liebenow hielt dies für Bewilligungen für das Militärbudget. Ebenso wurde auch jede Er- portschiffe für die Expedition nach Manila zu beschaffen, beschlossen, eine Ausrede, er beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängniß- höhung des Fonds, der für die zu errichtende Versicherungskaffe ge- falls es nothwendig sein sollte, Schiffe für den Regierungsdienst mit eine Ausrede, er beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängniß- fammelt werden soll, abgelehnt, ein Beweis, daß man auch in Zu- Beschlag zu belegen, wenn die Schiffseigenthümer sich weigern, eine strafe von zwei Monaten. Der Gerichtshof vertagte aber die Verangemessene Entschädigung anzunehmen. handlung, um die Sache zugleich gegen Dethloff verhandeln zu funft für diese Reform keine Opfer bringen will. Ueberall macht sich eine Bevorzugung des Großkapitalismus General Miles hat die Ansicht ausgesprochen, daß für die Wegen Majestätsbeleidigung verurtheilte die Straffammer zu bemerkbar. So bei der Bewilligung der Zellivara- Ofotenbahn, ohne friegerischen Operationen auf Ruba 85 000 Mann amerikanischer Hanau die Ehefrau Alt aus Fechenheim zu zwei Monaten Ge- daß der Staat sich eine entsprechende Entschädigung ausbedungen Truppen erforderlich seien. Man erwartet nicht viel Hilfe von seiten fängniß. Es waren 4 Monate beantragt worden. hat und in der Aufhebung des Bergwertszolles für die großen Berg- der kubanischen Aufständischen. Die Regierung erwägt den Aufruf werkgesellschaften. Hier traten die Minister mit einer Entschiedenheit von noch wenigstens 50 000, vielleicht sogar 100000 Freiwilligen zu ein, als gelte es eine wichtige Staatssache, die Ablehnung des den Waffen. In Washingtoner politischen Streisen wird die Ansicht ,, Ordnung" in Kamerun. Nach einer telegraphischen Mel- Versicherungsgefeßes ließ sie ganz falt. laut, wenn die amerikanischen Truppen erst auf Stuba festen dung des stellvertretenden Gouverneurs von Kamerun hat der Auf- Ebenso wurden die Anträge auf Befferstellung der unteren Fuß gefaßt hätten, werde es ebenso schwerer sein, sie einmal wieder stand der Bane und Buli im südlichen Theile des Schuggebietes mit Staatsbeamten abgelehnt, so z. B. selbst eine geringe Lohnerhöhung von Kuba zurückzuziehen, wie dies mit den englischen Truppen in der völligen Unterwerfung dieser Eingeborenenstämme geendet. Der der Eisenbahnstationsdiener. Egypten der Fall sei; nichtsdestoweniger hält man an dem Entschluß Kommandeur der kaiserl. Schußtruppe, Hauptmann a. D. v. Kamp, Schließlich sei noch der Kommunal- Stimmrechtsfrage gedacht. fest, Kuba nicht zu annettiren. Die Blodade von Manila ist nunist mit derselben bereits nach Kamerun zurückgekehrt. Die Regierung hatte einen recht dürftigen Reformvorschlag vorgelegt, mehr formell verkündet worden. General Blanco empfiehlt die Absendung aber die zweite Kammer fühlte sich berufen, ihn noch mehr zu beschränken, und dieser Torso wurde dann noch von der ersten Kammer Lebensmitteln, nicht weil sie sofort nöthig ist, sondern weil mögliche Unterbrechung der Verbindung das rechtals bedenklich gefunden und gelangte nicht zur Annahme, eine sondern wurde in einer Kommission Die Regierung bestimmte begraben. Jm nächsten zeitige Eintreffen verhindern tönnte. In Gibraltar der ersten zu diesem Zwecke 8 transatlantische Schiffe. Neichstag werden die Junker und Bureaukraten Kammer sich mit den Großbauern und Fabrikanten der zweiten auf gehen Gerüchte um, daß eine Expedition von 7000 Mann und einen Kompromiß einigen, aber die Arbeiter werden sicher auch dabei Feldbatterien vorbereitet würde, um im Kriegsfalle Tanger zu benichts davon haben. fetzen. können. Oesterreich- Ungarn. Die Beschränkungen der Presse sollen vermindert werden; offiziös wird versichert, daß der Zeitungsstempel am Tage des 50jährigen Kaiserjubiläums( Dezember d. J.) fallen soll. Auch soll die Freigabe der Kolportage, aber erst für einen späteren Zeitpunkt, in Aussicht genommen sein. Bei Budapest, 28. Mai. Oesterreichische Delegation. der fortgesetzten Debatte über den Voranschlag des Ministeriums des Auswärtigen hob Gomperz( Deutsch Fort schrittler) die Nothwendigkeit rechtzeitiger Vorbereitungen für den Abschluß fünftiger Handelsverträge hervor. Schuecker( deutsche Volksp.) betonte den Mangel an lebereinUnd vollends die Frage des Reichstagsstimmrechts wird durch den Reichstag nicht gelöst werden. Hier muß eine Voltsbewegung eingreifen, die die Machthaber zwingt, die Rechte des Volkes anzu Rußland. erkennen: Ueber das Einschreiten der russischen Regierung gegen stimmung zwischen der inneren und der auswärtigen Politik sowie die Freie Dekonomische Gesellschaft schreibt man uns aus Petersdie Nothwendigkeit der Erhaltung des Bündnisses mit Deutschburg: I and. Der Pole Govaysti zollt dem Grafen Goluchowki Anbon In Cadig lagern augenblicklich 70 000 Tonnen Kohlen, weitere 100 000 Tonnen werden in allernächster Zeit erwartet, sodaß der Kohlenvorrath für die spanische Kriegsflotte gesichert ist. Merkwürdige Gerüchte gehen über Verhandlungen der spanischen Regierung um, die das Schicksal der Philippinen zum Gegenstande haben. Ein Telegramm aus Washington meldet, die Annahme, daß Leon y Castillo die Abtretung der Philippinen an Frankreich betreibe, um zu verhindern, daß dieselben in amerikanische erkennung und führt aus, ber Drei bund sei die ſicherste Garantie 1765 gegründet worden ist, bestand ein und ein viertel Jahrhundert, Imparcial" glaubt, die spanische tegier Deutschland blejes nicht Die faiserliche Freie Defonomische Gesellschaft, welche im Jahre Hände fallen, gewinne mehr und mehr an Boden. Der Madrider gegen unerwartete Konflitte. Der Czeche se a stan betont die Noth- ohne jemandem ein Interesse oder eine Befürchtung einzuflößen. Erst tretung einiger Inseln der Philippinen an Deutschland dieſes nicht wendigkeit der Pflege des freundschaftlichen Verhältnisses Oesterreich- Ungarns zu Rußland und fragt den Minister, was feit den letzten fünf, sechs Jahren, seitdem das wirthschaftliche Leben etwa von England, an welches es sich jetzt anzunähern scheine, ferner im Interesse des österreichischen Handels in Ostasien zu thun schaftspolitische Fragen gelöst werden mußten, begannen die Sizungen Rußlands einen bedeutenden Aufschwung hatte und gewaltige wirth- halten könnte.(?) gedente. Der deutsch- voltliche Hochenburger hob die in Graz dieses Vereins auch ein immer lebhafteres Interesse zu bieten. Lehte Nachrichten und Depeschen. Herrschende Erregung hervor, welche durch die Ernennung Gleis- unter einem großen Andrang des Publikums wurden von den hervorpach's zum Oberlandesgerichts- Präsidenten und die Degradirung Salzburg, 24. Mai.( B. H.) Der Rabbiner Bach hat sich wegen der 47 Reserve- Offiziere noch gesteigert worden sei. Bezüglich der ragendsten nationalökonomischen Schriftstellern die bedeutendsten Eräußeren Politik begrüßten die österreichischen Deutschen, unbeschadet Scheinungen des wirthschaftlichen Lebens Rußlands und die Wirthschafts- einer ungerechten Verleumdung die Kehle durchschnitten; er war des Festhaltens am Dreibunde, die Annäherung an Rußland mit politik der russischen Regierung besprochen. Die Maßnahmen der russi- sofort todt. schen Regierung auf wirthschaftlichem Gebiete wurden einer scharfen Budapest, 24. Mai.( W. T. B.) Nach Schluß der heutigen Genugthuung. Kritik unterzogen und die Beamten, welche in den Sizungen des Sigung wurde auf der Straße vor dem Abgeordnetenhause der Budapest, 23. Mai. Ungarische Delegation. Vereins erschienen, um die Politik ihrer Chefs zu vertheidigen, hatten flerikale Abg. Lepcsényi, der in dem Organ seiner Partei die VerFinanzminister Baron v. Stalla y erividerte auf eine Anfrage einen schweren Stand gegenüber den Angriffen, welchen sie von sendung einer Schmähschrift gegen Ludwig Kossuth angezeigt hatte, Bolgers: Wir können nicht mit einem großartigen Flottenplan fenntnißreichen Rednern unterzogen wurden. Der Regierung waren von mehreren Abgeordneten durchgeprügelt. Lepcsényi mußte unter hervortreten, weil ein solcher heute nicht eristirt. Womit die Re- die Sigungen der Dekonomischen Gesellschaft schon lange unbequem; polizeilichem Schutz nach seiner Wohnung geführt werden. gierung nach einigen Jahren hervortreten wird, wissen wir als aber dieser Verein es gewagt hatte, die Aufmerksamkeit der russischen nicht. Thatsache ist, daß Berbesserungen und Ergänzungen vor- Gesellschaft auf die Hungersnoth zu lenfen, welche die Regierung zu vergenommen werden müssen, wenn wir den gegenwärtigen Zustand tuschen sucht, entschloß man sich zu einem scharfen Vorgehen gegen Der Kriegsmarine erhalten wollen. Dieses Schiff, dessen Kosten in den unangenehmen Verein. Vor furzer Zeit ist den Redaktionen der das Budget aufgenommen sind, dient eben dafür, eine solche Ergänzung russischen Zeitungen die folgende vom 2. Mai( 20. April) unter der Brest, 24. Mai.( W. T. B.) Infolge des Gesammtausstandes zu bilden, und solche alte Schiffe giebt es noch mehr, welche nach und Nr. 2720 datirte Verfügung der Oberverwaltung in Preßangelegen der Metallarbeiter benachrichtigten mehrere Fabrikanten die Marinenach oder in schnellerem Tempo, je nach den Umständen und wie heiten zugegangen:„ Mit Rücksicht auf die in der Organisation verwaltung, daß sie die für den Kriegshafen bestellten Arbeiten nicht es die finanzielle Lage gestattet, ausgetauscht oder ausgemustert und der kaiserlichen Freien Dekonomischen Gesellschaft bevorstehenden verwaltung, daß sie die für den Kriegshafen bestellten Arbeiten nicht durch andere ersetzt werden müssen. Nachdem noch Graf Stefan Aenderungen schreibt die Oberverwaltung in Bregangelegenheiten rechtzeitig liefern tönnten. Madrid, 24. Mai.( W. T. B.) Der Herzog von Almodovar Keglevich, Graf Stefan Tisza und Graf Apponyi für den Vorschlag infolge einer Verfügung des Herrn Ministers des Innern auf grund gesprochen hatten, genehmigte die Delegation denselben im allgemeinen des§ 140 des Gesezes über die Presse den Redaktionen der ist zum Minister des Aeußern ernannt und Heute Nachmittag als fowie die Details. Hierauf wurden ohne Debatte die Schluß- periodischen Zeitschriften vor, teine Nachrichten oder Gerüchte über solcher vereidigt worden. Bukarest, 24. Mai.( W. T. B.) Die parlamentarische Session rechnungen für das Jahr 1896 und der Voranschlag für die okkupirten diese Anordnungen zum Abdruck zu bringen, auch dürfen keine Artikel Provinzen genehmigt. erscheinen über die Sigungen der kaiserlichen Freien Dekonomischen ist bis zum 27. d. M. verlängert worden. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Paris, 24. Mai.( W. T. B.) Der Champignon- Büchter Carrara, welcher einen Kassenboten getödtet und den Leichnam verbrannt hatte, ist zum Tode und seine Frau wegen Beihilfe zum Verbrechen zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt worden. Br. 120. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mitbürger, Arbeiter, Handwerker! Seht die Reichstagswähler- Listen nach! Die Listen liegen nur noch heute aus und zwar außer im städtischen Wahlbureau, Poſtſtr. 16, 2 Tr., noch an folgenden Stellen: für den I. Wahlkreis in der Turnhalle der 21./24. Gemeindeschule, Hinter der Garnisonkirche 2; رو Mitt vody, 25. Mai 1898. Mittwoch, Rosenthaler Vorstadt. Bachgänger, Swinemünderstr. 96. Karl Dorn, Gastwirth, Bürgerstr. 4. Jn Steglig im RathBertels, Ruppinerstr. 49. Beher, Swinemünderstr. 118. Brall, hause, Zimmer 15, von 9-3 lhr; in Friedenau im AmtsWollinerstr. 9. Geister, Veteranenstr. 4. Grävenit, Putbuserstr. 24. bureau, Feurigstraße, von 9-3 Uhr. Wer verhindert ist, wolle sich Herrmann, Putbuserstr. 45. Hoffmann, Lorgingstr. 14. Hoppe, bis Sonntag Vormittag 10 Uhr in den Listen einzeichnen, welche in Ackerstr. 145. Grelad, Brunnenstr. 44. Jungnick, Hussitenstr. 6. den Lokalen, wo der Vorwärts" gehalten wird, und in den Kirschkowsky, Brunnenstr. 168. Krone, Zionstirchplay 5. Maaß, Bigarrengeschäften von Ost, Dippelstraße, und Kohl, Herderstraße, Brunnenstr. 96. Reimann, Putbuserstr. 30. Rosin, Ruppinerstr. 42. ausliegen. Alle Anfragen, die Wahl betreffend, find an Suderow, Wigel, Swinemünderstr. 88. Gnadt, Swinemünderstr. 45. Lorenz, Schildhornstr. 73, und an Mohr, Düppelstr. 8, zu richten.- In Voltastr. 42. Klose, Hutgeschäft, Anklamerstr. 41. Märker, Brunnen- Baumschulen weg können die Wähler sich beim Vertrauensstraße 122. Rehfeld, Brunnenstr. 57. Winkelmann, Ackerstr. 154. mann P. Krels, Baumschulstr. 32, davon überzeugen, ob sie in der Neumann, Brunnenstr. 150. Wählerliste eingetragen stehen. für den II. Wahlkreis, umfassend die Stadtbezirke 21 bis 78C Gesundbrunnen. Abendroth, Badstr. 42. Bersch, Drontund 114 bis 117 und zwar: a. für die Stadtbezirke 21 bis 30 und heimerstr. 1. Brinkmann, Prinzen- Allee 21. Gaßmann, Grünthalerstraße 65. Kerfin, Pantstraße 32 a. Pietsch, Soldinerstraße 96. 50 bis 73 in der Turnhalle der 101./169. Gemeindeschule, Tempel- Schmidt, Hochstr. 32a. Tenne, Prinzen- Allee 30. hofer Ilfer 2, b. für die Stadtbezirke 31 bis 49 in der Turnhalle der 99. Gemeindeschule, Steinmetzstr. 79, c. für die Stadtbezirke 74 bis 78C unb 114 bis 117 in der Turnhalle der 83./93. Gemeindeschule, Dieffenbachstr. 60/61; Wahlpfiffe. Neue Feigenblätter. Wedding und Oranienburger Vorstadt: Völkel, Restaurateur, Borsigstr. 25. Schulz, Restaurateur, Borsigstr. 24. Die Reichstagsfraktion des Zentrums, dem die Pflege der Joseph. Produktenhändler, Tiedstr. 35. Thomas, Restaurateur, Moral und der Keuschheit von jeher am Herzen lag, hat, wie aus Gartenstr. 152. Czechowski, Zigarrengeschäft, Gartenstr. 44. Bloßfeld, Aachen telegraphirt wird, letzten Sonntag in geheimer Sigung in für den III. Wahlkreis in der Turnhalle der 62. Gemeinde- Hussitenstr. 21, Laden. Walter, Zigarrengeschäft, Hussitenstr. 35. Nauen, fein Wahlprogramm eine neue lex Heinze aufgenommen, aus der schule, Schmidstraße 38; Hermsdorferstr. 11. Knappe, Gartenstr. 165. Brückner, Gartenstr. 63. wir jetzt schon folgende, tief ins öffentliche Leben einschneidende Befür den IV. Wahlkreis a. für die Stadtbezirke 83, 84 Diefe, Acferstr. 123. Schulz, Schwarzkopffftr. 11. Spede, ChausseePflug, Ackerstr. 104. Knappe, Feldstr. 4. Hilgenfeld, Bergstr. 60. Stimmungen mittheilen können: I. Schule und Unterricht. In der Volksschule, in der mtd 95 bis 109 in der Turnhalle der 115./170. Gemeinde- straße 85, Quergeb. 3 Tr. Jennrich, Boyenstr. 38. Giesel, Boyenstr. 40. Fortbildungsschule sowie auf dem Gymnasium und Realgymnasium schule, Stalizerstraße 55/56; b. für die Stadtbezirke 85, 86, Mazanke, Kolbergerstr. 16. Bösicke, Tegelerstr. 26. Tauschel, Wiesen hat sich der naturwissenschaftliche Unterricht, soweit er die physiologi88 bis 94 und 110 bis 113 B und die angrenzenden straße 29. Meyer, Reinickendorferstr. 57b. Bergmann, Bajewalferstr. 3. fchen Thatsachen berührt, lediglich mit der Ernährung der Theilbezirke in der Turnhalle in der Turnhalle der 145./151. Gemeindeschule, Waschowski, Antonstr. 17. Gleinert, Müllerstr. 7 a. Krawczack, Lebewesen zu befassen, dagegen soll alles, was sich auf die FortReichenberger Straße 131/132; C. für die Stadtbezirke 145 Müllerstr. 159 a. Doye, Müllerstr. 38 a. Dobat, Sellerstr. 3. Götting, pflanzung der Pflanzen und Thiere bezicht, im Interesse der bis 159, 162 bis 165 und 182 bis 188 in der Gerichtsstr. 72. Brösicke, Triftstr. 26. Kuschel, Wiesenstr. 15 v. III. öffentlichen Sittlichkeit aus dem Lehrstoffe ausgeschieden werden. Zu Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußberger- Straße 9; diesem Zwecke erhält der§ 194 d. R.-St.-G.-B. folgende zeitgemäße d. für die Stadtbezirle 160, 161, 166 bis 181 und 189; bis Ergänzung: 191 und die angrenzenden Theilbezirke in der Turnhalle der 81./109. Gemeindeschule, Tilsiterstraße 4/5; für den V. Wahlkreis in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstraße 23 A; für den VI. Wahlkreis a. für die Stadtbezirke 218 bis 226 und 237 bis 250 in der Turnhalle der 110./174. Gemeindeschule, Schönhauser Allee 100 A, b. für die Stadtbezirke 227 bis 286 und 251 bis 258 in der Turnhalle der 132./142. Gemeindeschule, Demminerstraße 27, c. für die Stadtbezirke 259 bis 278 in der Turnhalle der 17. Gemeindeschule, Acker ftraße 67, d. für die Stadtbezirke 285 bis 287 und 298 bis 304 und einen Theil vont 282. Stadtbezirk in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmstraße 86, e. für die Stadtbezirke 288 bis 297 in der Turnhalle der 82./90. Gemeindeschule, Thurmstraße 75, f. für die Stadtbezirke 305 bis 326 B in der Turnhalle der 118./127. Gemeindeschule, Bankstraße 8. Der Wähler, welcher die Listen nachsicht, muß sich mit einem Legitimationspapier versehen, und in dem Falle, daß fein Name in der Liste fehlt, von dem zu diesem Zwecke im Burcan stationirten Beamten seine Aufnahme in die Wähler: liste protokollarisch feststellen lassen! Schröder, Wiesenstr. 39. Gniffe, Schulstr. 64. Jonas, Bigarrengeschäft, Fennstr. 44. Binkernelde, Müllerstr. 114. Schwarz, Müllerstr. 1a. Außerdem liegen in den bekannten Geschäften Listen zum Einzeichnen für diejenigen aus, welche verhindert sind, persönlich sich davon zu überführen, daß sie in der Wählerliste eingetragen sind. Wo a bit. Gruß, Beusselstr. 42. Renfer, Beusselstr. 23. Gresse, Beusselstr. 17. Tilesius, Beusselstr. 50. Rowe, Beusselstr. 62. Fischer, Beusselstr. 64. Fischer, Beusselstr. 9. Döring, Thurmistr. 72. Engel, Alt Moabit, Ecke Gozkowskystraße. Schäfer, Alt Moabit 58. Ullrich, Rostockerstr. 47. Way, Rostockerstr. 12. Wendt, Rostockerstraße, Ede Wittstockerstraße. Fabra, Waldstraße 57. Beier, Bredowstr. 11. Kern, Stromstr. 47. Buttgereit, Stromstr. 6-7. Pfarr, Buttligstraße 10. Bechstein, Salzwedlerstr. 16. Nietz, Bremerstr. 47. Berschke, Havelbergerstr. 37. Faber, Stephanstr. 11. Hube, Kirchstr. 27. Herbst, Heidestr. 58. Nigbur, Lehrterstr. 44. aus. „ Lehrer, die ihre Schüler bei botanischen Ausflügen die Staubfäden und Stempel der gepflückten Blumen zählen lassen, werden mit Gefängniß nicht unter 2 Monaten bestraft". " Ferner soll der Name Säugethier", der, ohne gerade unzüchtig zu sein, immerhin geeignet ist, das Schamgefühl der weiblichen Jugend zu verlegen, in allen Schul- Lefebüchern durch einen minder an tößigen Ausdrud ersetzt werden. Endlich sollen die Zeitwörter zeugen" und gebären" in der Schule niemals in bezug auf Menschen oder Thiere, sondern lediglich in bezug auf todte Dinge, wie Kohlen, Streichhölzer, Schwefelsäure, oder in bezug auf Abstrakta, wie Unheil, Verwirrung und Verdummung, angewandt werden. II. Handel und Wandel. 1. Das Feilhalten von Samen, wie es in unserem christlichen Staate namentlich von: ist durch ReichsGärtnern so schamlos betrieben wird, gesetz bei Buchthausstrafe Buchthausstrafe zu verbieten. Dagegen dürfen Gummiartitel, sofern sie nicht näher bezeichnet werden, im Interesse der heimischen Industrie nach wie vor anstandslos vertrieben und öffentlich annoncirt werden. 2. Das Baden in Seen, Flüssen, geschloffenen Bädern und Wohnräumen ist nur in bekleidetem Zustande gestattet. In Charlottenburg liegen die Listen in der angegebenen Zeit für den Stadtkreis im Statistischen Amt, Berlinerstr. 77, 1 Tr., von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 3 Uhr, jedoch Sonntag, 22. Mai, nur von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 1 Uhr, zu jedermanns Einsicht Barteigenossen, welche keine Zeit haben, die Wählerlisten nachzusehen, können sich bei folgenden Personen melden: Dörre, Krummestr. 19. Sellin, Wilmersdorferstr. 115/116. Leder, Vismard straße 74. Gimpel, Osnabrüderstr. 28. Pommerening, Taurogener III. Seunst. 1. Die Darstellung des nackten menschlichen straße 10. Prestel, Osnabrüderstr. 1. Hermerschmidt, Kaiserin Augusta- Körpers, mit Ausnahme des Gefichts( bis zum Schulteranjatz), der Allee 20. Paasche, Potsdamerstr. 44, Morgenroth, Chriftstr. 20. Diedfach, Hände( bis fünf Zentimeter oberhalb des Handgelenks) und der Wilmersdorferstr. 38a. Kant, Pestalozzistr. 65. Krause, Kantstr. 94. Füße( bis fünf Zentimeter oberhalb des Knöchels) ist verboten. Für solche Wähler jedoch, denen es an Zeit und Gelegenheit Kolbo, Grünstr. 12. Labs, Wilmersdorferstr. 72. Scharnberg, Schiller- Die Statuen in den im Deutschen Reiche befindlichen Museen und fehlt, selber die Listen zu kontrolliren, haben sich in den verschiedenen straße 94. Böhland, Schillerstr. 94b. Petrick, Goethestr. 33. Batsch, Kunstsammlungen, die dieser Bestimmung nicht entsprechen, sind je Wahlkreisen eine Anzahl Parteigenossen bereit erklärt, dieses zu be- Sesenheimerstr. 1. Wilfe, Wallstr. 68. Beyer, Wallstr. 96. Hohmuth, nach Befinden einer vom Reichstag zu wählenden Kommission wieder sorgen. Die in betracht kommenden Wähler werden ersucht, zu einer Strummeſtr. 41. Röhr, Goethestr. 67a. Meißner, Schlüterstr. 9. mit bürgerlichen Kleidungsstücken zu versehen oder wenigstens von beliebigen Tageszeit sich mündlich oder schriftlich an die nachstehend Röttger, Leibnisstr. 3. Siegeriſt, Englischestr. 9. Fischbach, March- einem dazu befähigten Bildhauer zu kastriren. Desgleichen sind auf straße 24. Bredlow, Augsburgerstr. 78. Karg, Ansbacherstr. 54. Gemälden, die nackte Menschenleiber darstellen, die anstößigen verzeichneten Personen zu wenden: In Rigdorf liegen die Wählerlisten aus vom 18. Mai bis Stellen mit Wolken oder Kleidungsstücken zu übermalen oder so Erster Wahlkreis. Preuß, Neue Friedrichstraße 20. Glaue, 26. Mai in Amtsgebäude, Berlinerstr. 62, 1 Tr., Zimmer 58 nachzudunkeln, daß jedes Aergerniß ausgeschlossen ist. Krausenstr. 18. Stockfisch, Holzgartenstr. 5. Sommer, Grünstr. 21.( Sigungsfaal), von morgens 9 1hr bis 9 1hr abends und am Karl Büttner, Charlottenstraße 24, 4 Tr. Mörschel, Jüdenstr. 35. Sonntag den 22. Mai von früh 9 1hr bis 1 hr mittags. Für die Schmidt, Flensburgerstraße 24( Hansaviertel). Jegliche Auskünfte jenigen, welchen es an Zeit fehlt, die Listen selber nachzusehen, geben über die Wahlen werden bei Mörschel, Jüdenstr. 35, ertheilt. wir folgende Parteigenossen bekannt, welche bereit sind, für dieselben Zweiter Wahlkreis. Für die Stadtbezirke 21 bis Einsicht in die Listen zu nehmen: Klein, Restaurant, Kaiser Friedrich30 und 50 bis 73: J. Saß, Schankwirth, Markgrafenstr. 102. straße 236. Regerau, Bigarrengeschäft, Hermannstr. 50. Ostermann, die sich dergleichen zu schulden kommen lassen, werden mit Zuchthaus 3. Sogenannte moderne Dichtungen sind zu konfisziren. Dichter, Zubeil, Schankwirth, Lindenstr. 106. Kizing, Schankwirth, Belle- Parteispediteur, Erfstr. 6 11. Herrmann, Bigarrengeschäft, Kirchhof- bestraft oder, wenn mildernde Umstände vorhanden sind, in einer Alliancestr. 74. Lüdke, Schankwirth, Bossenerstr. 10. Stammam, ftraße 1. Sy, Restaurant, Jägerstr. 69. Thomas, Restaurant, Berg- Alerianer Heilanstalt untergebracht. Schankwirth, Blücherstr. 42. Eckhard, Schankwirth, Mariendorfer Straße 162. S. Stöppke, Restaurant, Karlsgartenstraße 1. Krüger, straße 5. Schröder, Zigarrengeschäft, Streuzbergstr. 15. Materialwaaren, Prinz Handjerystr. 58. Wiegert, Restaurant, Herthastraße 1. V Für die Stadtbezirke 31 bis 49: Antric, Bigarrengeschäft, Steinmegstr. 60. Faller, Schankwirth, Pallasstr. 16. In Schöneberg im Feuerwehr Gebäude, Feurigstraße 63/64, H. Werner, Schankivirth, Bülowstr. 59. Für die Stadtbezirte 74 bis 78c und 114 bis 117: 1 r., Zimmer 4, und zwar werktäglich von vormittags 8 bis Schonheim, Schankwirth, Gräfestr. 8. P. Müller, Schankwirth, Gräfe- bis 91/2 11hr. Verfäume niemand, die Liste nachzusehen oder sie von nachmittags 3 Uhr, am Sonntag, den 22. Mai, morgens von 8 bis straße 31. Ewald, Schandwirth, Schönleinstr. 6. Lindemann, Schant folgenden Personen nachsehen zu laffen: Obst, Grunewaldstr. 110; wirth, Moritstr. 9. Dritter Wahlkreis. Bigarrenhändler Gottfried Schulz, Kott- Schilling, Kyffhäuſerſtr. 16; Hauser, Sedanstr. 31; Wein buferplatz. Restaurateure Dorn, Wallstraße 1. Frizz Schulz, gart, Gustav Freytagstr. 7; Baumler, Belzigerstr. 69, S. p.; Adalbertstr. 59. Schieber, Admiralstr. 21. Schönemann, Staliger Schöneberg, Stubenrauchstr. 5a. straße 7. Bigarrenfabrikant Wilh. Börner, Ritterstr. 15. Restaurateure In Wilmersdorf in der Zeit von morgens 8 bis nachmittags Götte, Brandenburgstr. 18. Flick, Simeonstr. 23. Lier, Alte Jakob- 3 Uhr im Rathhaus, Zimmer 26, Sonntag von morgens 8 bis 10 Uhr. straße 119. Lenz, Alte Jakobstr. 69. Wörner, Sürassierstr. 10 a. Für diejenigen, welche daran verhindert sind, ist nachstehendes Ferger, Sebastianstr. 72. Bohne, Annenstr. 38. Stabernad, Insel- Wahlfomitee gern bereit, die Liste einzusehen, wenn denselben die straße 10. Schöning, Köpniderstr. 68. Sauer, Neanderstr. 2. Adresse mitgetheilt wird: Fris Heinemann, Sigmaringenstr. 35; Vierter Wahlkreis( Osten): Spät, Weinstr. 28. Köpnic, Gottfried Kübler, Sigmaringensir. 33; Emil Witte, Berlinerstr. 38; Schillingsstr. 30 a, Tabert, Grüneriveg 14. Lock, Grüneriveg 46. Otto Merre, Pfalzburgerstr. 67; Otto Kraft, Pariserstr. 51. Ferner Wilte, Andreasstr. 26. Scheere, Blumenstr. 38. Safelow, Lands- Heinr. Klingenberg, Berlinerstr. 40, im Voltsgarten. bergerstr. 8. Franke, Friedrichsbergerstr. 11. Thielle, Pallisadenstraße 52, Ede Friedenstraße. Zabel, Frankfurter Allee 90. Emil Böhl, Frankfurter Allee 74. Kobus, Rigaerstr. 127. Vogel, Elbinger straße 9. Schillinger, Tilsiterstr. 40. Baumgarten, Königsberger straße 7. Alb. Böhl, Nüdersdorferstraße 8. Jauer, Fruchtstraße 52. Fahrenwald, Warschauerstr. 63. Strauß, Stralauer Chaussee 17 b. Lange, Friedrichsfelderstr. 37. Aug. Dörwaldt, Bödikerstr. 34, vorn 1 Treppe. 2. Jn Tingeltangeln und Privatgesellschaften ist das Auftreten weiblicher Personen in Trikots à la Barrison verboten. Ausgenommen diese Weiblichkeiten durch Lieutenants oder Studenten dargestellt sind Vorstellungen in Privat- Herrenklubs, Offizierskafinos 2c., wenn werden. lichen Hochschule( Universität oder Polytechnikum) als Lehrer der IV. Wissenschaft. Wer im Deutschen Reiche an einer staatNaturwissenschaften( sei es auch nur als Privatdozent) angestellt werden will, hat der philosophischen Fakultät die schriftliche Erklärung einzureichen, daß er 1. an den Stillstand der Sonne zu Askalon 2. an den redenden Esel Bilams 3. an die unbefleckte Empfängniß Mariä glaubt. Wie wir in legter Stunde erfahren, hat der preußische Kultusminister v. Bosse die Zentrumsfrattion zu ihren Beschlüssen teleTarub. graphisch beglückwünscht. Zum 15. Juni. Patriotischer Stoßseufzer von Tarub. Als Miquel jüngst zu Köln am Rhein Zu Ehren seinem Herrn und Kaiser Ausgoß der Nede süße Narde, Ist Joseph Lauff, der Zollernbarbe, Besorgt um neue Lorbeerreiser, Erkrankt am schwarzen Gallenstein, Und Knackfus friegte, wie die Blätter Erzählen, von dem Frühlingswetter Im rechten Arm das Zipperlein. Wer soll nun- ach! die große Stunde Die Deutschland gab dem dritten Kaiser, In Liedern und in Bildern feiern? Wird Miquel mit beredtem Wunde Den hohen Tag als einzig Weiser Verherrlichen durch neue Steuern? Wie? Oder wird des Volkes Masse Am Tage drauf erst, bei der Wahl, Der Freiheit brechend eine Gaffe, Anstimmen seinen Festchoral? 1 Das Grubenunglück auf Zeche ,, Zollern". In den weiteren Vororten liegen die Listen wie folgt aus: Adlershof im Gemeinde Bureau. Auskunft ertheilt Genosse G. Tempel, Kronprinzenstraße 6, wo auch eine Abschrift der Liste ausliegt. Friedrichsberg im Gemeindebureau, Dorfstraße 40 von 8-8 Uhr, Sonntag von 9-12 Uhr. Zur Ein sichtnahme für andere sind bereit die Genossen Bernhard Lange, Wartenbergstr. 67. Bernhard Weißfluck, Wartenbergstr. 68. Anton Kopp, Friedrich Karlstraße 4. Emil Heinecke, Friedrich Karlstr. 11. Bierter Wahlkreis( Südost e n). Erbe, Cuvryftr. 25. Gefche, Stralau im Amtsbureau. Zur Einsichtnahme sind bereit Wrangelstr. 58. Tolksdorf, Görlizerstr. 58. Thiel, Staligerstr. 35. G. Müße, Restauration, Markgrafendamm. W. Buck, Dorfstr. 5. Grube, Wrangelstr. 136. Brödenfeld, Manteuffelstr. 74. Schayer, E. Girlig, Gasthof zur Fischerhütte, Dorfstr. 17. C. Seitz, DorfReichenbergerstr. 54. Hamisch, Reichenbergerstr. 118. Goly, straße 46 a.-Groß Lichterfelde im Rathhause von 11 bis Grünauerstr. 3. Nachfahl, Manteuffelstr. 45. Streit, Naunynftr. 86. 5 Uhr. Zur Einsichtnahme sind bereit: Auf der Anhalter Seite Heinrich, Naunynstr. 78. Bieberstein, Lausigerplag 12a. Bachmann, H. Plättrich, Ferdinandstr. 29. K. Wenzel, Lankwizerstr. 6. Für den Eisenbahnstr. 36. Beyer, Wrangelstr. 131. Köppen, Köpnickerstr. 20a. fogen. Villenbezirk: Borheimer, Siemensstr. 31. Potsdamer Seite: Kinzel, Bidlerstr. 10. Manzei, Wrangelstr. 119. Rasche, Wrangel O. Pagel, Chauffeestr. 104. Für Lantwiz: Th. Labjuhn, Marienstraße.straße 11. Hilbig, Schlesischestr. 15. Gonell, Faldensteinstr. 5. Tegel im Gemeindebureau. Zur Einsichtnahme ist Gastwirth Rentner, Spandauerstr. 15, bereit. Klopsch. Falckensteinstr. 11. Tempelhof im AmtsFünfter Wahlkreis. Jakob Reul, Barnimstr. 42. Robert bureau, Dorfstraße 17, von 8-8 Uhr, Sonntag von 8-9 Uhr. Richter, Neue Königstr. 90. Nob. Drescher, Linienstraße( Ecke Rücker- Bur Einsichtnahme ist bereit: J. Jeziorski, Dorfstr. 48, II I. Die Gesammtzahl der im Schacht ums Leben gekommenen straße). E. Wittchow, K. Hamburgerstr. 27. Wilh. Schmidt, Luiscu-. Kersten, Dorfstr. 44, III. Otto Vollmar, Berlinerstr. 102. H. Lammé, Arbeiter wird jetzt auf 44 angegeben, die Zahl der Verwuna straße 5. Nob. Butiger, Landwehrstr. 42, I. Horsch. Zigarren Berlinerstr. 36, v. II I. M. Müller, Berlinerstr. 41, pt. 1. A. Thiel, beten auf 6. geschäft, Gipsstr. 27. Otto Wendtland, Zigarrenhändler, Marien- Friedrich Wilhelmstr. 17. Legitimation sehr erwünscht. Marien- Der„ Neichs- Anzeiger" schreibt über die Ursache des burgerstr. 32. dorf im Gemeindebureau in den Dienststunden, auch Sonntag; Brandes: Sechster Wahlkreis. Schönhauser Vorstadt: Schulz, für Verhinderte liegen bei Ebel und Schramm Listen aus.„ Die Zeche Zollern" besitzt einen von der Tagesoberfläche bis Pappel- Allee 106. Nieb, Schliemannstr. 47. Georgi, Eberswalderstr. 4. In Pankow im Amtsbureau einschließlich Sonntag während zur vierten Sohle( 351 Meter) gehenden Schacht; 10 Meter neben Jäschte, Danzigerstr. 15. Grobler, Fransedistr. 12. Ramlow, Schön- der Dienststunden. Jn Nieder Schönhausen desgleichen; biefem Schacht befindet sich ein zweiter Schacht, der jedoch nur von Hauser Allee 135. Lange, Tresckowstr. 49. Zeidler, Tresckowstr. 54. für Verhinderte liegen an den bekannten Stellen Listen zum Ein- der dritten Sohle( 274 Meter) bis zur vierten Sohle reicht. Behnfeld, Schönhauser Allee 40. Mars, Kastanien- Allee 96. zeichnen aus. In Rummelsburg liegen die Wählerlisten vom In diesem sogenannten blinden Schacht werden die in der Augustin, Kastanien Allee 11. Herzberg, Kastanien- Allee 12. 18.- 25. Mai im Schulhause aus; am Sonntag find sie von morgens vierten Sohle gewonnenen Kohlen mittels eines Dampfhaspels zur Riefe, Bigarrengeschäft, Saarbrückerstr. 7. Schönfeld, Fehrbelliner- 81/2 Uhr bis mittags 12 hr einzusehen. Zur Einsichtnahme für dritten gehoben. In der Maschinenkammer des 5 Meter über der straße 9. Dengler, Fehrbellinerstraße 81. Dierte, Weinbergsweg 11. andere find bereit: Burgenger, Kantstr. 44; Beutling, Goethe- und dritten Sohle stehenden Dampfhaspels ist der Brand in der Nacht Burghold, Schwedterstr. 23. Behrens, Fehrbellinerstr. 85 a. Töpfer, Kantstraßen- Ede; Ulbrich, Schillerstr. 2; Ritter, Goethestr. 17. vom 21. zum 22. d. M. gegen 3 Uhr ausgebrochen, und zwar nach Wörtherstr. 15. Nekel, Sykestr. 13. Müller, Lothringerstr. 30. Jn Steinickendorf im diesseitigen Gemeindebureau, Hauptstr. 38, Aussage des auf dieser Sohle am blinden Schacht beschäftigten Schmidt, Treskowstr. 22. Bimmer, Zigarrengeschäft, Treskowstr. 36. Bimmer 10, und zwar Wochentags von 9 bis 3 Uhr, Sonn- Arbeiters dadurch, daß eine offene Lampe, die an einem der Werner, Diedenhoferstr. 11. Röplin, Weißenburgerstr. 80. Freund, tag von 9 bis 91/2 und von 11/3 bis 1 hr. Zum Nachsehen er Fördergestelle hing, beim Aufgehen dieses Gestells ein von ver Prenzlauer Allee 232. Sanit, Belforterstr. 21. Bazarra, Wörther- flären fich bereit im Osten Zeidler, Residenzstr. 22, 1 Tr., und Maschinenkammer herabhängendes Hanffeil in Brand sezte. Durch straße 39. Liedtke, Weißenburgerstr. 24. Raasch, Weißenburgerstr. 35. M. Eichner, Winterstr. 18, 1 Tr., im Westen Heider, Birkenstr. 7, das beim Schmieren des Dampfhaspels abgetropfte, auf der SchachtStiefel, Weißenburgerstr. 53. Müller, Zigarrengeschäft, Rytestr. 40. und Paul Schilling, Berlinerstr. 2b. In Briz bis zum 25. Mai zimmerung vorhandene Schmiermaterial hat das Fener rasche VerMünich, Vorkostgeschäft, Fransedistr. 25. Prillon, Schulzendorfer in den Dienststunden von morgens 8 bis abends 6 Uhr, Sonntags breitung gefunden. Wie weit sich dieses ausgedehnt hat, ist noch Straße 18 a. von 8 bis 10 Uhr im Amtshause. Wer verhindert ist, wende sich an nicht festgestellt." D Der dritte Jahresbericht des Nürnberger ArbeiterSekretariats. Ausland. Die Banarbeiter von Prag find in eine Rohnbewegung eingetreten. Werden die Forderungen Lohnerhöhung, Aufhebung der sofortigen Kündigung bis zum 11. Juni nicht erfüllt, dann Der Bericht umfaßt die Zeit vom 1. November 1896 bis Ende soll der allgemeine Ausstand beginnen. 1897 und giebt ein anschauliches Bild über die Thätigkeit des Bureaus. Während des genannten Zeitraumes haben 13 101 Per- wir bereits gestern im Depeschentheit mittheilten, infolge der AbDie Innsbrucker Bauarbeiter, 2000 an der Zahl, haben, wie fonen über alle möglichen die Interessen der Arbeiter berührenden lehnung ihrer Forderungen durch die Bauunternehmer die Arbeit Fragen Auskunft gesucht und erhalten. würde eingestellt. Soziales. Die Vorschläge des Reichsversicherungsamts wurden mit der Maßgabe angenommen, daß es den einzelnen Versicherungsanstalten unbenommen bleibt, je nach ihren Verhältnissen die Statistik umfangreicher und mehr gegliedert zu betreiben. Arbeiter Risiko. In der Eisengießerei von E. Beder in 2e it 3 ich bei Leipzig wurde dem Schmied Wanschisky burch eine zerspringende Schmirgelscheibe der Kopf zerschmettert. Kapital zum Bau von Arbeiterwohnungen. Das weima rische Staatsministerium hat genehmigt, daß die thüringische einer Million Mark gegen 3 pct. Verzinsung und 1 pet. Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt einen Betrag bis zu Amortisation zum Bau von Arbeiterwohnungen ausleihen darf. " Tokales. 12 = Der größte Theil aller Anfragen betraf Unfallsachen, und zwar Beschränkung der Kinderarbeit. Nach einer vom hessischen Bandelte es sich meistens um den Widerstand der Verletzten gegen Ministerium genehmigten Anordnung des Kreisamts Heppenheim Rentenkürzungen, leberweisung an Heilanstalten, Rentenablehnungen, dürfen vom 1. Mai d. J. ab Schulkinder zum Kegelaufsehen: Nichtanrechnung von Nebenverdienst bei der Rentenabmessung, vernur dann verwendet werden, wenn sie schriftliche Erlaubniß ihres Eine Konferenz von Vertretern der Landes- Versicherungs- Schulvorstandes vorweisen können. Die Verwendung darf nie länger fäumte Anmeldung der Verlegungen, Beitragsrückstände. Im all- ämter und Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten als drei Stunden dauern und nie über 9 Uhr abends sich ausdehnen. gemeinen ist zu konstatiren so sagt der Bericht daß die Neigung tagte am 20. und 21. Mai im Reichs- Versicherungsamt zu Berlin. Geistige Getränke dürfen den Kindern niemals verabreicht werden, der Berufsgenossenschaften, die Rente so schmal wie möglich zu be- Dieselbe erklärte sich im Prinzip für die Versicherungspflicht der und jede Zuwiderhandlung gegen diese Anordnung ist mit 30 m. messen, eher zu als abgenommen hat. Nicht selten ist es dem Gemeinde-, Kirchen, Sparkassenrechner und ähnlicher Angestellter, Strafe bedroht. Es wird vorausgesetzt, daß die Schulvorstände sittlich Sekretariat gelungen, Entscheidungen zu gunsten des Verletzten herbei- ferner für die Versicherung der Handarbeitslehrerinnen, Koch ohnehin gefährdeten Kindern die Erlaubnißscheine nicht ausstellen und zuführen in solchen Fällen, wo dessen Rente infolge unzutreffenden lehrerinnen, Erzieherinnen, Gesellschafterinnen, Hausdamen, Kranken bei solcher Erlaubniß die Schulleistungen und das Betragen der be. ärztlichen Gutachtens zu niedrig bemessen war. pflegerinnen( die von Kommunen, Vereinen 2c. angestellt sind) und treffenden Kinder zu grunde legen. Nicht besonders zahlreich waren die Anfragen, welche auf die anderer weiblicher Personen, die gegen Gehalt oder Lohn beschäftigt Krankenversicherung bezug haben. Es kommt immer noch vor werden, zu welchem Zweck das Gesetz theilweise erweitert werden stunden überhaupt zu verbieten. Beffer wäre es, die Beschäftigung der Kinder in den Abendheißt es im Bericht daß Arbeitern die vollen Beiträge zur muß. Krankenversicherung in Abzug gebracht werden, oder daß Arbeitgeber Besonderes Interesse wandte sich dem Punkt 5 zu, der ver- Gegenseitigen Austausch der Listen über offene Stellent erst beim Austritt des Arbeiters dessen Autheil am Beitrag für schiedene Fragen des Heilverfahrens gemäß§ 12 des hatten einige württembergische Arbeitsämter von den Tängere Zeit auf einmal abziehen. Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes betraf. Zunächst wurde bayerischen gewünscht. Das bayerische Ministerium des Innern Berhältnismäßig häufig hatte sich das Sekretariat mit An- die Frage erörtert, welche Versicherungsanstalt im Zweifel zur lleber- hat mm den betheiligten Stadimagistraten mitgetheilt, daß gegen fragen, welche das Dienstbotenverhältniß betreffen, zu beschäftigen. nahme des Heilverfahrens zuständig sei. Dabei herrschte darüber diesen Austausch im unmittelbaren Werkehr der beiderseitigen ArbeitsDem Gewerbe- Inspektor wurden 60 Beschwerden wegen Ver- Uebereinstimmung, daß die Berechtigung jeder Anstalt ge- ämter innerhalb des sich ergebenden Bedürfnisses und nach der stoß gegen Arbeiterschutz- Vorschriften übermittelt. Davon sind 39 feßlich gegeben sei, für welche überhaupt Marken verwendet freien Bestimmung der Zentralen keinerlei Bedenken bestehe. für begründet, 4 für theilweise begründet, 14 unbegründet und eine worden sind. Eine Ermäßigung der Kosten der Eisenbahnfahrt An den staatlichen Reifeprüfungen in Sachsen werden sich, zur Zeit nicht begründet befunden. In 2 Fällen erklärte sich der für Versicherte, welche von von einer Versicherungs- Anstalt in wie der Voff. Ztg." mitgetheilt wird, in diesem Jahre zum ersten Gewerbe- Inspektor für unzuständig. Verschiedene Anträge, gewisse Heilbehandlung genommen worden sind, wurde allseitig für wünschens- Male auch weibliche Abiturienten betheiligen. Es sind Betriebe unter die Fabrikgesetze zu stellen, lehnte der Magistrat von werth erachtet. Um eine gleichmäßige Statistik der Heilerfolge dies Schülerinnen des von Fräulein Dr. phil. Käthe Windscheid in Nürnberg ab. Da in den letzten Jahren eine Anzahl schwerer Be- zu ermöglichen, welche in dem von den Versicherungsanstalten über- Leipzig geleiteten Mädchengymnaſiums. Das sächsische Kultustriebsunfälle im Baugewerbe vorgekommen sind, so sezten die Bau- nommenen Heilverfahren erzielt worden sind, hat das Reichs- Ver- ministerium hat deren Zulassung beschlossen. Handwerker auf Vorschlag des Arbeiter- Sekretärs Segit eine Kommission sicherungsamt allgemeine Grundsäge aufgestellt und zur Durch- In den Bureaus des österreichischen Eisenbahnminifteriums ein, die an einem bestimmten Tage eine Kontrolle der Bauten führung derselben der Konferenz den Entwurf eines alljährlich von und des Handelsministeriums hat, nach einer Verfügung Hinsichtlich der Ausführung der Schutzbestimmungen vornahm den Anstalten auszufüllenden Fragebogens vorgelegt. Der dabei der betreffenden Minister, fünftig der Dienst an Sonntagen, sowie und hierbei manche Verstöße gegen die letzteren entdeckte. in erster Reihe maßgebende Gesichtspunkt war der, daß es am Neujahrs-, Frohnleichnams- und am ersten Weihnachtsfeiertage Eine auf grund dieser Ergebnisse an den Magistrat gerichtete Ein- für die Zwecke der Juvaliditäts- und Altersoersicherung namentlich zu ruhen. gabe, betreffend Anstellung von durch die Arbeiter zu wählenden auf die Feststellung ankomme, ob der Erfolg des Heilverfahrens den Aufsichtspersonen, wurde natürlich abschlägig beschieden. Die Gefahr nach§ 12 des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes für der Milzbranderkrankung, der die Arbeiter in Bürsten- und Pinsel- seine Üebernahme maßgebenden Voraussetzungen entsprochen hat, das fabriken ausgesezt sind, beschäftigte auch in diesem Jahre das heißt, ob ein Heilerfolg in dem Grade erzielt ist, daß bei dem BeWahlkreis Teltow Beeskow Charlottenburg. Die VerArbeitersekretariat. Eine gründliche Desinfektion des in diesen handelten zur Zeit seiner Entlassung aus dem Verfahren Erwerbs- trauensmänner und Wahlkomitees werden darauf aufmerksam geFabriken verarbeiteten Materials würde die Gefahr beseitigen. Das unfähigkeit im Sinne des§ 9 a. a. D. in absehbarer Zeit nicht zu macht, daß sie die Zahl Flugblätter( auch der polnischen Flugblätter), Reichsamt des Innern hat auch, nachdem die Frage seit Jahren besorgen ist. öffentlich erörtert worden ist, im November 1897 einen Entwurf welcher fie bedürfen, bis zum Donnerstag Abend bei Zubeil, Lindenstr. 106, aufgeben müssen. von Desinfektionsvorschriften den zuständigen Behörden zur Begutachtung unterbreitet, gegen den aber die Fabrikanten eine Parteigenössische Wahlversammlungen. Für den fünften entschieden ablehnende Haltung einnahmen. Die Arbeiter der Berliner Reichstags- Wahlkreis findet heute im SchüßenBürsten- und Pinselindustrie haben am 17. Januar d. J. ihre ForDie Konferenz erklärte fich im weiteren für die Schaffung einer Hause, Linienstr. 5, eine Wolksversammlung statt, in welcher Genosse derungen hinsichtlich Bekämpfung der Milzbrandgefahr formulirt. größeren Einheitlichkeit in den Anstellungsverhältnissen Richard Fischer über das Thema:„ Der Voltswille und die nächsten Größere Lohnbewegungen haben im Berichtsjahre nicht statt der Anstaltsbeamten, ferner für den Erlaß bundesräthlicher Reichstagswahlen", sprechen wird. In Charlottenburg werden gefunden. Dagegen ist sowohl das Arbeitersekretariat, sowie andere thätige Vorschriften über die Vernichtung von Quittungskarten, heute zwei Voltsversammlungen abgehalten, und zwar in BismardsGewerkschaftsmitglieder um Vermittelung bei ausbrechenden Diffe aus denen Rechte nicht mehr geltend zu machen sind. Die Be- höhe, Wilmersdorferstr. 39, sowie in der Gambrinus- Brauerei, Wallrenzen ersucht worden und sind dieselben in vielen Fällen zur Be- theiligung an der Pariser Weltausstellung seitens des straße 94. Tagesordnung: Die bevorstehenden Reichstagswahlen". friedigung beider Theile erledigt worden. So ist es u. a. auch dem Reichs- Versicherungsamts in Verbindung mit den Versicherungs- Referenten: Auer und Liebknecht. Eingreifen des Sekretariats zu danken, daß die Arbeitszeit der anstalten und Berufsgenossenschaften soll möglichst einheitlich Kondukteure und Wagenführer einer Straßenbahnlinie von 16 bis erfolgen; mit der Vorbereitung wurde eine Kommission be- Das Wartepersonal der städtischen Jrrenanstalten hat auch 17 auf durchschnittlich 12 Stunden herabgesetzt und ihnen eine auftragt, der die Herren Dr. Freund( Berlin), Landesrath Meher im Jahre 1896/97, wie aus dem jetzt veröffentlichten VerwaltungsMittagspause von 50 Minuten gewährt wurde, die sie vordem nicht( Versicherungsanstalt Brandenburg), Direktor Gebhard( Hanseatische bericht der Deputation für die städtische Frrenpflege zu ersehen ist, hatten. Versicherungsanstalt) und Geheimer Regierungsrath Rasina( Ver- wieder sehr zahlreich und rasch gewechselt. Aus der Der Bericht läßt erkennen, daß die Nürnberger Arbeiter in ihrem sicherungsanstalt Baden) angehören. Aus den übrigen Verhandlungen Dalldorfer Anstalt schieden 93 Wärter und 53 Wärterinnen( Vorjahr: Sekretariat eine Institution haben, die es sich angelegen sein läßt, sei noch erwähnt, daß eine Anfrage, inwieweit die Versicherungs- 76 und 62) aus; davon waren 49 und 16( Vorjahr 36 und 20) erst die Interessen der Arbeiter in jeder Hinsicht wahrzunehmen und auch anstalten in der Lage seien, für die Erwerbung von Grundbesit in demselben Jahre eingetreten.. Die Anstalt Herzberge verließen in dieser Beziehung anerkennenswerthe Erfolge erzielt hat. Esan Land seitens der Seeleute wirksame Maßregeln zu 121 Wärter und 68 Wärterinnen( Vorjahr: 91 und 49). Aus der Anstalt wie es in dem Berichte sehr richtig heißt noch mehr erreifen, dahin beantwortet wurde, daß solche Anträge eine ebenso Wuhlgarten, über deren Personalwechsel der Bericht eingehendere Angaben erreicht werden können, wenn sich die Arbeiter in größerer Zahl, wie wohlwollende Behandlung erfahren möchten, wie sonstige Anträge bringt, gingen ab oder wurden entlassen: 61 Wärter und 27 Wärtebisher, an den Organisationen betheiligten. auf Errichtung von Arbeiterwohnungen. rinnen( Vorjahr: 62 und 32), davon 23 Wärter und 12 Wärterinnen Die Widerwilligkeit der Arbeiter gegenüber hygienischer mit Kündigung, 38 und 15 ohne Kündigung, unter letzteren 3 Wärter Einrichtungen. In der Berliner Konferenz der Zentralstelle wegen Trunkenheit, 3 wegen Mißhandlung von Kranken, fünf für Wohlfahrtseinrichtungen hat, wie wir mittheilten, Wärterinnen wegen Untauglichkeit, die übrigen Wärter und der Fabrikbesizer Leyendecker aus Köln sein Bedauern darüber Wärterinnen meist wegen Urlaubs- Ueberschreitung, unerlaubter -Am Sonntag wurde in Rost od die Nr. 61 der Medlen ausgesprochen, daß die Arbeiter den für sie geschaffenen hygienischen Entfernung aus der Anstalt, sonstiger Dienstwidrigkeiten u. f. 1. burgischen Voltszeitung" polizeilich beschlagnahmt. Einrichtungen noch vielfach zu wenig Intereffe entgegenbrächten und Von den Abgegangenen oder Entlassenen waren beschäftigt: weniger Am Montag bestätigte das Gericht diese Maßnahme, die erfolgt ist, oft erst durch Zwang zum Gebrauch der gesundheitlichen Anstalten als 1 Monat 5 Wärter und 3 Wärterinnen, 1-2 Monate 12 beziv. 3, 2-3 Monate 6 beztv. 2, 3-4 Monate 7 bezw. 3, also bis 4 Monate weil der Leitartikel der Nummer angeblich eine Majestats zu veranlassen seien. Man schreibt uns hierzu: beleidigung enthält. Worin diese stecken soll, mögen die Götter Herr Wilh. Leyendecker ist Besiter einer Bleiweißfabrik in zusammen 30 beziv. 11, d. h. 50 pCt. beziv. 40 pet. aller AusWie die Köln- Ehrenfels. wissen. Der inkriminirte Artikel hat es mit den reaktionären Bevon ihm für die Arbeiter ge- geschiedenen, ferner 4-8 Monate 11 Wärter und 4 Wärterinnen, strebungen der Regierungen und der herrschenden Parteien und Klassen Schaffenen hygienischen Einrichtungen beschaffen sind oder wenigstens 8-12 Monate 8 beziv. 5, über 12 Monate 11 bezw. 7. Die lr. seinerzeit beschaffen waren, hat er selbst in einer von ihm sachen dieses raschen Wechsels haben wir seit mehreren Jahren zu thun, eine Beziehung auf Fürstlichkeiten enthält er weder direkt 1876 gelegentlich einer Ausstellung herausgegebenen Broschüre Ueber wiederholt hervorgehoben: es sind in erster Linie die ungünstigen noch indirekt. Gegen den verantwortlichen Redakteur der„ Volts die nachtheiligen Einwirkungen von Blei auf die Gesundheit der in Arbeits- und Lohnverhältnisse des Warte personals stimme" in Magdeburg, Genossen Miller, schwebt ein Bleifabriken beschäftigten Arbeiter und über die wirksamsten Mittel, der städtischen Frrenanstalten. Die Berichte flagen immer Verfahren wegen Verlegung des§ 131 des Strafgesetzbuchs, angeb- diesem Uebelstande zu begegnen", gesagt. Hier heißt es Seite 16: über Untauglichkeit; aber es ist flar, daß die im Vergleich zu der lich verübt in einem Vortrage, den er in Ottersleben über den Unter den für den inneren Gebrauch empfohlenen Mitteln( gegen Schwere des Dienstes viel zu niedrigen Löhne nicht viel brauchbare Posadowsky- Erlaß gehalten hat. Ferner soll Müller einen Amts- Bleikrankheiten) wäre Milch vielleicht vorzuziehen, wenn man die Personen anlocken oder lange an die Anstalt fesseln können. In vorsteher beleidigt haben. selbe in hinreichenden Quantitäten, in reiner, guter Qualität und Dalldorf und Herzberge war der Wechsel 1896/97, wie oben ersichtschließlich auch stets zur richtigen Zeit beschaffen könnte." lich ist, noch umfangreicher als im Vorjahre. Jm Bericht pro 1896/97 Also Milch, meinte Herr Leyendecker, wäre wohl das beste; aber wird zu Dalldorf bemerkt, der besonders starke Wechsel gerade dieses sie kann leider nicht in hinreichender Quantität und Qualität zur Jahres erkläre sich außer durch die bekannten ständigen Verhältnisse richtigen Zeit beschafft werden. Die Kölner Milchproduzenten und wohl auch durch größere Arbeitsgelegenheit in gewerblicher Beziehung". Händler schlafen wahrscheinlich zu lange. er habe deshalb auch in stärkerem Maße bei dem männlichen Die Arbeiter bei der städtischen Kanalisation beschlossen in Seite 17 seiner Abhandlung sagt er:„ Als das beste und wirk- Personal stattgefunden, das zum theil ohne weiteres weggeblieben einer am 22. Mai stattgefundenen Versammlung, ernsthafte Schritte samste Mittel hat sich bei meinen Arbeitern ein Theeaufguß von sei, wenn sich eine andere Stelle bot. Zu Herzberge wird darauf behufs Verbesserung ihrer Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu unter- Sennes blätter mit Glaubersalz bewährt. Schon seit hingewiesen, daß die Gewerbe- Ausstellung 1896„ lohnendere Arbeitsnehmen. Bereits 1891 wurden sie dieferhalb bei ihrer vorgesezten mehreren Jahren wurde in allen Fällen von beginnenden Kolik gelegenheit" brachte, die wohl nicht ohne Einfluß geblieben sei. Dieſe Behörde vorstellig, jedoch ohne Erfolg. 1893 lehnte man gleichfalls schmerzen und hartnäckigen Obstruktionen dieser Thee von meinen Annahme wird zutreffen. Inzwischen hat man nach mancherlei ihre gestellten Forderungen ab. Jm vorigen Jahr richteten sie eine Arbeitern mit Erfolg gebraucht, und ich habe unlängst im Ein- vergeblichen Versuchen, dem Uebelstande des raschen Personalwechsels Petition an die Deputation der Kanalisationswerke und Nieselfelder, verständniß mit dem Arzte meiner Arbeiter- Krankenkasse die Ein- abzuhelfen endlich zu demjenigen Mittel gegriffen, das wir seit welche denselben Zweck verfolgte. Hierauf wurde ihnen von Mit- richtung getroffen, daß wöchentlich jeder Arbeiter vor Jahren gefordert haben, nämlich zu einer ohnerhöhung. Der gliedern der genannten Körperschaft, sowie auch von dem lürz- Empfang seines Wochenlohnes im Beisein des Bericht pro 1896/97 giebt jetzt zu, daß das Wartepersonal„ noch lich zurückgetretenen Direktor Goldowsky versprochen, a britmeisters eine große Kaffeetasie dieses nicht so gestellt ist, wie dies bei den ihm obliegenden daß ihre Forderungen in dem Etatsjahr 1898/99 berücksichtigt werden Thee aufgusses trinken muß. Zu diesem speziellen schwierigen, anstrengenden und entsagungsvollen, sollten. Noch wenige Tage vor seinem Zurücktritt hat der Direktor Zwecke werden auf jeden Arbeiter pro Tasse 3 bis 4 Gramm oft genug auch gefährlichen Pflichten der Fall Goldowsky zu Arbeitern ausdrücklich erklärt, daß sie vom Sennesblätter und 5 bis 6 Gramm Glaubersalz genommen." sein müßte". Es hat lange gedauert, bis man sich zu dieſem 1. April cr. ab eine Lohnzulage von 20 Pf. pro Tag erhalten sollen. Wer wird es den Arbeitern verargen, wenn sie sich gegen eine Eingeständniß bequemte! Die für 1897/98 bewilligte Lohnerhöhung Mit dem 1. April d. J. begann das Etatsjahr 1898/99; die ver- solche hygienische Einrichtung" sträuben? Veiläufig bemerkt, ist das ist freilich von der Art, daß man vielleicht auch jetzt noch keine sprochenen und erhofften Zulagen sind jedoch nicht er- Leyendecker'sche Schutzmittel„ Sennesblätter mit Glaubersalz" auch wesentliche Besserung davon erwarten darf. Sie wird nur denen zu folgt, weshalb die interessirten Arbeiter den oben erwähnten bedeutend billiger als ein halber Liter guter Milch. theil, die bereits 3 Jahre in ihrer Stelle ausgehalten haben. Der Beschluß faßten. Eine Kommission soll zunächst beim Magistrat Aber noch aus einem anderen Grunde ist das von Herrn Lehen- Bericht sagt, es sei zu hoffen, daß diese Maßregel wenigstens einigeranfragen, aus welchen Gründen die gemachten Versprechungen nicht decker getadelte Verhalten der Arbeiter erklärlich. Die Fabrikordnung maßen eine gewisse Stetigkeit des Personals bewirke. Ob und wie erfolgt sind, bestimmte Forderungen formuliren und diese, der Firma Leyendecker u. Ko. enthält die Vorschrift, daß vor dem weit das bereits 1897/98 eingetreten ist, wird erst bei Erscheinen des wie die weiter zu unternehmenden Schritte, einer demnächst statt- Einnehmen der Nahrung die Arbeiter sich im Waschraum Gesicht und betreffenden Berichtes zu übersehen sein. findenden Versammlung unterbreiten. Hände rein waschen, Nase und Mund ausspülen, das Haar Die feige Brutalität der Genossen" spielte gestern in Die Maurer und Bauarbeiter des Maurermeisters Reiche vom Staube reinigen sollen, und daß sie vor dem Staatserhaltenden Blättern vom Schlage der Deutschen Tageszeitung" in Steglig, die auf dem Bau Schloßstraße beschäftigt waren, treten des Speisesaales die Fabrikkleidung abzulegen haben. eine hervorragende Rolle. Es sollte nämlich ein Mustermensch im haben sämmtlich wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Diese Vorschrift ist nöthig, aber ihre Beachtung wird dadurch be- Sinne des Ausbeuterthums das Malheur gehabt haben, daß er von Da Herr Reiche troy aller Bemühungen andere Gesellen nicht er einträchtigt, daß die Pausen für Frühstück, Mittag und Vesper zu Streifterroristen", d. H. anständigen Arbeitern, ganz fürchterlich verhalten hat, führt er jetzt den Bau mit Lehrlingen, die ihm von kurz bemessen sind und daß für jeden Fall des früheren Verlassens prügelt worden war. Wir erwähnten gestern der Sache mit wenigen den übrigen Innungsmeistern zur Verfügung gestellt worden find, oder nicht pünktlichen Wiederantritts der Arbeit eine Geldstrafe Worten. Ein Fabritarbeiter Heinrich Lau aus dem Siegmundhof weiter. Der Zuzug von Maurern und Bauarbeitern nach Steglitz gezahlt werden muß. Beides führt ganz natürlicherweise zur Ver- Nr. 7 war nämlich, wie von bürgerlichen Blättern berichtet ist streng fern zu halten. nachlässigung der Reinlichkeitsvorschriften. worden, erst fürzlich mit seinem Vater recta bont Durch Selbstmord haben in Preußen im Jahre 1896 Rostock nach Berlin gekommen. Die beiden Deutsches Reich. hatten hier Die Brauerei- Arbeiter der Feldschlößchen- Brauerei in Cappel- 5073 Männer und 1424 Frauen, zusammen 6497 Personen ihr Leben das geradezu unheimliche Glück gehabt, daß der Vater im Hause der Altendorf bei Chemnitz befinden sich im Ausstand. Zuzug ist geendet. Auf je 100 000 Lebende berechnet, betrug die Zahl der Blechemballagen- Fabrit von Koppe, Reichenbergerstraße 47, sofort männlichen Selbstmörder in den Jahren 1893 und 1894 je 34, Pförtner wurde, während der Sohn gleichfalls auf der Stelle Ge fernzuhalten. im Jahre 1895 31 und im Jahre 1896 32, die der weiblichen legenheit fand, sich als fleißiger und geschickter Arbeiter die volle Selbstmörder in den Jahren 1893-1895 je 8, im Jahre 1896 aber 9. Zufriedenheit seines Meisters zu erwerben". Was das bedeutet, Männer und Frauen zusammen gerechnet, schwankte die jährliche weiß man. Num jubilirte die Berichterstatter Phantasie in neuen Durchschnittszahl der Selbstmorde in den Jahren von 1893 bis 1896 Seligkeiten. Der junge Lau mußte die Schändlichkeit erleben, zwischen 19 und 21. Mehr als der vierte Theil der Selbstmorde im daß die älteren, schon in Berlin verdorbenen Arbeiter sich Jahre 1896 foll im Zustande der Geisteskrankheit verübt worden gegen das vornehmste Gebot des Gottes Kapital vergingen sein, bei dem zweiten Viertel sei die Triebfeder nicht zu ermitteln und streitten. Aber nicht allein das. Der brave Lau wurde den gewesen. tapitalistischen Blättern zufolge sogar terrorifirt, als er sich entrüstet Partei- Machrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Feilenhauer Gehilfen von Nürnberg und Fürth find am 16. Mai in den Streit eingetreten. Sie fordern neun stündige Arbeitszeit, für Ueberstunden 25 pet. Lohnzuschlag. Der Bildhauerstreik in München kann als beendet bezeichnet werden. Nur aus einigen kleineren Geschäften steht die Bewilligung noch aus, während in 29 Betrieben mit 60-70 Gehilfen zu den neuen Bedingungen gearbeitet wird. " " M von solchem Beginnen abwandte, und die feige Butalität der Ge- der Schuhmannschaft über Anfahrt und Abfahrt aller Wagen, sowie wonach die Listen bis zum Freitag einzusehen sind, war eine nossen" brachte ihm vier Messerstiche in den Rücken bei. über das Verhalten auf dem Tempelhofer Felde, muß im Intereffe der irrthümliche. Zu dieser Schreckensmär schreiben uns die Arbeiter der Aufrechterhaltung der Ordnung unweigerlich Folge geleistet werden. Der große Illuminationsprozeß, der auf jeden Fall für uns Gebrüder Koppe: Marketenderei und Restaurationsbetrieb wird auf dem Tempel- eine hervorragende agitatorische Bedeutung erlangen wird, Was die Mittheilung über die Körperverlegung betrifft, die hofer Felde nicht geduldet, desgleichen ist das Aufstellen von findet bekanntlich am 27. Mai vor dem Schöffengericht zu Köpenic der Fabrikarbeiter Heinrich Lau wegen Nichtbetheiligung an einem Stühlen, Tribünen, Handwagen 2c. auf dem Tempelhofer Felde statt. Adlershof, Die Parteigenossen von welche des: Streit erlitten haben soll, so ist zu bemerken, daß wir Arbeiter nicht gestattet. 18. März 1848 zur Freude des überwiegenden Theiles der Bevölkerung der Gebrüder Koppe mit dem Vorfalle garnichts Hoffentlich machen von der Erlaubniß, sich westlich vom Tempel in der schönen, erhebenden Weise gedacht haben und dafür nun zu thun haben. Von einem Streit in unserer Fabrik hoser Felde aufstellen zu dürfen, außer den Ballonmügen nur wenige eine der üblichen groben Unfugsanklagen über sich ergehen lassen wissen wir nicht das geringste und die Ver- Menschen Gebrauch. müssen, werden darauf hingewiesen, daß für sie ein eigentlicher legung ist dem Lau nicht von uns, sondern von ganz Im Intereffe der Betriebssicherheit ist für den Betrieb der Zwang, vor Gericht zu erscheinen, nicht vorliegt. Wer aber Zeit und anderen Personen beigebracht worden. Wenn, nebenher Straßenbahnen der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft im Luft hat, zum Gericht zu gehen, wird freundlichst eingeladen, vor bemerkt, noch geschrieben wird, daß Heinrich Lau zur Zufriedenheit Einverständniß mit dem Polizei- Präsidium eine besondere Ver- Beginn der Verhandlung, morgens 8 Uhr, in dem Restaurant„ Zum des Meisters gearbeitet und einen guten Verdienst gehabt hätte, ordnung erlassen worden. Vei gleichzeitigem Eintreffen von schönen Grund" zu erscheinen. Mit sozialdemokratischem Gruß! so ist das aus dem Umstande erklärlich, daß dieser brave Arbeiter elektrischen Straßenbahnwagen und Pferdebahnen von verschiedenen immer den Mittag über durchgearbeitet und gleichfalls Tag für Richtungen bei gemeinschaftlichem Stammgeleise ist den Waggons Auf der Stelle bestraft wurden gestern früh in Charlottenburg Tag zwei bis drei Ueberstunden gemacht hat." Wir kondoliren den kapitalistischen Blättern zu dem fatalen müssen die Pferdebahnwagen so lange halten, bis die Affumulator- Die jungen Flegel nahmen einigen Bäckerlehrlingen die Körbe weg der elektrischen Bahn die Vorfahrt zu lassen. An Kreuzungsstellen einige Studenten für einen nicht besonders geschmackvollen„ ult". Reinfall. Vielleicht gelingt es ihnen aber doch, auch aus der neuesten wagen die Kreuzung passirt haben. Ebenso sind besondere Ver- und vergnügten sich damit, die Lehrlinge selbst mit Kognak zu beLügenmär den Beweis herauszufischen, daß dem Arbeiter das letzte fügungen darüber erlassen, nach welcher Fahrtrichtung an Kreuzungs- gießen. Einige Fabritarbeiter, die sie ebenso trattiren wollten, hatten bischen Koalitionsrecht wegeskamotirt werden muß. Wenn nicht jest, stellen resp. an Weichen bei gleichzeitigem Eintreffen mehrerer für einen solchen Spaß ebenso wenig Verständniß, wie zwei BierPferdebahn- Waggons oder verschiedener elektrischer Straßenbahnzüge fahrer. In Gemeinschaft mit diesen nahmen sie die dummen unter allen Umständen die Vorfahrt zu erfolgen hat. Jungen am Kragen und verabreichten ihnen eine Tracht Brügel. so doch nach den Wahlen. Der Vertrauensman 1. Gehört Potsdam zn den ,, Vororten" Berlins? Zu dieser interessanten Frage soll der Berliner Magistrat ein Gutachten er= statten. Es handelt sich darum, ob die Etablirung eines Konkurrenzgeschäftes in Potsdam erlaubt ist, wenn ein solches vertraglich für Berlin und Vororte" ausgeschlossen worden ist. Die Gelehrten deg Nothen Hauses haben diese Doktorfrage dahin entschieden, daß Potsdam kein„ Vorort" Berlins ist. " Gerichts- Beitung. Byzanz. Im„ Lokal- Anzeiger" ist zu lesen:„ Die Achtsam Teit des Kaisers auf seine Umgebung bei seinen Ausfahrten Zu einer größeren Betriebsstörung tam es Dienstag Mittag wird durch folgenden Vorfall trefflich illustrirt: Am Sonntag auf der Stadtbahn. Zwischen Bahnhof Bellevue und Thiergarten war Die Bevölkerung der Vororte des Kreises Niederbarnim früh machte der Kaiser persönlich einen Charlottenburger Schußmann die Maschine eines Nordringzuges defeft geworden. Der Bug blieb hat im Jahre 1897, wie der Bericht des Streisausschusses mittheilt, in der Nähe der Augsburgerstraße die Mittheilung, daß eine Rad- infolge dessen auf der Strecke liegen. Hierdurch stockte der gesammte von Pankow von 13 485 auf 15 570, von Tegel von 3065 auf 3387, wieder im allgemeinen zugenommen. So stieg die Einwohnerzahl fahrerin von einem Pferdebahnwagen überfahren worden sei. Der Stadtbahnverkehr in der Richtung Schlesischer Bahnhof- Charlotten von Lichtenberg von 32 802 auf 35 019, von Friedrichsfelde von Kaiser hatte gegen 1/29 Uhr zu Wagen, von Berlin kommend, die burg, bis die am Lehrter Bahnhof stationirte Reservemaschine zur 7083 auf 7558, von Reinickendorf von 11 275 auf 11 941, von NeuBerliner, Hardenberg- und Knesebeckstraße passirt und fuhr über Stelle tam und den verunglückten Zug nach Westend hinaufbeförderte. Weißensee von 26 284 auf 27 656, von Weißensee von 1851 auf 1914. den Kurfürstendamm nach Berlin zurück." Folgt eine genaue Be- Die Stockung dauerte 20 Minuten. schreibung des Unglücksfalles und die Mittheilung, daß das Malheur In dauerndem Rüdgange befindet sich die Bevölkerungsziffer von zufällig vor den Augen des Kaisers passirt ist. Der unter dem Verdacht einer Vockenerkrankung isolirte Rummelsburg- Boghagen. Sie ging zurück im Jahre 1896 um 854, Das Geheimniß, warum dieser Vorfall geeignet ist, die Acht- Togoneger aus dem Paſſage- Panoptikum wurde gestern Mittag im Jahre 1897 um 63 Einwohner. Stralau verlor im Jahre 1896: famkeit des Kaisers auf seine Umgebung trefflich zu illustriren, wird von Geheimrath Professor Senator seinen Zuhörern vorgestellt. Es 79, im Jahre 1897: 11 Einwohner, und Plögensee im Jahre 1896: vom„ Lokal- Anzeiger" leider nicht verrathen. Wir denken, daß handelt sich thatsächlich um echte Pocken. Der Seliniker hatte bereits 135, im Jahre 1897: 159 Einwohner. jeder Mensch es als Pflicht und Schuldigkeit betrachtet, für Hilfe zu Stadt beobachtete Fälle von Windpocken möglicherweise auf echte in der gestrigen Vorlesung darauf hingewiesen, daß mehrere in der Zwei Einbruchsdiebstähle bei Gastwirthen sind auch in der jorgen, wenn sich in seiner Nähe ein Unglücksfall ereignet. Pfingstverkehr. Von der Eisenbahndirektion Berlin ist für fraufte Neger ist selbstverständlich streng isolirt Boden als ihren Ausgangspunkt zurückzuführen seien. Der er vergangenen Nacht wieder in Charlottenburg verübt worden, ganz Sonntag, den 29. und Montag, den 30. d. M. ein Extrafahrplan so daß Neger ist selbstverständlich streng isolirt worden, nach dem Muster der neun, von denen schon die Nede war. Die eine Weiterverbreitung der Krankheit ausgeschlossen Diebe drangen wieder vom Garten aus ein, indem sie eine Scheibe ausgearbeitet worden, in welchem dem zu erwartenden Pfingstverkehr erscheint. Zur Sicherheit wird man die übrigen Mitglieder der anbohrten und sprengten. In dem Restaurant„ Union" in der besonders Rechnung getragen wird. Auf der Stadtbahn tritt an Truppe so lange von jedem Verkehr mit der Außenwelt abschließen, Berlinerstraße öffneten sie mit einem Stemmeisen mehrere Kaften ein. Der Verkehr von der Stadt zum Grunewald wird mit 3, 4 und Es sei bei dieser Gelegenheit zur Beruhigung des Publikums darauf die sie jedoch nicht verwenden können und daher liegen ließen. Sie 6 Zügen pro Stunde aufrecht erhalten. Bei dem 10 Minuten- Ver- hingewiesen, daß im Verlauf der letzten Jahre bisweilen solche ver- begnügten sich mit einer Flasche Sherry. Im Westend- Hof am kehr werden zwei Züge nur zwischen Grünewald und Charlottenburg einzelte Fälle von Pockenerkrankung in unserer Stadt beobachtet Spandauer Berg dagegen erbeuteten sie 50 M. Sie hätten wohl turfiren. Zwischen Grunewald- Potsdamer Bahnhof via Halensee worden sind, ohne daß man von einer weiteren Ausdehnung der noch mehr genommen, wenn nicht die durch Hundegebell in die wird ein 15-30 Minuten- Verkehr, zwischen Grünewald- Schlesischer Seuche gehört hätte. Nachbarwohnung aufgeweckte Geschäftsinhaberin sie durch Hilferufe Bahnhof via Moabit- Gesundbrunnen( Nordring) ein 15 Minutenverscheucht hätte. bis 1 Stunden- Werkehr eintreten. Auf dem Nordring werden die Züge Mit Blausäure vergiftete sich gestern Abend der 42 Jahre in Abständen von 1/2 Stunde Vormittags, von 15 und 10 Minuten alte Tischler Konrad Löhnert, Heinersdorfer Weg 33b in Neunachmittags, auf dem Südring zwischen Wilmersdorf und Stadt Weißensee. Der Mann war schon lange Zeit stark nervenleidend. in Abständen van 15 Minuten, zwischen Halensee und Stadt von um seinen Qualen ein Ende zu machen, trant er gestern in Abwesenheit seiner Frau cine Blausäurelösung. Als die Frau zurück10 Minuten, zwischen Nixdorf und Stadt von 15 Minuten folgen.tehrte, schleppte er sich noch an die Thür, um sie zu öffnen, dann Für den Gesamtsüdring werden Züge nach Bedarf eingelegt. Ebenso find für den Vorortsverkehr umfassende Maßnahmen geaber brach er besinnungslos zusammen und wurde in hoffnungstroffen. Nach Friedrichshagen werden am Sonntag 15, am Montag losem Zustande mit einem Lück'schen Wagen in das Krankenhaus am 20 fahrplanmäßige Ertrazüge verkehren, nach Bedarf werden weitere Friedrichshain gebracht. Extrazige eingelegt. Neben dem üblichen Tagesbetrieb werden auf Beim Fensterputzen tödtlich verunglückt ist am Dienstag, der Nordbahn 12 Extrazüge zwischen Birkenwerder- Berlin, 16 Extra- mittags gegen 12 hr die etwa 40 Jahre alte Arbeiterfrau Anna züge zwischen Hermsdorf- Berlin kursiren. Nach Spandau werden Preuß aus der Chorinerstr. 22. Die Frau stürzte, wahrscheinlich Um Rautionsschwindeleien handelte es sich wiederum in Züge nach Bedarf eingelegt; dieselben verkehren jedoch nur zwischen infolge eines Fehltrittes oder Ausgleitens auf dem Fensterbrett, aus einem umfangreichen Betrugsprozeß, welcher gestern die ganze Sigung Spandau und Charlottenburg. Auf der Wannsee- Bahn ist für beide dem vierten Stock auf das Straßenpflaster herab und blieb bewußtlos, der 9. Straffammer des Landgerichts I unter dem Vorsiz des LandTage ein 10 Minuten- Betrieb bis Zehlendorf, ein 30 Minuten- Betrieb aus Mund, Nase und Ohren blutend, liegen. Ein Arzt der Rettungs- gerichtsdirektors Hoppe ausfüllte. Auf der Anklagebank befanden sich bis Potsdam vorgesehen. Ebenso werden auf der Potsdamer Stamm- gesellschaft wollte die Verunglückte mit einem Lück'schen Kranken- Bie Stellenvermittler August Sulies und Richard Will, die bahn nach Bedürfniß bis Werder verkehrende Züge eingelegt. Für die wagen in das Krankenhaus am Friedrichshain bringen lassen; aber Anhalter Bahn ist ein Ertrafahrplan zwar nicht vorgesehen, doch werden schon auf dem Wege dorthin erlag sie den schweren inneren und Staufleute Emil Moser und Adolph Daumer und der Sohn des Vorletzten, der Buchhalter Heinrich Moser. Die Anklage auch hier nach dem Ermessen der Stationsvorstände und soweit es äußeren Verlegungen. entwirft von dem Treiben der Angeklagten folgendes Bild: Sulies der Betrieb erlaubt, Sonderzüge verkehren. Zwischen Johannisthal Ein auf dem Patrouillengange befindlicher Schuhmann be- eröffnete unter der Firma" Amerikanisch- Europäische Expreß- Office" und Berlin Berlin Schlesischer Bahnhof bezi. Görlizer Bahnhof → merkte vorgestern früh um 4 Uhr in der Malplaquetstraße zwei Männer, im vorigen Jahre ein Stellenvermittelungs- Bureau in der Roßfolgen fich die Züge alle 10, zwischen Grünau und Berlin alle 15-30 die mit einem Sack voll gestohlenem Flieder, von dem Garnison- straße. Fast zu gleicher Zeit eröffnete Will in einem anderen StadtMinuten. Bei ungünstiger Witterung werden aus dem erwähnten firchhof in der Müllerstraße kommend, den Grenzzaun nach der theile ein ähnliches Bureau unter der Firma Will u. Köllner. Er Fahrplan nach Bedarf Züge herausgezogen. Malplaquetstraße überstiegen. Als der Beamte auf sie zueilte, er- war aber der einzige Inhaber des Bureaus, dessen Inventar aus hielt er von dem einen Manne, der später als der 32 Jahre alte einem nackten Tisch und vier Stühlen bestand. Nun suchte Witt in der Arbeiter Karl Moshammer aus der Schulstraße festgestellt wurde, üblichen Weise Komptoirdiener mit Kaution und benutzte feinen zwei Faustschläge ins Gesicht, während der zweite entfloh. Auch Freund Sulies als Vermittlier, der ihm solche bedauernswerthe Opfer Moshammer wandte sich nun zur Flucht, wurde jedoch bald ein zuführte. Drei Personen kamen durch Witt um ihre Ersparnisse, Der Verein Berliner Armenärzte wird beim Magistrat um geholt. Als er den Beamten nun wiederum bedrohte, versetzte dann wurde er durch seine Verhaftung daran verhindert, noch mehr eine Erhöhung des Gehaltes einkommen. Die eine Hälfte der ihm dieser zwei Hiebe mit dem Seitengewehr, die ihn am Kopf cute ins Unglück zu stürzen. Er war im Termin geständig Armenärzte erhält 1200, die andere 1500 M. fürs Jahr. Wie die und am rechten Arm verletzten. Der Arbeiter erfaßte nun den und behauptete, daß Sulies, der für die leberweisung Med. Reform" hört, wären die Aussichten der Petition günstige. Schutzmann und riß ihn mit sich zu Boden, doch bekam der Schutz- kautionsfähiger Leute bon ihm hohe Provision erhalten Grundsätzlich wäre aber zu verlangen, daß die Armenarztbezirke be- mann bei dem Ringen bald die Oberhand und brachte Mos habe, seine Verhältnisse genau kannte, eine Behauptung, welche deutend verkleinert, die Aufwendungen für ärztliche Leistungen erheb- hammer zunächst auf die Unfallstation VI. Sein Gefährte ist noch von Sulies bestritten wurde. Die interessanteste Persönlichkeit ist der lich verbessert und in Verhältniß zu der wirklichen Arbeit gesetzt nicht ermittelt. Angeklagte Moser sen.: Er ist früher Postsekretär gewesen und hat werden. Eine Stadt wie Berlin sollte den Aerzten kein geringeres Fenerbericht. Montag Abend 9 1hr ging Neiniden dann eine Lehranstalt für Einjährig- Freiwillige in Köln a. Rh. geHonorar zahlen wie viele Krankenkassen. dorferstraße 7 der Inhalt eines Schaufensters in Flammen habt. Dann verzog er nach Berlin und nun stürzte er sich von Die neue Polizeiverordnung über den Verkehr mit Kuhmilch auf, wobei auch das Haus beträchtlichen Schaden erlitt. Dienstag einem Unternehmen in das andere. Für einen billigen Preis hatte wird, entgegen dem Wunsche des Polizeipräsidiums, am 1. Juni d. J. Mittag 1/2 Uhr war wallner Theaterstraße 13 ein kleiner er ein Rittergut bei Oberhof in Thüringen gegen lebernoch nicht in traft treten. Zunächst wird die zur Vorberathung des Brand zu beseitigen, bei dem vorwiegend Kleidungsstücke nahme der Hypotheken erworben. Das Gut hatte mir ein Areal von Entivurfs eingesetzte Magistratskommission am nächsten Donnerstag zerstört wurden. Bur selben Zeit wurde die Wehr nach acht Morgen Land, Moser hatte aber noch eine Jagd von 4000 die Einzelbestimmungen mit den hinzugezogenen Sachverständigen 2oIgasterstraße 8 gerufen, wo eine Frau sich durch Morgen dazu gepachtet und diesen Umstand soll er dazu benutzt nochmals durchberathen und dann erst wird der neue Entivurf das Kohlenorydgas zu vergiften suchte. Die vorgenommenen Wieder- haben, stets von seinem 4000 Morgen großen Rittergut zu sprechen. Plenum des Magistrats und schließlich die Stadtverordneten- Ver- belebungsversuche hatten Erfolg. Eine Stunde später brannte Moser ging bald daran, eine große Kaninchenzucht vorzubereiten, fammlung beschäftigen. Darüber wird noch reichlich ein Monat ver- Oranienstraße 150 die Holztäfelung um den Schornstein. gab dies aber wieder auf und miethete mehrere Keller, um darin die streichen. Kurz nach 3 Uhr erfolgte Alarm nach Elisabeth Ufer 11, wo Championzucht im großen zu betreiben. Sodann kaufte Moser von Gardinen, Möbel der Firma Altmann eine Schraubenmaschine für 22 000 9. Er Ihre merkwürdige Aversion gegen die Abonnenten verfündet ein größerer Zimmerbrand abzulöschen war. die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft auf der Strecke Char- und der Fußboden wurden zerstört, auch wurde das Haus be- gab für den Betrag aber nur Wechsel und da er nicht im stande war, einen derselben einzulösen, so wurde ihm die Maschine gar nicht Tottenstraße- Tegel in folgender Weise. Der Fahrpreis für diese trächtlich beschädigt. ausgeliefert. Da der Angeklagte keine Mittel hatte, so suchte auch er sich solche zu verschaffen, indem er Leute anstellte, welche eine Geschäftseinlage machen mußten. Hierzu war ihm Sulies behilflich. Am dritten Feiertage wird auf der Stadtbahn ein 3-5 Minuten Verkehr, zwischen Grunewald- Johannisthal ein 15-30 MinutenVerkehr aufrecht erhalten werden. Nach den übrigen Vororten dürfte eine Verlängerung der fahrplanmäßigen Züge genügen. ganze Strecke betrug bis zum 21. d. M. 30 Pf., dann wurde er auf 25 Pf. ermäßigt und die Theilstrecken entsprechend verlängert. Die Aus den Nachbarorten. Monatsfarten für die 20 Pfennigftrede lauten bisher Charlotten- An die Vertrauensmänner und Mitglieder der Wahlfomitees Wenn sich bei ihm stellensuchende Leute meldeten, so wie er sie straße Schwarze Britcke, oder Invalidenstraße- Tegel ze. Ihre In- des Streises Teltow- Beeskow Storkow- Charlotten- an Moser. Sulies erzählte den Bewerbern, daß Moser penhaber glaubten nun, daß nach der Ermäßigung des Fahrpreises auch burg. Am Sonntag, den 29. Mai( 1. Feiertag), findet für den ge- fionirter General und Ritter hoher Orden sei. Er sei außerdem die Monatskarten für die ganze Strecke gelten würden. Daran denkt sammten Streis die Vertheilung eines Wahlflugblattes statt; dasselbe ist Kommerzienrath, Fabrikbefizer und Rittergutsbesizer und mache aber die Gesellschaft nicht. Ihre besten Kunden kommen vorläufig am Freitag, den 27. d., von Görfe, Charlottenburg, Wallstr.68, abzuholen. nebenbei Geldgeschäfte mit Fürsten und Prinzen. Seinen Angestel noch nicht in den Genuß der Preisermäßigung, vielleicht im nächsten Das Zentral- Wahlbureau befindet sich bis zur Beendigung der Wahl gingen große Summen, bis zu einer halben Willion durch die Finger Monat, einstweilen müssen sie für den Rest der Strecke noch 10 Pf bei Zubeil, Lindenstr. 106. Alle auf die Wahl bezüglichen Anfragen und deshalb sei es erklärlich, daß Kaution gefordert würde. zuzahlen. sind dorthin zu richten. Alle Gelder für Wahlzwecke sind entweder Das einzig Wahre an allen diesen Mittheilungen war, daß der Inzuverlässige ,, Stille Portiers". Ein Leser unseres Blattes an Eberhardt, Brizz, Bürgerstr. 67, oder an Frizz Zubeil, Linden- Angeklagte thatsächlich Juhaber des spanischen Johanniter schreibt uns: Ich erlaube mir, Ihre Aufmerksamkeit darauf zu lenken, straße 106, zu senden. Wir bitten, fleißig zu sammeln, da wir im Ordens und des italienischen Dante Ordens war, Ausdaß die„ Stillen Portiers" in den Hausfluren nicht immer die Streise auf unsere eigene Kraft angewiesen sind. Am Donnerstag, zeichnungen, welche der Angeklagte sich verschafft hatte, als er richtige Ninnmer des Stadtbezirks tragen. Mir, und wie ich höre, den 26. Mai, abends 7 Uhr, findet eine gemeinschaftliche Sizung noch Inhaber der Lehranstalt war. Die Orden lagen stets in einem manchen anderen, die im Südwesten der Stadt wohnen, ist es sämmtlicher Vorsitzenden der örtlichen Wahlfomitecs Lindenstr. 106 offenen Etui im Zimmer des„ Kommerzienraths" und die Diplome passirt, daß sie beim Nachsehen der Wählerlisten auf die irrthümliche statt, wozu hiermit eingeladen wird; ein jeder muß erscheinen. Das hingen eingerahmt an den Wänden. Wenn Sulies ein neues Opfer Angabe aufmerksam wurden und sich in ein anderes städtisches Zentral- Wahlkomitee. J. A.: Fr. Zubeil, Lindenstr. 106. dem Angeklagten Moser zuführte, so ließ er es an der Titulatur Lokal bemühen mußten. Jeder Wähler, der sich unnüze Mühe erCharlottenburg. Die Parteigenossen werden darauf auf Herr Rath" nicht fehlen. In der Regel mußte der„ Herr Nath" das sparen will, thut daher gut, vor der Prüfung der Wählerlisten seinen merksam gemacht, daß am Sonntag, den 29. Mai, eine Flugblatt- Bimuner auf einige Minuten verlassen und dann versäumte Sulies nie, Stenerzettel und nicht den Stillen Portier" zu Rathe zu ziehen. verbreitung stattfindet. Die Flugblätter werden am Sonntag früh den Bewerber auf die hohen Orden" und die Diplome aufmerksam Im Zeichen des Verkehrs. Der Polizeipräsident erläßt 71/2 1hr an folgenden Stellen ausgegeben: Bredlow, Augsburger zu machen. Moser erklärte den Stellensuchenden, daß ihre Einlage folgende Bekanntmachung: Aus Anlaß der am 26. Mai d. I. vor- straße 78; Röhr, Goethestr. 67a; Dörre, Krummiestr. 19; auf sein Rittergut Oberhof eingetragen würde. Dies ist allerdings mittags 9 Uhr auf dem Tempelhofer Felde stattfindenden Parade Rant, Pestalozzistr. 65; eder, Bismardstr. 74; Paasche, geschehen, aber als das Rittergut nach einigen Monaten unter den Hammer wird die Tempelhofer Chaussee von 8 Uhr an bis zur Beendigung Botsdamerstr. 44; Gimpel, Osnabrüderstr. 28; Beyer, Wall- fam, fielen alle diese Hypotheken aus. Der Angeklagte hat einen der der Parade für jeden Verkehr gesperrt. Die Belle traße 96. Nege Betheiligung ist unbedingt nöthig. Bewerber um 5000, einen anderen um 3000 M. geschädigt, die übrigen Alliancestraße und die Lichterfelderstraße dürfen von Lastwagen haben Verluste von 300 bis 1000 M. zu beklagen. Als die Zeitungen im An die Parteigenossen von Groß- Lichterfelde. Morgen, Januar d. J. die Verhaftung Mosers meldeten, brachte die während der Zeit vom Ausrücken der Truppen bis nach dem Einmarsch derselben in die Stadt nicht befahren werden. Der Betrieb der Pferde- Donnerstag, findet bei Hemig eine Versammlung statt, in welcher" Germania" eine interessante Enthüllung über ein anderes Unterbahn- und Omnibuslinien wird auf der Tempelhofer Chauffee und den der Kandidat und Dauerredner der Freiſinnigen, Dr. Bernſtein, nehmen, welches ebenfalls als Schwindel bezeichnet wurde. Im aus Berlin nach dem Tempelhofer Felde führenden Straßen, insbesondere ſeinen Speech hält. Nach den mit dem genannten Herrn in Zehlen- September 1896 habe Moser die katholischen Gemeinden Deutschmit Flugblättern auch in der Friedrichstraße, mit dem Beginne des Ausmarsches der dorf und anderwärts gemachten Erfahrungen halten wir es für an- landa überschüttet, die auf dem heiligen Grabe gelegen haben eingestellt, bezw. eingeschränkt oder abgelenkt. Auf das Paradefels Außerdem giebt Herr Hennig feinen Saal zu allen Versammlungen sollten, für drei Mart pro Stück empfahl. Der Neberschuß sollte sit i ich der Tempelhofer Chaussee werden nur solche Equipagen, her, nur nicht zu fozialdemokratischen. Die Arbeiter zur Gründung eines neuen katholischen Blattes„ Der Pilger zum nicht Droschken und ähnliches öffentliches Personenfuhrwert, zugelassen, werden nicht erimangeln, dem Herrn das nöthige Verständniß ent- heiligen Grabe" Verwendung finden. Die„ Germania"" wies barberen Inhaber mit polizeilichen Passirscheinen versehen sind. Alle gegenzubringen. auf hin, daß ein Gegenstand, der gegen Geld veräußert werde, schon " worin er getveihte anderen Gefährte, sowie die zu Fuß befindlichen Zuschauer können Die Parteigenossen von Köpenick werden darauf hingewiefen, dadurch jeder Weihe beraubt werde. Der Angeklagte Moser erklärte sich we st I ich der Tempelhofer Chaussee aufstellen. Den Anordnungen daß die Wählerlisten heute zuletzt ausliegen. Die Mittheilung, zu diesem Falle, der nicht zur Anklage stand, sondern nur zur Kenn Beichnung feiner Persönlichkeit dient, daß die„ Germania" ihm dies begonnen war. Dieser Brief bildete den Gegenstand einer Be- I Agitation erfahrenen Genossen beshalb während der Kirchzeit auf Titius. Stolle. In Desterreich. Unternehmen, welches ihm eine sichere Gristenz geboten haben würde, mur leidigungsklage. Der Gerichtshof, der jedenfalls kein Verständniß dem Lande seit Jahren nicht statt. Deshalb verdorben habe, weil sie die ihr in Aussicht stehende Konkurrenz für die fittliche Entrüstung einer in ihren Geschäftsinteressen ge- auszudehnen, ist seitens des Reichstags wiederholt abgelehnt. Nein: der Antrag, die Krankenversicherungspflicht auf das häusliche Gesinde M. R. gefürchtet habe. Er legte dem Gerichtshofe ein Schriftstück des kränkten Hauswirthin hatte, verurtheilte die Dame zu einer Strafe 100. 1. Ja. 2. Nein: aber eingeklagt werden. E. S. 30. 1. Sit Guardians vom heiligen Grabe vor, worin bescheinigt wurde, daß von 20 M. die Rosenkränze durch Liegen auf dem heiligen Grabe geweiht seien. 30 Jahren. 2. Das hängt von den uns unbekannten Einzelheiten des Falles ab. G. E. Unverständlich. Das vom 1. Januar 1900 ab in kraft Das Flugblatt sei nicht von ihm, sondern vom Professor Uberti ver- Arbeiter Bildungsschule. Inselstr. 10, v. 2 Tr. Unterrichts tretende Bürgerliche Gesetzbuch hat keine solche Bestimmung, wie Sie ſie faßt. Der Angeklagte Moser scheint wenigstens ein Phantast und Kurse: Montags: National Detonomie( Grundbegriffe der im Auge haben und hat keinerlei Einfluß auf die jetzigen Rechtsverhältnisse. Optimist zu sein. Er behauptete, daß alle ſeine Unternehmungen nebung( Referate und Diskussion über gewerkschaftliche Fragen) Wenn die Kündigungsfrist eingehalten ist, können Sie leider nichts maträgt Nationalökonomie) Dr. Conrad Schmidt; Mittwochs: Rede G. G. 45. Maschinist 77. Wenden Sie sich an den Fabrifinspektor. einen gesunden Boden hätten, er würde eine Unsumme Geldes ver- Schriftsteller Richard Calwer; Freitags: Natur: Erkenntniß dient haben, wenn man ihn nicht verhaftet hätte. Es habe ihm eine( Entwickelung der Idee über Entstehung und Zusammensetzung des 15 719 296 M. 2 Wettende. Die Zivilliste des Königs von Preußen betrügerische Absicht fern gelegen. Wenn er auch geduldet habe, daß Weltgebäudes) Dr. B. Borchardt. A. V. 200. Sie können sich direkt an das Direktorinut Die Bibliothet ist jeden der Reichsbank richten. Italien. Ohne genauere Angabe, was Sie be Sulies ihn mit„ Herr Kommerzienrath" angeredet habe, so habe Montag, Mittwoch und Freitag( außer an Feiertagen) abends von zwecken, nicht verständlich. Sch. Beim Amtsgericht könnten Sie eine er sich hierbei nichts gedacht. Sulies gab zu, daß er übertrieben 8-9 Uhr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kurfus( 10 Abende) Anfechtungsklage vielleicht nicht ohne Aussicht auf Erfolg anstrengen. Die habe, wenn er von den Verhältnissen des Moser sprach, viele 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in Klage wäre aber zwecklos, wenn die Sachen der Brauerei gehören, wie Sie feiner Angaben stammten aber aus dem Munde Moser's selbst. folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; in Ihrer Anfrage gleichfalls mittheilen. K. R. Nein. Die Benutzung Der Angeklagte Daumer ist eine zeitlang bei Sulies beschäftigt ge- Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntags einer Fluß- Bade- Anstalts- Freikarte in Berlin ist keine Armemunterſtügung. wesen, er soll sich durch die Bestätigung der Angaben seines Chefs Kassirer: H. Königs, S., Dieffenbachstr. 30. Versammlungen. Vorsitzender: Hugo Waschowati, N., Brunnenstr. 193. Imitschuldig gemacht haben. Denselben Borwurf macht der Staatsanwalt dem Sohne des Angeklagten, Emil Moser. Der letztere erflärte noch, daß er sich anheischig mache, innerhalb eines Jahres eine Provision bout 24 000 Mark zut ber= dienen und zivar durch den Verkauf bon Brockhaus' Konversations- Lerikon. Er habe sich zwei Monate damit befaßt und dabei gegen 6000 m. verdient. Es würde seine Aufgabe sein, den von ihm Geschädigten wieder zu ihrem Geld zu verhelfen. Die Beweisaufnahme nahm den ganzen Tag in Anspruch, die Vertheidiger, Rechtsanwälte Wronker und Ernst Marcuse, werden einen schweren Stand haben. Die Verhandlung soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. H. M. 1. Zur Zeit der Wahlbewegnng können Sie von uns nicht verlangen, daß wir Ihnen 13 Fragen im Briefkasten beantworten. W. W. 18. Im Krankenhause Am Urban. Nachtheiliges ist nicht Jentsch. Geschieht, sobald die Kandidatenfragen erledigt sind. Chemnik. Freigepäck bis zu 25 Kilogramm. Was darüber ist, ist nach zuzahlen. Kleine Gepäckstücke dürfen mit ins Koupee genommen werden. Nur bei bestimmten Ertrazügen ist Freigepäck ausgeschlossen. bekannt. H. Stuttgart. Natürlich ist es ein Versehen, das in der Raschheit, mit der das Handbuch hergestellt werden mußte, seine Entschuldigung findet, wenn auf Seite 376 unter den„ Wahlkassirungen" als Leiter der Geislinger Metallwaaren- Fabrik Kommerzienrath ähnle genannt wird. Es soll heißen Hägele. Herr Hähnle ist der bei der Nachwahl gewählte volkspartei: liche Abgeordnete. R. R. 12. Kandidat ist Oskar Schütz, Breslau, Neue Graupenstr. 5/6, Redaktion der„ Volkswacht". Vertrauensmann Luckan. Gewiß unterscheiden sich sehr oft die Stimmzettel in der Farbe. 5. S. 30. Wenn Sie politisch organisirt sind, so wenden Sie sich diese Organisation. an Wahlrecht nicht ausüben. Max Weik. An einem anderen Ort tönnen Sie in diesem Fall Ihr Vereinte Sangesbrüder. Eine derartige Mittheilung muß bom Vertrauensmann abgestempelt sein. Segen Sie sich mit Genossen Gräschte, Bremerstr. 50, in Verbindung. WR. 60. Wenn Sie nach weisen können, daß das Institut feiner Verpflichtung nicht nachgekommen ist, so haben Sie nicht zu zahlen. 9. Pf. 35a. Krantenunterstützung, die ein Jahr zurückliegt, fanit keinesfalls des Wahlrechts berauben. Auch wenn Natenzahlungen für die Zahlung bewilligt find, liegt nach der richtigen Ansicht teine Armenunterstützung vor. Magistrat und Ober- Verwaltungsgericht sind indessen ent gegengesetzter Ansicht. Jedenfalls beantragen Sie Aufnahme in die Wählerliste. B. S., Weißenfee. Sie tönnen, wenn Ihre Angaben bewiesen werden, mit Aussicht auf Erfolg bei dem Berliner Gericht auf Schadensersatz flagen. 9999. Dazu genügt Schriftlichkeit ohne Behörde, ohne Polizei, ohne Notar, ohne Gericht. J. B. A. K. Die Geschenke mußten innerhalb sechs Monaten nach deren Hingabe flagend zurückgefordert werden. Indeß ist nach immer mehr verbreiteter zutreffender Ansicht Ihre frühere Braut unter den von Ihnen dargelegten Umständen zur Rückgabe überhaupt nicht verpflichtet. K. B., München. Solche Entscheidung besteht allerdings. Sie können folgendes Gegenmittel, das wir bereits 1893 empfohlen, an wenden. Sie miethen schriftlich gegen Entgelt den Saal, lassen von Eintritt der Polizeistunde ab nichts mehr ausschänken und verbieten durch Plakat und Ordner von da ab den Zutritt Neuankommender. Vorher bezahlte P. 2., Gräfeftr. 5. Bis spätestens am 15. Getränke bleiben im Saal. find Chambregarniſtuben zum 1.( nicht umgekehrt zum 15.) zu tündigen. G. 16. 1. und 2.: Ja. E. F. W., Rummelsburg. Die Gerichtstaffe tann Ratenzahlungen bewilligen, ist hierzu aber nicht verpflichtet. Wenden Sie sich an die Gerichtskaffe. K. H. Wenden Sie sich an das Vormundschaftsgericht mit einer Beschwerde wegen der Weigerung, die Genehmigung zu ertheilen. W. Eh. Ja. F. M. 7. Soweit ersichtlich, H. B., Abonnent 24. ist das Hospital und nicht Sie Erbe geworden. 1. Sie haften nicht. 2. Besorgen Sie sich einen zweiten Scheint. 0. Führen Sie Beschwerde. Schon beantwortet. E. L. St. Witterungsübersicht vom 24. Mai 1898, morgens 8 Uhr. Eine fittlich entrüstete Hausbesitzerin erschien als Privatbeklagte vor dem Schöffengericht. Sie hatte es als ganz selbstverständlich angesehen, einer Mietherin, die vom Kontrakt entbunden zu werden wünschte, eine nicht unbeträchtliche Abstandssumme abzuverlangen. Unter diesen Umständen zog es die Mietherin vor, die Wohnung zu behalten. Bald darauf entschloß sich die Wirthin, ihr Haus umzubauen, und nun lag es in ihrem Interesse, die Mietherin noch vor Ablauf des Kontrakts los zu werden. Die geschäftsfluge Wirthin spekulirte mu darauf, daß die Mietherin anfänglich eine Abneigung gegen ihre Wohnung gezeigt hatte, sie spielte sich als die Entgegenkommende auf und erbot sich, die Mietherin gegen Zahlung einer erheblich niedrigeren Abstandssumme ziehen zu lassen. Die Mietherin hatte aber jetzt keine Lust mehr, vom Vertrage zurückzutreten, ja sie forderte nun ihrerseits, als sie erfuhr, daß der bevorstehende Umbau eine vorzeitige Räumung der Wohnung nöthig machte, eine ziemlich hohe Abstandssumme. Die Dame war im Punkte des Geschäfts ihrer Wirthin vollkommen ebenbürtig. Nun famt aber aber die sittliche Entrüstung über die Hausbesitzerin. Sie gerieth wie sie vor Gericht sagte wegen der Forderung der Mietherin in große Aufregung, denn es sei ihr noch nicht vorgekommen, daß jemand in unseren Gesellschaftstreifen" aus einer Gefälligkeit, um die ihn der andere ersucht, ein Geschäft machen wolle. In dieser Stimmung schrieb sie einen Brief an die Mietherin, in welchem sie deren Verhalten als nicht mit den Regeln des guten Tones im Einklang stehend verurtheilt, und ihr vorwirft, sie habe Wetter- Prognose für Mittwoch, 25. Mai 1898. um schnöden Gelderwerbs willen Leben und Gesundheit ihrer Kinder Ein wenig kühler, theils heiter, theils wolkig bei schwachen nordwest: aufs Spiel gesetzt, indem sie, auf ihrem Kontrakt fußend, die D. 2. F. 1. Ja. 2. Während der Kirchzeit zu verbreiten, ist zulässig, lichen Winden und fortdauernder Gewitterneigung. Wohnung nicht räumte, obgleich mit dem Abriß des Hauses schon aber durchaus unzweckmäßig. Eine Verbreitung findet seitens der in der Am 23. Mai, nachmt. 24 Uhr, verstarb nach kurzem, schweren Leiden unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onfel, der Schankwirth Karl Wolff im 34. Lebensjahre, welches wir hierdurch allen Verwandten, Freunden und Bekannten statt jeder besonderen Meldung anzeigen mit der Bitte um stille Theilnahme. [ 3687b Die tiefbetrübten Eltern Heinrich Wolff, Wilhelmine Wolff geb. Schulz. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 26. Mai, nachm. 5 Uhr, von der Halle des Emmaus- Friedhofes aus statt. Zentral- Kraufen- u. SterbeStationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Swinembe. 754 Hamburg Berlin O. K. 169. Wenden Sie sich an den Ortsvorsitzenden der Offenbacher Frauenkasse, Herrn C. Heckel, Oranienstr. 180 III. Sattler. Leider schwebt die Sache noch in weiter Ferne. Sobald etwas Bestimmtes verlautet, werden wir darüber berichten. N. 1. Wir nehmen gern von Ihrer Meldung, daß der Mann Kabelich heißt, Notiz. Warum nennen Sie sich aber nicht mit Namen? F. E. Im Wahlkreis Bauch- Belzig- Luckenwalde ist von unserer Seite als Kandidat aufgestellt Gastwirth Ewald in Berlin. 66. v. 4. 1. Tragen Sie auf Nachlaßregulirung an. 2. Etwa Wiesbaden 200 Dollar. 3. Etwa 100 Mark. 4. An das Bezirkskommando und an das München gabe erforderlich, ob der jeßige Ehemann der Mutter der leibliche Polizeipräsidium. H. 22. Zur Beantwortung Ihrer Frage ist die AnBater des Kindes ist. 2. 1000. Der Vater des Kindes muß zahlen. IV.Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Süd- Ost.) Sonntag, den 29. Mai( 1. Pfingstfeiertag), in Jacob's Park- Restaurant, Treptow, Köpenicker Landstrasse: Gr. Früh- Konzert unter Mitwirkung der Gesangvereine Liberté, Männerchor Süd- Ost, Tonblüthe( M. d. A.-S.-B.), Dirig. Herr E. Pahl. Das Konzert wird ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Leitung des Dirigenten Herrn Grass. Kassen- Eröffnung 4 Uhr. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pfennig. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. 1215/7 kasse d. deutschen Wagenbauer. Programm an der Kasse gratis. Das Komitee. ( Bezirk VII.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß bas Mitglied Karl Zinnert am 23. d. m. verstorben ist. 36786 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung, Bantischler! Die Beerdigung findet Donnerstag, Mittwoch, den 25. Mai, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: den 26. d. M., nacht. 5 Uhr, von der für die Leichenhalle des Jakobi- Kirchhofes in Vertrauensmänner- Versammlung Branche der Bautischler. der Hermannstraße aus statt. Die Ortsverwaltung. Für die rege Betheiligung bei der Beerdigung unseres theuren Ent fchlafenen sagen wir allen, insbesondere d. Ver. d. Bert. Restaurateure, sowie den Brüdern unseren herzlichen Dank. Charlotte Mende u. Kinder. Warne hiermit jedermann, meiner Frau Bertha Nolte, geb. Gürtler, auf meinen Namen zu borgen, da ich keine Zahlung leiste. 36836 Hugo Nolte, Schulftr. 56 I. Restaurant zum Schwanenberg. Schönster Aufenthalt in Stralau. Hinter der Untergrundbahn. Großer Familiengarten, rund herum von Waffer umgeben. Voltsbelustigungen aller Art. Gr. Spielplätze, Kegel: bahnen, Kaffeeküche( Ausspannung). J. Hamann, Bafiwirth. 36675 erworbene 80/18 Wien 755 WSW 755 NW 755 758 W 754 Wetter 1 bedeckt 2 bedeckt Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Winds rigtung Windstärke Wetter 14 Saparanda 762 ONO 4wolfig 11 Petersburg 757 50 4hlb. bed. 16 Cort 3bedeckt 17 Aberdeen 5hlb. bed. 13 Paris 35lb.bed. 17 Achtung! V. Wahlkreis. Achtung Mittwoch, den 25. Mai, abends 8½ Uhr: 1wolfig 761 NNW 3 bedeckt Temp. n. C. 5° 6.= 4° R. 5 13 384 757 SSO 2 bedeckt 14 Berliner Wetterbureau. Außergewöhnl. günftige Kapitals. anlage! Mit 10000 M. Anzahlung vert. neu gebautes Haus, 2500 m. jährl.Ueberschuß. Off. X.3 Exp. d. Bl. Volks- Versammlung Keine im Saale des Schützenhauses, Linienftrake 5. Tages Ordnung: 217/5 1. Der Volkswille bei den nächsten Reichstagswahlen. Referent: Richard Fischer. 2. Diskussion. Umt zahlreiches Erscheinen ersucht Kaufen Sie Roverkonig welcher weltbekannt als Feinste Marke In Fahrrädern Catalog gratis Vertreter gesucht W.STABY Unna yw Tages- Ordnung: Die Durchberathung des aufgestellten Jung, Madaistr. 9, 1. Sfl. 4 Tr.[ 36886 Ein junger Hund zu verkaufen bei Grundtarifs und unser weiteres Vorgehen. Die Kollegen der Bautischlerbranche werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Vertrauensmann zu entsenden. Die Ortsverwaltung. Oeffentliche Bildhauer- Versammlung am Donnerstag, den 26. Mai 1898, abends 8½ Uhr, im Lokal Köpnickerstraße Nr. 62. Tages- Ordnung: 1. Aufstellung eines Kandidaten als Beisitzer zum Gewerbegericht. 2. Wie stellen sich die Antrager zur Aufstellung eines Tarifs? Vorschläge und Diskussion. 3. Verschiedenes. 20/13 Um zahlreiches Erscheinen, insbesondere der Antrager, ersucht Achtung, Der Einberufer. Bimmerer! Durch eine Annonce in der gestrigen Nummer des Vorwärts", unterzeichnet von der sogenannten Lohnfommission der Lokalorganisirten, werden fämmtliche Berliner Zimmerer aufgefordert, in einer öffentlichen Versamm lung, welche heute Mittwoch, den 25. d. Mts., stattfindet, zu erscheinen. Da eine einheitliche Lohnfommission für die Berliner Zimmerer nicht besteht, eine Verständigung aber in bezug auf die bekannt gegebene TagesVerpfändet gewesene und billig ordnung zwischen der Leitung des Verbandes und den Lokalisten nicht stattgefunden hat, nicht einmal die Gewerbegerichts- Beisiger der zentralen Richtung vorher davon in Kenntniß gesetzt worden sind, hat diese Versammlung teinerlei Bedeutung für die Berliner Zimmererbewegung und können Nach bindende Beschlüsse selbstverständlich dort nicht gefaßt werden. ben gemachten Erfahrungen ist vorauszusehen, daß auch in dieser Versamm wenig gebrauchte und neue erst- lung eine fachliche Diskussion nicht möglich ist und um den unliebsamen klassige deutsche und ameri- Borfommnissen der früheren Versammlungen aus dem Wege zu gehen, die kanische Herren- und Damen- Versammlung auch sonst keinerlei Zweck hat, ersuchen wir vor allem die Räder mit Jahresgarantie ver- Berbandsmitglieder, diese Versammlung nicht zu besuchen. kauft spottbillig Fahrräder, Concess. 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In kurzen Worten erläuterte Fendel der VerWiederwahl des sozialdemokratischen Kandidaten Genossen Robert sammlung den Zweck, weshalb der Tarif ausgearbeitet worden ist. Für den ersten Berliner Reichstagswahlkreis tagte am Schmidt am 16. Juni einzutreten. Nachdem noch bekannt ge- Ein Antrag, jeden Posten einzeln durchzuberathen, wurde anMo... ag Abend in Cohn's großent Saale eine zahlreich besuchte geben worden war, daß am Mittwoch in demselben Lokale eine Ver- genommen. Mit Kleinen Verbesserungen wurde der Tarif von der Wählerversammlung, in welcher Genosse Bösch über die Sozial- sammlung von unseren Genossen einberufen ist, wozu die Anhänger Versammlung angenommen, doch soll jede Werkstatt einen ausarbeiten, demokratie und die gegnerischen Parteien" sprach. Redner kritisirte anderer Parteien eingeladen sind, schloß der Vorsitzende Genosse aber den Grundtarif dabei im Auge behalten. Es waren seitens des das bestehende Neichstagswahlrecht, das den berechtigten Wünschen Drescher die Versammlung mit einem Hoch auf die wahre Ver- Obmannes 32 Werkstellen eingeladen, davon waren mur 20 Werkdes Volkes durchaus noch nicht entspreche, das aber dennoch von treterin der Demokratie, die Sozialdemokratie, in das die An- stellen erschienen. Zum Schluß forderte Kollege Ma a ß die Anden Reaktionären noch mehr verschlechtert werden würde, sobald sie wesenden begeistert einstimmten. wesenden noch auf, sich zahlreich der Organisation anzuschließen, denn nur die Mehrheit im neuen Reichstage erlangen würden. Im weiteren erörterte Genosse Pösch alle die wichtigen Fragen, wie Lokal eine außerordentlich gut besuchte Volksversammlung. Genosse In Tegel tagte am Sonnabend, den 21. Mai, in Müller's nur dann könne etwas erreicht werden. die Handelsverträge, das Koalitionsrecht, zu denen der nächste Reichstadthagen sprach unter großem Beifall der Versammlung über tag Stellung zu nehmen haben werde, wobei er die gegnerischen die bevorstehende Reichstagswahl. Eine im Sinne des ReParteien einer scharfen Kritik unterzog. In der Diskussion ergänzten die Genossen Täterow und Manasse in wirksamer ferats gehaltene Resolution gelang zur einstimmigen Annahme. Nachdem der Vorsitzende zur Einsichtnahme in die Wählerlisten aufWeise die Ausführungen des Referenten. Täterow belehrte die National- Sozialen dahin, daß der Grundsatz, daß des Volkes Wille gefordert und auf das Müller'sche Lokal aufmerksam gemacht hatte, das höchste Gesetz sei, sich immer mehr Geltung verschaffe, daß die das uns wieder zur Verfügung steht, wurde die Versammlung mit Sozialdemokratie aber dem sozialen Königthum" niemals in Wege einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. stehe, wenn es die Lage der Arbeiter zu verbessern bestrebt sei, daß dies vielmehr die Unternehmerklasse thue. Dem nationalsozialen Redner Herrn Frauendienst konnte Pößsch in seinem Schlußwort noch nachweisen, daß diese Partei in ihrem Wahlaufruf genau wie die reaktionären Parteien ein starkes Heer" verlangen gegen den„ inneren". Feind. Nach einem Appell des Vorsitzenden an die Anwesenden, eifrigst zu agitiren, schloß die Versammlung. " Verlammlungen. Bersammlung, welche bei Gründel, Brunnenſtr. 188, tagte, der Bericht ihres Delegirten Schneider vom Berliner Gewerkschaftsmit drückten ihr Einverständniß kongreß der lokalorganisirten Gewerkschaften Deutschlands entgegen den dort gefaßten. und Beschlüssen durch Annahme einer entsprechenden Resolution: Nachdem Most zum Vertrauensmann gewählt war, aus. wurden noch bon verschiedenen Rednern die Reichstagswahlen zur Sprache gebracht, und ihre Wichtigkeit für das Bäckergewerbe betont. Es wurde auch aufgefordert, speziell im 1. und 5. Kreis ordentlich mitzuarbeiten, damit der größte MarimalArbeitstags- Gegner, Herr Obermeister Bernard, aus dem Felde geschlagen würde. Die Zimmerer lokaler Richtung hielten am Sonntag eine öffentliche Versammlung bei Cohn, Beuthstraße, ab, in der zunächst Die Brauerei- Hilfsarbeiter hielten am 17. Mai im Englischen Schäffer den Bericht über den zweiten Kongreß der lokalorgani Garten eine öffentliche Versammlung ab, in der Schüler das einleitende sirten Gewerkschaften erstattete. Nach einer kurzen Diskussion gelangte eine Resolution zur Annahme, in der sich die Versammlung Referat übernommen hatte. In trefflicher Weise führte er es den Eine Volksversammlung des sechsten Reichstags- Wahl mit den Beschlüssen des zweiten Kongresses einverstanden erklärt. Anwesenden aus, daß die schlechten Löhne und die lange Arbeitszeit kreises fand mit geringer Betheiligung am Montag in der Kronen- Hierauf referirte Th. Fischer über: Streifunterſtügung und nur die Folgen des Indifferentismus seien. Ferner forderte Redner zu brauerei statt. Der Referent Genosse Borgmann hatte sich die Streikregulirung in den deutschen Gewerkschafts Organisa- der bevorstehenden Reichstagswahl sämmtliche Anwesende auf, ihren Frage: Was will die Reaktion und was wollen wir? zum Thema tionen". Die Ausführungen des Redners gipfelten im wesent- Pflichten nachzukommen. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. genommen. In scharfen und treffenden Worten stizzirte er das lichen darin, daß die Zentralverbände durch ihre fom- Bum Bunft 3 erstattete Franke als Gewerkschafts- Delegirter den Bericht. Verhalten sämmtlicher sogenannter„ regierungsfreundlichen" Parteien, plizirten und schwerfälligen Einrichtungen, sowie durch das Dem Delegirten wurde die Decharge ertheilt. Zum Punkt 4 Verund bewies, wie nach der historischen Entwickelung derselben, nur schablonenhafte Verfahren und durch den vorgeschriebenen, lang- schiedenes wurden vom Kollegen Lange die Mißstände im Arbeitsder kraffeste Egoismus stets die Triebfeder zu allen ihren Hand- wierigen Instanzenweg oftmals die Ausnutzung der guten Kon- nachweis der Ringbrauereien einer scharfen Kritik unterzogen. Weiter lungen gewesen sei. Heute habe man es allerdings nicht mehr mit junktur unmöglich machten. Jeder Branche und jedem Ort müsse die berichtete derselbe über die Brauerei Kinz u. Komp. In derselben den absterbenden und zerbröckelnden Mittelparteien dem Freifinn, volle Bewegungsfreiheit und das Selbstbestimmungsrecht belaffen sind die Klosets ohne Wasserleitung. Im Maschinenbetriebe er dem Nationalliberalismus und dem Zentrum allzu ernst zu nehmen, werden. Ein Rußen für die Berufsgenossen von der Organisation mangelt es in jeder Weise an einer Führung. Sogar des Sonntags sondern im bevorstehenden Wahlkampf hieße es sein Hauptaugenmerk auf sei nur dann vorhanden, wenn sich dieselbe auf den Ort beschränkt, würden dort Arbeiten verrichtet, welche nicht zur Aufrechterhaltung die gesammte konservative Gruppe der Junker, Bündler und Anti- die Berufsgenossen selbst durch beständige Sammlungen zu einem des Betriebes gehören. Auch von der Brauerei Friedrichshain wurden semiten zu richten, welche es mit den bisherigen indirekten Steuern Fonds, wozu auch die Unorganisirten veranlaßt werden müssen, für Klagen vorgebracht. Schüler führte diese Mißstände auf die nicht mehr genügen lassen möchten, sondern zu den augenblicklichen Sie Mittel sorgen, so daß sie, ohne erst die Genehmigung abwarten mangelhafte Organisation zurück; er ersuchte die Kollegen, dahin zu Viehsperren und Brotvertheuerungen gern noch den gänzlichen Fort zu müssen, die vielfach nur furze Zeit andauernde gute Konjunktur wirken, daß alle in der Brauerei Friedrichshain Beschäftigten sich fall, oder wenigstens eine Abänderung des allgemeinen Wahlrechtes ausnügen und überhaupt jederzeit in den Kampf eintreten können. Der Organisation anschließen mögen. durchzusetzen versuchen. Was aber die Sozialdemokratie wolle, Die nachfolgenden Redner äußerten sich im allgemeinen im Sinne Die Gravenre und Ziseleure der Filiale Berlin hatten am brauche er wohl nicht erst weiter auseinanderzusehen, deshalb fordere des Vortrages. Ohne Debatte wurde den ausständigen Maurern in 17. Mai in den Oranienhallen ihre Filialversammlung. er alle Anwesenden auf, mit allen Kräften für ihre Pflicht ein- Braunschweig die Summe von 200 M. zur Unterstützung bewilligt. schäftlichem erfolgte zunächst die Abrechnung der Vergnügungszutreten. Eine Diskussion folgte dem beifällig aufgenommenen Bekannt gegeben wurde, daß die Zimmerer bei dem Unternehmer fommission. Auf Antrag der Revisoren wurden die Mitglieder der Referat nicht. Im Verschiedenen beklagt sich Genosse Ullrich über Bischof zur Erringung des 60 Pf.- Stundenlohnes auf mehreren Kommission entlastet. Ein Antrag des Kollegen K., vor den Reichsden schlechten Besuch der Versammlung. Der Vorsigende machte Bauten die Arbeit eingestellt haben und im weiteren, daß bei der tagswahlen keine Versammlung der Filiale stattfinden zu lassen, sodann auf die am 5. Juni stattfindende Flugblattverbreitung auf- Union- Baugesellschaft systematisch Ueberstunden gemacht wurde abgelehnt. Nachdem hielt Herr Chemiker Wollheim einen merksam und fordert die Anwesenden auf, fleißig für die Parteipreffe werden. Am Mittwoch, den 25. d. M. findet bei Cohn eine öffent- lehrreichen, mit Beifall aufgenommenen Vortrag über:" Naturzu agitiren. liche Versammlung statt, die sich unter anderem auch mit diesen erkenntniß und Weltfortschritt"! Diskussion fand nicht statt. Vorgängen beschäftigen wird. In längeren Ausführungen forderte Schäffer zum Schluß die Versammlung auf, die Wählerlisten einzusehen, den Wahlvereinen beizutreten, bei den Wahlen für den Sieg der sozialdemokratischen Kandidaten einzutreten und in jeder Weise für die Ausbreitung der Arbeiterpresse zu wirken. rechnen fann. 4 Unter Ge Die Freifinnigen des fünften Wahlkreises hielten am Montag Der sozialdemokratische Agitationsverein für Groß- Lichtereine Wählerversammlung in der Brauerei Friedrichshain ab. Obwohl felde hielt am Dienstag eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab. sie als Zugkraft für diesen Abend einen Vortrag des Abgeordneten Nach Erledigung diverser Vereinsangelegenheiten brachte ein Mitglied Albert Träger boten, war die Versammlung doch nur verschiedene Unregelmäßigkeiten auf den durch den berühmten Bauvon etwa zweihundert Personen besucht. Recht refignirt schloß meister Mertens in Groß- Lichterfelde für die Gemeinde aufgeführten Herr Träger seinen Vortrag, indem er era an seine Zuhörer die Der Verein der Wäsche und Kravattenbranche hielt am Bauten zur Sprache. Die hierüber gemachten Mittheilungen werfen Aufforderung richtete: Thun Sie Ihr möglichstes, um recht viele Stimmen auf Ihren Kandidaten zu vereinigen. Wenn Sie auch nicht Mittwoch, den 18. ds. Mts., im Schützenhaus, Linienstraße 5, eine ein grelles Schlaglicht auf gewisse Verhältnisse in Groß- Lichterfelde. Agitationsversammlung ab, in welcher Frau Sanitätsrath Nach eingehender Diskussion wurde beschlossen, die bewußte Angedas Mandat erringen, so können wir unſere Niederlage mit dem Be- Schwerin einen Bortrag hielt über:„ Warum müssen sich die legenheit in einer späteren Versammlung zum Abschluß zu bringen. wußtsein tragen, daß ungünstige Verhältnisse, aber nicht unsere Schwäche Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschebranche organisiren?" Die Mit einem fräftigen Schlußwort an die Versammlung zur Unterdieselbe verschuldet haben. Auch aus der phrasenreichen aber inhalt- trefflichen, mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen der stützung der sozialistischen Presse und rastlosen Agitation für die Losen Rede des Kandidaten Dr. 3 wid, der seine Treue für Kaiser Rednerin fanden in der Diskussion ihre Ergänzung durch Trinks, bevorstehenden Wahlen schloß der Vorsitzende die Versammlung. und Reich besonders betonte, flang nichts weniger als HoffnungsHergt und Fräulein Beder. Letztere Rednerin führte Weißenfee. Gine öffentliche Maurerversamm freudigkeit heraus. Herr Caffel bemühte sich darauf, die frei besonders die miserablen Verhältnisse in den Fabriken von Be gas lung, die am 22. hier tagte, beschäftigte sich mit den Vorgängen finnigen Wähler wieder etwas aufzumuntern, indem er ihnen sagte, u. Rosenthal, von Eichenberg, die Aussichten des Freisinns im fünften Wahlkreise seien doch nicht u. BoB an. sowie bei Frize in der Maurerbewegung von Berlin und Umgegend. Gegen den Die Stadtverordnetenwahlen in der dritten Abtheilung noch bekannt, daß im Boß Jm Schlußwort der Referentin gab diese Beschluß der lokalorganisirten Maurer vom 18. Mai, wonach zu dem so gering. nächsten Monat ein unentgeltlicher Streiffonds der Berliner Maurer zu sammeln wäre, wendet sich die hätten gezeigt, daß ihre Chancen sich seit 1893 gebessert hätten. Stursus für Fabrikinspektorinnen hier eröffnet wird, in welchem Versammlung entschieden. Ferner wird beschlossen, nur für den Recht ungehalten war Herr Caſſel über die Aufstellung eines eigenen hervorragende Kräfte das Lehramt übernommen haben, und ersucht Zentralverband eintreten zu wollen. Das Gebahren der Lokalder letztere doch nur auf Stimmen aus dem freisinnigen Lager die an Schwindel grenzenden Manipulationen einiger sogenannter treiben. Um die Berliner Lohnkommission zu entlasten, war schon um rege Theilnahme an demselben. Im Verschiedenen wurde auf organisirten sei nur dazu angethan, einen Keil in die Bewegung zu Zuschneide Akademien hingewiesen, welche den jungen Leuten das im Jahre 1896 die Lostrennung der Weißenseer Maurer von den Der Wahlausschuß der deutschen Volkspartei hatte zum Lehrgeld abnehmen, eine Ausbildung aber nicht geben können, da sie Berlinern und zwar unter Zustimmung der damaligen LohnMontag eine Wählerversammlung für den fünften Berliner fein Material dazu haben. Als hervorragend auf diesem neuen Ge- fommission erfolgt. Die Versammlung erwartet daher, daß die Reichstags- Wahlkreis nach dem Alten Schützenhause ein- biete der Ausbeutungsmethode zeigen sich die Zuschneide- Akademie Lokalorganisirten ihren Beschluß, wonach sich das Streikgebiet und berufen, die sich durch den zahlreichen Beisuch unserer Parteigenossen von Rosalie Silber, Blumenstraße, und Maurer, Alexanderplatz. damit das Sammeln auch auf Weißensee erstrecken soll, zurückziehen zu einer recht interessanten gestaltete. Das Bureau wurde von sozial- Nachdem einem franken Mitgliede 30 M. Unterstützung zugebilligt und dies öffentlich erklären. Die Versammlung verpflichtet sich demokratischer Seite gestellt, nachdem das von der Volkspartei mit wurden, fand die Versammlung ihren Schluß. ferner, mehr als bisher darauf bedacht zu sein, jeden Weißenseer einer Vierfünftel- Majorität, die sich auf das von unseren Partei- Dte Freie Vereinigung der Mühlenarbeiter und verwandten Maurer dem Verbande zuzuführen. genossen vorgeschlagene Bureau vereinigte, abgelehnt worden war. Berufsgenossen Berlins und der Umgegend hielt am 8. d. M. Der Sozialdemokratische Arbeiterverein für Köpenick und Der Buchdruder Max Roß, der sich als Kandidat der deutschen im„ Englischen Garten" ihre diesjährige Generalversammlung ab. Umgegend hielt am 17. d. M. seine Versammlung ab. aber Boltspartei vorstellte, begann nun sein Referat und operirte in dem Nach dem Bericht des Vorsitzenden Schwarz wurden regelmäßig sprach über Herrn Hans von Oppen als Schriftsteller. An der Theile seiner Rede, der sich gegen den Freifinn wendete, monatlich die Mitglieder- Versammlungen abgehalten. Die Theil Diskussion betheiligten sich Silliges, Rigau, wait und zweifellos recht glücklich. Von der sozialdemokratischen Partei mußte nahme der Berliner Müller an ihrer Organisation ist eine laue a dewig. der Redner anerkennen, daß sie in jeder Weise die demokratischen und steht zu wünschen, daß zum mindesten die Mitglieder die Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 81/2 Uhr, Brinzipien hochgehalten habe. Gegen fie hatte er nur einzuwenden, Vereinsversammlungen besser besuchen, wie auch mehr wie bisher für im Vereinslokal Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Zusammenkunft. daß in ihrem Programm noch die Theorie des Kommunis- die Ausbreitung des Vereins Sorge tragen. Das Vereinsvermögen Samariterturfus der Arbeiter und Arbeiterinnen. Laut Vereinss Der Vorstand. mus aufgestellt ist, die längst von der Wissenschaft wider beläuft sich zur Zeit auf 240 M. In den Vorstand wurden gewählt: beschluß findet die Nachtpartie am 29. Mai nicht statt. legt worden sei, und deshalb, meinte der Redner, sei Ostwald, 1. Vorsitzender, Schwarz, 2, Vorsitzender, Anders, auch die Sozialdemokratie ebenso wie die freifinnige Kassirer, Röthig, provisorischer Schriftführer, Krause, AngerPartei zur Sammlung aller demokratischen Elemente ungeeignet. höfer Revisoren. Nachdem noch Wittmann, Krause und Weniger fachlich wie der Referent hielten sich die Diskussionsredner Ostwald mit energischen Worten die Kollegen zu größerer Bevon dieser Richtung, die da glaubten, das eigenthümliche Vorgehen thätigung ihrer Pflichten aufgefordert, fand die mäßig besuchte Verdieser Parteigruppe durch eine Anrempelung des„ Vorwärts" beschönigen sammlung gegen 7 Uhr ihren Schluß. Die Adresse des Vorsitzenden zu müssen, oder durch ihre Behauptung, daß die Vergesell- ist: Ostwald, Solmsstr. 44,. r. pt., und sind die Kollegen erschaftlichung der Produktionsmittel ein Unding sei, wovon sucht, sich in allen Vereinsangelegenheiten an diesen zu wenden. besonders die Bauern nichts wissen wollten. Für die Der Zentralverband der Konditoren hielt am 20. d. M. hart mitgenommene freifinnige Volkspartei verwendete sich seine Mitgliederversammlung ab. Nach Erledigung interner An- Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen ein Herr Lewi, der gegen die Aufstellung der Kandidatur von der gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: deutschen Volkspartei Einspruch erhob, sich aber über die Angriffe gelegenheiten wurden die Hamburger Anträge mit einiger Abänderung( Stuttgart, Diez Verlag) ist uns soeben die Nr. 11. des 8. Jahrgangs zu Das preußische gegen seine Partei ausschwieg, dafür jedoch die Sozialdemokratie angenommen. Als Kandidat zu den Gewerbegerichts- Wahlen wurde weutterpflichten im Wahlkampf. Von Lily Braun- Berlin. Pigusch einstimmig aufgestellt. nach dem alten Rezept anzapfte, die sich einerseits gemausert habe, lung ist auf Freitag, den 3. Juni festgesetzt. Die nächste Mitgliederversamm- Abgeordnetenhaus und die Frage des Frauenstudiums. Von Paul Hirsch. Die Magd. Von Richard Dehmel.( Gedicht.) Feuilleton: Dies andererseits ihre wahren Endziele, die so fürchterlich sind, gegenIm Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt am wärtig noch verberge, da sich sonst die große Masse von der Redner der Sonnabend, den 21. Mai, in den Oranienhallen Herr Grempe schädliche Folgen industrieller Frauenarbeit.- Frauenarbeit auf dem Gebiete ihr abwenden würde. Im weiteren gab einen in anregender Form gehaltenen Vortrag:" Plaudereien über der Industrie, des Handels und des Verkehrswesens. Vereins: und Ver daß die freisinnige übrigens tostenlosen Meinung Ausdruck, Boltspartei im fünften Wahlkreise bestimmt wieder fiegen eine freiheitliche Weltanschauung". Die Diskussion hierüber war eine fammlungsrecht. Frauenbewegung. Die Sozialistischen Monatshefte( Redaktion und Verlag: Berlin C., werde.( Herr Träger ist, wie an anderer Stelle zu ersehen, weit sehr lebhafte. Unter Vereinsangelegenheiten tam Grundmann weniger fiegesgewiß. Red. d.„ Vorw.") Von unseren Parteigenoffen auf die neuerdings stattgefundene Maßregelung Kleinlein's zu Steinstr. 11) haben soeben ihr 5. Heft erscheinen lassen. Dasselbe enthält betheiligten sich an der Diskussion Wels, Engler, Maaß und sprechen; die Absicht des Fabrikanten- Ringes fei unleugbar die, alle ein sehr charakteristisches Porträt von Eleanor Marr, nebst einer Dr. Weyl, die in eindrucksvoller Weise gegen die Angriffe auf die diejenigen aufs Pflaster zu werfen, welche sich in irgend einer Stizze aus der Feder von W. Liebknecht. Ferner wird in ihm die ArtikelSozialdemokratie polemisirten, die für uns günstige Situation völlig Weise durch Vertretung der Arbeiterinteressen bei den Unter- serie über den Stand der sozialistischen Bewegung in den einzelnen Kulturbeherrschten und das fonderbare Vorgehen der deutschen Boltspartei, nehmern mißliebig gemacht haben und welche sich der feitens staaten, die in früheren Heften bereits den Sozialismus in England, Franks reich, Italien, Spanien, Desterreich, Ungarn, Polen und Queensland bes die in legter Stunde, um eine weitere Zersplitterung zu veranlassen, einen des Ringes geplanten Einführung der Arbeitsordnung, des Arbeits- handelt hat, fortgesetzt durch eine Studie über die russische Arbeiters „ Kandidaten der Sammlung" aufstellt, gebührend kennzeichneten. nachweises und" Normal- Arbeitstages" hinderlich in den Weg stellen bewegung. In demselben Hefte eröffnet Paul Kampffmeyer eine Reihe Von den Rednern, von denen unter anderem darauf hingewiesen wurde, könnten. Es sei endlich an der Zeit, daß alle Kollegen fich dem von in sich geschloffenen Aufsätzen, die in ihrer Gesammtheit eine fritische daß die Sozialdemokratie auf grund ihres Programms auch unter Verein anschließen, jeder ein Agitator in seinem engen Kreise sei, Untersuchung und Neu- Formulirung der theoretischen Grundlagen und der bäuerlichen Bevölkerung jetzt schon eine große Anhängerzahl auf- um so ein festes Ganzes zu bilden, welches im stande ist, die Maß- praktischen Forderungen des sozialdemokratischen Partei. zuweisen hat, die bei den nächsten Wahlen in noch mehr ländlichen nahmen dieses Unternehmer- Verbandes zu nichte zu machen und ver- programms bieten sollen. Der Inhalt des Seftes ist insgesammt der folgende: Nikolai Kolossow: Der Sozialismus in Rußland. Kreisen den Kandidaten der sozialdemokratischen Partei zum Siege hindern kann, daß der Arbeiter zu einem willenlosen Ausbeutungs- Dr. Conrad Schmidt: Ueber das eherne Lohngesek. Wilhelm wurden verhelfen wird, Des weiteren mehrere Programm- objekt herabfinte. Die Versammlung nahm einstimmig den Antrag iebtn echt: Eleanor Marr.- Paul Kampffmeyer: Ueber den Volkspartei punkte der deutschen fritisch erörtert. In an, dem Kollegen Kleinlein für die Zeit seiner Arbeitslosigkeit die Einfluß der sozialen Macht des Proletariats auf die ſtaatlichen Inſtitutionen. feinem äußerte sich Schlußwort die übliche Maßregelungsunterstützung zu gewähren. Ferner wurde beReferent auf Anfrage, wie sich seine Partei bei einer etwaigen Stichwahl verhalte, fannt gemacht, daß eine am Montag nach Pfingsten stattfindende Demokratie.- Prof. Alfonso Asturaro: Die praktische und die daß er dies nicht beantworten könne, weil dies„ taktisch unklug" ge- öffentliche Versammlung fich mit den Maßnahmen des Ringes be- theoretische Moralwissenschaft.- Prof. Enrico Ferri: Die Mikroben Rundschau: Aus der Zeit. Bücher. handelt wäre. Das Resultat, mit dem die Einberufer wahr schäftigen wird. Der Preis des elegant ausgestatteten Heftes beträgt 50 Pf.; pro Quartat bon den Verscheinlich nicht sehr zufrieden sein werden, Eine öffentliche Bautischler- Versammlung tagte am 16. Mai 1,50 m. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Posts Von der Kommission war ein Grundtarif anstalten. handlungen war schließlich, daß gegen kaum ein Dutzend Stimmen im Kolberger Salon. der = vor Eingelaufene Druckschriften. Die Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das 35. Heft des 16. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir herSozialphilosophische Irrgänge. Von Heinrich Cunow. arbeitenden Klassen in Berlin und die städtische Fürsorge. Von Dr. C. Hugo. Was die Arbeiter in der Schweiz lesen. Von Dionys Zinner. Literarische Rundschau. Feuilleton: Donatienne. Von René Bazin. Autorisirte Uebersetzung aus dem Französischen von Ina Bach.( Fortfetzung.) Braun und Klara Zetkin: Weibliche Fabrikinspektoren. Reinen. Von Dorothee Goebeler.( Fortsetzung.) Notizentheil von Lily Gesundheits Dr. Hans Müller: Biele und Mittel der Sozialreform in der der Verbrecherwelt. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Mittwoch, den 25. Mai. Opernhaus. Der Evangelimann. Phantasien im Bremer Raths: teller. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Ein Sommer nachtstraum. Anfang 72 Uhr. Urania Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Deutsches. Der Biberpelz." Anfang Passage- Panopticum. 712 Uhr. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 712 Uhr. Goethe. Maria Stuart. Anfang 71 1hr. Berliner. In Behandlung. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die Dummen. Anfang 8 Uhr. Unter den Linden. Der Obersteiger. Anfang 72 Uhr. Neues. Villa Gabrièle. Anfang 7% 115r. Residenz. Momentaufnahmen. Vor: her: Nach Hause. Anfang 8 Uhr. Central. Dorf und Stadt. Anfang 8 11hr Ostend. Der Stabstrompeter. Anfang 7 1hr. Belle- Alliance. Wein, Weib, Gesang. Anfang 8 Uhr. Luisen. Der Mann im Monde. Anfang 8 1hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. $ Heinrich Heine. Eine Taffee Thee. Anfang 8 Uhr. Alexanderplats. Leona's Fehltritt. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor Eintritt 50 Pf. mittags ab. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches 36 schwarze Mädchen aus unseren afrikanischen Kolonien. Vorstellungen 12, 5, 6, 7, 8 und 9 Uhr. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan der Waldmensch" von der Insel Borneo, 12 Met. hoch. Salambo, die schöne Schlangenbändigerin. Invalidenſtrake 57/62. Täglich Brauerei Friedrichshain 7 Ausstellungssaal und Vorträge. Passage Panoptikum. 36 Togo: Mädchen. Apollo. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. dieichshallen. Spezialitätent. Anfang 7 Uhr. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Mittwoch: Die Dummen. Donnerstag: Blaues Blut. Freitag: Galeotto. Central- Theater Alte Jakobstr. 30. 17. 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