Mr. 122 Kboimements-Zedingungen: BbonniMtnlS- Preis pränumerando; «ierteltährl. S,Z0 MI., monail. 1,10 Ml., wöchentlich 28 PIg. frei ins Hau«. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags, Nummer mit tllustrtrter Sonntags» Beilage„Die Neue Welt" 10 Psg. Post- Abonnement: 3,30 Marl pro Quartal. Eingetragen tn der Post- Zettung», Preisliste für ISSS Ustter Bt. 75"6. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 2 Marl, für da» übrig« Ausland 3 Marl pro Monat. Erschewk liglich außer M anlag«. Devlinev Volksblstt. 18« Jahrg. DI» Jnftrtwns- Gebühr beträgt für die fechsgefpalten« Kolonelzelle oder deren Raum«0 Pfg., für BeremS- und Versammlungs-Anzeigen, towte ArbettsmarN 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis t Uhr nachmittag« in der Srpedition abgegeben werden. Die Srpedttton ist an Wochentagen bi« 7 Uhr abend«, an Sonn» und Festtagen bi» s Uhr vormittag» geössnet. Fernfprrcher: Ami I, Ar. 1508. Delegramm-Adresf«: ,.So,t»1d,mostr»l»erlin". Zentrawrgan der sozialdemokratischen Partei Dentschtands. Redaktion: 3W. 19, Beuttz Straße 2. Freitag, den 27. Mai 1898. Expedition: LW.19� Beuth-Stratze 3. Partei Kunterbunt. Die Antisemiten haben sich gründlich abgewirth schaftet. Wenn je einmal ängstliche Gemüther gesürchtet hatten, die Ahlwardt, Böckel, Liebermann v. Sonnenberg und so weiter würden im deutschen Parlament einen bestimmenden Einfluß auf die Regierung und Gesetzgebung erlangen, so haben die Antisemiten selbst dafür gesorgt, daß solche Befürchtungen ein für allemal ausgeschlossen sind. Die antisemitischen Parteien haben sich selbst unter einander abgeschlachtet. Man ist versucht, diese gegenseitigen Abschlachwngen auf den Charakter der Persönlichkeiten zurückzuführen, die der antisemiti schen Partei zuzählen, aber so wahr es ist, daß unter den antisemitischenAbgeordnetenLeute ganz zweifelhafterQualitäten sind, so halten wir es doch für verkehrt, die persönlichen Ver stöße einzelner Antisemiten auf das Konto der Parteien selbst zu rechnen. Die antisemitische Bewegung würde auch mit den besten Führern in Deutschland heute keinen Grund und Boden mehr finden können. Man hat einmal den Antisemitismus den S o zialismus der Dummen genannt; und es gereicht Deutschland zur Ehre, daß sein Volk sich von diesem Sozialismus nicht mehr einfangen läßt. Es ist eben sehr schwer, dem deutschen Bauern, dem deutschen Handwerker, dem deutschen Kaufmann mit Erfolg einzureden, daß nur die jüdischen Viehhändler, daß nur die jüdischen Konkurrenten an seinem sozialen Darniederliegen schuldig seien. Und sobald dem Antisemitismus die Berchtigung seiner Judenhetze ge nommen ist, so bald hat man ihm auch die Zähne aus gebrochen. Dank der starken EntWickelung der Sozialdemokratie sind die Antisemiten selbst schon genöthigt, bei der Aufstellung sozialer Forderungen auch den christlichen Fabri- kanten, den christlichen Wucherer den Juden an die Seite zu stellen. Wenn man das letzte Pro gramm der Antisemiten vom Jahre 1895 auf seine Stellung zu den Juden durchsieht, so beschäftigt sich der größere Theil der Forderungen mit allem andern, nur nicht mit den Juden. Plagiate aus dem sozialdemokratischen, nationalliberalen und konservativen Programm bilden den wesentlichen Inhalt des antisemitischen Programms. Da findet sich ein Kuddelmuddel von Anschauungen innerhalb der anti semitischen Parteibildungen, der zeigt, daß die Angehörigen der antisemitischen Gruppen aus den verschiedenartigsten politischen Elementen zusammengewürfelt sind. Nichts beweist das deutlicher, als die Haltung der Antisemiten bei den ver schiedenen Abstimmungen im Parlamente. Wir wollen hier nur einige Fälle anführen. Nach einer Uebersicht der nationalliberalen Korrespondenz vom November 1895 bis inklusive Juni 1897 haben etwa 45 namentliche Abstimmungen stattgefunden. Bei diesen 45 Auszählungen ergab sich, daß von den 16 Antisemiten etwa iminer nur die Hälfte, genau 8,4, anwesend waren, und zwar fehlten von der anderen Hälfte die meisten ohne Entschuldigung. Die wenigen„deutsch sozialen Reformer", die an den namentlichen Abstimmungen theilgenommcn haben, sind aber keineswegs einig gewesen. Einnial, am 22. Juni 1896, wußten sie überhaupt nicht, wie sie abstimmen sollten. Als an diesem Tage über den sozial- demokratischen Antrag verhandelt wurde, wonach die Kranken- Versicherungspflicht durch einen Paragraphen des Bürgerlichen Gesetzbuchs eingeführt werden sollte, fehlten 13 Mitglieder, und die anwesenden 3 enthielten sich der Abstimmung. Und fünfzehnmal stimmten diese Reformer lustig wider ein- ander;»vir greisen zur Jllustrirung nur folgende Einzelfälle heraus: Für das Bürgerliche Gesetzbuch stimmte einer, 6 enthielten sich der Abstimmung, 9 fehlten. Am 20. März 1897 stimmen 13 für, 2 gegen die Bewilligung des Panzerschiffes„Ersatz König Wilhelm". Beim Margarinegesetz stimmten 9 für, 1 gegen die Trennung der Margarine-Verkaufsräume, sechs fehlten. Für die Handwerkerorganisation stimmten 2, 11 da- gegen, 3 fehlten. In sozialpolitischer Beziehung wissen die Leutchen garnicht, was sie thun sollen. Zwar schwatzen sie auch davon, daß sie„ein gutes Herz" für die Arbeiter hätten. Aber auch nur die geringste That können sie nicht aufweisen. Wo immer Arbeiter ihre Interessen verfochten, traten ihnen die Antisemiten in den Weg. Im Kampfe gegen die winzige Bäckereiverordnung des Bundesraths standen die „Reformer" in erster Reihe. Wo es gilt, den Arbeitern das Versammlungs- und das Koalitionsrecht zu verkümmern, immer waren sie dabei, während sie in ihren Reden und in ihren Zeitungen sich als Freunde jenes Rechts auffpielten. Wie sollte diese Partei auch etwas Ernstliches für die Arbeiter übrig haben, da sie sich selbst mit Vorliebe als eine Partei des M i t t e l st a n d e s bezeichnet. Unter Mittelstand verstehen die Antisemiten aber— sofern sie sich überhaupt etwas Klares unter diesem Schlagwort vorstellen— die Leiter der Mittelbetriebe, die kleineren und mittleren Kapita- listen. Diese wollen sie schützen gegen das gefräßige Groß- kapital. Das ist aber eine Sisyphusarbeit und gerade die letzte Legislaturperiode hat bewiesen, wie aussichtslos ein solches Unterfangen ist. Die Antisemiten schimpfen auf den unlauteren Wettbewerb und Herr Liebermann von Sonnen- berg wird selbst wegen dieses Vergehens, begangen noch dazu gegen ein jüdisches Geschäftsunternehmen, vom Gericht ver- urtheilt. Sie wollen den Befähigungsnachweis für das Handwerk und Steuern auf den Großbetrieb. Derweilen aber sinken immer zahlreichere Mittelexistenzen ins Proletariat hinab und die Maßnahmen, die zur Erhaltung des„Mittelstandes" dienen sollen, schlagen häufig in ihr Gegentheil um. Zugleich wiederum schädigen die Antisemiten den Hand- werker, den sie angeblich fördern wollen, aufs schwerste durch ihre Agrarpolitik. Da sie alle Leute glücklich machen wollen, warum nicht auch die Landwirthe? Um diese zu stärken, haben sie sich völlig dem Programm des Bundes der Landwirthe verschrieben, so daß das neue agrarische Hand- buch die Kandidaten der deutsch-sozialen Refornipartei als un- bedingt vertrauenswürdig, noch vertrauenswürdiger als selb st die konservativen Kandidaten an- preist. Die Antisemiten sind nicht nur gegen die Handels- Verträge und für Erhöhung der Schutzzölle, sondern auch für den Antrag Kanitz und alle extremsten Forderungen des Junkerthums, durch deren Verwirklichung gerade der Mittel- stand im Handel und Gewerbe schwer geschädigt werden würde. Indem so die Antisemiten nach echter Demagogenart es allen recht machen wollen, läuft ihre Politik schließlich darauf hinaus, daß das, was sie dem einen bieten, das dem andern gegebene Versprechen aufhebt, so daß als Fazit 0,0 heraus kommen muß. Dem Arbeiter versprechen sie Schutz, aber der Kleinbetrieb, den sie auch schützen wollen, kann den Arbeiter schütz am schwersten gewähren. Dem Handwerker und Kauf' mann versprechen sie Schutz, aber schädigen ihn durch Brot vertheuerung, die sie der Landwirthschaft zusagen. Der kleinen Bauern wollen sie sich annehmen, aber bringen sie immer tiefer herab, indem sie die verderbliche Politik der indirekten Steuern für den Militarismus mitmachen und fördern. Durch solche völlig unreife Bestrebungen ist diese Partei der allgemeinen Lächerlichkeit bei allen ernsthaften Politikern ver fallen. Aber man darf nicht nur über sie lachen, denn durch den Lärm, den sie macht, durch die großen Phrasen, mit denen sie rückständige Bcvölkerungselemente benebelt, leistet sie der Reaktion werthvolle Dien st e. Sie nennt sich „Refornipartei", ist aber thatsächlich eine der allerreaktionärsten Parteirichtnngen. Von den Konservativen unterscheidet sie sich eigentlich nur dadurch, daß die Konservativen ihr reaktionäres Herz wenigstens einigermaßen offen zeigen, während die Antisemiten ihre volksfeindlichen Gelüste unter einem Schwall dröhnender Worte heuchlerisch zu verstecken bemüht sind. Aber selbst in ihren eigenen Reihen hat das Bewußtsein von der Oede der antisemitischen Bestrebungen und von der Werthlosigkeit ihrer Bethäfigung Platz gegriffen. Professor Förster sagte sich los von der Partei, indem er sein Urtheil über die bisherigen Fraktionsgenossen wörtlich dahin zusammen- faßte: „Gerade in der sozialen Politik fehle cS noch an der rechten Stellmignahine. Mittelstand und Mittelstand, darauf sitzen wir fest, ohne daß recht ersichtlich wird, was wir wollen und was wir nicht wollen.... Stillstand und Mangel an Leben überall! Oder zu viel Leben, das heißt oberflächlicher Natur mit verbrauchten Schlagworten! Welchen Werth hat die Zugehörigkeit zu einer solchen Partei!" Dieses Statut des Professor Förster trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist daher auch sicher, daß die deutsch-soziale Refonupartei bei der bevorstehenden Wahl sehr mäßig ab schließen wird. Sie wird vielleicht in einigen rückständigen Kreisen, wo bisher der dumpfe Konservativismus allein herrschend war, Erfolge erzielen, wogegen auch nichts ein zuwenden ist, weil auf diese Weise wenigstens etwas politisches Leben in den konservativen Sumpf kommt. Aber wo die Bevölkerung bereits politisch einigermaßen durchbildet ist, da kann die„Reformpartei" nichts ausrichten, und wo sie bei der vorigen Wahl einige Erfolge erreicht hat, da wird sie dank der von ihr in der vergangenen Legislaturperiode bewiesenen Unfähigkeit am 16. Juni zurückgeworfen werden.— Alle, die deS Königs Rock getragen haben!— will das Flugblatt Nr. 6 des Wahlvereins der Deutschen Konservativen für die Reaktion einfangen. Irgend ein abgethaner Offizier, der vor der Front sein Redetalent entdeckt hat, schnarrt hier seine„Kameraden" in sehr unangebrachter Weise an. Vatcrlandslose Gesellen, Ehre im Leibe. Rock des Königs, Friedensstörer, mit Gut und Blut für König und Vaterland— man kennt diese abgenutzten Sprüchlein nun bis zum Ueberdruß. Auch wir fordern die Kameraden auf, das Vaterland nicht„ver- schimpfiren" zu lassen— durch eine blöde Reaktionsherrschaft, durch Ausnahmegesetze und Freiheitsbeschränkungen aller Art. Auch wir wünschen: Lieb Vaterland magst ruhig sein — vor neuen Steuerplänen, vor neuen agrarischen Beutezügen. Auch wir rufen: Gegen den inneren Feind— nämlich die Aus- beutung und Unterdrückung in jeglicher Form. Für das„Volk in Waffen" hat zudem die Sozialdemokratie durch ihre ftirchtlose Kritik aller Uebcrgriffe von Dicnslvorgesetztcn mehr gethan, wie alle Konservativen. Manschmäht die„Revolution". Aber wenn die konservative Junkerwirthschaft nicht vor der fran- zösischcn Revolution zusammengebrochen wäre, gäbe es heute in der Armee noch Stockprügel und Spietzruthenlaufen. Also, wer Ehre im Leibe hat... An alle deutschen Beamten! wendet sich das Flugblatt Nr. 7 des Wahlvereins der deutschen Konservativen. Die Beamten werden darin wie angestammtes konservatives Stimmvieh von oben herab behandelt; im hochmüthigsten Tone wird aus ihrem Diensteid die„Pflicht" hergeleitet, konservativ zu wählen. Der Reichspostmeister v. Podbielski habe im Reichstag ausdrücklich erklärt, er werde gegen alle diejenigen Beamten wegen Verletzung des Diensteides vorgehen, welche direkt oder indirekt die Sozialdemokratie fördern. Indirekt thut das aber nach dem konservativen Flugblatt die gesammte bürgerliche Linke, vielleicht auch das Zentrum, das allerdings nicht besonders genannt wird. Nun wissen aber die Beamten, was von ihrer verfassungs- mäßig gewährleisteten Wahlfreiheit nach konservattver Anschauung noch übrig bleibt. Es ist wie beim Petitionsrecht; auch die Konser- vativen müssen es wohl oder übel anerkennen; macht jedoch der Beamte davon Gebrauch, so denunzirt man ihn wegen unbotmäßigen Verhaltens seiner vorgesetzten Behörde, damit sie disziplinarisch gegen ihn einschreitet.— Natürlich ist es erlogen, daß der Diensteid den Beamten' irgendwie in seiner Abstimmung festlegt. Die Regie- rung beansprucht nur, daß der p o l i t i s ch e Beamte nicht auffällig gegen die Regierungspolitik agitiren solle. Wie viele Land- räthe hätten jedoch ihren Diensteid gebrochen, wenn sie gegen die Handelsvertragspolitik der Regierung nicht einmal hätten wählen und stimmen dürfen. Also auch der Beamte ist ein gleichberechtigter Staatsbürger und darf wählen, wie es ihm seine Ueberzeugung eingiebt. Wieviel neue Stenern? Die Sammlungspresse geberdete sich im höchsten Grade ent- rüstet, als neulich die„Franks. Ztg." von 200 Millionen neuer Ein- nahmen infolge der geplanten Zoll- und Steuerreform gesprochen hatte. Nun schrieb aber seinerzeit die„Post", lediglich über die Getrcidezoll-Aenderung: Eine Erhöhung der Getreidezölle ist bei Ablauf der Handels- Verträge aus wirthschaftlichen Gründen unabwendbar; kehrt man auch nur zu den alten Sätzen zurück, so kann auf eine von Jahr zu Jahr rasch steigende Mehreinnahme von nahezu 50 Millionen Mark gerechnet werden. 60 Millionen mehr, allein aus den Getreidezöllen, und zwar bei der mäßigsten Voraussetzung: daß man nämlich„nur" zu den alten Sätzen zurückkehrt. Das läßt die Schätzung der„Franks. Ztg." gar nicht so unrichtig erscheinen.— Uebrigcns, 50 Millionen Zollauffchlag auf das eingeführte Getreide sind etwa 500 Millionen Preis- aufs ch lag für heimisches und fremde? Korn. Alldentschcr Vortrag gegen daS ReichStagSwahlrecht. Kolonial- und Flottenschwärmer, Vorsitzender deS„Alldeutschen nationalliberalen Partei als Reichstags- kandidat aufgestellt worden. Es wäre recht interessant zu erfahren, wie der Herr Vorsitzende des„Alldeutschen Verbandes" sich zu den von dem Verbände offiziell herausgegebenen Flugschristen, insbesondere zu der tiefsinnigen Broschüre eines Dr. Johannes llnold:„Ein neuer Reichstag Deutschlands Rettung" sMünchen, I. F. Lehmann, 1898) stellt. Dieser Herr Dr. llnold hat, wie er poetisch schildert, ivenn er„unter den wein- und epheuumrankten Säulen« gängen seines fernen Heims dort am Fuß der Hochkordillere einsam auf und ab lvandelte", über den„unleugbaren Niedergang deS inneren politischen Lebens" in Deutschland tiefe Seelenbekümmerniß empfunden, und im Lauf der Zeiten auch nach bewährten Mustern treffliche Abhilfe gefunden. Es muß geschaffen werden ein„neuer Reichstag, der daseinsoll, d i e g e r e ch t e V ertr etun g aller Werth- vollen Interessen, eine Schule d e u t s ch en B ür g er- sinnS, ein Bollwerk unserer Freiheit, ein Tempel unserer Einheit, ein Denkmal lebendiger Staats- gesinnung, kurz, der weise, würdige Senat deutscher Nation". Was hinter diesen volltönenden Pauken- schlügen, die ganz den echten alldeutschen Klang haben, steckt, ist nichts anderes, als das Begehren nach Abschaffung des bestehenden demokratischen Wahlrechts in Deutschland. Auf diesem heute nicht mehr ungewöhnlichen Wege ist alles zu kuriren. Der ver- hängnißvolle Jrrthnm, der„die gerechte Vertretung aller werthvollen Interessen" bisher verhinderte, war nämlich, daß das bisherige, gleiche Wahlrecht, die Vertretung der Massen- und Volksinteressen. die offenbar lange nicht so„Werth- voll" wie die der mit höherem Geldwerth ausgestatteten„besitzenden und gebildeten" Klassen sind, in unbequemem Matze begünstigt hat. Herr Dr. Unold hat seinen Plan, wonach die Stimmen(das heißt iin wesentlichen doch daS Geldgewichtjder Stimmen„gewogen", und nicht mehr„gezählt" werden sollen, natürlich fix und fertig in der In Leipzig ist Professor Hasse, Kr und in dieser seiner Eigenschaft Vorsitz Verbandes" von der nationallib nicht mehr„gezahlt" werden sollen, natürlich fix und fertig m ver Tasche. Man iheilt die Bevölkerung nach Berufsgruppen ein, und giebt jeder Gruppe soviel Stimmen, daß das werkthäfige Volk von vornherein niemals die Majorität im Parlament erhalten kann, und, uni dem Ganzen dann die Krone aufzusetzen, werden den 525 Vertretern der Berufsgruppen noch 105 Ge- wählte der„unparteiischen" Intelligenz, zu welchen„Un- parteiischen" in erster Reihe„sämmtliche Beamte"( I) gehören, zu- gefügt. Für den Fall aber, daß daS Vaterland diesen genialen Ge- danken nicht dankbarlichst akzeptirt, und unbelehrbar an dem all- emeinen gleichen und direkten Wahlrecht festhält, droht Herr Dr. ioh. Unold, der als ehenialigerVillenbcsitzer an dcnKordilleren sich süd- amerikanischen Rechtsbegriffen vorzüglich akklimatisirt zu haben scheint, mit der„rettenden That", dem Staatsstreich von oben. Was sagt Herr Professor Hasse und die alldeutschen Herren der rechtsstehenden Parteien, vor allem die uationalliberalen Kollegen des Herrn Professor Hasse zu dieser erheiternden Kraftprobe„all- deutscher" Gesinnung? Monate sind verflossen, seitdem diese Schrift erschienen und kein„nationales" Blatt hat gegen diese Vorschläge und ihre Tendenz protestirt l Die Agrarier und daS ReichStagSwahlrecht. Während die Konscrvatircn in ihrem„Handbuch" kein Hehl daraus machen, daß das Reichstagswahlrecht der konservativen Aus- fassuug keineswegs entspricht und'auf die Dauer unhaltbar ist. sucht das agrarische Handbuch möglichstes Dunkel über die Stellung der Agrarier zum Reichstagswahlrecht zu verbreiten. Weder in dem Ar- tikel„Reichstag" noch in dem Artikel„Wahlrecht" findet sich eine Bemerkung, die darauf schließen läßt, daß die Agrarier Feinde des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlrechtes sino, es sei denn, daß man einen solchen Schluß aus der behaglichen Breite zieht, mit der das„bemerkenswerthe" ächsische Wahlrecht auf grund des Gesetzes vom 27. März 1896 aus- geübt wird. Doch darf man sich über diese anscheinend absichtliche Lücke in dem Handbuch nicht über die wahren Pläne der Agrarier " Das Bündlerblatt täuschen lassen, denn an einer Stelle, wo man es nicht vermuthet,| Blatt, um Argumente gegen die Sozialdemokratie aufzutreiben, bis Ostpreußen die Agitation in so umfangreichem Maße betrieben unter dem Artikel Landtage", finden sich einige Bemerkungen, die ins graue Alterthumn zurückklettern muß. worden als diesmal. Hoffentlich wird der Erfolg nicht ausbleiben. für den Wahlkampf wohl zu beachten sind, da daraus deutlich hervorgeht, daß die Agrarier sich nicht nur mit Wolfsausbeutungs-, sondern Wahlunfreiheit in Heffent. auch mit Voltsentrechtungsplänen tragen. An der betreffenden fordert mit Recht wiederholt, daß das Zusammentreffen von Militär- Zur Wahlbewegung. Anläßlich der in verschiedenen Stelle wird die Forderung der Einführung des allgemeinen geheimen übungen mit dem Wahltag vermieden werden solle. Dabei ist recht beffischen Orten vorgekommenen Flugblätter- Beschlagnahmungen und Wahlrechts für die Landtagswahlen als nicht wünschenswerth und charakteristisch, daß die Deutsche Tageszeitung", wie sie mittheilt, Versammlungsbehinderungen und Erschwerung der Wahllisten ein allgemeines, direktes Wahlrecht ohne gleichzeitige gefez ausschließlich von Reserve Offizieren Buſchriften erhalten Korrekturen, hat die sozialdemokratische Frattion im liche Festlegung einer Wahlpflicht als ein Unding bezeichnet. hat, in denen Klage über jenen Mißstand geführt wird. Die Bündler Hessischen Landtag den dringlichen Antrag eingebracht, die Ebenso wird der Gedanke, daß zur Ausübung des Wahlrechts rühmen sich immer, auch Vertreter der Bauern zu sein. Dieser Fall Regierung zu ersuchen: 1. die Feierabend- Verordnungen eine gewisse Leistung an Steuern verlangt werden muß, nicht ohne aber zeigt von neuem, was längst bekannt, mit welchen gesellschaft für Wahlversammlungen bis zu den Stichwahlen außer fraft zu weiteres verworfen. Es wird zugegeben, daß einzelne Wahlsysteme lichen Kreisen die Bundesbrüder Beziehungen haben. Die kleinen fetzen; 2. den Kreisämtern, Bürgermeistern und niederen Polizeideutscher Staaten eine Erweiterung der Rechte des Volkes wohl ver- Leute danken gewiß davor, der Deutschen Tageszeitung" ihr Ver- Organen die reichsgesetzlichen Bestimmungen zum tragen können, aber eine solche Erweiterung der Rechte dürfe nicht trauen zu schenken. Schutz der Wahlbewegungsfreiheit neuerdings einzuschärfen. lediglich zu gunsten der Proletariermassen stattfinden, sondern vor Der Antrag ist durch Aufzählung der vorgekommenen gesezwidrigen allem müßte sie dem Mittelstande zu gute kommen. Wie das ges schehen soll, darüber schweigt sich das Handbuch aus. Interessant Eingriffe begründet und dürfte die Zustimmung der Kammer finden. Unregelmäßigkeiten bei Aufstellung der Wählerlisten wäre es mur, zu erfahren, ob sich die Nationalliberalen, die sich dem werden immer wieder gemeldet. In Greiz ist für die ganze Bunde der Landwirthe verkaufen, auch auf seine Forderungen beSchloßgemeinde vergessen worden Wählerlisten auszulegen! Da in züglich des Wahlrechts verpflichten müssen. der Schloßgemeinde vornehmlich höhere Beamte wohnen, so darf man sich doppelt wundern, daß keiner der Herren das Bedürfniß empfand, sich nach der Liste zu erkundige, nivodurch das Versehen aufgeklärt worden wäre. = nahme einrichten. -O Ehrliche Konservative. Das Wahlrecht kann auf ehrliche, gefeßliche Weise mur geändert werden, wenn die Wähler an sich selbst politischen Selbstmord üben wollent. Zentrumstaftit. eigenen Kandidatur abzusehen und sofort int ersten Wahlgange für In einigen Wahlkretsen hat das Zentrum beschlossen, von einer den Kandidaten der freisinnigen Volkspartei einzutreten. Es handelt sich um folche Streise, wo, wie in Lennep- Mettmann, durch die befondere Bentrumskandidatur der Sammelpolitiker mit der Sozial demokratie in Stichwahl kommen könnte. Durch den Verzicht auf die eigene Kandidatur foll dagegen der Freisinnige in die Stichwahl Die konservativ nationalliberale Presse ist äußerst ergrimmt ob dieses Verhaltens des Zentrums. Wenn das Zentrum so handele, dann sei es nicht„ national", dann hätte es das Lob der Thronrede durchaus nicht verdient. liberalen! Von der Agitation. Es giebt auch Konservative, die sich fiber die wahltaktischen Rücksichten hinwegfeßen und fich offen als Gegner des herrschenden kommen. Reichstags Wahlrechts bekennen. In einer fonservativen Wählerbersammlung im Hotel zum Schwan" zu Delitzsch erklärte der Einberufer Major v. Busse, der auch den Vorsitz führte, daß das jezige WahlIn Lüdenscheid sprach am Dienstag Abend Dr. Lütgenau fyftem nicht so bleiben tönne, wie es sei Vorvor einer start besuchten Versammlung über die Ziele der SozialTäufig fei freilich an eine Henderung nicht zu denken. Auch der parteilichen Mehrheit zu befördern. Es will seine ausschlaggebende Das Zentrum aber hat keine Luft, die Bildung einer kartell- demokratie. Kandidat der Konservativen, Bergwerksbefizer Bauermeister, erklärte, Die Parteigenossen in Birna vertheilten ein Flugblatt in daß er vorläufig teine Veranlassung habe, sich dem herrschenden Stellung im Reichstag nicht verlieren. Wenn einmal Realtion be- einer Auflage von 35 000 Exemplaren. In Eschwege gelarglen daß er vorläufig keine Veranlassung habe, sich dem herrschenden trieben werden soll, dann, so denkt das Zentrum, fönnen wir 20 000 Exemplare zur Vertheilung. System entgegen zu stellen; je nachdem sich die Dinge in dieser Antrieben Im Wahlkreis Görlig wird die Agitation von unseren Partei gelegenheit weiter entwickeln würden, würde auch er seine Stellung Schwarzen es ebenso gut wie die Konservativen und Nationalgenossen recht eifrig betrieben. Bereits sind zahlreiche Versamm Das militaristisch- agrarische Zentrum. lungen, die recht gut besucht waren, abgehalten worden und die Bei der Berathung der Militärvorlage von 1898 fagten sich zweite Auflage eines Flugblattes in 36 000 Gremplaren verbreitet. Die sächsische Amtshauptmannschaft 12 Mitglieder des Zentrums von der ablehnenden Haltung ihrer Grimma hatte nach einander mehrere Versammlungen, die unter Die Freifinnigen und das allgemeine, gleiche, geheime Partei los, unter ihnen neben dem Freiherrn v. Huene besonders freiem Himmel tagen sollten, verboten. Auf erhobene Beschwerde und direkte Wahlrecht. Graf Ballestrem und Dr. Porsch. Diese militärb ewilligungsPolizeiliches aus Ostpreußen. Ant vergangenen dent Die Freifinnigen sind erbost darüber, daß ihnen in dem Hand- lustigen Elemente des Zentrums mußten bei der folgenden Wahl hat die Kreishauptmannschaft diese Verbote aufgehoben. Marktbuch für sozialdemokratische Wähler nur platonische Liebe für das nach der Auflösung fast durchgängig überhaupt auf eine Kandidatur Sonntag wurden drei Flugblattvertheiler in Reichstags- Wahlrecht nachgesagt wird. Daß sie aber, wie in so verzichten, sie hatten sich unmöglich gemacht. flecken Brandenburg im Wahlkreis Heiligenbeil bis zumt Jetzt aber tauchen die Herren wieder auf. Auf einer Ver- Montag früh eingesperrt. vielen anderen Fragen, auch in dieser Frage im Ernstfalle wie ein trauensmännerversammlung, die am Donnerstag in Breslau statt plötzlich vom Gendarm und einem Mann, der sich in dessen Begleitung Zivei von unseren Genossen wurden Taschenmesser zusammenklappen, beweisen u. a. die Verhand- fand, wurde Dr. Porsch wieder aufgestellt und ebenso Graf befand und sich später als der stellvertretende Amtsvorsteher ents Iungen des Landtages von Sachsen- Meiningen über den Entwurf der neuen Gemeinde- Ordnung vom 16. März Ballestrem; letzterer in dem dem Zentrum sicheren Kreiſe Lublini- puppte, angehalten. Einen unserer Genossen packte der Stellvertreter 1897, die in den Städten das allgemeine und gleiche Stimmrecht des Amtsvorstehers fest am Kragen, zog denselben hin und her, aufhebt und dafür ein Steuer- Stimmrecht einführt, wonach auf den dabei knirschend:" Ihr Hunde! Ihr Hunde!" In barscheſtem Ton gewöhnlichen Bürger eine Stimme, auf den, der über 15 Mark wurden unsere Leute für verhaftet erklärt; der Gendarin eröffnete Steuern zahlt, 2 Stimmen und so fort bis 10 Stimmen kommen. Dieser Vorgang ist höchst bemerkenswerth. Graf Ballestrem ist den beiden, daß er von der Schußwaffe Gebrauch machen würde, Bei der Debatte über diesen Entwurf erklärte sich ein Theil der für alle Forderungen des Militarismus zu haben und dazu aus- wenn sie einen Fluchtversuch unternehmen sollten. Mit der größten Freifinnigen mit den Menderungen einverstanden, ja, der freisimmige gesprochener Agrarier. Das Zentrum, das vor einigen Jahren noch Entschiedenheit verbaten sich unsere Genossen jede beleidigende und Abg. Georgii warf sogar denjenigen seiner Parteigenossen, die eine solche Persönlichkeit abstoßen mußte, ist mittlerweile durch Be- beschimpfende Aeußerung, protestirten gegen ihre Festnahme, fügten sich der Vorlage nicht zustimmen wollten, vor, sie fürchteten sich, daß willigung der Flottenvorlage für die Ballestrem und Porsch reif aber schließlich. Es ging mun nach dem Bureau des Amtsvorstehers. ihnen das freisinnige Mäntelchen von der Stirn genommen werden Dort fand sich der Gemeindevorsteher ein, der sich ebenfalls bes möchte", und sein Parteifreund, der Abg. Swaine, bezeichnete es sie vom Hauptorgan des„ voltsfreundlichen" Zentrum mit besonderer ließ. Die Blätter, welche unsere Leute so lange unter dem Arm Vor 5 Jahren konnten die Herren nicht kandidiren, jetzt werden leidigende Redensarten gegen die Verhafteten zu schulden kommen ausdrücklich als nothwendig, den befizenden Klassen ein höheres Freude begrüßt. Stimmrecht zu geben. Maßgebend für dieses sonderbare Verhalten So ändert sich die Zeit. Für das Zentrum, das Regierungs- getragen hatten, wurden ihnen nun abgenommen; das Zählen der Freisinnigen war die Furcht vor der Sozialdemokratie, und das in Gegenivart der Besizer wurde verweigert. Die Legiti mag denn auch die Veranlassung dafür gewesen sein, daß selbst die- partei geworden, ist freilich ein Graf Ballestrent als eine auch bei mationen( Paß, Steuerzettel u. s. w.) wurden nicht anerkannt. jenigen Freifinnigen, die sich ursprünglich gegen das Steuer- Hofe präsentable Persönlichkeit von hohem Werthe. Stimmrecht aussprachen, schließlich doch der reaktionären Vorlage zustimmten. 31. Oftober 1895 war zu lesen: Ballestremt mit besonderer Frende begrüßt". Die„ Germania" erklärt, daß sie den Wiedereintritt des Grafen geworden. Vändler kontra Zentrum. Die beiden Ges Die Beamten erklärten, die Bapiere könnten ja gestohlen sein. Als sie den Beamten ihre Gesetzesunkenntniß vorhielten, wurde Der bisherige Reichstags- Abgeordnete des Wahlkreises Neisse, ihnen drohend befohlen, den Mund zu halten. Der stellvertretende Amtsvorsteher erklärte, daß eg ihm Spaß mache, Reichstags- Wahlrecht und Nationalliberale. der zur Zentrumsfraktion gehörige Horn, hat sich auf das Sozialdemokraten einzusperren. Die Köln. Voltsztg." theilt noch folgendes Bitat aus der Köln. Programm des Bundes der Landwirthe nicht ganz 8tg." mit, die jetzt so thut, als ob ihre Partei stramm für die Er- berpflichten wollen. Infolge dessen hat der Bund einen offen wurden in die Dorfflause eingesperrt und später geſellte haltung des Wahlrechts eintrete. In der Köln. 8tg." vom eigenen Kandidaten, den Gemeindevorsteher Beier aus Groß- Neun- fich auch der dritte Flugblattverbreiter hinzu, der gleichfalls Erft verhaftet worden war. am Montag früh wurden dorf, aufgestellt. Bemerkenswerth hierbei ist, daß der zur Mit der Reform des Reichstags- Wahlrechts beschäftigen sich Bentrumsfraktion des Abgeordnetenhauses ge- die Inhaftirten entlassen. Das ist ein Bild geradezu unglaublicher zwei Flugschriften. Otto Klingelhöffer, Reichs- Wahlgesez, und der hörige Graf Strachwig als Mitglied des Bundes Polizeizustände, wir werden aber nicht eher raften und ruhen, bis freitonservative Abg. Schreiber, Wider die Gleichheit im Wahlrecht, den Voriis geführt hat, in der die Standidatur Beier's be- solche Zustände des Polizeiregiments beseitigt sind. Reichstags Kandidaturen. treffen darin zusammen, daß sie vollkommen zutreffend schlossen wurde. in der Gleichheit des Stimmrechts den wunden Aufgestellt wurden in den beiden Breslauer Kreisen vom Punkt unseres Wahlsystems ertennen" u. f. w. Bentrum Stadtverordneter Oczipka; in Pleß- Nybnik vom Damals standen bekanntlich die Reichstagswahlen nicht vor Zentrum Rechtsanwalt Faltin; in Dessau von den Bündlern und der Thür. Jetzt spricht man anders. Konservativen v. Niepenhausen. Die gute ,, Tante Bok" 29 987 Stimmen brachte. Was sagen die dem Zentrum angehörend en Gegner der Sammlungspolitit zu diesen merkwürdigen Machenschaften? Wie sollen sich da die Wähler auf das Zentrum verlassen können, wenn schon vor der Wahl derartige Dinge möglich find? Die Bündler haben die Nationalliberalen gesprengt, mit bestem Erfolge setzen sie die Arbeit nun beim Zentrum fort! Zentrum und bayerischer Banernbund. Offpreußisches. = Politische Uebersicht. " von Die freisinnige Volkspartei hat in Rudolstadt ihre Kandidatur zu gunsten der freisinnigen Vereinigung zurückgezogen Teistet sich in ihrem heutigen Abendblatt einen garnicht üblen Scherz. und erwartet das gleiche von der freisinnigen Vereinigung in Sie schreibt: Sondershausen. " Der Wahlkampf im Kreise Teltow Beestow- Stortow Die Bauernbündler in Bayern machen dem Zenirum schwer zu Die demokratische Colmarer Zeitung Volks. Charlottenburg eröffnet der freisinnigen Bolts- fchaffen. Als Kampfmittel gegen dieselben ist jept in Augsburg ein partei" wendet sich wendet sich mit Entschiedenheit gegen die partei mit immer mehr steigender Sicherheit die Aussicht, in" Politisches ABC- Büchlein" erschienen, welches die„ Germania" sehr ihren Straßburger Parteigenossen unterstützte Sammelkandidatur die Stichwahl und dadurch zum Siege zu ge- empfiehlt. Das Büchlein schildert, was das Zentrum alles für die des Justizraths Riff im Wahlkreis Straßburg- Stadt langen." Banern gethan habe und noch thun wolle. Ob's die bayerischen und bezeichnet Riff als den Flügeladjutanten Petri's", des 1893 wurden in dem Kreise Teltow- Beeskow- Storfow- Charlotten- Bauern glauben werden? Vaters der fürzlich im Landesausschuß durchgedrückten reichsburg 18 487 fonservative, 8258 freifinnige, 7786 antisemitische Stimmen ländischen Umsturzvorlage. Das Durcheinander im Lager abgegeben; der sozialdemokratische Kandidat erhielt 31424 Stimmen wird jezt von Tag zu Tag und siegte mit 36 380 über den konservativen Kandidaten, der es auf Parteien beendet und ein Mischmaschlandidat nominirt. Während die größer. Königsberg. Endlich ist auch hier der Handel der bürgerlichen der bürgerlichen Sammler" Eine Partei nach der andern wendet sich von der AllerDie Vereinigung der nichtsozialistischen Darnach ist klar, daß ebenso wie in Teltow- Beeskow, so auch ich die, Stonservativen, Nationalliberalen und die Mitglieber der Parteien, die mit so vieler Mühe zu ſtande gebracht war, büfte freisinnige Volfspartei an ihrem Kandidaten Dr. Krieger festhält, haben weltskandidatur Riff ab. in Berlin IV und Berlin VI der freifinnige Kandidat mit steigen In Erstein Molsheim der Sicherheit die Aussicht hat, in die Stichwahl zu kommen und rath Frenzel- Berlin als Kompromißkandidaten geeinigt. proflamirten die Klerikalen die Kandidatur des Pfarrers Delfor reisinnigen Vereinigung auf den Geheimen kommerzien nummehr endgiltig gesprengt sein. dadurch zum Siege zu gelangen". Der Scherz der Tante Boß" ist aber um so netter, als gerade vativen für den Mitbegründer des Vereins gegen Ein herrliches Schauspiel, die bündlerisch gefärbten Sonfer- in Nordheim. Der Wahlkreis Saargemünd- Forbach hat in der freisinnige Kandidat für Teltow- Beeskow reiche Talente besigt, lebergriffe, eintretend! agrarische der Person des Direktors der Saaralbener Salzwerke, Baron Xavier Die Sammelpolitik zeitigt doch die v. Schmid, nunmehr auch einen Sammelkandidaten erhalten gegen zahlreiche freifinnige Wähler ins antisemitische Lager hinüber- widernatürlichsten Bündnisse. Die Nation alliberalen jubiliren unsern Genossen Kaufmann Emmel in Saargemünd. zuführen. Freifinn im Anskneifen. über diesen glücklichen Griff, wie sie ihn nennen, während die Voltsparteiler mit ihrem Dr. Krieger Trübsal schwitzen und heulmeiernd Die Freif. 8tg." greift aus der reichen Fülle der Vorwürfe, auf den fürzlich zwischen den Parteileitungen der beiden Freifinns die wir ihrer Partei machen mußten, einige wenige heraus und richtungen abgeschlossenen Paft hinweisen, wonach, wenn in einem Berlin, den 26. Mai. sucht dieselben durch künstliche Dentelungen zurückzuweisen. Das Streis von einer freisinnigen Richtung ein Kandidat nominirt ist, die ganze Gerede der Freis. 8tg." ist aber offensichtlich nur darum ge andere Nichtung von einer eigenen Kandidatur abschen soll. Da von lichen Feststellungen läßt sich jetzt folgende Uebersicht über die Das belgische Wahlergebnis. Auf grund der amtredet, damit fiberhaupt etwas geredet werde. Denn thatsächlich einem Aufgeben der Kandidatur Frenzel wohl keine Rede sein muß die Freis. 8tg." alles zugestehen, was wir ihr nachgejagt fann, bleibt der freifinnigen Vollspartei wohl nichts übrig, als ihren von den vier Parteien des Landes bei den Wahlen erzielten haben. Sie gesteht zu, daß freifinnige Männer in Kiel das Nom Dr. Krieger aufzugeben und mit dem zusammengeschmolzenen Fähne Stimmen geben. Hiernach haben die Satholifen munal- Wahlrecht verschlechtert haben. Sie gesteht zu, daß freisinnige fein ihrer Getreuen zum Heerbann der Sammler zu stoßen, wenn 373 573 Stimmen, die Liberalen 167 274 Stimmen, die Männer für das Sozialistengesetz gestimmt haben. Sie gesteht zu, sie den neuen Partei- Utas nicht verlegen will. Aber sie werden es Sozialisten und Radikalen 332 341 Stimmen und daß die freisimmige Wollspartei für die Ausdehnung der Militär ja nicht thun, denn sie halten fest an dem Traum, daß sie berufen die Christlichen Demokraten 44 168 Stimmen erGerichtsbarkeit auf die Kontrolltage eingetreten ist. Bezüglich des find, der Sozialdemokratie das Mandat zu entreißen. Die Sammler halten. Verglichen mit den letzten im Jahre 1894 stattKonfettionsarbeiter Ausstandes endlich macht sie lediglich einige mit ihrem Frenzel jagen demselben Traumgebilde nach. Sie werden gehabten Wahlen haben die Katholiken 23 317 Stimmen und Berlegenheitsworte. Alle diese unangenehmen Dinge sucht die Freis. 8tg." aber Im Landkreis ist die Situation noch immer nicht far. Aus die Liberalen 76 423 Stimmen verloren, dagegen haben die dadurch ihren Parteigängern schmackhafter zu machen, daß sie die- der Kompromißkandidatur ist bei den Konservativen nichts ge- Sozialisten und Radikalen 84 658 Stimmen und die Christfelben mit fräftigen Schimpfworten wie„ aus dem sozialdemokratischen worden; die Bündler treten mit voller Kraft für ihren Kandidaten, lichen Demokraten 17 315 Stimmen gewonnen. Insgesammt Lügenjack" begleitet. Das Schimpfen beweist aber nur die Ohn den Grafen Dohna Wundladen, ein. Der Graf Dön erhielten die Oppositionsparteien 543 783 Stimmen, während macht, etivas fachlich Wirksames gegen unsere Darlegungen vor- höff soll aber, wie verlautet, durchaus nicht Lust haben, sich von die Regierungspartei nur 373 573 Stimmen erlangt hat. zubringen. den Bündlern bei Seite schieben zu lassen, so daß eine konserWahlhumor. vative Doppelkandidatur bisher noch nicht ausgeschlossen er- Der weiße Schrecken in Italien. Aus Genua wird Unserer rührigen Agitation in dem Kreis werden uns unter dem 23. Mai geschrieben: Die Berl. Neuest. Nach r." bringen heute einen besonders scheint. Die Polizei fährt fort, zu hezzen und zu provoziren. In Savona amüsanten Beitrag für den Wahlkampf. Sie haben es auf den die größten Schwierigkeiten bereitet. Unseren Flugblattverbreitern sozialdemokratischen Zukunftsstaat" abgesehen und, wohl um die gegenüber scheint alles gestattet zu sein. Fortwährend werden den find heute früh unter einem großen, höchst lächerlich wirkenden AufDemokratie in ihrer Schlechtigkeit und den Sozialismus in seiner Genossen die Flugblätter weggenommen, geben sie diefelben nicht gebot von Polizisten und Karabinieri die sozialistischen und republikaJa ein Gendarm in nischen Zirkel aufgelöst, ihre Papiere durchsucht und die Lokale geAussichtslosigkeit aufzuweisen, leitartikelt das Blatt in Anlehnung an willig heraus, dann wendet man Gewalt an. einen Aufsatz Prof. Adler's über die Demokratie im alten Athen Neuendorf erlaubte sich sogar, einem Genossen, der sein Rad am schlossen worden. Keine lebende Seele war in ihnen zu sehen: zer= und über den Kommunismus bei Plato. Krug stehen hatte, in seiner Abwesenheit die Radtasche zu öffnen und firscht hörten die Wände die Verlesung des Auflösungsdekrets an. Uns dünkt der Wahlkampf nicht die richtige Zeit, um die mannig die darin enthaltenen Flugblätter und Stimmzettel an sich zu nehmen. Dann ging's zu den üblichen Haussuchungen, mit dem üblichen fachen geschichtlichen Irrthümer des Artikels aufzuzeigen. Wir be- Doch nicht genug mit dem Fortnehmen der Blätter, man beliebt negativen Resultat. Auch in Ventimiglin wurde durch eine Aufgnügen uns, das Blatt daran zu erinnern, daß nicht nur die auch noch, die Bertheiler einfach stundenlang in die Klause zu lösung des Verbandes der Gerber dem inneren Frieden gedient, Athenische Demokratie die thatsächlich eine Oligarchie war ein werfen. Mit diesen Mitteln hoffen die Konservativen den Ansturm desgleichen in Portomaurizio durch Schließzung aller sozialistischen Vereine der Provinz, Haussuchung 2c. Im ganzen brachte der Ende gefunden hat, sondern auch viele duzende Monarchien und der Sozialdemokratie noch abschlagen zukönnen. Ueberhaupt ist die Angst der Konservativen in Ostpreußen vor heutige Tag mehr als 30 hiesigen Genossen die Ehre eines polizeiAristokratien aus allerlei Ursachen zusammengebrochen sind; darum werden wir uns doch vor derartigen oberflächlichen Vergleichen dem Eindringen der Sozialdemokratie in ihre festen Domänen bei lichen Besuches. Wozu das alles in Gegenden, in denen fein Schuß gefallen, zwischen Athen und der Gegenwart, wie sie die Berl. Neuest. Nachr." dieser Wablbewegung eine ganz außerordentlich große. Selbst Graf belieben, wohl hüten. Kaniz muß in seinem Wahlkreise von Krug zu Krug fahren und von Unruhen nichts gespürt worden ist? Ja, darum dreht es sich So tomisch der Einfall der„ Berl. Neueft. Nachr." auch ist, so Bersammlungen abhalten. Die Herren haben aber auch allen Grund ja gerade: bis zu einem Schuß, bis zu einer Spur von Unruhen hat er doch auch seine ernstere Seite. Es ist bezeichnend, daß das zu der Angst, denn noch bei keiner Wahl ist von unserer Partei in muß es tommen, eher giebt die Polizei nicht Frieden, so lange geht " am 16. Juni aus ihrem Traum gerissen werden. bie freche, fchamlofe Provozirung weiter; giebt's nebenbei noch Stassen binnen 14 Tagen nach Bustellung auf Kosten des Beschuldigten einmal| Wiener Landesgericht in einem analogen Falle, welcher den Abvon Arbeitervereinen zu beschlagnahmen( in der Gesellschaft zu im„ Haderslebener Kreisblatt" zu veröffentlichen. gegenseitiger Hilfeleistung in Sampierdarena geordneten Wolf betraf, der Beschwerde dieses Abgeordneten gegen nach dem Muster Mazzini's gegründet, sind 10 000 2. beschlagnahmt worden), so einen Strafvollstreckungsbeschluß des Bezirksgerichtes Neubau stattnimmt sie das auch noch mit, so nebenbei. gegeben hat. " 1 Man sieht, es giebt in Deutschland noch milde Nichter. Die Ste Die Steuervorlagen find endgiltig für diese Session des bayerischen Landtages zurückgestellt. Der Minister will den start angefochtenen Gewerbesteuer- Entwurf nochmals revidiren. Fleischversorgung der Armee. Die Amb. Volfsztg." will bestätigen fönnen, daß nunmehr allen Ernstes der Verfuch gemacht werden soll, den Bedarf der bayerischen Armee an Schlachtvieh mir durch einheimische Produkte zu decken. Desterreich- Ungarn. Graz, 25. Mat. Der Gemeinderath beschloß eine gegen die Degradation der Reserve Offiziere, gegen die Ernennung musikalischen Aufführungen der Stapelle des bosnischen InfanterieGleispachs zum Ober- Landesgerichtspräsidenten und gegen die Regiments in Graz gerichtete Resolution, welche als geeignetes mittel zur Wiederherstellung des früheren guten Verhältnisses zwischen Zivil und Militär die Verlegung des bosnischen Regiments in eine andere Garnison empfiehlt. Frankreich. Aber der Hauptzweck ist, die Ruhe zu stören, die unbequeme Ruhe in Provinzen, wo Sozialisten sind. Man glaube mir ja nicht, es handle sich um eine mit Blindheit geschlagene Reaktion, man chikanire nur so aus Liebe zur Sache. In Ligurien giebt's keine Reaktion, die Polizei müht sich ab, erst eine Aftion" zu schaffen, auf die man dann reagiren könne. Der leitende Gedanke ist einer bont den herzlich dummen", und und verwünscht gescheidten". Blind ist mant nicht, man sieht fogar sehr gut, denn in dieser fortwährenden Provozirung herrscht System, die Budapest, 25. Mai. Oesterreichische Delegation. Lemberg, 25. Mai. In Przemysl, wo bereits gestern Nach ist organifirt, gut, fein und schlau organisirt, während die Un- Armann( Antis.) sprach fürßerabminderung der Heereslasten. Schueder mittag mehrere hundert beschäftigungslose Maurer begonnen hatten, ruhen in den anderen Provinzen so wenig geplant und geordnet betonte die Nothwendigkeit der deutschen Sprache als Armeesprache. Der die Brotbuden und Bäckereien zu plündern, wiederholten sich, nachwaren, wie ein Gewitter. Aber das paßt der Regierung nicht in Kriegsminister Edler von Krieg hammer antwortete dem das Militär die Ruheftörer zerstreut hatte, die Ruheſtörungen ihren Kram, worauf soll sie ihre Reaktion gründen? Der Hunger eingehend auf die vorgebrachten Wünsche, bezeichnete eine Einschränkung abends in geringem Masse, wurden jedoch von der Polizei bald wird nicht erträglicher durch beschränkte Breßfreiheit, auch hat man des Bräsenzstandes und eine Verringerung der Uebungen als unmöglich unterdrückt. nie gehört, daß mit dem Versammlungsrechte ein übermäßiger Appetit und hob hervor, in der Armee kenne man feine nationalen Unterschiede und verbunden gewesen wäre. Man will jegt beweisen, daß es nicht teine Religionsunterschiede; alle Soldaten würden gleich behandelt. Hungerrevolten waren, die Italien bewegten, die Männer, Weiber und Die Dienstsprache müsse aufrecht erhalten werden; gerade in bewegten dem Rasfationshof und, falls die Beschwerde Zola's abgewiesen wird, Paris, 26. Mai. Der Prozeß 3ola dürfte Ende Juni vor Kinder waffenlos den Gewehrläufen, den Kanonen entgegenwarfen. Beiten müsse auf dieses Bindemittel großes Gewicht gelegt werden. Mitte Juli vor das Versailler oder aber vor das Pariser SchwurEs war eine organisirte Bewegung! Und etwas so absolut Abfurdes Die Militär- Strafprozeß- Ordnung sei ausgearbeitet und liege bei gericht gelangen. Oberst Picquart erklärt im" Siècle" und in will die Regierung den Gutgesinnten aufbinden! Ja, wer eine den betreffenden Ressortministern; sie werde sodann den gesetz der" Aurore" gegenüber den Drohungen Esterhazy's, wenn er überBewegung organisirt hätte, wer so hunderte seiner Mitmenschen gebenden Körperschaften der beiden Reichshälften wehrlos, zwecklos in den Tod geschickt, der müßte ein Frre oder werden. Was das warme Nachtmahl für die Soldaten angehe, so welches jeder Bürger befize, der sich in der Nothwehr befinde; aber beiden Reichshälften unterbreitet fallen werden sollte, werde er von dem Rechte Gebrauch machen, ein Scherge der herrschenden Klasse sein, den müßte ein unstillbarer fei geplant, an zwei Wochentagen Konserven, an den übrigen er werde nicht vergessen, daß er die Pflicht habe, das Leben EfterHaß gegen das Proletariat beseelt haben. Hätte man die überall aber ein Nachtmahl nach der Disposition der Truppen zu berab hazy's zu respektiren. Dieser Mann gehöre der Juſtiz und er schlummernden Kräfte organisiren wollen, so wäre wahrhaftig reichen. Bezüglich der zweijährigen Dienstzeit müsse hervorgehoben( Picquart) würde eine Schuld auf sich laben, wenn er ihn der Justiz etwas Anderes daraus geworden, als eine werden, daß dieselbe ohne Erhöhung des Nefrutentontingents nicht Mezelei unbewaffneter Proletarier. Aber die möglich wäre. Regierung will das nicht einsehen, für sie ist es nothwendig, Lagerhäuser lägen ebenso im Interesse der Armee wie der Die landwirthschaftlichen Genossenschaften und entzöge. eine Organisation zu erfinden, Holland. denn sonst wäre ja gar Produzenten. Nachdem noch Nitsche für die Erhöhung der Offiziersnoch die traurige wirthschaftliche Lage Schuld, und an dieser pensionen eingetreten war, wurde das Ordinarium sowie das hat ein Telegramm vom Generalgouverneur der Niederl.- Indischen Amfterdamt, 28. Mai.( Eig. Ber.) Das Kolonial- Ministerium die Regierung: es könnte jemandem einfallen, wirthschaftliche Extra- Ordinarium des Heeresbudgets angenommen. Hierauf wurde Kolonien publizirt, wonach aus Pedir, einem der Atjeh- Staaten, Reformen für nöthig zu halten! Und darum stichelt und provozirt das Marinebudget berathen. v. Senese bed hob die Wichtigkeit der fleine Banden aufrührerischer" Eingeborenen in Groß- Atjeh gefallen die Polizei in den ruhigen Landschaften, namentlich in Ligurien und Kriegsmarine für den überseeischen Handelserport hervor und sprach sind und daß deshalb jetzt eine Expedition nach Bedir aufgebrochen Sardinien, daß es nur seine Art hat, und wird es wirklich' mal sich für die Vergrößerung der Marine aus. einem zu toll und es kommt zu Unruhen, dann werden wir sehen, fommandant Frhr. b. Spaun bezeichnete den Küstenschuh mit vielem Lärm zugesagt worden. Dort hatten sich die Atjeh unter Der Marine fei. Schon seit längerer Zeit war eine große Erpedition nach Bedir wie die Freudenbotschaft durch die Ordnungspresse läuft: Revolten als die wichtigste Aufgabe der Marine und erwiderte umgehend auf Führung des einstigen holländischen Vasallen Juku Umar tonzentrirt, hier, Revolten da, überall wo sozialistische Zirkel sind! Dann ist die vorgebrachten einzelnen Fragen. Nach weiterer Debatte wurde der vor zwei Jahren zu den Aufständischen überging und den jeder Zweifel an einer Organisation der Aufstände gehoben, dann der Marine- Etat angenommen. ist auch das Mittel zur gründlichen Heilung gefunden: nieder mit schlummernden Krieg wieder hell entfachte. Die Expedition steht den Sozialisten; dann hat der Kornzoll zum zweiten Male der berieth heute über den Nachtragskredit von 30 Millionen; Bericht werde zur Huldigungsfeier für die junge Königin( anfangs Budapest, 26. Mai. Die österreichische Delegation unter dem Befehl des Obersten Van Heusz, welcher erklärt hat, er In Mailand ist die Arbeitskammer geschlossen, alle erstatter Madeyski beantragte Namens des Budgetausschusses September) das pazifizirte Atjeh zu ihren Füßen niederlegen. Jezt Bücher, Schriften, Korrespondenzen wurden beschlagnahmt und die Bewilligung des Nachtragskredits und erklärte, die Regierung vorbereitet war, den Krieg angefangen. Es erhellt hieraus, wie aber haben die Pediresen, bevor noch die Expedition ganz und gar dent Untersuchungsrichter übergeben. habe dem Ausschusse sehr erschöpfende vertrauliche Mittheilungen ge- start fie fich fühlen. Die neuen Feindseligkeiten werden denn auch Die Einberufung der Kammern soll auf den 7. Juni feft- daß die Kredite nothwendig gewesen seien und die Verwendung ge- ohne daß einige Aussicht vorhanden ist, daß der Krieg, welcher macht, aus denen der Ausschuß die Ueberzeugung gewonnen habe, voraussichtlich schwere Opfer an Menschenleben und Geld kosten, gesetzt sein. rechtfertigt erschienen sei. Hochenburger beantragte Namens Einige Parteifreunde Pescetti's, der immer noch der deutschen Opposition, die Regierung aufzufordern, die Ver- schon 25 Jahre unaufhörlich dauert, jetzt ein Ende finden wird. auf dem Monteciterio sich aufhält, haben an den Kammer- anlaffung und Ursachen für die Inanspruchnahme der fraglichen präsidenten und den Minister Schreiben gelangen lassen, in Nachtragskredite sowie die Art der Verwendung derselben der Delewelchen sie sich beschweren, daß gegen Pescetti Haft- gation Barzulegen. Der Antrag Hochenburger wurde mit 37 gegen befehle erlassen seien, ohne daß die Kammer ihre Genehmigung 17 Stimmen abgelehnt und die Debatte über den Nachtragskredit in London ein und wurde nach der Westminſterhalle gebracht, wo sie dazu ertheilt hat, was dem klaren Wortlaut des Gesetzes bis zum Begräbniß bleiben wird. widerspreche. Unter dem Titel„ Ueber die Grundzüge des neuen Preßgeseges" bringt die Mailänder Sera" vom 25. Mai folgende Nachricht: " Ordnung und dem Besis" gedient. Es wird aus Rom dem Genueser Secolo XIX" gemeldet, daß schon jetzt die Grundzüge des neuen Breßgefeges im Minister rath festgesetzt worden sind; nach dieser Meldung wären dieselben folgende: 1. Zur Herausgabe einer Beitung muß eine Raution von 500 bis 5000 Lire hinterlegt werden und zwar für größere Städte wie Mailand, Nom, Neapel ist die Raution höher als für kleinere Städte wie Como, Grosseto u. f. w. 3. Mitverantwortlichkeit des Verlegers und des Druckers. 4. Preßbergehen kommen nicht mehr wie bis jetzt vor die Geschworenen, sondern vor das„ gelehrte" Strafgericht. eröffnet. England. London, 26. Mai. Gladstone's Leiche traf heute morgen Ein großer Andrang herrscht vor der Westminsterhalle seit und ordnen die Menge in Abtheilungen zu je 200 Personen für die den frühesten Morgenstunden. Zweitausend Schußleute stehen bereit Besichtigung der aufgebahrten Leiche Gladstone's. Serbien. Belgrad, 25. Mat. Der Kaffationshof hob das freisprechende Urtheil des Gerichtshofes erster Justanz gegen den wegen Majestätsbeleidigung angeklagten Führer der Nadikalen Pafitsch auf. Dem nächst findet eine nochmalige Verhandlung statt. Montenegro. Nach längerer Debatte wurde der Nachtragskredit von 30 Mill. Namen von neun deutschen oppositionellen Delegirten die Erklärung Gulden mit 38 gegen 10 Stimmen bewilligt. Bergelt gab im ab, ste stimmten gegen den Nachtragskredit auf grund allgemeiner Erwägungen über die innerpolitische Lage sowie mit Rücksicht darauf, daß die gemeinsame Regierung bereits an die vorjährige Delegation mit dieser Forderung hätte herantreten sollen, welche Unterlassung die Opposition als Verlegung einer verfassungsmäßigen Verpflichtung auf das entschiedenste mißbillige. Der Reichs- Kriegsminister beantwortete mehrere an ihn gerichtete Interpellationen, u. a. diejenige betreffend die Grazer Vorgänge. Der Minister erklärt, die Bevölkerung von Graz sei von Studenten und einer bestimmten Klique terrorisirt worden; diese habe den Anlaß zu jenem großen Lärm gegeben, der In diesem füdosteuropäischen Wetterwinkel wird jetzt wieder 2. Umänderung der Institution des verantwortlichen Redakteurs, sich jüngst bei zwei Konzerten erhob. Was die verlangte Ver- fräftiglich gegen Oesterreich geheßt. Der Fürst von Montenegro hat an deffen Stelle der Direktor( Chefredakteur) des Blattes die Verlegung des in Graz garnisonirenden bosnischen Infanterie- anläßlich seines Aufenthalts in London die Oesterreich feindliche antwortung übernimmt. Regiments anbetreffe, erklärte der Minister, er werde weder Haltung Gladstone's in provozirender Weise gepriesen. Heute wird jetzt noch an dem ihm gesetzten Termin die Verlegung aus Cettinje, der Hauptstadt Montenegro's, telegraphirt: Die seit beantragen.( Beifall rechts.) Das bosnische Regiment habe furzem erscheinende Zeitung" Nevestenje" fordert die Vereinigung in der Ängelegenheit eine bewunderungswürdige Selbstverleugnung der Herzegowina mit Montenegro. Die Vereinigung soll vorerst im gezeigt und sich so forrett wie mur benkbar, benommen. Jedes Rechtswege versucht werden. Regiment der Armee werde sich ebenso benehmen, von wo es auch Desterreich weiß, was es von Montenegro, diesem Schüßlinge immer herſtamme.( Beifall rechts.) Was die Degradirung von des Baren trotz aller russischen Freundschaftsversicherungen zu ge 33 Reserve- Offizieren und Kadetten betreffe, so habe er das Ürtheil wärtigen hat, es weiß, daß Montenegro die Herrschaft über Bosnien, des Grazer Ehrenraths bestätigt, weil er dasselbe nach genauer die Herzegowina und Serbien anstrebt, und, um dieses Ziel zu erDurchsicht für vollkommen forrett befunden habe. reichen, vor feinem Mittel zurückschrecken wird. Deshalb hat Der Militarismus hat auch in Desterreich niemals unrecht!-Oesterreich- Ungarn große militärische Vorkehrungen in der Herzego wina getroffen und alle Ausgänge aus dem Berglande mit Festungen Budapest, 25. Mai. Die ungarische Delegation fest versehen. Ueber die Hungersnothpreise giebt der Produkten- heute Abend die Verhandlung über den Nachtragskredit fort. marktbericht der National Zeitung" heute folgende Auf- Graf Apponyi erklärt, damit sei das Budgetrecht und das Recht schlüsse: der Kontrolle der Delegation illusorisch gemacht. Selbst die NothDie Stimmung und der Preislauf find gegenwärtig hier un wendigkeit vorausgesetzt, so könne doch die Art und Weise des nahm die Zollkonvention zwischen der Kapkolonie, Natal und dem aufhörlichen Schwankungen unterworfen, die es einigermaßen er- Vorgehens der Regierung nicht gebilligt werden. Er könne schweren, eine bestimmte Tendenz als die vorherrschende zu be- deshalb für den Nachtragskredit von 30 Millionen nicht Die Franzosen am Tschadfee. Aus Paris wird der„ Voss. zeichnen. Nachdem gestern Nachmittag noch entschieden flaue stimmen. Alex. Hegedues führt aus, auch er und seine 8tg." vom 26. Mai gemeldet: Man hat hier mit großer Freude Haltung den Breifen für Weizen für Roggen merkliche Nach- Freunde seien der Ansicht, daß das Budgetrecht verlegt sei; auch die gestern die Nachricht empfangen, daß Gentil von der franzöſiſchen theile gebracht hatte, war man auf grund der Besserung in Nord- Regierung habe dies eingesehen, indem sie betone, daß man daraus songoverwaltung seine im Jahre 1895 begonnene Forschungsreise amerita anfänglich zwar im stande, die wiederum erhöhten fein System machen dürfe. Wenn die Regierung eine solche Sprache nach dem Tschadsee mit vollem Erfolge beendigt hat und nach Forderungen durchzusetzen, aber nach bald befriedigter Kaufluftführe, so könne von einer Verlegung der Verfassung teine Rede sein. Brazzaville zurückgekehrt ist. Er fuhr in dem zerlegbaren Dampf5. Befugniß der Präfekten( Verwaltungsbehörrden), diejenigen Zeitungen zu fuspendiren, welche schon eine Vorstrafe erlitten haben, und welche durch ihren Inhalt Aufregung verursachen können resp. im stande sind, die Bevölkerung zu leberschreitungen aufzuhetzen und zwar besonders während unruhigen Zeiten. Aus Florenz wird heute telegraphirt: General Heusch hat das Erscheinen des Blattes Unita cattolica" berboten. Afrika. Bloemfontein, 25. Mai. Der Raad" des Oranje- Freistaats Oranje- Freistaat an. ließ sich eine Erschlaffung alsdann nicht vermeiden. Erst die von Redner wendet sich sodann eingehend gegen die Ausführungen des boot" Leonblot" den Scharifluß hinunter, gründete an den EinDesterreich- Ungarn telegraphirten, fräftig erholten Preise haben Grafen Apponyt und sagt, die Regierung werde gewiß ihre Gründe mündungen der wichtigsten Nebenflüsse in den Schari Stationen, hier dem Werthe beider Brotfrüchte wieder soweit aufgeholfen, gehabt haben, daß fie die Vorlage nicht früher unterbreitet habe. befuhr und erforschte den ganzen Tschadsee, schloß mit dem Herrscher daß er gestrigen höchsten Standpunkt von neuem erreichte, mehr- Redner werde gegen die Vorlage stimmen. Horan 33ty betämpft von Bagirmi einen Schutzvertrag und nahm dessen Oheim mit, um fach sogar überragte. Maiweizen, der gestern, wie uns nachträglich Hegedues und betont, die Entwickelung des Heeres sei aus dem ihn als Gesandten nach Paris zu schicken. Gentil hat somit die ihm bekannt geworden, mit 243 W. bezahlt wurde, würde heute jedoch Rahmen des Wehrgefeßes hinausgetreten. Das Ziel der Kriegs- gestellte Aufgabe, das Tschadbecken französischem Einflusse zu unterdiesen Preis kaum erzielt haben; geboten wurde 240 M. Bon verwaltung sei eine Bermehrung der Kadres, um dadurch den stellen, glänzend gelöst. Mairoggen spricht man gar nicht. In Amerika stiegen gestern die Preise wieder. Deutsches Reich. Präsenzstand zu erhöhen. Der Reichs- Finanzminister v. Kallay führt aus, daß es sich in jener Spezifikation, welche der " Afien. Kriegsminister hinsichtlich des 30 Millionen- redits vorgelegt habe, um Wahlrechtsreform in Japan. Aus Yokohama wird vom teinen einzigen Soldaten oder Offizier gehandelt habe.„ Es ist darin", 26. Mai telegraphirt: Der Premierminister Marquis Ito brachte hob der Minister hervor,„ von keinerlei organisatorischen Maß- heute im Landtage einen Gesezentwurf ein, durch welchen die nahmen die Rede, sondern es wird rein nur für die Beschaffung von Wahlrechts- Bedingungen herabgesetzt werden und infolge dessen Materialien und Waffen sowie für fortifikatorische Zwecke ein ges die Zahl der Wähler um das Fünffache vermehrt wird; wisser Betrag verlangt. Jene Besorgniß, als handele es sich bei ferner wird beantragt, die Zahl der Mitglieder des Repräsentantendiefen 30 100 000 Gulden um eine offene oder verhüllte Tendenz, hauses von 800 auf 472 zu erhöhen. Der Entwurf eines Reichsgefehes über die Gypotheken: banken wird heute vom Reichs- Anzeiger" publizirt. Etwas von der Lentenoth. Aus Schlesien wird uns gefchrieben: oder um eine größere Vorbereitungsaktion, ist nicht stichhaltig und Bisher hatten nur diejenigen 25 Jahre alten Männer das WahlDie russischen und polnischen Arbeiter werden von den Groß- fann es nicht sein, weil eine solche größere Attion nicht hier und recht, welche jährlich 25 Yen( 1 Yen= 4,12 M.) Steuern zahlten. grundbesitzern unter den stärksten Versprechungen nach Deutschland nicht einfach mit Gewehren und Kanonen begonnen werden gelockt. Die Leute merken dann aber sehr bald, daß sie geleimt sind kann. Ich bitte überzeugt davon zu sein, daß, wenn es Auflauf japanischer Kiegsschiffe. Wir erhalten folgende und gehen oftmals unter Kontraktbruch in ihre Heimath zurück. Des- fich je, was ich jetzt nicht weiß, um die Erweiterung unserer interessante Mittheilung, für die wir allerdings unserem Gewährshalb hat der Vorstand der Landwirthschaftskammer in Schlesien be- Armee handeln würde, dies nicht anders geschehen könnte, als mann die Verantwortung überlassen müssen. schlossen, den Regierungspräsidenten in Breslau um eine Aeußerung daß man mit bezüglichen Vorlagen vor die Gesetzgebung treten tontribution auf englischen, deutschen und amerikanischen Werften Japan hatte in der Aussicht auf die chinesische Kriegsdarüber zu ersuchen, in welcher Weise die bezüglich des Kontrakt müßte. Ich gebe zu, daß das eingeschlagene Verfahren gegen das kontribution auf englischen, deutschen und amerikanischen Werften bruches der ausländischen Arbeiter hervortretenden Uebelstände Budgetrecht verstößt, vom verfassungsmäßigen Gesichtspuntte aber Striegsschiffe nach den neuesten Modellen bestellt. Die Aus weiter verfolgt worden sind oder verfolgt werden sollen. fann es nicht angegriffen werden, wenn die Motive zu billigen sind. zahlung der Kriegsentschädigung an Japan wurde aber Selbst für die polnischen und russischen Arbeiter sind die Zu- Nachdem noch Bolgar und Graf Tisza gesprochen, wurde der start verzögert, so daß die Inhaber der betreffenden Werften stände auf unseren großen Gütern unerträglich. Kann es eine bessere Nachtragskredit mit allen gegen die Stimmen der Delegirten der das Geld zur festgesezten Zeit nicht erhalten konnten und Kritik der Klagen über die Leutenoth geben?? schließlich den Kontrakt mit Japan brachen. Nationalpartei angenommen. Bur selbigen Beit Ein Germanisator. Am 10. September v. J. wurde der wurden mun aber von der russischen Regierung 90 Millionen Nubel Das österreichische Abgeordnetenhaus wird sich sofort nach für neue Kriegsschiffe bewilligt, und die ganzen von Japan bestellten Auktionator Christensen aus Hygum in der Wirthschaft seinem Zusammentritte mit einer Immunitäts- Affäre zu beschäftigen Kriegsschiffe angetauft. Sommerluft" vom Gendarmen Lappe aus Osterlinnet durch haben. Das Bezirksgericht Teschen hat in Vollziehung eines Urtheils, sich aber nicht zufällig, sondern beruhte auf einem von der Diese ganze Angelegenheit entwickelte die Ausdrücke: Verdammter Däne", Schweinehund" 2c. das über den sozialdemokratischen Abgeordneten Peter Cingr wegen russischen Regierung resp. dem findigen" Witte fein ausgeheckten Plan. beleidigt, auch griff der Gendarm den Christensen an Uebertretung des§ 23 P.-G.( Verbot der Kolportage) eine Geldstrafe Welch' diplomatisches Kunststückchen": Zuerst für die richtige und die Kehle und zog feinen Säbel. Christensen meldete von fünf Gulden verhängt, die Mobiliar- Exekution durchgeführt und, pünktliche" Auszahlung der Kriegsentschädigung China's an Japan den Vorfall höheren Orts an und am 2. April hatte sich der Gendarm da diese erfolglos geblieben ist, den Abgeordneten aufgefordert, die zu bürgen, nachher die Auszahlung verhindern resp. verzögern, und Lappe vor einem Militärgericht in Schleswig zu verantworten. Das für den Fall der Uneinbringlichkeit der Geldstrafe ausgesproche Arrest- fchließlich noch die Werftenbefizer zum Kontraktbruche zu bringen, Urtheil lautete:„ Der Angeklagte wird wegen öffentlicher Beleidigung ftrafe von vierundzwanzig Stunden binnen drei Tagen anzutreten. um so die bestellten Kriegsschiffe in die eigenen Hände bekommen zu in Wort und That mit 3 Mark Geldbuße, eventuell, wenn diese Die sozialdemokratischen Abgeordneten werden diese Angelegenheit tönnen! nicht beigetrieben werden können, zu einem Tage Gefängniß ver- als eine Verlegung des Immunitätsrechtes im Abgeordnetenhause " Und da will man noch behaupten, die heilige russische Regierung" urtheilt, und der Beleidigte als berechtigt angesehen, das Urtheil zur Sprache bringen und sich insbesondere darauf berufen, daß das I tauge nichts! nen Das Gesammtergebniß der französischen Wahlen. " Gewerkschaftliches. zu Frage, ob eine Beschränkung der Beschäftigung der Schulkinder im Interesse der öffentlichen Wohlfahrt liege, stehe hier nicht zur EntParis, 25. Mai. Aufruf an die gesammte organisirte Arbeiterschaft Deutsch scheidung, eine solche Verordnung müsse sich natürlich im Rahmen Auch nach dem Schluß der Stichwahlen bleibt es noch immer lands! Auss neue fühlen wir uns veranlaßt, an die Gewerkschaften der Regelung gewerblicher Arbeitsverhältnisse halten. nicht ganz klar, was für eine Kammer eigentlich aus den Urnen heranzutreten, um uns in unserem Kampf gegen das Prozenthum Wenn dieses Urtheil der Anlaß zu bundesräthlicher Nichts ist bezeichnender für das chaotische der Granitindustriellen im Fichtelgebirge die Unterstügung zu erbitten. Regelung der Kinderbeschäftigung wäre auf ein Parteiwesen Frankreichs, als die Thatsache, daß, von den verschiede- Seit drei Wochen befinden sich rund 500 Mann im Verbot derselben ist unterm neuesten Kurs ja selbstverständlich nicht Unter- Statistiken abgesehen, drei einander widersprechende Aus stand, die auf die Straße gesezt wurden, weil sie den von zu hoffen- so wäre es wenigstens nicht ganz ohne Nutzen. InHaupt- Ststatistiken über das Wahl- Ergebniß vorliegen. Das den Unternehmern vorgelegten Revers, der den Austritt aus zwischen wird man es aber den Regierungen wohl nicht verwehren Ministerium des Innern rechnet eine Ordnungsmehrheit der Organisation der Steinarbeiter Deutschlands forderte, nicht unter- fönnen, in ihrer Eigenschaft als Aufsichtsbehörden für den von 336 Abgeordneten gegen eine Oppositions- Minderheit schrieben. Den Ausgesperrten ist es durch die Mache der Unter- Voltsschulunterricht Maßnahmen zum Schutze der Kinder von 245 Abgeordneten heraus. Der offiziöse" Temps" zählt, aufnehmer nicht möglich, im Ort oder in der Umgegend Beschäftigung vor gewerblicher Ausbeutung zu treffen. grund ganz anderer Theilzahlen, 325 Ordnungsparteiler und zu erhalten. Skandalös ist die Verfolgung und Verrufserklärung, Als eine der Ursachen des Bevölkerungs- Rückgangs in 256 Oppositionelle, was ihn aber nicht verhindert, über die Ab- welche die Leute zum Nachgeben zwingen soll. Selbst in einigen Frankreich ist der Code civil das bürgerliche Gesetzbuch wesenheit einer beſtimmten, d. H. Meline'schen Regierungsmehrheit nahegelegenen Grenzorten Böhmens wird fleißig der Terrorismus betrachten, der die Eheschließung sehr erschwert. Das neue zu flagen. Das radikale Aftionskomitee" endlich schätzt die Stärke von seiten der Herren, die sich Arbeiterfreunde nennen, ausgeübt. Unfallversicherungs- Gesez wird voraussichtlich eine der Opposition auf 311 Mann gegen 270 Ordnungsparteiler. Verleumdung und Denunziation bei den Behörden gehört zu den ebensolche Wirkung haben. In diesem sozialen Werke" ist die EntDie Wahrheit dürfte sein, daß alle drei Statistiken in gleicher beliebtesten Stampfesmitteln des Unternehmerthums. schädigung an die Hinterlassenen eines durch Betriebsunfall ge= Weise richtig oder falsch sind, daß, mit anderen Worten, die neue Die Unternehmer hoffen, daß sie in wenigen Tagen den Fuß tödteten Arbeiters festgesetzt auf 40 pCt. des Lohnes für die Kinder Kammer, ebenso wie die alte, verschiedene Mehrheiten für entgegen- auf den Nacken der Arbeiter sezen können, sie hoffen, daß die Pfingst- und 20 pct. für die Wittwe. War der Verunglückte ledig, schuldet der gesezte politische Programme enthalten kann. feiertage dazu beitragen werden, die Leute zur Unterschrift mürbe Unternehmer gar nichts. Diese Bestimmung des französischen VerficheSicher scheint mir soviel, daß das Kabinet Meline die zu machen. Wie aber die Situation liegt, werden die Unternehmer rungs- Gesezes wird zur Folge haben, daß der Unternehmer meist ledige ersten Sizungen der neuen Kammer, die am 1. Juni zusammentritt, umsonst auf ein Nachgeben der Arbeiter spekuliren. Wir sehen uns Arbeiter einstellt, und um nicht aufs Pflaster geworfen zu werden, nicht überleben wird. Erörtern doch die Regierungsblätter daher veranlaßt, aufs neue an die gesammte Arbeiter- werden sich diese hüten, in den Ehestand zu treten. Eine große ganz offen die Frage, ob das Ministerium den Zusammentritt der fchaft zu appelliren, und können wir versichern, daß die uns Transportgesellschaft in Paris hat bereits einen Dienstbefehl an die Stammer abwarten oder noch vorher zurücktreten soll. Sie sprechen übermittelte Unterſtügung Früchte tragen wird. Schnelle Hilfe ist verschiedenen Antheilungschefs erlassen, worin sie auf diese Besich natürlich für das Abwarten aus, ohne aber im mindesten auf nothwendig. stimmungen des neuen Versicherungsgefeßes aufmerksam macht und die schönfärberischen Ergebnisse der offiziellen Wahlstatistik zu bauen. die stritteste Durchführung folgender Bestimmungen anordnet: Die Stichwahlen haben die Regierung am empfindlichsten gePaul Mitschke, 1. Es dürfen nur ganz kräftige und junge Leute angestellt troffen durch den Fall zweier Minister. Kolonialminister Rebon werden. 2. Vorzugsweise sind ledige oder Personen ohne Kinder weicht einem Monarchisten ein Schicksal, welches der regierende und ohne Nachkommen auszuwählen. Nur Arbeiter, die sich in Bundesgenosse der Monarchisten mit mehreren anderen Bourgeoisrepublikanern theilt; Postminister Delpeuch wird von einem eheDer Streik der Ziegler in Qudenwalde nimmt einen diesen Verhältnissen befinden, dürfen zur Anstellung vorgeschlagen maligen Boulangisten, der als sozialistischer Radikaler" bezeichnet günstigen Verlauf. Bereits haben vier Besizer die Forderungen der werden. Andere Unternehmungen haben das Beispiel der Transportansialt wird, geschlagen, ebenso wie Darlan, ehemaliger Justizminister Arbeiter bewilligt und nur in einem Betriebe sind die Arbeiter noch bereits befolgt. im Ausstand. Fortwährende Klagen über den Rüdgang der Bevölkerung, Uebrigens hat sich in den Stichwahlen, wie in der Hauptwahl, Die Stellmacher Magdeburgs sind in eine Bewegung ein Diplome und Medaillen an besonders fruchtbare Familien und das feine fräftigere allgemeine Strömung geltend gemacht. Das ist getreten, zwecks Abschaffung des Kost- und Logisgeberwesens in neue Unfallversicherungsgesetz das paßt zusammen! theils der politisch korrumpirenden Rolle der Kirchthurm- Interessen ihrem Berufe. Arbeiter- Risiko. Auf der fiskalischen Königin Quise in den kleinen fleinen franzöfifchen Wahlkreisen geschuldet, theils dem verwirrenden und verhezzenden Einfluß der Dreyfus- Die Lohnbewegung der Tischler in Tilsit ist als beendigt Grube bei 8a brze wurden drei Bergleute durch herabstürzende Zola- Affäre. In sehr zahlreichen Fällen ist es unmöglich, anzusehen, nachdem die Arbeiter eine Lohnzulage von 10 pCt. er- Kohlenmassen verschüttet; einem ist das linke Bein zermalmt, dem zu bestimmen, ob der gegebene Kandidat als Vertreter einer Partei halten haben und ihnen zugestanden ist, daß am Sonnabend um anderen das Becken gebrochen, dem dritten der linke Fuß und Arm oder eher als chauvinistischer Schreihals, als„ Anti- Dreyfusist" ge- 6 Uhr, statt wie bisher um 7 Uhr, Feierabend gemacht wird. schwer verlegt worden. Auf der Donnersmard Hütte bei wählt wurde, und umgekehrt bei unterlegenen Kandidaten. Die Radikalen aller Schattirungen scheinen vielfach nicht minder Hammer Mark" Hanım i. W. ist zu gunsten der Ausständigen beDie Lohubewegung der Braner und Küfer der Brauerei Zabrze brach ein Tagelöhner durch Sturz von einer Bühne das Genic. In Budapest stürzte bei einem Hausabbruch in der Rosendemagogisch die Dreyfus- Haz ausgebeutet zu haben, wie die endet und sind folgende Forderungen bewilligt worden: 1. MonatsMerifal- Monarchisten und die gewerbsmäßigen gasse plöglich ein Theil des Gemäuers zusammen und erschlug einen " Patrioten" der gehalt anfangs 90 m., nach 3 Monaten 95 M. und nach 6 Monaten Maurer. Der mit den Abbruchsarbeiten betraute Polier hatte verFirma Rochefort, Drumont und Konsorten. Ein radikales Blatt 100 m. 2. Bezahlung der Ueberstunden von früh vor 6 Uhr und fäumt, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen; er wollte das, um die rechnet daher eine größere Anzahl gewählter Radikaler und sozia- abends nach 7 Uhr, sowie der Sonn- und Feiertagsarbeit mit 50 Pf. Behörde zu täuschen, nachträglich noch thun, wurde aber daran von listischer" Radikaler schlechthin zu den„ Nationalisten", wie die neue die Stunde. 3. In der Zugehörigkeit zum Verband finden keine BeBoulange genannt wird. schränkungen statt. 4. Die Sachen der im Geschäft wohnenden Brauer und Küfer werden mit 250 W. für jeden versichert. Die Prämien werden vom Geschäft bezahlt. im Kabinet Meline. M = Alle Geldsendungen und Zuschriften richte man an die Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschlands.- Paul Mitschke, Nirdorf- Berlin, Steinmegstr. 14. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. den Arbeitern verhindert. Wie munmehr festgestellt ist, sind bei der Erplosion in der Sohlengrube Grachet und Picquery bei Mons in Belgien 16 Personen verunglückt; 13 find todt und 3 schwer verwundet. Der Krieg. Ant stärksten hat sich die durch die Dreyfus- Affäre erzeugte reaktionäre Strömung in den Pariser Stichwahlen geltend gemacht freilich viel weniger in positiven Erfolgen der reinen Nationalisten", als in den Verlusten der Radikalen und namentlich Zum Ausstand der Steinarbeiter des Fichtelgebirges. der Sozialisten. Die Radikalen verlieren drei Size, davon zwei an Die bürgerlichen Blätter faselten davon, daß von den 2200 ausMonarchisten und den Siz Goblet's( im Zentralhallen- Viertel) ständigen Steinarbeitern bereits 1700 den Austritt aus der Steinan einen Regierungskandidaten, der gegen Goblet neben den angeb- arbeiter- Organisation erklärt hätten und den Revers der Unterlichen Juteressen der Zentralhallen dessen muthige Abstimmung nehmer unterschrieben haben. Dem gegenüber ist zu konstatiren, daß Der Frankfurter Beitung" wird aus New- York gemeldet: Die gegen das diktatorische Gebahren der Generäle im Prozeß Bola aus- die Gesammtzahl der im Fichtelgebirge beschäftigten Steinarbeiter Einschließung des unter dem Kommando Cerveras stehenden beutete. Die reinen„ Nationalisten" gewannen nur einen neugeschaffenen höchstens 1000-1200 Mann beträgt, davon wurden zirka 500 spanischen Geschwaders in Santiago wird in Washington als Wahlkreis, wo der unaussprechliche Millerbye, ein Mensch, der Mann aufs Pflaster gefest, weil sie den Revers nicht ein vorzügliches Manöver betrachtet, da es einen großen Theil auf den plumpen Schwindel der Norton- Papiere( Dokumente", die unterschrieben, 100 Mann haben sofort unterschrieben, den übrigen des amerikanischen Geschwaders zu anderen Aftionen frei macht. Rochefort und Clemenceau als bestochene Agenten Englands, entlarvten") wurde der Nevers nicht vorgelegt. Man scheint sogar durchaus dagegen zu sein, den Feind im hineingefallen und deshalb 1898 durch ein einstimmiges Votum aus der Die Ausgesperrten find gewillt, das Koalitionsrecht nicht preis- Safen aufzusuchen, da dieser vorzüglich geschützt ist, und Kammer verjagt worden war, über den bekannten nationalötono- zugeben und sind entschlossen, auszuharren. eine solche Aftion schreckliche Menschenopfer fordern würde. mischen und finanzpolitischen Gelehrten, Leroy Beaulieu, siegte. Infolge des Piesberger Ausstandes hat die Direktion des Der frühere amerikanische Konsul in Santiago ist in Washington Andererseits verloren zwei andere persönliche Kandidaten Rochefort's Georg Marien- Bergwertvereins eine Generalversammlung auf den eingetroffen; er berichtet, der Hafen von Santiago ſei mit Miner ( dieser unterſtügte seinen ehemaligen„ Entlarver" Millevoye!) ihre 8. Juni einberufen, in der über den Streit berathen werden soll. besät; die Kanonen seien aber nicht neuester Konstruktion; das alten Wahlkreise an einen Opportunisten bezw. einen Linksradikalen. Ganz freisinnig bemerkt die„ Voss. Ztg.":" Wie schon im Ab- Hauptquartier der Insurgenten befinde sich 40 Meilen von Santiago. Die Sozialisten verloren in den Pariser Stichwahlen fünf geordnetenhause betont wurde, arbeitet das Wert seit Jahren nur Der„ Daily Telegraph" meldet aus Washington: Sampson erhielt Mandate: Gérault Richard, Chefredakteur der" Petit République" noch mit einem geringen Nugen, da die Abpumpung des Wassers die Weisung, Schley vor Santiago zu lassen. Er werde wahrFaberot, Toussaint, Lavy und Chauvin- Saint- Denis bei Paris, große Kosten verursacht, und nun ist der Betrieb durch den Ausscheinlich bald Havana bombardiren. Portorico solle erst nach der darunter zwei an die radikale Partei und drei an radikale stand der Arbeiter zum völligen Stillstande gebracht worden. Sollte Einnahme Havana's angegriffen werden. Demagogen, die von der radikalen Bresse bekämpft wurden und das Werk geschlossen werden, so werden es die Arbeiter sicherlich Gerüchtweise verlautet, daß die legte Rabelberbindung nur mit Hilfe der Chauvinisten, Klerikalen und Regierungsparteiler noch bitter bereuen, sich durch den Kampf um die neun kleinen" des Generals Blanco mit Madrid unterbrochen sei. Alle das Mandat erschwindelt haben. Diese schändliche Koalition ver- fatholischen Feiertage um ihr tägliches Brot gebracht zu haben." Leuchtfeuer an der tubanischen Küste sind wieder ausgelöscht. Die sagte den Dienst nur gegenüber Vaillant und Chauvière, obwohl Gewiß, warum verlangen auch die Arbeiter ihre Feiertage, sollten sie Regierung kauft alle Maulthiere an, deren sie habhaft werden kann, der erstere auch die radikale Presse gegen seine Kandidatur hatte. nicht in erster Linie für genügend hohe Dividenden sorgen? O, diese woraus gewisse Schlüsse zu ziehen find. Dem von Vaillant mit vertretenen Viertel des Père- Lachaise, der Verkennung ihrer Interessen, die die Arbeiter durch den Streit beDer Washingtoner Korrespondent der Tribune" telegraphirt glorreichen Stätte des letzten Kampfes der Komnummards, blieb die funden! Den armen Aktionären, die im letzten Jahre 8 pct. Divi- diesem Blatte, die Regierung sei entschlossen, die Philippinen Schmach der Niederlage des alten Kommunekämpfers erspart. Selbst dende erhielten, wollen sie ihren sauer erworbenen Gewinn streitig und Portorico als Kompensation für die Kosten in der tubanischen Frage die gegen Vaillant ins Feld geführte Thatsache, daß er auf machen! Warum erhebt das Freisinmorgan nicht feierlichen Ein- der Intervention deutschen Universitäten studirt hatte, hat seinem sozialistisch- radikalen" spruch gegen diesen Terrorismus der Arbeiter? Nun, wir glauben, u oftupiren und zu behalten. Im Marineamt werden Gegner nicht geholfen.... die Herren Aktionäre werden sich die Sache auch noch überlegen, ob lebhaft Maßnahmen in bezug auf die Verschiffung von Truppen Im ganzen vertreten nun die Sozialisten im Seine- Departement fie einige Millionen, die sie im Vergwerk angelegt haben, erfaufen betrieben. Die amerikanische Regierung fürchtet, es tönnten inter16 Wahlkreise von 46. Jm Vergleich mit 1893, da die Sozialisten lassen. nationale Verwickelungen eintreten, falls die Vereinigten Staaten durch den Panama- Skandal und das Zusammengehen mit dem auch Achtung, Solzarbeiter! Nachdem in allen bürgerlichen sich nicht vor dem Sturz der spanischen Macht auf Kuba den Befizz sozialistischen Flügel der ehemaligen Boulangisten außerordentlich Blättern der Streit der Münchener Schreiner für beendet von Portorico und den Philippinen sicherten. begünstigt waren, haben sie 6 Size verloren und 3 gewonnen. Das erklärt wird und zugleich auch Schreiner in auswärtigen Blättern Präsident Mackinley hat eine Proflamation erlassen, welche ist, angesichts der außerordentlich ungünstigen Wahlsituation, fein für hiesige Firmen gesucht werden, sehen wir uns veranlaßt, die weitere 75 000 Freiwillige zu den Fahnen ruft. Die ganze großer Verlust, selbst wenn man berücksichtigt, daß die drei ge- Situation in München zu schildern. Am Montag, den 16. Mai Armee, Reguläre und Freiwillige zusammen, wird somit 280 000 wonnenen Wahlkreise von Kleinbürgerlich gefärbten Sozialisten ver- wurde nach achtwöchentlichem, schwerem Kampfe die Arbeit in den Mann betragen. Die Freiwilligen werden zu zweijähriger Dienstzeit treten find und daher, streng genommen, vielleicht nicht als sozia- Schreinerwertstätten wieder aufgenommen. Aber noch ist der Kampf einberufen; ein großer Theil derselben wird mit der Bewachung der listische Gewinne zu betrachten sind. nicht zu Ende; mit den Bau- und Zimmermeistern, wo zirfa Küste betraut werden. Das Gesammtergebniß der Wahlen stellt sich für die Partei wie 200 Schreiner, meist ältere aber tüchtige Leute beschäftigt waren, Aus Manila wird nach Madrid gemeldet, die Amerikaner folgt: 24 behauptete Size, davon 13 in Paris; 11 verlorene Sige, dantert der Kampf noch fort und hier ist der Kampf hätten in Binscahan Waffen und Schießvorrath zu lauden versucht, davon 6 in Paris und Umgebung; 22 gewonnene Sige, davon 3 in mit den kapitalfräftigsten Arbeitgebern, und demnach progigsten, feien aber zurückgeschlagen worden. Paris und Umgebung. Diese der" Petite Nép." entnommene zu führen. Wir führen. Wir ersuchen deshab die Kollegen allerorts, fielen sämmtlich den Spaniern in die Hände. Rechnung zählt also 46 sozialistische Abgeordnete in der neuen uns in dem so schweren Kampfe nach Kräften zut unter- berichtet, daß der amerikanische Kreuzer Kammer gegenüber 35 in der alten. Nichtiger wäre es aber ftügen und den Zuzug von Schreinern nach München fernzuhalten. Schädigt und gebrauchsunfähig sei. Eine aus Manila über Zimmer- Hongkong nach Abzug einiger unsicherer Kantonisten die alte Fraktion Alle Unterhandlungen seitens der Lohnkommission mit den Zimmer- Hongkong eingetroffene Depesche meldet: Da es der spanischen auf 30 oder 32 Mitglieder zu schätzen und die neue auf 40-43. und Baumeistern waren bisher resultatlos, bis auf einige, wo die Garnison auf der Insel Corregidor an Munition hat sie 16. b. Mts. die Insel ge= In der Hauptwahl wurden 16 Sozialisten gewählt, davon 7 in Forderungen von den Meistern bewilligt wurden. Die Unternehmer mangelte, räumt. Paris, in der Stichwahl 30, davon 9 in Paris. In der Provinz Banagasinan(?) nimmt die Aufsenden jetzt ihre Werkführer und Agenten aus, um Streifbrecher zu Admiral Dewey hat angeordnet, In der Provinz waren demnach die sozialistischen Erfolge werben und glänzt in diesem Bemühen hauptsächlich der von christ- standsbewegung zu. absolut und relativ so bedeutend, um die Pariser Verluste aus- licher Nächstenliebe stroßende ultramontane Stadtvertreter Leib. daß neue Versuche zur Landung von Waffen in der Provinz Zambales zugleichen und die Gesammtzahl der Mandate um 10 oder 11 zu Zuerst haben die Herren ihren Leuten versprochen, was die gemacht werden. Der Generalgouverneur hat die Nachricht erhalten, vermehren. Die 5 verlorenen Provinzmandate sind: Jaurès- Schreinermeister bewilligen, gewähren sie ihnen auch. Nachdem die daß auf den Karolinen- Inseln ein Aufstand ausgebrochen Carmaux, 2 Wahlkreise in Saint- Etienne und zwei im Norddeparte Schreiner Frieden geschlossen haben, will sei und daß die Eingeborenen Ausschreitungen aller Art begehen. ment, Guesde Roubaix und Oberst Sever- Lille. Sämmtliche Sige nichts mehr wissen. Die gestern nach den Philippinen abgegangene amerikanische wurden verloren an die Ordnungskoalition, welche besonders im lassung zugeschickt, nachdem sie im Geschäft 15, 20 und Expedition besteht aus 2500 Mann mit Lebensmitteln für ein Jahr Norddepartement seit langem start organisirt ist. Daher verliert dort 29 Jahre ihre Arbeitskraft zur Verfügung gestellt hatten. Unter den und reichlicher Munition für die Flotte. Guesde's Arbeiterpartei, trotz der von 51 000 auf 86 000 gestiegenen Ausständigen herrscht ein guter Geist. Sie halten aus und keiner Die Nachricht, daß der Erste Lord der britischen Admiralität Stimmenzahl, die bisherigen zwei Mandate, ohne ein neues zu gewinnen. wird eher die Arbeit aufnehmen, als bis nicht die Forderungen be- Goschen mit dem Unterhausmitglied Auften Chamberlain heute an Hervorzuheben ist noch, daß die Sozialisten die meisten neu- willigt sind. An die Kollegen richten wir deshalb die Bitte, uns in Bord des englischen Kreuzers Terrible", der eine Probefahrt macht, gewonnenen Size( 12) den Bourgeois- Republikanern abgenommen den schweren Kampfe zu unterstützen; haltet vor allen Dingen den von London nach Gibraltar abreist, ist in Madrid sehr bemerkt worden. haben, darunter 4 in der Provinz in der Hauptwahl und 8 in der Stichwahl zuzug von Tischlern nach München fern, dann wird der Sieg unser Algeciras wird verstärkt. Die Blätter empfehlen die Befestigung der Anhöhen, welche Gibraltar welche Gibraltar beherrschen; die Regierung ( 2 in Paris und 6 in der Provinz). Von diesen 8 Mandaten find 6 mit Hilfe sein. Die Lohnkommission der Münchener Tischler. wird jedoch keinen feindseligen Akt feindseligen Akt vornehmen, so lange der Radikalen und 2 aus eigener Kraft, d. h. mit Hiife der in der sich die angebliche englisch amerikanische Allianz nicht bestätige; Hauptwahl auf andere Sozialisten gefallenen Stimmen, gewonnen anderenfalls würde Spanien genöthigt sein, Maßregeln zur Selbstworden. Dazu kommen noch 5 mit radikaler Hilfe in der Sticherhaltung zu treffen. wahl behauptete Mandate. Die Radikalen haben aber ihrerseits in der Stichwahl den Sozialisten nicht weniger als 24 behauptete oder Die im Intereffe der Jugend gelegene Hamburger Senate Gestern Nachmittag hatten die Botschafter von Deutsch= Rußland und Frankreich eine längere neugewonnene Mandate zu verdanken. Den Radikalen haben die verordnung vom 12. Juli v. J., die die Verwendung schulpflichtiger I and, Sozialisten abgenommen 9 oder 10 Mandate und an sie verloren Kinder zum Austragen von Milch, Brot, Zeitungen 2c. einschränkte, ist Konferenz mit dem Minister des Aeußern und 6, letztere sämmtlich in den Kleinbürgerlich durchsetzten Pariser Wahl vom hanseatischen Oberlandesgericht leider für ungiltig erklärt worden. Sag a ft a. Man glaubt, es handele sich um das baldige Eingreifen treifen. Ein Vater sollte bestraft werden, weil er seine Kinder im eigenen der genannten drei Mächte in die Streitigkeiten zwischen Spanien Geschäft zum Austragen verwendet hatte. Schon das Landgericht und Amerika. Besonders sollen in der Konferenz die letzten Vorhatte die erwähnte Senatsverordnung als ungiltig bezeichnet. Auf gänge auf Manila lebhaft erörtert worden sein. Berufung der Staatsanwaltschaft erkannte das Ober- Landesgericht ebenso. Wenn sich die Verordnung ausdrücklich auf die§§ 120c M Parlamentarisches. man von ihre bekommen Die Arbeiter Soziales. 9 Ent am Waffen und Munition Ferner wird Baltimore" beDer Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung dem Bericht des Ausschusses über den Entwurf einer Geschäftsordnung für den und 120e der Gewerbe- Ordnung beziehe, so handelten diese Para- Trkte Nachrichten und Depelthen. Börsenausschuß, und den Berichten des Ausschusses über die Vorlage graphen nur von der Beschäftigung 2c. im inneren Betriebe. Abgesehen Tientsin, 25. Mai.( Reuter'sches Bureau). Prinz Heinrich betreffend die Ausprägung von Kronenstücken und betreffend die hiervon, seien aber auch die Landes Zentralbehörden zur Beweitere Umprägung von silbernen Zwanzigpfennig- Stücken die Zu- schränkung der gewerblichen Arbeitszeit überhaupt nicht zuständig, hat Beling verlassen und ist über Tatu nach Port Arthur in See gesondern es sei ein Beschluß des Bundesraths erforderlich. Die gangen. Stimmung ertheilt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 122. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Für den Wahlfonds gingen ein: Rothe Brotfrau 3,-. Anton 1, Schriftgießer von Aßmann 5, U. 29 durch Schumann 2,80. Personal der Druckerei von H. S. Hermann, 4. Rate 29,85. Personal der Druckerei Max Bading 200,-. Statklub, Forsterstr. 17 10,-. Von den Schneidern der Werkstatt Ed. Cohn, Charlottenstr. 48, durch Eichstädt 20,-. R. Flatow 10,-. G. Gerechtigkeit,. 15,-. Bierkasse d. Geschäftsbücher- Fabrik von A. Zumpe 5,-. Summa 301,65. Bereits quittirt 2467,91 M. Gesammtsumme 2769,56. war. Freitag, 27. Mai 1898. gesund find, blos auf Requisition der Polizei in die städtischen wie diese drei kleinen Punkte den Magistrat so in Harnisch bringen Frrenanstalten zu stecken. Ich habe einen solchen besonders sensatio- tonnten. Die 32 M. Miethsentschädigung für die Lehrerinnen spielen nellen Fall in der Sizung vom 29. Dezember v. J. vorgetragen. feine Rolle. Mit den 400 M. für die Fachlehrerinnen liegt es etwas anders; Es handelte sich um einen Mann, der von der Polizei berhaftet aber kann diese über das Nothwendige vielleicht etwas hinausgehende worden war, auf der Polizeiwache mißhandelt worden zu sein be- Zuwendung die Absicht des Magistrats rechtfertigen, die beschlossene hauptete und von der Polizei auf das Zeugniß eines Arztes hin als Neuordnung der Verhältnisse der Fachlehrerinnen, dieser Aermsten angeblich geisteskrant der geisteskrank der städtischen Frrenanstalt zugeführt der Armen, der am schlechtesten Gestellten, wieder fallen zu lassen? wurde; die Anstalt und der Magistrat glaubten sich ver-( Große Unruhe.) Wir haben in diesem Punkte doch lediglich eine pflichtet, ihn aufzunehmen. Der Mann hat nach einigen Tagen lange unerfüllt gebliebene Forderung der Gerechtigkeit endlich erfüllt. entlassen werden missen, weil er geistig durchaus gesund So anerkennenswerth die Absicht des Magistrats ist, die GehaltsAber weder dem unberechtigterweise Gingesperrten, noch erhöhungen, über die Einigkeit herrscht, zur Auszahlung zu bringen, so uns ist von der Behörde irgend welche Auskunft über die An- kann die Besoldungsordnung mir als Ganzes in fraft gesetzt werden; gelegenheit gegeben worden. Ich wiederhole meinen vom Ausschuß einzelne Bestimmungen derselben einseitig auszuführen, ist der Magistrat abgelehnten Antrag, die Polizeibehörde um Auskunft über diesen nicht berechtigt. Materiell sind wir mit dem Vorschlag einverstanden, Fall zu ersuchen. Auch bezüglich der Frage vorkommender aber es soll dann auch mit den Fachlehrerinnen provisorisch ebenso Partei- Nachrichten. Mizhandlungen nicht blos auf Bolizeiwachen, sondern auch zum verfahren werden. Wir wollen schließlich den Magistrat ersuchen, im Eine Parteikonferenz für den Wahlkreis Wolmirstedt- Beispiel in der Charitee, könnten wir weiter gehen, als der Ausschuß Sinne der Ausschußvorschläge vom vorigen November eine UmNeuhaldensleben wird am 1. Pfingstfeiertag von mittags will. Den Rohheitsbazillus müssen wir bekämpfen, soweit es in arbeitung der Besoldungsordnung vorzunehmen. Für die Vor12 Uhr an im Louisenpark in Magdeburg( Wilhelmstadt, Spiel- unserer Macht steht, und deshalb müssen wir von Stadt wegen berathung beantragen wir Niedersetzung eines Ausschusses von gartenstr. 1 c) abgehalten. Gegenstand derselben ist die Agitation ärztliche Untersuchung unentgeltlich für solche nach ihrer Behauptung 15 Mitgliedern. für die Reichstagswahl und der Ausbau der Organisation. Da den solche Untersuchungen überhaupt vorzunehmen, oder mit ihrem den Vorredner läßt mich erkennen, daß es mit dem Gewissen der mißhandelte Personen gewähren. Die Aerzte weigern sich vielfach, Stadtv. Borgmann: Der Widerspruch der Mehrheit gegen Delegirten die Fahrgelder zurückerstattet werden, wird hoffentlich Namen für das Ergebniß der Untersuchung einzutreten, sobald sie Herren wohl nicht besonders gut bestellt ist( sehr gut!); sie werden jeder in betracht kommende Ort des Kreiſes auf der Konferenz ver- hören, daß es sich um angebliche Mißhandlung auf Polizeiwachen selbst fühlen, daß die jetzige Form der Besoldungsordnung keine treten sein. Kandidat des Kreiſes ist bekanntlich Otto Näther handelt. hübsche ist. Wenn jetzt der Magistrat der Behörde so scharf antwortet, Stadtrath Straßmann bekämpft diese Anträge. Es sei un- so ist der Ton des Provinzial- Schulfollegiums vielleicht die Ursache In St. Georgen im badischen Theile des Schwarzwalds denkbar, daß irgend ein Mensch in die Irrenanstalt geschickt werde gewesen, doch hat nach meiner Meinung die Art, wie der Magistrat die wurde dem Parteigenoffen Oberg fell von dem nationalliberalen ohne ärztliches Attest; andererseits sei wohl denkbar, daß irgend Frage behandelt hat, einen solchen Ton wohl verdient.( WiderFabrikanten Math. Bäuerle, bei dem er 12 Jahre lang be- jemand in eine Irrenanstalt fomme auf grund irgend eines afuten spruch.) Wenn der Magistrat sich darauf zurückzieht, daß schon 1894 schäftigt war, die Arbeit gekündigt, weil er sich geweigert Erregungszustandes, der sich dann bald verliere. Der betreffende die Frage allseitig befriedigend gelöst sei, so ist dem doch entgegenhatte, sein Vorstandsamt im Sozialdemokratischen Verein niederzu- Herr habe allerdings sich in einem solchen befunden und zwar infolge zuhalten, daß der Zustand von vor 1894 abfolut nicht mehr aufTegen. Sollten Sie," schrieb ihm der Fabrikant, während der übermäßigen Alkoholgenusses aus Aulaß seiner Geburtstagsfeier; er rechtzuerhalten war. Die Stellungnahme des Magistrats Kündigungsfrist andere Gesinnung bekommen und zurücktreten, so habe selbst das Quantum auf 15 Glas Bier und 10 Schnäpfe an zur Frage selbst und zu ihrer Durchführung ist geradezu würde ich Sie mit Freuden gerne wieder an dem alten Blag sehen". gegeben( Heiterkeit). Die Stadtverwaltung treffe also fein Vor- fleinlich. Noch in diesen Tagen ist ein neuter Beweis Die Aufhebung des Gewissenszwanges" ist eines der Haupt- ivurf. für diese Kleinlichkeit erbracht. Der Lehrer, der behauptet, schlagworte, womit die Nationalliberalen die Macht der Klerikalen Stadtv. Langerhans: Es hat der Verwaltung auch kein einen eigenen Hausstand zu haben, soll den Nachweis liefern, zu erschüttern suchen. Wie auch der Brief des Herrn Bäuerle zeigt, Vorwurf gemacht werden sollen( Stadtv. Stadthagen: Sehr richtig!), der ob er sich sein Effen auch in der Wohnung kocht und es dort einscheuen sie sich aber selber nicht, auf Andersdenkende den ärgsten Antragsteller hat vielmehr die Auffassung, daß die Verwaltung unserer nimmt. Wenn der Magistrat von oben her in einer Weise beIrrenhäuser schlecht ist und geändert werden muß. Das mag sein handelt wird, die seiner nicht würdig ist, so sind wir bei der AbPolizeiliches, Gerichtliches 2c. ich glaube es nicht-; solange aber die bestehenden Bestimmungen wehr auf seiner Seite, ja wir wünschten, er ginge noch viel weiter gelten, müssen sie für alle ohne Unterschied angewendet werden. Der und fümmerte sich um den Minister gar nicht. Daß man jetzt gar Kernpunkt der Beschwerde scheint mir darin zu liegen, daß nicht die Fachlehrerinnen als Sündenbock benußen will, ist indeß die wegen der Feststellung jeder fleinen lebertretung der betreffende fleinlichste aller Seleinlichkeiten, welche der Magistrat in dieser Frage sofort zur Polizeiwache geführt werden sollte. Ueber einzelne Fälle sich zum Vorwurf machen lassen muß. Nehmen Sie den Antrag an. fönnen wir in der Versammlung ohne genaueste Information über- welchen meine Freunde mit mir gestellt haben. Haupt nicht verhandeln; die Debatte würde endlos und ergebnißTos sein. aus Berlin. " Terrorismus auszuüben. - Das Reichsgericht verwarf die Revision des Redakteurs Baumüller von der Magdeburger Volksstimme", der wegen Beleidigung der Breslaner Staatsanwaltschaft zu 1 Monat Gefängniß verurtheilt ist. Durch eine Notiz über den Unfall eines Segelbootes sollte die" Boltsstimme" groben Unfug begangen haben, weil nicht, wie geschrieben war, vier Personen, sondern zwei in die Elbe gefallen und diese nicht durch ein Wasser- Velociped, sondern durch ein Ruberboot gerettet worden waren. Der verant wortliche Redakteur Müller erhielt ein auf 10 M. lautendes Strafmandat, gegen welches er richterliche Entscheidung anrief. Das Schöffengericht erkannte selbstverständlich auf tostenlose Freisprechung. Selbst der Amtsanwalt hatte ausgeführt, der Strafbefehl ermangele jeder rechtlichen Grundlage. - Gegen die Freisprechung unseres Parteigenossen Julius Bruhns in Breslau, der in der" Volkswacht" das Zwickauer Schöffengericht durch die Kritik eines Urtheils beleidigt haben sollte, hatte die Staatsanwaltscheft Revision beim Reichsgericht angemeldet. Sie befann sich jedoch eines Bessern und zog die Revision zurüd. Kommunales. Stadtverordneten: Versammlung. 16. Sigung vom Donnerstag, den 26. Mai, nachmittags 5 Uhr. Den Borfiz führt wieder der Vorsteher Langerhans, deffen Seffel eine Blumenguirlande schmückt. Der Vorsteher- Stellvertreter Michel et begrüßt und beglückwünscht den gestern 78 Jahre alt gewordenen Vorsteher unter dem lebhaften Beifall der Versammlung. Dr. Langerhans spricht in bewegten Worten seinen Dank für diese Begrüßung aus. In den Ausschuß zur Vorberathung der Vorlage wegen Abschlusses von Straßenbahn- Verträgen mit vier verschiedenen Gesellschaften sind u. a. die Stadtvv. Borgmann und Tolts dorf deputirt. Das Andenken des verstorbenen Stadtältesten Schreiner wird in der üblichen Weise geehrt. Die Vorlage wegen Festsetzung neuer Baufluchtlinien für die Neue Friedrichstraße und die Rosenstraße unter Einziehung der Schmalen Gasse wird unter der Modifikation genehmigt, daß von dem Reflektanten beim Austausch der zur Bebauung bestimmten Fläche der Schmalen Gasse 500 M. ( nicht 350 M., wie die Vorlage vorschlägt), pro Quadratmeter an die Stadt gezahlt werden sollen. Stadtv. Cassel hält die Haltung des Magistrats für völlig forrekt und kann nicht anerkennen, daß es zur Auszahlung eines Stadtv. Stadthagen: Ich habe die Frage der Unter Theils der beschlossenen Erhöhungen der Zustimmung der Versammbringung der Geisteskranken nicht ganz im allgemeinen angeschnitten. lung bedarf. Der Antrag Preuß wolle die ganze Berathung von Aber die Frage, wie die bestehenden Geseze zu handhaben sind, Anfang an wieder aufrollen, er respektire den vorhandenen Gegehört allerdings hierher. Im Gesetze zum Schutz der persönlichen meindebeschluß also viel weniger als der Antrag Singer. Freiheit von 1850 ist ausdrücklich gesagt, daß auch bei Jnternirung Die feste und wirdige Zurückweisung der Sprache des Schulwegen angeblicher Geisteskrankheit binnen 24 Stunden die zuständige follegiums durch den Magistrat habe den vollen Beifall seiner Behörde, b. H. das Vormundschaftsgericht, gehört werde. Das steht Frattion; Herr Preuß scheine, trotzdem auch er jene Sprache, die fest, und die Verwaltung handelt dem entgegen, wenn sie blos auf die des Vorgesezten zu Subalternen sei, verurtheile, doch über diegrund eines Polizeiattestes die Aufnahme vollzieht. Der springende selbe eine gewiffe Schadenfreude zu empfinden. Die imperativifche Bunkt ist außerdem der, daß der Mann behauptet, mißhandelt zu Form, deren sich der Erlaß wie gegenüber Unerwachsenen bediene, und zu haben fein, fich darüber beschwert als jei durchaus unangemessen. Die öffentliche Meinung rufe Herr geisteskrant abgeführt worden zu sein. Da drängt sich doch die Preuß kühnlich an, obwohl sich in seiner eigenen Frattion Gegner Frage auf, ob diese Abführung erfolgt ist zum Zwecke der Unter- feines Standpunktes genug befinden. Jedenfalls werde die Stadt die drückung der Aufklärung über diese Behauptung, und da hätte sich Verantwortung für ihre Stellungnahme bereitwillig übernehmen. doch unsere Verwaltung unbewußt zum Mitschuldigen einer solchen Auch im Kultusministerium dürften billig bald Zweifel darüber aufungerechtfertigten Maßnahme gemacht. Wenn es soweit gehen tauchen, ob einer großen, um die Schulentwicklung so verdienten kann, daß jemand deshalb, weil er an seinem Geburtstage das ge- Kommune gegenüber solche Sprache einer Regierungsbehörde annannte Quantum Alkohol genossen hat, für gemeingefährlich erklärt gebracht ist. Die Regelung der Verhältnisse der Fachlehrerinnen werden lann, dann hört überhaupt alles auf. Der Mann war werde auch ohne den Antrag Borgmann bald in befriedigendem weder irre noch gemeingefährlich. Die Verwaltung war verpflichtet, Sinne erfolgen. dann sich amtlich zu erkundigen, ob jene Behauptungen zutreffend zutreffend Bürgermeister Kirschner hält den vom Magistrat gewählten waren. Der Mann hat sich bei einem Privatarzt untersuchen Weg bezüglich der Fachlehrerinnen für den richtigeren, wenn auch lassen, und dieser hat von seiner Gemeingefährlichkeit nichts dabei vorerst auf die feste Anstellung einer kleinen Zahl der= entdeckt, sondern erst der Polizei- Arzt, dem er unmittelbar nach dieser selben 30- verzichtet werden müsse. Werde das Gehalt Privatuntersuchung vorgeführt wurde. Die Polizei hätte längst die der Fachlehrerinnen so nahe an das der wissenschaftlichen Lehrerinnen Beleidigungsklage eingeleitet, wenn die Beschwerde ungerechtfertigt herangerfict, so werde sicher in der Schulverwaltung die Richtung wäre. die Oberhand gewinnen, welche von besonderen technischen Lehrerinnen Damit schließt die Debatte. Die Anträge Stadthagen überhaupt nichts wissen wolle. Zur theilweisen Infraftsegung der werden abgelehnt, der Ausschußantrag gelangt zur An- Besoldungsordnung sei der Magistrat durchaus selbständig berechtigt, nahme. ebenso wie zu dem Appell an das Beschlußverfahren. Sicher fest stehe doch noch nicht, ob die Behörde dieses Verfahren einschlagen iverde; der Bezirksausschuß könne eventuell sehr wohl günstig entscheiden. zu befürchten sei freilich, daß die Ausführungen des Dr. Preuß die Stellung der Stadt in diesem Konflikt wiederum verschlechtern werden.( Sehr wahr!) : In Sachen der neuen Besoldungsordnung für das Lehrpersonal der Gemeindeschulen theilt der Magistrat zur Kenntnißnahme den Erlaß des Provinzialschulkollegiums und den seitens des Magistrats darauf erstatteten Bericht mit. Beide Schriftstücke sind ihrem wesentlichen Inhalt nach bereits bekannt. Nachdem Magistrat und Versanunlung den Beanstandungen des Stadtv. Dr. Preuß weist diese Ueberschätzung seiner Bes Kultusministers entsprechend die Besoldungsordnung umgestaltet deutung und seines Einflusses zurück. Nicht ein Gefühl der hatten, will der Minister auch die umgestaltete Ordnung mur ge- Schadenfreude, sondern der Beschämung darüber habe er nur nehmigen, wenn die Miethsentschädigung der Lehrerinnen von 400 auf empfinden, daß sich eine liberale Stadtverwaltung von einem orthoAus den Ausschußverhandlungen über die Anträge PerIs und 432, die der Fachlehrerinnen von 300 auf 400 w. erhöht wird, den z. B. doyen Kultusminister so etwas bieten lassen mußte.( Andauernder Cassel betr. die Reform ber Sittenpolizei und die angestellten unverheiratheten Lehrern ohne eigenen Hansstand, wenn Lärm.) polizeilichen Sistirungen ist schließlich der folgende sie sich der neuen Besoldungsordnung unterwerfen, dauernd mindestens Bürgermeister Kirschner betont, daß der Beschluß wegen der, Ausschußantrag hervorgegangen: dasjenige Einkommen garantirt wird, welches sie nach der Skala Fachlehrerinnen blos fuspendirt werde bis zur Austragung der Sache. Die Versammlung ersucht den Magiftrat, durch geeignete 1894 beanspruchen könnten, und die Vorschriften über die Anrechnung Nach einer kurzen Entgegnung des Stadv. Cassel schließt die Maßnahmen, insbesondere durch Verhandlungen mit dem der Dienstzeit flarer gefaßt werden. Der Magistrat hat beschlossen, Debatte. Polizei- Präsidium darauf hinzuwirken, daß a) eine Reform diese Forderungen abzulehnen, und anheimgestellt, eine Entscheidung Der Antrag auf Kommissionsberathung wird abgelehnt, der Bestimmungen, betreffend Ausübung der Sittenpolizei, der Behörden im Beschlußverfahren herbeizuführen. Während aber ebenso die Anträge Preuß und Borgmann. Die Vorlage wird erfolgt, b) Vorkehrungen getroffen werden, um Mißgriffe und die Zulagen im übrigen jetzt zur Anweisung gelangen sollen, gedenkt einfach zur Kenntniß genommen. Ausschreitungen von Erefutivbeamten bei Verhaftungen und der Magistrat die Aufbesserung der Fachlehrerinnen bis nach erfolgter Die Vorlage betreffend den Verkauf einer Bauparzelle Festnahmen zu verhindern. Entscheidung zu fistiren! an der Ecke der Thurm und Otto straße geht an einen Ausleber die trop ihrer langen Daner( der Ausschuß hat am Ein Antrag des Stadtv. Dr. Preuß geht dahin, zu erklären, schuß von 10 Mitgliedern. 18. Januar mit seinen Berathungen begonnen und eine Subkom- daß die Auszahlung der Besoldungsverbesserungen als eines Ge- Bufolge dringlichen Antrags wird schließlich über eine mission eingesetzt, welche erst am 10. Mai dem Ausschuß Bericht meindebeschlusses der Zustimmung der Versammlung bedarf und diese Anfrage des Stadtv. W. Gericke verhandelt, die sich auf die Aberstatten konnte) im Ergebniß recht dürftigen Ausschußberathungen Zustimmung zu ertheilen; ein Antrag Singer Borgmann sicht des Fiskus bezieht, den westlichen Theil des kleinen Thiers berichtet Stadtv. Cassel. will die Borlage zur Kenntniß nehmen, jedoch gleichzeitig den gartens jenseits der. Heilandstirche und der Thusnelda- Allee Der Antrag Cassel hatte Unterhandlungen mit dem Polizei- Magistrat ersuchen, die Ausführung der Neuordnung der Ver- 3 Baustellen zu verkaufen. Der Interpellant fragt, präsidium behufs Vereinbarung von Maßnahmen und Anordnungen hältnisse der Fachlehrerinnen nicht länger auszusetzen, sondern die ob der Magistrat dagegen Maßregeln zu ergreifen gedenkt. verlangt, durch welche die sitten polizeiliche Untersuchung Anstellung von 30 Fachlehrerinnen jezt vorzunehmen. Stadrath Friedel bemerkt, daß von dieser Absicht bisher beim und vorherige Verhaftung unbescholtener Frauen Stadtv. Preuß: Durch den vorgelegten Schriftenwechsel wird Magistrat nichts bekannt, von einer Abholzung auch noch nichts und Mädchen in 8utunft verhindert wird; der Antrag unsere prinzipielle Stellung zu der Besoldungsfrage nicht verändert. sichtbar geworden ist( Heiterkeit). In dem bezeichneten Theile habe Perls wünschte die Schaffung einer größeren Gewähr gegen Schr erfreulich und angenehm hat auch uns der entschiedene, der Fiskus das Recht, zu parzelliren; Baufluchtlinien beständen für ungerechtfertigte polizeiliche Sistirung und Fest- schneidige, bürgerftolze Ton des Magistrats in seinem Bericht be- diesent Theil bereits. haltung, sowie für eine würdigere Behandlung von rithrt. Sehr bedauerlich aber ist es, daß diese Schneidigkeit sich ge- Stadtv. W. Gericke plädirt dafür, daß doch die Stadt für die Bolizeiarrestanten. Im Ausschußantrage sind diese konkreten For- rade bei einer Materie äußert, wo die Stellung der Stadt besonders Erhaltung dieses schönen Theiles des fleinen Thiergartens sich eine Serungen dermaßen verflüchtigt, daß sich schon jetzt voraussehen läßt, ungünstig ist, wo sie nicht blos die Behörde gegen sich hat, sondern legen solle, sonst möchte der Finanzminister der Herrlichkeit dort sehr daß trotz des großen Entrüstungssturmes über den Fall Köppen 2e. auch die öffentliche Meinung.( Lebhafter Widerspruch und Zu- schnell ein Ende machen. ziemlich alles beim alten bleiben wird. Auf die eine wirkliche Abstimmung.) Die öffentliche Meinung in den Kreisen außer- Stadtv. Langerhans meint auch, daß hier energisches hilfe anbahnenden Vorschläge, im Rathhause eine Annahmestelle für halb des Saales geht doch wohl weniger mit der Mehrheit in Vorgehen geboten sei. Im Jahre 1655 habe die Stadt dieses Beschwerden weiblicher Personen über ungesetzliche sittenpolizeiliche diesem Saale als mit der Minderheit.( Erneuter lärmender Wider- Gebiet den Großen Kurfürsten geschenkt und dafür Versprechungen. Behandlung zu errichten und den Magistrat mit der Wahr- spruch.) Daß das der Mehrheit nicht gefällt, begreife ich; aber in der Nichtung auf Revanche durch Schenkung eines Theils der nehmung der in dieser Beziehung vermißten Rechte der unbe- Schreien ist kein Gegenbeweis.( Fortdauernde Unruhe.) Wir müßten Jungfernhaide erhalten, die bis heute nicht eingelöst seien. Würde scholtenen, chrbaren weiblichen Bevölkerung Berlins überhaupt nach folcher Behandlung durch das Provinzial- Schulfollegium nun die Sache energisch in die Hand genommen und auch bei dem Könige zu beauftragen, ferner von Stadt wegen die unentgeltliche hinter dem Magistrat stehen, sagt man( Sehr richtig!). Ich finde darauf hingewiesen, daß ein solches Versprechen eines Hohenzollers ärztliche Untersuchung von angeblich auf Polizeitvachen miß- das nicht sehr richtig. Wenn wir im Konflitt liegen mit der Aufsichts- vorliegt, so sei ein Erfolg feineswegs ausgeschlossen. handelten Personen und die Untersuchung des Sachverhalts zubehörde, müssen wir trotzdem die Frage der Lehrerbesoldungen un ermöglichen, auch einfachen polizeilichen Requifitionen zur Unter- befangen würdigen. Den Standpunkt der Selbstverwaltung werden wir bringung Verhafteter in städtische Irrenanstalten in Zukunft nicht am besten wahren, wenn wir nicht einfach ausführen, was die Behörde mehr zu entsprechen, hat sich der Ausschuß gar nicht eingelassen. Stadtv. Dinse weist noch darauf hin, daß das Pfarrhaus für die Heilandskirche, für welches der Fiskus den Grund und Boden herzugeben beabsichtige, nicht an der Thusnelda- Allee, sondern vorschreibt, sondern wenn wir im großen Stile eine Besoldungs- mitten in dem Park zwischen dieser und der Ottostraße hergestellt werden Stadtv. Stadthagen: Ich habe gegen die Anträge nichts ordnung herstellen, wie sie im vorigen Jahre der Ausschuß vorgelegt folle. Die weitere Bebauung dieses Blocks würde sich danach sehr einzuwenden, glaube jedoch nicht, daß sich auf diesem Wege Be hatte. Wir nehmen diesen Punkt als ausbrüdlichen Antrag Heute rasch vollziehen. auf. Auch deutendes wird erreichen lassen; es ist aber zur Zeit der einzige wieder wenn nach Gesez bon 1887 Der Antrag, den Magistrat um ausdrückliche Auskunft zu era Weg, ber von uns betreten werden fann, wenn wir ein Beschlußverfahren eingeleitet würde, bliebe alles beim suchen, wird angenommen. zu organischen Reformen kommen wollen. Ich muß heute alten, da in letter Instanz der Minister zu entscheiden hat. Schluß 84 Uhr. nochmals bedauern, daß der Magistrat durchaus nicht aus uns genügen eben auch die drei Punkte, welche die Behörde noch eigener Initiative sich gegen die Zumuthung wehrt, Leute, die geistig verlangt, in teiner Weise. Außerdem ist es doch fast wunderbar. dem Tokales. von = Als ihm zum Zirkular mit der Mittheilung, der hochzuberehrende Chef habe plög- feine Gläubiger nicht schädigen wolfie", so fiellte er ihnen von ihm lich verreisen müssen. Da Sie( Adressat) aber jedenfalls das Be- gefertigte Gemälde zur Verfügung, wobei es vorkam, daß er dieGroße Hoffnungen sekte die„ Bossische Zeitung" auf den Im dürfniß haben werden, Ihrem Hochzuverehrenden Chef auch noch felben Bilder mitunter mehrmals verpfändete. Den Bruder des stand, daß im ersten Berliner Wahltreise die Zahl der Wähler von persönlich, sei es brieflich, sei es telegraphisch, zu gratuliren, so werden hiesigen Baumeisters Sehring, Herrn Hermann S. in Magdeburg, 20 169 im Jahre 1893 jegt auf 18 785 zurückgegangen ist. Das wir ihnen dessen Adresse für den 25. Mai kurz vorher mittheilen." wußte D. durch Erzählung von dem angeblichen Reichthunt seiner liberale Blatt meint:" Der Ridgang der Wählerzahl in diesem Am 22. Mai folgt dann das dritte girlular mit der Adresse des Hoch- 2c. Mutter, der auch der auch schon in früheren Fällen bei KreditWahlkreise trifft vermuthlich zum guten Theil die Sozialdemo= Chefs. Dabei wird darauf hingewiesen, daß eine briefliche forderungen des D. eine große Rolle spielte, zu veranlassen, fratie. Es ist daher alle Aussicht vorhanden, daß der Gratulation den 2c. Chef nicht erfreuen würde und daß es ihn als des Mitbesitzer Liberalismus das Mandat behauptet, wenn jedermann seine mindestens ein Telegramm sein müsse. Goethe Theaters anzuerkennen. Schuldigkeit thut und sich nicht durch allerlei Quertreibereien ver- dann Später kommen Als Mitdirektor hat dann D. die Bücher in einer so mangelhaften die Dankschreiben vom Herrn Chef, wirren läßt. Zu der Austragung alter Zwistigkeiten zwischen den lauten:" Für Ihren kleinen Beitrag meinen Dank!" die stereotyp Form geführt, daß gelegentlich einer vor kurzem vorgenommenen Liberalen ist jetzt nicht die Zeit. Wenn man mit dem gemeinsamen„ Für meinen Dank!" oder: Revision ein bedeutender Fehlbetrag ermittelt wurde, über dessen Ihren großen Beitrag herzlichen Dank!" Diese Verbleib der Maler angeblich keine Auskunft zu geben vermochte. Gegner zu kämpfen hat, müssen alle anderen Streitigkeiten vertagt Schröpfungen müssen die Filialeninhaber über sich ergehen lassen, Die Mutter des D. ist schon vor vier Jahren gestorben, und das werden. Denn nur Einigkeit macht start." obwohl sie hohe Kautionen stellen müssen, in Berlin 1000, außerhalb geringe Vermögen, das sie hinterließ, war von dem Sohn schon Wir wollen abwarten, ob die Hoffnung auf den Sieg des libe- 1500 m. Diese Kautionen werden dem Chef zu freier Verfügung längst verbraucht worden, wie er auch das Vermögen seiner Frau, ralen Kandidaten sich erfüllen wird. Auch von 1890 auf 1893 hat übergeben und nicht verzinst. Da diese Kautionen die Summe die schon seit mehreren Jahren von ihm getrennt lebt, vollständig sich die Wählerzahl im ersten Wahlkreise um 1071 verringert, und von 70 000 bis 80 000 m. ergeben, so arbeitet das Geschäft zu durchgebracht haben soll. Außerdem wird Dvorak beschuldigt, Heirathsdennoch stieg die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen von 3588 einem erheblichen Theile mit fremdem, aber zinslosem Betriebs- schwindeleien verübt zu haben. auf 4070, während die liberalen Stimmen von 6674 auf 5271 sanfen. fapital, während der Zinsgenuß den armen Filialinhabern entgeht. richterstatters hat Dvorak Wechsel auf den Namen der Herrn Nach Meldung eines anderen BeAn der rastlosen Arbeit unserer Parteigenossen wird es liegen, Derartige Geschäftspraktiken sind doch wenigstens einträglich. H. Sehring in Magdeburg gefälscht. Herr Sehring selbst habe keine die vage liberale Hoffnung zu schanden zu machen und ganz Berlin für die Sozialdemokratie zu erobern. Die übermäßige Ausnutung der Verkehrsangestellten Anzeige gemacht, sondern der Inhaber eines gefälschten Wechsels habe Doch dies für einen Augenblick bei seite. Bei der weiteren Be- wird abermals durch folgenden Fall gekennzeichnet. Der Kutscher H. Strafanzeige erstattet. trachtung über die Stimmenverschiebung in den sechs Berliner Wahl- war bei der Neuen Berliner Omnibusgesellschaft gegen ein Monats= Erfolgreiche Selbsthilfe. Sehr schlecht ist in der gestrigen 75 M. beschäftigt, von welcher Summe noch Nacht in der Elsasserstraße ein Student gefahren, welcher eine Dame Denn gleich nachdem sie aus dem Rückgange der Stimmen im ersten etwa zwei Mark Kranken- und Invalidengeld abgingen. Der in hartnäckiger Weise belästigte. Das junge Mädchen, eine Artiſtin, Wahlkreise tapfer Muth geschöpft und zu erkennen gegeben hat, daß Dienst dauerte täglich 13 Stunden und 36 Minuten und war nur wartete an der Pferdebahn- Haltestelle in der Nähe des Oraniendie bestehende ungerechte Wahlkreis- Eintheilung der freisinnigen von vier freien Tagen im Monat unterbrochen. Vor burger Thores auf einen Ringbahn- Wagen, als sie von dem StuPartei am Ende den Erfolg verschaffen dürfte, der ihr aus eigener einigen Tagen hatte der weit über Gebühr angestrengte denten angesprochen wurde. Als jedoch der Studiosus seinen Arm schwacher Kraft nimmer erblühen möchte, erhebt die Vossin be- Kutscher das Unglück, die Zeit zu verschlafen; er tam um die Taille des ihm nicht antwortenden Mädchens legte, drehte wegten Herzens ein klagelied über den„ Unsinn" der heutigen statt 6 Uhr 40 Minuten erst gegen 8 Uhr an der Haltestelle an, sich die Beleidigte um und applizirte dem dreisten Burschen ein paar Wahlkreis- Eintheilung, den die Junker," wie das konservative sodaß er an dem betreffenden Tage nur 11/2 Stunde fahren konnte. so gehörige Ohrfeigen, daß er zurücktaumelte. Der Student wollte Handbuch mit zynischer Offenheit" gestehe, für alle Zeiten fon- Für dieses Versehen wurde von der Direktion eine Strafe in der sich nun zwar schleunigst entfernen, dies gelang ihm jedoch nicht. ferviren wollten. Das ist allerdings richtig. Fraglich ist nur, Höhe von fünf Mark angesetzt. Als S. fich weigerte, diese Summe Die Artistin hielt ihn so lange fest, bis ein Schutzmann, der den ob die Freisinnigen so unbändig nach ausgleichender Gerechtigkeit zu zahlen, erhielt er Weisung, seine Sachen abzuliefern und den Vorfall aus der Entfernung beobachtet, hinzukam und die Sistirung streben würden, wenn die Sache derart läge, daß sie aus dem bestehen- Dienst zu verlassen! Wenn man frägt, wie eine solche Behandlung des Flegels vornahm. den Unsinn" Vortheil zögen. Die kleine Verplapperung, welche die möglich sei, so muß die Antwort in dem Umstande gesucht Als Mörder der Louise Günther hatte sich in Aerzen im Voss. 3tg." sich hier in einem Athemzuge zu schulden kommen läßt, werden, daß die Mehrzahl dieser Verkehrsangestellten frühere Land- Hannoverschen ein junger Bursche der Polizei vorgestellt. Diese und diverse Beispiele aus der Geschichte des preußischen Abgeordneten- arbeiter 2c. find, welche auf der Flucht vor dem Junkerthum in Selbstbezichtigung stellt sich als erfunden heraus, sodaß der merkhauses und aus Gemeinden, wo der Freifinn nach eigenem Herzens- Berlin Station gemacht haben und sich hier natürlich freuen, wenn würdige junge Mann wieder auf freien Fuß gesetzt werden mußte. wunsche schalten und walten kann, lassen erkennen, daß gerade bei fie irgendwelche Beschäftigung erhalten. Einem solchen Arbeits- Zu dem Selbstmord in der Hasenhaide, der vorgestern die dieser Partei zwischen Worten und Thaten ein himmelweiter Unter- material kann man so ziemlich alles bieten. Erst nach Monaten und Veranlassung zu dem Gerücht von einem neuen Morde gab, erfahren schied ist. Dies hat zum Glück auch die Wählerschaft allgemach ein- Jahren kommen die Leute, je nach dem Grade ihrer Intelligenz, wir, daß die Person des Todten als die des 57 Jahre alten Pförtners gesehen, die vor allen Dingen im ersten Wahlkreise gut thun wird, dazu, höhere Anforderungen ans Leben zu stellen und auf mensch- A. Baehr aus der Oranienſtr. 96 festgestellt worden ist. Baehr fich der vielen Fälle zu erinnern, wo der Freifinn, von des Ge- liche Behandlung Anspruch zu machen. Leider liegt in dem unaus- hatte seine Stelle als Pförtner und Hausreiniger seit fünf Jahren dankens Blässe angekränkelt, sich weislich hütete, durch Unternehmungen gesetzten Zufluthen aus dem Osten auch der wesentlichste Grund, inne. Seit fast drei Jahren schon war er leidend. Zu voll Mark und Nachdruck seine Phrasen vom Schutz und Erweiterung warum es so unendlich schwer ist, unter den Verkehrsangestellten eine einem Beinschaden tam der Rheumatismus. der Volksrechte in die That umzusetzen! Organisation zu schaffen. 1. Juli gekündigt wurde, zeigte er noch größere Schwermuth als Der Bericht des Vorstandes der Berliner Packetfahrt: Der dritte Jahresbericht der öffentlichen Lefehalle der bisher. Mehreren Nachbarn gegenüber äußerte er, daß er sich am Aktiengesellschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr beansprucht Deutschen Gesellschaft für ethische Kultur, Neue Schönhauserstr. 13, liebsten das Leben nehmen möchte. In der Nacht zum Mittwoch in mehrfacher Beziehung ein weiteres Interesse. Ist doch diese weist von neuem eine Steigerung der Besucherzahl in den Abend entfernte sich Baehr gegen 3 Uhr aus der Wohnung und ist wohl Privatgesellschaft eine erfolgreiche Rivalin der Reichspost und in der stunden um 2000, der Entleihungen um 1300 gegen das Vorjahr sogleich zur Ausführung seines Planes nach der Hafenhaide gegannen. Reichshauptstadt gegenwärtig die einzige Rivalin. In welcher Weise auf. Vom November 1897 an ist die Lesehalle auch in den Mittags: Seine Frau hörte zwar um diese Zeit ein Geräusch, beachtete es der Gesellschaft dieses Monopol zu gute kommt, zeigt der Umstand, stunden von 12-3 Uhr geöffnet. In den beiden letzten Monaten des aber nicht weiter, da sie nicht glaubte, daß er in ihrer Wohnung sei. daß die Betriebseinnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahre auf vorigen Jahres wurde sie von 5005, in den ersten vier dieses Jahres Am Morgen vermißte sie dami ihren Mann. 2 094 108 m. von 1713 327 M. im Vorjahre gestiegen sind. Die von 12 114 Lesern besucht. Der Bücherbestand ist auf 5322 Bände Schwer verunglückt ist am Donnerstag Abend der BuchBetriebsergebnisse würden, wie der Vorstand konstatirt, noch bessere erhöht worden, unter denen 1677 den wissenschaftlichen Abtheilungen druckereibefizer Anton Klein in seiner Druckerei in der Behrenstr. 28. gewesen sein, wenn nicht durch die Vorlage des Gesezentwurfes be- angehören. Auch in diesem Jahre ist die Lefehalle von den Eine etwa 19 Zentner schwere Fraisemaschine fiel um, warf Klein treffend die Erweiterung des Postregals eine große Beunruhigung städtischen Behörden, den Verlegern und Redaktionen und von mit zu Boden und traf ihn am Unterleib. Der Verunglückte wurde in die der Gesellschaft zunächst liegenden Kreise getragen worden anderen Gönnern unterstützt worden; indeß haben noch so manche durch die Rettungsgesellschaft mit einem Kopp'schen Wagen in ein wäre. Der Vorstand giebt denn auch im eigenen Intereffe berechtigte Wünsche aus Mangel an Mitteln nicht berücksichtigt werden Krankenhaus gebracht, wo er sehr schwer darniederliegt. Wie die der wohl nicht ganz sicheren Hoffnung Ausdruck daß können. sich im neuen Reichstage feine Mehrheit für die ge= Die Verwaltung schließt deshalb ihren Bericht mit der dringenden Maschine zum Fallen gekommen ist, war vorgestern Abend noch nicht recht geklärt. plante Ausdehnung des Postregals finden werde. In Berlin Bitte um weitere thatfräftige Unterstügung zur Erhaltung und Aushat sich die Gesellschaft thatsächlich so eingebürgert, weil die Reichs- gestaltung der Lesehalle. Von einem Dampfstraßenbahnwagen überfahren wurde post sich hartnädig einer Verbilligung des Portos widersetzte. Wenn Von der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft soll eine Heimen Rechnungsrathes Britow aus der Teltowerstraße Nr. 5. Donnerstag Nachmittag gegen 5 1hr die Frau des Geden gesteigerten Einnahmen auch eine Steigerung der Betriebsaus- Erfindung des Professors Nernst in Göttingen erworben worden Die schon etwas bejahrte Dame wollte in der Tauenzienstraße vor gaben gegenübersteht, so ist doch immerhin ein so erklecklicher Be- sein, durch welche man die Kosten der elektrischen Beleuchtung auf dem Hause Nr. 17 den Fahrdamm überschreiten, wurde jedoch von triebsüberschuß verblieben, daß eine Dividende von 22 p Ct. ungefähr ein Drittel der bisherigen herabzumindern hofft. Ueber einem Straßenbahnwagen, dessen Führer nicht geläutet haben soll, zur Vertheilung gelangt. Die Attionäre werden hierüber nicht unzu die Erfindung wird berichtet: Die Installation des neuen Lichts gefaßt, zu Boden geworfen und an den Füßen überfahren. Dem frieden sein. Ob aber auch Zufriedenheit bei dem Personal zu ist ohne irgendwie erhebliche Kosten ermöglichen. rechten Fuße wurden die Zehen abgequetscht, dem linken nur die finden ist? Der Vorstand muß wohl dieser Ansicht sein, denn er Die Einrichtung besteht lediglich in besteht lediglich in der Anbringung der Anbringung eines Haut' abgeschürft. glaubt ganz besonders hervorheben zu müssen, daß den größten fleinen porzellanartigen Körpers, der eine so ungeheuer starte Rettungswagen in ihre Wohnung gebracht. Haut abgeschürft. Die Verunglückte wurde mit einem Kopp'schen Antheil an der Vermehrung der Betriebsausgaben das Lohn- und Leuchtkraft entwickelt, daß es nothwendig, ist, sie durch eine VorGehaltstonto trägt, indem dasselbe von 1033 464 m, auf richtung zu dämpfen, trotzdem ist nur ein geringer Strom noth1 212 296 M. gestiegen sei. Diese beträchtliche Steigerung( die- wendig. Besonders bemerkenswerth ist es, daß das Licht in der felbe beträgt 178 832 Mart gegenüber 380 780 Mart Mehr- atmosphärischen Luft brennt, was bisher bei Glühlicht nicht zu ereinnahmen!) sei hervorgerufen sowohl durch die Vermehrung des reichen war. Auch für die Elektrolytik hat die Erfindung Bedeutung, steigenden Dienstzeit der Angestellten hervorgehen. Wenn sonach daß es zum Löthen zu verwenden ist. Man hofft bei den fort auch das Lohn- und Gehaltstonto im ganzen eine Steigerung er gesetzt betriebenen, noch nicht abgeschlossenen Versuchen, noch weitere fahren hat, so hat sich die Lage der einzelnen Angestellten doch nur Verbesserungen der Erfindung herbeizuführen. sehr mäßig und auch nur zum theil, nach einer langjährigen, auf- Wenn sich diese Mittheilung bestätigen sollte, so hätte die Stadt reibenden Thätigkeit im Dienste der Gesellschaft, verbessert. Die doppelt Ursache, sich nicht auf den siebzehnjährigen Vertrag mit der Gesellschaft zahlt eriviesenermaßen nur sehr flägliche Gehälter, Elektrizitätsgesellschaft einzulassen. mindestens den unteren Angestellten. Die vermeintliche Zufriedenheit dürfte demnach nicht weit her sein und jeder ist gewiß gerne bereit, mit einem Aftionär zu tauschen. Bei der von Tag zu Tag fort schreitenden Ausdehmung des Geschäftsbetriebes glaubt der Vorstand eine weitere Vermehrung des Personals als erforderlich werdend in Aussicht stellen zu dürfen". Diese Botschaft mag ja vielen recht willkommen sein, und an Bewerbern dürfte es trotz alledem der Gesellschaft gewiß nicht fehlen. Hoffentlich lassen die Angestellten ihre Organisationspflicht nicht außer acht. am " Umfangreichen Diebstählen an Gütern, die für den Hofhalt des Kaisers bestimmt waren, ist man, wie die Potsdamer Korresp." meldet, auf die Spur gekommen. Schon seit vier Jahren war beobachtet worden, daß Waaren, die auf dem Wasserwege für die fürzlich von einer nach Potsdam bestimmten Weinsendung fünfzig Flaschen fehlten, stellte man genaue Nachforschungen an. Die Spur führte nach der Stadt Lenzen in der Altmark, wo der Wein bei einem Kaufmann ermittelt und beschlagnahmt wurde. Es stellte sich heraus, daß der Kaufmann und einige Gastwirthe der Stadt schon längere Zeit von den dort vor Anker gehenden Schiffern große sie wußten, daß die Waare gestohlen war. Die Untersuchung Mengen von Zucker, Staffee u. s. w. gekauft hatten, obwohl ist noch nicht abgeschlossen. Bis jetzt sind 24 Personen in Haft genommen. Die zunehmende Ausdehnung des für den elektrischen Bahnbetrieb erforderlichen Kabelneges in den Straßen der Stadt hat Veranlassung gegeben, der Frage näher zu treten, ob die oberirdischen Leitungen die Thätigkeit der Feuerwehr irgendwie beeinträchtigen können. Es haben daher Sachverständige der Feuerwehr Berlin bleibenden Lehrer und Schüler besondere Abonnements- Karten zum Die Treptow- Sternwarte hat für die während der Pfingstferien in und der Aktiengesellschaft Siemens u. Halske Versuche angestellt, Ausnahmepreise von 1 Mart auszugeben. Beide Arten von Karten, Lehrerdurch die festgestellt werden sollte, ob ein Wasserstrahl den Strom wie auch Schülerfarten, berechtigen zum unbeschränkten Einzelbefuch aller jener Leitungen, der eine Spannung von 500 Volt und mehr besigt, Veranstaltungen der Treptow- Sternwarte während der Pfingstferien. Es abzuleiten vermag und ob bejahenden Falles der Sprizenrohrführer finden statt: Führungen durch das Aſtronomische Museum und Erflärungen einer Gefahr durch elektrische Schläge ausgesetzt ist. Bei diesen des Riesen- Fernrohrs täglich von 2 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. Versuchen hat sich herausgestellt, daß solche Gefahr nicht zu be- Astronomische Vorträge von Direktor F. S. Archenhold mit Lichtbildern, forgen ist. Man wird sich damit begnügen können, die Rohrführer Sonntag und Montag um 5 und 7 Uhr, Dienstag und Mittwoch um 7 Uhr mit guten Schutzhandschuhen auszurüsten und von der früher ge- nachmittags bis 12 Uhr nachts. nachmittags. Beobachtungen mit dem Riesen- Fernrohr täglich von 2 1hr planten Einführung eines besonders isolirten Rohres Abstand zu Feuerbericht. Donnerstag Nachmittag 1 1hr entstand Alexanderstraße 26 in einer Schuhfabrik ein Schadenfeuer, bei dem ein der str. 68 ein Stellerbrand abgelöscht werden. Mehrere Verschläge größerer Posten Schuhwaaren zerstört wurde. Gegen 5 Uhr mußte mit Inhalt gingen in Flammen auf. Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 29. Mai, eine Flugblattberbreitung stattfindet. Die Flugblätter werden am Sonntag früh 72 Uhr an folgenden Stellen ausgegeben: Bredlow, Augsburgerstraße 78; töhr, Goethestr. 67a; Dörre, Krimmestr. 19; Sant, Pestalozzistr. 65; Leder, Bismarckstr. 74; Paasche, Potsdamerstr. 44; Gimpel, Osnabrüderstr. 28; Beyer, Wallstraße 96. Rege Betheiligung ist unbedingt nöthig. Schöneberg. Bu der am 1. Feiertag stattfindenden Flugblattbertheilung ersuchen wir die Leser des Vorwärts" in Schöneberg Obgleich die Wählerliste amtlich nicht mehr ausliegt, dürfte mancher Wähler, dem eine Kontrolle unmöglich war, dennoch wißbegierig sein, ob er in der Liste verzeichnet steht. Um diesen Personen nachträglich die Möglichkeit einer Durchsicht zu verschaffen, ist im 4. Wahltreise in einigen Lokalen eine Abschrift der Liste ausgelegt worden. Für die Stadtbezirke 83 bis 87 ist das Verzeichniß bei nehmen. Streit, Naunynſtr. 86, einzusehen; für die Bezirke 88-93 bei Schent, früher Brödenfeld, Manteuffelstr. 74; für die Bezirke farten III. Selasse die Fahrt in der II. Klasse gegen Lösung einer Naffauer! Die Einrichtung, daß den Inhabern von Monats 104, 105, 108, 109, 110 bei To Itsdorf, Görlitzerstr. 58; für die Zuschlagkarte gestattet worden ist, wird auf der Stadt- und Bezirke 106 und 107 bei Erbe, Cubrystr. 25; für die Bezirke Ringbahn vielfach gemißbraucht. Gar viele Karteninhaber fahren 99-103 bei Bachmann, Eisenbahnstr. 35; für die Bezirke 94-98 regelmäßig zweiter Klasse und lösen doch nur einmal eine bei Bieberstein, Laufizer Plaz 12a; für die Bezirke 111-113 Buschlagtarte. Sie zeigen diese beim Abgange nicht dem Billetbei Golz, Grünauerstr. 103. schaffner vor, da sie schon bei Vorzeigung ihrer Monatskarte passiren Eigenartige Geschäftspraktiken werden in einem hiesigen fonnten. Sie fuhren dann II. Klasse und hatten für den Nothfall" Weinhause beobachtet, dessen Chef ein Ausländer ist, sich aber meist stets die Zuschlagfarte bei sich. In einzelnen Fällen haben diese in Berlin aufhält. Das Haus unterhält einige sechzig Filialen, die unredlichen Fahrgäste den Zugrevisoren auch die Zuschlagtarte vorzur Hälfte in Berlin, im übrigen in größeren Provinzialstädten zeigen müssen, wodurch deren mißbräuchliche Benugung an den Tag etablirt find. Die Verwalter der Filialen erhalten 10 pet. von dem tam. Die tönigliche Eisenbahndirektion hat nunmehr den Ausgabe Verkaufspreise der ihnen gelieferten Weine. So lange dieser Prozent- stellen der Berliner Stadt- und Ringbahn 2c. zur ernsten Pflicht" fat 100 m. im Monat nicht erreicht, garantirt der Chef diesen Be- gemacht, auf die deutliche Abstempelung der Zuschlagfarten" fortan trag. Da die Verwalter meist Frauen sind, so kann sich der besonderen Werth zu legen" und die Zugrevisoren angewiesen, Chef auf auf eine solch geringe Bezahlung beschränken. Nun fünftig in jedem einzelnen Fall genau zu prüfen, ob das Datum tommt aber die Hauptsache: Jedes Jahr am 30. April ver- der Abstempelung der Zuschlagfarten mit dem Tage der Fahrt sendet der Geschäftsführer des Hauptgeschäftes ein gedrucktes übereinstimmt". Birtular an alle Inhaber der Filialen mit der Erinnerung, daß Vom ,, Bund deutscher Frauenvereine" werden zum zweiten und die gewerkschaftlich Organisirten, sich pünktlich früh 7 Uhr in unser hochzuverehrender Chef" am 25. Mai seinen Geburtstag Male Unterrichtsturse eingerichtet, welche die Heranbildung zu weib- einem der nachstehenden Lokale einzufinden: Obst, Grunewaldfeiere und da es sicher allgemeines Bedürfniß sei, dem hochverehrten lichen Gewerbe Aufsichtsbeamten bezweden. Das Unterrichtsgebiet straße 110; Schilling, Kyffhäuserstr. 16; Klein, Merseburgerstr. 7; Chef ein sichtbares Zeichen dankbarer Gesinnung und hoher Ehr wird Arbeiterinnenschutz- Gesetzgebung und Gewerbehygiene umfassen. Steppuhn, Hohenstaufenſtr. 83; Strehmann, Erdmannstr. 6; Schünicke. erbietung an seinem Geburtstage zu überreichen, so folgt die Auf- Beginn der Vorträge am 2. Juni; dieselben finden abends von 8 bis Bahnstr. 10; Grimm, Siegfriedstr. 9; Hauser, Sedanstr. 31; Püschel, forderung, Beiträge zu zeichnen. Gleichzeitig wird versprochen, daß 10 Uhr statt. Nähere Auskunft ertheilt schriftlich Frau Jeannette Gußtowstr. 9. Auch ohne persönliche Einladung mögen die Genossen über die Art des ausgewählten Geschentes spätere Mittheilung zu Schwerin, C. An der Schleuse 13 I. zahlreich erscheinen. Das Wahlkomitee. gehen werde, was jedoch fast niemals geschieht. Natürlich müssen nun Die Filialen- Inhaber in den Beutel greifen und je nach der Größe der Gestern war auf dem Tempelhofer Felde die große Parade Wilmersdorf. Am ersten Pfingstfeiertag findet eine AgitationsFiliale 20 M. und mehr blechen. Der Geschäftsführer versteht sich auf die mit den üblichen Absperrungen. Eine Rede wurde bei dieser Ge- tour nach außerhalb statt. Treffpunkt morgens 51/2 Uhr im„ Volts, Einschätzung. Es ist sogar vorgekommen, daß eine arme Frau von legenheit nicht gehalten. garten", Berlinerstr. 40. Am zweiten Pfingstfeiertag, morgens 7 Uhr ihren 100 m. mur 10 M. abgeben zu können glaubte, dieser wurden Zur Verhaftung des Malers Dvorak schreibt eine Lokal- erfolgt in unserem Ort eine allgemeine Flugblatt- Verbreitung. aber durch den Geschäftsführer bei der Abrechnung 20 M. à conto forrespondenz: D. ist in Berlin keine unbekannte Persönlichkeit. Treffpunkt ebenfalls im„ Volksgarten". " Volksgarten". Es ist Ehrensache der Geburtstagsgeschent abgezogen. 63-64 Filialen ergeben bei je Schon vor etwa neun Jahren veranstaltete der Maler, der sich den Parteigenossen, bei der Verbreitung zu helfen. Der Ver 20 M. und darüber ein hübsches Sümmchen. Im vorigen Jahre Professortitel beilegte, in Berlin Gemälde- Ausstellungen. Er hat trauensmann. foll man die Filialen Inhaber erfahren darüber nichts den ein gewinnendes Wesen und wußte sich hierdurch bei allen, mit Wie von manchen Innungsmeistern der Kampf gegen die hochzuverehrenden Chef" mit einem Apfelschimmelgespann denen er in Geschäftsverbindung trat, Stredit zu verschaffen. Zahlung organisirte Arbeiterschaft geführt wird, davon giebt ein Vorfall, über „ erfreut" haben. Haben nun diese Leute ihr goldenes Zwangs- war jedoch nie von ihm zu erlangen und Pfändungen blieben in den man uns aus Steglig berichtet, ein drastisches Bild. Ueber opfer dargebracht, so erhalten sie am 13. Mai wiederum ein gedrucktes Ermangelung pfändbarer Gegenstände stets fruchtlos. Da aber D. einen Bau des Maurermeisters Reiche war aus zwingenden | D " " des Gründen die Sperre verhängt worden. Nun wußte Herr Reiche,| Ernst Moser, Adolf Dammer und Heinrich Moser richtet, wurde| schreibung spotten. Die paar ehrlichen Handwerksmeister, welche noch daß die Großmutter eines der Maurer, welche die Maßregel ver- vor der 9. Strafkammer des Landgerichts I zu Ende geführt. Das amnährend auskönimliche Löhne zahlen, müssen dem gleichen Spiele hängt hatten, in seinem Hause ein kleines Stübchen bewohnte. Flugs Urtheil lautete: Sulies drei Jahre Gefängniß und fünf- folgen und so gestalte sich die Lage der Schuhmacher im Handbetrieb fündigt er der 60jährigen Frau das Zimmer und richtet gegen den jährigen Ghrverlust, witt ein Jahr neun Monate Ge- immer bedrohlicher. Von keiner Seite ei hilfe zu erwarten, weder Vater des verhaßten jungen Mannes überdies die Drohung, er fängniß. Emil Moser vier Jahre Gefängniß und fünf- vom Staat, noch vom Unternehmer; darum bedürfe es der äußersten werde dafür sorgen, daß der Uebelthäter bei keinem Jnnungsmeister jährigen Ehrverlust, Heinrich Moser zwei Monate Ge Anstrengung aller betheiligten Schuhmacher, diese Zustände zu beArbeit bekomme. Die organisirten Arbeiter erhoffen natürlich, und fängiß. Das Verfahren gegen Dammer wurde als unzuläig seitigen. Nachdem auch einige Meister das Bild ergänzt hatten, wohl mit recht, daß dieser Vorfall abermals eine Anzahl Proletarier eingestellt. wurde man sich dahin einig, in Gemeinschaft der Meister, welche den Werth und die Bedeutung der Organisation schätzen lehrt. noch zu den anständigen gehören, eine rege Agitation zu entfalten, Wie das moderne Deutschthum" in den öftlichen Pro: um die Organisation zu stärken und die schlimmsten Auswüchse dieser Ein schwerer Zusammenstoß eines Wagens der Dampfstraßen- vinzen moralische Eroberungen macht. Die Giltigkeit der letzten Besohlanstalten zu beseitigen. In die Agitationsfommission wurden bahn Stahnsdorf- klein- Machnow- Groß- Lichterfelde mit einem Ergänzungswahlen für die Stadtverordneten- Versammlung in gewählt: Pärschte, Lytte, Rambow, Tornow, Bauer, Laftwagen der Firma Kühne, Groß- Lichterfelde, fand Mittwoch Abend Gnesen war von der unterlegenen Bolenpartei angefochten Schulz und Dittmar. Als Geivertschaftsdelegirte wurden gegegen 7 Uhr an der Ecke der Schiller- und Bismarckstraße in Groß- worden. Die Klage wurde jedoch sowohl von Bezirks- wählt: Richter und Dittmar. Sendungen, betreffend die Lichterfelde statt. Das Kühn'sche Fuhrwerk war gerade im Begriff, ausschuß in Bromberg, wie auch jetzt vom Ober- Ver- Kommission sind zu richten an Dittmar, Sophie- Charlottenstr. 91. gerire in die Bismarckſtraße einzubiegen, als die Dampfbahn mit voller waltungsgericht abgewiesen. Aus den Gründen ist folgendes Kommission sind zu richten an Dittmar, Sophie- Charlottenſtr. 91. Kraft heranbrauste und auf den Wagen auffuhr, dessen Vordertheil bemerkenswerth. Die Behauptung, daß die Wahlzeit von 9 bis Brik. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung völlig zertrümmtert wurde. Das eine der beiden Pferde des Ge- 12 Uhr vormittags für die dritte Abtheilung unzureichend gewesen Volksbildingsvereins für Britz, tagte am 20. Mai bei Dorn, welche spanns wurde durch die Gewalt des Anpralls seitwärts gegen einen fei, könne nicht durchgreifen. Der Magistrat habe nach seinem sich eines regen Besuches erfreute. Genosse Händel referirte über Laternenpfahl geschleudert, während das andere mit den Hinter- Ermessen zu verfahren. Und daß die Wahlzeit so beschränkt gewesen Die Agitation zur Reichstagswahl". Nach dem mit Beifall aufbeinen unter die Dampfbahn gerieth, eine Strede weit mitgeschleift sei, um den Wählern die Ausübung des Wahlrechts unmöglich genommenen Vortrag fand eine lebhafte Diskussion statt, in welcher und auf das entsetzlichste zugerichtet wurde. Am glimpflichsten tam zu machen, sei nicht dargethan. Dasselbe treffe auf die den Genossen Belehrung gegeben wurde über das Verhalten noch der Wagenführer davon, dem es gelang, im Augenblicke des behauptete Unzulänglichkeit des Wahllokals zu. Man könne bei dem Flugblattvertheilen in den ländlichen Bezirken. Zusammenstoßes abzuspringen. den Wählern zumuthen, daß sie sich gewisse UnbequemRigdorf. In der öffentlichen Versammlung der Möbellichkeiten gefallen lassen, wenn sie ihr Wahlrecht ausüben Mit der Stadtrechtfrage beschäftigte sich gestern in Nigwollen. Auch sei es teine Beschränkung der Oeffentlichkeit, wenn des Gewerkschaftskartells. Betreffs der Errichtung eines Gewerbepolirer vom 16. d. M. berichtete Schmoldt über die Thätigkeit dorf der Kommunal- Reform- Verein Rixdorfer Grundbesizer. Ein- das Wahllokal um 12 Uhr geschlossen und nur noch den anwesenden gerichts wurde mitgetheilt, daß die Behörde sich dem immer noch stimmig wurte folgende Resolution angenommen: Der Verein steht Wählern Gelegenheit gegeben wurde, auf dem Standpunkte, daß die Erlangung der Stadtrechte für Rig geben. ihre Stimme abzu widerseze. Als Delegirter wurde hierauf Nierisch, als StellEin Ungehörigkeit wäre es allerdings, daß hervor vertreter Poßekel gewählt. dorf zwar einige Opfer erfordern wird, daß sie aber dennoch mit ragenden Bürgern, den Richtern und katholischen Geistlichen, allen erdenklichen Mitteln so schnell wie möglich zu erstreben ist, der Zutritt zu dem Lokal durch Oeffnung der Ausgangs- Arbeiter Bildungsschule. Inselstr. 10, v. 2 Tr. Unterrichts: weil Schöneberg aus dem Kreise ausscheidet und dann Rigdorf thür erleichtert worden sei, aber ein erheblicher Mangel des Kurie: Montags: National Detonomie( Grundbegriffe der infolge der jezigen, wie voraussichtlich auch zukünftigen Zusammen- Verfahrens sei darin nicht zu finden. Der Kläger sehe schließlich Nationalökonomie) Dr. Conrad Schmidt; Mittwochs: Rede fegung des Kreistages durch die zu erwartenden hohen Kreissteuern noch eine Wahlbeeinflussung darin, daß verschiedene Unterbeamte uebung( Referate und Diskussion über gewerkschaftliche Fragen) nicht für die eigenen, sondern für fremde Interessen und wenn während der Dienſtſtunden die Weisung erhalten hätten, wählen zu( Entwickelung der Idee über Entstehung und zusammenſegung des Schriftsteller Richard Calwer; Freitags: Natur Erkenntniß nicht mehr, so doch mindestens eben so hoch wie jetzt belastet werden gehen. An und für sich sei das indessen keine Wahlbeeinflussung, Weltgebäudes) Dr. B. Borchardt. Die Bibliothet ist jeden und im übrigen fehle der nähere Anhalt für eine solche. Montag, Mittwoch und Freitag( außer an Feiertagen) abends von 8-9 Uhr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kursus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Neul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntags: Versammlungen. Vorsitzender: Hugo Waschowski, N., Brunnenstr. 193. Kassirer: H. Königs, S., Dieffenbachstr. 30. wird. Gerichts- Beitung. Versammlungen. Eine Berliner Arbeitervertreter: Verein tagt jeden Dienstag nach dem erfien im Monat bei Buske, Grenadierstr. 33, abends 8 Uhr. Ünentgeltlicher Nath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerſtr. 36, v. 3 Tr. . Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends.. Pieicher, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Huffitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, Wiesenftraße 41/42. G. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. für Juvaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Strelitzerstr. 58. B. Heimann, Bellermannſtr. 83. F. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 Uhr abends. W. Mohs, Swinemünderstr. 64, vorn linker Aufgang. nur für Unfallversicherung: J. Krause, Gartenstr. 13. Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Simanowati, Gartenstr. 78, Portal 2, Nur In der Grünenthal'schen Straffache hat sich nun die Antflagebehörde dahin entschieden, die Anklage gegen Grünenthal von derjenigen gegen Ella Golz und die mit dieser angeklagten drei Die Zimmerer hatten am Mittwoch in Cohn's Festsälen, BeuthFrauen zu trennen, so daß Grünenthal wegen Diebstahls und Münzstraße, eine öffentliche Versammlung einberufen, deren verhältnißverbrechens vor das Schwurgericht, die vier weiblichen Angeklagten mäßig dürftigen Besuch der Vorsitzende durch die Machinationen der vor die Straffammer kommen werden. Die auf einfache Verbändler und durch die augenblickliche Inanspruchnahme durch die und schwere Kuppelei, versuchtes Verbrechen gegen feimen- Reichstagswahl zu erklären suchte. Den Bericht der bisherigen des Leben und Beihilfe Tautende Anklage richtet fich Gewerbegerichts- Beisiger über die Thätigkeit des Berliner Gewerbegegen die 63 jährige Wittwe Auguste Eng, deren 45jährige gerichts erstattete hierauf der Genosse Obst. In seinen AusTochter Klara Sittig, sep. Golg, geb. Eng, der letzteren führungen machte der Referent die Zuhörer mit den verschiedenen 19 jährige Tochter Ella Gol und die Hebamme Minna Heined e. Einrichtungen des Gewerbegerichts bekannt und demonstrirte an Ella Golz ist im Februar 1897 Mutter eines Kindes geworden, dessen Einzelfällen, wie man sich bei Klagesachen zu verhalten habe. Bater zugegebenermaßen der Oberfaktor Grünenthal ist. Frau Eng Im allgemeinen giebt er den Rath, vor der Einreichung der und Frau Sittig werden beschuldigt, in der auf den Namen Klage sich bei einem der Beisitzer oder beim Gewerkschaftsfartell der Eng gemietheten, thatsächlich aber von Grünenthal bezahlten genau zu erkundigen. Im großen und ganzen sei die Wirksamkeit Wohnung Bärwaldstr. 12, sowie in der Wohnung der Frau Sittig, des Gewerbegerichts als eine segensreiche zu betrachten. in der Potsdamerstraße, aus Eigenmuz den sträflichen Ver- Menge von Anfragen und Schilderungen von Einzelfällen ergab die kehr ihrer Enkelin beziehungsweise Tochter mit Grünenthal hierauf folgende Diskussion, an der sich die Genossen Lehmann, geduldet und daraus erheblich persönliche Vortheile gezogen zu haben. Unglaube, Hütte, lewe, Schi che und Obst betheiligten. Ella Golz ist des versuchten Vergehens gegen§ 218 St.-G.-B., zu Man schritt nummehr zur Wahl der Kandidaten zum Gewerbewelchem sie sich Nath bei Frau Heinecke geholt haben soll, angetlagt. gericht, als welche H. Lehmann und Ostermann, und Die Bertheidigung der drei ersten Angeklagten hatte Rechtsanwalt zum Erfazkandidat lewe bestimmt worden. Der SituationsDr. Schwindt übernommen, da sich aber herausgestellt hat, daß bericht über die Lohn- und Arbeiterverhältnisse im Zimmergewerbe die Interessen der Mutter mit denen der Tochter und der Groß- wurde bom Vorsitzenden erstattet. Seiner Meinung nach mutter in wesentlichen Punkten tollidiren, wird es nothwendig sein, könnte eine Besserung nur daim erfolgen, wenn der Zwist daß die Vertheidigung der Frau Sittig von anderer Seite über- mit den Verbandsmitgliedern beigelegt würde. AugenDie Verhandlung wird noch vor den Gerichts- blidlich seien 3197 Zimmerer bei 373 Unternehmern ferien stattfinden. Im Termin wird auch Grünenthal als Zeuge er- schäftigt, von denen etwa zivei zwei Drittel Drittel einen Scheinen. lohn von 60 Pf. bei neunstündiger Arbeitszeit erhielten. Eine merk würdige Berringerung der Zahl der Berufsgenossen werde dadurch bedingt, daß zur Zeit bei Neubauten mit Vorliebe Einsenkonstruktionen und nicht mehr solche aus Holz angewandt würden. Schließlich wurden noch die im letzten Winter gesperrten Arbeitspläge verlesen. Die hierauf folgende Diskussion drehte sich einzig und allein um die zehn bis zwölfftündige Arbeitszeit bei der Union- Gesellschaft, welcher wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bah entschieden entgegengetreten werden müsse. Hierauf schließt der Vorsitzende die Versammlung mit der Aufforderung, recht rege für anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort den Unterstügungsfonds einzutreten. nommen wird. be= Schalthoff, Michaelkirchstr. 18.. Im Süden: Für Ünfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: P. Keller, Rixdorf, Panierstr. 58, Hof part. Im Süd Westen: Nur für tufallversicherung: G. Hänet, Solmsstr. 44 Im Nord Westen: Nur für Unfallversicherung: M. Stephan, Lessingstr. 34. Im Nord- Osten: Nur für Unfallversicherung: E. öffler, Wadzeckstr. 15, vorn part.( abends 8 Uhr). Stunden- Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Briefkasten der Redaktion. wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. dr., dh. Erhalten mit bestem Dant. 2. J. Richten Sie zunächst eine Beschwerde an den Rektor und event. an die Schuldeputation. Arnold. Für Ihre Mittheilung besten Dant. Wir bitten aber dringend, uns fünftighin nicht stenographirte Berichte zu senden. Man kann von feiner Redaktion verlangen, daß in ihr Kenner aller stenographischen Systeme fitzen. Unter starkem Audrang aus Gastwirthskreisen fand gestern vor der achten Straffammer des Landgerichts I die Verhandlung gegen den früheren Restaurateur Reinhold Start statt, welcher befchuldigt war, in seiner früheren Eigenschaft als Rendant der Sparund Darlehnskaffe des Vereins Berliner Restaurateure" schwere Un regelmäßigkeiten begangen zu haben, die theils als Untrene, theils als Unterschlagung ausgelegt wurden. Als Stark anfangs 1895 wegen Verdachts der Anstiftung zum betrügerischen Bankrott und wegen Wuchers verhaftet wurde er ist wegen dieser Strafthaten auch vom Schwurgericht verurtheilt worden stellte sich heraus, daß er Die öffentliche Glasschleifer Versammlung vom 23. d. Mts. seine Rendantgeschäfte in höchst nachlässiger Weise besorgt hatte. beschäftigte sich mit dem Streit bei der Firma Koch u. Bein. Es Nach den Ermittelungen des Bücherrevisors Dörd hätte ein wurde berichtet, daß die Versuche der Firma, ihre Arbeiten in anderen Baarbestand von 1372 M. in der Kasse sein müssen, sie war werkstellen anfertigen zu lassen, im ganzen mißglückt seien; die Araber leer. Start hatte auch ohne Wissen des Vorstandes Geschäfte beiter haben überall sich geweigert, die Arbeiten genannter Firma auf eigene Hand gemacht und sein eigenes Konto aus den Mitteln auszuführen. Beschlossen wurde, die drei Mann, die noch ausständig des Vereins mit größeren Summen belastet. Als der Aufsichtsrath ihn sind, angemessen zu unterſtügen. Von dem Fabrikanten Ditt wegen des letzten Punktes zur Rede stellte, wies Start Hypotheken- mann und dessen Werksührer Haase wird berichtet, daß diese instrumente in entsprechender Höhe vor, weshalb der Aufsichtsrath von einen Arbeiter, der gekündigt habe, thätlich angegriffen hätten. Die Sie sich vont Gericht eine Abschrift des Bergleichs oder Urtheils ertheilen. weiterer Sicherstellung Abstand nahm. Die Hypotheken sind aber später übrigen Arbeiter haben daraufhin die Arbeit niedergelegt; die Sache Lediglich der Wortlaut dieses Vergleichs läßt Ihre Frage mit Sicherheit ausgefallen. Es gelangten nach und nach eine ganze Anzahl Fälle sei der Staatsanwaltschaft übergeben. Heiterkeit erregten einige von beantworten. Ein schriftlicher Antrag an das Gericht unter Angabe des zur Kenntniß, in denen der Angeklagte in eigennütziger Herrn Dittmann herrühreude Abgangszeugnisse. D. G. 25. Die Sachen der Kinder unreeller Weise mit den Wechseln gewirthschaftet hatte, die müssen unter Mittheilung, daß sie diesen gegeben sind, angeführt werden. In der kombinirten Versammlung der Tapezirer gab Das Küchengeräth ist gleichfalls anzugeben. 2. W. 73. Ja. I. I. ihm von den Mitgliedern anvertraut worden waren. Der Geflügelhändler 3. in Rummelsburg hatte dem Angeklagten Wels den Bericht der Agitationskommission von Berlin. Troß- Sie muß ersetzen, was durch Ihr Versehen entzwei gegangen ist. Ob ein im Dezember 1894 zur Einlösung eines fälligen Afzeptes 2000 m. dem in der umfassendsten Weise für die Organisation agitirt wurde, Versehen vorliegt, das zu entscheiden liegt in dem Ermessen des Richters, der übergeben. Start hat diesen Betrag nicht zur Kasse abgeführt, ſei der Erfolg nicht dementsprechend ausgefallen. Das liege wohl im allgemeinen nicht auf seiten der Ansicht des Gefindes steht.- M. 3. 111. auch dem 3. das eingelöste Afzept nicht ausgehändigt, viel daran, daß noch vielfach die alten Organisationsstreitigkeiten von Schwebt. Diese Frage ist im Brieffaften wiederholt, 3. B. aut 25. d. Mt. E. O., Nolldorfftr. Die Ge= mehr diesen von 8. bereits bezahlten Wechsel unter den Wechsel- früher nachwirken; mit der Zeit würde sich das aber sicher verbluten. unter R. Pf. 35a eingehend beantwortet. richtspraxis verneint diese Frage. R. T. 6 Wochen zum 1. des Quartals. beständen als unbezahlt aufgeführt. 3. hat an die Genossenschafts- Auch auswärts sei, wie Schmidt berichtete, die Lauheit unter den bank die 2000 m. noch einmal zahlen müssen. In gleicher Weise Kommission gab Kielmeier. Danach wurden im letzten GeschäftsBerufsgenossen eine recht große. Den Bericht der Arbeitsnachweisverfuhr der Angeklagte mit einem Wechsel über 200 M., den einzu- jahre 368 Stellen vermittelt, im laufenden in sechs Monaten 369. lösen er von einem anderen Mitgliede beauftragt wurde. Der Angeklagte bestritt seine Schuld entschieden. Eingeschrieben waren 831. P. 3. Sie haben für den von Ihrem über 7 Jahre alten Sohn beim C. W. 77. Lassen Spielen angerichteten Schaden nicht aufzufonimen. Aktenzeichens und Datums genügt. Witterungsübersicht vom 26. Mai 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Wien Barometerstand mm 75223 752 WindBunza Windstärte Wetter 2 bebedt Temp. n. T. 5°.= 4° R. Außergewöhnl. günstige Kapitals. Stationen BarometerWind richtung 759 NNW 757 N Windstärke Wetter Temp. n. 6. BARA 15° C.= 4° 9. 2 Regen 4 1 bedeckt 12 3hlb. bed. 5wolfig 11 8 756 WSW 216. bed. 12 Der Angeklagte wurde zu einem Jahre Gefängnis Bei der Abrechnung der Bibliothekare ermahnte Sander die verurtheilt, wovon 4 Monate durch die erlittene Untersuchunger Kollegen, die Bücher rechtzeitig abzuliefern. Zur Vergrößerung der Bibliothek werden 40 M. bewilligt. Dem Kassenbericht Bönide's gehen. zufolge ist ein Bestand von 379,72 M. vorhanden. Die MitgliederDer Prozeß wider den Gefangenenausscher Korth und zahl ist in drei Monaten von 130 auf 248 gestiegen. Im ganzen dessen Ehefrau, durch welchen die sensationellen Durchstechereien im sind in Berlin laut Krankenkassenmeldung 2125 Tapezierergehilfen Swinemde. 752 S 11 Haparanda 760 O 3 bedeckt 9 Petersburg 756 ONO Zentralgefängniß Plögensee aufgedeckt wurden, hat schon weitere bei 657 Jnnungsmeistern und 317 Nicht- Jinungsmeistern beschäftigt. Hamburg Berlin 3wolfig 13 Cort Kreise gezogen. Vor wenigen Tagen ist bereits wieder ein Auf2 bedeckt vom Wiesbaden 754 In der Textilarbeiter Versammlung( Filiale I) 11 Aberdeen seher dieser Anstalt wegen gleicher Amtsvergehen, wie sie dem Korth München 756 3 heiter 14 Paris zur Last lagen, verhaftet worden. Gegen eine weitere Anzahl von 18. Mai 1898 erstattete der Kassirer Bericht vom ersten Quartal 1898. 754 Still- volfig 13 Aufsehern, man spricht von mehr als 10 schwebt noch das Ermitte- Derselbe ergab eine Einnahme von 830,09 M., der eine Ausgabe von Wetter- Prognose für Freitag, 27. Mai 1898. lungsverfahren. Diese Leute, bei denen Schuld oder Nichtschuld noch 538,85 M. gegenüberstand, mithin verblieb ein Kassenbestand von Ziemlich trübe mit leichten Regenfällen, mäßigen westlichen Winden nicht erwiesen ist, haben schon vorweg eine Strafe erlitten, denn als 291,24 W. Auf Antrag der Revisoren wird dem Kassirer Decharge und wenig veränderter Temperatur. fürzlich die Prämien aus den Arbeitsüberschüssen vertheilt wurden, ertheilt. Hierauf hielt Genoffe Hoffmann einen von der Ver Berliner Wetterbureau. find alle Aufseher, gegen die ein Ermittelungsverfahren sammlung beifällig aufgenommenen Vortrag über„ Glaube und schwebt, leer ausgegangen. Damit sind diese Leute sämmt- Vernunft". In der Diskussion spricht Kollege Neuhaus im Sinne lich schwer betroffen worden, denn die etwa 100 Mart, um des Referenten. welche es sich bei jedem Aufseher handelt, bilden einen Theil des Jahreseinkommens, der bei der Berechnung der Einkommensteuer welche dieser Tage die hiesigen Schuhmacher abhielten. Charlottenburg. Eine Versammlung mit Hindernissen war es, in Berechnung gezogen und thatsächlich bereits mitverſteuert worden ist Vornahme der Bureauwwahl beschloß die Versammlung, sich auf und für den Rest des Jahres noch versteuert werden muß. Als wäh: 20 Minuten zu vertagen, um noch mehr Besucher zu erwarten. Nach rend der diesjährigen Etatsberathung in der Budgetkommission die kaum 5 Minuten erhob sich jedoch der leberwachende und erklärte Nothwendigkeit betont wurde, das Prämien- und Gratifikationswesen die Versammlung für aufgelöst. Auf den energischen Protest des in den Strafanstalten abzuschaffen, erklärte Graf Posadowsky ausdrücklich, daß dieser Maßregel erst eine Aufbesserung der niedrigen Gehälter Borfizenden hin erlaubte" der Beamte der Versammlung, nochmals dieser Beamtentategorie vorangehen müsse. In diesen niedrigen 3 tagen. Die Pause von 20 Minuten war aber noch nicht verGehältern in Verbindung mit den in ihrer Höhe schwankenden strichen, als der Beamte abermals auflöste und den Anwesenden gePrämien und Gratifikationen, die obendrein bewilligt oder versagt und gelang es schließlich, den Beamten zu überzeugen, daß sein Vor- Achtung, Parkettbodenleger. bot, das Lokal zu verlassen. Nun ging's wieder ans Unterhandeln werden können, liegt das ganze Geheimniß, weshalb trotz aller Bend strafungen immer wieder Aufseher der Versuchung unterliegen, den gehen ungesetzlich sei und wurde nun in die Tagesordnung eingetreten. Verkehr wohlhabender Gefangener mit der Außenwelt zu vermitteln Nachdem Now ad- Berlin über den Kongreß berichtet hatte, be: Kuhnert u. Kühne, Marti und für ein„ Trinkgeld" ihre sichere Beamtenstellung auf das Spit häftigte man sich mit den Besohlanſtalten und der Stellungnahme nitenfelde, haben die Arbeit nieber: nur tüchtige von erften Firmen ſuche diesen gegenüber. Dittmar führte aus, daß nicht die Beseitigung gelegt. dieser Werkstätten gefordert werden könne, sondern lediglich deren Zuzug fernhalten! erbärmliche Mißstände in bezug auf Lohn- und Arbeitsbedingungen 20 Korbmacher auf Obstkörbe Baletots von 1,50 M. an verlangt für die Gehilfen. Diese seien so unerhörte, daß sie jeder Beverlangt Krautofir. 6. zu feßen. Der Prozeß wegen Kautionsschwindelet, der sich gegen die Stellenvermittler Sulies und Wift sowie gegen die Kaufleute Nach Geübter Anleger anlage! Mit 10000 M. Anzahlung für Steinbruderei wird gesucht Zoeke& Mittmeyer, verk. neu gebautes Haus, 2500. jährl.Ueberschuß. Off. X. 3 Exp. d. Bl. Thurmstr. 74. Gold, Silber, KehrGoldabfälle. gold, Treffen, Blatin Tüchtiger Maschinenmeister fauft die Scheide Anstalt Zimmerstraße 32. = 48719 Arbeitsmarkt. Die Kollegen der Firma von 81/1 für ff. Chromo wird gesucht. Mela dungen mit Probebogen bei Zoeke& Mittmeyer, Thurmstr. 74. Versilberin ges. Wasserthorstr. 46, Schulzze. Rabizputer, Mamsells auf Jacketts u. Mädchens Speckmann, Franseckistr. 4, 1 Tr. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Orts- Krankenkasse ber Hente, Freitag, abends 8% Uhr, hei Cohn, Beuthstraße Nr. 20/21: Graveure, Sitzung der Ortsverwaltung. Tischler- Verein. 198/3 und Ziseleure Sonnabend, den 28. Mai, anderer fünftl. Gewerbebetriebe. abends 82 Uhr, Melchiorstrasse 15, Entgegennahme der Beiträge. Der Vorstand. Achtung, Putzer. Den Kollegen Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß das Bureau ber Pfingstfeiertage wegen am 29., 30. und 31. Mai 1898 ge: fchloffen ist. Die Baudeputirten Versammlung am 1. Juni findet nicht statt. Am Sonnabend, den 28. Mai, wird das Bureau um 5 Uhr nachmittags geschlossen. ( 132/15) Die Lohnkommission. Achtung! Diefe Achtung! Achtung! Feldschlößchen. Die Sonntage der Wintersaison find an Theatervereinen zu vergeben. 52472* Fritz Nagel. Geschäftseröffnung. Den Mitgliedern wird hiermit zur Kenntniß gegeben, daß die Unter- Meinen Freunden und Bekannten ftüßungs: Dauer von 26 Wochen aufzeige hiermit an, daß ich in meinem Hause Sickingenstr. 43( am Bahn39 Wochen erhöht ist. hof Beusselstraße) ein von der Aufsichtsbehörde genehmigte Aenderung des§ 13, Absaz 1 und $ 16 tritt mit dem 1. Mai 1898 in Kraft. Der Vorstand. Albert Schüz, Vorsitzender. Engros. 46992* Export. Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen. SchuhwaarenBadstr. 35-36 Marienbad, Badstr. 35-36. Sonntag, den 29. Mai( 1. Pfingstfeiertag): Lager in sämmtlichen Artikeln. Detail- Verkauf zu Engros- Preisen. Alexanderstr. 67a, 1. Etage Sonnabend geöffnet bis 10 Uhr abends, Sonntags 8-10 Uhr vorm. Gr. Früh- Konzert( am Alexanderplatz). verbunden mit Gesangsvorträgen des Arbeiter- Gesangvereins ,, Rothe Nelke" veranstaltet von den Parteigenossen der Rosenthaler Vorstadt und des Gesundbrunnen zum Besten des Wahlfonds. 3703b Konzertmusik unter Leitung des Genossen Schonert. Anfang 5 Uhr. Billet 20 Pf. Der Vertrauensmann. Achtung! Parteigenossen! Achtung! Badstrasse 56 Volksgarten, Badstrasse 56 Gesundbrunnen( früher Weimann's Volksgarten), Gesundbrunnen. Montag, den 30. Mai( 2. Pfingstfeiertag): Gr. Früh- Konzert veranstaltet von den 3704b Gesangvereinen„ Loreley" und„ Maiglöckchen" ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Grosses Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Auftreten von Spezialitäten I. Ranges. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Eintritt 30 Bf., Vorverkauf 20 Bf. Es ladet ein Das Komitee. Volksbeluftigungen aller Art. Charlottenburg. Sonntag, den 29. d. Mts.( 1. Pfingstfeiertag), im Lokal ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39: MF Grosses 204/2 Vokal- und Instrumental- Konzert zum Besten des Reichstags- Wahlfonds veranstaltet vom Gesangverein ,, Vorwärtsi( M. d. A.-S.-B.). Anfang 4 Uhr nachmittags. Billets à 25 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Achtung! Tegel. Achtung! Sonntag, den 29. Mai 1898( 1. 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Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin 52488* Nr. 122. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wahlversammlungen. " Freitag, 27. Mai 1898. geschlossen sei. Das wäre aber grundfalsch. Zum Beweise es hieß:„ Hinaus mit den vaterlandslosen Gesellen aus Berlin!" dessen könne er anführen, daß zwei ehemalige Vertrauens- Damit waren die Sozialdemokraten gemeint. Es ist eine Phrase, männer" der Sozialdemokratie jetzt Vertrauensmänner des daß die Freisinnigen stets für Freiheit und Gleichheit eingetreten Freisinns wären. Es gäbe überhaupt keinen Wahlkreis, der sind. Jawohl, Freiheit für sich wollen sie, aber Unterdrückung für der Sozialdemokratie nicht abzunehmen wäre, und es sei eine Fabel, den Gegner genau so wie die Konservativen. Ja, sie ermannen daß der Freifinn abgewirthschaftet habe. sich nicht einmal, bei den Stichwahlen für die Sozialdemokraten einDer nächste Redner, Herr Löwenstein, hoffte von dem Zu- zutreten; lieber spielen sie die Wahlkreise den Reaktionären in die fammengehen der beiden freisinnigen Richtungen den„ besten Erfolg". Hände, ein Beweis, daß es ihnen nicht ernst ist mit der Bekämpfung Ein dritter Redner flagte, daß für die Agitation im Potsdamer des Junkerthums und der Neaktion. Namentlich hier im Kreise Viertel noch nichts geschehen sei und daß die Vertrauensmänner noch geht der freisimmige Kandidat, nicht einmal eine Versammlung gehabt hätten. mit ehrlichen und anständigen Waffen gegen die SozialIn einer sehr stark besuchten Versammlung für den fünften Wahlkreis, die am Mittwoch im Schüzenhause, Linienstraße, tagte. erörterte Genosse Richard Fischer die Vorgänge im gegenwärtigen Wahlkampf, wobei er darauf verwies, daß bisher nur die Sozialdemokratie die Wahlagitation im vollen Umfange aufgenommen hat, während die reaktionären Parteien sich scheuen, die Massen in Bewegung zu bringen und sich lediglich auf die Hilfe der Regierung und die Behörden stützen sowie auf ihre überlegene wirthschaftliche und gesellschaftliche Stellung, die sie sehr nachdrücklich auszunügen verstehen, Herr Kreitling tröstet den Traurigen und meint, es hätte demokratie vor; er sagt in jugendlichem Redecifer verschiedenes, berlassen. Der Redner beleuchtete sodann das Verhalten der gegnerischen vielleicht ein geeigneterer Kandidat als er aufgestellt werden können, was nicht wahr ist und bringt dieselben alten Ladenhüter hervor, Parteien gegenüber der Arbeiterklasse und wendete sich insbesondere mit einem anderen würde man vielleicht mehr Erfolg haben: er mit denen auch Eugen Richter Hauſiren geht. So reden die armen auch gegen die antisemitische Partei, die in jeder Hinsicht völlig in hätte sich aber nicht zur Kandidatur gedrängt, nur im Interesse der bedauernswerthen freisinnigen Geschöpfe( Heiterkeit), die sich jetzt ansich selbst zerfahren und in allen möglichen Gruppen zersplittert ist Partei, sozusagen gezwungenermaßen" habe er die Kandidatur über- gesichts der Wahlen plötzlich geeinigt haben, von Spaltungen innerund sich bisher nur in einer einzigen Sache einig war, und zwar, nommen, nun werde er aber das seinige thun, um ein für die Frei- Halb der Sozialdemokratie; es wird gesagt, daß wir unser Programm daß sie stets mit der Reaktion in hervorragender Weise die Interessen sinnige Partei günstiges Ergebniß herbeizuführen. verheimlichen, daß wir Afterwissenschaft treiben, und in demder Arbeiterklasse bekämpfte. Nachdem der Redner die Bedeutung Der Geist, der über dieser Versammlung des Freisinns schwebte, selben Athemzuge wird behauptet, unser Programm sei gemeinder bevorstehenden Wahlen für die Arbeiterschaft nach den ver- war nicht der Geist des frohen Kampfesmuthes, sondern der Geist gefährlich. Wie kann etwas, das verheimlicht wird, überhaupt schiedenen Richtungen hin geschildert und die Nothwendigkeit der Verzagtheit. Der Freifinn glaubt nicht, daß er das Mandat gemeingefährlich sein?( Sehr gut!) Vereinzelte Aeußerungen dieser Kämpfe auf dem Wege zu dem Endziel der Sozial- erobern werde, selbst auf eine Stichwahl hofft er faum. Die sozial- fozialdemokratischer Diskussionsredner werden der Partei zugeschoben, demokratie in eingehender Weise dargelegt hatte, forderte er demokratische Arbeiterschaft im 2. Wahlkreise darf sich aber durch die entstellte Berichte werden in den Herrn Dr. Bernstein zur die Versammelten auf, keinen Antisemiten und feinen Frei- Gewißheit des Sieges nicht beeinflussen lassen. Insbesondere die Verfügung stehenden Blättern veröffentlicht, in bezug auf den Streik sinnigen, sondern den Kandidaten der Sozialdemokratie, den Genossen Agitation von Mund zu Mund muß fortgesezt bis zum werden Ansichten verbreitet, die man sonst nur aus dem Munde der Robert Schmidt mit der Vertretung der Volksrechte zu betrauen. Tage der Wahl aufs eifrigite betrieben werden, damit selbst der Stumm und Posadowsky hört, elende Denunziationen werden zu Durch stürmischen Beifall bekundete die Versammlung ihr Einver- Möglichkeit, daß der Freisinn es noch zur Stichwahl bringen könnte, politischen Zwecken ausgesprochen. Wie man über solche Denunziaständniß mit den vortrefflichen Ausführungen des Referenten. In vorgebeugt werde. tionen denkt, die nur aus politischem Interesse ausgesprochen werden, der Diskussion nahmen auch die Demokraten Herrren Lewin und Rother das Wort, um ihren Kandidaten zu empfehlen. Sie versuchte Versammlungen statt. In Bismards höhe sprach Genosse Baters, der diese Art des Kampfes als politische Verdächtigungen" In Charlottenburg fanden am Mittwoch zwei sehr gut be- um einer anderen Partei zu schaden, das geht hervor aus dem Aussprachen in der Stichwahl für die Sozialdemokratie einzutreten, da ſuchte Versammlungen statt. In Bismardshohe sprach Genosse spruch eines Mannes, der Herrn Dr. Bernstein sehr nahe steht, seines sprachen in der Stichwahl für die Sozialdemokratie einzutreten, baie bine cht vor etwa 1000 Buhörern. Dem wirkungsvollen Vor- bezeichnete.( Lebhafter Beifall.) In einem Artikel der freisinnigen von dieser die demokratischen Forderungen gut vertreten werden. Liebknecht vor etwa 1000 Zuhörern. Dem wirkungsvollen Vor- Waters, der diese Art des Kampfes als„ politische Verdächtigungen" Sie behaupteten, daß die von Marx und Engels vertretene Theorie trage des Redners, der insbesondere die Gefahr schilderte, welche bei bezeichnete.( Lebhafter Beifall.) In einem Artikel der freisinnigen Neuen Zeit," der ganz im Geiste des Herrn Dr. Bernstein ge= längst als unzutreffend festgestellt sei und verlangten schließlich, einem Siege der reaktionären Strömung den Volksrechten droht, halten ist, wird von„ Kommunalbudifern" gesprochen. Wer damit wurde stürmischer Beifall gespendet. Mehrere Parteigenossen um ein Zusammengehen mit ihrer Gruppe zu ermöglichen, daß die Sozialdemokratie ihre Endziele aufgeben jou. Außer gesche, fel sprachen sich in ähnlichem eine aus und forderten zur atteinen gemeint iſt, iſt flar. Run, der kommunalbubiter, unſer Genoſſe Rob. Schmidt, Engler, Lippmann und Frau Greifenberg agitation auf. Von den anwesenden Gegnern nahm troz wieder- Zubeil, kann sich sehen lassen vor den Arbeitern( Sehr wahr!). Wenn er auch nicht so schön reden kann, an Schönrednern fehlt es die in ihren Ausführungen mit den verschiedenen Parteien herb ins Holter Aufforderung niemand das Wort. In der Versammlung in der Gambrinus- Brauerei vor allem ein Charakter, und solche Leute eben brauchen wir. Desim Reichstag nicht, aber er hat jederzeit seine Pflicht gethan und ist Gericht gingen, sowie auch das Vorgehen diefer neuen Parteigruppe hatte Genosse Auer das Referat übernommen. Redner fritisirten, nahm auch Genosse Fischer in seinem Schlußwort noch Veranlassung, auf die Inkonsequenzen hinzuweisen, welche die Herren warf einen Rückblick auf die Thätigkeit des letzten Reichstages halb werden die Arbeiter am 16. Juni Mann für Mann für den Veranlassung, auf die Inkonsequenzen hinzuweisen, welche die Herren und kritisirte die Haltung der bürgerlichen Parteien zu den ver- Dem mit brausendem Beifall aufgenommenen, über zweistündigen bisherigen bewährten Abgeordneten, den Genossen Zubeil, eintreten." Demokraten sich zu schulden kommen haben lassen. Hierauf gelangte schiedenen Regierungsvorlagen; ganz besonders scharf verurtheilte er eine Resolution zur Annahme, in der die Versammlung verspricht, die schwächliche Haltung der Freiſinnigen in bezug auf die Militär- Bortrag, folgte eine kurze Diskussion, worauf zwei Reſolutionen im zutreten. Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie, Strafprozeß- Ordnung. Als in den 70er Jahren die Nationalliberalen Sinne des Vortrages zur Annahme gelangten. Köpenick. Am Dienstag, den 24. Mai, fand eine gut besuchte dem sich ein Hoch auf die Genossen Fischer und Schmidt an- lichen Organe nur von Volksverrätheru; aber was die National- Volksversammlung in Klein's Hotel statt, in der Reichstags- Abgeordneter schloßz, erfolgte sodann der Schluß der vom besten Geiste beseelten liberalen damals thaten, war noch lange nicht so schlimm wie das, 3ubeit über die bevorstehende Reichstagswahl referirte. Dem was die Freisimmigen heute durch die Zustimmung zu dem neuen Vortrage, der sich über die Aufgabe der Sozialdemokratie verbreitete Der freifinnige Reichstags- Kandidat für den zweiten Wahl- Militär- Strafgerichts- Verfahren gethan haben. Sie opfern die und die Bestrebungen der bürgerlichen Parteien in politischer und freis, Stadtverordneter Streitling, sprach am Mittwoch vor etwa bayerischen Rechte schlankweg und entschuldigen sich damit, daß das wirthschaftlicher Beziehung scharf geißelte, fand lebhaften Beifall. 100 Personen im Verein Waldeck über die freisimmige Partei und neu gewonnene besser sei als das bisher bestehende. Wenn solche Nachdem Genosse Hilliger noch einen warmen Appell an die ihre Gegner. Von der Sozialdemokratie behauptete der Redner, daß Dinge möglich sind, kann man nur mit trüben Hoffnungen Anwesenden richtete, sich Mann für Mann dem Sozialdemokratischen ihren Vorwürfen gegen die freisinnige Partei leberhebung" und" Un in die Zukunft schauen, da darf man sich nicht wundern, Arbeiterverein anzuschließen, wurde die Versammlung mit einem wahrheit" zu grunde liege. Redner erklärte sich für eine Aende- daß der Reaktion der Kamm geschwollen ist. Wenn die Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. rung der Gewerbesteuer, da sich die Verhältnisse sehr zu Freifinnigen, mit denen wir es im Kreise Teltow- Beeskow- Storfow- Reinickendorf. Eine gutbesuchte öffentliche Frauenungunsten der Kleineren Geiverbetreibenden gestaltet haben. Charlottenburg hauptsächlich zu thun haben, im Laufe der Jahre so bersammlung tagte am Dienstag im Böttcher'schen Lokale. Die Mit der Behauptung, daß die freisinnige Partei die Partei der sehr an Einfluß verloren haben, so ist der Grund darin zu suchen, Ausführungen der Referentin Frau Rohrlad wurden mit Beifall Zukunft" sein und bleiben werde, schloß Herr Kreitling feinen Vor- daß ihnen der„ Tropfen sozialen Dels" fehlt, das heute für eine aufgenommen. An der Diskussion betheiligen sich mehrere Genoffen. trag, dem das Bewußtsein von der Aussichtslosigkeit der freisinnigen politische Partei unbedingt nöthig ist.( Sehr wahr!) Das Bürger- Unter Verschiedenem gab der Vertrauensmann der Versammlung bekannt, Bemühungen, das verlorene Reichstagsmandat wieder zu erobern, thum will vom Freifinn nichts wissen, weil er zu ungeschickt und daß am Donnerstag, den 2. Juni, abds. 8 Uhr, im Böttcher'schen Lokale von Anfang bis Ende anzumerken war. tolpatschig ist( Heiterkeit), und die Arbeiter unter Führung von eine Volksversammlung stattfindet, in der unser Kandidat Genosse Der erste Redner in der Diskussion, der zum 2. Vorsitzenden Lassalle haben ja gerade deshalb, weil in der Fortschrittspartei fein Arthur Stadthagen über das Thema: Nieder mit den des Vereins gewählte Herr Dröger, versuchte die Freisinnigen Verständniß für die sozialen Frage vorhanden war, den Kampf gegen Brotvertheurern nieder mit den Bucherern" referiren wird. Mit zu tampfesmuthigem Wagen zu entflanımen. Unter 10 Leuten, die sie aufgenommen. Haben denn die Freisinnigen schon vergessen, daß sie 1878 einem Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Versammlung geman höre, meinten fünf, daß ein Erfolg der Freisinnigen aus- lin Berliu im sechsten Wahlkreis ein Flugblatt verbreitet haben, in dem I schlossen. mit aller Kraft für die Wahl des Genossen No b. Schmidt einVersammlung. " Frische Fische, gute Fische empfiehlt die Verkaufsstelle der Deutschen Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee" im Bahnhof Börse, Bogen 9-10 von täglich frischer Zufuhr aus ihrem eigenen Fischereihafen und in eigens hierfür erbauten Kühlwagen. Nachdem der Fang anhaltend sehr ergiebig, treffen täglich 1-2 Waggons( 100-200 Zentner) ausgewählte lebendfrische Fische ein, und verkaufe bis auf weiteres:" Cabliau z. Kochen wie zum Braten geeignet 15-12 im Ausschnitt Pf.,( also ohne sehr fein! Kopf) 20. Pf. pr. Pfd. r. Pfd. ข" Rothzungen, bester Ersatz für Seezungen, 30. Gr. 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