Mr. 123. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich, 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel setle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm Adreffe: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das agrarische Zentrum. wird es einer Vertheuerungspolitik zum Sieg wo Sonnabend, den 28. Mai 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. anderen mehr partikularen Bestrebungen, darauf gehalten, daß der die Volfsrechte umstürzen wollen. Er erzählt, wie zu Ende des gleichmäßige Schuß allen Produktivständen des Baterlandes zu Bismard'schen Regimes ernsthaft erwogen worden sei, ob nicht der theil werde.( Sehr richtig im Zentrum.) Und wenn jetzt diese Reichstag aus Vertretern der Landtage zu bilden sei. Dann Erkenntniß in weiten Kreisen anerkannt wird; wenn sich die ver- sind ähnliche Bestrebungen wieder bei Gelegenheit der Einbringung schiedenen Produktivstände die Hand reichen, so können wir nur des Umsturzgesetzes hervorgetreten, über welche die Broschüre näher dazu Ja und Amen sagen.( Bravo im Zentrum.)" " 1 liegen, tönnen wir aber auch charakteristische Symptome von heutigen Tagen hinzufügen. Das Teltower Kreisblatt" schreibt: " Daß dies Wahlrecht viele Mängel an sich trägt, ist oft betont worden, und wird eigentlich nur von Demokraten bestritten. Der schlimmste Fehler, der ihm vorgeworfen wird, ist, daß das Wahlrecht auf die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Staatsangehörigen keinerlei Rücksicht nimmt. Bildung, Erfahrung, soziale Stellung u. s. w., kurz, alle Eigenschaften, die in unseren Augen den Nebenmenschen einen gewissen Vorrang berleihen, kommen in keiner Weise in betracht; jeder Kärrner hat genau denselben Einfluß auf die Wahlen wie der Staatsmann, dessen ganze Lebensarbeit auf staatlichem Gebiete liegt." Das„ Teltower Kreisblatt" ist Regierungsorgan. Noch bemerkenswerther ist die Stellung konservativer Reich 3Gegenüber den Zentrumskandidaten müssen die deutschen Wähler um so vorsichtiger sein, als das Zentrum die ausschlaggebende Partei im Reichstage ist. So volksfeindlich die Pläne der Agrarier und Schlotbarone auch sein mögen, ihre Vertreter werSo vorsichtig sich Graf Ballestrem auch ausgedrückt haben zu berichten weiß; danach sollte die Umsturzvorlage nur die Einden im nächsten Reichstage aller Voraussicht nach keine Majorität mag, sein Ja und Amen war für die nicht mißzuverstehen, leitung zur Verfassungsänderung bilden. bilden können und werden nicht für sich im stande sein, die die wissen mußten, daß das Zentrum unter dem Schutz der Zu diesen Mittheilungen über Dinge, die schon einige Zeit zurücks Bertheuerungspolitik mit Erfolg durchzuführen. Die Gefahr Produktivstände namentlich auch höhere Zölle auf landwird erst recht drohend, wenn es dem Zentrum gelingt, unter wirthschaftliche Produkte von jeher verstanden hat. dem Schein der Gegnerschaft gegen die Sammelpolitik, die Derselbe Graf Ballestrem aber, der ein Agrarier vom Wähler nochmals über seinen wahren Charakter zu täuschen. Stopfe bis zur Sohle ist, der auch für alle militärischen Forde Das Zentrum hat in seinem Wahlaufruf und in seiner Preß rungen zu haben ist, der auf der äußersten Rechten der agitation eine wirklich klare Stellung zu den Forderungen der Zentrumspartei steht, der mit Junkern und Bündlern ein Herz Sammelpolitik vorsichtig vermieden, um dadurch auch die Stimmen und eine Seele ist, er ist, nachdem er 1893 wegen seines Militarisin den mit Arbeiterbevölkerung durchsetzten Kreisen zu ge- mus nicht hat kandidiren können, jetzt wieder in einem sicheren winnen. Ist dann das Zentrum erst einmal wieder im Besik schlesischen Wahlkreise aufgestellt; seine Kandidatur begrüßt feiner ausschlaggebenden parlamentarischen Position, so wird die Germania" mit Jubel; ihn dürfte das Zentrum an ſtelle es das nämliche Gaukel und Schaukelspiel be- des Herrn v. Buol für das Präsidium des Reichstags präsentiren ginnen, das wir vor kurzem der Marinevorlage gegen wollen. Das alles ist für die Rechtsschwenkung, die das über erlebt haben. Das Zentrum wird gegen eine hochschutz- Zentrum in neuerer Zeit vollzogen hat, sehr bezeichnend! zöllnerische Handelspolitik erst einen ganzen Haufen Wenn Wenn die Zentrumspresse trotz alledem die Miquel'sche und Aber einwerfen; es wird sich dann seiner großen Ver Sammelpolitik bekämpft, so kann man dieser Taktik gegenüber tagstandidaten zum Wahlrecht. Die meisten suchen sich gänz antwortlichkeit" bewußt werden, und ohne auf den schüchternen garnicht vorsichtig und mißtrauisch genug sein. Widerspruch eines großen Theiles seiner Presse etwas zu geben, Das Zentrum weiß eben zu gut, daß in den Kreisen, lich um die heitle Frage herumzudrücken. Einige reden sich damit die Industrie Arbeiter ausschlaggebend sind, mit heraus, daß sie sagen: Wenn von der Linken Veränderungen des berhelfen, über die es jetzt vor den Wählern fäuberlich hin- den Forderungen der Sammelpolitik nur schlechte Ge- ahlrechts beantragt werden, dann allerdings werden wir mit dem weggleitet, indem es sich als Schutzhort für die bedrohten poli- schäfte zu machen sind. Ihnen zu Liebe möchte man Gegentheil antworten. Da nun z. B. in der Reichsverfassung selbst tischen Rechte ausgiebt. daher den Anschein erwecken, als ob das Zentrum eine Neueintheilung der Wahlkreise gemäß den Verschiebungen in der Um die drohende Gefahr in ihrer ganzen Größe zu er dem reaktionären Treiben der Lebensmittel- Vertheuerer Bevölkerungszahl vorgesehen ist, so würden die Konservativen die kennen, müssen wir zeigen, daß das Zentrum feiner ganzen fernstände. Man sieht also, wie viel für die bevorstehenden Gelegenheit eines solchen Antrags, der ganz im Sinne der Ver politischen Vergangenheit nach eine durchaus agrarisch gesinnte Wahlen darauf ankommt, gerade die Kreise über die Absichten fassung ist, benutzen wollen, um ihre reaktionären Pläne ins Werk Partei ist, daß sie noch immer, wo es gilt, die Lebens- bes Zentrums aufzuklären, die nicht gewillt sind, einer Ver- au sehen. mittel zu bertheuern, nicht die Interessen der breiten theuerung der wichtigsten Lebensmittel durch noch weiter erhöhten Andere konservative Kandidaten versuchen es mit listiger Täuschung. Wrasse des Volkes, sondern die Interessen der Bollschutz zuzustimmen. Von ihrer Haltung bei den Wahlen wird so fagt z. B. der Wahlaufruf für den konservativen Kandidaten von Grundbesiker vertreten hat. Diese Betrachtung es bazum schließlich abhängen, ob die Miquel'sche Sammlungs. Dresden- Altstadt: ist namentlich gegenwärtig von ganz besonderem Werthe, politik unter Mitwirkung des Zentrums glatt durchgeht oder " Professor Dr. Weidenbach wird eintreten für Erhaltung des wo die Steigerung aller Lebensmittelpreise dem ton nicht. Man lasse sich durch die Zentrumspresse nicht täuschen, allgemeinen, direkten und geheimen Reichstags- Wahlrechts fumirenden Publikum zeigt, wie schlimm es um sie bei denn wie auf der allgemeinen Versammlung rheinischer Für die blinden Nachläufer der konservativen Partei mag das einem agrarischen Regimente bestellt wäre. Landwirthe Graf von und zu Hönsbröch deutlich genug sofort, daß von gleichem Wahlrecht nicht geredet ist. Offenbar ganz schön flingen. Aber jeder, der die Sache ernst nimmt, sieht Als im Jahre 1878 sich der große Umschwung vom Frei- ausführte, sei die Zentrumspresse absolut nicht mit handel. zum Schutzollsystem in Deutschland vollzog, als der dem Zentrum, beziehungsweise der Vertretung des Zentrums ist absichtlich davon nicht geredet, weil man sich denn doch Staat zu einer Brutanstalt für Millionäre eingerichtet wurde, genirte, in der Heuchelei allzuweit zu gehen. Also die Abänderung zu identifiziren. da befanden sich unter den ersten Schutzöllnern auch MitDas Zentrum sigt auf der Bank der Hochschutzöllner, des Reichstags- Wahlrechtes in ganz ähnlicher Weise, wie es mit dem glieder des Zentrums, welche alsbald die verhängniß der Lebensmittelvertheuerer. Das Zentrum ist der Schutzhort sächsischen Landtags- Wahlrecht geschehen ist, ist ein Programm. volle Theuerungskampagne mitmachten. Unter der Erklärung des Agrarierthums, dessen Stärkung das verderblichste ist, puntt dieses konservativen Kandidaten in der der Freien Wirthschaftlichen Vereinigung, die sich damals was unserem Vaterlande zustoßen kann. Das Zentrum wird sächsischen Hauptstadt. Das genügt. bildete, standen die Namen der Führer des Zentrums. Und so mittelbar auch zum Helfershelfer der schlimmsten politischnachdem der erste Schritt einmal gemacht war, nachdem das reaktionären Bestrebungen, der Feinde des Wahlrechts, des Naschen an den verbotenen Früchten einmal begonnen hatte, Roalitionsrechts, der Freizügigkeit. da stieg der Appetit mit dem Essen. Die Wirthschaftliche Ver- Das arbeitende Bolt muß deshalb auch dieser Partei der einigung von 1884 bildete dann gleichsam den Hebel für die Zweideutigkeiten am Wahltage zeigen, daß es ihren Werth Fortführung der 1879 begonnenen Lebensmittel- Vertheuerung. zur genüge erkannt hat! Und wieder war das Zentrum hervorragend an der Durchführung neuer und erhöhter Zölle betheiligt. Selbst als im Kartell- Reichstage von 1887 die berüchtigte Wirthschaftliche Vereinigung wieder zusammentrat, fehlten auch damals nicht die Herren von der volksfreundlichen" Zentrumspartei. Sie machten zwar damals einige Verlegenheitsmäßchen, als sie der Vereinigung beitraten. So verlangten sie z. B., daß vom„ Kartell" nicht gesprochen werden dürfe. Was wollten aber solche Nebensächlichkeiten gegenüber der aktiven Mitwirkung an der damaligen Erhöhung der Getreidezölle befagen? das wird man Wahlkampf. Die Feinde des Wahlrechts. Es ist beinahe belustigend, wie die Reaktionsparteien jetzt in dem Nez zappeln, das sie selbst geflochten. Niemand, so reden sie jetzt, denkt daran, das Reichstags- Wahlrecht anzutasten; wenn die demokratische Presse so etwas behaupte, so sei das Lug und Trug. Und jeder Tag bringt zudem noch neues Material. Der Haß gegen das Reichstags- Wahlrecht ist so start, daß im gleichen Moment, wo man ableugnet, gegen dasselbe zu intriguiren, doch allerlei verrätherische Auslassungen aus unvorsichtigem Munde entschlüpfen. Die Reaktionsleute verlangen Beweise. Aber wir haben in spaltenlangen Leitartikeln und sonstigen Notizen wortgetreu die wahlrechtsfeindlichen Auslaffungen zahlreicher konservativer und Erst im Jahre 1898 trat ein vorübergehender Umschwung nationalliberaler Parteiführer, selbst offizielle Kundgebungen von in der Haltung des Zentrums ein. Seine Mitglieder mieden Parteitagen wiedergegeben. Alle diese Dinge schweigt die Sammeldie Wirthschaftliche Vereinigung, ja, sie unterstützten da. Presse ungenirt todt und thut so, als handele es sich nur um leere mals sogar die Caprivi'sche Handelsvertrags Politik. Behauptungen. Das zeigt aber nur, wie unendlich fatal den WahlAber in den letzten fünf Jahren ist der Rud nach der rechts- Feinden die Aufdeckung ihrer Pläne ist. agrarischen Seite hin im Zentrum wieder so energisch erfolgt, daß man wohl sagen kann, die Periode von 1893 war nur ein rollenwidriger Seitensprung des Zentrums, wie er in dieser Partei so oft üblich ist. Daß das Zentrum den FordeDa sind zwei Broschüren erschienen, deren eine unverhüllt gegen rungen der Miquel'schen Sammelpolitik viel näher steht, als das bestehende Wahlrecht vorgeht, während die andere, von einem aus der Zentrumspresse hervorgeht, bei der Betrachtung der historischen Entstehung dieser Konservativen verfaßt, vor solchen Plänen warnen will und dabei Politit fofort gewahr. Der befannte wirthschaftliche an mehrere Thatsachen aus den letzten Jahren anknüpft, welche die Aufruf" ist in Gegenwart von Zentrumsabgeordneten und unter Absichten der Reaktion gegen das Wahlrecht aufdecken. Eine Broschüre von Hammer mit nationalliberaler Tendenz unter ihrer Mitwirkung zu stande gekommen. Ueberdies wurde der ganzen Sammlungskampagne von der Zentrumsfraktion dem Titel„ Rom, die Volksschule und das allgemeine Wahlrecht" verlangt des preußischen Abgeordnetenhauses offiziell der Segen ertheilt, eine Reform" des Reichstags- Wahlrechts zweds Schwächung des und zwar durch den Grafen Ballestrem, der sich am 4. März Zentrums und der Sozialdemokratie. Die„ Reform" soll bestehen dieses Jahres, als Vertreter der Landwirthschaft und der Inn Erhöhung des Alters der Wahlberechtigung, dustrie ihre Verbindung abgeschlossen, im preußischen Ab- in der Forderung längerer Seßhaftigkeit am Orte und eines Min de stmaßes an Staatssteuerleistung. In der geordnetenhause wörtlich äußerte: „ Es ist auch die Rede gewesen von der Politik der Sammlung. Wahl der Mittel, so meinte der Verfaffer, brauchen wir nicht ängst Das ist ja jetzt eines der bedeutendsten Schlagworte, die durch die lich zu sein, die Gründe für die Reform unseres Wahlsystems sind Welt gehen. Ich glaube, daß es sehr schwer sein wird, diese Politik ohne Ausnahme spruchreif." Und weiter sagt derselbe: der Sammlung auf politischem Gebiete herbeizuführen; daß es aber Ganz Deutschland, so weit es deutsch und unumgänglich nöthig ist, fie auf wirthschafts- und national denkt, strebt mur darnach, das Ende politischem Gebieteherbeizuführen( sehr richtig, rechts) des Reichstags- Wahlrechts herbeizuführen." und daß die verschiedenen Produktivstände, die Landwirthschaft, Sofern der Herr Hammer unter„ deutsch und national" junkerlich die Industrie, der Handel, wie ein Mann zusammenstehen und stummisch versteht, dürfte er recht haben. Damit hat er das, müssen, um schwere Katastrophen zu vermeiden. Uebrigens, was jetzt die Reaktion wegzulügen sucht, offen zugestanden. meine Herren, ist dies eine Bolitik, die ich mit Noch bemerkenswerther ist die andere Broschüre„ Gegen bie gute m Gewissen vertreten tann; immer die Politit meiner politischen Freunde. Umstürzler. Von einem Konservativen." Unter den„ Umstürzlern" ( Sehr richtig im Zentrum.) Dieselben haben, gegenüber versteht dieser Konservative- ein weißer Rabe diejenigen, welche das mar " Ans Possenhafte endlich streift das Verhalten des Bismarckblattes, amburger Nachrichten", das bei allen Attentaten gegen das Volt alleweil voran ist. Das Blatt bespricht die Aeußerungen der Bentrums- Abgeordneten Müller- Fulda und Bachem und sagt: " In dem frampfhaften Festhalten des Zentrums an dem Mythos, daß das Wahlrecht gefährdet sei, drückt sich nichts weiter aus als die Verlegenheit der Partei um eine wirksame Wahlparole." Also ein Mythos, eine Sage ist es, wenn von der Gefährdung des Wahlrechts gesprochen wird. Und in demselben Artikel, gleich nach jenen Worten, schreiben die„ Hamburger Nachrichten": Die Ueberzeugung, daß das gegenwärtige Wahlrecht, namentlich hinsichtlich der geheimen Stimmabgabe, der Altersgrenze und des Er werbes der Wahlberechtigung am Wohnorte abänderungsbedürftig ist, hat in sehr breiten Schichten der Bevölkerung Wurzel geschlagen.... Wir glauben, daß keine der bestehenden Parteien, mit alleiniger Ausnahme der Sozialdemokratie, eine Reform des Wahlrechtes zu fürchten haben würde. Das Ergebniß der Wahl dürfte sich wenig ändern, nur daß die Sozialdemokratie bezimirt würde. Das wäre aber gerade der Zweck der Reform," den wir unsererseits nicht als Pudendum( etwas, dessen man sich schämen muß) betrachten, sondern offen eingestehen würden. Leider ist nach unseren Informationen zur Zeit wenig Aussicht, daß es zu einer entsprechenden Vorlage kommt und der Lärm, den bie Zentrumsleute und ihr radikaler Anhang machen, ist mithin lediglich auf Stimmenfang berechnet." Deutlicher, unverschämter fann die Absicht, das Reichstags- Wahlrecht zu zerstören, nicht geäußert werden. Ob die Aussichten zu einer Vorlage, wie sie die„ Hamb. Nachr." sicherlich wünschen, wirklich gegenwärtig so schlecht sind, wie sie sagen, kann dahingestellt bleiben. Nach der Wahl sind die Aussichten vielleicht hundertmal bessere. Jeder Tag kann ein neues Ministerium auf der Bühne erscheinen laffen; Sympathien hat schon die gegenwärtige Regierung mit dem Reichstags- Wahlrecht nicht, morgen fann eine Regierung da sein, welche dasselbe zu beseitigen wünscht. Jedenfalls zeigt das Wörtchen Leider" der Hamb. Nachr.", wie gut das Reichstags- Wahlrecht bei den Staatserhaltenden" aufgehoben ist. " In einem sehr großen Irrthum befindet sich das Blatt des Friedrichsruher Schloßherrn, wenn es meint, die Sozialdemokratie habe die Verschlechterung des Wahlrechtes zu fürchten. Im Gegentheil. Schon die jetzigen Reden über die Verbesserungsbedürftigkeit* treiben schaarenweise Anhänger in die Reihen unserer Partei. Würde man von dem Reden zum Versuchen der That übergehen, so bedeutete das eine Sammlung aller Freiheitsfreunde um das Banner der Sozialdemokratie. In dem Augenblick, wo die Kapitalistenklassen eine Vernichtung seine Drohung mit Megeleien wie denen von noffen wieder herausfamen. Endlich beim Gemeindevorstand des Wahlrechts, das eine friedliche Entwickelung aller Volfskräfte Mailand? angelangt, bestätigte dieser zunächst die Angaben seines Untergestattet, versuchen würde, führt sie gerade den Untergang der Freilich, es ist da nicht ausgesprochen, die Junker planten gebenen. Unsere Genossen hatten nun die angenehme Aufgabe, den Reaktion herbei. derartige Megeleien. Vorstand über alle die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen und Aber wer anders als die Junter die Kraut und Schlot- den völlig ungefeßlichen originellen Beschluß des Gemeinderathes junter tann denn überhaupt folche Megeleien in Deutschland aufzuklären. Der Herr Vorstand machte ein sehr verlegenes und veranstalten? verdrießliches Gesicht, ließ aber unsere Genossen dann schließlich Und sind es denn in Italien nicht Großforuwucherer, welche die ruhig weiter arbeiten" mit der flassischen Bemerkung:„ Meinet Mezzeleien veranstaltet haben- also die Leute der Kreuz- Beitung"? wegen macht, was Ihr wollt, aber am besten wäre es, man steckte Euch ein." Bruch im fächsischen Kartell. Bom geplanten Attentat gegen das Koalitiousrecht Aus Lüdenscheid wird der Niederrheinischen Volkstribüne" geschrieben: Wessen sich die Arbeiter zu versehen haben, wenn die Neichstagswahl nach den Wünschen der Regierung und der besigenden Klasse ausfällt, darüber sind wir in der Lage, einen neuen Wink zu geben. Seitens der Behörde wird bei hiesigen Fabrikanten Umfrage ge- Generalversammlung in Dresden abgehalten, auf welcher lebhaft Der konservative Landesverein im Königreich Sachsen hat eine halten, ob Thatsachen und Verhältnisse eingetreten find, welche über das Berhalten der Nationalliberalen getlagt wurde, welche im eine Verschärfung des§ 153 der Gewerbeordnung rechtfertigen. Da man hier nicht gewohnt ist, daß die Be- 4., 7. und 10. sächsischen Wahlkreise eigene Kandidaten aufgestellt hörde derartige Schritte aus eigener Initiative unternimmt, haben, ohne vorher die konservative Parteileitung zu be und unter fo zeigt es zur genüge, was in den obersten Regionen geplant wird. fragen. Das sei eine Lockerung des Kartells Wahr ist, daß die Maßnahme mur eine Ausführung des Posadowsky- solchen Umständen feien Vereinbarungen mit der national schen Erlasses ist, daß trotz des Protestes der Arbeiter und trotz der liberalen Partei werthlos. Schließlich wurde aber doch dem Vorstand Verhandlungen des Reichstages über diesen Erlaß Erhebungen des Vereins der Auftrag ertheilt, bei der nationalliberalen Parteiim Gange sind, um dem neuen Reichstage dem- leitung nochmals eine Wahrung der konservativen Rechte" zu vernächst eine Gesegesvorlage unterbreiten suchen. Wenn dieser Versuch mißlingt, sollen sofort mit aller Entkönnen. Es ist übrigens gut, wenn Thatsachen die Arbeiter inumer schiedenheit die Konsequenzen der Situation gezogen werden. Demund immer wieder an die Pläne der Reaktion erinnern. gegenüber fährt ein Theil der Nationalliberalen, besonders die Jetzt haben die Wähler es noch in der Hand, all" Dresdener Zeitung", fort, die Berechtigung ihres Vorgehens zu beAbsichten derer um Stumm und Posadowsky zu Schanden weisen und die Schuld von der Lockerung des Kartells den Konservativen zuzuschieben. machen!" Von der Bündlerbrüderlichkeit. zu die zu Man darf dabei allerdings nicht übersehen, daß es nur ein fervative Herrschaft auflehnt, und daß die nationalliberale sächsische fleiner Theil der Nationalliberalen ist, der sich gegen die konParteileitung selbst am Startell festhält. Jene Absplitterungen find eine Folge der Einführung des Dreiflassen- Wahlsystems, mit der ein Theil der Nationalliberalen nicht einverstanden war, sowie das immer reaktionärer werdende Verhalten der Konservativen überhaupt. Für mäßige Getreidezölle Die Preffe beschäftigte sich noch vielfach mit den Gerüchten über den 8 wiespalt in der Leitung des Bundes der Landwirthe. Das, wie die" Tante Boß" sagt, sehr nervöse" Dementi der Bundeskorrespondenz vermag die Gerüchte nicht zu beseitigen, zumal der Bund im„ Dementiren" ihm unbequemier Thatfachen immer groß gewesen ist. Mehrere Zeitungen huldigen der Auffassung, daß, seitdem der temperamentvolle Dr. Diederich Hahn Bundesdirektor geworden geworden ist, Herr v. Plötz wenig mehr ,, to seggen hett". Herr Hahn ist ist givar alles alles andere als von 3,50 M. für den Doppelzentner will Pastor Naumann, der Führer ein Genie, aber immer noch erheblich befähigter befähigter und der National- Sozialen, eintreten. Wird ihm weder von rechts noch Kenntnißreicher als„ Vater Plöz", um von Herrn Röside von links Freunde zuführen. ganz zu schweigen. Seitdem Hahn Bundesdirektor ist, hält Herr v. Plötz in den Parlamenten den hochadeligen Mund fast vollständig. Sehr bemerkenswerth ist, daß die Regierung bei den Wahlen den Bund wie ein Küchlein unter ihre Flügel nimmt, obgleich fie früher manche papierene Kanone gegen ihn abgefeuert hat. Möge sie zur Strafe auch seine Niederlage mit ihm theilen, denn der Volkszorn gegen die Brotwucherer" und Arbeiterschinder ist zu mächtig, als daß dies nicht bei den Wahlen zum Ausdruck tommen sollte. Am Abend des 16. Juni müssen zwei Leichen auf dem Schlachtfelde liegen: Herr v. Miquel, der Generalissimus der Sammel- Blutokratie und diese selbst, vertreten durch den Junkerbund und Herrn v. Stumm. " Bündler und Zentrum. Die Bündler machen dem Zentrum auch in est en das Leben recht ſauer. Am 11. Mai hatten sich die rheinischen Bauern in Köln versammelt, um den Grafen von und zu Hoensbroech gegen die Zentrumspresse mit dem kleinen Hirn und der großen Scheere" ivettern zu hören es ist nämlich kennzeichnend für die frondirenden Elemente, daß sie die Parteileitung zunächst noch schonen und vorläufig nur auf den Sad losschlagen. Man erklärte zwar, beim Zentrum ausharren zu wollen, verlangte jedoch eine nachdrückliche Berücksichtigung der landwirthschaftlichen Forderungen und eine dirette Vertretung der Leitung des Rheinischen Bauernvereins im deutschen Reichstage wie im preußischen Abgeordnetenhause als eine Nothwendigkeit zur genügenden Wahrung der Standesinteressen der rheinischen Landwirthschaft." Ans einem nationalliberalen Flugblatte. In einem an die Reichstagswähler der Provinz Hannover gerichteten Flugblatte, herausgegeben von dem Provinzial- Komitee ber nationalliberalen Partei, finden sich die folgenden Absätze: Die Arbeiterfürsorge ist eine der wichtigsten Aufgaben aller Vaterlandsfreunde. Die Gefeßgebung zum Schuze und zur Hebung des Arbeiterstandes, bei welcher kräftig geholfen zu haben unsere Partei zu ihren Ruhmestiteln rechnet, bedarf der Vereinfachung und Fortführung. fich Saisonarbeiter und Wählerlisten. Im Inseratentheile der„ Mecklenburgischen Volts- Beitung" findet die folgende amtliche Bekanntmachung: In Erwiderung auf die berichtliche Anfrage vom 6. d. M., betreffend das Reichstags- Wahlrecht der Rübenarbeiter, bemerkt das unterzeichnete Ministerium in Uebereinstimmung mit einer bereits anderweitig unlängst ertheilten Auskunft das Nachstehende: Der Reichskanzler hat sich nach hier vorliegender Mittheilung über die Frage, an welchem Orte Rübenschnitter oder sonstige Saisonarbeiter als wohnhaft zur Rechtsfolge des aktiven Wahlrechts zum Neichstage anzusehen sind, bisher noch nicht ausgesprochen. Dagegen ist die Frage in der Wahlprüfungs- Kommission des Reichstages wiederholt zur Sprache gekommen, so einmal in der Session 1884/85( Drucksache Nr. 135) und zweimal in der Session von 1890/91( Drucksachen Nr. 122 und 146). Bei dem ersten dieser drei Vorgänge hat die Kommission die Auffassung vertreten, daß bei Arbeitern, welche außerhalb ihres Heimathsortes beschäftigt scien, die Verweisung nach dent Heimathsorte feinen Verstoß gegen die in Rede stehende Bestimmung des Wahlgesetzes enthalte. Dagegen hat sich in den beiden späteren Fällen die Mehrheit der Kommission auf den entgegengesetzten Standpunkt gestellt( d. h. also, ein Wahlrecht an dem Orte der vorübergehenden Beschäftigung angenommen) und zwar unter ausdrücklicher Bezugnahme auf die sogenannten Sachsengänger. Für die Annahme, daß auch der fünftige Reichstag bezw. deffen Wahlprüfungskommission bie letztbezeichnete Auffassung als maßgebend angesehen wird, spricht eine überwiegende Wahrscheinlichteit; selbstverständlich kann aber eine sichere Gewähr dafür nicht geboten werden. Schwerin, den 10. Mai 1898. Großherzogl. Medlenburg. Ministerium des Junern. den Magistrat zu Nostock. Air Die Lübecker Regierung hat die Aufsehen erregende Anordnung, wonach auswärts wohnende, in Lilbeck dauernd thätige Arbeiter nicht in die Wählerliste aufgenommen werden sollten, rückgängig gemacht. Ans Baden. Die Gesetzgebung der letzten Jahre hat von neuem den Be weis dafür geliefert, daß die nationalliberale Partei für die Wahrung liberaler Grundsäße mit Er- Es hat ganz den Anschein, als ob unsere Partei am 16. Juni folg eintritt. Sie bleibt auch ferner die Trägerin des im Musterstaat" einen gewaltigen Ruck nach vorwärts thun wollte. Liberalismus und zwar eines solchen, der nicht in Theorien Die Berichte von der Agitation lauten fast ausnahmslos sehr günstig. lebt, sondern praktischen Aufgaben sich widmet. Sie Einen Beweis für die günstige Stimmung, besonders in Mittelbaden, bekämpft jegliche Reaktion, sie steht auf der bildet die Thatsache, daß wir dort, selbst in Dörfern, in welchen man Warte, wo bureaukratische Eingriffe und Ver- noch vor wenigen Jahren mit der geistigen Waffe des Dresch bekämpft wurde, suche unbefugter persönlicher Beeinflussung flegels mit der größten Bereitwilligkeit seitens der Beamten sich geltend machen wollen. Lokale zur Abhaltung von Versammlungen zur Verfügung gestellt Das verfassungsmäßige Wahlrecht, die Ge- bekommen. Unter der bäuerlichen Bevölkerung ist eine nicht geringe werbefreiheit, das Koalitionsrecht, die Frei- Verstimmung gegen das Zentrum ganz unzweifelhaft; am meisten zügigfeit werden von ihr geschützt. Ein den Grund- haben in dieser Richtung die Flottenbewilligung und die Haltung des fäßen bürgerlicher Freiheit entsprechendes Reichs- Vereins Sentrums beim Wildschaden- Gesetz gewirkt. Ob diese Verstimmung gese wird von ihr gefordert. unter den Bauern hinreicht, um einen bemerkenswerthen Verlust von bäuerlichen Stimmen für das Zentrum zur Folge zu haben, das muß natürlich noch abgewartet werden; allzu großer Optimismus nach dieser Nichtung bringt leicht Enttäuschungen. Die Einigkeit des Freisinns. In den Parlamenten führt leider die nationalliberale Partei eine ganz andere Sprache als in diesem Flugblatte. Es müssen politisch ganz unerfahrene Wähler sein, die nicht in jedem Worte der oben abgedruckten Absätze des Flugblattes die ganze Verlogenheit Am 25. Mai waren die west fälischen Zentrumsbauern in der nationalliberalen Wahlagitation erkennen. Münster zusammengetrommelt. Hier wiederholte sich das alte Spiel. Man wolle das Zentnum nicht trennen, sondern stärken und befestigen, versicherte Freiherr v. Landsberg- Steinfurt. Niemand von Ganze zwei oder drei Tage ist es her, daß sich die Weiblein uns will ein Gegner des Zentrums sein, gab Graf Hoensbroech, der und Männlein des Freisinns in Liebe zusammenfanden. Und fiche, auch hier als Redner auftrat, feierlich fund; er fügte jedoch gleich der neue Bund hat schon seinen ersten Kummer. Schon grofft es wieder bei, die Zentrumspresse sei nicht die Zentrumspartei und wieder in den Spalten der Freifinnigen Zeitung", noch mühsam dann rüffelte er diese Presse, weil sie- die Sammelpolitik be- verhalten, aber ein mehreres erwarten lassend. In Königsberg fämpft habe. Den Frattionsaufruf des Zentrums hat danach Graf wurde von der Freisimmigen Vereinigung zu dem schon aufgestellten Hoensbroech nicht gelesen, oder er flopft auch hier abermals auf der Kandidaten der freisinnigen Volkspartei noch die Kandidatur Frenzel Bresse herum, während er die Partei meint. Herr Ehren- Amtmann als Art Sammelfandidatur aufgestellt. Das widerspricht, erklärt die Darup- Deiters wies ebenfalls die Ausfälle der Zentrumspreffe" Freis. 8tg.", flipp und flar der getroffenen Vereinbarung. Und gegen den wirthschaftlichen Aufruf zurück. Schließlich erklärte man Eugen droht, wenn man das nicht ändere, so werde in allen Kreisen, in einer einstimmig angenommenen Resolution: wo die freisimmige Vereinigung auf die Stimmen der anderen Linie angewiesen sei, eine nachtheilige Rückwirkung eintreten. Das erste Gelvitter am jungen Ehehimmel! Ein Prinzipienwächter. Die Eisenlohr'sche Beamtenmaschinerie tommt offenbar erst nach und nach in Gang. Indessen liegen doch schon einige ganz be merkenswerthe Leistungen der Beamten des badischen„ Wahlministers" vor. Bei Villingen wurde eine Versammlung aufgelöst, weil der Referent die Kriegskarten aus der Faschingswahl von 1887 als Schwindel bezeichnete. Im 1. Wahlkreis( Konstanz) wurden vier Flugblattvertheiler mit je 5 W. gestraft, weil sie das Pflichtegemplar nicht persönlich dem Bürgermeister, der nicht anwesend war, in die Hand, sondern an dessen Frau gegeben hatten. Das tollste wurde allerdings am legten Sonntag in Kenzingen geleistet, wo der Beamte die Verfammlung auflöſte, als der Redner erklärte, alle diejenigen, welche nicht arbeiteten, seien Faulenzer und Schmarozzer. Die Beschwerde ist natürlich eingereicht worden, und es ist fast von prinzipieller Bedeutung, ob diese Beschwerde Erfolg hat oder nicht. Der Minister Eisenlohr hat nämlich unserem Genossen Adolf Ged bei der letzten als Ratholiten unentwegt an dem alten bewährten Prodreitägigen Eisenlohr- Debatte gerathen, sich in ähnlichen Fällen alt das Verwaltungsgericht als letzte Justanz zu wenden. gramm des Zentrums festzuhalten und der Fahne, welche die Mallinckrodt, Reichensperger, Windthorst, Schorlenier, Frankenstein Hält nun, was gar nicht unmöglich ist, der Berwaltungsgerichtshof auch diese Beschwerde für unbegründet, dann ist zur Evidenz aufgepflanzt und hochgehalten haben, stets treu bleiben zu wollen. In einer freisinnigen Versammlung behauptete vor einiger Zeit bewiesen, wie berechtigt unser bisheriges Mißtrauen gegen den VerWir wollen jedoch auch, als westfälische Bauern, wenngleich in harter Arbeit, doch mit Aussicht auf mäßigen Verdienst, unsere Herr Dr. Fränkel, unsere Parteigenossen im Gemeinderath zu waltungsgerichtshof war. Nicht uninteressant ist es, daß die Beererbten Höfe gegen die Uebermacht des Kapolda hätten für eine reichliche Geldbewilligung zur goldenen schwerdeführer in ihrer Beschwerde einen Satz aus einer Rede des ererbten öfe gegen die Uebermacht des Ka- Hochzeitsfeier des weimarischen großherzoglichen Paares gestimmt. fattfam befannten nationalliberalen Oberbürgermeisters Schneller pitals in unserem Besit erhalten.. Wir verlangen eine der Bedeutung der Landwirthschaft Im Anschluß daran tischte er noch einige ähnliche Vorkommnisse auf, zitiren konnten, welcher in noch drastischeren Worten das gleiche besagt, Sie unsere Prinzipientreue kennzeichnen sollten. in der Provinz Westfalen entsprechende Vertretung wie die Acußerung, wegen welcher die sozialdemokratische Versammlung Wie verhielt sich aber die Sache in Wirklichkeit? Nach der Mit- aufgelöst wurde. unferes Standes im Reichstage und wiederholen in dieser Beziehung theilung eines Gemeinderaths- Mitgliedes stimmten unsere Parteiden von unserm unvergeßlichen Freiherrn v. Schorlemer- Alft er genoffen ohne Ausnahme gegen eine solche Forderung. Die gegnerischen Parteien sind nun in den letzten Tagen auch auf Herr dem Kampfplatz erschienen. Das Zentrum scheint eine Barole aushobenen und gewiß nicht unberechtigten Anspruch, daß in den zehn Dr. Fränkel gehört zu den Leuten aus der freifinnigen Partei, die gegeben zu haben, in den Wahlreden die Sozialdemokratie, auf deren Wahlkreisen der Provinz, welche bisher Zentrumsabgeordnete wählten, und welche früher schon durch 7 beziv. 8 Berufsland- man nicht ernst nehmen kann, er ist ein Schwadroneur der wider- Hilfe sie in verschiedenen Wahlkreisen angewiesen ist, möglichst zu wirthe vertreten gewesen sind, während in der letzten Wahlperiode lichsten Sorte und man kann an dem einen Beispiel ermessen, wie schonen. Die Nationalliberalen spielen im ganzen Lande eine überaus traurige Figur, besonders aber im X. Wahlkreise( Karlsruhenur der ganz unsichere Wahlkreis Bielefeld- Wiedenbrück durch einen viel auf seine Redensarten zu geben ist. Landwirth vertreten war, unser Stand wieder in an Bruchsal), wo ihnen die bei der Landtagswahl so befreundeten Konservativen in die Suppe spucken. Die Kandidaten der Nationalgemessener Weise berücksichtigt wird. Wir beliberalen sind fast ausnahmslos Verlegenheits- Kandidaten. Die Führer auftragen das heute gewählte Komitee, biefe Resolution dem wollen nicht mehr anbeißen. Daß das allgemeine direkte Wahlrecht Bentral- Wahlfomitee der westfälischen Zentrumspartei sogleich zu ( das Wörtchen gleiche" wird auch hier unterschlagen) jetzt über den unterbreiten, und hoffen bestimmt auf Annahme unserer berechtigten Wünsche, damit die alte Einigkeit in der Aber die freisinnigen Klagen lassen uns dennoch einigermaßen Schellenkönig gelobt wird, ist selbstverständlich. Ein Kandidat, der westfälischen Zentrumspartei nicht wieder getrübt werde. kalt. Unsere Partei leidet unter all solchen Machinationen seit jeher Ministerialrath Weingärtner, hat sich sogar nicht gescheut, in GräfenDie Germania" ftimmt mit sauerfüßer Miene einigen der aufs schwerste. In den meisten Wahlkreisen hat unsere Partei über- heim( VI. Wahlkreis) eine begeisterte Rede auf das allgemeine, ge Aeußerungen bei, meint jedoch zum Schluſſe, daß bei der Partei- haupt ein Bersammlungslokal zur Verfügung; fast um jedes Lokal heime gleiche Wahlrecht zu halten; und dabei hat der gleiche Mann leitung Bangemachen nicht gelten werde." muß ein heißer Streit mit Unternehmerthum und Behörden geführt im gleichen Lokal vor zwei Jahren eine gleich begeisterte Rede auf das indirekte Wahlsystem gehalten! Die eigentliche Bundesleitung endlich plant für den 4. Juni werden. Das Versammlungsrecht ist für uns nahezu illusorisch geeinen außerordentlichen Zirkus ult am Hermannsdenkmal macht. Das alles hat aber den Freifinn höchstens einmal zu einem im Teutoburger Walde! Der große Dr. Diederich von platonischen Bedauern veranlaßt. Jetzt fühlt er es am eigenen Kehdingen- Neuhaus an der Oste wird mit dem kleinen Arminius Leibe. Vielleicht bessert ihn das ein flein wenig. aus dem Cheruskerlande Brüderschaft trinken. Dr. Dertel soll als altdeutscher Barde seine berühmten Sonette gegen die schwarzen römischen Misttäfer vortragen wollen. Es fehlt nur noch, daß man abends von der Spize des Berges mit riesigen Scheinwerfern über das ganze Land die Forderung hinauswirft: Antrag Kanig, Weizen mindestens 215, Roggen mindestens 165 Mark! Edelste Kampfweise. Hente mir, morgen dir. Die freifinnigen Blätter sind jest voll von Klagen über Wahlbeschränkungen, Wahlbeeinflussungen, amtlichen Saalabtreibungen. Diefe Klagen find gewiß berechtigt, und es ist schlimm, daß solche Dinge möglich sind. Geistliche und Wahlkampf. Die oberen Kirchenbehörden von Sachsen- Meiningen und Weimar haben an die ihnen unterstellten Geistlichen Erlasse gerichtet, worin ihnen für den Wahlkampf Vorschriften gemacht werden. In SachsenWeimar werden die Diener des Wortes sogar direkt vor den NationalSozialen gewarnt. Die frommen Hirten lassen sich das alles bieten, bei uns herrscht eben das Staats- Kirchenthum unbeschränkt. Von der Agitation. Aus dem oberschlesischen Industriebezirk mehren sich die Beschwerden über gefezwidrige Handlungen von Polizeibeamten. Entgegen dem flaren Wortlaut des§ 43 der M.-G.-O. werden den sozialdemokratischen Flugblattvertheilern die Drucksachen von den Gendarmen abgenommen, die Verbreiter zum theil eingesperrt. Derartige Fälle werden der Breslauer Volkswacht" gemeldet aus: Chropaczow, Orzegow, Schontberg, Emanuelssegen und Ratibor. In jedem einzelnen Falle wird gegen die Beamten vors gegangen, die sich gesetzwidriger Handlungen und des Mißbrauches Vorigen Dienstag rempelte die Kreuz- Zeitung" uns an, weil wir ihrer Amtsgewalt schuldig gemacht haben. Abschrecken lassen sich freilich unsere Genossen dadurch nicht, sondern arbeiten tüchtig die Dekadenz des alten Europa" und das Wesen der junkerlichen Ein sehr luftiges Polizeistücklein weiter. So belegten 37 Genossen aus Neustadt am ver Großkornwucher- Politik gekennzeichnet hatten. Wir ertheilten dem Anrempler natürlich die gebührende Züchtigung. Und heute num erlebten unfere Genossen im achten sächsischen Wahlkreise, als fte in gangenen Sonntage alle umliegenden Ortschaften mit Flugblöttern, zwei Tage nach empfangener Züchtigung quittirt die Kreuz- einem Dorfe bei Neustadt ein Flugblatt, den Kleinen Mann", aus- In den letzten acht Tagen hielt Bebel in Saalfeld, Halberstadt Beitung", indem sie sich über unsere Unmanierlichkeit beschwert, und tragen wollten. Gleich am Anfang trat ihnen der Ortspolizist mit Weimar, Erfurt, Nordhausen und mit der Versicherung, sie habe keinen Satz geschrieben, der uns all seiner Würde entgegen mit dem Hinweis, daß hier keine Volksversammlungen ab, die sämmtlich überfüllt waren. In Weimar Schriften berbreitet werden Anlaß gäbe, zu sagen, die Junker hätten für das deutsche sozialdemokratischen dürften, und Nordhausen fanden dieselben in Gartengrundstücken statt. In Bolt Metzeleien à la Mailand in petto, wenn sie am 16. Juni die da der Gemeinderath also beschlossen habe. Weimar stellten sich ein freisinniger Landtags- Abgeordneter und der Schlacht gewinnen. Unsere Genossen wünschten uun den gesezeskundigen Herrn Redakteur eines freisinnigen Blattes in Apolda als Opponenten, fie Gemeindevorstand zu sprechen. Der Polizist erklärte sich auch bereit, wurden aber derart nach Hause geschickt, daß sie die Versammlung unsere Genossen zu dem Dorfgewaltigen zu führen. Auf dem Wege noch vor ihren Schluß verließen. dahin wurden aber die Blätter lustig weiter ausgetragen. Geldsammlungen für die Wahl werden in Dresden und Auch der Polizeier schien etwas wie Respekt vor unseren Genoffen Umgegend nicht gestattet. Auch die Amtshauptmannschaft Dresden" In dem sozialdemokratischen Zukunftsstaat werden Tage bekommen zu haben und ließ fie er wußte auch offenbar nicht, Neustadt hat auf ein eingereichtes Gesuch ablehnend geantwortet. mie die Mailand bon fich häufen und wie ruhig gewähren, in Der ablehnende Bescheid wird auch begründet, aber in sehr mertsich verhalten sollte wiederholen." War das kein Sazz? Und war das nicht etwa dem er immer an der Hausthür wartete, bis unsere Ge- I würdiger Weise. Er lautet: ,, Mit keinem Sat"! Auf Junkerehre? Gi! Gi! Und wörtlich heißt es in dem Anrempelungsartikel: er hat. Politische Uebersicht. Die vom sozialdemokratischen Verein für ben 4. Reichstags- 1 von den nationalliberalen Führern empfohlenen Bundesagitator wahl der Beamten, die Einfachheit der Verwaltungen, die VoltsWahlfreis geplante Vornahme öffentlicher Geldsammlungen ist un- el Inböd protestirt und wollen für den Freifinnigen stimmen. bewaffnung, die gegenseitige Achtung und Toleranz im öffentlichen zulässig und fann daher nicht genehmigt werden." Wird alles nichts nüßen; an die Wand gedrückt wird der Liberalis- Leben und in den Diskussionen; studirt diese vorgeschrittenere Welt, Ein eigenthümlicher Vorfall hat sich, so berichtet die mus doch. mit dem festen Vorsatze, Euer Vaterland auf einen höheren Grad der Sächs. Arb.- 3tg." in Freiberg zugetragen. Kommt da der in In Straßburg- Land werden sich drei Kandidaten gegen- Zivilisation erheben zu wollen. Ferner werdet Ihr GewerkschaftsWeißenborn stationirte Gendarm in das Komptoir einer Fabrik, überstehen: der nationalliberale Bürgermeister Bostetter, der Organisationen vorfinden, in die Ihr Euch beeilen werdet, einzutreten. nach einem Arbeiter fragend, der Sonntag Flugblätter getragen 3entrumsmann Redakteur Hauß und der Antisemit, An- Auf diese Weise werdet Ihr am besten die Gastfreundschaft und die Der Arbeiter wird ins Komptoir gerufen und hier ent- walt der Raiffeisentassen Viktor Müller. Für den Streis Saar- großmüthige Hilfe entgelten, welche die organisirten, schweizerischen fpinnt sich folgender Dialog: Gendarm:" Sie waren gestern in gemünd- Forbach wird als Kandidat der Klerikalen auftreten Arbeiter uns haben angedeihen lassen wollen. Hilbersdorf? Arbeiter: Jawohl. G.: Sie haben Flugblätter ge- Xaver v. Schmid, der Direktor der Saaralbener Salzwerke. Er wird. Mit brüderlichem Gruße und den besten Hoffnungen fragen? A.: Jawohl, wünschen Sie was? G.: Wie hieß der andere, der elsaß- lothringischen Gruppe beitreten. Der bisherige Vertreter, Eure Genossen." der mit Flugblätter trug? A.: Wie kommen Sie dazu, in dieser Pfarrer Colbus, kandidirt nicht mehr. Angelegenheit in die Arbeitsstätte zu kommen? G: Ja, das Wieder ein neuer Gesehentwurf. Der im Reichs- Justizamt aufgestellte Entwurf eines Gesetzes, betreffend die gemeinsamen machen wir so! Also, Sie sagen's nicht? A.: An dieser Stelle gebe ich keine Auskunft; wenn Sie etwas wollen, konimen Sie Rechte der Besizer von Schuldverschreibungen, nebst Erläuterungen, in meine Wohnung! G.: Also Sie sagen nichts; da nehme wird vom Reichs- Anzeiger" veröffentlicht. Berlin, den 27. Mai. ich Sie an's Strickel und da geht's auf's Gericht. A.: Ich Aus Italien wird uns geschrieben: Die Herabsehung der Karenzzeit bei der Unfallversicherung stehe zur Verfügung, machen Sie, was Sie wollen. G.: Also In Mailand hat das Kriegsgericht weitere Verurtheilungen bildet von jeher eine Forderung der überbürdeten Arbeiter- KrankenSie waren gestern in Hilbersdorf und haben sozialdemokratische in der Höhe von 5 Monaten bis zu 7 Jahren ausgesprochen. In laſſen. Im Reichstag gelang es bekanntlich 1896/97 in der UnfallSingblätter getragen.( Für sich.) Mit den Herren werden wir schon Cesena sind die sozialistischen und republikaniſchen Vereine geversicherungs- Kommission, die Ermäßigung von 18 auf 4 Wochen fertig!( zu dem Komptoirlehrling): Sagen Sie Ihrem Chef, daß schlossen worden. Das sozialistische Blatt„ Das Sprachrohr der zur Annahme zu bringen. Jedoch nur bei der ersten Lesung, in ber ich da war. Darauf ging der Arbeiter seiner Wege, den Gendarmen Armen", das als Beilage zum Turiner„ Bolleruf" erscheint, ist zweiten Lesung drang ein sehr unglücklicher Kompromißvorschlag durch. allein im Komptoir lassend. Was er weiter sagte, entging ihm. unterdrückt worden. In Treviso wurde der Professor Gottardi In der Sozialen Pragis" spricht sich soeben auch Dr. Noth Wegen diefes fast unglaublichen Vorgehens wird Beschwerde gegen verhaftet und erst nach peinlichem Verhör wieder entlassen. Die Frankfurt a. M. für den ersten Reichstagsbeschluß aus. Er weiſt den betreffenden Gendarmen erhoben werden und man wird sehen, Bahl der Verhafteten in Badua beträgt 101 Personen. Von diesen darauf hin, daß gerade diejenigen Berufsgenossenschaften, die ob der Beamte im Auftrage handelte oder nicht und ob die Behörde wurden etwa 30 ohne vorhergehenden Prozeß zu geringeren Gebrauch machen und sofort das Heilverfahren auf eigene jetzt schon vom§ 76c der Krankenversicherungs Novelle derartiges Vorgehen gut heißt. Haftstrafen verurtheilt, 49 wurden durch Gerichtsurtheil bestraft, die Kosten in ausgedehntem Maße übernehmen, Im Wahlkreise Fürth gehen die Bogen des Wahlkampfes anderen befinden sich noch in Untersuchungshaft. In Florenz ihren Erfahrungen sehr zufrieden, sondern auch meist einer vollhoch. Die Freifinnigen machen krampfhafte Anstrengungen, die heißreichen die Gefängnisse nicht mehr aus; man hat 8 Häuser, falte, ständigen Beseitigung der Karenzzeit sehr geneigt sind. Daß manchen ihren Erfahrungen sehr zufrieden, sondern auch meist einer vollumstrittene Domäne zu retten, aber ihr Ansehen, namentlich auf Suntle Magazine, gemiethet und in denselben gegen 300 Gefangene Berufsgenossenschaften zur sofortigen lebernahme der Fürsorge für dem Lande, ist vollständig geschwunden; dagegen herrscht für den untergebracht. Kandidaten unserer Partei, Genossen Segiz, in allen Bevölkerungs- Unser Züricher Korrespondent schreibt uns: alle, auch die kleineren Unfälle, die örtlichen Vertrauenspersonen und schichten eine außerordentlich gute Stimmung. Wir werden den Die Auslieferung der Italiener steht noch immer im Bertrauensärzte fehlen werden, will Dr. Roth weiter nicht bestreiten; Wahlkreis voraussichtlich geivinnen. Am 3. Juni spricht Genosse Bordergrunde der Diskussion, und man fann fein Blatt zur Hand nach seiner Meinung könnte man jedoch durch besondere Vereins. Bebel in einer Wählerversammlung in Fürth. und auch mit den nehmen, ohne darin etwas Im Hofer Streife herrscht ebenfalls eine lebhafte Agitation. finden. Bis auf wenige Ausnahmen, worunter einige tatholische und werthen Ausführungen schließen mit dem Zugeständniß, daß die über die Angelegenheit zu Strankenkassen dieser Schwierigkeiten Herr werden. Die sehr lesensLeider fehlt es vielfach an Sälen. So hatte in Helmbrechts, radikale" Blätter, verurtheilt die gesammte Schweizerpreffe die Herabſegung der Karenzzeit auf vier Wochen als ein wesentlicher einem bedeutenden Industricorte, seit Jahren keine Versammlung Haltung der Bundesbehörde in Bern wie auch der Tessinischen Fortschritt mit Freuden zu begrüßen fein würde. stattfinden können. Jetzt war es gelungen, in einem benachbarten Kantonsregierung. Ueber die Verantwortlichkeit der ersteren kursiren = = = Berner " H : " D nicht nur mit. den 9 Orte ein großes Grundstück zur Verfügung gestellt zu erhalten. Gleich verschiedene Versionen; nach der einen wäre die Anordnung zur Neue Flottenagitation. Die Berliner Neuesten Nachrichten" nach Schluß der Fabriken kamen die Wähler in Massen heran- Auslieferung vom Bundesanwalt, nach der anderen vom Chef des erklären in Anknüpfung an den spanisch- amerikanischen Krieg, daß geströmt, und zwar nicht blos aus Helmbrechts, sondern aus allen eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements, Bundesrath das deutsche Flottengele unzureichend sei. Wie groß muß die, Deten, die im Umkreis von einer Stunde liegen. So mag die Zahl Miller, der früher wegen seiner radikalen Gesinmung der deutsche Flotte sein, um dem„ weltpolitischen" Bedürfniß der„ B. der Besucher wohl 900-1000 betragen haben, als Stücklen das Wort„ rothe Müller" hieß und jedenfalls nicht vom gesammten N. N." zu genügen? Jedenfalls wieder eine schöne Ankündigung für ergriff, um in zündender Rede unter lebhaftem Beifall die hohe Be- Bundesrath ausgegangen. Die in Aussicht stehenden Ver- die Steuerzahler. deutung der bevorstehenden Reichstagswahl zu besprechen. Der laute Handlungen der Bundesversammlung werden darüber wohl die Ein Gesetz über die Wohnungspflege ist von der Ham Beifall, der dem Redner gespendet wurde und die Begeisterung, die nöthige Klarheit in der Versammlung herrschte, lassen ein beträchtliches Anwachsen verhalten wird, weiß man auch noch nicht genau. Nach der einen schreibt darüber: Man darf dieses Gesetz als eine Frucht bringen. Wie sich der Bundesrath dazu burger Bürgerschaft beschlossen worden. Unser Korrespondent unserer Stimmenzahl erhoffen. Die Wahlagitation in Elsaß Lothringen ist tritt ein„ Blaubuch" die Züricher Post" meint sartastisch ein hatte Melding werde er der Bundesversammlung bei ihrem Zusammen des Cholerajahres 1892 bezeichnen. Jahrzehnte lang, flott im Gange. In Straßburg fand eben eine außerordentlich Schwarzbuch" vorlegen, nach der anderen aber eine Darstellung vom Senator für das Polizeiwesen selbst zugegeben wurde, man, wie das gelegentlich der jezigen Berathungen start besuchte Wählerversammlung statt, in welcher der Kandidat der ber Vorgänge bei der Beantwortung der in Aussicht stehenden absolut nicht das geringste für eine Sanirung des Hamburger fozialdemokratischen Partei, Genosse Böhle, unter großem Beifall Interpellation geben. Dagegen ist gewiß, daß die Tessiner Ne- Wohnungswesens gethan, dann ließ das Cholerajahr fein Programm entwickelte. Ebenso sprach Apotheker Luy ausgierung an Baden, der Kandidat des Kreises Colmar- Münster, fürzlich gehenden Bericht zu erstatten hat und zwar vor Zusammen- Höfe den Bundesrath über die Vorgänge einen ein Blick hineinfallen in die fürchterlichen Verhältnisse der Gänge und der mit vielem Erfolg in dem industriellen Vogesenstädtchen Münster fritt der Bundesversammlung, vielleicht ist er auch schon Ruf nach Alt= der und Neustadt, und allseitig wurde Jetzt haben einem Wohnungspflege- Gesetz. wir ohne jeden unliebsamen Zwischenfall. Auch die Parteigenossen von in den Händen des Bundesrathes. Inzwischen lügen ver- ein folches. Mülhausen find rege thätig, um ihrem bisherigen Vertreter schiedene Noth und Mühe genug hat es gekostet, es Bueb, Korrespondenten der größeren Schweizer der mächtigen Grundeigenthümer Klique in der Bürgerschaft. der zur Zeit durch eine einjährige Gefängnißstrafe Blätter ganz nach dem Muster Berliner offizioser Journalisten das abzuringen, und manches läßt es noch zu wünschen übrig, wie man wegen Preßvergehens an der Mitarbeit im Wahlkampf dimmste Zeug zusammen, um die schuldigen Organe zu entlasten, das bei der Zusammensetzung der Hamburger Bürgerschaft nicht anders; verhindert ist, das Mandat zu erhalten. Der sozialistische zu welchem Zwecke die Schuld von der einen Behörde auf die andere erwarten durfte. Aber es ist immerhin doch ein Fortschritt. Die HauptBewerber im Kreise 8abern, Privatlehrer Cost in Hagen, hat gewälzt wird. So sucht man die ganze Verantwortlichkeit auf die sächlichsten Bestimmungen find folgende: Es müssen alle Wohnungen mit vor einigen Tagen in einer aus allen Theilen des Kreises besuchten Lessiner Regierung abzuladen, deren Verhalten allerdings auch die Tageslicht erhellt und mit genügenden Vorrichtungen zur LuftVertrauensmänner- Versammlung sein Programm entwickelt und übrige Presse feige und topflos nennt, aber ebenso auch die von zuführung versehen sein. Schlafräume, die an Aftermiether oder seither in mehreren Versammlungen der Gegner mit Erfolg in die Berit aus gegebenen Anordnungen qualifizirt. Von geschichtlichem Ginlogiver abgegeben oder an Dienstboten, Arbeiter und GewerbeDisfuffion eingegriffen. Augenblicklich rüsten sich die Genossen im Intereffe ift, was ganzen Land zur großen Flugblattverbreitung, die über Winterthurer Landbote" erzählt. aus diesem Anlasse der demokratische gehilfen des Haushaltungsvorstandes überwiesen werden, müssen für Sie Pfingstfeiertage stattfinden soll. Unsere Gegner erkennen die Bürich der Nusse Netfchajeff wegen angeblichen Mordes erzählt. Im Jahre 1872 war in jedes Kind unter 15 Jahren mindestens 5 Kubikmeter und für jede Rührigkeit der sozialistischen Wahltomitees offen an und verhehlen Bürich verhaftet worden. Bom Bundesrath Dubs in Bern fam eine ziehung auf diese lettere Bestimmung kann die Behörde für: der Russe Retschajeff wegen angeblichen Mordes in ältere Person mindestens 10 Kubikmeter Luftraum haben. In Be sich nicht, daß wir mit den besten Aussichten in den Wahlkampf Depesche nach der anderen an die Züricher Regierung, den Netschajeff Wohnungspflege allerdings Ausnahmen gestatten. Wenn sich aus ziehen. Reichstags Kandidaturen. an Rußland auszuliefern, was dann auch trotz öffentlicher Proteste dem Zusammenwohnen mehrerer Familien in einer nur für eine leider geschah. Als bald darauf Dubs aus dem Bundesrath aus- Familie eingerichteten Wohnung fanitäre oder sittliche Mißstände; Aufgestellt wurde im Wahlkreise sto nis- Tuchel Schlochan trat und im Züricher Kantonsrath die Auslieferung behandelt wurde, ergeben, kann die Behörde eine bauliche Trennung anordnen. bon den Konservativen und vereinigten Liberalen den Korrigenden verurtheilte er entschieden die Haltung der Züricher Regierung, da Der Vermiether muß für genügende mit Dunstabzug verAnstaltsdirektor Grefebert. Dieser ist nun Kandidat aller sie hätte wiffen müssen, wie solches( die Depeschen des Bundes- sehene luftbare Aborte forgen. deutschen Parteien". Als gemeinsamer liberaler" Kandidat für raths) gemeint sei". Darauf läuft auch die Stritit der Bür. Post" Räume und für Einlogirer, die nach Geschlechtern räumlich Für Aftermtether werden eigene Königsberg Land ist Gutsbesiger nis chews ti proflamirt. hinaus, daß die Tessiner Regierung den ihr von Bern zu zu trennen sind, mindestens eigene Betten vorgeschrieben. Alles das -Im Wahlkreis Sensburg- Ortelsburg hat die masurische gegangenen Befehl mildern konnte, denn kein Stanton braucht sind in die jetzt bestehenden Verhältnisse ziemlich tief einschneidende Boltspartei den Droguenhändler Lewandowsky- Gnesen aufgestellt. Schimpfliches zu thun. Es hätte die Gewaltigen in Tessin ge- Bestimmungen, die aber gerade darin ganz außerordentlich nöthig Fürdie Polen kandidiren in Stu huu- Marienwerder Ritter- ehrt und wäre ihnen wohl angestanden, ihnen, den Revolutionären waren. Eduard guts- Besizer Wunderbareriveise hat die Bürgerschaft es über sich von Donimirsti junior und für von gestern. Haustnechtsmäßig verrichteten sie, was vermocht, in das Gesetz die Löbau Rosenberg. Bestimmung aufzunehmen, Doktor Nzepnikowski aus Löbau. ihnen geboten worden." daß die erforderlichen baulichen Veränderungen genau nach Für die Deutschen kandidirt in Gräz Kosten Neutomischel Daß sehr übereilt gehandelt worden, beweist auch die sofortige Vorschrift der Behörde und ohne jedwede Entschädigung der Rittergutsbefizer Jakobi. Aufgestellt wurden ferner im Mans- Verhaftung von Vergagini und Genossen, die nun alle bis auf einen Grundeigenthümer von diesen ausgeführt werden müssen. Die Be felder Kreise von der freisinnigen Boltspartei Prof. Dr. Nitter- wieder freigelassen werden mußten. Luckenwalde; in Stendal von der freisinnigen Volkspartei hörde, die zur Kontrolle des Gesetzes geschaffen ist, besteht aus zwei Syndikus Fischbeck Berlin; in M. Gladbach von den Liberalen macht sich nicht nur in der Presse, sondern auch in Protest biefem Zwecke getheilt ist. Jeder Kreis zerfällt in eine Anzahl Die tiefgehende Erregung weitester Kreise des Schweizervoltes Senatoren und den Vorstehern der drei Kreise, in die die Stadt zu Rommerzienrath Görtz; in Bonn Rheinbach von den Versammlungen Luft, womit St. Gallen voranging, Zürich, Pflegebezirke, für die je ein Wohnungspfleger gewählt wird. Sämmtnationalen" Barteien der Fabrikant Soenneden; in Stuttgart Bern und andere Orte folgen werden. Die Solidarität der liche Aemter sind unbesoldete Ehrenämter, und die Wahl zu den von der deutschen Partei der Professor Gießler. organisirten Arbeiter in der Schweiz mit den armen Italienern selben wird von der Bürgerschaft vollzogen. Nach Ablauf von fünf Der deutsch- soziale Reformverein in Görlig- Rauban hat zeigte sich auch in den angestrengtesten Bemühungen und großen Jahren soll das Gesetz einer Revision unterzogen werden. beschlossen, von einer Sonderkandidatur abzusehen und überläßt es Geldopfern, die aufgewendet wurden, um die sich im Kanton Tessin den Mitgliedern der Partei, für den Stadtrath Schlabitz zu stimmen, aufhaltenden Italienern in das Innere der Schweiz zu bringen, dem Ochtmersleben in der Provinz Hannover wurden am 21. Mai Vom Koalitionsrecht der deutschen Arbeiter. In für dessen Kandidatur er mit besonderen Aufrufen eintreten wird. Das Zentrum stellt in Schlesien endgiltig nachstehende Grütlivereins und des Gewerkschaftsbundes erlassenen Aufruf zur betreffenden dem Fabril- und Handarbeiterverband angehörten. Den von den leitenden Komitees der sozialdemokratischen Partei, des bei der Firma Reinhardt und Comp. 14 Arbeiter entlassen, weil die Kandidaten auf: Regierungsbezirk Breslau: 1. Breslau- Ost und Unterstützung der armen Opfer des italienischen Gewaltregiments übrigen Verbandsmitgliedern wurde aufgegeben, bis zum 1. Juni 2. Breslau- West: Stadtverordneter Kaufmann Oczipka. 3. Breslau und endlich in der projektirten Eingabe eines Protestes an die Bundes- ihren Austritt aus der Vereinigung anzumelden. Der Nachricht war die ( Land) Neumarkt: Erbscholtiseibes. Arnold- Bischdorf. 4. Striegau- behörden. Schweidnitz: Kompromißkandidat Freiherr von Richthofen RohlDie Interpellation des Ultramontanen Ressimi im Tessiner Behauptung beigefügt, der Amtsvorsteher von Ochtmersleben habe der höhe(.). 5. Waldenburg: Rechtsanwalt und Notar Burczek- Glas. Rantonsrathe endete mit der Annahme eines Antrages auf ueber- Firma bie Mitgliederliste und auch das Verbandsstatut vorgelegt. 6. Reichenbach- Neurode: Graf Magnis Eckersdorf. 7. Glaz Dent Leiter der in Frage kommenden Organisation, dem es un Habelschwerdt: Amtsvorsteher Hartmann- Labitsch. 8. Franken- gang zur Tagesordnung mit 42 gegen 32 Stimmen. Franken- Büricher Post" nennt, geheuerlich erschien, daß ein Amtsvorsteher Listen, welche nach dem mit Recht diesen Beschluß einen stein Münsterberg: Pfarrer Langer Bärivalde. 9. Ohlau Wortlaut des Gesetzes nur zur Information der Polizeibehörden sehr mühsam ,, armseligen, errungenen bei Nimptsch- Strehlen: Pfarrer Bernice Tempelfeld. 10. Guhrau mitleidige Rücksicht den Ausschlag gab. Man wird im Bundes fofort an den Herrn Amtsvorsteher in Ochtmersleben. Bereits am dem 10. Guhrau- mitleidige Rücksicht den Ausschlag gab. Man wird im Bundes- einzusenden sind, den Arbeitgebern zugestellt haben sollte, wandte sich Steinau Wohlau: Nominirung vorbehalten. bezirk Oppeln: 11. Kreuzburg- Rosenberg: Kompromißlandibatalais nicht ſtolz darauf sein. Man schämt sich im Tessin doch 26. Mai traf die Antwort ein, die diese Angabe bestätigte. Der BeKreuzburg- Rosenberg: offenbar der Handlangerei, zu der man sich allzu freiwillig her- fcheid lautet wörtlich: Herzog v. Ujest- Slawenziz( konservativ). 12. Oppeln: Major a. D. gegeben hat." Samula Friedewalde. 13. Groß Strehliz Stofel: Erzpriester In demselben Blatte wird verlangt, um das angerichtete Unheil Kenntnißnahme, daß eine Aushändigung der Mitgliederliste an die Glowatzki- Myffofa. 14. Lubliniz- Toft- Gleiwitz: Graf Ballestrem einigermaßen wieder gut zu machen, daß der Bundesrath in Firma Reinhardt u. Comp. nicht stattgefunden hat. Ich habe jedem Im Berfolg Ihres Schreibens vom 23. d. M. zur gefälligen Blawniowig. 15. Beuthen- Tarnowitz: Rechtsanwalt Dr. Stephan om ernstliche Vorstellungen für die Freilassung Arbeitgeber, und zwar auf Weijung meiner vorgefeßten Beuthen. 16. Kattowig- Babrze: Amtsgerichtsrath Letocha- Steglit. ber armen Teufel ma cht, welche durch die eidgenössische Fahr- Behörde, welcher Einsicht in die Liste zu nehmen wünschte, 17. Bleß- Rybnik: Rechtsanwalt Faltin Groß- Strehliz. 18. ta- lässigkeit(?) in die Hände der fremden Soldateska und der Kriegs- demselben die Liste in meinem Amtslotale bor tibor: Pfarrer Frank- Berlin. 19. Leobschüß: Bauergutsbesitzer gerichte gerathen find. Man hat den Italienern Landsleute, nicht gelegt. Klose- Lowiz. 20. Neustadt: Bauergutsbesizer Strzoda- Dtsch.- Müllmen. Verbrecher, weder politische noch andere, übergeben wollen unterstützungsvereins hierselbst. Ebenso dem Vorstand des Landwehr. 21. Fallenberg= Grottau: Erbscholtiseibefizer Hubrich Roßdorf. oder tömnen. Bu fürchten brauchen wir uns wahrlich 22. Neisse: Stiftsrath Horn Neisse. Regierungsbezirk Liegnig: nicht, um fest aufzutreten; denn die thönernen Füße des italienischen halten der Mitglieder des Verbandes gegen Nichtmitglieder zum 23. Grünberg- Freistadt: Dr. Porsch- Breslau. 24. Glogau: Bauer Militärstaats hat man nicht blos in Erythräa, sondern auch in Italien guten Theil hervorgerufen. Auch glaube ich annehmen zu dürfen, gutsbesitzer Hersel- Gustentschel. 25. Liegnig- Goldberg- Haynau: Dr. felber jetzt gesehen. Und von der römischen Regierungspresse erntet baß es mir nicht schwer fallen wird, nöthigenfalls den Beweis beiBorsch Breslau. 26. Landeshut- Jauer- Boltenhain: Pfarrer Conrad die Handreichung unserer Bundesbehörden ja nicht einmal Dant." zubringen, daß Politik getrieben worden ist.; Rofitsch. 27. Görlig- Lauban: Dr. Porsch- Breslau. Im Kreise Moers- Rees will der Bund der Landwirthe für Schritt erfolglos bleibt. Wird er aber gethan werden? Das sollte in der That geschehen, selbst auf die Gefahr hin, daß der An Herrn August Breh den nationalen" Kandidaten Hern Vorster eintreten. in Hannover. Die demokratische Fraktion des Kantonsrathes Zürich beschloß Der Landwirth Dettweiler aus aubenheim, der von den letzten Montag, die züricherischen Vertreter der Bundesversammlung zu Initiative, sondern auf Weifung der vorgesezten Behörde. Hier ist Nach Angabe des Amtsvorstehers handelte er nicht auf eigene für und sich gegen die agrarischen Sonderbestrebungen erklärt hat, soll ersuchen, in der Bundesversammlung das Asylrecht, das der Bundes Aufklärung dringend nothwendig. Wie kommt die Behörde dazu, rath mit seinem Vorgehen in Tessin verlegt, energisch in Schutz zu ihr Schriftstücke Privatpersonen Den Wurzener Neuesten Na ch r." zufolge hat der der freiVerfügung zu stellen? Wir haben in Bei der Abreise der italienischen Flüchtlinge von Lugano Fälle gehabt, daß Beamte die Schlesien sinnigen Vereinigung angehörige Reichstagskandidat Bruck- Oscha wurde unter denselben ein Aufruf vertheilt, den wir hier seiner versuchten, Arbeiter aus ihrer Arbeitsstätte zu entfernen. Soll in ihrer dienstlichen Stellung in der Ueberzeugung, daß in anbetracht der politischen Lage unseres Wahlfreises in diesem eine Kandidatur der freifinnigen Volkspartei charakteristischen Einfachheit wegen und weil er eine Idee von jetzt diese Pragis im großen betrieben werden? Fühlen sich zwedentsprechender sei", seine Kandidatur zurückgezogen. An seiner den Bestrebungen dieser in ihrem Vaterland so grausam ver- denn die Behörden so sehr als Diener des Unternehmerthums, daß Stelle soll als poltsparteilicher Kandidat der Schuldirektor a. D. folgten Revolutionäre gibt, wörtlich wiedergeben: für sie jeder Wunsch eines hochmüthigen arbeiterfeindlichen Prozen und Schriftsteller Gust. W. Schmidt in Dresden- Blauen aufgestellt In dem Augenblicke, da Ihr von hier nach den Kantonen der Befehl ist? In die Mitgliederlisten der Vereine hat keine PrivatJnnerschweiz abfahrt, fühlen wir uns verpflichtet, an Euch die leb- person Einsicht zu nehmen, geschieht dies dennoch, so überschreitet die Die nationalliberalen Wähler werden an einzelnen hafte Mahnung zu richten, niemals die Geschicke unseres Vater- Behörde ihre Befugniß. Orten gegen ihre Führer rebellisch; nicht überall wollen sie sich mit landes zu vergessen. Ihr werdet in der Schweiz fest begründete München, 27. Mai. Die Kammer der Abgeordneten Haut und Haaren den Bündlern ergeben. So haben die Wähler und jegensreiche Einrichtungen vorfinden, die in unserer Heimath als lehnte mit 77 gegen 70 Stimmen endgiltig die von der Regierung des bayerischen Wahlkreises Kronach Lichtenfels gegen den utopien gelten: das Referendum, das allgemeine Wahlrecht, die Volts- vorgeschlagene und von der Kammer der Reichsräthe bereits ge9 M auch von den Freisinnigen unterstützt werden. werden. 9 nehmen. Die Das Vorgehen der Firma Reinhardt y. Comp. ist durch das Veramtlich anvertraute hterschrift. gur nehmigte Gehaltsaufbefferung der Geistlichkeit ab. 1 Gegen die Erhöhung stimmten das Zentrum und der Bauernbund, dafür die Liberalen und die Konservativen. Desterreich- Ungarn. Budapest, 27. Mai. Die Session der Delegationen ist heute geschlossen worden. Im wesentlichen ist der Regierung alles bewilligt worden, was sie gefordert hat. Schweiz. Bern, 27. Mai. Der Bundesrath hat den intellektuellen Urheber und Leiter des Zuges der italienischen Arbeiter von Lausanne an die italienische Grenze, einen Anarchisten namens Peduzzi, aus gewiesen. Arbeitszeit der Bundesräthe. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Krieg. er Die dort Seinen lich einen Sonntag um den andern verrichtet, während ein Kamerad seinen gefeßlichen" Ruhetag hat. Die 11-12stündige Grubenarbeit an den Wochentagen erfordert natürlich den ununterbrochenen BeAchtung, Maurer! Ju Nr. 121 des Vorwärts" steht unter trieb der Kompressionsmaschinen, die zur Grubenbewetterung dienen; Gewertschaftliches" ein Aufruf von der" lokalorganisirten Lohn Sonntags giebt's öfter viel Reparaturen an den Maschinen und so kommission und den Revisoren jener Richtung unterzeichnet. In bleibt trotz des strengen Verbotes, die Maschinen während des diesem wird meine Weigerung, die Revision des öffentlichen Streit- Ganges zu ölen und zu puzen, den Wärtern nicht die gehörige Zeit, fonds betreffend, nicht den Thatsachen gemäß beleuchtet. Die Sache dies während des Stillstandes der Maschine zu thun. Eine Berverhält sich so: Als am 12. d. M. durch Beschluß einer öffentlichen fürzung der Schichtzeit würde auch hier Wandel schaffen. war, lag doch nichts näher, als daß sofort eine Revision des Kassirers Versammlung die gemeinsame Lohnkommission aufgelöst worden vorgenommen werden mußte. mir war Ein diesbezüglicher Antrag von auch schon am dritten Tage nach jener VerDie spanische Flotte ist in der Bucht von Santiago Ob auch Peduzzi den italienischen Behörden übergeben wurde, Revisors. sammlung in Händen des Kassirers und des lokalorganisirten de Cuba von amerikanischen Schiffen eingeschlossen. Versagt das oben abgedruckte offiziöse Telegramm nicht. Meinem Wunsche wurde jedoch nicht stattgegeben. muthlich ist fast die ganze amerikanische Flotte auf der Lauer an Im Gegentheil, trotzdem wir von dieser Woche ab mit neuem Sammel- der Einfahrt zu dieser Bucht. Die Neue Freie Presse" schildert die Bern, 26. Mai.( Eig. Ber.) In der Junisession der Bundes- material arbeiteten und jene Seite für sich sammelte, hielt man es Situation des spanischen Geschwaders folgendermaßen: bersammlung sollen num doch die sozialpolitischen Vorlagen nicht für nothwendig, wenn auch keine sofortige Revision, so doch Bucht bildet ein herrliches weites Bassin, das durch enge betreffend die Kranken- und Unfallversicherung, die mindestens auf dem schnellsten Wege eine Feststellung der noch vor- Kanäle mit dem offenen Meere in Verbindung steht. Es der Angestellten der Transport- handenen Marken durch die Nevisoren vorzunehmen. Die Marken ist jetzt nun zweifellos, daß Cervera sich wegen Kohlens anstalten und das Verbot der Phosphor- 38ünd- wurden ruhig weiter an die lokalistischen Beitragsammler verausgabt. mangels nach Santiago begeben hat, hölzchen zur Behandlung gelangen, desgleichen auch die Einer nochmaligen Aufforderung von mir, betreffend die Vornahme wahrscheinlich so lange bleiben wird, bis ihm durch das Einbeiden Anträge der sozialpolitischen Gruppe des Nationalrathes auf der Revision, wurde ebenfalls nicht stattgegeben. Im Einverständniß treffen der ersten Reserve- Eskadre unter Admiral Camara in den die Volkswahl des Bundesrathes und die Proportionalwahl des mit dem anderen Revisor, Kollege Behrend, hatten wir nun den westindischen Gewässern die Möglichkeit geboten wird, den Kampf Nationalrathes. Ferner sind noch zu erwähnen die Punkte: Rechts- Kassirer beauftragt, zum 25. 6. M. sämmtliches Material zur Stelle zu mit Streitkräften aufzunehmen, die den amerikanischen gewachsen einheit, Lohnzahlung und Freigabe des Sonnabend Nachmittag und schaffen, was aber nicht ausgeführt wurde. Zu meinem Bedauern sagte sind. Da aber Admiral Camara kaum vor Mitte Juni bei Santiago die Motionen betreffend Bundesbank sowie Erhöhung der Gehälter mir Behrend:„ Die Beitragsammler habe ich mit dem Kollegen Richter de Cuba anlangen kann, so fragt es sich, ob Cervera sich so lange fönnen. der genannten Bucht aufhalten wird ( welcher nachträglich von der lokalen Richtung als Revisor gewählt wurde) in Hier wurde am Sonntag in der Nachwahl für den zweimal ge- am 28. d. M. revidirt". Die Markenanzahl, welche sich noch in Händen der Schiffen ist der Proviant schon auf der Herreise ausgegangen, denn Siebenmann, internationaler Buchdruckersekretär, mit 1025 legte der Kassirer vor. Ich verlangte nun vom Kassirer, daß er uns Die Versorgung Santiagos mit Lebensmitteln ist aber mit Schwieriggegen 653 freifinnige Stimmen in den Kantonsrath ge- das Geld und die Belege bis zum 25. d. M. vorlegen sollte, da es feiten verbunden, da diese Stadt weder durch eine Bahn noch durch mir nicht möglich sei, eine Revision zu unterschreiben, wenn 14 Tage Fahrstraßen mit dem Innern der Insel verbunden ist. selbst scheint scheint übrigens Genf, 26. Mai.( Eig. Ber.) Am letzten Sonntag wurde bei nach dem Schlußtermin verstrichen und das Markenmaterial, das Kuba auch fein Ueberfluß an den Stadtraths-( Magistrats)-Wahlen auf der sozialistisch- radikalen noch in Händen der Beitragsammler sei, gar nicht von mir gesehen Nahrungsmitteln zu herrschen, sonst hätte Marschall Blanco Liste der Genosse Jules Renaud, der bisher Stadtverordneter worden ist. Der Kassirer stellte uns anheim, aus seinem Tagebuch nicht ein Dekret veröffentlicht, durch welches die zollfreie war, in den Stadtrath gewählt. Mit ihm zieht der erste Sozial die Einnahmen vom 12. Mai bis dato festzustellen. Unter diesen Einfuhr aller Art von Proviant in alle Häfen der Insel gestattet demokrat in diese Behörde ein. Umständen erschien mir eine derartige Revision unannehmbar. wird. In der Bucht von Santiago kann Cervera's Situation bald Afien. Hätte ich sie ausgeführt, wäre es als eine grobe Verlegung des durch unhaltbar werden, er müßte alles auf eine Karte setzen und den meine Wahl in mich gesetzten Vertrauens gewesen. Ich verweigere Durchbruch durch die amerikanische Flotte versuchen. Bei Nacht und Ans Yokohama melden die" Times", die japanische Regierung deshalb die Revision der Abrechnung so lange, bis man mir, an stelle Nebel könnte ihm dies mit Hilfe seiner Torpedoboote gelingen. habe im Parlament die Erklärung abgegeben, ihre Politit in Ost- der Buchführung des Kassirers die noch vorhandenen Marken, Geld Andernfalls würde es zu einem Kampfe kommen, dessen Ausgang aften werde auf die Erhaltung der Integrität des chine- und Beläge zur Prüfung vorlegt. Nun wurde ich öffentlich im kaum zweifelhaft wäre. Es könnte sich übrigens auch ereignen, daß fischen Reiches gerichtet sein. Es seien Gesezentwürfe ein" Vorwärts" zur Revision am 27. b. M. aufgefordert, mit der Drohung, die Amerikaner die Geduld verlieren, die Einfahrt in die Bucht von gebracht worden, durch welche das Wahlrecht bedeutend ausgedehnt baß, falls ich nicht erscheinen sollte, die Stevision ohne mich aus- Santiago foreiren, um die Flotte Cervera's aufzusuchen und zu verwerde und neue Steuern in beträchtlicher Höhe eingeführt geführt und die Abrechnung den Kollegen im Druck vorgelegt werden nichten. Es wäre dies kein leichtes Unternehmen, da man doch annehmen werden. Ferner sei angekündigt worden, daß wahrscheinlich binnen solle. Ich lehne auch diese Revision ab und zwar so lange, bis mir muß, daß die Spanier den Kanal mit Torpedos gesperrt und die Ruinen zweier Jahre eine äußere Anleihe aufgenommen werde. ein vollständiger Einblick in die Kaffenverhältnisse gewährt wird. des Castells de Moro und die Küstenbatterie derartig in stand geſetzt Sollte trotzdem auch ohne mich die Revision vorgenommen und die haben, um einen erfolgreichen Widerstand leisten zu können. Selbst Parlamentarisches. Abrechnung in Druck gegeben werden, so protestire ich an dieser wenn es der amerikanischen Flotte gelingen sollte, die Passage zu Stelle gegen eine derartige Machination. Der Revisor der forciren, so würde sie aber durch den Kampf erschüttert und gezentralen Richtung: Adolf Winzler, Kopisch str. schwächt im Innern der Bucht anlangen und dort die noch intakte Escadre Cervera's vorfinden. So leicht, wie bei Cavite, würde also Deutsches Reich. der Sieg bei Santiago de Cuba kauni werden. In Pariser militärischen Kreisen hält man es nicht für uns möglich, daß Admiral Cervera feine Einschließung in die Bai bon Santiago gewollt habe. Er halte dadurch das amerikanische Geschwader von der Blockade zurück und gewinne Zeit, das Eintreffen des spanischen Reservegeschwaders von Cadiz abzuwarten. Außerdem würde durch das lange Hinschleppen der Operationen die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten gegen die amerikanische Regierung aufgereizt. wählt. Der Bundesrath hat in seiner gestrigen Sitzung folgenden Vorlagen die Zustimmung ertheilt: betr. Abänderungen und Ergänzungen des amtlichen Waarenverzeichnisses zum Zolltarif und Vorschriften für die Zollabfertigung von Mineralölen; betr. AbLohnbewegungen der Bauhandwerker. Der Stand des Maureränderung der Bestimmungen über den Verkehr mit Sprengstoffen; betr. streits in Pirna ist bis zur Stunde unverändert. Am Montag die Ausprägung von Kronen und betr. die weitere Umprägung von Abend hielten die Unternehmer eine Versammlung ab. Es wurde filbernen Zwanzigpfennigstücken; ebenso dem Entwurf einer Geschäfts- beschlossen: 1. in Birna und Copiz einen Höchstlohn bis 36 Pf., ordnung für den Börsenausschuß, und dem Antrag betr. den zollfreien Heidenau, Mügeln 2c. bis 38 Pf. pro Stunde zu zahlen; 2. an der Einlaß der von der land- und Forstwirthschaftlichen Jubiläums- Aus- in den verschiedenen Orten bisher bestandenen Arbeitszeit festzustellung in Wien zurückgelangenden Güter. Ueber die Vorlage vom halten. Ferner drohen die Unternehmer mit Aussperrung aller in 17. Mai, betreffend die Ertheilung der Erlaubniß zur Beförderung Birna arbeitenden Maurer, wenn die Ausständigen sich den Bevon Auswanderern nach Großbritannien an einen Unternehmer in suchten Versammlung beschlossen, an den gestellten Forderungen schlüssen nicht fügen. Die Streifenden haben in einer zahlreich be= Bremen, wurde Beschluß gefaßt. Die Beschlüsse des Landesausschusses zu der allgemeinen Rechnung über den Landeshaushalt festzuhalten und auszuharren. von Elsaß Lothringen für 1893/94 wurden den zuständigen Ausschüssen überwiesen und über eine Reihe von Eingaben Beschluß gefaßt. Partei- Nachrichten. Die ,, Sächsische Arbeiter- Zeitung" wird am 1. Juli tegtlich erweitert. Es soll ein täglicher Unterhaltungstheil eingerichtet, ferner eine besondere wissenschaftliche Beilage und monatlich einmal eine Beilage für die Jugend gegeben werden. An stelle der„ Neuen Welt" In Bremerhaven ist ein partieller Streit der Maurer aus gebrochen, der einen größeren Umfang annehmen kann, wenn nicht von den Unternehmern ein Entgegenkommen gezeigt wird. Der Ausstand der Ziegler in Luckenwalde ist beendet, nachdem auch die letzte Firma eine Lohnerhöhung von 10 pCt. bewilligt hat. Differenzen ausgebrochen. Zuzug von Bierbrauern und Schlossern In den Brauereien und Bauschlossereien Mannheims sind ist strengstens fernzuhalten. Ausland. = Auf schall Blanco ihre letzten Befehle nach Habana mitgetheilt. Man Der spanische Kriegs- und der Marineminister haben dem Marglaubt, daß Marschall Blanco dieselben noch erhalten wird, da man versichert, daß in kürzester Zeit das Kabel durchschnitten werden wird. Von dem im Alten Bahama Kanal stationirten Depeschenboot des New York Herald" wird an dies Blatt gemeldet, daß die nach Cienfuegos führenden Kabel, bei deren Durchschneidung, die Amerikaner mehrere Mann verloren hatten, von den Spaniern mition für die Insurgenten auf Kuba zu landen, eine Bestätigung wiederhergestellt seien. Angeblich soll es den Amerikanern gelungen sein, 30 000 Pfund wird die frithere Sonntagsbeilage des Dresdener Barteiblattes, die habent gemeinsam beſchloſſen, nicht eher die Arbeit wieder auf- elig Regieri Die Junsbrucker Bauarbeiter, deutsche wie italienische, " Briſengericht die spanischen Schiffe Engracia";" Tres Hermanas" Nach einer Depesche der„ Evening Post" aus Keh West hat das Cuatro Setiembre"." Antonhoypacio"," Lola"," Fernandito" und Mascota" für rechtmäßige Prisen erklärt. dieser unwahrscheinlich klingenden Meldung steht noch aus. Von amerikanischer Seite liegen noch die folgenden den Titel trägt:„ Nach der Arbeit", wieder eingeführt. Die„ Neue zunehmen, als bis folgende Forderungen erfüllt sind: Einführung Bemühen, die für die Expedition nach den Philippinen erforderlichen Die Regierung stößt fortdauernd auf Schwierigkeiten bei dem Welt" foll den Abonnenten, die sie beizubehalten wünschen, was eines Minimallohnes von 1 fl. 50 fr. per Tag. Einführung der hoffentlich bei recht vielen der Fall ist, gegen 10 Bf. monatlichen zehnstündigen Arbeitszeit in der Weise, daß die Arbeitszeit zwar wie Schiffe zu miethen. Sie bedarf noch 15 Transportschiffe und sechs Extrabeitrag geliefert werden. Der Abonnementspreis der Zeitung bisher von 6 1hr früh bis 6 Uhr abends zu dauern hat, jedoch die Schiffe zur Beförderung der Kohlen. bleibt der bisherige. Hoffentlich ist es unseren Dresdener Partei- Mittagspause anderthalb Stunden betragen soll mit Beibehaltung genoffen gelungen, einen recht erfahrenen Pädagogen der Frühſtüids- und Vesperpauſe von je einer Viertelſtunde. Abfür die Redaktion der Jugendbeilage zu gewinnen. schaffung der Affordarbeit. Lohnauszahlung an jedem Sonnabend. Regelung der Kündigungsfrist. Anerkennung der Vertrauensmänner der Organisation und Freigabe des ersten Mai. Der Ausstand ist nun ein allgemeiner und umfaßt jetzt 2200 Mann. Der Maurerstreit in Gent soll, der Voss. Stg." zufolge, mit einer vollständigen Niederlage der Arbeiter geendet haben. In Ancona( Italien) streiken die Hafenarbeiter, weil man ihnen den Lohn herabsehen wollte. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Boziales. " " Gegenüber den von allen Seiten gemeldeten schweren Fällen von Gehorsamsverweigerung der einberufenen Mannschaften hat der oberfominandirende General Miles für gut befunden, ein warnendes Beispiel festzustellen. Danach wurden gestern auf seinen Befehl in Chicamanga sechs Soldaten, welche sich an einer schweren Miß handlung des Bataillonchefs betheiligt hatten, triegsrechtlich erschossen. Außerdem sollen in den verschiedenen Truppentheilen bereits an achtzig Soldaten zu langjährigen Freiheitsstrafen verurtheilt worden sein. Aus spanischer Quelle wird gemeldet: Amtlicher Nachricht zufolge hat der spanische Marineminister den Befehl gegeben, die Feuer in den Leuchtthürmen der Kriegshäfen Ferrol, Cadiz, Cartagena und Mahon, sowie die Leuchtfeuer an der Küste in der Nachbarschaft der genannten Häfen auszulöschen. Der Marineminister hat angeordnet, daß nur diejenigen Schiffe als Hilfskreuzer armirt werden sollen, welche 1000 Tonnen Inhalt und 22 Knoten Schnelligkeit haben. - Redakteur Otto Friedrich in Lübed ist am gestrigen Tage aus dem Gefängniß entlassen worden, wo er wegen mehrerer Breßvergehen eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr 6 Wochen zu ver büßen hatte. Die lange Haft war für ihn um so härter, als er sich nicht literarisch beschäftigen durfte, sondern Kaffeebohnen auslesen mußte, auch die Lektüre von Zeitungen nicht gestattet bekam. Um so erfreulicher ist es, daß er trotz dieser Behandlung körperlich Die Kohlengrubenarbeiter in Schottland sind ebenfalls in und geistig gesund geblieben ist. Möge ihm feine eine Lohnbewegung eingetreten und scheint sich diese nach England träftige Natur helfen, auch die Nachwehen des Kerkerlebens fortzupflanzen. Der Ausstand in den Anthracitfohlenbezirken von zu überwinden! Swansea und Neath ist nach einer Dauer von 16 Wochen jetzt bei- Bir theilten seinerzeit mit, daß in der gelegt. Die Arbeitgeber haben einen Zusatz von 2 d. auf die freien" Stadt Lübec gefangene Redakteure nicht besser Tonne und auch eine Erhöhung der gleitenden Lohnabstufung um behandelt würden als pig buben und Schwindler. Jn 10 pet. gewährt. zwischen hat der Bundesrath Grundsäße über den Vollzug von Freiheitsstrafen aufgestellt, wonach bei der Beschäftigung von„ Gefängnißsträflingen" auf den Bildungsgrad und die Berufs= „ Daily Mail" versichert, ein englisches Konsortium habe der verhältnisse Rücksicht genommen werden soll. Daß Kaffee- lehrlingen an Sonntagen finden so schreibt die Neue Berliner spanischen Regierung 20 Millionen Mark für die Konzession der Zur Feststellung der Beschäftigung von Handlungs. Lesen und Wergzupfen mit letzterer Arbeit wird, Korrespondenz" zur Zeit allsonntäglich Revisionen der spanischen Nordbahn angeboten. wie der„ Lübecker Volksbote" berichtete, dessen Redakteur Fein Komptoire der Fabriken, Großkaufleute u. f. w. statt. Die Polizei Kaum ausgeflict, fracht das Ministerium Sagasta beschäftigt unter allen Umständen keine Beschäftigung ist, will sich davon überzeugen, ob die Unternehmer die Lehrlinge während wieder in den Nähten. Gamazo's Einfluß macht sich bereits be die dent Bildungsgrade und den Berufsverhältnissen der der vorgeschriebenen Stunden der gesetzlichen Sonntagsruhe be- merkbar. Der neue Ackerbau- und Handelsminister ist mit Angehörigen der Presse entspricht, versteht sich von selbst. Als schäftigen. Hierbei hat sich nun herausgestellt, daß die Lehrherren dem Finanzminister Puigcerver in Konflikt gerathen. Er will Abg. Auer am 81. Januar und 1. Februar im Reichstage die es den jungen Leuten vielfach freigestellt hatten, wann sie ihre die von ihm schon seit Jahren befürwortete Rentensteuer, schmachvolle Behandlung der Redakteure Friedrich und Fein zur fünfftündige Beschäftigungszeit abmachen wollen. Ein derartiges Ver- deren entschiedener Gegner Puigcerver ist. Wenn es zur Entscheis Sprache brachte, hat sich begreiflicherweise weder das Bundesraths- fahren ist aber gefezwidrig, da die Stunden, an denen an Sonn- und dung kommt, wird Sagasta seinen Finanzminister wohl opfern mitglied der Hansestädte noch der liberale Reichstags- Abgeordnete stattfinden darf, gesetzlich festgelegt sind. Wohl darf sich jeder Lehrling Feiertagen eine Beschäftigung der Lehrlinge des Handelsgewerbes nicht müssen. Einer Madrider Blättermeldung zufolge hat Gamazo erklärt, für Lübeck dazu verstehen können, diese Art des Strafvollzugs zu zu jeder Zeit im Komptoir aufhalten und privatim beschäftigen, seine daß er seinerseits der Regierung keine Schwierigkeiten bereiten vertheidigen. Dennoch scheint in Lübeck jene Art der Behandlung Arbeitskraft darf aber außer der gesetzlichen Zeit nicht im Geschäft werde. Er behalte sich vor, auf die Diskussion bezüglich gefangener Redakteure nach wie vor im Schwange zu sein. offiziell in Anspruch genommen werden. der Einkommensteuer und anderer Gesegesvorschläge in einem besser Der bisherige Reichstags Abgeordnete für den Kreis Der Vorwärts" hat seinerzeit, bei Besprechung, einer Betition gewählten Augenblick zurückkommen. Weiter wird gemeldet, wenn der Dresden Land, unser alter Parteigenosse Georg Horn, der Erfurter Handelstammer, schon darauf hingewiesen, daß der Finanzminister den Wunsch seiner Demission ausgedrückt habe, so sei verbüßt seit 25. Oftober v. J. in dem Landesgefängniß in einzig fichere Weg, den Handlungslehrlingen die gesetzliche bie Sache mit Gamazo nur ein Vorwand. 3 widau cine zehnmonatige Gefängnißstrafe, die ihm als Redakteur Sonntagsruhe zu verschaffen, der ist, die Anwesenheit der Lehrlinge bes Glasarbeiterfachblattes„ Der Fachgenoise" wegen Beleidigung in den Stomptoiren für die betreffende Zeit überhaupt zu ber. Tehke Nachrichten und Depeschen. mehrerer Glashütten- Direttoren auferlegt ist. Er fam fürzlich um bieten. Andernfalls wird der gewissenlose Theil des kaufmännischen zwei Tage Urlaub ein, damit er an einer Berufsverhandlung Unternehmerthums dem Gesetz immer ein Schnippchen zu schlagen Paris, 27. Mai.( W. T. B.) Infolge einer Zeitungspolemit gegen ein Urtheil des Dresdener Schöffengerichts theilnehmen und wissen. Daß sich der Lehrling zu jeder Zeit im Komptoir aufhalten fand heute Nachmittag ein Degenduell zwischen Rochefort und Gérault außerdem einige Familien- Angelegenheiten ordnen könne. Das dürfe, um sich privatim" zu beschäftigen, hatte die Erfurter Handels- Richard statt; ersterer wurde leicht verwundet. Gesuch ist aber abgeschlagen worden. Horn founte nicht fammer gewünscht, die Erfurter Polizei war aber auf der richtigen Bologna, 27. Mai.( W. L. B.) Der Verwaltungsrath der in der Berufungsverhandlung erscheinen und das Dresdener Fährte, als sie das nicht zulassen wollte. Leider hat, wie auch die Banca di Napoli beschloß, Favilla sowie die übrigen 15 BeLandgericht vertagte mun den Termin, damit dem An- Mittheilung der„ Neuen Berliner Korrespondenz" zeigt, die Erfurter schuldigten, unter denen sich der frühere Deputirte Cavallini befindet, geklagten Gelegenheit gegeben sei, noch ein Urlaubsgesuch, und Handelskammer recht behalten. Unterm neuesten Kurs ist das freilich wegen Unterschlagung zum Schaden der Bank dem Strafgericht zu zwar ein solches um 1 Tag und lediglich zu dem Zwecke der Bei- natürlich. Er heißt ja: Stumm- Posadowsky! überweisen. wohnung des Termins einzureichen. Nach§ 223 der Strafprozeß- Arbeiter- Risiko. Aus Zwickau i. S. wird uns geschrieben: London, 26. Mai.( W. T. B.) Etwa 150 000 Personen aller Ordnung hat der nicht auf freiem Fuße befindliche Angeklagte einen Bu einer untenntlichen Masse verstümmelt fand man am 23. Mai Gesellschaftstlaffen, darunter viele Mitglieder des Parlaments, der Anspruch auf Anwesenheit nur bei solchen Terminen, die an der früh gegen 6 Uhr auf dem Wilhelmsschacht II den Hilfs Pairschaft sowie des protestantischen und des katholischen Klerus Gerichtsstelle des Ortes abgehalten werden, wo er sich in Haft be- maschinenwärter P. Bachmann neben der Kompressions- famen heute in die Westminsterhalle, um Gladstone auf dem Parades findet. Daß von diesem Paragraphen in dem vorliegenden Falle maschine liegen. Bachmann, der Vater von 7 Kindern ist, hatte bette zu sehen. Der Sarg stand auf einem hohen Katafalt, an den Gebrauch gemacht worden ist, hat aber, wie man sieht, auch bei dem 24 Stunden Dienst gethan; vom Sonntag früh 6 Uhr an als Heizer Seiten brannten große Wachskerzen, zu Häupten war ein einfaches Dresdener Landgericht keinen Beifall gefunden. 12 Stunden, dann als Maschinenwärter noch 12 Stunden; solche Messingkreuz aufgestellt. Kein Blumenschmuck war zu sehen; das ,, Doppelschichten" werden hier auf den Werken von den Heizern gewöhn- ganze frug den Charakter strenger Einfachheit. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. bet Nr. 123. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Das häufige Vorkommen der Massenkatastrophen in den Kohlenbergwerken Ehrung der Todten Sonnabend, 28. Mai 1898. weil er dadurch mehr Arbeit hatte! Strafe von 6 Wochen Haft für geboten erachten. Da er( der Amtsanwalt) aber der Meinung sei, daß die Angeklagten nur berführt seien, so ersuche er, es bei den 15 Mark Geldstrafe zu belassen. Den Gerichtshof bilden: Amtsrichter Dr. Bornhagen( Vorsitzender), Kaufmann Wehr- Es nimmt alsdann das Wort Amtsanwalt Wiebe: Die mann( Glienicke) und Bauerngutsbefizer Wiettebasch( Bohndorf), Beweisaufnahme habe keinen Zweifel darüber gelassen, daß durch Schöffen. die Illumination eine Beunruhigung hervorgerufen wurde. wird von einem Korrespondenten der Frankfurter Zeitung" in Die Anklagebehörde vertritt Amtsanwalt Wiebe, die Ver- Es wurde durch ein Flugblatt, in dem es hieß: es gelte die Helden Beziehung auf den Ober- Bergamtsbezirk Dortmund theidigung für 121 Angeklagte führt Rechtsanwalt Dr. Herzfeld zu feiern, die vor 50 Jahren das Königthum besiegt haben", zur wie folgt erklärt: Berlin. Der 122fte, Bigarrenarbeiter witte, der der anarchisti Jllumination aufgefordert. Wenn die Angeklagten sagen: sie haben " Da die Gruben tiefer werden, muß man immer größere fchen Richtung angehört, ist erschienen und erklärt, daß er sich das Flugblatt nicht gekannt, sondern aus eigenem Antriebe Luftmengen in fie schaffen. Der Wetterstrom muß immer mehr ver- selbst vertheidigen werde. Es sei selbstDer Angeklagte Bartels be- illuminirt, so sei das einfach nicht glaubhaft. stärkt werden, so daß er in den Querschlägen zu einem wahren merit auf Befragen des Vorsitzenden: Er habe zur Ehrung verständlich, daß eine Illumination zur Feier eines Tages, Sturmwinde sich gestaltet. So wird den Arbeitern gute Luft in reicher der Todten, das heißt zur Ehre der am 18. März 1848 der in der preußischen Geschichte als Schredenstag zu Menge zugeführt und die sich entwickelnden Schlagwetter werden Gefallenen und zur Feier der Konstitution illuminirt. Er gehöre bezeichnen ſei, bei jedem monarchisch gesinnten Mann in geradezu fabelhaften Mengen aus den Gruben geworfen( aus teiner politischen Partei an, er habe aus eigenem Antriebe Beunruhigung hervorrufen müsse, die Handlung sei um so einer größeren Zeche viel mehr als eine große Gasanstalt Leuchtgas illuminirt, von einem Flugblatt, in dem zur Illumination auf- schwerer, da die Illumination vorher vom Amtsvorsteher bereitet). Was aber auf der einen Seite als eine große Wohlthat gefordert wurde, sei ihm nichts bekannt gewesen. Die anderen An- verboten worden sei. Er würde daher die höchste zulässige fich erweist, das wird zum Verderben der Bergleute, sobald ein Un- geklagten erklären fast sämmtlich, sie haben zur glüd eintritt, sei es durch eine Schlagwetter- Explosion, sei es durch einen Grubenbrand. Bei einer Schlagwetter- Explosion führt der Wetterstrom die sich infolge der Explosion entwickelnden Gase binnen und zur Ehre der Errungenschaften aus dem Jahre 1848 illuminirt. wenigen Minuten in die entferntesten Baue und bringt so den dort Das Flugblatt, in dem zur Jlumination aufgefordert wurde, haben sie Die Vertheidigungsrede. arbeitenden Leuten den Tod, während beim Brande eines Schachtes theilweise gekannt, sie haben jedoch aus eigenem Antriebe illuminirt. Wertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Hersfeld( Berlin): der Wetterstrom nicht nur das Feuer anfacht, wie der Blasebalg Wäre die für jenen Abend anberaumt gewesene Voltsversamm Jch proteftire gegen den Ausspruch des Herrn Amtsanwalts, daß die das Schmiedefeuer, sondern auch die Brandgase mit ungeheurer lung nicht verboten worden, dann hätten sie vielleicht Angeklagten nur Verführte seien. Ich behaupte, die AnSchnelligkeit in die Bane hineinreißt. Das hier angeführte hat sich nicht illuminirt. Buchdrucker Gemeiner bemerkt: Er habe geklagten haben sämmtlich in vollem Bewußtsein und im Bebei den Unglücken auf den Zechen„ Karolinen glüd" und auf illuminirt, weil er keine Zeit hatte, den Todten einen Kranz auf das wußtsein ihres verfassungsmäßigen Rechts gehandelt, als sie den 3ollern" gezeigt. Nur weil der Wetterstrom die in beiden Grab zu legen. 18. März 1848 durch eine Illumination feierten. Sollten die AnUnglüdsfällen entwickelten todtbringenden Gase schnell in die Baue Die Angeklagten, die sämmtlich nach ihrer politischen Partet geklagten deshalb bestraft werden, dann wird man führte, gestalteten die Unglücke sich so riesengroß. Wenn bei dem stellung gefragt werden(!), erklären fast alle, daß sie Sozialdemo- Bies Urtheil in feinem Kulturlande der Welt. Unglück auf Bollern" der Betriebsführer nicht, sobald er zur traten seien. Der Angeklagte Stein bemerkt: Er habe stets den verstehen. Nach 100 Jahren wird man über den heutigen Prozeß Stelle war, den Ventilator hätte ſtill ſezen lassen, würden nur 18. März gefeiert, da dieser Tag sein Namenstag sei.- Der Angeklagte noch allgemeines Erstaunen ausdrücken. Das, was 1848 wenige Mann der gesammiten 217 Mann betragenden Schicht ge- Meyer bemerkt: Er habe sich gefagt, wenn die Bürger am errungen worden ist, ist man nach 50 Jahren bemüht, mit Hilfe des rettet worden sein. So kann eine Einrichtung, die auf der Sedanstage illuminiren, dann haben die Arbeiter das groben Unfugs- Paragraphen wieder zu vernichten. Die Arbeiter einen Seite ungemein segensreich wirkt, auf der anderen Seite Recht, am 18. März zu illuminiren. Bigarrenarbeiter haben dasselbe Recht, den 18. März zu feiern, wie die staatsebenso großen Nachtheil im Gefolge haben. Es soll hier nicht Wigte bemerkt: Er habe zur Feier des 1848 erwachten Volts- erhaltenden" Parteien den Sedantag. Den Kämpfen von 1848 etwa einer Verlangsamung des Wetterstromes das Wort geredet geistes illuminirt. Meyer und Witzke erklären, daß sie An haben wir die Einheit und Freiheit Deutschlands, unsere Verfassung, werden, durchaus nicht, aber es müssen Vorsichtsmaßregeln in archisten seien. Der Angeklagte Gustav Tempel erklärt auf das allgemeine Wahlrecht, sowie überhaupt alle Volksrechte zu ver größerem Umfange angewandt werden. Daß an einem Schachte mit Befragen: Er sei Vertrauensmann der sozialdemo= danken. Im übrigen kann von einer Beunruhigung doch absolut einziehendem Wetterstrome nicht mit offenen Lampen gearbeitet tra tischen Partei für Adlershof. Einige Tage vor dem keine Rede sein. Beunruhigt haben sich nur einige werden darf, wie es auf Bollern geschah, ist flar. Das ganze Un- 18. März habe eine Versammlung mit großer Mehrpolitische Gegner glück ist auf den Gebrauch eines offenen Lichtes am Schachte zurück- heit beschlossen: am Abend des 18. März zu illuminiren. gefühlt. Politische Gefühle tönnen aber nach einer Entscheidung des zuführen. Hier hat die Berginspektion einzuschreiten. Sie Er habe die Einladung zur Versammlung 18. März, Reichsgerichts feinen besonderen Schutz beanspruchen. Wie einer wird das um so sicherer thun, wenn Vertreter aus dem die jedoch verboten wurde, drucken lassen und habe deshalb gleich der Beugen befundet hat, sagte ein Pastor in Alt- Glienice: Arbeiterstande ihr zur Seite stehen. Der Minister hat ver- zeitig die Aufforderung zur Illumination drucken und vertheilen Der 18. März sei ein Tag der Trauer, an dem das blanke sprochen, das durchzuführen. Möge er eilen, bevor ein lassen. Arbeiter a pereit bemerkt: Er habe schon mehrfach, so Schild des Königthums bejubelt worden sei. Als ich dies neues Unglück uns erschüttert." unter anderem, als das Sozialistengeset nicht mehr erneuert wurde, hörte, fühlte ich mich auch in meinen Gefühlen verlegt. illuminirt.- Arbeiter Fiedler bemerkt: Er habe nicht blos zur Allein im politischen Kampf muß man sich derartige Dinge Ehre der Märzgefallenen, sondern auch zur Ehre des an jenem Tage aus dem Gefängniß zu Charlottenburg entlassenen Wilhelm Liebknecht illuminirt. " Die Angst wegen der Miethezahlung. = schon gefallen lassen. Wenn jede politische Bethätigung bestraft werden sollte, die den Gegner beunruhigt, dann hörte das politische Leben auf! Für politische Gefühle giebt es keinen Schutz. Das Flugblatt, das übrigens nur eine historische Thatsache enthält, steht nicht zur Anklage, sondern lediglich die Illumination. Der Vertheidiger führt sodann aus, daß in rechtlicher Beziehung 1½ Fuß hoch brennen... Weshalb find derartige Lampen Hausbesitzerin töfide habe gesagt:„ Miethe tönnen sie nicht verzichten auf's Wort. Das Urtheil. Die Deutsche Berg: und Hüttenarbeiter- Zeitung" schreibt über das Unglück auf 8 e che" 8ollern": " Der Brand ist entstanden in der Bremstammer eines Aufbruchs oder sogenannten Stapels, der ungefähr 6 Meter vom Schacht entfernt war und den Zweck hatte, die Kohlen von der vierten nach der dritten Sohle zu fördern. Die Maschine resp. Bremse wird bedient von einem Bremser, der sich, wenn er die Maschine schmiert, Es werden alsdann die Beugen vernommen. Gendarm Grundeiner sogenannten& adellampe bedient. Die Facellampe ist mann bekundet: Hausbesizer Lehmann zu Adlershof habe alle Thatbestandsmerkmale des groben Unfugs fehlen und beantragt bon größerer Konstruktion als die gewöhnlichen offenen sich über die Illumination geärgert und gesagt:„ Miethe die Freisprechung aller Angeklagten, sowie die Erstattung der den Lampen und wird mit Benzin oder Del gefüllt. Um tönnen die Leute nicht bezahlen, aber illuminiren - Die Angeklagten gut sehen zu fönnen, läßt man die Lampe meist über fönnen fie".() Amtsbiener Schmidt belundet: Die Angeklagten erwachsenen Vertheidigungskosten. noch im Gebrauch? Ueber Tage wird selbst das Rauchen bezahlen, Geld um Lichte für Illuminationszwecke zu kaufen Nach etwa 134 ftündiger Berathung des Gerichtshofes verkündet streng verboten, in der Erde, wo die Gefahr eine größere ist, läßt haben sie aber." Der Hausbesizer Lehmann habe gesagt:" Drei man noch junge Leute mit einer solchen Lampe herum- Monate Miethe schuldig, aber Geld zur Illumination haben sie." der Vorsitzende, Amtsrichter Dr. Bornhagen folgendes Urtheil: Der hantiren!... Borsichtig ist man kaum gewesen, das beweist auch, Bors.: Können Sie noch weitere Thatsachen angeben, daß Gerichtshof ist der Entscheidung des Reichsgerichts im 19. Bande daß in den Strecken nur durch die Hize zentnerschwere fich Leute über die Illumination geärgert haben? 8euge: beigetreten. Der Gerichtshof hält auch eine Illumination an sich Steinblöcke in den Querschlägen aus der Firste brachen, die Einzelne Thatsachen kann ich nicht angeben, das Aerger- für feinen groben Unfug, er ist aber der Meinung, daß es hierbei ficher auch in anderen Zeiten die Leiber der Bergarbeiterniß war so im allgemeinen. Vertheidiger Rechtsanwalt anf 8wed und Inhalt ankommt. Der Gerichtshof hat nun die bedrohten. Es muß das Hangende, besonders wo das Gestein Dr. Hersfeld: Können Sie außer den erwähnten Aeußerungen Ueberzeugung gewonnen, daß die Illumination nicht den 3wed hatte, nicht fest ist, von Beit zu Beit mit einem schweren Hammer der Hausbesitzer etwas anführen, wonach Leute an der Illumination die durch die Revolution errungenen Freiheiten und Rechte, sondern zu feiern. Gerade die untersucht werden. Dann möchten wir noch eine andere Frage auf- ergerniß genommen haben? Beuge: Das fann ich nicht die Revolution als solche Sozialdemokraten sind mit den 1848 errungenen Rechten vollständig werfen. Ist es wahr, daß die Beche Bollern" mit der Beche fagen, ich habe mir nicht alle Aeußerungen aufgeschrieben. unzufrieden. Es kann daher nicht angenommen werden, daß Germania" durch einen Gang verbunden ist? Wenn ja, bann tönnen wir nicht begreifen, wie eine solch' große Anzahl von Die beunruhigten Kriegervereinler. es den Angeklagten darauf ankam, diese Errungenschaften zu feiern. Kameraden verunglücken konnte. Uns drängt sich die Ueberzeugung Kaufmann Hansen, der alsdann als Zeuge erscheint, be- Dafür spricht auch der Inhalt des verbreiteten Flugblattes. Dies auf, daß der größte Theil der Belegschaft diese Strecke, durch die fundet: Er sei am 18. März nicht in Adlershof gewesen, müßte dem Urtheil zu grunde gelegt werden, ohwohl nicht nachsie hätten flüchten tönnen, nicht gekannt hat. habe aber von der Illumination gehört. Er sei Vorfigender gewiesen ist, daß die Angeklagten sämmtlich von dem Inhalt des Es sollte das erste sein, die Bergleute mit solchen Einrichtungen des Kriegervereins zu Adlershof und könne befunden: Die Flugblattes Kenntniß hatten. Der Gerichtshof hat daher alle Anbekannt zu machen." Mitglieder des Kriegervereins haben sämmtlich an der geklagten des groben Unfugs im Sinne des§ 360, Alinea 11, des Zum Schluß bemerkt das genannte Bergarbeiter- Fachblatt: Illumination Aergerniß genommen. Es sei das auch sehr natür Strafgesetzbuches für schuldig erachtet und auf je 15 M. GeldWir sind der Meinung, daß ohne Arbeiterkontrolleure sich lich, denn jeder monarchisch gesinnte Mann müsse an einer strafe eventuell je 3 Tage Haft erkannt, auch den Angeklagten die niemals Maffengräber verhüten laffen. Weshalb zögert man mit Illumination Aergerniß nehmen, die zur Verherrlichung einer to sten des Verfahrens auferlegt. der Bewilligung unserer Inspektionsforderung? Wir haben auf dem Revolution geschah, die sich direkt gegen unser Herrlegten Kongresse die Befürchtung ausgesprochen, daß eine weitere fcherhaus richtete. Da schon mehrfach derartige Illuminationen Verschleppung unserer, selbst von dem Herrn Minister Brefeld an- von sozialdemokratischer Seite veranstaltet waren, so habe der erfannten berechtigten Forderung neue Massengräber hervorrufen Kriegerverein den Beschluß gefaßt, dem Gefühl der BeunAus der Magistratssitzung vom Freitag. Behufs Berathung tönnte. Die Befürchtung ist eingetroffen! Es wäre ruhigung bei der Behörde Ausdruck zu geben. doch bald an der Zeit, daß die Herren Ministerialrath Freund, Angell. Lithograph Ignatius: Sind die Mitglieder des Krieger- der Frage, ob es bei der Lage der heutigen Gewerbesteuer- GeſetzKrieger- gebung Oberbergrath Lehpold und Bergassessor Pieper aus England oder vereins nicht erst aufgefordert worden, ihren Gefühlen der Be- gebung möglich sei, für den Kleinhandel eine Erleichterung herbeizu um 7 Mitgliedern gewählt. Frankreich zurückkehrten, uns Bergarbeiter zu beruhigen. unruhigung bei der Behörde Ausdruck zu geben?-Beuge: Die Ange- führen, hat der Magistrat aus seiner Mitte eine Kommission von Wir verlangen unseren Forderungen so schnell wie möglich entgegen legenheit ist allerdings zunächst im Vorstand besprochen worden. Nach- Das Magistratskollegium hat beschlossen, dem Vorstande des zu kommen. Jede weitere Zögerung bringt dem Bergmann weitere dem dieser beschlossen hatte, der Behörde von der Beunruhigung evangelisch- sozialen Kongresses auf sein Ersuchen, betreffend die BeGefahren! Deshalb erwarten wir im Namen der armen Waisen, Kenntniß zu geben, wurde dieser Beschluß der Vereinsversammder verzweifelten Wittwen, der auch durch diese in jüngster Beit so lung vorgelegt und von dieser einstimmig gebilligt. Selbst einschnell aufeinandergefolgten Katastrophen erbitterten Bergleute, daß fache Arbeiter( Namen nennen! N. d. 2.) haben Aergerniß an der uns endlich unser gutes Recht zu theil wird. Wir verlangen Durch- Illumination genommen. führung unserer ganzen Forderung: Vom Unternehmerthum unabhängige und vom Staate befoldete Hilfskontrolleure aus den Reihen der Arbeiter." Juwelier Köhler: Er habe sich durch die Illumination beunruhigt gefühlt, da er dieselbe als eine Schande für den ganzen Ort angesehen habe. Er habe es für unerhört gehalten, daß zu Ehren eines Tages illuminirt werde, an dem gegen das König thum getämpft wurde. Daran müsse feder monarchisch ge sinnte Mann Anstoß nehmen. Aus diesen Gründen habe er eine Liste angefertigt und alle gutgesinnten Bürger, die fich durch die Illumination beunruhigt fühlten, aufgefordert, 8u unterschreiben. Kommunales. theiligung des Magistrats an den am 2. und 3. Juni cr. in Berlin stattfindenden Sizungen des Kongresses zu antworten, daß das Magistratskollegium von dieser Einladung Kenntniß genommen und jedem Mitgliede freigestellt habe, an den Sizungen theilzunehmen. Pariser Weltausstellung und hat beschlossen, bie betheiligten Depu tationen, Wasserwerke, Kanalisationswerke, die Tiefbauberwaltung ( Brüdenbauten) aufzufordern, diejenigen Gegenstände, welche zur Ausstellung gelangen sollen, anzugeben, um die finanzielle Tragweite festzustellen. Tokales. Die Märzfeier in Adlershof vor dem Schöffengericht zu Köpenick. Borweg sei bemerkt, daß der agitatorische Erfolg, den die Barteigenossenschaft von dem für unsere heutigen Zustände so überaus charakteristischen Prozeß erwartet hat, insoweit mit voller Kraft Wie der Amtsvorsteher von Oppen arbeitet. Arbeiter Pfingsten. Der Proletarier fann sich selten den Ge eingetreten ist, als das Schöffengericht in Köpenick, wie es bei diesem GeAngell. Ignatius: Sind Sie nicht zur Anfertigung der muß einer Pfingstwanderung ins Gebirge gestatten und muß mit richt ja kaum anders zu erwarten war, zu einer Verurtheilung Liste von dem Amtsvorsteher aufgefordert worden? dem vorlieb nehmen, was ihm am Orte oder in nächster sämmtlicher Angeklagten gekommen ist. Der Gerichtshof 8euge: Allerdings, ich verkehre in dem Hause des Herrn Umgebung bon Natur und Kunst geboten wird. Und hat in aller Wirklichkeit die Angeklagten des groben Unfugs schuldig v. Oppen und habe mit diesem darüber gesprochen. gar in diesem Jahre sind die Tage des lieblichen Festes, ber Dichter eg mit Berth.: Welcher Partei gehören Sie an? recht nennt, heißer Tage erkannt und den auf 15 M. Geldstrafe lautenden Strafbefehl des 8euge: Ich bin wie Amtsvorstehers bestätigt. Welch' ein unschäzbares Material in national, einer bestimmten politischen Partei gehöre ich nicht an. Arbeit. Nur wenige Wochen noch, und das deutsche Volt hat darüber Kaufmann Reimers: Er habe sich als deutsch und mon- zu entscheiden, ob es sich der Knechtschaft, der Entmündigung und dieſem Urtheil für alle liegt, bie an der Beseitigung der gegen archiſch gefinnter Mann in seinen patriotischen Gefühlen durch die Entrechtung überliefern oder ob es in mannhaftem Tros seine Rechte wärtigen Polizei- und Justizmißstände arbeiten, wird aus dem nach- Illumination verlegt gefühlt. Er sei Mitglied des Adlershofer gegen den Feind im Innern vertheidigen und auch ferner selber stehenden Bericht ersichtlich. Turnvereins und könne bekunden, daß sein Gefühl von wirken will, das Heimathland wohnlicher und schöner zu machen. Uns wird über den Verlauf der Verhandlung geschrieben: Mitgliedern dieses Vereins getheilt werde. Kaufmann Lust: Da heißt es für die vorgeschrittene Arbeiterschaft, am guten Köpenick, den 27. Mai 1898. Auch er habe sich in seinen monarchischen Gefühlen durch die Illu- Werke als Vorhut mitzuwirken. In die Höfe, auf die Dachstuben Das fleine Sigungszimmer[ des] hiesigen Schöffengerichts bietet mination verlegt gefühlt, da dieser Tag ein Kampf gegen das König- und vor allem hinaus auf's Land, um durch das gesprochene und ge= einen eigenthümlichen Anblick. 122 Angeklagte sind vorgeladen thum war. Berth. Ist Ihnen bekannt, daß 1848 das all- druckte Wort dem heiligen Geist der Freiheit, Gleichheit und Brüderworden, weil sie gegen ein Strafmandat des Amtsvorstehers, Ritt- gemeine Wahlrecht gegeben wurde? Vors.: Herr Ver- lichkeit Bahn zu brechen. Näher und näher rückt die Zeit, von der meisters a. D. b. d. Oppen gerichtliche Entscheidung beantragt haben. theidiger, wir können doch nicht ein geschichtliches Gramen der Dichter, gegen die Unterdrücker und Dunkelmänner gewendet, Die Angeklagten, sämmtlich Bewohner von Adlershof, haben am hier anstellen. Bertheidiger: Ich will damit den Beweis fingt: Abend des 18. März d. J. ihre Fenster illuminirt. Sie erhielten deshalb liefern, daß wir durch den Kampf von 1848 die verfassungsmäßigen sämmtlich von dem erwähnten Amtsvorsteher ein Strafmandat über Freiheiten errungen haben. Vors.: Das sind geschichtliche Thatje 15 M., das etwa folgenden Wortlaut hat:" Sie haben am fachen, dazu bedarf es keiner Fragestellung. Angeft. Wigte: 18. März d. J. zur Verherrlichung der Erinnerung an den vor Ist dem Zeugen bekannt, daß eine Anzahl Männer, die sich an den fünfzig Jahren stattgehabten Revolutionsausbruch die Fenster Stämpfen des Jahres 1848 betheiligt haben, sich heute in hohen Ihrer zu Adlershof belegenen Wohnräume illuminirt, hierdurch Staatsstellungen befinden?- Bors.: Diese Frage lehnt eine Beunruhigung des öffentlichen Friedens herbeigeführt und der Gerichtshof ab. Kaufmann Kindler hat sich somit groben Unfug verübt." Gegen dies Strafmandat haben, wie ebenfalls durch die Jumination beunruhigt gefühlt. Die letzten bereits erwähnt, alle Betroffenen gerichtliche Entscheidung beantragt. Beugen geben fämmtlich zu, von Köhler zur Unterschrift Obwohl nur der kleinste Theil der Angeklagten erschienen ist, so aufgefordert worden zu sein. Amtsdiener Jan finden die Anwesenden nur mit Mühe in dem Kleinen Sizungssaal to wsti bemerkt unter allgemeiner Heiterkeit des Publikums: Er habe sich über die Illumination geärgert, Play. Aber kommen wird ein Pfingsten Donnernd über euer Haupt Und ein Festtag der Geringsten, Der des Hochmuths Stamm entlaubt. Diesen Tag würdig vorzubereiten ist die vornehmste Pflicht des fozialdemokratischen Proletariats und in solcher Erkenntniß rüstet es sich in dieser Woche, um gerade am Pfingstfest seinen erprobten Rämpferschaaren neue Mitstreiter zuzuführen: Ziehet aus in alle Welt! Manchem mag bei solcher ernsten und der Festtage würdigsten Arbeit wenig Zeit bleiben, des Vergnügens und der Erholung zu gedenken. Und verhältnismäßig selten sind daher diesmal die Festlichkeiten, welche von Parteigenossen veranstaltet, der Arbeiterschaft - eine Erholung und was wahrlich nicht das unwichtigste Kriegstasse neue Mittel verschaffen sollen. 0 unferer Ueber Zurückweisungen jüdischer Mädchen in dem Lehre und überfahren. Er trug Verlegungen am Kopf und an den Händen rinnen- Seminar der kgl. Augustaschule hatte sich der Zentralverein davon. Von der linken Hand wurde ihm ein Finger vollständig abWer zu Pfingsten in der Lage ist, mit Weib und Kind ein Ver- deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens beim tgl. Provinzial- gequetscht. gnügen zu besuchen, der wird den guten Zived mit der Er- schulkollegium beschwert. Dasselbe hat darauf folgenden Bescheid Furcht vor Strafe. Gestern früh wurde der 23 Jahre alte holung verbinden und zu einer Arbeiter Festlichkeit gehen. ertheilt:" Die Aufnahme eines Kindes in der kgl. Augustaschule oder Buchhalter May Sehrig in seiner Wohnung in der Köpnickerstraße Für die Parteigenossen der Rosenthaler Vorstadt nebst eines jungen Mädchens im tgl. Lehrerinnen- Seminar ist prinzipiell todt aufgefunden. Nach hinterlassenen Aufzeichnungen hat er sich Gesundbrunnen findet Sonntag zum besten des Wahlfonds ein vom von der Religion beziv. Konfession desselben vollständig unabhängig. aus Furcht vor Strafe wegen mehrfacher Unterschlagungen mit Arbeiter- Gefangverein Rothe Nelke veranstaltetes Frühkonzert in In beiden Anstalten sind daher wie bisher auch in diesem Jahre Chankali vergiftet. Marienbad, Babstr. 35/36, statt. Beginn 5 Uhr. Am zweiten Kinder, beztv. junge Damen jüdischen Glaubens aufgenommen Feiertage wird in Weimann's Volksgarten, Badstr. 56, ein von den worden. Wenn ein jüdisches Kind zurückgewiesen worden ist, so ist haft befindlichen Mann wurde eine Uhr, welche wie folgt beschrieben Das Polizeipräsidium theilt mit: Bei einem in UntersuchungsGefangvereinen Loreley und Maiglöckchen veranstaltetes Frühes entweder nicht rechtzeitig angemeldet worden, oder die Klasse, in tonzert abgehalten. Desgleichen geben die vereinten Sangesbrüder welche es eintreten wollte, hatte keinen Platz mehr. Was in der am Montag in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit, ein Früh- Versammlung des Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens fonzert. In Charlottenburg ist in Bismarckshöhe, Wilmers- über die in Rede stehende Frage mitgetheilt worden ist, beruht also dorferstraße 39, Sonntag Nachmittag 4 Uhr ein Vokal- und In- auf einem Mißverständniß." strumentalfonzert zum Besten des Reichstagswahl- Fonds. In Tegel endlich veranstaltet der Gesangverein Immergrün bei Müller, Schloßstraße 8, am Sonntag ein Frühkonzert. wird, vorgefunden: Schwarze Herren- Remontoir- Stahluhr, schwarzes Bifferblatt mit arabischen Zahlen, goldenen Zeigern, auf der Rück" Gebrüder Eppner, Berlin". Da vermuthet wird, daß die Uhr fcite W. F. in Monogramm. Nr. 12 999. mittels strafbarer Handlung in den Besitz der in Haft genommenen Vormittagsstunden von 9-1 in dem Polizei Präsidialgebäude, Person gekommen ist, so werden Rekognoszenten gebeten, sich in den Zimmer Nr. 86, auf dem Alexanderplatz einzufinden. 19 jährigen Ella Klara Golg, und der Hebamme Wittive Magarethe Dem Oberfaktor Grünenthal sowie feiner Geliebten, der Agnes Sophie Eichler geb. Schwampe ist, wie gemeldet wird, die Die Prüfung der Reichstags- Wählerlisten. Die während Anklageschrift nunmehr zugestellt worden. Neuerdings soll die Verder Zeit vom 18.- 25. d. in Berlin ausgelegt gewesenen Listen der waltung der Reichsdruckerei in der Grünenthal'schen Angelegenheit Die Leitung der Treptow- Sternwarte weist darauf hin, daß wahlberechtigten Personen für den Reichstag haben im ganzen ein- ein Gutachten erstattet haben, welches bezüglich der von ihrem ehe- für Beobachtungen des Mondes die Abendstunden der nächsten Woche gesehen 92 381 Personen. Anträge auf Berichtigung der Wahllisten maligen Oberfaktor gefälschten Tausendmark- und Hundertmarkscheine ganz besonders gut geeignet sind. sind gestellt worden in 1612 Fällen. Ein großer Theil der be- die beruhigende Erklärung abgiebt, daß die unechten Noten an ihren Fenerbericht. Donnerstag Abend 91/2 hr entstand 8ions. rechtigten Einspritche bezog sich auf die Umschreibung der bisherigen Nummerstempeln auch von jedem Laien unschwer als Falsifitate zu firchstraße 32 durch eine heruntergefallene Betroleumlampe ein in die neue Wohnung. Der bei weitem größte Theil der Einsprüche erkennen seien. Bekanntlich hat Grünenthal die gestohlenen Scheine Bimmerbrand, der aber große Ausdehnung nicht erlangte. Freitag wurde angeblich aus Gründen der gesetzlichen Bestimmungen als selbst mit Rimmern versehen, wobei er sich eines Stempels früh 10 Uhr wurde Veteranenstraße 17 ein Posten Bretter imberechtigt zurückgewiesen; so von solchen, welche sich nicht im( bei jedem Scheine zweimal hintereinander) bediente, während durch Feuer zerstört. Nachmittags 1 Uhr hatte Grüner Weg 125 Besize der bürgerlichen Ehrenrechte oder im Krankenhause befinden, bei den echten Scheinen beide Nummern gleichzeitig auf im Keller Spiritus Feuer gefangen, wobei ein Hausdiener im Gesicht die Armenunterstützung erhalten, auch solche, welche für die in den gedruckt werden, wodurch eine größere Afuratesse des und an den Händen erheblich verletzt wurde. Der Feuerwehr gelang städtischen Krankenhäusern genossene Pflege im letzten Jahre vor der Drucks sowohl, wie ein gleichmäßigerer Abstand zwischen den es in kurzer Zeit, die Gefahr zu beseitigen. Eine Stunde später Wahl mit Zahlung im Rückstande sind 2c. Nummern erzielt wird, als dies bei nacheinander erfolgten ging Louisenstraße 17 eine Partie Wäsche in Flammen auf. Arbeitergroschen! Ein kassisches Beispiel dafür, wie man den Stempelungen geschehen kann. In der Grünenthal'schen AnPatriotismus" unter dem heutigen Regime auch praktisch zu be- gelegenheit wird noch mitgetheilt: Wie Grünenthal spekulirte, geht Aus den Nachbarorten. thätigen versteht, bildet der nachstehend abgedruckte„ Erlaß", aus dem vom Justizrath Ornold im Auftrage der Reichsbank aus- Rigdorf. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gewelcher dieser Tage in der königlichen Artilleriewert gebrachten Arrestbefehl auf die dem Grünenthal gehörigen oder von macht, daß am Sonntag eine Flugblatt- Verbreitung statt zu Spandan angeschlagen wurde. Das Schriftstück lautet: demselben angeblich verschenkten Werthpapiere hervor. Es ist dies stattfindet; die Genossen wollen sich morgens 7 Uhr nach den Lokalen " In hiesiger Stadt soll ein Denkmal für den hochseligen eine lange Liste von Staats- und Industriepapieren. Die Meldung, begeben, in welchen sie das letzte Mal zur Flugblatt- Verbreitung Kaiser Wilhelm den Großen errichtet werden. Um dem Betriebs- daß seitens der Reichsbank eine Zivilflage gegen Grünenthal an- gewesen sind. Diejenigen, welche noch nicht geholfen haben, sich personal und den Arbeitern der Artilleriewerkstatt Ge- gestrengt worden sei, ist, wie wir erfahren, unzutreffend. Eine Zivil- jedoch betheiligen wollen, werden ersucht, um 6/2 Uhr bei Thomas, Tegenheit zu geben, zum Denkmal für den unvergeßlichen lage ist gegen G. nicht erforderlich, da nach seiner Verurtheilung der Restaurant, Bergstr. 102, zu erscheinen. Rege Betheiligung ist unKaiser einen Beitrag zu leisten, wird auf Antrag des Reichsbank aus dem Vermögen des Verurtheilten ein Entschädigungsbedingt nöthig. Alle Anfragen, welche die Reichstagswahl für Komitees zur Errichtung eines Kaiser Wilhelm- Denkmals" ge- betrag in der Höhe des festgestellten Schadens, sowie für alle unseren Ort betreffen, find an Klein, Restaurant, Kaiser Friedrichnehmigt, daß die Meister die ihnen von dem unterstellten weiteren noch entstehenden Schäden zusteht. straße 236, zu richten. Geldsendungen adressire man an Auguſt Personal freiwillig(!) zu diesem Zweck übergebenen Beiträge Dohrmann, Ziethenstr. 61. Das Wahlkomitee. entgegennehmen und gesammelt am 9. Juni d. J. durch den ältesten Meister an das vorerwähnte Komitee abführen. Spandau, den 16. Mai 1898. ( Unterschrift.) Major und Direktor." Die Neue Berliner Omuibus- Aktien- Gesellschaft wird vom Sonnabend, 28, d. M. ab auf zwei weiteren ihrer Linien Theilstrecken zu 5 Pf. neu einrichten. Es sind dies die Strecken Görlitzer Bahnhof Stettiner Bahnhof und Brunnenstraße- DeminerstraßenEde- Marheineckeplay. Bei der am 26. Mai in Schöneberg stattgefundenen Stadt verordnetenwahl im 4. Bezirke der 3. Abtheilung erhielt unser Genosse G. Hoffmann 99 Stimmen, der Bürgerparteiler Apotheker Porsch 112 Stimmen. Weißensee. Die Parteigenossen werden ersucht, am Sonntag an der Handzettel- Bertheilung für die Ortschaften Alt- Weißensee, Heinersdorf und Malchow theilzunehmen. Treffpunkt 1/27 Uhr bei Pfeifen- Müller. Um zahlreiches Erscheinen ersucht das Wahlkomitee. Jeder weitere Kommentar zu Vorstehendem ist überflüssig; be- beginnen. An seiner Stelle soll das neue Der Abbruch des alten Reichstagsgebäudes soll am 1. Juli Die Schöneberger Stadtverordneten- Versammlung beschloß Herrenhaus erstehen. am 26. Mai, den Magistrat zu ersuchen, baldmöglichst bei dem merit soll nur noch werden, daß es den Arbeitern der königlichen wie lange mag das neue Gebäude den vorgesehenen Zweck erfüllen? Eisenbahnminister wegen Anlegung einer Haltestelle an der KolonnenArtillerie- Werkstatt nicht einmal gestattet wird, unter sich Sanimlungen für in Roth gerathene Kollegen zc. zu veranstalten, unter den Angestellten der Schmalzsiederei und Wurstfabrit von vierten Geleises der geeignete Zeitpunkt gekommen ſei, Eine Anzahl Verhaftungen wurden in den letzten Tagen brüde vorstellig zu werden, da jezt bei Anlegung des dritten und Außerdem ganz zu geschweigen von den Sammlungen zur Erfüllung von Solidaritätspflichten und für den Wahlfonds unserer Partei. Als vor Liebheim( Ackerstr. 53) vorgenommen. Es sollen von dem Personal wurde es für wünschenswerth erachtet, daß man sich behufs Unterbedeutende Diebstähle begangen worden sein. stüßung des Blancs mit dem Brigade- Kommandeur in Verbindung wenigen Monaten unser Genosse Kunert im Reichstage die elenden Lohnverhältnisse der Staatswerkstätten- Arbeiter einer gerechten Kritik Blutvergiftung durch Zigarrenband. Der 45 Jahr alte setze, da diese Haltestelle auch für das Militär von Wichtigkeit sei. unterzog, da stellte es der Kriegsminister so hin, als wenn es auf Schaulwirth May Jordan aus der Neuenburgerstraße verletzte sich Sodann ertheilte die Versammlung zu der vom Magistrat getroffenen Erden kein größeres Vergnügen gäbe, als Staats- Werkstätten- Arbeiter am Mittwoch Morgen beim Brotschneiden den Zeigefinger der linken Wahl des Brandmeisters Georg Flöther zu Berlin zum Brandmeister ( bei 2,50 M. Tagelohn) zu sein; und vor wenigen Tagen erst wies Hand und umwickelte die an und für sich geringfügige Wunde mit von Schöneberg ihre Zustimmung. die gutgefinnte Presse auf die vielen Arbeitergroschen hin, welche einem gelben Zigarrenband. Als der Finger und dann die ganze die Sozialdemokratie zu ihrer Wahlagitation verbrauche. Jetzt aber Hand auschwoll, zog er einen Arzt zu Nathe. Aber es war schon zu bewerben sich eben diefelben„ gutgesinnten Leute" im Arbeiter- spät, denn auch die Abnahme der Hand, die gestern Morgen vor groschen, wo es gilt, ihrem Patriotismus zu fröhnen. Die Arbeiter genommen wurde, konnte ihn nicht mehr retten. Jordan erlag der schaft von Spandau hat aber schon längst ihre Klassenlage begriffen Blutvergiftung bereits gestern Nachmittag. und dürfte derartige patriotische Unternehmungen nicht allzusehr Der Mord in der Safenhaide und die Sensationspresse. unterstützen. Wollen die Sammlungspatrioten diese wahre Gesinnung Eine hiesige Beitung bringt neue Sensationsnachrichten in betreff der der Spandauer Arbeiterschaft kennen lernen, so brauchen sie sich nur Ermordung der Louise Günther und bemerkt dabei unter anderem, das Wahlresultat am 16. Juni anzusehen. daß die hiesige Kriminalpolizei mumehr der Auficht zuneige, die Gewerbegerichts- Wahlen. Die Anmeldungen zur Aufnahme Blutthat fei nicht am Fundorte der Leiche verübt worden. Dem in die Listen für die Wahl der Beisiger des Gewerbegerichts werden gegenüber sendet uns das königl. Polizeipräsidium mit dem Ersuchen Ju der Lokalliste von Groß- Lichterfelde wolle man folgende in der Zeit vom 17. bis 30. Juni d. J. in den demmächst zur Beitung über die„ Ermordung der Louise Günther" gebrachte heißt O. Bagel, früher Biesna d( statt Bismarck), Chausseeum Veröffentlichung folgende Erklärung: Die von einer hiesigen Richtigstellungen beachten: Der Wirth, welcher sein Lokal hergiebt, Beröffentlichung gelangenden Annahmestellen entgegengenommen Sensationsnachricht beruht zum großen Theil auf falschen traße 104. Vertrauensmann ist Genosse Bogheimer, Siemenswerden. Die Wahl selbst findet am 22. September d. J. statt. Mittheilungen und Erfindung. Die Kriminalpolizei hat straße 31. Eine Steigerung der Milchpreise ist zu befürchten. Die ihre Ansicht darüber, daß die That am Fundorte verübt worden, Hohen Getreide-, Kleie- und anderen Futterpreise veranlaßten die noch niemals geändert." Milchproduzenten, die angeführte Frage ins Auge zu fassen. Der Bezüglich des in Aerzen verhafteten und inzwischen wieder auforte Panto w wurden die Einwohner dieser Tage durch ein Plakat nächsten Versammlung der Milchpächter Berlins wird ein Antrag freien Fuß gesetzten achtzehnjährigen Burschen, der sich des Mordes überrascht, welches mit einem Kreuz geziert war und außerdem zwecks einheitlicher mäßiger Preiserhöhung der Milch eingebracht der Louise Günther beschuldigt hatte, liegen jetzt nähere Mittheilungen die Ueberschrift" Mit Gott für König und Vaterland" trug. Das werden. Hungersnothpreise überall! Woh! nie vorher ist den aus Hameln vor, welche die ersten Darstellungen des Falles zum Plakat war von einem angeblich„ Baterländischen Verein" angeheftet Arbeiterfrauen zur Zeit einer Wahl so gründlich flar gemacht worden, theil berichtigen. In dem Bericht aus Hameln heißt es: Der von worden und enthielt die Einladung, eine fonservative Versamm wohin die Politik der Lebensmittelvertheuerung führt, als gerade in Frankfurt a. M. gekommene, aus Berlin stammende Vergolder lung zu besuchen, in der ein Herr Strenger über die jammervollen diesen Monaten. Proletarierinnen, spornt Eure Männer an, daß sie winter in Dienst. Durch sein unitätes, unruhiges Wesen erregte streiten. Uns will aber scheinen, daß wahrhaft gläubige Gemüther Hermann Vater trat vor etwa 8 Tagen in Aerzen beim Dekonom Wahlaussichten der konservativen Partei im Kreise Niederbarnim sprechen sollte. Ueber den Geschmack läßt sich bekanntlich nicht Abgeordnete in den Reichstag senden, welche den festen Willen haben, er Verdacht bei Herrn Winter, der ihn direkt fragte, was ihn beder Hungerpolitik ein gründliches Ende zu bereiten! Sorgt dafür, drücke. Als Vater merkte, daß Winter gegen ihn Verdacht schöpfte, die sich sonst als unbändigste Stüße von Thron und Altar aufnicht sehr erbaut davon sein werden, wenn Vertreter einer Partei, daß sozialdemokratisch gewählt werde! ging er zum Gendarm Niemann, unt, wie er sagte, in den -- Achtung, Genossen von Groß- Lichterfelde. Am Sonntag, den 1. Pfingstfeiertag, findet in unserem Orte eine Flugblatt- Vers theilung statt. Zusammenkunft morgens 7 Uhr bei Bagel, Chausseestr. 104. Die wenigen Wochen vor der Wahl müssen ausgenutzt und mit allen Kräften agitirt werden. Drum alle Mann an Bord! " Der liebe Herrgott im Wahlkampf. In unserem NachbarTheater. Wer ist noch vor groben Unfugsanklagen ficher? Wegen Besitz seiner Papiere, die in Frankfurt a. M. feien, zu gelangen. Spielt, ben lieben Gott durch Hereinziehen in den Wahlkampf eines Hochs wurde ein Versammlungstheilnehmer gestern Nacht in Gendarm Riemann erkannte nach dem Signalement im Polizei- profaniren. der Kommandantenstraße verhaftet. Als die Besucher einer Wähler- Zentralblatt in Vater den Mörder des im März in der Nähe so Spandan. Die von unseren Genossen ausgelegten Wahllisten versammlung in der Berliner Ressource die Straße betraten, brachte grauenhaft ermordeten achtjährigen Mädchens und sagte ihm die sind in der Woche vom 18. bis 25. Mai von etwa 3000 Wählern einer der Anwesenden ein Hoch auf Liebknecht aus, in das die Um- Thäterschaft auf den Kopf zu. Bater gestand die Ermordung des( 22 pet. der Gesammtwählerzahl) eingesehen worden; es ergaben stehenden einstimmten. Die Polizei nahm den Mann sofort fest. achtjährigen Mädchens ein und machte auch zugleich nähere Angaben fich ca. 120 Beanstandungen der Wahlliste( d. i. 4 pct.); hieraus Voraussichtlich wird gegen ihn die bekannte Unfugsklage erhoben über die Ermordung der Louise Günther durch den Schlächter- Emil". geht hervor, wie nothwendig es ist, daß jeder Wähler sich bei Zeiten werden. Mit patriotischen Hochrufen ist es allerdings etwas anderes! Water sei mit diesem in der Hafenhaide gewesen, die Günther sei vor darum bekümmert, ob sein Name in der Wahlliste eingetragen ist. Achtung, Landwehrleute! Im Monat Juni finden wieder ihnen hergegangen. Dann habe sich der Schlächter- Emil" von Vater Noch nachträglich, nachdem die vorgeschriebene Einspruchsfrist bereits große Landwehrübungen statt. Die Familien der Einberufenen be- getrennt und sei seiner Braut, der Günther, allein nachgegangen. verstrichen ist, sind eine ganze Anzahl Mängel der Wahlliste fest= ziehen bekanntermaßen aus Reichsmitteln Unterstützungen, die im Alts Bater nach etwa 10 Minuten an die Stelle zurückgekommen sei, gestellt worden. Nathhause ausgezahlt werden. Es ist den Ehefrauen, welchen in den habe die Günther ermordet dagelegen. Daß all diese Angaben sich Schwer verunglückt ist gestern, Freitag, Nachmittag um 4 Uhr meisten Fällen noch immer der Umstand unbekannt ist, daß sie schon als erlogen erwiesen haben, ist bereits mitgetheilt. in der Friedrichstraße der Kutscher Loße von der Maschinenfabrik während der Uebungszeit ihrer Ehegatten die gedachte Unter- Neuerdings soll Vater wieder in Haft genommen sein, um auf Cyclop" in der Pantstr. 15. Loge hatte für die Wasseriverke stügung erhalten können und nicht die Rückkehr derselben abzuwarten seinen Geisteszustand beobachtet zu werden. Maschinen geliefert. Auf dem Rückwege gerieth er, als die Pferde brauchen, anzurathen, während der Uebung im Rathhause, Zimmer 17, die Unterstützungsgelder in Empfang zu Zu dem Selbstmord einer jungen Dame, fiber welche wir am unvermuthet anzogen, unter den schweren Wagen und wurde übernehmen. Der Sinn des Gesetzes bezweckt ja gerade die Unter- Dienstag berichteten, wird uns folgendes berichtigend mitgetheilt: Helene fahren. Mit mehreren Rippenbrüchen und schweren inneren Verstützung während der Uebungszeit. Die Vorlegung des Militär- Sander, ein Mädchen von 27 Jahren, war Griebenowstr. 22 wohnhaft legungen wurde er durch einen requirirten Münzel'schen Rettungspasses ist nicht erforderlich, nur die Heirath surkunde und die und seit vier Jahren mit dem Destillateur Paul Kabelich, Grünthaler- wagen nach Berlin in ein Krankenhaus gebracht. Heirathsurkunde Geburtsurkunden der Kinder sind mitzubringen. Durchstraße 68, verlobt. Das Verhältniß schien beiderseits ein sehr inniges die rechtzeitige Einziehung der Unterstützungsgelder wird nicht nur Ostern das Verhältniß, ohne irgend einen Grund anzugeben, mit den zu sein. Nach wiederholt gegebenen Gheversprechen brach K. um in recht vielen Fällen den Familien außerordentlich gedient ſein, leeren Worten:„ Es geht nicht" und ich kann nicht anders" plöglich ab. sondern es wird auch der große Andrang an der Zahlstelle nach Er ging einer Aussprache, welche die Braut wünschte, und doch wohl gestern auf eigene Füße gestellt. Es traten weder fönigliche noch -r. Das Fiala Ensemble im Zentral- Theater hat sich Ablauf der Uebung, der selbstverständlich für die Landwehrmänner auch zu verlangen hatte, aus dem Wege, und betraute seinen Bucht. Künstler als Gäste auf; die erlesene Münchener Schaar war und ihre Gattinnen große Weiterungen und Zeitverluste nach sich halter damit, der Braut zu sagen, daß er reich heirathen müsse. ganz unter sich. Es schien ferner, daß der Herr Direktor bemüht zieht, vermieden werden. In der Hoffnung, doch noch zu einer Aussprache zu gelangen, zu haben sich in einer gemeinsamen Sigung Vertreter der Grundbesiger- fichtslos, fie mit Hinauswerfen zu bedrohen. Diese Behandlung bessen Verfasser oder Verfasserin sich schüchtern hinter den bedeut In Sachen des Großschifffahrtsweges Berlin- Stettin welchem Zwed sie sich nach seiner Wohnung begab, war. so rüd- war, auch im Repertoir so originell wie möglich zu kommen. Man gab einen angeblich parodistischen Schwant Kneippturen Vereine Bellevue und Hansa- Viertel",„ Nordwest"," des Wedding glaubte Frl. S. nicht überleben zu können und, trotzdem sie von dessen Verfasser oder Verfasserin sich schüchtern hinter den bedeut des Oranienburger Thor- Stadttheiles"," Gesundbrunnen", ihren Verwandten ermahnt und auch bewacht wurde, fand sie doch beholfenheit ans Rampenlicht fam, ist einfach nicht zu sagen. samen Zeichen X. Y. Z. verbarg. Was da nun für findliche In„ Norden von Berlin", Königstadt"," Prenzlauer Thor und an am Sonntag Nachmittag Gelegenheit, sich im Hause Ihres Bräutigams Rührend war es, wie die unfreiwillige Komit des Stückes sowohl grenzende Stadttheile" für das von der Regierung aufgestellte zu erschießen." Groß Finow- Kanal- Projekt erklärt. Die Versammlung befürwortete Auch ein Beitrag zum Kapitel Gefindefflaveret. In der lieben Leute, die Allopathie, Homöopathie und Wasserkuren auf wie des Spiels beim Biblikum Anerkennung fand und wie die außerdem die Schaffung eines Zentral- Hafens an der Jungfernhaide Absicht sich zu ertränken, sprang vorgestern Abend die 19 Jahre alte einen Schlag ewiger Lächerlichkeit überantworten sollten, vom mit Verbindung nach dem Berlin- Spandauer Schifffahrtskanal und Dienstmagd Emilie S. am Waterloo- Ufer in den Landwehrkanal, Barterre aus sich der liebenswürdigsten Aufmunterung zu erfreuen die Mitausführung eines Nordkanals über Reinickendorf- Pankow- wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach erfolg hatten. Zum Schluß sollte der Autor bejubelt werden, aber er kam Gesundbrunnen- Schönhauser- Prenzlauer Vorstadt- Friedrichsberg reichen Wiederbelebungsversuchen in das Krankenhaus in der nicht. Eines thut uns leid, nämlich daß wir den Irrthum bes nach der Oberspree. Gitschinerstraße gebracht. Als Veranlassung zu der That bezeichnete richtigen müssen, Herr Fiala sei mit etwas ganz Ursprünglichem Prüfung der Bierdruckapparate. Das Polizeipräsidium theilt mit: Unter Bezugnahme auf§ 4 der Bolizeiverordnung vom das Mädchen Ueberbürdung mit Arbeit. nach Berlin gekommen. Eine ähnliche Kunstrichtung, wie sie die 5. Januar 1898, betreffend Einrichtung und Gebrauch der beim Beim Zeitunglefen ist gestern Nachmittag ber 16 Jahre alte Münchener Gäste darbieten, wird seit Jahren schon im AlexanderBierausschant zur Anwendung kommenden Druck-, Leitungs- und Tischlerlehrling Severin Michalach aus der Zimmerstraße verunglückt. play- Theater gepflegt. Zapfvorrichtungen, wird hierdurch bekannt gemacht, daß außer den Der junge Mann las fein Blatt allerdings an einer wenig geeigneten bereits zugelassenen Sachverständigen der Ingenieur Karl Süreth Stelle, in der Dessauerstraße und beim Ueberschreiten des Fahrhierselbst, Schleiermacherstraße 7, ermächtigt worden ist, die gemäß dammes der Königgräger- nach der Prinz Albrechtstraße zu. In die § 4 der oben angezogenen Verordnung nothwendigen Prüfungen Leftüre vertieft lief er mit dem Kopfe gegen eine von dem Kutscher Der Bierdruckapparate vorzunehmen und hierüber Bescheinigungen zu Adolf Bachalsti aus der Berlinerstr. 100 zu Nigdorf geführte vom ertheilen. Potsdamer Bahnhof kommende Kutsche, wurde von ihr umgeworfen und " Boziale Rechtspflege. Bur Vorsicht bei der Einlegung von Rechtsmitteln in Unfallsachen mahnt eine Entscheidung des Reichs- Versiche rungsamtes. Die vierwöchentliche Berufungsfrist in der Unfalls fache des Arbeiters Sp. lief am 24. Juli 1897 ab. Am Abend Die Ansicht der Arbeiterschaft über die bezeichnenden Ursachen| Amt im blutarmen Magen bez gesellschaftlichen desselben Tages wurde die Berufung von Zwickau aus des Todesfalles dürften durch diese Freisprechung taum geändert Entwidelung des Jahrhunderts." telegraphisch beim Dresdener Schiedsgericht eingelegt. Der Postbote, worden sein. In Erfurt wurden in den letzten Tagen von halbwüchsigen der in Dresden 7 1hr 32 Win. abgefertigt wurde, fand das Bureau des Schiedsgerichts geſchloſſen. Der Geschäftsschluß war 5½ Uhr nachm. er- Gin für unsere militärischen Zustände charakteristischer Vorfall wurde der Waffe Gebrauch. 20 Personen wurden theils schwer, theils Wie man in Preußen einen Offizier ,, nöthigen" kann. Burschen Ruhestörungen verursacht. Die Polizei machte von folgt. Da er die Wohnung des Schiedsgerichts- Vorsitzenden nicht ausfindig am Mittwoch vor der Straffammer Potsdam verhandelt. Dort leichter verlegt, 30 verhaftet. machen konnte, bestellte der Bote das Telegramm erst am nächsten hatte sich der früher in Kezzin und jetzt in Berlin wohnhafte Barbier - Der 19jährige Sohn eines Großhändlers aus Mannheim Lage. Das Schiedsgericht wies die Berufung als verspätet zurück Wilhelm Nolte wegen Nöthigung eines Offiziers zu verant- wurde auf einer Geschäftstour bei Neulußheim von zwei Männern und das Reichs- Versicherungsamt hat jetzt den Antrag des Klägers worten. auf Wiedereinfegung in den vorigen Stand abgelehnt, weil die Infanterie- Bataillon abkommandirte Lieutenant v. Einsiedel Am 20. Juli v. J. unternahm der damals zum Lehr- niedergeschlagen und beraubt. Der Hausknecht eines Restaurateurs in Stendal gab einem Berufungsfrist thatsächlich nicht innegehalten sei. Es verwies darauf, eine Gefechtsübung nach Klezin; dort wurde auch Biwack Milchkutscher, der einen Schnaps verlangte, abfichtlich Karbol. Er daß ein unabwendbarer Zufall, ein Naturereigniß oder dergleichen bezogen. Der Offizier stellte einen Gefreiten, der sich ein wollte einmal sehen, sagte er dabei, was der für ein Gesicht machen wesen. : Hierin erblickte Dieser Vorfall erinnert lebhaft an die Erpressungsprozesse, denen ehrenhafte Arbeiter ausgesetzt sind, wenn sie den Kapitalisten vorhalten, daß im Falle der Nichtbewilligung einer Lohnforderung zum Ausstand geschritten werden müsse. Nur daß in solchen Fällen die bürgerlichen Gerichte meistens auf Verurtheilung erkennen. gebrannt und viele Menschen in den Flammen umgekommen. Sibirien tritt auch auf dem Buttermarkt als Konkurrent auf. Englische und dänische Kaufleute sind in Sibirien eingetroffen, um die Ausfuhr dortiger Butter nach London und Kopenhagen in großem Umfange in die Wege zu leiten. Zugleich, Wälder nuzbar zu machen. schickt man sich an, den großen Beerenreichthum der sibirischen nicht die rechtzeitige Einlegung des Rechtsmittels verhindert, Versehen zu schulden kommen schulden kommen ließ, zur Rede und ge- würde. Der Milchkutscher starb trotz ärztlicher Hilfe nach kurzer: habe, und führte weiter aus: Die Frist laufe allerdings erst mit brauchte dabei das Wort„ Hallunke". Die in Der Beit. der letzten Stunde des letzten Fristtages ab, indessen brauche deshalb nähe befindlichen Zivilpersonen, die das mit anhörten, Auf der Schelde fand gestern ein zusammenstoß noch nicht der Vorsitzende des Schiedsgerichts dafür zu sorgen, daß bis fingen natürlich an, ihrer Empörung Ausdruck zu geben, und Nolte zweier englischer Schiffe statt. Diefelben erlitten so schwere BeMitternacht im Geschäftslokal Postfachen entgegengenommen würden. rief: Unser Kaiser hat leine Hallunken! Das muß in den Vor- schädigungen, daß sie beide in den Hafen geschleppt werden mußten. Wer das Rechtsmittel einlegen wolle, müsse auch die Dienſtſtunden wärts" und in den Reichstag gebracht werden. Der Kaiser hat ge( Pfalz) hat der Sagelschlag arg gehaust. Der Schaden in den In den Gemarkungen Maikammer und Diedesfeld. der fraglichen Behörde berücksichtigen. Nur wenn die Behörde die sagt, die Soldaten sollen anständig behandelt werden!" Lieutenant( Pfalz) hat der Hagelschlag arg gehaust. Der Schaden in den Einlieferung der Rechtsmittel schon zu ungewöhnlich früher v. Einsiedel gebot Nolte, ruhig zu sein, widrigenfalls er ihn arretiren Weinbergen wird in der ersteren auf 1 Million Mark, in der letzteren Tageszeit unmöglich mache, dann brauche der, welcher das Rechtsmittel laffe. N. entgegnete hierauf:" Dazu haben Sie fein Recht, Sie auf 1/2 Million geschätzt. einlege, nicht unter jener Unmöglichkeit zu leiden. Hier sei jedoch tönnen höchstens meinen Namen feststellen lassen, denn ich bin -In der Grafschaft Sent hat man zwischen Maidstone und der Geschäftsschluß um 5½ Uhr nachmittags ordnungsmäßig ge- Keziner Bürger. Durch einen Sergeanten ließ der Offizier N. als- Hollingbourne Höhlen entdeckt, die sich meilenweit hinziehen. Sie Die Höhe schwankt Mit der vorstehenden Entscheidung ist eine ebenfalls neuere Ent- dann dennoch verhaften, der eine Nacht hindurch ein- find völlig trocken und befizen guten Luftzug. Mit der vorstehenden Entscheidung ist eine ebenfalls neuere Ent- gesperrt blieb. Nach der Aussage des Zeugen v. Einsiedel vor zwischen und 10 Fuß. 5 scheidung des Ober Verwaltungsgerichts nicht recht in dem Schöffengericht soll Nolte bei seiner Abführung gesagt habent: 1897 im ganzen 153 254 Personen befördert, 12 880 mehr als im leber die 14 Alpenpässe der Schweiz wurden im Jahre Einklang zu bringen. Diese Pflegestätte des konservativen Bureau Das tommt auch noch in die Zeitung!" fratismus nimmt einen weit liberaleren Standpunkt ein, als bas Schöffengericht nach§ 114 Str.-G.-B. eine Nöthigung Jahre 1896. Die höchste Frequenzziffer, 32 654 Reisende, hat der das Reichs- Versicherungsamt. Die Einspruchsfrist gegen eine durch eine Drohung, indem es amnahm, daß der Offizier in diesem Alpenübergang über den Maloja- und Engadinpaß erreicht, der Steiterveranlagung lief am 17. Juli ab. Der schriftliche Falle als Beamter anzusehen sei.(!) vor die Straflammer bestritt Chiavenna mit Nouders verbindet. Einspruch wurde bald nach 3 Uhr an diesem Tage an den Nathhaus- Nolte, die qu. Worte gebraucht zu haben; er machte außerdem geltend, In den letzten 5 Jahren traten etiva 12-1400 junge Aerzte, wart im Rathhauſe abgegeben. Der Magistrat erklärte dennoch den daß der Offizier kein Beamter sei. Die vorgeschlagenen Zeugen hatten in England jährlich in die Praxis ein. Auf dem amtlichen Einspruch für verspätet, indem er sich darauf berief, daß das Bureau die Aeußerung nicht gehört. Der Gerichtshof erkannte nach längerer Aerateregister stehen in diesem Jahre die Namen von 34 642 Aerzten. umn 3 Uhr geschlossen worden und dem Hauswart die Annahme von Verhandlung auf Freisprechung. berzeichnet. Postfachen verboten gewesen sei. Der Bezirksausschuß schloß sich In der Stadt Sluz bei Wilna find 500 Häuser niederdem an, das Ober- Verwaltungsgericht war aber der Meinung, daß die Frist nicht versäumt sei, und hob die Vorentscheidung auf. Aus den Urtheilsgründen ist folgendes bedeutungsvoll: Die Frist ende mit dem Ablauf des Tages, das heißt um 12 Uhr nachts. Bis dahin könne das Rechtsmittel eingelegt werden. Entscheidend sei, wann das Schriftstück thatsächlich in die Gewalt der zuständigen Be108 Geschorene gegen einen Gescheitelten. In Zabern hörde( hier des Gemeindevorstandes) gelangt wäre. In ihre Gewalt hat gestern ein fonfessioneller Sensationsprozeß begonnen. Der tomme das Schreiben auch schon dadurch, daß es in den am protestantische Pfarrer Dr. Camillus Gerbert aus Saarburg Geschäftsgebäude angebrachten Briefkasten der hatte in einem Berliner Jünglingsverein erzählt, daß in Albersch Behörde hineingelegt werde. Die Frist sei in solchem veiler bei Saarburg gelegentlich einer katholischen Prozession ein Falle dann als gewahrt anzusehen, wenn nachgewiesen sei, daß nackter, mir mit einer Badehose bekleideter Knabe an ein Kreuz geSie Einlegung vor Mitternacht des letzten Tages der Frist erfolgte. Auch heftet gewesen sei, während zwei Mädchen zu Füßen des Kreuzes Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahy dadurch komme das Rechtsmittel in die Gewalt der Behörde, daß man es gekniet hätten. Von katholischer Seite wurde diese Erzählung anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort in ihrem Lokale einem dort anwesenden Beamten oder Bediensteten für Erfindung erklärt und 107 Priester der Diözese Metz sowie aushändige und es damit der Einwirkung anderer als der Behörde 59 katholische Einwohner von Alberschweiler flagten gegen Pastor thatsächlich entziehe. Dabei sei es gleichgiltig, ob die Abgabe Gerbert wegen Beleidigung. Am 26. November b. J. fand die Verinnerhalb oder außerhalb der Bureaustunden, ob sie an handlung der Sache vor dem Schöffengericht in Saarburg zu fünfden zur Abnahme der Schriftstücke von der Behörde speziell er statt, die mit der Verurtheilung Dr. Gerbert's ant die Erzählung mächtigten oder an einen anderen Beamten dieser Be- hundert Mark Geldstrafe wegen einiger, hörde erfolge. Die Behörden könnten ihre Dienststunden für den ge- geknüpfter beleidigender Aeußerungen endete. Der Anwalt des wöhnlichen Betrieb je nach den Bedürfnissen regeln. Hierdurch seien Brivattlägers hatte eine Gefängnißstrafe von zwei Jahren beantragt. fie aber noch nicht von der Pflicht entbunden, in außergewöhn- Wit Rücksicht darauf, daß diesem Antrage nicht stattgegeben worden lichen und Eilfällen ihre Amtsobliegenheiten, au war, sowie mit Rüdsicht auf den Umstand, daß sein Antrag auf Budie Entgegennahme der Rechtsmittel lassung der sämmtlichen fatholischen Geistlichen der Diözese Mezz fchriften gehöre, auch außerhalb bergewöhnlichen und einer Reihe Alberschweiler Bürger als Nebenfläger vom Gericht Dienststunden zu erfüllen. Wenn der beklagte Magistrat abgelehnt worden war, legte Pfarrer l'huillier, der vom Beklagten Stationen den Schluß seiner Geschäftsstunden auf 3 Uhr festsette und es als Veranstalter der Kreuzigung genannt worden war, Berufung dem Rathhauswart verboten habe, später noch Schriftstücke gegen das Urtheil ein. Auch der Angeklagte Pfarrer Dr. Gerbert anzunehmen, so fönne diese Anordnung im vorliegenden Falle und meldete Berufung an. Zu dem heutigen Termin find nunmehr in gleichen oder ähnlichen Fällen nicht die Annahme einer Frist- 108 römisch- katholische Priester der Diözese Metz, sowie 58 Gin versäumniß begründen, ganz abgesehen davon, inwie wohner von Alberschweiler als Nebenkläger zugelassen worden. weit sie überhaupt mit den behördlichen Pflichten bereinbar sei. denen Bielleicht bringen die Vorsigenden der Schiedsgericht für Unfallfachen nunmehr an den Geschäftsgebäuden Briefkästen an und richten sich im Interesse der armen Verletzten nach den vom Ober- Verwaltungsgericht aufgestellten Grundsätzen, Gerichts- Beifung. Versammlungen. Briefkasten der Redaktion. wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag 156b. Arbeiterinnen, welche sich durch Invalidenkarte am Schalter ausweisen, können ebenfalls Arbeiterwochentarten beanspruchen. Ueber den Verein können wir uns fein maßgebendes Urtheil erlauben. 5. N. Ackerstr. Hat Aussicht.§ 193 Wahrung berechtigter Interessen; geltend machen. und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Witterungsübersicht vom 27. Mai 1898, morgens 8 1hr. Wetter Stationen Hamburg winemde. 757 WSM 4lb. bed. Berlin Wiesbaden 758 759 NW 761 NW 762 NA 36edect 5mollig 2hb. bed. 2 Regen 10 Haparanda 7640 10 Petersburg 11 Cort 758 23 3hvolfig 14 9 Aberdeen 9 Paris Wetter. Temp. n. 6. SEI 5°.= 4° R. 6 bedeckt 761 M 716 NA 761 M 3 heiter 4hvolfig 11 2 bedeckt 10 IV.Berliner Reichstags- Wahlkreis ( Süd- Ost.) Sonntag, den 29. Mai( 1. Pfingstfeiertag), in Jacob's Park- Restaurant, Treptow, Köpenicker Landstrasse: Gr. Früh- Konzert Im Falle Rothenburg hat das Reichsgericht, Zivil- Senat 11 A, den Antrag auf Bestellung eines Prozeßvertreters der Revisions- München instanz für Frau Baumeister Rothenburg aus dem Grunde Wieu Wetter- Prognose für Sonnabend, 28. Mai 1898. abgelehnt, daß durch die Aussage des Dr. Otto in HerzNachts fühl, am Tage etwas wärmer bei mäßigen westlichen Winden berge, wonach Frau Rothenburg seinerzeit Kenntniß von der Entmündigung gehabt habe, sich ergebe, daß die einmonatige Frist und veränderlicher Bewölkung; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. behufs Anfechtung der Entmündigung nach§ 605 N.-C.-P.-O. ver strichen und somit die Revision aussichtslos sei. Da durch diese Entscheidung, wonach der Frau Rothenburg von vornherein jede Verhandlung vor dem Reichsgericht abgeschnitten ist, die Anfechtung der Entmündigung unmöglich gemacht ist, so wird jetzt, wie wir Ein Betriebsunfall, bei dem ein Arbeiter ums Leben gehören, die außerdem zulässige Wiederaufhebung der Entmündigung tommen ist, bildete am Freitag den Gegenstand einer Verhandlung betrieben werden, um Frau Rothenburg endlich von ihren Fesseln zu vor der dritten Strafkammer am Landgericht I. In der Schirmstock befreien. Fabrit von Gebrüder.Noa, Dresdenerstraße, machte sich am 1. Nobember v. J. die Verkürzung eines Treibriemens nöthig. Während früher in solchen Fällen der Dampf abgesperrt und die Maschine dadurch zum Stillstand gebracht wurde, erfolgte die Arbeit des Riementürzens am Von feiten des Holzarbeiter- Verbandes waren die Ver1. November, ohne daß die Maschine angehalten wurde, trauensmänner der Bautischlereien am 25. d. M. zu einer und zwar in folgender Weise: Der Treibriemen wurde von der Besprechung geladen, um festzustellen, ob es rathsam ist, jetzt in eine Riemenscheibe herabgenommen, blieb aber auf der laufenden Welle Lohnbewegung für diese Branche einzutreten. Die bestehende Komliegen. Dann wurde das zu entfernende Stück herausgeschnitten, mission gab ihren Bericht dahin, daß sie nirgends Neigung gefunden ein Arbeiter mußte die beiden Enden des Niemens halten habe, daß die Kollegen gewillt sind, ihre Lage zu verbessern. Zur und ein anderer nagelte sie auf der Kante einer untergehaltenen weiteren Agitation habe sie einen Grundtarif aus unter Mitwirkung der Gesangvereine Liberté, Männerchor Bohle zusammen. Beim Auflegen des verkürzten Riemens gearbeitet, der unter Berücksichtigung der einzelnen Werk Süd- Ost, Tonblüthe( M. d. A.-S.-B.), Dirig. Herr E. Pahl. auf die im Gang befindliche Riemenscheibe war auch der stellenverhältnisse( Maschinenarbeit) als Grundlage Sienen Das Konzert wird ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter 16 jährige Arbeiter Jäckel beschäftigt. Der Riemen erfaßte ihn soll, falls einzelne Wertstätten vorgehen wollen. Die meisten am Arm, er wurde mehrmals um die Welle geschleudert, Redner sprachen sich dahin aus, daß vorläufig an eine Lohn Kassen- Eröffnung 4 Uhr. wobei er an eiferne Träger anschlug, mehrere Arm- bewegung nicht zu denken sei. Wenn die Kollegen wegen allzu und Beinbrüche sowie eine Bertrümmerung des Schädels er schlechter Organisation der Branche mehr Interesse zeigten, dann litt. Der Unglückliche starb nach wenigen Angenblicken. Angeklagt müßten mehr als die Anwesenden erschienen sein. Vertreten waren war der eine der Brüder No a sowie der Wertführer Schiffner. 64 Werkstätten und die Vororte. Die bestehende Kommission wurde Sie sollen sich, indem sie die Aufmerksamkeit, zu der sie infolge ihres durch 4 Kollegen verstärkt und beauftragt, weiter Material zu Berufs verpflichtet waren, außer Acht gelaffen haben, eine fahr- fammeln und ferner für genügende Agitation zu sorgen. lässige Tödtung begangen haben. Es steht fest, daß der Geschäftsinhaber Es wird beschlossen, von einer Lohnbewegung Abstand zu Noa dem Werkführer Schiffner kurze Zeit vor dem Unfall nahe ge- nehmen, jedoch werden diejenigen Werkstätten, wo die Organisationslegt hat, er möge Einrichtungen treffen, welche es ermöglichen, daß frage in günstiger Weise geregelt ist, verpflichtet, nach vorheriger der Betrieb nicht so oft stillstehen brauche. Die An- Verständigung mit der Kommission ihre Forderungen geltend zu flage nimmt nun an, daß die Reparatur, welche den Unfall verursacht machen. hat, infolge dieser Aufforderung in der beschriebenen Weise ohne Ausschaltung der Dampfkraft borgenommen worden ist. Der Zu unserem Bericht über die Versammlung der WäscheAngeklagte Noa behauptet, die Weisung, die er dem Wertführer und Kravattenbranche in Nr. 120 vom 25. d. M. sendet uns Frau ertheilt hat, habe sich nicht auf solche Reparaturen, wie die in Rede Rosalie Silber, Blumenſtr. 83, eine Berichtigung. Im genannten Institut könne von schwindlerischen Manipulationen" nicht beziehen sollen. Ebenso behauptet der Angeklagte Schiffner, Leitung des Dirigenten Herrn Grass. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pfennig. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. Programm an der Kasse gratis. MAT 1215/7 Das Komitee. Metallarbeiter! Anspruch genommen und mögen sich daher die Kollegen während dieser Zeit Bis zur Beendigung der Wahlbewegung bin ich außerhalb Berlins in in allen Angelegenheiten an unseren Arbeitsnachweis, Annenstraße 39, Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. wenden. 115/5 stehende, sondern auf andere, nicht gefährliche Handlungen die Rede sein. Auch ein„ Mangel an Stoffen" sei durchaus nicht Achtung! Maurer. Achtung! Literarischres. " geschlossen und wegen der Pfingstfeiertage am Mittwoch, Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend. Zentral- Verband deutscher Maurer. J. A.: Wilhelm Fritzsch, Barbarossaftr. 79. [ 136/9 Verband der Möbelpolirer. Heute Abend von 6-8 Uhr in sämmtlichen Zahlstellen unentgeltliche Ausgabe des Protokolls vom zweiten Kongrek der lokalorganisirten Gewerkschaften an diejenigen Mitglieder, welche ihr Buch in Ordnung haben. Daselbst Entgegennahme von Beiträgen. Diejenigen Mitglieder, Hiermit den Kollegen zur Nachricht, er habe ein für allemal angeordnet, daß Riemenverkürzungen vorhanden, da nur auf Stoffe gelehrt und für größere Geschäfte zunur nach Ausschaltung des Dampfes vorgenommen werden sollen. geschnitten, überhaupt alles praktisch durchgenommen werde. Das Er habe auch in diesem Falle für selbstverständlich gehalten, Schreiben ist von einer Anzahl Schüler und Schülerinnen unter- daß heute das Bureau der Lohnkommiſſion um 4 Uhr nachmittags daß nach dieser Anordnung verfahren würde. Besonders habe er zeichnet, welche die Angaben bestätigen und versichern, auch sonst ihr den 1. Juni b. 3, früh 8 Uhr wieder geöffnet wiro. aber ausdrücklich bestimmt, daß der verunglüdte Jädel wegen seines Fortkommen durch das Institut zu finden. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 29. Mat, vormittags 11 Uhr, jugendlichen Alters zu Arbeiten, wie die in Rede stehenden, nicht verwendet werden solle. Jäckel habe, ohne dazu beordert worden im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57, Herr Wilhelm Bölsche: Festvortrag. Montag, den 30. Mai, vorm. 11 Uhr, zu sein, ant der gefährlichen Arbeit theilgenommen, zu ebendaselbst. Herr Dr. Bruno Wille: Festvortrag. Welche Geisteskost ge welcher zwei zuverlässige Arbeiter bestimmt waren. Einer bührt dem Volke." dieser Arbeiter, die an dem Unglückstage mit dem Riemen beschäftigt waren, sagte als Beuge aus, es sei nicht richtig, daß nur bestimmte Arbeiter mit Riemenkürzungen beauftragt worden seien; an dem Niemen tonnte sich jeder zu schaffen machen, der es wollte. Er selber, Dr. Josef Schmöle's materialreichem Werke: obwohl er diese Reparatur schon öfter ausgeführt habe, Die sozialdemokratischen Gewerkschaften in wisse gar nicht mit der Behandlung von Treib- Deutschland seit dem Erlasse des Sozialisten= riemen Bescheid. Auch in früheren Jahren seien die gesezes"( Verlag von Gustav Fischer in Jena) ist soeben Riemen verkürzt worden, ohne daß die Maschine angehalten wurde. die erste Abtheilung des zweiten Theils erschienen. Sie enthält die In der Voruntersuchung hat der Zeuge ausgesagt, die Arbeiter Geschichte des Zimmerer- Verbandes. Der Preis des 306 Tertſeiten seien der Meinung gewesen, die am Unglückstage gebrauchte Bohle starken Bandes beträgt 6 Mark. Wir behalten uns eine eingehende sei eigens dazu angeschafft worden, daß Riementürzungen Würdigung der bemerkenswerthen Publikation vor. bei laufender Maschine ausgeführt werden könnten. Für diese Annahme konnten jedoch keine Thatsachen angeführt werden. Unter diesen Umständen und da der Gerichtshof für erwiesen erachtete, daß der verunglückte Jäckel gegen den Willen der Betriebsleiter an der Reparatur theilgenommen hatte, erfolgte die Freisprechung beider Angeklagten Won Vermischtes vom Tage. Pfarrerstil. Ueber das Pfarramt als Kirchendienst schreibt einer: Wie ein unverdaulicher Broden liegt dieses 146/6 Der Vorstand. Soeb en erschienen: Maihest der welche mit ihren Beiträgen restiren, werden ersucht, diese heut zu begleichen. Orts- Krankenkasse der Buchbinder ze. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß folgende Herren als Spezialärzte der Naturheilmethode bei unserer Kasse angestellt sind: 24/ 9* Dr. Weyl, Elsasserstr. 97. Dr. Parow, Brinzenstr. 40. Dr. Böhm, Schützenstr. 63. Bernh. Jost, Borsitzender. Sozialistischen Monatshefte mit Porträt von Eleanor Marx- Aveling. Zu beziehen durch jede Buch Brunnenstr. 193. handlung u. die Expedition, Berlin N., 36515 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 27. Mai. Opernhaus. Die beiden Schützen. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Der Burggraf. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Johannes. 712 Uhr. Anfang Urania Achtung, IV. Wahlkreis! Luisen- Theater Tanbenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Leffing. Im weißen Rößt. Anfang Passage- Panopticum. 71/2 Uhr. Goethe. Des Meeres und der Liebe Wellen. Anfang 7 1hr. Berliner. Kinder der Bühne. Anfang 7 1hr. Schiller. Die Dummen. Anfang 8 11hr. Unter den Linden. Der Obersteiger Anfang 72 Uhr. Menes. Villa Gabrièle. Anfang 71% 11hr Nejidenz. Momentaufnahmen. Anfang 8 Uhr. Central. Die Bergferen. Anfang 8 1hr Ostend. Geschlossen. Belle- Alliance. Wein, Weib, Gesang. Anfang 8 Uhr. Luisen. Der Mann im Monde. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Heinrich Heine. Eine Tafsee Thee. Anfang 8 11hr. Alexanderplatz. Die Ehebrecherin. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Juvalidenstrasse 57/62. Täglich Nen! Neu! Alpenglühen. RiesenIllusion. Geöffnet von 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abds. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Ein lebender RiesenOrang- Utan der Waldmensch" von der Insel Borneo, 12 Met. hoch. Salambo, die schöne Schlangenbändigerin. Aktienabends 7 Uhr: Ausstellungsfaat Brauerei Friedrichshain und Vorträge. Passage Panoptikum. 36 Togo Mädchen. Apollo. Spezialitäten. Auf. 8 11gr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonnabend: Die Dummen. Sonntag: Nachmittags: Galeotto. Abends: Brand. Montag: Die Piccolomini. früher Lips. Am Königsthor. BRAUERID FRIEDRICHSHAIN Heute sowie jeden Freitag: Gr. MilitärFrei- Konzert ausgeführt von der Regiments- Kapelle des 5. Garde: Regiment 3. Fuß in Uniform. Anfang 7 Uhr. Puhlmann's Vaudeville- Theater Inhaber F. Lehmann, Nachmittags: Wallensteins Lager. Schönh. Allee 148, Kaftan. Allee 97/99. Abends: Wallensteins Tod. Täglich: Konzert, Theater Central- Theater u. Spezialitäten- Vorstellung Alte Jakobstr. 30. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Die Bergferen. Anfang 8 Uhr. mit stets neuem Programm. Prater- Theater Stastanien Allee 7/9. Täglich:" Friede auf Erden." Lebensbild mit Ges. u. Tanz in drei Abth. von Hugo Schulz. Musik v. A. Kersten. Eugenie Formes, Kostüm: Ostend Carl Weiß- Theater. foubrette. Gebr. Millardo, Grotesque Gr. Frankfurterstr. 132. Wegen Vorbereitung zur Novität Geschlossen. Sonntag zum ersten Male: Auf Sumatra oder Die Holländer in Atschin. Großes Ausstattungsstück mit Gesang und Ballets in 3 Aften( 12 Bildern) von Ch. Caßmann. Musik von F. Krause. Ballets ein: studirt von Carola Rinka vom HofUhr. Duett. Osrani Troupe, mifit. Excentr. The 3 Wartons, Parterre Afrobaten. Mr. Barna nit s. dress. Ratten. Ballet. Pantomime. Konzert und Ball. Anf. 4 Uhr. Eintritt 50 f., num. Platz 75 Pf., Sperrsit 1 M. 2. Pfingstfeiertag: Früh Konzert, Vorstellung u. Ball. Kalbo. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 Garten resp. Saal. Theater in Altenburg. Anf. 7% uhr An allen 3 Pfingstfeiertagen Im Garten: Bollst. Eröffnung. Spezialitäten u. Theater- Vorstellung. Am 2. Feiertag: Große Früh- Vorstellung. Anfang 5 Uhr. Apollo- Theater und Konzert- Garten. Novität! Mit vollständig Novität! neuer u. glänzender Ausstattung Täglich um 9 Uhr: Don Juan in der Hölle. Ferner Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Vor der Vorstellung im Garten: Konzert, ausgef. von der Theaterkapelle. Kasseneröffnung 612 Uhr, Konzert Uhr, Anf. der Vorst. 8 Uhr. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Im schönen Garten täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Irren ist menschlich. Luftspiel in 1 Att von Tannenhofer. Orpheus auf der Oberwelt. Poffen- Burleste in 1 Att von Sanft leben u. Thalburg. Musik v. Michaelis. Japanliebchen oder Nen! Die feinen Geijas. Neu! Ausstattungs- Burleste mit Gesang u. Tanz von Walter Gericke. Musik von Wappaus. Jm Saale: Grosser Ball. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Leichte Kavallerie. und die Opernparodie Cavalleria Rusticana. Stettiner Sänger ( Weysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möhl, Schneider und Schrader). Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Die Soireen der Stettiner Sänger finden von Pfingsten ab alltäglich in der Victoria: Brauerei statt. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Für die Wochentage sind Billets à 40 Pf. und Familien Billets à 1 M.( für 3 Personen giltig) in den bekannten Verkaufsst. zu haben. Garten- Theater der Reichshallen am 28. Wat( Bingſl- Sonnabend) Leipzigerstraße 77. Mai Eröffnung des 3000 Personen fassenden Sommer: Gartens nebst neu: erbauter Garten- Bühne. Vom 28. Mai ab täglich Wilhelm- KalnbergAgoston- Ensemble! Eine vom Brett'!! Poffen- Burleske in 1 Aft( Novit.) Die best akkreditirten Spezialitäten Clara Antoni, Hella Collier, Toni Leonardy, Hermanos Castagna Brüder Paxton, Tom Briarly. Die 6 nordischen Perlen! u. f. 1. Das Konzert beginnt täglich um 7 Uhr, die Vorstell. um 72 Uhr. Tageskaffe von 11-1 Uhr Borm. | Brauerei Friedrichshain. Montag, den 30. Mai( zweiter Pfingstfeiertag): Grosses Früh- Concert arrangirt von den Parteigenossen des IV. Berliner Wahlkreises, unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gesangvereine unter Leitung des Hrn. Stitz. 215/8 Anfang 5 Uhr. Die Vertrauenspersonen. C. Joël's Victoira- Garten SO., Köpnicker Landstraße Nr. 4, unmittelbar am Treptower Bark. 46619* Telephon: Amt 4, No. 2724. Grosser Saal, Konzert- Garten, geschützte Veranden für Vereine u. Festlichkeiten 6000 perf faffend, 11 Kegelbahnen, Kaffeeküche und allerlei Voltsbelustigungen. Salteftelle der Elektrischen Eisenbahnen( Siemens n. Halske); von der großen Berliner Pferdebahn und der Stadt- und Ringbahustation Treptow 2 Minuten entfernt. Ausstellung am Kurfürstendamm CARL HAGENBECK'S INDIEN 200 Eingeborene des indo- britischen Kaiserreiches. 1. u. 2. Pfingstfeiertag, Eröffnung 6 Uhr früh: Gr. Doppel- Früh- Konzert. Um 9 Uhr: Gr. Extra- Schaustellung i. d. Riesen- Arena wozu die Stehplätze völlig frei! bis 12 Uhr mittags 25 Pf. ab 12 Uhr 50 Pf., Kinder die Hälfte. Nachm. 3 Vorstellungen in der Arena: 4, 6 u. 8 Uhr. Entree Am KönigsThor. Halder Schweizer Garten. Haltestelle Ringbahn. Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Am 1. und 2. früh 42 Uhr und nachmittags 4 Uhr: Pfingstfeiertag Extra- Vorstellungen sämmtl. Spezialitäten. Robert& Bertram, The 3 Buffalos, Max Ranella, Gebr. Piccadilly, Excentric- Barod. Kunstradfahrer. Mus.Contorsionist Handstand- Akrob, Ella Bender, Emil Lippardt, Marga Leuschner, Lucie& Olga Tilly. Liedersängerin. Parodist. Soloschauspiel. Gesangsduettiſt. Volksbelustigungen aller Art. Am 2. Feiertag im Saale: Gr. Ball. Von Pfingsten ab: Täglich Concert und Vorstellung. Max Kliem's Sommer- Theater, Hafenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Barsikow- Troupe The Terras- Little Elfrida. Georg Fischer, Liederfänger; Franz. Wunsch, Soubrette; Karl Gursch, Tanz- Parodist; Martha Reinshagen; Tutti Belmonte. Neu! Boltestid mit Gesang in 2 Bildern von J. Gißner. Neu! Das Blumenmädchen vom Morihplah. Liebfrauenmilch. Singspiel in 1 Aft von Baul Adler. Vor und nach der Vorstellung: Garten- Concert. In den beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang des Concerts 4 Uhr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr. Sonntags 5 Max Kliem. der " Branerci- Ausschank n Viktoria- Brauerei Stralan Extra- Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Ant 1., 2. u. 3. Pfingstfeiertag, nachmittags 4 Uhr: Am 2. Feiertag, von morgens 5 Uhr: Gr. Garten- Konzert Im elektrisch erleuchteten Großer Ball. Riesensaale: Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen ununterbrochen geöffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen. Hochachtungsvoll Um recht regen Zuspruch bittet 52812 Carl Mittag, Defonom. Neu eröffnet! Jägerhaus. Neu eröffnet! Schönhauser Allee 103. Haltestelle der Pferdebahn. Sonntag, den 29. Mai( den 1. Pfingstfeiertag): Großes Frühkonzert im neu renovirten Garten. Bier große Kegelbahnen, großartiges Kasperle: Theater. Nachmittags von 32 Uhr ab: Gr.Freikonzert. Entree 10 Pf. Achtung! Gr. Frühkonzert Achtung! Fritz Zubeil's Sommergarten fowie die Kaffeeküche ist geöffnet. Am 1. Feiertag: Gr. Abendunterhaltung. Am 2. und 3. Feiertag: Tanzkränzchen. Ferner stehen Saal zu Ver34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Gastspiel von Emma Frühling. Der Mann im Monde. Borbestellte Billets durch Telephon Amt IV Nr. 2074 werden an der Abendfaffe ohne Aufgeld reservirt. Ostbahn- Park, Am Küstriner Platz. Täglich: Concert, Theater, Spezialitäten Vorstellung. u. a.: The Borsini Trio, Afrobaten, Fioretta& Hans d'Dalbert, Duettisten, 2c. So lebt man in Berlin, Poffe. Volksbeluftigungen. Kaffeeküche v. 2 Uhr geöffnet. Beginn des Concerts Sonit. 4 Uhr, Wochent. 5 Uhr. Entree Sonnt. 20$ 3f., Kinder 10 Pf., Wochent. à Pers. 10 Pf. Elysium, Landsberger Allee 40/41. Am 1. und 2. Pfingstfeiertag: Früh- Konzert. Anfang 5 Uhr. Entree 10 Pf. Die Kaffeeküche ist v. 4 Uhr ab geöffnet. Carl Eisermann. F. Sitzenstock's ſaminlungen und Bereinsfisungen, Victoria- Park, ferner Vereinsziminer, Billards und Kegelbahn zur Verfügung. Es ladet Freunde und Gönner ein Fr. Zubeil, Lindenstr. 106. Restaurant Wilhelmsberg. Empfehle dem geehrten Publikum mein Lofal zu Pfingstausflügen. Am 2. und 3. Feiertag Konzert u. Ball. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Entree frei. G. Trinkans. 37266] Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Höchstestr. 30, nahe der Landsbergerstraße, ein Schanklokal 37196 Blücherstr. 31 und Gneisenaustr. 67. 1. und 2. Pfingstfeiertag: Frühkonzert. Entree fret. 1., 2. und 3. Feiertag, nach mittags: Konzert, Theater und Speziali täten Vorstellung. Entree 15 Pf. 8 Kegelbahnen. Kaffeeküche. Volksbelustigungen aller Art. 37156 F. Sitzenstock. % Freunden und Bekannten hiermit zur Nachricht, daß ich das Schank. geschäft Blumenstr. 49 mit Ber einszimmer und Billard in Ber. tretung übernommen habe. 3714b Albert Becker. Empfehle fallen Freunden und Bes eröffnet habe. Vereinszimmer zu 40 Personen. Frit Schulze, born. Weberstr. 10. Meine 3 Vereinszimmer, ca. 40 bis 100 Personen fassend, auch für fannten mein Bahlstellen geeignet, fowie 2 vorzüg Riesen- Kegelbahnen halte bestens 2 große Vereinszimmer zu 100 Beri. empfohlen. m. 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Pfingstfeiertag): Großes Früh- Konzert ausgeführt von einem starkbefekten Orchester der ,, Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn G. Raabe und unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Freie Liedertafel" unter Leitung seines Dirigenten Herrn Bleil in der Brauerei ,, Friedrichshain"( vorm. Lips), Am Königsthor. Programm 20 Pf. Anfang 5 Uhr. Kaffen- Eröffnung 4 Uhr. Programme find im Bureau und in den mit Plakaten belegten Handlungen, sowie an der Kaffe zu haben. Der Vorstand. 75/6 Arbeitsmarkt. Directrice 37225 Um zahlreiche Betheiligung ersucht Achtung! Zimmerleute! Zum Frühkonzert Tabet ein 37236* Robert Ahlert, Schlüterstr. 62, a. d. Ausstell. Indien, Charlottenburg. Die Beleidigung gegen Fräulein für Dampfwäscherei in Berlin? Charlotte Schirmacher nehme ich energisch und mit allen Zweigen ge zurüd. Paul Schirmacher. nau vertraut, findet bei hohem Salair dauerndes Engagement. Offerten mit eventuel Beugnißabschriften unt. 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Eing., Oberwasserstr. 10, 2 Treppen. 8-10 Rugelforbmacher finden 37166 Beschäftigung, dauernd, bei bestem Erregung gethan, ich nehme dieselben Admiralfir. 27, b. II. W. Zeller, Möbl. Schlafft, sep. Ging., Naunyn Material, fofort. zurüd und erkläre denselben für einen 37136 München, Rosenthal. 6. Ehrenmann.[ 3717] Seidemann. ftraße 80 II. Sühn. Die gegen Ton- Halle, etbigungen find in ber für Herrn zu vermiethen bei Meyer, Friedrichstraße 112. Jeden Donnerstag, Sonnabend und Sonntag: Gr. Ball. 47382* Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin D r. 123. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 28. Mai 1898. Wahlversammlungen. es Die den in den Brunnensälen in der Brunnenstraße. Der Kandidat dieses deutung" vollendet ist. Bei der Bedeutungslosigkeit, welche die Wahlkreises, Hofprediger a. D. Stöder, hielt einen längeren Anarchisten im proletarischen Klassentampfe spielen, ist die Ansicht Für politische Zwangsinnungen schwärmte in einer am einandersetzte, die hier wieder den Abg. Liebknecht aufgestellt hat. Vortrag, in dem er sich besonders mit der Sozialdemokratie aus- des einen oder anderen ziemlich gleichgiltig. Donnerstag abgehaltenen konservativ- antisemitischen Wählerversamm Stöcker tadelte unter anderem scharf die Haltung der Sozial- liche Volksversammlung stattfinden, jedoch war dieselbe nur für AdlersIn Adlershof und Glienicke sollte am 21. Mai je eine öffentlung des 3. Krcises der Obermeister Fischer, und Obermeister demokratie Beutel, ein Führer des Handwerks, wie er sich mit Stolz nannte, so nothwendigen ausländischen Politik. gegenüber neueren Erweiterungen unserer hof möglich, da der hiesige Amtsvorsteher in der väterlichen Sorge. theilte diese Schwärmerei. Unsere lieben Handwerkskollegen sind friedliche, vollkommene rechtmäßige Eriverbung von Kiautfchou polizeilichen Gründen zur Abhaltung einer Volksversammlung für Wenn Liebknecht die um seine Mitmenschen das Lokal von Sasse in Glienicke aus baunoch wenig geschult, sagte Herr Fischer, wenn sie aber erst zivaugs- eine weise in Jungen organisirt sind, dann wird " Räuberei" genannt habe, so sei dies einfach gemein! ungeeignet erklärte.[ Doch auch die hiesige Arbeiterschaft wußte Rath; lich sein, ihnen politisches Verständniß beizubringen. mög( Brausender Beifall. Zischen der zahlreich anwesenden Sozialdemo- fie forderte die zahlreich erschienenen Versammlungsbesucher Jumungen müssen Politit müssen Politik treiben, fraten.) Kann jemand sein Vaterland ärger beleidigen? Da muß auf, daß sich die mit nach Adlershof zu kommen und unter fröhlichem Balken doch jeder vernünftige Arbeiter sich an den Kopf fassen und sich Gesang folgte der größte Theil dieser Einladung, unter biegen; natürlich eine gesunde Mittelstands- Politik. Eine solche durchaus loyale Politit in den Jumungen zu untersagen habe Beifall.) fragen: Hat denn der Mann den Verstand verloren?( Stürmischer ihnen der der Referent, der Kandidat des Kreises, Friz der Staat feine Ursache. Wenn man in den Innungen nicht Politik ständig sind, so müssen Sie jetzt zugeben: Meine Herren Sozialdemokraten! Wenn Sie ver 3ubeil. Demselben wurde es nun möglich, seinen Vortrag treiben solle, dann habe die ganze Zwangsorganisation des Hand- Liebknecht hat einen Unsinn gemacht und Stöcker hat recht! Brotes cin, dabei bemerkend, daß damit noch lange nicht die Wünsche Ja wohl, der zu halten. Er ging des näheren auf die künstliche Bertheuerung des werks keinen Werth. Die von den Obermeistern eingestandene politische( Große Heiterkeit.) Dann legte Hofprediger Stöcker des näheren der Agrarier befriedigt seien. Nachdem der Referent noch das Unwissenheit ihrer Klassengenossen benutzte denn auch der Kandidat sein Programm dar. In der Debatte trat Schriftsteller Dr. Karl Alters- und Invaliditätsgesetz in kurzen Umrissen geschildert, tam des Kreises, Dr. Bachler, indem er den rothen Lappen schwenkte Trost warm für die Kandidatur Stöcker's ein, ebenso Buchdrucker derselbe auf die nächste Seichstagswahl zu sprechen; hierbei wurde und seine Zuhörer damit graulich zu machen suchte. Er brachte die Mitschick. Sozialdemokrat Bogin vertheidigte die Stellung der jedoch der Redner durch Auflösung der Versammlung durch den überschon so oft widerlegte Lüge vor, die Sozialdemokraten hätten gegen Sozialdemokraten, die die Einwanderung chinesischer Kulis infolge wachenden Gendarm behindert, da inzwischen die Polizeiſtunde eindas Wuchergesetz gestimmt. Ferner erzählte er mit ernſter der Erwerbung von Kiautschou fürchte. Herr Alfred Schultz wies getreten war. Miene, die Sozialdemokratie habe die Zerreibung des Mittelstandes der Sozialdemokratie verschiedene ihrer Manserungsstufen nach. Ehe nach Hause. Die zahlreichen Anwesenden gingen hochbefriedigt auf ihre Fahne geschrieben, denn der Mittelstand sei religiös und Stöcker sein Schlußwort halten konnte, erhoben die Sozialdemokraten monarchisch gesinnt, während die Sozialdemokratie religions- und einen großen Skandal, fingen an die Marseillaise zu singen, und verein" Zukunft" in Böttcher's Seepark seine regelmäßige VereinsReinickendorf. Am 22. d. Mts. hielt der Arbeiter- Bildungsvaterlandslos sei. Sie begünstige die Konkurrenz der Frau gegen brachten Hochrufe auf ihren Kandidaten aus. Die anderen Theil- versammlung ab. Genosse Zeidler sprach über die allgemeine den Mann, sie wolle die Familie zerstören, ihr Zweck sei der Umsturz nehmer antworteten mit dem Liede„ Deutschland, Deutschland, über politische Lage und richtete einen lebhaften Appell an die Verund die blutige Revolution. Solch' alberne Dummheiten kann man allerdings nur einem fammlung mit der Aufforderung, recht fräftig für unsere Jdeen zu Publikum auftischen, welches in politischer Hinsicht so unwissend ist, Anarchisten- Versammlung nicht für, sondern gegen Stadthagen, schon im ersten Wahlgange zum Siege zu vers Herr Wiese wünscht berichtigt zu sehen, daß er in der letzten agitiren, um unserm Kandidaten im Niederbarnimer Kreise, Arthur wie es nur die verbohrtesten Antisemiten sein können. will Herr Wiese erst dann angewandt wissen, wenn die Aufklärung" in eingehender Weise besprochen war, wurde die Versammlung mit die Wahlbetheiligung gesprochen habe. Diese harmlose Spielerei" helfen. Die Diskussion gestaltete sich recht lebhaft. Nachdem alles und die Organisirung der Arbeiterklasse zu wirthschaftlicher Be- einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Eine sehr lebhafte Wählerversammlung hatten die vereinigten reichstreuen Parteien des sechsten Wahlkreises gestern Abend Alles. " Beim Monaiswechsel empfehlen sich folgende] Carl Strauss' Partei- Speditionen: Bier- Lokal m.Vorgarten Stralaner Allee 17b. Fernspr. VII 4182. Zahlstellen vom Wahlverein und 27876 Berlin vierter Wahlkreis 0.: Robert Wengels, Frucht: Metallarbeiterverband. Straße 30, of II. SO.: Frizz Thiel, Staligerstr. 35 v. Sechster Wahlkreis( Moabit): Start Anders, Salzwebeler- Restaurant Klugmann, Straße 8, part. im Laden. = Charlottenburg: Etabl. 1872. " Den geehrten Vereinen zur geft. Kenntniß, daß ihnen mein Tanzsaal Stroh-, Filz- en Sonntag zur Verfügung steht, da mir seitens des Amtsvorstehers und SeidenHutlager in großer Auswahl. zit Adlershof, v. Oppen, jede öffentliche Tanzlustbarkeit abgeschnitten ist. 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Deutsch- Wilmersdorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heineman11, Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die Brandenburgische Volks- Zeitung" zu erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. Schöneberg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto zwischen Grünau und Friedrichshagen, John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahme bei Fußpartien über die Müggelstelten: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Zigarrengeschäft. Johannis: berge. thal: Senftleben, Restaurateur. Friedenau- Steglitz:. C. Streichhan, Bernsee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: S. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schellhase, Ahorn straße 15a. Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, Marienthalerstraße 18, I. Außerdem ist fämmtliche Parteiliteratur, fowie alle wissenschaftlichen Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts" entgegen genommen. " Um genaue Angabe der Adresse wird dringend gebeten. 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