Mr. 231. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluft: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Quittung. gende freiwillige Beiträge ein: Sonnabend, den 3. Oktober 1891. 1,50. Expedition: Beuth- Straße 3. Aachener Genossen 50,-. Hörsteler Glasarbeiter 3,75. und sie sind ein vortreffliches konservatives Hannover 500,-. Die Die vier Alten, Berlin Often 18,05. Glement, das einen so schönen Damm bilden könnte Rundmaschinenarbeiter aus Thurm bei Glauchau 4,-. Genossen Jim Monat September gingen bei dem Unterzeichneten fol- in Thal- Pforzheim 10,- Bockenheim Frankfurt a. M. 20,90. gegen die Hochfluth der proletarischen Bewegung, wenn folin Volfmarsdorf- Leipzig 40,-. 3apel, Sutgeschäft, Stalizerstraße, nicht eben im Rücken die kapitalistische Hochfluth heranLaffallefeier Elysium, Berlin, Ertrag einer amerit. Auktion Berlin, 5, Bürstenmacher Burg- Magdeburg 6,-. Drewes gebraust käme, die diesen Damm an seiner schwächsten 4,80. Brenzlau 15,-. Bernburg: Ueberschuß eines Volksfestes 30,- Leipzig- Reudnitz 300,- 2. v. 1883 St. Pauli, Ham- Fabrik, Berlin 1, G. 2. U. 150,-. Augsburg 50,- Dessau Stelle erfaßt und seine Trümmer mit sich reißt. Darum burg 50,-.. 2., Berlin 9,05. IV. Berliner Wahlkreis SO. Marten für den VI. Berliner Wahlfreis 270,75, darunter von fann der Klassenstaat wenigstens den Versuch nicht unter413,50. v. 2. z. L., Berlin 6,-. Grabgefang SO. I. Berlin den Putzern aus der Stralauerstraße 33,-. Durch Körber 3,- lassen, den vom Ertrinken bedrohten Kleinen die Frist, 10,-. Morgenstern, Ausflug, Berlin 7,10. Maurer, Bau Wrangel- Für eine rothe Rose in Tegel durch Schulz 4,-. Die lustigen Musi die sie noch zu existiren haben, künstlich zu verlängern. straße, Berlin 14, B. Friedrich, Berlin SO. 5,-. Duisburg lanten Raboisen, Hamburg 50,-. Von Chorfängern b. d. Barm Das ist ein Kunststück, allein es giebt bekanntlich eine 37, Bünde: Ausflug und Lassallefeier 7,50. Zwickau 50,- becker Kirche 28, Vom Agitationskomitee der Frauen Wandsbecks 2. m. 1200,-. Amerikanische Auktion Steinmetzstraße bei Sange, Berlin 6,75. Falkenberg in Schlesien 5, Wahl- 50,-. Malerwerkstatt Wendefeuer, Berlin 5,-. Für die schlafenden Macht auf Erden, die von sich die Meinung hat, daß sie freis Bochum, Ueberschuß der Sammellisten für Brüssel öpfer Stralsunderstraße, Berlin 7,-. Arbeiter der Kontobuch- so ziemlich Alles fertig bringen könne, und da sie macht, so fabrit Leipzigerstraße, Berlin 5,-. Buckauer Genossen 150,- aus dieser Meinung fein Hehl macht so giebt 195,70. Hagen i.. desgl. 44,50. Iserlohn desgl. 3,-. Dort. U. durch D. Hildebrandt, Berlin 5,- 3 Möbelpolirer, es auch Leute, die das glauben. Diese Macht ist natürmund desgl. 18,-. Bielefeld- Wiedenbrück desgl. 3,-. MindenWasserthorstr. 63, Berlin 6,-. 2. Glhch., Berlin 2,80. Subbecke besgl. 3, 23. 88, Berlin, für einen„ Vorwärts" 1,20. 2. 3. 130, B. G. 50,-. Strehlen i. Schles. 7,10. G. N., lich die allweiſe Polizei. Warum sollten die SpießFrankenhausen i. Thür. 20,-. Maurer am Bau Lübeckerstraße Berlin 2. Druckerei Maurer, Werner u. Komp., Berlin 30,- bürger im Kleingewerbe, von denen ein jeder seinen Hamburg 30,- Goldberg i. Schles. 5,-. Von den Weißgerbern Typographen Del und Mq. 2, Gesammelt durch Lindemann Gendarmen mit sich in der Brust herumträgt", von ihr Oranienburgs 22, Steinmetzen von Niemann's Werkplatz bei der Lassallefeier in Friedrichshagen 6,95. Amerikanische teine Rettung erwarten? Magdeburg 5, Br., Brandenburg a. d. H. 3, Randow- Auktion eines Steinfruges in Niederschönweide 8,-. AmerikaGreifenhagen 3,90. W. Fürstenwalde 4, D. 2., Kaiserslautern nische Auktion, Freienwalderstraße 5, Berlin 5,50. Gabriel, Herr Miquel, Herr Herrfurth und Herr von M = Für den Parteivorstand A. Bebel, Gr. Görschenstr. 22a. i. Pf. 3, Wahlkreis Bochum, Ueberschuß der Br. Kongreßlisten Olivengarten, Berlin 1,65. R. W. 22,-. Maurer von Berlepsch haben sich zusammengethan, um dem unter13,10. N. R. für Landagitation 10,-. Nürnberg Ueberschuß 20, Sagenan's Bau, Borgfeld Hamburg Berliner Steinmetzen durch Alb. Hempel 50,- Löbau i. S. 4,50. i. Sachs., alte Garde 10,-. 20,-. Hohenstein gehenden Kleingewerbe und Kleinhandel mit der Polizei G. H., Niederschönweide 3,-. Laffallefeier in der Wolter'schen straße, Hamburg Hohenfelde 16,80. Vom Bau Ecke der Lübecker- zu Hilfe zu kommen. Ein neuer Gedanke ist das nicht; Werkstatt, Friedensstraße 44 Berlin 22,35. Von 5 Hutmachern Gossen 10,-. Forst 1. L. 20,-. und Flaschenkutscher J., Königsstr. 25 Berlin 13,50. Schönefeld Arbeiter von Levy u. Söhne, Wasserthorstr. 50, Berlin 21,50. und hat sich in der Rumpelkammer der Puttkamer'schen Sorau 10,-. Rottbus 8,-. Spremberg 10,- es ist vielmehr ein Inventarstück der Bismarck'schen Aera bei Leipzig durch B. 40,-. Finsterwalde 10,-. Guttenberg III. Berliner Wahlkreis 200,- Bading'sche Druckerei, Berlin, Polizeiregierung vorgefunden. Herr Miquel und ſeine Berlin 100, Von einem Rothen aus der Großh. Zentral- Werkseger 15,-. II. Berliner Wahlkreis 185,10, darunter Butt Freunde hätten die ganze Sache lieber dort beim alten werkstatt Karlsruhe 3, Pegau i. Sachsen 12,-. Greiz 50, Von den rothen Maurern aus der Humboldstraße Uhlenhorstammer durch P. H. 11,-, vom blaprothen Häringsbändiger 6, Eisen liegen lassen sollen. Bekanntlich that sich die BisHamburg 20,-. Von einem Zimmermann Berlin 8,-. Kärger'sdje In Bezug auf die August Quittung wird nachträglich von Maschinenfabrik Berlin 18,50. Maurer von Ziesenitz Bau, Leipzig gewünscht, bei dem Betrag der Genossen Leipzig- march schegierung viel darauf zu Gute, daß von ihr Barmbeck- Hamburg 72,15. Werdenbrück- Pforzheim 10,-. Maurer Altstadt 50 W., zu bemerken Westviertel", auch muß es statt die sogenannten Wanderlager mit allerlei Schwierigbeim Kirchenbau Schönhauser- Allee Berlin 6,55. W. Neustadt a./H. Recklinghausen von Bergleuten 5 M. heißen Röhlinghausen bei feiten bedacht worden waren. Das Kleingewerbe war 10,-. IV. Berliner Wahlkreis Osten 1035,-. Forst i./. Wanne von Bergleuten 5 M. mit dieser Reform" natürlich nicht zufrieden und ver150,-. Groß Auheim 25,-. Von den Maurern auf Berlin W., 2. Oftober 1891. langte weitere Maßregeln. Darauf erzielte man durch Schönfelds Bau, Eimsbüttel- Hamburg, durch Eckhardt 15,-. reaktionäre Aenderungen der Gewerbe- Ordnung den soUeberschuß der Lassallefeier Steglitz- Friedenau 30,-. Wismar 20,- Geburtstagsfeier in Niederschönweide 4,05. W. Lock, genannten Wandergewerbeschein, eine polizeiUeberschuß vom Verkehrsalmanach, Berlin 250,-. Heringsopfer, liche Maßregel, welche den Hausirhandel erschweren und Berlin 1,-. Ein Dummer, Berlin 1,-. Belizz in M. 6,-. auf diesem Wege das Absatzgebiet des Kleingewerbes verVon einer Kindtaufe in Bruch bei Recklinghausen durch W. K. 6,95. Gera 50,-. größern sollte. Die Regierung weiß recht wohl, daß der Durch Schneckenhaus, Berlin 4,90. IV. Berliner Wahlkreis, Südoften 488,70. Bau, Rankestraße, Großkapitalismus immer wieder Mittel und Wege findet, Berlin 10,60. Stiftungsfest Stiftungsfest der Bauarbeiter, Berlin 7,75. seine Waaren abzusetzen, und daß seine Ueberlegenheit Bau, Ostbahnhof 11, Berlin 1,55. Tabatarbeiter- Genossenschaft, Durch die Gewerbefreiheit hat der Klassen- dauernd ist, weil er sich billigere Arbeitskräfte Zollvereins- Niederlage Hamburg 85,-. Jubiläum von Eckhardt burch den Vertrauensm. des II. Hamb. Wahlfr. 6,70. Uebersch. der staat die letzten Hindernisse hinweggeräumt, die der kapi- anschaffen und darum auch immer billigere Waare als das Kleingewerbe. Aber sie im St. T. durch B. St. 6,-.. Nürnberg 400,-. Strimmitschau talistischen Entwickelung im Wege standen. Gleich einem liefern kann, 100,- Schönebeck a. E. 30,-. Von Münchener Handschuh- uferlosen Meere braust die Konkurrenz des Großkapitals gewährt dem Kleingewerbe mit väterlicher machern 10,-. Werther 3000,- Fr. Eng., London 600,- daher und verschlingt die kleinen Betriebe, die umsonst die gewünschten polizeilichen Schutzmaßregeln" I. Berliner Wahlkreis 100,-. Schneider und Schneiderinnen dem übermächtigen Strudel zu entfliehen suchen. Berlins bei Besichtigung der deutschen Hutfabrik 3,-. Sie dem Weiteren mögen sich die biederen Zunftmeister und Personal des Vorwärts", Berlin 200,-. Rid. Berlin 3- sehen die Wogen von ferne sich heranwälzen und schreien Kramladenbesitzer selber abfinden. Braunschweig 200,-. Von Norddeutschen Maurern in Mül kläglich um Hilfe, so kläglich, daß ihnen der Klaffenstaat sein Darum werden jetzt Erhebungen angestellt über den hausen i. E. 8,30. Rothe Junung Döbelu 5,-. II. Sam sonst so fest verschlossenes Ohr öffnet. Denn die vom Unter- Umfang der Produktion jener Waaren, die im UmherP. B., Hamburg 10,-. Maurer an der Barmbecker Bank 20,- gange bedrohten Kleinhandwerker, Zunftmeister und Klein- ziehen vertrieben werden. Es soll dann für die einzelnen Geburtstagsfeier bei Papa Jung durch Gesellschaftsspiele Berlin krämer find doch auch kinder des Klassen staats Kreise die Zulässigkeit des Hausirhandels von der " Vom burger Wahlkreis 550,-. Neubau Billheimer Deich durch Feuilleton. Nagbrua verboten.] Er kehrt zurückk! Originalroman von Jean Meroz. Wenn er an [ 32 Klaffenftant und Kleingewerbe. auf das Volk schießen und die Brust von Blumenmädchen mit Kugeln durchbohren. Dann schrie er so luut er konnte:" Feuer, Feuer an's Chateau d'Eau." Der Ruf wirkte zauberhaft. Die Menge spannte sich sofort vor die brennenden Wagen und unter dem Feuer der durch dieses schreckliche und unerwartete Schauspiel in Bestürzung versetzten Solkleine Blumenmädchen dachte, daten, wurden die Wagen an das Chateau d'Eau geschleppt, so sah er sie vor sich, mit entblößtem Busen, ein großes, in die Gluth warf man Stroh, Holz, eine Tonne Alkohol rothes Loch an der linken Brust, und und wenn er sich und bald begannen die Flamme an den Mauern zu lecken, ihres Russes erinnerte, dann schüttelte ihn ein nervöser während von den Barrikaden herab lauter Beifall erscholl. Echauer. Er wandte sich gegen den Place di Carousel, Den Barrikadengürtel ersetzt ein Feuergürtel, ein Gürtel wo sich die königlichen Ställe befanden. Die Gitter und von schwarzem, erstickenden Rauche, der durch Fenster und Thüren wurden schnell erbrochen und die Ställe besetzt. Schießscharten eindringt. Mijoulet glaubte von hier aus in die Tuilerien ein- Die Barrikaden liegen stumm da, das Feuer hat auf bringen und die königliche Familie gefangen nehmen zu gehört, ein entsetzliches Stillschweigen hat den Lärm abgelöst, selbst die Marseillaise erklingt nicht mehr... Da steht Mijoulet, sein Haar sträubt sich und er Gaffenbengel, welche den Zug mit freudigem Geschrei zittert, gepackt von einer Aufregung, die dem Schrecken begleitet hatten, wie früher ein durch die Straßen mar schirendes Regiment, hatten sich auf die Wagen gestürzt ähnelte, tönnen. " Huld mit die Arme in die Höhe gehoben und eine schmerzliche Bewegung der Verziveiflung gemacht. Der Zorn der Menge legt sich, man schießt nicht mehr. Vor den Besiegten fühlt das Pariser Volk sein Herz von Mitleid erfüllt. 43. Auf den Ruf des Lehrlings sind die Aufständischen vorgestürzt und jetzt löschen sie den entfachten Brand und dringen auf die Gefahr hin, bei lebendigem Leibe zu verbrennen, in das Gebäude ein, um sogleich ihre Feinde den Flammen zu entreißen. Auf dem Plaze gab es keine Feinde mehr, sondern nur Verwundete, welche man mit der äußersten Sorgfalt umgab, deren Wunden man in einer Aufwallung von Edelmuth und Brüderlichkeit verband, wie sie allein Männer von echtem Schrot und Korn hegen können, die für eine Idee zu kämpfen und zu sterben wissen. Der Weg steht offen, die Menge wälzt sich auf die Tuilerien zu und nimmt den verfluchten Ort, die Zufluchtsstätte der Tyrannei, in Besiz. Der Haufen Mijoulets war dem Strome gefolgt und Und das Feuer vollbrachte sein todbringendes Werk. war in diesem wirren und unaufhaltsamen Laufe getheilt und Feuer angelegt. Sie brannten lichterloh. Der Rauch hatte den Posten überwältigt. Die und auseinander gesprengt worden. Als Mijoulet wieder Mijoulet schlug sich an die Stirn. Er wollte nicht Soldaten konnten es nicht mehr hinter ihrer furchtbaren zu sich kommt, sich des Auftrages von Marche- Seul und mehr nach den Tuilerien; er hatte ein Mittel gefunden, Verschanzug, welche zu einem glühenden Schmelzofen ge- daran erinnert, daß er in einem Augenblicke der Geistesum den Widerstand der Besatzung von Chateau d'Eau zu worden war, aushalten. abwesenheit und des Mitleides seine Soldaten verloren habe, beendigen. Sie eilen zum Thor, aber man fürchtet auf den Barri- erlebt er. Halblaut murmelte er seinen Gedankengang vor taben einen Angriff und sendet ihnen wieder ein paar sich hin. -Wenn die Füchse nicht aus ihrem Bau herauswollen, räuchert man sie aus, wir werden die Soldaten ausräuchern, das wird ihnen eine Lehre dafür sein, daß sie Salven zu. Die vordersten Linienfoldaten fallen beim Verlassen der Thür, todt oder verwundet hin. Mijoulet hat einen lauten Schrei ausgestoßen. Er hat Was wird der alte Revolutionär sagen, wenn er ihn allein ankommen sehen wird. Gebeugt verläßt er den Schauplatz des letzten Kampfes, sucht quer durch die Höfe schreitend den Palast auf und durchsucht ihn ohne seine Leute zu finden. Halb verstört vor Schmerz und Scham " Bedürfnißfrage" abhängig gemacht werden. So entscheidet die Polizei auch in diesem Fall über die„ Bedürfnisse" der Bevölkering. Sodann sollen diejenigen Waaren, die vom Gewerbebetrieb im Umherziehen" aus geschlossen sind, eine Vermehrung erfahren, und endlich sollen die Bedingungen, unter denen eine Konzession zum Hausirgewerbe zu erlangen ist, erschwert werden. 17 Die fatalen Vorkommnisse innerhalb der Partei des Herrn Richter, dem die Jungen" und auch die meisten Alten" nicht mehr Ordre pariren wollen, stehen sicherlich in einem gewissen Zusammenhang mit dem elegischen Ton, welchen die Freifinnige Zeitung" in diesem Artikel an das Henkerbeil. Das merkte seiner Reine Wolfe trübt den politischen Horizont", sagte Herr" v. Caprivi in seiner neulichen Friedensrebe. Die 15 Millionen Soldaten, deren Gewehre jeden Augenblick in Europa losgehen können, find allerdings feine Wolke- auch kein Nebel und kein Nebelgebild dafür aber nur zu substantiell und fühlbar. Auch der Freisiunigen Zeitung" ift's offenbar nicht denselben mit dem Wasserkrug zu Boden schlug. Schnell herbeieilende Aufseher warfen sich sofort auf den Verbrecher ganz wohl zu Muthe. Sie mag sehnsüchtig der Zeiten geund fesselten denselben. Herr Direktor Stroffer, welcher gleich denken, da es noch möglich war, durch Abkommandirungen" besinnungslos zusammengefunken war, hat so schwere Wunden den Fall des öffentlich geschmähten und verleugneten, heimam Kopf davongetragen, daß man für sein Leben fürchtet. hindern. Die sozialdemokratische Literatur ist gegenüber Buth über die erlittene lich aber inbrünstig geliebten Sozialistengesetzes zu verDer Sträfling machte den Mordanfall offenbar in der ben binnen Jahresfrist erschienenen fritischen Wer einen Funken von Ehrgefühl hat, läßt fich schimpfliche Mißhandlung. Gegenschriften die Richter'schen Jrrlehren!! Das ist sonach der Strohhalm, den der Klassen- vollkommen ins Hintertreffen gerathen. Die sozialistische Zeit die alte französische Regierung, als sie vor der eben nicht gutwillig prügeln. staat dem ertrinkenden Kleingewerbe zu bieten hat. Presse hat seit Erlöschen des Sozialistengesetzes an Beit die alte französische Regierung, als sie vor der Was wird geschehen? Eine Anzahl armer Haufirer Organen nicht gewonnen, im Gegentheil einige sind ein- Revolution, nach preußischem Muster- Friedericianischem wird noch ärmer, d. h. brotlos werden und die Armen- gegangen. Das offizielle Organ der Partei, der„ Vorwärts", die Prügelstrafe in der Armee einführte. Die Folge war, daß last der Gemeinden vermehren. Die Großindustrie ist weit schwächer, als er vorher war" allein trotzdem sehr viele der geprügelten Soldaten entweder sich selbst oder den aber wird ihre Produkte nach wie vor absetzen und binnen ist es dem tapferen Sozialistentödter Eugen Richter nicht kommandirenden Offizier todtschossen. Das wurde so arg, Kurzem wird der Hilfeschrei des Kleingewerbes ebenso recht geheuer. Er warnt vor ungerechtfertigtem Optimismus" daß die Prügelstrafe rasch wieder abgeschafft wurde. Der Geprügelte von Münster ist nun aber, nachlaut ertönen wie bisher. Vielleicht wird man abermals die geschäftliche Seite nicht zu vernachlässigen, schließt der Knüppel ihn nicht geheilt hat, reif für die Heilung durch der Polizei neue Entscheidungen über die Bedürfnisse" er mit einer schwungvollen Reklame für seine Freiſinnige das letzte Mittel die chriftlich germanischen Sozialreformer: der Bevölkerung übertragen und jedenfalls mit demselben Beitung". Erfolg. Diese Maßregeln sind nicht einmal im Stande, den Todeskampf des Kleingewerbes und des Kleinhandels um eine nennenswerthe Frist zu verlängern in einer Episode, da Großhandel und Großindustrie die ganze Welt überschwemmen. Der Klassenstaat geräth in Widerspruch mit geschlagen hat. sich selbst. Nachdem er alle Schleusen der freien Der Prozeß Heinze; der- infolge eines geradezu Die Hurrah und Mordspatrioten, die einst in Konkurrenz geöffnet, überrascht und erschreckt ihn der unbegreiflichen Wangels an Voraussicht seitens der ein- dem Fürsten Bismarck die vollendetste Verkörperung des daraus hervorstürzende Schwall und er tappt mit un- schlägigen Gerichtsbehörde auf längere Zeit hat vertagt nationalen Gedankens" bewunderten, sind augenblicklich in ficherer Hand hin und her, unschlüssig, ob er das bedrohte werden müssen, ist von höchstem kulturhistorischen Interesse. ber unangenehmen Lage, sehen zu müssen, wie ihr Göze Kleingewerbe retten soll, und innerlich überzeugt, daß Künftige Geschlechter werden staunend und zweifelnd das jetzt in Deutschland so ziemlich das einzige Individuum ist, das vor dem Zaren noch auf dem Bauche rutscht, und die er es nicht retten tann. Am allerwenigsten wird die stehen vor diesem Abgrund von Schmutz und sittlicher Ver- jetzt in Deutschland so ziemlich das einzige Individuum ist, Polizei über den Juduſtrialismus und Großhandel ob kommenheit. Es wird ihnen schwer fallen, sich in Ver- Stirn hat, die Versorgung Rußlands mit deutschem Kapital ob- hältnisse zurückzuversehen, wo Solches möglich war. siegen können. Bellamy drückt an irgend einer Stelle seines Rück zu befürworten. Daß das deutsche Kapital dazu dienen soll, dem„ pommerschen Grenadier" die historischen Knochen" Wir bedauern die Opfer, die der große soziale blicks" den Gedanken aus: Prozeß verschlingt. Jeder Prozeß macht eben Kosten So schwer es den Bürgern der kapitalistischen Gesell zu zerschießen, genirt diesen Musterpatrioten nicht, der So schwer es den Bürgern der kapitalistischen Gesell und diese Opfer find unvermeidlich, weil der Prozeß schaftsordnung fallen mag, sich eine sozialistische Gesell- übrigens zu allen Zeiten ein glühender Verehrer des Knutenmaten Giers, in der Politik russischer als ein Russe" ſelber unvermeidlich ist. Er führt uns aber zu besseren schaftsordnung vorzustellen- den Bürgern der sozialistischen hums und, nach dem Zeugniß des russischen Ober- DiploZuständen, gerade so, wie in der altdeutschen Mythologie Gesellschaftsordnung wird es jedenfalls einst noch weit schwerer war. Doch wir hatten Unrecht," zu glauben, die Anbeter der Verkehrtheit und Unnatur unserer des gefallenen Gözen wurden durch dessen skandalös auf den Untergang der alten Welt der Asen die Götter fein, fich von dämmerung folgt. Das Morgenroth unserer Götter- fapitalistischen Gesellschaftsordnung eine Vorstellung zu unpatriotisches, an Landesverrath anstreifendes Gebahren machen." dämmerung werden weder Pfaffen noch Polizisten mit in Verlegenheit gebracht. Fällt ihnen nicht ein sie sind Für uns Sozialdemokraten ist der Prozeß Heinze ein nämlich allesammt nicht blos Hurrah- und Mords-, sondern ihren Mänteln und Talaren verhängen können. unerschöpfliches Arsenal. Verbunden mit dem Prozeß auch Prozentpatrioten, und jeden Moment bereit, Baare, der seine Ergänzung bildet, zeigt er uns in dem„ Landesfeind" Geld zum Krieg gegen das Vaterland einem unreinen, aber dennoch getreuen Spiegel das Bild zum pumpen, wenn er nur gut zahlt. der heutigen Gesellschaftsordnung mit ihren zum pumpen, wenn er nur gut zahlt. Auswüchsen. Dort die Korruption, auf der Höhe"-hier Reich durch die Logit der Thatsachen und die Konsequenzen und mehr hineindie Korruption, in der Tiefe" Pol und Gegenpol der Bismarck'schen Politik mehr wird, hat die natürliche Folge, daß das Unten und Oben der kapitalistischen Gesellschaft. gedrängt Das Ehepaar Heinze nebst der Schaar von Zuhältern, die Rußland feindlichen Elemente, voran die Polen Dirnen und dem ganzen niedern Hofstaat der freien Liebe" dem und des Diebstahls sie alle find Produkte der kapita listischen Gesellschaft- eben so gut wie Baare und sein schienenflickendes, steuernhinterziehendes Konsortium. " Politische Iteberlicht. abstoßenden, jeder Bernunft und Moral Hohn sprechenden Der Gegensatz zu Rußland, in welchen das Deutsche Berlin, den 2. Oktober. ,, Ein Jahr ohue Sozialistengeset" leitartikeln feit gestern die gegnerischen Zeitungen. Die meisten mit der um gelehrten Philosophie des Fuchses, der die süßen Trauben sauer jand Sie finden die fauren Trauben süß wenigstens geben sie sich die größte Mühe, den Mund nicht allzusehr zu verziehen. Im Allgemeinen sind die Auslassungen genau so unwahr, so heuchlerisch und so seicht, als sich von vornherein erwarten ließ. Um der schrecklichen sozialistengesetz in der Bibel. losen Zeit etwas Geschmack abzugewinnen, tröstet sich zum Die Heinze und Baa re find echte und würdige Früchte Beispiel die National- Zeitung" mit der Betrachtung, daß und Früchtchen der heutigen Gesellschaftsordnung der Sozialdemokrat" das Opfer der Aufhebung des wer weiß, noch nicht die schlechtesten.— " An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen", heißt es und, Deutschen Reich gegenüber eine freundlichere Haltung annehmen. Auf dem polnischen Katholikentag in horn trat dies deutlich zu Tage. Und sollte es zum Kampf zwischen Deutschland und Rußland kommen, so würde allerdings den Polen eine hervorragende, vielleicht entscheidende Rolle zufallen. Als vor einem Jahrzehnt ungefähr im Reichstage von sozialdemokratischen Rednern auf diese Möglichkeit hingewiesen ward, da hatte der große" und weitsichtige" Staatsmann Bismard mur fabe Spötteleien. Es war das um die Zeit, wo er sein staatsmännisches Genie durch das berüchtigte Wort von dem Bischen Herzegowina" bekundete. Sozialistengesetzes geworden sei- daß er mit seinen„ Ruch- Die erzieherische Wirkung des Knüppels. losigkeiten" und" anarchistischen Hezereien" fein Unheil mehr arstiften tönne; er sei eingegangen, weil er Unsere chriftlich germanischen Sozialreformer schwärmen feine Abonnenten mehr gefunden hätte", die jetzige sozial bekanntlich für die Prügel- und die Todesstrafe, ihrer Ansicht nach die zwei einzigen, einander ergänzenden Heil- In der Nähe von Reichenberg in Böhmen ist demokratijche Presse sei doch besser u. s. w. Nun, wir gönnen der National Beitung" den Trost, mittel für alle Krankheiten der Zeit, für welche die Kirche an einer Eisenbahnbrücke ein Sprengversuch gemacht worden. Der famose Saz des Weil ein Expreßzug, auf welchem der österreichische Kaiser müffen sie aber belehren, daß der Sozialdemokrat" sein sich nicht ausreichend erweist. wie in ippotrates was die Arzneien nicht heilen, das sich befand, einige Stunden später die Brücke zu passiren Grscheinen freiwillig einstellte und daß er der letzten Nummer angekündigt ward jeden Augenblick heilt das Eisen, und was das Eisen nicht heilt, heilt das hatte, so wurde von sensationslüfternen und attentatswieder auferstehen kann und auferstehen wird, sobald Feuer, lautet für diese Prügelpädagogen der Menschheit: bedürftigen Lenten sofort ein Attentat angefertigt. Da Was die Kirche nicht heilt, das heilt der Knüppel, der Knall der Explosion nothwendiger Weise von den Bahnsich die Nothwendigkeit ergiebt. Weiter haben wir die National- Zeitung" zu belehren, daß der Sozialdemokrat" und was der Knüppel nicht heilt, das heilt das Henkerbeil. beamten gehört werden mußte und da der kaiserliche Zug Gut, da ist eine Probe von der erzieherischen Wirkung erst lange nachher erwartet werden konnte, so ist der Gedes Knippels. In den heutigen Blättern steht folgende danke eines Attentats, wenigstens eines gegen den öfterNotiz: reichischen Kaiser geplanten für jeden Denkenden einfach auss geschlossen. Die meisten Zeitungen sind auch so vernünftig, von einem simplen Bubenstück" zu reden. sich niemals mit anarchistischen Hezzereien" befaßt und dieses Geschäft den Schüßlingen( Gentlemen und Nicht gentlemen") des Herrn von Buttkamer überlassen hat, welche dafür ja gut bezahlt wurden und sich auch der Gunst der " National- Zeitung" erfreuten. An den baldigen Verfall unserer Partei glaubt die National- Zeitung" nicht, die sich überhaupt in tagenjämmerlicher Stimmung zu befinden scheint. hat er feinen dringenderen Wunsch, als die wiederzufinden, welche unter seinem Befehl standen. Er konnte lange suchen. Keinen einzigen derselben fonnte er unter den Tausend und aber Tausend Menschen herausfinden, welche sich der Wohnung der Könige bemächtigt und sie besetzt halten, welche die Bilder erbärm licher Herrscher zerreißen und in den leeren Salons umherirren. Aber eine Idee kam ihm, als er die Tuilerien verließ. Die Revolutionäre werden sich nach der Deputirtenkammer gewendet haben. Er stellt sich auf dem Pont de la Concorde auf, da er darauf rechnet, sie beim Passiven desselben am ehesten zu treffen. AM Münster. Herr Strafanstalts Direktor Stroffer ist, wie der„ Neuen Westf. Volksztg." mitgetheilt wird, um Haares breite dem Mordanfalle eines Sträflings entgangen. Ein Glück, daß die Sache nicht in Deutschland Herr Stroffer betrat die Zelle eines Gefangenen, welcher fürzlich eine Prügelstrafe erlitten hatte, geschehen, und daß der Urheber des Sozialistengesetzes nicht als letzterer plötzlich auf den Nichtsahnenden losstürzte und mehr am Ruder ist. Er würde sicherlich schon Die Ereignisse der letzten zwei Tage und des Vormittags riefen die größte Angst hervor und unterlagen den verschiedensten Beurtheilungen. vorbeikommen sehen, der den Posten eines Ministers des ebenso tribüne ist fast überfüllt und die Unterhaltung ist sehr lebhaft. Marrast, der Verfasser beißender Flugschriften macht sich Genaue Nachrichten hatte man nicht, und so waren durch die Haltung bemerkbar, welche er denjenigen seiner diejenigen zahlreich, welche bei allem ihren Geschwätz die Genossen gegenüber einnimmt, die von der Republik größte Burückhaltung beobachteten und abwarteten, bis sich sprechen. Er versucht vergeblich ihnen Stillschweigen aufbie Lage geklärt haben würde. Man hatte Odilon Barrot zuerlegen. Dieser feine Herr, dieser Träumer würde sich ganz Durch den Garten verläßt er das Schloß und langt Junern antreten wollte. Er war von jener Meute begleitet, gern mit der Regentschaft zufrieden geben, wenn er eine auf dem Place de la Concorde an, Eben war dort der die immer neuen Ministern nachläuft, wedelt, schwänzelt und hübsche Stellung dadurch erlangte. Er haßt instinktiv das König auf seiner Flucht vorbeigekommen. Zwei Reihen beslissen herumspringt, weil sie auf einen guten Play hofft, Volk und besonders die Revolutionäre. Die Kammer erklärt sich in Permanenz. Sie scheint Kavallerie hatten kaum die andringende Menge vom Wagen weinn es zum Essen geht. Weniger zahlreich waren dieabhalten können. jenigen, welche das Wort Republik in den Mund zu nehmen an den Einbildungen der Kranken zu leiden, welche einige wagten, und noch behandelte man sie wie die Narren. End- Stunden vor dem Tode Pläne für die Zukunft schmieden. Es ist etwa ein Biertel auf Zwei. Kein Mensch hört lich erfuhr man die Abdankung des Königs, die Uebernahme der Regentschaft durch die Herzogin von Orleans und die darauf. Die Tagesordnung ist vergessen. Kein Antrag Flucht der töniglichen Familie. Man schaarte sich um das wird gestellt und man muß die Situng unterbrechen. Uur halb Zwei Uhr ungefähr steigt ein Offizier in neue Banner und fand die Idee der Lage entsprechend: Da entstand eine gewaltige Bewegung an der Eingangs- Uniform zum Siz des Präsidenten hinauf und spricht einen Dieser ruft hierauf einen Einige Augenblicke hatte er, ein Bild der Verzweiflung, thür. Ein kleiner Mann mit einem Kahlkopf war, lebhaft Augenblick leise mit ihm. dagestanden, als Marche- Seul vorbeikam, ihn bemerkte und gestikulirend, eingetreten und schnell umiringt worden. Es Huissier und heißt ihn drei Stühle vor den Ministertisch war Thiers, welcher die Abreise des Königs verkündete, ftellen. Nun, wo er in die Rammer eintrat, war er getröstet aber zugleich versicherte und offenbar log- nichts weiter und gestärkt durch die Worte und Glückwünsche des alten zu wissen. Revolutionärs. Wie überall lag auch hier das Königthum Bestürzung malte sich in seinem Gesicht; man merkte in den letzten Zügen, trotz der Anstrengungen, welche ge- an seiner muthlosen Miene, daß das Volt, welches er sehr macht wurden, es durch irgendwelche Winkelzüge zu haßte und für einen Pöbelhaufen hielt, siegreich war. Uebrigens erklärte er jeden Widerstand für unmöglich. Mit Durch die linke Thür war die Herzogin von Orleans, Die Situng war stürmisch. Sie hatte übrigens schon seiner überschnappenden Fistelſtimme schrie er:„ Die unter Hindernissen begonnen. Sie hätte um drei Uhr Truppen können die Menge nicht am Eindringen hindern; schwarz gekleidet und mit einem langen Schleier vor dem eröffnet werden sollen, aber der Präsident, ein vollkommen noch zehn Minuten und die Kammer ist erstürmt und die Gesicht, eingetreten. Sie hält den Grafen von Paris an Befriedigter", mit Namen de Sauzet, war nicht auf seinem Deputirten ein Opfer der Volkswuth; die Fluth steigt der Hand und einige Schritte vor ihr geht der Herzog Chartres. Einige Offiziere und Schloßbeamte Posten und komite nicht sofort gefunden werden. immer höher, fie steigt uns bis zum Munde." Dann von folgen ihr. In dem Saale des Pas- Perdus( der verlorenen Schritte) riß er aus. Doch hinter ihr her stürzen einige Republikaner herein, Inzwischen ist der Präsident Sauzet gekommen; er darunter Emanuel Arago, welcher vom National zurückso genannt zum Unterschiede von dem Sigungssaale, welchen man füglich den Gaal der verlorenen Worte hätte nennen hat auf seinem Sessel Platz genommen und die Sigung kehrt und die Treppe zur Tribüne zu erklimmen versucht. Tönnen, drängte sich eine Menge von Journalisten und beginnt. Politikern. anrief. retten. Die Zuschauertribünen sind fast leer. Die JournalistenDas Erscheinen dieses Offiziers erregte große Verwunderung. Aber plötzlich verstummt jede Unterhaltung und diese Kammer von feilen Verräthern erhebt sich, wie durch eine Feder bewegt und fängt an zu plärren:" Hoch die Herzogin von Orleans! Hoch der Graf von Paris! Hoch Die Stegentin! Es lebe der König!" ( Fortsetzung folgt.) Elf Jahre nach jener berühmten Maidepesche gestand der Biedermann bekanntlich einem Interviewer, er habe ein Attentat gebraucht, weil er im Reichstag keine Majorität mehr gehabt, und sich auf seine Kollegen nicht mehr habe verlassen können, * = . * " 1 wie im Mai 1878 nach dem geheimnisvollen Terzerolschuß als solche grundlose und auch formal ganz unangemessene Be- 19 Uhr erschien ein Genoffe mit einer in Papieremballage gedes Stöckerianers und Halbidioten Höbel- an seine hauptungen in derselben zu veröffentlichen. Wir haben weder hüllten älteren Parteifahne. Sofort wurde er von den PolizeiLeute" telegraphirt haben:" Neues Ausnahmegese gefagt noch sagen wollen, daß Auerbach an dem Entwurfe nicht mannschaften umringt und zur Auslieferung der Fahme aufgegegen die Sozialisten! Attentat fruktifiziren!" mitgearbeitet hätte, denn so ein Meisterstück, welches das au 3- fordert. Der Redakteur Hülle von der Thüringer Tribüne" schlösse, ist der Magdeburger Entwurf denn doch noch nicht, nahm die Fahne an sich, verweigerte die Herausgabe derselben und erklärte sich nur der Anwendung von Gewalt fügen zu wollen. trotzdem er gewiß manches recht Werthvolle enthält. Der Kommissar entriß hierauf ungachtet der Proteste der GeMannheim, 2. Oktober. Bei der heute hier stattgehabten noffen Reißhaus und Hülle dem letzteren die Fahne mit Gewalt. Abgeordnetenwahl für den badischen Landtag Triumphirend zogen die Polizeimänner mit ihrer Beute ab, wurden unsere Parteigenossen August Dreesbach( Mann- augenscheinlich in dem Wahne, das neue Banner erwischt zu heim und Dr. Nuedt( Heidelberg) mit 167 gegen 182 Stimmen haben. Daß die Polizei sich übrigens selbst der Ungefeßlichkeit Der Tod Boulanger's hat in Frankreich noch gewählt, von welchen 121 für die nationalliberalen und ihres Thuns recht wohl bewußt war, beweist die Aeußerung Sie können die Fahne morgen wieder weniger Eindruck gemacht, als in Deutschland. Seit seiner 11 Stimmen für die demokratischen und freisinnigen Kandidaten des Kommiffars: Flucht war er dort todt, während unsere Patrioten, seit er abgegeben wurden. bekommen"! Hatte die Konfistation irgend eine gefeßliche Unterihnen die berüchtigte Faschings Wahl von 1887 gewonnen, lage, so mußte sie aufrecht erhalten bleiben. Während die Polizei Die Sozialdemokraten Wandsbecks beantragen beim die fonfiszirte Fahne nach dem Rathhause beförderte, gelang es, in ihm eine Art von Nationalheiligen erblickten. Freilich Parteitag, daß der§ 9, Abs. 1 des Statuts unserer Partei- die neue Fahne, allerdings unter mancherlei Fährlichkeiten, zur ein sonderbarer Heiliger, dieser homme entretenu dieser organisation bahin umgeändert wird, daß die Wahl der Bühne zu bringen. Der Weiheakt konnte allerdings nicht in der „ unterhaltene" Mann- unterhalten von Frauenzimmern Delegirten zum Parteitage auf proportionaler projektirten Weise vor sich gehen. Der Vorhang hob sich und Schürzenstipendiat und unterhalten von Pfaffen, Grundlage erfolgt und zwar in der Weise, daß bis zu 5000 Wähler auf der Bühne zeigte sich in einem Kreise von Genossen das Junkern und Börsenspekulanten- Reptilienstipendiat. in einem Wahlkreise nicht mehr als ein Delegirter zu wählen ist, prächtige Banner, gehalten von zwei Damen. Ein minutenlanger Der tapfere General" wußte, daß er in Deutschland ver- von 5-10 000 zwei, weiter aber nur die höchst zulässige Bahl Beifallssturm durchbraufte den Saal. Genosse Böhm nahm mit ehrt ward, und er hat sich in den letzten Jahren ver- von drei Delegirten. Das letzte Wahlrefultat der Reichstags- einigen Worten im Namen der Partei Besitz von der Fahne und schiedentlich ernsthaft mit dem Gedanken getragen, nach Wahlen ist maßgebend bis zur folgenden Wahl für die Ent- dann wurde die Marseillaise intonirt. Mit solcher Begeisterung haben wir das Parteilied in Deutschland noch nicht singen Deutschland überzusiedeln. Vermuthlich ist der Plan sendung der Delegirten. gehört; der annähernd 1000 Röpfe zählenden Menschenmenge an der Eifersucht seines Kollegen Bismarck gescheitert, der keine andere Gözen neben sich duldet. Die Elberfelder Parteigenoffen erklärten sich in einer hatte sich ein Enthusiasmus bemächtigt, der jeder Beschreibung öffentlichen Versammlung mit dem Programm- Entwurf spottet. Die Polizei, welche sich inzwischen von ihrem Frrthum Die französischen Blätter vergleichen den Selbstmord im Prinzip einverstanden und überlassen es den Delegirten, einen überzeugt hatte, versuchte nun die Fahne in ihren Besiz zu Boulanger's mit dem Balmaceda's wobei der Vergleich Ergänzungsantrag im Sinne des im dortigen sozialdemokratischen bringen. Ein direkter Angriff auf die Bühne scheiterte an der noch zu Gunsten des Letzteren ausfällt. Abenteurer waren Bolfsverein besprochenen Entwurfs, der in Nr. 229 des Vor- Schwierigkeit, das hohe Podium zu erklimmen. Die Polizei fuchte fie beide, Glücksritter, die mit dem Glück und der Freiheit wärts" veröffentlicht ist, einzubringen. Entgegen der Berliner nun auf dem ordentlichen Wege die Bühne zu erreichen, fand der Völker ein ehrloses Spiel trieben. Daß das Verhängniß errattion und bie Opposition billigen die Elberfelder Sozialdemokraten die Taktik aber die zu derselben führende Thür verschlossen. Dieselbe wurde diese zwei Männer so rasch hinter einander ereilt hat, ist der Fraktion mit dem Wunsche, daß in Zukunft neben der Sorge mit Gewalt aufgesprengt, doch es war schon zu spät und die um Erlangung guter Arbeiterschutz Gesetze die Fraktion auch Fahne wieder in Sicherheit. Selbstverständlich hatten alle diese ein gutes Zeichen der Zeit. Unsere Zeit ist den Gewalts besonders für Forderungen mehr prinzipieller Natur eintreten Vorgänge das Publikum in große Erregung verfeht und Genoffe menschen und Demagogen nicht gefund. möge, und verurtheilen diejenigen Angriffe gegen Fraktion und Hülle forderte daher, wie vorher schon Genosse Reißaus, die AnVorstand aufs schärfste, welche nicht rein sachlicher Natur find, wesenden auf, ihre Ruhe zu bewahren und die Polizeibeamten sondern persönliche Verleumdungen altbewährter Parteigen offen nicht zu belästigen. Raum hatte er geendet, als Kommissar Kurth zum Gegenstand haben; sie erwarten vom Parteitage, daß der vortrat und in den Saal hineinrief: Die Versammlung ist aufUnsere Bemerkungen gegen den Boykottbeschluß selbe nach objektiver Prüfung der Thatsachen eine auf die Dauer gelöst!" Trotzdem der Kommissar von verschiedenen Seiten nachunserer Haller Genoffen veranlaßt dieses zu einer garantirte Einigung im Intereffe Aller herbeiführen werde, da drücklich auf das Ungesetzliche seines Verhaltens aufmerksam gelängeren Begründung ihres Beschlusses, aus der hervorgeht, im Interesse der gefunden Fortentwickelung der Partei ein sach- macht wurde, beharrte derselbe dabei, daß das Fest den Chadaß der Boykott gegen den Birkus Herzog nicht etwa licher, freier Meinungsaustausch der Genossen über Parteifragen rakter einer Versammlung angenommen habe und es bei der wegen Entganges der Inseraten- Einnahme verhängt unbedingt nöthig ist. Endlich ersuchen sie den Parteitag, da in Auflösung sein Bewenden haben müsse. Die Menge räumte darworden sei; ganz im Gegentheil, sie weisen nach, wie sie letzter Zeit seitens der Gegner im Kampfe gegen uns eine allem auf, troß der inzwischen auf ca. 40 Mann angewachsenen Polizeitagtäglich und grundsätzlich die Aufnahme von Inseraten Menschlichkeitsgefühl und den Gesetzen hohnsprechende knippel macht, in vollkommener Ordnung den Saal. Wegen all dieser ablehnen, die mit der Tendenz unseres Organs in Wider- taktit eingeschlagen worden ist, dagegen eine auf eine angemessene Vorkommnisse wird von unserer Seite Anzeige bei der Staatsspruch stehen. Die Birkusleitung habe aber in so ver nicht gemacht wurde, geeignete Schritte zu thun, damit die Urheber Bestrafung der Schuldigen hindeutende Wahrnehmung bisher anwaltschaft erstattet werden." Die Fahne wurde übrigens am Dienstag Nachmittag dem legender Weise die Inferirung abgelehnt, daß sie sich sofort dieser rohen Ueberfälle auf friedliche Arbeiter einer baldigen, Vertrauensmann Böhm durch einen Polizeibeamten wieder zudarüber klar gewesen seien, daß nur die politische mit dem Verbrechen in Einklang zu bringenden Bestrafung ent- gestellt. Tendenz des Blattes der Grund der ablehnenden gegen gehen." Haltung gewesen sei. Also nicht aus finanziellen, Wegen Majestätsbeleidigung wurde Genosse Fr. Köster sondern aus politischen Gründen sei der Boykott Eine vom Sonneberger Arbeiter Wahlverein nach von der Strafkammer des Landgerichts zit Magdeburg zu erfolgt. Süttengrund einberufene Versammlung faßte 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Verhandlung fand unter So angenehm diese Klarstellung ist, so können wir einstimmig folgende Resolution: Die heute in Hüttengrund im Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die beleidigende Aeußerung Göhring'schen Lokale tagende öffentliche Versammlung, an soll bezüglich der Dekorirung des Hoppe'schen Saales in Benneckengleichwohl den Boykottbeschluß der Haller Genossen nicht welcher Genossen aus Sonneberg, Steinach, Judenbach, Köppels- beck anläßlich der diesjährigen Maifeier gefallen sein. Aus der billigen.( Nebenbei gesagt: aus der Form der täglichen dorf, Hüttensteinach und Oberlind zahlreich theilgenommen Urtheils begründung ging, nach der„ Volksstimme", hervor, daß Boykottaufforderung geht dieser Grund auch gar nicht hervor, haben, giebt zu dem neuen Programm- Entwurf ihre Bu- das Gericht die un vereidigt abgegebene Aussage des Gastwirths der Wortlaut widerspricht ihm sogar anscheinend.) Die ftimmung und überläßt es dem Erfurter Parteitag, event. solche Hoppe dem Gendarmen Frommknecht, dem Amtsdiener Röcke und dortigen Genossen hätten vor Allem abwarten müssen, Abänderungen oder Verbesserungen vorzunehmen, die in der dem Untersuchungsrichter gegenüber für maßgebend und richtig bis bestimmte Thatsachen und Handlungen vor Erstrebung der sozialdemokratischen Biele noch als noth erachtete, während es die wiederholte eibliche Aussage des lagen, die für weitere Kreise den Beweis erbrachten, daß wendig erscheinen. Ferner spricht die heutige Versamm Hoppe, dahingehend, daß Köfter die beleidigende Aeußerung nicht Herr Herzog den neutralen Boden eines Kunstinstituts zu lung dem Parteivorstand und der Reichstags- Fraktion für ihr gethan habe, auf Beeinflussung seitens des Genossen Köster zurückseitheriges Wirken im Dienste des Proletariats ihre aufrichtigste führte, und daher dem diesbezüglichen Hoppe'schen Zeugniß fein allen anderen Parteien auf gleichem Fuße behandelt und fition das Recht der Kritik so arg mißbraucht und verurtheilt die beantragt; der Gerichtshof hielt aber mitdernde Umstände für respektirt zu werden, ist ein Verlangen, dessen Berechtigung Rücksichtslosigkeit derselben gegen das gemeinsame Interesse der angebracht, weil die Aeußerung nicht in der Deffentlichkeit, sonuns Niemand wird absprechen können und für dessen Geltend Partei. Das Beispiel, welches die Betreffenden feither gegeben dern einer Privatperson gegenüber gebraucht war; er erkannte machung wir alle Kraft einsehen müssen. Aber wir können haben, kann auf die uns noch fernstehenden Arbeiter und Klein bemgemäß auf 4 Monate Gefängniß. Niemand zur Unterstützung unserer Sache zwingen, und des- bürger nur abschreckend wirken, denn für eine derartige„ Brüder- Revision gegen das Urtheil ist eingelegt. halb dürfen wir auch aus der wenn auch aus politi- lichkeit", wie sie von mehreren Angehörigen der Berliner Oppofition gegenüber den Genossen im Parteivorstand und der Todtenliste der Partei. In Mannheim verstarb im ſchen Gründen entspringenden Abneigung, in einem Graftion, bie in allen Kämpfen treulich ausgehalten haben, Alter von 40 Jahren der Restaurateur August II rich, feit fozialdemokratischen Blatte zu inferiren, kein Recht zum Boykott öffentlich zum Ausdruck gebracht worden ist, werden sich nur 26. September vorigen Jahres Mitglied des Stadtverordneten herleiten. Wir würden damit nur dem Gegner eine Waffe wenige Menschen begeistern können. Der Delegirte für den Kreis Kollegiums. In der Festung Schlüsselburg erlag der gegen uns in die Hand liefern. Wir bekämpfen aber gerade Sonneberg wird beauftragt, auf dem Erfurter Parteitag gegen russisch- polnische Sozialist L. Waryn sty den Folgen einer feit diejenigen Unternehmer, die ihre soziale Uebermacht dazu be- das Gebahren der Berliner Opposition entschieden Stellung zu 1885 währenden Kerferhaft. Er war 1856 geboren und stammte nußen, Arbeiter ihrer politischen Gesinnung wegen zu maß- nehmen." aus einer alten polnischen Adelsfamilie, studirte in Biola regeln, zu boykotten, sie zum ökonomischen Untergang zu ver ( Badolien), ging dann nach Petersburg, wo er wegen seiner Beurtheilen. Gegen die Berliner Opposition votirten ferner die Partei- theiligung an den Unruhen auf der technischen Hochschule vom genoffen von Hildesheim, Gelle, Coburg, Salzungen; für den Besuche sämmtlicher Hochschulen Rußlands ausgeschlossen wurde, Die Kreuz- Beitung" begleitet unsere Ausfüh- Programm- Entwurf die Parteigenossen von Hüttengrund, brach infolge dessen mit seiner ganzen wohlhabenden Familie, rungen gegen diesen Boykott mit folgenden Worten: Löbau( mit Ausnahme des Punktes Entscheidung über Striege legte auch seinen Familiennamen ab und trat als Handarbeiter Hoffentlich erinnert sich der Vorwärts" hieran auch, und Frieden", anstatt dessen die frühere Fassung gewünscht), in eine Warschauer Eisengießerei ein und entfaltete nun eine wenn es sich wieder einmal darum handelt, die Ehre der Salzungen. eifrige Propaganda für den Sozialismuts. Er ward Mitglied des Partei" um Trinkgelder an nicht- sozialdemokratische Kellner Erefutivausschusses der Partei„ Voltswille". u. a. m. zu verpfänden". Delegirtenwahlen zum Barteitag. Mülhausen i. G. Mit einigen gleich glühend begeisterten Freunden gründete Der Vorwärts" braucht sich daran nicht zu erinnern, eweczerzal. Gelle Wisselborn. Hüttengrund( Thü- er die erste sozialistische Arbeiterorganisation im ehemaligen ringen) Eduard Wehder. Dresden Goldstein und Königreiche Polen. Polizeiliche Verfolgungen zwangen ihn zur weil er bereits in Nr. 222 gegen das Verlangen der organi- Dr. Gradnauer. Löbau Geyer Leipzig bezw. falls dieser Flucht über die Grenze. In Galizien fette er feine propagan firten Kellnergehilfen sich ausgesprochen hat. Mit Bergnügen ablehnt Albert Schmidt- Burgstädt. Salzungen Bock- distische Thätigkeit fort, streute dort den Samen des Sozialismus aber konstatiren wir die brüderliche Einigkeit, die zwischen Gotha. Schweinfurt Giginger- Nürnberg. aus und ward 1879 in den Krakauer Prozeß verwickelt. Dieser Herrn von Hammerstein und Eugen Richter herrscht, sobald Rechtshandel brachte Warynsky eine verhältnißmäßig leichte es gegen die Arbeiter geht. Mit gleicher Verlogenheit Eine öffentliche Frauenversammlung, welche in Buckau Strafe, lieferte aber zugleich auch den Beweis, daß der polnischen Patrioten", Polen sei schreiben nämlich beide, die Partei habe gefordert, an bei Magdeburg einen Vortrag Auerbach's anhörte, erklärte sich die Behauptung den Sozialismus ein ein unfruchtbarer Boden, nicht nicht sozialdemokratische Kellner kein Trinkgeld gegen eine besondere Vertretung der Frauen für Aus Desterreich ausgewiesen, begab mehr zu geben, während bekanntlich nur der Kellnerverein Buchaus auf dem Erfurter Parteitage; sowohl die Rücksicht auf zu halten sei. die Kosten einer besonderen Delegation, wie die Erkenntniß, daß sich W. nach Genf, wo er das erste polnisch geschriebene soziasich an das Publikum mit der Bitte wandte, nur ihren die männlichen schon gewählten Delegirten das Interesse der tistische Blatt herausgeben half;„ Egalité"( Gleichheit) nannte fich Vereinsmitgliedern Trinkgelder zu verabreichen, Frauen genügend wahrnehmen würden, führten zu diesem dasselbe. 1882 begegnen wir W. wieder in Warschau, nachdem um so die Nicht- Vereinsmitglieder zum Anschluß an den Beschluß, den auch wir aus früher entwickelten Gründen nur er zum zweiten Wale seinen Namen gewechselt hatte. Bei seiner Kellnerverein zu bewegen. Ist denn solche Verlogenheit billigen können. nothwendig mit der Schlangenklugheit" verbunden? Korrespondenzen und Parteinachrichten. Die Agitationskommission der Provinz Pommern. J. A.: F. Storch, Stettin, Oberwiek 47. * Dr. H. Lug veröffentlicht in der Magdeburger Boltsstimme" folgende Erklärung: # * * * * neuen propagandistischen Thätigkeit führte er besonders harte Rämpfe mit den" Nationalisten", einer Art Sozialisten, welche Erfurt. Die Weihe einer rothen Fahne, welche vor der Internationalität in Schrecken gerathen. Ein Theil der von einer Anzahl Frauen und Mädchen der hiesigen Partei ge- polnischen Jugend entfremdete sich W. zwar auf diese Weise, schenkt worden war, ging am 26. September unter allerlei gewann aber dafür die Masse der Arbeiter für den Gedanken Echwierigkeiten vor sich. Schon am Tage vorher war dem Ver- sozialistischer Organisationen durch sein energisches und zieltrauensmann Böhm bei der Anmeldung der Feier polizeilicher- bewußtes Auftreten. 1888 begann eine neue Reihe von Verfolseits mitgetheilt worden, daß, wenn die Fahire roth fei, eine gungen und Verhaftungen, welche indeß die erfolgreiche unterEnthüllung derselben nicht gestattet würde, da die rothe Fahne irdische" Arbeit keinen Augenblick unterbrachen. Der Polizeipräfekt an sich schon geeignet wäre, den öffentlichen Frieden zu gefährden von Warschau war z. B. genöthigt, infolge einer Proklamation eines Arbeiterkomitees die inhumane und rohe Verfügung Alle Parteigenossen, welche gewillt sind, gelesene u. f. w. Beitungen und sonstige Schriften sozialdemo= Böhm ließ aber die betreffende polizeiliche Verfügung aufzuheben, nach welcher die Arbeiterinnen einer Polizei- Aufsicht fratischen Inhalts weiter zu geben, werden gebeten, unbeantwortet, da das preußische Überverwaltungsgericht eine in unterworfen waren. September 1883 wurde Warynsky versolche der unterzeichneten Kommission zuzusenden, welche diefelben gleicher Sache ergangene Verfügung des Oberpräsidenten der haftet und nach zweijähriger Bellenhaft zu 16 Jahren Zwangs in Pommern verbreiten wird. Provinz Schleswig- Holstein mit der Begründung aufgehoben hat, arbeit verurtheilt. Der Prozeß gegen die 29 Angeklagten dauerte daß dieselbe mit den Artikeln 29, 30 und 34 der preußischen einen Monat, 8000 Personen waren als Angeklagte, Verdächtigte, Verfassung in Widerspruch stehe und die sozialdemokratische Zeugen und sonstwie darein verwickelt. Die faktische Zeitung der Partei dasselbe Recht habe, ihre Fahne zu entfalten, wie andere Berhandlung lag in der Hand Waryuskys, dessen Intelligenz Parteien. den Schergen des Zaren so sehr imponirte, daß General Gurko Am Sonnabend Nachmittag erschien nun," wie die Thür. 3. B. gesagt haben soll:" Solch' ein Mann sigt auf der AnklageTrib." mittheilt, in der Wohnung Böhm's der Polizeikommissar bank! Er hätte das Zeug, Minister zu sein." Seit 1885 slechte In dem Bericht über die Versammlung im 5. Berliner Kurth und verlangte die Fahne zu sehen. Als diesem Ersuchen W. in den Kerkerzellen von Schlüsselburg dahin, dieser schreckWahlfreis am 28. d. M. schreibt der„ Vorwärts":" Auerbach entsprochen war, erklärte der Kommissar, die Fahne dürfe nicht lichen Bastille, in welcher etwa 50 politische Verbrecher" lebendig als Referent... begründete... eingehend den auch von ihm enthüllt werden, worauf Böhm die Antwort ertheilte, daß begraben sind und zwar solche von der, nach den Begriffen der doch unterschriebenen Gegenentwurf der Genossen Kampffmeyer dies wegen der Gesetzwidrigkeit des Verbots ge russischen Polizei, gefährlichsten Sorte", d. h. die edelsten, hochund Lux gegenüber dem vom Vorstand vorgelegten Programin- schehen werde. Sonnabend Nachmittag ab wurde herzigsten Menschen. Seit der Einkerkerung W.'s war feinertei Entwurf." darauf eine Wache von mehreren Polizeisergeanten vor Nachricht über ihn an seine Freunde gelangt, erst in allerletzter Die Tendenz dieser Erklärung ist klar ersichtlich; man sucht der Wohnung Böhms aufgestellt, die Ueberführung Zeit hat die Kunde von seinem Tode den Weg aus der tiefen Auerbach als Strohmann hinzustellen, und ihn, weil seine Person der Fahne in das Festlokal zu verhindern. Nichtsdestoweniger Nacht der Schlüsselburg gefunden. Sozialisten aller Länder! dem Vorwärts" nicht genehm ist, in den Augen der Partei- gelang es der Findigkeit einiger Genossen, die Fahne unbemerkt Ehre dem Andenken Warynsky's! genoffen zu verkleinern. Demgegenüber habe ich zu erklären, daß von den Späheraugen der Polizei aus der Wohnung Böhms abAuerbach nicht bloßer Strohmann, sondern thatsächlicher zuholen. Im Hose des Kaisersaals dem Lokale der FahnenMitarbeiter an dem Programm- Entwurf gewefen ist." weihe war inzwischen ebenfalls eine ansehnliche Polizeimacht Dr. Lug könnte den Raum der„ Vollsstimme" beffer benutzen unter dem Befehle des Kommissars Kurth versammelt. Gegenl Von um Theater. Sonnbend, den 2. Oktober. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Zriny. Lessing- Theater. Falsche Heilige. Circus Renz. Bimmerleute! E General- Versammlung der Freien Vereinigung Sonnabend, den 3. Oktober 1891, am Montag, den 5. Oktober, Abends 8 Uhr, in Rehlit' Salon, Bergstr. 12. Carlstraße. Abends 7/4 Uhr: Mit vollständig V oder: 1843b Sozialdemokratischer Wahlverein Fünfter Wahlkreis. jammlung eine Kommission zum AufTagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Frik Wilke über: Unsere Waffen im Kampfe ums Dasein." Berliner Theater. Der Garni- neuen scenischen u. choreographisch. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal 1891. 4. Verschiedenes und" Fragekasten. fonsteufel. Vorher: Sabbath des Einlag. u. neuen Wasser- resp. BeleuchIn Anbetracht des interessanten und ivichtigen Vortrages ist es Ehrenpflicht eines jeden Mitgliedes, anwesend Herzens. tungseffekten: Auf Helgo- u sein. Gleichzeitig laden wir jeden Zimmerer hiermit ein, in dieser Versammlung zu erscheinen, ein Jeder ist Dentsches Theater. Die Sonne. land, Ebbe und willkommen. Residenz- Theater. Von Dreien der Fluth, gr. hydrologische Ausstattungs Der Vorstand. Glücklichste.- Borher: Besuch nach Pantomime in 2 Abtheilungen mit der Hochzeit. National Tänzen( 60 Damen), hundert Köpfen. Musikalisch fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen Setlamatorische Abendunterhaltung. mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Runft am Der arme Jonathan. schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Thomas- Theater. Mädchenschule. Schluß- Tableau: Grande Fontaine luOstend- Theater. Vom Stamm der Asra. Wallner- Theater. Der Mann mit Der Bellealliance- Theater. Jung Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. große Prophet. Alexanderplat- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalast. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. heaterd. Reichshallen Neues Programm! Maria la Bonita die erste Tänzerin Spaniens. sügen 2c., Dampfschiff- und Boot- für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 5. Oktober, Abends 8 Uhr, im KonzertGroße Mitglieder- Versammlung mineuse, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: Gigerl- Manöver, ger. von 16 Damen. Elimar( Strickſpringer), vorgef. v. Frl. Oceana Renz. The gold bird, ger. v. Frl. Clot. Hager. Schulpferd Cyd, ger. v. Herrn Gaberel. Die großartig sten Tremplinsprünge über 2, 4, 6, 8 u. 10 Pferde mit Doppelsaltomortales v. d. beften Springern d. Gesellschaft. hause Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tagesordnung: 1. Die europäische Lage und der Sozialismus. Referent Gen. August Bebel. 2. Distuffion. 387/3 Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Zentralverband der Maurer 3 Athleten 3. Bjerde v. b. Gebr. Bria- und verwandten Berufsgen. Deutschlands, Zahlstelle Berlin II. Mitglieder- Versammlung tore. Mr. P. Chiarini, Vor- u. Rückwärts- Saltomartales auf gesp. Seil. Auftreten des Frl. Marie Chiarini, Mr. Adolf Delbosg, sowie des Parforce- am Sonntag, den 4. Oktober, Vormitt. 10 Uhr, in Habel's reiters Mr. Pierre 2c. Morgen, Sonntag: 2 Vorstellungen. Um 4 Uhr ( ein Kind frei) Aschenbrödel". Abends 72 Uhr ,, Auf Helgoland E. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich- Karl- Ufer, Edie Karlfir. Sonnabend, den 3. Oft., Ab. 7 Uhr: Große Eröffnungs- Borstellung. Brauerei, Bergmannstrasse 7-11. Tages- Ordnung: Da letzten bringen der Delegirtenkosten zum Parteifolgenden Stellen Listen zum Abholen tag nicht gewählt wurde, so sind an niedergelegt: Witschow, Restaur., Kl. HamburgerStraße 27. Wagner, Restaur., Neue Königstr. 89. Berndt, Zigarrengesch., Neue Schönhauserstr. 18. Drescher, Zigarrengeſch., Linienstr. 52. Gumpel, Bigarrengesch., Barnimstr. 42. Die Genossen werden ersucht, sich an der Sammlung zahlreich zu betheiligen. Der Vertrauensmann. 332/5 Zentralverein deutscher Böttcher. mittags 102 Uhr, Versammlung in Sonntag, den 4. Oktober, VorHeise's Salon, Lichtenbergerstr. 21. Der Vorstand. 135/3 1. Wissenschaftlicher Vortrag über die Entwicklung des Menschengeschlechts. Referent Herr Henning. 2. Diskussion. 3. Die Ursachen der Arbeitsloügkeit im Baugewerbe. 4. Verbandsangelegenheiten.- Gäste haben General- Versammlung Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 381/20 Die Lokalverwaltung. Achtung, Goldschmiede! Große öffentliche Versammlung Auftreten sämmtlicher für Berlin neu- aller in der Gold- u. Silberwaaren- Branche beschäftigten Arbeiter Hunde- Orchester. engagirter Kunstkräfte, sowie komische Entrees mehrerer der vorzüglichsten und Arbeiterinnen, sowie sämmtlicher Berufsgenossen The 6 Sunbeames.| Die Riesin.. s. w Klowns. Vorführung der edelsten und am Montag, den 5. Oktober d. J., Abends 8½ Uhr, im oberen bestdressirten Schul- und Freiheitspferde. Saale des Herrn Fenerstein, Alte Jakobstr. 75. Gratweil'sche. Unübertroffen neue Original- Dressur. Tages- Ordnung: Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute fowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags Zum Schluß: Circus Ober- und 1.„ Die Arbeit der Frau". Referent Genoſſe Peus. 2. Distusfion. Unter- Waller. Eine Nacht in 3. Bericht der Delegirten zur Berliner Streit- Kontrollkommission und NeuVenedig. Neueste sensationelle, höchst wahl. 4. Verschiedenes und Wahl einer Agitations- Kommission. Der fomische hyprologische Original- großen Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist das pünktliche Erscheinen Waffer- Pantomime in zwei Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen. Gäste willkommen. Abtheilungen, in Szene gesetzt vom 160/14 Direttor G. Schumann. Ballet, arran girt von der Balletmeisterin Frl. Lillé. Der Einberufer. Musik vom Rapellmeister Herrn Jacques Fachverein der Tischler. Schumann. Maschinerien und elek6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pitrische Anlagen von Herrn Joseph Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 8 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Couprant. Kassenöffnung von 10 bis 1 Uhr u. von 5 Uhr Nachm. ab ununterbrochen. Preise der Plätze: Loge 4 M., Tribüne und Sperrsit 3 M., 1. Play 1,50 M., Etablissement Buggenhagen 2. Blas 1., 3. Plaz 50 Pf. Kinder am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. unter 10 Jahren in Begleitung Erwachsener zahlen auf dem 1. u. 2. Plaz die Hälfte. Morgen, Sonntag, den 4. Oktober, Abends 71/2 Uhr: Große Vorstellung. Spezial- Ausschank von Bazenhofer Parteigenossen u. Genossinnen 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. PassagePanopticum ist bis zur Montag, den 5. Oktober, Abends 8% Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79: empfehle ich meinen neu eingerichteten Garten mit zwei Kegelbahnen. Auch tönnen Familien Kaffee fochen. Für 322/18 musikalische Unterhaltung ist gesorgt. 1182L Otto Thierbach, Schwedterstr. 44. 123. Ritterstraße 123. Fertigstellung H. Stramm's Restaurant, des neuen Theater- Saales geschlossen. Großes Fremdenlogis, Herberge und Arbeits Nachweis der Vereine der Klempner, Glaser und Korbmacher. Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Leo Arons über: ,, Der Weengang der Bodenbestreformer". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Am Sonnabend, den 10. Oktober d. J., Vereins- Kränzchen in ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Billets sind auf allen Zahlstellen des Vereins zu haben. Der Vorstand. der Allgemeinen Unterstützungskaffe für Lederzurichter im Polizeibezirk Berlin.( E. H. 50.) Am Sonntag, den 18. Oftbr. 1891, .- D.: 1. Geschäftliches. 2. RechnungsVorm. 11 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11. legung vom 3. Quartal 1891. 3. Re1845 b visorenwahl. Der Vorstand. G. Busse. Fachverein der Steinmezen Berlins. Sonntag, den 4. d. M., Vorm. 10 Uhr: General- Versammlung in Deigmüller's Salon, Alte Jafobstr.48a, Tages- Ordnung: 1. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 2. Abrechnung der Vereinskasse. 3. Gewerkschaftliches. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand.[ 291/4 Verein der Sattler und Fachgenoffen. Am Sonnabend, den 3. Oktober, Abends 8/2 Uhr: Gefchloffene Mitgliederversammlung im Dresdener Garten, Dresdeners straße 45. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 3. Quartal und Sommervergnügen. 2. Wahl der Revisoren. 3. Berschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 363/1 Fachverein der Töpfer zu Charlottenburg. Fortführung des Unterrichts im Lokal RF Versammlung ilmersdorferstr. 39. Tagesordnung u. A.: Vortrag des Genoſſen Roland am Sonntag, den 4. d. M., Vormittags 10 Uhr, in ,, Bismarckshöhe", über: Max. Robespierre als Staatsmann". " Tegel. Die Stenographie- Schüler der Arbeiter- Bildungsschule werden ersucht, sich zu einer Besprechung behufs von Norbert, Beuthstr. 21, am Sonntag, Nachmittags 2 Uhr, einzufinden. 1842b Mehrere Schüler. des Königl. 319/7 Rechts- Bureau Breußischen Amtsrichters a. D., jett Alte Jakobstrasse 130. Gewissenh. Rath, Hilfe in Sonntags bis 4 Uhr. Reichhaltiger Frühstück-, Mittag- Hente, Sonnabend, den 3. Oktober d. J., Abends 8 Uhr, allen Angelegenh. Unbemittelten unentg. und Abendtifdy à la carte zu soliden Preisen. 537 L Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, Ausschant von vorzüglich. WeissEcke Behrenstrasse. Neu: Prinzess Pauline. Geöffn. v.9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 344M Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. [ 1319L] und Bairisch- Bier. Da ich das Lofal von August Günther fäuflich übernommen habe, Oeffentliche Volksversammlung = im Lokale des Herrn Schulz, Schloß Straße Nr. 7-8. Tages Ordnung: bitte Freude und Genossen auch das wegen trauen auf mich übertragen zu wollen. meinem Vorgänger bewiesene Ver- 378/4 Oskar Rackau, Gitschinerstr. 87. 1321L Empfehle nach wie vor mein vergrößertes Lokal, franz. Billard 2c. dem verehrten Publikum. Vorwärts, Volks- Tribüne, Volks- Zeitung, sowie andere Zeitungen liegen aus.[ 1142L Oranien- u. Alexandrinenstr.- Ecke. M. Berndt, Empfehle Freunden u. Kollegen mein neurenovirtes Lokal [ 1766b Anf.: Wochentags 72 Uhr. Entree 50 Pf. vergeben. Sonntags 61/2 75 " " 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. ersucht um zahlreiches Erscheinen Zur Deckung der Unkosten Entree 10 Pf. Der wichtigen Tagesordnung Der Einberufer. Freireligiöse Gemeinde. Vorträge 1648b Echt Nordhäuser Kantabak aus der Fabrik v. Hendess& Schuman Inhaber Hermann Kessler Nordhausen a. H. zu Fabrit Preisen. H. Czerwonka, Friedenstraße Nr. 50. Rautabat- Kommission- Export- Geschäft. Erxleben's Papier- und Schulbuchhandlung, Lederwaaren, Galanterie, Zigarrenam Sonntag, den 4. Oktober, Vormittags 10% Uhr, im großen und Zigarettenhandlung Markusstr. 11, anle von Joël, Andreasstraße 21: Herr T. Henning: Was ist Ecke der Wallnertheater- Straße, emReligion und wer hat Religion". I'm großen Saal Rosenthalerstr. 38: pfiehlt sich der geneigten Beachtung. Herr Waldeck Manaffe: Spinoza und der freie Gedanke". Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. 1850b Cohn's Hosen- u. Anzugfabrik Freie Volksbühne.d Pallisadenstr. 7, unweit d. Büschingpl., größtes Lager u. billigste Bezugsquelle Berlins, arbeitet aus Resten und verfauft im Einzelnen: Knabenhofen von 3um Senefelder". Den bisherigen Mitgliedern nochmals zur Nachricht, daß der Umtausch 1 M. an, Jacken 1,50, Herrenhofen 1,50, ( Pfefferberger Bier- Ausschank.). der Karten uur heute noch E an den bekannten Zahlstellen voll- Knabenanzüge 2 M., Burschenanzüge Paul Hagen, Cristinenstr. 39. zogen werden kann. neu renovirt ist Ein großer Saal, Spezialität. Theater I. Ranges. Festlichkeiten und Versammlungen, zu Diejenigen, welche diesen äußersten Termin verstreichen lassen, ohne um- 3,50, Herrenanzüge 12 M. Nach Maaß an Vereine zu zutauschen, werden als Neueintretende betrachtet und haben als solche 1 t. ohne Breiserhöhung. Flicken gratis. an Vereine zu Einschreibegeld zu entrichten. 7 Pallisadenstraße 7.[ 810L Von morgen Sonntag ab werden in allen 3 Abtheilungen neue Mitglieder aufgenommen gegen ein Eintrittsgeld von 1 Mark mindestens und Frißr- Geschäft. Vorwärts liegt aus. Parteigen. empf. mein Rafir- und 50 Pfennig Monatsbeitrag. 1844b F. Bertin, vorm. Wünsch, Roppenstr. 94. Der Vorßland. Genossen! Verkaufe träft. Landbrot. Markthalle II, Lindenstr., Stand 281. Staare 1,25 M, Kreuzschnäbel 1 M., Beijige 80 Pf., Hänflinge und Rothfehlchen 75 Pf. 1860b Beyer's Restaurant Simmerstraße 44 Brauerei Julius Böhow. Prenzlauer Thor. A. Anton, Defonom. Kleiner Saal empfiehlt sich zur geneigten Beachtung. und 2 Vereinszimmer, Kegelbahnen sind Vorwärts, Gastwirthsgehilfe sowie alle zu vergeben Schönleinstr. 6.[ 795L Arbeiterblätter liegen aus.[ 1451L Festsaal, Cigarren- und Cigarettenfabrik Bitte um Eure Unterſtügung. F. Henze, 1899b en gros und détail M. Wilschke, Kazbachstr. 1. Empfehle allen Genossen mein Lokal. ohne Miethe, Sonnabends frei für Staare 1,25, Kreuzschuäbel 1,0.0 ein Vereinszimmer zu vergeben. Paul Drügemüller[ 13022 2 Vereinszimmer und Winterfegelbahn. Hänslinge 1 M. ( fr. Mitan), Wienerstraße 31. 1847b Schneider, Fruchtstr. 36 a. E. Schnelle, Gr. Frankfurterstr. 133. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Bergnügungen und Versammlungen. Beifige 80 Pig, Rothfehlchen 75 Bfa..| Schuh- n. Stiefel- Lager eigen. Fabr E. Schnelle, Große Frankfurterſtr. 183. empfiehlt 1686b A. Manthey, Linienstraße 245, Dr. Hoesch, homöopath. Arzt nahe der Neuen Königstr.[ 1555b| Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10, Hierzu wzei Beilagen t 9 e e 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 231. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Breslau. " entstellte Thatsachen) erblickt. * Sonnabend, den 3. Oktober 1891. 8. Jahrg. Im Berliner Vorortverkehr ist der erste Tag des Zonen- Busendungen, die in einer schlecht verstellten Handschrift ab tarifs im Allgemeinen ohne Störungen vorübergegangen. Freilich gefaßt sind und die sehr rasch ihren Weg in den Papierkorb fonnte der Fahrplan der Wannsee- Bahn troß Aufbietung aller finden, sei der Merkwürdigkeit halber nur eine mitgetheilt, welche Diese Zuschrift lautet: Kräfte nicht pünktlich eingehalten werden; die Züge hatten fast die Unterschrift Ihr Randel" trägt. sämmtlich Verspätungen aufzuweisen, und der letzte Zug, der„ Die Herren brauchen sich weiter feine Schwierigkeiten zu machen; fahrplanmäßig um 1 Uhr Nachts abzulassen ist, konnte Berlin erst benn Heinze und ich haben bestimmt den Nachtwächter todtum 1 Uhr 40 Min. verlassen. Die Fahrgäste sind mit den neuen geschlagen. Heinze hat ihn aufgehängt; ich habe ihn mit dem Einrichtungen wohl zufrieden, namentlich gefallen die„ Selbst- Stemmeisen todtgeschlagen. Ich werde„ mir" morgen vorstellen, verwaltung" ohne Schaffner und der hohe Bahnsteig, welcher es denn ich fann es nicht länger mit ansehen. Ich war dreimal in ermöglicht, beim Einpassiven des Zuges einen schnellen Ueberblick Buschauerraum, aber feiner hat mir" gesehen." Wegen Majestätsbeleidigung wurde Genosse Trecksiegel seiner Beit zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Die gegen das Urtheil eingelegte Revision blieb ohne Grfolg. Sein Gesuch um Auſſchub der Strafverbüßung wurde trot schwerer Erkrankung seiner Frau abschlägig beschieden. Konfiszirt wurde die geringe Restauflage der Nr. 222 der über einen noch freien Fahrplatz zu gewinnen. Die Sperranstalten Der in Amerika verhaftete Buchhalter Bock, welcher Magdeburger auf dem hiesigen Bahnhof für die Fahrkarten- Kontrolle scheinen Volksstimme": Die Beschlagnahme nicht zweckmäßig genug angelegt zu sein; bei vollbesetzten Zügen immer noch im Untersuchungsgefängnisse zu New- York weilt, hat, erfolgte auf Anordnung des kal. Amtsgerichts, weil dasselbe im staut sich die den Bahnsteig verlassende Menge ungebührlich wie jetzt festgestellt worden ist, seine am 4. v. Wi. bewerkstelligte Gingang des Leitartikels" Staatliche Erhebungen über die an, weil die Durchlässe zu wenig zahlreich und zu eng find. Flucht bereits langer Sand vorbereitet gehabt. Durch seinen Algemein verſtimmend hat die Nachricht gewirkt, daß aus der sowie in dem Absatz:" Aber aus den gestellten Fragen" bis erhofften Verbilligung der Zeitkarten im Vorortverkehr vorläufig lange Jahre in Amerika lebte und mit den dortigen Verhältvertraut iſt. Mit dieſem traf er häufig zusammen ächtlichmachung von Staatseinrichtungen durch erdichtete oder sind vielfach Zeitkarten, die bestellt waren, von den Auftrag und suchte auch Mitte Juli dessen Gesellschaft in einem bekannten gebern zurückgewiesen worden, da das fgl. Betriebsamt in auf- Restaurant der Friedrichstraße auf. Bei dieser Gelegenheit ent Der frühere Redakteur des„ Thüringer Volksfreunds", fallender Weise und ohne Rücksichtnahme auf die ständige Abwickelte Bock ein ungemein lebhaftes Interesse für das Ausland August Burckhardt, welcher nach Verbüßung einer Haji vas tgl. Betriebsamt Berlin- Magdeburg war es, welches auf die die schnellsten und billigſten ſeien, um New York zu erreichen. nahme von Zeitkarten mit den Inhabern derselben verfährt. Gerade und erkundigte sich insbesondere danach, welche Verkehrsmittel in Hummelsburg nach dem Sonneberger Amtsgerichtsgefängnisse Anfrage eines Zeitkarten- Inhabers nach dem fünftigen Preis der Nachdem ihm geantwortet worden war, daß man am Besten mit überführt wurde, ist daselbst, wie wir dem genannten Blatte ent: Beitfarten den freundschaftlichen Rath ertheilte, bis zur demnächst einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd von Bremerhaven ab= nehmen, so schwer erkrankt, daß er dem Krankenhause erfolgenden Entscheidung dieser Frage die Zeitfarten nur auf fahre, fragte er weiter nach dem Preise der Ueberfahrt und legte einen Monat zu verlängern". Das haben denn auch ver- besonderes Gewicht darauf, ob man zu einer solchen Reise schiedene ständige Fahrgäste gethan und beispielsweise ihr ab- eines Passes bedürfe. Als er auch hierüber dahin belehrt worden gelaufenes Halbjahrsabonnement für einen Monat, den siebenten, war, daß ein nicht mehr militärpflichtiger Mann schwerlich verlängert. Dafür hat aber jetzt dasselbe Betriebsamt einen viel eines Passes benöthigte, lenkte er das Gespräch auf die Veröffenthöheren Monatspreis feſtgefeßt, als er dem Jahresabonnement lichungen von Verbrechen und Vergehen in den Zeitungen. Er entsprechen würde, und z. B. für die Strecke Berlin- Zehlendorf wunderte sich, daß die Presse so schnell und so genau über alles dritte Klasse 12 M. 50 Pf. für diesen einen Monat abgefordert, Borgefallene informirt sei und suchte genau zu erkunden, auf Bei einer Versammlung in Schauenstein( Bayern) während die Zeitfrate für das ganze Jahr 88 M., also darnach welche Weise die Zeitungen sich die Benntniß verschaffen. Dem hatte man das der Behörde angezeigt gewesene Eintrittsgeld durch eine Tellersammlung ersetzt, weil die Ver- gerechnet der einzelne Monat nur 73 M. fosten müßte. Der Schriftsteller fiel dies feineswegs auf, da die Fragen in ein durchPreis von 12/2 M. ist ein so hoher, daß thatsächlich der Ge- aus harmloses Gewand gekleidet worden waren. Soviel aber ſammlungsbesucher sich vor ersterem scheuten. Der überwachende schäftsmann oder Beamte, welcher an Werktagen heraus- und steht fest, daß Bock den Rathschlägen des Genannten pünktlich Polizeibeamte hatte dagegen auch nichts einzuwenden, jegt aber erhielten der Vorsitzende der Versammlung und derjenige Bartei- hereinfährt, billiger fortkommt, wenn er sich für jeden Tag eine nachgekommen ist. Ginzelfahrkarte löst. Demzufolge haben viele der Besteller die genosse, welcher die Tellersammlung vorgenommen hatte, Straf- Annahme der erneuerten Wionatsabonnements verweigert. Daraus mandate von 10 bezw. 5 M., wogegen Einspruch erhoben wurde. ist der Bahnverwaltung bereits der erste thatsächliche Verlust entstanden. Weitere Verminderungen der Zeitkarten- Einnahmen übergeben werden mußte. * Eine Volksversammlung für Sondershausen, welche in Grmangelung eines Gaales im Freien tagen sollte, it mit Stück ficht auf die„ öffentliche Sicherheit und Ordnung" verboten worden. * Wie ein Kabel- Telegramm aus New- York soeben meldet, wurde Bock am Donnerstag in Begleitung eines Kriminalbeamten auf dem Dampfer„ Columbia" nach Europa eingeschifft, um der deutschen Polizei ausgeliefert zu werden. Der sozialdemokratische Brünner ,, Volksfreund" feiert dürften folgen. am 22. November sein zehnjähriges Bestehen. Es wird anläßlich Vorgestern Vormittag gegen 11 thr erschien ein Ges dessen an diesem Tage im Augarten ein großes Fest statt- Mit der Dampfheizung der Eisenbahnwagen sollen auch richtsvollzieher bei den in der Mendelssohnstraße wohnenden finden, das sich zu einer bedeutsamen Kundgebung der Sozial- im fünftigen Winter auf verschiedenen preußischen Staatsbahn- Kaufmann B.'schen Eheleuten, um zu pfänden. Frau P. öffnete demokratie ganz Desterreich- Ungarns gestalten dürfte, da die strecken weitere neue Versuche angestellt werden. Daß die Dampf- die Thür und führte den Beamten in das Wohnzimmer. Dort Parteigenoffen aller Orte eingeladen sind, zu dem Feste Vertreter heizung vor jeder anderen Art der Heizung den Vorzug der Ge- bemerkte er auf dem Tische zwei Zwanzigmarkstücke. The er ſie zu entsenden. Wer die Preßverhältnisse Desterreichs kennt und fahrlosigkeit hat, ist allgemein anerkannt; ein Nachtheil besteht beschlagnahmen konnte, sprang Frau P. auf die beiden Goldſtücke sich der Verfolgungen entfiunt, welchen die sozialdemokratischen jedoch darin, daß die Dampfabgabe zu Heizzwecken von der Loko- zu und verschluckte sie. Die Folgen machten sich bald bemerkbar; Blätter daselbst noch mehr ausgesetzt sind als selbst in Deutsch- motive aus von dem Lokomotivführer abhängt, der bei den be- es stellten sich so heftige Schmerzen im Magen ein, daß die land, wird wissen, was für zähe Thatkraft die Parteigenoffen stehenden Rohlenprämien ein Interesse daran hat, möglichst Dampf Patientin ins Krankenhaus mußte. entfalten mußten, um den„ Voltsfreund" zehn Jahr lang über und Heizmaterial zu sparen. Ferner sind die Heizschläuche nicht Ein frecher Raub ist an dem Droguisten B. in der Nacht Wasser halten zu können, und sich mit uns in dem Wunsche vereinigen, daß jenes Organ der Sozialdemokratie auch ferner die Interessen unserer großen Sache mit demselben Erfolge vertreten und alle Schwierigkeiten ebenso überwinden möge wie bisher. Lokales. genügend, um einen Druck stärkeren Dampfes, wie er zur Durch heizung einer längeren Wagenreihe erforderlich ist, fortzuleiten. Die neuen Versuche im Laufe des nächsten Winters sollen des halb darauf gerichtet sein, die Abgabe des nöthigen Heizdampfes von der Maschine aus möglichst unabhängig von dem Lokomotivführer zu machen und zur Dampfleitung Metallröhren zu verwenden. zum 30. v. M. zwischen 2 und 3 Uhr auf dem Tempelhofer Felde verübt worden. Derfelbe wohnt in Mariendorf und sein Weg führte ihn über das genannte Gelände. Hier überfielen ihn drei gutgekleidete Männer, entriffen ihm gewaltsam die Kleider, so daß er barfuß, nur mit dem Hemd und Beinkleidern angethan, nach Mariendorf gehen mußte. Zwei Selbstmordversuche, die vermuthlich einen tödtlichen Verlauf nehmen werden, sind zur Kenntniß der Behörden gebracht worden. Vorgestern hat sich in einem Gasthof ein Kaufmann durch zwei Schüsse in die linte Schläfe lebensgefährlich verlegt, und gestern hat sich ein Schriftsteller, aus Furcht, daß übergroße halb des Herzens eine Kugel in die Brust geschossen. geistige Anstrengung bei ihm Irrsinn hervorrufen könnte, unterTheilnehmer wird durch wöchentliche besondere Uebungsstunden gefördert werden. Für Lehrmittel find 1 M. 50 Pf. zu ent richten, weitere Unkosten entstehen nicht!- Um recht zahlreiche Betheiligung ersuchen mehrere Genossen. Nach einer neueren postalischen Verfügung dürfen durch den Hektographen vervielfältigte Schriften nicht mehr als Druck Der Mordprozeß Heinze wird nach seinem jähen Ab- sachen angesehen und befördert werden, fie müssen vielmehr mit schlusse sehr eifrig weiter besprochen. Offenbar ist es dem An- dem für Briefe üblichen Portofayze frankirt werden. geflagten Heinze darum zu thun gewesen, die Verhandlung möglichst weit hinauszuschieben. Dies hat freilich nur dann einen Jahre nach dem Bericht der städtischen Schuldeputation die GeAuf sämmtlichen Berliner Schulen betrug im vorigen Sinn, wenn Heinze einen Schuldigspruch voraussah. Diesen sammtzahl der Schüler 221 216. Hiervon waren in den Gemeindeletzten Streich des Heinze legen manche Stimmen dem Vertheidiger Schulen eingeschult 173 183 Schüler, so daß aljo 58 033 Schüler unentgeltlichen Lehrkursus der ganz vereinfachten Arends'schen Stenographie. Genossen, welche gewillt sind, sich an einem mit zur Last. Nach den veröffentlichten Berichten kann man zu( ca. 25 pet. aller Schüler) auf die höheren Unterrichts- Anstalten Stenographie( Kurzschrift) behuss Erlernung derselben zu beder Ansicht kommen, daß die Vertheidiger in der Identifizirung entfallen. Hinsichtlich der Konfession der Schüler vertheilt sich theiligen, werden ersucht, sich am Dienstag, 6. Oktober, mit den Angeklagten und in freundlichen Rathschlägen für sie die Gesamatzahl auf 195 790 evangelische, 13 011 fatholische, abends 8/2 Uhr, im Lotal von Herschleb, Adalbertüber die Grenze des Zulässigen hinausgegangen sind. Es ver- 12176 jüdische und 739 dissidentische Schüler. Von der Gesammt- straße 4, einzufinden. Der Lehrkursus erfordert 6 Unterrichtslautet sogar, daß das Verhalten der Vertheidiger den Ehrenrath bevölkerung betrug die Schülerzahl der evangelischen 14, der stunden; die dann noch nothwendige weitere Ausbildung der der Anwaltskammer beschäftigen werde. Die Zeit, welche bis fatholischen 10 und der jüdischen 15 Prozent. zur Wiederverhandlung verfließen kann, wird auf mindestens drei Monate gefchäßt. Nach den Vorschriften der Strafprozeß- Ordnung Man schreibt der Voff. 3tg.": Der Unfug, in einen muß eine neue Geschworenenbank gebildet und das gesammte bereits fahrenden Eisenbahnzug einzuſteigen, ist bei den hohen Beiveismaterial erneut vorgeführt werden. Bahnsteigen, wie solche auf den Bahnhöfen der Wannseebahn Ungleich wichtiger, als die juristischen Formen dieses Pro- eingerichtet sind, weitaus gefährlicher als bei den sonst üblichen Im Theater der Neichshallen traten vorgestern die neuzeffes, iſt ſein sozialer Gehalt. Das jühlen auch die bürgerlichen niedrigen Bahnsteigen, weil bei etwaigem Straucheln die Gefahr engagirten Sträfte zum ersten Male auf und werden die Sunbe Blätter und ergehen sich theils in sentimentalen Betrachtungen, vorliegt, zwischen die Trittbretter der Wagen und die Einfassungs- ames, sechs jugendliche Sängerinnen und Tänzerinnen, die theils in kleinlichen Vorschlägen. In der ersteren Art verfährt maner des Bahnsteigs zu fallen und so aufs Schwerste be- außerordentlich flott und sicher arbeitenden Akrobaten Are und die alte Tante Voß. Am Schluß ihres weinerlichen Artikels heißt schädigt, wenn nicht gar getödtet zu werden. Schreiber dieses Bebra nicht wenig zur Erhöhung der Besucherzahl beitragen. es:" Besser denn predigen ist hier werkthätige Hilfe nothwendig, war gestern am Eröffnungstage der Wannseebahn, zweimal Beuge das sehr zahlreich anwesende Publikum spendete allen ProdukSpendung von gut bezahlter Arbeit, Nachsicht gegen Schwächen solcher Vorfälle, die zwar beide ohne Unglück abliefen, aber zur tionen reichen Beifall, den die wohl unübertroffenen Neckturner und begangene Fehltritte, wirklich echte und rechte Nächstenliebe. höchsten Vorsicht mahnen. Auf dem Wannseebahnhof in Berlin Gebr. Avolo, Miß Lylia die Trapezkünstlerin, und auch die andere Aus dieser hat zu erwachsen das Gegengewicht gegen die sinten- fuchte ein Fahrgast in dem Augenblick noch einzusteigen, Künstlerschaar redlich verdient hatten. den Tendenzen der Großstadt. Das sind Erwägungen, zu wel als der Zug sich in Bewegung fette; er verlor dabei chen, unserer Ansicht nach, der Prozeß Heinze in erster Linie Ver- das Gleichgewicht, fiel hin und wurde etwa zwanzig Das Passage- Panoptikum hat sich für die Winterkampagne anlaffung giebt." Das Manchesterblatt hat, wie Figura zeigt, Schritte weit mitgeschleift, blieb aber zum Glück auf dem Bahn- bereits gerüstet. Die Direktion hat ein neues Künstlerpersonal einen bösen Moralischen", und dem Katzenjammer entspricht auch steig und fam mit einer geringfügigen Hautabschürfung am Knie engagirt, welches wohl allen Ansprüchen, die man an derartige die wirre Sprache:" Besser nothwendig"," sinkende Tendenzen davon. Ein Anderer, der trotz mehrfacher zurufe eines Bahn- Spezialitäten stellen kann, genügen dürfte. Da waren Sängerinnen, der Großstadt". Aber vom allgemeinen Moralisiren zu fonkreten beamten in einen anderen, schon in der Anfahrt begriffenen Bug Pistonbläser und-Bläserinnen, Physiognomiker und Sprechtünstler, fozialreformirenden Vorschlägen, abgesehen von etwas Wohl- hineinzuspringen suchte, strauchelte ebenfalls, doch gelang es ihm amerikanische Clowns und Akrobaten und Alles arbeitete mit thätigkeit, erhebt die Voss. 3tg." sich nicht. Gleich anderen noch, sich zu halten und in den Wagen zu kommen. Beide Fälle einer Sicherheit, die in einzelnen Fällen geradezu verblüffend Blättern flagt sie auch die Wohnungsverhältnisse für die zu Tage machten auf die Zuschauer einen äußerst peinlichen Eindruck, weil wirkte. Es ist häufig wunderbar, zu welcher Geschicklichkeit sich getretene Unjittlichkeit mit an. Daß diese traurig sind und viel man im Augenblick befürchten mußte, die Unvorsichtigen zwischen der menschliche Körper ausbilden läßt. zur Unsittlichkeit beitragen, ist gewiß ebenso richtig, wie die Trittbrettern und Bahnsteigmauer gerädert zu sehen. Die hohen Meinung, daß in dem Falle Uthes-Heinze Hahn der traurige Bahnsteige dienen ersichtlich zur Bequemlichkeit des Publikums Polizeibericht. Am 30. v. M. Abends stürzte sich eine Wohnungszustand gegenüber der Unsittlichkeit das Borangehende beim Ein- und Aussteigen, um so mehr muß vor dieser Gefahr, Frau aus einem Fenster ihrer im zweiten Stock des Hauses und Ursächliche sei, naiv ist. Uns scheint, die Bourgeois die sie bieten, gewarnt und dringend empfohlen werden, die Vor- Lessingstr. 42 belegenen Wohnung auf den Hof hinab und verfeelen stoßen fich an dem Ensemble= Logis dieser schrist, niemals in einen anfahrenden Zug hineinzuspringen, hier starb bald darauf infolge eines Schädelbruchs. Am 1. d. M. Familien hauptsächlich weil dasselbe die Erfchei doppelt streng zu befolgen. Morgens wurde der Bahnarbeiter Johann Pfeiffer in der Nähe nungsform des Lasters noch widerlicher macht, des Bahnhofes Stralau- Rummelsburg von einem Eisenbahnzuge die für die Bourgeoisie das eigentlich Verlegende ist. Ein anderer Jener Just, dessen Vernehmung als Benge in dem überfahren und auf der Stelle getödtet. Auf dem Bellebürgerlicher Betrachter hebt hervor, daß die individuellen Nei- Mordprozeß gegen die Heinze's vom Gerichtshof angeordnet Alliance- Platz wurde zu derselben Zeit in den Anlagen die bereits Vorgungen und Schwächen doch auch bei Personen wie der Heinze worden ist und der sich angeblich zur Zeit in Chicago, Ill., auf verweste Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. mitsprächen. Nun ist es ja tlar, daß von einer Anzahl Per- hält, dürfte mit dem Schuhmacher Bernhard Just identisch sein. mittags sprang ein Dienstmädchen an der Burgstraße, gegenüber sonen in derselben elenden sozialen Lage, die einen willensfräftiger Dieser Schuhmacher Bernhard Just ist am 4. Januar 1857 zu der Börse, in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus dem und widerstandsfähiger gegen das Laster und das Verbrechen Lübbenau geboren und ist verheirathet mit einer gewissen Jo- Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Zu derselben find als die anderen. Aber die stärkere Widerstandsfähigkeit sephine Kollect. Im Jahre 1885 hat er sich in Danzig aufgehalten Zeit brachte sich ein Kaufmann in einem Gasthofe in der mancher Individuen entlastet doch nicht die Gesellschaft, deren und dann ist er nach Berlin verzogen und hat auch vorüber- Invalidenstraße mittelst Revolvers einen Schuß in den Kopf bei, ökonomische Zustände und gesellschaftliche wie politische Ein- gehend in der Umgegend von Berlin, in Rixdorf, Stegliß und so daß seine Ueberführung nach der Charitee erfolgen mußte. richtungen Lafter und Verbrechen entstehen lassen, begünstigen, Behlendorf Aufenthalt genommen. Im Jahre 1889 haben die Abends wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Bergstraße und schließlich die gesellschaftliche Ordnung selbst bedrohen lassen. Justs in Berlin in der Stralsunderstraße 110 gewohnt. Als dem erhängt vorgefunden. In der Nacht zum 2. d. M. gerieth ein Laßt doch den Einzelnen die Folgen dessen, was er wirklich Just 1889 der weitere Aufenthalt in Berlin untersagt wurde, Mann vor dem Hause Invalidenstraße 135 durch eigene Unindividuell verschuldet hat, tragen, aber tragt ihr auch Euer weil er wegen Hehlerei und Körperverletzung wiederholt bestraft vorsichtigkeit unter die Räder einer Droschte und erlitt einen Theil und redet Euch nicht ein, daß die mit schuld des Einzelnen worden ist, wanderte er nach Amerika aus, wohin sich seine Frau Bruch des Schlüffelbeins. Er wurde nach der Charitee gebracht. Euch entschuldige! Und noch Eins: Auch die geringere sittliche schon früher begeben hatte. Es wäre den Behörden wohl nicht Am 1. d. M. Abends und in der darauffolgenden Nacht Wehrhaftigkeit des Einzelnen ist so gut wie jedesmal durch gesell- unerwünscht, einige Mitteilungen über diesen Just, seine fanden fünf kleine Brände statt. fein Thun und Lassen zu erhalten. fchaftliche Verhältnisse bedingt. Die Folgen der gesellschaftlichen Verhältnisse und Zustände treten zu Tage in der Erziehung, am Körper, am Intellekt. Während des Heinze'schen Prozesses ist die hiesige KriminalDie bürgerliche Gesellschaft ist die Schuldige. Der Zustand der Ge- polizei mit Zuſchriften aller Art überfluthet worden. Darunter fellschaft wird aber immer toller, daher auch der Moralische" befanden sich neben sinnlosen Schriftstücken anderer Art auch als die nothwendige Wirkung der spät beginnenden Einsicht auf nicht weniger unsinnige Mittheilungen, deren Urheberschaft einem das schuldbeladene Gewissen. hiesigen Privatdetektiv- Institut zugeschrieben wird. Von diesen Gerichts- Beifung. vor der ehe Jahre 1877. Danach durften Teine Defen Teine Defen mit Klappe|§ 30, dahingehend, daß die Kasse in 12 Wahlkreise einzutheilen ist, mehr angebracht werden und die schon vorhandenen und aus diesen je 2 Delegirtinnen, statt bisher 3, zur GeneralWahrung berechtigter Jnteressen". Ein nach mehreren mußten sämmtlich vom 1. Januar 1881 ab beseitigt sein. versammlung zu wählen sind, wird angenonunen. Bei§ 31 Richtungen hin interessanter Beleidigungsprozeß ſpielte sich gut wie alle übrigen Häuſer einer allgemeinen Revision mit versammlung für einen Tag auszuschreiben, sondern hierfür Es sei doch anzunehmen, daß das Haus des Angeklagten ebenso wurde angenommen, nicht wie bisher die Wahl zur Generalgestern freilich nicht gegen einen Sozialdemokraten 2. Straftammer des Landgerichts II. ab. Rücksicht auf die erwähnte Polizeiverordnung unterworfen worden einen Zeitraum von zehn Tagen festzusetzen. Der Weinreisende Paul Richter hatte die Vermittelung beim Verkauf eines sei, und fei dies der Fall, dann müsse der Kommission die ver-§ 35 ist dahin abgeändert, daß von jest ab nur dort Zahlgessene Grundstückes in Spandau, auf welchem eine Gasanstalt errichtet 9cffene Klappe doch auch entgangen sein. Der Staatsanwalt stellen gegründet werden können, wo wenigstens 20 Mitglieder Bitch eine, wenn auch nur geringe Fahrlässigkeit des wohnhaft sind( gegen früher 10 Mitglieder), da solche kleinen werden sollte, übernommen. Der Werth des Grundstückes belief sich auf mehr als 2 Millionen Mark und sollte Nichter eine Angeklagten dadurch für erwiesen, weil er sich nicht persönlich Bahlstellen die größten Kosten verursachen. Provision von 50 000 Mark erhalten, wenn der Verkauf bis zum bas zulässig mildeste Strafmaß, einen Tag Gefängniß. Der Verfolgender Schlußsatz zum Statut angenommen:" Wahlberechtigt um den Zustand seiner Defen gefümmert habe. Er beantragte Um den minderjährigen Mitgliedern gerecht zu werden, wurde 1. Oktober 1890 perfett fei. Ein diesbezüglicher Schlußschein war bereits am 1. Oftober 1889 ausgestellt worden. Um das theidiger, Rechtsanwalt Kauffmann, plaidirte für Freisprechung, ist jedes Mitglied, wählbar dagegen sind nur Großjährige." indem er ausführte, daß die Anklage überhaupt an die falsche Geschäft zur rechten Zeit, also innerhalb eines Jahres, Dem Zentralvorstand wurde sodann das Recht zuerkannt, in zu erledigen, war aber erst das Gutachten der Stadtbehörden in Adresse gerichtet worden sei. Vielleicht hätte man den Vorbefizer, Gemeinschaft mit dem Ausschuß Stellen im Statut zu ändern, Spandau nothwendig. Diese wiederum wollte die Regierung zu meister Hildebrandt zur Berantwortung ziehen können, aber den der der Polizeiverordnung nicht nachkam, vielleicht den Töpfer- welche etwa von der Behörde beanstandet würden. Potsdam hören und so vergingen hierüber Monate, Die Berathung ging in der Mittwochfizung zu der GehälterRichter irgend eine genügende Antwort bekam. Mehremals Angeklagten treffe auch nicht das geringste Verschulden bei dem frage über. Den unbesoldeten Kassenbeamten wurde Folgendes wandte er sich mit Bittschriften u. s. w. an die Spandauer Stadt- Unglücksfall. Der Gerichtshof schloß sich der Auffassung des Ver- gewährt: 1. Dem Zentralvorstand zu den bisherigen Diäten noch verwaltung, ohne jedoch irgend etwas zu erreichen. Der Termin, theidigers an und erkannte auf Freisprechung. 300 M. für Bureau- Unkosten, 2. jeder Beisigerin für jede Sigung 1. Oftober 1890, nahte heran und noch immer keine Aussicht. 50 Pf., 3. dem Ausschußmitglied Herrn Kießling für seine Dazu kam noch, daß Richter in schlechten Vermögensverhältnissen der dritten Straffammer des Landgerichts I. aus der Unter Folge pro Jahr 50 M., 4. jedem Ausschußmitglied pro Sihung Drei polnisch- jüdische Ladendiebe wurden am Mittwoch dreijährige Thätigkeit nachträglich 100 m. und für die war. Er hatte bereits mehrere Darlehne aufgenommen, der Ge- suchungshaft vorgeführt. Es waren die aus Warschau stammen 50 Pfennige. richtsvollzieher war ständiger Gast bei ihm geworden; die den Eheleute Abraham und Helene Perlmutter, sowie eine Ver50 000 M. fonnten Alles regeln und immer noch keine Antwort. wandte der Letzteren, die zu Lodz gebürtige Handelsfrau Beitel In den Zentralvorstand wurden einstimmig wiedergewählt die Herren Hierauf wurden für 3 Wahlfomitee's 9 Delegirtinnen gewählt. Da begab sich der Bedrängte persönlich zum Bürgermeister von Szeifewicz. Die Polizeibehörde hält die drei Angeklagten für Schulz und Haustein, sowie die nöthigen Erfagpersonen und ein Spandau, ohne aber auch dadurch etwas zu erlangen. Wüthend äußerst gefährlich, trotzdem sich nichts über ihre Vergangenheit Ersatzvorstand; ferner eine Revisionskommission aus 3 Personen. hierüber schrieb er in der Wohnung des Bürgermeisters an den hat ermitteln lassen. Steiner der Angeklagten will den Tag Alle gewählten Personen haben ihren Sitz in Offenbach. Stadtrath Wolff, der der schuldige Theil sein follte, feiner Geburt angeben können. Im Juni ist das Kleeblatt in eine offene Postkarte, in der er in äußerst scharfen Berlin eingetroffen und in einem Gasthofe in der Hirtenstraße den hierzu per Attlamation gewählt. Siz des Ausschusses bleibt Braunschweig. 10 Personen werWorten dem Stadtrath Vernachlässigung der Amispflicht vorwarf und seiner Wuth noch durch andere, wenig schmeichelbafte abgeftiegen. Wie die Angeklagten angeben, haben sie nach Ort der nächsten Generalversammlung ist Mainz. ihrer Ausweisung aus Rußland nach Amerika aus Nach einer begeisternden Ansprache des Vorsitzenden, welcher Ausdrücke Luft machte. Hierfür wurde er vom Schöffengericht wandern wollen, sind aber wegen Geldmangels nicht weiter mit Genugthuung auf die Vergangenheit der Kaffe, das gegen zu Spandau zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Das Schöffenwie bis Berlin gekommen. Diese Angaben haben wenig Glaub- wärtige Wirken, für welches vor Allem die stetige Anwesenheit gericht hatte auf eine Geldstraße nicht erkannt, weil R. bereits würdiges. Die beiden Frauen hatten viel und gute Garderobe aller 35 Delegirten und der 10 Beiräthe Zeugniß ablege, hindreimal wegen Beleidigung vorbestraft war. Gegen dieses Urtheil mit. Es wird angenommen, daß sie lediglich von Ladendiebstählen wies, und zu neuem eifrigen Streben zum Wohle der Kasse und legte R. Berufung ein. Die Thatsache der Beleidigung konnte leben. Es wurden stets nur die ersten Engros- Geschäfte von den damit aller ihrer Mitglieder aufforderte, wurde die dritte Generalnicht beftritten werden. Wohl aber wurde die Verzögerung der beiden Frauen heimgesucht. Während der Ehemann Perlmutter versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Offenburger Amtsgeschäfte" des Herrn Stadtrath recht drastisch dadurch sie nur bis zur Thür begleitete und sich so vor's Schaufenster Krankenkasse für Frauen und Mädchen geschlossen. illustrirt, daß derselbe angab, es wären ihm die betreffenden aufstellte, daß er den beiden im Laden befindlichen Frauen Aften zur Korrektur nachgesandt worden, als er sich auf Ferien- leicht einen Wink geben konnte, ließen sich die beiden Frauen stets Petersburg, 2. Oktober. Viele russische Städte reifen" befand. Damit sollte die Verzögerung als nicht durch die Seidenstoffe der verschiedensten Farben vorlegen. Sie brachten aber haben bei der Staatsregierung Gesuche eingereicht, in welchen Schuld des Herrn Stadtrath entstanden, hingestellt werden. Nun niemals ein Geschäft zum Abschluß, sondern nach längerem Handeln darum gebeten wird, sie in eine niedrigere Steuerwurde aber im gestrigen Termin festgestellt, daß der Herr Stadt- entfernten sie sich wieder mit dem Versprechen, nach einigen kategorie zu versetzen. In mehreren Gegenden, welche berath die Akten in genau denselben Zustand wieder Stunden wiederkommen zu wollen. Nach ihrem Weggange merfte reits seit einigen Jahren von großem Nothstande betroffen heimgebracht hat, als sie ihm ins Bad nachgesandt der Verkäufer erst, daß ihm eins der vorgelegten Stücke fehlte. worden, hat sich die Zahl der zu den Gilden Steuernden und worden find! Es erscheint hiernach die Angabe, daß Tag Die Diebinnen trugen große Reisemäntel, unter denen sie un- der Inhaber von Handelsetablissements in hohem Grade verund Nacht" in der Sache gearbeitet wurde, in recht sonderbarem bemerkt ein größeres Packet verbergen und fortschaffen konnten. mindert, und man befürchtet, daß infolge der hohen Steuern Lichte. Der Gerichtshof verwirft zwar den Einwand des Ver- Es hat sich eine ganze Menge Bestohlener gemeldet, die An mit dem Schlusse dieses Jahres viele ihr Geschäft ganz einſtellen theidigers, daß der Bürgermeister von Spandau den Stadtrath geklagten wollten aber nur zwei Fälle zugeben, in denen sie je werden. veranlaßt habe den Strafantrag zu stellen, ohne ein vor ein Stück Seidenstoff zum Werthe von 130 bezw. 200 M. mitgesetter Beamter im Sinne des Gesetzes zu sein, also der Strafantrag nicht berechtigt sei, erkennt aber an, daß der An- genommen hatten. Der Gerichtshof war ebenfalls der Ansicht, geklagte in Wahrung berechtigter Interessen(§ 193 Str.-B.-G.) rechnen jelen. Die beiden Frauen wurden zu je drei Jahren daß die Angeklagten zu Ladendieben der gefährlichsten Sorte zu gehandelt habe, nämlich die 30 000 Mart zu retten- und Zuchthaus, der Ehemann Perlmutter wurde zu einem Jahre Geändert daher die Gefängnißstrafe in eine Geldstrafe von fängniß verurtheilt und ihm noch zwei Monate durch die erlittene Untersuchungshaft abgerechnet. 200 Mart um. Versammlungen. Die Freie Vereinigung fämmtlicher in der Papier Eine Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung gelangte gestern vor der vierten Straftammer des Landgerichts I verhandelte in dreitägiger Sizung gegen den 23 jährigen Berg- am 23. v. M. unter Vorfis des Kollegen Greifenberg. Fräulein Beuthen D.- Schl.( Dir. Mitth.) Das hiesige Schwurgericht Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte gegen die unverehelichte Anna Polenz zur Verhandlung. Die praktikanten Konstantin Kudelfo, welcher beschuldigt war, Ottilie Baader hielt einen interessanten Vortrag über„ Kapital Beschuldigte war in einer bedeutenden Albumfabrik in der einen Mord begangen zu haben, um sich in den Besitz einer und Arbeit", welcher beifällig aufgenommen wurde. Es folgte. Giſchinerstraße 79 beschäftigt. An einem Februartage brach in Summe von 18 M. zu sehen. Rudetto stammt aus" guter" hierauf eine Diskussion, an welcher sich Fräulein Bien, sowie die der Fabrik Feuer aus, das einen bedeutenden Umfang annahm Familie und war ursprünglich für den Lehrerstand bestimmt. Kollegen Bickert und Freudenreich betheiligten. Zu Punkt 3 beund einen Schaden von gegen 160 000 M. anrichtete. Dies Un- Auf dem Seminar war seines Bleibens nicht lange, er beging richtete Kollege Greifenberg, daß nach dem Beschluß der Buchglück hat die Angeklagte durch ihre Unvorsichtigkeit angerichtet. eine Strafthat nach der anderen. Am Morgen des 19. April D. J. binder- Versammlung die Mitglieder der Papierindustrie- Branche Sie hatte auf einer Gasflamme Leim flüssig zu machen, um wurde in der Nähe des Knappschafts- Lazareths die Schneiderin im Arbeitsnachweis gleichberechtigt mit den Mitgliedern des mittelſt deſſelben Schmuckgegenstände von Celluloid auf Album- Emilie Imiela mit vollständig zertrümmertem Schädel gefunden. Die Buchbinder- Fachvereins sein sollen; ein Arrangement, das von deckel zu befestigen. Bei der Höhe des entstandenen Schadens be- That mußte am Abend vorher begangen sein, und zwar zum Zwecke den Versammelten akzeptirt wurde. Das Nähere über diese Anantragte der Staatsanwalt eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen, des Raubes, denn es fehlte in der Seleidertasche der Ermordeten das gelegenheit wird bekannt gemacht. Der Gerichtshof nahm aber von der Erkennung auf eine Freiheits- Portemonnaie, welches sie noch am Abende vorher verschiedenen PerKollege Drews theilt mit, daß Rechtsstreitigkeiten im Sinne strafe Abstand und beließ es bei einer Geldstrafe von 60 M. fonen gezeigt und welches 18 Mart enthalten hatte. Mit dem des Reglements bei ihm, Annenstraße 23, oder beim Rechtsanwalt gegangen. Bis zum Tage des Mordes lief Kudelko in zerlumpten tam ein Fall zur Sprache, welcher auf das Verhalten gewisser Angeklagten war plöglich eine auffallende Veränderung vor- Heine, am Alexanderplatz, anzubringen sind. Unter Verschiedenem Kleidern herum, am 19. April faufte er sich aber bei einem Fabrikanten ihren Arbeitern gegenüber ein besonderes Licht wirft. Trödler einen neuen Anzug, der genau 18 Mart tostete. Der Zwei Arbeiterinnen wurden von den Fabrikanten Krappek u. Co., Verdacht der Thaterschaft lenkte sich auf Kudelko, der sich indessen Georgenkirchstr. 59, mit einem Wochenlohn von 5 M. in Arbeit aufs Leugnen legte. Die Chemifer Dr. Jeserich- Berlin und genommen. Nachdem sie eine Woche gearbeitet, wurde ihnen den der Angeklagte früher getragen, Menschenblut nach, auch wurde ihnen erwidert, wenn es ihnen zu wenig sei und sie nicht Apotheker Blankenhein- Beuthen wiesen in dem zerlumpten Anzuge, statt der vereinbarten 5 nur 3 M. gezahlt. Auf ihre Vorstellungen wurde demselben in der Verhandlung nachgewiesen, daß er am damit auskommen können, so mögen sie das Straßenpflaster treten Abende des 18. April mit der Ermordeten zusammen gewesen sei. und als die Mutter dieser Arbeiterin am andern Tage den Herrn Die Geschworenen sprachen ihn des Todtschlags schuldig, worauf darüber zur Rede stellte, erwiderte er, daß er doch nicht habe dem Mantel der Gerichtshof ihn zu 15 Jahren Zuchthaus und zehn- wissen können, daß er ein anständiges Mädchen vor sich habe." feiner Ghefrau auch den darunter hängenden Ueberzieher jährigem Ehrverlust verurtheilte. init. Er hing beide Kleidungsstücke über den Arm und begab sich damit hinaus, als wolle er seiner Ehefrau den Mantel im Vorraume anziehen. In elf Fällen ist dieser Diebstahl geglückt und es hat längere Zeit gedauert, bevor es gelang, den Thätern auf die Spur zu kommen. Im Termine führte der Angetlagte Kühne zu seiner Entschuldigung an, daß er durch längere Stellenlosigkeit in große Noth gerathen sei, durch Versetzen der gestohlenen Ueberzieher hätten sie nothdürftig das Leben gefristet. Auf wiederholte dringende Vorstellungen einheimischer Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten Kühne zu einem Arbeiter, bei städtischen Arbeiten doch vor Allem die einheimischen Jahre Gefängniß, wovon 2 Monate durch die erlittene Unter- arbeitslosen Arbeiter zu berücksichtigen, ehe Fremde beschäftigt suchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Die Ehefrau Kühne, würden, sind dieser Tage vom Stadtrath zu Reichenbach i.. welche unter dem Einflusse ihres Mannes gestanden, fam mit ca. 30 Arbeiter aus Nachbargemeinden, welche seither vom Stadt drei Monaten Gefängniß davon. rath beschäftigt waren, entlassen und dafür arbeitslose Reichenbacher Arbeiter eingestellt worden. Ein Ehepaar, welches gemeinschaftlich auf den Diebstahl von Ueberziehern ausging, wurde gestern der ersten Strafkammer des Landgerichts I in den Personen des Kaufmanns Arthur Kühne und dessen Ehefrau Marie Kühne vorgeführt. Die Angeschuldigten besuchten mit Vorliebe größere Lokale zur Beit, wenn dieselben besonders start mit Gästen gefüllt waren. Beim Betreten des Lokals nahm Kühne seiner Ehefrau in zuvor tommendster Weise den Mantel ab, den er so an die Wand hing, daß einer der dort bereits angehängten Herren- Ueber zieher damit bedeckt wurde. Das Ehepaar brach bald wieder auf und nun Soziale Uebersicht. Eine sehr stark besuchte öffentliche Volksversammlung zu Gunsten der freireligiösen Gemeinde fand am Mittwoch Abend im Eiskeller statt. Den Vorsiz übernahm Genosse Krause. Herr Stadtverordneter Vogtherr referirte über„ Der Austritt aus Der Landeskirche". An der Diskussion betheiligten sich neben den Gesinnungsgenoffen auch zwei Pastoren, von denen der erste, Pastor Düfeler von der Invalidenhaus- Zivilgemeinde, einen recht unglücklichen Vergleich des Vortragenden und seiner Ausführungen mit einer Szene aus Shakespeare's Julius Cäsar anstellte, den„ großen Reformator" Martin Luther feierte er als einen Helden, wie ihn die Geschichte kaum je aufzuweisen habe. Der zweite Streiter, Pastor Knake, würzte seine Ausführungen mit Beispielen aus dem Leben. Genosse Lazarus hielt einen Vortrag über; Die Ent stehung der Religion", der von der Versammlung mit Beifall aufgenommen wurde. Eine Diskussion wurde abgelehnt. Die Versammlung behandelte hieruuf einen Antrag, gestellt von Jezorke, welcher die Beiträge auf 10 Pfg. herabgesetzt, die HilfsKassirer abgeschafft und den ersten Vorsitzenden und ersten Kassirer mit je 5 m. monatlich honorirt wünscht. Dieser Antrag wurde abgelehnt, dafür wurde ein anderer angenommen, der folgendermaßen lautet: Für Hausbesitzer ist eine Verhandlung von Wichtigkeit, In Jferlohn findet, einem Beschlusse des Arnsberger Nadel- den Freireligiösen haste Egoismus an, während der Referent die Fräulein Altmann widerlegt in treffender Weise die Meinung, welche am Donnerstag vor der zweiten Straskammer des Landgerichts I stattfand. Der Fleischwaaren- Händler Alexander arbeiter- Vereins zufolge, am 1. November ein Kongreß der Gegner mit geschichtlichen und ökonomischen Thatsachen ad Breslauer befand sich wegen fahrlässiger Körper: Nadelarbeiter statt. absurdum führt. Nach einigen Mittheilungen über die nächsten verlegung mit tödtlichem Ausgange auf der Anklagebank. In dem Hause des Angeschuldigten, Potsdamerstr. 30 a, betreibt Schneidern, welche Engements für Hannover eingehen öffentlichen und Vereinsvorträge der freireligiösen Gemeinde wird der Kaufmann Kronhöfer ein umfangreiches Geschäft. Seine drei wollen, zur Nachricht, daß der Arbeitsnachweis der die imposante Versammlung geschlossen. organisirten Gehilfen Knochenhauerstr. 41 im Lokale Hausbiener benusten ein unter dem Dache befindliches Zimmer des Herrn Kirchmann sich befindet, woselbst täglich Mittags von Die freie Vereinigung der Maurer Berlins und Umals gemeinschaftlichen Schlafraum. Am Abend des 19. Dezember 12-1 und Abends von 8-10 Uhr ein Kommissionsmitglied gegend hielt am 24. v. Wi. eine ordentliche Mitgliederversammlung vorigen Jahres beauftragte der Hausdiener Pichalte seinen Kollegen Budach, den Schlafraum zu heizen. Budach heizte den vom Gehilfenarbeitsnachweis anwesend ist. Man beachte dies ab. Ofen mit Kohlen. Am folgenden Morgen war feiner der drei ganz besonders, denn die Meister haben gleichfalls einen ArHausdiener zur Stelle, man ging hinauf und fand sie sämmtlich beitsnachweis errichtet, um die Organisation der Gebewußtlos in ihren Betten liegen. Die leidige Dfenklappe hatte bilfen lahm zulegen. Derselbe befindet sich Neuestr. 22. Bei einen Erstickungsfall herbeigeführt. Die Beschwerde gegen die Auflösung des Vereins zur zweien der Hausdiener waren die Wiederbelebungs- Ver- Wahrung der Interessen der Maurer von Leipzig und Umsuche von Erfolg, der dritte Hausdiener, Pichalke, verstarb. gegend" ist von der Kreishauptmannschaft Leipzig als unbegründet" Ein Theil der Schuld an dem Unglücksfalle wurde dem Au- zurückgewiesen worden. Wie unbegründet" die Beschwerde war, geklagten zugeschrieben, weil er als Besitzer des Hauses für Be- ergiebt sich daraus, daß die Auflösung erfolgte, weil der Verein seitigung der polizeilich verbotenen Ofenklappe hätte Sorge tragen ein Mitglied ausgeschlossen hatte, das entgegen einem in öffentmüssen. Derfelbe behauptete im Termine, daß er seine Pflicht im licher Versammlung gefaßten Beschlusse über die festgesetzte Arvollen Umfange gethan habe. Er sei im Jahre 1886 Eigen beitszeit von zehn Stunden gearbeitet hatte. thümer des Hauses geworden. Gleich darauf habe er einen von Drastischer als durch diesen Auflösungsgrund kann wohl die den Baumeistern Wohlgemuth und Fränkel ausgeführten be- gedrückte Stellung nicht dokumentirt werden, in welcher sich die deutenden Umbau vornehmen lassen, der ihm 150 000 M. ge- organisirten Arbeiter Sachsens befinden. Unerfindlich bleibt nur, tostet habe. Da könne er als Laie sich doch unmöglich um daß die sächsischen Behörden das Ünangemessene solcher Handlungs jede Kleinigkeit fümmern, sondern müsse sich auf die weise nicht selber fühlen. Ausführenden verlassen. Außerdem habe er den Töpferwieder einmal Der Vorstand wird in seiner bisherigen Form wiedergewählt, die Beiträge pro Monat betragen nach wie vor 30 Pfg. Der erste Vorsitzende und der erste Kassirer werden pro Monat mit je 10 M. entschädigt." Eine Zuschrist des Magistrats, betr. ,, Erhebungen über Lohn und Arbeitsverhältnisse in unserem Gewerbe" wurde mit folgender Resolution beantwortet: Die heutige Versammlung der Berliner Maurer erklärt die Erhebungen, welche vom hiesigen Magistrat über Lohn- und Arbeitsverhältnisse bisher veranstaltet wurden, haben eine Verbesserung der wirthschaftlichen Lage der Berliner Arbeiter nicht herbeigeführt. Die Versammlung meister Hildebrandt beauftragt alljährlich einmal sämmt- Nürnberg, 1. Ottober. Die 3. Sigung der Offenlehnt aus diesem Grunde ab, den Vorstand zu beauftragen, die liche Defen im Hause nachzusehen, diefem durfte die bacher Krankenkasse für Frauen und Mädchen in dem Fragebogen enthaltenden Fragen zu beantworten." Es Ofentlappe doch erst recht nicht entgehen. Der Zeuge Hildebrandt beschäftigte sich mit der Fortsegung der Statutenberathung. Bu erfolgte hierauf Schluß der Versammlung. wollte den vom Angeklagten ertheilten Auftrag auch ausgeführt§ 12 wird nach längerer Debatte beschlossen, daß die Kasse fünfthaben, in die fragliche Kammer sei er aber nicht gekommen, weil liche Körpertheile nicht zu liefern habe, auch die Lieferung künst Im Verein Lehrkursus der Berliner Arbeiter und er gar nicht gedacht habe, daß sich dort ein Ofen befinde. Die licher Zähne entschieden abgelehnt werden müsse. Die zu§ 13 Arbeiterinnen zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen sprach am Sachverständigen, Baumeister Wohlgemuth und Fränkel, sowie von Altona, Hanau, Berlin, Essen und Lübeck gestellten Anträge 28. September der leitende Arzt Herr Dr. Bernstein über den der Baurath Kyllmann gaben ihr Gutachten übereinstimmend da- in Bezug auf Wöchnerinnen- Unterstützung wurden abgelehnt. Bau des menschlichen Körpers und die Funktionen der einzelnen hin ab, daß es wohl keinem Hausbesitzer zugemuthet werden Ein Antrag Leipzig zu§ 15 für vom Arzt angeordneten Gliedmaßen. Der Vortragende zeigte am ausgestellten Stelett fönne, beim Antaufe eines Hauses sämmtliche darin befindlichen Landaufenthalt ist die Genehmigung des Zentralvorstandes nach der Knochenbau des menschlichen Körpers. Die Diskussion war Defen nachzusehen. Die Polizeiverordnung stamme vom zusuchen," wird angenommen. Der Antrag Altona zu sehr lebhaft. Herr Schmidt sprach über Zweck und Ziele de Ver Ver Stum Der Tun Be jede hiel Zu Vo mit weg gen städ bef Uni geg er Bro Tou all für Gr Mu we vic als Ko auf befe bes 26. übe gen Fir let Wi Re zun Die nice der Dr Die wä ich Hu Stol e m Ka a l es 11el nid Iar art St zu and No fu Ar Be nä 12. jeg ver in Lar Gt ten Ka ha re 110 St ger der ma ste דען 11a Kr Fr ein Ke Be be 22 for 111 stau be 1111 ge D Ia: ste ur 11 A in W K ein ser V 111 ge R 111 da in Τα eic di gl ie m zu D BL м 3 I B C e B 1 17 12 r t e t t , 3 3 r C I e. Rauchtlub Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- GesangBereins. Gs traten wieder mehrere Damen und Herren dem Beilage in Aussicht gestellt. Trotz all' dieser Vorzüge gelingt es| Bergnüngungsverein Bustige Brüder" Oranienstr. 126. Berein bei. Herr Raue macht bekannt, daß die Unterrichts- dem Redakteur Ebert und dem Vorsitzenden Schonert nicht, die" Dornröschen", bei Döhring, Brinz Eugenftr. 19. stunden für die männliche Abtheilung am Montag, 12. Oktober, Versammlung von der Nothwendigkeit eines Organs zu über- verein" Bontr", Steinmeßſtr. 76, bet Lemin. Aufnahme neuer Mitglieder. der weiblichen am Donnerstag, 13. Oktober, in Feuerstein's zeugen. Es wird dann das obligatorische Abonnement gegen Mufitverein„ Borwärts", Ab. 8%-10% Uhr, Annenſtr. 14, part. Tunnel, Alte Jakobstr. 75, ihren Anfang nehmen; monatlicher zwei Stimmen abgelehnt. Beitrag Herren 25 Pf., Dauten 10 Pf. In jeder Abtheilung hat jeder Gaft einmaligen Zutritt. Gäste stets willkommen. Der Allgemeine deutsche Sattlerverein( Filiale Berlin) hielt am 26. v. M. ſeine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zum 1. Punkt der Tagesordnung hielt Genosse Millarg einen Vortrag über: Die Innungen und ihre Bedeutung", welcher mit regem Interesse verfolgt wurde. Von einer Diskussion wurde wegen der vortrefflichen Ausführungen des Referenten Abstand genommen. Der Arbeiter- Bildungsverein Zukunft" in Reinickendorf hielt am 26. v. M. im Westen von Reinickendorf, im Restaurant Maris„ Bum Feuerwerfer", Tegeler Chauſſee, eine Versammlung ab, in welcher Genosse Knauf einen Vortrag über „ Die Macht des Wissens" hielt, der mit allseitigem Beifall aufgenommen wurde. Die Diskussion war eine sehr anregende. Es betheiligten sich an derselben die Genossen Dülfert, Destreich, Funke, Ritter und andere. Es wurde beschlossen, alle 14 Tage eine Versamm lung im Westen von Reinickendorf abzuhalten. 14 neue Mitglieder wurden aufgenommen. Zitherklub ,, Waldrose", Ab. 9 Uhr bei Kleemann, Laufigerstr. 41.- Bithertlubar= Tambour monte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7.Verein Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterlooufer 14. Aufnahme neuer Mitglieder. Berliner Turngenossenschaft. 5. Männer- Abtheilung Abends von % 9-11 Uhr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung 8-10 Uhr, Zumtotal Mariannenplag 14.- 8. Männer Abtheilung. Abends funt abends 8-10 Uhr. Der Zurufaal befindet sich Königstädtiſches Gymnafiunt, Glisabethstraße 57-58. – Turnverein, ich te( voltsthümlich), jeben Sonntag 4-6 Uhr in Schölzels Seeschlößchen, Lichtenberg 3. Stattlub Rams ch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genossen sind freundlichst Humoristischer eingeladen. Statklub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Gäste willkommen. Klub Adonis" bei Heid, Koppenstr. 75. Gemütlich feit" tagt jeden Sonnabend und Montag, Abends 8½ Uhr, bet G. Wachter, Brizerstr. 22. Montags Aufnahme neuer Mitglieder. Gäſte Statklub willkommen. Privat- Theatergesellschaft Schneeglöckchen" im Lotal Veteranenstr. 9 bei Bettin. Privat- Theatergesellschaft ,, Augusta Victoria" 9 Uhr, Victoria- Saal, Perlebergerstr. 13, Sihung, Aufnahme, Gäste willkommen. alle Sonnabend unt Dilettanten Bühne", Gäste willkommen. Ver Abends 9 Uhr, Brüderstr. 26. ,, Lustige Brüder" Vergnügungs- Verein Schildhorn, bei Weber. Sigung Abends 9½ Uhr. Aufnahme Roller'scher Abends 8½ Uhr, Süd- West Berlin", Stenographen- Verein Kastanien- Allee 35. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Grünauerstr. 14 bet Rach. Gäste willommen. Rauchklub Goldene Vermischtes. " Unter" Verschiedenem" kam Kollege Schwarz auf die Halberstädter Vonferenz der Korstände der Zentralvereine zurück und befürwortete die Gründung einer Leder- und BekleidungsindustrieUnion. Kollege Saffenbach erklärte, daß er auf der Konferenz Friedenau. Vor einer gut besuchten Volksversammlung nach der Sigung Probe.- Theaterverein„ Gioconda", Abd. 9 Uhr, Sizung. gegen die Gründung der Union gestimmt habe, und zwar, weil prach am 28. v. M. der Reichstags- Abgeordnete Paul Singer Theater- Berein er der Meinung sei, daß bei dem großen Unterschied der über den Entwurf des Trunksuchts- Gesetzes. Seine Ausführungen uhr Sigung bei Barta, Rirdorf, Bergstr. 120. Branchen, die zu unserer Union gehören sollen, wenig heraus- fanden lebhaften Beifall. Der Antrag, nur Gegner in der Dis- gnügungs- Berein„ Suftige 13", Abends 9 Uhr, bet Schacknat, DresbenerTommen werde. Kollege Barth verspricht sich gleichfalls nicht fussion sprechen zu lassen, wurde angenommen. Es meldete ſich ſtraße 28. Gäste willkommen. allzuviel von einer Union. Kollege Pörsch erklärt sich im Prinzip jedoch niemand zum Wort. Folgende Resolution wurde ange- sastanien- e ( reine Union, ist jedoch der Meinung, daß gegenwärtig die nommen: Die Volksversammlung ist im Prinzip vollständig mit neuer Mitglieder. Herren und Damen bazu willkommen Gründung einer solchen verfrüht ist und uns eher Schaden als den Anschauungen des Genossen Singer über den Trunksuchts im Reftaurant„ Bürger- Garten", Lindenstr. 105, Unterricht und lebung. Nugen bringen könnte, da bei dem riesigen Indifferentismus, Gefeßentwurf einverstanden. Sie betrachtet genannten Entwurf Vergnügungsverein, Sorgenbrecher". Gegr. 26. Juni 1886. Jeden welcher im Allgemeinen unsere Branche Feherrsche, Die Stollegen als eine Art Ausnahmegeses gegen die Arbeiterklasse und ist der Sonnabend, Abends 8 Uhr, Siyung im Restaurant Scholz, Zutunftsflaat, viel schwerer zum Beitritt zur Union zu bewegen sein werden, Meinung, daß derartige Geseze nur die sozialen Gegenfäße ver- Bergnügungsverein„ Sumor", jeden Sonnabend, 9 Uhr, Buckowerfir. 9. als direkt zur Branchenorganisation. Dann spricht sich noch schärfen. Die Wahl des Vertrauensmannes für Friedenau Touristenverein ,, Wanderlust. Situng jeden Sonnabend, Abends 9 Uhr, Kollege Helweg für die Union aus. Der Vorsitzende bittet dar- wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Die Abrechnung Quaste", s uhr, Lothringerstr. 67 bet Brückner. Rauchklub, Dorn auf, die Debatte über diesen Punkt abzubrechen und macht dann von der Lassallefeier ergab einen Ueberschuß von 148 M., welcher öschen", Abends 9-11 ühr, Prinz Eugenfir. 19 bei Suhring, 38, Jeden Sonnabend von% 10 Uhr Elisabethstr. tm bekannt, daß in nächster Mitgliederversammlung dieser Punkt dem Parteivorstand überwiesen worden ist. Zur Lokalkommission lub„ Selgoland". Verein ehemaliger Schüler Restaurant Herrmann. Mitglieder willkommen. besonders auf die Tagesordnung gesetzt werden wird. von Steglitz wurden die Genossen Mohr, Wolf und Wüstenhagen der 30. Gemeinde- Schule. Sonnabend Sigung, Mittwoch Gesangabend Ge= gewählt. In seinem Schlußwort forderte Singer zu recht regem im Restaurant Haberecht, Gr. Frankfurterstr. 30. Gäste willkommen. Musik- Juftrumentenarbeiter. Im Fachverein hielt am Beitritt in den Arbeiter- Bildungsverein auf. Hierauf wurde die ſelliger Klub„ urfidelitas" Abends 9½ Uhr, Neue Promenade 8. Auf26. September Genosse G. Reßler einen interessanten Vortrag Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie und aufnahme neuer Mitglieder. Gäfte willkommen. über„ Die Siegfriedssage". Von einer Diskussion wurde Abstand Singer geschlossen. genommen und in die Verhandlung über den Streit bei der Firma Pietschmann u. Söhne( Aktiengesellschaft) eingetreten. Marieudorf. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt am Ueber denselben ist bereits in Nr. 228 des Vorwärts" das 22. Sept. feine Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: Wichtigste mitgetheilt. Hervorzuheben ist noch," daß sämmtliche 1. Vortrag des Buchdruckers Herrn Silberberg aus Berlin:„ Ueber Breslan, 30. September. Der Vergessenheit ents zum Ausdruck kommt, scharf verurtheilten und bemerkten, daß vor Eintritt in die Tagesordnung fand eine längere Debatte rissen muß ein Fall werden, der seinerzeit viel Staub auf die Unterschrift des Ferd. Pietschmann fast so aussehe, als sei sie zwischen Buchdrucker Schall aus Rixdorf einerseits und den Buch- gewirbelt hat und über den jegt alle betheiligten Organe eisiges nicht ganz freiwillig. Es müsse auch schlecht bestellt sein um die Macht druckern Kindermann und Silberberg aus Berlin und Labjuhn Schweigen beobachten. Am 15. Juni d. I. hatten die Former der Fabrikanten, wenn sie sich veranlaßt fühlten, ein mit solchen aus Lichterfelde andererseits statt in Betreff einiger dem Ersteren der Hübner'schen Fabrik in Liegnis die Arbeit eingestellt, weil Drohungen versehenes Schriftstück an die Arbeiter zu erlassen. zum Vorwurf gemachten Dinge, u. A. ob Schall ein Streitbrecher einer ihrer Genossen, der Former Sternberg, wegen einiger Die Arbeiter wissen genau, welche Rechte ihnen die Geseze ge- sei oder nicht. Derselbe konnte sich von dem Vorwurse nicht ganz Aeußerungen, die er in einer Fachvereins- Bersaramlung über die währen und bedürfen des Raths des Herrn Dir. Wittich gar reinigen, da er thatsächlich in einer geschlossenen Druckerei an- fanitären Verhältnisse in der Hübner'schen Fabrit gethan, gemaßnicht. Daß die streikenden Arbeiter nicht gezwungen sind, aus gefangen hatte. Ein willkommener Schlußantrag machte der un- regelt worden war. Am 17. Juni wurden zwei der Streikenden, Hunger zu Kreuze zu kriechen, dafür muß und wird die gesammte erquidlichen Debatte ein Ende. Hierauf hielt Genoffe Silberberg fowie auch Sternberg verhaftet, und zwar wegen angeblichen Sollegenschaft forgen. Es wird daher dringend seinen beifällig aufgenommenen Vortrag. Redner machte auf die Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Sternberg erhielt empfohlen, daß jeder Kollege im Befit einer Broschüre des Genossen Müller:" Ueber das preußische Schul- den Verhaftsbefehl erst nachträglich in der Untersuchungshaft vorKarte der Agitationstommiffion ist und sich weſen", aufmerksam und empfahl" diefelbe. Dem Vortragenden gewiesen. Zudem befand sich derfelbe eines Augenleidens wegen all wöchentlich mit einer Marte versieht. Do wurde seitens des Vorsitzenden der Dank des Vereins für den in ärztlicher Behandlung. Auch war Tags zuvor seine Mutter ge= es den Aktionären angenehm sein wird, wenn die Aktien immer lehrreichen Vortrag ausgesprochen. Von einer Tiskussion wurde storben und sollte am 19. Juni beerdigt werden. Er stellte daher mehr sinken, das soll Sache der Direktion bleiben. Zuzug ist der vorgerückten Zeit wegen Abstand genommen. Zu Verdurch seinen Bertheidiger einen Antrag auf vorläufige Entlassung nicht zu befürchten, da die Kollegen in ganz Deutsch- schiedenem" theilte der Vorsitzende mit, daß leider auch unser aus der Untersuchungshaft. Demselben wurde jedoch keine Folge land durch die Agitationskommission der Musik Instrumenten- jebiger Wirth, Start Haat, seitens des Amtsvorstehers, Major a. D. gegeben. Nachdem sich aber sein Augenleiden verschlimmerte, verarbeiter genau unterrichtet find über den aufgedrungenen Dent, mit einer Maßregelung, Entziehung der Tanzkonzession und langte er Donnerstag, den 18. Juni, vor den Gefängnißarzt geg Streik. Kein Kollege verspürt Lust, nach Berlin zu kommen, um Beschränkung der Schanktonzession, bedacht worden sei. Er legte führt zu werden. Tros mehrfachen sehr dringenden Verlangens zu hungern. Einige hiesige Buchbinder, welche in der Fabrit den Genossen ans Herz, daß es ihre Pflicht sei, unfern Wirth erschien der Arzt erst Sonnabends, untersuchte Sternberg und angefangen hatten, haben die Arbeit fofort wieder niedergelegt. für diese Maßregelung durch recht zahlreichen Besuch zu ent- verordnete eine täglich dreimalige Einträufelung in das kranke Nochmals werden die Genosse nähnlicher Berufe er- fchädigen. Alsdann kamen noch einige interne Angelegenheiten zur Auge, fowie tägliches Spazierengehen in der frischen Lust des sucht, die Fabrik zu meiden und den streikenden Sprache. Gefängnißgartens. Der Spaziergang im Gefängnißgarten wurde dem augenkranken Inhaftirten jedoch nicht gestattet und die Der Vorsitzende macht noch bekannt, daß von jetzt an die einde meldingen und einer Sonntag, den Behandlung war in Anbetracht des sich täglich verschlimmernden Versammlungen bei Deigmüller Montags stattfinden. nächste Versammlung Die Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Ingenieur Kirchner: Ueber Augenleidens eine wahrhaft klägliche und ließ beinahe alles findet Mitunter fam Jemand, die ärztlich Montag, den unglücksfälle in Gjenbahnbetrieb und ihre Ursachen. 12. Oktober, daselbst statt. Die Versammlungen werden von rajaste in us Arbeiterinnen. Den weiblichen Brittlebern sur vorgeschriebene Einträufelung zu besorgen, meistens aber wurde Freie Vereinigung sämmtlicher in der Papier- Industrie be- 3 wünschen übrig. jest an pünktlich 1/29 Uhr eröffnet. Nachricht, daß die unentgeltliche Abgabe der Buchbinder- Zeitung" diefelbe vergessen". Natürlich wurde dadurch das erkrankte Kollegen, welche an der Theateraufführung bei dem im No- und„ Die Arbeiterin", sofern dieselben bei dem Vorstand bestellt sind, luge nicht besser. Die Entzündung ergriff auch das andere, vember stattfindenden Kommers sich betheiligen wollen, mögen sich 9% Uhr geöffnet ftud: in nachfolgenden Zahlstellen geschieht, welche Sonnabends zwischen 7½ und bisher gesunde Auge und der Zustand des leidenden Unterin der Versammlung oder in der Wohnung des Kollegen Knabe, i. Wafferthorstr. 22 bei Thalmann. suchungsgefangenen verschlechterte sich zusehends. Nun reichte Laufigerstr. 43, Reller, baldigst melden. der Vertheidiger desselben nochmals einen Antrag auf Haftentlassung ein, der jedoch abermals abschlägig beschieden wurde. Auffallend erschien dem Inhaftirten der rasche Wechsel der Gefängnißbeamten auf seiner Station, die natürlich über das Augenleiden Sternbergs nicht informirt waren, wodurch erArbeitern den Kampf nicht zu erschweren. Meschinisten Berlins. 2. Adalbertstr. 4 bei Herschleb. 3. Blumenstr. 38 bei Hente. 4. Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. 5. Bülowstr. 52 bei Kitzing. " Die Filiale der Steindrucker( Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands) hielt am 24. Sep- faueritr. 57. Montag, den 5. Ottober Abends 9 Uhr, Sihung Verein Souvenir( ehemalige 3öglinge des französischen Sofpice) Stra tember ihre regelmäßige Monatsversammlung ab. Bergnügungsverein Fedilitas 2.( Nicht mehr Mitglied des Bundes.) Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Setrieben beKollege Friedewald theilte der Versammlung mit, daß der Sonnabend, den. 3. Ottober, 2. Stiftungsfest. hat. Die Am 26. Juli, revidirt und alles in bester Ordnung gefunden, worauf dem genannten Kollegen einstimmig Decharge ertheilt und an seine Stelle Kollege Brall, Swinemünderstraße Nr. 4, zum Kassirer gewählt wird. Kassirer, Kollege Reigbert, wegen Arbeitsmangel Berlin verlaetschäftigten Arbeiter. Montag, den 5. Oftober, Abends präzije 9 Uhr: Ver- Jührung des Leidenden erfolgte nach der Versicherung desselben erst des Herrn Dr. Lutgenau über ,, Autoritäten". mann 3. Belleallianceplay 6 bei Hilscher, 4. Schwedterstr. 44 bei Thierbach, 11. Fennstr. 5 bei Krüger, 12. Görliger und Sorauerstraßen- Ecke, 13, Weißen Wallstraße 7-8 Morgens bis Breslau, 2. Oftober. In Mittelwalde brach eine große Feuers brunst aus, welche die ganze Stadt gefährdete; zehn Gebäude mit vielen Erntevorräthen sind niedergebrannt. also nach mehr als fünfwöchentlicher Untersuchungshaft, hatte Verein der Berliner Schirmmacher. Sigung am Sonnabend, den sich das Augenleiden Sternbergs so verschlimmert, daß ein 3. Oktober, bei Witte, Stralauerstr. 10, in alten Lotal. Schneider und Schneiderinnen- Verband, Versammlung am 5. Oftober, operativer Eingriff nöthig wurde, um denselben vor der ErAbends 8½ Uhr, Alte Jakobstr. 48a. Bortrag des Kollegen Rogge über die Be- blindung zu bewahren. Die Operation wurde in der GefängnißHierauf hielt Kollege Sillier unter größter Aufmerksamkeit deutung des Großbetriebs. Wahl der Lokalverwaltung. zelle vollzogen und zwar durch einen Stellvertreter des der Versammlung einen Vortrag über: Die technische und Fachverein der Tischler. Die Zahlstellen befinden sich in den folgenden Gefängnißarztes. Diefer sorgte auch für eine bessere Bemaschinelle Entwickelung unseres Beruss und die daraus ent- totalen: 1. Friedrichsbergerfir. 25 bet Schur.bt, 2. Staligerstr. 107 bei Kunft handlung und Pflege des Häftlings, dem jedoch auch nun ſtehende Nothwendigkeit der Organisation." Zur Diskussion schleiermacher- und Gneisenaustraßen- Ede bei Scheuer, 6. Steinmesſtr. 57 bas Spazierengehen im Gefängnißhofe versagt blieb. Ebenso sprachen die Kollegen Horst und Schöpfe. Unter Verschiedenem" bet Lindow, 7. Dresdenerfstraße 116, 8. Lübeckerſtraße 41 bet watthias, wurde ihm während der ganzen Dauer seiner Haft bas wurde Kollege Dausch zum Revisor gewählt. In die Arbeits- Breslauerstraße 27 bei Zempel, 10. Ribort, Berger.de, ri, Buchet, Verlangen nach Schreibmaterialien abgeschlagen. Der be nachweis- Kommission wurde an Stelle des abgereisten Kollegen fee: Bölter- und Charlottenftraben- Ede bei Klebs, 14. Tresckow- u. Dieden handelnde Arzt mußte jedoch wahrscheinlich der Ueberzeugung Kroll Kollege May Müller gewählt. Die Kollegen Mescha und hofenerstraßen- Ecke bei E. Schmidt, 15. Pantstraße Nr. 32 bei Otto. Der sein, daß das hartnäckige Augenleiden Sternbergs im Ge Friedewald machten darauf aufmerksam, daß jeder Kollege bei Arbeitsnachweis befindet sich were taastunden von 12-9 Hor, und fängniß niemals furirt werden könne, denn im Verein mit eintretender Krankheit oder Arbeitslosigkeit sich sofort beim Sonntags Vormittags von 8-11 Uhr geöffnet. Die Arbeitsvermittlung ge- dessen Vertheidiger richtete er ein drittes Gesuch um Entlassung Kassirer resp. Arbeitsnachweis melden soll, da die Befreiung vom schieht unentgeltlich. des Kranken aus der Untersuchungshaft an die kompetente BeBeitrag erst vom Meldetag ab beginnt. Verband deutscher Zimmteriente, Lofalverband Berlin. General: versammlung am Montag, den 5. Ottober, pünktlich 8 Uhr Abends, bet Feuerhörde, dem nun endlich am 29. Juli Folge gegeben wurde. Am Die Freie Vereinigung der Zivil. Berufsmusiker 2c. Die Boltsernährung und Sozialismus. Wahlen. stein, Alte Jatobstr. 75. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen Gründel über 31. Juli sand vor der Ferien- Straftammer des Landgerichts beschäftigte sich in ihrer ordentlichen Versammlung, welche am Liegnitz die Verhandlung gegen die beiden anderen, zugleich mit Tischlerverein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorftr. 15, Bortrag. Ausgabe Sternberg verhafteten Former statt, die nach umfangreicher 22. September stattfand, mit der Frage:„ Goll die Geschäfts- der Billets zu dem am 10. Ottober stattfindenden 20. Stiftungsfeste. Verein der Einseher( Tischler). Didentliche General- Bersammlung am Beweisaufnahme auf Antrag des Staatsanwalts freigesprochen kommission bestehen bleiben oder nicht?"" Nach längeren Hin- Sonntag, den 4. Oftober, Bormittags 10% Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Tages wurden. Der Prozeß gegen Sternberg hingegen, der mittlerweile und Herberathungen, und nachdem im Namen der Kommission ordnung: 1. Kaffen- und Reviſionsbericht. 2. Wahl der Arbeitsvermittelungs- nach Breslau übersiedelt ist und sich noch gegenwärtig in ärztKollege Neubauer Bericht über die bisherige Thätigkeit derselben er- tommission 2c. stattet, wird die Frage bejahend beantwortet. Achtung, Schäftebranche! Sonnabend, den 3. Oktober fällt die Vereins- licher Behandlung befindet, schwebt heute noch, denn es wurde Es wird versammlung Umstände halber aus. beschlossen, alle drei Monate ihm bisher keinerlei Mittheilung von einer eventuellen Niedereine Neuwahl der Kom- Glacee- und Kartonpapier- Arbeiter und Arbeiterinnen, Montag, mission eintreten lassen, und es wurden zunächst den 5. Oftober, in Scheffer's Salon, Inselstr. 10: Große öffentliche Verschlagung desselben gemacht. gewählt: Neubauer, Wegner, Karbe und G. Schonert II. sammlung. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 4. Oftober, Abends 8 Uhr, KomDie Kommission hat die Aufgabe, alle im Arbeitsnachweis ein- mandantenfraße, Gratwell's Bierhallen. Vortrag des Herrn 2. penning laufenden Geschäfte( Musikaufträge) zu erledigen refp. die Be- über: ,, Die Religion der Griechen und Römer." stellungen unter den beschäftigungslosen Mitgliedern zu vertheilen, 5. Oftober, Abends 8 Uhr, Bersammlung, Nostigstr. 50. Rechenschaftsbericht, Vereinigung der Maler 2c., Filiale 7, Süd- Weft. Montag, den Köln, 2. Oktober. Der K. 3." wird aus Petersburg geund zwar so, daß keine Bevorzugung Einzelner dabei stattfinden kann. Anträge zur General Bersammlung. Um Gerechtigkeit und Gleichheit noch mehr walten zu lassen, wird ein meldet: Das russische Kriegsministerium beendete im SüdwestLese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirklub Antrag des Kollegen Loppe angenommen, welcher lautet: Daß" eine", Abends 9 Uhr, im Zotale des Herrn Zechlin, Hornstr. 11. gebiete, in den Gouvernements Wilna, Grodno, Kowno und " Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. Mohilew den Neubau von 600 Werst Verkehrs= in Zukunft auch von allen Privat- Geschäftsannehmern( Dirigenten, efe- und Distutirklub des Arbeiterbildungs Vereins in wegen. Die Baukosten betrugen 7 Millionen Rubel. Die Meistern 2c.) mindestens 36 Stunden nach einem absolvirten weißensee, Reſtaur. Duſedann( Bereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 Musikgeschäft ein Verzeichniß von den mitgewirkt habenden im tleinen Gaal. Gäfte haben Zutritt. Paris Deutscher fozial: Wege sind derart gebaut, daß sie durch Auflegen von Schwellen Kollegen der Kommission einzureichen ist. Ein Antrag Gart- Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Bersammlungen. Ecte Rue Montmartre und Rue Etienne- und Schienen mit verhältnißmäßig geringem Zeitaufwande zu mann, welcher angenommen wird, geht dahin, daß in Zukunft Kranken- und Begräbnißkaffe sämmtlicher Berufsklaffen( G.$.) Eisenbahnen umgewandelt werden können. Die Brücken ruhen ein Mitglied zu keinem angenommenen Geschäft Stellvertretung Berlin B. Bersammlung jeden 1. u. 3. Sonnabend jeden Monats Brummen auf Steinpfeilern mit eisernen Befestigungen; wo nothwendig, senden darf. Zuwiderhandlungen können mit Ausschluß aus dem traße 35a bei golf, bends 8 1hr Steue uitglieder werden aufgenommen wurden bereits dammartige Aufschüttungen vorgenommen. Verein als höchste Strafe bestraft werden. Ferner beschäftigte Uhr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Witglieder. Gefangverein Grüne Düsseldorf, 2. Oktober. Hier sind viele Personen an Gefangverein der Influenza erkrankt. man sich damit, ob der„ Gastwirthsgehilfe" obligatorisch ein- iche", Rirdorf, Hermann und Knesebeckfir.- Ecke bei Beiler. Lyranta", Landsbergerstr. 31 bei Musehold. Gesangverein„ Sauges geführt werden soll oder nicht. Der Vorsitzende Schonert I und cho", Naunynstraße 86, bei Zubeil. Gesangverein Freund= Hamm, 26. September. Ein Mann aus Pracht, Namens Redakteur Ebert treten energisch für das obligatorische Abonne- ich a tí 2", Friedenjir. 48 bét Tollfuhn. Gesangverein Treuer Bund", ment ein. Die Kollegen Loppe, Wilk, Graß und Andere sprachen Prinzen- Auee 10( Gesundbrunnen). – Gesangverein, önir"," Botsdamer von vier jungen Burschen überfallen und erst och en worden. Gefangverein„ Iud zu", Klein, welcher ruhig seines Weges ging, ist am Sonntag Abend dagegen; man stützte sich hierbei auf die Worte eines Kellners straße 89.- Gefangverein, armonie", Friedrichshagen, Gesellschaftshaus. Die ruchlosen Thäter sind verhaftet. in einer Versammlung des Gastwirthsgehilfen- Vereins, welcher Gefangverein Liedertrans", Brandenburg a. H., bei Escher, Gesellsagte:„ Ebert solle für seine Kellnerinnen und Musiker ein schaftshaus. Arbeiter Gefangverein in Teltow in Schwarzen Siegen, 30. September. Bei Station Brachbach ent= eigenes Blatt gründen." Schonert I meint hierzu, daß doch hier Gesangverein ,, Rothe Schleife", bei Trucks, Reichenbergerstr. 83. gleiste gestern Nachmittag ein Güterzug, als derselbe eine der gelelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. die Worte eines einzelnen, vielleicht ganz indifferenten Mit- sonnabend: Vergnügungsverein,& uftige 18", 10 Uhr, bei Schadnat, eiche passirte. Die Lokomotive und 13 Wagen sind beschädigt, gliedes des Gastwirtsgehilfen- Vereins gar nicht in Betracht zu Dresdenerstr. 28. Tambourverein" Deutsche Eiche", 9 Uhr, bei Teschen einige der letzteren theilweise zertrümmert. Der hintere Theil ziehen seien. Kollege Loppe behauptet, für den hohen Abonne- dorf, Boffener- und Fürbringerstr.- Ece. Vergnügungsverein Quodlibet," des Packwagens wurde hinweggerissen, während der andere mit mentspreis von 1,65 M. vierteljährlich biete uns die Zeitung viel tagt alle Sonnabend vor dem Ersten bei Dahme, Grüner Weg 59. Verein den in demselben sich befindenden Personen auf die Lokomotive zu wenig des Interessanten. Schonert I meint hierauf, daß beim reusfiber", bei Dobberstein, Mariannenstr. 31/ 32.- Bergnügungsverein geschoben wurde. Ein Theil des Personals konnte sich durch Abobligatorischen Abonnement die Zeitung vierteljährlich pro Mit- armen Sylva" Oranienſtr. 46. B. inat- Theatergeſellſchaft und Artisten springen retten, andere Beamte wurden von dem Zug geschleudert, alle 14 Tage, 114. Vergnügungsverein ,, Ma iglied nur 1 M. kosten solle, und außerdem fei uns eine ganze glöd chen" stöślinerstr. 17. Musikverein ,, Stern" Oppelnerstr. 29. aber nur unerheblich verletzt. demokratischer Lesetlub. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend, Abends Abler. Arndtstraßen Ecke bei Ulbrich. alle 14 Tage, bet Säger, Grüner Weg 29. Bühnenverband ,, Normannia" " Waldenburg, 2. Oktober.( Boffische 3tg.") Auf dem schien der wilde Valentin", wie in Madrid eingeSeydtschacht sind 15 Bergleute durch Niederlaufene Berichte mittheilen wieder betrunken auf dem sausen des Fahrtorbs schwer verletzt worden. Mengeringhausen, 30. September. Fast ein Drittel des waldeck'sch en Dorfes Lütersheim( mit etwa 350 Einwohnern) ist niedergebrannt. Lövenich, 26. September. In der Nähe des Dorfes Hottorf geriethen der" K. Volksztg." zufolge gestern 3 wei wandernde Musikanten aus Gevenich bei der Theilung ihrer Einnahme wegen drei Pfennig in Streit, wobei Einer den Andern er st a ch. Der Thäter, ein Schwager des Ermordeten, ist entflohen. Bremerhaven, 2. Oktober. An der deutschen Nordseetüste fanden Nachts zahlreiche Gewitterstürme statt. Nicht weniger als 112 Fahnenflüchtige werden zum 19. Dezember vor die Strafkammer des kaiserl. Landgerichts zu Straßburg geladen. München. Der Dienstmagd Anna Poller in der Ortschaft Sondershausen bei Petting wurde am vergangenen Dienstag von der Dreschmaschine ein Fuß abgerissen. Die Unglückliche verstarb nach zwei Stunden. Stuttgart, 2. Oftober. Heute früh 4 Uhr erfolgte bei der Station Sueffen ein Zusammenstoß zweier Güterzüge. Der Schaden an Material ist beträchtlich. Ein Schaffner wird vermißt. Sprechfaal. Plaze. Er machte gewaltigen Lärm und drohte zu streifen, wenn Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür man ihm nicht die Gebühren erhöhen und diese im Voraus be- abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen zahlen werde. Mit großer Mühe gelang es, ihn zu beruhigen, Intereſſes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Deffieben Inhalt identifizirt zu werden. und so konnte die Hinrichtung beginnen. Die drei Verurtheilten, In Erwiderung des Inserats Seitens des Herrn Wilschke die sich gleichfalls einen tüchtigen Rausch angetrunken hatten, in Nr. 230 des„ Vorwärts":" Folgende Personen ersuche ihren wurden vorgeführt. Sovero, der bis zur letzten Stunde den Verpflichtungen nachzukommen:" A. Harte, F. Marth, Apfelgrün, wilden Mann" gespielt hatte, erklärte, er wolle vor seinem Ende Radniz. E. Wilschte." habe ich mit Bezug auf meine Person zu noch ein schönes Lied zum Besten geben. Unter dem tosenden erklären, daß ich Herrn Wilschte gegenüber keinerlei VerpflichBeifall der Menge sang er ein gemeines Lied, das der Henker da capo" verlangte. Covero erklärte jedoch, er sei jetzt müde tungen habe. und wolle sterben. Nachdem er sich noch eine gute Zigarre angezündet hatte, legte er den Kopf auf den Block und der" wilde Valentin" waltete seines Amtes. Perez erschien gleichfalls mit einer Zigarre im Munde auf dem Richtplate. Seine Hinrichtung vollzog sich am schnellsten. Valdes aber fühlte das Bedürfniß, eine Rede an das Bolt zu halten; man ließ ihn gewähren. Die Sache nahm jedoch einen ganz unerwarteten Ausgang: der Henfer erklärte nämlich, daß er einen so vorzüglichen Redner nicht hinrichten könne. Erst nach längerem Zureden gab er nach und ließ das Beil niedersausen. Die tubanischen Beitungen geben ihrem Unwillen über derartige Auftritte, welche der Rohheit immer mehr Vorschub leisten, lauten Ausdruck. Literarisches. F. Marth, Krausenstraße 24. Briefkaffen der Redaktion. Schwedterstr. 228, H. S. Sie müssen sich und Ihre Arbeiter gegen Unfall versichern; Ihre Arbeiter müssen auch zur Altersversicherung beitragen, während Sie für sich selbst hierzu nur berechtigt, nicht auch verpflichtet sind. Alter Abonnent Ohmann. Da der Meister Ihnen gesagt hat, er würde die Beiträge zur Kranken- und Altersversicherung ganz für Sie bezahlen, so darf er Ihnen nicht hinterher einen Abzug machen. C. F. 45. Wenn durch das Schießen in Ihrer Wohnung weder die Nachtruhe der Mitbewohner noch deren Sicherheit ge= fährdet wird, so kann Ihnen das Niemand verbieten. F. P. 303. Sie müssen den Beginn des Gewerbebetriebes als sog. Voltsanwalt dem Magistrat anzeigen und Gewerbesteuer gebrannt, ein großes Dellager ist von den Flammen ergriffen Die Grundzüge der Naturheilkunde, wissenschaftlich- zahlen. Einer Genehmigung bedürfen Sie nicht. London, 2. Oftober. In Halifar wüthet ein startes Feuer am Hafen. Bereits 12 Geschäftshäuser sind niederworden. Den Schiffen droht Gefahr. Der Schaden ist enorm. Bei der Redaktion eingegangene Bücher: populär geschildert von Dr. C. Sturm, Arzt und Hygieniker zu Berlin. Acht Vorträge. 80. Zweite Auflage. Berlin, Fußingers Buchhandlung, Stegligerstr. 60. Ein Fall württembergischer Rechtspflege. Veröffentlicht vom Freiherrn Oskar v. Münch, Reichstags- Abgeordneter. 80. Zürich 1891. Preis 20 Pf. Vielfache Hinrichtungen, die meisten unter besonders empörenden Umständen, sind die letzte Zeit in Havana auf Kuba an der Tagesordnung gewesen. Der Henker ist ein Neger, ein Mann von außergewöhnlicher Muskelkraft. Das Volk nennt ihn nur unter dem Namen des wilden Valentin"; er zeichnet sich im Uebrigen dadurch aus, daß er den größten Theil des Die Knebelung der Wahrheit durch die BeleidigungsJahres sinnlos betrunken ist. Als am 12. August an den Paragraphen. Vortrag von Heinrich Peus, gehalten in Verbrechern Bonifacio Baldes, Firmin Perez und Ippolito der Ethischen Gesellschaft zu Berlin am 2. August 1891. 80. Sovero das Todesurtheil vollstreckt werden follte, er Selbstverlag von H. Peus, Berlin N., Ryteftr. 5. EINIGKEIT Schuhe u. Stiefel TMACHI STARK LY GESETZL DEUTSCHE GESCH SCHIK ERF mit Kontrollmarken. Unsere Schuhwaaren von der durch die im Vorjahr ausgesperrten Schuhmacher Erfurts gegründeten Schuhfabrik sind auf folgenden Stellen zu haben: Chr. Geyer, Oranienstraße 202. C. 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Begründet in einer Periode, in der das Ausnahmegesetz am schwersten auf unserer Partei lastete, ist sie doch von Anbeginn gewesen, was sie heute ist, ein Organ der Kritik und der Forschung des wissenschaftlichen Sozialismus, deffen Grundlagen im kommunistischen Manifeft gelegt find. Von diesem Standpunkt aus sucht die Neue Zeit das Leben und Weben der heutigen, wie das Werden der kommenden Gesellschaft in allen Erscheinungen, in denen diese Prozesse sich äußern, zu verfolgen: vor Allem natürlich auf den Gebieten der Politik und der Dekonomie, aber so weit als möglich auch auf den Gebieten der Kunst und Wissenschaft. " " Die Nene Zeit" auf dem höchsten Niveau zu erhalten, das die verfügbaren Kräfte und die bestehenden Verhältnisse zu erreichen gestatten, bleibt nach wie vor unser Bestreben. Wir wenden Alles auf, in der ,, Neuen Zeit" ein Organ zu bieten, das würdig ist der Höhe, die der wissenschaftliche Sozialismus erklommen. Wir sind aber auch bestrebt, die ,, Neue Zeit so abwechslungsreich, leichtverständlich und anziehend zu halten, daß sie nicht blos dem Theoretiker, sondern auch dem Praktiker, nicht blos dem Studirenden, sondern auch dem Mann der Arbeit, der neben Belehrung Erholung sucht, willkommen sei. Ein besonderes Gewicht legen wir auf die rasche und gründliche Besprechung der bedeutenderen Zeitfragen. Wir haben daher die Einrichtung getroffen, daß in einem regelmäßigen Berliner Brief die wichtigsten Ereignisse der Woche von einem hervorragenden deutschen Bublizisten besprochen werden; daneben werden noch wichtige Fragen der sozialistischen Bewegung, der Politik und der ökonomischen Entwicklung Deutschlands von unsern ständigen Mitarbeitern A. Bebel, W. Lieb: knecht, M. Schippel in größeren Abhandlungen besonders behandelt. Die politische und ökonomische Entwicklung, besonders aber die Arbeiterbewegungen des Auslands verfolgen unsere ständigen sachfundigen Mitarbeiter in den großen industriellen und politischen Zentren London( Eduard Bernstein), Paris( Paul Lafargue) und New York( F. A. Sorge), sowie eine Reihe gelegentlicher Mitarbeiter. Neben den aktuellen Vorgängen vergessen wir nicht die Entwicklung und Anwendung der sozia liftischen Theorien, sowie die Untersuchung und Kritik der Theorien unserer Gegner. Dem Beispiele anderer Revuen folgend, bringen wir auch fortlaufende Erzählungen guter Schriftsteller. Wir werden im kommenden Jahrgang zunächst ein Charakterbild aus der jüdischen Gesellschaft Londons veröffentlichen, Ruben Sachs von Amy Levy, welches die Verhältnisse einer wenig bekannten und für die kapitalistische Entwicklung doch höchst maßgebenden Gesellschaftsschicht schildert. Von Beiträgen, die entweder schon in unserer Hand befindlich oder uns zugesagt sind, nennen wir: Dr. Viktor Adler( Wien), Die Sozialdemokratie in Desterreich seit 1889. Bernard( Paris), Die praktischen Leute. E. Bernstein( London), Religion und Revolution in der Neuzeit. Aus und über Proudhon.- A. Lange.- Dr. A. Braun( München), Zur Wohnungsfrage.- Iglesias( Madrid), Die Sozialdemokratie in Spanien. K. Kantsky( Stuttgart), Die Frauenfrage.- Dr. E. R. Krejcsi ( Pest), Die Entwicklung der Sozialdemokratie in Ungarn.- P. Lafargue( Paris), Bola's neuester Roman. Der französische Roman von Rousseau bis Zola. Dr. F. Mehring( Berlin), Die bürgerliche Presse in Deutschland. Soziale Kapitel aus der preußischen Geschichte. A. Müller( Straßburg), Elsässische Zustände.- Max Schippel( Berlin), Zur Bergarbeiterbewegung. Die Entwicklung der Branntweinproduktion und ihr Einfluß auf die Landwirthschaft und die Gesetzgebung in Deutschland. R. Schweichel( Berlin), Ueber R. Hamerling.-F. A: Sorge( New York), Die Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten von 1866 bis auf unsere Tage. A. V., Die Ueberfüllung der höheren Berufe. L. Winiarski( Zürich), Der Sozialismus in Russisch Polen.-F. Wolf( Manchester), Die rechte Hand Bismarc's. Neben den Mitgetheilten nennen wir noch als Mitarbeiter: Edward Aveling, Eleanor Marr- Aveling, Peter Arelrod, E. Belfort- Bar, Wilhelm Blos, Josefine Braun, Dr. Heinrich Braun, Prof. Dr. L. Büchner, Theodor Curti, Gabr. Deville, Prof. Dr. Dodel- Port, W. Eichhoff, Duc- Quercy, Friedrich Engels, Paul Ernst, Richard Fischer, Leo Frankel, Jules Guesde, Ad. Hepner, Paul Kampffmeyer, Minna Kautsky, O. Köhler, B. Kritschewsky, Prof. Dr. Ant. Labriola, Otto Lang, Dr. H. Lux, H. Mandl, Joan Nadejde, F. Domela- Nieuwenhuis, Eng. Pernerstorfer, 8. Plechanow, Ph. Rappaport, Reinhold Rüegg, Eduard Sack, Vera Saffulitsch, H. Schlüter, Dr. Konrad Schmidt, Dr. Bruno Schönlant, Dr. Ferd. Simon, Stepniak, J. Stern, Georg Vollmar, Dr. Edm. Wengraf, Florence Kelley- Wischnewetky, Julie Zadeck, B. Zerbst, Klara Zetkin. Abonnements- Bedingungen. Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buchhandlungen und Kolporteure zum Preise von Mt. 2.50 pro Quartal zu beziehen. Das einzelne Heft fostet 20 Pfennig. Durch die Post bezogen beträgt der vierteljährliche Abonnementspreis Mit. 2.35. Bei direktem Bezug unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn vierteljährlich. = den Weltpostverein . • . Mt. 3.15, = • 3.80. Die Neue Zeit" ist im Reichspofttatalog für 1891 eingetragen unter Nr. 4388. Einband- Decken für das 1. und 2. Semester des 9. Jahrgangs find angefertigt: in Halbfranz Preis Mt. 1.50, in Ganzleinen Preis Mt.-. 70. J. S. W. Dich' Verlag in Stuttgart. Verantwortlicher Redakteur: R. Gronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW.. Beuthstraße 2. b S a 2 g e 11 2 e 11 11 g it ent 11 E 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. fe Nr. 231. れな = e 140 t g = 3 t It 143 Korrespondenzen und Parteinachrichten. PP Sonnabend, den 3. Oktober 1891. durch. 68 Soziale Uebersicht. find Toite 18. Jahrg. Versammlungen. sam gemacht. Unter Verschiedenem Schädlichkeit des sogenannten„ Meisters" oder Unternehmers auf das Treffendste nach; ganz besonders geißelte derselbe den arbeitslosen Erwerb, welchen sich das Unternehmerthum in Form der sogenannten Meistergebühr" aneigne. An der äußerst regen Diskussion betheiligte sich in hervorragender Weise auch ein Gegner, welcher für das Fortbestehen des heutigen Vers hältnisses wie überhaupt für die" humanen" Meister eine Lanze Bei den Wahlen zum Erfurter Gewerbegericht hat in den Gruppen 1, 2 und 3 der Arbeiterbeisiger die Liste der Sozialdemokratie einen glänzenden Sieg erIn der Mitglieder- Versammlung des Vereins zu rungen. Die Liste des evangelischen Arbeitervereins brachte es, Wahrung der Interessen der Schuhmacher un Seyda bei Wittenberg. Eine äußerst interessante erwährend" unsere Liste in der ersten Gruppe 72( 93 eingetragene hielt der cand. phil. Hoffmann einen mit Beifall auf wie die Thüringer Tribüne" mittheilt, auf nur 13 Stimmen, verw. Berufsgenossen Berlins am 28. Septembe sammlung fand hier am 20. September statt. Während Ge- Wähler), in der zweiten 58( 79), der dritten mit Ausnahme besje Greffe die Versammlung unter freiem Himmel anmeldete, eines Nandidaten, welcher 75 Grimmten erhielt, 164 po 253 aber genommenen Vortrag über Kapital und Arbeit. Von einer Dis fussion wurde Abstand genommen. besorgte ihm die Polizei einen Saal, wie wir vermuthen auf haupt eingetragenen( bei 179 erschienenen) Wählern erhielt. Auch forderte Herr Fischer die Kollegen auf, ihren Pflichten besser Betreiben des dortigen Superintendenten, welcher uns gründlich in der ersten Gruppe der Arbeitgeber drang unsere Liste nachzukommen und nicht nur einzelne Personen arbeiten zu abschlachten zu wollen offenbar den verwegenen Muth hatte. Die Versammlung war sehr gut besucht, wohl 300 bis 400 Mann laffen, sondern selber mit Hand anzulegen; ferner, wenn Vers mochten den Saal füllen. Genoffe Peus hatte das Referat: Der Reichstag und seine Parteien. Gleich bei der Bureauwahi 1875 oder 1876 verantwortlicher Rebatteur ver Chemnitzer ſondern dieſelben zu besuchen. Alsdann wurde noch auf das Wer den Aufenthalt des Genossen Heinrich Müller, ſammlungen stattfinden, nicht dieses oder jenes vorzunehmen feren wir burch. Wir verfügten nur über ein Drittel der Wer- reien Breffe", test, wird poeten, aber an enn am 24. Oktober im Elysium stattfindende Stiftungsfest aufmerkfammlung. Die Gegner wählten fünf Vollblut- Kapitalisten ins Müller, Oberfrohna 62 b, Chemnitz, Nachricht gelangen zu lassen. Bureau. Stadtrath und Geistlichkeit waren wohl vollzählig Heinrich Müller verbüßte eine neunmonatliche Gefängnißstrafe in vertreten. Ein Kaiserhoch und der Gesang eines Verses von dem Zwickau und wanderte während des Ausnahmegesezes nach Steinsetzer Berlins und Umgegend, welche am 26. Septbr. In der öffentlichen, gut besuchten Versammlung der Liede Heil dir im Siegerfranz" folgten. Alsdann hielt Amerika, fehrte 1883 nach Deutschland zurück, arbeitete einige tagte, hielt Herr Keßler einen äußerst beifällig aufgenommenen Peus, unter unaufhörlichen Belästigungen seitens des Vorsitzenden und Unterbrechungen seitens des eigentlichen Amerika und hat zum letzten Mal von Chikago 1885 geschrieben. Beispielen aus seiner eigenen Praxis die Nutzlosigkeit, ja selbst Monate in Nürnberg bei Wörlein u. Ko., ging wieder nach Vortrag über Regie- Arbeit. Der Referent wies an zahlreichen geistigen Führers, eines Superintendenten, seinen Vortrag. Dann Seitdem fehlt jede Spur. entwarf der Oberste der Seydaer Himmelsgendarmerie den Anwesenden aus lauter schauderhaften Zitaten ein so grauliges Bild von der Sozialdemokratie, daß die meisten der Gegner wohl ein Grufeln überlief und mancher sich nach uns umfah, ob man nicht etwa Tigerkrallen und blutbefleckte Zähne an uns wahr nehmen könne. Jedenfalls sprach der Oberpastor in so saftiger Weise gegen uns, daß wir uns gar nicht gewundert hätten, wenn die geistige Waffe" des Knüppels auch noch erprobt worden Frankfurt a. M., 29. September. Auf der Bezir13- einlegte. Die Ausführungen desselben wurden durch die folgenden wäre. Aber der Pastor und einige seiner Mithelfer in der konferenz der Schneider und Schneiderinnen Redner und namentlich durch den anwesenden Genossen Zimmerer Diskussion hatten nicht an nossen Peus gedacht, welcher das Schlußwort des Ge- Hessens und Hessen- Nassaus, welche hier am Lehmann, welcher an Stelle des Referenten das Schlußwort übergerade der Geistlichkeit 27. September tagte und von 23 Delegirten, darunter 2 Frauen, nommen hatte, gründlich widerlegt. Nachstehende Resolution fand gegenüber in der Polemit wohl beschlagen ist. Jetzt änderte aus 12 Orten besucht war, wurde die Lage der Schneider und dann mit allen, gegen sieben Stimmen Annahme:„ Die heute im sich das Bild. Peus brachte in seiner Erwiderung die Ver- Schneiderinnen als eine trostlose geschildert. Die Hausindustrie Seefeldtschen Lokale versammelten Steinsetzer Berlins und Um fammelten derart auf seine Seite, daß am Schluß das Hoch auf macht ihren verderblichen Einfluß auf jenes Gewerbe immer mehr gegend verpflichten sich, mit voller Energie für die Einführung der die Sozialdemokratie mit einer Energie erklang, welche uns Ge- geltend. Zum Beispiel werden in Darmstadt für eine englische tegiearbeit einzutreten; ferner dieselben, die Petition für Einführung nossen selber in Erstaunen sette. Begleitet von der größeren Lederhose nur 25 Pfennige Arbeitslohn in der Regiearbeit Mann für Mann zu unterzeichnen." Hierauf Mehrheit der Versammlung, die sich über die Niederlage ihres Speyer, einem Hauptorte der Konfektion, nur 70 Bf. erstattete der Delegirte zur Streif- Rontrollfommission, Genosse Geistlichen frente, zogen wir durchs Dorf und die Gegner folgten bis 1' Mart für eine Hose oder Weste, für ein Großstic Kretow, Bericht über die Situation derselben, wobei er die äußerst in nichts weniger als rosiger Laune hinterdrein. nicht über 3,50 M. Diese Preise sind auch in Mainz üblich. Die laue Betheiligung verschiedener Gewertschaften einer verdienten und die Versammlung gleichzeitig aufZwischenschneider dagegen nüßen meist junge Arbeitskräfte aus Kritik unterzog und fich rege Lüdenscheid( Westfalen). Welche ungünstige Beurtheilung und machen deshalb auch noch gute Geschäfte. Hervorgehoben forderte, dem Vertrieb der Marken zu das Vorgehen der sogenannten Berliner Radikalen in der Provinz wurde, daß die Schneider auf dem Lande sowohl wie auch die betheiligen. Dann wurde zur Wahl eines Vertrauens manns findet, davon legt auch nachstehende einstimmig angenommene Konfektionsschneider in den Städten der Organisation fernstehen. geschritten und hierzu mit allen gegen zwei Stimmen Genosse Resolution der am 27. September hier stattgehabten Parteiver- Die Konferenz betrachtete infolge dessen die für den 25. Oktober noll gewählt. Derselbe gab bekannt, daß die Unterschriftensammlung jedenfalls unzweideutig Zeugniß ab: nach Berlin einberufene Konferenz der Konfektionsschneider als Listen zur Petition in seiner Wohnung( Lübeckerstr. 27, Quergeb. Die am 27. September zu Lüdenscheid i. W. tagende Ver- verfrüht und schlug dagegen vor, vorerst die Agitation in jene 4 Tr.), außerdem am nächsten Sonntag nach dem 1. im Berfaminlung der sozialdemokratischen Partei sieht sich durch die Kreise zu tragen, welche der Organisation noch fernstehen. Die sammlungslokal vor dem Beginn der Monatsversammlung ausjüngsten Vorgänge in Berlin veranlaßt, gegen das Gebahren der nächste Konferenz findet im März 1892 in Darmstadt statt. liegen. Mit einem dreifachen Hoch auf die internationale SoBerliner Opposition, welches überall in unseren Reihen, nament zialdemokratie und dem Gesang der Arbeiter- Marseillaise endete lich aber in ländlichen Bezirken, Mißmuth hervorruft und beSur sozialen Stellung der Volksschul. Lehrer. Ein die Versammlung. deutenden Schaden anrichtet, energisch zu protestiren. Die Ver: elsässisches, beiläufig nationalliberales Blatt( die Straßburger Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und fammlung hofft, daß der Erfurter Parteitag eine gründliche Post"), schreibt, daß in einer sehr bemittelten Gemeinde des Säuberung der Partei von unsauberen Elementen vornimmt, da Elsaß" der Antrag, das Gehalt eines Lehrers von 720 M. auf auf Holzplähen beschäftigten Arbeiter Deutschlands( Ortses nicht länger zu billigen ist, daß ehrenhafte, treue 800.. jährlich zu erhöhen, lebhaftem Widerspruch begegnet sei. verwaltung Berlin) hielt am 28. September eine MitgliederBarteigenoffen für jahrelange aufopfernde Dienste in nichtswür Insbesondere habe ein Rathsherr gesagt:" Früher haben sich versammlung ab, in welcher der Delegirte Robert Wolff über die digfter Weise beschimpft und verleumdet werden. Die freie Mei- die Lehrer mit Mehltnödeln begnügt," heute aber wollen am 20. September in Hamburg stattgehabte Generalversammlung nungsäußerung darf nicht beschränkt werden, gerechte Kritik bringt sie Fleischknödel haben." Da sieht man, welchen Lugus ausführlich Bericht erstattete und zugleich bekannt machte, daß er eine Sache nur vorwärts, wer aber in seiner Kritik von der Sache die Leute heute treiben wollen! Ist so ein Lehrer mit 720 M. zu dem bevorstehenden Gewerkschaftskongreß von den Vertretern die Person nicht zu trennen weiß und diese durch Lügen und jährlich nicht zufrieden und will statt Wehlknödeln Fleischknödel, der Generalversammlung als Delegirter gewählt worden fei. Berleumdungen zu verunglimpfen und zu bekämpfen sucht, der wahrhaftig Fleischknödel, essen! gehört nicht länger in unsere Reihen, man schließe ihn ruhig aus, es wird der Partei zur Ehre und zum Vortheil gereichen. Die Versammlung beauftragt das Bureau, diese Resolution dem ,, Vorwärts" zum Abdruck zu übermitteln." Kaffel, 28. September. Die gestern in Melsungen statt gefundene Konferenz der Genossen des Wahl freises Rassel- Melsungen war zahlreich besucht. Nach einem Vortrag Pfannkuch's über den Programmentwurf erklärte sich die Konferenz im Großen und Ganzen mit demselben einverstanden. Des Weiteren verlangt die Konferenz, daß der Partei tag um deswillen mit der sogenannten Opposition reinen Tisch macht, weil deren Angriffe auf die Taftit des Parteivorstandes und der Fraktion den Beschlüssen des vorjährigen Parteitages zuwiderlaufen. Zu Delegirten für den Erfurter Parteitag wurden gewählt die Genossen Tischer- Melsungen und Pfannkuch- Kassel. Die weiteren Verhandlungen, welche sich mit einer halbstündigen Pause über fünf Stunden ausdehnten, betrafen die innere Organisation. Beschlossen wurde in dieser Beziehung, in Zwischenräumen von je drei Monaten je eine Konferenz für den gesammten Wahlkreis abzuhalten, sowie auch je nach Bedürfniß, außer der planmäßigen Verbreitung des Organs, durch den Aus bau des Vertrauensmänner- Systems eine wirksame Verbreitung von Flugblättern analog der Wahlbewegung vorzunehmen. Die nächste Konferenz findet zwecks Berichterstattung über den Parteitag wiederum in Melsungen statt. bezahlt; In der Diskussion entspann sich eine lebhafte Debatte beziehentlich der Organisationsfrage. Auf die Anregung, ob wir Patriotismus der Gemeinden. Beim Bau der neuen uns nicht den Tischlern anschließen wollten, erbot sich Kollege städtischen Markthalle auf dem Antonsplatz in Dresden wer Rühl, beim Vorstande des Fachvereins der Tischler an ben nach der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" zum größten Theil zufragen, ob der Fachverein geivillt wäre, uns respektive die italienische und böhmische Arbeiter verwendet, an Holzbearbeitungsmaschinen und auf Holzplätzen beschäftigten weil sie billiger find als die Dresdener Arbeiter. Wenn die Ge- Arbeiter Berlins zu einer ihrer Mitgliederversammlungen einmeinden die Sorge um das Loos der ortsangehörigen Arbeiter zuladen, zweds Stellungnahme zu dieser Sache. Unter Ber auch nur halbwegs ernst nähmen, so hätten sie schon längst in schiedenem besprach man das Unglück, welches einem Tischlerdie Kontrakte, welche sie mit den Unternehmern abschließen, denen Lehrling widerfahren ist, indem ihm von einer Maschine der Arm sie städtische Arbeiten übertragen, Bestimmungen aufgenommen, ausgerissen wurde; die Versammlung verpflichtete sich in Rückwonach die Unternehmer den in der betreffenden Branche orts ficht hierauf, der Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern an üblichen Arbeitslohn zu zahlen haben und überhaupt den orts- Maschinen entgegenzutreten, da dies von Seiten der Polizei nicht üblichen Arbeitsverhältnissen nicht zuwider handeln dürfen. Den in genügendem Maße geschehe. Bekannt wurde noch gemacht, Berufsvereinigungen der Arbeiter steht auch in dieser Sache noch daß die nächste Versammlung( Quartalsversammlung) am 19. Dtein weites Feld positiver Thätigkeit offen. Wenn den aus tober stattfindet. ländischen Arbeitern zur Verwerthung ihrer Arbeitskraft der deutsche Markt auch ebenso wenig versperrt werden soll und darf, als Eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen wir Deutsche das hinsichtlich unserer nach dem Auslande verziehenden tagte am letzten Sonntag im Saale der„ Berliner Ressource." Bandsleute wünschen können, so steht uns andererseits das Lebens- Genosse M egner sprach über das Thema:„ Gleiches Recht". interesse des in Deutschland wohnenden Arbeiters ebenso hoch. Der Referent verglich nach einer kurzen Definition des Begriffes Er muß seine schweren Steuern bezahlen, von denen die Gemeinden Recht" zunächst das Recht früherer Zeit mit dem heute geltenden den Löwenantheil in Anspruch nehmen, und hat schon deshalb gesetzlichen Rechte. In längeren Aus ührungen fritisirte er das das vernünftigermaßen gar nicht bestreitbare Recht, daß er bei Wahlrecht, das Koalitionsrecht, sowie das Vereins- und VerGemeinde Arbeiten den billiger arbeitenden Ausländern vor- fammlungsrecht, und erklärte, daß in vielen Fällen gesetzliches gezogen wird, welche deshalb billiger arbeiten können, weil sie Recht und menschliches Recht sich geradezu gegenüberstehen. bedürfnißloser sind, wovon übrigens auch die Geschäftsleute Hauptsächlich in den drei genannten Gefeßen spiegele sich der Schaden haben. Auch von diesem Gesichtspunkte aus hat die heutige Klassenstaat wieder, welcher wirklich gleiches Recht gar energische Betheiligung der Arbeiter an den Gemeindewahlen nicht aufkommen lasse. Wandel zu schaffen und dadurch einem positiven Werth, denn nicht eher wird gerade in der oben berührten gefunden normalen Rechte den Boden zu bereiten, müsse das BeAngelegenheit Wandel geschaffen werden, bis das deutsche Prole- streben eines jeden Mannes, wie in noch viel größerem Maße tariat in den Gemeinden eigene Vertreter seiner Klasse hat. jeder Frau sein, da gerade letztere im heutigen Staate völlig rechtlos fei. Redner schloß unter lebhaftem Beifall mit den Die beim Bau der sibirischen Eisenbahn auf dem Ab- Morten Joh. Jacoby's:„ Wir fordern gleiches Recht für Alles, schnitt Süd- Usförte beschäftigten Arbeiter haben wegen was Menschenanilig trägt!" In der Diskussion sprachen sich die fchlechter Behandlung und schlechter Verpflegung die Arbeit ein Herren David, Schleicher, sowie Frau Palm im Sinne Wegen Tragens republikanischer Abzeichen seit gestellt. Die Leute sind europäische Arbeiter aus dem des Referenten aus. Ein Herr Brück, welcher sich zunächst da 1849 ist das in Sachsen durch ministerielle Verordnung verboten Gouvernement Grodno, welche sich den Unternehmern gegenüber gegen verwahrte, Sozialdemokrat zu sein( er wäre Demokrat), erklärte wurden der Weber Karl August 2ade in Altgersdorf und durch Verträge derart gebunden haben, daß sie jetzt von denselben sich gegen die Forderung des gleichen Rechtes für Gebildete und Under Fabrikarbeiter Ernst Hermann Jäckel in Hetzwalde vom nicht loskommen können. Ihre anfänglich bei den Unternehmern gebildete. In seinem Schlußwort legte der Referent dem Herrn Schöffengericht Ebersbach zu je 20 M. Geldstrafe event. 4 Tagen und der Polizei über verfaultes Fleisch und gänzlich dessen Irrthümer flar. Alsdann gelangte folgende Resolution Haft verurtheilt, Sie appellirten ans Bautzener Landgericht, verdorbenes Brot erhobenen Beschwerden erwiesen sich zur einstimmigen Annahme: diefes bestätigte jedoch das Urtheil der Borderinstanz. als nutzlos. Es wurden vielmehr sechs Arbeiter verhaftet. Die Versammelten erklären sich mit den Ausführungen des Darauf vergriffen sich die Arbeiter thätlich an einem der Be diensteten des Lebensmittel- Lieferanten und stellten dann ihre Referenten voll und ganz einverstanden, sprechen ihre tiefste VerThätigkeit ein. Die Unternehmer jammern nun über„ Verachtung über die bekannten Vorkommnisse aus, er woselbst Vertreter des Gesetzes die Knüppeltaktik zur Unterdrückung der Verbreitung schwörung" der Arbeiter und fordern militärisches Einschreiten. Man wird ihren Wünschen natürlich nachkommen, denn sie sozialistischer Ideen gebrauchten und fordern strengste Be find wohlhabende Leute und die Arbeiter armselige für Alle!" und die Arbeiter armselige trafung der Schuldigen nach dem Grundsaye:„ Gleiches Recht Proletarier. Nicht weniger als 80 Versammlungen und Zusammen künfte hielten am vergangenen Sonntage die Bergleute Rheinland- Westfalen& ab jedenfalls ein Zeichen von Regsamkeit, das die Prophezeiungen der Gegner, als sei die Bewegung der Bergarbeiter rückläufig, als verfehlt erweist. Und worin bestand das Vergehen der Verurtheilten? Sie hatten bei der Beerdigung eines unserer Partei angehörigen Fabritarbeiters in Alteibau Kränze getragen, in welche„ in auffälliger Weise" blutrothe Rosen eingeflochten waren. Man denke, blutrothe Rosen sind dagegen 20 M. Geldstrafe, wofür ein sächsischer Weber wohl bald 14 Tage oder gar noch länger arbeiten muß, um sie zu verdienen, nicht noch Sie denkbar gelindeste Strafe? Nachdem noch unter„ Verschiedeuem" einige Erörterungen statt. Die Kohlenproduktion Englands betrug nach den gefunden hatten, schloß" der Vorsitzende die Versammlung mit " Railway News: einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. Es folgte nun ein geselliges Beisammensein, welches leider durch das Ein1885 1888 1889 1890 • • 159 351 000 Tons à 5 Ch. 2 d. 169 935 000 à 5 7 " " " . 176 917 000 à 6 . " " " 181 614 000 à 8 " 1 Aus Braunschweig schreibt man uns: " In einem Inserat des hiesigen Tageblatts wird bekannt bot, da„ öffentlicher Tanz" nicht angemeldet sei. Die Vergemacht, daß Herr Eugen Richter hier einen Vortrag über fammelten ließen sich jedoch dadurch nicht beirren und verblieben die politische Lage halten wird. Die Versammlung findet im Der Transport ist von 118 473 000 Tons im Jahre 1888 noch einige Stunden ohne Tanz bei Gefang und Vorträgen zuHofjäger am 3. Oktober statt. Alle Freisinnigen von Stadt und auf 126 412 000 Tons im Jahre 1890 gestiegen. Land werden dazu eingeladen; so weit der Platz reicht, haben New- York, 1. Oftober. Gemäß der Bestimmung der Mac Parteien Zutritt und durch zwar Karte. Nur die bösen Gozialdemokraten sind au 3auch alle anderen geschlossen." Der Führer der freisinnigen Partei hat also nicht den Muth, den Sozialdemokraten gegenüber seine Sache Stirn gegen Stirn zu vertreten, sondern er zieht es vor, sich hinter verschlossenen Thüren in die Löwenhaut zu drapiren. Kinley- Bill, wonach Erzeugnisse der Gefängniß arbeit von der Einfuhr ausgeschlossen sind, wurden drei Kisten Papier, welches im Prenzlauer Gefängniß für die Berliner Firma Sabin u. Neye gearbeitet worden war, vom hiesigen Zollamt zurückgewiesen. sammen. Die freie Gemeinde zu Nigdorf und Umgegend bielt am 19. September eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen ab, in welcher Herr Peus über das Thema:„ Die AnKunowski und des Generalsekretärs Paul Göhre über die schauungen und Urtheile des Herrn Landesgerichtspräsidenten von Diffidenten" referirte. Der Vortrag wurde mit großem Beifall 121 aufgenommen. Gegner meldeten fich troy wiederholter Aufs orderung nicht zum Wort. Preis- Verzeichniss voit Carl Stier borntals R. Götze& Co. Fabrik für Herren- u. 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