Nr. 126. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzetle ober beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Verdrängung deutscher Arbeiter von staatlichen Arbeiten. arbeiten. Donnerstag, den 2. Juni 1898. Wahlkampf. Die Wohlthaten der Arbeiterversicherung. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Auf diesen Unsinn etwas zu erwidern, ist überflüssig. Uns wundert mur, was König Stumm dazu sagt, daß das nationalliberale Blatt ihm den Rang abgelaufen hat. Unter diesem Titel speist das preußische Wahlministerium durch Das Wahlrecht auf die Tagesordnung gesetzt zu sehen Den Wunsch der Großgrundbesizer, billige und willige die Berliner Korrespondenz" die gutgesinnten, aber ist zwar der Regierung und den von ihr gesammelten Reaktionären Arbeitskräfte aus dem Ausland zu erhalten, beeilen sich die geistig armen Blätter Berlins und der Provinz soeben mit einem höchst unbequem, aber es hat dem Volte genügt. Die Energie, mit verschiedensten Zweige der preußischen Verwaltung in reichstem neuen Waschzettel. der das Volk vor der Gefahr der Entrechtung gewarnt wird, hat so Maße zu erfüllen. Der Eisenbahnminister Thielen empfiehlt über Krankengelder, Unfall, Alters- und Invalidenrenten gegen Reaktion auf der Hut zu sein hat. Es scheint nun festzustehen, Eigentlich wissen wir nicht recht, was die langen Ziffernreihen manche Aeußerung hervorgerufen, die beweist, wie sehr man vor der zu diesem Zweck durch mehrere Erlasse die Heranziehung die Sozialdemokratie beweisen sollen. Denn die Sozial- daß, ganz abgesehen von den geheimen Absichten der Herren von ausländischen Arbeitern zu Eisenbahn- demokratie ist heute bekanntlich die einzige Partei, die für v. Miquel und seiner Bewunderer auch in der sächsischen energische Fortbildung der Arbeiterversicherung fämpft. Die Kon- und bayerischen Regierung der Kampf gegen die Grundrechte des Es sollen mehr Ausländer wie vordem angestellt, außer- fervativen mußten schon 1889 halb mit Gewalt zur Annahme des deutschen Volkes geplant wird. Ueberaus charakteristisch ist nach dem bei Regierungsbauten auf die Unternehmer dahin Alters- und Invalidengesezes gedrängt werden; die Agrarier dieser Richtung eine Aeußerung des amtlichen Organs der königlich eingewirkt werden, daß sie mehr Ausländer beschäftigen. brennen noch heute darauf, alle Lasten dieses Gesetzes abzu- sächsischen Regierung; dasselbe schreibt in seiner Pfingstnummer: Da die sich patriotisch" und„ baterlandsfreundlich" ge- schütteln. Selbst das Zentrum hat hier für die Arbeiter der Land- Zu unserer Freude lesen wir übrigens heute in den behrdende Presse diese von uns bereits vor einiger Zeit mit- wirthschaft und des Handwerks Aufhebung des Versicherungszwanges Hamburger Nachrichten", daß auch sie eine Reform des getheilte Absicht mit komödienhafter Entrüstung in Abrede Soweit also die Arbeiter wirklich Werth auf diese Versicherungen beantragt. Die Stellung des Freisinns war von jeher ablehnend. Reichstagswahlrechts nicht als Pudendum( als etwas, dessen man sich zu schämen habe) betrachten" würden. gestellt hat, so veröffentlichen wir den Wortlaut des vorletzten legen, sie nicht untergraben, sondern fortgebildet sehen wollen, müssen Da tommen wir ja zusammen; früher war das in in dieser Angelegenheit seitens des Ministers an die Eisenbahn- fie schon Sozialdemokraten wählen, trotz der„ Berliner diesem Punkte nicht der Fall. Die Unwahrheit des StichDirektionen ergangenen Erlasses vom April dieses Jahres. Korrespondenz". wortes, daß das allgemeine Wahlrecht in Gefahr Der Wortlaut dieses Erlasses hat ein weit über die Kreise sei, liegt lediglich darin, daß Zentrum und Sozialder Eisenbahn- Direktionen hinausgehendes allgemeines demokratie dahingehende Reformpläne der Re= Interesse. Er lautet wörtlich: gierung und einzelnen Parteien unterschieben. Eine Anzahl nicht unter dem Fraktionszwang stehender Blätter, darunter wir, haben aus ihrer Ueberzeugung von der Reform bedürftigkeit dieses Wahlrechtes niemals ein Hehl gemacht, auch gegenüber jenem Stichwort nicht. Aber so lange wir mit dieser Ueberzeugung nicht die Mehrheit der Parlamentarier und die Regierung ge wonnen haben, besteht für das allgemeine Wahlrecht keine Gefahr. Der Minister der öffentlichen Arbeiten. IV B. 4786. Unter Hinweis auf die Erlasse vom 15. April % IV B. 4187 Mamelucken unter " Die Sozialdemokratie hat gegen die Gesetze seinerzeit nur deshalb gestimmt, weil sie eine reichlichere Entschädigung der vorübergehend oder dauernd Arbeitsunfähigen, eine gerechtere Lastenvertheilung zwischen Unternehmern und Arbeitern und eine freiere Selbstverwaltung der Versicherten wünschte, und weil außerdem vom Fürsten Bismarck die Versicherung gegen den viel bedeutsameren Arbeiterschutz ausge spielt wurde. Heute wird selbst von weiterblickenden Unter- veranlasse ich die königliche Eisenbahndirektion, mir binnen vier nehmern ein großer Theil dieser sozialdemokratischen Wünsche als berechtigt anerkannt. Wenn die im 8entral Wochen eine Nachweisung über die Zahl der gegenwärtig im Be- berband deutscher Industriellen vereinigten triebsdienste und bei Eisenbahn Neubauten( Bau neuer Bahn- Großindustriellen vor anderthalb Jahren alle Daß es sich hierbei nicht um die private Stilübung irgend eines strecken, Bahnhofsbauten 2c.) beschäftigten ausländischen Arbeiter Versicherungsnovellen zum Scheitern brachten, unverantwortlichen Redakteurs, sondern um die Meinung der sächsi ( soweit möglich, nach ihrer Staatsangehörigkeit getrennt) einzureichen. weil zu viel Gutes darin stand, so wird man der Sozialdemokratie schen Regierung handelt, ist unzweifelhaft. Herr v. Mezzsch, der Die Nachweisungen sind für die Betriebsverwaltung und die Neu- wohl auch das Recht zugestehen müssen, gegen ein Gesetz sich zu oberste Chef der Leipziger Zeitung", der Mann, der das bauverwaltung gesondert aufzustellen und für die Betriebsverival- erklären, das nach ihrer Meinung zu viel Schlechtes enthielt. Landtagswahlrecht verschlechtert hat, ist heute noch am tung nach Werkstätten, Stations- und Streckenarbeiten zu scheiden. Warum schreibt die„ Berliner Korrespondenz" Ruder und ihm ist das Reichstags- Wahlrecht, das in vierzehn Bezüglich der Neubauverwaltung ist zugleich die Zahl der überhaupt nicht lieber gegen den Zentralverband und seine Tagen zeigen wird, wie seine Politik dem Volle mißfällt, ein beschäftigten Arbeiter anzugeben. den Sammlungspolitikern? Dorn im Auge. In seinen Händen ist das allgemeine, gleiche Diese stehen der Entwickelung der Arbeiterversicherung heute viel direkte und geheime Wahlrecht in schlechter Hut. Was sagt der Zugleich sehe ich einer Aeußerung darüber entgegen, ob und mehr im Wege wie die Sozialdemokratie, ohne deren rege Mit- Verfasser der Ableugnungen im Reichs- Anzeiger" zu der erfrischengegebenenfalls in welchem Umfange es thunlich wirkung der ganze Apparat von Kassen, Vertretungen, Schieds- den Offenheit der fächsischen Amtskollegin? ist, in der Betriebsverwaltung, und soweit beim gerichten überhaupt längst gar nicht mehr funttioniren könnte. Neubau Regie Arbeiten ausgeführt werden, Die Leistungen der Versicherung hat die Sozialdemokratie auch in diesem ausländische Arbeiter vorübergehend, niemals unrichtig dargestellt. Sie hat nur Uebertreibungen zurück 3. B. als Saison- Arbeiter zu verwenden. gewiesen. Sie hat das Geschrei der Industriellen über ihre großen Zur Milderung des in der Landwirthschaft herrasten" immer als seu che lei angesehen. Das ist es und schenden Arbeitermangels würde es beitragen, wenn zu bleibt es angesichts folgender Zahlen: Bei der Krankenversicherung finden wir 1895. von den Eisenbahn- Neubauten, bei denen die Arbeitsgelegenheit naturgemäß freien Hilfskaffen abgefehen, bei denen die Arbeiter alles zahlen nur eine vorübergehende ist, wenigstens in gewissen Landestheilen 6,8 Millionen Arbeiter und 104 Millionen Mark Beiträge. Davon in größerem Umfange als bisher ausländische Arbeiter ein Drittel auf die Unternehmer, giebt noch nicht 35 Millionen herangezogen werden könnten. Die königlichen Mark Beitrag des Kapitals, also pro Kopf des Arbeiters jährlich Eisenbahndirektionen wollen sich darüber aussprechen, ob sich in im Durchschnitt 5 Mark Last". dieser Beziehung auf die Unternehmer durch Aenderung der Verträge und in sonst geeigneter Weise mit Er folg einwirken läßt und ob eine derartige Maßnahme ohne wesentliche Schädigung fiskalischer und sonstiger berechtigter Interessen ausführbar erscheint. An die Thielen. Königlichen Eisenbahndirektionen. J 11 den Bei der Unfa II versicherung finden wir 18,4 Millionen Versicherte und 68,4 Millionen Ausgaben. Hier leisten nur die Unternehmer Beiträge. Das ergiebt pro Jahr und Arbeiter 33/4 Mark " Last". Die Alters- und Invaliditätsversicherung hat 1895 etwa 111/2 bis 12 Millionen Versicherte umfaßt. Beiträge wurden 95,4 Millionen Mark geleistet, davon die Hälfte, also 47,7 Millionen durch die Unternehmer. Das ist im Durchschnitt pro Jahr und Arbeiter taum 4 Mark„ Last". " V Herr v. Feiligsch in Bayern ist tein besserer Wahrer der Voltsrechte wie Herr v. Mezich in Sachsen. Die national- soziale„ Hilfe" ist heute in der Lage, mit einer bedeutsamen Enthüllung über die dem Wahlrechte gestellten Fallstricke zu berichten. Das Organ des Pastors Naumann, das mit Beamtenkreisen gute Fühlung zu halten weiß, schreibt: Uns ist aus sehr guter konservativer Quelle" der Name eines hohen, einflußreichen bayerischen Beamten und Bundesrathsbevollmächtigten genannt worden, der im Jahre 1893 bereits einen fig und fertig ausgearbeiteten Wahlgesezentwurf vorgelegt habe... Auf jeden Fall haben wir Grund anzunehmen, daß die Sorge um Rückwärtsrevidirung des Reichswahlrechts begründet ist. Unsere Besorgnis wird auch durch den neuesten offiziösen Ableugnungsversuch des „ Reichs- Anzeigers" nicht verringert, weil eine Sache nicht glaubwürdiger wird, wenn man sie in derselben Form zweimal sagt. Der nicht selten offiziöse Hamb. Corr." schreibt: Die Verpflichtung, die allem Gerede ein Ende machen würde, nun und nimmer an eine Abänderung des Reichswahlrechts zu denken, kann und darf die Regierung gar nicht auf sich nehmen." Die Verpflichtung, an der Vermehrung der Marine stets festzuhalten, ist die Regierung jederzeit bereit, zu übernehmen. Die„ Leipz. N. Nachrichten" stellen sich auch nicht so, als ob sie eine Aenderung des Reichstags- Wahlrechts für eine Utopie hielten. Sie sagen: Zusammen sind das jährlich 12-13 M., oder monatlich 1 m. Ist dieser Erlaß vaterlands- und staatsfreundlich? ein Trinkgeld, über das man wahrhaftig nicht so viel zu schreien Zwei Ansichten stehen sich gegenüber. Die Ansicht der brauchte. Kraut- und Schlotjunker geht dahin: Profit und Rente der Dagegen zahlt der Arbeiter als Familienvater- Mann, wenigen Reichen sei Zweck des Staates. Diese Patrioten" Frau und drei Kinder gerechnet jährlich über 30. allein Und ist denn schließlich das Wahlrecht so absolut intangibile führen die Worte national"," patriotisch" stets im Munde durch die Getreidevertheuerung an den Großgrund( unantastbar)? Es giebt kein politisches Dogma, an dem zu und treten begeistert dafür ein, daß an stelle der befizer. Wohlgemerkt, bei 35 M. Brotzoll! Jahrelang hatten wir den 50 Mart Zoll, bei dem der Arbeiter jährlich 43-44 M. rühren ein Verbrechen wäre, und wenn man auch nicht ohne gedeutschen Arbeiter ausländische in Deutschland „ Laſt" für den Grundbesitz trug. Mit allen anderen nügende Noth an der Reichsverfassung modeln soll, so kann man arbeiten und mögen immerhin die deutschen Arbeiter ver- Böllen und indirekten Steuern zusammengerechnet was hat man sich doch wohl vorstellen, daß noch Vervollkommnungen möglich hungern oder auswandern. Diese Talmi Patrioten und seit dem Ende der siebziger Jahre dem Arbeiter alles genommen find. Sammlungsbrüder sind gewiß über den oben veröffentlichten und wie wenig hat man ihm in dem bischen Unternehmerbeitrag Alle Ableugnungen, und seien sie selbst von Herrn v. Miquel Erlaß hocherfreut. zur Versicherung gegeben! stilifirt, helfen nicht mehr. Das Volt weiß, daß sein größtes, Die Ansicht der erwerbsthätigen und arbeitenDie Berliner Korrespondenz" schließt fomischerweise ihre un- ivichtigstes politisches Recht in Gefahr ist, es würde seinen Gegnern den Bevölkerung ist gerade entgegengesetzt. Sie meint, nicht glückliche Strafpredigt gegen die Sozialdemokratie mit den Worten: recht geben, sich selbst ein Zeugniß politischer Unreise ausstellen, Der Ausbau der bestehenden sozialpolitischen Geseze dürfte das wenn es nicht aufs peinlichste bedacht wäre, in den Reichstag Leute die Höhe des Profits und der Rente der wenigen Reichen, fozialpolitische Ziel der nächsten Zukunft sein." Nachdem der zu wählen, die ehrlich und ohne jeden Vorbehalt zu dem verfassungssondern das Wohlergehen der Gesammtheit beBentralverband Deutscher Industrieller bemäßigen Wahlrechte stehen. stimme die Größe des Vaterlandes. Der Wohlfahrt des fohlen hat, gänzlich auf den Versuch zu verzichten, Mängel Vaterlandes handelt der zuwider, der den inländischen zu beseitigen", so lange auch nur Verbesserungen in Aussicht stehen, Gegen das Reichstags- Wahlrecht Arbeiter benachtheiligt oder gar die Schmuskonkurrenz aus- wie sie selbst das Zentrum billigte überrascht diese tapfere An- hat sich, wenn auch in verschleierter Form, der Abg. Möller ländischer Lohnstlaven noch künstlich steigert. Schon der fündigung der Regierung. Nur wagt sie nicht, den rechten Schluß erklärt, indem er zwar die Aufhebung des garantirten Wahlrechts Grundfaz der allgemeinen Wehrpflicht verbietet das Ver- daraus zu ziehen. Denn dieser müßte bei der engen Fühlung drängen der inländischen durch ausländische Arbeiter. Gine zwischen Zentralverband und Sammelpolitik Heißen: Richtung, die die inländischen Arbeiter durch Konkurrenz von Ausländern benachtheiligt, greift die Grundlagen des Staates an. Wenn nun gar die Heranziehung ausländischer Arbeiter den reichsten Leuten im Lande noch billigeres und willigeres aus Anlaß der Erfurter Krawalle( 1) fordert die„ Berliner BörsenArbeitermaterial verschafft, so ist die, wenngleich unbeabsichtigte Beitung". Nach ihrer Ansicht sind die Exzesse den Hezzereien fehdeten Agrariern verkauft hat, der Mann, der offen für einen Folge solcher Heranziehung eine jedes Kulturstaates unwür sozialistischer Agitatoren zuzuschreiben, welche die die sozial- erhöhten Getreidezoll eintritt, nunmehr auch die politischen Rechte Versammlungen besuchenden Handwerker so den Arbeitern entreißen will. Herr Möller kann es nicht verdige Unterstützung der trasfesten Ausbeutung. demokratischen Die arbeitende Bevölkerung Deutschlands möge es fich forrumpirt haben, daß ihr forrettes Denten und ihre moralischen schmerzen, daß er durch unseren Genossen Dr. Lütgenau aus dem Dazu komme, daß die Reichstage verdrängt ist und will nun auf alle Fälle wieder gewählt daher angelegen sein lassen, über die gemeinschädlichen Ver Qualitäten dadurch erschüttert sind. Blätter sozialdemokratischen suche der Verdrängung deutscher Arbeiter durch ausländische Dinge in eine Beleuchtung rücken, die darthun soll, welche zu sein. verheten und lügen und alle werden; auf grund welchen Programms scheint ihm ganz gleichgiltig ihre eigenen Genossen und die Gesammtheit der Arbeitsthätigen heillosen Zustände bei uns herrschen und daß Regierung, Arbeitgeber Zum Attentat auf das allgemeine Wahlrecht. aufzuklären. Gebt am 16. Juni die Antwort auf die Pläne, und Besitzende mur den einen Wunsch haben, die armen Arbeiter Ant 24. Mai wurde in einer zu Berlin, Hotel Alexanderplatz, Euch des Vaterlandes zu berauben! Führt der Sozialdemo- zu fnechten und ihrer wenigen Freiheiten zu berauben. Da es nicht abgehaltenen Versammlung der„ konservativen und gemäßigt liberalen fratie neue Stämpfer zur Beschleunigung des Sieges der ausgeschloffen sei, daß fich Putsche ähnlicher Art an anderen Orten Wähler des Kreises Niederbarnim" der konservative LandtagsArbeiter über das vaterlandslose Stapital zu! wiederholen, deren Zweck nichts anderes sei, als Befreiung von Abgeordnete, früherer Führer der Berliner antisemitischen Stadtfünstlich gehäufter Erbitterungsspannung herbeizuführen, so muß verordnetenfraktion, Oberlehrer Professor Dr. Jrmer, als Kandidat natürlich ein neues Sozialistengesetz erlassen werden. aufgestellt. Ueber die Stellung dieses erzreaktionären konservativen Wählt keinen Sammlungspolitiker! Wählt sozialdemokratisch! Ein neues Sozialistengeseh als Verbrechen bezeichnete, aber sofort hinzufügte, daß das Verbrechen( Mißbrauch des Wahlrechts) aber dennoch zur Aufhebung führen könne. Aus dem nationalliberalen Deutsch in die gewöhnliche Sprache übersetzt, heißt das nichts anderes, als daß, wenn eine größere Anzahl Sozialdemokraten gewählt wird, das Wahlrecht abgeändert werden muß. Es ist charakteristisch, daß Herr Möller, der ja in wirthschaftlichen Fragen sich bereits mit Haut und Haaren den einst so bitter be " Wahlpflicht für Eisenbahnbeamte und Arbeiter. Das Amtsblatt der königlichen Eisenbahn- Direktion Breslau ents hält folgende Bekanntmachung: Abgeordneten zum Wahlrecht giebt folgender Passus seiner Rede zeitung", gerechnet. Nachdem die durch Aufstellung eines Ober- schimpfungen unseres Genoffen Bubeil, die ausnahmslos der GrundAuskunft: Landesgerichtsraths aus Köln" vereitelt ist, wollen viele katholische Tage entbehren. Würde die Neue Zeit" sich anständiger Waffen be„ Der Reichstag müsse die Rechte der verbündeten Regierungen Landwirthe ihre Stimme dem Kandidaten des Bundes und der Kon- dienen und fachlich vorgehen, so würden wir es für nöthig halten, schützen und aus diesem Grunde jeden Gedanken eines fervativen, Paul Sümmermann auf Scheda, geben. ihre Behauptungen zu widerlegen, aber mit einem Gegner zu streiten, parlamentarischen Regiments abweisen. Selbstverständ- Der Rheinische Bauernverein, das Gegenstück zu Schorlemer's dessen einzige Waffe die Verleumdung bildet, halten wir für unter lich verlange man auch, daß der Reichstag die Rechte des Volkes westfälischer Gründung, hatte bekanntlich am 11. Mai in Köln eigene unserer Würde. Im Vergleich mit der„ Neuen Zeit" ist selbst die gegenüber der Regierung wahre, und falle es deshalb den Konser- Vertreter für die Zentrumsfraktion gewünscht und sofort für Freisinnige Zeitung" ein Muster von Wahrheitsliebe. vativen gar nicht ein, das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht Cleve Geldern Herrn Schreiner, feinen volkswirthschaftlichen jet anzugreifen. Auch liege augenblidlich kein Anlaß dazu Kommissar", in Aussicht genommen. Das Zentrums- Wahlfomitee bor, wenn er auch nicht annehme, daß dieses Wahlrecht für alle des Kreises hat jedoch, trotz des Eintretens des agrarischen Grafen Ewigkeit das beste sein müsse. Denn es fei ein netter Loë für Schreiner, an Dr. Marcour, dem bisherigen Abgeordneten Zustand, daß eine Stadt wie Hamburg, die durch den und früheren Germania"-Redakteur, festgehalten. Die Bündler Handel groß geworden, lediglich brei Sozialdemokraten erwarten, daß nunmehr die Aufstellung des Herrn Schreiner im in den Reichstag entfendet und feinen Vertreter des Handels. Gegensatz zu der Dr. Marcour'schen Kandidatur in diesen Tagen Man werde bersuchen müssen, diesen Uebelstand erfolgen wird." auf dem Boden der bestehenden Verfassung zu be= feitigen. Ebenso müsse das Dreitlassen Wahlrecht für den Landtag beibehalten werden, das ein passendes Gegengewicht gegenüber dem Reichstags- Wahlrecht sei." unter anderem: J. F. Lehmann 1898) ftellt... " " 1 " Freifinnige Ausflüchte. währen." Besondere Pflicht der in einem staatlichen Betriebe beschäftigten Beamten und Arbeiter ist es, das jedem Staatsbürger verfassungsmäßig zustehende Wahlrecht auszuüben. Indem wir hierauf aufmerksam machen, weisen wir die Dienstvorsteher an, denjenigen wahlberechtigten Bes diensteten, welchen das Amtsblatt nicht unmittelbar zugängig gemacht wird, hiervon in geeigneter Weise Kenntniß zu geben und dafür Die Feifinnige Zeitung" wirft uns vor, daß die von uns gegen Sorge zu tragen, daß, soweit dies der Dienst irgend zuläßt, den sie vorgebrachten Thatsachen aus dem Zusammenhang gerissen und Beamten und Arbeitern Gelegenheit gegeben wird, sich sowohl an zu in rabulistischer Weise verdreht sind. Unser Material soll aus allen den am 16. Juni d. J. stattfindenden Wahlen zum Reichstage, als Die Kreuz- Beitung" wird auch trotz dieser Auslassungen ihres Winkeln und Ecken derart zusammengefaßt und verlogen zurecht auch an den demnächstigen Wahlen zum Hause der Abgeordneten zu bereits durch die Berliner Kommunalwahlen als Stadtveordneter gemacht sein, daß auch die Angegriffenen selbst oft des wirklichen betheiligen. Obwohl die Wahl zum Reichstage nicht auf Wenn die Freisinnige ausgemusterten Gesinnungsgenossen bestreiten, daß die konservative Beitung" es bei dieser Gelgenheit für geschmackvoll hält, von einem Tage ausgeübt werden kann, so darf bei diesen Wahlen den einzelne Stunden des Tages beschränkt ist, sosen Ben Partei eine Aufhebung des allgemeinen, gleichen, geheimen, direkten ausrangirten Rechtsanwalt" zu sprechen, der eigens zu dem Zwecke Arbeitern die Ausübung der Wahl je nach den Umständen während Wahlrechts beabsichtige." Augenblicklich", so lange das Kartell die vom„ Vorwärts" beschäftigt wird, um lügenhafte Waschzettel für der Arbeitszeit ohne Lohnkürzung gestattet werden. Für die durch Mehrheit nicht hat, liegt kein Anlaß zu einer Beseitigung dieses die sozialdemokratischen Agitatoren auszuarbeiten, fo Wahlrechts vor. Wie aber, wenn das Kartell die Mehrheit hätte? eine solche Bezeichnung ihren Begriffen von publizistischem versäumte Arbeitszeit ist den Arbeitern eine Lohnvergütung zu ge Agitatoren auszuarbeiten, so mag die Betheiligung an den Wahlen zum Hause der Abgeordneten Sorge der deutsche Wähler dafür, daß am 16. Juni die Wahlrechts- Anstand ja entsprechen; wir haben haben andere Begriffe von Attentäter aus dem Reichstag ausgemustert werden. Anstand und gutem Ton; aber wir wollen ihnen ihre Hoffentlich geben die Dienstvorsteher nicht in der Weise von der Der alldeutsche Verband und das Reichstagswahlrecht. Ausdrucksweise um so mehr verzeihen, als es menschlich erdeutschen Verbandes, sendet uns unter unnöthiger Berufung auf das wieder falsch auf den Busch geklopft. Was aber die Sache selbst an den Landtagswahlen, wo öffentliche Stimmabgabe herrscht, lieber Herr Prof. Dr. Haffe, der geschäftsführende Borsigende des all- lärlich ist, daß eine Partei, je näher ihr Zusammenbruch rüdt, um Berordnung Kenntniß, daß sie den Arbeitern auch gleich einen der so rüpelhafter sich geberbet. Uebrigens hat die Freisimmige Zeitung" Eisenbahndirektion genehmen Kandidaten empfehlen. Aus dem ganzen Erlasse geht auch hervor, daß die Betheiligung Preßgesetz eine Berichtigung folgenden Inhalts: " In der Nr. 122 des„ Vorwärts" vom 27. Mai 1898 heißt es anbelangt, fo bedauern wir es, daß die Freisimmige Zeitung", statt gesehen und mehr erleichtert wird als die Betheiligung an der Reichseinfach die Richtigkeit des von uns vorgebrachten Materials zuvon „ Es wäre recht intereffant zu erfahren, wie der Herr Vorsitzende zugeben, den Sachverhalt verdreht und uns als Lügner hinzustellen tagswahl mit dem trt geheimen Wahlrecht. Wahlen und Landwehrübung. des Alldeutschen Verbandes"( Prof. Sasse), sich zu den von sucht. Wir haben bekanntlich den Freifinnigen auf grund der stenodem Verbande offiziell herausgegebenen Flugschriften, graphischen Verhandlungen des Abgeordnetenhauses nachgewiesen, Die vierzehntägige Landwehrübung, die für den Landwehrbeziri insbesondere zu der tiefsinnigen Broschüre eines Dr. Johannes daß ihr Vertreter in der Budgetkommission zusammen mit den Kon- Frankfurt a. W. am 17. Juni beginnen sollte, ist auf den 28. Juni insbesondere zu der tiefsinnigen Broschüre eines Dr. Johannes fervativen für die Gehaltserhöhung der mittleren und höheren Be- verschoben worden. Unold: Be- verschoben „ Ein neuer Neichstag Deutschlands Rettung"( München amten gestimmt, aber die unteren Beamten völlig übergangen In Berlin, und Brandenburg sah man sich zu derartigen eigentlich Monate find verflossen, seitdem diese Schrift erschienen und das freisinnige Organ, indem es behauptet, es habe sich bei hat. Diesen einfachen und flaren Thatbestand verdreht mm selbstverständlichen Maßnahmen nicht veranlaßt. tein„ nationales" Blatt hat gegen diese Vorschläge und ihre Tendenz der Abstimmung mir um die Spezialfrage gedreht, ob die Richter Wie der Herr Landrath über Gesetzesverletzungen urtheilt. protestirt!" im Gehalt den Regierungsräthen gleichzustellen seien. Das ist einfach Unsere Leser werden sich wohl noch der Verhaftung zweier GeDarauf habe ich zu erwidern, daß das Organ des Aldeutschen erlogen; es handelte sich darum, ob nach dem Vorschlage der Regie- noffen in Dänischenhagen bei einer Flugblattverbreitung Verbandes die„ Audeutschen Blätter" schon in der Nummer vom 25. April 1897 erklärt hat, daß der Altdeutsche Verband mit der rung nur die höheren und mittleren Beamten aufgebessert oder ob erinnern. Auch über den weiteren Verlauf der Angelegenheit Broschüre nichts gemein hat, als den Verleger. auch die unteren Beamten bedacht werden sollten. Das Zentrum haben wir berichtet. Wie jetzt unser Kieler Parteiorgan mittheilt, Es handelt sich also nicht um eine Veröffentlichung, noch viel dem Besoldungsplan davon abhängig, daß auch die Unterbeamten in rath in Eckernförde geantwortet. Aus dem langen Aktenstück unter Führung des Abg. Nintelen machte seine Zustimmung zu hat auf die ergangene Beschwerde der beiden Genossen der Landweniger um eine offizielle, des Aldeutschen Verbandes und der vom „ Dem Gen„ Vorwärts vermißte Protest ist schon vor dreizehn Monaten erfolgt." beantragte ausdrücklich, den Besoldungsplan abzulehnen und die darmen Wilke II war aber nicht bekannt, daß die kaiserliche Vers Borivärts vermißte Protest ist schon vor dreizehn Monaten erfolgt." ihren Gehältern aufgebessert wirden. Der Abgeordnete Rintelen entnehmen wir folgende charakteristische Stellen:-Wir müssen reuig bekennen, daß wir seit langem auf die Lektüre der„ Alldeutschen Blätter" Verzicht geleistet haben, wir wissen Regierung aufzufordern, anderiveiten Plan vorzulegen, ordnung vom 22. April d. J. inzwischen erlassen war; derselbe hat deshalb auch nicht und erfahren leider aus der Zuschrift des Herrn Gegen diesen Antrag sprach u. a. der freifinnige Abg. Ehlers und lichen nach welchem auch die Unterbeamten berücksichtigt werden. vielmehr hiervon erst am 2. Mai d. J. durch das zum amtGebrauche von der Redaktion des Amtsblattes Profeffor Haffe nicht, wie die„ Altdeutschen Blätter" gegen die Arbeit zwar lediglich aus Opportunitätsgründen, damit überhaupt etwas zu der königlichen Regierung ihm zugegangene Stück Ne. 17 des Amtsdes Dr. Unold protestirt haben. Die Bemerkung, daß der Aldeutsche stande käme. Wäre der Antrag Rintelen angenommen worden, so blattes vom 30. April d. J., und zwar speziell durch die in demVerband mit der Broschüre nichts gemein habe, als den Verleger, ist erstens wären allerdings die höheren und mittleren Beamten im vorigen felben auf Seite 187 veröffentlichte Bekanntmachung des Herrn eine sehr milde, wenn überhaupt eine Abwehr der volksfeindlichen Tendenzen der Broschüre des Dr. Unold und zweitens falsch, denn Jahre leer ausgegangen, ohne Zweifel aber hätte sich die Regierung, Ministers des Innern vom 24. April d. J., durch welche, unter Dr. Unold ist als Verfasser einer Reihe von Broschüren, die der All- noch zu vergrößern, dem Wunsche des Landtages gefügt und einen der Tag für den Beginn der Auslegung der Wählerlisten feſtgeſetzt schon um die Unzufriedenheit in den höheren Beamtenfreisen nicht Bezugnahme auf die kaiserliche Verordnung vom 22. April d. J., deutsche Verband unter dem gemeinsamen Titel:„ Der Kampf um neuen Besoldungsplan eingereicht. Um diesen Kernpunkt der ganzen ist, Kenntniß erhalten. Unter bewandten Umständen das Deutschthum" herausgiebt, vielleicht von dem geschäftsführenden Vorsitzenden des Alldeutschen Verbandes" in höcht eigener Person Frage geht die" Freifinnige Zeitung" herum und greift einen ganz war der Gendarm Wilte nicht allein berechtigt, nebensächlichen Punkt heraus, um ihre Parteigenoffen als Freunde sondern nach seiner Instruktion verpflichtet, gewonnen worden. der Unterbeamten hinzustellen. Wir möchten Herrn Professor Dr. Hasse rathen, die Berufungen Sie anzuhalten und da Sie sich dem Gendarm gegenüber auf das Breßgesetz nicht zu mißbrauchen und lieber offen, klar und Ganz ähnliche Berdrehungen des wahren Sachverhalts Teistet nicht in hinreichender Weise über Ihre Person, sowie auch darüber, deutlich zu sagen, wie der II deutsche Verband sich zum Wahl- fich das freisinnige Blatt in bezug auf das Verhalten ihrer Freunde daß und wo Sie seß- und wohnhaft sind, ausweisen konnten, der recht der an Kolonial- und Dampfersubventions- Spekulationen nicht zum Schluß uns vorzuwerfen, daß wir durch unsere Taktik zu den anlassung vorzuführen. Der Militärpaß, welchen Sie dem Gendarm beim Lehrerbesoldungs Gesetz und bei anderen Fragen, un dann Ortspolizei- Behörde, dem Ortsvorsteher in Heisch, zur weiteren Berbetheiligten Glieder des deutschen Wolfes stellt. preußischen Landtagswahlen die Neaktion stärken. Auf diese Frage vorgezeigt haben, hat derselbe geglaubt, als Ausweis über heute näher einzugehen, dazu liegt für uns keine Veranlassung vor; Ihre Person bezw. als Legitimation nicht anerkennen zu dürfen, da wir wollen nur noch darauf hinweisen, daß wir uns nicht, wie es die Möglichkeit nicht ausgeschlossen war, daß Sie sich un die Freifinnige Zeitung" darstellt, darüber beklagt haben, daß für rechtmäßigerweise in den Besiz des Militärdie Vertretung freiheitlicher Interessen zu wenig Mitglieder im Ab- pafies gesezt haben-" geordnetenhause vorhanden sind, sondern darüber, daß diese wenigen Mitglieder im entscheidenden Augenblick stets zusammenklappten und muthlos geworden sind. Gesindel. Die Berliner Politischen Nachrichten" schreiben über„ Die Preisgebung der Arbeiterintereffen seitens der Sozialdemokratie". Der Artikel, in dem Lügen und Gemeinheiten einen Wettlauf laufen, schließt mit den Worten: Aus feinem anderen Grunde, als um den Arbeitern dessen Vortheile vorzuenthalten, hat die Sozialdemokratie bis zum letzten Augenblicke dem Zustandekommen des Flottengefezes auf das erbittertste opponirt!" Diese Worte beleuchten den ganzen Artikel, der zeigen foll, wie viel Arbeitsgelegenheit durch Annahme des Flottengesetzes geschaffen worden sei, und wie die Sozialdemokratie diese Vortheile für die Arbeiter nicht mag, weil sie für ihre Zwecke gar kein auskömmlich fituirten Arbeiter, desto besser die Leute gebrauchen kann, die durch das Gespenst des Mangels, der Noth, des Elends, der Arbeitslosigkeit zur Verzweiflung getrieben, zu allem fähig find # Charlottenburger Freisiun. Danach ist es also ganz vom Zufall abhängig, wenn das Amtsblättchen in Dänischenhagen die Bekanntgabe des Wahltermins beliebt und der Gendarmi huldvollst davon Kenntniß nimmt, ehe der Verbreitung von Flugblättern der vom Gesetz gewollte Spielraum ge= kommen sind, wurde die Sozialdemokratie wegen ihrer parlamenIn keinem der gegnerischen Flugblätter, die uns zu Gesicht ge- geben wird. Wunderbare Zustände! Für den gewöhnlichen Menschen heißt es: Unwissenheit schützt tarischen Thätigkeit angegriffen. Hier ist sie auch in den Augen der vor Strafe nicht. Nur der Herr Gendarm und der Landrath nehmen Gegner un angreifbar. Dagegen greift man sie überall diesen Grundsatz für sich nicht in Anspruch. Warum? Schließlich wegen ihrer Zukunfts bestrebungen an und zwar mit jenem Unte man doch nur wegen sehr geringer Fähigkeit für das Amt verständniß und jener Verlogenheit, durch die sich unsere Gegner mildernde Umstände gelten laſſen. stets auszeichnen, fobald sie auf dieses Kapitel kommen. Ein Flugblatt, das im Wahlkreis, Teltow- Beeskow- StorkowCharlottenburg zu gunsten des freisinnigen Kandidaten Dr. Bernftein verbreitet wird, ist ein neues Beispiel hierfür. In dem betreffenden Flugblatt heißt es mit bezug auf uns. Verbotene Wählerversammlung. Die für Dienstag, vormittags 11 Uhr, auf das Schlegel'sche Grundstück in Stenn bei Zwidau einberufene Volksversammlung, in welcher unser Kandidat W. Stolle über die Reichstagswahlen sprechen sollte, ist von der Amtshauptmannschaft aus lokalen Gründen verboten worden; zwei Versammlungen sind früher dort gestattet woorden, eine verboten. Zur Erleichterung der Stimmabgabe. Wenn die Bewilligung von Rüstungsforderungen deshalb geschehen soll, weil dadurch Arbeitsgelegenheit geschaffen werde, so ist die schöne Konsequenz davon: Je mehr Rüstungen, um so höher Die Sozialdemokratie will nach ihrem Programm, daß kein die Wohlfahrt des Volkes. Man bewillige 100 Millionen Soldatenröcke, Mensch irgend etwas befize. Alles soll dem Staate gehören, ein 1000 Panzerschiffe, 10 000 Kanonen und so fort. Dann giebt's Arbeit jeder, selbst wenn er noch so tüchtig ist, muß sich jedes Kleidungsin Hülle und Fülle. Während aber unter natürlichen Verhältnissen stück und jedes Stück Brot, das er ißt, erst von der Gunst des ein Arbeiter mit dem anderen Arbeiter die verschiedenartigen Arbeits- Beamten des sozialdemokratischen Zukunftsstaates erbitten. Diese produkte austauscht, so daß jeder sein Ganzes genießt, muß im Beamten werden, da ihre Macht eine ungeheure ist, noch einen der sozialdemokratischen Fraktion des badischen LandStaat des Militarismus der Arbeitende in Steuerform das Geld größeren Mißbrauch der Macht betreiben und betreiben können, als geben, womit er feine Erzeugnisse bezahlt bekommt. Der Theil je irgend ein Beamter des heutigen Staates es wagen würde." des Boltes im Militärrock wird von der Arbeit des übrigen Volkes Und unmittelbar hinter diesem Gallimathias leistet sich der ernährt. Flugblattschreiber folgenden Sat: Wollte die Sozialdemokratie das, was ihr die Berl. Pol. Nachr." frech unterstellen, nämlich die Verelendung der Arbeiterschaft, so müßte fie allerdings alle Militärforderungen bewilligen. Denn hierdurch würde der Theil des Arbeitsproduktes, der dem Arbeiter zur Deckung der Militärkosten abgenommen wird, immer größer; der Thetl aber, der dem Arbeiter als eigenes Einkommen verbleibt, wird immer kleiner, seine Lage also immer elender. Es bedarf im übrigen keines weiteren Wortes, um die Gemeinheit der Behauptung, die Sozialdemokratie wolle keinen auskömmlich fituirten Arbeiter u. s. w., zu charakterisiren. Wenn das Gespenst des Mangels und des Elends bei den Arbeitern umgeht, so mögen sich die famosen„ Berl. Pol. Nachr." an ihre Kreise wenden. So mögen ihre konservativen Junker die Lage der Landarbeiter, ihre nationalliberalen Schlotherren die Lage ihrer Lohnsklaven, ihr Miquel die Situation der Staatsarbeiter und kleinen Beamten austömmlich gestalten! Freiherr v. Stumm Die Sozialdemokratie verheimlicht zwar ihre Ziele, aber wer dieselben genau kennen lernen will, der lese nur das Buch des Herrn Bebel, in dem die Dinge genau so beschrieben werden, wie sie hier angegeben sind." Der Flugblattschreiber weiß, daß er mit diesen Säßen eine Lüge über die andere schrieb und Dr. Bernstein weiß dies ebenfalls. Das zeigt, welch Geistes Kind beide sind. Die Sozialdemokratie rechnet im Wahlkampf mit der Einsicht der Wähler, die freisinnigen und sonstigen Gegner spekuliren auf ihre Dummheit. So stellt sich mit zwei Worten der Wahlkampf dar. Flugblätter mit Reklame für den Kandidaten scheinen das neueste Produkt auf dem Gebiet der aus geschäftlichen Rücksichten betriebenen Politik zu sein. So liegt uns ein freisinniges Flugblatt eines Wahlkreises in der Nähe von Berlin vor, das neben dem Namen des Kandidaten, eines praktischen Arztes, auch die vollständige Angabe seiner Wohnung enthält. Wie vir hören, soll auf einer neuen Auflage auch die Sprechstunde verzeichnet werden. In Verleumdungen gegen die Sozialdemokratie Bu gunsten des allgemeinen Wahlrechts erging auf Anregung tages folgende, von Mitgliedern aller Parteien der Ziveiten Kammer unterzeichnete Zuſchrift. Art Großh. Ministerium des Auswärtigen und der Eisenbahnen in Karlsruhe. Hohem Ministerium beehren wir uns folgende Bitte vor zulegen. Um den Wählern, welche am Tage der Reichstagswahl bezw. Stichwahl außerhalb ihres Wohnortes beschäftigt sind, die Ausübung des Wahlrechtes zu ermöglichen oder zu erleichtern, dürfte es sich empfehlen, eine außerordentliche Vergünstigung im Bahnverkehr auf der großh. bad. Eisenbahn und, soweit sie dem Einfluß des hohen Ministeriums unterstehen, auch auf den Nebenbahnen für die erwähnten Wahltage einzuführen. In erster Reihe wird gewünscht, daß es den Personen, welche Wochenkarten mit der auf die Zeit von abends 5 Uhr bis früh 9 Uhr beschränkten Giltigkeit befigen, gestattet werde, diese Fahrtarten schon von 12 Uhr mittags an zu benügen. Sollte es möglich sein, bei Fahrkarten anderer Art zu demselben Zweck Vergünstigungen einzuführen, so möchten wir darum ebenfalls bitten. Wie man uns mittheilt, ist die königl. württemb. Regierung für die dortige Staatsbahn in derselben Weise um ein freundliches Entgegenkommen ersucht worden. ( Folgen 9 Unterschriften.) Karlsruhe, 28. Mai 1898. Freiherr Zorn v. Bulach und Prinz Alexander v. Sohenlohe. stößt nach den Bündlerblättern auf eine stärkere, agrarische Opposition, als er wohl geglaubt hatte. Jedenfalls ist an eine Zurückziehung der Kandidatur Crönert nicht zu denken. Auch das Zentrum ist jetzt mit seinem Kandidaten hervorgetreten. Zu den jüngst ver- ergeht sich fortgesetzt die Charlottenburger„ Neue Zeit", das Organ anstalteten Wählerversammlungen fam der Hüttentönig mit Extra- der freifimigen Boltspartei und ihres Kandidaten, des Herrn zug und von über hundert sicheren Anhängern umgeben." Dr. Bernstein, von dessen Verdrehungskunst wir bereits wiederholt Freiherr 3orn v. Bulach, der bisherige Vertreter des 1893 hatten sich die Stimmverhältnisse in Ottweiler- St. Wendel- einige Beispiele angeführt haben. Die Taktik der Herren ist ja zur elsässischen Wahlkreises Erstein- Molsheim im Reichstage, Meisenheim folgendermaßen gestaltet. Wahlberechtigte gab es 31 488, Genüge bekannt: Die Reden unserer Genossen werden gefälscht und richtet an seine Wähler ein öffentliches Schreiben, in welchem er davon wählten 25 606, also 83 pet. Freiherr v. Stumm erhielt entstellt, das Schlußwort in den von freisinniger Seite einberufenen ihnen unter dem Ausdruck des Dantes für das ihm so lange Jahre 15 644 Stimmen, der Zentrumskandidat Graf b. d. Schulenburg Versammlungen dehnt der Referent so lang aus, daß eine Erwide- hindurch geschenkte Zutrauen die Mittheilung macht, daß er für die 9178, die Freisimmige Wollspartei 610, die Sozialdemokratie( Jacob rung auf die vielen Unwahrheiten unmöglich ist, und wenn dann bevorstehenden Wahlen kein Mandat mehr annehmen könne, weil die Thome) 138, zersplittert waren 36, ungiltig 530 Stimmen. der Reichstags- Kandidat Dr. Bernstein aufgefordert wird, in verantwortliche Stellung, die er als Unterstaatssekretär seit einigen öffentlicher Versammlung seine gegen die Sozialdemokratie auf Jahren im Dienste des Landes bekleide, seine volle Arbeitshaft gestellten Behauptungen zu beweisen, so wählt er den besseren Theil und Thätigkeit in Anspruch nehme. Dieser löbliche Entschluß des Die bündlerische Opposition in den rheinisch- westfälischen ber Tapferkeit, die Vorsicht, und zieht es vor, überhaupt nicht zu Frhen. Zorn v. Bulach, der zu der Ueberzeugung gekommen ist, daß Zentrumskreisen ist offenbar zu spät gekommen, um noch viel gegen erscheinen. Statt dessen werden dann in seinem Leibblatt, der die Pflichten eines Dieners der Regierung mit denjenigen eines Die alte, wie es scheint gut funktionirende Partei- Organisation aus Neuen Zeit" die Lügen wiederholt. Fast täglich bringt das Blatt Voltsvertreters sich nicht vereinigen lassen, wird dem bisherigen richten zu können. In einzelnen Kreisen bohrt und wühlt es jedoch einige Angriffe gegen unsere Partei, die aber meist so inhaltslos und Abgeordneten für Hagenau Weißenburg, dem Prinzen weiter. dumm sind, daß es nicht der Mühe lohnt, davon Notiz zu nehmen. Alexander Hohenlohe- Schillingsfürst, zur Nach In Hamm So est hatte man auf eine Kandidatur des Frhrn. Sachlich können die Herren gegen uns nichts vorbringen, um so ahmung empfohlen. Prinz Hohenlohe ist, wie bekannt, vor einigen b. Ketteler, des bekannten Briefschreibers an die„ Deutsche Tages-! eifriger ergehen sie sich in gehässigen hinterlistigen persönlichen Bes! Wochen vom Kaiser zum Bezirkspräsidenten von Lothringen ernannt Zentrum und Vund der Landwirthe. M Wahlschriften. Gegen die Junker und für die Handels- Ver träge! Ein Mahnwort an die Reichstagswähler von Heinrich Nicolai. Berlin 1898. Das Schriftchen geht von weiblich= freifinniger Seite aus und behandelt die Ziele des Sammlungsaufrufs, die entgegenstehenden Interessen des Industriestaates Deutschland, die Bedeutung der Handelsverträge im allgemeinen und des Konfumentenstandpunktes, den die Schutzöllner so oft verhöhnen. Dabei Taufen allerdings sehr bedenkliche Bastiat- Schulze'sche Redewendungen mit unter, wie: Bei worden, hält aber trotzdem an der Kandidatur in dem bisher von demokratie lange Zeit geächtet und vervehmt. Jene als freilich wenig gelungener Beweis, daß die Sozialreform nicht ihm vertretenen Kreiſe fest, obwohl auch seine volle Arbeitskraft und Beiten nun, wo Bildung und Besiz gleichsam eine un- gänzlich eingeroftet ist, gelten soll. Wird den Wählern aber wenig Thätigkeit durch das ihm übertragene Amt eines der höchsten Ber- trennbare Einheit bildeten, waren mit dem Augenblicke vorbei, imponiren. waltungsbeamten des Landes in Anspruch genommen werden dürfte. als die Gebildeten es wagten, berechtigte Forderungen der Wie die Agrarier agitiren. Ein kürzlich in der agrarischen Es giebt noch Humor im Wahlkampfe. Sozialdemokratie anzuerkennen. Da schäumte der Besiz in Deutsch. Tages- 8tg." erschienener Bericht über die angebliche AnWar da kürzlich im Braunschweigischen eine Versammlung der heller Wuth auf und gab seine tiesinnerste Bildungsfeindlich die„ Centr.- Ft.- 3." berichtet, von Anfang bis zu Ende erfunden. Es funft von 1500 Zentnern verdorbener amerikanischer Lebern ist, wie Welfen. Ein biederes Bäuerlein präsidirte und der Kandidat, ein feit unzweideutig zu erkennen. Nun, heute ist sich die besitzende waren keine 1500, sondern nur 150 Bentner, und die Lebern waren wirklicher Graf, stieg zum Volfe herab, um ihm fein Evangelium zu lasse darüber einig, daß der größte Feind des Besizes die auch nicht verdorben, sondern der Empfänger hatte die Zahlung ververkünden. Aber kaum hatte er geendet, als auch schon ein sozial vermeintliche Gattin die Bildung ist. Ganz zweifellos ist weigert, als die Waare noch auf dem Ozean schwamm, weil frühere demokratischer Redner die gräflichen Ausführungen unter dem Beifall der bestehende Gegensatz zwischen Bildung und Besiz auf der Streitfragen noch nicht zu seiner Zufriedenheit erledigt waren. der ganzen Versammlung zerzauste und zerpflückte und den sozial- Delegirtenversammlung des Zentralverbandes deutscher In Ankunft der Waare war die Sache geordnet und die Partie von demokratischen Kandidaten empfahl. Die Ausführungen unseres Genossen verfehlten selbst auf den Vorsitzenden ihre Wirkung nicht. duſtrieller vom 29. April 1898 durch den Generalsekretär Bueck 150 Bentnern wurde glatt abgenommen. Denn kaum hatte der Redner sich gesetzt, als der Vorsitzende der flargelegt worden. Nach dem offiziellen Verhandlungsberichte, Die Wahrheitsliebe und der wissenschaftliche Ernst der Versammlung den Vorschlag machte, den sozialdemokratischen Redner der Ende Mai im Buchhandel erschienen ist, führte Herr Bimetallisten vor Gericht. Der Landtags- Abgeordnete und -hochleben zu lassen. Und ehe ein Einwand möglich war, brauste Bued aus: Reichstags- Kandidat Dr. Arendt hat gegen den Verfasser des großen auch schon das Hoch durch den Saal. Der Herr Graf machte ein Im übrigen, meine Herren, glaube ich, daß die sozialdemo- Werkes" Die deutsche Geldreform", Dr. Helfferich, und gegen den Tanges Gesicht, verzichtete auf jede Widerrede und zog hoffnningslos Fratische Bewegung im Deutschen Neich nicht zugenommen hat. verantwortlichen Redakteur der„ National- Zeitung", Köbner, Strafvon dannen. Dafür wird der Beweis in wenigen Wochen bei der Reichstags- antrag wegen verleumderischer Beleidigung gestellt. Dr. Helfferich wahl gegeben werden; ob ich recht habe oder nicht, das wird sich hat in seinem genannten Buche den schweren Vorwurf der Fälschung dann zeigen.( Erst abwarten, Herr Bueck!) Aber, meine Herren, gegen Dr. Arendt erhoben, und die National- Beitung" hatte anläßdagegen muß ich leider meiner Ueberzeugung lich einer Polemik Herrn Dr. Arendt aufgefordert, sich hiergegen zu dahin Ausdruck geben, daß die sozialistische bertheidigen. Herr Dr. Arendt kam dieser Aufforderung in seiner Bewegung in den höheren Gesellschaftsschichten Weise nach, die„ National- Zeitung" aber glaubte allen Anlaß zu und überhaupt nicht sozialdemokratischen haben, den Abdruck der Vertheidigung ablehnen zu sollen. Kreisen eine ganz entschiedene Zunahme gehabt Man kann auf den Verlauf dieses Prozesses gespannt sein. hat. Meine Herren, von dem Minister, der seinen Posten verläßt, Zur Frage der Verunreinigung der Flüffe. Die Mainzer um dann bei der Generalversammlung der Kathedersozialisten zu Stadtverwaltung schließt sich dem Protest der Wormser gegen die erscheinen, und, in offenbarer Verkennung der Zeitverhältnisse um von der Stadt Mannheim geplante Fäkalieneinleitung in den Rhein 100 Jahre, den vierten Stand leben zu lassen, und von dem Pro- an und will gegen diese neue Verseuchung" des Rheins sowohl bei fessor der Nationalökonomie, der sich beeilt, den Hamburger Hafen- der hessischen wie auch bei der Reichsregierung Schuß suchen. Im arbeitern und den englischen Maschinenbauern sein Scherflein zu hessischen Landtag, wo die Frage zur Sprache gebracht wurde, rieth schenken, um sie zu kräftigen, daß sie dazu gelangen, ihren Fuß Staatsminister Finger den Interpellanten, die Stadt Worms solle auf den Nacken der Arbeitgeber zu stellen, von diesen Leuten alle Instanzen durchlaufen und erst als letzte Instanz die Interherunter bis zu den zahlreichen Geistlichen, die jetzt in Sozialpolitik vention des Reiches anrufen, arbeiten, meine Herren, und weiter abivärts bis zu dem christlichen Bergarbeiterverein, der jetzt gerade einen der verwerflichsten und am wenigsten motivirten Streit in unserem westfälischen Industrie bezirk ins Leben gerufen hat( gemeint ist der Streit am Biesberg), in allen diesen Schichten zeigt sich das, was ich eingangs behauptet Die Pfingstfeiertage sind von unseren Parteifreunden zur fleißigen habe, daß die sozialistische Bewegung in unseren Arbeit für den Wahlkampf benügt worden. Ueberall zeigt sich ein besseren Ständen und auch in solchen Arbeiterkreisen, die Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Die Brandreges Treiben und ein Eifer für unsere Sache, der lobend hervornicht zu den Sozialdemokraten gerechnet werden wollen, doch katastrophe auf dem Schacht Zollern hat außer den 44 Todten noch gehoben werden muß. Flugblätter wurden verbreitet in Bremer einen außerordentlichen Fortschritt gemacht hat. ein anderes Opfer nach sich gezogen. Aus Lütgendortmund wurde haven, im zweiten und fünften mecklenburgischen WahlIch weiß nicht, meine Herren, ob diese Bewegung unterm 27. Mai gemeldet: Dem Amtsgericht in Dortmund wurde freis, in zehoe 26 000 Gremplare, in Dillenburg- West er vielleicht nicht noch viel gefährlicher ist wie diejenige der Bergmann Frizz Kleinevoß vorgeführt, weil er sich bei der Bewald 5000 Exemplare. Im Wahlkreise Neu B- Grevenbroich der Sozialdemokratie.( hört! hört! und zuerdigung einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht haben soll. fanden unsere Parteigenossen eine sehr gute Aufnahme bei stimmung). der Flugblattverbreitung. Auch konnten in Neuß zwei VerWir halten es für geboten, gerade vor den Wahlen noch sammlungen abgehalten worden, die recht gut besucht waren. In die Bildungsfeindlichkeit der Unternehmerklasse aufzuzeigen. Wien, 1. Juni. Die amtliche Wiener Zeitung" veröffentlicht Euskirchen tagte am 30. Mai eine Wählerversammlung unter Bis jetzt galten die Junker und Agrarier als notorische Feinde eine Ministerialverordnung, nach welcher wegen der Best in Asien hatte Frau 8ie aus Hamburg übernommen, die in trefflicher ihnen war und ist sprichwörtlich. Aber deren Haß gegen Bilette und frischer thierischer Nohprodukte von der Insel Formosa, freiem Himmel, die von 700 Personen besucht war. Das Referat jeglicher Bildung. Die Feindseligkeit gegen die Lehrer bei im Einvernehmen mit der ungarischen Regierung die Ein- und Durchfuhr gebrauchter Leibwäsche und Hadern, sowie roher Häute, Weise die Bedeutung des Wahlkampfes schilderte. Im Wahlkreis Sung und intellektuellen Fortschritt war lange nicht so gefährlich aus den Häfen Amoy, Swatau, Hongkong, Canton, Makao, sowie Weißenfels Naumburg wurden 14 000, in Delisch wie dieser neue Vorstoß gegen die gebildete Schichte unserer den Häfen des Küstengebietes in Asien von Britisch- Indien westBitterfeld 28 000 Flugblätter verbreitet. In Barneberg Bevölkerung, der nunmehr von seiten der Schlotbarone erfolgt. wärts bis zur Mündung des Suez- Kanals in den Golf von Suez wiederum einem Parteigenossen die Flugblätter vom Gemeindediener Vom Freiherrn von Stumm weiß man es ja schon länger, daß verboten wird. Nicht einmal die mit der Kuponscheere hantirenden Rentiers gehören zu den„ Nichts- als- Konsumenten": auch sie helfen mit, neite Werthe zu schaffen, und oft nicht am wenigsten; nur daß ihr Handwertszeug das Kapital ist. Sonst ist an der Broschüre nichts auszusehen. Ein Bedürfniß Tag für sie jedoch kaum vor, da in allen oppositionellen Wahlhandbüchern der Gegenstand genügend erörtert ist, meist auch mit denselben Zitaten und Zahlen wie bei Nicolai. Darf die weibliche Linie des Freisinns etwa nicht auf Eugen Richter's ABC- Buch verweisen? im Von der Agitation. Kreis Wolmirstedt Neuhaldensleben wurden Begnadigung eines Duellanten. Dr. Reusing, der seinen Kollegen Dr. Fischer in Bonn im Zweikampf erschossen hatte und zu zwei Jahren Festungshaft verurtheilt worden war, ist begnadigt worden. Die„ Germania" bemerkt zu dieser Meldung:„ Zur Betämpfung des Duellunfugs trägt die fortwährende Begnadigung von Duellanten ganz gewiß nicht bei". Desterreich. beschlagnahmt. Wie wenig dies übrigens den Gegnern nüßt, geht er jede selbständige Bewegung in den Reihen der Gebildeten Wien, 1. Juni.( Abgeordnetenhaus.) Im Einlauf bedaraus hervor, daß Barneberg am Nachmittag desselben Tages von haßt wie den Tod; aber man nahm bisher noch an, Freiherr finden sich die Regierungsvorlagen betreffend die Aufhebung anderen Genossen mit Flugblättern belegt wurde. Die„ Magdeburger von Stumm sei mehr ein Don Quixote innerhalb seiner Klasse, des 3eitungs- und Kalenderstempels, ferner betreffend Beitung" feift über die rührige Thätigkeit unserer Genossen und der gar zu gern über die Schnur zu hauen pflege. Aber mit die Einführung einer staatlichen Zuckerverschleiß Abgabe, sowie wirft die bange Frage auf: Wer wird siegen? Unser legtes Flug- dem vorstehenden Angriff hat sich die stärkste und mächtigste betreffend das Budgetprovisorium für das zweite Halbjahr 1898. blatt fizt ihr gewaltig im Magen, weshalb die Nationalliberalen Die Abgeordneten Hochenburger und Genossen stellen einen Dringund Konservativen zu gleicher Thätigkeit angeftachelt werden. Bis Organisation der deutschen Unternehmer solidarisch erklärt, lichkeits- Antrag, in welchem die Regierung aufgefordert wird, zum Wahltag finden täglich eine oder mehrere von uns anberaumte jene Gruppe, die wirthschaftlich auch die Sammelpolitik an- ben Erlaß, mit dem die Auflösung des Grazer Bersammlungen in den verschiedenen Orten des Kreises statt. geregt und betrieben hat. Die Sammlung geht nicht nur Gemeinderaths verfügt worden, fofort zu widerrufen. Während der drei Pfingsttage referirte über die Bedeutung der gegen den freieren Handel und gegen die Arbeiter, diese Dr. Hofmann v. Wellenhof verlangt sofortige Verhandlung des AnReichstagswahlen im Saalkreise der Abgeordnete Kunert in den Sammlung richtet sich auch gegen die gebildete Klasse. Es trages betr. Auflösung des Grazer Gemeinderathes. Abg. Dr. Enge. Ortschaften Oppin, 2öbejün, Giebichenstein. Weste ist eine reaktionäre Sammlung, die für Umsturzgesetz( Jungczeche) erflärt sich in entgegengeseztem Sinne. Der Präfident wiz, Möderau, Teicha und Umgegend. Die Menge der schwärmt, die die Lehrfreiheit unserer Wissenschaft, die die erklärt, daß der Antrag Hofmann nicht zur sofortigen Verhandlung Versammlungsbesucher ſtand in den überfüllten Sälen Kopf an Kopf. politische und soziale Bewegungsfreiheit der Geistlichen, kommen könne, weil Widerspruch dagegen erhoben sei. Daher werde Vicle, die feinen Platz mehr in den Versammlungsräumen Die die für die Schriftsteller das Haus zur Tagesordnung übergehen. Letzteres geschieht und setzt fanden, folgten den Ausführungen des Vortragenden, der bei gefreiheit, die unsere Volksschule und ihre Lehrer, die die das Haus die Debatte über die Sprachenanträge fort. öffneten Fenstern sprach, von In Wettin und in anderen Orten fann der Kandidat in Ermange lung von Sälen oft nur nach Ueberwindung größerer Schwierig keiten in direkte persönliche Beziehung zu den Wählern treten. Jedoch freise geht vorwärts und darf dieselbe als eine vielverheißende beändert das an der Sache selbst nichts: Unsere Bewegung im Saal zeichnet werden. Frankreich. Paris, 1. Juni. In parlamentarischen Kreisen wird versichert, das Ministerium würde, falls Brisson als Kammerpräsident wiederBarthon gelegentlich der Vorlegung eines Gesetzes über eine Altersgewählt wird, nicht demissioniren, sondern erst eine Abstimmung der Stammer über das Regierungsprogramm abwarten, das Meline und und Krankenversicherung entwickeln wollen. politische Unabhängigkeit der Beamten bedroht. Nicht ohne Grund hat kürzlich der Rektor der Berliner Universität, Professor Schmoller, an einer weithin vernehmbaren Stelle so vorsichtig er auch gesprochen hat, die strebende Bildung zur Sammlung der Gebildeten aufgerufen; denn auch er hält, Im Kreise Best priegnis fand am Dienstag in Beet der gebildeten Streise, als am Tage der Wahl am 16. Juni. vom satten Besitz bedroht. Es giebt keine bessere Sammlung eine größere Wählerversammlung auf dem Gehöft des GeParis, 1. Juni. Deputirtenkammer. Saal und Tribünen nossen Tölschow statt, zu der sich auch die Großbauern Hier gilt es, den Agrariern und den Industriefeudalen zu find überfüllt. Es herrscht große Erregung. Der älteste Deputirte und Beamten zahlreich eingefunden hatten. Dr. We y I zeigen, daß die gebildeten Kreise Deutschlands nicht gesommen Boysset hält unter anhaltendem Lärm eine Ansprache. Danach wurde in seinem Referat von diesen Herren oft unter- find, sich an die besitzende Klasse auszuliefern, um von ihr schreitet man zur Wahl eines provisorischen Präsidenten. brochen, aber nach einigen sehr energischen Zurechtweisungen ver- sich Ketten, und wären es auch goldene, anlegen zu lassen. Paris, 1. Juni. Dem„ Siècle"( neben der„ Aurore" dem stummten sie, und der Referent konnte seinen Vortrag unter Die deutsche Bildung hat sich nie unterjochen lassen: der führenden Blatte der Dreyfus- Presse) zufolge hatte der Kriegminister jubelndem Beifall beenden. Die Gegner schlichen sich unter Ge- Stirche ist es nicht gelungen, dem Mammon soll es nicht eine Besprechung mit mehreren Generalen und Würdenträgern der lächter der Versammlung vom Hof. Dr. Wehl hatte die Herzen gelingen. Ehrenlegion, um über eine Maßregelung Esterhazy's zu der Leute im Nu erobert, schnell schmückten sie den berathen, der nunmehr als der Urheber des Ulanenbriefes amtlich Wagen, der ihn zurückführte, mit Birkenreisern und drückten Die italienische Ministerkrisis foll angeblich gelöst anerkannt worden sei. Angesichts der politischen Verhältnisse sei jeihm einen Blumenstrauß in die Hand. Unter herzlichen sein, das ohnedies reaktionäre Kabinet Rudini soll in der doch beschlossen worden, keinerlei Maßregel gegen Esterhazy zu er Abschiedsrufen und Hüteschwenken ging es zurück nach Perleberg; die Umgestaltung einen scharfen Ruck nach rechts gemacht haben. greifen, so tadelnswerth auch seine Haltung sei. Versammlung hatte gut auf die Landleute gewirkt. Auch ist sonst die Kein Politiker von Bedeutung hat sich für Annahme eines Paris, 81. Mai.( Eig. Ber.) Eine verfassungswidrige Stimmung für uns auf dem Lande eine vorzügliche und sind die Portefeuilles bereit finden lassen. Da Ueberraschungen nicht te de hielt Felix Faure in Saint- Etienne! Während man Genossen von der größten Siegeszuversicht erfüllt. In Kieferstädtl, einer Ortschaft in Oberschlesien, wurden ausgeschlossen sind, vertagen wir die Veröffentlichung der im Regierungs- und im Oppositionslager die Wahlergebnisse je nach vor furzem unter recht eigenthümlichen Umständen Flugschriften be- Ministerliste, bis amtlich die Ernennungen gemeldet sein dem Parteistandpunkte interpretirt, ohne sich im übrigen hier wie schlagnahmt, die jetzt auf Beschluß des Gleiwizer Amtsgerichts nicht werden. Von radikaler wie selbst von offiziöser Seite wird dort ganz fiegesgewiß zu zeigen, hat sich der Präsident der Republik freigegeben werden, weil gegen die Verbreiter eine Untersuchung die provisorisch gemeldete Ministerliste fühl aufgenommen, erlaubt, eine Lobeshymne auf den Wahlsieg der Ordnungsparteien wegen groben Unfugs und" Störung der Sonntagsruhe" schwebt niemand spricht dem neuesten Kabinet Rudini lange Lebens- anzustimmen:„ Das Land hat soeben wieder einmal feierlich sein VerDie Vertheilung geschah mittags um 1 Uhr, also nicht in der Kirchzeit, dauer zu. obgleich auch die Vertheilung der Schriften in der Kirchzeit nicht strafbar gewesen wäre. Der grobe Unfug soll dadurch begangen Die Stichwahlen in Belgien haben gezeigt, daß auch dort worden sein, daß gelegentlich ein Exemplar der Schrift den Bewohnern auf die„ Liberalen" kein Verlaß ist, sie haben fast überall, wo durchs Fenster hineingereicht wurde. Reichstags Randidaturen. Sozialisten mit den Klerikalen um den Sieg zu ringen hatten, für die letzteren gestimmt. In Verviers, Lüttich und in Soignies hat die große Hälfte der Liberalen ihre Verbeugung Aufgestellt wurden in Dillenburg- Westerwald von den Sozialdemokraten August Bebel; in Heidelberg vom nach rechts gemacht. Dem Brüsseler Peuple" zufolge find bei den Zentrum Armbruster; in Nürnberg von den Konservativen Stichwahlen im ganzen 36 943 liberale Stimmen für die Kandidaten Redakteur Gebert; in 8 weibrücken von den National- der Klerifalen und nur 28 784 für die Kandidaten der Opposition liberalen und Bund der Landwirthe Landtags- Abgeordneter abgegeben worden. Nach demselben Blatt haben die Parteien über Leineweber; in Hagenau- Weißenburg vom Zentrum haupt erhalten: Michael Fleischel; in Alsfeld Lauterbach von der freisinnigen Volkspartei Dr. Ehlers. Politische Nebersicht. Berlin, den 1. Juni. Hauptwahl Sozialisten.. Klerikale. 0 176 787 . Liberale 148 845 126 777 • Stichwahl 267764 172 007 149 213 Die Sozialisten haben, wie bereits mitgetheilt, zwei Size geBesitz kontra Bildung. Wer ist der größte Feind der wonnen in Thuin und in Huy, sie verloren durch die Feigheit besitzenden Klasse? Bis jetzt hat man allgemein geglaubt, der Liberalen, welche ihre kapitalistischen Brüder unterstützten, vier die Sozialdemokratie gelte als solcher. Ja man ist weiter Sitze in Verviers. Aber selbst hier nahmen die Stimmen um 2000 gegangen und hat die Sozialdemokratie als gemeinsame zu; im ganzen haben die ſozialistischen Kandidaten einen Stimmen Gegnerin von Bildung und Besitz bezeichnet; die Besitzenden zuwachs von 60-70 000 zu verzeichnen. haben kein Mittel verschmäht, um die Arbeiterbewegung bei den Gebildeten in Verruf zu bringen. Es war gleichsam eine Deutsches Reich. " ... trauen zu einer vernünftigen und weisen Politik ausgesprochen, welche gegen Uebertreibungen die Grundsätze, auf denen die Gesellschaften beruhen, aufrechterhält..." Und weiter nahm er nachdrücklich Partei für den Bund der Bourgeoisrepublikaner mit den mehr oder minder„ ralliirten" Klerikal- Monarchisten,„ den Leuten von gutem Willen, die von allen Seiten sich um das Banner der Republik schaaren..." Diese Aeußerungen find nach zwei Nichtungen hin verfassungswidrig. Erstens darf der Präsident nicht aus seiner Unverantwortlichkeit" heraustreten und sich mit einer der kämpfenden und das ist eine spezielle Parteien solidarisch erklären; zweitens ist Folge des allgemeinen Verfassungscharakters des Präsidenten es nicht seine Sache, den Willen der Wählerschaft direkt zu interpretiren, und mag dieser Wille ebenso klar zum Ausdruck gekommen Der Präsident sein, wie er im gegebenen Falle unklar ist. hat lediglich den Willensausdruck der Volksvertretung ab= zuwarten und sich nach ihm zu richten. Erst wenn die neue Kammer gesprochen hat, wird der Präsident wissen, wie es mit dem„ Vertrauen des Landes zur vernünftigen und weisen" Reaktionspolitik der Ordnungskoalition bestellt ist. Die oppositionelle Presse greift daher mit Nachdruck F. Faure an und betont, daß seit dem verunglückten Staatsstreich- Präsidenten Mac Mahon kein Präfident sich so bloßgestellt habe, wie F. Faure in seiner Rede zu Saint- Etienne. Und wenn die Kammer, dem Versuch der präsidentiellen Stimmungsmache zum Troß, das Musterministerium nach Faure's Herz zur Demission zwingt dann?.. was Die Antwort der neuen Kammer auf Faure's Rede wird P gleich in der Eröffnungs- Sizung, am 1. Juni, erfolgen. Die Parteien sind entschlossen, ihre Kräfte gelegentlich der Präsidiums Wahlen zu messen. Kandidat der gesammten Opposition ist Brisson, der frühere radikale Kammerpräsident. Die Ordnungstoalition hat als Gegenkandidaten den phrasenreichen und ideenarmen Sozialistentödter Deschanel, einen der bisherigen Vizes präsidenten der Kammer, auserforen. Die Sozialisten werden, anunlösliche Ehe zwischen Bildung und Besitz eingegangen, gegen Flottengesek und Arbeitsgelegenheit. Wegen Arbeitsmangels die die revolutionäre Sozialdemokratie anstürmte. Und in der sollen in Danzig etwa 700 Schloffer auf der Schichauwerft entlassen That, der Zweck ist vorübergehend nur zu gut erreicht worden: sein. Das geschieht in dem Augenblick, wo alle offiziösen Federn Auch die Gebildeten, worunter man den Kreis von Personen ausrechnen, in wie großem Umfange durch das Flottengesetz neue versteht, die durch ihren Beruf oder ein längeres Studium Arbeit geschaffen sei. dem Staate oder der Gesellschaft oder bestimmten Die Reichskommiffion für Arbeiterstatistik ist der„ Nordd. Allg. Klassen sich, nützlich erweisen, haben die Sozial- 8tg." zufolge für Ende Juni zusammenberufen worden, was wohl gesichts der politischen Bedeutung der Präsidiumswahlen, natürlich, jind. für Brisson stimmen, ungeachtet dessen, daß sie persönlich zur Uns| verkürzt oder beseitigt wird, dann meldet alle Verstöße gegen die 1 5. So lange aber die sozialen Verhältnisse, namentlich die Noth zufriedenheit mit seinem Berhalten in der alten Kammer berechtigt Sonntagsruhe und gegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches lage zahlreicher Familien, die Durchführung dieser radikalen Maßan die Geschäftsstelle der Freien Vereinigung der Kaufleute, Elsasser- regel noch unmöglich machen, muß wenigstens eine weitgreifende Paris, 31. Mai. Eine Note Ser„ Agence Havas" schäßt die straße 25, II. Einschränkung der Erwerbsthätigkeit der Kinder angestrebt werden. durch das Zollübereinkommen mit den Vereinigten Staaten für Nach dieser Richtung hin erscheint als durchaus nothwendig: die französischen Produkte erreichte Zollermäßigung auf 2 Millionen a) Das Verbot jeder Beeinträchtigung des regelmäßigen SchulFrants.besuchs durch Rücksichtnahme auf erwerbsmäßige Beschäftigung der Schulkinder, insbesondere Beseitigung der Hüteschulen, fowie solcher Dispensationen vom Schulbesuch, die im Interesse der Erwerbsthätigkeit geschehen. Niederlande. Haag, 1. Juni. Die zweite Sammer nahm mit 72 gegen 20 Stimmen den von der Regierung eingebrachten Gesezenfivuf an, welcher die obligatorische persönliche Heeres- Dienstpflicht einführt. Ausgenommen sollen Geistliche aller Bekenntnisse sein.England. ant Folgt unserer Aufforderung ohne Bedenken, wir werden Euer Recht zu wahren wissen, ohne Nachtheil oder Unannehmlichkeit für Eure Person. Freie Vereinigung der Kaufleute. W. Friedländer. b) Jede erwerbsmäßige Beschäftigung von Kindern unter 12 Jahren ist zu verbieten. c) Ebenso die Affordarbeit älterer Kinder morgens vor Beginn der Schule, nach 6 Uhr abends und an Sonntagen. d) Die Dauer der regelmäßigen täglichen Beschäftigung ist auch während der Ferien möglichst kurz zu bemessen. Bei der Arbeit müssen diejenigen besonderen Rücksichten auf Gesundheit und Sittlichkeit genommen werden, die durch das jugendliche Alter geboten sind. e) Ganz zu verbieten ist: Hausiren, Beschäftigung in Wirthshäusern, bei Schaustellungen und bei Treibjagden. Die staatliche Aufsicht ist auch auf die Beschäftigung der Kinder in der Hausindustrie und in der Landwirthschaft auszubehnen. lung ist der wöchentliche Beitrag zum Dispositionsfonds auf 25 Pf. An die Kupferschmiede! In der legten öffentlichen Versamm festgesetzt worden und gehen die Sammlungen wieder durch die Bezirkskassirer und zwar für Norden beim Kollegen B. Witietopi. Rammlerstr. 34, 5. r. IV; Nordwest beim Kollegen J. Bartosies London, 29. Mai.( Eig. Ber.)( Beisetzung Gladstone's. Be- Oranienstr. 45, Hof rechts III; Südost beim Kollegen Fr. König, wicz, Lübeckerstr. 30. Querg. I; Süden beim Kollegen P. Kühne, girlswahlen.) Gestern ist die Leiche Gladstone's in der Westminster Cuvryjtr. 16, v. III r. Die Sperre über die Werkstatt Hedmann Abtei, dem Pantheon der britischen Nation, feierlich beigesetzt worden. ist aufgehoben und wird es jedem Kollegen zur Ehrenpflicht gemacht, Es war eine offizielle Zeremonie, dem großen Publikum war nur nicht unter 45 Bf. in Arbeit zu treten. Ueber die Betheiligung an die Möglichkeit gegeben worden, während der zwei vorhergehenden den Sammlungen während des Streits wird eine Statistit aufTage in der Westminster Hall an dem die Leiche Gladstone's ent- genommen und werden deshalb die Vertrauensleute ersucht, mit den Haltenden verschlossenen Sarge vorbei zu defiliren. und 50 Pf.- Marfen abzurechnen. Der Vertrauensmann. mehr wie eine Viertel Million Menschen haben bolt dieser Erlaubniß Gebrauch Deutsches Reich. gemacht. Ebenso war Tage der Bestattung die Umgebung des Parlamentsgebäudes Lohnbewegungen der Bauhandwerker. Die Aussperruug und der Abtei gedrängt besetzt von Zuschauern, die gekommen waren, der Bauhandwerker in Magdeburg dauert nach Pfingsten weiter aus, daß die fürzlich seitens der Reichsbehörden aufgenommene ex 6. Die deutsche Lehrerversammlung spricht den lebhaften Wunsch den Leichenzug von der Halle zur Abtei mitanzusehen. Am Zuge fort. Die Unternehmer gaben sich der Hoffnung hin, daß gar Statistik über die erwerbsmäßige Arbeit schulpflichtiger Kinder, unter selbst aber nahmen nur offiziell ausgewählte Persönlichkeiten dar- mancher der streifenden Zimmerer über die Feiertage anderen Sinnes vermehrter Berücksichtigung der Belastung der Kinder durch die Arunter natürlich die Mitglieder beider Häuser des Parlaments und bedingungslos zur Wiederaufnahme der Arbeit schreiten würde. beit, in regelmäßigen Abständen wiederholt und auch auf die Arbeit und Deputationen Theil. Dem ausdrücklichen Wunsch Gladstone's Aber diese Hoffnung der Unternehmer ist zu Schanden geworden. in der Landwirthschaft ausgedehnt werde." entsprechend ward von allem Pomp und Blumenschmud abgesehen. Auch die Pfingstfeiertage, die ja in diesem Jahre von den an der wodurch indeß die Feierlichkeit nur an Eindruck gewann. Der Prinz Aussperrung betheiligten Arbeitern wohl nicht so fröhlich begangen von Wales und dessen Erbe, der Herzog von Vort, je drei Vertreter werden tonnten wie früher, haben keine Sinnesänderung hervorder beiden politischen Parteien des Parlaments Lord Salisbury, gerufen. Fest und geschlossen wie vor den Feiertagen, stehen die Mr. Belfour und der Herzog von Rutland für die Regierungspartei, Arbeiter nach den Feiertagen den Unternehmern gegenüber. Sir William Harcourt, Lord Kimberley und Lord Rosebery für die Oppos In alt haben Maurermeister den Ausständigen einen Stundenfition- fowie zwei persönliche Freunde Gladstone's: Lord Rendel und Mr. John von 40 Bf. und zehnstündige Arbeitszeit geboten. Die Zulage G. Armistead, trugen die Zipfel des Leichentuches. Selbstverständlich betrug 3 Bf. pro Stunde. In geheimer Abstimmung wurden diese waren die höheren Verwaltungsämter und viele der großen Körper Bugeständnisse von den Arbeitern als ungenügend bezeichnet und soll schaften Englands passend vertreten. ebenso viele auswärtige Re- der Streif fortgesezt werden. Der christtliche Gewerkverein der Maurer gierungen. Nach einem turzen Gottesdienst, der vornehmlich im Ab- hat sich der Bewegung angeschlossen. fingen von Lieblingschorälen Gladstone's bestand, ward der Sarg im nördlichen Schiff der Abtei der Erde übergeben, unweit der Stelle, wo das Denkmal Disraeli- Beaconsfield's steht. Etwas weiter ab davon, in gleicher Linie mit der Statue seines ersten Chefs, Robert Peel, soll Gladstone in der Abtei ein Denkmal erhalten. Weiter ist, gemäß dem Wunsch Gladstone's, einst neben seiner Frau zu ruhen, Berfügung getroffen worden, bei Ableben dieser sie in der gleichen Gruft zu bestatten. In Bremerhaven und Lehe befinden sich die Maurer im Ausstand. Sie fordern 50 Pf. Stundenlohn und wöchentliche Lohnzahlung. Bisher haben 14 Meister bewilligt; von den Ausständigen find 50 abgereist. Imshorn ein Lehrer der Mittelschule auf Verfügung des Wegen thätlicher Beleidigung von Schulkindern wurde in Regierungspräsidenten vom Amte suspendirt. Den Dienstboten in Schleswig war durch eine Regierungsverfügung aus dem Jahre 1878 verboten, an den Tagen, wo das Gesinde den Dienst wechselt, der Tanzgöttin zu huldigen. Der Regierungspräsident hat jezt diese Verfügung aufgehoben. Der Gemeinderath vou Stuttgart hat für die im städti= ichen Dienste beschäftigten Lohnarbeiter eine Arbeitsordnung festgesezt, die Vorschriften über Arbeitszeit, Bezahlung, Auflösung des Arbeitsverhältnisses, Strafen, Einführung eines Arbeitsausschusses zur Vermittelung von Wünschen und Beschwerden, ferner u. a. noch die Bestimmung enthält, daß auf der Arbeitsstätte nicht geflucht werden darf. Mehrere Mitglieder des Gemeinderaths hatten Streichung dieser Bestinumung beantragt, was jedoch von der Mehrheit abgelehnt wurde. Arbeiter Risiko. In Ofen, der Nachbarstadt Bests, stürzte ein im Bau begriffenes Haus ein. Ein Arbeiter wurde getödtet, vierzig verwundet. = Der Krieg. Die Metallarbeiter in Sachsen hielten am 31. Mai cr. in Dresden eine Landeskonferenz ab, an der 35 Delegirte theilnahmen. Aus den Verhandlungen ist hervorzuheben, daß die Zahl der organisirten Metallarbeiter in Sachsen vom Jahre 1895 bis jetzt In den Nachrufen an Verstorbene mischt sich zu allen Zeiten sehr um 3000 gestiegen ist. Folgende Anträge wurden angenommen: viel konventionelles Lob, und gegenüber Gladstone lag besonderer 1. Der Hauptvorstand wird ersucht, für Sachsen einen ständigen, Anlaß vor. hierin über das gewöhnliche Maß hinauszugehen. Aber befoldeten Vertrauensmann anzustellen; im Fall der Annahme dieses doch kann man sagen, daß mit sehr wenigen Ausnahmen ganz Eng- Antrages seitens des Vorstandes den Kollegen Krause- Chemnitz land wirklich in der Ueberzeugung einig ist, in ihm einen der größten für diesen Posten in Aussicht zu nehmen. 2. Die Generalforrespondenz Nun hat doch noch ein Zusammenstoß zwischen Staatsmänner besessen zu haben, die je die Geschicke einer modernen wird bis zur nächsten Landeskonferenz nach Chemnitz verlegt. Die spanischen und amerikanischen Schiffen bei Nation geleitet. Auch die sozialistischen Blätter versagen dem mun nächste Landeskonferenz findet in Leipzig statt. todten Gegner den Tribut ihrer Anerkennung nicht, selbstverständlich Santiago de Kuba stattgefunden. Von den Spaniern Achtung, Gießereiarbeiter! Wegen Nichteinhaltung der wird ein großer Sieg, von den Amerikanern ein beohne dabei die Kritit zu vergessen. Viele hervorragende Vertreter früheren Vereinbarung und Maßregelung zweier Arbeiter ist der deutungsloses Rencontre gemeldet; sicher ist wohl, daß des heutigen Sozialismus in England waren in früheren Jahren Zuzug von Formern, Maschinenformern, Kernmachern und Tag- die Spanier nach wie bor aus ihrer Mauſefalle nicht begeisterte Anhänger Gladstone's, und bei den Gewerkschaftlern löhnern, welche schon in Gießereien gearbeitet haben und eventuell heraus und die Amerikaner in dieselbe nicht hinein können. war Gladstone bis zuletzt gut angeschrieben. In den Reihen als Streifbrecher verwendet werden könnten, von der Firma Die Meldungen über die Einzelheiten des Gefechtes widersprechen derer, die von Donnerstag bis Sonnabend nach Westminster Bopp u. Reuther, Mannheim Waldhof, strengstens fernzuhalten. sich so, daß wir von der Mittheilung der bezüglichen Depeschen abpilgerten, um ihm an seinem Sarge die letzte Ehre zu eriveisen, war Der Zentralverein der deutschen Former, Mannheim. sehen können. denn auch das Arbeiterelement zahlreich vertreten, und in vielen Arbeiterflubs ist Gladstone's mit großer Sympathie gedacht worden. die Arbeit niedergelegt. In einer Holzleiftenfabrik in Dessau haben 50 Tischler Rapido"," Batria",„ Victoria"," Princesa de Asturia" werden als Aus Madrid wird heute gemeldet: Die Kreuzer Alfonso XIII.", Auf der anderen Seite hat man es in radikalen Kreisen der Königin sehr verübelt, daß sie, die bei Disraeli- Beaconsfield's, Hingang ein Der Münchener Tischlerstreik zählt noch 85 Ausständige, die zweites Reservegeschwader in etwa 14 Tagen in See gehen. Die Befestigungen von Cadiz sind nunmehr mit schwerkalibrigen Geschützen Schreiben an die Nation erließ, worin der Verlust eines der aus- bisher reichlich unterstützt werden konnten. Es ist dringend nothversehen. gezeichnetsten Rathgeber der Nation bellagt wurde, im Falle Glad- wendig, daß der Zuzug ferngehalten wird. Aus Key West wird berichtet: Der spanische Dampfer stone's es bei einem Kondolenzschreiben an die Wittive desselben hat ,, Doria Dulores", welcher von Rio de Janeiro nach Portorico fuhr, bewenden lassen. Hätte der Prinz von Wales, der übrigens stets Ju Teplitz streiken seit 14 Tagen sämmtliche Steinwurde von amerikanischen Schiffen in dem Augenblick gefangen, als freundschaftlich zu Gladstone gestanden hat, nicht das Seinige gethan, arbeiter. Die Streifenden fordern: neunstündige Arbeitszeit, für er in den Hafen von Portorico einlaufen wollte. dem todten Staatsmann den Tribut der Hochachtung zu erweisen, Steinmeze cinen Minimallohn von 1 fl. 80 fr. pro Tag; für so würde es womöglich zu lauten Demonstrationen gekommen sein. Marmorhauer 1 fl. 60 fr., Beseitigung der Affordarbeit. Ohne ein Nachgrollen wird die Affäre ohnehin kaum abgehen. = Ausland. gemeldet wurde, beendet. Die Hauptforderungen der Arbeiter Der Bauarbeiterftreik in Junsbruck ist, wie bereits gestern Festsetzung eines Minimallohnes und Verkürzung der Arbeitszeit wurden bewilligt. fallen. Einige andere Forderungen ließen die Arbeiter Aus Washington wird noch gemeldet: Die RegierungsEinkünfte im Monat Mai betrugen 30 074 818 Doll., die Ausgaben 47 797 000 Doll. Demnach übersteigen die Ausgaben die Einnahmen unt 17 722.182 Doll., also um mehr als 71 Millionen Mark. Und dabei handelt es sich blos um Vorgefechte des Krieges. Berlin, 1. Juni.( W. T. B.) Nach einer telegraphischen MelIn den lezten Wochen haben in London und der Provinz die Wahlen zu den Bezirksvertretungen( Westries 2c.) stattgefunden. Die Demokratifirung des Wahlrechts zu diesen Körperschaften war das legte gesetzgeberische WerkGladstones gewesen. In London erzielten diesmal in der Mehrheit der Bezirke die Progressisten sehr bedeutende Erfolge, viele Wahlkreise, die im Parlament fonfervativ vom 1. Juni berichtet: In einer gestern stattgehabten Besprechung Zum Kohlenarbeiterstreif in Süd- Wahles wird aus London Tette Nachrichten und Depeschen. vertreten sind, haben für die lokale Verwaltung progressistisch- radikale der Kohlengruben- Besizer und ausständigen Kohlengruben- Arbeiter dung an das Oberkommando der Marine ist Prinz Heinrich von Mehrheiten. In einigen Bezirken gingen die Sozialisten mit den in Cardiff erflärten lettere, eine sofortige zehnprozentige Lohn- Breußen mit den Schiffen Deutschland" und" Kaiserin Augusta" am Progressisten Wahlbündnisse ein. So in Bow and Brontley im erhöhung annehmen zu wollen. Die Arbeitgeber erklärten das für 1. Juni in stiautschou eingetroffen. Osten Londons, wo sieben Mitglieder der Sozialdemokratischen undurchführbar. Die Besprechung wird am Sonnabend fortgesett Föderation gewählt wurden. In Battersea dagegen, wo Sozial- werden. Die„ Times" bemerken hierzu, die Aussichten bezüglich Bei demokraten und Progressisten sich sehr gespannt gegenüberstehen, legung des Ausstandes seien so schlecht wie möglich. erlitten die ersteren eine bedauerliche Niederlage. Spanien. Madrid, 1. Juni. Die fpanischen Schiffe, welche bisher Pe= trolemn von Amerika importirten, beschlossen mumehr den Import russischen Petroleums und sind zu diesem Zweck nach dem Schwarzen Meere abgedampft. Rußland. Petersburg, 1. Juni. Auch den für die Bedürfnisse der sibirischen und uralischen Goldwäschereien bestimmten ausländischen Maschinen und Maschinentheilen ist zehnjährige Zollfreiheit gewährt Amerika. worden. New- York, 1. Juni. Präsident Mac Kinley wird wegen des kommerziellen Abkommens mit Frankreich von den Zeitungen heftig angegriffen. Man wirft ihm vor, daß er dabei die Meinung des Volfes nicht berücksichtigt habe. So sagt Journal", es wäre Zeit, daß die Demokratie ans Ruder kommt, um Abhilfe zu schaffen und die Kriegsoperationen zu beschleunigen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Soziales. " Ablösungstransport für Ostasien- Transportführer KorvettenDer Dampfer Darmstadt" des Norddeutschen Lloyd mit dem Kapitän Reinde ist am 1. Juni in Singapore angekommen und am selben Tage nach Manila in See gegangen. Prag, 1. Juni.( B. H.) Anläßlich des Jahrestages der Schlacht am Berge Lipan kam es zwischen nationalen Sozialisten und interDie deutschen Lehrer sind am 31. Mai in Breslau zu nationalen Sozialdemokraten zu einent argen Zusammenstoß, bei ihrer 50. Jahresversammlung zusammengetreten. Die erste wurde welchem ein Sozialist tödtlich verwundet wurde. Erst durch Genim September des Revolutionsjahres abgehalten. Die deutschen darmerie konnte die Ruhe wieder hergestellt werden. Lehrer von heute sind, soweit sich aus den Berichten über die Ver- Paris, 1. Juni.( W. T. B.) Kammer. Boysset verliest das sammlung schließen läßt, noch weit entfernt von dem Standpunkte, Resultat der Abstimmung über die Wahl des provisorischen Präfiden die Arbeiterschaft zur Schule einnimmt. Diese will die religions- denten. Es stimmten im ganzen 556 Deputirte. Drei Zettel sind lose und in politischer Beziehung vollkommen neutrale Volksschule, umgiltig, mithin 553 giltig. Absolute Majorität ist demnach 277. Es während der erste Redner auf der Jahresversammlung, der unter erhielten Deschanel 277, Brisson 276 Stimmen.( Beifall im Zentrum, stürmischem Beifall die Jubiläums Festrede hielt, Oberlehrer Widerspruch links.) Deschanel ist Kandidat der regierungsfreundlichen Gärtner aus München, sich nur zu einer Philippita gegen die Republikaner. Der Schriftführer Jourde erklärt, das Bureau wolle Benutzung der Schule zu fonfeffionellen Heßereien aufschwingen das Ergebniß der Wahl nicht proklamiren, weil ein Zettel zur Erde konnte. So lange aber in den Schulen religiöse Dogmen gelehrt gefallen sei und überlasse der Kammer, hierüber zu entscheiden. werden, werden konfessionelle Hezzereien dort Unterschlupf finden. Poincarré bemerkt, dieser Bettel könne auf das Resultat der Wahl Was die Lehrerversammlung dagegen über den Schuh der feinen Einfluß ausüben, da die absolute Majorität nach der Zahl Jugend vor der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft der für giltig angesehenen Stimmen brrechnet werde. Bougeois beschloß, verdient die allgemeinste Beachtung. Das Referat über betont die Wichtigkeit der Entscheidung, da die Autorität des Präfidiese Frage hielt Lehrer Fechner aus Berlin. Eine von ihm be- denten unbestritten sein müsse. antragte Resolution wurde nach einigen Abänderungen fast einstimmig angenommen. Dieselbe lautet: 1. Aufmerksame Beobachtungen und statistische Erhebungen haben ergeben, daß die gewerbliche und landwirthschaftliche Kinderarbeit in weiten Gebieten des Vaterlandes eine überaus große Verbreitung gefunden hat. Mehrere Deputirte verlangen, das Bureau solle entscheiden. Der Schriftführer Reille will sprechen, aber die Linke überschreit ihn. während der nächsten zehn Minuten durchtönt Geschrei, Lärm durch Aufschlagen auf die Bulte, lautes Schimpfen den Saal. Boysset An die Handlungsgehilfen! Kollegen! Die Sozials schlägt vor, die Sigung zu unterbrechen; er verläßt seinen Siz unter reform ist nach den Aussprüchen des Herrn von Posadowsky erfüllt. dem Lärm des Hauses. An die Verwirklichung des Ach tuhr- Ladenschlusses ist daher 2. Es liegt nahe und ist vielfach nachgewiesen, daß hierbet burch Toulon, 1. Junt.( W. T. B.) Das Panzerfchiff„ Neptun", vorerst nicht zu denken. Von den geringen Bugeständnissen, die den törperliche Ueberanstrengungen, Unbilden der Witterung, Arbeit in welches hier einlief, hatte den Lieutenant 3. S. Graffet, Romman Handlungsgehilfen von seiten der Gesetzgebung gemacht worden sind, hygienisch mangelhaft beschaffenen Räumen, eintönige, den Geist dant des Torpedoboots Flibustier", an Bord, welcher in Ajaccio bei sucht man im Gegentheil wieder abzubröckeln. Schon werden abstumpfende Thätigkeiten die Gesundheit der Kinder gefährdet einer Schlägerei zwischen Matrosen vom französischen Geschwader Stimmen laut, welche die Aufhebung oder Einschränkung und vielfach ihre körperliche und geistige Entwickelung verfümmert und italienischen Fischern durch einen Messerstich verwundet wurde. der Sonntagsruhe verlangen. Auch andere Vorschriften be wird, daß ferner durch gewisse Beschäftigungsarten( Hausiren, Auch mehrere der französischen Matrosen erlitten Verlegungen, von stehen noch zum Schuße der Handels Angestellten, die Mitwirkung bei Schaustellungen, Hüten, Theilnahme als Treiber denen eine tödtlich ist. gleichfalls von den Prinzipalen nicht beachtet werden. Das neue bei Jagden 2c.) oder infolge unzulänglicher Aufsicht und London, 1. Junt.( B. H.) Offiziell wird aus Hongkong ge= Handelsgesetzbuch verlangt, daß die Geschäftsräume so eingerichtet unterlassener Trennung der Geschlechter die moralische Erziehung meldet, daß daselbst in der vergangenen Woche 63 Erkrankungen an werden und die Arbeitszeit so geregelt wird, daß der Handlungs- leidet. der Best vorgekommen sind. gehilfe gegen eine Gefährdung seiner Gesundheit geschügt ist. Für 3. Daraus erwachsen auch der Schule schwerwiegende Hinder- Rom, 1. Juni.( Meldung der„ Agenzia Stefani".) Der König die Angestellten, die bei dem Chef in Kost und Logis sind, verlangt nisse; diese bestehen in Erschlaffung und Stumpffinn der Kinder empfing heute Nachmittag 4 Uhr di Rudini und genehmigte folgende das Gesetz außerdem gesundheitsmäßige Wohn- und Schlafräume während des Unterrichts, in mangelndem häuslichen Fleiße, in von demselben vorgelegte Ministerliste: di Rudini Präsidium, und regelmäßige Tischzeit. häufigen Verspätungen und Schulversäumnissen und in auffallend Inneres und interimistisch Ackerbau, Deputirter Cappelli Auswärtiges, Kollegen, Kolleginnen! Ihr selbst könnt Euren Chefs geringen Fortschritten, sowie darin, daß die erwerbsthätigen Schüler Deputirter Bonacci Justiz, Branca Finanzen, Luzzatti Schatz, gegenüber diese gefeßmäßigen Forderungen nicht erheben, weil Ihr infolge der bezeichneten Mängel leicht zum Hemmschuh für die geistige di San Marzano Krieg, Vize- Admiral Senator Canevaro Marine, Entlassung oder sonstige Maßregelungen befürchten müßt. Unter und sittliche Entwickelung sämmtlicher Schüler werden. Senator Cremona Unterricht, Deputirter General Afan de Rivera, diesen Umständen halten wir es für unsere Pflicht, auch nach dieser 4. So sehr die Kinderarbeit an sich bei zweckmäßiger Auswahl öffentliche Arbeiten, Deputirter Frola Postivesen. Die neuen Minister Richtung die Interessen der Handelsangestellten zu vertreten, un- der Beschäftigung und verständiger Leitung als werthvolles mit Ausnahme von Canevaro, der das Marineministerium über beschadet um die Bekämpfung, Schmähung und den Haß der Herren Erziehungsmittel zu empfehlen ist, so sehr ist sie in der Form der nommen hat, aber erst morgen zurückkehren wird, leisteten NachPrinzipale. Wollt Ihr verhüten, daß in Zukunft das Jahr für Euch Erwerbsthätigkeit, mit der eine Ausbeutung der Kraft des Kindes mittag 4 Uhr dem König den Eid. wieder 365 Arbeitstage hat, wollt Ihr verhindern, daß Eure fast mit Nothwendigkeit verbunden ist, vom pädagogischen Stand- Madrid, 1. Juni.( B. H.) Aus Ceuta kommt die Meldung, daß Arbeitszeit außerdem an Wochentagen noch verlängert wird und Eure punkte aus zu verwerfen. Ihre vollständige Beseitigung während dort ein Deutscher verhaftet wurde, den man beim Photographiren Tischzeit unter der Vorspiegelung, englische Arbeitszeit einzurichten, des schulpflichtigen Alters ist zu erstreben. von. Befestigungen betroffen hatte. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Ir. 126. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnertag, 2. Juni 1898. Be= Parteitag der deutschen Sozialdemokratie Desterreichs. den Klerital- Feudalen in den Boden hineinregiert. Es giebt nur Verwaltungsstellen bie zur Führung von Vorstandsämtern Linz, 30. Mai. gelullt haben, aufzuwecken und zur Selbstbesinnung zu bringen. Im weiteren wird durch die Resolution dem Redner schließt: Seit mehr als 250 Jahren wird Desterreich von dauern Ausdruck gegeben, daß namentlich in den größeren eine Partei, die den Kampf gegen sie mit Bewußtsein führt, die befähigten Kollegen sich von dieser Arbeit zurückziehen, statt Sozialdemokratie. Der Kampf, den der mit dem Kapitalismus ver- ihre Kraft der guten Sache zu widmen. 8 weiter Verhandlungstag. Bei„ Streifangelegenbündete Klerikalismus gegen die Sozialdemokratie führt, steht vor heiten" wird von verschiedenen Rednern angeführt, daß bei ruhigerem Die Prüfung der Mandate hat die Anwesenheit von 104 Dele- der Entscheidung. Die Sozialdemokratie ist das kontradiktorische Vorgehen sich hier und da ein Ausstand, dessen Resultat sich wohl girlen, 15 Mitgliedern der Parteivertretung, 15 Vertretern der Partei- Gegentheil des römischen Klerikalismus als des Anhängers starrer sehr selten voraussehen lasse, vermeiden ließe. Dem Zentral presse und 4 Reichsraths- Abgeordneten ergeben. Autorität, unwandelbaren Dogmas und der absoluten geistigen Un- vorstand wird zum Vorwurf gemacht, daß er den Hamburger SteinUeber die christlich- soziale Bewegung in Desterreich" spricht freiheit. Wir stehen jeder Autorität zweifelnd gegenüber, wir kennen bildhauer- Streit gutgeheißen. Nach ausgiebiger Debatte, in welcher Engelbert Pernerstorfer. Der Redner schildert die Ent- kein unwandelbares Dogma und sind die Vertreter des Rechtes, der Dau- Stuttgart das Vorgehen des Zentralvorstandes vertheidigt, wickelung der ehrlichen, christlich- sozialen Idee, wie sie Freiheit und des Gewissens. In diesem kolossalen Kampfe werden wir gelangt eine Resolution zur Annahme( eingebracht von Lätschin ihrer reinen Gestalt zuerst in England in England während der Sozialdemokraten vor den Mächten dieser Erde und auch vor den Mächten Königsberg und Stößer Berlin), durch welche dem ZentralChartistenbewegung auftrat und in Männern wie Kingslay, der Hölle nicht zurückweichen. Wir sind stolz darauf, die einzige vorstand für seine Stellungnahme im besagten Fall ein VertrauensMorris und Steffens glänzende Vertreter fand. Diese Kulturpartei Desterreichs zu sein. Neben dem Kampfe für die votum ausgestellt wird. " Männer stellten sich mit aller Entschiedenheit auf die Seite ökonomischen Forderungen der Arbeiterklasse kämpfen wir zugleich Der nächste und wichtigste Berathungsgegenstand der Generalder Unterdrückten und scheuten sich nicht Hand in Hand zu den Kampf für die größten geistigen Güter. Und dieser jahr versammlung ist die weitere Ausgestaltung des Untergehen mit den radikalsten politischen und sozialen Parteien. Zweifel- tausendalte Kampf zwischen Licht und Finsterniß wird sich ent- stüßungswesens und die dadurch bedingte Erhöhung los hat der christliche Sozialismus Englands auch für Deutschland scheiden zu gunsten des Lichts, zu gunsten der Sozialdemokratie. Der Beiträge. die Anregung zu ähnlichen Gedanken gegeben. Aber auf Wagner( Stürmischer Beifall.) Im Jahre 1892 wurde auf der Generalversammlung zu Mainz und Pastor Lodt folgte Stöcker, der die Bewegung den Konserva- An der Diskussion betheiligten sich zustimmend und ergänzend eine Wittwen- Unterstützung beschlossen. Diesen Unterstützungszweig tiven auslieferte und sie mit Antisemitismus verbrämte. In Anti- A. Prähauser aus Salzburg, der Obmann der Wiener Hand- erweiterte dann im Jahre 1895 ein Beschluß des Zentralvorstandes semitismus erkannte er ein vortreffliches Mittel, die Massen zu lungsgehilfen Pic, Dr. Adler, der auf die proletarischen Instinkte des dahin, daß beim Todesfall nach fünfjähriger Mitgliedschaft haranguiren und herbeizuziehen. Die Stöcker'sche Bewegung niedern Klerus hinwies, die aber von der furchtbaren Gewalt Roms, der die Hinterbliebene Wittwe 200 Mark erhält. Neuerdings hat vollständig abgewirthschaftet, nur der Antisemitismus organisirtenkirche zurückgedrängt würden, und der tirolische Bauer Filzer macht sich namentlich in Berlin eine starke Strömung gegen die ist in seinen vielfachen Formen geblieben. Giebt es doch soviel aus Kizbüchel. Dieser Redner empfahl die Bildung des Proletariats Wittwen- Unterstügung geltend. Es wurde eine Urabstimmung über Arten Antisemitismus, als Antisemiten im Reichstage sigen.( Heiter- als wirksamste Waffe gegen den Klerikalismus. Die Christlich die Frage herbeigeführt, welche ergab, daß Zweidrittel der Mitgliedfeit.) Eine neue christlich- soziale Bewegung ist in den National Sozialen gingen an ihrer Sophistik und Verlogenheit zu grunde. schaft für Beibehaltung der Wittwen- Unterſtüßung iſt. Heute besozialen erstanden. Er ist bei weitem grader und ehrlicher als Man solle sie ruhig gewähren lassen. Es ist nimmer guat, wo schäftigt sich nun die Generalversammlung mit dieser Angelegenheit. die Stöcker'sche Richtung. Leider hat aber auch Naumann nicht ver- Säu raufen, daß man do immer dobei ist!"( Stürmische Heiterkeit.) Die Meinungen der Delegirten gehen hier erheblich auseinander. standen, seine christlich- soziale Ueberzeugung von unlauteren Bei- Die Resolution Pernerstorfer wurde einstimmig angenommen. Während einige Redner den Standpunkt vertreten, daß man an der mischungen, wie Flottenbegeisterung 2c. rein zu halten. Als die Anträge, eine Broschüre gegen die Christlich- Sozialen herauszugeben, Urabstimmung als besten Ausdruck des Willens der Allgemeinheit nicht national- soziale Bewegung entstand, stand unsere Partei ihr wurden der Parteivertretung überwiesen. rütteln soll und in dem guten Ausbau des Unterstützungswesens die beste ganz wohlwollend gegenüber. Manche erwarteten von ihr An den Parteitag sind aus allen Theileu Oesterreichs zahl- Agitation für den Verband finden, sind andere Redner entgegengesetzter eine Art Vorarbeit ant Schichten, an die wir nicht reiche Begrüßungstelegramme und Schreiben eingelaufen. Mit Meinung. Diese bezeichnen die hohen Beitragsleistungen als ein herankommen können. Bei den National Sozialen treten besonderem Beifall wurden die Depeschen der Parteileitung der Hinderniß für Mitgliedergewinnung, auch würden durch den Umaber in letzter Zeit die Beimischungen immer deutlicher ungarländischen und der deutschen Sozialdemokratie aufgenommen. stand, daß man überall das Unterstützungswesen in den Vordergrund hervor. Redner erwähnt die christlich- soziale Bewegung in Diese hat folgenden Wortlaut: Selbst im Wahlkampf auf der stelle, die wirklichen Ziele einer Arbeiterorganisation verdunkelt. der Schweiz, an deren Spize Decurtius ſtehe. Decurtius hat zu ganzen Linie engagirt, senden wir den Brüdern in Desterreich Gruß Eine Gewerkschaft habe für Bessergestaltung der Lohn- und Arbeitswiederholten Malen Gelegenheit genommen, mit größter Hochachtung und Glückwunsch zu erfolgreicher Thätigkeit." bedingungen ihrer Berufsangehörigen zu sorgen, nicht aber sich mit von den wissenschaftlichen Leistungen eines Mary zu sprechen, er hat Unterstützungsfragen zu befassen. Die Diskussion, welche mehrere Bebel's Buch„ Die Frau" als tiefsittliches Wert vertheidigt. Von Stunden beansprucht, wird abends 6 Uhr abgebrochen. Deutschland springt im Anfang der achtziger Jahre die christlichsoziale Bewegung nach Oesterreich hinüber. Neben den pfäffischen Antisemitismus Sebastian Brunner's trat der demagogische, nationale Antisemitismus Schönerer's. Da es Schönerer nicht vergönnt war, der österreichische Lassalle zu sein, beschloß er, der österreichische Bismarck zu werden.( Stürmische Heiterkeit.) = " 1 Neunter Kongreß der Deutschen Steinarbeiter. In der Nachmittagssigung sprach Seliger aus Teplik über Die deutschnationale Bewegung in Oesterreich". Er begründete unter großem Beifall folgende Resolution: " In Erwägung, daß die deutschnationalen Parteien, obgleich sie sich volklich oder völlisch nennen, in keiner Weise die Interessen des gesammten Voltes vertreten, daß sie vielmehr nichts anderes find, Würzburg, den 31. Mai 1898. als nur die Vertreter der deutschbürgerlichen Schichten, die sich ehe Bei der Fortsetzung der Debatte über die Erhöhung der Beimals in ihrer großen Mehrheit deutsch- liberal genannt haben, daß träge empfiehlt auch der Vertreter der schwedischen Steinarbeiter, Die Armee des Antisemitismus sind die österreichischen Klein- sie besonders in den Sudetenländern im wesentlichen die Partei des m a Imberg, den deutschen, die Beiträge zu erhöhen nach dem bürge. Auf die Jahre der wilden Börsenspekulation, des wirth großen und fleineu Unternehmerthums sind; in Erwägung, daß sie Antrage Thomas. Eine Anzahl Delegirte aus den Steinbruch distrikten schaftlichen Krachs, folgten die bösen Jahre der Krise, in denen die als solche weder die geistigen, noch besonders die wirthschaftlichen Lörrach, Mannheim, Fechenbach sprechen gegen die Erhöhung der BeiKleingewerbetreibenden immer tiefer ins Elend sanken. Ihre demo- Interessen des weitaus größten Theiles der deutschen Bevölkerung, träge in der vorgeschlagenen Höhe. Die Abstimmung ergiebt die Anfratischen Wortführer fügten sich allmälig der Forderung nach reaktio- ganz gewiß aber nicht die Interessen der arbeitenden Klasse nahme des Antrages Schall- Berlin, der dahin geht, pro Kopf und närent Gewerbeschutz, Zwangsinnungen und Befähigungsnachweis. Dieses Voltsstammes vertreten und vertreten können; in Er- Woche 20 Pf. Beitrag zu entrichten und die StreifDemagogen von feiner Witterung sahen, daß man diese Bewegung wägung, daß der brutal nationale Chauvinismus dieser fonds- Marten ganz wegfallen zu lassen, mit in den breiten Strom des römisch- katholischen Kleritalismus leiten Parteien allen Forderungen edler Kulturentwickelung als auch 39 gegen 14 Stimmen. Es wird beschlossen: Jedes Mitglied zahlt fönnte. Die gesinnungsverwandten Feudalen erkannten das den besten Traditionen deutschen Geisteslebens direkt wider so lange Beiträge, wie es in Arbeitsteht( bei Arbeitslosigkeit werden ebenso und knüpften ebenfalls Beziehungen an; sie fanden spricht, und daß die Hervorkehrung nationaler Ueberhebung mur dazu feine Beiträge bezahlt). Allen Orten wird zur Pflicht ge= nur eine Armee gegen den verhaßten Liberalismus. Dr. Karl Lueger, führen kann, die Aufmerksamkeit der arbeitenden Schichten des Volkes macht, Beiträge nach prozentualer Berechnung einzuführen. Die neue der entwicklungsfähige Politiker, wurde ihr Mann. So sehr er sich von ihren wirklichen Interessen abzulenken, beschließt der Parteitag: Beitragsleistung tritt am 1. Juli in kraft. Im nächsten Punkt der aber auch gewandelt hat vom internationalen Demokraten zum Die Parteigenossen werden aufgefordert, entsprechend der jeweiligen Tagesordnung werden die Wahlen der Delegirten zur internationalen Diener der katholischen Kirche, eins war er immer: bis auf die Situation und der jeweiligen Kampfesweise der deutsch- nationalen Konferenz der Steinarbeiter am 2. Juni vorgenommen. Zu dieser Knochen schwarz- gelb. Desterreich ist immer das Land politischer Parteien diesen überall und jederzeit entgegenzutreten, die deutschen Konferenz werden entfendet die Geschäftsleitung Mitschte und Charakterlofigkeit gewesen. Lueger's spezifisches Destreicherthum ist Arbeiter unablässig daran zu erinnern, daß ihre geistigen undirtmann, der Nedakteur Thomas; ferner als Delegirte feine Gesinnungslosigkeit. Den christlich- sozialen Antisemiten vom materiellen Interessen von diesen entweder nur halb, oder nur zum Ottomar Schmidt Dresden, Schülein- Hof, ArnoldSchlage Lueger's fehlt jedes Programmi. Sie haben nur Phrasen. Sie Schein vertreten werden, und daß in Wahrheit auch diese Parteien Hamburg. schreien: Der Jud ist an allem schuld: Während das Bolt aber hypnotisirt entgegen ihrem angeblichen Charakter als Volksparteien weder für auf den Juden schaut, können die Feudalen und Klerikalen dem Wolfe die politische Gleichberechtigung noch für die soziale Gerechtigkeit ein- Thomas' eingeleitet, der ein von der Geschäftsleitung ausDer Punkt: Stellungnahme zu Streits wird durch ein Referat die Tasche leeren.( Bravo!) Der Redner charakterisirt die Ver- treten und daß wir sie darum, unbeschadet der schärfsten Verurthei- gearbeitetes Streifreglement begründet. Eine ganze Reihe von Logenheit und Verleumdungssucht der österreichischen Christlich- lung jener Verfolgungen, die von der Regierung gegen die deutsch- Rednern sprechen zur Debatte. Während Arnold- Hamburg dafür Sozialen. Die Eindrücke, die der Liberalismus hinterlassen hat, raditalen Parteien gerichtet werden, als Gegner der Arbeiterschaft eintritt, daß jeder Streit nur örtlich geregelt und entschieden werden waren weder für das Auge, noch für die Nase angenehm, aber das, auf allen Gebieten bekämpfen müssen." foll, empfiehlt Winkler- Berlin, den Schwerpunkt und die Entwas die Christlich- Sozialen leisten, übertrifft alles dagewesene. Als In der Debatte wurde das Sündenregister der Deutschscheidung bei Streits in die Hände der Geschäftsleitung zu legen. sie in der Opposition standen, donnerten sie gegen die Aemter- nationalen aufgerollt. Es wurde betont, daß die Deutsch Die Entwickelung aller guten Kampforganisationen habe denselben häufung; jetzt ist ihnen nicht eine Schüssel gemug, sie müssen nationalen verkappte Christlich- Soziale feien. Selbst radikale Juden, seit sie aber die Macht haben, thun sie den großen Juden gewählt worden. Sozialdemokratische deutsche Arbeiter werden von aus drei und vier zugleich eſſen. Wie haben sie geweftert gegen die Pfaffenfeinde unter ihnen sind mit unterstützung der Klerikalen nicht weh, Rothschild wird von Lueger devotest zum Ball der Stadt ihnen in Böhmen den Unternehmern und Hausbesißern demmzirt. Wien eingeladen aber die kleinen jüdischen Stenographen werden Bernerstorfer rieth, sich auf dem Boden des Kampfplages mit entlaffen. Sie suchen sich rasch zu bereichern, weil sie die Ahnung den Deutschnationalen als Deutscher zu deklariren. Von der deuthaben, daß ihre Firma nicht von langem Bestande sein wird.( Bravo.) schen Gemeinbürgerschaft mit den deutschen Arbeitern sei bei ihnen Im Namen der Parteibertretung schlägt Bernerstorfer folgende teine Rede. Die Brutalnationalen sehen die Größe und Herrlichkeit Resolution vor: des deutschen Volkes nicht in dem, was den wahren Ruhm dieses In Erwägung, daß die christlich soziale Partei in Oesterreich Volkes ausmacht, in seinen Kulturleistungen. Nur eine Partei hat Bei Arbeitsniederlegungen wegen Maßregelungen wird beschlossen, weder mit dem Christenthum, 2c. Evangelium, noch mit dem den Namen des deutschen Volkes hoch und heilig gehalten, jedesmal die Zustimmung der Geschäftsleitung einzuholen. Das von Sozialismus auch nur das allergeringste zu thun hat, daß diese die deutsche Sozialdemokratie. Aus dem deutschen Volle der Geschäftsleitung ausgearbeitete Streikreglement gelangte sodann Partei vielmehr eine erbitterte Widersacherin der Lehren des Evan- ist der moderne deutsche Sozialismus gekommen. Und mit einigen Aenderungen zur Annahme. geliums ist, als solche tagtäglich die fittlich verwerflichsten Mittel wenn wir diesen Stolz entwickeln, im Agitationstampfe anwendet, daß sie, während sie den Massen Genossen anderer Völker nicht des Chauvinismus beschuldigen. = fo werden uns die = eg genommen, auch fehle häufig an einem Orte die Uebersicht über die Geschäftslage. Die bisherige Tattit, in öffentlichen Versammlungen durch uns organisirte Arbeiter willkürlich Streits zu beschließen, müsse beseitigt werden. Ferner sei nothwendig, bei Streits rechtzeitig mit den Steinbildhauern Hand in Hand zu gehen, um Vorkommnisse unmöglich zu machen, wie beim letzten Steinbildhauerstreik. Auch bei Aufbringung finanzieller Mittel sei dies im Interesse leider Gruppen nöthig, desgleichen bei der Agitation. vorzuspiegeln versucht, deren wirthschaftliche Intereſſen zu vertreten, Die polnischen und czechischen Sozialdemokraten haben diefelbe e- Die erste Generalversammlung des Zentralverbandes der in Wahrheit eine Partei der Hausherren, des konfessionslosen, inter- wunderung für die deutschen Begründer des Sozialismus wie wir. nationalen privattapitalistischen Unternehmerthums jeder Sorte, die( Lebh. Beif.) Schuhmeier Wien kann dieses Rezept nicht billigen. Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands Verbündete der Auswucherer des Volles auf jedem Gebiete ist, die Jeder Genosse habe eben nicht die deutsche Krampfader, wie der die von ihr geführten Schichten des Mittelstandes für die Zwecke der Bernerstorfer.( Stürmische Heiterkeit.) Wir müssen den Deutsch- tagte am Pfingstmontag, den 30. Mai 1898, in Frankfurt a. M. Feudalen und Klerikalen mißbraucht, daß fie diese ihre innere Natur, nationalen gegenüber weniger den deutschen, als den proletarischen Anwesend sind neun Delegirte, sowie als Vertreter der Generaldie sie zu Lataien des Junker- und Pfaffenthums prädiſtinirt, be- Standpunkt hervorkehren und den Arbeitern sagen, Eure Interessen fommission Sabath- Hamburg. Der Vorsitzende erstattet den Bericht sonders von dem Zeitpunkte an geoffenbart hat, seitdem sie zur werden nur von der Sozialdemokratie vertreten.( Beifall.) te fel- über die Thätigkeit des Vorstandes in dem Geschäftszeitraum vom Herrschaft in Niederösterreich und Wien gekommen ist, indem sie Graz hält eine besondere Aktion der Partei den Deutschnationalen 1. Juli 1897 bis 31. März 1898. Der Verband zählte danach 337 von δα ant teine einzige ihrer voltsfreundlichen VerBer- gegenüber für überflüssig. Wir fönnen unsere Tattit Mitglieder. fprechungen gehalten hat, vielmehr mit den wirthschaftlichen in der gegenwärtigen verworrenen Situation den Deutsch- Nationalen Die Kasseneinnahme betrug 2718,18 M., die Ausgabe 2429,78 m., und politischen Bedrückern des Volkes in der schamlosesten gegenüber nicht für längere Zeit festlegen. Wir haben nicht die Ge- so daß ein Kassenbestand von 283,40 W. verblieb. Weise sich vereinigt hat, in Erwägung insbesondere, daß schäfte des Grafen Thun zu besorgen. Dr. Ellenbogen Wien Wolf Frankfurt beantragt zur Organisationsfrage die christlich- soziale Partei nichts anderes ist, als die Vortruppe glaubt, daß die Polemit Schuhmeier's gegen Bernerstorfer auf einem des reaktionärsten und volksfeindlichsten Klerikalismus, dem weder Mißverständniß beruhe. Es giebt keine flugere Tattit, als wenn man das materielle, noch das geistige Wohl des Volkes je am Herzen dem Gegner beweist, daß er sein Wahlprogramm nicht einhält. Was gelegen hat, daß vielmehr die Religion jederzeit als Mittel zu heißt nationale Politit? Eine Nation auf ein hohes Kulturniveau Zweden der weltlichen Parteiherrschaft in einer, im Sinne des bringen. Wir weisen nun nach, daß die Deutsch- Nationalen als eine Christenthums, der Evangelien geradezu gotteslästerlichen Weise ge- tapitalistische Partei mithilft, alle fulturellen Keime in schänvet hat, den Massen zu tödten, taufende von Talenten, die im in Erwägung, daß diese Partei eine Partei der exzessivsten Volte schlummern, zu ersticken. Verfolgen wir diese Tattit, persönlichen Storruption ist, daß deren Mitglieder ihre politische so handeln wir im höchsten Sinne national und sozialdemokratisch. Barteizugehörigkeit zur persönlichen Bereicherung mißbrauchen und Der Internationalismus besteht darin, daß wir das Kulturstreben vor schmutzigen Geldgeschäften selbst dann nicht zurückschrecken, wenn aller Nationen gleichmäßig anerkennen und bewundern.( Lebhafter fie mit Bordellen im Zusammenhange stehen, Beifall.) in Erwägung endlich, daß diese Partei das Gift der Lüge und Verleumdung systematisch und unablässig in den Körper des Bolles zu leiten sucht: erklärt es der Parteitag für die Pflicht der Parteigenossen: mit Entschiedenheit überall und jederzeit die christlich- soziale Partei in Oesterreich zu bekämpfen, ihre innere Berlogenheit und Unaufrichtigkeit in ihrem ganzen Gebahren, wie in dem, was sie ihr Programm nennt, was aber im letzten Grunde ihre positive Programmlosigkeit ist, aufzudecken. ihre wahre Natur Dirne' Die Debatte wird hierauf geschlossen und die Resolution des Referenten wird mit der Modifitation angenommen, daß aus dem Sate: Die Deutsch- Nationalen vertreten die Interessen der Arbeiter nur halb und zum Schein, die Worte„ halb und" gestrichen werden. Mit der Schlichtung einer Kompetenzstreitigkeit der Brünner Genossen wird eine Kommission betraut. Damit schließt die heutige Sigung. folgende Resolution, die einstimmige Annahme findet:" Die Generalversammlung des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutschlands ist der Meinung, daß sich die Form der Bentralisation durchaus bewährt hat und hält es im Interesse des wirtjamen und träftigen Zusammenarbeitens für die Pflicht der auf gemeinschaftlichem Boden mit dem Zentralverbande, aber wohl abseits stehenden Organisationen, sich dem Verbande anzuschließen." Ueber Unsere Forderungen" referirt an stelle des verhinderten Dr. Quard, Wolf Frankfurt: Er schlägt ein Agitationsprogramm vor, welchem nach zweistündiger Diskussion folgende Forderungen zu grunde gelegt werden: 1. Einführung des gesetzlichen Achtuhr- Ladenschlusses; Verkürzung der Arbeitszeit auf acht Stunden bei Festseßung eines Uebergangs stadiums. 2. Obligatorischen Fortbildungsschul- Unterricht während täglich zwei Stunden des Vormittags für Angestellte unter 18 Jahren. 3. Vollständige Sonntagsruhe von mindestens 36 Stunden. 4. Gefeßliches Verbot aller Abzüge vom Gehalt außer derjenigen für Versicherung: Bessere Anpassung der Versicherungsgesetze an die Bedürfnisse der Handlungsgehilfen. 5. Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte im Anschluß an die Gewerbegerichte unter Hinzuzichung der Gehilfen. 6. Handelsinspektion nach Art der Gewerbeber während bes vollsausjaugenden Feudalismus und volksverbummenden Kleri Generalversammlung des Zentralvereins der Bildhauer. Bausel. 9. Geſeßliche Verpflichtung des Brinzipale, bas Gehalt warra talismus zu enthüllen; Erfurt, 31. Mai 1898. das Volk über die Niedrigkeit der Gesinnung ihrer Führer und Anknüpfend an die gestrigen Verhandlungen über den Rechenüber die Niedertracht ihrer Agitationsweise unermüdlich aufzuklären, schaftsbericht gelangt eine Resolution zur Annahme, welche fordert, daß um so die Vorbedingungen zu schaffen, durch welche es ermöglicht die Monats- und Quartalsabschlüsse der einzelnen Verwaltungen zuwird, daß endlich die Völker Desterreichs aus dem ein Viertel- Jahr- fünftig pünktlicher an den Hauptverwalter eingesandt werden, was tausend währenden Schlafe, in den sie feudaler Junterhochmuth im im Interesse eines geordneten Verwaltungswesens unbedingt nothBunde mit Klerikalismus und bureaukratisch- unfähigen Regierungen wendig sei. militärischer Uebung des Gehilfen dieſem bis zu sechs Wochen weiterzuzahlen. Beschlossen wurde sodann, die Stellenlosen- Unterstützung einzuführen und zwar in Höhe von 1 M. pro Tag, auf die Dauer von 8 Wochen nach zwölfmonatlicher Karenzzeit, Rechtsschutz soll nach dreimonatlicher Karenzzeit gewährt werden. Zum Vorsitzenden des Verbandes wird G. Segniß- Hamburg wieder-, zum Redakteur des Verbandsorgans M. Josephsohn- Hamburg gewählt. Erster Kongreß des Verbandes der in Buchdruckereien und verwandten Berufca beschäftigten Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. allen gefeglichen Mitteln und durch Bereinigungen auf dem Boden der Selbsthilfe zu bessern gesucht werden. mant Der Genoffe Paul Jahn ist, wie uns gemeldet wird, am Mittwoch verhaftet und in das Untersuchungsgefängniß abgeführt Die Lohnarbeit verheiratheter Frauen ist möglichst ganz abzut worden. Er war eben von der Agitation zur Reichstagswahl zurückschaffen. Die Arbeitszeit der erwachsenen Arbeiterinnen ist allmälig gekommen. Wie wir hören, stand in der Zeit seiner Abwesenheit auf acht Stunden herabzusehen, die Arbeitszeit jugendlicher weib- von Berlin in einer Straffache ein Termin gegen ihn an, sodaß es licher Arbeiterinnen entsprechend niedriger. Die Altersgrenze jugend- sich vermuthlich um einen Gerichtsbeschluß handelt, den Genossen Am 30. und 31. Mai fowie am 1. Juni fand in den Arminhallen licher weiblicher Arbeiterinnen ist auf 18 Jahre zu erhöhen. Eine wegen Nichterscheinens zum Termin zwangsweise vorführen zu zu Berlin der erste Kongreß der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und weitere Beschränkung aller Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter in lassen. -Arbeiterinnen statt, der mit der Absicht einberufen worden war, gesundheitsschädlichen Betrieben ist anzustreben. Die Anstellung weibeinen Zentralverband dieser Hilfsarbeiter zu stande zu bringen. Der licher Fabrikinspektoren ist unbedingt nöthig und sind diese aus den mit heiten, die ihn doch wenig fümmern sollten, die Glocken läuten hören, Der Lokalanzeiger hat wieder einmal in Arbeiterangelegen Kongreß war von 20 Delegirten aus Berlin, Hamburg, Mainz, bem Arbeiterleben bekannten und kenntnißreichen Streifen zu wählen. ohne daß er weiß, wo sie hängen. Er berichtet: Die Adlershofer Stuttgart, München, Leipzig, Breslau, Hannover, Kassel und Straß Bei gleichen Leistungen haben Männer und Frauen gleichen Lohn Iluminations affäre wird nochmals, und zwar in zwie burg besucht. Außerdem war die Generalkommission der Gewerk zu beanspruchen, was zur Besserung der Löhne männlicher Arbeiter facher Form, die Gerichte beschäftigen. Zunächst will ein geringer schaften Deutschlands in Hamburg durch Frau Kähler vertreten. beiträgt. Auch Herr Döblin, der Vorsitzende des deutschen BuchdruckerTheil der Bestraften Berufung gegen das von uns mitgetheilte Verbandes, betheiligte sich während der beiden letzten Tage rege an wichtigste Mittel zur Besserung ihres Looses. Die deutschen hat Die Berufsorganisation der Arbeiterinnen ist das Urtheil des Köpenicker Schöffengerichts einlegen, und zwar an den Verhandlungen. Den Vorsitz führten abwechselnd Herr H. Gewerkvereine haben die Pflicht, soviel als möglich weibliche höhere Instanz nur die prinzipiell wichtige Frage des groben fich zu dieser Maßnahme entschlossen, da die Jahns und Frau Paula Thiebe. Mitglieder zu werben und denselben später zur Gründung Infugs" entscheiden soll. Ferner wird das Flugblatt, welches die Am ersten Verhandlungstage wurden die Situationseigener Frauen- Gewerkvereine behilflich zu sein. Die berichte über die Arbeitsverhältnisse an den durch Delegirte ver- beiterinnen müssen ihr Interesse diesen bewährten Organisationen halber Veranlassung zu einer Anklage geben." Von der Anklage Ar Aufforderung zur Illumination enthielt, seines aufreizenden Inhalts tretenen Orten gegeben. Es zeigte sich, daß die Löhne, namentlich zuivenden, um dadurch im Kampfe um ihre Existenz gestärkt zu wegen des Flugblattes wissen die Betheiligten überhaupt nichts; es der Hilfsarbeiterinnen, an manchen Orten ganz außerordentlich ge- werden. Den Arbeitsverhältnissen jugendlicher Arbeiter und wäre auch sehr wunderlich, wenn der Staatsanwalt, der sonst den ringe sind und infolge dessen die Organisirung dieser Arbeiterinnen Arbeiterinnen ist volle Aufmerksamkeit zuzuwenden. Möglichst früh Sozialdemokraten gegenüber ein Muster von Aufmerksamkeit iſt, ſich große Schwierigkeiten macht. Mit Ausnahme einiger weniger älterer zeitig sind dieselben in die Gewerkvereine aufzunehmen und durch erst nach einem Vierteljahr zu fühner That bequemte. Und was die Vereine stammen die meisten der bis jetzt bestehenden Ortsvereine Berufung gegen das Köpenider Urtheil im Illuminationsprozeß be aus allerjüngster Zeit und haben vielfach bis jetzt nur eine sehr gewerbliche Fortbildung zu fördern". geringe Mitgliedschaft. Im ganzen werden die organisirten Arbeiter trifft, so wird dies Rechtsmittel am heutigen Tage eingelegt und der Brauche auf etwa 1600 Personen geschäßt. zwar nicht von einem geringen Theil" der„ Bestraften", sondern von sämmtlichen 122, also auch von den einen Angeklagten, der sich selbst vertheidigt hat. Es wäre auch noch schöner, wenn irgend jemand sich bei einem solchen Urtheil beruhigen und seiner Sache die agitatorische Wirkung einer neuen Verhandlung entgehen lassen sollte! Gleich nach Erledigung dieser Tagesordnungspunkte ging man an die Besprechung der Gründung eines Zentralverbandes. Das Referat des Fräulein Klara Bien und alle Redner der nachfolgenden Diskussion sprachen sich einstimmig zu gunsten der Verbandsgründung aus. Partei- Machrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Dem Parteigenossen Dr. Bütgenau in Dortmund ist auf die Anzeige, die er wegen des von uns fürzlich erwähnten anonymen Briefes an die Staatsanwaltschaft geIn derselben ersten Sigung erfolgte noch ein Referat des Herrn richtet hatte, von dem Ersten Staatsanwalt mitgetheilt worden, daß Zur Stellungslosigkeit unter den Handlungsgehilfinnen. Jahns über die Arbeitsnachweise. Der Referent stellte sich die Nachforschungen nach dem Schreiber des Briefes ergebnißlos ge- Der Kaufmännische und gewerbliche Hilfsverein für weibliche Anauf den Boden, daß der Arbeitsnachweis unbedingt in die Hände der blieben seien und es deshalb Lütgenau überlassen werden müsse, den gestellte" theilt in seinem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht pro Arbeiter allein gehöre und daß an allen Druckorten, wo dies möglich Verfasser selbst zu ermitteln. Eine Untersuchung gegen Lütgenau in 1897 das Ergebniß der Ermittelungen mit, die auf dem Stellensei, von den Hilfsarbeitern Arbeitsnachweise für die Branche errichtet Beziehung auf die Angaben des anonymen Briefes einzuleiten, was nachweis des Vereins über die Dauer der Stellungslosigkeit der werden sollen. Aus den erstatteten Situationsberichten war in der That dieser noch beantragt hatte, lehnte der Erste Staatsanwalt ab, da Bewerberinnen gemacht worden sind. Die Angaben behervorgegangen, daß die bis jetzt gegründeten Arbeitsnachweise ver- fein Anlaß dazu vorliege. schränken fich auf die 1752 durch den Nachweis in hältnißmäßig gut zu profperiren scheinen. Außerdem wurde noch be-- Redakteur Heinrich Schulz in Erfurt hat am zweiten Stellung gebrachten Gehilfinnen, während die Zahl aller durch schloffen, daß ein Zentral- Arbeitsnachweis gegründet werden soll, der vom fingstfeiertag das dortige Gefängniß nach Verbüßung einer zwei- ihn Stellung suchenden Gehilfinnen 2977 war. Von diesen 1752 Verbandsvorstand geleitet wird, um Ausgleichungen in Angebot und monatigen Freiheitsstrafe verlassen, die ihm wegen Majestäts- waren bis zum Antritt der neuen Stellung beschäftigungslos: 621 Nachfrage herbeiführen zu können. Er wurde während seiner Haft feinen Tag. 57 zwischen 3-7 Tage, 145 zwischen 1-2 Wochen, In der Nachmittags- Sigung des ersten Verhandlungstages beleidigung auferlegt worden war. referirte Otto Bleich, der Redakteur des Fachorgans" Solidarität", mit Erbsentesen beschäftigt. Die Oberstaatsanwaltschaft in 234 zwischen 2-4 Wochen, 391 zwischen 1-3 Monate, 195 zwischen 3-6 Monate, 63 zwischen 6-9 Monate, 31 zwischen 9-12 Monate, über den Stand der Presse. Die„ Solidarität" wird von einem Naumburg hatte sein Gesuch um Selbstbeschäftigung unter Hinweis 15 über 1 Jahr. Man sieht, daß nicht blos unter den Handlungsin Berlin bestehenden„ Graphischen Kartell" herausgegeben, zu dem darauf abgeschlagen, daß er schon früher eine Freiheitsstrafe erlitten gehilfen, sondern auch unter den Gehilfinnen- obwohl die Nachauch Steindrucker, Buchbinder 2c. gehören. Doch dient das habe. Diese Strafe 14 Tage Gefängniß war vom Landgericht frage nach diesen billigeren Arbeitskräften bedeutend ist und noch Organ hauptsächlich zur Vertretung der Interessen der in Magdeburg über Schulz verhängt worden, weil er sich durch immer wächst eine große Schaar von Beschäftigungslosen vorBuchdruckerei Hilfsarbeiter. Nach längerer Diskussion beschloß Rezitation eines Herwegh'schen Gedichts im Nahmen handen ist, die durch ihr Angebot die Preise noch weiter drücken. die Versammlung, das Organ für die Mitglieder des Ieua eines Vortrags über die deutsche Literatur des In dem Bericht wird dazu bemerkt, die Beschäftigungslosigkeit begegründeten Berbandes obligatorisch zu machen, boch wurde dieser 19. Jahrhunderts gegen die öffentliche Ordnung ver- deute nicht immer die Unmöglichkeit, Beschäftigung zu erlangen, sondern könne auch durch Krankheit, zeitweilige Mitthätigkeit im Diese Vorstrafe" twar beitrag von 10 Pfennigen nicht ausreichen würde, um das Obligatorium gangen haben soll. gewiß in des Fachblattes durchzuführen. jeder Hinsicht geringfügiger Natur, dennoch genügte sie der Straf- elterlichen Saufe 11. f. w. herbeigeführt sein. Das stimmt; aber das Am dritten Feiertag begann der Kongreß mit der Statuten vollziehungsbehörde, unt unseren Parteigenossen Schulz, der von Gewicht der mitgetheilten Zahlen wird dadurch nur wenig abgeschwächt. berathung, die sich über den ganzen Tag bis 9 Uhr abends hinzog Beruf Lehrer ist und Vorlesungen an der Universität besucht hat, Sente find 20 Jahre verflossen, seitdem Nobiling seine Schrot und am Mittwoch Vormittag zu Ende gebracht wurde. Die Ver mit Erbfentesen beschäftigen zu lassen, während der Bundesrath flinte auf Wilhelm I. abfenterte. Dieses Attentat gab für Bismarck sammlung beschloß zunächst einstimmig, die Gründung eines Zentral- bereits im Oktober v. J. allgemein, also nicht nur in Beziehung den willkommenen Anlaß, um auf die sozialdemokratische Arbeiterverbandes unter dem Namen„ Verband der in Buchdruckereien und auf politische Gefangene, verordnet hat, daß Gefängnißsträflingen, fchaft eine bis dahin unerhörte Hege zu eröffnen, die schließlich in verwandten Berufen beschäftigten Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen." Aus den nach langer Berathung zu stande gebrachten Statuten sofern sie im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sich befinden und der Annahme und rücksichtslosen Anwendung des Schandgesetzes ist als von allgemeinerem Intereffe unter anderem hervorzuheben, Zuchthausstrafe noch nicht verbüßt haben, gestattet werden kann, sich ihren Höhepunkt erreichte. Die Sozialdemokratie sollte mit Gewalt Es kam bekanntlich anders. Die Sozial daß der Verband eine Arbeitslosen Unterstützung von selbst zu beschäftigen, und daß im übrigen bei der Zuweisung von ausgerottet werden. 50 Bf. pro Arbeitstag einführt. Ein flagbares Recht haben jedoch Arbeit auf den Gesundheitszustand, die Fähigkeiten und das künftige demokratie wuchs gerade unter dem Schandgesetz zur stärksten Partei die Mitglieder auf die Unterstützungen nicht. Die Aufzunehmenden Fortkommen, bei Gefängnißsträflingen aber auch auf den Deutschlands heran, und Bismarck liegt seit acht Jahren lebendigtodt in Friedrichsruh begraben. Andere, minder begabte Thoren müssen das 18. Lebensjahr erreicht haben. Das Eintrittsgeld beträgt Bildungsgrad und die Berufsverhältnisse Nüd lassen sich dieses klägliche Schicksal der Gewaltspolitik leider nicht 50 Pf., der Wochenbeitrag 10 Pf. ficht genommen werden soll. Gegen diese vom zur Warnung dienen. Auch sie werden sich an der Sozialdemokratie Bundesrathe aufgestellten Grundsäße ist bei der Beschäftigung die Finger verbrennen. unseres Genossen Schulz in Beziehung auf den letzteren Punkt Die Große Berliner Straßenbahn hat neuerdings der in so offensichtlicher Weise verstoßen worden, daß. eine Beschwerde städtischen Verkehrsdeputation 20 Blatt Projektpläne über beim Justizministerium, und, wenn diese wider unsere Annahme ver- die beabsichtigte Einrichtung der Linie Nixdorf- Pappel Allee( Ecke geblich gewesen wäre, eine solche beim Staatssekretär des Reichs Schönhauser Allee) für den elektrischen Oberleitungsbetrieb zur GeJustizamts wohl sofort Erfolg gehabt hätte. Redakteure, die nehmigung unterbreitet; die Linie führt von der Haltestelle vom wegen politischer Vergehen verurtheilt sind, im Gefängniß wie Verbindungsbahnhof Rigdorf über die Berg, Berlinerstraße, den Diebe und zuhälter behandeln zu lassen, daran hat selbst Hermannsplatz, Kottbuser Damm, die Kottbuserbrücke, Dresdenerstraße, den Oranienplatz, die Oranienstraße mit Moritzplatz, der moderne Bolizeistaat tein wirkliches Interesse. Kommandanten, Beuthstraße, den Spittelmarkt, die Gertraudtenmanche untere Strafvollstreckungsbehörden gegenüber den Redakteuren bride und Gertraudtenstraße in der einen, den Petriplatz, die der Arbeiterblätter die vom Bundesrath vorgeschriebenen Rücksichten Scharrenstraße und Breitestraße in der anderen Fahrrichtung, den nicht nehmen zu müssen, so muß man sie auf dem Wege der Be- Köllnischen Fischmarkt, Mühlendammy, Moltenmarkt, die Spandauers, fch werde bis zur letzten Instanz eines besseren belehren. Daran haben es die Redakteure unserer Parteiblätter bisher fast immer fehlen lassen. Die Erfahrung hat aber gelehrt, daß das geduldige Ertragen der unwürdigen Behandlung das lebel nur steigert. Von der Berathung einer Reihe von Paragraphen, die die inneren Verwaltungsverhältnisse des Verbandes betreffen, wurde abgesehen und beschlossen, daß der Verbandsvorstand diese Dinge in Gemeinschaft mit Herrn Döblin, der sich bereit erklärt hat, seine gewerkschaftlichen Erfahrungen in den Dienst des jungen Verbandes zu stellen, berathen und die betreffenden Paragraphen formuliren solle. Als Verbandsvorsitzende wurde einstimmig Frau Paula Thiede gewählt und als Sitz der Verbandsleitung Berlin bestimmt. Der 13. ordentliche Verbandstag der deutschen Gewerkvereine. Magdeburg, den 31. Mai 1898. An den Vortrag des Professors Dr. Lo schloß sich das Korreferat des Verbandsredakteurs und Stadtverordneten K. Gold schmidt Berlin, der folgenden Antrag unterbreitete: Im Interesse der deutschen Arbeiterschaft, der deutschen Industrie, der deutschen Landwirthschaft und der Größe und Kraft unseres Vaterlandes, richtet der 13. ordentliche Verbandstag der deutschen Gewerkvereine( Hirsch- Duncker) an die gesetzgebenden Körperschaften die dringende Forderung: Kommunales. Glauben Kaiser Wilhelms, Rosenstraße, Straße an der Spandauerbrücke, den Hacke'schen Markt, die Nosenthaler, die Neue und Alte Schönhauser straße, die Schönhauser Allee bis zum Endpunkt in der Pappel- Allee. Die Genehmigung zu diesem Ausbau ist gleichzeitig bein Polizeis präsidium und den zuständigen Verwaltungen nachgesucht worden. Ein begehrtes Amt. Nachdem die Meldefrist mit dem 31. Mai cr. abgelaufen ist, haben sich zu der erledigten Stelle cines 1 „ Die Handelsvertragspolitik ohne Erhöhung der Ge= Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Vor- Stadtraths in Berlin 24 Personen gemeldet, und zwar 9 Bürgertreidezölle aufrecht zu erhalten und auszubauen und jede berathung der Frage wegen Abschlusses eines neues Vertrages mit meister, beziehungsweise Beigeordnete, 1 Amtsrichter, 4 Stadträthe, Ent- 4 Störung derselben entschieden zurückzuweisen. Bugleich spricht der den Berliner Elektrizitätswerten und wegen Ent- 4 Berliner Magistratsassessoren, 3 Rechtsanwälte und Notare, Verbandstag fein Bedauern aus, daß die Eingabe des Zentralraths bindung der Berliner Elektrizitätswerte von der Berpflichtung zur Divisionsauditeur, 1 Gerichtsaffessor und Güter- Generalbevollmächtigter. an den Reichskanzler um zuziehung von Arbeitervertretern zu der Legung von Kabelleitungen in einer Reihe von Straßen innerhalb Vorbereitung neuer Handelsverträge erfolglos geblieben ist. Der des im Vertrage vom 25. August 1888 bestimmten Stadtgebiets hat Die Festnahme der beiden Unteroffiziere vom Garde Verbandstag wiederholt daher diese gerechte Forderung namiens der gesternabend unter Vorsiz des Stadtverordnetenvorsteher- Stellvertreters gesammten Gewerkvereine. Michelet und in Anwesenheit des Bürgermeisters Kirschner wiederum An die Vorträge füpfte sich eine stundenlange Debatte, die mit eine mehrstündige Sigung abgehalten. Es wurden in erster Lesung der Annahnie des Antrages Goldschmidt endete, die ersten neun Baragraphen des Vertrages durchberathen und mit Gleichfalls angenommen wurde folgender vom Verbandsanwalt unwesentlichen Aenderungen nach der Magistratsvorlage angenommen. Dr. May Hirsch gestellte Antrag zum Jahresberichte:" Der Vorher war beschlossen worden, den Vertrag erst ganz durch ( 13. ordentliche Verbandstag der deutschen Gewerkvereine zuberathen und dann erst darüber Entscheidung zu treffen, ob die Hirsch- Duncker) protestirt gegen jede irgendwie geartete Beeinträch- Werke von der Stadt übernommen werden sollen oder nicht. tigung des Arbeiter Koalitionsrechts als ungerecht und gemeinschädlich, fordert vielmehr als unentbehrliches Mittel zur Abwehr von Druck und Elend und zur Herbeiführung befferer materieller, -Lokales. rassier- Regiment erfolgte bekanntlich nach einem Erpressungsversuch, den sie in derselben Nacht verübten, in welcher die Louise Günther ermordet worden ist. Die Erpressungen haben sie gegen den Grafen v. G., welcher unverheirathet ist und als Rentier jeit dem 1. April in der Blücherstraße, nahe der Gneisenaustraße, wohnt, verübt. Der Graf von welchem dem Vernehmen nach in eingeweihten Kreisen schon längst bekannt ist, daß er homosexuellen Leidenschaften ergeben sei, hatte, nachdem beide Unteroffiziere ihm in seiner Wohnung ihre Forderungen vorgebracht hatten, aus Furcht vor öffentlicher Bloßstellung versucht, sich bei einem in demselben Hause wohnhaften Gärtner eine Summe von 150 M. zu leihen, Da geistiger und sittlicher Zustände für die Arbeitermassen die vollste Sozialdemokratische Wählerversammlungen. Für die Wähler welche er den Unteroffizieren als Schweigegeld geben wollte. Koalitions- und Vereinigungsfreiheit und die Rechtsfähigkeit der des Hansa viertels findet heute Abend 8 Uhr in den Spree- der Gärtner aber seinem Anfinnen nicht entsprach, so wandte er sich, Arbeiterberufsvereine durch lediglich gerichtliche Eintragung." hallen, Kirchstr. 27, eine öffentliche Versammlung statt, in welcher gleichfalls ohne Erfolg, an einen Gastwirth. Was zwischen dem Der nächste Bunft der Tagesordnung brachte einen Vortrag Rechtsanwalt Wolfgang eine über den Reichstag und die bürger- Grafen und den beiden Soldaten vorgefallen ist, entzieht sich selbstvon Mau ch- Berlin über:" Wem em gebührt die Auflichen Parteien sprechen wird.- Die Kauflente halten heute verständlich der Oeffentlichkeit. Dem Militärgericht, welches allein gabe der Arbeitslosen Unterstützung?" Der Vor- Abend 8%, Uhr im Alten Schützenhause, Linienſtr. 5, eine öffent- in der Angelegenheit kompetent ist, dürfte es überlassen bleiben, Licht die Angelegenheit zu bringen, wenn nicht das bürgerliche Straffragende kritisirte scharf die verschiedenen in legter Zeit aufliche Bersammlung ab, in welcher Genosse Friedländer in die Angelegenheit zu bringen, wenn nicht das bürgerliche Straf getauchten Vorschläge über die Einrichtung der bezüglichen über die Stellung der Handlungsgehilfen bei der Reichstagswahl gericht, dem der Graf v. G. unterſtellt ist, der Angelegenheit näher Unterstützung und erörtert eingehend den bekannten Sonnemann'schen referirt. In Friedrichsberg tagt heute Abend 81/2 Uhr beitritt. Das Generalkommando des Gardeforps giebt folgende ErGesezentwurf, den er als vollständig undemokratisch bezeichnete. Müller, Kronprinzen- Garten, Frankfurter Chaussee 86, eine Bolts- lärung ab: Die Verhaftung zweier Unteroffiziere des Garde- StüraffierSollte die Kommune, wie Sonnemann vorschlage, die ganze versammlung. Genoffe Glode hält über die bevorstehenden Regiments steht mit der Ermordung der Louise Günther nicht in Bu sammenhang. Es besteht auch nicht der mindeste Verdacht, daß jene Unterstützung leiten, müßte diese auch selbst, vielleicht durch ihre Reichstagswahlen ein Referat. Polizeiverwaltung, die Kontrolle übernehmen, wodurch der Bevor- Am Freitag Abend 8/2 Uhr spricht Genoffe Arthur Unteroffiziere oder überhaupt eine Militärperson an dem Morde bemundung der Arbeiter Borschub geleistet werde. Der einzig richtige Stadthagen in einer in der Germania- Brauerei, Frankfurter theiligt sein könnten. Die Behauptung, Louise Günther habe am Weg sei, den freien nationalen Berufsorganisationen die Allee 53, tagenden Wähler Versammlung des vierten Reichstags- Abend vor der Mordnacht einen der Unteroffiziere in der Kaferne - besucht, ist unzutreffend." Regelung der Unterstügungsfrage zu übertragen. Wahlkreises. Tagesordnung: An's Vaterland, an's theure, schließ besucht, ist unzutreffend." Denselben Anschauungen, nur in verschärfter Form, gab der Dich an!" Rorreferent Hahn Burg Ausdruck, der in einer längeren e- Parteigenossen, agitirt für zahlreichen Besuch dieser Versammsolution seinen Standpunkt niederlegte. lungen! " Als eine Unziemlichkeit, die auf den Ordnungssinn eines großen Theils der Berliner Einwohnerschaft ein schlechtes Licht wirft, muß der bekannte Brauch vieler Ausflügler bezeichnet werden, nicht Der dritte Verhandlungstag brachte zunächst eine ausgedehnte Zur Lokalliste. Das Lokal Paradies- Garten", Schönhauser allein Stullenpapier, sondern auch Konservenbüchsen, leere Flaschen zc, Debatte über die Arbeitslosen- Unterstügung. Sämmtliche Redner Allee ist, da ein Saal nicht vorhanden, irrthümlich im Nachtrag im Walde fortzuwerfen. Diese Ungehörigkeit, die manchem Spazierberwarfen jedes Eingreifen des Staates oder der Kommune in der zur Lofalliste als gesperrt bezeichnet worden. Die Lokalfommiffion. gänger den Aufenthalt im Grunewald verleidet hat, gab am Dienstag Arbeitslosen- Unterstüßungsfrage, deren Lösung lediglich den Berufsorganisationen zufalle, wobei allerdings vor einer Erhöhung der gemacht, daß für die Orte: Kallberge Rüdersdorf, Dorf Rüdersdorf, unternommen. Auf dem Rückwege nach dem Bahnhof Grunewald Vereine und größere Gesellschaften werden darauf aufmerksam zu einem schweren Unglücksfall die Veranlassung. Der Arbeiter Lambert aus der Ackerstraße hatte mit seiner Familie einen Ausflug Mitgliederbeiträge nicht zurückgeschreckt werden dürfe. Woltersdorf und Woltersdorfer Schleuse, Ertner, Hessenwinkel, stürzte&. in der Nähe vom Hundefehlen- See über eine Hochstehende Die Resolution Hahn- Burg gelangte zur einstimmigen Annahme. Teufelssee, Friedrichshagen, Neu- Rahnsdorf, Nahnsdorfer Mühle, Wurzel und fiel vornüber zu Boden. Hierbei schlug der linke Arm Es folgte ein Vortrag Bioch Berlin über: Die Berufs- Hirschgarten und Fichtenau Auskunft über Lofalverhältnisse u. f. w. auf Glasscherben, deren scharfe Kanten tief in das Fleisch in der organisation der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter," Stebner von dem Lokalfommissions Mitgliede G. Mertens, Friedrichshagen, nähe der Bulsader eindrangen. Der Arbeiter mußte sich die stark unterbreitete folgenden Antrag: Bur wirksamen Lösung der Frage Mühlenstr. 64b, ertheilt wird. Die Lokalfommission. blutende Wunde bei einem Arzt der Kolonie Grunewald verbinden gewerblicher Frauenarbeit muß die Lage männlicher Arbeiter mit = Tassen, wobei festgestellt wurde, daß auch eine Sehne des Armes die Thür verschlossen. Sie theilten dies ihren Männern mit, welche behielt sie. Inzwischen war ein Mann aus der Schweiz von ihr berlegt worden ist. sich zum Stationsvorsteher begaben, um von diesem die Freigabe gefangen genommen worden. Er opferte ihr nicht nur viele GeEin zur Haft gebrachter Obdachloser hat zwei Baumwollene des Aborts zu erwirken. Der Bahnbeamte erfüllte, wie uns berichtet fchenfe, sondern fandte ihr auf Verlangen noch 100 m. zu, damit Sweater, einen mit gelben und einen mit rothen Streifen, fowie wird, diese Bitte jedoch nicht, sondern soll den Fahrgästen ge- fie die Reise nach seiner Heimath antreten könne, wo er inzwischen einen schwarzen Schlapphut wahrscheinlich in einem Laden gestohlen, antwortet haben, daß die Eisenbahnverwaltung nicht nöthig habe, alle Vorbereitungen zur Hochzeit getroffen hatte. Anstatt ihrer fam da er den redlichen Erwerb der Gegenstände nicht nachweisen kann. auf den Bahnhöfen die Klosets offen zu halten; es sei besonders der Absagebrief, Geld und Geschenke behielt die Angeklagte. Im Der unbekannte Eigenthümer derselben, der im Norden Berlins angeordnet worden, daß die Toiletten geschlossen blieben. Und damit gestrigen Termine vor der Berufungs- Straffammer gelangten die übereinstimmenden Erklärungen der beiden Freier zur Berlesung, wohnen dürfte, wolle sich zur Empfangnahme in den Vormittags- hatte es sein Bewenden. Aufklärung thut dringend noth. stunden im Gebäude des Polizeipräsidiums Zimmer 325 melden. Die neue Charlottenburger Polizeiverordnung, wonach wonach sie auf die Bestrafung der Angeklagten verzichteten, sie seien Die von ihrem Manne in der Nacht zum Pfingstsonntag sämmtliche Droschfen mit Fahrpreisanzeiger versehen sein müssen froh, daß sie vor dem Geschick bewahrt worden seien, das Mädchen tödtlich verlegte Maurerfrau Hertel aus der Kl. Markusstraße ist im und die Kutscher bei einer Fahrt in Charlottenburg und von dort zu heirathen. Da nun zur Verfolgung einer Strafthat zwischen Krankenhause gestorben. nach Berlin bis zur Berliner Weichbildgrenze nur die einfachen Tarif- Verlobten ein Strafantrag nöthig ist, so schlüpfte die Angeklagte Ein netter Kriegsmann. Ein Urlauber, der Musketier fäße berechnen dürfen, ist gestern in traft getreten. Nur 14 Char- durch, nur wegen eines anderen gegen eine Dienstgenossin beKersten vom 46. Infanterie- Regiment zu Posen, hat hier in Berlin lottenburger Fuhrherren haben ihre Wagen der dortigen Polizei gangenen Betruges behielt sie die ihr hierfür zuerkannte Strafe von sich in bürgerliche Kleidung gesteckt und ist dann mit seinem Bruder vorgestellt; die übrigen haben es vorgezogen, ihre Droschten bei der einer Woche Gefängniß. auf Einbrüche ausgegangen. Berliner Polizei anzumelden und vorzustellen. Sie sind dadurch in Der Soldat in Zivil besorgte die S. Arbeit", während sein Bruder Schmiere stand". Am Vormittage des zweiten Feiertages wurde das saubere Paar bei einem Einbruch in cin Kartongeschäft abgefaßt und der Kriminalpolizei übergeben. Diese gab den Hauptthäter an die Kasernenwache des AlexanderRegiments weiter, die ihn durch zwei Mann mit einer Droschke dem Militär- Arrestgebäude I in der Lindenstraße zuführte, während sein Bruder nach Moabit in Untersuchungshaft gebracht wurde. " Feuerbericht. Mittwoch gegen 2, Uhr nachts veranlaßte der Brand eines Stallgebäudes das Ausrücken der Wehr nach der Frank furter Allee 156. Um das Umsichgreifen des Feuers, welches reich liche Nahrung fand, zu verhüten, mußte ein Nohr zu Hilfe herangezogen werden. Troßdem dauerte der Brand einige Zeit. Nachmittags 5 Uhr wurde die Wehr nach der Friedrichstraße 179 gerufen, woselbst eine Gas explosion erfolgt war. Hierbei erlitt der Badmeister Siedel an den Händen und im Gesicht er hebliche Brandwunden. Auf der Unfallstation wurde ihm die erste Hilfe zu theil. Aus den Nachbarorten. Reinickendorf. Die Parteigenossen werden ersucht, sich an der Agitationstour am F. Juni zahlreich zu betheiligen. Berliner Genoffen, welche fi anschließen wollen, sind willkommen. Treffpunkt bei Rühle, Gasthof zur Eisenbahn am Bahnhof Schönholz morgens 5 Uhr. Der Vertrauensmann. der Lage, auch in Zukunft" schwarz", 5. H. zu alter Tage ohne Fahrpreisanzeiger zu fahren. Soziale Rechtspflege. Für ihren Bräutigam aufgeopfert hat sich die Schneiderin Berth R., welche sich gestern vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I wegen Urkundenfälschung zu verantworten hatte. Der Bräutigam der Angeklagten, der ein Fuhrgeschäft begründen wollte, hatte von dem Wagenbauer H. einen Wagen für 720 M. gekauft und mit Wechseln bezahlt. Der Wagen sollte erst in das Eigenthum diener D. entlassen worden. Wegen Mihhandlung einer Mitarbeiterin war der Haus- des Käufers übergehen, nachdem der letzte Wechsel bezahlt Er verklagte darauf den bisherigen war. Schon der erste Wechsel konnte nicht eingelöst werden. Arbeitgeber, Restaurateur Faltenberg, auf Gewährung einer Lohn Der Lieferant drohte, den Wagen wieder abholen zu lassen, wenn entschädigung für drei Tage, indem er geltend machte, daß ihm eine er nicht für die ganze Schuld Deckung erhalte. Nun wußte die Andreitägige Kündigungsfrist zustehe. dem Klageantrage gemäß verurtheilt. Der Beklagte wurde denn auch geklagte, daß ihr Bräutigam den Wagen bereits weiter verkauft und Gewerberichter Krause hob sich dadurch einer Unterschlagung schuldig gemacht hatte. Um die jedoch in der Publikation besonders hervor, daß diese Verurtheilung Entdeckung dieser Strafthat zu verhindern oder hinauszuschieben, mur möglich und nothwendig sei infolge einer Lücke im Gefeß. Die erklärte die Angeklagte, daß sie im Besize eines Sparkassenbuches Gewerbe- Ordnung enthalte leider keine Vorschrift, wonach die gröb- über 602 m. sei, welches sie nach einigen Stunden bei dem Gläubiger als liche Mißhandlung eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin zur Sicherheit hinterlegen werde. Sie brachte auch das Sparkassenbuch und sofortigen Entlassung eines Uebelthäters berechtige. Der Kläger habe nun löfte H., der sich für gesichert hielt, selbst die Wechsel ein. Als eigentlich die sofortige Entlassung verdient, da er eine Mitarbeiterin er dann das Geld von der Sparkasse abheben wollte, erfuhr er, daß aufs gröblichste mißhandelt habe. die Eintragungen gefälscht waren, das Buch hatte nur einen Werth von 2 Mart. Der Bräutigam der R. erhielt nun doch eine Anflage wegen Unterschlagung. Er kam aber bei seiner bisherigen Seine Braut Unbescholtenheit mit einer Geldstrafe davon. mußte die schwerere Strafthat der Urkundenfälschung auch entsprechend schwerer büßen, sie wurde vom Gericht zu einer Gefängnißstrafe von vier Wochen verurtheilt. Gerichts- Beifung. Versammlungen. Sie Die verschwunden gewesene elfjährige Tochter des Rangirmeisters Langner, Sellerstraße 15, ist als Leiche aus dem Tegeler See gelandet worden. Die verzweifelten Eltern glauben nicht, daß ihre Lochter verunglückt ist, sondern meinen, sie sei einem Verbrechen zum Opfer gefalleit. Verschiedene Mittheilungen. In einer Schankwirthschaft in der Kirchstraße entstand gestern früh eine Schlägerei, bei welcher die 20 Jahre alte Schneiderin Elisabeth Gollert eine erhebliche VerIegung am Hinterkopfe davontrug. Vor dem Hause Lichterfelder straße 20 fiel der Lithograph Eugen Kraft in Krämpfen zu Boden und zog sich einen Schädelbruch zu. Der 22jährige Schlosser Bruno L. versuchte in seiner Wohnung in der Swinemünderstraße sich durch Deffnen der Pulsadern des linken Armes zu tödten. Der Schwerverlegte wurde nach Anlegung eines Verbandes in die Charitee geschafft. Der Selbstmordversuch ist auf Liebesgram zurück- Ueber die Befugniß der Polizeibehörde, Versammlungen zuführen. Der 7 Jahre alte Knabe Rudolf Behrendt wurde bei Störungen der Ruhe und Ordnung aufzulösen, hat das Oberin der Straußbergerstraße von dem Arbeiter May Sud ud mit dem verwaltungsgericht neuerdings Veranlassung gehabt, sich zu äußern. Zweirade überfahren und erlitt Verletzungen im Gesicht und am§ 5 des Vereinsgesetzes ertheilt der Polizei nur die Befugniß zu soJm Alberschweiler Kreuzigungsprozeß soll das Urtheil, wie Hinterkopfe. fortiger Auflösung bei mangelhafter Erfüllung der Anzeigepflicht, aus Babern berichtet wird, am Freitag verkündet werden. Sehr Der evangelische- soziale Kongres tagt heute und morgen oder wenn in der Versammlung Anträge oder Vorschläge erörtert auffällig wurde am letzten Verhandlungstage die Rede des von den Lützowstr. 111. Die Herren scheinen nur auf eine zahlungsfähige werden, die eine Aufforderung oder Anreizung zu strafbaren Hand- katholischen Klägern bestellten Rechtsanwalts Stieve bemerkt. Der Zuhörerschaft zu rechnen. Die Eintrittskarten kosten 1,50 m. bis lungen enthalten, oder wenn in der Versammlung Bewaffnete erscheinen 2c. Herr redete unter den steten Unterbrechungen und Ordnungsrufen des 5 Mart. Das Oberverwaltungsgericht fagt aber in einem Erkenntnisse, wie Präsidenten so viel ungereimtes Zeug zusammen, daß abseits stehende Theater. Das Deutsche Theater bringt bis zu den Ferien noch von seinen Versammlungsrechte Gebrauch macht, ist hierbei nicht ganz richtig bestellt. Unter anderem führte der Rechtsanwalt aus: der Deutschen Juristenzeitung" zu entnehmen ist, folgendes: Wer Leute offenbar den Eindruck gewinnen mußten, es sei mit ihm nicht folgende Vorstellungen: Heute, Donnerstag: Don Carlos" mit Josef Kainz in der Titelrolle; morgen, Freitag: Johannes"; Sonnabend: allein durch die Bestimmungen des Vereinsgesetzes, sondern auch Ich bin in Berlin Richter gewesen, wo die scheußlichsten Der Biberpela"; Sonntag Nachmittag: Die berfuntene durch die sonst allgemein bestehenden gesetzlichen Vorschriften be- Verbrechen und Vergehen vorkommen, und ich bin in Breslau Glode"; abends: Johannes". Die Wiedereröffnung des Theaters schränkt. Es unterliegen daher Versammlungen unter den Voraus- Richter gewesen. Ich muß offen sagen, daß mir in meiner langfindet am Sonnabend, den 6. August statt. beginnt Donnerstag den 9. Juni mit der Ausgabe neuer Abonnementshefte sind, wenn in ihnen die sonstigen, unter dem Schutz der Polizei ge- Sie wollen doch nicht etwa sagen, daß der Fall des Angeklagten Das Schiller- Theater fegungen des§ 5 des Vereinsgesetzes der Auflösung; zugleich aber jährigen Thätigkeit als Richter und Anwalt niemals ein fo fchwerer Fall vorgelegen hat wie dieser.( Heiterkeit.)- Präs.: ( enthaltend 5 Eintrittskarten) für das amt 1. September 1898 beginnende stellten Interessen verletzt werden, z. B. wenn in ihnen die öffentliche 1. Quartal des neuen Spieljahres 1898/99. Anmeldungen auf neue Abonnements werden von heute bis Montag in der Billet- Abtheilung des Ruhe und Ordnung gestört wird, die dadurch nothwendig werdenden ein schweres Verbrechen gewesen ist? Es handelt sich um einen Theaters entgegengenommen. Die näheren Abonnementsbedingungen sind polizeilichen Anordnungen zulässig. Im letteren Falle darf aber Mann, der noch nicht rechtskräftig verurtheilt worden ist. Ich muß an den Anschlagssäulen ersichtlich. die Polizei nicht über das Maß des Nothwendigen bei ihren An- ihn also schützen. Rechtsanwalt Stieve: Jch wiederhole schließlich ordnungen hinausgehen, fie muß sich also z. B., wenn eine Straf meinen Antrag auf weitere Beugenvernehmungen nach der Richtung that in der Versammlung begangen oder wenn von einem Theil- hin, daß der Angeklagte eine gemeingefährliche 11/ ajährige Thätignehmer die öffentliche Ruhe und Sicherheit gestört wird, zunächst auf feit in Saarburg hinter sich hat, daß er sich gegen die öffent Präs. Schweigen Sie. Maßregeln gegen die Person des Thäters beschränken und kann nichtliche Moral vergangen. ohne weiteres die Versammlung deshalb auflösen. Wenn dagegen haben Ihren Antrag eingereicht und ich entziehe Ihnen durch das Gebahren des betr. Thäters gegen die Vorschriften des zu weiteren Ausführungen über den Inhalt desselben das Vereinsgefeßes verstoßen, so ist das Einschreiten der Polizeibehörde Wort. Nechtsanwalt Stieve: Dam schließe ich mein Plaidoyer. Nach weiteren Auseinandersetzungen der Vertheidigung geht Herr nicht nur auf Maßregeln gegen die Person des Thäters beschränkt. tieve ausführlich auf die Geschichte des Deutschen Reiches ein und Die Juferaten- Agenten und die verbotene Anpreisung von versucht den Nachweis zu führen, daß insbesondere auch auf grund Geheimmitteln. Eine Regierungs- Polizeiverordnung vom 9. Januar der Versailler Proklamation dem Ratholizismus in Deutschland die 1888 verbietet ganz allgemein die öffentliche Ankündigung von Heil- Vorherrschaft gebühre und der deutsche Kaiser unbedingt, mitteln. Wegen gemeinsamen Vergehens gegen dieses Verbot ein Katholit sein müsse, wenn man einigermaßen den ge-; wurden angeklagt der verantwortliche Redakteur des in Kyritz schichtlichen Thatsachen Rechnung tragen wolle. Der Angeklagte erscheinenden General- Anzeigers für die Prignitz" und Herr habe daher durchaus kein Recht, von dem Recht der Parität zu Emmerich, der Vorsteher der Breslauer Filiale der Annoncen- sprechen. Es gäbe in Deutschland nur eine Landeskirche, die Expedition von Rudolf Mosse. In dem" General- Anzeiger" war tatholische. die neueste und beste Wundheilsalbe", das Vulnerol, angezeigt Um fich einer großen Schuldenlast zu entziehen, ist der worden. Am Schlusse enthielt die bombastische Anpreisung den Buchmacher Ewald Schivars aus der Wallstr. 98 zu Charlottenburg Hinweis, daß in Syriz und Umgegend die Salbe in den Apotheken Die Rabinipanner und Träger hatten am 1. Juni in Feuerfeinen Gläubigern mit Kind und Kegel ins Ausland durchgebrannt. zu haben sei. Emmerich hatte in Breslau die Annonce für die geSchwarz war früher herrschaftlicher Kutscher. Vor einigen Jahren namite Zeitung angenommen und sie seiner Instruktion gemäß an stein's Lofal eine öffentliche Versammlung einberufen. Der versuchte er einmal, man weiß nicht recht womit, sein Glück in die Sentralexpedition von R. Mosse in Berlin zur Weiterbeförderung Kollege Gutsch hielt einen Vortrag über: Ziele und Zweck der Holland, fehrte aber enttäuscht zurück und wurde wieder Kutscher gesandt. Das Schöffengericht verurtheilte beide Angeklagte zu Geld Gewerkschaftsorganisation. In der Diskussion sprachen der Kollege Doch hielt er es nirgends lange aus. Schließlich gefiel es strafen. Herr Emmerich legte Berufung ein und berief sich darauf, Beier und der Rabizputer Nie de; letzterer führte aus, daß unter ihm auf dem Kutschbock ganz und gar nicht mehr. Er daß er die Annonce doch nur angenommen und sie lediglich nach Berlin den Rabigträgern noch schlechter gestellte Arbeiter sind, wie unter wurde„ Sportsman", und da er mit einigen gel- gentlichen an die Zentralexpedition gesandt habe. Das Landgericht wies aber die den auf Rohbauten beschäftigten. Um eine Aufbesserung herbeizuführen, Wetten Glück hatte, Buchmacher. Das Glück blieb ihm auch Berufung zurück und führte aus: Allerdings habe die Zentrale die sei es Pflicht eines jeden Arbeiters, sich der Organisation anzuschließen. jezt zunächst treu, um ihm dann furz vor Pfingsten den Anzeige an die Zeitung gesandt, der Angeklagte Emmerich habe sie hierauf wurde beschlossen, eine eigene Bahlstelle des Verbandes der Rücken zu wenden. Ein einziger schwerer Schlag machte jedoch vorher an die Zentrale gegeben und dabei den Willen und Bauarbeiter zu gründen. Als provisorischer Vorstand wurden gewählt: ihn vollends zahlungsunfähig. In aller Gile pumpte er noch seine die Absicht gehabt, dafür zu sorgen, daß sie an die Zeitung und Gödel, Kuschmünder, Woiwode, Rödel und Mähr. Der Abdruck habe ihm übrigens einen Unter Verschiedenem brachte Gutsch noch die Beschlüsse der BauFreunde, Kutscher, Restaurateure 2c., an, einen Kutscher um 300 m., zum Abdruck gelange. und verschwand dann mit seiner ganzen Familie. Zunächst glaubte Prozentsatz am Gewinn verheißen. Er müsse demnach, wenn arbeiter in Erinnerung, die Kollegen erfuchend, sich diesen anzu man, er habe einen Ausflug gemacht, als aber der Hauswirth die nicht als Thäter, so doch als Mitthäter angesehen und schließen. Hierauf wurde ein Antrag angenommen, daß jeder NabizzWohnung öffnete, fand er einen Bettel, auf dem sein Miether ihm bestraft werden. Das Kammergericht trat diesen Dar- spanner und Träger 50 Pf. pro Woche zum Streiffonds zu steuern mittheilte, daß er ins Ausland gegangen sei, weil er hier auf feinen egungen bei und wies die von E. eingelegte Revision hat. Nachdem noch auf die Arbeiterpresse und auf die Wahlen hingrünen Zweig kommen könne. Der Wirth und die anderen als unbegründet zurück. Es führte außerdem noch aus, daß die gewiesen worden war, wurde die Versammlung mit einem dreiGläubiger, die sich an der Wohnungs- Einrichtung schablos halten fragliche Regierungs Polizeiverordnung trotz ihrer allgemeinen fachen Hoch auf das Gedeihen des Verbandes der Bauarbeiter gewollten, erfuhren auch nach dieser Richtung eine Enttäuschung. Die Fassung rechtsgiltig sei. Sie sei rechtlich begründet auf die§§ 6 a schloffen. Möbel waren auf Abzahlung entnommen und noch nicht bezahlt; und i und 12 des Polizei- Verwaltungsgesetzes, wonach die Bezirkssie wurden daher auf grund des Leibkontraktes von dem Lieferanten regierungen Polizeiverordnungen erlassen können zum Schuge wieder abgeholt. der Person und aus Rücksicht auf Leben und Gesundheit des Publikums. In den Rixdorfer Volksschulen ist, wie die Päd. 8tg." mitBelohnung für erbetene Auskunft. Der Kaufmann Franz theilt, nach Regulirung der Lehrergehälter eine be= deutende Erhöhung der Klassenfrequenz eingetreten. Lau hatte sich gestern wegen verschiedener Ausschreitungen vor der In dem genannten Blatt wird vorgerechnet, daß in ca. 180 Klassen Am Abende des 25. Februar hatte der Angeklagte sich in einer fiebenten Strafkammer des Landgerichts I zu verantworten. mit ca. 160 Lehrkräften, wenn auf jede Klasse eine Frequenzerhöhung von 8 Kindern kommt, etwa 1440 ander mehr untergebracht werden Restauration derart übernommen, daß der Wirth es für gerathen können, also mindestens 20 Lehrkräfte mit 37 000 m. Gehalt erhielt, ihm seinen erwachsenen Sohn als Begleiter mit auf den Heimspart werden. Auf den engen Zusammenhang zwischen Klassen- weg zu geben. Aber auch der erwachsene Sohn war etwas angefrequenz und Lehrergehältern haben wir bei Besprechung der Berliner trunken. Der Angeklagte machte sich unterwegs ein Vergnügen darVerhältnisse mehrfach hingewiesen. Vielleicht erleben wir in aus, die ihm begegnenden Personen anzurempeln. Er trieb diesen Berlin, wo man dank der freisinnigen" Gemeindeverwaltung Unfug so lange, bis ein Schußmann ihn zur Wache führte. Nun leistete er Widerstand, vier noch weniger als in den meisten Vororten für die Volksschule die Sistirung zu bewerkstelligen. Schutzleute mußten eingreifen, Der Angeklagte mußte zur Wache und ihre Lehrer übrig hat, nächstens dasselbe Manöver der Erhöhung getragen werden. Hier machte er seinem Unmuthe durch Schmähungen Stationen der Klassenfrequenz. Ber Beamten Luft, um dann in einen tiefen Schlaf zu verfallen. Als Der bei Tegelort vor einigen Wochen in der Havel unter- er erwachte, hatte er eine dunkle Vorstellung davon, daß er etwas gegangene Dampfer Grebbin" ist gehoben und nach einer Schiffs- Strafbares begangen und schlug dann einen verkehrten Weg Swinemde. 749 SSO 6bedeckt bau- Anstalt in Spandau zur Ausbesserung geschleppt worden. ein, um die zu erwartenden Folgen zu mildern. Er fiagte einen Hamburg Auf der Görlitzer Bahn hat sich ein schwerer Unglüdsfall der Schuyleute, was er denn eigentlich alles aufgestellt habe. Dabei Berlin ereignet, indem bei der Einfahrt eines Vorortzuges in die Station drückte er ihm ein Dreimarkstück in die Hand. Dies gab einen neuen Wiesbaden 754 W Johannisthal- Niederschöneweide der Heizer Ja che das Funktioniren Anklagepunkt, denn es wurde als versuchte Bestechung angesehen, München der Speisepumpe der Maschine beobachten wollte, sich zu diesem Sein Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, vertrat im Termin die Wien 8wed feitwärts aus der Lokomotive hinausbeugte und so mit dem Ansicht, daß das Dreimarkstück nicht zu Bestechungszwecken dienen, Stopfe gegen einen Signalmast schlug. Zum Glück war die Schutz- sondern nur als eine Belohnung für die erbetene Auskunft dienen tette, welche das Herabfallen des Personals vom Führerstand ver- sollte und dieser Auffassung trat der Gerichtshof bei. Für die Aus- schauern und frischen westlichen Winden. hindern soll, vorgelegt, so daß der Heizer über derselben hängen schreitungen wurde aber auf eine Geldstrafe von 300 Mart blieb. Der Führer, welcher den Unfall nicht gleich bemerkt hatte, erkannt, während der Staatsanwalt mit Rücksicht darauf, daß ein weil er seine Aufmerksamkeit bei der Einfahrt des Zuges auf die den gebildeten Ständen angehöriger Mann für derartige in der Briefkasten der Redaktion. Strecke richten mußte, rief den Heizer wiederholt an, und erst als Trunkenheit begangene Ausschreitungen schwerer zu bestrafen sei, als er den überhängenden Mann beim Rodfragen faßte und in die Loko- beispielsweise ein Arbeiter, einen Monat Gefängniß beantragt hatte. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baby motive hereinheben wollte, sah er, was geschehen war. In Johannis- Sie hatte Glück, die unverehelichte Olga Richter, welche, anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. thal wurde der schwer verletzte Heizer verbunden und mit Begleitung wie wir derzeit berichteten, vom Schöffengericht wegen HeirathsDie juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag. nach Berlin in ein Krankenhaus geschafft. schwindels zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Ein sehr eigenthümliches Erlebnis hatten verschiedene Aus- Erst hatte sie einen Tischler bethört, welcher ihr nicht nur die Ehe B. P. Besten Dant. Bei Gelegenheit. flüler am zweiten Feiertage auf der Vorortsstation Sa do w a. versprochen, sondern ihr auch 100 m. gegeben hatte, damit sie sich dafür Uckermart. Verbreitung während der Kirchzeit ist erlaubt, aber durcha Einige Frauen, welche am Abend nach Berlin zurückfahren wollten, Wäsche faufen konnte. Die Einkäufe besorgte sie auch, dann aus nicht empfehlenswerth. In der Agitation erprobte Genossen unterlassen fuchten, wie uns ein Leser berichtet, die Toilette auf, fanden jedoch schrieb sie aber ihrem Verlobten den Abfagebrief. Die Wäsche die Verbreitung während der Kirchreit. " N um Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Pelz- und Mükenbrauche stellten in ihrer letzten öffentlichen Versammlung Peters als Kandidaten zum Gewerbegericht auf. Unter Verschiedenes kam das internationale Arbeitssekretariat in Frage. Die Versammlung beschloß, dasselbe fortbestehen zu lassen und die erforderlichen Mittel zu bewilligen. Kollege Peters bittet die Anwesenden, noch vor 16. Juni ihre Schuldigkeit zu thun. Vorher hatte Ingenieur Der Wahl ihre Kräfte der Partei zu widmen und namentlich am Grempe einen Vortrag über Riesenfernrohre gehalten. Zentralverband der Konditoren. Mitglieder Versammlung am Freitag, den 3. Juni, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Witterungsübersicht vom 1. Juni 1998, morgens S hr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter 747 23 750 S 8 bedeckt 757 3 Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. 1. G. Got=' Do T 14 2wolfen! 16 55lb. bed. 11 3 bedeckt 7 13 Haparanda 762 ONO 6wolkig 10 Petersburg 759 SO 3 bedeckt 12 Corf 759 NNW 4 bedeckt 10 Aberdeen 747 N 7bebeckt 13 Paris 757 WSW 3lb. bed. 10 757 Still hlb. bed. 12 Wetter- Prognose für Donnerstag, 2. Juni 1898. Etwas fühler, zeitweise heiter, jedoch unbeständig mit einzelnen Regen: Berliner Wetterbureau. E. 2. 21. Braun, Ad. Die Parteien des deutschen Reichstages. 40 Pf.| werden. Schneider. Möglich sind alle Versehen. Sie haben doch Eintragung| Auch ist das Krankenhaus nicht berechtigt, Ihnen die Lektüre der Zeitung, Jede Buchhandlung und die Parteifolporteure besorgen die Schrift. bis am 25. Mai beantragt?. Goethestraße. Sorgen Sie schleunigst für Ein- die Sie wünschen, zu untersagen. Stellen Sie bei Ihrer Kasse, event. bet . M. 1. Wollen Sie sich über diese Fragen informiren, so schlagen tragung und sprechen gelegentlich in der Sprechstunde mit den Aftenstücken vor. der Gewerbedeputation des Magistrats einen Antrag, Sie in einem anderen Sie selbst den Reichs- und Landtags- Etat nach. 11. 2. 25. 1. Ist nicht 21. B. 33. 1. Nein. 2. Ja. 3. Nein. A. 2. 3. 1. Vorläufig der Krantenhause unterzubringen und falls die Zeitung Ihnen vorenthalten möglich. 2. Sie können beim Amtsgericht Dispens von der Wartezeit Bolizei. 2. und 3. Eine Frist hierüber ist im Gesetz nicht enthalten. fein sollte, Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft wegen Nöthigung und nachsuchen. J. K. Bis zum Betrage von 20 M.: ja. M. W. In der Zeit von 10-6 Uhr Sch. d. R. 4. Wiederholen Sie den Antrag beim Amtsgericht; im übrigen lassen Sie Verlegung des Briefgeheimnisses. Einwilligung ist bis zum 24. Jahre für den Mann erforderlich, erst vom der Sache ihren Lauf. E. K. Es ist schriftlich zu fündigen und wenn F. F. 100. Die Bestimmung, welche Sie wohl meinen, muß in der Fabrik1. Januar 1900 ab genügt erreichte Volljährigkeit( zurückgelegtes 21. Lebens- fein niederer Zinsfuß eingetragen ist, vom Tage der Fälligkeit ab mit 5 pCt. Ordnung stehen. Sie geht dahin: Arbeiterinnen dürfen in Fabriken nicht jahr). Es kann auf Ergänzung der väterlichen Einwilligung geklagt werden. zu verzinsen. Hedwigs- Krankenhaus. Der Arzt hat kein Recht, Ihnen in der Nachtzeit von 81/2 Uhr abends bis 512 Uhr morgens und am SonnSolche Klage kann aber lange dauern. Sie wäre durch einen Anwalt beim die Ausübung des Wahlrechts zu gebieten. Ein dahin gerichteter Versuch abend sowie am Vorabend der Festtage nicht nach 52 Uhr nachmittags beM. 10. Nein Landgericht anzustellen. S. N. W. Es kann jeden Tag gekündigt ist mit Gefängniß nicht unter 6 Monaten durch§ 101 Str.-G.-B. bedroht. I schäftigt werden. 2. T. 1000. Am 1. Januar 1900. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Donnerstag, den 2. Juni. Opernhaus. Die beiden Schützen. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Das neue Weib. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Don Carlos. Anfang 71 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. Anfang 712 11hr. Westen. Die schwarze Kaschka. Berliner. Was Ihr wollt. Anfang 72 11hr. Residenz. Momentaufnahmen. Anfang 8 Uhr. Neues. Villa Gabrièle. Anfang 71% 11hr. Schiller. Thielemanns. Anfang 11hr. Oftend. Auf Sumatra, oder: Die Holländer in Atschin. Anfang S 11hr. Belle- Alliance. Wein, Weib, Gesang. Anfang 8 Uhr. W Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Heinrich Heine. Ein feines Mißverständniß. Anfang 8 11hr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sternwarte. Passage Panoplifum. 36 TogoMädchen. Apollo. Spezialitäten. Auf. 8 Uhr. Meichshallen. Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Schiller Theater ( Wallner Theater). Donnerstag: Thielemanns. Freitag: Die Dummen. Sonnabend: Thielemanns. Ostend Carl Weiß- Theater. A Gr. Frankfurterstr. 132. Zumt 5. Male: Gr. Ausstattung! Gr. Ballets! Auf Sumatra oder Die Holländer in Atschin. Großes Ausstattungsstück mit Gesang und Ballets in 12 Bildern nach einem franz. Melodram von Ch. Caßmann. Mujit v. F. Krause. Neue Dekorationen von Dowe, Kostüme von Hallmann. Ballets einstud. v. Carola Rinka, erste Solotänzerin vom Hoftheater in Altenburg. Anfang 8 Uhr. Fur Garten v. 5 Uhr an: Großes Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Gr. Pantomime. Apollo- Theater. Neues Programm. 8 Debuts und um 9 Uhr: Don Juan in der Hölle. Phantastische Ausstattungs- BurFreie Volksbühne. Sonntag, den 5. Juni, nachm. 24 Uhr, im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater: Zweite Abtheilung, Sonntag, 12. Juni, nachm. 2 Uhr: III. Abtheilung: 229/ 16* Lumpengesindel. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Neue Freie Wolksbühne Nächsten Sonntag, den 5. Juni, abends 7 Uhr, Extra- Vorstellung im Schiller- Theater: Brand. A Dramatisches Gedicht in 5 Akten von H. Ibsen. Billets à 75 Pf. incl. Garderobe sind in den bekannten Zahlstellen bis Sonnabend Abend zu haben. Reinickendorf. Allen Verwandten u. Bekannten, sowie den Herren Kollegen der Firma Auerbach die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Donnerstag, den 2. Juni, abends 8 1hr, im Lokale der Schloſſer von Böttcher, Markstraße 1-2: Volks- Versammlung Tages Ordnung: Otto Hupe am Herzfehler gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 3. Juni, nachmittags 6 Uhr, von der Halle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. nebst Kindern. 1. Nieder mit den Brotvertheurern, nieder mit den Wucherern. Frau verwittwete Marie Hupe Referent: Stadtverordneter und Reichstags- Kandidat des Nieder: Barnimer Streises Arthur Stadthagen. 2. Disfussion. 223/12 Um zahlreichen Besuch bittet Das Wahlkomitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Parkettbodenleger. Donnerstag, 2. Juni, abends 8 1hr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: durch allen lieben Verwandten, Be Sigung der Kommission mit Vertrauensleuten. Jede Firma muß vertreten sein. Thalia- Theater: Achtung! Putzerträger. Sonntag, den 12. Juni, nachm. 22 Uhr, im Thalia- Theater: Vereins- Vorstellung. Zur Aufführung kommt: Das neue System. Schauspiel in 5 Akten von B. Björnson. Einige Nenaufnahmen können wieder vorgenommen werden und sind Bewerber gebeten, sich baldigst in einer der Zahlstellen oder beim Unterzeichneten zu melden. 150/14 Der Vorstand. I. A.: Adolf Löhr, Kassirer, Ackerstr. 40. BANNSTATION AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN N Vorstellungen In der Arena: an Wochent. 6 u. 8 Uhr, an Sonn- u. Festtagen 4, 6 u. 8 Uhr, im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Entree 50 Pf., Kinder die Hälfte. Am KönigsThor. The der Schweizer Garten. Haltestelle Ringbahn. ATN Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Theater u. SpezialitätenVorstellung, Volksbelustigungen. e Ball. An Wochentagen freier Damentanz. Auch ist die Jm Kaffeeküche von 3-6 Uhr geöffnet. Anfang des Entree 30 Pf. Konzerts 42 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Billets zu ermäßigten Preisen in Handlungen. Größeren Vereinen empfehlen wir unser Zur Beachtung! Etabliſement( mit Vorstellung und Ball) zur Abhaltung ihrer Sommerfeste( speziell Sonnabends). Max Kliem's Sommer- Theater, Hasenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Barsikow- Troupe The Terras- Little Elfrida. Georg Fischer, Liederfänger; Franz. Wunsch, Soubrette; Karl Gursch, Tanz- Parodist; Martha Reinshagen; Tutti Belmonte. Das Blumenmädchen vom Morikplak. Neu! Bolfsjid mit Gejang in 2 Bibbern von 3. Gigner. Neu! Liebfrauenmilch. Singspiel in 1 Aft von Paul Adler. Vor und nach der Vorstellung: Garten- Concert. In den beiden Sälen: Grosser Ball. Anfang des Concerts 4 1hr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr. " " Sonntags 5 Max Kliem. Puhlmann's Urania Vaudeville- Theater Taubenstr. 48/49. leske mit Gesang u. Tanz in zwei Naturkundliche Ausstellung. Bildern von Benno Jacobson, Musik von Wilh. Rosenzweig, in Szene gesetzt v. Direktor Glück. Vor der Vorstellung: Grosses Garten- Konzert. Kasseneröffnung 6/ 2Uhr, Konzert 7 Uhr, Anf. der Vorst. 8 Uhr. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plaz). Garten resp. Saal. Heute fowie täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. 50 Pf. Entree Billets à 40 Pf. und Familien Billets à 1 M.( für 3 Personen giltig) sind in den be: fannten Vorverkaufsstellen zu haben.( Siehe Plakate.) Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Passage- Panopticum. Theater Variété ohne ExtraEntree. Neu! Alpenglühen. Castan's Panopticum. Friedrichstr. 165. Salambo die schöne Schlangenbändigerin. Juhaber F. Lehmann, Schönh. Allee 148, Sastan. Allee 97/99. Täglich: Konzert, Theater u. Spezialitäten- Vorstellung mit stets neuem Programm. Prater- Theater, Kastanien- Allee 7/9. Täglich:" Friede auf Erden." Lebensbild mit Gef. u. Tang in brei Lebensbild mit Gef. u. Tanz in drei Abth. von Hugo Schulz. Musik v. A. Kersten. Eugenie Formes, Kostüm: foutbrette. Gebr. Milardo, Grotesque Duett. Osrani Troupe, musit. Excentr. The 3 Wartons, Parterre Afrobaten. Mr. Barna mit s. dress. Ratten. Ballet. Pantomime. Konzert und Ball. Anf. 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., reserv. Platz 50 f. Kalbo. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Im schönen Garten täglich: Konzert, Theater- und 81/3 Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme während der Krankheit meines lieben Mannes und bei der Beerdigung desselben, insbesondere für die reichen Blumenspenden, sage hier: fannten, Genossen, Genossinnen und dem Gesangverein Nord" meinen herzlichsten Dank. 38016 Gleichzeitig erlaube ich mir die er: gebene Mittheilung, daß ich das Ge änderter Weise weiterführe und bitte trauen auch auf mich übertragen zu wollen. Maric Becker, Gerichtstr. 28, Bahn- Eingang part. Achtung! haft meines Mannes in unver Freitag, den 3. Juni 1898, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn ich, das demselben geschenkte VerWernau, Schwedterstraße 23: Oeffentl. Versammlung der Putzerträger Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Die diesjährige Lohubewegung der Buzerträger Achtung! Wedding. und wie gedenken dieselben vorzugehen? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung halber werden die Kollegen ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Kommission. [ 30/18] Neu eröffnet! Ziegenhals- Niederlehme Beuthen- Hantels- Ablage. Zum Sportshauserrlich aut Groffin- See und Wald ge* Grosser Dampfersteg. Iegen. 25 Min. v. Bahnh. Eig. Waldung. Saal 600 Pers. faffend. 2 Kegelbahnen. Billardzimmer. ff. Küche. Gute Biere u. Weine aus renomm. Häusern. Garten für 3000 Pers. Für größ. Gesellsch. wird rechtz. Anmeld. erb. P. Hildebrandt. für jedes Gewerk Werkstatts- Bekleidung kauft man gut und billig bei[ 5187L Adolf Wecker, Molkenmarkt 3, Blusenfabrik für alle Gewerke. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Neu! Neu! In Amerika! ActienBrauerei Friedrichshain Brauerei Friedrichshain früher Lips. Am Königsthor. Heute, sowie jeden Donnerstag: GardeSchützenSTIEN BRAVENT FRIEDRICKSHATIN FreiKonzert. Jeden Freitag: Frei- Konzert des 5. Garde- N. z. F. Ostbahn- Park, Am Küstriner Platz. Täglich: Konzert, Theater, Spezialitäten Vorstellung. Minni Schröder, Chansonette. Paul Barton, Romifer. Geschw. George, Gesangs Duettisten. Margot Estera, Chansonette. Volksbelustigungen aller Art. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Garten- Theater der Reichshallen Leipzigerstraße 77. Täglich: im 3000 Personen fassenden Sommer Garten auf neu: erbauter Garten- Bühne. Wilhelm- KalnbergAgoston- Ensemble! Spezialitäten 1. Ranges! Spezialitäten 1. Ranges! Clara Antoni, Hella Collier, Toni Leonardy, Hermanos Castagna Brüder Paxton, Tom Briarly. Die 6 nordischen Perlen! u. f. w. Das Konzert beginnt um 7 Uhr, die Vorstellung unt 72 Uhr. Tageskaffe von 11-1 Uhr Vorm. Bei ungünstiger Witterung Vorstellung im Theatersaal. Für 36 Mark fertige feine Anzüge nach Maaß, für 30 W. ff. Sommerpaletots nach Maaß, Spezialitäten- Vorstellung. für 8-12 2. feine Sofen nach Maaß. Irren ist menschlich. Lustspiel in 1 Aft von Tannenhofer. Orpheus auf der Oberwelt. Riesenstoff lager Boffen- Burleste in 1 Alt von Ganit Krausenstr. 14, 1, kein Laden. leben u. Thalburg. Musik v. Michaelis. Neu! Die fleinen Geishas. Beeeee. Japanliebchen oder Neu! Ausstattungs- Burleske mit Gesang u. Tanz von Walter Gerice. Musik von Wappaus. Jm Saale: Grosser Ball. Billig! Knabenanzüge! Billig! Waschanzüge, Mädchenkleider preisw. Möbel verliehen gewesene und nene, staunend billig, Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. 4995 Neue Königstraße 59 O. Hoffmann, Veteranenstr. 14. und Gneisenaustraße 15. Dr. med. Schaper, prakt. Homöopath. Arzt u. Spezialarzt f Hant, Harn, Geschlechtsleiden, Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8. Schöneberger Ufer 25. " Den Abonnenten, die bei mir den Vorwärts" lesen, zur Nachricht, daß ich die Botenfrau Willert wegen Unregelmäßigkeiten entlassen habe und daß dieselbe für mich keinen Vorwärts" mehr besorgt. Bitte die Abonnenten, welche heute keinen„ Vorwärts" bekommen haben, dies zu entschuldigen und sich zu melden; der= 37995 selbe wird nachgeliefert. Karl Weisse, Triftstr. 46a, Zeitungsspediteur. Möbel- Verkauf. Oranienstr. 73, Hof I, in meinem vier Etagen hohen Speichergebäude halte ich in überraschend großer Auswahl ganze Wohnungs- Einrichtungen fowie einzelne Stüde in ganz einfacher sowie eleganter Ausführung. Vor theilhafte Einkaufsquelle für Brautleute. Theilzahlung gestattet. Beamten berliehen gewesener und gebrauchter Möbel aller Arten zu billigen Preisen. Transport frei Haus. Verlangen Ste bitte utein Musterbuch mit Abbildungen 55112* gratis und franko. Homöopath. Poliklinik: ohne Anzahlung. Täglich Eingang Montag, Mittwoch, Sonnab. 26. 7-8. Große Hamburgerstr. 20, I. Bad Monbijou f Grosse Hamburgerstr. 20, Poliklinik. Spezialität: Heilkräuter- Behandlung. Elektr. Lichtbäder, Heißluft, Dampf, Lohtannin, Kräuterbäder, Sneipp'sche Güffe. 3 Wannen: bäder 1 M. Poliklinik 10-12. linit 4-6. Für 2-3 Mark Reste sehr groß, zu Knabenanzügen, Reste zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 M. Für 12 M. ff. Cheviota auch Kammgarnreste, Paletot: und Hosenreste so lange der Borrath reicht im Riefenftofflager Zahnärztliches Institut. Strausenstr. 14, 1., fein Laden. Poliklinik f. Mundkrankheiten, Karlstrasse 20A. Geöffnet 81/ 2-6, Sonntags 9-12. Verloren. Goldene Damen uhr wurde am Pfingstsonntag in der Nachmittags- Vorstellung im LessingTheater oder von dort bis Noon: straße verloren. Gegen Belohnung Feuerstein's Festsäle abzugeben. Krebs, rödernſtr. 105. Destillationsräume, große, Alte Jakobstrasse 75.[* event. zum. Bazar tauglich, Weißenburgerstr. 47a, Ede Danzigerstraße, Juh. Martin Herzberg. Grosse und kleine Säle zu Versammlungen, unentgeltlich, sowie zu Sommer- u.Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. Ausschneiden! ? 5% Rabatt! fofort vermiethbar. Auskunft v. Bers walter& ruf. 37986 Tafelklavier billig zu verkaufen. Wobig, Rottbuserdamm 102, II. 38066 Schlafft. f. Herren Oppelnerstr. 27, 38026 v. 3 Tr. b. Jeroch. Freundl. möbl. Schlafft. finden 1 bis 2 5. 6. Klaffer, Buckowerstr. 13, v. IV. Schlafst. f. H., 7 M., Poſenerstr. 24, Warum berbient bie Brivat- Bahn v. 1 Tr. rechts. Alinit von F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, die besondere Aufmerksamkeit aller Zahnleidenden? Ausschneiden! 5% Rabatt! Weil sie auch weniger Bemittelten fünstl. Zähne auf Theilzahlung schmerzlos einsetzt. 38006 Arbeitsmarkt. Achtung! Achtung! Holzarbeiter. In der Möbelfabrif von Rückwarth Wienerstr. Spezialität: Behandlung augner& Hegel, menerin 50, licher Personen. ängst 50652* licher empfind: sämmtliche Tischler Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Achtung, Parkettbodenleger. auf Möbel Theilzahlung. Theilzahlung. J. Kellermann, Jacobstr. 26. Neue Die Kollegen der Firma von Kuhnert u. Kühne, Marti nikenfelde, haben die Arbeit nieder: gelegt. Berl. Kranken- Möbel- Fabrik Zuzug fernhalten! Gertraudtenstr. 8-9( am Spittelmarkt) Krankenwagen, auch zur Miethe, Bidets, Klosets, Schül. Bulte, Gesundheitstiff. 2c. Turn, Massage, Frottir, fan. Gummi* 50692*] Arbeiter- Gesangverein f. tüchtigen Dirigenten für Dienstag. Thiel, 38036 Manteuffelstr. 51, I. Mamsells auf Jacketts u. Mädchen Baletots von 1,50 M. an verlangt Speckmann, Fransecfiſtr. 4, 1 Tr Frauenbinden u. dergl. Ein tüchtiger Grundirer, Artikel. Kinderwagen u. Stühle, deren Käufer geschützt. Sicherheitsgurt grat. erhält. Tel. V. 1958. E. Wulff jr. Aufn. u. Hilfsstelle f. Berl. Rettungsgesell schaft und Blaues Kreuz". Haut- und Harnleiden heilt gründl. Homöop. Hacdecke, Rosenthalerstr. 23. 9-11, 3-5. der eine selbständige Stellung als solcher bekleiden kann, findet bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung. A. Rechtenbach, Goldleisten Fabrik, Stendal. Tüchtiger Rahmenmacher außer dem Hause gesucht. Zu era fragen Immanuelfirchstr. 37, 1 Tr. r. Tüchtige Arbeiterinnen a. Damenjadetts a. d. 5. verf. Beuſſelſtr. 42, 3. Hof, Fabrikgebäude II. T. Farbigmacher verl. Waldemarstr. 15Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin 37956