JXv. 15 Jllustrierkes Unkerhallungsblakt 1918 iEm vor q<2fcl)icl)t li'cl)?! Roma n von'9acP~t, in welcher die Grie- chen den orientalischen Einfluß überwunden hoben, stellt die Dekoration in noch engere und mehr organische Beziehung zu der Form des Gefäßes, indem sie ein Haupt- bild an die hervorragende Stelle des Ge- süßes bringt und Hals und Fuß der Vase für das reine Ornament allein bewahrt. Diese Ornamente sind niemals mit Scha- blonen ausgetragen, sondern aus freier Hand vom Maler aufgemalt, der seinen Ehrgeiz darin suchte, immer neue und abwechjlungs- reiche Muster zu schaffen. Denselben Takt, den die Griechen beim Schmuck ihrer Vasen beweisen, zeigen sie auch an dem Ornament- schmuck ihrer übrigen kunstgewerblichen Ar- Tie menschliche Figur im Ornain nt (polynesische Schnitzerei). Griechische Efeuranke. Arabeske. Einzelne Arabesken- inotive. Strahlenticr. Efeurankc auf einer mykenischen Vase besten. Die überaus flüssigen und eleganten Ornamcntbändcr an den Bordllren der Kleider, die zierlichen Motive der Gold- und Silberarbeiten, der Architekturschmuck und die Bronzearbeiten, sie alle sind Vc- weise für die meisterhaste Verwendung des Ornaments. Die Hauptforderung für eine gute An- Wendung des Ornaments ist die Wahrung der Unterordnuag. Das Ornament ist nur Zierat, schmückendes Glied, und darf sich als solches nicht vordrängen. Als Beiwerk an Bauten und kunstgewerblichen Dingen muß es sich dem Stil und dem Zweck des Gegen- standss anpassen, so daß es zum Beispiel nicht die Art der Benutzung hindert. Aus- dringliche Ornamente, deren Art dem damit verzierten Dinge zu- widerläuft, sind ein Zeichen von Velsall und Mangel an Kunstverständnis. GutangsordneleOr- namente sind frei von Ueberladung und ordnen sich der Konslruktion unier. Die Art des Stoffes und Malertales ist ausschlaggebend für dasOrnament.eben- so wie die Bearbe!« tungsweise. Stein und Metall fordern anders entwickelte Ornamente als Holz oder Ton oder Textilsloffe. Und auch die Techn!» kcn stellen ihre besonderen Forderungen. Muster, die gemeißelt werden, müssen aus anderen Grundsätzen heraus entstehen, als solche, die getrieben, oder solche, welche ge- schnitzt, oder solche, welche gestickt werden Man unterscheidet Flach- und Retics- ornamente. Außer den oben erwähnten geometrischen, pflanzlichen und Tierorna- menten. gibt es auch solche, welche die menschliche Gestalt als Motiv zugrunde legen. Diese stiiisiert gehaltenen Muster findet man in Stickereien, Schnitzereien, auch in Meiallarbeiten usw. Als Meister der Ornamentkunst gelten die Perser mit ihren köstlichen Webereien. Ihre prachtvollen Teppiche mit den anmutig stilisierten Mustern behandeln Blumen, Bäume und Tiere ganz unnaturatistisch in Zeichnung und Farbe. Auch die Chinesen schassen prächtige Ornamente, in denen große Blüten und phanlasieoolte Tiergestal- ten(vor allem der symbolische Drachen) vorherrschen. Wundervolle Ornamente sin- den sich ferner in der islamitischen Kunst. Diese entzückenden, reichen Muster der ge- schnitzten Türnischen in den Moscheen, die kunstvoll bemalten Innenwände und die Mosaiken der Gotteshäuser, die arabesken- reichen gemalten Koranbücher, sie alle wci- sen eine Fülle schöner, stilreiner Ornamente aus. Auch die orientalischen Stickereien sind reich an prächtigen Mustern und können in vielen Fällen in ihrer Ornamentik als vor- bildlich gelten, vereinen sie doch mit ihrer Farbenpracht soviel Zartheit und Abge- stlmmtheit der Formen, daß sie bei allem Reichtum niemals stillos wirken. e. b. den, verschlungenen und reichen Ornamente~ (nach den Arabern Arabesken genannt) be» decken die Wände über und über, und der Kontrast zwischen dem oft schmucklosen Aeußeren der Gebäude und dem phantastisch reichen Inneren mit seinem Farben- und- Goldschmuck wirkt überraschend. Den neue» rcn mohammedanischen Bauten dient häusig als Vorbild der großartige Kuppelbau der Sophienkirche in Konstantinopel, die in eine Mosches umgewandelt wurde. sch. Bauernspäße. Es klopft, hat der taube Schneider gesagt, da war das halbe Haus eingefallen.— Na, so wat lebt nich, sagte der Storch, da fand er'nen toten Frosch.— Ich kann damit nicht fertig werden, sagte der Teufel, da sollte er über seine Groß- mutter weinen.(Nordschleswig.)— Dat schall mi nich wedder Passern, sä Jan Timm, do maß he na'n Galgen.(Bremen.)— Meine Werte folgen mir nach, sagte der Töpfer, und fiel mit dem Ofen um.— Gott schuf Menschen, sagt Warburg, awerst se sünd ok dorna.(Mecklenburg.)— Well hat dat dacht, dat wl so'n Nawinter tregen, hat dat Wiv fegt, hat hör Underrock all um Sünt Martin verköft.(Ostfriesland.)— Alte Kuh schleckt au gern Salz, sagte das alte Weib, als sie einen jungen Burschen heiratete.(Schwa- ben.)— Wat sünd ji vör Minschenl säd Westphal tau sine Swin, as se den Kaden umstött harrn(Mecklenburg.)— Sien Se so gaud, säd de Wirt un smet'n Schoster ut de Döer.(Mecklenburg.)— Vor Ostern wird nun doch nichts draus werden können, sagte jene gute Witwe, als ihr die Freunde auf dem Heimwege vom Begräbnis ihres Mannes zuredeten, den Gesellen zu freien: und das war am Karfreitag gewesen. (Werra.)— Tis'n Meisterstück, sä de Tim- mermann, harr'n Hunnenhütt bugt un't Trinkvorrichtung für Küken. Lock vergeten.(Hamburg).— Ick war keen Narr sin, säd de Wuls, un lat ml von't Schap biten. .Vor Adam" betitelt sich der Roman, mit dessen Abdruck wir in der vorliegenden Num- mer beginnen. Unsere Veröffentlichung ist nur ein Auszug aus der in geschickter Weise in die Gegenwart hineingepaßten Arbeit, die wir aus Raumgründen kürzen mußten. Was der Autor mit seiner Dichtung be- zweckte, hat er in einigen knappen Einlei- tungsworten gesagt, die wir hier folgen lassen:„Es ist dies ein Bild aus dem Leben unserer Ureltern, und ihre Geschichte ist folg- lich auch unsere Geschichte. Wir wollen es als seststehends Tatsache ansehen, daß wir uns eines schönen Tages von den Bäumen herabgeschwungen haben, diese unsere bis- herigen Wohnsitze verließen und ausrecht einherzuschreiten begannen, als eine Tat- fache, genau so sicher, wie die, daß wir in einer noch viel früheren Schöpfungsperiode aus dem weiten Urmeer ans Festland ge- krochen kamen, wo das erste Abenteuer unser wartete." kleine Winke für hühnerhalkung. Im Hühnerstall bewährt sich recht gut das Fallennest Seine Länge(a bis d) beträgt vl) Zentimeter, die Höhe(a bis b) SV Zentimeter, die Breite(a bis c>) 3V Zentimeter. Das eigentliche Nest wird durch ein ausgeschweiftes Brett, etwa 25 Zentimeter hoch, von dem Vorraum getrennt. Sitzt eine Henne auf dem 30 Zentimeter im Quadrat großen Nest, und schlüpft eine zweite ein so muß diese warten, bis erstere mit Legen fertig ist und das Nest verläßt. Die Klappe bewegt sich in Stiften(x), jo daß zwei Drittel derselben nach innen schla- gen und ein Drittel nach außen. An der oberen Kante der Klappe ist eine Leiste an- gebracht Der Deckel reicht über zwei Nester und wird mit Scharnieren befestigt.— Sind die Jungen aus den Eiern ausge- schlüpft, so tut man gut daran, ein Aufzucht- zeit sllr Kücken herzustellen. Ein solches Zelt besteht aus zwei gleich großen Rahmen, welche aus Holzleisten zusammengenagelt, mit Drahtgiiter bespannt und mit Schar- nieren zusammengehalten werden. Die senk- rechten Leisten werden länger geschnitten und angespitzt, damit sie in das Erdreich ge- steckt werden können. Die dreieckigen Seiten- teile werden mit Sackleinwand oder anderem Stoff bespannt. An dem einen Teil macht man zwei Emschaitte für eine Klappe, saßt diese ein und näht Bänder an: am gegen- überliegenden Teil verfährt man ebenso, um die Klappe oerschließen zu können. Das Zelt kann jederzeit zusammengeklappt und weg- gestellt werden— Eine einfache Trinkvor- richtung für Kücken stellt man sich mittels einer Tasse und einer Untertasse her. Die Tasse wird mit Wasser gefüllt, das Teller- chen verkehrt darausgelegt und das Ganze umgedreht Es läuft nun gerade soviel Wasser heraus, daß der freibleibende Raum der Untertasse stets gefüllt ist. Die Kücken können bequem trinken und steigen nicht in das Wasser— E'ne andere Trinkvorrichtung für Hühner ist die folgende: Aus starkem Draht biegt man eioen Ring und befestigt an diesen drei Stäbe aus starkem Cisendraht, deren Enden spitz gefeilt werden, um in die Erde hineingesteckt werden zu können. Nun nimmt man eine Flasche, welche in den Ring hineinpaßt und füllt diese mit Wasser. Einen größeren Blumenuntersatz hält man auf die Flaschenöfsnung und kehrt diese schnell um. Es läuft dann auch hier gerade soviel Wasser heraus, daß die Hühner bequem trinken können. o. g. Die Baukunst des Islam. Sehr charakte- ristische arabische Bauten finden sich In Kairo, Jerusalem, Damaskus. Konstantinopel, Eor- dova, Sevilla und Granada, dessen Alham- Trinkvorrichtung für Hühner. bra und das Schloß Generalife besonders berühmt geworden sind. Die islamitischen Andachtshüuser, Moscheen genannt, sind sämtlich nach einem Hauptgrundsatz gebaut, nämlich dem, daß die Hauptmauer im In- nern, gegen welche sich der Mohammedaner im Gebet wendet, in der Richtung nach Mekka zu steht. Oft sind die Außenwände der Moscheen einfach und schmucklos und weisen hohe und schmale Portale und Fen- ster auf, welche mitunter durch Bogen und zierliches Gitterwerk geschmückt sind. Unter diesen durchbrochenen Verzierungen finden sich oft wahre Meisterwerke an Feinheit und Grazie. Typisch für die Moscheen, welche hohe und schlanke Formen bevorzugen, sind die Minarets, welche nie fehlen dürfen. Es sind dies hohe und schlanke Türme mit Gale- rien, die von Stockwerk zu Stockwerk sich verjüngend, aufsteigen und oben mit ver- Kükensutlerplatz. schieden gestalteten Kuppeln abschließen. Von den Galerien der Minarets aus werden die Gebete ausgerufen. Nicht immer sind diese Eebetstürme in den Gesamtbau eingefügt, sie stehen auch häusig einzeln daneben und heben sich deutlich von den Kuppelbauten des Hauptgebistes ab. Der Kuppelbau selbst kann halbkugelförmig, überhöht und zuge- spitzt oder auch zwiebelsörmig sein. Ueberall findet man on den arabischen Bauten die> Säulen. Zu vollendeter Wirkung hat die■ mohammedanische Baukunst den Schmuck' der Innenwände gebracht. Ihre entzücken-! Rätsel-Aufgaben. FlußProblem„Kamm". Die Buchstaben der Figur sind so zu ordnen, dag die sieben senkrechten und die obere wagcrecht« Reihe Flusjnamcn nennen. Achscnrätscl. Au? den Buchstaben aaaaaeeeeshtt k l 1 l in m»i n p r r z bilde man sünf Worte, aus je fünf Buchstaben, folgender Bedeutung! Ge- irindc, Lamve, Mädchenname, Handwerkszeug, Brettsviel. Sind die Worte richtig gefunden, so nennen die Mitletbuchstaben, von oben nach unten gelesen, einen Monat. » Auslösung des Kernratsels. Kefir— Larve— Leine— Freia— Kodak— Brest— Zante— Meise— Somme— Eboli— äC-efve— Watte— Irene— Tanne: Frieden im O st c n. Auflösniig des Füllrätsels. Ost, Stern, Tür, Erz, Rad, Nacht: Ostern. (Namen der RSlseilbser werden nicht verbssenIIicht.X Itachdruch des Inhalts verboten! Äerantworlt. Rebaveur U.Saiomon»Lesjen. Berlin.«Alle für die Redaktion vestimmlen Sendungen sind zu richten nach: Berlin. LindenNr. 3.) Bertag Hamburger Bllchdrnckerei und Beriagsoustait Auer& Co.. Hamburg. Druck Vorwärts Bachdruckerei und Vcrlagsauitatt Hau! Singer& Co. Berlin SW.' s.