gggTOBLWJSLr■ -- Tit. 43 Illustriertes Ünterhalkungsblatt ISIS 6>rza.i)/ung uon örnsf TLcibrx. z loista hatte seither bei den Mahl- zeiten mit am Tisch gesessen, aber auch sie deiah sich Marianne setz! zum erstenmal und sah ein kleine». zähe» Weib mii gelbgrauem tsaar. einer Hakennase und hel'en icharfen Augen. die vermieden, sie anzu eben - Äcnz zuletzt trat dt« Enldeckerw ihre« Eigentum» über die Straße in den Stall. Ä!» st« die Tür Sff» nete, hinter der di« §kühe standen, kam au» dem nebenan Ii«» gendenSchweineschlog Melk, der Knecht, mit zmei Sprüngen her- ausgeettt Da» war ein Merkmal an idm, da er nicht mit Schrtt- ten'ich sorlbewegte, sondern aus leinen dünnen ledernden Bei- nen in Sätzen«an einem Ori zun, an« dern eilte, und er war der fleißigst« Knecht landauf und-ab. Bor Marianne mochte er einen unbeholfenen Bückling, al» iSh» er sie zum eistenmal und hier? sie auf seinem bescheidenen Eigentum willkommen. »Ich müchi« da» Lieh fetjen," sagte H« zu dem Knechte, und der nickte dazu und ging ihr vorou» durch den Stall. Er zeigte ihr Kuh um Kuh, legte cjtf den Rücken einer jeden seine haarige braune 5)and und «rzäblie ein« Geschichte, wa» da» Tier für Mucken. Tücken und lugenden hatte. Manchmal drehte er während de» Reden» an den paar schwarzen steckigen Schnurr- barchaaren, die auf seiner Oberlippe link» und recht» herausstanden, knixte wieder und sprang nach der Tür. al» ein Windstoß st« zusckjlug. war immer voll Bewegung und voll einer eckigen Unterwürfigkeit. Marl- anne siel aus. ml« seltsam in diesem rauhen, enge« Lande alle» zueinander paßt«, die schmucklasen Wohnräum», dies« niedere« lustarmen Ställe mit unsauberem, dürrem Farrnkraut al» Streu statt de» gelben K2t« Kollwitz: AuZwanderergruppc Vottemsr««! a»s fee« JUtonker: JSunh unft Sthcn" SnrUf Fritz 0•»*«:. Strohe», da» eckig» Volk, selbst da» Bich. Di« Kühe waren von einem kleinen Schlag. zumeist mausgrau von Farbe oder weiß. nur ein kleiner, stacker. unwirscher Sttxr stand gesondert in einer Ecke und war schwarz, als sei er aus dem Landwappea Fertl-»»«,) selber Hera u»gestlegen, kl!» Marsann« die 'Ställe wieder verließ wußte ste darin Bescheid, wie wenn ste seit vietea Wochen darin au» und ein gegangen. So eigentümlich geschärft war ihr Blick an diesem Tage, d- st« au» ihrer Betäu» bung erwacht war. Aus der Straß« lag eine merkwürdig« Helligkeit, di« von den verschneiten Bergen herabgeworsen wurde. Diese Berge wuchsen immer freier und ra» gender au» dem Dunst der Tiefe auf. Ma» rianne legte die Händ« unter der Brust zu» sammen und wollte, den Kopf mst der schweren, weißblon« den Haarkron» nach- denklich geneigt, die Straße überschreiten. Da eilte Melk, der Knecht, mlt gelchäs» tigem Wtcht'gtun an ihre Seite..Da kommt der Pfarrherr, Frau." sagte er und tntxl« steis gegen einen alten. höhet' Priester, der in die Straße einbog. Letzterer nickte un- mertilch. und«» schien «ine» Augenblick al» ob er vorbeigehe» wollte. Dann kam er mit langsamen und würdevollen Schritt«, näher. Sein Ober» kärper neigte sich lestc nach vorn. Ein dün- n«r. glänzend weißer Haa, kränz war unter dem tchwarzen Kapp» der Geistlich« trug. .Er ist schon alt. Euer Pfarrherr," sagt» Marianne zu dem Knecht, eh« jener ste er» reichte. „Aber kein besserer weit herum." gab Melk zurück.»Und gelehrt," fügte er hinzu. che» sichtbar, da» 170 Die Neue Welt. Illustriertes Unterh«ltn«g«vlstt. Der Geistliche, der letzt mit einem zurück- haltenden, sast kühlen Gruß zu chr trat, er- regte Mariannes Aufmerksamkeit. Sein lalar war von feinem, tadeilosem Schwarz, sein bartloses Gesicht hatte scharfe, vornehme Züge und eine hohe, wie von schwerer Ar- beit müd« Stirn. Er reichte ihr drei Finger seiner schtanken und weichen f?and. „Sie sind die Frau Denier?" sagte er. Leine Stimme war lehr leise, aber die schmalen L>pen des strengen Munde» form» ten jedes Wort so scharf, daß diese eigen- tümlich deutlich und hart klangen. Dann fragte er nach dem Ergehen des Vernn- glückten. Marianne blickte frei in sein Gesicht Er hatte sich bisher nicht um Denier beküm- wert, und sie wußi«, daß ihm besten lreirat Nicht genehm gewe'en. Aber sie betrachtet« ihn ruhig und konnte sich eines Gefühls scheuer Verehiung nichl erwehren. Dann gab sie aus leine Frag« Auskunst. Ein ielt» samer Gegensatz war zwischen ihnen, wäh- read st« voreinander standen. Alles Licht war aus die gedrun- gene, blonde Frau geworien, dunkel und streng stand der Prie- sler da. Er«hiel! sich nicht lange aus. Wie er» Marianne gegrüßt hatte, io verließ er sie. sie, lühl und zu- rückhallend, zwel Fin- ger nur in ihre volle Hand legend. Ais er gegangen war, war es Marianne, als hätte er sie gesragt: Was willst du denn— du Fremde— da unter uns? Sie ging ins Haus zurück und traf Denier wach und bei Besinnung Er begann zu sprechen, sobald er ihren Schritt horte; aber sie vermochte kein Wort zu verstehen, und als sie näher trat, wurde er ungedul- dig, daß sie noch immer nicht wußte, was er wollte Er stieß sonderbare Töne aus, fast wie ein zwängendes Kind, bis sie sich neben dem Lette niederließ und ihn ruhig ermahnte, langsam noch einmal zu wieder- holen, was er von ihr gewollt hätte. Al» er das tat. begriff sie endlich, daß er chr Aufschlüste geben wollte, über da», was Ihr zu tun obliege Er begann sie in seine Lermögensverhäktniste einzuweihen, soweit das nicht schon früher geschehen war, hieß fie sich um den Liehhandek und das Land Im Berg kümmern, bis er selber wieder der Sache nachgehen könne, gab ihr Lehren, wie das Hauswesen zu führen und das Gesinde zu beaufsichtigen fei und nannte einmal übers andere einen Ttamen, den sie unmöglich verstehen konnte, von dem fie nur nach und nach erriet, daß er«Inen Better des Kranken bezeichnet», der irgendwo al» Knecht bedienstet war und den Denier her- kommen lasten wollt«. Da» Gespräch war unendlich mühsam: immer wieder unter- brach der Kranke dasselbe mit vielen Fei- chen zorniger Ungeduld, dann wieder zwang die Erschöpfung chn. innezuhalten. Aber Marianne lernte viele» daraus und hatte «i» Empfinden,»l» schmiegten sich die Zu- gel immer fester um chre Hand, an denen sie dies fremde Hauswesen leiten sollte. Bier Wochen war es her, seit sie Jost Denier als einen Krüppel heimgetragen hatten. Er mußte nicht mehr zu Bett sie- gen. Mit geschientem Bein und verbun- denem Arm saß er In Kisten gebettet in der Wohnstube. Aber er war blind, seine Sprache war undeutlich, so daß kein Frem- der ihn verstand, und er kam nie mehr zum Gehen. Marianne hatte sich eingelebt. Sie holte sich Rat bei ihrem Mann, wenn sie besten bedurste: aber sie hatte einen scharsen Verstand und wüßt» vieles aus eigenem zu ordnen. An dem Kranken tat ste gedul- dig, ja mit einer gewissen Freude ihre Am Doiranse« Pflicht, obwohl das nicht ganz leicht war: denn Denier kam immer und immer nicht über den qualvollen Gedanken hinweg, daß er für sein Leben lang elend war. für ein langes Leben vielleicht. Er zeigt« sich ein- mal weinerlich und mutlos, das anderemal zornig und mit aller Welt zerfallen. Marianne hatte Nachrichten von zu Hause. Der Vater wäre aus die Kunde von dem Unglück gern hergeeilt; aber die Mutter war schon vor der Hochzeit nicht wohi gewesen, und er wagte nicht, sie allein zu lasten. Er schrieb einen mitleidsvollen und ernsthaften Brief, mahnte die Tochter, stark und chrem Mann« nun erst recht«ine treue Stütze zu sein, fest in da» neue Hau» hin- »jnzustehen. Auch die Mutter fügte liebe- voll» Worte hinzu Bisher hatte aber seder Tag so viel Neue«, so viel Arbeit für Mari. anne gebracht, daß sie nicht dazu gckom- men war, über sich selbst und ihr inneres Verhältnis zu ihrem Mann« nachzudenken. Nun saß Denier in der Wohnstube und Marianne mit einer Handarbeit bei ihm. Mittagzzeit war vorbei. Der Herbststurm fuhr um. Hau». Rote Blätter flogen und raschelten. Denier» noch innner verbundener Kopf war hintenüber gesunken. Er schlief. Bon dem kräftigen Manne war wenig mehr geblieben, wa» an frühere Feit erinnert« Ein Stück der starken und freien Stirn ragte au» den Rinden, aber zwei Narben stanl�n darin Ilm- da« ehemals glatt» Gesicht lief der stark» Schatten eine« sprostenden struppigen, schwarzen Bartes. Die eine Hand aber, die er aus die Lehne seine» Stuhles gestützt hielt, war bleich, hager und schwach wie Kronkenhänd»'sind, selbst das Braun der Haut begann zu schwinden. � Marianne hatte sich mit ihrem Manne unterhalten. Er war/während des Gespräch« eingeschlafen, und sie hatte sich ihren Gedanken überlasten. Allmählich fühlte sie sich von der eingetretenen Stille bedrängt, ließ ihr Strickzeug sinken und richtete den Blick aus Denier. Sie hatte ihn diese Woche sehr oft angesehen, allem noch nie Muße gehabt, wie setzt forschend vor ihm zu sitzen. Darum drang der Schrecken über da», wa« mit ihm geschehen war, stör- ker cl» se auf sie ein. Sie maß den Körper de» Schlafenben mit einer Art Angst und innerer Unruh«. Glied um Glted, immer wieder, und stichle sich zu vergegenwärtigen, wie er früher aus- gelehen hone; aber es gelang ihr nicht, aus dem. was war, das Bild des Geweenen wieder aufzubauen. Di» Stube, tn der sie noch nicht Jjeimiich war der Schlafend«, der vor ihr saß ga- den ihr ein Emfinden der Qual. Dann mm ihr der Gedanke an daheim. Sie iah da» freundliche Haus auf grünem Hügel in eitel, Sonne stehen nickende Blumen an schmucken Fenstern und helle wohnlich« Stuben. Nun saß sie hier tn einem fremden und dunklen Land», unier Menschen, die sie mit gleichgültigen oder un- freundlichen Blicken betrachteten, würde ein Leben lang hier sitzen müssen! Sie spürte eine leise Reue in sich, daß sie gekommen, und weil sie chr unrecht schien, begann sie sich Rechenschast zu geben, wie alles sich so gefügt hatte. Dabei nahm sie chre Arbeit wieder auf. Während die Nadeln einen seltsamen Takt schlugen, überlegt« sie sich, daß nie» mand«ine Schuld an dem traf, wa» war. Einzeln« Dinge hatten sich oerschoben, aber die Hauptsache war sich gleichgeblieben: Sie, Marianne, wohn!« in dem Lande, nach dem sie»in Verlangen gehabt, und der Wir- tungskreis und L«ben»zweck, die sie zu sin» den gehofft hatte, waren nicht Neiner ge- worden, sondern gewachsen. Als sie das er- maß, gewann sie ihren Gleichmut und ihre innere Zufriedenheit zurück. Mit breitem Rücken lehnte sie in Ihrem Stuhl. Der Wind riß draußen vor der Sonne«in« Wolke entzwei. Da fuhr ein stechender Lichtblitz in die Denier-Stub» und scharf über die strickende Frau. Die Härchen an den Wangen, die weißen Brauen und die schwere Haartrone glänzten. Und während die Sonne noch in der Stube blieb, kamen draußen starke Schritt« durch den Flur und pochte ein Finger ungeschickt an die Tür.. .Herein," rief Variann« leise. Denier er- »achte Nlcht»»n dem Bus. Aus die Einladung hin kam ein Mann mt einem starken, schwunghaften Schritt über die Dchwrile getreten, hell« die Hand Die Neue Welt. ISttstrisrteS iln(cr�altuna«blpattes, haus« nur io. weil seiner Eigenheit das harte Dienstbolenlkben zu- läge. Etwas von der Eigenheit stand Michel Denier aus die kmze, starke Stirn geschrie- de», über der sich das Wollhaar kräulell«. Er war nicht groß, breilichuilrlg. ha«« dunkle Gefichisstnbe. einen kurzen Hals. braunen Schnurrbart und blaue, leuchtend« Augen. Er trug dunk- les Feierlagsgewano. Es verhüllt« muskel- horteArme und Bein», die Hose strupfte an der starben Wade und die Armmuskeln preßten ihre Abdrücke in den rauhen Gewandstoff. .Jefses, Iesses," sagte Michel und schüt- selte den Kopf, eis begreife er noch immer nicht, daß der Krüppel dort der sein konnte, den er als gefunden Menschen gekannt hatte. Erst jetzt erhob sich Mariann« und gab ihm die Hand. Sie errötet« leicht: sie fand stch nicht gleich in die neue Verwandtschaft. .Du bist also die Frau?" sagt« Michel. und empfand dasselbe Unbehagen wl« sie. Noch immer den Schiasenden schonend, lud Mariann« ihn zum Sitzen ein, vZorauf er stch am Tisch Denier gegenüber nieder- ließ. Während sie hinausging, chm Wein und Lrvt zu holen, saß er still«uf seinem Stuhl und betrachtet« den Blinden. Erst als Marianne zurückkam, musterte er heimlich auch sie. Er wundert« sich, wo» der«rm« Mensch für eine genommen hatte, sew Elend mit ihm zu teilen,«nd je mehr er die Frau ansah, desto schärfer und aafmerksamer wurde sein Blick. Hitzker Gase die Fortführung eines Teils der wertvollen Kohienwärn� Wärme oder heißt Kran Also ist, riArig dtirachlM. di« hebende Gassöule im Kamin keineswegs umionst zu erhalten, sondern sie verlangt auch ihren Anteil von der au, der Kohl» gewonnenen Energie. Wie soll man sich nun da» Weftn des künstlichen Luftzugs vorstellen? Man kann zur näheren Erläuterung zwei iängst de- kannte Beispiele erwähnen, und zwar Feld- schmiede und Lokomotive, Bei der Feld- schmiede blast ein kleiner manuell angetrie- bener vcntilaior-inen Luftstrom mit emi- gem Druck durch die Glut, die sich rasch bis zur Helligkeit und beißesten Flamme stet- gert. Die Einrichtung ist Io praktisch, daß Sie mch allein bei ort» e ieu Schmiede- derben dl« nltmodi» schen Blalebälg» ver- drängte'andern sich auch>» ve? befferter und vergröben«. Form iür Dampikesseikeue- rungen einbürgerte. Bei iolchen ist der A'chenlall lustdicht nach ouhen abce» ichiossen. nur dos vier» eckige, breite Luftrohr münde» vorn»vier dem Rost, Es ist di« Drnckieltung eines ob» iei!» oufgeiiellien. von der Trar-smtstion de- wegien Ventilators, in dem»ln Schauiel« rad schnell rotiert und durch'eine Schieu- derkrait die be> der Acht« eintretend?'rllche Luit an leinem Umfang wieder hinaus- treibt. Al» telbstäridig« Einrichtung in dem Sinne, den Schorn- stein entbehrlich zu machen, lind wich« Anlagen indes nicht Sedacht, denn in der >elt ihrer Erfindung hatte man sich dos Ziel kaum>o weil ae« steckt. Man benutzte ledigstch den Vorteil des lünstltch unter den Rost gedrückten Luit» ftroms zur Unter- stützung vorhandenen aber ungenügenden Luitzug» von ntedri» aen und überlasteten Kaminen. Auch minderwertige Kohl« auf besonderen Rosten zu verheizen, ist da- mit leichter als sonst. Dies« Möglich- testen sind in der Praxis mit einer ideellen Lclurn der Rauch- und Rußsrage oft recht schlecht zu vereinbaren, wa» der Druckluft- seuerune manche Antipathien eintrug Ander« verhält«» sich mit dem künst- lichen Zug, den man von jeher sür Loto- motiorn anwandte Bei deren vieihundert- pserdlgen maschinellen und dementiprechen- den Kesselleistungen dürste man den Nutzen dieser altbewährten Mechod« kaum unter- schätzen, um so weniger, al» hier tatsächlich ohne Schornstein gearbeitet wird Jm Q«- gensatz zu dem vorhin skizzierten Drucklust- zug sireicht hier«in vom End« de« Rauch- gasweg« her angesaugter Luststrom durch die Feuerung E» ist also genau derielb« Effekt wie beim höchsten Schornstein, ob- wohl ein solcher kaum w M niaiursorm vorhanden ist. La» Wunder verrichtet ein Dampfrohr, das einen Strahl Kessel- oder Abdamps durch da» kurze Rauchrohr bläst. Im ersten Fall« ist der Dampskefse! zwar dünn, aber von hoher Spannung, im zweiten ist»war der Druck mäßig, aber dasiir Blick auf die Kaukasusstadt Baku Der künstliche Luftzug. Jm beständigen Wandel der Dinge, den der technische Fortschritt osfenbart. wird mtt der Zeil gleich anderen Einrichtungen, die sonst den Wert der Unveränderlichketl zu Hoden schienen, auch der Fabrikichornstein verschwinden oder wenigstens aus bestimmte Verhältnisse beschränkt bleiben Diese Aus- ficht ist ziemlich sicher geworden, seitdem die verschiedenen Anlagen zur Erzeugung künst- lichen Luftzug- sür mdustrielle Feuerungen — ganz besonders für Dampfkessel aller Größen und Systeme— den Beweis er- bracht haben, daß der qualmend« Fabrikschiot keineswegs zu den absoluten Notwendig- ketten gehört. Die Gewinnung großer Energiemengen aus der verbrennungs- wärme der Kohle ist auf die neue Art nicht nur ebenso gut. vielleicht in mancher Be- ziehung noch besser möglich ohne die stei- nernen Riesen, die bei unbestrittenen Bor- zügen doch auch ihre Nachtelle besitzen. Di» meist beträchtliche Höhe gewährleistet»im gute Wegsührung der Rauchmassen und Ad- gase der Feuerungen, bedingt aber«in kost- spieliges und gesührliches Bauwerk. Eine notwendige Voraussetzung für die richtige Funktion de» Kamins ist jedoch eben die Höh«, weil nur als deren Folg« die hebende Säule erhitzter Gase im Jnnern erscheint. die mit ihrer Attftriebskraft den Luflstrom durch Fuchs, Züge und Feuerungen aui- saugt. Gewiß bietet dies den Vorteil der Automatik Dem stehen indes sogar zwei Mängel gegenüber Die selbsterregende Ge- wall des Luftzugs ist nicht vollständig, denn sie hängt von dem meteorologischen Zustand de» Tage» ab, von der Temperatur und de» Windverhältnisien. Die Stärk« de» Kcmiinluftzugs unterliegl Schwankungen, die jm Dampskefi elbetrieb manchmal recht vn- angenehm fühlbar werden. Zweitens b»- beutst der ununterbrochene Ausstrom er- 172 Tie Neue A!?lt. IllußrinteS I Sie pctwuie als Jrnfltitaflenblumr bat sich m den ftnessiabren auf bcs bef» bt- mäbrt. Die« hat feinen Krund darin dvii N» wefentll� billiger ist ai» die fönst meist b». nustte Petoraonie �rm Gebranch hat sich tteze'.gt. dah die Pelume hinsichllicl' der Schäiiheit nicht hinter der Pelargonie zuriirfsteht Nur musj man ste!° für ge- nugende Vewäsierrina Jorqcn Trne Vernachlässigung nach dieser Nichrung hin neb» wen hie Pflanzen leicht übel; ru tnxfen gehalten verfagen sie mit dem RfiiHen Eine andere unbedingt zu beochtende Eigenart der Petunie ist daß sie ke nen frischen Dün- ger liebr Die Erde darf deshalb bwst gret verrotteten Dünger entbaiten Endlich ist für einen guren Erfota noch belichten, daß ium Lefetzen der kästen nur Pstgnren .genommen werden, die schon einige Herr in Töpsen gepsiegt wurden; au» Pitfierkästtn herausgenommene neue Pftanzen wachsen nicht immer an Von �en Lorten ist den kleinblumigen der Bomig v> geben, kshr Wuchs ist durchweg bester als bei den groß- blumigen Sie blühen reichhaltiger und ersehen durch die irülle mas ihnen an der Blumengröhe rbgeht Em» schöne dloue Sorte ist d e Karlsniher ist a t>»au s-Perun! t; man muh«her bedenken, daß die blaue Farbe nicht überall wirkungsooS ist Eine schöne purnuriardene~"rte b�ben mir in Petunia gurpürea. Weiß blüht Petuni* lagacaa»»»«etMiti ftmnwanl. L ;>rctaa Autbar*« tkiSÄrarffr««itl et«ews«»»!t»ti Milde Tage Steh, alle Tage scheinen gianzumklärt und bell verschönt, »no alle Fragen die in dir gegärt, sin» lief versöhnt. Tu siehst den Gimmel wieder wie als Aind, so groß und weit, und die Sekunde, die ins RichtS verrinnt, wird Ewigkeit. So gebst du frei aus rngumschalier Haft. wirst stark und gut ui.d fühlst urgründig ungehobne Kraft und stille Eint.«nur si«*t. ?«•€««■?<:€«•» Hebrida alba, rosenrot Gloria. Eine r.tm, schöne Sorte für unseren Zweck in einer Farbenmischung von st.arrni» und Purpur ist Petuni, inliat»?, gidf aber noch eine ganze Reihe guier brauchbarer Sorieu: man achlf jedoch aus einen mehr hingeriden oder nieveriiegenden ol» auf einen ausrechten Wuchs f). Beachtenswerte Work«. Men kann«ine s>d»? durch sine andere verdrSnzen, nur die der Freiheit nicht.(Börne.)— Alle irdisch« Kemal! beruht svt(Brnwlttätigfcft. l Ebn er-Eschen ba ch.)— Der moralisch gebtl- SaiomalieÄEile» Berti«. fSt öi«£«iÜ!NU!cher tiociiaou. 8. 0 n-c- nfritanifibeS»eis 10. SVJ,eit#moJa föt Geieo» mäSijtftt. 11. Matifaer l-Sr».. lt. Seetab aa b« SSrla. 13. Krlnlifibar«ctt. 11.«tabileb» ftMibnung fttt Kalte«, ib. Metall. Stab Ke Warle il�lig gefaiiben fe nennen b(e WnfonftS- unb äniSnAflnbctt.«bwechielnb gelesen, eima Lalianb. dem tote un« fegt anfAetiicnb nübeen. ScraeetrStfcI. »n Bucbftnbeti lütll fedi* mein SStteitoart E-tnelb ihm den Fat«dl»lies Leben barrl! feinem tetefn uSer leRl ein Mich. ße»i oach elH Wert bat XidUKgentuS »elSaNen— tolhrcrb jut eegebene«! Arlft Das*SiiHSt cnwes ZeitzemdteS itil bei■enbenemf-KleMS. Rbee—»bei— Sw» Ob«— Qbem. »anifun« beb«awen.ttttsetß. Sba—?rene— Herta—•rert—!»arle— Ursel— Saite— Karte— dtaetiiNf— SledMi— Sobsl—»an»«— Hilbezar»— Abele; Sei eeße CtSnee. (Ksaie* ber jUtldUf« to«beu nicht»«bssenllicht.) Oeubunge» Rab ja richte« nach Äeriin. tonbensü'? uiggeaalai! ö»at»iager« ia. Berlla LS Nil das Strahloolumen größer; beide Male wird mithin»me bciröchllidte Vlostrast entwickelt� die den Rauch m>: Behemen, hu». auslreibl das deständiq« RochstrSme» de» Eeuerpose und damit Pas Nachdringen der uil zum Rast verursacht Ein solche» Saugiustversahren ist auch dar neur� dar allgemem as,.rünstlicd.-r Zug" rasch oekanni geworden ist B ela stallonüre stestelonlagen ilitd damu uusgr- rüstet, leilweile verens völlig Ichornstein- lolr Im Begeniddi zur Druckluftieuerung wird dabei webe» am Rost noch A!chen>oll irgend «iwas geänderi, viel» mehr bleib! poi-e, alles so. w e beim geivölm- licheii lkammiug Emen Echninstein Kai die rich» tigeSauazuganiage» og» dem nicht nur ein ei er- nes Rauchrodl dos in der Form Hart an das einer Lotomolwe er- inneiL®« ist im untere n Test etwa, fornlch a««.««* «ingelchnüri, um datin nach oben wieder auseinanderzugehen. So er» hebt es iich über den Kesteln auf einem Mauer- sockel ober Tiienaerüst, mit dem öderen Ende hoch genug, um den Rauch über alle»mg«-- bendeii Äeböube Hinwez in die trete Aimmphäre zu stoßen. Der o.oße ilnblick des Beaßeren einei ivichen Snlooe im Vergieich zu dem dan-ebrn himmelrogen- den Schlot läßt Ichnr das Boneilbaf* der D meniionen erkennen Er zeigt weiter»ine andere, überaus günstige Lette des Betriebs Während nämlich dem Schiol bei Anstrengungen der Kessel öfter« dichte schwarze Wolken enmeixen bleibt der Rauch der vaugzuganloae nebi-ge' und Heller. Diele angenehmere Edorakteristik der Di« Völker als Zeitu»asleser Liuanrität der benuhtsn Blasiuft wird srne Berdännung des Rauches erreicht, dt» iha stets hell cricheinen läßt ohne dah Über- stüstig oiei Lust zur Feuerung käme, weich» die Wirksamkeit de» Kessels beeinträchtigen würde 3m Aegentell ist der Nustesi-kl der Oampskesset m'olge der freien raschen Flam- menemwicklung und aus anderen Gründen bester Die beiß» Gassäul« im Ccht« bildet doch einen Teil der Kohlenwärme, die aus diese An sortgeseß« in dt» Lüste entweicht. Ts sind erfahrungsgemäß etwa lö Proz. der Kodfenenergie die damit verloren sind für di» Ausnützung durch d>» Dampf- muschtn« Gelchi-Hi ab«r di» Bewegung der Berdrennungsiust noch dem Saugzugver» fahren mittel?-'Biasoentilator, io wäre als gleichwertiger Posten in die Rechnung nur jene Wärmemenge zu sehen, die der Denti» lator hi SeUol: der Antriebskraft empfängt, vno vie ganz beirächtiich gerwaer ist. kaum 1 bis 1.2 Proz. Der Verlust wird oMb out bos 12» bis 15 lach» vermindert. Zum andern»st der Be- trieb der mit d»r Kestel» omage oeibund-nenEco« nomiser und Uebei b'der bester, b. h. iener Appa- rate, die noch der etgent» lichen Damp'erzeuaung aus den he hen Rauch- gasen di» restlich» War- m» zu! Temp»rierun> de» Speretpasters ntiö zur Nacherhitzung des fdampies o«r teeren. Eine voll» ma chwell« Lusnsttzung dieser Res� wärm» war Im Komin» luitzug nicht möglich, nreh man e>>»n di« chitz» der Kosiäul» benöiigith um Zugstärk» zu g»- Winnen. Der Saugluit- zug gebielet lolche Rück» ficttnadm» nicht viel- mehr könnet! die Uedee» hrtzer un» Ernnamiler so gebaut werden, daß st» all« Abwärme voll verzehr«, und im Dampf gedun» den. um so bester an die Dampf- Maschine weitergeben. Gut« Wirksamkeit der Kestelanlage durch floti» Feuer. Erspar- nis an Dampi und völlige Verwertung aller Wärme sind indes auch Faktoren, di« für unser» Tage enorme Wichtigkeit haben; Er- sparnis an Kohle C. Erfindung ist durch die sinnreich« Anwen- düng eines einfachen Mittels erzisit. indem nämlich der vruckluitftttchl eines Brntüa- cor» nahe der Einschnürung d»s Rauch- rvhrs dort hmeinoiäst and damn dieselbe Wirkung ausübt, wir der Dampf- strahl be> der Lokomatlid» Sets Druck reicht hin. um die Menge der Rauch- gaie mitzureißen dah ein»'ebhaft» dem natürlichen Kaminluftzüg mindestens eben- bürüge Nachströmung entsteht. Durch di«