Nr. 132. Abonnements Bedingungen: Atonements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter SonntagsBeila„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Roloneis geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Mmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Reformpartei. " Donnerstag, den 9. Juni 1898. treten derselben gegen die bundesräthliche Verordnung war so brutal, daß selbst in den eigenen Reihen Empörung entstand. Auf dem Parteitage zu Halle im Oktober 1896 wurde die Haltung der Partei in dieser Frage gerügt, aber die Tadler brangen in keiner Weise durch, es wurde vielmehr folgender höchst charakteristischer Antrag angenommen: " Der Parteitag erkennt bie Gründe an, welche die Fraktion gezwungen haben, bei der Eigenart der Bäckereibetriebe der Verordnung des Bundesrathes hinsichtlich des Marimal- Arbeitstages Widerstand zu leisten. Grundsätzlich spricht der Parteitag aus: 1. daß die Fraktion dem Programm entsprechend die Förde rung fich angelegen sein lassen soll, sofern in Groß- und Staatsbetrieben begonnen wird und diese die Kosten tragen, und daß 2. der Einführung solcher Schutzmaßregeln für Gesellen und Lehrlinge durch die Handwerker- Organisation vor allen behördlichen Eingriffen der Vorzug zu geben ist." Wahlkampf. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. dem Grafen von Lerchenfeld: Köfering, verfaßt worden. Dieses Dokument scheint allerdings eine Privatarbeit des Grafen gewesen zu sein und tein im Ministerum eines Bundesstaats ausgearbeiteter Enuvurf." In diesem Lichte haben also beide Theile recht, sowohl diejenigen, welche das Vorhandensein eines solchen Entwurfs behaupten, als auch diejenigen, die es dementiren. Immerhin dürfte der Privatarbeit eines solchen Verfassers eine hohe symptomatische Bedeutung nicht abzusprechen sein." Was sagen nun die Offiziösen, was die bayerische Regierung, was der so als Umstürzler der Verfassung hingestellte hochgeborene Graf von Lerchenfeld- Köfering, was Graf Posadowsky zu dieser Enthüllung? Die Nationalliberalen und das Wahlrecht. In einer Anzahl Wahlkreise versprechen jetzt die Nationalliberalen die Wahrung aller verfassungsmäßigen Freiheits- und Voltsrechte, insbesondere des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts. Wir möchten warnen, daß diese Versprechungen etwa sehr ernst: tände der nationalliberalen Vereine 2c. für ihre Kandidaten alles genommen werden. Jezt können die Wahlausschüsse und die Vormögliche versprechen, die Kandidaten selbst brauchen sich nachher da burch gar nicht für gebunden halten. Aber wenn auch die Kandidaten selbst dergleichen Zusagen machen, wie leicht ist es nach der Wahl, zu erklären: Meine damalige Zufage beruhte auf ganz bestimmten Voraussetzungen, jezt sind ganz, andere Umstände eingetreten, die mich zu einer Renderung des damaligen Standpunkts zwingen. Man kann die Parteien, die sich, wirken Mißtrauen erwedt, nicht vertrauensvoll behandeln, wenn fie stets unzuverlässig bewiesen haben und deren allgemeines politisches: schöne Zusagen machen. Die nationalliberale Partei hat aber durch ihre bisherige Geschichte gezeigt, daß kein noch so starkes Mißtrauen an ihre Unzuverlässigkeit und Treulosigkeit heranreicht. Dazu kommt, daß selbst der Wortlaut jener nationalliberalen. Busagen feineswegs alle möglichen reaktionären Boltsvergewaltigungen ausschließt. Man kann versprechen, das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht zu wahren und kann zugleich für Herauffegung der Altersgrenze der Wahlberechtigung von 25 auf 30 oder 85 Jahre eintreten. 1888 wurde die Lgislaturperiode von 3 auf 5 Jahre verlängert. Das war eine Verminderung des Wahlrechts um zwei Fünftel. Und doch widersprach jene außerordentliche Herabdrückung des Wahlrechts nicht einmal dem Wortlaute der Versprechungen, wie sie jetzt die Nationalliberalen machen und wie sie solche auch damals ausgiebig In Berlin, der Stadt der Demokratie und des Sozialismus, hat der Antisemitismus nie Wurzel fassen fönnen. Bismarck's Versuch, die Stöcker'sche Bewegung gegen die Arbeiterbewegung auszuspielen, ist fläglich mißlungen. Im letzten Jahrzehnt hat dagegen der Antisemitismus in Wahlkreisen Eroberungen gemacht, die vorher in konservativen Händen waren. Dort wurde der Mittelstand" mobil gemacht gegen die Konservativen, welche der Regierung stets zu Willen und unfähig seien, neues zu schaffen. Schließlich bildete sich aus den Böckel'schen Anläufen in Hessen, den Ahlwardt'schen Wühlereien im Preußischen und der Mittelstands- Opposition im östlichen Sachsen die Deutsch- soziale Reformpartei" heraus. 1893 errang die Partei erhebliche Erfolge, sie vereinigte 263 861 Stimmen auf ihre Kandidaten; es waren allerdings Im Programm wird Beschränkung der Nachtarbeit verfast ausschließlich bisher konservative Wähler, die ihr zuliefen. sprochen, in der Wirklichkeit erscheint den Reformern eine Bei der jezigen Wahl hat die Partei in zahlreichen Streisen Nachtarbeit von 12 Stunden zu kurz. Im Programm wird Kandidaten aufgestellt, wo auch unsere Partei ihr gegenüber Marimalarbeitstag nach Eigenart der Behörden zugesagt, im steht. Deshalb wollen wir zu der Charakteriſtik, welche wir Ernstfalle erscheint ein Arbeitstag von 16 Stunden für die bereits in Nr. 122 gaben, noch einige Ergänzungen hinzufügen, Eigenart der Bäckereibetriebe zu furz. Da empfiehlt man, welche zeigen, weß Geistes Kinder eigentlich diese Gesellschaft es solle die Arbeitszeit erst in den Groß- und Staatsbetrieben ist, die sich mit dem schön klingenden Namen einer„ Reform- verkürzt werden wo bekanntlich derartige Arbeitszeiten dann partei" zu schmücken beliebt. doch kaum mehr vorhanden sind. Und schließlich, um dieser Es ist wahr: Reformen versprochen hat niemals eine famosen Sozialpolitik die Krone aufzusehen, wendet man sich Partei mehr als die Herren Antisemiten. Aber auch noch nie gegen jeden staatlichen Arbeiterschutz und verlangt, daß es hat eine Partei ihre Versprechungen schnöder gebrochen. ben Unternehmern überlassen werden solle, Schutzmaßregeln Als mildernder Umstand hierfür läßt sich freilich anführen, durchzuführen. daß die Versprechungen der Reformpartei, wie sie in ihrem Diese Beispiele mögen genügen. Sie zeigen überdeutlich, Programm vom Jahre 1895 aufgezählt sind, eine der anderen daß die Antisemiten, auch in ihren demagogischen Spielarten, schnurstracks zuwiderlaufen und sich alle untereinander aufheben, mit den Konservativen durchaus seelenverwandt sind. Sie sodaß ihre unerfüllbarkeit von vornherein auf der Hand unterscheiden sich von denselben nur durch die dreiste Heuchelei, liegt. Wir wollen einiges streifen. mit der sie sich als" Reformatoren" aufspielen, während sie Vor der Reichstags- Auflösung 1893 erklärten die Reform- im Grunde ihres Wesens zu den reaktionärsten Volksfeinden parteiler, nur dann für die Militärvorlage stimmen zu wollen, zählen. wenn die Steuern nicht wieder auf die schwachen, sondern auf die tragfähigen Schultern gelegt würden. Auf die ganz allgemein gehaltene Zusage des Grafen Caprivi hin bewilligte fie dann im neuen Reichstage die Vorlage. Wer aber hat die Kosten zu tragen? Die Soldaten vom Volt, von der Börse das Gold" hatte die Reformpartei als ihre Parole ausgegeben. Aber die 1894 erfolgte Erhöhung und Erweiterung der Börsensteuer beträgt jährlich nur einige 20 Millionen Mark, während der Militär- Etat während der letzten Legislatur Es ist höchst bezeichnend für den Charakter der gegenwärtigen Genau so könnten nach der bevorstehenden Wahl die vielperiode allein eine Zunahme an dauernden Ausgaben von Regierung, daß das Organ der Brotvertheuerer, die" Deutsche versprechenden Nationalliberalen sagen: Wir wollen die Legislaturca. 100 Millionen aufweist. Dazu kamen ganz bedeutende Tageszeitung", erklärt, die Anschauungen des Leiters der periode auf 6, auf 8, auf 10 Jahre verlängern. Das entspricht ganz einmalige Ausgaben für Festungsbauten, neue Kasernen, neue inneren Reichspolitik deckten sich vollständig mit der ihrigen. Sogar unseren Zusagen. Uebungspläge, für die Neubewaffnung der Artillerie 2c. die Hamb. Nachr.", die so oft die Regierung zu tadeln hatten, Das deutsche Volt sei wohl auf der Hut vor den OrdnungsJezt haben die Antisemiten auch die Marinevorlage be- find sehr erfreut über die Auslassungen des Grafen Bosadowsky. gesellen, die jetzt mit Schlangenschläne und Taubenmilde um seine willigt, wodurch wiederum der Etat für militärische Zwecke Sie haben daran nur noch auszusetzen, daß nicht den Worten ent- Stimme werben, die es aber hernach so sicher wieder verrathen auf lange Jahre hinaus kolossal gesteigert wird. Alle diese sprechend sogleich Thaten gethan werden zur gewaltsamen Unter- Stimme werben, die es aber hernach so sicher wieder verrathen großen Mehrausgaben werden nicht von den" tragfähigen beruhigen: Wenn Graf Posadowsty einen Reichstag nach seinem drückung der Sozialdemokratie. Die Hamb. Nachr." mögen sich werden, wie sie es bisher stets verrathen haben. Schultern" getragen, sondern wie früher wurde das alles Herzen zusammenbekäme, so würden alle ihre Wünsche bald erfüllt wiederum der breiten Masse des Voltes aufgepackt, die es werden. Hat doch Graf Posadowsky erklärt, daß er zur Zeit" nicht wahlrede auch über das Wahlrecht ausgesprochen. Herr Dr. Lieber hat sich in der schon gestern von uns zitirten durch indirekte Steuern und Zölle aufbringen muß. Und die für ein Ausnahmegesez gegen die Sozialdemokratie sei. für die Erhaltung des bestehenden Wahlrechts aus, da durch das Geldmänner der Börse haben für die erhöhte Börsensteuer- Die liberale Preise ist ebenfalls durch die Alarmtrommel felbe das Zentrum seine bedeutende Stellung im parlamentarischen die sie ja überhaupt auf das Publikum abzuwälzen verstehen des Staatssekretärs des Innern aufgescheucht worden. Sie wendet Leben gewonnen habe. Herr Dr. Lieber machte aber zugleich dem eine Entschädigung erhalten durch das rapide Anwachsen sich lebhaft gegen die Zärtlichkeiten des„ Gutachters" für die Agrarier." Rhein. Kourier" zufolge folgende Bemerkung: der Reichsschulden um 500 Millionen während der legten Dafür wird ihr wiederum von dem Ober- Sammelorgan, der" Post" Legislaturperiode, wofür sie die Zinsen, die das Volk auf- fratie ablente und die biederen Agrarier angreife. Die„ Nordd. der Tert gelesen, weil sie die Aufmerksamkeit von der Sozialdemo bringen muß, einheimſen. Allgem. Zeitung" sucht die Stilübng des Grafen Posadowsky Aehnlich blamabel war die Thätigkeit der Reformer auf möglichst harmlos au deuten; es sei ja gar keine Rede davon, allen Gebieten. Dem Handwerker und Gewerbe- daß die Regierung die extremen Forderungen" des Bündlerthums treibenden wollten sie helfen. Sie folgten in der Mittel- erfüllen wolle. Die Erhöhungen der Zölle auf die Nahrungsmittel standspolitik" durchaus dem konservativen Beispiele, be- der Boltsmasse sieht bekanntlich das Regierungsorgan schon garnicht geisterten sich für Innungszwang und Befähigungsnachweis. mehr als eine extreme Forderung" an. Darum geht es aber dem Mittelstand" heute um nichts besser seiner Einmischung in den Wahlkampf? Wir möchten es bezweifeln. Ist Graf Bosadowsky sehr befriedigt von den bisherigen Folgen als bevor dies neue Heil in Gestalt der Reformpartei erstanden war. Ja, sie haben den kleinen Mann" in Handel und Denn unter denen, die er sammeln wollte, hat er vorläufig nur Gewerbe nur geschädigt, denn unter dem Vorwand, der vermehrte Berwirrung angeftiftet. Uns aber hat der Graf eine rechte Wahlfreude bereitet. Landwirthschaft" helfen zu wollen, traten sie für was er vor einiger Zeit im Reichstage aussprach, das hat er jetzt Erhöhung der Brotzölle und die Kanig. Anträge von neuem bestätigt: ein, wodurch dem kleinen Bauern nicht geholfen, aber der un- Die besitzenden Klaffen Hand in Hand mit der Regierung geheuren Mehrzahl der Bevölkerung schwerer Schaden zugefügt wird. Auch für das Margarinegefeß traten fie ein, das ebenfalls den Bauern nichts nugt, wie dieselben jetzt selbst zugestehen, wohl aber dem kleinen Kaufmann erhebliche Unannehmlichkeiten bereitet. " " Der Tambourmajor der befitenden Klaffen. Das Gutachten" des Grafen Posadowsky kann eine größere Bedeutung nicht gewinnen. Immerhin ist die Presse der Sammelpolitik erfreut über den Wahlbrief, der den Kampf gegen die Sozialdemokratie predigt und der Landwirthschaft und den Mittelklassen vermehrte Hilfe zusagt. " follen gegen die Sozialdemokratie fämpfen. Regierung und Kapital, Rapital und Regierung sollen mit einander verbündet zu Felde ziehen gegen die Voltsmassen, die von ihrer ehrlichen Arbeit leben und nicht aus gefüllten Geldsäcken ein leichtes Dasein führen. Graf Posadowsky hat als Tambourmajor der besigenden Klassen seine Stücklein spielen wollen. Am lächerlichsten ist die Stellung der deutsch- sozialen Aber sein Trommelschlag wedt das Volt auf, das noch der Reformpartei zu den Arbeitern. Auch diesen machten sie Erwedung bedurfte, um sich gegen die Raubzüge der Brotwucherer alle möglichen Versprechungen. 8. B. sagt ihr Programm, und Wahlrechtszerstörer zu erheben. die Reichsgrenze folle gegen den Zuzug slavischer Arbeiter Und wenn am 16. Juni die deutschen Wähler ihre Stimmzettel gesperrt werden. Die Herren sind aber die intimsten Freunde gegen die Drohnen der kapitalistischen Klassen in die Urne werfen, des Bundes der Landwirthe", dessen Mitglieder gar nicht dann wird man sagen: Das hat Graf Posadowsky mit seinem genug slavische Arbeiter über die Grenze hereinbekommen Trommeln gethan! fönnen und alle Maßnahmen der preußischen Regierung zur Erschwerung dieses Zuzuges niederzureißen versuchen. " Wer untergräbt das Wahlrecht? Die„ Hilfe" brachte in ihrer legten Nummer die bald darauf Die Reformpartei fordert in ihrem Programm auch einen offiziös abgeleugnete interessante Mittheilung, daß ein bayerischer Marimalarbeitstag nach Eigenart der einzelnen Betriebe" Bundesraths- Bevollmächtigter einen Entwurf zur Abänderung des und Beschränkung der Nachtarbeit". Nun kämpfte die Sozial- Wahlre chts ausgearbeitet habe. Gegenüber diesem Dementi verdemokratie feit langen Jahren schon für den Schutz der sichert nun das national- soziale Organ, daß ihm die Mittheilung Bäckerei- Arbeiter und endlich gelang es, die bekannte Ber- bie Mittheilung, wie sie ihm zugegangen ist. Der betreffende Brief aus bester Quelle zugegangen. Das Blatt veröffentlicht num ordnung des Bundesraths zu veranlassen, durch die den Bäckergesellen 12stündige Nachtarbeit und 16stündige Tagarbeit als Maximum gewährt wird. Gegen diese überaus milde Bestimmung liefen die Arbeiterfeinde Sturm und in erster Linie waren dabei die Herren Reformer. Das Auflautet: Von unterrichteter Seite erfahren wir, daß schon im Jahre 1898 ein fertiger Plan zur Beseitigung des allgemeinen ReichstagsWahlrechts den leitenden konservativen Kreisen vorgelegen hat. Derselbe war vom bayerischen Bundesraths- Bevollmächtigten, gemacht haben. Zentrum und Wahlrecht. „ Es giebt auch in unserer Partei sehr gewiegte Männer, die sagen, das Wahlrecht ist nicht ohne Bedenken." beachten und im Gedächtniß zu bewahren. Es ist nöthig, diese Aeußerung des Zentrumsführers recht zu Herr Dr. Theodor Barth. Auch die Nation" leistet sich das thörichte Gerede über die Anreizung der Neaktion durch Wahlerfolge der Sozialdemokratie. Die Nation" des Herrn Barth schreibt: " " „ Sollte die Sozialdemokratie bei diesen Wahlen namhafte Gewinne an Mandaten und Stimmen erzielen, so wird man sich darauf gefaßt machen müssen, daß die Bestrebungen zur Beschrän tung des allgemeinen Wahlrechts mit erhöhtem Nachdruck auftreten und die Angst vor dem rothen Gespenst dann auch Elemente in das reaktionäre Lager führen wird, die bisher noch zu den Ver theidigern des allgemeinen Wahlrechts gehört haben. Nicht in der direkten Gefahr, die unserer Staats- und Gesellschaftsordnung von der Sozialdemokratie droht, sondern in der indirekten Gefahr, die den bürgerlichen Freiheiten erwächst aus der Angst vor der Sozialdemokratie, liegt das bedenkliche starter sozialdemokratischer Erfolge bei den Wahlen. Eben deshalb dürfen auch die Liberalen neben dem Kampf gegen das Agrarierthum die Zurückdrängung der Sozialdemokratie nicht außer acht laffen." Wir haben die Lächerlichkeit und Feigheit dieses freisinnigen Standpunktes gestern bei Gelegenheit ähnlicher Ausführungen der Voff. 8tg." aufgewiesen. Herr Barth aber macht uns das Vergnügen, feine Thorheit selbst zuzugestehen, und zwar in derselben Nummer seiner Nation". Auf Seite 1 der letzten Nummer der „ Nation", auf deren zweiter Seite die obigen Säge zu lesen sind, findet sich nämlich folgendes: Die Wahlen in Belgien sind noch etwas übler ausgefallen, als bisher vorausgesetzt wurde. Es ist überhaupt nicht gelungen, den Klerikalen auch nur den geringsten Abbruch zu thun. Damit ist hier von neuent eine Erscheinung hervorgetreten, die schon häufiger bei Wahlen beobachtet worden ist. In Stichwahlen geht die liberale Bourgeoisie lieber zur Reaktion über, als daß sie geneigt wäre, einen Sozialisten zu unterstützen, um auf diese Weise der Reaktion Abbruch zu thun; und selbst dann handeln zahlreiche' bürgerliche Elmente so, wenn die Sozialdemokratie durch ihre parlamentarische Schwäche gänzlich ungefährlich ist. Derartigen; Stimmungen verdanken die Kleritalen ihre Erfolge bei den Stichwahlen. Die Politik der Liberalen, die in solcher Haltung zum Ausdruck tommt, ist von Empfin Heute über acht Tage haft Du, arbeitendes deutsches Volk, an die Urne zu schreiten. Laß Dich von niemand, wer es auch sei, an der freien Ausübung Deines Wahlrechts behindern. Kehre Dich weder an die Drohungen noch an die Schwindeleien der Gegner. Behalte fest im Auge, daß durch die jetzige Wahl entschieden wird, ob das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht zum Reichstage, ob das Koalitionsrecht und die Freizügigkeit weiter bestehen sollen, oder ob die Feinde dieser für Dich so außerordentlich wichtigen Rechte siegen und damit dem Triumvirat Stumm- Posadowsky- Miquel die Macht verschafft werden soll, diese Grundrechte des arbeitenden Volkes zu durchbrechen, um jeden erfolgreichen Widerstand gegen ihre abenteuerliche Politik unmöglich zu machen, die, wenn ihr nicht Einhalt geschieht, das deutsche Volt früher oder später an den Rand des Verderbens bringen muß. Gegen das System Stumm- Posadowsky- Miquel! Das ist die Aufgabe am 16. Juni. Und nur unterm Banner des Sozialismus ist der Sieg möglich. Arbeitendes Volt in Stadt und Land, ob Du am Amboß oder hinterm Pfluge, bei der Studirlampe oder im Bureau Dich mühst und darbst, gieb am Wahltage Deine Stimme den Kandidaten der Sozialdemokratie! Stimmzettel in Berlin. dungen, aber nicht von fühlen politischen Erdie Sozialdemokraten Elend, Hungersnoth und Revolution über die spiegelungen macht, um es unter systematischer Verhüllung ihrer wägungen der zwedmäßigkeit dittirt." Völker Europas gebracht! staats- und autoritätszerstörenden, arbeits- und erwerbsfeindlichen Also: In Deutschland räth Herr Barth den Liberalen, die O, ihr Lügenbrut, mit euch soll am 16. Juni abgerechnet Biele, zu einem brauchbaren Werkzeuge ihrer Umsturzpläne zu Sozialdemokraten eifrig zu bekämpfen zur Freude des Junkerthums! werden. machen. Was speziell speziell die breiten Schichten der Unterund in Belgien wird den Liberalen, wenn sie nicht ausnahmslos beamten angeht, so haben diese noch in der allernenesten mit Sozialdemokraten gegen die Klerikalen gehen, Mangel an die Erfahrung wie machen können, Nach einer uns zugegangenen Mittheilung ist die frei- Beit weitgehende ,, tühlen politischen Erwägungen der Zweckmäßigkeit" vorgeworfen. Herr Barth hat sich mithin selbst das Zeugniß ausgestellt, daß sinnige sowie die konservative Partei in Berlin bereit, für Fürsorge die Regierung für Aufbesserung ihrer materiellen Lage entwickelte. Diese Beamtenkategorien werden nicht unbeachtet lassen, er es bei seiner Wahltaktit in Deutschland an" kühlen politischen die Stimmzettel gleiches Format und Papier zu verwenden. Unsere daß auch die nächsten Etats sowohl im Reiche wie in Preußen Erwägungen der Zwedmäßigkeit" fehlen läßt. Wahlkomitees oder Vertrauensleute wollen sich, soweit dies noch weitere Verbesserungen ihrer materiellen Lage in Aussicht nehmen.... nicht geschehen, mit den Wahlkomitees der genannten Parteien un- Die Beamten wissen, was Monarchie und Baterland am Wahltage verzüglich in Verbindung setzen. von ihrer gewissenhaften Pflichttreue erwarten und werden nicht ermangeln, die ihnen in dem eingangs mitgetheilten Erlaß zugedachte Erleichterung der Ausübung ihres Wahlrechtes zu benutzen, um auch wirklich zur Wahlurne zu gehen und ihre Stimmen für Kaiser und Reich, gegen den Umsturz, in die Waagschale zu legen." Dies Zeugniß fönnen wir durchaus unterschreiben. Konservative Wahldreiftigkeit. Die Kons. Korresp." bringt einen Artikel über Sozialdemo fratische Flugblätter. Derfelbe enthält in der Hauptsache unwissendes Gerede über gesellschaftliche Entwickelung und Butunftsstaat", womit wir uns nicht zu befassen brauchen. Werthvoller sind einige Stellen des Artikels, in denen die Kons. Korresp." die Konservativen als Schüßer der Rechte und der Wohlfahrt des arbeitenden Volkes hinstellt. Man höre: Kommunisten, Mordbrenner, Verbrecher. Wie schwächlich die Waffen sind, die gegen die Sozialdemokratie im Wahlkampfe zur Verfügung stehen, gestehen unsere Gegner selbst ein, indem sie weit hergeholtes Zeug, so die Pariser Kommune, und noch dazu ganz falsche Darstellungen in Geschichtsfälschungen und Verzerrungen den Wählern vorführen. Obgleich die Kommune von 1871 mit den deutschen Reichstagswahlen von 1898 „ Die sozialdemokratische Flugblatt- Agitation beruht theils auf nicht das mindeste zu thun hat, nimmt sie doch einen Univahrheit, theils auf Verschleierung der wahren Ziele der Sozial- breiten Raum in der Wahlagitation ein. Und auf grund der demokratie. So heißt es in einem solchen Schriftstücke: Das Kommune Schilderungen nennt man die deutschen Arbeiter Jahr 1898 gleicht dem Jahre 1878 insofern, als heute wie da- Kommunisten, Mordbrenner und Verbrecher". Gegen die erste Bemals ein Beutezug gegen die Taschen des ar- zeichnung haben wir nichts einzuwenden; wie weit die Bezeichnung beitenden Volts unternommen werden soll." In einem Mordbrenner, Verbrecher auf die Kommunards, und von anderen ist zu lesen:" Die Großgrundbefizer wollen Euch das diesen auf uns geschlossen, berechtigt ist, wollen wir an der Hand Koalitionsrecht wie auch das Vereinsrecht überhaupt einer Darstellung zeigen, die nicht von sozialdemokratischer Seite her sowie auch das Wahlrecht nehmen." Mit solchem Schwindel rührt. Wir lassen hier aus einer wissenschaftlichen Darstellung eines östersucht man Stimmen zu fangen!" reichischen Richters, die sich in dem soeben erschienenen ersten Bande des Handwörterbuchs der Voltswirthschaft, herausgegeben von Professor Dr. Ludwig Elster, Geh. Reg.- Nath und Vortragenden Nath im Ministerium der Geistl., Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten in Berlin findet, einige Säge folgen: Also die sozialdemokratischen Flugblätter haben geschwindelt, fagt die Konf. Sorresp.". Die Flugblätter haben gesagt, daß die Kornzollpolitik von 1878 den Beutezug des Junkerthums einleitete. Sie haben gesagt, daß jetzt wieder ein solcher und ein noch größerer Beutezug beabsichtigt wird, indem die Zölle weiter kolossal erhöht werden sollen. Das sind feststehende Thatsachen. Wo sind die Schwindler? Weiter soll es Schwindel sein, daß die Junker das Koalitionsrecht, das Vereinsrecht, das Wahlrecht nehmen wollen. Aber im Sommer 1897 fämpften die Junker einen heißen Kampf, um die lex Recke durchzusetzen, die eine völlige Vernichtung des Vereinsund Koalitionsrechtes der Arbeiter anstrebte. Und gegen das Wahlrecht haben sie seit Jahren minirt und miniren selbst heut während des Wahlkampfes dagegen, wie tausend Beispiele erwiesen haben. Das sind feststehende Thatsachen. Wo sind die Schwindler? Die Kons. Korresp." schreibt alsdann noch: ,, Nun bitten wir zu beachten, daß die Sozialdemokraten der von konservativer Seite giterst angeregten sozialpolitischen Gesetzgebung stets die größten Hindernisse bereitet, daß fie gegen alle arbeiterfreundlichen Gesetze gestimmt und versucht haben, fie durch Erhebung unmöglicher Forderungen zu Falle zu bringen. Gerade diesem arbeiterfeindlichen Auftreten der Sozialdemokratie ist von unserer Seite stets entgegengehalten worden, daß die fundamentale Besserstellung der Arbeiter nicht mit einem Schlage, sondern nur durch stetigen planmäßigen Ausbau der Gesetzgebung erreicht werden könne." Die Konservativen sollen die sozialpolitische Gesetzgebung zuerst angeregt haben. Thatsächlich aber sind die Konservativen sowie die Regierungen erst durch die wachsende Macht der Arbeiterbewegung zu der sozialpolitischen Gesetzgebung herangeschleppt worden. That sächlich haben sie über die Lasten der sozialpolitischen Gesetzgebung stets gejanimert und haben alle Kosten von sich ab und auf die armen Arbeiter zu legen versucht, was ihnen ja auch in sehr hohem Maße gelang. Das töstlichste aber ist, daß die„ Kons. Korresp." zu behaupten fertig bringt, ihre Partei wolle die fundamentale Besserstellung der Arbeiter durch stetigen planmäßigen Ausbau der Gesetzgebung" er reichen. Thatsächlich aber ist die konservative Partei jedem Versuch der Arbeiter, sei es durch Organisation, sei es durch die Gesetzgebung ihre Lage auch nur ein wenig zu verbessern, aufs allerbrutalste entgegengetreten. Thatsächlich ist durch die konservativen Quertreibereien die soziale Reform gänzlich eingeschlafen. Das sind wiederum feststehende Thatsachen. Wo find die Schwindler? Man muß es der„ Konf. Korresp." lassen, mit den oben zitirten Ausführungen hat sie wohl den Nekord im ordnungsparteilichen Wahlgelige erreicht. Was wird nun noch tommen? Du sollst nicht lügen! " Wenn die Unterbeamten von offiziösen Versprechungen satt werden könnten, wenn sie taub wären für die Reden der Minister bei den Erörterungen der Gehaltserhöhungen, wenn sie blind waren für die Leistungen der Sozialdemokratie für die Proletarier der Hand und der Feder, für den Zwang, den das Eintreten der sozialdemokratischen Abgeordneten für ihre Interessen auf die Regierungen ausübt, dann müssen sie Herrn Schweinburg und Herrn v. Miquel folgen, und Sammlungspolitiker wählen, die ihnen selbst das Petitionsrecht rauben wollen, die ihnen das Vereinigungsrecht zu verstümmeln bemüht find, die ihnen das Recht der freien Meinungsäußerung bestreiten. Wir wissen, Herr Schweinburg und Herr v. Miquel glauben selbst nicht an einen Erfolg ihres angsterfüllten Appells. Arbeiter- Wochenkarten am Wahltage. Dem Beispiel unserer badischen Landtags- Abgeordneten folgend, hatten auch die sozialdemokratischen Vertreter im bayrischen Landtag an die Generaldirektion der Eisenbahn das Ersuchen gerichtet, den außerhalb wohnenden Arbeitern vermehrte Fahrgelegenheit am Wahltage zu gestatten. Darauf ist dem Abgeordneten Scherm von der Generaldirektion folgende zustimmende Antwort zugesandt worden: " Dem im geschätzten Schreiben vom 27. Mai ausgesprochenen Wunsche gemäß haben wir verfügt, daß am 16, Juni, sowie am Tage der Stich oder Nachwahlen in jenen Bezirken, in welchen solche stattfinden, die Arbeiter- Wochenkarten zu allen Zügen, zu denen sie nach den sonstigen Bestimmungen berechtigen, ohne Rücksicht auf die Tageszeit, zu der die Züge verkehren, zugelassen werden. " Es kam zu einem achttägigen Straßenkampfe, der von beiden Seiten mit schonungsloser Grausamkeit geführt wurde. Unerhört war, auch im Vergleiche mit 1848, die Nache der Sieger an den niedergeworfenen Föderirten". Nach den amtlichen Ermittelungen sollen ihrer 6500, nach den Behauptungen der Kommunalisten 20 000 Männer, Weiber und Kinder in den Straßenkämpfen und unmittelbar nach denselben getödtet worden sein, und über 18 000 wurden später friegsgerichtlich verurtheilt, das runter 7500 zur Deportation. Ihrerseits hatten sich auch die " Föderirten" viele Unthaten zu schulden kommen lassen: die Ermordung der Generale Lecomte und Thomas, die Zerstörung der Auch von der Eisenbahndirektion Maina ist einem ähnlichen Vendômesäule, die Erschießung von 63 Geißeln, Brandstiftungen in Gesuch stattgegeben. Wir möchten mur wünschen, daß auch in größtem Umfange, die letzteren freilich meist erst zu einer Preußen die Eisenbahndirektionen ein gleiches Ents. Beit, als bereits jede Autorität und Leitung gegenkommen zeigen. Für die zahlreiche Bevölkerung der innerhalb der Kommune aufgehört hatte. Zum Bororte der größeren Städte, besonders auch für Berlin ist es ein Schluß möge noch die absolute Integrität ber dringendes Erforderniß, daß den Wählern, die am Wohnort ihr Kommuneregierung und ihrer Organe in Geldfachen Wahlrecht ausüben und in Berlin arbeiten, die Rüdfehr auch vor registrirt werden. Sie zeigte sich am besten darin, daß die 4 1hr, dem jezt festgesezten Zeitpunkt, gestattet wird. Der Andrang 3 Milliarden der Bank von Frankreich von der Kommune nicht würde sonst am Abend im Wahllokal so zahlreich sein, daß viele angetastet wurden." verhindert werden könnten, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. So urtheilt ein Gegner in einem Werke, das von einem hohen preußischen Staatsbeamten, dem Begründer eines Vereins gegen die Sozialdemokratie herausgegeben ist. Sicherlich läßt sich von unserem Standpunkte weit mehr für die Kommunards sagen, weit schärfer gegen die Versailler Ordnungshelden urtheilen. Aber selbst die von uns angeführte gegnerische Darstellung zeigt, daß Verbrecher und Mordbrenner unter den für die Kommune verantwort lichen Personen nicht vorhanden waren, daß aber die Ordnungshelden sich mit schmählichen Verbrechen befleckt haben. Schmach und Schande hat gerade die Ordnung" bei der Riederwerfung der Kommune auf sich geladen. " Großen Nerger Reichstags: Kandidaturen. Politische Uebersicht. Berlin, den 8. Junt. empfindet die„ Germania" über die rührige Agitation unserer Ges noffen unter der gut katholischen Bevölkerung Oberschlesiens". namentlich unter den Polen. Die Flugschriften, in polnischer und: deutscher Sprache abgefaßt, würden überall hin tolportirt, von Haus zu Haus, von Stube zu Stube und auf Wochenmärkten würden sie zu Tausenden verbreitet und fönnen wir hinzufügen, auch gern gelesen. Der Inhalt der Flugblätter, worin der gut katholischen. Bevölkerung" das wahre Gesicht des Zentrums gezeigt wird, findet natürlich ebenso wenig den Beifall des Zentrumsblattes. Es schimpft Was würden unsere Gegner sagen, wenn wir in ihrer unwür- daher auch gewaltig auf die„ bezahlten" Agitatoren, auf Morawski digen Weise den Wahlkampf führen wollten und, um blos und auf den von der Parteitasse nach Oberschlesien geschickten" vom lieben Vaterlande zu reden, die Maitreffenwirthschaft Agitator Winter. Wird dem frommen Blatte alles nichts nügen:; ehemaliger deutscher Landesherren, den Verkauf von Landes- am 16. Juni wird sich zeigen, wie sehr die Sozialdemokratie auc findern an die Engländer, die zahllosen uneingelösten Versprechungen in den alten Domänen des Zentrums Fortschritte gemacht hat deutscher Fürsten, die Behandlung der besten deutschen Männer durch die herrschenden Klassen, die Verfolgungen der Burschenschaften, die Demagogenriecherei, die Schandthaten der heiligen Allianz, die zahlDas älteste Mitglied des vorigen Reichstags, der Zentrums- 1 lofen aus Ländergier unternommenen Kriege, die Verfolgung Wal- abgeordnete Dieden( geb. am 17. Dezember 1810) ist im Wahlkreise deck's und Ladendorf's, Stieber's und Hindeldey's Thaten, die Bernkastel- Wittich wieder als Wahlkandidat aufgestellt worden. Gründergeschichten 2c. 2c. im Wahlkampfe vorführen wollten. Jm Wahlkreise Brandenburg- Westhavelland haben die Vertrauens Wenn wir aus der Geschichte unserer Gegner aus ver- männer des Bundes der Landwirthe einstimmig beschlossen, für den gangenen Beiten zu erzählen beginnen wollten, dann würden die tonservativen Kandidaten Landrath v. Loebell- Rathenow einzutreten. Jm 4. Nassauischen Reichstags- Wahlkreise ist der Landtags= Ein schönes Konsortium hat sich im Wahlkreis Teltow- Beeskow- gegnerischen Parteien bald mit ihrer blöden Wahlmache aufhören. Abgeordnete Fabrikant Schaffner zu gunsten des vom Bunde der Charlottenburg gegen unseren Parteigenoffen 8 ubeil zusammenUnkenntniß des Gesetzes bei Amtsvorstehern. Landwirthe aufgestellten und von den Konservativen unterstützten gefunden. Einer sucht den andern an Gemeinheit und Niedertracht zu übertreffen. Mit der Thatsache, daß zur Vertheilung von Flugblättern und Landwirths Hagmann zurückgetreten. Jetzt ist für den konservativen Kandidaten Stimmzetteln vom Tage der Ausschreibung der Wahl eine polizeiSuperintendent Vorberg ein Flugblatt verbreitet, das von liche Erlaubniß nicht erforderlich ist, können sich trotz des flaren Gemeinheiten der niedersten Sorte trout. Mit einer Dreistig: Wortlautes des§ 43 der Gewerbe- Ordnung einige Amtsvorsteher feit werden die ungeheuerlichsten Lügen ausgestreut, die weit noch immer nicht befreunden. Dies beweist wieder ein Strafbefehl auf über das Maß hinausgehen, was wir sonst von unberufenen Ber- noch immer nicht befreunden. Dies beweist wieder ein Strafbefehl auf Ber- 15 M. seitens des Amtsvorstehers von Ströchlendorff gegen einen unserer tretern der christlichen Stirche gewohnt find. Es scheint den Herren Parteigenossen, der, wie es im Strafmandat heißt, am 19. Mai inbes Bundes der Landwirthe" alle Mittheilungen über ihre In der Falle. Mit dreister Stirn erklärte die Leitung ob der Sudelei, die sie verübten, selbst das Gefühl gekommen zu Haßleben mnd Mittenwalde im diesseitigen Amte sozialdemokratische sein, daß kein anständiger Mensch diesen Schmutz der Deffentlichkeit Flugblätter ohne diesseitige Genehmigung auf offener Straße ver- unsauberen Geschäftspraktiken für unwahr. Aber der Beweis gegenüber vertreten kann, denn in dem Flugblatt fehlt die Unter- lugblätter für die Uebervortheilung der arglosen Bundesmitglieder bei zeichnung einer verantwortlichen Person. Als Eideshelfer für die heilt hat. Bon jedem Arbeiter fordert man genaueste Kenntniß aller mög- den Thomasphosphatgeschäften ist vollständig erbracht. Er ist, Gassenbuben, die sich in dem Flugblatt auspöbeln, muß der Korblichen Gesetzesbestimmungen, und ein Hüter des Gesetzes stellt sich wie wir vorgestern ausführten, erbracht durch die Schilderungen, macher Fischer herhalten. Ein Mann, der mehrmals wegen Körper bloß durch Unkenntniß der dem einfachsten Manne bekannten Be welche die technische Abtheilung des Bundes selbst in der verlegung vorbestraft ist, dient dem Herrn Superintendenten als Stimmungen der Gewerbe- Ordnung! Deutschen Tageszeitung" geben mußte. Das Leugnen der Empfehlung seiner Person und feiner Partei. Das ist eine schöne stimmningen der Gewerbe- Ordnung! Gesellschaft, die sich dort zusammenfindet. Die Arbeitervertreter, so Bündler erweist sich als ein frivoles Gaukelspiel, mit dem die heißt es in dem Flugblatt, sind die Drohnen, die die Arbeiter haben im Kreise Reichenbach- Neurode begonnen. In Steinfeifersdorf Herren sich aus ihrer tödtlichen Verlegenheit herauszuhelfen groschen aufzehren und die Arbeiter auf den Zukunftsstaat ver- fand am letzten Sonntage eine Wahlversammlung statt, zu der die suchen. srösten. Nimmt sich eine solche Beschimpfung nicht recht Einladungen mündlich durch den Gemeindediener erfolgten. Aus Zu all dem Beweismaterial, das zur Ueberführung der artig von einem Diener der christlichen Kirche aus? Faulbrück berichtet die tonservative Rundschau" ähnliches. Aller biederen Bauernfreunde übergenug hinreichte, veröffentlicht Wenn von Arbeitergroschen die Nede, so sollten die Herren Wahrscheinlichkeit nach wird dies in den ländlichen Orten des Kreises doch an ihre eigene seit Jahrhunderten geübte Bragis denken. Es vielfach, wenn nicht überall geschehen. Wir können unseren Barteigiebt in der Kirche eine sehr wichtige Person, die nach Schluß der freunden nur empfehlen, das Material zu sammeln, um es im gottesdienstlichen Handlung am Ausgang Aufstellung nimmt und geeigneten Falle als Wahlproteft zu benutzen. jedem die Sammelbüchse unter die Nase hält, in die leider noch zahlreiche Arbeiternickel verschwinden, ganz abgesehen davon, wie tief der Arbeiter in die Tasche greifen muß, wenn er das Unglück hat, mit der christlichen Friedhofs- Verwaltung in Berührung zu kommen. Wo bleiben die Arbeitergroschen? Und werden Sie, Herr Superintendent, nicht auch von Arbeitergroschen bezahlt, die heute durch die Steuern einlaufen? Die Groschen, die die Arbeiter aufbringen für ihre politische Agitation und ihre Interessenvertretung, find freiwillig, die Summen, die sie aufbringen für die Leute, die fie beschimpfen und in den Koth ziehen, sind durch den Zwang geivonnen. Das ist der Unterschied. Und nun erhebt ein Anhänger der Junker und Brotwucherer gegen uns den Vorwurf, wir seien schuld an den hohen Getreidepreisen. Der Vorwurf ist zu albern, als Daß verständige Menschen darauf antworten, eine solche freche Behauptung steht einzig da. Bebel's Kritik der Militärmißhandlungen wird als ilnivahrheit bezeichnet und der verlogene Polizeiagent Normann Schumann wird zitirt, um zu bezeugen, daß Bebel Falsches unter feinem Eid ausgesagt habe. Und damit der Unsinn voll wird, haben Die amtlichen Wahlbeeinfluffungen Stimmabgabe der Beamten. Der Reichs- Anzeiger" schreibt: Das Staatsministerium hat beschlossen, an sämmtliche Herren Ressortminister das Ersuchen zu richten, durch geeignete Anordnungen dafür Sorge zu tragen, daß den Beamten ihrer Ressorts die Ausübung des Wahlrechts am Tage der Reichstagswahl möglichst erleichtert werde. Interessant wird diese an sich ja vernünftige Entschließung des Staatsministeriums fonmentirt von den Miquel offigiösen Berl. Pol. Nachr.". Dieselben schreiben: 9 " 1 " Vorstehender Erlaß ist sicherlich den weitesten Kreisen des kaiser- und königtreuen Beamtenthums wie nicht minder der Bevöfferung, soweit fie überhaupt monarchische und deutsche Gesinnung hegt, aus der Seele gesprochen, da seine Spize sich offensichtlich gegen die Sozialdemokratie richtet. Letztere hat ja ihr wahlagitatorisches Augenmerk in ganz hervorragendem Maße auch auf die Kreise des Beamtenthums gelenkt, dem fie alle erdenklichen Vor" jegt der nationalliberale" Hannover'sche Kourier" noch eine genauere Schilderung der geschäftlichen Verhältnisse zwischen genauere Schilderung der geschäftlichen Verhältnisse zwischen der Bundesleitung und den rheinisch- westfälischen Thomasphosphat- Fabriken. Das Blatt schreibt: " Die Deutsche Landwirthschaftsgesellschaft hatte mit den rheinisch- westfälischen Thomasphosphat- Fabriken einen Vertrag abgeschlossen auf Lieferung von Thomasmehl an die Mitglieder der D. L. G., und zwar zum Preise von 24 Pf. Parität Oberhausen, 282 Pf. Parität Ostseehäfen. Darauf sollte die D. L. G. nach Abwickelung der Geschäfte einen Rabatt vonu 30 M. auf den Doppelwagen erhalten. Dem Bund der Landwirthe war jedoch dieser Rabatt( richtiger Vermittlerprovision) zu gering, und es wurde deshalb, da die rheinisch- westfälischen Phosphatfabriken einen höheren Rabatt nicht geben wollten, der Bund ihn aber verlangte, unterm 23. Januar 1896 zwischen der Bundesleitung und den rheinisch- westfälischen Thomasphosphat- Fabriken ein Vertrag abgeschlossen, wonach den Mitgliedern des Bundes das Thomasmehl zu einem höheren Preise, nämlich von 25 Pf. Parität Oberhausen und 29% Pf. Parität Ostseehäfen geliefert werden solle. Dafür solle der Bund statt 30 Mart Rabatt 45 Mark erhalten. Nur unter gewissen Bedingungen| griffen in schärfster Weise Rochefort und die nationalistischen De- I schonen. Das Mädchen war, als es dies schrieb, in der schlimmsten folle zu dem niedrigeren Preise geliefert und dann der Rabatt putirten an. Die Reden wurden mit den Nufen:" Nieder mit Lage. Infolge eines Gehörleidens hatte es alle ihre früheren auf 30 M. herabgesetzt werden. Rochefort",„ Nieder mit Esterhazy" aufgenommen. Nach der Ver- Stellungen eingebüßt und mußte sich seit langer Zeit mit einer Thatsächlich haben die rheinisch- westfälischen Thomasphosphat- fammlung zogen die Theilnehmer an derselben vor das Gebäude Aufwartestelle begnügen, die ihm nur 12 M. monatlichen Verdienst Fabriken im Jahre 1896 zirka 1132 Doppelwaggons zu dent er- des" Intransigeant". Unter Hochrufen auf Zola wurden dort die einbrachte. Nach der Abrechnung der Miethe blieben ihm zur Be höhten Preise und mur 260 Doppelwaggons zu dem niedrigeren Fenster eingeschlagen. streitung des Lebensunterhaltes nur noch 6 M. Bei der Urtheils-, Preise berechnet. Daraus ergiebt sich der in unserer ersten Mitverkündigung erklärte nun der Vorsitzende des Landgerichts, Land-" theilung erwähnte Extragewinn für die Bundeskaffe auf Kosten der gerichts- Direttor Stüber: Thomasmehl durch Vermittelung der Bundesleitung beziehenden Bundesmitglieder. " 15 Mart als, Egtra Preisdifferenz", in Summa 45 Mart für je 10 000 Kilo gewähren wird. Quod erat demonstrandum." Niederlande. Haag, 8. Juni. Die erste Kammer hat einen Gesezentivurf betreffend die Aufnahme einer Anleihe für Indien im Betrage von 55 Millionen angenommen. England. " ,, Vom menschlichen Standpunkte aus möchte der Gerichtshol freisprechen. Der Zeuge Müller hat eine moralische Pflicht, für Unser Gewährsmann für diese Darlegungen ist err das Kind zu sorgen. Das Kind ist sein Kind! Er hat ja auch Dr. Röside, der zweite Borsigende des Bundes, mur den Einwand des Vorlebens dagegen erhoben, dagegen hat er London, 7. Juni. Unterhaus. Lord Hamilton be selbst, also gewiß eine in diesem Falle über jeden Zweifel erhabene antragt eine Resolution, welche die Regierung zur Aufnahme einer nicht abgeleugnet, daß es sein Kind ist. Nur aus Autorität. In dem Korrespondenzarchiv des Bundes der Land- indischen Anleihe von zehn Millionen Pfund Sterling in rein äußerlichen Gründen hat er sich seiner Verpflichtung wirthe, Abtheilung II, wird sich jedenfalls eine Kopie oder der England ermächtigt. Dieselbe soll erstens den 8wed haben, fällig entzogen, was um so schwerer ins Gewicht fällt, als Entwurf des von Herrn Dr. Röfice unterzeichneten, in Form werdende Obligationen, welche zu hohem Binsfuß fontrahirt sind, ihn nicht die Noth zu einem solchen Verhalten zwang, eines Schreibens gehaltenen Vertrages vom 23. Januar 1896 bedenn als Leiter einer Fabrik war ihm die Möglichkeit zur Pflichtfinden, in dem das Obige festgestellt wird: daß nämlich die einzulösen und jetzt durch Obligationen mit niedrigerem Binsfuß erfüllung gegeben. Im juridischen Sinne liegt aber eine versuchte Bundesmitglieder im Jahre 1896 das Thomasmehl zu 25 resp. au erseßen. Zweitens soll dieselbe zur Ausdehnung des EisenbahnErpressung vor. Der Gerichtshof mußte daher verurtheilen. Leider 29/2 Pf. erhalten sollen und daß auf diese den Mit- neges in Indien verwandt werden und drittens zur Bildung eines ist die niedrigste Strafe eine Woche Gefängniß und unter dieses Refervefonds für Zeiten der Hungersnoth oder eines Krieges dienen. Strafmaß fonnte gliedern in Rechnung zu stellenden( erhöhten) Indiens Staatsschuld werde dadurch nur um 2615 000 Pfund verleider!- nicht herabgegangen werden." Preise die Attiengesellschaft dem Bund der mehrt. Hamilton bespricht hierauf das bereits bekannte indische verständlich auch die Magdeburger Voltsstimme". Ju Den Bericht über diese sensationelle Verhandlung brachte selbstfürfe Mart In Landwirthe für je 10 000 kilo außer den 15 Mar Budget. Das Defizit des laufenden Jahres betrage nur 6 095 000 Zehn der Nummer vom 8. Juni schreibt nun unser Bruderorgan: Rabatt" und 15 Mart Provision", die auch der Deutschen Landwirthschaftsgesellschaft zugebilligt waren, no hauptsächlich dem anhaltenden Steigen des Wechselfurſes zuzu- gemeinen Bemerkungen begleitet, die bezug nahmen auf örtliche Rupien trotz Hungersnoth, Pest und Krieg. Dies Resultat sei „ Dieser Artikel( der erwähnte Bericht) wurde von uns mit allschreiben. Das Unterhaus nahm die Resolution Lord Hamilton's ohne Ab- Verhältnisse. Fabrikdirigent Müller fandte uns Berichtigungen, die wir, da sie Angriffe gegen das von ihm verlassene Mädchen entDurch dieses Beweismaterial ist die Bundesleitung end- stimmung an. Belfast, 7. Juni. Die Tumulte zwischen den Orangisten und hielten, nicht aufnahmen. Schließlich beruhigte er sich mit einer giltig überführt, ihre Mitglieder widerrechtlich übervortheilt zu den Nationalisten haben sich erneuert. Ausgebrochene Pflastersteine, Berichtigung, die dem Sachverhalt und dem Preßgesetz entsprach. haben. Sie ist überführt, ihren Bundesmitgliedern höhere Preise Biegelsteine und Stangen wurden gebraucht. Auf beiden Seiten Damit glaubten wir, die Angelegenheit sei erledigt. Das war berechnet zu haben als sie durfte und die Differenz in die lamen viele Verlegungen vor. Starle Polizeiaufgebote zerstreuten jedoch nicht der Fall. Der Staatsanwalt hat sich der politischen Zwecken dienende Bundeskasse geworfen beziehent- die Ruhestörer, indem sie von ihren Stöcken Gebrauch machten und lich für Tantièmen an die Bundesbeamten verwendet zu viele aus der Menge verwundeten. Hierauf wurde die Ruhe wieder Sache angenommen, er hat, öffentliches Interesse haben. Sie ist überführt, ein kaufmännisches Geschäft be- hergestellt, indeffen werden neue Ausbrüche befürchtet. Während des borliegend erachtend, Beleidigungstlage gegen trieben zu haben, ohne die für solche Betriebe vorgeschriebenen Tumultes wurden zwei große Gasthäuser demolirt und die Fenster den Redakteur Müller angestrengt." Wenn es sich, wie anzunehmen ist, um einen Prozeß wegen gesetzlichen Bestimmungen innezuhalten. von vielen Kaufhäusern zertrümmert. Beleidigung des vom Berliner Landgericht unseres Erachtens moralisch verurtheilten Fabrikdirigenten Alfred Müller aus Calbe handeln sollte, dann wird wohl nicht nur in den Kreisen der deutschen Arbeiterwelt, sondern in allen Streifen der Bevölkerung bis hinauf in die höchsten Regionen der Eindruck dieses Prozesses der sein, daß die Staatsanwaltschaft in Magdeburg der bestehenden Gesellschaftsordnung einen sehr fragwürdigen Dienst geleistet hat, in dieser Sache überhaupt Klage zu erheben. Gerichts- Beifung. " muß. " Partei- Nachrichten. Uebrigens ist dieses Geschäftsverfahren der Bundesleitung nicht das einzige der Art. Es scheint vielmehr, daß dieselbe bei allen ihren Geschäften in gleicher Weise verfahren ist, wie in In Solingen sprach am Sonntag Liebknecht in einer der Thomasphosphatmehl- Angelegenheit. Wenigstens erhält wählerversammlung, die nach der Schäßung der„ Bergischen die Voff. 3tg." folgende Mittheilung über eine andere gleich Arbeiterstimme" von mindestens 2000 Personen besucht war und ehrende Geschäftspraris des Bündlerthums: polizeilich abgesperrt werden mußte. Mit großer Mehrheit beauf " Der Vorstand des Bundes der Landwirthe will in der nächsten tragte die Bersammlung das Wahlfomitee mit der Leitung Beit Stellung nehmen zu den„ Verunglimpfungen der liberalen des Bureau's, Bureau's, gegen welchen Antrag die Anhänger Schu Preffe" in der Thomasmehlfrage. Vielleicht wird der Vorstand bei macher's vergeblich Einspruch erhoben hatten. Liebknecht wies dieser Gelegenheit auch des Vertrags sich erinnern, der zwischen in seinem Vorträge auf das traurige Schauspiel hin, daß in dent Bund der Landwirthe und dem Allgemeinen Deut Solingen, wo Herr v. Miquel den Ruf zur Sammelpolitik ertönen Gegen den Reichstags- Abgeordneten Schriftsteller Arthur schen Versicherungsverein" in Stuttgart besteht und ließ, die Sozialdemokraten sich in den Haaren liegen. Es möge zu- Stadthagen wurde gestern vor der achten Strafkammer des Landkraft dessen dieser Verein von den Prämien der Bundesgegeben werden, daß Schumacher früher sehr angegriffen worden ist gerichts I eine Anklage wegen Beleidigung der preußimitglieder 10 v. H. an die Bundestasse abführen und daß er Gründe hatte, sehr unzufrieden zu sein. Aber was habe ichen Polizeibeamten verhandelt. Die Anklage hat schon Selbstverständlich haben von diesem Einkommen der man heute mit den früheren Streitigkeiten zu thun? Es handele einmal dieselbe Strafkammer beschäftigt, die am 29. September Bundestasse die in Haftpflicht versicherten Mitglieder des Bundes der sich jetzt darum, daß Schumacher auf dem Hamburger Parteitage vorigen Jahres auf Freisprechung erkannte. Auf die BeLandwirthe nicht die leiseste Ahnung, ebenso wenig wie die den gegen gewisse Bedingungen erklärt hat, eine Kandidatur nicht mehr rufung des Staatsanwalts hat das Reichsgericht das erste Urverschiedensten Barteirichtungen angehörigen Mitglieder des All- annehmen zu wollen. Diese Bedingungen seien soviel wie möglich theil aufgehoben und die Sache an die Borinstanz zurückgemeinen Deutschen Versicherungsvereins" von dieser Unterstützung erfüllt werden. Nachdem Schumacher feierlich auf sein Mandat ber- gewiesen. Es handelt sich um einen von dem Angeklagten am der Bundesagitation durch ihren auf Gegenseitigkeit beruhenden zichtet hat, sei es ein schweres Verbrechen gegen die Parteidisziplin, 14. Januar 1897 auf der Bockbrauerei gehaltenen Vortrag über das Verein etwas erfahren. Die Einnahme des Bundes aus daß er sich wieder aufstellen ließ. Den Schmerz hätte er seinen Thema„ Polizei und Presse". An der Hand geschichtlicher Ereignisse dieser Prämienprovision, über die sorgfältig Buch ge- Freunden in der Fraktion, zu denen Liebknecht gehörte, nicht anthum geißelte er darin besonders das Spigelthum und soll nach den Aufführt wird, beträgt rund 18 000 Mart jährlich." sollen. Und das thue Schumacher in einer Beit, wo wir der zeichnungen des überwachenden Polizeilieutenants von schmutzigen Der Bund der Landwirthe" betreibt auf politischem Gebiete Ginigkeit mehr als je bedürfen, denn unsere höchsten Volks- Subjekten" und von" Zuchthäuslern", die bei der Polizei und das allgemeine Wahlrecht, angestellt würden, Ausdrücke gesprochen, die Auswucherung des Volkes durch hohe Getreide und rechte, das Koalitionsrecht wie PolizeiWenn früher die Streitigkeiten von beiden Banditen" und meineidige Schufte" gebraucht und Fleischpreise. Er täuscht die Landleute, indem er ihnen vor- feien bedroht. spiegelt, daß ihnen Maßregeln zum Heile gedeihen können, Zustand nur Schumacher verantwortlich zu machen. Um die re- und Seiten verschuldet worden sind, so sei für den jetzigen geführt haben, daß die Polizei, die für Nuhe, Ordnung Sicherheit des Staates forgen solle, durch Ver die nur den Großgrundbesizern von Nuken sind. altionären Pläne der Regierung vereiteln zu können, sei vor allem wendung solcher Schufte" gerade für das Gegentheil forge. Während Nun ist er überführt, daß er nicht nur politisch das ihm Einigkeit in den Streisen der Arbeiter nöthig. Liebknecht schloß mit die überwachenden Polizeibeamten behaupteten, daß sich die Ausgläubig anhängende Bauernthum begautelt, sondern daß er der Aufforderung, am 16. Juni für den Kandidaten der Sozial- führungen des Angeklagten gegen die Polizeibeamten" im all es auch geschäftlich und übervortheilt. demokratie, Genoffen Scheidemann, zu stimmen, und gab noch gemeinen gerichtet hätten, blieb der Angeklagte dabei, daß Diese Enthüllungen gerade vor den Wahlen dürften eine der Hoffnung Ausdruck, daß heute eine Ginigung zu stande fomme; die überwachenden Beamten seinem Gedankengange zu folgen vernichtende Wirkung für das Bündlerthum haben. er wünsche, auch den Anhängern Schumacher's die Hand reichen zu nicht vermocht und Ausführungen, die sich offensichtlich mur gegen die Polizei- Agenten( Spigel) richten fonnten und sollten, Emil eßmer( Anhänger Schumacher's) sprach hierauf gegen nicht von den Darlegungen gesondert hätten, die sich auf die Polizeiden Parteivorstand und gegen Liebknecht, die an der neuesten Phase beamten im allgemeinen bezogen. An konkrete Verhältnisse habe er des Solinger Zwistes schuld wären; Scheidemann aus Gießen bei diesem Theile seines Vortrages gar nicht gedacht. wies die Angriffe zurück, die gegen ihn von den Anhängern Schu- Der Staatsanwalt Klein hielt den Angeklagten der Beleidi macher's wegen der Uebernahme der Kandidatur erhoben werden, gung für schuldig und beantragte eine Gefängnißstrafe von vier Schallbruch und Neuber empfahlen die Kandidatur Scheide- Monaten. Seine Ausführungen, in denen er u. a. auch dem mann's und Hoppe vertheidigte Schumacher. reichsgerichtlichen Urtheil eine feinen Anschauungen ents Deutsches Reich. Ergebnisse des deutschen Außenhandels im Jahre 1897. Nach den endgiltigen Ergebnissen des deutschen Außenhandels betrug die deutsche Gesammteinfuhr im Spezialhandel im Jahre 1897 401 623 169 Doppelzentner im Werthe von 4 864 644 000 M., die Gesammtausfuhr 280 199 486 Doppelzentner im Werthe von 3 786 241 000., daher der Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr 1 078 403 000 m. Der mit den Vorjahren vergleichbare Einfuhrwerth im Spezialhandel betrug( in 1000 m.) 4778 014, der Ausfuhrwerth 3 671 870. Nach Abzug der Edelmetalle stellt sich das vergleichbare Ergebniß in der Einfuhr( in 1000 m.) auf 4 589 067, für die Ausfuhr auf 3 520 604. Daraus ergiebt sich für die Einfuhr ein Ueberschuß gegen 1896( in 1000 M.) von 281 904, gegen 1895 von 468 398, für die Ausfuhr gegen 1896 ein Weniger von 4526 und gegen 1895 ein Ueberschuß bon 202 704. " Pastor Kökschke ist, wie die Hilfe" feststellt, schon Monate vor dem Eingehen der Mitteldeutschen Morgenzeitung" aus deren Redaktion ausgetreten. München, 8. Juni. Der bayerische Landtag, dessen Session am 28. September v. J. begonnen hat, wurde heute Nachmittag bis auf weiteres vertagt. Das ist sehr zu bedauern, kann man doch jezt die baherische Regierung über bie umstürzlerische Thätigkeit ihres ersten Vertreters im Bundesrathe gegen das allgemeine Wahlrecht nicht interpelliren. Defterreich. tönnen. wollen. " ausa Der Schumacher selbst nahm dann das Wort. Nach dem Be- sprechende, aber mit den Thatsachen nicht in Einklang stehende Ausricht der„ Berg. Arbeiterstimme" zu schließen, hat er über die Sache, legung zu geben versuchte, bewiesen, daß er den Prozeß zu um die es sich handelt, nämlich über die Wiederaufnahme der einem politischen Sensationsprozeß aufzubauschen strebte. Kandidatur, nichts gesagt, sondern seine Rede bestand im wesentlichen Nach seiner Ansicht bereitet es den Besuchern sozialdemokratischer in Anschuldigungen gegen seine Solinger Gegner, gegen den Partei- Boltsversammlungen ganz besondere Freude, wenn ein Redner an vorstand und gegen den Vorwärts". Hierauf sprach nochmals Beamten eine boshafte und giftige Kritik übt; er bedauert Liebknecht, um die Vorwürfe der Anhänger Schumacher's zurück- es, daß in solchen Versammlungen kein Gegner auftritt. zuweisen. Die Schuld an den neuerlichen Zwisten liege einzig und und die Anwesenden davon überzeugt, daß, ebenso wie allein bei Schumacher, der Parteivorstand habe gethan, was er der Arzt nicht des Giftes, so auch die Polizei nicht tomnte, um den Frieden herbeizuführen. Jetzt scheine mur noch der der Agenten und Spizel entbehren kann. Redakteur der Bergischen Arbeiterstimme", Genosse Frenzen bei Beifall, den der Angeklagte gefunden, habe seinen Ehrgeiz anSchumacher und dessen Anhang der Stein des Anstoßes zu sein. gestachelt und ihn so weit getrieben, daß er sich schließlich in die Er habe deshalb mit Frenzen gesprochen, und Frengen habe zu- Nezze des Strafgesetzes verstrickt habe. Der Angeklagte habe die das gerade gesagt, unter diesen Umständen die Redaktion sofort niederlegen zu die Polizei hingestellt als eine Behörde, die Gegentheil von dem thut, was sie thun soll, und er Frenzen bestätigte in der Versammlung, daß er sofort von habe sehr wohl gewußt, daß er mit einer derartigen den gewünschten Eindruck auf seine Zuhörer, der Redaktion zurücktreten wolle, falls dadurch die Doppelkandidatur Aeußerung ausübe. Die Polizei habe diese Vorwürfe mit recht als eine beseitigt werden würde. Otto Hoppe, der hierauf mit Schumacher Rücksprache ge- Ehrenkränkung empfunden. Der Angeklagte habe ja leider nommen hatte, erklärte jedoch, daß der Rüdtritt Frenzen's nicht ge- ein sehr persönliches Motiv, mit der Polizei in Konflitt nüge und daß Schumacher erst dann gesonnen sei, seine Kandidatur zu leben, und es ſei ein etwas unlauteres Motiv, Wien, 8. Juni. Der hier in Haft befindliche ungarische Sozialiſt zurückzuziehen, wenn alle Beschlüsse des Hamburger Parteitages wenn er unter dem Deckmantel einer politischen MeinungsBarkonyi wird auf Ansuchen des Budapester Gerichts wegen Hoch- burchgeführt seien und der Parteivorstand die in dem Flugblatt ent- verschiedenheit seine Nache an der Polizei ausübt. Daß er berechtigte berraths an Ungarn ausgeliefert werden. haltenen Beleidigungen zurückgenommen habe. An der weiteren Intereffen wahrgenommen habe, müsse er entschieden bestreiten. Es Barkonyi ist als einer der Organisatoren der agrar- sozialistischen Debatte betheiligten sich noch heßmer, Schaal, Steinijanz, fei fein Zweifel, daß ihm die beleidigende Absicht innegewohnt habe. Bewegung der ungarischen Regierung höchst unbequem, in Wirklich- Wilms und Steinmüller, die sich mit Ausnahme von Heßmer und Aus diesem Grunde sei auch vom Minister des Innern Strafantrag teit hat er sich nur einiger unbedeutender Preßvergehen schuldig ge- Wilms, welch letzterer die ganze Arbeiterftimme" für die Anhänger gestellt worden, und nicht etwa, weil es ihm besonderes Vergnügen mit sich macht, von Hochverrath tann gar keine Rede sein. Desto schmählicher Schumacher's reklamirte, für die Kandidatur Scheidemann ausmache, der Person des Herrn Stadthagen ชน! und Nach reiflicher ist die Auslieferung des Mannes an die Gerichte Ungarns, das Dester- sprachen. Nachdem noch Scheidemann in einem kräftigen Schlußwort befassen. ernster Ueberlegung sei der die Anwesenden aufgefordert hatte, am Wahltage alle ihre Pflicht zu Minister zu der Ueberzeugung reich gegenüber in diesen Fragen Ausland ist! gelangt, daß die Beamten. thun, wurde gegen 20 Stimmen folgende Resolution angenommen: in ihrer Ehre angegriffen sind. Es sei deshalb Ungarn. Die heutige Wählerversammlung erklärt sich mit den Ausfüh- erforderlich, den Schutz der Gerichte gegen frivole Budapest, 8. Juni. Magnatenhaus. Der derbau- rungen des Referenten vollständig einverstanden und wollen Verdächtigungen zu gewähren. Straffchärfend falle ins minister Dr. Darányi beantwortete die Interpellation alle Wahlberechtigten am 16. Juni ihre Stimme am 16. Juni ihre Stimme nur dem Gewicht die völlige Grundlosigkeit der Vorwürfe und der Umstand, daß des Barons Vecsey betreffend die sozialistische Agitation. Kandidaten Philipp Scheidemann aus Gießen zukommen lassen." der Angeklagte wiederholt wegen öffentlicher Beleidigung bestraft sei. Der. Der Minister konstatirt, daß die Entnahme von Arbeiter- Legitimationen Mit einem begeisternden Hoch auf die Sozialdemokratie wurde Angeklagte Stadthagen falle in die Kategorie der wenn auch seitens der Feldarbeiter im großen und ganzen glatt verlaufe und die Versammlung geschloffen, in der wie die Berg. Arbeiter- nicht gewerbsmäßigen, so doch gewohnheits auch durch die von dem Besik von Legitimationen abhängigen Eisen- ftimme" sagt wahrscheinlich das Schicksal des Wahlkreises Solingen mäßigen und frivolen Ehrabschneider. bahn Begünstigungen der Arbeiter vortheilhaft gefördert werde. entschieden worden ist. Der Angeklagte Stadthagen nahm zunächst das Reichss Ernteverträge wurden und werden noch immer im ganzen Lande ab- Todtenliste der Partei. In Niederhaßlau bei gwidau gericht gegen den Vorwurf des Staatsanwalts in Schutz und berief geschlossen. Nur ausnahmsweise sei das Ackerbau- ist der Bergarbeiter Louis Baumgärtel gestorben. Von 1890 sich zum Beweis dafür auf die eigenen Ausführungen des ministerium um Aushilfs arbeiter angegangen worden. bis 1896 war er Vertreter der Arbeiter im Gemeinderath, dann Ober- Reichsanwalts Heinemann, dem es garnicht eingefallen Der Minister konstatirt, daß er jede Nachfrage nach Ar- mußte er aus Gesundheitsrücksichten von der Kandidatur abstehen. sei, die Pflichtwidrigkeit dem Reichsgericht zuzumuthen, nicht nur beitern befriedigen könne. Die Einhaltung der Ernte- Er hat mit größter Aufopferung für die Partei gewirkt. über Rechtsfragen, sondern wie der Staatsanwalt annehme, auch über verträge und die Durchführung derselben sei gesetzlich gesichert, er die thatsächlichen Unterlagen zu urtheilen. Die Ansicht des Staatsa mache jedoch die Grundbesizer darauf aufmerksam, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. anwalts sei völlig unvereinbar mit den klaren gesetzlichen Bes auch ihrerseits das Gesez einzuhalten. Der Minister Ein neuer Prozeß gegen die Magdeburger ſtimmungen. Wenn ferner der Staatsanwalt die politische Gea theilt ferner mit, daß auch Arbeiter um Arbeit sich an die Regierung oIts stimme". Unter dem Stichwort" Die Verzweiffinmung mit in die Erörterung gezogen und bedauert habe, gewandt hätten und sie über 40 000 Arbeiter verfügt. Er glaube Tungsthat einer Verlassenen" brachten im Monat daß sich niemand findet, der den Muth habe, einem nicht, daß größere Komplikationen eintreten werden. Die Regierung April d. 3. die Berliner Zeitungen und nach ihnen ein großer Theil sozialdemokratischen Redner in der Versammlung gegena werde allen Möglichkeiten gegenüber mit größter Ent der deutschen Breffe den Bericht über eine Gerichtsverhandlung gegen überzutreten und in der Versammlung des Staatsanwalts schiedenheit vorgehen. Das Haus nahm die Antwort des ein anständiges Mädchen, das der Expreffung angeflagt war, weil Ansicht darzulegen, so hindere niemand den Staatsanwalt, solchen Ministers zur Kenntniß. fie dem Papierfabrik- Dirigenten Ifred Müller in Calbea. S., Muth" in der Versammlung zu bethätigen. Habe er aber Versamma Frankreich. dem sie sich zu eigen gegeben, geschrieben hatte, sie würde ihm lungen nicht besucht, so sei er der letzte, der das Recht habe, eine eine Szene machen, wenn er ihr feine Unterstützung für das Kind, Versammlung, die er gar nicht tenne, abfällig zu charakterisiren. das sie von ihm besaß, bewilligen würde. Sie wolle dann das Wenn der Vertreter der Anklagebehörde ihm den Vorwurf Kind nach Calbe direkt in seine Fabrik bringen und ihn nicht mehr mache, daß er mit der Ehre eines anderen ein frivoles Spiel treibe, Paris, 8. Juni. Im Tivoli- Vauxhall fand unter dem Borfige Jaurès' eine von etwa 5000 Personen besuchte Sozialisten bersammlung statt. Gérault- Richard, Jaurès und Faberot V " verhört oder aber " fo entbehre diese Behauptung jeglicher fachlichen Unterlage und stehe Jn Michelstadt im Odenwald streifen seit dem 6. Juni sämmt- 1 zahlte die Aachener Rüdversicherungs- Gesellschaft. 17 pet. erhielten die Aktionäre der Leder- Maschinenriemen- und Militäreffelten- Fabrit schwerlich im Zusammenhang mit der ufaabe der Anklagebehörde. riche 40 Former des Hüttenwerks wegen Lohndifferenzen. Viel gerechtfertigter dürfte es sein, dar e feinerseits den StaatsJu Offenbach erreichten die Posamentirer ohne Streit vorm. Heinrich Thiele in Dresden, außerdem vertheilte dieselbe anwalt ersuchte, doch einmal darüber nachzudenken, wie weit denn die Verkürzung der Arbeitszeit von 10% auf 10 Stunden und 20 pCt. Gesellschaft 45 000 m. auf Genußscheine. 18 pet. erzielten die feine eigenen Behauptungen sich von Frivolität und gewohnheitsmäßiger Buschlag für Ueberzeitarbeit. Farbenfabriken vorm. Bayer u. Co. in Elberfeld, ebensoviel die Ausland. Werschen- Weißenfelser Braunkohlen- Aktien- Gesellschaft. 20 pct. Verbreitung irriger Thatsachen entfernen. Die heutige Verhandlung habe flar erwiesen, daß von einer Schuld überhaupt nicht die Rede Der schwedische Böttchereiarbeiter Verband hielt seinen Dividende vertheilten: die Jute- Spinnerei und Weberei in Triebes, sein könne. Er habe in seiner Nede sehr scharf die Polizei zweiten Kongreß ab. Es wird die Errichtung einer Kranken- und die Württembergische Metallwaaren- Fabrik Geislingen, sowie die beamten von den Agenten getrennt. Entweder hätte Begräbnißkasse beschlossen, ferner daß nur mit Verbandsgenossen Sächsische Ofen- und Chamotteivaaren- Fabrit vorm. Ernst Teichert sich der überwachende Lieutenant es zusammengearbeitet wird. Auch der schwedische Säge- in Cölln a. d. Elbe. 23 pCt. brachte die Westphalia", Attienfei auch möglich, daß er selbst sich versprochen habe. Jeden werks- und Brettschneidemühlenarbeiter- Ver- Gesellschaft für Fabrikation von Portland Zement in Beckum, falls aber gehe aus dem Zusammenhange seiner Rede flar hervor, ban b hielt einen Kongreß ab. Der Verband zählt nach einjährigem 662/3 pct. fonnten die Aktionäre der Aachen- Münchener Feuer- Verdaß ihm eine Beleidigung der Beamten ferngelegen habe, daß Bestehen 3000 Mitglieder. Es wurde unter anderem beschlossen, für sicherungs- Gesellschaft einheimſen. Eine Zusammenstellung der von uns aus den Geschäftslediglich die Spizel getroffen werden sollten und getroffen find. Dazu einen Generalstreit zur Erzwingung des allgemeinen Stimmrechts zu abschlüssen von 1897 beziehungsweise 1897/98 bisher verzeichneten sei er ebenso berechtigt wie verpflichtet. Die Motive, die ihm der Staats- wirken. anwalt untergeschoben haben, seien so niedrige, daß es der Gerichtshof Zum Streit der Bergleute in Süd- Wales wird aus Aftiengewinne ergiebt folgendes Resultat: 89 Betriebe brachten 112 Betriebe 10-14 pct., 55 Betriebe verstehen werde, wenn er nicht weiter darauf eingehe. Er beantrage London berichtet: Das Elend ist in Süd- Wales und Monmouth- 7-9 pCt. Dividende, 12 Betriebe 25 bis feine Freisprechung, oder aber, falls der Sachverhalt noch nicht ge- hire infolge des Ausstandes der Kohlengruben- Arbeiter furchtbar. 15-19 pet., 27 Betriebe 20-24 pct., Dann finden sich noch 21 Attiengesellschaften, die nügend geklärt erscheine, die Vernehmung weiterer, in der Versamm- In Merthyr wurden am legten Donnerstag 1886 Kinder in der 30 pet. lung anwesend gewesener Personen. städtischen Suppenküche gespeist, am Freitag 1860. Da die Behörden mehr als 30 pet. abwarfen, nämlich: 32, 321/2, 33/3, 35 Der Staatsanwalt ergriff noch einmal das Wort zur von Merthyr in den letzten Tagen Ruhestörungen befürchteten, ließen( drei May), 40( zwei May, 41, 50, 54, 55( zwei Mal), 60, Erwiderung, hauptsächlich um gegen den Angeklagten den Vorwurf fie Schuyleute von den Orten der Umgegend und Militär tommen. 65, 75( drei Mal), 80, 86, 93. Diese von uns herausgerissenen Beispiele stellen natürlich nur einen kleinen Theil der mit Niesenzu richten, daß er die Verhandlung durch seine Anträge zu ver profiten arbeitenden industriellen Aftienunternehmungen dar. Es giebt schleppen suche. Demgegenüber wics Stadthagen nach, daß deren noch viel mehr im lieben Vaterlande. Kaum weniger rentabel der Vorwurf der Verschleppung höchstens die Anklagebehörde treffen als die Aktiengesellschaften werden die Großbetriebe sein, die sich in könne, die erst viele Monate nach der Versammlung die Anklage Statistik der deutschen Krankenversicherung. In den erhoben habe. Der Vorwurf sei um so auffallender, als das Reichsgericht wiederholt anerkannt habe, daß ähnliche von derselben Jahren 1891 und 1896 ist die Zahl der Erkrankungsfälle Händen eines einzelnen Unternehmers befinden und die nicht nöthig von 2 397 826 auf 2763 757 gestiegen, die Zahl der Krankheits- haben, ihre Abrechnung zu veröffentlichen. Solange die Vertreter des Geldsacks, die Jndustriebarone im Stelle gegen ihn gerichtete Vorwürfe jeder Begründung entbehren.tage von 40 798 620 auf 47 608 226. Die Krankheitstoften Verein mit den agrarischen Junkern im Reichstage das Heft in Die ganze Art des Plaidoyers der Anklagebehörde zeuge davon, daß vermehrten sich von 89 166 091 auf 109 722 779 Wart, darunter Händen haben, ist natürlich nicht daran zu denken, daß der Arbeiteran stelle sachlicher Gründe politische Motive zur die Kosten für für ärztliche Hilfe von 17 859 712 aufflaffe diejenigen Rechte zugestanden werden, die dem Arbeiter die Begründung einer haltlofsen Auflage herangezogen werden. 24 813 242 Mark, die Kosten für Arznei und sonstige Möglichkeit geben, die Konjunktur zur Verbesserung seiner Lage mit Daß das Gericht dieser Auslegung nicht Folge leiſten werbe, halte eilmittel von 14 894 070 art auf 18 909 497 Wart, größerem Erfolge auszunuzen als jetzt. Im Gegentheil. Die Regie46 462 665 M. und die Beträge für Anst a Its verpflegung, recht und das Vereins- und Versammlungsrecht zu verkümmern, und, rung ist sogar bereit, den Arbeitern die Freizügigkeit, das Koalitionss die Kranken- Unterstützungsgelder von 41 858 446 auf größerem Erfolge auszunuzen als jetzt. Im Gegentheil. Die RegieSterbegelber, Fürsorge für Stefonvaleszenten und die damit die Geldsacksvertreter auch im Reichstage hübsch unter sich unter stigung an Wochnerinnen stiegen von insgesammt find, das Wahlrecht zu beschränken. 14 553 868 auf 19 537 375 M. er für selbstverständlich. Boziales. Nach furzer Berathung kam der Gerichtshof zu dem Urtheil, Nach kurzer Berathung kam der Gerichtshof zu dem Urtheil, daß der Angeklagte freizusprechen und die Kosten der Staatstaffe aufzuerlegen feien. Es fei heute nicht mehr möglich, den Wortlaut der Nede festzustellen. Die Schuld daran treffe hauptsächlich die Behörde, die es versäumt habe, die Rede Auf ein Mitglied tamen im Jahr 1891: 0,35 Erkrankungsstenographisch aufnehmen zu lassen. Immerhin müsse der Gerichtsfälle, 5,9 Strankheitstage und 12,96 M. Krankheitskosten; im Jahre hof das eine aus dem Zusammenhang annehmen, daß der Angeklagte 1896: 0,35 Erkrankungsfälle, 6,0 Krankheitstage und 13,81 M. mit seinen Ausführungen nicht die Polizeibeamten, sondern nur Krankheitskosten. die Polizei- Agenten gemeint habe. Da aus früheren Prozessen dargethan fei, daß hatsächlich die korruptesten Glemente als Polizei- Agenten Verwendung fänden, so seien die Aeußerungen des Angeklagten nicht strafbar. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. Das = Arbeiter, denft daran, daß Ihr am Tage der Reichstagswahl Gelegenheit habt, durch Abgabe Eurer Stimme für einen Kandidaten der Sozialdemokratie die Regierung zu einer Politik zu zwingen, welche Licht und Schatten gleich vertheilt. Der Krieg. Aus New- York wird gemeldet: Eine Abtheilung soll Montag in der Nähe von Daiguiri, östlich von Aguadores, und in der Nähe der nach Santiago führenden Eisenbahn gelandet sein und mit den Spaniern ein Gefecht gehabt haben, in welchem die Amerikaner Sieger geblieben seien. Alle Die Einnahmen sämmtlicher 21 498 Krankenkassen betrugen im Jahre 1891: 120 031 968 M., darunter befanden sich 96 757 627 M. Beiträge der Unternehmer und Arbeiter, sowie die Eintrittsgelder. Im Jahre 1896 waren die Einnahmen auf 155 809 833 2. geffiegen, bombardirt. Aus London wird hierüber vom heutigen Tage geSantiago de Cuba wird von der amerikanischen Flotte davon die Beiträge und Eintrittsgelder auf 126 656 201 M. Die Ausgaben aller Kassen vermehrten sich in demselben meldet: Das Bombardement der Küstenforts bei Santiago am Zu Beginn herrschte dichter Beitraum von 9 882 565 auf 122 253 799 M., ausschließlich der 6. d. M. dauerte drei Stunden. Nebel. Die amerikanischen Schiffe manöverirten gut und Kapitalsanlagen. Die Forts wurden zum Schweigen Die unpolitischen Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine. Das Vermögen aller Kassen betrug im Jahre 1891: näherten sich der Küste. Auf dem Verbandstage der Gewerkvereine wurde folgender 82 851 758 M., im Jahre 1896: 120 769 326 M., davon sind gestiegen gebracht und die dahinter befindlichen spanischen Schiffe ebenfalls start beschädigt. Der Streuzer Maria Theresia" soll gesunken fein. Antrag eingebracht:" Der Verbandstag wolle sich dafür aussprechen, die Reservefonds von 71 408 237 auf 107 856 665 M. daß die in einzelnen Gewerkvereins- Statuten enthaltene Bestimmung, An der Zahl der Krankenkassen und der Mitglieder waren im Die Amerikaner erlitten keine Verluste, nur eines ihrer Schiffe wurde wonach Mitgliedern der Sozialdemokratie der Beitritt zu den Jahre 1896 die einzelnen Bundesstaaten wie folgt betheiligt: beschädigt. Gewerkvereinen verwehrt wird und der von den Aufzunehmenden Preußen mit 9749 Kassen und durchschnittlich 4 232 538 Mitgliedern, geforderte Revers, wonach sie sich verpflichten, dieser Partei nicht Bayern 4696 Rassen und 730 475 Mitgl., Sachsen 2421 Rassen und beizutreten, abgeschafft werde. Gegen den Antrag erklärt 1 020 788 Mitgl., Württemberg 451 Kaffen und 250 284 Mitgl., Baden sich der Vorsitzende Mauch- Berlin, der hervorhebt, der Ge- 836 Raffen und 366 588 Mitgl., Hamburg 154 Rassen und 255 227 werkverein der Maschinenbau- und Metallarbeiter denke nicht Mitgl., Elsaß- Lothringen 555 Rassen und 236 082 Mitglieder. Von Das New- Yorker Journal" veröffentlicht eine Depesche aus daran, in absehbarer Zeit den Revers abzuschaffen, und der Ver- den übrigen seien noch genannt Hessen mit 997 Kaffen und 200 108 Rap Hahtien, nach welcher folgende Einzelheiten bei der Bebandstaffirer Klein. Abg. Hartmann- Düsseldorf trat für die Mitgl. und Braunschweig mit 530 Kassen und 122 155 Mitgl. Beseitigung des Reverses ein. Der Nevers gebe den Gewerkvereinen Der im Reichs. Versicherungsamt zusammengestellte Leit schießung von Santiago vorgekommen sein sollen: Behn Panzer-. einen politischen Anstrich. Der Verbandsanwalt sprach in faden zur Arbeiterversicherung des Deutschen Reichs ist in schiffe dampften vor den Forts hin und her und feuerten über entschiedener Weise für die Beibehaltung des Neverses. Der An einer neuen Ausgabe( Verlag von A. Asher u. Ko., Berlin; Bezugs- näherten die Schiffe sich dem Eingange des Hafens und bemerkten, 1500 Schuß allein aus schweren Geschützen. Nach einer Stunde trag auf Abschaffung des Reberfes wurde daraufpreis bei 300 Heften und mehr 10 Pf. das Stück) erschienen. daß die„ Reina Mercedes" mit Vorbereitungen zur Sprengung mit allen gegen drei Stimmen abgelehnt. Ueber die Festsetzung der gefehlichen Bezüge für die des Wrads der Merrimac" beschäftigt war. Ein von der„ Oregon" ist also die Toleranz, wie sie bei den Hirsch- Duncker'schen Hinterbliebenen verunglückter Beamten hat der preußische abgegebener Schuß traf die Reina Mercedes", riß alle Oberbauten geübt wird. Die Gewertschaften haben bekanntlich sämmtlich meinister der öffentlichen Arbeiten an die Eisenbahn- nieder und tödtete einige Leute der Mannschaft: Admiral in ihren Statuten stehen, daß die Politit ausgeschlossen ist. Direktionen der preußischen Staatsbahnen einen neuen Erlaß Cervera gab darauf Befehl, das Schiff zu verlassen. Zur Bekämpfung der Hamburger Bäckergesellen, die in gerichtet, worin bestimmt wird, daß in Zukunft die Entscheidung Forts, einschließlich des Forts Morro liegen in Trümmern. Am einen Ausstand zur Herbeiführung besserer Löhne und Wohnungs- darüber, ob für die Bemessung dieser Bezüge das Gesetz betreffend Nachmittage griff spanische Infanterie und Kavallerie eine Abverhältnisse zu treten beabsichtigen, hat die dortige freie Bäder- die Fürsorge für Beamte infolge von Betriebsunfällen theilung amerikanischer Marinemannschaften an, die in der Nähe innung beschloffen, sich in eine Zwangsinnung umzuwandeln. oder das Gesetz betreffend die Fürsorge für die Wittwen von Daiquiri landete; mit Hilfe von Aufständischen, die in der Nähe, und Waisen der unmittelbaren Staatsbeamten waren, gelang es der amerikanischen Abtheilung aber, eine Stellung Der Flensburger Tischlerstreik dauert unverändert fort. Bu- in Anwendung kommen soll, danach zu treffen ist, ob zur einzunehmen, von der aus sie später die Spanier mit schiverem zug ist streng fernzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden Beit der Fälligkeit der einzelnen Leistungen die Berech- Verluste zurückschlagen konnten. Jetzt werden schwere Geschütze geum Abdruck gebeten. Die Streitkommission. nung nach dem einen oder dem anderen Geseze ein für die landet. Von Bord des Depeschenbootes„ Dandy" auf der Höhe von Ausgewiesen wurde ein dänischer Tischler aus Haders- interbliebenen günstigeres Ergebnis liefert. Es soll Leben, weil er Solidaritätsgefühl besaß und sich streikenden daher stets das Gesetz, welches jeweilig die höheren Beträge er- Santiago ist über das Gefecht folgende Depesche eingelaufen: Der Bimmerern angeschlossen hatte. Derartige Maßnahmen sind ge- giebt, in Anwendung gebracht werden. Dabei soll an dem Grundsay Kampf fand bei dichtem Nebel und heftigem Regen statt. Die eignet, bei den Arbeitern den Glauben zu befestigen, daß die Be- festgehalten werden, daß der Gesammt betrag der Wittwen- und Amerikaner eröffneten das Feuer, die Spanier erwiderten das Waisenrente stets dem Gesammt betrage des Wittwen- und selbe sofort, schossen aber schlecht. Die amerikanischen Schiffe hörde zu gunsten der Arbeitnehmer in die Lohntämpfe eingreift. aus, Bewegung sondern unterhielten Das Gewerkschaftskartell von Münster giebt bekannt, daß die Festsetzung derjenigen Hinterbliebenenbezüge Anwendung finden, ihrem ursprünglichen Standorte aus ein stetiges Feuer. Später es im Interesse der Dachdecker, welche demnächst in den Aus- die vom 1. Juli d. I. an zur Zahlung gelangen. Härten, rückten die Schiffe des Kommodore Schley in nähere Schußlinie vor. stand zu treten beabsichtigen, Gelder entgegen nimmt, unter der die hinsichtlich der bisherigen Festsetzungen sich ergeben sollten, sind von der" Brooklyn" und der" Texas" wurden die StrandAdresse E. Düren, Schlosser, Webelinghofergasse 8 I. auf Antrag im Unterstügungswege auszugleichen. batterien rasch zum Schweigen gebracht, ebenso die Batterie das in Brand geschossen wurde. Die Tödtliche Unfälle in französischen und in deutschen Berg: des Forts Castrella, das " New York" und die New Orleans" brachten weiter östlich zum Schweigen Schweigen und beschossen dann Als die Aufsicht der Bergwerksbetriebe in Frankreich ebenso wie das Fort Castro geben, daß so und so viel den Revers unterschrieben haben. Von bei uns gegenwärtig noch lediglich in den Händen von vom Staate noch die Schanzwerke. Bald darauf brach Feuer im Fort Catalina den noch zirka 480 Ausständigen sind 5 Mann in voriger Woche abtrünnig geworden. Die Unternehmer versuchen nun das altbekannte ernannten Beamten lag, war dort die Zahl der tödtlichen Ver- aus, das gleichfalls das Schießen einstellte. Um 10 Uhr vorMittel und sagen: Wenn Ihr nicht zur Arbeit zurückkehrt, so laffen unglüdungen in Bergwerken ziemlich ebenso hoch wie bei uns. Es mittags gaben die Spanier teinen Schuß mehr ab. Admiral SampMittel und sagen: Wenn Ihr nicht zur Arbeit zurückkehrt, so laſſen kamen in den französischen Bergwerken auf je 10000 Arbeiter tödtliche fon stellte dann auf amerikanischer Seite das Feuern ein. Kein Schiff des amerikanischen Geschwaders ist getroffen, kein Mann ber wir Böhmen und Italiener kommen und ihr müßt dann verhungern. Daß sich nun die Unternehmer die redlichste Mühe geben, Berunglückungen vor: Mir sind gerade nun einige wundet. Eine spanische amtliche Depesche des Admirals Cervera besagt, um Ausländer als Arbeitswillige aufmarschiren zu lassen, ist be greiflich, daher sehen wir uns veranlaßt, die Arbeiterschaft Deutsch- Berichte des oberschlesischen Berg- und Hüttenmännischen Die Küste. Einige Geschosse trafen die spanischen Schiffe. Der lands ganz besonders darauf aufmerksam zu machen und zu bitten, Vereins zur Hand. Aus diesen ergiebt sich, daß im Jahre 1894 zehn amerikanische Schiffe bombardirten Santiago de Cuba und ein solcher Transport von ausländischen von je 10 000 Bergarbeitern in den Kohlengruben dieses Bezirkes leicht Berlegte. Die spanischen Landtruppen hatten einen Tooten, Arbeitern in der Richtung nach Oberfranken be- 22,1 tödtlich verunglückten, im Jahre 1896 fogar 37,6. Lektere hohe treuzer„ Reina Mercedes" verlor 6 Todte, 12 Verwundete und 5 ganz merkt werden sollte, so feze man uns unverzüglich Bahl wurde wesentlich mit verursacht durch den Brand der Kleophas 3 Offiziere und 17 Mann sind verwundet. Die Amerikaner gaben grube, bei dem allein 104 Bergleute ums Leben kamen. Aber auch 1500 Schüsse aus Geschützen verschiedenen Kalibers ab, doch ist der in Kenntniß. Am Kirchenbau in Speier dauert der Streit fort, die 1897 kommen noch 21,6 tödtlich Verunglückte auf 10 000 Bergarbeiter Schaden, den die Batterien in den Forts La Socapa und Morro erin den Kohlengruben dieses Bezirkes. Man sieht an diesen Zahlen, litten, in militärischer Hinsicht nicht erheblich, dagegen wurde die Bauleitung fucht Arbeitswillige in der Pfalz und Unterfranken. In Düsseldorf legten am 5. Juni 12 Mann wegen Maß- daß im allgemeinen die tödtlichen Unfälle bei uns in den Berg- Kaserne in legterem Fort beschädigt. Auch der Feind hat sichtlichen regelung zweier Kollegen die Arbeit nieder. Zuzug nach den vor- werken heut nicht fleiner sind, als in Frankreich vor dem Jahre 1890. Aber in Frankreich hat die beharrliche Agitation der Arbeiter stehenden Orten ist streng fernzuhalten. die Anstellung von Berginspektoren durchgefegt, die von den Berg J. A.: P. Nitschke, Rigdorf, Steinmesstr. 14. Die streikenden Maurer von Mülheim a. Rh. mußten Leuten selbst aus ihrer Witte gewählt werden und feit dem wegen des großen Zuzugs auswärtiger Arbeitskräfte die Lohn- m haben die tödtlichen Unfälle in den französischen Berg: werken bedeutend abgenommen. Sie betrugen auf bewegung aufheben. 10 000 Arbeiter Zum Streik der Steinarbeiter des Fichtelgebirges. Die Unternehmer setzen alle Hebel in Bewegung, um Arbeitswillige werken. Man schreibt uns: herbeizuschaffen, können sie doch in ihren Blättern dann bekannt wenn 1885 1886 1887 24 24 24 1892 1898 9,5 9,3 1894 1895 1896 8,5 11,9 13,0 feine Schaden erlitten. bon Aus Washington wird unter dem 8. Juni gemeldet: Im gestrigen Ministerrath erklärte Kriegssekretär Alger, in Tampa ſei mit der Absendung von 20 000 Mann, bie nach Stuba gehen, begonnen worden, Die Lage der Spanier auf den Philippinen soll eine verzweifelte fein; Manila muß sich vielleicht schon in den nächsten Tagen ergeben. Der amerikanische Monitor Monterey" verließ Dienstag, von dem Kohlenschiff Brutus" begleitet, San Franzisko, um nach Manila in zu gehen. Hongtonger Nachrichten aus Manila besagen, daß fortdauernd zwiftigkeiten unter den Aufständischen herrschen; auch hätten dieſelben Gewaltthätigkeiten verübt und Spanier massakrirt. See Tehte Nachrichten und Depeschen. Budapest, 8. Juni.( B. H.) Heute Vormittag hat das Pistolenduell zwischen den beiden Abgg. Bichler und Rakowsky stattgefunden. Dasselbe nahm einen unblutigen Verlauf. Zum Streik der Bergleute am Piesberg. Eine Depesche aus Osnabrüd vom 8. Juni theilt mit: Der Betrieb am Piesberg ist nach einem fast einstimmig gefaßten Beschluß in der General- Es läßt sich nicht beurtheilen, aus welchem Grunde in den beiden versammlung des Georg- Marien- Bergwerks- und Hüttenvereins" Tezten Jahren die Zahl der tödtlichen Unfälle wieder gestiegen ist, fofort in vollem Umfange eingestellt worden. So it's recht. Fort ob leichtfertiges Verfahren der Betriebsleiter daran schuld ist oder mit der Religion, die ja bekanntlich dem Volke erhalten werden ob die Arbeiter nicht immer die geeignetsten Personen für diese soll," wenn der Profit darunter leidet. Lieber mag das ganze Berg- Posten gewählt haben. In jedem Falle zeigen selbst die letzten wert erfaufen, als daß dem Wunsche der frommen Bergknappen, die Zahlen nur etwa die Hälfte der tödtlichen Unfälle, die noch heut bei ja nur deshalb streitten, weil sie die Feiertage ihrer Heiligen nach uns vorkommen, ein Beweis, wie dringend nöthig die Beschleunigung wie vor begehen wollten, nachgegeben werde. Wird Herr Brust der endlich auch bei uns in Aussicht genommenenen Anstellung von daraus die nöthigen Lehren ziehen? Die Aftionäre werden dabei hilfs- Bergfontrolleuren ist, die von den Arbeitern selbst gewählt einen großen Schaden nicht haben, da ihnen aus den übrigen weit werden. Tufrativeren Betrieben der Gesellschaft, den Steinbrüchen und Hoch- Unternehmergewinn. Ein Blick auf die in legter Zeit ver Warschau, 8. Juni.( B. H.)„ Kuryer Warszawski" meldet öffentlichten Geschäftsberichte von Attiengesellschaften zeigt wiederum, aus Wilna, daß der deutsche Reichskanzler Fürst Hohenlohe den Rest Der Streik der Maurer und Bauarbeiter in Braune daß sich die Herren Attionäre der fettesten Dividenden erfreuen. Nur der seinerzeit an seine Gemahlin gefallenen Wittgenstein'schen Erbschweig dauert, da die Arbeitgeber erklären, sich auf nichts ein wenige Beispiele wollen wir diesmal hervorheben. 10 pet. warfen schaft an einen Kaufmann Trabutti in Odessa verkauft hat, und zwar lassen zu wollen, unverändert fort. Es befinden sich am Ort- die Rheinischen Wasserwerke in Bonn ab. 10 pet. auf Attien und für den Preis von 3/2 Millionen Rubel. Es handelt sich bei diesem von den Maurern 176 mit 303 Stindern, von den Bauarbeitern 169 5 pCt. auf Genußscheine zahlte die Deutsche Verlagsanstalt Union in Verkauf um die Güter Wenti, Lubcze und Naliboti. Warschau, 8. Juni.( B. S.) Ganz Mittelrußland wurde gestern mit 264 Kindern. Alle Anfragen und Sendungen für die Maurer Stuttgart. 132 pet. vertheilte die Rheinisch- Westfälische Sprengstofffind an Frizz Wagener, Rheinischer Hof", Wendenstr. 45, für Attien- Gesellschaft. 14 pet. brachte nach reichlichen Abschreibungen die von einem furchtbaren Orkan heimgesucht. Der angerichtete Schaden die Bauarbeiter an Gustav Müller, ebendaselbst, zu richten. Rofizer Zuder- Raffinerie. 15 pet. erzielte die Breslauer Wagen ist sehr bedeutend. In Neswisch stürzten mehrere Häuser ein, wobau- Gesellschaft vorm. Linke und die Vereinigten Köln- Rottweiler bei neun Personen getödtet wurden. Die Telegraphen- Verbindung Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Die Kommission. Bulberfabriken warfen eine Dividende von derselben Höhe ab. 162/3 pCt. Warschau- Mostau ist gestört. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin öfen, ansehnliche Dividenden gesichert sind. Br. 132. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 9. Juni 1898. Kommunales. der nach Koschemann's Behauptung Kuchen gewesen sein sollte, Am Hause Jagowstraße 30 find jezt die Aufräumungswährend durch die Verhandlung der Verdacht durchklang, daß es die arbeiten an dem eingestürzten südlichen Flügel beendet. Die WerthSchulban. Die städtische Hochbau- Deputation hat unter Vorsiz Beckeruhr gewesen sein könnte. Nun hat Herr Hübscher dem alten fachen, wie Uhren, Ringe, Nadeln, Berloques, Geld, Werthpapiere des Stadtraths Namslau die vom Stadtbaurath angefertigten That in Gräberndorf einen Mann Schulbau. Die städtische Hochbau- Deputation hat unter Borsis Herrn Koschemann mitgetheilt, daß es ihm gelungen sei, in der und dergl., die unter den Trümmern aufgefunden wurden, sind den speziellen Entwürfe zum Neubau einer Doppelschule in namens Kurth zu er Eigenthümern wieder eingehändigt worden. Vor dem nicht einder Dunderstraße und zum Hauptgebäude des mitteln, der im Jahre 1895 bei ihm einen Weder gekauft gestürzten nördlichen Theile des Hauses erhebt sich bereits ein großes IV. städtischen Krankenhauses an der Seestraße ohne Ein- gewesen, es sei aber bestimmt im Jahre 1895 gewesen und es vorgekommen sind. Die Erker müssen sämmtlich abgenommen und habe. Derselbe wisse allerdings nicht, um welche Zeit dies Baugerüst, da auch auf dieser Seite Beschädigungen des Mauerwerks wendung einstimmig genehmigt. Zur Beseitigung der Sackgassen zwischen Blumenstr. 10 lönne wohl möglich sein, daß der Bertauf des Weckers an Herrn alle Wände, die Risse erhalten haben, neu gezogen werden. Kurth am 3. oder 4. Juni stattgefunden habe. Der Vater des bis 13 haben sich die Anwohner daselbst an den Magistrat ge- Herrn Koschemann ist auf grund dieser Mittheilung des Herrn 21 Jahre alte städtische Hilfsarbeiter Johann Schmidt, der bei der Erschoffen hat sich Mittwoch Vormittag um 81/2 Uhr der wendet behufs Herbeiführung der Festsetzung einer Fluchtlinie und Hübscher nach Berlin geeilt, um alles daran zu setzen, um auch diese Wittwe Anna Barnowsky in der Weinstraße 32 ein möblirtes der Veräußerung des freiwerdenden Terrains. Die städtische Tief- Thatsache zur Erreichung des Wiederaufnahmeverfahrens zu ver- Bimmer bewohnte. Ein Nervenleiden soll ihn in den Tod getrieben bau- Deputation hat infolge dessen beschlossen, bei den städtischen werthen. Ob ihm dies gelingen wird, wird abzuwarten bleiben. haben. Behörden zu beantragen, das Gesuch, sofern die Grundbesiger die Schließlich ist noch zu erivähnen, daß Herr Kurth seine Entdeckung an sie zu stellenden Anforderungen erfüllen, zu genehmigen. Zur schon vor einiger Zeit der Staatsanwaltschaft mitgetheilt, einen der gestern gebrachten Meldung mitgetheilt, daß der genannten Von der Firma J. u. Ko. in der Ritterstraße wird uns zu endgiltigen Regulirung der Magazinstraße soll das Bescheid aber nicht erhalten hat. daselbst befindliche Vorgartenterrain im Wege der Enteignung erBronzirerin Arbeitsbuch und Invalidenkarte ohne weiteres zugestellt worben werden. Desgleichen soll nach dem Beschlusse der Deputation worden seien, nachdem sie solche verlangt habe, und daß von polizeizur endgiltigen Regulirung der Lychenerstraße der Erwerb des licher Seite in diesem Falle nicht eingeschritten worden sei. Auch erforderlichen Straßenlandes im Wege der Enteignung erworben sei die Bronzirerin nicht allein in dem genannten Zimmer beschäftigt gewesen. Uraniasäulen. Der Stadtverordnete Schwalbe hat mit einer Anzahl anderer Stadtverordneten folgende Anfrage in der Stadtverordneten- Versammlung eingebracht:" Die Unterzeichneten ersuchen den Magistrat um Auskunft in betreff der Angelegenheit der Uraniafäulen und fragen an, wann die über Errichtung öffentlicher Uhren in Aussicht gestellte Vorlage zu erwarten ist. werden. Lokales. Im Fernsprechdienst wird eine Neuerung eingeführt, die eine Beschleunigung des Verkehrs bezweckt und wohl auch erreicht. Wenn man bisher durch das Amt, an das man angeschlossen ist, die Verbindung mit einem anderen Amte wünschte, um einen diesem angeschlossenen Theilnehmer zu rufen, so besorgte das Anrufen des geFeuerbericht. Dienstag Abend mußte Göben str. 25/26 eint wünſchten Amtes das zunächst gerufene. Amt I verband zum Bei- Kellerbrand abgelöscht werden, der aber erheblichen Schaden nicht amtin von Amt I mußte nun stets sich mit der einen gewünschten Breßkohlen. Kurz darauf wurde die Wehr nach Petersburgerspiel nicht nur mit Amit II, sondern rief dieses auch an. Die Be- anrichtete. Gegen 8 Uhr brannte köpnider str. 145 ein Haufen Verbindung so lange beschäftigen, bis Amt II sich gemeldet und mit dem traße 1 gerufen, wo ein Bosten Werg im Keller in Flammen Anrufer in Verbindung gesetzt hatte. So lange fie auf die Meldung ftand. Ein weiterer Kellerbrand veranlaßte Mittwoch, nachmittags von Anit II wartete, konnte sie natürlich weitere Aufträge nicht entgegen 3 Uhr, einen Alarm nach Bernauer str. 44, doch konnte auch nehmen. So kam es nicht selten vor, daß man geraume Zeit warten hier größere Gefahr schnell beseitigt werden. Gegen 6 Uhr erfolgte mußte, bis man Gehör fand. Von jest an stellt nun die Beamtin 3iegelstr. 30 eine Benzinerplosion, wobei eine Partie Papier von Amt I nur noch die Verbindung her und überläßt es dem An- und Birkenreiser in Brand geriethen. Menschen wurden nicht geParteigenössische Wahlversammlungen. Im dritten rufer selbst, Amt II zu rufen. Man muß also nun, sobald sich fährdet. Wahlkreise finden heute Abend 82 Uhr zwei Wahlversamm- das eigene Amt gemeldet hat, die Kurbel noch ein zweites Mal Ingen statt und zwar bei Krüger, Wasserthorstr. 68, und im Luisen- drehen, um das nächste Amt zu bekommen und auf dessen Aufstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Es referiren Reichstags- forderung ein drittes Mal, um den Theilnehmer zu rufen. Die fandidat Rechtsanwalt Heine und Schriftsteller Kurt Baate. Heute Beamtin braucht sich nun mit einem Anschluß nicht länger aufAbend 9 Uhr findet im großen Saale der Arminhallen Komman- zuhalten, sondern kann sofort weitere Meldungen annehmen und dantenstraße 20 eine öffentliche Versammlung statt mit der Tages- beantworten. ordnung: Die Handlungsgehilfen und die politischen Parteien." Die Die Wagen für die neu zu eröffnende elektrische StraßenbahnKandidaten des ersten Reichstags- Wahlkreises find linie Gesundbrunnen- Kreuzberg werden gegenwärtig auf dem Bahnhierzu brieflich eingeladen worden. Parteigenossen, agitirt überall hof Manteuffelstraße montirt. Auf der Linie, bei der Anhängewagen für zahlreichen Besuch dieser Versammlungen! voraussichtlich nicht zugelassen werden, tommen die großen Affumulatorwaggons zur Verwendung. Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. Das Bureau des Wahlkomitees befindet sich vom heutigen Tage ab beim Gen. E. Dörre, Krummestr. 19. Genossen, die bei der Wahl thätig sein wollen, mögen ihre Adresse dort abgeben. Die Vertrauensleute. Den Parteigenoffen von Friedenau und Steglik zur Nachfindet; Treffpunkt früh 7 1hr bei Schellhaafe in Steglig, richt, daß am Sonntag eine Flugblattverbreitung stattAhornstr. 15 a, und in Friedenan bei Grube, Kaiser- Allee, zur selben Zeit. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Genossen, sich pünktlich einzustellen.- Des weiteren wird bekanntgegeben, daß am Montag, den 13. d3. Mts., abends punkt 8 Uhr, in Stegliz, im Schwarzen Adler, Albrechtstraße Nr. 125, eine Volts= Zu dem Morde in der Oranienstraße. Die Polizei hat versammlung stattfindet, in welcher der Reichstagseine erst fürzlich angefertigte Photographie der ermordeten Singer Kandidat Friz Zubeil über die Reichstags= Wahlen vervielfältigen lassen und die Abbildungen der exekutiven Kriminal- sprechen wird. Bei der letzten Flugblattverbreitung in Friedenau polizei übergeben. Wie stets nach einem derartigen Verbrechen sind zwei unserer Genossen von einem Beamten angehalten und gehen der Kriminalpolizei eine große Anzahl Mittheilungen zu, auch aufgeschrieben worden, weil sie dem Mann keine polizeiliche welche sich auf den Mord beziehen, in den meisten Fällen jedoch be- Erlaubniß vorzeigen konnten. Wir rathen den Genossen, welchen am Sonntag etwa ähnliches pafsiren follte, so einem Gesezeshüter den Im Zeichen der Reichstagswahl. Daß der 16. Juni nicht Die erste Markenverkäuferin im Dienste der Reichspoft mur seine Schatten in die Spalten der politischen Tageszeitungen ist seit kurzem im Schaltervorraum des Hof- Bostamtes in der geworfen hat, sondern daß die Bewegung fast die gesammte reichs- Spandauerstraße in Thätigkeit getreten. hauptstädtische Bürgerschaft erfaßt hat, kann man zu jeder Tageszeit in der Stadtbahn, im Omnibus oder auf der Pferdebahn, ganz abgesehen von den unzähligen Bierlokalen und Cafés, sehen. Hier find es Arbeiter, die in der Abendstunde aus den Fabriken heimtehren, dort progige Börsianer des Lessingviertels, die in früher Morgenstunde, d. h. um elf Uhr mittags, ins Geschäft" fahren, oder auch vereinzelte Subalternbeamte, deren Dienst nachmittags gegen langlos find. drei Uhr beendet ist. Alle Gespräche drehen sich fast ausnahmslos In schwerer Bedrängniß hat der 36 Jahre alte Arbeiter Rath zu geben, sich bei seiner vorgesezten Behörde über den Inhalt um die Sozialdemokratie, deren Wachsthum auf der einen Seite mit August Blad aus der Rostockerstr. 48, der vorgestern Morgen Hand an des§ 438 der Gewerbe- Ordnung belehren zu lassen. Das WahlFreuden begrüßt, auf der anderen Seite mit einem eiskalten Grauen fich legte, feine Familie zurückgelassen. Bläd arbeitete seit sechs komitee. angestiert wird. Noch glaubt der Freifinn, wie man aus einzelnen Jahren bei Borsig, Alt Moabit 84, als Eisenschläger oder Kohlen Ju Friedrichsfelde findet am Freitag Abend 8½ Uhr, in derartigen Gesprächen entnehmen kann, in Charlottenburg, d. H. im farrer. Wenn er Eisen schlug, bekam er Tagelohn, bei zehnstündiger Bube's Festfälen eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Wahlkreise Beeskow- Stordow, stegen zu können, wenigstens rechnet Arbeitszeit 2,50 M., das Kohlentarren geschah in Afford und hierbei Reichstags- Kandidat Arthur Stadthagen referirt. Tagesordnung: er start auf eine Stichwahl. Die Agitation von dieser Seite scheint verdiente B. nach Ausweis der Lohnliſten 21, 23 M. die Woche, im Wen wählen wir?" Alle Reichstags- Kandidaten des Kreiſes find allerdings selbst bei den Klaſſengenossen nicht recht mehr ziehen zu April einmal 33 M. In der legten Zeit flagte er nun seiner Frau, eingeladen. Jeder Wähler hat in dieser Versammlung zu erscheinen. wollen. Der eine schützt, um sich vor aktiver Betheiligung zu drücken, daß er sich zurückgesetzt fühle; unverheirathete Arbeiter bekämen die Bur Dedung der Unkosten werden 10 Bf. Eintrittsgeld erhoben. Das eine nothwendige Badereise, die vom Arzt seiner Frau verordnet Afford-, er nur noch die Lohnarbeit. Diese vermeintliche Zurückfegung soll Wahlfomitee, worden ist, der andere den im Angesicht der Reichstagswahl etwas indessen nur auf Einbildung beruht haben. B. mag sich aber trotz- In Köpenick findet am Freitag Abend 8 Uhr bei Klein eine flauen Gang der Börse vor. Niemand will den stark fanguinischen dem wohl in den Kopf gesezt haben, daß er seine Familie nicht öffentliche Versammlung für Maurer 2c. statt, in welcher SilberVertrauensmännern, die den Mund stets etwas voll nehmen, mehr recht mehr ernähren könne, zumal da zu den fünf Kindern von 8 bis zu schmidt über die Frage: Was haben wir vom nächsten Reichstage glauben. Was den schneidigen Theil des Beamtenthums anbetrifft, 1 Jahre in furzer Zeit noch ein Zuwachs erwartet wird. Am zu verlangen?" referirt. Zahlreiches Erscheinen ist erforderlich. fo wählen diese Herren, selbstverständlich" konservativ oder antisemitisch, Dienstag Morgen stand der Mann zur gewohnten Zeit schon früh Grünau. Am Sonnabend findet im Lokal von Lindenhahn je nachdem der Herr Vorgesetzte mehr nach der einen oder der auf, um sich Staffee zu machen und dann zur Arbeit zu gehen. Er hierselbst eine Volksversammlung für Männer und Frauen statt, in' anderen Seite hinüberneigt. Allerdings legen diese Herren der verließ dann die Wohnung, die im ersten Stock am Hofe liegt, um welcher Reichstagskandidat F. 3ubeil über die nächsten Reichstags Wahl auch keinen allzu großen Werth bei, sondern schweifen lieber den Abort aufzusuchen. Als er lange ausblieb, wurde seine Frau wahlen sprechen wird. Die Genoffen der umliegenden Orte find nach furzer Berührung dieses Themas zur nächsten Festlichkeit des ängstlich, zumal da er außer dem Abort- auch den Kellerschlüssel freundlichst eingeladen. Der Anfang ist auf 8 Uhr festgesetzt. Wir Kriegervereins oder des Kegelflubs ab. Die Arbeiter aber, die an mitgenommen hatte. Ihre bösen Ahnungen bestätigten sich leider. bitten die Genossen, recht pünktlich zu erscheinen, da die Versammlung ben Nachmittagen der Woche feine Kegel- oder Bootpartien abhalten B. hatte sich in seinem Kellerverschlag erhängt. der Polizeistunde wegen um 11 Uhr geschlossen werden muß. können, auch sich nicht den Lurus einer Sommer- oder Badereise Der Vertrauensmann. erlauben dürfen, suchen sich gegenseitig über Unkenntniß oder Miß- Zwei große Dachstuhlbrände beschäftigten die Berliner Feuerverständniß in den Wahlangelegenheiten aufzuklären, wobei auch wehr in vorlegter Nacht stundenlang. Sie wurde Dienstag Abend In Schmargendorf spricht am Freitag Reichstagskandidat Friz erfreulicherweise mitunter die anwesenden Frauen ein treffendes und 10 Uhr nach Georgenkirchstr. 3 gerufen und fand bei ihrer Ankunft Qubeil über die Reichstagswahl. Die Versammlung findet abends antreibendes Wort mitreden. Der 16. Juni wird von neuem zeigen, bereits einen so ausgedehnten Brandherd vor, daß eine Dampf- und 81/2 Uhr, in Sanssouci, Ruhlaerstr. 20/21 statt. Bahlreiches Ers welcher Theil der Bevölkerung der strebsamste und kräftigste ist. zwei Drucksprigen in Aftion treten mußten. Trotzdem ging ein scheinen auch der Frauen ist erwünscht. Auch werden die politischen Die Aufichtspostkarte im Wahlkampf. Ob es sehr geschmad großer Theil der Dachkonstruktion des der Rentiere Wittwe Schmidt Gegner ersucht, an der Versammlung theilzunehmen. Reinickendorf. Die lezte Agitationstour vor den Wahlen voll ist, mag dahingestellt bleiben, aber der undeutsche und angehörigen Gebäudes in Flammen auf. Mehrere Miether erlitten ganz Ein zweiter Dachstuhlbrand erfolgte Mittfindet am Sonntag statt. Sie macht ganz besondere Anstrengungen reißerische Brauch, die Person eines Reichstags- Kandidaten dem bedeutende Verluste. Publikum in reklamenhafter Weise aufzudrängen, wird gerade Dort stand der Dachstuhl vom Wasserreservoirthurm in Flammen. Orte wie auch an die Berliner Genossen die Bitte, sich zahlreicher Publikum in reklamenhafter Weise aufzudrängen, wird gerade och früh 2 Uhr in Martinikenfelde in der Ludwig Löwe'schen Fabrit. nothwendig, und daher ergeht sowohl an die Parteigenoffen am bom urteutschen Antisemitismus mit Eifer betrieben. Die Hüter Da Mittelfeuer gemeldet war, erschien bald ein großes Lösch- noch als früher einzufinden. Treffpunkt morgens fünf Uhr bei des echten unverfälschten Germanenthums vertreiben in Massen Anfichtstarten mit dem, Porträt des antisemitischen Reichstags- Kandidaten Stelle und griff mit zwei Rohren ein, so daß man schnell Herr bes fomitee. aufgebot. Auch die Charlottenburger Wehr war schnell zur Röhle, Gasthof zur Eisenbahn am Bahnhof Schönholz. Das WahlDr. Bach le r. Um die Geschmadlosigkeit auf die Spiße zu treiben, Elements wurde. Doch ist auch hier der entstandene Schaden beträgt das Porträt noch die geiftvolle Umschrift:„ Wählt Dr. Otto Zu der Sabbathschändung am Wilhelms- Denkmal in Grünaut trächtlich. Bachler für Volt und Vaterland! für Kaiser und Reich!" wird uns nachträglich noch berichtet, daß auch am Himmelfahrtstage Von antisemisch- konservativ- staatserhaltender Seite bringt man Durch einen Sturz mit der Leiter ist Mittwoch Nachmittag tapfer an dem patriotischen Bauwerk gearbeitet wurde, ohne daß die zur Wahl aber noch eine andere Ansichtspostkarte in den Verkehr, um 6½ Uhr der Arbeiter Johann Richter, der verheirathet ist und Behörde dies verhinderte. Der Amtsvorsteher v. Oppen fühlt sich, welche besser noch als die vorige den geistigen Tiefstand der in der Potsdamerstr. 121d wohnt, auf dem Grundstück der übrigens berufen, in einem Schreiben, in dem er sich in nicht ges nationalen Kämpen erkennen läßt. Die Karte zeigt, wie drei Ge- Elektrizitätswerke am Schiffbauer- Damm schwer verunglückt. Die nauer Gesetzeskenntniß auf das Preßgefez beruht, uns mit einer stalten, welche mit den Namen Singer, Bebel, Liebknecht bezeichnet Leiter, auf der er stand, glitt aus, Richter fiel aus der Höhe des Nichtigstellung zu kommen. Er schreibt: So gleichgiltig mir find, schmausend um einen Tisch sizen und die Champagnergläser zu ersten Stodes auf das Pflaster herab und zog sich innere Ver- auch derartige Preßscherze sind und so ungern ich Leuten, die sich einem Hoch erheben. Darunter steht die Inschrift:" Profit, meine legungen und einen Bruch des rechten Unterschenkels zu. Arbeits- darüber freuen, ihr Vergnügen störe, muß ich doch bitten, mitHerren, das arme, ausgebeutete und an der Nase herumgeführte genossen brachten den Verunglückten mit einer Droschke in die benach- zutheilen, daß ich nicht die Ehre habe, der zuständige Amtsvorsteher barte Charitee. Bolt soll leben, hoch! Singer, Proletarier." zu sein. Ich bedauere, daß durch Fortfallen der Pointe die ganze' Ueber den Wiz", der in diesen Worten liegt, wird ein Schwindelgeschäfte. Ueber das Vermögen des Gastwirths Geschichte an inneren Werth verliert." einigermaßen abgehärteter Mann sich nicht sonderlich aufregen; Camillo Burkert in der Friedrichstr. 195 ist gestern das Konkurs Die Mittheilung von der Nichtzuständigkeit in diesem Falle je plumper unsere Gegner bisher agitirt haben, je mehr verfahren eröffnet worden. Burkert ist flüchtig und wird von der dürfte den meisten Leuten ziemlich neu sein. Was aber nun den trieb der fittliche Etel auch solche Kreise, die andernfalls nicht Staatsanwaltschaft gesucht. Im Zusammenhange mit mit diesem spaßhaften Ton betrifft, den der Amtsvorsteher anzuschlagen beliebt, oppofitionell gewählt hätten, in das sozialdemokratische Lager hinein. Bankrott steht das Ausreißen eines Buchmachers Wenzel aus der so will uns scheinen, daß diese Art der Abwehr gerade vom christlichWas aber empören und das ästhetische Gefühl tief verlegen muß, Schüßenstr. 17. Burkert übernahm im April vorigen Jahres den patriotischen Standpunkt aus am wenigsten in einem Falle angebracht das ist die sudelhafte, jedem künstlerischen Empfinden Hohn sprechende„ Lucullus" in der Friedrichstraße 195, eine Gastwirthschaft, die ist, der wie der in betracht kommende sowohl der Religion, die dem Manier, in der diese Agitationsfarte hingeflecht ist. Unsere Gegner trog ihrer Unscheinbarkeit in den weitesten Kreisen bekannt ist. Wolfe erhalten werden soll, als auch der modernen Art von Staatsmachen mit derartigen Kampfmitteln ja im allgemeinen nicht die Der Lucullus" gilt als eine Goldgrube, daher hatte Burkert fast raison so scharf an die Nieren geht. Die Pointe in diesem Falle, besten Geschäfte. Die Ansichtspostkarte bildet aber geradezu eine unbeschränkten Kredit. Den Vorbesizer, von dem er die Wirthschaft Herr Amtsvorsteher, ist, daß die Behörden in Preußen nach einer Aufforderung an den wahren Künstler, sich mit Abscheu von der aufte, bezahlte er mit Wechseln. Schon als die ersten fällig waren, Seite hin zum Schutze der Ordnung, Religion und Sitte oft zu den staatserhaltenden" Kunst abzuwenden. stellte sich heraus, daß der Käufer nicht gut wirthschaftete; die merkwürdigsten Kampfmitteln greifen, wenn sie glauben, damit der Zum Fall Koschemann. Wir haben schon mitgetheilt, daß der Wechsel mußten prolongirt werden, obwohl das Geschäft durch- Sozialdemokratie schaden und der heutigen gerade nach staatserhaltender echanifer Paul Koschemann aus dem Zuchthause zu Sonnen- aus nicht schlechter ging als früher. Vor vierzehn Tagen trat Ansicht auf der Religion beruhenden Ordnung nüßen zu können, und burg neuerdings wieder verschiedene Schritte unternommen hat, um Burkert eine kleine Reise" an, von der er schon nach zwei Tagen daß man andererseits Verstöße gegen die einfachsten religiösen Grundmöglichst eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu betreiben. Er hat wieder zurückkehren wollte. Als er aber nicht zurüdtam und auch begriffe mit geradezu erstaunlicher Nachsicht geschehen läßt. Sollen seine Vertheidiger Dr. Schöps und Dr. Werthauer dringend seine Frau mit ihrer Pflegetochter heimlich die Wohnung räumte, wir noch weiter an die Sabbathschändungen, die im föniglichen Schloß, ersucht, eine ganze Reihe von Zeugen, deren Namen er angegeben, schöpften die Gläubiger Verdacht, stellten Nachforschungen an und in verschiedenen Kirchen u. f. w. vor sich gehen konnten, erinnern? ausfindig zu machen und ihre Befundungen zu seinen gunsten zu ver- fanden sich alle betrogen. Die Gerichtsvollzieher holten weg, was Ob bei solchen Widersprüchen ein einziger Beamter oder mehrere in werthen. Neuerdings ist ein Moment hervorgetreten, welches den alten nicht niet- und nagelfest war, die ganze Einrichtung des Geschäfts Frage kommen, macht im Effekt herzlich wenig aus. Durch scherzVater des Verurtheilten mit neuer Hoffnung erfüllt. Man wird wanderte auf die Pfandkammer. hafte Behandlung, Herr v. Oppen, wird die Wirkung solch widerDie Schulden, die der nummehr steckbrieflich verfolgte Flüchtling spruchsvollen Handelns am allerwenigsten aus der Welt geschafft. fich entfinnen, daß in dem Prozesse eine Wederuhr eine Rolle spielte, Von dem militärfiskalischen Anfmarschgelände zwischen der die ein Mann am Pfingstsonntag in Königs Wusterhausen bei dem hinterläßt, werden auf 50 000 m. geschätzt. Der Vorbefizer hat das Uhrmacher und Goldarbeiter Gustav Hübscher gekauft hatte. Der Geschäft wieder übernommen. Nach einer Postkarte, die ein Bekannter Anhalterbahn, der Groß- Görschenstraße, dem Matthäi Kirchhof und Käufer hatte sich Kurth genannt, es wurde aber angenommen, daß von ihm erhalten hat, befindet sich Burkert mit seiner Familie in der Monumentenstraße will jegt der Militärfiskus zur endlichen Ver= Koschemann, der sich zu jener Zeit auf einem Nusfluge nach Königs- London. Dorthin scheint sich auch sein Freund, der Buchmacher breiterung und Regulirung der letztgenannten Straße von der BotsWusterhausen befand, dieser angebliche Kurth gewesen sei. Es wird Wenzel, gewandt zu haben, der seinen Auftraggebern mit 7-8000 M. damer bis zur Anhalter Bahn hin einen Terrainstreifen von 3250 daß Koschemann, auch noch in Erinnerung sein, Quadratmetern an die Stadt Schöneberg abtreten. nach der durchgebrannt ist. Der Fiskus Befundung des Haupt Belastungszeugen, In einem Krampfanfall ist gestern Vormittag der 65 Jahre fordert ganz erfledliche Summen, doch Schöneberg ist bereit zu auf der Heimfahrt Berlin in seinem Kolporteur Franz Stück aus der Reichenbergerstr. 123 vom Kottbuser zahlen, da die Monumentenstraße sich in keinem zu beschreibenden bon Königs Wusterhausen nach Zustande befindet. Taschentuch einen eingebündelten Gegenstand mit sich führte, ufer aus in den Landwehrkanal gestürzt. 9 " " Sittlichkeitsverbrechen. Der Erfte Staatsanwalt beim Rand- Ilichkeit statt; aus dem öffentlich publizirten Urtheil ging eher zu gering geschäßt sein. Die als Referentin angezeigte Frau gericht II Berlin macht folgendes bekannt: Am 16. Mai ist an dem jedoch folgender Thatbestand hervor: Die Hebamme Hoffmann Lilly Braun hatte frankheitshalber absagen laffen. Der bisherige techsjährigen Mädchen Anna Knothe auf dem Wege von Waidmanns- hatte der Arbeiterfrau Bartel in Rirdorf bei der Entbindung ge- Vertreter des Kreises, Rob. Schmidt, beleuchtete in ausLuft nach Tegel ein Sittlichkeitsverbrechen verübt worden. Der Thäter holfen. Bald nach der Geburt zeigte das Kind alle Anzeichen der führlichem Vortrage die reaktionäre Strömung der Gegenwart. wird beschrieben als ein gutgekleideter Mann von dem Aussehen eines egyptischen Augenkrankheit", statt aber die Frau mit dem Kinde Er führte unter Hinweis auf ein reichhaltiges Thatsachenmaterial: Lehrers, mit kleinen hellblonden( nach anderer Angabe: Schwarzen) zu einem Arzte zu schicken, wies sie dieselbe an den mitangeklagten aus, daß die Rechte des Boltes, zwar nicht die des besitzenden, Schmurrbart. Er trug einen hellgrauen Jacketanzug, grauen Schlapp- Fricke, welcher mit dem traurigen Erfolge kurirte, daß wohl aber die des arbeitenden Theils der Bevölkerung in Gefahr. Hut, weiße Wäsche und lange Halsbinde, sowie eine mittelstarte das fleine Kind auf einem Auge die Sehkraft gänzlich find. Der Redner besprach dann die Haltung der gegnerischen goldene Uhrkette mit einem Ring daran. Nachrichten über die be- verlor, während das zweite Auge ebenfalls in Mitleidenschaft ge- Parteien und kennzeichnete insbesondere die Aussichtslosigkeit der schriebene Persönlichkeit werden erbeten zu den Akten II d. J. 447, 98. zogen wurde. Nun erst wurde das Kind zu einem Arzte gebracht, antisemitischen Bestrebungen zur Rettung des Mittelstandes und Man muß nach der Kombinationsgabe des Staatsanwalts, der aus welcher dasselbe schleunigst einer Klinik überwies, wo es zwar der legte dann die Grundzüge der Sozialpolitik dar, welche unsere Bartei den hier mitgetheilten Merkmalen ohne weiteres einen Lehrer kon- ärztlichen Kunst gelang, das zweite Auge zu retten, doch an dem vertritt. Redner kam zu dem Schluß, daß jeder, der für durchstruirt, sich eigentlich wundern, daß der Thäter nicht schon längst verlorenen Auge ließ sich nichts mehr thun. Die Sache kam im Rig- greifende, wirklich mußbringende Sozialreformen ist, der eine ge= gefaßt ist. dorfer Aerzteverein zur Sprache und wurde von diesem zur Anzeige funde Fortentwickelung unserer politischen und sozialen Verhältnisse Auf dem Terrain des neuen Botanischen Gartens bei gebracht. Der Gerichtshof hielt bei beiden Angeklagten eine grobe will, feiner anderen Partei als der Sozialdemokratie seine, Dahlem ist jetzt mit den ersten Arbeiten zur eigentlichen Anlegung Pflichtverlegung für vorliegend, die Hebamme wurde daher zu Stimme geben kann. Die ungetheilte Aufmerksamkeit der des Gartens begonnen worden. Was die Verpflanzung der Bestände zwei Wochen, Fricke dagegen zu zwei Monaten Ge- Buhörer, sowie der allseitige, lebhafte Beifall bekundete des alten Gartens nach dem neuen Terrain betrifft, so werden fängniß verurtheilt. das volle Einverständniß der Versammelten mit dem Referenten. einzelne Pflanzen schon in diesem Herbste dorthin versetzt werden. Ein aristokratischer Beleidigungsprozeß. Wegen Be- Die Diskussion eröffnete ein Herr Schwente, der schon aus Die Alpenpflanzen, zu deren Kultur erst die nöthigen Felsanlagen eidigung ihres früheren Schwagers, des Grafen früheren Versammlungen als ein harmloser Konfusionär bekannt ist und und Hügel geschaffen werden müssen, werden in zweiter Linie Berlin von Königsmard, war Ihre Durchlaucht die Prin- der auch diesmal wieder zur Erheiterung der Versammlung seine berlassen. zessin Eleonore v. Sayn- Wittgenstein vom Schöffen- eigenartigen Weltverbesserungsideen zum besten gab. Aus Liebeskummer hat am Dienstag ein junges Mädchen aus gericht in Weimar zu einer Geldstrafe von dreihundert zeichnete Genosse Liepmann in treffenden Worten die nichts Berlin in Spandau den Tod im Wasser gesucht. Die Lebensmüde, art event. dreißig Tagen Haft verurtheilt worden. Die weniger als fachliche Kampfesweise, welche die Freisimmigen gegen eine 19jährige Kammerzofe, namens Anna Algrimm, die bei einem Beklagte sollte dem Privattläger ihrer Mutter in Tegernsee gegen- unfere Partei führen, während sie die Antisemiten fast gar nicht beBaumeister in der Kurfürstenstraße in Stellung ist, hatte sich einem über nachgeredet haben, daß er Graf Königsmardim tämpfen, in der Hoffnung, bei einer Stichwahl deren Stimmen zu jungen Handwerker versprochen. Ihre Eltern wollten jedoch von Herbst 1895 sträflichen Umgang mit einer Hofdame gepflogen erhalten. Nach einem Schlußwort des Referenten wurde eine Reeiner ehelichen Verbindung der beiden nichts wissen und das junge habe. Letztere sei schuld daran, daß die Ehe des gräflich Königs- solution im Sinne seiner Ausführungen angenommen und die impoMadchen mußte das Verhältniß aufgeben. Nachdem sie am Dienstag mard'schen Paares geschieden worden sei. Diese Aeußerungen, welche sante Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialin Spandau eine Freundin besucht hatte, stürzte sie sich von der die Privatbeklagte, Prinzessin v. Sayn- Wittgenstein, entschieden in demokratie geschlossen. Charlottenbrücke in die Havel. Sie wurde 300 Meter weit von der Abrede stellte, waren von einer Dienerin dem Privatkläger hinter- Im sechsten Wahlkreise waren am Dienstag sechs Versamm Strömung fortgetrieben, ging verschiedene Male unter, die bauschige bracht worden. Gegen das oben angeführte Urtheil hatte die lungen anberaumt worden, die alle eines recht guten Besuches sich leidung indeß sorgte dafür, daß der regungslose Körper immer Prinzessin seinerzeit Berufung eingelegt, welche nun jetzt vor der erfreuten; zum theil waren sie überfüllt. wieder emportanchte. An der Hamburger Eisenbahnbrücke angekommen, Straffammer zur Verhandlung stand. Der Gerichtshof gab dem wurde das anscheinend leblose Mädchen von Eisenbahnbeamten Antrage des Grafen v. Königsmard auf Verwerfung der mittels Stangen ans fer gezogen. Die Wiederbelebungsversuche Berufung statt und bestätigte die Entscheidung erster Instanz. hatten Erfolg; das junge Mädchen erholte sich bald wieder und dürfte inzwischen zu seiner Herrschaft zurückgekehrt sein. Gerichts- Beitung. Der Helgoländer Gendarm. Die Helgoländer Affäre gegen den Genossen Stadthagen wegen angeblicher Beleidigung des ehemaligen Gendarmen Stoffers und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt gelangte gestern in der Berufungsinstanz vor der Straffanner zu Altona zur Verhandlung. Stadthagen war befanntlich in erster Instanz freigesprochen. Es waren aber nur die Kosten, nicht die ihm persönlich erwachsenen Auslagen der Staatstaffe auferlegt. Gegen das Urtheil legte sowohl der Staatsanwalt mit dem Antrag auf Bestrafung, wie Stadthagen Berufung ein. Das Gericht erkannte gestern in vollem Umfange nach Stadthagen's Antrag, stellte das Verfahren wegen verfassungswidriger Einleitung des Verfahrens ein und legte die Kosten sowie die Stadt hagen er to a chsenen nothwendigen Auslagen der Staatstaffe auf. Stadthagen war auf Antrag vom Erscheinen in Altona entbunden, hatte aber in erster Instanz den Termin in Helgoland wahrgenommen. Hierdurch waren ihm erhebliche Auslagen erwachsen. haben. Wahlversammlungen. Dann fenn In der Kronenbrauerei sprach Genosse Dr. Curt Freudenberg. Der große Saal wurde während des Referats polizeilich abgesperrt. Trotzdem die Stühle ganz eng zufammengerückt waren, mußten mehrere Hundert doch noch in den Seitengängen stehen. seinem Der Referent beleuchtete in fräftigen Vortrag alle Fragen, die bei der Reichstagswahl ausschlaggebend find: Verschlechterung des jetzigen Wahlrechts, des Einen glänzenden Verlauf nahm die am Dienstag im Roalitionsrechts und der Freizügigkeit, ferner die fortwährend „ Königshof", Bülowstraße, stattgehabte Volksversammlung des steigende, immer drohender werdende Brot- und Lebensmittelzweiten Wahlkreises, zu welcher sich gegen 1000 Personen vertheuerung und die ins Ungeheure anwachsenden Militärlaften. Er eingefunden hatten, sodaß ein Theil der Tische entfernt werden machte es den Wählern zur Pflicht, am 16. Juni unseren alten mußte. Der Referent des Abends war der bisherige Reichstags- Wilhelm Liebknecht aus Dank für seine 50jährige, dem Volkswohl Abgeordnete des zweiten Wahlkreises, Genosse Richard Fischer, gewidmete Thätigkeit mit ebenso viel Tausend Stimmen in welcher in seinem von begeisterten Beifallskundgebungen oftmals ben Reichstag zu wählen, als er Jahre zählt. Durch einen brausenminutenlang unterbrochenen Vortrage die Neuwahlen zum Reichs- den Beifall erklärten sich die Versammelten mit dem Redner eintage behandelte. Die Ausführungen des Redners behandelten be- verstanden. In der Diskussion trat ein Arbeiter Vormann sonders das Verhalten der gegnerischen Parteien, die sich ihrer Sünden auf, der die Noth der Arbeiter zugab. Als er meinte, die während des Verlaufes der letzten Legislaturperiode bewußt, dies- Arbeiter sollten den wählen, der ihnen der beste erschien, wurde ihm mal besonders still verhielten und hinter verschlossenen Thüren agi- einstimmig erwidert: Wilhelm Liebknecht! Der Vorsitzende forderte tirten, um jede fleinste Aufregung von den Massen fern zu dann die Anwesenden auf, sich zur Arbeit am Wahltage zu melden; halten. Die mannigfachsten Wahlbeeinflussungen werden natürlich auf Moabit habe bis jetzt noch nicht einmal genug Wahlarbeiter zur ihre Brauchbarkeit hin probirt, so daß man sich mit dem Gedanken eigenen Verfügung, viel weniger zur nothwendigen Unterstützung trage, den 15. Juni, d. h. den Tag vor der Wahl, als zehnjähriges anderer Wahlkreise. Auch auf die letzte Flugblattverbreitung am Regierungsjubiläum Wilhelm's II. zu feiern. Nach einigen treffenden nächsten Sonntag und die Versammlung am Mittwoch, den 15. Juni, Illustrationen zu dem Verhalten der Gegner in diesem Kreise, den in der Wilhelm Liebknecht reden wird, wurde aufmerksam gemacht. Freisimmigen und den Antisemiten, deren Flugblätter zur Heiterkeit Bei Täger, Gartenstraße, sprach vor ebenfalls gut ber Anivesenden theilweise verlesen wurden, fordert der Redner die besuchter Bersammlung Gen. Poezich. Er bemerkte eingangs Die Auflage gegen Grünenthal wegen Münzfälschung und Genossen auf, auch noch in diesen letzten Tagen ihre Pflicht zu thun, feines Vortrags, daß der alte Vorfämpfer der Demokratie, unser Diebstahls ist nunmehr der Straflammer behufs Gröffnung des um der guten Sache zum Siege zu verhelfen. Eine Diskussion alter Liebknecht", einer besonderen Empfehlung gewiß nicht Hauptverfahrens zugegangen, sodaß die Straffache voraussichtlich fand nicht statt. Zum Schluß ersuchte dann der Vorsitzende die bedürfe. Zum Schluß ersuchte dann der Vorsitzende die Aber es sei nöthig, der Regierung durch Abgabe großer in der nächsten Schwurgerichtstagung zur Verhandlung kommen wird. Genossen noch, sich am Wahltage doch recht zahlreich dem Komitee Massen sozialdemokratischer Stimmen zu zeigen, daß das Volk ihre Neben Grünenthal werden in dieser Sache deffen Geliebte Elly Gol zur Verfügung zu stellen und auch den stark in Anspruch genommenen Politik nicht billige. Sodann beleuchtet der Redner die Pläne der und die Hebamme Eichler auf der Auflagebant erscheinen, Unterstützungsfonds nicht zu vergessen. Reaktion und die Haltung der Parteien hierzu und schließt mit dem welche beide beschuldigt werden, sich zu dem Münzverbrechen bezw. Eines außergewöhnlich zahlreichen Besuches hatte sich die Appell an die Anwesenden, am 16. Juni alle ihre Pflicht zu thun. dem Diebstahl der Begünstigung schuldig gemacht zu haben. Un- Wählerversammlung zu erfreuen, die unsere Genossen aus dem In der Diskussion nimmt nur ein Genosse das Wort. Eugen abhängig hiervon geht die Anklage, welche gegen Elly Golß, deren Osten des 4. Berliner Wahlkreises am 7. Juni bei Keller, Koppen- Ernst wendet sich dann noch in ferniger Ansprache an die VerMutter und Großmutter wegen Verbrechens wider das teimende straße abhielten. Die Polizei sperrte bald nach 1/29 Uhr ab, inhibirte sammelten, die kurze Spanne Zeit bis zur Wahl noch tüchtig auszus Leben beziehungsweise Kuppelei erhoben ist und die, wie schon ge- dann aber, ein höchst feltenes Entgegenkommen die Sperre nutzen und schließt hierauf mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie meldet worden, vor der Strafkammer zur Verhandlung gelangen wieder vorübergehend, nachdem die meisten Tische aus dem riesigen die Versammlung. wird. Saal entfernt worden waren. Etwa 2500 Personen, darunter eine Raabe's Salon, Rolbergerstraße, war überfüllt. Der Die Straffache gegen den seit Mitte November in Unter- große Anzahl Frauen, lauschten voller Begeisterung den kernigen Worten Referent, Genosse Tu kauer, wies auf die Bedeutung der bevorstehenfuchungshaft fizenden Verlagsbuchhandler Wilhelm des Genossen Paul Litfin, der in anderthalbstündiger den Wahlen hin und kennzeichnete die Pläne der Konservativen und Fritsch wird heute, Donnerstag, vor dem Schwurgericht des Land- Rede mit den Gegnern der Sozialdemokratie scharf ins Gericht ging. Nationalliberalen und der mit ihnen verbündeten Regierung auf gerichts I zur Verhandlung gelangen. Der Angeklagte wird be- Besonders die Sünden der Wahlentrechtler und ihre heuchlerischen Verschlechterung des allgemeinen Wahlrechts, des Koalitionsrechts und schuldigt, in zwölf Fällen die jungen Mädchen, die er als Reisende Ableugnungsversuche kennzeichnete Redner so schlagend, daß seine der Freizügigkeit. Der neue Reichstag werde sich gegen diese reaktiofür seine Verlagswerke" Im Fluge durch die Welt"," Die neue Ausführungen wiederholt durch stürmischen Beifall unterbrochen nären Pläne zu wehren haben und jeder müsse beitragen, daß die Welt" u. f. w. angestellt und in die Provinz n geschickt" hat, durch wurden. Er verglich unseren Geſellſchaftskörper mit dem unter hoch- Sozialdemokratie bedeutend verstärkt in denselben einziehe. Auf das falsche Vorspiegelungen über ihre Gehaltsverhältnisse getäuscht zu gespanntem Drucke stehenden Kessel einer Dampfmaschine und die sogenannte freifinnige Bürgerthum sei kein Verlaß, wie dasselbe da Er wird ferner der Nothzucht an verschiedenen jungen Miquel- Posadowsky'schen Sammelbrüder mit gewissenlosen Maschinisten, sogenannte freifinnige Bürgerthum sei kein Berlaß, wie dasselbe da Mädchen, der Entführung eines sechzehnjährigen Mädchens, der Mig- die das beste Ventil für den angesammelten Wolfszorn, das all- bewiesen habe, wo es in der Majorität sei. In der Diskussion dedte handlung einer anderen, die infolge deffen in Geistesfrankheit ver- gemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht, beseitigen wollten. Genosse Hinge die ganze Unbedeutendheit und Geistesarmuthides soeben fallen sein soll, angeklagt. Leider wird nach der ganzen Sachlage( Begeisterte, anhaltende Zustimmung.) Bei der Besprechung des Vor- erschienenen„ Gutachtens" des Grafen Posadowsky auf und ergänzte die Verhandlung unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden. gehens der Regierung gegen. das bischen Koalitionsrecht führt Litfin noch die Ausführungen des Referenten in bezug auf die Haltung der Freisinnigen in sozialpolitischen Fragen. Genosse Kiesel forderte sehr dies an Polnischer Prefprozek. Aus Posen wird berichtet: Die ein haarsträubendes Beispiel dafür in eindringlichen Worten zum Abonnement auf den Vorwärts" und Straffammer verurtheilte den Landwirth Szymansti, zeitweiligen gebliche Recht" jetzt schon zur Farce geworden ist. Er verlieft Eintritt in den Wahlverein auf und appellitte an die Genoffen, fich Straffammer verurtheilte den Landwirth Szymansti, zeitweiligen ein Schreiben des Amtsvorstehers für Ottmersleben, Provinz am Tage der Wahl recht zahlreich zur Verfügung zu stellen, damit Redakteur des Wochenblattes„ Praca", wegen Aufreizung zu Gewalt thätigkeiten, begangen durch ein in der Braca" veröffentlichtes Ge- Sachsen, an den Vorsitzenden des dortigen Fabrik- und Hand- im sechsten Kreise Genosse Liebknecht nicht nur gewählt, sondern mit dicht, zu 300 M. Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte 3 Monate Arbeitervereins, worin der Herr Polizeiverweser mittheilt, daß er einer erdrückenden Mehrheit gewählt werde. Mit einem begeistert Gefängniß beantragt, doch wurde als strafmildernd angesehen, daß aufweisung seiner vorgefepten Behörde die ihm ber Angeklagte 68 Jahre alt ist und die Redaktion der Praca" gemäß§ 2 des Vereinsgefezes eingereichte Mitgliederliste des aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie wurde die Ver sofort niederlegte. Vereins jedem Arbeitgeber, der es wünschte, in ſammlung geschlossen. Vor über 1000 Personen referirte Dr. Friedeberg feinem Amtslokal habe zur Durchficht unterbreiten müffen. Ein konservativer Messerheld stand am Montag, den 5. Juni,( Große Bewegung. Vielhundertstimmiges zorniges: fui im Saale des Volksgarten, Badstraße. Der vortreffliche Bor r der Straffammer des Landgerichts Landsberg a./W. Es war Es werde abzuwarten sein, ob der Staatsanwalt hier trag, in welchem der Referent unter lebhaften Beifallskundgebungen Ber Rittergutsverwalter Hans v. Schröder aus Braunsfelde, wegen Vergehens im Amte ebenso prompt einschreiten werde, wie er die Bestrebungen der Sozialdemokratie und die Bedeutung der bes wegen Verübung rubeftörenden Lärms und Widerstandes gegen die gegen die Magdeburger Boltsstimme" eingeschritten fei, weil die vorstehenden Reichstagswahlen für das Proletariat schilderte, wurde Staatsgewalt angeklagt. Am 2. Mai abends hatte in Friedeberg Jalousie 5 Millimeter zu tief hing.( Heiterkeit und großer Bei- mit stürmischem Beifall von den Versammelten aufgenommen. In eine fonservative Wählerversammlung stattgefunden, wozu sich auch fall.) Von jenem Durchfichtsrecht habe die Firma Reinhart u. Sto. der Diskussion, an der sich Gegner trotz wiederholter Aufforderung v. Schröder mit seinen Freunden v. Knobelsdorff und Gebrauch gemacht und dann 14 Arbeiter wegen ihrer Zu- nicht betheiligten, wurde von mehreren Genossen in anregender b. Staldreuth eingefunden hatte; alle drei kneipten nach der Ver- gehörigkeit zum genannten Verein entlassen. Einem zwei und Weise zum Anschluß an die politische und gewerkschaftliche Organi sammlung. Auf dem Markte hat dann nachts v. Schröder nach der fiebzigjährigen Arbeiter eröffnete zugleich der Chef: Sie sind sation, zur Verbreitung der Arbeiterpresse und zur Betheiligung an Aussage des Nachtwächters Scheel Ausschreitungen gröblichster Art 25 Jahre bei mir; aber wenn sie nicht veranlassen fönnen, daß den Sammlungen für den Wahlfonds aufgefordert und die An und auch ruheftörenden Lärm verübt. Auf die Aufforderung des ihr Sohn aus dem Verein austritt, dann muß ich sie auch wesenden ersucht, sich rege an den Wahlarbeiten zu bethätigen und sich Nachtwächters, ruhig zu sein, habe er gerufen:„ Sie haben garnichts entlassen."( Erneute stürmische Pfuirufe.) Unter donnerndem dem Wahlfomitee zur Verfügung zu stellen. Mit einem brausenden zu befehlen, haut doch die Nachtwächter, Lumpengesindel, Spitz- Applaus schloß Redner nach einer fritischen Würdigung der Sozial- och auf die Sozialdemokratie erfolgte der Schluß der vom besten buben!" Schließlich, nachdem er den Nachtwächter zu Boden geworfen, gesetzgebung:„ Wir wollen theilnehmen am vollgedeckten Tische der Geiste beseelten Versammlung.. habe er das Messer gezogen mit den Worten: Jetzt Kultur, darum am 16. Juni alle Mann auf Deck!" Es sprach dann Die Versammlung bei Daase, Brunnenstraße, war steche ich dem Nachtwächter eins runter!" v. Knobels- Vogt, der nach seinen Angaben 30 Jahre lang zur Sozialdemokratie gleichfalls sehr stark besucht. Das Referat hatte hier der Genosse dorff habe v. Schröder am Stechen verhindert. Der Nachtwächter gehört, aber in den letzten 10 Jahren nicht gewählt hat. Das Flug- Augustin übernommen, der in seinen Ausführungen in eingehenhatte wegen der Beleidigungen und der Mißhandlung blatt vom Sonntag, bestimme ihn, diesmal doch wieder seine Stimme der Weise die politischen und wirthschaftlichen Zustände erörterte und Strafantrag nicht gestellt. Der Staatsanwalt beantragte für die Sozialdemokratie abzugeben. Er vermißt die unmittelbaren auf die Wichtigkeit der Reichstagswahlen hinwies. Nachdem noch 100 M. Geldstrafe wegen Widerstandes, 10 M. wegen ruheftörenden persönlichen Vortheile, die er von dem materiellen und persönlichen ein Genosse sich im Sinne des beifällig aufgenommenen Vortrages Lärms. Der Vertheidiger plaidirte für Freisprechung, weil der An- Eintreten für die Partei erhofft hat. Welche Vorschläge habe sie ge- geäußert und recht treffend die Bestrebungen der Reaktion gekenn geklagte finnlos befrunten gewesen. Der Gerichtshof erkannte hoch macht, welche Institutionen, die den Arbeitern direft und persönlich zeichnet hatte, erreichte die Versammlung mit einem kräftigen Hoch grabige Berauschtheit als Wilderungsgrund an, finnlose Trunkenheit nügten, in dem vierten Wahlkreise geschaffen? Nedner will auf die Sozialdemokratie, dem sich ein begeistertes Hoch auf den Gefei aber ausgeschlossen gewesen. Das Urtheil lautete auf 200 m. die Erringung der wirthschaftlichen Macht vorangestellt wissen. nossen W. Liebknecht anschloß, ihr Ende. Geldbuße wegen der Ausschreitungen und 20 m. wegen ruheftörenden Augenscheinlich wollte er Genossenschaften empfehlen, mußte aber Die Versammlung bei Wernau, Schwebterstraße, war Lärms. Man vergleiche mit dieser milden Bestrafung die Urtheile vorzeitig infolge zunehmender Unruhe und störender Zwischenrufe außerordentlich gut besucht, sodaß ein Theil der Anwesenden mit auf ein und zwei Jahre Gefängniß, welche gestern vom hiesigen abtreten. Genosse Schüler trat ihm entgegen. Genosse Kulid außerordentlich gut besucht, sodaß ein Theil der Anwesenden mit Stehplätzen vorlieb nehmen mußte. Hier referirte unter wiederLandgericht II in einem Streifprozeß gegen zwei Arbeiter gefa hat an dem wirken unserer Reichstagsfraktion auszusetzen, daß sie holtem Beifall der Versammelten Genosse Dr. Beutler, der in worden sind! im Reichstage nicht genügend die Landarbeiter mehr berücksichtige: treffender Weise das Verhalten der Vertreter der bürgerlichen Prekprozek gegen das„ Volt". Das Landgericht I in Berlin it fin rigt unter Beifall, daß man Vogt nicht ruhig angehört Parteien im Reichstage, vorzugsweise aber der Freifinnigen, Parteien im Reichstage, vorzugsweise aber der Freisinnigen, hat am 4. März den Redakteur des„ Volt", Dietrich v. Dergen habe, und meint, wenn Vogt Vorschläge machen wolle, bann solle veranschaulichte. Auf das arbeiterfeindliche Wirken der Regierung in in Berlin von der Anklage, das Schöffengericht in Neunkirchen er nach der Wahl damit kommen. Mit einem begeisternden Hoch auf der Legizeit eingehend, die der herrschenden Bourgeoisie die weit( Bez. Trier) beleidigt zu haben, freigesprochen. Es handelte sich die Sozialdemokratie trennte man sich. gehendste Unterstützung in jeder Hinsicht angedeihen läßt, bemerkt um eine Kritit des Urtheils, in welchem König Stumm wegen Im fünften Berliner Wahlkreis hatten am Dienstag neben Bedner, daß der diesmalige Wahlkampf den Charakter eines Das Reichsgericht unserer Partei auch die Demokraten und Freifinnigen Versammlungen solchen der Parteien unter sich verloren. vielmehr Stöckerbeleidigung freigesprochen wurde. dent hat das freisprechende Urtheil gegen v. Derken gestern aufgehoben einberufen. Im Handwerkersaal gruppirten sich gerade 36 Mann um eines Rampfes zweier Nationen angenommen habe. und die Angelegenheit an das Landgericht zurückverwiesen. Herrn Noß und im Alexanderplatz- Hotel hatten sich im deutsch- freisinnigen Obwohl der Sieg des Altmeisters Liebknecht ein gesicherter, sci " 1 " an, wie Ein arges Stück Kurpfuscheret beschäftigte heute die zweite Arbeiterverein 95 Mann eingefunden, die von Herrn Dr. 8 wid eine frei es heiligste Pflicht jedes Arbeiters, in jeder Nichtung seine Pflicht Straffammer am Landgericht II. Wegen fahrlässiger Körperverlegung sinnige Rede hörten. Die Versammlung unserer Parteigenossen war zu thun; nicht daß wir, sondern wie wir siegen, ist die Parole war die Hebamme Frau Anna Hoffmann und der Autodidatt der glänzend besucht. Der große Saal der Tonhalle mit seiner Gallerie tvar der Genossen des fechsten Kreises. In der Diskussion, in der Gegner homöopathischen Heilmethode" A. Fr. Fride- beide aus Rigdorf- bicht gedrängt besetzt und mußte man, um weiteren Raum zu schaffen, fich troß Aufforderung nicht meldeten, vertrat Frau Mesch unter angeflagt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffent- zum theil die Tische entfernen. Die Besucherzahl dürfte mit 2500 braufendem Beifall in begeisterten Worten den Standpunkt der Frauen und Mädchen mit der energischen Aufforderung, bis zum| Pfarrer mit dem höflichen Ersuchen, doch auf seine Anhänger dahin ein| Fruchtfir. 54. Borwärts II", Bernau, Schwebterfir. 24. Sub- Oft I", Wahltage jede mir mögliche Gelegenheit zur Agitation für die zuwirken, daß diese sich der Entfernung der Tische nicht widersetzen. Becker, Köpniderftr. 191. " Frühlingsluft", Berner, Bülowstr. 59. Kandidaten der Sozialdemokratie zu beugen. Mit einem braufenden Dr. Stephan war indes der Ansicht, seine Anhänger hätten ein Recht Boray", Scholz, Naunynstr. 6. Flöter scher Gesangv.", Wiedemann, Hoch auf die Sozialdemokratie schloß die imposante Versammlung. auf die Tische, und drohte, falls ihnen nicht als Gästen ihr Wille Briebenstr. 67. Gesangv. Berliner Kürschner", Feindt, WeinWas fordern die Bäckerei- Arbeiter vom nächsten Reichstag? geschehe, würden sie sich entfernen. Den Versammlungsarrangeuren Ginigkeit III", Gr. Lichterfelde, Anhalter Plaz. Cyrit II", Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a Nr. 1 annehmbare " straße 11. Straßburgstraße 66. " " " " 2. Glühlicht I", Liedeslust I", Fürstens Dieses Thema wurde am Dienstag Nachmittag in einer von etwa war mitgetheilt, daß unter den Zentrumsmannen die Parole aus- walde a. d. Spree, Schloßtelleret. Morgenroth IV", Köpenick, Schulz, 1000 Personen besuchten Versammlung erörtert, welche die Vertrauens- gegeben war, die Versammlung zu sprengen. Sie machten indeß Schönerlindersir. 9. Bufunft III", Welten i. d. M., Grunow, WilhelmLeute der Bäcker einberufen hatten, um ihren Berufskollegen, die infolge bon ihrem der Hinausweisung der danach nicht straße 19." Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7.. Vineta", ihrer Beschäftigung verhindert sind, sich an den Wählerversammlungen weise start angetrunkenen Anhänger des Dr. Stephan keinen Alpenrose", Snzen zu III", Bri als Gäste, fote als Störenfriede eingedrungenen theil- Augustin, Kastanien- Allee 11. Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60. zu betheiligen, Gelegenheit zu geben, sich über die Bedeutung der Gebrauch, weil ihnen an der Abhaltung eventuell an der öffent Sangeslust I", Reimann, Buttbu serstraße 30. Maiengruß III", Friedrichshagen, Friedrichstr. 134." Deutsche Reichstagswahlen zu informiren. Der Referent, Genosse Robert lichen Konstatirung der Absichten der Schaar des Dr. Stephan mit Eiche II" Brandenburg a.. ,, Winkel's Salon, Hauptstraße.„ FreiSchmidt, wies darauf hin, daß die verflossene Legislaturperiode recht mehr gelegen war und sie annahmen, Dr. Stephan würde Grünthalerstr. 3-4. " Loreley", Hemmerling, 38. die Bäderei- Verordnung gebracht hat, die den Bäckergesellen Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberstr.3. zwar keine bedeutendent, aber doch immerhin selbst ein Interesse daran haben, ein allzu banaufiges Benehmen Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Sängerhort", Liebehenschel, Verbesserungen ihrer Lage gewähre. Der Redner erinnerte seiner von ihm hingeschickten Anhänger zu hindern. Diese An- Mariannenſtr. 48." Liebes- Echo", Drathſchmidt af for. daran, daß Bebel's Broschüre über die Lage der Bäckerei- Arbeiter" ahme war aber eine irrthümliche. Kaum hatte der Oberon", Helfer, Oranienſtr. 51." Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. zunächst den Anstoß gegeben hat zu statistischen Erhebungen und in Vertrauensmann Genoffe Haufschild gegen 83/4 Uhr die von über Süd- Ost II", Ludwig, Wrangelfir. 93.- Möbelpolirer", Scheere, BlumenMorgengrauen", Röllig, Rosenthalerstr. 11-12( nachm. 3-6 Uhr). weiterer Folge die Bäckerei- Verordmmg gezeitigt hat, die also mur 600 Personen besuchte Versammlung( etwa 5-600 Theilnehmer traße 38." Fortschritt", Peutert, Köpnickerstr. 38. Vereinigte Sänger", Die Genoſie Schmidt des weiteren ausführt- dem fortgefeßten mußten tegen Reyhangers inferen) eröffnet, als ich wie auf Wilmersdorf, Bottsgarten, Berlinerſtr. 40.—„ Gerſienähre“, Sommer, GrünDrängen der Sozialdemokraten zu danken sei, während die bürger- und mit den händen herumgestikulirten. Mit Mühe gelang es lottenburg, Bismardshöhe, Wilmersdorferstr. 39.—„ Liederluft II", Rempfer, Kommando einige Anhänger des Pfarrers Stephan erhoben, brüllten straße 21. Waldkapelle", Krüger, Seydelstr. 30. Borwärts Charsich der genannten Verordnung nicht nur von Anfang an wider- Haufschild, vorübergehend die Ruhe herzustellen. Als er dann aber Moabit, Beuſſelſtr. 25. setzt haben, sondern auch fortgesetzt auf die Beseitigung um Vorschläge für ein Bureau bat, wiederholten sich ähnliche Szenen, Arbeiter- Nancherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen derselben hinarbeiten. Die Bäckerei- Arbeiter könnten mit recht ver- nachdem ein Genosse drei Sozialdemokraten als Bureau vorgeschlagen im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerlangen, daß die Verbesserungen, welche die Verordnung gebracht hat, hatte. Wiederum erheben sich dieselben Tumultuanten, die sich straße 80, 2. Hof. Donnerstag: Mehr Licht", Weißenfee, Sorrer, Pfeifendeckel", Schnell, Langestraße 73. nicht nur erhalten, sondern im Interesse der Arbeiter noch erweitert offenbar zwecks Tumultes unmittelbar vor dem Bodium postirt hatten, Columbus", Conrad, Kamphausenstraße 3. Ohne Furcht", Schmidt, werden müssen. In dieser Hinsicht könnten sich die Bäcker aber nur gestikulirten, schrieen und riefen: nein, wir kommen zuerst, wir Bienerstraße 44. Glühlicht II", Burmann, Liebenwalderstraße 27. auf die Sozialdemokratie verlassen, der einzigen Partei, die auch auf schlagen vor: Dr. Stephan, Meier( das ist der verantwortliche Zeichner für Tabatblüthe", Schulz, Bernauerstr. 91. Gemüthlichkeit II", Grazig, allen anderen Gebieten die entschiedenste Bekämpferin' der Reaktion die Stephansblätter) und... Dr. Stephan sah sehr freudig dieser Wrange lstraße 21. Havanna I", Rirdorf, Pflug, Juliusstraße 59. und die zuverlässigste Verfechterin der Voltsrechte ist.( All- Tumultszene zu. Der Vorsitzende ersuchte wiederholt den nicht ver- Tegeler Alpen", Franke, Tegele, r- Alpen", Schulstr. 21. Kornblume II", Charlottenburg, seitiger Beifall.) Die Die zur Versammlung eingeladenen Ober- standenen driften Namen deutlich zu wiederholen oder aufzuschreiben. Gembres, Wallstr. 99. Morgengrauen", Brinkmann, Elbingerfir. 17. meister Bernard und Gemeinhard waren nicht erschienen. Der Als er dann über die zuerst Vorgeschlagenen abstimmen ließ( gut Wahrr Jakob", Lier, Alte Jakobstr. 119. Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßburgstr. national- soziale Kandidat Tischendörfer nahm nun das Wort, vei Drittel erklärten sich für dieſe), erhoben die Stephansjünger Neu- Weißensee, Stegemann, Strensiv. 3. zwei Stauraftr. 66." Stamerum" Stupfer, Borndorferie, Charlottenburg, am in längeren Ausführungen darzulegen, daß auch er ein Freund einen Standal, der den Eindruck eines wohl einstudirten Lärm- Kuhlmey, Kaiser Friedrichfir. 50 a.-" Felsenfeft", Schmidt, Wrangelſtr. 25. sozialer Reformen sei, aber hinsichtlich seiner nationalen Bestrebungen igende konnte infolge des betäubenden Lärms weder mit der Straße stückleins machte. Dr. Stephan wurde immer vergnügter. Der VorUnverzagt I", Lehmann, Koppenim Gegensatz zur Sozialdemokratie stehe, und daß er hoffe, die 17. Grüner Hain", Heide, Elbingerstr. 14." Veronika", Weber, Arbeiter werden sich mehr und mehr von der internationalen Sozial- Klingel noch mit der Stimme durchdringen. Infolge des Tumults Görlitzerstr. 33b. Demokratie abwenden. Hierauf legte Genosse Hugo Pözsch in Gesang, Turns und gesellige Vereine. Donnerstag. Geselliger der offenbar das Zeichen zu einer Schlägerei sein sollte, bei dem Orchesterverein„ Allegro", ausführlicher Rede dar, daß die Bäckergesellen, ebenso wie die die armen fanatifirten angetrunkenen Stephansjünger allerdings wohl Berein Unter Uns", Fischer, Beuſſelſtr. 66. Arbeiterklasse überhaupt, mir durch die Wahl sozialdemokratischer die Versammlung auf. Die Zentrumsleute zogen darauf unter Rauchtl.„ Süd- West", Michaelis, Simeon Richter, Dresdenerstr. 116. arg den fürzeren gezogen haben würden löste der Gendarm straße 13. Rauchfl. Kernspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Statklub Abgeordneten ihre Interessen wirklich wahrnehmen können, und daß Unter Uns", Bauer, Eisenbahnstr. 7. Orchesterchor, Vorwärts", Nixdorf, die National- Sozialen, die ja manche sehr reaktionäre Forderungen Gejohl in ihre Kneipe ab. Vorübergehend schien Dr. Stephan über die Bergſtr. 151-152. Stattt.„ Sfid", Krebs, Boechstr. 21. Gesangverein in ihrem Programm haben, doch recht unzuverlässige Arbeiterfreunde gar zu plump offenbarte Vereinbarung dieser Versammlungssprengung Sängerkreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichteftr. 29.- Ruderv. feien. Auch diesem Redner wurde großer Beifall gespendet. An der etwas Scham zu empfinden. Die plumpe Art der Verhinderung der Vorwärts", Stabernad, Inselstr. 10. Sfatti.„ Geurütht. Ramsch", Jonas, Statfl.„ Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr. 47. weiteren Debatte betheiligten sich Briestow, Schneider, Versammlung, die brutale Verhöhnung der Gastfreundschaft und der Blumenſtr. 21a. Krönig und Hetsch old, die für die Unterstützung der Sozial- Dr. Stephan flärte so manchen Katholiken darüber auf, daß der katho- straße 106. Rauchklub„ Ohne rottenweiſe Hausfriedensbruch unter Anwesenheit des Pfarrers Gesango." Eintracht", Mauß, Schönhauser Allee 139. sorge", Münsberg, Louisenuser 52. Gesangv. Ritterhof", Zubeil, Lindendemokratie plädirten, während Tischendörfer nochmals für seine Pflanzerv. Veilchen". Rirdorf. Jeden Donnerstag nach dem Berson eintrat und Gen. Schmidt den Gegensatz zwischen National- lische Pfarrer Dr. Stephan freie Diskussion zu scheuen Anlaß hat. 15. Elsenstr. 73. Tanzfl.„ Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Perlesozialen und Sozialdemokraten betonte, wobei er darauf hinwies, daß ein Von strafrechtlichem Vorgehen gegen die gemeinsamen Hausfriedens- bergerstr. 23. Musikv. ,, Harmonie", Brizerstr. 19. Schachkl.„ Nordstern", Anhänger der National- Sozialen öffentlich erklärt habe, eventuell für brecher soll lediglich mit Rücksicht auf die offenbare Verführung der Fennſtr. 3.- Musikv.„ Kosack scher Bläserchor", Nölte, Liesenstr. 16. Statfl. ,, Staro einen Nationalliberalen zu stimmen. Zum Schluß wurde eine Re- jungen Leute durch jemand, dem sie noch blind folgen, Abstand Sieben", Kürsten, Koppenſtr. 28. Gesangv. Hoffnung", Friedrichsberg, folution angenommen, worin die Versammelten erklären, nur für die genommen werden. Die ultramontanen Wähler Nieder- Barnims schäßte Frey, Friedrich- Karlstr. 34. Kandidaten der Sozialdemokratie einzutreten, da diese Partei die man bislang für die kommende Wahl auf einige tausend, weil straße 49 Arb.eiter Turnerbund. Donnerstag: Turnb." Fichte", Berlin, einzige ist, welche im Reichstage die Interessen der Bäckerei- Arbeiter viele Katholiken, insbesondere polnischer Zunge, in den letzten abbs. von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damenwahrgenommen hat. Jahren zugezogen und immense Geldmittel seitens des Klerus auf- Abtheilung, Ackerstr. 67. im Nieder- Barnimer Kreis tosten?- ungerechnet das nach der vor- air Iran, Raabe, Stolbergerfir. 23.„ Bezirt III", jeben 3. Donnerstag, gewendet find. Wieviel wird wohl den Klerus jede Zentrumsstimme Arbeiter- Nadfahrerverein Berlin. Monatsversammlungen: Be zirk jeden 1. Donnerstag, Wilfe, Andreasstr. 26." Bezirk II", jeden gestrigen Versammlung gespendete Freibier. 2. Donnerstag, Ewald, Schönleinstr. 6. Hauptversammlung", jeden 4. Donnerstag, Wilte, Andreasstr. 26. 300 das wurde Versammlungen. Südwest", Nize, Simeonstr. 13. 1 Edelweiß", Theaterv.„ Edelweiß", Altmann, Neue HochLe Cercle de Conversation Française s'assemble touts les jeudis. soir à 9 h. dans son local„ Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Française: Jeudi Séance à 9 h. dans son local Rest.. Des hôtes sont les Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. bien- venus. Verband deutscher Barbier, Friseur und Perrückenmacher. Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands( Mitgliedhygienischer Neuheiten. Die Handlungsgehilfen des zweiten Berliner Wahl freises nahmen am 6. Jumi in einer gut besuchten Versammlung, die in der Vittoria- Brauerei, Lüzowstraße, stattfand, Stellung zu den Reichstagswahlen. Genosse Maaß als Referent zeichnete die Stellung der im zweiten Wahlkreise in betracht kommenden Parteien usk bei der Berathung des neuen Handelsgesetzbuches, bei Berathung der Sonntagsruhe und des Achtuhr Ladenschlusses und wies nach, daß die Interessen der Die Ban: und Erdarbeiter hielten am Sonntag den 5. d. M. Handlungsgehilfen mur von der Sozialdemokratie vertreten worden sind. the regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Das Mitglied Krüger Aus diesem Grunde sei es Pflicht eines jeden Berufsgenossen, den referirte über Arbeitseinstellungen, Maßregelungen und Aussperrungen. Gehilfen. Heute Abend 10 Uhr bet Schiller, Rosenthalerstr. 57: BerSozialdemokraten zu wählen. In der Diskussion nahm ein Anhänger in den Rücken fallen, die um besseren Lohn und Arbeitsbedingungen Ganz besonders verurtheilte Redner, daß organisirte Kollegen denen sammlung. Gäste willkommen. der freisinigen Bottepaperi ins recht zicht zu stellen. de fämpfen. Dieſe Ausführungen wurden von Dered der ergänzt. schaft Berlin). Heute Abend 8½ 11hr bei umwandlung von Pferdebahnum Thaten von Alb. Kohn, E. Simmel, Blum und wienty glänzend Der Bau( Lagorz, Hasenhaide) wurde hierauf scharf unter die Lupe trag des Herrn Ingenieur Heine über„ Umwandlung von Pferdebahnabgeführt. Einstimmig wurde eine Resolution im Sinne des Refe- genommen und die 18 an der Zahl dort arbeitenden Kollegen einer Betrieb in elektrischen Betrieb". Gäste willkommen. rates angenommen und die Versammlung mit einem dreifachen Hoch schlossen, Tettenborn nochmals vor die Ortsverwaltung zu laden. Saal des Vereins innger Kaufleute, Beuthstr. 20. Berichterstattung unserer Berliner Naturheilverein II. Heute Abend 82 Uhr, im kleinen strengen Kritik unterworfen. In Verbandsangelegenheiten wurde beauf die Sozialdemokratie geschlossen. Sprengung einer Alsdann wurde berichtet, daß der Kollege Yorks, der einem christ- Delegirten über die Hallenser Bundesversammlung und Vorführung fozialdemokratischen Versammlung lichen Arbeiterverein angehörte und fortwährend Informationen eindurch die Anhänger des ultramontanen Pfarrers. Zu der holte, freiwillig aus dem Verband ausgeschieden sei. Hierauf theilte von unseren Genossen in Weißenfee auf vorgestern abends 8/2 1hr eidemann II mit, daß ihm von seinen Kollegen übel mitgespielt anberaumten Wählerversammlung( Thema:" Du sollst nicht lügen", werde und besonders nur deswegen, daß er als organisirter Kollege Referent Genoffie Stadthagen) waren die katholischen Wähler bes feine Mitarbeiter an ihre Pflicht erinnert. sonders und überdies brieflich der Pfarrer Dr. Stephan eingeladen, der durch die unter seinem Namen verbreiteten Lügen und Verdächtigungen eine traurige Berühmtheit im Nieder- Barnimer Kreise erlangt hat. Der Pfarrer ermahnte seine Getreuen am Sonntag, sich zu der sozialdemokratischen Versammlung recht früh einzufinden, und die Plätze einzunehmen, so daß die Sozialdemokraten nachher teine Pläge fänden. Stephan's Getreuen zogen denn auch in geschlossenen Zügen aus Weißensee, Friedrichsberg und anderen Orten bereits um 7 1hr in das Versammlungslokal. Es mochten etwa 180-200 Stephansjünger sein. Um 8 Uhr ersuchte einer der sozialdemokratischen Komiteemitglieder, doch die Tische wegen des großen Andranges entfernen zu lassen. Darauf machten die Ultramontanen einen Heidenspettakel. Das Komiteemitglied wendete sich an den erschienenen III. Wahlkreis. Donnerstag, den 9. Juni, abends 8 1hr, 2 Volks- Versammlungen bei Krüger, Wasserthorstr. 68, und im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobftr. 37. Tages Ordnung: 1. Die bürgerlichen Parteien und die Reichstagswahlen. Referenten: Reichstags- Kandidat Wolfgang Heine und Schriftsteller Kurt Baake. 2. Diskussion. 213/14 Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Das Wahlkomitee. Achtung! Friedrichsfelde. Atung! Freitag, den 10. Juni 1898, abends 8½ 1hr: Witterungsübersicht vom 8. Juni 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Beit", Gießel, Boyenstr. 40.„ Süd- Ost", Tolksdorf, Sorauer- und Görligerstraßen- Ecke. " Klub der Freunde", Burghause, Buttbuferstr. 32. Sozialist. Lese- und Distutivtl.", Reichenbergerstr. 157. August Geib", Streit, Naunynſtr. 87. Swinembe. Ost", Schillinger, Tilsiterstr. 40( jeden Donnerstag vor dem 1. und 15.). Morgenroth", Wilke, Liebenwalderstr. 43( jeden Donnerstag nach dem 1. und 15.). Brüderlichkeit", Safeloff, Landsbergerstr. 8( jeden Donnerstag Gleiches Recht", Lange, Reichenbergerſtr. 83. nach dem 1. und 15.). Friedrich Engels II", Thäder, Görlitzerstr. 40. " Barometer= stand mm WindBunpa Hamburg Berlin Wiesbaden 765 Still München Wien 766 O 766 SO 766 766 SO 765 Still Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° N. Stationen Barometerstand mm Wind richtung 2wolfent 17 Haparanda 764 Still 1 heiter 15 Petersburg 768 S 2 bedeckt 18 Cort 764 SS wolfen! 17 Aberdeen 765 N 2woltent 18 Paris 762 NO wolkig| 16 Windstärke Wetter Temp. n. C. bedeckt 15 1heiter 316. bed. 14 1 bedeckt 1516.bed. 20 17 12 Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Bors.: Ad. Neurichten an Friedrich Kortum, Manteuffelſtr. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. Winden; Gewitter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. mann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban", Prozz, Annenstr. 9. Kummer'scher Gesangv.", Beyer, Wetter- Prognose für Donnerstag, 9. Juni 1898. Warm und vielfach heiter, zeitweise wollig bei schwachen südöstlichen Verein der graphischen Arbeiter und Achtung! Arbeiterinnen Deutschlands. ( Filiale Berlin I.) Donnerstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, bei Herrn Hofmann, Alexanderstraße Nr. 27e: Anßerord. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung von der Generalversammlung in Frankfurt a. M. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Filialverwaltung. 4. Ergänzungswahl des Hauptvorstandes. 5. Verschiedenes. In anbetracht der Wichtigkeit der Versammlung ist es Pflicht jedes Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Verwaltung. Berliner Wetterbureau. Holzarbeiter! Achtung! Donnerstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung 88/ 1* bei Stechert, Andreasstraße Nr. 21. Tages Ordnung: 1. Die Arbeitsniederlegung bei Rüdwarth u. Riegel, Wienerstr. 50. 2. Bericht der Gewerbegerichts- Beisitzer, Aufstellung der Kandidaten zum Gewerbegericht. Die Inhaber der Firma Rückwarth u. Riegel sind besonders eingeladen. Der Vertrauensmann. D. Klinger. Achtung, Maurer! Wir protestiren an dieser Stelle gegen die heute Abend von der geplante Abrechnung über den Streitfonds der Maurer Berlins Volks- Versammlung Handlungsgehilfen, Handlungsgehilfinnen.ber hingegend, und geden bertant, baß 69 unter Revifor, Rolfege in F. Babe's Festsälen. Donnerstag, den 9. Juni, abends 9 Uhr: Tagesordnung: 1. Wen wählen wir? Referent: Stabtverorb: Deffentliche Versammlung teter Arthur Stadthagen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind alle Reichstags- Kandidaten unseres Kreises eingeladen. Der freisinnige Herr Dir. Plonz und der konservative Herr Profeffor Dr. Ir mer find brieflich eingeladen. Pflicht eines jeden Wählers ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Bur Dedung der Unkosten 10 Pf. Entree. 223/14 Das Wahlkomitee. Charlottenburg. Sonntag, den 12. Juni, nachmittags 2 Uhr, im Lokale Bismardshöhe, Wilmersdorferstraße 39: in den ,, Arminhallen", Rommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Handlungsgehilfen und die politischen Parteien." 2. Distuffton. Die Reichstags- Kandidaten des ersten Wahltreises find brieflich eingeladen worden. Der Vertrauensmann ber Berliner Handlungsgehilfen und Gehilfinnen. Achtung! Maurer sich mit Handhabung Revision nicht zufrieden geben konnte. Die Abrechnung ist somit hinfällig und kann in der einseitig einberufenen Versammlung seine Erledigung nicht finden. Wir rathen unseren Mitgliedern und Anhängern, diese Versammlung nicht zu besuchen. Die Lohnkommission der Maurer Berlins und der Umgegend. Zentralverband der Maurer. Restaurant Jägerhäuschen, Saatwinkel, 88866 empfiehlt alten schattigen Garten, gr. Saal mit Bühne, Kegelbahnen, Kaffeeküche zu Landpartien für Vereine u. Gesellschaften. L. Liesen. Berlins und der Umgebung! Achtung! Donnerstag, den 9. Juni, abends 8 Uhr, bei Keller, Stoppenstraße 29: Volks- Versammlung. Große öffentliche Versammlung Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Redakteur Pötzsch. 2. Diskussion. Um rege Betheiligung ersuchen Die Bertrauenslente. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Kassirers über die Abrechnung 1898. 204/7 Schiffbauer- Dammt betreffend Unterstützung bei der Bausperre. Um pünktliches Erscheinen ersucht 2. Diskussion. 3. Antrag der Kollegen vom 132/ 8* Der Revisor Georg Behrend. Verloren in Adlershof Portemonnaie mit Trau ring, gez. C. G. 1890, von A. Kiels meier, Adlershof, Roonstr. 9.[ 38936 Empfehle allen Freunden u. Bekannten mein Weiss-, Bairischbierund gr. Speisegeschäft. 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Lucia von Lammermoor. Anfang 72 Uhr. Schiller. Galeotto. Anfang 8 Uhr. Thalia. Im Fegefeuer. Anfang 8 11hr. Oftend. Auf Sumatra, oder: Die Holländer in Atschin. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Wein, Weib, Gesang. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Geheimnisse von London. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Die Ehebrecherin. Anfang 8 1hr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Passage Panoptikum. $ Variété. Alpenglühen. Theater Apollo. Spezialitäten. Anf. 8 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten. Anfang 7 Uhr. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Donnerstag: Galeotto. Freitag: Die Dummen. Sonnabend: Thielemanns. Oftend- Garl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Gr. Ausstattung! Gr. Ballets! Auf Sumatra oder Die Holländer in Atschin. Gr. 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Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 4 Uhr von der LeichenHalle der Freireligiösen Gemeinde aus statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen, Martha Stobbe, geb. Mohr. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unser guter Vater, der Tischler Fritz Balze Brauerei Friedrichshain im 54. Lebensjahre nach schweren früher Lips. Am Königsthor. Hente, sowie jeden Donnerstag: GardeLeiden am 7. Juni im Krankenhause Friedrichshain verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 10. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kreuz- Kirchhofes, Mariendorf, aus statt. Die hinterbliebenen Kinder: Schützen- Pal, Frieda u. Otto Balze. ( in Uniform) FreiKonzert. Anfang 7 Uhr. Morgen Freitag: V. Garde- Regiment z. F. Frei- Konzert. Feuerstein's Festsäle Alte Jakobstrasse 75.[* Juh. Martin Herzberg. Grosse und kleine Säle zu Versammlungen unentgeltlich, sowie zu Sommer- u. Winterfestlichkeiten b. koulanten Bedingungen. Dr. med. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, daß, unser bisheriger Bevollmächtigter Herr Fritz Balze am 7. Juni cr. im Krankenhause Friedrichshain verstorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, den Haut- und Harnleiden 10. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der heilt gründl. Homöop. Haedecke, Leichenhalle des Kreuz- Kirchhofes in Rosenthalerstr. 23. 9-11, 3-5. Marieudorf aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 182/8 Die Ortsverwaltung. Bad Monbijou f Poliklinik( ärztl. Leitung) Ronkursfür Kräuter- und Wafferkur. Nerven-, Magen-, Lungen-, Haut-, Harn-, Rückenmarks-, Beinleiden, Hämorrhoiden, Rheuma, Ischias. Poliflinit 10-12. Alinit 4-6. Ausverkauf der Speier'schen Maffe Vinetaplatz 5, bestehend aus Hauss und Küchengeräthen, Emaillewaaren, täglich v. 9-1 u. 3-7 Uhr.[ 3864* Gr. Hamburgerstr. 20 Werkzeugen, Bauartikeln 2c. wertMöbel- Verkauf. 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Glocke in Berlin, Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.