Illustriertes Unterhaltungsblatt Grete Fillxmger jas Gespräch zwischen Gonder und seiner Frau war erregt gewor» den..Wenn Du glaubst, daß Du mich damit verkreuzigen kannst, irrst Du Dich!" „Ich Dich verkreuzigen? Da muß ich einen Lach tun. Ich will Dir sagen, wie das hängt und liegt. Der Leimlouis hat Dich durchplumpen lassen, und Du bist als noch in ihn vernättertl" „Theobald!" schrie sie aus. „Du bist als noch in ihn vernättertl" wiederholte er.„Ich müht ja ein Rindvieh sein, wenn ich als Dein Mann das nicht merken tätl" Er stand auf. „Ich geh in die Krön'. Gut' Nacht!" Krachend fiel hinter ihm die Tür ins Schloß. Gretes Gesicht brannte wie in Fieber- glut. Ihres Mannes Betragen war ge- mein. Warum hatte sie sich gegen seinen Vorwurf nicht gewehrt? Ihr Herz pochte in lauten Schlägen. Weil sie nicht lügen mochte. Was Ludwig Jbold ihr auch ge- tan, er lag ihr immer noch im Sinn.— Bald nach Neujahr schrieb Schmeling, die Eröffnung der Bierquellen stünde un- mittelbar bevor. Gonder soll« die erste Ten» dung auf den Weg bringen. Das geschah. Die Lieferungen erfolgten dann, weil der Besteller es wünschte, in kürzeren Fristen, wie sie in Frankfurt vereinbart worden waren. Das neue Unternehmen, berichtete Schmeling, lasie sich vortresflich an, die Be- suchsziffer in den oerschiedenen Lokalen habe bereits eine erstaunliche Höhe erreicht. Er könne nur empfehlen, Latour, der«in schwieriger Herr sei, bei guter Laune zu er» halten. Gonder sah sich veranlaßt, die Schlach- hing zu verdoppeln. Seine Einkäufe in der näheren und weiteren Umgebung des Städtchens wickelten sich glatt ab, weil er nicht lange zu feilschen, ja durch Uebergebote die Konturrenten aus dem Feld zu schlagen pflegte Kam er vom Handel heim, hatte er im Schlachtraum und in der Wursttüche olle Hände ooit zu tun. Daß er mit Verlust arbeitete, ging ihm nicht«in. Die Geschäftsführung des Herrn Latour Roruaa von Alfred Bock schien in jeder Hinsicht geordnet zu sein, denn sie bewährte sich auch bei der Regelung der Verbindlichkeiten. Legte der Postbote im Metzgerhaus die Goldfüchse aus Frank- furt aus den Tisch, steckte Theobald sie groß- tuerisch ein und klimperte damit in der Tasche. Dauber, der Ratsdiener und Hans Ueberall, sagte dann, pfiffig lächelnd:„Das ist Musik für meine Ohren. Wohl dem, der sie aufspielen kann!" Die Briefe, die Gonder von Latour emp- fing, bekrittetten mancherlei. Einmal schrieb der Bierquellenmann:„Ich verlange nichts von Ihnen, was Sie nicht durchführen tön- nen. Erweisen Sie sich des Vertrauens würdig, das ich in Sie setze. Bauen Sie Ihr Geschäft weiter aus. Vergessen Sie nicht, wie oft in Ihrem Gewerbe gesündigt wird, und daß die Gesundheit vieler Men» scheu in Ihr« Hand gegeben ist!" Ueber Theobalds Versandgeschäst waren die Ansichten unter seinen Bekannten geteilt. Die einen meinten, wenn er v»rsichtig zu Werke gehe, könne er eine Stange Gold oerdienen, die andern wollten es dahinge- stellt sein lassen, ob er der rechte Mann sei. «inen umfangreichen und gewiß nicht leichten Betrieb einträglich zu gestalten. Daß der Iungmeister sich so breit machte. sich in hochtrabendem Ton gefiel, hatte ihm die Gunst manch guten Freundes oerscherzt. Bei dieser und jener Gelegenheit fiel er in sein« alte Wildheit zurück. Seinen Lehr- buben mißhandelte er, daß der Arzt gerpfen werden mußte. Waren die Ausbrüche seiner ungezügelten Leidenschaft oerbraust, geschah es wohl, daß er Reue empfand und wieder gutzumachen suchte, was er angerichtet. Doch gingen solche Stimmungen rasch vor- über und seine gewalttätige Natur trat von neuem hervor. Je trüber Grete in die Zukunft blickte. desto strenger war sie in ihren Ansprüchen gegen sich selbst. Tagüber plackte sie sich ab, am Abend brach sie todmüde zusammen. Nach langen Verhandlungen hatte Latour sich bereit erklärt, höhere Preise z* bewilli- gen. Er wolle den Geschäftsfreund auf- muntern und kräftigen, drückte er sich aus. Allmonatlich fuhr Theobald nach Frank- furt, feinen größten Abnehmer warm zu lSorllehu»«) halten. Von dessen Betrieb wußte er Wun- derdinge zu erzählea. Zwei Autos waren für die Bierquellen im Gang. In der Zen- trale war eine Maschine ausgestellt, dje täg- lich dreißig Schinken zerkleinerte. Ein be- sonderer Raum diente der Reinigung der Bestecke. Hier war's, daß Latour, der selbst den Führer machte, nebenbei erwähnte, seine Vorfahren hätten in Frankreich auf festen Burgen gesessen. Trotz ihrer Blau- blütigkeit hätten sie, da sie Messer, Gabel und Löffel noch nicht kannten, beim Essen mit den Fingern gearbeitet, allenfalls hätten sie, das Fleisch Zu schneiden, ihren Dolch ge- braucht Der Abkömmling so stolzer Ge- schlechter flößte Gonder dt; größte Achtung ein. Den ganzen Winter über bis in das Frühjahr hinein war der Iungmeister für das Frankfurter Unternehmen vollauf be- (chäftigt Latours Konto schwoll mehr und mehr an. Cr war dazu übergegangen, auf die laufenden Rechnungen nur Teilzahlun- gen zu leisten. Auch dies« blieben mit einem Male aus. Schmeling schrieb, ein solcher Riesenbetrieb erfordere ungeheure Mittel. Darin sei begründet, daß der Geldfluh bis- weilen stocke. Er lege eine Anzahl Wechsel bei, die Herr Latour mit seiner Unterschrift oersehen habe. Gonder könne die Akzepte irgendeiner Bank übergeben und gleich da- für bare Zahlung erlangen. Theobald suchte den Bankier Arcularius in der Marktstraße aus. Der sagte, er sei nicht abgeneigt, die Wechsel vor der Verfall« zeit gegen angemessene Vergütung zu er« werben. Er müsse sich aber erst erkundigen, ob der Akzeptant für die verhältnismäßig hohen Beträge genügende Sicherheit biete. Daß der Bankherr Bedenken tragen würde, Gonder. dem Wechselaussteller, einen größe- ren Kredit zu eröffnen, darüber schwieg er sich begreiflicherweise aus. Vierundzwanzig Stunden später wurde Theobald wieder zu Arcularius beschieden. Dieser sagte, die Achseln zuckend: „Ihr Geschäftsfreund scheint alles, nur kein Kaufmann zu fein. Er soll verrückt wirtschaften. Man glaubt nicht, daß er sich halten wird. Sehen Sie zu, daß Sie Ihr Geld bekommen. Ich kann die Wechsel nicht diskontieren!" 9 28___________________________! In der Frühe des andern Tags rief«Ine Depesche(Bänder nach Frankfurt. Dort kam ihm Schmeling mit fahlem Geficht entgegen. Latour, bracht« er in abgerissenen Sätzen heraus, hatte feine Zahlungen eingestellt. Ganz Frankfurt war sprachlos. Die Schlie- tzung der Lokale zu verhindern, hatten sich Brauereien ms Mittel gelegt. Schmeling hatte, nichts Arges ahnend. Latour feine Ersparnisse ins Geschäft gegeben. Er riet Eonder, sich an einen Anwalt zu wenden. datz der rette, was zu retten war. Theobald schwankte neben Schmeling her, als hätte ihn jemand mit der Schlacht- hacke auf den Kopf geschlagen. Der Justizrai. den sie besragten, äußerte, Latour, ein wunderlicher Heiliger, habe mit seinen kleinen Preisen einen Schuß ins Blaue getan. Dabei seien die Unkosten, die auf den Bierquellen ruhten, bis ins Un- endlich« gestiegen, woraus sich der plötzliche Zusammenbruch des Geschäfts erkläre. Nachdem die Brauereien kraft ihrer Ver- träge alles mit Beschlag belegt, sei für die übrigen Gläubiger nichts zu erhoffen. Erst auf der Heimfahrt wich die Be- täubung von Theobald. Ein paarmal fuhr er mit der Hand über die Augen. Was war denn passiert? Ein Schwindler, ein Halunke hatte ihn über den Lössel barbiert. Himmel- herrgottsakerment! Der Bankrottierer riß ihn mit um! Seine Bugen traten aus den Höhlen, und er breitet« wie zur Abwehr die Arme aus. Oha, ohal So geschwind schosien die Preußen nicht. Er stand fest. Er ichafste sich durch. Oder er müßte nicht der Theobald Gonder sein. Die Grete halte ihn kuranzt. weil er soviel an einen Nagel hängte. Als ob's ihr geschwant hätte, daß es eine faule Sache war. Latour hatte alles so fein eingefädelt, daß man hereinfallen mußte.„Man soll keinem weiter trauen, als man mit einer alten Kuh werfen kann!" war seines Braunschweiger Meisters Wahl- spruch gewesen. Theobald war nicht so. roch nicht jeden Dreck über drei Gasten Daheim würden die Schmaguckenmacher sich die Mäuler weit lachen Seine Hände um- klammerten den Knotenstock Es solle nur einer wogen, ihm auf die Hühneraugen zu treten. Cr schlug ihn zusammen wie altes Eisen. Um Mitternacht war Theobald wieder zu Hause. Grete mar, ihn zu erwarten, ausgeblieben. Da sie die Hiobspost hörte, lies ein Zittern durch ihre Glieder, und sie hatte Müh«, sich auftechtzuhalten. Der Verlust, den das Geschäft erlitt, war so beträchtlich, daß ihr dessen Fortbestand ge- sährdet schien. Zumal unter der Leiwng eines Meisters, der gewohnt war, bedachttos aus dem Vollen zu schöpfen, dem nur noch «in kleines Betriebskapital verblieb. Sie muhte sich jemand anvertrauen. Aber wem? Und wer würde helfen? Den Konkurrenten war Theobald ein Dorn im Auge. Die gönnten's ihm, daß ihn die Schlappe er- drückte. Alles war verrannt und versperrt. Wer ihr das vorausgesagt hätte, als sie Gonder zum Manne wählte! Ihres Vaters Hinterlassenschaft hätte ihr die Mittel ge- währt, ohne Sorgen zu leben. Nun war das sauer Erworbene hin. Das war mehr, als Fleisch und Blut ertragen konnte. Und doch, die Flinte ins Korn zu werfen, war nicht ihr« Art. Gerade jetzt galt's, die Zähne zusammenzubeißen und mit klarem Kops zu handeln. Sie las es Theobald von den Augen ab— wenn er es such nicht zugeben würde—, der Schlag hatte ihii hart ge- ie Neue TlWlt. Illustriertes Unlerbaltunq troffen. Was gestern unmöglich war, war heute möglich. Vielleicht machte ihn der Schaden klug. Kam er zur Besinnung und folgte ihr, konnte für das Geschäft aus dem Unglück noch ein Glück erwachsen. „Theobald," nahm sie mit Gefaßtheit und ohne Schärfe das Wort,„ich schätz, Du merkst jetzt selbst. Du hast Dich bös beschuppen lassen. Wie oft Hab ich Dir vor- gestellt, im eignen Ort bist Du Dein eigner Herr. Du hast's in den Wind geschlagen, warst auf das Frankfurt erpicht,'s ist schlimm, wenn der Karren so verfahren ist. Ich mein aber doch, wir finden den Weg. Umkehren ist auch fahren. Du mußt Dir's geloben, daß Du nicht mehr aus dem hohen Fenster guckst. Ntzißt Dir sagen:„Lieber beiß ich mir die Finger ab, als daß ich noch was nach Frankfurt schick'!" Mußt's Nein treiben und rein, mußt Dich an die Stadtkundschaft halten. Tust Du's, tu ich das meine!" Er hatte ein großes Lamento, eine ste- chende Rede erwartet. Statt dessen gewahrte er, daß Grete ihren gerechten Tadel mit Milde und Friedfertigkeit mischte. Das machte gewalttgen Eindruck auf ihn, macht« ihn froh und weich. „Wenn Du alles aufgeschrieben hätt'st, was Du da auseinanderlegst," erwiderte er, „müßt ich alleweil sprechen:„'s fehlt nicht das Tipfelchen auf dem il" Gebrannt Kind scheut das Feuer,'s kommt mir nichts mehr nach außerhalb!" Er trat nahe an sie heran und legte den Arm um ihren Hals. Sie zuckte unwillkürlich zurück. Da ließ er sie los. Sein Gesicht färbte sich dunkelrot. Er lachte kurz auf. „Ach so! Bald hätt Ich's vergessen, daß Du einen Widermut gegen mich hast!" Theobold machte nun wirklich den Anfang. sich nach der Decke zu strecken und seinen Ausgaben engere Grenzen zu setzen. Er kündigte dem einen der beiden Gesellen und entließ die Rclnmachfrau. Mit der Summe oerglichen, die er in Frankfurt ein- gebüßt hatte, bedeuteten diese Ersparnisse nicht viel. Belm Einkauf fehlten ihm die baren Mittel. Er war gezwungen, sich an den Zwischenhandel zu wenden. Eine Zah- lungsfrist» ward ihm gewährt, doch ver- schlangen die hohen Preise, die man ihm ab- forderte den Nutzen. Obendrein mußte er sich mit geringem Magervieh begnügen. Es konnte nicht ausbleiben, daß die Ware da- runter litt. Die Klogen der Kunden mehrten sich. Dieser und jener sprang ab. Grete hatte an ihre vermögende Patin geschrieben, hatte sie gebeten, ein Kapital vorzustrecken. Die Antwort war verneinend ausgefallen. Theobald lief sich die Beine ab„ Geld zu erlangen. Er fand nirgends ein williges Ohr. Ein Mißgeschick öffnete dem andern die Tür. Die Arbeiter aus der Hutfobrik, die dem Geschäft am längsten treu geblieben waren, verzogen sich. Die Schlachtung ging von Woche zu Woche zurück. Für den Raisdiener Dauber fiel in der Wurstküch« nichts mehr ab. Das kränkte ihn über die Maßen. „Mit dem Gonder ist's Matthäi am letz- ten." rasaunerte er im Laden der Gemüse- frau Hormann.„Er hat die Schimmel ab- geschafft Soll man sich darüber wundern? Strohdumm ist er immer gewesen und schlägt die Flügel auf wie ein Hahn. Di« Grete, das Rußkernchen, muckst,"seit nichts 'mehr auf der Zündpfanne ist. Passen Sie acht, da gibt's einen Krach. Und das End vom Lied ist: der Theobald geht bei die Saufkompagniel" „No no, Herr Dauber." erwiderte die Gemüsefrau,„so schlimm wird's nicht sein. Muß man denn über alles mit der Schwarz- dürft' fahren? Der Theobald war doch Ihr Spezial. Man spricht, er hat Malheur ge- habt. Ich mein, wenn eins unten liegt, soll man sich nicht drauf setzen!"— Grete ließ nichts unversucht, dem drohenden Unheil zu wehren. Sie spannte Ihre Kräfte vergeblich an. Es ging abwärts mit dem Geschäft. In der Krone wurde Theobald dem Ge- lächter der Gäste preisgegeben. Der Metzger Lang, ein boshafter Menjch. fragte den Kol- legen, ob es wahr sei, was die Rainröder erzählten. Gonder habe in Rainrod ein Kalb geholt und habe vergessen es zu be- zahlen. Seinem Hund habe er einen Maul- korb angelegt. Der sei ärgerlich hinter ihm hergelaujen und habe durch die Nasenlöcher gegauzt:„Borger, Borger!"' Der Gehänselte sprang auf und ohrfeigte den Konkittrenten rechts und links. Oester passierte es jetzt, daß Gonder zwecklos durch den Laden rannte, über» stürzte Reden führte und dem Lehrbuben Kopfnüsse gab. Die Nachbarn hörten das Lärmen und Toben und sprachen: „Erst der Lehrbub und dann die Frau!" In Wahrheit ließ sich Theobald keine Tätlichkeil gegen Grete zuschulden kommen. Einmal sagte er:„Wir dürfen den Kopf nicht verlieren, müssen das Unglück mit Händen und Füßen anpacken!" Er lobte Gretes Fleiß. Dann aber wieder murrt« er, sie verschließe sich vor ihm. Sein Jäh- zoin flammte auf und er schrie, hinter ihrer Frostigkeit halte sich ihr Brand nach dem Kleisterhengst versteckt. Seine Einnahmen zu verbessern, halte er sich entschlossen, in den Dörfern des Kreises Hausschlachtungen zu vollziehen.„Man muß wissen, wo was zu surcheln ist!" war seine Rede. Er war denn auch häufig auf der Landstraße zu treffen. Die Konturren- ten behaupteten, er verdiene drei Mark und habe Durst fiir sechs. Bei einer Festlichkeit in Eichelsachsen spielte er den Kellner. Er erwischte den Wirt, wie der seinen Wein mit Wasser Hochzeit machen ließ. Da hielt er dem Panscher seine Schandtat vor und Zwang ihn, das Gemisch sortzuschütten. Die Meisterin bediente im Laden den klein gewordenen Kreis der Kunden. Das waren alte Bekannte oder Leute aus der Nachbarschaft. Die sagten:„Wir wollen nicht dippelig sein, wir kaufen der jungen Frau zulieb!" In Mühen und Sorgen spannen sich Gretes Tage ab. Zuweilen ward der Wunsch in ihr rege, mitfühlenden Menschen zn entdecken, wie ihr Leben verschüttet war. Und doch blieb ihr Mund versiegelt. Sie scheute sich ihren Mann herabzusetzen und ihre Not an die große Glocke zu hängen. Immer noch glomm ein 5)osfnungsfüntlein in ihr, daß es ihr gelänge, aufzubauen, was Gonders Unvernunft niedergerissen.— Der Frühling ließ lang auf sich warten. Erst Anfang Mai wehte ein linder Wind und brachte warmen Regen mit. Run wur- den über Nacht' die Dornhecken weih, die vor dem Städtchen die Wiesen säumten. Zwischen lichtgrünen Gräsern kam der Frauenmantel hervor, der Steinbrech warf sich in Staat, und das Benediktenkraut ließ Die --— Neu« Welt. Illustriertes Unter!?al Die Maxim allsten der englischen Revolution Von A. Conrady. Da sich die Konterrevolution im Gegensatz zu den Fanatikern vollzogen lzatte, mußten sie auch hauptjächlicki die Sünden- böcke stellen. Das Gericht über die löge- nannten Königsmörder umfaßte in Wirk- licbkei: im ganzen Anhänger des Tausend- jährigen. Reichs, darunter auch die beiden berühmtesten Führer Harrison und Van-> Dieser starb als letzter erst im Jahre 1662 Dagegen eröffnete Harrison im Oktober 1666 den blutigen Reigen: unbeirrt blieb er dabei, den Anbruch des Tausendjährigen Reichs sür das Jahr 1666 vorauszusagen Tatsächlich kam es schon wenig« Monate nach Harristms Tod zwar nicht zum An- bruch des Tausendjährigen Reichs, wohl aber zu einer oerzweiselten. ja, man muß jaqen wahnwitzigen Erhebung leiner Anhänger. Die exaltierten Gläubigen der sünsten Monarchie hielten im Laufe des Jahres 1660 und besonders in seinen letzten Zeiten zahlreiche Versammlungen ab, die darauf hinausliefen, sich gegenseitig für einen neuen Handstreich zu erhitzen und Mittel und Wege dazu aussindig zu machen. Sie wa- ren auch mit ehemaligen Ossizieren, die ihren Meinungen nahestandm, in Fühlung getreten. Aber die Regierung nahm diese fest, ebenso wie zahlreiche andere Fana- tiker: denn der Geheimbündelei fehlte wieder nicht der Gegenpol des Svitztttunis. Das hinderte die Exaltierten aber nicht, ihren politischen Ideen weiter nachzugehen. Vielmehr spielten gerade dies« Einkerkerun- gen in ihren Zlufstandsplänen eine erhebliche Rolle, indem die Absickit war, beim Losschlagen vor allem anderen die gefan- genen Freunde zu befreien und zu bewass- nen. Sie rechneten übrigens nicht nur auf ihren engeren Anbanq. sondern'nberdem auf den linken Flügel der Quäker, von denen man annahm, daß sie mittun würden, wenn das H'mmelreich auf Erden erst ernstlich aus der Bildsläche ersch"'�. Dann aber hoffte man aus zahlreichen Zuzug aus der Bevölkerung, die nur d-s mutigen Bei- spiels bedürfe, um fortgerisien zu werden. In dieser Richtung suckle man etwas vorzuarbeiten durch eine Erklärung, die zur Ber- breitung bestimmt war und den Titel führte:„Erösfnung einer Hosfnungssphäre". Diesem merkwürdigen Schriftstück zufo'ge war es wiederum nicht nur auf die Um- wälzung in England abgesehen, sondern auf eine Weltxevolution. Den Ansang zwar sollte die Eroberung von London machen. aber dann wollt« man die Revolution übers Meer tragen, und zwar nicht etwajiur nach Holland, sondern in!?ronkr»!-st. Sva- nien, Deutschland wollten sie mit Hilse ihrer in allen Ländern verstreut«n Brüder alle Könige enrsetzen und in Fesseln schlagen. Um aber an der Themse den Anfang machen zu können, beschaffte man Waffen, und zwar so viele, wie nötig waren, um taujeno Mann zu bewaffnen. Damit war denn schon aus herbei�römende Rekruten gerechnet: denn die unmittelbare Gemeinde der fünften Monarchie, die nm regelmäßig wieder an der alten Stelle iy Coleman- street zusammenfand, umfaßt« bloß einige Hunderl Köpfe. Der 1659 wieder aus freien Fuß gelangte Venner führte das große Wort und trieb seine Gesinnungsgenossen zum äußersten an durch die zuversichtliche Bel?auptung, daß ihnen kein Mensch etwas werde anhaben können, wenn sie tapfer losschlügen. Er redete von Gideon usw. und prophezeite, daß jed'r von ihnen zehn Mann in die Flucht schlagen könnte, ohne daß ihm ein Haar gekrümmt würde. Anfang Januar 1661 schien ihnen der Mo- ment gekommen, um zu den Wnssen zu greifen. Der König war nämlich mit großem Gefolge nach Portsmouth gereist. und so hielt man die Gelegenheit zu einem Putsch für günstig. Am 6. Januar früh predigte Venner seiner Gemeinde in Co- lemanstreet zum letztenmal, und seine Rede gipfelte darin, daß der Tag des Kampfes gekommen Der streitbare Anhang bewaff- nete sich mit Musketen, Doppelbüchsen usw. Venner selber führie eine Hellebarde und ttug die Sturmhaube auf dem Kopf, und so marschierte man. etwa 80 Mann stark. zuversichtlich hinaus ,n eine Sb.'dt von 400 000 Einwohnern, um für das Tausend- jährige Reich zu siegen. Sie zogen nach St. Pauls, um Jesus zum König zu pro- klamieren. und hier siel dann das erste Opfer dieses Aufstandes. Sie hatten Posten ausgestellt Auf einen davon stieß ein ganz unbeteiligter Passant, der auf den Anruf, sür wen er sei. ahnungslos antwortete: „Für Gott und Könia Kerl." Die Wachs erwiderte:„Wir sind für König Jesus" und schoß ihn nieder. Inzwischen wurde in der City allmählich Lärm geschlagen und es begannen etwelche Abteilungen der Bür- gerwehr auf der Bildsläche zu erscheinen. Deren Angriff wiesen die Kämpfer der fünften Monarchie mit Erfolg zurück und schlugen dann die Richtung nach dem Bishopsqate, einem Stadttor, ein. durch das sie hinausmanchierten. Durch das Cripplegate kamen sie wieder herein und zogen nach dem Alsersgate, wo sie den Kon- stabler durch Drohungen dahin brachten, ihnen aufzuschließen, so daß sie wieder hin- auskamen. Hier erklärten.sie sich von Neuem für König Jesus und außerdem für ihre Freunde aus den Toren: hiermit waren die Köpfe der„Königsmörder" gemeint. die nach mittelalterlichem Brauch auf den Stadttoren zur Schau gestellt waren. In B>ech!ane trat ihnen ein Gemeindevor- steher entgegen, wurde aber von ihnen de- schosien und getötet Inzwischen war es Nacht geworden, und sie zogen sich nach einem Gehöl, bei Hygh-ate, dem Caewood, zurück, um sich für neue Taten zu kräfiiaen. Sie dachten nämlich nicht im Trauine daran, etwa die von ihnen aufa-suchte Deckung dazu zu benutzen, um sich seit- wärts in die Büsche zu schlagen. Das Ge- bot der gesunden Vernunft wäre dies na» türlich gewesen, wenn diele nicht durch den blinden Fanatismus bei ihnen erstickt ge- wesen wäre. In London waren näm» nämlich schon 10000 Mann Büraerwchr gegen sie aus den Beinen. Andrerseits hatten sie selber keinerlei Zuzug aus der Bevölke- runq bekommen, die vielmehr, soweit ste nickt aktiv gegen sie Stellung nahm, teil- nahmlos dem Treiben zusah. Das hinderte nicht, daß die Aufständischen sich in geHobe- ner Stimmung vesanden. weil sie ohne eige» nen Abgang ihren Geonern Verluste zuge- fügt hatten. In dem Wald, in dem sie sich nun befanden, sollten sie freilich andern Tages schon eine nnanaenebme Ericdrung machen. Da erschien der Oberst Thomas Sandy mit Infanterie und Kaoallerie, um 28 Die Neue Welt. Illustriertes Unterhaltungsblatt. damit heraus, nicht er, sondern Jesus sei Führer gewesen. Drei andere Angeklagte bekundeten Reue und baten um Gnade. Es erging aber über alle das gleiche Ur- teil, gehängt und geoierteilt zu werden. Die Exekution begann am Sonnabend, den 19. Januar, zuerst an Thomas Benner und Roger Hodgkin, die beide noch an den im Kampf erhaltenen Wunden litten. Unter Bedeckung von zwei Kompagnien Milizen wurden sie auf einer Schleife vom New- gategesängnis Cheapside enllang nach Colemanstreet- geschafft, um dort gegenüber ihrem alten Versammlungshaus hingerichtet zu werden. Venner redete vorher einiges zur Verteidigung seiner PersonMeiner Meinungen und seiner Taten, griff die Regie- rung an und sprach seine Zuversicht aus. daß die Zeit vor der Tür stehe, wo ein anderes Urteil ergehen werde. Während an ihm nach dem Hängen die mittelalterliche Barbarei des Vierteilens vorgenommen wurde, gebürdete sich Hodgkin wie rasend. rief die Rache des Himmels aus den König, die Richter und die Londoner City herunter und wurde da er sich um das Schweige- gebot des Sherists nicht kümmerte, auf die Art still gemacht, daß der Henker seine blu- tige Arbeit an Venners Leichnam unter- brach und ihn von der Leiter stieß.„Sie starben also," sagt ein gleichzeitiger Chro- nkst,„in vem wahnsinmaen Glauben, in dem sie gelebt hatten" Das gilt auch für die übrigen, die weiterhin durch Henkers- Hand endigten. Venners und Hodgkins Vierteile wurden auf den Stadttoren neben den Ueberresten der Königsmörder zur Schau gestellt, die Köpfe an Stangen auf London Bridge. Montag, den 21. Januar, wurden nmn weitere Anhänger der fünften Monarchie an fünf verschiedenen Stellen hingerichtet: einer davon erging sich auch in Verwünschungen wie Hodgkin und wurde auf dieselbe Art stumm gemacht. Gleich ihm blieben auch die anderen hartnäckig bei ihren Ideen. Nur ein junger Mann, der in Red Eroß Street gehängt wurde, bekundete Reue über seine Teilnahme an der Ver- schwörung und über das von ihm vergos- jene Blut, blieb aber auch beim Glauben an das Tausendjährige Reich. Zu diesen poerischen Visionen wollt« die prosaische Wirklichkeit übel passen. Tatsäch- lich arbeiteten die Kämpfer für König Jesus bloß für König Karl. Die Reaktion seßte sich im Anschluß an den verunglückten Putsch wieder ein gut Teil fester in den Sattel. Verhaftungen in Masie erfolgten, Truppen- körper wurden geschaffen, und mit dem System der Ausnahmegeseß« wurde begon- nen, das bald herrlich ausgebaut wurde. In den„Fanatikern" aber sah die Konter- revolutio» andauernd ihre unfreiwilligen Verbündeten. Wenn sie sich nicht mehr von selbst regten, mußten sie eben in Bewegung gesetzt werden, und so spielten Lockspitze- leien in den nächsten Jahren eine erheb- liche Rolle, um durch Ausdeckung von Ver- schwörungen die Angst vor den Sozial- revolutionären zum Nutzen der Reaktion auszubeuten Es ist stcher, daß der Lum- pacioagabundus auf dem englischen Königs- thron mit seinem gleichwertigen Anhang sich nicht 25 Jahre hätte behaupten können. wenn nach dem gän.zlichen Einschlafen der Bewegung für das Tausendjährige Reich nicht doch noch das Gespenst des �Fanatis- mus" umgegangen wäre, der mit seinem blinden Wahn, England durch das materielle Schwert etwas aufzwingen zu können, das den Gedanken und Absichten der großen Mehrzahl des Volkes fernlag, letzten Endes nur der Reaktion gedient hat. Diejenigen aber, die heute ähnliche Irrwege wandeln,. würden schließlich anr gleichen Ziele an- lanaen, wenn sie Ihr gemeingefährliches Hemdwerk nicht doch noch ausgeben oder es Ihnen nicht rechtzeitia geleqt wird. sie auszustöbern. Cr stieß auf einen vor- geschobenen Posten der Ausständischen, der sich am Zugang in den Wald verschanzt hatte und die bewaffnete Macht unter Feuer nahm. Sie konnten sich aber nicht- halten, sondern mußten dem Obersten Ge- fangen? in den Händen lassen und in die Tiefen des Waldes flüchten, wohin man ihnen wohl der Finsternis halber nicht folgte. Diese Schlappe änderte nichts an dem Entschluß der übrigen, wieder zum Angriff überzugehen und von neuem in London aufzutreten, obwohl sich hier alles im Alarmzustande befand. Darum unbe- kümmert, erschienen sie am Mittwoch, den 9. Januar, morgens in Threadneedle Street, wo eine Abteilung Bllrgerwehr auf sie stieß und gezwungen wurde, sich auf ihr Gros zurückzuziehen. Dapor mußten nun wieder die Leute der fünften Mon- archi« in die Bishopgate Street retirieren. Ein Teil nahm seine Zuflucht in das Bier» Haus zum Helm, wo nach einem scharfen Gefecht zwei von ihnen getötet und zwei gefangen wurden. Die Milizen hatten den gleichen Verlust. Weiter sah man die Fa- natiker aus College Hill, in Cheap Side und Wood Street erscheinen. Venner mit Sturmhaube und Hellebarde an der Spitze. Hier kam es zu einem Hauptkamps mit zwei größeren Abteilungen Bürgerwehr. Die Aufständischen kämpften wie die Löwen, auch gegen Kavallerie, deren Attacke völlig abgeschlagen wurde. Aber der er- drückenden tiebsrlegenheit der Infanterie erlagen sie schließlich. Venner selbst wurde zu Boden geschlagen, war auch angeschossen und hatte überhaupt eine ganze Menge Wunden. Tusnay und Craig. zwei andere von ihren Haupllehrern wurden neben ihm getätet, und die übrigen wichen. Die Flucht zerstreute sie nach verschiedenen Seiten. Der größte Teil zog sich Wood Street hinunter aus Cripplegate zurück und unterhielt dabei ein Abzugsfeuer auf die Bürgerwehr, die ihnen auf den Hacken war. Die Miliz stellte zehn von ihnen im Wirtshaus zum blauen Anker beim Hinterpförtchen, wo die sich halten wollten. Der Oberst Cox kam noch mit einer Kompagnie dazu, und so entwickelte sich eine regelrechte Belage- rung des Hauses, in dessen obersten Räu- men sich die Fanatiker befanden. Bürger- wehren erstiegen das Dachgeschoß des nächsten Hauses und kamen ihnen von da auf den Kopf, indem sie die Dachziegel her- unterriffen.und hineinfeuerten, ohne daß sich die Belagerten hätten ergeben woll�i. Gleichzeitig ober stürmte eine Schar Mus- tetiere die Treppe hinauf, fnrengte die Tür und drang unter sie ein. Sechs von ihnen waren schon tot und ein<>r verwun!u>t einer wurde noch mit dem Kolben niedergeschla- gen und hernach erschosi.n. weil er sich weigerte, um Pardon zu bitten. Die übri- gen erwiderten auf die Frage, warum sie sich nicht eher ergeben hätten, das hätten sie nicht gedurft, weil sonst ihre eigenen Kameraden sie erschossen hätten, Das war der letzte Kampf. Im ganzen hatten die Regierunqsttuppen 22 Tote, und die gleiche Zahl rechnete man auf die In- surgenten: von diesen waren aber einige erst nach der Gefangennahme erschollen worden, weil sie sich weigerten, ihre Na- men zu nennen. Zwanzig waren in Ge- fangenschaft, darunter Venner und außer ihm noch vier andere an dem früheren Putschversuch gegen Oliver Cromwell be- teiligt gewesene Personen Am 17. Januar 1561 erschien die ganze Sckmr vor dem Richter. Verschiedene waren verwundet Und bekamen deshalb Stühle angewiesen Nachdem die Anklage verlesen worden war, die auf Hochverrat und Mord lautete. wurde Thomas Venner zuerst aufgerufen Auf die Frage, ob schuldig oder nichffchul- dig, antwortet? er mit einer leidenschaff- lichen Rede, die seine ganze revolutionäre Vergangenheii umsaßt«, bis zurück zu sei- nen Erlebnisien in Neu-England. Er sprach auch von dem inneren Zeugnis, das er seit zwanzig Iahren in sich trage. Er gab zu. an dem Aufstand beteiligt gewesen zu sein, erklärte sich aber für nichffchuldig des Hochverrats, da er nicht die Absicht ge- habt habe, gegen den König Krieg zu führen. Als er sich dann eingehend über seine Ideen von der fünsten Monarchie ver- breitete, wurde er vom Gerichtshof aufge- fordert, eine kurze und bündige Antwort auf die Schuldfrage zu geben, und erklärte sich nun ohne Umstände für nichtschuldig. Nach ihm begann der Knopfhändler Roger Hodgkin sich in längeren Ausführungen zu ergehen. Es wurde ilM aber das Wort ab- geschnitten, und ähnlich waren die übrigen Angeklagten nur mit Mühe dahin zu brin- gen, die erforderliche Antwort aus die An- klage zu geben. Dann erfolgte die Ver- eidigung der Zeugen, zwei gegen jeden ein- Ob ich zwar vorher wußte, daß die deutschen Regierungen den Forderungen des Volkes nicht nachgeben, sondern Maß- regeln der Strenge ergreisen würden: ob ich zwar vom Schauplatz entfernt bin. so hat mir Ihr heutiger Bericht von den Truppenbewegungen, von dem Mainzer Kriegsgerichte, doch die größte Gemütsbe- wegung gemacht. Ich hielte das nicht aus und bin froh, daß ich mich entfernt habe. Gott hat die Fürsten mit Blindheit ge- schlagen, und sie werden in ihr Verderben rennen. Sie haben die ruhigsten und gut- meinendsten Schrffffteller mit Haß und Ver- achtung behandelt, sie haben nicht geduldet, daß die Beschwerden und Wünsche des Volkes in friedlicher Rede oerhandelt wür- den, und jetzt kommen die Bauern mit chrcn Heugabeln, und wir wollen sehen, ob sich ein Zensor findet, der das wegstreicht. Die alten Künste, in jedes aufrührerische Land fremdes Militär zu legen, Nassauer nach Darmstadt, Darmstädter nach Nassau, wer- den nicht lange ausreichen. Wenn einmal der Soldat zur Einsicht gekommen, daß er Bürger ist, eher als Soldat, und wenn er einmal den großen Schritt getan, blinden Gehorsam zu verweigern, dann wird er auch bald zur Einsicht kommen, daß alle Deuffche sein« Landsleute sind, und wird nicht länger um Tagelohn ein Vater- oder Brudermörder sein. Ludwig Börne, Briefe aus Paris. 9. Brief vom 6. Oktober 1830. zelnen. Sie wußten Bekundungen über die Vorgeschichte der Erhebung zu machen. woraus auch soviel erhellte, daß die Ver- schwörung auch der Spitzel nicht entbehrt hatte. Es wurde bekundet, daß Venner und die beiden gefallenen„Lehrer" Tufney und Craig ihre Gemeinde wiederholt er- mahnt hatten, für König Jesus zu k>en Waffen zu greifen gegen die Mächte der Erde, d. h. die Stuartregierung, und alle zu töten, die ihnen Widerstand leisteten. Und so kam denn weiter ein vollständiges Bild des ganzen Verlaufs zustande. Gegen vier Angeklagte reichten die Beweise nicht aus. Die übrigen sechzehn aber wurden von den Geschworenen schuldig befunden und daraus zur Beantwortung der vorge- schriebenen Frage wieder vorgeführt. warum kein Urteil gegen sie �gehen solle. Der Oberrichter Foster legte bei dieser Ge- legenheit Venner das Blut seiner Genoll-m zur Last, da er sie oerführt und geführt habe. Venner aber antwortete rundweg, er habe sie nicht geführt. Als darauf die Zeugen wieder angerufen wurden, kam er Itach�nnf dk» Inhali»»«rbolea I Bnüntoortl. Redakteur L. Sa la mon-s«lsen Berlin.>Atli für die Redaktlon bcstimmtsa Sendungen lind zu richten nn.d Berlin, Lindenstr.s.t Verlag Hamdurger Buchdruckerei und Verlagzanltalt Auer& Co., Hamburg. Druck: Borwärt» Buchdruckerei und B«rlag»inslaII Paul Singer St Co. Berlin<558. 08.