Mr. 133. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft ZeitungsPreisliste für 1898 unter r. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Jusertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis. 4 Uhr nachmittags in der Expedition. abgegeben werden. Die Expedition. tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: mit I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. An die sozialdemokratischen Wahlkomitees. Freitag, den 10. Juni 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. feiner Aufrechterhaltung, dann müßten wir konsequenter Weise welche Wirkungen ihre Finanzgebahrung auf die Einzelstaaten die Arbeiter auch von der allgemeinen Wehrpflicht ausschließen, ausübe. Er fuhr dann fort: Um eine möglichst rasche und genaue Feststellung des Wahl- wie sie von den direkten Steuern befreit sind; dann wäre resultats für das ganze Reich zu erzielen, bitten wir die Wahl- aber auch eine nothwendige Konsequenz die tomitees bezw. die Vertrauenspersonen und die Redaktionen der Aufhebung des allgemeinen Wahlrechts." Parteiblätter, Vorkehrungen zu treffen, damit wir am Abend des So bedingt auch der Staatssekretär damals gesprochen hat, Wahltages alle für ihre Bezirke vorliegenden Wahlresultate telegraphisch übermittelt erhalten. Damit unsere Leser auch über die Ergebnisse der Wahl, soweit fie am Wahltage selbst uns nicht übermittelt werden konnten, möglichst rasch informirt werden, geben wir am Nachmittage des der Wahl folgenden Tages eine Extra- Ausgabe heraus. Wir bitten deshalb, uns auch am Morgen des 17. die bis dahin bekannt gewordenen Resultate zu übermitteln. Dieselben müssen bis spätestens 12/2 1hr vormittags in unseren Händen sein. Die Telegramme sind und die dringenden zu adreffiren Sozialdemokrat Berlin Dringend Sozialdemokrat Berlin so ist doch offenbar von diesem Standpunkte aus die Beseiti gung des Reichstags- Wahlrechts nur noch ein logischer Schritt, welchen zu thun der Regierung geeignetenfalls nicht mehr schwer fallen dürfte. Ohne jedoch auf die Posadowsky'schen Aeußerungen allzuviel geben zu wollen, müssen wir sie doch als ein Symptom dafür anführen, daß in den maßgebendsten Kreisen die Anschauung für eine Aenderung des Wahlrechts vollkommen zubereitet ist. Ich führe das hier nur an, damit die Mitglieder des Herrenhauses, die auch im Reichstage fißen, doch niemals aus den Augen faffen, daß das Reich kein Einheitsstaat, sondern ein Föderativstaat ist, und daß jede Finanzmaßregel, die im Reiche getroffen wird, unmittelbar zurückwirkt auf das Wohl und Wehe der Einzelstaaten. Wir können in Preußen dieses Verhältniß zur Noth ertragen; aber die kleineren deutschen Staaten, die keine Eisenbahnen haben, die mur über ein geringes Vermögen verfügen und auf feste Einnahmen mit den Steuern angewiesen sind, die zu vertreten wir doch auch gewissermaßen das nobile officium( ehrenvolle Verpflichtung) haben, können allerdings in schwere Verlegenheiten tommen; und wir haben kein Interesse, gerade die kleineren Staaten in ihrer ganzen Existenzberechtigung zu gefährden. Im Gegentheil, wir gönnen und wünschen, daß diese föderative Gestaltung des Deutschen Reiches aufrecht erhalten und nicht durch plögliche Eingriffe des Reichstages gefährdet werde." An diesen deutlichen Hinweisen Miquel's glauben wir gezeigt Umsomehr kommen wir zu dieser Ansicht, als der Die Telegramme bitten wir, um rechtzeitiges Eintreffen zu mächtigste Staatsmann in der preußischen Regierung, Johannes garantiren, am Wahltage von 11 Uhr abends bis 1 Uhr nach v. Miquel schon seit Jahren ein unablässiger Gegner des Mitternacht und am Tage nach der Wahl von 1/210 Uhr vormittags Reichsparlaments ist, und zwar aus Gründen, die für den bis 12 Uhr mittags als dringende, die bevorzugt befördert werden preußischen Finanzminister von sehr triftiger Natur sein mögen. zu haben, wo hinaus er strebt. Der jetzige, durch das allgemeine, und deshalb die dreifache Tare kosten, zu expediren. Dagegen bitten Die Feindschaft datirt schon aus den Jahren, da Herr gleiche, direkte, geheime Wahlrecht gewählte Reichstag gewir unbedingt telephonische Meldungen zu unterlassen; wir werden Miquel noch nicht Minister war. Schon 1887 vor den fährdet die Existenz der kleineren deutschen Staaten; sie sind das Telephon am Abend des Wahltages überhaupt nicht benutzen Wahlen zum Kartell- Reichstage hielt der damalige den plöglichen Angriffen des Reichstages umbarmherzig ausund deshalb auch durch dasselbe keine Auskunft ertheileu können. Oberbürgermeister von Frankfurt auf dem Parteitage der gefekt; Wohl und Wehe dieser Staaten steht auf dem Spiel; Nationalliberalen für Südwest- Deutschland eine geharnischte eine eminent nationale Frage gilt es zu lösen: Wie ist das Philippika gegen den Reichstag und drohte dem deutschen Verhältniß zwischen Reich und Einzelstaaten zu gestalten, Volt mit einem Konflikte, in dessen Verlauf dasselbe viele damit durch den Reichstag die Existenz der Einzelstaaten mühsam errungene Güter und Rechte verlieren würde. Er dauernd gewahrt und berücksichtigt bleibe? Hier haben wir meinte, die Gegner des Kartells sprächen von drohender den Schlüssel zu dem Plan, den Reichstag zum größeren Militärherrschaft, von Absolutismus, von kommenden Mono- Theil aus Vertretern der Einzellandtage und zum kleineren polen und neuen Belastungen der ärmeren Klassen. Wenn Theil aus Abgeordneten auf grund des jetzigen Wahlrechts solche beständen, wer anders, als die Mehrheit des Reichs- zusammenzufeßen. tages hätte sie heraufbeschworen! Absolutismus! Wer hat Herr v. Miquel ist ein bewußter, zäher und deswegen denn die Reichsverfassung geschaffen und das allgemeine umso beachtenswertherer Gegner des bestehenden ReichstagsStimmirecht gegeben? Es waren unser Kaiser, die Wahlrechts. Länger als Hohenlohe und fester im Sattel fitt deutschen Fürsten, der Fürst Bismarck. Wer hat dagegen ge- Johannes v. Miquel. Auch er wird vorläufig" von einem stimmt? Es waren die deutschen Freisinnigen." Attentat auf das bestehende Reichstags- Wahlrecht nichts wissen Und als Miquel Finanzminister wurde, da betonte er von wollen. Herr v. Miquel spricht nicht von Plänen, Herr vornherein auf einem Festmahl der Frankfurter Stadtbehörden v. Miquel handelt. Seine politischen Marimen fennen wir. seine Feindschaft gegen das parlamentarische Regiment, Er sagte einmal in einer Rede:" Auch in der Politik gilt, welches wir ja in Deutschland nicht befizen". Er wollte nie was Goethe gesagt hat: Ergreife den Augenblick in dem reinen Parlamentarismus untergehen, der geeignet bei der Stirnlode". Augenblicklich ist Herr Miquel sei, einen sehr dumm zu machen". Diese Adresse genügt vollständig. Andere Depeschen, so an das Parteibureau oder an einzelne Vorstandsmitglieder, erübrigen sich durch die telegraphische Meldung der Wahlresultate an das Zentralorgan der Partei. Wir sind gerne bereit, die Auslagen zu ersetzen beziehentlich im Austausche die Berliner Resultate telegraphisch an die uns angegebenen Telegramm- Adressen am Wahltage zu senden. Soweit von Parteiblättern Wünsche dieser Art schon an uns gerichtet wurden, werden wir ohne besondere Antwort ihr Anerbieten dankend annehmen und die Berliner Resultate telegraphisch übermitteln. Berlin, den 8. Juni. Mit sozialdemokratischen Grüßen Die Redaktion des ,, Vorwärts". Die Regierung " " nichts weiter als Sammel- und Wahlminister. Nach den Wahlen wird er sich die Reichstags- Majorität anschauen, und vermag er mit ihr das bestehende Reichstags- Wahlrecht zu beseitigen, dann wird der schlaue Herr nicht zögern, die Gelegenheit bei der Stirnlocke zu ergreifen. gewähren. Wahlkampf. In patriotischer Pflichterfüllung. In Im weiteren werden die Dienststellenleiter angewiesen, die nachgeordneten Beamten und Arbeiter mit bezug auf die bevorstehenden Wahlen mündlich in geeigneter Weise darauf hinzuweisen, daß von ihnen die Ausübung des jedem Staatsbürger verfassungsmäßig zustehenden Wahlrechts in patriotischer Pflichterfüllung erwartet wird. Blund. May. Fuhrberg. Rizov. Wagner. An Mit diesen despektirlichen Anschauungen vom deutschen Parlamente suchte Herr v. Miquel seine Finanzreformen in Preußen und im Reiche durchzuführen. Er stieß jedoch auf den Widerstand der Reichstagsmehrheit. Aber von der Nothwendigkeit der Reform durchdrungen wurde Herr v. Miquel und das Reichstags- Wahlrecht. Aberdeß sind wir überzeugt das deutsche Volk in seiner Feindschaft gegen das bestehende Reichstags- Wahlrecht wird am 16. Juni auf dem Plaze sein und einen dicken Strich Der vom Abgeordneten Müller- Fulda erwähnte Plan der noch bestärkt und erblickte in dem vom Abgeordneten Wüller- durch die Pläne der Reaktion machen! Regierung, das Reichstags Wahlrecht umzuändern, stammt Fulda in die Reichstagswahl- Agitation geworfenen Plan schon nicht erst von heute und gestern. Er ist vielmehr ein Requisit lange ein Mittel zur Durchführung seiner Finanzpolitik. schon aus der Bismarc'schen Zeit. Als Bismarck durch den Als im Januar 1894 die Reichs- Finanzreform abgelehnt Stulturkampf parlamentarisch in die Enge getrieben wurde, da wurde, da meinte Herr v. Miquel in seiner ruhigen, vielging er lebhaft mit dem Plane um, das Reichstags- Wahlrecht sie abgelehnt wird, so wollen wir abwarten, ob sie damit für sagenden Art:„ Sie können die Vorlage ablehnen, aber wenn Wir brachten vor einiger Zeit die Mittheilung, daß der preußische zu beseitigen. Die Freisinnige Zeitung" war es, die im März immer todt ist; sie wird schließlich zur Annahme gelangen Beamten die nöthige freie Zeit zur Ausübung des Wahlrechts zu Eisenbahnminister die Anweisung erlassen hat, am Wahltage den des Jahres 1886 die Oeffentlichkeit durch folgende Mittheilung müssen, weil sie eine politische und finanzielle Beamten die nöthige freie Zeit zur Ausübung des Wahlrechts zu überraschte: Der Reichskanzler hat von Rechtsgelehrten Gutachten erbeten nothwendigkeit ist." Herr v. Stumm, der damals Der„ Voltswille" in Hannover ist in der Lage, den Wortlaut darüber, wie ohne Zustimmung des Reichstags das geltende, be- schon zu den Eingeweihten gehörte, hängte der Katze des Schriftstückes mitzutheilen, in dem die Direktion in Hannover kanntlich auf direkter, geheimer und gleicher Wahl beruhende die Schelle um und verfiel alsbald in einen drohenden an die Dienststellen die Uebermittelung des Erlasses verfügt. Reichstags- Wahlrecht beseitigt werden könne." Ton: Bleibt der Reichstag hartnäckig, so werden die dem Schlußpassus heißt es: Schon damals wurde der Plan dahin festgelegt, daß Einzellandtage und die Bevölkerung der Delegirte der Einzellandtage in den Reichstag Einzelstaaten in eine dem Reichsgedanken entsandt werden sollten. Zwar bezeichnete die„ Norddeutsche nicht zuträgliche Mißstimmung gerathen. Allgemeine Zeitung" die Absicht einer solchen Abänderung der Jede Schwächung des Föderativgedankens ist eine Schwächung Verfassung ebenso als nichtbestehend, wie es heute der Reichs- des Reichsgedankens." Und von diesem Sprungbrett aus Anzeiger" thut. Aber wie schon an anderer Stelle nach werden und sollen die Einzel- Landtage gegen das Reichsgewiesen wurde, ist auf derartige Dementis nichts zu geben, parlament mobil gemacht werden; das deutsche Volk soll für um so weniger, als eine innere Wahrscheinlichkeit darauf den Plan reif gemacht werden, daß nur unter Mitwirkung fämmtliche Dienststellen schließen läßt, daß der mächtigere Theil der preußisch- deutschen von Vertretern der Einzel- Landtage die finanzielle Frage im Teiter schon das nöthige Verständniß entwideln und man kann sich Für die patriotische Pflichterfüllung werden die DienststellenRegierung, als deren lebensfähigsten Kern wir die beiden Reich gelöst werden könnte. Minister Miquel und Posadowsky bezeichnen können, Daß diese Absicht bei Herrn von Miquel besteht, darüber ungefähr einen Begriff machen, was für konservativ- nationalliberale auf eine solche Umgestaltung des Wahlrechts geradezu hin- fann gar kein Zweifel bestehen, wenn man die emfige Minir- Wahlreben vom Stapel gelaffen werden. Schmerzlich dürfte es die Direktion nur berühren, daß sie nicht durch eine öffentliche Stimmdrängt. arbeit des preußischen Finanzministers im Landtage gegen abgabe kontrolliren fann, ob ihren Wünschen auch entsprochen wird. Während der Staatssekretär v. Posadowsky mit einer gewissen über dem Reichstage verfolgt. Er übertreibt diese finanzielle Wir sind der Meinung, wollen die Herren Wahlagitation betreiben, Offenherzigkeit den Plan zu betreiben scheint, geht Herr v. Miquel Einzelfrage und stellt sie in den Mittelpunkt unserer so mögen sie es außerhalb des Dienstverhältnisses thun. Die vorsichtiger, aber weit umfassender zu Werke. Bei der Berathung ganzen inneren Politit. Schon 1894 führte Herr Arbeiter und niederen Beamten müssen sich peinlichst hüten, auch des diesjährigen Etats am 14. Dezember 1897 wurde eine von Miquel aus: Er halte es geradezu für nöthig, mur verlauten zu lassen, daß sie der Sozialdemokratie angehören, Aeußerung des Grafen Posadowsky fast ganz übersehen, die die finanzielle Reichsfrage im Einzellandtage zu besprechen, dann mag die vorgesezte Behörde aber Burückhaltung üben und freilich erst im Zusammenhange mit einer späteren Rede des weil sie einen unmittelbaren Einfluß auf den einzelstaatlichen nicht eine politische Agitation betreiben, die den unteren Beamten nämlichen Herrn nichts anderes darstellt, als eine Motivirung Etat ausübe. Auch für den Reichstag fet es bon gegenüber eine Bevormundung ihrer politischen Meinung bedeutet. für eine Wahlrechtsberaubung des deutschen Volkes. Graf höchstem Werthe, zu wissen, wie die Landtage enthält die Einwirkung eine Wahlbeeinflussung, von der sich jede Behörde fernzuhalten hat. v. Posadowsky feuerte am 27. April d. J. die besigende Klasse über die finanziellen Dinge dächten. Darum Die Reichsbeamten und die Wahl. zu einem Selbstvertheidigungskampfe gegen die Sozialdemo- handele es sich nicht nur um eine finanzielle Frage, sondern fratie an und war offen genug, zu bekennen, daß unser auch, um die andere große nationale Frage, Der Reichs- Anzeiger" schreibt: Seitens der Reichsbehörden sind die geeigneten Anordnungen heutiger Staat ein Staat der besigenden Klassen sei; es handle ob noch ein erträgliches Verhältniß zwischen sich bei diesem Kampfe um eine Frage des bestehenden dem Reich und den Einzelstaaten auf die getroffen, daß kein Reichsbeamter durch seine dienstlichen ObliegenStaatswesens. Wenn Graf Posadowsky schon am 14. Dezember Dauer bestehen könne." Diesen Gedanken, den Reichs. heiten gehindert wird, bei den bevorstehenden Reichstagswahlen von 1897 und daran ist nicht zu zweifeln der Auffassung tag mit den Einzellandtagen zur Lösung der finanziellen feinem Wahlrecht Gebrauch zu machen." war, daß nur die besigende Klasse am Bestehen unseres Staats- Fragen zu verquiden, ist für Herrn Miquel der rothe Faden Die gute Tante Voß fühlt sich sehr ramponirt durch unsere ihr wesens interessirt ist, so gewinnen seine früheren Aeußerungen seines politischen Wirkens geworden. bei der Etatsberathung ein ganz hervorragend aktuelles Wir wollen nur noch auf einzelne charakteristische Aeuße zu theil gewordene Kritit in der Mittwoch- Nummer des„ Vorwärts". Interesse. Graf Posadowsky polemisirte damals gegen den rungen des Herrn von Miquel in seiner Etatsrede im Das Blatt schließt einen Leitartikel über Freifinn und Sozialbemokratie" mit den Worten:„ Die Reaktion wird in jedem Falle Abgeordneten Bebel und meinte:„ Wenn wir uns so den preußischen Herrenhause vom Jahre 1896 hinweisen. Er führte wirksamer durch freiſimmige als durch ſozialdemokratische WahlStaat, unsere Gesellschaftsordnung denken, daß die arbeitenden aus, daß das Reich in einem bestimmten verfassungsmäßigen siege verhütet werden." Das ist dasselbe Geschwätz, dessen Klassen außerhalb des Staatslebens stehen, so daß sie gar Verhältniß zu den Einzelstaaten stehe und warf den Herren Albernheit wir gerade in unserer Kritit nachgewiesen fein Interesse an der Sicherheit des Staates hätten und an im Reichstage vor, daß sie es gar nicht berücksichtigten, hatten. Die Vossin wiederholt es und muß wohl meinen, So Tante Voß. daß Dummheiten, wenn sie öfter wiederholt werden, fich kommen der Handelsgeseß- Novelle ist keineswegs, wie es nach dem Herr v. Plök und das Wahlrecht. in Klugheiten verwandeln. Dent, abgesehen von dem zitirten Flugblatte den Anschein haben könnte, das Verdienst der Freisinnigen, Als Gegner des bestehenden Wahlrechts hat sich Schlußsay, befaßt sich der Artikel der Voss. 8tg." mit ganz anderen da bekanntlich auch die Sozialdemokraten für das Gesetz gestimmt in einer Wählerversammlung in Stargard i. P. der Vorsitzende des Dingen als mit dem in Frage stehenden Streitpunkt. Die Boff. haben. Wohl aber hätte das Flugblatt, wenn es der Wahrheit die Bundes der Landwirthe, Herr v. Plötz bekannt. In die Enge ge3tg." sucht das Thema umzufälschen und fragt naiv, wie man dem Ghre geben wollte, hervorheben müssen, wie sehr sich die Freisinnigen trieben erwiderte er nach dem" Berl. Tagebl.", er wolle tein freisinnigen Bürgerthum zumuthen könne, der Sozialdemokratie gegen alle Verbesserungsanträge unserer Frattion im Interesse der bindendes Versprechen geben, man solle einstweilen gegenüber die Hände in den Schoß zu legen und auf eine Ver- Handelsangestellten gesträubt haben, so besonders gegen den Antrag, das Wahlrecht lassen, wie es sei. Im Uebrigen sei er für Getheidigung gegen die sozialdemokratischen Angriffe zu verzichten. daß offene Verkaufsstellen von 8 Uhr abends bis 5 Uhr morgens währung von Diäten. Würden diese eingeführt, so würden von Hiervon handelt ihr ganzer Artikel. für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen. Aber auch die„ Bolts- 3tg." der die Voss. 8tg." zugleich er- Im übrigen athmet das Flugblatt Richter'schen Geist. Alles anderen Parteien auch noch andere Aenderungen beantragt werden, das Iwibert, hat etivas derartiges nicht gefordert. Noch viel weniger wir. was darin gesagt ist, haben wir faft mit denselben Worten bereitá aum Beispiel Erhöhung des Wahlalters auf 30 Jahre und ein für gewisse reise. in der Freifinnigen Zeitung" gelesen und im einzelnen widerlegt. Lächerlich ist die öde Wiederholung der schon oft als grundfalsch Eine Beschwerde an den Minister des Innern nachgewiesenen Behauptung, daß die Sozialdemokratie den Handel hatte unser Genosse Haase gerichtet, als trop eingereichter Reflavernichten wolle. Schon heute wird der Handel durch den Großbetrieb mationen das ungefeßliche Vorgehen der Gendarmen und Amtsvorfür eine zusehends geringer werdende Bahl von Handlungsbetrieben versteher gegen unsere Flugblattverbreiter nicht aufhörte. Fast sofort nichtet. Das ist eine wirthschaftliche Entwickelung, zu der politische Bar- wurde vom Zentralbureau des Ministeriums des Innern geantwortet, teien nichts beitragen fönnen und wollen. Auch in der sozialistischen daß die Beschwerde an den Regierungspräsidenten zu Königsberg Gesellschaft wird es eine Vermittlungsthätigkeit zwischen Produktion und Konsumenten geben, freilich die Riesengewinne, die der Handel zur Verfügung abgegeben sei. Einige Tage später hat dann der Regierungspräsident sich folgendermaßen geäußert: heute abwirft, werden dann im Interesse der Konsumenten wegfallen, die Thätigkeit von Handlungsgehilfen, mögen sie auch vielleicht dann einen besser klingenden Namen fithren, wird fortbestehen, wenn Ueber arbeit und Lohnfklaverei durch den organisirten Kampf des Proletariats das wohlverdiente Ende erreicht haben. Wir wünschen garnicht, daß der Freisinn uns nicht bekämpft und wir denken garnicht daran, den Freisinn nicht zu bekämpfen. Wir haben nur die Thorheit der Argumente, die der Freifinn gegen uns vorbringt, dem wohlverdienten Spott überliefert. Wie bekämpft uns der Freifinn? Gewöhnlich mit abgeschmackten Phantafien über einen Zukunftsstaat. Da dieses dumme geug schließlich auch nicht mehr verfängt, so ist er dann auf das dümmere Zeug verfallen: Wählt keine radikalen Sozialdemokraten, weil dadurch die Reaktion gereizt werden könnte, wählt lieber waschlappige Freisinnsleute; die werden mehr erreichen, weil fie für weniger sind. Diese greisenhafte Art der Betämpfung der Sozialdemokratie hatten wir charakterifirt, und daß unsere Charatteristik richtig war, das zeigt wiederum der lahme Ausfluchtsversuch im heutigen Artikel der Boss. 3tg.". Tante ist sehr alt geworden. g Die ,, Moral" des Bundes der Landwirthe. Ein antisemitischer Bodenreformer. Auf die Beschwerde vom 31. v. Mts. habe ich bezüglich der angeführten einzelnen Fälle die Berichte der betreffenden Landräthe eingefordert und wird Ihnen demnächst weiterer Bescheid zugehen. Wenn die Wahl vorbei sein wird, werden wohl die oftpreußischen Gendarmen genau wissen, wie man sich vor der Wahl zu verhalten hat. Kinder zum Flugblattverbreiten Dem mit Unterstügung des Bundes der Landwirthe in Flen 3Auf den gemeinsten Stimmenfang läuft der Inhalt eines verburg aufgestellten antisemitischen Kandidaten Raab hält die„ Kieler verwenden die Konservativen in Griesbach und Herold Zeitung" eine aus der vor, in der der Jugend in die politischen Kämpfe durch die von Montowt, an die Vorsitzenden der Kirchspiele versandt hat Bodens ausgesprochen hatte. Fritz Naab hat nun der Sozialdemokratie" zu eifern. In anderen Orten, wie Nudorf, und das der Königsberger Boltstribüne" in die Hände gefallen ist. Rieler 3tg." eine sehr gewundene Erklärung zugesandt, mit welcher geben die Lehrer den Kindern patriotische Zeitungen mit nach Hause, In diesem Zirkular werden Vorschriften darüber gegeben, wie die er aus der fatalen Situation, in die er gerathen ist, heraus- um für den reichstreuen Kandidaten Stimmung zu machen. Agitation zu betreiben ist. Dabei heißt es wörtlich: zuschlüpfen sucht. Danach will er nur in Hamburg den Grund und " Wo es angezeigt erscheint, find auch Stimmzettel der Boden verstaatlichen, nicht aber in Flensburg 1. Ein puzziger Grund Gegenkandidaten durch geeignete Personen auf- und Bodenreformer und was sagt Herr Liebermann zu diesem zulaufen, wie dieses Mittel bei Wahlen bereits vielfach Sprößling seiner Partei. mit Erfolg zur Anwendung gekommen ist." Die Königsberger Bolts Tribüne" bemerkt zu diesem schamBundes der Landwirthe für Fischhausen in Ostpreußen, ein Herr fich Herr Naab für die Verstaatlichung des Grund und Hineinzig Diese Partei pflegt sonst mit großer Entrüstung über das V Wahlkampf mit Tanzvergnügen. " 1 d dusd Aus dem Reichslande. Wir theilten vor einigen Tagen im„ Bortvärts" mit, daß der bisherige freikonservative Abgeordnete des Wahlkreises 8abern, Sanitätsrath Dr. Höffel, fich in einer Versammlung zu Drutlingen gegen das geheime Wahlrecht zum Reichstag ausgesprochen lofen Vorschlage mit recht:„ Die Herren, welche die Anweisung gaben, von dem wir meldeten, daß er eine Wahlversammlung mit Konzert oft in Hägen, um genaue Präziſirung seiner Stellungnahme in Der nationalliberal- konservative Mischmasch zu Duisburg, habe, als er von dem Kandidaten der Sozialdemokratie, Privatlehrer find gerade so weit gegangen, daß sie am Gefängniß vor= über tommen. Es ist klar, daß es sich bei dem anempfohlenen abgehalten hat, ist geschlagen. Geschlagen von seinen Gesinnungs- dieser Frage gebeten wurde. Dr. Höffel sandte hierauf an eine Anebenfalls Notiz von seinen Anlauf von Stimmzetteln um nichts anderes, als um einen brüdern in Sundewitt in Schleswig. Für eine Versammlung zahl derjenigen Zeitungen, welche ebenfalls Notiz Stimmentauf handelt. Den Wählern auf dem Lande sind nur dieser Parteien wurde in den Flensburger Nachrichten" durch Drulinger Aeußerungen genommen hatten, eine berichtigende in welcher er die Wahrheit jener Mittheilung einige Stimmzettel zugestellt; wenn ihnen Geld für die Heraus- folgende Bekanntmachung Propaganda gemacht: 1. Willkommsgruß Buſchrift, gabe des Stimmzettels geboten wird, ist das fast gleichbedeutend und Kaiserhoch, Amtsvorsteher Kjer- Sonderburg. 2. Wahlrede des bestritt und hinzufügte, nicht die Ordningsparteien planten mit der Verabfolgung von Geld für die Zusicherung des Geld- Reichstags- Kandidaten Hofbesiyer Henningsen- Nautruphof. 8. Zu die Abschaffung des allgemeinen Stimmrechts, sondern die Sozialeiner Aeußerung Liebknecht's empfängers, den Kandidaten des Bundes der Landwirthe, Grafen after Zeit. Bortrag von Küster, Sung- Satrup. 5. Gemein- im Zukunftsstaat beseitigen. Gegenüber dieser Darstellung Dr. Höffel's den Wahlen, Amtsrichter Dr. Hahn- Norburg. 4. Erinnerungen aus demokratie wolle dasselbe nach Dohna, zu wählen." famer Kaffeetisch. 6. Abends 10 Uhr: Tanzkränzchen. schildert der Gewährsmann der Straßb. Bürgerzig.", der in der genannten Versammlung zugegen war, die erwähnte Auseinandersetzung zwischen Dr. Höffel und unserem Parteigenossen Cost in folgender Weise: Cost frug Dr. Höffel, wie er und die Reichspartei sich zur Wahlrechtsfrage stellen. Dr. Höffel: Die Reichspartei denkt an teine Abänderung des Wahlrechts. Cost: Der Abgeordnete v. Stumm sprach sich am 29. Januar Bombastischen Unsinn Teisten sich gewisse Leute, welche die Kriegervereine gegen die Sozialdemokratie aufheben wollen. In einer großen Zahl von Provinzblättern, auch auf besonderen Flugblättern, die uns gesendet werden, finden wir ein wüstes Geschrei im Kommandoton wie folgt: Wahlfreiheit in Oberschlesien. " In Beuthen und Gleiwit werden die Genossen, die sich an den Flugblattvertheilungen betheiligen, von allerlei Polizei beamten heimgesucht, die sich danach erkundigen, ob sie für ihre Wahl „ Kameraden! Wer den Rock des Königs getragen hat, muß arbeit bezahlt worden sind oder nicht. Diese Beamten geben an, für die Ehre der Monarchie eintreten für und für. Und in der im Auftrage des Staatsanwalts" zu fragen! Uns erscheint diese nächsten Wahlschlacht handelt es sich um die Niederwerfung der Art der Untersuchung als zum mindesten sehr eigenthümlich. Sollen Feinde, die den Thron bedrohen und die die Armee von ihrer die Genossen, falls sie auch nur eine Entschädigung ihrer 1896 im Reichstag für die Aufhebung des geheimen Wahlrechts, also stolzen Höhe herunterdrücken wollen. Kameraden! Haben wir Auslagen bei Agitationstouren, ganze Tage dauern, öffentliche Stimmabgabe aus. Dr. Höffel: Ja, die Aufhebung des geheimen deshalb des Königs Rock getragen und gegen den Feind gestanden, erhalten, etwa wegen Gewerbesteuer Kontravention angeklagt find wir deshalb allzeit bereit, unser Blut und unser Leben ein- werden? Ju Oberschlesien ist ist das nicht so unmöglich. Wah Irechts ist doch keine Vernichtung des Wahlzusetzen für die Ehre und den Schutz unseres Vaterlandes, damit Einen anderen Zweck hat wohl die Frage nach den Arbeitgebern rechts. Ich halte es für einzig richtig, daß öffent Leute im Lande hetzen und schüren und unser Vaterland erniedrigen der betreffenden Genossen. Stellen auch diese Frage die Beamten ich abgestimmt wird, und jeder den Muth seiner im Auftrage des Staatsanwalts? ieberzeugung hat. und bloßstellen. Cost: Ja, das ist dann eine Verschlechterung, die dem Wahlrecht jeden Werth ninumt. nennen. und die Aus Ostpreußen. als Dr. Höffel: Nein, die Aufhebung des geheimen Wahlrechts ist teine Verschlechterung. Cost: Ich konstatire, daß Dr. Höffel ein Gegner des = den Wer des Königs Nod getragen, hat Ehre im Leibe und liebt sein Vaterland. Die Sozialdemokraten Die Sozialdemokraten aber ziehen die ehrwürdigen Namen des großen Kaisers und seiner Helfer, In Königsberg sind die bürgerlichen Parteien nunmehr her Männer wie Bismarck und Moltke in den Schmuh. Sie auch mit der Aufstellung der Kandidaten fertig und beginnen mit haben die Stirn, die Helden des großen ruhmreichen Feldzuges der Agitation gegen die Sozialdemokratie, die aber geradezu kläglich von 1870/71 eine„ Rotte von Räubern und Mordbrennern" zu zu nennen ist. Es kandidirt hier nun definitiv der Freifinn weib- geheimen Wahlrechts ist und für eine Aufhebung desselben Sie haben die Dreistigkeit, die Revolutionsmänner von licher und männlicher Richtung, und es ist rührend anzuhören, wie zu haben sein wird." Der Wahlkampf in Elsaß Lothringen, der sich bisher in den 48 höher zu stellen, als die deutschen Soldaten! die beiden Schivesterparteien sich im greinerlichen Ton gegenseitig Kameraden! Es ist unsere Pflicht, den vaterlandslosen Leuten" Artigkeiten" sagen. Eine wirft der anderen vor, den Ver Schranken des politischen Anstandes gehalten hatte, beginnt jetzt einen einen Dentzettel zu geben! Wir stehen ein mit Gut und Blut, nichtungskampf gegen die Sozialdemokratie verpfuscht zu haben. etwas anderen Charakter anzunehmen. Besonders in Straßburg, für König und Vaterland. Wir wollen uns unser Baterland nicht Eine treffliche Charakterifirung des konservativ- nationalliberal to die gesammiten Ordnungsparteien" sich gegen unseren Kandi verschimpfiren lassen. Die Ehre der Armee, der wir heute noch freisinnigen Vereinigungskandidaten Kommerzienrath Frenzel- Berlin daten Böhle vereinigt haben, gehen die Wogen des Kampfes sehr Am Dienstag Abend fand die erste Sammlungs" mit Stolz und Begeisterung angehören, soll uns niemand antasten! gab der Chefredakteur des hiesigen tonservativen Organs fürzlich in hoch. der sonst so feindlichen bürgerlichen Brüder Bur Versammlung Auf Kameraden, Mann für Mann zur Wahlurne! einer Versammlung der deutsch sozialen Reformpartei. Lieb Vaterland magst ruhig sein! sang im Jahre 1870 Groß Empfehlung des Herrn Frenzel führte er an, daß derselbe ein recht statt, in der sich der Redner der sogenannten Demokraten, 8 Klein, Alt und Jung und vertraute uns Soldaten. Auch pflaumenweicher Herr ſei, der sich wie Wachs kneten laffe Hotelier Schmus, das zweifelhafte Verdienst erwarb, der fachlichen Diskussion vollständig verlassen und heute soll das Baterland auf sein Volt in Waffen mit vollem Ver- und der zu allem zu gebrauchen sei. Die Antisemiten verzichteten Boden frauen bliden; auch heute soll Groß und Klein, Alt und Jung aber auf diesen trefflichen, pflaumenweichen Kandidaten und stellten sich auf das Gebiet der schwersten persönlichen Beschimpfungen und Obermeister berechtigt sein zu dem Gefühle: Lieb Vaterland magst ruhig den Schuhmann- Berlin eigenen Berleumdungen begeben zu haben. Schmutz bezeichnete einige sein! Kameraden! Geben wir der Welt ein Beispiel von Kraft Kandidaten auf, was aber wenig zu bedeuten hat, da der Aeußerungen, die Bebel in der kürzlich zu Neumühl stattgehabten und Pflichttreue! Es ist auch im Dienste für König und Vater- Borfizende des Vereins in der Versammlung schon selbst sagte, daß Versammlung der Straßburger Sozialdemokratie gethan, als aus land, wenn wir im Frieden fest zusammenstehen gegen die sie kein Geld haben und es höchstens auf ca. 500 Stimmen bringen der Luft gegriffene, verlogene Behauptungen, die nicht allein Feinde von Thron, Altar und Armee. Sorgen wir dafür, daß fönnten. Bisher war die ganze Wahlbewegung zufolge der Nath- blödsinnig, sondern auch eine bodenlose Gemeinheit der 16. Juni uns alle auf dem Posten finde. Vorwärts in den losigkeit im bürgerlichen Lager furchtbar flau; hoffentlich geht es feien und die wenig ehrenhafte Kampfesweise der Sozialdemokratie Kampf und den Sieg!" noch in den letzten Tagen etwas lebhafter zu, denn der bisherige kennzeichneten." In diesen und ähnlichen maßlosen Ausfällen unserer Auf diese Weise sucht man die Bevölkerung in solchen Gegenden, Bustand wirkte geradezu einschläfernd. Große Volksversammlungen Gegner kommt der ganze grimmige Haß der Bourgeoisie gegen die die ein reges politisches Leben nicht besigen, mit blödsinnigen finden nicht statt, da die Gegner nicht wagen, solche einzuberufen Partei des arbeitenden Volkes und deren Kandidaten Böhle zum Lügen über die Sozialdemokratie und ihre Stellung zur Armee auf- und wir keinen großen Saal haben. Zu einer Versammlung Ausdruck, der es wagt, als einfacher Arbeiter gegen eine von Rezuwiegeln. unter freiem Himmel, vor der Stadt im Maraunenhof, wo Singer gierungs- und Justizräthen, Ehrendomherren, Rechtsanwälten 2c. im vorigen Jahre vor ca. 15 000 Personen sprach, hat der Amts- geführte politische Vereinigung den Kampf aufzunehmen. vorsteher und Landrath die Genehmigung berfagt, weil sie bei der Aus dem Wahlkampf in Elfak- Lothringen. Bufammenrottung so vieler Menschen Gefahr für die öffentliche Ruhe Ueber die Beamten Versammlung" zum Zwecke der und Sicherheit fürchten, umſomehr als die Gemüther jegt in der Wahlzeit besonders erregt sind. Der Hinweis, daß im vorigen Unterstützung der„ Ordnungs" Kandidatur im Kampfe gegen die Jahre, wo die Wahlbewegung hier viel ernster war, auf demselben Sozialdemokratie haben wir schon berichtet. Ergänzend wird uns Platz eine Versammlung stattgefunden hat, ohne daß auch nur der noch berichtet: Der Sammelkandidat Riff trat auf, um sich als als Nachgeringste Zwischenfall zu verzeichnen war, wurde von den Herren folger Bebel's zu empfehlen. Man redete sich gegenseitig in eine vollständig ignorirt. patriotische Begeisterung hinein angesichts der„ erhabenen" Aufgabe, Die freisinnige Boltspartei versucht in einem Flugblatt, die Höhere Wogen wirft die Wahlbewegung in der Provinz, wo die die Hauptstadt der Reichslande den Umstürzlern" zu entreißen, und Handlungsgehilfen für sich zu gewinnen und ergeht sich hierbei, da Konservativen geradezu fieberhaft arbeiten, um den Ansturm der bildete Aktionskomitees für die einzelnen Stadttheile. Der 16. Juni es ihr an fachlichen Gründen fehlt, in gehässigen Verleumdungen Sozialdemokratie abzuschlagen. Bis in den entlegensten Winkel hat wird den überspannten Hoffnungen der Veranstalter dieser Beamten der Sozialdemokraten, die sich durch ihre rührige Agitation schon unsere Partei Eingang gefunden und sich begeisterte Anhänger unter versammlung" eine schwere Ernüchterung bringen und zugleich zeigen, daß feit Jahren bemühen, die Handelsangestellten zu ihren Zielen zu be- den Landarbeitern verschafft. Leider wird ja ein großer Theil der selbst das Aufgebot des abhängigen Regierungsbeamtenthums nichts tehren. So wird der sozialdemokratischen Partei vorgeworfen, daß schweren Arbeit durch die Beeinflussungen und Wahlfälschungen der auszurichten vermag im Kampfe gegen die geschlossenen Massen des fie in der Ladenschlußfrage überhaupt keine Anträge gestellt habe Konservativen am Wahltage wieder zu nichte gemacht und kommt um die Fahne der Sozialdemokratie geschaarten arbeitenden Volkes. und sich erst jetzt vor den Wahlen dieser Frage erinmere. Würde der deshalb beim Wahlergebniß nicht zum Ausdruck. Doch auch diese In Mülhausen haben sich die bürgerlichen Parteien endlich Verfasser des Flugblattes mit den parlamentarischen Gepflogenheiten Vorkommmisse wirken für uns und tragen bei der nächsten Wahl zu einer" That" aufgerafft und den Beschluß gefaßt, unserem Geetwas besser vertraut sein, so mißte er wissen, daß der Achtuhr Früchte. noffem Bueb nun doch einen Kandidaten entgegenzustellen. Bei Ladenschluß vorläufig überhaupt nur ein Vorschlag der Kommission In Bialla, im Wahlkreise 2yd Johannisburg gelegen, diesem Beschluß ist es aber vorerst geblieben; denn zur Ausführung für Arbeiterstatistit ist, so daß der Reichstag noch keine Gelegenheit wo unser im Kreise als Gutsbefizer ansässige Genosse Ebharbtbesselben bedarf es auch eines Mannes, der genügend Selbstverleng hatte, sich mit dieser Frage zu beschäftigen. Besprochen wurde der kommorowen kandidirt, leisteten sich die Staatsstüten eine mung und Opfermuth besitzt, um sich zur Rolle des Durchfalls Achtuhr- Ladenschluß nur im Abgeordnetenhause aus Anlaß eines ganz besondere Art von Wahlagitation gegen die Sozialdemokratie. kandidaten herzugeben. Und dafür scheint in Mülhausen niemand freifonservativen Antrages, und hier sind bekanntlich unsere Genossen Der dortige Kriegerverein arrangirte eine Fahnenweihe, zu der, der zu haben zu sein. In einer gestern Abend in Colmar ſtattdurch das Dreiklassenwahl- System mundtodt gemacht. Landrath wie der Regierungspräsident in eigener Person erschienen gehabten Wählerversammlung, in welcher die Bürgerlichen Auf den Inhalt des Geschmieres soweit man da von Inhalt überhaupt sprechen fann einzugehen, lohnt sich wicht. Es genügt, baran zu erinnern, daß die Millionen deutscher Sozialdemokraten selbst Baterlandsvertheidiger sind. Die Sozialdemokratie will die Armee nicht herabdrücken, sondern die Zustände innerhalb der Armee gründlich verbessern. Die Sozialdemokratie will aus einer Klaffen staats- Armee ein wirkliches Bolt in Waffen" machen. # Die Handlungsgehilfen und der Freifinn. um zu Wenn das Flugblatt ferner die Schuld an der schwächlichen waren. Die konservativen und liberalen Stadtväter dieser notorisch unter sich waren, ging es recht ordnungsmäßig" her. Nachdem Haltung der Freifinnigen auf die weibliche Linie des Freisinns ab- armen Stadt von ca. 1500 Einwohnern, die von ihren Bürgern der bisherige Abgeordnete Preiß sowie der Kandidat der Demozuwälzen fucht, so registriren wir dies lediglich als einen 400 pet. Stommunalabgaben erhebt, warfen 200 Mart aus dem fratie, Buchdrucker Schmidt, gesprochen hatten, wollte auch Herr Beitrag zu dem angeblichen Friedensschluß zwischen der frei Steuersädel für die Festlichkeit aus, um sie recht würdig zu ge- Böll das Wort ergreifen, um die von ihm aufgestellte Kandidatur Straßburger Rechtsanwalts finnigen Boltspartei und der freisinnigen Vereinigung, ohne auf stalten. Ja, und was das kurioseste bei der Sache ist, die gut des Rechtsanwalts Jerschte empfehlen. die Sache selbst näher einzugehen. Ein Unterschied zwischen patriotischen Bürger, die bei dieser Feier sich ganz besonders in der Die Versammlung war aber schon so unruhig geworden, beiden freisinnigen Linien eristirt in wirthschaftspolitischen Fragen Bekämpfung der bösen Sozialdemokraten, die theilen wollen, hervor- daß ein paar Schreier genügten, den größten Standal überhaupt nicht. Wie wenig die Freisinnigen infolge ihrer Rückhalt- thaten, schickten ihre Angehörigen nach dem eine viertel Meile von ins Werk zu setzen. Man brüllte, schrie, pfiff in ohrenzerreißender Tofigteit geeignet sind, die Rechte irgend einer Bevölkerungsklasse zu der Stadt entfernt gelegenen Wald unseres Genossen Ebhardt, um Weise. Die Gegner Böll's brüllten: Naus! die andern schrieen bertreten, dafür bietet das Flugblatt selbst den schlagendsten Beweis, dort Eichenlaub zur festlichen Ausschmückung zu stehlen. Genosse dagegen. Als Böll troz aller Mühe nicht zum Wort kommen konnte, in dem es betont, daß die Freisinnigen für den sozialdemokratischen Ebhardt, der, hätte man ihn gebeten, den Leuten das Laub nicht ver- versuchte der streitbare Abbé Wetterlé das Podium zu erklimmen. Antrag auf Einführung eines Magimal- Arbeitstages für Handlungs- fagt hätte, wollte sich die patriotische Theilerei seines Waldes doch Aber auch er fonnte sich keine Ruhe schaffen in der aufgeregten gehilfen gelegentlich der Berathung des Handelsgesetzbuches deshalb nicht gefallen lassen und beschwerte sich beim Bürgermeister. Dieser Menge, die einen Lärm vollführte, als ob die Hölle losgelassen wäre. nicht gestimmt haben, weil ein derartiger Antrag teine Aussicht auf hat am Festtage wohl eine Brandrede gegen die Theiler, die Sozial- unter entsetzlichem Lärm hob der allgemeine Friedensengel, der Herr Annahme gehabt hätte. Daß die sozialdemokratische Partei demokraten, die jede Kultur vernichten wollen, gehalten, an die Polizeikommissar, die Versammlung auf, welche wieder einmal bees mit diesem Antrage nicht ernst gemeint habe, ist eine patriotischen Eichenlaubtheiler soll er aber nicht gedacht haben. Obwiesen hat, daß die Herren von den Ordnungsparteien" hinsichtlich schnöde Verdächtigung, die wir lediglich anführen, um die Kampfes- man die neue Fahne auch mit dem gestohlenen Eichenlaub aus dem der Ordnung und des politischen Anstandes von den„ Umstürzlern" weise unserer Gegner au charakterisiren. Das Zustandes Walde des Sozialdemokraten Ebhardt geschmückt hat? noch recht viel lernen können. Von der Agitation. Aus dem Kreis Ober- Barnim wird uns geschrieben: Unsere Gegner arbeiten in eigenartiger Weise. Am 31. v. M. meldete ich dem Amtsvorsteher Grafen v. Hafe zu Alt- Ranft, daß am Sonntag in Alt- Ranft eine Versammlung stattfinden wird und fügte den Antrag bei, mir sofort die Anmeldebescheinigung per Postm zuzustellen. Da ich nun am 4. d. M. keinen Bescheid hatte, fuhr ich an diesem Tage vormittags nach dem Amte AltRanft, um, wenn nöthig, noch einmal die Versammlung anzumelden. Als ich bei dem Herrn Amtsvorsteher Grafeu v. Hafe in der Angelegenheit Rücksprache nehmen wollte, rannte er an mir vorüber und sagte, ohne mich anzusehen, er habe keine Zeit und für mich sei er überhaupt nicht zu sprechen. Der Herr Graf hatte nun nichts eiligeres zu thun, als zu dem Wirthe zu gehen und diesen zu ersuchen, mir den Saal nicht zu geben, was nun dieser unter dem Drude der Verhältnisse auch insoweit that, daß ich am Sonntag früh einen eingeschriebenen Brief erhielt, worin der Wirth mir mit theilte, er könne mir den Saal nicht geben. Trotzdem fuhr ich zur Zeit mit unserem Kandidaten Genossen Bruns nach Alt- Ranft, wo zirka 300 Menschen vor der Thür standen. Nachdem ich den Leuten den Sachverhalt erklärte und zur Ruhe aufgefordert, aber auch gesagt, daß sie nun wüßten, wenn sie am 16. d. M. zu wählen hätten, brauste ein hundertstimmiges Hurrah durch die Luft. Am 9. b. erhielt ich nun von dem Gr. v. Hake ein amtliches Schreiben mit der Adresse:„ An den sozialdemokratischen Agi= tator Herrn Salomon in Wriezen". War schon die Adresse orginell und amtlich angebracht, so sagte der Inhalt, daß der Wirth den Saal nicht hergiebt und er infolge dessen auch die Erlaubniß nicht ertheilen könne. Taubleaur: Gesezestenntnisse und Handhabung derselben durch einen Amtsvorsteher, dessen Vater 1884 freifinniger Reichstags- Abgeordneter war. = Niß der Bebel oder Richter Seinen großen Rachen auf, Brüllt ich Schluß!" und schrie Ohoo", Gab ihm tüchtig eins darauf, Jagt' am liebsten aus dem Lande Die verruchte Umsturzbande. Darum hin.:: Braucht Herr Miquel neue Steuern Für Marine oder Heer, " Ruf ich: Ei, Herr Staatsminister, Bitte, fordern Sie doch mehr!" Weiß ich ja: nur recht und billig Findet ihr's und zahlet willig. Darum hint Dafür kann ich dann verlangen, Daß man meiner auch gedenkt Ein paar Liebesgaben schenkt. Und aus eurem Port'monnaie mir] Denn vergeßt nicht: ohn' Diäten Thu' ich Nermster euch vertreten. Darum hin..: Halt auch sonst mich unverfroren An die Krippe, wie ich fann Meine Vettern, meine Söhne, Wo es angeht, bring' ich an. Treue Dienerschaft im Rathe Ist von Nuzen jedem Staate. Bin ich' mal beim Herrn Minister Zum Diner geladen ein, Darum hin... Denk auch euer, liebe Wähler, Ich beim Glas Champagnerwein. Sag's den Herren, was für brave Thierchen meine guten Schafe. Wenn schon einmal dieser Reichstag In Berlin zu recht beſteht er, Darum hin... 1990 Ist's doch besser, daß der Junter, Schert euch nur um eure Sachen, we w Nicht der dumme Knecht hingeht. Will euch Breßgefeße machen at orris, Laßt mich nur nach Berlin 001 to Erst mal wieder ziehn. In dem Wahlkreise Nandow Greifenhagen haben die Parteigenossen die Agitation mit Hochdruck unternommen. Seit dem Jahre 1897 wurden planmäßig 145 000 Flugschriften und Broschüren, namentlich auf dem Lande, verbreitet. Am Himmelfahrtstage ver breiteten zirka 200 Parteigenoffen 35 000 Flugblätter über den ganzen Kreis, welcher gegen 500 Ortschaften mit Gutshöfen enthält. Diese Massenverbreitung ist den Gegnern start in die Glieder gefahren, sie wettern und schimpfen über die Gottlosigkeit der Sozialdemokraten, daß diese einen so hohen Feiertag zu einer jo frebelhaften That benugten. In der Pfingstwoche wurden 9 Versammlungen abgehalten, davon 2 unter freiem Himmel, die beide sehr gut besucht waren. spalio( 10) Die Konservativen halten überall Versammlungen ab und verbreiten Flugblätter des schmutzigsten Inhalts. Auch die Broschüre des Storb- Politische Webersicht. machers Fischer gelangt selbst von Behörden zur Verbreitung. Freifinnige und Antisemiten scheinen den Kampf nicht aufnehmen zu " " ( Narrenschiff"). Berlin, den 9. Juni. " Notizen den Verbandsmitgliedern, welche etwa an Streitorten in Arbeit treten, Ausschluß aus dem Verbande angesagt wurde. Horn legte dagegen Berufung ein, indem er, abgesehen vom Eintritt der Verjährung, die falsche Auslegung des GrobenUnfugs- Paragraphen rügte. Das Landgericht ſette zwar die Strafe auf 150 Mark oder 15 Tage Haft herab, indem es entgegen dem Schöffengericht, welches fünf einzelne Strafthaten" angenommen hatte in den fünf Streitnotizen nur eine fortgesetzte Handlung erblickte, hielt aber prinzipiell ebenfalls " Groben Unfug" für vorliegend. In der Begründung des Urtheils. wurde erklärt: Das Koalitionsrecht der Arbeiter dürfe nicht in Arbeitsverbietungsrecht ausarten; jene Aufforderungen seien gewiß geeignet", unter weiten Kreisen der Bevölkerung Beunruhigung hervorzurufen. Auch dürfe der Presse tein Privilegium(?) zu solchen Dingen eingeräumt werden. " Es ist nicht das erste Mal, daß derartige Gerichtsurtheile gefällt werden. Es ist auch bei weitem nicht die einzige Methode, wie das Koalitionsrecht auf Umwegen eingeschnürt wird. Wir meinen aber, daß jenes Urtheil des Dresdener Landgerichts im gegenwärtigen Wahlkampfe besondere Beachtung verdient „ Das Koalitionsrecht wollen wir nicht antasten" so rufen die Sammelpolitiker, so ruft Graf Posadowsky. Nur die Mißbräu ch e" wollen wir bekämpfen, nur die Auswüchse" sollen beseitigt werden. Aber was sind Mißbräuche, was Auswüchse? Darunter. läßt sich alles verstehen, damit kann alles gemacht werden. Man ist ja auch ein Freund der Preßfreiheit und will nur teine Auswüchse beseitigen. Auswüchse nennt man aber alles das, was einem nicht gefällt. Jedes freie Manneswort ist schließlich ein Auswuchs, ein Mißbrauch. Ebenso ist es mit dem Koalitionsrecht. Wenn der Leiter einer Arbeiterorganisation, dessen Mitglieder den Ausstand beschlossen haben, im Fachblatt schreibt: Zuzug ist fernzuhalten, und wenn er die selbstverständliche Mittheilung macht, daß Mitglieder, die dem Interesse und den Beschlüssen der Organisation zuwiderhandeln, nicht innerhalb der Organisation verbleiben können, so erklären die gelehrten Herren Richter: das darf nicht sein, das heißt ein Arbeits- Verbietungsrecht aufrichten. Thatsächlich ist hiervon gar keine Rede. Jeder kann arbeiten, wenn es ihm beliebt, er darf nur nicht Mitglied der Organisation bleiben, von der er sich durch seine Handlungsweise " wollen, denn bis jetzt haben beide Parteien noch keinen Kandidaten die„ National- 3tg." mit recht sagt, niederschmetternden Organisation ein Recht, anderen die Arbeit zu verbieten in Das Panama des Junkerbundes. Die neuesten, wie entfremdet hat. Aber durch die schöne Auslegung, als ob die aufgestellt. So verbleibt wahrscheinlich der Kampf zwischen dem Junter v. Manteuffel und dem Genossen Körsten. Einem Gerüchte Enthüllungen über die geschäftlichen Praktiken des Großagrarier- Anspruch nehme, sucht die Justiz jene durchaus berechtigte zufolge beabsichtigt die Direktion des„ Bultan", am 16. Juni den Bundes machen das größte Aufsehen. Die Deutsche Tages- Ausnutzung des Koalitionsrechtes als gefezwidrig hinzustellen. großen Kreuzer Hertha" zur Probefahrt nach Swinemünde zu be- zeitung" erklärt, über den Vertrag des Dr. Nösicke mit den Und da man zur Begründung keine anderen Paragraphen fördern. Es wäre ein trauriges Unterfangen, denn auf diese Weise rheinisch- westfälischen Thomasphosphat- Fabriken überhaupt noch hat, so muß das Mädchen für alles" herhalten, der Paragraph berlieren hunderte von Arbeitern ihr Wahlrecht. feine Auskunft geben zu können, da die Bundesleiter sämmt- vom Groben Unfug". Im Wahlfrei's Wittenberg Schweinit haben lich auf Reisen seien. Die Sprache des Blattes ist aber bereits Auf diese Weise läßt sich bequem jegliche praktische Beunsere Parteigenossen bis jetzt 25 000 Flugblätter verbreitet und wir sehr kleinlaut geworden. Es flingt jetzt ganz anders, als noch nugung des Koalitionsrechts zu einer Uebertretung oder zu können behaupten, daß kein Dorf unberührt blieb. In Wittenberg fanden einige Versammlungen unter freiem Himmel statt, in welchen am 4. Juni, wo wider besseres Wissen alles abgeleugnet einem Vergehen stempeln. Wenn man auf diese Art alle der Kandidat unserer Partei, Metallarbeiter Rohriad sprach. wurde, wo die Deutsche Tageszeitung" das höchste geleistet Auswüchse" des Koalitionsrechts weggeschnitten hat, dann Soweit es den Genossen möglich war, auf dem Lande Versamm- hat, was an menschlicher Verstellungskunst und Heuchelei ge- bleibt vom Koalitionsrecht nichts weiter lungen zu veranstalten, zeigte sich allerorts ein guter Besuch und leistet werden kann. Mit so frecher Miene hat übrig als der Name. eine rege Sympathie für die Sozialdemokratie. nicht einmal der Kreuz- Zeitungs" Häupt- So ist es schon jett um unser Koalitionsrecht bestellt. Zu einer Antwort auf die Beschwerde des Breslauer sozial- ling Hammerstein geleugnet, der jetzt durch und da schreit die reaktionäre Meute sich heiser, es sei zu demokratischen Wahlkomitees wegen ungerechtfertigter Behinderung Buchthausmauern der agrarischen Agitation leider entzogen ist. bie I Stoalitionsrecht vorhanden. der Flugblattvertheilung durch Polizei- Organe hat sich nun der Landrath des Kreises Neumarkt herbeigelassen. Er schreibt dem Bor- gedeckt Nun sind die Mogeleien der Bundesleitung auf- Wie soll es erst mit dem Koalitionsrecht werden, wenn fizenden des Wahlkomitees, Baul Heppner, folgenbes: In Sachen gedeckt und erwiesen. Nationalliberale Blätter- Blätter der dieser heißhungrigen Meute der Arbeiterfeinde gelänge, die ber zu Unrecht erfolgten Abnahme sozialdemokratischer Wahl- Partei, die mit den Bündlern unter dem Hute der Sammel- ganze Macht im Reiche an sich zu reißen?! flugblätter ist an die in betracht tommenden Polizeiverwaltungen politik vereinigt ist fordern den Staatsanwalt anf, Im Zeichen des Profits. Wie bereits mitgetheilt, hat der und Beamten, soweit erforderlich, diesseits entsprechende Verfügung einzugreifen. Die Nationallib. Korresp." schreibt: Büttenverein des Georg Marien Bergwerts bei Osnabrüd seine ergangen." Vermag die Bundesleitung diese aftenmäßigen Nachweise im Drohung gegen die ausständigen Arbeiter wahr gemacht und den Hannoverschen Kourier" nicht zu entkräften, dann kommen Betrieb des Bergwerks eingestellt. Die Voff. 8tg." schreibt über den folgende strafrechtliche Bestimmungen in betracht. Beschluß: § 263 des Reichs- Strafgesetzbuches lautet: „ Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechts" Die Biesberger Werke kämpften seit Jahren einen schweren widrigen Vermögensvortheil zu verschaffen, das Vermögen wirthschaftlichen Kampf. Es war mit den gewaltigsten Maschinen eines Anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung faum noch möglich, das eindringende Wasser zu bewältigen. Die falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Werkleitung hat denn auch längst erkannt, daß der Betrieb früher Thatsachen einen Irrthum erregt oder unterhält, wird wegen oder später eingestellt werden müsse. Daß aber der Beschluß schon Betruges mit Gefängniß bestraft, neben welchem auf Geld- jetzt gefaßt worden ist, das haben die Arbeiter mit ihrem Ausstande ftrafe bis zu 3000 M., sowie auf Verlust der bürgerlichen gethan. Ein Wert, das sich nur mühsam in dem industriellen WettEhrenrechte erkannt werden kann." Auch der Versuch ist strafbar. In anbetracht dessen, daß eine bewerbe zu behaupten vermag, tann teine langwöchentliche geschäftliche Konturrenz zu anderen landwirthschaftlichen Ver- Störung feines Betriebes ertragen. Die ausständigen Arbeiter mittelungsanstalten vorliegt, fäme wieder§ 4 des Gesetzes zur ernten, was sie gefäet haben; zu bedauern aber ist die Stadt Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes in An- Osnabrück, die das größte gewerbliche Unternehmen in ihrer Umwendung: gebung verliert." Wer in der Absicht, den Anschein eines besonders günstigen Ganz in dem gleichen Sinne äußert sich die" Post" und so be-Angebots hervorzurufen, in öffentlichen Bekanntmachungen funden beide, das freisinnigeOrgan und derStumm- Moniteur, ein inniges; oder in Mittheilungen, welche für einen größeren Kreis von Verständniß für kapitalistisches Begehren. Daß die Arbeiter durch eine Preisbemeſſung von Waaren oder gewerblichen Leistungen, sichern, erscheint diesen Breßorganen selbstverständlich und kein Wort Bersonen bestimmt sind, über die Beschaffenheit oder die Verschlechterung des Arbeitsverhältnisses den kapitalistischen Gewinn über die Art des Bezuges oder die Bezugsquelle von Waaren .. wissentlich unwahre und zur Irreführung geeignete An- der Mißbilligung fällt gegen diejenigen, die 1000 Arbeiter mit einem gaben thatsächlicher Art macht, wird mit Geldstrafe bis zu Schlage brotlos machen nnd dauernd vom Ort verbannen. Der 1500 M. bestraft." Betrieb im Bergwerk soll teinen hohen Gewinn abgeworfen haben, Aus dem Kreise Gerdauen. Ein brutaler Gewaltakt wurde im Kreise Gerdauen von einem Gutsbesitzer, Lieutenant Todtenhöfer auf Wandladen, verübt. 8wei unserer Genossen, die sich zur Agitation einige Tage im Kreise aufgehalten haben, hatten auch δας Gut dieser Ordnungsstüße mit Flug blättern belegt. Als fie nach einigen Tagen abermals das Dorf berührten, rückte der Herr ihnen, als sie im Struge eben etwas genießen wollten, mit einigen Leuten auf den Leib. Eine Fluth gemeinster Schimpfworte prasselte auf unsere Genossen nieder. Gleichzeitig wurden sie aufgefordert, das Gasthaus, das dem Herrn Lieutenant gehört, sofort zu bverlassen. Knüppelschwingend, fortgesetzt die wüthendsten Schimpfworte ausstoßend, einen Hund hetzend, folgte der Herr Lieutenant mit fünf Begleitern 11/2 Kilometer weit unseren Genossen. Auf Auf der Chaussee wurden dann unsere Leute festgehalten. Einem derselben, der eine Tasche mit Flugblättern trug, wurde dieselbe mit Gewalt fortgerissen, die Blätter zerfetzt und auf die Straße geworfen. Dann wurden die Taschen unserer Genoffen durchsucht, dabei Kleidungsstücke zerrissen und ihnen alles, was sie an Blättern und Stimmzetteln besaßen, gewaltsam fortgenommen. Gegen den Rüpel wird Strafantrag gestellt werden. In Bromberg hat die Staatsanwaltschaft, nachdem der größte Theil unserer Flugblätter berbreitet war, die Beschlagnahme verfügt. In Crone wurden unsere Parteigenossen angehalten, als sie im Begriff waren, wieder abzudampfen, und ihnen die Flugblätter abgenommen. Weshalb die Beschlagnahme erfolgte, ist bis jetzt noch nicht ersichtlich. Die Agitation macht gute Fortschritte. Reichstags Kandidaturen. = Zu unserer Liste der aufgestellten Kandidaten wird uns noch eine Berichtigung übermittelt. Im dritten oldenburgischen Wahlfreis Delmenhorst kandidirt nicht Hug- Bant, sondern Fritz Ebert aus Bremen. Lingen- Bentheim Mag nun die Justiz zugreifen oder mag sie sich fern- man sprach von 22 pct., aber der Ausfall wurde für die halten, jedenfalls ist durch diese neuen Enthüllungen der Aktionäre reichlich gedeckt durch die Ueberschüsse, die die anderen moralische Zusammenbruch einer Gesellschaft be- von der Gesellschaft betriebenen Unternehmungen einbrachten und siegelt, der es gelungen war, eine bedeutsame politische insofern sind die in das Bergwerk geworfenen Millionen für die Stellung einzunehmen nicht durch ihre geistige Bedeutung Dividendenschlucker nicht verloren; sie sichern diesen eine reichliche und die Vorzüge und Kenntnisse ihrer Leiter, sondern durch Berzinsung ihres Kapitals, die im vorigen Jahre 8 pt. betrug. die soziale Stellung ihrer führende Elementen und die Das ganz unsinnige, das rücksichtslose der heutigen ProduktionsDie Nationalliberalen des Wahlkreises Cleve- Geldern stellen den beispiellos gewissenlose Agitation, mit der sie es verstand, die weise tritt aus bekannten Grafen Paul v. Hoensbroech in Berlin als gähltandidaten Landbevölkerung zu gunsten der Forderungen einer hungrigen scheinung. diesem Vorgange deutlich in die Er= auf. An Stelle des Bürgermeisters Mooren in Eupen, gegen und raubsüchtigen Junkerflique aufzuwiegeln. Ueber dieses das Interesse Wo tönnte in einer Gesellschaft, wo nicht deffen Nominirung ein großer Theil der Zentrumswähler bon ein paar Dividendenjägern höher beEinspruch erhoben, ist nunmehr definitiv der Generalfefretär reiben war ja kein anständiger Mensch im Zweifel. Niemand werthet wird als die Existenz von tausend Arbeitern, sich der katholischen Arbeitervereine, Kaplan Dr. Hille- Berlin, hatte aber erwartet, daß ein Verein, in dem die ähnliches abspielen. Nur eine sozialistische Gesellschaft kann solchem als Kandidat für den Wahlkreis Aachen- Stadt aufgestellt worden. blaublütigen Herren den Ton angaben, derartige kulturwidrigen Beginnen Einhalt thun. Sie schäßt das GesammtIm Wahlkreise Meppen Lingen Bentheim haben die Dinge treiben fömte, wie sie jetzt bekannt werden. interesse höher als die sicheren Profite der Gründer. Nationalliberalen Herrn Landrath Krieger in Bentheim als Reichstags- Berrissen ist nun der Tugendmantel, den man so theatralisch fandidaten nominirt. Im Wahlkreise Paderborn ist seitens wallen ließ in dem Kampf gegen betrügerische beschnittene " des westfälischen Bauernvereins als Sonderkandidat des Zentrums und unbeschnittene Händler", gegen Margarinepantscher, Deutsches Reich.. Herr Landesökonomierath Winkelmann gegenüber Seffe( Bentrum) Haufirer, Ramschbazarhändler" und ähnliche Leute, die dem Bosadowsty einverstanden. Die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" Fürst Hohenlohe ist mit dem Wahlbrief des Grafen aufgestellt worden. In den west thüringischen Wahlbiederen Deutschen sein Geld aus der Tasche nehmen wollten. ichreibt: Wir konstatiren ausdrücklich, daß Graf v. Posadowsly seinen freifen unterstützt der Bund der Landwirthe in Eisenach und Koburg die antisemitischen Reichstags- Kandidaturen. In Gotha und Der brave Junkerbund versteht es besser sogenannten Wahlbrief selbstverständlich nicht verfaßt hat, ohne sich Erfurt tritt er für die Konservativen und in Meiningen für den als fie alle, er scheert seine eigenen Schafe ja versichert zu haben, daß die darin ausgesprochenen Grundsäge vom Schafe! Was müßten das für Trottel sein, die einer Herrn Reichsfangler gebilligt find. solchen Gesellschaft jetzt noch Vertrauen schenken wollten! Das Koalitionsrecht und der Grobe Unfugs- Paragraph. Bekanntlich beabsichtigen die reaktionäreu Parteien die Mißbräuche" des Koalitionsrechtes zu beseitigen und die Regierung hat sich zur Durchführung dieser Pläne bereit Nationalliberalen ein. fr Red Einer von der Rechten. ( Frei nach Béranger's" Einer vom Bauche".). Liebe Wähler meines Kreises, Hört geneigten Ohres an, Was für euch im Deutschen Reichstag Recht und schlecht ich hab' gethan. Stritt für eure Interessen, Hab' auch meine nicht vergessen Darum hin nach Berlin Laßt mich wieder ziehn! Ordnung, Zucht und gute Sitte Habt ihr allzeit hochgeschätzt, I bu erklärt. Da ist es interessant zu sehen, wie heute schon das Stoalitionsrecht durch die wundersamsten Gesetzesauslegungen in said vatund deingeengt wird. Demuth, Treue und Gehorsam g Euren Sinn von je ergeht. Diese Güter schirmt' ich wader dop Gegen demokrat'sche Racker. Darum hin... Aus Dresden wird uns geschrieben: Der bisherige Reichstags- Abgeordnete Georg Horn wurde vom hiesigen Schöffengericht am 27. August 1897 au 500 M. Geldstrafe oder 2 Monaten Haft verurtheilt, weil er 1895 im Fachgenoffe", dem Organ der deutschen Glasarbeiter Organisation, deffen Redakteur er war, Streifnotizen: 8 uzug ist fern zuhalten" in das Blatt aufgenommen, und weil in diesen " Gemeiniglich handelt in solchen Fällen der Reichskanzler und seine Untergebenen, die Staatssekretäre, stimmen bei. Bei uns ist's jest umgekehrt. Der Trommler trommelt und der Kapellmeister nicht dazu. Aenderungen in der Organisation des Staatsministeriums sollen in einer für den 17. d. M. in Aussicht genommenen Sigung des Staatsministeriums vorgenommen werden. Den Ausgangspunkt für diese Reorganisationspläne bildet, wie die 2. P. N." schreiben, der auch in der Landesvertretung betonte Wunsch besserer und einheit licherer Organisation der wasserwirthschaftlichen Verwaltung in der Zentralinstanz. Parallel damit läuft die Rücksicht auf thunlichste Entlastung des mit dem Wachsen des Eisenbahnwesens an Umfang stetig zunehmenden Arbeitsministeriums. Drei Wege kommen dabei in Frage: Die Errichtung eines eigenen Ministeriums für Wasserwirthschaft, in welchem alle bisher auf verschiedene Ministerien, namentlich das Arbeits- und Land wirthschaftsministerium vertheilten wasserwirthschaftlichen Geschäfte zu vereinigen wären. Einem solchen Ministerium könnte vielleicht auch der jetzt mit der Wasserbauverwaltung in der Bau- Abtheilung vorhandenen Lücken(!), um die Ursachen(!) der unheilvollen Die Anmusterungen bei der deutschen Handelsmarine. des Arbeitsministeriums vereinigte Hochbau angegliedert werden. Propaganda zu beseitigen; 3. die Ergreifung wirthschaftlicher Maß- Jm Jahre 1897 sind für die deutsche Handelsmarine angemustert Oder es könnten die der Bau- Abtheilung zugewiesenen wasser- regeln, namentlich Wohlfahrtseinrichtungen, um für das zu sorgen, worden 18 244 Vollmatrosen( 3454 für das Ostsee- und 14 790 für wirthschaftlichen Geschäfte auf das Landwirthschaftsministerium über- was an den Ursachen der Unzufriedenheit etwa gesetzmäßig und das Nordseegebiet) gegen 17 521( 3320 und 14 201) im Jahre 1896; gehen, wobei dann noch zu entscheiden wäre, ob dieses Ministerium berechtigt sein könnte; 4. der Budgetvoranschlag mit einer Er- und 2117( 689 und 1428) unbefahrene Schiffsjungen gegen 1740( 571 auch den Hochbau und die sonstigen Verwaltungs- 2c. Geschäfte der gänzung, die durch die mit dem Budget zusammenhängenden und 1169) im Jahre 1896. Bau- Abtheilung zu übernehmen haben würde, oder wie sonst dieser finanziellen Fragen nothwendig geworden ist. Die" Opinione" Troß der allgemeinen Bauverwaltung in die Ministerialorganisation fügt hinzu, der Budgetvoranschlag werde ohne Zweifel unmittelbar einzuordnen wäre. nach der Debatte über die Mittheilungen der Regierung vorgelegt decken. Der Krieg. Die Niederlage der Spanier scheint min besiegelt zu sein. Es ist etwas viel, was Herr Rudini fordert; abzuwarten ist, ob die Kammer ihm freiwillig für alle Sünden Absolution ertheilen, Die Philippinen sind unrettbar verloren, der Untergang der heit tödten will. iveni ihm seine Machtvollkommenheiten erweitern und die bürgerliche Frei- spanischen Flotte im Hafen von Santiago scheint, das Ersatzgeschwader, das bald in Westindien eintrifft, Norwegen. Serhien. Aus Endlich könnte die Errichtung eines besonderen Ministeriums werden. mit dem Geschäftskreise der jetzigen Bauverwaltung des Arbeitsministeriums in Frage kommen. Die Einheitlichkeit der wasser wirthschaftlichen Verwaltung würde alsdann durch ein organifirtes geordnetes Zusammenwirken dieses Ministeriums mit dem Landnicht von besonderem Glücke begünstigt ist, nicht mehr zu ver wirthschaftsministerium zu wahren sein. Die Schwierigkeiten dieser hindern zu sein, die Landung größerer amerikanischer TruppenAngelegenheiten wachsen noch dadurch, daß es nicht blos auf die Christiania, 8. Junt. Als sicher verlautet, der Budgetausschuß förper auf Kuba steht bevor und mit dem baldigen Zusammenzweckmäßigste Organisation des wasserwirthschaftlichen, sondern auch empfehle, die Apanagen des Königs und des Kronprinzen wieder bruche der Monarchie in Spanien muß gerechnet werden. Alle die zweckmäßige Organisation des ganzen Staatsbauwesens an auf die Höhe zu bringen, die sie vor der im Jahre 1893 erfolgten Nachrichten lauten für die Spanier überaus ungünstig. kommt und daß diese beiden Seiten der Aufgabe sich nicht entfernt herabjegung hatten, so daß der önig 336 000 kronen, der Kron- Hongkong wie aus Madrid wird das Gerücht gemeldet, daß pring 80 000 Stronen erhält. Manila gefallen sei. Nach der einen Meldung hat sich der wichtigste Zum Kampf gegen Konsumvereine u. s. w. Der Zentralspanische Ort im Stillen Ozean den Jujurgenten, nach der anderen berein deutscher Kaufleute hat sich an das tgl. sächsische Staatsministerium zu Dresden mit einer Eingabe gegen das Waarenhaus Belgrad, 8. Juni.(„ Köln. 3tg.") Der einzige Naditale, der den Amerikanern übergeben müffen. Wohl fehlt noch eine Bestätigung des Wirthschaftsvereins deutscher Lehrer zu Leipzig gewandt, welches noch vor Eintreffen des Wahlenthaltung anordnenden Telegramms dieser für die Spanier niederschmetternden Nachricht, aber sicherlich in neuerer Zeit an Lehrerkreise Waarenofferten versendet. Der Ber der Parteileitung gewählt wurde, hat sein Mandat niedergelegt. ist die Lage auf den Philippinen eine verzweifelte, die selbst von band bittet, dieses Vorgehen zu untersagen und überhaupt Maßnahmen Der Zentralausschuß der Radikalen versandte an sämmtliche Zotal- den Madrider Staatsmännern nicht beschönigt wird. Aus Madrid liegen folgende Meldungen vor: Amtlich zu treffen, daß dem fortgesetzten Uebergreifen von Beamten und Lehrern ausschüsse ein Rundschreiben, worin das Volk gemahnt wird, Ruhe wird aus Manila telegraphirt:" Die Lage ist sehr ernst. in das Erwerbsgebiet anderer Stände endlich Einhalt geboten werde. Dies zu wahren, bis die Stunde der Enscheidung schlagen werde. Die fei umsomehr gerechtfertigt, als noch vor furzer Zeit das Einkommen Bartei habe sich der Wahlen zu enthalten, weil die Regierenden Aguinaldo ist es gelungen, das Land an einem bestimmten weiter Kreise des Beamten- und Lehrerstandes wesentlich aufgebessert entgegen dem Versprechen des Königs diese Wahlen blos zur Her- Tage zum Aufstande zu bringen. Da die Eisenbahn- und worden ist. Gleichzeitig hat der Zentralverband aus Anlaß dieses beiführung von Zusammenstößen radikaler Wähler mit ihren im die Telegraphenlinien abgeschnitten sind, bin ich Falles auch sämmtliche übrigen deutschen Landesregierungen gebeten, Heere dienenden Söhnen und Brüdern benutzen wollten. in gleichem Sinne Schritte zu unternehmen. Die fächsische Regierung hat, so viel bekannt, den Rath der Stadt Leipzig unverweilt zur Berichterstattung aufgefordert. 1eber einen Eisenbahn Unfall wird aus Müit che n gemeldet: Gestern Nachmittag um 13/4 Uhr stieß bei der Station Kaufbeureu ein Personenzug mit einem Güterzuge zu sammen. Hierbei erlitten 3 Reisende leichte Verletzungen, das Fahr material wurde unerheblich beschädigt, der Verkehr blieb ungestört. Der Unfall wurde dadurch veranlaßt, daß der Güterzug in das Geleise des Personenzuges verbotswidrig einfuhr, obgleich für diesen die Einfahrt in die Station bereits freigegeben war. Oesterreich. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. mit allen Provinzen außer Verbindung. Die Einwohner der Provinz Cavite haben sich in Masse erhoben. Städte und Dörfer werden beschossen und von zahlreichen bewaffneten Banden besetzt. Eine Truppenabtheilung vertheidigt die Linie von Zapote, um das Eindringen des Feindes in die Provinz Manila zu verhindern; da der Feind aber auch über Bulacan, In Velten i. d. M. sind, wie bereits mitgetheilt, die Arbeiter Laguna und Moron vordringt, wird die Hauptstadt von der Seeder Ofenfabriken in eine Lohnbewegung eingetreten. Es ist zu be- und Landseite her eingeschlossen und angegriffen werden. Ich suche fürchten, daß etwa 1100 Arbeiter mit hinein gezogen werden. Zuzug den Geist der Bevölkerung zu heben und werde alle Mittel ist fernzuhalten. des Widerstandes erschöpfen, mißtraue aber den Eingeborenen und Auf einem bei Miechowis( Kr. Beuthen, Ob.- Schl.) gelegenen find bereits vorgekommen. den Freiwilligen, denn zahlreiche Desertionen Schachte der Der Aufstand ist mächtig und wenn ich nicht mit der Unterstützung des Landes rechnen fann, werden die zu meiner Verfügung stehenden Streifräfte nicht genügen, zwei Feinden die Stirn zu bieten." Das Telegramm ist vom 3. Juni datirt. Friedrich, ist ein wilder Streit ausgebrochen, atera Lubichon in der Gewalt des geindes. - bacolor und Imus find betheiligt sind. Die Streifenden fordern Lohnerhöhung. Deutsches Reich. Wien, 8. Juni. Die Meldungen von dem Bestehen einer Kabinetstrije werden in allen unterrichteten Streisen als grundlos bezeichnet. Es ist indessen die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß der Lohnbewegungen der Bauarbeiter. Der Ausstand der BauHandelsminister Bärnreither zurücktritt, falls der verfassungstreue arbeiter in Salt ist auf grund folgender Vereinbarung beigelegt Großgrundbesitz seinen Rücktritt fordert. Graf Thun wird, wenn worden: Der Minimallohn beträgt 43 Pf. pro Stunde; die Ausdas Abgeordnetenhaus am Dienstag wieder zusammentritt, die Inter- ständigen hatten 45 Pf. gefordert; die tägliche Arbeitszeit, die bisher pellation über die Grazer Vorgänge beantworten und will dahin völlig ungeregelt war und 12 bis 13 Stunden betrug, wird auf eingesetzt wird. wirken, daß die Sprachendebatte beendet und der Sprachenausschuß Arbeitszeit gefordert. Die Erfüllung der übrigen Forderungen der Ungarn. Budapest, 8. Juni. Das Magnatenhaus nahm den Gesetzentwurf über die landwirthschaftlichen Kreditgenossenschaften an. Schweiz. Bern, 9. Juni. Der Ständerath beschloß einstimmig, den Bau des Schmalspur- Bahnneges in Graubünden mit 8 Millionen Franks des Schmalspur- Bahnnetzes in Graubünden mit 8 Millionen Franks zu fubventioniren. feien entschlossen gewesen, jeden entdeckten Spigel ausworden. " " Infolge der deprimirenden Nachrichten aus Manila und Havana lam es in der Kammer zu stürmischen Szenen. Trotzdem erklärten sämmtliche Oppositionelle, die Regierung fo lange unterstützen zu wollen, als dieselbe keinen schimpflichen Frieden abschließe. Die Ausständigen hatten 10/2 stündige leber die bevorstehende amerikanische Invasion auf Kuba wird der „ Daily Chronicle" vom 8. Juni gemeldet: Die amerikanische Armee Arbeiter: Errichtung von Baubuden und Aborten auf den Bau- unter dem Kommando des Generals Shafter ging heute von Tampa stellen u. s. w., wurde zugesagt. Die Arbeit ist wieder aufgenommen ab. Die Armee ist 27 000 Mann start, worunter 21 600 Mann Die Zahl der ftreitenden Maurer in Neuhaldens Infanterie( 16 Regimenter reguläre Truppen, 11 Freiwilligen- Regileben beträgt 103 mit 151 Kindern. 30 Mann sind abgereist. menter umfassend), ferner 5 Schwadronen Kavallerie, 4 Batterien Teichte Artillerie, zwei Batterien schwere Artillerie und 1 Bataillon Bestellte Arbeit? Vor einigen Tagen durchlief die bürger- Genietruppen. Die Armee muß am Freitag oder Sonnabend vor liche Presse eine Notiz, worin mitgetheilt wurde, daß bei der Georgs- Santiago eintreffen, worauf die Landung sofort versucht werden soll, Marien- Hütte in Hagen vor einem Fenster des Beckmann'schen Obige Weldung wird bestätigt durch den New- Yorker Korrespondenten Gasthauses, in welchem aus Anlaß des Streits 4 Gendarmen ein- der Times", welcher hinzufügt, die in 29 Transportschiffen unterZürich, 6. Juni.( Eig. Ber.) Der Kanton Teffin scheint von quartirt sind, eine Dynamitpatrone explodirt sei, wodurch gebrachten Truppen bestanden durchweg aus regulären Truppen. italienischen Polizeispigeln überschwemmt zu ſein und die Fenster des Quartiers zerstört wurden; weitere Beschädigungen Vier Kriegsschiffe begleiten die Expeditionsflotte, welche in drei auch in anderen Theilen der Schweiz, so in Genf und Zürich scheint hat das Haus nicht erlitten, doch waren Spuren der Explosion auch Geschwader eingetheilt ist. Die Armee hat Lebensmittel für drei das Gelichter sein lichtscheues Unwesen zu treiben. Es werden in an den benachbarten Häusern und an der Kirche zu bemerken. Monate mitgenommen. Die Artillerie besteht aus 16 großen Beteſſiniſchen Blättern und nach ihnen in deutschschweizerischen Zei- Man hat nun 2„ Verdächtige", darunter auch den„ chriftlichen Verlagerungsgeschüßen, etwa 80 Schnellfeuertanonen und Feldgeschützen. tungen Schilderungen dieser Spigelumtriebe veröffentlicht, die leb- trauensmann" Dörenkämper, verhaftet. Bezeichnend für die Arbeit". Die Flotte hat sich nach Key West begeben, von wo sie von einem haft an das Treiben der Ehrenberg, Schmidt, Haupt, Schröder 2c. so bemerkt hierzu der hannoversche Volkswille", ist, daß fast immer starken Kriegsgeschwader nach einem bestimmten Punkt geleitet erinnern. Aber nicht blos italienische, sondern auch schweige- nur im Bedmann'schen Hause derartige Thaten verübt werden, es ist werden wird. rische Bürger werden nach der Lausanner Revue" im Tessin in demselben in dieser firzen Zeit eingebrochen und gestohlen; es Santiago de Kuba soll auf der Landseite von den Infurgenten von den italienischen Spizeln auf Schritt und Tritt beobachtet. Man ist nach dem wieder gestohlen und wieder gestohlen, dann wurden eingeschlossen sein. wisse nicht, ob sich diese Kontrolle nicht gar auf unsere eigenen Be einem im Hause Wohnenden die Fenster eingeschlagen, und jetzt wieder Dem New- York Herald" wird aus Washington gemeldet, die hörden ausdehne und über dieselben Polizeirapporte nach dies Attentat". Das ist etwas auffällig. Regierung entsende in aller Eile weitere Marine- Infanterietruppen, Nom und Berlin wandern. Die Tessiner Behörden Die Steinarbeiter der Firma Nößler und Schrader in Halber- um Admiral Sampson's Streitkräfte zu verstärken; das Transportstadt haben die Arbeit niedergelegt. Die Arbeitslöhne wurden, weil schiff" Panther" habe den Befehl erhalten, mit 650 Mann der zuweisen, aber die italienischen Behörden hätten geltend feine Organisation besteht, bis zum tiefsten Niveau herab gedrückt, Marine- Infanterie unverzüglich nach Santiago abzugehen; dieses gemacht, daß ein Fremder, der feiner Regierung bis endlich die Langmuth der Arbeiter erschöpft war. In Auer Schiff habe auch eine große Menge Granaten und andere Munitionen Informationen Liefere, nicht ausgewiefen werden bach i. Bgt!. haben die Steinarbeiter von G. Günther gleichfalls an Bord. General Coppinger werde die Expedition nach Portorico dürfe! Gegen die Auslieferung der italienischen Arbeiter durch die Arbeit niedergelegt, weil die Firma wiederholt versuchte, die mit Teiten. General Lee werde hierbei an zweiter Stelle befehligen. Die die Schweizer Behörden hatte die italienische Regierung natürlich den Arbeitern getroffenen Vereinbarungen zu umgehen, und zu zahlen, nach Portorico bestimmte Invasionsarmee werde nichts einzuwenden.„ Würde der Bundesanwalt, meint der„ St. Galler wie ihr beliebte. Zuzug nach genannten Pläßen ist fernzuhalten. 20 000 Mann bestehen und sehr stark an Kavallerie sein. Stadt Anzeiger", für die leberwachung der Polizeispigel nur halb Der Streit der Steinarbeiter von Fechenheim a. M. ist zu Auf der Eisenbahnlinie zwischen Canas und Alquizar ließen Aufso viel Schneid aufwenden, wie anläßlich der Italiener- Auslieferung, gunsten der Ausständigen erledigt. ständische beim Baffiren eines Zuges eine Dynamitbombe explodiren. den italienischen Spionen wäre der schiveizerische Boden längst zu heiß geworden." Aus Zwickau wird uns vom 8. Juni geschrieben: Auf dem Ein gepanzerter Waggon wurde zertrümmert, sechs Soldaten und Aus Bern wird gemeldet, daß der Bundesrath nun doch daran Tiefbauschacht( Erzgebirg. Verein) sind heute früh die Förderleute, ein Passagier wurden getödtet, acht Soldaten und zwei Passagiere denke, das Tabakmonopol einzuführen, um genügende Mittel annähernd 100 Mann, mil der Verwaltung in Differenzen gerathen, verwundet. Ein Telegramm aus Kap Haitien meldet, daselbst gehe das für die Kranken- und Unfallversicherung aufzubringen. da die Leute in denjenigen Streden, wo im Monat Mai am meisten 5 11hr 30 Minuten In seiner Initiative hatte der schweizerische Arbeiterbund beides mit verdient worden ist, im Lohne reduzirt werden sollten. Die Förder- Gerücht, daß am Dienstag früh um Caimanera( einige Meilen östlich von Santiago einander verbunden, ist aber damals von allen bürgerlichen Parteien leute haben einen Schichtlohn von 1,60-2,20 m., dazu kam noch bei Kuba) eine große Schlacht geschlagen worden bekämpft worden. Nicht die kantonale Volts abstimmung ein Gedingefaß von 57-85 Pf., und das ist den Herren schon zu de fand, wie irrthümlich berichtet worden, gestern statt sie ist auf viel. Die Differenzen find noch nicht ausgeglichen. Das Wert hat sei. Fünf amerikanische Striegsschiffe hätten ein schiveres Bombarden 3. Juli angesetzt sondern in der Stadt Zürich wurde in den Jahren 1896 und 1897 zusammen gegen 700 000 M. Rein- dement gegen die dortigen Befestigungswerte begonnen. fei ein förmlicher Hagel von Geschossen gewesen, der viele über zwei Vorlagen abgestimmt, wovon die eine die Ausdehnung gewinn gemacht. der Befestigungen zerstört habe. Die der unentgeltlichen ärztlichen Behandlung und die Gebäude innerhalb andere den Bau eines neuen Rathhauses für 1/2 Millionen spanische Artillerie habe lebhaft geantwortet und eine Zeit lang Franken betrifft. Beide Vorlagen wurden angenommen. stand gehalten. Das Feuer der Amerikaner habe aber nicht nach gelassen und die meisten Schüsse derselben seien wirkungsvoll Frankreich. gewefen. Die Spanier seien schließlich gezwungen worden, ihre Stellungen am Ufer aufzugeben, und sich in die Stadt selbst zurüdzuziehen. Später seien sie auch von dort mit den Einwohnern geflohen. Der Kommandeur des Distrikts habe befohlen, Caimanera niederzubrennen, bevor es übergeben werden müsse. Die Spanier sollen einen legten Versuch machen, die Amerikaner von der Landung abzuhalten. Nach den letzten Nachrichten hätte die Landung Mittwoch versucht werden sollen. -Zum Drechslerftreik in München wird berichtet, daß bereits 10 Meister, die zusammen 25 Arbeiter beschäftigen, die Gehilfenforderungen bewilligt haben. Mit den übrigen Meistern haben Berhandlungen stattgefunden, aber noch zu keinem Abschluß geführt. Der Schreinerstreik in München hat, wie uns niitgetheilt wird, wieder ernstere Dimensionen angenommen. Zuzug ist streng Paris, 8. Juni. In der Regierung nahestehenden Blättern wird bestätigt, Meline werde gelegentlich einer Interpellation über die allgemeine Politik der Regierung erklären, er wolle, den Ergeb- fernzuhalten. nissen der Wahl Rechnung tragend, das Kabinet auf breiterer Basis neu bilden. Alle Minister hätten zu diesem Zwecke Meline bereits ihre Portefeuilles zur Verfügung gestellt. Herr Meline hat die wegen der Graeffe in Algier verurtheilten Antisemiten begnadigen lassen, um sich die Unterstützung der fleinen Gruppe Drumont zu erkaufen. fanmmer wurde Deschanel mit 287 Stimmen definitiv zum Paris, 9. Juni. In der heutigen Sitzung der DeputirtenPräsidenten gewählt. Brisson erhielt 277 Stimmen. Ausland. etiva aus Es Bezüglich der Vernichtung des spanischen Torpedobootes Furor wird gemeldet, daß es nach einem einzigen, wohlgezielten Schuß vom Schlachtschiff" Oregon" mit 60 Mann an Bord fant. Aus Madrid wird noch gemeldet: Eine eigenartige Behandlung wurde acht deutschen Arbeitern zu theil, die in Trelleborg in Schweden in einer Gummifabrit Arbeit gefunden hatten. Unter den deutschen Arbeitern dieser Fabrit war ein fleiner unbedeutender Zwist entstanden, der sich außerhalb der Fabrit abspielte, schließlich aber mit sofortiger EntDas Verlangen der Arbeiter, jämmtliche Arbeiter, als sie ihr Recht auf der Polizei zu erlangen loffung von acht Arbeitern endete. ihnen Lohn und Papiere quszuliefern, wurde zurückgewiesen und Der Ridtritt des ministeriums Sagasta ist un fuchten, verhaftet. Trozdem die Arbeiter erklärten, daß sie die mittelbar bevorstehend. Die Stimmung gegen die RegieAbsicht haben, wieder nach Deutschland zurückzukehren, verhinderte rung ist in allen Bevölkerungsschichten eine äußerst erregte. London, 9. Juni. Morley hielt eine Rede in Leeds und der herbeigerufene deutsche Konsul feineswegs, daß die Arbeiter per Man befürchtet ernste Ereignisse. Gerüchtweise verlautet, die führte aus, alle Parteien seien dafür eingenommen, daß die Bande Schub bis Lübeck gebracht wurden, um dort erst ihr Geld und Regierung habe sich mit der Bitte um Friedensvermittelung Freundschaft den zwischen Vereinigten Papiere zurückzuerhalten. In Malmö hatte man die Arbeiter fünf telegraphisch an die Großmächte gewandt. Staaten und Großbritannien gefestigt werden, aber Tage im Gefängniß eingesperrt und auch hier verstand sich der derselben sollen bereits ihre Bereitwilligkeit hierzu ausgesprochen er frage, ob die Allianz den Interessen des Friedens dienen oder deutsche Konsul nicht dazu, die Bedrängten, die eine äußerst un haben. eine Kriegsdrohung in sich schließen solle. In bezug auf die Vor- genügende und schlechte Beföstigung erhielten, in Schuß zu nehmen der England. schläge betreffend ein Bindniß mit Deutschland erklärte gegen das ganz unqualifizirbare Benehmen der schwedischen Be- Tekte Nachrichten Morley seinen Zuhörern, die Politik Deutschlands sei eine do ut des hörden. ( ich gebe, damit du giebst) Politik, und fragte, was Großbritannien zu bieten habe, um Deutschland zu veranlassen, sich für den englischen Handel in Gefahren zu begeben, da im Auge behalten werden müsse, daß Deutschland Englands großer handelsrivale sei und daß Deutschland es gewesen, welches den Brand in China entzündet habe. Italien. Soziales. Die deutsche Brauerei- und Mälzerei- Berufsgenossenschaft hielt gestern in Dresden ihre Jahresversammlung ab. Eine Wolff'sche Depesche berichtet über die Verhandlungen: Drei Tehte Nachrichten und Depeschen. Lyck, 9. Juni.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Angeblich wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen beschlagnahmte das Amtsgericht ein zur Reichstagswahl bestimmtes sozialdemokratisches Flugblatt. Die Berufsgenossenschaft umfaßt 6300 Betriebe mit 91 000 Arbeit- Hongkong, 9. Juni.( W. T. B.) In Tschautschau( Provinz nehmern. Im Jahre 1897 wurden über 1/2 Millionen Unfall- Awangtung) ist ein Aufstand ausgebrochen. Die Aufrührer haben sich Rom, 8. Juni. Die offiziöse Opinione bestätigt, daß die entschädigungen bezahlt. Der Reservefonds beträgt über 6 Millionen der Stadt bemächtigt, den obersten Beamten und seine Frau getödtet Deputirtenkammer am 15. oder 16. d. Mts. wieder zu Mart. Die Uebernahme des Heilverfahrens während der Karenzzeit, und das Amtsgebäude niedergebrannt. Der Vizekönig in Canton hat fammentreten wird. Das Blatt hält es für wahrscheinlich, daß das zumeist in den Berliner Unfallstationen ausgeführt wurde, hat 1000 Mann Truppen nach Tichautschau gesandt. die Maßregelir, welche die Regierung vorlegen wird, folgende sich wiederum trefflich bewährt. Es wurden von neuem für diesen Wie das Echo de Chine" Shanghai, 9. Juni.( W. T. B.) sein werden: 1. die Santtionirung der außerordent- 3wed 140 000 m.( für das Jahr 1899) bewilligt. Einem Antrage berichtet, wurden gestern die Thore der Stadt Ringpo( Provinz lichen Maßregeln, welche infolge der legten der Berliner Sektion, wonach die Aufnahme sämmtlicher gewerb Tschetiang) geschloffen. Es herrsche dort ein Aufruhr, der anläßlich Ruhestörungen ergriffen wurden; 2. die Ausfüllung der licher Brauereien in die Berufsgenossenschaft angebahnt werden son, einer neuen Abgabe auf Spezereien zum Ausbruch gekommen sei, in einigen Gesezen, namentlich in denjenigen über die Vereine, wurde allgemein zugestimmt und zur Berathung der Bedingungen seinen Ursprung indeß in der Reistheuerung und den geringen Vors räthen an Reis habe. über die Presse und über die administrativen Wahlen eine Kommission eingesetzt. " Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 133. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Für den Wahlfonds gingen ein: Bleisteg 8,-. Einige Organisirte von Arndt u. Co. 4,-. S. M. 1,-. Insel Rügen 2, Goldschmidt, Zigarrenmacher 1,-. M. S. 5, Verband der Zimmerer, Zahlstelle 6, Berlin, 2, Ludwig Meyer 1, x. 9. 3. III 3,-. Gesangverein Freiheitsflänge I" 10,-. Pflanzerverein SO. 30,-. Rosalia Minaric, Schönhauser Allee 41, 1,-. Façaden- Puter vom Bau Kaiser- Allee 8,50. Ueberschuß einer Kranzspende, ges. v. d. Stammgästen b. Dobrowski, Jagowstr. 24, durch Schutz, 11,65. Rauchklub" Waldesgrün" 10, M. S. 1 1, P. S. 50,-. Rothe Turner vom Wedding 7,75. In Summa 156,90 m. Bereits quittirt 3533,81 M. Gesammtsumme 3690,71 M. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. = 17. Sigung vom Donnerstag, den 9. Juni, nachmittags 5 Uhr. " Freitag, 10. Juni 1898. Die Verbreiterung des Engpasses der Spandauer- Die Unterstellung des unabhängigen Deutschen Postboten" Straße am Moltenmarkt betrifft eine Magistratsvorlage, welche unter die Verbandsleitung wurde erfreulicherweise abgelehnt, den Abschluß eines dahingehenden Vertrages mit der Firma Mar um dem Blatt in seinem Handeln keine Fesseln anzulegen; Gumpel empfiehlt. Es soll danach der Unternehmer die Ver- ein unbedingtes Muß" für die Gewährung der Unterbreiterung der Spandauer- Straße auf deren Westseite und der Eier- stützungen ist zwar nicht statuirt, jedoch dürfen dieselben nicht ab gasse( auf 19 bezw. 18 meter) spätestens binnen 6 Monaten geschlagen werden, so lange der Stand der Kasse die Unterstützung nach Genehmigung der neu festzusetzenden Fluchtlinien für Spandauer- zuläßt. Feste Normen und Regeln für die einmaligen Unterstützungen Straße, Moltenmarkt, Eiergasse und Nikolaikirchhof unter their sind noch nicht gegeben; jedoch ist Aussicht vorhanden, daß weiser Einziehung der Nikolai- Kirchgasse und der nächste Verbandstag hierin Wandel schaffen wird. Im erstein Veräußerung des zur Bebauung frei werdenden Straßen- Jahre kommen so wie so feine Unterstützungen zur Auszahlung. landes durchführen und binnen fernerer Jahresfrist den Die Bestimmung, daß die Wittiven, um in die von ihrer Baublock zwischen Spandauerstraße, Eiergasse, Nicolaikirchhof und Männern erworbenen Rechte treten zu können, einen achtbaren Probststraße in angemessener Weise neu bebauen. Dagegen erhält Lebenswandel" führen müssen, ist gestrichen, während der Titel er das freiwerdende Straßenland der Nicolaikirchgasse und am des Verbandes in Verband der deutschen Post- und TelegraphenNicolaifirchhof übereignet, und dazu einen baaren Zuschus Unterbeamten" geändert wurde. In den§ 1 ist die Bestimmung bon 1150 000 Mart, dessen zweite Hälfte nicht vor dem aufgenommen, daß der Verband sich die Wahrnehmung alles dessen 15. Mai 1899 fällig sein soll. angelegen sein läßt, was zum besten der Mitglieder beiträgt. Stadtv. Rosenow will die Vorlage einem Ausschusse von Alert wurde mit 44 von 45 abgegebenen Stimmen zum Vors 10 Mitgliedern überweisen, den der Vorstand ernennen soll. Der ſizenden gewählt. Er hat das Amt augenommen, nach seiner Gewinn, den der Unternehmer mache, scheint ihm unverhältniß- Gegnerschaft gegen alle beschlossenen Verbesserungen hätte man Eine große Anzahl von Urlaubsmeldungen wird vom Vorsteher mäßig hoch. eigentlich das Gegentheil erwarten können. Dr. Langerhans zur Kenntniß gebracht. Stadtv. Vogtherr: Wir können uns für die Vorlage nicht Die Vorlage wegen Verbreiterung der Roßstraße erwärmen. Wir haben auch 1896 die Verbreiterung der Spandauerund Neuen Noßstraße bezw. wegen Festsetzung neuer Flucht- Straße gewünscht und den betreffenden Antrag unterstützt; damals Tinien für dieselben ist vom Ausschuß mit 6 gegen 3 Stimmen nach handelte es sich aber um die Durchführung im Wege des Enteignungsdem Magistratsvorschlage angenommen worden, wonach dieser Straßen- verfahrens. Davon ist jetzt nicht die Rede. Auf der Grundlage des ist jetzt den Verurtheilten zugestellt worden. Wir würden eine Une. zug von der Gertraudten- bis zur Jakobstraße auf 19 Meter ver- Entwurfs die Sache mitzumachen, lehnen wir rundweg ab. Es ist gebühr begehen, wenn wir ein so flassisches Meisterstück deutschen, breitert werden soll. Die Minderheit hielt die Verbreiterung auf doch abnorm, daß man als Kommune hier wieder einem Konsortium Rechtsempfindens im Dunkel haften ließen und geben es daher, 17 Meter für ausreichend. von Großkapitalisten dieses Objekt überantworten will. Die Herren soweit sein Wortlaut interesfiren kann, hiermit der OeffentlichOhne Debatte wird die Vorlage nach dem Referat des Stadtv. wollen lediglich ein profitables Geschäft machen, wofür feit preis. Esmann genehmigt. die Bürger der Stadt Berlin aufkommen sollen. Der Nachdem das Urtheil des langen und breiten die Reichsgerichtss Die fünf Verträge, welche behufs Anlegung neuer Magistrat giebt ja selbst zu, daß der Kostenaufwand bloß Entscheidungen und juristischen Definitionen solcher forensischer Größen: Straßenbahnen mit vier verschiedenen Gesellschaften vom 906 000 m. betragen werde, der lleberschuß von 244 000 m. also diesen herangezogen hat, welche sich mit dem groben Unfugsparagraphen Magistrat im Entwurf vereinbart sind, haben die Genehmigung des Herren als Entschädigung für ihre großen Mühen zufallen soll. Auf befaßten, heißt es: Ausschusses gefunden. Einzig die Modifikation soll playgreifen, daß diesem Wege kommen wir einfach dahin, daß alle großen Objekte, die vor Berechnung des Gewinnantheils der Stadt vom Brutto- die noch außerdem vorhanden sind, solchen Unternehmern überlassen überschuß abzusetzende Tantième für den Vorstand der betreffenden und Millionen dafür geopfert werden, während die Stadt nicht mehr Gesellschaft nicht mehr als 6 pet. des Ueberschusses betragen soll. aufzuwenden hätte, wenn sie die Sache selbst durchführte. Gegen Die Versammlung stimmt ebenfalls den Vertragsentwürfen zu. Ausschußberathung haben wir nichts. Die Stadtvv. Kreitling und Genossen haben unterm 24. Mai beantragt: Stadtrath Voigt berichtigt, daß gerade in dem Ausschuß zur Berathung des betreffenden Antrags Jacobi von 1896 die Anregung zur Durchführung der Verbreiterung durch Private gegeben worden ist. Stadtv. H. Sachs verzichtet darauf, sich mit dem prinzipiell entgegengesetzten Standpuntt Vogtherr's zu verständigen, verweist auf die günstigen Ergebnisse der Verbreiterung der Rosenstraße für die Stadt und auf die Schwierigkeiten, welche der Anwendung des Enteignungsverfahrens entgegenstehen. Ihm scheint der Vortheil der Stadt mit dem Profit der Unternehmer sich auszugleichen, Stadtv. Kyllmann spricht in gleichem Simne. Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit ihr von neuem über die Einführung einer besonderen Gewerbesteuer in gemischter Deputation zu berathen. Stadtv. Kreitling verweist auf die Vorgänge bei der Berathung der Kommunalsteuer Reform von 1894, wo schon vom Stadtv. Hugo Sachs ein ähnlicher Antrag gestellt worden ist. Jener Anregung sei damals keine Folge gegeben worden; ebenso wenig einer zweiten im Jahre 1897. Der jezige Antrag habe nicht etiva eine Umsatzsteuer im Auge, sondern blos eine gerechtere er empfiehlt daher die sofortige Annahme der Vorlage. Vertheilung auf die verschiedenen Klassen der Gewerbesteuerpflichtigen. Nach den Vorgängen in der letzten Session des Landtages, wo auch darauf hingewiesen wurde, daß Berlin noch immer nicht von der betreffenden Fakultät des Gewerbesteuer- Gesetzes Gebrauch gemacht habe, sei es wohl angezeigt, daß man sich innerhalb der städtischen Bertretung wieder mit dem Gegenstande beschäftige. Stadtv. Friedländer wünscht einen Zusatz dahin, daß zu den Berhandlungen Vertreter der verschiedenen in betracht kommenden Handels- und Gewerbezweige zugezogen werden, damit für Berlin eine Mustergewerbesteuer- Ordnung zu stande käme, die allen Anforderungen entspreche. Die von der Regierung empfohlene Musterordnung sei für Berlin ganz unbrauchbar. Stadtv. Mommsen tritt für die bisherige Stellungnahme der städtischen Behörden dieser Angelegenheit gegenüber ein; die Reform der Gewerbesteuer habe sich eben als unausführbar er wiesen. Stadtv. Hugo Sachs hält auch heute noch den Weg für gangbar, die erste und zweite Klasse der Pflichtigen nach besonderen Merkmalen zu besteuern und bei der dritten und vierten Klasse den staatlichen Satz anzuwenden, den man nach Maßgabe der in den obersten beiden Klassen gewonnenen Mehrerträge dann herabsezen tönnte. Den Antrag Friedländer erachtet er für sehr wohl zulässig. Kämmerer Ma a ß theilt mit, daß der Magistrat für dieselbe Angelegenheit bereits vor 14 Tagen eine Kommission zur Prüfung des vorliegenden Materials niedergesetzt hat. Es möchte wünschens Stadtv. ogtherr tritt den Ausführungen des Stadtv. Sachs entgegen. Ein früheres Projekt zum Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes sei von der Versammlung in der Hauptsache deshalb abgewiesen worden, weil der Vermittler eine Provision von 50 000 m. erhalten sollte. Hier wolle man einigen wenigen Großkapitalisten eine Viertelmillion in den Schooß werfen! Das Urtheil im Köpenicker Illuminationsprozeß Betrachtet man nun von dieser Grundlage aus den vorliegenden Fall, so ergiebt sich folgendes: Unbedenklich haben sämmtliche Angeflagte vorsätzlich gehandelt. Sie haben das selbst ausdrücklich anerkannt. Daß sie auch von vornherein die Absicht hatten, durch die Illumination die öffentliche Ordnung auf den Straßen zu stören, läßt sich dagegen nicht ohne weiteres annehmen, und jedenfalls nicht beweisen. Dagegen haben die Angeklagten mit bezug auf den Erfolg ihrer Handlungsweise zum mindesten fahrlässig gehandelt. Sie mußten bei der nöthigen Ueberlegung zu der Ueberzeugung kommen, daß die Ilumination viele Menschen ungebührlich belästigen könnte, da sie wußten, daß nicht alle Einwohner von Adlershof der sozialdemokratischen oder anarchistischen Partei angehören, und da sie sich denken konnten, daß alle anders Denkenden an einer derartigen Feier des 18. März großen Anstoß nehmen: würden. In Wirklichkeit ist auch von den Beugen Hansen, Luft, Reimers und anderen bekundet worden, daß viele Einwohner von Adlershof großes Aergerniß an der Illumination genommen haben, und Köhler hat auch bekundet, daß es leicht zu Gegendemonstrationen und zu einer großen Störung der öffentlichen Ordnung auf den Straßen hätte kommen können. Sodann hat die Illumination zwar nicht an einem öffentlichen Orte, sondern in den Privatwohnungen der Angeklagten stattgefunden. Sie haben aber die Lichter an die Fenster gestellt in der selbstverständlichen Der Antrag auf Ausschußberathung wird abgelehnt, die Vor- Absicht, daß sie auf der Straße sichtbar sein sollten. Die Wirksamkeit age angenommen. der Handlungsweise erstreckte sich mithin in die Oeffentlichkeit, sollte Die Vorlage wegen Abänderung der Fluchtlinien der Straße sich auch dorthin erstrecken, und berührte offenbar die öffent16 X 1 und wegen Festsetzung von Fluchtlinien für die die geplante liche Ordnung, insofern sie geeignet war, die Ordnungi Kapernaumfirche an der Seestraße umgebenden neuen Straßen auf den Straßen und Plägen von Adlershof zu stören. beantragt Stadtv. Dinse in einem Ausschusse vorberathen zu lassen. Diejenigen Einwohner von Adlershof, die an der Illumination Er erinnert an die seltsamen Vorgänge bei der eiligen Grundstein- Aergerniß genommen haben, als das Publikum anzusprechen, ist legung dieser in völlig öder Umgebung liegenden Filialkirche der unbedenklich, sofern die Handlungsweise der Angeklagten eine unNazarethgemeinde und an die schwierige Finanzlage der neuen Ge- gebührliche, und deshalb das Aergerniß ein nach Lage der meinde, welche schließlich die Stadt auf grund der Konsistorial- Sache begründetes war, die unbestimmte Zahl der ärgernißOrdnung von 1578 in Anspruch nehmen würde. nehmenden Einwohner von Adlershof also die Repräsentanten Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. der Allgemeinheit infofern sind, als in ihnen das allgemeine Schluß 73/4 hr. Gefühl zum Ausdruck kam, gleichgiltig, ob und wie viele andere Personen das Gefühl des Aergers nicht hatten. Dabei ist es ganz unerheblich, ob etwa, was nach dem von einem Zeugen auf Befragen der Angeklagten angegebenen Stimmenverhältniß der Barteien bei den Wahlen in Adlershof allerdings anzunehmen ist, die Mehrzahl der Einwohner von Adlershof der sozialdemo Der erste Verbandstag werth ſein, daß die gemischte Deputation erst zu arbeiten beginne, der deutschen Post- und Telegraphen- Unterbeamten- Vereine tratischen oder anarchistischen Partei angehört und deshalb an Stadtv. Vogtherr: Wir begrüßen den Beschluß des Magistrats bezüglich der Schuldeputation mit Freuden, finden es aber befremdlich, daß nicht auch den übrigen Anträgen entsprochen worden ist. Die Ablehnung ist gänzlich unzureichend motivirt. Der Einwand, daß in den beiden Deputationen nüglich nur gewirkt werden könne, wenn die Mitglieder schon eine längere Erfahrung in denselben gesammelt haben, ist doch völlig unhaltbar. Daß der Magistrat sich einfach auf das Gutachten der Deputation selbst und nicht auf den Wunsch der Versammlung stüßt, müssen wir entschieden mißbilligen. Die Vermehrung der Mitglieder kann nicht hemmend, sondern nur fördernd auf die Erledigung der Geschäfte wirken. wenn diese Kommission mit ihren Arbeiten fertig ist. Nach einer kurzen Schlußbemerkung des Stadtv. Kreitling ist am Sonnabend, den 4. d. Mts., in Dräsel's Festsälen abgehalten Es bleibt nun noch die wichtigste Frage zu erörtern, ob die wird der Antrag Kreitling mit dem Antrag Friedländer an worden. Handlungsweise der Angeklagten eine ungebührliche ist. Die: Bekanntlich wurde der Verband am 30. Januar d. J. in Berlin äußere Erscheinung der That der Angeklagten ist dies ganz gewiß nicht. genommen. Mit dem Beschluß der Versammlung vom 20. Januar cr., die gegründet. Nach§ 1 des Statuts foll er dem Zwecke dienen, den Eine Illumination ist an sich nicht geeignet, ergerniß zu erregen, Schuldeputation um zwei Mitglieder, je einen Stadtverord- durch Unglück in Noth gerathenen Mitgliedern durch einmalige sie wird im Gegentheil zumeist das Auge erfreuen. neten und Bürgerdeputirten, zu verstärken, hat sich der Ma- und ihren dereinstigen Wittwen und Waisen durch laufende Es bleibt daher noch zu prüfen, ob die Illumination ihrem 8 we d gistrat einverstanden erklärt. Auch hat das Provinzial- Schulkollegium Unterstützungen die wirthschaftliche Lage zu verbessern". Die und Inhalt nach ungebührlich war. Dazu wieder wird es er Die Zuwahl eines elften Stadtverordneten genehmigt. Die bean- Höhe der einmaligen Unterſtügungen an in Roth gerathene Mit- forderlich sein, zu untersuchen, welches der gewöhnliche Zweck und tragte Verstärkung der Straßenreinigungs- und der glieder soll sich nach der Bedürftigkeit derselben richten. Die Inhalt einer Illumination ist. Bei dieser Frage denkt jedermann Gasdeputation um je zwei Mitglieder hat dagegen der Bewilligung von Unterstützungen und die Festsetzung der Höhe unwillkürlich an die allgemeinen Illuminationen, die an FeftMagistrat abgelehnt. Zum Eintritt in die Schuldeputation derselben geschieht vom Verbandsvorstand und liegt völlig in seinem tagen im Königshause, an Gedenktagen von siegreichen hatten sich die Stadtvv. Perls, Dr. Preuß und Singer gemeldet; subjektiven Ermessen. Die Bedürftigkeit wird festgestellt durch Schlachten u. s. w. üblich sind. Sie haben den Zweck, allgemein Stadtvv. Perls und Preuß ziehen heute ihre Meldung zurück. die Ortsvereins- Vorstände. Geselligkeits, Gesang, und öffentlich den Gefühlen der Freude, Chrfurcht, Dankbarkeit AusStadtv. Friedemann beantragt, die Vorlage zur Kenntniß Theater 2c. Vereine haben alle das gleiche Recht zum Eintritt druck zu geben. Regelmäßig haben Illuminationen auch ein zu nehmen, aber die Beschlüsse vom 20. Januar im vollen Umfange in den Verband. patriotisches Gepräge. Illuminationen sind also rechteigent aufrecht zu erhalten. Stadtv. Deter beantragt dasselbe hinsichtlich Es stand von vornherein fest, daß eine so gestaltete Organisation, lich ein Ausdruck der Volksfreude und des Patriotismus. der Gasdeputation. bureaukratisch und unter gänzlicher Verkennung des sozialen Zuges, Daneben wird wohl auch zuweilen illuminirt, wenn lokale innerhalb der Kreise der Unterbeamten den größten Widerspruch Interessen dies veranlassen. Wenn irgend eine Ortschaft oder ein hervorrufen würde. Und so ist es denn auch gekommen. Das Unter anderer staatlicher Verband Anlaß zur Freude hat und dieser Freude beamten- Organ, der„ Deutsche Postbote", war in den letzten Monaten Ausdruck geben will, so wird wohl auch hier illuminirt. Allein auch der Schauplatz eines erbitterten Kampfes, der besonders von dem in solchen Fällen handelt es sich stets um etwas in dem beprovisorischen Vorsitzenden in recht unschöner Weise geführt wurde. schränkten Kreise allgemein Interesfirendes, um etwas, bon Die Opposition forderte vor allen Dingen als Hauptzweck des dem wenigstens angenommen werden kann, daß die AnVerbandes: Vertretung der Interessen der Unter- gemeinheit ein Interesse daran hat. Die Illumination beamten und Wegfall des Unterstützungswesens. Das legtere am 18. März in Adlershof hatte mun sicher kein bea und überhaupt das noch weiterhin geplante Versicherungswesen führe sonderes lokales Interesse. Ein solches ist auch nicht bea zu derselben Korruption, die die diskretionäre Verwendung hauptet worden. Sie war veranlaßt worden durch die Thatsache, von Fonds überhaupt im Gefolge habe. Kopiren wir", daß seit den Märztagen des Jahres 1848 ein halbes Jahrhundert Stadtv. Deter schließt sich diesen Ausführungen ganz an. so hieß es im Deutschen Postboten", das staatliche Unter- verstrichen war. Die Märztage des Jahres 1848 find mun allerdings Stadtv. Na st vertheidigt den Magistrat und die Gasdeputation. stützungswesen mit all feinen Fehlern und Schwächen, ein geschichtliches Ereigniß. Sie lassen sich zwar nicht vers Auch Stadtv. Jacobi stellt sich auf den Standpunkt des dann begeben wir uns des Rechts, über die ungerechten Zustände gleichen mit der Schlacht bei Sedan im deutsch- französischen Magistrats. im staatlichen Unterstüßungswesen ein Wort des Mißfallens zu äußern, Sriege. Diese von den Angeklagten bezw. der Vertheidigung ges Stadtv. Deter: Er habe schon vor Jahren erklärt, daß die geschweige denn ein Wort der Kritik zu äußern." Hervorgehoben zogene Parallele zeigt mur, wie weit ihnen das natürliche Ge Berliner Gasverwaltung infurabel ist( Seiterkeit), und dabei müsse wurde die mangelhafte Befähigung des Vorsitzenden C. Allert, der fühl abhanden gekommen ist, da sie übersehen, daß ein er bleiben. Stadtbauräthe und Regierungsbaumeister seien doch durch dies Unterstützungswesen die„ teichstasse mächtig entlasten"() und Bruderkampf, eine Revolution immer etwas unendlich Traus wahrlich keine Sachverständigen für die Gasdeputation. dadurch endlich„ die Erhöhung des Gehalts" herbeiführen will, und des riges an sich hat. Allein man fann zugeben, daß nicht jede Feier Der Beschluß des Magistrats wird zur Kenntniß genommen, weiteren seine Haltung der Behörde gegenüber kritisirt. So z. B. hat zum Andenken an das Jahr 1848 eine ungebührliche Handlung die Anträge Friedemann und Deter abgelehnt. Allert die Verfügung v. Podbielski's, in der derselbe aussprach, ist. Ein geschichtliches Ereigniß tann von vielen StandDer Anregung, die Wahl in die Schuldeputation sofort vor- daß er im Prinzip keine Bedenken gegen die Vereinigung habe, als punkten aus betrachtet werden. Je nach Individualität wird Neigung zunehmen gemeldet ist nur noch Stadtv. Singer- widersprechen eine hoch erfreuliche Maßregel" befungen, der die Unter- und diese Betrachtung verschieden sein, Stadtvv. Kyllmann und Schwalbe. Die Wahl kann daher beamten sich würdig zeigen" sollten. Dazu kam, daß Allert und diese verschiedenen Betrachtungen und etwaige Feiern zu gunsten erst später stattfinden. nicht den Muth hatte, die Interessenvertretung als oberstes gewisser Ideen können ganz gewiß nicht lediglich um deswillen als Das zu Berieselungszweden erworbene Familien Biel hinzustellen. ungebührlich angesehen werden, weil andere, die anders denken, sich Fideikommiß- Gut Buch ist am 1. 5. M. von der Stadt übernommen Die Antwort Alert's auf alle diese Forderungen war dasselbe dadurch verletzt fühlen können. Hier ist auf die Ausführungen des worden. Seine Bewirthschaftung soll einstweilen ohne besonderen Geschimpfe, was die fapitalistische Preffe bei jeder, auch der gering- Reichsgerichts in seiner schon oben zitirten Entscheidung Bd. 19 Etat erfolgen und die Deckung der die Einnahmen übersteigenden fügigsten Forderung der Arbeiterklasse erhebt: Die verbandstreuen S. 294 ff. bezug zu nehmen. Allein diese Ausführungen können und Ausgaben aus den Zuschüssen der Stadthauptkasse für die Kanalisations- bezw. zur Allert'schen Verbandsschöpfung schwörenden Mit- dürfen nicht dahin führen, daß mun alles erlaubt ist. Es giebt verwaltung bewirkt werden. glieder waren die Rechtsstehenden, die„ Gutgesinnten"; die gewisse vom Gesez, von Sitte, Anstand und Verkehr gezogene Dem Vorstande des Oberlin Vereins wird auf Antrag Opposition fördere mit ihren Bestrebungen den Umsturz, sie Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Ob diese Grenzen schon des Magistrats zu den Kosten des Erweiterungsbaues feines sei mit der Reichsgesetzgebung und den einschlägigen Disziplinar- dann überschritten wären, wenn die Angeklagten, wie sie behaupten, lediga Krüppelhauses in Nowawes eine Beihilfe von 3000 Mart gefeßen" nicht vertraut; ihre Bestrebungen richteten sich gegen lich zur Ehrung des Andenkens der im März 1848 Gefallenen und aus gewährt. den Diensteid, die Autorität der Behörde u. f. w. Alle Freude über die seitdem im politischen Leben erworbenen Freiheiten Die Vorlage betr. den Verkauf des an der Eamphausen patriotischen Kollegen, die auf gefeglichem Wege die illuminirt hätten, mag dahingestellt bleiben. Thatsächlich sind die straße 6-10 belegenen städtischen Grundstüds geht an Oeffentlig leit nicht scheuen, bittet der Vorstand, sich dem Angeklagten viel weiter gegangen. Sie haben aus der Illumination einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. Berband anzuschließen" u. a. m. eine sozialdemokratische bezw. anarchistische Partei Demons " " " " " Berlin I. 1871: Hagen Nachwahl: Volksblatt" zu dieser„ Versammlung" sowie zu einem ebenfalls 1867 I: Lasker( natl.) nicht genehmigten Aufzuge" eingeladen haben, während die übrigen 1867 II: Dr. Löwe( F.) Parteigenossen sich durch den Verkauf von Marken, Festzeichen, sowie Nachwahl: Hagen( F.) beim Bierausschant gegen das Gesetz versündigt haben sollen. Bei Perlinsky, der die Gläser, und bei Kraz, der das Selterswasser zu dem Feste geliefert hat, handelt es sich darum, ob fie diese Dinge im Auftrage eines Dritten geliefert oder auf dem Festplate selber verkauft haben, in welchem Falle sie zur Gewerbesteuer herangezogen werden sollen. Bei der Vernehmung verweigerten die meisten der Geladenen die Aussage. Lokales. 1874: Hagen 1877: Hirsch( F.) Nachwahl: Nachwahl: 1878: Hänel(.) Berlin II. Dr. Waldeck( F.) Waldeck Frhr. v. Hoverbeck( F.) Frhr. v. Hoverbed Klotz( F.) Klozz 1 Klotz Kloz Nachw.: Ludw. Löwe( F.) Hoffmann(.) 1880 Ersagwahl: 1881: Ludwig Löwe Nachwahl: 1884: Löwe Nachwahl: Klotz( F.) 1887: log(.) 1890: Träger Nachwahl: Dr. Meher ( natl.) Berlin III. Moritz Wiggers( F.) Moriz Wiggers Moriz Wiggers Windhorst( F.) Frhr. v. Hoverbed Herz( F.) Herz v. Saucen( F.) v. Sauden v. Saucen( F.) Mundel( F.) Mundel Birchow( F.) Virchow Dr. Virchow Dr. Virchow Dr. Virchow Mundel Mundel Berlin V. Franz Dunder Franz Duncker Franz Duncker Franz Dunder Franz Duncker Zimmermann( F.) Zimmermann Träger( F.) Eugen Richter(.) Dr. Günther( F.) Richter( F) Vogtherr( S.) Berlin V1. Dr. Schulze( F.) Dr. Schulze Dr. Schulze Dr. Schulze Dr. Banks( F.) Hasenclever( S.) Hasenclever Klotz( F.) ftration gemacht, und sie haben verherrlicht den Gedanken, daß Gehrig und dem Restaurateur Winkler wegen Uebertretung| fammlungen auf. Wer sich mit diesen Mustern preußisch- deutscher die Märzkämpfer gefallen sind im blutigen Straßenkampf und im des Vereinsgesetzes zu verantworten, weil Kunert am 18. März Staatsbildung in einen fleinen Disput einläßt, kann herr Aufruhr gegen die Obrigkeit. Dies ergiebt sich dieses Jahres in der Railsburg zu Giebichenstein in einer liche Dinge hören von Zerschmetterung der Umstürzler und daraus, daß die Illumination, lediglich eine sozialistische be- nicht angemeldeten Versammlung, als Redner aufgetreten ähnlicher gedankenloser Phrasen. Von politischer Bildung keine Spur, ziehungsweise anarchistische war. Sie war angeregt und be- sein, Gehrig als Leiter gewirkt und Winkler fein Lotal viel weniger noch von allgemein wirthschaftlicher. Und wenn man schlossen durch eine sozialdemokratische Versammlung. Sie wurde dazu hergegeben haben sollte. Kunert war an dem Abend des sie fragt, alle ohne Ausnahme, die sich Kandidaten wie den Oberbefürwortet im sozialdemokratischen Vorwärts" und in diesem Tages, als die Märzfeier stattfand, in dem betreffenden Lokale nach bürgermeister Bernard aufstellen lassen, der, wie er selbst gesteht, wurden später diejenigen, die Strafverfügungen erhalten hatten, zur dem Schlusse des Märzfeier- Referats erschienen und hatte, da er von in den letzten acht Jahren politisch geruht hat und erst jetzt wieder Unterschrift der beim Vertrauensmann ausliegenden Vollmacht für den Versammelten mit Beifall begrüßt worden war, in eine gegnerische Zeitung liest, woher sie ihr politisches Wissen haben, den Rechtsanwalt aufgefordert. Und der Vertrauensmann der sozial- 4-5 Minuten einige Worte des Dankes an die Anwesenden gerichtet so kann man sicher sein, daß eine unparteiische" Beitung genannt demokratischen Partei hat dann im Anschluß an die in der Volts- und dabei auf die bevorstehende Reichstagswahl hingewiesen. Das wird. Alle sind sie eine wunderschöne lebendige Wiedergabe deren versammlung gehaltenen Reden ein Flugblatt geschrieben und Gericht verurtheilte ihn, die böse Absicht annehmend, dem Antrage Ignoranz. auf Parteiuntosten veröffentlicht, in dem er sich lediglich an des Ober- Polizei- Inspektors Weydemann gemäß, zu 15 M. Geld- Diese wie gleichwerthige Gegner zu bekämpfen, wäre Unsinn. die Arbeiter und Parteigenossen" wendet, diese zur Illu- strafe und sprach die anderen beiden Angeklagten frei. Auch ihnen eine andere Meinung beibringen zu wollen ist undenkbar. mination auffordert und ihnen vorhält:„ Ueberall, wo man Eine Massen vernehmung wegen der Maifeier Man kann sie kaum verachten, nicht bedauern und sie nur lächelnd die Freiheit des Volkes liebt, empfindet man eine dankbare nahm das Amtsgericht in alle a. S. vor. Geladen waren die ihrem Schicksal überlassen. Erinnerung für jene Helden, welche vor 50 Jahren mit der Waffe Parteigenossen Schade, Groß, Mary, Streicher und Eine Uebersicht über den Ausfall der Reichstags- Wahlen. in der Hand im blutigen Straßenkampfe das Königthum besiegten Redakteur Weißmann, ferner der Kaufmann Berlinsky in den sechs Berliner Wahlkreisen seit Bestehen des und die natürlichen Rechte des Volkes, wenn auch nur auf furze und der Selterswasser- Fabrikant Krayz. Schade soll die Leitung Reichstags enthält nachstehende Tabellen. Unter 1867 I find die Zeit, zur Durchführung brachten." Nun wurde freilich der Inhalt einer nicht genehmigten Versammlung" als solche wird wahlen zum konstituirenden norddeutschen Reichstag angeführt. des Flugblattes von einer Anzahl der in der Hauptverhandlung an- die Maifeier bezeichnet in Händen gehabt und Weißmann im wesenden Angeklagten ausdrücklich abgelehnt. Allein was man davon zu halten hat, zeigt schon die Thatsache, daß der Vertheidiger in seiner Rede, als er auf das Flugblatt zu sprechen tam, ausführte, was sei denn in dem Blatte eigentlich schlimmes gefagt? Es sei doch alles wahr und richtig, und besonders sei es wahr, daß im März 1848 das Königthum besiegt worden sei. Die AbYeugung des Flugblattes wird ferner illustrirt durch die allgemein bekannte Thatsache, daß die Sozialdemokraten im heutigen Staat doch herzlich wenig zu loben haben. Nach ihrer Ansicht ist alles schlecht und faul und muß von Grund auf geändert werden. Sollten sie da wirklich illuminirt haben, um zu feiern die Errungen- Der Parteigenoffe E. Kiekisch in Torgau an der Elbe schaften, deren wir jetzt theilhaftig sind? Das erscheint hatte gelegentlich eines Ausflugs mit seiner Familie unseren Freunden völlig ausgeschlossen. Für die Sozialdemokraten tönnen in Dommitsch, die einen Verein gründen wollten, Auskunft dardie Märztage des Jahres 1848 nur insofern Bedeutung über ertheilt, wie sie das anzufangen hätten. Die harmlose Zuhaben, als damals ein Aufruhr stattfand und auf kurze Zeit an- sammenfunft, wobei dies geschah, war von dem Stadtpolizisten und dem archistische Zustände herrschten. So hat sie betrachtet Gendarmen als eine nicht angemeldete Versammlung" betrachtet und der Angeklagte Tempel, der Vertrauensmann der sozialdemo- aufgelöst worden. Kickisch erhielt dann einen auf 50 M. lautenden kratischen Partei in Adlershof, also ein Mann in hervorragender Strafbefehl und der Wirth des betreffenden Lokals einen solchen über Parteistellung. So ist auch nach den für die Angeklagten gewiß ein- 15 M. Vor dem Schöffengericht in Dommitsch gelang es beiden, wandfreien Angaben des Tempel gesprochen worden in der Ver- ihre glänzende Freisprechung durchzusehen. Die Anklagebehörde legte fanimlung vor dem 18. März. Diese Empfindungen und Gefühle, hiergegen Berufung ein, das Landgericht in Torgau erkannte aber 1898: Dr. Langerhans( F.) Fischer( S.) die Tempel im Eingang seines Flugblattes niedergeschrieben hat, ebenfalls auf Freisprechung und sprach, auf Kiekisch's Antrag, dem find also die wahren. Sie aber gehen darauf hinaus, Wirth noch eine Entschädigung zu. daß die natürlichen Rechte des Volkes im Jahre 1848 nur auf furze Zeit zum Durchbruch gekommen sind. Ist das der Fall, so ist jetzt im Staate von den Volksrechten nicht mehr die Rede, ist also jetzt Bestehendes nicht zu verherrlichen. Dagegen find zu verherrlichen jene Helden, die mit der Waffe in der Hand im Parteigenössische Wahlversammlungen. Im dritten Wahlblutigen Straßenkampf das Königthum besiegten." Hier sind die freise finden am heutigen Freitag, abends 81/2 Uhr, drei VerfammDie Versammlungen tagen in 1848er Kämpfer aufgefaßt und verherrlicht lediglich als die Ne- lungen zur Reichstagswahl statt. volutionäre, die den Straßenkampf kämpften und angeblich folgenden Lokalen: Spielberg, Köpniderstr. 62, Brochnow, Sebastian Es referiren das Königthum besiegten. In der Person ihrer Afteure aber straße 39 und in Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. ist die Revolution verherrlicht. Die Verherrlichung Reichstagskandidat Wolfgang Heine, Robert Schmidt und Dr. Friededer Revolution ist nun stets und ständig etwas berg. Unrechtes, etwas unfügliches. Sie ist geeignet, jeden ruhigen Staatsbürger und fönigstreuen Mann schwer zu lungen. tränken. Nichts kann den öffentlichen Frieden, d. h. die Zuversicht der Gesellschaft, in ihren berechtigten Interessen genügend geschützt zu sein, schwerer erschüttern. Und darum ist die am 18. März 1898 von den Angeklagten veranstaltete Illumination eine unfügliche Handlung. Unerheblich ist es, daß bei In der Angelegenheit des unglücklichen Koschemann ist Der Handlungsweise der Angeklagte politische Motive im Spiele waren. So gewiß nicht jede aus politischen Motiven nicht allein von uns, sondern auch von anderer Seite ausgesprochen worden, daß die Verurtheilung eines Unschuldigen mit einer an Gehervorgegangene Handlung um deswillen unfüglich ist, weil wißheit grenzenden Wahrscheinlichkeit vorliegt. Wie bekannt, kam fie geeignet ist, andere zu verlegen, ebenso gewiß ist die Politik kein Freibrief für unfügliche Handlungen. Wer den Mord verherrlicht, Bei den Konservativen. Alle, die nur Arbeiterversammlungen die Angelegenheit neuerdings weiter in Fluß und es ist mehr denn handelt auch dann inrecht, wenn er es aus politischen Motiven thut, besucht haben und die zum ersten Mal zu den staatserhaltenden" ie anzunehmen, daß durch die am 16. April v. J. erfolgte Verund wer den blutigen Straßenkampf, oder, was das teine Schuhmannsuniform zu finden ist. Auf dem Podium, im entsetzliche Strafe von zehn Jahren und einen Monat Zuchthaus Parteien kommen, wird es auffallen, daß in deren Versammlungen urtheilung des Mechanikers Paul Koschemann felbe ist, die Revolution verherrlicht, handelt ebenso Gaal, nirgends blinkt der blante Helm. Schon auf diese Weise wird das Rechtsbewußtsein des deutschen Volkes ebenso beunruhigt wird, unrecht, mögen nun gewinnsüchtige, Eitelkeits- oder politische es uns flat gemacht, daß es zweierlei Staatsbürger giebt: 1. solche, wie durch den Essener Meineidsprozeß und den bekannten Fall Motive im Spiele sein. Das Reichsgericht ist noch Ziethen. darüber die immerfort unter Polizei- Aufsicht stehen und an denen man am hinausgegangen und hat in seiner Entscheidung Wie wir gestern mittheilten, hat der Uhrmacher Hübscher der Mechas Bd. 23 S. 207 ausgeführt, es lasse sich nicht bezweifeln, daß eine liebsten das bekannte Sprüchwort:„ Ein Schußmann rechts, ein Schutzbei dem angeblich sozialdemokratische Kundgebung, daß insbesondere das demonstrative ungeheuerliche Schädigungen des Allgemeinwohls verlangen und die, mann links, das Weltkind in der Mitte!" erfüllen möchte; 2. solche, die in Königs Wusterhausen, nifer Koschemann unter dem Namen Kurth die WeckerTragen einer rothen Fahne als eines sozialdemokratischen Abzeichens ebenso wie sie das privilegium der Ausbeutung ihrer Mitmenschenuhr gekauft haben soll, die sich in der dem Polizei- Oberst Krause an sich schon eine Störung der öffentlichen Ordnung herbeizuführen und den Thatbestand des§ 360 Biffer 11 St.-G.-B. durch immer weiter ausgestalten wollen, auch das Privilegium freier Be- gesandten Höllenmaschine befunden hat, der Staatsanwaltschaft anBerübung groben Unfugs zu erfüllen geeignet ist, und daß schon in wegung befizen. Oder hält die Behörde das Geschwafel der„ Staats- gezeigt, daß der wirkliche Käufer der Uhr sich jetzt gefunden hat. erhaltenden" vielleicht für zu unwichtig und zu dumm? Für Er wohnt in Gräbendorf und heißt Kurth. Mit dieser Entdeckung, der Betheiligung an einer Gruppe oder einem Zuge, wobei ein fozialdemokratisches Abzeichen, zum Beispiel eine rothe Fahne, Berlin hätte sie ja recht; hier haben wenigstens die Konservativen so schreibt die Berl. 8tg.", fällt die ganze Anklage, die von vornnichts mehr zu bedeuten. herein auf den schwächsten Füßen stand, vollends zusammen. Weiter als fozialdemokratisches Simmbild getragen wird, diese lleber nichts mehr zu bedeuten. tretung gefunden werden fann, Wer ein rechter Hypochonder ist, der muß in eine Versammlung führt das genannte Blatt aus: Um so befremdlicher ist es, daß die wenn die Betheiligung als eine sozialdemokratische Demonstration in bewußter Weise unter der Konservativen und ihrer Verbündeten gehen. Dort muß er Staatsanwaltschaft Herrn Hübscher auf seine Anzeige feinen Bescheid als eine sozialdemokratische Demonstration in bewußter Weise unter- lachen, ob er will oder nicht. Soweit Berlin in Frage kommt, hat zukommen lassen, sondern diese einfach ad acta gelegt hat. Nach alledem find im vorliegenden Falle alle Thatbestands. fann man sich über diese Politiker" wirklich nicht ärgern. Denn Es ist hier ebenso verfahren worden, wie in dem Falle Ziethen mit einer unglaublichen Offenheit, die theils Dreistigkeit, theils- mit der Anzeige des Zeugen Androck über seine Erfahrungen mit merkmale des groben Unfugs erwiesen. Es ist deshalb thatsächlich Naivität ist, gestehen sie ihre Ansichten und Absichten ein oder ver- dem Mörder Wilhelm. Was nicht von dem Verurtheilten ſelbſt ausfestgestellt worden: Daß fämmtliche Angeklagte zu Adlershof am 18. März 1898 fuchen amtlich festgestellte Wahrheiten abzuleugnen. Wenn sie da- geht, eristirt für die Behörde nicht. Was geht es denn auch Herrn durch eine zur Verherrlichung der Revolution veranstaltete Illu- durch wider willen einen prächtigen Agitationsstoff bieten, so bieten hübscher oder Herrn Androck an, ob einer schuldig oder unschuldig sie aber auch jedem llar und bewußt denkenden Menschen so viel im Zuchthause fikt? Daß Koschemann unschuldig verurtheilt ist, minution den öffentlichen Frieden gestört und dadurch groben Stoff zur Heiterkeit, daß er das Eintrittsgeld zum Budapester war schon vor der Entdeckung des Herrn Hübscher flar. Wird er mit Unfug verübt haben.- Uebertretung gegen§ 360 Biff. 11 St.-G.-B. Die Angeklagten waren also zu bestrafen. Bei der Straf- Possen- Theater oder ähnlichen Stätten fröhlicher Scherze ganz gut feinen Anträgen auf Wiederaufnahme des Verfahrens mehr Glück ausmessung wurde erwogen, daß der öffentliche Friede in erheb- servativen, die sich auf der Bühne produziren, wirken schon die Untersparen kann. Abgesehen von den Hauptspazmachern der Kon- haben als der unglückliche Ziethen?" licher Weise gestört worden ist, und daß deshalb kein Anlaß borlag, haltungen der getreuen Nachbarn auf die Lachmuskeln anregend die in den polizeilichen Strafverfügungen festgesezte Strafe von je 15 Mart, im Unvermögensfalle je 3 Tagen Haft, herabzusehen. Es ist deshalb wie geschehen erkannt worden. Kostenlast trifft die Angeklagten nach§ 497 St.-P.-O. Wir hüten uns, die von uns gewünschte Wirkung dieses Urtheils durch irgend einen Busaz abzuschwächen und geben nur die Namen der Männer, welche dieses zeitgeschichtliche Dokument zu stande gebracht haben, weiterer Oeffentlichkeit bekannt. Es wirkten in der Fällung des Urtheils mit: nommen wird. 1. Amtsrichter Dr. Bornhagen als Vorsitzender, 2. Kaufmann Kehrmann und 3. Bauerngutsbesiger Rieke busch als Schöffen. Ueber die Persönlichkeit dieser Herren ist uns nichts Näheres bekannt; fie dürfte auch faum interessiren. Nur von Herrn Kehrmann wissen wir, daß er kürzlich sein Kaufmannsgeschäft aufgegeben und darauf vom Amtsvorsteher von Oppen die Konzession zu einem Wein restaurant erhalten hat. Partei- Nachrichten. Parteigenoffen, agitirt für zahlreichen Besuch dieser VersammErgänzung zum Wahltableau. Das Wahllokal für den 307. Wahlbezirt, Stadtbezirt 159( IV. Streis) befindet sich nicht Ballisadenstr. 70 sondern Nr. 77 bei Kapisch. = Arbeiter Bildungsschule. Natur= Der Unterricht in Erkenntniß( Vortragender Herr Dr. Borchardt) fällt heute aus, und ist als Erfaßtag für diesen Ausfall der 21. Juni in Aussicht genommen. Der Vorstand. genug. Berlin IV. 1867 I: Runge( F.) 1867 II: Runge 1871: Runge 1874: Dr. Eberth( F.) Nachwahl: 1877: Fritsche( S.) Nachwahl: 1878: Fritsche( S.) Nachwahl: 1881: Träger( F.) Nachwahl: 1884: Singer( S.) Nachwahl: 1887: Singer Ersatzw.: 1890: Singer 1893 Singer Dr. Baumbach( F) Dr. Baumbach Dr. Baumbach Schmidt( S.) Kloz 1 Hafenclever Pfannkuch( S.) Hasenclever Liebknecht( S.) Liebknecht Liebknecht er erhielt die Jukasso- Bureaus. Ein hiesiges Blatt meldet: Besondere A merksamkeit wendet die Polizei in lezter Zeit dem Treiben der sogenannten Inkasso- Bureaus zu, welche sich mit dem Einziehen un hinter uns. Er schimpft auf die Bäckerei- Verordnung und meint, die Geldgeber, befassen. Das rüdsichtslose Gebahren dieser Institute, ſoSist da ein schwerwiegender Bäckermeister mit einem Kollegen ficherer Forderungen, hauptsächlich für auswärtige Lieferanten und Gesellen arbeiten schon gar nicht mehr, aber die Meister müßten sich wie der oft recht zweifelhafte Charakter der von ihnen eingetriebenen halb todt rackern. Wenn das Arbeiten vor dem glühenden Backofen Schulden, ließen die Inkasso- Bureaus in einem eigenthümlichen Lichte und das Teichneten Fett ansetzt, dann muß der Bäckermeister aller- erscheinen und führten zu lebhaften Klagen über deren Machinationen. dings riesig schuften, denn er hat soviel Speck auf seinen Knochen, Nachdem der Inhaber eines solchen Bureaus vor einiger Zeit daß er ein ganzes Jahr in Karlsbad Brunnen trinken als„ läftiger Ausländer" ausgewiesen war, erging jegt an einzelne könnte und doch noch ganz hübsch gerundet wiederkommen würde. seiner Kollegen eine polizeiliche Verwarnung. Verschiedene haben es Ueberhaupt scheint er ein rechter Sonderling zu sein. Bringt schon vorgezogen, um alle weiteren Konflikte zu vermeiden, dem ihnen erbei ihm die Arbeit eine ganz andere Wirkung hervor, als bei nor- theilten Rathe entsprechend, ihr Geschäft aufzugeben. haben. Denn jetzt erzählt er seinem Freunde, daß er gestern nach lebhafte Agitation unter den Arbeitgebern. Für die Bes malen Menschen, so muß bei ihm auch der Tag mehr als 24 Stunden Zu den Gewerbegerichtswahlen entfalten die Gegner eint dem allwöchentlichen Regelabend noch diverse Stunden Stat gespielt theiligung aller Arbeitgeber an den diesjährigen Gewerbegerichts habe. Diesmal wäre es die ganze Nacht durchgegangen, dann hätte wahlen ist der Zentralausschuß der Arbeitgeber- Beisitzer des Geer sich ins Bett gelegt na, und nachmittags hätte er sich, werbegerichts besonders rege thätig. Um die Eintragung in die wie jeden Tag, bei Budiker Schröder zum Nachmittags- Stat Wahllisten möglichst bequem zu machen, versendet er in Tausenden eingefunden. Morgen müßten fie wieder zehn Stunden Kegel schieben, um sich beim Bundeskegeln den ersten Preis zu holen. bon Exemplaren gedruckte Antragsformulare mit gedruckter AnRechnet man noch die Arbeitszeit hinzu, die er zu haben behauptet, weisung zur Ausfüllung. Die Gegner haben bekanntlich Furcht, daß Neue Erfolge bei den Gemeinderathswahlen im Kreise so tommt ein vierzigstündiger Tag heraus. Und dann streiten sich zu den sozialdemokratischen Siegen in der Arbeitgeberliste zum Herbst noch weitere Erfolge für unsere Partei hinzukommen werden. Auch Offenbach. In Dreieichenhain wurden sämmtliche sechs die beiden, ob sie dunkel- oder hellgrau gekleidet kommen müssen von unserer Seite dürfte man nicht müssig sein, um alles vors Kandidaten unserer Partei, in Hainst adt und aus en je zwei nicht zur Wahl, sondern zum Bundestegeln. Die Männer rackern sich zubereiten, damit ein Wahlresultat erzielt werde, welches das An( mehr waren nicht aufgestellt), in se I ein Krogenburg einer von wirklich zu Tode!... vier sozialistischen Kandidaten gewählt. Um einen andern Tisch sist eine ganze Runde fleiner Geschäfts- fehen des Gewerbegerichts noch weit mehr als bisher in der Wes Bei der Maifeier in München betrugen die Einnahmen leute und Handwerksmeister. Ihnen scheint es nicht zum Allerbesten bölkerung festigt. Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die 6829,58 M., die Ausgaben 1858,08 M. Der stattliche Ueberschuß im zu gehen; in ihren Gesichtern sind Sorgenrunzeln eingeäßt. Doch drückt sich auch Phlegma und Ignoranz aus. Sie schimpfen Leiche der 17 jährigen Arbeiterin Emilie Ulbrich aus der ArndtBetrage von 4971,50 m. wurde dem Wahlfonds überwiesen. In Dänemark wurde die Feier des Verfassungsüber die Ramschbazare. Kurzweg verlangt einer von ihnen deren straße 24, die nach einem Unfall im Krankenhaus Am Urban getages aufs großartigste begangen. In Kopenhagen hatte die polizeiliche Schließung. Sie möchten gar zu gern das Publikum storben ist. Das Mädchen war in der Großwaschanstalt„ Hollandia" Sozialdemokratie einen großen Demonstrationszug arrangirt, der zwingen, ihnen ihre alten, übertheuren Ladenhüter abzukaufen. Was von Behn in der Kopischstr. 1 beschäftigt. Dort verbrannte es sich, gut 1/2 Stunden zum Borbeimarsch brauchte. Auf dem„ Felde" wissen sie vom Bedürfniß der Konsumenten, so bequem und billig indem es beim Einschieben von Wäsche in eine Trockenmaschine an dem großen Ererzierplatz) waren mehrere Redner- Tribünen errichtet. als möglich einzukaufen? Aber wenn man ihre Kleidung unter einen Bolzen gerieth, die rechte Hand so schwer, daß man es in ein suchen würde, fände man bei dem Schloffer Stiefel von Raphaëli, Krankenhaus bringen mußte. Hier trat nach einigen Tagen eine Abends fand ein prachtvolles Sommerfest statt. Von dem Festkomitee des liberalen Wählervereins bei dem Schuhmachermeister einen Hut von Lubasch und bei dem Herz- und Nierenkrankheit hinzu, an der die Verunglüdte als zehnwurde eine Glückwunsch- Deputation aufs Feld zum Feste der Sozial- Hutmacher Hemden von Wertheim. Wie lächerlich ist es, sich fort- jähriges Kind schon einmal gelitten hatte. Es soll nun durch gesezt durch seine Thaten zu widerlegen! gerichtsärztliche Oeffnung der Leiche festgestellt werden, ob dieses demokraten gesandt! Einige fleine Beamte sind eifrig damit beschäftigt, ihren Nachbarn Leiden, das zum Tode führte, mit dem Unfall in ursächlichem Zudas Märchen von der Unsittlichkeit der Sozialisten aufzubinden. Es ſammenhange steht. Aus Halle a. S. wird uns heute geschrieben: Der gehen aber sonderbare Gerüchte um über den häufigen Wechsel ihrer Verschwunden ist seit Sonnabend früh der 16jährige Tischlers Reichstags- Kandidat Genosse Friz Kunert hatte sich Dienstboten. Glückliches, deutsches Familienleben! Auch lehrling Paul Mischnick, der bei seinen Eltern, Muskanerstr. 31, in heutiger Schöffengerichtssitzung in Gemeinschaft mit dem Genossen Reservelieutenantsscheitel blinken hier und da in konservativen Ver- wohnte und beim Tischlermeister Eberts, Manteuffelstr. 22, in Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die schwarzen Bocken, die unter den Togoleuten im PassagePanoptikum ausgebrochen waren, sind so gut wie erloschen. Der Unterhäuptling Menja, bei dem die Krankheit zuerst und am schwersten auftrat, war im Institut für Infektionskrankheiten, in dem er immer noch abgesondert ist, bald außer jeder Gefahr und wird binnen kurzer Zeit entlassen werden können. Für den Amtsbezirk Alt Glienicke, wozu u. a. Adlershof, Grünau, Johannisthal gehören, ist eine Polizeiverordnung erlassen, welche die Beschäftigung schulpflichtiger Kinder zum Kegelauffezzen verbietet Prozeß Fritsch. Stellung war. Mischnid hatte einen 8wist mit seinem Meister und Ueber das merkwürdige Verhalten eines Armenarztes 18eugin, die auch andeutet, daß ihr der Angeflagte nahegelegt habe, die ist darauf entlassen worden; die Eltern vermuthen, daß der junge berichtet man uns aus Friedrichsberg: Ein Einwohner unseres anzuwerbenden Kunden bezüglich der Bezugsbedingungen zu täuschen, Mann sich diesen Vorfall zu Herzen genommen hat und vielleicht Vorortes hatte das Unglück, daß seine Frau wegen Gelent- schildert den Angeklagten als sehr roh und brutal und befundet, daß auswärts umherirrt. Paul Mischnid ist ziemlich schlank gewachsen rheumatismus in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Es er gedroht habe, sie mit dem Stocke zu schlagen. Rechtsanivalt und fällt auf durch seine intensiv braune Gesichtsfarbe, sowie durch blieb ein acht Wochen altes Kind zurück, welches an einem Leisten Löwy stellt fest, daß der Angeklagte dieser Zeugin gegenüber erst eine Narbe über dem linken Auge, welche die Augenbrauen durch bruch litt und daher febenfalls ärztlicher Pflege dringend bedurfte. von dem Augenblick an schroff aufgetreten fei, als er die schneidet. Er war mit braunem Jacketanzug bekleidet. Wer etwas Der Einwohner ging zum Kaiser und Kaiserin Friedrich- Strankenhaus, Wahrnehmung zu machen glaubte, daß sie einem Offizier gegenvon dem Verschwundenen weiß, wird gebeten, entweder den Vater, und dieses erklärte sich auch bereit, das Kind zu verpflegen, wenn über sich etwas vergessen habe. Die Beugin habe an den Arbeiter Albert Mischnick oder die nächste Polizeibehörde zu benach- von dem zuständigen Armenarzt ein Attest beigebracht werde. Als beiden ersten Tagen ihrer ersten Reise 62 m. verdient. Auf Berichtigen. der Vater sich bei dem Arzt die Bescheinigung ausbat, erklärte dieser, fragen des Staatsanwalts giebt der Angeklagte zu, daß bei seiner Die Leiche der ermordeten Fran Singer ist gestern Nach- daß durchaus keine Veranlassung vorliege, das Kind in eine Heil- Verhaftung 39 unechte Ringe bei ihm vorgefunden seien, er bestreitet mittag 6 1hr von der Leichenhalle des neuen Jakobi- Kirchhofes in anstalt zu schaffen; der Leistenbruch würde von ihm behandelt aber, daß diese ein wirksames Lockmittel für die jungen Mädchen der Hermannstraße aus bestattet worden. In der Mordaffäre an werden. Der Vater wandte ein, daß er außer dem Hause arbeite darstellen sollten und behauptet, daß er sie zu Weihnachtsgeschenken fich ist nichts Neues zu melden. Der Mörder blieb auch gestern noch und sein Kind verkomme, da er es tags über hilflos und ohne Pflege für die von der Reise heimkehrenden Angestellten verwenden wollte. unentdeckt. in der Wohnung zurücklassen müsse. Dies rührte den Armenarzt Nach einer Mittagspause wurde die Beweisaufnahme fortgesetzt. Beim Anlegen eines Baugerüftes ist gestern, Donnerstag, aber nicht weiter; er erklärte, es sei nicht seine Sache, wie das Kind Aus der großen Anzahl von Zeugen, die vernommen wurden, sind Nachmittag um 32 Uhr der Maurer Karl Lange aus der Liegniger- gepflegt werde. Kein Bitten bewog den Mann, den Schein für das einige von größerer Bedeutung. Die Wirthin des Hauses in der straße 19 schwer verunglückt. Er stürzte aus der Höhe des dritten Krankenhaus auszustellen, und der mittellose Vater mußte das Möckernstraße, in welchem der Angeklagte früher wohnte, bekundet, Stockes herab und zog sich außer schweren inneren auch Ver- franke Kind schließlich bei frer den Leuten in Pflege geben. daß sie aus seiner Wohnung eines Abends Angstrufe gehört legungen am Kopf und am Gesichte zu. Besinnungslos wurde er und bald darauf auf dem Dache des bor seinem Fenster mit einem Lück'schen Rettungswagen in das Lazarus- Krankenhaus liegenden Waschhauses eine Frauensperson bemerkt habe, die gebracht. anscheinend nur mit einem Hemd bekleidet war und um Hilfe rief. Sie war offenbar aus dem Fenster der Wohnung des Angeklagten herausgeklettert. Es wurde zur Polizei geschickt, als aber ein Schutzmann erschien, war das Mädchen bereits weg. Dieselbe Wahrnehmung hat eine Hausbewohnerin gemacht, die oftmals weinende Vor dem Schwurgericht des Landgerichts I begann gestern die und klagende Frauenstimmen, die von Schimpfworten übertönt wurden, in der Wohnung des Angeklagten gehört hat. Ein als Verhandlung gegen den Buchhändler Wilhelm Heinrich Gustav wurden, in der Wohnung des Angeklagten gehört hat. Unglücksfälle im Straßenverkehr. In der Alexanderstraße Fritsch, welcher beschuldigt ist: a) in den Jahren 1895 bis 1897 Beuge vernommener Leipziger Buchhändler, der lange Jahre wurde der Stubenbohner Gustav Müller von einem Straßenbahn- burch 11 verschiedene selbständige Handlungen Betrügereien verübt; Geschäftsfreund des Angeklagten ist, war früher in Leipzig wagen umgestoßen und so unglücklich überfahren, daß ihm der linke b) in zwei Fällen betrügerische Handlungen versucht zu haben; c) in mit ihm sehr eng befreundet und hat sogar längere Fuß unter dem Kniegelenk völlig abgetrennt wurde. Die Schuld an zwei Fällen eine minderjährige Person durch List ihren Eltern ent- Beit mit ihm zusammen gewohnt. Er erzählt, daß der dem Unfall soll den Führer des Wagens treffen, weil er das Glocken- 3ogen zu haben, in der Absicht, diese Person zu unsittlichen Zwecken plöglichen Jähzorn verfiel und bald darauf wieder ganz ruhig und Angeklagte oftmals aus nicht erkennbaren Ursachen in zeichen nicht gegeben hat. In der Holzmarktstraße brach die Achse zu benutzen; d) ein junges Mädchen genothzüchtigt und es so miß vernünftig wurde. Auf weiteres eingehendes Befragen durch den eines mit Butterfässern beladenen Wagens, wobei der Kutscher Emil handelt zu haben, daß es infolge dessen in Geisteskrankheit verfiel; Sachverständigen Dr. Störmer bekundet der Zeuge einzelne Vorfälle Schreiner hinabstürzte und sich eine schwere Verlegung am Hinter- e) in Bielefeld ein anderes Mädchen genothzüchtigt zu haben. Topf zuzog. Der Schirrmeister Karl Herold wurde in der Schüßen- Den Vorsitz führt Landgerichts- Direktor Maste, die Anklage ver- litt vielfach an sehr schweren Träumen und wurde eines Nachts in von Sinnestäuschungen, denen der Angeklagte unterworfen war. Er straße von einem sich übermäßig schnell fortbewegenden Radfahrer tritt Staatsanwalt Dr. Herzsch, die Vertheidigung führt Rechts- sehr markanter Weise durch eine Sinnestäuschung geplagt. Er be umgestoßen und an der Kniescheibe verletzt. anwalt Dr. Emil Löwy. Es find 91 Zeugen geladen, außerdem Die Nene freie Volksbühne bringt als letzte Vorstellung in als Sachverständige Geh. Sanitätsrath Dr. Leppmann, Gerichts- hauptete nämlich eines Tages in Kiel, daß in der Nacht plößlich ein Geist dieser Saison Sonntag, den 12. Juni, nachmittags 22 Uhr, im physikus Dr. Störmer, Oberarzt Dr. Otto, Gerichtsarzt sei und nachdem er sich dort furze Zeit niedergelassen, sich wieder durch das Fenster gekommen, langsam an sein Bett geschritten Thalia- Theater Das neue System", Schauspiel in 5 Atten von Dr. Thümmler Leipzig, Sanitätsrath Dr. Oberdieck B. Björnson zur Aufführung. Die Regie hat Herr Claudius Merten. und Bücherrevisor Ohme. Da die Verhandlung mindestens durch das Fenster entfernt habe. Ein Zeuge fagte aus, daß zu Da die Verhandlung mindestens Das Stück ist in Deutschland noch nirgends aufgeführt worden. drei Tage dauern wird, läßt der Vorsitzende zwei Ersatz- barer Spektakel aus seinem Zimmer heraus tönte. Eines Abends wird, läßt der Vorsigende zwei Ersatz- der Zeit, als der Angeklagte in der Zimmerstraße wohnte, oft furchtFeuerbericht. Mittwoch Abend 91/2 Uhr entstand Dunder- geschworene auslofen. Vor Verlesung des Eröffnungsbeschlusses straße 19 ein leiner Kellerbrand, der verschiedenes Hausgeräth wird die Oeffentlichkeit ausgeschlossen, der Versigende gestattet jedoch sei ein mur mit einem Hemde bekleidetes Mädchen aus der Wohnung bernichtete. Donnerstag früh 2 Uhr war Georgenkirch str. 56 einigen Journalisten, die sich verpflichten, die erforderliche Reserve des Angeklagten geflüchtet und habe in der Wohnung des Portiers ein größerer Zimmerbrand abzulöschen. Das Feuer mußte schon obwalten zu lassen, der Verhandlung beizuwohnen. Ein von dem Annonce des Angeklagten gemeldet, behauptet, daß ihr der Angeklagte Aufnahme gefunden. Eins der jungen Mädchen, welche sich auf die stundenlang geschwelt haben, denn als es bemerft wurde, hatte es Bertheidiger bei Beginn der Sitzung aus formalen Gründen ge- festes Gehalt versprochen habe. As sie dies Versprechen schriftlich bereits den größten Theil der theuren Möbel zerstört, so daß der stellter Vertagungsantrag wird vom Gericht abgelehnt. Der verlangte, sei er sehr aufgebracht gewesen und als sie seinem Ververursachte Schaden bedeutend ist. Ein anderer Zimmerbrand rief Angeklagte giebt zu seinen Personalien an, daß er am die Wehr um 4 Uhr nach Wichmannstraße. Auch hier mußte 1. April 1865 zu Hannover geboren, evangelischer Religion, langen, dichter zu ihm heranzukonunen, nicht entsprach, habe er sie das Feuer schon stundenlang geschwelt haben, denn bei Antunft der Reservist, unverheirathet sei und sich seit dem 13. November heftig von sich gestoßen und gesagt:" Na, denn nicht! Seien Sie Wehr war bereits der Fußboden, die Schaldecke und ein Kleiderspind in Untersuchungshaft befinde. Der Angeklagte betreibt seit einer doch nicht so zimperlich!" Als sie den Verheißungen des Anmit Wäsche verkohlt. Nachmittags 5% Uhr brannten angest r. 55 Reihe von Jahren eine sogenannte Reisebuchhandlung. Er reiste geklagten bezüglich des Verdienstes nicht recht traute und äußerte, früher für Paul Kittel, hat dann aus diesem Verlage die Werte daß man so viel auf anständige Weise kaum verdienen könne, habe nommen und befaßte sich schließlich mit dem Bertriebe der illustrirten sprochen und sie vergeblich zum Mittagessen eingeladen. Unſer Frig"," Bismard"," Moltke" auf eigene Rechnung über- er geantwortet:" Ich kann nur anständige Damen gebrauchen!" Die Zeugin behauptet auch, er habe ihr eine Brillantbroche verAuf Antrag Brachtwerke Jm Fluge durch die Welt"," Die neue Welt“,„ Fürst des Vertheidigers werden mehrere Buchhändler vernommen, die mit Bismard". Er hat zu diesem Behufe dem Angeklagten in enger Geschäftsverbindung standen. Sie be weibliche Reisende funden übereinstimmend, daß das Geschäft des Angeklagten sehr umfangreich war, daß er viele tausende Exemplare der von ihm, pertriebenen Prachtwerfe umsetzte und im geschäftlichen Verkehr Gardinen und Möbelstücke. unser Wahlbureau. Das Wahlkomitee. In Brik findet am Montag in Bethge's Salon, ChauffeeStraße 39, eine Voltsversammlung statt, in welcher Genosse Richard Fischer aus Berlin über die Reichstagswahlen referirt. Es ist Pflicht jedes Genossen, hier zu erscheinen und für zahlreichen Besuch der Versammlung zu agitiren. " feit in einem = Soziale Rechtspflege. und Aus den Nachbarorten. Charlottenburg. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 12. Juni, eine Flugblattberbeitung stattfindet. Die Flugblätter werden am Sonntag früh 7/8 Uhr an folgenden Stellen ausgegeben: Bredlow, Augs- angenommen, die ganz Deutschland und die Nachbarländer nach burgerstr. 78; Röhr, Goethestr. 67a; Dörre, Strummestr. 19; seiner Anweisung bereisen mußten. In welchem Umfange Rant, Pestalozziftr. 65; eder, Bismardstr. 74; Paasche, diese Anstellung geschah. beweist die Thatsache, die Thatsache, daß er in sehr zuverlässig war. Der Vertheidiger läßt sich auch durch diese Potsdamerstr. 44; Gimpel, Osnabrückerstr. 28; Beyer, Wall- den Jahren 1895 bis 1897 57 Reiselegitimationen für weibliche Per- Beugen bestätigen, daß die Einstellung von weiblichen Reisenden straße 96. Rege Betheiligung ist unbedingt nöthig. bch verführerische Annoncen die jungen Mädchen an sich gelodt, es bei dem Geschäftsumfange des Angeklagten nicht auffällig er sonen nachgesucht und erhalten hat. Die Auflage behauptet, daß er für derartige buchhändlerische Zwecke ganz üblich sei durch Schöneberg. Am Sonntag früh 7 Uhr findet Flugblatt- ihnen glänzende Gehaltsverhältnisse in Aussicht gestellt, nach ihrer scheinen könne, daß derselbe in drei Jahren 57 Reiselegitimationen Berbreitung statt. Jeder Genosse erfülle seine Pflicht und erscheine Anstellung aber sie auf Provisionsbezug gesetzt habe. Die Anzeigen für weibliche Angestellte sich hat ausstellen lassen. Die Beweispünktlich in einem der nachfolgenden Lokale: Obst, Grunewald- lauteten gewöhnlich so:" Junge Damen von schöner Figur, aus aufnahme wendet sich sodann den einzelnen Fällen des Betruges zu, straße 110. Iein, Merseburgerstr, 7. Schilling, Kyffhäuſer- quter Familie können mit leichter Mühe 400 bis 500 m. in denen die weiblichen Reisenden durch falsche Vorspiegelungen Straße 16. Steppuhn, Hohenstauffenstr. 83. Strehmann, Erdmannstr. 6. Schünide, Bahnstr. 10. Hauser, Sedanstr. 31. monatlich durch ihre, Vorkenntnisse nicht erfordernde, Thätig des Angeklagten geschädigt sein wollen. Theilweise soll diese Grimm, Siegfriedstr. 9. Püschel, Guzkowstr. 9. hiesigen Kunstverlag berdienen. Nach Schädigung darin bestanden haben, daß der Angeklagte die Moll, den Behauptungen der Anklagebehörde soll er Sponholzftr. 34. Lehmann, Cranachstr. 55. Wer am Tage der den jungen jungen Damen in Gegenden geschickt haben soll, in denen sie keine Wahl helfen will, melde sich bei Obst; daselbst befindet sich ständig frei aufgetreten sein, schlüpfrige Nedensarten geführt, sie zum Essen Seite abgegraft worden waren. Rechtsanwalt Dr. Löwy ſtellt Mädchen gegenüber, die sich daraufhin bei ihm meldeten, sofort sehr Geschäfte machen konnten oder die kurz vorher schon von anderer eingeladen haben u. s. w. In dem Verkehr mit seinen weiblichen dem gegenüber immer wieder fest, daß der Angeklagte nur ein Reisenden soll er sich dann alle die Strafthaten haben zu schulden Interesse daran haben konnte, daß die Reisenden gute Geschäfte kommen lassen, die jetzt zur Anklage stehen. Nach einer machten, da hiervon auch sein eigenes materielles Interesse abhing. Bemerkung des Staatsanwalts Dr. Hersch haben gerade Die Verhandlung wird Freitag 9 Uhr fortgesetzt. die Annoncen des Angeklagten die Aufmerksamkeit des Staatsanwaltschaft erregt und fie veranlaßt, sich mit seinem Treiben zu beschäftigen. be= Der Angeklagte ftreitet auf die allgemeine Frage des Vorsitzenden seine Schuld und giebt nur zu, daß er mit einigen der jungen Damen in Die Spediteure können es immer noch nicht lassen, ihre einen intimen Verkehr getreten fei, wobei er jedoch keinerlei Zwang Kutscher selbst für solche Verluste haftbar zu machen, die lediglich habe ausüben müssen. Präf.: Sie sollen ein geschlechtlich sehr darauf zurückzuführen sind, daß die Arbeitgeber den Lohn eines Wagenlockeres und seltsames Leben geführt haben, so daß der Verdacht ent- begleiters sparen wollen. Der Berliner Transportverein standen ist, daß das ganze Anwerben der weiblichen Reijenden nur verweigerte dem Kutscher M. die Herausgabe seiner Kaution einen Vorwand bot, Ihre Gelüfte nach jungen Mädchen zu be von 14 M., weil ein Kolli im Werthe von 200 M. vom Rollwagen friedigen. Der Angeklagte bestreitet dies ganz entschieden und unter der Decke weggestohlen worden war, als sich der Kutscher bei verweist darauf, daß er ein umfangreiches Geschäft gehabt einem Kunden der Firma befand. Ein Begleiter zur Beaufsichtigung habe, dessen Floriren auf der Thätigkeit und dem Fleiße der weib- des Wagens war M. nicht mitgegeben worden. Vor dem Gewerbe lichen Reisenden beruhte. Er habe den jungen Mädchen über ihre gericht, wo M. seinen Kautionsanspruch geltend machte, drohte der event. Verdienste keinerlei falsche Vorspiegelungen gemacht, sondern Bertreter der Beklagten sogar damit, daß man im 3ivilstreit noch fie teinen Augenblick darüber in Zweifel gelaffen, daß sie ihren Ver- den Rest von 186 M. vom Kläger eintreiben werde, wenn die verringern könnten. Er habe den jungen Mädchen zuerst eine sich weiter zu dem Versuch, ein Verschulden des Klägers damit dienſt je nach ihrem Fleiß und ihrer Tüchtigkeit vergrößern oder Versicherungsgesellschaft den Verlust nicht trage. Der Herr verstieg Provision von 2 M. für jedes abgesetzte Exemplar gegeben zu begründen, daß M. gar das kleine Kolli immer unter Bezügen hätten die diese Summe später auf 3 M. erhöht. Bei diesen dem Arm(!) mit zu den Kunden hätte hinauf nehmen können. jungen Damen monatlich es auf Die Kaminer VII des Gerichts verurtheilte die beklagte Firma, einen Verdienst von mehreren hundert Mark bringen können. Die geforderten 14 Mart herauszugeben. Zur Begründung Der Angeklagte giebt sofort eine Reihe von Namen solcher führte Gewerberichter Dr. Meier folgendes aus: Ersatzpflichtig wäre Damen an, die mehrere hundert Mark monatlich verdient haben. der Kläger nur, wenn ihn ein Verschulden träfe. Ob dies der Fall Die Darstellung, welche die Blätter von ihm gegeben, entspreche sei, lasse sich nicht ohne weiteres sagen. Das Verlangen der Bedurchaus nicht der Wahrheit, er sei keineswegs ein Mädchenhändler, tlagten, We. solle auf das ihm anvertraute Gut acht geben, sei nicht wie übelwollende Leute von ihm behaupteten. Auf Befragen des unbillig. Andererseits hätte man dem Kläger Vorschläge machen müssen, Rechtsanwalts Dr. Löwy betont der Angeklagte, daß sein eigener wie er das Kolli schützen sollte. Das sei nicht geschehen. Der Diebstahl sei Verdienst durchaus von der Anzahl der abgesetzten Exemplare, d. H. von um so eher möglich gewesen, als der Kläger noch mehrere Sollis. dem Fleiße und der Tüchtigkeit der jungen Mädchen abhing. Zu dem habe abtragen müssen und ein Begleiter, der ihn während seiner allgemeinen Theil der Anklage werden eine ganze Reihe von Abwesenheit hätte vertreten können, nicht zur Stelle gewesen sei. Beuginnen vernommen. Die erste ist Frl. Hermann, die Schrift- Auf jeden Fall sei das konkurrirende Verschulden der Firma größer führerin des als das des Klägers, und darum müsse die Beklagte verurtheilt In Friedrichsberg tagt am nächsten Mittwoch Abend 81/2 Uhr im Schwarzen Adler eine Boltsversammlung, in welcher ReichstagsKandidat Stadthagen über die Reichstagswahl referirt. Wir weisen jetzt schon auf diese Versammlung hin und bitten gleichzeitig die Parteigenossen, an der am Sonntag erfolgenden Flugblatt berbreitung Mann für Mann theilzunehmen. Treffpunkt früh 71/2 Uhr bei E. Heineke, Friedrich Karlstr. 11 und Bernhard Lange, Wartenbergstr. 67. Wer am Wahltage mitwirken will, wolle sich bei Lange melden. Das Wahlkomitee. Ober- Schöneweide. Den Mitgliedern des Arbeiter- Bildungsvereins zur Kenntniß, daß die Mitgliedersammlung am Sonnabend, den 11. b. M., wegen der am Dienstag oder Mittwoch stattfindenden öffentlichen Wahlversammlung ausfällt. Rummelsburg. Die Parteigenossen werden ersucht, der frei finnigen Versammlung, die heute bei Vogels, Türrschmidtstraße, statt sinnigen Versammlung, die heute bei Vogels, Türrschmidtstraße, stattfindet, fern zu bleiben, da Diskussion nicht zugelassen ist. Zu der Flugblatt- Verbreitung am Sonntag wolle sich jeder Genosse frith 7 Uhr im Restaurant Beutling, Ede Kant- und Goethestraße, einfinden. Das Wahlkomitee. Baumschulenweg. Den Parteigenossinnen und Genossen zur Nachricht, daß am Sonnabend, abends 8 Uhr, in Speer's Restaurant eine Volksversammlung stattfindet, in welcher Frau Marie Greifenberg über die bevorstehenden Reichstagswahlen referiren wird. Es ist erwünscht, daß sich an dieser Versammlung die Frauen zahlreich betheiligen. Das Wahlkomitee. Wilmersdorf. Nächsten Sonntag findet in unserem Ort eine allgemeine Flugblatt Verbreitung statt. Treffpunkt morgens 7 1hr im„ Boltsgarten", Berlinerstr. 40. Es ist Pflicht der Parteigenossen, bei der Verbreitung zu helfen, damit unser Reichstags- Kandidat am 16. Juni als Sieger aus der Wahlurne hervorgeht. Die Parteigenossen, welche sich am Wahltag dem Wahlkomitee zur Verfügung stellen wollen, werden ersucht, sich im Volksgarten zu melden. Der Vertrauensmann. " und Kaufmännischen Hilfsvereins werden. Gerichts- Beitung. 3 M für weibliche Angestellte. Sie giebt dem Angeklagten ein ungünstiges Beugniß. Sie erinnert sich, daß dieser einmal im Bureau des Aus Friedrichshagen wird uns berichtet: Wer das flägliche Vereins behufs Nachfrage nach Angestellten gewesen ist und auf sie Verhalten unserer Gegner und namentlich der Konservativen be- einen so bedenklichen Eindruck gemacht hat, daß sie in ihrem Notiz- Die Eigenschaft eines Reichstags: Kandidaten ist ein ges trachtet, fann fast Mitleid mit ihnen empfinden. Neulich flehte das buch seinem Namen eine warnende Bemerkung hinzusetzte. nügender Entschuldigungsgrund für das Fernbleiben von einem gehiesige konservative Blättchen, die Friedrichshagener Nachr.", die Ueber die Anstellungsverhältnisse sind die ersten Zeugenaussagen richtlichen Termine, wie gestern die 138. Abtheilung des Amtsgerichts I staatserhaltenden Elemente an, doch ja in die Versammlung zu widersprechend. Die einen behaupteten, daß der Angeklagte fie be- in einem Nahrungsmittel Prozeß gegen den Weinhändler Schuc kommen, in der der konservative Kandidat Dr. Jrmer sprechen wolle. züglich der Gehaltsverhältnisse zuerst im Dunkel gelassen habe, die( in Firma C. A. 2. Krause) entschied. Schuck wurde zur Last gelegt, Es tamen am Dienstag ganze 102 Mann irrthümlich berichtet anderen haben sofort gewußt, daß sie nur Provisionsreisende sein als echten Jamaica Rum einen mit Wasser und Sprit ver das konservative Blättchen, daß„ leider mur 110 Mann" anwesend sollten, einzelne behaupten, daß der Angeklagte von festem Gehalt schnittenen Rum verkauft zu haben, ohne ihn als Verschnitt zu deklariren. gewesen seien. Was Herr Jrmer mun vorbrachte, war das alte gesprochen habe. In sittlicher Beziehung sind die Aussagen der ersten Zu der Verhandlung war als Sachverständiger auch der frühere Beug, das stets noch die Wirkung hatte, daß der selbständige Zu- Beuginnen nicht sehr belastend für den Angeklagten. Einzelne be- Reichstags- Abgeordnete, jezige freisinnige Reichstags- Kandidat May hörer sich davon zu überzeugen trachtete, ob denn die Sozialdemo- streiten, daß sich der Angeklagte in fittlicher Beziehung an ihnen ver- Schulz geladen; dieser hatte jedoch dem Gerichte mitgetheilt, dag fraten wirklich solche Mordsterle seien, als welche die konservative gangen oder auch nur unanständige Redensarten geführt habe, er wegen der Vorarbeiten zur demnächst bevorstehenden ReichstagsReklame sie hinzustellen suchte. Schamlose Angriffe gegen die andere bekunden, daß er ziemlich frei gewesen, fie um die Taille wahl am Erscheinen verhindert fei. In Uebereinstimmung heiligsten Gefühle des deutschen Volkes"," Treubruch gegen König gefaßt habe und dergleichen. Eine Zeugin befundet, daß man, wenn mit dem Staatsanwalt hielt der Gerichtshof diese Entund Vaterland" u. f. w., das waren so die Redensarten, mit denen man fleißig arbeitete, einen guten Verdienst erzielte und sie auf schuldigung für eine durchaus genügende und beschloß, ohne diesen Herr Dr. Jrmer seinen Zuhörern vor den Sozialdemokraten ein einen Monatsverdienst von 4-500 M. gekommen sei. Eine andere Sachverständigen in die Verhandlung einzutreten. Sie mußte Gruseln beizubringen suchte. Täuscht nicht alles, so verspricht die junge Dame behauptete mit aller Bestimmtheit, daß ihr der An- jedoch später aus einem andern Grunde vertagt werden; der Anganze konservative Agitation den Erfolg, daß der Wahlkreis Nieder- geklagte fälschlich ein festes Monatsgehalt von 200 Mart, freie geklagte bestritt nämlich seine Schuld und behauptete, wenn der von barnim diesmal bereits im ersten Wahlgange für unseren Partei- Reise und freies Hotel versprochen habe. Thatsächlich habe ihm( die Flasche à 3 M.) gelieferte Rum einen Spritzusatz gehabt, genossen Arthur Stadthagen erobert wird. sie bei ihren Provisionsverdiensten nicht leben können. Diese habe, so müsse er ihn schon in London( von wo der Angeklagte ihn " Wahlversammlungen. tommen. " dort, Böhmert's Gasthaus. " Bezieht) oder gar in Jamaika selbst erhalten haben. Es soll daher| Polizeistunde die Versammlung aufgelöst wurde. Zum Schluß können sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Freitag. zunächst festgestellt werden, ob von jener englischen Sendung noch wir nicht umhin, noch eines kleinen Intermezzos zu erwähnen. Den Uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. unberührte Rumproben vorhanden sind, die dann auf ihren etwaigen Freifinnigen war nämlich, was den Sozialdemokraten ja sehr oft Kaiſer'scher Männerchor", Wernaut, Schwedterfir. 23/24. Nord", Adolf Spiritusgehalt hin untersucht werden sollen. Neumann, Brunnenstr. 150. Unverzagt I", Lübbke, Melchiorstr. 15. paffirt, durch höhere Gewalt der schon gemiethete Saal abgetrieben. „ Treu und Einigkeit", Rirdorf, Wuzler, Bergstr. 24. Buchbinder ( Gesellschaftshaus.) Da ein anderer Saal nicht zu haben war, so Männerchor", Schöning, Köpniderstr. 68. Vereinte Sangesbrüder mußten sie es wieder unseren vielgeschmähten Genossen danken, die Moabits", Pfarr, Buttligstr. 10. Maiglöckchen", Sachs, Lindowerstr. 26. dafür gesorgt haben, daß hier noch ein Lokal zu haben ist, worin Gemüthlichkeit"( Putzer), Krüger, Seydelstr. 30. Morgenroth II", " Typographia", Cohn, Beuths Eine Wähler- Versammlung für die Stadtbezirke 1-20 auch fie tagen können. Hoffentlich revanchiren sich die Herren Charlottenburg, Krause, Bismarckstr. 74. " Georgina", Schwalbe, Lausiber Platz 8." Vorwärts III" ( 1. Wahlkreis) tagte am Mittwoch bei Brünsch, Jägerstraße, in einmal und sorgen dafür, daß in den Orten, wo für uns kein Saal straße 20. Rheingold", welcher der Genosse Robert Schmidt das Thema:„ Wer schützt zu haben ist, wir wenigstens in ihren Versammlungen zu Worte Friedrichsfelde, Bube, Friedrichsfelder Prinzen- Allee 30. Feind, Weinstr. 11. Rosenthaler Vorstadt", Swinemünderstr. 26. die Rechte des Volkes?" behandelte. Der Referent, der eingehend " Jris", Streit, Naunynstr. 86. Männer- Gesangverein", Brandenburg a. H., die politischen Zustände erläuterte, wandte sich gegen die in Johannisthal. Die am Mittwoch Abend hier bei Lenze von Mengert, Bergstr. 6.„ Liberté", Vogel, Wrangelstr. 78.„ Brüderschaft" Freie Liedertafel", Mann, diesem Kreise in betracht kommenden bürgerlichen Parteien, freisinniger Seite einberufene Versammlung, in welcher Dr. Rubin-( Hausdiener), Bimmermann, Marsiliusstr. 8. deren volksfeindliches Verhalten auf den verschiedenen Gebieten stein referirte, war in der Mehrzahl von unseren Genossen besucht. Strausbergerstr. 3.- Nordwacht", Meißner, Chauffeeftr. 72. Sängerfreis", Geselligkeit", Hennigss er kennzeichnete und zum Schluß für die Wahl des Genossen Nachdem der Referent in Ausführungen, welche zum theil auch von Neu- Weißensee, Speckmann, König- Chaussee 55. ,, Gintracht III", Eberswalde, Hagewald, Pötzsch plädirte. Mit lebhaftem Beifall wurde der Vortrag sowohl unserer Seite unterschrieben werden konnten, gegen das Junkerthum Eisenbahnstr. 66. Völkerfrühling"( Stuckateure), Greijer, Oranienſtr. 109. als wie die Ansprache unseres Kandidaten für den 1. Wahlkreis, resp. den Landadel und Großgrundbesitz zu Felde gezogen war, fiel„ Neue Zeit", Schmidt. Rammlerstr. 28. Liederkranz", Branden Genossen Pösch, aufgenommen, der in treffender Weise den Ver- er über die Sozialdemokratie her. Troßdem der Herr behauptete, burg a. H., Bergstr. 6. Freiheitsglocken", Buchholz, Wörtherstr. 39. sammelten darlegte, daß die von den verschiedenen Parteien beliebte 20 Jahre im politischen Leben zu stehen, strozte seine Vernichtungs- Klingmüller ſcher Männerchor", Weißensee, König Chaussee 38. ,, Karthaus'scher Mittelstandspolitik teineswegs geeignet ist, die wirthschaftliche Lage rede gegen uns doch dermaßen von Verdrehungen und geradezu Treher'scher Gesangb.", Fialkowsky, Weidenweg 22. " Freie Sänger II", Spandauer des Handwerkerstandes und der Kleingewerbetreibenden zu heben, strafbarer Unwissenheit, daß unsere Genossen mehrere Male in daß unsere Genossen mehrere Male in Gesangv.", Göbel, Landsherger Allee 156. Einheit", Rixdorf, Babenschneider, Herinannstr. 197. sondern daß vielmehr nur dadurch, daß die große Masse des Volkes, schallendes Gelächter ausbrachen. Denn wenn ein Mann, welcher Brüde 13. " Treptow" in Treptow, Michler, Ernststraße. Metallarbeiter- Osten", die Arbeiterschaft, konsumtionsfähiger gemacht wird, wozu die vorgiebt, 20 Jahre im politischen Leben zu stehen, die heute von Tapert, Grüner Weg 14." Jugendlust"( gemischter Chor), Scholz, Große unbeschränkteste Bewegungsfreiheit auf wirthschaftlichem und poli- feinem hinterpommerschen Landarbeiter mehr geglaubte Weisheit Frankfurterstr. 74.-„ Treue", Louisenstädtische Vereinshallen, Waldemartischem Gebiete nothwendig ist, die Lage der Handwerker und der vom" Theilen" verzapft, und weiter sagt: Lassalle habe die Sozial- straße 13. Gewerbetreibenden günstig beeinflußt werden kann. Gegner meldeten demokratie gegründet", so ist davon zu sagen: Nichts gelernt und Arbeiter Rancherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen fich nicht zum Wort. An der Diskussion betheiligte sich nur der nichts vergessen! Der Genosse Paul Litfin leuchtete denn auch im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, DresdenerGenosse Bringmann, der im Sinne des Referats zur regen in der Diskussion diesem Herrn genügend heim, bezeichnete die von straße 80, 2. Hof. Freitag:" Germania", Kubazti, Arndtstr. 25. Agitation aufforderte. Mit einem warmen Appell an die Anwesenden, ihm zum besten gegebenen Ausführungen über das" Theilen" als Gesang Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Athletenv. in jeder Weise für die Sozialdemokratie thätig zu sein und recht Mätzchen, wies einen Angriff auf den Genossen Liebknecht gebührend Tanzlehrerv. ,, Solidarität", Stabernack, tüchtig für die Wahl unseres Kandidaten Genossen Pötzsch zu wirken, zurück und widerlegte an der Hand statistischen und geschichtlichen Gelsenfest", Böttcher, Strautstr. 6. Inselstr. 10. Musilv.„ Tusch", Nebelin, Langeftr. 108. Rauchfl.„ Ohne schloß der Vorsitzende Genosse Bohne hierauf die gut besuchte Ver- Materials das Referat des Dr. Rubinstein in meisterhaffer, 3wang", Spät, Weinstr. 28. Turnv.„ Gesundbrunnen", abends von 8/2 fammlung. oft von Beifallssturm unterbrochener einstündiger Rede und bis 10% Uhr: 1. Männerabth., Pantstr. 9-10.- Turnv." Osten", BlumenFür den zweiten Wahlkreis fand am Mittwoch eine sehr mit dem Volkswohl, auf, am 16. Juni dem bisherigen Vertreter des Damenabth.). forderte zum Schluß alle diejenigen, welchen ernst sei straße 63a, 82-10 Uhr( Lehrlingsabth.); Krautstr. 49, von 8-9/ 2 Uhr zahlreich besuchte Versammlung in Bickel's Saal in der Hafenhaide Kreises, Genossen Friz Zubeil, ihre Stimme zu geben. Bitherkt. Frohsinn", Zimmermann, Grüner Weg 29. statt. Genosse Wolfgang Heine veranschaulichte in seinem der Gegner machte sich schon während der Rede des Genossen Litfin Die Wuth Musikv.„ Allegretto", Blücherstr. 38. Arbetter- Turnerbund. Freitag. Turnv.„ Fichte", Berlin. Abd3. wirkungsvollen, oft von Beifall und Zustimmung unterbrochenen in fortwährenden Zwischenrufen bemerkbar, doch es half alles nichts. von 8-10 Uhr: 2. Männerabth. Stalizerstr. 55-56. 4. Männerabth.: Vortrage die Gefahren, welche dem deutschen Volke drohen, wenn Unser Redner hielt ihnen ihre Sünden nachdrücklich unter die Nase Stephanstr. 3. 5. Männerabth. Ackerstr. 67. 6. Männerabth. Stallschreiberes der Reaktion, gelingt, ihre volksfeindlichen Pläne durch- und die Hiebe fielen hageldicht. Herr Dr. Rubinstein beschränkte straße 54. 1. Lehrlingsabth. Friedenſtr. 37. 3. Lehrlingsabth. Boechſtr.. 21. zusetzen. Unsere Gegner sagen, wir verschleiern unsere Ziele. Das sich in seinem Schlußwort denn auch nur darauf, einige Stellen aus 3. Schütlerabth. von 612-812 Uhr. 3." Männer und Lehrlingsabth. von 1. Damenabth. Mariannen- Ufer la." Freie Turnerschaft", Rirdorf: Briz. Gegentheil sei der Fall. Während unser Programm in voller DeffentAls der Vorsitzende die fichkeit verbreitet wird, find es gerade die reaktionären Sammel- Flugblättern und Zeitungen zu verlesen. 81/ 2-102 Uhr abds., Hoffmann, Bergstr. 151/152. Turnerschaft d. V. Arbeiterverein„ Vorwärts", Kopenhagen. Jeden Freitag im Verkehrslokal, Restaurant Henrikson, Grönnegade 36: Versammlung. Daselbst befindet sich auch die Bibliothek des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen dies beachten. Briefkasten der Redaktion. politiker, welche ihre Ziele verbergen, denn wenn die Reaktion ihr auf die Sozialdemokratie und dem Gesang der Marseillaise die für Nereus", Männerabth. von 8-10 Uhr abbs., Reichenbergerstr. 131/132. abschreckend häßliches Geficht unverschleiert zeigen würde, dann die Freifinnigen so kläglich verlaufene Versammlung. würde sich jeder mit Abscheu von ihr wenden. Mit unseren Zukunftsbestrebungen suche man die Wähler bange zu machen. Aber wie sehe Ju Groß- Lichterfelde fand am Dienstag eine öffentliche Boltsdenn der Zukunftsstaat jener Leute aus? Die Junter wollen herrschen, versammlung in Pagel's Lokal statt, welche sich eines außerordentlich ohne zu arbeiten, das Volk aber soll arbeiten und hungern. guten Besuches( zwischen 400-500 Personen) zu erfreuen hatte. Der Das ist das Zukunftsideal der Sammelpolitiker. Dagegen muß das fozialdemokratische Kandidat des Kreises, Genosse 3ubeil, referirte deutsche Volt tämpfen, denn es muß sich sagen, daß nur ein freies unter lebhaftem Beifall über die bevorstehenden Reichstagswahlen. Volk auf die Entwickelung der Kultur fördernd einwirken kann. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen, nachdem Gegner Sammlung des Volkes gegen die Sammlung der Volksfeinde, das auf wiederholte Aufforderung sich nicht zum Wort meldeten. Ge- Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) muß unsere Parole sein. Der Redner kennzeichnete die frei noffe Plätrich wies auf das am 10. Juli im oben anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort finnige Partei als eine solche, die ehemals zivar den erwähnten Lokale stattfindende Stiftungsfest des sozialdemo wird nicht ertheilt. politischen Fortschritt vertrat, jetzt aber zu einer Demokratie fratischen Agitationsvereins hin und forderte zum zahl= Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag ohne Volt, ja gegen das Volk geworden sei. Er empfahl dann reichen Besuch desselben auf. Ferner machte derselbe dar- und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. die Wiederwahl des bisherigen bewährten Vertreters des zweiten auf aufmerksam, daß die Wahlen am 16. Juni in Lokalen statt- M. K. Von 1893 bis 1898 vertrat Bebel im Reichstage Straßburg, Wahlkreises und schloß unter stürmischent Beifall, indem er den finden, die der Sozialdemokratie zu Versammlungen nicht zur Ver Parteigenoffen zurief: Nehmt den Wahlkreis im Sturm und er wird fügung ständen. Es habe daher niemand eine Verpflichtung, dort F. M. Wahrscheinlich wird Ihnen der Berliner Kranten- UnterstützungsEuer sein! Gegner meldeten sich trotz wiederholter Aufforderung etwas zu verzehren. Nach einem kräftigen Schlußwort des Vor- verein für Frauen und Mädchen genügen. Wenden Sie sich an Frau Berger, nicht zum Wort. Der Vorsitzende Genosse Ewald forderte zur ſizenden, Genossen Bogheimer, schloß die imposante Ver- Waßmannſtr. 36, II. A. K. Die Gegner werden sich hüten. Lesen Sie das Ding noch einlebhaften Agitation und Betheiligung an den Wahlarbeiten auf und sammlung. mal, aufmerksam! schloß die Versammlung mit einem begeisternden Hoch auf die E. B., Küstrin. Wir danken Ihnen, können aber keinen Gebrauch Sozialdemokratie. davon machen. W. H. Nr. 10. Elisabethstr. 66. Die Konservativen, Antisemiten 2c. hatten am 8. Juni eine Versammlung nach dem Feenpalast einberufen, die von ausgezählten 69 Mann besucht war. Versammlungen. Stadt. A. H. Der Zentralverband der Maurer, Zahlstelle Berlin Is. M. 1. Die gewünschte Auskunft können wir Ihnen jetzt nicht ( Buyer), hielt am 5. Juni eine gut besuchte Mitgliederversamm- geben. Stultus und Unterricht ist im Etat zusammen gebucht und wir müßten alle einzelnen Boften durchgehen. Dazu haben wir jetzt keine Schöneberg. In einer öffentlichen Versammlung in dem Klub- lung ab, in welcher man sich über das Verhalten der in Branden Möglichkeit. Fragen Sie bitte nach den Wahlen nochmals an. Hause, Hauptstraße 6, am Montag, den 6. Juni, sprach Genosse burg arbeitenden Berliner Kollegen beschäftigte. In der Diskussion, Die Gesandschaft beim Vatikant fostet 60 000 m., dazu 15 000 m, Dr. Lur über:" Die Sozialdemokratie und die bürgerlichen Barteien. welche eine rege und lebhafte war, wurde das Betragen derjenigen Miethsentschädigung. Dickwams 17. Soweit ersichtlich, lag leider Unfallversicherungs- Pflicht In seinem Vortrag wandte er sich hauptsächlich gegen die Frei- Kollegen, welche dorthin als Arbeitswillige gegangen jind, auf das finnigen und Konservativen, mit denen wir es in unserem Kreise zu schärfste verurtheilt. Die Kollegen, welche in der Versammlung an- nicht vor. Judeß soll der Betreffende mit dem Antrag auf Unfallrente sich G. N. 3. Schwache Körperkonstitution, thun haben. Am Schlusse seines mit großem Beifall aufgenommenen wesend waren, konnten die Beschuldigung, die sich gegen sie richtete, an die Baugenossenschaft wenden: Vortrages forderte er alle Anwesenden auf, träftig mitzuarbeiten, nicht zurückweisen. Es wurden daher, nach§ 15 des Statuts, die die für das ſtehende Heer, nicht aber für den Landsturm dienstuntauglic macht. J. M. 15. Es ist für beide zu zahlen. Zuständig ist das Landbetreffenden Kollegen aus dem Verbande mit großer Majorität gericht, in dessen Bezirk der Mann wohnt. damit wir schon bei der Hauptwahl als Sieger hervorgehen. Nach 84. 4 Jahre: aber Steuers der hierauf folgenden Diskussion gab der Genosse Nagel die Ab- ausgeschloffen. Im zweiten Punkt stellte die örtliche Verwaltung reste haben keinerlei Einfluß auf das Reichstags- Wahlrecht. 6. S. 87. rechnung von der Maifeier, bei der ein Ueberschuß von 400 Mart folgenden Antrag zur Diskussion:" Die heutige Mitglieder- Ver- Täglich. 7. S. 73. Die Klage hätte Aussicht auf Erfolg. erzielt wurde. Mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die sammlung der Zahlstelle Berlin I Buzzer beschließt, jedes Mitglied Johanna M. Sie können sowohl der Polizei wie der Staatsanwaltschaft Sozialdemokratie wurde dann die sehr gut besuchte Bersammlung ist verpflichtet, bei Uebernahme und Ausführung von Puzarbeiten Ihren Verdacht mittheilen und machen sich dadurch nicht strafbar. geschlossen. in anderen Städten sich den dortigen Arbeitsverhältnissen anzupassen, An die Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt der Provinz Brandenburg, Matthäifirchstr. 19. Pflüger. Fehlt der Say, so ist das Testament besonders wird es den Mitgliedern zur Pflicht gemacht, die neumGrünan. Am Sonnabend fand hier im Lokale von G. Linden- stündige Arbeitszeit streng inne zu halten, sowie einen entsprechen- zwar deshalb nicht ungiltig, aber Auseinandersegung muß dennoch stattfinden. hayn eine Versammlung der freisinnigen Partei statt, in welcher den Abschlagslohn nicht unter 8 M. Dr. Bernstein referirte. Von Bureauwahl schienen die Herren keine Vor Uebernahme von Arbeiten in anderen Städten ist es pro Tag zu fordern. Ahnung zu haben, denn sie hatten sich ihr Bureau gleich mitgebracht, nöthig, sich mit der am Orte befindlichen Organisation und so konnte die Belehrung gleich ohne Förmlichkeit vor sich gehen. zu verständigen und beint Antritt der Arbeit sich bei Wohl in anbetracht der zahlreich vertretenen Genossen hielt es der Steferent für beffer, etwas glimpflich mit der Sozialdemokratie zu verfahren und sich hauptsächlich mit den anderen Parteien zu befassen. Trotzdem konnte er nicht umhin, zu behaupten, daß seit dem Auftreten unserer Partei jeder freiheitliche Fortschritt gehemunt fei, Pflicht gemacht, den Antrag in fürzester Zeit und jeder Weise sich zu woran nur wir Schuld hätten. Zum Schluß seiner Rede verstieg er eigen zu machen. Die Annahme dieses Antrages erfolgte einstimmig. Swinemde. 768 NO 2wolfent 16 Haparanda 768 WSW 2hlb. bed. 14 sich soweit zu behaupten, daß die Sozialdemokraten, nachdem Nachzutragen ist noch von legter Versammlung, daß sämmtliche Ver- Hamburg 766 OSO 2wolfent 19 Betersburg fie abgewirthschaftet hätten, auf den Knieen zur freisinnigen bandskollegen, welche nicht zum Streiffonds zahlen und somit gegen Biesbaden 763 Berlin 3 heiter 20 Cort Partei hingerutscht kommen und sie bitten würden, sie wieder in die Beschlüsse des Verbandes handeln, zu einer größeren Sizung München SW 1wolfig 19 Aberdeen Gnaden aufzunehmen, wofür er ein wahres Hohngelächter einerntete. geladen werden. 2 bedeckt 18 Paris Genoffe aber übernahm es, dem Referenten gehörig zu dienen 765 Still wolkent 16 und der freisinnigen Partei ihr nicht zu kleines Sündenregister vor- straße 39.- Karl Mary", Raumann, Blücherstr. 42. Stralau", Girbig, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Dießgen", Schröder, WiesenWetter- Prognose für Freitag, 10. Juni 1898. zuhalten, wofür ihm reicher Beifall zu theil wurde. Das Schluß- Stralau Nr. 17. Ziemlich heiter und sehr warm bei schwachen südöstlichen Winden; Ges wort hatte der Referent. Er versuchte unseren Genossen zu wider- Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender witter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Legen, konnte aber nicht weit kommen, da wegen eingetretener Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender Berliner Wetterbureau. Am Mittwoch früh 3 Uhr verschied nach langer Krankheit unser Kollege Karl Eutin der hiesigen Organisation regelrecht abzumelden, damit spätere Differenzen vermieden werden." In der Diskussion wurde von sämmtlichen Rednern für Annahme des Antrages gesprochen und den Kollegen, welche zur Zeit außerhalb beschäftigt sind, zur " Witterungsübersicht vom 9. Juni 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Wien Barometer stand mm Windrichtung 766 766 S Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° G. 4º R. Stationen Barometer Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 769 23 769 NNW heiter 1 heiter 763 SSW 1Dunst 14 17 17 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Agtung! int 28. Lebensjahre. Ehre seinem Heute, Freitag, abends 81% Uhr, bei Cohn, Beuthstraße Nr. 20/21: Andenken. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 11. d.., nachu. Sitzung Sitzung der Ortsverwaltung. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes aus statt. 38966 Die Kollegen der Firma Arndt& Markus. Danksagung. Tischler- Verein. Melchiorftr. 15: Versammlung Für die uns von allen Seiten er partie am 3. Juli. wiesene herzliche Liebe und Theilnahme und für die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, bes Schankwirths Karl Schmidt, Sonnabend, 11. Juni, abends 812 Uhr, T.- D.: Bereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zur Dampfer: Der Vorstand. [ 198/14] Rabitspanner und Träger. fagen wir hiermit unseren innigsten Sonntag, den 12. Junt, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Dant. 39016 Die trauernden Hinterbliebenen. Wilhelmine Schmidt nebst Kindern. Stabernack, Jufelstraße 10: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Krüger. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Ver: Arb.- Konsum- Genossenschaft bansangelegenheiten. 4. Berschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. „ Befreiung" ( Eing. Gen. m. beschr. Haftpfl.) Lokal des Herrn Der Vorstand. Bad Monbijou Eine Million Montag, 13. Bunu MoPoliklinik( ärztl. Leitung) Admiralstraße Nr. 18 c( oberer Saal): für Kräuter- und Wafferkur. Fortsehung der Nerven-, Magen-, Lungen-, Haut-, General- Versammlung. Har Rucken, Rhea, schade, 1. Ertheilung der Decharge. Hämorrhoiden, Ischias. Poliflinit 10-12. Klinit 4-6. Wanzen jammt deren Brut tödtet so: und deren Brut wirkt sicher mein " Sonntag, den 12. Juni, mittags 12 Uhr, im Feen- Palast, St. Wolfgang- und Burgstraßen- Ecke: Große öffentliche Versammlung Achtung Holzarbeiter. In der Möbelfabrik von Rückwarth& Riegel, Wienerstr. 50, haben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. der Bauarbeiter Berlins und Umgegend.zug iſt fernzuhalten. Tages Ordnung: 1. Die verschiedenartigen Beschlüffe der letzten öffentlichen Bersamm lungen und wie denten wir ein einheitliches Sammelwesen für Berlin und Umgegend herbeizuführen. 2. Das Verhalten der Bauarbeiter Berlins und Umgegend bei Arbeitseinstellungen, Maßregelungen und Aussperrungen. 3. Verschiedenes. 30/20 Um rege Betheiligung ersucht Die gegen Frau Restaurateur| Schimmelpfennig, Ramlerstr. 37, aus: gesprochene Beleidigung nehme ich zurück, bitte fie um Verzeihung und erkläre sie für eine ehrenwerthe Frau. Hugo Günzel. erittlafiiges Fahrräder, britat. Die Kommission. Restaurant zu vert. in Friedrichs berg, Blumenthalstr. 45. Pr. 1200 M. Land mit Laube zu verk. 39026 Bur lustigen Höhe Thornerstr. Mösl. Schlafft., sep. Eing., Richter, Lausitzerstr. 50. 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Kühne, Marti nikenfelde, haben die Arbeit nieder: gelegt. 81/9 Zuzug fernhalten! Tüchtige Korbmacher ber: langt Frau Feyerabend, Rirdorf, Biethenstr. 46. [ 38906* Aelterer Gesangverein im Osten Berlins sucht für Dienstags e. tücht. Dirigenten. Offerten mit Honorars Angabe au 23. Hein, Stralauer Allee 17E, II. Metalldrücker, nur für Oval, verlangt Voeltzkow, Ritterstr. 15. Eine ältere Kinderfrau verlangt Fischer, Pantstr. 16a, Laden. Vergolder: Gehilfen auf feine 39046 Politurleisten verlangt Müller, Grüner Weg 56. Tüchtige Schleifer auf Eisen und Stahl w. verl. Panzer, Att.- Gef., Berlin, Badstr. 59. 24/13 Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Ir. 133. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 10. Juni 1898. Arbeiter, Varteigenossen Berlins! = Am Donnerstag, den 22. September d. J., finden in Berlin die Gewerbegerichts- Wahlen statt und nimmt der Magistrat zu diesem Zwecke die Neuaufstellung der Wählerlisten vor. Bur Theilnahme an den Wahlen sind nur berechtigt: Zum Zwecke der Aufstellung der Wählerlisten werden die zur Theilnahme an der Wahl bea a) solche Arbeitgeber, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet rechtigten Personen der eingangs erwähnten Wahlbezirke aufgefordert, ihre Stimmberechtigung unter Vorlegung der erforderlichen Bescheinigungen innerhalb der nach§ 13 des Ortsstatuts vorund seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirk Berlin Wohnung geschriebenen zweiwöchigen Frist d. i. vom 17. bis einschließlich 30. Juni d. I. oder eine gewerbliche Niederlassung haben, b) solche Arbeiter, welche das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet und zwar an den Wochentagen von 5 bis 8 Uhr abends, an den Sonntagen haben und seit mindestens einem Jahre im Gemeindebezirt Berlin on 12 bis 8 Uhr nachmittags in den nachstehend genannten Anmeldestellen mündlich oder wohnen oder, falls sie außerhalb wohnen, hier beschäftigt sind. schriftlich anzumelden. Die Anmeldungen werden entgegengenommen: Nicht wahlberechtigt sind solche Personen, a) welche nicht Angehörige des Deutschen Reiches sind, b) welche die bürgerlichen Ehrenrechte infolge strafrechtlicher Verurtheilung verloren haben, oder gegen welche das Hauptverfahren wegen eines Verbrechens oder Vergehens eröffnet ist, das die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter zur Folge haben kann, c) welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über ihr Vermögen beschränkt sind, und d) die Mitglieder von Innungen, für welche ein Schiedsgericht in Gemäßheit der§§ 97a und 100d der Reichs- Gewerbe- Ordnung errichtet ist, sowie die von denselben beschäftigten Arbeiter. Das Reich, der Staat, die Gemeinden und sonstige öffentliche Verbände sowie juristische Personen üben ihr Stimmrecht durch ihre gesetzlichen Vertreter aus. didn Die Wahl ist geheim und erfolgt durch 1. im Wahlbureau, Postftr. 16, 2 Treppen; 2. in der Turnhalle der 131./169. Gemeindeschule, Tempelhofer Ufer 2; 3. in der Turnhalle der 62. Gemeindeschule, Schmidstr. 38; 4. in der Turnhalle der 115./170. Gemeindeschule, Stalizerstr. 55/56; 5. in der Turnhalle der 23. Gemeindeschule, Straußbergerstr. 9; 6. in der Turnhalle der 8./63. Gemeindeschule, Gipsstr. 23A; 7. in der Turnhalle der 15. Gemeindeschule, Kastanien- Allee 82; 8. in der Turnhalle der 118. Gemeindeschule, Pankstr. 8; 9. in der Turnhalle der 113./128. Gemeindeschule, Thurmftr. 86. des Gewerbebetriebes oder die legte Quittung über Zahlung der Gewerbesteuer; für den ArbeitAls Ausweis genügen für den Arbeitgeber die Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung nehmer ein Zeugniß seines Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, sowie Steuerquittungen 2c., daß er seit mindestens einem Jahre innerhalb des Gemeindebezirks wohnt oder in Arbeit steht. Formulare zur schriftlichen Anmeldung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber können im Gewertschaftsbureau, Berlin S., Annenstraße 16, v. 1 Tr., in der Zeit von 9-1 Uhr und von 6-8 Uhr in Empfang genommen werden. Es wird ganz besonders darauf aufmerksam gemacht, daß bei unterlassener rechtzeitiger Anmeldung das Stimmrecht ruht; die Aufstellung der Wählerlisten erfolgt nur auf grund der Den Arbeitgebern stehen die mit der Leitung eines Gewerbebetriebes oder eines bestimmten i et igen Anmeldungen, die aus früheren Jahren werden nicht berücksichtigt. Die näheren BeſtimZweiges desselben betrauten Stellvertreter der selbständigen Gewerbetreibenden gleich, sofern ihr Jahres- mungen hinsichtlich der Wahl, des Ortes und der Stunden für dieselbe, die Abgrenzung der Wahlbezirke, Arbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt 2000 m., übersteigt. Die der Zuständigkeit des Gewerbegerichts welche mit den zur Wahl der Stadtverordneten- Versammlung gebildeten 42 Wahlbezirken der III. Abinterstellten Hausgewerbetreibenden sind, sofern sie gemäß§ 14 der Gewerbe- Ordnung den selb- theilung zusammenfallen, die Anzahl der in jedem derselben zu wählenden Beifizer, sowie die ständigen Gewerbebetrieb angemeldet haben, als Arbeitgeber, andernfalls als Arbeiter wahlberechtigt.| Bedingungen der Wählbarkeit werden seinerzeit noch besonders bekannt gemacht werden. bont Stimmzettel. In Gemäßheit der Bestimmungen des§ 8 Absatz 3 des Ortsstatuts 26. Ottober 1892, betreffend das Gewerbegericht zu Berlin, scheidet 2. November das letzte Drittel der Gewerbegerichts- Beisitzer jeder Kategorie 70 Arbeit geber und 70 Arbeitnehmer aus. Danach werden Ergänzungswahlen in folgenden Wahlbezirken erforderlich: der Grundstücke: Brandenburgstr. 32-36 und 48-49; Mathieustr. 1 von bis 19 und 101-105 von Stadtbez. 184, Barnimstr. 35 und 39a, GeorgenStadtbez. 122, Alexandrinenstr. 39, Alte Jakobstr. 116, Kommandantenstr. 43, Oranienstr. 70-75 a und 130-136 von Stadtbez. 127: 1 Arbeitgeber: firchstr. 59, Fliederstr. 17 von Stadtbez. 188, Neue Königstr. 19-19c und 76, Gollnowstr. 1 von Stadtbez. 195: 4 Arbeitnehmer. 19. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 125, 126, 131 bis 134 und 30. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 202-209 und von Stadts von Stadtbez. 122: Brandenburgstr. 32-36 und 48-49, Mathieustr. 1; mit bezirk 210: Gipsstr. 18, Rosenthalerstr. 25; von Stadtbez. 213: LinienAusschluß der Grundstücke: Neanderstr. 17-18, Annenstr. 4-10 und 41-45, straße 202; mit Ausschluß der Grundstücke: Prenzlauerstr. 30/31 und Dresdenerstr. 52-54 von Stadtbez. 134: 2 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. Alexanderstr. 53 von Stadtbez. 202, Münzstr. 8-9 von Stadtbez. 205, 20. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 136-142 und von Stadt Münzstr. 1-7, Rochstr. 1-6 und 15-19, Neue Schönhauserstr. 21, An der, bezirk 134: Annenstr. 4-5, Neanderstr. 17-18; mit Ausschluß der Grund- Stadtbahn 40 von Stadtbez. 206, Neue Schönhauserstr. 1 und la, Weinstücke: Neue Jafobftr. 1-14, 17-22 und 24-28, Inselstr. 13-13a, Schmidtmeisterstr. 1a- 8 von Stadtbez. 207: 3 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. ftraße 22 von Stadtbez. 136, Jufelstr. 10-12 von Stadtbez. 142: 2 Arbeit- 31. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 210-215 und von Stadt21. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 128-130, 135, 143 und 144 und von Stadtbez. 127: Alexandrinenstr. 39, Alte Jakobstr. 116, Stom: mandantenſtr. 43, Oranienſtr. 70-75a und 130-136; von Stadtbez. 134: Annenstr. 6-10 und 41-45, Dresdenerstr. 52-54; von Stadtbez. 136: Neue Jakobstr. 1-14, 17-22 und 24-28, Inſelſtr. 13-13a, Schmidstr. 22; von Stadtbez. 142: Inselstr. 10-12; mit Ausschluß der Grundstücke: Kleine turstr. 9, Niederwallfir. 24-25, Spittelmarkt 14 und 14 a von Stadt bezirt 144: 4 Arbeitgeber. 1. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 1-5, mit Ausschluß der Grundstücke: Alexanderstr. 18 von Stadtbez. 3, Kel. Präsidentenstr. 6 und 7 und Neue Promenade 9 und 10 von Stadtbez. 5: 3 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. 2. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 6-10 und von Stadtbez. 144: Kl. Kurstr. 9, Niederwallfir. 24 und 25, Spittelmarkt 14 und 14a: 1 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. geber. 3. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 11 bis 15, 18 bis 20 und von Stadtbez. 16: Markgrafenstr. 37-38 und 57-58; von Stadt bezirk 17: Charlottenstraße 29-32 und 61-62, Friedrichstraße 63 bis 65 und 186-190, Kronenstr. 60; von Stadtbezirk 21: Königgräßzerstr. 121; mit Ausschluß der Grundstücke: Krausenstr. 1-3 und 72-77, Weauerstr. 8-11 und 69-79 von Stadtbez. 18: 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 4. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 16, 17, 22 bis 25 und von Stadtbez. 18: Krausenstr. 1-3 und 72-77, Mauerstr. 8-11 und 69-79; von Stadtbez. 26: Charlottenstr. 11-12; von Stadtbez. 27: Junkerstr. 1, Lindenstr. 89, Markgrafenftr. 10-16 und 85-94; mit Ausschluß der Grundstücke: Markgrafenſtr. 37-38 und 57-58 von Stadtbez. 16, Charlottenstraße 29-32 und 61-62, Friedrichstr. 63-65 und 186-190, Kronenstraße 60 von Stadtbez. 17, Wilhelmstr. 42a, Zimmerstr. 1 von Stadtbez. 22: 1 Arbeitgeber. 5. 23ahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 21, 26 bis 30 und von Stadt bezirk 52: Wilhelmstr. 42a, Bimmerftr. 1; mit Ausschluß der Grundstücke: Königgrägerstr. 121 von Stadtbez. 21, Charlottenstr. 11-12, von Stadtbez. 26 Junterstr. 1, Lindenstr. 89, Marfgrafenstr. 10-16 und 85-94 von Stadt bezirk 27: 1 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. 6. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 40 bis 42 und 50 bis 53 und von Stadtbez, 31: Lintstr. 46; mit Ausschluß der Grundstücke: Dennewig: straße 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 173-173a von Stadtbez. 42: 3 Arbeit: geber, 1 Arbeitnehmer. 3. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 43-49 und von Stadtbez. 42: Dennewigstr. 9 und 33-38, Kurfürstenstr. 173-173a; mit Ausschluß der Grundstücke: Frobenstr. 1-11 und 41, An der Apostelkirche 1, Kurfürsten: straße 29-46 und 139-150 von Stadtbez. 45, Bülowstr. 93 von Stadtbez. 46: 1 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. 9. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 54-62, mit Ausschluß der Grundstücke: Bellealliancestr. 107, Blücherplaz 1-2, Hallescher Kirchhof von Stadtbez. 54. 1 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. 10. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 68-73 und von Stadt: bezirt 54: Bellealliancestr. 107, Blücherplatz 1-2, Hallescher Kirchhof: von Stadtbez. 63: Bellealliancestr. 90, Gneisenaustr. 1: 1 Arbeitgeber, 2 Arbeit: nehmer. II. wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 63 bis 67 und 74 bis 780, mit Ausschluß der Grundstücke: Bellealliancestr. 90, Gneisenauftr. 1 von Stadtbez. 63: 3 Arbeitgeber, 4 Arbeitnehmer. 12. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 104-113: 2 Arbeitgeber, 4 Arbeitnehmer. 13. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 88 bis 94 und von Stadt: bezirt 87: Admiralstraße 36-40a, Brizerstraße 25, Rottbuferstraße 7 und 8; mit Ausschluß der Grundstücke: Reichenbergerstraße 173 von Stadtbez. 89, Lausitzerstraße 1, Stalizerstraße 39, 40 und 46, Wienerstraße 68 und 69 von Stadtbez. 94: 1 Arbeitgeber. 15. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 82-85 und von Stadt Bezirk 81: Elisabeth- Ufer 36; von Stadtbez. 86: Oranienstr. 24-26 und 180-183; von Stadtbez. 95: Manteuffelstr. 43, Oranienftr. 1; von Stadtbezirk 97: Mariannenstr. 51-53, Naunynstr. 2-15, Mariannenplatz 6a; mit Ausschluß der Grundstücke: Adalbertstraße 85 und Naunynstraße 59 von Stadtbez. 83: 3 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 16. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 79 bis 81, 86 und 87 und von Stadtbez. 83: Adalbertstr. 85 und Naunynstr. 59; von Stadtbez. 89: Reichenbergerstr. 173; mit Ausschluß der Grundstücke: Elisabeth- Ufer 36 von Stadtbezirt 81, Oranienſtr. 24-26 und 180-183 von Stadtbezirt 86, Admiralftr. 36-40a, Brizerstr. 25, Kottbuserstr. 7 und 8 von Stadtbezirk 87: 17. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 114-117, 123 und 124, mit Ausschluß der Grundstücke: Brandenburgstr. 17 und 64, afferthorstr. 25 a von Stadtbezirt 116, Prinzenstr. 91, Ritterstr. 19 a- 29 und 96-105 von Stadtbez. 123: 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 18. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 118-122 und 127 und von Stadtbez. 116: Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25 a; von Stadt bezirk 123: Prinzenstr. 91, Ritterstr. 19 a- 29 und 96-105; mit Ausschluß 3 Arbeitnehmer. 22. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 145-148, 150, 151 und 201 und von Stadtbez. 3: Alexanderstr. 18; von Stadtbez. 152: Gr. Frank furterstr. 49 und 89, Markusstr. 30; von Stadtbez. 153: Gr. Frankfurter straße 90-100, Marfusstr. 29; von Stadtbez. 156: Gr. Frankfurterstr. 38 bis 48, Weberſtr. 64; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurter: Straße 70, Schillingstr. 20 von Stadtbez. 146, St. Markusstr. 14-15, Straut straße 16-16a von Stadtbez. 150, Strautstr. 1a- 2, 3-10, 47-52 und 54a bis 55a von Stadtbez. 151, Georgenkirchplatz 33 und 34, Neue Königstr. 47 bis 49, Sturzeſtr. 1, Landsbergerstr. 60-67, Prenzlauerstr. 32 und 32a, Alte Schüßenſtr. 8-12 von Stadtbez. 201: 2 Arbeitnehmer. 23. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 149, 162-165 und von Stadt: bezirk 150: KL. Markusstr. 14-15, Krautstr. 16-16a; von Stadtbez. 151: Strautstr. 3-10 und 47-52; mit Ausschluß der Grundstücke: Andreas: straße 41-44 und 47, Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Strautstr. 53-54 von Stadtbez. 162: 2 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 24. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 168-173, mit Ausschluß der Grundstücke: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 und 81-82, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauerstraße von Stadtbez. 168, Rüdersdorferstr. 41-51 von Stadtbez. 172, Koppenſtr. 34 von Stadtbez. 173: 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 25. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirfe 166, 167, 174-178 und von Stadtbez. 168: Breslauerstr. 17, Fruchtstr. 9-10 und 81-82, Schlesischer Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauerstraße; von Stadtbez. 172: Rüdersdorferstr. 41-51; von Stadtbezirk 173: Stoppen: straße 34: 1 Arbeitgeber, 3 Arbeitnehmer. 26. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 157, 158, 160, 161, 179-181, 189-191 und von Stadtbez. 153: Gr. Frankfurterstr. 127, Stoppenstr. 35; von Stadtbez. 155: Pallisadenſtr. 88-89, Strausbergerstr. 9 und 35; von Stadtbez. 159: Gr. Frankfurterstr. 19, Stoppenſtr. 37-40, Ballijadenstr. 38; mit Ausschluß der Grundstücke: Am Friedrichshain, Straße I von Straße Am Friedrichshain" bis Straße II( Abtheilung XIII des Bebauungsplanes) von Stadtbez. 189: 4 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. " 27. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 152-156, 159 und von Stadtbez. 146: Gr. Frankfurterstr. 70, Schillingstr. 20; von Stadtbez. 151: Krautstr. 1a- 2 und 54a- 55a; von Stadtbez. 162: Andreasftr. 41-44 und 47, Blumenstr. 34a- 41 und 43-51, Strautstr. 53-54; mit Ausschluß der Grundstücke: Gr. Frankfurterstr. 49 und 89, Markusstr. 30 von Stadt: bezirk 152, Gr. Frankfurterstr. 90-100 und 127, Markusstr. 29, Stoppenstr. 35 von Stadtbez. 153, Pallisadenſtr. 88/89, Straußbergerstr. 9 und 35 von Stadtbez. 155, Gr. Frankfurterstr. 38-48, Weberstr. 64 von Stadtbez. 156, Gr. Frankfurterstr. 19, Stoppenstr. 37-40, Pallisadenstr. 38 von Stadt: bezirt 159: 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. bezirk 5: Kl. Präsidentenstr. 6 und 7, Neue Promenade 9 und 10; von Stadtbez. 205: Münzstr. 8-9; von Stadtbez. 206: Münzstr. 1-7, Roch ftraße 1-6 und 15-19, Neue Schönhauserstr. 21, An der Stadtbahn 40; von Stadtbez. 207: Nene Schönhauserstr. 1 und la, Weinmeiſterſtr. 1a bis 8; von Stadtbez. 216: Auguftstr. 1-2 und 89-93; mit Ausschluß der Grundstüce: Gipsstr. 18, Rosenthalerstr. 25 von Stadtbez. 210, Artilleriestraße 19-20, Biegelstr. 14-21 von Stadtbez. 211, Linienfir. 202 von Stadtbez. 213, Artillerieſtr. 10-12, 22 und 35-34, Auguftstr. 4, Oranienburgerstr. 35-39 und 64-69 von Stadtbez. 215: 1 Arbeitgeber. 32. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 218-225 und von Stabt bezirt 226: Fehrbellinerstr. 58-62; von Stadtbez. 233: Kastanien- Allee 36 und 70, Schwedterstr. 29; mit Ausschluß der Grundstücke: Angermünderstraße 1, Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27 von Stadtbezirk 221, Chorinerstr. 4-6 und 78-86, Zehdenickerstr. 9 von Stadtbez. 225: 1 Arbeit geber, 3 Arbeitnehmer. 33. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 226, 227, 255, 256, 268 und 269 und von Stadtbezirk 221: Angermünderstr. 1, Chriſtinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27; von Stadtbez. 225: Chorinerstr. 4-6 und 78-86, Zehdenickerstr. 9; von Stadtbez. 257: Ackerstr. 27-28 und 143, Invalidens traße 5, 148-163 und Bergstr. 30 und 31, Pappelplatz; von Stadtbez. 267: Bergstr. 62; mit Ausschluß der Grundstücke: Fehrbellinerstr. 58-62 von Stadtbez. 226, Gartenfir. 26-35 und 145-155, Invalidenstr. 18-23 und 129-132 von Stadtbez. 268, Elsafferstr. 27-30 von Stadtbez. 269: 2 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. 34. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 228, 257-259 und 265 bis 267 und von Stadtbez. 236: Rheinsbergerstr. 79; von Stadtbez. 268: Gartenstr. 26-35 und 145-155, Invalidenstr. 18; mit Ausschluß der Grundstücke: Ackerstr. 27-28 und 143, Invalidenstr. 5 und 148-163, Bergstraße 30 und 31, Pappelplay von Stadtbez. 257, Bernauerstr. 15-24 und 84-92 von Stadtbez. 258, Streligerstr. 30-36 und 39-46 von Stadtbez. 259, Gartenfir. 96-112 von Stadtbez. 265, Aderstr. 69-70 von Stadtbez. 266, Bergstr. 62 von Stadtbez. 267: 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 35. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 229-236, mit Ausschluß der Grundstücke: Kastanien- Allee 36 und 70, Schwedterstr. 29 von Stadtbez. 233, Bernauerstr. 26 von Stadtbez. 235, Rheinsbergerstr. 79 von Stadtbez. 236: 3 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. 36. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 237-250, mit Ausschluß der Grundstücke: Heinersdorferstr. 1-2 und 32 und Prezlauer Allee 21-22 von Stadtbez. 237: 2 Arbeitgeber, 1 Arbeitnehmer. 37. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 251-254e, 260-264 und von Stadtbez. 235: Bernauerstr. 26; von Stadtbez. 258: Bernauerstr. 15-24 und 84-92; von Stadtbez. 259: Strelitzerstr. 30-36 und 39-46; von Stadtbez. 265: Gartenstr. 96-112; von Stadtbez. 266: Aderstr. 69-70: 3 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. bis 27 38. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 270 bis 275 und von Stadtbez. 268: Invalidenstr. 19-23 und 129-132; von Stadtbez. 269: Elsasserstr. 27-30; von Stadtbez. 282: Invalidenstr. 80-83: 2 Arbeitgeber. 2 Arbeitnehmer. 39. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 216, 217, 279 bis 283 und 285 und von Stadtbezirk 211: Artillerieſtr. 19-20, Biegelstr. 14-21; von Stadtbez. 215: Artillerieſtr. 10-12, 22 und 33-34, Auguststr. 4, Oranien burgerstr. 35-39 und 64-69; von Stadtbezirt 286: Alt- Moabit 129 und Werftstr. 21; mit Ausschluß der Grundstücke: Auguststr. 1-2 und 89-93 von Stadtbez. 216, Invalidenſtr. 80-83 von Stadtbez. 282: 4 Arbeitgeber, 28. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 182, 183, 196 bis 200 und von Stadtbez. 184: Barnimstr. 50, Landsbergerstr. 17-19 und 101-105; von Stadtbez. 188: Barnimſtr. 35 und 39a, Georgenkirchstr. 59, Flieder straße 17; von Stadtbez. 195: Neue Königstr. 19-19c und 76, Gollnow- 1 Arbeitnehmer. Straße 1; von Stadtbez. 201: Georgenkirchplatz 33 und 34, Neue Königstr. 47 40. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 284, 286 bis 304. mit Auss bis 49, Sturzeſtr. 1, Landsbergerstr. 60-67, Prenzlauerstr. 32 und 32a, Allte schluß der Grundstüce: Alt- Moabit 129 und Werftstr. 21 von Stadtbez. 286: Schützenstr. 8-12; von Stadtbez. 202: Alexanderstr. 53, Prenzlauerstr. 30/31; 1 Arbeitgeber, 4 Arbeitnehmer. mit Ausschluß der Grundstücke: Büschingstr. 1, Mehnerstr. 8, Weinstr. 20 und 20a von Stadtbez. 183: 1 Arbeitgeber, 3 Arbeitnehmer. 41. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 305-318 und von Stadt: bezirk 319 Pantsir. 7 u. 47; mit Ausschluß der Grundstücke: Grerzierstr. 12 29. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 184-188, 192-195 und von und 13, Schulstr. 61-86 von Stadtbezirk 318: 2 Arbeitgeber, 4 ArbeitStadtbez. 183: Büschingplatz 1, Mehnerstr. 8, Weinstr. 20 und 20a, von nehmer. Stadtbez. 189: Straße Am Friedrichshain", Straße I( Abtheilung XIII 42. Wahlbezirk enthaltend Stadtbezirke 276-278, 319-326 b und des Bebauungsplans) von Straße Am Friedrichshain" bis Straße II; von Stadtbez. 313: Exerzierstr. 12 und 13, Schulstr. 61-86; mit Ausschluß von Stadtbez. 237: Heinersdorferstr. 1-2 und 32 und Prenzlauer Allee 21 der Grundstücke: Paufstr. 7 und 47 von Stadtbez. 319: 3 Arbeitgeber, bis 22; mit Ausschluß der Grundstücke: Barnimstr. 50, Landsbergerstr. 17 13 Arbeitnehmer. befürwortet und die Arbeiter der Aufforderung mit gewohntem Eifer Folge leisten werden und zwa schon vom 17. Juni an, um gegebenenfalls noch Zeit zu haben, Beschwerde einlegen zu können. Alle Anfragen diesbezüglich auf dem Gewerkschaftsbureau Annenstr 16, 1 Tr ,, von 9-1 und Wie die Leser aus dem Tableau ersehen, sind nicht in allen Bezirken Vertreter bei dem Gewerbegericht ausgeschieden. In einigen Wahlbezirken wählen die Arbeitgeber oder auch nur Arbeit nehmer, in vielen Bezirken beide. Es wird deshalb gebeten, genau auf das Tableau zu achten und empfehlen wir, das heute abgedrudte Tableau aufzuheben. Wir dürfen ferner erwarten, daß in anbetracht der Bedeutung des Gewerbegerichts die Einzeichnung zu den Wählerlisten von den Gewerkschaften eifrig 6-8 Uhr. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: R. Millarg. für den Inhalt der Inserate bernimmt die Medaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Freitag, den 10. Junt. Opernhaus. Götterdämmerung. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Flattersucht. Tanzstunde. Anfang 712 Uhr. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 71/2 Uhr. Urania Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Vorm. ab. 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