Nr. 1041. Berlin, Sonnabend den 30. Juli I8«S. SocilllGemokwt. »i-s-'äglich Organ des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins. R-d-m-n�und Exp-dm-n. der Sonn- und F-sttage. N�igirt von Z.». v. Hsssitttr» und Z.». d. ech«ritzrr. Dresonerstr-ß-Nr. 85. AbannemeutS-Preis für Berlin incl. Bringerlohn:»ierleljäbrlich 18 Sgr., mo- natlich 6 Sgr., einzelne Nummern I Sgr.; de; den Aönigl. preußifchen Post- ämtern 22>/z Sgr., bei den preußiseben Postämtern im nichlpreiißiichen Deutlch- land I8b/< Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.(fl. 1. 45. südd., fl. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Bestellungen werden auswärt« auf allen Postämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß-Compagnie, Scharrenstr.!, s»w« auch unentgeltlich von jedem„rothen Dienstmann" entgegen genommen. Inserate Wrr sind weit entfernt, für die Aeußerungen 1)„Herr Lüdemann." 2) Zedlitzisches aus Schleswig-Holstein. 2 3) olizeilicheS aus Magdeburg 4) Rathschläge für weitere gesetzttazr»»»>"—' 6) AuS London Notiz über die Zustimmung dium dl ter-Vers zeitig st (Das« Persone an Rau> Präsidei ihre enl donnern des Prc sei un s a i» m l Bravos von ein Zu fassei nommei der dortigen deutschen Arbeiter zu unserer *) 6) Aus Solingen Bericht über eine Arbeiter-! Versammlung.. 7) Aus Berlin ein ArbeiterzustimmungSsch��„' bcn, worin e« heißt, daß der..Soc.-Dem. gezeigt habe, daß er„Lassalle'fche Muske in sich trage.", 8) Aus Naumburg a. S. ein Schreibe» u stattgehabte politische Maaßregelung den Arbeiter Krall. hfn<. 9) Eine Notiz über daS preußische Telegrap" 10) Eine Notiz über die preußischen Preßvtt- hältoisse.. v.« 11) Eine Notiz über die Bedeutung deS Umstände». daß der verantwortliche Redakteur, der x pedienl und der Drucker diese« Blattt«��� preußische Staatsbürgerrecht und da« Ber HeimalhSrecht besitzen.«ebei- 12) Eine Notiz über die morgige Berliner» ter-Verfammlung. 13) Noch einmal Zedlitzisches.-A,ieben« 14) Eine„Herr Lüdemann" ubcrstm Notiz. Numme was nid Wi, 15) Eine Notiz über umlaufende Gerüchte- 16) LahnsteinlicheS. Huc dürfen, Dame doch, e; Möglich In gen. D den Mi lich gel doch eil Zu erla In 17) Jskrlohnliches. 18) Eine Meinungsäußerung des„Correfpondent, Wochenschrift für Deutschlands Äuchdrucker und Sckriftgieher", über den preußischen R�chlSzustand. 19) StettinliüieS. 20) Albeiter-Eommisslonliches. | Aus Miihlheim a. Rh. wird gemeldet,»aß 'dtfrtsetbsi die bekannte Resolution gleichfalls gefaßt wurde.. (Die nachfolgenden Artikel sind theilwcise aus den confiscirten Nummern entnommen.) Deutschland. Berlin, 28. Juli. fWacker anzukaufen� Auf ei» neues Werki„Wilhelm der Erste, König von Preußen," allen„„kö nigs treuen"" Preußen ßcwidmet von Bruno Weißhun, Premicrlieutenant im köuigl. preußischen 2. ponimerschen Grenadier- �Legimeni, Niller:c., wird ur allen Garnisonen zur Subscription eingeladen. Wir wollen nicht verfehlen, den Wortlaut der Aufforderung in einzel- inen Zügen wiederzugeben, und benierken, daß der Verfasser einen Theil des von ihm erhofften Gewichtige Gründe, welche das Gesammiinterefie der zukommenden Ranges alS erster M'nister des Vor» Monarchie berühren und eben deswegen im Schooße siyeg jm Ministerrathe enthoben. Endlich wird beider Häuser selbst einen pairiotnchcn, beredten Ausdruck �r bisherige Stellvertreter des Finanzministers, gesunden haben, rathen ,,ur beschleunigten Einder»,»mg bitter v Sdlraetban tum Staatsratbe ernannt der legale». Vertreter der Böller in den östlichen Reichs- v.-potzgeiyan, zum Wiaalarathe ernannt. i heilen, mid führen die Nothwendigkeit mit sich, von der Dresden, 27. Juli. fZur schleswig-hol- Bcrathung des.Finanzg, setze« für das Jahr I8KS-in st ei n i-jch e n An g e leg cu h e il.s Nach einem Frank- dieser Session abzusetzen. surter Telegramm des„Dresdner Journals" wurde Di- B-sriedigung, mit welcher der Gedanke bei den � der heutigen Sitzung des Bundestages von Ernlgen Jbre« etusichtsdollen. patriotischen Blirtens-.«tistn und iiesseu-Darmstadt ein Antvaa verw-.ll. vermag doch da« Streben Nicht--Zu schwachen, e« möge eine gemeinsame Behandlung der Angebracht welcher in der Hauptsache dahin ging. allen Königreichen und Ländern geuteuischaftlichen Rechte,! Destcrrelch und Preußen die.lnfrage zu Pflichten-pnd. Jnl-ressen in naher Znlunsl ein festes richten, welche Schritte sie gclhan hätten oder de- Band der.Einigung um all» Vvtker dieses Reiches.schliw abstch'tigten, um die noch schwebende Frage der Elb- gen. Es wurzelt dieses Sireben in dem Erkenne» der herzvgthünier einer definitiven Lösung zuzuführen, LobeMdephiigeingeii�-der:M«»a«chie>- es«vurzeit in den ob sie insbesondere gesonnen seien, eine aus freien edlen Gefühlen treuer Liebe»nd Anhänglichkeit an den Wahlen hervorgehende allgemeine Bertreluna Hol- Thron und das Gesammtvaterland.„. stein S zusammen mit einer gleichen Verlrelung S"'1-.[finanzielles. Zur Lage) Schleswigs zur Mitwirkung zu berufen, und mel- te teuer T>rilung publicirt in Ihrem amt- Zeitpunkt für die Einberufung, deren Beschleu- C\ r* TO--. o o. t[itiuw ÄMsurnuvt*» um trutz, uitmjtu Jf'?el?tUni-'5U.Cl*'? am cher Zeitpunkt für die Einberufung, deren Beschleu- luden �.heile das-Finanzgesetz sur l�o. nigung höchst wünschenSwerlh fei, in Aussicht ge- .�.e..Oitde..t,che P-sl' vermmmt. der b.sher.ge kommen wäre. 2) An Oesterreich und Preußen -P.lize.m.n.stcr Baron-Mecserh sei zum Präsiden-. Ersuchen stekle» aui eine A.,tnaw.,s-S8„e!,- len, der Vcrwalimigsmiiitster L'aiser zum Vicepra- sioenten des SlaalorathcS designirl; Holzgethau und , Freiherr v. Hock sollen in den Staatsrath treten. — 29. Juli, f Zur Krisis.) Die heutige „Wiener Zeitung" brmgt in ihrem amtlichen Theile 16 kaiserliche Handschreiben vom 27. d. folgenden Inhalts t Die bisherigen Minister, Staatsminister j Ritter v. Schmerling, Polizeiminister Freiherr ..........er tiefer einzuprägen."(„Rhein. Ztg.") Wien, 27. Juli.[Schluß des Reichs- raths.) Der Reichsrath wurde heute durch den Erzherzog Ludwig Victor geschlossen. In der von demselben verlesenen Thronrede heißt es: Die Erhaltung de« allgemeinen Friedens in Europa, welche stets die Aufgabe der kaiserlichen Regierung war, wird auch fortan Gegenstand ihres ernsten Streben« sein. In der schleswig-holsteinischen Frage wird der Kaiser im Einvernehmen mit seinem erhabenen Bundesgenossen, dem Könige von Preußen, dieselbe einer Lösung entge- genzusühren trachten, wie sie den Interessen des gesamm- len Deutschland« und der Stellung Oesterreich« im Deutschen Bunde entspricht. Mecsörv, Finanzminister v. Plemer, Minister welche an der Kriegführuug ullbeihviligt.waren, des Innern v. Laiser, Justizminister Hein wer- den auf ihre Bitte, unter Anerkennung ihrer treuen, eifrigen Dienste, des Miiiisterpostens enthoben. Schmerling wird zum ersten Präsidenten des obersten Gerichtshofes, der bisherige Statthalter von Böhmen, Graf Belcredi, zum Staatsmini- ster ernannt. Letzterer wird mit Leitung der ge- sammten politischen Verwaltung aller nicht zur un- garische» Krone gehörigen Länder betraut, ihm auch der Vorsitz im Ministerrathe und die provisorische Leitung des Polizeiministeriums übertragen. Der bisherige Präsident deS Ober-LandeSgerichtS ! in Krakau, Komers von Lindenbach wird zum Justizminister, Graf L arisch zum Finanzminister ernannt. Der bisherige Minister Lasser. der siebenbürgische Vicehoftanzler Baron v. Reichen- stein und der Unterstaatssekretär im Ministerium für Handel k. Freiherr v. Kalchberg werden bleibend, letzterer unter Verlethung deS Großkreuzes deS Franz- Joseph- Ordens, in den Ruhestand versetzt. Der bisherige Finanzminister v. P len er wird mit dem Vorbehalte der Wiederverwendung zeitlich pensionirt. Freiherr v. Mecferi, Hein und Ma- rineminister Freiherr».Bürger werden zur Dis- Position gestellt. Das Marincministerium wird aufgelöst, die KriegS-Marine dem KriegSministev unterffellt. Graf von Mensdorff- Pouilly wird auf sein Ansuchen mit dem Vorbehalt deS ihm das Ersuchen zu stelle», auf eine Aufnahme'SchleS- wigs in den Deutschen Bund hinzuwirken. 3) Für diesen Fall wolle Bundesversammlung ihre Bereit- Willigkeit erklären, aus eine» Ersatz der Holstein- Lauenburgischen Exekutionskosten zu verzichten, so wie sich an der Tragung der Kriegskosten bezüglich Schleswigs zu belhciiigen, sei es i» der Weise, daß die Gesammlheit res Bundes für die Kriegs- kosten aufkomme, oder daß diejeiiigen Bundesstaaten, einen verhälinißmäßigen Antheil übernehmen. Der vorstehende Antrag wurde ohne Diskusston an den holsteinischen Ausschuß verwiesen. Luxemburg ent» hielt sich der Abstimmung. Oldenburg bezog sich auf seine in der 14. diesjährigen BundeStagssiyung abgegebene Erklärung. Altvna, 27. Juli. jProtest.) Freiherr von Halbhuber hat gegen die eigenmächtige Gefangennehmung May's und dieAuSwei- fung Frefe'S protestirt. Weimar, 28. Juli.[Fürstenzllfammen- kunft.j Der„Weimarfcheu Zeitung" zufolge ist Aussicht auf eine Zusammenkunft der Fürsteu Oesterreichs, Preußens, BaiernS und Sachsens in Salzburg vorhanden. Stuttgart, 28. Juli.[Parlamentarisches.) Oie Zweite Kammer hat in ihrer heutigen Sitzung sich gegen die Zulassung der Juden in die Ber- waltungSräthe christlicher Stiftungen und für die Ausdehnung der Civilehe aus die Juden ausge- sprochen. Die gemischte Ehe zwischen Christen und Juden ist abgelehnt worden. Ausland. II PariS, 23. Juli.[Die„Tribüne onvrisre" im„Aveuir National". Betrachtungen. Gemeinderathswahlen. Cholera.) Da« offiziöse„Journ. de l'Empire", auch ,,Le Feuilleton. Festgruß zum Abgeordnetenfkste in Köln. «(Bon Emil RitterShaus.) �Der Rhein I— Wem geht das Herz nicht auf, wenn er des Stromes Woge schaut, -Au dessen Ufern Winzerhand mit Fleiß die edle Rebe baiit?— Hier ist der Gau, wo allerwärtS der Sage leise Stimme tönt: Tie flüstert in dem Epheulaub der starren Felsen bürg- gekrönt. «M Kmizgang murmelt'« wie Gebet, wie Jagdruf vom •. Ruinenstein Aliagt es zu Thal wie Hörnerklang.— Der Deutsche Gange« ist der Rhein! Er ist der Sage heil'ge Flut; sie redet hier mit tau- � send Zungen. versenkt im s-nd'geu Bette ruht der alte Schatz der Ni- . belungen. klingt ei» Lied von Wodan« Jagd im Herbftsturm au« » dem Schwall der Wogen; Eon Roland» Sehnen fingt bei Nacht die Nachtigall am Rolandsbogeu Zur Maienzeit; am Drachensel« erzählt das.Boll vom gift'geu Drachen, Bom Lindwurm, den der Jungfrau Haud gestoßen in den Höllenrachen. Doch ist der Rhein ein Träumer nur uud ist der Sage Wunderkron' Sein einz'ger Schmuck?— 0 dreimal Nein! Der Rhein ist sreier Alpen Sohn! Er trat an'« Licht, wo hoch im Blau der Adler seine Kreise zieht; Der Eisesbrecher sang, der Föhn, sein sausend', brausend Wiegenlied. Lawinen sprangen niederwärts mit seiner Flut als Spiel- gestnd!— Mehr als ein Träumer ist der Rhein, da« freigeborne. Schweizerkind!----- Der alte Rhein hat viel erlebt, gesehu aus seinen Wellenbahuen. Er sah in Elsaß' Deutschem Gau da« Fl-tteru der Fran- �osenfachneu» Er hat'« geseh n uno steh,'« noch heut. Er wird es sehn — wer weiß, wie lange!— Für heut' erzählt mei» Lied euch nur, was hier, au dwsem Userhaoge, An»iesea Bergen, d-raus sich einst das RiUerthum die Burgen baute,.... n, Das freigedor'n« Schweiz« lind, der Rh et» in alten Tagen schaute.— Auf ihren Burgen saßen einst die Herr'n von altem edlem Stamm Und schauten nieder ailf deu Rhein vom hohen, fels'gen � Berges kämm. De« Schifser« Nachen schwamm vorbei— da stieß der Thürmer laut in'« Horn! „Halt an, leg' an, du Schisserknecht! Für un« de« Landes Most uud Korn! Dein Silber her und her dein Gold! Für uns de« Kauf- Herrn reich' Geschmeiv'! Der Rhein ist unser, war e» stet« und wird es sein io Ewigkeit!" So sprach da« edle Ritterlhum und barg den Raub in festen Kammern. Macht ging vor Recht! Wer sragie wohl nach eines armen Knechtes Jammern? Zum Himmel schrie de« Rechtes Bruch!— Wo blieben de« Gericht« Posaunen?— Es sprach der Bogt den Urtelssprnch nach seiner gnäd'- -gen Herrschaft Launen, Und aus die Kanzel stieg der Psaff und machte klar dem Bilk die Thesen, Da» sei der Herrschastheil'ges Recht und sei'S von Ewig» keil gewesen! Doch Rache dam!— Wer kennt sie noch, die auf deu Schlössern hier gehaust. Die aus de« Bürger« Haupt gelegt die stahldewehrt« Adelsfaust?