Nr. 112. Berlin, Mittwoch den 9. August 18«3. Jolilit Demokrat. w, s«......w,i<«.«♦ Oraan des Allicmciimi deutschen Arbciter-Vcrcins. mit Ausnahme 0»«. DreSdnerfiraßc Nr. 8�. der Sonn« und Festlaze. Redigirt von I. B. v. Hofstetten und I. B. v.«chwcltzer. Abonnements-Preis fllr Berlin incl. Bringerlohn: vierteljährlich 18 Sgr., mo- natlich ö Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Post- ämtern iSN/z Sgr.. bei den preußischen Postämtern im nitbipreußischen Deutschland 183/4 Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.(fl. 1. 45. südd., fl. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Bestestungen werden auswärt« auf allen Postämtern, in Berlin auf der Eppedillon, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß-Tompagnie, Scharrenstr. I, lown auch unentgeltlich von jedem„rolhen Dienstmann" entgegen genommen. Inserate(in der Expedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Pettt'ijeu« Arbeiler-Annoneen mit 1 Sgr., bei sonstigen Ännoncen mit 3 Sgr. derecvner. Agentur für England, die Eolonieen und die überseeischen ständer: blr. Leocker, 8. l.iltlo Xerv.I'ort-Llreet, I.«icester-8gu»rs Vf. C. London. Agentur fllr Frankreich: G. A. Alexandre, Strassbonrg, 5. Rue Brnlee; Paris, 2. Cour du Commerce Saint-Andrd-des-Axts. Wischer wo die surt fid land« z zehn Je fchen P Einheit nicht gl unser r auszog, de« ga: Es mif wird, (Große ich vor mögen in Frc Deuts daS Gl leben h Di Mi! der Ml aebens den'Ba tung d Entsche die gro der ge wendet verfitäi Parlan Wort ganz e> daS R Malme und dl Spur knickte nach F Einig!! „verehr Herr v rathe s die gez und ve den dr bemllh «n; o( Patriol Saßen den wi mit de> Frankfi soll die werden nod> vl aber eS Schille kunft!' zu ahn Wa erzähle Jahre Jahrhu Walzer In Wi Die vorige Nummer des„Social-De- mokrat" ist polizeilich confiscirt worden. Dieselbe liegt in erneuter Auflage(als Nr. 111a), mit Weglassung aller Stellen, welche möglicherweise die Confiscation verursacht haben können, der heutigen bei. politischer Theil. An unsere Parteigenossen. Berlin, 8. August. Die social-demokratische Partei ist fort- während der Gegenstand von Besprechungen in der deutschen Presse, wobei vielfache Mißver» ständnisse noch immer hervortreten. Es ist uns natürlich nicht mbglich, nach allen Theilen Deutschlands hin zugleich bald diesem, bald jenem Blatte Aufklärung zu geben. Und leider ist es uns durch die Berliner Polizei auch unmöglich j gemacht, durch leitende Artikel einmal für allemal die einschlägigen Verhältnisse nach allen Seilen hin klarzustellen. Wir müssen also erwaxten, daß durch unsere Haltung selbst nach und nach ehrliche Die Berliner Polizei hat unser Blatt abermals WWMWW�D�DWWDWW Wir sehe» uuS in Folge dessen zu einer vor- Prestorgane die richtige Anschauung gewinnen und läufigen Ankündigung veranlaßt. An�wei Aus'Lsungen größerer Blätter indessen Gerade d.eien.gen Artikel, wegen deren doch heute kurz-mg-hen. Conftscationen einzutreten pflegen, und in der Die„Schlesiscke Zeitung" spricht in einen. Regel solche, welche entweder eine von uns Artikel, der die Haltung unserer Partei in der für nothwendig gehaltene Meinungsäußerung � Kölner Festangelegenheit behandelt, die Befürchtung Namens unserer Partei dem Gesammtpublicum auö„wir würden uns zwischen zwei Stühle setzen." gegenüber over einen wesentlichen Beitrag zur Möge die„Schlesiswe Ztg." bedenken, daß, wie Aufklärung unserer Partei selbst enthalten.-vir wiederholt erklärt haben, die Arbeiterpartei eine ES ist klar, daß wir die Ausübung einer! �bstst°nd,gt, der feudalen wie der liberalen Pflicht, die wir dem gestimmten deutschen Ar- beiterstanre gegenüber übernommen haben, nicht von dem Gutbesindeu der Berliner Polizei ab- hängig machen können. Darum unfern Freunden nachstehende vor- läufige Anzeige: Wenn, wie es den Anschein hat, die Eon- Deutschland. Qrrn!8etiia� August. sDas Votum des , istens besagt zuverlässigen Angaben nach: Ernzen von Augustenburg fehlt jedes! � I-onSrechl auf das Ganze oder einen Theil! .P'�vflchßcher, sowohl weil sein Vater Verzicht � ' t'e 1DCÖen tcr Thronfolgeordnung zu I tuffentcn Anordnungen im Boraus anerkannt hak, , a.uch vieil die Primogeniturerbfolge im augnsten- l ourglschen Hause nicht nachweisbar ist; 2. dem Groß- herzog von Oldenburg steht nur ein eventuelles Re- ! �vstonsrecht auf den Gottorp'fchen Antheil zu; 3. die. -�uccetsion Christians IX. ist nach dem Thronfolge« geietz vom 31. Juli 1853, welches in den Herzog- humern rechtskräslig publicirt und eingeführt wurde, allein als rechtsgültig auf das Ganze anzuerkennen, unc dessen volles Recht ist durch den Wiener Frie- en auf Preußen und Oesterreich übergegangen. EonfiSeationen der Blärterf auf Grund von Artikeln über die Kölner Fest- angelegenhcit dauern in den verschiedensten Th-il-n � Preußens unnnlerbrochen fort. Eine geordnete Liste j über bicfe Pvlizcimaßnahmen zu führen, wäre zwar obenswerth, ist aber kaum durchführbar. Haniburg, 4. August. sZur Arbeiter- träges berichten die Blätter unter dem heutigen Datum: 3n den Kreisen der Arbeiter und Arbeitersreunde .Q. Ein st--.,!.»-» mW.- so wird man Einrichtung tiessen, daß von>.!'ip Dieser Correspcndent berichtet nun zig oder Hamburg aus, unter Befolgung der Bourgeoisiepartei gegenüberstehende Partei ist und daher in die Lage kommt, bald dieser, bald jener gegenüber Front machen zu müssen.*) Wenn die „Schles. Ztg." dies„sich zwischen zwei Stühle mau oet Polizei m°a,u«"°'"�Anden Arbeiter. setzen" nennen will, so finden wir zwar d-n Aus-> �ns.�aß�mm.l.ch�.., gesunden. druck sehr unzutreffend, wollen uns aber um bloßer Worte willen nicht streiten. Die„Augsb� Allg. Ztg." hat emen Cor- herrscht seil einigen Tagen wieder gwße Aufregung' Erlaß der Polizei ist dazu Veranlassung! deyew�� � sie nach drei Tagen keine Beschäftigung � Hamburg wieder verlassen �ll-u. wahres � dortigen Preßgesetze, alle wichtigeren Artikel unse-""'N�die R-dae.ivn des.Svei-l-Demakrat-n" ist . �.— I--- Vi/vyvil Wie z/ituuiuvu VC«? vc lui'-c, t«ivii viicu i|» res Blattes zur Keuntlllß der Partelge- Anklage wegen Aufreizung zum Ungehorsam gegeil Ge> Nossen gebracht, auch an die hervorragenderen setze oder obrigkeitliche Anordnungen und Anpreisung P r e ß o r g a n e und die bedeutenderen L e s e t a b i-! strafbarer Handlungen erhoben worden In seiner gestn- »..t. gen Nummer spricht diese« Blatt von dem Kolner Fest. nette regelmäßig verschickt werden. essen als von einer„elenden Fresserei" und„Champagner. Das Nothige dieferhalb wird für alle Falle schlemmerei," und nennt Herrn Classen-Kappejnianii eine schon in den nächsten Tagen vorbereitet werden.—„Jammergestalt"— Bezeichnungen, welche die Kreuz- __ zeitung heute mit sichtlidiem Behagen nachdruckt. Wir finden diese Art der Berichterstattung— ! a US der le Ihi' V""*»roc.. yc.......... fmb r0"8 welchem Grunde) ausgeschieden Iva' r w® uachdem sie acht Tage ohne Ar« wo fbre-f'',u� i'em Stadthause erscheinen sollen, bäiiae,,!?rr 4, 8om Gutdünken des Polizeiherrn ab- in Reran�w S Arbeiterbildungsvereitt dielt gesteril "."""lassung dieser Verfttqunq eine öffentliche Äer« Hauw uro« � �loß. sich mit den übrigen Arbeitern Verordnung zu�eimgeu�""��'�'' Wir wundern Das -n-gen. I Freunde nh,r daß uns unsere Hamburger gesübrieu diesen ge�cu die Arbeilseinstellungeil 3 suyrteu schlag«och nichts Näheres berichtet haben. M �-- Sur- Köln, die Donrgtliisle und wir. wir und sicherlich mit Recht— nicht in Ordnung. Wer solches liest, muß glauben, wir schrieben heute Die unter diesem Titel begonnenen Artikel sind das Gegcntheil von dem, was wir gestern geschrie- ir leider genöthigl abzubrechen, bevor wir noch den. Wir richten daher an den verehrlichen verrn Magdeburg. 7. August, theil- �e. ger Arbeiter-Prozeßs. Sammlliche� vor worden. zum eigentlichen Gegenstande der Besprechung ge langt sind. richten daher an den verehrlichen Herrn (—) Correspondenten der„AugSb. Allg. Ztg." die ..... L__.x. aoi.i.A.. v... O.f..... w- o cr*r..» y- /T"< ergebenste Bitte, den Lesern dieses Blattes die Sache Insoweit eine Kritik des Junkerthums unmög- in' ihrem richtigen Zusammenhange auseinandersetzen lich ist, müssen wir selbstverständlich auck, auf eine zu wollen.— Kritik des liberalen Bürgerthnms verzichten. �--- Wollen unsere Leser daher diese Artikel als ab- gebrochen betrachten.— *) Auch die„Ostsee«Ztg." möge diesen Punkt beher- zigen. welche wegen der Arbeiter-Coalition in � Gericht gestellt waren, sind freigesprochen Der Präsident des Gerichtshofes ermahnte die Angeklagten zur„Versöhnung." * Stuttgart, 5. August. jZur R-d-fr-'- Heus. Der Abgeordnete Hopf, Redaktelir „GradauS", interpellirte den Minister des Acut: in Betreff deS Ordnungsrufes, welcher ihm. t nach Ablauf von ackt Tagen!! wegen. Aeußerung über den König von Preußen* C worden war, und fragte, ob derselbe aui)-.. preußischen Reclamation erfolgt sei. v Bo, gelung Mit endlich der Un un Fr Welt" die Ges einer 'mit« kei dest deuten die HL Folge völlig Strauß die Mi Nachdev �hampi beginne jedoch wort ward verweigert. Hopf führte hierauf bei dem Präsidenten und der Kammer Beschwerde, ward ; jedoch abgewiesen und behielt sich weitere Schritte � vor.—(Die„Nordd. Allg. Ztg." denienlirt llbri- gens die Angabe, daß der preußische Gesandte in Stuttgart wegen dieser Aenßeruugen des Abgeord- neten Hops in der zweiten Kammer reclamirt hätte. und bemerkt, die württembergische Regierung habe dem preußischen Gesandten von selbst ihr Bedauern über den Vorfall in der Kammer ausgesprochen). * Wiesbaden. 5. August.[Zum„Um« , f ch w u n g" in Nassaus, von dem manche Blätter Iso viel AushebenS machen, wird der„Vosi. Ztg." geschrieben� Spanien könne seine Gelder, wenn es deren habe, auf bessere Weise verwenden.— Ollivier ist aus der Liste der pariser Advokaten gestrichen worden, weil er nicht vor dem Conseil erschien, der ihn vor sich gefordert. Ein Advokat, über den eine solche Maßregel verhängt wird, kann nie mehr Advokat in Paris werden. Doch steht Ollivier noch die Appellation an den Gerichtshof frei.— Ein großer Theil der pariser Modemagazine ist geneigt, ans das Verlangen ihrer Commis einzugehen, die Läden des Sonntags zu schließen.— Im letzten Monat haben 119 Falliments in Paris stattgesunden. — sZuili Schreiben des Herrn v. Lava- lettes, worin ein wenig Liberalismus zur Schau geforderten Garantieen für die Personen und die Interessen eines Theiles der Bevölkerung von Domingo werden nicht beachtet, und er hat deßhalb eine Proclamation erlassen, in welcher er erklärt, daß 1) Spanien, indem es die Insel räumt, sich alle Reckte einer Wiedereinverlcibung derselben vor- behält, daß 2) der Krieg zwiscken Spanien und San Domingo fortdauert, und daß 3) die Blocade aller Häfen und Küsten von San Domingo fort- dauert. Die Dinge werden hier nach wie vor in der seit vielen gktragen wird, berichtet die„Köln. Ztg.": Jahren beliebten schwarz-gelben Weise abgehandelt wer> den. Weil l) der Herzog nicht im Geringsten seine bis- herigen Anschauungen geändert, und namentlich nicht seine bei so vielen Gelegenheiten aufs Entschiedenste aus- gesprochene Anhänglichkeit an Oesterreich in eine„warme Das Schreiben hat im Allgemeinen eine» guten Ein- druck gemacht; doch wie wir gestern die Sache auffaßten, greift sie heute auch die„Presse" auf. Dieses Rund- schreiben, meint dieselbe, sei nur eine Borrede, au« der erhelle, wie auch in Regierungskreisen jetzt die Wahrheit Äebe für Preußen"*) umgeändert hat; 2) weil der einzige; Wurzel fasse, daß Ordnung im Lande herrsche, daß da« Und wirklich das„System" anzeigende Staalsminister,! Land reis für die Freiheiten sei, um die e« England, der seit dem 7. Februar 1852 sungirende Prinz August -Ludwig von Sayn-Wiltgenstein-Berleburg, der an allen gegen Preußen gerichteten Bestrebungen der Würzburger d. d. Psordten, v. Beust und v. Dalwigk, namentlich auch an den wiederholten Versuchen, den preußischen 'Zollverein zu sprengen, aufs Eifrigste Theil ge- nommen hat,— weder seine bisherige Stelle noch seinen bisherigen Einfluß verloren hat, und sortfahre» wird, ebenso in schwarz-gelbem Sinne zu arbeiten, wie er es seit den Zeiten des Prinzen Emil von Darmstadt und denen des Reichsverwesers Johann von Oesterreich gethan Belgien, Holland, die Schweiz und Italien beneide, welche im Vollbesitze der Preß-, der Verjamniluugs- und Vercinssreiheit seien, dieser Dreiheil, welche nothweudig zur Ausübung der vierten Freiheit sei, der Wahlsreiheit; diese letztere iei nichts werth, wenn sie nicht zur Erlau- gung der drei anderen führe; beiße es nicht, Frankreich moralisch lief erniedrigen, wenn man ihm zumuthe, sich bei einem Systeme zufrieden zu geben, das dem so weit zurückgebliebenen Spanien nicht mehr genügt und das in dem ehemaligen Neapel, Parma und Modena der vollen Freiheit habe Platz machen müssen? Auch die hat. Werren ist nicht vom Schauplatz abgetreten; er ist- Handelsfreiheit, weist die„Presse" nach, kann nur gedeihen, als Mitglied des nassauischen vom Herzog selbst präsi- i wo jene anderen vier Freiheilen herrschen, und England dirten, die Stelle eines Ministerconseils vertretenden hätte ohne ihre Hülse sich den ehernen Banden des Staatsralh« vor wie nach einflußreich. Die Hauptstützen Schutzsystems nie entwunden. Durch die Versammlungs- des Ministeriums Wittgenstein waren bisher die durch»nd Vereinsfreiheit schlug Cobden 1846 Robert Peel und durch klerikal wie österreichisch gesinnten, da« nassaui- sche Kriegswesen besorgenden Herren Franz von Hol- dach und Hieronymus von Ziemiecki; diese beiden Kriegsmänner habe ihre Stellungen nicht eingebüßt; sie genießen vor wie nach das größte Ansehen beim Herzog. Der zum Präsidenten der Landesregierung— und nicht wie man hier und da zu sagen beliebt, zum Minister des Innern ernannte Winter, ist ein alter Büreaukrat vom reinsten Wasser, von großer Zähigkeit nnd Festigkeit, der Impfen« gesunbheitspolizeilich wäre. Die Geschichte der als ein großer Freund Oestereichs und der„Projekte" j Schutzblattern im vorigen sei genau die Geschichte der der Mittelstaaten längst bekannt ist. Winter ist nur weit Versammlungs- und Vereinssreiheit in unserem Jahr- fähiger, bedeutend kenntnißreicher und viel klüger als hundert. Seil wann habe die Revolution in England Werren, der was Kenntnisse und Fähigkeiten betrisst, von ausgehört, Feuer zu speien? Seit sie durch die Freiheit deu meisten AmtSmännern llbertroffen wurde. Der ganz paralisirt ward. Wann werde der RevolurionSgeist in und gar einflußlose von Gagern ist abgetreten. Wo soll Frankreich völlig ausbören? Wenn der Geist der Freiheit da der Systemwechsel liegen? Prinz Wittgenstein ist vor in seine vollen Rechte eingesetzt worden, wie in England. wie nach Staalsminister, und zwar der einzige, dem der Wenn dies aber früher oder später doch geschehen müsse, Regierungspräsident, jetzt also Wilhelm Winter nicht � warum nicht lieber heute als morgen? Denn warum aus dem Felde, nnd durch sie ward 1848 verhin dert, daß die Februar- Revolution in London und in England nicht jene Erschütterung zur Folge hatte, die in Wien und Berlin erfolgte. Diese Frei« heilen wirkten als Schutzmittel gegen die Revolution, wie das Impfen gegen die Pocken; die Versamm- lungs- und Vereinssreiheit in unserem Jahre 1865 verbieten, sei politisch dasselbe, was das Verbot des coordinirt, sondern subordinirt ist. Möge sich unsere Kammer hüten, jetzt vorschnell, gleich der Mittelrh. Zeitung, von Versöhnung und einer neuen Aera zu reden. Eine Versöhnung giebt es für Nassau nur dann, wenn dem nassauischen Volke in der so wichli- gen, alle andern Fragen an Bedeutung weit Überragenden Domainensache— sein Recht geworden ist. Ausland. ertöne der Ruf nach Freiheit? Damit man nicht länger bei den Mitteln aufgehalten werde, ohne die man die großen Ziele unserer Epoche nicht erreichen, die schweren Fragen nicht lösen könne, die volkswirthschastlichen Pro« bleme. So die„Presse." Auch die„France" spricht eifrig für eine gerade, aufrichtig freisinnige Politik, wie sie in dem Lavalette'schen Rnndschreiben anklinge, dem man es ansehe, daß es nicht« zu verlnschen habe. Es i sei der Schlnßact eine« Drama's, in welchem die Regie > rung durch Unparteilichkeit und Mäßigung den Sieg da vongetragen. In ähnlicher Weise sprechen sich die„De bats" und die„Opinion Nationale" aus. Auch der„Eon stiwtionel," der unmittelbar nach den Wahlen mit großer Tactlosigkeit aus deren Ausgang eine Niederlage für die politische Gegner des Kaiserreichs machen wollt-, ist heute * Paris, 6. August. jTageSbericht.j Der „Moniteur" enthält einen Bericht des Marine- Ministers und ein ausführliches kaiserliches Decret Über die Reorganisation des ärztlichen Personals.,,........• P, Und Dienstes in der Marine— Der Staatsratb � mild gestimmt und beschrank- sich au, eine lobprei« und Dlen,res in der marine.-ver«laaisraiv Umschreibung des ministeriellen Documentes. >st vom Kaiser beordert worden, eine gründliche � � � Ab-it über das Ver-insrech. vorzulegen.- Die � nnse'rerseüs finden, daß es zwischen den. ftz-sston der Mun.ctpalMhe w.rd am 13 l. M. December und der Freiheit ke.n- Vermitte« eröffnet werden Das Decre über d.e N�u- Er- � iebt Di- Freiheit wird in Frankreich ihr N nnungen der Gememde-Vorstande.oll im Moni- H�pt erst an dem Tag- wieder erheben, wo der i-ur Mittwoch oder Donnerstag ersche,n-n.— Hr. �irt>"&0,n(T" hlesigen olat- meldet, daß die mit der englischen Post eingetroffenen fa>t ohne Ausnahme mißbilligt,»ic meinen, Ngdjnchteii aus San Domingo ernster Natur sind. „*) In wiefern übrigen» in einer„warmen Liebe für Di- Zwischen General Gandara und den Com- l>-ußen" ein Fortschritt vom deutschen Standpunkte aus!'N'Isaren der Landes-Reg.erung abgeschlossene Ueber- Pfunden werden könnte, ist unseres Erachtens unerklärbar, elnkunfl lU von Letzterer mcht genehmigt worden. (Anm. d. Red. de«„Soc.-Dem.") Die von dem spanischen General als unerläßlich Vermischtes. —(Die Berliner Maurer- G esellen.) Am 6. d. M. fand im Lokale des Berliner Handwerkervereins eine Versammlung der Maurergesellen statt. Von den beide» in der Versammlung vom 25. Juni d. I. beschlossenen Schreiben an die Regierung zu Potsdam und an die hiesige Meisterschaft, in denen eine Lohner- höhung von 33>/2 Prozent gefordert werden sollte, ist letztere« abgegangen. Es ist daraus die mündliche Ant- wort erfolgt, daß die Meister sehr wohl das Gerechte der Forderung einsehen, daß die Meisterschaft jedoch nicht einseitig vorgehen könne, sondern es müsse die Regierung bei ihren Bauarbeiten ein Gleiches lhnn. Es wurde nach Mittheilung dieses Bescheides beschlossen, jetzt das Ge- such an die Regierung zn Potsdam abgehen zu lassen, und wurde ein von Herrn Moritz vorgelegter Entwurf eines Gesuche« angenommen. * lEin nächtlicher Scandal in Düsseldorf.) Die„Rhein. Ztg." schreibt vom 7. d.: Ueber einen Vorfall, der vorgestern Abend in der Goldtsteinstraße sich ereig- uete, sind so übertriebene Gerüchte im Umlauf, daß wir desselben»olhwendig erwähnen müssen. Aus gut unter- richleler Quelle geht uns hierüber folgende Mittheilung zu: Zwei Militairpersone», worunter ein Ulanen-Officier, kamen an jenem Abend kurz nach 9 Uhr über die Goldt- steinstraße,— blieben vor einem Hause, hinter dessen Fenster sie Licht bemerkten, stehen und versuchten die Thüre zu offnen. Als die« nicht gelang, vernähme» die sehr achtbaren Bewohner dieser Straße, welche ja auch von unserm Herrn Oberbürgermeister bewohnt wird, mit Erstaunen folgende, von laulem Gelächter und Schreien oft unterbrochene zärtliche Declamation:„Kommen Sie heraus,� Fräulein 3£.! ach, öffnen Sie, holder Engel, lassen Sie uns herein,— wir wollen Ihnen ein ver- gnügtes Stündchen bereiten,— wir kommen direkt aus dem M.-Kasten!"— Damit nun aber diese Serenade auch eine entsprechende musikalische Begleitung habe, rissen die Herren während derselben einen Hausen der in der Nähe befindlichen Trottoirsteine auseinander und trommelten recht wacker ans die ihnen verschlossene Thür. Die Dame des Hanse«, welche die Rückkehr ihres Ge- mahlS jeden Augenblick mit Ungeduld erwartete, vergaß endlich ihre Furcht, und eilte entrüstet aus den Balkon, um die Ruhestörer kennen zn lernen, floh aber bestürzt wieder zurück, als sie von dem Geschrei:„Ach, ca ist sie ja!— Kommen Sie!— öffnen Sie, holder Engel!" empsangen wurde. Inzwischen war ihr Gemahl in Begleitung eine« Freundes angekommen. Die Herren blieben verwundert stehen, als sie an beireffender Stelle den lauten Scandal vernahmen. Auf ihre Ansrage, wa« der Unsug denn eigentlich bedeuten solle, hieß es: „Wer seid Ihr,— was wollt Ihr Schw.. de von uns?" Die Herren fanden e« nicht sllr angemessen, mit jenen feindlichen Gewalten im nähern Verkehr zu treten, — sie erwiderten nur drei Worte, welche aber eine so wunderbare Wirkung ausübte», daß im nächsten Moment auch nicht die Spur mehr von jenen Ruhestörern zu er- blicken war. Wie wir nachträglich hören, soll unter jenen drei bezaubernden Worten sich der Name des Regiment- CommandeurS»nd der eine« Tumnltanten besunden haben. Die zertrümmerten Trottoirsteine lagen bis heute Mittag noch vor dem betreffenden Hause und ist die be- schädigte Fenstereinfassung ebenfalls noch zu sehen. —(Angust-Schnee.) Wie steierische Blätter mel- den, ist gestern und vorgestern in den obersteierischen Ge- birgen und ans den Kärntner Alpen viel Schnee gefallen. Alle von Graz aus sichlbare» Gebirge zeigten schneebe- deckte Kämme. Gleichzeitig wllthele ein sllrcherlicher Orcan; er zog von den Windischbüheln aus in nörd- sicher Richtung Gleichenberg zu»nd richtete, namentlich in den Obstgärten, bedeutenden Schaden an. —(Das Neueste aus dem Welfenreich.) In Norderney fand am 1. August bei Hof ein Diner statt, an welchem auch das Brautpaar, Prinzeß Alexandrine von Preußen und Herzog Wilhelm von Mecklenburg Theil nahmen. Bei Tische geruhte Seine welfische Ma- jestät auf das Wohl des durchlauchtigsten Brautpaares einen Toast auszubringen und stimmte daraus„nach althannoverscher Sitte" ein„Hep Hep-Hurrah" an. welches neunmal wiederHoll wurde und wobei Se. Majestät die Nagelprobe machte. —(Audi ein Beitrag zum Kölner Fest.) Die spanische Zeitung„Jberia" rheilte ihren Lesern bei Ver«