Nr. 123. Berlin, Dienstag den 22. August SoMWWtlW Di-s- täglich Organ des Allgemeinen dcntslhen Arbeiter-Vereins. R.d.cti°�und �p.dw°n. d» Sonn- und Festtagt. R.digirt von I.».». Hofsitttt» und Z. V. v. Schwtitztr. Dr-sdnerstraßeNr. 85. AbeuncmtNtS-PrciS Istr Berlin incl. Bringerlobn: vierteljübrlich 18 Sgr., monatlich G Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.! bei den Königl. preußischen Post- ämtcrn 22>/z Sgr., bei den preußischen Postämtern im nichtpreußischen Deutsch- land 18�/« Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.(fl. 1. 45. slldd., st. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Bestellungen werden auäwärt« auf allen Postämtern, in Berlin aus der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß-Eompagnie, Scharrenstr. 1, sowi« auch unentgeltlich von jedem„rothen Dienstmann" entgegen genommen. Znserate(in der Expedition auszugeben) werden pro dreigespaltcne Pctil-Zeile bei Arbeiter-Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 8 Sgr. berechnet. Agentur für England, die Eolonieen und die überseeischen Länder: dir. Bender, 8. Little New-Port-Street, Leicester-Square W. C. London. Agentur für Frankreich: ll. A. Alexandre, Strassbourg, 5. Rue Brnlee; Paris, 2. Cour du Commerce Saint-Andrd-des-Arts. politischer Theil. Berlin, 21. August. „Die Comnilssion fürdic Arbeiterfrage" — so wird die fragliche Commisston im ministe« riellen Organe gewöhnlich genannt— wird unS trotz der wenig sanguinischen Hoffnungen, mit denen wir ihr Znsamnientreten begrüßt haben, noch mehrfach beschäftigen muffen. Wir glauben nun den Wünschen unserer Leser entgegenzukommen, wenn wir ihnen zunächst die Urtheile der Presse, so weit diese sich bereits geäußert, vorführen. Bon den Berliner Zeitungen waren eS bis jetzt nur die ministerielle„Nordd. Allg. Ztg." und die zum linken Flügel der liberalen Partei gehörige „Berl. Ref.", welche sich in dieser Sache ausge- sprachen haben. DaS ersterc Blatt, nachdem es sich darüber beschwert, daß die FortschrittSpreffe, die doch so schnell bei der Hand sei, wo eS etwas zu tadeln gebe, sich so schweigsam verhalte in einer Sache, wo eS selbstständige Gedanken zu Tage zu fördern gelte, fährt fort wie folgt: In der Thal, die Aufgabe der Eommisston ist eine große und schwierige. ES kann sich für sie allerdings nickt darum handeln, daS Unmögliche möglich zu macken und einen Gegensatz ausgleichen zu wollen, der, wie die socialen Berhäl kniffe gegenwärtig liegen, unanSgleichlich ist: den Gegensatz zwischen Capital und Arbeil;— aber eS wird sich da- rum handeln, den Versuch zu mache», einen Weg zu finden, aus welchem dieser Grundsatz minder schroff Hervorlritt, die Kämpfe zwischen beiden Gegnern minder schmerzlich für dieselben und miu- der gefährlich für die Gesammtheit des StaatSkörperS werden, als es bisher der Fall war. Die Commission wird sich speciell mit der Erwägung zu beschäftigen haben, ob das Coalitionsreckt zum Zweck der Arbeitseinstellung zu diesem Ziele führen würde. Wir sind allerdings der Ansicht, daß dies Recht, auf welches der Arbeiterstand so große Hoffnungen setzt, dem- selben gewährt werden müsse. So lange die Gesellschaftsordnung eben nur auf dem durch die Principien von 1789 herbeigeführten Jndivi- dualismnS beruht, würde e« eine Ungerechtigkeit und eine Gefahr sein, die Freiheit de» Individuums in dem Gebrauch seines eigensten Rechte« zu beschränken, de« Rechtes in der freien Disposition über sein Eigeulhum: seine ArbcitSkrast. Wir sagen: eine Ungerechtigkeit;— denn der Staat fordert von dem Arbeiter die Steuern und diePflicht der Landesvertheidigung, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie sich innerhalb einer gewissen �Sphäre das Einkommen des Arbeiters auf und ab bewegt. Und wir sagen � eine Gefahr;— denn wenn diese Ungerechtigkeit eine so zahlreiche Klasse der Staatsbürger trifil, so würde e« eine naturgemäße Conseqnenz sein, daß diese Ungerechtigkeit endlickzudenselbenZuckun- gen de« Slaaisleben« führt, durch welche in Frankreich der dritte Stand feine Gleichbe- rechtigung mit den bevorzugten Ständen her? beiführte. Dennoch muß man sich vor dem Gedanken hüten, daß da« Coalitionsrecht und die daraus entspringenden Arbeitseinstellungen nun auch wirklich da« Universal- beilmittel feien, die socialen Verhältnisse der Arbeiter zu verbessern, und man darf nicht ohne Weitere« annehmen, daß der Gebrauch dieser Waffe nicht oft genug für den Arbeiter selbst eher gefährlich, al« nützlich sein könnte. Wir find gewiß der Ansicht, daß die Reclamationen der Arbeiter häufig nur zu begründet sind, daß dieselben in ihrem Einkommen nicht die beiden Bcdinguisse finden, die dasselbe bieten sollte- die Befriedigung der Bedürs- niste de« täglichen Leben« und die Möglichkeit, Erspar- nisse für die Zukunft zu machen. Aber so lange es kein Mittel giebt, die Handelskrisen zu verhüten, so lange es nicht möglich ist, die Consumtivn stets mit- der Produk- tion gleichen Schritt halten zu lasse», und fortdauernd das gleiche Arbeitsquantuni einer gleichen Zahl von Ar- beitern zu überweisen, so langt wird e« kein Mittel geben, zu verhüten, daß Zeiten eintreten, wo die Arbeit weniger begehrt ist und der Arbeitslohn sinke. Auch das CoalitionSrecht und die Arbeitseinstellung werden da nicht helfen, sie werden da« Uebel eher ver- schlimmer», und e« wird daher um so nothwendiger sein, daß der Arbeiter von diesem Rechte nur dann Ge- brauch mache, wenn er wirklich eine Aussicht aus Er- folg h-t. Da« Beispiel anderer Länder lehrt uns, daß die Ar- beiter bei ihrem Streben, ein« Erhöhung ihre« Lohne« zu erzielen, nicht erst alle Mittel erschöpsen, die sich ihnen rarbieten, um zu einer Verständigung mit ihren Arbeit- gebern zu gelangt», daß sie vielmehr de» Kamps gegen � da« Kapital als ihre recht eigentliche Aufgabe anfehen, und nicht bedenken, daß e« eine Verständigung mit dem . Kapital ist, welche sie suchen müssen. Denn in dem Kampfe gegen da« Kapital werden die Arbeiter-Coalitionen jedesmal unterliegen, weil in diesem Kampfe noch ein zweiter Gegner gegen den Ar- beiter auftritt, unwiderstehlich und unerbittlich- die Sorge für da« tägliche Brod. Und dieser Gegner wird den Arbeiter, nachdem derselbe freiwillig ans sein Einkommen verzichtet, Zug um Zug matt setzen und ihn, nachdem die mühvollen Ersparnisse vieler Tage aufgezehrt sind, in noch schlimmerer Lage als zuvor, dem Kapital überliefern. E« wird somit im Interesse de« Arbeiters liegen und im Staatsinteresse zugleich, dies zu vermeiden, die Arbeitseinstellungen für den Arbeiter mit möglichst ge- ringen Opfern zu verbinden und überhaupt die Arbeit«- einstellungen so viel wie möglich auf solche zu beschrän- ken, au« denen für den Arbeiter wirklich ein Vortheil zu ! erwarten ist. Hiermit werden wir uns in der nächsten Nummer beschäftigen. Die„Berl. Ref." hebt zunächst tadelnd hervor, daß der Commission keine Borlagen von Seiten der Regierung gemacht würden, und fährt dann, von den Mitgliedern der Commission sprechend, wie folgt fort- Als was kommen sie zusammen? da« wird oder sollte die erste Frage der morgen Versammelten sein. Sie sollen— fo scheint e«— die Vertreter der Arbeits- welt in Preußen sein, aber sie sind— so ist es— nur die Vertrauensmänner de« Ministerium«. Es mag sein, daß diese« mit unparteilicher Hand au« den ver- schiedcnsten Schichten der socialen und selbst der politi- schen Anschauung gewählt hat; da« ersetzt aber heut zu Tage doch die einzig probehalsige Legitimation nicht, welche au» Wahlen hervorgeht und dessen möge» die : Mitglieder dieser Commission zunächst eingedenk sein-• 1 fie vertreten nur sich und daraus stießt naturgemäß al« � ihre erste Ausgabe die Prüfung. in wie weit ihre jetzige Zusammensetzung offenbare Lücken zeigt und ob ganze Arbeiterklassen draußen vor den Thüren de« Portals 1 stumm stehen gelassen worden find? Ein Blick lehrt die Nvthwendigkeit dieser Frage. Ja, die gesammte riesengroße Klaffe der ländliche» �Arbeiter, mit ihrer riesengroßen Last socialer Roth und Hilfsbedürfnisses, ist nur vertreten durch zwei Ar- beitgeber, Mitglieder de« LandeSökonomiecollegium«, und bekannte Industrielle des platten Lande«. Und doch wie werthvoll ist c«, daß diese zwei Namen sich in der Liste der Eingeladenen befinden, denn sie lehren, daß die Re- gierung selbst eine Berechtigung, wenn auch nur mit fehr leisem Kopfnicken, anerkannt hat, die Coalition«- frage in der Weise, wie da« der Abg. Becker mit seinem Amendement bereit« bei der Verhandlung in der Landes- Vertretung gethan hat, auch hinauszuerstrecken auf jene großen BevölkernngSschichlen, bei denen die Coalition, ! die Arbeitseinstellung z» einer politischen Frage ersten Range» emporwächst. Denn eng mit ihr verknüpft ist dort die Reform der ländlichen Polizei, der ländlichen Gemeindeordnung, die Politisirung endlich, die Erhebung in den Staat«-Bürgerstand für die größere Hälfte der männlichen Bevölkerung in Preußen, bei welcher der Begriff der freien Arbeit seit dem gewaltigen Schritte der ersten Jahre dieses Jahrhunderts, seil Aushebung der Leibeigenschaft, in Verkümmerung, in Berknöcherung gerathen ist. Mit diesen beiden Vorfragen, einer geordneten .und nicht blo» verordneten Vertretung der Arbeiter- Interessen in gewählten Körperschaften, und einer For« derung de« vollen Rechte« auch für diejenigen Arbeiter- schichten, welche bei dieser Berathung nicht zum Worte berufen sind— mit diesen beiden Vorfragen hätte nach nnsrer Meinung die Commission, mag sie nun von der Regierung dazu aufgefordert werden oder nicht, sich zuerst zu beschästigen. Au« dieser Diskussion erst wird sie Klarheit über ihre eigene Bedeutung erlangen. Die CoalitionSfrage selbst läßt sich daun beiläufig in einer Frühstückspause erledigen: gleiches Recht und .gleiche Freiheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, ■ wie für jeden Andern im Staate, nicht nur für Arbeil oder Nichtarbeit, sondern für jede Thätigkeil des � bürgerlichen Verkehr«— mit einem Worte: die Gleich- heit vor dem für Alle gleichen Gesetze. Deutschland. * Berlin, 21. Aug.[Zum Ergebniß der Unterhandlungen� verlautet ucch immer nichts Bestimmteres. Da jedoch den bisherigen Annahmen (baß man sich eigentlich nur über eine Regelung des Provisoriums verständigl hat) von keiner Seile widersprochen wird, so liegt kein Grund vor, an der Richtigkeit jener Annahme zu zweifeln. Auch wird aus Salzburg vom 20. d. telegrapdirt, daß die in Gastciu getroffene Uebereinkunft„über eine neue Organisation des Provisoriums i» den Herzogthllmern" an diesem Tage von beiden Monarchen genehmigt wurde._ Anwesend waren am 20. d. in Salzburg- Kaiser von Oesterreich, der König von Preuße, König Ludwig von Baiern, der Großherzog �o Heffeu-Darmstatt, der Großberzoc; ton Oldenburg, verschitdenlliche Zrzher�öge, Bismarck und Meusdorff. — �Die C o m m i s s i o u für die Arbeiter- Slngekgcnbeiten] hielt heute ihre erste Sitzung; es war und jedoch bei dem strengen Ausschluß der OeffenUichkeil und da. unjere P«tei in der Com- Mission nicht � vertreten ist, nicht möglich, irgend etwas über das Borgekomniene;n erfahren. —[{Den yjation alberein betreffend] schreibt sehr mit Recht die Perliner Reform: Wie man au« einer gOegentlichrn Bemerkung der „Deutsch. Allg. Ztg." erfährt, waren während de« Schützen- festes in Bremen Mitglieder de« Nationalvereins zu einer Beraihung darüber zusammengetreten, ob nicht her Berein in eine„Preußisch� Partei" umzttwandeln fei?— Aehnliche Gelüste treten auch anderwärts in der Presse auf und in der Thal ist es Zeit, daß die Ver- kleisterung, die schon im vorigen Jahre in Eisenach es zu so jämmerlichen Refultaten brachte, endlich einem! ehrlichen Bruche Play mache. Der Nationalverein war von vorn herein nichts anderes, als die preußische Partei, der es gelang,' einige einfältige„Führer" der alten Demokratie in ihr Netz zu locken— jenes unverbesserliche Gothaer- thum, welches trotz aller Enttäuschungen und aller ! Fußtritte immer wieder von der Wahnidee der preu- ßischen Spitze befallen wird. Das Komische bei � der Sache ist, daß diese feute die besagte» Enltäu- � s(Hungen und Fußtritte für Zufälligkeiten, für Aus- flllfse der Laune dieses oder jenes Machthabers in Preußen halten, nicht aber begreife» wollen, daß besagte Enttäuschungen und Fußtritte die noth- wendigen Ausflüsse der innersten Natur des preußischen Staatswesens sind. Es! sollen sich doch eine preußische und eine österreichische Partei constituiren! Dann wird das Volk deutlich erkennen, daß nur die radicale Demokratie in Deutsch- land fähig ist, den Dualismus, den Krebsschaden unseres Vaterlandes, zu überwinden. — sGegen die Dcmokraties, zunächst ge« gen Herrn Professor Eckart, von dem wir und nach uns verschiedene andere Blätter etliche Reden und Artikel gebracht, wendet sich die„Volks-Zeitung" in einem besonderu Leitartikel. Es ist das Charak- teristischestc, waS eS giebt, daß diese Leute sich selbst dann erbosen, wenn man nicht« weiter von ihnen verlangt, als waS das Geringste für eine politische Oppositionspartei ist: daß sie wenigstens den vollen gesetzlichen Boden ausnutze, um zum Ziel zu kom- men. Wir sind keine Fanatiker deS„gesetzlichen Bodens"(worüber wir unS demnächst aussprechen werden); allein darin sollten doch alle einig sein, daß so weit das bestehende Recht Hanthaben zur Durchsetzung der Parteizwecke bietet, man dieselben benutzen sollte. Aber nein! Auch daS ist diesen Leuten„zu gewagt!" !—(Zu den politischen Ausweisungen.) � unferer ganzen Vergangenheit wie unserer gegenwärtigen .Der Minister deS Innern hat verfügt, daß ihm Lage, und in keinem Falle können w.r Jnstttut.onen ent- ff. ,v*""rr"*» rw* Haltens erst zur Genehmigung unterbreitet wer � gleichviel ob es durch von der ungarischen und der den sollen. österreichischen Gesetzgebung delegjrle Bevollmächtigte ge- '-�(Weitere Anklagen gegen den„So- schehe, die mit der gemeinschanlicheu Discusjion dieser cial-Dcmokrat"), beziehungsweise dessen verant- präcis zu bezeichnenden Gegenstände, im Rothsalle auch wörtlichen Redacteur. sind erhoben wegen Nr. 94 mit deren Entscheidung berran, sind,»der ob e« aus eine nach 8 101 wegen Nr. 9.'> nach 8 87 und 6 102,-ndere Weise geschehe. Zn einem geniansamen Parka- .ffr..7f-cn.?*ng. i> ci?r in ment aber, d. d. zu einer Legislative, IN welcher die volle Sa,™ M-§,aT>"f"w* e in iV gesetzgebend- Gewalt de« Volles vertreten ist. und wo- wnch§ 100 uitd§ 10. tzeS Strafgesetzbuches. Hälften der Monarchie zu einem ein- MerkwürdigkeitShalber lasten wir nachstehend eine h,jlljchen Staate gestaltet würden, kann jener Körper so Zusammenstellung der in den letzten Wochen gtzgen i�ge iFchi»erden, als nicht der Zusammenhang, in den„Sacickl-Demokrat" erhobenen Antlagen folgen, welchem ein Theil Oesterreichs mit Deutschland steht, ab- r\ l„>>-»»»{%/%**. ?olche fanden statt: 1) wegen Rr. 86 nach Z. 100. Jf02. 2)»» 93-»87. 3).- 94-- 101. 4)»« 95»- 87. 102. 5)-- 96-- 87. 8)-» 99»- 101. 7)-- 102-- 101. 102. «).. 109-- 07. 101. 102. 9)•■- III-- 100. 102. gebrochen Ivird. Der gewesene Staatsminister, der nachdem er jähre- lang an der Durchführung der Februar-Verfassung ge- arbeitet, nun vor Kurzem die Vertreter der deutschen Universitäten dazu aneiserte, die Jugend so zu erziehen, daß sie würdige Repräsentanten für die deutsche gemein- same Legislative liefere, scheint über den Gegenstand ander» zu denken, wie auch jener StaatSrechtsgelehrte, der, ohne ausführlichere Beweisführung, nur einfach be- Häuptel, daß ein deutsches Parlament in Frankfurt und ! ein österreichische« Eentral-Reichsparlament in Wien sich Jede Bemerkung zu dieser Zusammenstellung mit einander vertragen. Wir aber find jetzt wie immer .:i____ a:::r... r.■,., V 1.... P I ac_________ w.e v;.... L.:. TN____,__...____. allein. wäre überflüssig; sie spricht laut genug für sich i überzeugt, daß die Emheir DeulschlandS. von dem die eine Hälfte der Monarchie einen integrirenden Theil unter dem Titel:„Ist ei» deutsches Central-Par- 1 Repräsentant der Einheit der Monarchie, einander wider- lament zu Frankfurt mit einem österreichischen Cen- iprechende Legrifie sind Darum als� und weil e» nicht rnm mrnmr D« zw>-x Z... A«i-»...m AASÄ ALS dw lieber, eugnng a.,� So w.e w.r ke.ne andere Lös,„ig �»ere Ausgabe haben kann, at« jene« u„au«fahrbare Stre- der deutschen Frage keuneu as« daß die gemeinsamen � na� Einheit der Monarchie auszugeben und dafür itngelegenheiten. Deutschland« mit Emflußrmhme der Ver-. h., nm so größere Festigung der Machtstellung lre.er de« deutschen Volte« entschieden werden. m Monarchie sich zum Ziele zu setzen. eben« können wir nn« für die gemeinsamen Angelegen- j.«.ron kann sich berubiaen An dem heilen D-ulschland« eine gemeinsame LegiSla.ive nicht an- �!" der« vorstellen, als wem: daran jene österreichischen Pro- 5130.�c deutsche Elnhelt zur �öahrhelt vinzen iheilnehmen. die vermöge ihrer Rasionaliiär und worden, wird man sich in Europa vergeblich nach nach dem bestehenden europäischeil GiaatSrecht einen in- emer HabSburglschen Monarchie und daher auch tegrirenden Theil Deutschland« bilden. Wir fragen uun, vergeblich nach einem österreichischen„Central-Par- wie verträgt sich dies mit dem Bestreben, jene Provin- i lament" umsehen. zeit durch ein gemeinsame« Parlament mit den Ländern der ungarischen Krone zu einem einheitlichen Staat zn verschmelzen? Es ist allerding« ünzweiselhasl, daß auch in dem Falle, wenn der zum deutschen Bund gehörige Theil Oesterreichs seine Vertreter zur gemeinsamen Legislative entsendet, darum doch die bezüglich mehrsacher Interessen und Fragen bestehende Genieinsamkeit zwischen Unzarn und der Hälfte der Monarchie jenseit« der Leitha nicht schwindet. Die mit der pragmatischen Sanction über- nommenen gemeinschaftlichen Pflichte» sind da« Ergebniß Ausland. * Parts, 19. Aug. �Tagesbericht.) Das Ereigniß des Tages— wenn dieser Ausdruck nicht zu stark ist, bilden die Cherbvurger Reden mit ihren VerständiguugS- und VerbrüderungS-Toastcn, von denen sich die politischen Kinder„heilsame Folgen" versprechen.— Dem„Memorial Diplomatique" zufolge hat Oesterreich gegen die Anerkennung Feuilleton. Iii ciipacite polilitjuedes classesouvrieres" par C. J. Proudlioii. („lieber die politische Besähigung der arbeilenden Elaffen" von E. I. Proudhon.) Unsere Leser werden sich erinnern, daß seinerzeit unser Pariser H.-Correspondent dieses Buch einer Krisik unter- warf. Wir finden nun eine Besprechung desselben in der„Rordd. Allg. Ztg.", welche wir gleichsalls mit- theilcn zu sollen glauben und daher zum größten Theile nachstehend folgen lassen: Man kann diese« Werk Proudhon'« nicht lesen, ohne daß sich Einem da« Gesübl aufdrängte, der bewährte Publicist müsse bei der Absaffnng desselben eine Vor- ahnung davon gehabt haben, daß da« in Rede stehende Buch sein Schwanengesang sein sollte, so offen und be- stimmt spricht er darin an mehreren Stellen die eigene Ueberzeugung von der hohen Bedeutung desselben an«. Und von hoher Bedeutung ist es darin auch in der That allerdings, denn da« Ziel, da« sich der Verfasser gesteckt bat, ist kein anderes, als einmal nachzuweisen, welche Stelle der arbeitenden Klasse aus der politische» Svene zngesallen ist. und zweiten« die von derselben repräsen- tirte Idee und die humanitorische Mission zu präcisiren, Zu deren Erfüllllng die arbeitende Klasse berufen ist. Vor 1789, sagt Proudhon, gab es zwischen dem ab- ioluten Monarchen und der großen Masse der städtischen Und bürgerlichen Arbeiter eine Reihe von Zwischenglie- bern, zunächst dem Könige den Adel, dann weiter die Geistlichkeit und dritten« die Bourgeoisie oder den drit- len Stand; der große Haufen der Arbeiter konnte nicht j aus der politischen Seen« figurirev, denn er gehörte sich nicht selbst, sondern hing mehr oder weniger von einem Patron, einem Gutsherrn, einem Bischose, eineni Abte oder von dem Fiscus ab. Die Revolution hat dieses Band der Botmäßigkeit durchschnitten, und seit dieser Zeit hat da« Volk, sich selber überlassen, im Gegensatz zu der besitzenden Klasse der Kapitalisten, den Stand der Pro- letarier in« Leben gerufen. Der Socialismus, der sich 1848 dieser Klasse bemäch- tigte, hat ihr die erste Form gegeben; er hat eine eigene besondere Körperschaft daran« gemacht und ihr einen Ge- danken, eine Seele eingehaucht; mit einem Wort, der große Hause, der bi« z» diesem Zeilpunkt Nichts war, den man kaum recht von der Bourgeoisie unterschied, obwohl er rechtlich und lhatsächlich seit 1789 von der- selben getrennt war. ist mit einem Schlage und gerade in Folge seiner NichtzusammengehSrigkeit mil der Bour- gevisie und durch seine Opposition gegen die Klasse der Besitzer von Grund und Boden und die Ansbeuter der Industrie, Etwa« geworden, was davon Zeugniß ab- legt, daß er eigne Ideen und einen eigenen Willen be- sitzt. Die Idee ist die Besreiung der Arbeit durch da« Kapital, sein fester Wille geht ans die Beseitigung de« Elend«. Wir wollen un« erlauben, die wahrhaft ergreisende Parallelle, die Proudhon zwischen der faulen Bourgeoisie »nd der arbeiteiiden Klasse zieht, hier wiederzugeben, wobei wir den leisen Wunsch nicht unterdrücken können, auch unsere, zum großen Theil nicht— christliche Bo»r- geoisie, die sich in recht unbequemer Weise von Jahr zu Jahr immer breiter zu machen angefangen hat, möchte sich an dieiem Spiegelbild eine Lehre nehmen. „Die Bourgeoisie, die reich ist, die besitzt, die kann und weiß, Hai von sich selbst Nicht« zu sagen; seit sie au« ihrem alten Medium herausgetreten ist, erscheint sie ohne Bestiminung, ohne historische Rolle, sie hat keinen Gedanken, keinen Willen mehr." „Nach der Reihe, wie es ihr gerade paßt, revolutio- nair und conservaliv, republikanisch und legilimistifch, doctrinair und juato-inilivu, einen Augenblick von den parlamentarische» und Repräsentativsormen ganz einge- nooimen und dann wieder jede« Verständnisse« dafür bar, nie wissend, welche« Shstem da« ihrige ist, und welchem RegierungSshstem sie den Vorzug geben soll, alle öffentlich« Gewalt nur»ach den Vvrtheilen bemcssend, die ihr daraus erwachsen, und daran nur festhaltend an« Furcht vor dem Unbekannten und zum Schutze ihrer Pri- vilegien, in den öffentlichen Beamtunge» niir ein neue« Feld und neue Mittel zur AnSdeuiung anerkennend, lüstern»ach Auszeichnungen und mehr noch nach Ge- hältern, voll derselben Aerachtnng für das Proletariat, wie sie nur je der Adel für die Bürgerlichen hatte, hat die Bourgeoisie allen Eharakler verloren; sie ist nicht mehr eine durch Zahl, Arbeit und Genie mächtige Klasse, die producirl und schöpferische Gedanken Hai, die com- mandirt»nd regierl. sie ist eine Minorilät, die schachert, spekulirt und Börsenschwindel treibt, eine wüste, unge- ordnete Masse." Keine Energie im Gewisse», keine Autorität im Ge- danken, kein Feuer im Herze». Nicht« als die Kalle de« Tode« und die Impotenz de« Greiienalier«, da« ist kurz- gesaßt da« Bild einer Klasse der Gesellschast, der er vor- aussagt, daß ihre Rolle au» sei, daß sie nicht sorlschrei- ten und nicht wiedergeboren werden könne. „Aber," fährt er fort,„sie möge in Ruhe und Frie- den ihre Seele auShaucheii, in nächster Zukunft wird da« Proletarial an ihre Stelle getreten sein, aber diese« Ereigniß wird nicht zum Resultat haben, daß die Bour- geoisie in dem Sinn eliminirt wird, daß zunächst ihr politische» Uebergewicht und dann ihre Privilegien, ihre