Nr. 135. Berlin, Dienstag den 5. September I8«S. social Wtmolirnt. Dies« Zeitung ersckeint täglich mit ÄuSnahme der Sonn- und Festtage. Organ des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vereins. Rcdigirt von I. v. v. Hofstetten und I. L. v. Schweitzer. Redaction und Expedition-. Berlin. Dresbnerstraße Nr. 85. Abonnement?- Preis sitr Berlin incl. Bringerlohn: vierteljührlidh 18 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.! bei den Königl. preußischen Post- ämtcrn Sgr., bei den preußischen Postämtern im nichiprenßischen Demsch- land 18�/« Sgr., im übrigen Deutschland I Thlr.(st. 1. 45. slldd., st. I. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Bestellungen werden auswärt« auf allen Postämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß- Compagnie, Scharrenstr. 1, fow« auch unentzelilich von jedem„rolhen Dienstmann" entgegen genommen. Inserate(in der Expedition auszugeben) werden pro dreigespaltene Petit-Zeile bei Arbciter-Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. berechnel- Agentur für England, die Colonieen und die überseeischen Länder: Mr. Bender, 8. Little New-Port-Street, Leicester-Square W. C. London. Agentur für Frankreich: G. A. Alexandre, Strassbourg, 5. Eue Brulee; Paris, 2. Cour du Commerce Saint-Andrd-des-Arts. selbe liegt in erneuter Auflage, mit Weg- lassnng der Stellen, welche möglicherweise die(5onfiscation verursacht haben(vgl. nach- stehenden Artikel), mit der Bezeichnung Nr. 134»., der heutigen Nnmmcr bei. Herr von Bernuth hat die vorige Mim-! die ergangene Verfügung lhatkräflig zu verwirk- „„f.,.*' t;.' f„rr°<5-. ltchen, eine Thatigkelt, welche IN Folge anszerordent- mer unseres? latte>. conflsciren lasten, �.ie- Ucbung mit erstaunlicher Sicherheit vor sich geht. Zunächst erscheinen in der Druckerei und in der Expedition der Zeitung zwei Herren Wacht- meister und ein Herr Schutzmann, um die etwa noch vorfindlichcn Exemplare des gefährlichen Prest- erzeugnisieS an sich zu nehmen. Zu gleicher Zeit setzen sich andere Herren Wachtmeister und Schutzmänner nach allen Richtungen des großen Berlins in Be- wegung, um auf der Post, bei allen Spediteuren, in allen Ccnditorein, Caffeehäusern, Biergärten zc., bei allen auf der Straße entdeckbarenZeitungsträgern (Männern, Weibern, Greisen, Kindern) dein Scha- den, welcher durch die Verbreitung der rechtSwidri- gen Gedanken entstehen könnte, schleunigst vorz'u- beugen. Zugleich wird der Telegraph zu diesem Zwecke in Bewegung gesetzt, damit keine Zeit ver- loren geht und die einzelnen Bezirkspolizeiämter rechtzeitig in Kenntniß gesetzt sind. Dank diesen umfassenden Vorkehrungen befindet sich nach Ablauf etlicher Stunden dasjenige, was man noch vorge- funden(erstaunlicher Weise niemals die ganze Auf- läge) in den Händen desjenigen Polizeimanncs, der mit dessen Aufbewahrung betraut ist. Dies ist das für nicht preußische Leser gewiß höchst interessante Institut der preußischen, speciell Berliner Zeitungsconfiscation. Jene wohlorganisirte Gesammtheit einheitlich wirkender Kräfte nun hat, wie gesagt, Herr von Bernuth vorgestern abermals gegen unser Blatt in Bewegung gesetzt. Hierin haben wir zunächst einen tröstlichen Um- stand mit Freuden zu begrüßen. Bekanntlich giebt es in civilisirten Staaten nichts Unwürdigeres und Widerlicheres, als Poli- zeiwillkür. Der Polizeiwillkür wird jeder Mann von Ehre und Thalkraft bis auf's Aeußerste ent- gegentrelen. Wenn wir nun aber sehen, daß Herr v. Bernuth genau in derselben Weise unser Blatt beurtheilt, wie seinerzeit Herr Lüdemann es geihau, so mag uns diese Art der Beurtheilung zwar unan- genehm sein, aber es wird dadurch, was früher nur unsere persönliche Ueberzeugung war, zu ob- jectiver Gewißheit erhoben: daß nämlich in diesen Dingen keinerlei Laune obwalten kann, sondern daß das jetzige Regierungssystem in Preußen von der Polizei in so klar bestimmter Weise erkannt und so richtig seinem Geiste nach erfaßt ist, daß, einerlei welche� Personen gerade fungircn, unter Aus- schluß aller Willkür und unter vollster Ber- wirklickung jenes Systems, ein absolut gleich- mäßiges Verfahren eintritt, was sicherlich ein vergleichungSweise höchst erfreulicher Umstand ist. Doch kommen wir zur Hauptsache! Ans welchem Grunde hat Herr v. Bernuth unser Blatt neuerdings confiSciren lassen? Wir glauben, eS muß einer Redaction, welche von der Unannehmlichkeit einer Zeitungsconfiscation Herr von Bernuth, ein Hauptvertreter des jetzt in Preußen herrschen- den Systems, hat unser Blatt abermals confiSciren lassen. Wicht also, wie nach früheren Geschehnissen manche unserer Freunde glauben könnten, Herr Lüdemann, sondern, wie gesagt, Herr v. Ber- nuth war eS, der diese Anordnung für nöthig ge- halten hat. Bei der ganz außerordentlichen Wichtigkeit, welche in Preußen die Polizei hat, halten wir eS für un- sere Pflicht, zunächst unsere Leser darüber aufzu- klären, wie eine solche Confiscation ins Werk ge- setzt wird. Dies dürfte besonders an solchen Orten, wo derartige Einrichtungen nicht bestehen, von einigem Interesse sein. Die Redaction einer Zeitung hat, sobald die AuSgabe einer Nummer beginnt, ein Exemplar der- selben auf die Polizei zu schicken. Dortselbst ge- langt dasselbe vor die sogenannten Lectoren, deren Stellung unter den jetzigen Verhältnissen der Stellung der Censoren vor 1848 entspricht. Ein Lector ist nämlich ein Mann, der vom Staate hauptsäch- lich zu dem Zwecke besolder wird, daß er die rechts- widrigen Gedanken in den Erzeugnissen der Presse aussucht und pflichtschuldigst die Aufmerksamkeit seiner Oberen auf dieselben lenkt, als auf Stellen, welche einen Mißbrauch des Artikels 24 der preußischen Verfassung:„Jeder Preuße hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck und bildliche Darstellung seine Gedanken frei zu äußern" enthalten. Manchem unserer Leser würde es viel- leicht interessant sein, die Namen der Berliner Lec- toren bei dieser Gelegenheit zu erfahren; allein wir können für heute diesem Wunsche nicht nachkommen, da wir selbst die Namen dieser Herren erst erfragen müssen. Der Augenblick nun, wo diejenige Polizeiperson, welcher dies zusteht, auf Grund der von den Herren Lectoren entdeckten, einen Mißbrauch der preußischen Preßfreiheit enthaltenden Stellen die Confiscation der fraglichen Zeilungsnummer verfügt— dieser Augenblick ist der entscheidende. Von diesem entscheidenden Augenblicke an nämlich setzen sich die Organe der Lssentlichen Sjcher heit, insbesondere die Herren Wachtmeister und..........., Schutzmänner, in Masse in Bewegung, um I betroffen wurde, erlaubt sein, über den Grund die- seS Unfalls gemeinsam mit ihren Lesern sich te« Kopf zu zerbrechen. Aber, offen gestanden, wir stehen diesmal mil höchstem Erstaunen und fast rathlos vor dem tum dieser Eonfiscalion. Friedrich der Große sagt: „Müßte man nicht verrückt sein, um si� einzubilden, die Menschen hätten zu einem ihreS Gleichen gesagt: wir erheben dim über uns, weil wir Sclaverei lieben, und geben dir Gewalt, unsere Gedanken nach deinem Willen zu leiten. Sie haben viel- mehr im Gegentheil gesagt: wirhabendich nöthig, um diejenigen Gesetze aufrecht z» halten, denen wir gehorchen wollen. Ucbri' gens aber fordern wir von dir, daß d» unsere Freiheit achtest." Diesen Ausspruch Friedrichs des Großen, einer Autoritär, welche ohne allen Zweifel auch von Herrn von Bernuth anerkannt wird, legten wir einem Artikel zu Grunde und stellten in diesem Artikel staatswisienschaftliche Gesichtspunkte auf, welche mit genauester Logik aus jenem Ausspruche direct zu folgern sind. Abgesehen nun von dieser Aufstellung staats' wissenschaftlicher Gesichtspunkte(welche, wie gesagt sämmtlich aus jenem Ausspruch Friedrichs � Großen direct folgen), fanden sich im Artikel zur Erläuterung des Gedankenganges ferner: 1) Eine Beschreibung der Art und Weise, wie eine im Sinne Friedrichs des Großen gutk Regierung mit innerer Nothwendigkeil»er« fährt; 2) Eine Beschreibung der Art und Weise, wie eine im Sinne Friedrichs des Großen schleckt* Regierung mit innerer Nothwendigkeil»er- fahren muß. In dem ersterwähnten Inhalte des Artikels nu» aber, in der Entwickeluna staatswissenschaftlicker Gesichtspunkte, kann das Gefährliche und Reckt�' widrige schlechterdings nicht liegen, indem eine»n' erHörle Beleidigung gegen Herrn v. Bernuth b*' ginge, wer annehmen wollte, er, Bernuth, erhe" sich gegen Friedrick den Großen, d. h. halte fj£ verwerflich und staatsgcfährlich, was der grsö* König in nachtrnckSvollem Ausspruch verkündet da ober waS mit striktester Logik aus jenem Ausspruck direkt zu folgern ist.. Da nun, wie gesagt, hierin schlechterdings ntM das Rechtswidrige und Staatsgefährliche liege kann, so muß— so sonderbar und unglaublich* auch klingt!— der ConfiScationsgrund durchs entweder in der Schilderung der Art, wie eine gU' oder in der Beschreibung der Art, wie eine schleck Regierung nothwentig verfährt, gefunden werd*- Freunde! Gebt acht, die Sache wird intereifa''. Wir geben Euch die feste Versicherung, dem Artikel ganz objektiv geschildert war, wie gute Regierung naturgemäß auftritt," ebenso rein sachlich, zu welchen Mitteln eine schl*� I v»ll i ,äh' t irtt' In»f schon nt b!' pfrK1! jierW i faua mehr - ba' Rkgierung nothwcndig greifen muß.(Ihr werdet Euch übrigens größtentheils selbst von der Wahrheit dieser Behauptung überzeugen können, in> dem, aus diesem oder jenem Grunde, einzelne Num- wern immer die Gitter der Eonfiscation glücklich Passiren und dann alS besondere Merkwürdigkeiten von Hand zu Hand cursiren, um mit verdoppelter Aufmerksamkeit gelesen zu werden.) Also Freunde, gebt acht! Die Sache wird in- teressant. Nur zwei Fälle sind möglich: entweder Herr v. Bernuth findet es gefährlich, wenn man in Preußen die Schilderung einer guten Regierung, so wie wir es getban, verbreitet; oder aber er findet es bedenklich, wenn man in Preußen die Beschreibung einer schlechten Regierung, so wie wir es geihan, in Cours seyt.*) Nun wolle man aber bedenken, daß Alles, was wir geschrieben, zwar nicht direkt und auf einfachem Wege, darum aber doch mit nicht minder strenger Logrk ans dem Ausspruch deS großen Königs zu entwickeln ist. Wir werden Euch demnach, Freunde, den Genuß bereiten, mit Friedrich dem Großen vor Uuem preußischen Criminalgericht zu er- scheinen.— *) Die auf diese beiden Punkte bezüglichen Stelle» de« Artikel« sind daher auch in der erneuten Auflage, welche der heutigen Nummer beigegeben ist, auSgelaflen. politischer Theil. Deutschland. * Verlin, 6. Septbr. sZum Gast ein er •' e..----- 1____ * Söicn, 2. Septbr.(Die Lage in Oesterreich) wird von der„Presse" im Laufe eines län- geren Artikels wie folgt bezeichnet: Da« allgemeine Gefühl, daß ein große« Waqniß ae- '-•----- 1---- t.c e c__ öS- a.!. e. n.r. I: r- Briefe, welche im Faubourg St. Antoine aufgege- ben werden, erst nach der Hauptpost gebracht, um von dort wieder nach dem Faubourg zurückgesandt zu werben. Die Briefe für die Departements und macht worden, daß viel auf dem Spiele steht, daß wir � Ausland werden aber nach � wie vor" erst b0ff|» njüflen, tva« andere Grcßslaaten a(« nad,„er Hauptpost gesandt werden müssen.- etwa« Unveräußerliche«, nie in Frage Kommende«, nie /u..- Nlm„- v-r itnS.vios„ui.v m.?•-n zu Erschütternde« betrachten(die Einheit de» Reich«, die �N�Blon.e. der Unterhandl r von Gastem..st Einheit de« Heere«, die Einheit der Finanzen) übt seinen bler angek mmen, wie die Zeltungen melden, blos beengenden Einfluß auf da« Land. Bisher hatten wir � Ordnung von Prnpat-An gclegenheiteii.— Man stet? einen von zwei Zuständen. Entweder bestand eine U�ht nach der nuickkehr des Kaisers von Biarritz Bersassung zu Recht, oder alle Macht vereinigte sich in sehr wichtigen Veränderungen entgegen.— Der der Krone. Wir wurden constitutionell oder absolutistisch Prinz Napoleon hat bekanntlich nach der Mißbilli- regiert. Jede« dieser Systeme geftattele eine Regierung, gung seiner Rede von Ajaccio allen seinen Stellen die alle ihre Functionen regelmäßig aiisltbe.i konnte, entsagt; er ist nur noch Präsident der Kommission Wenn heute gefragt w.rd, welche« dieser Systeme that. �blieben, welchj.»ii der Veröffentlichung der Cor- sächlich besteht, wer vermag hierauf eine Antwort z» r<,. �"cv, geben? Kann die Februar�Verfassung al« so intact g-l- L? �, Napoleons I. betraut ist. In dieser ten, wie vor wenigen Wochen, als noch Herizv. Schmer-, �üfü�üst�hat er nun den Befehl ertheill,�die �be- ling an der Spitze der Geschäfte stand? Ist die alleinige staatliche Macht zur Krone zurückgekehrt? Wo und wo e..•n.a___—!-f__ W-C VI. X>1 l.l._____ W ä.____ a treffende» Arbeiten zu beschleunigen.— Die Regierung hat trotz ihrer in der Kainmer gegebenen dürcki' M e'«'-rwi7s-n.'däß'di-Vi»leiihanischen und tran«- j Versprechungen eine' große Anzahl Maire/außer- l-ithanischen Länder Tin Reich bilden? Wa«. außer der halb der Generalräthe erwählt. Dies erregt gro- Person de« Monarchen(!). besitzen wir in Geineinschaft mit den ungarischen Ländern, da« unveräußerlich wäre nnd un« nie entrissen werden kann! Daß diese Fragen auf ßes Mißfallen.— Die Verwaltung der großen Oper hat den Mitgliedern des Orchesters, welche un« nie enlnnen weroen lann: �ag°,eie fragen aui-' um e|ne Gchalts-Erhöhung eingekoiilmen sind, ihr geworsen werden können, daß sie bei den verschiedenen � rundweg abgeschlagen.— Die Patrie ent- Parteien eine verschiedene B-aniwor.ung flnden daß nn. �em Titel„L'armee frantzais au 1. zählige Personen b-k«nnen werden �W�S°n, außer � eine Uebersicht über die Streitkräfte wichnet da« Vorhandensein-ine« Zustande«, wie er noch zu Lande die Frankreich gegenwärtig auf den Be� nicht bestanden hat. neu hat. Dteselbcn bestehen aus etwa« über 400,000 ___ Mann.— Die Kaiserin ist mit den in Neufchatel tl■»«> verwundeten Damen in Fontainebleau eingetroffen. »»uSiuIU» Der Zustand derselben soll nicht unbedenklich sein; * Paris, 2. Sept. sTagesbericht.s D� 1Dic pen andern bei jener Gelegenheit Verwun- viel besprochene Zusammenkunft der Königin von wird nicht gemeldet.— Die Polemik Spanien mit dem Kaiser Napoleon findet am 9. September in San Sebastian statt, in dessen nigin mit ihrem Hofgefolge in der Blätter über das lothringer Decentralisations« Programm dauert in ungeschwächler Kraft fort.— o-..-!-« o cc.....-----—" ;J---- 1"-''" r J i« muji f ür den Staat Preußen, sondern für einen Prinzen aus dem Hause Hohenzollern angekauft idorden. Die in Deutschland herrschende Stimmung über den An- und Berkauf LauenburgS tritt in der Presse derjenigen deutschen Staaten, welche Preß- ffeiheit haben, immer deutlicher hervcr. Der „Münch. Punsch" giebt seiner Auffassung der Sache durch ein ergötzliches Zwiegespräch zwischen zwei Schacherjuden Ausdruck.— Inzwischen ist iinnier ■nehr Aussicht dazu vorhanden, daß das preußische Abgeordnetenhaus, dem Willen des Volkes eulspre- Jfcend. seine verfassungsmäßige Genehmigung in betreff des Geldpunktes nicht ertheilen, sondern die Kaufsumme verweigern werde. Das dreußische Abgeordnetenhaus würde dadurch der �olksstimmung sowohl in Preußen wie im übrigen Deutschland einen erfreulichen Ausdruck geben. — fAus den Herzogthümern.j Der„Kiel. ■□lg." wird aus Schleswig gemeldet:„Der Lan- deSregierung ist ihre am 14. d. M. erfolgende Auf- 'dsung bekannt gegeben worden. Der Sitz der �euen Landesbehörde für Holstein, des Civil- und 'nilliairgouvernements, wird Kiel, woselbst am 15. die neuen Verwaltungsautoritäten ihre Wirksam- �'l beginnen werden. Feldmarschall- Lieutenant 5'Gadlenz soll bis zum 14. d. eintreffen, worauf •freiherr v. Halbhuber sofort die Herzogthümer blassen wirb." .(Den SechSunddreißiger-Ausschuß /treffend] wird auS Leipzig vom 3. d. gemeldet, aB derselbe, nachdem den Abend zuvor eine ver- .�uliche Vorbesprechung stattgefunden hatte, an ''fem Tage zu einer förmlichen Berathung zusam- /"getreten war. Die Mitglieder für Oesterreich j�ben abgeschrieben, Preußen ist schwach vertreten, Odern, Württemberg, Sachsen, Hessen-Darmstadt ./ Braunschweig vollzählig, die andern Staaten Mlweise. Im Ganzen sind über die Hälfte der �'Wieder anwesend. Nach langer Berathung /|r0e im Einvernehmen mit dem engere» Ausschuß � lchleswig-holstein'schen Bereine die Einberufung o sm �"lschen Abgeordnetentages nach Frankfurt ' oK. auf den 1. Oktober d. I. beschlossen. n sDie Commission für Arbciterange- '"heilen] hat am 2. d. eine weitere Sitzung Zea' berichten über diese und die vorher- «""gene Sitzung in nächster Nummer. r,...„m 12 wird hierauf die Kö-!»ürst L. CzartorySk., seit seines BaterS Tode Chef ZK Ä« f ÄgL'stch sei nickl für den Staat Preuzze», i»«\ der bronzenen Statue des berühmten Araao statt ü\i:'.V.Z L'Z......-......... wuitm... T)aS Fest war ein vollständig officielles. Araao �T"'{*Tn" Vc" Oesterreich bei der Ausführung des Staatsstreiches Direktor° s"".�"®'t Minister sind all« des pariser Observatoriums, weigerte sich, den po-"in Abberufung der Trup- litischen Eid. der 1848 abgeschafft worden war und � NavZe?» IN m aber.��eugt. den das neue Regime wieder eingeführt hatte(1848 kmunMi ,bftc,?ra �.er,lan9en"'�t nach. hatte nur der Präsident der Republik Treue zu«»T. ennI Olllvier weist seine Er- schwören), zu leisten, wurde aber nichtsdestoweniger. M�ere Fr?uud Rl,°�-r"�� und obgleich er als warmer Republikaner bekannt...g vL. � baben dessen Flucht war, auf seinem Posten belassen. Diese Tendenz � � Sie begaben gab sich auch bei der Enthüllung seines Denkmals üffaitlichen Besuche zu den Kran- kund, bei welcher Feierlichkeit sogar der Sohn des n"Äi"""fü1 r?a,,le n'aren und Gefeierten, Etienne Arago. fehlte. Die Gebrüder Gedräna« aelail wußten. Im Perewe, welche Deputirte in dieser Gegend sind, � dem berühmten Revolutionär, haben einen großen Theil der Unkosten getragen dritten beendigt eben den und auch das Banket von 150 Gedecken, das'bei Renan's Leben auch dieser Gelegenheil gegeben wurde, bezahlt. Mehrere erscheinen- Wie eWffif"''l b�nächst Reden wurden gehalten, unter anderen von Michel o?/,' ,,„' �'fff chau Bereits AnChevalier. Isaak Pereire w. Dem alten Republi- ZZ � �"mung R°mS. B.S Ende dieses kaner Arago muß es in seinem Sarge jedenfalls � französische Garnison um komisch vorgekommen sein, auf solche Weise von verringert werden. dem imperialistischen Frankreich verherrlicht zu wer- j 4. eeptbt. J 9? euesles.] Der„Moniteur" den.— Die Japanesen, welche hierher gekommen sind, verosfentlicht ein Decret, durch welches der von haben keine diplomatische Mission. Sie gehören de", �'ueralrathe des Departements Seine-de- sehr vornehmen Familien an, haben aber' weiter keinen Auftrag, als über europäische Gewerbs- und Handelsverhältnisse zum Frommen ihres Landes Beobachtungen zu machen und Erfahrungen zu sam- mein. Sie reisen in Begleitung eines zungen Ma- rine-Jngenieurs Herrn de Verny und haben sich fl-zweifelter Departe, nentälwahlen ,u befinden' dla chst"ach Toulon begeben, gehen dann nach /rner die Aufmerksamkeil der Reaiernn-. d'..,- "—— M- i j.4 vfcvyn.iuii� carauf Marne gefaßte Beschluß, als die Grenzen der den Generalräthen zustehenden Befugnisse überschreitend, annullirt wird. In diesem Beschluß war der Wunsch ausgesprochen, daß das Gesetz den Generalräthen daS Recht verleihen möge, über die Gültigkeit an. zunächst WM>>W>>>WWWW>W> Lyon, Paris, Belgien. Deutschland und England. Sie werden in dem Hotel einquartiert werden, wel- ches Abd-el-Kader inne gehabt hat— Das Jour- ----»■«— ar;�, w:« hingelenkt werde, ob es nicht geeignet wäre, den Generalräthen das Recht, die Mitglieder ihrer Bureaus selbst zu ernennen, wiederzugeben.— Au« Rom meldet der..Moniteur" dn» � mce Bb-ÜW«» Rom meldet der„Moniteur", daß Joseph Bona- nal deö PosteS kündigt an, daß ernstlich davon b"Larte, Fürst von Musignano(ältester Sohn des Rede ist. vom 1. October an den PvD'evst d � Canino), gestorben ist.— Ueber die centralisiren. Bisher wurden bekanuilich alle Briete, hfr o-.-—. welche in Paris für Paris, die Departements und das Ausland auf den verschiedenen pariser Post- bureaup aufgegeben wurden, nach der Hauptpost ge- bracht, wo sie sortirt und dann abgesandt wurden. In Zukunft sollen nun zwölf der hauptsächlichsten pariser Unter-Postbureaux die Briese, welche für Paris ausgegeben werden und in ihrem Bereiche liegen, direct ausgeben können und nicht mehr ge- nöthigt sein, sie erst nach der Hauptpost zu senden. Es wird also dann nicht mehr vorkommen, daß Abtretung der ostindische» Besitzungen Frankreichs an England sind neuerdings Ukterhandlnngen ein- geleitet worden. Italien.(Zur Ministerfrage. Zur Tauf- pathengeschichte.] Natoli übernimmt das Mini. sterium der inneren Angelegenheiten. Es war dem gegenwärtigen Cabinet unmöglich, einen außerhalb desselben stehenden Mann für daS vacant gewordene Portefeuille zu gewinnen. Und da man um jeden Preis vor Zusammenkunft deS Parlament«