Nr. l£2. Berlin, Mittwoch den 18. September I8SS. Lolial-Dcmokrilt. ®i'fe 3™tn«nSme ,ä9,it6 Organ des Allgemeinen deutschen Arbeitcr-Vereins. R.d-c.i°�und Exp°di.i°n� Dresdnerstraße Nr. 85. der«onn> und Festtage. Redigirt von I. N. v. Hosstetten und I. B. V. Schweitzer. AbonnementS-PreiS fitv Berlin incl. Bringerlobn: vierteljährlich 18 Sgr., mo- natlilb 6 Sgr., einzelne Nummern I Sgr.; dei den Königl. preußischen Post- ämtcrn 22'/» Sgr., vei den preußischen Postämtern im nichtpreußischen Deutsch- lanv 18�/« Sgr., im übrigen Deutschland I Thlr.(fl. I. 45. südd., st. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Bestellungen werden auswärts auf allen Postämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß-Compagnic, Scharrenllr. I, somit auch unentgeltlich von jedem„rothen Dicnstmann" cutgegen genommen. Inserate sin der Expedition aufzugeben) werden pro dreizespaltene Petit-Zeile bei Ardeiter-Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. veeechnet. Agentur für England, die Colonieen und die überseeischen Länder: dir. Benller, 8. Little New-Port-Street, Leicester- Square W. C. London. Agentur für Frankreich: G. A. Aleiandre, Strassbourg, 5. Rue Brulee; Paris, 2. Cour du Commerce Saint-Andr�-des-Arts. politischer Theil. Deutschland. " Berlin, 12. Sept. sDie bekannte poli- g etliche Ueberwachungj unseres Blattes de- treffend, wird jeyi in der Presse mehrfach angegeben, dieselbe habe darin ihren Grund gehabt, daß das hiesige Polizei Präsidium, weil man in den ConfiscationsfäUen niemals Exemplare in der Truckerci oder der Expedition gefunden, Verdacht gehabt habe, unser Blatt werde vor Einsendung des Pflichtexemplars a» die Polizei cxperirt. Wir wissen nicht, ob die Uebcrwachung wirklich anS dem angegebenen Grunde stattgefunden, sind aber der Ansicht, daß unker allen Uniständeu ein solches Po- iizeiverfahren glücklicherweise zu den Sellenheitcn in den europäischen Aoltur- Staate» gehört.— Im Uebrigen bemerken wir, dast unser Blatt gegen 4 Uhr znr Presie geht, während bisher immer die Polizeimannschaft, welche die Eonsfication vorzn- nehmen hatte, erst um etwa 6'/z Uhr in der Truckerci und in der Expedition eintraf. — fZ u m beabsichtigten Abgeordneten- tage in Frankfurt a. M.s entnimmt die„Rhein. Ztg." einem Privatbriefe aus Wie» die Mitthci- tuug, daß dort das Gerücht circulire, der preußische Gesandte habe die Wiener Regierung aufgefordert, bnndespolizeiliche Maßregeln gegen die Abhaltung des Abgeordnetentages i» Frankfurt zu ergreifen. Das Wiener Eabinet habe jedoch eine ausweichende Antwort ertheilt. —[Freisprechung.] In Mohrungen sind gestern die 17 Abgeordneten, die auf Grund eines ver- öffentlichten Wahlaufrufs der Beleidigung des Mini- steriums angeklagt waren, freigesprochen worden. —[Ein Scandal.] Das 13. Verzeichnis der bei der geschäftsleitenden Kommission des Sechs- und t r eiß iger-A» s schus ses eingegangene» Bei- träge[vom 13. Okt. 1864 bis 31 August 1865) weist eine Einnahme nach von 33,5 l5 Fl. Damit steigt die Geiammtheinnahme auf 638,527 Fl. Tic Auegaben waren: 1) Unmitlelbar für die Zwecke der„Herzog! Regierung"(!!!) in Kiel»nd im Ein- verstänvniß(!) mit derselben verwendet 341,813 Fl., 2) an Unterstützungen aller Arl.(!) 189,717 Fl., 3) zur Förderung der Sache(welcher Sache?) in Deutschland 13,513 Fl., 4) desgleichen in den Her- zogrhümern und im Ausland 21,422 Fl., 5) und 6) an Büreau-, Druckkosten, Porti, Müuzverlust k. 12,462 Fl., Gesammtsumme 578,927 Fl. Es bleibt somit ein Kasiabestand von 59,6(X1 Fl. Es ist in der Thal ein Scandal, wie riefe Leute mit den ihnen anvertrauten Geldern verfahren. Zwar, in- soweit diese Gelder von den sinancielle» Größen der Bourgeoisie aufgebracht sind, welche nur durch Gele- zahlen den Ruhm erkaufen können, in den Fort- schrttlSblätlern als große Patrioten auSgeschriceu zu werden— insoweit die Gelder von diesen Leu- lcn kommen, ist gegen deren Verschleuderung nichts ! einzuwenden; denn der Zweck(Geschrei und Wich- tigthuerei) ist in diesem Falle erreicht. Anders aber i steht es mit dem Gelte, welches aufrichtige Vater- landsfreunde, insbesondere arme Arbeiter, den unfähigen Nationalvereinskoryphäen(thatsäch- lich ist der Sechsunddreißigcr- Ausschuß ein National- vereinsmachwcrk) leider in die Hände gegeben. Sie well- ten mit ihrem Gelte diedeutscheSachefördern. WaS aber hat mau mit demselben angefangen? Man hat den Hofstaat eines Subjects unter- halten, dessen Unfähigkeit und Feigheit schon in den ersten Wochen unzweideutig zu Tage traten; man bat ferner Literaten bezahlt, welche dieses Sobject zu einem nationalen Heros hinaufschrauben mußten. Selbst der Umstand, daß gedachtes Cubjecl in den für die Herzogthümer entscheidendsten Zeiträumen sich lediglich da- mit befaßte, die Huldigungen von„Jungfrauen" entgegenzunehmen u. dgl. mehr, konnte jene Ver- ausgaber patriotischer Gelder nickst zur Vernunft bringen. Und so ist der Scandal vollbracht: nicht zn Gunsten der Nation, nicht zu Gunsten der deutschen EinheilSsacke und der deutschen Bewegung, sondern zu Gunsten eines unbrauchbaren Subjects und seines lächerlichen Hof« staates sind die Gelder verausgabt. —[B o e k h.] Die Nachricht, daß sich der hoch- gefeierte Nestor der deutschen Philologen, Boekh, aus seiner rudmgekrönien akadcniischcn Laufbahn nunmehr zurückziehen werde, entbehrt erfreulicher Weiie der Begründung. Der im November d. I. achtzigjährige Gelehrte ist jetzt mit Herausgabe eines Werkes über die Astronomie der alten Hellenen beschäftigt. Wien, 12. Septbr.[Dualistisches.] Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht ein Reskript des Kaisers vom 1. Septbr., welches den„versasiungS- mäßigen Landtag für Siebenbürgen" in der durch Artikel 11 des Gesetzes von 1791 festgestellten Zu- sammensetzung zum 19. Novbr. nach Klausenburg einberuft und als dessen ausschließlichen BerathungS- gegenständ die Revision des Artikel 1 des Gesetzes vom Jahre 1848, die Vereinigung Ungarns und Sie- bürgen« betreffend, bezeichnet. Wahlberechtigt sind alle, welche 8 Gulden direkte Steuern ohne Kopf- Neuer und Zuschläge entrichten Feldmarschall- Lieutenant Graf Ludwig Crenneville ist zum Landtagskommissär als Stellvertreter des Monar- chcn ernannt.— Durch ein zweites Reskript des Kaisers wird der am 21. April 1863 auf Grund etner provisorischen LandtagSordnung nach Her- mannSstadt einberufene Landlag aufgelöst. Ausland. * Paris, 10. Sept.[Tagesbericht.] Das Gerücht von einer angeblich bevorstehenden Fa- milienoerbindnng zwischen den Höfen von Spanien und Italien erhält sich sowodl in der hiesigen, als in der spanischen Presse. Dock ist dasselbe n»l großer Vorsicht allszunebineli. Auf der andern Seite ginge man zu weit, wenn man ans der � Sprache der officiösen Presse schließen wollte, die Zusammenkunft der Königin von Spanien und res � Kaisers Napoleon III. habe gar keine politische Tragweite. Es braucht nicht immer zu einer Allianz zu kommen urd doch kann zn wichtigen > Ereignissen der Grund gelegt werden. Zu diesen würde die jüngst erfolgte Anerkennung Italiens als vortrefflicher Anknüpfungspunkt dienen können. 7-" Der Kaiser hat sich ein Feuerwerk nach Biarritz kommen lassen. Die Gesellschaft der Südbahn weigerte sich einen Augenblick, den gefährlichen � Transport zu übernehmen. Das Feuerwerk wird 30,000 Fr. kosten.— Wenig wahrscheinlicher Weise wird behauptet, nächstes Jahr solle das englische Geschwader nach Toulon und Algerien kommen, die französische Panzerflotte dagegen einen Besuch in Malta machen, und es sollten bei dieser Ge- legenheit große Festlichkeiten Statt finden.— Abb el Kader hat sich an, 8. Sept. nach Syrien ein- geschifft. — 12. Sept.[Neuestes.] Der Heutig� „Moniteur" meldet, daß die königliche Familie von Spanien gester» in Biarritz zum Besuche erschiene» ! ist. Die Königin traf Nachmittags ein und reiste Abends wieder ab. Der„Moniteur" bezeichnei � das Zusammentreffen als ein„sehr herzliches". * Italic».[ Landverbesseruna. Die Wahlen. Gegen den Klerus. Die Mahl' st e uer.] Die Trockenlegung des Sees von Eelanc, res Fucinns der Alten,' durch Ableitung seiner Ge- wässer in den Garigliano(Liris), gehört zu de» mancherlei Arbeilen des wieder erstehenden italie:»' scheu Unternehmungsgeistes. Eine neapolitanische Gesellschaft, deren Hauptaclionär Fürst Torlonia, hat das Ilnternehmen ausgeführt, um eine herrliä»' Fläche von zwei Quadratmeilen Ackerlandes erzielen. Der vier Kiloineter lange Abzugsraul». der unlcr Kaiser Claudius gebaut und 3000 Schr'O lang durch festes Gestein beim Durchbruche durch den Monte Saloiano geführt wurde, war ga»i verfallen.— Die Wahlen werden am 15. Oktober stattfinden und das neue Parlament wird um Mist� November zusammentreten. Die Regierung will»>», Veröffentlichung ihres Programms warten. lWa» will erlt das Ergebnis; der Municipalwahlcn kem neu. Tie klerikale Partei hat ihre Liste geschl» zusammengesetzt und meist bekannte Namen borgt- ichlagen, was nicht alle Parteien von den ihrige» sagen können. Es muß als ein glücklicher Umsta» angesehen werden, daß diese Gemeindcwahlen I kurz vor den allgemeinen Wahlen stattsinden, de»' es steht zu erwarten, daß die liberale Partei»> bei dieser Gelegenheit zu sammelnden Erfahru»P zn benutzen suchen werde.— Man halte äe�' der Unterrichts Minister Natoli wolle sämi»»' Seminare schließen. Diese Nachricht beruht» einer Uebertreibung, indem diese Maßregel sick'.„z auf diejenigen Semiiiarien beschränkt, die»"" g königlichen Dekrets bereits geschlossen waren, �ercn Vorsicher sick der Vornahme der gouverne- mentalen Inspektion widersetzte» Die Seminarien, welche die Oberaufsicht der Regiernn»! nicht von sich gewiesen haben, bestehen noch. Die Reformen des genannten Minister# ift Bezug auf eineip höheren Unterricht sind umfasiend. Die Lyceen werden in zwei Klasicn zerfallen, in wisienfchaftliche unv literarische. Mit de» literarische» isyceen sollen die Gymnasien und mit den anderen die Realicku- len vereinigt werden. Gegen die von Zella beabsichtfgte Mahlsieucr spricht sich, noch ehe sie amtlich bekannt geworden, die öffentliche Meinung so entschieden auS, daß wohl keine Aussicht zu ihrer Genehmigung durch das Parlament vorhan- den sein möchte. Graf Pepoli hat einen Brief veröffentlicht, worin er sich gegen die Wiederein- sührung der von ihm geschafften Steuer lebhast erklärt. * Spanien.[Ziir �age.l Eins haben die ModeradoS(gemäßigt Liberalen) seit sie an der Regierung sind, meisterhaft verstanden, die Zwie- zur Wiedercrlangunz der politischen Herrschaft.») Sie I gel nicht nachhaltig, schaden mitunter, bekehren die Arbeiter geben sich das Ansehen, jene Politik von ganzem Herze», aber, baß sie in. Gemeinschasl mit der Politik und dem gutzubeißen, und zollen dem Präsidenic» hohe« Lob für Liberalismus der die Bourgeoisie leitenden Fortschrittler seine„conservative Haltung," sein Keflhalieii a» der nie und nimmer etwa« gewinne», daher sich von ihnen Idee der Siaatensouveränetät, seinen Widerstand gegen irennen mllssen, gebe» ihnen zugleich Gelegenheit, sich die Zumuthung, den befreiten Negern von Bundeswegeu! zu messen und sich zu llberzeugen, daß Einigkeit, stark da« Wahlrecht z» geben. Namentlich in Betreff de« i mach«, iiideß Zwietracht, sowie EinzelnHaudelu schwächt, letzter» Punkts wissen sie dos rohe Racenvorurtheil der— tünnen also doch eine satale Krisi« vorbereiten Massen mit großem Geschick zu benutzen. Obschon die und verdienen von Leite der Staatslenker, wir wieder- Forderung daß den Negern jenes Recht ertbeilt werde, holen e». größere Aufmerksamkeit, als die schleswig-Hol- »och keineswegs von der ganze» rkpubsicanischen Partei steiner und die damit zusammenhängende deutsche Frage, aufgestellt ist/ wissen die'Demokrateu doch die« glanben nicht lim da« erbärmliche LooS der Arbeiter fortbestehen zu machen. Dab.i haben sie den doppelten Vortheil den zu lassen oder gar zu verschlimmern, sondern um es nach Racenhaß gegen die republicauischr Partei ins Feld zu Recht und Billigkeit zu verbessern.� Die Fortschrittspar- führe», und jede von republicanischer Seite gegen die tei dringt ans Beschleunigung der Socialgesctzaebung nnt sofortig« Ertbciknng des Wahlrecht« an die Neger a»S< Regelnng des auf magerer alleiniger Selbsthilfe basirten gehende.Aeußeruug als einen Beweis der Schwäche, GenosieiischasiwesenS, um wenigsten» einen Theil der Ar- des Vorgefühls einer Nirderlage, hinzustellen. Da« heiter»och eine Zeit lang an dem Leitseile ihrer herrsch- letztere ist gar kei» geringer Vortbeil, denn es giebt bei süchtigen Politik zu behalten, ohne tiefer in die Geldsäcke jeder Wahl Tausende von Stimmgebern die stets für greifen zu inüffen. Die Lassalleaner-Partei wird jedoch, diejenige Partei stimmen aus deren Seite sich der Sieg>vie wir schon früher angedeutet, allniälig die ganze Ar- zu»eigen scheint. So wäre es gar nicht unmöglich, bei, erwelt mit sich fortreißen, wiewohl fast die gesammle daß bei den in den größte» Staate» des Nordens binnen Presse die Sache gern ignorirt, wie der Vogel Strauß zwei Monaten stattfindenden Herbstwable» die Demokraten seinen Feind.— Was dann? Man lese und beherzige dazu ■• 11-------------*'..... ,....... y....... �«.»»14 j/iuu itjc«uu ocverzlfle dq�u ...„.....■•..• mi, einem Prcaramui siegten welches. Hr. Iobuson als.>u. höbern wie l» nieder» Regionen die ebenso treffliche» tracht unter ihre» GkM-.ril.Tll. Mhnn. linfe. EiM" i,, konservativen' Reactionspolitik indossirte.. als wahren Aphorismen über die soct-l-polinschc Bewe- habe» die Prcgessistcn(S�tschrMsmanue.) me g-» s» viel gewännen, daß« gnng- in den hist. poli. Blättern davon da» lernt nämlich Disciplin. Wie Gnerillabanden �nd schn-ankeiid würde, und dadurch ein lS. Y. Sst. Bds- noch Allerlc. zi.m Nachdenken enthalt. ainae'n sie den Moderados z» Leibe und wurden„mer der republikanische» Majorität de« 7. x assalle machte de» Arbeitern den Parlamentarischen sie zurückgetrieben, und in diesem Augenblicke, wo �„„greffes bewirkte, wäre das schon lehr viel....' an den Wahlen und folglich für Verlaffen'' der bloßen Negative spricht, und der Soberania Ra- cional, welche Passivität nach wie vor predigt, lmrb mit jedem Tage erbitterter, und die einzelnen Parteiführer mache» den Streit dadurch nicht besser >..»!»»? c-l! 1 welcher der— wie kläglich immer das Schicksal der Neger sein von Madoz geführten Fahne der Jberia folgt, möchie— nicht ein einziger Staat auch»nr den Ver- lvird wählen, während die Olozagisten stramm in"— jta"....................... ....—.... such einer Lossaguug vom Bunde machen. Für dieses der Verneinung beharren. Die Sache stehl jetzt S�rbnndert bat der Süden genug. Beinerkenswerth und so, daß in dem Falle, wo Madoz die Mehrzahl bezeichnend ist die eindringliche Art und Weise, in »achztehen wird. Llozaga entschlossen.st, sich...">'d fäb'gste» Militärfllhrer sein Zell zurückzuziehen und der Politik wieder,>( chI hl ston) zum ruhlgen Verhalten mahnen. wie schon so oft. zu entsagen. Espartero und Prim Die sogenannte demokratische Partei in den neigen zur Beiheiligung an de» Wahlen, lucht' �. vorläufig aber noch zu vermitteln und Olozaga l beschwichtigen. Sollte Olozaga die Majori!- erhalten, so werden die in die Cortes gewählten(wobin auch die Sclovcrei gehört) möglichst wenig ein- tZ"„.'."'«'A."'"""«'»"""r mawr, »' 4» mischen, weil dies der Freiheit, der Autonomie(selbst. ,17 ,, i �».ele Nummern jenes in To» m.....>"—■<...........! Ausdruck würdiger redigirlen Blattes durchlese». gleich geeigenschafieten Mitbürgern in der Kammer sitzen sollte, voraussehend, daß nur solche Individuen des Ar» beiterstandes gewählt werden, die es verdiene».— Was O'E onn el für die irischen Katholiken, das war Lassalle für die demschc» Arbeiter. Beide, init Seculargenie, wurden vor Gericht geschleppt und versolgt, jener von den Hochkirchlern, dieser von den Geldmännern, beider Geist lebt aber noch fort, Uneigeunützigkeit, Wahrheils- liebe und Eharakterfestigkeit mit Ausdauer verlangend. DaS Preßorza» der Laffalleaner ist der Berliner„Social. Demokral" und da« der Schnlzc-Delitzscher außer der einen empörenden Eindruck macht, olik viele Nummern jene« in Ton würdiger redigirlen Blattes dnrchlesen, '' laufe /'die soge.wnnte'repub l ikan isch- Parte", in der"Nd ohnero» d k' I>i,,ik., tvi- k.., gebräuchlichen Schimpfen aus„Pfaffen" und„Junker" und der Antbeil an dem Kapital- Man unter dem Nanien eines„entschiedenen aber der Form, dem iiiißeie» Scheine, sonder» eine dem in- b srciheitlichc Gestaltung der Union. (Annerk. d. Red. de«„Soc.-Dem.") Proarejsisteu sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit 1 1"?�"-"•£.'* v-r öveigen, der Aiilonomie(selbst- der jüngeren Fraelion der liberalen Union ver- ��b"e?e e»a� AuÜR) z» nehmen und ohne von dem anderwäriig -.u.g!n'und den Versuch machen, d.e älteren Mi., i'S'**"�n"»«''' «ll-der der Union zu enl,chledeneren Schr.tten hin- 6ie einbeitlicke Durchführung volkStbilmliche. G-- 8 Die S Ibübilse und der«u.n-it v zureigen. Das Ganze laujt darauf hinaus, daß sctzgebung durch die G-samminnwu. will eine nicht bloß proftte m-che7, den Arh7.�n 7- �7.7n�. 'r,> vintä Ptlf t.1 h P r hpr ST-orm hpm icrrftpjiij» i» o'trta i.... � t'lC CÄtbcbt* «befon neuen" Fortschritts" die Herrschaft eineS neren Wesen nach sreiheiiliche Gestallung der Union. Matthcrzigen und halben LiberalisniuS herstellen-Ainierk. d. Reo de«' ä. Möchte. Da dies aber hoffentlich nicht gelingt, so wirr die iberische(Spanien und Portugal be- fassende) Revolution komme», und die Radicaleu lhun AUeS, ihr die Wege zu ebnen. Die Finanz- Nolh arbeitet ihnen hierbei in die Hände, und dies ist um so bemerkenSwerther, als gerade die Mode- rados die Finanznoth großen TheilS selbst ver schuldet haben, indem sie''" � waren, den Staat in är� Ucbrigcns hat das Privatvermögen den letzten Jahren bedeutend zugenommen, der UliicrnehmungSgeisi ist erwacht, und diejenigen, welche von der Apathie des Volkes sprechen, reden von dem Spanien, wie es zwar noch in vielen Psichern steht, doch zuni Glücke in Wirklichkeit nicht Mehr vorhanden ist. * Aus der Union.(ZurLage/s Die Augsb. --Allg. Ztg." bringt aus Rew-Aork vom 25. August -sne längere Originalcorrespontenz, welche sich auch über die Stellung ter Parteien zu einander ver- vreiiel und der wir nachfolgendes enlnebmen.- Die Demvcratie findet in der Mißstimmung, welche unter -wem großen Theil der repudl.oamschen Partei über M- bedenkliche Restaurationspolitik*) Johuson's herrscht, -Men willkommenen Anknüpfungspunkt für ihre Pläne �rn'ins-ithril. * Berlin, 12. Sept.(Berliner Arbeiterver- ein.) In gestriger Verfammlung erstaltele Hr. Bandow Berich, über den Sluttgarler Vereinstag, indem er in, lich, was in Dr. I. Huber« Proletarier lMllnchen 1865) ungeachtet gelehrten Bombastes übersetzen ist, wie manch' Neueres. EmpfehlenSwertber erscheint Hr. 9i oft hoch« Broschüre über die sociate Frage(Wllrztzurg 1864), der Rcdactio» des Rillnchen-Freisinger PastoraltzlaiteS nutze- kannt, wie der Mariahilfverein. Daß bei dem Coalisiren der Ardeitgetzer mit de» Arbeitern diese nicht allein am Gewinne, sondern auch am Berluste parlicipiren sollen, versteht sich eden so von selbst, als daß in der Regei „.„ er:.u...... c---------*' sehr klarer und übersichtlicher Weise den Gang und das das Fabnciren mit fremdem, hoch zu veninsendem rc..,.u w»- oi_____.i................». �........f«____;.. o �......,..,. recht»ahm Herr Bandow Gelege nbett� die iiingstenLeU � 17(; M �®. Kuriers" tzlltzs» zu Gemülh artikel der„Volksztg." über Äegenstan e i- � lt,0(i{/ zumal Verlust durch offenbares Berlchulden Tadel zu unterwerse». waSemmülhigeZustlmmug Fatzrittzerrn, wozu noch luxuriöses Bauen, luxuriöse« uc* ücut»! Versammlung fand. Insbesondere sprach st� H�,!.ulns- Ladenmieitzen und luxuriöse« Leben g-bören, die Arbeiter je eS zwar neck ln v!elen ,„ scharf ,n dieser Bezrehnng anS. M°w b�chl°ß. vaoen mewen.......»..... i Glücke in Wirklichkeit nicht! e.».« u....u...... i in nächster Versammlung lin 8 Tagen) die gedachien Leitartikel zum Gegenstände der Tagesordnung zu machen. Ferner wurde beschloffen, die Smltgarler Beschlüffe einen nach dem aiidern allmätzlig im Berein zur Besprechung zu bringen.— Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegenheiten schloß der Vorsitzende, Herr Hörig, die Versammlung. ) D. h. eine Politik, welche die Spuren de« Kriege« ?°ü>ichft vertilgen, den vorherigen Staat»- und bürger- wen Zustand möglichst wieder herstellen will. (Änmerk. d. Red. des„Soc.-Dem.") Zur Arbeiterfracze (Vom Forstmeister Sin tzel in Sendling bei München.)*) (Fortsetzung und Schluß.) 6. Die ArdeilSeinstellungen— nicht gleichzeitig über ganz Europa verbreitet— helfen in der Re- *) Verql. unsere Einleitung in vorletzter Nummer. (A»m. d. Red.) ! nicht zu büßen haben. Obschon anch Dr. Glaser mir dem Chorus der Alllags-VojköwirtHschasler den ganzen Arbeitgewinn ohne zureichende Rechifertigung den Ardeil- gestern zuspricht, so verdient seine jüngste uns vor eini- ger Zeit zugekommene Broschüre über die Erhebung des Arbeilersiandes zur wirlhschaftlichen Selbstständigkeit j(Berlin 1865) doch gelesen und in mancherlei Beziehung selbst von Gultns-Ministcrn dechcrzigel zu werden. 9. So lang in Folge de« beschränkten und indirek- len Wahlrechte« nur sorischrittliche Prosefforen, Advokaten und Kapitalisten als Bankherrn, Bräuer, Fabrikanten, Gastwirlhe, größere Grundbesitzer, Kausieute, Renlirer in den Abgeordnetenkammern de» Ton angeben dürfen, haben die noihleibenden Arbeiter nichts Neu nenSwerttzeS zu hoffen. Will eine Regierung den Arbeitern gerecht werden und sich von der Bourgeoisie allein nicht tirigi- ren lassen, so muß sie die Herbeiführung eine« andern