Social- Demokrat. Nr. 144. Berlin, Freitag den 15. September 1865. we ste Di ge che Pu Ar St fetz den In Rü ftär Au 16. mit aus Des Diefe Zeitung erscheint täglich Organ des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins. mit Ausnahme der Sonn- und Festtage. Redigirt von J. B. v. Hofstetten und J. B. v. Schweizer. Abonnements Preis für Berlin incl. Bringerlobn: vierteljährlich 18 Sgr., monatlich 6 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Postämtern 22/2 Sgr., bei den preußischen Bostämtern im nichtpreußischen Deutschland 183/4 Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.( fl. 1. 45. südd., fl. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal. Redaction und Expedition: Berlin, Dresdnerstraße Nr. 85. Bestellungen werden auswärts auf allen Bostämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß- Compagnie, Scharrenftr. 1, sowie auch unentgeltlich von jedem„ rothen Dienstmann" entgegen genommen. 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[ Bur preußischen Flotte] schreibt die neueste ministerielle ,, Prov.- Corr.": gungen erworben, sich schon jetzt hinreichend den vollgültigsten Anspruch auf den engsten Anschluß der Hansestädte gesichert hat. Denn es handelt sich nicht blos darum, daß wir überhaupt einmal eine Kriegsmarine zweiten Ranges erhalten, sondern daß wir so rasch als möglich aus dem unerträg lichen Zustande unserer Schwäche zur See berauskommen und schon in den nächsten Jahren unsere Großmachtstel lung zu Wasser nicht minder als zu Lande geltend machen können. Auch ist gar kein Grund abzusehen, warum die belaffen werden sollen, bei der sie alle Vorrechte sou Hansestädte länger in ihrer bisherigen abnormen Stellung veräner Staaten beanspruchen, ohne eine einzige der Pflichten gegen die norddeutsche Großmacht als ihre natürliche Schumacht erfüllen zu wollen. [ Aus den Herzogthümern.] Ueber die Neu- Münster'sche Versammlung von Abgeordneten der schleswig- Holsteinschen Vereine findet sich in den Alt. Nachr.", wie wir aus der ,, Nordd. Allg. 3tg." entnehmen, folgende Stelle: es sich die Präventiv- Maßregel des Oberbürgermeisters, die sich wegen des Preßgefeßes nicht mit gebührenden Worten kennzeichnen läßt, ohne Widerrede gefallen ließ. Herr Classen- Kappelmann ist durch sein Aus reißen nach Berviers bereits genügend gekennzeich net. Was die Bonner Angelegenheit betrifft, so ist es gleichgültig, wer die betheiligten Kappelmänner waren. in es Denn Kappelmann ist eigentlich weniger eine einzelne Person, als vielmehr eine Klasse von Bonn in erster Linie fungirten, ist einerlei Personen. Welche Kappelmänner nun gerade genügt der Umstand, daß, wie aus obigem Bericht der Magd. Pr." hervorgeht, überhaupt dort in unglaublich starkem Maße gefappel mannt wurde. " -[ ,, Von der Stettiner Zeitung" geht. Blattes wird gesagt: uns eine Probenummer zu. An der Spitze des Die Stettiner Zeitung, welche mit dem heutigen Tage unter der verantwortlichen Redaktion des Unterzeichneten ( R. Graßmann) in's Leben tritt, wird eine Politik ber Versöhnung vertreten. Ein Staat, der von Parteien zerriffen ist, in dem Volk und Regierung sich bekämpfen, kann unmöglich ge deihen. Wir halten es daher für die Pflicht jedes unbe fangenen und gemäßigten Mannes, im Innern des Staates nach Kräften Frieden zu stiften und die Parteien zu versöhnen. Das wird schwer halten. In Fragen, wie diejenige iſt, welche den Gegenstand des„ inneren Conflicts" in Preußen bildet, könnte eine„ Bersöhnung" nur in zeitweiligem 3udeden eines tiefgehenden Zwiespaltes bestehen. Im Uebrigen verspricht die Zeitung, welche täglich zweimal ausgegeben wer den soll, die dortigen Provinzial- Angelegenheiten besonders eingehend zu behandeln. jein so 310 СЦ Re von fen Gee eine in Sa men 30 run Eig als fein ibn, Ma ein und dat auf Ne wert ber Weil die Hoffnung auf das wirkliche Zustande kommen des deutschen Unternehmens noch im weiten Felde ist, so bat Preußen einstweilen und bis zur Erfüllung jener Hoffnung alles dasjenige für seine eigene Der Vorsitzende( Adv. Fessen aus Altona) eröffnete Marine gesichert, was in den Februarbedingungen überhaupt in Anspruch genommen war: die Benutzung des Kie- die Versammlung mit einem Referat über die Thätigkeit ler Hafens und das Kommando über denselben, die An- des engeren Ausschusses, und in furzen Zügen schilderte legung von Befestigungen in der Kieler Bucht, die Ein- er das Drückende, Abnorme und Gefährliche unserer richtung aller nöthigen Marine Etablissements und die leßigen Lage; er stellte als Ansicht des Ausschusses hin, Einquartierung der erforderlichen Mannschaften in Kiel. daß in dem Kampfe, indem wir uns jetzt aufs Neue be Somit ist in Betreff Kiels im einstweiligen Zustande finden, unser Volk durchaus allein stehe, denn auf Alles an Preußen zugestanden, was je gefordert war, den Bundestag werde sich wohl feiner verlassen, und für den fünftigen Zustand aber ist Höheres, bisher verauch das deutsche Volk, dessen Begeisterung am Ende geblich Erstrebtes in Aussicht genommen. des Jahres 1863 so Großes für uns vollbrachte(?) stebe nicht mehr zu uns. Ja, Zusammenkunft dis [ Die hanseatische Frage." Hansea. Ausschusses, mit den Sechsundbreißßern habe Deutlich tische Frage?" wird der Leser erstaunt rufen. ,, Was gezeigt, daß sogar die„ Führer des deutschen Bolts" ist das? Kenn' icy nicht!" Wir wollen Aufklärung keine Einsicht und fein flares Verständniß hätten für geben: Die hanfeatische Frage" ist ein Fühler, die Bewegung und Aufregung, für den statthabenden ist das erste Glied einer Kette, welche befassen Druck und die schrankenlose Willkür, mit der wir bewird: die eldenburgische Frage, die braunschweig'- bandelt werden. iche, bannover'idhe, sächsische 2c. Frage. Unter der [ 3um Bonner Arndtfest] giebt jetzt Ueberschrift: ,, Die banseatische Frage" bringt nem sehr nachträglich die Magdeb. Pr." folgende * Wien, 12. Sept.[ Der Erlaß über Einlich das babier erscheinende ,, N. Allg. Volksbl.", ein Rechtfertigung des Verhaltens von Herrn Classen berufung des siebenbürgischen Landtages], Organ der Ministeriellen, einen Leitartikel, welcher Kappelmann: durch den für die Ungarifirung Desterreichs ein mit der Versicherung beginnt ,,, die hanseatische Frage Dieselben Herren vom Arndtfest Comitee, entschiedener Schritt vorwärts gethan ist, beginnt müsse auf die Tagesordnung gebracht und als eine welche den von der Kölner Stat tverordneten- Bersamm mit folgender mittelalterlichen Anrede: Hochges der vornehmsten deutschen Fragen( wir kennen nur lung deputirten Classen- Kappelmann zu Bonn am Bahn- borne, Ehrwürdige, Edle, Hochwohlgeborne, Wohls Eine deutsche Frage, mit deren Erledigung alle bofe empfingen, zum Effen in der Lesegesellschaft einlu- geborne, Edelgeborne, Ehrsame, Fürsichtige und Sonderfragerei ein Ende haben wird) in den Vor- den und in den Zug begleiteten, eröffneten ihm bald Weise, Unsere lieben Getreuen!" Diese althistoris nachher, nachdem sie mit dem Oberbürgermeister Kaufdergrund der politischen Debatte gestellt werden mann gesprochen, daß er an dem Essen in der Geichen Formeln find ganz der Sache entsprechend, müsse." Nach dieser merkwürdigen Versicherung sellschaft nicht theilnehmen dürfe, weil der Ober- und haben den Vertheil, daß sie den Geist des heißt es weiter: Man halte uns nicht entgegen, daß das Verhältniß Käppelmann zu dem fraglichen Essen nicht erscheinen lich bloßlegen, eines Regierungssystems, welches bürgermeister das Ehrenwort gegeben, daß Claffen- neuen Regierungssystems in Oesterreich auch äußers der Hansestädte zu Breußen und Deutschland nach der dürfe, und sie luden ihn deshalb ein, mit ihnen im wir, beiläufig gesagt, als die Macht Desterreichs definitiven Lösung der schleswig- Holsteinischen Frage und Hotel zu speisen. nach Herstellung einer Achtung gebietenden und wahrhaft und durfte Claffen- Kappelmann nicht bleiben; er konnte Alles, was die Verwirrung in Europa, insbeson Unter diesen Umständen konnte weiter zerseßend, mit Freuden zu begrüßen haben. schirmfähigen preußischen Marine sich von selbst regeln sich als Gaft nicht aufträngen, nachdem die Ein- dere in Deutschland und was damit zusammenhängt, werde. Wir zweifeln hieran feineswegs, fönnen uns aber lader ihm selbst eröffnet hatten, daß er an dem Feststeigert, kann nur erfreulich sein. dennoch durchaus nicht mit jener Politik einverstanden mahl in der Lesegesellschaft nicht theilnehmen dürfte, erklären, welche die Lösung der hanseatischen Frage von und in ein Hotel mit diesen zu geben, widersprach der der Lösung der schleswig- Holsteinschen Angelegenheit und Würde der Sendung als Vertreter der Stadt Köln. Desterreich am 15. b. vom König von Preußen [ Die Kaufjummel, welche der Kaiser von der Flottenfrage abhängig machen will. Wir sind viel Freiwillig hat sich also Classen- Kappelmann nur in so für Lauenburg zu beziehen hat, ist von Noth mehr der Meinung, daß Preußen die Lösung dieser bei weit entfernt, als die Einladenden ihn dazu veranlaßt fchild im voraus ausgelegt worden. den Fragen durch eine praktische und energische Inangriff batten, nicht gegen deren Willen. Gegen den Willen des nahme der hanseatischen Frage sich unendlich erleichtern Comitee's fonnnte er doch bei dem Festmahl nicht erscheiBum Tod von Kossuth's Frau.]„ Lubkann und daß es außerdem durch die Opfer, die es in nen. Was man gegen das Benehmen des Comitee's ge- wig Kossuth v. Koffat und Udvard" zeigt in unga ber bentſchen Frage gebracht und durch die Glellung, die jagt hat, in een bas enemies te rischen Blättern, in jeinem eigenen Namen und es sich duray seine militärischen und maritimen Anstren- grenzenlose Tattlosigkeit und Feigheit von demselben, daß im Namen seiner Söhne Franz und Ludwig Theo ter beste ten lic bert erer derb groß Wei Inter Jung bier Schn fie freiu ufol Ramp und Wal perar Staa gen her Segel fich i jeien, und D mache 50,00 Ameri berrid Garat gut, Aber Wahr bon D man welche Bengn Tyran ben fi 5. sid ition, sowie e bei et. Gute Herr ft in tfch 10m ffnen, Beit n der gung inkten Sver aus, enden, mit ß es traft igen bid Die ordd. 3 fol Tethe wird es fe wit cheine g die Politit ebniß 28 für n vers ei bet mirk enten Einlei 3tg." wel Sep itbri bereits De und in al frembe r dem ne Art er mit über Barifer 3tg." Tie bas tennen " ,, Mann der Arbeit aufgewacht, Und erkenne deine Macht!" " Seitdem hat dor Kossuth, der ungarischen Nation insgesammt würde dereinst der Feldberg*) in der Schweiz liegen, ner Bertrag. Inland.] Zwei Gegenstände und seinen fernen Verwandtnn, Freunden und Be- dies tönne nichts anderes bedeuten, als daß Deutsch- beschäftigen fortwährend Presse und Publikum: das fannten in Europa und Amerifa, insbesondere aber land eine Föderativ Republik wie die Schweiz Projekt" von Nancy und die Affaire Ott- Eulen= jenen zahlreichen wohlwollenden Freunden in Eng sein werde und daß die Institutionen der Schweiz burg. Ich habe Ihnen schon über den erstgenann land, Schottland und den Vereinigten Staaten von sich auch nach Deutschland verpflanzten. Jeber ten Gegenstand ziemlich ausführlichen Aufschluß Nordamerika, die ihn und seine Familie während gute deutsche Patriot müsse dies anstreben. Er gegeben, namentlich was seine praktische Seite beihres Exils mit so vielen edlen Beweisen der Theil- schloß mit einem Hoch auf die fernere Freundschaft trifft, von welcher aus betrachtet das Decentralisanahme beehrt haben", den Tod seiner Gattin, geb. zwischen dem deutschen und dem schweizer Bolte. tionsprojekt ein Barteiprogramm der coalisirten Meßlenyi v. Meßleny, an. Das ungarische Bolk Der folgende Redner war Herr Heinr. Oberwinder; Opposition ist, und die radikalste Opposition, die hat in ihr eine seiner besten und aufrichtigsten derselbe wies darauf hin, daß diese Feier, wenn entschiedensten Republikaner, mehr aus persönlichem Freundinnen, ihr Baterland aber, das von ihr so auch im Kleinen, zeige, welcher gewaltige Geist die Widerstreben gegen eine Verbindung mit ihren heiß und innig geliebte ungarische Vaterland, eine Völker Europa's durchwehe. Schweizer und deutsche Todfeinden, den Legitimisten und Klerikalen, als seiner treuesten Töchter verloren." Arbeiter seien vereinigt, um ibren gegenseitigen aus prinzipiellen Rücksichten sich weigern, diese * München, 12.Sept.[ Socialgesetzgebung. Arbeiter feien es aber auch, welche in allen Län benden Prinzipien fommen in der Polemik zur Disfreundschaftlichen Gefühlen Ausdruck zu geben. Die Fahne aufzupflanzen. Aber auch die entgegenste= Prozeßordnung.] Im Ministerium des Innern ist man mit einer durchgreifenden Umarbeitung der bern dasselbe Interesse hätten, sie seien es gewesen, fussion, und diese Seite der debattirten Frage ist Entwürfe zur neuen Socialgefeßgebung be- welche die freien Inſtitutionen, welche heute das von weit größerem und allgemeinerem Interesse als Bolf genieße, mit ihrem Herzblute erkämpft hätten. die andere. Mit Recht hebt heute der„ Avenir" schäftigt, womit man schwerlich vor Ablauf dieses Bolf genieße, mit ihrem Herzblute erfämpft hätten. die andere. Jahres zum Abschluß kommen wird. Die Einbels Lincoln, der Präsident der nordamerikanischen hervor, daß die Decentralisation, der Föderalisrufung des besonderen Ausschusses von 15 Mit- Republik, ermordet worden sei, da hätten die Stu- mus und das Geschrei über den zu großen Eingliedern der Kammer der Abgeordneten, dem diese denten von Paris dem Gesandten der Union in fluß der Hauptstadt Paris von jeher nur ein Auseiner Adresse zugerufen:„ In Amerika handelt es fluß der Reaktion gegen die Demokratie war, so= Entwürfe zur Berathung unterbreitet werden, wird daher erst nach Anfang des nächsten Jahres statt- sich um Abschaffung der Sklaverei, in Europa um wohl der französischen wie der europäischen. Schon Befreiung des Proletariats." Wenn einmal der Heinric III., den die Barrikaden aus Paris verfinden. Dagegen treten die Gesetzgebungsausschüsse Zeitpunkt gekommen sei, wo die Arbeiter die mo- trieben haben, fand, daß dieje Stadt ein zu großer beider Kammern zur Berathung des Entwurfs einer mardisch- feudalen Ueberreste des Mittelalters that- Kopf am französischen Störper sei und geschwächt Prozeßordnung in bürgerlichen Rechtsstreitig keiten und des Einführungsgesetzes dazu am 16 Oct. fräftig hinwegräumen würden, dann werde auch die werden müsse. Die Könige von Frankreich hatten d. 3., gemäß der Bestimmung im§. 11 des Land- entitlichende Macht des Kapitals, welche gerne alle schon längst vor der Revolution mit Recht diesen großen geistigen Bestrebungen und menschlichen Kopf gefürchtet, der namentlich seit Louis XIV. tagsabschieds vom 10. Juli d. 3., wieder zusammen. Ideale aus der Welt verbannen möchten, gebrochen stets an Macht und Einfluß zunahm, und dem die 0. Frankfurt a. M., 11. September.[ Der werden, dann werde man aber auch nicht für ver- Revolution ihren Sieg verdankte. Schweizer Verein. Demokraten- Versamm- brauchte Föderativ- Verfassungen, sondern für ein- die Reaktion nie einen heißern Wunsch gehabt, als lung in Darmstadt. Der bevorstehende Ab- beitliche centralisirte Social Republi Paris und die französische Centralisation zu vergeordnetentag.] Gestern Mittags 11 Uhr fand fen kämpfen. Das begeisterte donnernde Hoch, wel nichten, welche allen von der Provinz und dem dahier am sogenannten Grindbrunnen, dem Exer- des nun Redner unter allgemeinem Beifall aus Auslande versuchten Centrerevolutionen getroßt zierplage der hiesigen Bundestruppen, die feierliche brachte, galt den zukünftigen jocial demokratischen hatte. Wird diese französische Einheit von RegieUebergabe der dem hiesigen Schweizer Verein von Staaten. Hieran schloß sich eine feurige An- rungen mißbraucht, so soll man, sagt der ,, Avenir", Bern zum Geschenk gesandten Fahne durch den sprache des Herrn F. Ellner mit den Schluß diesen Mißbrauch beseitigen, diese Regierungen beFestpräsidenten des Vereins, Herrn Frey, statt. Die werten: fämpfen, aber nicht das Kind mit dem Bade ausebenso schöne als werthvelle Fahne zeigte auf der schütten. Die Centralisation ist die Macht der moeinen Seite das weiße Kreuz im rothen Feld, auf dernen Demokratie; Frankreich verdankt ihr, weil der anderen Seite die Männer auf dem Grütli und Der Schweizer Verein von Mainz nahm bald sie bei ihm zuerst, in Folge seiner ganzen Geschichte, die Inschrift: darauf herzlichen Abschied von den Versammelten, sich ausgebildet hat, seine Revolution und seinen worauf gegen sieben Uhr Abends ein kleiner Ball großen Vorsprung im socialen Leben der modernen veranstaltet wurde. Aber auch dieser wurde Völker. Uebrigens streben heute alle diese Völker Bei der Uebergabe waren außer den Schweizer mit fernigen Reden gewürzt, wovon besonders die in beiden Hemisphären instinktmäßig nach gröVereinen von Frankfurt und Mainz, die hiesigen jenige des Herrn Lauer den, Beifall der Versam ßerer Centralisation. Was sind die NationaliMitglieder des Allg. deutsch. Arb.- Vereins, der hie- melten erregte. Bis spät in die Nacht währte das täts- und Einheitsbestrebungen anders, als Genfige Gefangverein Concordia und der Gejangver- fröhliche Treiben gemischt mit dem hohen Ernste, tralisationsbestrebungen? Sie allein sind auch ein von Bilbel zugegen. Der Festpräsident Herr ressen unsere Zeit bedarf. Gegen den Schluß hin die sicherste Garantie für den Sieg der socia Frey hob in seiner begeisterten Ansprache an die sprach noch Herr Praetorius v. Alzey einige Worte, listischen Principien, ohne welche in der modernen Schweizer besonders hervor, daß die Zeit heran- in welchen er sagte, daß nur von den Arbeiterbän- Welt der Demokratie an keine wirkliche Volksfreinahe, wo die Arbeiter aller Nationalitäten gemein- den der deutsche Einheitsbau begründet würde, wor- beit zu denken ist. Wenn sich die Gegner der Censchaftlich in gleichem Sinne die socialen und poli auf Herr Oberwinder im Namen der Frankfurter tralisation Freunde der Freiheit oder„ Liberale" tischen Fragen zugleich lösen würden; er betonte, Mitglieder des Allg. deutsch. Arb. Bereins eine nennen, so weiß man, daß sie nicht die Bolksfreidaß Mitglieder des Allg. deutsch. Arb. Vereins, kurze Abschiedsrede hielt. Die ganze Feier war in beit, sondern die Freiherrlichkeit einer Boden- und jener ächten deutschen Volkspartei, welche für Licht, jeder Beziehung eine würdige und erhebende, ein Geldaristokratie darunter verstehen, die Freiheit mit Wahrheit und Recht fämpfe, der Feier beiwohn schönes Bild nationaler Berbrüderung. Nächsten der Ungleichheit, nicht die Freiheit und Gleichheit. ten. Nachdem der Präsident des Schweizer- Ver- Montag sell in Darmstadt eine Versammlung statt Diese ist nur in der Einheit möglich. Daher das eins, Herr Eßlinger, die Fahne in Empfang ge- finden, welche die Gründung einer neuen demokra instinktmäßige Streben der Demokratie nach Einnommen und einige entsprechende Worte auf die tischen Parthei zum Zwecke hat.**) Dieselbe ist vor beit, welches keine Macht der Erde, am wenigsten Ansprache des Herrn Frey erwidert hatte, setzte läufig eine vertrauliche und hauptsächlich von eine Intrigue mehr zu unterdrücken im Stande iſt. fich die Arbeiterkolonne in Bewegung und zog un- denjenigen angeregt, welche sich im vergangenen Bei dem in Frankreich so ausgeprägten Sinn ter Musikbegleitung durch die Stadt nach dem Ver: Jahre vom Nationalverein losgetrennt haben. Auf für Gleichheit mußte natürlich der Vorgang in einsfelfenfeller, wo Nachmittags 2 Uhr in dem schön dem mir zugekommenen Einladungsschreiben befin- Bonn( Tödtung des französischen Kochs Dit durch mit deutschen und Schweizerfahnen und Wappen den sich mehrere bekannte Namen. Ich glaube den Grafen Eulenburg, Freiwilligen in der preußideforirten Saale, das Banquett begann und wo nicht, daß diese Versammlung einen erheblichen Er schen Armee) die größte Entrüstung hervorrufen. fich auch noch andere Ehrengäste, darunter der Präs folg erzielen wird. Die jocial- demokratische Partei Anfangs hielt man es für ganz unmöglich, daß ein sident des Allg. deutsch). Arb.- Vereins, Bernhard ist die einzige, welche wirklich Halt und Boden Mörder deshalb ungestraft bleiben könnte, weil er Was die am 1. Oftober bier zu einer bevorzugten Klasse gehört, und man war Becker, der Vorsitzende des Sechsunddreißiger Aus im Volke hat. schusses, Dr. Siegmund Müller, sowie einige Vor- tagende Abgeordneten Versammlung betrifft, daher geneigt, natürliche Ursachen anzunehmen, standsmitglieder des deutschen Schüßenbundęs, ein se begt man in bürgerlich- demokratischen Streisen welche die Unthat, wenn auch nicht rechtfertigten, fanden. Alsbald herrschte eine freudig gehobene große Erwartungen, doch zweifelt man febr an dem so dod erklärten. Ich hatte zufällig felbst GeleStimmung im Saale, Volksgefänge der Schweizer Erscheinen preußischer Abgeordneten, über die sich genheit, einen hochgestellten französischen Juristen wechselten ab mit Vorträgen der deutschen Gesangs selbst die hiesigen Nationalvereinler sehr tadelnd über diesen Vorfall sprechen zu hören. Es würde vereine, mit Reden, Toasten und musikalischen Auf- äußern. sich herausstellen, meinte er, daß der junge Mann führungen. Die Reden der Schweizer, welche meist entweder selbst betrunken war oder von Betrunkeeinen rein nationalen Charakter hatten, will icy nen zu seiner Handlung provocirt worden sei. Ein übergehen und nur furz rie sonstigen Reden beTootschlag aus purem aristokratischem Uebermuthe tönne in unsrer Zeit nicht mehr angenommen wer rühren. Der erste Toast galt den Gästen, ausgebracht von dem mehrerwähnten Schweizer Herrn Frey. Hierauf folgte eine Ansprache des Herrn ,, Schweizer fern am Mainesstrand, Ehrt in Treu' das Vaterland." Ausland. H. Paris, 12. Sept.[ Fortwährende BoH. Paris, 12. Sept.[ Fortwährende Polemit über das Decentralisationsprojekt. Die Ott- Eulenburg'sche Affaire. Miniden. Nun, wir wollen sehen. Untersucht wird die Sache jedenfalls, wenn nicht vor den preußischen Dr. Siegm. Müller, in welcher er unter Anderem ster Drouyn de Lhuys über den Gast et Gerichten, so vor dem Gerichte der öffentlichen sagte, daß sich die Sympathien der Schweizer und Deutschen für einander bereits auf den Schüßenfesten in Frankfurt, La Chauxdefonds und anderen Drten fundgegeben hätten. Nach einer alten Sage *) Der höchste Berg im Taunusgebirge. ( Anm. d. Red.) **) Wir haben bereits darauf hingedeutet. ( Anm. b. Red.) Meinung. Der französische Gesandte in Berlin ist wirklich sogleich angewiesen worden, sich ernstlich mit dieser Angelegenheit zu befassen. Bei der Deffentlichkeit, die sie bereits in Folge der in hie