Nr. 171. Berlin, Dienstag den 17. October isßä' �ocinUlemolant. Ditse Zeitung erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Festläge. Organ des Allgcmcincn deutschen Arbeiter-Vereins. Redigirt von I. V. v. Hofstetten und I. B. V. Schweitzer. Redaction»nd Expedition- Berlin, DreSdnerstraste Nr. 85. Abonnenientd- Preis iür Bertin incl. Bringerlobn: vierteljährlich 18 Sgr., mo- natlich 6 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.: dei den Känigl. preußilchen Post- ämtern'2f2l/2 Sgr., bei den vrenfjischen Postämtern im nichtpreußischen Deulich- land 18�/, Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr. Arbeiler-Aliuoneen mit I Sgr., bei sonstige» Annoncen mir 3 Sgr. verechnet. keitariil irischen iug aul Dienst ?rdiiunfc Trepl SJetben, theidig» des P, dein In Der G �thung ten aus >M Allg- längst r dacteur Selber, jedoch; hr.- Ud M> ige? fefe Agentur für England, die Eolonieen und die überseeischen Länder: dlr. IZenstor, 8. Qlttle Xe«--port-8treet, I,oiee»rer-8 schick hat e« die Bourgeoisie dahin gebracht, daß diese Jugend in ihre» Vertretern auch ihre Muster und Vor- bilder fleht, ob sie an Herrn Virchow Adressen schickt »der in Bonn Herrn Elassen-Kappelmann feiert. Und gerade das ist ein großes Verdienst der Bourgeoisie und e« zeigt von ihrem wahrhaft conservaliven Sharakter, ohne welchen kein Staat auf die Dauer bestehen kann. Jede Regierung, ob sie etwa« mehr oder weniger liberal oder antiliberal gefärbt ist, hat das gleiche Interesse, die- se« conservative Element zu erhallen, welches allerding« auf der Voraussetzung berudt, daß der Bourgeoisie ein gewisser Grad de« rechtmäßigen Einflusses bleibt»nd daß niemals der Versuch gemacht wird, zu beweisen, daß der„gesetzliche Boden", aus dem sich die Bourgeoisie bewegt, nicht« als eine große„Lücke" ist, gegenüber der Macht. Allerdings hat die Bourgeoisie auch eine Macht, aber in ihrer jetzigen Organisation oder Desorganisation ist sie unfähig, dieselbe zu benützen, wie wir das neuerlich wieder am Rhein gesehe» babcn, wo die Geldleute, unter denen gewiß sehr wenige sind, welche sich zu der politi- schen Ueberzeugung de« gegenwärtigen Ministeriums be- kennen, diesem einen Dienst erwiesen haben, wie ihn der beste Freund nicht größer erweisen konnte. Freilich ha- ben sie auch ihren Vortheil dabei gehabt, nur vergessen sie. daß man bei solchen Grundsätzen niemals eine regie- rende Klasse sein kann, sondern nur eine rezierte und zwar— mag man noch so reich sein— eine„mit Znckerbrod und Peitsche" regierte oder wenigstens am besten zu regierende. Also während sich diese bedenklichen Zeichen unserer politischen Ohnmacht zeigen, ertönt auf der drillen Seite ein Schlachtruf. Was ist der dritte. Stand? sagte Sieye», Nichts. Und was sollte er sein? Alle«. Das Wort hat mehr als ein anderes die Revolution gemacht. So ertönt es auch in den Reihen von Lassalle'S Anhängern und Schüler». Wir sind Nicht« und wir könnten Alle« sein; wir haben die Zahl und wir können die Macht haben. Heute ist diese Macht noch sehr gering. Unter den Arbeitern selbst ist die Zahl derer, welche den Lassalle- schen Theorien anhängen, verschwindend klein.*? Bittere ! Streitigkeiten, grimmiger Haß zerfleischen die Gemeinde unter sich.**) Aber sie hat Kühnheit, Ansopserungsfähigkeit, . und wer könnte sich, wenn ihn wirklich alle früheren Er- fahrnugen nicht« gelehrt haben sollten, nach dem Schick- sal, welche« die alte constitnlionelle Partei bei uns be> troffen und die Fortschrittspartei emporgetragen hat, noch ' darüber täuschen, wa« auch aus kleineu Parteien werden ! kann?— Wir wollen nicht mit dem„rothen Gespenst" schrecken. Selbst in denjenigen Kreisen der Arbeiter, die zur Las- salle'sche» Partei gehören, herrscht nicht der Geist, welcher die französischen Arbeiter belebt, herrscht vor allem nickt der häßliche Neid***), der jene gegen die günstiger gestellten Klassen beseelt. Trotzdem ist die Gefahr, welche dem Bürgerlbum und dem Staat droht, deren Interesse wir al« auf da» Innigste verbunden erachten, gar nicht zu unterschätzen. Die Welt bleibt nicht stehen und der absolute, wie der ständische Staat sind heute gleich unmöglich. Hat ! da» Bürgerlbum durch seine Indolenz seine Unmacht bd wieftn, den Staat mit zu regieren, so könnten die M'1' regierer von anderer Seite kommen, und wir würbe» | dann z» klagen baben: nostra culpa, nostra maxi»1* culpa!(Unfre Schuld, unsre größte Schuld!) Dentfchland. .urger> »nordiil res Her �antur !eien sck jchaftlich dem da Dhalern * Berlin, 16. Oct. sDie gestrige allgc'—[ meine Arbeiter- Bersaniiiüungj in bei „Alhambra", einberufe» vom veranlivorllichen A'»' dacteur dieses Blattes, hat, in Anknüpfung an be» Vortrag desselben über den SocialisinnS, ven wirb- tigen Beschluß gefaßt, das bei Gelegenheit rcl großen Arbeiter-Vcrsaminlung über die Kölner Fk>d> angelegenheil eingesetzte ständige Arbeiter' Comitee damit zu beauftragen, demnächst el� allgemeine Arbeitervers ammlnng zu dl� Zweck einer Beiprechnng der beiden große" volkswirlbschaftlichen Richtungen einzu' berufen. Diese Bersamnilnng, welche in etwa Tagen stattfinden soll, verspricht eine äußerst de' suchte zu werden und die Blicke von ganz De«�' land auf sich zu ziehen.— Die gestrige Bersan»»' lung ist ebenso wie die oorbergegangenen, zw� lebhaft bewegt, aber in bester Ordnung sunier ke»s bewährten Vorsitze des Herrn Dittmann), vor gegangen. �Näheres im Bereinstheil.) -[An« den Herzogthümernj erfährt ma"' daß, nach der„Kieler Zeitung", gestern der Er� prini von Anzustenburg dem Herzog Karl»c» Glllckstadt auf Karlsburg einen Besuch machte. Erbprinz wurde auf seiner Durchreise in Ecker»' forde, obgleich seine Anwesenheit kaum bekannt wast „jubelnd begrüßt." Verschiedene Häuser wart" „festlich geschmückt." Während des Umspanne»' erschienen das Deputirten-EoUegium und der stand des Kainpfgenoffenvereins, um dem Erbpri»' zen Friedrich ihre„Aufwartung" zu machen sB'j? Weiterfahren wurde er von„Ehrenreitern", die st� inzwischen eingesunden hatten, geleitet. Traurig der That, daß man noch immer solchen Kultus w» einem Subjekt treibt, das sich als gänzlich unbrauV bar erwiesen hat. Als trauriges Uedel hinnehme»' um noch Schlimmeres zu vermeiden, läßt sich ren— aber„Ehrenreiter",„festlich geschmückt' „jubelnd begrüßt",„Aufwartung machen"— j»� mervoll!— Weiter wird aus den Herzogihümern bcrichtck' Professor Ravit, der schleswig-holsteinische geordnete der internationalen Komuiission zum Zwe?� der Regulirung der Fmauzangelegenheilen mit D". nemark, ist gestern in Kiel angelgngl. Er wird ni», d>ahr ist »us Na Katen n mnstSge -wieSbal Nachstehe Da> d'-sige»'. !» eine n 1° sehen baß wir eiieres btüssen. Ha, »>us.j ftr Tiol ben Sto binavisn '»»gen f �nhager Sedruckte «candin veutschl. lsch-frar Tri« üchten a ber sjevo [euer i zentrale Keiroj �vkhara »selb st H!? ie Eh >isma ö: h alle [holera impfen. dirklich wieder nach Kopenhagen zurückleyren, da er"'' dem Verlauf der bisher gepflogenen Verhandlunge' � ,|1,J nicht einverstanden ist. �tdanjfy •) Wieso? Woher diese unerhörte Behauptung? l 1,1»X'"'ü"jqW sie di **) Seit wann? Der Umstand, daß von einem nach'»leder� nach Kopenhagen zurückkehren, da er#11 Zehntausenven zählenden Verein etwa 200 Mitglieder im Ganzen abgefallen sind, ist doch in der That kaum der Rede werth. Aber jede Kleinigkeit muß gegen un« au«- gebeutet werden! ***) Gänzlich falsche Anschuldigung gegen di- fran- zösischen Arbeiter. Einen gränzenlosen Öpfermnth und Gemeinsinn, nicht„Neid" haben im Allgemeinen die- selben an den Tag gelegt. [AuS Haunoverj hört man, daß'ein aktionäres Ministerium„gesichert" fei. � „Courier" nennt Bacmeister als Iustizminister —[Ein Leidensgefährte des„Soci»'. Demotrat"j taucht im„liberalen" Bayern ern de "an w,l �arakte tobachte Woselbst in Nürnberg die„Abendztg/' dreimal binle reinander confiscirt wurde. Der bis- heiige Redacleur, Herr Weller, ist in Folge besten von der Redaclion zurückgetreten.— Drei- Wal hintereinaader confisari! Armes Bayern! * Wien, 12. Oct. sZur großen Staats- confujlon.„Wir können warten."! Wenn es niäits weiter gewesen wäre, als der Jubel der Tschechen, welcher bei Gelegenheit des letzten„Um- schwungs" Anstoß erregle, so wäre dem Uebclstand bereits abgeholfen. Die Tschechen jubeln schon nicht mehr. Ihre allzu kühnen Hoffnungen waren vdreilig,. und es gehört keineswegs eine besonders tiefe Kenntniß der österreichischen Zustände dazu, um vorauszusagen, daß die dualistische Gestaltung, zu der jetzt Alles mit Nothwenbigkeit hintreibt, den Übergreifenden tschechischen Wünschen nicht förder- lich sein kann. Die Logik der Dinge wird die tschechischen Parteiführer entweder zum Anschluß a» die magyarisch-deutschen Bestrebungen oder aber zum gehorsamen Dienst bei der äußersten Nechten zwingen. Keine dieser Stellungen ist eine dank- bare.- Aus Gallizien wirb berichtet, daß dort- selbst die Wahlagitation im vollsten Gange ist. Die Ungarn treten immer entschiedener im speci- fisch ungarischen Sinne auf. Sie zeigen diejenige «ntschlcstene Haltung, mit der allein man in der Politik vorwärts kommt.— Ein österreichischer Publi- eist giebt heute, in Worten, deren Humor von der Bitterkeit patriotischen Schmerzes durchströmt ist, seinen Landsleuten eine scharfe Lection. In dem berühmt gewordenen Ausspruch Schmerlinas„Wir können warten"— so meint Herr O. B. Fried- mann im„Fremdenblatt"— spiegelt sich unsere historisch-politische Individualität.„Unschlüssig, vor- fichtig umherspähend, von Bedenken und Rücksichten gequält, nach allen Seilen hin diplomatisirend, vor leder großen geschichtlichen Idee erbleichend, einem Männlich freien Entschluß abhold, von bureaukratisch- polizeilicher Furcht angekränkelt, in Worten erhaben und großmächtlich, in Thaten zögernd und klein- staatlich— das ist der Charakter unseres politischen Wesens. Entsprechend solchem Charakter bildet das bequeme„Wir können warten" das Evangelium unserer leitenden Männer... Wir warten und warten! Das Ministerium wartet, Herr v. Deak wartet, Herr Kaiserfeld wartet, die ehemalige cen- tralistische Linke wartet, die Partei Thun-Clam wartet, die Völker in allen Königreichen und Län- bern Oesterreichs warten— wie lange noch? Und wenn man endlich, des langen Wartens müde, zu dem großen Werk der Versöhnung und Einigung schreiten wird, das jeder im Munde führt und keiner verständlich auszusprechen wagt, wenn end- lich der große Tag anbrechen wird, an welchem die bündige und klare Antwort auf die staatsrechtliche Frage erfolgen soll, deren endgültige Lösung heule noch von den Weisen und Führern der Nationen als unverbrüchliches Gehcimniß bewahrt wird, wer von allen jenen, die jetzt noch das erlösende Wort im Busen verschließen, wer wird zuerst und wer wird den ganzen Muth besitzen, dieses Wort so kräftig und volltönend auszusprechen, daß es in allen Gauen des großen Kaiserreichs allgemein ver- ständlich wiederhallt, und als das freudig empfun- dene Echo der wahren Volksstimine von einem Ende des GefammtstaatS zum andern vernommen wird?" Ausland. * Paris, 14. Oct.[Tagesbericht.] Die Regierung arbeitet sehr energisch an der AuSfüh- rung des Planes der internationalen Sani- tätS-Conferenz, und es scheint wirklich, daß die Aussichten für die Realisirung desielben gün- stiger stehen, als man nach der Sprache einiger englischen Blätter erwarten sollte. Hr. Drouyn de Lhuys hat heute bereits das Circular, welches seinen diplomatischen Agenten nähere Instructionen über diesen Gegenstund geben soll, in St. Cloud dem Kaiser vorgelegt. Der Sitz der Csmmisfion wird, wie man hört, Konstantinopel sein.— Weil Man sich noch immer uicht entschließen kann, vsfi- cielle Zahlen über den Gesundheitsstand von Paris zu geben, so ist es natürlich, daß jetzt,«o Äeder merken kann, daß die Epidemie nicht in der leichtesten Gestalt auftritt, sehr übertriebene Ge- rüchte conrsiren. Die Auswanderung der Fremden macht sich schon reckt bemerklich, während anderer- seits viele pariser Familien die Rückkehr von ihren Landsitzen ausschieben.— Das Pays enthielt gestern folgende ossiciöse Mittheilnng:„Nach einer Verston, welcher gewisse Blätter Glauben zu verschaffen suchen, soll die französische Regierung ein zweites Circularschreiben Betreff der gasteiner Convention nach Berlin und dann an die übrigen französischen Diplomaten iin Auslände gesandt haben. Die In- formationen, welche den meisten Glauben verdienen, lassen sich auf Folgendes rednciren:„Da Frank- reich von dem berliner und wiener Cabinet die Er- klärung erhalten, daß die gasteiner Convention nur einen provisorischen Charakter habe, so beschränkte es sich darauf, zu antworten, daß es diese Versiche- rungen mit Zufriedenheit aufnehme."— Die Opi- nion Nationale hat wieder zwei Communiquvs bekommen. Dem Avenir von Guadeloupe ist eine Verwarnung ertheilt worden. Nun behaupte Einer noch, die französischen Colomeen seien dem Mutterlande nicht gleichgestellt.— Die vor Kurzem der Kaiserin Charlotte von iNexico zugeschriebene Broschüre: �Le Mexique au point de vue pro- videntiel" ist, wie mau nun erfährt, von der Gräfin Keller verfaßt worden.— Nach einer Pariser Correspondenz der„Jndependance Belge" ist man in Paris jetzt mit dem König von Däne- mark sehr unzufrieden, weil derselbe jüngst gewisse sranzosenfeindlicke Personen empfangen habe. Deni- selben Blatte wird aus Madrid das Gerücht be- richtet, im Escurial sei die Cholera ausgebrochen, wohin sich viele Madrider Familien geflüchtet hatten. — Es ist das Gerückt verbreitet, die Regierung von Washington habe Kenntniß davon erlangt, daß Napoleon weitere Truppen ausrüsten und nach Mexico senden wolle, und deshalb nach Paris eine Depesche gerichtet, des Inhalts, daß die Ver- einigten Staaten unter keiner Bedingung gestatten würden, daß Frankreich weitere Streitkräfte nach Mexico sende. Eine fortgesetzte Einmischung Frank- � reich« in die Angelegenheiten Mexico's würde zu ! bedenklichen Unannehmlichkeiten zwischen den beiden Regierungen führe». * London, 14. Oct. jUeber die Bezie- Hungen zu Amerika] bringen heute die„Times" Folgendes: Um jedem Mißverstandnisse vorzubeugen, werden wir ersucht, nochmals zu erklären, daß der von Earl Russell der amerikanischen Regierung gemachte Borschlag in sol- genden Worten abgefaßt war:„Ihrer Majestät Regie- rung ist bereit, in die Ernennung einer Commission zu willigen, welcher alle während de« neulichen Bllrgerkrie- ge« entsprungenen Ansprüche überwiesen werden sollen, über deren Ueberweisung an die Commission sich die beiden Regierungen einigen werden." Die Schlußworte beschränken den Gegenstand der Ueberweisung, da es mit der von Ihrer Majestät Regierung eingenommenen Stellung und mit den Argumenten, welche sie zur Ab- lehnung eines Schiedsgerichte« veranlaßten, unverträglich sein würde, wenn sie es gestattete, daß die Ansprüche wegen der durch die Alabama und ähnliche Schiffe an- gerichteten Verluste zur Entscheidung vor eine Commission gebracht würden. Es ist daher zu bemerken, daß, wenn inan sich über eine solche Commission einigte, diese Fälle von ihrer Jurisdiction ausgeschlossen sein würden. Wie der„Observer" bestimmt versichert, wird Nordamerika den Kaiser Maximilian nicht aner- kennen, so lange Franzosen und fremde Soldtruppeu das mexikanische Gebiet besetzt halten. —[In Betreff der Fenier] ist thatsäch- lich heute nur daö Eine zu erwähnen, daß fämmt- liche bisher vor dem Polizeirichter Vernommene vor die Assisen gewiesen worden sind und tagtäg- lich neue Verhaftungen gemeldet werden. [Aus Shangai] vom 21. August hier einge- trofsene Berichte melden, daß Sir H. Parkes seine Funktionen als englischer Gesandter in Japan begonnen habe und daß ihm Jeddo als officielle Residenz angewiesen sei. —[Aus Amerika], New-Aork, 4. d., wird berichtet: Die öffentliche Schuld delief sich am 30. September auf 2745 Millionen Doll. Der Gou- verncur von Mississippi, Sharkey, hat beschlossen, daß die befreiten Neger ihre Angelegenheiten vor den CivilgerichtShöfen zur richterlichen Entscheidung bringen sollen. Die Convention von Connecticut hat einen auf die Rechte der Neger bezüglichen j Protest beschlossen.— In der jetzt veröffentlichten ossiciellen Correspondenz zwischen Seward und dem früheren Gesandten der Vereinigten Staaten in Paris, Day ton, aus dem Monat Februar des vergangenen Jahres, schreibt Seward, daß er Maximilian als Kaissr von Meriko nicht auerken- neu werde.— Der Gesandte des Präsidenten Jua- rez in Washington, Romero, erklärt, daß er nicht ermächtigt sei, die Dienste von Offizieren und Soldaten für Mexiko entgegenzunehmen. �Italien.[Ans Rom. Cholera. Wahl- bewegung.] Die Aussicht, daß gleich nach stkeu- jähr zuvörderst die französische Cavallerie und Artillerie, etwa 5000 Mann, abzieht, nö- tbigt die römische Curie zunächst zur energischeren Betreibung der Werbungen, die besonders in Jr- land, Belgien, Ost-Fraukreich, Baiern und Oester- reich laut und leise betrieben werden. Ob es dem römischen Staatsschätze dazu, wie zur Anwerbung eines neuen Ober-Befehlshabers, wozu Merode den amerikanischen Sklaverciverfechter Beauregard in Aussicht gencmme» haben soll, an Mitteln nicht gebrechen wird, muß die Folge lehren. Wie die France meldet, hat die französische Regierung der römischen wiederholt erklären lassen, daß sie den Werbungen für die'päpstliche Armee allen mögli- che» Vorschub leisten wolle. Derselben Ouelle zu- folge hat Msgr. Franchi in Wien denselben Wunsch beim Kaiser Franz Joseph zur Sprache gebracht.— Aus Rom schreibt man weiter, daß nach der Allocu- tion des Papstes gegen die Freimaurer die dor- tigen zwei Maurerlogen, die trotz des päpstlichen Regiments daselbst bestehen, um 28 Mitglieder ge- wachsen seien. Italien soll im Ganzen gegen 20,