Nr. 177a. Striin, Dienstag den 24. Ortober 1863. Zocial Dkiiwkritt. Diese Zeiüiust»rick eint täglich niit Äiikiiastme der Eonii- und Festlag«. Organ des Allgemeinen deutschen Arbeiter-Vercins. Redigirt von I.?. d. Hvssicttrn und I. B. v. Schweitzer. Redaelion niid Expedition: Berlin. DreSdnerstratze Nr. 85. politischer Theil. Paris, 22. Octodcr. II. Der Tod Lord Palm er stonS und die Ab- dankung der Jesuitenpartei in Rom, an deren Spitze Herr v. Merode stand— diese beiden Ereignisse beschäftigen in diesem Augenblicke die politische Well und die Presse: Mit Lord Palmerston ist der con- servative Liberalismus in England Grabe gegangen, und man darf mit Bestimmtheit auf einen Umschwung der englischen Politik, zunächst der innern, zu Gunsten der jüngern Reforniparlei rechnen. Dag sich in Folge dessen auch die auswärtige Politik Eng- lands modifizircn wird, unterliegt keinem Zweifel; aber diese Veränderung in den Beziehungen zu Eu- ropa und namentlich zu Frankreich kann erst dann eintreten, wenn die innern Reformen vollendet sind, vielleicht erst wenn das allgemeine Stimmrecht in England eingeführt ist und die arbeitenden Klas- sen ein Wort'mitzusprechen haben werden. Bis dahin wird England auf die passive Rolle ange- wiesen bleiben, die ihm seit 1848, weniger durch Lord Palmerston, als durch die Macht der Verhält- nisse aufgedrungen worden. Das Jahr 1848 war zugleich der Triumph und das Ende des Einflusses der Palmerston'schen Politik in Europa und Frank- reich gegenüber. Die Rolle, welche bis dahin die englische Politik in Europa spielte, wodurch Pal- merston den Ruf eines Lord Feuerbrands, d. h. eines revolutionären Brandstifters in Europa er- hielt, diese Rolle ging seitdem aus die französische Politik über, und man kann saizen, dag'Napoleon der Erbe PalmerstonS wurde, in einem ähnlichen Sinne, wie heule Bismarck der Erbe Napoleons werden möchte.— Palmerston hatte sich seit 1840 mit der Regierung Louis Philipps überwerfen, und als diese mittelst der spanischen Heirathen ihre Re- vanche an England nahni, wurde Palmerston ledig- licki aus Rache gegen Louis Philipp in den aus- wärtigen Angelegenheiten revolutionär; er schürte in der Schweiz, in Italien, und suckte überall Louis Philipp oder Guizvt in die fatale Position zu trei- ben, sich den revolutionären Bestrebungen zu wider- setzen, um die französische Regierung in ihrem Lande zu compromilliren. Mit der Februarrevolution halte er sein Ziel nicht nur erreicht, sondern über- schritten. Er mußte von nun an Alles geschehen lassen, was in Frankreich geschah, sowohl im In- ncrn, wie namentlich auch in Betreff des europäi- schen Continents. Die Kriege in der Krini und Italien haben bis zur neuesten Zeit, wo Preußen, statt Frankreich, in den europäischen Vordergrund trat, die ganze Schwäche Englands, seine vollstän- dige Abdankung in den Angelegenheiten des Eon- tinents an den Tag gebracht.— Aehnlich scheint es seinem Erben in der europäischen Politik, dem kaiserlichen Frankreich zu ergehen; die europäischen Nationalitäten, die es wach gerufen hat, Italien und Deutschland vor allen, überflügeln bald die an Altersschwäche kränkelnde, ehemals so rührige und brandstislerischc kaiserliche Politik.— Das führt mich zunächst ans Italien, welches am Vorabend seines Triumphes, sowohl über Rom, wie über Oesterreich steht. Erlebt Napoleon noch diesen von ihm selbst herbeigeführten Triumph Italiens, so ist seine Nolle ebenso vollständig ausgespielt, wie es die Palmerstonö war dnräi den Sturz Louis Phi- lipps. Wie der engliscke Minister, so hat auch er ' alsvann fein Ziel nicht nur erreicht, sondern über- i schritten. Eigentlich fühlte er das schon seit dem Siege der italienischen EinheitSpolilit; � aber er konnte nicht mehr zurück und machte gute Miene zu bösem Spiele. Auch die deutschen Bewegungen sind ihm schon über den Kopf gewachsen; auch hier fügt er sich nur passiv den Umständen, die er nicht ! beherrschen kann. Gras Bismarck, das muß man ihm lassen, kennt diese Situation und sucht sie aus- . zubeuten. Aber auch hinter ihm steht schon der Erbe seiner kühnen Politik: in Deutschland, wie in Frankreich und England, wird schließlich und unab- wendbar das Volt die Früchte genießen, welche durch keineswegs voltefreundliche oder demokratische Politiker zur Reife gebracht werden. Palmerston war, waS'�apolcon und Bismarck noch heute sind: die Werkzeuge in der Hand der Demokratie, aber weder ihre Organe, noch ihre Freunde. Verlin, 23. October. Die Auflösung der liberalen Bour- geoisiepartei in Deutschland schreitet fort- während voran. In unglaublich kläglicher Weise tritt es allerwärts hervor, daß die Bourgeoisie schlechterdings nicht die Fähigkeit hat, aus den Banden des Bestehenden sich heranszuringen, um mit unbeugsamer Willenskraft die Idee des freien und einigen Deutschlands zu verfolge». Preu- ßische, österreichische, bayrische, würtembcrgische Philister, nicht deutsche Männer, sehe» wir. Am unverhülltesten aber tritt immer mehr und mehr zu Tag der preußische Particularismus, welcher sich durchaus nicht der deutschen Nation unterordnen will, sondern vielmehr im Gegentheil diese sich selbst unterzuordnen strebt. Morgen soll von den Berliner Mitgliedern des Nationalvereins Folgendes beschlossen werden: Die Berliner Mitglieder des National-Vereins erklären mit Rücksicht auf die bevorstehende General- Versamm- lung des Vereins: I) Der Verlauf der Ereignisse in den letzten Jahren, die thalsächliche Annnllirung des deutschen Bundes in seiner bisherigen Versammlung, die Ersetzung desselben nicht durch nationale Einrichtungen, sondern durch eine einseitige Actio» der beide» Grosimächte müssen den National> Verein bestimmen, um so entschiedener festzu- ballen an seiner Forderung eines deutschen Parla- menleS mit einheitlicher Exccutiv gewalt, wie . solche in der ReichSversassnng vom 28. März 1849 rechts- giltige» Ausdruck gesunden hat. 2) Wenn e« die Pflicht der preußischen Mitglieder l des National- Vereins sowie des gesammten preußischen Volkes ist, durch feste Beharrlichkeit in dem innern Ver- faffungSkampfe, Preußen nach außen endlich geschickt zu machen, seine ihm im nationalen Programm zuge- wiesene Ausgab- zu erfüllen: so dilnen sie nach der andern Seite erwarten, daß die deutsche Nation und ins- besondere der Nationalverein nicht wegen vorübergehender die Gewalt historischer Thalsachen und den durch den- selben festgestellten Beruf Preußen« verkennen werde. 3) In Bezug aus Schleswig-Hol stein muß der Nationalverein auch ferner bestrebt sei», die Geltend- machung deS�SelbstbestimmungSrechtes dieses VvlksstaM- mes, sein Staatswesen nach eigenem Ermessen einzu- richten, mit allen ihm z» Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln zur Geltung zu bringen. Diese« Selbstbestim- mnngSrecht findet aber feine Begrenzung in den Pflichten der S-bleSwig- Holsteiner gegen Deutschland. Da zur Zeit eine bundeSstaalliche Ecntralgewalt nicht besteht, Preußen aber die Hauplpflicht einer solchen, den Schutz der Herzoglhümer zu Land und zur See übernehmen muß: so ist Preußen so berechtigt wie verpflichtet, in den Herzogthümern diejenigen Rechte in Anspruch zn nehmen, welche nach der Reichsverfassung der definitiven Central- gewalt übertragen sind. So schamlos wie in dieser Resolution tritt der Particularismus selten zu Tage. Preußen, dieser von Wilhelm von Hohenzollern in„persönlichem Regiment" regierte Staat, ist „berechtigt und verpflichtet, in den Herzogthümern diejenigen Rechte in Anspruch zu nehmen, welch« nach der Reichsverfassung der definitiven Central- gewalt übertragen sind"! Es ist nicht zu glauben! Aber solcher Wahnwitz ist erfreulich: ein so krasser Particularismus, welcher alle Scham abgelegt hat, wird den Bruch im Nationalverein vollständig machen und damit die Zersetzung und Auflö- sung der liberalen Bourzeoisiepartei in Deutschland vollenden. als ob in Preußen, so lange es überhaupt besteht, ein wirklich liberales Regiment denkbar wäre! Daß die„liberale Aera" traurigen Andenkens nichts anderes war, als der Ausfluß einer„vorübergehenden" königlichen WillcnS- richtung, ein Gnadengeschenk, welches wie gegeben, so genommen wurde— das freilich begreifen dies« Leute nicht und werden eS nie begreifen. Man lasse heute wieder einen preußischen König eine„libe- rale" Stunde haben— und diese„Realpolitiker" werden wieder glauben, Aber wozu nur noch der Streit mit dem Grafen v. Bismarck? Wenn man in der Hauptsache ein- verstanden ist— daß Deutschland �um Preußens willen da sei— wozu dann Streit über'Neben- dinge? Deutschland. * Berlin, 24. Oct.[In der Drohnot-n- Angelegenheit] wird bekannt, daß der 5ra. furtcr Senat, dem Gebot der Ehre folgend und � Erkenntnis seiner Pflicht gegen sich selbst wie gegen das deutsche Volk, beschloflen hat, die Versuche der preußischen und österreichischen Regierung, sich in die Angelegenheiten eines selbstständigen deutschen Staates einzumischen, energisch zurückzuweisen. Es bedarf keines Beweises, daß die jetzigen Staaten nur der Ration gegenüber keine Existenzberechtigung haben, daß hingegen vor dem bestehenden Recht Franksnrt so gut wie Preußen unbehinderte Selbstständigkeit zu beanspruchen hat. Die große deutsche Nation freilich braucht weder nach dem historisch erwachsenen Hohenzollernstaat noch nach der kleinen Phitisterrepublik zu fragen— vor dem bestehenden Recht aber ist die eine so unantastbar wie der andere. Es gewinnt an Wahrscheinlichkeit, daß es in erster?inie die preußische Regierung ist, welche die Sache angeregt und betrieben hat. Bei der Ruhe, mit welcher man die grobe französische Note hingenommen, muß das kühne Vorgehen gegen das kleine Frankfurt um so mehr auffallen. Betreffs der österreichischen Regierung wird in der Wiener „Presse" behauptet,' dieselbe sehe im Sechs- und dreißiger-Ausschuß eine Art deutschen Parlamentes, wodurch die Bundesverfasiung gefährdet werde.— Im Ganzen haben wir keinen Grund, mit dieser Drohnotengeschichte unzufrieden zu sein; sie ver- stärkt, wenn dies noch nöthig sein sollte, aufs Neue durch ganz Deutschland und in allen Kreisen die Ueberzengung, daß ein Rechts zu st and in Deutschland nicht besteht. � ZLien, 21. Oct. sF i» a n z i e l l e S. Fürst Kusa.j Wie aus Pest, 20. d. M., berichtet wird, sagt ein Erlaß der ungarischen Hofkanzlei an sänimtliche Gemeinden Ungarns, baß laut Aus- weis des Finanzministeriums die Steuerrückstände in Ungarn Ende Juni sich auf achtzehn Millionen belaufen haben. Bei der nöthigen Eintreibung derselben möge die möglichste Schonung beobachtet und Militär-Erecution nur äußerstenfalls angewen- det werden.— Der General-Correspondenz wird aus Bucharest geschrieben: Die in der Stadt coursirenden Gerüchte, wonach Fürst Kusa in allernächster Zeit abdanken und der Her- zog von Lenchtenberg den Thron der Walachei und Moldan als selbstständiger Fürst besteigen würde, kann ich als vollständig unbegründet bezeichnen. Fürst Kusa denkt eben so wenig daran, abzudanken, als die Einsetzung eines russischen Fürsten eine Sache ist, welche sich ohne ganz bedenicnde europäische Eomplikationen durchführen ließe. Gewiß aber ist es, daß die Stellung Kusa's aller- ding« sehr erschüttert ist, da der Kaiser Napoleon ihm seinen Schutz entzogen zu haben scheint und Drouyn de hhuys erst vor Kurzem wieder eine neue Note an die „hohe Pforte" richtete, welche die Regierung Kusa's ge> wissermaßen in den Anklageznstaud versetzt. Wie die Frankfurter„IZuropo� meldet, hat der Fürst Kusa die Note Fuad Paschas mit einer rechtfertigenden Denkschrift beantwortet, welche auf die Großmächte, denen dieselbe mitgetheilt worden, keinen gerade ungünstigen Eindruck gemacht hat. Trotzdem hält die„Lurops" die Stellung Kusa's für gefährdet. Hannover, 21. Oktbr. sDas neue Reak- ti o n sm in ist eriu m.� Die neu ernannten Mini- ster Bacmeister, Leonhardt, v. Hodenberg und Dietrichs haben heute in Gegenwart der drei bleibenden Minister Gras v. Platen, v. Brandis und v. Malortie den vorgeschriebenen Eid abgeleistet. Karlsruhe, 21. Okt. sDer neue Minister- Präsident.� Die„Karlsruher Zeitung" bringt in ihrem amtlichen Theile die Ernennung des Frei- Herrn v. Edelsheim zum Präsidenten des Mini- steriums des Großherzoglichen HauscS und der ans- wärtigen Angelegenheiten. - 1 Ausland. * Paris, 21. Oct. sTagesbericht.j Die Union Medicale meldet:„Uni sich selbst von der. Pflege der unglücklichen Cholerakranken in den Spitälern zu überzeugen, traf der Kaiser am> 20. Oclober um 4 Uhr incognito im Hotel Dieu ein; sein Besuch dauerte eine volle Stunde. Be- geisterte Lebehochs tönten dem Kaiser nach, als er das Spital verließ."— Die Bestrebungen der französischen Regierung in Betreff des interna- tionalen Congresscs sind mit dem besten Er-! nennt, wie es früher einen genannt hatte, ist der bered- folge gekrönt; die meisten Regierungen haben officiell i teste Nachruf für den verstorbenen Premier, legt glän- ihren Zutritt angezeigt, und die Pforte hat insbe- � leideres Zeugnii für seine nun abgeschlossene Thätigkcit sonders den internationalen Charakter der Sacdc>''L�deil gewordene Anerkennung ab, al« ..-n,.., m u w.i.-.M-,{•* JXÄ» t WJS SSVt rcas in ihren Kräften stehe, um die vorgeschlagenen � dies oft vorausgesagt worden ist und jetzt Maßregeln zu fordern.— Nach der Patne sind I auf« lebhafteste gefüblt wird. Bei aller Achtung vor die Anordnungen Betreffs des Abganges der erste»! Lord Russell, Lord Granville, Lord Clarendon und Herrn französischen Truppen aus Rom bereits fest- Gladstone suhlt doch Jeder, daß dem Einen diese, dem gesetzt. Die Stadt und die Delegation von Viterbo Anderen jene der seltenen Gaben fehlt, die sich in Lord werden nächste Woche der päpstlichen Armee über- Palmerston beisammen gesunden halten, und kein Wun- geben werben. Die ersten Truppen verlaffen Rom � daß die Wahl der Königin schwer fallen miiß. am 4 Rov Ihre Einiwissuna wird sofort beain- Times schwankt unentschlossen zw, chen den wenigen Ge- am 4. icov.>lyre t-inschinung wird tosort degm-,„„„nten, Daily News wünscht aus Aushänalichkeit frü- nen. A-a Moniteur bringt einen Berich t a u s Zeiten Lord Russell an der Spitze zu sehen. Der Wien, in welchem er die vsterrelchlschen Austande. Star hat die besten Hoffimngell für Gladstone, im Grunve im rosigen Lichtschimmer erscheinen und sogar die aber ist Jeder recht kühl und erwartet das Resultat mit österreichischen Finanzaufhesserungs- Versuche den großer Seelenruhe, da das Zukniifts-Cabinet, mag es französischen Geldmännern möglichst vertrauener- i wie immer zusammengesetzt sein, nur als ein Lückenbüßer weckend hinstellt. Der neueste Bericht des Finanz- angesehen wird. Ministers beweist nach dem Moniteur„lobenöwerthe[Ans Amerika.� Der Dampfer„Euba" Bestrebungen der Regierung, sich in den Schranken hZl Nachricklcn ans N e w y o r k vom 12. d. in der für 1865 vom Reichsrathe bewilligten Sätze � Eork abgegeben. Nach denselben hat die Eon- zu ballen".— Hier hat sich gestern in den, Frauen-�....... kloster der blinden Schwestern(in der Rue d'Enfer gelegen) ei» gehet mnißvolles Ereigniß zuge- venlion von Nord- Carolina die Abschaffung der Sklaverei angenommen. Der Präsident Johnson ............. o,t........ u__________ o— o, hat einer Deputation aus Kentucky versprochen, daß tragen. Gegen l'/z Uhr Nachts fand in dem z» die Militairgerichte aufgehoben und die Negcrtruppen demselben gehörigen Garten plötzlich eine Explosion verlegt werben sollten. Die Wahlen in Pennsyl- statt. Es war, als wenn eine Feuerwaffe abge- vanien, Ohio, Indiana und Iowa sind zu Gunsten feuert wurde. Daraus ertönte die Feuerglocke, die � ber Republikaner ausgefallen. sonst des Nachts nur bei außerordentlichen Gelegen- heilen geläutet wird. Zu gleicher Zeit bemerkte man an den Fenstern Lichlerglanz, aber kein Ruf wurde gehört, und bald hüllte sich das Kloster in seine gewöhnliche Stille. Ein Polizeidiener, der Zuschauer des Vorganges gewesen, niachte die An- zeige, und eine Untersuchung wurde eingeleitet. Es heißt, ein junger Mann, der sich in eine der Ron- nen verliebt, habe sich im Garten erschossen.— Ter Pariser Correspondent der Ind. belge meldet, Napoleon werde den drohenden Conflict mit Amerika wegen Mexiko durch die Anordnung von Italien.(Zu Merode'« Entlassung. Versckiedenes.� Die Italic meldet über Me- rodes Entlassung, daß derselben eine heftige Sccne zwischen ihm und Anlonelli vorhergegangen, und zwar aus zwei Ursachen. Erstens nämlich habe eS sich bei dem Wortwechsel um ein geheimes Rundschreiben a» die Chefs der an die Gränze detachirien päpstlichen Corps gehandelt, worin er denselben Ordre ertheille,„die königlichen Banden, die au den Gränzen ständen, nicht als Feinde zu behandeln"; sodann aber sei es„wegen eines be- deutenden, in der Casse des Waffen- Ministeriums Maßregeln nach der Analogie der italienischen zum Vorscheine gekommenen Deficits, dessen Ver- Septemder-Conventioli vermeiden und die successive Sendung nicht nachgewiesen werden konnte", zu Zurückziehung der französischen Truppen aus Mexico starken Erklärungen gekommen. � Die Italic setzt anordnen.— Gestern erhielt Graf Sartiges den h>uzu:„Der Entlassung des Herrn v. Merode Auftrag, in Folge des Rücktrittes Merode's neuer-! dürfte die eines Officiers, der sein Vertrauter ist. dings Schritte zur Anbahnung einer„Versöh- des Herrn v. M., folgen, der in die Veranlassungen nung zwischen Rom und Florenz" zumachen, i" seiner Ungnade verwickelt ist."- Der pariser "London, 21. Oet. lZum Tode Lord�-wPs erhalt.n dieser Sach- zwei Briefe aus Valmerston's) schreibt die Köln Kta"- 1,16 md,t �ne �"�resse sind. Der erste Aus allen Theil'en des Landes tr-ff-n Berichte-in'au'-N..Graf Merode hat seine Demission er- über die Theilnahme und die Trauerbezeigungen, welche galten. Er hat Befchl erhalten, sich sofort nach die Nachrichl von dem Tode des allgemein beliebten Belgien zu begeben. Die Ursachen, welche den Premier-Minister« belvorgenifen hat. Wie gewöhnlich,. heiligen Vater zu diesem Entschluß bestimmt haben, war der Gemeinderalh der Cily die erste Körperschaft, sind sehr ernst, sie betreffen Geldangelegen- welche ihren Gefühlen bei dem Verluste, welchen die heilen." In dem zweiten Schreiben beißt es: Nation erlitten, formellen Ausdruck in einer Resolution Hx,,. v. Sariiges ist es vor Allem zuzuschreiben, gab und zugleich der W.itw. des Verstorbenen ihr Be,- Hr. y. Merode entlassen wurde, obgleich der- leiv auszusprechen beschloß. Dem gegebenen Beispiele;r. folgten mehrere hauplstädtische Bezirke, und in manchen 11� wenigen Tagen hier angekommen ist. größeren Städten, Liverpool, Manchester u. s. w., sind>2eit langer Zeit war inan mit Hrn. v. Dkerode die Gemcinderälhe einberufen worden, um ähnliche Ve< lllizusrieden. Die Mine war vorbereitet und sie schlüsse zu sasie». Es tauchen jetzl von ollen Seiten � sprang in die Luft, als Hr. v. Sartiges ankam. charakleristische Notizen aus dem Leben Lord Palmer- Die Familie Merode befindet sich in einer schwie- stons auf. Als am Tage vor seinem Tode Phantasieen i rizen Lage. Msgr. v. Merode hat eine Million cintralen, sagte Lord Palmerston mit deutlicher Stimme � � x ch s x f«uf sich laufen. Die Frage Betreffs — und dies waren wohl die letzten vernehmlichen Worte, sxjues Bruders ist hinzugekommen, kurz, in allen s.?".'!'« r. äi»! fi?-° Mit" D--»traier im,!>, z,i, s,m°s»„>,,» d„,>"»- d-mchl Au»-,. älteste Mitglied des Hauses der Gemeinen, der„Vater dem verlangt das römische Pfandhaus eine halbe des Hause«" genannt. Als Minister des Auswäriigen s Million römischer Thaler von Herrn v. Merode. entwickelte Lord Palmerston eine ungemeine Thätigk-it; Herr Ferrari wollle von Hrn. v. Merode Rechen- neben den Anstrengungen der Debatte und den immer schaft über 200,000 Thaler verlangen, welche wiederkehrenden Nachiwachen im Hanse der Gemeineu derselbe in Belgien placirt hatte. Man konnte batte er ungeheure Amlsgeschäfte ans seinen Schultern �ine Rechnung vorlegen.- Aus Florenz zu tragen,«eine körperliche Gesundheit ließ in der!. qallm ,:ne Gesekvorlaae Regel wenig zu wünschen übrig, und eine der Ursachen �.Tvi nn oV° f war, daß er sich immer, mochte er den Staalsgeschäftea 1" fr Ctniilhtung der Mahlsteuer für sicher ge« frllb oder spät entschlüpfe», 7�2 Stunde ungestörten hellen wird, tauchen, in ahnlicher Weise wie Schlafes gestattete. Wenn er auch erst Morgens um vorher über diefe Steuer, Gerüchte von einer 4 Uhr nach Hause kommen konnte, so befahl er seinem Thür- und Fenstersteuer auf; denn diese Objecte Diener, ihn nicht vor Mittag zu wecken.> sollen dem Finanzminister, abgesehen von der Ge- Russell, Clarendon, Gladstone oder Granville, Russell,! bändesteuer, noch einer besondern Vorsorge würdig Gladstone. oder Gladstone. Rüssel Granville. das sind, seinen.- In Mailand will man wissen, daß wemg-n Karten, d.e noch ,n,m-r g-msscht werden � Befehl der Statthalterschaft von V-nelien all- s rXÄSÄ"'r.l'ÄÄ«' i i. das Land Lord Palmerston s Stelle anvertrauen möchte, und daß unter den genannten kein einziger ist, den da» tianischen angehören, einberufen worden seien.— Obgleich die Wahlen alle Klassen der Gesellschaft Land instinctiv und einstimmig als den Passendsten: beschäftigen, die Wahlversammlungen allabendlich